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EDBEMV82EV
!PZk
Ä!PZkä L
EMV-gerechte Verdrahtung

Global Drive
Frequenzumrichter
Reihe 8200 vector
0.25 kW ... 11 kW
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Diese Dokumentation ist gültig für Antriebsregler 8200 vector ab dem Gerätestand

c d e
55 Aerzen
E82xV xxx K x C xxx 3x 3x Hans-Lenze-Str. 1

Inverter 8200 vector


D-31855 Aerzen

‚ƒ ‚ƒ
Id.-No:
Prod.-No:
Version:
Ser.-No:
Version:
Input:
Ser.-No:
Typ 1D74

Industrial Control
Output:

E = Einbaugerät

Equipment
D = Durchstoßtechnik
For detailed information refer to the manual
EDK82EV222

Made in Germany

C = Cold Plate Type: _


Leistung
(z. B. 152 = 15 × 102 W = 1.5 kW)
(z. B. 113 = 11 × 103 W = 11 kW)

Spannungsklasse
2 = 230 V
4 = 400 V/500 V

Ausführung, Variante
0xx = EMV-Filter integriert
2xx = ohne EMV-Filter
x0x = ohne Funktion ”Sicherer Halt”
x4x = mit Funktion ”Sicherer Halt” (3 ... 11 kW)
xx0 = nicht verlackt
xx1 = verlackt

Hardwarestand

Softwarestand

© 2004 Lenze Drive Systems GmbH


Ohne besondere schriftliche Genehmigung von Lenze Drive Systems GmbH darf kein Teil dieser Dokumentation vervielfältigt oder Dritten zugänglich gemacht
werden.
Wir haben alle Angaben in dieser Dokumentation mit größter Sorgfalt zusammengestellt und auf Übereinstimmung mit der beschriebenen Hard- und Software
geprüft. Trotzdem können wir Abweichungen nicht ganz ausschließen. Wir übernehmen keine juristische Verantwortung oder Haftung für Schäden, die da-
durch eventuell entstehen. Notwendige Korrekturen werden wir in die nachfolgenden Auflagen einarbeiten.

Stand 4.0 01/2004


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Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
1.1 Über diese Anleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
1.2 Verwendete Begriffe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4

2 Sicherheitshinweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
2.1 Allgemeine Sicherheits- und Anwendungshinweise für Lenze-Antriebsregler . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
2.2 Restgefahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
2.3 Gestaltung der Sicherheitshinweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9

3 EMV-gerechte Verdrahtung (Aufbau des CE-typischen Antriebssystems) . . . . . . . . . . 10


3.1 Grundregeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
3.1.1 Aufbau im Schaltschrank . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
3.1.2 Spezifikation der verwendeten Leitungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
3.1.3 Schirmauflage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
3.1.4 Erdung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
3.1.5 Netzseitige Verdrahtung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
3.1.6 Motorseitige Verdrahtung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
3.2 Leistungsanschlüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
3.2.1 230 V-Netz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
3.2.2 400 V-Netz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
3.3 Steueranschlüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
3.3.1 Grundregeln für die Verdrahtung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
3.4 Relaisausgang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
3.4.1 Grundregeln für die Verdrahtung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
3.4.2 Verdrahtung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
3.5 PTC-Eingang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
3.5.1 Grundregeln für die Verdrahtung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
3.5.2 Verdrahtung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
3.6 Zubehör . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
3.6.1 Netzdrossel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
3.6.2 Bremswiderstand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
3.6.3 DC-Zwischenkreisverbund . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27

4 EMV-Störungen erkennen und beseitigen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28

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Vorwort und Allgemeines

1 Vorwort

Aufbauend auf der Broschüre “EMV-Grundlagen” informiert Lenze mit diesem Teil 2 “EMV-gerechte
Verdrahtung” die Anwender der Gerätereihe 8200 vector über den EMV-gerechten Einsatz der
Grundgeräte und der Zubehörkomponenten.
Das Lenze Zubehörprogramm für die Reihe 8200 vector umfasst eine Vielzahl von Komponenten, die
in Bezug auf EMV von Bedeutung sind.
Hierzu gehören:
z Netzdrosseln
z Funk-Entstörfilter
z Motor-Entstörmodule
z Motorfilter
Die Zuordnung und Wirkungsweise dieser EMV-Komponenten wird umfassend erklärt.

1.1 Über diese Anleitung

z Diese Anleitung richtet sich an alle Personen, die Frequenzumrichter 8200 vector auslegen und
installieren.
z Diese Anleitung beschreibt den Aufbau eines CE-typischen Antriebssystems mit dem
Frequenzumrichter 8200 vector. Folgen Sie den Anweisungen in dieser Anleitung und Sie können
davon ausgehen,
– daß Frequenzumrichter 8200 vector die Normvorgaben ”Elektromagnetische
Verträglichkeit (EMV)” einhalten.
– daß der Betrieb mit Frequenzumrichtern 8200 vector frei von EMV-Störungen abläuft.

1.2 Verwendete Begriffe

Begriff Im folgenden Text verwendet für


Antriebsregler Beliebiger Lenze-Frequenzumrichter, Lenze-Servo-Umrichter oder Lenze-Stromrichter
vector Frequenzumrichter 8200 vector
Antrieb Lenze-Antriebsregler in Kombination mit einem Getriebemotor, einem Drehstrommotor und anderen Lenze-Antriebskom-
ponenten
AIF AutomatisierungsInterFace: Schnittstelle für ein Kommunikationsmodul.
FIF FunktionsInterFace: Schnittstelle für ein Funktionsmodul.
Cxxxx/y Subcode y des Code Cxxxx (z. B. C0410/3 = Subcode 3 des Codes C0410)
Xk/y Klemme y auf der Klemmleiste Xk (z. B. X3/28 = Klemme 28 auf der Klemmleiste X3)
E xx-yyy Querverweis auf eine Seitenzahl

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Vorwort und Allgemeines

 Netzdrossel
 Funk-Entstörfilter
 8200 vector



Funktionsmodul
Bremswiderstand
Motor-Entstörmodul
0
 Motorfilter
 Motorleitung
Motor/Getriebemotor
! Kommunikationsmodule
" DC-Zwischenkreisver-
bund

1
:

2
9
3

5 4

Abb. 1 Komponenten im Antriebssystem

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Sicherheitshinweise
Lenze-Antriebsregler

2 Sicherheitshinweise

2.1 Allgemeine Sicherheits- und Anwendungshinweise für


Lenze-Antriebsregler

(gemäß Niederspannungsrichtlinie 73/23/EWG)


