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Betriebsanleitung DE

Type:
BA 280

Seriennummer:
115 532

ORIGINAL 003 - 27.08.2010 / lwnfim2


INHALTSVERZEICHNIS

INHALTSVERZEICHNIS
1. Bohrantrieb 1-1
1.1 Allgemein 1-1
1.2 Übersicht Bohrantrieb 1-3
1.3 Ölstand kontrollieren 1-4
1.4 Wartung 1-5
1.5 Transport 1-6
115 532 (mf) LWN - TD27/8/2010

0-1
INHALTSVERZEICHNIS

NOTIZEN:

0-2
1. Bohrantrieb

1. Bohrantrieb
1.1 Allgemein

VORSICHT !

Es gelten die Sicherheitsvorschriften in der Betriebsanleitung des Grundgerätes!

Technische Daten

Gerätetyp . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . BA 280
Gewicht Bohrgetriebeschlitten mit Bohrgetriebe und - antrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5634 kg
Gewicht Kellydämpfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 521 kg
Gewicht Kardangelenk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 562 kg
Abtriebsmoment im Langsamgang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 280 kNm
Abtriebsmoment im Schnellgang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 140 kNm
Umdrehungen pro Minute im Langsamgang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . max. 13 U/min
Umdrehungen pro Minute im Schnellgang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . max. 26 U/min
Erforderliche Ölmenge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 190 l
Temperaturbereich des Öls . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . - 20° C bis + 70° C

Für die genauen Spezifikationen des zu verwendenden Öles und Schmierfettes siehe Kapitel 7 unter
"Schmierstoffanforderungen" des Grundgerätes.
115 532 (mf) LWN - TD27/8/2010

1-1
1. Bohrantrieb

Abmessungen

Verwendung
Dieser Bohrantrieb ist ausschließlich zu Bohrzwecken im Spezialtiefbau oder artverwandten Anwen-
dungen bestimmt. Er ist nur in Verbindung mit einem geeigneten Trägergerät zu betreiben und in
Einsatz zu bringen.
Für andere als die hier aufgeführten Verwendungsarten ist dieser Bohrantrieb nicht bestimmt - dies
gilt als nicht bestimmungsgemäße Verwendung!
Zur bestimmungsgemäßen Verwendung gehört auch das Lesen dieser Betriebsanleitung sowie das
Einhalten aller darin enthaltenen Hinweise - insbesondere der Sicherheitshinweise. Ferner gehört
dazu, daß auch alle Inspektions- und Wartungsarbeiten in den vorgeschriebenen Zeitintervallen
durchgeführt werden.
Wird der Bohrantrieb nicht dieser Bestimmung gemäß verwendet, so ist kein sicherer Betrieb
gewährleistet.
Für alle Personen- und Sachschäden, die aus nicht bestimmungsgemäßer Verwendung entstehen,
ist nicht der Hersteller, sondern der Betreiber dieses Bohrantriebs verantwortlich!

1-2
1. Bohrantrieb

1.2 Übersicht Bohrantrieb

1 Bohrgetriebeschlitten 7 Öleinfüllung
2 Ölablassschraube 8 Kellydämpfung
3 Kardansches Gelenk 9 Ölmessstab
4 Abdeckschraube und Schmiernippel 10 Hydraulik Motoren
5 Bohrgetriebe
6 Ölstandsauge
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1. Bohrantrieb

1.3 Ölstand kontrollieren

HINWEIS !
Den Ölstand des Bohrantriebs immer im kalten Zustand und bei stillstehendem Bohrantrieb prüfen!
Zum Prüfen des Ölstandes muss das Gerät waagrecht stehen.

3
Der Füllstand kann am Ölstandstandsauge ablesen wer-
den (Bild 3):

• Der korrekte Ölstand liegt zwischen MIN und MAX-


Markierung. Ggf. Öl nachfüllen.

4
Zusätzlich kann die Füllmenge des Öles über den
Ölmessstab ermittelt werden (Bild 4):

• Ölmessstab gegen den Uhrzeigersinn herausdrehen.


• Ölmessstab herausziehen, mit einem sauberen Tuch
abwischen und wieder bis zum Anschlag einschieben.

• Ölmessstab erneut herausziehen und Ölstand kontrol-


lieren.
• Der Ölstand muß zwischen der MIN. und MAX. Mar-
kierung am Ölmessstab liegen, ggf. Öl nachfüllen.

1-4
1. Bohrantrieb

1.4 Wartung
Schmieren

Dieser Bohrantrieb muss täglich am Schmiernippel (Bild 2, Nr.4) abgeschmiert werden!

• Erst die Abdeckschraube (Bild 2, Nr. 4) gegen den Uhrzeigersinn herausdrehen.


• Dann den darunterliegenden Schmiernippel solange abschmieren bis sich ein Fettkragen bildet.
• Danach den Bohrantrieb um ca. 90° drehen.
• Schmiernippel nochmals abschmieren bis sich ein Fettkragen bildet

Ölwechsel
Der Ölwechsel ist erstmalig nach 200 Betriebsstunden und anschließend alle 1000
Betriebsstunden, mindestens jedoch einmal im Jahr durchzuführen.
Das Altöl kann über die Ölablassschraube an der Unterseite des Bohrgetriebes abgelassen werden.

Verschleiß Mitnehmerleiste

5
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1 Mitnehmer
2 Mitnehmerleiste
3 Kellystange
Die Mitnehmerleisten (Bild 5, Nr. 2) sind ab einem Verschleiß von a = 6mm zu erneuern.

1-5
1. Bohrantrieb

6
Hydraulikpuffer der Kellydämpfung

Die Wartung der Hydraulikpuffer (Bild 6, Nr. 1) ist in der


"Montage-und Betriebsanleitung Hydraulikpuffer" im Band
"Technische Informationen" beschrieben.

Ebenso sind dort die Massnahmen genannt, die ergriffen


werden, wenn ein Hydraulikpuffer nach dem Arbeitsein-
satz nicht mehr in seine Ausgangsposition (b=105 mm)
geht.

Auflagering der Kellydämpfung

Der Auflagering (Bild 6, Nr. 2) ist zu erneuern, wenn er


verschlissen ist oder sich vom Stahlring abgelöst hat.

Überprüfung vor der Inbetriebnahme des Bohrantriebs


Vor der Innbetriebnahme der Maschine ist der allgemeine Zustand des Bohrantriebes
zu überprüfen, auf
- gesicherte Verbolzungen.
- festen Sitz der Befestigungsschrauben.
- mechanische Beschädigungen.
- Dichtheit des Hydrauliksystems.
- sonstige Beschädigungen.
- Beschädigungen der elektrischen Verkabelungen.
Bei Beschädigungen darf die Maschine nicht in Betrieb genommen werden!

