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Kapitel 2 – Allgemeine Empfehlungen

Betriebs- und Wartungsanleitung

INHALT

Allgemeine Empfehlungen

REP BEZEICHNUNG SEITE


Allgemeine Empfehlungen......................................................................................................1
Mobilkräne in Flughafennähe .................................................................................................5
Wichtiger Hinweis ...................................................................................................................7

Montage / Demontage einer Zusatzwinde


1/ Einbau einer Zusatzwinde an einem Kran..............................................................................8
2/ Ausbau einer Zusatzwinde der Maschine ..............................................................................8

Lesen der Lasttabellen


Empfehlungen für das Lesen der Lasttabellen.......................................................................9
Besondere Empfehlungen für die Hubarbeit auf Reifen.......................................................10
Besondere Empfehlungen für die Hubarbeit auf Stützauslegern .........................................11
Abheben der Stützauslegerfüße...........................................................................................12

Bremssystem
1/ Sichtprüfung .........................................................................................................................13
2/ Prüfen der Funktion ..............................................................................................................14
3/ Wirksamkeitskontrolle...........................................................................................................14
Einfahren der Bremsbeläge..................................................................................................16

Zusammensetzung der Gegengewichte AC40/2-AC40/2L


Definieren und Prüfen der Kombination der Gegengewichte vor dem Heben………………17
AC40/2-AC40/2L Kombination des 2,5 t Gegengewichts 2X12t mit einer Hubwinde .........18
AC40/2-AC40/2L Kombination des 2,5 t Gegengewichts 2X12t mit zwei Hubwinden ........18
AC40/2-AC40/2L Kombination des 3,8 t Gegengewichts 2X12t mit einer Hubwinde .........19
AC40/2-AC40/2L Kombination des 3,8 t Gegengewichts 2X12t mit zwei Hubwinden ........19
AC40/2-AC40/2L Kombination des 3,8 t Gegengewichts 2X13t mit einer Hubwinde .........20
AC40/2-AC40/2L Kombination des 3,8 t Gegengewichts 2X13t mit zwei Hubwinden ........20
Kapitel 2 – Allgemeine Empfehlungen
Betriebs- und Wartungsanleitung

BEZEICHNUNG SEITE
Zusammensetzung der Gegengewichte AC40/2
AC40/2-AC40/2L Kombination des 5,5 t Gegengewichts 2X12t mit einer Hubwinde .........21
AC40/2-AC40/2L Kombination des 5,5 t Gegengewichts 2X12t mit zwei Hubwinden ........21
AC40/2-AC40/2L Kombination des 5,5 t Gegengewichts 2X13t mit einer Hubwinde .........22
AC40/2-AC40/2L Kombination des 5,5 t Gegengewichts 2X13t mit zwei Hubwinden ........22
AC40/2 Kombination des 2,75 t Gegengewichts 2X12t + 3 %.............................................23
AC40/2 Kombination des 4,05 t Gegengewichts 2X12t + 3 %.............................................23
AC40/2 Kombination des 5,75 t Gegengewichts 2X12t + 3 %.............................................24
AC40/2 Kombination des 4,95 t Gegengewichts 2X13t eine Hubwinde ohne Verlängerung 24

Wiegen des Krans


Wiegen des Krans…………………………………………………………………………………25

Vorschriften für den Straßenverkehr


Allgemeine Straßenverkehrsordnung...................................................................................26

Alterungskontrolle der Maschine


Alterungskontrolle der Maschine ..........................................................................................27

Bediener-Informationen zum zweifachen Kraftstoffsystem


Bediener-Informationen zum zweifachen Kraftstoffsystem……………………………………28
Hinweis des Zolls..................................................................................................................28
Anwendung des zweifachen Kraftstoffsystems ....................................................................29
Geltende Vorschriften...........................................................................................................29
Gefahren und mögliche Strafen ...........................................................................................30

Einsatzbedingungen bei Explosionsgefahr


Einsatzbedingungen bei Explosionsgefahr ..........................................................................31

Wichtiger Hinweis für Anwender eines Personentransportkorbes an Kranen.........................32


Empfehlungen
Betriebs- und Wartungsanleitung

Kapitel 2

Allgemeine
Empfehlungen

BEI NACHLÄSSIGKEIT, MANGELNDER WARTUNG ODER


FALSCHER ANWENDUNG DES FAHRZEUGS DURCH DEN
KÄUFER ODER SEINEN ANGESTESTLLTEN BZW. BEI
NICHTEINHALTUNG DER TECHNISCHEN VORSCHRIFTEN
ERLISCHT DIE GARANTIE IM VOLLEN UMFANG.

Kapitel 2 - Seite 1
Empfehlungen
Betriebs- und Wartungsanleitung

In diesem Handbuch werden WARN- und ACHTUNGSZEICHEN


sowie HINWEISE verwendet, um auf wichtige Anweisungen
hinzuweisen. Diese wurden dabei wie folgt definiert:

WARNUNG : Wenn ein Verfahren oder eine Anwendungsweise


nicht ordnungsgemäß ausgeführt wird, besteht erhöhte
Verletzungsgefahr, die zu tödlichen Unfällen führen kann.
ACHTUNG : Wenn ein Verfahren oder eine Anwendungsweise
nicht genau nach Anleitung ausgeführt wird, kann es zu
Materialschäden oder zur Zerstörung der Maschine kommen.

HINWEIS : Verfahren oder Zustand, die in den Vordergrund gestellt


werden müssen.

