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Enjambements:

Materialsteinbruch von Till Strophe 1


Strophe 2
Strophe 3
Georg Heym (1911)

Berlin I Beengtes Großstadtleben

U / U / U / U / U / U
1 Der hohe Straßenrand, auf dem wir lagen,
U / U / U / U / U / U
2 War weiß von Staub. Wir sahen in der Enge
U / U / U / U / U / U Strophe 1
3 Unzählig: Menschenströme und Gedränge,
/ / /
Der umarmende
U / U / U U U U
Reim der ersten
4 Und sahn die Weltstadt fern im Abend ragen.
Strophe findet
sich im Paarreim
Hektischer Verkehr in der Großstadt der zweiten
U / U / U / U / U / U Strophe wieder.
5 Die vollen Kremser fuhren durch die Menge,
U / U / U / / / U
U U
6 Papierne Fähnchen waren drangeschlagen.
U / U / U / U / U / U Strophe 2
7 Die Omnibusse, voll Verdeck und Wagen.
U / U /U / U / U / U Der Paarreim der ersten
8 Automobile, Rauch und Huppenklänge. Strophe findet sich im
umarmenden Reim der
Hochhäuser als Gegensatz zur Natur zweiten Strophe wieder.
U / U / U / U / U /
9 Dem Riesensteinmeer zu. Doch westlich sahn
U / U
10
/ U
Wir an der langen Straße Baum an Baum,
/ U / U / Strophe 3
/ /U
Der umarmende
U / U U / U /
11 Der blätterlosen Kronen Filigran. Reim der dritten
Strophe findet sich
im 2. Vers (13. Vers
Die Abendsonne strahlt Positives aus
insgesamt) der
U / U / U / U / U / vierten Strophe
12 Der Sonnenball hing groß am Himmelssaum wieder.
U / U / U / U / U /
13 Und rote Strahlen schoß des Abends Bahn. Strophe 4
U / U / U / U / U /
14 Auf allen Köpfen lag des Lichtes Traum. Das Reimwort
des 2. Verses (10.
Vers insgesamt)
findet sich im
umarmenden
Reim der letzten
Strophe wieder.
Eine Gedichtinterpretation schreiben

Nr. 1
b) siehe Gedicht („Materialsteinbruch Till“)
c) Das Gedicht „Berlin I“ von Georg Heym aus dem Jahre 1911
stellt die Enge und Hektik Berlins der Schönheit des
Sonnenuntergangs der Großstadt gegenüber.
d) Mit dem Gedicht möchte Georg Heym verdeutlichen, dass die
Stadt Berlin trotz Enge und Hektik im Alltag im Abendlicht schön
aussehen kann.

Zusammenfassung:
Das Gedicht „Berlin I“ von Georg Heym aus dem Jahre 1911 stellt die
Enge und Hektik Berlins der Schönheit des Sonnenuntergangs der
Großstadt gegenüber.
Mit dem Gedicht möchte Georg Heym verdeutlichen, dass die Stadt
Berlin trotz Enge und Hektik im Alltag im Abendlicht schön aussehen
kann.

Nr. 2
Das Gedicht „Berlin I“ ist ein Sonett, denn es besteht aus zwei
Quartetten (Strophen 1 & 2) und zwei Terzetten (Strophen 3 & 4)
Strophe 1:
Die Strophe 1 besteht aus vier Versen (Quartett); es liegt ein
umarmender Reim mit dem Reimschema abba vor.
In der ersten Strophe geht es um die Enge in der Metropole Berlin.
Strophe 2:
Die Strophe 2 besteht ebenfalls aus vier Versen (Quartett); es liegt
ebenso ein umarmender Reim mit dem Reimschema baab vor.
In der zweiten Strophe geht es um die Hektik und Unruhe die der
Verkehr verbreitet.
Strophe 3:
Die Strophe 3 besteht aus drei Versen (Terzett); es liegt ein Kreuzreim
mit dem Reimschema cdc vor.
Die Strophe 3 beschreibt den Gegensatz zwischen Hochhäusern
(Riesensteinmeer) und der Natur (Baum an Baum).
Strophe 4:
Die Strophe 4 besteht ebenso aus drei Versen (Terzett); es liegt ein
Kreuzreim mit dem Reimschema dcd vor.
Die vierte Strophe beschreibt die positive Ausstrahlung der
Abendsonne auf die Menschen (Bewohner Berlins).