1.5 Transport
Sicherheitshinweise für den Transport

• Um Schäden oder lebensgefährliche Verletzungen beim Transport des Bohrantriebs zu vermeiden,


sind folgende Punkte unbedingt zu beachten:
• Transportarbeiten dürfen nur von dafür qualifizierten Personen unter Beachtung der Sicherheitshin-
weise durchgeführt werden.
• Dieser Bohrantrieb darf nur an den vorgesehenen Anschlagpunkten (Bild 7) mit angehoben wer-
den.
• Beim Transport des Bohrantriebs dürfen nur dem Gewicht entsprechende Anschlagmittel
verwendet werden.
• Vorstehende scharfe Kanten können zu Schnitt-Verletzungen führen.
• Schwebende Lasten können herabfallen, dann besteht Lebensgefahr - halten Sie sich nicht unter
schwebenden Lasten auf!
• Zu hoch gestapelte Teile können einstürzen.
• Bei Luftfrachttransporten ist darauf zu achten das die Druckspeicher entlastet sind, ansonsten
besteht Explosionsgefahr.

1-6
1. Bohrantrieb

7
Anheben des Bohrantriebs
Den Bohrantrieb zum Anheben an den dafür vorgesehe-
nen Anschlagpunkten (Bild 7, Nr. 1-4) befestigen.
115 532 (mf) LWN - TD27/8/2010

1-7
1. Bohrantrieb

NOTIZEN:

1-8
Betriebsanleitung DE

Type:
LB 28

Seriennummer:
115 532

ORIGINAL 003 - 27.08.2010 / lwnfim2


115 532
LIEBHERR
EINLEITUNG .......................................................1

PRODUKTBESCHREIBUNG..............................2

SICHERHEITSHINWEISE...................................3

KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE.............4


KAPITELVERZEICHNIS

BEDIENUNG .......................................................5

AUF- UND ABBAU .............................................6

WARTUNG ..........................................................7

INSTANDSETZUNG ...........................................8

OPTIONEN ..........................................................9
LB 28_V007 (es/mf/sh/hsj) LWN - TD15/7/2010

ANHANG .......................................................... 10

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LIEBHERR
INHALTSVERZEICHNIS

INHALTSVERZEICHNIS
1. EINLEITUNG 1-1
1.1 Vorwort 1-1
1.2 Handhabung der Dokumentation 1-2
1.2.1 Wie ist die Betriebsanleitung aufgebaut? 1-3
1.2.2 System-Voraussetzungen des Computers zur Benutzung der CD-ROMs 1-3
1.2.3 Aufbewahrung der Dokumentation 1-3
1.2.4 Aktueller Stand der Dokumentation 1-4
1.2.5 Darstellungskonventionen 1-4
1.2.6 Symbole 1-5
1.3 Impressum 1-6
1.4 Umrechnungstabellen 1-7
1.4.1 Länge 1-7
1.4.2 Fläche 1-7
1.4.3 Gewicht (Masse) 1-8
1.4.4 Volumen 1-8
1.4.5 Druck 1-8
1.4.6 Temperatur 1-9
1.4.7 Geschwindigkeit 1-9
1.4.8 Kraft 1-9
1.4.9 Drehmoment 1-9
1.4.10 Leistung 1 - 10
1.5 Konformitätserklärung 1 - 11

2. PRODUKTBESCHREIBUNG 2-1
2.1 Allgemein 2-1
2.1.1 Was ist beim Lesen der Betriebsanleitung zu beachten? 2-1
2.2 Einsatzbereiche der Maschine 2-2
2.2.1 Geräteeinstufung 2-2
2.3 Bestimmungsgemäße Verwendung 2-3
2.4 Nicht bestimmungsgemäße Verwendung 2-4
2.5 Geräteübersicht 2-5
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2.6 Sicherheits- und Überwachungseinrichtungen 2-6


2.6.1 Sicherheitseinrichtungen 2-6
2.6.2 Überwachungseinrichtungen 2-8
2.7 Bohranlage 2-9
2.8 Oberwagen 2 - 15
2.8.1 Zentralaggregat 2 - 18
2.8.2 Ballast 2 - 20
2.9 Unterwagen 2 - 21
2.10 Übersicht der Hydraulikzylinder 2 - 24
2.11 Technische Daten 2 - 25

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INHALTSVERZEICHNIS

2.11.1 Abmessungen und Transportgewicht 2 - 25


2.11.2 Maschine im Arbeitseinsatz 2 - 26
2.11.3 Kenndaten 2 - 27
2.11.4 Einsatzbedingungen 2 - 28
2.11.5 Emissionen 2 - 28
2.11.6 Motoraggregat 2 - 29
2.11.7 Hydraulikanlage 2 - 30
2.11.8 Winden 2 - 30
2.11.9 Drehwerk 2 - 31
2.11.10 Fahrwerk 2 - 31
2.11.11 Steuerung 2 - 32
2.11.12 Traglasttabellen 2 - 33

3. SICHERHEITSHINWEISE 3-1
3.1 Technischer Zustand der Maschine 3-1
3.2 Verantwortungsbereiche 3-2
3.2.1 Hersteller 3-2
3.2.2 Betreiber 3-2
3.2.3 Maschinenbediener 3-2
3.2.4 Anschläger 3-2
3.2.5 Einweiser 3-3
3.2.6 Wartungs-/Instandhaltungspersonal 3-3
3.3 Personalanforderungen 3-4
3.3.1 Maschinenbediener 3-4
3.3.2 Anschläger 3-4
3.3.3 Einweiser 3-4
3.3.4 Wartungs-/Instandhaltungspersonal 3-5
3.4 Persönliche Schutzausrüstung 3-6
3.5 Arbeitsplatz 3-7
3.6 Gefahrenbereich 3-8
3.6.1 Gefahrenbereich im Bohrbetrieb 3-8
3.6.2 Gefahrenbereich im Rammbetrieb 3-9
3.6.3 Gefahrenbereich beim Umsetzen der Maschine 3 - 10
3.6.4 Gefahrenbereich bei der Transportstellung 3 - 11
3.7 Sicherheitsschilder an der Maschine 3 - 12
3.8 Sicherheitsschilder an der Maschine USA 3 - 15
3.9 Bedeutung der Sicherheitsschilder 3 - 18
3.9.1 Verbotszeichen 3 - 18
3.9.2 Warnzeichen 3 - 18
3.9.3 Brandschutzzeichen 3 - 20
3.9.4 Gebotszeichen 3 - 20
3.10 Bedeutung der maschinenspezifischen Sicherheitsschilder 3 - 22
3.11 Gefährdungen 3 - 23
3.11.1 Mechanische Einwirkung 3 - 23
3.11.2 Elektrische Energie 3 - 24

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3.11.3 Hydraulische Energie 3 - 25


3.11.4 Verbrennungen 3 - 26
3.11.5 Verätzungen 3 - 27
3.11.6 Feuer und Explosion 3 - 28
3.11.7 Vergiftung und Erstickung 3 - 29
3.11.8 Elektromagnetische Einwirkung 3 - 30
3.11.9 Windeinwirkung 3 - 31
3.11.10 Schnee- und Eislast 3 - 33
3.11.11 Blitzschlag 3 - 34
3.11.12 Freileitungen 3 - 35
3.11.13 Erdarbeiten 3 - 38
3.11.14 Arbeiten bei Dunkelheit 3 - 40
3.11.15 Umwelt 3 - 41
3.12 Verhalten in Gefahrensituationen 3 - 42
3.12.1 Verhalten bei Stromübertritt 3 - 42
3.12.2 Verhalten im Brandfall 3 - 44
3.12.3 Brandbekämpfung 3 - 44
3.13 Handzeichen 3 - 48
3.13.1 Allgemeine Handzeichen nach BGV A8 3 - 49
3.13.2 Spezielle Handzeichen für den Anschlagmitteleinsatz 3 - 51
3.13.3 Handzeichen für Hebezeugeinsatz nach ASME/ANSI B30.5 3 - 54
3.14 Aufstiege 3 - 58
3.14.1 Auffanggurt und Fallschutzläufer * 3 - 59
3.14.2 Auffanggurt anlegen 3 - 59
3.14.3 Funktion des Fallschutzläufers 3 - 60

