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AUS OEM INHALT
NEU
1. SEPTEMBERHEFT 1970 Hirschmann
MAGNETA,
gelesen • gehört • gesehen 616
die 5-fach anziehende
FT meldet

Zur ersten Funkausstellung der siebziger Jahre


618

635
VHF-Höchstleistungs-
FUNK 70 • hifi 70 636 Antenne.
Die 110°-Farbbildröhre und ihre Ablenktechnik 637

Ablenkschaltung im 110°- Farbfernsehgerät .... 641

Ablenktechnik in 110°-Philips-Farbfernsehgeräten 644

Konvergenzkorrekturen bei der 110°-Lochmasken-Farbbild-


röhre............................................................................................... 647

Persönliches 649

Fernsteuerung für alle' Funktionen eines Farbfernseh­


empfängers ................................................................................... 652

Konvergenzschaltung für 110°-Farbfernsehempfänger 657

PAL-SECAM-Decoder mit neuen Schaltungsvarianten 664

High-Fidelity
Meß- und Hörtestschallplatten für Hi-Fi-Stereo-Anlagen .. 669

Für Werkstatt und Labor


Stand der Meßtechnik im PAL-Farbfernsehservice 672

Rundfunk
Einfacher FM-Empfänger mit den integrierten Schaltungen
SN 76640 und SN 76000 ........................................................... 678

Für den KW-Amateur


VHF- und UHF-Antennenmeßtechnik für Amateure 682
!
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Unser Titelbild: Bei den Farbfernsehempfängern werden auf der
Deutschen Funkausstellung in Düsseldorf vor allem auch die neuen
Geräte mit der 110°-Bildröhre besondere Beachtung finden. Das
vorliegende Heft hat den Aufbau dieser neuen Bildröhre und die
Schaltungstechnik von mit der neuen Farbbildröhre bestückten
Empfängern zum Hauptthema. Das Foto zeigt einen Blick auf die
Konvergenzplatte eines solchen neuen Farbfernsehempfängers
von Nordmende (s. a. S. 657—664). Aufnahme: Nordmende Neues Prinzip der magnetischen
Kopplung von Elementen und
Doppelleitung revolutioniert den
Aufnahmen: Verfasser. Werkaufnahmen. Zeichnungen vom FT-Atelicr
nach Angaben der Verfasser Fernsehemp- fang in schlecht
versorgten Gebieten. Denn dadurch bringt
die MAGNETA: 1. bis zu 13dB Rekordgewinn,
2. die extrem kurze Baulänge, 3. ein sehr gutes
Vor-Rück-Verhältnis, 4. eine geringe Windlast
VERLAG FÜR RADIO-FOTO-KINOTECHNIK GMBH. 1 Berlin 52 und 5. einen wesentlich niedrigeren Preis.
(Borsigwalde), Eichborndamm 141—167. Tel.: (0311) 4 12 1 031. Telex:
01 81 632 vrfkt. Telegramme: Funktechnik Berlin. Chefredakteur: Wilhelm Die .Hirschmann MAGNETA ist ein neuer
Roth; Stellvertreter: Albert Jänicke, Ulrich Radke, sämtlich Berlin.
Chefkorrespondent: WernerW.Diefenbach, Kempten/Allgäu. Anzeigen­
Antennen-Umsatz-Magnet. Lassen Sie sich
leitung: Marianne Weidemann; Chefgraphiker: B.W. Beerwirth. davon anziehen!
Zahlungen an VERLAG FÜR RADIO-FOTO-KINOTECHNIK GMBH.
Postscheck-Konto: Berlin West 76 64 oder Bank für Handel und Indu­
strie AG. 1 Berlin 65. Konto 7 9302! Die FUNK-TECHNIK erscheint
monatlich zweimal. Preis je Heft 2,80 DM. Auslandspreis laut Preisliste.
Die FUNK-TECHNIK darf nicht in Lesezirkel aufgenommen werden.
Nachdruck — auch in fremden Sprachen — und Vervielfältigungen (Foto­
kopie. Mikrokopie. Mikrofilm usw.) von Beiträgen oder einzelnen Teilen
daraus sind nicht gestattet. — Satz und Druck: Druckhaus Tempelhof
Eirsthmann =
_J Richard Hirschmann Radiotechnisches Werk 7300 Esslingen/Keckar L_

Deutsche Funkausstellung 1970, Düsseldorf, HIFI 70, Halle G, Stand 7103/04

FUNK-TECHNIK 1970 Nr. 17 615

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Ihr Hi Fi Mikrofon
1 gelesen gehört

electronica-Preis München 1970


gcsehon

zu günstigem Preis! Auf der elcctronica 70, die vom 5. bis 11. November 1970 in
München stattfindet, wird wieder der 1966 gestiftete electronica-
Preis verliehen. Mit diesem Preis wird eine Ingenieurleistung aus-
gezeichnet, die ein Mitarbeiter oder eine Gruppe von Mitarbeitern
1111111 einer Ausstellerfirma der elcctronica 70 erbracht hat. Ingenicur-
leistungcn in diesem Sinne sind elektronische Bauteile, Geräte und
Anlagen, die zu dem durch das Warenverzeichnis der Messe um-
rissenen Fachgebiet der Art nach gehören und vom Zulassungs­
ausschuß des Fachbeirates der elcctronica 70 zur Teilnahme an dieser
Messe zugclasscn sind sowie nicht schon vor dem 31. Oktober 1970 !
der Öffentlichkeit vorgcstcllt wurden. Die beste eingcrcichte Leistung
wird mit 10000 DM prämiert; gehen mehrere gleich gute Leistungen
ein, so kann der Preis anteilig verteilt werden.

Gemeinschaftstagung Akustik und Schwingungstechnik


Vom 16. bis 18. September 1970 findet in der Technischen Univer­
sität Berlin, Institut für Technische Akustik, eine „Gemcinschafts-
tagung Akustik und Schwingungstechnik“ statt, die von der Deut­
schen Physikalischen Gesellschaft (Fachausschuß Akustik), der
Nnchrichtentechnischen Gesellschaft (Fachausschuß Elektronik) und
dem Verein Deutscher Ingenieure (Fachgruppe Schwingungstechnik
und Kommission Lärmminderung) veranstaltet wird. Auf dieser Ver­
anstaltung wird an den Vormittagen in je drei Plenarvorträgen über
akustische und schwingungstechnische Fragen referiert. An den
Nachmittagen stehen folgende Themen auf dem Programm: Pro­
Höchste Auszeichnungen: bleme der Raum-, Bau- und Elektroakustik, psychologische und phy­
siologische Fragen in der Akustik und bei der Lärmminderung sowie

fan
Bundespreis „Gute Form” schwingungstechnische Probleme im weitesten Sinne. Auskünfte er­
teilt der Verein Deutscher Ingenieure, VDI-Fachgruppe Schwin­
Berlin 1969 gungstechnik, 4 Düsseldorf 1, Postfach 1139.
„Die gute Industrieform”
Hi-Fi-Geräte mit Meßprotokoll
Hannover 1969 Alle Braun-Hi-Fi-Geräte — Tuner, Steuergeräte, Plattenspieler,
Tonbandgeräte und Verstärker — verlassen das Werk mit einem
individuellen Meßprotokoll. Die Protokolle enthalten wichtige elek­
trische Meßwerte, die sowohl während der Fertigung als auch in der
Endkontrollc an jedem einzelnen Gerät individuell gemessen werden.
OEKMAKT

TM 102 Sie sind ein Beleg dafür, daß die Geräte den veröffentlichten Ncnn-

Dynamic
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DIN 45500
daten entsprechen. Ein Duplikat jedes Meßprotokolls wird außerdem
bei Braun archiviert. Dadurch ist der Kundendienst bei Reparatur­
fällen in der Lage, ein beschädigtes Gerät wieder exakt auf seine
ursprüngliche Leistung zu bringen.

Super-Nieren-Mikrofon Erstes Farbfernsehteiefon


Toshiba stellte vor kurzem in Japan das erste Farbfernsehteiefon
!

der Welt vor. Es enthält außer einer ^"-Farbbildröhre noch eine


3"-Schwarz-Weiß-Monitorbildröhre, auf der das Bild des Anrufenden
erscheint. Das Drucktastentclefon arbeitet unabhängig von der Farb-
unverkennbare Vorteile: fernschanlagc. Wird ein Farbfernsehtelefontcilnehmer angerufen, so
erscheint dessen Bild in Farbe, sobald er den Telefonhörer abgenom­
men hat. Durch Druck auf eine Taste kann der Anrufende aber auch
sein eigenes Bild in Farbe auf dem Hauptbildschirm sehen. Das neue
Q Hi Fi Qualität Farbfernsehteiefon wird zur Zeit im Tos/ü'ia-Pavillon auf der Welt­
ausstellung Expo ’70 in Osaka gezeigt.
Sprachgesteuerter Schalter für Tonbandgeräte
0 Ganzmetallgehäuse Unter der Bezeichnung „Elektronisches Ohr“ hat die Glaser Elek­
tronik, Mannheim, einen sprachgesteuerten Schalter herausgebracht,
der mit und ohne eingebautes Kristallmikrofon geliefert wird und
© Frequenzgang: sich an batteriebetriebene Tonbandgeräte mit Fernbedienungsbuchse i
anschließen läßt. Die Stromversorgung des Schalters (6...9 V, 2 mA)
50 bis 14000 Hz erfolgt aus dem angeschlossenen Tonbandgerät; der geschaltete
Strom darf bis zu 300 mA bei den für Batterie-Tonbandgeräten üb­
lichen Betriebsspannungen betragen. Ansprechempfindlichkeit und
Abklingzeit (bis 12 s) können kontinuierlich eingestellt werden. Eine
0 Richtcharakteristik: Super-Niere Signallampe zeigt an, daß das Tonbandgerät läuft. Bei Tonband­
geräten ohne Fernbedienungsbuchse muß das Gerät an die beiden
Pole des Einschalters und an den Minuspol der Batterie angcschlos-
sen werden. Um zu verhindern, daß beispielsweise bei Diktaten der
0 Berührungsgeräuschgedämpft Anfang des Textes wegen der Anlaufzeit des Tonbandgerätes nicht
aufgezeichnet wird, ist es zweckmäßig, das Tonbandgerät durch ein
besonderes Startsignal vor Beginn des Textes zu starten.
Pflege- und Cuffer-Box für Cassetten-Recorder
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Die BIB Division Multicore Solders Ltd. hat eine Pflege- und Cutter-
PGI KG R acusfic Box herausgebracht, die speziell für Cassetten-Tonbandgeräte be­
Fabrik elektro-akustischer Gerate stimmt ist. Sie enthält eine Schneideschione für 3,2-mm-Bänder auf
6380 Bad Homburg v. d. H.-Obereschbach rutschsicherer Grundplatte mit zwei gut fassenden Halteklammorn.
Postfach 235 Die Markierung der Schnittstelle erfolgt mit einem kleinen Stichel,
Telefon Bad Homburg v d H (061 72) 4 1001

616 FUNK-TECHNIK 1970 Nr. 17


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gelesen gehört gesehen Hydra-
Kondensatoren
mit dem man die Stelle des Bandes durchstechen kann, an der später
der Schnitt verlaufen soll. Damit hierbei die Andruckfilze nicht be­
schädigt werden, wird ein Pappestreifen zwischen Filz und Band
geschoben. Bei der KIcbearbcit ist darauf zu achten, daß man den
Klebestreifen auf die Rückseite des Bandes und nicht auf die Oxid­
seite legt. Im übrigen kann man sehr großzügig dabei vorgehen, da
man den Klebestreifen beliebig groß wählen kann. Alles, was über­
stellt, kann genau an den Bandkanten mit Hilfe zweier horizontaler
Führungsschlitze abgeschnitten werden. Zwei spezielle Schneide­
klingen mit Plastikgriffen, eine Rolle Klebeband und selbstklcbcndc Funk-
Etiketten für die Cassetten gehören mit zum Inhalt der Box. Außer­
dem enthält die Box zur Tonkopfpflcge eine nicht feuergefährliche
Reinigungsflüssigkeit, zwei Filzstäbe mit blauen Plastikgriffcn zum
Entstörfilter
Aufträgen der Flüssigkeit und Entfernen von Ablagerungen, zwei
Filzstäbc mit weißen Plastikgriffen zum Trocknen und Polieren der
Tonköpfe nach der Reinigung, 10 Wattestäbchen zum Reinigen
schwer zugänglicher Stellen der Bandführung und ein Tuch zum
Säubern der verschmutzten Filze.
Yonband-Cassetfen „Duratape"
Die Firma Mallory-Balteries, die Amalgam- und Alkalibatterien hcr-
stellt und vertreibt, bringt jetzt unbespielte rauscharme Tonband-
Casscttcn auf den europäischen Markt. Die komplette Serie dieser
Cassetten, die unter dein Namen „Duratape“ verkauft werden,
besteht aus vier Cassetten mit 30, 60, 90 beziehungsweise 120 min
Spieldauer sowie aus einer Magnetkopf-Rcinigungsvorrichtung.
Wobbelgenerator „613“
Der neue Wobbelgenerator „613“ von Willron überdeckt die Fre­
quenzbereiche 50... 100 MHz, 3,6...4,3 GHz und 5,9...6,5 GHz. Der
Amplitudcnfchlcr ist i 0,01 dB zwischen 60 und 80 MHz und
-1-0,02 dB je 30 MHz in den Mikrowellenbereichen. Der Frequenz­
hub im ZF-Bercich 50...100 MHz ist 0 bis 50 MHz und in den SHF-
Bcrcichcn 0 bis 160 MHz.
15-MHz-Oszillograf „OS 1000“
Der transportable Zweikanal-Breitband-Oszillograf „OS 1000“ von
Advance Electronics hat eine Y-Bandbreite von 0 bis 15 MHz. Der
Ablenkfaktor ist 5 mV/cm (bei 1 mV/cm ist die reduzierte Band­
breite 5 Hz...5 MHz). Die triggerbare Zeitbasis läßt sich von 1 s/cm
bis 0,5 (i.s/cm cinstcllcn. Bei Zweikanaldarstellungen ist Choppcr-
betricb oder alternierende Darstellung der Eingangssignalc möglich.
Rückwärtswellen-Oszillatorröhren
Auf dem Gebiet der Rückwärtswellen-Oszillatoren hat Siemens unter
der Typenbezeichnung RWO 5 eine Röhre für den Frequenzbereich
5.8...8.5 GHz herausgebracht. Sie hat eine mittlere Ausgangsleistung
von 50 mW und eignet sich besonders zum Einsatz in Wobbelgenera­ Entstörfilter im Metallrohr mit Befestigungslasche für
toren. Für einen speziellen Anwendungsfall wurde oine Ausführung die Funk-Entstörung von Geräten und Maschinen, die an
mit der Bezeichnung RWO 75 entwickelt, die frequenzmäßig 2-Phasen Wechselstromnetzen betrieben werden.
zwischen den Typen RWO 60 und RWO 80 liegt und das Band
Querkapazität 0,1 pF; Schutzkapazität 2 x 2500 pF.
50...75 GHz überstreicht.
Induktivitäten von 2 x 1 bis 2 x 6 mH.
Neue UKW-Sendergeneration Betriebsströme von 1 bis 16 A.
Bei Rohde et Schwarz, München, wurden dio Entwicklungsarbeiten Entstörwirkung von 0,1 MHz bis 50 MHz .
an einer neuen VHF-FM-Sendcrgencration abgeschlossen. Das neue Der Dämpfungsbereich der Störspannung liegt zwischen
Programm umfaßt Sender mit den Ausgangsleistungen 10, 50 und 40 und 50 dB.
300 W sowie 1, 3, 5 und 10 kW für die Frequenzbereiche S7,5 bis
108 MHz (CCIR-Norm) und 66...73 MHz (OIRT-Norm). Alle Sender Entstörfilter als Vorschaltgeräte im Metallgehäuse mit
bis 300 W sind ausschließlich mit Transistoren bestückt, während
die Sender mit größeren Leistungen nur noch eine einzige Röhre zur HF-dichten Kammern. Zweileiter- und Vierleitertypen
Leistungsverstärkung enthalten. Einschalt- und Ablöseautomatik I) für Sammelsteuerungen (z. B. Aufzüge, Daten­
sind jetzt bei allen Sendern mit integrierten Schaltungen aufgebaut. verarbeitungsanlagen usw.) wenn der Funkstörgrad „N"
Sämtliche Netzschütze (mit Ausnahme des Hauptcinschaltschützes gefordert wird.
bei den 3-, 5- und 10-kW-Sendern) wurden durch Triac-Schaltungen Für Betriebsströme von 6-500 A.
ersetzt. Eine Besonderheit stellt der Eingangskreis für die 3-, 5- und II) speziell für die Entstörung von gesteuerten
10-kW-Sender dar, der auf einer gedruckten Schaltung von etwa Halbleitern (z. B. Wechselrichter und Gleichrichter).
30 cm Durchmesser untergebracht ist. Die Printplattc enthält unter Für Betriebsströme von 10 bis 35 A.
anderem die Bauteilo für die Transformation des Eingangswiderstan­
III) für Anlagen und Geräte, wenn der Funkstörgrad „K”
des der Röhre, die Gittcrabstimmung sowie einen Meßrichtkoppler.
gefordert wird. Ferner für die Netzverriegelung von
SEL erhielt Auftrag für das Datenverarbeitungssystem Prüfkabinen sowie Meßkabinen für Technik und
der Sonnensonde Helios Medizin. Diese Entstörfilter weisen über einen weiten
Wie bei zwei Nachrichtensatelliten der Serie Intclsat III sowie den Frequenzbereich eine sehr hohe Störspannungs­
Forschungssatellitcn Azur und Dial erhielt SEL auch für die Sonnen- dämpfung auf und sind daher für höchste
sondo Holios den Auftrag zur Planung, Entwicklung und Fertigung
Anforderungen geeignet.
des bordseitigen Datenvorarbeitungssystems. Außerdem entwickelt
und fertigt SEL im Auftrag des Max-Planck-Instituts für Aeronomic, Für Betriebsströme von 6 bis 140 A.
Lindau/Harz, den Elektronikteil für das Helios-Experiment „Eick-
tronendetektor“. Dieses Gerät soll die Energie- und Richtungsvcr-
tcilung solarer Elektronen, Protonen und Positronen messen. Hydrawerk AG., 1 Berlin 65, Drontheimer Str. 28/34
§
FUNK-TECHNIK 1970 Nr. 17 617

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25 Jahre AKG
meldet
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Am 10. Juli 1970 konnte die Akustische- u. Kino-Geräte GmbH (AKG),
Wien, ihr 25jühriges Bestellen feiern. Ihre deutsche Tochtergesell­
schaft, die AKG, München, wird noch in diesem Jahr ihren 15. Grün­
dungstag begehen.

SEL erwartet kräftige Umsatzsteigerung


Für 1969 weist die Standard Elektrik Lorenz AG (SEL) einen gegen­
über 1968 um 17,3% auf 1,196 Mrd. DM und die SEL-Gruppe einen !
um 17,8% auf 1,351 Mrd. DM gestiegenen Umsatz nach. In den er­
sten fünf Monaten des Jahres 1970 steigerte die SEL-Gruppe ihren
Umsatz um 40% bei 36% Zunahme des Auftragsbestandes, jedoch
dürften sich diese Zuwachsraten in der zweiten Jahreshälfte ab­
schwächen. Das dürfte auch für die Erträge zutreffen, weil die ab­
sehbaren Kostensteigerungen durch RationalisierungsmaßnaInnen
nicht mehr aufzufangen sind.

Siemens-Electrogeräte GmbH erwartet 1 Mrd. DM Umsatz


Wie die Siemens-Electrogeräte GmbH in einem Zwischenbericht mit­
teilt, ist der Umsatz im ersten Halbjahr 1970 um 19% gestiegen,
wobei der Export überdurchschnittlich zugenommen hat. Günstig
entwickelte sich vor allem das Geschäft bei Geschirrspülern, Wärme­
geräten, Farbfernseh- und Radiogeräten sowie kleinen Hausgeräten.
Köpfchen ( Für das gesamte laufende Jahr erwartet die Gesellschaft erstmals
einen Umsatz von mehr als 1 Mrd. DM. Diese Geschäftsausweitung
muß man haben wurde ermöglicht durch überdurchschnittlich hohe Investitionen von
66 Mill. DM in den letzten beiden Jahren. Um der erwarteten Ge­
wenn man eine Autoentstörung
schäftsausweitung, besonders beim Produktkreis der „weißen Ware“,
rationell durchführen will - gerecht zu werden, sollen im laufenden Jahr weitere 29 Mill. DM
und selbstverständlich dazu investiert werden.
BERU-Entstörmittelsätze. Die­
se sind auf Grund praktischer Berger-Elektronik übernahm Mansfeld
Erfahrungen zusammenge- Die Distributor-Unternehmen für elektronische Bauelemente Berger-
stellt und enthalten für ein be­ Elektronik GmbH und Mansfeld GmbH <0 Co. KG, beide in Frank­
furt, befinden sich seit dem 1.7.1970 in einer Hand. Die Gesellschaf­
stimmtes Fahrzeug alle not­
ter der Mansfeld GmbH einigten sich mit der Berger-Elektronik GmbH
wendigen Entstörmittel, in der auf eine Übernahme von Mansfeld durch die Berger-Elektronik. Die
richtigen Stückzahl, in den rich­ Firmen wurden auch bereits räumlich zusammcngelcgt. Die Ge­ <1
tigen Abmessungen und den schäftsführung beider Firmen liegt jetzt bei dem geschäftsführenden
erprobten elektrischen Werten. Gesellschafter R. Berger und bei G. Arnold.
Wer rationell arbeiten und ei­ j
nen sicheren Entstöreffekt er­ Sescosem eröffnet weitere Verkaufsbüros
zielen will, wählt heute Zu den bereits bestehenden Sescosem-Verkaufsbüros in Berlin, Essen,
Frankfurt, München und Stuttgart sind zwei weitere hinzu-
gekomraen, und zwar in Hannover, Eichstraße 43, Telefon (05 11)

BERU
2 45 95, und in Nürnberg, Ludwigstraßo 46, Telefon (09 11)
22 21 58. Das Büro in Hannover ist bereits voll funktionsfähig,
während das in Nürnberg am 1.10.1970 den Betrieb aufnehmen wird.
Außerdem wurde das Distributornetz erweitert. Im Raum Hamburg
arbeitet jetzt die RTG, Hamburg, eine Zweigniederlassung der RTG
E. Springorum KG, Dortmund, als Distributor für Sescosem.
Entstörmittelsätze
Schlumberger gewinnt Tisco als Distributor
Nachdem Schlumberger, München, in der ersten Jahreshälfte das Di­
stributor-Netz für lKesfon/Day.s/row-Potcntiomcter wesentlich aus­
bauen konnte, wurde mit Wirkung vom 1.7.1970 auch Tisco, die
Service-Organisation der Texas-Instruments Deutschland GmbH, als
weiterer Distributor gewonnen. Tisco wird neben den bisher ver­
triebenen Bauelementen jetzt auch das gesamte Schlumberger-
Potentioraeterprogramm ab Lager zu den Original-Herstellerpreisen
liefern.

Preissenkung für Empire-Tonabnehmersysteme


Die Preise der von der Steinlron Elektronik GmbH, Hamburg, ver­
€249 triebenen jßmpire-Tonabnehmersystemo und Nadeleinschübe wurden
Verlangen Sie die Schrift: mit sofortiger Wirkung gesenkt. Ferner steht jetzt ein deutsch­
sprachiger Prospekt mit allen technischen Daten der Systeme zur
„Funkentstörung leicht gemacht11 Verfügung, der Interessenten zusammen mit einer Preisliste, die auch
die anderen Empire-Artikel enthält, auf Anforderung zugeschickt
BERU 7140 LUDWIGSBURG wird.

Lagerlisten für Widerstände und Potentiometer


Als Vertragshändler für Slemag/Draloioid gibt die Schuricht Elektro­
nik GmbH, Köln, regelmäßig Lagerlisten über die lieferbaren Slcmag-
Widcrstände und Dralowid-Potentiometer heraus, die Interessenten
auf Anforderung zugesandt werden.

618 FUNK-TECHNIK 1970 Nr. 17

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NORDMENDE electronics stellt vor:
Sinus-Rechteck-Generator SRG 389
für Industrie-Elektronik, Labor, Forschung,
Schulung und Service
Sinus-Rechteck-Generator SRG 389 Technische Daten:
Mit seinen qualitativen Eigenschaften Frequenz-Bereich:
3 Hz... 3 MHz, unterteilt in 6 Bereiche
erfüllt dieser Generator alle Anforderungen Sinus-Signal:
in der NF-Meßtechnik. max. 2,5 V eff
bei Anpassung
Besonders der geringe Eigenklirrfaktor Rechteck-Signal:
für das Sinus-Signal garantiert exakte Messungen max. 5,0 V ss
Ausgang:
im HiFi-Bereich nach DIN 45500 erdfrei, asymmetrisch
(NF-Verstärker- und Tonbandtechnik). Quellwiderstände:
Für Messungen in der Impuls- und Breitbandtechnik 50-60-75-200-600 Q ± 1%
Abschwächer:
steht ein Rechteck-Signal
10 dB-Stufenschalter (70 dB) • 1 dB-Stufenschalter (10 dB)
(symmetrisch-asymmetrisch einstellbar)
von 3 Hz... 3 MHz mit kurzen Anstiegs- und
Abfallzeiten zur Verfügung.
nordOIende

electronics

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NORDDEUTSCHE MENDE RUNDFUNK KG


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Bitte besuchen Sie uns auf der Deutschen Funkausstellung 1970 Düsseldorf, Halle G, Stand 7101/02
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Große zieht« Größe verkauft«


Die Welt ist groß und farbig. Große sondern greifbare, meßbare Vorteile
Farbbildröhren, zeigen diese Welt Verkaufen Sie also Größe. Verkaufen
größer als kleine. Am meisten aber Sie die 67 cm Diagonale. Verkaufen
zeigt die Sylvania-Colorama‘mit einer Sie das Gerat mit Sylvama-Colorama.
Diagonalen von 67 cm. Es gibt keine Diese Farbbildröhre ist nicht nur die
größere. absolut größte, sondern dank Verar-
Diese Argumente verstehen die Käufer beitung von Spezial-Phosphor auch
von Farbfernsehgeraten. Sie wissen. eine der hellsten. Eine große europa-
daß das keine Scheinargumente sind ische Marke von Weltformat.

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reicht schon bei 9,5 cm/s Hi-Fi-Qualität. Damit steht eine Tonband­
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In? ersten Funkausstellung:


der siebziger Jahre
Wenn dieses Heft erscheint, haben sich die Tore zur ersten Funk­ Es besteht kein Zweifel, daß die neuen 110°-Luxusgeräte rein
ausstellung in den siebziger Jahren geöffnet. Düsseldorf wurde äußerlich die schönsten Farbfernsehempfänger sind, die von der
nach 1950, 1953 und 1955 zum viertenmal als Funkausstellungs­ deutschen Industrie bisher gebaut wurden. Die um neun Zenti­
stadt gewählt, und diese Schau der Unterhaltungselektronik wird meter geringere Bautiefe der Farbbildröhren wirkt sich im Styling
sicher an die in der Vergangenheit erreichten Erfolge anknüpfen. vorteilhaft aus. Die Gehäuse konnten merkbar verkleinert
Die Deutsche Funkausstellung 1970 ist eine Wendemarke. Sie ist werden, so daß sich ein wesentlich besseres Verhältnis von Front­
die vorerst letzte nationale in einer Reihe von 27 Ausstellungen, partie zu Gehäusetiefe ergibt.
die die Entwicklung des Rundfunks und des Fernsehens markiert Und auch die Technik dieser Geräte ist „up to date“. Es mußten
haben. Jede war in gewisserWeise aufregend und für das Publi­ neue Konzeptionen entwickelt und serienreif gemacht werden.
kum faszinierend; auf jeder wurden die technischen Fortschritte Darüber hinaus wurde die Transistorisierung vervollkommnet,
unserer Branche deutlich sichtbar. und es konnten in weiteren Stufen integrierte Schaltungen ein­
Die rasante Entwicklung trat besonders im letzten Jahrzehnt klar gesetzt werden. Daß bei aller Technik auch die Bedienung ver­
zutage. Wir brauchen uns nur an einige Höhepunkte zu erinnern: feinert und erleichtert wurde, sei nur der Vollständigkeit halber
Transistorisierung, Rundfunk-Stereophonie, Farbfernsehen, Pro­ erwähnt. Jeder mit der Materie Vertraute weiß, daß für die neue
grammausweitung, weltweites Fernsehen über Satelliten. Wenn 110°-Luxusklasse nicht das bisherige Preisniveau gelten kann,
auch der technische Fortschritt heute schon fast zu etwas Selbst­ sondern daß ein Aufschlag für den technischen Mehraufwand not­
verständlichem geworden ist und man sich kaum noch über diese wendig ist.
und jene Glanzleistung wundert, so sollte man die darin ver­ Zu Beginn der Funkaussteilung werden schätzungsweise 16,6 Mil­
borgene geistige Arbeit nicht so schnell vergessen und mit einer lionen Fernsehteilnehmer von der Bundespost registriert sein;
Handbewegung abtun. Ist sie doch die Basis, auf die wir aufbauen hiervon sind etwas über eine Million Farbfernsehgerätebesitzer.
und auf der wir für die weitere Zukunft tätig sein wollen. Und Gegen Ende des Jahres 1970 dürfte sich diese Zahl auf rund
die vor uns liegenden vielzitierten 70er Jahre werden mit Sicher­ 1,5 Millionen erhöht haben. Wirft man einen Blick auf die vor
heit noch interessanter und wohl auch turbulenter werden als dem Farbfernsehstart gemachten Voraussagen, dann erkennt man
alles, was hinter uns liegt. deutlich die allen Optimisten davongelaufene Steigerungsrate.
Düsseldorf bildet den Auftakt. Was hier gezeigt wird, ist noch 1971 wird man voraussichtlich 1 bis 1,1 Millionen Farbfern­
eine nationale Leistungsschau der Unterhaltungselektronik in der sehgeräte bauen und damit einen neuen Rekord aufstellen. Wir
Bundesrepublik und West-Berlin. Unsere Industrie, dessen bin alle dürfen zuversichtlich in die Zukunft blicken, die natürlich
ich sicher, braucht aber auch den nächsten Schritt zur Internatio­ nicht nur aus Farbfernsehen besteht. Das Schwarz-Weiß-Geräte-
nalen Funkausstellung nicht zu scheuen. Im Wettbewerb auf dem Geschäft wird ebenfalls noch etliche Jahre zu den Hauptumsatz­
Weltmarkt haben wir seit langem bewiesen, daß unsere Pro­ trägern des Fachgeschäftes gehören, wobei die besondere Auf­
dukte Spitzenklasse in Technik und Qualität sind. Düsseldorf wird merksamkeit den Portables gelten wird. Auch im Rundfunkgerä­
dies wieder bestätigen, und die Einkäufer aus dem Ausland wis­ tebereich steht die Entwicklung nicht still: Hi-Fi-Stereophonie ist
sen genau, weshalb sie zur 27. Funkausstellung an den Rhein hier Trumpf, und die internationale Parallelausstellung „hifi 70“
fahren. unterstreicht die Bedeutung dieses Zweiges der Unterhaltungs­
Die eingangs zitierte „Wendemarke“ Düsseldorf ist nicht nur Auf­ elektronik. Phono- und Tonbandgeräte — last but not least —
takt in ein neues Jahrzehnt, sondern bringt selbstverständlich auch sind weitere Stützpfeiler unseres Industriezweiges und bilden ein
echte Neuheiten, die bereits den weiteren Trend aufzeigen. Ganz sehr gewichtiges Marktpotential. Die Skala reicht hier vom reinen
im Vordergrund steht naturgemäß die Farbe. Nachdem seit Mo­ Unterhaltungsgerät bis zur hochwertigen Hi-Fi-Musikanlage. Sie
naten über die 110°-Technik für Farbfernsehgeräte gesprochen wurde in jüngerer Zeit durch das Erscheinen der Videorecorder
und geschrieben wurde, werden nun auf der Funkausstellung die auf dem Markt ergänzt und mit den vor einigen Monaten vor­
ersten Modelle zu sehen sein. Damit dürfte sich bei den Farb- gestellten neuesten technischen Entwicklungen — dem Video-
fernsehgeräten so etwas wie eine neue Differenzierung ergeben, Cassetten-Recorder und der Video-Schallplatte — bereits wieder
und zwar wegen des höheren Preises für die Geräte mit 110°- erweitert. — Doch damit sind wir schon bei Dingen, die erst auf
Ablenkung. Die neue „Luxusklasse“ wird durchschnittlich um der Großen Internationalen Funkausstellung 1971 in Berlin Be­
200 bis 250 DM über der jetzigen >,90°-Standardklasse“ liegen, deutung haben werden. Die Gegenwart heißt Düsseldorf.Wir sind
die mit ihren 66er-Bild röhren im Europaformat noch auf lange sicher, daß die Deutsche Funkausstellung 1970 und ebenso die
Sicht das Gros der Produktion bilden wird. hifi 70 große Erfolge werden.

