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Rund ums

ennrad

Rahmen und Komponenter, Pflege und Wartung

Hans-Ghristian

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Dritte,
überarbeitete
Auflage
Die Deutsche Bibliothek - ClP-Einheitsaufu ahme

Srnolik, Eans-Ghristian:
Rr:nd urns Rennrad: Rahmen und Komponenten;
Pflege und Warhmg / Hans-Christian Smolik -
3. überarbeitete Aufl. -
München; Wien; ZüLrich BLV' 1996
ISBN 3-40s-14988-6

Bildnachweis:
Alle Fotos von Hans-Christian Smolik außer:
EddyKahlich Seite 27 u., 80, 81, 96, 97, 106
Carisor Reinhard Seite 8, 14, 15, 41, I l0/1 I 1

Foto Stark Seite 7

Urnschlaqfotos: Ka}Iich (3), Smolik (3)

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...

BLV Verlags gesellschaft rnlcH


Mtmchen Wien Ziirich
8079? Miinchen

@ BlVVerlagsgeselschaff mbH, München 1996


Das Werk einschließlich aler seiner Teile ist urheber-
rechflich geschützt. Jede Verwernurg außerhalb der
engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne
Zustimmung aes Verlags unzulässig rurd strafcar' Das
gilt insbesondere fir Vervielftihi$mgen, tlbersetzungen'
Mlroverfihrurgen und die Einspeicherung wtd
Verarbeih:ng in elektronischen Systemen'
Satz : Typodata, München
Coriputergra-fiken:rPolytext GmbH, Milnchen
Druck rurd Bindrmg: Passavia, Passau
Printed in Germany ISBN 3-405-14988-6
Hinstelien der Sattethöhe
. _
I
richtigen Position Abstand SatteI-Tretlager
t0 Sattelneigung
IU Abstand Sattel-IJenker
1n Lenkerhöhe
IU Neigung des Lenkers
1t Maßkarte oder Maß-
schablone

Das Kernstück
des Rades:
der Rahmen

l3 Rahrnenseometrie 25 n-^
,d- Eri-^-
I uvqll
i^-
uvl
D^L-^
I\ulL ü
1J 1\acnlaul 25 l,öten heute
16 F-adstand
l7 Tfirm:nf-R:hman 25 Nacharbeiten
I Y KalllTlenllaTiern 26 7,-^---^-t^^^,,--
- uöd1I ulIYlltd-ö uly
26 L4CKpileQ€
?I Rahmenrohre 29 Vel;zogener Rahmen und
22 ,^--x^",
vGf !uf D-L.-^-
r-a\dr 1rr rglr ,lndara I tnti iltAtdan
24 Endverstärkte Rohre 30 >Knautsch<-Zonen.
24 Besondere Rohrfcrmen
r- -1- 1l:.:
--
' -, '-:-i."- l,
.;l:.-:;;i

Was den
Rahmen zum
Rennrad macht

34 Sattel 51 Einspeichen 78 Pflege und Wartung h


54 Spelchenbogen ::4
36 Sattelstütze 55 >sonnenräder< ?9 Ritzel und Zahnkraru
&
3? Vorbau 55 Aerodynamische Tricks
82 Reifen s.
55 Nippel 83 Schlauchrerfen
39 Lenker 55 Scheibenrader
40 Triathlon-Lenker BS Drahtreifen
4U LenKerDano. 86 Leichtlauf der Reilen
57 fretlager BZ Pannenschulz
44 Naben
44 Nabendrchtung
6l Pedale RR T)as Ahlacem
64 Pedalrevolution öv Keuenprou
45 Moderne Dichtungen
45 Naben mit Industrie- 91 Bremsen
66 Steuersatz I' Pf aca rrrl \Ä/arlr rnrr 6191
Kugellager
46 Extrem beiastele Naben 68 Kette Bremsen
69 Die Kette a-ls Schalthrlfe 96 Dosierbarkeii von Bremsen
46 Felgen AO lCal-fann{lono OA R.nrrrdanzrrn
48 A]u - harl oder werch? 9l bowdenzuopueqe
4ö öesonoere -Fetqen ?4 Schaltung 98 BremszucrriärleJurq rm Lenker
49 Speichen 75 Probleme mit Schaltr-Lngen 99 Tips undirlcks

Nützliches und 102 Fahrrad-Computer


il
il
I
I
104 Licht
wichtiges Zubehör 105 Dyramo
105 Scheinwerfer
106 Rückticht
10? Lichtkabe]

109 Werkzeug

ll4 Defekte-ABC

120 Register
Vorwort
>Radsport ist inl< Nicht erst durch
den MTB-Boom der letztenJahre ist
der Radsport als Freizeitbeschäfti_
gung etne der Sportarten mit den
größten Zuwachsraten
Mit dem größeren Interesse am
Radfahren und der Weiterentwick_
lung des Fahrrades zum Hlqh_Tech_
Sportgerät wächst auch das Interes_
se am Aufbau eines Rennrades r-rnd
seiner Technik. Viele Radfahrer ]as_
sen ihre Maschine beim Fachhändler
warten, doch schon das Erkennen
der nötigen >lnspektion< bedingt
em spezielles Grundwjssen.
Aber auch der Radsport_lnsider
benötigrt immer neue Tips zur War_
tung und Pflege seines Sportgerätes,
Mit dem ller vorliegenOän Bictr ist
eine urnfassende Behandlung des
Renrirades gelungen, Der Anfanqer
frrdet hier genauso die Antworten
aufseine Fragen, wie der erfahrene
Mecharriker Tips flir: die Lösung sei_
ner Probleme. Sicherlich werdän die
bis ins kleinste Detail durchdachten
Ausarbeitungen einige Leser über_
fordern, doch karrn jeder die Infor_
matron entnehmen, die er zum Ver_
ständais des komplizierten Sport_
it,
att:a.
:?4...
w gerätes >Rennrad< benötigrt,
Nach über 25jähriger Aktivität a_1s
Radrennfahrer habe sogar ich noch
{9, so maachen Tip bei der Lektirre des
Manuslciptes dieses Buches qefirn-
br denl

16o*?or'ffiu

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4.-
Einleitung
Schon von jeher nimmt der technt- ten eine Selbstverständlichkeit sein, Darstellung der Technik ist auf dem
sche Zustand eines Sportgerätes Nahirlich wurde im Zuge dieser Fort- aktuellen Stand. Das Ziel des Autors
einen hohen Stellenwert ln der Be- schritle auch dafür gesorgl, daß eine, ist es, die Beziehung zwischen Rad
wailtigung der sportartspezifischen sagen wir mal, anspruchslosere, und Radler zu vertiefen. Das macht
Anforderungen und damit fur den Er- ernfachere Wartung möglich is1, den Pedalisten unabhängiger, hilft
folg ein. Das verhält sich beim Rerm- Doch mag sie auch auf ein Minimum ihm, bei kwrftigen Touren eventuell
rad keineswegs anders Lrnd läßt sich reduzierl worden sein, sie ist und auftretende kleinere technische Pro-
auch angesichts errer durch Sport- bletlcl der Garant für eine zuverlässr- bleme ohne fremdes ZulsnzubewäI-
lerkraft erbrachten Geschwindiqkeit ge Betriebssicherheit des Stahlros- tigen,
von rmmerhrn 30 bis 40 l<rnlh sicher- ses, Ein gewisses techrusches Ver- Keinesfalls sollte es jedoch zu einer
lich leicht nachvollziehen. Soich >ra- stäindnis muß allerdlngs voraus- \/erqchlonhtorr rna r]oc tailrrraico d r

sante Leistungen< machen eur ein- gesetzt oder erworben werden, will ten Verhältmsses zwischen Radler
wandfreies Funktiomeren des ge- man allein die Funktionsweisen er- und Radhändler führen, Wer außer
samten Systems und aller Einzelteile kennen bzw, in der Lage sein, selbst ihm ist schon imstande, exotische Er-
wie z. B. von Bremsen und Laufrä- Hand anzulegen. satztei-le (fruher oder später Wr-rnsch
dem schon der Srcherhert weqen un- Ebenso wie ein verantwortr-ragsbe- der meisten Rennradbesitzer) zu be-
abdingbar, wußter Rerter sein Plerd hegt und schaffen? Oder wer verflrgt über teu-
Hinzu kommt, daß in den letzten pflegt und damit umzugehen weiß, res Spezialwerkzeug, welches sich
zehnJahren die Entwicklung der ver- sollte auch ein Radler seinem Stahl- auch fur einen mit einem sehr gut
schledensten Rennrad-l(omponenten roß dre notwendige Pflege angedei- ausgestatteten Werkzeugkoffer ver-
geradezu explosionsartig vorange- hen lassen, wöhnten Radler nicht lohnt? Ein en-
trieben wrrrde, Im besonderen sind Dieses Buch wrll mit großzügiger Be- ger Häindlerkontakt macht sich also
davon die erleichterle Bedrenbar- bilderung uld >rezeptähnlichen< An- in der Regel bezah-lt,
keit des SportgeräLes, dre erhöhre leilungen sowoh.l dem versierten Trägt dieses Buch noch dazu bei, die
Sicherheit sowie deren optimiefie Renn-Freak wie auch dem hand- spracNiche Verständigung zwischen
Furktion der entscheidenden Errzel- werklich unter Umständen etlvas un- Radler r.rnd Händler zu erlelchtern,
teile betroffen, Ei:re SlS-Schaltung lst bedarften Rennrad-l(ollegen mit Tips das heißt eventuelle Wissenslücken
inzwischen Standard geworden, und und Tricks und ein wenig Theorie zu schließen, hat es seinen Sinn und
federleicht zu betätigende, aber den- (teil weise interessanten Hintergrund- Zweck in den Augen des Autors voll
noch extrem >bissige< Bremsen soll- informationen) zur Seite stehen, Die erfüllt,

Profimechaniker des Weinmann-Teams beim Einsatz während der Tour de France


Einstellen der richtigen Position
Die Basis flir beschwerdefreies Pe- Sattelhöhe jedem Tritt im Becken lcppen. Der
dalieren und ökonomischen Kraftein- Sattel wandert bis zu 3 cm nach
satz liegt in der Einstellung der richti- Standard: Auf dem Sattel sitzend soll oben.
gen Sitzposition - entsprechend den die Ferse des ausgestreckten Beines C Fahrer mit hohen Trittfrequenzen,
urdividuellen Körpermaßen sowie das am tiefsten Plurkt stehende Peda] Sie setzen den Sattel bis zu I cm
den Tretgewohnheiten, Gewissen- leicht berühren, Das Becken darfda- tlefer.
haie Verkäufer geben sich mitunter bei nicht seitlich abkippen, Deshalb O Fahrer, die ihre Ferse r:nter das
jede erdenkJiche Mrihe uad helfen muß man bei dieser Haken-Tast- Pedal:riveau absenken. Auch bei
beimJustieren von Sattel und Lenker, Aktion gerade auf dem Rad sitzen. diesen steht der Sattel entspre-
lm Gruade g:enommen kommt es nur Aber nicht fiir jeden g-ill diese Stan- chend tiefer.
darauf an, fliLr jeden Radfahrer den dardeinstellr:n g. Abweichungen sind
Kompromiß von ökonomisch-aero- aulgrund von lndividuellen Eigenhei-
dynamischer und bequemer Haltung ten u. U. notwendig, Dazu gehören
au-f demVelo zu finden, Es wäre beispielsweise folgende >Fa}rer-
Abstand
schön, wenn das so einfach wäre, typen(: Sattel-Tretlager
vne es kJingt. Doch dazu sind wir C Fahrer mit sehr viel Kraff in der
Menschen in Haltung, Gewohaheiten, Beinmuskulatur oder Spezialisten Standard:Das von der Sattelspitze
Koordinationsvermögen usw. zu fur Zeitfahren. Sie treten mit enor- gefäillte Lot soll bei einem S5er-Rah-
unterschiedlich. men ltafteinsatz hohe Gänge. Ihr men ca, 5, bei erlem 60er- in etwa
Deshalb ein Tip.'Von der Standard- Sattel steht ca. 0,5 bis I cm höher. 7 cm hinter der Tretlagermrtte sein.
einstellung aus gehend solange Dadurch kommt etwas mehr Abweichungen davon sind unter fol-
ändern, bis man sich wohlfrihlt. Die Druck auf das Pedal. genden Umständen mö glich:
endqLlJtige Position muß nrn einmal O Radler, die >Spitze< fafuen, d. h. C Radler mit langen Oberschenkel::r
selbst erfahren uad teilweise >erlif die Fußspitze während des ge- sitzen weiter hinten.
ien< werden. samten Tretvorgangs gesenkt 1 F*:nn+
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Entscheidend fr-ir eine effektive Über- halten, und unter Umständen bei Sattelspitze hockend, sollte der
aaqmg der Beir:lsaft auf's Pedal ist Sattel weiter vorgestellt werden.
lie Sattelstellung, Sie ist bestimmt Links: Richtige Sattelhöhe für den
Normalfall.
O Sitzt maa hingegen stets hinten auf
jurch die Sattelhöhe, di.e Lage des der Sattellehne (-kante), den Sattel
Mitte: Radler fährt >Spitze<, deshalb
Sattels im Verheilbris zum Tretlager, grö ßere S atte Ihö he notwe ndig. weiter zurücksetzen,
-e SatteJneigung und indirekt durch Rechts: Radler mit abgesenkter Ferse, Diese Methode zur Bestimmr.rng
ien Abstand des Sattels zum Lenker, dadurch >spark< er Sattelhöhe. der Sattelstellrlng erwies sich a_1s
Einstellen der richtigen Position
die beste, wenn auch die nachfol- ebenen Untergrund stehen. Und: Abstand
gende exakter erscheinen mag. beim >Geierschnabel-Sattek< Vor-
O Auf den Sattelsetzen, die Kurbel sicht walten lassen. Bei ihm ist die Sattel-Lenker
horizontal nach vome stellen, Hinterkalte als >Lehae< hochgezo-
Renrischuh ins Pedal. Jetzt soll ein gen - deshalb hier ausnahmsweise Standard: Die Finger der ausge-
von der K:riespitze gefäl1tes Lot die Wasserwaage auf den geraden streckten Hand berühren krapp den
dwch die Pedalachse laufen. Teil auflegen. Lenker, wenn der Ellbogen an der
Leider wird das Ergebnis von vielen Eine Abweichungvon der Standard- Sattelspitze anliegt.
Größen beeinflußt. Zum Beispiel von Stellung kam fiir Fahrer zwecknäßig Abweichend davon kann ftiLr Hobby-
der Stellung des Schuhes im Pedal, sein, die ihre Htinde vorzugsweise in radler der Abstand bis zu 2 cmkir-
von der Schuh- und Pedalhöhe, der der Unterlenkerbeuge abstützen. Sie zer sein, weil's den Rücken schont.
Neigmg des Fußes sowie des mo- neigen die Sattelspitze geringniqg Zeitfahrer dagegen vergnößern den
mentanen Sitzes au-fdem Sattel nach r.rnten; dam ist sie vome im Abstand um 3 bis 6 cm, um sich tie-
(eventuell Becken gekippt). Nicht sel- Schritt weniger störend. Bei hohen fer ducken zu können,
ten muß man daher bei fi.1nf Mes- Trittfrequenzen rutschen sie zudem Weil die Sattelposition durch den
sungen mit fi:n-f verschiedenen automatisch Richtulg Sattelspitze, Abstand zwischen Sattelspitzen-Lot
Ergebnissen rechnen, und bei Bergifahrten stlitzt die Sattel- und Tretlager festgelegt ist, kar:n die-
Im Zweifelsfall den Sattel lieber 1 cm lehne etvyas besser. Außerdem kar:rr ses Maß nr.rr durch einenVorbau-
zurückstellen als einen halben zu das Becken weiter nach vome abkip- wechsel korrigiert werden, Vorbau-
weit nach vorne, Es Iäßt sich erwie- pen, dadurch haben die Oberschen- ten werden in den Längen 60 bis
senermaßen leichter schiebend nach kel mehr Spielraum zur Brust hin. 140mm angeboten.
vome treten als ziehend nach hinten, Man kann sich a-lso - frir Zeitfahrer in-
teressant - noch ein Str-ickchen tiefer
vor demWind auls Rad ducken. LenJcerhöhe
Sattelneigung Während die Satielstellung entschei-
dend fijr die Kraftr.ibertragn-mg ist, wtkt Standard: Lenkeroberkante und Sat-
Standard. Die Norm ist ein hundert- sich die Lenkerposition eher auf die tel stehen aulgleicher Höhe,
prozentig waagerecht stehender Sat- Bequemlichkeit aus. Denn llber diver- Abweichungen' Je sportlicher die
tel, was mittels einerWasserwaage se Armha-ltungen Iäßt sich so gut wie Galgart wird, desto tiefer justieren
ohne großes Zufisrt zu kontrollieren bei allen Remrädem eine optimale die Piloten ihre Lenker, Francesco
ist. Aber: das Rad muß au.f einem aerodrmamische Haltunq einnehmen. Mosers Steuerbüge} war sogar
10 cm unter der Sattellläche.
Etwas sollte noch bedacht werden:
ExaH, aber schwer zu messen: Das vom l(nie gefäLLte lat sollte (bei waagerecht Fahrer mit langem, tiefenVorbau
stehender Kurbel) die Pedalachse treffen. neigen dazu, mit gestrecktenArmen
zu fa}ren. Darunter leiden neben
dem Gefrihl zum Steuern die Gelen-
ke. Bei leicht angewinkelten Armen
hingegen federn sich selbst derbe
Schläge noch locker aus, Felgen,
Speichen, Hände und Gesäß darken
es bestimmt.

Neigung des
Lenkers
Standard: Die Lenkerenden verlau-
fen parallel zum ebenen Untergrund,
Abwe ic hend davon bevorzugen
Radler, die häuf,g den Lenker unten
greifen, leicht nach unten gesenkte
Lenkerenden, weil so alles griffiger
in der Hand liegt.

IO

{
Einstellen der richtigen Position
Maßkarte oder In einem solchen Fall kann die >Tr-ir-
rahmenmethode< heLfen;
Wem jetzt noch fein säuberlich der
Abstand Sattelspltze zum Lenker
Maßschablone Ein T-urrahmen findet sich tiberall. daleben vermerkt wird, ist nicht nur
Das Rad so anstellen, daß die Tret- die Position perfekt festgehalten, es
Wer die richtige Position gefunden lagennitte haarscharf mit der Ttir- kam obendrein jedes Rad blitz-
hat, sollte die Maße schriftlich fixie- rahmenkante fluchtet. Nun folgende schnell auf die entsprechenden
ren, damit er sich bei einer Neuaa- Maße sorgifailtig markieren: Maße eingestellt werden.
schaffirng, beim Zweit-Velo oder C Tretlagerhöhe, Anmerkung zw Tretlagerhöhe: Je
aber beim Leilrad die mühselige C Abstand Sattelspitze zu Ti:rrah- nachdem, ob das Fahrrad frir Zeif
Bestimmung der Maße sparen kanri. menkante, fahrten oder Kriterien konzipiert ist,
Trotzdem ist der AuJwand mit Maß- C Sattellinie (Höhe und Neigung) als beträgit der Abstand zum Boden 26
stab, Wasserwaage und Lot noch Kontur au-fzeichnen, bis 28 cm. Das muß bei der Sattel-
groß, bis alle Maße aufs neue Rad O Lenkerhöhe @ad zwückziehen, höhe berücksichtigt werden, Also:
übertragen sind. Und selbst dann ist bis der Lenker vor dem Rahmen bei 26 cm Tretlagerhöhe muß
nicht sicher, daß a.lles so wie beim steht) im Bereich der Satteilinie als gegenüber dem 28er-Abstand auch
a]ten ist. waagerechten Strich. der Sattel 2 cm tieferstehen,

Mit der Tiinahmen-Methode sind die Einstell-Maße des Velos am einfachsten zu archivieren: Im Bild links ist das Festhalten
der Sattelhöhe und -neigung zu sehen. Wenn Tretlagermitte genau an der Tiinahmenkante steht, kt oben der Abstand Sattel-
spitze-I?etlagermitte abzulesen. Im Bild rechts ßt die Lenkerhöhe angezeichnet. Wenn nun noch der Abstand l,enker-Sattelspitze
und die Tretlagerhöhe festgehalten ist, hat man alle wichtigen Maße parat.

I1
Einstellen der richtigen Position
Im Hi-Tech-Zeitalter bestimmt ausge-
ldügeltes Zubehör die Funktionalität
der Rennräder, Nach wre vor rst aber
der Rahmen flir das Fahrverhalten
verantwonlich, Von ihm hängrt es ab,
ob das Rad sporlliche Wendigkeit
bretet oder seinem >Reiter< erlen
sicheren Geradeauslauf gewäihrler-
stet. Doch welcher Rahmen fi-rr wen?
Vorrangig jst bei der Wa]il des Rah
mens der Wunsch, Besitzer erres
Rades zu sein, mit dem auch Profis
ihre Erfolge erstrampehr, Vater des
Gedankens. A-ber wie schon eine
Volksweisheit saqt: >Werm zwei das
alainha trrn i<i aq nnch lenna ninhi
dasselbe. < Die unterschiedlichen
Adorderungen an das Fahrverhalten
des Rennrades werden an den bei-
den typischen >lCassen< von Radlern
deutlich, Jeder mag selbst entscher-
den, welcher er sich zurechnen
würde, Der Rennfahrer legt seinen Körper- Der Rennfahrer: Er macht fast täglich
schwerpunkt eher in Richtung eine Tour von 60 bis 100 km und be-
Der Gelegenheitsfahrer: Er ffirt bis Vorderrad. sitzt deshalb err ausgeprägtes Ge-
zu zweimalpro Woche jeweils 40 bis fi.rhl für das Steuem und beherrscht
60 t<rl1. den ökonomischen runden Tritt.
Er kann mangels Übr:ng kein so Besondere Merlcnale: aus aerodlma-
hoch entwickeltes Steuerver- mischen und ergonomischen Grün-
mögen und Tretverhalten den häufig wert nach vorne gebeugl
erlangen wie ein Vielfahrer. Der Schwerpunkt eines r.rnd rasant fahrend; in der Regel
G e le genhe its - Radle rs lie gl nahe
Besondere Merkna-le: greift er zum tiefen Lenker und stei$
dem Hinterrad.
grundsätzlich nur im Sitzen bei jeder Gelegenheit aus dem Sattel
fahrend; kann selten was mit (Antritt nach Kurve o, ä.),
^;-^- +;^f^- T
^-l-^- Fin \/aralainlr dor versvrr
ve, hoidon vrurvL
hrinm
anfangen. schnell zutage, daß der Körper-
schwerpurrkt des Remfahrers näher
in RichtungVorderrad lieE als bei
einem aufrecht pedalierenden Nor-
malfahrer, der mit seiner bequemen
Fahrhaltung überwiegend das Hin-
terrad belastet (siehe Abb links).
Das somit geringer belastete Vorder-
rad neigt bei Talfahfien zum Flattem.
Für solche, die gar nicht an die tiefe
Lenkerhaltung denken, wäre eine
konstruktive l(onsequenz ein lairge-
rer Hinterbau, um das Gewicht des
gerade sltzenden Radlers wieder
gleichmäßiger zwischen Hinter- und
Vorderrad zu ver-teilen. Folge davon:
ern optimierter Ceradeauslauf, fur
Gelegenheitsfahrer wichtig, denn
mangels Kilometer hapefi es zudem
meist an der Steuerkunst,

I2
Das I(ernstück des Rades: der Rahmen
Rahmengeometrie
Und damit zur Rahmengeometrie,
Ceren Maße Lrnd Wirkel die Fahrei-
renseh:ftcn oinaq \/clns nOch ein-
Ceutrger bestimmen als der Fahrer-
cnhrnrarmr rnL+

Nachlauf

ir wird von Steuerrohrneigung und


I G a-beldurchbie gr.:ng bestimmt.
Sene exakte Definition: Jener
l
Äbstand am Boden, welcher vom
i
-{ufstandspunkt des Vorderrades
a -::rd der Verlihgerlrng des Steuer-
t3

E :ohres gebildet wird, Es ist also der


Abstand zwischen Drehachse r.rnd
-)'ehn, rnl.,'t dcs \/nrelcrr4des. D ie
S;ehergabel rr der Skizze (srehe
.lbb. rechts) zeigt als Extremberspiel
Jas Prinzip sehr deutlich. Sie zieht Weil mrn die Reifen die Straße weit dem die lfteiselkräfte ihr Pendelsprel
ien Au-fstandspunld des Vorder- unterhalb des Schwerpurktes von +raihon
Lr gflgr r iz^nnan
NUI !19i r, T-lar
t9I n rÄQara
91 vl
i\Tr^l-'

:aCes hinter sich her. Dieser >Nach- Rad und Fahrer berilhren, zieht die lauf stabilisiert die Geradeausfahrt
:-eheffekt< wird durch eine nach Fliehkaft beide wieder zurück in die des Rades, aber es müssen vermehr-
-,-cme gekrümmte Gabel vermindefi . Senlrechie. Oftmals sogar erre Spur te Lenkkräfte aufgeboten werden, um
ler Abstand zwischen Drehachse übertrieben, so daß die zwei ern we- eine Richtungsänderung einzr:leiten,
-::rd Drehpunkt gibt den Kreiselkräf- nig nach links neigen, Und tirtks funk- Ein solches Rad - vor allem dann,
:e:r des sich drehenden Vorderrades tionieren Ifteisel- und Fliehkrdte kei- wenn es mit einem langen Radstald
3-eichsam einen Hebelarm, der es neswegs anders. das heißi, das kombiniert wird - reagiert insgesamt
=:nöglicht, das Zweirad selbstreg-u schwankende Spiel geht von neuem träger auf Richtr.rngskorrekturen,
-erend senkrecht zu halten, Neigen los, Vielleicht unglaublich, doch Zudem rsi es anfälliger gegen seillich
.'-h z'rm Reisnicl St:h'roß und Reiter wahr: Man beweqt sich nie senkrecht auf das Vorderrad ernwirkende Kräf-
:-ach rechts, wird auch das Vorder- auf dem VeIo for"t, sondern stets von te wie Wrnd oder schräge Spurrillen
-:i in diaca T.rca cozunrnaon T)ac Irks nach rechts schwankend (und usw,
s::h während der Fahrl drehende umgekehrt), Dreses ewrge Hrr und Rannfrhrar
r \srluof frsi harrnrzrrnan
u9v ur 4uv91l oinar Qtarr

l-aC wirkt wie ein Kreisel und weicht Her läßt einen permanent SchJangen- von 74 Grad. Er verleiht
errrrrirtkel
::r auJgezwungenen Lageä,nderun g linien fahren. Aufgrund ihrer Erfah- dem RadWendigkeit r.md erfordert
:-: einer sog'enamten Präzessions- rung sind viele natürlich imstande, nur geringe Lenld<räfte, Mit diesem
:e-,vegung aus, Diese erfolq genau dämpfend und korrigderend in das Winkel erreicht der Rahmen, in Ver-
=: rechtenWinkel zur angreifenden ansonsten selbständige Lenk gesche- brndung mi1 errer Gabelvorbiegung
T- !:aft, so daß das Vorderrad augen han ainzrrmaifan rrnÄ ar
_.zwrngen so tron ea 3 em d:s rcnldcng(( NTggh-
--'cklich eigenständig nach rechts cinp hoin:hc sehnrrrncr4dg f;lifi, laufmaß von 60 mm, Damit besitzt ein
::::wenkt, Um sich selbst ein Bild Für den Zweirad-Lenker spielen Rennrahmen neben seiner Wendig-
:avon machen zu können, sollten Sie noch eine Menge anderer Faktoren. keit noch Geradeauslauf-Qualitäten,
'^ rendcn \/crsrre h rrntcmehmen: wre die Maße der Rerfen und Feigen Bei unveränderter Gabelknimmungl
- Ileben Sie das Vorderrad und ver- oder der in der Kurve kegelstumpf- sind diese Qualitäten sogar noch ver
setzen es in Drehung, adiarrorfnrmto Roifon oine RO|e. besserr:ngsfähig, indem der Steuer-
: reigen Sie das Rad nach rechts, Doch das Wesentliche ist gesagt. wirtkel auf 7I bis 72 Grad angelegt
-.:nd das Vorderrad schlägt auf der wird. Wobei sich jedoch die Lenk-
Stelle nach rechts ein. NTai.rl ai^h drrrnh oin <nhräaar aa- kräfte vergnößem würden.
:- ler Praxis wird also aus der Gera- stelltes Steuerrohr die Gabel weiter Wie schon in der Abb. oben zu
ieausfahrt mit Schlagseite nach rechts in If offlLf
uf -l dri^l-\+, r
turrLulg vu111 IF.hrrrrj
dluruu uroa
vvuv, sehen, >frißt< die Gabelvorbiegung
=':omatßch eine leichte Rechtskuwe, vergrößen sich der Hebelarm, mrt den Nachlauf wieder auf, macht

13
Das Kernstück des Rades: der Rahmen

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Das Kernstück des Rades: der Rahmen
diesen Nachteil aber teilweise wett, terbau die 40-cm-Grenze unter- des Vorderrades, Das gegenr-iber
indem sre den Radstand vergrößefi schreitet, Bei extrem kurzem Rah- einem Normalrad deutliche liber-
(= besserer Geradeauslauf), Außer- men schließlich - dessen Radstand steuem eines Rennrades ist anfäng-
dem optimiert jeder Zentimeter Vor- um 90 cm liegt - kommt ein Schwin- lich gewöhnungsbedürftig. Auch
biegung den Federungskomfort d.er gen in der Radläiagsachse hinzu; das Variationen wie hirzere oder länge-
Gabel, Vehikel schaukelt. Steigt die Entfer- re Lenkervorbauten (mit denen sich
Die Mehrzahl der Rahmenbauer geht nung zwischen den Laufrädern hin- der Lenkerabstand zum DrehpLrnkt
euren Kompromiß ein und fertigrt gegen auf über 115 cm aa, ist firr ein des Gabelschaftrohres verändert)
Gabeln rrlit einer Vorbiegung von 3 Fahruerhalten ähnlich einem Damp- sowre unterschiedlich breite Lenker
bis 4 cm. Diese vergleichswelse ge- fer gesorgt. sind Abweichungen von der Norm,
rtnge Durchbieg,r.mg federt bereits In puncto Kurventrägheit kann der die erst in das Koordinationsver-
merklich, Insbesondere, wem die Rahmenbauer aber Milderung schaf- mögen des Radiers eingespeichert
Gabelscheiden erst in Ausfall:rähe fen, indem er das Steuerrohr steiler werden müssen, In Rennfahrerkrei-
vorgebogen werden, Au_f diese Wei- anstellt. Eine Neigl:rrg von.Z3 Grad sen geistefi immer noch die Behaup-
se ist die Verkürzung des Nachlau_fs wirkt sich beispielsweise bei Rei- tung herum, daß auch die Sitzrohr-
als fragwürdig zu bezeichnen. serädern mit I 10 cm Achsdistanz neigr.:ng das Fahrverhalten mitbe-
Noch mehr Federkomfort bei einer recht >erfrischend< aus, Umgekehrt strmmen würde, Diese Aussage ist
weiter vorgebogenen Gabel würde geht's selbstverständlich ebenso. falsch, zumindesi soweit es sich aul
durch zusätzliche Lenkarbeit erkauft Das Temperament eines Rennrah- die konstruktiven Eigenschaften ei-
werden. mens mit lcrapp einem Meter Rad- nes Rahmens bezieht, Allein Rad-
stand läßt sich genngrügg in Rich- stand, Steuerwinkel und Gabelver-
tung > G eradeausläufer< verändem, biegung sind fl:r die Fahreigenschaf-
Radstand wenn man ihn mit einem flacheren ten verantwortlich, Einzig auf die
Steuerwinl<el von72 oder gar Z1 Verstellbarkeit des Sattels kann der
>Länge läuft( gllt nicht nur fur's Grad ausstattet. In die Lenkkoordina- Sitzrohrwinkel Ehlluß haben: ein zu
Segelboot, sondern auch für das tlon gehen noch die Reifenbreite und flacher Winkel schränkt u, U, das
Fahrrad. Kurze Distanzen zwischen der Lu-ftdruck ein, Hoher Luftdruck Verstellen des Sattels nach vome ein.
den Naben machen das Fahrrad und schmale Reifen verringem die Der Radler hat dann oft Schwierigkei-
unruhiger. Erst recht. wenrr der Hrn- ReibLrng und erleichtern das Drehen ten, in seine gewohnte Position zu
rutschen. Dem Hinterrad wird - ähn-
Geometrie eines modernen Rennrades. lich wie bei einem zu kurzen Hinter-
bau - deshalb zuviel Gewicht aufge-
bürdet und das Vorderrad wird
leicht nervös, Ein zu steil angestelltes
Sitzrohr belastet zwar einerseits das
Vorderrad mehr mit dem Gewicht
des Fahrers, was den Fahreigen-
schaften durchaus zugute käme,
doch schwebt andererseits die Sat-
telspltze fast ijber dem Tretlager. Ein
ökonomischer Tritt ist nichi mehr
möglich.

Fazit: Die Sitzrohrstellung beeinflußt


die Fahreigenschaften nur dalri,
wenn wegen geringer Verstellmög-
lichkeiten eine r-ingtinstige Fahrposi-
tion bzw. Fahrerschwerpurktlage auf
dem Rad eingrenommen werden
muß. Erst das kann sich auf das
Lenkgeschehen auswirken, Zum
Nachvollziehen: Bei einem 56/5Z-
Rahmen veränder1 sich die Sattel-
positionpro Grad um einen Zentime-
ter, Demzufolge steht sie bei einem

16
Das Kernstück des Rades: der Rahmen
74er-Sitzrohrwinkel 6 cm weiter wicht weiter nach vome zwischen
vome, als bei einem Rahmen mit die Laufräder. Dadurch, daß nun
68 Grad. mehr Pfi:nde aufdem vorderen Rah-
In erster Linie wird die Stabilität des menvrereck lasten, grbt es dort (wie
Zweirades von seinen Maßen und ansch.ließend erläutert) tatsäcNich
Winkel:r bestimmt, eine leicht verstär}cte Federwirkung,

Diamant-Rahmen Fahrkomfort
Der Vorderbau eines Diamantrah-
Den Betrachtem damals vor ca. lO0 mens stellt ein Viereck dar, r-rnd die-
Jahren in England erschien die Form ses rst Winkelverschiebungen ker-
wie eine Raute, daher nannte man neswegs abgeneigt, es ist statisch
rhl kurz >diamond<, das enghsche gesehen also instabil, Zum Beweis
Wort fur Raute, woraus im Deutschen den Zollstock emeut zur Hand neh-
>Diamantrahmen< wurde, Diese tra- men: Wenn an den Ecken des zum
ditionelle Rahmenform existlert heute Quadrat gefalteten Maßstabes ab-
noch, denn nach wie vor wurde kei- wechseLnd gedruckt und gezogen
ne bessere Lösung gefi:nden, mit wird, klappt das ganze Gebilde hin
weniger Material eiaen haltbareren und her, wobei sich die Winkelstel-
Rahmen herzustellen, Doch >ist nicht Irrncen dcr Glicdor cfclc Zueinalder
alles Diamant was glänzt.,.<: Vertikal ändern. Verstäindlich, daß jedem
sehr harl und stabil, könnte der Dia- Konstrukteur nicht im Traum einfiele,
mantrahmen selbst ein Pferd tragen, solche Vrerecke einzuplanen, denn
Seitlich dagegen schwänzelt er wie ein so zusammengesetztes Bauwerk
ein Lämmerschwanz, Wäre es umge- An den Gliedern eines Zollstockes auszu- kömte unter hohen Belastungen rr
<ehrt. könn1e man den perfekten probieren: Das Dreieck ist winkektabil, Null Komma nichts zusammenldap-
n,
Fahrradrahmen l<üren, Eine vertikale das Viereck klappt hin und her. pen, Berm Radrahmen sind eigene
)t-
trlastrzrtät würde Fahrbahnschläge MuJfen mit der Aufgabe betrauL, das
Cämpfen und erre sertiiche Steifigkeit Zusammenldappen zu verhindern,
Cas gefurchtete Rahmenflattem ver maßes ist diese statische Grunder- Zudem stützen r:nd stabilisieren Sat-
rindem. Trolz allem ist das Dramant- kenntnis einfach unter Beweis zu stel- tel- und Unterstreben das Satfelrohr.
konzept so interessant, daß es sich in len: Drei Glieder zu einem Dreieck Die Tendenz zur Wirkelverschie-
:-dom trrll lnhni a< ainmal oinaahon- zusammenklappen; drückt man nun bung wird damit ailerdings keines-
ier rrntcr dio l,r rnc zrr nq|16gn, auf die Ecken dieser Triangel bzw. wegs aufgehoben. Unter-, Ober- und
zieht an ihnen, wird man sofort mer- Steuerrohr verändern ihre Stellung
ken Hier trrt sir.h rein crar nichts. Das zueinander auch weiterhin, indem sie
Vertikale Belastung qich cinfach elrrrnhhionan, Die SICZZe
Dreieck steht felsenfest. Genauso
Serr Hinterbau bildet zusammen mit verhält es sich beim Dreieck des urrten dokumentierl, wie slch
lrter- wrd Sattelstreben sowohl Radhinterbaus: Wollte man die Sattel-
:echts wie lril<s vom Hinterrad je ein streben eines Fahrradrahmens unter
l:eieck. wobei das Sattelrohr glejch vefiikaler lftafterrwirkung auch nur
:veimal als >Seite< herhalten muB, um einen halben Millimeter zusam- E I as tisc he Ro hrve rkrümmung b e i
unebener Fahrbahn.
S.c ein Dreieck aus Stäben und Roh- menstauchen, müßte man satte zwei
:er steilt eine extrem steife und win Tonnen Gewrchtskraft auflegen. Für
.'=.stehilc Annrr]nrrnc dar, Das rst die Vertikale sind dem Rahmenhin-
-=::on sehr lange bekaml, wrrrde es terbau demnach die Attribute >steif<
Lf
::ch bereits im mittelallerlichen und >starr< zu verleihen.
=t^hurorkhar r aindacatTt T.)ann aarl Dennoch ist immer wieder die Rede
='-:welche Weise eine dreiecl<rge davon. daß eir langer Hinterbau dre
::-n belastet wird, die Seiten (Rohre IFarjarrrna
susl urv oinoc
9!f9r \/olnc
v sruD rrarha..a-o
vsr ucrrcrc,
--'J Stähe) hcknmmen zwar Druck- Das kann so nicht stehen bleiben,
'.iar 7:ttVräfrc al-r rrrorri-gn 4[g; Tlor F{intorh:rr hlcih+ oarl rnrio l:nn
--- r:t Biegung beansprucht,
auJ er ausfällt, unverändert hart. A]ler-
l.l*els erles kJappbaren Meter- drlgs verlagerl sich das Fahrerge-

L7
Das Kernstück des Rades: der Rahmen
Rahmenrohre verformen, wenn das
Rad durch ein Schlagloch fäihrt. Auch
wem Gehirnwrrdungen bei dieser
Schlagloch-Durchquerulg durch-
geruttell wurden, der Diamantrah-
men hat den Stoß erträglicher
gemacht.
Durch die Verwendung dilmwandi-
ger oder querovaler Rohre könnten
die Konstruktibnsvorteile des Dia-
mantrahmens noch ausgebaut wer-
den. Ein hochgezogenes Steuerrohr
bzw, err nach hinten abfallendes -t.
Oberrohr geben dem Diamantrah-
men noch mehr Komfor-t, Das aber rst
zumindest beim Rennrad optrsch
stark gewöhm-rngsbedürft ig.

Horizontale Belastung
Seitlich auf den Rahmen treffende
Kräfte sind relativ gering, Sie treten
bei dem gefurchteten Rahmenflattem
und beim kraftvollen Wiegetritt am
deutlichsten spürbar auf. Über das
Phänomen des Rahmenflattems wird
nachher noch eingehend geschrie-
ben, Beim Wiegetritt entsteht kun vor dem Mit den sogenannten bikonkchen Sattel-
Es srnd also seitliche Biegekräfte am Tretlager die Höchstbelastung für das streben (oben dünner werdend) wird
Werk, die von den einzeLnen Rah- Unterrohr. Se itenste ifigke it versc henkt.
menparlren unterschiedlich akzep-
tiert werden, Ein weiteres Mal ist der herum bis um das Oberrohr reicht, tensteifigkeit, denr rmten >geht's<,
Hinterbau die stabile Komponente dem die aufBiegung bedachten wie man in der Fachsprache so
der Konstruktion und zwar aufgrund Kräfte werden hier ohne Umwege schön sagt.
des A-bstandes, welcher die beiden ans Oberrohr weitergeleiiet. Es wäre wohl ungerecht, kämen die
ge genüberliegenden Winkelecken Zwischen den Kettenstreben liegt Rahmenrohre gäinzlich ungieschoren
aus Sattel- und Kettenstreben vonein- ausreichend Abstand und thr Durch davon, Etwa 10 cm vor dem Tretla-
ander trenrit, Doch an zwei Stellen messer ist größer. Würde man den ger (siehe auch Skizze oben) ist das
cchl cs ncfÄhrlieh cnd zt)'. im SaLLel- Orrorcton hintor r-lom Trotlaaor ninht Unterrohr dran. Das Oberrohr trifft es
muffenbererch der oberen Streben wegaehmen, könrrten auch hier kurz vor der Sattelmuffe, Doch die
rrnd
ufu im
fftf Trarleaarl-roroinh
rlv(ldgvluqrvfuft Ä^-
ugi tr'^++^-
r\glleif- Ermüdungsbruche praktisch nicht negativen Auswirhngen der Materi-
streben. auftreten, Nur das zu starke Ein- albelastung bleiben aufgnund des
F)onr Frfinr'lam
usi oiniaar
Lr rurusrrr s!]]vs] earnÄ
osr rm -m i
vuyLrarrrr dellen der rechten Kettenstrebe homogenen Materialgefuges und der
scher Kreationen >gelang< es sogar, (die Kettenblätter müssen vorbei- beim hochwertigen Rahmen sagen-
Soll-Bruchstellen zu fabrizieren: Dre rauschen können) ist noch eine haften Festrgkert der Rohre begrenzL.
Sattelstreben endeten auf einem dün Ursache für Brüche der Strebe, Allenfalls auf die seitliche Labilität
nen Steg hinter der Sattelmuffe. Die- Aus Fertigrmgsgründen entfäillt der wirkt sich das aus. Bruchprobleme
se >Engstelle( vermag natürlich kei- Quersteg jedoch häufig, ja, der Ver- sind hier eine Rarität; r-rnd wenrr
ne Seiten-lcäfte aufzr-rnehmen, Sie för- zicht darauf wird sogar als modische doch, basieren sie normalerweise
derte das Rahmenilattem und brach, \/crhesson nn : nncnricggn. Ällein
r auf LötfeNern. Etwas wird in diesem
Im übrigen verschenken auch biko- die Unterstreben haben die Bela- Zusammenhang von den Rad-Aktiven
nische, also oben dLiLnn zulaufende str-rng durch Biegulg zu tragen, wer- zumeist übertrieben hochgespielt:
Sattelstreben Seitensteifigkeit, Ideal den somit zum Sorgenkind Ln bezug das Ausweichen des Tretlagers beim
hingegen ist das Adcringen der Sat- aul die Dauerbe]astbarkeit des Rah- Wiegetrltt zur Seite. Viele sind der
telstreben, das um die Sattelmuffe mens, Nicht zuletzt opfert man Sei- irriqenAnnahme. daß damit ein

IB
:I Das Kernstück des Rades: der Rahmen
Kraftverlust verbunden sei. Genau- Rahmenflattern man in der Physik von Resonanz. Die
genofiunen verhält es sich jedoch >große Flatter< ist so ein Resonalz-
folgendermaßen: fall, Angenommen, die Eigenfrequenz
Weicht der Rahmen im Wiegetritt zur Vielen Radlern bekannt und immer eines Vorderbaues liegt bei 8 Hz
Seite hin aus, kommt zur Abwärtsbe- r-rnangenehm: Das sogenannte Rah- (d. h, acht Hin- und Herschwingnrngen
wegr.mg von Kurbel und Pedal noch menflattern, WohI allen Radlern fäihrt pro Sekunde), dar:n paßt a-lles zu-
eine seitliche Komponente hinzu. der Schreck in die K:eochen, wenn sarrunen, wem das Vorderrad eben-
Anders formuliert: Der AbwMsweg das bislang so brave Stahlroß plötz- fa-lls acht Umläufe pro Sekunde macht
der Kurbel wtd um das seitliche Lich verrückt spielt, und das Vorder- (das ist bei einer Geschwindigkeit
Ausweiöhen des RaL:.mens verlän- teil herumtätlzelt wie ein wildgewor- von etwa 60 tcn/h der Fa1I), Doch ist
gert. Unmittelbar vor dem unteren dener Handfeger. Bei der >großen nicht gesagt, da3 die Ratterei
toten Purkt IäBt die Pedal<aft nach Flatter< (wieder ein flotter Begriff aus zwangsläufig eintritt, da noch diverse
und die im seitlichen Ausweichen der Radler-Fachsprache) schwingt Faktoren eine Rolle spielen. Hat das
>gespeicherte< Energie fließt der sich der Vorbau in Sekundenschnelle Vorderrad Bodenkontakt rmd die
Antriebsbewegung zu, Das weiche zu seitlichen Ausschlägen bis in den Hände verbleiben am Lenker, wirken
Unterrohr wirkt also demnach - Dezimeterbereich auf, sich beide Elnflüsse dämpfend aus,
wohlgemerkt imWiegetritt - wle Doch warum und wesha-lb? Vom Vor- erschweren also den Resonanzfall.
eine Art Kurbelverlilr-rgenrng. (Ener- derrad, welches im übrigen immer Unter gewissen Umständen aller-
gieebbußen treten nur au-f, sobald kleinere Unwuchten aufweist, wird dings unterstützt die Hand am Lenker
Kräifte in plastische Verlormuag oder dem Vorderbau pro Radumdrehr-rng noch das Rattern. Denn die Zitterbe-
Reibungswärme umgewandelt sozusagen ein leichter Schubser ver- wegung des Menschen kann in den
werden.) paßt. Iftitisch wird es, wenn die Auf- Rhythmus von Vorderradimpuls und
Doch wo eine Regel, da auch eine einanderfolge der Anschübe mit der Rahmenpendelei hineinpassen.
Ausnahme: Ist der Rahmen seitlich so Eigenfrequenz des Vorderbaues Noch eine Tatsache: Es ist keines-
weich, daß sich die Laufräder nach r-ibereinstimmt. Es ist so ähnlich wie wegs notwendig, bei jedem Pendel-
lirks und rechts aus der Spur verset- beim Anschieben einer Schaukel. vorgang das Kind auf der Schaukel
zen, dam radieren die Reifen auf der Selbst bei relativ leichtem Zutrin, anzuschubsen, urn es sch-ließlich in
'attel- Straße. Und das kostet allerdings doch dies zur rechten Zeit, wird die die gewtlnschte Höhe schweben zu
rd Energre: nämlich Tretenergie, um Schaukel von Mal zu Mal höher stei- lassen, Es ist vollkommen ausrei-
den Bremseffekt zu riberwinden. gen, Bei dieser Erscheimrng spricht chend, wenn ledigLich bei jedem
zweiten oder dritten Durchgang ein
i(, entsprechender Impuls erfolgt. Woll-
te man hingegen bei jedem Pendel-
gang zweimal anschieben, käme der
die Schwingn :ngsrhl'thmus durcheinan-
cren der. Auf die Radlerpraxis umgesetzt,
ud- bedeutet dies, daß ein Rahmen
das durchaus schon bei 30 kntr vibrie-
;s ^^ ren kam - der Vorderbau erhailt bei
he jedem zweiten oder dritten Pendel-
weg seinen synchronen Impr-;ls,
Allerdings wirkt sich bei diesem
d der Tempo die Unwucht des Vorder-
rades ledigJich ein Viertel so stark
.enzL aus wie bei doppeiter Geschwindig-
ät keitsanzeige. Oberhalb der Eigen-
TIE frequenz tut sich dagegen kaum
etwas. Daher könnte man den Reso-
SC nanzbereich zum Beispiel auch mit

ahven
Moderne Microfusions-TTetlager venich-
:lt:
ten auf den Steg zwkchen den Ketten-
beim streben. Es erleichtert einerseits die
ter Rahmenfertigung, verschenkt anderer-
sejls aber Serfensteifigke it.

t9
Das Kernstück des Rades: der Rahmen
oinor Tamnnfnr.iort
uulur r u]l+ru-urulcr urv r^-1-
tnd .vuf fd-Jcrr,
^^^- Flatter-Vorsorge
Selbstverständiich karur ma:r die
Eigenschwingung des Vorderbaues Was aber run, wenn man einen >Flat-
auch konstruktiv beeinflussen. lst er termann( sein ergen nennt?
lÄnncr isl dic Tliccnfroeqlenz des Bej höheren Geschwindigkeiten, z. B.
Rahmpnq norinoor f zr rm Raicniol arrf bergab. jsl das Flattem meisT glanz
6 oder 7Hz, d,h. sechs oder sieben plötzlich da, Zur AbhrlJe ist es ratsam,
Schwingungen pro Sekunde). Was srch werter über den Lenker zu beu-
ledialieh hcderrtet d:ß der Rahmen gen, So wird das Vorderrad mehr
nt:n hereiis her nierlrirreren Ge- belaslet (Gewichtsbelastung), und
schwindigkeiten in den Resonanzbe- dies erhöht die Dämpfung: also
raieh acrät T)onsclhon Effekl würden schon mal erre Schwingungsbremse,
dünnere Rohre (vor allem das Ober- Eine weitere Möglichkeit bei unruhl-
rnhr\ i_rzrrr Pnhra mii
..,,, aar
v_rmgerer ner F:hrt ist .lic Knic :.S ObeffOhf Statisches Auswuchten des Vorderrades.
Wandstärke erzrelen. Auch die Mas zrr locan l-rzrnr r'l-ilnkon WifkSam iSt
co doc cnlrrrrinaanÄan
19srlusrl \/n-Ä
v urusf ^.1-'."^.
uousr auch, vor der Fahrl den Luftdruck im
ist eine unbekannte Größe im Spiel Vorderrad eil wenig zu reduzieren. Es muß schön rund laufen r:nd auf
der Pendell<äfte, Das wird spürbar. Zur trldärung: Das Beiastungsver- keinen Fall eiren Seitenschlag von
wenn z B. Gepäck die Eigenschwrr- hältnis Hinterrad zu Vorderrad be- 2 mm oder mehr aufweisen. Ein ural-
D lr , fli^ p^llra;lrrrna
gungsfrequenz des Rahmens merk- +yäd
Lrd9t ih nt"rr
!1 Ytvvd a, ,rg lw!rsuurg Äac
uvD ter Pneu sollte es auch nicht sein, mit
lich herabsetzt, Reifens ctei.rt nrler rällt linear mit der dem man durch dre Gegend rollt.
Man kann jedoch auch den vorderen Belastung, Demzufolge geht bei Das Vorderrad kann man übrigens
Rahmenteil versteifen - indem die einem wenige r aufgepumpten Vor- zumiadest statisch auswuchten, Ein
Rohre verlcirzibzw. die Durchmes- derrad nur mrumal Energie verlo fach erne Mutter nach der anderen
ser verkleinert und die Wandstärken ren, was zudem mit einem stärker auf den VentilsaLz schrauben (siehe
erhöht werden. Das bewirkt, daß die aufgepumpte n Hin terrad reifen jeder- Ahh nhcn) his.i:s Vorderrad auf
Schwingungsfrequ e n z steigt, und es zeit wieder wettzumachen ist. Steht hört zrr nonrip'n rrnd y,'jg es siCh
sorgl dafur, daß Unwuchten im Vor- alsn einc l:nnahncllc 451"1'tn -
se gehön, rl jeder beliebigen Positron
d c rr:d einder itic srärker ausfallen Aussicht: den Luftdruck im Vorder- stehenbleibt,
müssen, um den Rahmen zum FIat- radreilen auf 6 bar oder 5 bar ver Darüber hinaus soilte der Steuersatz
lam 71t hrinnan 7rr rrronia rrorcfoift mrndem. eh ,rrd zrr irqn'ziorl ,,vetden, Schlak-
kamr der Schuß aber auch nach hin- rArrf
ruriodon rFall cnlltan Qia
tu Jvutqrr Ä.^ 1r^r.l^-
Jig uoD v vf ugl- kert es, leidet unter Umstä,rden der
Jsuslr
ter losnehen f):s Flette1-1t kOmml rer] ainmrl rrniar dia T.rrna nal-man
luPs lrsi lti ts11, Fahrstil,
ebenso, iiberrascht aber darur den
'.seP
Radler bei höheren Geschwindigkei Wenn's flattert:
ten urd ist deshalb umso geflihrli- Oberkörper
cher, Also: >Wenn schon, denrr nach vorne
schon<, d, h., wenn versteift wird, und Knie ans
rl:nn ehar rinhiia Oberrohr.
Das Oberrohr müßte bei zahlreichen
Rahmen sowohl rm Durchmesser als
auch in der Wandstärke zulegen, Mit
ö:-^r 1,f 1+^ri-'a,rfi"-r.-.] \l r,nn Äfl n
vult Iruvg,
r-lio dan Rehman rrm JA\,g crd^ "-'Julu Jutlt
^^h-^iYI-
he c:n zc A o. schl^rcrcr wefden
ließen, wäre dem Flattern der Gar
aus zu machen.
Den Rahmen mittels eines dicken Un-
terrohres vor kirLftigen Zifterpanren
zu bewahren, lohnt nicht, Laut Unter-
sttchrrroen der Teehnisehen HOCh-
schule Aachen wäre man hier näm-
lich nozrrnrnnon mi+ ainql jm Vg1-
cleich zrrm Ol-rarrnh " .l'eifachen
\/orstoiflna ., r onoriorarl.