4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE 4-1


4.1 Allgemein 4-1
4.2 Bedienelemente am Unterwagen 4-2
4.3 Bedienelemente am Oberwagen 4-3
4.4 Fahrerkabine 4-4
4.4.1 Übersicht der Fahrerkabine 4-4
4.4.2 Übersicht des Steuerstandes 4-6
4.4.3 Übersicht des Steuerstandes von oben 4-8
4.5 Schalthebel, Pedale 4 - 12
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4.6 Steuerpult links (X11) 4 - 14


4.7 Steuerpult links (X12) 4 - 16
4.8 Steuerpult rechts (X23) 4 - 18
4.9 Zusatzpult (X25) 4 - 21
4.10 Not-Aus-Taster 4 - 26
4.11 Übersicht LCD-Bildschirm 4 - 27
4.11.1 Bildschirm-Hauptbereiche 4 - 27
4.11.2 Beschreibung der Bildschirm-Hauptbereiche 4 - 28
4.11.3 Reihenfolge der Bildschirmseiten 4 - 30
4.12 Seite "Betriebsbild" 4 - 32

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INHALTSVERZEICHNIS

4.13 Seite "Vorwahl Betriebsart" 4 - 43


4.14 Seite "Aggregatüberwachungen" 4 - 46
4.15 Motor-Fehlermeldung 4 - 50
4.15.1 Schwerwiegende Motor-Fehlermeldung 4 - 50
4.15.2 Allgemeine Motor-Fehlermeldung 4 - 51
4.16 Seite "Fehleranzeigen" 4 - 52
4.17 Seite "Einstellungen" 4 - 55
4.18 Litronic Servicepult im LCD-Bildschirm 4 - 57
4.18.1 Menüleiste 4 - 57
4.18.2 Tastaturmenü 4 - 58

5. BEDIENUNG 5-1
5.1 Allgemein 5-1
5.1.1 Sicheres Arbeiten mit der Maschine 5-1
5.2 Kontrollen vor der täglichen Inbetriebnahme 5-2
5.2.1 Inspektionsgang 5-2
5.2.2 Kontrollarbeiten 5-2
5.3 Tägliche Inbetriebnahme 5-4
5.3.1 Zündung einschalten 5-4
5.3.2 Kraftstoff-Stand kontrollieren 5-5
5.3.3 Maschine auftanken 5-5
5.3.4 Betriebsart wählen 5-6
5.3.5 Dieselmotor starten 5-8
5.3.6 Motordrehzahl verstellen 5-9
5.3.7 Sicherheitshebel (Einstiegshebel) absenken 5 - 11
5.4 Maschine bedienen - Hauptfunktionen 5 - 12
5.4.1 Kontrollen/Tätigkeiten vor dem Arbeitsbeginn 5 - 13
5.4.2 Fahrwerk betätigen 5 - 14
5.4.3 Drehwerk betätigen 5 - 19
5.4.4 Mäkler mittels Zusatzpult (X25) verstellen 5 - 22
5.4.5 Mäkler mittels Schalthebel verstellen 5 - 26
5.4.6 Mäklerneigungsanzeige 5 - 30
5.4.7 Turmautomatik 5 - 31
5.4.8 Zweite Turmautomatik 5 - 33
5.4.9 Hilfswinde betätigen * 5 - 34
5.4.10 Kellywinde betätigen * 5 - 36
5.4.11 Seillängenmessung Kellywinde * 5 - 37
5.4.12 Freilauf Kellywinde * 5 - 41
5.4.13 Vorschub betätigen 5 - 44
5.4.14 Parallelbetrieb * 5 - 47
5.5 Litronic 5 - 50
5.5.1 Eigenschaften 5 - 50
5.5.2 Allgemein 5 - 50
5.5.3 Start des Litronic 5 - 51
5.5.4 Die Menüs 5 - 52

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5.5.5 Hauptseite 5 - 52
5.5.6 INPUT/OUTPUT-Seite 5 - 53
5.5.7 MEMORY-Seite 5 - 53
5.5.8 SELECT-Seite 5 - 54
5.5.9 CORRECTION-Seite 5 - 57
5.5.10 MESSAGES-Seite 5 - 58
5.5.11 SPECIAL FUNCTIONS-Seite 5 - 59
5.6 Maschine bedienen - Nebenfunktionen 5 - 64
5.6.1 Fahrersitz 5 - 64
5.6.2 Zusatzpult (X25) 5 - 65
5.6.3 LCD-Bildschirm-Einstellungen 5 - 65
5.6.4 Scheibenwischer 5 - 66
5.6.5 Beleuchtung 5 - 68
5.6.6 Radio 5 - 69
5.6.7 Hupe 5 - 69
5.6.8 Aschenbecher 5 - 70
5.6.9 Zigarettenanzünder und Steckdose in der Kabine 5 - 70
5.7 Betriebshinweise 5 - 71
5.7.1 Allgemein 5 - 71
5.8 Bohrbetrieb 5 - 72
5.8.1 Allgemein 5 - 72
5.8.2 SOB-Bohren * 5 - 75
5.8.3 VdW-Bohren * 5 - 79
5.8.4 Soil Mixing Betrieb * 5 - 85
5.8.5 Kellybohren * 5 - 89
5.9 Verrohrungsmaschine * 5 - 93
5.9.1 Allgemein 5 - 93
5.9.2 Verrohrungsmaschine anschließen 5 - 93
5.9.3 Verrohrungsmaschine einstellen 5 - 94
5.9.4 Verrohrungsmaschine einschalten 5 - 96
5.9.5 Verrohrungsmaschine bedienen 5 - 97
5.9.6 Sparschaltung 5 - 98
5.9.7 Verrohrungsmaschine ausschalten 5 - 98
5.10 Armierungsrüttler * 5 - 99
5.10.1 Allgemein 5 - 99
LB 28_V007 (es/mf/sh/hsj) LWN - TD15/7/2010

5.10.2 Rüttlerbetrieb vorwählen 5 - 99


5.10.3 Rüttler bedienen 5 - 100
5.11 Maschine abstellen 5 - 102
5.11.1 Parkposition 5 - 102
5.11.2 Dieselmotor abstellen 5 - 104
5.11.3 Parkstellung des Zündstartschalters 5 - 105
5.11.4 Kontrollen beim Verlassen des Geräts 5 - 105

