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Ausgabe 217 | Mai 2020

Bei uns
Die Stadt Regensburg informiert

Maskenzwang
und leere Strassen
Die Corona-
Pandemie verändert
das Stadtbild

Nach der Wahl


Das ist die neue
Stadtspitze

Stadtmenschen
Markus Apfelbacher
unterstützt
Kulturschaffende

Kommunale
Entwicklungspolitik
Das Thema Nach-
haltigkeit in den
Köpfen verankern
#

GANESHA

Baumbestattung

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und Peterstor # 20 bei A un

Impressum
Herausgeber: Stadt Regensburg,
Abteilung Presse- und Öffentlich-
keitsarbeit,
Rathausplatz 1, 93047 Regensburg
Für den Inhalt verantwortlich, so- Das Amt für Jugend und Familie sucht ab sofort
weit ein Verfasser nicht genannt
ist: Juliane von Roenne-Styra
Redaktion: Dagmar Obermeier-
Kundel, Katrin Butz, Verena Beng-
ler, Kristina Kraus, Claudia Bier-
Vollzeitpflegeeltern
mann, Tatjana Setz
Fotos und Repros (falls nicht an-
ders genannt): Die Stadt Regensburg will benachteiligten Kindern ein Zuhause in
Peter Ferstl, Stefan Effenhauser Pflegefamilien bieten.
Druck: Mittelbayerisches Druck-
zentrum GmbH & Co.KG, Voraussetzungen für Pflegeeltern:
Rathenaustraße 11, • Bereitschaft, Kindern ein Zuhause zu bieten, deren Eltern
93055 Regensburg über einen längeren Zeitraum oder dauerhaft für die Erziehung
Akquisition & Vermarktung: und Versorgung ihres Kindes ausfallen
Mittelbayerische Werbegesell-
schaft KG, • ausreichende, kindgerechte Räumlichkeiten
Roland Schmidt, Tel. 207-479 • in der Regel eine Altersgrenze von 45 Jahren
Verantwortlich für den Anzeigen-
inhalt: Franz-Xaver Scheuerer Das Amt für Jugend und Familie bereitet Sie auf diese Aufgabe vor,
Gestaltung: Shana Ziegler steht jederzeit fachlich beratend und begleitend zur Verfügung und
bietet Ihnen ein monatliches Pflegegeld.

Die nächste Bitte senden Sie einen kurzen Lebenslauf an das


Amt für Jugend und Familie, Pflegekinderdienst,
Bei uns-Ausgabe Am Singrün 2a, 93047 Regensburg.
erscheint am Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an Verena Deubler,
Tel. 0941/507-4513, E-Mail: deubler.verena@regensburg.de
31. Juli 2020

02 BEI UNS
Liebe Leserinnen, liebe Leser, Inhalt

e in Wirtschaftsreferent, der mit erheblichen finanziel-


len Einbußen für die Stadt rechnen muss, ein unge-
planter Umzug der Obdachlosenunterkunft, der nötig
war, um die neuen Infektionsschutzregeln einhalten
zu können, und ein Kulturberater, der ein Solidaritätsprogramm für
lokale Künstler vorstellt, denen monatelang alle Auftritte wegge-
brochen sind. Wenn Sie unser Inhaltsverzeichnis anschauen, sehen
04

05
KURZ & KNAPP
Aktuelle Meldungen und Termine aus der
Stadtverwaltung

STANDPUNKT
Wirtschafts-, Wissenschafts- und Finanzreferent
Prof. Dr. Georg Stephan Barfuß zu den finan-
Sie, dass sich in der Stadtverwaltung derzeit vieles um die Auswir- ziellen Herausforderungen, die Corona bringt
kungen des Corona-Virus dreht.
Besonders wichtig ist dabei, diejenigen zu unterstützen, die von NACHGEFRAGT
den Folgen der Covid19-Pandemie an härtesten getroffen sind. Das 06 Oberbürgermeisterin und Bürgermeister
gilt vor allem auch für die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger. stellen sich vor
Da sie zur Hochrisikogruppe gehören, fällt momentan vieles weg, 17 Der Koordinator für kommunale Entwicklungspolitik,
was für sie wichtig ist – sei es bei der Unterstützung Pflegebedürf- Michael Grein, zum Thema Nachhaltigkeit
tiger und ihrer Angehörigen oder bei den Möglichkeiten zur Frei-
zeitgestaltung. Wir zeigen Ihnen Angebote, die dafür sorgen sollen,
NAH DRAN
dass Seniorinnen und Senioren trotzdem am Leben teilhaben kön-
09 Markus Apfelbacher berät Kulturschaffende
nen und nicht abgehängt werden.
14 Unterkunft für Obdachlose: Umzug wegen Corona
Durch die Pandemie geprägt war auch die konstituierende Sitzung
20 Pandemie: Angebote, damit ältere Menschen nicht
des neu gewählten Stadtrats am 14. Mai. Um die nötigen Abstände
abgehängt werden
sicherstellen zu können, wurde sie vom Sitzungssaal im Neuen Rat-
haus ins Marina-Forum verlegt, die Stadträte leisteten ihren Eid mit
Mundschutz, und die Bürgermeister mussten sich ihre Amtsketten SEHENSWERT
selbst um den Hals legen. Nichtsdestotrotz geht die Arbeit natür- 12 Die Corona-Pandemie verändert das Stadtbild
lich auch unter diesen Umständen weiter. Mit Dr. Astrid Freuden-
stein als zweiter Bürgermeisterin und Ludwig Artinger als drittem MERK-WÜRDIG
Bürgermeister ist die Stadtspitze nun komplett. Das freut beson-
16 Stadtteil-Serie: Kumpfmühl - Ziegetsdorf - Neuprüll
ders die neue Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer,
die in den letzten drei Jahren die Aufgaben als zweite Bürgermeis-
terin und die Vertretung des Oberbürgermeisters gleichzeitig MITMACHEN UND GEWINNEN
stemmen musste. Im Interview berichtet sie, wie sie die vergange- 22 Rätselecke
nen Wochen erlebt hat und wo die Schwerpunkte ihrer Arbeit für
Regensburg liegen werden.
Zur Abwechslung fast ohne Corona kommt der Bericht über Micha-
el Grein aus, den neuen Koordinator für kommunale Entwicklungs-
politik. Sein Ziel ist es, das Bewusstsein für die Themen Nachhaltig-
keit und Fair Trade in der Stadt zu stärken. Er erklärt, was jeder Ein-
zelne dazu beitragen kann, dass es ein wenig gerechter zugeht und
warum das für uns alle so entscheidend ist.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Ihr Bei uns-Redaktionsteam

All dies und noch viel mehr können Sie übrigens jederzeit aktuell
auch im Internet lesen, in der Online-Ausgabe von Bei Uns unter
www.regensburg.de/507.

An dieser Bei uns-Ausgabe haben mitgewirkt (von links oben jeweils


nach rechts): Juliane von Roenne-Styra, Dagmar Obermeier-Kundel,
Unser Titelbild ist diesmal in Stadtamhof entstanden. Die kleine Figur, die sich da Katrin Butz, Claudia Biermann, Verena Bengler, Kristina Kraus,
in eine Nische hoch über den Köpfen der Passanten geschlichen hat, hat in diesen Tatjana Setz, Peter Ferstl, Stefan Effenhauser
Zeiten eine große Symbolkraft.