20
Das l(ernstück des Rades: der Rahmen
Rahmenrohre werte rgezogen wurden.; imme r
höhere Qualität erreichen, blelben
Exakt elfRohre braucht s, um einen die nahtlosen Rohre in Mode.
schicken Velo-Rahmen entstehen zu Dje Herstellung der >Nahtlosen<
lassen. Doch Schönheit allein hlilt be- gelang ersrmals den Gebrüdern
kanntlich nicht auf Dauer, Und darum Maruresma:rn mit rhrem Sc hrägwalz-
sollLen die elf schon von besserer verfahren (siehe Skizze links) Es
Qualitäi sein, Wer kennt sie nicht, die gab kaum technrsche Probleme mn
Aufldeber der Rohrhersteller, die dem weiier Auswalzen und Dilnner-
- sozusageä als Gütesiegel am Sitz- ziehen der Stahlrohre, damit sie
- rohr hsAuge stechen. ObwohJ ge- eben schlanker und diinnwandiger
schwei ßte Rohre mi Lllerweile (erst wurden, Den Technikern war klar,
recht, wenn sie nach dem Schweißen daß Rohre mit ihrer inneren HöhLu,rg
Jes. nlcht ausschließlich zum Durchleiten
von Gas und Ilüssigkeit genurzr
werden köruren, sondern daß Rohre
I au ßerclem henrnrraagn6[e tjemente
:1
für steife und leichte Gebilde abge-
--l
ben. Zur Verdeutlichung: Ein Rohr
mrt
mit 28,6 mm Durchmesser und
0,6 mm Wandstärke wiegt ebensovreL
ts
wre ein Rundstab von ca, 8,3 mm
rn
Durchmesser, Das Rohr weicht eurer
)n
otrnr:iaan Rienohorncnn rnLrrnn olsl
ulllultv rh^-
:le nur um 3% des Weges aus, den der
rf- >volle< Stahlstab sich bieg1. Das
heißt, der massive Stöhlstab würde,
cn Gütesiegel für hochwertige Rennrahmen: Mannesmann-Verfahren zur Rohrherste I- mit 100 N (etwa 10 Kilopond) be-
der Rahmenaufkleber dokumentiert die lung: Zwei Walzen laufen in gleicher laslet, in der Mitte 43 mm durch
verwendeten Rohre. Drehrichtung und zermürben dadurch
:-t -
hängen. das gewichtsidenLische Rohr
den Kern eines zylinderförmigen Stahl-
hrngegen lediglich ca, I,3 mm,
ief sfücjces. Ein Dorn weitet anschließend
die zermürbte Zone zu einem diclovan- Fazit: Je größer ein Rohr im Durch-
digen Rohr. messer ist und je geringer serne
Waldstärke ausfälli, desro besser
k.lnn mit rrrcnio (-,ornrinht \/ial S+aiFi^-
kert erzrelr werden. Dazu glercn noch
ein Beispiel:
Würde man ein zöl1iges Rohr
(Durchmesser 25,4 mm, Wandstärke

Bei gleichem Gewicht ist ein Rohr um ein Vielfaches biegesteifer als ein Vollstab.

2I
Das Kernstück des Rades: der Rahmen
0,6 mm) durch eines mi1 28,6 mm All diese Fakten und Daten verleiten
Durchmesser und 0,5 mmWaadstär- natürlich zu interessanten Gedarken-
ke ersetzen, wäre letztgenarntes spielen, Nur eine Andeutung davon:
nicht bloß um 6% leichter, nein, auch Ein Aluminiumrohr zum Beispiel
noch um 19% biegesteifer. mlißte bei gleichem äußeren Dwch-
Theoretisch könrte man das >Ab- messer die dreifache Wandstärke
specken< der Wandstäirke fortsetzen, eines Stahlrohres haben, um mit des-
In der Rahmenbaupraxis liegt das sen Steifigkeit gleichzuziehen; dann
Limit jedoch bei ca, 0,35 mm @ey- wäre es aber etwas schwerer als das
nolds 753), denn ab hier begirurt Stahlgestänge.
Iaagsam aber sicher der Bereich, in Doch sollte Lognk die Oberhand
dem Rohre wie eine Cola-Dose ein- behalten, Würde man das schon ver-
gedrückt werden können. dickte, stählerne Oberrohr von
Warum statt Abnehmen nicht noch 28,6 mm Durchmesser und 0,5 mm
errs draufpacken und die Wandstär- WandstZirke (siehe auch S, 2l) durch
ke verdicken? Die Rohre werden ein noch voluminöseres von 4l mm r=

jedenfalls steifer * jedoch nur linear. Durchmesser und ca, 1,2 mm Waad-
Das heißt, doppelte Rohrwandstairke stärke aus Aluminium ersetzen, hätte
ergdbl etwa doppelte Steif,gkeit. Die diese pipeline-ähnliche Röhre das
Zunahme des Durchmessers geht gleiche Gewicht wie das Stah-lrohr,
dagegen in der dritten Potenz ein. wäre aber gut zwelmal biegesteiler
Derm doppelter Durchmesser ergdbt als der Stah-lkonkurrent, Und auf-
die achtfache Biegesteifigkeit, Neben grund der Wandstifke der Alu-Aus-
diesen definitiven Gesetzmäßigker- gabe von immerhin noch 1,2 mm
ten bestimmen das Rohr zudem noch wäre dem >Eindrückeffekt< (CoIa-
artspezif,sche Eigenschaft en. Dosen) vorgebeugt, Lediglich dte
Optk spricht eventuell gegen diese
Mit dem Zeneißversuch wird die Festig-
Die Zerreißfestigkeit: So bezeichnet >aufgeblasene Bauweise< mit dicken
keit von Werkstoffen ermittelt. Hier eine
man die Eigenschaft, die durch die schematßierte Zeichnung einer Anlage
Alu-Rohren, Doch die ist bekanntlich
Belastung eines Quadratmillimeters zur Ermittlung der Zerreißfestigkeit. Geschmackssache,
eines Materials bestimmt wird, Die
Fahrradrohre können sich diesbe-
züglich sehen lassen, Die Festigkeits- zusagenAuskunft darüber, ob ein Carbon-Rahmen
werte gualrtatrv hochwertiger Rohre verbogener Rahmen noch gerichtet
fur den Fahrradbau liegen immerhin werden kam oder ob er verschrottet Der geradezu unglaublich hohe Ela-
zwischen 750 und i IB0 N pro mm', werden muß. stizitätsmodul von Carbon (bei set-
Fur ein Oberrohr, das I Zoll Durch- nem spezifischen Gewicht von nur
messer rind 0,6 mmWandstärke hat, D er Elastizitätsmodul : Diese mate- 1,75 kg/dm) spukt den Konstrukteu-
bedeutet das, daß man schon eine rial-spezlfische Eigenschaft bezeich- ren verständljcherweise permanent
Zugkaff von 3,6 bis 5,6 Tonnen net den Widerstand, den die r-rnter- im Kopf herum. Doch dieser >Stoff<
benötigt, ehe es in zwei Teile zerris- schiedlichen Materialten einer Ver- ist ungemein eigenwillig, und das
sen wird. biegung entgegensetzen, erschwert die Sache immens, Tech-
Die Zerreißfestigkeit wirkt sich jedoch Hier ist von frappierenden Familien- nisch nutzen karn man es demzu-fol-
keineswegs auf die Steifigkeit des äihnlichkeiten innerhalb der einzel- ge nur, wenn die Kohlenstoffäden mit
Zweirades aus. Sie entscheidet ledig- nen Malerialsorten zu berichten, einem Bindemittel wie Expoxidharz
lich darüber, ob der Rahmen bei Ex- Stah-l hat, selbst wenn Legierungsbe- fixiert werden. Doch damit sind
trembelastungen (wie einem Sturz) standteile r:ntergemischt wurden, schon zwei an dem Prozeß beteiligtt -
in seine ursprtingliche Geometrie stets den etwa dreifachen Elastizitäts- das Bindemittel und die Fäden. An-
zurücldedert oder lcumm bleibt. modul wie Alumlnium und immerhin dere Kr-mststoffasern weisen ähdiche
noch den doppelten von Titan. Car- Eigenschaften auf wie Carbon rind
Die Bruchdehnungr Sie drückt in Pro- bon übertrumpft Stahl um Faktor fi;nf benötigen ebenso eln Bindemittel,
zenten die Längenveräinderung des bis sechs. Allerdings erreicht es die- Kevlar und Spektra, Fäden aus Ara-
Rohres bei Zug aus, bevor es zer- sen computererrechneten Wert in mit oder Polywethal, haben als
reißt, Die besseren Rohre liegen zwi- der jetzigen Verbr-rrdbauweise >Elastisch'Macher< Einzuq in die
schen 8 i.md 18%. Der Wert gibt so- F aser lHarz nicht tatsäcNich, Technlk oehalten.

22
tl
Das I(ernstück des Rades: der Rahmen
Werden jene Fäden >unidirektional<,
LU=:- a.lso ausscHießlich in Rohrlängsrich-
tEr hrng, fixiert, nehmen sie hervorra-
gend die Biegekäfte auf, können
[ __- jedoch mit Fingerkaft oval gedrückt
E werden. Wickelte man die Carbonfa-
r:^-
sem hrngegen nebeneinander (wie
i---
bei errer Gamrolle) um den Kem,
Ea:s läcren die F:scm mror zry B916.
str-rngsriöhtung. Es wäre beinahe
i
möglich, irr ein solches Rohr einen
Knoten zu machen. aber den Quer-
schnitt könnte nur ein Schraubstock
:: ovalisieren.
; -*-'r
Der Konstrukteur muß srch bei Ver-
::: wendr-mg von Carbonmaterial im
l =-j- Gegensatz zu Stahlrohr auch gut
tiberlegen, auf welche Weise die
i:l
Kräfte einwirken werden, Exakt in
:- dieser lftaftrichtung müssen die Moderner carbonrahmen von wr mit runden Rohren. Bei gleicher steifigkeit noch
Fasem darut im Rohr verlaufenl leichter als der unten abgebildete Kestrel
=i=:
f- Solch werks ioffgemliße Auslegung
ist logischerweise au-furendig und
E kostenintensiv, selbst unter der Vor- Werkstoffspezifische Auslegung zeigt der Kestrel-Rennrahmen. Aber: die Krafteinleit-
-E- aussetzung. daß comp utergesteuerte stellen sskosten< Gewicht.
a,^
Spinnmaschlnen dre Wickeler aus-
:ese führen. Darum hat man sich auch ein
r:-<en urkompLi zierteres Verfahren errfal-
r-:h len lassen. Nicht separate Fäden,
sonalorn ain for+inar uLrnu111P1
Qt
'-^f O
.' UD
'.
Fäden wrrd ijber ejnen l(ern gezo-
gen und später mii Harz getränkt.
Am dafur bestimmten Rohr verlaufen
sie darur um 45 Grad versetzt und
= ld- kömen - wenn es auch nicht gerade
-i- das Gelbe vom Ei ist - sowoh] Radi-
l:r al- als arrch Riece- rrnri Verdrehlaäf-
-<eu- te schlucken. Neueste Carbon-Rah
men haben allerdings einen hohen
llcfi< Faseranteil r-midirektional laufen und
:-^ lz^nnan nlacrrraaan n;r ^rheblich Ver_
besserten Steifigkeitswerlen auf-
:.:fo1- warten, die selbst den Stahlrahmen
ienmit fhei rnrcniccr (lcrarieht) in der Zwr-
schenzeit überholt haben,
1 So weit, so gut. Wäre da mcht eine werke. Material-spezifisch vorteilhaf Einen großen Pluspmkt der Carbon-
-^it;#
-=u9r - unangenehme Eigenschaft, die Car- ter sind ]\4onocock-Rahmen wie der Rahmen darf man nicht unterschla-
An- hon- Kcvl:r- Snol4r:facom alainhar- von Kestrel. Da aber die Krafterrlei- gen: Der Materralverbund (Harz r.rnd
rüche maßen anhaftet, Ihre materialbeding- tung in die großvolumigen Rohre mit Fasern) dämpft besser, als die glok-
'.nd te Bruchdehnung beträgt magere einem unmaden Querschnitt relativ kenklar schwingenden Stahl- bzw.
ltel, 2 bis 3%, Bei einem Crash muß man problematisch ist, wird hier eine Alu Rohre, Strampelt man auf einem
Ara- statt mit einem verbogenen Rahmen Menge Gewicht verschenkt, so daß Carbon-Rahmen, so scheint es, als
b schlimmslenfalls mi L einem gesplit- letztendlich der Rahmen nur elne ob die SchJaglochkanLen err wenig
i;^
terten rechnen: ziemlich spröde also Kleinigkeit leichter ist, jedoch exoti, abgerundet wären. Carbon-Rahmen
Cie schwarzen und gelben Wunder- scher wirkt, sind also komfortabel.

23
Das Kernstück des Rades: der Rahmen
Endverstärkte Rohre geraumer Zeil die Frrma Relmolds Dr
mr1 vorgezogenen Rohren), startete
vor einigen Jahren rhr eigenes Pro-
Nach diesem Exkurs in dle moderne gramm mit Radrohren, Ihre Produkte
Werkstofftechnik mrn wieder zurück sind von erlesener Materia-lgnrte, aber
zu den guten, alten Stahlrohren, die nicht endverstärkt, dafur jedoch über
es seit den Zeiten des seligen IVIr, die gesamle Rohrlänge mit erner et-
Reynolds >butted< grJct, also mit ein- was dickeren Wandstärke ausgestat-
oder beidseitig wandverdickten tet. Damit haben auch Mannesmann-
Rohrendön. Diese endverstärkten Rohre eiaen so hohen Überschuß an
Rohre sind in der Lage, die Spitzen Steifigkeit, daß sre sich ohne weite
der Biegebealspruchung rm Tret- res zur Rahmenfefiigr.:ng eig-nen.
leccr- rrnd S:itel horoich AÄliaaatritt\
leicht zu verlcaften. Die Gegend um
das Steuerrohr wird erst, wenn der Besondere Rohrformen
Radler auf ein Hindemis rauscht, mit
höheren Belastungen konfrontierl, Bei Auch Fahrradrohre sind von Mode-
normalen Rohren ist die Gefahr groß, strömungen betroffen, Eirr Beispiel
daß Ober- und Unterrohr bei solchen dafur ist das SLX-Rohr von Colum-
Stößen einlanicken, Daher bewirkt bus. Als Besonderheit wird von der
die Verdickung auch hier hinsichtlich Werbulg hervorgehoben, daß die
der Materialerhaltung Positives. Endbereiche durch fi.rnf 0,35 mm
Der größte Vorlerl endverstärkter drcke Rrppen verstärkt smd, - angeb-
Rohre zeigt sich in der problemlosen lich ermöglicht das höhere Torsions-
Verarbeitung, Zum einen ersetzt die belastr.rngen, Hätte man siattdessen
zusätzliche Wandstärke die beim der Wandstärke einfach 0,2 mm zu- In erster Linie werbewirksam ist die
Lötvorgang eir gebüßte Festigkeit, gegeben, würde das Rohr zweifels- Rohzyerstärkung per Rippen. Eine
zum anderen ist es nicht mehr so ohne besser mit der beschworenen gle ic hm äßige W an dstärke nve rd icku n g
schlimm, wenn bei der Nachbearbei- Torsionsbelastung fertig werden, >bringt< mehr.
+r I r
fitno dio Failo ain uronin el.rnanrtcnhi Ähnliches grlt übngens für Rohre,
rst, deren Querschnitl vom runden ldeal
Die Nachfahren des ersten Nahtlos- abweicht. Nach me vor ist das kreis- I(räften. Es sei denn, Belastungen
ziehers, heute die Frrma Mannes- runde Rohr Sieger im Kampf mit den wirken überwiegend auf Biegung hin Irc
marn (versorgte übrigens schon seit verschiedenen hereinstürmenden - hier kam ein oval gedrücktes Rohr
durchaus Vorteile bringen. Ein :
queroval gedrücktes Oberrohr bei- =:
spielsweise fängt die vom Lenlcrohr -::
Die Geometrie eines sogenannten endverstärkten Rennrahmen-Rohres. bzw. Lenker ausgehenden Verwin-
dungen ziemlich gui ab, Wobei aber
:l=
gesagl werden muß, daß hauptsäch-
lich Biegespanmrng auf das Ober- r--l
rohr einwirkt, Obendreil macht ein i.-:
solches Rohr den Rahmen vertikal t--:
elastischer, sorgt also fur mehr Fahr- -:
komfort.
Von welchem Produzenten die Rohre
stammen. isi mittlerweile fast egal,
Die renommiefien Rohrzieher liefern
sich irr Sachen QuaLität ein Kopf-an-
Kopl-Rennen. Den Wandstä rken der
Rohre sollte die größte Aufmerksam-
keit gewidmet werden, denn sie ent-
scheiden uber die Steifigkeit, Und sie
ist ungeheuer wichtig für Rahmen,
die höher als 58 cm sind.

24
)n Das Kernstück des Rades: der Rahmen
Das Fügen der Rohre wefnrollen Rahrnen geht eine Phos-
phatieruag voran, die die Stahlober-
fläche mit einem Hauch von Phosphat
Aus den Rohren sollen schließlich durchsetzt und zum einen eine Arl
Rahmen werden, G anz zu Begrnn Rostschutz darstellt, zum anderen
bestanden die Rahmen aus Volleisen, eine optimale Unterlage fur die Grun-
das man im Schmiedefeuer zusam- dierulg und den Lack bildet,
menschweißte, Rohre - innen hohl -
wären fur dieses Unterfangen nicht
geeiginet gewesen, weshalb man sre
mit Muffen verbard und per Hart-
Nacharbeiten
1ötung die Vereinigr.mg dauerhaft be- Bevor es darangeht, denRahmen zu
sicncltc An dcr Prnzecir11 hat SiCh lznmnlaffiaran
Nvlr{JlsLrlsrslr. m,,R
rl ruJ frvufr
-n^1^ -r^1.^^--
rfdufr!,Edr-
hiq zrrm horrtiaan Teno ninhi< aoän- beitet werden, Dazu gehört zunächst
dert. Qualitätsmäßrg angehoben das Nachschneiden und Planfräsen
wurden lediglich die Rohrmateria- des Tretlagergewindes. Die Seiten
lien, die Muffen sowie das Lot und des Tretlagergehäuses müssen nach
sein Flußmittel. Und Qie Wärme- dem Planfräsen zumindest zuzwei
m ralla hai ßt ninht molrru QnhmiaÄa-
uuffffffsug- Drittei von Lack und Farbe befrert
ofen, sondern Gasbrenner. sein. Nur dadurch könaen die Kugel-
Andere Versuche, die Rohre zover- Iaulbahnen der Tretlagerschalen
binden - wle mit Stiften, Nieten oder später parallel zueinaader siehen.
Schrauben - sind gescheitert, Erst in Auch die Planselten der Steuerrohre
letzter Zeit haben sich das lCeben, sind noch von Lackier-ungsresten zu
vor alIem bei Alu- und Carbon-Roh- befrelen, sonst sitzen die Steuerscha-
t die ren, sowie das \MG-SchweiSen len nicht übereinstimmend,
ne (Wolfram-lnert-Gasschweißen) eine I Steife Muffenlötung, wenn die Rohre in Bei der Nachbearbeitung des Sattel-
dickung gewisse Anerkennung der Rahmen- der Muffe auf Gehrung liegen. rohres wird von den Herstellern oft
hersteller verschaffen können, 2 Elastische Muffenlötung, wenn die geschluderl. Die Folge ist immer ein
Aber zuerst zum Löten. Rohre einen A.bstand zueinander Grat im Sattelrohr, Dieses fugemis
halten. Aber - die MufIe muß ent-
schafft man am besten eigenhändig
sprechend stabil ausgelegt sein.
rgen aus derWelt, indem man sich einen
gung hin Löten heute Streifen I 8Oer-Schmirgelleinen um
Unten rechts: Nacharbeit in Eigen-
ies Rohr leistung: Es vermeidet Kratzspuren an Teiaa- a,)ar \,4ittalfinnar lorrf rrnd r-le-
ln Das Grundprinzip ist einfach: Man der Sattelstütze. mit die obere, irnere Kante der Sattel-
>hr bei- erwärmt zwei Metallteile unterhalb mu-ffe, den lCemmschlitz über seine
nlcohr ihres Schmelzpunktes urrd >bindet< So werden Aluminium- und Carbon- gesamte Länge und dle Entli:ffLngs-
die beiden mit einem dritten Meia-ll, rahmen geklebt: Ein Klebestutzen ragt
erwin- bohrung des Oberrohres bearbeitet,
ins Rohrinnere und sichert den Kraftfluß.
cei aber dem sogenannten Lot, welches ge-
uptsäch- schmolzen wird, Was hrer so lapidar
fber- klingi, ist inWahrheit eirr enorm
Lcht ein komplizierter Vorgang. Die Auswahl
:rtikal des richtigen Lotes, die Vorberei-
)hr Fahr- tung der Rohrmaterialien und der
Lötvorgang selbst sind sehr sorgfäl-
lie Rohre üg auszufluhren, Dazu sind viel Wis-
:egal, sen und Erfahrung notwendig,
:r liefem Ist der Rahmen ferlig, kreisen Feile
ryr-d1- i.md Schmirgel zu Nachputzarbeiten,
<en der Oftmals eine sturidenlange Werkelei.
Saldstrahlen, ab und zu schon durch
. sie ent- Beizen ersetzt, schließt sich daran
. Und sie an. Endziel der Schufterei ist ein me-
tmen, tallisch sauberer Rahmen, der dann
grundiert werden kann, Bei einem

25
Das Kernstück des Rades: der Rahmen
Zusammenfassung O AmRahmenwird Seitersteifigkeit schließ[ch nicht bloß den Bienen als
verschenkt Baustoff, auch andere Insekten r.rnd
durch zu enge Sattelstrebenan-le- Pflanzen schützen sich mit dem was-
Damit dieses komplexe Thema Rah- ffrnd.nc Qi+zrnhr serabstoßenden Naturprodukt vor
men übersichtlicher wird, noch ein- durch blkonische (oben ditnner Feuchtigkeit und Nässe.
md kurz und krapp das Wichtigste: werdende) Sattelstreben, A1s Versiegeh.rng der kostbaren Rah-
O Langer Radstand und großer durch moderne Tretlagermuffen, menrohre bietet sich ein hauchdün-
Nachlauf verbessern den Gerade- die auf den Steg zwischen den ner FiIm aus Wachs geradezu an,
auslauf des Velos, Wobei ein lan- Unterstreben verzichten. Schmutz und Rost starten dann ver-
ger Hinterbau gninstiger ist als ein gebliche Versuche, das Metall anzu-
langer Vorderbau. greifen. In diesem Zusammenhang
O Ste:.le Steuerrohre und kurze Hin- Lackpflege erweist sich das ofl gepriesene
terbauten machen Räder wendig, Sprtihwachs aus der Dose ein weite-
Wenn die Steuerrohrneign:ng stei- Regelmäßige Pflege gehört norma- res Ma-I als sehr nützlich und prak-
ler als 74 Grad wird rurd die Hin- lerweise zum Alltag eineS gewissen- tisch, Ein wenig davon aufs Rahmen-
terbauläinge unter 40 cm rutscht, haften Peda-leurs. Neben allen ande- rohr sprayen und mit einem saube-
bekommt das Rad ein kritisches ren Bestandteilen des Fahrrades soll- ren Lappen verteilen, Dam das
Fahrverhalten. te auch Lack und Chrom Gegenstand nächste Rohr, die Felgen, das Zu-
O Tiefe Tretlager (Bodenfreiheit un- dieser regelmäißigen Aktionen sein, behör >benebeln<, bis letztlich das
ter 27 cm) vermittel:r ein sicheres Das Auge radelt schließlich mit, Und ganze Rad von ejnem dirnnen Film
Fahrgefi.thl, >verschenken< aber der beste Rahmen wirkt nicht, wenn der schützenden Masse ummantelt
Seitensteifigkeit. ar rrndanflaart ie+ ist. Nach einer Mertelstunde Warte-
C Rahmen aus dijrnwandigen Roh- Man kaffr davon ausgehen, daß zeit das Wachs mit einem weichen
ren bieten mehr Fahrkomfort, nei- jeder noch so gute Lack im Laufe Tuch glänzend reiben. Dadurch ist
gen aber bei weniger versierten der Zeit kleine Schönheitsfeh-ler die Oberfläche zudem noch leicht
Radlern zum )Rattern(, bekommt, Steinchen werden gegen schmutzabweisend - also erleichter-
O Die Seitensteifigkeit eines Rah- den Rahmen geschleudert, oder te Radpflege.
mens häingt entscheidend von Transporte auf dem Autodach bzw. Lack-Politur schmirgelt verwitterte
Rohrwandstärke und Rohrdurch- im Kofferraum hinterlassen ihre Oberllächen etwas ab und faißt da-
messer ab. Spuren, Irgendwie findet der Rost durch auch verblaßten Lack wieder
O Aluminium-Rahmen können bei dam denWeg zum blanken Meta-ll, farbenfroher erscheinen. Doch ja
geringerem Gewicht nur dar:n mit Was tun? Am besten eine Anleihe bei nicht zu eifrig polieren, sonst wird
der Steifigkeit von Stahl-Rahmen der Natur machen: Wachs dient der Lack dimler, Ein bis zwei Politur-
konkurrieren, wenn ihre Rohre
einen gnößeren Durchmesser
Schier unbegrenzt ßt der Einsatz von Sprühwachs. Hier wkd der Lack konsewiert.
haben, Die neuesten Carbon-
Rahmen übertreffen diesbezüg-
lich allerdings wieder die Stah-l-
rahmen,
O Kleine Rahmen sind steifer, weil
ihre Rohre lctirzer sind. Werden
die >Kleinen< jedoch mit langen
Sattelstützen und Vorbauten aus-
gestattet, gelangen größere
Hebellcräfte auf den Rahmen; die
einen Teil der Steiflgkeit wieder
eliminieren.
O Das lcreisrr-rnde Rohr verlcraftet
zus arrunengesetzte Belastungen
(Zug, Biegung, Torsion) am
besten.
Querovalgedrückte Rohre als
Ober- und Unterrohr machen
das Velo seitensteifer und kom-
fortabler.

26
en Das Kernstück des Rades: der Rahmen
ge*ra],s Einsätze pro Jahr sind vollkommen
e.-.;nd ausreichend, Lieber die Lackschlcht
trr- -vVaS- durch Einwachsen schonen,
rü: vor Aluminium rostet bekanrrtlich nicht,
doch es oxidiert. Dann bildet sich
uenRah- jene weißiich pulvrige Schicht, die
pc:dün- A]uminium erschreckend schnell lrnd
il an, tief >anfrlßt<<, Straßenschmuiz und
r ver- Körperschweiß bescNeunigen die-
gdzu- sen Piozeß vehement, Aber schon
rllna ein Polieren der Oberfläche kann
den Verfall stoppen, Die zerklirftete
m.-werte- >ALu-Haul< unlcearbeiteter Alumini-
:.:rak- um-Oberflächen sieht rmter dem
F;:men- Mikroskop wie eine Felsenlandschaft
--,,L^ aus, Geglättet, also pohert, nimmt
l;q man der Oxidation denAnsatzpmkt, Noch eine Einsatzmöglichkeitvon Sprühwachs: Überall können Schrauben gegen
ts Zu- an dem sie >krabbem<< könnte, Elo- Festrosfen und Lösen mit Hilfe von Wachs qesichert werden.
ä-r das xieren ist ein noch effektiverer Schutz,
.q- Filrn Dieser Vorgang erzeugt auf galvani- Schraube gehöfi dann der Vergan- gungsmittel enthalten sind.
E-antelt schemWeg eine erste Oxidations- genheit an. Zugleich wird sie durch Warmes Wasser und ein weicher
, -ri-*^
t.f 4Le- schicht, die anschließend verdichtet, das zäher werdene Wachs zuverläs- Schwamm sind die Mittel derWahl.
e-chen sogar gefärbt wird, Weitere (schädli- sig gehalten. Die Schraube kann sich Das im Verlauf der Waschung herab-
;=ch ist che) Oxidation ist somit gebarmt, Er- a-lso nicht mehr unangemeldet aus rinnende Wasser läßt die Lagerun-
:..-,icht fahn-mgsgemäiß lst auch das noch dem Staub machen, gen r.rngeschoren, Die Fetlpackung
reichter- nicht ideal, daher auch die Alu-Ober- Nach einer Regenfahrt bloß keine schützt zur Genüge,
flächen wachsen, Optischer Glanz Reinigungsaktion per Dampfstrahl- Werden Lackschäden erst zu einem
r=ierte und die Festigkeit des Materials sind gerät: Der Kombination von starkem sp äteren Zertpunkt wahmehmbar,
a3t da- den zusätzlichen Aufwaad wert, Druck und hoher Temperatur des steht eine gri.indliche Ausbesserung
rlrieder Mit diesen beiden Anwendungsge- dampfenden Strahles haiten weder der rostgefährdeten Stelen an. Die
-nh ir bieten haben sich die Dienste des die >gedichteten< Lagemngen noch Schadstelle entfetten und mit Ori-
r -arird Wachses noch lange nicht erschöpft. die abgedeckten Leichtlauflager des grnallarbe wieder auffu.llen. Zngtger
ei Politur- Sämtliche Stellen, an denen etwas Rennrades stand. geht dies mit Tipp-Ex als >Fr-r.ller<.
geschraubt bzw, gesteckt ist, sollten Auch das sollle bedacht werden: Rit- Renommiede Rahmenhersteller lie-
mittels Sprühwachs verdichtet und zen und Spalten im Lack slnd nach fern Lackstifte im Rahmenton von
ttiert.
somit vor Korrosion geschützt wer- der >Dampfstrahlr.rng< err gefunde vomherein mit. Die gefuJlten Siellen
den. Besonders am Spalt zwischen nes Fressen fur den Rost, auch weil damit überlackieren.
Sattelstütze und Sattelrohr, zwischen im Dampf noch aggressive Reini- Die Farbe mit einem feinen Pinsel
Nippel und Speichen sowie Nippel
Lackschäden kann man se/bsf ausbessern. Zuerst Farbe auftuofen. trockenen Lack
und Felge, an Vorbau und Lenker
dann glattschmirgeln.
und am Gabelschaftrohr empfiehlt
sich diese Sprühicrr. Die Schraub-
schalen des Tretlagers, die Trenn-
zonen von Steuersatz und Steuerrohr
zuzüglich aller Schräubchen und
Mütterchen freuen sich auf diese
Ftrrsorge,
Ein angenehmer Nebeneffekt ist die
zusätzliche Schraubensicherheit
durch das ausharzende Wachs: eine
Schraube erst wreder an ihren Be-
stimmr.rngsorl zurückbrrlgen, wenn
Muttem- und Bolzengewinde mit
arnam klarhah
slfgf f I Ngulgll \^fltrar
uPl ILZSI \trI-^L..'^-
v v dlifJ v vI -
sehen wurden, Das Festrosten der

27
Das Kernstück des Rades: der Rahmen
auftragen, Die erste Lage so dünn
wie mögüch, damit slch die Ränder
nicht kräusel:r, Nach einer Trocken-
zeit (mittels Fön zu verldirzen) weite-
re Lagen aufpinseln, bis das >Loch<
gef,rllt ist (falls nicht Tipp-Ex diesen
Part bereits übernommen hat). Ist
sorg,fältig gearbeitet worden, karur
das Ergebnis schon jetzt auf der
Straße präsentiert werden.
Doch es geht noch besser: Einen
Bogen SOOer-Schmirgelpapier :n
schmale Streifen schneiden, diese in
Wasser mit einigen Spritzern
GeschirrspüImittel tr.rnken Lrnd damit
um's Rohr schmirgeJn. Hin und her,
raulund runter, bis die Flickstele
oinnaahnai ic+ Llrnda#
,-..,,*.*-,.prozentlgen
Feinschliff erzielt man durch eine
Nachbehandlung mit t OOOer-Schmir-
Lackschutz vor der schlagenden Kette bietet ein Klebestreifen.
gel, Den Glanz bringrt schließIich
etwas Autopolitur, A_ll diese Utensilien
zur Reparatur werden im Autozu- gend Abstand zwischen Düse r.rnd tur noch errmal richtig auf Hochglanz
behörhandel geftihrt, Oberfläche ha-]ten, Lieber mehrfach bringt, grirndlich entfettet und am
Häufen sich die Schadsteilen an eini- zu düLm sprühen, als einmal zu dick, Schlu3 mrt l{arlack versiegelt, Die
gen Zonen (Gabelscheiden oder Ket- sonst g-ibt's >Lack-Tränen<. Auch ist Lacke sind mittlerweile - wie auch
tenstreben), kam man durch richtig eine höhere Umgebungstemperatur Sprühwachs - überwiegend in >um-
gesprühte Te.il-Laclcerungen fur vorteilhaft , weil die VerdüLr-rrung weltfreundlichen< Sprühdosen abge-
Abhilfe sorgen. Gezrelt gewäihlte dam schneller verfliegrt und eventu- ftl-llt.
Farbdifferenzen können die Optlk elle >Tränen< kaum noch Zeit haben, Wer seinem Rad die besondere Note
des Rades ja durchaus aufwerten, sich zu formieren. verleihen will, sozusagen ein
Wie gehabt, werden zu a-llererst die Wem abrupte Farbübergänge zu Schmuckstück daraus z aubern
Kralzer und Risse ausgeftillt, diesmal simpel sind, kar:n auch Spitzen und möchte, hat vielerlei Möglichkeiten.
alierdings mit feiner Spachtelmasse. Bögen in sein Lackierr.rngs-Pro- Zum Beispiel fejne Linierungen der
Daraa ansch-ließend den gesamten gralrun aufrrehmen, Dazu ein schma- Vertiefungen an Muflen r:nd Kurbel-
Sprühbereich leicht arrsch-leifen, Jetzt les 2-mm-Band aus dem Modellbau- stern, Fräsr-rngen arr der Sattelstütze
geht's ans Ankleben. Ern klerrer Tip: laden besorgen. Ein breites Baad und einigen anderen Stellen - ganz
Die nicht zu ]ackierenden Flächen bereitet nur Scherereien - es legt nach Geschmack, Dabei kommt der
gut abdecken, derur der Farbnebel sich Lrnwillig in Kurven, hebt stellen- feine Pinsel emeut zrlm Einsatz, Ein
verselbständigl sich oft jn ernem weise sogar ab. fusselfreier Lappen sollte in Reich-
nicht vorhersehbaren Ausmaß. Wer einen sorgfriltigen Lackauibau weite liegen, um ldeine Ausrutscher
Damit die Lackschicht später ohae fur ilberllüssig halt, bekommt post- umgehend beseitigen zu können,
Absatzkaate bleibt, empfiehlt es sich, wendend die Quittung, wem der Verzierungen sozusagen aus dem
die Sprtihgrenze mit einem schmalen neue Farbstrahl die Ränder der Handgelenk heraus sollten eigenttich
Klebeband zu verdecken Begtrutt Steinschlaglöcher l<äuselt. Selbst zitterfteien, erfahrenen Experten vor-
der aufgetragene Lack zäh zuwer- nach grlindücher Vorbereitung ist es behalten werden. Besser wieder auf
den, den Streilen abziehen: späte- am sinnvollsten, die erste Schicht nur das 2-mm-Baad zurückgreifen, Wird
stens aber nach fiinf Minuten. Die hauchdiinn aufzutragen und abzu- es rechtzeitig entfemt, entstehen
Farbe verläuft aulgrLrnd dieser Vor- wanen, was passtert, auch bei solchen Feinarbeiten keine
sorgemaßnahme weich und ohne An einigen Rädern ist auch der unschönen Lackabsätze, Der Lack ist
jene Kante, an der sonst ewig das Chrom nicht mehr taufrisch und ten- wie >aus einem Guß<.
Lappengefu ssel hängenbieiben diert in Richtung >Reibeisen<<. Unter Daß die Kette nicht gerade zimper-
würde. Umstämden gibt es in solchen Fdllen lich mit dem Lack umgeht, hat schon
Beim Sprühen unbedingt die Ge- noch Rettung, wenn man die Chrom- vieie Velo-Eigner zx V erzweiflung
brauchsaaweisung beachten. Genü- teile mit viel Muskelschma_]2 und Poli- getrieben.

28
I Das Kernstück des Rades: der Rahmen
Spezielle ICebestreifen (auch mit Zah-lreiche Defekte sind nicht gleich sinnvoller, einen Rahmenbauer auf-
Chrom-Effekt erhä1tIich) schützen offensichtlich. Ist man unsicher, zusuchen, schon der persönlichen
den Kettenstreben-Lack vor der bru- inwieweit der Rahmen nach einem Sicherheit zuliebe,
tal am Rahmen schlagenden Kette, leichten Sturz doch verbogen sein Genauer läßt sich ein verzogener
Beim Transport mit ausgebautem könnte, ermöglicht das Peilen vom Hinterbau auf folgende Art nachwei-
Hinterrad ist der Lack durch die Steuerkopf zum Sattelrohr eine erste, sen: Mit einer geraden Leiste oder
schlagende Kette sehr gefährdet, bereits ziemlich exakte Orientierung. einem strammen Faden vom Steuer-
Der bei manchen Modellen angelö- Sich dazu in gut 3 m Abstand vor das rohr ausgehend und das Sattelrohr
tete Kettenhaken erfült seinen Zweck Rad hocken, und zwar so, daß sich berührend den Abstand vom Ausfa]l-
hier nicht. Ein anderes, wirksameres die Außenwölbung von Steuer- und ende zur Leiste (oder zum Faden)
Mittel ist ein Stück Besenstiel. Bis zu Sattelrohr aus dem Blickwir:kel des ermrtteh, Ebenso auf der anderen
I27 mmlangwird es als Stellvertre- Betrachters heraus decken. Ein Auge Seite des Rades. Sind es mehr als
ter von Ritzel und Nabenkörper irs zu-lcreifen, Nunmehr ist urschwer er- 2 bis 3 cm - r-rnverzüglich zum Rah-
Ausfallende praktiziert. Natürlich ist kennbar, ob belde Rohre noch paral- menbauer.
dazu vorher das Hinterrad auszu- le1 zueinander stehen, Spätestens Der Gabelverzug ist jn einer Dreh-
bauen, Eleganteste Haltemöglichkeit, eine Freihändrgfahrt macht es spür- bark einwandfrei auszumessen, Der
um den durchbohrten Besenstiel am bar - das Rad >zieht< dam zur Seite. Gabelschaft wird bis zum Konus-Sitz
Ausfallende zu halten: Eine Spam- Ein preiswerter Rahmen, der nur we- ins Drehbanldrtter gespanrrt, Vom
\-, achse, Positive Nebenwirkuag: Auf nig verzogen ist, läßt sich fast immer Reitstock an denAbstand zu den Ga-
diese Weise kann beim Transport wieder auf Vordermann bringen, belscheiden messen. Gabel im Dreh-
auch kein unbedachter Tritt den Hin- AJlerdings ist man dazu auf parlner- banldutter um I80o drehen und er-
terbau verbiegen. schaftIiche HiJfe angewiesen, Der neut vermessen. Normalerweise
Ianz Partrer hält das Rad beim eingebau- wäre es keine große Sache, die Ga-
ten Hinterrad (es muß ja nicht udce- bel auf der Stelle zu richten. Doch ist
3 dingt das teure mit 28 Speichen sein) dieses Vorhaben, ebenso wie die
i.1 Verzogener Rahmen und und am Sattel. Nunmehr ein langes Entscheidung - noch brauchbar oder
r11- andere Unfallfolgen Rohr irs Gabelschaftrohr des Rah- Schrott - wiederum dem Rahmen-
mens stecken, Die Gabel muß selbst- fachmann zu überlassen.
Stlirze sind wohl so ziemlich das Un- verständLich zuvor demontied wer-
'lote angenehmste, was einem Radler den; und der Rahmen ist damit wie-
passieren kam. Seine Blessuren ver- der so hrnzubiegen, daß Gabel-
heilen meist problemlos - doch die schaft- und Sitzrohr fluchten. Wohl-
)n, seines Sportgerätes?! Wichtig ist in gemerkt - diese Anleitr-rng ist aus-
jedem Fall, sich rechtzeitig vom Rad schließIich tur Rahmen aus Billig-
^l zu lösen. Die Querfeldeinfahrer sa- Rohren zutreffend. Kostet das tra-
ze gen: >AJlein fä111 sich kein Rad ka- gende Skelett des Fahrrades jedoch
)z putt,< Tatsache ist, daß die ilLlcelsten um die 1000.- DM ist es wesentlich
Ier Beschädigungen am Rad häuIig von
m der >stürzenden Masse< des Fahrers
bzw, mitlallender Leidensgenossen
.er stammen, Das Rad sieht darrr selten
besser aus als der Besitzer.
I
lich
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ru-f
1rd

ne
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d

29
Das Kernstück des Rades: der Rahmen
>rlQnutsch<cZonen

Bei Auffahrunftillen >dämpft< die Vor-


dergabel die meiste Verformungs-
energ'ie, indem sie sich nicht selten
bis in Tretlagemähe nach hinten
biegt. Unterwegs - vorausgesetzt,
maa ist noch fahrfüchtig - bleibt zur
Schnell-Reparatur nur die >Willi-
AJtig-Methode< (siehe Abb links)
Beim Heimrollen dann bitte auf der
Hut sein. Eine zurückgebogene Ga-
bel sowie ein entsprechend >behan-
delter< Rahmen sind sicherlich wie-
der einigermaßen einsatzbereit; der
Dauerbelastbarkeit sind mrn jedoch
Grenzen gesetzt. Brüche sind mit
einzukalkulieren.
Ist dagegen jemand von hinten auf
das Rad aufgefahren, ist unter Um-
ständen das Schaltungsauge verbo-
gen. Das Schaltungsauge kar:n man
mittels eines geliehenen zweiten Hin-
terrades zumjndest provis orisch
Nchtmethode für unterwegs, wenn die Gabel verbogen ist: Füße am Tretlager begnadigen:
abstützen und Gabel mit Vorderrad qerade ziehen. Die Schaltung abschrauben, das
zweite Hinterrad ins Schaltungsauge
drehen und mit einer Spannachse
Verbogene Schaltungsaugen lassen sich mit einem zweiten Hinterrad ausmessen festspannen, An der so entstandenen
und richten.
Zwillingsbereifimg kann man mrn
denkbar einfach die Abstaadsdiffe-
renz zwischen den beiden Rädern
peilen und sodann mit einem gefühJ-
voilen Ruck firr einen korrekten
Parallellaul sorgen.