6. AUF- UND ABBAU 6-1


6.1 Allgemein 6-1

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6.2 Einsatzplanung 6-2


6.3 Sicherheitsvorschriften für den Auf- und Abbau 6-3
6.3.1 Anforderungen an das Montageteam 6-3
6.3.2 Anforderungen an den Aufstellort 6-3
6.3.3 Durchführungsvorschriften 6-4
6.4 Maschine abladen und vorbereiten 6-5
6.4.1 Voraussetzungen 6-5
6.4.2 Übersicht der Montageschritte 6-5
6.4.3 Rundumkennleuchten * in Betriebsstellung bringen 6-6
6.4.4 Zusatzscheinwerfer * in Betriebsstellung bringen 6-7
6.4.5 Maschine in Betrieb nehmen 6-8
6.4.6 Maschine vom Tieflader fahren 6 - 11
6.4.7 Oberwagenverriegelung entfernen 6 - 12
6.4.8 Raupenträger auf Arbeitsspur verstellen 6 - 13
6.4.9 Galgen in Arbeitsposition bringen 6 - 18
6.4.10 Seile einscheren 6 - 18
6.4.11 Hubendschalter montieren 6 - 19
6.5 Ballast montieren 6 - 21
6.6 Mäkler aufrichten 6 - 23
6.6.1 Voraussetzungen 6 - 23
6.6.2 Übersicht der Montageschritte 6 - 23
6.6.3 Vorgangsweise 6 - 24
6.7 Montageschritte bei aufgerichtetem Mäkler 6 - 26
6.7.1 Fußplatte * montieren/demontieren 6 - 26
6.7.2 Bohreinrichtung montieren/demontieren 6 - 27
6.7.3 Kellystange montieren 6 - 31
6.8 Mäkler ablegen 6 - 34
6.8.1 Voraussetzungen 6 - 34
6.8.2 Übersicht der Montageschritte 6 - 34
6.8.3 Vorgangsweise 6 - 35
6.9 Maschine abbauen und verladen 6 - 40
6.9.1 Galgen in Transportposition bringen 6 - 40
6.9.2 Transportverzurrungen 6 - 41
6.9.3 Spurverstellung zusammenfahren 6 - 42
6.9.4 Oberwagenverriegelung montieren 6 - 43
6.9.5 Maschine auf den Tieflader fahren 6 - 44
6.9.6 Maschine außer Betrieb setzen 6 - 44
6.10 Transport 6 - 45
6.10.1 Sicherheitsvorschriften für das Be- und Entladen 6 - 45
6.10.2 Maschine mit Tieflader transportieren 6 - 47
6.10.3 Überseetransport 6 - 49
6.11 Maschine anheben 6 - 50
6.11.1 Voraussetzungen 6 - 50
6.11.2 Vorgangsweise 6 - 50

0 - 10
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7. WARTUNG 7-1
7.1 Allgemeines 7-1
7.1.1 Schmierstoffe 7-2
7.1.2 Schweißarbeiten 7-2
7.1.3 Zylinder 7-2
7.2 Wartungsliste 7-3
7.2.1 Durchzuführende Arbeiten 7-3
7.3 Dieselmotor 7 - 17
7.3.1 Motor; Ölstand und Öldruck prüfen 7 - 17
7.4 Kraftstoffanlage 7 - 18
7.4.1 Kondenswasser ablassen 7 - 18
7.4.2 Kondenswasser und Sedimente am Kraftstofftank ablassen 7 - 18
7.4.3 Kraftstoffanlage entlüften 7 - 19
7.5 Kühlanlage 7 - 20
7.5.1 Kühlmittel, Füllstand prüfen, ggf. nachfüllen 7 - 20
7.6 Trockenluftfilter 7 - 21
7.6.1 Anordnung am Zentralaggregat 7 - 21
7.6.2 Staubsammelbehälter entleeren 7 - 22
7.7 Verteilergetriebe 7 - 23
7.7.1 Getriebeölstand prüfen 7 - 23
7.8 Fahrwerk 7 - 24
7.8.1 Fahrwerk reinigen und pflegen 7 - 24
7.9 Leiträder 7 - 25
7.9.1 Übersicht Spannsysteme Fahrwerk 7 - 25
7.10 Kettenspannung prüfen 7 - 27
7.10.1 Nachspannen der Kette 7 - 27
7.10.2 Bodenplatten 7 - 28
7.11 Drehwerkgetriebe / Drehverbindung 7 - 31
7.11.1 Drehwerkgetriebe, Ölstand prüfen 7 - 31
7.11.2 Zahnkranz / Ritzel schmieren 7 - 31
7.11.3 Drehverbindung, Laufbahnen abschmieren 7 - 32
7.12 Winden 7 - 33
7.12.1 Komponenten prüfen 7 - 33
7.12.2 Ölstand prüfen 7 - 33
7.13 Seile und Rollen 7 - 34
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7.13.1 Seile entsprechend den Kriterien für die Ablegereife prüfen 7 - 34


7.13.2 Seile auf Verringerung des Seildurchmessers prüfen 7 - 35
7.13.3 Seile auf Seilverformungen prüfen 7 - 36
7.13.4 Seile auf Korrosion prüfen 7 - 37
7.13.5 Seile auf Abrieb prüfen 7 - 38
7.13.6 Seile auf Hitzeeinwirkung prüfen 7 - 38
7.13.7 Seile auf Anzahl zulässiger Drahtbrüche prüfen 7 - 40
7.13.8 Seile auswählen 7 - 42
7.13.9 Seile lagern 7 - 46
7.13.10 Seile transportieren 7 - 47

0 - 11
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LIEBHERR
INHALTSVERZEICHNIS

7.13.11 Seiltrieb prüfen 7 - 47


7.13.12 Seile wickeln 7 - 52
7.13.13 Seile einziehen 7 - 54
7.13.14 Seile schmieren 7 - 56
7.13.15 Seilaufhängung und Seilbefestigung prüfen 7 - 56
7.13.16 Taschenschlösser prüfen 7 - 57
7.13.17 Seilfixpunkt und Seilkausche prüfen 7 - 58
7.14 Hydraulikanlage 7 - 60
7.14.1 Allgemein 7 - 60
7.14.2 Ölstand prüfen 7 - 60
7.14.3 Hydrauliköl auffüllen 7 - 61
7.14.4 Ansaugrohr am Hydrauliktank 7 - 62
7.14.5 Absperrschieber am Hydrauliktank 7 - 62
7.14.6 Magnetkerze reinigen 7 - 63
7.14.7 Kontrolle der Hydraulikanlage 7 - 64
7.14.8 Spezielle Wartungspunkte 7 - 64
7.15 Elektrische Anlage 7 - 65
7.15.1 Allgemein 7 - 65
7.15.2 Nassreinigung 7 - 65
7.15.3 Batterien 7 - 65
7.15.4 Endschalter 7 - 67
7.15.5 Anzeigen, Beleuchtung, usw. prüfen 7 - 69
7.16 Heizung und Lüftung 7 - 70
7.17 Bohranlage 7 - 72
7.18 Schmierstofftabelle 7 - 73
7.19 Hydrauliköl 7 - 77
7.19.1 Erstbefüllung 7 - 77
7.19.2 Vermischung 7 - 77
7.20 Dieselkraftstoffe 7 - 79
7.21 Schmieröle Dieselmotor 7 - 80
7.22 Kühlmittel Dieselmotor 7 - 82
7.23 Füllmengen 7 - 85
7.24 Schmierplan 7 - 86
7.25 Reparaturschweißungen 7 - 89
7.25.1 Allgemein 7 - 89
7.25.2 Vorraussetzung für das Schweißen 7 - 89