BEI UNS 03
REGENSBURG KURZ & KNAPP
Neue Querungsmöglichkeiten
in der Prüfeninger Straße
Sichere Querungsmöglichkeiten hat
die Stadt Regensburg kürzlich in und
an der Prüfeninger Straße geschaffen.
Seit 9. April 2020 steht die erste Insel
im Einmündungsbereich der Schiller-
straße. Die Straße ist an dieser Stelle
sehr breit. Daraus ergaben sich lange
Querungswege und es kam vielfach
zu überhöhten Geschwindigkeiten
beim Abbiegevorgang, wodurch Fuß-
gänger und Radler gefährdet wurden. Û Hier soll bis zum Frühjahr 2021 der erste Inklusionsspielplatz in Regensburg entstehen
Kurz darauf folgte eine zweite Insel in Grafik: mahl·gebhard·konzepte, Landschaftsarchitekten BDLA, Stadtplaner, Partnerschaftsges. mbB, München
der Prüfeninger Straße auf Höhe der
Goethestraße. Die beiden Inseln sol- Erster Inklusionsspielplatz in Regensburg
len Fußgängern und Radfahrern das
Überqueren der Straße erleichtern. Einen Basketballplatz, einen Boulder- und rollstuhlgerechtes Karussell oder einen un-
Kletterparkour, ein Beachvolleyballfeld, ei- terfahrbaren Sandspieltisch. Angelegt wird
nen Wasserspielplatz und einiges mehr gibt der Spielplatz in der Form eines Drachen –
es bereits im Brixen-Park auf dem Areal der diese Idee entstand im Rahmen der mehr-
früheren Nibelungenkaserne. Nun wird ein stufigen inklusiven Kinder- und Jugendbe-
weiteres Projekt im Park umgesetzt: Bis vor- teiligung, bei der sich Kinder unterschiedli-
aussichtlich zum Frühjahr 2021 soll dort der cher Altersklassen kreativ einbringen konn-
erste Inklusionsspielplatz in Regensburg ten. Die unterschiedlichen Spielbereiche,
entstehen und das Erholungs-, Spiel- und wie der „Drachenkopf“, der „Drachenbu-
Sportangebot im circa 13 Hektar großen ckel“ oder der „Drachenschwanz“ beinhal-
Sofortmaßnahmen zur Park ergänzen. ten verschiedene Kletter- und Balancier-
Verbesserung des Radverkehrs Auf diesem inklusiven Spielplatz sollen alle möglichkeiten und werden durch eine Rut-
Kinder auf ihre Kosten kommen und die sche, Schaukeln, Verstecke und vieles mehr
Vor Kurzem hat die Stadt Regensburg Möglichkeit haben, gemeinsam zu spielen. ergänzt. Eine Aussichtsplattform, die auch
Markierungsarbeiten in der Universi- Deshalb gibt es barrierefreie Bereiche, in Rollstuhlfahrer mit Hilfe erreichen können,
tätsstraße sowie in der Bischof-Witt- denen Kinder mit Einschränkungen zum bietet einen tollen Ausblick.
mann-Straße vorgenommen: In der Beispiel durch farbliche Markierungen oder Geplant wurde der Inklusionsspielplatz in
Universitätsstraße wurden Schutz- zusätzliche Handläufe beim Spielen unter- interdisziplinärer Zusammenarbeit zwi-
streifen für Fahrradfahrer zwischen stützt werden. Außerdem gibt es rollstuhl- schen dem Gartenamt, dem Amt für kom-
der Bischof-Konrad-Straße und der gerechte Bereiche, wie zum Beispiel eine munale Jugendarbeit sowie dem Inklusi-
Seybothstraße markiert. Die Park- Rollstuhlwippe, spezielle Trampoline, ein onsbeauftragten und -beirat.
möglichkeiten am südlichen Ende des
Oberen Katholischen Friedhofs blei-
ben erhalten. In der Bischof-Witt-
mann-Straße wurde im nördlichen
Abschnitt eine Umweltspur einge- Sport im Park als Online-Angebot
richtet. Hier teilt sich der Rad- und
Busverkehr eine Spur, ähnlich wie in Besondere Situationen erfordern besondere ne Menschen und findet kostenfrei und
der Weißenburgstraße oder der Maßnahmen: Da das Sportprogramm normalerweise unter freiem Himmel in
Thundorferstraße. Sie endet an der „Sport im Park“ für Seniorinnen und Senio- neun verschiedenen städtischen Parks statt.
Simmernstraße. Danach wird der ren in den öffentlichen Parks aktuell nicht Zielgruppe sind ältere Mitbürgerinnen und
Radverkehr auf einem Radfahrschutz- stattfinden kann, bieten die bekannten Trai- Mitbürger, die unkompliziert Anschluss in
streifen bis zum Radweg in der Augs- nerinnen und Trainer ihre Übungen online einer offenen Gruppe suchen und sich wie-
burger Straße geführt. an. Die Mitmach-Angebote sind über den der in Bewegung bringen möchten. Die
folgenden Link auf der städtischen Website stets abwechslungsreichen Übungsstunden
Noch mehr kurze Meldungen unter www.regensburg.de/sport-im-park werden von qualifizierten Übungsleiterin-
finden Sie auf regensburg 507 unter: abrufbar. nen übernommen, die sowohl Anfängern
www.regensburg.de/regensburg-507/ „Sport im Park“ ist ein Bewegungsförde- als auch Fortgeschrittenen den Einstieg je-
kurz-knapp. rungsangebot für aktive und junggebliebe- derzeit und unkompliziert möglich machen.

04 BEI UNS KURZ & KNAPP


STANDPUNKT Grenzenlose Fantasie:
Fotowettbewerb „Kontraste“
In dieser Rubrik äußern sich Bürgermeister, Referenten und Amtsleiter mit Der Fotowettbewerb zum kulturellen
persönlichen Worten zu einem Thema oder Anliegen. Dieses Mal geht Wirt- Jahresthema fand in den letzten Jah-
schafts-, Wissenschafts- und Finanzreferent Prof. Dr. Georg Stephan Barfuß ren großen Anklang – und brachte vie-
auf die finanziellen Herausforderungen ein, vor denen die Stadt pandemie- le sehenswerte und kreative Einrei-
bedingt steht. chungen mit sich. Deshalb werden
auch heuer wieder beeindruckende
Fotografien gesucht, dieses Mal zum
Liebe Regensburgerinnen Thema „Kontraste“.
und Regensburger,
In den Aufnahmen kann es einerseits
das Corona-Virus stellt uns tagtäglich vor
um die „Kontraste“ innerhalb des Re-
große Herausforderungen. Als Wirtschafts-,
gensburger Stadtbilds gehen, das ge-
Wissenschafts- und Finanzreferent stehen
prägt ist von Historie und Moderne,
für mich die wirtschaftlichen Folgen der
Tradition und Wandel, Altem und
Pandemie im Fokus. Die Umstände machen
Neuem. Auch Kontraste in der Natur
es notwendig, im Krisenmodus zu arbeiten.
oder im Alltag könnten Motive sein.
Dabei denke ich in drei Phasen:
Der Fantasie sind hier keine Grenzen
Die erste Phase ist die Stabilisierungsphase. gesetzt. Denn egal ob wortwörtlich
Viele Unternehmen leiden an massiven fi- oder metaphorisch, Kontraste können
nanziellen Einbußen. Aufgabe meines Refe- auf vielfältigste Weise überall Spuren
rates ist es, diese Unternehmen zu unter- hinterlassen. Besonders in den daraus
stützen und zu stabilisieren. Da wir das aus entstehenden Spannungsfeldern und
rechtlichen Gründen nicht mit direkter, fi- gerade in einer so kontrastreichen
nanzieller Hilfe tun dürfen, „vermitteln“ wir Zeit, wie wir sie gerade erleben, bilden
die Unternehmen an die Hilfsprogramme sich neue Möglichkeiten, Identitäten,
des Bundes und des Freistaats. Außerdem Lebensräume und Perspektiven.
geht es darum, kurzfristig die finanziellen
Die Bilder können unter www.regens-
Mittel für coronabedingte Zusatzkosten für
burg.de/fotowettbewerb bis zum
die Stadt Regensburg bereitzustellen. Da-
12. Juli 2020 hochgeladen werden.
mit meine ich die Anschaffung von Schutz- Û Prof. Dr. Georg Stephan Barfuß
Teilnehmen dürfen alle ab 14 Jahren,
masken, Desinfektionsmitteln oder Hard-
egal ob Hobby- oder Berufsfotografen.
und Software für die Erweiterung der Ho- ten. Das Virus hat gezeigt, dass Verhaltens-
Pro Teilnehmerin oder Teilnehmer
meoffice-Plätze der Stadtverwaltung. In- änderungen und Paradigmenwechsel mög-
können maximal fünf digitale Bilder
zwischen bewegen wir uns bereits im Milli- lich sind. Insofern lautet die Frage für die
eingereicht werden. Auf die Gewinne-
onenbereich. Post-Corona-Zeit: Gelingt es uns also, eine
rinnen und Gewinner warten Preise in
Danach beginnt die Konsolidierungsphase. sozial-ökologisch transformierte Wirtschaft
einem Gesamtwert von 1 000 Euro.
Langsam zeichnet sich ein Bild von Steuer- zu entwerfen und sie vorzuleben? Diesen
Und: Die besten Bilder werden vom
einnahmen sowie coronabedingten Zusatz- „GreenTech New Deal“ gilt es in der Zu-
13. bis zum 24. Oktober in einer Aus-
kosten ab. Es gilt, mit den verbleibenden kunft zu gestalten. Dabei müssen wir bei stellung im Donau-Einkaufszentrum
Mitteln innerhalb eines genehmigungsfähi- allen Finanzentscheidungen bedenken, gezeigt. Alle Informationen zum Jah-
gen Haushalts zu wirtschaften. Das Gewer- dass es der wirtschaftliche Erfolg unserer resthema 2020 gibt es hier:
besteueraufkommen wird sich dieses Jahr Unternehmen ist, der uns die Investitionen www.regensburg.de/kultur
in etwa auf 100 Millionen Euro verringern. in Bildung, Infrastruktur und soziale Verant-
Die städtischen Einnahmen brechen deut- wortung ermöglicht.
lich ein! Der Stadtrat ist dem Vorschlag von Wir erfahren in der Corona-Krise, dass unse-
Frau Oberbürgermeisterin Maltz-Schwarzfi- re Gesellschaft bereit ist, Gesundheit und
scher und mir gefolgt und hat beschlossen,
Leben zu schützen – auch wenn das noch
die Budgets bei bestimmten Ausgaben-
nie dagewesene Kosten verursacht. Ich hal-
gruppen im Verwaltungshaushalt um 20
te das für richtig und gut und bin dankbar,
Prozent zu kürzen. Damit wollen wir gut
dass wir in einem Land leben, das die dafür
fünf Millionen Euro einsparen. Auch bei ge-
notwendigen finanziellen Belastungen bis-
planten Investitionen setzen wir den Rot-
lang zu tragen imstande ist. Zudem bin ich
stift an. Das bislang gültige Investitionspro-
positiv gestimmt, dass sich die wirtschaftli-
gramm beläuft sich für die Jahre 2019 bis
2023 auf 721 Millionen Euro. Aufgrund der che Lage in Regensburg binnen zweier Jah-
Finanzlage müssen wir sparsamer sein: Ziel re stabilisiert haben wird und wir gestärkt
ist es, uns in Richtung von circa 540 Millio- die nächste Phase der Entwicklung ange-
nen Euro zu beschränken. hen können.
In der Transformationsphase geht es dar-
um, die wirtschaftliche Zukunft zu gestal- Ihr Prof. Dr. Georg Stephan Barfuß