WICHTIG

ES WERDEN REGELMÄSSIG SCHULUNGSKURSE


FÜR DIE KRANBEDIENUNG ABGEHALTEN, DIE
ERMÖGLICHEN, DIE BEDIENUNG UND WARTUNG
VON TEREX - KRANEN SOWIE DIE HANDHABUNG
VON LASTEN IN THEORIE UND PRAXIS ZU LERNEN.
AUF ANFRAGE KANN IHNEN IHR ÖRTLICHER
HÄNDLER DIE DATEN UND
EINSCHREIBUNGSBESTIMMUNGEN FÜR DIESE
KURSE MITTEILEN.

Kapitel 2 - Seite 2
Empfehlungen
Betriebs- und Wartungsanleitung

DER RANGIERLEITER MUSS EINE EIGNUNGSPRÜFUNG


DURCHGEFÜHRT HABEN (siehe Anhang).
BEVOR SIE IHRE MASCHINE EINEM MASCHINENFÜHRER
ANVERTRAUEN BZW. WENN SIE DIE MASCHINE GELIEHEN
ODER VERLIEHEN HABEN, SICHERSTELLEN BEVOR DER
MASCHINENFÜHRER DEN MOTOR ANLÄSST:
DASS IHM DIE NOTWENDIGEN ANLEITUNGEN FÜR DEN
EINWANDFREIEN UND GEFAHRLOSEN BETRIEB DER
MASCHINE AUSGEHÄNDIGT WERDEN,
DER KRANFÜHRER MUSS ENTSPRECHEND GESCHULT
SEIN.
DASS ER ALLE ANWEISUNGEN DIESER ANLEITUNG
GELESEN UND SICH EINGEPRÄGT HAT.

BEVOR DER MOTOR ANGELASSEN WIRD,


DIE FÜR DEN MASCHINENFÜHRER IN DIESER ANLEITUNG
GEGEBENEN SICHERHEITS-VORSCHRIFTEN AUFMERKSAM
LESEN UND
VON ALLEN SICHERHEITSSYMBOLEN KENNTNIS NEHMEN,
DIE SICH AN DER MASCHINE BEFINDEN.
BEVOR MIT DER ARBEIT BEGONNEN WIRD, LERNEN, ALLE
STEUERUNGEN SICHER ZU BETÄTIGEN.
ES WIRD VORAUSGESETZT, DASS SIE DIE ANWEISUNGEN
DES HERSTELLERS ÜBER DEN BETRIEB UND DIE
WARTUNG DER MASCHINE VERSTEHEN UND BEFOLGEN
UND DASS SIE DIE STRASSENVERKEHRSORDNUNG UND
ANDERE VORSCHRIFTEN BEACHTEN.

BEI UNFÄLLEN MIT DER MASCHINE (KEINE


VERKEHRSUNFÄLLE):
"IM SCHADENSFALL, DAMIT ER UNS GEGENÜBER
GELTEND GEMACHT
WERDEN KANN, MUSS UNBEDINGT EINE
BESTANDSAUFNAHME
AM UNFALLORT VON EINEM TEREX-BEVOLLMÄCHTIGEN
GEMACHT WERDEN, BEVOR DIE UNFALLSTELLE
FREIGEMACHT WIRD."

Kapitel 2 - Seite 3
Empfehlungen
Betriebs- und Wartungsanleitung

GUMMISEILSPRUNG VON EINEM MOBILKRAN AUS


IST EIN GEFÄHRLICHER SPORT.
TEREX entwickelt sichere Produkte, die zum Transport und Hub von
Baumaterial, JEDOCH NICHT FÜR PERSONEN geeignet sind.
Unserer Meinung nach ist die Verwendung eines Krans für die
Beförderung von Personen zu einem "Gummiseilsprung" extrem
gefährlich.
Die von TEREX hergestellten Produkte sind für eine derartige
Benutzung weder vorgesehen noch zugelassen.
Unsere Produkte werden für die Beförderung von Personen
weder entwickelt, hergestellt, getestet oder vorgesehen.
Zahlreiche Personen haben Körperverletzungen erlitten, indem
sie sich vom Haken, von den Lasten oder Körben haben tragen
lassen. Sie haben keinerlei Kontrolle über die Kranbewegungen
und sind weder gegen Stöße noch Stürze geschützt.
Der kleinste Fehler kann tödliche Folgen haben.
Wir sind uns der tatsächlichen Gefahr bewusst, die die
Personenbeförderung zum "Gummiseilsprung" darstellt und
empfehlen Ihnen deshalb eindringlich die Lektüre des Kapitels über
Sicherheit, damit Sie die Gefahren besser verstehen und sich den
Warnungen hinsichtlich der Benutzung von Mobilkränen zur
Personenbeförderung bewusst werden.
Wir bitten daher alle Händler und Kaufleute, die notwendigen
Maßnahmen zu treffen, um die folgende Warnung an alle Benutzer,
Käufer und potenziellen Mieter weiterzuleiten: - DER
GUMMISEILSPRUNG VON MOBILKRÄNEN AUS IST EIN
GEFÄHRLICHER SPORT.
Gleichzeitig warnen wir dringend alle Händler und Vertragshändler
davor, keinen Mobilkran zu vermieten oder zu verkaufen, der für
Gummiseilsprünge vorgesehen ist. Gummiseilsprünge zählen nicht
zur bestimmungsgemäßen Anwendung.
DENKEN SIE IMMER DARAN:
DER GUMMISEILSPRUNG VON MOBILKRÄNEN AUS IST EIN
GEFÄHRLICHER SPORT.