8. INSTANDSETZUNG 8-1
8.1 Allgemein 8-1
8.2 Seile wechseln 8-2
8.3 3-Windungs-Endschalter * 8-3
8.3.1 Allgemein 8-3
8.3.2 3-Windungs-Endschalter einstellen 8-3
8.4 Hilfsseil wechseln 8-4
8.4.1 Allgemein 8-4

0 - 12
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LIEBHERR
INHALTSVERZEICHNIS

8.4.2 Vorgangsweise 8-4


8.5 Vorschubseile wechseln 8-5
8.6 Kellyseil wechseln 8-6
8.6.1 Allgemein 8-6
8.6.2 Vorgangsweise 8-7
8.7 Dieselmotor 8-8
8.8 Feuerlöscher 8 - 11
8.9 Persönliche Schutzausrüstung 8 - 11
8.10 Konservierungsvorschriften 8 - 11
8.11 Weiterverkauf - Außerbetriebnahme 8 - 11

9. OPTIONEN 9-1
9.1 Allgemein 9-1
9.2 Orthopädischer Fahrersitz 9-2
9.3 Heiz- und Klimaanlage 9-3
9.3.1 Allgemein 9-3
9.3.2 Baugruppen der Klimaanlage 9-3
9.3.3 Bedienung 9-4
9.3.4 Hinweise zum Einsatz der Heiz- und Klimaanlage 9-5
9.4 Standheizung 9-7
9.4.1 Allgemein 9-7
9.5 Kältepaket 9-8
9.5.1 Allgemein 9-8
9.5.2 Stillstandsheizung 9-9
9.5.3 Hydrauliköl Heizung 9 - 10
9.6 Funktionssperre 9 - 11
9.7 Kompressor 9 - 12
9.7.1 Allgemein 9 - 12
9.7.2 Inbetriebnahme 9 - 12
9.7.3 Kompressor bedienen 9 - 12
9.8 Maschine mit der Betankungspumpe auftanken 9 - 13
9.9 GSM Service Modem 9 - 16
9.10 Prozessdatenerfassung (PDE) 9 - 17
9.10.1 Allgemein 9 - 17
9.10.2 Monitor PDE 9 - 19
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9.10.3 Compact Flash Karte 9 - 28


9.10.4 Aufzeichnung und Ausdruck 9 - 28
9.10.5 Betriebsarten 9 - 29
9.10.6 Bedienung 9 - 34
9.10.7 Datenorganisation 9 - 41
9.10.8 Drucker 9 - 42
9.10.9 Protokollstile 9 - 43
9.11 Zentralschmierung Mäklerschlitten 9 - 49
9.11.1 Allgemein 9 - 49
9.11.2 Fettbehälter befüllen 9 - 50

0 - 13
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LIEBHERR
INHALTSVERZEICHNIS

9.11.3 Funktion 9 - 50
9.11.4 Wartung der Zentralschmieranlage 9 - 50
9.12 Zentralschmierung Kinematik und Drehverbindung 9 - 51
9.12.1 Allgemein 9 - 51
9.12.2 Fettbehälter befüllen 9 - 53
9.12.3 Funktion 9 - 53
9.12.4 Zeitintervalle programmieren 9 - 54
9.12.5 Wartung der Zentralschmieranlage 9 - 54
9.13 Ballast-Montagevorrichtung 9 - 55
9.13.1 Allgemein 9 - 55
9.13.2 Ballast montieren/demontieren 9 - 55
9.14 Dieselpartikelfilter 9 - 57
9.14.1 Produktbeschreibung 9 - 57
9.14.2 Kontroll- und Bedienelemente 9 - 59
9.14.3 Bedienung der Überwachungs- und Anzeigeeinheit 9 - 60
9.14.4 Wartung 9 - 63
9.15 Kellystangenführung 9 - 65
9.15.1 Allgemein 9 - 65
9.15.2 Kellystangenführung montieren 9 - 65
9.16 Kellyverlängerung 9 - 67
9.16.1 Allgemein 9 - 67
9.16.2 Kellyverlängerung einbauen 9 - 67
9.17 Dachgeländer 9 - 69
9.17.1 Allgemein 9 - 69
9.17.2 Befestigung 9 - 70
9.18 Schallschutzhaube 9 - 71
9.19 Videoüberwachungsanlage 9 - 72

10. ANHANG 10 - 1
10.1 Allgemein 10 - 1

0 - 14
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1

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ï

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1. EINLEITUNG

1. EINLEITUNG
1.1 Vorwort
Der Name Liebherr steht nicht nur für Produkte und Leistungen. Er ist zum Begriff für Ideen und
Innovationen geworden. Für Fortschritt, der sich am Markt beweist.
Mit großer Intensität erweitern und verbessern wir laufend unser breit gefächertes Produkt- und
Leistungsangebot. Dazu ist die ständige Zusammenarbeit und der Erfahrungsaustausch mit unseren
Kunden und Geschäftspartnern in aller Welt Voraussetzung. Wir sind deshalb für jede Anregung und
jeden Verbesserungsvorschlag dankbar.

Nehmen Sie Kontakt auf mit:

Liebherr-Werk Nenzing GmbH


P.O. Box 10, A-6710 Nenzing/AUSTRIA
Tel: +43 50809 41-0
Fax: +43 50809 41-500
info.lwn@liebherr.com
www.liebherr.com

Die Dokumentation für diese Maschine wird kundenspezifisch betreut.


Informieren Sie deshalb den Kundendienst, wenn Sie die Maschine
- weiterverkaufen,
- von einem Vorbesitzer käuflich erwerben,
- außer Betrieb setzen.
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1-1
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1. EINLEITUNG

1.2 Handhabung der Dokumentation


Die mitgelieferte Dokumentation soll Sie in die Lage versetzen, die Maschine
- sicher zu bedienen,
- in allen zulässigen Einsatzmöglichkeiten zu nutzen,
- routinemäßig zu warten.

Voraussetzung dafür ist, dass Sie sich in der mehrteiligen Dokumentation auch zurechtfinden:
Betriebsanleitung
Hier finden Sie Informationen zur Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung des
Grundgerätes.

Traglasttabellen
Hier finden Sie die gültigen Traglasttabellen für alle Rüstzustände der Maschine.

Ersatzteilkatalog
Hier finden Sie Informationen zur Ersatzteilbeschaffung.

Technische Information
Hier finden Sie Informationen über die Hydraulik und Elektrik der Maschine.

• Auf den CD-ROMs finden Sie die komplette Dokumentation in digitaler Form.
• Die dargestellten Symbole geben dabei Auskunft über den Inhalt der CD.