KURZ & KNAPP BEI UNS 05


Seit dem 1. Mai ist Gertrud Maltz-Schwarzfischer neue Oberbürgermeisterin

„Jetzt kann ich endlich offiziell loslegen“


Interview: Kristina Kraus

Schon oft wurde sie in den vergangenen drei Jahren fälschlicherweise als „Frau Jahre, die sicher nicht einfach werden, ge-
Oberbürgermeisterin“ angesprochen – nun hat die bisherige Vertreterin das meinsam tatkräftig stemmen können. Un-
Amt des Stadtoberhauptes auch ganz offiziell inne. Wie Gertrud Maltz- ser neuer Stadtrat ist nun deutlich jünger,
Schwarzfischer die ersten Tage seit ihrem offiziellen Amtsantritt am 1. Mai er- mit vielen neuen Gesichtern, frischem
lebt hat und welche Schwerpunkte sie in ihrer Arbeit setzen wird, verrät sie im Wind und guten Ideen. Zusammen mit un-
Interview. seren erfahrenen „alten Hasen“ werden wir
alles geben, um Regensburg trotz der Coro-
na-Krise weiterhin wirtschaftlich, sozial
und kulturell zukunftsfähig zu halten.
Frau Maltz-Schwarzfischer, Sie waren bereits in Ich freue mich sehr, künftig zwei so enga-
den vergangenen sechs Jahren Sozialbürger- gierte und fähige Persönlichkeiten an mei-
meisterin und haben zudem fast dreieinhalb ner Seite zu haben. Sowohl Frau Dr. Freu- Welche Schwerpunkte möchten Sie in den
Jahre lang stellvertretend die Amtsgeschäfte denstein als auch Herrn Artinger kenne nächsten sechs Jahren setzen?
des suspendierten Oberbürgermeisters Joachim und schätze ich bereits seit Jahren als Stadt- Es gibt viele Bereiche, die mir sehr am Her-
Wolbergs geleitet. Verändert sich durch Ihr neu- ratskollegen und freue mich darauf, ver- zen liegen. Als ehemalige Sozialbürgermeis-
es Mandat überhaupt etwas in Ihrem Arbeitsall- trauensvoll und konstruktiv mit ihnen zu- terin werde ich auch in meinem neuen Amt
tag? sammen zu arbeiten. Mit unserer „Koaliti- darauf achten, dass in einer reichen Stadt
Natürlich sind mir die Mitarbeiterinnen on der Verantwortung“ haben wir einen ge- wie Regensburg niemand abgehängt wird.
und Mitarbeiter des Oberbürgermeister-Bü- meinsamen Nenner gefunden, mit dem wir Das ist in der momentanen Situation sogar
ros und die dazugehörigen Amtsgeschäfte alle sehr zufrieden sind und die nächsten noch wichtiger als vor der Corona-Pande-
und Projekte in den letzten Jahren sehr ver-
traut geworden. Ich musste mich damals
innerhalb kürzester Zeit in unzählige neue
Themen einarbeiten, die Führung der Ver-
waltung übernehmen und gleichzeitig ja
auch noch mein Amt als zweite Bürger-
meisterin weiter ausfüllen. Das war eine
unglaubliche Herausforderung. Aber die Er-
fahrungen, die ich dabei sammeln konnte,
kommen mir jetzt natürlich zugute: Ich
kann direkt ohne größere Einschnitte mei-
ne Arbeit weiter fortführen, nur dass ich
nun viel größere Handlungsspielräume ha-
be. Als demokratisch legitimierte Oberbür-
germeisterin kann ich jetzt wesentlich bes-
ser meine eigenen Ideen und Ziele einbrin-
gen und entsprechende Schwerpunkte set-
zen. Zudem habe ich nun doppelt so viel
Zeit dafür, da wir die Arbeitslast der Stadt-
spitze nun ja endlich wieder auf drei Schul-
tern verteilen und ich mich so mit all mei-
ner Energie auf ein einziges Amt konzent-
rieren kann.

Die anderen Schultern gehören Dr. Astrid Freu-


denstein als zweiter Bürgermeisterin und Lud-
wig Artinger als drittem Bürgermeister. Was
wünschen Sie sich für die Zusammenarbeit der Û Wegen der coronabedingten Abstandsregeln musste sich die neue Oberbürgermeisterin die Amtskette
neuen Stadtspitze? selbst umlegen

06 BEI UNS NACHGEFRAGT


Û Seit 2014 war Maltz-Schwarzfischer Sozialbürgermeisterin

mie, denn die wirtschaftlichen Auswirkun- Park-and-Ride-Parkplätze besser ans Bus- schaftsstandort bleibt, der es in den letzten
gen der Krise werden uns zwingen, viele netz anbinden und so den Umstieg vom Jahrzehnten geworden ist.
Projekte aus den Wahlprogrammen auf den Auto auf Bus und Bahn erleichtern. Auch
Prüfstand zu stellen. Trotzdem müssen wir die Stadtbahn ist hierfür ein wichtiger Bau-
Sie sind nun auch Chefin einer Stadtverwaltung
Obdachlose schützen, Flüchtlingen einen si- stein, da sie eine Taktung und eine Kapazi-
mit rund 3700 Mitarbeiterinnen und Mitarbei-
cheren Hafen bieten und Projekte fördern, tät an Passagieren stemmen kann, die wir
tern. Welche Herausforderungen sehen Sie in
die Menschen am Rande der Gesellschaft mit Bussen nie schaffen würden. Zudem
diesem Bereich?
unterstützen. Auch für die Themen Famili- muss das Radwegenetz deutlich ausgebaut
enfreundlichkeit, Bildung und Kinderbe- werden. All das wird auch Teil des Stadtent- Ich habe die Verwaltung in den letzten
treuung werde ich mich weiterhin einset- wicklungsplans, der gerade fortgeschrieben sechs Jahren als außerordentlich kompe-
zen. Der Verkehr muss zukunftsfähig ge- wird, und auch des regionalen Entwick- tent und engagiert erlebt. Als Chefin trage
plant werden und natürlich ist mir die lungsplans, der aktuell gemeinsam mit ich natürlich auch eine große soziale Ver-
Schaffung von bezahlbarem Wohnraum dem Landkreis erarbeitet wird. antwortung für die Beschäftigten. Künftiges
sehr wichtig. Hier müssen wir verstärkt in Ziel ist es beispielsweise, keine sachgrund-
die Höhe denken und weniger Reihen- und losen Befristungen von Arbeitsverträgen
Angesichts der Krise der Automobilindustrie
Doppelhäuser, sondern deutlich mehr Eta- mehr zuzulassen, inklusive Arbeitsplätze
und der aktuellen Corona-Pandemie sind einige
genwohnungen bauen. Grundstücke sollen auszubauen und darauf hinzuarbeiten, alle
wichtige Industriezweige in Regensburg be-
künftig nur noch im Erbbaurecht vergeben städtischen Gebäude wieder ausschließlich
droht. Wie wollen Sie für wirtschaftliche Stabili-
und der kommunale Wohnungsbau ge- von internen Kräften reinigen zu lassen.
tät sorgen?
stärkt werden. Die Regensburger Altstadt Gleichzeitig müssen wir in vielen Bereichen
In der Tat sehen die Prognosen aktuell nicht
als Identifikationsort für alle Regensbur- dem Fachkräftemangel entgegenwirken
mehr so rosig aus wie noch vor wenigen
gerinnen und Regensburger soll autofrei und weitere Möglichkeiten finden, wie wir
Jahren. Daher werde ich mich dafür einset-
werden, mit mehr Grün und auch mehr als Arbeitgeber attraktiv bleiben.
zen, dass wir auch in Zukunft wirtschaftlich
Wasser. Vor allem aber soll die Altstadt at-
möglichst breit aufgestellt sind und unter-
traktiv und lebendig bleiben, ein Ort zum Zur Person
schiedlichsten Branchen eine Heimat bie-
Leben, für Handel und Gewerbe, zum Ein-
ten. Dafür haben wir mit unseren drei
kaufen, Flanieren und auch zum Zusam- Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD) •
Hochschulen und zahlreichen Forschungs-
menkommen und Feiern. Dazu gehört übri- Jahrgang 1960 • Abitur; Studium der Vor-
einrichtungen und auch mit unserer Clus-
gens auch ein repräsentativer Stadteingang und Frühgeschichte und der Klassischen
terpolitik und Gründerszene beste Voraus-
am Hauptbahnhof mit einem gut funktio- Archäologie mit Abschluss als Magister
setzungen. Auf viele Entwicklungen haben
nierenden ZOB in einer sicheren, einladen- Artium • Mitarbeit bei Museums- und
wir als Kommune keinen Einfluss. Aber
den Umgebung. Denkmalpflegeprojekten • Mitarbeiterin
jetzt in der Corona-Krise können wir im-
eines Unternehmens für archäologische
merhin ganz konkret die Rahmenbedin-
Ausgrabungen, Aufträge durch das Lan-
Stichwort ÖPNV und Verkehr – welche Pläne ha- gungen vor allem für diejenigen schaffen,
desamt für Denkmalpflege • Verheiratet,
be Sie hier für Regensburg? die nicht zu den Großen gehören und die
zwei erwachsene Söhne • 2008 erstmals
Die Altstadt wird natürlich nicht von heute bei den staatlichen Förderprogrammen in den Stadtrat gewählt • 2014 Bürger-
auf morgen autofrei, dazu muss ein Ge- durchs Raster fallen. Und schon jetzt müs- meisterin für Soziales und seit der Stich-
samtkonzept gemeinsam mit allen Beteilig- sen Modelle entwickelt werden, wie nach wahl am 29. März 2020 zur neuen Ober-
ten erarbeitet werden. Gleichzeitig müssen der Krise gehandelt werden kann, an wel- bürgermeisterin der Stadt Regensburg
wir den Busverkehr deutlich attraktiver und chen Stellen wir helfen können und müs- gewählt.
günstiger machen, Bahnhaltepunkte und sen, damit Regensburg der blühende Wirt-

NACHGEFRAGT BEI UNS 07


Bürgermeisterwahl

Das sind die Neuen


Am 14. Mai hat der Stadtrat in seiner konstituierenden Sitzung Dr. Astrid Freudenstein (CSU) zur zweiten Bürger-
meisterin und Ludwig Artinger (Freie Wähler) zum dritten Bürgermeister gewählt. Da dieser Termin schon fast mit
unserem Redaktionsschluss zusammenfiel, können wir Ihnen die beiden an dieser Stelle nur mit jeweils einem Zitat
und einem kurzen Steckbrief vorstellen. In der nächsten Ausgabe werden sie ausführlicher zu Wort kommen. Wenn
Sie schon jetzt mehr erfahren wollen, dann klicken Sie doch auf www.regensburg.de/507. Hier haben wir alle drei
Bürgermeister gebeten, „aus dem Nähkästchen zu plaudern“. (kb)