Kapitel 2 - Seite 4
Empfehlungen
Betriebs- und Wartungsanleitung

Mobilkräne in Flughafennähe

Einsatz in der Nähe von Flughäfen und


Hubschrauberlande-und startplätzen

Sonderregelungen für den Verkehr in Flughafengebieten


untersagen das Errichten von permanenten oder vorübergehenden
Hindernissen, die eine Gefahr für den Flugverkehr darstellen könnten.
Diese Regelungen schreiben für den jeweiligen Flughafen die
maximal zulässigen Höhen vor.
Sonderregelungen für die Gefahrenkennzeichnungen in
Flughafengebieten schreiben für manche Hindernisse vor, sie mit
visuellen oder Funkeinrichtungen zu kennzeichnen, um die Piloten
darauf aufmerksam zu machen.
Teleskopkrane und Turmkrane sind von diesen Vorschriften betroffen
(Artikel R.241-1 und R.243-1 der zivilen Flugverkehrsordnung).
Firmen, die in der Nähe eines Flughafens eine Baustelle haben,
müssen sich unbedingt bei der zuständigen Stadtverwaltung
nach diesen Sonderregelungen erkundigen und diese beachten.

Außerhalb der Bereiche, für die diese Sonderregelungen


gelten

Für alle anderen Baustellen ist für das Errichten von feststehenden
oder mobilen Hindernissen mit einer Höhe von über:
- 100 m im Stadtbereich
- 50 m auf dem Land
die Genehmigung der für die Luftfahrt zuständigen Behörde
einzuholen.

Kapitel 2 - Seite 5
Empfehlungen
Betriebs- und Wartungsanleitung

Bei der Antragstellung muss angegeben werden:


- Höhe über Boden und Höhe über dem Meeresspiegel des
höchsten Punkts.
- genaue Ortsangabe (Lageplan und Anschrift).
- Tag der Montage und Demontage
Die Bearbeitung des Antrags kann in größeren Städten die
Einbeziehung mehrerer Luftfahrtbehörden verlangen. Daher ist
eine Bearbeitungsfrist von rund 2 Wochen vorzusehen.

Die kommunalen Stadtverwaltungen sind ebenfalls dazu


berechtigt, auf ihrem Gemeinde- und Stadtgebiet
Sonderregelungen für die Flugsicherheit zu treffen.

In der Region Ile de France, in der es zahlreiche Flughäfen gibt,


können sich Unternehmer an folgende Behörden wenden:
- ADP Service DFJAM telefonisch unter 01 43 35 70 00
oder per Fax 01 43 35 70 12
- Leitung der zivilen Luftfahrt Nord: ORLY Sud 108 94396 ORLY
Aérogare Cedex.

Hier erhalten Sie die Standorte der Flughäfen und die Anschrift der
zuständigen Behörden.

Kapitel 2 - Seite 6
Empfehlungen
Betriebs- und Wartungsanleitung

Wichtiger Hinweis

Um ein zuverlässiges und sicheres Arbeiten eines Fahrzeugs zu


gewährleisten, müssen die Schmierungs- und Wartungsarbeiten
regelmäßig und einwandfrei durchgeführt werden. Einige der in dieser
Anleitung angegebenen Vorgänge verlangen die Anwendung von
Werkzeugen und Techniken, die speziell für diesen Zweck entwickelt
wurden.

Jede Nichtbeachtung der Schmierungs- und Wartungsanweisungen


kann einen schweren Unfall zur Folge haben.

ALLE SICHERHEITSANWEISUNGEN AUFMERKSAM LESEN UND


ASSIMILIEREN BEVOR DIE SCHMIERUNGS- UND
WARTUNGSARBEITEN AN DER MASCHINE DURCHGEFÜHRT
WERDEN.

Die wesentlichen Vorsichtsmaßnahmen sind im Kapitel SICHERHEIT


angegeben sowie im gesamten Handbuch, wenn die betreffenden
Wartungsarbeiten Gefahren aufweisen. An der Maschine selbst
befinden sich ebenfalls Warnungen vor gewissen Gefahren, die zu
schweren Unfällen führen können. Sowohl im Handbuch als auch an
der Maschine geht diesen Warnungen der Vermerk GEFAHR oder
ACHTUNG oder HINWEIS voraus.

Die Durchführung der Wartungsarbeiten kann auf verschiedene Art


und Weise erfolgen. Da TEREX davon sowie von allen Risiken, die
mit der Anwendung einer bestimmten Methode verbunden sind, keine
Kenntnis haben kann, kann das Wartungspersonal folglich nicht
demgemäß beraten werden. Daraus ergibt sich, dass jeder, der
Methoden anwendet oder Werkzeuge benutzt, zu denen nicht speziell
in diesem Handbuch geraten wird, sich vorher vergewissern muss,
dass er sich selbst oder andere nicht in Gefahr bringt und nicht Gefahr
läuft, das Fahrzeug zu beschädigen oder die Sicherheit aufs Spiel zu
setzen.

Kapitel 2 - Seite 7
Empfehlungen
Betriebs- und Wartungsanleitung

Montage / Demontage einer Zusatzwinde


WARNUNG

1 / Einbau einer Zusatzwinde an einem Kran

Auszug aus der CE-Selbstzertifizierung :


"...Erweiterungen, Änderungen :
Bei Erweiterungen, Reparaturen oder Änderungen von Komponenten
der Maschine oder bei Einbau einer Zusatzausrüstung nach dem auf
der Konformitätsbescheinigung angegebenen Auslieferungsdatum
gewährleistet TEREX im Rahmen der Selbstzertifizierung nicht die
Konformität dieser Maschine. In diesem Fall ist das Hinzuziehen einer
außenstehenden Behörde erforderlich.
(Bsp: APAVE, VERITAS, AIF usw.).

2 / Ausbau einer Zusatzwinde an der Maschine

Wenn die Zusatzwinde ausgebaut wird, MÜSSEN UNBEDINGT


zusätzliche Gegengewichtsplatten angebracht werden, um die
Stabilität der Maschine zu gewährleisten (siehe Tabelle der
Gegengewichte).

