Sie sind auf Seite 1von 24

Ausgabe 218 | Juli 2020

Bei uns
Die Stadt Regensburg informiert

Die ersten Tage


im neuen Amt
Das sind die
Erfahrungen der
beiden
Bürgermeister

StadtMenschen
Vom Bankschalter
auf die Partymeile

Corona-Schutz
im Johannesstift
Spagat zwischen
Sicherheit und
Freiheit

vhs-Inklusions-
projekt LISI
Menschen mit und
ohne Behinderung
lernen gemeinsam
#

GANESHA

Baumbestattung

#
Naturnahe Bestattung im
INDISCHE SPEZIALITÄTEN
Herzen von Regensburg Jeden Sonntag Schmankerl- Maximilianstraße 23
buffet von 11.30 – 16.00 Uhr 93047 Regensburg g
un
all you can eat pro Pers.: 9.90 € 09 41 /5 86 19 94 c hn
e *
Öffnungszeiten: 11.30 – 24.00 Uhr e R ge
Durchgehend warme Küche a mt nzeilung)
es r A ho
Mittagsmenü ab € 5.50
h r e g iese elbstatbam tag
Mo.-Sa. (außer Feiertags) fI d i S ich ms
au gabeauch be*gilt nund Sagebote
Friedenstraße 12
von 11.30 – 17.00 Uhr
Tel.: 0941 59202 20 % b
20 bei A
( g n
ita r A
ww
w ww.evangelischer-zentralfriedhof.de P Parkhaus Dachauplatz
und Peterstor # Fre nd fü
u
#

Impressum
Herausgeber: Stadt Regensburg,
Abteilung Presse- und Öffentlich-
keitsarbeit,
Rathausplatz 1, 93047 Regensburg
Für den Inhalt verantwortlich, so-
weit ein Verfasser nicht genannt
ist: Juliane von Roenne-Styra Das Amt für Jugend und Familie sucht ab sofort
Redaktion: Dagmar Obermeier-
Kundel, Katrin Butz, Kristina Kraus,
Claudia Biermann, Tatjana Setz,
Verena Bengler
Fotos und Repros (falls nicht an-
Vollzeitpflegeeltern
ders genannt):
Peter Ferstl, Stefan Effenhauser
Druck: Mittelbayerisches Druck- Die Stadt Regensburg will benachteiligten Kindern ein Zuhause in
zentrum GmbH & Co.KG, Pflegefamilien bieten.
Rathenaustraße 11,
93055 Regensburg Voraussetzungen für Pflegeeltern:
Akquisition & Vermarktung:
• Bereitschaft, Kindern ein Zuhause zu bieten, deren Eltern
Mittelbayerische Werbegesell-
über einen längeren Zeitraum oder dauerhaft für die Erziehung
schaft KG,
Roland Schmidt, Tel. 207-479
und Versorgung ihres Kindes ausfallen
Verantwortlich für den Anzeigen- • ausreichende, kindgerechte Räumlichkeiten
inhalt: Franz-Xaver Scheuerer • in der Regel eine Altersgrenze von 45 Jahren
Gestaltung: Shana Ziegler

Das Amt für Jugend und Familie bereitet Sie auf diese Aufgabe vor,
steht jederzeit fachlich beratend und begleitend zur Verfügung und
Die nächste bietet Ihnen ein monatliches Pflegegeld.

Bei uns-Ausgabe Bitte senden Sie einen kurzen Lebenslauf an das


erscheint am Amt für Jugend und Familie, Pflegekinderdienst,
Am Singrün 2a, 93047 Regensburg.
25. September
Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an Verena Deubler,
2020 Tel. 0941/507-4513, E-Mail: deubler.verena@regensburg.de

www.immobilienBeratung-wiesner.de
Jetzt unverbindlich informieren: 0941 / 46702201
02 BEI UNS
Liebe Leserinnen, liebe Leser, Inhalt

n
KURZ & KNAPP
och immer sind die Corona-Pandemie und ihre Aus- 04 Aktuelle Meldungen und Termine aus der
wirkungen auf die Gesellschaft das beherrschende Stadtverwaltung
Thema in unserer Stadt. Egal, ob es sich um kulturelle
Veranstaltungen handelt, ob es um das Feiern im STANDPUNKT
Freien geht oder um die Sicherheit in Alten- und Pflegeheimen, wo 05 Bürgermeisterin Dr. Astrid Freudenstein über die
dem Schutz von Hochrisikogruppen oberste Priorität eingeräumt Angebote der Stadt Regensburg für Seniorinnen
werden muss – Mund- und Nasenbedeckungen, der nötige Ab- und Senioren
stand und alle Maßgaben des Infektionsschutzes sind derzeit aus
unserem Alltag nicht mehr wegzudenken!
NACHGEFRAGT
Deshalb beleuchten wir auch in unserer Juli-Ausgabe der städti-
06 Bürgermeisterin Freudenstein und Bürgermeister
schen Informationszeitschrift diese Themen näher. Wir zeigen Ih-
Artinger stellen sich vor
nen in einer bunten Bilderschau, welch kreative Ideen die Kultur-
szene in den letzten Monaten verwirklicht hat. Wir stellen Ihnen
Thomas Kaschel vor, einen Mitarbeiter des Kommunalen Ord- NAH DRAN
nungsservice‘, der gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kolle- 08 Corona-Alltag im Johannesstift
gen mit viel Fingerspitzengefühl versucht, die Konflikte zu lösen, 11 Der neue Aufzug zum Reichssaal
die zwischen Feiernden und Anwohnern in und um die Altstadt 14 StadtMensch Thomas Kaschel vom KOS
entstehen. Konflikte, die in einer Zeit, in der es keine Möglichkeiten 16 Gemeinsam Lernen: Das vhs-Inklusionsprojekt LISI
gibt, sich in Clubs und Discos auszutoben, verschärft hervortreten.
Und wir haben das Johannesstift besucht, ein Alten- und Pflege-
heim der Evangelischen Wohltätigkeitsstiftung Regensburg, und SEHENSWERT
uns dort darüber informiert, wie die strengen Kontaktbeschrän- 12 Kultur in Corona-Zeiten
kungen, die der Infektionsschutz auferlegt, so umgesetzt werden 20 Artenvielfalt auf den Blumenwiesen in der Stadt
können, dass die alten Menschen möglichst wenig darunter leiden.
Aber natürlich gibt es auch noch andere Themen, die uns beschäf- MERK-WÜRDIG
tigen. Wir stellen Ihnen die beiden Bürgermeister, Dr. Astrid Freu- 18 Stadtteil-Serie: Oberisling, Leoprechting, Graß
denstein und Ludwig Artinger vor und berichten von ihren ersten
Wochen im Amt. Wir befassen uns eingehend mit dem Projekt
„LISI“ der vhs, das für „Lernen Im Sozialraum – Inklusiv“ steht und
MITMACHEN UND GEWINNEN
darauf abzielt, Bildungsangebote in Regensburg barrierefrei für 23 Rätselecke
Menschen mit und ohne Behinderungen zugänglich zu machen.
Und wir haben uns den neuen Aufzug, der das Alte Rathaus
schwellenlos erschließt, näher angeschaut.
Dass mit diesen und vielen anderen Themen auch für Sie etwas da-
bei ist, wünscht

Ihr Bei uns-Redaktionsteam

All dies und noch viel mehr können Sie übrigens jederzeit aktuell
auch im Internet lesen, in der Online-Ausgabe von Bei Uns unter
www.regensburg.de/507.

An dieser Bei uns-Ausgabe haben mitgewirkt (von links oben jeweils


nach rechts): Juliane von Roenne-Styra, Dagmar Obermeier-Kundel,
Unser Titelbild ist bei der Outdoor-Premiere des Beziehungsdra-
mas „Paare“ im Hof des Thon-Dittmer-Palais’ entstanden, das Katrin Butz, Claudia Biermann, Verena Bengler, Kristina Kraus,
die Abstandsregelungen sowohl für die Zuschauer als auch für Tatjana Setz, Peter Ferstl, Stefan Effenhauser
die Schauspieler meisterlich in Szene setzt.

BEI UNS 03
REGENSBURG KURZ & KNAPP
„Gönn Dir Regensburg“: Spannende QR-Code-Rallye führt durch die Altstadt
Die eigene Stadt erleben
Die heiß ersehnten Sommerferien sind
In diesem Sommer entscheiden sich schon in vollem Gange, und damit auf kei-
viele Menschen für einen Urlaub da- nen Fall Langeweile aufkommt, hat sich die
heim. Wer schon lange vorhatte, den Stadtbücherei Regensburg im Rahmen ih-
Sehenswürdigkeiten in Regensburg res Sommerprogramms etwas ganz Beson-
einen Besuch abzustatten, in eines deres einfallen lassen: eine QR-Code-Rallye
der Museen einzutauchen oder sich durch die Altstadt von Regensburg!
bei einer Schifffahrt den Wind um die Insgesamt 15 nummerierte QR-Codes gilt es
Nase wehen zu lassen, kann dabei in der Innenstadt zu finden. Die jeweiligen
jetzt tolle Preise gewinnen. Mit der Codes werden mit dem Smartphone einge-
Aktion „Gönn Dir Regensburg“ unter- scannt und führen die Teilnehmerinnen
stützt die Regensburg Tourismus und Teilnehmer zu einer Quizfrage. Hinter
GmbH im Rahmen des Tourismuskon- der richtigen Antwort verbirgt sich dann
zepts die lokale Tourismuswirtschaft ein Buchstabe. Hat man alle Buchstaben
und macht Lust auf Urlaub daheim. gesammelt, kann man schließlich das Lö-
Mit etwas Glück kann man zum Bei- sungswort bilden.
spiel einen Hotelaufenthalt, ein
Alle, die an der Rallye teilnehmen möchten
Abendessen oder einen Shopping-
und auf die Suche nach den QR-Codes ge-
Gutschein gewinnen. Teilnehmen
hen, sollten zum Beispiel an der Tourist Info
kann jeder, der sich eine Sammelkarte
am Alten Rathaus, in der Eingangshalle des
entweder online auf www.gönn-dir-
Museums der Bayerischen Geschichte oder
regensburg.de herunterlädt oder di-
beim Infokasten in der Nähe der Schotten-
rekt in den Tourist Info abholt. Punkte
kirche die Augen offen halten. Auch beim
gibt es für Stempel, Kassenbons oder
Studentenwohnheim in der Wahlenstraße
Fotos. Ist die Sammelkarte gefüllt,
oder rund um die Sitzbank in der Nähe der Mit dem richtigen Lösungswort kann man
kann sie in der Tourist Info am Rat-
Steinernen Brücke in Stadtamhof kann man sich anschließend bis 10. September 2020
hausplatz eingereicht werden.
unter anderem fündig werden. Bei den Fra- zu den Öffnungszeiten der Stadtbücherei
gen geht es dann um allerhand Zahlen und am Haidplatz an der Theke melden und be-
Noch mehr kurze Meldungen
Fakten rund um die Regensburger Sehens- kommt dann als Preis eine kleine, süße
finden Sie auf regensburg 507 unter:
würdigkeiten, Plätze und Straßen, aber Überraschung. Viel Spaß und Erfolg beim
www.regensburg.de/regensburg-507/
kurz-knapp.
auch um Kultur und Geschichte. Suchen und Rätseln!