FUNK-TECHNIK 1970 Nr. 17 635


FUNK’70 formationen ähnlich aus. Einen gewissen
Neuheiten-Schworpunkt bilden dabei Ergän­
hifi ’70 zungen des schon bisher rocht gut sortierten
Portable-Angebots (etwa 40 Modelle bei
Halle A: Bundespost, 14 Herstellern). Dazu sagt beispielsweise
ZDF.
Loewe Opta, daß wegen der Verwendung in­
Muster­
werkstatt
* tegrierter Schaltungen und durch andere
Halle B: Deutschland­
Maßnahmen ein Portable mit 44-cm-Bild-
funk röhre jetzt die gleichen Empfangseigenschaf­
Halle C: Firmen ten hat wie ein großes Tisch- oder Stand­
Halle D: Firmen gerät. Aber auch äußerlich versucht man, bei
Halle D, Oberstock: den Portables neue attraktive Formen zu
hifi 70 finden, wie dies zum Beispiel AEG-Tele-
Halle E: Funkstudio funken mit dem 44-cm-Portable „porti 2000“
vor Halle E:
Antennen­
demonstriert (trapezförmig; sämtliche Be-
straße dienungselemcnte von oben erreichbar).
Halle F: Firmen, Grundig meldete neu die Portables „P 1702“
Aussteller- (44 cm) und „P 2002“ (51 cm), die Schiebe­
clubs regler für Helligkeit, Kontrast und Laut­
Halle F, Oberstock: stärke haben und mit 7 Stationstasten aus­
hifi 70 gerüstet sind. Auch Metz wird mit einem
Halle G: Firmen,
neuen Modell aufwarten („Florida“, 44 cm),
DARC
Ehrenhof:
desgleichen Wega („Wegavision 767 elec­
Fernseh­ tronic“, 51 cm), und manche andere Firma
aufnahmen wird noch dazukommen.
Messerestaurant:
Schallplatten Das Ausstellungsgelände in Düsseldorf
Bei den Rundfunkempfängern, das sei stell­
„Gezielte Besuche wurden durch einen guten 110°-Technik. Integrierte Schaltungen sind vertretend für viele wiederum als Aussage
Ausstellungskatalog erleichtert. Wer sich all­ bei diesen neuen Empfängern noch sparsam von Loewe Opta registriert, zeichnet sich der
gemein informieren wollte, hatte es wesent- vertreten, dagegen ist ein Ansteigen der An­ Einfluß von integrierten Schaltungen stark
lieh schwerer.“ Das schrieb vor einigen zahl der verwendeten Transistoren festzu­ ab; das Chassis eines Vierbereich-Mono-
Wochen unser England-Korrespondent über stellen (Beispiel eines voll mit Halbleitern Supers hat dadurch jetzt so geringe Abmes­
eine internationale elektronische Ausstel­ bestückten 110°-Empfängers von Imperial: sungen, daß es für die Bestückung von
lung. ln diesem Zusammenhang setzte er 70 Transistoren + 70 Halbleiterdioden und Tisch- und von Reiseempfängern verwendet
noch an anderer Stelle hinzu: „Bei so vielen •gleichrichter + 3 Thyristoren + 3 IS). werden kann. Bei den Mono- und Stereo-
gleichartigen Exponaten liegt der Gedanke Verbesserte beziehungsweise neue Fernbe­ Tischgeräten konventioneller Art werden
der Sensationswerbung nahe“, und er dienungen für Farbfernsehempfänger sind in (unter anderem geht das auch aus bisherigen
brachte als Beispiel die Ausgabe von Horo­ Meldungen von Philips und anderen Firmen
Düsseldorf mit Sicherheit zu finden bei
skopen durch einen Computer und das Mes­ hervor) manche neue Modelle zu finden sein.
Grundig (drahtlose Fernbedienung „Tele-Di-
sen der Leistung und der Dauer eines Kusses rigent“) und bei Blaupunkt (s. S. 652 — 656). Ein gewisser, wenn auch verhältnismäßig
mit Hilfe eines Speicheroszillografen. Alles noch nicht hoher, Marktanteil der Erstaus­
das bezog sich auf eine Fachausstellung, Neue Farbfernsehempfänger-Modelle in be­ stattungen neuer Haushalte beziehungsweise
dürfte erfahrungsgemäß aber noch mehr für währter 90°-Technik, aber im neuen Look der Ersatzlieferungen für bisherige Erstaus­
Veranstaltungen wie die Deutsche Funkaus­ und mit noch übersichtlicherer Bedienung stattungen ist allerdings von konventionel­
stellung und die hifi in Düsseldorf gelten, die und gegebenenfalls auch mit verbesserter len Rundfunkempfängern und Musiktruhen
nicht nur von Branchenangehörigen, son­ Tonabstrahlung, trifft man wohl praktisch auf Geräte des Hi-Fi-Sektors übergegangen.
dern überwiegend von Nur-Anwendungs­ bei allen Herstellern an. Bei Schwarz-Weiß- Die Stelle des Zweitgerätes nehmen bereits
interessierten besucht werden. Empfängern sieht es nach den bisherigen In­ seit längerer Zeit kleine Mono-Tischempfän-
(Schluß auf Seite 640)
Einen „Führer“ durch eine solche Ausstel­
lung als eine alle zufriedenstellende Vorschau
zu präsentieren, ist kaum durchführbar;
mancher Besucher ist ein typischer Neuhei- Die FUNK-TECHNIK zeigt
ten-Jäger, während der große Teil der die
Hallen Durchstreifenden durchaus auch an auf der Deutschen Funkausstellung 1970 in Düsseldorf
schon bekannten bewährten Geräten interes­
siert ist und Kaufanregungen — sei es auch Halle G, Stand Nr.7119
durch muntere Sensationswerbung — ge­ *«*-070
radezu erwartet.
* Selbstbau-Geräte aus dem |jjj -Labor
Gewisse Grundtendenzen sind schon vorher Rundfunk und Hi-Fi Für Werkstatt und Labor
zu erkennen. Daß die Farbe wiederum do­ Moderner Transistor-UKW-Super mit Sta­ Regeltrenntransformatorgerät mit Löttrans­
miniert, ist zu erwarten. Es ist auch zu er­ tionstasten und integrierten Schaltkreisen formator für den Farbfernsehservice
warten, daß von der Masse der Besucher das
Einsetzen von Farbbildröhren mit 110°-Ab­ Hi-Fi-Stereo-Transistor-Verstärker 2 x45 W Sinus- Rechteck-Generato r
lenkung in neue, schlanker gewordene Farb­ Hi-Fi-Mono-Verstärker mit 12 W Sinus­ Transistoren- und Dioden-Prüfgerät -•
fernsehempfänger sehr aufmerksam regi­ leistung Elektronisches Fehlersuchgerät für schlei­ f
striert werden wird. Bisher gaben allerdings chende Fehler
nur Blaupunkt, Grundig, Imperial, Loewe Für den KW-Amateur U niversal-Quar zgenerator
Opta, Metz, Nordmendt und Philips Kunde (
von Farbfernsehempfängern in 110°-Technik Transistorbestückte elektronische Taste Elektronischer Schalter
mit der 66-cm-Bildröhre A 66-140 X. Wäh­ Transistor-Dreifachsuper für das 2-m-Band
rend bedienungsmäßig diese neuen Empfän­ Kleinsender für 144 MHz
ger dem Benutzer keine Erschwernisse Modulator und Netzteil für 144-MHz-Kleln- FT-Bastel-Ecke
bringen, wünscht jedoch der Servicetechni­ sender mit Experimentierchassis
ker einige zusätzliche Informationen. Das
Hauptthema des vorliegenden Heftes ist des­
Bauanleitungen für alle im FT-Labor entwickelten und
halb auf die 110°-Technik abgestellt. Übri­
gens wird sie nicht nur auf das Bildröhren- gebauten Geräte finden Sie in der FUNK-TECHNIK
Großformat 66 cm beschränkt bleiben;
AEG-Telefunken meldete auch die Herstel­ VERLAG FÜR RAD IO-FOTO-KINOTECHNIK GMBH 1 Berlin 52
lung der 56-cm-Farbbildröhre A 56-120 X in

636 FUNK-TECHNIK 1970 Nr. 17 .


R. SCHUBERT und H. SEIFERT

Die 110°-Farbbildröhre und ihre Ablenktechnik


Der jüngste Entwicklungsschritt aul dem Gebiet der Farbfernsehgeräte ist die Einführung der 110°-Technik. Dazu stehen die Bildröhren
A 66-140 X und (demnächst) A 56-140 X zur Verfügung. Die Neuerungen der 110°-Technik werden vorwiegend an Hand des Typs
A 66-140 X dargestellt und begründet. Außerdem werden die Konsequenzen für die Schaltungstechnik der Farbfernsehgeräte diskutiert.

1. Aufbau der 110°-Farbbildröhren gepaßten Hals-Konus-Übergang, wobei die Ihre Befestigung in der Frontplatte erfolgt
Infolge der modernen Schirmgeometrie der im Bild 3 dargestellte Lehre zur Ermittlung über Bimetall-Elemente, die die gewünschte
90°-Röhren A 56-120 X und A 66-120 X er­ der Bezugslinie C dient. Der Implosions­ temperaturkompensierte Aufhängung sicher­
übrigte sich eine Änderung der Röhrenfront; schutz erfolgt in der bisher üblichen Weise stellen. Wie bei der A 66-120 X werden vier
die Frontplatten wurden für die 110°-Röhren durch einen Sicherheitsrahmen, der für Aufhängepunkte benutzt, was bei dieser
ungeändert übernommen. Wegen der Ver­ Durchstecktechnik geeignet ist. großen, sehr flachen Maske aus Stabilitäts­
größerung des Ablenkwinkels konnte dage­ Die verwendete Lochmaske ist mit ihrem gründen empfehlenswert ist.
gen der Röhrenkolben erheblich verkürzt Lochabstand von etwa 0,77 mm wieder für Im Gegensatz zur bisherigen Technik ist die
werden, und zwar um etwa 65 mm bei der die europäischen Sendenormen optimiert. magnetische Abschirmkappe jetzt im Inne-

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VL Bild 1. Ansicht der neuen 110°-Farbbildröhre A 66-140 X

◄ Bild 2. Maßskizze der A 66-140 X


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Bild 3. Lehre zur Bestim­
mung der Bezugslinie C bei
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Jl ◄ 110°-Farbbildröhren

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A 56-140 X und um etwa 80 mm bei der
A 66-140 X. Hinzu kommt noch eine Ver­ 105,17
kürzung des Röhrenhalses um 10 mm, die
durch die Verringerung des Abstandes zwi­ 135,59
schen der Konvergenzeinheit und der Be­
zugslinie möglich wurde, so daß die 110°- Tab. I. Vergleich der unterschiedlichen Maße der A 66-120 X und der A 66-140 X
Röhren insgesamt etwa 75 mm beziehungs­
weise 90 mm kürzer sind als ihre Vorläufer­ A 66-120 X A 66-140 X
typen mit 90°-Ablenkung. Bild 1 zeigt eine
Ablenkwinkcl
A 66-140 X in seitlicher Ansicht, und Bild 2 vertikal 62° 77°
gibt die wichtigsten Abmessungen dieser horizontal 79° 97°
Röhre wieder. Die Unterschiede zur diagonal 90° 110°
A 66-120 X sind in Tab. I zusammen­ maximale Röhronlänge 528.5 mm 438,1 mm
gestellt. Natürlich hat der Kolben auch nomineller Abstand Sohirmmitto — Bezugslinie 357.6 mm 277,4 mm
einen dem geänderten Strahlengang an-
Gewicht 21 kg 20 kg
empfohlene Lage der Korrokturoinheiten (Abstand von der Bezugslinie)
Dipl.-Ing. Rudolf Schubert ist Laborloitor der Radialkonvergonzeinheit 76 mm 66 mm
Ablenkmittcl-Entwioklung undDipl.-Ing. Helmut Farbroinhoitsmagnote 95,5 mm 85,5 mm
Seifert Laborloiter der Farbbildröhron-Ent- Latoralkonvorgonzeinheit 104 mm 94 mm
wicklung bei AEQ-Telefunken, Ulm.

FUNK-TECHNIK 1970 Nr. 17 637


ren der Röhre angeordnet. Da sie direkt auf ben. Vorteile dieser Variante sind: keine Vorteilhaft ist bei einer Röhre mit 29 mm
dem tragenden Rahmen der Lochmaske be­ Änderung der Spulen und der Schaltung Halsdurchmesser natürlich, daß der im
festigt wird, ist zwischen Kappe und Rah­ gegenüber 90°-Röhren sowie leichtere Vor­ Durchmesser verkleinerte Elektronenstrahl-
men kein Luftspalt mehr vorhanden, der die montage der Spulen auf den Polschuhen. erzeuger auch etwa 15 mm kürzer werden
erreichbare Abschirmung begrenzen würde. Nachteilig ist natürlich, daß man zusätzliche kann, was eine weitere Baulängenreduzie­
Dies trifft besonders für diejenige Kompo­ Bauelemente verwenden muß, die den Raum­ rung der Röhre ergeben würde. Auch die
nente des magnetischen Erdfeldes zu, die in bedarf im Gehäuse vergrößern. benötigte Ablenkleistung — wohl der Haupt­
Richtung der Röhrenachse wirkt und deren diskussionspunkt — würde abnehmen. Aller­
Einfluß auf die Landung durch die vorhan­ 2. Wahl des Röhrenhals-Durchmessers dings dürfen hier keine allzu großen Hoff­
denen Korrekturmittel nicht beseitigt wer­ Die 110°-Farbbildröhre A 66-140 X hat mit nungen geweckt werden, denn der Verringe­
den kann. Im Vergleich zur A 66-120 X ver­ 36,5 mm den gleichen Halsdurchmesser wie rung sind dadurch Grenzen gesetzt, daß für
ringerte sich diese Landungsverschiebung der entsprechende 90 “-Typ. In Anlehnung die Ablenkeinheit vom Konusanschlag bis
auf weniger als die Hälfte. an die Entwicklung bei Schwarz-Weiß-Bild­ zum Einsetzen der Ausblendung ein aus­
röhren stand auch bei der Farbbildröhre reichender Verschiebebereich garantiert wer­
Die innere Abschirmkappe besteht aus etwa eine Änderung des Halsdurchmessers auf den muß, der Streuungen in der Röhren -
0,15 mm dickem kohlenstoffarmem Stahl. etwa 29 mm zur Diskussion, um die benötigte länge sowie in der Ablenkpunktlage der
Sie ist magnetisch weich geglüht und wie die Ablenkleistung beim Übergang auf 110° Ablenkeinheit auffängt und dem Geräte­
Lochmaske zur Wärmeabstrahlung ge­ nicht allzu sehr ansteigen zu lassen. Tech­ bauer einen gewissen Einstell-Spielraum
schwärzt. Ihr Gewicht beträgt etwa 260 g, nisch gesehen ist diese Änderung natürlich läßt. Wegen dieser Forderung kann keine
also etwa ein Sechstel des Gewichts einer möglich, in der Fertigungspraxis treten aller­ sehr kurze, den Bereich des geringeren
üblichen 90°-Kappe. dings einige Probleme auf, die sich aus den Durchmessers optimal ausnutzende Ablenk­
dann geringeren Abmessungen der Elektro­ einheit verwendet werden. Eine Kompromiß­
Für den Gerätehersteller tritt mit dieser neu­
nenstrahlerzeuger ergeben. lösung läßt aber nur 10...20% Einsparung
artigen Anordnung der Abschirmkappe aller­
In einem Hals von 36,5 mm Durchmesser an Ablcnklei8tung erwarten.
dings ein Problem auf: Die bisher übliche
Technik, die Entmagnetisierungsspulen an kann jedes System etwa 12 mm Durchmesser Ob die beschriebenen Schwierigkeiten durch
der Kappe selbst anzubringen, ist jetzt haben, und sein Abstand zur Röhrenachse die gesenkte Ablenkleistung und den oerin -

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Bild 4. Anordnung der Entmagnetisierungsspulen auf dem Kolben Bild 5. Entmagnetisieranordnung mit Polschuhen
der Bildröhre (E Entmagnetisierungsspule, S Sicherheitsrahmen, L (P Polschuh, E Entmagnetisierungsspule)
Lochmaske mit Rahmen, A Abschirmkappe, C Röhren-Bezugslinie)

geren Aufwand für die Konvergenz wett-


praktisch unmöglich. Falls man also ohne beträgt rund 7 mm. Bei 29 mm Halsdurch­ gemacht werden, ist jedoch zweifelhaft.
weitere Hilfsmittel auskommen will, muß messer müßten diese Werte jedoch auf etwa Daher wurde aus Qualitätsgründen der Hals
man entsprechend geformte Spulen auf dem 9 mm beziehungsweise 5 mm reduziert wer­ von 36,5 mm Durchmesser für die 110°-Farb­
Konus der Bildröhre selbst befestigen, zum den. Kleinere Dimensionen bedeuten aber bildröhre beibehalten, und damit konnte
Beispiel durch Halterung an den dafür vor­ kritischeres Verhalten in bezug auf die auch der Elektronenstrahlerzeuger im we­
handenen Schlitzen im Sicherheitsrahmen Spannungsfestigkeit, und unter Umständen sentlichen unverändert bleiben. Eine Ab­
und Verspannung über dem Trichter (Bild 4). ist es sogar notwendig, die im Datenblatt weichung ist allerdings erwähnenswert: Zur
Den Spulen steht dann aber nicht mehr die angegebene maximale Anodenspannung zu Verhinderung von störenden Moirö-Effekten
Abschirmkappe als Kern zur Verfügung, in reduzieren. Außerdem ergeben sich selbst­ wurde der elektronenoptische Strahlengang
dem der magnetische Fluß während des Ent­ verständlich Spannungsfestigkeitsprobleme so verändert, daß jede Beeinträchtigung der
magnetisiervorgangs konzentriert wird. Wie für die Durchführungen am kleineren Röh­ Bildwiedergabe durch Moirö ohne Einbußen
umfangreiche Untersuchungen ergeben ha­ rensockel und an der zugehörigen Fassung. an Schärfe oder Auflösung vermieden wird.
ben, sind bei dieser Ausführung insgesamt Der verringerte Achsabstand der Systeme Bezüglich der benötigten Korrekturen für
bis zu 1400 AW Spitzenwert für eine aus­ kann sich nachteilig auf Landung und Farb­ statische Konvergenz und Farbreinheit be­
reichende Entmagnetisierung notwendig, reinheit der Röhre auswirken, denn der klei­ stehen zwischen 90°- und 110°-Ablenkung
wobei der Spulenumfang je 1,4 m betragen nere gegenseitige Abstand der Strahlen hat leichte Unterschiede. Die zulässigen Grenz­
sollte. eine schlechtere Trennung der Elektronen­ werte können Tab. II entnommen werden.
flecke hinter der Farbwahlelektrode zur
Als Alternative wurde eine Entmagnetisier­ Folge, und zwar besonders bei höheren 3. Neue Konvergenztechnik
anordnung entwickelt, die mit den Betriebs­ Strahlströmen und sphärischer Aberration Würde man, ausgehend von dem als bekannt
werten der 90 “-Röhre A 66-120 X arbeitet, im elektronen-opti8chen Linsensystem. vorausgesetzten Konvergenzverhalten eines
nämlich mit insgesamt 700 AW Spitzenwert
bei 1,15 m Umfang je Spule. Dazu sind als
zusätzliche Bauelemente jedoch zwei Pol­ Tab. II. Vergleich der benötigten Korrekturen bei der A 66-120 X und der A 66-140 X
schuhe erforderlich, die links und rechts auf
dem Konus der Bildröhre angebracht wer­ A 06-120 X A 60-140 X
den und die Entmagnetisierungsspulen tra­
gen (Bild 5). Die beiden Polschuhe bestehen maximale Rasterzentrierung 15 mm 15 mm
wie die Abschirmkappe aus geglühtem maximale LandungBkorrektur mit den Farbreinheitsmagnoten 0,13 mm 0,1 mm
kohlenstoffarmem Stahl von etwa 0,5 mm maximale statisohe Strahlkonvergenz
Dicke. Die Montage auf der Röhre erfolgt radial 9.6 mm 8 mm
mit Kunststoffwinkeln, die in gleicher Weise lateral 6.6 mm 5 mm
wie die 90°-Abschirmkappen am Sicherheits­ dynamische Konvergenz ja ja
rahmen der Röhre befestigt werden, und Eckenkonvergenz nein ja
durch eine zusätzliche Verspannung am Kol- ;
I.

638 FUNK-TECHNIK 1970 Nr.17


Blau

Bild 7. Feldlinienverlauf des Zeilenablenkfeldes bei Ablenkung der Elektro­


nenstrahlen in die rechte obere Ecke einer 110°-Farbbildröhre (a) und Zer­
legung dieses Feldes in ein symmetrisches Ablenkfeld (b) und ein Vierpolfeld (c)
Orün Rot

Bild 6. Schematische Darstellung der benötig­


Blau
ten Konvergenzkorrekturen (es ist das rechte
obere Viertel des Bildschirms einer 110°-Farb-
bildröhre gezeichnet). Die Pfeile geben in
Größe und Richtung die benötigte Konver-
genzkorraklur er.. Die Asymmetrie in Diago-
nalrichlung ist besonders zu beachten

90°-GcriiM.\d, ioi{ 110° extrapolieren, dann


ergäben eich dnreh die größer werdenden
Konvergenzkorrekturen Landungafehler der
Elektronenflecke auf den Phosphorpunkten,
die sich nicht korrigieren lassen. Um auch Bild 8. Wirkung des Vierpolfeldes auf die Elektronenstrahlen bei Ablenkung in die rechte obere Bild­
bei 110° dem Qualitätsstand in bezug auf schirmecke durch ein überlagertes, aber nicht dargestelltes Ablenkfeld. Die Pfeile deuten Richtung und
Farbreinheit und WeißgleichmäßigkeitRech- Größe der Zusatzablenkung an. Es sind drei Schnitte durch das Ablenkgebiet dargestellt; a) Beginn
nung zu tragen, mußte eine neue Konzeption des Ablenkfeldes, b) Feldmitte, c) Ende des Ablenkfeldes
der Ablenkeinheit verwendet werden [1].
Im Bild 6 ist schematisch dargestellt, wie die
Konvergenzkorrekturen auf dem Schirm
einer 110°-Röhre aussehen, wenn nur statisch
konvergiert ist. Die klar ersichtliche Asym­
metrie der benötigten Korrekturen in Rich­
tung der Diagonalen läßt sich nicht mehr
— wie bei der 90°-Ablenkung gewohnt —
nur durch bild- und zeilenfrequente Korrek­
Rot Blau
turströme au8gleichen; die automatische
Konvergenz in Diagonalrichtung geht also
verloren. Es wäre zwar prinzipiell möglioh,
Bild 9. Zusammensetzung der resultierenden Zusatzablenkung für die Farben Rot, Grün und Blau
die Konvergenz durch komplizierte Strom­ durch vektorielle Addition der Verschiebungen aus Bild 8 (a, b, c verweisen auf Bilder 8a bis 8c)
formen mit der Konvergenzeinheit zu er­
reichen, allerdings würde das wieder Lan­
dungsprobleme zur Folge haben. (Man ver­ Schirms herrscht (Bild 7 a). Die Feldstärke
gleiche dazu die große benötigte Korrektur ist im unteren Bereich größer als im oberen,
für Grün im Bild 6.) Daher hat man sich wie aus der Dichte der angedeuteten Feld­
entschlossen, die zusätzlich benötigten linien zu ersehen ist. Diesen Feldverlauf er­
Eckenkorrekturen in der Ablenkeinheit hält man, wenn in die untere Zeilenspulen­
selbst durchzuführen. Dazu werden ge­ hälfte ein höherer Strom als in die obere
eignete Korrekturströme direkt in die Ab­ Hälfte eingespeist wird. In erster Näherung
lenkeinheit eingespeist. Da die Beeinflussung kann man dieses Feld in ein symmetrisches
der Strahlen jetzt in der Ablenkebene selbst Zeilenablenkfeld (Bild 7 b) und ein Zusatz­
erfolgt, ergibt sich keine LandimgsVerschie­ feld (Bild 7c) zerlegen, das die Form eines
bung. Vierpolfeldes hat. Für die Eckenkonvergenz
ist dieses Zusatzfeld maßgebend. Bild 10. Konvergenzkorrektur in der rechten obe­
Zum Verständnis dieser dynamischen Ecken- ren Bildschirmecke einer 110°-Farbbildröhre;
konvergenz sei das Ablenkfeld der Zeilen­ Im Bild 8 ist das Vierpolfeld am Beginn (a), kurze Pfeile: Eckenkonvergenz durch Zusatz­
spulen betrachtet, das bei Auslenkung der in der Mitte (b) und am Ende des Ablenk­ ablenkung; lange Pfeile: Konvergenzkorrektur
Strahlen in die rechte obere Ecke des Bild- gebietes (c) dargestellt. Unter der — nicht mit der Konvergenzeinheit

Tab. HI. Horiaontalablenluchaltungen für 110°-FarbkUdröhren

Schaltung Bestückung Transformatoren Netzteil Bemerkungen


getrennte Hoch­ 2 x PL 609, je 1 Transformator 270 V, Schaltung sehr aufwendig; Rt «s 200 kOhm;
spannungserzeugung PY 600, für Ablenkung und nicht stabilisiert Formatändorungen praktisch Null; wenig Reserven
I (nach [2]) PY 88 Hochspannungserzeugung
Einstufenlösung PL 619, 1 Transformator 290 V, sollte Schaltung einfach; Ri «s 1,6 MOhm;
mit Röhren PY 600 A für Ablenkung und stabilisiert sein Bildbroiteänderungon etwa 1,5%; wenig Reserven
(nach [3,4]) Hochspannungserzeugung
Einstufenlösung 2 Thyristoren, 1 Transformator 200 V, Schaltung neu; Ri «s 1,5 MOhm;
mit Thyristoren 2 Dioden für Ablenkung und nioht stabilisiert Bildbreiteänderungen etwa 1 %; viel Reserven;
(nach [6]) Hochspannungserzeugung, alle sonstigen Stufen können aus der Zeilen-Endstufe betrieben
2 Übertrager, 1 Drossel werden, daher kein weiteres Netzteil erforderlich
Einstufenlösung 2 x BU 108 1 Transformator 140 V, stabilisiert; Schaltung kann kritisch sein
mit Transistoren für Ablenkung und hoher Aufwand wegen Serienschaltung der Transistoren; Äj «< 1,4 MOhm;
(nach [6]) Hochspannungserzeugung Bildbroiteänderungon 2,2 %; Reserven ausreichend
Einstufenlösung BU 108, 1 Transformator 140 V, stabilisiert; Schaltung neu; Äi 2,2 MOhm;
mit Transistoren BD 160, für Ablenkung und hoher Aufwand Bildbreiteänderungen etwa 2 %; wenig Reserven
(naoh [0]) BA 148 Hochspannungserzeugung

FUNK-TECHNIK 1970 Nr. 17 639


eingezeichneten — Wirkung der normalen
Horizontal- und Vertikalablcnkung werden
die Strahlen von der Mitte aus in die rechte FUNK ’70 • hifi >70
obere Ecke abgelenkt. Das Vierpolfeld übt Schluß von Seite 366
dabei eine Zusatzablcnkung unterschied­
licher Größe und Richtung aus, wie es in ger mit geringen Abmessungen ebenso ein Braun wurde im Heft 16/1970, Seiten 589
den drei Bildteilen für den Beginn, die Mitte wie Koffergeräte mit Netzteilen. Allgemein bis 592, schon ausführlich behandelt.
und das Ende der Ablenkung angedeutet ist. strebt man nun die Versorgung von Haus­
Durch Überlagerung dieser Verschiebungen halten auch mit Rundfunk-Drittgcräten an, Wenn auch offiziell aus dem Bereich der
erhält man näherungsweise die resultieren­ für die sich der Markt anscheinend recht auf­ Bildaufzeichnung bisher nur Loeioe Opta über
den Korrekturen, die auf dem Bildschirm geschlossen zeigt. Das Schlafzimmer ist des­ Weiterentwicklungen des „Optacord 603“
der Röhre sichtbar werden. Wie Bild 9 zeigt, halb zur Zeit mit eine beliebte Angriffsfront berichtete, ist doch anzunehmen, daß an ver­
ergibt sich die angenäherte Größe dieser auch der Rund funk-Marktstrategen; das schiedenen Ständen die Video-Aufzeichnung
Korrekturen durch vektorielle Addition der Uhrenradio feiert in der fast 50jährigen und -Wiedergabe mit neuen Geräten bezie­
Zusatzablenkungen aus Bild 8. Die Lage der Rundfunkgeschichte eine mehrmals ver­ hungsweise Verfahren zumindest an Hand
Elektronenstrahlen in der Schirmecke im suchte und bisher eigentlich nie recht er­ von Entwicklungsmustern demonstriert
nichtkonvergierten Zustand — Ausgangs­ reichte Einkehr. Mit Automatiken für das wird.
punkte der Pfeile im Bild 6 — wird nun Abstellen nach dem Einschlafen und Wahl
durch die resultierenden Zusatzablenkungen des Weckens durch Musik oder Summen Auch Neuentwicklungen und Verbesserun­
so verändert, daß zur vollständigen Konver­ wirbt es beim müden Bürger auch durch Ver­ gen von Phonogeräten, das zeichnet sich
genz wieder gleich große Korrekturen benö­ wendung modernster Zifferblatt- oder Digi­ deutlich ab, erstrecken sich nicht nur auf die
tigt werden (Bild 10). Für die übrigen taluhren. Und für die Küche schuf man (Bei­ Hi-Fi-Klasse. In der Konsumklasse wird
Schirmecken gilt Entsprechendes. spiel: „Küchenradio K 105“ von AEG-Tele- man dabei neue automatische Plattenspieler
funken) Geräte, die sich bequem unter mit Tonarmlift finden (Beispiel: „GA 205“
Das benötigte Zusatzfeld wird in der Praxis Hängeschränken anbringen lassen. Das
so erzeugt, daß man einen Korrekturstrom von Philips). Hier dürften auch neue kom­
Rundfunkgeräteangebot stellt sich in den binierte Geräte vom Publikum gut aufge­
in die Zeilenablenkspulen einspeist, der in äußeren Formen der Geräte und mit beson­
der einen Halbspule in entgegengesetzter nommen werden („partyset 208 Stereo“,
deren Zutaten mehr denn je auf den Ver­ extrem flache Anlage mit Plattenspieler und
Richtung und in der anderen Halbspule in wendungsraum, den jeweiligen Verwen­ 2 x 6-W-Verstärker; „Stereo center 2080“,
gleicher Richtung wie der Ablenkstrom dungszweck und das moderne Mobiliar ein. Plattenspieler mit Rohrtonarm und Tonarm­
fließt, so daß das Feld entsprechend ge­ Koffergeräte und Taschenempfänger liegen
schwächt oder verstärkt wird. Dieses Ver­ lift, eingebauter 2 x 6-W-Verstärker; „Ste­
nach wie vor sehr gut im Rennen. Auf den reo compact 2080 R“, zusätzlich noch Rund­
fahren bezeichnet man als Differenzstrom­ jetzt sehr oft in Koffergeräten eingebauten funkteil U2KML, von A EG-Telefunken oder
steuerung. Die Größe des Korrekturstroms Netzteil wurde schon hingewiesen. Um das
soll in erster Näherung proportional dem zum Beispiel das Musikstudio „3202 L“ von
Einstellen des Senders bequem zu machen, Wega).
Produkt aus Horizontal- und Vertikal- wird man in Kofferempfängern neuerdings
ablenkstrom sein. auch kräftige breite Abstimmwalzen (so „Kompakt“ ist übrigens ein Schlagwort,
4. Konsequenzen für die Schallungstechnik beim neuen „City Boy 1000" von Grundig) dem man öfter auch auf der hifi ’70 begegnen
oder in ähnlicher Form für Abstimmung und wird, und zwar in erster Linie ebenfalls bei
Die 110°-Röhre stellt an verschiedene Stufen Lautstärkercgclung („mini-partner“ von
der Schaltung erheblich höhere Forderungen. Steuergeräten mit eingebautem Platten­
AEQ-Telefunken) verwenden. Das Angebot spieler. Entsprechende neue Kompaktgeräte
Etwa die doppelte Leistung gegenüber den an Reisesupern mit Stationstasten dürfte
90°-Röhren wird für Ablenkung und Konver­ kündigten zum Beispiel Braun („Cock­
ebenfalls erweitert werden (zum Beispiel pit 250“), Philips („Phono-Tonmeister
genz benötigt. Auch für die Rasterentzerrung „Luxus-Boy 210“ von Grundig). Hier und da
verdoppelt sich der Leistungsbedarf, da RH 581“) und Wega („3203 FET“,
sind auch von der gewohnten geraden Form „3205 HiFi“) an.
durch das Zusammenwirken von Bildschirm­ abweichende schräge Gehäusegestaltungen
krümmung, Ablenkwinkel und Auslegung anzutreffen („camaro 101“ von AEG-Tele- „hifi compact 2000“ ist dagegen ein neues
der Ablenkeinheit die Kissenverzeichnung funken) und auch besondere Pop-Ausführun- reines UKW-Steuergerät (Verstärker-Musik­
gegenüber 90°-Röhren erheblich angestie­ gen für die Jugend. leistung 2 x 22 W) von AEG-Telefunken
gen ist. mit goringen Abmessungen, das man sozu­
Als grundsätzlicher Unterschied zur 90 °- sagen als leistungsfähigen „Kleinwagen“ be­
Technik ergibt sich die Notwendigkeit eines zeichnen könnte, wenn die Firma Trio-
Die von verschiedenen Firmen angebotene Kenwood bei ihrem neuen Steuergerät
zusätzlichen Generators zur Steuerung der Kombination des Rundfunk-Koffers mit
Feldverteilung in der Ablenkspule. Dieser (Receiver) „KR 7070“ mit 2 x 150 Musik­
einem Tonband-Cassettenrecorder ist bei der leistung von der „Rolls-Royce“-Kla88e
Generator erzeugt Korrekturströme, die eine Jugend beliebt und in Düsseldorf mit neuen
trapezförmige Verteilung des Ablenkfeldes spricht. Zwischen 2 x 10 W und den er­
Modellen vertreten (bisher bekannte neue wähnten 2 x 150 W dürften noch viele
hervorrufen (s. Abschnitt 3.). Geräte: „cc combi“ von AEG-Telefunken; Neuerungen auf der hifi ’70 anzutreffen sein,
Teilweise wesentliche Änderungen ergeben „Radio Recorder RR 50“ von Philips; und zwar entweder als Steuergerät oder als
sich auch bei der Konzeption der Horizontal - „SL 75 radio-recorder“ von Schaub-Lorenz). Einzelbaustein. Daß technisch noch manches
Endstufe. Hier wurden verschiedene Lösun­ verbessert werden kann, bewies unter ande­
Aber auch an reinen Cassettenrecordern sind
gen bekannt, die in Tab. III zusammen - rem auch Grundig mit dem Steuergerät
manche neue Geräte für Batterie oder
gestellt sind. Da die Einstufenschaltung mit (Tuner-Verstärker) „HF 550“ (s. Heft 16/
Batterie- und Netzbetrieb angekündigt
I Röhren wohl die Schaltung mit den gering­
(„cc nova“ von AEG-Telefunken, einfach zu 1970, S. 587-588).
sten Problemen ist, wird sie voraussichtlich
bedienendes Gerät der Nicdrigpreisklasse Bei fast allen deutschen Firmen überrascht
in der ersten Gerätegeneration vorwiegend
mit Aussteuerungsautomatik; „CR 2000“ das sehr umfangreiche Angebot an Laut­
verwendet werden. Dabei dürfte auch die bei sprecherboxen mit Leistungen bis zu etwa
von Imperial; „2202“ von Philips, metall­
90° bewiesene Zuverlässigkeit eine große
verkleidetes Kunststoffgehäuse; „2503“, 70 W. Dabei beschränkt man sich nicht nur
!
Rolle spielen. Stereo-Cas8ettenrecorder von Philips mit auf traditionelle rechteckige Formen, son­
Flachbahneinstoller). Gleiches gilt für Spe- dern konstruierte auch Sechsecklautsprecher
zial-Cas8ettenrecorder („2209 AV automa­ oder neue Kugellautsprecher mit bis zu vier 1
Schrifttum tic“ von Philips mit eingebautem Impuls­ Tiefton- und acht Hochton-Systemen. „Viele
[1] 110° Colour Television. Picture Tube and De- kopf für automatische Dia-Projektion oder neue Lautsprecher ... eine einmalige Ge­
flection Principle. Philipe Product Information
Nr. 13 (Mai 1969) synchrone Schmalfilm Vertonung; „2401“ legenheit zum Vergleich von etwa 20 Mo­
[2] Schaltungen für die 110°-Farbbildröhre. von Philips, Stereo-Cassettenwechsler mit dellen, wovon viele völlig neu sind“ ver­
Valvo-Entwicklungsmitteilungen (November absetzbarem Cassettenwender). Uher will in spricht auch eine Mitteilung der Federation
1969) Düsseldorf dem Vernehmen nach als Welt­ of British Audio, die auf einem großen Ge­
[3] Einstufenschaltung und Kissenentzerrung für uraufführung einen Hi-Fi-Cassettenrecorder meinschaftsstand die neueste Hi-Fi-Produk­
110°-Farbfernsehempfänger. Telefunken-Röh-
renmitteilungen für die Industrie Nr. 7004 160 präsentieren. tion von 22 bekannten Firmen ausstellen
[4] Röbel, H.: Die Ablenkschaltungen für die Über neue Spulen-Tonbandgeräte der Kon­ und vorführen wird.
110°-Farbbildröhre. Tecbn. Mitt. AEG-Tele- sumklasse oder in Hi-Fi-Ausführung liegen Über Quadrophonie-Vorführung sprach vor­
funken Bd. 60 (1970) Nr. 6 (im Druck)
Meldungen vor unter anderem von AEQ- weg kein Aussteller; wahrscheinlich werden
[61 Solid state color television. The RCA CTC-40
chassis. RCA Sales Corp. (1968) Telefunken, Grundig, Loewe Opta und Metz. sich einige US-Firmen die gute Gelegenheit
[6] Valvo-Applikationsbericht (22. April 1970) Das neue Spitzengerät „TG 1000“ von in Düsseldorf aber nicht entgehen lassen. Jä.

