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Von internationalen Beispielen lernen

Elisabeth Rappold, GÖG


Kommunalwirtschaftsforum
Zukunft der Pflege | 28. März 2019, St. Pölten
» Herausforderungen
» Pflegerische Beiträge zur Versorgung der Bevölkerung
» Community Nursing
» Advanced practice nurses
» Ausblick
Hintergrund

» Bevölkerung
» Demographische Entwicklung
» Gesundheitszustand, Entwicklung des
Pflegebedarfs, Gesundheitskompetenz Gesund-
heits-
» Präferenzen /Sozial-
» Gesundheits-/Sozialsystem system
» Zuständigkeiten / Entscheidungsstrukturen
Gesund-
» Angebote und Struktur der Leistungserbringer heits-
» Zugang, Abstimmung personal
» Technische Entwicklungen (AAL, IT)
» Gesundheitspersonal Bevölkerung
» Dienstleistungsangbote
» Aus- und Weiterbildung,
» Skill and Grade Mix,
» Personalanwerbung und –bindung
Heterogene Altersverteilung in den Regionen

Quelle: © Statistik Austria - Kartographie und GIS; Erstellt am 01.09.2018


Pflegegeld Anspruchsberechtigte nach Alter 31.12. 2017

70%

60% 57,79%

50%

40%

30%

20%
9,08%
10% 5,20%
0,77% 0,86% 1,89%
0%
0-20 21-40 41-60 61-80 80+ Gesamt

Interpretation
0,77 % aller 0-20jährigen ist anspruchsberechtigt für Pflegegeld.
58 % aller über 80jährigen hat Anspruch auf Pflegegeld.
5,20 % der Bevölkerung sind anspruchsberechtigt auf Pflegegeld/beziehen Pflegegeld
Quelle: Statistik Austria, Bundespflegegeldstatistik, Berechnung und Darstellung GÖG
ANGEBOTE DER GESUNDHEIT- UND KRANKENPFLEGE
Pflegerische Beiträge zur Versorgung der Bevölkerung

Kenntnisse übe Lebenswelt

Systemisches Arbeiten

Gemeinden im Fokus

Spezialisierung der Pflege


Public Health Nursing
FAMILIEN-, GEMEINDEORIENTIERTE PFLEGE
Schirmbegriff: Public health nursing

Family (health) nursing / FHN Community (health) nursing


» familienorientierte, familienzentrierte » Gesundheit erhalten und fördern
oder familienbezogene Pflege; Familie gesundheitsbezogener Ressourcen
als auch das einzelne Individuum sind » gesundheitsfördernden
Pflegeempfänger/innen bzw. Lebensbedingungen größerer
Klient/innen Bevölkerungsgruppen in deren
» fertig werden mit Krankheit und Lebensräumen (z. B. Stadtteile,
chronischer Behinderung, Gemeinden)
Stresssituationen » Ausgerichtet auf die Alltags-, Berufs-
» Maßnahmen der Prävention und und Lebenswelten der Menschen
Gesundheitsförderung für Familien im » Herstellen von Versorgungsketten und
häuslichen Umfeld. Initiierung von Netzwerken für Pflege
vgl. Köhlen, 2003, 70, Alexandra Lugger 2013 & WHO 1999
und Betreuung
» Popp, Krutter, 2010
Deutschland (Rheinland-Pfalz): Gemeindeschwesterplus

» Präventive Hausbesuche für hochbetagte Menschen, die noch keine Pflege brauchen
» Beratung
» sozialen Situation,
» gesundheitlichen und hauswirtschaftlichen Versorgung,
» Wohnsituation, Mobilität
» Hobbys und Kontakte
» Initiiator/-in von
» passgenauen Angeboten
» mit dem Ziel die Entwicklung gesundheits- und selbständigkeitsfördernder
Infrastrukturen in den Kommunen mit voranzutreiben.

https://msagd.rlp.de/fileadmin/msagd/Aeltere_Menschen/AM_Dokumente/Evaluationsbericht_END.pdf
APN
ADVANCED PRACTICE NURSES
Eine Pflegeexpertin APN (Advanced Practice Nurse) verfügt über..