„Regensburg goes FIT“ – der Fitnesssommer unter freiem Himmel


Dynamisches Functional Training, mobili- dung besucht werden. Einlass ist jeweils ei- werden daher gebeten, rechtzeitig da zu
sierendes Yoga, rhythmisches Zumba und ne Viertelstunde vor Beginn. In den 15-mi- sein und einen eigenen Stift mitzubringen.
kraftvolles Kickbox-Aerobic: Durch all die nütigen Einlasszeiten werden der Zugang Außerdem muss pandemiebedingt vor,
Einschränkungen, die wir aufgrund des Co- geregelt und die Kontaktdaten aufgenom- während und nach dem Training immer ein
rona-Virus in den letzten Monaten erfahren men. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer Abstand von mindestens 1,50 Metern zu
mussten, ist es umso schöner, dass die Fit- den anderen Sportlerinnen und Sportlern
nessreihe „Regensburg goes FIT“ mit etwas eingehalten werden. Die maximale Teilneh-
Verspätung doch noch starten konnte. Seit merzahl ist auf 100 Personen beschränkt.
12. Juli wird wieder jeden Sonntag gemein- Die Kurse finden noch bis Sonntag, 30. Au-
sam am Oberen Wöhrd gesportelt. gust, statt. Als Gesundheitspartner konnte
Jeden Sonntag führen professionelle Trai- wieder die Siemens-Betriebskrankenkasse
nerinnen und Trainer vier verschiedene Fit- (SBK) gewonnen werden, die sich finanziell
ness-Kurse durch. Los geht es um 15 Uhr mit und durch Aktionen vor Ort beteiligt.
„Functional Training“. Im Anschluss findet Sollte es aufgrund des Wetters nicht mög-
um 16.15 Uhr „Kickbox-Aerobic“ statt, bevor lich sein, draußen zu trainieren, müssen die
um 17.30 Uhr „Zumba“ an der Reihe ist. Um Kurse dieses Jahr leider ausfallen. Bei Ge-
18.45 Uhr kann man abschließend mit einer witterprognosen oder zu großer Hitze bitte
Yoga-Einheit sowohl Körper als auch Geist die aktuellen Informationen auf Facebook
etwas Gutes tun. Alle Kurse sind wie ge- unter „Regensburg goes FIT“ beobachten.
wohnt kostenfrei und können ohne Anmel- Viel Spaß beim Training!

04 BEI UNS KURZ & KNAPP


STANDPUNKT Veranstaltungen

In dieser Rubrik wenden sich die Bürgermeister, Referenten und Amtsleiter Jazzfest Fridays
mit einem ganz persönlichen Anliegen an die Bürgerinnen und Bürger der Bis Ende August 2020 präsentiert die
Stadt. Dieses Mal berichtet Bürgermeisterin Dr. Astrid Freudenstein über die Stadt Regensburg im Degginger an
Angebote der Stadt Regensburg für Seniorinnen und Senioren und stellt das acht aufeinander folgenden Freitagen
„Treffpunkt Seniorenbüro – Aktivzentrum“ vor. eine Ergänzung des als Großveranstal-
tung heuer nicht durchführbaren Bay-
erischen Jazzweekends: die Jazzfest
Der demografische Wandel macht auch vor Fridays. An jedem der Jazzfest Friday-
Regensburg nicht Halt. Die Regensburger Abende sind in der Regel drei Live-
Stadtbevölkerung wird sich verändern, und Konzerte von ca. 60 Minuten geboten.
künftig stehen immer mehr Ältere den Jün- Die Streams werden unter www.jazz-
geren gegenüber. Als Bürgermeisterin ist es fest-fridays.de angekündigt. Ziel ist es,
mir ein großes Anliegen, die älteren Re- alle Vorzüge des Bayerischen Jazz-
gensburgerinnen und Regensburger in ih- weekends auf den virtuellen Raum zu
rem alltäglichen Leben zu unterstützen und übertragen: Die künstlerische Freiheit
zu einer Kultur der Mitmenschlichkeit bei- der Musikerinnen und Musiker, die
zutragen. Ich bin froh, dass die Ausbreitung neugierige Entdeckermentalität des
des Corona-Virus zumindest so weit im Publikums und der daraus resultieren-
Griff ist, dass die Angebote der Stadt Re- de Gemeinschaftssinn sind untermau-
Û Dr. Astrid Freudenstein
gensburg für Seniorinnen und Senioren ert von einem hohen Qualitätsbe-
nach und nach wieder starten können. wusstsein. Die regionalen, nationalen
dene Angebote statt. Zum Beispiel werden
Unser neuestes Projekt, das „Treffpunkt Se- in der „Erzähl- und Schreibwerkstatt“ Seni- und internationalen Musik-Gäste wer-
niorenbüro – Aktivzentrum“ am Theodor- orinnen und Senioren dabei unterstützt, ih- den einmal mehr beweisen: Hier sind
Heuß-Platz möchte ich Ihnen heute näher re Erlebnisse für ihre Kinder und Enkel zu Könner unterwegs, die ihren Weg mit
vorstellen. Damit wollen wir in Königswie- Papier zu bringen. In der „Seniorenwerk- Leidenschaft gehen und dabei ein Im-
sen-Süd einen Ort der Begegnung und der statt“ hingegen wird an holzverarbeiten- provisationstalent beweisen, das viel
sozialen Teilhabe, aber auch einen Ort der den Maschinen und Werkbänken gemein- Mut verlangt.
Engagementförderung für ein selbstbe- sam gebaut, gebastelt und repariert. Für al-
stimmtes Leben im Alter schaffen. Mit Ein- le, die sich gerne bewegen, sind vielleicht „360°. Kunst an Litfaßsäulen“
richtungen wie dem Aktivzentrum sollen die Aktivitäten „KEEP ON!“ oder „3000 Ende Mai wurde ein spannender
zielgruppengerechte Angebote für ältere Schritte“ genau das Richtige. Nordic-Wal- künstlerischer Wettbewerb zur Ge-
Menschen in deren direktem Wohnumfeld king oder ein Spaziergang führt die Senio- staltung von drei prominent platzier-
gewährleistet werden. Das ist mir beson- rinnen und Senioren dabei durch den Hege- ten Regensburger Litfaßsäulen ausge-
ders wichtig, da wir damit einen großen nauer Park. schrieben. Über das Jahr hinweg be-
Beitrag zu einer notwendigen Veränderung Damit es auf keinen Fall langweilig wird, ar- zeugen Litfaßsäulen das bunte Kultur-
der Strukturen in der Altenhilfe leisten kön- beiten wir stetig an neuen Angeboten. Im leben Regens-
nen. Ich möchte dazu beitragen, dass ältere „Treffpunkt Küche“ des Aktivzentrums soll burgs mit zahlrei-
Menschen solange wie möglich in ihrer daher künftig nicht nur ein gemeinsamer chen Plakaten und
Wohnung und dem gewohnten sozialen Mittagstisch entstehen. Es kann auch zu- Hinweisen zu Ver-
Umfeld bleiben können. sammen gekocht und gebacken werden. anstaltungen. Da
Das Aktivzentrum ist gleich in zweierlei Außerdem planen wir in Kooperation mit aktuell aufgrund
Hinsicht eine Anlaufstelle für Seniorinnen dem medizinischen Netzwerk Kurse und des Corona-Virus
und Senioren: Zum einen gibt es eine breite Vorträge zu altersspezifischen Themen wie nur eingeschränkt
Palette an Angeboten und Aktivitäten, an gesunde Ernährung und Sturzprophylaxe. Veranstaltungen
denen sie natürlich gerne teilnehmen kön- Abschließend danke ich allen Beteiligten. stattfinden kön-
nen. Zum anderen bietet das Aktivzentrum Der „Treffpunkt Seniorenbüro“ mit seinem nen, werden die
älteren Menschen in der nachberuflichen Engagement leistet enorm wertvolle Ar- Litfaßsäulen am
Phase die Möglichkeit, ehrenamtlich eine beit. Ich wünsche mir sehr, dass nun – da Alten Kornmarkt,
sinnvolle Tätigkeit auszuüben, in der sie ih- der Höhepunkt der Pandemie hoffentlich am Arnulfsplatz (ab dem 7. August er-
re Lebenserfahrung auch für andere einset- hinter uns liegt – auch die älteren Regens- satzweise am Dachauplatz) und an
zen können. burgerinnen und Regensburger mit dem der Eisernen Brücke/Wöhrdstraße nun
Das barrierearme „Treffpunkt Seniorenbüro „Treffpunkt Seniorenbüro“ wieder in ihren für die Arbeiten von Regensburger
– Aktivzentrum“ ist unter anderem mit ei- gewohnten und abwechslungsreichen All- Künstlerinnen und Künstlern zur Ver-
ner „Seniorenwerkstatt“, einer großen Kü- tag zurückfinden. Ich freue mich schon auf fügung gestellt und damit zu Kunst-
che, einem Veranstaltungsraum und einem ein großes Eröffnungsfest, sobald es die Co- werken im öffentlichen Raum. Jeweils
kleinen Multifunktionsraum ausgestattet. rona-Pandemie zulässt. für zehn Tage gibt es bis Ende August
In diesen Räumen finden nun voraussicht- tolle künstlerische Gestaltungen an
lich ab September nach und nach – insofern Ihre den Litfaßsäulen zu sehen – eine Ent-
es das Corona-Virus zulässt – viele verschie- Dr. Astrid Freudenstein, Bürgermeisterin deckungstour lohnt sich!

