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Kapitel 3 - Sicherheit

Betriebs- und Wartungsanleitung

INHALT

Praktische Sicherheitsvorschriften für Mobilkrräne

BEZEICHNUNG SEITE
Einleitung. ...............................................................................................................................2
Verantwortung des Kranführers .............................................................................................3
Verantwortung der Hilfskraft. ..................................................................................................4
Zeichen der Anweisungen ......................................................................................................5
Verantwortung aller Beteiligten...............................................................................................6
Verantwortung der Führungskräfte.........................................................................................6
Planung der Baustelle. ...........................................................................................................7
Sicherheitskontrolle ................................................................................................................8
Vorsichtsmaßnahmen bei der Bedienung ..............................................................................8
Liste der Sicherheitsaufkleber ..............................................................................................20
Tabelle mit Piktogrammen....................................................................................................23
Allgemein ..............................................................................................................................27
Sichere Bedienung ...............................................................................................................30
Sichere Wartung...................................................................................................................34
Brandschutzmaßnahmen im Motorraum ..............................................................................35
Sicherer Umgang mit der Elektrik.........................................................................................38
Sichere Anwendung der Hydraulik .......................................................................................40

Besonderheiten in Verbindung mit den Verdünnungseigenschaften des Hydrauliköls ....................41

Sicherheitsvorschriften für Reifen


Prüfen von Felgen und Rädern ............................................................................................45
1/ Allgemein ..............................................................................................................................45
2/ Inspektion und Prüfen während des Betriebs.......................................................................45
3/ Reinigung vor der Prüfung....................................................................................................46
4/ Anforderungen der Inspektion ..............................................................................................46
Inspektion während des Betriebs von abnehmbaren Felgen ...............................................48
Inspektionsverfahren ............................................................................................................48
Sicherheitsvorkehrungen......................................................................................................49

Windkraft
Warnung ...............................................................................................................................53

Empfehlungen für das Waschen des Krans


Empfehlungen für das Waschen des Krans .........................................................................55
Kapitel 3 - Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Kontrollen des Krans

BEZEICHNUNG SEITE
Überprüfung
Überprüfung..........................................................................................................................57

Kontrolle der Hubwinden


1.0 / Berechnung der theoretischen Restbetriebsdauer...............................................................58
1.1 / Verschleißrate der theoretischen Betriebsdauer der Hubwinden.........................................59
1.2 / Bestimmung der Betriebsbedingungen ................................................................................60
1.3 / Bestimmung der effektiven Betriebsstunden (T) ..................................................................60
1.3.1 / Stundenzähler für die gesamte Betriebsdauer
(Straßenfahrten und Kranarbeit) ..........................................................................................60
1.3.2 / Stundenzähler für Schwenkwerk (Oberwagen mit Verbrennungsmotor).............................60
1.4 / Bestimmung der Verschleißrate der theoretischen Betriebsdauer der Hubwinden .............62
Tabelle für die Bestimmung der theoretischen Betriebsdauer der Hubwinde......................64
1.5 / Inspektion .............................................................................................................................65
Anwendungsbeispiel : 1. Inspektion (1. Jahr).......................................................................65
Anwendungsbeispiel : 2. Inspektion (2. Jahr).......................................................................66
Anwendungsbeispiel : 3. Inspektion (3. Jahr) .......................................................................67

Rückspiegel
Rückspiegel, Frontspiegel………………………………………………………………………….69
Notausgang......................………………………………………………………………………….69

Kontrolle der Schweißnähte


Kontrolle der Schweißnähte .................................................................................................70
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Kapitel 3

Sicherheit

Kapitel 3 – Seite 1
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Praktische Sicherheitsvorschriften für Mobilkräne


Einleitung
TEREX Kräne werden mit viel Sorgfalt entwickelt, getestet und
gebaut. Sie sind sicher, sofern sie fehlerfrei von qualifiziertem und für
diese Fahrzeuge geschultem Personal bedient werden, das sich der
Risiken bewusst ist. Dann leisten die Fahrzeuge zuverlässige Dienste.
TEREX verfügt über Vertragshändler, die jederzeit Ihre Fragen über
das Produkt oder die Sicherheit beantworten können. Dieser Kran ist
ausgelegt, um Lasten gemäß der Lasttabellen und der in diesem
Handbuch enthaltenen Vorschriften zu heben. Die Nutzung der
Maschine muss unter Einhaltung der im Land des Einsatzes gültigen
Gesetze und Vorschriften stattfinden. Es ist nicht gestattet mit der
Maschine Personen zu heben. Dies ist nur mit einer von TEREX
gelieferten Hebebühne bzw. mit einem Korb für Personen möglich.
Die Benutzung des Krans mit einer Abbruchseinrichtung ist nicht
zulässig.
Es ist verboten mit dem Ausleger zu ziehen oder zu schieben.
Jede andere Verwendung als der Transport von Lasten mit dem
Haken erfordert eine vorhergehende Genehmigung durch TEREX. Die
normalen Einsatzbedingungen sind vorgesehen für einen Durchschnitt
von acht Stunden pro Tag, fünf Tage pro Woche bei normalen
Umgebungsverhältnissen und bei unter 1000 m Höhe. Bei härteren
Einsatzbedingungen oder unter strengeren Umgebungsverhältnissen
(hohe Temperaturen, staubige oder feuchte Luft, usw.) ist es
erforderlich, den Kran mit mehr Vorsicht zu verwenden, die Maschine
noch öfter zu kontrollieren, die Schmier-und Wartungsarbeiten in
kürzeren Abständen durchzuführen.TEREX verfügt über
Vertragshändler, die jederzeit Ihre Fragen über die
Verwendungsbedingungen der Maschine beantworten können.
Durch ihre Fähigkeit schwere Lasten sehr hoch zu heben, besteht ein
potenzielles Unfallrisiko, wenn die Sicherheitsbestimmungen nicht
eingehalten werden. Diese Zusammenfassung soll Ihnen helfen
Unfälle vorzubeugen, die Sach- und Körperschäden zur Folge hätten.
Die allgemeinen Bedienungsratschläge der Maschine müssen
eingehalten werden sowie auch diese Empfehlungen.

Kapitel 3 – Seite 2
Sicherheit
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Verantwortung des Kranführers

Der Kranführer muss als erster um die Sicherheit besorgt sein. Er


muss die Bedienung ablehnen sofern die Sicherheitsbedingungen
nicht erfüllt sind oder im Zweifelsfall seinen Vorgesetzten befragen. Er
soll die Betriebs- und Wartungsanleitung lesen und verstehen und
sicherstellen, dass die Maschine einsatzbereit ist.

Er muss die Lasttabelle lesen können und sicherstellen, bevor


gehoben wird, dass das Heben mit aller Sicherheit erfolgen kann.

Er muss die Bedienungsanleitung gelesen und verstanden haben und


in der Lage sein festzustellen, ob die Maschine betriebsfähig ist, bevor
gearbeitet wird.

Er muss in guter körperlicher Verfassung sein und darf nicht unter


Einfluss von Alkohol, Drogen oder Medikamenten stehen, die seine
Sehkraft, sein Gehör oder seine Reaktionsfähigkeit beeinflussen
könnten.

Er muss sich vergewissern, dass alle Personen, Ausrüstungen und


Materialien sich außerhalb seines Arbeitsbereiches befinden. Der
Arbeitsbereich muss klar abgesteckt sein.

Falls die Sicht des Kranführers verdeckt ist oder bei schwierigen
Arbeitsbedingungen wie : Arbeit unter Hochspannungsleitungen oder
bei Personen im Umfeld, muss eine Hilfskraft herangezogen werden.
Der Kranführer hat nicht den besten Standort, um die Abstände aller
auf der Baustelle vorhandenen Hindernisse abzuschätzen. Der
Kranführer muss die durch die Hilfskraft übermittelten Zeichen und
Befehle verstehen.

Kapitel 3 – Seite 3
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Verantwortung der Rangierleiter

Die Hauptaufgabe der Rangierleiter besteht darin, den Kranführer bei


der sicheren und zuverlässigen Bedienung zu unterstützen. Der
Kranführer ist davon abhängig, wie die Rangierleiter ihm die
Bewegungen und Distanzen anzeigt, damit weder Ausrüstungen noch
Personen Schaden erleiden.

Die Rangierleiter muss ihren Standort so wählen, dass sie alle


Mitglieder der Arbeitsgruppe und die gesamte Baustelle überblicken
kann.

Die Rangierleiter muss eine klare Vorstellung von der zu leistenden


Arbeit haben, um die Bewegungen zwischen Kranführer und den
anderen Mitgliedern der Arbeitsgruppe koordinieren zu können.

Es müssen Zeichen benutzt werden, sofern nicht andere


Signalgebungen vorliegen, wie Benutzung von Fahnen oder Funk.

Die Rangierleiter ist die einzige Person, die den Kranführer anweisen
darf.

Kapitel 3 – Seite 4
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Zeichen der Anweisungen

Beginn der Einweisung AUF Waagrechtes Bewegen


oder ACHTUNG Normal Langsam
Eine –Andere
Richtung

Waagr. Bewegen langsam AB STOPP


Normal Langsam
Eine - Andere
Richtung

STOPP Begleiten
Express Akust. Signale

Kurzes Signal
- Verstanden, folge

2 kurze Signale
- Wiederholen, warte auf Befehle

Lange und schnelle


Bewegen des Signale
Ende der Einweisung
Krans - Anhalten, Gefahr !

Durchgehendes
Signal – Störung an
Fahrzeug

Einzelne
Signale
- Fahrzeug in Bewegung

Kapitel 3 – Seite 5
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Verantwortung aller Beteiligten

Alle unsicheren Einsatzbedingungen müssen korrigiert werden bzw. dem


Vorgesetzten unterbreitet werden.
Seien Sie während der Arbeiten immer aufmerksam und alarmieren Sie den
Kranführer oder die Rangierleiter falls Gefahren bestehen, wie
Hochspannungsleitungen, die unvorhergesehene Anwesenheit von Personal
oder Ausrüstungsgegenständen sowie unstabile Bodenverhältnisse oder ein
aufziehendes Gewitter.

Verantwortung der Führungskräfte

Vergewissern Sie sich, dass der Kranführer geschult, mit den per Gesetz
des jeweiligen Landes vorgeschriebenen Diplomen, fachkundig, in guter
körperlicher Verfassung und auch qualifiziert ist. Unbedingt notwendig sind
auch eine gute Sehkraft sowie ein gutes Urteilsvermögens, eine gute
Koordination und eine gute geistige Kapazität. Personen, die nicht über
diese Qualitäten verfügen, dürfen nicht dazu ermächtigt werden, diesen
Kran zu fahren.

Alle Personen, die im Umfeld des Krans arbeiten, einschließlich der


ungelernten Arbeitskräfte oder Mechaniker, müssen alle Sicherheitssignale
beachten und auf ihre eigene Sicherheit und die Sicherheit der anderen
achten. Die Arbeitsgruppenmitglieder, die die Maschine in Betrieb setzen
oder die Lasten verankern, müssen die verschiedenen Verfahren zur
Inbetriebsetzung und Verankerung der Lasten kennen.

Die Hilfskräfte müssen eine gute Sehkraft und ein gutes Gehör haben, die
Standardsignale des Krans kennen und in der Lage sein, klare Signale
abzugeben. Sie müssen genug Erfahrung haben um unvorhergesehene
Ereignisse zu erkennen und sie dem Kranführer zu signalisieren, damit er
sie vermeiden kann.
Die ungelernten Arbeitskräfte müssen geschult werden, damit sie das
Gewicht, die Abstände und die beste Verankerungslösung abschätzen
können. Das Sichern von Lasten ist ein komplexes Thema, die nachfolgende
Beschreibung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Der jeweilige
Vorgesetzte muss die Sicherung der Last überprüfen.

Kapitel 3 – Seite 6
Sicherheit
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Planung der Baustelle

Viele Unfälle können durch richtiges Organisieren der Baustelle


vermieden werden. Die für die Baustelle verantwortliche Person muss
eine klare Vorstellung von den auszuführenden Arbeiten haben sowie
von allen Risiken und soll einen Plan erstellen, damit der Bau
gefahrenfrei ausgeführt werden kann. Dieser Plan muss allen
betroffenen Personen erklärt werden. Nachstehende Parameter
sollten in Betracht gezogen werden:

- Welche Arbeitsteammitglieder sind notwendig und welche


Verantwortungsbereiche haben sie?
- Welches Gewicht hat die zu hebende Last, welche Ausladung,
welchen Auslegerwinkel und welche Nennkapazität hat der Kran?
-Wie verständigt sich die Rangierleiter mit dem Personal?
- Welche Ausrüstung ist notwendig, um den Hub mit optimaler
Sicherheit durchzuführen ?
- Ist der Kran das beste Mittel?
- Wie kann die komplette Ausrüstung unter voller Sicherheit auf die
Baustelle transportiert werden?
- Sind Hochspannungsleitung zu vermeiden?
- Ist der Boden fest genug, um Maschine und Last auszuhalten?
- Wie wird die Last gesichert?
- Bestehen extreme klimatische Verhältnisse, wie Wind oder strenge
Kälte?
- Was muss unternommen werden, um das für die Operation nicht
notwendige Personal außerhalb des Arbeitsbereiches zu halten?
- Welcher Standort des Krans ermöglicht die kürzeste Ausladung und
Auslegerlänge?