Allgemein-1-
Lenze-Antriebsregler (Frequenzumrichter, Servo-Umrichter, Stromrichter)können während des Be-
triebs - ihrer Schutzart entsprechend - spannungsführende, auch bewegliche oder rotierende Teile
haben. Oberflächen können heiß sein.
Bei unzulässigem Entfernen der erforderlichen Abdeckung, bei unsachgemäßem Einsatz, bei fal-
scher Installation oder Bedienung besteht die Gefahr von schweren Personen- oder Sachschäden.
Weitere Informationen entnehmen Sie der Dokumentation.
Alle Arbeiten zum Transport, zur Installation, zur Inbetriebnahme und zur Instandhaltung darf nur
qualifiziertes Fachpersonal ausführen (IEC 364 bzw. CENELEC HD 384 oder DIN VDE0100 und IEC-
Report 664 oder DIN VDE 0110 und nationale Unfallverhütungsvorschriften beachten).
Qualifiziertes Fachpersonal im Sinne dieser grundsätzlichen Sicherheitshinweise sind Personen,
die mit Aufstellung, Montage, Inbetriebsetzung und Betrieb des Produkts vertraut sind und die über
die ihrer Tätigkeit entsprechenden Qualifikationen verfügen.
Bestimmungsgemäße Verwendung
Antriebsregler sind Komponenten, die zum Einbau in elektrische Anlagen oder Maschinen bestimmt
sind. Sie sind keine Haushaltsgeräte, sondern als Komponenten ausschließlich für die Verwendung
zur gewerblichen Nutzung bzw. professionellen Nutzung im Sinne der EN 61000-3-2 bestimmt. Die
Dokumentation enthält Hinweise zur Einhaltung der Grenzwerte nach EN 61000-3-2.
Bei Einbau der Antriebsregler in Maschinen ist die Inbetriebnahme (d. h. die Aufnahme des bestim-
mungsgemäßen Betriebs) solange untersagt, bis festgestellt wurde, daß die Maschine den Bestim-
mungen der EG-Richtlinie 98/37/EG (Maschinenrichtlinie) entspricht; EN 60204 beachten.
Die Inbetriebnahme (d. h. die Aufnahme des bestimmungsgemäßen Betriebs) ist nur bei Einhaltung
der EMV-Richtlinie (89/336/EWG) erlaubt.
Die Antriebsregler erfüllen die Anforderungen der Niederspannungsrichtlinie 73/23/EWG. Die har-
monisierten Normen der Reihe EN 50178/DIN VDE 0160 werden für die Antriebsregler angewendet.
Die technischen Daten und die Angaben zu Anschlußbedingungen entnehmen Sie dem Leistungs-
schild und der Dokumentation. Halten Sie sie unbedingt ein.
Warnung: Die Antriebsregler sind Produkte mit eingeschränkter Erhältlichkeit nach EN 61800-3.
Diese Produkte können im Wohnbereich Funkstörungen verursachen. In diesem Fall kann es für den
Betreiber erforderlich sein, entsprechende Maßnahmen durchzuführen.
Transport, Einlagerung
Beachten Sie die Hinweise für Transport, Lagerung und sachgemäße Handhabung.
Halten Sie die klimatischen Bedingungen nach EN 50178 ein.

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Sicherheitshinweise
Lenze-Antriebsregler

Aufstellung
Sie müssen die Antriebsregler nach den Vorschriften der zugehörigen Dokumentation aufstellen und
kühlen.
Sorgen Sie für sorgfältige Handhabung und vermeiden Sie mechanische Überlastung. Verbiegen
Sie bei Transport und Handhabung weder Bauelemente noch ändern Sie Isolationsabstände. Be-
rühren Sie keine elektronischen Bauelemente und Kontakte.
Antriebsregler enthalten elektrostatisch gefährdete Bauelemente, die Sie durch unsachgemäße
Handhabung leicht beschädigen können. Beschädigen oder zerstören Sie keine elektrischen Kom-
ponenten, da Sie dadurch Ihre Gesundheit gefährden können!
Elektrischer Anschluß
Beachten Sie bei Arbeiten an unter Spannung stehenden Antriebsreglern die geltenden nationalen
Unfallverhütungsvorschriften (z. B. VBG 4).
Führen Sie die elektrische Installation nach den einschlägigen Vorschriften durch (z. B. Leitungs-
querschnitte, Absicherungen, Schutzleiteranbindung). Zusätzliche Hinweise enthält die Doku-
mentation.
Die Dokumentation enthält Hinweise für die EMV-gerechte Installation (Schirmung, Erdung, Anord-
nung von Filtern und Verlegung der Leitungen). Beachten Sie diese Hinweise ebenso bei CE-ge-
kennzeichneten Antriebsreglern. Der Hersteller der Anlage oder Maschine ist verantwortlich für die
Einhaltung der durch die EMV-Gesetzgebung geforderten Grenzwerte.
Betrieb
Sie müssen Anlagen mit eingebauten Antriebsreglern ggf. mit zusätzlichen Überwachungs- und
Schutzeinrichtungen gemäß den jeweils gültigen Sicherheitsbestimmungen ausrüsten (z. B. Gesetz
über technische Arbeitsmittel, Unfallverhütungsvorschriften). Sie dürfen die Antriebsregler an Ihre
Anwendung anpassen. Beachten Sie dazu die Hinweise in der Dokumentation.
Nachdem der Antriebsregler von der Versorgungsspannung getrennt ist, dürfen Sie spannungsfüh-
rende Geräteteile und Leistungsanschlüsse nicht sofort berühren, weil Kondensatoren aufgeladen
sein können. Beachten Sie dazu die entsprechenden Hinweisschilder auf dem Antriebsregler.
Halten Sie während des Betriebs alle Schutzabdeckungen und Türen geschlossen.
Hinweis für UL-approbierte Anlagen mit eingebauten Antriebsreglern: UL warnings sind Hin-
weise, die nur für UL-Anlagen gelten. Die Dokumentation enthält spezielle Hinweise zu UL.
Sicherer Halt-2-
Die Variante V004 der Antriebsregler 9300 und 9300 vector, die Variante x4x der Antriebsregler 8200
vector und die Achsmodule ECSxAxxx unterstützen die Funktion ”Sicherer Halt”, Schutz gegen un-
erwarteten Anlauf, nach den Anforderungen von Anhang I Nr. 1.2.7 der EG-Richtlinie ”Maschinen”
98/37/EG, DIN EN 954-1 Kategorie 3 und DIN EN 1037. Beachten Sie unbedingt die Hinweise zur
Funktion ”Sicherer Halt” in der Dokumentation zu den Varianten.
Wartung und Instandhaltung
Die Antriebsregler sind wartungsfrei, wenn die vorgeschriebenen Einsatzbedingungen eingehalten
werden.
Bei verunreinigter Umgebungsluft können die Kühlflächen des Antriebsreglers verschmutzen oder
Kühlöffnungen verstopft werden. Bei diesen Betriebsbedingungen deshalb regelmäßig die Kühlflä-
chen und Kühlöffnungen reinigen. Dazu niemals scharfe oder spitze Gegenstände verwenden!
Entsorgung
Metalle und Kunststoffe zur Wiederverwertung geben. Bestückte Leiterplatten fachgerecht entsor-
gen.
Beachten Sie unbedingt die produktspezifischen Sicherheits- und Anwendungshinweise in dieser
Anleitung!