KURZ & KNAPP BEI UNS 05


Û Die beiden neuen Bürgermeister mit Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer.

Neue Bürgermeister

Die ersten Wochen im Alten Rathaus


Dr. Astrid Freudenstein, CSU, und Ludwig Artinger, Freie Wähler, gehören seit zwölf Jahren dem Regensburger Stadt-
rat an. Am 14. Mai wurden sie zur zweiten Bürgermeisterin beziehungsweise zum dritten Bürgermeister gewählt.
Wir stellen Ihnen die beiden vor und haben mit ihnen über ihre ersten Erfahrungen im neuen Amt gesprochen. (kb)

Dr. Astrid Freudenstein:


„In den Ämtern wird mit Leidenschaft,
Einsatz und viel Herzblut gearbeitet“

„Das Schöne am Bürgermeister-Amt sind die Begegnungen mit


vielen verschiedenen Menschen. Ich bin ja für Jugend und Seni-
oren, Soziales und Sport zuständig – diese große Bandbreite an
Themen und Menschen macht sehr viel Freude“, berichtet Dr.
Astrid Freudenstein. Sie hat die vergangenen Wochen genutzt,
um ihren Ämtern Antrittsbesuche abzustatten und zu sehen,
wo welche Kolleginnen und Kollegen arbeiten.
„Wegen der Corona-Pandemie fallen meine ersten Bürgermeis-
ter-Monate in eine eher ruhige Zeit. Vieles findet ja nach wie vor Û Dr. Astrid Freudenstein, zweite Bürgermeisterin
nicht statt – große Sportveranstaltungen und Vereinsfeste zum
Beispiel. Ich konnte mich deshalb gut mit den internen Abläu- Wirtschaftswissenschaften studiert und zwölf Jahre in München
fen im Rathaus befassen.“ beim BR-Hörfunk gearbeitet. Anschließend wechselte sie an die
Dr. Astrid Freudenstein ist ausgebildete Journalistin. Die 46-Jäh- Universität Regensburg, wo sie als Akademische Rätin am Lehr-
rige hat in Passau Geographie, Germanistik und einige Semester stuhl für Medienwissenschaft tätig war. Ihre politische Karriere

06 BEI UNS NACHGEFRAGT


ist vielleicht auch ein wenig familiär bedingt. „Mein Vater war
über dreißig Jahre lang Gemeinderat, Stadtrat und Bürgermeis-
ter, und von meinen vier Geschwistern sind drei ebenfalls poli-
tisch engagiert – übrigens alle in verschiedenen Parteien.“
Freudenstein selbst trat mit 30 Jahren in die CSU ein, 2008 wur-
de sie zur Stadträtin gewählt.
Bei der Bundestagswahl 2013 ließ sie sich – wie schon vier Jahre
zuvor – auf einem eigentlich aussichtslosen Listenplatz aufstel-
len und zog durch das starke Abschneiden ihrer Partei völlig un-
erwartet in den Bundestag ein. Nach der Regierungsbildung
2018 übernahm Dr. Freudenstein die Leitung der Zentralabtei-
lung im Bundesverkehrsministerium, bevor sie im Sommer
2019 wieder ins Parlament nachrückte. „In Berlin schlägt das
Herz unserer Demokratie. Im Bundestag gibt es sehr viele Men- Û Ludwig Artinger, dritter Bürgermeister
schen, von denen man sehr viel lernen kann, quer durch alle
Parteien und Fraktionen. Wenn man Politik lernen möchte, gibt
auflage des Umweltforums stattfinden, wir wollen wieder den
es nichts Besseres“, schwärmt sie. Auch was es heißt, zu verhan-
Umweltpreis verleihen und wir arbeiten an einem neuen Mobi-
deln und politische Kompromisse zu schließen, habe sie in die-
litätskonzept für den städtischen Fuhrpark.“ Auch die Umset-
ser Zeit erfahren.
zung der Zero-Waste-Strategie, die der Stadtrat im Februar für
In Regensburg ist die Mutter eines Sohnes nun als zweite Bür- Regensburg beschlossen hat, steht auf der Agenda.
germeisterin für den sozialen Bereich zuständig, ein Thema, mit
Als Jurist ist Ludwig Artinger daran gewöhnt, sich schnell und
dem sie sich auch als Bundestagsabgeordnete viel beschäftigt
gründlich in verschiedene Themenbereiche einzuarbeiten. Seit
hat. Es ist ihr wichtig, die sozialen Einrichtungen und Struktu-
1985 hat er in wechselnden Funktionen als Richter und Staatsan-
ren in Regensburg gut durch die Corona-Krise zu bekommen.
walt gearbeitet. In diesen 35 Jahren war er in Zivilgerichten und
„Auch wenn weniger Geld zur Verfügung steht, darf es nicht der
in Strafgerichten eingesetzt. Er entschied in Grundstücksangele-
soziale Bereich sein, in dem gespart wird.“ Erste Themen, mit
genheiten und führte einige Jahre lang eine Kammer für Arzt-
denen sie sich als Bürgermeisterin beschäftigt, sind etwa die
haftungsfragen. „Um zu beurteilen, ob ein ärztlicher Kunstfeh-
Einrichtung eines Pflegestützpunkts beim Seniorenamt, die
ler vorliegt, haben wir ganze Operationen nachexerziert. Es hat
Wiederaufnahme des Betriebs in den Jugendzentren nach der
mir großen Spaß gemacht, so tief in diese für mich eigentlich
coronabedingten Schließung und die Organisation der Obachlo-
fremde Materie einzutauchen.“ Seit 2011 war Artinger Direktor
senunterkunft in Zeiten von Corona. Ihre Ämter hat Freuden-
des Amtsgerichts Kelheim. Vor allem die Arbeit mit den Men-
stein dabei schon gut kennen und schätzen gelernt: „Ich freue
schen hat ihm dabei gefallen und ihn in seiner Überzeugung be-
mich über die Leidenschaft und den Einsatz, mit dem sie an ih-
stärkt, dass man nur miteinander etwas Gutes erreichen kann.
ren Themen arbeiten. Egal, ob Sport, Jugend, Senioren oder Sozi-
„Als ich in der Justiz angefangen habe, gab es noch ein starkes
ales – ich habe in den ersten Monaten gesehen, dass in den
Obrigkeitsdenken. Mittlerweile ist das zum Glück Geschichte.
Amtsstuben Menschen mit viel Herzblut bei der Sache sind.“
Wenn Sie wollen, dass die Menschen mit Freude mitarbeiten
und ihr Bestes geben, müssen Sie ihnen kooperativ und auf Au-
genhöhe begegnen.“
Ludwig Artinger: In seinem neuen Amt ist das besonders wichtig, da Artinger für
„Die Themen bekommen eine
seine Aufgaben viele Mitstreiter braucht. Als dritter Bürger-
ganz andere Tiefe“ meister ist der dreifache Vater für das Umwelt- und das Garten-
Als „sehr bewegte Zeit“ hat Ludwig Artinger die ersten Wochen amt, das Amt für Abfallentsorgung, Straßenreinigung und Fuhr-
im neuen Amt erlebt. Er habe viel Neues erfahren und viele park sowie die Energieagentur zuständig. „Gerade die Umwelt
neue Menschen getroffen. „Natürlich weiß man als langjähriger ist ein Querschnittsbereich, an dem viele Ämter beteiligt sind.“
Stadtrat über die Themen und die Strukturen in der Verwaltung Längerfristige Ziele sind etwa ein zukunftsfähiges Mobilitäts-
Bescheid. Aber von der täglichen Arbeit in den Ämtern be- konzept, die Stärkung des Umweltverbundes, mehr Grün und
kommt man nicht viel mit.“ Die Stadtverwaltung nun von der Wasser in der Altstadt, Müllvermeidung und Klimaneutralität.
anderen Seite, sozusagen von innen, kennenzulernen, ist für „Umwelt ist das Zukunftsthema schlechthin – auch wenn es mo-
den 64-Jährigen eine interessante Erfahrung. Auch die Themen mentan etwas durch die Corona-Krise überlagert wird.“ Ideen
bekämen eine ganz andere Tiefe. „Am Anfang konnte einem für seine Arbeit und natürlich auch Entspannung findet Artin-
schon schwindlig werden bei der Fülle an neuen Informatio- ger beim Sport, vor allem Rennradfahren und Mountainbiken
nen.“ Mittlerweile habe er sich schon ein wenig freigeschwom- begeistern ihn. „Der Spruch mit dem gesunden Geist im gesun-
men. „Ich hatte mir das Ziel gesetzt, die Einarbeitung bis zur den Körper hat schon etwas Wahres. Oft kommt es vor, dass
Sommerpause abzuschließen, um dann im Herbst, wenn hof- man lange an einem Problem herumdenkt – und beim Sport
fentlich auch die Veranstaltungen wieder losgehen, richtig löst sich der Knoten plötzlich auf und man sieht die Lösung vor
durchstarten zu können.“ Geplant ist einiges: „Es soll eine Neu- sich.“