Kapitel 3 – Seite 7
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Sicherheitskontrolle

Vor der täglichen Inbetriebnahme muss der Kranführer eine


Checkliste durchgehen, um sich von der Betriebsfähigkeit der
Maschine zu überzeugen.

- In den Wartungsunterlagen prüfen, ob die regelmäßigen


Wartungsarbeiten vorgenommen und die notwendigen Reparaturen
ausgeführt worden sind .
- Das einwandfreie Funktionieren der Wippfunktion des Auslegers, der
Winkelanzeige, des Rückwärtsfahrtmelders und der anderen
Sicherheitseinrichtungen kontrollieren.
- Sorgfältig die vitalen Elemente, wie Hubseile, Ausleger,
Stützausleger, Haken, inspizieren.
- Sicherstellen, dass keine unerlaubte Veränderung durchgeführt
wurde, z.B. zusätzliche Gegengewichte, falsch reparierter Ausleger.
- Luft- und Hydraulikabdichtung prüfen.
- Nach dem Anlassen die Kontrollinstrumente überwachen.
- Jede Bewegung kontrollieren.
- Kupplungen und Bremsen kontrollieren. Windenbremse durch
Abheben der Last vom Boden testen und die Bremse dabei gedrückt
halten.

Vorsichtsmaßnahmen bei der Bedienung

1. Ein Irrtum bei der Bestimmung der Hubkapazität kann zu einem


Unfall führen.
Mehrere Faktoren müssen berücksichtigt werden:
A. Die Ausladung ist die Entfernung zwischen der Schwenkachse des
Oberwagens und der senkrechten Achse, die durch die Achse der
Seilrollen an der Auslegerspitze führt. Bedenken Sie, dass die
elastische Durchbiegung des Auslegers die Ausladung erhöht, sobald
die Last gehoben ist.

B. Gewicht der Last, der Hakenflaschen und des Hubgeschirrs


(Seilschlingen, usw....).

Kapitel 3 – Seite 8
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C. Auslegerlänge, Auslegerverlängerung, Hakenflaschen,


Arbeitsbereich (vorn oder seitlich).

Benutzen sie die nächstniedrigere Last, falls die Ausladung oder die
Auslegerlänge nicht in der Lasttabelle angegeben sind.

Es ist sehr gefährlich zu versuchen eine nicht in der Lasttabelle


angegebene Last zu heben und davon auszugehen, dass sie während
des Hubvorgangs innerhalb der Lasttabelle liegen wird. Der Kran
könnte während des Hubvorgangs kippen oder stürzen, falls die Last
zu schwer ist.

Immer die Lasttabelle beachten. Je nach den Baustellenbedingungen


muss der Kranführer die Last reduzieren und die Möglichkeiten eines
vollkommen sicheren Hebens abschätzen (siehe
Vorsichtsmaßnahmen 3, 10, 12, 16, 19, 27 und 28).

2. Kräne stürzen oder kippen, falls der Boden nicht fest genug ist, um
ihr Gewicht auszuhalten. Womöglich sind Holzbohlen, Metallplatten
oder Betonelemente unter den Stützauslegerfüßen erforderlich, um
die Last zu verteilen.

Ermitteln Sie die Festigkeit des Bodens, auf dem der Kran arbeiten
soll. Vergewissern Sie sich, dass der Boden den Kran tragen kann.
Vermeiden Sie weiche oder unstabile oder teilweise gefrorene Böden.
Falls die Maschine in der Nähe eines Grabens arbeitet, muss dieser
abgestützt oder zugeschüttet werden, um Erdrutsche zu vermeiden.

3. Die Hubkapazität eines Krans wird für den maximalen Winkel


angegeben. Eine größere Steigung verringert die Hubkapazität
beträchtlich.

4. Durch den Schereneffekt zwischen dem oberen Teil (Oberwagen)


in Drehbewegung auf dem unteren Teil (Chassis) könnte es zu
Körperverletzungen kommen.

Kapitel 3 – Seite 9
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Abgrenzen des Sicherheitsbereichs bei Hubarbeiten

Der Fahrer muss sich vergewissern, dass sich alle Personen,


Maschinen und Geräte außerhalb seines Arbeitsbereichs
befinden. Der Arbeitsbereich muss deutlich abgegrenzt sein.

- Wenn der Kran für Straßenfahrten vorbereitet wird und man gerade
dabei ist, die Stützausleger zu betätigen, wird der Sicherheitsbereich
auf 10 Meter ab der Peripherie der Maschine definiert.
- Wenn der Ausleger zum Arbeiten ausgefahren ist, muss die
momentane Auslegerlänge berücksichtigt werden. Der
Sicherheitsbereich beträgt ab der Peripherie der Maschine :
Auslegerlänge plus mindestens 10 Meter.

Kapitel 3 – Seite 10
Sicherheit
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Immer außerhalb des Arbeitsbereichs des Krans bleiben.


Absperrungen aufstellen, um Personen außerhalb des Bereichs zu
halten. Nehmen Sie sich Zeit um zu kontrollieren, dass sich die
abgesteckte Zone außerhalb des Arbeitsbereichs des Krans liegt.

5. Personen können im hinteren Bereich durch die Gegengewichte


der Maschine angestoßen werden, falls nicht genug Freiraum
vorhanden ist. Machen Sie einen Schwenktest im Leerlauf bevor Sie
zu arbeiten anfangen.
Wählen Sie den Standort der Maschine so, dass genug Platz
zwischen Gegengewicht und anderen Hindernissen bleibt (Minimum
0,60 m).

6. Viele Personen sind durch den Haken oder die Lasten verletzt
worden. Um dies zu vermeiden, sollten Sie immer außerhalb des
Arbeitsbereichs der Maschine bleiben.
Niemals Personen mit dem Kran heben. Benutzen Sie Leitern,
Baugerüste, Plattformen, Hebebühnen oder andere dafür
vorgesehene Ausrüstungen, aber nicht den Kran.

7. Viele Personen sind durch Hochspannungsleitungen verletzt


worden. Diese Unfälle können vermieden werden, wenn die
nachstehenden einfachen Regeln befolgt werden.
(* ) Immer ausfindig machen, wo sich die Hochspannungsleitungen
befinden, bevor mit der Arbeit angefangen wird. Es wird geraten,
mindestens 6 m Abstand von den Hochspannungsleitungen zu halten.
Vergewissern Sie sich, dass Sie immer so weit wie möglich von den
Leitungen entfernt bleiben, nie den Mindestabstand unterschreiten.

Jederzeit die Vorsichtsmaßnahmen in Anwesenheit von


Hochspannungsleitungen einhalten.
Informieren Sie das für die Hochspannungsleitungen verantwortliche
Unternehmen, bevor Sie mit den Arbeiten beginnen.
Setzen Sie eine Rangierleiter ein, um den Sicherheitsabstand
zwischen der Maschine und den Hochspannungsleitungen zu
gewährleisten. Der Kranführer hat nicht den günstigsten Standort, um
die Distanzen einzuschätzen.

Kapitel 3 – Seite 11
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Warnen Sie die Personen, damit sie stets von der Maschine entfernt
bleiben. Falls die Last zum Anhängen verstellt werden muss, prüfen
Sie beim zuständigen Stromversorger, welche besonderen
Vorsichtsmaßnahmen zu treffen sind, z.B. isolierte Punkte oder
Spannungsknoten.
Manövrieren sie langsam, lassen Sie sich genug Zeit, um auf ein
auftretendes Problem reagieren zu können und kontrollieren Sie mit 2
verschiedenen Mitteln den Abstand zwischen den
Hochspannungsleitungen und irgendeinem Teil der Maschine.
Zu treffende Maßnahmen bei zufälliger Berührung.
Die zu treffenden Maßnahmen sind nicht aus einer Vorschrift
abgeleitet, sondern aus der Analyse der unmittelbaren Risiken. Der
Kranführer muss dafür Verhaltensmaßregeln erhalten oder speziell
geschult werden.

Das Fahrzeug bzw. die Maschine ist funktionsfähig:


Sofort, ohne seine Kabine zu verlassen, muss der Fahrer die
Maschine von der unter Spannung stehenden elektrischen Anlage
entfernen.
Das Fahrzeug bzw. die Maschine ist funktionsunfähig:
Ohne seine Kabine zu verlassen, muss der Fahrer durch Signale oder
mündlich Dritte verständigen, dass sie sich nicht der Maschine bzw.
dem Fahrzeug nähern. (Risiko von Übergangsspannungen während
der Fehlerdauer).
Falls der Fahrer unbedingt die Kabine des Fahrzeugs verlassen muss,
soll er auf den Boden springen, damit er niemals gleichzeitig mit dem
Boden und dem Fahrzeug in Kontakt ist.
Die Fortbewegung auf dem Boden muss folgenderweise stattfinden :
entweder durch Sprünge mit geschlossenen Füßen oder durch ganz
kurze Schritte.

Jede neue Annäherung an das Fahrzeug darf erst erfolgen, wenn


sichergestellt ist, dass die elektrische Anlage endgültig außer
Spannung steht und nachdem die tatsächliche Abwesenheit von
Spannung kontrolliert worden ist (zusammen mit einer Fachkraft des
Stromunternehmens).

Kapitel 3 – Seite 12
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

(*ND 1879-147-92 INRS Direkter Kontakt von Maschinen mit den


elektrischen Freileitungslinien.)

Das Fahrzeug steht auf Reifen:


Nach dem Kontakt einer auf Reifen stehenden Baumaschine mit einer
Hochspannungsfreileitung verlieren die nicht zerstörten Reifen (mit
Stahlgürtel) ihre Isolierqualitäten und vor allem ihren mechanischen
Widerstand. Das Platzen der Reifen, falls es nicht sofort erfolgt, findet
häufig später statt, insbesondere nach längerer Sonneneinstrahlung.
Man darf sich dem Fahrzeug erst nähern, wenn die Temperatur der
Luft in den Reifen gesunken ist. Die Luft muss abgelassen und die
Reifen müssen verschrottet werden, nachdem das Fahrzeug dem
Kontakt mit der elektrischen Leitung entzogen wurde.

– Richtige Arbeitsplanung und seriöse


Kontrollen gewährleisten einen besseren Schutz als alle anderen
Vorrichtungen. Isolierte Gehäuse oder Näherungsschalter haben ihre
Grenzen und können versteckte Pannen aufweisen. Schutzkabel oder
isolierte Gehäuse schützen ausschließlich die Maschine und können
durch Staub oder Wasser zu Stromleitern werden. Näherungsschalter
können durch verschiedene Kombinationen von
Hochspannungsleitungen oder Fahrzeug- bzw. Materialbewegungen
und durch den Kran selbst oder andere Parameter beeinflusst
werden. Diesen Systemen voll zu vertrauen kann sich als sehr
gefährlich erweisen, da sich der Kranführer geschützt glaubt, obwohl
er es nicht ist.

Bei Gewitter folgende Vorsichtsmaßnahmen treffen:


- falls möglich, Last abstellen und Ausleger einfahren.
- falls Sie von einem plötzlich aufziehenden Gewitter überrascht
werden, den Verbrennungsmotor abstellen und die Maschine
verlassen.
- falls der Blitz in die Maschine einschlägt, überprüfen Sie die
allgemeine Funktionstüchtigkeit der Maschine, bevor sie wieder in
Gang gesetzt wird.
Die Wettervorhersage Ihrer Region muss Ihnen immer bekannt sein.

Kapitel 3 – Seite 13
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

8. Das Hubseil kann reißen, falls die Last an der Auslegerspitze


anschlägt. Dazu kann es beim Senken oder Teleskopieren des
Auslegers ohne ausreichende Überwachung des Hubseils kommen.
Dabei kann die Verlängerung nach hinten schnellen.
Achten Sie beim Einscheren darauf, dass das Seil durch das
Sicherheitsgegengewicht für Hub geführt wird.

Immer den Abstand zwischen dem Haken und der Auslegerspitze


überprüfen. Den Haken beim Teleskopieren senken, um derartige
Zwischenfälle zu vermeiden. Regelmäßig die Hubendschalter
kontrollieren.

9. Durch Haken, Ausleger, Last oder Stützausleger kann es zu


Körperverletzungen kommen.
Vergewissern Sie sich, dass sich jeder außerhalb des Arbeitsbereichs
in Sicherheit befindet, bevor Sie Haken, Last oder Stützausleger
bewegen. Niemals eine Last über Personen verschwenken. Niemals
die Last irgendwo anschlagen oder abprallen lassen.

10. Schroffe Anfahrts- oder Schwenkbewegungen können den Haken


oder die daran befestigte Last zum Pendeln bringen und zum Verlust
der Kontrolle über die Last führen.

11. Schmutzige oder zu dunkle Scheiben, Blenden, Nebel, Regen und


andere Bedingungen können die Sicht des Kranführers behindern.
Die Scheiben sauber halten. Den Kran nicht fahren, falls nicht die
volle Sicherheit gewährleistet ist.

12. Die Last kann auch durch Wind außer Kontrolle geraten, was zum
Abbrechen des Auslegers oder Umkippen der Maschine führen kann.
Der Höhenwind kann stärker sein als der Wind in Bodennähe.
Keine Hubarbeit bei unsicheren Windverhältnissen vornehmen. Falls
notwendig, den Ausleger nach unten wippen. Halten Sie sich an die
Lastkurventabellen.