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Sicherheitshinweise
Restgefahren, Gestaltung der Sicherheitshinweise

2.2 Restgefahren

Personenschutz
z Überprüfen Sie vor Arbeiten am Antriebsregler, ob alle Leistungsklemmen, der Relaisausgang
und die Pins der Schnittstelle FIF spannungslos sind, da
– nach dem Netzabschalten die Leistungsklemmen U, V, W, +UG, -UG, BR1 und BR2 noch
mindestens 3 Minuten gefährliche Spannung führen.
– bei gestopptem Motor die Leistungsklemmen L1, L2, L3; U, V, W, +UG, -UG, BR1 und BR2
gefährliche Spannung führen.
– bei vom Netz getrenntem Antriebsregler die Relaisausgänge K11, K12, K14 gefährliche
Spannung führen können.
z Wenn Sie die nicht drahtbruchsichere Funktion “Drehrichtungsvorgabe” über das digitale
Signal DCTRL1-CW/CCW verwenden (C0007 = 0 ... 13, C0410/3 ≠ 255):
– Bei Drahtbruch oder bei Ausfall der Steuerspannung kann der Antrieb die Drehrichtung
wechseln.
z Wenn Sie die Funktion ”Fangschaltung” (C0142 = 2, 3) bei Maschinen mit geringem
Massenträgheitsmoment und geringer Reibung verwenden:
– Nach Reglerfreigabe im Stillstand kann der Motor kurzzeitig anlaufen oder kurzzeitig die
Drehrichtung wechseln.
z Die Betriebstemperatur des Kühlkörpers am Antriebsregler ist > 80 °C:
– Hautkontakt mit dem Kühlkörper führt zu Verbrennungen.
Geräteschutz
z Alle steckbaren Anschlußklemmen nur im spannungslosen Zustand aufstecken oder
abziehen!
z Zyklisches Ein- und Ausschalten der Netzspannung kann die Eingangsstrombegrenzung des
Antriebsreglers überlasten und zerstören:
– Bei zyklischem Netzschalten über einen längeren Zeitraum müssen zwischen zwei
Einschaltvorgängen mindestens drei Minuten vergehen!
Motorschutz
z Bei bestimmten Einstellungen der Antriebsregler kann der angeschlossene Motor überhitzt
werden:
– Z. B. längerer Betrieb der Gleichstrombremse.
– Längerer Betrieb eigenbelüfteter Motoren bei kleinen Drehzahlen.
Schutz der Maschine/ Anlage
z Antriebe können gefährliche Überdrehzahlen erreichen (z. B. Einstellung hoher
Ausgangsfrequenzen bei dafür ungeeigneten Motoren und Maschinen):
– Die Antriebsregler bieten keinen Schutz gegen solche Betriebsbedingungen. Setzen Sie
dafür zusätzliche Komponenten ein.

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Sicherheitshinweise
Restgefahren, Gestaltung der Sicherheitshinweise

2.3 Gestaltung der Sicherheitshinweise

Alle Sicherheitshinweise in dieser Anleitung sind einheitlich aufgebaut:

Piktogramm (kennzeichnet die Art der Gefahr)

 Signalwort! (kennzeichnet die Schwere der Gefahr)


Hinweistext (beschreibt die Gefahr und gibt Hinweise, wie sie vermieden werden
kann)

Piktogramm Signalwort Folgen bei Mißachtung der Si-


Si
Signalwort Bedeutung cherheitshinweise


Gefahr! Unmittelbar drohende Gefahr für Perso- Tod oder schwerste Verletzungen
nen
gefährliche elektrische Spannung Warnung! Mögliche, sehr gefährliche Situation für Tod oder schwerste Verletzungen
Personen
 Vorsicht! Mögliche, gefährliche Situation für Per-
sonen
Leichte Verletzungen
allgemeine Gefahr

 Stop! Mögliche Sachschäden Beschädigung des Antriebssystems


oder seiner Umgebung

Hinweis! Nützlicher Hinweis oder Tipp


Wenn Sie ihn befolgen, erleichtern Sie sich
die Handhabung des Antriebssystems.

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EMV-gerechte Verdrahtung
Was Sie grundsätzlich beachten müssen

3 EMV-gerechte Verdrahtung
(Aufbau des CE-typischen Antriebssystems)

3.1 Grundregeln

Der Aufbau eines CE-typischen Antriebssystems wird schneller und kostengünstiger durch eine
EMV-gerechte Verdrahtung erreicht. Eine EMV-gerechte Verdrahtung wird bestimmt durch Art und
Sorgfalt der Installation.
Abbildung 2 zeigt wichtige Grundregeln der Installation:
z sorgfältiger Aufbau
z gute Schirmung
z gute Erdung
z getrennte Leitungsführung

8200 vector 0,25 ... 2,2 kW 8200 vector 3 ... 11 kW

0 0
PES
PE
1 PE
1 PES

2 2

3 3

PE 4 PE 4

PE
5 PE
5
6 6
M M
3~
3~
7 7
8 8
PES
9 L < 40 mm L < 500 mm

PES PES
9 L < 40 mm L < 500 mm

PES

8200vec008 8200vec066

Abb. 2 Prinzip der EMV-gerechten Installation


 Montageplatte mit elektrisch leitender Oberfläche
 Steuerleitung zum Funktionsmodul, Schirmung großflächig auf dem EMV-Schirmblech (PES) auflegen
 Klemme 2-polig für Motor-PE und Motor-Schirm
 PE der Motorleitung
 Schirm der Motorleitung
 geschirmte Motorleitung, kapazitätsarm
(Ader/Ader 1,5 mm2 ≤ 75 pF/m; ab 2,5 mm2 ≤ 100 pF/m; Ader/Schirm ≤ 150 pF/m)
 geschirmte PTC-Leitung oder Thermokontaktleitung
 Leitungsschirme großflächig auf dem EMV-Schirmblech (PES) auflegen. Beiliegende Schnell-Schirmschellen
verwenden.
Stern- oder Dreieckschaltung wie auf dem Motor-Typenschild angegeben
! EMV-Kabelverschraubung (nicht im Lieferumfang enthalten)

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EMV-gerechte Verdrahtung
Was Sie grundsätzlich beachten müssen

3.1.1 Aufbau im Schaltschrank


Die Montageplatte 
z Montageplatten mit elektrisch leitender Oberfläche verwenden (verzinkt oder aus V2A).
z Lackierte Montageplatten sind ungeeignet, selbst wenn an den Kontaktflächen der Lack
entfernt wird. An den entlackten Kontakflächen besteht die Gefahr der Rostbildung.
z Ist die Installation auf mehrere Montageplatten verteilt, sind die Montageplatten großflächig
leitend miteinander zu verbinden (z. B. mit Massebändern).
Montage der Komponenten
z Antriebsregler und Funk-Entstörfilter großflächig zur geerdeten Montageplatte kontaktieren.
z Hutschienenmontage ist ungeeignet!
Leitungen richtig verlegen
z Motorleitungen immer getrennt von Netzleitungen und Steuerleitungen verlegen.
z Die Motorleitung möglichst rechtwinklig mit Netzleitungen und Steuerleitungen kreuzen.
z Optimal wird die Motorleitung frei von Unterbrechungen verlegt.
z Klemmen für die Motorleitung(en), z. B. am Schaltschrankeintritt, im Abstand von mindestens
100 mm zu allen anderen Klemmen montieren.
z Leitungen immer nahe an der Montageplatte (Bezugspotential) verlegen, da frei schwebende
Leitungen wie Antennen wirken.
z Netzleitungen und Steuerleitungen in getrennten Kabelkanälen verlegen.
z Geschirmte Leitungsabschnitte mit dem Bezugspotential verbinden.