Fähigkeiten,
vertiefte klinische Fertigkeiten,
Expertise Befugnissen, Verantwortungen
hermeneutisches Fallverstehen

Weiterentwicklung der
pflegerischen Praxis und
Verbesserung der
Ergebnisqualität

Quelle: Österreichisches Advanced Nursing Practice-Positionspapier, 2013


APN dürfen/können international unterschiedliches …

APN in der Primärversorgung:


» eigenverantwortliche abschließende Behandlung einfacher, episodenhafter
Gesundheitsbeschwerden (Anamnese und Diagnostik einschließlich körperlicher
Untersuchung), sofern keine Weiterleitung an den Arzt / die Ärztin erforderlich ist;
» An- bzw. Weiterverordnen von Medikamenten;
» erweiterte Verlaufskontrolle (Sprechstunde) im Sinne einer kontinuierlichen
Beobachtung und Betreuung der Patientinnen/Patienten bis zum Auftreten von
Regelwidrigkeiten, die eine Konsultation des Arztes / der Ärztin erforderlich machen
» Kontrolluntersuchungen und Follow-up bei chronisch kranken Menschen in stabilen
Situationen
» fachliche Konsultationen in komplexen Fällen
» die Erarbeitung und Entwicklung Qualitätsstandards für die Pflege
» Leadership und Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis
» ….
(Delamaire/Lafortune 2010)
Aufgaben des gehobenen Dienstes in der Primärversorgung

Schweden Norwegen
» Pflegepersonen oft „first point of » Netzwerk an Kliniken mit dem Fokus
contact“ auf pränatale Gesundheit, Kinder- und
» Von 4.3 Kontakten pro Person waren Jugendliche (bis 20 Jahre)
1,5 mit Ärzten/Ärztinnen und 2,67 » Schulgesundheitsservice
mit anderen Gesundheitsberufen, » Frisklivssentralene „Health Living
hauptsächlich Pflegepersonen Centers“ in 150 Gemeinden (Fokus auf
» Aufgaben: nurse-led clinics für Raucherentwöhnung,
Patient/innen mit chronischen Gesundheitsförderung, Depression)
Krankheiten (Diabetes, werden von Pflegepersonen geleitet,
Herzkrankheiten) sowie Koordination Ärzte/Ärztinnen stehen für
von Patient/innen mit chronischen Konsultationen zur Verfügung
Krankheiten und eingeschränkte
Verschreibungsrechte OECD (2014), "Primary care physicians in Norway", in OECD, OECD
Reviews of Health Care Quality: Norway 2014: Raising Standards,
OECD (2013), "Primary care and care co-ordination in Sweden", in OECD, OECD OECD Publishing, Paris.
Reviews of Health Care Quality: Sweden 2013, OECD Publishing, Paris.
DOI: http://dx.doi.org/10.1787/9789264204799-6-en
AUSBLICK
Herzlichen Dank für
Ihre Aufmerksamkeit
Literatur

Delamaire, M.; Lafortune, G. (2010): Nurses in Advanced Roles: A Description and Evaluation of Experiences in 12 Developed
Countries. OECD Health Working Papers, No 54 [Online]. OECD Publishing. http://dx.doi.org/10.1787/5kmbrcfms5g7-
en
European Commission, 2012: Commission Staff Working Document on an Action Plan for the EU Health Workforce
Maier, C. B.; Aiken, L. H. (2016): Task shifting from physicians to nurses in primary care in 39 countries: a cross-country
comparative study. In: European journal of public health 26/6:927-934
Maier, Claudia; Aiken, Linda; Busse, Reinhard (2017): Nurses in advanced roles in primary care. Policy Levers for
implementation. OECD Publishing, Paris
Siebenhofer-Kroitzsch, Andrea; Abuzahra, Muna; Horvath, Karl; Jeitler, Klaus; Semlitsch, Thomas; Lohrmann, Christa;
Schüttengruber, Gerhilde (2016): Tätigkeiten von Pflegefachkräften in der Hausarztpraxis: Internationale
Tätigkeitsprofile und Evidenzlage. Institut für Allgemeinmedizin und evidenzbasierte Versorgungsforschung, Institut für
Pflegewissenschaft, Graz
Popp R, Krutter S. (2011): Zukunftsberuf Pflege: Wohin geht die Reise; WISO 1/2011: S 31-48 (https://www.isw-
linz.at/index.php?eID=dumpFile&t=f&f=573&token=75627a511f8170fd61f6637ead30da00f3ae85ee)
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