Kapitel 3 – Seite 14
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

13. Immer warten bis die Maschine völlig zum Stillstand gekommen
ist. Nicht von der Maschine abspringen. Halten Sie sich immer mit
beiden Händen ein und achten Sie auf den sicheren Stand der Füße.

14. Rutschige Stege, Leitern, Werkzeuge oder andere Gegenstände


können Stürze hervorrufen.

HALTEN SIE DIE MASCHINE SAUBER UND TROCKEN.

15. Ein beschädigter Kran kann gefährlich sein und einen Unfall
hervorrufen. Ein Teleskopkran muss wöchentlich kontrolliert werden,
um sicherzustellen, dass Träger bzw. Führungsgleitschuhe nicht
verzogen sind. In beiden Fällen ist der Verlust an Festigkeit nur
schwer zu schätzen.

Täglich den Ausleger inspizieren. Keinen beschädigten Ausleger


benutzen.

ANMERKUNG - Da für den Ausleger hochfester Stahl verwendet wird,


sind spezielle Reparaturverfahren notwendig. Wenden Sie sich an
Ihren Vertragshändler.

16. Die Kranausleger können sich unter der Wirkung von Seitenlasten
(seitlicher Zug) verdrehen.
Die typischen Fälle von seitlichem Zug sind :
Das schroffe Schwenken durch Anfahren oder Anhalten.
Zur Seite ziehen - "zum Riss ziehen".
Hohe Windstärke.
Heben, wenn der Kran nicht waagerecht steht.

Darauf achten, dass kein Seitenzug ausgeübt wird.

17. Falls der Ausleger zu etwas anderem als für Hubarbeiten


verwendet wird, kann es zu einem Abbrechen des Auslegers
kommen.

Kapitel 3 – Seite 15
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Den Ausleger sich nie unter der Wirkung der Last oder einen anderen
Gegenstand durchbiegen lassen.

18. Die Anschlag- oder Abspannseile gewisser Kräne verlängern sich


unter der Last und ziehen sich zurück, sobald die Last abgestellt ist.
Bei einem großen Winkel kann diese Erscheinung zum
Rückschwingen des Auslegers führen.

19. Die Last kann außer Kontrolle geraten, wenn sie sich nicht
senkrecht unter der Auslegerspitze befindet, sobald sie gehoben wird.
Dies kann eine Seitenkraft hervorrufen, die zum Kippen oder Bruch
des Krans führen kann.

Immer die Auslegerspitze über der Last ausrichten und die Funktion
Hub AUF benutzen, um die Last vom Boden abzuheben.

20. Der Versuch eine Last zu heben, die klebt, angefroren oder mit
irgendetwas verbunden ist, kann zum Kippen oder Bruch führen.

Sich vor Beginn der Hubarbeiten davon überzeugen, dass die Last frei
beweglich ist.

21. Falls nicht genügend Seil auf der Hubwinde vorhanden ist, kann
es ausreißen.

Es müssen immer drei Windungen auf der Seiltrommel der Winde


verbleiben. Regelmäßig das Sicherheitssystem der drei verbleibenden
toten Windungen kontrollieren.

22. Der Versuch, ein Bauteil der Maschine zu reparieren oder


einzustellen, während die Last oder der Haken sich in der Luft
befindet, kann ein Absenken oder ein Nachgeben des Systems
hervorrufen.

23. Immer die Last auf den Boden senken und den Ausleger in
Ruhestellung (waagerecht) bringen, bevor Reparaturen oder
Wartungsarbeiten durchgeführt werden.

Kapitel 3 – Seite 16
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

24. Der hydraulische Druck im System kann lange Zeit erhalten


bleiben, falls er nicht einwandfrei abgestellt wird. Dadurch kann ein
Abreißen der Schlauchenden oder Ölstrahlen oder sogar eine
Bewegung der Maschine hervorgerufen werden.
Den Restdruck aus dem Hydraulikkreis ablassen, bevor Einstell- oder
Reparaturarbeiten vorgenommen werden. Die Maschine
herunterlassen, um den Druckabfall im Hydraulikkreis der
Druckspeicher der Aufhängung zu bewirken.

25. Die durch Haltebolzen verbundenen Gitterelemente können


abbrechen, falls ihre Befestigung mangelhaft ist.

Vergewissern Sie sich, dass alle Enden des Auslegers oder der
Verlängerung einwandfrei verbunden sind und die Enden der
Abspannseile richtig fixiert sind. Niemals während der Montage im
Ausleger oder unter dem Ausleger oder dessen Verlängerung
aufrecht stehen.

26. Wie bei allen schweren Anlagen muss auch bei Kranen während
Bewegungen innerhalb und außerhalb des Baustellengeländes
aufgepasst werden.

Überwachen Sie das Personal, die Hochspannungsleitungen,


schwierige Passagen, wie Brücken, Straßen mit Lastgrenzen, Gefälle,
unebenes Gelände. Falls wenig Bewegungsspielraum zur Verfügung
steht, eine Rangierleiter einsetzen.

27. Die Höhe, Breite und das Gewicht Ihrer Maschine muss Ihnen
bekannt sein. Stützausleger einfahren und verriegeln. Ausleger in
Fahrtposition bringen und Oberwagen mit dem Unterwagen
verriegeln, bevor das Fahrzeug in Bewegung gesetzt wird.

28. Der Einsatz von mehreren Kranen für eine Hubarbeit bringt
mehrere Parameter ins Spiel, die bei Hubarbeiten mit einer einzigen
Maschine normalerweise nicht erforderlich sind. Dieser Vorgang muss
unter der Verantwortung eines Manöverleiters geschehen.

Kapitel 3 – Seite 17
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Eine Hubarbeit mit mehreren Kranen muss sorgfältigst geplant


werden. Die nachstehenden Gesichtspunkte sind zu beachten:

-Sobald die Last freigegeben ist, sorgfältig die Hubarbeit vorbereiten,


damit Sie sicher sein können, dass jede Maschine weniger als ihre
Nennkapazität auszuhalten hat.
-Stellen Sie sicher, dass die Seilschlingen zur Lastenverteilung
ausgelegt sind.
-Gehen Sie den Hubplan mit den Kranführern, Hilfskräften und
anderen Mitgliedern des Arbeitsteams durch, bevor sie mit der
Hubarbeit beginnen.
-Koordinieren Sie die Bewegungen des Krans mit Vorsicht vor jeder
Etappe der Hubarbeit.
-Eine Last niemals schräg ziehen (siehe Punkt N.16).

29. Das Verlassen der Maschine ohne Einhaltung der


Vorsichtsmaßregeln kann gefährlich sein.

Bevor der Fahrer das Fahrzeug verlässt, sicherstellen, dass die


Maschine tatsächlich stillsteht:
-Die Last auf den Boden absenken, falls notwendig, den Ausleger
senken.
-Die Schwenkwerksbremse betätigen oder den Sicherungsstift
anbringen.
-Sämtliche Sperrbolzen anbringen.
- Feststellbremse anziehen.
-Gangwähler in Leerlaufstellung bringen (N).
-Den Motor abstellen.

30. Prüfen Sie täglich den Zustand der Hubseile, um festzustellen


welches oder welche ersetzt werden müssen. Beachten Sie die
Prüfblätter in der Betriebs- und Wartungsanleitung. Für
weiterreichende lnformationen nehmen Sie bitte mit den
Seilherstellern oder deren Vertretern Kontakt auf.

Die Seile müssen ersetzt werden, sobald eine der nachfolgenden


Beschädigungen auftritt :

Kapitel 3 – Seite 18
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

- Für auf Seilrollen gewickelte Hubseile, falls sechs Stränge derselben


Schicht gebrochen sind oder 3 Stränge einer Litze oder einer Schicht.
- Verschleiß eines Drittels im Verhältnis zum äußeren
Nenndurchmesser jedes Stranges.
- Außergewöhnlicher, sichtbarer Verschleiß, unabhängig von dessen
Grund
- Querschnittsverminderung.
- Falls Knicke, Bruchbeginn, Abrasion, Würgestellen, Schnitte oder
andere Symptome auftreten.
- Rost oder Korrosion.

Nicht die Seile mit bloßer Hand auf der


Wickelhaspel führen.

31.Eine unzureichende Seilbefestigung kann zum Abstürzen der Last


führen.

- Die Keile müssen so angebracht werden, dass sich die aktive Litze
in gleicher Ausrichtung befindet wie das Seil und nicht versetzt.
- Das Seil muss durch das Sicherheitsgegengewicht am oberen
Laufende geführt werden.
- Lesen Sie in der Bedienungs-und Wartungsanleitung beispielsweise
die Abschnitte bezüglich der Montage der Seilschlösser nach.

32. Ein falsches Aufwickeln des Seils auf die Seiltrommel führt zur
Bildung von "Knicken" auf dem Seil. Nicht das Seil mit bloßen Händen
auf der Seiltrommel führen, Handschuhe benutzen. Halten Sie Ihre
Bekleidung von der sich drehenden Wickelhaspel entfernt.

Kapitel 3 – Seite 19
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Liste der Sicherheitsaufkleber

Die folgenden Aufkleber sind Sicherheitsaufkleber, sie müssen genau


beachtet und ersetzt werden, wenn sie abgenutzt oder beschädigt
sind.
Die Symbole auf den folgenden Seiten und auf der Maschine zeigen
zusammenfassend die Gefahren für das jeweilige Bauteil an. Für
weitere Einzelheiten über das jeweilige Risiko, siehe auch die
Empfehlungen in den Kapiteln "Empfehlungen", "Sicherheit" und
"Betrieb".

Es ist streng verboten, die auf der Maschine angebrachten


Aufkleber abzulösen. Abgenutzte oder beschädigte Aufkleber
müssen ersetzt werden.

Kapitel 3 – Seite 20
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Kapitel 3 – Seite 21
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Kapitel 3 – Seite 22
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

MENGE PRO MASCHINE


STACKER STACKER
Pos
PIKTOGRAMM AC40/2 AC40/2L AC60/3 AC60/3L SERIE SERIE TC60(L) TC40(L)
TFC TR
TEREX Nr. SÄMTL. PIKTOGRAMM V6444021A U6444020A M6644067

A QT.4 QT.4 QT.4 QT.4 QT.3 QT.3 QT.2 QT.2

STURZ GEFAHR

B QT.2 QT.2 QT.2 QT.2 QT.2 QT.2 QT.4 QT.4

STOLPER GEFAHR

C QT.1 QT.1 QT.1 QT.1 QT.1 QT.1 QT.1 QT.1

ENTZÜNDBARES MATERIAL

D QT.4 QT.4 QT.4 QT.4 QT.2 QT.2

VORSICHT KOPF

E QT.2 QT.2 QT.2 QT.2 QT.3 QT.3 QT.3 QT.3

QUETSCH GEFAHR

F QT.3 QT.3 QT.3 QT.3 QT.6 QT.6 QT.7 QT.7

QUETSCH GEFAHR

Kapitel 3 – Seite 23
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

MENGE PRO MASCHINE


STACKER STACKER
Pos PIKTOGRAMM AC40/2 AC40/2L AC60/3 AC60/3L SERIE SERIE TC60(L) TC40(L)
TFC TR

G QT.1 QT.1 QT.1 QT.1 QT.2 QT.2 QT.4 QT.4

VERBRENNUNGS GEFAHR
Höle Aufkleber 160 mm

H QT.2 QT.2 QT.2 QT.2 QT.1 QT.1 QT.1 QT.1

Breite 75mm
NICHT IMBAUSTELLEN
BEREICH PARKEN

I QT.6 QT.6 QT.6 QT.6 QT.6 QT.8 QT.8

QUETSCH GEFAHR

J QT.4 QT.4 QT.4 QT.4 QT.4 QT.4

EINZUGS GEFAHR

K QT.12 QT.12 QT.12 QT.12 QT.7 QT.7 QT.12 QT.12

OSS GEFAHR

L QT.3 QT.3 QT.4 QT.4 QT.3 QT.3 QT.3 QT.3


Höle 50 mm
Breite 160 mm

Kapitel 3 – Seite 24
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

MENGE PRO MASCHINE


STACKER STACKER
Pos PIKTOGRAMM AC40/2 AC40/2L AC60/3 AC60/3L SERIE SERIE TC60(L) TC40(L)
TFC TR

M QT.3 QT.3 QT.3 QT.3 QT.4 QT.4 QT.7 QT.7

KEIN ZUTRIRR FÜR


UNBEFUGTE

N QT.8 QT.8

AUFENTHALT IN DIESEM
BEREICH VERBOTEN

HYDRAULIC OIL
HUILE HYDRAULIQUE
HYDRAULISCHES ÖL
O ACEITE HIDRAULICO QT.1 QT.1 QT.1 QT.1 QT.1 QT.1

Höle 40 mm
Breite 90 mm

GAZOLE
GAS OIL
P GAS ÖL QT.1 QT.1 QT.2 QT.2 QT.1 QT.1

Durchmesser 50mm

FUEL
HEIZÖL
Q QT.1 QT.1 QT.1 QT.1 QT.1 QT.1

Durchmesser 50mm

R QT.4

Höle 75 mm
Breite 225 mm
SICHERHEIT DEMONTIEREN DER RÄDER

Kapitel 3 – Seite 25
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Jeder Fahrer muss alle Anweisungen dieser Anleitung kennen,


bevor er die Maschine benutzt.
Sie sind für das einwandfreie Arbeiten der Maschine
verantwortlich.
Bei einer nichtbestimmungsgemäßen Benutzung lehnt der
Hersteller jegliche Haftung ab.