Û Mit Schultüten – gefüllt mit Give-aways der Stadtverwaltung – und Blumensträußen begrüßte Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer
(Mitte) ihre neuen Amtskollegen an ihrem ersten Arbeitstag im Alten Rathaus

Dr. Astrid Freudenstein, Ludwig Artinger,


zweite Bürgermeisterin dritter Bürgermeister
„Es ist wichtig, dass wir uns unsere Offenheit bewahren „Wegen der Corona-Krise werden wir von Verspre-
und aufeinander zugehen. Zum Wohle der Stadt müssen chungen Abstand nehmen müssen, die wir alle noch
wir, vor allem in der aktuellen Situation, fähig sein, Kom- im Wahlkampf gemacht haben. Was die Stadt jetzt
promisse zu schließen und mit Herz und Verstand ent- braucht, ist eine planbare, berechenbare und verläss-
scheiden und handeln.“ liche Politik.“

Zur Person Zur Person


Jahrgang 1973 • Abitur, Studium der Geographie, der Germanis- Jahrgang 1956 • Abitur, Zivildienst; Studium der Rechtswis-
tik und einiger Semester Wirtschaftswissenschaften, Volontariat senschaften • seit 1985 in wechselnden Funktionen als Rich-
in Passau • Mitarbeiterin Bayerischer Rundfunk in München, ter und Staatsanwalt in der bayerischen Justiz tätig, zuletzt
Akademische Rätin am Lehrstuhl für Medienwissenschaft an seit Juni 2011 als Direktor des Amtsgerichts Kelheim • drei
der Universität Regensburg, Promotion • verheiratet, ein Sohn • Kinder • 2008 erstmals in den Stadtrat gewählt
2008 erstmals in den Stadtrat gewählt • 2013 erstmals in den
Bundestag eingezogen, 2018/2019 Leiterin der Zentralabteilung Zuständigkeiten als dritter Bürgermeister:
des Bundesverkehrsministeriums, 2019 wieder in den Bundes- Umweltamt, Gartenamt, Amt für Abfallentsorgung, Straßen-
tag nachgerückt reinigung und Fuhrpark, Energieagentur

Zuständigkeiten als zweite Bürgermeisterin:


Amt für Soziales, Seniorenamt, Amt für Jugend und Familie,
Amt für Kommunale Jugendarbeit, Amt für Sport und Freizeit,
Jobcenter Stadt Regensburg, Regensburg Seniorenstift gGmbH

08 BEI UNS NACHGEFRAGT


StadtMenschen: Markus Apfelbacher berät Kulturschaffende

„Stagnation ist für mich ein Rückschritt“


Dagmar Obermeier-Kundel

Salopp gesagt, ist es die Aufgabe von Markus Apfelbacher, Kulturschaffende punkt Marketing. Mit noch nicht 23 Jah-
dabei zu unterstützen, ihre Kunst auch an den Mann oder an die Frau zu ren war er bei Audi in Ingolstadt im
bringen. Momentan ist aber natürlich alles anders. Deshalb kümmert sich Event- und Sportmarketing mitverant-
der studierte Betriebswirt, der im Kulturamt der Stadt angestellt ist, zurzeit wortlich für die Audi-Präsentationen bei
vor allem um coronabedingte Sonderprojekte, wie beispielsweise das Pro- Großveranstaltungen, wie beispielsweise
die IAA und im Kooperationsmanage-
gramm „Frei sein, und nicht allein“.
ment, Markt Deutschland, tätig. Aber das
reichte ihm noch nicht. Zusätzlich absol-
vierte er an der Uni in Ingolstadt sein

O ffiziell nennt sich Markus Apfelba-


chers Job „Kulturberater“ oder neu-
deutsch „Consultant for Artists“. Seine
ter den Kulturschaffenden und natürlich
die klassische Kulturberatung.
Masterstudium in BWL mit dem Schwer-
punkt „Marktorientierte Unternehmens-
Der bisherige Lebenslauf des 25-Jährigen führung“, das er aktuell abschließt.
Aufgabe ist es, die Kulturlandschaft in Re- lässt aufhorchen: Abitur am Goethe-
gensburg aktiv zu unterstützen. Dazu ge- Gymnasium, danach Grundstudium für Intensive Einblicke
hört die Beratung von Veranstaltern ge- Kulturwirtschaft an der Uni Passau, ein Den Kontakt zu seiner Heimatstadt Re-
nauso wie die Vermittlung von Weiterbil- Auslandssemester in Straßburg, anschlie- gensburg hat Apfelbacher nie verloren.
dungsmöglichkeiten, die Vernetzung un- ßend Bachelor BWL mit dem Schwer- Bereits als 16-Jähriger engagierte er sich

NAH DRAN BEI UNS 09


als „Mädchen für alles“ im Helferteam Kolleginnen und Kollegen im Kulturamt
des Kulturamts. „Da habe ich über die Jah- ein wichtiges Anliegen, kontaktlose Platt-
re hinweg immer mehr Einblicke bekom- formen für Kunst zu schaffen.
men und mehr und mehr Verantwortung
übernommen“, erklärt er. Diese Erfahrun- Frei sein, und nicht allein
gen kommen ihm jetzt natürlich sehr zu-
Auf Initiative von Kulturreferent Wolf-
gute!
gang Dersch, dem es am Herzen liegt, in
Auch wenn er sich in seiner Freizeit der diesen schwierigen, von der Corona-Pan-
Fotografie widmet und besonders gerne demie geprägten Zeiten, die Regensbur-
die Menschen in fremden Ländern auf die ger Künstlerszene aktiv zu unterstützen,
Platte bannt – dem Klischee des typi-
nahm er Kontakt mit dem Kulturamt der Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
schen und eher bohèmehaften Künstlers
Stadt Heidelberg auf, das gemeinsam mit der Stadtverwaltung sind in den unter-
entspricht Apfelbacher in keiner Weise.
dem Theater der Stadt und der Rhein Ne- schiedlichsten Bereichen für Regens-
Dazu ist er viel zu tough. Und das ist auch
ckar Zeitung mit „Solo fantastico“ eine di- burg tätig: von A wie Abfallentsorgung
gut so, kann er doch als Betriebswirt mit
gitale Bühne für die freie Kulturszene ge- bis Z wie Zulassungsstelle. In unserer
einem guten Gespür für Wirtschaftlich-
schaffen hatte. In Anlehnung daran ent- Serie „StadtMenschen“ stellen wir zum
keit, genau da ansetzen, wo es in der Kul-
stand das Solidaritätsprojekt des Kultur- einen die vielfältigen Tätigkeitsfelder
turszene oft hakt. „Ich sehe meine Positi-
referats mit dem Theater Regensburg vor, die die Anforderungen an die
on als klassische Beraterfunktion“, unter-
„Frei sein, und nicht allein“, das sich an lo- Stadtverwaltung widerspiegeln. Zum
streicht er. „Das bedeutet, dass ich die Be-
kale Künstlerinnen und Künstler wendet anderen wollen wir zeigen, dass es
reiche auffangen kann, wo viele Künstler
am ehesten Hilfe benötigen.“ So berät er und von der Mittelbayerischen Zeitung ganz normale Menschen (mit teilweise
beispielsweise bei der Erstellung von als Kooperationspartnerin medial beglei- außergewöhnlichen Interessen) sind,
Websites, erklärt die Tücken der Finanzie- tet wird. die sich täglich für die Stadt, ihre Bür-
rung von Projekten und erarbeitet ge- „Dem Kulturreferat und dem Kulturamt gerinnen und Bürger und damit für ein
meinsam mit den Kulturschaffenden Lö- war es sehr wichtig, in diesen für Freibe- gelungenes Miteinander einsetzen.
sungen, beispielsweise für Marketingkon- rufler sehr unsicheren Zeiten, ein Zeichen
Weitere Porträts unter
zepte oder die Beschaffung von Förder- zu setzen und Künstlerinnen und Künst-
www.regensburg.de/bei-uns-507.
mitteln, denn: „Das sind die Punkte, wo ler aktiv und so schnell und unbürokra-
viele Unterstützung benötigen.“ tisch wie möglich zu unterstützen“, er-
In einer Zeit, in der freischaffende Künst- klärt Apfelbacher. 50 000 EUR konnten so
durch Stadtratsbeschluss aus dem Coro- neue Projekt zur Verfügung gestellt wer-
lerinnen und Künstler um ihre Existenz
bangen, ist es Apfelbacher und seinen na-Nothilfe-Programm (CNPR) für dieses den. Bis zum 3. Mai 2020 konnten Kultur-
schaffende aus Stadt und Landkreis in ih-
ren Wohnungen kurze Videos drehen und
so ihren Alltag in Corona-Zeiten und ihre
Kunst für ein Honorar von 500 Euro prä-
sentieren.

Breites Spektrum der


lokalen Kulturarbeit
„Ich habe mit etwa 50 Einsendungen ge-
rechnet“, sagt der Kulturberater. „Am En-
de sind es ziemlich genau 80 Kurzfilme
geworden.“ Sie zeigen ein breites Spekt-
rum der lokalen Kulturarbeit. „Da gibt es
beispielsweise einen Musiker, der hat
Sounds aus seiner eigenen Wohnung, wie
das Zuklappen der Kühlschranktür, zu ei-
ner eigenen Komposition zusammenge-
fügt und dem Ganzen mit entsprechen-
den Texten noch einen direkten Bezug
zur Corona-Krise gegeben“, erzählt Apfel-
bacher begeistert. Aber auch Artisten,
Schriftsteller, eine Illustratorin, eine
Opernsängerin und Schauspieler hätten
Û Ehrgeiz ist für ihn keine Schwäche. Apfelbacher geht seine Projekte mit viel Power an sich mit kreativen Beiträgen beteiligt.

