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Bionische
Reibungsreduktion: Eine
Lufthülle hilft Schiffen
Treibstoff zu sparen

Book · January 2015

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Wilhelm Barthlott Matthias J Mayser


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Mail, M.; Böhnlein, B.; Mayser, M.; Barthlott, W. (2015): Bionische Reibungsreduktion:
Eine Lufthülle hilft Schiffen Treibstoff zu sparen. In: Kesel, A. B., Zehren, D. (ed.):
Bionik: Patente aus der Natur – 7., pp. 126 – 134. Bremer Bionik-Kongress, Bremen;
ISBN 978-3-00-048202-1
126 Bionik: Patente aus der Natur

Bionische Reibungsreduktion: Eine Lufthülle


hilft Schiffen Treibstoff zu sparen

Matthias Mail1; Birte Böhnlein1; Matthias Mayser1,2; Wilhelm Barthlott1


1 Nees-Institut für Biodiversität der Pflanzen, Universität Bonn
2 Department of Civil and Environmental Engineering, MIT, Cambridge, USA

Einführung

Wird eine superhydrophobe Oberfläche unter Wasser getaucht, so fällt


sofort der auftretende silbrige Glanz auf. Er ist auf eine von der
Oberfläche gehaltene Luftschicht zurückzuführen und entsteht durch die
Totalreflexion an der Luft-Wasser-Grenzfläche. In vielen Fällen ist diese
Luftschicht nicht besonders stabil, doch es gibt, wie wir in unseren
Arbeiten zeigen konnten, einige biologische, kompliziert hierarchisch
strukturierte Oberflächen, die in der Lage sind, eine solche Luftschicht
über sehr lange Zeiträume zu halten [1,2,3,4]. Dieser Effekt der
langzeitstabilen Lufthaltung an Oberflächen unter Wasser wurde von uns
als Salvinia-Effekt [5,6] bezeichnet und eröffnet ein weites Feld an
technischen Möglichkeiten.
So kann beispielsweise die Reibung von fluidüberströmten Festkörper-
oberflächen durch das Einbringen einer Luftschicht zwischen Fluid und
Festkörper deutlich reduziert werden [7]. Ein potentielles Anwendungs-
gebiet wäre hier u.a. die Schifffahrt. Derzeit werden mehr als 80 % aller
Güter weltweit von Schiffen transportiert. Gelänge es deren Reibungs-
widerstand um 10 % zu senken, so könnte rund 1 % des weltweiten
Ölverbrauchs eingespart werden [6]. Ziel unserer Arbeiten ist daher die
Entwicklung einer biomimetischen, permanent lufthaltenden Beschicht-
ung zur Reibungsreduktion.

Biologische Vorbilder

Viele Tiere und Pflanzen weisen aus unterschiedlichsten Gründen


superhydrophobe Oberflächen auf. Paradebeispiele sind die Lotus-Blume
(Nelumbo nucifera), deren Blätter selbstreinigend sind (Lotus-Effekt®) [8]
oder der Springschwanz (Collembola), der über seine Körperoberfläche
atmet und daher ein Nasswerden vermeiden möchte [9].
Bionische Reibungsreduktion: Eine Lufthülle hilft Schiffen Treibstoff zu sparen 127

Die Luftschichten superhydrophober Oberflächen sind jedoch nicht


notwendigerweise über längere Zeiträume stabil. Für die Entwicklung von
biomimetischen, permanent lufthaltenden Oberflächen mussten daher
zunächst geeignete biologische Vorbilder gefunden werden, um deren
Oberflächenmorphologie zu untersuchen und die für die dauerhafte
Lufthaltung verantwortlichen Parameter zu identifizieren. Als geeignete
Vorbilder erwiesen sich die Schwimmfarne der Gattung Salvinia [2,10].
Die Untersuchungen zeigten, dass fünf Kriterien für eine permanente
Lufthaltung erfüllt werden müssen:
3. eine hydrophobe Chemie der Oberfläche, die in Kombination
mit
4. einer Nanostrukturierung, eine Superhydrophobie generiert,
5. haarartige Strukturen im Mikro- bis Millimeter-Bereich,
6. die Strukturen weisen Hinterschneidungen auf und
7. sind elastisch. Die Kombination dieser fünf Kriterien wurden
verkürzt als „Salvinia-Effekt“ bezeichnet [5].
Ein weiteres Merkmal, das erheblich zur Stabilisierung der Luftschichten
beiträgt, konnten wir bei Salvinia molesta entschlüsseln: An der Spitze
jedes hydrophoben, schneebesenförmigen Trichoms befinden sich vier
abgestorbene Zellen. Diese sind wachsfrei und somit hydrophil (Abb. 1).