Das Fahrzeug nicht fahren, wenn Sie nicht die Anweisungen in


der Bedienungsanleitung aufmerksam gelesen und verstanden
haben.
Jede Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann zu schweren
Sachschäden oder Körperverletzungen führen.
Für die Schulung der betreffenden Personen oder um Hinweise
zu bekommen, wenden Sie sich bitte an TEREX oder seine
Vertreter.

Die BEDIENUNGSANLEITUNG befindet sich in der Kabine. Für


weitere Anleitungen nehmen Sie bitte mit einem TEREX
Vertragshändler Kontakt auf.

Kapitel 3 – Seite 26
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Allgemein

Ihre Sicherheit und die der in Ihrer Nähe befindlichen Personen hängt
von der richtigen Benutzung der Maschine ab.
Vergewissern Sie sich, dass Sie die Anordnung und die Funktion aller
Steuerungen einwandfrei kennen.
BEVOR MIT DER MASCHINE GEARBEITET WIRD, DAFÜR SORGE
TRAGEN, ALLE STEUERUNGEN AUF EINEM SICHEREN UND
FREIEN PLATZ ZU VERSUCHEN, NACHDEM DIE
STÜTZAUSLEGER GANZ AUSGEFAHREN WURDEN.

Die Begriffe "rechts" und "links" in dieser Anleitung bezeichnen die


Seiten rechts und links der Maschine vom Sitz des Kranführers aus
gesehen.

Die lokalen Sicherheitsvorschriften müssen eingehalten werden.


Sie müssen ständig über einen Feuerlöscher und einen
Verbandskasten verfügen und über deren Anwendung unterrichtet
sein.

Im Stromkreis oder am Ende des Auspuffrohrs können sich Funken


bilden. Nicht in geschlossenen Räumen in Anwesenheit von
feuergefährlichen Materialien, Dämpfen oder Staub arbeiten, wodurch
eine Explosion oder ein Brand entstehen könnte. Die Nichteinhaltung
dieser Vorschrift kann Körperverletzungen oder sogar tödliche
Verletzungen zur Folge haben.
Für das richtige Lesen und Verständnis aller Schilder, die auf eine
Gefahr hinweisen oder Vorsichtsmaßnahmen angeben, die auf der
Maschine zu treffen sind, Sorge tragen.
Die Wartungsanweisungen streng beachten.

Bei einer Maschine, die Sie nicht gewohnt sind zu fahren,


müssen Sie ganz besonders vorsichtig sein.

Beim Tanken nicht rauchen, die Kraftstoffdämpfe sind entzündbar.

Kapitel 3 – Seite 27
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Unfälle vermeiden, die durch Kleidungsstücke verursacht werden


können, die zu lose sind oder keinen geeigneten Schutz bieten.
Kleidung tragen, bei der keine Gefahr besteht, an Gegenständen
hängen zu bleiben und sie gegebenenfalls durch Schutzausrüstungen
vervollständigen (Helm, Sicherheitsschuhe, Gehörschutz, Brille oder
Schutzmaske, Arbeitshandschuhe und gut sichtbare Kleidung).

Schutzhelm, Brille, Handschuhe und Sicherheitsschuhe tragen, wenn


die im Einsatzland geltenden Vorschriften es verlangen.

Vor dem Anlassen kontrollieren, dass sich niemand in unmittelbarer


Nähe der Maschine aufhält. Zur Warnung hupen.

Zugang und Sauberkeit

Sicherstellen, dass das Bedienungspult, die Leitern und Handgriffe für


den Aufstieg weder Ölspuren noch Fremdkörper oder Vereisung
aufweisen. Alle persönlichen oder zur Wartung dienenden
Gegenstände entfernen oder befestigen. Die Nichteinhaltung dieser
Vorschrift kann schwere Unfälle zur Folge haben.

Zum Besteigen oder Absteigen von der Maschine beide Hände


benutzen und nicht den Rücken zur Maschine kehren.
Niemals von der Maschine herunterspringen.
Auf die Sauberkeit der Kabinenfenster achten. Das Funktionieren der
Scheibenwischer kontrollieren. Schmutzige Scheiben können Unfälle
verursachen.
Fette Lappen oder andere feuergefährliche Materialien an einem
sicheren Ort aufbewahren.

Alle Bereiche in der Nähe von Hitzequellen bzw. empfindliche


Bereiche wie Auspuffleitungen, Verbrennungsmotoren, Luftfilter und
sonstiges müssen extrem sauber gehalten werden. Ein Anhäufen
bzw. eine Aufbewahrung entzündlicher Stoffe (Blätter, Geäst, Papier,
Lappen, Holz und sonstiges) stellt eine nicht zu vernachlässigende
Brandgefahr dar.

Kapitel 3 – Seite 28
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Ergreifen Sie alle Vorsichtsmaßnahmen, um die Umwelt zu schützen.


Insbesondere sollten verbrauchte Flüssigkeiten vorschriftsgemäß
entsorgt werden. Sie dürfen nicht in irgendwelchen, nicht passend
beschrifteten Behältern oder in offenen Behältern gelassen werden.
Dulden sie keine Flüssigkeitspfützen auf dem Boden.
Bei allen bei Wartungsarbeiten benützten Flüssigkeiten gilt:
- Öl
- Fett
- Frostschutzmittel
- Reinigungsmittel
Nicht trinken
Nicht inhalieren
Nicht in Nahrungsmittelbehältern (Wasser-, Bierflaschen...) lagern
oder transportieren und stets die Original-Verpackung verwenden.

Kapitel 3 – Seite 29
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Sichere Bedienung

Für Ihre eigene Sicherheit sowie für eine optimale Lebensdauer der
Maschine wird dringend geraten, einen kompletten
Inspektionsrundgang zu machen, bevor Sie auf die Maschine steigen
oder den Motor anlassen.
Insbesondere nach gelösten oder fehlenden Schrauben suchen,
Anhäufung von Kleinteilchen, Leckstellen des Öls oder der
Kühlflüssigkeit.
Den Zustand der Reifen sowie der Ausrüstung und des Gestänges
prüfen.

Eine Panne eines Bestandteils oder eines Leitungssystems der


Maschine kann einen Unfall verursachen. Bevor die Maschine in
Betrieb gesetzt wird, alle Öl- und Hydraulikflüssigkeitsstände
kontrollieren. Prüfen, dass alle Stopfen, Pegelstäbe und
Verschlussdeckel einwandfrei befestigt sind. Schadhafte Teile
ersetzen oder neu einstellen.

Bei mangelhafter Funktion, Fehlen eines Teils oder gestörter


Einstellung die Maschine anhalten und reparieren. Die
Nichteinhaltung dieser Vorschrift kann Körperverletzungen zur Folge
haben.

Eine Maschine, bei der das Brems-, Lenk- oder Hubsystem schadhaft
ist, darf auf gar keinen Fall benutzt werden. Diese Vorschrift gilt auch
für eine Maschine, die ohne Kontrolle oder Einverständnis des
Werkstattleiters repariert oder reguliert wurde.

Wenn der Motor stehenbleibt oder die Lenkung nicht einwandfrei


funktioniert, die Maschine so schnell wie möglich anhalten.

Kapitel 3 – Seite 30
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Außer bei einer gegenteiligen Anweisung, den Ausleger einfahren und


auf die Auslegerstütze ablegen, den Motor abstellen, die
Feststellbremse anziehen, und die Maschine blockieren oder
abstützen bevor ihre Wartung durchgeführt oder die Maschine nach
beendeter Arbeit verlassen wird.

Das Manövrieren und die Benutzung der Maschine sind qualifiziertem


Personal vorbehalten.

Haben Sie dafür Verständnis, dass die Maschine nicht alles machen
kann und behalten Sie sie jederzeit unter Kontrolle. NICHT
VERSUCHEN, ZUVIEL AUF EINMAL ZU MACHEN UND ZU HASTIG
VORZUGEHEN.

Sich über die Abmessungen und das Gewicht der Maschine


informieren und eventuelle Durchfahrbereiche berücksichtigen, in
denen der Raum begrenzt ist (Brücke, Stromleitungen, in der Höhe
angebrachte Rohrleitungen, Bodendruck).

Um mit der Maschine außerhalb des normalen Einsatzbereiches zu


fahren, von ihren Daten Kenntnis nehmen sowie von den
Fahrbereichen (Gewicht, Ausmaße, Radlasten, zulässige Rampen,
Bodendruck...).

Ständig aufmerksam bleiben. Nicht den Aufenthalt von Unbefugten im


Arbeitsbereich zulassen. Stets die genaue Position der Personen
kennen, die sich im Arbeitsbereich aufhalten müssen.

Das Parken im Arbeitsbereich der Maschine ist verboten.

Bei abgestelltem Motor nicht die Feststell- oder Hilfsbremse lösen,


wenn die Maschine nicht blockiert oder immobilisiert ist. Vergewissern
sie sich, dass der Druck im Bremskreis ausreicht, bevor die Bremse
gelöst wird.

Kapitel 3 – Seite 31
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

(Unterwagen) Bevor der Motor angelassen wird, die Feststellbremse


anziehen, und die Gangschaltung sowie den Fahrtrichtungsschalter in
Leerlaufstellung bringen.

Bevor eine Nachtarbeit unternommen wird, kontrollieren, dass die


Signaleinrichtungen und die Scheinwerfer der Maschine funktionieren.

Für die Nachtarbeit muss die Arbeitszone genügend belichtet sein.

Die Steuerungen der Maschine und ihre Zubehörteile nur von Ihrem
Sitz aus bedienen. Die Nichteinhaltung dieser Vorschrift kann schwere
Körperverletzungen zur Folge haben.

Bei Staub, Rauch oder Nebel vorsichtig arbeiten. Schlechte Sicht


kann Unfälle verursachen.

Bevor die Maschine auf einem Sattelauflieger verladen wird, Schnee,


Eis, Öl oder Fett entfernen, die sich auf dem Sattelauflieger oder auf
seiner Auffahrtsrampe befinden könnten.

Schroffe Manöver unter Last vermeiden.

Wenn die Hakenflasche in Bewegung ist, die Seile nicht mit den
Händen berühren.

Auf die richtige Funktion der Lasthakensicherung achten, wenn nötig,


sie auswechseln.

Auf die Anordnung der Seilführungen achten, um jedes Wegrutschen


des Seils zu vermeiden.

Kapitel 3 – Seite 32
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Um an der Hakenflasche am Boden zu arbeiten, sie auf einen flachen


und horizontalen Boden stellen um ihr Weggleiten zu verhindern.

Auf die Abnutzung der Rillen in der Umlenkrolle der Hakenflasche und
auf der Innenfläche des Lasthakens achten.

Vergewissern Sie sich ohne Last der richtigen Drehung der


Umlenkrollen und der richtigen Rotation des Hakens.

Niemals die Maschine mit einer angehängten Last stehenlassen.

Bei einer größeren Ausladung ist die Tragfähigkeit reduziert. (Siehe


Lasttabelle).

Die Maschine nicht auf einer Rampe stehenlassen.

Lastpendeln und schroffe Manöver vermeiden.

Beim Heben niemals eine Last schräg ziehen.

Beim Heben einer Last ohne Stützausleger, d. h. "auf Reifen", die


Parkbremse festziehen.

Bei Beenden der Arbeit die Last ganz herunterlassen, Ausleger auf
den Boden bzw. auf seine Halterung herunterlassen, Handbremse
anziehen und Fahrzeug mit Klötzen vor dem Wegrollen sichern. Alle
Schalter auf Leerlauf stellen, Getriebe verriegeln, Motor für ein
stufenweise Abkühlen noch einen Augenblick laufen lassen,
anschließend den Motor abstellen. Keine Not-Aus-Vorrichtung
verwenden, um den Motor unter normalen Bedingungen abzustellen.
Schutzabdeckungen aller Steuerungen und Kontrollvorrichtungen
schließen sowie die Kabinentür abschließen.

Kapitel 3 – Seite 33
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Sichere Wartung

Maximale Sicherheit wird bei den Wartungsarbeiten erreicht, wenn sie


von einem einzigen Techniker durchgeführt werden. Sollte der Einsatz
von mehreren Technikern erforderlich sein, müssen sie sich darüber
im Klaren sein, welche Arbeit auszuführen ist, damit die Arbeiten
zwischen allen Beteiligten perfekt koordiniert werden können. Jeder
muss dabei an die Sicherheit der anderen Teammitglieder denken.

Sich nicht auf Reparaturen einlassen, zu denen Sie nicht ganz sicher
fähig sind.

Während der Wartung nicht die Anwesenheit von unbefugten


Personen auf der Maschine zulassen.

Bei den Wartungsarbeiten eine Schutzmaske oder Schutzbrille tragen.


Wenn Geräte oder gehärtete Flächen gehämmert werden müssen,
einen Hammer mit Kopf aus Plastik, Holz, Messing oder Leder
verwenden. Jeder andere kann Körperverletzungen verursachen
(Metallsplitter).

Den Motor nur in gut durchlüfteten Hallen laufen lassen.


(Vergiftungsgefahr durch Auspuffgase).

Während der Wartungsvorgänge die Feststellbremse anziehen, die


Räder blockieren und Warnungsschilder an den Steuerhebeln
anbringen.

Geeignetes Werkzeug verwenden. Abgenutzte oder schadhafte


Ausrüstungen reparieren bzw. ersetzen.