640 FUNK-TECHNIK 1970 Nr. 17


H. RENNER

Ablenkschaltung im 110°-Farbfernsehgerät
1. Einleitung Einer Vergrößerung der Kapazität sind 1 1
durch den zulässigen Spitzenstrom der Zei- yUeff =
Bei der Konzeptfestlegung für die 110“-Farb- 1 0,25 • 10"3 + 3 • 10~3
ablenkschaltung ist man bei AEG-Telefunken len-Endröhre Grenzen gesetzt, denn die ---- +S
von dem Grundsatz ausgegangen, die Schal­ Resonanzbedingung, bestimmt durch die n Fe
tung gegenüber der bekannten Schaltung des Rücklaufzeit, verlangt eine entsprechende
Induktivität, die wiederum den Spitzen- Demnach steigt — gleiche Primärinduktivi­
90°-Gerätes nur an den Stellen zu ändern tät vorausgesetzt die Transformator -
oder zu erweitern, wo es technisch oder aus ström erzwingt.
induktivität um einen aus Ü und S bestimm­
Leistungsgründen unbedingt notwendig ist. Außerdem tragen die EigenVerluste der Kas­ baren Faktor
Diese möglichst geringen Änderungen der kade zu einem festen Anteil des Innenwider­
bewährten Schaltung sollen den Servicestel­
len die Umstellung auf das 110°-Gerät er­
standes bei, der auch durch Vergrößerung
der Kapazität des Rücklaufkondensators
In iio°
In 90°
= (üw°
UiW
v Sgo°

leichtern. nicht reduziert werden kann. Die Schaltungs­


entwicklung für die 90°-Farbbildröhre ergab 4 15 • 10“3
= 12,5.
2. Erforderliche Ablenkleistung für eine Kreiskapazität Cr von etwa 500 pF 2,5 3 • IO"3
Der bedeutsamste Punkt war dabei, ob mit ein Optimum.
einem Transformator und einer Endröhre Die hierbei erforderliche Energie Eh bei Somit ist die Dimensionierung des Zeilen -
die etwa 2.3fnche Ablenkleistung noch wirt­ einer Rücklaufspannung Ur am Rücklauf- transformators für die 110°-Schaltung pro­
schaftlich übertragen werden kann. blemlos.
kondensator muß aus der Gesamtinduktivi­
Mit einer Überschlagsrechnung kann man tät aufgebracht werden: Schwierigkeiten bereitete die Auslegung des
leicht die Differenz der Ablenkenergien E relativ kleinen Transformators auf optimale
zwischen der 90°- und der 110°-Farbbild- Eh = Cr2 • Cr/2 Eisen- und Kupferverluste. Durch günstigen
röhre ermitteln: = 45002 • 500 • IO"12 • 0,5 Wicklungsaufbau ist es gelungen, die 2,3-
fü 5 mWs. fache Ablenkleistung und 2fache Leistung
Eno = / ano \a / sin 55° \2 /90 für die Rasterkorrekturschaltungen mit einer
Die Ablenkleistung für die 90°-Bildröhre be­ nur um 25% größeren Leistungsaufnahme
Eo o \ Ooo / \ sin 45“ / Ino trägt aber nur — bezogen auf mittlere Helligkeit — zu
übertragen. Genaue Vergleichswerte können
~ /J5_V ( °»82 v 86
----- = 2,26 E M = f Abi2 • L/2 Tab. I und II entnommen werden.
\ 59 / \ 0,707 / 70 = l,35a ■ 3 • IO"3.0,5
4. Korrekturstrom für die Eckenkonvergenz
2,75 mWs.
(a = effektiv wirksamer Halsdurchmesser, Im Gegensatz zu der 90“-Schaltung muß, um
l = effektiv wirksame Ablenkspulenlänge). 3. Bemessung des ZcUenlronsformators bei dem größeren Ablenkwinkel eine ein­
Durch Vergrößerung des Ablenkwinkels tritt wandfreie Konvergenz in den Ecken des
Unter Berücksichtigung der Leistungsver­
eine Verschiebung des Ablenkmittelpunktes Bildschirmes zu erreichen, ein zusätzlicher
luste muß der Zeilentransformator so aus­
zum Bildröhrenkonus hin auf, die bei glei­ Eckenkonvergenzkorrekturstrom in die Ab­
gelegt werden, daß die gleiche Energie noch
chem Röhrenhalsdurchmesser eine schein­ lenkspule eingespeist werden. Dieser Korrek­
einmal aufgebracht wird, das heißt, die In­
bare Vergrößerung des effektiven Röhren­ turstrom wird so in die beiden Teilspulen der
duktivität der Ablenkwicklung des Trans­
halsdurchmessers bewirkt. Ablenkspule eingespeist, daß die beiden Teil­
formators muß in der gleichen Größenord­
spulen in Serie geschaltet werden und zwi­
Bei Durchrechnung der Zei len-Endstufe hat nung sein wie die der Ablenkspule. Da die Ab­
sich gezeigt, daß die 90°-Schaltung Reserven schen diesem Verbindungspunkt und dem an
lenkenergie bei der 110“-Farbbildröhre aber
beinhaltet, die notwendig waren, um den Masse liegenden Mittelpunkt des Zeilentrans­
um den Faktor 2,3 größer ist, kann der Zei­
Innenwiderstand der Hochspannungsquelle formators der Zusatzgenerator angeschlossen
lentransformator ähnlich wie bei Schwarz-
ausreichend klein zu halten. Da der Einsatz wird.
Weiß-Geräten dimensioniert werden und
eines Hochspannungsvervielfachers (Kaska- braucht nur ein Minimum an magnetischer Diese Schaltung hat den Nachteil, daß alle
dengleichrichtcre) allein noch keinen ausrei­ Energie aufzunehmen. Als //-Verhältnis Zei- Bauteile (Ablenkspule, Zeilentransformator,
chend niedrigen Innen widerstand der Hoch­ lontransformatorwicklung ln zu Ablenk- Linearitätskorrekturspule, Transduktoren
spannungsquelle garantiert, muß der Gene­
rator selbst genügend niederohmig gemacht
werden. Botriebs-
Die Hochspannungsenergie wird aus der Tab, I. wert Dimension 90°-Schaltung 110°-Schaltung
während der Ablenkung in den Induktivitä­ Vergleich zwischen
ten des Ablenkkreises (Ablenkspule und Zci- den Betriebswerten htt U-A 0 100 1600 0 100 1500
der 90“- und der 110“- uB V 205 265 268 290 290 282
lentransformator) gespeicherten magneti­
Zeilen-Endstufen h mA 190 199 360 254 262 405
schen Energie kV 24,7 24,05 22,0 24,4 24,05 21.9
UH
Amplitude mm 478 487 481 489
E = tAbi2 • L/2 AA % 1,9 1.7
NA W 25 29
im Resonanzverfahren gewonnen. Die höch­ N,2 W 5,8 6.2
ste Spannung wird erreicht, wenn die ge­
samte Energie — abzüglich der Verluste — in
die Kreiskapazität (gebildet aus Rücklauf-C Tab. II. Vergleich der Leistungsaufnahme
spule La wählt man deshalb Lt/La 10,
und Eigen-C des Transformators und der in V der Zeilen-Endstufe für die
was einerseits automatisch durch die stär­
Schaltung) umgeladen ist. Rasterkorrekturschaltungen bei den
kere Ankopplung der Ablenkspule (Üoo° = 4,
Die Entnahme einer bestimmten Ladungs­ #iio° = 2,5; bezogen auf die gleiche Ablenk­ 90“- und 110“-Geräten
menge AQ bewirkt eine Spannungsänderung spuleninduktivität) und duroh eine größere
A U an diesem Kondensator, die im reziprok- Scherung S = öv/hc (Öl = Luftspaltlänge, 90“- 110“-
proportionalen Verhältnis zur Kapazität C Irc = Länge des Eisenkerns) des Eisenkernes Gerät Gcrät
steht von Soo° = 15 • IO-3 auf Sno° = 3 • 10“3
erreicht wird. O-W-Kissenentzerrung 1.6 4.0
AU-H Mi'l) N-S-Kissenentzerrung 2.0
G C Wie die nachstehende Gleichung zeigt, wird Eckenkonvergenzachaltung 4,35
die wirksame reversible Permeabilität des Gegentaktübertrager 0,55
Zeilentransformator-Eisenkernes im wesent­ Konvorgenz8ohaltung 6,4 0,9
Ing. Hans Renner ist Gruppenloitor im Fachbe­ Linearitätskorrekturspule 1,1 1.7
lichen durch die Luftspaltlänge Öl bestimmt. Mittelpunktverschiebung
reich Rundfunk- und Fernsehgeräte von AEQ- 2,3
Telefunken, Hannover. Mit ytiFe = 4000 wird

FUNK-TECHNIK 1970 Nr. 17 641


usw.) entwedergenau symmetrisch aufgebaut rekturstrom für die Eokenkonvergenz durch­ 5. Hochspannungserzeugung
sein müssen oder — wie die durch das Auto­ flossen.
Durch Verbesserung der Phosphore der Farb­
trafoprinzip des Zeilentransformators unum­ Die Gegentaktwicklung ist hier erforderlich, bildröhren ist es inzwischen möglich, schon
gängliche Asymmetrie — durch unsymme­ um den in die Primärwicklung eingespeisten bei relativ kleinen Strahlströmen optisch
trische Ankopplung kompensiert werden Korrekturstrom /E in der einen Teilwick­ gute Bilder zu erreichen.
müssen. Als weiterer Nachteil werden alle lung a zum Ablenkstrom zu addieren und in
Bei der Kaskadengleichrichtung wird zur
der anderen Teilwicklung b von dem Ablenk­
Hochspannungsgewinnung sowohl der posi­
zum Zeilen- strom /am zu subtrahieren. Mit der generel­
transformator 7Ab, tive als auch der negative Impulsanteil zur
len Phasendrehung des Korrekturstromes
Hochspannungsgewinnung herangezogen.
1 um 180° in der anderen Bildhälfte wird auch
die Wirkung in beiden Teilspulen vertauscht. Bei geringen Strahlströmen (0 bis etwa
! 100 (xA) erfolgt deshalb die „Vorlaufgleich­
zum Zeiten- a Ein weiterer wesentlicher Vorteil dieser
transformator I richtung“ auf den am Rücklaufende auf­
Schaltung ist, daß die Zeilenimpulsspannung tretenden Ausschwingvorgang.Dieserschmale
—■Jan 1h im Ablenkkreis bei der Parallelschaltung nur Nadelimpuls hat nur einen geringen Energie­
„ÜG70" Uu s» 600 V beträgt und die Spannungs­ gehalt und bricht bei geringer Belastung zu­
belastung auch insofern dem 90°-Konzept sammen ; daher ist die Hochspannung in die­
Je
entspricht. sem Strahlstrom bereich stark lastabhängig
zum Differenz­
1 und das Bildraster schlecht stabilisierbar.
stromgenerator
Diese Tendenz wird verhindert, wenn in den
Bild 1. Stromverteilung des Ablenkstroms /am und Fußpunkt der Kaskade nach Bild 2 eine
des Eckenkonvergenzkorrekturstroms /E in der sinusförmige zeilenfrequente Spannung (Bild
unteren (a) und in der oberen (b) Teilspule der 3) von der Größe eingekoppelt wird, daß der
Horizontolablenkspule bei Parallelschaltung über Nadelimpuls nicht mehr zur Hochspannungs­
den Gegentaktübertrager „ÜG 70". erzeugung beiträgt.
Diese sinusförmige Spannung wird im soge­
Zeilen­ nannten „Äi-Kreis“ aus der negativen Zei­
transformator lenimpulsspannung von 600 V am Punkt 11
2,2 k des Zeilentransformators durch die Filter­
18 |l *> Kaskade t wirkung des Resonanzkreises L 707, O 717

Jsg
RIO
Bild 3. Impulsspannung am Kaskadeneingang b—c gewonnen. Am Abgriff a von L 707 wird die
Fokus bei Anwendung des ,,/h-Kreises"; U = 200 V/Ska- Spannung auf einen gerade ausreichenden
L707 lenteilung, / = 10 as/Skalenteilung Wert heruntergeteilt, um den Siebwider-
K 1 «11
13 T JJ‘3n Tab. HI. Betriebs-
12 C717
Änderung des Innen­ Wert Dimension ohne Äi-Korrektur mit Ä,-Korrektur
71 widerstandes durch
Jstr uA 0 100 1500 0 100 1500
den Einsatz der
Bild 2. Schaltungsanordnung des „Rj-Kreises" zur Uh kV 24,52 23,83 22,0 24,95 24,6 22,66
Reduzierung des Generatorinnenwiderstandes bei Ri-Korrektur Mn 3,5 1,38*)
Ri 0,9 1,31*)
niedrigen Strahlströmen
*) Innenwiderstand für Strahlstromänderungen zwischen /str = 100 und
1600 iaA
weiteren Bauteile, die mit der Ablenkspule
in Serie liegen, von dem Korrekturstrom „ AT110/8-25/1500“
RIO
durchflossen. Kaskade Hochspannung
2,2 k
Diese Nachteile werden in der Schaltung «5 Fbkussler-
nach Bild 1 durch parallel geschaltete Ab­ ^R72? “ Ö6™ spannung
Bild 4. Ausschnitt aus der Hori­ iS -*
lenkteilspulen vermieden. Hier wird der Kor­ zontal- und Vertikalablenk­ 1
3 30..,60 mA 270 X
rekturstrom durch einen zusätzlichen Gegen- schaltung für die 110°-Farb- S
o „ZAF70"
taktübertrager „ÜG 70“ in einem Verbin­ bildröhre ohne Rasterkorrek­

J
U
dungspunkt der Ablenkteilspulen eingespeist. turschaltungen ► o
Bei dieser Schaltung müssen nur die Ablenk­
X
I cm a f.
spule und der Gegentaktübertrager symme­
trisch aufgebaut werden. Die Symmetrie des
I> Hh
0,47p
12
Gegentaktübertragers wird einfach durch
Paralleldrahtwicklung erreicht. Die Sym­
metrie der Ablenkspule wird auch aus ande­ n
„ÜF70" „ÜS70"
ren Gründen gefordert. Es werden außerdem
lediglich diese beiden Bauteile von dem Kor- Ä
7

Vertikal - Endstufe
r \L 2xBA173 |—I
6
5
>,6k
JLR.
290V 265V
) Vertikaltransformator __ I
r® >
3 „ÜG70** jlE

6=315
032 nO.022 u :
FU38
II Ecken­
konvergenz :
22k 1R5-kHz-
f]R4SS
LJ WOk 620k 2701 27k
n ruo
tfk
PL 508 9 B
13
33 n
i
I
75-
Horizontal-!
ablenkspule!
Spule

f
IWp 100
E N-S-
I I „LSF70" o-w-
Entzerrung
5£k

240
4
7

0'
I
Entzerrung

~“3,3n
27
1k 3,3n
^3
0^P 2ZJU\

H
Vertlkalablenkspule

039., 0.033p
II I—^
/N-S-Phasenspule

642 FUNK-TECHNIK 1970 Nr. 17


stand R 10 im Hochspannungskreis nicht un­ der Ableitung aus dem Zeilentransformator der Zeilentransformator ungefähr um den
nötig zu belasten. Der Innenwiderstand Ri bei strahlstrombedingter Hochspannungs­ Faktor 2 durch diese Hilfsschaltungen höher
der Hochspannungsquelle wird auf diese änderung keine Bildlagenverschiebung auf. belastet wird.
Weise — indem Bereich/su = 0...100{xA — Die Ablenkamplitudenumschaltung kann bei Eine optimale Dimensionierung der Horizon­
um die Hälfte reduziert (Tab. III) und eine dem 110°-Konzept wegen der wesentlich tal- und Vertikal-Endröhre wurde mit Hilfe
gute Amplitudenkonstanz erreicht. Eine höheren Energien nicht mehr ganz so einfach einer Erhöhung der stabilisierten Betriebs­
stärkere Belastung der Schubgleichrichter in wie bei dem 90“-Konzept ausgeführt werden. spannung auf 290 V erreicht. Trotz erhöhter
der Kaskade tritt dabei nicht auf, da die Durch gleichzeitiges Umschalten des Rück­ Betriebsspannung von 290 V neigt die Ver­
Spitzenströme durch die sinusförmige über­ laufkondensators und einer Serienspule tikal-Endröhre infolge der größeren Lei­
lagerte Spannung nicht wesentlich erhöht „ZAF 70“ zur Ablenkspule wird eine Ampli- stungsentnahme — wie bei dem 90°-Kon-
werden. tudenum8chaltung von ±3%, ohne Ver­ zept — beim Durchsteuem der Kennlinie
änderung der Boosterspannung und Hoch­ bis zur Äi-Geraden zu unerwünschten Eigen­
spannung sowie der Rücklaufzeit, erreicht. schwingungen, die zur Störung des Multi­
6. Weitere Probleme der Ablenkschaltung
Diese Schaltung ist nicht viel aufwendiger vibratorkreises führen.
Die Auslegung der Ablenkeinheit ist bei als im 90“-Konzept.
Das Differenzierglied C 432, R 438, R 440
Farbbildröhren hauptsächlich durch Krite­ Die Konstanz der Rücklaufzeit ist wichtig wurde so bemessen, daß ein Teil der Eigen­
rien der Landung der Strahlen auf dem zu­ für die Phasenlage des Bildrasters und der schwingungen an dem Widerstand R 440
gehörigen Phosphortripel bestimmt. Bei den Hilfsimpuisc, die an anderer Stelle des Ge­ abfällt und als Gegenkopplung dem Gitter
110“-Biklröhren führt das dazu, daß die ge­ rätes noch benötigt werden. Außerdem ist zugeführt wird. Aus diesem Grund konnte
samte Bildfläche nicht mehr mit einer kon­ diese konstante Phasenlage unbedingt erfor­ das spezielle dafür eingesetzte RC- Glied der
stanten Fokussierspannung gleichmäßig derlich, da zur Korrektur der Durchbiegung 90°-Schaltung entfallen.
scharf eingestellt werden kann. Aus diesem der senkrechten Mittellinie — bei extremer
Grunde wird die Fokussierspannung mit Wie aus Tab. IV ersichtlich, ist auch in der
Mittelpunktverschiebung durch die Farb-
einer zeilenfrequenten parabelförmigen Span­ Vertikalschaltung trotz 2,3fachen Ablenk­
reinheitseinstellung — die Mittelphase mit
nung, der durch den sägezahnförmigen Ab- stromes die Batterieleistung nur 40% größer
Hilfe einer vertikalfrequenten Parabelspan­
lenkstrom andern Tangenskondensator C710 nung, die über C 439, R 455 in die Reak­
(Bild 4) abfallenden Spannungskomponente tanzstufe des Horizontaloszillators einge­ Tab. IV. Vergleich zwischen den Betriebswer-
speist wird, entsprechend vorverzerrt wird. ten der 90°- und der 110“-Vertikal-
Von den beiden Entkopplungskondensatoren Endstufe

überlagert.
UCF
-if fAbi • d t G 436 und C 437, die hintereinander geschal­
tet im Vertikalausgangskreis liegen und die
Mittelpunktverschiebung für den Vertikal­
Betriebs-
wert Dimension
90°-
Gerät
110“-
Gerät
sägezahn kurzschließen, wird die benötigte t/ß V 245 270
Da die Spannung am Tangenskondensator Parabelspannung abgegriffen. Da der Ver­ /a mA 62 79
für diesen Zweck nicht ausreicht, wird sie auf bindungspunkt beider Kondensatoren auf Nb W 15,1 21,4
einer zweiten Wicklung der Mittelpunktver- Masse liegt, stehen an dem Potentiometer W 9,1 10,6
schiebe-Drossel „ÜF 70“ auf die gewünschte R 449 zwei gegenphasige Parabeln, die je iV82 W 2,0 2,7
Größe von I/fbs = 600 V transformiert. nach Einstellung eine Durchbiegung der Nbv*) W 0,25 0,40
Die Einkopplung der Parabelspannung in Mittellinie um ± 5 mm zulassen.
*) Nbv = Leistungsaufnahme der Vertikal-End-
den Fokussierkreis erfolgt über den Sieb­ Außer den hier angegebenen Schaltungsneu- stufe für die Vertikalkonvergenz
kondensator C 719. Dieser Kondensator hciten ist die Grundschaltung nach Bild 4
erfüllt gleichzeitig noch eine weitere wich­ für die Horizontalablenkung bis auf geringe als in dem 90“-Konzept. Das wurde durch
tige Funktion. Die Zuführung der Fokus­ Dimensionierungsänderungen für Spitzen­ den Einsatz eines Schnittbandkernes mit
sierspannung über einen VDR-Widerstand strombegrenzung der Zeilen-Endröhre und sehr günstigen Kernabmessungen im Ver­
R 727 hat den Vorteil, daß Hochspannungs­ Hochspannungsschutzschaltung mit der tikaltrafo erreicht.
änderungen, die zum Beispiel als Folge von Schaltung für die 90°-Bildröhre des Chassis
starken Strahlstrom änderungen auftreten „709“ identisch. 7. Schlußbetrachtung
können, mit einem verstärkten Anteil — was
Der Sägezahnübertrager „ÜS 70“ hat auf Als Zusammenfassung kann festgestellt wer­
nach Bild 5 für exakte Fokussierung erfor-
die Ablenkschaltung keinen Einfluß; er wird den, daß für die 110“-Farbbildröhre eine
nur benötigt, um ablenkstromabhängige Schaltung gefunden wurde, die in ihren
110 Steuergrößen für die aktiven Konvergenz­ Grundzügen weitgehend der Schaltung für
% schaltungen zu gewinnen. die 90“-Farbbildröhre entspricht.
108 Da die Konvergenzschaltung aktiv aufgebaut Für die Konvergenz- und Rasterentzerrung
ist, liegt der Leistungsbedarf für die Steuer­ sind selbstverständlich besondere Schaltun­
leistung mit 0,9 W weit unter dem Leistungs­ gen mit erhöhtem Leistungsbedarf erforder­
106
bedarf der passiven 90“-Konvergenzschal­ lich.
tung (Tab. II). Der Leistungsbedarf für die gesamte Schal­
104 Für die Rasterkorrekturschaltungen ist die tung konnte überraschend niedrig gehalten
7
Oh /slr«0...1500jjA
JJZ Leistungsaufnahme erheblich höher, so daß werden.
102 •100 -------
Uh
UF 'Slr=0
100
0 250 500 750 1000 1250 pA 1500
'Sir' INTERNATIONALE ELEKTRONISCHE RUNDSCHAU
Bild 5. Relative Änderung der Fokussierspannung, bringt im Augustheft 1970 unter anderem folgende Beiträge:
bezogen auf die Hochspannungsänderung, in Ab­
hängigkeit vom Strahlstrom; Uh Hochspannung,
Kreuzmodulation in Feldeffekttransistoren Weiterentwicklung des Planartransistors
Uf Fokussierspannung, fstr Strahlstrom
MeBmodulator für Amplitudenmodulation
Analogrechner für Titrationen des bio­
chemischen Sauerstoffbedarfs (BSB) von Die Internationale IEA, London 1970
derlich ist — an der Fokussierelektrode auf- Wasser
treten. Bei plötzlichen Strahlstrom änderun­ Elektronik in aller Welt ■ Angewandte Elek­
gen (zum Beispiel Weißbalken) sorgt der Neue Ergebnisse über die Zuverlässigkeit tronik • Persönliches • Neue Erzeugnisse • In­
Kondensator C 719 für annähernden An­ des Tantal-Kondensators dustriedruckschriften • Kurznachrichten
gleich der Zeitkonstanten im Hochspan-
nungs- und Fokussierkreis. Format DIN A4 • monatlich ein Heft • Preis im Abonnement 14,25 DM vierteljährlich • Einzelheft5,— DM
Die Ableitung der Mittelpunktverschiebung
aus dem Zeilentransformator erspart eine Zu beziehen durch jede Buchhandlung im In- und Ausland, durch die Post oder direkt vom Verlag
unnötige Belastung des 24-V-Netzteiles, da
nur eine geringe Spannung von etwa 3 V bei VERLAG FÜR RAD IO-FOTO-KI NOTECHNIK GMBH • i Berlin52
relativ großem Strom duroh Spannungsteiler
erzeugt werden müßte. Gleichzeitig tritt bei

FUNK-TECHNIK 1970 Nr. 17 643


H. KNICKREHM und G. KROLL

Ablenktechnik in I10°-Philips-Farbfernsehgeräten
1. Das ,,K 8 D“-Chassis zelteile mehr Platz zur Verfügung steht, um lieh den Horizontal-Endstufen / und II (mit
Zur Deutschen Funkausstellung 1970 Düs­ Berührungsschlüsse weitgehend zu vermei­ je einem Trafo und je einer PL 509, PY 500)
seldorf stellt die Deutschen Philips GmbH den und durch die liegende Anordnung der gespeist.
die Farbfemsehgeräte „Prado" und „Goya Bauteile eine möglichst gute Zugänglichkeit Wie in den bisherigen P/tiVi'ps-Farbfernseh-
110 Luxus“ mit 110°-Ablenktechnik vor. bei der Messung beziehungsweise beim Aus­ geräten, erfolgt die Hochspannungsgleich­
Der „Prado" hat eine flache holzbezogene wechseln von Bauteilen oder Baugruppen richtung über eine GY 501 und die Stabili­
Maske, während der „Goya 110 Luxus“ eine zu erreichen. sierung durch eine Ballasttriodc PD 510.
durchgesteckte Bildröhre aufweist. Der Wie schon bei den neueren „K 7 N“-Ge- Bild 4 zeigt diesen jetzt relativ groß gewor­
„Prado“ ist mit dem „K 8“-Chassis, der räten, ist auch das „K 8 D‘‘ ein Klapp­ denen „Käfig“, der aber gleichzeitig eine
„Goya 110 Luxus“ mit dem „K 8 D“- chassis, das unter 45° und 90° eingerastet gute Belüftung sicherstellt.
Chassis ausgerüstet. Das „K 8 D“-Chassis werden kann. Beim Aufklappen berühren Zur Korrektur der bei der 110°-Tcchnik auf­
ist mit 14 Röhren, 79 Transistoren, 89 keine Bauteile die Tischplatte. Bild 2 zeigt tretenden großen Rasterverzeichnungen sind
Dioden und 2 integrierten Schaltkreisen die übersichtliche und gut zugängliche An­ je ein Generator Nord-Süd für oben und
bestückt. ordnung des Chassis im ausgeklappten Zu­ unten sowie Ost-West für die Links-Rcchts-
Der Schaltungsaufbau der Empfänger ent­ stand. Entzerrung des Rasters eingesetzt. Da die
spricht im HF-, ZF-, Video-, Chroma- und Der Mehraufwand an aktiven Bauelementen Abbildungsfehler in den Ecken des Rasters
Tonteil weitgehend dem bereits bekannten gegenüber einem 90°-Farbfernsehgerät wird besonders groß sind und hier außerdem für

Bild 1. Blick auf das neue ,,K 8 D"-Chassis von Philips Bild 2. Um 90° herausgeklapptes ,,K 8 D -Chassis

25 kV

Horizontal-
Amplitudan- Horizontal- Horizontal­
synchron,
sieb Endstufe I Endstufe 1
und -Oszillator

Horizontal­
ablenkeinheit
Ecken konvergenz- •—
(Differenz-)
Stromgenerator
T Stabilisierung

T
!
Vertikal­
ablenkeinheit f T >
Vertikal­ Vertikal- ■^*"1 Nord-Süd - Ost-West-

r !
Korrektur Konvergenz Korrektur
synchron. ablenkung
->
j
Bild 3. Blockschaltung des Ablenkteils des „K 8 D"-Chassis f

und bewährten Chassis „K 7 N“. Im Chroma­ durch die neue 110°-Ablenktechnik, die zum
teil wurde beim „K 8 D“ die neue inte­ Teil vollkommen neue und aufwendige
grierte Schaltung TAA 630 als Synchron­ Schaltungskonzepte erfordert, bedingt. Bild 4. Hochspannungseinheit des Chassis
demodulator eingesetzt. Der Aufbau des
„K 8 D“ (Bild 1) wurde größer gehalten als 2. Die 110°~Al>lenktechnik die drei Elektronenstrahlen unterschiedlich
beim „K 7 N“-Chassis, damit für die Ein- 2.1. Grundaufbau große Fehler auftreten, wurde eine dynami­
Bild 3 verdeutlicht in Form einer Block­ sche Eckenkonvergenz eingeführt. Die
Dipl.-Ing. Günter Kroll ist Leiter und Ing. schaltung den Grundaufbau der 110°-Ab- Eckenkonvergenzschaltung sorgt „prak­
Horst Kniokrehm ist Mitarbeiter der TC- tisch“ dafür, daß die hinauslaufenden Raster­
Gruppe Fernsehen der Deutschen Philips GmbH, lenktechnik. Die Horizontalablenkspulen
Hamburg. werden hierbei aus zwei Generatoren, nära- ecken über einen Zusatzstrom, der direkt in

644 FUNK-TECHNIK 1970 Nr. 17


Generator I Generator JT Ablenkeinheit, Bildröhre und dergleichen
Tri korrigiert zu werden.
Für die Farbfernsehgeräte mit 110°-Ablenk-
technik hat Philips eine Horizontalablenk­
schaltung mit zwei Endstufen gewählt, um
damit ein Optimum an Rastergeometrie,
rr Konvergenz und Stabilität des Bildformats
zu erreichen. Diese Schaltung erlaubt auch,
6ub S 870 Ubo weiterhin eine Ballasttriode mit all ihren
Vorzügen zu verwenden, weil auf Grund die­
Ost-West- ser Zweigeneratoren-Schaltung genügend
Korrektur
I W1 W3 Leistung zur Verfügung steht, wobei natür­

H
i

^C855 4=C85<
k- O-i
A> Eeken-
T lich die Belastung für jede einzelne Endröhre
beträchtlich unterhalb ihrer Grenzdaten
liegt.
AE** konvergenz
r /orC Das Prinzip der Zweigeneratoren-Schaltung
I
S 855 W2
r *Hor \r0
^ Bild 5. Prinzip der Zwei-
generatoren-Schaltung
geht aus Bild ö hervor. Die Ablenkleistung
wird von beiden Generatoren je zur Hälfte
aufgebracht. Die Ablcnkspulen AEhot wer­
Horizontal­ den in Serie betrieben und sind jeweils erd-
zentrierung

