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Aufgabe 68

Erkunden Sie die Vokale und Konsonanten in der Erstsprache Ihrer Lernenden im
Kontrast zu denen im Deutschen.
Notieren Sie die Unterschiede und die Fehler/Schwierigkeiten, die durch die Unterschiede auftreten.
Ergänzen Sie gegebenenfalls die Tabelle.

Laute im Deutschen Laute in der Erstsprache Bei


meiner Lernenden Nichtübereinstimmung
treten folgende
Fehler/Schwierigkeiten
auf
1. Es gibt 17 Vokallaute. Es gibt 3 Vokale ö/ü-Laute werden nicht
(a- o- i ) richtig gebildet bzw. ersetzt
durch andere Vokale (z.B.
„Kissen“ statt „küssen“ oder
„lesen“ statt „lösen“).

2. Es gibt lange und kurze Es gibt sowohl langen als Wenn es keine
Vokale (z.B. Staat – Stadt). auch kurzen Vokal. langen/kurzen Vokale
gibt, können Lernende
diese im Deutschen zu
Beginn schwer
wahrnehmen und auch
nicht sprechen.
*Lange, geschlossene
Vokale werden häufig zu
kurz gesprochen (z.B. „ihn“
klingt dann fast wie „in“).
*Der Unterschied von
langem e [eː]– langem i [iː]
(leben – lieben) bzw.
langem o [oː]– langem u
[uː] (Ohr – Uhr) wird nicht
gehört und deshalb nicht
bzw. ungenügend realisiert.

3. Es gibt Umlaute wie ö- und Es gibt keine Umlaute. Wenn es keinen ö-Laut
ü-Laute, bei denen die Lippen gibt, wird oft [e] statt [ö]
gerundet sind. gesprochen. Es werden
auch andere Ersatzlaute
gesprochen.

4. Es gibt Diphthonge wie [au], Es gibt zwei Diphthonge


[ai] und [ɔy]. (ai und au)

Einheit 3 Deutsch als fremde Sprache Kapitel 5.4 Die Laute


© Goethe-Institut 2014
5. Es gibt einen festen ja
Stimmeinsatz.

6. Es gibt 21 Die arabische Sprache hat Das Arabische hat zwar


Konsonantenlaute. 28 Buchstaben, die alle auch insgesamt mehr
als Konsonanten verwendet Konsonanten als das
werden. Deutsche, aber es gibt auch
deutsche Konsonanten, die
im Arabischen unbekannt
sind: [p], [g], [v], [ç], [ŋ].
*Doppelt geschriebene
Konsonanten werden lang
gesprochen (z.B. „al-le“
statt „alle“ [ˈalə])

7. Es gibt stimmlose Nein p, t, k werden nicht hart


Verschluss-/Sprenglaute wie genug gesprochen bzw.
[p], [t], [k]. nicht behaucht, sie
tendieren zu b, d, g
(„packen“ klingt dann ggf.
für deutsche Ohren wie
„backen“).

8. Es gibt stimmhafte Ja
Verschluss-/Sprenglaute wie
[b], [d], [g].

9. Es gibt stimmlose Enge- [x] Ja der „ich“-Laut wird durch


/Reibelaute wie [ç] in ich, und [ç] Nein einen „sch“-ähnlichen Laut
[x] in Dach. ersetzt („Milsch“ statt
„Milch“).

10. Es gibt den stimmhaften Nein Das vokalisierte r [ɐ] wird


Enge-/Reibelaut [ʁ] wie in als konsonantisches r
Fahrrad. realisiert (z.B. „Tor“ statt
„Toa“).

11. Es gibt Nasenlaute wie [m], Ja Der Ang-Laut [ŋ] wird als
[n], [ŋ]. zwei Laute „n-g“ oder – im
Auslaut – als „n-k“
gesprochen (z.B. „sin-gen“
statt [ˈzɪŋən]

12. Es gibt den Kehl-/Hauchlaut Nein stummes h wird


[h]. gesprochen.

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13. Es gibt Konsonanten- Nein z [ts] wird als s [s]
verbindungen wie z.B. [pf] oder gesprochen (z.B. „heißen“
[ts]. statt „heizen“)

14. Es gibt komplexe Nein Bei


Konsonantenverbindungen. Konsonantenverbindungen
werden Sprossvokale
eingeschoben (z.B. „derei“
statt „drei“)

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