Abb. 1: a) Der Schwimmfarn Salvinia molesta. b) Die Blattoberfläche ist mit schnee-
besenförmigen Härchen besetzt. c) An der Spitze jedes hydrophoben Härchens befinden
sich vier abgestorbene, wachsfreie und somit hydrophile Zellen.

Das Wasser haftet an den Strukturspitzen und somit ist die Bildung einer
Blase, die abschnüren und aufsteigen kann, mit einem erheblich größeren
Energieaufwand verbunden als bei einer rein hydrophoben Oberfläche.
128 Bionik: Patente aus der Natur

Diese stabilisierende Kombination einer hydrophoben Oberfläche mit


hydrophilen Pins wurde als Salvinia-Paradox bezeichnet [1].
Der Salvinia-Effekt konnte auch bei zahlreichen anderen Spezies mit
herausragenden Lufthalteeigenschaften nachgewiesen werden, wie bei-
spielsweise der Wasserspinne (Ancylometes bogotensis) und vor allem dem
Rückenschwimmer (Notonecta) [3].
An der Oberfläche der Deckflügel (Elytren) von Notonecta, die über eine
hierarchische Doppelstruktur aus langen Setae (durchschnittliche Länge
90 µm und Dichte 251 mm-2) und kurzen, dichtstehenden Microtrichia
(durchschnittliche Länge 2 µm und Dichte 6*106 mm-2) [3] (Abb. 2)
verfügen, konnten wir eine stabile Lufthaltung von knapp zwei Jahren bis
Versuchsabbruch nachweisen. Hier kann also durchaus von einer
permanenten Lufthaltung ausgegangen werden.

Abb. 2: a) Der Rückenschwimmer Notonecta. Im Bild ist der silbrige Glanz, zurück-
zuführen auf die Reflexion an der Luft-Wasser-Grenzfläche, der auf den Elytren
gehaltenen Luftschicht, zu erkennen. b) Die Elytren sind mit einer Doppelstruktur aus
langen Setae und c) kurzen, dichtstehenden Microtrichia besetzt.

Die Größenordnungen der Oberflächenstrukturen von Notonecta und


Salvinia unterscheiden sich sehr, beide sind jedoch höchst interessante
Vorbilder für eine technische Anwendung.

Biomimetische Prototypen

Bei der Entwicklung biomimetischer Prototypen anhand der Ergebnisse


aus den Untersuchungen an den biologischen Vorbildern, wurden
mehrere Ansätze verfolgt. Diese unterschieden sich maßgeblich in den
Dimensionen und der Komplexität der Strukturen, sowie in der Dicke der
gehaltenen Luftschichten. Dies ermöglichte die systematische Untersuch-
ung verschiedener, für die Lufthaltung relevanter Parameter.
Bionische Reibungsreduktion: Eine Lufthülle hilft Schiffen Treibstoff zu sparen 129

Der erste Ansatz basiert auf in Silizium geätzten Mikro-Säulen-Strukturen


(Abb. 3). Hierzu wurden bereits 2004 am Forschungszentrum caesar in
Bonn in unserem Auftrag Strukturen mittels Reaktivem-Ionen-Ätzen (RIE)
hergestellt.

Abb. 3: a) Getauchte, mit Mikro-Säulen-Strukturen besetzte Probe. Auf der mikro-


strukturierten Oberfläche ist der silbrige Glanz der Luft-Wasser-Grenzfläche zu erkennen.
b) REM-Aufnahme der Strukturen.