Bild 6. Vereinfachtes Schaltbild der Ablenk­


25 kV
stufen in den 110°-Farbfernsehempfängern
0 661Ä ◄ von Philips
Tri Hochspannungs­

L
C 662

Hör
D660i [
-UH
zur End­
stufe I
+ 280V
\
4,5 kV
stabilisierung
GY 501
PO 510 3r +280V
I
vom Horizontal-
Oszillator

3*
R761
Horizontal­ Horizontal- Horizontal- Stabilisierung und
oszillator Endstufe I Endstufe I Ost - West - Korrektur
PC F 802 PL 509 / PL 509 BAX13

r
Strahlstrom­
BD 115 PY 500
begrenzung
| R760 ^ j PY500 BC157
0880
BY176 -110V
I^Boostl
w
H=^ D55 R870

0481} r
11
i +470 V
n
9
WH
I y ^

J
2 * BYZ88/3V9

?
S87(T
C37± Z ! Linearität
Schutzschaltung J0_
+ 280V
BD 115 [T850)
k-
+ 320V C8S4 -26V
BA 148(0850) ! ^^Hor
S8S5 I
TT C8SS T_

von Tri
I
5
3 9
■:h 5
4 i
8 Horizontal­
zentrierung

2 x BA 148
BC 147
St
2x BA 148 zur Konvergenz

BC 157
BD 137
BD 138 Eckenkonvergenz-
4*
Vertikal­
i

Eckenkonvergenz
G6 (Differenz-) zentrierung G6
zur Konvergenz stromgenerator 4 G5 -s* -s2*-
obenunten
2x 0A91

Vertikal-
G5 Symmetrie
■fr I5 I
c
Endstufe I Nord-Süd- 4x BC 147 Ost-West-
Korrektur BC 157 BC 147 Korrektur


4ffVert
■>

II
Amplituden­
symmetrie
Balance fr BD 137
BD 138
3x BAX 13
BC157
Amplitude,
oben
Balance fr
< ■_____ >
I t
die Ablenkeinheit emgespeist wird, zurück­ auf dem Hals der Bildröhre korrigiert wer­ symmetrisch zwischen die beiden Transfor­
gedrängt werden1). Dabei erreicht man den. matoren Tr 1 und Tr 11 geschaltet, um die
gleichzeitig, daß das schiefwinklige Lan­ Die Einstellung der Radialkonvergenz ist Abstrahlung von Störspannungen so klein wie
dungsbild der drei Elektronenstrahlen für bei der 110°-Tcchnik nicht schwieriger — möglich zu halten.
Rot, Grün und Blau in den Bildschirm­ wahrscheinlich sogar leichter, weil eine ak­ Infolge der gewählten symmetrischen Schal­
ecken so zurückgedreht wird, daß nur noch tive Konvergenzschaltung vorliegt — als tung der Ablenkspulen ist der Punkt zwi­
ein Restfehler in Form eines gleichseitigen bei der 90°-Technik; zusätzlich sind bei der schen den Wicklungen W 3 und W 4 gegen­
Dreiecks übrigbleibt. Dieser Rcstfehler kann reinen Konvergenzeinstellung nur zwei Reg­ über Masse spannungslos, so daß hier der
mit Hilfe der bekannten Radialkonvergenz ler für das Einstellen der Eckenkonvergenz Strom für die Eckenkonvergenz eingespeist
notwendig. Die Einstellungen für die Ra­ werden kann. Da dieser Strom in der einen
l) Hartwich, H.: Konvorgonzkorrokturcn bei sterkorrektur brauchen im Normalfall nur Ablenkspulenhälfte in Richtung des Ablenk­
der 110 -Lochtnasken-Bildröhre; s. besonderen stroms und in der anderen gegen die Rich-
Aufsatz in diesem Heft (S. 647—649) nach dem Auswechseln großer Bauteile wie

FUNK-TECHNIK 1970 Nr. 17 645


tung des Ablcnk8trom8 fließt, spricht man lenkwicklung geschaltete Transformator den Einstellwiderstand R 761 die Dioden
hier auch vom Differenzstrom. S855 symmetriert die am Kondensator zur D 660 und D 661 im Horizontaloszillator
Der Stromkreis für den Differenzstrom wird Tangens-Entzerrung C 854entstehende Span­ leitend werden und das Steuergitter der
über die Wicklungen IT 1 und JF 2 mit nung und schließtden Kreis für den Differenz­ P(C)F 802 über D 660 und C 662 an Masse
Hilfe des Symmetriertransformators S 855 strom 7d zur Kompensation der Eckenkon­ legen. Hierdurch werden die Endröhren
geschlossen. Dieser Symmetrierübertrager vergenzfehler. nicht mehr angesteuert, ziehen einen zu
liegt parallel zum Kondensator C 854 zur Am Punkt 4 des Symmetriertransformators hohen Strom und lösen die Sicherung im
Tangensentzerrung. Gleichzeitig wird hier wird der Strom für die Horizontalbildzen­ Netzteil aus.
der Strom für die Horizontalzentrierung ein­ trierung eingespeist und über C 855 entkop­ Für die Fokussierung der 110°-Farbbild-
gespeist und über C 855 gegen Masse ent­ pelt. Die für die Zentrierströme erforderliche röhre ist eine Spannung von etwa 4,5 kV
koppelt. Spannung wird durch Gleichrichtung der erforderlich. Diese Spannung wird in der
Der Korrekturstrom für die Ost-West- Hilfsimpulse an den Punkten 1 und 3 von Endstufe I mit Hilfe der Diode D 55
Rastcrentzerrung wird im Generator II er­ Tr II gewonnen. (BY 176) durch Gleichrichtung der Rück­
zeugt. Da für eine einwandfreie Entzerrung Vom Punkt 11 des Transformators Tr I schlagimpulse an der Katode der PY 500
der Horizontalablenkstrom um 7 % geändert wird durch Gleichrichtung mit Hilfe der gewonnen. Um auch an den Bildrändern
werden muß, der Generator II aber nur die Diode D 880 eine Hilfsspannung von +470 V gute Punktschärfe zu erreichen, wird der
Hälfte des Ablenkstroms liefert, muß die gewonnen, die zur Versorgung des Vertikal - Fokusgleichspannung eine zeilenfrequente
Modulation des Teilstroms aus dem Genera­ Oszillators dient. Zur Vergrößerung der Parabelspannung von etwa 600 Vgs über­
tor II 14% betragen. Um Rückwirkungen Regelsteilheit der Strahlstrombegrenzung lagert. Diese Spannung wird in der Wicklung
des Generators II auf den Generator I zu wird diese Hilfsspannung über R 760 auch 5 — 6 des Symmetriertransformators S 855
vermeiden, sind die Transformatoren über dem Einstellregler R 761 zugeführt. gewonnen und dem Kondensator C 37 unter­
die Brückenschaltung entkoppelt. Kleine Die Erzeugung, Gleichrichtung und Stabili­ legt.
Restfehler gleicht die Entkopplungsspule sierung der Hochspannung erfolgt in üblicher Die Nord-Süd-Korrektur gleicht die kissen-
S 870 aus, die werksseitig abgeglichen wird. Weise. Die Heizspannung für die Hochspan­ förmige Verzeichnung des Bildrasters um
nungsgleichrichterröhre GY 501 wird im oberen und unteren Bildrand aus. Zur Besei­
2.2. Wirkungsweise der Ablenkstufen
Transformator Tr II erzeugt, so daß bei tigung dieses Fehlers ist es notwendig, den
An Hand der vereinfachten Schaltung der Vertikalablenkstroin in Abhängigkeit von
Ablenkstufen nach Bild 6 sei auf die ge­ einem Ausfall der Horizontal-Endstufe II
die Hochspannung hinter der Gleichrichter­ der Lage des Bildpunktes zu steuern.
nauere Wirkungsweise etwas näher einge­
gangen. Die Horizontal-Endstufen I und II röhre sofort zusammen bricht. Um zu ver­ Diese Steuerung erfolgt über eine Modulator­
werden vom Horizontaloszillator angesteu­ hindern, daß die Gleichrichterröhre wegen schaltung (Nord-Süd-Korrektur), in der eine
ert. Zur Versteilerung der Ansteuerflanke ist der fehlenden Heizspannung zerstört wird, zeilenfrequente Parabelspannung als Funk­
in diesem der Röhre PCF 802 ein Transistor wurde eine spezielle Schutzschaltung ein- tion einer bildfrequenten Sägezahnspannung
BD 115 nachgeschaltet. Wegen der geringen gefügt. Über die Wicklung 13 —14 des Trans­ gewonnen wird. Das so erzeugte Korrektur­
Restspannung des Transistors können die formators Tr II und die Diode BA 148 signal wird über den Nord-Süd-Transforma-
Endröhren nun auch mit einer höheren Im- (D 850) wird der Basis des Transistors BD 115 tor in den Ablenkkreis AEvcn für die Verti­
pulsspannung angesteuert werden, wodurch (T 850) eine negative Spannung zugeführt, kalablenkung eingespeist.
sich das Sperrverhalten der Endröhren ver­ so daß der Transistor im Normalbetrieb ge­ Wegen der Korrektur der Rasterfehlcr über
bessert und damit die Verlustleistung wäh­ sperrt ist. Bei einem Ausfall der Endstufe II aktive Modulatorschaltungen ist es möglich,
fehlt diese Steuerspannung; die Basis ist bei der 110°-Ablenktechnik eine ausgezeich­
rend des Rückschlags kleiner wird.
dann positiv vorgespannt, der Transistor nete Bildgeometrie zu erreichen. Der beson­
Die Horizontal-Endstufen sind jeweils mit wird leitend und nimmt eine hohe negative dere Vorteil dieser aktiven Schaltungen ist
einer PL 509 und PY 500 bestückt. Die End­ Kollektor8pannung an. Da das Steuergitter darin zu sehen, daß die Einstellungen der
stufe II ist zu 100% stabilisiert, während die der Horizontal-Endröhre I über die Diode Reglerfunktionen voneinander unabhängig
Endstufe /, die auch die Energie für die D 481 auf das Kollektorpotential von T 850 sind. Wenn auch die Schaltungstechnik viel
25-kV-Hochspannung liefert, nur zu 50% geklemmt ist, wird die Horizontal-Endstufe I aufwendiger geworden ist, so bleibt festzu­
gegen Netzspannungsschwankungen stabili­ jetzt gesperrt. stellen, daß der Zeitaufwand, den man zum
siert ist. Durch diese Maßnahme erreicht Eine weitere Schutzschaltung wird von der Einstellen einer guten Geometrie und guten
man ein von Netzspannungsschwankungen Strahlstrom begrenzung gesteuert. Bei einem Konvergenz benötigt, gegenüber 90°- Geräten
praktisch unabhängiges Bildformat, weil sich eventuellen Ausfall der Strahlstrom begren­ bestimmt nicht größer geworden ist. Nach
die Bildbreite mit der Wurzel aus der Hoch­ zung und dadurch zu stark ansteigendem kurzer Einarbeitungszcit wird man feststel­
spannungsabweichung ändert. Da bei kleinen Strahlstrom wird die negative Spannung am len, daß es viel einfacher ist, ein 110°-Gerät
Beträgen die Quadratwurzel näherungs­ VDR-Widerstand R 762 so groß, daß über zu konvergieren als ein 90°-Gerät.
weise gleich der Hälfte der Abweichung ist,
erhält man eine gute Stabilisierung.

Das Ost- West- Korrektureignal wird in einer


Impulsformorstufe erzeugt und steuert den
Sonderschauen auf der hifl ’70
Verstärkertransistor in der Stabilisierungs­ Gemeinschaftsstand den Abhörgruppen sind Wände errichtet, auf
schaltung für die Horizontal-Endstufe II. der Schallplattenfirmen denen das jeweilige Repertoire optisch und text­
Dabei wird durch die überlagerte bildfre­ Die im Bundesverband der Phonographischen
lich erläutert und durch Dekorationen von Hüllen
quente Parabelspannung der Strom im Trans­ und Taschen im einzelnen dargestellt wird.
Wirtschaft e.V. zusammengeschlossenen Schall-
formator Tr II so moduliert, daß die seit­ platten-Hersteller, die im Jahre 1969 etwa
liche Kissenverzeichnung ausgeglichen wird. 95...98% der Schallplattenumsätze in der Bundes­
republik Deutschland tätigten, werden in einer Wohnen mit High Fidelity
Der Differenzstrom für die Eckenkonvergenz Gemeinschaftsschau den derzeitigen hohen tech­ In vielen Fällen wird die Anschaffung hochwerti­
wird in einer Modulatorschaltung erzeugt. nischen und kulturellen Leistungsstand der Schall­ ger Musikanlagen immer wieder hinausgescho­
Diese besteht aus einem Paar Komplemen- platte demonstrieren. Die beteiligten Firmen ha­ ben, weil der künftige Besitzer, noch häufiger die
tärtransistorcn, die — mit einer bildfrequen­ ben sich bereiterklärt, die aus den — verständ­ Besitzerin, eine negative Beeinflussung der
licherweise — bestehenden Konkurrenzverhält­ ästhetischen Wirkung des Wohnraums befürchtet.
ten Sägezahnspannung angesteuert — den nissen resultierenden trennenden Gesichtspunkte Auch scheinbar ungünstige Proportionen in Frage
Strom während des Zeilenhinlaufs modulie­ zugunsten einer gemeinschaftlichen Aktion zu­ kommender Räume oder komplizierte Grundrisse
ren. Die zeilenfrequente Spannung wird an rücktreten zu lassen. Diese bezweckt, der Öffent­ lassen manchen Musikfreund zu früh resignieren.
den Wicklungsanschlüssen 3—4 und 4—5 lichkeit die Fülle und Vielseitigkeit des Angebotes
In Düsseldorf wird an Hand von elf verschiedenen
des Transformators Tr I erzeugt. Vom An­ auf dem Schallplattenmarkt vor Augen zu führen.
Wohnraummodellen, angefangen beim kleinsten
schluß 4 wird der Differenzstrom über eine Folgende Abteilungen warten auf interessierte Be­ Mansardenzimmer über die luxuriöse Bar bis zum
Kompensationswicklung auf dem Transfor­ sucher: repräsentativen Wohnraum, gezeigt und erklärt,
mator zur Nord-Süd-Korrektur und über Sinfonie, Konzert, Kammermusik (zusätzlich daB es keinen Grund gibt, wegen ästhetischer Vor­
1 behalte oder innenarchitektonischer Gegebenhei­
die Linearitätsspule in die Horizontal- Wortproduktionen);
ablenkspulen AEum eingespeist. ten auf die Anschaffung einer Hi-Fi-Stereo-Anlage
Oper, Operette, Musical;
zu verzichten. Der Innenarchitekt Roland
Der Transformator Tr I ist in herkömm­ allgemeine Pop- und Unterhaltungsmusik; Seger, der die Modelle im Auftrag des dhfi ent­
licher Weise aufgebaut. Die Hochspannungs­ Jazz sowie Underground, Soul, Blues usw. worfen hat, beweist, daß es in jedem Falle möglich
spule ist auf die 5. Harmonische abgestimmt. Für jede Abhörgruppe stehen drei Abspielgeräte ist, den Wünschen der Wohnraumgestaltung
Der mit seinen Wicklungen 1—2 und 3—4 zur Verfügung, an die jeweils fünf Kopfhörer- ebenso gerecht zu werden wie den Forderungen
der Akustiker.
zwischen die Punkte 9 und 10 der Ab­ paare angeschlossen sind. Hinter und zwischen

646 FUNK-TECHNIK 1970 Nr. 17

I
W. HARTWICH

Konvergenzkorrekturen bei der 110°-Lochmasken-ForbbHdröhre


1. Einleitung verschoben. Die Strahlen erhalten eine ge­ fehler auf. Hierbei muß man bereits berück­
Der prinzipielle Aufbau der 110“-Lochmas- änderte Neigung zur Lochmaske und „schie­ sichtigen, daß dies nur zu verwirklichen ist,
ken-Farbbildröhre entspricht dem der 90“- len“ damit durch die Löcher zu den Farb- wenn der Elektronenstrahl, durch die Löcher
Lochmasken-Farbbildröhre. Somit liegt der tripeln. Im Bild ist dies schematisch für der Lochmaske festgelegt, einen kleineren
Gedanke nahe, auch das gleiche Konvergenz­ einen Elektronenstrahl angedeutet. Muß die Durchmesser als die Leuchtstoffpunkte der
korrekturprinzip wie bei der 90“-Röhre wei­ Konvergenzkorrektur entsprechend groß Farbtripel hat. Bei der 110°-Röhre muß man
ter zu benutzen. Es stellt sich jedoch heraus, vorgenommen werden, dann tritt auch doppelt so große Konvergenzkorrekturen
daß bei den erforderlichen etwa doppelt so zwangsläufig ein starker Landungsfehler und
großen Korrekturgrößen für die 110“-Ab- damit eine schlechte Farbreinheit auf. Der
lenktechnik dann prinzipielle Farbreinheits- Strahl im Bild 1 trifft auf der Leuchtstoff-
fehler entstehen, die sich nicht mehr kom­ Schicht nicht den Punkt P, sondern — durch
pensieren lassen. Hierbei handelt es sich um seine Konvergenzablcnkung versetzt — den
Fehler, die im Ablenkfcld der Bildröhre ent­ Punkt P'. Der Auftreffwinkel auf die Farb­ AV B
stehen, also auch hier kompensiert werden tripel hat sich also geändert, und der blaue
müssen. Man macht aus diesem Grunde zum Strahl würde zum Beispiel die beiden be­
Erreichen einer guten Farbreinheit, abwei­ nachbarten Leuchtstoffpunkte Rot und AE-AV+AH
chend von der 90“-Technik, die drei Kon- Grün mit anregen.
vergerizkorrekturgrößen auf den beiden Ab-
lenkachson annähernd gleich groß (symme­ 3. Korrektur* und Einstellprinzip bei der bis­
trisch) ur.d nimmt zusätzlich eine Kompen­ herigen 90 °-Lochmasken-Farbbildröhre
sation der dann auftretenden Eckenfehler Um eine nicht zu aufwendige Konvergenz­
vor. schaltung und eine einfache Korrekturmög­ B
lichkeit zu erhalten, hat man bei der 90“-
2. Zusi-ynmcahang zwischen der Konvergenz- B
Röhre die Korrekturgrößen auf den beiden
korrekter und der Farbreinheit Ablenkachsen so gewählt, daß in den Bild­ Bild 2. Ausbildung der KorrekturgröBen auf deu
Die 1 IO“-Lochmasken-Farbbildröhre ist in ecken keine Restfehler auftreten, wenn die beiden Ablenkachsen der 90°-Lochmasken-Farb~
ihrem prinzipiellen Aufbau genauso ausge­ Konvergenzkorrektur für die beiden Achsen bildröhre derart, daß in den Ecken die lineare Ad"
vorgenommen wurde. Dieses Prinzip hat zur dition der Achsenfehler auftritt (/IE = A V + A H)*
führt wie die bisherige 90“-Röhre, das heißt,
so daß nach der Korrektur auf den Ablenkachsen
der Halsdurchmesser und damit die Zuord­ Bedingung, daß die Korrekturströme für die auch keine Eckenfehler mehr auftreten
nung der drei Elektronenkanonen zu der Rot/Grün- und Blau-Korrektur unterschied­
erforderlichen Konvergenz- und Ablenkein­ lich werden. Aus Bild 2 ist zu erkennen, daß
heit bleiben unverändert erhalten. Der Auf­ die drei Elektronenstrahlen auf den Achsen
bau der Lochmaske selbst und der Leucht­ statt auf einem Kreis (gleichseitiges Drei­
stoffschicht mit den einzelnen Farbtripeln eck) dann auf einer Ellipse (ungleichseitiges
enthält ebenfalls keine grundlegenden Ände­ Dreieck) liegen. Der große Vorteil liegt hier­
rungen. bei jedoch darin, daß in den Ecken die li­
Zunächst braucht man sich daher nur mit der neare Addition der Achsenfehler auftritt und
Konsequenz der Vergrößerung des Ablenk­ somit keine zusätzliche Korrekturgröße hier­
winkels von 90° auf 110° zu beschäftigen. für erforderlich ist. Man benötigt also im
Da die Abbildungs- und Verzeichnungsfchler Minimum als Einstellkorrektur für die dyna­
quadratisch mit dem Tangens des Ablenk­ mische Radial-Konvergenz die bekannten
winkels steigen, erhält man aus dem Verhält­ 12 Einsteller.
nis (tan 4ö°)2: (tan öö“)2 eine Zunahme der Sieht man sich die Landung der drei Elek­
Konvergenzgrößen um den Faktor 2. tronenstrahlen bei ungleichen Korrektur-

B
p
p' R/G
T
richtige I falsche Bild 3. Landungsbilder in der Loch masken-Farb­
.* js Neigung bildröhre: a) exakte Landung aller drei Elek*

i tronenstrahlen in der Bildmitte; b) noch zulässige


Landungsabweichung auf den Ablenkachsen

MM
Konvtrgenz-
Elnheft
Ablonk-
i
Lochmaske
Bildschirm
(90°-Farbbildröhre); c) unzulässige Landungs­
abweichung, die bei der 110°-Farbbildröhre ent­
stehen würde, wenn das gleiche Korrekturprinzip
wie bei der 90°-Farbbildröhre zur Anwendung
käme; d) symmetrische Landungsabweichung bei
richtige Landung B der 110°-Farbbildröhre, die sich durch Abstands­
Bild 1. Durch das Korrekturfcld der änderung der Lochmaske zum Bildschirm der
Konvergenzeinheit wird der Elek­ Farbbildröhre beseitigen läßt
tronenstrahl aus dem Ablenkmittel­ auf den Bild­
punkt des Ablenkfeldes verschoben schirm gesehen
und erhält damit eine falsche Nei­ Landung B vornehmen und erhält damit zwangsläufig
gung zu den Farbtripeln des Schirms auch größere Landungsfehler. Dies würde
eine Situation wie im Bild 3c ergeben. Alle
drei Strahlen treten so schief durch die Lö­
Benutzt man für die Konvergenzkorrektur großen für die Konvergenz an, so ist aus cher der Lochmaske, daß eine gegenseitige
wie bisher üblich eine Konvergenzeinheit, Bild 3 ersichtlich, daß zum Beispiel in der Überlappung stattfindet. Eine Korrektur
die räumlich vor der Ablenkeinheit am Bild­ horizontalen Ablenkachse ein spitzwinkliges dieser Farbreinheitsfehler ist dann nicht
röhrenhals angeordnet ist, dann werden Dreieok der drei Elektronenstrahlen ent­ mehr möglich.
durch die Konvergenzkorrekturströme die steht. Der rote und grüne Elektronenstrahl
rücken also enger zusammen, und der blaue 4. Änderung des Korrektur- und EinsteUnrin-
drei Elektronenstrahlen aus ihren Ablenk-
entfernt sioh stärker vom Mittelpunkt des zip« für die 110 “-Farbbildröhre
mittelpunkten im Feld der Ablenkeinheit
Farbtripels. Die eingezeichnete Situation im Zum Erreichen einer guten Farbreinheit bei
Bild 3 b entspricht der jetzigen 90“-Röhre. der 110°-Ablenktechnik geht man zunächst
Ing. Waldomar Hartwich ist Service-Sachbear­
beiter bei der Deutschen Philips GmbH, Hamburg. Es treten gerade noch keine Farbremheits- so vor, daß das Ablenkfeld der Ablenkeinheit

FUNK-TECHNIK 1970 Nr. 17 647


so ausgebildet wird, daß auf den beiden Ab­ größer als im homogenen Feld. Zusätzlich
lenkachsen symmetrische Korrekturgrößen erfährt der grüne Strahl nach unten eine
für die Konvergenz entstehen. Statt der e Bild 6. Größe und kleine Ablenkung und der rote Strahl ent­
ellipsenförmigen Anordnung der drei Elek­ Richtung der Ab­ sprechend nach oben, da ja die Ablenkung
tronenstrahlen (Bild 2) erhält man dann auf lenkung aller drei
immer rechtwinklig zu den Feldlinien er­
den beiden Achsen eine kreisförmige Anord­ 5? G Elektronenstrahlen
im homogenen Ab-
folgt. Der blaue Strahl erfährt, verglichen
nung und damit gleichseitige Dreiecke lenkfeld mit einem homogenen Feld, eine etwas gerin­
(Bild 4). Durch diese gleichseitigen Dreiecke gere Ablenkung ohne zusätzliche Vertikal­
treten dann auf den Ablenkachsen zwar auch Ablentapulen komponente.
Uberschreibungen auf den Farbtripeln auf
und wurden natürlich Farbreinheitsfehler
verursachen. Da es sich aber um eine sym­
metrische Abweichung aller drei Strahlen
handelt (Bild 3d), kann man durch eine Ab­
standsverkürzung zwischen Lochmaske und

\ 0
B

R
G
B t /
B

Bild 4. Durch entsprechende Wahl des Ablenk­


feldes kann man auf den Ablenkachsen sym­
metrische KorrekturgröBen für die drei Elek­
tronenstrahlen der Farbbildröhre erhalten
Bild 7. Die durch das trapezförmige Ablenkfeld in den vier Bildecken entstehenden Deckungsfehler.
Man erkennt die Abhängigkeit von der Polung des Horizontal- und Vertikalablenkstromes; die diagonal
zusammengehörigen Ecken zeigen gleiche Fehlergrößen

5. Zusätzlicher Ecken-Konvergenzfehler Am linken Bildrand (Bild 7 c) ist der horizon­


Um auf den Ablenkachsen symmetrische tale Ablenkstrom umgepolt, was sich in der
Konvergenzkorrekturgrößen zu erhalten, Richtungsumkehr der Feldlinien ausdrückt.
muß man das Ablenkfeld trapezförmig ver­ Am oberen Bildrand (Bilder 7 a und 7 b)
formen. Hierdurch erhält man zwangsläufig ergibt sich durch die Umpolung des vertika­
einen trapezförmigen Abbildungsfehler, der len Ablenkstroms ein Umkehren der Trapez­
für die drei Elektronenstrahlen unterschied­ verzeichnung. Trägt man alle vier Ecken-
lich sichtbar wird. Im Bild 6 ist zunächst an- fehler gemeinsam ein und verbindet die drei
gedeutet, wie in einem homogenen Ablenk­ Einzelraster (Bild 8), dann erkennt man
feld die drei Elektronenstrahlen gleichmäßig deutlich die durch das trapezförmige Ab­
(rechtwinklig zu den Feldlinien) abgelenkt lenkfeld entstehenden TrapezVerzeichnun­
Bildmilt* Bildrand
werden. Man erhält damit auch eine recht­ gen.
winklige, für alle drei Strahlen gleiche Ab­
bildung ohne Verzeichnungsfehler. Verläuft 6. Zusätzliche Eckenkonvergenz
G B R G B 1 das Ablenkfeld jedoch trapezförmig, so sind Die Beseitigung des trapezförmigen Abbil­
die Ablenkgröße und die Ablenkrichtung dungsfehlers kann so vorgenommen werden,
\/ '/ S'
von der Lage des Elektronenstrahls im Ab­ daß man mit Hilfe eines zusätzlichen Stro­
fi T
/A/ / \\\
lenkfeld abhängig. Im Bild 7d ist zum Bei­
spiel die Situation dargestellt, die dann in
mes über die Ablenkeinheit wieder ein homo­
genes Ablenkfeld herstellt. Hierdurch ent­
der rechten unteren Schirmbildecke herrscht. stehen keine zusätzlichen Landungsfehler,
/ / Der horizontale und der vertikale Ablenk­ weil die Korrektur im Ablenkfeld und nicht
/ /
/ /
/ /
/ /
w strom hat dort sein positives Maximum. Für
den roten und grünen Strahl ist die Feld­
außerhalb durch Konvergenzspulen erfolgt.
Ein homogenes Ablenkfeld entsteht, wenn
/ / liniendichte und damit die Ablenkamplitude durch die Ablenkspulen am Röhrenhals ein
/ //
// / >
G R
Bild 5. Kompensation der Landungsfehler bei der
110°-Farbbildröhre durch Abstandsänderung der
Lochmaske zum Bildschirm an den Bildrändern ¥ !
'S
;
!
1
! !
Farbtripel diesen Fehler voll beseitigen. Man
I Mit d«n Bildschirm gesehen !
muß also dafür sorgen, daß an den Bildseiten Bild 8. Aus den Eckenfehlern sich er­
! '
gebende Rasterverzeichnungen (auf I
die Lochmaske näher zum Bildschirm liegt
als in der Bildmitte. Im Bild 5 ist gezeigt, daß den Bildschirm gesehen); es ist deut­
lich zu erkennen, daß die Eckenfehler
dann wieder eine exakte Landung und damit auf den Ablenkachsen zu Null werden
eine gute Farbreinheit erhalten wird. Der
! !
Übersicht halber wurde nicht mit eingezeich­ !
net, daß der Elektronenstrahl wesentlich ! !
! 1
dicker ist als die Lochgröße in der Loch­ !
maske. Leider erkauft man sich mit den
symmetrischen Korrekturgrößen auf den G'
I 1

Ablenkachsen einen zusätzlichen Konver­ IX


genzfehler in den Bildecken.

648 FUNK-TECHNIK 1970 Nr. 17

i :
4—l y Bild 9. Erzeugung eines trapezförmigen
Ablenkfeldes durch ungleiche Ablenk­
ströme in den beiden Horizontalablenk-
◄ spulen
B rechts
G
, Ablenk­ 2*I0
generator
w Gl

Id Bild 10. Darstellung des zur Korrektur


Wo
ö der Eckenfchler benötigten Differenz­
Io------- •-
stromes Id sowie des Gesamtablenk-
stromes /A + Id ►

gleichmäßiger Ablenkstrom fließt (Bild 6).