1-2
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1. EINLEITUNG

1.2.1 Wie ist die Betriebsanleitung aufgebaut?


Die Betriebsanleitung besteht aus einzelnen, fortlaufend numerierten Kapiteln. Diese Kapitel sind im
gelben Register des Ringordners eingeordnet.
Die Kapitelübersicht am Beginn der Betriebsanleitung dient zur schnellen Orientierung. Das anschlie-
ßende Inhaltsverzeichnis gibt Auskunft über den Aufbau der einzelnen Kapitel.
Am Anfang der folgenden Kapitel finden Sie unter dem Kapitel "Allgemeines" eine kurze Inhaltsbe-
schreibung. Am Ende jedes Kapitels steht eine Notizseite für Eintragungen zur Verfügung.
Die Numerierung von Seiten, Tabellen und bestimmten, großformatigen Bildern enthält die aktuelle
Kapitelnummer als Präfix. Zum Beispiel bezeichnet die Seitennummer "2 - 10" die 10. Seite im
Kapitel 2 "PRODUKTBESCHREIBUNG".
* Optionale Zusatzausstattung
Es ist eine Vielzahl von optionalen Zusatzausstattungen für die Maschine verfügbar. Jede Beschrei-
bung, die eine solche optionale Zusatzausstattung betrifft, ist in der Betriebsanleitung mit einem
Symbol * gekennzeichnet.

1.2.2 System-Voraussetzungen des Computers zur Benutzung der CD-ROMs


Hardware:
• mindestens Intel® Pentium II ®
min. 500 MHz
• 128 MB RAM-Arbeitsspeicher oder größer
• CD-ROM-Laufwerk
• 800x600 Pixel Mindestauflösung, High Color Farbtiefe

Software:
• Windows 2000, XP Betriebssystem
• Internet Explorer 5.5 oder neuere Version
• Acrobat Reader 7.0 oder neuere Version

HINWEIS !
Popup-Blocker dürfen beim Arbeiten mit Liebherr Parts nicht aktiviert sein. Beachten Sie bitte auch,
dass die Popup-Blocker-Funktionalität in bestimmten Webbrowsern sowie in sog. persönlichen Fire-
walls (Software-Firewalls) enthalten sein kann. Diese lässt sich im Regelfall über die Optionen des
jeweiligen Programms ausschalten.

1.2.3 Aufbewahrung der Dokumentation


Die Betriebsanleitung ist immer griffbereit in der Fahrerkabine aufzubewahren.
Die aktuell benötigten Traglasttabellen sind in der Fahrerkabine aufzubewahren. Sie können von der
CD-ROM ausgedruckt werden.
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Ersatzteilkatalog und Technische Information müssen dem Wartungs- und Servicepersonal bei Bedarf
zur Verfügung stehen.

1-3
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1. EINLEITUNG

1.2.4 Aktueller Stand der Dokumentation


Die ausgelieferte Dokumentation ist speziell für die angeführte Seriennummer zusammengestellt und
deshalb nicht auf andere Maschinen derselben Baureihe übertragbar.
Damit die Dokumentation jederzeit vollständig ist und dem aktuellen Stand entspricht
- keine einzelnen Unterlagen entnehmen,
- fehlende, unleserliche Seiten vom Hersteller anfordern oder von der CD-ROM neu ausdrucken
und ersetzen,
- neue Unterlagen, die bei Umbauarbeiten mitgeliefert werden, sofort einordnen,
- geänderte Unterlagen austauschen und den alten Stand vernichten (speziell bei Traglasttabellen),
- CD-ROM immer gegen eine neue Version austauschen, die z.B. mit den Änderungsunterlagen
mitgeschickt wird (veraltete CD-ROMs entsorgen),
- wenn die Dokumentation mehrsprachig vorliegt, alle Sprachen auf den neuen Stand bringen.

1.2.5 Darstellungskonventionen
In der Betriebsanleitung sind Gefahren und wichtige Hinweise mit speziellen Symbolen und Signal-
wörtern aufgeführt. Sie stehen jeweils vor dem entsprechenden Arbeitsschritt und sind wie folgt
gekennzeichnet:

GEFAHR !

Der Sicherheitshinweis GEFAHR


- bezeichnet eine unmittelbar drohende Gefahr,
- gilt für Betriebs- und Wartungstätigkeiten,
- schließt WARNUNG und VORSICHT mit ein.
Nichtbeachten dieses Hinweises führt zu unmittelbaren Gefahren, die mit Sicherheit zu schwer-
sten Verletzungen (Invalidität) oder Tod führen.

WARNUNG !

Der Sicherheitshinweis WARNUNG


- bezeichnet eine gefährliche Situation,
- gilt für Betriebs- und Wartungstätigkeiten,
- schließt VORSICHT mit ein.
Nichtbeachten dieses Hinweises führt zu Gefahren, die zu schweren Verletzungen oder Tod
führen können.

VORSICHT !

Der Sicherheitshinweis VORSICHT


- bezeichnet eine möglicherweise gefährliche Situation,
- gilt für Betriebs- und Wartungstätigkeiten,
Nichtbeachten dieses Hinweises führt zu Gefahren, die zu Verletzungen oder schweren Beschä-
digungen an der Maschine und/oder sonstigen schweren Sach- und Folgeschäden führen
können.

1-4
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1. EINLEITUNG

HINWEIS !
Der HINWEIS
- bezeichnet eine möglicherweise schädliche Situation,
- bezieht sich auf Betriebs- und Wartungstätigkeiten,
- gilt für technische Besonderheiten, die hilfreich sind und die der Anwender beachten muss.

WICHTIG !
Mit WICHTIG werden Anwendungstipps und nützliche Informationen bezeichnet, welche die
Einsatzbereitschaft und Langlebigkeit der Maschine erhöhen bzw. bestimmte Arbeitsgänge wesent-
lich erleichtern.

1.2.6 Symbole
Symbol Bedeutung

 Vorraussetzung muss
erfüllt sein

 Tätigkeit ausführen

 Folge einer Tätigkeit


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1-5
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1. EINLEITUNG

1.3 Impressum
Ausführung

Die verwendeten EU-Normen sind in der Konformitätserklärung sowie in den Traglasttabellen-


Vorworten angeführt.

Im Interesse unserer Kunden bleiben Änderungen infolge technischer Weiterentwicklung vorbehalten.


Diese Dokumentation entspricht deshalb dem technischen Stand der ausgelieferten Maschine und
nicht dem aktuellen Entwicklungsstand beim Hersteller.

Urheberrechte

Litronic® ist ein eingetragenes Warenzeichen der Firma LIEBHERR.


Die Dokumentation ist urheberrechtlich geschützt. Das Kopieren und Vervielfältigen der Traglasttabel-
len im Zusammenhang mit der Einsatzplanung und dem Betrieb dieser Maschine ist ausdrücklich
erlaubt. Ansonsten darf ohne schriftliche Genehmigung der Firma Liebherr-Werk Nenzing GmbH die
Dokumentation weder vollständig noch teilweise vervielfältigt, reproduziert, mikroverfilmt, übersetzt
oder zur Speicherung und Verarbeitung in EDV-Systemen konvertiert werden.

© 08/2008 Copyright by
Liebherr-Werk Nenzing GmbH
A-6710 Nenzing/AUSTRIA
All rights reserved.