Die Dimensionen der Strukturen liegen in derselben Größenordnung wie


die Setae von Notonecta. Diese Silizium-Oberflächen wurden von uns
zunächst in einem Abformungsverfahren [11] repliziert und anschließend
die so entstandenen Epoxid-Harz-Repliken mit dem aus der Zusam-
menarbeit der vorangegangenen Lotus-Effekt-Projekte entstandenen
Industrieprodukt Tegotop hydrophobiert (25 µl gelöstes (1:10) Tegotop 210
(Evonik Degussa GmbH, Germany)). Diese Repliken zeigten sehr gute
Lufthalteeigenschaften und wurden daher u.a. für Langzeitunter-
suchungen eingesetzt. Wie beim biologischen Vorbild war auch hier die
Luftschicht sehr langzeitstabil und es konnte eine Lufthaltedauer von
mehreren Monaten nachgewiesen werden.
Um bereits in einer frühen Phase der Arbeiten zu überprüfen, in welchem
Umfang eine biomimetische, lufthaltende Oberfläche zur Reibungs-
reduktion an Schiffen eingesetzt werden kann, entwickelte das ITV
Denkendorf in unserem Auftrag im Rahmen des BMBF-Projekts
„Superhydrophobe biologische Grenzflächen“ eine textile Oberfläche, die
in der Lage war, eine Luftschicht unter Wasser zu halten. Mit diesem
Textil wurden 2007 am Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und
Transportsysteme e.V. (DST) in Duisburg erste Messungen unternommen.
Für die Widerstandsversuche wurde ein Schubleichter mit einer Länge
130 Bionik: Patente aus der Natur

von 6,9 m und einer Breite von 0,8 m bespannt und in einem Kanal
(Länge: 200 m, Breite: 10 m, Wassertiefe: 312,5 mm) untersucht (Abb. 4).
Dabei wurden zwei Versuchsreihen gefahren. Im ersten Fall betrug der
Tiefgang des Modells 6,25 cm, somit ergaben sich die Länge in der
Wasserlinie zu 6,6 m und die Verdrängung zu 0,3 m³. Bei der zweiten
Versuchsreihe war ein Tiefgang von 18,1 cm eingestellt, was eine Länge in
der Wasserlinie von 6,8 m und eine Verdrängung von 0,9 m³ ergab.

Abb. 4: a) Mit hydrophobem Textil bespannter Schubleichter am DST in Duisburg. b) Bild


des Schubleichters während der Messung im Kanal.

Beide Versuchsreihen wurden bei relativ niedrigen Geschwindigkeiten


(0,28 ms-1 - 0,83 ms-1) durchgeführt um sicherzustellen, dass der aus der
Reibung resultierende Widerstandsanteil sehr groß im Vergleich zum
Restwiderstand war.
Alle Messungen wurden mit einem Schubleichter, einmal mit dem hydro-
phoben Textil bespannt und einmal mit herkömmlichem Bootslack
lackiert, durchgeführt und die jeweiligen Wertepaare verglichen. Bei
diesen Messungen konnte eine Reibungsreduktion von bis zu 10 % durch
die lufthaltende Textiloberfläche gezeigt werden.
Neben dieser, relativ einfachen Textiloberfläche, die bereits eindrucksvoll
zeigte, dass prinzipiell eine Reibungsreduktion mittels lufthaltender
Beschichtungen möglich war, entwickelten wir, gemeinsam mit der
SwissFlock GmbH, prototypische Oberflächen auf Flockbasis. Dabei
handelt es sich um Polyamid-Fasern, die in einer Matrix eingebettet
werden (Abb. 5). Der Vorteil bei diesen Schnittflockoberflächen lag unter
anderem darin, dass Parameter wie Faserlänge, -durchmesser und -dichte
angepasst werden konnten und somit ein breites Spektrum an
Oberflächen systematisch untersucht werden konnte. Die Parameter
Bionische Reibungsreduktion: Eine Lufthülle hilft Schiffen Treibstoff zu sparen 131

wurden so gewählt, dass sie in ihren Dimensionen den Strukturen der


untersuchten Salvinia-Arten entsprachen.

Abb. 5: a) Wassertropfen auf einer hydrophoben, lufthaltenden Flockoberfläche. b) REM-


Aufnahme der Flockfasern.