Das trapezförmige Ablenkfeld kann man ent­
gestellter und ging dann als Physiker in die
weder durch die Formgebung der Ablenk­
spulen und das resultierende Zusammenwir­
Persönliches Empfängerröhren-Entwicklung. 1939, im Jahre
der Übernahme der Osram-Röhrenfabrik durch
ken von Vertikal- und Horizontalablenkung die damalige Telefunken Gesellschaft für drahtlose
Veränderungen
erreichen oder aber auch mit Hilfe eines im Aufsichtsrat von SEL Telegraphie mbH, wurde Dr.-Ing. Herrmann
unterschiedlichen Stromes, zum Beispiel Laborleiter. Durch seine Arbeiten auf dem Gebiet
Im Aufsichtsrat der Gesellschaft sind wesentliche
durch die beiden Horizontalablenkspulen. der Röhrentechnologie, hier besonders die Er­
Änderungen eingetreten. An Stelle des verstorbe­ findung des später weltweit angewandten alumi-
Wird beispielsweise der Ablenkstrom in der nen Konsuls Hermann Abt meyer wurde der bis­ nium-plattierten Eisens als Anodenwerkstoff (ge­
oberen Horizontalablcnkspule kleiner als in herige stellvertretende Aufsichtsratvorsitzende, meinsam mit Dr. A. Weber), wurde er in der
der unteren, dann ergibt dies das trapez­ Dr. B. F. V. Jaff6, zum Vorsitzenden gewählt. Fachwelt international bekannt. Das gilt auch für
förmige Ablenkfeld nach Bild 9. Der durch Stellvertreter ist Dr. A. Wuttke, Mitinhaber des das zusammen mit Dr.S.Wagener geschriebene,
die Formgebung der Ablenkspulen vorhan­ Bankhauses M. M. Warburg, Wirtz & Co., Ham­ in mehrere Sprachen übersetzte Buch „Die Oxyd­
dene Trapezfehler des Ablenkfeldes kann burg. Neu in den Aufsichtsrat kamen J.V. Lester, kathode".
Executive Vice President von ITT und Präsident
also mit einem entgegengesetzten Trapez- In den Jahren des Aufbaues nach dem Kriege war
von ITT Europe, Brüssel, sowie R. Dohm, Vor­
fehler, der durch unterschiedliche Ablenk­ standsmitglied der Commerzbank AG, Frankfurt.
Dr.-Ing. Herrmann Leiter der Hauptfertigung und
ströme in den beiden Horizontalablenkspu­ stellvertretender Werkleiter des Röhrenwerkes
C. v. Mengden, der dem Aufsichtsrat viele Jahre
len erzeugt wird, kompensiert werden. Die Berlin von Telefunken; später wurde ihm die
angehörte, hat sein Mandat auf eigenen Wunsch
Fertigungsüberleitung im Berliner und im Ulmer
unterschiedlichen Ablenkströme in den bei­ niedergelegt.
Röhrenwerk übertragen. Von 1953 an vertrat
den Ablenkspulen kann man dadurch her- Dr.-Ing. Herrmann sein Unternehmen fünf Jahre
steilen, daß zum gleichmäßigen Ablenkstrom S. Grammel im SEL-Vorstand lang als Resident Engineer und Verbindungsmann
ein zusätzlicher Differenzstrom addiert be­ Dipl.-Kaufmann Siegfried Grammel (39), zur International General Electric Company, New
ziehungsweise subtrahiert wird. Das erfolgt Leiter des Geschäftsbereichs „Rundfunk, Fern­ York, in den USA. Von diesem Außenposten
in einfacher Weise so, daß man der Mitte sehen, Phono“ der Standard Elektrik Lorenz AG, ist kehrte er 1958 nach Ulm zurück. Im Jahre 1959
vom Aufsichtsrat zum stellvertretenden Vorstands­ wurde er zum Direktor und noch im selben Jahr
beider Ablenkspulen einen Differenzstrom
mitglied berufen worden. Er studierte an den Uni­ zum Generalbevollmächtigten und Leiter des da­
zuführt. Während beide Ablenkspulen vom versitäten München und Berlin Wirtschaftswissen­ maligen Tefefunken-Geschäftsbereichs „Röhren"
Ablenkstrom gleichsinnig durchflossen wer­ schaften. Bei SEL hat S. Grammel seit 1959 lei­ ernannt.
den, erfolgt dies vom Differenzstrom dann tende Stellungen inne, vor allem im Bereich Pro­
gegensinnig. In den beiden Ablenkspulen duktion, und wurde im Juli 1968 Geschäftsbe­
F.-G. Höhne neuer Marketing-Direktor
fließen somit unterschiedliche Gesamtströme. reichsleiter. Außerhalb des Unternehmens ist
bei Intermetall
Grammel seit einem Jahrzehnt Dozent an der
Die erforderliche Form des Differenzstromes
Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft, Bad Robert T. Stasek, Generaldirektor von Inter­
erkennt man aus den Bildern 7 und 8. Harzburg. metall mit der Verantwortung für den EWG-Be-
1. Auf den beiden Ablenkachsen muß der reich der ITT-Halbleiteraktivität (ITT Semi-
Differenz8trom Null sein. H. Servatius 65 Jahre conductors), ernannte mit Wirkung vom 1. Juli
2. Proportional mit der Vertikalablenkung Am 31.8.1970 wird Heinz Servatius, Fabrika­ 1970 Dipl.-Phys. Fritz-Georg Höhne (39) zum
tionsleiter und Prokurist der Deutschen Philips Marketing-Direktor mit Sitz in Freiburg.
muß die Amplitude des Differenzstroraes F.-G. Höhne ist für den Vertrieb von Halbleiter­
variieren, und die Polarität muß in der GmbH, Apparatefabrik Krefeld, 65 Jahre. Der ge­
bürtige Kölner begann am 1.11.1934 sei ne Philips- bauelementen im EWG-Bereich verantwortlich.
Bildmitte wechseln. Laufbahn in der damaligen Radioapparatefabrik Ihm unterstehen damit sowohl die I7T-Halbleiter-
3. Auch in Abhängigkeit von der Horizontal­ Aachen als Abteilungsleiter für elektronische Bau­ verkaufsorganisationen in der Bundesrepublik
ablenkung muß die Amplitude variieren, steine. Er war maßgebend am Aufbau und der Deutschland, Frankreich und Italien als auch die
wobei in Bildmitte eine Umpolung erfolgt. stetigen Entwicklung des Werkes beteiligt. Als es Vertriebsbüros für Halbleiter in den Benelux-
darum ging, nach dem Kriege im Jahre 1946 in Ländern. Außerdem ist er für den Halbleiterver­
Der Differenzstrom kann also ein Horizon- trieb in Österreich, der Schweiz und Spanien ver­
Wetzlar eine neue Radioapparatefabrik aufzu­
talablenk8trom sein, der abhängig vom Ver- bauen, half er tatkräftig mit; die Fabrikationslei­ antwortlich.
tikaIabIenk8trom seine Amplitude und Pola­ tung in Wetzlar übernahm er bis zum Jahre 1950. 1957 legte F.-G. Höhne in Hamburg sein Examen
rität ändert. Dieser Strom ist ira Bild 10 Seine nächste Wirkungsstätte wurde dann Krefeld. als Diplom-Physiker für angewandte Physik ab.
eingezeichnet, wobei neben dem Differenz­ Wiederum galt es, ein neues Werk aufzubauen, Nach dreijähriger Tätigkeit in der Entwicklungs­
strom auch der Gesamtstrom in den beiden und zwar eine Fernsehgerätefabrik. Als Fabrika­ abteilung der Siemens-Reiniger-Werke in Erlangen
Ablenkspulen mit angegeben ist. Der in den tionsleiter und Prokurist hat Heinz Servatius we­ war er von 1961 bis 1964 im Halbleitervertrieb
sentlich dazu beigetragen, daß diese Fabrik in bei Valvo in Hamburg. Von 1965 bis 1966 arbeitete
Horizontalablenkspulen fließende Strom ist Krefeld und das Zweigwerk Wesel heute nicht nur er bei SGS Fairchild in Stuttgart im Halbleiterver­
damit mit dem Vertikalablenkstrom modu­ in Deutschland als besonders leistungsfähige Fer­ trieb und Product Marketing. Von 1966 bis 1970
liert, und man kann den Differenzstrom als tigungsstätten der Fernsehgerätebranche gelten, war er dann bei Texas Instruments in München und
Modulationsprodukt anschen, das zum kon­ über 3,5 Millionen Schwarz-Weiß- und Farb-Fern- Freising, und zwar ab 1967 alsMarketing Manager.
stanten Horizontalablenk8trom addiert wird. sehgeräte wurden unter seiner fachmännischen
Regie gefertigt. Als Senior der Apparatefabrik Kre­
Für die Einstellung dieser Eckenkonvergenz feld wird er Uberseinen 65. Geburtstag hinaus noch F. Baumgartner f
ist ein beziehungsweise sind zwei Amplitu­ bis zum Ende des Jahres der Geschäftsleitung und Franz Baumgartner starb am 4.7.1970 nach
deneinstellerausreichend, wenn sichergestellt seinen Mitarbeitern mit seiner großen Erfahrung kurzer Krankheit im Alter von 81 Jahren. Mit ihm
ist, daß elektrisch die richtige Symmetrie des zur Verfügung stehen und dann in den Ruhestand verliert die deutsche Wirtschaft einen ihrer profi­
Differenzstromes vorliegfc. Da die Ecken­ treten. liertesten Unternehmer und einen Wegbereiter
konvergenz auf den Ablenkachsen zu Null auf dem Gebiet der elektronischen und elektro-
wird, ist auch keine gegenseitige Beeinflus­ G. Hermann 60 Jahre medizinischen Technik. Bis in die letzten Tage sei­
sung mit der normalen Radialkonvergenz Am 31. August wird Dr.-Ing. Günther Herr­ nes langen, erfolgreichen Lebens hatte Franz
mann, Generalbevollmächtigter und Leiter des Baumgartner die Geschicke seines Unternehmens
vorhanden. Die Gesamteinstellkorrektur für
Fachbereichs „Röhren" von AEG-Telefunken, 60 geleitet. In Mainz geboren, kam er in jungen Jah­
die Konvergenz der I10°-Lochmasken-Farb- ren nach Köln und legte 1918 den Grundstein für
Jahre. Von 1930 bis 1936 studierte er an der
bildröhre ist damit kaum aufwendiger und Technischen Hochschule seiner Vaterstadt Berlin die Firma Franz Baumgartner, Fabrik für elektrische
kritischer als bei der 90°-Röhre; lediglich Technische Physik. Zwei Jahre später promovierte Apparate. Zu ihrem Produktionsprogramm ge­
wegen der vergrößerten Korrekturen wird er, ebenfalls an der TH Berlin, zum Dr.-Ingenieur. hören Spezialrelais, elektronische Geräte, elek­
man statt der passiven jetzt aktive Konver­ Er arbeitete bei Osram — dort trat er bereits als trische Steuerungen, Verkehrssignalanlagen so­
genzschaltungen benutzen müssen. Werkstudent ein — zunächst als technischer An- wie elektromedizinische Geräte.

FUNK-TECHNIK 1970 Nr. 17 649


TELEFUNKEN Neuheiten heute auf der Funkausstellung. Vierspur-Ausführung. Drei Geschwindigkeiten 4,75, 9,5 und 19 cm/s. oder UKW, MW, LW. AFC-Taste. Direktüberspielung von Rundfunk
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F. H.MÜHLMEYER und W. BAUM

+32V
L 13
Bedienungspult

Fernsteuerung für alle Funktionen 4,7 n| *


C
r^TAA 550
eines Farbfernsehempfängers 6

m
!<■

1. Allgemeine»
RI 12
Im Gegensatz zu einem normalen Farbfern­ Bild 1. Schaltung der Tunerabstimmung^ zu d*n Abstimm-,
sehempfänger mit Fernbedienung ist das
Gerät „Valencia Color“ von Blaupunkt wie
dioden des Tuners '
12
J"68(
sein Schwarz-Weiß-Vorgänger „Valencia“
mit einem Steuerpult ausgerüstet, von dem N
o o
aus sich alle Einstellungen vornehmen las­ u
sen1). Am Gerät selbst sind keine Bedie­
nungsmöglichkeiten vorhanden. Nur der
5 i
<S
§
N
o
1
2
lll
9 «m
selten benutzte Farbbalancereglcr wurde auf ? iL
X X
> g- »-
die Rückseite des Gerätes verlegt. Alle
übrigen Funktionen, wie Feinabstimmung,
=3
| | > Il|
Bereichum8chaltung, Lautstärke- und Klang­ N
+ 260V
N 3 £ 3«s + 24V
regelung sowie Kontrast-, Helligkeits- und
Farbstärkeregelung, erfolgen vom Fem-
bedienungspult aus, das über eine 10 m lange
Leitung und einen Hpoligen Stecker mit
dem Farbempfänger verbunden ist. Die
AlDS
1*6
15 k
*5
15k
BC107A
D2\ l
R7
0 BC 261B
RA
820
AC 121
R2
4,7k Ö
Fernsteuerschaltungen sind auf einer zusätz­ 18 k
lichen Druckplatte untergebracht, die in ein CZD TI T3
D31 [
serienmäßiges Farbchassis eingebaut wird.
Beim Schaltungsentwurf der Zusatzplatte
standen folgende Gesichtspunkte im Vorder­
grund:
DA
w
4,7 k

fl 470

1. Verwendung eines dünnen flexiblen


SteuerkabelB mit normalen (das heißt un-
abgeschirmten) Leitungen. S2

2. Die Länge der Leitung darf keinen Ein­ Bereich I Bereich II


fluß auf die Qualität des Bildes haben. R8[\ n*9
3. Die Anzahl der Leitungen soll möglichst 6,8 k sU Uvk Bild 2. Bereichsumschaltung
des Tuners
klein sein.
4. Der Regelumfang aller Einstelleinrichtun •
2.2. Bereichsumschaltung des Tuners wird die Basis von T 2 durch den Basisteiler
gen muß dem eines serienmäßigen Fax­
R 7, R 8 so vorgespannt, daß T 2 gesperrt
gerätes entsprechen. Zur Umschaltung des Tuners auf den ge­ ist. Die Schaltspannung ist dann Null, und
5. Der schaltungstechnische Aufwand soll wünschten Fernsehbereich waren bisher die Schaltdioden im Tuner sind gesperrt.
sich aus Kostengründen in Grenzen halten. sechs Leitungen notwendig, die zur Strom­ Steht S 2 in der Stellung „Bereich III“, so
versorgung der VHF- und UHF-Vorstufen wird T 2 über die Teilerwiderstände R 7, R 9
Aus diesen Forderungen ergibt sich die Not­ und -Oszillatoren sowie zur Steuerung der
wendigkeit, mit Gleichstrom beziehungs­ leitend, und es ergibt sich eine Schaltspan­
Schaltdioden dienten. Die neue Schaltung nung von -f 12 V, die die Schaltdioden ira
weise Gleichspannung zu steuern, denn NF-, (Bild 2) ermöglicht dagegen eine Umschal­
Video- und Farbsignale lassen sich ohne Timer in den leitenden Zustand bringt.
tung mit nur zwei Leitungen. Mit T 3 wird
Frequenzgang- und Phasenfehler auf langen zunächst aus der im Gerät vorhandenen 2.3. Fernsteuerung der Farbstärke
unabgeschirmten Leitungen kaum beherr­ 24-V-Spannung eine stabilisierte Versor­
schen. Die Schaltungen auf der Druckplatte Vollkommen neuentwickelt wurde die Fern­
gungsspannung von 12 V erzeugt. Der Span­ steuerschaltung für die Farbstärke. Da am
müssen also die Gleichspannungssteuer­ nungsteiler R 2, R 3 liefert für T 3 eine
signale des Fembedienung8pultes in ent­ Farbstärkeregler Frequenzen von etwa 3,6
Basisspannung von etwa 12 V, so daß sich bis 5,3 MHz mit Spannungen von 1 VM bis
sprechende Wechselspannung8änderungen am Emitter dieses Transistors die stabili­
mit ausreichendem Regelumfang umsetzen. 2 Väs stehen, die phasengetreu und unver­
sierte Spannung von + 12 V ergibt. zerrt um mindestens 20 dB geregelt werden
2. Einzelheiten der Schaltungen In der Stellung „VHF“ des Bereichsschal­ müssen, traten bei der Entwicklung dieser
der Fernsteuerplatine ters S1 im Abstimmaggregat des Fern­ Schaltung erhebliche Schwierigkeiten auf.
bedienungspultes liegen der UHF-Oszillator Der bisher übliche Weg mit Photowiderstand
2.1. Abstimmung des Tuners und die UHF-Vorstufe an Masse und sind und variabler'Beleuchtungsquelle wurde aus
Da das normale Farbchassis einen Tuner mit daher abgeschaltet. Der Transistor T 1 ist Gründen der Betriebssicherheit und des
Diodenabstimmung enthält, bereitet die gesperrt, da seine Basis ebenfalls an Masse hohen Stromverbrauchs aufgegeben. Auch
Kanalabstimmung keine besonderen Schwie­ liegt. Über R 5 gelangt jetzt eine positive NTC-Widerstände als variable Widerstände
rigkeiten. Das Abstimmaggregat, das sonst Spannung, die mit der Diode D 3 auf + 12 V haben sich wegen der zu großen Trägheit
an der Frontseite des Fernsehgerätes an- geklemmt wird, zum VHF-Oszillator und dieser Bauelemente nicht bewährt.
geordnet ist, ist im Steuerpult eingebaut. zur VHF-Vorstufe, so daß diese Stufen ein­ Bild 3 zeigt die neue Schaltung mit einem
Wie Bild 1 zeigt, sind drei Steuerleitungen geschaltet sind. Die Dioden D 2 und D 5 Transistor, die den gestellten Forderungen
einschließlich der Masseverbindung notwen­ verhindern Rückwirkungen der jeweils ab­ entspricht. Zwischen Farbartsignalverstär­
dig. Um Modulationen des Tuneroszillators geschalteten Vorstufe auf die in Betrieb be­ ker und PAL-Eingangsveretärker liegt ein
durch Störspannungen zu verhindern, die findliche. Regelvierpol mit dem Transistor T 5. Hat j
das lange Kabel der Fernsteuerung auffängt, Wird der Schalter S1 in die Stellung „UHF“ der Regler R 10 den Widerstandswert Null,
ist zusätzlich das RC-Glied R1, C 1 erfor­ geschaltet, so werden UHF-Vorstufe und so ist auch die Gleichspannung an C10
derlich. Die übrige Schaltung mit dem UHF-Oszillator über R 6 mit Spannung ver­ gleich Null. Die Basis von T 5 ist dabei so
Stabilisations-IS TAA 550 entspricht der sorgt. Zur Klemmung auf -f 12 V dient dabei vorgespannt, daß der Transistor sperrt. Die
des bisherigen Itfaupunfc-Farbchassis. die Diode D 4. Da die Basis von T 1 jetzt Wechselspannung gelangt dann über C 11,
positiv ist, leitet dieser Transistor. Sein Kol­ R 11 und C 12 ungeschwächt zum Ausgang.
lektor hat dann praktisch Massepotential, so Wird nun T 5 beim Aufregeln von R 10 zu­
Ing. F. H. Mühlmeyer und Ing. Wolfgang daß die VHF-Vorstufe und der VHF-Oszil­ nehmend leitend, so würde keine Beeinflus­
Baum sind Mitarbeiter im Fernsehlabor der
Blaupunkt- Werkt. GmbH, Hildeeheim. lator abgeschaltet sind. Die Umschaltung sung der am Ausgang stehenden Wechsel -
Bereich 1/Bereich III erfolgt mit dem Schal­ Spannung U3 erfolgen, da die Ausgangs -
*) Mühlmeyer, F. H.: Eine neue Fernsteuerung kennlinien eines Transistors praktisch waa­
für Fernsehempfänger. Funk-Teehn. Bd. 24 (1969) ter S2 des Abstimmaggregates über den
Nr. 14, S. 521 -623 Transistor T 2. In der Stellung „Bereich I“ gerecht verlaufen (Bild 4). Über den Wider- 1

1
652 FUNK-TECHNIK 1970 Nr. 17
+24 Vo 'c
ä?I
ff;.
r

vom Farbart­
signalverstärker' CW'IOn aEhh- zum PAL-Ein-
gangsverstirker

"fl U2
A.

my wky^
27 kU S>kü ffW I I
Parameter:

n
220 TS Bild -4. I I I
Ausgangskennlinien H4
BC108 C
tk» n Js,s ^ eines Transistors ^ ÜCE
iÖOp U 14,70 I

8
Um JBPkl 1 V|
/c
Bild 3. Schaltung der Steuerleitung. Brumm Störungen werden von
Farbsfärkeregelung C10 nach Masse abgeleitet. Der 4,7-nF-
Keramikkondensator C 15 hält das Farbart­
signal von der Steuerleitung fern.
2.4. Klangregelung
standstciler R 13, R 14, R 16 gelangt jedoch
zur Basis des Transistors eine mit der Ein­ Die Klangregelung, die im wesentlichen den
gangsspannung gleichphasige niedrige Wech­ gleichen Aufbau wie die im Steuerteil des
selspannung, die am Kollektorwiderstand Schwarz-Weiß-Gerätes „Valencia“ hat, ist I
R11 eine um 180° phasenverschobene mit der Schaltung der Lautstärkeregelung I
I

Spannung CJU erzeugt. Die Ausgangsspan­ kombiniert. Im Bild 7 ist sie jedoch der bes­ i
I
nung U2 verringert sich also um den Wert seren Übersicht wegen getrennt dargestellt. i übe

dieser um 180° phasen verschobenen Gegen- Das vom FM-Demodulator kommende Signal
Spannung. Die Amplitude der Gegenspan­ durchläuft zunächst den HochpaO C 20,
nung läßt sich durch die Basisvorspannung R 20, C 21, R 21, R 22, der nur die Frequen­ Bild 5. Erzeugung der entgegenge­
von T 5, das heißt durch Aufregeln von zen über 1000 Hz ohne Dämpfung durch­ setzt verzerrten Spannung im stark
R 10, vergrößern (Bild 5). Dabei verringert läßt. Die zu regelnden tiefen Frequenzen gekrümmtenTeilder/c-UBE-Kennlinie
sich im gleichen Maße die Ausgangsspan­ unter 1000 Hz werden über den Tiefpaß
nung U2. R 22, C 22 der Verstärkerstufe T 7 zuge­ 1/ßE groß
führt, deren Gegenkopplung sich mit der
Um einen großen Regelumfang zu erreichen, Diode D 15 verändern läßt. Die Verstärkung
ist es notwendig, den Arbeitspunkt von T 5 dieser Stufe kann man durch Ändern des Uq£ klein
über den linearen Teil h im Bild 4 hinaus bis Diodenstroms mit R 23 regeln. Über C 24
in das Gebiet der Sättigungsspannung zu gelangen die geregelten tiefen Frequenzen
steuern. Beim Übergang vom linearen Teil h zur Lautstärkeregelstufe. Der Regelumfang
in das nichtlineare Gebiet würden jedoch dieser Tiefenregelung ist etwa 14 dB. Parameter: übe
normalerweise Verzerrungen auftreten (zum
Beispiel im Arbeitspunkt A im Bild 4), die 2.5. Lautstärkeregelung
eine wesentliche Erhöhung des Klirrfaktors Von der Klangregelstufe gelangt das NF-
des Ausgangssignals U2 hervorrufen würden. Signal zum Transistor T 8 (Bild 8). Die Laut­
Die Verzerrungen werden daher durch eine stärkeregelung erfolgt mit Hilfe der Diode
entgegengesetzt verzerrte Spannung kom­ D16, deren Katodenspannung mit dem üce
pensiert. Bild 5 zeigt die Erzeugung dieser Regler R 84 verändert wird. Bei maximaler )
Spannung im stark gekrümmten Teil der Bild 6. Regelung im Gebiet
/c-UßE-Kennlinie. Von der Widerstands­ vom FM-Demodulator der Sättigungsspannung
kombination R 11, R 13, R 14 hängt die
Amplitude der Gegenspannung ab, während
R 12 im wesentlichen über die Lage der
H» 47 k
i---- 1—0+260 V
£
i t» “{j
Widerstandsgeraden den Verzemmgsgrad
bestimmt. Durch geeignete Dimensionierung JTooop
dieser Widerstände ist eine verzerrungsfreie
Abschwächung auch im nichtlinearen Kenn-
22k
R20
180k
47k
0 Bild 7.
Schaltung der
Klangregelung
liniengebict möglich. zur Lautstärke­

regelstufe
Nachdem das nichtlineare Gebiet durch-
laufen und die Ausgangsspannung U2 schon
220 n
II C2i
stark herabgeregelt ist, erfolgt das weitere 47n
Off werden, da der Durchlaßwiderstand der

<3
Herabregeln von U2 im Gebiet k der Sätti­
Diode nicht ausreichend niederohmig wird.
gungsspannung (Bild 0). Der differentielle Ä BC107A
Daher nutzt man eine Wirkung aus, die
d Uce C22
Kollektor-Emitter-Widerstand R,i =

wird bei steigender Spannung Ube immer


d/c
iLr0* 220 n

25M
gleichzeitig mit der Regelung auftritt. Wenn
die Diode D16 leitet, sinkt die Basisspan­
nung des Transistors T 8 ab, so daß sich
kleiner. Da die Kennlinien in diesem Gebiet
annähernd linear und die Wechselspannun­
gen verhältnismäßig niedrig sind, ergeben
sich keine Verzerrungen. Das Teilerverhält-
nis
Rn + Ui
I—
0™ I
jfop 0151 AA143
+

fk fr i 220k ||56kJJ00p
47k
tZZJ—0+265 V

zum NF-

U%
vondff Klang-
regelstufe
l ii a68u re
Verstärker

bestimmt die Ausgangsspannung

u2 = Ux-Xa
Katodenspannung ist D16 gesperrt, so daß
das NF-Signal an der Basis von T 8 in voller
Größe erhalten bleibt. Ist die Diode leitend
AA133110K

680
Jp BC 107 A
820

&n + (bei verringerter Katodenspannung), so fließt +


Ra wird mit steigender Basisvorspannung, ein Teil des NF-Wechselstroms über D16 C78+ Je 79 1 6* 2p
wie Bild 6 zeigt, immer kleiner, und damit und C 78 naoh Masse ab, und die NF-Span-
nung an der Basis von T 8 erniedrigt sieh
5°pT liÖOp $14
verringert sich auch die Ausgangsspannung
U2. Der gesamte Regelumfang beträgt weit (Bild 9). Mit dieser Art der Regelung kann ff 64 Bild 8. Schaltung der
über 20 dB. Die Schaltung benötigt nur eine das NF-Signal jedooh nicht auf Null geregelt Lautstärkeregelung

FUNK-TECHNIK 1970 Nr. 17 653


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Strom, wenn T 10 gesperrt ist. Das Video­ von T 10 an, der Ausgangsstrom 7n bleibt
signal am Kollektor von T 10 ist dann klein. aber konstant, da der NTC-Widerstand R 70
Damit aber ein bestimmter Minimalkontrast bei Temperaturerhöhungen niederohmiger
nicht unterschritten wird, gelangt ein Teil wird und 7a sich somit verringert.
des Videosignals über R 51 direkt zum Kol­
lektor von T 10. Die Basisspannung dieses 2.8. Netzteil
Transistors wird über das Netzwerk R 57
bis R 60 mit dem Regler R 61 der Fern­ Zur vollkommenen Fernsteuerung gehört
steuerung eingestellt. auch die Fernbedienung des Netzschalters.
Hierfür ist im „Valencia Color“ ein Relais A
Bild 9. Abhängigkeit der NF-Span- Um zu verhindern, daß auch die Schwarz­ eingebaut, das durch den einpoligen Schal­
nung an der Basis von T 8 von der schulter gegen Null geht, wenn der Differenz­ ter S 3 im Bedienungspult geschaltet wird
Katodenspannung von 0 16 verstärker die Amplitude des Videosignals (Bild 12). Das Relais muß (wie auch das
gegen Null regelt, wird mit ansteigender Fernsteuerkabel) den VDE-Vorschriften ent­
dessen Verstärkung verringert, bis er schließ­ Basisspannung des Transistors T 10 über die sprechen. Daher sind zwischen den unmittel­
lich gesperrt ist. Widerstände R 63 und R 64 der Ausgleichs­ bar mit dem Netz verbundenen Teilen des
Damit bei dieser Regelung keine Verzerrun­ strom Ix des Regelnetzwerkes vermindert, Relais und Masse Luft- beziehungsweise
gen auftreten, können nur sehr niedrige NF- und zwar so, daß das Gleichspannungs- Kriechstrecken von 3 beziehungsweise 4 mm
Spannungen geregelt werden. Das Eingangs­ potential der Schwarzschulter, das heißt 7a, notwendig. Ferner ist eine zweipolige Ab­
signal wird daher mit den Ä(7-Kombinatio- während des Regelvorganges konstant bleibt. schaltung Vorschrift.

+24V

R5on n*5? R5S RS7 R65\


wkU Uv* 120 k V* Vkl
Videosignal-.
Eingang
RS9
AA143

R53

Ä5J
6,8 k Kontraststeuerspannung

Bild 11. Abhängigkeit des


Ic
Videosignal- Ausgleichstroms lx von der
► Ausgang Kontraststeuerspannung
r\
Bild 10. Schaltung der Kontrast­ 5 '* 'S
Helligkeits- T zum Netzteil
und Helligkeitsregelung Kontrast­ stouerspannung r\w
I JnR7}
nen der Klangregelstufe und dem Basis­
steuerspannung
5k n
spannungsteiler R 77, R 78 um etwa 25 dB
abgesenkt. Der nachgeschaltete Transistor Da infolge der gekrümmten Kennlinie der
V! V
verstärkt das Signal wieder um 25 dB, so Transistoren das Videosignal nicht linear ge­ 220 V~
daß die Verstärkung des gesamten Regel­ regelt werden kann, darf sich auch der Aus­
netzwerkes 1 beträgt. Da die Schaltung mit gleichsstrom lx nicht linear ändern (Bild 11). nzj a
sehr niedrigen . Signalspannungen arbeitet, Mit D 17 und dem Netzwerk R 63 bis R 66
ist sie brummempfindlich, so daß alle Be­ wird erreicht, daß Ix nur so lange der Kon­ [jo.,*
triebsspannungen sehr gut gesiebt werden traststeuerspannung linear folgt, bis diese
müssen. Das gilt besonders für die Steuer­ der Summe von Schw'ellenspannung der u 1
spannung (Katodenspannung von D 16), die Diode D17 und Spannungsabfall an R 66
über eine lange, nichtabgeschirmte Leitung entspricht. Von diesem Wert an sinkt Ix nur
zugeführt wird. noch geringfügig ab. Bild 12. Fernsteuerung des Netzschalters

2.6. Kontrastregelung
1 2 5 7 8 10 11 13
Die Kontrastregelung hat einen Regel­
umfang von 4:1. Dabei muß gewährleistet r~ 1
sein, daß während des gesamten RegelVor­
ganges das konstante Gleichspannungs­
potential der Schwarzschulter mit über­ S1
tragen wird. S3 R23 R8A R61 R71 RIO / Bereich I
Die eigentliche Regelung der Amplitude des Xjs* xj, k X}, „ UHF VHF
R8
Videosignals erfolgt mit einem ström- 6£k
Netz
gesteuerten Differenzverstärker (Bild 10). [Tiefen flaut- [Kontrast [Helligkeit Farbstärke
Der Differenzverstärker besteht aus den L
Transistoren T 9 und T 10, die einen großen
gemeinsamen Emitterwiderstand R 55 ha­ H H
6 12
ben. Der Basisspannungsteiler von T 9 ist
Bild 13. Schaltung des Fernsteuerkästchens (Bedienungspult)
mit R 53 so abgeglichen, daß sich ein Gleich­
gewichtszustand mit gleichem Strom durch I
beide Transistoren ergibt. Wird einer der 2.7. Helligkeitsregelung Wie die Schaltung des Fernsteuerkästchens
Transistoren durch Verändern der Basis­ Unmittelbar an das Kontrastregelnetzwerk (Bild 13) zeigt, sind 13 Steuerleitungen not­
spannung gesperrt, so steigt die Emitter- schließt sich die Schaltung zur Helligkeits­ wendig. Unter Berücksichtigung der VDE- ;
Spannung an, und dadurch erhöhen sich die Vorschriften — 0,25 mm 2 Kupferquerschnitt
regelung an. Die Helligkeit nimmt zu, wenn
Basis-Emitter-Spannung sowie der Kollek­ und 0,4 mm dicke PVC-Isolation je Einzel­ ;
torstrom des anderen Transistors. Auf diese der Ausgangsstrom 7a erhöht wird. Mit dem leitung sowie eine Mantelisolation von i
Weise kann ein konstanter Eingangsstrom Helligkeitsregler R 71 in der Fernsteuerung 1,2 mm Dicke — ergibt sich ein Kabeldurch­
beliebig auf beide Transistoren verteilt läßt sich die Spannung am Spannungsteiler messer von rund 8,5 mm. Das Farbfernseh-
werden. R 67, R 68 und damit auch der Strom 72 gerät ist serienmäßig mit einem 10 m langen
regeln. Der NTC-Widerstand R 70 hat die Steuerkabel ausgerüstet, das normalen An­
Das Videosignal gelangt über R 54 zu den
Emittern der Transistoren T 9 und T 10. Aufgabe, den Temperaturgang des Tran­ forderungen sicher genügt. Eine Verlänge­
Da die Summe der Kollektorströme kon­ sistors T 10 auszugleichen. Mit zunehmender rung um das Mehrfache ist jedoch ohne
stant bleibt, übernimmt T 9 den gesamten Temperatur steigt zwar der Kollektorstrom weiteres möglich.

656 FUNK-TECHNIK 1970 Nr. 17


.
\
J. KAVOUROPOULOS

Konvergenzschaltung für 110°-Farbfernsehempfänger


In den neuen Farbfernsehempfängern mit 1. Allgemeines sondern für Ablenkzwecke weiterverwendet.
110°-Farbbildröhre wendet Nordmende eine Da das Ablenkzentrum und der Mittelpunkt Auf diese Weise spart man Leistung, und
Konvergenzschaltung an, die nach dem des kugelschalenähnlichen Bildschirms nicht die in der Schaltung verwendeten Leistungs­
Prinzip der Energierückgewinnung und der übercinstimmen, laufen die drei Elektronen­ transistoren werden weniger belastet. Die
getrennten Einstellung links-rechts und strahlen im abgelenkten Zustand vor der Matrizierung für Rot/Grün sorgt dafür, daß
oben-unten arbeitet. Das Matrizierungsprin- Lochmaske auseinander und treffen nicht das durch die Geometrie der drei Elektro­
zip wurde dabei für alle drei Konvergenz­ das zugehörige Farbdreieck (konvexes Ab­ nenkanonen im Hals der Farbbildröhre be­
funktionen beibehalten, so daß sich eine lenkfeld, Neigung der Elektronenkanonen). dingte, um 120° zur senkrechten Achse an-
unkomplizierte Konvergenzeinstellung er­ Um die Elektroncnstrahlen durch jedes geordnete Koordinatensystem in ein recht­
gibt. Mit Ausnahme der Horizontalradial- Maskenloch zu zwingen, das heißt Konver­ winkliges Koordinatensystem umgewandelt
konvergenz, die wegen des erhöhten Lei­ genzebene und Lochmaskenschale in Über­ wird. Bei den Konvergenzeinstellungen muß
stungsbedarfs und der Notwendigkeit einer einstimmung zu bringen, benötigt man zur man sich deshalb nur auf die horizontalen
exakten Einstellung der Parabelströme ak­ Vorablenkung zusätzliche Korrekturfelder und vertikalen Linien der drei Raster kon­
tiv (mit Verstärkern) arbeitet, wurden für vor der Hauptablenkebene. Die Form dieser zentrieren. Langwierige Einstellarbeiten wie
die neue Schaltung die in den 90°-Farb- Konvergenzkorrekturfelder steht in enger bei unmatrizierten Schaltungen entfallen.
empfängern verwendete passive Vertikal-
radial- und Lateralkonvergenz sowie die
statische Konvergenz (mit einigen Schal- ©
/?aa2>
tungsändcrungen) übernommen. 0+1/5
I/25k 15 k een
0805
© BC107 0.12 w

B
*■
SM 104 L770
R8oy— bl.
R8O8
C807 3x1 N 4148 T801
180
Bild 1. Schaltung der aktiven II
470
iHtH-
0815 0806 7802 L771 L772
Horizontalradial konvergenz R836
820 rt.
C811 «/UH gr-
-ihXffl C808
0.47 p
0804
^ CCQ
X 680
R805 V\R829
680 Iftff [>
C806 220 p
positiver IZ/3 © BA148 “602
R813 D813 © tL C834 R834 C835 R835
Zeilenrück­ IH=
schlagimpuls 150 IN4148 IR814 0Ä„ 220 <87»
5k|
C814
R811
1,5 k
f
IN 4148*0««
R823 JC813
5.6k ~Tqi\ m
4|7n
/?8/5pl
2,2 k|

- 20V
C820
R816\
llOk
R824

2,2 k 0824

T8CO
/?825|

IN 4148
|5k V— BC107

D826
R833
25k
reos

BC107
BD137
T806
R826 R840
m/20- 1=1
R117 150
-0 —K- 150
@ 1.8 k
0.47p BA170 •-™ 0040
BD137 ^0833 BA170
1
C812 R821 R827 fl' R839 IR841
I ! R818 UR828 /?820n \\R837

m/3
R812
V5«
1,5n
L801

8/9 I
100

1
2,5 k 18
rk ‘'7kü rk rk - 1N 4146
18

r
negativer
Zeilenrück­ fy nR820 IR822 R832 R831/ |
1,8 k + ü5 o-r—y-m-l-
schlagimpuls
(s)" 10k TlOk

Beziehung zum Ladungsschema der Elek­ Um die Konvergenzeinstellung zu erleich­


tronenstrahlen und zum Hauptablenkfeld. tern wurde die Schaltung so ausgelegt, daß
Außerdem spielt das Übersprechen des Ab- sich eine getrennte Einstellung links und
lenkfeldes auf die Konvergenzpolschuhe und rechts ergibt. Rückwirkungen wurden weit­
die Verschiebung der Elektronenstrahlen gehend vermieden, so daß sich wiederholte
££/ Zeile, 50 Vss Zeile, 20 Vss Zeile, 8Vss durch die Vorablenkung für die Farbrein­ Einstellungen erübrigen.
heitskorrektur eine Rolle.
2.1. Schaltung für Rot/Grün
Da die Abweichungen der Rasterdeckung
im unkonvergierten Zustand bei der 110°- Der vom Zeilentransformator am Punkt
Ablenkung etwa doppelt so groß wie bei der II1/3 zugeführte negative Zeilenrückschlag­
90“-Ablenkung sind, muß man den Konver- impuls 53 wird durch die Kombination
genzablenkspulen mehr Energie zur Ver­ L 801, R 818, R 820, R 819 integriert
fügung stellen. Außerdem muß der für Blau (Bild 1). Es entsteht ein Sägezahn mit po­
£2/ Zeile, 80 V3S © Zeile, 45 Vss ® Zeile, 48VSS sitiv ansteigender Hinlaufflanke, der am
verfügbare Strom etwa l,5mal höher sein
(bei gleichen Konvergenzimpedanzen) als Verbindungspunkt von L 801 und R 818
der für Rot/Grün, weil die Ablenkeinheit abgenommen werden kann. Da das Verhält­
46V
nioht vollkommen anastigmatisch ist. nis L/R die Kurvenform beeinflußt, erfolgt
eine Korrektur der geringfügig abgerunde­
4V
2. Funktion der dynamischen ten Flanke durch Hinzufügen einer Parabel­
\v u / Vs.sv j
Horizontalradialkonvergenz spannung über R117, die am Tangenskon­
Die dynamische Horizontalradialkonver­ densator durch Integration des Ablenkstroms
® Zeile, 130V5S © Zeile,6,5^ ® Zeile, 50 Vss
genzschaltung arbeitet nach dem Prinzip entsteht. Die Kennlinie des NTC-Wider-
der Energierückgewinnung für Rot, Grün, standes R 819 wird durch die Parallel- be­
Blau und der Matrizierung für Rot und ziehungsweise Serienschaltung der Wider­
Ing. Joannis Kavouropoulos ist Gruppenleiter in Grün. Dabei wird die einem passiven Bau- stände R820 und R818 so entzerrt, daß
der Fomseh-Entwicklung der Norddeutsche Mende lement zugeführte Energie nicht vernichtet, der gesamte Widerstand des Netzwerks
Rundfunk KO, Bremen.