NACHGEFRAGT BEI UNS 07


Corona-Schutz im Johannesstift

Ein Spagat zwischen Sicherheit


und Freiheit
Dagmar Obermeier-Kundel

Die Infektionszahlen haben sich in Deutschland auf einem niedrigen Niveau rollt ist, da haben wir schnell reagiert und
eingependelt, die strengen Corona-Auflagen werden nach und nach gelo- noch vor den Empfehlungen des Robert-
ckert. Davon profitieren auch die Alten- und Pflegeheime. Dennoch bleibt Koch-Instituts unser Heim geschlossen.
das Risiko bestehen. Ein Spagat zwischen Sicherheit und Freiheit, vor dem Wir haben die Mundschutzpflicht einge-
auch das Johannesstift in Regensburg steht. führt, alle Gemeinschaftsveranstaltungen
abgesagt und Besucher nur noch in palli-
ativen Situationen zugelassen, selbstver-
ständlich auch dann nur noch mit der

E in freier Zugang zum Heim ist derzeit


immer noch nicht möglich. Besucher
müssen an der Pforte klopfen. Sind sie
fünf Besucher am Tag zeitversetzt für je-
weils eine Dreiviertelstunde zu einem An-
gehörigen auf dessen Zimmer. Für die Be-
entsprechenden Schutzausrüstung.“ Es
wurde regelmäßig Fieber gemessen, bei
Verdacht auf eine Infektion sofort ein
angemeldet, dürfen sie eintreten und wohnerinnen und Bewohner des Johan- Test durchgeführt; die Mitarbeiterinnen
müssen sich im Eingangsbereich als ers- nesstifts bedeutet dies im Vergleich zur und Mitarbeiter wurden angehalten, das
tes die Hände desinfizieren. Anschlie- Zeit des Lockdowns schon eine gewaltige Risiko einer Ansteckung so weit wie mög-
ßend tragen sie ihre Kontaktdaten in ei- Verbesserung. Bis vor Kurzem waren Be- lich zu minimieren. „Und da haben wirk-
nen bereitliegenden Bogen ein, erhalten suche auf dem Zimmer überhaupt nicht lich alle mitgezogen“, bekräftigt Pflege-
einen Mund-Nasen-Schutz und einen ste- möglich, erzählt Heimleiter Frank Stein- dienstleitung Manuela Kurz, die Stellver-
rilen Kittel. Pro Stockwerk dürfen jeweils büchel. „Als die erste Welle auf uns zuge- treterin des Heimleiters: „Wir sind bis

08 BEI UNS NAH DRAN


heute ohne einen einzigen Corona-Fall
durchgekommen.“

Körperliche Zuwendung
und Haarefärben
Doch der Schutz der Gesundheit der Be-
wohnerinnen und Bewohner war nur die
eine Seite. Es galt auch die andere zu be-
denken: Wie können wir verhindern, dass
sich die Menschen eingesperrt fühlen
und vereinsamen? Wie können wir das
Bedürfnis nach Kontakten und menschli-
cher Nähe trotzdem befriedigen? Wie
schaffen wir es, dass das Leben im Heim
trotz aller Infektionsschutzmaßnahmen
lebenswert bleibt? – Gemeinsam mit der
stellvertretenden Pflegedienstleiterin Ka-
thrin Plättner und Qualitätsmanagerin Û Mit viel Zuwendung versuchen die Pflegekräfte die Einschränkungen zu kompensieren
Gabriele Stiglmeier, diskutierten Steinbü-
chel und Kurz verschiedene Varianten. Sie
Ausreichend Schutzausrüstung Monaten über sich hinausgewachsen,
entschieden sich für eine Gruppenisolati-
vorhanden stellen Steinbüchel, Kurz und Plättner
on und damit bewusst dagegen, die Be-
Mittlerweile ist die Verfügbarkeit von übereinstimmend fest. Über Jahre ge-
wohnerinnen und Bewohner einzeln auf
Schutzausrüstung kein Thema mehr. Zu wachsene Beziehungen zu den Heimbe-
ihren Zimmern zu isolieren. „Wir haben
Beginn der ersten Welle habe sie aller- wohnern seien noch weiter intensiviert
nach außen alles geschlossen, aber den
dings schon schlaflose Nächte gehabt, er- worden. Körperliche und seelische Zu-
Kontakt nach innen soweit wie möglich
zählt Manuela Kurz. Auch dank ihrer jah- wendung, die sonst von den Angehörigen
aufrechterhalten“, fasst Steinbüchel zu-
relang gepflegten Kontakte sei aber im- kommt, übernahm das Personal, das auch
sammen. Dazu gehörte, dass die einzel-
mer ausreichend Material vorhanden ge- für weitere Annehmlichkeiten zuständig
nen Wohngruppen offen blieben. Die Be-
wesen. Als der Katastrophenschutz die war: Die Sahnetorten, die sonst das haus-
wohnerinnen und Bewohner hatten wei-
Koordination übernommen habe, habe eigene Café anbietet, wurden auf die Sta-
terhin untereinander und zu ihren festen
sie wieder durchschnaufen können. Eine tionen geliefert. Frische Blumen sorgten
Betreuern Kontakt. Alle Querverbindun-
Lehre hat sie allerdings aus der Situation für farbenfrohe Akzente. Auch Dienstleis-
gen innerhalb des Hauses wurden hinge-
im März gezogen: Die Vorräte bleiben auf- tungen wie beispielsweise Fußpflege, Ma-
gen komplett zurückgefahren. Gottes-
gestockt. Denn noch ist die Gefahr ja niküre oder eine neue Frisur übernah-
dienste fanden getrennt in den WGs statt,
nicht gebannt! men die Pflegefachkräfte. „Ich hab sogar
Personal wurde nicht mehr ausgetauscht,
angefangen, Haare zu färben“, erzählt
die Wege der Lieferanten wurden rigoros
Plättner. Eine Station wurde von der
eingeschränkt, um Ansteckungen so weit „Helden des Alltags“
wie möglich auszuschließen. Das gesamte Personal sei in den letzten
Zur Sache: Johannesstift

Das Alten- und Pflegeheim Johannes-


stift in der Vitusstraße 14 ist eine Ein-
richtung der Evangelischen Wohltätig-
keitsstiftung in Regensburg (EWR). Es
ist für alle Konfessionen offen und ver-
fügt über 77 Einzel-, zehn Doppel- und
vier Zweibettzimmer-Appartements,
die sich auf insgesamt sechs Etagen
verteilen. Der Bereich „Beschütztes
Wohnen“, der speziell für dementiell
Erkrankte eingerichtet wurde, bietet
außerdem insgesamt sieben Doppel-
zimmer, drei Aufenthaltsbereiche und
einen abgetrennten Außenbereich.
Û Heimleiter Frank Steinbüchel, seiner Stellvertreterin Manuela Kurz und der stellvertretenden Pfle- Weitere Infos unter
gedienstleiterin Kathrin Plättner (von links) ist das Wohl der Bewohnerinnen und Bewohner ein www.johannesstift-regensburg.de.
wichtiges Anliegen

NAH DRAN BEI UNS 09


Schwester einer Bewohnerin als „Helden
des Alltags“ bei Radio Charivari vorge-
schlagen. Der errungene Preis, das „Hel-
denfrühstück“, habe fast das gesamte
Heim sattgemacht, erzählt Plättner voller
Stolz.

Information und Transparenz


Ganz wichtig war der Stiftungs- und
Heimleitung stets die Information von
Mitarbeitern, Angehörigen und natürlich
den Bewohnern selbst. Eine größtmögli-
che Transparenz aller Maßnahmen sollte
Vertrauen aufbauen und einer Verunsi-
cherung auf allen Seiten vorbeugen. Dies Û Besucherinnen und Besucher müssen sich in eine Liste eintragen und die Infektionsschutzrege-
scheint auch gelungen zu sein, denn das lungen beachten
positive Feedback war groß und viele An-
gehörige hätten ihre Zustimmung zu den
Maßnahmen deutlich signalisiert, betont tal verunsichert“, so Kurz. Und trotz aller allerdings müssen die wichtigsten Regeln
der Heimleiter, „auch wenn es natürlich Fürsorge hätten gerade Menschen mit ei- eingehalten werden: Abstand, Maske,
immer Menschen gibt, denen es mit den ner dementiellen Erkrankung, die die Desinfektion. Auch wenn sich dadurch
Lockerungen nicht schnell genug geht“. Notwendigkeit der Maßnahmen nicht be- das Risiko natürlich erhöht, ist sich die
greifen konnten, extrem gelitten. Da hal-
Dennoch sei der erste Schritt der Öffnung Heimleitung sicher, dass sie den richtigen
fen auch technische Möglichkeiten wie
ein bedeutender Einschnitt gewesen. Ein Weg eingeschlagen hat.
der Kontakt über Smartphone und Tab-
Raum im Erdgeschoß mit großem Fenster Die Wachsamkeit bleibt dennoch weiter
nach draußen ermöglichte in den Wo- lets, die deutlich ausgeweitet wurden, nur
bedingt. bestehen, sie ist vielleicht sogar größer
chen nach dem strengen Lockdown erste
geworden, denn die Corona-Krise hat die
Kontakte – zumindest auf Distanz. „Das
war extrem wichtig, dass sich die Famili- Weitere Lockerungen Bewohner und das Pflegepersonal noch
enmitglieder überzeugen konnten, dass Deshalb hat das Heim jetzt einen weite- weiter zusammengeschweißt und nie-
es ihren Angehörigen gut geht. Denn die ren Schritt in Richtung Lockerung getan. mand möchte derjenige sein, der das Vi-
Situation hat verständlicherweise alle to- Persönlicher Kontakt ist wieder möglich, rus ins Heim einschleppt.

Û Schönes Ambiente: Auch in Corona-Zeiten kann man sich im Johannesstift wohlfühlen

10 BEI UNS NAH DRAN


Altes Rathaus

Auf dem Weg zur Barrierefreiheit


Tatjana Setz

Bisher war das Alte Rathaus für


Menschen mit Gehbeeinträchtigun-
gen nicht, beziehungsweise nur
schwer, zugänglich. Seit März 2020
sorgt nun ein Aufzug im Fechthof, an
der Westseite des Reichssaalgebäu-
des, für einen barrierefreien Zugang
zum Reichssaal des Alten Rathauses.