1-6
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1. EINLEITUNG

1.4 Umrechnungstabellen
Die nachfolgenden Tabellen erleichtern das Umrechnen aller gebräuchlichen Maßeinheiten. Bitte
beachten Sie, dass die Genauigkeit der Umrechnungsfaktoren von der Größenordnung der Maßein-
heit abhängt.
Vermeiden Sie deshalb Maßkombinationen, bei denen der Umrechnungsfaktor in der Tabelle einen
sehr kleinen bzw. sehr grossen Wert annimmt. Beispielsweise liefert das direkte Umrechnen von
Square Inch [in²] in Quadratkilometer [km²] nur ungenaue Resultate.

1.4.1 Länge

Längen-Umrechnung Tabelle 1-01

1.4.2 Fläche
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Flächen-Umrechnung Tabelle 1-02

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1. EINLEITUNG

1.4.3 Gewicht (Masse)

Gewichts-Umrechnung Tabelle 1-03

1.4.4 Volumen

Volumen-Umrechnung Tabelle 1-04

1.4.5 Druck

Druck-Umrechnung Tabelle 1-05

1-8
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1. EINLEITUNG

1.4.6 Temperatur

Temperatur-Umrechnung Tabelle 1-06

1.4.7 Geschwindigkeit

Geschwindigkeits-Umrechnung Tabelle 1-07

1.4.8 Kraft

Kraft-Umrechnung Tabelle 1-08

1.4.9 Drehmoment
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Drehmoment-Umrechnung Tabelle 1-09

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1. EINLEITUNG

1.4.10 Leistung

Leistungs-Umrechnung Tabelle 1-10

1 - 10
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1. EINLEITUNG

1.5 Konformitätserklärung
Unter diesem Punkt ist bei Auslieferung der Maschine in ein Land der Europäischen Union die
gültige Konformitätserklärung beigelegt. Weiters können zusätzliche Unterlagen einer Baumusterprü-
fung oder einer nationalen Abnahmeprüfung beiliegen.
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1. EINLEITUNG

NOTIZEN:

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1. EINLEITUNG
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2. PRODUKTBESCHREIBUNG

2. PRODUKTBESCHREIBUNG
2.1 Allgemein
Dieses Kapitel
- informiert über Darstellungskonventionen in der Betriebsanleitung,
- gibt Auskunft über die Einsatzmöglichkeiten der Maschine,
- beschreibt den Aufbau und die Hauptkomponenten,
- führt wichtige technische Daten an.

2.1.1 Was ist beim Lesen der Betriebsanleitung zu beachten?


Textverweise
Die Überschriften in den Kapiteln sind fortlaufend durchnummeriert, wobei die erste Ziffer immer der
Kapitelnummer entspricht. Bei kapitelübergreifenden Textverweisen ist deshalb auf die erste Ziffer zu
achten und das entsprechende Kapitel aufzuschlagen, in dem der angeführte Punkt zu finden ist.
Siehe Kapitel 1.1 "Vorwort" führt beispielsweise zum Kapitel 1 "Einleitung" in dem der Punkt 1.1
"Vorwort" enthalten ist.
Prinzipbilder und vereinfachte Darstellungen
dienen zur generellen Information und müssen nicht mit dem aktuellen Rüstzustand der Maschine
übereinstimmen.
Bildbezeichnungen
Die Bilder sind in jedem Kapitel mit 1 beginnend fortlaufend durchnummeriert
- entweder mit einer eingerahmten Zahl in der oberen Ecke des Bildes,
- oder unter dem Bildrahmen mit Kapitel- und Bildnummer, zum Beispiel "Bild 2-01".
Die Nummerierung der beiden Bezeichnungsvarianten ist voneinander unabhängig, das heißt es gibt
sowohl ein Bild 1 als auch ein Bild 2-01 in diesem Kapitel.
Bild- und zugehörige Positionsnummern
sind im Text in Klammern angeführt, zum Beispiel (Bild 2, Pos. 7). Unter Bildern mit vielen
Positionen sind die Positionsnummern mit der zugehörigen Bezeichnung aufgelistet. In diesem Fall
stehen die Positionsnummern im nachfolgenden Text ohne Bildverweis, zum Beispiel (7).
Positionslinien
in einem Bild enden mit einem
- Punkt oder einer Linie, wenn sie sichtbare Teile bezeichnen,
- Pfeil, wenn sie auf nicht sichtbare, verdeckte Teile zeigen.
Optionen
sind im Text mit einem Stern * gekennzeichnet und entweder im Kapitel 9 beschrieben oder in
anderen Kapiteln dieser Betriebsanleitung dokumentiert.
Richtungsangaben
wie "rechts/links, vorne/hinten" beziehen sich immer auf die Sitzposition des Maschinenführers in der
Fahrerkabine.
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Maßangaben
sind im ISO-Einheitensystem angeführt. In eckigen Klammern angeführte US-Maße wurden bei der
Umrechnung teilweise gerundet.

WICHTIG !
Mit WICHTIG werden Anwendungstipps und nützliche Informationen bezeichnet, welche die
Einsatzbereitschaft und Langlebigkeit der Maschine erhöhen bzw. bestimmte Arbeitsgänge wesent-
lich erleichtern.

2-1
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2. PRODUKTBESCHREIBUNG

2.2 Einsatzbereiche der Maschine


Dieses Bohrgerät ist für die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten im Tiefbau und Spezialtiefbau geeignet.

Einsatzbereiche:
- Kellybohren (mit oder ohne Verrohrungsmaschine)
- VdW-Bohren (Vor-der-Wand Bohren bzw. Doppelkopf-Bohren)
- SOB-Bohren (Schnecken-Ortbeton-Bohren bzw. Endlosschneckenbohren)
- Soil-Mixing Betrieb

2.2.1 Geräteeinstufung
Diese Maschine ist als Bohrgerät konzipiert und entsprechend dimensioniert.
Der Stahlbau ist nach DIN 15018, Teil 1 bemessen.
Die Geräteeinstufung erfolgt nach DASt, Richtlinie 011.

Die Maschine fällt unter die Norm:


- EN DIN 791 Bohrgeräte

2-2
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2. PRODUKTBESCHREIBUNG

2.3 Bestimmungsgemäße Verwendung


Die bestimmungsgemäße Verwendung der Maschine ist Grundvoraussetzung für den sicheren Be-
trieb.
Die mitgelieferte Ausrüstung bestimmt die Verwendungsmöglichkeiten und Einsatzbereiche der
Maschine nach Kapitel 2.2.
Grundsätzlich darf die Maschine nur für Arbeitseinsätze, die in dieser Betriebsanleitung angeführt
und beschrieben sind, verwendet werden. Die bestimmungsgemäße Verwendung mit speziellen
eingebauten Optionen ist im Kapitel 9 festgelegt.
Die Verwendung der Maschine ist bestimmungsgemäß
- bei Einhaltung der geltenden nationalen Sicherheitsvorschriften,
- bei Beachtung aller Sicherheitshinweise in dieser Betriebsanleitung,
- wenn alle notwendigen Sicherheitsvorrichtungen vorhanden und funktionsfähig sind,
- wenn die im Kapitel 2 unter "Technische Daten" festgelegten Einsatzbedingungen eingehalten
und die unter diesem Punkt vorgeschriebenen Betriebsstoffe verwendet werden.
Zur bestimmungsgemäßen Verwendung gehört auch die rechtzeitige und vollständige Durchführung
aller Wartungs- und Inspektionsarbeiten durch qualifiziertes autorisiertes Personal.
Verfahren:
- Gebohrt wird mit senkrecht stehendem Mäkler in unterschiedlichen Ausladungen.
Als Bohreinrichtung sind alle von Liebherr freigegebenen Systeme zugelassen, sofern sie das
maximal zulässige Eigengewicht laut Kapitel 2 "Technische Daten" nicht überschreiten.