Das Kühlsystem immer bei stehendem Motor prüfen. Den


Kühlerdeckel langsam herausschrauben, um den Druck in der Leitung
zu reduzieren. Der Dampf kann Verbrennungen verursachen.

Kapitel 3 – Seite 34
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Brandschutzmaßnahmen im Motorraum

Tägliche Messungen und Kontrollen

- Der Motorraum darf in keinem Fall als Lagerraum angesehen


werden. In diesem Bereich darf nichts gelagert werden: keine
Dieselkanister, Spraydosen, Kanthölzer, Plastikbeutel…
- Der Motorraum muss täglich vor jeder Inbetriebnahme kontrolliert
werden. Bei dieser Gelegenheit muss auch geprüft werden, ob die
Öl- und Kraftstoffleitungen dicht und trocken sind. Das gleiche gilt
für das Dichtsein von Kraftstoff- und Ölfilter sowie das
Einspritzsystem, das ebenfalls kontrolliert werden muss.
- Auch das Dichtsein der Hydraulikaggregate, der Hydraulikmotoren
der Gebläse sowie die Abdichtung ihrer Versorgungsleitungen
müssen täglich sichergestellt werden.
- Die Abdichtung und Funktion des Auspuffsystems, insbesondere
des Spannbügels des Auspuffes, des Auspuffkopfes und der
Auspuffventile des Verlangsamers müssen kontrolliert werden. Ein
zunehmender Geräuschpegel in der Kabine ist ein entscheidender
Hinweis auf einen ernst zu nehmenden Schaden im
Auspuffsystem, der sofort repariert werden muss. Vorhandener
Ruß im Motorraum ist ebenfalls ein Hinweis auf ein Entweichen der
Auspuffgase. Dieser Defekt muss sofort behoben und der Ruß
entfernt werden. Die hydraulischen Rückstellfedern für das Öffnen
der Auspuffventile müssen in einem einwandfreien
Betriebszustand sein, da blockierte und daher geschlossene
Auspuffventile während des Laufens des Motors zu einer starken
Überhitzung führen können.

- Aufgrund der von den Auspuffleitungen erzeugten Hitze muss


sichergestellt sein, dass die elektrischen Leitungen fest an ihrer
ursprünglichen Position fixiert und von den Auspuffleitungen
ausreichend weit entfernt sind.

Kapitel 3 – Seite 35
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

- Um den Geräuschpegel zu reduzieren, sind manche Polsterungen


mit schalldämmenden Verkleidungen isoliert. Diese Verkleidungen
sind nicht entzündbar.
Wenn der Motorraum nicht regelmäßig gereinigt wird, können
diese Verkleidungen verschmutzen, insbesondere durch Öl oder
Kraftstoff bei Wartungs- oder Reparaturarbeiten. Es kann auch
vorkommen, dass diese Schutzverkleidungen durch externe
Elemente beschädigt werden. Zudem können undichte Stellen an
den Auspuffleitungen die Struktur dieser Verkleidungen
beschädigen. Die Isolationsverkleidungen müssen bei einem
Schaden gereinigt und ausgewechselt werden.
- Die Reinigung des Motorraums darf nur mit nicht entzündbaren
Reinigungsmitteln vorgenommen werden. Die Anwendung von
korrosiven bzw. chemisch aggressiven Mitteln ist verboten.

Vorsichtsmaßnahmen bei Wartungseingriffen

- Im Motorraum darf keine Spur von Diesel erkennbar sein, da sonst


BRANDGEFAHR besteht ! Insbesondere beim Auswechseln eines
Filters oder beim Entlüften muss eine einwandfreie Sauberkeit
gewährleistet werden. Eventuell ausgelaufenes Diesel muss vorher
weggewischt werden.
- Der Bereich zwischen den V-förmigen Zylinderköpfen des
Verbrennungsmotors muss nach jeder Reparatur und auch in
regelmäßigen Intervallen kontrolliert werden, um sicher zu stellen,
dass er nicht durch Öl oder Kraftstoff verschmutzt ist. Sich in
diesem Bereich ansammelnder Kraftstoff kann in den Motorraum
laufen und sich in Kontakt mit heißen Oberflächen entzünden.
- Die elektrischen Leitungen müssen wieder vorschriftgemäß
angeordnet und ihre Halterungen gut fixiert werden. Beschädigte
oder zweifelhafte Isolierungen und Schutzmäntel der Drähte
müssen ausgewechselt werden.

Kapitel 3 – Seite 36
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

- Kraftstoff- und Ölleitungen müssen regelmäßig geprüft und


ausgewechselt werden.
- Bei Reparatur- und Wartungsarbeiten in keinem Fall auf die
Leitungen und Rohre im Motorraum steigen. Dies gilt auch für die
Einspritzleitungen und Auspuffrohre.
- Das Auswechseln einer Auspuffleitung mit einer
ausziehbaren/gestauchten Wicklung ist heikel. Die Montage muss
knickfrei sein. Die Wicklung muss halb ausgezogen/gestaucht sein,
um die Motorschwingungen problemlos zu gewährleisten. Die
Halteringe dieser Leitung müssen einwandfrei angezogen sein,
ohne dass die Gefahr besteht, dass sie locker werden oder
undichte Stellen entstehen lassen.

Sämtliche Wartungsarbeiten müssen von einem qualifizierten


Personal durchgeführt werden.

Kapitel 3 – Seite 37
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Sicherer Umgang mit der Elektrik

Bevor an der Elektrik gearbeitet wird, den Batteriehauptschalter auf


OFF stellen oder den Zündschlüssel abziehen.

Niemals einen elektrischen Anschluss durchführen oder durchtrennen,


ohne den Schaltkreis zu kennen. Ein falscher Anschluss kann
materielle oder körperliche Unfälle verursachen.

Niemals die Ladung einer Batterie prüfen, indem die Klemmen mithilfe
eines metallischen Gegenstandes verbunden werden. Die daraus
resultierenden Lichtbögen können eine Explosion verursachen. Ein
Voltmeter oder einen Säuremesser verwenden.

Bei der Kontrolle des Elektrolytstandes nicht rauchen. Die Batterien


entwickeln feuergefährliche Dämpfe.

Der Elektrolyt ist eine für die Haut und die Augen gefährliche Säure.

Den Flüssigkeitsstand der Batterien nicht mit Säure sondern mit


destilliertem Wasser auffüllen.

Wenn der Elektrolyt einer Batterie gefroren ist, kann diese Batterie
explodieren, sobald sie geladen wird oder wenn versucht wird, mit
einer Hilfsbatterie anzulassen. Um das Gefrieren zu vermeiden, die
Batterie ständig voll geladen halten. Die Nichteinhaltung dieser
Vorschriften kann Körperverletzungen zur Folge haben.

Niemals einen Ring oder eine Uhr mit Metallarmband tragen; solche
Gegenstände können den Masseschluss einer unter Spannung
stehenden Schaltung verursachen und auf diese Weise
Verbrennungen zur Folge haben.

Kapitel 3 – Seite 38
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Wenn eine externe Stromquelle benutzt wird, um den Motor in Gang


zu bringen, das Massekabel als letztes anschließen und als erstes
abklemmen, um die Bildung von Funken nahe der Batterie zu
vermeiden, welche die von der Batterie abgegebenen Dämpfe zum
Explodieren bringen könnten.
Reinigungsmittel mit Vorsicht verwenden.

Den Verschlussstopfen des Kühlers oder jeden anderen Stopfen,


Ölwechsel, Schmiernippel und Druckanschlüsse vorsichtig
herausschrauben.

Laufender Ventilator und Keilriemen: jede Berührung ist gefährlich;


daher Abstand halten.

Zu Ihrer Sicherheit und damit Sie nicht in Haftung gezogen werden,


sollten Sie immer TEREX Originalteile verwenden.

Das Lichtbogenschweißen von Teilen an der Maschine kann


mechanische, elektrische oder elektronische Elemente beschädigen
und die Sicherheit der Maschine gefährden. Schweißen Sie nie ohne:
- die Massezange möglichst nahe an der Schweißstelle
angebracht zu haben.
- die zwei Batterieanschlussklemmen abgezogen zu haben.
- alle elektronischen Elemente abgeschaltet zu haben.

An den wesentlichen Konstruktionselementen darf nicht ohne


vorherige Zustimmung von TEREX CRANES gebohrt werden.

Nach jedem Eingriff bzw. jeder Reparatur an einer Funktion den


einwandfreien Betrieb dieser Funktion kontrollieren, bevor Sie die
Maschine benutzen.

Kapitel 3 – Seite 39
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Sichere Anwendung der Hydraulik

Die Hydraulik arbeitet mit einem hohen Druck (>300 bar). Die
Hydraulikflüssigkeit, die selbst aus unendlich kleinen Löchern
herauslaufen könnte, kann in die menschlichen Gewebe eindringen
und schwere Verletzungen verursachen. Leckstellen mithilfe eines
Stückes Holz oder Papier suchen, jedoch niemals mit den Händen.

Bevor der Anschluss irgendeiner Leitung bzw. einer hydraulischen


Komponente gelöst wird, sicherstellen, dass der Druck in der Leitung
abgelassen wurde. Wenn die Leitungen oder Bestandteile wieder
angeschlossen werden, ihre Abdichtung kontrollieren. Sollte
Hydraulikflüssigkeit unter Ihre Haut gedrungen sein, sofort einen Arzt
aufsuchen.

Die Hydraulikflüssigkeit ist feuergefährlich; an den mit Öl gefüllten


Rohren und Rohrleitungsanlagen keine Schweißarbeiten vornehmen.

Öl und heiße Teile können Verbrennungen verursachen, jeden


Kontakt mit der Haut vermeiden.

Nach jedem Eingriff an der Hydraulikleitung, an einem


Hydraulikbauteil bzw. an der Hydraulikflüssigkeit sich unbedingt an
einen Spezialisten wenden, um die Leitungen zu entlüften. Dazu die
an den Zylindern vorgesehenen Entlüftungen benutzen.

An den Leitungen mit Druckspeichern (zum Beispiel Bremsen oder


Federung) müssen der Hydraulikdruck vor jedem Eingriff auf null
gebracht werden und die Druckspeicher entleert sein. (Senken Sie
deshalb die Federung).

Jeder Eingriff an Leitungen mit Druckspeichern bzw. an den


Druckspeichern selbst ist verboten. (Wenden Sie sich an einen
TEREX Spezialisten).

Kapitel 3 – Seite 40
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Besonderheiten in Verbindung mit den


Verdünnungseigenschaften des Hydrauliköls

Je nach Wetterverhältnissen und Arbeitsintensität der


Hydraulikanlagen kann die Temperatur des Hydrauliköls stark
variieren.
Diese Temperaturvariationen haben einen Einfluss auf die
Verdünnungseigenschaften des Hydrauliköls.
Daher muss auf bestimmte Veränderungen – manchmal sehr geringe
– der Auslegerposition und der Zylinder der Stützausleger Acht
gegeben werden.

Bei einem Kran mit angehobenem und ausgefahrenem Ausleger (mit


oder ohne Last) kann sich mit der Zeit die Stellung des Auslegers
ändern, ohne dass die Wipp- oder Teleskopfunktion betätigt wurde.
Dies ist auf die Temperaturvariationen des Hydrauliköls
zurückzuführen.

Kapitel 3 – Seite 41
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Alle starken Stellungsänderungen, außer die, die auf die Temperatur


des Hydrauliköls zurückzuführen sind, müssen bei einem Kran in
gutem Zustand als anomal betrachtet werden, weshalb deren Ursache
geklärt werden muss.

Diagramme der Auszüge

Temperaturunterschiede bei den Klappenventilen der


Schraubenwinden

60 T°-
Außenveränderung
50 50
Veränderung in °C

40
T°-Veränderung
des Klappenventils
30 der
25 Zusammenstoßsc
20 22 hraubenwinde
19
15 15 16 14
13 13 13 T°-Veränderung
10 12 12 12 11 des Klappenventils
der
0 Hochhebeschraub
enwinde
1 2 3 4 5 6 7 8 9
Auszüge

Veränderung des Pfeilwinkels


74,5
Veränderung in Graden

74
73,5
73 serie 1
72,5
72
71,5
71
70,5
1 2 3 4 5 6 7 8 9 Auszüge

Veränderung der zusammengestoßenen Länge

28,8
28,7
Veränderung in m

28,6
28,5
28,4
28,3 serie 1
28,2
28,1
28
27,9
Auszüge
1 2 3 4 5 6 7 8 9

Veränderung der Höhe der Last hinsichtlich des Bodens

160
Veränderung in cm

140
120
100
80
serie 1
60
40
20
0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 Auszüge

Kapitel 3 – Seite 42
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Bei der Belastung des Auslegers nach einem Hubvorgang können die
Teleskop- oder Wippzylinder nachgeben. Das Ausmaß ist
proportionell zur angehobenen Last und dazu, wie weit die Zylinder
ausgefahren sind.

Dieses Phänomen ist auf die Verdichtbarkeit des Hydrauliköls


zurückzuführen und kann als normal angesehen werden.

Allerdings muss das Nachgeben mit dem Druckanstieg des


Hydrauliköls aufhören. Geben die Zylinder weiterhin nach, muss dem
Phänomen nachgegangen werden.

Anmerkung
Bei einem Kran mit ausgefahrenem Ausleger oder mit einer
angehängten Last in gefährlicher Lage wird unbedingt
empfohlen, den Motor laufen zu lassen. Der Kranführer muss
unbedingt an seinem Platz bleiben und permanent jegliches
Abdriften der Last oder der Kranelemente kontrollieren.