G leichberechtigte Teilhabe für Men-


schen mit Einschränkungen am ge-
sellschaftlichen und öffentlichen Leben –
das ist nicht nur ein Ziel der Stadt Regens-
burg, sondern in ganz Europa und darü-
ber hinaus. Dieses Ziel gilt es Schritt für
Schritt umzusetzen. Und wo ein Wille ist,
finden sich bekanntlich auch Wege. So be-
trachtet ist die Errichtung einer Aufzugs-
anlage am Alten Rathaus ein leicht zu be-
wältigendes Hindernis. Technisch gese-
hen ist es jedoch eine Herausforderung,
eine solche Anlage an dem denkmalge-
schützten, mittelalterlichen Reichssaalge-
bäude anzubinden.

Worin lagen die


Herausforderungen?
Aufgrund des bestehenden Denkmal-
schutzes und der Tatsache, dass es sich
um einen etwa 700 Jahre alten Gebäude-
komplex handelt, wurde ein Gestaltungs-
und Realisierungswettbewerb mit drei ge-
ladenen Architekturbüros durchgeführt.
Dadurch konnte eine der besonderen
baulichen Situation angemessene Lösung
gefunden werden. Um die an diesem
Standort nicht vollständig umsetzbaren
DIN-Forderungen für barrierefreies Bau-
en bestmöglich zu erfüllen, wurden zwi-
schen dem Amt für Gebäudeservice, dem Steigung von 7,5 Prozent – die DIN 18040 nen und ist für eine Traglast von bis zu
Inklusionsbeauftragten der Stadt Regens- schreibt Steigungen bis sechs Prozent vor. 630 Kilogramm ausgelegt. Er wird wäh-
burg, Frank Reinel, dem Inklusionsbeirat Im Gebäude selbst gibt es weitere Niveau- rend der Sommermonate klimatisiert
sowie dem Amt für Denkmalschutz die unterschiede, die überwunden werden und im Winter beheizt. Selbstverständ-
Notwendigkeiten und die technischen müssen. Hierbei helfen eine festeinge- lich ist der Lift an die bestehende Brand-
Möglichkeiten abgestimmt. So einigte baute Rampe sowie mobile Keile. meldeanlage sowie an die Notrufzentrale
man sich beispielsweise bei der Rampe Die Anlage ist 7,6 Meter hoch. Der Aufzug für Aufzüge bei der Hauptfeuerwache an-
vor dem Aufzug im Fechthof auf eine selbst bietet Platz für bis zu acht Perso- geschlossen.

NAH DRAN BEI UNS 11


Kunst und C
D er Corona-Lockdown im Frühjahr hat auch die
Kunst- und Kulturszene stark gebeutelt. Wochen-
lang mussten alle Veranstaltungen abgesagt werden,
Künstlerinnen und Künstlern brachen sämtliche Ein-
nahmen weg, wann wieder Kultur möglich sein würde,
und unter welchen Bedingungen, war ungewiss. Das
Publikum war plötzlich nur noch online erreichbar. Ei-
ne Katastrophe nicht nur für die Kulturschaffenden,
sondern auch für all diejenigen, die hinter den Kulissen
tätig sind, wie Techniker oder Bühnenarbeiter.
In der Nacht vom 22. auf den 23. Juni hat die bundeswei-
te „Night of Light“ ein Signal für die Veranstaltungs-
branche gesetzt. Auch die Stadt Regensburg war dabei
und ließ einige ihrer Gebäude in rotem Licht erstrah-
len.

12 BEI UNS SEHENSWERT


Corona
Mittlerweile kehrt die Kunst langsam zurück. Theater-
vorstellungen finden im Freien statt und mit viel Ab-
stand sowohl zwischen den Zuschauern als auch zwi-
schen den Akteuren auf der Bühne. Das Degginger hat
unter anderem seine Netzwerkdienstage wieder aufge-
nommen – mit stark reduziertem Publikum in der
Wahlenstraße und einer Live-Übertragung via Facebook
und Youtube. Auch das Jazzweekend geht online und
sendet seine Jazzfest Fridays aus dem Degginger in die
Welt. Ausstellungen, Museumsbesuche und Führungen
sind zwar unter Einhaltung der Hygienebedingungen
wieder möglich – doch das digitale Angebot läuft viel-
fach parallel weiter. Analog zu bewundern sind dage-
gen die Litfaßsäulen, die Künstlerinnen und Künstler
im Rahmen der Aktion „360 Grad“ gestaltet haben. (kb)

SEHENSWERT BEI UNS 13


Vom Bankschalter auf die Partymeile

Thomas Kaschel sorgt auf der Jahninsel


für Recht und Ordnung
Kristina Kraus

Erbrochenes im Vorgarten, laute Musik bis in die frühen Morgenstunden punkte seiner Arbeit sind dabei seit Wo-
und bergeweise Müll im sonst so schönen Naherholungsgebiet: Was die An- chen die Jahninsel und der Grieser Spitz,
wohner in Stadtamhof seit Beginn der ‚Corona-Krise‘ mitmachen mussten, die seit der pandemiebedingten Schlie-
hat mit friedlichem Zusammenleben nichts mehr zu tun. Daher haben die ßung der Bars und Clubs von den Nacht-
Polizei und das städtische Ordnungsamt ihre Präsenz auf der Jahninsel und schwärmern zur Großraumdisco um-
funktioniert wurden.
dem Grieser Spitz massiv verstärkt, um die ausartenden Freiluft-Partys zu
unterbinden. Einer der Ordnungshüter ist Thomas Kaschel, der sich als Mit- „In meinem Job brauche ich viel Finger-
arbeiter des Ordnungsdienstes Nacht für Nacht ins Getümmel stürzt. spitzengefühl. Vor jeder Kontaktaufnah-
me mit Störenfrieden überlegen meine
Kollegen und ich genau, wie wir an die Si-

E
tuation herangehen“, erklärt Kaschel. In
inen krisensicheren, ruhigen Job im durch die Party-Hotspots der Stadt, um
der Regel treten die Ordnungshüter ent-
öffentlichen Dienst hatte Thomas Ka- lärmende, betrunkene Jugendliche zur
spannt und kameradschaftlich auf und
schel gesucht, als sich abzeichnete, dass Vernunft zu bringen – und ist damit kommen damit auch meist gut an: „Der
die Bankfiliale, in der er als Kundenbe- glücklich. Als Mitarbeiter im „Kommuna- Großteil der jungen Leute will einfach
treuer am Schalter arbeitete, schließen len Ordnungsservice“ (KOS) ist er dafür nur in fröhlicher Runde zusammensitzen
würde. Vier Jahre später streift er mit zuständig, Störungen im öffentlichen und die Freizeit mit den Freunden genie-
Uniform, Einsatzstock und Reizstoffgerät Raum, wie etwa Lärmbelästigung oder ßen. Wenn wir sie dann freundlich darauf
(betrieben mit Pfefferpflanzenextrakt) Vandalismus, zu unterbinden. Schwer- hinweisen, dass sie zu laut sind, reagieren

14 BEI UNS NAH DRAN


sie fast immer verständnisvoll.“ Selbst bei formierte werden laut Kaschel trotz des
einer kompletten Räumung der Grünan- meistens entgegengebrachten Verständ-
lagen habe es bisher bis auf ein paar Dis- nisses immer öfter als Feindbild wahrge-
kussionen keinen größeren Widerstand nommen und ihr Handeln genau beob-
gegeben. achtet, häufig auch gefilmt. „Wir müssen
stets genau darauf achten, wie das, was
„Wer sich betrinken will, wir tun, auf die Außenstehenden wirkt.“
wird direkt wieder heimgeschickt“
„Neben einigen Störenfrieden ist das Pro-
Kollegen geben Halt
blem auch die Masse Mensch. Wenn an ei- Erlebnisse wie diese steckt auch der ent-
nem Abend vier- bis fünfhundert Jugend- spannte 36-Jährige nicht immer ganz
liche zusammensitzen, kommt automa- leicht weg. Ausgleich und Entspannung
tisch unverträglicher Lärm auf – zumal findet er bei seiner Familie, langen Spa-
mit zusätzlicher Musik. Bei solchen Zu- ziergängen mit seinem Hund und bei sei-
ständen bringt es nichts mehr, noch ein- nen Kollegen, mit denen er ein herzliches,
zelne Gruppen anzusprechen. Da bleibt freundschaftliches Verhältnis hat: „Wir
Û Hinterlassenschaften einer Partynacht
uns dann keine andere Möglichkeit, als haben uns im Lauf der Zeit ein dickes Fell
alle wegzuschicken.“ zugelegt und geben uns gegenseitig Halt.“
weis, um schon vorbeugend eingreifen zu
Unter diesen Voraussetzungen blickt Ka-
Grundlage für die Arbeit des KOS ist dabei können.“
schel optimistisch nach vorn: „Würden
die städtische Grünanlagensatzung, die Denn ist der Alkohol erst einmal zu Kopf
sich alle an das halten, was es für ein
auch für die Donauauen, die Jahninsel gestiegen, ist es mit freundlichen Gesprä-
rücksichtsvolles und friedliches Zusam-
und den Grieser Spitz gilt. Das Abspielen chen nicht mehr ganz so einfach. Dabei
menleben braucht, hätten wir kein Prob-
von Musik, lautes Schreien und Lachen haben Kaschel und seine Kollegen schon
lem.“ Und bis dies bei allen Störenfrieden
und der Aufenthalt in berauschtem Zu- einige brenzlige Situationen erlebt: „Erst
angekommen ist, werden sich Thomas
stand sind darin ausdrücklich verboten. vor kurzem haben wir auf der Jahninsel
Kaschel und seine Kollegen weiterhin un-
Dadurch können die KOS-Mitarbeiter Ju- drei stark betrunkene junge Männer an-
ermüdlich dafür einsetzen.
gendliche, die offensichtlich in der Ab- getroffen, von denen einer vor allen Leu-
sicht an die Donau gehen, sich zu betrin- ten mitten auf den Platz uriniert hat. Als
ken, auch schon im Vorfeld wieder nach wir ihn angesprochen haben, hat er sehr
Hause schicken: „Wenn eine kleine Grup- aggressiv reagiert und gedroht, mir den
pe einen ganzen Kasten Bier und mehrere Schädel einzuschlagen. Daraufhin haben
Flaschen Schnaps dabei hat, ist klar, dass wir die Gruppe vom Platz verwiesen.“ Fast
die nicht nur gemütlich einen Absacker noch schlimmer als diese Situation sei
trinken wollen. Andere bringen richtiges aber die Reaktion der Umstehenden ge-
Equipment für Trinkspiele wie einen wesen. „Eine Gruppe, die daneben saß,
Beerpong-Tisch mit, oder Trichter und hat uns während des Einsatzes perma-
Schläuche, um damit eine „Bier-Bong“ (ei- nent gefilmt und uns ‚racial profiling‘
ne Art Trinktrichter) zu bauen“, berichtet vorgeworfen, weil die jungen Männer ei-
Kaschel. „Das reicht für uns dann als Hin- nen Migrationshintergrund hatten.“ Uni- Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
der Stadtverwaltung sind in den unter-
schiedlichsten Bereichen für Regens-
burg tätig: von A wie Abfallentsorgung
bis Z wie Zulassungsstelle. In unserer
Serie „StadtMenschen“ stellen wir zum
einen die vielfältigen Tätigkeitsfelder
vor, die die Anforderungen an die
Stadtverwaltung widerspiegeln. Zum
anderen wollen wir zeigen, dass es
ganz normale Menschen (mit teilweise
außergewöhnlichen Interessen) sind,
die sich täglich für die Stadt, ihre Bür-
gerinnen und Bürger und damit für ein
gelungenes Miteinander einsetzen.

