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HAUPTSÄTZE

Was ist ein Satz?

Ein Satz braucht mindestens ein Subjekt (blau - Nominativ) und ein Verb (rot).

Beispiele für einen Satz:

Matthias wartet.

Der Mann schläft.

Sie kauft ein.

Hauptsatz: Verb auf der Position 2

Ein Satz ist ein Hauptsatz, wenn das konjugierte Verb auf der Position 2 steht. Ein
Hauptsatz ist ein grammatikalisch vollständiger Satz, der auch alleine stehen kann. Er
besteht meistens aus Subjekt, Prädikat ( = Verb als Ganzes) und Objekt

Beispiele für einen Hauptsatz:

Franziska spielt im Garten.

Horst raucht eine Zigarette.

Kommt Johannes morgen zu deiner Geburtstagsparty?

Bei Verben, die mehrere Teile haben, MUSS der KONJUGIERTE TEIL auf der Position
2 stehen. Der andere, NICHT KONJUGIERTE Teil, steht am Ende des Satzes.

Beispiele:

Janine kommt um 13 Uhr zu Hause an.

Ferdinand ist gestern mit dem Zug nach Hannover gefahren.

Ihr könnt schon sehr gut Deutsch sprechen .

Im ersten Satz haben wir ein trennbares Verb. Der konjugierte Teil „kommt„ steht auf der
Position 2, das Präfix „an„ steht am Ende des Satzes.
Im zweiten Satz finden wir das Perfekt, eine Zeit aus zwei Teilen. Diese Zeit nennt man auch
zusammengesetzte Zeit. Der konjugierte Teil „hat„ steht auf der Position 2, das Partizip
II „gefahren„ steht am Ende des Satzes.

Im dritten Satz sehen wir ein das konjugierte Modalverb „können“ (=> „könnt„) auf der
zweiten Position. Das Modalverb braucht ein Verb im Infinitiv. Das Verb im
Infinitiv „sprechen„ steht am Ende des Satzes.

Wortstellung im Hauptsatz

Meistens finden wir die folgende Wortsellung:

Subjekt Konjugiertes Indirektes Objekt Direktes Objekt


(Nominativergä Verb (Dativergänzung) (Akkusativergänz
nzug) ung)

Ich schicke meinem Bruder einen Bfief

Maria hat ---- einen Hund

Sebastian hilft seiner Frau ----

Übung

Unterstreiche im folgenden Text die Hauptsätze blau und konjugierte Verben rot

Sternthaler

Es war einmal ein kleines Mädchen, dem Vater und Mutter gestorben war, und es war so arm, dass es
kein Kämmerchen mehr hatte, um darin zu wohnen, kein Bettchen mehr um darin zu schlafen und endlich
gar nichts mehr als die Kleider auf dem Leib und ein Stückchen Brot in der Hand, das ihm ein mitleidiges
Herz geschenkt hatte. Es war aber gut und fromm. Und weil es so von aller Welt verlassen war, ging es
im Vertrauen auf den lieben Gott hinaus ins Feld. Da begegnete ihm ein armer Mann, der sprach: „Ach,
gib mir etwas zu essen, ich bin so hungrig.“ Es reichte ihm das ganze Stückchen Brot und sagte: „Gott
segne dir`s!“, und ging weiter. Da kam ein Kind das jammerte und sprach: „Es friert mich so an meinem
Kopfe, schenk mir etwas, womit ich ihn bedecken kann.“ Da tat es seine Mütze ab und gab sie ihm. Und
als es noch eine Weile gegangen war, kam wieder ein Kind und hatte kein Leibchen an und fror. Da gab
es ihm seins. Und noch weiter, da bat eins um ein Röcklein, das gab es auch von sich hin. Endlich gelangte
es in einen Wald, und es war schon dunkel geworden, da kam noch eins und bat um ein Hemdlein, und
das fromme Mädchen dachte: „Es ist dunkle Nacht, da sieht dich niemand. Du kannst wohl dein Hemd
weg geben.“, und zog das Hemd ab und gab es auch noch hin. Und wie es so stand und gar nichts mehr
hatte, fielen auf einmal die Sterne vom Himmel, und waren lauter harte blanke Thaler. Und ob es gleich
sein Hemdlein weg gegeben, so hatte es ein neues an und das war vom allerfeinsten Linnen. Da sammelte
es sich die Thaler hinein und war reich für sein Lebtag.