10 BEI UNS NAH DRAN


„Breit gefächert, sehr divers und qualita-
tiv hochwertig“, fasst er das Ergebnis zu-
sammen.
Das Projekt soll nach Möglichkeit nicht
das letzte sein, betont er: „Wir stellen ge-
rade ganz unterschiedliche Überlegungen
an, wie wir das kulturelle Leben in unse-
rer Stadt in dieser schwierigen Zeit aktiv
unterstützen können.“

„Ehrgeiz ist für mich


keine Schwäche“
Dass er auch weitere Projekte mit großer
Power angehen wird, nimmt man ihm so-
fort ab. „Stagnation ist für mich ein Rück-
schritt“, erklärt er entschieden. „Ich bin
sehr ehrgeizig und das sehe ich nicht als
Schwäche.“ Dennoch räumt er der Familie
einen hohen Stellenwert in seiner Lebens-
planung ein und könnte sich auch vor-
stellen, für Kinder beruflich zurückzuste-
Û Das Solidaritätsprojekt unterstützt lokale Künstler während der Corona-Krise
cken, „je nachdem, wie es halt zur Lebens- Foto: moodboard 123RF
situation passt“.
Und er plant auch schon für die Zeit nach
Frei sein und nicht allein
Corona: „Dann klappt’s ja vielleicht doch
noch mit der Weltreise und natürlich Hier können Sie die Ergebnisse anschauen:
ganz vielen tollen Fotos – egal ob mit oder Û www.regensburg.de/freisein,undnichtallein
ohne Kind!“

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Stadtbild im Wandel –
auch in Zeiten von Coro
na

D ie Corona-Pandemie hat unser aller


Leben gehörig durcheinanderge-
schüttelt. Kontaktverbot, Social Distancing,
Maskenpflicht, Reproduktionszahlen, Hust-
und Niesetikette – allein unser Wortschatz
ist um Begriffe gewachsen, die wir vor ein
paar Monaten kaum mit Bedeutung hätten
füllen können. Von den Einschränkungen,
die das Virus jedem von uns auferlegt, ganz
zu schweigen. Das hat sich natürlich auch
im Stadtbild niedergeschlagen. Unsere Fo-
tografen Peter Ferstl und Stefan Effenhau-
ser haben die Stimmung einzufangen ver-
sucht. Fast menschenleer präsentierte sich
die Altstadt praktisch den ganzen April
über. Fotografisch reizvoll, das sicherlich!
Doch bestimmt hoffen wir alle, dass dies
dauerhaft der Vergangenheit angehört,
auch wenn uns der Einkauf mit einem
Mund-Nasen-Schutz und die Abstandsrege-
lungen sicherlich noch längere Zeit erhal-
ten bleiben werden. (do)
Û Christine Gais leitet seit einigen Monaten die Unterkunft für Obdachlose (UfO)

Das Corona-Virus als große Belastungsprobe für die Unterkunft für Obdachlose

Schon wieder ein Umzug


Verena Bengler

„Positivität und Empathie sind in unserem Arbeitsalltag sehr wichtig. Trotz- so schon wieder die Koffer gepackt wer-
dem muss man sich abgrenzen können und darf die Probleme der Men- den. Die UfO zog kurzerhand am 3. April
schen nicht zu sehr an sich heranlassen“, erzählt Christine Gais über ihren 2020 in die Prinz-Leopold-Kaserne in die
Beruf. Die 54-Jährige leitet die Unterkunft für Obdachlose (UfO), die am Zeißstraße 4. „Durch den Umzug haben
1. November 2019 ihre Türen in der Landshuter Straße 49 in Regensburg öff- wir mehr Platz. Das erleichtert die tägli-
che Arbeit im Hinblick auf das Corona-Vi-
nete. Nur wenige Monate nach dem Startschuss stellt nun das Corona-Virus
rus enorm“, erklärt Christine Gais. So gibt
auch Christine Gais und ihr Team vor ungeahnte Herausforderungen.
es vor Ort sogar eine Quarantäne-Station
und die Möglichkeit, Bewohner mit Vorer-
krankungen in Einzelzimmern unterzu-

Z wischen 50 und 60 Menschen waren


gerade in der Unterkunft, als das Co-
rona-Virus im März auch in Regensburg
die nötigen Abstände nicht gewährleis-
ten. Der Platz hat dafür einfach nicht ge-
reicht“, erinnert sich Christine Gais. Hätte
bringen.

Jeder Heimatlose bekommt ein Bett


immer mehr Fahrt aufnahm. Schnell war sich ein Bewohner mit dem Virus infi- Insgesamt sind die räumlichen Bedingun-
klar: Die Maßnahmen zur Eindämmung ziert, wäre auch eine Einzelunterbrin- gen in der Prinz-Leopold-Kaserne gut. Die
der Pandemie können in der Unterkunft gung aus Platzgründen nicht möglich ge- Ein- bis Drei-Bett-Zimmer verteilen sich
nicht eingehalten werden. „Wir konnten wesen. Kurz nach dem Einzug mussten al- auf zwei Stockwerke. Frauen werden in

14 BEI UNS NAH DRAN


Extrazimmern untergebracht. Es gibt drei
Aufenthaltsräume und mehrere Gemein-
schaftsbäder. Nur auf eine Küche muss
im Moment verzichtet werden. Auf dem
Tisch landen deshalb zum Frühstück und
Abendessen meist Semmeln, Wurst, Käse,
Obst und natürlich Getränke. Versorgt
werden die Nutzerinnen und Nutzer der
Unterkunft dabei größtenteils von der Ta-
fel, Vereinen wie „DrugStop“ oder „Re-
gensburger Herzen“ und Supermärkten.
„Ich finde es wirklich großartig, dass von
außen so viel Unterstützung kommt“,
freut sich Christine Gais über die regel-
mäßigen Essenspakete. Doch die UfO-Lei-
terin kann nicht nur auf Unterstützung
von außen zählen: „Es ist super, dass das
Team – vor allem in Corona-Zeiten – so
toll mitarbeitet. Das schätze ich wirklich Û Durch das Corona-Virus wird in der Unterkunft mehr Platz benötigt. Die neuen Räumlichkeiten in
sehr“, betont sie. Ihr Lob richtet sich dabei der Landshuter Straße reichten nicht mehr aus
an die insgesamt neun Sozialpädagogen,
an die 30 Security-Mitarbeiter, an die drei
Hausmeister und die Servicekraft, die alle beit durch das Virus erschwert, denn bei gang aber nicht verweigert, wenn sie bei
durch das Corona-Virus tagtäglich vor vielen Ämtern, Behörden und Beratungs- ihrer Ankunft alkoholisiert sind oder un-
großen Herausforderungen stehen. stellen ist es aus Sicherheitsgründen der- ter Drogen stehen. Auch Hunde dürfen
zeit nicht möglich, persönlich vorstellig mitkommen. Für den Aufenthalt in der
Doch eines ändert auch das Corona-Virus
zu werden. „Man muss das meiste online Unterkunft gibt es keine zeitliche Begren-
nicht: Jeder Heimatlose, der bei der UfO
oder telefonisch erledigen. Das macht das zung. „Manche kommen unregelmäßig
vorbeikommt, bekommt ein Bett. Jeder
Organisatorische sehr schwierig“, weiß immer wieder, manche sind seit dem ers-
Neuankömmling muss als erstes einen
Christine Gais aus Erfahrung. Bisher ten Tag bei uns“, erzählt Christine Gais.
Erstkontaktbogen ausfüllen, dann be-
konnten jedoch immer Lösungen gefun-
kommt er Handtücher, eine Zahnbürste Generell ist die Unterkunft für Obdachlo-
den werden.
und Zahnpasta ausgehändigt und ein Bett se aber nicht als Dauerzustand gedacht.
und einen Spind zugewiesen. In einem Das Ziel ist es, die Personen vor Ort so
Erstgespräch mit einem Sozialpädagogen An den Stärken arbeiten und
weit zu unterstützen, dass sie selbststän-
wird anschließend geklärt, wie die Person Selbstvertrauen aufbauen
dig werden und zum Beispiel in betreutes
unterstützt werden kann. Wird eine The- Der Zugang zur Unterkunft für Obdachlo- Wohnen wechseln oder sogar in eine eige-
rapie benötigt? Muss ein Antrag auf Ar- se, die rund um die Uhr geöffnet hat, ist ne Wohnung ziehen können. Um das zu
beitslosengeld gestellt werden? Benötigt niedrigschwellig organisiert. Alkohol und erreichen, braucht es bei der Arbeit mit
die Person einen neuen Personalausweis? Drogen dürfen zwar nicht mitgebracht
den Bewohnern viel Feingefühl. Das weiß
Und auch in diesem Bereich wird die Ar- werden, den Obdachlosen wird der Zu-
auch die UfO-Leiterin: „Man sollte mit
den Menschen an ihren Stärken arbeiten,
damit sie sich selbst wieder etwas zutrau-
en. Es ist auch für mich ein schönes Ge-
fühl und ein großer Ansporn, wenn man
andere unterstützen und mit der eigenen
Erfahrung weiterhelfen kann. Dass ich
mit Menschen zu tun habe und dass ich
etwas verändern kann, das ist das Schöne
an diesem sozialen Beruf.“
Auch wenn der Alltag in der Unterkunft
für Obdachlose in der Prinz-Leopold-Ka-
serne gut funktioniert, ist es fest geplant,
nach der Pandemie wieder in die alten
neuen Räumlichkeiten in der Landshuter
Û Um die Maßnahmen zum Infektionsschutz einhalten zu können, musste die UfO kurzerhand in die Straße zurückzuziehen. Wann das sein
Prinz-Leopold-Kaserne umziehen Foto: Christine Gais wird, weiß derzeit allerdings niemand.