Kapitel 2 - Seite 8
Empfehlungen
Betriebs- und Wartungsanleitung

Empfehlungen für das Lesen


der Lasttabellen

Es ist strengstens verboten, die Lastentabelle der


Handelsunterlagen zu verwenden. Immer das mit der Maschine
mitgelieferte Handbuch der Lastentabelle verwenden.

Vor Anwendung der folgenden Funktionen MIT LAST


ODER OHNE LAST:

- STÜTZAUSLEGER
- HUB AUF/AB
- WIPPEN
- TELESKOPIEREN
- SCHWENKEN

Der Fahrer muss alle in den Lasttabellen enthaltenen Angaben


gelesen und gut verstanden haben.

Kapitel 2 - Seite 9
Empfehlungen
Betriebs- und Wartungsanleitung

Besondere Empfehlungen für die Hubarbeit auf


Reifen

Hierfür die in den Lasttabellen gegebenen Anweisungen einhalten.

DIE IN DEN LASTTABELLEN FÜR DIE HUBARBEIT AUF REIFEN


ANGEGEBEN ZULÄSSIGEN LASTEN setzen voraus, dass folgende
Bedingungen erfüllt sind:

- Reifen mit dem für die Hubarbeit auf Reifen empfohlenen Druck
aufgepumpt (im Allgemeinen 10 Bar). Dieser Reifendruck ist auf einem
Aufkleber angegeben, der in der Kabine oder am Chassis über den Rädern
angeklebt ist.

- Feststellbremse angezogen.
- Abgesenkte und blockierte Federung.

- Die Last ist so nahe wie möglich an der Maschine (geringe Ausladung) und
in Bodennähe zu halten.

- Flacher, fester und ebener Boden. Der auf den Boden ausgeübte Druck
entspricht praktisch dem des Reifendrucks. Prüfen Sie die Druckeignung
des Bodens (siehe Kapitel Betrieb Abschn. Auflagefläche).

NACH MÖGLICHKEIT IST DIE HUBARBEIT AUF GANZ


AUSGEFAHRENEN STÜTZAUSLEGERN DEM ARBEITEN AUF REIFEN
VORZUZIEHEN.

UM DIE STANDFESTIGKEIT DER MASCHINE BEI DER BENUTZUNG


AUF REIFEN OHNE LAST ZU GEWÄHRLEISTEN, UNBEDINGT DIE
EINSCHRÄNKUNGEN DES WIPPWINKELS BEACHTEN, DIE IN DEN
LASTTABELLEN FÜR ARBEIT AUF REIFEN ANGEGEBEN SIND.

Kapitel 2 - Seite 10
Empfehlungen
Betriebs- und Wartungsanleitung

Besondere Empfehlungen für die Hubarbeit


auf Stützauslegern

DIE IN DEN LASTTABELLEN FÜR DIE HUBARBEIT AUF


STÜTZAUSLEGERN ANGEGEBEN ZULÄSSIGEN LASTEN setzen
voraus, dass folgende Bedingungen erfüllt sind :

- STÜTZAUSLEGER GANZ AUSGEFAHREN


ANMERKUNG : Wenn ein oder mehrere Stützausleger nicht ganz
ausgefahren werden können, wird empfohlen, sich auf die Lastkurve
für Hubarbeit auf Reifen zu beziehen.

- RÄDER VOM BODEN ABGEHOBEN ODER IN GLEICHER HÖHE


MIT DEM BODEN, so dass das Gewicht der Achsbrücken an der
Standfestigkeit der Maschine beteiligt ist.

- IN WAAGERECHTER STELLUNG ABGESTÜTZTE MASCHINE -


Siehe Wasserwaage - Die Anzeige dieser Wasserwaage häufig
kontrollieren - Sie erforderlichenfalls berichtigen, indem die Maschine
auf einem bekannten waagerechten Platz abgestützt wird.

- FESTER BODEN UNTER DEN STÜTZAUSLEGERFÜSSEN -


Gegebenenfalls eine Abstützung mithilfe von Holzbohlen vorsehen,
um die Abstützfläche zu vergrößern.

PRÜFEN SIE, OB DER BODEN FÜR DEN UNTER DEN


STÜTZAUSLEGERFÜSSEN AUSGEÜBTEN DRUCK
ENTSPRECHEND DES DURCHZUFÜHRENDEN HUBVORGANGS
GEEIGNET IST.
MIT DER DOKUMENTATION WIRD EIN EXCEL-PROGRAMM
MITGELIEFERT, MIT DEM DIE AUFDRUCKSTÄRKE AUF DEN
BODEN ERMITTELT WERDEN KANN. DIESE MUSS MIT DER
BODENFESTIGKEIT VERGLICHEN WERDEN (siehe Kapitel
Betrieb Abschn. Auflagefläche).

Kapitel 2 - Seite 11
Empfehlungen
Betriebs- und Wartungsanleitung

Abheben der Stützauslegerfüße:

Das Abheben eines Stützauslegerfußes beim Heben einer Last über


dem gegenüberliegenden Fuß ist kein Zeichen für drohendes Kippen
der Maschine.

Sollte es jedoch bei normalen Abstützbedingungen dazu kommen,


muss kontrolliert werden:

- dass der Stützauslegerbalken auf der Seite der Last einwandfrei


ausgefahren ist;

- dass die Räder, wie in den Lasttabellen für die Stützausleger


angegeben, vom Boden abgehoben sind;

- dass die gehobene Last nicht schwerer als die zulässige Last ist;

- dass der Stützauslegerfuß unter der Last nicht in den Boden


einsinkt;

- dass die Rückschlagventile des Abstützzylinders nicht defekt sind.