Kapitel 3 – Seite 43
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Veränderung der Rückkehr des Stammes gemäß l' Erhöhung des


Drucks in der Hochhebeschraubenwinde
RANDBEMERKUNG: wenn der Druck zurückgeht, wird der
Schraubenwindenstamm d' herauskommen; ein Wert, der niedriger ist
als das Diagramm
80

70
68

60

56
54
VERÄNDERUNG der LÄNGE in mm

50 51

45 45

40 41 41
39

36
34 34
32
30 30
28
27 27 27

24
23 23 23
20 20 20
18 18
17
16
14 14 14
11 11 11
10 10
9 9 9
8
7 7
6
5 5
2
0 0
0 600 1200 1800 2400 3000
LÄNGE, die AUS dem STAMM in mm HERAUSGEKOMMEN wurde

delta P 50b delta P 100b delta P 125b


delta P 150b delta P 175b delta P 200b
delta P 225b delta P 250b delta P 300b

Kapitel 3 – Seite 44
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Sicherheitsvorschriften für Reifen


Vor jedem Demontieren eines Rads und generell:
Die Luft aus dem Reifen lassen.
Anmerkung
Reifen und Räder sind wesentliche Funktionen für die Sicherheit
der Maschine. Vergewissern sie sich regelmäßig, dass sie in
einem guten Zustand sind.
Vergessen sie nicht, dass jeder Eingriff an diesen Komponenten
von Spezialisten gemacht werden muss.

PRÜFEN VON FELGEN UND RÄDERN


1- ALLGEMEIN
Felgen und Räder sind während des Betriebs Belastungen und
Beanspruchungen ausgesetzt, die zu einer Werkstoffermüdung führen
können. Dabei kann es zu Rissen in der Felge oder im Rad kommen.
Wenn die Risse nicht frühzeitig festgestellt werden, kann es an der
Felge zu einem verhängnisvollen Problem kommen, das für
Gesundheit und Sicherheit der Personen, die sich in der Nähe
befinden, zu großen Gefahren führen kann. Ein Druckverlust des
Reifens kann ein Anzeichen eines Risses sein.
2- INSPEKTION UND PRÜFEN WÄHREND DES BETRIEBS
Räder und Felgen müssen regelmäßig überprüft werden. Dabei
müssen die Einsatz- und Betriebsbedingungen auf der Baustelle
berücksichtigt und aus Sicherheitsgründen eine wirksame Kontrolle
des Felgenzustands gewährleistet werden. Nach Bedarf müssen
bestimmte Dienstzeiten vorgesehen werden, um den allgemeinen
Zustand der Werkstoffermüdung zu bestimmen.

Anmerkung
Alle 50 Stunden oder jede Woche regelmäßig den Druck der
Reifen, wenn sie kalt sind, kontrollieren.
Nie mit einem nicht genug aufgepumpten Reifen fahren :
GEFAHR.
Für Ihre Sicherheit und die der anderen muss der feste Sitz der
Radmuttern mit dem Schlüssel des Fahrzeugs unbedingt
kontrolliert werden, und zwar zunächst nach 50 Stunden, dann
alle 100 Stunden.

Kapitel 3 – Seite 45
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

3- REINIGUNG VOR DER PRÜFUNG


Alle zu prüfenden Bereiche müssen frei von Fremdstoffen sein, die
auf die Auswertung der Ergebnisse einen Einfluss haben könnten
(Splitter, Staub, Schmierfett oder Lack).

4- ANFORDERUNGEN DER INSPEKTION


4-1 ALLGEMEIN
Es müssen sämtliche Teile der Felge untersucht werden, um
eventuelle mechanische Schäden festzustellen. Zudem muss
jedes Teil der Felgen gemäß den Punkten 4.2. bis 4.6 geprüft
werden.

4-2 SPRENGRING
Der Sprengring muss einer Sichtkontrolle unterzogen werden, um
Abnutzung, Korrosion, Verschleiß durch Abflachung,
Unrundwerden und Verformung zu erkennen.

4-3 BAND DES WULSTSITZES


4-3-1 Sichtkontrolle
Das Band des Wulstsitzes muss regelmäßig kontrolliert
werden, um eventuell in den Bereichen, die mit dem
Sprengring, Felgenrand, der Grundfelge oder einer
Schweißnaht in Berührung kommen, Risse, Verschleiß und
Korrosion festzustellen.
4-3-2 Test mit Magnetteilchen
Der Bandbereich des Wulstsitzes, mit dem der Felgenrand in
Kontakt ist, sowie jede andere Schweißnaht auf dem
Wulstsitz, müssen einem Test mit Magnetteilchen unterzogen
werden.

4-4 FELGENRAND
Der Felgenrandbereich in Kontakt mit dem Bandbereich des
Wulstsitzes oder der Grundfelge, sowie jede
Stumpfnahtschweißung oder jede andere Schweißnahtform am
Felgenrand müssen einer Sichtkontrolle unterzogen werden, um
eventuell Verschleiß, Risse, Abnutzung durch Reibung, Korrosion
oder Beschädigung festzustellen.

Kapitel 3 – Seite 46
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

4-5 GRUNDFELGE
4-5-1 Sichtkontrolle
Der Grundfelgenbereich in Kontakt mit Rändern, mit dem
Band des Wulstsitzes oder Sprengring muss einer
Sichtkontrolle unterzogen werden, um eventuell Verschleiß,
Risse, Abnutzung durch Reibung, Korrosion oder
Beschädigung festzustellen. Außerdem muss die innere
Fläche der Grundfelge einer Sichtkontrolle unterzogen
werden, um eine eventuelle Korrosion festzustellen.

4-5-2 Test mit Magnetteilchen


Folgende Bereiche der Grundfelge müssen diesem Test
unterzogen werden:
(a) Bereich in Kontakt mit den Rändern und Übergang zum
hinteren Bereich.
(b) Bereich in Kontakt mit Sprengring oder alle O-Ring-Rillen
(c) Alle quer verlaufenden Schweißnähte
(d) Alle Rundschweißnähte (siehe Punkt 4.6)

4-5-3 Ultraschalltest
Bei Erkennen eines Schweißfehlers während des Tests mit
Magnetteilchen muss das Ausmaß der Beschädigung
bestimmt werden. Geeignete Methoden dafür sind ein
Ultraschalltest oder Schleifen.

4-6 RADSCHEIBE
Zusätzlich zu den in Punkt 4.5 genannten Anforderungen muss
der Bereich um die Schweißnähte der Radscheibe einem Test
mit Magnetteilchen unterzogen werden; man inspiziert auch die
Montagelöcher, um ein eventuelles Unrundwerden und
Umfangsrisse zu erkennen.

Kapitel 3 – Seite 47
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Abbildung 1 Inspektion während des Betriebs von


abnehmbaren Felgen

Aufgrund der besonderen Betriebsbedingungen bei abnehmbaren


Felgen besteht eine übermäßige Abnutzungsgefahr der Rille im
Sprengring in der Felgennut, im Sprengring selbst und auf der 45°-
Fläche des Wulstsitzes oder des abnehmbaren Ringes. Unter
extremen Bedingungen kann es zu einem Bruch der Felgennut
kommen, was zu sehr gefährlichen Folgen führen kann. Um die
Unfallgefahr zu reduzieren, muss sofort folgendes
KONTROLLPRÄGUNG VON DEN ENDEN
DES RINGS AUS
Inspektionsverfahren zusätzlich zu den bestehenden Anleitungen
eingeleitet werden.

Abbildung 2

Inspektionsverfahren

Nach dem Demontieren des Reifens entsprechend den üblichen


Verfahren muss der Außendurchmesser der Felgennut sorgfältig mit
einer Metallbürste gereinigt und wie folgt geprüft werden:

FÜR 5-TEILIGE RÄDER


-(1) Siehe Abbildung.1
D = 597,1 mm MINI
Wenn es möglich ist, die Kontrollprägung von den Enden des
ZU MESSENDER DURCHMESSER D – Sprengrings aus am Außendurchmesser der Felgennut
NEBEN FELGENNUT

auszumachen, muss an diesem Punkt die Abnutzungstiefe mit einem


BEREICHE UNTER GROSSER BEANSPRUCHUNG – WIE LASSEN
SICH BESCHÄDIGTE FELGEN ERKENNEN Haarlineal und einer Dickenlehre gemessen werden. Wenn die

ART VON FEHLER - UMFANGSRISSE,


Abnutzung über 0,5 mm ist, müssen Rad, Sprengring und Wulstsitz
- ABNUTZUNG DURCH ABREIBUNG, LOCHFRASS,
- VERFORMUNG, ABNUTZUNG. oder abnehmbarer Ring ausgewechselt und durch neue ersetzt
werden.

-(2) Siehe Abbildung. 2


Wenn diese Markierung nicht gefunden werden kann, muss der
Durchmesser der Felgennut gemessen werden, indem ein Pi-Band
verwendet wird. Wenn der Durchmesser unter dem vorgeschriebenen
Mindestwert liegt, müssen Rad, Sprengring und Wulstsitz bzw.
abnehmbarer Ring entsorgt werden.
ES WIRD EMPFOHLEN, DIESE BEREICHE BEI JEDEM
REIFENWECHSEL ZU BEGUTACHTEN.

Kapitel 3 – Seite 48
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Sicherheitsvorkehrungen

Unbedingt die Luft aus dem Reifen lassen, bei Zwillingsreifen aus
allen beiden Reifen, bevor Sie die Teile einer Felge abmontieren bzw.
alle Teile des Rads wie Muttern und Heftzwingen. Ein unter Druck
brechendes Felgenteil kann explodieren und schwere Verletzungen
hervorrufen oder sogar zum Tod führen. Stellen Sie sicher, dass der
Ventileinsatz abgenommen wurde und somit die ganze Luft aus dem
Reifen abgelassen wurde. Prüfen Sie den Ventilhals, indem Sie ein
Stück Draht einführen, um zu sehen, ob er nicht verstopft ist. Beim
Herauslassen der Luft kann ein Fremdkörper den Ventilhals
verstopfen oder es kann sich auch Eis bilden, was zum Verstopfen
des Ventils bzw. des Ventilhalses führt. Entfernen Sie bei
Zwillingsreifen beide Ventileinsätze.

Damit beginnen, die Muttern der Befestigungsbolzen um nur zwei


oder drei Umdrehungen zu lösen. Falls erforderlich, die Haftung der
äußeren Felge lösen, so dass die noch an ihrem Platz befindlichen
Muttern ein Herausspringen der Felge verhindern, wobei es zu
vermeiden ist, sich im Weg eines möglichen Herausspringens zu
befinden. Nachdem die äußeren und inneren Felgen frei sind, das
Lösen der Muttern fortsetzen.

Versuchen Sie in keinem Fall, an einer Felge mit aufgepumptem


Reifen zu schweißen.

Überprüfen Sie regelmäßig die Felgenteile, um eventuelle


Daueranrisse (Warmrisse) zu erkennen. Alle Teile, die angerissen,
abgenutzt, beschädigt oder stark verrostet sind, auswechseln.

Reinigen Sie die Felgen und lackieren Sie sie neu, um die
schädlichen Auswirkungen der Korrosion zu stoppen. Reinigen Sie
sorgfältig die Felgennut von Staub und Rost. Dies ist sehr wichtig, um
den Sprengring in der richtigen Position zu halten. Durch Anbringen
eines Filters auf der Pumpeinrichtung kann die Feuchtigkeit von der
Luftleitung ferngehalten und somit der Korrosion vorgebeugt werden.
Die einwandfreie Funktion des Filters muss regelmäßig überprüft
werden.

Kapitel 3 – Seite 49
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Den einwandfreien Halt der Teile überprüfen. Im Zweifelsfall sich an


den Hersteller oder Ihren Händler wenden.

Vor dem Aufpumpen erneut eine Kontrolle durchführen, um die


Anordnung aller Teile zu überprüfen.

Das Kombinieren von Felgenteilen eines Herstellers mit denen eines


anderen Herstellers kann Gefahren bergen. In diesem Fall muss
unbedingt die Zustimmung des Herstellers eingeholt werden.

Überlasten Sie die Felge nicht durch zu starkes Aufpumpen.


Überprüfen Sie mit dem Hersteller der Felge, ob spezielle
Betriebsbedingungen erforderlich sind.

Einen platten Reifen nicht erneut aufpumpen, ohne vorher Reifen,


Felge und das gesamte Rad zu überprüfen. Zweimal prüfen, ob der
Sprengring nicht beschädigt ist; vor dem Aufpumpen sicherstellen,
dass er richtig in der Felgennut angeordnet ist.

In keinem Fall ein Fahrzeug mit Zwillingsbereifung auf einem einzigen


Reifen laufen lassen. Die Tragkraft eines einzigen Reifens mit Felge
wird dadurch auf gefährliche Art überschritten und das Fahren des
Fahrzeugs könnte zu einer Beschädigung der Felge führen.

Überlassen Sie nichts dem Zufall. Wenn Sie nicht ganz sicher sind
bzgl. des Zusammenbaus der Felge und Radteilen, sollten Sie sich an
einen Fachmann wenden.

Nicht zu kleine Felgen verwenden. Stets für den Anwendungszweck


geeignete Felgen verwenden.