Weitere Porträts unter


Û Untereinander auf Abstand und mit Jugendlichen im Gespräch: Thomas Kaschel und sein Kollege www.regensburg.de/507
Tobias Grande sind an Sommerabenden v.a. auf der Jahninsel und dem Grieser Spitz im Einsatz

NAH DRAN BEI UNS 15


Û Von links nach rechts: David Löw, Projektkoordinator bei der Lebenshilfe Regensburg e. V., Dr. Susanne Kraft, Leiterin der Volkshochschule, Marlene Wedl,
Programmleiterin im Bereich Gesundheit bei der Volkshochschule und Markus Bauer, Leiter der Offenen Hilfen, Lebenshilfe Regensburg e. V.

Projekt „LISI“: „Lernen Im Sozialraum – Inklusiv“

Menschen mit und ohne Behinderung


lernen – miteinander und voneinander
Verena Bengler

„Es soll normal werden, dass Menschen mit und ohne Behinderung zusam- Ein eigenes Kursprogramm in
men lernen“, sind sich Marlene Wedl von der Volkshochschule der Stadt Re- Leichter Sprache
gensburg und David Löw von der Lebenshilfe Regensburg e. V. mehr als ei- Um die Menschen mit Behinderung von
nig. Gemeinsam riefen die beiden vor einigen Jahren das Inklusionsprojekt der Idee zu begeistern, kam die Volks-
„LISI“ ins Leben. „LISI“ steht dabei für „Lernen Im Sozialraum – Inklusiv“. hochschule kurzerhand mit einigen
Schnupperkursen, wie zum Beispiel Yoga,
in die Räumlichkeiten der Lebenshilfe Re-

Z iel des Projekts ist es, dass bereits


existierende Bildungsangebote in Re-
gensburg von allen gemeinsam genutzt
das liegen könnte“, erinnert sich Marlene
Wedl, Programmleiterin im Bereich Ge-
sundheit, zurück. Um dieser Frage auf
gensburg e. V. und stellte sich und ihr An-
gebot vor. „Wir sind gleichberechtigt auf-
einander zugegangen und das war ein
werden – auch von Menschen mit Behin- großer Erfolg“, freut sich Marlene Wedl
den Grund zu gehen, begannen die Volks-
derung oder Lern-Schwierigkeiten. noch heute darüber. Das war schließlich
hochschule und die Lebenshilfe Regens-
Alles kam ins Rollen, als sich die Volks- auch die Geburtsstunde des gemeinsa-
burg e. V. zusammenzuarbeiten. Schnell
hochschule und die Lebenshilfe Regens- men Projekts „LISI - Lernen Im Sozial-
wurde klar, dass physische Barrieren
burg e. V. 2015 unabhängig voneinander raum – Inklusiv“. Weil für ein solches Pro-
nicht das einzige Hindernis darstellten:
am Projekt „Regensburg inklusiv“ betei- jekt natürlich auch finanzielle Mittel be-
Vielmehr waren sich die Menschen mit nötigt werden, folgte im Jahr 2017 ein Pro-
ligten. „Regensburg inklusiv“ hatte es sich
Behinderung nicht bewusst, dass sich das jektantrag bei Aktion Mensch durch die
damals zum Ziel gesetzt, dass alle Men-
Programm der Volkshochschule auch an Lebenshilfe Regensburg e. V.. Die Förde-
schen in der Domstadt gleichberechtigt
sie richtet. Viele ließen sich auch durch rung wurde bewilligt und nach einiger
an allen Lebensbereichen teilhaben kön-
nen – so eben auch im Bereich der Er- das komplexe Angebot oder den Anmel- Vorarbeit ging das Projekt im Frühjahr
wachsenenbildung. Doch obwohl sich das deprozess zu den einzelnen Kursen ab- 2019 endlich an den Start.
Programm der Volkshochschule auch schrecken oder waren damit schlichtweg Seither arbeiten die Volkshochschule und
schon damals an alle richtete, meldeten überfordert. Hinzu kamen große Unsi- die Lebenshilfe Regensburg e. V. als Initia-
sich Menschen mit Behinderung für die cherheiten und Ängste bezüglich einer toren des Projekts Hand in Hand: Wie ge-
Kurse nicht an. „Wir fragten uns, woran Kursteilnahme. wohnt erstellt die Volkshochschule drei

16 BEI UNS NAH DRAN


Mal im Jahr ihr Kursprogramm – einmal betroffenen Teilnehmern wenn nötig vor Gut zu wissen
für das Halbjahr „Frühjahr und Sommer“, Ort unter die Arme. Auch David Löw ist
ein „Sommer-vhs“-Programm und ein- selbst regelmäßig als Assistenz dabei. „Al- Die Beteiligung der Volkshochschule
mal für das Halbjahr „Herbst und Winter“. leine würden die meisten nicht kommen. am Projekt „Regensburg inklusiv“ im
Ist das Kursprogramm fertig, wird es an Die Assistenz gibt ihnen Sicherheit“, weiß Jahr 2015 wurde angestoßen durch die
die Lebenshilfe Regensburg e. V. ge- er aus Erfahrung. „Ich war anfangs wirk- damalige Leiterin Cornelia Wabra.
schickt. Dort sucht der „Beirat der Offe- lich überrascht, wie positiv die Rückmel- Durch das Mitwirken an diesem Projekt
nen Hilfen“ – ein ehrenamtliches Gremi- dungen waren – gerade auch von den entstand somit erstmals der Kontakt
um, das Menschen mit Lern-Schwierig- Menschen ohne Behinderung. Meistens zu Markus Bauer, dem Leiter der Offe-
keiten oder Behinderungen vertritt – ver- ist es so, dass es zu Beginn der Kurse zwei nen Hilfen bei der Lebenshilfe Regens-
schiedene, geeignete Angebote heraus, Gruppen gibt, die sich dann im Laufe der burg e. V.. Durch diesen Kontakt kamen
wie zum Beispiel Tanzkurse, Kochkurse, Zeit super vermischen. Im Idealfall ent- im Folgenden die Zusammenarbeit
Stadtführungen oder Kreativ-Kurse. Da- steht dadurch nicht nur ein Miteinander- zwischen der Volkshochschule und der
vid Löw, der Projektkoordinator, über- Lernen, sondern auch ein Voneinander- Lebenshilfe e. V. und letztlich auch das
setzt die Beschreibung der ausgewählten Lernen“, freut sich David Löw über den Er- Projekt „LISI“ zustande. Ein „Runder
Kurse in die sogenannte „Leichte Spra- folg des „LISI“-Projekts. Auch Marlene Tisch Inklusion“, an dem regelmäßig
che“. „Die Leichte Sprache zeichnet sich Wedl ist vom Projekt überzeugt: „Es läuft auch die Stadträtin Evelyn Kolbe-Sto-
dadurch aus, dass die Komplexität des wirklich toll. Die Kurse sind gut besucht ckert teilnimmt, begleitet das Projekt.
Textes reduziert und der Text leicht ver- und die Rückmeldungen positiv. Das zeigt Zudem findet ein regelmäßiger Aus-
ständlich ist. Das erreicht man zum Bei- uns, dass sich die Arbeit lohnt!“ tausch zwischen Dr. Susanne Kraft, Lei-
spiel, indem man kurze und einfache Sät- terin der Volkshochschule, und Frank
ze verwendet“, erklärt David Löw. Mit ins Sich selbst ein Stück Reinel, dem Inklusionsbeauftragten der
Boot geholt wurden im Laufe des Projekts Selbstständigkeit erarbeiten Stadt Regensburg, zur allgemeinen
auch die Volkshochschule Regensburger Verbesserung der Barrierefreiheit der
Außerdem sind sich die beiden sicher,
Land e. V., das Evangelische Bildungswerk Volkshochschule statt.
dass gerade der Bereich der Erwachsenen-
Regensburg e. V. und die Katholische Er-
bildung gut geeignet ist, um niedrig-
wachsenenbildung in der Stadt Regens-
schwellig Inklusion zu ermöglichen. Der
burg e. V., die das Kursangebot ihrerseits sung finden und die Finanzierung dauer-
Grund: Es gibt keinen Leistungsdruck.
ergänzen. haft klären, damit auch künftig Men-
Doch auch wenn die Freude am Lernen
schen mit und ohne Behinderung zusam-
bei den Kursen oft an erster Stelle steht,
Assistenzen geben die nötige können die Kurse für Menschen mit Be-
men lernen können“, sind sich Marlene
Sicherheit hinderung einen großen Wert haben, der
Wedl und David Löw auch hier wieder ei-
nig. Dr. Susanne Kraft, Leiterin der Volks-
Die Kursangebote in Leichter Sprache über das schöne Gefühl der Zugehörigkeit
hochschule, ergänzt: „Auch in finanziell
werden in einem Extra-Heft gedruckt und und des Miteinanders hinausgeht. „Ein
schwierigen Zeiten müssen wir alles da-
an die Zielgruppe verteilt. Enthalten ist Kochkurs zum Beispiel kann für einen
für tun, erfolgreiche Projekte fortzuset-
im Heft auch ein Anmeldebogen in Leich- Menschen mit Behinderung sehr bedeu-
zen und Inklusion durch Bildung zu er-
ter Sprache. Die Interessierten können tend sein. Er macht das vielleicht nicht
möglichen“.
diesen Bogen aus dem Heft trennen, aus- nur zum Spaß, sondern erarbeitet sich da-
füllen und direkt bei der Lebenshilfe Re- mit auch ein Stück Selbstständigkeit“, er-
gensburg e. V. abgeben. Die Lebenshilfe klärt Marlene Wedl.
Regensburg e. V. schickt die Anmeldebö- Doch auch wenn das „LISI“-Pro-
gen dann wiederum an die Volkshoch- jekt ein Erfolg auf ganzer
schule. „Wir achten darauf, dass in den Linie ist, stehen Marle-
Kursen immer eine Balance zwischen den ne Wedl und David
Teilnehmern mit und ohne Behinderung Löw nun vor
besteht. Es sollen schließlich alle von den einem gro-
Kursen profitieren und Freude daran ha- ßen Prob-
ben“, versichert Marlene Wedl. lem: Die fi-
Weil die Hemmschwelle für Menschen nanzielle Förde-
mit Behinderung auch trotz dieses Ange- rung von Aktion
bots in Leichter Sprache oft noch sehr Mensch wird im Früh-
hoch ist, wird ihnen von der Lebenshilfe jahr 2021 nach einer
Regensburg e. V. bei Bedarf eine soge- zweijährigen Laufzeit been-
nannte Assistenz zur Verfügung gestellt. det. Die Zukunft des „LISI“-
Die Assistenz kümmert sich zum Beispiel Projekts ist deshalb momentan
um den Anfahrtsweg, nimmt ebenfalls ungewiss – obwohl genügend Be-
ganz normal am Kurs teil und greift den darf da ist. „Wir müssen eine Lö-