FUNK-TECHNIK 1970 Nr. 17 657


V

Wenn Sie schon


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10 Farbfernseher
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15 Kofferradios
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Deutschen Funkausstellung in Düsseldorf.
Das Programm
der Unterhaltungs-Elektronik in Halle F1.
Das Hi-Fi-Stereo-Programm in Halle F3.

Die ganze
Unterhaltungs-
Elektronik—
• BLAUPUNKT
eine ähnliche Temperaturabhängigkeit auf- turverhalten der Transistoren sowohl bei
weist wie die Temperaturdrift des Sperr­ Kondensatorspannung noch ein Induktivi­
niedrigen Temperaturen (Temperaturabhän­ tätsstrom sprunghaft ändern kann, denn
stroms der Leistungstransistoren. Die Kom­ gigkeit des Übergangswiderstandes RBB)
bination R 812, C 812 versteilert die Ablauf­ dies hätte eine unendlich große Leistung
als auch bei höheren Temperaturen (Tem- zur Voraussetzung. An den Kollektoren der
flanke des Steuersägezahns so, daß die peraturabhängigkeit des Sperrstromes /Cbo)
Energierückgewinnung in den Konvergenz­ Transistoren T 803 und T 806 begrenzen
verbessern. Die Widerstände R 826 und also die Kondensatoren die Spannungs-
spulen zum richtigen Zeitpunkt einsetzt. R 840 an den Basen von T S03 und T 806 sprünge der Induktivitäten und die Induk­
Das macht sich oszillografisch als Verkür­ sorgen für Anpassung und Entkopplung. tivitäten die Stromsprünge der Konden­
zung des abgerundeten Parabelteils zwischen Am Kollektor der beiden Leistungstran­ satoren. In der Schaltung treten daher auch
hinterem und vorderem Parabelast bemerk­ sistoren ist jeweils ein Kreis angeschlossen, keine Spannungspitzen auf, die die Sperr­
bar. der aus zwei Blindschaltelementen mit spannung Ueso der verwendeten Transisto­
Der Kondensator C 820 koppelt die Säge­ Speicherwirkung besteht. Für T 803 ist das ren überschreiten. Außerdem sind die Flan­
zahnspannung über R 821, D 833 und die Kombination L 771, C 834 und für ken der Steuerspannungen so geformt, daß
R 833 an die Basen der Treibertransistoren T 806 die Kombination L772, C 835. Der ein ungünstig schnelles Schalten der Lei­
T 804 und T 805. R 822 begrenzt den Va­ Ausgleichsvorgang in jedem Kreis besteht stungstransistoren vermieden wird.
riationsbereich von R 821. Die Diode D 833 wegen des Vorhandenseins von zwei energie- Konvergenzabweichungen in den Ecken des
trennt den negativen Anteil der Sägezahn- 8peichemden Elementen aus einer Summe Bildschirms infolge der Modulation des Ab­
Spannung ab, so daß am Eingang des sym­ von e-Funktionen. Die Widerstände R 834, lenkstroms für die Ost/West-Korrektur und
metrischen Verstärkers T 804, T 805 nur R835 und die Kondensatoren C 834 und Trapez-Geometrieverzerrungen, die durch
der positive Anteil, verringert um die C 835 bestimmen den Grad der Energie­ das Ablenkfeld verursacht werden, lassen
Schwellenspannung der Diode D 833, auf- rückgewinnung. sich durch Modulation der Schaltung mit
tritt. Über R 832 und R 831 wird der Diode Die Transistoren T 803 und T 806 werden sägezahnähnlichen 50-Hz-Spannungcn kor­
D 833 eine positive Spannung zugeführt, basisseitig so angesteuert, daß sich die rigieren. Für die Einspeisung dieser Signale
um den Abschneidepunkt einstellbar zu Rot/Grün-Raster an der rechten Seite des wäre der Verbindungspunkt D 833, R 833
machen. R 832 begrenzt den Variations­ Bildschirms vollkommen unabhängig von für rechts beziehungsweise R 824, D 824
bereich von R 831. R 830 und R 837 sind der Einstellung der linken Seite konver­ für links geeignet.
Spann ungsteilerwideretän de. Der Wider­ gieren lassen. Dabei beeinflußt jedoch die
standswert von R 833, bezogen auf die 2.2. Blau-Konvergenzschaltung
Einstellung der rechten Seite wegen des
Widerstandswerte von R 830 und R 837, Energierückgewinnungsvorganges auch die Die Blau-Konvergenzschaltung behält das
bestimmt den matrizierten Amplituden­ linke Seite. Da die beiden Steuersignale — Prinzip der Energierückgewinnung und der
variationsbereich. der gleichgerichtete Sägezahn rechts und getrennten Einstellung für links und rechts
die nach einer e-Funktion abklingende Span­ bei. Außerdem weist die Schaltung einige
Die Transistoren T 804 und T 805 arbeiten Besonderheiten auf, zum Beispiel eine höhere
als Emitterfolger und liefern den notwendi­ nung links — positive Werte aufweisen und
in der Mitte des Zeilenhinlaufs Null werden, Betriebsspannung, eine neue Ansteuerung
gen Strom für die Leistungstransistoren und eine kleinere Impedanz des Blau-
T 803 und T 806. Da sie als Emitterfolger bleiben T 803 und T 806 in der Mitte des
Hinlaufs gesperrt, so daß die statische Kon­ Segments. Die höhere Betriebsspannung und
einen sehr niedrigen Ausgangswiderstand die kleinere Impedanz des Blau-Segments
haben, stellen sie sehr niederohmige Gene­ vergenz erhalten bleibt. Während der Zeit
sorgen dafür, daß die Aussteuerfähigkeit der
ratoren dar, die die richtige Steuerung der der Sägezahnsteuerung rechts fließt der ein­
Schaltung vergrößert wird. Außerdem ver­
Leistungstransistoren gewährleisten. Außer­ geprägte Kollektorstrom von T 803 und
bessert die neue Ansteuerung die Anpassung
dem vergrößern sie durch die Trennung der T 806 durch die Konvergenzspulen L 771
der Schaltung an die höheren Anforderun­
beiden Steuergeneratoren die Rückwirkungs­ beziehungsweise L 772, und die Konden­ gen der Blau-Konvergenzeinstellung.
freiheit der getrennten Einstellung für den satoren C 834 und C 835 werden aufge-
laden. Bei der Untersuchung der physikalischen
linken und rechten Teil des Bildes. Zusammenhänge zwischen Blau-Fehlkon­
Die Leistungstransistoren T 803, T 806 Die steile Ablaufflanke des Sägezahnanteils vergenz (Divergenz) und Ablenkwinkel unter
werden über D 833 und T 804, T 805 mit für rechts sperrt die Transistoren T 803 Berücksichtigung des Krümmungsgrades der
positiven Sägezahnteilspannungen, die der und T 806 im richtigen Zeitpunkt. Der Farbbildröhre und der Art des Ablenkfeldes
zweiten Hälfte des Zeilenhinlaufs ent­ Strom durch die Konvergenzspulen wird ergibt sich, daß die Abweichung des Blau-
sprechen, angesteuert. Um den linken Teil jedoch nicht unterbrochen, sondern er fließt strahls eine komplizierte Funktion des Ab­
des Bildes konvergieren zu können, muß infolge der gespeicherten Energie der Kon­ lenkwinkels darstellt. Ist y der Betrag der
man den Leistungstransistoren jedoch po­ densatoren C 834, C 835 und der nach einer Abweichung und x der Betrag des Tangens
e-Funktion verlaufenden Steuerspannung für des Ablenkwinkels, dann erhält man nach
sitive 8ägezahnähnliche Spannungen zufüh­
links weiter. Dadurch ergibt sich ein parabel- Entwicklung der Funktion y = / (z) in
ren, die der ersten Hälfte des Zeilenhinlaufs
entsprechen. Dazu dienen R 825 und die ähnlicher Strom mit kurzen Übergängen eine Potenzreihe folgenden Zusammenhang:
Spannungsteilerwiderstände R 828, R 839. von Parabelast zu Parabelast. Mit R 821
stellt man die richtige Sägezahnamplitude y = f (z) = a0 + z + a2- x2 +
Am Punkt IX/3 wird der positive Zeilen­ rechts und einen Teil der Amplitude links, + a3 • x? + a4 • x* -f...
rückschlagimpuls 51 zugeführt, der über mit R 816 die Sollamplitude links ein. Mit Darin sind a0 , , a2, a3 , at, ...Vorzahlen,
den Entkopplungswiderstand R 813 und R 831 wird der zeitliche Einsatz der Kon­ die nach Umstellung und entsprechender
den kleinen differentiellen Innen widerstand vergenzstroms rechts eingestellt, und mit Differenzierung der Gleichung konstante
der Diode D 813 den Kondensator C 814 R 814 lassen sich Fehler zwischen der Bild­ Werte aufweisen. Der mathematische Aus­
ohne Phasenverschiebung positiv auflädt. mitte und dem linken Bildrand beseitigen. druck der Potenzreihe zeigt, daß der Betrag
Die Entladung von C 814 erfolgt über Durch die symmetrische Anordnung der der Fehlkonvergenz neben einer Konstante
R 814 und R 815 zur -20-V-Spannungs­ Schaltung (T 804, T 805, T 803, T 806, Beträge höherer Ordnung enthält, an denen
quelle, so daß eine Entladungscharakteristik R 833, R 821) wird die Transformation des das quadratische sowie das biquadratische
entsteht, die durch Null geht. Mit R 814 wird 120"-Koordinatensystems in ein rechtwink­ Glied den weitaus größten Anteil haben und
die Zeitkonstante des Entladungsvorganges liges erreicht. Bei Betätigung von R 821 daher in der Schaltung besonders zu be­
verändert. Dadurch ist eine exakte Anpas­ vergrößern beziehungsweise verkleinern sich rücksichtigen sind.
sung an die erforderliche Kurvenform links die Parabelströme in den Konvergenzspulen Der am Punkt A im Bild 1 vorhandene
möglich. R 815 begrenzt den Variationsbe­ um den gleichen Betrag, so daß nur eine Sägezahn 54 gelangt über den Widerstand
reich von R 814. Konvergenzeinstellung der senkrechten Li­ R 811 und den Koppelkondensator C 811
Über den Amplitudenregler R 816, den Be­ nien der Raster für Rot und Grün möglich zum Einstellwiderstand R 801. Das R 811
grenzungswiderstand R 824, die Trenn- ist. Verstellt man dagegen R 833, dann ver­ parallel liegende Netzwerk sorgt dafür, daß
diode D 824 und R 825 steuert der geformte größert sich der Strom in der einen Konver­ die Sägezahnsteuerspannung entsprechend
Zeilenimpuls die Basen der Leistungstran­ genzspule, und in der anderen verkleinert entzerrt wird. Die Diode D 814 richtet die
sistoren T 803 und T 806. Das Verhältnis er sich um den gleichen Betrag, was eine Sägezahnspannung gleich, während die Korn -
des Widerstandswertes von R 825 zum ge­ Konvergenzeinstellung der waagerechten bination R 823, C 813 den Stromfluß­
samten Widerstandswert an den Endpunk­ Linien ermöglicht. winkel bestimmt. Am Verbindungspunkt
ten von R 825 bestimmt den matrizierten von C 811 und R 811 entsteht dann ein
duc Sägezahn, dessen positiver Teil einen unter­
Amplitudenvariationsbereich für die linke Aus den Beziehungen i0 — C und
Konvergenzeinstellung. dt schiedlich steilen Hinlauf aufweist. Auf diese
Weise kann später der biquadratische Anteil
An den Emittern der Transistoren T 803
in der Blau-Konvergenzspule eingestellt
und T 806 liegen die Gegenkopplungswider­ ul = L —— ergibt sich, daß sich weder eine
dt werden. Die an R 801 abgegriffene Säge-
stände R 827 und R 841, die das Tempera-

FUNK-TECHNIK 1970 Nr. 17


660
Immer mehr Kunden bekennen sich zu Graetz,denn...

Graetz bekennt Farbe


Darüber haben wir Sie bereits informiert: Im Frühjahr 1970
erschien ein Aufruf im „Spiegel“. Hundert Familien-ausgewählt
nach einem repräsentativen Querschnitt - sollten den Graetz
„Burggraf Color electronic“ testen. Bei sich zu Hause. 8 Monate
lang. Monat für Monat schicken uns die Tester jetzt einen
ausgefüllten Fragebogen. (Übrigens: Es bewarben sich über
20.000 Interessenten)
Einige Monate später:
In weiteren Spiegel-Anzeigen wurden die Ergebnisse
der ersten Fragebogen veröffentlicht. Einige Ergebnisse inter­
essieren vor allem den Fachmann.
Die Tester konnten sich ihr Gerät ja nicht aussuchen. So
war es mehr oder weniger Zufall, wenn das Gerät zur
Wohnungseinrichtung paßte. Trotzdem antworteten 74%, das
Gerät paßt „ganz gut" bis „ausgezeichnet“ in die Wohnung.
Die Formgestaltung (sie wurde von 43% der Befragten
als „gelungen“ bezeichnet) entspricht also dem Geschmack
und den Vorstellungen der meisten Bundesbürger. Auf die
Frage „Was gefällt Ihnen an Ihrem Testgerät besonders gut?“
antworteten 69% der Tester mit Formulierungen, die sich auf
die einfache Bedienung des Gerätes bzw. die übersichtliche
Anordnung der Bedienungselemente beziehen. Ein besonders
interessantes Ergebnis, weil hier keine Antworten („zum An­
kreuzen“) vorgegeben waren.
Da die hundert Testgeräte nußbaum-furniertes Gehäuse
haben, stellten wir auch die Frage: „Welche andere Gehäuse­
ausführung würden Sie vorziehen?“ Die meisten wünschten
keine andere. Ausnahme: 23% würden Schleiflack weiß
vorziehen. Deshalb gibt es den Burggraf Color bald auch in Weiß.
Und das versteht sich von selbst: Alle Interessenten
wurden in den Spiegel-Anzeigen an den Fachhandel verwiesen.
Ausdrücklich. Wir sind daher überzeugt, viele werden zum
Fachhandel kommen. Denn seit Graetz Farbe bekennt,
bekennen sich immer mehr Leute zu Graetz.

Es gibt keine bessere Qualität


1

zahnspannung wird durch die Diode D 805 *


gleichgerichtet und der Basis des Treiber­ BA170 BA170 R8U
transistors T 801 zugeführt. E 802 be­ F//o +* 120
stimmt den Einsatz des Abschneide Vorgangs
der Diode D 805, und E 803 begrenzt den
Variationsbereich von E 802. R862
120
3r . I R843
L770 1
<*/ Bild, 15 Vss
Der positive Zeilenrückschlagimpuls am bl. I
Punkt IX/3 wird durch die Kombination
C 807, E 805 differenziert. Die Diode D 815 BA170 L771 U2jLJ
trennt den negativen Anteil dieser differen­ Y/3o- * rt. 120
T
zierten Spannung ab und lädt über ihren
kleinen differentiellen Widerstand den Kon­
densator C 808 ohne Phasenverschiebung
BA170 ©
Y/40-
positiv auf. D 806 verhindert Rückwirkun­
gen infolge zusätzlicher Aufladung von
C 808, so daß an R 806 beim Entladen von
Y/So-
BA170
i
R8mj\
120
120 250
R849
120
^ Bild, 150 Vss

C 808 über D 806 eine nach einer e-Funk-


tion verlaufende Spannung entsteht, die die Y/6o- * ZF 6,2
richtige Kurvenform und Phasenlage hat. © SE32 4
08S2
© + V r-sR8S3
Der Treiber T 801 liefert den Steuerstrom
für den Leistungstransistor T 802 und be­
r/7o -1—w- D851 R832 C852 1k V £9 Bild, 10 Vss
stimmt durch seinen niederohmigen Aus­
gangswiderstand die Steuerart von T 802. 220
Das Netzwerk R 808, R 836, R 829, R 807 Bild 2. Schaltung der Vertikalradialkonvergenz
dient zur Temperaturkompensation des
Kollektorsperrstroms von T 802. Der Wi­ nur. der positive Anteil der Sägezahnspan­ Amplitude desZeilenrückschlagimpulfie und
derstand R 808 sorgt dabei für Entkopp­ nung 49 übertragen wird. Außerdem schließt macht durch die Anzapfung eine Grob­
lung und Anpassung sowie für das erforder­ diese Anordnung eine Belastung des Bild- einstellung möglich. Mit dem Kern von
liche Spannungsteilerverhältnis des Wider­ kipptransformators aus, was eine Verlänge­ L 865 läßt sich dann die Feineinstellung
standsnetzwerkes. Der Emittergegenkopp­ rung des Rückschlagimpulses zur Folge ha­ durchführen.
lungswiderstand R 807 verringert die Exem­ ben würde. Diese gleichgerichtete Spannung
plarstreuungen und die Abhängigkeit der wird durch die Integrationswirkung der 4. Einstellen der Konvergenz
Transistorparameter von der Temperatur. Kombination R 852, C 832 so geformt, daß
Der NTC-Wideretand R 836, der an das Nachstehend sind die zur Konvergenzein­
eine Halbparabelspannung 50 an der stellung erforderlichen Arbeitsgänge tabel­
Kollektorkühlblech von T 802 geschraubt Serienschaltung E 846, R 844 steht. Die
ist, und die Stromgegenkopplung von larisch zusammengestellt. Alle Einstellungen
Z-Diode D 852 trägt dazu bei, daß die sind in der angegebenen Reihenfolge durch­
T 802 machen die Schaltung auch bei ex­ Kurvenform der Halbparabelspannung im
tremen Temperaturschwankungen sehr sta- zuführen.
richtigen Zeitpunkt versteuert wird. Die
bil. Zenerspannung und der Spannungsabfall an Statisch (in der Mitte des Bildschirms):
Am Kollektor des Leistungstransistors T 802 R 832 für einen gegebenen Impuls bestim­ Mit R 861 Rot/Grün, senkrechte Linien;
ist ein Kreis angeschlossen, der aus den men den Einsatzpunkt des Korrektur? mit R 863 Rot/Grün, waagerechte Linien;
Blindelementen C 810 und L 770 besteht. Stroms. Der Widerstand R 853 verkürzt be­ mit R 856 blaue waagerechte Linien zur
Der Energierückgewinnungsprozeß erfolgt ziehungsweise verlängert den Entladungs­ Deckung bringen mit roten/
genauso wie bei der Konvergenzschaltung vorgang des Kondensators, so daß eine Ein- grünen waagerechten Linien.
für Rot/Grün. Der 120-Ohm-Wideretand be­
stimmt die Zeitdauer des Energieabbaues.
Am kalten Ende von L 770 wird die stabi­ +t/5<
3,3k 1,5k
lisierte Betriebsspannung für T 802 zuge­ Bild 3. Schaltung der
1X13
führt. Die Diode D 804 richtet den Hinlauf statischen Konvergenz
des positiven Zeilenrückschlagimpulses *» ◄
gleich, so daß an C 806 eine negative Span­
nung von — 6 V auftritt, die die Betriebs­
spannung des Leistungstransistors erhöht.
Die Drossel L 802 schwächt die durch die V / sm* |i77°
/ R770L—
bl
rO
Gleichrichtung erzeugten Oberwellen. H
£.77/ J.772]
Da die beiden Steuersignale — der gleich­
gerichtete Sägezahn rechts und die nach
einer e-Funktion abklingende Spannung 7? 777 \R772.
links — positive Werte aufweisen und in der
Mitte des Zeilenhinlaufs Null werden, blei­
D’OO
270 500

D Bild 4. Schaltung der
Blau-Lateralkonvergenz

ben sowohl der Treiber- ab auch der Lei­
stungstransistor während dieser Zeit in der R861
Mitte des Hinlaufs gesperrt, so daß die sta­ Vertikal:
tische Einstellung der Konvergenz nicht Mit R 846 die vertikalen roten/grünen Li­
7rB5
beeinflußt wird. Mit R 801 stellt man zu­ nien unten zur Deckung bringen ;
erst die Blau-Konvergenz rechts ein, wobei
ein Teil des notwendigen Stroms für die mit R 843 die vertikalen roten/grünen Li­
linke Konvergenzeinstellung gewonnen wird. Stellung der Kurvenform für die Konver­ nien oben zur Deokung bringen;
R 802 bestimmt die Konvergenzwirkung in genz oben möglich ist. mit R 853 Welligkeit zwischen roten/grünen
der rechten Bildhälfte. Mit R 805 wird In der statischen Konvergenzschaltung senkrechten Linien oben korri­
dann die zusätzliche Amplitude des Kon- (Bild 3) kompensieren die NTC-Wideratände gieren ;
ergenzstrom8 für links ohne Beeinflussung R 770, R 771 und R 772 den Temperatur- R 846 und R 843 noch einmal einstellen;
der rechten Einstellung erreicht. gang des ohmschen Anteils der Spulen. mit R 849 waagerecht Rot/Grün unten ein-
Hier handelt es sich um eine matrizierte stellen;
3. Vertikalradial- und Blau-Lateral- Brückenschaltung.
konvergenz sowie statische Konvergenz mit R 847 waagerecht Rot/Grün oben ein­
Bei der Blau-Lateralkonvergenzschaltung stellen ;
Die Schaltung der Vertikalradial- und Blau- (Bild 4) werden der Lateraleinheit L 773
Lateralkonvergenz sowie der statischen Kon­ ein positiver (vom Punkt IX/3) und ein mit R 844 Blau waagerecht unten mit Rot/
vergenz wurde von der 90°-Ablenktechnik negativer Zeilenrückschlagimpuls (vom Grün waagerecht unten zur Dek-
der Nordmende-Farbempfänger übernom­ Punkt IX/5) zugeführt. Die Induktivität kung bringen;
men. der Spule L 773 integriert die Spannungs­ mit R 842 Blau waagerecht oben mit Rot/
In der Vertikalradial-Konvergenzschaltung sprünge, so daß durch die Lateraleinheit Grün waagereoht oben zur Dek-
(Bild 2) sorgt die Diode D 851 dafür, daß ein Sägezahnstrom fließt. L 865 teilt die kung bringen.

FUNK-TECHNIK 1970 Nr. 17


662
Wir segeln hart am Wind.

Das macht uns schnell. Ein wenig Mut


gehört schon dazu, vornweg zu segeln.
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Kurs. Ein Brecher von der Seite wirft uns
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Horizontal: mit R 816 die roten und grünen senkrechten mit R 805 die blauen waagerechten Linien
Linien links zur Deckung brin­ mit den konvergierten roten/
Mit R 833 die roten und grünen waagerech­
gen; grünen waagerechten Linien links
ten Linien rechts zur Deckung
bringen; mit R 814 die Deckung der roten/grünen zur Deckung bringen.
senkrechten Linien von der Mitte Lateral:
mit R 821 die roten und grünen senkreohten aus bis zum linken Bildrand ein-
Linien rechts zur Deckung brin­ stellen; Mit dem Magneten der blauen Konvergenz­
gen; einheit die senkrechten blauen Linien in der
mit R 801 die blauen waagerechten Linien Mitte des Bildes zur Deckung mit den kon­
mit R 831 die Deckung der roten/grünen zur Deckung mit den konvergier­ vergierten roten/grünen senkrechten Linien
senkrechten Linien von der Mitte ten roten/grünon waagerechten bringen;
aus bis zum rechten Bildrand Linien rechts bringen;
einstellen; mit dem Blau-Latcral-Stecker die Deckung
mit R 802 die Deckung der waagerechten der senkrechten blauen mit den roten/
mit R 825 die roten und grünen waagerech­ blauen Linien von der Mitte aus grünen konvergierten senkrechten Linien
ten Linien links zur Deckung bis zum rechten Bildrand ein­ links beziehungsweise rechts grob einstellen;
bringen; stellen ; Feineinstellung mit dom Kern von L 865.

M. BEYER

PAL-SECAM-Decoder mit neuen Schaltungsvarianten


In Europa existieren bekanntlich zwei ringen Aufwandes weitgehend vorhan­
Farbfemsehsysteme: In den westeuro­ dene Schaltungsgruppen ausgenutzt.
päischen Ländern mit Ausnahme Zum Anschluß dient eine Steckverbin­
Frankreichs - hat sich das PAL-System dung. Die Normenumschaltung erfolgt
durchgesetzt, während in der DDR, in kontaktlos über Siliziumdioden mit
Frankreich und in den osteuropäischen einem 2poligen Druckschalter an einem
Ländern das SECAM-System eingeführt der Regler des Bedienteils. Als Um­
wurde. Daher ist es in gewissen Grenz­ schaltspannung wird die stabilisierte
gebieten möglich, Signale beider Sy­ 24-V-Betriebsspannung verwendet.
steme zu empfangen. Diese Tatsache
führte zur Entwicklung von Mehmor- 1. Signalwcg
men-Farbfemsehgeräten. Im folgenden Die Farbartverstärkerstufen 1 und 2
wird die Arbeitsweise des PAL- (Bild 2) filtern aus dem gesamten Video­
SECAM-Decoders, der im Mehrnormen- signal das Farbsignal für beide Normen
Farbfernsehempfänger von AEG-Tele- heraus und führen es dem Farbkon­
funken eingesetzt ist, beschrieben, wo­ trastregler zu. Der Burst (beziehungs­
bei die Besonderheiten, nämlich die weise der bei SECAM auf der hinteren
SECAM-Identiflkation und die PAL- Schwarzschulter vorhandene Ruheträ­
SECAM-Demodulatorumschaltung aus­ ger) wird vom Burstverstärker aufge­
führlicher behandelt werden. tastet und dient als Bezugsgröße der
Bei der Auslegung der SECAM-Deco- ACC, die das Farbsignal weitgehend
der-Nachrüstplatine (Bild 1) hat man unabhängig von der Tunerverstimmung
unter dem Gesichtspunkt möglichst ge­ auf einem einmal eingestellten Soll­
wert am Farbkontrastregler konstant­
Bild 1. SECAM-Zusatzplatine
Ing. (grad.) Manfred Beyer ist Ent­ hält.
wicklungsingenieur ln der Farbfemsehent-
wicklung von AEG-Telefunken, Hannover. Bild 2 (unten). Blockschaltung
des PAL-SECAM-Decoders ▼
'^(iwVs XN Synchron-' -*~B
.Vorsttrkog ^demodulator'

FarOKon-
trastreglei
Farbart- Farbart- Farbart-
F_» verstärker- verstarker- verslarVor­
Verzögerungs­
leitung '
'PAL- Laufzeit -N —
demodulator^h
PAL-Schalter
\90°/270°,\ I2 -*-G
stufe 1 stufe 2 stufe 3

\N f(R-y)X^
_ Synchron-'
.demodulator''
1
I
V

. Verstärker
rrrrJHfy■ ■Mi
1i-
/ für den /
:fr
! PAl
ACC

T«/
%
^Kaf!al/ 'St
il '///4

/ // Verstärker ^[oiskrimlnafcydeemphaars
mSECAM

Farbab­
schalter n PAL/SECAM

^ Diskriminator für Schaltspannungs- LJ 90°-Phasen^ ,


Flip-Flop \schieber
r» Farbabschalter verstarker

'\ £\ \ \
.Diskriminator fürN
Burst­ ^Reoelspannwgs-l f'Nachstimm-1 hReferenzlräger-1__Referenzlräger-^
.Referenzträger-' PXverstärker \N \\^iode^\ \' o»'Ualw . . fv\
verstärker V osz-Ualor O

664 FUNK-TECHNIK 1970 Nr. 17

I
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I
1
Am Farbkontrastregler trennen sich die signal wird in der Verzögerungsleitung vom Drehwinkel abhängige Gleich­
Signale beider Normen. Das PAL-Si- um eine Zeilenperiode (64 fxs) verzögert spannung, mit der die Verstärkung der
gnal gelangt vom Schleifer des Reglers und über eine Verstärkerstufe, die die Treiberstufen der FM-Diskriminatoren
über eine durchgeschaltete Diode zur Durchgangsdämpfung der Verzöge­ in Stromabwärtsregelung beeinflußt
Farbartverstärkerstufe 3, zur Verzöge­ rungsleitung ausgleicht, zusammen mit wird. Bei Schwarz-Weiß-Empfang oder
rungsleitung und zum PAL-Laufzeit- dem unverzögerten SECAM-Signal dem zu schwachem Antennensignal greift
der Farbabschalter in die Verstärkungs­
vom (fl-Kl-Syn- zum Fa/blrlgtr- zum Farb­ regelung ein und sperrt die Treiber­
chrondtmodulalor osziUatOf abschalter stufen.
Burs) AA118p
rj06 itr.
V"
2. SECAM-Identifikation
AA113p-< i 330k
120k
Lh* Das direkte und das um eine Zeilen­
ll 47k zur Flip-Flop- periode (64 jis) verzögerte frequenzmo­
BC 237 A\ Sptrrstult dulierte Farbdifferenzsignal müssen bei
not
AA 113p j k h c* SECAM mit einem Kreuzschalter auf
tnr V" den zugeordneten Kanal geschaltet
AA118p
werden. Das setzt jedoch eine richtige
* 02 Schaltfolge des vom Flip-Flop ge­
“I + 24V (PALI steuerten Kreuzschalters voraus. Der
0VI PALI 100
+ 24 VI SECAM)
0 V (SECAM I mit Zeilenrücklaufimpulsen synchroni­
sierte Flip-Flop muß daher durch eine
6201 1) ... geschalteter Identiftkationsschaltung in die richtige
AA 118 p SOI OS
BA173 ' '06
"BA 147/50
IR -Kl - Referenz trage« Schaltfolge gebracht werden. Zur Iden­
tifikation lassen sich beim SECAM-Si­
D3
,R1,10k 11 gnal neben den Vertikalkennimpulsen
10n
10k IF TIS auch die Ruheträger auf der hinteren
BF 89 Schwarzschulter zu Beginn jeder Zeile
Oi
cille.2 fl/?« ausnutzen. Mit der vorhandenen PAL-
AA118p |«9
|100
Y'71' Identiflkationsschaltung bietet sich bei
gemeinsamer Ausnutzung der Burst­
$0 Uri11 Wk f/kj SIJ K«
JS)n Bild 3. Schaltung der
stufe und der Phasenvergleichsschaltung
eine besonders störunanfällige SECAM-
+ 24V (PAL) PAL-SECAM-Identifikation Identiflkationsschaltung an. Um eine
0 V(SECAM I Steuerspahnung zu gewinnen, die den
l_
Flip-Flop und den Farbabschalter
_TL TT steuert, ist die Phasenvergleichsspan­
vom Flip+lop Kreuzschalter (SECAM-Umschalter) zu­ nung, die bei PAL mit Hilfe des ge­
geführt, der neben der Umschaltung schalteten (R — Y)-Referenzträgers ge­
nocn zusätzlich verstärkt. Der Flip-Flop wonnen wird, bei SECAM durch eine
demodulator, in dem es in die beiden aus dem SECAM-Ruheträger abgelei­
farbträgerfrequenten Differenzsignale steuert den SECAM-Umschalter mit der
richtigen Schaltfolge, die eine Identifl- tete Referenzspannung zu ersetzen.
(R — Y) und (B— Y) zerlegt wird. Die Bild 3 zeigt den hierzu notwendigen
nachfolgenden Verstärkerstufen bringen kationsschaltung sicherstellt. Das SE­
CAM-Signal gelangt über Begrenzer Schaltungsaufwand. Bei SECAM-Emp-
das Signal auf die von den Synchron­ fang tastet die Burststufe T 306 den un-
und Verstärkerstufen zu den FM-De­
demodulatoren benötigte Spannung. modulierten Ruheträger auf, dessen
modulatoren, die über Trennstufen den
Durch Hinzufügen der burstsynchroni­
sierten Oszillatorspannung mit der
0°-Phase für den (B — Yj-Demodulator
Zoilt n ml« /(
und mit der geschalteten 90°/270°-Phase
«Dl
für den (R — Yj-Demodulator werden
dann die videofrequenten Farbdiffe- U} YL I(/02I»-I</0!'