Kapitel 2 - Seite 12
Empfehlungen
Betriebs- und Wartungsanleitung

BREMSSYSTEM

Das Bremssystem des Fahrzeugs ist ein Sicherheitselement. Es wurde


entsprechend den europäischen Richtlinien (siehe Konformitätserklärung)
hergestellt und zugelassen.

Es dürfen keine Änderungen am Bremskreis ohne vorherige


Zustimmung des Herstellers vorgenommen werden. Der Ersatz von
Bauteilen darf nur mit Originalersatzteilen vorgenommen werden.
Arbeiten wie Schweißen, Schleifen, Erhitzen mit einem
Schweißbrenner... sind an allen Teilen der Bremsanlage strengstens
verboten.

Falls während der Anwendung ein Zweifel über das einwandfreie


Funktionieren auftauchen sollte, so muss sofort eine Prüfung durch einen
Fachmann vorgenommen werden.

Eine regelmäßige Kontrolle durch Sichtprüfung, Überprüfung des


einwandfreien Funktionierens und Wirksamkeitsmessungen muss
mindestens einmal im Jahr durchgeführt werden.

1 / Sichtprüfung

- Sicherstellen, dass Metallbehälter und Rohrleitungen keine Korrosion


aufweisen, und dass weder Schweiß- noch Schleifspuren vorhanden sind.
- Sicherstellen, dass die Schlauchleitungen in einwandfreiem Zustand sind.
- Nach zehn Betriebsjahren und danach alle fünf Jahre müssen die
Druckluftspeicher einer neuen Druckprobe unterzogen werden (wenden Sie
sich an die dafür zuständige Stelle: TÜV).
- Prüfen, dass die Druckluftspeicher kein Wasser enthalten. Falls doch, das
Wasser anhand der Vorrichtung am unteren Teil des Druckluftspeichers
ablassen und danach das Funktionieren des Feuchtlufttrockners überprüfen
(Patrone).

Kapitel 2 - Seite 13
Empfehlungen
Betriebs- und Wartungsanleitung

2 / Funktionsprüfung

- Das Ein- und Ausschalten des Hauptreglers prüfen.


- Sicherstellen, dass keine Leckstellen vorhanden sind:
- ohne Funktion, bei stehendem Motor.
- unter Betätigung der Betriebsbremse.
- beim Lösen der Feststellbremse
(ACHTUNG: Bremsklötze unterlegen)
- Zustand und Auflaufweg der Bremsbeläge jeder Bremse durch die
Sichtlöcher in den Schutzblechen hinter dem Rad prüfen.

3 / Wirksamkeitskontrolle

Der Höchstdruck in den Bremsen jeder Achse ist folgender: (siehe


Pneumatikschema - Kapitel 8)
Pm1 = Leitungsdruck Achse 1 (VO)
Pm2 = Leitungsdruck Achse 2 (HI)
Die Wirksamkeit der Bremsen kann auf verschiedene Art und Weise
kontrolliert werden: (von den Normen vorgeschriebene Werte bei
technischen Kontrollen).

a / Kontrolle anhand eines Verzögerungsmessers:

Bei einer Geschwindigkeit von etwa 30 bis 40 Km/h muss die zu


erreichende Verzögerungsstufe mindestens 4,5 m/s2 betragen.

Kapitel 2 - Seite 14
Empfehlungen
Betriebs- und Wartungsanleitung

b / Messung des Bremswegs:

Messung des Bremswegs ab Betätigung des Pedals bis zum


vollständigen Stillstand des Fahrzeugs. Diese Distanz darf höchstens
betragen:
40 m bei 60 Km/h
oder 29 m bei 50 Km/h
oder 19.90 m bei 40 Km/h
oder 12.50 m bei 30 Km/h.

c / Kontrolle auf einem Bremsstand:

- Die Messungen auf dem Bremsstand müssen mit dem


Schaltgetriebe im Leerlauf und ohne Einkuppeln der Achsbrücken
oder der Differenzialsperre zwischen den Rädern vorgenommen
werden.
- Ausgehend von den Bremskraftmessungen auf Rollen und den
entsprechenden Drücken wird die Bremsfunktion des Fahrzeugs wie
folgt berechnet:

Pm1-0,2 Pm2-0,2
T1 + T2
* P1-0,2 * P2-0,2
Z%= * 100
PM

T1 T2 = Messung der Bremskräfte auf Bremsstand an jeder Achse


P1 P2 = Messung der entsprechenden Bremsdrücke
Pm1 Pm2 = maximaler Bremsdruck an jeder Achse (siehe oben)
PM = Gesamtgewicht des Fahrzeugs.

Die Bremsmessungen auf einem Bremsstand ohne Messung des


entsprechenden Drucks können keinesfalls den Globalwert der
Bremsfunktion des Fahrzeugs ergeben.

Kapitel 2 - Seite 15
Empfehlungen
Betriebs- und Wartungsanleitung

Einfahren der Bremsbeläge

Für eine optimale Bremsleistung von neuen Bremsbelägen müssen


diese eingefahren werden.

Dies geschieht durch aussetzendes Bremsen bei mittlerer und


niedriger Geschwindigkeit ohne ruckartiges Bremsen. Das Einfahren
geht über mindestens 500 km und muss den Möglichkeiten des
Fahrzeugs entsprechen.
Während dieser Phase darf die maximale Temperatur der
Bremstrommeln nicht über 200°C liegen. Bei einem einfachen
Bremsen darf die Temperatur um höchstens 15% des maximalen
Wertes ansteigen.

Beim Einfahren von neuen Bremsbelägen muss unbedingt


vermieden werden, lange oder ruckartig bei hoher
Geschwindigkeit des Fahrzeugs zu bremsen.