3.1.2 Spezifikation der verwendeten Leitungen


z Die verwendeten Leitungen müssen den Anforderungen am Einsatzort entsprechen (z. B. UL,
EN 60204-1).
z Nur geschirmte Leitungen mit Schirmgeflecht aus verzinntem oder vernickeltem Kupfer
verwenden. Schirme aus Stahlgeflecht sind nicht geeignet.
z Der Überdeckungsgrad des Schirmgeflechts muß mindestens 70 % betragen mit einem
Überdeckungswinkel von 90°.

3.1.3 Schirmauflage
z Schirme immer großflächig auf die geräteseitigen EMV-Schirmbleche auflegen.
z Schirmung nach der Auflagestelle nicht auftrennen, sondern bis zu den Anschlußklemmen
weiterführen.

l EDBEMV82EV DE 4.0 11
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EMV-gerechte Verdrahtung
Was Sie grundsätzlich beachten müssen

3.1.4 Erdung
z Alle Komponenten (Antriebsregler, Funk-Entstörfilter, Filter, Drosseln) an einen zentralen
Erdungspunkt (PE-Schiene) anschließen.
z Das Erdungssystem sternförmig aufbauen.
z Die entsprechenden Mindestquerschnitte der Leitungen einhalten.

Abb. 3 sternförmiges Erdungssystem

3.1.5 Netzseitige Verdrahtung


z Für den Netzanschluss der Netzdrossel oder des Funk-Entstörfilters an den Antriebsregler
sind bis 300 mm Länge Einzeladern oder ungeschirmte Leitungen geeignet.
z Ist die Verbindungsleitung zwischen Netzdrossel und Antriebsregler länger als 300 mm,
– ist eine geschirmte Verbindungsleitung erforderlich.
– diesen Schirm direkt am Antriebsregler und an der Netzdrossel großflächig mit der
Montageplatte verbinden.
z Der Leitungsquerschnitt muß für die zugeordnete Absicherung bemessen sein (EN 50178).

3.1.6 Motorseitige Verdrahtung


Die Maßnahmen zur Unterdrückung der Störstrahlung sind abhängig von der Länge und der Ausfüh-
rung der Motorleitung. Die folgende Tabelle zeigt die Übersicht über die notwendigen Funk-Entstör-
maßnahmen:

12 EDBEMV82EV DE 4.0 l
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EMV-gerechte Verdrahtung
Was Sie grundsätzlich beachten müssen

Funk-Entstörung
Länge der Motorleitung
geschirmt ungeschirmt 1)
bis 50 m 50 ... 100 m 2) bis 100 m 100 ... 200 m 2)
Schirm nicht un- Schirm unterbro- Schirm nicht un- Schirm unterbro-
terbrochen chen terbrochen chen
Funk-Entstörfilter 9 9 9 9 9 9
Motorfilter — — 9 9 — 9
Motor-Entstörmodul — (9) — (9) (9) (9)

9 Maßnahme erforderlich
(9) bei EMV-Störungen Maßnahme prüfen
1) Störstrahlung nicht berücksichtigt
2) Betrieb nur erlaubt mit Schaltfrequenz 8 kHz, U/f-Kennliniensteuerung, maximale Ausgangsfrequenz 480 Hz

Hinweis!
Die Motorleitung ist mit einer hohen Störintensität behaftet. Daher gilt:
Die Motorleitung darf keine weiteren Leitungen enthalten (z. B. für
Bremsenansteuerung, für Fremdlüfter usw.).
Ausnahme ist die Leitung der Temperaturüberwachung des Motors.

Die Spezifikation der Motorleitung einhalten


z Nur geschirmte, kapazitätsarme Motorleitungen verwenden:
Anforderungen an die Motorleitungskapazität
Leitungsquerschnitt
mm2 1 1,5 2,5 4 6
Kapazitätsbelag AWG 18 16 12 10 10
Ader/Ader [pF/m] < 75 < 100
Ader/Schirm [pF/m] < 150

z Die Motorleitungen müsen für die Nennspannung > 500 V AC ausgelegt sein
(Prüfspannung 2 kV AC).
z Die maximal zulässige Länge der Motorleitung beträgt 50 m ohne externe Maßnahmen (z. B.
Motorfilter).

Den Schirm der Motorleitung richtig aufegen


Legen Sie den Schirm der Motorleitung immer beidseitig auf - am Antriebsregler und am Motor.
z Schirmauflage am Antriebsregler/Schaltschrank
– Schirm großflächig auf das EMV-Schirmblech mit einer Schirmschelle auflegen.
– Dazu die beiliegenden Schnell-Schirmschellen verwenden.
– Schirm nach der Schirmschelle unbedingt bis zu den Anschlußklemmen am Umrichter oder
der Klemmstelle weiterführen. 40 mm ungeschirmte Leitung nicht überschreiten.
– Optimal ist zusätzlich der Anschluss des Schirms an PE (siehe  in Abb. 2).
z Schirmauflage am Motor
– Schirm am Motor-Klemmenkasten mit EMV-Kabelverschraubung auflegen.

l EDBEMV82EV DE 4.0 13
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EMV-gerechte Verdrahtung
Was Sie grundsätzlich beachten müssen

Die Motorleitung möglichst nicht auftrennen


Trennstellen in der Motorleitung durch Schütze oder Schalter sind potentielle Störstrahler, da der
Schirm der Motorleitung aufgetrennt wird. Vermeiden Sie deshalb, die Motorleitung aufzutrennen.
Muß die Motorleitung trotzdem aufgetrennt werden, dann
z den Schirm unmittelbar vor und hinter der Trennstelle großflächig auf die Montageplatte
auflegen. Max. 40 mm ungeschirmte Leitung nicht überschreiten.
z die Trennstelle mit mindestens 100 mm Abstand von anderen Komponenten auf der
Montageplatte installieren.
z bei EMV-Störungen den Einsatz eines zusätzlichen Motor-Entstörmoduls prüfen.
Zuordnungstabelle Motor-Entstörmodul
Motor-Entstörmodul Verwendung mit 8200 vector
Typ UN Typ
[V]
E82xV251K2
E82ZM37132B002 240
E82xV371K2
E82xV551Kx
E82ZM75134B004
E82xV751Kx
E82xV152Kx
E82ZM22234B004
E82xV222Kx
400 E82xV302Kx
E82xV402Kx
E82ZM11334B004 E82xV552Kx
E82xV752Kx
E82xV113K4
E82xV551K4
E82ZM75134B005
E82xV751K4
E82xV152K4
E82ZM22234B005
E82xV222K4
500 E82xV302K4
E82xV402K4
E82ZM11334B005 E82xV552K4
E82xV752K4
E82xV113K4