Experten-Urteil
Die >Do-ifyourself<-Methode im
Zus ammenhang mit verbo genen -:t€

Rahmen kann unter keinen Umstiin- i.E

den empfohJenwerden; vielmehr ist


zu hoffen, daß memand es scheul -
schon der eigenen Sicherheit wegen
- sich an einen versierten Rahmen-
bauer zu wenden. Ist der Rahmen im
Bereich der drei Hauptrohre verbo-
gen, bleibt ohneh.in nichts anderes
übrig, Mit Fachkerurtnis und Erfah-
rLrng erkennt der Rohrexperte am
ehesten, ob und was von demVelo
noch zu retten ist, ,\uch bei Itricken
oder Rissen an den Muffen ist er die
kompetente Anlaufstelle,

30
1 Das Kernstück des Rades: der Rahmen
Übrigens, selbst beim Alu-Rahmen Größte Aufrnerksamkeit ist bei Edel- Tip: Der Entscheidung zu einer Lrve-
kam der autorisierte Fachmarr rahmen geboten, denn sie sind aus stition von ülcer 1000,- DM fr-ir den
irmerhalb gewisser Grenzen noch ungeheuer hochwertigen und diin- Rahmen sollte gleich die Besorgr:ag
Ior- etwas drehen r-md wenden, Carbon- nen Rohren gebaut, Diese fedem der Adresse des Rahmenbauers fol-
Rahmen vertragen derartige Be- zwar gut, besitzen aber weniger
mühungen aber nicht - sie brechen Bruchdehnung, Das heißt, sie reagie-
:" an kaum vorhersehbarer Stelle plötz- ren auf plastische Verformr.rrgen
lichweg. recht empfindlich,
ur

'a-
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lor
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ln
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L

h1-

Besonders für Rahmen für große Fahrer hietet sich das >tMax-RohK von Columbus an. Im Bild der Cratoni-Rahmen,
1- der trotz Rahmengröße 62 nur 2,4 kg wiegt und enorm seitensteif ßt.
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31
Was den Rahmen zumRennrad macht

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Was den Rahmen zamRennrad macht
Was unterscheidet ein billiges von
einem teuren Rad, ein teures von
einem sehr teuren Rad? Naja, wird
der Fachmann sagen, beim teuren ist
eben alles mehr oder weniger bes-
ser, Nachdem das Fahrrad aus sehr
vielen Einzelteilen besteht, wirkt sich
die Anhebung der QuaLität in jedem
euuel:ren Teil in der Gesamtqualität
und natiirlich im Preis aus, Sicher ist
dabei der Rahmen das Herzstück,
aber zum Remrad wird das Ganze
erst dwch seine Komponenten, Auf
die Auswah-l, Warfung und Pflege
dieser Komponenten, jedes Teil flr
sich ein ldeines technisches Wunder-
werk, Iegt jeder Radsportbegeisterte
besonderenWert.
Im folgenden wird versucht, alle
wichtigen Aspekte fiir die einzel::en
Komponenten darzustellen, Dabei
Iiegt je nach Teil der Schwerpunkt Einfetten eine s Le de rsatte Is.
mehr auf der Darstellung der techni-
schen Prlnzipien, der Wahlmöglich-
keiten verschiedener Modelle oder ballen eingerieben werden. Damit es Jetzt wird der Sattel montiert und
der Wartung und Pflege. In jedem schneller einzieht, wird es samt Sattel zunächst nur kurz probegefahren.
Fall sollte jeder die Information und 10 Minuten bei 50 'C im Baclsohr Maximal 30 bis 40 krn, deru: schließ
die Ratschläge finden, die ihm helfen )gegart(. Dam die Ebfettungsproze- lich ist der Sattel noch relativ hart.
und nützen, Spaß an seinem Rad zu dur wiederholen. Den Sattel erneut Beim nächsten Mal können darur
haben. mit den Handballen lcäftig walken schon ein paar Ki-lometer mehr zuge-
oder noch wirkungsvoller durch legt werden, Seine wahren Qualitä-
viele ldeine Schläge mit einem ten - so sagt man wenigstens - zeiE
Sattel Gummrhämmerchen bearbeiten. der Sattel dann nach etwa 300 lan.
Die vom Sattelgestell gespannte I'ederdecke paßt sich an und federt obendrein.
Radrennsportler sind fLir ihre konser- Der Sattel selbst federt um so mehr, je nach Abstand von Sattelkene zu Auflage
vative Einstellung bekamt, und sie des Fahrergewichtes (At).
ist bisweilen sogar begründet, So
radelrr nicht nur )alte Hasen< mit
einem Ledersattel durch die Lande.
Nach wie vor sorgt ein gepflegter
und ausreichend >eingerittener<
Kemledersattel fi:r einen hervor-
ragenden Sitzkomfort. AJlerdings ist
es ein schönes StLickArbeit bis dahin
und ein mühsames Unterfanqen, das
Erreichte zu halten,
Gleich nach dem Kauf beginrrt auch
schon die Pflege. Der neue Sattel
muß ausgiebig mit Lederfett behaa-
delt werden. Fahrradläden bzw.
Großversender haben es in ilrem
Sortiment. Wichtig ist, daß während
der Behandlung vorwiegend die
Innenseite des Sattels >ihr Fett abbe-
kommk<, Das Fett kann per Hand-

34
Was den Rahmen zumRennrad macht
Unproblematischer und heutzutage
auch komfortabel ist der Kunststoff-
saftel. Vor allem bedarf er keiner all-
zu aufwendigen Pllege und ist prak-
tisch sofort errsatzbereil. Der Kern-
ledersattel verlangt nach dem Einfah-
ren weiterhin in gewissen Abständen
erne Behaadlung mit Sattelfett. Er
muß obendrein ein- bis zweimal
jfirlich naöhgespannt und tunlichst
vor Regen und intensiver Sonnenein-
strahlr-rng geschützt werden.
Belm Kr.rnststoffsattel kann mal all
dres vergessen, Und er ist leichter,
SeinAufbau ist dem des >Kernigen<
ähnlieh Arreh hei ihm sngl11 eyr Sat-
telgestell das Satteloberteil, welches
;edoch aus Kunststoff besteht r:nd
entschieden härter ist als das orgaru-
sche Leder, Aus diesem Grunde pol-
stert man die Satteloberseite noch
aus. Ganz moderne Sättler legen so-
gar eine Lage Silikongel dazwischen,
welches srch den individuellen Kon- Eine neue Sattelgeneration löste der Ver- halt md nach vorne, wenn die Dreh-
kaufserfolg des >Flite<-Sattels aus. Elne zahl erhöht wird und mal nach hinten,
turen anpaßi. Allerdings kam es
dünne Polsterung, eine mitschwingende
durchaus vorkommen, daß bei man- wenn ein dickerer Gang vor dem
Satteldecke und ein besser federndes
chen Sätteln sozusagen >bleibende Titan-S attelgestell bieten heworragen-
Wind gehallen wrrd bzw. wenn es
krarnar rf aaht
Erldrücke< entstehen, werrr das Gel den Sitzkomfort bei nur 200 Gramm
nicht von bester Qualrtät ist, Der ei Gewicht. Welcher Sattel min der beste ser,
e gentLiche Vorteil wird dann zu einem kann man beim bestenWrllen mcht
s chmerzlichen Nachteil.
s:ncn T)or cinc schrvcl-rf mit seinem
Unten: Frauen benötigen kürzere Sattel im siebten Himmel, dem an-
in der Regel sind bei Rennfahrern
und breitere Sättel
schmale Saftelausfijhnrngen gefragit, deren würde genau dieser Sattel
Sie werden übrlgens auch nicht nur Schmerzen und Pein bererten.
\Jrrr oinoc trilt fiir Kaino Rillia-
-cermanent auf err und derselben Rechts: Enormen Fahrkomfort bietet ^lla
Stelle >besetzk<, Der Radler rutscht dieses gefederte S attelgestell. sättell

35
Was den Rahmen zrrmRennrad macht
u
Sattelstütze I
1T

Die Sattelstütze bringt den Sattel auf I


Position und fixiert ihn, Für Rennrä- tl
der sind die sogenar:nten Patentstüt- rl
zen gebräuchlich. Mit ihnen kam der I
Sattel problemlos und schnell mon- I
tiert werden und ist außerdem noch ü
besser fixiert. I
Die SatteJneigr.mg und waagerechte
Verstellung lassen sich bei der über-
wiegenden Zah) der Stützen an einer
einzigen Schraube einstellen (entwe-
der mit einer I3er-Sch]üsselfläche
oder einem 6-mmJnbus). Dazu ein
Tip: So11 der Sattel aussch-ließlich
horizontal verschoben werden,
reicht es, die Schraube nur minimd
zu lösen. Damit ist gewfirleistet, daß
sich die Sattelrteigtmg nicht ver-
ändert, Zur Neigungsverstellr-rng des
Sattels: Schraube weiter lösen,
Bei einer Reihe von Stützen - wie
Campagrnolos Super Record oder Mit einer oder zwei Schrauben fest: Zur Neigungsverstellung die
Miche - neigt sich der Sattel stufen- Iäßt sich der Sattel auf der Stütze eine Schraube Ieicht lösen r-rnd rn--
los, bei Laprade rastet der Mechanis- verstellen, der anderen die Spamung wiede:
Oben die feiner einzustellende Halterung
mus in Zwei-Grad-Schritten ein, Die herstellen, Hierbei neigt sich der S=-
mit zwei Schrauben.
alte Campa-Stütze sowie die Modelle Unten die einfachere Iösuno mit einer tel, Soll der Sattel lediglich horizor:.
von Rubis, SR und Sr-rntour ldemmen Schraube. verschoben werden, die Zah-1 der
das Sattelgestell mit zwei Schrauben Umdrehungen der Schrauben
zäh]en, um ansch-ließend die Positic"
der Sattelneigung ohle Zögern wie
derzufinden, Bei Campagnolo und S:
sind die beiden Halteschrauben ur:-
ter der Sattelfläche versteckt, und r:';
mit einem Spezia-lschlüssel (im Fac--
handel erhäiltlich) ist an sie heranzL:-
kommen.
Einfache Renner haben häufig noch
die altertümliche Sattelkerze mit KIc-
ben. Lupft man arl einer Seite die
Schlirze der Satteldecke, findet ma:-
darunter eine I 3-mm-Sechskartmr::-
ter, die auf der Gegenseite eine
Schwester hat. Sollte diese mitdre-
hen, muß sie mit einem zweiten
Schlüssel festgehalten werden.
Moderne Rahmen mit steilem Sattel-
rohr bereiten Fahrern mit relativ lar:-
gen Oberschenkeh Sorgen, da sie
den Sattel nicht ausreichend genug
zurückschieben können, Ihnen seier
die alten Campa-, SR- oder Rubis-
Modelle empfohlen. Sie >bringen<

36
Was den Rahmen zrrmRennrad macht
I cm mehr in Richtr-rng Hinterrad.
Reicht das immer noch nicht, muß
Vorbau schaft verklemmt, Merkwtirdigerwei-
se war der Schrägkonus frütrer nur
halt die gute alte Sattelkerze mit dem an billigen Rädern zu finden; heute isl
Kloben her. Die Sattelstütze aus Im Kapitel Position sind Standard und er auch an edlen Geräten auf dem
Stahlrohr mit einer Schwei3flamme Abweichungen des Abstandes Len- Vormarsch, Sein wesentiicher Vor-
arwärmen und behutsam nach hin- ker - Sattel beschrieben, Vorbauten teil: der Schrägkeil löst sich beim
ten biegen, Den Sattel mit dem ICo- in Läingen von 60 bis 140 rnm ermög- Lockerdrehen der Vorbau-Sp arrn-
ben befestlgen. Auch wenn's nicht lichen wirldich jede gewünschte Posi- schraube eigenständig, was den her-
unbedingt eine Augenweide ist - der tion des Lenkers aufdem Rennrad. ben Hammerschlag auf die Inbus-
Zweck hdiJrgrt dieses Mittel. Möglr Die Vorbauten werden mittels schraube am Vorbau-Knick überflüs-
a; cherweise hilft Ihnen dabei err Spreiz- oder Schrägkonus im Gabel- siq macht, fWenn er schon notwen-
i: ::* Schlosser aus der Bekanntschaft
oder Nachbarschaft.
Bei Radlem, die mit hohen Trittfre- Vorbauten mit
guenzen fahren, sollten die Sattelstüf Schräg- oder
zen nicht iiber 20 cm herausgezogen Spreizkonus.
werden, sonst wippt die Stütze. Der aulklappbare
Mauic-Vorbau
Modeme Sattelstützen sind im obe- erleichtert den
ren Teil oval oder tropfenförmig und Icnkerwechsel.
leicht nach hinten gebogen. Damit
srnd die Stützen in der Lage, Fahr-
bahnschläge elastischer abzufangen;
dadurch wird die Einspannstelle in
der Sattelmuffe weniger belastet,
Ein Sattel federt übrigens um so bes-
rt ser, je weiter er nach hinten gescho-
)r ben wird, Das Jiegt am Hebelarm
Sat- (siehe Abb. S. 34), über den das Sat-
rnta-l telgestell besser arbeiten kann.
Außerdem sollten Langstrecken-
Radler und Viel-Fahrer keinen zu
tion weich gepolsterten Sattel benutzen.
;^ Die Körperkonturen drücken sich zu
CSR tief in die Satteloberfläche ein, und
lrt- man reibt sich schneller wund.
t nur
tch- dig ist: ein Stück Hartholz oder
zu- Aluminium unterlegen. ) Außerdem
liegt der Schrägkeil mit größerer
ch Fläche im Gabelschaftrohr an, Dies
n^
!u- bewahrt vor der Gefahr, dort blei-
bende Berilen einzudrücken, wenn
ld1 die Konus-Klemmung einmal zu
lut- stramm geraten ist. Im übrigen wird
der Vorbauschaft durch die Anzug-
)- schraube (sie reicht durch den
Radler mit langen ganzen Vorbauscha-ft) vorgespannt.
Oberschenkeln rnüssen Es macht denVorbau widerstands-
den Sattel weit nach hinten fähiger gegei: Verwindr.rngen, Manch
lel-
stellen. Notfalls hilft eine
tarl- neuere Modelle haben allerdiags
nach hinten gebogene,
te stählerne S atte lkerze. diese Spannscbraube versenkt. Sie
1g kann nun nicht mehr den gesamten
:ien Vorbau vorspannen, Statisch gese-
hen geht diese Modeerscheinring auf
( Kosten der Sicherheit,

37
Was den Rahmen zumRennrad macht
fem möglich, Vorba:'::' -;3:s a
nes Herstellers veri;e:-':- -::J=
kann man vermeiden, cia-l :- . : ---
bauauge durch mlötiges Auf- unci
Zubiegen strapaziert wird, Die Len-
kermanschette dankt es ebenso. l
lilr
Li
Ausbau
I't
Ist man entsch-lossen, den Vorbau zu i;
wechsel::, muß auch der Lenker sei-
nen angestafifnten P]atz verlassen, lr..
Dazu sind folgende Arbeitsgänge
notwendig: ]
II Auf errer Seite das Griflcand Lif

l. abwickeln,
f.|
.t Lenkerstopfen mit
lderrem
4. Schraubenzieher aus Rohr L,llE

hebel:r.
Q Bremsirurenzüge von Bremse
rJ.lösen,
,{ Auf >nackter< Lenkerseite
-T. Bremsoriff abschrauben.
Gelockerten Bremsgriff vom Lenker
ziehen.

Kurze Vorbauklemmschraube (unten);


f, Schraube amVorbauauge
rJ. Iösen. Lenker aus Vorbau aus-
Nachteil: keine Vorspannung des gesam-
Auch hinsichtlich der Lenkerbefestt- fädeln, Vorbauscha-ft lösen (bei
ten Vorbauschaftes, I'enkerklemmung
gung gdlct es leider von statischen mit Keil; Nachteil: Lenker schaukelt, Spreizkonus mit gezieltem Hammer-
Unsirmigkeiten zu berichten - Mode Lenkerrohr kann eingedellt werden. schlag) rmd austauschen. ld
hat ihren Preis, Obwohl die traditio- Vor dem Wiedereinlcau alle Teile
nelle Schlitzlderrunung sowohl op- Traditionell, und dennoch gut: die wie gewohnt mit reich-lich Fett
tisch wie techrrisch eleganter ist, wer- S ch I itz - I'e nke r k I e mmu n g. versehen.
den von einigen Herstellern Vorbau-
ten mit Keilldemmung auf den Markt
gebracht. Die Keile drücken auf eine t!
ldeine Fläche am Lenker und die wie- Lg
[]
derum driickt auf das Vorderteil des
Lenkerauges imVorbau, welches da-
durch dicker ausgelegt werden muß.
Zudem droht dem Lenker, an der
Klemmseite wegen der punktueilen ic
Belastung eingedellt zu werden, r-rnd ,,d

er muß im Mittelteil verstärkt wer- äril

den. Bei einem harten Ziehen am


Lenker schaukelt er aufdem Keil hin
r-urd her, was sich durch Quietschen Jtri

und Knarren bemerklcar macht. Da-


gegen hiJff, die Quietschstelle zu fet-
ten. Apropos Lenkerldemmung: Die
Maße fur Lenker- urd Vorbaudurch-
messer varüeren bei verschiedenen
Fabrikaten, Cinelli baut seinen Vor-
bau mit 26,35 mm Durchmesser, SR
und 3ttt mit nur 26 mm. Darum, so-

38
Was den Rahmen zumRennrad macht
e1-
rch
Lenker
,r-
c Dieses Kapitel ist demAst gewidmet,
n- an dem man vor aIlem beim Wiege-
tritt keuchend hängt: dem Lenker.
Beim Remrad wird meist der soge-
nannte Rendcüge1 verwendet, Die
Beliebtheit des Rennlcügels ist haupf
z1) sächlich darauf zurückzuiihren, daß
iel- er verschiedene Griftositionen er-
L möglicht. Insbesondere bei längeren
Ausfahrten ist ein Griffwechsel wohl-
tuend und entsparmt Hände, Arme
und Rückenmuskulatw. Drei Lenker-
Varianten haben sich eingebirrgert:
Am meisten verbreitet ist der Len-
kerfyp >Mercic<<. Er rst eckig und
bietet auf dem oberen Quershickviel
Platz fur den Griffbei auftechter
Haltung au-f dem Rad. Heruorragende Kraftenffaltung und zahlreiche Griffuariationen Iäßt der auf der
Der >Poulidor<< fällt von der Man- Abbildung zu sehende klassische Rennlenker zu.
schette schräg zu den Bremsgriffen
ab und begn.rnstigt dadurch die
Bremsgriffhaltr:ng.
Die Form >Gimondi<< wirkt durch ihre
weichen Übergänge zu den Lenker-
bögen optisch sehr attraktiv. Der
Platz an der Querstange ist hier
naturgemäß kleiner als etura beim
>Merclo<<. Ein >Gimondi<< ist demzu-
folge eher der Lenker fur Fatrer, die
das Lenkerhorn i.mten fassen. Dale-
ben hat sich noch eine gänzlich neue
Lenkerform etabliert. >Modolo< hat
die Lenkerbögen an den Kontaktstel-
Ien dbr Rennfahrerhände begrradigt.
Auf diese Weise liegen die Hrinde
entspamter im Lenkerbogen. Ji-rng-
ster >Modolo<-Gag: Längs des Len-
kers s'ind Veniefi:ngen zur Aufrrahme
von Brems- und Schaltzügen in den
Lenker gednickt, Es ist wesentlich
sicherer als Löcher zu bohren und
erlaubt trotzdem eine aerodynami-
sche Verlegung der Brems- und
Schaltzüge.

39
Was den Rahmen zrrmRennrad macht
Mit dem Lenker von >3ttt< Super die spitzen Hörner in Stützpukte filr Triathlon-Lenker
Legero ist die Gelegenheit gegeben, die Hände. Möchte man seinem Rad
Gewicht zu sparen. Bei gleichen also Hörner aufsetzen, so ist noch Neben den etablierten r.rnd von der
äußerenAbmessungen ist er diml- nicht einmal ein Orignnal-Horn not- UCI abgesegneten Rendenker-Va-
wandiger, durch die Verwendung wendig, Ein umgedrehter und im riationen sowie den sogenamten
von hochfestem Aluminium aber aus- Bogen abgesägter Lenker tut's auch >Hömchen< ist derVelo=Markt im
reichend stabil, Während die gängir- und hält - da jetzt I4trzer - übrigens Ietzten Jalr mit den Triathlon-Lenkem
gen Lenker 350 g auf die Waage obendrein die Verwindung des bereichert worden. Diese sind aller-
bringen, ist der Super Legero mit Ie- Lenksystems geringer. Weil außer- dings von der UCI nicht fllr Massen-
diglich 250 g ein Leichtgewicht. Er dem ein kr-irzererVorbau möglich stMs zugelassen, sondem lediglich
kostet ca. 20,- DM mehr als ein nor- ist, kam der zudem noch niedriger bei Zeifahr-Veransta-itr.rngen gebilhgtt.
maler Lenker, eine Investition, die eingestellt werden kam. Sinn und Zweck jener Lenker-Aus-
gewichtsmäßig soviel wie Achsen Die Standardbreite der Rennbüge1 flihrung ist, einen möglichst geringen
aus Titan bringt. beträgt 42 cm.Die überwiegende Luftwiderstand zu bieten, bei relativ
Vom Internationalen Radsportver- Mehrheit der Pedaleure kommt da- entspamter Körperhaltung. Ziel ist
band bei Wettbewerben nur filr mit zurecht, Frauen und Jugendliche natürlich, schneller zu sein. Die HaI-
Solofahrten zugelassen ist der Hom- wählen besser einen 4O-cm-Lenker. tung auf dem Rermrad ist dabei ver-
lenker. Die GriffrnögLichkeiten sind Breitschultrige Sportskaaonen gleichbar mit der eines Skifahrers
kaum geringer a-ls beim Normallen- benötigen häufig 44 crn, um sich auf und kann nicht mbedingt mehr als
ker, und die Behauptung einer höhe- demVelo rlchtig entfalten zu können. radlertypisch bezeichnet werden.
ren Unfallgefahr ist nicht zu bewei- Von der Hebelwirkung her ist das Gilt es beispielsweise einen Berg zu
sen. Erstens sitzt der Vorbaulcrick natüLrlich ungriLnstiger, der:l }<räfttge erldimmen, kann die Rückenmusku-
ca. 6 cm tiefer als üblich und ent- Herren wuchten auch käftig und Iatw in diesem Fall nicht mehr ganz
weicht damit eindeutig aus der Ge- dadurch schaukelt die Lenker-Vor- so effektiv inAnspruch genommen
fahrenzone. Zweitens lassen sich die bau-Kombination oft beängstigend - werden, Dafur bietet der Lenker
Bremsg{ffe birndig mit den Lenker- bei guter Qualität sollte sie die Be- dann andere Grifftnö glichkeiten,
enden montieren lmd verwandel:: Iastung aber durchstehen. Für den Triathleten hingegen ist der
Lenker ideal. Man strilzt die Unterar-
me in Ellbogennähe auf dem Lenker
Moderne Lenker besitzen eingedrückte Nuten, um die Bowdenzüge der Brems-/ ab und schont die bei der nach dem
Schalthebel autnehmen zu können. Radfahren folgenden Disziplin, dem
Laufen ohnehin arg strapazierte
Rückenmuskulatur ein wenig,
Was den Luftwiderstand anbelangt:
Er scheint tatsächlich geringfügg
gniLr-rstiger zu seln als bei normalen
Rennlenkern. Fundierte, belegbare
Aussagen durch Windkanal-Untersu-
chungen stehen noch aus, Den bis-
her veröffentlichten Messungen der
Hersteller sollte man mit leichter
Skepsis begegnen.

Lenkerband

Will man seinem Lenker ab und zu


einmal eine neue farbliche Note
geben, bietet sich ein Lenkerband-
wechsei geradezu an. Einerseits sind
bunte Bänder recht preiswert, ande-
rerseits bieten abgenutzte uld auf-
gerissene Lenkerbänder ja auch
nicht udcedingt einen schönen
Anblick.

40
Was den Rahmen zumRennrad macht
Der Ttiathlon-l,enker gestattet, eine wind-
schnittige Haltung auf dem Velo einzunehmen,
läßt aber weniger Kraftentfaltung zu, ist
andererseits doch sehr bequem.

Diejenigen, die ein wenig unelastisch ZumApplizieren des neuen Bandes fige Flüssigkeit aus und der Schlauch
auf dem Rad sitzen bzw, oftmals mit das erste Stück schräg anschneiden sitzt fest.
sch-lechten Straßen zu kämpfen und mit denWicklungen am Lenker- Um bei dem Schlauch die Bremsgriff-
haben, können sich mit gepolstertem ende begrrmen. Schlag um Schlag bandagen abzudecken, kann man ein
Lenkerband Linderuag für die geht es dann rr Richtung Bremse, de- entsprechendes Stück herausschnei-
geplagten Hände verschaffen, Die ren Bandage zuvor bereits mit einem den, So sieht man nachher nur noch
beste Dämpfirng erzielt man mit separaten Streifen getamt wurde, die Stoßkanten der beiden Sch-lauch-
Weichgummischläuchen, die r.iber damrt später kein bllnkender Lenker- hiilften,
die Lenker gestirlpt werden, A]ler- grund durchschimmert. Um den Beim Grlffbandwechsel kann man
dings sehen drese Moosgummr- Bremsgriff fi;hrt die Wicklung mit hal- auch feststellen. ob dre Länge des
Würste etwas gewöhnungsbedürft ig bem Achterschlag Runde um Rr,rnde unteren Lenkerendes auch den indi-
aus, Rennfahrer greifen nach wie vor weiter bis zur oberen Querstange. viduellen Bedürfrrissen entsprlcht, Ist
geme zum altbewfirten Leinen- Ob die Wicldung brs zur Vorbaumaa- das Griflca:rd an den äußersten Len-
Baumwoll-Band, vor allem, wenn sre schette gefilhrt oder err Stückchen kerenden nicht abgenutzt, ist dies ein
ohne Handschuhe fahren. Selbst bei früher aufgehört wird, bleibt dem eindeutrges Indiz dafLir. daß jenes
schweißnassen Händen bleibt das Geschmack bzw, den Griffgewohn- Stückchen Lenker im Gmnde ge-
Band immer griffig und sorgl fur heiten jedes einzeLnen ülcerlassen, nornmen überflüssig ist. Sollte man
festen HalL. Das letzte Stück Lenkerband wieder sich daran bisweilen gar mit dem
Korl<icänder haben ähn-liche Eigen schräg abschneiden und mlt Isolier Knie gestoßen haben - absägenl
schaften, dämpfen darijber hinaus band oder den mitgelieferten B?ind- 2. nm lajrh+ ru]]ro':j
cnhr5a ndar
vusi n^-rÄ^
gufous -1-.
d!-
aber noch ein bißchen, Ganz ver- chen umwickeh, getremt, besertrgen erle mögliche
wöhnte Radler schließlich liebäugeln Dle gerade beschriebenen Gummi- Gefahrenquelle, die bei schwinden-
mit exklusiven Lederhüllen. Sie wer- griffschläuche lassen sich bequem den Kräften lmWiegetritt zur Geltung
den in der Regel in Sch.lauchform aufziehen, indem man sie vorab in kommt. Die Lenkerstopfen passen
über den Lenker gezogen oder mit warmem Seifenwasser geschmeidig tibrigens auch auf die .Leicht abge-
einem lcäftigen Faden vernäht, macht; anschließend troch:ret die sei- schrägten Enden,

4I
Was den Rahmen zumRennrad macht
Triathlon- Rennrad
m it Origin aI-Sco tt- Re nnle nke r.

No ch mehr G riffmö g I ichke ite n


durch die aufoesetzten
Hörner (Scott) am iormalen
Rennlenker.

x:",^,Ä:;,i::i::;::tundzweckmäßis:
Kassetlennaben haben den
Freilauf integriert. Kranzwechsel ßt
einfach, die Bruchsicherheit verbessert.
Links eine hewährte Shimano-Nabe.

@$,.,

Ko nventt o ne IIe Hinterr a d -


nabe mit verschtedenen
Schraubenkränzen-

S oge e ls
na nnte C o mpo s itwhe
oder Trispokes sind fasl
genau so,windschnittig wie
Scheibenräder, aber
unempfindlich gegen
Seitenwind.

43
Was den Rahmen zrJmRennrad macht
Naben Zerlegen der Nabe

Man geht am besten folgender-


Leichtgringage Naben und hoher Rei- maßen vor:
fenluftdruck sind das Geheimnis der I I Beim Hinterrad Frerlaufkanz
Leichtläufigkert von Rennrädern, l. abziehen (siehe auch Zahn-
Schon bei erlem (mit dem bloßen kranz S, B1), AuI zahnkanzabge-
Auge nicht zu erkemenden) Gerälie wandter Seite Konus mit Konus-
von 0,5 % rollt ein Rerurrad >berg- Sch-lüssel (Schlüsselweite I3, I4 oder
ab<, Möglich machen das Kugellage- I5 mm) festhalten. Mit zweitem
nrngen, die nur wenige Promille der Sch-lüssel Gegenrnutter lösen,
Tretleistung als Re.ibarbeit verbrau- Beim Abdrehen von Mutter und Ko-
chen. Aufgrund ihrer Robustheit bei nus berertet das vom Ausfallende lä- Der Zahnl<ranzabzieher wird per Schnell-
spanner gesichert.
ldeinen Abmessunqen werden von diefie Gewindestück oftmals Schwie-
der Radindustrie nach wle vor rigkeiten. Darum gut einölen, auf der
hauptsächlich Konus-Kugellag er anderen Achsseite gegenhalten und
bevorzugrt, Die KugeJn drehen ihre Konus r.rnd Gegenmutter im >Pilger-
Runden eingegrenzt zwischen Lager- schrrtt((-Verfahren (erle Umdrehung
schale und Konus, Finden die Kügel- vor, eine halbe zurück) über ange-
chen zwischen den beiden Lager- mraicnhta Stallo r]rahan
bahnen noch eine saubere, grut Achse so weit herausziehen,
t
gefettete Rutsch- und Rollbahn vor, C. daß das Ende im di]nnen
fühlen sie sich ausgesprochen wohl Naben-Mittelteil verschw:ldet, je-
zwischen ihren krummen Wänden doch noch als Stöpsel gegen eventu-
und lohnen dies mit einer langen. ell durchfallende KugeJn dient,
lencan l ahonqderrar 4a Staubkappen mit kleinem
rJ . Schraubenzrehergriff vorsichtig
aus Nabenkörper hebeh; achtgeben,
Nabendichtung daß keine der meist neun KuqeLn
verschwindet,
Lebensverlcirzend fur dre Lager der A Hand schützend vor olfene
Nabe wirken vor allem Wasser und T . Nabenseite halten, Rad umdre-
Schmutz, Gewiß, eine sch-leifende hen, So fallen die Kugelchen prakti-
Gummilippe als Dichtung bekomml scherweise direkt m den Handteller,
das Wasser in den Griff, Doch hat sie
6 Achse ganz herauszrehenund
rJ . wie r.inter 3, und 4. beschrre-
den Nachteil, daß sie weit mehr
Energre schluckt als das belastete ben mil der Zahnlcanzserte ver-
Kugellager, Deswegen begnüg1en fahren.
sich die Techniker lange Zelt mlt Ab-
A . Nabenbohrung. Kugeln, Ko
deckscheiben, die vom Nabenkör- Lf nen und Staubkappen penibel
per bis auf einen 0,5 mm schmalen mit fusselfreiem Lappen säubern, Konus von der Achse drehen.
Spalt an den Konus heranreichen, Die Sind die Kugeh nach dem Reini-
restliche DichLarbeit soll das Lager- gungsvorgang noch immer matt
fett übernehmen, Diöse ebenso not- bzw, weisen sie llächige Stellen auf,
dürftige wre allgemern übliche Ver- sofort austauschen, Lediglich Pfen-
siegelung hiilt aber nur eine nigbeträge srnd dafür zu investieren,
geraume Zeit an, Nach elnem hal- Das glerche gilt fr:r Konen und Lager-
benJahr spätestens muß das Naben- schalen, Beim Entdecken von
innere frciaeleert
vYL, acsärrbefi
Yvvs4 tmd Löchern oder tiefen Rillen in den
frisch gefettet werden. Laufbahnen gibt es nur eines - srch
Ersatz im Fachhandel besorgen.

44
Was den Rahmen zumRennrad macht
Zusammensetzen der Nabe Moderne Dichtungen Naben mit
1l. Vor Montage erre sorgfältige
Säubenrnqsaktion der Naben-
Industrie-Kugellager
innereien durcifuhren. Wurden die In erster Linie durch's Mountain-Bike
Konen ausgetauscht, fur die Zahn- beeinllußt, gehen einige Produzen- In jirngster Zeit steigt die Verwen-
kranzseire Konus und Gegenmutter ten über den allgemeinen Drchtungs- d ung sog. L:rdustrre-Ku gellager bei
mit den cntsnrce hcndcn Zwischen- Standard hinaus. Der Schlager im der Naben-Lagerung sprunghaft an.
scheiben zusammenschrauben und Rennrad-Bereich ist der mitlaufende Zwei Laufringe mit unterschiedli-
stramm gegeneinander verdrehen Dichtring, Er klemmt ohne Mühe auf chem Durchmesser werden ab Werk
(kontem), Dabei 4 mmAchsgewrrde dem Konus und ragt berührungslos mit ricn Iöiooln ztt oiner Einheit zu-
fürs Ausfallende iiberstehen lassen, in eine Nut in der Staubkappe hinein. sammengebaut, Unterstützt von
In beide Lagerschalen gutes Lager- Oder auch andersherum: Er klemmt einem langlebigen Fett sind sie für
fett (Campagrnolo, Zeus oder Shima- in der Staubkappe und ragl berüh- ihre gesamte Lebensdauer wafiungs-
no) einfullen, Ersatzwerse qualitativ rungslos in eine Nut im Konus. frei, Selbstredend kann auch sie das
hochwertlges Kugellagerfett der In- Spritzwasser und Stra ßenstäub m üß- Schicksal von eingedrungenem
dustrie ver-wenden, Die Kqgeln ein- tan cnhnn rm
rurrr ainina
sr[gE Fnlzan
LUNgIf, al.^
gftY DtY
^i^ Schmutz ereilen, trotz vorhaldenem
ze\n ins Fettbett drücken, Das Fett ihr schändliches Werk an den pro- Schmutz-Schutz. Ist dies der Fall, sind
siched sie vorm Verrutschen. blemlos rollenden KugeJ.n verrichten also deutlich malende Geräusche zu
t Staubkappe ebenfalls gut ein könnten r-rnd ziehen es daher vor, gar hören, heißt es dre kompletten Lager
4. fetten und in Nabenkörper ein- nicht erst einzudringen, Campas auszuwechseln.
drücken, Den Konus großzr-igig mit C-Record Naben bieten ebenfalls
Fett versehen und samt Achse in einen erhöhten Dicht-Ser-vice. Die
Lagerwechsel
Nabenkörper eindrücken, Sobald Staubkappen wurden breiter und
Fett herausquillt, bedeutet dies eine die Eindringhnge sind gezmllngen, IGrre schwierige Angelegenheit:
Gewähr fur giute Dichtvnrkung, 12 bis ]5 mm weit durch den Spalt I I Nach Lösen der tibhchen Kon
Staubkappe-Konus zu >tr-rnnel:r<, I . terung oder Beistellmutterl
Einstellen des Spiels GetinE ihnen dieses Vorhaben den- (manche sind mit einem ldeinen
noch einmal, hindert sie ein auf dem Schlitz bzw. mit Inbusschrauben
Kommen wir zum Mchtigsten Teil Konus sitzender O-Rurg am Zugang nocinhar.f\ r-lrc Lenar mi+
uoD logsr ffffL YulgltLru-
^i-^* ^1^
der Wartung, der exakten r:nd spiel- zum Allerheil igsten des Lagers,Hüb - zreher (aus dem Fachhandel) ent-
freien Justage der Nabe. sche Kdffe, um eherseits die Dicht- femen. Zur Not tut's ein Metallstab
I I Den zweiten Konus so wert em- wlrlong deutlich zu erhöhen und von ca, 8 mm Durchmesser, ein
| . drehen, bis man - natürlich eine aadererseits die Leichtläuligkeit der leichter, kleiner Hammer und etwas
Fr:ca rrnn floffihl rrn,-l trrl" l--"-^
uluLrrotuuig- Naben zu erhalten, >Gefühl<.
nur noch mi:rimal mit derAchse wak-
keln karm. Konus mit I(onussch-lüssel
facfh el+on vsljErulruLLgr r"fn-^h^-tvt
f-lödanmr rtl^r qululvf I

und fest gegen den Konus drehen,


, Geht das Lager zu stramm,
4. Gegenmutter und Konus lösen
und eine Spur nach außen drehen,
Darn erneut kontern, Wenn das La-
gerspiel zu weit geht und die Achse
wackelt, umgekehrt verfahren,
? Pendelprobe machen: Hinter-
\,1 . rad ohne Kette rrs Rennrad
einfljhren, Schnellspanner nlr garrz
leicht anziehen, Kontrollieren, ob Rad
bei sanften Schaukelbewegungen mit
schwerster Stelle nach unten zeigt,
Daraufhin Spannhebel fest anziehen,
Stellt Rad Pendelbewegung ruckartig
err. neuerdrrgs mit etwas mehr Spiel
kontem.
Was den Rahmen zamRennrad macht
integniert, wodurch man den äuße-
ren Konus wieder ein Stück näher an
das Auslallende rücken karut, Das
Positive daran ist, daß die Achse
Belastungen bis 10 000 Newton ver-
lcaftet, was der Gewichtskaft von
immerhin I Torme entsprlcht,

Felgen
Zusammen mit den Speichen, Naben
und Reifen bilden die Felgen die Ein-
heit >Laufrad<. Ein Wunderwerk,
bedenkt man die außergewöhnliche
Stabilität bei geringstem Gewicht.
Soll das Laufrad noch lange unbe-
Au{bau einer Hinterrad-Nabe mit Industrie-Kugellager. schadet seine Drenste trm, müssen
seine voneinalder abhaingagen Ele-
mente, so auch die Felgen - in Ord-
O Stab auf inneren Lagerring mer breiter werdende ZaYvtfuanz- nung gehalten werden,
/-. nulr"nund mit Hammer qefühl- pakete auf der Hrrterradnabe, Die Bekommen die Felgen bei einem
voll austreiben. 7-rmd Sfache Bestückung bietet zwar Sturz oder einem Sprung iiber etrt
Widerstrebt das Lager solch einer mehr Übersetzr.rngskomfort, ver- Hindernis eine Beule ab bzw, ist ein
Behandlung, ist es vermutlich größert aber auch denAbstand vom Sperchenloch angerissen, stch ohne
verldebt. Dann ist der Gang zum Konus zum Ausfallende. Je gnößer Zögem nach Ersatz umschauen
Fachmar:n @adfachhändler) zu der Abstand, desto biege- und (Kostenpunkt zwischen I 5,- und
empfeNen. bruchgefährdeter ist die Achse, Man- 150 - DM). Zweifelsohne kar:n man
r'l Der nächste Schritt isl eure che Nabenhersteller (Mavic, Omas) eine geber-rJte Felge durch starkes
t J . grundiche Reinign-rngsprozedur haben ihre Industrie-Kugellager- Nachspannen der Speichen einstwei-
und bestmögliche Entfettung mit naben mit I 2-mm-Achsen versehen, Ien wieder rundziehen. Das Lauftad
Aceton einschließIich der Kugellager Sie sind resistenter. Einen anderen a-ls Ganzes leidet daraufhin aber an
(zu beziehen sind Kugellager über Weg welsen Kassettennaben, Hier ist innerer Verspannung, Einige Spei-
den Kugellager-Handel) der Freilauf automatisch in die Nabe chen werden ilber Gebühr gestreßt,
Ä Nr-rnmehr Kugellager und
at . Laqersitz rl der Nabe dtmn mit
ZweikoÄponentenkleber ein-
streichen, Lager eindrücken und mit
Beistellmuttern spielfr ei einstellen,
Nach demAushärten des I{ebstoffes
bereiten die Lager garantiert wieder
lange Freude am reibungsarmen
Leichtlaufder Räder.
I Durch breiter wer-
dende Zahnkränze
wandert der Konus wei-
Extrem belastete Naben ter nach innen, was zu
Achsverbiegungen
Werden Naben, hervorgerufen bei- bzw, zum Bruch von
spielsweise durch ein hohes Körper- Achse und Ausfallende
gewicht des Radlers oder durch rüde führen kann.
Fahrweise, irbermäßig beaasprucht,
2 Bei Kassettennaben
kann es passieren, daß die Hinter- sitzt der Konus in Aus-
radachsen sich verbiegen. In Ex- fallenden-Nähe. Daher
tremfäIlen brechen die Achsen so- gibt's hier keine Achs-
gar. Schuld an der Misere sind im- probleme.
Was den Rahmen zrrmRennrad macht
ungünstige Profil gottseidark nicht, Die Felge verliert einen Teil ihrer
Wesentlich i1r die Haltbarkeit der Rundung jeweils dort, wo sie - vom
Felgen und Speichen ist die Verar- Reifen geschützt - den Boden
beitung der Felge am Stoß, Liegl hter berühr1; ihre Rundr-rng flacht ab r.md
em Versalz vor, kam er nur mit Sper- die Speichen werden an dieser Stelle
chengewalt einigermaßen geradege- cntlastot To loinhter - alqn hioaa-
zogen werden, was r.mterschledliche nrnhryiol-rinor
rrqurlvls!]vs] oino
- slfs IFaln^
sigs inf ugDtv
lJLr Änata

Speichenbelastung bedeutet und da- stärker bildet sich die Abflachung


mit vorzeitiger Spelchenbruch, Die aus. Ubersetzt aufden Fahrbetrieb
Finoncnhrftan
LrvsrrDvllolrslf Äar
ugr Ä roi s]
ursl Jrgeild!]-ahh
6ro+^^h bedeutet eine höhere Entlastrmg der
ten Profllformen ähneh slch der- Speichen größere Spannungswech-
maßen, daß das Felgengewichl als sel, und sie ermüden entsprechend
Maßstab tur Steifigkeit und Haltbar- schneller. Ein >Schwergewichk< auf
keit herangezogen werden kam, dem Rad provozierl zusammen mit
D.ie Bestrebungen der Renirfahrer, eher reduzierten Speichenzahl den
die drehenden Massen am Rad so System-Kollaps,
gering wie mögJich zu halten (siehe Grundsätzlich können Fahrer bis
auch Kapltel >Reifen< auf S. 83) sind 7O lza Folnan mit ?flf) a nr]or Lmrnn
durchaus sinnvoll; bei den Felgen weniger fahren, Ist die hrrtere mrt
hingegen stößt libermäßige 32 Speichen. die vordere sogar mit
Gewichtsreduzrerung bald an physi- nur 28 ausgestattet, dann ist das
Steife Kastenprofile für Draht- kalische Grenzen. Setzen wir r.rns durchaus seriös und haltbar, Wiegt
und Schlauchreifenfelge n schützen vor also mit den Belastrmgen und deren etn Rad-Aktlver mehr als B0 kg, sind
Speichendefekten. Wirkung auf die Felge auseinander: 4OO-g-Felgen urrd 36 Speichen auf

andere stehen nur lose im Rad her-


um. Mit solch aufwendigen und sim-
losen Bemühungen handelt man sich
lediglich eine drastische Häufr.rng
von Speichenbrüchen ein.
Damit Felgen erre hohe Lebensdau-
er ezielen rrnd Sncichcqdefekte zur
Rarilät werden, hat dre Feige erre
Reihe von Bedingungen zu erfirllen.
Zum einen sollte sie sowohl vertikal
als auch seltlich steif sein. Außerdem
muß eine brauchbare Widerstands-
I;ihigkeit gegen Verwrndungen ge-
geben sein. Das Tropfenprofil kommt
den genannten Kriterien am näch- Immer mehr Felgen werden am Stoß geschweißt. Die Stelle ist in der Bildmitte
sten, Als Draufgabe ist es obendrein schwach erkennbar.
rmstande, den Wrrdwrderstand her-
abzusetzen. Auf Rang zwer folgen Tropfenfelgen (rechts) sind vertikal steifer und >sichern< das Laufyad vor
Speichenbruch.
Schlauchreifenfelgen, gleich dahlnter
Drahtreifenprofile, die dank ihrer
Kastenform steiflgkeits- r.rnd verwin-
dr.rngsresistent sind. Drahtreifenfel-
gen bringen jedoch in der Regel
mehr Gewicht auf die Waage,
Am schlechtesten kommen bei die-
ser Gegenirberslellr-rng Felgen mit
emem srmplen U-Profil weg, Meist
verwendet bei Fahrrädem der billi-
gen Kategorre, Bei Sportgeräten
über 600,- DM lindet man dieses

47
Was den Rahmen zrrmRennrad macht
die Dauer vorteilhafter und sicherer. rend die giäinzendenWeichen die
Benutzt er leichtere Felgen mit weni- iiblen Beulen zunächst noch weg-
ger Speichen ist es auch nicht udce- stecken und wenigstens bis zum Still-
dingt ein großes Malheur. Der ^+--i.,,^;+^-^;^-
JTdIU VVCfLUIUICIIf.
Sicherheit wegen sollte er darur aber Sicherlich ein brauchbarer Tip: Ftir
ein- bis zweimal jäihrlich die Sper- denAlltag einen Satz Lauftäder mit
chen wechseln. Brllig-Felgen und firr sonntags das
Bis zu einem gewissen Grad läßt sich hochwertigere Materia-l. Überdres ist
die Haltbarkeit der Felgen und Spei- es ratsam, seine Lehrjahre auf billi-
chen auch mit Hrlfe der Fahrweise geren Felgen zu absolvieren, Gera-
beejnflussen, Aus persönlicher de wemJungfahrer zu Begim ihrer
Erfahrung kommt die Erkennbds, daß Karriere durch Schlaglöcher r-rnd
sich Speichen- und Felgenbrüche über Bordsteine rumpeln, ist es um
verringerten, seitdem lch den Winter die teuren Felgen einfach zu schade.
mit Querfeldeirfahrten überbrücke,
Logische Erldärung: Crosser sitzen
zwangsläufig elastischer auf dem Rad Besondere Felgen
und gleichen Fahrbahnunebenheiten
sanfter aus, Speichen und Felgen Aero-Felgen als Ergänzung windka-
darken es mit längerer Lebens- nalgeglätteter Räder sehen nicht
dauer, nur gut aus (was bekamtlich Ge- 1

schmackssache ist). sie setzen auch


den Windwiderstand der Laufräder L

AIu - hart oder weich? um mnd 10 o.o je Felge herab, Das .

macht zusammenzwar kelne 3 %


Ein weiteres Kriterlum fur gute des Gesamtwiderstandes von Rad
Felgen ist die Materialqua-lität. Die und Fahrer aus, >bringt< aber schon
>Dunlden< aus kaltgehMetem Alumi- was. Aerodynamlscher sind sirrrloll
nium erfreuen sich zr-rnehmender vollverkleide[e Scheibenräder; bei
Beliebtheit. Ihr wesentlicher Vorteil: ihnen beträgt die Kraftersparnis ins-
Erre >dicke< Eloxal-Schicht erleich- gesamt immerhin ca. I0 oÄ.
tert die Pflege und verhindert, daß Keine Wunderdinge darf man sich
Aluspäne aus der Felgenoberfläche von Felgen aus Titan erwarten, Ge-
in die Bremsbeläge eingedrückt wiß, der Elastizitätsmodul des edlen
werden. Nicht zuletzt sctrlucken sie Werkstoffes ist beinahe doppelt so
beinharte Schläge von Kantenüber- hoch wie der des schnöden Alus,
quemngen selbst darm noch beulen- Doch dafur ist das Gewicht auch
frei, wenn Felgen aus weichem doppelt so hoch, Deutlicher ausge-
Aluminium bereits bleibende Spuren drückt: gieiche Felgenwandstärke,
der Mißhandlung davontragen. doch erheblich höheres Gewicht der
Aber: die durkelgirauen sind nicht Felge, Nimmt die Felgenwandstäirke
etwa steifer: die Steifigkeit der Fel- ab, ist der Vortell der höheren Stei-
gen wird vielmehr von ihrer Geome- figkeit vergeben, A-lso kanri man
trie bestimmt - von der Felgenbreite, gleich bei den AIU-Felgen bleiben.
-höhe und -wandstärke, Der Elasti-
zitätsmodu-I (die Biegesteifigkeit) ist Oben: Hohe Tropfenprofile, wie die
beiAlu-Sorten immer derseibe, Dre Shamalfelge von Campagnolo, machen
ausgehärteten besitzen ledigJrch das Laufrad entschieden windschnittiger.
höhere Festigkeitswede, Wird den
Felgen aufgrund lcrallharter SchJäge Mitte: Bei Rksen der Nippellöcher
irgendwarm über Gebühr zugesetzt, sollten die Felgen gewechselt werden.
sind die weicheren Alu-Felgen inter-
Links: In Speichenrichtung stehende
essalterweise besser - die Sicher- Nippe lverstärkungen e ntl asten
heit betreffend. Die durklen Harten bei Campagaolo-Felgen die Speichen-
brechen arr solch einem Schlacr. wäh- qewinde.