Bei Nichteinhaltung dieser Vorschriften steigt die Unfallgefahr.

Kapitel 2 - Seite 16
Empfehlungen
Betriebs- und Wartungsanleitung

Definieren und Prüfen der Kombination von


Gegengewichten entsprechend der vor der
Hubarbeit ausgewählten Lastentabelle

Die Maschine muss vor einer Hubarbeit in Bezug auf die ausgewählte
Lastentabelle eingestellt werden.
Durch das Baukastenprinzip der Gegengewichte sind entsprechend
der Kombination der einzelnen Gegengewichte mehrere Massen
möglich.
Auf folgenden Seiten wird dargestellt, wie man für das entsprechend
der Lastentabelle gewählte Gegengewicht die richtige Kombination
wählt.

Das Gegengewicht muss unbedingt der zur Ausführung einer


Hubarbeit ausgewählten Lastentabelle entsprechen.

Kapitel 2 - Seite 17
Empfehlungen
Betriebs- und Wartungsanleitung

Zusammenstellung der Gegengewichte zum Heben


Die grau gekennzeichneten Gegengewichte müssen am Oberwagen montiert werden.

Kombination des 2,5 T Gegengewichts


2x12T mit einer Winde
AC40/2 – AC40/2 L

Die grau gekennzeichneten Gegengewichte müssen am Oberwagen montiert werden.

Hilfswinde
0.75T

Kombination des 2,5 T Gegengewichts


AC35 – AC35L
2x12 T mit doppelter Winde
AC40/2 – AC40/2 L

Kapitel 2 - Seite 18
Empfehlungen
Betriebs- und Wartungsanleitung
Zusammenstellung der Gegengewichte zum Heben
Die grau gekennzeichneten Gegengewichte müssen am Oberwagen montiert werden.

Kombination des 3,8 T Gegengewichts


2x12 T mit einer Winde
AC40/2 – AC40/2 L

Die grau gekennzeichneten Gegengewichte müssen am Oberwagen montiert werden.

Hilfswinde
0.75T

Kombination des 3,8 T Gegengewichts


2x12 T mit doppelter Winde
AC40/2 – AC40/2 L

Kapitel 2 - Seite 19
Empfehlungen
Betriebs- und Wartungsanleitung
Zusammenstellung der Gegengewichte zum Heben
Die grau gekennzeichneten Gegengewichte müssen am Oberwagen montiert werden.

(* : eins von beiden)

Kombination des 3,8 T Gegengewichts


2x13 T mit einer Winde
AC40/2 – AC40/2 L

Die grau gekennzeichneten Gegengewichte müssen am Oberwagen montiert werden.

Hilfswinde
0.75T

(* : eins von beiden)

Kombination des 3,8 T Gegengewichts


2x13 T mit doppelter Winde
AC40/2 – AC40/2 L

Kapitel 2 - Seite 20
Empfehlungen
Betriebs- und Wartungsanleitung
Zusammenstellung der Gegengewichte zum Heben
Die grau gekennzeichneten Gegengewichte müssen am Oberwagen montiert werden.

Kombination des 5,5 T


Gegengewichts
2x12 T mit einer Winde
AC40/2 – AC40/2 L

Die grau gekennzeichneten Gegengewichte müssen am Oberwagen montiert werden.

Hilfswinde
0.75T

Kombination des 5,5 T Gegengewichts


2 x12 T mit doppelter Winde
AC40/2 – AC40/2 L

Kapitel 2 - Seite 21
Empfehlungen
Betriebs- und Wartungsanleitung

Zusammenstellung der Gegengewichte zum Heben


Die grau gekennzeichneten Gegengewichte müssen am Oberwagen montiert werden.

Kombination des 5,5 t Gegengewichts


2x13t mit ein Hubwerktrommel.
AC40/2 – AC40/2L

Die grau gekennzeichneten Gegengewichte müssen am Oberwagen montiert werden.

Hilfswinde
0.75T

Kombination des 5,5 T Gegengewichts


2 x 13 T mit doppelter Winde
AC40/2 – AC40/2 L

Kapitel 2 - Seite 22
Empfehlungen
Betriebs- und Wartungsanleitung
Zusammenstellung der Gegengewichte zum Heben
Die grau gekennzeichneten Gegengewichte müssen am Oberwagen montiert werden.

Kombination des 2,75 Gegengewichts


Version 2x12 + 3%.
AC40/2

Die grau gekennzeichneten Gegengewichte müssen am Oberwagen montiert werden.

Kombination des 4,05 T Gegengewichts


Version 2x12 + 3%.
AC40/2

Kapitel 2 - Seite 23
Empfehlungen
Betriebs- und Wartungsanleitung
Zusammenstellung der Gegengewichte zum Heben

Die grau gekennzeichneten Gegengewichte müssen am

Kombination des 5,75 T


Gegengewichts - 2x12 + 3%.
AC40/2

Die grau gekennzeichneten Gegengewichte müssen am Oberwagen montiert werden.

Kombination des 4,95 T Gegengewichts Version


2x13 mit einer Winde, ohne Verlängerung.
AC40/2

Kapitel 2 - Seite 24
Empfehlungen
Betriebs- und Wartungsanleitung

WIEGEN DES KRANS

Die Genauigkeit des Wiegens der Achslast hängt von der


Vorgehensweise ab.
Wenn folgende Empfehlungen nicht genau eingehalten werden,
kann es zu falschen Ergebnissen kommen.

1. Kran waagrecht stellen.


2. Der Kran muss langsam und vorsichtig auf die Waage
gefahren werden. Nicht bremsen und Feststellbremse nicht
anziehen.
3. Alle Räder der Achsen müssen während des Wiegens auf
derselben waagrechten Ebene sein.
4. Im Vorwärts- und im Rückwärtsgang das Fahrzeug wiegen.
Der Durchschnittswert der zwei Wiegevorgänge entspricht
dem tatsächlichen Gewicht.