NAH DRAN BEI UNS 17


REGENSBURGER

Grak: Stadt Regensburg, Tatjana Setz


STADTTEILE
OBERISLING!LEOPRECHTING!
GRASS
Weitere Stadtteile auf www.regensburg.de/507

2006 wurde das Islinger In Oberisling


Feld weltweit bekannt, weil steht die Kirche
Papst Benedikt hier für rund St. Martin,
200 000 Personen einen deren Bau bis
großen Gottesdienst hielt. ins 13. Jahr-
hundert zu-
rückreicht.

Der Stadtteil ist


heute geprägt vom Universitätsklinikum und seinen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die hier wohnen. 1970
wurden Oberisling und Graß wegen der Gründung des Univer-
sitätsklinikums zusammengeschlossen und 1977 in die Stadt
Im eingemeindet. Vor der Ansiedlung der Hochschuleinrichtungen
heutigen lebten in den ehemals drei Dörfern viele Landwirte. aktives Sport-
Oberisling Jeder der heute 3 704 Bewohner wohnt hier auf durchschnittlich vereinsleben
ließ das 43 Quadratmetern Fläche und hat mit 2 500 Quadratmetern
pro Kopf viel Platz für Aktivi-
Kloster
täten im Freien.
St. Emmeram Wein
anbauen

Der Name Graß


stammt wohl
vom Geschlecht
derer von Grazze,
die nachweislich im
12. Jahrhundert die
Herren auf Graß und Besit-
SEIT 2015 BEFINDET SICH MIT DEM JAHNSTADION zer der ersten Burganlage gewesen sein
HIER DIE GRÖSSTE VERANSTALTUNGSSTÄTTE DER dürften. Die Burg wurde während des
STADT MIT 15 210 PLÄTZEN. Dreißigjährigen Krieges zerstört.
Quellen:
• Karl Bauer (2014): Regensburg. Kunst-, Kultur- und Alltagsgeschichte. MZ-Buchverlag.
• Statistisches Jahrbuch der Stadt Regensburg, Ausgabe 2019
• www.statistik.regensburg.de/publikationen/publikationen/Vierteljahresbericht/1997/informationen_zur_stadtentwicklung_1997_4.pdf
• www.heimatforschung-regensburg.de/1666/1/1352139_DTL1180.pdf

18 BEI UNS MERK-WÜRDIG


Was steckt drin?
regensburg507 ist der kostenlose, monatliche Newsletter der Stadt Regensburg. Wenn Sie
mehr wissen möchten, melden Sie sich auf www.regensburg.de/newsletter an oder scannen
Sie den nebenstehenden QR-Code mit Ihrer Smartphone-Kamera. So gelangen Sie direkt zur
Anmeldung.
Mit Ihrer Anmeldung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen die Stadt Regensburg regelmäßig den Newsletter regensburg507 per E-Mail
zusendet und Ihre angegebenen Daten zu diesem Zweck speichert. Ihre Einwilligung können Sie jederzeit gegenüber der Stadt Regensburg per E-Mail an
newsletter@regensburg.de widerrufen. Die Stadt Regensburg verwendet für den Newsletter regensburg507 ein E-Mail-Marketing Tool, welches von der
CleverReach GmbH & Co. KG, Rastede, Deutschland betrieben wird. Clever Reach unterliegt den Europäischen Datenschutzrichtlinien und unterhält seine
Server innerhalb der EU. Die persönlichen Daten werden mittels SSL verschlüsselt.
Unsere Datenschutzbestimmungen finden Sie unter www.regensburg.de/datenschutz.

Hier finden
Sie eine
nette
Toilette
Eine Aktion von St
ad
t Regensburg
und Faszination Alt
stadt

schnell
gehen muss …
Eine kostenlose nette Toilette bieten Ihnen alle
Gaststätten mit dem lächelnden Gesicht an der
Eingangstür.

www.nette-toilette-regensburg.de

BEI UNS 19
Blumenwiesen in der Stadt:

Die Artenvielfalt soll leben!


Dagmar Obermeier-Kundel

Kurzgeschorener englischer Rasen war gestern. Heute setzt die Stadt Re-
gensburg immer mehr auf Blumenwiesen. In Parks, an den Straßenrändern
und auf Böschungen dürfen Glockenblumen, Wiesensalbei, Margeriten,
Lichtnelken und Co. ihre Farbenpracht entfalten und damit unzählige
Tierarten anlocken. Ein aktiver Beitrag zum Artenschutz!

A ngelika Diewald hat Landschaftsar-


chitektur an der FH in Nürtingen
studiert und ist im städtischen Garten-
Wiesenblumen und Kräuter nicht durch
robustere Pflanzen und Gräser verdrängt
werden“, erklärt sie.
amt Expertin für die unterschiedlichen Dazu sind mehrere Maßnahmen nötig.
Grünflächen, die die Stadt bewirtschaftet. Zunächst ist die Vorbereitung des Unter-
Rund 800 Hektar sind es insgesamt. Die grunds entscheidend. Nicht zu fett sollte
Blumenwiesen, im Fachjargon artenrei- er sein, denn die meisten Wiesenblumen
che Wiesenansaaten genannt, machen bevorzugen einen mageren nährstoffar-
immerhin 100 Hektar dieser Gesamtflä- men Boden. Deshalb muss bei den meis-
che aus. Sie sind das Ergebnis einer sorg- ten Böden als erstes die Humusschicht
fältigen Planung und einer ganz speziel- abgetragen und durch ein nährstoffar-
len Bewirtschaftung. „Im Prinzip geht es mes kalkhaltiges oder sandiges Boden-
darum, zu erreichen, dass die empfindli- substrat ersetzt werden. Erst dann kann Û Seltener Gast in der Stadt – der Schwalben-
chen und wenig durchsetzungsfähigen eine Mischung von Wildblumensamen schwanz Foto: Dagmar Obermeier-Kundel

20 BEI UNS SEHENSWERT


aufgebracht werden, die sich sonst nicht
gegen widerstandsfähigere Konkurren-
ten, die nährstoffreiche Böden bevorzu-
gen, wie beispielsweise stark wachsende
Gräser, Klee oder Löwenzahn, durchset-
zen könnten.

Richtig mähen
Wer nun aber glaubt, damit sei es getan,
und die Blumenwiese könne von da an
sich selbst überlassen werden, der ist
schief gewickelt. Denn nur regelmäßiges
und genau dosiertes Mähen sichert dau-
erhaft die Artenvielfalt. Bleibt die Mahd
entlang von Gehölzrändern aus, überneh-
men schnell robustere Pioniergehölze
und vielleicht auch wild wuchernde
Brombeeren das Regiment. Das Mähen
sorgt hingegen dafür, dass konkurrenz-
starke Pflanzen zurückgedrängt werden
und empfindlichere Blumen und Kräuter
sich weiter entfalten können.
Û Blumenwiesen sollten zweimal pro Jahr gemäht werden
Wesentlich ist dabei der richtige Zeit-
punkt für die Mahd. Denn natürlich müs-
sen die Blumen und Kräuter zuerst die
Chance erhalten, auszublühen und Sa- Gut zu wissen!
men zu entwickeln. Als Anhaltspunkt, so
Diewald, dienen die Margeriten. „Wenn Das Gartenamt der Stadt Regensburg betreut insgesamt über 800 Hektar Grünflä-
sie verblüht sind und nach Möglichkeit chen. Dazu gehören die Parks, das Straßenbegleitgrün, Böschungen, Waldflächen, He-
das Wetter trocken ist, sollte die erste cken, Beete und Uferbereiche. Davon sind 416 Hektar Rasenflächen. 100 Hektar neh-
Mahd erfolgen.“ Dann sind auch die In- men die Blumenwiesen ein. 270 Hektar sind sogenannte Gebrauchsrasenflächen, die
sektenlarven und die in der Wiese leben- zum Spielen und zur Erholung dienen. Sie müssen drei bis viermal im Jahr gemäht
den Raupen so weit entwickelt, dass sie werden. Deutlich öfter, nämlich 25 bis 28 Mal, werden die Sportrasenflächen gemäht.
keinen Schaden mehr nehmen. Wichtig
dabei: Das Gras sollte ein paar Tage auf
der Wiese liegen bleiben, damit die reifen
Samen auf die Erde fallen können. Da-
nach muss das Mähgut allerdings abge-
räumt werden, um zu verhindern, dass es
die darunter liegenden Pflanzen erstickt.
Je nach Temperatur und Niederschlag
treiben die Wildpflanzen etwa drei bis
vier Wochen nach dem Schnitt zu neuen
Blumen und Kräutern heran und erfreu-
en Mensch und Tier mit einer zweiten
Blüte. Nach der traditionellen ersten
Mahd im Juni können sie so noch ein
zweites Mal Ende August, Anfang Sep-
tember gemäht werden.