14 EDBEMV82EV DE 4.0 l
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EMV-gerechte Verdrahtung
Leistungsanschlüsse

3.2 Leistungsanschlüsse

Für die Funk-Entstörung des Frequenzumrichters 8200 vector gibt es zwei Möglichkeiten:

Frequenzumrichter 8200 vector mit integriertem Funk-Entstörfilter (Typen


E82xVxxxKxC0xx)
z Einhaltung der Grenzwertklassen A und B nach EN 55011 ohne zusätzliche Maßnahmen.
z Die zulässige Länge der Motorleitung ist abhängig von der einzuhaltenden Grenzwertklasse,
vom eingesetzten Typ 8200 vector und der Schaltfrequenz (typspezifische Angaben auf
Anfrage).

Frequenzumrichter 8200 vector ohne Funk-Entstörfilter (Typen E82xVxxxKxC2xx)


z Einhaltung der Grenzwertklassen A und B nach EN 55011 mit Unterbau Funk-Entstörfilter bei
langen Motorleitungen. Die Funk-Enstörfilter sind so aufgebaut, daß sie direkt unter den
Frequenzumrichter 8200 vector montiert werden können. Auch mit Unterbau
Funk-Entstörfilter können Sie die Frequenzumrichter anreihen.
Zwei unterschiedliche Filtertypen stehen zur Verfügung:
z Für Motorleitungen bis 20 m: Funk-Entstörfilter SD (Short Distance).
– Funk-Entstörfilter SD sind zusätzlich spezifiziert für den Betrieb am
30 mA-Fehlerstrom-Schutzschalter.
z Für Motorleitungen von 20 m bis 50 m: Funk-Entstörfilter LD (Long Distance).
z Für Motorleitungen von 50 m bis 100 m wird das Funk-Entstörfilter LD mit einem Motorfilter
kombiniert.

Begrenzung von Oberschwingungsströmen


In der Europäischen Norm EN 61000-3-2 sind Grenzwerte zur Begrenzung von Oberschwingungs-
strömen im Versorgungsnetz festgelegt. Nicht lineare Verbraucher (z. B. Frequenzumrichter) erzeu-
gen Oberschwingungsströme, die das speisende Netz “verunreinigen” und daher andere Verbrau-
cher stören können. Ziel der Norm ist es, die Qualität öffentlicher Versorgungsnetze zu sichern und
die Netzbelastung zu reduzieren.
Wichtig: Die Norm gilt nur für öffentliche Netze und elektrische Betriebsmittel < 1 kW
Leistung oder elektrische Betriebsmittel bis max. 16 A Netzstrom:
Netze mit eigener Trafostation (im allgemeinen bei Industriebetrieben üblich) sind nicht öffentlich
und fallen daher nicht in den Anwendungsbereich der Norm.
Besteht das elektrische Betriebsmittel aus mehreren Komponenten (z. B. 8200 vector), muß die Ge-
samt-Einheit die in der Norm festgelegten Grenzwerte einhalten. Weitere Informationen hierzu ent-
halten die Kapitel 3.2.1.2 und 3.2.2.2.

l EDBEMV82EV DE 4.0 15
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EMV-gerechte Verdrahtung
Leistungsanschlüsse

3.2.1 230 V-Netz


3.2.1.1 Funk-Entstörung
Notwendige Funk-Entstörmaßnahmen bei Schaltfrequenz 8 kHz und geschirmter, kapazitätsarmer Motorleitung, Schirm nicht aufge-
trennt
8200 vector Maßnahme für Funk-Entstörgrad
”A” bei Motorleitungslänge ”B” bei Motorleitungslänge
Typ Leistung bis 10 m 10 ... 20 m 20 ... 50 m 50 ... 100 m bis 10 m 10 ... 20 m 20 ... 50 m 50 ... 100 m
[kW]
E82EV251K2Cxxx 0,25 C000 C000 C200 C200 C000 C200 C200 C200
E82EV371K2Cxxx 0,37 + LD + LD + MF + SD + LD + LD + MF
E82EV551K2Cxxx 0,55
E82EV751K2Cxxx 0,75
E82EV152K2Cxxx 1,5 C000 C000 C200 C200 C200 C200 C200 C200
E82EV222K2Cxxx 1) 2,2 + LD + LD + MF + SD + SD + LD + LD + MF
E82EV302K2Cxxx 3,0
E82EV402K2Cxxx 4,0
E82EV552K2Cxxx 5,5 C000 C200 C200 C200 C200 C200 C200 C200
+ SD + LD + LD + MF + SD + SD + LD + LD + MF
E82EV752K2Cxxx 7,5 C000 C200 C200 C200 C200 C200 C200 C200
+ SD + LD + LD + MF + SD + SD + LD + LD + MF
+N +N +N +N +N +N +N +N

C000 8200 vector mit integriertem Funk-Entstörfilter


C200 8200 vector ohne Funk-Entstörfilter
+ SD zusätzlich Funk-Entstörfilter ”SD” erforderlich
+ LD zusätzlich Funk-Entstörfilter ”LD” erforderlich
+ MF zusätzlich Motorfilter erforderlich
+N zusätzlich Netzdrossel erforderlich
1) Bei 2-poliger Einspeisung ist zusätzlich eine Netzdrossel erforderlich

Zuordnungstabelle Unterbau Funk-Entstörfilter, Motorfilter und Netzdrossel


8200 vector Unterbau Funk-Entstörfilter Motorfilter Netzdrossel
Typ Netz-Spannung Leistung Best.-Nr. Typ ”SD” Best.-Nr. Typ ”LD” Best.-Nr. Best.-Nr.
[V] [kW]
E82EV251K2C200 0,25
E82ZZ37112B200 E82ZZ37112B210 ELN1 0900H005
ELN1-0900H005
E82EV371K2C200 0,37
E82EV551K2C200 1/N/PE 0,55
E82ZZ75112B200 E82ZZ75112B210 E82ZM22232B ELN1 0900H009
ELN1-0900H009
E82EV751K2C200 AC 230 V 0,75
E82EV152K2C200 1,5
E82ZZ22212B200 E82ZZ22212B210 E82ZL22212B
E82EV222K2C200 2,2
E82EV551K2C200 0,55
E82ZZ75132B200 E82ZZ75132B210 E82ZL75132B
E82EV751K2C200 0,75
E82ZM22232B
E82EV152K2C200 1,5
E82ZZ22232B200 E82ZZ22232B210 E82ZL22232B
E82EV222K2C200 2,2
3/PE
E82EV302K2C200 AC 230 V 3,0
E82ZZ40232B200 2) 82ZZ40232B210 2) ELN3 0120H017
ELN3-0120H017
E82EV402K2C200 4,0
E82EV552K2C200 5,5 in Vorbereitung ELN3-0120H025
E82ZZ75232B200 2) E82ZZ75232B210 2) ELN3-0088H035 1)
E82EV752K2C200 7,5 ELN3-0120H025
1) bei Betrieb mit erhöhter Bemessungsleistung
2) noch nicht verfügbar