4B
Was den Rahmen zumRennrad macht
Der Belastung durch die Speichen
begegnen die Felgenhersteller auf
Speichen kingung ist der Spannlmg,sunter-
schiod in dor diinnenr vyvrurre
Snainha aorin-
vsrur-
unterschiedlichste Ar1. Ziel aller rst ger; ihre Längungen nimmt sle daher
es, langfristig zu verhindern, daß die Es erstar.rnt rmmer wieder, wre aus williger und dauerhafter hin. Aus den
SnoichanlÄnhor
-, *,,
rn- nÄz
--JI giar aus- erlem an sich labilen Material (der folgenden AusfirhrLrngen geht her-
reißen Rci oinf:chon Snnrrfolaan ict Falaan rrnÄ anaiar.a-\ nlötzlich ein vor, daß dies fiir die Verhältnisse am
aussch-1ießlich im zur Nabe hin Lau-frad entsteht, das Gewlchtsbela- laufenden Rad von Bedeuiung ist,
carinhiofan'l-ailf su glrs
aina rTjiil^^
tulJv gulgY-
^;-^^ stungen von einer halben Tonne hin- Die Felgen der Laufräder flachen im
baut. Nisi verzichtet vollständig dar- nehmen kann, Ein geradezu klassi- I(ontaktbereich des Reifens mit der
auf, StattdesSen werden Scheibchen sches Beispiel, was in der Technik Straße etwas ab, An jener Stelle wer-
mit i0 mm Durchmesser zwischen durch die sog'enarrte Vorspannr.rng don c: fiinf qhai^h6n
r4rr ah+l rd+^+ ulY
ulJerulrsll sftuoJrsr, T-\;^
Nippel und Felge eingeleE. um zu erreicht wird. Jede Speiche hat das Kraftdifferenz bekommen die restli-
erreichen, daß sich der Nippeldruck Bestreben, die Felge kräftig zu sich chen Speichen aufgebürdet.
ein wenigverteill, Vorteil: Der Rellen heriilcerzuziehen. Da alle Sperchen Pro Radumlauf ergibt sich fur die
liegt >runder<< auf. Nachteil: Nur der dieses Ziel verfolgen, gelingrt es kei- Speichen eln bestimmter Arbeits-
untere, hlere Teil der Felge wird ner, Die Zugkraft wird gleichmäßig rhythmus: Bei den Spelchen außer-
belastet. Im Laufe der Zeit können aufgeteilt und die Felge schwebt halb des Kontaktbereichs der Straße
die Ninnel dic Fcloo rooolranh+ zentrisch über der Nabe, Vorausge- addiefi sich zur Vorspannung die
>spalten<, d,h., vom Nippelloch setzt, es ist ordentlich zentriefi Spannungsaufrrahme durch die Hilfe-
arbeiten sich Risse in Länqsrichtuns worden, stellung für die Speichen in Bo-
nach beiden Seiten vor, Speichen halten erstar.rnlichen Zug- derurähe. Kommen die freiwilligen
Andere Fe.Lgen dagegen verfugen kräften stand. Immerhln sind 2500 Helfer selbst dem Untergtund nahe,
iiber Hülsen, die das Felgenbett mit Newton (250 1<p) nötig, um eine Spei- orfnlrff oina nlÄ+?li^h^ E.
-,ttspannung,
dem Felgenunterteil verbinden, Der che zu zerreißen. Druck dagegen die bei lasch eingespeichten Laufrä-
Sperchenzug wird auch aufdas obe- weichen die dirnnen Dinger einfach dem sogar zum lCappern der Spei-
re Feigenbett geleitet und die Nip- aus, So lassen sie sich- zwischen chenrrippel im Felgenbett flihren
pellöcher reißen seltener aus. zwei Fingern zusammengedrückt - kann. Darm erfolE erneut ein schlag-
Einen Schritt weiter geht Campagno- seitlich auskricken. D.h,, daß Spei- artrger Anstieg der Spannung auf
lo bei der neuen Felgenserie >Strada chen weder sich noch irgend etwas den Ausgangswert, Ja, und das pas-
XL<. Die Punzenlöcher sind exakt um abstützen, wre es Radler-Latein an- siert ungeffir eine Million Mal auf
5 Grad in SpeichenrichtLrng geneiE: geblich wissen will. Spelchen können 2000 kn
Nippel- und Speichengewinde wer- ziehen, ziehen und nochmal zrehen - Logisch, daß dieses Anzupfen der
den entlastet. Ein weiteres Verdienst aber das ist auch schon alles. Speichen für dwchgehend dicke
von Campagnolo: Sie schlossen mit Unter Zug gesetzt, längen sich Spei- Speichen ermüdender ist, schließlich
280 g schweren Felgen die beste- chen jedoch elastisch r:nd gehen haben sie gnößere Spanmrngsunter-
hende Lücke zwischen Superleicht- nach Wegnahme der Zuglcaft in ihre schiede hinzunehmen.
Modelleri von ca, 200 g (Nisi) und Ausgangslage zurück, Doppel-D ick- Schwere und damit steife Felgen fla-
den gewichtigeren 400 g-Standard- end-Sneichen /DDl im iihrioon rrn chen in Bodennähe weniger ab, das
felgen. Das Marktangebot ermöglicht crleieh mchr :lq qnlnho mit dlai.h- heißt, auch die Speichen werden
es mittlerweile jedem Fahrer, serre bleibenden 2-mm-Durchmesser. nicht so stark geforden, Leichte Fel-
Felgen nach Wunsch und Körper- Anders ausgedrückt: Bei gleicher gen sind hingegen zwangsläufig wei-
aaurinhi zr r rrrählan
Techdsch ausgefuchst löste Wolber
das Problem der Kraftribertragung
Speichen-Felgenbett bei einigen
Modellen: Die zur Nabe gewandte
Seite der Felge wurde mit einer
drckeren Wandstärke ausgerüstet,
Und schon ist allen Problemen err
Ende gesetzt.

Speichenpalette von 1,8 DD bß 2,3 tglatk<


sowie Me sse rspe iche n. G ewe Il te
Speichen (ganz unten) verschaffen dem
Iaufra d me hr E I as tiz ität.

49
cher, Sie fangen Bodenunebenheiten Zentrieren eines Seitenschlages Resewespeichen
zwar besser auf, flachen aber stärker I I Pedalriemen um den Bremsgriff für unterwegs
ab und schütteh dabei auch die l. festzrehen, bis ein Bremsschuh befestigt man mit
Klebeband an der
Speichen }cäftig durch, Unzweck- die Felge aufHöhe des SchJages ge-
Luftpumpe.
mäßig wäre demzufolge eine Kombi- rade streift.
nation von leichter Felge und l)t Die dem Felgenschlag abge-
>schweren< dlcken Speichen, Sie 4. wandten Speichen eme Vier-
würden aufgrund der hohen Span- teldrehung anziehen. Eine Orientie-
nungsunterschiede b ald zerrüttet rungshilfe: Halten Sie die Hand so an
werden. Zudem lösen sich bei ihnen die Felge, daß der Daumen in die
die Speichen-Nippel rascher, Richtung zeigit, rr dre der Nippel be-
Beim Hinterrad-Einsatz setzt der wegt werden soll (Anziehen: zur
stramme Kettenzug bezüglich der N:hc\ dic Finccr colrcn die Dreh-
rrwv/r

dünnen Speichen Grenzen. Harte An- richtung an. Geht Schlag zum Bei-
trltte überfordern sie auf Dauer. spiel über funI Speichen, alle'fünf an-
Dementsprechend ist die beste Sper- ziehen,
che dre 2-mm-DD, deren Mitteltei-l O PrüIen, ob Felge an Schlagstelle
auf erlen Durchmesser von 1,6 mm tJ. durch Bremsschuhe paßt, ohne
gedümt ist. zu slreifen. Andernfal-ls Sperchen
Lnnluorf cinh
Jfuff oino
9uf9 Qnainh^
ulJgiulrvr n^ JLf
JU d+?^]-\f
vll noch eine Vierteidrehung anziehen,
die Felge etwas zum Gegenflansch Ä Riemen am Bremsqrrff enger
ta
hin und beult sich ebenlalls efwas -T. stellen. I{errere Schläge - wie \A/anh<oln Sio dia nal.rrnnhana Snoi-
von der Nabe weg - nach außen: der nhon hacnhriohon nrn \Iiadalrrm che umgehend aus, sonst werden die
vugrl vgDulfri9!91r - }Jr u
sogenamte >Schlag<. Wieder ange- drehung herausziehen, irbriggebliebenen nach hxzer Zeit
u nnon hnll dia Qnoinha dia Falna rrrr Oberste Devise beim Zentrieren: Lie- ebenfalls i-rberbelastet sein. Und soll-
Mitte zurück. ber langsam, das geht schneller. ten weitere Speichen thren Geist
Das rst eigentlich schon das ganze Dreht man zu heftig, wird das Zen- aufgeben, wird die Fahrt zu errer
Geheimnis der Radzentrren-rng, trieren mit Lösen und Anziehen holprigen Sache.
Außerdem, bekommt ein Laufrad unnötig komplizied, Probleme werden auftauchen, wenn
einen ScNag ab, können zwei Dinge Speichen sind keinesfa-lls auf a.lle die kaputte Speiche hinter dem Rit-
passiefi sein - es ist möglich, daß Ewigkeit den Belastr-rngen gewach- zelpaket liegt. Dort kann man sie nur
sich eine oder mehrere Speichen sen, Brrcht plötzlich eine, gibt s einen bei Hochllanschnaben mit Kriterien-
gelzinqt haben oder Nippel lösten beachtlichen >Schlag<. Passiert ei- Übersetzung (grrößtes Ritzel 1B Zäh-
sich, nem das >auf Tour<, kam man sich ne) überhaupt herausziehen: größe-
In beiden Fällen miißte der Schlag in glücklich schätzen, wenn vorsorglich re Zahrtkr'änze verdecken das Spei-
Höhe urtd Seite durch bloßes Anzie- oino Rcqenrcsnciehc der Luft- chenloch. Gewöhnlich muß der
^n
hen der betreffenden Speichen wie- pumpe mit lf,ebeband fixiert ist, Zahnkanz runter, was rmterwegs
der zum Rr-rndlauf zu bewegen sein,
Fruchten die Bemühungen nicht, hat
dia Folna hoi ainam hÄcon Rrrmnlar
erne flache Stelle bzw, erre Delle ab-
bekommen, Dar:n ist ein Felgen-
wechsel anzuraten, Wollte man das
über die Speichen ausgleichen, wür-
de eine unterschiedliche Speichen-
spannung entstehen, die erlen vor-
zeitigen Speichenbruch provoziert,

Prinzip beim Radzentieren: Wird die


Sper'cfte angezogen, zieht sie die Felge
zu sich und auch etwas zur Nabe hin
(Bild rechts).

50
Was den Rahmen zumRennrad macht
recht schwierig ist, es sei denn, ein Einspeichen ] Speiche I mit errem Zwr-
Libero-Abzieher gehört zum Werk- I . schenloch Absiand ins drrtte
zeug-Notgepäck (verfiigbar fur die Dic Arheit rics trinsnoie [gng jg{ Felgenloch (links vom Ventil) durch
gängrgen Freilaufsysteme, wieg.t nur cinhar nialr+ Fiiy i^^^h ^-StrebenSWeft, Felge erlfädeln und mit NippeJn
40 g), Ansonsten die beiden der ge- Man braucht ZeiIdazu, und erst nach sichern (Bild 2).
hrnnhonon qn6i^ha nonanill-'arlia
uPslvlls vsvsllL.eviuv- errer gewrssen Erfatrrung gelrrgl es Q Das zweite Pärchen mit den
genden eine Idee lockern, Zrxn ei- nach Wunsch. Aber unter zwei O. Speichen 3 und 8 bilden,
nen rst dann der Seitenschlagf ver- Aspekten ist es empfehlenswert, srch A Beide in Felqe fädel:r r-rnd zwar
\,
schwunden, zum anderen werden mit der Tätigkeit vertraut zu machen, V. nach links miL 1e einem Loch
die beiden Nachbam der gebroche- Zum einen ist es fur den Fachhändler, Abstand (Bild 2)
nen Speiche auf diese Weise vor wenn er es überhaupt macht, ledig-
einer Überanstrengr.mg bewahrt, lich ein Gefälligkeitsservice, denn
Sicherlich ist der entstandene meist verdient er nichts daran, Zum
Höhenschlag noch bis nach Hause zu anderen ist tinspeichen Ve rtrauens-
ertragen, Fast vöIlig vermeiden läßt sache, und manche lassen än die
sich Speichenbruch, wenn marr jähr- wichtigen Terle ihres Rades niemand
lich bzw, spätestens nach 5000 lcn anderen heran.
zumindest die Speichen im Hinterrad
wechselt, Auch wenn kurz hinterein- Hinterrad einspeichen
ander mehrere Speichen reißen. Zur Vorbereitung den Zahnlranz ab-
sollte man zur Totalsanierunq des ziehen r,rnd Felge und Nabe von den
T -..+^iqugJ
uouu ^^ -^L-^;+^-
DUf I u1Lcl1. Sperchenveteranen befreren,
Tatsache ist, daß die etwas kostspre- Beispiel lur ein 3 6-Loch-Hinterrad.
ligeren EdelstahJspeichen das Prä- lfenho Krorrzrrrn
dikat pflegeleicht verdrenen und un- I Die ersten neun Speichen mrt je
empfindlicher auf Wechselbelast un l. ehem LochAbstand rn Zahn-
gen reagreren, als thre verchromten kanzfl ansch errfädeL:r, Speichen-
Stahlkoilegen. Glatt durchgehende lzÄnfo innon
Sperchen sind preiswerter (simplere Öt Die
--' nächsten neLur Snerchen
Fertign-:ng), machen das Laufrad här- (-. in Zwischenräume (Kopf nach
ter, brechen frirher und lockem sich rrrßan\ ainfärlaln
aomo TIT)-Snoinhan /T)annol-T)ilz- Speichen mrt Kopf nach rrren
Q
kend) sind an den Belastungspurkten U. links niber. also entgegen der
(Bogen und Cewinde) dicker - in der sp äteren FaMrichtung, abwirrkeln
Mitte jedoch dünr gehalten, Wre be- und eine davon ergreifen.
reits erwäihnt, lockern sre sich nicht so Ä Eine mit dem Booen nach außen
ta
schnell und sind länger einsatzbereit, T. Iiegende Speiche wird nach
Ituks abgewirkelt (Speiche 1) und
rrnn dar Äritfan Qnainha Äaran I'nnf

nach außen liegt, r-iberkeuzt


(Speiche 6).
f, Felge ergreifen. Ventil-loch
rJ. nach oben drehen,
ft Speiche 6 in erstes Loch lirks
W. vom Ventrlloch ernfädel:r und
Nippel (ca. drei Umdrehungen)
aufschrauben,

Mit dem Libero (zwischen Ausfallende


und Zahnlcranz) kann unterwegs der
Zahnkranz abgeschraubt und ein
Speichenwechsel auf dey Ritze Ise ite
vorqenommen werden.

5l
Was den Rahmen zumRennrad macht
{n
tt I
MitkommendemPärchen Kontrolle
lV. genauso vorgehen usw.. bis Sämtliche Sperchen mit dem Kopf
alle Speichen eingefädelt sind (Bild 3) nach außen müssen an den Kreu-
11
tt
Das bereits radätriliche zungsstellen obenauf lie gen,
| | . Gebilde umdrehen und erste Auf der Zahdcanzseite müssen die
Speiche auf Rückseite (Kopf nach Speichen mit dem Kopf nach imen
außen) genau r.rnter Ventilloch durch nach thks abgewir:kelt sern.
die Nabe und über Kreuzr.rngsstelle Unter diesen Voraussetzungen kön-
der erngelegten Speichen ftihren nen sie der Kombi-Belastuag der An-
(Speiche R2, Bild 4) triebskraft und dem Seitendruck -
{n Mit ie einem LochAbstand besonders beim Wiegetritt - besser
11. Soerchen mit staadhalten. Und sie leben länger,
^"niweitere
dem Kopfnacn außen durch Naben- Unter dem Ventrlloch müssen dre
flansch fädelrt, Restliche Speichen Speichen beinahe parallel verlaufen,
von der Zahnlcanzseite her err damit die Luftpumpte Zugäng f,ndet.
fuhren,
{r)
t\ Das erste Pärchen der Rück- Zentrieren eines Laufrades
lV. seite wird aus den Speichen Rl I Rad zwischen die Knie stellen.
T
und RO gebildet, Rl liegt rechts l.. Alle Nippel mittels Nippelspan-
neben der zuerst eingefädelten ner oder kleinem Schraubenzieher
Speiche R2, eindrehen, bis Speichengewlnde in
1A Speiche RO riber Speiche RI den Nippela verschwindet.
l-4. leqen und lrks vom Venti]loch f.l Tewerls einen Niopel eine
rl freie Löcher slecken sowie ver. 4. weitere Umdrehung anziehen.
nippeJn (Bild 5). l') Solanqe mit je erler Nippelum-
.l U. drehung fortfahren. bis Speichen
Ä Nach lirks zu weiter wre
It /. gehabt (Brld 6) bis letzte Spamung bekommen,
Speiche rrr letztes Nippelloch errge- A Laufrad in Zentrrerständer
ta
fuhrt ist. Und zum Schluß vorsichts- T. spannen,
halbsv noch einmal kontrollieren f, Vorzentrieren: Seiten- und
(Bi1d 7) r.l. Höhenschläqe auf 2-mm-Maxi-
malschlag bringän. Schlägrt Felge
nach rechts und beu-lt von Nabe weg
Auf der Gegenseite beginnt man mit den (Höhenschlag), lirke Speichen anzie-
ersten Pärchen wieder links vom Ventil. hen. Beu-lt Felge nach rechts r.md in

ZurKontrolle: Die 18 Speichender


fe rtig e inge spe ic hte n Rü ckse ite.

52
Was den Rahmen zl;;mRennrad macht
Zentrierlehre oder Zollstock peilen Diesen Prozeß, der ein Nachzentrie-
fqioho Ahl-r rrnton linlzq) nl-r dia trolao ren erfordert, kann man entweder
mittig zur Achse steht, Reicht's noch durch eine Probefahrt erreichen
nicht, an den nächsten Umlauf ran- oder durch Recken des Laufrades
aahan \Alirr] dio Qnainhc
_y _,_,.Jnspannung beschieunigen, Dazu Rad mit Achse
zu hoch, auf der Gegenseite mit je er rf usfr
ouf Rndon laaan
r_lan uuusll rsgsr], lf-al-^ -"'^i
^- zvvvl
stgg d]]
einer Nippeiumdrehung lockern; gegenüberliegenden Stellen fassen
auch diese Methode bringt die Felge und in Richtung Boden drücken, bis
zur Zahrkr anz s eite > rüb er<. dio rrntoron vlrururNrr cinh darrÄa
Qnoiehon Jrulr vsr qus
7 Steht Felge miflig, wieder zen- lockern,
I . trieren. f\ufuuf rlr Qnainha
Rrrndrrm fiir qn^i^l^^
uPslulrs rur
p^^l-
ulJslulrs, f\guN-
q Sind die Speichen noch zu vorgang wiederholen, Ebenso mit
V. lasch (sre müssen beim Arzup- :nr_lorar Falcaneaiia
fen richtig und vor allem gleich- Nicht erschrecken. wenn die Spei-
Mit einem dünnen Schraubenzieher die mäßig klingeh), mit werterenVier- chen bei diesem IGaftalct lcearren,
Nippel eindrehen, bis das Gewinde
teldrehungen Spannung ins Spei-
gerade verschwindet.
ehanacfl eeht Lrrinocn AnSChließend
lfl Nachzentrreren, Achsmittig
I W. keit der Felge überprufen -
erneut zentrieren. fertig.
Nabenrichtung (Tiefschlag), rechte Wie straff Speichen gespannt werden
Speichen lockern, Läuft Felge seitlich sollen, ist weitgehend Ansichtssache, Vorderrad einspeichen
rund. hat aber Höhenschlag. rechte Das Lebenslicht strammer Speichen Das Vorderrad des Velos kam man
und linke Speichen über SchJagbe- erlischt nicht so friilr, Doch fährt sich auch unbesorgt radial errspeichen
reich gleichmäßig anziehen. das Rad eindeutig härter. Bei Spei fdie Snciehpn stohon dary1 Senkrecht
Hrer nur mit Viedeldrehr.mgen arbei- chenbruch ist mit höherem Schlag zu zwischen Nabe und Felge). Aber die
ten, damit nichts verzogen wird, rechnen. Nabenflansche sind nicht fur solche
ft Durch die Breite des Zahn- Zu schwach vorgespanfie Laufräder Unterfangen ausgelegt, weshalb man
V. kranzes, die bei der Hinterachse ftihren zu einem schwammrgen Fahr- jene Einspeichafi auf 28-, höchstens
unbedingt zu berücksrchiigen ist. verhalten, Bei Speichenbmch sind 32-Loch-Naben beschränken sollte,
<tahr dia Folno cnStor rrrRamitia keine größeren SchJäge zu erwarten. Entscherdet man srch für die radiale
zum Zahnkranz hin, Sie muß aller- f.l
\-l Das Laufrad recken: Die Lösung, sollte darauf geachtet wer
dings mittig zu den I(ontermuttern V. ^Speichenbögen passen sich den, daß die Speichenspannung
der Achse stehen. dem Nabenflansch an, die Punzen-
Dazu jede Speiche auf der Zahn- r^nr-rar Äar trar^a- .,ö-f^-men sich
Recken des eingespeichten und
kranzseite mit einer zusätzlichen mrmmd in Belastungsrichtung der zentrierten Laufrades, damit sich die
Nippelumdrehr-rng anziehen. Miftels Speichen, Speichen DsetzenK

Überprüfen, ob das
Rad mittig zentriert
wurde.

::,r:
rli

53
Was den Rahmen zrrmRennrad macht
h^-L -^-r+
-;-L- --, rrvulr här'fin T-)cqh^-ir rJ:c Snajgfienbünde]
^^a nUrDD_
9qr qrr uolJ Speichenboglen l)M
e^^:^h^h r,^rl-,^h-r^r,.-.1 daß oie vor dem Einfädeln mit dem Gewin
Qnoinhonfl
JPgrrrrsr u : ncnha
ror rs9sllrrorJl9ä ?i^
r-uf rs raaalm rlllL
-jt v], deende in Leinöl tunken oder aber Der kntrsche Punkl der Speichen is
^l
Fett oder Wachs behandelt werden. mitlL 1ÄI:nhc
rr vv ourrJ hocnriihon
ugDPr ulglr, Raj-
ugltf I z7a-+-j^
gtfLf lc- ai nrrrrnr'lfrai dar Snainhanl_rnaan Rc_
Roi hnehrnionioom rr-N/'l-tö-irl ^ör
vurr- IALu ren drehen sich die Stäbchen darut de" Produktion wird der Sperchen-
\T:hon /moiqt mit T(rrnfor rlc J acia- hrrnhcrihlinh rrrio nocnhmior+ qn:lör lznnI r]rrrnh (ierrnhan 616q h,{-+nri ,1c
^vvr üur!_] ULJ lviolcf lofJ
. rnnchoqtrrd-e'l) 1.nmn1 eS ZUf SO- harzr das Leinöl oder Wachs aus, und geforrnt und darauihin gewinkelt,
donin alAn Idsr naranzLa'
,,-.._Y. cnmir ainÄ Äia (nainhan heidos nhnc T:nriärn'rn.l, Durch die
-_.-_.-rroslon JUflrfL Jffru urs JPslulrvlr -^-^r,,hl-\^ uuv-
9c9E]l
rrrenr Fcr-eht,nl,a,I d:q AlUminfUm ;hsiel^tiolec T,oekerr dcsichert, Muß co \/[re h:n Varfocri.r] qi-h N/r'^
^r.
lnr.tint Frrrehri. rcfltrrlssene i rgerdwa ru nachzentrrert werden, rirl rrrird ehor aloinhroi+in cnrÄao
Snainh onfl:n cnho
^
drehtes sich zwar etwas schwergän-
\A/eican v.L
rl ia uPelul_lr^uP,c
SnoinhanlzÄn{^ 1-^i
us curl
^}-^- aioa- r-l:fiir icrinch trr- dosiefodf,
beschrreoener Errspe-chme Lhod e Weiterer Vor-teil: Rost und Schmutz
nrnh innor rrrirÄ Äia q^jr^r
^r^Rtö
\r,1U],Lg können sich zwischen Gewinde und
stabrlität, die ein Laufrad bekommen \Tinnol ninhi focrcorryar
lztrr
Norur, avo:al-
slzLslL, I iaaan
Llsvslr Äia
uls Snoi-
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ulrsrlNvyrs
^L^-l-A^f^ uavsvsrL -.^L
rrouLr -,,Q^-
ourJsrl, ^^
^-^^^^^ 9s-
stalten sie den Flarkenwinkel der
e^^;^L^-
opclurrvll fr-^1"^-
rldulrur vvo) oqruuy rdr L LLL

qehc \/n-o'lc 1-rr'rnrt ehoy zu LaSten Ehe andere Ar-t der Sicheru.rg be.
dor Soitonctel-\ili+5+ dahi ctahr drrin (nainhon zrr rrorrnronrjon
D-^;-l ^^^^^ ^Lrr, ILdrL
i\curcl iQ+ Drur ^;-^ f^l^^
^;^L r sIrs r sfgq die 2 bis 3 mm zu lang srnd: die
vqJPsLUr
bzw NTinnol rolcnhon I rlulr
ei^h iih^. -- a\^
ein Laufrad übrigens einfacher -{1yP9- mqustr!-]q. uUgl udÖ
^ VY
>antria.a-
zgrltl rgrgLt, ,^.^;l Ä;^ if^l^^
vvgll ulg g19g ,14 Dyllt-
g^oNt
^., ^-,- wurde hinaus rns frrsche Materral der
merrisch zur Nabe hur belastel wird, e^^;^L^
oPgrur g, lnI;^ ^^^^+
vv rg 9Yödg1, gurc
^;-^ rurcrildil-
^l+^---;
Snzrrq:aon dia rrahrlie hcrazz Ai oino r,o r]io QolhcrlÄc rnn dor Qnoinhon zrr
feloe rrrter Snenrr-rc zrl Setzen. verhindern. Ber dieser Methode muß
Hinlerräder solhen allenfalls auf oer darauf achtgegeben weroen. daß die
Schutz vor Speichenbruch: Dünne Spei-
elam 7 shnLr s nz nononiihorlioaandan ilherl rraor Sncinhan r'lie Reifen ntCht chenflansche werden mit einer Unterleq-
Ser-e ..ar^l i.:l e i r^necneiehl werden, hacnh Ädinan
sc heibe > aufoefüttert(
Beim vollständig radialen Hinterrad Noch eine weitere >Srchemng<:
drehen sich beim Antr-tt die Spei Qnainhanninnal
ulJqrur l9r u ilPPsr a.n I hiQnLa.
qL .ntr,^t
urLrur rsr | @ r9usr- f)'e Sneiehcic- im krrrm-nen Zustand
rhorlröryar in NTrl-rarl:nSCh Und schen, Im Schraubstock bzw, mit durchaus belastbar, )trrallt( aber,
.nrerke-n nre Ron- rr^oen aüf. ^;^^- 7^^-^ ^;^^ rrr;^-;.lkejL
L@rgs cxlq v v xlzlv oval \^/ann man cio rrrior-lar na-..1^1-,i^-
s111c1 \j!f qusulsg L,

D^; ourqf ,l ^^-^^;^L+^-


Dsr -.Ä; DÄl^-
i\-uq I i^. ^i-
r,\L rrl r-lriinlzar nrmii dor \iinnol nlrc Rnoi T-\^- a^^i^L^^k^^^^uv9srr -^;d .l-^ zurrl
-,,*
9s-PsrLllrslr usi rPgrurl9l r19lvL orJv
Lockom r'lor Snoinhonninncl cohr choraaurinna lz-ommond ttna c_:1a Brrrch, wenn er am Nabenflansch auf-
nol.rnaan
v s uvvsrr
urirÄ \/ormio^ah'".ör.]^r
lzarn dec indam dar Rnn
--Jen nur
lmann r-lr rnh dan \Tehonflrncnlr aalrt
srcl^ rrr lr^lc: fall cn,1Ä. tr-waS h die
Nabenbohrung eindrückt, Dies ist
bei keinen Löchenr oder bei mir
destens 3,2 mm drcken Nabenflan-
schen der Fall. V.LuLnLe" sLledoch
rrrnh r-lor Rnnan r"lar Snoinhe lSnnor
ochal-cn IA/ie :'reh inmgJ - SollTe
i;^ c-^i^L^
uls \-.L-".4.nsch
- 1\ovclllto.
uPglullg ltfl
rrr:elzaln llnlarlaacnhoihon N,4 2 A

nde- \,4-3 /:'r. \/lpss'na bzw Edel


-^^^-
slc Qnainhanlzö^{^
ct:hl\ rrnr r-lio ulrL rL-]L]aulJ]v ls(,srl.
cATrcrnön
DUZUJO9SII dfJrla oina
gff A#
tg ru L f tru
T-'1 r- -^L.'^-
riinh rna

Eintauchen der Speichengewinde in


Leinö1.

A/
Was den Rahmen zumRennrad macht
>>Sonnenräder<< schwindigkeit erreichen, also krapp Scheibenräder
80 l<tt/h. Es ist einzusehen, daß, je
Der Defektursache Nummer eins bei weniger >Windmühlenflügek< sich da Angefangen hat es damit, daß ir-
den Laufrädern - dem Speichenbo- drehen, es sich um so leichter radelt. gendwam einmal jemaad den Stein
genbruch - versucht man, durch Jedoch: Bis 70 kg Körpergewlcht im wahrsten Sinne des Wortes ins
>ungebogene< Speichen und Spe- karur man vorne mit 28 und hinten mit Rollen brachte; Rad und Wag:en wa-
zial::aben zu Leibe zu rücken, Das 32 Speichen in die Pedale treten, Ein ren so gut wie erfr.mden. Die ersten
Sormenrad, so genannt, weil die 80-kg-Radler sollte, wenn schon, nur >Räder< waren rollenMig, wurden
Speichen von der Nabe ausstrahlen vorne auf32 reduzieren, oder bei schließlich scheibenförmig und erst
wie Sonnenstrah"len von der Sonne, 28 Speichen mindestens jährlich die viel später verstard man es auch,
wurde von der Techaischen Hoch- Qnoinlran araöf?ah Speichenräder herzustellen.
schule Aachen ursprtinglich flir Stan- Doch seltsam, welch' wulderliche
dardfahrräder entwickelt und kann Wege der Fortschritt manchmal ein-
auch dem sportlichen Radler von Nippel schlägt - kommen die top-aktuellen
Nutzen sein, Die FirmaWeco produ- Laufräder doch geradeaus wieder zu
ziert dleses sichere und wahrhaft Vielleicht kaum zu glauben - aber ihrem Ursprung, der Scheibenform,
exotisch wirkende Laufrad. Doch 60 g kömen bei NippeJn auf sinnvolle zurück. Warum? Der Wind ist daran
dürfen auch hier die negativen Weise eingespart werden. Das Re- schr-i-ld, gienauer gesagt, der Luftwi-
Aspekte nicht unter den Tisch fallen: zept: Die Laufräder mit insgesamt derstand, dem der Radler bei Tempo
Das Lau-ftad ist härter, Zudem ist eine 72 Alunippel bestticken. Doch ist 40 beinahe 90% seiner Leistung op-
höhere Vorspannung der Speichen Vorsicht geboten. Im Haldel werden fert, Bererts I9l4 experimentierte
notwendig. Daher ausschließlich Fel- zum Teil preiswerte Nippel verkauft, man mit aerodynamischen Verklei-
gen, die wenigstens 400 g wiegen, die von Anbeginn defekfträchtig sind, dungen herum, um den Fahr-Luftwi-
verwenden, Ohne lang zu überlegen, zu jenen derstand senken zu können. Der
greifen, die aus Duralumiruum ge- Durchbruch der Scheibenräder ge-
fräst sind, Damit Iäßt sich das Ge- lang allerdings zum Zeitpunkt des
Aerodynamische Tricks wicht einer schweren Felge kompen- mittlerweile als legendär zu bezeich-
sieren oder generell beim gesamten nenden Stundenweltrekords von
Manch' Bastlers Ehrgeiz liegt rl der Radumfang Masse sparen. Die Masse Francesco Moser, welcher die UCI-
Verringerung der Speichenzahl, muß ja nicht nur in Fahrtrichtung be- Bestimmungen (keinerlei aerodlma-
Sinnvoll ist dieser Wr:rsch weniger schleunigt, sondern auch auf höhere mischen Hilfen an Rekordrädern)
wegen der minimalen Gewichtser- Drehzahl gebracht werden. schlitzohrig zu umgehen wußte, Sei-
spamis als vrelmehr wegen einer Ubrigens droht auch den Nippeln
spürbaren Senkung des Luftwider- Korrosion, Dem ist durch regelmäßi- Speichenabdeckung des Hinterrades
standes, Dabei ist ein wenig beachte- ges Wachsen beizukommen. mindert den Luftwiderstand.
ter Umstand maßgebend: Wahrend
die Speiche am Punkt der Boden-
benihrung steht, rast die entgegen-
gesetzte Speiche oben mit der dop-
pelten Fahrgeschwlndigkeit des Ra-
des durch die Luft. Der Grund dafur
ist einfach: Bei der obersten Speiche
summieren sich Drehgeschwindig-
keit des Lauftades und Fahrge-
schwindigkeit des gesamten Sy-
stems, also des Rennrades, dem die
Bewegung geht in die gleiche Rich-
tung, Im untersten Purkt heben sich
die Geschwindigkeiten durch entge-
gengesetzte Richtungen auf. Ange-
nonrmen, die Fahrgeschwindigkeit
beträgt 40 kn/h; Nach dem untersten
Punkt werden die Drahtstäbchen zu-
sehends schneller, bis sie im Bereich
der Bremse fast doppelte Fahrge-

55
Was den Rahmen ztJmRennrad macht

In einer Spezialform wird je eine Hälfte eines Scheibenrades laminiert. Links Bauweise mit mehr Faseranteilen
radial angeordnet, deshalb stabiler.

ne Laufräder waren mn kerner Spei- ihrcn Rcst'mm-rnccn die Verwen- cinlrlinon


rrur rLlvslr ict rouL
fJL, lärrft usr do-a-+^
vgJdrrrrc
Ä- -
ru
^^r
chenverkleid ung a usgerüstet. Nerr, ri r rnn dor rrorlzlairlaton Qnainlron- lroi-srrnrn:nn in cincr trorm ab. Auf
oino ct:hil rr rcaafiihrJo \/orlzlairjr rnn r{i^r
louer fy^; a^-^h^-
rrelgcvsusrr. n^-
usl mit einer
- mrrrd dossan daß drs Harz rm
m:nhia r]ia
uls Snoinhan
uys1u1191r .löac^h
<iatt l usrösrf
rlol a crreichbare
Snpi cl^ cnrre-kl eid' rr Grlnde dcnomman nlr die Kunst-
überflüssig. Sie war also ein Kon- Windnachlaß ist nämlich dem eines stoffäden zu fixieren hat, arsonsten
str-uktionsbestandterl dieser neuarlr- Scherbenrades nahezu gleichzuset- lcdinl ieh I i- i'ha"fl iiqqines Gewicht
lqur qusr
T al rfr5i^v zan ulg \/orizloirlrnn
LeIt, T-)io V gl NglUUtV ic+ iaÄa^l'' i gf
IJL n-+tl- snr.rt r/an^/cndc- m:n zrlnehmend
v91r
^^h ,
JgUVUf
Dre Scherlcen räder haben mihlerwei- enh:cdcn nrcistrlrqtino., Darüber Prornow T-)ec cinr-l haroi+c in l)arry ta.
le'h-en Siecoszrrn rr-ne1 116 die Welt hinaus besitzt das verkleidete Rad +-4-l+^ l/-+^- l^-^-
Lf afaLg lvfdtLgli, qvlcff
U--- -L-^
^^ rugc-
f fdlZ Dv
: nnctrctar S'c sinr-l ainfach nichf auch weiterhin die hervorstechende stimmt ist, daß es aber bei Raumtem-
mehr wegzudenken, wenn es darum Finoncnhrft
L19srrrurrorr nlor
u9r Qnainho.riÄar
uPsrurrsrrrqusf Ärc
, uoJ nar^+t1r
IJUIo'ur
+r^^LÄn
rf vuNsrf rrnd
urü rrnrr rcaah i*at
urouJgvlldltYl
ncht ooacn dio TThr thaim lgilfgh- heißt, es federt die Fahrbahnuneben bleibt, Das Zuschneiden der Matten
ren) Sekunden zu schinden, Durch herten bis rn den Mrllimeterbereich rrnd rl:c T-inlaaan in rlia fnrm aa-
l0% Windnachlaß macht es - und aus, während aufder anderen Sene schieht bei diesem Preapex I\4aterial
dies kann man anhand der Zeitlahr riic Snhcihcn-:do. lod inlich Bruch- rr cilercher \fuerse rnrre hej unvorbe-
ergebmsse der Tour de France reile eines Millimeters nachgeben. handelten Matten, Zur Feftigung wird
nachvollziehen - den Radler rund Was dem Radler verklerdeter Räder lc-ztlich r'lia oes:mtc trnrm mj1 6]gm
2 bis 3 lcn/h schneller, Kommt der rviado-rrm crmönlie ht .n't höherem Laminatinhalt erwärmt, worauf das
Wild gar um 60 Grad versetzt Luftdruck zu fahren und somit dre Harz emeut flüssig wird, sich verbin-
schräg von hinten, kan:r durch einen Pnllraihr
iwurgfuutu rnn ugr
Äor i\gffcft
Paifon h^--l-'--'^^+
ffrr ouzuJcr- det u,rd aushärtet, Die in eben be-
-errelrechrer der Vorleil
Serre1effe kt 'an T-)ia Q^haihanriÄa" I hinnanan
rru!yuvuil schriebenem Pr o zeß laminierlen
noch mehr verstärkt werden, An und naiaan
rlsrvsrl zrr ainam hnlnrino-
11u1Pr19rl T .t,f . Scheibenräder besitzen von der Fel-
^
für sich karn auch vorne mit errem vertikal steifer und häfier - und müs- ao hic zrrr NTeha hin aino nloinhl'rlai
Sehc'hcrred aef:h.on urgJ6[gn. can mi+
JEtf al .-^
tffll nuJtldf[tLc
^ri^F
l-rni relalrhor
ucI ddrglctLgl bende Scheilcenbrelte und tun slch
Prohlemn'iseh rniird es iedoch hrer Fahrbahn mit wemger Luft gefahren -nsbesondere durch ernen extrem
l-roi höinom Soitonurind Ef dfüCkt werden, holprigen Lauf hervor, weshalb sre
über den Hebel des Nachlaujes auf Erst die moderne l(unststoff-Technik nur auf der Bahn bzw. bei guten
die Lenkung und läßt den Fahrer versetzte die Produzenten von Schei- Straßenverhältnissen in Erwägung zu
unfreiwillige Schlargenlinien fa hren, h^--Ai^-- i-
!s1[ousl11
ii^ !q99r
[1 Urs r -^^ C:h für den ziehen sind. Fahrdy'namisch effekti -
die den aerodl'namischen Vofieil Pedalsten zumulbares Cewicht aus- ver sind Scheibenräder, welche dis-
zunichLe machen würden. tin akzep- zrriiiftcln Tn ihrer simnclg{gn S41- kusförmig von der Felge bis zur
tabler Kompromrß wäre. bei Seiten weise besteht die >Scheibe( aus ei- Nabe im Querschnitt zunehmen.
wind mit einem ldeineren Vorderrad nem Schaum- oder Waben-l(ern, auf Diese Scheibenräder sind vertikal
vorlieb zu nehmen, weil hierdurch den Matten aus Glasfasern, Carbon, nrnhruiahiaar
rloulrvlsvr9sr rrnÄ
uru in
u l rlar
usr Paaal
r\s9cr r.
ouurr
'aL
die das Lenkverhalten beelnflussen Kevlar oder aber ei,r Gemisch dieser seitensteifer. Das Neuesre sind Schei-
den Sertenwind-Einwirlourgen redu- F:son ccleert rvirel AnsClflfeßend benräder, die obendrein noch unler
ziert werden, werden dre Matten mit Harz getränkl Spannr.rng verleimt werden. Vorreiter
In ÄnbeLracht der immer wachsen- /.",.^ utg
i;^ r^^^-
I d>9111 ;-
[1 ;L-^-
lluYl T ,-^ fi..;^*\
Ld\Jc II^]v] t, auf diesem Gebiet war Campagnolo,
\vvdD
den Beliebrheit der Scheibenräder - rrrd fcrlia is- dio Snhoife, Da dte wobei Kevlarslreilen , die Nabe und
sowie dem von einer Vlelzahl kleine- höhere Rel.rstr rnc rles Sr--heibenrades Folaa rrarhinrlan nnnh oina Snr rr
rer r.rnd mitte.lständrscher Betriebe in dor N:tronnonand f.leShalb Extra- Speichenradähnlichkeit vermitteLn,
eingeb rachten wirtscha ftl ichen Enga- Lagen von Matten) sowie das exakte Der Schweizer Sticha wagte sich
ncrert h:. d'c IlCl inzrnrtsChen h Finl:minicron dor Folno zu berück- trotz minimaler aerodynamischer

56
Was den Rahmen zumRennrad macht
Tretlager
\/TittolnrrnL+ Äar'l'ratorai
usr f f gLglgf ic+ Äin'rva+
fDL ufv IIgt-

lagerachse, Sle verblndet die I(ur-


bel:r miteinander und hat einiges
wegzusrecken. Gut über 200 kp brur-
gen Rennfahrer im Sprint auf's Pedall
Vor allem die IGaft, die über den
Hebei Pedal-Kurbel wirkt, belastet
die Achse, Dabei biegt und windet
Sandwichb auweise für ein Scheibenrad.
sie sich an den Enden und in der Mit-
te um 0,3 bis 0,4 mm. Doch weniger
Einbußen einen Schritt weiter und werdende Uni-Disk-Verldeidung, diese Belastung als vielmehr eindria-
setzte die Seitenflanken seiner Schei- Hier werden Kunststoff-Adapter über gendes Wasser ist schuld am frühzei-
be unter einer Carbonfelge an. Seine die Speichennippel geklerhmt. Sie fi- tigen Aus der Lagerung der Achse,
Laufräder fahren sich fast wie stramm xieren das über einen Alureil gehal- Bei Regen wird der Tretmittel-
einoesneiehtc Snc inh cn 136191. IJnd tene Nylontuch. Ein weiterer Plus- pud<t von einer Wasserfontäne her-
sind mit einer geradezuphänomena- punkt dieser Verkleidung ist auch die vorgerufen durch das srch drehen-
len Lebensdauer gesegnet. Über Tatsache, daß das Vorderrad - sollte de Vorderrad umspr.ilt, Durch das
30 000 kn sind auf Sticha-Scheiben sich vor dem Remen der Seitenwind Sattelrohr läuft obendrein noch
zunickgelegt worden. p]ötzlich als zu stark erweisen - ge- Wasser auf die Achse, wenn der
Bei der Ultec-Scheibe werden zwr- schwinder entkleidet werden karu, Schlitz an der Sattelldemmunq nicht
schen Felge und Nabe noch einzeLne
Carbonfäden gesparrt, Damit die
Fäden nicht zerfussel:r kömen r.md
des werteren der aerodlmamische
Effekt erhalten bleibt, werden dle
Fäden zusätzlich mit einer dilnnen
Schaumfolie verbunden. Erhältlich ist
dieses zur Zeit leichteste Scheiben-
rad im Fachhandel, Das Hinlerrad
wiegl geringe 700 Gramm und un-
terbietet damil sogar normale Sper-
chenräder. Mit ca, 1700,- DM Jiegrt
es zudem relativ gi.rnstig im Preis,
malche l(onkurrenz überschreitet die
3000 DM-Grenze.
Sämtliche Scheibenräder fallen Moderne Innenlager bevorzugen die Patronen-Bauweise. Si'e sind besser gedichtet.
durch eine gewaltige Geräuschent- Das Mavic-lnnenlager ist sogar imstande, bei einer Gewindebeschädigung des
wicldung au-f. Das rührt von den Sei- Kurbelgehäuses den Rahmen zu retten. Es Dträgt< dann auf schräg eingefrästen
S c hu Ltern de r G e h ä use -Au ß e nse i te n.
ten der Scheiben her, die akustisch
wie ein Resonanzboden fi.mgieren
r rnr-l r_lia FehraarSr r cnlro rvgf
r dlrvsrouJulfg ärl'nr
rarcfJLdINEff.
Selbst wenn es dem Radler gelrngt,
dieser Geräuschkulisse teilweise zu
enteilen, die Außenstehenden müs-
sen das rattemde und mahlende
rFrhrnarärrcnh
o rr vsroururf iihar cinhf srvvllgtt
(.Usf Jruf ^r-^h^6
lassen. Einzige Ausnahme sind ver
klerdete Sperchenräder, deren Ab-
deckung aus Wachstuch oder Nylon-
Gewebe besteht, die keine Fahr-
geräusche übertragen können. Her-
vorzuheben sei an dieser Stelle die
unLer Triathleten immer beliebter

57
Was den Rahmen zumRennrad macht
abgedichtet ist. Schließlich kann sich
sogar im Innern der Rahmenrohre
noch Kondenswasser bilden,
Um diesem Problem vorzubeugen,
trcc:nnen die Hersteller der Abdich-
tr-rrg ihrer Produkte besondere Auf-
merksamkeit zu schenken, Bereits
eingedrungenes Wasser leitet eine
zwischen belden Lagerschalen
steckende Hülse ab, Nach derNadx-
Initiative (ein verkapseltes Innen-la-
ger, das zu Demonstrationszwecken
sogar im Wasser rolierte) erdachte
Shimano den mitlaufenden Dichtring
im Lagerinnern. Er verursacht wenig
Reibung und schützt gegen Spritz-
wasser, Andere Hersteller zogen
nach und mittlerwerle ist erne ausge-
feiltere Schmutzschutzvorrichtung
für's Innenlager zumindest bei den
ochohonercn Grr rnncn PfltCht, W.l
al
Standardlager müssen dagegen auch
in naher Zukunft aulFett a1s Dich-
tungsmiftel vertrauen, Hier tst späte-
stens nach einemJahr eine Säube- .--r- l :

rungs- und Fettungsaktion zu starlen. -: l-


Beim gedichteten Tretlager können
die Wartungsintervalle großzügiger )aa:.:):::,.4:
la,::aaa:r:aa::.ta:' : a..::..::a. :
L^-^^-^- .,,^-^^-

Übrigens ist die Bezerchnung >Ach-


se< für den Kern des Tretlagers nichl
korrekt. Es handelt sich schließlich
um ein drehendes Teil, mirßte also
>Welle< genarmt werden, Nur hat
sich der Begriff Tretlagerachse im
T.errfo dar Toit öin^al.\iirnarf fnlnlinh
soilte man es auch dabei belassen,
Wichtiger als jegliche Begriffsstreile-
reien ist vieLmehr: Dre Tretlager-
achse braucht Wartung,

Demontage
Es gbt sicher vrele, die sich scheuen,
das Tretlager auseinanderzunehmen,
Wenn mcht das richtige Werkzeug
zur Verfügung steht, ist auch davon
abzuraten. Zur Demontage des Tret-
Iagers sollte deshalb auf aile Fälle
folgendes bereitliegenr
- Haken-Schlüssel f,rr den Konterring,
- Stiftschlüssel Iür die linke Laser-
schale.
- Spezialschlüssel firr die rechte
Lagerschale,
- Kurbelabzieher, Kurb e I abzie her e ins c hr aube n.

58
Was den Rahmen zumRennrad macht
I Mit crroßem Schraubenzieher
l.
(oder S-mm-lnbus) Abdeck
scherben aus I(urbelauge drehen.
O Kurbelschraube lösenundher-
L. ausdrehen (mit 14- oder lS-mm-
Stcekqehliiqqol) T Tntorlocqnhoihan
entfernen,
Q Abdr-uckschraube des Ab-
\,1. ziehers ganz zurückdrehen, Ab-
zieher brs züm Anschlag in Kurbel-
g vv!tug
I^^,";-j^ gff
^;-i-^L^-
tuf 911vlf ,

Abdrückschraube eindrehen, Ach-


tung : Unbedin gt Unterlegsch eibe Lösen des Konterrings auf der linken Tretlagerseite.
entfemen und Abzieher vollkommen
eindrehen, sonst könnte ber festsrt-
zenden Kurbelrr das Abzugsgewtrde
ausreißen,
Macht die Kurbel keine Änstalten,
sich von der Achse zu lösen, die l(ur-
bel erwärmen bis ein aufgetupfter
Wasse rtropfen zischt, Desweireren
gefühlvoll mit dem Gummihammer
rund um das Vierkantauge klopfen,
Dam erneut einen Abzugsversuch
nrohioran A ndara T6rrl..ol al.'a--^

A I(onterring der linken Cewinde-


-T, schalen (miL Haken-Schlussel) Herausdrehen der linken Lagerschale.
lösen rind abdrehen,
Linke Lagerschale besitzt ausnahms- H er ausne hme n de r linke n
los Rechtsgewinde. Mit Stiftschlüssel Lagerschale.
herausdrehen,
E Achse herausziehen, Vorsicht:
W. Darauf schauen, nachwelcher
Seite der l(ugelrurg geöftrel isr, damit
er beim Zusammenbau ohne Kompli-
kationen wieder eingesetzt werden
k:nn
_'**_ Ic n:eh Horqtollor lioert r]ia Rina-
J .-

kante nämhch innen oder außen (ist in


der Regel in Lagerschale eingeprägrt),
tsi die rechte Lagerschale mir
ft
V. 36 X 24" oder 35 X I mm bezei-
chnet ha- sic rnric acirrol6{ Rechts
gewinde, Bei I ,37 X 24" dagegen
Lirksgewinde llosdrehrichtung be-
:ehtcn) Fii r dioqa Arhoil r rnhadinr+
Spezialschlüssel verwenden, Mit ei-
nem normalen 36er-Gabelsch]üssel
lutscht man auf der schmalen Schlüs-
selläe hc rrnuraiao-linh
^b Lfnd fui-
ruert sich Lack und/oder Hände,
Anmerkung: Für normale Wartungs-
;rhci-en k:rn dic l :cor96h3lg jm
Rahmen verbleiben, Sie muß ledig-
-ich zum Austausch herausge- Achse und Schutzhülse aus
schraubt werden, dem Lager ziehen.