Die Flockoberflächen wurden hydrophobiert (Tegotop 210) und zeigten


anschließend die gewünschte Lufthaltefähigkeit.
An solchen Flockoberflächen wurden von unserem Projektpartner, der AG
von Prof. Leder am Lehrstuhl für Strömungsmechanik der Universität
Rostock, Messungen im Schleppkanal durchgeführt. Bei diesen
Messungen wurden zwei NACA-Flügelprofile, eines mit herkömmlicher
Lackierung, eines mit lufthaltender Flockoberfläche ausgestattet, parallel
durch das Wasser geschleppt, wobei sie durch ein Joch miteinander
verbunden waren. Eine in der Mitte des Jochs befindliche Torsionswaage
ermöglichte die Messung des, aufgrund der Reibungsunterschiede
auftretenden Drehmoments. Es konnte eine Reibungsreduktion von rund
31 % nachgewiesen werden [12].
Diese Ergebnisse aus dem BMBF BIONA-Vorhaben „Luft haltende
Schiffsbeschichtungen nach biologischem Vorbild zur Reibungs-
reduktion“, sowie zwei weiteren Projekten im Rahmen des BMBF-
Ideenwettbewerbs Bionik zeigen das Potential biomimetischer, permanent
lufthaltender Oberflächen und dienen als Grundlage für das neu
begonnen Projekt „ARES - Air REtaining Surfaces“, in dem wir, in
Zusammenarbeit mit unseren Projektpartnern in Karlsruhe und Rostock,
technisch einsetzbare lufthaltende Oberflächen entwickeln und ihre
Anwendbarkeit validieren werden.
132 Bionik: Patente aus der Natur

Zusammenfassung

Werden superhydrophobe Oberflächen unter Wasser getaucht, halten sie


immer, zumindest kurzeitig, eine Luftschicht (z. B. Lotus). Einige
Oberflächen sind jedoch in der Lage, relativ dicke Luftschichten
langzeitstabil zu halten. Bei den seit 2002 systematisch durchgeführten
Untersuchungen bestimmter aquatischer Organismen (z. B. Salvinia und
Notonecta) konnten die fünf Kriterien für eine permanente Lufthaltung
identifiziert werden. Ihre Kombination wurde nach dem Vorbild des
Schwimmfarns als Salvinia-Effekt bezeichnet [5]. Als zusätzlicher
Mechanismus zur Stabilisierung der Luftschicht konnten an einigen Arten
hydrophile Pins (Salvinia-Paradox) nachgewiesen werden [1].
Biomimetische Salvinia-Effekt-Oberflächen sind von großem Interesse, da
durch eine Luftschicht zwischen Festkörper und Fluid die Reibung an
fluidüberströmten Medien deutlich reduziert werden kann [7].
An Flockoberflächen konnte von unserem Projektpartner in Rostock eine
Reibungsreduktion von 31 % nachgewiesen werden [12]. Die Unter-
suchungen der Luftschicht an replizierten Mikro-Säulen-Strukturen
zeigten, dass eine langzeitstabile Lufthaltung unter statischen
Bedingungen über mehrere Monate möglich ist.

Danksagung
Die Untersuchungen wurden in Projekten im Rahmen des BMBF-
Ideenwettbewerbs „Bionik“, sowie einem BIONA-Verbundvorhaben
zusammen mit der AG von Prof. Leder am lsm (Universität Rostock),
durchgeführt. Weitere Arbeiten wurden innerhalb des DFG-
Graduiertenkollegs GRK1572 „Bionik – Interaktion über Grenzflächen zur
Außenwelt“ durchgeführt. Dank geht an unsere Kooperationspartner
SwissFlock GmbH, caesar Bonn, ITV Denkendorf und das DST in
Duisburg. Das Projekt wird seit November 2013 in dem BMBF VIP-
Vorhaben „ARES – Air REtaining Surfaces“ zusammen mit dem obenge-
nannten Institut in Rostock und dem Institut für Nanotechnologie des KIT
(Prof. Th. Schimmel) fortgesetzt.