16 EDBEMV82EV DE 4.0 l
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EMV-gerechte Verdrahtung
Leistungsanschlüsse

Verdrahtung des Motorfilters 230 V


z Installieren Sie das Motorfilter so neben dem Antriebsregler, daß die Anschlussleitung
möglichst kurz ist:
– bis 200 mm muß die Leitung nicht geschirmt sein.
– ab 200 mm geschirmte Leitung verwenden.
z Für die Zuleitung vom Motorfilter zum Motor gelten die gleichen Regeln wie für die
Motorleitung.
1/N/PE AC 230 V
(2) 3/PE AC 230 V

8200 vector E82ZMxxx32B

U V W U V W U1 V1 W1

M
3~

Abb. 4 Verdrahtung Motorfilter 230 V

Abb. 5 Aufbaubeispiel Frequenzumrichter mit Motorfilter

l EDBEMV82EV DE 4.0 17
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EMV-gerechte Verdrahtung
Leistungsanschlüsse

3.2.1.2 Begrenzung von Oberschwingungsströmen


Zur Einhaltung der Grenzwerte nach EN 61000-3-2 müssen Sie bei den genannten Frequenzumrich-
tern 8200 vector folgende Maßnahmen treffen. Beachten Sie, daß Sie die genannten Funk-Entstör-
maßnahmen zusätzlich treffen müssen.
Notwendige Maßnahmen zur Einhaltung der Grenzwerte nach EN 61000-3-2
8200 vector Maßnahme
Typ Netz-Spannung Leistung
[V] [kW]
E82EV251K2Cxxx 0,25 C000 + N
E82EV371K2Cxxx 1/N/PE 0,37 C200 + N
E82EV551K2Cxxx AC 230 V 0,55 C000 + AF
E82EV751K2Cxxx 0,75 C200 + AF
E82EV551K2Cxxx 3/PE 0,55 C000 + N
E82EV751K2Cxxx AC 230 V 0,75 C200 + N

C000 8200 vector mit integriertem Funk-Entstörfilter


C200 8200 vector ohne Funk-Entstörfilter
+N zusätzlich Netzdrossel erforderlich
+ AF zusätzlich aktives Filter erforderlich (auf Anfrage)

Zuordnungstabelle Netzdrosseln und aktive Filter


8200 vector Netzdrossel aktives Filter
Typ Netz-Spannung Leistung Best.-Nr.
[V] [kW]
E82EV251K2Cxxx 0,25
ELN1 0900H005
ELN1-0900H005 —
E82EV371K2Cxxx 1/N/PE 0,37
E82EV551K2Cxxx AC 230 V 0,55
— auf Anfrage
E82EV751K2Cxxx 0,75
E82EV551K2Cxxx 3/PE 0,55
E82ZL75132B —
E82EV751K2Cxxx AC 230 V 0,75

18 EDBEMV82EV DE 4.0 l
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EMV-gerechte Verdrahtung
Leistungsanschlüsse

3.2.2 400 V-Netz


3.2.2.1 Funk-Entstörung
Notwendige Funk-Entstörmaßnahmen bei Schaltfrequenz 8 kHz und geschirmter, kapazitätsarmer Motorleitung, Schirm nicht aufge-
trennt
8200 vector Maßnahme für Funk-Entstörgrad
”A” bei Motorleitungslänge ”B” bei Motorleitungslänge
Typ Leistung bis 10 m 10 ... 20 m 20 ... 50 m 50 ... 100 m bis 10 m 10 ... 20 m 20 ... 50 m 50 ... 100 m
[kW]
E82EV551K4Cxxx 0,55 C000 C000 C200 C200 C000 C200 C200 C200
E82EV751K4Cxxx 0,75 + LD + LD + MF + SD + LD + LD + MF
E82EV152K4Cxxx 1,5 C000 C000 C200 C200 C200 C200 C200 C200
E82EV222K4Cxxx 2,2 + LD + LD + MF + SD + SD + LD + LD + MF
E82EV302K4Cxxx 3,0
C000 C200 C200 C200 C200 C200 C200 C200
E82EV402K4Cxxx 4,0
+ SD + LD + LD + MF + SD + SD + LD + LD + MF
E82EV552K4Cxxx 5,5
E82EV752K4Cxxx 7,5 C200 C200 C200 C200 C200 C200 C200 C200
+ SD + SD + LD + LD + MF + SD + SD + LD + LD + MF
E82EV113K4Cxxx 11 C200 C200 C200 C200 C200 C200 C200 C200
+ SD + SD + LD + LD + MF + SD + SD + LD + LD + MF
+N +N +N +N +N +N +N +N

C000 8200 vector mit integriertem Funk-Entstörfilter


C200 8200 vector ohne Funk-Entstörfilter
+ SD zusätzlich Funk-Entstörfilter ”SD” erforderlich
+ LD zusätzlich Funk-Entstörfilter ”LD” erforderlich
+ MF zusätzlich Motorfilter erforderlich
+N zusätzlich Netzdrossel erforderlich

Zuordnungstabelle Unterbau Funk-Entstörfilter, Motorfilter und Netzdrossel


8200 vector Unterbau Funk-Entstörfilter Motorfilter Netzdrossel
Typ Netz-Spannung Leistung Best.-Nr. Typ ”SD” Best.-Nr. Typ ”LD” Best.-Nr. Best.-Nr.
[V] [kW]
E82EV551K4C200 0,55
E82ZZ75134B200 E82ZZ75134B210 E82ZZM75134B EZN3A1500H003
E82EV751K4C200 0,75
E82EV152K4C200 1,5
E82ZZ22234B200 E82ZZ22234B210 E82ZM22234B020 E82ZL22234B
E82EV222K4C200 2,2
E82EV302K4C200 EZN3A0500H007
3/PE 3,0
E82ZZ55234B200 E82ZZ55234B210 E82ZM40234B EZN3A0300H013 1)
AC 400 V
E82EV402K4C200 4,0 EZN3A0300H013
E82EV552K4C200 5,5 E82ZZ55234B200 E82ZZ55234B210 E82ZM75234B EZN3A0300H013
E82EV752K4C200 ELN3-0120H017
7,5 E82ZZ11334B200 E82ZZ11334B210 E82ZM75234B
ELN3-0150H024 1)
E82EV113K4C200 11,0 E82ZZ11334B200 E82ZZ11334B210 E82ZM11334B ELN3-0150H024
1) bei Betrieb mit erhöhter Bemessungsleistung

l EDBEMV82EV DE 4.0 19
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EMV-gerechte Verdrahtung
Leistungsanschlüsse

Verdrahtung des Motorfilters 400 V


z Installieren Sie das Motorfilter so, daß die Zuleitung zum Antriebsregler max. 200 mm lang ist:
– Diese Zuleitung muß nicht geschirmt sein.
z Für die Zuleitung vom Motorfilter zum Motor gelten die gleichen Regeln wie für die
Motorleitung.