Den Felgenring nicht durch Hämmern anbringen, wenn der Reifen


aufgepumpt ist. Nie auf einen aufgepumpten oder teilweise
aufgepumpten Reifen mit Felge hämmern.

Kapitel 3 – Seite 50
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

In keinem Fall einen Reifen aufpumpen, bevor nicht Scheiben und


Sprengringe angebracht wurden. Nach ungefähr 5 PSI erneut die
richtige Montage aller Teile überprüfen.

Nie eine Person Reifen montieren bzw. demontieren lassen, wenn sie
nicht über die entsprechende Ausbildung verfügt.

Setzen Sie sich nicht bzw. halten Sie sich nicht vor einem Reifen mit
Felge auf, der gerade aufgepumpt wird. Verwenden Sie ein
Anschlussstück mit Zange zum Pumpen und prüfen Sie, ob der
Luftschlauch ausreichend lang ist, damit sich die Person, die
aufpumpt, seitlich vom Reifen halten kann und nicht davor oder
dahinter stehen muss.

Die Luft aus den Reifen ablassen, bevor Steine aus der
Reifenoberfläche entfernt werden.

Unabhängig von den Umständen sollten Sie in keinem Fall versuchen,


gerissene, gebrochene oder beschädigte Felgenteile nachzuarbeiten,
zu schweißen, zu erhitzen oder zu löten. Ersetzen Sie sie durch neue
Teile des gleichen Typs, gleicher Größe und desselben Herstellers
und durch Teile, die nicht gerissen, gebrochen oder beschädigt sind.

Führen Sie das Aufpumpen in einem Sicherheitsgehäuse durch oder


benutzen Sie eine Kettenabsperrung.

Auch wenn der Boden sehr fest erscheint, sollten Sie Holzkeile unter
den Wagenheber legen.

Vor dem Anbringen des Wagenhebers Reifen und Rad auf der
gegenüberliegenden Seite des Fahrzeugs blockieren; unbedingt den
Wagenheber mit Keilen sichern, um ein Abrutschen vorzubeugen.

Vorsichtig das Band des Wulstsitzes entfernen, um ein Herunterfallen


und eine Verletzungsgefahr für Ihre Zehen zu verhindern. Das Band
mit dem Oberschenkel abstützen und vorsichtig auf den Boden rollen
lassen. Das schützt Ihren Rücken und Ihre Zehen.

Kapitel 3 – Seite 51
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Mit den Werkzeugen zum Demontieren wird auf die Felgenränder ein
Druck ausgeübt, um die Wulst freizusetzen. Nähern Sie nicht Ihre
Finger. Setzen Sie das Werkzeug in einem 10°-Winkel an, um es gut
festzuhalten. Rutscht es ab, kann es eine Kraft entwickeln, die töten
kann. Halten Sie sich stets seitlich auf, wenn Sie einen Hydraulikdruck
anwenden.

Wenn Sie ein Seil oder eine Kettenschlinge verwenden, sollten Sie
Abstand nehmen, da sie brechen und eine Person treffen kann.

Den Zustand der Reifen nur auf einer lastfreien Maschine prüfen.
Immer ein Pumpgestell benutzen, wenn das Rad nicht am
Fahrzeug montiert ist.
WICHTIG
Während des Aufpumpens immer vermeiden, sich vor den Reifen
bzw. vor die Felge zu stellen. Beim Aufpumpen eines Reifens am
Fahrzeug gelten dieselben Vorsichtsmaßregeln - halten Sie sich
seitwärts auf. Lassen Sie niemand direkt vor dem Reifen.

Kapitel 3 – Seite 52
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Windkraft

Der Kran kann unter Beachtung der Werte in der Lasttabelle bis zu
einer Windgeschwindigkeit von 14m/s (50 Km/h - Stärke 6) und einem
Bodendruck von 1,2 m2/Tonne benutzt werden.

Überwachen Sie täglich das Wetter und die vorhergesehene


Windgeschwindigkeit, indem Sie bei der nächst gelegenen
Wetterstation anrufen. Falls die Windgeschwindigkeit höher ist
als die erlaubte Höchstgeschwindigkeit, die Last nicht heben.

Windstärke Windgeschwindigkeit Auswirkungen


Beaufort-Skala Beschreibung m/s Km/h Im Landesinneren
0 Flaute 0 – 0,2 1 Keine Luftbewegung, Rauch steigt senkrecht empor.

1 Sehr schwach 0,3 – 1,5 1–5 Kaum merklich, Rauch treibt leicht ab, Windflügel und Windfahnen unbewegt.

2 Leichte Brise 1,6 – 3,3 6 – 11 Blätter rascheln, Wind im Gesicht spürbar.

3 Kleine Brise 3,4 – 5,4 12 – 19 Blätter und dünne Zweige bewegen sich, Wimpel werden gestreckt.

4 Hübsche Brise 5,5 – 7,9 20 – 28 Zweige bewegen sich, loses Papier wird vom Boden gehoben.

5 Gute Brise 8 – 10,7 29 – 38 Größere Zweige und Bäume bewegen sich, Schaumköpfe auf Seen.
Dicke Äste bewegen sich, hörbares Pfeifen an Drahtseilen, in
6 Frischer Wind 10,8 – 13,9 39 – 49 Telefonleitungen.
7 starker Wind 14 – 17,1 50 – 61 Bäume schwanken, Widerstand beim Gehen gegen den Wind.
Große Bäume werden bewegt, Zweige brechen von Bäumen, beim Gehen
8 Heftiger Wind 17,2 – 20,7 62 – 74 erhebliche Behinderung.
9 Sehr heftiger Wind 20,8 – 24,4 75 – 88 Äste brechen, Ziegel werden von Dächern gehoben.

10 Sturm 24,5 – 28,4 89 – 102 Bäume werden entwurzelt, Häuser beschädigt, selten im Landesinneren

11 Heftiger Sturm 28,5 – 32,6 103 – 117 Heftige Böen, schwere Sturmschäden; sehr selten im Binnenland

12 Orkan 32,7 – 36,9 118 - 133 Schwere Sturmschäden und Verwüstungen; sehr selten im Landesinneren.

Kran darf nicht benutzt werden.

Kapitel 3 – Seite 53
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Definieren der Windgeschwindigkeit auf der Baustelle


Die Windgeschwindigkeit auf der Baustelle muss täglich überprüft
werden. Benutzen Sie dazu auch die Werte des Wetterdienstes.•

Definieren der Windgeschwindigkeit auf dem Kran


Der Wind auf der Baustelle kann in unmittelbarer Nähe des Krans
variieren. Überprüfen Sie, ob Windschneisen und Turbulenzen die
Windgeschwindigkeit und –richtung beeinflussen. Kontrollieren Sie
insbesondere die störendsten Windrichtungen, die Höhe des zu
erstellenden Baus sowie alle entsprechenden Einstellungen des
Krans. Bei einer Beeinflussung von Windgeschwindigkeit und –
richtung auf der Baustelle sollten Sie sich an eine kompetente Person
richten, um die für die Baustelle ermittelte Windgeschwindigkeit richtig
zu bewerten.

Bei Lasten, die dem Wind sehr stark ausgesetzt sind (> 1,2 m²/t),
müssen je nach Fall besondere Kontrollen durchgeführt werden.
Siehe Lastentabelle.

Bei Windgeschwindigkeiten ab 50 Km/h den Hubbetrieb


einstellen.

Kapitel 3 – Seite 54
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Empfehlungen für das Waschen des Krans

Wiederholtes Waschen mit einem Hochdruckstrahl vom Typ


« Kärcher » kann zu Funktionsstörungen am Kran führen.
Bestimmte elektrische, elektronische, pneumatische oder
hydraulische Komponenten könnten durch einen Hochdruckstrahl,
insbesondere bei wiederholter Anwendung, defekt werden, selbst
obwohl sie für einen wetterfesten Einsatz vorgesehen sind.
Daher muss also darauf geachtet werden, diese Organe nicht mit dem
Hochdruckstrahl zu treffen.

Kapitel 3 – Seite 55
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Kontrollen des Krans

Kapitel 3 – Seite 56
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Überprüfung

Ein Kran muss alle 6 Monate durch einen Fachmann und alle vier
Jahre durch einen vom Hersteller anerkannten Inspektor überprüft
werden. (ISO 9927-1).

Im Rahmen dieser Inspektion muss die theoretische


Betriebsdauer der Hubwinden bestimmt werden (Siehe 1.0).

Bei der Kontrolle des Krans handelt es sich hauptsächlich um eine


Sichtkontrolle, die es dem Sachverständigen erlaubt, sich ein Urteil
über den Zustand des Krans und seiner Bestandteile
(Beschädigungen, Rost, usw.) zu machen. Die
Sicherheitsvorrichtungen und die Bremsen werden einer
Funktionskontrolle unterworfen, die nur von Spezialisten
vorgenommen werden kann, die die notwendige Erfahrung aufweisen,
um den Zustand der Bremsen und der Untersetzungsgetriebe
einzuschätzen.

Alle in diesem Kapitel im Abschnitt « Kontrolle der Schweißnähte »


aufgeführten Trag- und Stützelemente müssen einer kompletten
Kontrolle der Schweißnähte unterzogen werden.

Alle Beschädigungen, die bei dieser Inspektion festgestellt werden,


erlauben das Vermeiden von Unfällen. Die Defekte müssen genau
beschrieben, behoben und einer erneuten Kontrolle unterzogen
werden.

Die jährliche Kontrolle muss von einem detaillierten Kontrollbericht


begleitet werden, der die getroffenen Maßnahmen, die ausgeführten
Arbeiten und den Namen der damit betrauten Firma angibt.
Dieser Bericht muss dem Wartungsheft der Maschine hinzugefügt
werden.

Kapitel 3 – Seite 57
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Kontrolle der Hubwinden

Bei der jährlichen Inspektion muss die theoretische Nutzungsdauer


der Hubwinden bestimmt werden. Falls notwendig muss der
Fahrzeughalter einen Sachverständigen damit beauftragen.

Diese Vorschrift ist in verschiedenen Ländern im Rahmen der


Unfallverhütungsmaßnahmen zwingend. In Ländern, in denen
diese Vorschriften nicht zwingend sind, empfiehlt TEREX, sie
dennoch einzuhalten.

1.0 / Berechnung der theoretischen Restbetriebsdauer

Die Hubwinden eines Krans werden entsprechend der Norm ISO


4301/1, FEM 1001 wie folgt eingestuft:

ISO / FEM
Verwendungsklasse T5
Spektrenklasse L2
Mechanismusgruppe M5

Spektrenfaktor Km: 0.15


Theoretische Betriebsdauer D 5000 Std.

Die theoretische Betriebsdauer darf nicht mit der effektiven


Betriebsdauer der Hubwinde verglichen werden.
Falls der Kran nicht bestimmungsgemäß benutzt wird, muss der
Fahrzeughalter eigene Berechnungen vornehmen.

Kapitel 3 – Seite 58
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Verschiedene externe Faktoren können die effektive Betriebsdauer


der Hubwinde beeinflussen:

• Nicht konforme Verwendung (Überlastung).

• Unzulängliche Wartung oder gar keine. Die Fristen der


Ölwechsel werden nicht eingehalten, Verwendung eines
falschen Öls, fehlerhafte Ölmengen, schmutziges Öl.

• Fehler während der Handhabung: extreme Beschleunigung,


Absturz der Last, die vom Hubseil aufgefangen wird

• Fehler bei der Wiedermontage nach einer Reparatur oder


Wartung.

• Nicht entdeckte Leckstellen.

• Falsche Einstellung der Sicherheitssysteme.

• Unerkannte Defekte nach Unfällen.

• Umweltbedingungen: Hohe Temperaturen oder sehr niedrige,


aggressive Atmosphäre (Staub und Schmutz).

1.1 / Verschleißrate der theoretischen Betriebsdauer der


Hubwinden

Die Bestimmung der Verschleißrate der theoretischen Betriebsdauer


berücksichtigt die tatsächlichen Betriebsbedingungen
(Spektrenklasse) und die Betriebsstunden der Hubwinde zwischen
den Inspektionen. Der Benutzer des Krans ist verantwortlich für die
Beschreibung in den Kranunterlagen.

Kapitel 3 – Seite 59
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

1.2 / Bestimmung der Betriebsbedingungen

(Spektrenklasse)

Die Spektrenklasse ist in Gruppen unterteilt (ISO 4301/1, FEM 1001).


Unter Kenntnis der tatsächlichen Betriebsbedingungen eines der
nachstehend aufgeführten Bauteile der Spektrenklasse auswählen
und die Betriebsbedingungen für den entsprechenden
Inspektionszeitraum im Kranheft eintragen.
In der Regel ist die Spektrenklasse für einen Autokran je nach
Montage L2 mit einem Koeffizient von Km = 0,15.

1.3 / Bestimmung der effektiven Betriebsstunden (T)

Die bestimmten effektiven Betriebsstunden müssen im Kranheft im


entsprechenden Inspektionszeitraum eingetragen werden. Der Anteil
der Hubwindenstunden im Verhältnis zur gesamten Betriebsdauer
muss geschätzt werden.

1.3.1 / Stundenzähler für die gesamte Betriebsdauer


(Straßenfahrten und Kranarbeit)

Die normale Betriebsdauer des Schwenkwerks beträgt 60 % der


gesamten Betriebsdauer. Die normale Betriebsdauer der Hubwinde
beträgt 20% in Bezug auf die Betriebsdauer des Schwenkwerks, d. h.
12% in Bezug auf die gesamte Betriebsdauer.
Die Betriebsrate von 20% wird als Richtwert für einen normalen
Betrieb angegeben, kann jedoch bei bis zu 30%, 40% oder je
Anwendungsbedingungen noch höher liegen.