Kapitel 2 - Seite 25
Empfehlungen
Betriebs- und Wartungsanleitung

Vorschriften für den Straßenverkehr:

Vor dem Fahren auf öffentlichen Straßen muss der Kran


entsprechend der geltenden Straßenverkehrsordnung auf das
vorgeschriebene Gewicht eingestellt werden.
Insbesondere sind die Gegengewichte und Zusatzausstattungen so
zu wählen, dass die zulässigen Achslasten eingehalten werden (siehe
Kap. 4).

Frankreich: Der Kran wird in die 1. Kategorie von Sondertransporten


eingestuft und darf nicht ohne Sondererlaubnis fahren. Die
Genehmigung wird von der Präfektur des Ausgangsorts der Fahrt
durch die zuständige Verkehrsaufsichtsbehörde erteilt.

Andere Länder: Geltende Regelung beachten.

Kapitel 2 - Seite 26
Empfehlungen
Betriebs- und Wartungsanleitung

Alterungskontrolle der Maschine

Die Lastmomentbegrenzung (LMB) ist mit einem Speichersystem der


kritischen Lastmomente ausgestattet, zu denen es während der
Nutzung der Maschine gekommen ist.
Diese Informationen können auf Anfrage des Maschinenhalters oder
im Auftrag der Firma TEREX abgerufen werden.
Dieser Vorgang kann nur von unseren Technikern ausgeführt werden
und erfordert spezielle Sonderwerkzeuge, die an die LMB
angeschlossen werden.
Die aufgenommenen Informationen sind zur Beurteilung der Alterung
der Maschine unerlässlich.

Neutralisieren der LMB

Das Neutralisieren, auch als "Shunt" bezeichnet, muss für den


Kranführer unmöglich sein.

Die Anwendung dieses Shunt-Schlüssels unterliegt:


• dem Vorliegen einer schriftlichen Anweisung des
Verantwortlichen des Unternehmens:
 die alle eventuellen Fälle aufzeigt, in denen er das
Neutralisieren dieser Sicherheitsvorrichtung erlaubt
(normalerweise darf der Shunt nur bei Versagen der LMB
eingesetzt werden, um einen Notbetrieb zu ermöglichen)
 die alle Personen aufzählt, denen das Neutralisieren der LMB
und damit die Benutzung des Shunt-Schlüssels gestattet ist.
 die genau die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen festlegt
 der Schulung des betroffenen Personals für die Anwendung
dieses Verfahrens.

Hinweis: Das Neutralisieren des Lastbegrenzers führt zu einem


automatischen Speichern der Daten beim Laden.

Kapitel 2 - Seite 27
Empfehlungen
Betriebs- und Wartungsanleitung

Diverse Bediener-Informationen zum


zweifachen Kraftstoffsystem

Wenn Sie Ihren Kran mit einem zweifachen Kraftstoffsystem erworben


haben, können Sie beim Betrieb Ihrer Maschine bei Stillstand des
Fahrzeugs durch die Genehmigung « DECRET 87-03 DES DROITS
DE DOUANES » (BESCHLUSS 87-03 DES ZOLLRECHTS)
steuerliche Vorteile nutzen.
Diese Genehmigung gilt ab der Montage des zweifachen
Kraftstoffsystems für eine Laufzeit von 5 Jahren, außer bei
Änderung, Abgabe oder Zerstörung des Fahrzeugs.

HINWEIS DES ZOLLS:

Die Genehmigung unterliegt zudem der Einhaltung durch Ihre Firma


der Gesetzestexte über die Steuervorteile bei der Anwendung von
Heizöl unter bestimmten Bedingungen. Die Vorschriften in diesem
Bereich werden durch den interministeriellen Erlass vom 29. April
1970 und durch Erlass des Generaldirektors der Zollbehörde und des
Zollrechts vom 30. April 1974 definiert und in der Nummer E.33 der
Sondervorschrift « Erdölerzeugnisse » von der Zollverwaltung
aufgenommen und genauer erläutert.
Ein Fahrzeug, für das diese Genehmigung gilt, muss stets den durch
diesen Gesetzestext vorgeschriebenen technischen Vorschriften
entsprechen.
Ihre Firma muss in Hinblick auf eine eventuelle Steuerprüfung
hinsichtlich der Anwendung von Heizöl alle Unterlagen über den
Kauf des steuervergünstigten Kraftstoffes 3 Jahre lang
aufbewahren und einen Nachweis für seine Anwendung
erbringen.
Jegliche Verletzung der Vorschriften und insbesondere der Betrieb
des Motors mit Heizöl während Straßenfahrten stellt für das Zollrecht
eine rechtswidrige und strafbare Handlung dar, durch die Sie zudem
Gefahr laufen, dass Ihnen die erteilte Genehmigung entzogen wird.

Kapitel 2 - Seite 28
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Für eine Verlängerung dieser Genehmigung, von der für den Fall
einer Kontrolle stets eine Kopie im betreffenden Fahrzeug vorhanden
sein muss, sollten Sie 2 Monate vor Ablauf der Frist zur Überprüfung
der Anlage mit Ihrem Monteur Kontakt aufnehmen. Dabei werden
auch Unterlagen erstellt, die nachweisen, dass das betreffende
Fahrzeug seit Erteilung der vorliegenden Genehmigung keinen
Veränderungen unterzogen wurde.