Nr. 3
a) Das Gedicht „Berlin I“ ist ein Sonett, da es vier Strophen hat,
wovon die ersten zwei Quartette und die letzten zwei Terzette
sind. Während bei den Quartetten der umarmende abba und
baab vorherrscht, liegt bei den Terzetten das Reimschema cdc
und cd vor.
Im Gedicht findet man eine Inhaltliche Zäsur zwischen dem
zweiten Quartett und dem ersten Terzett, also zwischen dem 8.
Und dem 9. Vers.
Das lyrische Ich bezieht sich in den zwei Quartetten lediglich auf
die negativen Aspekte (Hektik und Enge) der Großstadt,
während es in den zwei Terzetten auch positive Seiten (positive
Gefühle beim Sonnenuntergang) darstellt.

b) Das Gedicht „Berlin I“ von Georg Heym ist ein Sonett mit zwei
Quartetten im Reimschema abba und baab sowie zwei
Terzetten im Reimschema cdc und dcd.
Es liegt ein durchgängiger Jambus mit Enjambements vor (siehe
Materialsteinbruch Till – inklusive Nervenzusammenbruch ).

Zusammenfassung:
Der Aufbau des Gedichts (Sonett) passt auch zu seinem Inhalt, denn
nach den Quartetten erfolgt eine Zäsur, die den Gegensatz zwischen
Hektik und Enge der Großstadt zur Natur verdeutlicht.

Nr. 4
a) Metaphern
Z. 3 „Menschenströme“ verdeutlicht die Enge in der
Großstadt

Z. 9 „Riesensteinmeer“ versinnbildlicht die


Hochhäuser/Betonklötze

Z. 12 „Sonnenball“ beschreibt die untergehende


Sonne

Personifikation
Z. 12 „Der Sonnenball hing groß am Himmelssaum.
Hier wird beschrieben wie die Sonne am Horizont untergeht.

Z. 14 „Auf allen Köpfen lag des Lichtes Traum.“


Hier wird beschrieben wie das Abendlicht Ruhe unter die
Menschen bringt.

b) Mithilfe der sprachlichen Mittel kann sich der Leser des


Gedichts besser in die Situation bzw. die Gedanken des
lyrischen Ichs hineinversetzen.

Nr. 5
In dem Gedicht „Berlin I“ stellt das lyrische Ich die negative Seite des
Großstadtlebens der Natur gegenüber.
Vermutlich ist das lyrische Ich auf einem Ausflug in die Natur und
beobachtet von dort einerseits die negativen Einflüsse (Hektik und
Enge) der Großstadt, aber andererseits die positive Wirkung der
Abendsonne, die die Stadt zur Ruhe kommen lässt.

Nr. 6
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Georg Heym mit seinem
Gedicht „Berlin I“ den Gegensatz zwischen Großstadt und Natur
deutlich machen möchte.
Inhaltlich und formal wird dieser Gegensatz auch durch die
besondere Form des Sonetts mit inhaltlicher Zäsur deutlich.

Mir hat das Gedicht nicht so gut gefallen, da ich gegen Anfang viele
Verständnisschwierigkeiten hatte. Bei näherer Betrachtung des
Gedichts haben sich aber viele Fragen geklärt und ich finde, dass
Georg Heym die Gegensätzlichkeit zwischen der Großstadt und der
Natur gut getroffen hat.

Alles in allem ist mir aufgefallen, dass ich bei der Feststellung des
Metrums noch große Schwierigkeiten hatte.