NAH DRAN BEI UNS 15


REGENSBURGER

Grak: Stadt Regensburg, Tatjana Setz


STADTTEILE
KUMPFMÜHL-ZIEGETSDORF-
NEUPRÜLL
Weitere Stadtteile auf www.regensburg.de/507

Der spätere Papst Benedikt


segnete 2001 die reno-
vierte Tauapelle der
Das Salettl im Karl-Bauer- St. Wolfgangskirche.
Park, das Mitte des 18. Jahr- Die expressionistische
hunderts erbaut wurde, Kirche gilt als Meilenstein
diente anfangs den adligen in der Entwicklung des
Stiftsdamen als Rückzugsort modernen Kirchenbaus.
während der Sommerhitze.

Kumpfmühl ist die Keimzelle der


Hier benden Stadt Regensburg und war bereits
79. n. Chr. als römisches Kohorten-Kas-
Im 19. Jahrhun-
sich das dert wurde von
tell besiedelt. 1818 wurde Kumpfmühl
Trainings- nach Regensburg eingemeindet. Der hier die da-
gelände Name Kumpfmühl stammt von einem mals existie-
und die Mühlrad, das hölzerne Schüsseln rende New
(sogenannte Kumpfe) trug. Der Name Yorker Filiale
Kaderschmiede Ziegetsberg kommt von „Zige“ genannten
des berühmten Regens- von Bücher
Föhren, die hier ursprünglich standen. Der
Großteil der insgesamt 22 186 Stadtteil- Pustet
burger Fußballvereins. beliefert.
bewohner ist zwischen 30 und 50 Jahre
alt, wohnt auf 37,9 Quadratmetern, hat
etwa 173 Quadratmeter freie Fläche
zur Verfügung und besitzt – statistisch
gesehen – 0,37 Autos.

MIT 141 METERN IST


DER FERNSEHTURM
DAS HÖCHSTE GEBÄUDE
REGENSBURGS. 1989 wurde
der größte römische
Münzschatz Süddeutschlands
gefunden, außerdem der größte römische Fried-
hof in Deutschland – darunter der Grabstein von
Sarmannina, der ältesten bezeugten Christin der
Region, aus ca. 400 n. Chr.
Quellen:
• Karl Bauer (2014): Regensburg. Kunst-, Kultur- und Alltagsgeschichte. MZ-Buchverlag.
• Statistisches Jahrbuch der Stadt Regensburg, Ausgabe 2018
• Dagmar Obermeier-Kundel: Das „Salettl“ – Vom Schmuddelkind zum Vorzeigeobjekt. In: Bei uns. Mai 2017, S. 14–15.
• www.kumpfmuehl.stwolfgang-regensburg.org/
• www.pustet.de/shop/magazine/49700/rmengeschichte.html

16 BEI UNS MERK-WÜRDIG


Koordinator für kommunale Entwicklungspolitik:

Das Thema Nachhaltigkeit


in den Köpfen verankern
Dagmar Obermeier-Kundel

Seit Mitte März 2020 hat die Stadt Regensburg einen Koordinator für kom-
munale Entwicklungspolitik. Michael Grein möchte das Bewusstsein dafür
schärfen, dass wir mit unserem Konsumverhalten die Lebensbedingungen
in den Entwicklungsländern verbessern und damit gleichzeitig Fluchtursa-
chen und Klimawandel bekämpfen können.

D as Zauberwort heißt „Nachhaltig-


keit“. Und es hat verschiedene As-
pekte. Zum einen geht es dabei um die
bale Klimawandel auch uns nicht ver-
schont. Trockenheit bereits ab dem Früh-
jahr bringt die Landwirtschaft in Be-
Umwelt. Ökologisch produzierte Produk- Bessere Lebensbedingungen
drängnis und bedroht die Trinkwasserre- für alle Menschen
te bedeuten einen geringen Verbrauch an
serven, extreme Hitze in den Sommer-
Ressourcen, weniger umweltschädliche Noch schlimmer sind die Auswirkungen
monaten beeinträchtigt die Lebensquali-
Emissionen und weniger Pestizide und des Klimawandels im Globalen Süden,
tät und raubt den Schlaf; Starkregen und
Chemikalien. Das hat entscheidende Aus- den sogenannten Entwicklungsländern.
wirkungen auf den Klimawandel, schont Hochwasser sind auch in unseren Breiten Fast täglich berichten die Medien über
die Umwelt und trägt wesentlich dazu Wetterphänomene, die durchaus gravie- schwere Dürreereignisse, Überschwem-
bei, unsere Lebensqualität zu erhalten. rende Auswirkungen auf unser Leben ha- mungen und daraus resultierende Hun-
Schon jetzt spüren wir alle, dass der glo- ben. gersnöte, Epidemien oder Kriege, die die

NACHGEFRAGT BEI UNS 17


Menschen dazu treiben, auf der Suche Zur Person: Michael Grein
nach besseren Lebensbedingungen ihr
Land zu verlassen. Der gebürtige Wertheimer hatte bereits
Bessere Lebensbedingungen für alle Men- nach dem Abitur seine Liebe zu Afrika
schen, das bedeutet aber auch, dass sozia- entdeckt. In Togo baute er ein Freiwilli-
le Kriterien bei Kaufentscheidungen be- genprojekt für Straßenkinder auf und lei-
rücksichtigt werden müssen. Solange in tete es ein Jahr lang. „Kindern eine Zu-
vielen Produktionsstätten im Globalen kunft geben“, lautete sein Motto. Später
Süden Menschenrechte mit Füßen getre- widmete er sich dort der Ausbildung von
ten werden, bereits kleine Kinder unter Lehrern, um das Projekt auf eigene Füße
unwürdigen Bedingungen Waren produ- zu stellen. „Diese Zeit hat mich sehr ge-
zieren müssen und daher keine Schule prägt“, betont der 36-Jährige. Nach sei-
besuchen können, faire Arbeitsbedingun- nem Studium der Politologie, Soziologie Û Seit März koordiniert Michael Grein die kom-
und Ethnologie mit dem Schwerpunkt munale Entwicklungspolitik
gen und der Zugang zu einem funktionie-
renden Gesundheitssystem alles andere Migration in Mainz, Nigeria und Paris ar-
als selbstverständlich sind, solange es beitete er in einer Erstaufnahmeeinrich- Aachen widmete er sich der Aufgabe, ge-
Zwangsarbeit gibt und eine existenzsi- tung in Frankfurt mit unbegleiteten min- flüchteten Menschen die Teilhabe an un-
chernde Bezahlung der Arbeit ein Traum derjährigen Flüchtlingen, später dann serer Gesellschaft zu ermöglichen. „Es
bleibt, solange werden auch Fluchtursa- auch mit erwachsenen Asylsuchenden. gibt nicht den Flüchtling als Typus“, be-
chen nicht dauerhaft bekämpft werden „Damals habe ich gemerkt, wie viel man tont er. „Jeder Mensch hat seine ganz ei-
können. durch Netzwerke erreichen kann“, erklärt gene Geschichte. Wir müssen endlich be-
Aber was kann eine Kommune wie Re- er. Als Quartiersmanager mit dem greifen, dass das gleiche Schicksal auch
gensburg, was können wir alle dafür tun, Schwerpunkt Flüchtlingsintegration in uns ereilen kann.“
dass Nachhaltigkeit, faire Beschaffung
und menschenwürdige Produktionsbe-
wird, hat sich genau dies auf seine Fah- ne wichtige Vorbildfunktion, betont
dingungen nachverfolgt werden können
nen geschrieben. Sowohl innerhalb der Grein, der gerade dabei ist, einen Kriteri-
und hier vor Ort, aber auch von den inter-
nationalen Handelsketten künftig stärker Stadtverwaltung als auch in der gesamten enkatalog zu entwickeln. Schließlich wirt-
berücksichtigt werden? Stadt Regensburg will er die Sensibilität schafte eine Kommune mit öffentlichen
für dieses Thema schärfen und Möglich- Geldern und übernehme damit eine nicht
keiten für eine stärkere Nutzung von geringe lokale, aber auch globale Verant-
Sensibilität schärfen
nachhaltig produzierten und fair gehan- wortung. Der direkte Kontakt zur Bürger-
Michael Grein, dessen Stelle bis Dezem-
delten Produkten aufzeigen. Und dadurch schaft, aber auch zur Wirtschaft und zum
ber 2021 durch die Engagement Global
schließlich entwicklungspolitische Effek- Handel verpflichte dazu, für dieses The-
gGmbH im Rahmen des „Servicestelle
te in den Ländern des Globalen Südens ma zu sensibilisieren und diesbezüglich
Kommunen in der Einen Welt-Pro-
sowie eine Verbesserung globaler Lebens- auch Engagement zu fördern. „Mein Ziel
gramms“ mit Mitteln des Bundesministe-
riums für wirtschaftliche Zusammenar- und Arbeitsbedingungen herbeiführen. ist es, die Stadtgesellschaft für diese The-
beit und Entwicklung (BMZ) gefördert Gerade die Stadtverwaltung habe hier ei- men zu begeistern und die Zusammen-
hänge bewusst zu machen“, unterstreicht
der 36-Jährige. Dazu gehört, das bereits
vorhandene Fairtrade-Netzwerk (Regens-
burg ist ja bereits seit 2012 Fairtrade-
Stadt) weiter auszubauen sowie weitere
vor Ort ansässige Institutionen und Ak-
teure im Bereich Nachhaltigkeit zu stär-
ken und miteinander zu vernetzen, um
möglichst viele Menschen für die Thema-
tik zu gewinnen und gemeinsam mit ih-
nen einen Fahrplan für mehr Nachhaltig-
keit in der Stadt Regensburg zu entwi-
ckeln. Denn schließlich greife die Argu-
mentation, die Lebens- und Arbeitsbedin-
gungen in den sogenannten Entwick-
lungsländern müssten hierzulande nie-
manden interessieren, viel zu kurz. Über
kurz oder lang würden die Auswirkungen
Û Ein paar Cent können zu mehr globaler Gerechtigkeit beitragen auch bei uns spürbar sein, meint Grein.