ANWENDUNG DES ZWEIFACHEN


KRAFTSTOFFSYSTEMS:

Für die in Artikel 1, A, III, H des Erlasses vom 29.04.1970 und in


Paragraf (E-2248) der Sondervorschrift « gemäß letztem Stand »
unter Vorbehalt einer vorschriftgemäß durchgeführten Montage
vorgesehenen Anwender

GELTENDE VORSCHRIFTEN:
- Die Anwendung des zweifachen Kraftstoffsystems ist erst nach
Erhalt der vom Monteur erteilten Genehmigung zulässig und wird
erst nach amtlicher Zulassung des Fahrzeugs ausgestellt.
- Ohne dieses Dokument ist der Transport von Heizöl im Tank
verboten.
- Die jeweiligen Tanks müssen durch entsprechende Etikette
(Heizöl – Diesel) gekennzeichnet werden.
- Zweifaches Kraftstoffsystem und Schauglas müssen von außen
sichtbar sein.
- Entsprechendes Steuergerät am Armaturenbrett muss unter
Bleiverschluss sein.
- Jegliche manuelle Betätigung des zweifachen Kraftstoffsystems
ist untersagt.
- (Schalter innerhalb oder außerhalb des Fahrzeugs)
- Rotes Kontrolllämpchen in gutem Zustand.
- Der Verbrauch von Heizöl bei Straßenfahrten ist strengstens
verboten. (selbst bei technischen Problemen wie z. B.
blockiertem Magnetventil).
- Im Fahrzeug muss eine Kopie aller vom Monteur ausgestellten
Dokumente vorhanden sein.

Kapitel 2 - Seite 29
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- HEIZÖL und DIESEL müssen von einwandfreier Qualität sein


(keine Unreinheiten oder Wasserspuren). Regelmäßig das
Schauglas prüfen. An diesem können sich Wasserspuren zeigen
und Sie auf die Gefahr hinweisen.
- Das zweifache Kraftstoffsystem ist vor dem Motorfiltersystem des
Herstellers installiert. Es kann keine Ursache für eine Schädigung
des Motors oder des Einspritzsystems sein. An der Heizölleitung
ist nach dem Tank ein Filter- und Wasserabscheidungssystem
(Filter SEPAR oder VTX) installiert.

GEFAHREN UND MÖGLICHE STRAFEN:

Die Nichteinhaltung dieser Vorschriften unterliegt hohen Strafen und


kann zur Beschlagnahmung des Fahrzeugs führen.
KONTROLLE DER LETZTEN DREI JAHRE: Prüfen des
Kilometerstands des Fahrzeugs, Prüfen der Betriebsstunden bei
statischer Arbeit, durchschnittlicher Stundenverbrauch des Fahrzeugs
+ Berechnung des Preisunterschieds HEIZÖL/DIESEL

Der Stromkreis der Standbremse muss funktionsfähig sein.


Wenn das Lämpchen der Systemkontrolle während der Fahrt
aufleuchtet, müssen Sie das System durch Herausnehmen der
Sicherungen unbedingt ausschalten.
Bei einem Stromausfall schaltet das System automatisch auf
DIESEL um.

WARTUNG:

ª siehe Kapitel 5 Wartung.

Kapitel 2 - Seite 30
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Einsatzbedingungen bei Explosionsgefahr

Autokrane sind werkseitig nicht für einen Einsatz in


Umgebungen mit Explosionsgefahr vorgesehen.

Für bestimmte Einsatzzwecke können die Krane wie folgt ausgerüstet


geliefert werden:
- mit einem Auspuff mit Funkenfänger
- Not-AUS-Vorrichtung auf beiden Seiten des Chassis, die auf die
Kraftstoffeinspritzpumpe wirkt und gleichzeitig die Luftansaugung
des Motors mit einem Dämpfer unterbindet.

In diesem Fall wird lediglich eine Bestätigung über die Ausstattung


erteilt.

Für alle anderen Anwendungen, die die Einhaltung der


Richtlinien 94/9/CE und 1999/92/CE mit der ATEX-
Kennzeichnung erfordern, muss bei TEREX CRANES FRANCE ein
Sonderantrag gestellt werden. TEREX CRANES France behält sich
das Recht vor, die ATEX-Zertifizierung zu beantragen oder nicht.

Kapitel 2 - Seite 31
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Wichtiger Hinweis für Anwender eines


Personentransportkorbes an Kranen

Die Anwendung von Autokranen zum Heben von Personen


unterliegt besonderen landesspezifischen Vorschriften, die Sie
beachten müssen.

Anwendungsvorschriften in Frankreich:

Artikel R4323-31 des Arbeitsrechts schreibt klar und deutlich die


Anwendung einer Sonderausrüstung für das Befördern von Personen
vor, was bei einem Mobilkran nicht der Fall ist.

Dieser Artikel lässt jedoch unter ganz bestimmten Voraussetzungen


die Anwendung anderer Ausstattungen zu. Daher machen wir die
Anwender von Personentransportkörben bei Mobilkranen darauf
aufmerksam, dass dies nur für diese Rahmenbedingungen gilt.

Ein Transportkorb für Personen darf in keinem Fall als


austauschbares Zubehör des Krans betrachtet werden.
Der Anwender des Krans trägt für den Einsatz eines
Personentransportkorbes an einem Mobilkran allein die Haftung dafür,
dass die Anwendung nur unter den in Artikel R4323-32 des
Arbeitsrechts vorgesehenen Voraussetzungen und gemäß den
Vorschriften des Beschlusses vom 2. Dezember 1998 erfolgt.

Das Rundschreiben DRT 99/7 vom 15. Juni 1999 über die Umsetzung
des Beschlusses 98-1084 vom 2. Dezember 1998 gilt als
Referenzdokument und zeigt in detaillierter Form die
Anwendungsmöglichkeiten dieser Art von Ausstattung auf.

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