59
Was den Rahmen zrrmRennrad macht
\Tenh dor nriinÄlinnar Painimrnn Äar
T raa-i--^-^i^n
lovs]Il. Äin VglUVvI
c] YIYI L Ulg /-^la6anhair nrrt-
zer lnrJ .l:s St^hlncrnhr durch s of-
fene Tretlanc.col^är rso einmal von ur-
nen anschauen, Ist es da rosLig, die
\Ä,I.rrdrrrrren r^rit einem Fön oder
oinar Hai ßh rftnr'<l /h41 .*\
^la \uulrur"r.Ddrll/
trnekcrleacn Arsehlicßgnd die ROh-
-e mi- Sn-iihur:eh" oinrebeln,

Montage
Bevor der Zusammenbau des Tretla-
narc hoainnl
ugv! u LLr r'lec nacrmt^
uqD \_jsDdlltLy aa^Ln'.^^
991tdu>c
vsrr
von inren .flrt cirrptttrn damit wäh
rend des tinschraubens der Lager-
schalen kein Rosi oder loser Schmutz
in den nnr-h niehr cose h'gssenen
Sn:l- zuriqel^or Aehqo rrnd ]nnenhr:lSe
ricqolt T)ioq ailt rrrnh fiir r-lia iiLri^an
Tcilo Trrriiol tratt diLt oq ainantlinh Reinigen der Kugeln.
ninht - mrillt
Yulur rc 1r9r
horrrrc
o uD, lzr--
Nof !t sJ -l-^^
^. dugg
wischt werden, Lagergehäuse schrauben, Wer übri- werden, Erzielt man auch damrt kein
I| Kuqelrino *'in
--*J"----Y rechte T :corseh:lc cens Arccr mit qi.h löqondon T,raor positives Ergebnis, sollte man sich
l. legen - aufpassen. daß Errbau- schalen bekommt, kann diese mittels oino \/l :rrin -Trarl rcametrana
I rsrlo\.,jslyorl vtl9 ha.a-
usJUr-
richtung stimmt. Innenhülse in Schale Schraubensichemngs-ICeber vor oon r rnd r]ioca
urqJg ainher
gu pougf ..^^- L T_\i^
ronf IfdJöYl Utg
drücken, Ofi halten, Patrone >sitzi< auf zwei konischen
O Rechte Schale einschrauben, TJiel(nnrcri rna qolllc oin klainirronin Schr5nan dia mi+ ainom Qnozirl-
1. UitSpezralschlüssel ordenll ich stramm sein. Zum einen werden I(u- fräser rl dre Strnseiten der Lager-
festziehen, damit sich die Schaie geln Lmd Laufbahnen ohnehh von cnh:lon nafräct rnrorÄon
nicht durch haile Antritte lockert. don \AIiaaotrifion Lsrr DLof l-ral rcta'
ctrrlz N ugfoDL9L, -rrm
4Uffl Und noch etwas: Wird das Velo im
oa-^^-^-
rvsr srr fra+ö^hr
drJulfl h^;-
Q Die Achse einfr-rhren (längere ^L^^-^^i^l
uuil il n(.]l>utlJptYt
^ sLrömenden Regen auf dem Dachträ-
\.f . Vierkantseite rn Richtung Ketren- die l(ette bei jedem'Irirt nervend am ger des Autos transponiert, peuscht
hlart) Sl^'mann-Ae hscr sind aller- Umwerfer, wobei die Kugeln auf ei- das Wasser durch dre hohe kinetr-
dings bisweilen symmetrlsch. nor rrorcnhloi
rrsf Rrrrnh I inon T-li--^-
vsr DUrrsffJlrdufltrgutr rldgultdl -l qnho T-naraio (d;rVar olrJEugt
rlc ia^ar 1ÄI-.
vvoD
A Linl<e Schale eurdrehen (lieg bahn laufen. ca-crr:ht\ hia ih Äi^ I r^^r. DrohT alSO
-T. der l(ugelring richrig?), Srnd die Gewjnde des Tretlager- cin Renonl r:nennr-t riia omnfindlr'-
Apropos Ifugelring: Statt der norma- Cehäuses beschädi91, kann es des nhan l raar /errnh
\ouulr DoÄrla-
I Qto
ursusl
'o- -
lorrnroico narrn Iörnaln rrrim 1\o trg l.r--
11äfi^ Nd!] öfteren durch Einsetzen mittels Zwei- satz und Naben schadet die Vorsor-
man auch elf einzeL:re 6,3-mm T(ügel- lzamnnnontonlzlahor n^^h dö-öft
rrvvrr öl
\,srELLqr aa ninht\ mir'focehrnrl
f f rf L f EJo uo I lu rr^-l.l^l-^-
v gf Ncuglt,
nhon lnca in11r r-lio
uis LeaarcnL.l^ l^^^-
uovslDurldlv lgggll,
Dadurch verleilt sich die Trittkraft
rrlcir-h mä ßicer r rre{ dcr \/erschleiß
von KugeJ::r und Lagerschale geht
deuthch langsamer vonstatten. Zu
dcm fohlt dann riar Krraolrina r-lan
man falschherum einb,auen könnte,,,
E wrt'-' Stiftschlüssel linkc T,:ac-
Ft
tvf . schale artzrehen, bis leichrer
Widerstand berm Drehen der Achse
wahrnehmbar ist, Den l(onterring
von Hand gegen Lagergehäuse
schrauben.
Mit Sriftschlüssel Lagerschale
A
Lf. festhalten, I(onterring per
Hakenschlüssel ebenfalls fest gegen Reichlich einfetten.

60
Was den Rahmen zumRennrad macht
Pedale
1 00
Jahre hatten die Remradpedale
unveränden in Form Lrnd Funktlon
überstanden. Ledlglich Haken, Rie-
ts men sowie die asymmetrische Pe-
dalform konnte man als Fofcschritt
recrislriercn In don lotzton rzior lrh-
ren hingegen explodierle die Ent-
wicklung förmlich, Vor allem dem
Look-Peclal. eire sor-rtrnarutte Sicher-
hertsbindung von Schuh und Pedal,
b;
lst diese stürmische Schaffens-
periode zu verdanken. Bei allem
Fortschrittsglauben muß jedoch fest- Achsen moderner Pedale: Liiks moderne Lagerung per Nadet- und Kugellagerung.
gestellt werden, daß in letzter I(onse- Mitte die k/assrscfte Konenlagerung. Recftls erne aufwendige Lagerung
quenz auch heutzutage noch Mängel mit zwei Konus- und einem Nadellaqer.
bei Sicherhe itsped alen bestehe n,
während das klassische System mit Anders bei der den Kurbeln zuge-
Haken und Riemen tadellos fr-nlctio- wandten Seite des Pedales: Spritz-
ruert. Die Innigkeit der Schuh-Pedal wasser vom Vorderrad umspult die
Verbindung kann mit mehr oder meist noch mangelhaft ausgeftLJrrte
weniger strammgezogfenen Riemen PedaldichtLrng und schmirgelnde
variiert werden, Das reicht vom lok- Schmuizwasserbestand Leile d ringe n
lzoron SnhlrrnF fi ir q+a^h'^-1.^1"-
^^-
ulouLvvfÄglfI in die Lagen:lg ein.
bis zum festen Srtz zum Sprint, Eben- Zweifellos gehören Pedale zu den
so karm ein durch Regen weich und vernachlässigten Komponenten der
werter gewordener Schuh mit dem Rennmaschinen, Fast 60 % a-]]er
Rremen fesl ans Pedal r>gebunden< >Velo-Triftbrette r < wackeLn, Pfl ege
werden, und Wafiung liegen hier wirklich im Lösen der Konterung.
Die Achse des bewährten alten Pe- argien,
dals verdeutlicht das Lerchtbauprin-
zip. Am Ende diirrn wird es zum I(ur- Demontage des
belarm hin mit anwachsendem He- konventionellen Pedals
belarm dicker. Obendrein schützt
die gleichmäßige Elastizität vor 1| . Äußere
ben.
Staubkappe abschrau-

Spannungsspitzen und damit vor Konus mit Konus-Schlüssel


Bruch. r fI l2to ttrrrJ t^^+L-l+^-
resLr.idtLen. 7^-
Nontermutter
-*\
Zum Kurbelarm hin wird der Konus (1 I mm) lösen und abschrauben.
direld auldie Ächse geschliffen, Es I(onus abschrauben, Vorsrcht:
Q
spart einen separaten Konus r.rnd V. es könnten I(ugeln rollenl
rückt außerdem den Rollradius,
sprich die Laufbahn der l(ugeJ.n, wer-
A Mrt schmalem lS-mm-Schlüssel
-4. Pedal abschrauben (rechtes
ter nach irmen und reduzierl hier- Pedal Rechtsgewinde, linkes Pedal Ausgebaute Achse.
durch die Lagerreibung. Der zweite Lirrksqewinde),
Konus ist am Achsende aufge- Zum Losdrehen beider Pedale gilt:
schraubt urrd auf herkömmliche An Wenn l(urbelarm oben steht, Schlüs-
gekontert. sel Richtung Hinterrad drehen.
Aus Gewichtsgründen wird bei mo r
Cernen Pedalen geme eine Kurzach- r.J. Pedale rerugen.
se vorgezogen. Doch damit lastet auf Bei Zusammenbau reich_lich Fett
Cen äußeren Lagern mehr Druck,
ft
\.f . dazu, Es darf wieder einmal
-vas aber selten zu Problemen fuhrt
>quellen<.
idie äußere Staubkappe schützt völ- 7 Pedal wreder an Kurbelarm
:cr oeccn einr'lrinaanr]an rr vurrrrruLa/,
Snhmr rtry\ I . schrauben, Auch zu dieser

6I
Was den Rahmen zrrmRennrad macht
.ri.il.i'l:
< l:!l,ll:i:

i,:i:lli'l

,..t:iuiil
Was den Rahmen zrlmRennrad macht
PedaI-Revolution
Die enge Verbindr.mg zwischen
Schuh Lrnd Pedal karm bei einem
Sturz peinliche Foigen haben
SchLimmstenfalls kommt es sogar zu
komplizierten Drehbrüchen Seit ge-
raumer Zeit rruurden daher Versuche
r.mternommen, den Schuh ohne Rie-
men dire]< an das Pedal zu kuPPeJn
Sie kamen alle nicht über Keinserien
hinaus. Den Durchbruch schaffte
letztendlich das Look-Sicherheits-
peda1. Der Radstar Bemard Hinault
führte der Radlerwelt vor' wte man
damit radelt, Genaugienommen elne
Shimanos Top-Pedale werden von vorn gekontert'
feine Sache: Ein SPezialadapter am
Schuh rastet aufDruck hörbar ein
]lch karrn man für den Fall der Fälle und karrn zum Absteigen oder in Not-
eine kleine Ampuile Öl mitfluhren. fälen mit selt]ichem Dreh des Fußes
Weisen Lagerschalen und Konus wieder freigegeben werden Da die
(überwiegend nur auf der Kurbel- Pedalspitze immer nach oben zetgt,
seite) schon unü-bersehbare Freß- wird überdies der >Einstieg< tns
spuren auf, die bisherigen (in der Pedal erlerchtert. Zwei Dinge fi:hnen
Regel 4 mm großen) gegen neue aller Wahrschelnlichkeit nach zum
mit elnem Durchmesser von Erfolg dieses PedalsYstems:
3,17 mm austauschen O Das hörbare Einrasten des AdaP-
Wieder montiert und akkurat gekon- ters vermitteh eh gewrsses
tert, stehen Konus r.ind Lagerschale Sicherheitsgefühl
dann wie die Abbildung zeigl (Steu- Ver- und Entriegelr.rng geschehen
n der Ac hs e' ersatz) enger beieinander und die ohne Zutun der Hand
He r ausziehe
kleineren Kugel:r kÖnnen auf einer Andere Sicherheitspedale, wie jenes
unlceschadeten Laufba-lin rollen Al- vonAdidas, das durch Hebelbetäti-
Tätigkeit genügend Fett verwenden
Ierdings ist mrn der äußere, kleine gung drei unterschiedliche Einstell-
Sollten Pedalgewinde und l(urbel-
I(onus etwas weiter hineinzuschrau- möglichkeiten der Verbindung von
auge erst einmal fest zusammen-
ben, Jetzt iäuft das Pedal wieder wie Schuh Lrnd Pedal erlaubt und eigent-
korrodierl sein, bekommt man sie
geschmierl. Iich genauso sicher ist, konnten sich
allenfalls mit einem auf einem Rohr
(Ist das Gewjnde ztkorz' läßt sich nicht durchsetzen. Der >ICick< sowie
steckenden Schlüssel (Hebelarm-
der l(onus per Schleifstein noch eine der seitliche Dreh zum Lösen ist das
wirkung) auseinander' Doch dabei
Spur kürzen.) schlagende Argument r.rnd darauf
kann das l(urbelauge reißen Beim
setzen mittlerweile noch acht bis
nächsten hartenAntritt steht man mit
Werden bei verschlissenen Lagerteilen zehn Neuanbieter' die sich ein Stück
dem Pedal au-f der Straße
kleinere Kugeln verwendet, laufen diese von dem lulcativen >Pedalkuchen<
Ö1 als Schmiermittelverdi.mnt das au f unb e sc hädigte n Ro llb ahnen' abschneiden wollen
Fett und sPritzendes Wasser ka:r:r
So sicher und superlativ sind die ver-
ungeniert in das Lagerirrnere vor-
rregelbaren Pedale allerdrrgs ntcht
dringen.
immer, Einige Modelle' wie Look,
Öl also lediglich als Notbehelf einset-
Shimano und CamPagnolo, benöti-
zen, wenn beisPielswelse ein Lager
gen, sobald Schmutzwasser jns
oder die Kette quietscht Tritt die Not-
Pedalirmere gelangt, pIötzlich hÖhere
situation ein, Tankstelle anrollen rmd
Auslösekräfte, Es ist vorgekommen
um etwas Tropföi bitten ln jeder
daß Radler regelrecht gefangen
Dose Motorenöl bleibt reichlich für's
waren. Auch bÖse Stürze sind durch
Rad übrig, Zu Hause angekommen,
diese PedalsYsteme verursacht
die geölien Teile demontieren, säu-
worden,
bem und ein-fetten Selbstverständ-

64
was den Rahmen zumRennrad macht

,1

F
e

Mittels eines >lnstep<-Außatzes kann


auch mit gewöhnlichen Schuhen im
Kick-Pedal gefahren werden. Rechts:
Ein gummiartiger Überzieher, damit die
Adapterplatte nicht wertreten< wird.
Inok- und Shimano-Pedal samt Adapter
u nd mo de rne m Re nnschuh.

Explosionszeichnung Aa Beliebtheit gewinnt in letzter Zeit


b vom Look-PedaL. das Time-Pedal, Regen und Schmutz
t:
können der leichtgängrigen FunJction
des Pedals überhaupt nichts anha-
ben. Jedoch 1äßt es sich sch_lecht mit
dem metallenenAdapter unter den
Füßen laufen. Mehr zu den Pedal-
systemen im Bildtext,
Es gnbt also nicht nur Positives über
Unten: SeiUiche die neuen Schuh-Velo-Verbindungen
Bewegungsfreiheit und zu berichten.
e inen s ic heren Aussti e g

E: be i N ässe gewährl eiste t


das Time-PedaL. Platten-/Adapter-Montage
Außerdem trägt es nur O Haken- und Riemensysfem..Lose
;-
unwesentllich auf, spart Platte auf Pedalsteg legen. Auf das
: also an Sattelhöhe. Velo setzen, Fuß auf Platte stellen.
J-
Ballen soll i]ber Achse stehen.
r Helfer kontrolliert und markiert
rE Stand der Pedalplatte auf Schuh.
e:
Absteigen; Schuh ausziehen. Plat-
te mit einem zu bohrenden Loch
aa Sohle fixieren, Auf Rad setzen,
f!
Posilion der Platte überprüfen,
i1
Restliche Löcher bohren r-rnd Plat-
te mit Schuh fest verschrauben,
;i=:
C Sicherheitssysfeme.' Stand.ard bei
!f den zum I(icksystem gehörenden
Schuhen ist eine Befestigr_rng über
;:: drei in der SohJe eingelassene
Schrauben. Damit wird die Adap-
Fr=
terplatte lose angeschraubt,
Aufs Velo steigen und von Helfer
die Platte an gewtrnschter Stelle
festschrauben lassen. Dann
kontrollieren und eventuell korri-
gderen,

65
Was den Rahmen zumRennrad macht
Vorderbremse ziehen, das Rad vor- und
zurückschieben und mit der Hand am
unteren Steuersatz fühlen, ob Spiel in der
Lagerung ist.

Hinwe is : Zahlreiche l(niebeschwer-


den von Radlern beruhen aul der
falschen AusrichtLrng des Schuhes
Wer ohneirin mit den FußsPitzen
nach außen geht, sollte auch die
Spitze seines Schuhs inBezug zur
Mittellinie des Rahmens leicht nach
außen zeigen lassen Entsprechend
verhält es sich bei einer nach innen
gerichteten Fußstething Der Grad
der Abweichr.rng von der parallelen
Fußstellung ist ausschlaggebend für
die Ejnstetlung der Pedalpiatte'

Steuersatz
Die LenJcr,rrg, also die drehbare La-
genmg von Gabel und Vorderrad'
bekommt eine Menge ab, wenn
Fahrbahnschläge auf sie einwirken
Andererseits muß sie extrem leicht-
gangig sein, damit das Wechselspiel
von Kreisel r.rnd Fliehkräften iiber
den Hebelarm des Nachlaufes auto-
matisch den Geradeauslauf bewirkt
Sagen wir lieber - fast automatisch'
denn der Fahrer greift ja auch noch
teilweise korrigierend, vor allem ;e-
doch dämPfend in das Lenkgesche-
hen ein,
Konte r n des Sleuersa fzes.
Die geforderte Leichtgängigkeit ist
Ietztend.lich auch der Gruld fur die
Verwendung von I(ugellagern Weil
die Lenkung keine Dauerrotatlon wre
an Pedalen oder Tretlager vollzieht' D
sondem ernzig rLnd allein um winztge :-
Nuancen hin und her pendeJ't, treffen 1--

die Fahrbahnstöße immer auf die =:


gleiche Stelle, mit dem Ergebnts,
äuC Oi" Stöße und Schläge auf dle
I(ugel:r weitergeleitet werden, die
sich Stück fur Stück in die Lagerscha-
len eingraben Nach ein bis zwei iah-
ren rastet der Lenker darur spürbar

Rechts: Abziehen der Kugelschale'


Ganz rechts: Fetten des Kugelringes auf
dem Gabelkonus.

66
was den Rahmen zumRennrad macht

I
I
Links: Nur die Mutter aufdrehen. Die Inbusschraube sichert den Mavic-Steuersatz. Rechts: Nadel-steuersätze sind leicht und robust.

l5- bis 20-gradweise (je nach Kugel Die Nasenscheibe abheben und einmal das - sie schleifen diese Kan-
anzalLl) ein.
Q
\.1, Gewindelagerschale herunter te kurzerhand ab.
Regelmäßige Kontrolle und Wartung orenen. Noch ein Trick: Statt der Kugelringe
fagen dazu bei, die Lebensdauer A Gabel nach unten aus Steuer- werden einfach erLzel:re Kugeln in
4
der Steuersät ze zu verlängem, Denrr | | rOnr Zlenen. die Lagerschaten gelegt, Es kann so
rst zuviel Spiel in der Lenkuag, schla-
f, Kugelringe aus Lagerschalen fast die doppelte Anzah.l von Kugein
gen die Kügelchen sozusagen mrt r./. >fischen<< (auf EinJegerichtung untergebracht werden, folglich ver-
Adauf auf die Lagerschalen und achten). teilt sich der Druck der Fahrbalrr-
>bel:-len< sie um so schneller aus, Gabelkonus mit Hartholzstück stöße auf mehrere I(ugeJ.n - der Steu-
ft
Zur Überprufrmg schiebt man das V. vom Gabelschaft schlagen ersatz häilt länger,
Rad mit gezogener Vorderbremse (abwechselnd vor und hinter Gabel-
etn wenig hin und her, Dabei spürt kopf ansetzen). Montage
man ein etwaiges Spiel im Steuer-
7 E^Rundmaterial (Kupfer oder Vor der Montage sämtliche Paßteile
satz. Noch deutlicher wahmehmbar f . Aluminium; Außendurchmesser säubern und einfetten,
ist das Lagerspiel, wenn man enen 25bis 27 mm) in Steuerrohr ein- Gabelkonus mit Rohrstück
Finger an den Spalt am unteren 1
fuhren, Steuerschale )ertasten(, Im l. (lnnendurchmesser ca.27 mm)
Steuers atzlager Ie g,t. Wechsel-Rhyhmus a uf gegenüber- auf Sitz treiben.
Zur Wartung: Schlackert das Lenk- liegende Stellen klopfer,, /) Lagerschalen auJsteuerrohr
F lager, Kontemng lösen und neu kon- Keine Angst, es glbt eine Möglich- 4.. se[zen. Hartho]zstück auflegen
teffi, keit, einen ausgedienten Steu ersatz und vorsichtig einschlagen, Darauf
i r.:::
a.: zu reaktivieren. Man legt einfach et- achten, daß nichts verkanrer,
i. :a: Demontage was ldeinere KugeJr:r ein, Wie aus der Konenund Lagerschalensäu-
':: Ein Ausbau des Steuersatzes sollte Abbildung (siehe S. 64) ersichtlich, Q
t f,bern, Fett auf l(ugellaulbahnen
':l
ausschließlich mit Spezialwerkzeug rücken Konus und Lagerschale da- und Gabelsch aft gewrrde geben.
erfolgen. Meist wird dabei doch irr durch näher zusammen, die Kugeln
gendwie >getricksk<, und darum eine kullern auf einer neuen, qänztich un-
A Kugeln (bzw. Kugelrrrg) auf
-T. Gabelkonus und obere Lager-
kurze Adeitung zur Demontage mit beschadeten Lauflcahn. schale legen.
Notwerkzeug: Bedauerlicherweise funktloniert die-
A Gabel ins Steuerrohr ernfiihren
1 Lenker r-rnd Vorbau wie se Methode bei einigen alten Shima- r./. und Gewindelagerschale auf-
l. beschrieben demontieren, no-Steuersätzen nicht. Hier ist eine drehen,
t 32-mm-Spezialschlüssel auf I(ante angebracht, um Schmutz fern-
ft Nasenscheibe auflegen, I(opf-
4-, Gewindelagerschale setzen zuhalten, Würde man nunmehr ldei* \r. mutter auJdrehen und proviso-
und gegenhaiten. Mit zweitem nere Kugeln verwenden, würde die risch kontem,
32-mm-Schlüssel Kopfrnutter lösen Kante aufden Schalen schleifen, Re- >Provisorisch< deshalb, weil der Vor-
und abdrehen, solute Bastler schreckt indessen nicht bauschaft mit seinem Schräcrkeil

67
Was den Rahmen zumRennrad macht
Auch Shimano setzt aut
oder Spreizkonus das Gabelschaft- Kette hülsenlose Ketten. Die
rohr verspannen körinte. ausgestellten Außen-
Endgültiges Kontern des Steuersat- Seit den nostalgischen Zeiten der
laschen erhöhen
zes erst nach Vorbau- und Lenker- Hochräder schlagen sich die Radler außerdem noch
montage. mit dem Problem Fahrradkette her- einmal die Ketter-
um, Für dle schmale Rennradkette fähigkeitder
Anmerkung : Normalerweise beträgt gilt dies ganz besonders, Kette.
das Gabelschaftgewinde l" mit 24 Nur Zahnriemen und Polierte,
Gewindegängen, 1" (l Zoll) ent- schrägverzahnte Zahnradgetriebe
spricht 25,4mm. Die Franzosen aber hätten Lheoretisch gesehen eine
schneiden (rollen) 25-mm-Gewinde Chance, an den sagenhaftenWir-
aufden Gabelschaff und begnügen kungsgrad einer Kette von 98 bis
sich mit 1 mm Steigung Pro Gewtl- 99 %o heranzureichen. Praktisch be-
degang. Die Besitzer solch ftart- trachtet stellen dlese AntriebsMen
zösischer Gabeln haben in Deutsch- fürs Rennrad keine A.lternative dar,
land ständig Nachschubschwierig- sind sie doch zum einen nicht schalt-
keiten. bar r-rnd zum anderen auch zu
schwer,
Neben den konventionell kugelgela- Es bleibt also vorläufig bei der her-
gerten Steuersätzen werden seit eini- kömmtichen Radkette mit all ihren
genJahren auch solche mit Nadel- Tücken r.rnd Macken. Man denke nur
oder Kegellagern angeboten Die daran, wie schne[ sie zum BeisPiel
Nadeln bzw. Kegel berühren die
Lauflcalrr auf einer Linie. Mit anderen
Worten: Während die Kugeln etne
punktuelle Belastung ausüben, drückt
das Nadellager >>auf ganzer Linie<;
der Verschleiß reduziert slch aufdie-
se Weise drastisch.
Hervorzuheben wären hier die Mo-
delie A-9 von StrongJight und der Pri-
max-Steuersatz. Sie sind nicht nur
leicht, sondern bieten auch eine ver-
einfachte Bauform. So müssen bei
der Renovierung iediglich die Nadel-
ringe und Laufscheiben gewechsell
werden, die Schalen verbleiben im
Steuerrohr. Doch wo Licht ist, ist
auch Schatten: Diese Steuersätze
müssen sehr exakt gekontert wer-
den, sonst kann es passieren, daß sie
wackeln oder kfemmen, Und sie er-
reichen keinesfalls die Leichtläufig-
keit der Kugelsteuersätze.

Noch ein Tip: Manchmal variieren


die Abmessungen der Steuersätze
aus unerfindlichen Grtrnden; dann
sitzen Konen oder Schalen womög-
lich wackel:rd vor Ort, Mit Zweikom-
ponentenkJeber lassen sich auch die-
se Teile perfekt fixieren. Aber bitte
grut entfetten r.rnd beide zu verbin-
denden Teile mit l{eber eirstrer
chen.

6B

{
Was den Rahmen ztJmRennrad macht
an Gelenkverschleiß >erkrankt<. Ein
Symptom jener heimtückischen
Kradcheit: Die Kette geht ln die Län-
cre Die llrs:ehcn lioaon l[61 auf der
Hand: Pro Minute Iäßt ein durch-
schnittlicher Radfahrer die KurbeLr:r
zwischen B0- und l lOmal rotieren.
Tm \/crnloinh zrr oinom MOtOrantrieb
nicht mbedingt schnell, Trotzdem,
30 bis 35 km/h können auch erreicht
werden, Voraussetzung dafür ist,
daß sich das Hinterrad 260 bis
28Omal pro Minule um dre eigene
Achse drehen kann; bewerkstelligt
wird das, indem der Antrieb beim Größere Kontaktbereiche der Rollen, Lagerkragen und Bolzen reduzieren den Druck
Fahrrad übersetzt wird, Anders beim pro Flächeneinheit, wodurch der Kettenverschleiß geringer ist. Außerdem sorgt ein
Motorrad: Der Motor dreht sich in minimal verkürztes Außenglied für lange Lebensdauer.
höherer Geschwindigkeit, der Al-
trieb wird rmtersetzt,
Aber nicht nur dre hohe Belastung sie sie durch Hrilsenstummel (sog. den. Die JLrngnmtemehmer Barbara
allein fuhrt zu besagtem Gelenkver- Lagerkagen) ersetzte, welche drrekt uld Bemd Rohloff wagten sich als
<nhloiR Dia \/ar' rnn Ä aus den Innen-laschen herausgezo-
'n.ai-im ' '.nL völlig unJcekamte Newcomer an die
Schmuizwasser bei Regenfahrten ist gen werden (siehe Abb, S, 68), Fabrikation eines Massenproduktes
ebenso schuld an der Misere, Das Nachdem dieser Lagerkragen auch mit hohem Qua.litätsniveau. Sie lan-
Wasser gelanE auf und in die I(ette; noch mithilft, die Zugkräfte der Kette deten mit ihrer SLT 99 einen Treffer,
dort schmirgelt's, und nach mnd aufzr-rnehmen, bestand wiedemm die Die Rohloff-Kette ist zweifelsohne die
2000 kn hat die Rennradkette im Möglichkeit, die Innenlaschenhöhe zu schmalste, seitlich beweglichste und
Normalfall ihr Leben ausgehaucht, reduzieren. Belohnt wurde die gute schaltergiebigste auf dem Markt,
Verhindern können wir die Erlcan- Tat mit einer besseren seitlichen Be- Aber nicht nur das, mittels zweier
kung und ihre Folgen selbst bei raranlinhlai+ h ^ih^..Uößeren technischer Ra-ffinessen kann sie sich
^
hingebungsvolLster Pflege nicht. Im Schaltfreudigkeit der I(ette. Mittler- dem drohenden Verschleiß zudem
Absatz Kettenpflege finden sich je- weile haben auch lzumi, Shimano, besser erwehren. Pnnl<t 1: Sie gaben
doch viele wertvolle Tips und Union, Suntour und Rohloff hr-rlsenlose ihrer l(etto circn mößcren KOntakt-
brauchbare Ratschläge, das Leiden I(ctton in ihr Prnm:mm rr rfnannm- bereich von Bolzen und Lagerkagen
der Kette zumindest etwas zu lin- sowie den Rollen, Es minimierl die
dem. Die Liste der Schaltverbessemngen Belastr.rng pro Flächeneinheit, also
lZiSt sich noch ergänzent Die Innenla- letztendlich den Gelenkversch-leiß.
schen werden neuerdings ein wenrg Pudct 2: Die Außenlaschenglieder
Die Kette als Schalthilfe nach außen gebogen bzw. schräg wurden leicht verkr-irzt, mit dem Er-
angepaßt, Dadurch erleichtert sich crcl.'rnis ri:ß sic sieh tiofgy Ln die Zwi-
Außer an der l?aftüberlragrung ist das Hineingleiten der Kette in die schenräume der Zähne ducken. Mit
die Kette mit den Elementen Schal- Zähne der Ritzel und I(eftenblätter dcm Erfnla rrrioclonrm rlaß dfeSe
tung, Umwerfer und Ritzel wesentlich uld die Schaltkäfte vermindem sich I(ette erst, nachdem sie bereits um 3
am Schaltvorgang beteiligt, Ein obendrein (also die notwendrge bis 4 mm gekingl ist, auf der Normal-
Grmd übrigens, warum sich zahlrei seitliche Kraft, um die lGtte zumVer- position von handelsüblichen l(etten
che Hersteller il den vergangenen lassen des Ritzels zu bewegen). im \Tor r zr r ctend lia*
Jahren um Verbessemngen der Kette Shimano hat der Sache noch das
im Schaltbereich bemühten. Auslö- T-Tiinfelr:hen irfncsctzl r-r11d die
ser fur die Weiterentwicklung dürf, Außenlaschen ausgestellt (siehe Kettenpflege
1en aller Wahrschein.lichkeit nach je Abb. S. 68). Die I(ette bekommt somlt
doch Rationalisierungsmaßnahmen früher Kontakt zu den Ritzelzähnen, Wie bereits eingangs erwäihnt muß
gewesen sein. was der Schalifreudigkeit nochmals ein weiteres Mal klargestellt werden,
Die heutige Sachs-Tochter Sedis förderlich ist. daß wirklch alle Ketten dem Ver-
sparte sich die extra zu vemieten- Die derzert beste Schaltungskette qchlci ß r rniarlionon Rnhmiraalndar
den, rollentragenden HüLlsen. indem kommt allerdings aus deutschen Lan- Schmutz und sandlges Spritzwasser

69
Was den Rahmen zumRennrad macht

Eine Sprühwachsbehandlung konserviert die Kette und [äßt sie Häufige Reinigungen der Ritzel und Kettenblätter reduzieren
we nig er Stau b aufne hme n. deren Verschleiß.

schaffen aul die Dauer auch das be


ste stück,
\^/^-
v v vl '^^ -L r-^i-^
tluulf NU!19 gigglrg rvethode zur

I(ettenp0ege entwickelt har, dem


kam der Autor zu seiner kombinier-
Ter ( )t-l\/\/^ancnt cnc riTen.
Mit zähem HaftöI, Fließfett oder dick-
f iqsioom (lc rieheöl zrrnächstKe[
tanaalonlzo cnhmioran

Arschließend überflüss iges ÖI abwi-


cnhan Fc rrnirr-la larlinlinh rrnnÄtin
Staub und Schmutz an die Ketre sau
nan w ru zäho cnhrrrerTas, l-^l'^nhl
9srr rrnr_l
-+t
NstLsrurolr-
r-rnd ritz elverschleißfördernde
Qnlrmirnalnrcto hilrlan
Zum Schluß die Kette miL Spruh-
rrrrnhc arnanril.an | )^e IÄtr-l'^
vvcurlr L]]]rP] L '-+^ VVdutrJ
9ldLlC
^l /lißt sich die Kette mehr als \mm vom Kettenblatt abheben, muß sie gewechselt werden
stößt Schmutz eher ab, als daß es
Ll ^ ^^-.
ru1d9 ---^-
gr u19911 ry^^+-++^+
IsDLdLLsr,
Mit Hilfe eines Kettennieters wird die Den Niet lediglich soweit ausdrücken,
^
trlreu icherwerse snd
I tage heu Lzu Kette qetrennt. bis er noch I mm vorsteht.
r:qt allo Snri'hrnr:ehse nh,le das
Troi har c Fh rn'ehro rl,ohlenwasser-
stoff (fCK\ D abgetullt r.rnd gelte: als
r "nrrueltfrerrnel rr-h fnnfehlenswefi
ryrrm Raianial ict drc Tanfrrl rrnn \/el
vohne. Als zusätzhcher Pluspurkt des
Qnrii ulrrvou-]J
uP- hurrnhc lzrnn caino nazinl+nrn
Nof Ir DsLL-s gYzlslrYrs,
bpdr bd]l]ur n^^;^.h--1.^i+ -l- tr-^i
g uuD rg I udr NUrt dD lsr ni
s I
h^r Ivf-usf
)t R^h.n^trrn^
rd ruJ r9 AAr tZ^++^ gsrtslr,
uu- NsrLs ^^lt^.
-fcr
(--anz zt r cnhrnroiaon \r^n Äa-'F_lor
va-IL Ju JUllvvs-V91r
che, daß Öl von der I(ette dbgewa-
cnhon rrrirr] t hai Ranon,rRainimrrc)
und irgendwarur ins Grundwasser

Roirim nnsrrorsrrehe der l(efte in


Dotrnlarrm T.)iacal n.lar Krlrroinioor

70
Was den Rahmen zrrmRennrad macht
Rechts: Mit angespitzter
Zentrierseite des
Spezialnietes wird
zunächst per Hand ein-
geführt und dann mit
dem Nieter einge drückt.

Oben: Der Spezialniet


von Shimano; den
alten Niet ganz heraus-
drücken und ersetzen.

Mit Kettennieter
bis zur spürbaren
Einrastung eindrehen;
dann überstehendes
Nietteil abbrechen.
Mit dem tRohloff-Revolver<, einem
Spezialnieter der Firma Rohloff, wird der
Niet am Ende wieder aufgeweitet.
Kettenbruch gehört dann der Vergan-
genheit an.

kam man sich sparen. Es ist scNicht-


wegnicht möglich, dem Schmutz
zwischen Bolzen, Rollen und Lager- Kette einfädeln:
kragen von außen beizukommen, Kettenende über das
Solite es dennoch einmal notwendig obere Kettenrädchen
nach vorne, dann um das
sein, ist es ralsam, die Kette nach-
untere Kettewädchen
träglich in errem Kettenfett (als herum nochmals nach
Motorradzubehör erhältlich) aus- vorne führen.
zukochen, damrt es die Rerligungs-
mittel ersetzt. wird ein hauchdünner, frischer Öl- Kettenwechsel
Andere Möglichkeit: Mehrfach film verabrercht. Denselben Lappen Hat sich die Kette um insgesamt 6 bis
hintereinander, jeweils nach 50 kn, dam noch verwenden und durch die 7 mm gelängt (Prufbeschreibung sie-
r.
dre Ol
^r /Wachsremrgungsart
^r,
an- Ritzel putzen sowie dle Kettenblätter he Abb, S, 70). rutscht sre - da mrn-
wenden. abtuplen (siehe Abb. S. 70). A1l dies mehr von Glied zu Glied 1änger -
Simpler und fur den Einsatz bei vor- trägt dazu ber, das unvermerdbare höher aufdie Zahnflarken. Bei harten
wiegend schönem bzw, trockenem Cebrechen sämtlicher Ketten, den Tritten kann es irr diesem Stadium
Wetter rr jedem Fall ausreichend, ist Gelenkversch-leiß, in Grenzen zu zum Überrutschen der Kette irber die
die Pflegeanwendr-rng mlt dem öligen halten. Ritzel kommen. Die Kefte muß ge-
Lappen, AIle 200 lcn liber dre Kette Neuerdings ist im Handel biologisch wechselt werden, Wle das im einzel-
wischen. Schmutz und abgenulzte abbaubares Ö1 erhaltlich; wer das nen vor sich geht, kann der Bildrethe
Ölreste werden entfemt, der Kette benutzt, schont die Umwelt, oben enlrommen werden.

7l
Was den Rahmen zrrmRennrad macht

Seitliche Beweglichkeit verschiedener Ketten; von unten: Rohloff-Ketfe, Sachs-Sedls-Kette, Shimano-Ilniglide,

Die neue Kette von Suntour mit den


weit nach außen gekante-
ten Außenlaschen.
Besonders scäalt-
freudig.
Browning-System von Suntour: ermöglicht
ex akte n Kette nb I attwe c hse I. {*
Sh

Die Rohlo{f-Kette dleicht


{ehlende Abkantunl durch
enorme seitliche
Beweglichkeil aus. Die Kette von Shimano
e rre icht gute Scha lth arkeit
w
x?!::l:";!:";x,::,:,:::'***itmitkonventionerren

?i[:r,l:,;'"*""'"- #I#,i:#x::::":;:#;":*"

aucft er greirt schnett


'":::;'r#r:i;.sacäs' y::t;::;:tr-/ sichakhebeln kann gteich vom Lenker
Was den Rahmen z';';mRennrad macht
wiederum kommen auch diesem
Schaltung Schwenkbereich zwei mit >H< und
Man kann be,m Velo-Getriebe ohne >L<benarmte Schräubchen in Form
i'Thcr.c' hr rnrr rron ei nen technrschen vnr Ahcron zrrna zr rr HilFg.
Tt onlzorhiccon qnronhon LlrI - ha'lanla ,/rrränhc+
LU-dU-fDL /u rrr [rrcrena
Jr Juo,ov! ianar ]^'aiÄan
uclusll
sLNsIUfrruf r rlJ-!u. Jurrc'
man. daß ein 12 bis l6-Gang Qnh rltnrnena

Antrieb nu r elwas uber I kg auf dte


\rr^ --^ L-i*-
vvddvg !tx19Lr
!-fi:- qug
udrur -.rr bei Bela_ Justieren der Normalschaltung
errrndan
o'4r9rrr clnlza ÄOOO \Torn,tor /ÄOO ko)
\vvv \v/ I Kette vorne aufs große Blatt,
auf sich nimint r.nd obendrein noch l. hrrten aufs größte Ritzel legen,
eine Distanz von immerhin 40 cm Einstellschraube >L< der SchaltLlr g
/T.-^+r - ^^-/Lil. ^+- -^ -L^^\ überbrückr. so einstellen, daß Kette und oberes
( r rgtldgYr/I tv]durlJs/
Doch bei allem Lob kann und darf Schaltungsrädchen genau unter
Qnhrrrenhnr rn L+ uvJ
scf JUfrvVOUl.V[]Nl JClf r;^l-\^.
r-loc a^l tUUgJ ar^R+om Pitzol ctohon
^ar
nicht libersehen werden: Es präsen lt) I(ontrolle. Vom zweiLgrößten auf
.t
tierl sicn allzu offenherzig, so daß Z-. großLes Ritzel schalten, Kette
Ritzel und Kette rm Handumdrehen darf bei Schalthebel Anschlag nicht
elan \/orqchloiß :rrsaoligfg]:I gip6]. ir Qnainhon cnrinaon Einstellung des Anschlags zu den
tlia Seh:ltr nn - : sn'eng EinfjCh- f''l Kette aufs ldehste Rnzel schal
Spe iche n. Einste IIen der Schaltung.

trrnn dio lotzrlinh don (l:nmnronhqol U. ten, EinsLellschraube >H< des


rrnmimmt - ict roleriv nfloaoloiehl Umwerfers so einstellen, daß I(ette Justieren der Rasterschaltung
Hir rrd rarieder rrerl.rrcren die Schal- nicht an zur Kurbel gewandten Seite Für die >Oldies< war das schon alles.
trrnacrä^nhan
ru19Dl OVUl-sr1 renh oino- nnr-nn T-a'l r]o. I Imrarerfcrn;he, sr-hleift. Die >ICickschalt-Technik< benötigit
trr- rrrrj clio Ansehläce ljf den noch ein ldein wenig mehr Aufmerk
A ICeines Kettenblaft duflegen.
Schwenkbereich nach einer Routine- -J. Einsrel]schraube >H< der Schal- samkeit. Der Schalthebel rastet mrt
iihormritTrrnd
u!s-P- JrHrg, T.)a <inh /-li.
*c f--^-^-
dölsr- lrrad cn einqlcller d,aß Ketle Und hör und flihlbarem ICick genau in den
h:ron Snheltrincon in ir'indstFr Tcil uJYf gD Qnlrrlir
nhorac rnacririalraa
uu-r@turvJrouuf av r1+
lcLL c^dNl Absttinden ein, welche urter Zusam-
Är rrnhnaca+zt hehan ici narrarrlinnc rmler kleinstem Ritzel stehen, menarbeit von Serl 1.rnd Schaltwerk die
nnnh dio lrqt:ca elcq ule.ick-SChalt- I(o:trolle, Vom zwe.tkleinsten Kette von einem Ritzel auls nächste
f, hiinfan leccan dia (nrilnno miiccon
rfsucrD\\ r-vvulqLr9Ns'tsrr hi-
hohol<zz zrr dan rPflaaor:l:^l'^:löh rf!f- r.J. auf kletnstes Ritzel schalien,
zuzurechnen, Kette darf be' Schalthebela nscldag lediglich noch synchronislefi werden:
Wie her de- eresamler trahrradme- ninht zr rm Ä rrcfr llanrlo <r
-prmgen,
chanik stecken auch hier keine F
h
Hinien dufs crößte Rirzel schal
Für die SlS-Schaltung gilt: Schalthebel
r rnßor Gehe'nr'sco .l ahrlter: \J. ten thstel.Lschraube >L< des auf ersten Klick stellen (zweiter Gang)
Durch das Seitwärtsschwenken der Umwerfers so einstellen, daß l(ette und mit Einstellschraube so justieren,
Schaltung wird die zwischen den nicht mehr zur Rahmenseite hin an daß die Kette exakt auf dem zweit-
qnh rl I I r r nncr5rj.han Ta^++^ Jmrnrarforn:hol <chloift kle insten Ritz e I ste ht.
rvllo tu -9rr oqul-!-1 VUru
^afiiLlr+^
T

von Ritzel zu Ritzei befördefi, Damit


y^'+^ -.,aÄar jr ..lon Qnainhon
urY t\Ylrs --'-
frul vvsusr !1 uslt ulJe'urrsrl
^i^
noch auf dem Ausfallende läuft, be-
grenzen zwei Schräubchen. melst
IJ hi^h\ rrnÄ
r | /\r1r911/ ! /lnrrr)
ulu T. l-'^-^:^1..öl
'-;rrit
1l \ruvv, us4srLr!rsr.
oresen Schwenkbereich.
Vorne im Bereich der T(ettenblätter
uii'rl olrarfalls ccsehrnrenftl, ]n diesem
Fall handelt es slch um die Schalt-
c:he- dic ir rce n- -r'i.jer N4anier die
Kette von einem Kettenblatt auf's an-
Äora rrrrriirmzz T.)iaear \/nrcana qniolr
sich auch noch im vom Radlertritt
srramm gezogenen l(ettenteil ab,
so daß für die Daler des >I(etten-
umwerfens< dre Tri ttintensrtät herdb-
floqetz. rarcrdcn mrrß Reim Umwerfer
..-:-r -r^^ - L ^-f .r^ 9srL
vv 11 u d1-u uusrxolrD ^^^tnwenkt r-md

74
Was den Rahmen zrrmRennrad macht

Begzenzung der Schaltung zum B e grenzung de s S chwe nkbereiches Be gre nzung de s S chwe nkbe reiches
Ausfallende. zur Kurbel zum Rahmen,

Schahhebel aufersteniCick schwenkt die Schaltschwinge weiter Noch eine Schwierigkelt ln bezug auf
Il.
stellen, Die Errstellschraube am vor und lercht nach oben. Ist drese die Schaltung taucht auf, und zwar
Übergang Schaltungs zuglSchaitung Maßnahme nicht ausreichend, kann vorwiegend fur die Frauen: Zabn-
so einstellen, daß Kette und obere der Anschlag am Ausfallende etwas kränze für Frauen beginnen häufig
Schaltungsrädchen genau unter abgefeilt werden; dadurch schwenkt mit größeren ZähnezahJen (bei-
zweitkleinstem futzel stehen. die Schaltung insgesamt ein Stück spielsweise I5l I7 l 19.. .). Dadurch
f) Kontrolle. Alle Gänge durch- nach vorne, was ebenfalls dazu bei- kann es passieren, daß die Schalt-
4. schalten. Solite Kelte berm trägt, den Umschlingmngswinkel zu schwinge an dre Ritzel stößt Lrnd in-
Gangwechsel nicht auf der Stelle vergrößern, Übrigens verdienen die folgedessen harle Meta-ll-Geräusche
klettern, die Einstellschraube eine Suntour-Modelle in dieser Beziehung den sonst schnurrenden Ablauf der
hrappe Umdrehr:ng weiter heraus- einen Pluspunkt - sie stehen von vor- Kette emplindlich stören. Abwenden
drehen. neherein gn-rnstlg. Campas aktuelle kann man die Sache durch ein
ImAnschluß an das >Setzen< Modelle liefern eine Justiervorrich- Zurücksetzen des Hrnterrades, denn
Q
\.f . der Zuge (nach 50 bis 200 kn) tung der Schwingfeder mit -Abhilfe der Abstand der Schalträdchen zu
Synchronisierr-rng wiederholen, karrn also erschraubt werden. den Ritzeln nimmt zu. Ansonsten blie-

Probleme mit Schaltung'en


In der Regel versehen Schaltungen
ihren Dienst siörungsfrei, Doch wo
RegeJn, da auch Ausnahmen. Springrt
die Kette zum Beispiel belmAufle-
gen von kleinen Ritzel:r über, reicht
der Umschhngr-mgswirkel der Kette
nicht aus. Eine erste MögJichkeit,
diesen Zustand abzustellen, wäre.
bei horizontalen Ausfallenden das Ist der Umschlingungs-
Hinterrad weiter zurückzusetzen winkel der Kette bei
kleinen Ritzeln zu
(evenluell die Anschlags chrauben
gering, neigt sie zum
sogar ganz herausdrehen), Die zwei- Überspringen, wenn
te Mögiichkeit besteht rn der Zugabe der Radler kräftig ins
von zwei bis vier KettengJiedern, So Pedal tritt.