18 BEI UNS NACHGEFRAGT


„Wir haben es heute noch in der Hand,
auch langfristig unsere Lebensqualität
für folgende Generationen zu erhalten.“

UN-Nachhaltigkeitsziele
Bereits im Jahr 2015 hatten die Vereinten
Nationen die Agenda 2030 verabschiedet,
in der 17 Ziele für nachhaltige Entwick-
lung und für ein menschenwürdiges Le-
ben auf allen Kontinenten formuliert
sind (Sustainable Development Goals). Sie
reichen von einer gleichwertigen Bildung
für alle über die Verfügbarkeit von Trink-
wasser und den Schutz von Ökosystemen
bis zur Stärkung von Globalen Partner-
schaften.
Damit die Stadt Regensburg ihrer Vorbild-
funktion gerecht werden kann, will Grein Û Auch bei Spielzeug und Sportgeräten sollte man auf das Fairtrade-Siegel achten

sein Augenmerk künftig darauf lenken,


das Bewusstsein für fair und nachhaltig
onskriterien, wie menschenwürdige Ar- nen. Auch eine Überprüfung darauf, ob
produzierte Gebrauchsgüter zu schärfen.
beitsbedingungen und existenzsichernde beispielsweise die Produktion von Ar-
Die Produktpalette ist durchaus umfang-
Löhne für die Arbeiterinnen und Arbeiter beitskleidung durch ausbeuterische Kin-
reich und umfasst beispielsweise fair ge-
kontrolliert werden, aber auch auf ökolo- derarbeit stattfindet, oder ob die Beschäf-
handelten Kaffee oder Orangensaft, der
bei Stadtratssitzungen ausgeschenkt gische Aspekte wie Energieverbrauch tigten unter menschenwürdigen Bedin-
wird, genauso wie Büromöbel, deren Holz oder Einsatz von umwelt- und gesund- gungen fertigen konnten und faire Bezah-
unter nachhaltigen Bedingungen gewach- heitsschädlichen Chemikalien beim Her- lung für ihre Arbeit erhalten, sind ent-
sen ist, oder Computer, Handys und Dru- stellungsprozess. Wichtig ist auch, inwie-
scheidende Kriterien, die künftig noch
cker. Diese sollten unbedingt vor der An- weit sie nachzurüsten oder ob Ersatzteile
mehr Beachtung bei der Beschaffung fin-
schaffung sowohl auf soziale Produkti- verfügbar sind, um Ressourcen zu scho-
den sollen.
Hilfestellung können dabei verschiedene
ökologische wie soziale Siegel, wie bei-
spielsweise der Blaue Engel, das Fairtra-
de-Siegel, das Deutsche Bio-Siegel, Natur-
land, FSC oder XertifiX leisten. Sie ma-
chen es möglich, Lieferketten und Pro-
duktionsbedingungen zurückzuverfol-
gen. „Diese Labels haben eine hohe
Glaubwürdigkeit“, betont Grein, der
gleichzeitig davor warnt, dass es auch ei-
nige Zertifikate gibt, die von Unterneh-
men in Eigenregie entwickelt wurden und
weniger Aussagekraft und Glaubwürdig-
keit besitzen.

Kontakt

Der städtische Koordinator für kommu-


nale Entwicklungspolitik ist unter der
Rufnummer 507-2107 telefonisch er-
reichbar, bzw. per E-Mail an
grein.michael@regensburg.de.
Weitere Informationen unter
Û Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer präsentierte selbst auf einer Modenschau im www.regensburg.de/507
Degginger fair produzierte und gehandelte Kleidung

NACHGEFRAGT BEI UNS 19


Leben mit der Corona-Pandemie

Damit ältere Menschen


nicht abgehängt werden
Dagmar Obermeier-Kundel

Ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen gefährdet das Corona-Vi- „Pflege von Angehörigen“ erhalten möchte,
rus am meisten. Um sie zu schützen, brechen Betreuungsangebote weg, Kon- der kann sich gerne bei Manuela Bernreiter
taktverbote belasten zusätzlich. Alleinstehenden macht die Einsamkeit schwer oder ihrer Kollegin Marina Fleck telefonisch
zu schaffen, pflegende Familienangehörige stoßen an ihre Grenzen. Eine für alle melden (siehe Infokasten!).
Seiten schwierige Situation. Doch es gibt einige Angebote, die dafür sorgen sol-
len, dass Seniorinnen und Senioren nicht abgehängt werden. Aktion „Regensburg hilft“
Die Aktion „Regensburg hilft“ kann in die-
ser für Betroffene und ihre Angehörigen
Unterstützung für pflegende reiter. „Man kann das nur erahnen, was die- schwierigen Situation ebenfalls Unterstüt-
Angehörige se Menschen in der jetzigen Situation leis- zung anbieten. Über 900 Freiwillige, so Ma-
ten, vor allem deshalb, weil viele selbst rina Brückner, die für die Koordination bei
Manuela Bernreiter von der Fachstelle für
schon älter sind, zur Risikogruppe gehören der Stadt Regensburg zuständig ist, hätten
pflegende Angehörige weiß um die Proble-
und oft sehr unter der körperlichen und sich in den letzten Wochen gemeldet und
matik. Tagespflegeeinrichtungen mussten
seelischen Belastung leiden.“ ihre Bereitschaft erklärt, Einkäufe oder Be-
schließen, Gruppenangebote sind nicht
Sind pflegende Angehörige noch berufstä- sorgungen im Einzelhandel und bei Apo-
mehr durchführbar, Besuchsdienste wegge-
tig, dann muss häufig ein Spagat zwischen theken zu erledigen, mit dem Hund Gassi
brochen und die Betreuung durch osteuro-
Homeoffice und der Fürsorge für die pfle- zu gehen oder einen telefonischen Besuchs-
päische Haushaltshilfen ist deutlich er-
gebedürftigen und möglicherweise auch dienst zu übernehmen. Aber: „Es fällt vielen
schwert. Hinzu kommen neue Probleme,
dementen Familienmitglieder geleistet Menschen noch schwer, auf diese Unter-
wie beispielsweise die Versorgung älterer
Patienten nach einer Covid-19-Infektion, werden. Manuela Bernreiter weist hier auf stützung zurückzugreifen“, erklärt sie und
die aus dem Krankenhaus entlassen wor- die gesetzlich geregelte Möglichkeit hin, hofft, dass ihr Appell ankommt: „Jetzt ist
den sind, aber wegen noch bestehender An- sich bis zu zehn Tage vom Job freistellen zu die Zeit, dass sich diese Menschen, die in ih-
steckungsgefahr in häuslicher Quarantäne lassen, um eine entsprechende Betreuung rem Leben schon so viel für unsere Gesell-
bleiben müssen. Die ambulanten Pflege- zu organisieren. schaft getan haben, auch einmal etwas von
dienste müssen vieles auffangen und Glücklicherweise können mittlerweile wie- den Jüngeren zurückgeben lassen.“
kämpfen selbst mit den Einschränkungen, der Freiwillige des Helferkreises „Auszeit“
die ihnen das Virus auferlegt. den pflegenden Angehörigen unter die Ar- Fernwartung, damit die
Pflegende Angehörige würden in dieser Si- me greifen. Online-Kommunikation klappt
tuation oft an ihre persönlichen Belas- Wer sich beraten lassen oder Hilfestellung Auch Teamleiter Bodo Schmitz und seine
tungsgrenzen stoßen, sagt Manuela Bern- bei anderen Fragen rund um das Thema Kollegen von senioren@home, die norma-

Û Die Mitarbeiterinnen der Telefon-Hotline beraten, muntern auf und stehen Û Pflegende Angehörige stellt die derzeitige Situation vor große Herausfor-
auch für längere Gespräche zur Verfügung Foto: Erwin Wodicka / 123 rf derungen Foto: Jozef Polc / 123 rf

20 BEI UNS NAH DRAN


Gut zu wissen!

Hilfe für pflegende Angehörige


www.regensburg.de/leben/senioren/se-
niorenamt-der-stadt-regensburg/fach-
stelle-fuer-pflegende-angehoerige
Manuela Bernreiter (Tel. 507-4952)
Marina Fleck (Tel. 507-1549)
Regensburg hilft
www.regensburg.de/ehrenamt
Tel. 507-2252
Senioren@home
www.regensburg.de/leben/senioren/hil-
fe-im-alter/wohnen-leben/senioren-
home
Bodo Schmitz (Tel. 46716174)
ReNeNa-Service-Telefon: 507-5599
Hotline für ältere Menschen
www.regensburg.de/leben/senioren/ak-
tuelles-fuer-senioren/einfach-mal-reden
Tel. 507-3541, jeweils Montag bis Don-
nerstag von 8.30 bis 16 Uhr und Freitag
von 8.30 bis 11.30 Uhr
Û Über 900 Freiwillige haben sich gemeldet, die gerne Einkäufe und Besorgungen übernehmen
Foto: Kzenon / 123 rf