Literatur
[1] Barthlott, W., Schimmel, T., Wiersch, S., Koch, K., Brede, M., Barczewski,
M., Walheim, S., Weis, A., Kaltenmaier, A., Leder, A., Bohn, H. F. (2010): The
Salvinia paradox: Superhydrophobic surfaces with hydrophilic pins for air-
retention under water. Advanced Materials 22: 1-4
Bionische Reibungsreduktion: Eine Lufthülle hilft Schiffen Treibstoff zu sparen 133

[2] Cerman, Z., Striffler, B. F., Barthlott, W. (2009): Dry in the water: the
superhydrophobic water fern Salvinia - a model for biomimetic surfaces. In:
Gorb, S. N. (ed.): Funct. Surf. in Biology, Springer Berlin, Heidelberg, 740 pp.
[3] Ditsche-Kuru, P., Schneider, E. S., Melskotte, J.-E., Brede, M., Leder, A.,
Barthlott, W. (2011): Superhydrophobic surfaces of the water bug Notonecta
glauca: a model for friction reduction and air retention. Beilstein Journal of
Nanotechnology 2: 137-144
[4] Yan, Y. Y., Gao, N., Barthlott, W. (2011): Mimicking natural
superhydrophobic surfaces and grasping the wetting process: A review on
recent progress in preparing superhydrophobic surfaces. Advances in Colloid
and Interface Science, 26 p.
[5] Koch, K., Bohn, H. F., Barthlott, W. (2009): Hierarchical sculpturing of
plant surfaces and superhydrophobicity. Part of the Langmuir 25th Year
special issue “Wetting and superhydrophobicity”, Langmuir 25 (24): 14116–
14120
[6] Barthlott, W., Erdelen, W., Rafiqpoor, M. D. (2014): Biodiversity and
technical innovations: bionics from the Macro- to the Nanoscale. In:
Lanzerath, D. & M. Friele (eds.): Concept and Value in Biodiversity. Routledge
Studies in Biodiversity Politics and Management, 280 pp.
[7] Balasubramanian, A. K., Miller, A. C., Rediniotis, O. K. (2004):
Microstructured hydrophobic skin for hydrodynamic drag reduction. AIAA
Journal 42 (2): 411-414
[8] Barthlott, W., Neinhuis, C. (1997): Purity of the sacred lotus, or escape
from contamination in biological surfaces. Planta 202: 1-8
[9] Nickerl, J., Helbig, R., Schulz, H. J., Werner, C., Neinhuis, C. (2013):
Diversity and potential correlations to the function of Collembola cuticle
structures. Zoomorphology 132 (2): 183-195
[10] Barthlott, W., Wiersch, S., Čolić, Z., Koch, K. (2009): Classification of
trichome types within species of the water fern Salvinia, and ontogeny of the
egg-beater trichomes. Botany 87: 830-836
[11] Schulte, A.J., Koch, K., Spaeth, M., Barthlott, W. (2009): Biomimetic
replicas: transfer of complex architectures with different optical properties
from plant surfaces onto technical materials. Acta Biomaterialia 5: 1848-1854
[12] Melskotte, J.-E., Brede, M., Wolter, A., Barthlott, W., Leder, A. (2013):
Schleppversuche an künstlichen, Luft haltenden Oberflächen zur
Reibungsreduktion am Schiff In: C. J. Kähler, R. Hain, C. Cierpka, B. Ruck, A.
Leder, D. Dopheide (ed.): Lasermethoden in der Strömungsmesstechnik.
München 2013, Beitrag 53
134 Bionik: Patente aus der Natur

Matthias Mail

Nees-Institut für Biodiversität der Pflanzen


Universität Bonn
matthias.mail@uni-bonn.de

Aktuelles Projekt BMBF Projekt im Rahmen der VIP-Initiative:


„ARES – Air REtaining Surfaces“

2011 Diplom Physik, Karlsruher Institut für Technologie

2011 – 2014 Stipendiat im DFG Graduiertenkolleg GRK1572


„Bionik – Interaktion über Grenzflächen zur
Außenwelt“

seit 2011 Promotion in der Arbeitsgruppe Biodiversität und


Bionik, Nees-Institut der Universität Bonn

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