1.3.2 / Stundenzähler für Schwenkwerk (Oberwagen mit


Verbrennungsmotor)

Die normale Betriebsdauer beträgt in Bezug auf den Betrieb des


Schwenkwerks 20%.
Die Betriebsrate von 20% wird als Richtwert für einen normalen
Betrieb angegeben, kann jedoch bei bis zu 30%, 40% oder je
Anwendungsbedingungen noch höher liegen.

Kapitel 3 – Seite 60
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Spektren- Anteil an der Spektren-


Definition Grafische Darstellung
klasse Betriebsdauer faktor
10% der Laufzeit in
Mechanismus oder Teile des Maximalbelastung.
Mechanismus nur selten (Eigengewicht + 1/1
Leicht extremen Kräften Nutzlast)40% der Laufzeit
Km=0.125
L1 ausgesetzt, hingegen mit Eigengewicht + 1/3
regelmäßig einer sehr Nutzlast.
leichten Beanspruchung. 50% der Laufzeit nur mit
Eigengewicht.
1/6 der Laufzeit in
Mechanismus oder Teile des Maximalbelastung.
Mechanismus oftmals (Eigengewicht + 1/1
Mittel extremen Kräften Nutzlast)1/6 der Laufzeit
Km=0.25
L2 ausgesetzt, hingegen mit Eigengewicht + 2/3
regelmäßig einer sehr Nutzlast.
leichten Beanspruchung. 50% der Laufzeit nur mit
Eigengewicht.

Mechanismus oder Teile des 50% der Laufzeit in


Mechanismus sehr oft Maximalbelastung.
Stark extremen Kräften (Eigengewicht + 1/1
Km=0.5
L3 ausgesetzt, hingegen Nutzlast)
regelmäßig einer mittleren 50% der Laufzeit nur mit
Beanspruchung. Eigengewicht.

90% der Laufzeit in


Mechanismus oder Teile des
Maximalbelastung.
Sehr stark Mechanismus regelmäßig
(Eigengewicht + 1/1 Km=1
L4 extremer Beanspruchung
Nutzlast)10% der Laufzeit
ausgesetzt
nur mit Eigengewicht.

Kapitel 3 – Seite 61
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

1.4 / Bestimmung der Verschleißrate der theoretischen


Betriebsdauer der Hubwinden

Für die Intervalle zwischen den Inspektionen “i" (höchstens ein Jahr
gemäß ISO 9927-1 oder VGB8), wird die Verschleißrate der
theoretischen Betriebsdauer der Hubwinden “Si" nach folgender
Formel kalkuliert:

Si = Kmi / Km x Ti

Si = Verschleißanteil der theoretischen Betriebsdauer

Kmi = Spektrenfaktor im Inspektionsintervall « i » entsprechend


Punkt 1.2.

Km = Spektrenfaktor, auf dem die Berechnung der Hubwinden


beruht.

Ti = effektive Betriebsstunden im Inspektionsintervall «i»


entsprechend Punkt 1.3.

Diese Betriebsrate "Si" wird von der theoretischen Restbetriebszeit

"Di" abgezogen.

- Falls die theoretische Restbetriebszeit für die folgende


Betriebsperiode zu kurz ist, müssen die Hubwinden einer
Generalinspektion unterzogen werden

- Falls die theoretische Restbetriebszeit "D" erreicht ist, müssen die


Hubwinden einer Generalinspektion unterzogen werden, bevor sie
wieder eingesetzt werden.

Kapitel 3 – Seite 62
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

In allen Fällen muss eine Generalinspektion der Hubwinden


spätestens nach 10 Jahren nach der ersten Inbetriebsetzung des
Krans vorgenommen werden.

Eine Generalinspektion wird vom Fahrzeughalter in Auftrag


gegeben und vom Hersteller durchgeführt (oder einer anderen
Person, die vom Hersteller bevollmächtigt ist). Sie muss in den
Wartungsunterlagen des Krans eingetragen werden.

Nach einer Generalüberholung wird die neue theoretische


Betriebsdauer “D” vom Hersteller oder dessen bevollmächtigten
Personen definiert.

Der maximale Zeitraum bis zur nächsten Revision darf höchstens


10 Jahre sein.

Kapitel 3 – Seite 63
Tabelle für die Bestimmung der theoretischen Restbetriebsdauer der Hubwinde Nr…..

Krantyp Si = Betriebsanteil der theoretischen Betriebsdauer seit der letzten Inspektion


Herstellungsnummer:
Erste Inbetriebnahme: Di = Theoretische Testbetriebsdauer.

Seriennr.des Hubwerks entsprechend

dem Typenschild: Di-1 = Theoretische Restbetriebsdauer seit der letzten Inspektion.

Letzte Generalrevision:

Technische Eigenschaften des Hubwerks: Km = Spektrenfaktor, der bei der Berechnung des Hubwerks bestimmt wurde. (0,15 )
Betriebs- und Wartungsanleitung

Gruppe des Mechanismus: M……..

Spektrenklasse: L Kmi = Spektrenfaktor, im Inspektionsintervall i.


Spektrenfaktor: ……….
Theoretische Betriebsdauer: ………. Ti = effektive Betriebsdauer im Inspektionsintervall i.

Inspektions Datum der Betriebsbedi Spektrenfakt Betriebsdau Betriebsdauer Betriebsdaue Betrie Betriebsdaue Betriebsrate Restbetriebs Name des Unterschrift Anmerkungen
nr ersten ngungen seit or er des des r des bsdau r des der dauer Inspektors
Inbetriebnahme der letzten gesamten schwenkbaren schwenkbare er des Hubwerks theoretische
/ Inspektions Inspektion Krans Teils n Teils seit Hubw seit der n Dauer Di
datum (Lastenklass der letzten erks letzten
e) Inspektion Inspektion Kmi
i Si = ------XTi Di=Di-1-Si
Ti Km

Kapitel 3 – Seite 64
Kmi [h] [h] [h] [h] [h] [h] [h]
0 03/09/91 L2 0.15 0 0 5000

1 12/06/92 L1 0.125 800 800 160 135 4865 Dupont

2 02/07/93 L3 0.5 2000 1200 480 1600 3265 Dupont

3 21/07/94 L2 0.25 3000 1000 300 500 2765 Dupont


Sicherheit

ACHTUNG : Eine Generalrevision des Hubwerks muß mindestens alle 10 Jahre ergolgen. Datum der letzten Revision
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

1.5 / Inspektion

Die benötigten Diagramme und Tabellen sind im Wartungsheft des


Krans enthalten.

Die theoretische Restbetriebsdauer jeder Hubwinde muss in diesen


Tabellen eingetragen werden. Leere Tabellen befinden sich im
Wartungsheft und können bei Bedarf kopiert werden.

Anwendungsbeispiel:
1. Inspektion (1. Jahr)

Im vergangenen Jahr wurde der Kran für Montagearbeiten verwendet:


Spektrenklasse L1, d.h. Km1 = 0.125
Der Stundenzähler des Oberwagens zeigt 800 h an, wovon die
Betriebsrate der Hubwinde etwa 20% beträgt, d.h. T1 = 160 h.

Die Verschleißrate S1 der theoretischen Betriebsdauer beträgt daher


für die erste Inspektion:
S1 = Km1 / Km x T1 = 0.125 / 0.15 x 160 h = 135 h

Die theoretische Restbetriebszeit D1 nach dem ersten Jahr ist:


D1 = D – S1 = 5000 h = 5000 h – 135 h = 4865 h

Kapitel 3 – Seite 65
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Anwendungsbeispiel:
2. Inspektion (2. Jahr)

Im vergangenen Jahr wurde der Kran für Entladearbeiten im Hafen


verwendet:
Spektrenklasse L3, d.h. Km2 = 0.5
Der Stundenzähler des Oberwagens zeigt 2000 h an, d.h. dass
während dieses Zeitraums: 2000h - 800 h = 1200 h die Betriebsrate
der Hubwinde etwa 40% beträgt, d.h. T2 = 480 h.

Die Verschleißrate S2 der theoretischen Betriebsdauer beträgt daher


für die zweite Inspektion:
S2 = 0.5 /0.15 x 480 h = 1600 h

Die theoretische Restbetriebszeit D2 nach dem zweiten Jahr ist:

D2 = 4865 h – 1600 h = 3265 h

Kapitel 3 – Seite 66
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Verwendungsbeispiel:
3. Inspektion (3. Jahr)

Im vergangenen Jahr wurde der Kran gelegentlich für


Entladungsarbeiten im Hafen verwendet:
Spektrenklasse L2, d.h. Km3 = 0.25
Der Stundenzähler des Oberwagens zeigt 3000 h an, d.h. dass
während dieses Zeitraums: 3000h - 2000 h = 1000 h die Betriebsrate
der Hubwinde etwa 30% beträgt, d.h. T3 = 300 h.

Die Verschleißrate S3 der theoretischen Betriebsdauer beträgt daher


für die dritte Inspektion:
S3 = 0.25 / 0.15 x 300 h =500 h

Die theoretische Restbetriebszeit D3 nach dem dritten Jahr ist:

D3 = D2 – S3 = 3265 h – 500 h = 2765 h

Es muss festgestellt werden, ob die Restbetriebsdauer ausreichend


ist, um die nächste Inspektion zu erreichen. Ist das nicht der Fall,
muss die Hubwinde einer Generalrevision unterzogen werden.

Kapitel 3 – Seite 67
Tabelle für die Bestimmung der theoretischen Restbetriebsdauer der Hubwinde Nr…..

Krantyp Si = Betriebsanteil der theoretischen Betriebsdauer seit der letzten Inspektion


Herstellungsnummer:
Erste Inbetriebnahme: Di = Theoretische Testbetriebsdauer.

Seriennr.des Hubwerks entsprechend

dem Typenschild: Di-1 = Theoretische Restbetriebsdauer seit der letzten Inspektion.

Letzte Generalrevision:

Technische Eigenschaften des Hubwerks: Km = Spektrenfaktor, der bei der Berechnung des Hubwerks bestimmt wurde.
Betriebs- und Wartungsanleitung

Gruppe des Mechanismus: M……..

Spektrenklasse: L Kmi = Spektrenfaktor, im Inspektionsintervall i.


Spektrenfaktor: ……….
Theoretische Betriebsdauer: ………. Ti = effektive Betriebsdauer im Inspektionsintervall i.

Inspektions Datum der Betriebsbedi Spektrenfakt Betriebsdau Betriebsdauer Betriebsdaue Betrie Betriebsdaue Betriebsrate Restbetriebs Name des Unterschrift Anmerkungen
nr ersten ngungen seit or er des des r des bsdau r des der dauer Inspektors
Inbetriebnahme der letzten gesamten schwenkbaren schwenkbare er des Hubwerks theoretischer
/ Inspektions Inspektion Krans Teils n Teils seit Hubw seit der Dauer Di
datum (Lastenklass der letzten erks letzten
e) Inspektion Inspektion Kmi
i Si = ------XTi Di=Di-1-Si
Ti Km

Kapitel 3 – Seite 68
Kmi [h] [h] [h] [h] [h] [h] [h]
Sicherheit

ACHTUNG : Eine Generalrevision der Hubwinde muss mindestens alle 10 Jahre erfolgen. Datum der letzten Revision
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Rückspiegel, Frontspiegel:

Sicherstellen, dass Rück- und Frontspiegel richtig installiert und


eingestellt sind.

a / Hauptrückspiegel Fahrerseite
b / Weitwinkelrückspiegel Fahrerseite
c / Frontspiegel
d / Rückspiegel für Heranfahren
e / Hauptrückspiegel Beifahrerseite
f / Weitwinkelrückspiegel Beifahrerseite

a
e

b
f

Notausgang

Der Notausgang erfolgt über die aufklappbare Windschutzscheibe der


Oberwagenkabine.

Kapitel 3 – Seite 69
Sicherheit
Betriebs- und Wartungsanleitung

Kontrolle der Schweißnähte

An allen auf folgenden Abbildungen durch einen Pfeil


gekennzeichneten Punkten ist eine Sichtkontrolle durchzuführen, um
jeglichen Riss bzw. jegliche Rissentstehung, zu der es eventuell durch
eine unsachgemäße Durchführung bzw. durch eine falsche, nicht
unseren Empfehlungen entsprechende Anwendung gekommen ist,
frühzeitig zu erkennen.

Jegliche Anomalie muss von qualifizierten und von TEREX


anerkannten Technikern vor der erneuten Anwendung der Maschine
repariert werden.

Häufigkeit: Im Laufe der Kontrollen muss eine Aufzeichnung der


Kontrollen und eventuellen Reparaturen erstellt und als Nachweis
über den Zustand des Krans aufbewahrt werden.

Es wird empfohlen, die Art von Kontrolle 500 Stunden nach der
Inbetriebnahme sowie anschließend alle 2000 Betriebsstunden
durchzuführen. Bei intensiver Nutzung müssen die Kontrollen häufiger
erfolgen (z. B. alle 500 Stunden bei Anwendung von Betonkübeln).
Außerdem muss eine Kontrolle durchgeführt werden, wenn es zu
einem anomalen und ungewöhnlichen Geräusch bei einer Hubarbeit
kommt.

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