lerweise vor Ort dafür sorgen, dass ältere Sein Problem wird dann aufgenommen, ein zem eine Telefon-Hotline an, unter der Mit-
Menschen sich mit ihrem Smartphone oder Termin für die Fernwartung vereinbart. arbeiterinnen des Seniorenamts ein offenes
Laptop nicht allein gelassen fühlen, haben Wichtig ist nur, dass eine Telefonverbin- Ohr für alle Themen und Fragen haben, die
sich etwas einfallen lassen, um die Auswir- dung und ein funktionierender Internet- ältere Menschen derzeit bewegen (Kontakt
kungen der Kontaktsperre abzufedern in ei- Anschluss vorhanden sein müssen. Per siehe Infokasten).
nem Bereich, der gerade jetzt mehr denn je Fernwartung können dann Schmitz und „All diese Angebote sollen einen kleinen
an Bedeutung gewinnt: dem Bereich der di- seine sechs Kollegen, die mittlerweile auch Beitrag dazu leisten, dass sich die älteren
gitalen Kommunikation. noch vom Team der Computer-Internet- Menschen in unserer Stadt nicht gänzlich
„Um zu gewährleisten, dass ältere Men- Gruppe unterstützt werden, beispielsweise abgehängt fühlen. Natürlich ist uns be-
schen auch weiterhin mit ihrer Außenwelt E-Mail-Konten freischalten, Browser instal- wusst, dass all das nicht die Besuche und
zumindest online verbunden bleiben, ha- lieren oder Videochats einrichten, frei nach den engen Kontakt mit Kindern, Enkeln
ben wir unsere Betreuung umgestellt. Was dem Motto: „Wenn’s irgendwie machbar ist, und Freunden ersetzen kann, aber vielleicht
geht, erledigen wir telefonisch, aber wir
dann helfen wir gerne!“ hilft es doch dabei, diese schwierige Zeit
können uns jetzt auch per Fernwartung auf
besser durchzustehen“, unterstreicht Ober-
die Geräte aufschalten und so schnell Hilfe
Einfach mal reden – bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfi-
leisten“, erklärt der ehrenamtliche Mitarbei-
Hotline für ältere Menschen scher. „Mein Dank gilt allen Menschen, die
ter des Treffpunkt Seniorenbüro der Stadt
Regensburg (TPS). Wie wichtig der direkte Kontakt zu anderen ihre eigenen Bedürfnisse zurzeit zurück-
Der TPS-Förderverein, zu dem senio- Menschen ist, das merken wir alle in diesen stellen, um die, die besonders gefährdet
ren@home gehört, hat deshalb extra die schwierigen Zeiten. Gerade die älteren Bür- sind, zu schützen. Er gilt aber auch all de-
entsprechende Fernsteuerungs-Software gerinnen und Bürger der Stadt, die eine An- nen, die durch ihr Engagement dafür sor-
gekauft. Damit ist gewährleistet, dass auch steckung mit dem Corona-Virus am meis- gen, dass die Einschränkungen, die uns die
schwierigere Probleme gelöst werden kön- ten gefährdet, sind besonders einge- Corona-Pandemie auferlegt, leichter zu er-
nen. Und: „Wer anruft, der bekommt auch schränkt, weil ihr Sozialleben fast vollstän- tragen sind. Ich appelliere an die gesamte
Hilfe“, versichert Schmitz. dig weggebrochen ist. Weil es aber gerade Gesellschaft: Halten Sie durch, lassen Sie
Wer Fragen hat oder technische Unterstüt- für die psychische Gesundheit wichtig ist, nicht nach in Ihrer Achtsamkeit. Ich bin mir
zung benötigt, der soll sich einfach beim sich auszutauschen, seine Ängste und Sor- sicher, dass wir die Krise gemeinsam bewäl-
Service-Telefon von ReNeNa oder direkt bei gen zu formulieren und persönlichen Zu- tigen können, wenn wir jetzt alle zusam-
senioren@home melden (siehe Infokasten). spruch zu erhalten, bietet die Stadt seit Kur- menstehen!“

NAH DRAN BEI UNS 21


Rätselecke

Wo ist das?

L
iebe Leserinnen und Leser, ser Online-Magazin regensburg 507.
diesmal zeigt unser Rätsel- Hier finden Sie einen Beitrag mit
bild nur einen kleinen De- der Lösung.
tailausschnitt. Wissen Sie, Einsendeschluss ist der 15. Juni 2020.
an welchem Gebäude er sich be- Verspätet eintreffende Lösungen
findet? Dann senden Sie bitte ei- können nicht mehr berücksichtigt
ne ausreichend frankierte Post- werden. Aus allen richtigen Einsen-
karte mit der Lösung an: dungen losen wir fünf Gewinner
aus, die jeweils eine Flasche des Re-
Stadt Regensburg gensburger Stadtweins Salutaris
Abteilung Presse- und erhalten.
Öffentlichkeitsarbeit Im letzten Heft hatten wir nach
Altes Rathaus dem Goldenen Kreuz gefragt. An-
gela Herdegen, Eva Sparfeld, Hans
Postfach 11 06 43
Stadler, Werner Steigenberger und
93019 Regensburg
Franz Stoffl haben das gewusst
oder eine E-Mail an:
und jeweils ein Exemplar des Bu-
pressestelle@regensburg.de
ches „Begehbare Träume. Regens-
Wenn Sie sich nicht sicher sind, burger Parks und Grünanlagen“ ge-
werfen Sie doch einen Blick in un- wonnen. Herzlichen Glückwunsch!

Hinweise zur Teilnahme und zum Datenschutz


Teilnahmeberechtigt sind volljährige, natürliche Personen. Jeder Teilnehmer kann nur im eigenen Namen und pro Gewinnspiel nur einmal teilnehmen. Mitarbeiter
der Stadt Regensburg sowie deren Angehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Bei einem Verstoß gegen diese Teilnahmebedingungen behält sich die
Stadt Regensburg das Recht vor, Personen vom Gewinnspiel auszuschließen. Die Ermittlung der Gewinner erfolgt im Losverfahren durch die Stadt Regensburg. Die
Gewinner werden telefonisch oder schriftlich benachrichtigt, sie können ihre Gewinnansprüche nicht auf Dritte übertragen. Die Gewinner sind mit ihrer Namens-
nennung in der nächsten Ausgabe der Bei uns einverstanden. Eine Barauszahlung von Gewinnen ist nicht möglich. Um an dem Preisausschreiben teilzunehmen,
ist es unerlässlich, persönliche Daten anzugeben. Zu den bei der Registrierung gespeicherten Kontaktdaten der Teilnehmer/innen gehören: Vorname, Nachname,
E-Mail-Adresse und/oder Anschrift. Weitere Angaben sind freiwillig. Durch die Registrierung erklären sich die Teilnehmer/innen ausdrücklich damit einverstanden,
dass durch den Veranstalter des Preisausschreibens sämtliche angegebenen Daten zum Zweck und für die Dauer der Aktion erhoben, gespeichert und verarbeitet
werden dürfen. Es erfolgt keine Weitergabe an Dritte. Es steht den Teilnehmer/innen jederzeit frei, per Widerruf gegenüber der Stadt Regensburg die Einwilligung
in die Speicherung und Verarbeitung aufzuheben. Im Falle des Widerrufs der Kontaktdaten liegt darin auch der Rücktritt von der Wettbewerbsteilnahme mit Wir-
kung für die Zukunft. Nach Zugang des Widerrufs werden die Daten vom Veranstalter umgehend gelöscht.

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Tag & Nac
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0 7 -2 346
0941/5 7
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22 BEI UNS MITMACHEN UND GEWINNEN


regensburg.de/507
Was steckt drin?
regensburg 507 – das Online-Magazin der Stadt
Regensburg. Erfahren Sie aus erster Hand, was es
Neues aus der Stadtverwaltung gibt.

NACHGEFRAGT

SEHENSWERT
NAH DRAN

Achtung reizend! Kleinere Teams für mehr Konstituierende Sitzung unter


Abstand besonderen Bedingungen
Auch in diesem Frühjahr ist der
Eichenprozessionsspinner wieder Auch in Krisenzeiten wird der Müll So bunt wie dieses Mal war der
unterwegs. Das Gartenamt hat pünktlich abgeholt. Der zuständige Stadtrat noch nie – und das lag
Erfahrung, wie man damit um- Amtsleiter Dr. Christian Herr be- nicht nur an den einzelnen politi-
geht. richtet, wie sein Amt jetzt arbeitet. schen Ausrichtungen.

regensburg 507
So heißt auch der kostenlose, monatlich erscheinende Newsletter der Stadt Regensburg. Wenn Sie mehr
wissen wollen, melden Sie sich über das Formular auf www.regensburg.de/newsletter an oder scannen Sie
den nebenstehenden QR-Code mit Ihrer Smartphone-Kamera. So gelangen Sie direkt zur Anmeldung.

Eigene Badideen wahr machen


Die Fachausstellung ELEMENTS
bietet Inspiration und kompetente Beratung
Jeder hat seine ganz eigenen Vorstellungen, wenn es um die
Gestaltung des Bades geht. Um individuelle Bad(t)räume Wirk-
lichkeit werden zu lassen, ist die Fachausstellung ELEMENTS
genau der richtige Partner. In REGENSTAUF finden sich an der
Gutenbergstraße 26 all die Dinge, die aus dem Bad eine Erleb-
niswelt oder den Ruhepol des Hauses machen.
Die exklusiven Badideen von ELEMENTS laden Kunden gemeinsam
mit dem Fachhandwerker ihres Vertrauens in eine inspirierende
Baderlebniswelt ein und bieten kompetente Beratung.
Eintauchen, treiben lassen, träumen: Von A wie Armatur, über
Duschwände und Accessoires, bis W wie Waschtisch findet man bei
ELEMENTS in Regenstauf auf über 1200 Quadratmetern alles, was
ein Badezimmer zu einer Wellness-Oase macht. Die Produkte vor Ort
live zu sehen, zu fühlen und auszuprobieren, erleichtert die Ent-
scheidungsfindung und bietet darüber hinaus Raum für eigene krea-
tive Ideen.
Egal ob Luxusbad mit Whirlpool, zeitloses Design kombiniert mit
höchster Funktionalität oder besondere Bedürfnisse hinsichtlich der
Bewegungsfreiheit: Für jede Größe, jeden Anspruch und jedes Budget
ist garantiert das passende Angebot dabei – präsentiert in einmaliger
Atmosphäre!
Mal ungewöhnlich im Design, mal erstaunlich in der Farbgebung: Die
Musterbäder sind unterschiedlich gestaltet, aber nah an der
Lebenswirklichkeit konzipiert und geben vielfältigeAnregungen für den
Neubau und die Renovierung des eigenen Bades. Die Ausstellung
umfasst Marken führender deutscher und internationaler Hersteller.
Spezialisierte Mitarbeiter stehen mit viel Fachwissen für ein erstes
kreatives Bad-Brainstorming nach Terminabsprache zur Verfügung.

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