renzsignale gewonnen. In der Matrix


© boi richllgor
Sehallfolgt
«1 Uoi O07
entsteht durch Addition der beiden
Differenzsignale das dritte Differenz­ Yl
signal (G — Y) und aus diesen drei
Differenzsignalen durch Kombination
Burst
J K/01I» K/ojl
mit dem Leuchtdichtesignal Y das 44- W Uy U}
bti falscher
Schallfolgt
RGB-Signal, das über galvanisch ge­
koppelte Videoverstärkerstufen den © Uoi *■

Katoden der Bildröhre zugeführt wird. Bild 4. Phasendiskriminator (a) und Zeigerdiagramme
(b, c) der Spannungen am Phasendiskriminator bei SECAM
Beim SECAM-Signal erfolgt am Farb­
kontrastregler eine Umschaltung auf
einen Serienresonanzkreis (Glockenfll- PAL-Synchrondemodulatoren parallel Frequenz von Zeile zu Zeile zwischen
ter), der den Farbkontrastregler mit geschaltet sind. fl und fs umgeschaltet wird. Die Farb­
der Farbartverstärkerstufe 3 verbindet trägerschwingungen werden von Zeile
und die senderseitige Vorentzerrung Zu erwähnen wäre noch die Doppel­ zu Zeile durch die 90°-Phasendrehglie-
ausgleicht. Der direkte Signalweg zum ausnutzung des Farbkontrastreglers. Er der CI, RI und C2, R2 um +90° und
PAL-Laufzeitdemodulator ist durch liefert für PAL eine der Schleiferstel­ —90° in der Phase gedreht und über
eine Schaltdiode gesperrt. Das entzerrte, lung entsprechende Chromaspannung die vom Flip-Flop gesteuerten Schalt­
amplitudengleiche sequentielle Farb- und nach Umschaltung auf SECAM eine dioden D 3 und D 4 der Basis der Ver-

Weil es so viele Transistoren gibt,


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FUNK-TECHNIK 1970 Nr. 17 667


stärkerstufe T15 zugeführt, in der eine fi entsteht jedoch jetzt eine positive über Trennstufen galvanisch an die
zusätzliche Phasendrehung um 180° auf- Spannung | Up i | > | Up 2 | (Bild 4c). Eingänge der Matrixstufen anzukop­
tritt. Der Kollektorschwingkreis CS, LI Diese Spannung hält den Flip-Flop an peln. Hierbei muß aber sichergestellt
ist auf die Frequenz f, abgestimmt und und bewirkt, daß der Diskriminator für sein, daß beim Umschalten von PAL
stellt dafür einen reellen Widerstand fi eine negative Spannung abgibt, die auf SECAM der eingestellte Weißab-
dar. Bei der Frequenz /2 ist der den Flip-Flop wieder frei laufen läßt. gleich erhalten bleibt. Das wird an
Schwingkreiswiderstand dagegen kom­ Dieser Versuch wird so oft wiederholt, Hand von Bild 5 näher erläutert. Die
plex und verursacht eine Phasendre­ bis die richtige Schaltphase gewährlei­ Matrixtransistoren T 643 und T 641 wer­
hung qp. stet ist. Die Zeitkonstante, die sich aus den bei PAL von den Ausgängen der
Setzt man die richtige Schaltfolge vor­ dem Innenwiderstand des Phasendis­ PAL-Synchrondemodulatoren gespeist,
aus, dann wird die Phase der Zeile n kriminators und C 8 ergibt, bestimmt die deren Mittelpunkt auf dem Gleichspan­
mit der Frequenz fi um +270° und die Geschwindigkeit, mit der sich die An­ nungspotential des Spannungsteilers
der Zeile n +1 mit der Frequenz /2 laufversuche wiederholen, und damit R 84, R 86, R 87 liegt, das dem Gleich­
die Zeilenperioden, innerhalb derer der spannungspotential des Spannungstei­
richtige Schaltzustand erreicht wird. lers R641, R642 des Matrixtransistors
Syncnrono«mooui*j»
Die Diskriminator-Ausgangsspannung T 642 entspricht. Dieses Potential muß
»um Burst-Pha»n- steuert auch den Farbabschalter, der auch bei der Umschaltung auf SECAM
diskriminator AA T13p
bei zu kleinem oder nicht vorhandenem an den Emittern der Transistoren T12
m Farbträger den Farbkanal abschaltet. und T 13 unverändert erhalten bleiben.
Bei PAL-Empfang ist die Schaltspan­
R»t*r*wir»g*r. nung 0 V. Daher ist dann T 14 gesperrt,
Ph«s* 0°
und R 66 liegt an Masse. Der Span­
nungsteiler R 84, R 86, R 87 ist jetzt für
44 die PAL-Synchrondemodulatoren wirk­
AA113
sam, und die Transistoren T12 und T13
sind über die herabgesetzte Basisteiler­
FM-Oak'iminatw
+24 V< H spannung an R 66 gesperrt.
RB1
470 k Ö ™ Bei SECAM ist die Schaltspannung
+24 V. Dadurch wird R 66 parallel zu
X f Malrl»

«r
k«k
AA113p a R 63 geschaltet und außerdem T 14 über
BC 237 B
I r» R 88 durchgeschaltet, so daß der Teiler­
AA113p
!I 68 j: ,k % 0*- »e-n mittelpunkt (Schleifer von R 86) an
Masse liegt. Die Transistoren T12 und
-*-220
T13 sind nun durchgeschaltet und ar­
0VIPAU
+24V(SECAM)
R78 I beiten als Emitterfolger auf die Emit­
+24
+ terwiderstände R 645 beziehungsweise
R63 ff 66
Vk 1.5 k
*7P ff 84 R 643, denen D 365 und R 381 bezie­
hungsweise D 364 und R 379 parallel
ff 545
R 64
500 [ff 65
4.7 k liegen. Um Störungen durch die PAL-
>500 Synchrondemodulatoren zu vermeiden,
werden mit der Schaltspannung zusätz­
ffWJl lich die Treiberstufen und der Refe­
ft ion *.7k|
renzträgeroszillator abgeschaltet.
BZY 85/C3V6 f'oa
* *.7P
cs R 74
Diese Schaltung wäre unzureichend,
fl lOO
+ 22k
C=3 0 V (PAL) wenn nicht noch darüber hinaus die
+24V (SECAM) verlustleistungs- und temperaturabhän­
gige ÜEB-Spannungsänderung der

*(•-»)
41^
%:
33
AAlOp
AAH3p
6jBk

ra BC 237 B
iff-n
Trennstufen kompensiert würde. Das
erfolgt mit den drei Z-Dioden D11,
D 12 und D 13, die im Basisspannungs­
3: ,k t« RT3 470
teiler in Reihe geschaltet sind und den
gewünschten negativen Temperatur­
470k
koeffizienten ergeben. Die Z-Dioden
Fj Ä_tj-FM-DI»kriinmato» haben dabei eine Doppelfunktion: Im
+24 V'
J Betriebsfall wird die temperaturabhän­
gige UjTB-Spannungsänderung mit dem
0X4 AA113p
4 TK-Wert der Z-Dioden aufgehoben.
g«tchalt»l»r 5| 68 ff J79 Außerdem wird R 66 beim Umschaltvor­
pjI 1.5 k
270 gang mit umgeschaltet und damit der
68 verlustleistungsabhängigen U^B-Span-
Phaaa BO»/270* 15 k nungsänderung durch eine vom Zener-
Bild 5. Schaltung der PAl-SECAM-Demodulatorausgänge
strom abhängige Zenerspannungsände-
AA113P
zum Burtl*Phas«o- rung entgegengewirkt.
difkrimmator Außerdem ist der Farbabschalter so
(Farbabachallarl Damit die Kompensation vom Strom­
vorgespannt, daß er erst bei sicherer verstärkungsfaktor der Trennstufen und
f I »-*»" Synchrond*mo6uUto* Identifikation den Farbkanal öffnet. von Temperatureinflüssen der Diskri­
Bei PAL-Empfang wird T15 über die minatordioden weitgehend unabhängig
Schaltdiode D5 abgeschaltet und der bleibt, sind die im Brückenzweig lie­
um +90° + (p gedreht. Dabei ergibt sich
vom PAL-Schalter zugeführte (R — Y)- genden Diskriminatordioden über R 81
am Phasendiskriminator durch Ver­
Referenzträger über D 6 zum Phasen­ beziehungsweise entsprechend R 73 ge­
gleich der getasteten Ruheträger U\,
vergleich mit dem Burst dem Phasen­ ringfügig vorgespannt. Die Shuntwider­
Ui mit dem phasenverschobenen Re­ diskriminator zugeführt. Auch hier
ferenzträger U3 für die Frequenz f\ stände R 78 und R 74 verringern diese
steuert die Phasendiskriminator-Aus­ Vorspannung, die sonst zu Nichtlineari­
keine Spannung und für /2 eine nega­
Spannung gangsspannung den Farbabschalter und täten der Diskriminatorkurve führen
tive |ÜD2|> jÜDl! den Flip-Flop. könnte. Mit dieser Schaltung läßt sich
(Bild 4b), die den Farbabschalter und
den Flip-Flop unbeeinflußt läßt. Ist die eine Gleichspannungsstabilität von
Schaltfolge dagegen falsch, so werden 3. Umschaltung der PAL-SECAM- ± 10 mV erreichen. Damit ergibt sich
die Farbträgerschwingungen mit der Demodulatorausgänge an den Bildröhrenkatoden eine Span­
Frequenz f\ um +90° und die mit der Der Videoverstärker und die PAL-Syn­ nungsschwankung von ± 0,5 V, bei der
Frequenz /g um +270° + rp gedreht. chrondemodulatoren sind galvanisch ge­ mit Sicherheit eine sichtbare Farbton­
Daher gibt der Phasendiskriminator für koppelt. Daher ist es naheliegend, auch änderung an der Bildröhre vermieden
fl wiederum keine Spannung ab. Für die SECAM-Diskriminatorausgänge wird.

668 FUNK-TECHNIK 1970 Nr. 17

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U. SCHMIDT 7.9. DGG 99 015 TM
(Demonstrationsschallplatte für die Hörbar­
keit nichtlinearer Verzerrungen)
30 cm, 33 Zs U/min

Meß- und Hörtestschallplanen für Hi-Fi-Stereo-Anlagen Seite A: Musikbeispiele, Seitenschrift


Band 1: ßj + *4 < 2%
Band 2: k2 = 5%, k3 < 2%
Schluß von FUNK TECHNIK Bd. 25 (1970) Nr. 16, S.695 Band 3: k2 < 2%, k3 = 5%
7. Hörtestschall platten Seite B: Band 4: k2 -f = 5%
Band 1: 5000 Hz, links/rechts Band 5: k2 = 7,5%, k3 < 2%
7.1. dhfi-Schallplatte 1 Band 2: 1000 Hz, links/rechts Band 6: < 2%, *, = 7,5%
30 cm, 33 Z3 U/min Band 3: 120 Hz, links/rechts Band 7: k2 -f = 7,5%
Seite A: technische Erläuterungen über Hi­ Bänder 4...6: wie Bänder 1...3 Band 8: k2 = 10%, ^ < 2%
Fi und Stereophonie, Frequenzgang-Erklä­ Band 9: k2 < 2%, fc3 = 10%
Meßgeräte sind nicht erforderlich, für Seite B Band 10: k2 + k3 = 10%
rungen, Frequenzgangbeschneidungen (Hör­
ist jedoch ein Röhrenvoltmeter zu empfehlen Band 11: *, = 15%, k3 < 2%
barkeit linearer Verzerrungen), Rumpeltest,
Hörbarkeit nichtlinearer Verzerrungen, Pha­ 7.5. Teldec TST 74430 Band 12: k2 < 2%, k3 = 15%
sentest Band 13: A, + *3 = 15%
(Telefunken-Stcrco-Test) 17 cm, 45 U/min Band 14: k2 = 20%, k3 < 2%
Seite B: ausgesuchte Musikbeispiele in Stereo
Seite A: Entspricht der Seite A der Platte Band 15: k2 < 2%, k3 = 20%
Meßgeräte sind nicht erforderlich TST 72363 F Band 16: k2 + 1% = 20%
Band 11:= 30%
Seite B: Stereo-Musikbeispiele Band 18: k2 -f jfc3 < 2%
7.2. dhfi-Schallplatte 2
Meßgeräte sind nicht erforderlich Seite B: Sprachbeispiele, Seitenschrift (In­
(Hörtest- und Meßschallplatte)
30 cm, 33 Zs U/min 7.6. CBS STR 101 halt wie Seite A)
Seite A: (Seven Steps to Better Listening) Meßgeräte sind nicht erforderlich
Band 1: Pegelton 1 kHz (0 dB, —10 dB), 30 cm, 33 Z3 U/min
Festfrequenzen 20 bis 20000 Hz, Seite A: Stereophonische Tests 7.10. DGG 641 001
links (Schneidkennlinie 3180 [xs, Band 1: Links-Rechts-Unterscheidung (Praktikum der Hi-Fi-Stereo-Technik)
318 j.18, 75 ps) Band 2: Phasenkontrolle der Kanäle 30 cm, 33 Zs U/min
Band 2: wie Band 1, jedoch rechter Kanal Band 3: Balancetest Seite A: Künstliche Signale mit Ansage
Band 3: Phuscntcot Band 4: Frequenzgangtest, Übersprech­
Bänder 1...4: weißes Rauschen mit Fre­
Band 4: Seiten-, Mitten- und Balancetest test
quenzbeschneidungen und -an-
Seite B: Band 5: wechselnder Phasentest hebungen
Band 1: Rumpeltest, 315 Hz Seite B: Band 5: Hilfsaufzeichnung zur Prüfung
Band 2: Gleitfrequenzgang30... 12000Hz, Band 1: Frequenzgangtest in Mono der Auflagekraft
links Band 2: Gleittontest Band 6: Rauschen links, rechts, Mitte
Band 3: Gleitfrequenzgang30... 12000Hz, Band 3: Abtasttest, horizontal Band 7: Wirkung stark differierender
rechts Band 4: Abtasttest, vertikal Klangbilder
Band 4: Antiskating-Testteil Meßgeräte sind nicht erforderlich Band 8: Ortungstest
Band 5: Abtasttest, 300 Hz, horizontal Band 9: Phasentest mittels Wobbeltönen
20... 100 |xm 7.7. DGG 101495 Band 10: Gleichlaufprüfung
Band 6: Abtasttest, 300 Hz, vertikal (Schallplatte zur Prüfung von Stereo - Band 11: Rurapelvergleichston 315 Hz
20 ..50 (xm Wiedergabegeräten) 17 cm, 45 U/min Band 12: Rumpelaufzeichnung, farbiges
Band 7: Übersprechtest links nach rechts Rauschen —20 dB
Seite A:
(125, 500, 1000, 4000, 10000 Hz) Band 1: Symmetrie und Seitenrichtigkeit Band 13: —30 dB
Band 8: Übersprechtest rechts nach links Band 2: Klanggleichheit der Kanäle Band 14: —40 dB
(125, 500, 1000, 4000, 10000 Hz) Band 3: Überprüfung der Lautsprecher­ Band 15: —50 dB
Meßgeräte: für Seite A ist ein Röhren Volt­ polung Band 16: Abtasttest 315 Hz,
meter erforderlich Seite B: Seitenschrift 0... -f-10 dB
Band 1: Stereo-Geräusche Band 17: Abtasttest 315 Hz, Tiefenschrift
Band 2: Stereo-Musik Band 18: Übersprechtest rechts nach links
7.3. dhfi-Schallplatte 3 Band 19: Übersprechtest links nach rechts
(Lautsprechertest) 30 cm, 33 Zs U/min Meßgeräte sind nicht erforderlich
Seite B: Musikbeispiele
Seite A: 7.8. DGG 99 014 TM Bänder 1...4: Musikbeispiele mit Fre­
Bänder 1...3: Eichpegel (Terz, 1 kHz (Demonstrationsschallplatte für die Hörbar­ quenzbeschneidungen und -an-
Mittenfrequenz, Seitenschrift mit keit linearer Verzerrungen — Einengung der hebungen
verschiedenen Pegeln) Bandbreite) 30 cm, 33 Zs U/min Band 5: Klirrfaktor k2 -f k3 < 1%
Band 4: Aufzeichnungen zur gehörmäßi­ Band 6: Klirrfaktor k2 -f k3 etwa 5%
gen Bestimmung der Schalldruck­ Seite A: Musikbeispiele, Seitenschrift Band 7: Klirrfaktor k2 -}- k3 etwa 10%
kurve einer Box Band 1: 30... 16000 Hz Band 8: Klirrfaktor k2 -f k3 etwa 20%,
Band 5: rosa Rauschen in Stereo Band 2: obere Grenzfrequenz 11,5 kHz Antiskating-Zone
Band 6: Referenz links (Terz, 1 kHz Mit­ Band 3: obere Grenzfrequenz 8 kHz Bänder 9...11: wie Bänder 6...8 der A-
tenfrequenz) Band 4: obere Grenzfrequenz 5,6 kHz Seite
Band 7: Referenz rechts (Terz, 1 kHz Mit­ Band 5: obere Grenzfrequenz 4 kHz
Band 6: obere Grenzfrequenz 2,8 kHz Meßgeräte sind nicht erforderlich
tenfrequenz) Von der CBS sind noch verschiedene weitere
Band 8: Kontrollsignale links/rechts Band 7: 30...16000 Hz
Band 8: untere Grenzfrequenz 63 Hz spezielle Meßschallplatten lieferbar, die hier
Seite B: Klangbeispiele, abwechselnd links Band 9: untere Grenzfrequenz 90 Hz jedoch nur aufgezählt werden sollen:
und rechts, jedes Band 5fach unterteilt Band 10: untere Grenzfrequenz 125 Hz STR 100 (Frequency Test Record)
(links, rechts, links, rechts, links) Band 11: untere Grenzfrequenz 180 Hz STR 111 (Square Wave, Tracking and Inter­
Meßgeräte sind nicht erforderlich Band 12: untere Grenzfrequenz 250 Hz modulation Test Record)
Band 13: untere Grenzfrequenz 355 Hz STR 120 (Wide Range Pickup Response
7.4. Teldec TST 72 363 F Band 14: Bandbreite 355...2800 Hz Test Record 10...50000 Hz)
(Telefunkcn-Stereo-Test, Industriefassung) Band 15: Bandbreite 250...4000 Hz STR 130 (RIAA Frequency Response Test
17 cm, 45 U/min Band 16: Bandbreite 180...5600 Hz Record)
Band 17: Bandbreite 125...8000 Hz STR 140 (RIAA Pink Noise AcousticalTest
Seite A: Band 18: Bandbreite 90... 11200 Hz Record)
Band 1: Seitentest rechts/links Band 19: Bandbreite 30...16000 Hz
Band 2: Pegel- und Frequenzgangkon­ Zu erwähnen wäre noch, daß sich auch die
trolle mit Musik rechts/links Seite B: Sprachbeispiele, Soitenschrift (In­ Rumpel-Meßschallplatte DIN 45544 und
Band 3: Prüfung der Lautsprecherpolung halt wie Seite A) die Gleichlauf-Meßschallplatte DIN 45545
Band 4. Prüfung mit Stereo-Musik Meßgeräte sind nicht erforderlich als Hörtestplatte eignen.

FUNK-TECHNIK 1970 Nr. 17 669


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Stand der Meßtechnik im PAL-Farbfernsehservice


Unter besonderer Berücksichtigung des Service-Generators „PM 5508"

Allgemeines Koordinaten zu finden. Man könnte ist RGB, und man einigte sich, die defi­
Die Fachwelt kann nun auf fast drei dazu natürlich auch Polarkoordinaten nierten Primärfarben RGB zusammen
Jahre Erfahrungen im Farbfemseh- heranziehen, jedoch würde dadurch die mit den Komplementärfarben Gelb,
service zurückblicken. Deren Auswer­ genaue Ortsbestimmung in den Rand­ Zyan und Magenta sowie mit Weiß und
tungen führen dazu, auch den Standort gebieten erschwert. Schwarz in Form senkrechter Balken
der Meßtechnik neu zu überdenken. Im Bild 1 beschreibt diesen Ubertragungs- in einem sogenannten Farbbalken­
Service wird das wirtschaftliche Er­ weg der Farbbildübermittlung. Um signal zu vereinen.
gebnis der Werkstätten in besonderem eine möglichst einfache Darstellung der Die RGB-Signale beschreiben nun zwar
Maße von der optimalen Wahl und der Hauptbaugruppen zu erreichen, wurden jeden Bildpunkt vollständig, entspre­
angemessenen Qualität der Meßmittel alle erforderlichen Verstärker weg­ chen jedoch nicht der Forderung nach
bestimmt. Der Farbfernsehempfänger gelassen. Die stark vereinfachte Dar­ Kompatibilität, das heißt, die Schwarz-
ist das technisch höchstentwickelte Mas­ stellung beschränkt sich auf das Weiß-Empfänger können dieses Signal
senprodukt der Konsumgüterindustrie. Wesentliche. nicht gebrauchen. Es findet daher in
In ihm sind Erkenntnisse aus sehr ver­
schiedenen elektronischen Spezialgebie­
Bezugssytem optimale Meßsignale
ten vereinigt. Zu der vom Rundfunk
her bekannten Basis der Hoch- und
Niederfrequenztechnik kam zuerst die S R G
Impulstechnik, und mit der Farbe RGB Farbbalken
kamen auch die Probleme der Quadra­ \
turmodulation mit ihren Phasenmeß­ Matrix
problemen. In nachfolgenden Erörte­
rungen soll der Standort der Service-
Meßtechnik für das PAL-Verfahren neu
bestimmt werden. Es würde zu weit Farbachsensignale
führen, die anderen Verfahren NTSC ±V
und SECAM in diese Überlegungen mit
einzubeziehen. Ebenfalls wurden die A Coder
S
Meßsignale aus der Betrachtung her­ t
ausgenommen, die zu hohe Anforderun­ F B AS
gen an die Ausbildung der Service­ I
techniker stellen. HF-Modulation
Sendung
Die Schwarz-Weiß-Meßtechnik wird als Empfang
bekannt vorausgesetzt. Zusätzlich kom­ Bild 1. Der Über­ HF-Demodulation
men beim Farbempfänger für die tragungsweg für
Farbfernsehsig-
*
Schwarz-Weiß-Wiedergabe noch die SAB F
nale aus der
Einstellvorschriften für Farbreinheit I I X
und die Konvergenz hinzu. Für die
Farbreinheit genügt an sich ein rein
weißes Bild. Durch Abschalten von
Sicht der Meß­
technik
u.v
Farbdlfferenzachsen
Regenbogen

□r Farbspeicher

Systemen der Farbbildröhre kann die T| Additions-


notwendige Justierung leicht durch­
8
I stufen
Farbträger­
geführt werden. Das Gittermuster für regenerierung -FV
die Einstellung der statischen und
dynamischen Konvergenz ist hinläng­ |pal j PAL-Schalter
lich bekannt. Vom Gesamtaufwand her
gesehen, ist das Konvergieren sicher­
lich die zeitaufwendigste Arbeit, auf }r Synchron­
Grund der heute durchweg gebräuch­ demodulatoren
lichen Symbole an den Einstellelemen­ U
ten jedoch nicht die schwierigste. Die­
ser Teil, der eigentliche Farbüber­ Farbachsensignale Matrix ]
R-Y G-Y B-Y
tragungsweg, sei zuerst behandelt.
Ubertragungsweg
Bei der Betrachtung des Ubertragungs­
weges zur Übermittlung farbiger Bil­
der in seinen wesentlichen Stufen von RGB Farbbalken
der Kamera an bis zum Empfänger­
bildschirm soll besondere Aufmerksam­
keit dem jeweils zugeordneten Bezugs­
system gelten. Aus dem Bezugssystem
/T\
läßt sich nämlich das optimale Meß­
signal ableiten. Ein Beispiel macht dies Drei Kameras wandeln das von einem einer Matrix eine Umwandlung in drei
klar: Bei einem Stadtplan ist man ge­ farbigen Bildpunkt ausgehende Licht andere Komponenten statt, die den
wohnt, eine Straße an Hand eines in entsprechende elektrische Signal­ Farbbildpunkt in einem anderen Be­
Netzes aus kartesischen (rechtwinkligen) spannungen um. Durch die Zerlegung zugssystem ebenso vollständig be­
Dipl.-Ing. Herbert Kaufhold Ist der Lichtstrahlen in die RGB(Rot, Grün, schreiben. Es handelt sich um das
Mitarbeiter der Philips Elektronik Indu­ Blau)-Komponenten kann jede Farbe Luminanzsignal Y und die Chromi­
strie GmbH, Hamburg. beschrieben werden. Das Bezugssystem nanzsignale R—Y, B—Y beziehungs-

672 FUNK-TECHNIK 1970 Nr. 17


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weise daraus abgeleitet U, V. Diese folgt in der Empfänger-Farbbildröhre Hand des Schirmbildes, also ohne die
Farbdifferenzsignale enthalten also (Speisung der Katode mit Y). Der Vor­ Zuhilfenahme eines Oszillografen. Da­
keine Helligkeitsinformation, beschrei­ teil liegt in der Vermeidung von Gleich­ bei darf jedoch nicht übersehen werden,
ben jedoch jeden Farbpunkt hinsicht­ laufschwierigkeiten bei den Ansteuer­ daß man bei manchen Reparaturen
lich Farbart und Farbsättigung. Es ist verstärkern. Nachteilig ist der hohe keine oder keine verwertbare Schirm­
sehr wichtig, sich klarzumachen, daß es Spannungsbedarf an den Gittern der bildanzeige mehr bekommt. Das ist
in Verfolgung des weiteren Farbüber­ Farbbildröhre; deswegen werden bei zum Beispiel bei einer Unterbrechung
tragungsweges darauf ankommt, im Farbdifferenzansteuerungen zumeist des Signalweges der Fall.
wesentlichen zwei Bedingungen einzu­ Röhrenverstärker verwendet. Im ande­
Solche besonderen Meßsignale sollen
halten: die Ubersprechbedingung (oder ren Fall wird der Matrix außerdem
nun einmal an Hand eines Gerätes, des
auch 90C-Bedingung) zwischen U und V noch das Signal Y zugeführt, und diese Schwarz-Weiß- und Farbbildgenerators
und die Forderung nach gleich großer gibt dann die RGB-Signale an die „PM 5508“ von Philips (Bild 2) etwas
Verstärkung beider Informationen Bildröhre weiter. Bei der RGB-An­
(oder auch 45°-Bedingung). steuerung sind die Arbeitspunkte der
Die V-Komponente wird im nachfolgen­ Bildröhre einfacher einzustellen als bei
den PAL-Schalter zeilensequentiell um der Farbdifferenzansteuerung. In bei­ fcsi - -■C-

180° geschaltet. Zusammen mit dem den Fällen sind die drei Elektronen­
strahlen RGB-moduliert und treffen
empfängerseitigen PAL-Schalter wer­
sich bei richtiger Justierung im glei­
>>/
den hierdurch die Voraussetzungen ge­ i
schaffen, um Farbverfälschungen durch chen Bildpunkt-Tripel. i
jaon
lineare und nichtlineare Verzerrungen
im Nachrichtenweg zwischen den bei­ Betrachtung über optimale Meßsignale
den Schaltern wieder aufzuheben. Die­ In der Meßpraxis ist immer dann die * * v
ser Vorteil wird mit einer mehr oder größere Wirtschaftlichkeit gegeben, & C
minder großen Farbentsättigung er­ wenn an Stelle von quantitativen Meß­
kauft. Die Entsättigung empfindet das vorschriften Nullkriterien (Meßbrücken­
menschliche Auge jedoch weniger stö­ prinzip) treten. Mit anderen Worten:
rend als eine Farbverschiebung. Der Servicetechniker hat schon genug Bild 2. Schwarz-Weiß- und Farb-
damit zu tun, die Meßpunkte des bildgcnerator „PM 5508" (Philips)
Im Coder wird die Chrominanzinfor­ Schaltbildes im Gerät wiederzuflnden.
mation einem 4,43-MHz-Farbträger auf­ Man sollte ihn nicht noch mit genauen näher studiert werden. Mit Hilfe der
moduliert. Die Phasenlage dieses F- Spannungswerten belasten, wenn sich Drucktasten lassen sich verschiedene
Signals in Relation zum Farbträger das vermeiden läßt. Der gesamte Uber­ Meßsignale einschalten. Die Anordnung
kennzeichnet die Farbart, während die tragungsweg sei unter diesem Gesichts­ der Tasten ist so gewählt, daß die Be­
F-Amplitude als Maß für die Farbsätti­ punkt noch einmal betrachtet. tätigung von links nach rechts fort­
gung dient. Da der Farbträger bei der schreitend in sinnvoller Reihenfolge
Modulation unterdrückt wurde, muß Auf der Sendeseite, beginnend
bei der Bildwandlung bis hin zur Ma­ alle Meßsignale bewirkt, die für eine
ein Referenz-Schwingungszug, der Prüfung oder den Abgleich erforderlich
Burst, in der Austastlücke eingeblendet trix, stellen zweifellos die Farbbalken
die optimalen Meßsignale dar. Man wird sind. Auf das zum Schwarz-Weiß-Ab­
werden. Mit seiner Hilfe wird im gleich dienende Schachbrettmuster folgt
Empfänger der ursprüngliche Farb­ ihnen im Empfänger an der entspre­
chenden Stelle das gleiche Interesse ein 100 °/o-Weißbild mit PAL-Burst für
träger wiedergewonnen. die Prüfung auf gleiche Helligkeitsver­
entgegenbringen. Nach der Sende-Ma-
Zum F- werden das Y-Signal sowie die trix sind sie jedoch keineswegs mehr teilung über den Bildschirm (Brumm),
Taktinformation hinzugefügt, und man optimal. Kein einziger Farbbalken liegt Weiß-C-Einstellung und Strahlstrom­
erhält das F B A S-Signal. Dieses wird nämlich allein in U oder V. Daher ist begrenzung. Das anschließende voll­
zusammen mit dem Ton HF-moduliert, man zu Meßsignalen übergegangen, die gesättigte Rotbild wird zur Farbrein­
restseitenbandbegrenzt zum Empfänger ausschließlich in den Farbdifferenz- heitseinstellung verwandt. Es folgt eine
übertragen, dort demoduliert und nach achsen - im folgenden kurz Farbachsen linear gestufte Grautreppe zur Lineari­
ursprünglichen Komponenten getrennt. genannt - definiert werden. Ein reines tätsprüfung des Videoverstärkers und
In einer 64-us-Verzögerungsleitung wer­ U-Signal darf im V-Kanal keine Span­ bei RGB-Aussteuerung des Gleichlaufes
den die Farbinformationen um eine nung bewirken und umgekehrt. Für die der drei RGB-Endverstärker. Punkt-
Zeilenlänge (genauer: um 283,5 Farb­ Prüfung bezüglich gleicher Verstärkung und Gittermuster ermöglichen die Kon­
trägerperioden) verzögert. Es stehen beider Kanäle verwendet man nun ein vergenzeinstellung. Die nun folgenden
nunmehr PAL-geschaltete und unge- aus U und V zusammengesetztes Signal, Spezialsignale basieren auf den Farb-
schaltete Zeilen zum gleichen Zeitpunkt das auf G—Y (237°) senkrecht steht achsensignalen und sind abgestimmt
zur Verfügung, wobei man davon aus­ und daher nach der empfängerseitigen auf die drei großen Farbkomplexe:
geht, daß die Farbinformation zweier Dematrizierung im G—Y-Ausgang keine PAL-Speicher, Synchrongleichrichtung,
aufeinanderfolgender Zeilen etwa gleich Spannung verursachen darf. Matrix.
ist [1]. ln den Additionsstufen wird die Diese Farbachsen sind also überall von
Farbinformation aufgespalten in zwei Das mit „DELAY“ bezeichnete Signal
Vorteil, wo das Bezugssystem U und V setzt sich aus vier senkrechten Balken
Komponenten entsprechend den Farb- gegeben ist. Welches Meßsignal wäre
achsen U und V; es entstehen Fy und mit gleichem Grauwert zusammen
nun der 4,4-MHz-frequenten F-Infor- (s. Bild 3). Der vierte (rechte) Balken
±Fy. Mit Hilfe des Empfänger-PAL- mation zwischen dem sendeseitigen
Schalters erhält man wieder -f Fy. Coder und dem empfängerseitigen Syn­
R-Y
Anschließend wird in den beiden Syn­ chrondemodulator zugrunde zu legen?
chrondemodulatoren unter Zusatz des Da hier die Phase für eine sehr we­
Farbträgers in geeigneter Phasenlage sentliche Information - die Farbart - +v
das ursprüngliche Chrominanzpaar U bestimmend ist, sollte das Meßsignal
und V wiedergewonnen. Durch die Vor­ auch eine direkte Phasenmessung er­
sortierung des F-Signals nach den Farb- lauben. Das Regenbogensignal ermög­
achsen in der vorausgegangenen Addier­ licht in einfacher Weise die Messung
stufe kommt es bei den Synchrongleich­ der Phase und ist deswegen für diesen
richtern hauptsächlich auf die genaue Teil der Ubertragungsweges besonders -u
B-Y
Einhaltung der 90°-Bedingung an, wäh­ gut geeignet [2,3,4]. Auch die Farb- M =0,65 * 11/|
rend eine nicht allzu große Bezugs­ achsensignale lassen sich für diesen
Bild 3. Chrominanzwerfc (Farbzeiger)
phasenverschiebung sich nur in einer Ubertragungsabschnitt verwenden, wenn des „DELAY“-Signals beim „PM 5508"
Verringerung der Farbsättigung aus­ man sie etwas modifiziert.
wirkt. Das PAL-Verfahren bietet durch die zei­ enthält nur diesen Grauwert, der dritte
Bei der nachfolgenden Dematrizierung lensequentielle Umschaltung einer Farb- eine +V-Komponente ungeschaltet, also
werden zwei verschiedene Wege be­ achse zusätzliche Prüfmöglichkeiten in in NTSC-Codierung. Der Burst ent­
schritten. In einem Fall werden R—Y, Form besonderer Meßsignale. Einige spricht der PAL-Norm. Auf dem Bild­
B—Y und G—Y aus U und V gewonnen, dieser PAL-speziflschen Signale erlau­ schirm eines abgeglichenen Empfängers
und die endgültige Dematrizierung er- ben sogar eine Fehlererkennung an erscheinen der dritte und vierte Balken