75
Was den Rahmen zumRennrad macht
hc nonh r-lcr Arrqurcc riie Kette ZU
Vi rry ar fd ia Snh:lt cnhrrrinno tarreht
daber nach unten) oder (bei Campa)
die Schwingenfeder entspreche nd
einzustellen, Führ1 dies alles nicht
7r rm dal^ri rncah+on ,,Y-JnIS. elne
Fraol_

Abstufung mrt klerreren RrtzeLn be-


ginnen lassen lnd nach oben hin
mö ßera Zahnr rntcrsehiede vOn Rttzel
zrr Ri+zol rr rflanon /cioho .,'^u' L.hi.^l
zu rurasr ouusvsrl \risrrs quulr r:a_P]Ls]
Ri+roll r-lio (locamicnhrl|rna<-
^rmi+

ffi
kapazität gewahfi bleibt,
Von vornherein auszuschließen sind
solche Schaltungsschwierrgkerten,
wenn der Abstand Schaltungsauge/
Hinrerrad ausreichend groß ist,
rrria rrrm I ugrDPrgr
vv rg 4uff Raicniol hoi dom
u9r u9rrl canluranh

ten Ausfallende von Vitus. l'/loderne


c^q-r,,,--^- I--^-^-h
uurlqlLuI9911r OJL9TUOf --^^
ga schalten
mir inhoariffan rrorfiiaan
1r11r rluevr ]usr], v sr ruvulr -^1-^- Äa.
Schwingenfeder noch über eine
Rückholfeder. Sie ist lm Befesti-
gtrngsauge der Schaltung verstecl<t
urd zieht im Vereir mi1 der anderen
Rückho lfeder dre Schaltschwrrge
Bei orößeren Ritzel-Abstufunqen kann die Schaltschwinqe an die Ritzel stoßen. automatisch auf eineinhalb bis zwei
Keitenglieder Abstand zwischen dem
jeweils aufliegenden Ritzel und der
Schaltschwinge (auch Voraussetzung
Das Zurücksetzen des Hinterrades schafft A-bhilfe. fur die >Kick SchalLerei<). Wird die
Seheltrrno zrr facr an don Rahmon ao-
schraubr, können dre lrmereien ge
staucht werden und diese Feder rsr
arbeitsunfähig. Bei neueren Schaltun
ncn sinr'l arrs .Jiccem (lninde nur
noch 5 mm-Inbusschrauben zur
Rahmenmontage vorgesehen, Sie
sollte man zwar ordentlich festziehen
/oin
\uu] T-)rohmnman+
u-Er[]]u] \r^n R r\r11 i.+
u T\T- r-aa
lJL d1V9-
geben), jedoch keinesfalls so iiber-
Lrieben, daß sich der Schlüssel biegt.
Vorsrchtige Monleure können dle
Schaltung anfangs ohne Kette montie
ren uurd schriflweise fesrer anziehen.
Sinh r-lrnn nrnh
r]qL11 iar]ar An-'racc+aina
Juu!1 r ul4u9rJLsr9s
n rnn iil.rarzorrnan nh dio Snh:ltrrna
lrnh aariiaand fada#

Bei harten Tretern kann es rm ener-


Eschen Wiegerrrtt sogdr ungewollt
zum Gangwechsel kommen, Auch
hier steht die Schaltschwhge zu
nahe an den Ritzeln und die lerchten
Rahmenverwindungen kürzen r.rnd
lSnaan r]an Snh:ltzrrn - fnlnlinh dor
nich t e irkalkuliene Ganqwechsel,

76
Was den Rahmen zumRennrad macht
Ein Erste-Hilfe-Versuch wäre ein
welteres Md das Zurückselzen des
Hrrterrades. Läßt der trfolg zu wün-
schen übrig bzw, rotierl das Hinter-
rad in einem senkrechten Ausfa-l]-
ende: über die Ketten_länge eine
Ändemng herberfuhren,
A]s Ursache für den Übereifer der
Schaltung kommt häufig auch ein
emgespaner Quersteg hinter dem
Trorlanor in Freao rrrail Äar PrL'-^-
vvsu uqr t\aifff tYtt
dadurch seitlich mehr verwindet,
ICick-Schaltungen können bei innen
verleglen oder nicht ausreichend ge-
schmreflen Schaltzügen den Gang-
wechsel beim Runterschalten auf
kleinere Rilzel rrcrzöcom. Die Seil-
reibung ist zu hoch, Die Verwendung
dünnerer Schaitzüge (notfalls auch
mrt Naben-Schaltr-mgszug probieren)
reduziert die Schwergtingigkert. Erre
konst^ntc Pflcoo dar Tiiaa ict domrrr-
folge auch bei der Schaltr-rng unum-
gemgDch
Ziemlich nerwend ist's fur Radler, Wichtig bei Rasterschaltungen und sniclfrcieq NTor rlznntom t'in Rinh rr rna
werur die Kette bei jedem Tritt am Einsatz von mehreren Laufrädern: stramme Einstellung) brrrE wieder
Umwerfer ruts cht, Verantwortlich Die Abstände vom äußersten Ri2el zum
Ruhe fiir den Pedaleur. Mit einer Ti-
dafur ist im allgemeinen ein zu lose Ausfallende und die Abstände zwßchen
tan-Tratleaarenhca ict uqJ
r(!r I r eLiqvvr sulfos fDr Prt.^1-'^-
dro r\dLJuf tytl
den Ritzeln müssen jeweils identisch
ai ndactall+a< Trofl eaar nÄa-
vugl g!1YD,
^i-^^ sein, sonst muß nachjustiert werden. meist eine Graiiszugabe, weil sich
das ausgeleierl isr. Ein Wechsel bzw, dieses Malerial (obwohl zwe ifelsoh-
ne haltbar) doppelt so weit verwindet
wie eine herkömmliche Stahlachse,
Bisweilen kann das Problem mit ei-
ner super.schmalen Kette (RoNoff
")
--- 99) oelöst rnrerr^len - da mehr
SLT
)Luft( in der Schaltgabe.t rst,
Fahrern mit sehr starkem Tritt sei
ohnehin das Primat-lnnerLlager emp-
foh1en. Dessen Kombi-Lager (Nadel /
Kugellage r) verrrngert die Achsver-
windulg pro Achsseite auf ein Mini-
mum.
Um zu vermeiden, daß der Umwer-
fer bei jedem dritten Cang-wechseJ
nachgezogen werden muß (um wre-
der-um jenes Geratsche der Kette zu
unterdrücken), kam man itrr in der
Mitte mit einem großen Schrauben,
ziahar arrfhioaon
Nicht zuletzt sollte, wer im Besitz
mchrcrer [,:r rfrädar ict iiharmr ifon
ob die Abstände der Rrtzel unterein
ander wie auch der Abstand klein-
Möglichst dünne Schaltseile verwenden. Die Befestiguni.g erfolgt mittels stes RitzeVAusfallende übereinstrm-
Klemmschraube an der Schaltunq. men, Arrdernfalls wäre man g'ezwun-

77
Was den Rahmen zrrmRennrad macht
nan r{an sk-linlzz iaÄacmrl | | rcu c! rzu
9911, Ugll //iVtUN\\ Jgug-rltd
qlallpn Etrar: :np f)iffcrcnzen dahef
liahar
ffguqf Ärrrnhuf r 4uv9s11
uur Trrlaaan nÄn-
uucl 1ÄI^-alr
v v s91ls11-

ncr rrnn Re;lacqcl^oiJ^rcr ZWtSChen


Ilnnrr< rrnr_l l-]aaanmr
vuvvl. r' .nla:
rtlar ouDglsr
lu-LU-
chen,

Pflege und Wartung

\rr-fs L^--;+^
vv
*^^_rL, Durq
usf sf LJ gsJov ^:^^ aUCh SChal_
lrnn rrnd TTmrararfor rrrf frairrrilliao
Säubemngsaknonen ihres Besitze rs
Ncl'ren ei ner äußerli-
^ncernriescn
ehpn T(nsmo iVrroz.ed''r sollten mo-
nr ll inha Öloi. l.^o. trrnrzr rncrrroica
zahes Ö1. besser noch Fließfetr; fur
die Gelenke der Schaltr-rag sowie
den Umwerfer selbstverständlich
sein T)ic Sel^a-trrnnsröllr:hen sollten
im alainhon Trrmrrc mir \Tar. Eattrrr
con rrenrröhnt rnrerder sch]teßltch
lianon n:nh | 1rnnlm
ils9sr1 rrour orrrrr aira \,4illi
| .vv N rr srvvo
nn I'Ime]rphrrnccn hin-er ihnen, Die
Schaltung kam dazu am Rahmen
rrerlrle']ren Ledinlir:h d ie Schrauben
im Zenlrum der Schaltungsrädchen
herausdrehen, dann können sie ohne
Umsttinde aus der Schaltungsschwur-
nc ncznncn uiordcn S:rfbefnuffd
Ner r-Fetten snllten I änr^rs- Routine Regelmäßige Reinigung und >satte< Fettpackungen bewahren die Kettenrädchen vor
sein, Verschleiß.
Vor dem nächsten Marathon der
Schaltungsrädchen sollten sie auf ihr rram: ßi T)or Seh alhrnra:nc fi rnlrtin- Ritzel nicht mrt dem kleinen Kerten
Spiel hin inspiziefi werden, Weicht nien dermoch. Bei nicht ganz hum blatt zusammenfahren.
es per I(ppbewegung dem serth- r'lannrnzonr in rr r fl iononr]om t'..1e nn Selbstredend kam auch ern verbo-
chen Schwenken der Schahung aus. zieht sich dank dieses seitlichen genes Schallungsauge zu Schal-
ldetert verständlcherweise die auf Sniclcs r'lip Kottc stots denau unter rungskomplikatronen führen, Enlwe-
liananr]a Karia arci m it \/. erzogerung
,.,,. -^ ouulcvurl
uor -,.Fli^-^-i^ Di+-^l der mu der Hrnterrad-Methode (sje-
^
auf das Nachbarritzel. Eh Auswech- Die Kette karur bedenkenJos diagonal he I(apitel Sturzfolgen) oder mit
scln dcr Seh:l'rrnnqrädehen unter aafrhron qrJv ,v^Q^o
vulurlr urr rnrorrion -;lqo I'^+
9I UIJS- NsL- Pinh+rrrarlzzor rn /LIÄndlarl drc Ar rno
dicqer Gccphonheitpr ist das Stm- tenblaR/ großes Rirzel oder ldeines wieder in Radllucht ausrichten,
vollste. Shimano kann sich übrigens Keitenblatt/ldelnes Ritzel, Obwohl die Die Ausfallenden variieren von Her-
vorbildlicher Schaltungsrädchen rüh- Kette hierbei seitlich ein wenig an c-alla- -'- TJ^".r^ll^r haccor
- ucJrsr verovr.
men, Sre wurden mit einer I(eramik Ritzel und lGttenblätter schabt, bleibt dic l,:nc rrrd dor Alrstand vom
Lagerung ausgestattet und sind somit dio \/er}rqt-eihr-no faqt agf dem nof- Schaltungsauge zur Hinterradachse.
enorm verschleißfest, Weil die Zähne malen Stand, T):s l:rnc \/itr r q-Serkreehtausfall-
seitlich so eben zwischen die In- Bei VerwendLLng von Sieben- und ende z, B. hält automatisch mehr Di
L'.+ nin -1 oi-
ronaliorjor
1-s-1vi19u9- r-lar i\g.,e
ugf Korro n^c^^h
PoDDsil, lfol urs- A nhtf e z an (V1 ain ltNsllr
nh -Ilr5n lzelr
\Nulr ^af rl-'
vslolr- stanz zwischen Ritzel und Schalt-
se keine Chance, der Schwenldcewe- rcrp l(eftc) k,rrn es drrrehaus zum schwinge, Darum schaltet es sich
gung der Schaltung zu widerstehen. R:lqnhcn dcr l(ctlc :m afOßen l(et aina
YillE an"r lm-^.^1"- ;.+
'nrrrillinor IU1r19CNs11iL
JPUr ,UrVVr!rgvr, rDr

N4an ging sogar noch einen Schritt tenblatt kommen, sollte der Abstand der Abstand bei manchen Horizontal
weiter: Das obere Schaltungs- Ketrenbläher,Rahmen zu germ g sein. Ausfallenden krapp gehalten und
rädchen bekam von den Tngenieuren Tn diesem Fall entweder die Kerten- macht die Schaltung bisweilen über-
linia j^j-.+a
der Firma Shrmano senhches Spiel llurL lunrriaiaron
Nurl-Vlur nr-lar r]r^
uor INC! rJrc eifrig,

7B
Was den Rahmen zrrmRennrad macht
Ritzel und Zahnkranz hlättar- aina Ar rcrrr:hl,lig VOn 8,8 m abgestuft werden. Beispielswelse bei
bis 3.3 m pro Kurbelumdrehung vari- eiaem 46er-Kettenblatt - I2l I 3l I 4l
Das Austüftel:r individueller, persön- iefi und mit der anstandslos 15 % I5lI7t2At24tzj.
licher Rrtzelabstufr-mgen scheint ein Steigung gefahren werden können, Mit dieser feinen Eir zahn-Abstufr-rng.
Hobby der Radler zu werden. Das Dem aufmerksamen Leser wird brs umgerechnet 52l18, würde mar
Velo-Getriebe wird auf die Bedürf- selbstverständlich nicht en tgangen im Fachen erstklass'n zurechtkom-
nisse des einzel:ren zurechtgeschnit- sein, daß dlese I4- bzw, l6-Gang- men und dem Gegenwind, selbst
ten. Ziel ist z, B,, eine möglichst brei- Getriebe reell nur i,rber zehn echte wenn er ein bißchen stärker bläst,
re I Thersctzr rnoqnalotta fiir l-raraina Gänge verfügen, Manch ehrgeizige Paroli bieten können. Nach oben hin
Touren oder eng abgestufte Kränze Tüftler sind zwar von der ]dee beses- folgen dann noch drei Berggänge,
fur die Flachland-Passagen heraus- qon nnnh oin nrrr rrE nhta- ha--".-"
I tgf ouJZu_ wobei 46/28 mjt 3,5 m Entfaltung
zuschirtden. quetschen, doch leidet urter diesem elwa 42126 entsn-er:hen. Der Um-
Durch die mittlerweile zum Standard Ansinnen in den meisten Fri_llen die crana mit dioqom (lotrial-ro icr nrn-
gewordenen Sechs- und Siebenfach- praktische Haldhabr,Lng, Das l(etren blemlos. da err permanentes Wech-
Iftälze (Shimano wadet sogar mit blatt muß ununterbrochen gewech- seJspiel zwrschen den I(ettenblättern
einemAchtfach-Kranz auf , geht die selt werden, nicht mehr zur Debatte steht,
Tendenz zur Universalübersetzung. Der praktischen Handhabung, das Aufgrund der modernen MulLr-Zahn-
Beispielsweise die Übersetzung herßt cler i-Iherqetzrrnc sollte sowie- kränze sind Abstufungen, die sofort
I3l I 4l 15 I 16l I8l 2I I 25 mi den norma- so die ersle Stollc pindafäumt Wef- mir Zwei- bzw. gar Drer-Zahn-Sprirn-
len I(ettenbläIIem 521 42, Damit kann den - noch vor der Wunschvorstel- rten loslccen naeqÄ T,adinlinh hoi
beinahe >alles< auf dem ldeinen Blatt lung, mit brillianter Technk und I6 Mountain. Bikes oder Reise rad-übe r.
gefahren werden, Selbst die I(etten- Gäingen prahlen zu können, So wäre setzungen ist das zuweilen die sinn-
bl att-Kombrratton 42/ 13 entsprich t bei einemAchtfach-Iftanz auf dem volle Ausnahme. Doch selbst hier
mit 6,8 m zurückgelegter Strecke Hirrterrad ein elnziges I(ettenblatt wäre man i"r rier T,:ac in Arbeitsbe-
pro Kurbelumdrehung (der soge- vorne der Sache ausreichend dien- rerch - sprich den G;ingen, die in der
namten Entfaltung) etwa den Ketten- Iich, Einzig und a.llein das Überset Ebene gefahren werden - erne Ab-
blätiern 52116, Eine übersetzung, die zulgsspekr rum müßte entsprechend stufi-urg mit nur einem Zahn Differenz
sogar für flachJahrlen tauglich is1.
Feinabstufungen regeJ:e dam Begeg-
nrrn^6n mit Äo- /1^^^-'ffind Und miL sieben- und Achtfach-Übersetzungen sowie die Ein-Kettenblatt-version. Die zahlen
loinhion Stoimrnaan flaht 9r
vslll ao Ä r^^
UOgs_ an den I'eitersprossen geben die Entfaltung pro Kurbelumdrehung an.
gen tüchLig rn die Berge, jst em Rit-
zelwechsel mit lediglich einem Zahn
kaum mehr von Bedeutung, Zweier-
odor J)raior-Snrii n^ö il.
hindö^^-
gcvcll l,-^
us-
wirken dre ersehnte Treterleichte-
rulcr. Arßerclem rnrird ie näher man
in den Bereich der großen Ritzel
gerät, der Unterschied des zurück-
gelegten Weges pro Kurbelumdre-
hung rmmer ldeiner. Zur VerdeutU-
cht tna Tlar \/iaror-Te lrnc
",-,_, -*,-,.jprungvon
42121 a:I bringt etwa 60 cm
42125
Wegersparnis pro Kurbelumdre-
hung, wobei demgegenüber stolze
B0 cm bereits rnittels eines Ein-Zahrr-
sprunges von 52113 auf52/14 ge-
schafft werden, Bergab bzw, mit stei-
fem Rückenwrrd geht's dann richLig
zur Sache, Bei 52113 werden immer-
hrn 8,4 m pro Kurbelumdrehung
zurückqelecrt.
Noch b-esse"r ist es mit einer Acht-
fachr.ibersetzr:n g, also I2l I3l I 4l I5 I
f6lIB|2Il25 mlt 50/39 als l(etten-

79
Was den Rahmen zumRennrad macht
zrr harrrorlzctolliaan Tn r-lor Ahl-rilr-lrrnn Zerlegen der Wechsel-
errf S 7Q rrrardon oinioo Alrqtttfitncs- kränze mit zwei Ketten-
Roi cniole lznmmontiart scä/üssein. Bei moder-
Qinh ogu
coino Äan ain nen Wechselkränzen ist
Jlvlf rg iuugrJvr4ulv
lhorca+zr rnn r'
ouJ'. ucll cuf-
nur das kleinste Ritzel
qeh 5rf ncn Trhellen l^erauSzUSU-
|
geschraubt, die übrigen
chon diirftc rarnhl cin rceht mühSeli- von Verzahnungen auf
aoc T Tntorfennan <oin Solhcr nor dem Körper gehalten.
Computer aulberertet r-rnd ausge-
druckt, fehlt schlichtweg die bildliche
Vorstellungskraft hinsichtLich der Dif-
fararzon rrnn f-lenn zrr flrna T)ehar
Jgr ^i-^ Ii dlrDLlls n--^+^11,,-^
^^i 9u1v uor Jlsuu rv r^-^L
rdLll Unten: Kassettennabe
--fi^^L^
ainor Trlao rrnn T-)r rlLLT1JdJL
Kiihhnl.+ sfffulvrl
^-^fah von Shimano.
len, In leiterähnhcher Weise wird der
p ro l(urbelumdrehu:rg zurückgeleg- Hat man sich nurr seine individuelle
ta
Ls \A/on
vvs9 /^io
\u]s
Frrfeltr
L]-r-orrulv/rnn\ l'arrrcahrrr
vcLdLrLllou- ilherscf z'rrcr e'tiiftel'rrnd wi[1 sre
.irht T.)nnncltc Cänna snwie zu auch reahsreren, sind erneur etnpaar
moße hzrar hci arößcrcq Rftzeln zu Stunden Arbeitse insatz notwendrg.
ldeine Abstähde von Ritzei zu Ritzel Egal, ob Kassetterurabe oder moder-
werden umgehend augenfälhg. (Die ne Wechselkränze, zerlegen lassen
dazugehörige Ritzelhilfe ist beim At- sich alle mit zwei I(ettenschlüsseln
'J\4iinnhan arhält-i^h \
lec
loo \/arlaa
v !-1q9, vrrtorlrlulr,/ wre in der Abbildung (stehe oben) zu
cahan
rer rer-. \A/ochcollrrSnza
v v cufr ninaiaa- \,4n
rvlv-
vorrvrgqr
delle wie Surtour. Maillard, Regina.
Shimano oder Marchisio sowie der
Mit der Ritzel-Hilfe kann jeder Radler an seiner >>hauseigenen<< Übersetzung basteln. 17-^^- -.^-
^--^^--tolo sind
^1., IV d1' V Vrl VdlrlPagrl
ruu
über den Radhandel zu beziehen,
Kassettermaben sind vorwlegend für
schwergewichtige Radier die richti-
ao 1Ä/ehl de cia Anhchia
------_-gangen so
m rt rnric arrsse hließen InzwisChen
haben neben Shimano auch Suntour
rrnr'l Hilm r'liascs sinrrrnll.e Nabenkon-
zept in ihr Produktionsprogramm
^ -*- ^ -rrolo und
durg gt]url1111Y1r, vdlrrPd9
Saeh" Folncn 'nKiirze ebenJalls. Ubrr-
nonc cind Shimrnn- rrnd Hiini Ritzal
kompatibel, wobei außerdem noch
erwähnenswert isl. daß Hügi Alumt-
nirrm-itzal arhictct rlic'e nach Ab-
qrrl-no l0O hic IRO c Gewichts
arcnemic hrinnan

Der wesentliche Vorteil der Kasset


tprnÄhc ist drß ''rn Sneichenwech-
sel lediclieh die Ritzel r/om Fretlauf.
kÄmor ure-r]gn müSSen.
^on^mrFn
T)io Snainhan lzÄnnor.'l)--
uluulJulur iil-^' urc-
urruruucr ^;ö
qan KÄmor
rulr Av-y! r hinrnroc ain-
ulr "-^ -' '^^^
ulu duJvv-
Iädelt werden, Das ist bei den Auf-
schraub-Kräinzen nur bei dem extrem
kre'n crehalrenen Ma rchisro-Kranz
möolinh TJic :nderen trabrikaLe müs-
scr \/nr der N:he aesr-hraubt werden.
Dazu passenden A-bzieher besorgen
r rnÄ ihn nar facr tn^a7^^anar Qnann-

80
Was den Rahmen zrrmRennrad macht

Wie die Kassette ist auch der Marchisio- Uber den aufgeschraubten Zahnkranzkör- Abziehen des Zahnkranzes, der Ahzieher
Zahnkranz aufgebaut. Lediglich das per hinweg können die Speiclrcn beim kann mit dem Schnellspanner der Achse
letzte Ritzel ist geschraubt. Marchisio- Ikanz gewechselt werden. gesichert werden.

Beim Hyperglide-Kranz achse sichem. Der Abziehvorqanq ist


werden s ämtlic he Ritz e I im Bild oben dargestelit,
durch,eine Zahnmutter
Wegen rhrer Lerchtläufigkeit srnd
gesichert. Im Bild: Der
Ieichte Demontage-
auch Freilaufl<rtinze nicht irbermäßig
Arbeitsgang - denn gedichtet r.rnd sollten daher imJahres
Ritzel werden nicht turnus einmal irberholt werden, also
durc h Ke ttenkr aft fest- geremig,t r.rnd gefelter, Dazu zLrnächsl
geschraubt. am Hinterrad belassen und vorläufig
mal die beiden ldeinsten Ritzel mit
I(ettensch.lüssel abdrehen, da sie die
Verschraubung des Freilaulkranzes
/Kononrinnt rrorrlanlzan

Spezie lle Z ahnformen sowie eingearbeitete überlaufstelle n


kte r is i e re n die Hyper g I ide - Ritz e I.
c h ar a

Im Bild die spitzen, ein Bei konventionellen Ritzeln kommt


wenig gedrehten Ritze| es darauf an, daß die Kette so rasch
von Shimanos Uniglide. wie möglich von den Zahnspitzen
erfaßt wird.

Links: So funktioniert
Hyperglide: Zahn in
Zahn eingreifend läuft
die Kette von einem
Ritzel aufs andere
über, ohne daß die
Kette über die Zahn-
köpfe klettern muß.
Diese Weichenfunktion
ermöglicht es, unter
voller Tretlast zu
schalten.

81
Was den Rahmen zumRennrad macht
co.. rlochrlh rrroil oin J.
Raif^-^l-+-^- {
Zerlegen des Freilaufs
1
Reifen vorle keineswegs ulgefährlich
1l. 1}J]OrZsr
Äußeren Konenrinq mrt Stift- ist. :
l. schLüssel oder stabiler Stiftzange TJicnäehstc Rcircrnenrc kOmmt be- Der plötzliche Druckverlust wirkt :
lösen, Vorsichtl Meist Linksgewinde, stimmt, Aber wann, weiß niemand sich unmittelbar auf die Lenkung des -
Drehrichtung also in der des >Frer- aonrrr
vLrlou, T)rc lzenn alainh Lourt Äar ar
v-uLvr| nrah Rades aus, was besonders aufAb-
laulklickens<. sten Straßenbiegnrng sein. aber auch fahrlen zu schlimmen Stürzen führen
f| Freilaufkörper von Nabe ab- erst nach etlichen hundert Kilome- karur. Deswegen ver-wenden versier-
./
Lr Zlenen. tem, Gewiß rst - treffen tut's jeden te Fahrer bereits geflickte Reifen nie
f| I(onenriaq abschrauben und mal. wieder vome,
U. samt dtlrner Beilaqscheiben Die Defekt-Pechsträhne verfolgr - J-)or hnho T.r rftr-lrrrnlz /A hic R her) min-
apnepen. qt:t:stiseh cecehen sehwefe fahfef dort dio Rollroilrrrna :rrf g111gn Bruch-
-
A Lappen rmterlegen urd Rrtzel-
tt.
häufiger als leichte und trifft das Hin- teil der früheren VoJJg-ummi-Reifen,
korper von Aufschraubkörper terrad erfrer-:-licherweise weit öft er trotzdem federt er mn serrer Härte
des Freilaufes abziehen, Vorsicht - als das Vorderrad, >Erfreulicherwei- noch Fahrbahnunebenheiten aus. In
Kugelnl
f, Sperrldurken aus Vertiefr-rngen
uf . heben. Das Säubern und Fetten
ist ja wohl schon so selbstverständ-
lich, daß man darüber keine großen
Wofie mehr verlieren muß, Der
Zusammen-bau erfolgt wie üblich in
umgekehrter Rerhenfolge. Bei den
vorsrehenden Sperrklirken aufpas-
sen, Am besten, den Ritzelkörper in
Freilaufrichtung gegenüber dem Auf-
schraubkörper verdrehen, sobald
die beiden wieder zusammenqe-
schoben werden so11en,
Aufgepaßt auch bei den r-rnterschied-
lichen Gewinden der Freilaufkränze
und Nabenkörper, Es sind nur sechs
Gewindegänge vorhanden, so daß
sich diese r:ater Anwendung von Ge-
walt oder mit ein wenig Geschlacker
alle mrteinander verschrauben las-
sen. Beim Abziehen gibt es dann
qaranhert Probleme, Ber Radlem mit
einen >Bären-Trin< kann das Gewin-

auch die unrerschiedhchen Angaben


zu Gewinden, Seriöse Hersteller wie
vd11rPd91]
^^-^--^l^
u hr^^^n
PrOgsl} Urs
^;^
;^,",^;l;^^
JsVVsUlV9
I(omponente grundsätzlich ein, Än-
sonsten hilft nur Nachmessen,

I An Defektstelle Nahtband durch-


trennen und abziehen.
2 Aufschneiden der Naht.
3 trösen des Schlauchschutzbandes.
4 Schlauch herausnehmen und säubern.
5 Gummilösung auftragen.
6 Flicken aufdrücken.
7 Schlauch ins Reifeninnere zurückziehen.
8 Zunähen der Reifennaht.
9 Gummilösung zum Kleben des Naht-
s c hutz b ande s auftr age n.

82
Was den Rahmen zrrmRennrad macht
Kurven und auf nassem Untergmnd Schlauchreifen Abziehen des alten Reifens:
gbt er durch seinen >Griff< Spur-
treue, klebl aber dennoch nrcht so 1 Am Felgenstoß Schlauchreifen
Doch zr-rnächst noch ein paar Details l. in Richtung gegenüberhegen-
aufder Straße, daß es den Fahrer zum Schlauchre.ifen, Die leichtere der Felgenkante drücken (ca. 1 0 bis
unnötig Kraft kostet. Das alles wohl- Bauweise und die leichtere Schlauch- i5 cm).
gemerkt bei einem Gewicht von reifenfelge ergeben insgesamt ein O Rad umdrehen und dasselbe
(und unter) 200 g. leichteres Laufrad. Außerdem kann 2,. Schlauchreifenstück wieder zur
Quer durch die Radlergemeinde man einen Schlauchreifen binnen anderen Felgenkante hin zurück
zieht slch seit einigenJahren die zwei Minuten wechseLn, Beim Drahf drücken und von Felge lösen.
Streitfrage näch dem idealen Reifen- reifen Fast cin Tlinn rior ITnmÄnlinh- Dazu noch ein ?lp; Bei der Reifen-
system, also SchJauch oder Draht? keit, Nochmals kurz zurück zum qe- montage exakt an dieser Stelle eine
Zur Unterscheidung: Beim Schlauch- ringeren Gewicht: Bei Felge r-ind Rer- klebefreie Zone lassen, dadurch wird
reifen ist der ]ufthaltende Schlauch fen übrigens deshalb von Bedeutung, im Falle eines Defekts die Demon-
direkt in die Karkasse eingenäht und werl sie am äußersten Rarrd des Lauf- tage erleichtert,
rades sitzen, Hier muß die Masse bei
jedem Antritt nicht bloß geradeaus
Q Rechts und links der gelösten
r,J. Stelle weiterarbeilen, bis 35 bis
beschleunigrt werden, nein, sie ist 40 cm des Schlauchreifens abgelöst
auch auf höhere Drehzah_len hinzu- sind.
trimmen, Canz ldar. daß jedes tiber-
A Loses Reifenstück iiber den
Ilüssige Gramm zusätzliche Energie -J. Felqenrand heben. Damit ist
koslet, lm Vergleich schneiden - ad- schon vLl gewonnen, Danach ver-
dierl man Felge r.rnd Reifen samt Ein- suchen, den Rerfen möglichst senk-
lagen zusammen - die Schlauchrei- recht von der Felge abzuheben, Zum
fen-Laufräder pro Salz um rund 500 g Schluß Ventrl aushäingen.
besser (leichter) ab,
Schlauchreifen srrd mil Hr_lfe klebri-
gen Kiftes oder speziellem lCebe-
band auf der Felge fixiert, Ihren an-
gestammten Plalz geben sre - werl
festgeldebt - nicht kampflos auf, Da-
her bei einer Reifenreparatur das
ausgebaute Laufrad so vor sich hin- Auftragen und verstreichen des
Reifenkittes. Rechts im Bild ist bei dieser
stellen, daß das Ventil nach unten
Wolber-Felge die Nut im Felgenbett zu
zeig1, Folgendermaßen wechselt erkennen. Sie zentriert die Reifennaht.
man den Schlauchreifen: Der Reifen liegt fester auf der Felge.

bildet mit rhr eine Einheit. Der Draht-


reifen hingegen benötigl einen sepa-
raten Imensch]auch, die ihn umhül-
lende Decke rst ebenfa-lls separat,
Erne neue Fertigr-:ngsmethode er-
möglicht es, die Decke faltbar zu ge-
stalten. Der >Draht< bestehl in die-
sem Fa-ll aus }<äftrgen Nylon- bzw,
Kevlar-Fäden; beimWolber CS 1B
sogar aus Glasfasern, Die drei Mate-
riahen hegen in den Hornfelgen wre
ihr drahtiger Vorgänger, Eindeutiger
Pluspunkt fiir faltbare Drahtreifen:
Die Decke kann genauso problemlos
mit auf Tour genomrnen werden, wie
der komplette Schlauchre.ifen, derut
sie läßt sich auf kleinsten Raum zu-
sammenfalten, Momentan ist der
Drahtreifen auf Vormarsch.

83
Was den Rahmen zrrmRennrad macht
Auflegen des neuen Reifens:
f Ersatzreifen etwas aufpumpen
r.l. (son gerade rund serr). Ventil
in Felge einhängen und Laufrad mtt
Ventil nach oben zeigend auf die
Füße stellen (damit kerle spitzen
Steine am Kittbett festkleben, die
später einen erneuten Delekt pro-
vozieren),
/^ Reifen ]inks und rechts vom
Lf . Ventil fassen und kräftig rn Rrch-
tung Untergnund ziehen,
] Reifen mit Handballen an die
I . Felqe drücken. Tieferfassen, und
wieder ri"h"rr, bis gut die Hälfte des
Reifens aulgezogen ist,
Q Reifen fest an Felge drücken,
O. n"O aul Oberschenkel legen und
kaftvoll zwlschen Bauch und Brust
elnldemmen. Stück für Stückweiter
ziehen, bis die lelzten 15 cm mittels
T-)er rmon iihor don Falnonrand
r vaYvrrr 4rs no-
Yv

hoben werden können.


Anzuraten wäre, eben beschriebe-
nen Arbeitsvorgang einige Mde im
stillen Kämmerlein am unbekitteten
Reifen zu üben, Zum emen ]ehrt es,
seine Kraft am effektivsten einzuset-
zen, zlrm anderen hilfl es, einem KitL-
Chaos vorzubeugen, Der Ernstfall
ldappt darm dank antraimerter Hand-
griffe vrel besser.
Als Ersatzreifen ftir unterwegs ledig-
Iich einen Reifen nehmen, delr seine
DienstLauglichkert bereits unter Be-
weis gestellt hat, Zumindest sollte er
bereits einige Tage aufgezogen auf
errer Felge geklebt haben, denn na-
geJ.neue Reifen aus dem Laden müs-
sen in der Regel erst noch aufs rich-
tige Maß gedehnt werden, Ein ver-
wendeter Reifen weist außerdem
Klebereste auf, die sich mit dem vor-
handenen Kittbett auf der Felge zu
einem relativ sicheren Silz zusam-
menfinden,
Neue Reifen erst aull,etten, wenn sie
bei ca. 6 bar Luftdruck zwei bis vier
Tage auftrockener Felge gedehnt
wurden, Nicht allein das Aufziehen
oestaltet sich ernfacher, der Ersatz-

Aufzie he n e ine s S c hlau c hreife ns.

B4
Was den Rahmen zumRennrad macht
reifen liegt auch sauberer und
runder auf der Felge,
Soll der Reifen auf einer neuen Felge
aufgezogen werden, ist sre zuvor
grLrndlich zu entfetten, damit sich der
Kitt intensiver mit der Felqe verbm-
den kann,
Schlauchreifen sind n-rnd ums Ventii
dicker, A1so Ventilloch der Felge mit
einem Dreikantschaber kegelig aus-
qch:tron T)ar Raifan liarrf
luvr haacor qurt
lvluvr rrrf
es gibt keinen Höhenschlag beim
Fahren,
Drei bis vier Lagen Kitt sind nötig,
damit er die wulstige Naht des
Sch-lauchreifens ausfuttert und die
Reifenllanken ldebend und abstüt-
zend >packt<, Ansonsten (bei nur ei-
ner Lage Kin beispielsweise) schau-
kelt der Reifen auf seiner Naht,
Zwei Lagen Kitt im Abstand von zwei
bis drei Stunden auftragen, indem
man den Kleber tropfenweise aus
der Tube auf dre Felge grbt und ihn Wird das Ventilloch kegelig angefast, sitzt der Reifen ohne Höhenschlag.
dofi mit einem Finger (welcher
selbstverstämdlich b ehandschuht
sein kann) gleichmäßig verteilt, vorbei, Und man benötigt nur eine Reifen. Die Felgen erhitzen sich bei
Die I{ebmasse iiber Nacht gut ablüf- Kittschicht, um der Sache den festen langen, bremsrerchen Abfahrten,
ten lassen, Am darauffolgenden Tag Halt auf der Felge zu geben. folglich btißt die ICebemasse ihre
noch eine weitere dünne Schicht auf- Einige Radfahrer verzichten auf diese bindende Funktion ein. Was passiert?
tragen und nach ca. 10 Minuten An- zwar slchere, doch umständliche Der Reifen wandefi aul der Felge.
trockenzeit Felge und Reifen mit Bettung ihres Reifens und greifen statt Das kann lm schlimmsten Fall zum
Wasser bestreichen, So ist gewähr- dessen lieber zum doppelseitig kle- Absprurgen führen, in jedem Fall
leistet, daß nicht auf der Stelle alles benden Felgenband, So sparen sie jedoch das Ventil geffirden.
lestpappt und der Reifen einlacher sich das Werkeh mit dem klebrigen Es isl rlrrrch dio Falaa na<loal4
Yvu(vvr\r,
:n
(!I

auszurichten ist, Kjtt, Obendrein geht das Aufziehen seinem Ort fixiert und kann nicht mit-
Zum Ausrichten Luftdruck auf etwa der schmalen Pneus zügiger und wandern, so daß es r.rnter Umständen
2 bis 3 bar erhöhen, Laufrad drehen ordentlicher voran: sogar abreißt. Umsichtige Fahrer ha_l-
sowie den geraden Sitz des Reifens ICebeband auf die Felge, Wasser auf ten bei langen Abfahrten kurz an,
kontrollieren, Dort wo er >kippk<, Rerfen und Felge, den Reifen drüber, Sollte slch herausstellen, daß das Ven-
nochmals penibel ausrichten, Je fertig; also keine lange Wartezeiten, tr1 gekippt ist, drehen sie das Vorder-
hochweflrger (und teurer) ejn Reifen keine schmutzigen Finger. Sollte sich rad um 180 Grad. Bei Fortsetzr-:ng der
ist, desto mnder liegrt er im Normal- das Haftband allerdings entsch-lie- Talfahrt kann es darau-frrin a]lenfalls
Iall. Preiswerte >Trarlrrgs -SchJap- ßcn hci cincr I\lnt-Rcnarafirr irnand-
r! v vrru zurück zum Ausgangspunkt wandem,
pen< weisen dagegen amVentil oft wo auf weiter Flur am Reifen ldeben-
einen Versatz aul der das Ausrichten zubleiben, wird's auch für den be-
beinahe unmögllch macht, troffenen Radler r:nangenehm. Dann Drahtreifen
Unkompli.zierter hingegen ist das nämlich sreht er sich genötigrt, mög-
Reifenaufziehen bei modernen Fe]. lichst laage Stücke des Bandes vom Hat man sich für Drahtreifen ent-
gen wie z, B, der Profile TB vonWol- Reifen herunter und auf die Felge schieden, sind solche Probleme
ber, Durch eine Nut im Felgenbett hinauf zu bekommen. Jedenfalls steht nalürhch kein Thema. Bei e.inem
wird die Reifennaht gefuhfi und be- fest, die Sicherheit leidet dabei. Schaden verfährt man nach gr-rler al-
sorgl (fast) selbsttätig die Ausrich- Arhänger der Felgenbandmethode ler \/Ätcr Sitfc trq dlt dan unter der
tung. Mi1 dem Schaukeh des Reifens haben generell größere Schwierig- Decke versteckten Schlauch zu >be-
aul der Reifennaht rst es ebenlalls keiten mit dem >Wandertrieb< ihrer freien<.
Was den Rahmen zumRennrad macht
Reifenwechsel Drahtreifen sind teil-
I I Eventuellvorhandene Luft- weise auch falt- und
| . reste ablassen und Reilendecke damit besser kanspor-
am Felgenstoß in die Felgenmitte tierbar.
drücken,
Das Beft der Drahtreifen-Felge ist
hier ein bißchen tiefer, wodurch
mehr >Luft< zwischen Felge r.rnd Rei-
fen vorhanden ist r-rnd weswegen
sich die Reifen zum Teil sogar ohne
Werkzeug abheben lassen,
Ot
ICappt das mcht, den Reifen
(-. mit Monlierhebeln über die
Felge hebeJn, Einen Hebel zwischen
Felge uld Decke neben Ventil schle- Statt des Schutzgummis
ben, Errt Stückchen Decke über Fel- fürdas Felgenbett kann
oonkanlc hcholn F cm danohon no- man drei Lagen Isolier-
nauso mit zweitem Hebel, Geht's zu band bzw. Tesafilm
einkleben. Es trägt
schwer, auf gegenüberhegender
weniger aufund
Laufradseite Decke zur Felqenmitte e rleic hte rt den D e cke n-
hin drücken, wechsel.
e Sind 30 bis 40 cm Decke
\,1. überFelgenkante gehoben, den
Rest der Decke fingerhakelnd über
Felge heben, Ist kein Montierhebel
vorhanden, notfalls die Decke mit
den flachen Enden des Schnell-
spann-Exenterhebels über die Felge
hebein,
A Ist eine Reifenseite von der
-T. Felqe qehoben, Schlauch
zwische"n O"ecke und Felgenraad Damit der Schlauch
nicht beschädigt wird,
hervorzrehen und Ventil ausheben.
sollte die Montage der
Defekten Schlach durch neuen erset- Reitendecke ohne
zen oder undichte Stelle flicken, Werkzeug vonstatten
f, Dazu Schlauch auf doppelten gehen.
V. Durctrmesser aufpumpen und
an Mund, Augen oder Ohr vor- angetrock:rete, gummigelöste Stelle {O
a.t
nie Decke ietzt unter allen
beifuhren - dort spürt marr den ge drücken. l4-. Umständen ganz von Hand
ringsten Luftzug, Undichte Stelle mar- Sauberkeit ist übrigens ein Muß fur aufziehen; beim UÄgang mit d.en
kieren. eine dauerhafte I{ebr-rng - daher Montierhebeln besteht sonst Gefahr
ft Umgebung des Loches bis nicht auf einer der ICebellächen fas- den eben so mühselig geflickten
Lf . zum doppelten Flicken-Durch- sen, Noch ein Punkt entscheidet über Sch-lauch sogleich wieder löchrig zu
messer ."Cig schmirgel:, die Dauerhaftigkeit der Verbindung: quetschen.
J Gummilösung auftragen und Den Flicken kräftig anpressen,
I . troclcren lassen. 1O Z* Einlcau: Sch-lauch falten-
I W. lrei aufpumpen, Ventil einha-
Q In >Zwangspause( Errdring- Leichtlauf der Reifen
Ll. hnq suchen, Innenseite der kel:, SchlaucÄ zwischen Felge und
Reifendlcke abtuhlen. Verbleibt Reifendecke schieben, Bitte nie ohrre Je weniger Reifenmaterial während
Dom, Nagel, Glasspttter usw, weiter- Luft hantieren, sonst schlägrt der des Fahrens walkt, also verformt
hin in der Decke, ist in Kürze emeut Sch-lauch Falten und platzt irgend- wird, desto leichter rollt der Reifen.
mit einer Parne zu rechlen, wann. Materialverformung'en, speziell bei
f.l
\-l Silberiolie vom erwählten
11 Luft wieder ablassen, Decke Gummi, kosten Kraft, Der Leichtlauf
rJ. llrcken
-. entfernen, Flicken | |. am Felgenstoß beginnend ins kar:n einmal durch einen höheren
möglichst zentrisch zum Loch auf E^l-^-L^++ L^h^-
f glvgfNEtL ]]c!gll, Luftdruck erreicht werden, denn da-

86
Was den Rahmen zumRennrad macht
durch verringefl sich die Walkarbeit
des Reifens, außerdem durch eine
härtere GLlnmimischung, wodurch
aber die Bodenhaftung abnimmt,
Aber auch durch möglichst dünne
Protektor-Streifen r.rnd Fäden in der
I(arkasse ist lerchterer Lauf zu errei-
chen. Srrd diese aus Nylon bzw. gar
Selde beschaffen, rollt's sich noch
leichter als mit der übllchen Baum-
wolle.
Für den Schlauch gilt ähdiches.
Hauchdiinne Innenschläuche verfü-
gen über weniger Masse und ver-
bessem den Leichtlaufdes Rerfens,

Pannenschutz
Moderner Schlauchreifen mit erhöhter Defektsicherhett.
Mit Hllfe neuer Techniken und mo-
derner Werkstoffe hat die Industrie
l:1qächl inh aininoc arrainh+ Qa ^--l-
uu Glas, Nägei, Splin usw. verteidigl,
1.,lo^ -
dern, am besten noch Reifen-
tiziefie Wolber bei seinem Inr,'ulne- Letztlich finden sich gar Innenschläu- schoner erlserzen, Die grbt es
rable ein äußerst feures EdelstatLlge- che aus PU im Handel, die ebenfalls enlweder fert'a zrr kaufen odef
flecht zwischen Protelctor (Profrlauf- widerstandsfähig hinsichtlich >schnit- lassen sich aus ausgedienten, auf-
lage) und l(arkasse, welches auch tiger Bösewichte< sind. Leider sirrd geschlitzte n Schlauchreifen selbst
groben Eindringlngen Halt gebietet. sie weniger dehnbar, So ist mön ge- fertigen,
Clöment schuf mit seinem Modell zr^ntndon rur
fijr Jsus
iarjo Poifa-^,r-1.^ j^-
r\sllEliJLdlKv qull O Reifenllanken in gewissen Abstän,
)2001( einen Reifen, bei dem das entsprechend volumigen Innen- den kontrol-lieren, Erspäht marr
stützende Gewebe (l(arkasse) auf schlauch zuverwenden. dor-t auch nur ein errziges,
der Lauffläche überlappend zusam- lst man engagiert bei der Sache, crelockertcq ndor n:r aoriqcanoc
vvrruuvrrvo
mengeklebt ist, Darüber erst sitzt der kann man einen wirksamen Fädchen, sofofi mit Gummiiösung
Protektor, Ahnlich bei Continental: Schlauchschutz i m Do- it-yourself- wieder ankleben.
bei ihrem Competition schützen fünf Verfahren bastel:r: Von emem ausge- I Sinri nlainh mahrara Fä.1^-
Y 'erulr rrrsltl sr s i quEtt UYI
^^-
Nylon-Gewebelagen optimal gegen dienten Schlauchreifen links und K:rk:qqo dttrnhaariccon
qururrvsllrrsrt aÄ^-
uuvl -gY-
^^
spitze und schnittige Gegenstände. rechts des Protektors alles abschnei- schnitten, aus einem ausrangier-
Man kann das ohne Zweifel als dop, den, so daß nur das Mittelband ten Schlauchreifen erren Gewe-
pelten Nutzen fur den Radler be- übrigbleibt, Dieses nun zwischen beflicken zurechtschneidem und
zeichaen, denn neben dem verbes- Schlauch und Decke des Drahtrei- über besagle Stelle kleben.
serten Pannenschutz kann hiermit fens plazieren r:nd schon ist der Ex- Achtuncr:
__-__'*'Y f)ermaßen in Mitleiden-
der Protektorgummi dirnner gehalten traschutz perfekt, Allerdurgs muß der sr:haft cre'nccnc Rarfqn njghl
werden, was wieder dem Leichtlauf Schutz sorgfältig verlegt werden, kei- mehr mit vollem Luftdruck fahren
des Reifens zugfute kommt, Die er- ne Frlten - söns+ rrmnoll'g beim Rol_ und keireswecrs mchl auf dem
wähnten Firmen experimentieren len, Den Streifen unbedingrt mitrig Vorderrad,
auch mit PU-FoLien sowie IGvlar- ausrichten, O Besonders bei rollenden >Methu-
Emlagen. um die Reifen sicherer zu Nicht nur von der Straße her droht salems< (ab einer Fahrleistung
machen, Äar I f\sffvft
usr Paif^- r\^f^1.-^- 911, llldtujtc
vErdllt ^-t;^
etILe- von ca, 2000 kn) daraufachlen,
-ah^L^
Drahtreifen verloren im Konkurrenz- gen auch der Zerstömng des daß dle Seitenflanken mit einer
Kampf mit den Schlauchreifen auf- I(arkassen-Gewebes, Drum nachste- Cummilösungsschicht versregelt
grrmd des Relfengewichts ihre hend eine Reihe Tlps zur Reifen- bleilcen, Fehlt sie. die offer:liegen-
Pannens icherheit, Dank >Mr. Tuffy< pflege: de Karkasse schnellstmöglich mit
und >Beltguard plus< und den PU- emer neuen Schutzschicht bepin-
Bändern von Wolber als Sicherheits- Beim Transport in erster Linie die seln Gr,-nnilösr-nc in Dosen rst im
einlagen, wird jedoch auch hier mitt- Reifenflarken schützen, Die Fachhandel bzw, im Versand
Ierweile kostbare Reifenluft gegen Laufräder daher stehend beför- handel erhältlich,
Was den Rahmen zrrmRennrad macht

Vorsicht bei Karkassenscftäden! Gerßsene Fädchen mehrfach mit Gummilösung einstreichen und mit einem l-einenllicken,
welcher ebenfalls wiederholt mit Gummilösunq behandelt wurde, abkleben.