Hinweis!
Die Anschlüsse +UG und -UG des Motorfilters müssen Sie direkt mit den
Anschlüssen +UG und -UG des Antriebsreglers verbinden (keine Sicherungen in
der Verbindungsleitung)!
Ansonsten kann das Motorfilter zerstört werden.

3/PE AC 400/500 V

+UG -UG +UG -UG

8200 vector E82ZMxxx34B

U V W U V W U1 V1 W1

M
3~

Abb. 6 Verdrahtung Motorfilter 400 V

3.2.2.2 Begrenzung von Oberschwingungsströmen


Zur Einhaltung der Grenzwerte nach EN 61000-3-2 müssen Sie bei den genannten Frequenzumrich-
tern 8200 vector folgende Maßnahmen treffen. Beachten Sie, daß Sie die genannten Funk-Entstör-
maßnahmen zusätzlich treffen müssen.
Notwendige Maßnahmen zur Einhaltung der Grenzwerte nach EN 61000-3-2
8200 vector Maßnahme
Typ Netz-Spannung Leistung
[V] [kW]
E82EV551K4Cxxx 3/PE 0,55 C000 + N
E82EV751K4Cxxx AC 400 V 0,75 C200 + N

C000 8200 vector mit integriertem Funk-Entstörfilter


C200 8200 vector ohne Funk-Entstörfilter
+N zusätzlich Netzdrossel erforderlich

Zuordnungstabelle Netzdrosseln
8200 vector Netzdrossel
Typ Netz-Spannung Leistung Best.-Nr.
[V] [kW]
E82EV551K4Cxxx 3/PE 0,55
E82ZN3A1500H003
E82EV751K4Cxxx AC 400 V 0,75

20 EDBEMV82EV DE 4.0 l
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EMV-gerechte Verdrahtung
Steueranschlüsse

3.3 Steueranschlüsse

Dieses Kapitel beschreibt die EMV-gerechte Verdrahtung der analogen und digitalen Steueran-
schlüsse der Funktionsmodule Standard-I/O und Application-I/O.
Die EMV-gerechte Verdrahtung mit Bus-Funktionsmodulen ist in gesonderten Druckschriften be-
schrieben.

3.3.1 Grundregeln für die Verdrahtung


Die Spezifikation der Steuerleitungen einhalten
z Die Leitungen der analogen und digitalen Ein- und Ausgänge geschirmt ausführen. Wenn
kurze (bis 200 mm) nicht abgeschirmte Leitungen verwendet werden, diese immer verdrillen.

Den Schirm der Steuerleitungen richtig auflegen


z Schirm nach der Schirmschelle unbedingt bis zu den Anschlußklemmen weiterführen. Max.
40 mm ungeschirmte Leitung nicht überschreiten.
z Bei den analogen Leitungen muss die Schirmauflage einseitig auf der Umrichterseite erfolgen.
z Bei ungünstigen Verhältnissen (sehr lange Leitung, hohe Störbeeinflussung) kann bei
analogen Leitungen das eine Schirmende über einen Kondensator (z. B. 10 nF/250 V) an
PE-Potential gelegt werden, um eine bessere Schirmwirkung zu erreichen (siehe Skizze).

Abb. 7 Schirmung langer analoger Steuerleitungen

z Bei den digitalen Leitungen muss die Schirmauflage zweiseitig erfolgen.


z Weitere Schirmauflagepunkte (z. B. an Klemmleisten) mit einem Abstand von min. 50 mm zu
Schirmauflagen von Motorleitungen und DC-Leitungen auswählen.

l EDBEMV82EV DE 4.0 21
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EMV-gerechte Verdrahtung
Relaisausgang

3.4 Relaisausgang

Dieses Kapitel beschreibt die EMV-gerechte Verdrahtung des Relaisausgangs. Mit dem Relaisaus-
gang schaltet der Antriebsregler sowohl Steuersignale, als auch Netzpotentiale. Angaben zur
Schaltleistung enthalten die technischen Daten zum Grundgerät.

3.4.1 Grundregeln für die Verdrahtung

z Für das Schalten von Steuersignalen gelten die Regeln für die Verdrahtung von
Steueranschlüssen (siehe Kapitel 3.3.1).
z Für das Schalten von Netzpotentialen ist die Verdrahtung mit ungeschirmter Leitungen
ausreichend.

3.4.2 Verdrahtung

8200vec013

Abb. 8 Verdrahtung Relaisausgang

Funktion Relaisstellung geschaltet Meldung


(Lenze-Einstellung)
X1.2/K11 Relaisausgang Öffner geöffnet TRIP
X1.2/K12 Relais-Mittelkontakt
X1.2/K14 Relaisausgang Schließer geschlossen TRIP
PES HF-Schirmabschluß durch PE-Anbindung über Schirmschelle

22 EDBEMV82EV DE 4.0 l
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EMV-gerechte Verdrahtung
PTC-Eingang

3.5 PTC-Eingang

Die Klemmen T1, T2 sind Eingangsklemmen für den Anschluß von PTC-Widerständen nach
DIN 44081 und DIN 44082. Damit kann die Motortemperatur erfaßt werden und in die Antriebsüber-
wachung eingebunden werden.

3.5.1 Grundregeln für die Verdrahtung

Die EMV-Sicherheit des PTC-Eingangs ist abhängig von der Verlegeart der geschirmten Leitung.
EMV-Sicherheit Verlegeart Bemerkung
sehr gut Motorleitung und PTC / Thermo- Ideale Verlegeart mit sehr geringen Störeinkopplun-
kontakt-Leitung getrennt verlegt gen.
Schirmung PTC / Thermokontakt-Leitung mit
Schnell-Schirmschellen auf dem EMV-Schirmblech
großflächig kontaktieren.
mittel Motorleitung und PTC / Thermo- Verlegeart erlaubt, aber höhere Störeinkopplungen.
kontakt-Leitung gemeinsam ver- Schirmung PTC / Thermokontakt-Leitung mit
legt mit getrennten Schirmen Schnell-Schirmschellen auf dem EMV-Schirmblech
großflächig kontaktieren.

ungünstig Motorleitung und PTC / Thermo- Energiereiche Störeinkopplungen!


kontakt-Leitung gemeinsam ver- Verlegeart nur erlaubt, wenn zusätzlich das EMV-
legt mit gemeinsamem Schirm Kit E82ZPEx eingesetzt wird!