Der Standort bestimmt


die Pflanzenarten
Die Vielfalt der Pflanzen hängt entschei-
dend mit dem Untergrund und dem
Standort zusammen. Ist es eher schattig,
feucht oder sonnig? Handelt es sich um Û Den unterschiedlichsten Insekten bietet die Blumenwiese eine Heimat

SEHENSWERT BEI UNS 21


Û Blumenwiesen in Wohngebieten sind auch eine Augenweide für die Bewohner

eine Hanglage? Ist der Boden lehmig, noch vorhandenen Wildblumen keine sondern auch Tierarten, die direkt oder
kalkhaltig oder eher sandig? – Margeriten wirkliche Chance auszusamen. indirekt auf diese Wildpflanzen angewie-
und Wiesensalbei lieben es humös und sen sind. Eine Wildblumenwiese bietet
sonnig; die Akelei und die Anemone be- Artenvielfalt erhalten seltenen Vögeln, Eidechsen und unter-
vorzugen eher schattige Standorte. schiedlichen Insekten wie beispielsweise
Aber auch der Trend zu gedüngten und
Sumpfdotterblume und Mädesüß haben Käfern, Bienen und Schmetterlingen,
kurzgeschorenen Rasenflächen hat in der
es gerne feucht, während es Kartäusernel- aber auch kleinen Säugetieren eine Hei-
Vergangenheit die heimische Artenviel-
ken oder dem wilden Thymian gar nicht mat. Sie dient als Futterplatz, Nistgele-
falt immer weiter zurückgedrängt. Be-
heiß und trocken genug sein kann.
droht sind nicht nur viele Wildpflanzen, genheit oder Winterquartier und – nicht
Prägten in früheren Zeiten bunte Blu- zu vergessen: Auch für uns Menschen ist
menwiesen das Bild unserer Landschaft, eine Blumenwiese eine Augenweide!
so wurden sie mit dem Siegeszug des
Noch gibt es rund 4 000 wild lebende hei-
Kunstdüngers mehr und mehr durch sehr
mische Pflanzenarten in unseren Breiten.
frühe und häufige Mahd verdrängt. Heu-
Viele von ihnen stehen bereits auf der Ro-
tige Wirtschaftswiesen zeichnen sich
durch einen hohen und schnell wachsen- ten Liste der bedrohten Arten. Blumen-
den Grasanteil aus, können mehrmals im wiesen im Stadtgebiet können einen
Jahr gemäht werden und garantieren so wichtigen Beitrag dazu leisten, diese Ar-
einen höheren Ertrag für die Landwirt- tenvielfalt zu erhalten. Gerade ohne Dün-
schaft. Und weil der erste Schnitt zum Û Wolfsmilch und Wiesensalbei bilden hier ei- ger und Insektizide wächst hier ein klei-
Teil schon im April erfolgt und das Mäh- nen hübschen Blickfang nes Paradies, das zu erforschen sich auf
gut sofort in den Silo wandert, haben die Foto: Dagmar Obermeier-Kundel jeden Fall lohnt!

ht
Tag & Nac
b a r:
erreich
-2 346
0941/507 7
oder -2 3 4

22 BEI UNS SEHENSWERT


Rätselecke

Wo ist das?

L
iebe Leserinnen und Leser, wissen Sie, wo unser Fotograf
dieses Bild aufgenommen hat?
Dann senden Sie bitte eine ausreichend frankierte Postkar-
te mit der Lösung an:

Stadt Regensburg
Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Altes Rathaus
Postfach 11 06 43, 93019 Regensburg
oder eine E-Mail an: pressestelle@regensburg.de
Wenn Sie sich nicht sicher sind, werfen Sie doch einen Blick in un-
ser Online-Magazin regensburg 507. Hier finden Sie einen Beitrag
mit der Lösung. Einsendeschluss ist der 17. August 2020. Verspätet
eintreffende Lösungen können nicht mehr berücksichtigt werden. Im letzten Heft hatten wir nach dem Alten Rathaus gefragt.
Aus allen richtigen Einsendungen losen wir fünf Gewinner aus, Horst Bilzer, Albert Bruckmüller, Erna Meixner, Bernd Reinhardt
die jeweils zwei Tickets für die Stadtführung „Regensburg – eine und Ingrid Wenzl haben das gewusst und jeweils eine Flasche Sa-
historische Stadt erleben“ mit freier Terminwahl erhalten. lutaris gewonnen. Herzlichen Glückwunsch!

Hinweise zur Teilnahme und zum Datenschutz


Teilnahmeberechtigt sind volljährige, natürliche Personen. Jeder Teilnehmer kann nur im eigenen Namen und pro Gewinnspiel nur einmal teilnehmen. Mitarbeiter
der Stadt Regensburg sowie deren Angehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Bei einem Verstoß gegen diese Teilnahmebedingungen behält sich die
Stadt Regensburg das Recht vor, Personen vom Gewinnspiel auszuschließen. Die Ermittlung der Gewinner erfolgt im Losverfahren durch die Stadt Regensburg. Die
Gewinner werden telefonisch oder schriftlich benachrichtigt, sie können ihre Gewinnansprüche nicht auf Dritte übertragen. Die Gewinner sind mit ihrer Namens-
nennung in der nächsten Ausgabe der Bei uns einverstanden. Eine Barauszahlung von Gewinnen ist nicht möglich. Um an dem Preisausschreiben teilzunehmen,
ist es unerlässlich, persönliche Daten anzugeben. Zu den bei der Registrierung gespeicherten Kontaktdaten der Teilnehmer/innen gehören: Vorname, Nachname,
E-Mail-Adresse und/oder Anschrift. Weitere Angaben sind freiwillig. Durch die Registrierung erklären sich die Teilnehmer/innen ausdrücklich damit einverstanden,
dass durch den Veranstalter des Preisausschreibens sämtliche angegebenen Daten zum Zweck und für die Dauer der Aktion erhoben, gespeichert und verarbeitet
werden dürfen. Es erfolgt keine Weitergabe an Dritte. Es steht den Teilnehmer/innen jederzeit frei, per Widerruf gegenüber der Stadt Regensburg die Einwilligung
in die Speicherung und Verarbeitung aufzuheben. Im Falle des Widerrufs der Kontaktdaten liegt darin auch der Rücktritt von der Wettbewerbsteilnahme mit Wir-
kung für die Zukunft. Nach Zugang des Widerrufs werden die Daten vom Veranstalter umgehend gelöscht.

regensburg.de/507
Was steckt drin?
regensburg 507 – das Online-Magazin der Stadt
Regensburg. Erfahren Sie aus erster Hand, was es
Neues aus der Stadtverwaltung gibt.
NACHGEFRAGT

SEHENSWERT
NAH DRAN

Corona ist eine Herausforderung Ziel: Klimaneutrale Stadt- Hegenauer Park


Auch Rechts- und Regionalreferent verwaltung Die Perle im Stadtsüden bietet
Dr. Walter Boeckh muss sich in Die Abteilung für Energiemanage- Urlaubsidylle direkt vor der Haus-
seinem Arbeitsalltag dieser Proble- ment im Planungs- und Baureferat tür. Erfahren Sie, welche Angebote
matik stellen. Wie, das erklärt er im behält die städtischen Verbräuche der Park bietet.
Interview. im Blick.

regensburg 507
So heißt auch der kostenlose, monatlich erscheinende Newsletter der Stadt Regensburg. Wenn Sie mehr
wissen wollen, melden Sie sich über das Formular auf www.regensburg.de/newsletter an oder scannen Sie
den nebenstehenden QR-Code mit Ihrer Smartphone-Kamera. So gelangen Sie direkt zur Anmeldung.
Ihr Auto und Ihr Und Sie
Zuhause sind und Ihre
bestens abgesichert. Familie?

JETZT
N
BERATE !
LASSEN

Wenn es um Absicherung geht, sollten Sie nicht nur an Ihre vier Geschäftsstelle Regensburg
Telefon 08002153153912
Räder und Ihre vier Wände denken. Denken Sie auch mal an sich gs-regensburg@HUK-COBURG.de
und Ihre Lieben. Ob für das Wohl Ihrer Gesundheit, Alters- oder Albertstr. 2, 93047 Regensburg
Pflegevorsorge, Arbeitskraft- oder Hinterbliebenenabsicherung – Mo.–Do. 8.00–18.00 Uhr
Fr. 8.00–16.00 Uhr
wir sind jederzeit für Sie da und beraten Sie gerne.
Kundendienstbüro Sabine Reißner
Telefon 09401 5260906
sabine.reissner@HUKvm.de
Schlesische Str. 33, 93073 Neutraubling
Mo.–Fr. 8.00–12.00 Uhr
Mo. u. Do. 13.00–17.00 Uhr
Kundendienstbüro Karin Popp
Telefon 0941 709458
karin.popp@HUKvm.de
Unterislinger Weg 41, 93053 Regensburg
Mo.–Do. 8.00–12.00 Uhr
Di. 15.00–19.00 Uhr sowie nach Vereinbarung