\A/cnn sieh en ciniccn Stellen das Ts1 der /Sr:hlar rr:h-)Reifen diesbe- nicht zu trockenen, ha.lbdunklen
Nahtschuizband löst, das zum An- ziiclieh er rsnclorrt diirfen ihm be- Raum gelagert wird. Erfordert der
laß nehmen und den Rerfen einer denkenlos B bar für's Hinterrad rasante Kurvenstil des Radlers ein
gründlichen Säuberungs aktion :n zugemutet werden, Je mehr Luft, Höchstmaß an Bodenhaftung, dle
der Badewanne mit leichtem Sei- desto ökonomischer wird die Reifezeit (bei gleichen >Brutbedin-
fenwasser unterziehen. Mit einer Tretarbeit, Bis etwa l2 bar sinkt gn-.mgen<) einfach auf ein Jahr
werchen Bürste Schmutz entfer- dio Rnllroihrrnn r{or P4ggg mit zu- verkrlirzen,
nen. Nach einer ausrerchenden nehmendem Luftdruck linear. Im übrigen beschleunigt auch das
rrTrnekcnnc rindc< d: g Nahtband Aber dre Gewebe müssen es aus- Fahren auf heißem Asphalt die Alte-
mit Gummilösr-rng wieder an- halten - und der Reifen ledert nur rung der Reifen. Erreicht der
kleben, nnnh rrrania Straßenbelag im Sommer Tempera-
O Grundvoraussetzung für ein turen um die 50 "C, ist der Reifen be-
lrnaac flglrg]Lglsfr
ialvsJ Roifanlol-ron fJL .l-^ iF-L-^-
i<+ udD dfflgff reits nach 300 >heißen< Kilometern
rinhiidom Lurlur
mi+ r]u]]li!js]]r
r1[r uuN, T-\^falra
T rrffrirrrnl. uEf€Nts Das Ablagern ausgehärtet. In der prrvaten Reifen-
treten nicht aussch-heßhch durch statistik des Autors bestätigt sich das:
äußere Erlwirkuagen auf, auch Einen spürbaren Einfluß auf die Pan- Die empfindlichen Luft ikusse verab-
denn urenn der Reifen bei harten nensicherheit hat auch das A]ter des schieden sich entweder aul den er-
Stößon 1z R haim trahrenüber Reifens. Bestimmte flüchtige Bestand- sten 300 lcn oder sie halten weit iiber
Rnrdcioino\
lvrurlsurs, uls iFol^o
hic arrf rlia Elvs teile der Gummimischung verglasen 2000 kn durch. So oder so ist es
d r rnhcnhlä.rt T)ehar rrnrcnralinh
r allmäh-lich, Im Verlauf dieses Prozes- srnnvoll, einmal großzügg zu inve-
vor den Touren untersuchen, ob ses wrrd der Protektor härter. A]te stieren und sich erne Anzah-l Reilen
der Reifen mindestens 6 bar Luft Reifen rollen aus diesem Grunde auf Vorrat zuzrsJegen. Momenian ent-
druck - ideal sind 7 bar - hat, Es leichter ab, sind erheblich resistenter lockt einem die Hamsterei vielleicht
bewahrt noch vor Durchschlägen, gegen scharfe Kanten und nutzen die Notgnoschen, doch andererseits
irnllt cnlrnn m
vlL Dullvll r I r rnd hia+at Frl-r r
v ut uru langsamer ab, >grerfen< jedoch eher macht es sich auf lange Sicht gesehen
komfort, Außerdem sind die Kar- sch-lecht als recht, durch die längerfristige Lebensdauer
kassenfäden nicht zu sehr bela- Egal ob Sch-lauch- oder Drahtrerfen, der Pneus hfu1änghch bezahlt,
stot lltrnn hrci ccrinng6 LuftdruCk in Radlerkreisen ist es üb]ich, die luf- Oft lohrten sich beim Einkauf größe-
walken sie verstärkt, bei hohem tigen Roller zwei Jahre lang abzula- rer Stückzah-len Kaufgemeinschaft en
hinner^rcn werden sre zu Stafk vOr- gern. Die ideale >Reife< erzielt man mit anderen Radlerkameraden. Mög-
vvDPd[]1,
-",^^ l;^ T ^L^-^l^,,^-
VVOJ Ufs !s!crrruducl dadurch, daß der neue Reifen leicht hcherweise kam mart Rabatte aus-
der Reilen einschränkt, aufgepumpt auf erner Felge rl ernem handeln,

8B
Was den Rahmen zumRennrad macht
Es ist von Vorteil, bei der Wahl der
Reifen darauf zu achten, für besonde-
re Zwecke von vornherein eirten Satz
leurerer Reifen anzuschaffen (Route-
Record, Strada 66, Vittoria Corsa,
(lnnti-Snrint hzrrr flnntr'-C^mna+iii-
vrrrPUrru_
on). Solch ein extrem leicht abrollen-
des Wunderwerk beschert sicherlich
zus ätzliche l\4otivation,
Endstation füi einen lädierlen Reifen
ist nicht selten dle Mr-rlltorrne, Man
sollte sie bloß nicht so schnell ins
Auge fassen. denn mitr-urter loh_nL es
durchaus, das platte Etwas mit nach
Hause zu nehmen, Vor allem, wenn
das Loch nur klein ist r.rnd die Luft
schleichend entwerchl, kann ein rm Eine Reihe von Schläuchen besitzt heraus-
Handei erhältllches Pannenspray schraubbare Ventile, die - sollten sich
dem Dmckverlust den Garaus be- Verklebungen durch das Pannenspray
reiten, - ergeben - gewechselt werden können.
Bei einem herausschraubbaren Ventil
A-ls erstes die Ursache der Lädierung kann auch >OKO( eingesetzt werden; ein
beseitigen, dann das Pannenspray Gel, welches auch größere Löcher dichtet.

Reifenprofil
Rlaiht nnnh dia trrraa nrnL
1rau]] Äa-
usllt gu-
^^
cimalan Ranncnnd Lrr5Äar
Frnfil fiir r\s][tolJvi ausl ,

ICare Antworl nach dem Test ver-


schiedener Reifenherstel]er: über-
haupt kein Profill
Berm mit 7l'l:r arrfaonrrmntan Raifon
bilden nur wenige Quadratzentime-
ter den Konrakt Rerfen/Straße, wef
cher dadurch wesentlich inniger ist
a1s belspieisweise bei der viermal-
postkartengroßen Kontaktfl äche des
Atttns T)osqen Profilrinngn Sind ef-
forderlich, um die Aufstandsfläche zu
Kleine löcher, die sogenannten Schleicher, kann man mit pannenspray flicken. verldeinern. Beim Velo ist das
u,r,rötig. Profilrippen verformen sich
durchs Ventrl rn den Schlauch sprü- In den nächsten zwei Wochen ja kei- lediglich, bringen ein schwammiges
hen und soforl auf ca, 6 bis 7 bar auf- na T.rrft :r rc .]am ranrria*an t9t I Pnif^-
verrr rspqrlcr t\gflvtl Fahr gefühJ, veroessern jedoch nich t
pumpen, Jetzt kommt's darauf an: Iassen! Sonst fliegrt dem Verursacher den Bodenkontakt, Prrnziprell: SLicks
haben sich die Reste des klebrigen der ldebrige Schaum um die Ohren. rollen leichter,
Sprays im Ventil gesetzt? Per Steck- Eines Tages kommt dann für den Rei Eben wegen der ldeinenAufstands-
nadelspitze jedenfalls noch ein fen die Str-mde der Wahrheit - es fläche firrchten Radler das beruchtig-
Tröpfchen Öl ins Innere des Ventils muß nachgepumpt werden. te Aquaplaning erst bei Geschwin
befördern, Im Anschluß daran den Ist der Reifen mit einem Schraub digkeiten jenselts der 100 kntt Und
Reifendruck auf 7 bis 8 bar erhöhen. ventil ausgerüstet, können die Ventil- den Hochgeschwindigkeitsbereich
Der FlickrSchaum aus der Spraydose Einsätze ausgewechselt werden, Liberläßt man ohnehh besser den
verstopft das l<leine Loch von innen; Dann herßt es neu aufpumpen und Profis,
und das Quentchen Öl ka:rn verhin- weiterrollen, ICebL dagegen das
dern, daß es dem Ventrl genauso er- festeingebaute Ventil, hilft alles nichts
naLt Ei-^ r'1r---+i^ fi;-.-l^e flalinaan
vc]]r, L]]]V VdI dltlg I Ul Uor vsullLjvt I mehr, dem Reifen blelbt nur noch
gibt es allerdr::rgs nichL. Ern Erter Rat: der Weg in die Mr"r-lltonne.
Was den Rahmen zumRennrad macht

Seit I 993 gibt es auch Hydraulikbremsen für das Rennrad von Magura.
Was den Rahmen zrrmRennrad macht
Bremsen
Wie sicher und }cäftig die Renn-
bremsen zupacken können, zeig.t sich
am hcslcn im \/eraloinh rron
v vrr aonflaa-
vsyus9_
tem Rennrad zum a1ltäglichen Ein-
kaufsrad. Interessant ist dabei, daß
die modernen Rendcremsen genau-
so wie die des Einkaufsrades Fclccr-
bremsen surd, also nach dem gler-
chen Prinzip arbeiten, Der wahre
Grund fur die deutlichen Wirkrngsr_rn-
terschiede liegt ir der verschiedenen
Geomelrie dieser Frolccftremsen,
Deutlicher. plastischer wird dre
Sache vielleicht, indem man sich die
Bremsen als eine Art Zange vorstelli,
Auf der einen Seite des Drehpunktes
wirkt die vom Bremsgnff eingeleitere
Kraft - alalog der drückenden Hand $q
bei der Zange -, auf der anderen
Serte wird d ie Feige >lr die Zange<
genommen,
In seiner ernfachsten Form, der Sei-
tenzugbremse, wird der Bowdenzug
von vornherein bis zum Bremsschen-
kel verlegl und dorl gehalten. Es
spart Gewicht r-md vereinfacht die Die wirkung einer seitenzugbremse wird um so höher, je größer das verhältnß
Bowdenzug-Verlegmng, HS zu HG wird. HS: Hebelarm Bowdenzug; HG1,2: Hebelarm Bremsschuh.
für das Rennrad sind Seitenzug-
bremsen mit Bremsmaßen von 38 bis
55 mm (siehe oben) am sinnvollsLen,
Dre Hebelverhältnisse liegen m Pflege und Wartung
diesem fall dermaßen girnstig. daß der Bremsen
eine sehr mtto hic rrnll
v vu hofrioÄinonda
!v4rvqrvEr ruE

Bremswjrkr.rng erzieJt wird, über das Einstellen der Bremse:Die Brems-


Bremsmaß von 55 mm hinaus (bei schenkel müssen miLLig zur Felge
Rennsporlrädern aufgrund der ge- stehen. Beim RadeinfädeLn verdreht
planten Sch utzblech-Montage bei- sich hur und wieder die ganze Brem-
spielsweise zwingend notwendig) ist se ttnd ein Rrencm'mni schleifl eur-
der Einsarz von Seitenzugbremsen seitig an der felge. In diesem Lall:
mchtmehr ratsdm, es sei dem, man Konus- Schlüssel auf Schlüssellläche
verwendet die SLR von Shimano des Bremsbolzenflansches setzen,
bzw, die S,B.S von WeinmarLn. Beide Bremse mittig ausrlchten, Bei man-
sind mit zusätzlichen Gelenken aus- chen modemen Rennbremsen kanrr
gerüstet, die die Hebelverhältnisse die Ausrichtr-rng auch von vome mit
posiiiv beeinflussen, Noch elre Mög einem 5- oder O-mmlnbus gesche-
lichkeit: die Mittelzugbremse. Auf- hen,
crt tnd fiefor nocai Ttar T)rohnr
ur er{Ju rnita
NrE Vorbeugende Ma ßnahmen gegen
sind hier ebenfalls verbesserte He- Verdrehen sind:
belverhältnisse anzutreflen. O Befestigungsmutter der Bremsen
Allerdings fördern zu schwach aus- nachziehen,
gelegte Brückenteile bei vielen Mo-
dellen die l-latternergung dreser An Das Mittigstellen der Bremsen mit einem
von Bremsen. Konusschlüssel.
Was den Rahmen zrrmRennrad macht
o-r-^^hetbe stand sollte der Exzenter grurd- Verschleißen die Bremsg ummis, ten-
v ^---^-^r^
vd111Pd9rl. u-Adf[fDur
cAlzlinh *.
in Fnaciallrrnr Seln, Um
zwischen Gabelkopf und ,".t4ffir. -..y-.-**,J dieren Seitenzugbremsen dazu, wei-
sich nicht dieser Verstellmöglich- +^- ^,,f x;^,,-+^-^ f^l^^-l-a-+n
Bremse. alternativ zwi
cnhan Qtaa,,hÄ Prö]--
gffi keit zu berauben.
Lgf quf ufg uttcrg i gfqgf AqrtLg
rutschen. Bei Mittelzugbremsen hin-
-,,-,"
4u4u -

WS\ ffi
P^if^-
se, regien, W Firmen wie z. B. Weinmarm, CLB conan
9999r1 aohi oc fuullrulv
Vsllr 9r Rinh+rrna i\sffvfi, T..\-
Ud-
usw, verzichten auJ die beschrie- her öfter mal nachprüfen, ob die
Die C ampagnolo- Z ahnscheibe sichert
hana Snhnallcn:nnnhd rrnrl ho- Gummis noch genau auf dre Felgen-
die Bremse gegen unabsichtliches
Verdrehen. werkstellicren rrleiches mit Rändef mitte drücken. Andemfalls Befesti
schrauben oder Vertiefungen, rr gungsschraube der Bremsgummis
welche die Bowdenzug-Fein- lösen r:nd Gummis neu ausrichten,
FLattefi die Bremse, könnte zuviel einstellschraube >versenkt< wer- Quietschen beim Bremsen.' Wen:r's
Spiel zwischen den beiden Brems- den kann, beim Bremsen quietscht, schiebt
schenkel:r bestehen: also Brems- B re msgu m mi.' Die Brems g ummis man die Schuld meistens der Felge
schenkelspiel kontrolLieren, sind rerf zum wechsel:r, wem sie an in die Schuhe, Doch weit gefehlt:
Hat sich die Vermutung bestätigt. Profil ehbüßen. Auf trockener Felge Tonhnicnh
f suf,[uDUr | aocohon hilda-
99r9r1s1r urusrr Itr^l-^
s19s,
sollte das Spiei durch Neukontern ist die Bremswirkung zwar unabhän- Bremsgummi, Bremsschenkel und
der Kontermuttem verringerl wer- gig von der Beschaffenheit des -boizen insgesamt ein Resonanz-
r]on Snhliic<al I r'ia nanh Tj^r^'^ll^r Bremsprofils. Nicht so bei Nässe, c\rctam N/lit oinom rjor fnlaondan
UU 11qu11
und Modell zwischen 10 und 13 mm) Hicr erilt es den \Masserfrlm auJ def >Anti-Quietsch-Tricks< kam man
auf vordere Mutter aufsetzen und
Folao zrr r-lrrrnhhranhon Ahhilfo qch:ffan trolao mlndlich
festhalten, Mit zweitem Schlüssel hirt- Von Vodeil sind ldeine Flächen urd säubem: Je nach Umweltbemrßtsein
tere Mutter lösen r.rnd vordere Mutter Pfcilnrnfilc dic ncncn riie Fahrtrich- mrt Lösr-urgsmittel (Aceton, Benzur)
fest gegendrehen, Wackelt's dann tr.rng weisen. Eine Ausnahme stellen oder aber mit seifigen Mitteh und
immer noch, Prozedur wiederholen. gesinterte Bremsgummis dar, Ihnen >Muskelschmalz< reinlgen,
Sollten die Bremsschenkel klemmen sind winzige l(orldlocken beige- Weitere Möglichkeit: Säuberung der
mischt, die die Oberfläche im fast Rromcmrmmie hiarhai err< rior Folna
bzw, unwillig zurücldedem, hintere
Mutter ein bißchen weiter vordre- schon mikroskopischen Bereich ) gebremste( Alusp äne entfernen,
hen. Drei bis vier An.LäuJe für eine gehörig aufrauhen r.rnd den Wasser- In Frage käme unter Umständen ein
gelr:ngene Kontertng sind selbst bei film arrf rJen Felaen eher durch- Austausch bzw. Wechsel auf ein an-
Mechanikern üb]ich. brechen, deies Bremsgummi-Fabrikat,
Mit zunehmendem Brems gummi-
\/orse hlciß rrcrmößcr.t siCh der Zwt-
schenraum zwischen Felge und
Rromccnhr rh. |ar Rromchol-.^l
uuf !r liöd
uf tfüfsuel rlcv L

beinahe aufdem Lenker auf, bevor


er bremst. Ein unhaltbarer Zustand,
d. h,, die Bremse muß nachgestelll
werden: Dazu dreht man die Feinern-
stellschraube heraus (slehe Abb.
rechts).
Je nach Rundlaufder Räder genügt
eur 2-mm'Abstand zwischen Felgen-
rr:nd und Gummiklotz.
Der Exzenter-HebeJ unler der Fein-
einstellschraube hat den Zweck, die
Bremsschenkel im Bedarfsfall weiter
zu öfftren, um
O beim Wechsel die Laufräder be-
mrpmer her:rrsnehmgn zu kön-
nen,
O bei Speichenbruch oder Schlägen Bei Bremsgummi-
;- r
!f ugr- - r cigc ^;- ^ u^i-nfahrl
r^r ^^ g!19 lig! zu er_ Verschleiß kann die
m^nlinhon
rrLvvluirsrr, hoi
usr ugf L^;F
Ncul li^r;d^.
toJtlgvJ Bremse mit dieser
^or
Bremsldotz-Schleifen den Vor- Feineinstellung nach-
lrioh rrarzÄoort Tm Rglligfg2g- gestellt werden.

92
Was den Rahmen zrrmRennrad macht
Wasser noch fleißiger durch das
Bremsgeäst. Die Schmutzpartikel
:,,:::.:,.::::,,,

iiillii.,: schmirgel:r - der Versch_1ei3 feiert


l::.:.):.4.: wahre Orgrien in den Drehpunkten
,:it::ti:
der Bremsen. Es ist aus diesem
:li:'i:i,
ii*:
:larj:lll1l.
Grunde sinnvoll, einmal imJahr eine
ilii:l großangelegle Säuberungsaktion
:aiiit::
r!:llrl;l vorzunehmen: Bremsen abmontie-
ren, zerlegen, reinigen und einfetten
und wieder zusammenbauen.

Überholen der Bremse


Klemmschraube des Imenzu-
1l. ges lösen und aus Klemmung
ziehen, Außenzug aus Feineinstell-
schraube heben. Befestigungsmutter
der Bremse am Bremssteq (hinter
Gabelkopfl lösen,

IsL es noch nicht vorbei mit dem Ge- Oben: Fetten (zur Not
quietsche: Bremsgummis schräg an- Ölen) der Federauflage
sch-leifen: Entweder vorderes oder erleichtert die Brems-
hinteres Brems gnrmmi-Ende (in betätigung
Fahrtrichtung gesehen) drückt zuerst
auf die Felge,
Bremsschuhe eine Spur höher- oder
tiefer setzen. Dadurch ändert sich die
Hebellänge für die angreifende, das
Flattem provozierende Kraft ,

Das Spiel zwischen den Bremsschen-


keJ:r optimieren, denn auch da könn-
te der Quietscher durchaus drin-
stecken,
Letztere Alternative: Mehr Scheiben
vor Gabelkopflegen oder vorhande-
ne entfernen,
Eine dieser Maßnahmen wird hoffent-
lich firr die notwendlge Ruhe sorgen,
Schmieren der Bremse: Oft genug
werden die Bremsen von Wasser
umspült, Als Folge stellt sich mit der Demontage einer
Zeit Schmierstoffmangel ein. Die Seitenzugbremse
Bremsschenkel reilcen sich käftig 1 lösen des Innenzuges
am Bremsbolzen: Der Radler sieht 2 LösenderHülsen-
sich gezwungen, den Verlust an mutter.
3 Konterunglösenund
Bremskraft mit einem härteren Zu-
abschrauben.
griff am Bremshebel zu kompensie- 4 Aushaken der Brems-
ren, Fürs erste kartrt man sich mlt ei- feder.
nem Tröpfchen Öl vor und hinter je- 5 Bremsarme vom
dem Bremsschenkel behelfen. Auch Bremsbolzen ziehen.
die Federaullage am unteren Teil der Vorsicht, Kugellager
Schenkel kann bestimmt etwas bei modemen
Bremsen.
Schmierung vertragen, Doch ölen ist
6 letzte Gleißcheibe
nur ein Notbehelf, es verdtinnt die gibt die Halterung für
Fettreste und zu geschwind spr-iit das die Bremsfelder frei.
Was den Rahmen zrrmRennrad macht
T-tio
ufg Rromco
DigfttJg lianrt nrrn
rlg9L llur in
! | rla'
ucr LIrn^
I
Alcdrnn fnlrrt rnriar]ar dar nanihal RFslahl cinc acurisqo T Tnsicherheit
^ac
Monteurs. Wer unsicher ist, ob er geführte Reinigungsakt.
d u rch hoziinlinh Äor Roihonfnlda
-
orn
^a-
cnäior r llo< rnriadar ir r]ar rr'nhiinan >Porentief rein< wird es, wenn sämtli- lerrerf-ieher Sertenhlrck auf die noch
Roihonfnlao zr r q: m monklolzommt nlra Taila
uffs isffs JULvrorLrv oinnoÄl- -rr^?^ö-
cnrrrf ältia s!199v1r vvsiusrf, kompleite Bremse hilft wie gesa$.
ufTnd lcfrcfcoita
fu l-roi Lc aolarrta
(^]lo tcnhai Aan
der behandle erst erLmal nur erne dabei löst sich obendrern ermger T
aur!vLU vfsrrrur rsrucrr
i

Rramca uru lono


urgl ttDg rrnr-l cinh di^
rgvg Drufr --.1^-^
ufc dfluvig .l-
ofJ Schmutz und Alu-Abrieb, findet sich ninht rraraaccan
Änschauungsmuster daneben, also nach dem Abwischen auf dem A Mrttelzugbremsen bieten ber-
t') r+ry]rnnor rrrioÄor I r OeIl bCnenKe.Ln mre elg'ene
H'
t Tetzi oeht s rns Derail: Wie aut
Dr

(-. dem Bild 3 unten zu sehen, Der Zusammenbau erfolgl mit Lagerung, Um solche Modelle zu
a
V. zorlonon droht men ladinlinh dia
I(onterung lösen und belde Muttern reichlich Fett. Langlebrges
hemnterdrehen, Anschließend Feder T(r raall:aerfett :rrs dem AutOhandel T,:ae-hnlzcr (12,. od,e'r l3-mm-
rrrc Arrflacc dcr R'cmqschenkel oimot
glgilgL cinh
Jrur dezrr u gugrfJv
uol ahoncn rrria Fafta SehliissclflSrhe) her:rrs VOrsicht: Dje
hakeln und belde Bremsarme vom .,^- --^--^'^ 7^--
| !sr19 \lder feder steht unter Spannung: Das
v u]l ^vcrrlPo\,lrulu
Bremsbolzen ziehen, Darauf achten, Shimano, die man tiber den Rad- anschließende Putz- und Schmier-
rle G ?zaira rlar rliinnan
den Schelbchen verloren geht
tla:ttÄr.'latm
vrsrLrurusrrl-

(lCeinteile am besten beiseite urld


handel erhält. Zuviel Fett kann man
ehuuischen zrrwenin Fett hin-
ceerer cefÄhrelet errcntr rqll 6l'g
r;fi.ali^* fDl rr UslSILJ
IIlud

NiltrIT,
ld
ha-ai+o h:nl;n^l;.--
1u!4lvur--
>.--
!=-
t
auf ehe saubere Unteriage legen). Fwktion,

94
was den Rahmen zumRennrad macht
Montage von Sondermodellen
Ber modemen. wafiungsarmen Mo-
dellen, wie von Shimano, sind bei
der Montage einige Besonderheiten
zu beachten:
AbbauvomVelo, Aushaken der
1
l. Federn, I(onterr-Lng lösen . Bei
Shimano hält die vordere Konter-
mutter die Feder, die hintere wird
von der BeTestigungsmutter an den
Gabelkopf (Bremssteg) gezogen,
t Werur kejne Schlüsselflächen
4. vorhanden, erne Mutter rr I Lösen der Konterung (an der
Schraubstock mlt weichen Älu- Rückseite der Bremse).
Schutz-Backen spannen, die andere 2 Herausnehmen der Feder und
mit Schlüssel lösen. Ausfühnngen Herumdre he n der Kontermutter.
3 Zum Schluß wird der Bremsbolzen
ganz ohne Scnlüsselfläche per Grip
nach vorne herausgezogen.
Zange aufden Leib rücken. Vorsicht Kugellager.
Eur Streifen Alu-Blech zwisch en Zan-
ge und Werkstück verhinderl sicht-
bare >Macken<.
Achtung: Shimano arbeitet mit
Schrauben-Sichemngskleber, dle
Muttem drehen sich demzufolge
auch nach dem Lösen noch reiativ
schwer.
? Mutteirr ganz herunterdrehen,
r-1. Feder abheben r.rnd Bolzen
nach vorne herausziehen,
Vo rs i c ht b ei kugelgelagerten Brem-
sen: Die winzrgen I(ügelchen könnten
auf einer Seite der Haltescheibe her
ausfallen Um nicht auf allen Vieren
suchen zu müssen. 'ieber gleich zu
Beginn einen frischen Lappen Lmter
d.e zu demontierenden Bre-nsen le-
gen, Säuber-Lng r,Lnd FeLLung erfolgen
dann wte riblich, wobei die apphzier-
te Ferpackung die Kügelchen gegen
voreiliges Herausfallen sichert.
Anschließend erfolgt der Zusammen-
bau in u.ngekehrler Reihenfolge des
Ausbaues. Zum l(ontern der Muttern
diese leicht gegeneinander schrau-
ben und den Bremsbolzen vorne so
weu eindrehen. bis der garze Brems
komplex kaum noch Spiel hat, Dann
Kontermutter festdrehen, Will man
sichergehen, daß die 1(onterur,rg fest
sitzt (damit marl die Bremse von vor
ne ausrichten kam), sollte man das
Gewinde der beiden Kontermuttern
und des Bolzens vor dem Zusam-
menbau geringrtügig mit Zweikom-
ponentenkleber ernstreichen.
Was den Rahmen zrtmRennrad macht
Dosierbarkeit von Bremsen
Zeitgemäße Rennradbremsen kön-
nen abgesehen von den guten Über-
setzrmgsverhä:llnissen (siehe Abb,
C Ol\
u.vr_/ rrr^h don\/nrzrrnainartrrlan
querr qlrr v vr4u:,

Dosierbarkeit für sich in Anspruch


nehmen. Möglich mrrde dles durch
folgende Faktoren: Die Bowdenzüge
wurden leichtgängiger gemacht und
die RerJcungen im Bremsgelenk mit-
teis Kugellager reduzierl, Darüber
hinaus wurde die Bremsrüclcktolfeder
weicher ausgelegl, Ergebnis: Mit ge-
ringerem Krafteinsatz der Hand ge-
langen die Bremsgrummis an die Fel-
ge, Der Radler hat aufgrund dessen
mehr Gefuhl fur die Dosierung der
gewtrnschten Bremswirkuag,

Bowdenzug
Itr ,

Grundlegende Voraussetzungen für


sicheres Radfahren sind zwar Pfle- Mehr Bremswirkung zeigt die Shimano-SCR-Bremse. Aber bei kleinen Btemsmaßen
als Hinterradbremse bleibt - durch den sogenannten Gang - nur ein geringer
gen und Einstellen der Bremse. Aber
Betätigungsweg übrig.
die Bremse karur nur ihre Arbeit lei-
sten, wenr der Bowdenzug funktio-
mert, Jene sinnvolle Erfrrdung leitet non - 30 o n der normalerweise der Rostans atz und eingedrungene
Kräfte um die Ecke, ohne dabei auf- Är"-"" zugedachten Kraft err. Die Schmutzpartikel lassen den Bowden-
wendige Winkel und Hebelchen Hersteller versuchen, die Reibung zug in absehbarer ZeiI schwerer und
nebst Zug- und Druckstangen^r. möglichst mit in Zugrichtung verlau- schwerer >gehen<. Besonders kri-
benötigen. Diese ebenso gewichfs- fende Drähtchen plus einer Kunsf tisch: Wenn der Bowdenzug nur ern
wie piatzsparende Einrichtung be- stoffinnenbeschichtung der äußeren bißchen klemmt, läßt sich dte Brem-
darfjedoch besonderer Pflege. Ist Hr-rlle zu senken, Bei zunehmendem se noch betätigen, doch deren Feder
die RerJcung im Bowdenzug zu hoch. Aller des Zuges vergrößert sich der rückt die Bremsgrrmmis nicht mehr
geht unnötigerwelse viel aufge- Spalt zwischen Ir:nen- undAußen- von der Felge weg, Wird der Brems
wendete Zugkraft der Hand verloren, zug: physikalsch gesehen eine Art hebel nun von Harrd zurückgestellt,
An Jvvvt
r u] iadar Riamrna doq 7r rnoc lrift ain Kaprllars ystem, welches Wasser ge- kann sich der Innenzug aus der
Verlust an Energie - rmd somit Si- radezu anzieht und im Nu verteilt, Bremsgriffhalterung haken lmd der
cherheit - ein. Nicht die Enge der Schon eine einzige Regenfahrl reicht darauffolgende Bremsakt zeiE ketne
Biegung ist dafür verantwortlich. Sie aus, urn den Bowdenzugf zu wässem. Wirkung,
stellt nurAnforderungen an die Flext-
billtät des Imenzuges. Entscheidend
fur den Kraftverlust sind die Wir|<el-
grade, die sich vom Zuganlang bis
-ende summieren. Je größer der auf-
summierte Winkel, desto mehr Rei-
bungstribut haben die Bowdenzüge
ns.zahlen,
Auf dem Weg zur Hinterradbremse
k omm en dut ch B ow d enzug -B) egnsn - rVloderne 3o w'denzrig:e sizd mrl
gen rurrd IB0 Wrrkelgrade zusam- e iner g le itfördernde n Kunst-
men, Immerhin büßt man dadurch - stoff- Innenb e s c hic htung der
selbst bei gepflegten, gefetteten Zü- Auß e nhü llen ausgestatte t.

96
was den Rahmen zrrmRennrad macht
Bowderrzug-pflege Grate beim Abtrennen der AußenhüI\e erhöhen die Reibung
und den Verschleiß des Innenzuges. Daher: mit feinet
Regelmäßig alle acht Wochen die Feile glattfeilen und mit einem Dreikantschaber entg:raten.
Bowdenzüge warten. Dazu kmenzug
freilegen, zur Genüge einfetten und
wieder durch denAußenzug ein-
fuhren,
Ein einziges loses Drähtchen weist
meist auf eirre Schar von arbeits-
müden Genossen hin, Daher: Gleich
den beschädigten Innenzug austau-
schen,
Achtsamkeit ist auch angesagt bei
der Radlerunsitte, das Fahrrad kopf-
irber auf Sattel und Lenker zu stellen,
um srch Arbeiten zum Beispiel im
Tretlagerbereich zu erleichtern. Han-
delt es sich umAero-Bremsgriffe mit
innenliegenden Zügen, mag das an-
gehen, Eine derartige Behandh.rng
bei herkömmlichen, offen verlegten
Zügen 1äß sie unweigerlich ab-
lcricken. Selbstverständlich können
sre später wieder gerade gebogen
werden, doch liegen die Spiralen der
Außenhrille dann nicht mehr sauber
Windung auf Windung, Wie bei einer
Zylinderfeder entstehen an dieser
Stelle feine Zwischenräume. Die Fol-
ge: Bei jedem Bremsvorgaag spielt
der Außenzug Ziehharmonika, ein
Teil des Betätigr.mgsweges geht ver-
loren und nur der restliche Kabelweg
bleibt schließlich für die eigentliche
Bremstätigkeit iibrig, Das bedeutet.
daß die Bremswirkung reduzlert ist.
Also am besten das Rad nicht auf den
Kopf stellen, sondern bei ausgebau-
tem Vorderrad auf Gabel und Brems-
griffe, Der Hlnterbau lehnt eben an
derWand,

Einbau von neuen Bowdenzügen


.l Die beiden Enden derAußen-
l. hulle sind vom Werk aus glatt
abgetrennt r:nd oft sogar noch plaa-
geschliffen, Die Hrillen wiederum
haben Überlänge, damit sie auch
aufs g:rößte Rad passen.
A1so heißt es maßg'erecht klirzen: q Grate schaben unnötig am Innenzug fetten, Nicht zu spar-
Nötige Länge am alten Zug bzw, am L. ?
Irnenztq. Desha-lb die Schnitt- Lr. sam, auch wenn es wegen der
Rad abmessen.. Nur eine Seite l<ür- stelle mit feinster Feiie vorsichtig I(unststoffbeschichtr-rng rmnötig er-
zen. Scharfen Seitenschneider benut- glätten, Dabei ins Innere gelanEe scheint, Verlegung so gradlinig wie
zen, denn die Tremstelle muß qlatt Spänchen vom aaderen Ende her möghch durchfiihren. Es reduziert
sein. herausblasen, die Innenreibr-ing (siehe oben),
Was den Rahmen ztJmRennrad macht
Bremszugverlegung tr Lenkerldemmr-mg lösen, Die
im lrenker r,J. Bohrstelle nach oben drehen.
A Lochzunächstwieder gerade
U. eir:lcohren, anschließend in
Im Bestreben, das Fahrrad aerodyna- Zugverlegerichtung ovalisieren.
misch zu verbessern, wurden dle Wichtig! Löcher im Lenker wbedingl
Züge zunächst am Lenker entlang, entg[aten. Aluminium ist enorm ker-
von einige Mutigen später auch im benempfindlich, Also - Lochkanten
Lenker verlegt, Neuerdings - und innen und außen mit kleiner Rundfei-
hier karm man eindeutig vom sicher- le sorgifriltig giattfeilen.
slcn \ ,Icn snrpehen - cribt
Y'^ es dafur 7 Innenzug vom Bremsgriffher
Vertiefr-rngen, die in den Lenker ein- I . durch Löcher einfädeln, Außen-
gedrückt sind, Viele Radler durch- hr.iLlle von Lenkermitte her darüber-
bohren ihren Lenker zrsr Zugverle- schieben, 5 cm am Bremsgrriff tiber-
gung. A1l jenen sei wärmstens ans stehen lassen,
Herz gelegt, die hier beschriebene O
><
BremsgriffilberAußenzugstül-
Methode genau zu befolgen - sonst [,J. pen und festschrauben.
>bricht's<.
Eine statische Betrachtung offenbart,
daß rund um die Vorbaumitte für den
Lenker die gnößten Belastungen auf-
treten, oder anders formuliert, an
diesem Punkt der Hebelarm der im
Lenkerende ziehenden Hand am
größten ist. In jener Gegend bloß
kein Loch bohrenl
Die Löcher mindestens 12, besser
I4 cm, von der Lenkermitte entfernt
arbringen, Sie außerdem so klein
wie möglich halten, Ein Durchmesser
von 5 mm reicht. Noch effektiver: Die
Außenhr.iLlle enthäuten r.rnd nur 4,2-
bis 4,S-mm-Löcher bohren.

Und so wird's gemacht:


I Bremscnife an qewiinschter
| . Position festschrauben; die Kan-
ten des Sockels oben mit Filzstift auf
f ^^1-^- *^-l;^*^-
lclKUt llfdrruergrt,
f1
t Bremscnifle lösen, Bohrloch
4-. mittio. ca. 8 mm unterhalb der
oberen Filzstift -Marlcenrnq, arkör-
nen.
O Loch zuerst rechtwinldig durch
tJ. die Lenkerwandung bohren;
dann ovalisieren, indem laufender
Bohrer L-n Zugverlege-Richtung ge-
neigt wird.
A Austrittsloch jeweils I 2 bis
-. 14 cm lir:lcs und rechts von Len-
kermitte ar:körnen (am nach hinten
unten weisenden Teil der Rohrrun-
dr-rng). Löcher nie jn Nähe der
Lenkermitte bohren, weil dort die
Belastung des Lenkers sehr hoch ist.

9B
was den Rahmen zrrmRennrad macht
I Anzeichnen der Bremsgriffoberkante.
2 Unterhalb der Markierung (8 mm) Tips und Tricks
ankörnen.
3 Anzeichnen des Austrittlochs, l:inenzüge soliten etwa 3 bis 4 cm
mrndeslens l0 cmAbstand zum liber die Klemmrmg an Bremse bzw,
Vorbauauge. Schaltr:ng hinausreichen. Dort mit
4 Ankörnen des Bowdeizugaustritts. einem - wohlgemerkt scharfen - Sei-
5 Bohren der Löcher. Gerade ansetzen tenschneider abtrennen, Zu l<trz aJ:-
und langsam absenken.
gelängt und >nackt< belassen, fasert
6 Entgraten der Bohrlöcher.
das überstehende Ende des Innenzu,
ges nach und nach auf, Die dr.lnnen
Drähtchen sträuben sich in alle Him-
melsrichtungen und algeJn sctLticht-
weg nach a_llem, was ihnen in die
Quere kommt. Das sieht häßlich aus
und birE Verletzungsgefahren in
sich. Der BDR schreibt übrigens ftir
Renrrveranstaltungen Schutzkappen
r.jber den Innenzugenden vor.
Passende Endkappen grbt es in je-
dem Fahrradgeschäft, Sie werden
einfach über die krrenzugenden ge-
str-r1pt und mit dem Seitenschneider
err wenig gelcriffen, Ist kein solches
Teil zur Hand, iut's auch eine Kabel-
endtlille aus dem Elektriker-Werk-
zeugkasten; ja zur Not sogar ein
Speichennippel, Fehlt selbst das,
etwas Tesabald ein paarmal
stramm ums Zugende wickeln,
Zur Erleichterung des in absehbarer
Zeit erforderhchen Pflegedienstes -
denn der ist jeweils mit einer De-
montage des Zuges verbr.rnden
- kam mal den letzten halben Zenti-
meier des Inrienzuges auch mit dem
Lötkolben erwärmen und ihn sodann
mit Lötzinn fixieren. Auf diese Weise
ribbeln sich beim Wiedereinfädel:r
nach dem Fetten keine Drähtchen
auf.
Zum Abschluß noch ein Tip fur Win-
terfahrer: Wer srch bei Temperatu-
ren urter null Grad nicht von selner
Radleidenschaft abbringen läßt; soll-
te seinen Bowdenzügen eine Sonder
behandlung angedeihen lassen.
Dazu die Innenzüge lösen und entfer-
nen und unverdirnntes Glykol in den
Außenzug fi.illen. Am elnfachsten mit
einer zweckentfremdeien Einwe g-
spritze, Danach ist der wieder einge-
fijhrte Innenzug fur eine Weile gegen
Einfrieren geschützt, Fett am Ende des
Bowdenzuges verhinder-t außerdem
das Eindringen von >Frischwasser<
Nützliches und wichtiges Zubehör
ccn ir dipscs Gcse häo ntt ein, Der
Fahrrad-Computer Art IClomelerschnjt[ zu ermineJ:r. Ja,
cs eirc nne h cine Snrrr,areiter: Ein Verbraucher muß sich entscheiden.
flnmnr rrar im Riir^ (lnmnr rtor zr r erfahrener Brker war in der Lage, Doch schon im Vorfeld, sozusagen ir:
u-..^^
f fauJcr -^-".
vuf ltPutgr "-d, Mittler_
otf r i\o uber die zeiLliche Abtolge des >Tak - r-lor Fntcnhai.lrrnaqnhecn,,,^l^l,
ulvryl-oos ^.
weile beinahe schon eine Selbstver- Tak - Tak< (also jene Momente, rn -^--,,+^-
vutlllJuLcr -^r cD
JUU ^^;-.
^^ Dg[f I - tst der Ra:_
r^- ^-L- L^^^L^+;+
ständlichkeii, sozusagen ein fester denen der Zähller die Radumdrehun- fgr Dgf tf ugJuf ldrtfg ^,^.t
tr Dtgrl ef SlC.
Bestandleil unseres AlJtags, Garz gen reg-istriert) die momentan gefah nämlich dem schier unüberschaui =-
elcm Trcnd cn-snrcnhcnl rüStel So rere Gesehrnrrrdiakeit :bzuschäf zen. rcn Ancehol ococniilrcr, Was nahrr-
mancher Velo-Hersteller sein Pro- Im ZeiLalter der tlektronik ist man lich andererselts den Vorleil in sich
dukt inzwischen von vornherein mit d ieser akusLischen Hillsge rä te längst birgl, wirklich nach eigenem Gusto
diesen stummen elektronischen uberdrüssig und montierl sich statt das passende Instrumenr auswählen
A]leuri-rnterhaltern aus, Dreser dessen der tinfachheit halber eben zu können, Ganz abgesehen davon,
VerlockLrng können rmmer weniger oinon Cnmnrrtar Sh^rtdar:l Par daß die Optik wohl auch eine bedeu-
^na
Radler widerstehen. Vemetsercnr rnrerder nr-fnmehf die lanrla Rnllo cnialt IA/ar haicniolcrnrai
Schon rmmer war es der Herzens- Radumdrehungen gdtastet urd
ab co zrrr Kelonnrio r_lor l-lnnhloicrrrnac-
rrn rncnh lrainr ho iodan R:r'ilor< caina elekronisch verarbeitet, ebenso die spofiler gehöfi, sollte auf die Pulsfre-
e-str^rrne'tan T(ilome-er schwarz auf Iirrholr rmr{rohrrnnan \/lit cnaziallon quenz-Messung möglichst nlcht ver-
weiß vor Augen zu haben, anstatt duf Aufnehmern kam außerdem die zinh+on i<+ eia .!^.h ouf -gugif rEdu
ar rf in,-l^- ^i- I
'll vff
mehr oder minder exakte Schätzun P,rlsfrcmrcnz dcmFsspn werden. Der Maßstab hrnsichtlich der Belastr.rngs-
aan :naorrriocon zrr coin IöA,rFl-(lomnr rter rre-fii.rt zudem über höhe. Auch Kreislaupatienten. die
\4't dcr Tlinf ihrr-no dos rylgghgnj- eine ldeine Baromelerdose r.rnd mel- auf ärztliche Anordnung hin auf ei-
schen Kilometerzählers vor einigen elot damzrrfnlao arrcl- nngl die efkleL nem Stahlesel srtzen, sind mit errem
T:hron hanan. Ro^li.;^-'---ur:, ra^
dio rlLurrrlcl +^+^-
tutLcll U^L^--^+^-
1IU11C1[11U1ü1 , fLIIC
;-^ .",-L-^
VVdlflC n- Pr-lsmesqcr m rl hcdienl bzw. vOr
JurtLrr !LVdr!- urL us- Ud-
stalt anznnehmen, Unter Hinzuzie- tenflut Iäß1 also be. dem ei,rsam Da- Überlastr-rrgen geschützt. Denn nicht
hrrnn ainor TThr r rnd in Anrrrondrrnn hinrrrlolndon arqr d^r lzaina I rnna
-\s!rq lcr rvs ^^l+^- +-^;L+ -- D^--
-;+ ^^;
crotttusrvffffLDsf-
uvJJvtf I -",-^
..1^^^^- tJL nudl il D;^^^
^i-^+
vvoJ YU ^ ^.*
lugDg l^h#^
tgl lf tqr weile mehr aufkommen. nen Kräften >auf die Spitze<,
^-L frfdt
Ddft ^i^h öu9dr
'--- ö1!t1 i-^+.-^^
^^^-- fftfJtdftuv, Yfttv
^i-^ Immer mehr Elektromkhersteller ster- r^r^-i^^-
v v s1!991 dD ^^ - DUllUsl
-r^ Vdg, ^ ^ ^r^n1 vielmehr

eine Sache für Ästheten rst der Vor-


har r-(lnmnrrter Als inter^rriene Etl-
heit nicht ausschließlich der >Schön-
heik< wegen erwähnenswefi, son-
Moderne Velo-Computer mit zwei Bedienunqstasten und zwei Anzeiqenfeldern. dern darüber hinaus auch als ver-
q
.*ä'' e%3 ;
':x
n röße+e Ar rfnrallläehc nützltch. für
den Fall e;nes Sturzes uriter Umstärn
den durchaus eirt werlvoller PIus-
&- .;-r- % punkt
Bei allen Leistr.rngsmerkmalen oder
optischen Gesichtspunkten ist die
Arrcfiihrr u19
rna r-lar Anzoiao-falÄar
uel rurzslvcruslu Äar
sogenamten Displays unbedurgl zu
beachten. Während früher ganze An-
zcincnfcldor don Radlor Ob ihref Da
tenvielfalt lediglich verwirrlen, geht
j&"te,s;Wq" man heutzutage dazu über. Al-
zoiaonfalr]or
.srvsruslu9L enzrrhioion
orlzLNrsrsLr, l,_'ai usi
usr ÄanarLqrL

lediglich zwer Funlcronen (wre z, B,


Geschwindigkeit uld Fahrzeit) auf
einmal sichtbar srnd r.rnd dre rest-
rinhor nor l(nonfrirr clz naghehaxder
abgerufen werden können, Die Mul-
ti-Tastaturen fühnen häufig zu Be-
.- .& diemngsfehlern; es wurde schlicht
*-* *l
i*t- .%k \ -"-. r rnnl ormoifond dor fr lcnha l(nnnf ao-
"
driieL-t Fnlalieh setzcn stch auch ber
;@- ;t den Tastaturen die >Duos< durch.

ta2
Nützliches und wichtiges Zubehör

"i,rr:i.rl:iliri
..:1.a.:.a:,a.. a :::at:..

rl1iiflät;rr''
]lll{3:!'

lili,,,d%

Montage und Kabel-Verlegung von Velo-Computern.


I Anbringen des Sensors.
2 Festlegen des Kabels mit dünnen Klebestreifen.
3 Verstauen der überschüssigen Kabellänge im
Gabelschaftrohr.
4 Anschließen des Computers.
5 Mit einem Tesastreifen entlang des Bremszuges kann die
H aftu ng ve rb e ss e rt we rd e n.
6 Anschrauben des Magneten.

r03
Nützliches und wichtiges Zubehör
und Gabel herum und wird daher
bisweilen sogar abgerissen. Die
Licht
Bildreihe auf S, 103 soll aus diesem Der Zweck einer BeleuchLLrng am
Crund einAnhaltspunJct sein. wie Fahrzeug liegt normalerweise darin,
man die Angelegenleit auch elegan- bei Dunkelheit die Fahrbahn auszu-
ter lösen kann: Das Kabel wird unter leuchten, Für eine Fahrradbeleuch-
einem Streifen Tesafilm sozusagen tung ern unmögliches Unterfangen,
>unsichtbar< gemacht und der steht dafur doch nur ein >Iftaftwerk<
I(abel-Uberschuß i m Gabelschaft - mii 3 Watt Leistr.rng zur Verfügung,
rohr verstaut, Das Ergebnis rsl also mehr das >Cese
Tn der Recrcl sind riie tr:hrrad-Com- hen-Werden< als das >Selber-Sehen<.
puter vom Werk aus automatisch auf Geänderte Vorschrift en erlauben in-
27 l?B-Zoll-Reifen eingestellt. Wer sei- zwischen auch Batte riebeleuchtung.
nem Computer >hundertprozentige< Der Renn radler benötig1 demzufolge
Arbeit abverlangen möchte, kam zu- keinen D1'namo, sondem kann sich
sätzllch je nach Fabrikat den Rad- - .reht clie Trainincsrahrt zum Ber-
durchmesser bzw. den Radumfang spiel in die Dukelheit hrrerr - seine
millime tergenau progra mmreren. R:ftcrielorrchton /qioho Ahh rrnton\
Die zuverlässigste Methode zur Er- ans Sportgerät ldipsen. (Sofern es
mittlung des Radumfanges (die die weniger als I I kg wiegt,)
VeräLnderung durch das Fahrerge- Pednl- rrnd Sncinhcn<tra[]er srnd
wicht berücksichtigt): Im Abstand darrn allerdings ein unentbehrlicher
rron 2 l0 m re einen dnnpelt-kleben- Zusalz.
den Tesastreifen auf die Straße le Zurück zum >Gesehen-Werden<.
gen. Zwei Striche zur Markierung Der sicherheitsbewußte Radler sollte
der exakren Distanz anbringen, Nun sich zusätzlich zu den Pedal- r:rrd
mit Anlauf und in ruhiger Fahrwerse Speichenstrahlern seine Kleidung bei
(möglichst ohne Sch.lenker) die Strer- Nachtfahrten mit Leuchtslreifen de-
fen überfahren, so daß sie sich an korieren. Das reflektierende Licht
den Reifen haften, Von dieser Stelle des Autos (2 x 50 Watt) laßt die
aus darrr mittels eines Maßstabes die Rellektronshelligkeit größer als die
Weit mehr als ein Gag ßt dieser Vorbau- Differenz zu den 2,10 m feststellen, Eigenlichtproduktion erscheilen.
Computer, da er die Aufprallflächen bei
Beabsichtigt man, den Raddurchmes- Ein Besuch beim Radhäadler wird
einem eventuellen Sturz vergrößert. qor in rjon Cnmnr rior ainzr rnohon ict zeigen, wieviel gute und gleich-
der eben ermittelte Wert noch durch zeitig modische Bekleidung mit
Tlic \,/Tohrz:hl r]ar cänryinon Ar rc- 3,l4 zu teilen, Refl ektorwirkung angeboten wird,
ftrhrungen sind zum einen wasser-
dicht und zum anderen mit einem
c'nzincn Griff rrnm \/o1n 1n die TrikOL
tasche zu befördem, 'l/ie sich her-
ausstellte, nach wie vor die effektiv-
cia Tlial-\cirhlcinharr rnn
Wäre noch dre Moniage anzuspre-
chen, Mußte man bei den ersten
FaLrra^ /1^1-h,,r^,?
f orlLl ou-vvf llvUtglrt -^^h
lruurr miih<ali^
qnorrtoo Sonqnran zontriaron rrrirr]
nettcrrlinas nrrr noeh ain \4rmot in
r]io Snoinhan aacnhrer rh+ rrnÄ aa-
genüber auf dem Gabelbein der
Son<nr :naolrcnh+ Ko mp akte u nd zwe ckm ä ßi ge
A1s nächster Schritt ist der Compurer Vorder- und Rückleuchten
an Vorbau oder Lenker zu klipsen
zum Anklipp e n. Re nnr äde r
unter 1l kg Gewicht gelten
und das I(abel anzuschließen, Das ak Sporträder und dürfen
war es schon. Leider baumelt das Ka- nachts mit Batterie leuc hten
bel gar nicht selten einfach an Lenker qefahren werden.