L
+

}+

l EDBEMV82EV DE 4.0 23
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EMV-gerechte Verdrahtung
PTC-Eingang

3.5.2 Verdrahtung

0,7...0,8 Nm
6.2...7.1 lb-in

}
6 mm / 0.24 in
8200 vector

X2.1 U V W BR1 BR2 PE

X2.2 T1 T2
PES PES

PES PES

PES PE
PE
X2.1
PES
ϑ>
PES M PE Br1
Br2
PE

3~
VW
U

PTC

PES M PE
3~
X2.2
T2
T1

8200vec064

Abb. 9 Verdrahtung PTC-Eingang

24 EDBEMV82EV DE 4.0 l
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EMV-gerechte Verdrahtung
Zubehör

3.6 Zubehör

3.6.1 Netzdrossel
Eine Netzdrossel ist eine Induktivität, die in die Netzleitung des Frequenzumrichters geschaltet
werden kann. Netzdrosseln können uneingeschränkt zusammen mit Funk-Entstörfilter und / oder
Motorfilter eingesetzt werden.
Die Netzdrossel hat folgende Funktionen:
z Netzrückwirkungen verringern
– Die Kurvenform des Netzstroms wird der Sinusform angenähert.
z Netzstrom vermindern
– Verminderung des effektiven Netzstromes (d. h. Absenkung der Netz-, Leitungs- und
Sicherungsbelastung).
z Haltbarkeit des 8200 vector verbessern
– Durch Verminderung der Wechselstrombelastung der Elektrolytkondensatoren im
Zwischenkreis wird deren Haltbarkeit verlängert.

Hinweis!
z Einige Frequenzumrichter 8200 vector müssen Sie - unabhängig von
EMV-Maßnahmen - immer mit einer Netzdrossel betreiben.
z Bei Betrieb mit einer Netzdrossel erreicht die maximale Motorspannung den
Wert der Netzspannung nicht - typischer Spannungsabfall bei Nennfrequenz und
Gerätenennstrom: 6 % .

3.6.1.1 Grundregeln für die Verdrahtung


z Die Netzdrossel wird über Einzeladern an das Netz verdrahtet.
z Der Leitungsquerschnitt muß für die zugeordnete Absicherung bemessen sein (EN 50178).

l EDBEMV82EV DE 4.0 25
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EMV-gerechte Verdrahtung
Zubehör

3.6.2 Bremswiderstand
An die Klemmen BR1 / BR2 können Bremswiderstände angeschlossen werden. Das ermöglicht den
ungestörten Bremsbetrieb (generatorischer Betriebszustand)

3.6.2.1 Grundregeln für die Verdrahtung


z Nur geschirmte Zuleitung für den Bremswiderstand verwenden.
z Schirm auf dem EMV-Schirmblech des Antriebsreglers auflegen.
z Schirm in der Nähe des Bremswiderstands großflächig mit einer Schirmschelle auf die
Montageplatte legen.
z Schirm der Steuerleitungen für digitale Signale (Temperaturüberwachung T1 / T2) beidseitig
- am Antriebsregler und am Bremswiderstand - auflegen.
z Schirm nach der Schirmschelle unbedingt bis zu den Anschlußklemmen weiterführen. Max.
40 mm ungeschirmte Leitung nicht überschreiten.
z Die maximale Leitungslänge beträgt 8 m.

3.6.2.2 Verdrahtung

X2.1 PE W V U BR2 BR1

PES

T1 T2
L≤8m

RB ϑ>

PES

Abb. 10 Verdrahtung Bremswiderstand


PES HF-Schirmabschluß durch PE-Anbindung über Schirmschelle

26 EDBEMV82EV DE 4.0 l
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EMV-gerechte Verdrahtung
Zubehör

3.6.3 DC-Zwischenkreisverbund
Im DC-Zwischenkreisverbund tauschen angeschlossene Antriebsregler Energie auf der DC-Span-
nungsebene aus.

3.6.3.1 Grundregeln für die Verdrahtung


z Die Leitungen zwischen Antriebsregler (+UG / -UG) und der Versorgungssammelschiene
abschirmen.
z Den Schirm beidseitig großflächig mit einer Schirmschelle auf die Montageplatte legen.
z Leitungen möglichst kurz halten.
z Leitungen eng nebeneinander verlegen, um Schleifen zu vermeiden, die magnetische Felder
erzeugen können.
z Leitungslängen bis 100 mm können ungeschirmt ausgeführt werden (wenn möglich
verdrillen).

Abb. 11 Aufbaubeispiel DC-Verbundbetrieb

l EDBEMV82EV DE 4.0 27
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EMV-Störungen erkennen und beseitigen

4 EMV-Störungen erkennen und beseitigen

Störung Ursache Abhilfe


ungeschirmte Motorleitung Geeignetes Kabel verwenden:
• geschirmte Motorleitung verwenden
EMV-Schirmblech mit Schnell-Schirm- Schirmung der Motorleitung optimieren:
schellen nicht benutzt • Schirmung nach Vorgabe optimal ausführen
Motorleitungsschirm durch Klemmen, Anordnung optimieren:
Störungen analoger Sollwerte des eigenen Schalter usw. unterbrochen • Komponenten min. 100 mm von anderen Bauteilen räumlich trennen
oder anderer Geräte und Meßsysteme • Motor-Entstörmodul einsetzen
zusätzliche, ungeschirmte Leitungen in- Verdrahtung optimieren:
nerhalb des Motorkabels verlegt (z. B. • Zusatzleitungen getrennt ausführen und abschirmen
Temperaturüberwachungen) • EMV-Kit E82ZPEx einsetzen
zu lange ungeschirmte Anschlußenden Verdrahtung optimieren:
der Motorleitung • ungeschirmte Kabelenden auf max. 40 mm verkürzen
netzseitige Filtermaßnahmen unzurei- Entstörung optimieren:
chend • zusätzliche Funk-Entstörfilter nach Tabelle verwenden (E 16 ff)
Kapazität der Motorleitung zu hoch Motorleitung optimieren:
• kapazitätsarme Motorleitung verwenden
Motorleitungsklemmen direkt neben Verdrahtung optimieren:
leitungsgebundener Störpegel wird netzseitig Netzklemmen aufgebaut • Motorleitungsklemmen von Netz- und anderen Steuerklemmen
überschritten min. 100 mm räumlich trennen
Montageplatte im Schaltschrank lackiert PE-Anbindung optimieren:
• Lackierung gründlich entfernen
• verzinkte Montageplatte verwenden
HF-Kurzschluß Installation überprüfen:
• Leitungsführung

28 EDBEMV82EV DE 4.0 l