674 FUNK-TECHNIK 1970 Nr. 17


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I.
ken zwei und drei beseitigt. Damit sind
die Gleichrichter bezüglich ihrer Phase
richtig justiert. Auf dem Bildschirm des
Oszillografen erscheinen an den glei­
chen Meßstellen wie vorstehend be­
R schrieben nunmehr für den (R—Y)-Aus-
gang: Balken zwei (Nullsignal), Balken
rw. G eins und drei (gleich groß); für den
B—Y-Ausgang: Balken eins und zwei
B (gleich groß), Balken drei und vier
17 (Nullsignal).
Zur Überprüfung der Matrix dient das
Bild 4. Prinzipdarstellung Signal „MATRIX“. Es besteht aus einer
der Farbstufen eines Farb- völlig korrekten PAL-Information
fernsehempfängers
(Bild 6), und zwar aus den vier Balken
+ V—ü, —ü, +V, 0 mit jeweils glei­
1 Chrominanzverstärker 8 Fv-Verstärker 15 R ] chem Grauwert. Dieses Signal erlaubt
2 64-itt-Laufzeitleitung 9 Fu-Verstärker 16 G J Matrix mit Verstärkern die Kontrolle der sogenannten 45°-Ein-
3 4.4-MHz-Phase 10 (R—Y)-Synchrongleichrichter 17 B J
4 4,4-MHz-Amplitude 11 (ß—Y)-Synchrongleichrichter 18 Laufzeitausgleich
5 Additionsglied 12 Farbträgergenerator Luminanz—Chrominanz ♦Y
6 Subtraktionsglied 13 90°-Farbträgerphase 19 Luminanzverstärker
7 PAL-Schalter 14 (G—Y)-Matrix

grau. Der zweite Balken weist eine —U- Bildschirm erscheinen sie von links
Farbkomponente auf. Der erste Balken nach rechts in den Farben Orange-
enthält die addierten Farbsignale des Gelblich, Gelblich-Grün, Rosa, Grau.
zweiten und dritten Balkens V—U. Da Der obere Teil eines jeden Balkens
das -I-V-Signal ebenso wie beim dritten wird als korrektes PAL-Signal in der
Balken im Empfänger (Bild 4; die nach­ obigen Reihenfolge (Bild 5) mit dem
stehend jeweils in Klammem angegebe­ Chrominanzwert V« (+V—ü), —V* ü,
nen Zahlen beziehen sich auf die ent­ ± V* V, 0 gesendet. Der untere Teil der -v
-v-u
sprechend bezeichneten Baugruppen und Balken setzt sich zusammen aus ab­
Einstellelemente in diesem Bild) in der wechselnd einer Zeile V—ü, —U, +V, 0 Bild 6. Farbzeiger des
Additionsstufe (5) aufgehoben wird, und einer Grauzeile. Bei fehlerhafter ,,MATRIX‘‘-Signals des ..PM 5508"
wirkt sich also nur das —Ü-Signal auf Einstellung der Farbträgerphase werden
dem Schirm aus; der erste und der die oberen Balkenteile nur etwas ent- Stellung. Mit anderen Worten: Stimmen
zweite Balken sehen beide gelblich-grün sättigt, nicht jedoch in der Farbart ver­ die Verstärkungsfaktoren (8) und (9)
aus. Wichtig ist bei dieser Prüfung, daß fälscht, da den Synchrongleichrichtern sowie die Grünmatrix (14)? Da nämlich
durch Justierung von Phase (3) und vom PAL-Speicher nach Farbachsen das Signal ±V—U (Bild 6) durch den
Amplitude (4) in den Balken keine VB vorsortierte Signale geliefert werden. Empfänger-PAL-Schalter (7) in +V—U
( = Venetian Blinds oder PAL-Streifen Anders ist es in den unteren Balken­ zurückgewandelt wird, steht diese In­
oder Jalousie-Effekt) mehr zu beobach­ teilen. An den Eingängen der Addier- formation senkrecht auf dem Zeiger
ten sind. Amplitudenfehler (4) sind nur (5) beziehungsweise Subtrahierstufe (6) (G—Y). Also erscheint am (G—Y)-Aus-
nach VB-Minimum im dritten, und steht in jeder Zeile nur entweder ein gang der Matrix ein Nullsignal. Das ist
Phasenfehler (3) sind entsprechend dem direktes oder ein verzögertes Farbsignal mit dem Oszillografen am Ausgang (14)
zweiten Balken zu korrigieren. Ver­ zur Verfügung. Diese Stufen können direkt zu erkennen. Auf dem Bildschirm
färbung des dritten Balkens zeigt fal­ also ihre eigentliche Aufgabe, nach enthält jedoch der erste Balken auch
sche Phase des Farbträgerzusatzes im Farbachsen vorzusortieren, nicht mehr rote und blaue vom Y-Signal herrüh­
(B—Y)-Synchrongleichrichter (11) an. erfüllen. Es sei nochmals wiederholt, rende Leuchtpunkte. Schaltet man nun
Bei korrektem Abgleich zeigt der Aus­ daß das Verständnis des Gemisches aus die beiden Elektronensysteme der Bild­
gang des (R—Y)-Synchrongleichrich- Färb- und Grauzeilen sehr wichtig ist: röhre für Blau und Rot ab, dann muß
ters (10) auf dem Bildschirm eines Os­ Wenn eine Grauzeile einläuft, kann die noch sichtbare Grünkomponente im
zillografen über der Zeile Nullsignal, keine Farbinformation auf direktem ersten Balken gleichbleiben, wenn man
ebenso wie der (R—Y)-Ausgang der Wege zu den Addierstufen (5) und (6) den Sättigungseinsteller (I) auf- und
Matrix; R enthält nur seine Y-Kompo- gelangen; der noch gefüllte Farbspei- zudreht.
nente. Die (B—Y)-Ausgänge haben ent­ cher (2) liefert jedoch ein korrektes
Das „COLOUR-BAR"-Signal enthält in
sprechend im ersten und zweiten Bal­ Farbsignal an diese Stufen (5) und (6).
Die folgende Farbzeile gelangt zwar der oberen Bildhälfte die Balkenfolge:
ken gleiche Amplitude und im dritten Weiß, Gelb, Zyan, Grün, Magenta, Rot,
und vierten Nullniveau. direkt an die Addierstufen, jedoch ist
der Farbspeicher wegen der voraus­ Blau und Schwarz mit 75 #/o Kontrast.
Zur Einstellung der Synchrongleichrich­ gegangenen Grauzeile leer. Die Addier­ In der unteren Bildhälfte steht ein
ter dient das mit „PHASE“ bezeichnete stufen (5) und (6) erfüllen nur dann ihre 75 °/«-Referenzweiß wie im ersten Bal­
Signal. Es scheint kompliziert aufgebaut Aufgabe, wenn sie gleichzeitig ken zur Verfügung. Dieses Prüfsignal
zu sein, basiert jedoch auf den glei­ die nacheinander gesendeten, nach PAL ist für die abschließende Prüfung des
chen Komponenten wie das vorherige. Empfängers gedacht. Außerdem ist es
geschalteten Zeilen zugeführt bekom­
Das Bildmuster setzt sich wieder aus men. Das untere Halbbild des „PHASE“- von Bedeutung, wenn (Bild 7) die Bild-
vier senkrechten Balken mit dem glei­ Prüfsignals wirkt sich so aus, als ent­
chen Grauwert zusammen. Auf dem halte der Standard-PAL-Empfänger Y
keinen Speicher: Er verhält sich wie
v-u ein Simple-PAL-Empfänger.
+v
Da den Synchrongleichrichtem also nur
1/2 (V-U) Signale zugeführt werden, die nicht
+MiV nach Farbachsen vorsortiert sind, müs­
sen sie auch noch diese Arbeit durch­
I führen. Falsche Phase der Farbträger­
-u -1I2U
zusätze wirkt sich nun jedoch in einer
Farbverschiebung aus; oberer und unte­ R-Y
B-Y
-1/2 V
rer Balkenteil sind nicht mehr farb- 0-Y
1/2 (-V-U)
gleich. Durch Nachjustierung der 0°-
und 90°-Phaseneinsteller (10 und 11 oder Bild 7. Potentiometereinstellung der Arbeitspunkte
Bild 5. Farbzeiger des 12 und 13) werden die Farbunterschiede für die Strahlsysteme der Farbbildröhre bei Farb-
,,PHASE"-Signals des ..PM 5508’* in den Ober- und Unterteilen der Bal- differenzansteuerung

676 FUNK-TECHNIK 1970 Nr. 17


p

j
;
I

röhre mit Farbdifferenzsignalen ange­ (G—Y)-Verstärker bei allein eingeschal­ fahrens besondere Signale entwickelt
steuert wird und außerdem in den Ka­ tetem Grün-System an Hand des Grün- werden, die es ermöglichen, Justier­
toden keine Varistoren, sondern Poten­ Balkens ebenso. fehler an Hand des Bildes auf dem
tiometer zur Arbeitspunkteinstellung Dieses einfache Vergleichsverfahren be­ Empfänger-Bildschirm zu erkennen und
vorhanden sind. Diese Widerstände ver­ ruht darauf, daß die Rot-, Grün- und ihren Entstehungsort zu lokalisieren.
ursachen für die Farbdifferenzsignale Blau-Balken des „COLOUR-BAR"-Si-
eine Gegenkopplung. Falls nach einem gnals bezüglich Luminanz, Farbart und Schrifttum
Bildröhrenwechsel diese Potentiometer Farbsättigung der Norm entsprechen, [1] Achterberg, H., u. Wölber,
neu eingestellt werden müßten (Weiß­ so daß deren Addition Weiß ergibt. J.: Die für eine gute Schirmbild­
punkteinstellung), so schließt sich daran Daraus folgt dann umgekehrt die an­ qualität erforderlichen Eigenschaften
ein entsprechender Ausgleich der Ver­ gegebene Vorschrift. des PAL-Decoders einschließlich der
stärkung der Farbdifferenzverstärker Verzögerungsleitung. Valvo-Berichte
an. Hierzu wird zuerst mit einem Os­ Durch die Möglichkeit, an Stelle des Bd. XIV (1968) Nr. 4, S. 137-168
zillografen die (B—Y)-Amplitude gemäß Norm-Burst einen von etwa 0 bis 200 °/o [2] Bruch, W.: Die Technik der Farb-
Vorschrift des Geräteherstellers einge­ in der Amplitude einstellbaren Burst fernseh-Ubertragung; 4. Abgleich und
stellt. Sodann werden die Rot- und einzustellen, können die Funktion des Meßtechnik des Pal-Demodulators.
Grün-Elektronensysteme abgeschaltet. Farbabschalters und die Chromarege- Radio mentor Bd. 34 (1968) Nr. 1, S. 041
lung überprüft werden. bis 044
Kontrast- und Sättigungseinsteller sind
so einzustellen, daß der Blau-Balken [3] Hart wich, W.: Service-Meßtechnik
und das darunter befindliche Weiß-Re­ Schlußbemerkung In den Farbstufen eines PAL-Farb-
fernsehempfängers. messen + prüfen
ferenzfeld (das nun blau erscheint) Die Definition eines einzigen optimalen (1968) Nr. 2, S. 71-77
gleiche Helligkeit aufweisen. Danach Meßsignals für den Service von Farb-
[4] H a r t w i c h , W.: PAL-Regenbogen-
wird an Stelle des Blau-Systems das fernsehgeräten ist schlechterdings nicht signal als quadraturmodulierter Farb­
Rot-System eingeschaltet und die Ver­ möglich. Es gibt dagegen eine Reihe träger. radio mentor Bd. 34 (1968) Nr. 8,
stärkung des (R—Y)-Verstärkers so ju­ von aus den jeweiligen Bezugssystemen S. 548-550
stiert, daß Rot-Balken und Referenz­ abgeleiteten optimalen Grundsignalen. [5] Kauf hold, H.: Farbsignale für
feld wieder gleiche Helligkeit zeigen. Aus diesen Grundsignalen können auf Service-Zwecke. Funk-Fachhändler
Anschließend verfährt man mit dem Grund der Eigenheiten des PAL-Ver- Bd. 20 (1968) Nr. 9, S. 194-196

C. HIRRLINGER
fZuniJfiink

Einfacher FM-Empfänger mit den integrierten


Schaltungen SN 76640 und SN 76000
Im folgenden wird ein im Applikationslabor von Texas Instruments Tab. I. Wickeldaten der Spulen
in Freising entwickelter einfacher FM-Empfänger beschrieben, der
im ZF- und NF-Teil mit integrierten Schaltungen bestückt ist. Die Windungs-
Spule zahl Draht Spulenkörper, Kern
Ausgangsleistung ist 3 W an 16 Ohm bei 22 V Betriebsspannung.
LI 5,5 0,8 mm CuAg Spulenkörper „B 3,0/18,5-1232“
1. Tuner mit Kern
Für den Tuner wurde eine einfache Schaltung gewählt (Bild 1). Die „Gw 3,5/10 x0,5 FC-FU V" ( Vogt)
Vorstufe mit dem FET TI in Gateschaltung steuert über einen L2 4,5 0,8 mm CuAg Spulenkörper wie L 1, Kern
Zwischenkreis den Mischer T 2 am Gate an. Die Oszillatorspannung „Gw 3,5/10x0,5 FCZ-FU V“
des getrennten Oszillators T 3 wird über C 12 am Sourceanschluß (Vogl)
von T 2 eingekoppelt. Die Rauschzahl des Tuners ist F a» 2,5 dB L3 18 0,2 mm CuL 1,6 pH; direkt auf Kern
und die Leistungsverstärkung etwa 30 dB. „Gw 3,5/10x0,5 FCZ-FU V“
(Vogt) gewickelt
2. ZF-Filter L4 4,5 0,8 mm CuAg Spulenkörper und Kern wie L 2
(Abgriffe
Valvo liefert zur Zeit für 10,7-MHz-ZF-Verstärker mit integrierten bei 0,5 und
Schaltungen zwei Filtertypen. Das „2422 540 54301“ ist mit einem 4 Wdg.)
keramischen Schwinger bestückt und hat eine 300-kHz-Selektion L5 5 0,2 mm CuL 0,32 pH; Einzelkreis „12“ mit
Kappe und Kern „F 10 b“ (Ncosid)
Dipl.-Ing. Claus Hirrlinger ist Entwicklungsingenieur im Applikations­
labor von Texas Instruments Freising.

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R3 RI Bild 1. Schaltung des FM-Empfängers mit den integrierten Schaltungen SN 76640 und SN 76000
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CM 820

678 FUNK-TECHNIK 1970 Nr. 17

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Technische Daten 3.3. NF-Vorverstärker
Das von den beiden Diskriminatordioden gelieferte Signal wird in
Empfangsbereich: 86,5...108 MHz
einem zweistufigen Differenz Verstärker um etwa 34 dB verstärkt und
Betriebsspannung: 22 V kann am Anschluß 6 ausgekoppclt werden. Der Quellenwiderstand
Ruhestrom: etwa 40 mA beträgt 10 kOhm. Die vorliegende Schaltung liefert bei ± 75 kHz
Stromaufnahme bei Vollaussteuerung: etwa 200 mA Hub in der Begrenzung des ZF-Verstärkers eine NF-Spannung von
1 Vcff. Damit ist es möglich, für Meß- oder Vergleichszwecke die
Ausgangsleistung: 3 W an 16 Ohm
gesamte Diskriminatorkennlinie wiederzugeben. Ist dies nicht erfor­
Eingangsempfindlichkeit derlich, so kann der Diskriminator auf höhere NF-Ausbeute dimen­
(für 26 dB Geräuschspannungsabstand sioniert werden.
und ± 75 kHz Hub): etwa 2 |xV an 60 Ohm
4. NF-Endstufe
Begrenzungseinsatz (—1 dB): etwa 2 ptV an 60 Ohm
Zur Zeit sind nur Muster der integrierten Schaltung SN 76000 vor­
handen. Bei 22 V Betriebsspannung können an 16 Ohm Laut­
von ^ 32 dB. Die 3-dB-Bandbreite ist > 170 kHz. Das sprecherimpedanz etwa 3 W Sprechleistung abgegeben werden. Die
„2422 540 54501“ mit drei keramischen Schwingern hat dagegen Spannungsverstärkung wurde hier mit R 16 auf 40 dB eingestellt.
eine 300-kHz-Selektion von ^ 40 dB und eine 3-dB-Bandbreite Zugunsten großer Einfachheit wurde auf einen Klangregler ver­
von >180 kHz. Für die vorliegende Schaltung wurde mit Rück­ zichtet.
sicht auf die etwas geringere Grunddämpfung das einfachere Filter
„2422 540 54301" gewählt. Die Ausgangsimpedanz der Mischstufe 5. Meßergebnisse
und die Eingangsimpedanz der ZF-IS sind ausreichend, um eine Bild 2 zeigt Kurven für das NF-Signal und Rauschen in Abhängig­
brauchbare Selektion zu erreichen. keit von der Antennenspannung. Signal-Rausch-Abständc von 26 dB
3. ZF-Verstärker, Diskriminator, NF-Vorstufe werden bei 1...2 jxV, von 40 dB bei etwa 3 p.V Antennenspannung
an 60 Ohm erreicht.
3.1. ZF-Verstärker
Im Bild 3 stellt die Kurve a die erreichte AM-Unterdrückung dar.
Die im ZF-Verstärker eingesetzte IS SN 76640 wurde für die Hierbei wurde als Empfangssignal ein 90-MHz-Signal verwendet, das
5,5-MHz-Ton-ZF von Fernsehgeräten entwickelt. Die Verstärkung gleichzeitig mit 60 Hz frequenzmoduliert (Hub ± 75 kHz) und mit
des ZF-Verstärkers und der Seriendiskriminator sind daher für die 1 kHz amplitudenmodulicrt war (m = 0,5). Der rasche Zusammen­
Erfordernisse eines Fernsehtonteils dimensioniert. Es ist jedoch bruch der AM-Unterdrückung ab 7 mV Antennenspannung ist so­
möglich, durch geeignete Wahl der Entkoppelkondcnsatoren und wohl auf Mitzieheffekte des Tuneroszillators als auch auf beginnende
Phasenmodulation in der ZF-IS SN 76640 zurückzuführen.
±75 kHz' Hub
±40 kHz Hub

V ±15 kHz Hub

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Antennenspannurig an 60 0 Anlennenspannung an60Q

Bild 2. NF-Signal und Rauschen am Ausgang 6 der ZF-IS Bild 3. AM-Unterdrückung (a) sowie Klirrfaktor bei ±75 kHz Hub (b) und
in Abhängigkeit von der Antennenspannung an 60 Ohm ±40 kHz Hub (c) in Abhängigkeit von der Antennenspannung an 60 Ohm

entsprechende Auslegung der Druckplatte1) die Verstärkung für Die Kurven b und c im Bild 3 zeigen den Klirrfaktor der am ZF-IS-
10,7 MHz bei noch ausreichender Schwingsicherheit so weit anzu- Ausgang 6 gemessenen NF-Spannung. Bei vollem Hub von
heben, daß ein einfacher FM-Empfänger ohne zusätzliche ZF-Stufe ± 75 kHz (Kurve 6) ergibt sich k tsa 2%, bei ±40 kHz (Kurve c)
aufgebaut werden kann. Beim vorliegenden Gerät wurde die Emp­ k< 1%. Der Anstieg der Kurven bei Antennenspannungen
findlichkeit so eingestellt, daß die Begrenzung bei einer Antennen­ < 4 |xV ist mehr auf zunehmendes Rauschen als auf eine Zunahme
spannung von 2 |xV an 60 Ohm einsetzt. Die positive Rückkopplung des Klirrfaktors zurückzuführen. Bei Antennenspannungen >10 mV
ist so gewählt, daß sich noch keine allzu starke Verformung der ZF- erhöht sich der Klirrfaktor infolge Übersteuerung des einfachen
Durchlaßkurve ergibt und daher auch unterhalb der Begrenzung die Tuners und Phasenmodulation in der ZF-IS.
NF-Verzerrungen nur langsam ansteigen.
Es sei noch erwähnt, daß durch Anwendung einer positiven Rück­ 6. Betrieb des Empfängers mit 12 V
kopplung im ZF-Verstärker die Exemplarstreuungen stärker wirk­ Grundsätzlich ist auch noch ein Betrieb des Empfängers mit 10 bis
sam werden und besonders hochverstärkende Exemplare der IS eine 12 V Betriebsspannung möglich. Dabei genügt für dos Netzteil ein
Änderung der Siebkondensatoren an den Anschlüssen 1 und 8 be­ Klingeltransformator (8 V, 1 A) kleinster Ausführung. Die Schal;
ziehungsweise einen zusätzlichen Widerstand R 7 (10...150 Ohm)
zwischen 1 und 8 zur Aufrechterhaltung der Stabilität erforderlich 0.1 A 4 x 1N 4001
machen. Ein Ausweichen mit der Zwischenfrequenz auf 5,5 MHz an o——
Stelle von 10,7 MHz ist wegen der dann schlechten Spiegelselektion
220 V/v
des Tuners nicht empfehlenswert.

3.2. Diskriminator
Aus Stabilitätegründen und um den Rauschbeitrag der IS klein zu
halten, wurde der Höckerabstand des Diskriminators auf etwa
400 kHz eingestellt. Damit ergibt sich bei ± 75 kHz Hub eine NF-
Spannung am IS-Ausgang 6 von 1 V. Im Gegensatz zum Ratio - Bild 4. Schaltung des Netzteils für 12 V Betriebsspannung
detektor hat der hier verwendete Diskriminator nur im Nulldurch­
gang seiner Kennlinie eine gute AM-Unterdrückung. Bei Frequenz­ tung für ein entsprechendes Netzteil ist im Bild 4 dargestellt. In der
abweichungen nach beiden Richtungen nimmt die AM-Unter­ Schaltung Bild 1 gelten dann die in Klammern angegebenen Wider­
drückung proportional ab. Diesem Nachteil steht jedoch als Vorteil standswerte für R 6 und R 8, und zusätzlich ist R 20 erforderlich.
die einfache und — verglichen mit Ratiodetektoren — völlig unkri­ Bei dieser verringerten Betriebsspannung läßt sich an einem 5-Ohm-
tische Schaltung des Demodulators gegenüber. Lautsprecher eine Sprechleistung von 0,9 bis 1 W erreichen. Die
*) Photokopien der gedruckten Schaltung des Empfängers können vom Ver­ NF-Ausgang8spannung am Anschluß 6 der ZF-IS SN 76640 reduziert
lag bezogen werden. sich dabei um etwa 55%.

680 FUNK-TECHNIK 1970 Nr. 17

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meßtechnik für Amateure Bild 7. Spannungs­
verteilung auf einer i.
Meßleitung; a) bei 2
Fortsetzung von FUNK-TECHNIK Bd. 25 (1970) Nr. 16, S. 608 Kurzschluß, b) bei zum zum
angeschaltetem Meß­
Bei der Impedanzmessung wird die Antenne im Sendefall objekt Rx Generator I Meßobjekt
betrieben, wobei die Impedanz der Antenne im Empfangs­
fall auf Grund der Reziprozität dann die Quellenimpedanz zu beachten. Zur Ermittlung der Spannungsverteilung muß
darstellt. Für die Messung ist daher ein geeigneter Sender der Außenleiter der Meßleitung einen Längsschlitz von eini­
Voraussetzung (entsprechende Bestimmungen beachten!). Die gen mm Breite haben, durch den sich eine Tastsonde zur Ab­
Messung erfolgt grundsätzlich ohne Modulation. Der Sender tastung der Leitung einführen läßt. Die Tastsonde kann
muß eine zeitlich möglichst konstante Amplitude und Fre­ dabei nur kapazitiv auskoppeln oder den Innenleiter berüh­
quenz abgeben. Die erforderliche Senderspannung hängt von ren; im ersten Fall muß der Abstand vom Innenleiter jedoch
den im folgenden beschriebenen Meßgeräten ab. Es ist jedoch in jeder Stellung gleich groß sein. Die Sonde führt zu einem
eine verhältnismäßig große Leistung notwendig, um Meß­ Diodentastkopf und einem Indikator (Mikroamperemeter).
fehler infolge Fremdeinstrahlung auf die Antenne während Die gesamte Abtasteinrichtung wird als Schlitten ausgeführt,
der Messung zu vermeiden. der auf der Meßleitung verschiebbar angeordnet ist. Der
Indikator kann auch einen Verstärker enthalten, oder man
3.1. Meßgeräte kann auch einen Meßempfänger als Indikator verwenden.
Der Selbstbau aller erforderlichen Meßgeräte kann grund­ Bei aperiodischer Anzeige empfiehlt sich eine Resonanz­
sätzlich nicht empfohlen werden; er sollte auf Geräte be­ abstimmung durch einen Topfkreis, um die erforderliche
schränkt bleiben, deren Funktionsfähigkeit sich auf einfache Oberwellenfreiheit zu erreichen. Die Verstärkung des ab­
Weise überprüfen läßt. Entsprechende Hinweise sind im fol­ getasteten Signals darf dabei jedoch nicht zu hoch sein, weil
genden bei den einzelnen Meßgeräten angegeben. Das An­ sonst eine Direkteinstrahlung störender Frequenzen das
Meßergebnis verfälschen würde.
gebot der Industrie an entsprechenden Meßgeräten, die höch­
sten Ansprüchen hinsichtlich Genauigkeit und Meßkomfort Vor Inbetriebnahme der Meßleitung ist eine Eichung des
genügen, ist dagegen sehr umfangreich. Im folgenden werden Spannungsindikators erforderlich. Bei Kurzschluß des Meß­
daher einfache Meßanordnungen ausführlicher erläutert, und leitungsausgangs bildet sich eine Spannungsverteilung ent­
auf komplizierte Meßgeräte wird nur hingewiesen und ihre sprechend einer kommutierten Sinuskurve aus (Kurve a im
Funktion kurz erläutert. Bild 7). Zur Eichung ist die Maximalspannung des Meß­
senders einzustellen und bei möglichst vielen Punkten die
Instrumentenanzeige der normierten Kurve U/U DMA mit der
3.1.1. Meßleitung Sinusfunktion zu vergleichen. Die Abweichung ist als Funk­
Die Strom- oder Spannungsverteilung auf einer HF-Leitung tion der Spannung zu ermitteln und diese als Indikator-
hängt vom Wellenwiderstand der Leitung und dem Ab­ Fehlerkurve bei allen Messungen zu berücksichtigen.
schlußwiderstand ab. Dieser Zusammenhang kann zur Be­ Mit einer solchen Meßleitung läßt sich in einfacher Weise die
stimmung des Abschlußwiderstandes entsprechend um­ Anpassung bestimmen, indem man die Werte U max und Umjn
gekehrt werden, indem bei bekanntem Wellenwiderstand die der Spannungsverteilung mißt. Die Anpassungskennwerte
Spannungsverteilung auf der HF-Leitung ermittelt wird. Der ergeben sich damit zu
Aufbau einer symmetrischen Meßleitung ist verhältnismäßig
einfach, jedoch wird von diesem System - wenigstens bei 1 1 -m
höheren Frequenzen - kein Gebrauch gemacht. Bei den üb­
lichen Meßleitungen handelt es sich also um koaxiale Meß­ s+l 14- m
leitungen, bei deren Selbstbau an die mechanische Präzision
einige Anforderungen gestellt werden.
Der Wellenwiderstand Z der Meßleitung (Bild 6) wird durch
das Verhältnis Innendurchmesser des Außenleiters zu Durch-

Buchse B Indikator Sonde Buchse B


i®r /

Leitung
m Übergang Ü
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Z=Zq Lj

Bild 6. Prinzipieller Aufbau einer Meßleitung

messer des Innenleiters festgelegt. Dabei sind die Über­


gänge U auf die Anschlußbuchsen B natürlich ebenfalls
wellenwiderstandsrein durch entsprechende Ubergangsteile
zu dimensionieren, damit keine Stoßstellen entstehen. Zweck­
mäßigerweise verwendet man für Buchsen und Stecker
Industriefabrikate mit geeignetem Wellenwiderstand. Auch
bei Stützen zur Abstützung des Innenleiters ist die durch Bild 8. Prinzipdarstellung des Smith-Diagramms zur Eintragung der
das dielektrische Material bewirkte Querschnittsänderung Meßwerte auf Grund der Spannungsverteilung entlang einer Meßleitung

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Die komplexe Impedanz bestimmt man am einfachsten mit I
Hilfe des Smith-Diagramms in folgender Weise: Der Wert s 1
oder m wird gemessen und als Kreis im Smith-Diagramm c»
(Bild 8) eingetragen1). Nach Bild 7 ermittelt man dann bei
einem Kurzschluß den Spannungsknoten der Kurve a. Nach
vom Generator TI
Entfernung des Kurzschlusses und Anschaltung der Antenne I
I
R
~7,
ergibt sich ein Spannungsverlauf nach Kurve b. Mit der
Wellenlänge )J2 und dem Wert l\ oder U läßt sich die rela­ l LiT*
Bild 9. Prinzipschaltung einer HF-Meßbrückc zur
tive Länge — beziehungsweise — berechnen und entsprechend Impedanzmessung und Messung der Fchlanpassung
/. /
I 3.1.2. Meßbrücke
im—Kreis des Smith-Diagramms eintragen. Bei der Wider-
Auf der Grundlage der Wheatstoneschen Brückenschaltung
ist es auch möglich, komplexe Widerstände zu messen. Bei
Standsdarstellung beginnt die Zählrichtung beim Impedanz­
Anwendung dieses Prinzips in der HF-Meßtechnik werden
wert 0 des Diagramms.
der Wirk- und der Blindwiderstand des Meßobjekts in
Der Schnittpunkt der Verbindungslinie zwischen dem y-Wert Parallelersatzschaltung bestimmt. Bild 9 zeigt die Grund­
schaltung einer solchen Brückenanordnung. Sie enthält als
und dem Mittelpunkt des Diagramms mit dem entsprechen­ Besonderheit neben dem einstellbaren Widerstand R einen
einstellbaren Kondensator C, der wechselweise dem Wider­
den m- oder s-Kreis ergibt die normierte Impedanz des
Abschlußwiderstandes der Meßleitung. Die Normierung ist stand R oder dem Meßobjekt parallel geschaltet werden
dabei auf den Wellenwiderstand Z der Meßleitung bezogen, kann. In der Schalterstellung 1 wird durch den Drehkonden­
sator eine vorhandene induktive Komponente des Meßobjekts
R X kompensiert (Parallelschwingkreis). Der Kondensator hat in
so daß man den Wirkanteil — und den Blindanteil — erhält.
z Z dieser Schalterstellung beim Ablesen des Meßergebnisses die
Bei Verwendung des Carter-Diagramms ergibt sich die nor­ Bedeutung einer negativen Kapazität (Induktivität). In der
mierte Impedanz nach Betrag und Phase. Schalterstellung 2 läßt sich die Brücke bei kapazitivem Meß­
objekt abgleichen.
Zu beachten ist bei einer solchen Messung, daß die Ver­
bindungsleitung zwischen Meßleitung und Antenne bei ge­ Bei hohen Frequenzen muß natürlich eine solche Brücken­
ringer Kabeldämpfung vernachlässigt werden kann. Bei schaltung- entsprechend aufgebaut werden. Die Anwendung
größerer Länge ergeben sich jedoch Fehler durch die Dämp­ der Brückenschaltung für die Bestimmung von Wirk- und Blind­
fung und bei ungleichmäßigen Kabeln auch durch die In­ widerständen ist bis etwa 50 MHz möglich. Oberhalb dieser
homogenitäten des Kabels. Der Meßfehler und die Funktion Frequenz sind andere Meßgeräte anzuwenden. Man kann
der Meßleitung kann durch Anschaltung eines geeichten Ab­ jedoch mit der Brückenschaltung noch bis zu Frequenzen von
schlußwiderstandes kontrolliert werden. rund 600 MHz die Fehlanpassung nach s, m oder r ermitteln,
wenn der Widerstand R als Vergleichsnormal ausgeführt
Von der Industrie werden auch sogenannte Ringmeßleitungen wird (R = 60 Ohm) und bei einer konstanten, kontrollierten
angeboten, bei denen die Meßsonde eine ringförmige Meß­ Speisespannung der Strom durch den Indikator in den ge­
leitung rotierend abtastet und die Darstellung der Span­
nannten Werten geeicht ist. Der Meßbereich beschränkt sich
nungsverteilung oszillograflsch erfolgt.
dabei auf Werte von etwa s < 4. Der Selbstbau einer solchen
>) Nicolai, K.: Das Krels-(Smith-)Diagramm und seine An­ Anordnung ist in Koaxialtechnik gut möglich. Die Eichung
wendungen. Funk-Techn. Bd. 25 (1970) Nr. 5, S. 161-164, Nr. 6, S. 197 kann mit bekannten Abschlußwiderständen erfolgen.
bis 200, und Nr. 7, S. 235-236, 238 (Fortsetzung folgt)

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