104
Nützliches und wichtiges Zubehör
Neu auf dem MarH: der Felgendynamo
mit ähnlichem Wir@rinzip wie der
Rolldynamo.

Bewährt hat sich auch beim


Dynamo Rennrad de r Rol le ndyn a mo,
weil er auf dem Protefuor-
streifen rollt und dadurch
Wer regelmäßig in der Durkelheit
die zarte n Re ife nfl anke n
radelt, sollte als Stromquelle einen
nicht belastet.
Rollendynamo in Betracht ziehen, Er
wird im Regeifall hinler dem Tretla-
ger montiert und rollt bei Bedarl auf
der Reifenlaufllache, Dynamos, die
auf den Reifenllankenseiten laufen,
würden kostspieligen und leichten
Rennreifen sehr schnell den Garaus
machen,
Zu empfehlende Rollendynamos :

Soubitez als robuster Vertreter sei-


ner Gattung, Sanyo als >Urahae< die-
ser modemen Dynamos und Union Fest mit der Vorderradnabe verbunden
als leichtester und leistungsstärkster ßt der durchrutschsichere Naben-
der drei genamten, dvnamo,

Wind- und Wetterfahrem ist ein Ein-


weckgnrmmi arzuraten, der, bei
>Flackeriicht< um Ausfallende und
Lichtmaschine gelegt, den Dynamo
stärker an den Reifen zieht. Dres kann
so gar aul verschaeiter Fahrbatrr
noch erleuchtend wirken. - Ein wich-
tiger Sicherheitsaspekt.

Scheinwerfer
Die Diskussion um die richtige Front-
leuchte ist, seit es Halogen-Lampen
gibt, ilberflüssig geworden, Sie sind
nun mal heller, warum also vermeid-
bare Risiken auf sich nehmen. Die
Scheinwerfer von Iku büadeln das

105
Nützliches und wichtiges Zubehör
Halogenlampen spenden mehr Licht und ",!ri
sind >Pflicht< für jeden verantwortungs-
vollen Radler.

;irf

Licht, Union streut es besser und


Soubitez ljeE so in der Mrtte, Wer :
auf einen kleinen, grazilen Schein- ..:
rnrcrFor \A/crJ laerr q^lltc
r- a^ ** ,* "ich al die
rrllrNldPlJ-** f Vfr[ff
-;r Ifruur
^,--ChmeSSef
halten, die der Lichtlerstr.mg der
mnßon mit r Oo mm f)r r4fu6gggg5
kaum nachstehen,

Rücklicht
*Ar rs r'lon A'rocn :rrs dcm Si_rfrf< düff-
te rrer.rde hrnsir-htlir-h cler Rückhchter
zutreffen, An dieser Stelle sei der
Soubltez Strahler, ein mrt roter
Scheibe versehener Schernwerfer,
als Rücldicht lobend erwärtrrt, Er
irrinrrt ulE
ur!]v' r]io ffiÄß+a ljallidL^i+ IIIö^öh
9-urJru rlu!19Ns1t, vvsgsli
r'lor Sr\/7O-Raqtimmr rnoon mr r ß io-
doch außerdem noch ein Rücle'eflek-
tnr rncahr:nht urarr]on In Fr:ao
kommende Montageplätze sind zum
Beispiel beide Srtzstreben. Wenn
dorl auch das Bruchrisiko relativ
hoch ist, erfr-rllt es doch ehe weitere
STVZO RrchtLinie: Die Rücklichter
dürfen keinesfalls höher a1s 65 cm
rtL^- I -- r| dlltudM
ulgl uvf ^L-L^L- -t^-,eft Setn,
Pldzrl
Die Rücldichter stets exakt nach hin-
ten ausrichten, das heißt, die strah
londc Soilp mrrß alqn rycnau senk-
recht zur Fahrbaha stehen, Anson-
sten werden höchstens die Steme 1
beleuchtet bzw. Licht firr dle nacht- ('
wandelnden ltabbeltierchen ge-
,,^-
t
VUtf L^-.-^;l^-X^-
-^^-i^+ -L^- '
JP9I]UCL - OUgf ftgidLgllgl rugrl

n Autos wird man weniger gut gese-


hen. t
t
\
l]i:]:i:

llllll ll:j
Moderne Rücklichter werfen durch
Re|ektoren (sog. Spiegeloptik) gebün-
,l:l:l:l'llu
deltes Licht nach hinten.

106
Nützliches und wichtiges Zubehör
Lichtkabel Abschließend: Mit einer Flachbatte-
rie k.rn n m;n ricn T)rm: mn iihamn i-
Schwächstes Glied im Beleuchtungs fen, Ein >Bein< der Batterie an die un
sysrem sind oie l(abel. lrgenowo bre- lackierle Fahrradmasse halten, das
gen sie sich in einer Schlaufe vom lndoro er nlec rrnm n\m^-^
uytlolllv antf--
ütttlgllt-
R.rhmor uroc r nd yrnr^mnl
urrrv! roißt dec te Lichtkabel. Funktioniert nun die
I(abel ab, werl irgendwas oder ir Belettchl r r"rrr'st rJcr T)1116 p1o defel<1.
crerdurer n:":r h5nnorflg jf1, Und noch etwas: Werden die An-
Daher das Lichtkabel mit dür'nen Flicken eines Lichtkabels:
I Ventilgummi über ein Kabelende schlußstelen des Lrchtkabels mir er-
ICebesrreifön (1 ieber großzüg ig als nem LöLkolben verzinnt, ist der Kor-
ziehen, Kabel abisolieren, Kabe|
geizig) am Rahmen fixreren, Vor Dy- verhakeln. -nc:an'nrnahar'* -rn.l .ler StfOmflUß
namo und Lampe erne t<leure >Reser gesichert
2 Kabel verdrillen. - und die Drähtchen bre-
velänge< bewah.en, Sie kann even- 3 Mit Ventilgummi isolieren. chon uraniaar cnhnoll
tuelle ZugbelasTurg vermeiden. u,r .
ler der eine slramm ver]eg1e Strippe
unter Umständen reißen würde, Keln
Problem mit den Kabeln haben
natürlich die Batterie-Aufstecl<1am-
pen. Hinsichtlich der Betriebssicher-
heit kein r-urwesentlicher Faktor
Stets Reserve-Birnchen rriitnehmen,
Den Ernstfall des Birnenwechselns
vorbeugend schon zu Hause auspro
bieren, derur vereinzelte Scheurwer-
fer und RJckhcnter zu öffi:ren, g_eicht
eine' Derksnnrr.rrrlc:hq. Und das sL
niehts fiir rntarl^ra^c
Übrigers - Halogenb rncher^ besit-
zen einen Bajonett-Verschluß, wer-
den also z lerst elwds eurgedrr-ich
dann verdreht rind herausgezoqen.
Vnrs'eh he'n:n- mnde;1gn SChein-
werfern oder Rücklichternl Das Licht-
kabel wrrd mit der G]ühbirne in die
Fassung geklemmt,
FällL das Velo-Lichr aus. oegurnr nicht
selten eine schier unendliche Suche
nach der Defektsrelle, Am schlaue
sltrr achi TÄr n^.1 .la. H.jrrlinkoir
der Defektursachen vor:
II
|. Birnchen Kontrolheren,
O Lichtkabel nach Bruchstellen
L. br* . I(urzschlußste ren ä.os L.L-

chen.
Anschlr-ßstelten auf Korrosion
?
Lr. hin untersuchen (mir Messer
blankschaben).
A Massekomal.l von Dynamo.
-T. Schemwerfer -rnd Rücldrcht
könnle unterbrochen sein (Belesti-
gungsschrauben auch vom Schulz-
blech nachziehen, da auch der Rah
men als stromleitender Teil benutzt
wird),

107
Nützliches und wichtiges Zubehör

Werleeugkasten für alle Arbeiten am Fahrrad und Rahmen. Kein Wunsch bleibt offen, aber ca. 3000,- DM weniger im Geldbeutel.
Nützliches und wichtiges Zubehör
Werkzeug nigen Modellen noch 23 x l-Ge- nit aufgerueteterr Führ urrgsblech
winde alf dem Abz.eher nörig. (verhindert Abrutschen).
Jederma.rn weiß auch das solideste i ) A-bzieher fur die hinteren Zahn- Bei guten Tretlager-Sets ist zudem
Fahrrad kommt auf die Dauer nicht kränze, Darauf achten, daß man ein Ende eines Hebels mit einem
ohne Warlung aus, Zweifelsohne sich nur solche zu1eg1, dre zur I Ser Maulschlüssel versehen.
benötigr man da,,u aber auch gur Zahr kra rzdemontFne keLnen Dieser paßt auf die Pedalachse
sofiiertes und funktionales Werk- Achsausbau voraussetzen, Es er- und ernöcrtrcl-l 'eie h-qg Lösen r.rld
zeug, Zum einen macht das Werkel:r leichterl ernmal das Alechaniker- fesrzrehen des Peda_s.
dann doppelt soviel Spaß und zum leben und spart Geld, Der Abzie- il Einen Stiftschlüssel tur die linke
ancieren gibt das Objekt des Schrau- her rst nämlich mit einer durch die Lagerschale.
bens und Rrchtens anschJießend op Hoh'achse gesteckter uno arge- il Ein sollder Satz Inbusschlüssel
tisch vielmehr her, als wenn es not- krallter Sparnachse vor dem Ab- darf auf keinen Fall fehlen. Paßge
dürftig mrt Hammer und l(ne.fzange rutschen zu sichern. Die Sicher- nau in Hakenform und aus Chrom-
traldied wrrrde, Obendrein amorli- heitsmaßnahmen vermeiden ver- Vanadium geferligt, kostet der
srert sich die Ausgabe für ordentli- bogere Hinterradachsen ünd aus- Satz krapp
-0 D\4 BilJigw.re
ches Werkze;g durch eine grenzen- gebrochene ICauen im ZaLvy schadet nrcht nur der Bel";ebsoe
lose Eursatzbereitschaft , kranzkörper. Jedoch darauf ach reitschaft des Rades, sondem
Andererseits lohnt sich die Anschaf- ten, daß der angeschaffte Abzie auch dem eigeren Arbertserfer
fung e nes Luxus Werkzeug-l(otlers her auch auf die vorhandenen derur du rchged reh-e I nrensechs-
von Campagnolo oder VÄR nur in Zahrkränze paßt. kanten (zum Beispiel bei Hülsen
den seltensten Fällen - sonst wird die O Ein Ketterurietdrücker im Wert von muttem) können meist nur noch
Soße nämlich teurer als der Braten. etwa I0 - bis 20,- DM. durch mühsames Ausbohren
Bei 3500.- DM kann man jedenfalls tine Spezialgarn tur fretlager >gelöst< werden
nichL mehr von etnem Pappersnel schlüssel tur 60,- bis 70,- DM, Sohr,,, y,
nr:L+icnn rnÄ nlr r-hr-,^ 1h+
", ujrvvsJsltt_
sprechen, Htnzu kommt, daß Fräs- Einen Haken-Schlüssel fur den lich teurer als konventionelle In-
u.nd Sch"reio uter < /c11dl für Arbeiten I(onterring, Das Gerät sollte meh- busschlüssel sind solche mit er-
ar Sieuersat.z uno Tretlager so wenig rere >Zacken< aufweisen. damit -o-1 f)''o.6'irf ir Kn-lu^rZieher
gebraucht werden, daß es sirurvoller ein einzelner nicht die Nut im I(on- Manier. Sie gewähren. finger- und
rst. sie nur in der Händler-We"kstalL crrina zarfitreh+ ndor a.r ^al1- ^'
\,ar DquJt ma Lerialschone rd, ernen größe-
in Anqnrt tch zr r nohman abreißt. ren Abstald zum Werkstück und
Folgende Gerätschaften sollten dem .l Einen Schlüssel für die rechte La- surd leichter zu handhaben,
Heimwerker ln seiner Werkstatt zur gerschale, Entweder ur Form ei , Erren Satz Rurg- bzw. Maulschlüs-
Verfüg,ung stehen: nes geschlossenen R_.rges oder sel. Ideal srrd >Kombis<, das
L-r Die unentbehrlichen Konusschlüs-
sel aus vergutetem Marerial, weil
sre sonst schon beim ersten ernst- Minimale Ausstattung an Werkzeug für den ambitionierten Sportradler.
haften I(onterwersuch ihre Paßge-
nauigkeit einbüßen, Für ein Pär-
chen mit den Weiten l3 und
I4 mm liegl der Preis bei 15,- bis
20,- DM Schnurren die Shimano
w
Naben im Velo, noch enen 1Ser-
Schlüssel kaufen.
-,r Der Abzreher für die Tretkurbeln.
Auch er sollre ein QuaLiätspro-
duh mit paßgerauem Cewurde ä
sein. Denn die Kurbeh sitzen in
der Regel recht stramm auf der
Tretlagerachse, Bei schlechter
Qualität des Abziehers reißen die
Gewindegänge aus der I(urbel,
Dann wird es noch kostspieliger.
Normalerweise paßt ein Abzieher
mit Gewinde der Abmessung
22 x L Für Stronglight surd bei er-

109
Der Wettkämpfer muß sich auf sein
Material verlassen können. Kenntnis der
Zusammenhänge, gute Wartung und
PlTegre semes Sportgerätes sind Voraus-
setzung dazu. Dann stellt sich auch der
Ertolo ein.
Nützliches und wichtiges Zubehör

rt
b
r-.

\ Gw
wq
'

F
Nützliches und wichtiges Zubehör
heißt. an einem Ende beringt, am O Einen Zentrierständer ftir Fein-
aaderen mit >offenem Mar-:-l<. arbeiten. Wer sauber rundlau-
Sechskant- Schraubenköpfe be- fende Laufräder zu ieder ZeiIfur
handelt man schonender mit dem notwendig häilt, kommt nicht
Ring, reicht damit jedoch in keine daran vorbei.
Whkel und Ecken hinein. Hierflir O Bastelprofis werden auch elnen
ist der Mau-l-Kollege zustilndig. Montageständer nicht mehr mis-
Bei den teilweise recht kurzen sen wollen (1 10,- bis 150,- DM),
Schraubenköpfen karm ein nor- wer:n sle den Vorteil der
maler Ringschlüssel ohrre weite- optimalen Arbeitshöhe einmal
res tiberratschen, weil die Fase kennengelernt haben,
/riia aarinrrEiaino
rv- Rnl- '
Einige Modelle lassen sich bei
--'Irage am
>Eingang< des Ringes) zu giroß Nrchtgebrauch zusammenklap-
ist, Sie dient dazu, den ScNüssel pen, EinzeL:re können gar mit
wie eine Art Trichter leichler auf einer Ablagefläche frtrs Werkzeug
die Schraube zu leiten, Für der- aufwarten. Wer indes mrr spora-
maßen flache Schraubenköpfe ist dicnh rrnal ohor nozrnnrndanar-
es ratsam. einen Rinqschlüssel fla- maßen zur Nietzange grerfl, dem
cher zrsch.leifen, bis die Fase ist auch mit einer simpleren Stän-
verschwunden ist, Auf diese Wei- der-Version gedient. Das Tretla-
se werden die Schraubenköpfe ger wird a-bgestützt, Kostenpunkt:
vom ersten Millimeter arr gepackt. krapp 30,- DM
C Ein Satz verschiedener Zxrgen. Nun ist die Werkzeugausstattung
Eln guter und ausreichend großer eigentlich schon komplett, Wenri
Seitenschneider. Mit ihm lassen man jetzt noch diverse Kleinteile wie
sich Innenzüge mit >erlem Speichen, Reifenkitt, Schraubnippel,
Schnapp< glatt durchtrennen, Leinöl, Zweikomponentenkleber,
ohne daß ein Drahtbesen entsteht. Schraubenzieher, Hammer usw. auf
Eine Kombizange zum universa- den Werkstatt-Regalen deponiert
len Einsatz, und nattirlich das urrverzichtbare
Eine Spitzzange, wenn's einmal Fettöpfchen in Reichwerte aufstellt,
>lcribbelig< wird und die Finger eventuell auch noch dle Sprühwachs-
zu dick sind. dose gdfflcereit häIt - sind der Bastel-
Eine Feststellzange. Mit ihrer Hilfe leidenschaft keine Grenzen mehr
ist man in der Lage, Druckl<äfte geselzr.
von einer Vierteltonne auszuüben.
Da entvrrischt so leicht nichts mehr.

IT2
Defekte-ABC
Fehler Ursache Wirkung mr

Achsen - siehe ,,Lager"

Aluminium korrodiert Straßensalz, Wasser, Gebrauchsdauer Lochfraß, Materialschwächung


oder Schweiß

Ausfallende verbogen SturzlRad umgefallen Schaltunqsprobleme, Laulrad schleifi

Bremse zieht etlseitig Bremsbolzen verbogen /Schmlerstoff- nach-las s ende Bremswtrkung/


mangeVfestkorrodierter BremsschenkeV Bremse schlerff errseitig an Felge
Bremsfeder gebrochen

Bremse ldemmt, schwergänglg Bowdenzug gekdckt - trocken/ nachlassende Bremswirlong/Bremse


Tnnonzln :rrfaorihhalt schleift/Vorsicht - Bremszug karur aushaken

Bremse 1äißt sich rucht mehr nachstellen Feine:nstellschraube festkorrodiert/ nachlassende Bremswirkung ' *l
hoher Bremsgummiverschleiß durch
,,au-fgerauhte ' oder verschmutzte Felge

Bremsschuhe verschlissen Abnutzr:ng/rauhe Feige bei Regen ,,rutschen" die Bremsen/


Bremsschuhe sch-ieifen an Reifen

Bremszug festgefuoren Winter, Wasser, Frost Bremse läißt sich nicht betätiqe1 *

Bremsgriff verbogen Strxz,Rad umgefallen Bremse öffiret rucht - schleifl

Bremsbandagenschraube gelockert verhjJzter Bremsbetätigiungsweg :


Bremsgriff verrutscht '
Bowdenzug geloickt Rad au-f Bremszüge gestellt Bremse öftret nicht mehr/
Wirkung läßt nach

Chrom ist matt mangeJ.nde Pflege unschönes Aussehen

Chrom zeigt Roststellen mangreJ:rde Pflege, mangehde Unter- unschönes Aussehen


kupferung (Jnternickelung)

Felge schläg1 gelockerte Sperche/Ber-:1e .in Felge zittricr-schwammiqes Fahrverhalten

Flaschenhalter verbogen Sturz/Rad umgefallen Trinldasche schaukelt, sitzt locker

Flasche leckt undichter Verschluß/unebene Straße Unterrohr und Tretlager verschmieren

Freilaufhak Wasser/Schmutz eingedn ngen / ,,starrer Gang"


aahmiarctnffrn:nnol
vvr!r4vr v!vJ.qrr4rYvr

Freilauftritt durch Gewinde durchgedreht/ kerr Vortrieb


Sperrklirken abgebrochen

Flattem des Rahmens Unrrr,rrcht rm Vorderrad,/ Vorderrad gerät in Schwing:ung


biegeweicher Vorbau
Defekte-ABC
Maßnahrne unterwegs Maßnahme zu Hause/Iländler Vorbeugung

gut mit Wasser spülen, troclg]en lassen, A-lumrrium stets einwachsen, auch wenn
e:rrwachsen es eloxiert ist

.e:ff provrsorisches Richten mit ,,2-Hinterrad- Ausfal-lende mit Lehre richten


Vethode" (S 29f.).
l,e:hwerkzeugg. B, von Tarkstelle - sonst
Bremse auf - und vorsichtiq weiterfahren

Bremsen-Exzenter öfLren, Bremse Bremse zerlegen, säubern, fetten,


ausrichten, Tropföl auf Bremsschenkel zusammenbauen, evtl. Feder aus- j fi rliche Generaiilberholung
tauschen

-e Bowdenzug ölen hlen- bzw. Außenzug wechsele, monatllche Kontrolle


-'..haken zumindest säubem und fetten

Imenzug ldrzer festldemmen Neue Brems gummis errlcauen /Fe:n- l4tägige Kontrolle des Verstellweges ftir
einstellschraube fetten /Ö1en/Feineinstell- Feineinstellschraube
schraube ganz eindrehen /krrenzug
l<ürzer festklemmen /Felgen überprirfen

Bremse nachstellen - Bremsschuhe austauschen/ausrichten monatliche Kontrojie


lefensiv weiterfahren

-angsam weiterrollen Glykol oder Glysantine zwischen kr::en- Prozedur im Winter wiederholen
zug und Außenzug

zorsichtig geradebie gen Ausbau dann richten, fetten, evti. Austausch

3remse nachstellen Bandagenschraube nachziehen Schraube auf hbus urrmisten, Schlr.issel miffi}re
lefensiv fahren Austausch; wenn Bowdenzug noch lang Rad zru Montage auf Gabel und Brems-
genug, bis Kdckstelle kürzen hebel stellen, Hinterbau anlehnen

mit Chrompolihtr au-fooLieren und mrt öfter wachsen, seltener polieren


Wachs schützen

mit ChrompoJih..:r aubolieren und mit öfter wachsen, seltener poüeren


Wachs schützen - oder nachpoJieren,
enfetten und mit Klarlack versiegel::

E :rit Sctrltissel nachzentrieren; feinzentrleren, evtl. Felgen-/Speichen- Nippel mit Leinöl/Kitymit Schraubenkleber
evtl Bremse öftren austausch gegenlösen sichem
:lasche austrinken - Ha.lter geradebiegen stabilen Ha-lter aus Sta}l oder Alu
,evtl, zumRahmenhin) geschweißt montieren

@ nasche haib austrinken dichte Flasche erstehen/die undichte zu zu Hause auf Dichtigkeit pnifen
dichten versuchen (Gummi-/KorkdichtLmg)

:iändig mittreten Austausch oder Säubem und Fetten jährliche FetpackLng

neue Klinken einsetzen4rlabe ersetzen beim Einbau auf Gewindedimersion achten

(örpergewicht nach vorn und unten, Vorderrad feinzentrieren, ggf. auswuch- dickwandrgerer Rahmen
Shie ans Oberrohr, Ellbogen an Körper, ten/Steuersatz spielfrei einstellen/
;orderen Schnellsparurer strammer Nabenspiel beseitigen/evtl, Rahmen mit
ziehen dickwandigeren Rohren fahren

t15
Defekte-ABC
Fehler Ursache Wirkung m

Gabel wackelt Steuersatz zu lose hafie, hörbare Schiäge beim Durchfal-:=,


von Schlaglöchem rmd betm Bremsel:

vdlEr vsruuvcrr
^^L^t,-^-L^^^-
Sturz/frontales Fahren qegen Widerstand Vorderad läufl se-tlich verseLzt,
Reifen sch-leift an GabelRahmen

Gabelschaft korrodiert mangehde Pflege Materialschwächung - Vorsichtl


Lat+a enrird äl'\ Schaltunqsfeder zu lasch/seitliches kein Vortrieb
Sch.lh gem bergab/Ausfallende verbogen/
T.trt läoe. lose,/T(e']e mit versetzten
Laschen (Umwerfer falsch e;ngestellt)

LöttÄ ahrind iihal Kette gel:in$/steifes Ketten glied/Schal- ber Druck rutscht Kette durch
tnng hat zu werug Umschlingutgswirkel

Knacken beim Treten zwei aneinanderreibende Teile, Rahmen psychische Beiastung


rohre wirken als Resonanzkörper

v--+-^v Unachtsamkeit mit spitzen Gegenständen/ io n:nh Tiofa Rnctnef:hr


Sturz o.ä

Luftpumpenstiel gebroched rohe G ewalt/Materialernüdulg Pumpe funktioniert nicht


onhiof noddi n].r

Lagerung beweglicher Tei.e quietscht Schmierstoffi'nalgel Lager läuft trocken - schneller Verschletl
TrTrhor Tratlenar Pad:la

T L.+ uyrsr
^^^-..-^urg lror
!d9s1 C^i^l Konen gelockefi/Verschleiß, Rad faihrt sich schwammrg, Kette ratscht
Naben, Tretlager, Pedale L:norcnhrlon nalnnlzort am Umwerfer, Pedal wackelt

Lenker wackelt, rutscht durch Vorbauklemme iose/Vorbauauge zu groß Lenker schaukelt im Wiegetritt, rutscht
nach oben oder unten durch

Lenkurq rastet em eingedrückte Kugel Lauflcahnen im Lenkung etwas schwergängig


Steuersatz

Lenkerband rutscht Band klebt nicht mehr, verschiebt sich unangenehmes Greifgefuh-1,{\eignrng zu
durch Httze Druckstellen an Hainden erhöht

Lackschaden Sturz/Sterrschlag,rRad fiel um Rostgefahr

Pedal wackelt Verschleiß/Kontemnq selockerl treten, vor a1lem Wiegetritt behindefi

Pedalhaken gebrochen Haken schleift bei umgekehrtem Pedal auf Po.lal se l'läm heim Z'ehen" um
dem Boden, Fahren mit Tumschuhen

DaÄ rl rnhca nohrnnhan Sturz/in der Kurve mit Pedal den Boden Sturzgefahr
berührt

Reifendefekt eingedmngener Fremdkörper,Durch- ke:ne Luft, kern Fahrkomfort


schlag/Schlauchreifen verrutscht lzair Rnllon" mahr
Mallnahme untenivegs Maßnahrne zu Hause/Iländler Vorbeugung
:hren el'tl, von Hand (bei gelöster Konterung) Steuersatz neu lmd fest konrern 14täg-ige Kontrolle
ll tachstellen/vorsichtiq nach Hause fahren

3abel vorziehen, Füße stützen sich am Ersatzgabel e:nbauen/


Tretlager ab (S, 30) Gabel vom Rahmenbauer richten lassen

entrosten, einfetten /wachsert .1


ährliche Wartungskontrolle
Kette auflegen, Ritzel rr Ketten-hnie Schaltungsfeder nachspannen /Schattungs- monatliche Kontrolle
:ahren, Kette stets auf Spannung halten - austausch./Ausfallende richten/-
:rch bergab keinen Tritt auslassen KettenwechseVTretlager neu einstellen
bremsen und treten)

;rößere Ritzel fahren, verklemmtes Ketten- und evtl. R.ttzeltausclr monatliche Kontrolle
-(ettengrlied durch seitliches Biegen lösen

trberprüfen: Klemmung von Vorbau , Len.


ker-, Satlel, Satlelgestell; Stlitze, Pedale,
Tretlager Merkant ausgeleiert, Kurbel-
schraube, Lagerschale), Kette, Ritzel,
Steuersatz, Rahmen auf Risse urtersuchen

leichte Kratzer u.U. wegpo[eren, sonst regelmäßige Kontrolle


mit Tupflack ausbessem

neue Pumpe kaufen bei Pumpenkauf auf g,eschlossenes Stiel-


Rohr achten/durchbohrte Ventikappe als
Adapter fur Nolpalfumpe mitfijhren

Lager ausbauen. säubem, feten, jäihrliche Fettkur


neu einstellen, el'11, Austausch

E:: -=gsam weiterfahren, Ritzel in Kettenlinie Lagerspiel neu einstellen, festkontern Lagerschale festkleben
i:en
E ::rsichtig und ohne Krafteinwirkung auf Klemmschraube nachziehen monatliche Kontrolle, Vorbau und Lenker
::r Lenker weiterfahren (vorher fetten) vom gleichen Hersteller beziehen

::tändiges Fahren vermeiden Steuersatz austauschen monatliche Kontrolle

t:
neues Lenkerband aufvrjckel:e. auf jede monatliche Kontrolle
zweite Lage (Schiag) eur Tröpfchen
Sah rndonlzlol^'ar nahan

Stelle säubern, wachsen - oder entfetten


und mit Tupflack versieqelr

::sichtig im Sltzen treten Pedal fetten und kontem gedichtetes PedaVl 4tägige Kontrolle

Peda.lhaken auswechseh monatliche Kontrolle

:-: strammgezo grenem Riemen Pedal auswechseln


';:-:erradeh
i;servesch]auch aufziehen /flicken Reifen gut aufkleben nur gut abgelagerte bzw. Slcherheits-
Reifen benutzen

I17
Defekte-ABC
fehler Ursache wirkung H
Rahmen qebrochen-/verboqen Sturz, Unfall Laufräder sch-leifen, Rad zieht einseitig.
4
' r;' r - '

schwammiges Fahwerhalten ]:tr::


il:]: : -ri'-J

Rost mangehde Pflege optischer Wert des Rades shkt,


T\/T:+ari elcnhursnhr rna

Schleicher poröser Schlauch, kleiner,,Eindringling" Luft ]äßt allmählich nach ..,i :::
(Loch) J] : :

Schaltung in den Speichen Hinterrad mit zu schmalem Ritzelpaket, Schaltungsauge verbogen/Schaltung :t:
ohne die Anschlagschraube nachzustel- gebrochen/el'rl. Speichen gerissen/
len/Änschlagschraube hat sich gelockert Reifen durchgebremst

Schaltzug gerissen, aus Befestign-.urg Korrosion, Befestigungsschraube locker Schaltung,{Jmwerfer streil<t


ll 1.1.,
gerutscht

Sattel-Druckstelle zu werug Druck auf dem Pedal Wundstellen


(nachlassende Kräfte), Sattel zu hafr

Sattelgestell gebrochen Materialermüdung Sanel schauke.lt


_:-
Sattelstütze rutscht rns Rohr I{emmschraube nicht fesV schwindende Sattelhöhe
Stützendurchmesser zu ldein

Speichenbruch Materialermüdung Laufrad schlägt

Speichenloch reißt aus zu leichte Felge/zu hoher Speichenzug, unrunder Radlauf


weil Felgenverwindung mit Speichen
gewa-ltsam herausgezoqen wurde

Schaltung rattert Schraube zur Feineinstellung gelockert/ Kette verstellt sich


q^h:l+?rr^
^aländ
:i: :
Schnellspamer qerissen zu stramm angezogen LauftadlosemAuslällende _:-.
Schraube verloren Selbstlösung der Schraube wackeln, schlackern

Umwerfer ratschl Sprel rr TretlagenrngÄJmwerfer falsch Kette ratscht am Umwerfer : - :: '


justrert/Schlag in Kettenblättern/Schalt- :-.
hohal zrr lai.ht^ännid

Vorbau klemmt ,,Trockener Ehbau" ohne Fett oder Probleme bei Verstellung
Wachs

Vorbau wackelt Vorbauschaft zu dim:r (von der fatrrverunsichemdes Schwarken des I ::-
22, 2-mm-Norm weichen französ, r.rnd Lenkers berm Wiegetritr
bilhge Vorbauten ab), I{emmschraube
ninht foctaoznnar

Wa-lzendynamo rutschl Federsparurung des Dynamos zu gerrng, rrronin nrlar lzair T.inhr
n rtcnhiaar Paifan

Zahnrad gebrochen Materialfehler/brutal und faisch geschaltet Ka+ro <nrinm


Defekte-ABC
Maßnahme üntenvegs Maßnahrne zu Hause/Händler Vorbeugung

rg, ;orsichtig weiterfahren (wenn möglich)/ Richten/ggf. neues Rohr vom


Schienen" der Bruchstelle mit Dachlatte Rahmenbauer/neuer Rahmen
-:rtd Lenkerband

Rad waschen, poheren und da:rn re gelmäßige Wachspfl e ge


gut wachsen

-ut ernpumpen, Reifen wechseln -


F^et-n^-c1^n" airicat.a-

ggf, Speichen, Reifen ersetzen/ Schalnmgsauge richten/Schaltung Nur Hinterräder mit gleicher Ritzelbreite
rei defektem Schaltwerk Ketle fir 42116 austauschen/Speichen überprüfen / fahren /Anschlagschraube I 4tägig
-<,rrzen ggf,wechseh kontrolLieren

Schaitung per EinsteLlschraube bzw. neuen Zug einsetzen, fester aazieheir Rad auf Inbus umrüsten,
S:öckchen auf I 7/l Ber-Ritzel flxieren. Schlüssel mitfütren
::rt Blättern vom schalten

::ehr Wiegetritte einlegen, öfter ,,lüften" auskurieren, neuer (besserer) Sattel allmähliche Gewöhmrng arr längere
Strecken

Jruchstelle unter StLitzen-ldemmung Sattel auswechsel::t Vorsicht bei Körpergewrcht über 70/75 kg
:-hiahor m,t factziahor
mit Alugestellen, ggrf, j:ihrl, wechseln

iemmschraube nachziehen4cei Fahrbahn Klemmschrauben ausbauen, fetten, vor dem Kauf den Schaft und das Sattel-
':rebenhelten aus dem Sattel gehen, damit's festziehen, Snitze mit richtigem rohr exakt ausmessen
.--cht noch schneller nach unten qeht Tl, rrnhmaccor hacnraar

l:emsexzenter öftren oder Ersatzspeiche Speiche(n) wechseb. ggf, auch Felge jährlicher Speichenaustausch
=:rziehen
:ei mitgefirhfrem Nippelsparner die Felge austauschen bei Felgen Verzug (Lrngleiche Sperchen-
- riclen oencniilrarlianandan Rnainhor spamung) die Felge wechseJ:e
.-:kem und nach Hause ,,hoppeln'

::ha]tLrebel auf den ersten ,,lCick" stellen, ReguJrerschraube so erlstellen, daß Ketten- l4tägge Kontrolle
::Cchen genau unter dem zweiten Ritzel steht

;anz vorslchtig weiter ,,rollen"/ Äustausch


-holen lassen
r,'enn mö glich, weiterradeh neue Schraube mit Wachs oder monatliche Kontrolle
Schraubensicherungskleber einsetzen

-'nlaro 1l: nna /Taöftahl ini^\ {-L-^-srtr


rdr Tretlager neu errstellen,
u\crrsl!!!E./ 14täg-ige Kontrolle
j':ha.lthebel fester stellen Lagerschale festkleben

mit Kriechöl einsprühen (Spalt), Vorbau nur gefettet bzw. gewachst ein-
gSI mrt Gewalt herauszrehen. reulgen, setzen
fetten, wachsen

renn Inbusschlüssel mitgefiihrl, neuer Vorbau,{iemmschraube fetten bel Kauf und Einbau Vorbaudurchmesser
,-:rbau tiefer setzen und gut anziehen rrrd m,i erziahar exakt ausmessen

,:rgsamer fahren, damit Dynamo ,,packt" Dynamo dichter an Reifen, Federkafi Notgummi mitführen
mtt Einweck-Gummi zwischen
Dynamo und Ausfaller erhöhen

::fektes Zainrad nicht ,,belegen' Austausch l4täEge Kontrolle

119
Register
F-a<ictallryrnao I I I
j,..1;....
.*..;.:tt-tat:- ii#t':i=iliii.i. Fett 95, 1 13
Flattern I2,20,26
Äbdrückschraube 59 Carbon 56 Fl:ftonrnrcnraa 2O
Ablagern BB Carbon-Rahmen 22, 23, 3I Fllcken 86
AbziehenB0,109 Chrom 26, 28 Flite-Sattel 35
Achse 44 Composltwheels 43 Freilauf 82
Achtfach-Kranz 79 FroilarrflzÄmer RO Rl
Adapter 64 Freilaufl<ränze 8l
Aero-Felqen 48
Alunippel 55
Alu-Rahmen 3l
Anzoinanfaldor I O2 Drahtreifen 83, 86, 87, BB 16x;-;i1,19;ii;
Aufschraubkörper 82 T)rrhtroifanfalao 47
Aufschraubkränze B0 Drehpudct 91 Gabel 13, 66
Ausfallende 29, 46 T}rrnhcnhläaa QR Gabeldurchbiegr-rng i 3
Ausfallenden, horizonta] 7 5 Dlmamo 104, 105, 107 Gabelkonus 67
Ausfallende, senlcrechtes 77 Decke 85, 86 Gabelkopf 95
Außenlaschen 69 Diamant-Rahmen 15, 16 f-]el-rallznimmrrnn 1?
Außenzug 97, 98, 99 Dichtring, mltlaufend 58 Gabelschaft 37
Dichtungen 45 Gabelschaftgewjnde 68
Doppel-Dickend-Speichen 49 Gabelschaftrohr 14, 27, 29, 37, 68
Gabelscheiden 28
(.lehahrarl-riamrna I ?.
(.lrhahrarzrrn 2O
Barometerdose 102 (loaanmrrftar 4A /-C 7A
Batterieleuchten 104 Geradeausfahrt 13
Befestigungsmutter 9 ], 95 Edelstahlspelchen 51 Geradeauslauf. 12, 14, 26
Railancnhoil-\an 7Q Finanframronq 1Q 2O Geschwindigkelt 102
Belastung, horizontale I B Eigenschwingr.mg 20 Glasfasem 56
Belastung, vertikale l5 Fincnainlron R I Grifflcand 41
Rolorrnhtrrnn I O4 Elastizitätsmodln 22, 48 (-]ornrindaleaar A7
Biegelaäfte 18 Eiastizität, vertikale l5 Gummilösr-urg 86, 87, BB
Bolzen 95 Fnr{lzennon OQ

Bowdenzug 40, 9l 92 96, 97 Ersatzreifen 84


Bremsarme 94
Bremsbolzen 93, 94
Bremsen 38, 91, 92, 93, 95
Bremsen, kugelgelagerte 95 Haken 6l
Rrameaalanlz OA
Hakenschlüssel 58,59, 60, 109
Bremsmiff 3R 4n 4l AO 98 Fahreigenschaften 13, 14 Lhlnaanl-rimnhan lfl7
Rrcmsmrmmi ql q2 q3 96 Fahrkomfort I5,24,26 Halogen-Lampen 105
Rramchahal 4n 02 OA Fahnrorhalton l2 l4 Hammer 109
Rramcinnanziina ?Q Fahrzeit 102 Hartlötung 25
Bremsmaß 9l Fahrrad-Computer 102, I04 Hinterachse 76
P.ramccnhanrzör or or o3, 94 Feder 95 Hinterbau I2, 14, I5,26,29
Bremsschuh 50 Federungskomfort 14 Hinterrad 29, 82
Rramcciaa OA Feineinstellschraube 92, 93 Hinterradeinspeichen 5 I
Rramcrrrirlarnn Ol OA Felgen 27,46,47,48, 49, 50, 51, 83, Hinterrad-Frellauflsanz 44
Bremszüge 39 84, 85, 86, 88, 92 Höhenmesser 102
Bremszug-verlegung 98 Felgenband 85 Höhenschlag 51, 52, 53
P,nrnhÄahn"-^ ?? Felgenbett 49 Horizontal-Ausfallende 7 B
Folcanl'rrom<o Ql Homfelgen 83
Felgenloch 5l Homlenker 40
Felgenstoß 83, 86 Hiilse 58

t20
Register
Iturbelauge 59, 64 NTenhcnrnnon 4A
Kurbelschraube 59 Nadellager 68
Nahtschutzband 88
Inbusschlüssel IOO f \ qDgtfDLllcluu tJ 1

Induslrie-l(ugellager 45, 46
Innenhu-lse 60 tffi'1fr;"1!i{iffi., Nietzange
Nippel49 51,52
111
55
lmenLaschen 69 NTinnolcnrrrar R?
lnnenschläuche 87 Oberrohr 24,26
Lack26,28
lrurenzug 96, 97, 98 99
Lackpflege 26
Lagerfett 45
T,eaaraah5rrco Al-l
P.
K T.:aorL-renon AO : :.: " :.:.:.;;r:r
Lagerschale 44, 58, 59 60 64 I I I
T,aaanrronheal 44 Pa:rnenschutz BZ
Karkasse 83, 87 Pannensicherheit 88
Lampe 107
I(assettennabe 46, B0 Pannancnrrrr QO
Laufrad 15,77,83 85,92
I(ernledersattel 34, 35 Pedal 57, 60 61, 64 109
Ledersattel 34
I(ette 28,68 69,70 71,74,76,77, Pedalachse l09
Lenker 27,38 39, 41 98
7B Pedaldichtung 61
T,anlrar T\Taim rnn Äoc IO
I(ettenblatt 78 Pedalgewinde 64
Lenkerband 40, 4l
T(ottonl-rlä+tar le AO 7l Pedalriemen 50
Lenkerhöhe I I
I(ettenblatt-l(ombination 7 9 T,onLorlulammr rnn Oa Pedalstrahler 104
I(ettenfett 70 Pendelprobe 45
Lenldager 67
I(ettennietdrücker I09 Pflege 34
Lenkermitte 98
I{attonnfloaa AO
Platten-/Adapter 65
T,ankorqtnnfor 2R 4l
I(ettenschlüssel 80, B I Pneus 85, 88
Lenkervorbauten 14
Kettenstreben lB Position 37
Lenkung 66, 82
I(ettenwechsel 7l Preapex 56
Licht 104
I(evlar 56 Protektor 88
Lichtkabel 107
Kitt 83 84 85 Protektor-Streifen B7
Libero-Abzieher 5l
Kittbett 84 Pulsmesser 102
Luftdruck 20 85, 86 87, 88
ICebeband 83
Luftpumpe 50
I{eben 25
Lutwiderstand 55
ICemmschraube 93
ICick-Schalthebel 74 R
I(ombi-Zange 1l I
I(omnnnontan ?4 Radrahmen 15
Konus 44, 46 61, 64 78 Raddurchmesser 104
Konuslager 61 Radstand 14, 26
I(onus-Sch.lüssel 61 , 109 Maulschlüssel I09 Radumfang 104
I(ontermutter 61, 95 Massekontakt I07 Rahmenbauer 3l
Kontem 68 ]\4aßkarte I I Rahmenflattern 18, 19
Konterring 58, 60 81, 82 Maßschablone I l R:hmonaonmairio I?
I(onterung 67 V'ttol''rahrpmso O Q2 g{
Rahmenviereck 15
I(onterzug 95 \,4ontierhebel 86 Rasterschaltung 76
Knrnmonzlznrrncinn A4 Muffen I5, 25, 28 30 Reifen 47, 82 84 85, 86 88,89
I(orrosion 27, 107 Reifenaufziehen BS
Krattzttna Qfenha tr I
Reifenkitt 111
I(ugellager 46 Reifenparne 82
I(ugelrr 44, 45, 60, 64, 67 Roifonnletzar Q2
I(ugeking 59 60, 67 Reifenprofil 89
I(ulststoffsattel 35 Nabe 44, 46, 50 51, 60 Reifenwechsel 86
I(urbel 57 NTahanrlinhtr rna 44 Rennbügel 39, 40
Kurbelabzieher 58 Nabenflanschen 54 Resonanz l9
I(urbelarm 6l Nachlauf 13, 26 Riemen 6l

t2I
Register
I Spelchens(raftbn 1O4 Trel/agrer6rehäz,se 2,t 59 6O
Ringschlüssel I I
Ritzel 69, 7 I, 74, 75, 76, 77, 78' 79, Speichenverkleidung 55 Tretlagerhöhe 11
80, B1
Qnoinhonzahl 47 55 Tretlagerpatrone 60
Ritzel:riete B0 Sperrklinken 82 TretlagerscNüssel l09
Röhre, endverstärkt 24 Spitzzange 111 Triathlon-Lenker 40
Rohr, queroval 16
Q-raizl-nnrrc i7 AR Trispokes 43
Rohre, querovalgedrückt 26 Sprühwachs 26, 27, 60, 70, 1 11 Türrahmenmethode I l
Rohrdurchmesser 26
Rohrformen, besondere 24
Rohrwandstärke 22
Pnllandrmemn I O5

Rollreibung 82 ulEf,DVLaulv I u' vv


Rost 26, 27, 54 Schaitgabel 74
Umwerfen 69,74,77,78
Rücklicht 106 Schalthebel 40, 74
Umwerfergabel 74
Rüclaeflektor IOO Schalthil-fe 69
Unterrohr 19,24,26
Schalträdchen 75
Q^h rl*rnrnana AQ
vv
Unterstreben 1B
vvrrlll v vr YsrY
Unwucht 19,20
Schaltzüge 77
Schaltnng 69,74,77,78
Schaltungsauge 30, 76, 78
Sattel 34, 37 Schaltr-rngsrädchen 74, 78
(rftolao<tall ?A Schaltungsröllchen 78
Sattelhöhe 9, 11 Schaltschwinge 75, 76, 78 Vorbau 10,27,37,38
Q^l-r:lfrrnaczrra 74
Sattelkerze 36, 37 uvrrqrl(xrYv4qY r v
Vorbauschaft 37, 38 68
Sattellinie 11 Scheibenräder 48, 55 Vorbauten 26
Sattelmuffe 37 Scheinwerfer 105 Vorderbau 26
Sattelneiglmg 9, 10, 36 Schlag 50 Vorbaumitte 98
Sattelposition l0 Schlauch 86 Vorbiegr.rng 14
Sattelrohr 15, 29, 36 Schlauchreifen 83, 87, 88 Vorderrad 66, 82
qr+talcniiTaq ln ll Schlauchreifenfelge 4 7
vurLvl!yrr!v Vorderradeinspeichen 5 3
Sattelstellung 9, 10 Schrägkeil 68 Ventil 84, 85, 86, 89
Sattelstreben 18, 26 Schrägkonus 37 Ventileinsatze 89
Sattelstütze 26, 36, 37 Schraubnippei 111
Ventilloch 51, 52
Qai+ancnhlea
verlvrrpvrsvY v I-
Ä Schraubschalen 27
Seitenschaeider 1l1
Seitenstabilität 54
Qai+anc+aifialzait
Lvr4v!!
vvrLvrru I R 26

Seitenzugbremse 92 Wandstärke 21,22


Senlcrechtausfallende 7 B Wartung 34
Sieherheitsneclale
vrvrrvrrrvr!pyv 6i. 64 Standardejnstellung 9
Wechsellcräinze B0
Qtrrrhlzanna 44 4^ 61
Siebenfach-Kr?xve 79 Werkzeug 109
Qitrnncitinn Q Steuerkopf 29
Werkzeug-Koffer I09
Silzrohr 14,26,29 Steuerrohr 13, 14, 15, 24, 25, 26' 27 I^Iiadaifirfa lR lq
vvrvYvqrrlv 4v, -'

Sitzrohrwirkel l4 Steuerrohrneigr:ng, 13, 14, 26


WG-Schweißen 52
Slicks 89 Steuersatz 20,27,60,66, 67, 68, 109
Sonnenräder 55 Steuerwinkel 13, I4
Rnennenhqo 2q 1 09 StiftscNüssel 58, 59, 60, 82
Speiche 21,46,48,49, 52, 53,
54, 80
Qnainhanhnaan 53 54 Zähne 69
vyervrlvrryvY
Qnainhanhrrrnh
vPvrvrrvr],4 $v 47 F2 ZahrkrNtz46 54 75 109
Qnainhardafaktc 47 ZahnlcanzkörPer 109
Qnainlranflencnho 64 Tretkurbeln lO9 Zentrieren 50
Qnainhanlnnh 4A 49
vyvrvrrvr4vvrr rv, -'
Tretlager IB, 26, 27, 57, 58, 74' 109 Zentrierstäinder 52
rfrotlrnarenhca 57 5R Zerreißfestigkeit 22
Speichennippel 50, 54 r r vLrqYvr qv.rp

r22
Die Asthetik und die technische Perfektion einer
Rennmaschine ist faszinierend und begeistert alle
engagierten Radsportler. Doch optimaler Fahrge-
nuß ist nur durch die richtige Pflege und Wartung
zu erreichen. Umfassende Anleitungen dazu bietet
lhnen dieses Praxisbuch. Die Pflege- und Reparatur-
anweisungen sind mit vielen. Abbildungen leicht

nachvollziehbar dargestellt. Detaillierte Informatio-


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tsB N 3-405-r4988-6