Spezielle Arbeitseinsätze, die nicht im Kapitel 2.2 "Einsatzbereiche der Maschine" aufgeführt sind
- sind zuvor mit dem Hersteller abzusprechen,
- dürfen nur mit schriftlichem Einverständnis des Herstellers durchgeführt werden.
Jede andere oder darüber hinausgehende Verwendung der Maschine ohne schriftliches Einverständ-
nis des Herstellers gilt als nicht bestimmungsgemäß.
Für daraus entstehende Schäden haftet ausschließlich der Betreiber.
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2. PRODUKTBESCHREIBUNG

2.4 Nicht bestimmungsgemäße Verwendung


Eine nicht bestimmungsgemäße Verwendung der Maschine kann
- lebensgefährliche Verletzungen verursachen,
- schwere Schäden an der Maschine und große Sachschäden zur Folge haben,
- zum Garantieverlust führen.

Als nicht bestimmungsgemäße Verwendung der Maschine gelten unter anderem:


• Jede bauliche Veränderung an der Maschine, welche die Betriebssicherheit beeinflusst und ohne
schriftliches Einverständnis des Herstellers durchgeführt wird.
• Die Inbetriebnahme der Maschine
- ohne Abnahmeprüfung, wenn diese durch nationale Gesetze vorgeschrieben wird
- durch Personen, die nicht vom Betreiber autorisiert sind,
- ohne die dazu erforderliche Ausbildung, Schulung und Kenntnis der Betriebsanleitung,
- wenn die Betriebsanleitung unvollständig ist (fehlende oder unleserliche Seiten) bzw. nicht in der
Landessprache vorliegt,
- unter Tage (Bergbau).

• Jede Arbeitsweise, welche die Betriebssicherheit gefährdet.


• Betreiben der Maschine bei
- defekten Sicherheitseinrichtungen
- nicht ordnungsgemäß angebrachten oder nicht funktionsfähigen Sicherheits- und Schutzausrü-
stungen
• Arbeitseinsätze im Montagebetrieb.
• Betrieb bei Überschreitung der maximal zulässigen Windgeschwindigkeit.
• Betrieb, wenn sich, außer in der Fahrerkabine, Personen auf der Maschine aufhalten.
• Jeglicher Personentransport, speziell mit den Winden.
• Hebearbeiten, Einsatz als Hilfskran.
• Heben von Lasten mit Zylindern der Bohranlage.
• Erdbewegungsarbeiten (planieren, etc.).
• Losreißen festsitzender Lasten mit den Winden oder mit dem Drehwerk.
• Schleifen einer Last am Boden mit dem Drehwerk oder dem Fahrwerk.
• Einbau von Ersatzteilen und Verwendung von Betriebsmitteln, die nicht vom Hersteller genehmigt
und freigegeben sind.
• Inbetriebnahme und Arbeiten in explosionsgefährdeten Bereichen. Darunter fallen auch Bereiche,
in denen nur selten oder kurzzeitig eine explosionsfähige Atmosphäre vorhanden ist.
• Heranziehen von Last mit der Hilfswinde.
• Nachrichten von Rohren mit dem Drehwerk/Fahrwerk.

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2. PRODUKTBESCHREIBUNG

2.5 Geräteübersicht
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Hauptkomponenten Bild 2-01

1 Bohranlage 3 Ballast
2 Oberwagen 4 Unterwagen

Diese Hauptkomponenten der Maschine sind auf den folgenden Seiten beschrieben.
Als Grundgerät werden Oberwagen, Ballast und Unterwagen bezeichnet.

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2. PRODUKTBESCHREIBUNG

2.6 Sicherheits- und Überwachungseinrichtungen


2.6.1 Sicherheitseinrichtungen

Sicherheitseinrichtungen Bild 3-01

1 Hubendschalter * 8 Hupe
2 Warnleuchte am Kabinendach 9 Türschloss
3 Dachgitter * oder Steinschlagschutz * 10 Feuerlöscher (2x)
4 Arbeitsscheinwerfer (4x am Oberwagen) 11 Akustischer Signalgeber *
5 Not-Aus-Taster (2x) 12 Batterie-Hauptschalter
6 Zündstartschalter - Absperrschieber am Hydrauliktank (siehe
Überwachungseinrichtungen)
7 Sicherheitshebel für Steuerung

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2. PRODUKTBESCHREIBUNG

Funktionen der Signaleinrichtungen:


• Die Warnleuchte (2) zeigt an, dass
- das Fahr- oder das Drehwerk betätigt wird,
- sich die Maschine im Montagebetrieb befindet
• Die Hupe (8) kann vom Maschinenführer betätigt werden.
• Der akustische Signalgeber (11) * beim Ballast zeigt eine Fahrbewegung oder eine Drehung des
Oberwagens an (Option).
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2. PRODUKTBESCHREIBUNG

2.6.2 Überwachungseinrichtungen

Überwachungseinrichtungen Bild 3-02

1 LCD-Bildschirm 4 Schaugläser am Hydrauliktank (3 x)


2 Ölmessstab am Dieselmotor 5 Absperrschieber am Hydrauliktank
3 Ölmessstab am Verteilergetriebe 6 Innen- und Aussen-Rückspiegel (2x)
- Winkelgeber

2-8
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2. PRODUKTBESCHREIBUNG

2.7 Bohranlage
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Bohranlage Bild 2-02

1 Galgen 7 Stützausleger
2 Hilfsgalgen 8 Grundarm
3 Mäkler 9 Grundarm-Verstellzylinder
4 Rollenhalter 10 Kellywinde
5 Nacken- oder Mäklerstützzylinder 11 Hilfswinde
6 Stützdreieck 12 Reversierwinde

2-9
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2. PRODUKTBESCHREIBUNG

1
Galgen
Der Galgen (Bild 1, Nr.3)
- ist oben am Mäkler (Bild 2, Nr.1) angebolzt
(siehe Bild 1, Nr.4, Nr.5, Nr.6),
- wird für den Transport mit Hilfe des
Galgen-Verstellzylinder (Bild 2, Nr.2) nach unten
geklappt.
Über die linken Seilrollen (Bild 1, Nr.3) wird das Hilfseil
und über die rechten Seilrollen (Bild 1, Nr.2) das Kelly-
seil geführt.
Bei der vorderen Seilrolle für das Kellyseil ist optional
eine Kraftmessachse an Stelle des Bolzens eingebaut.

2 - 10
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2. PRODUKTBESCHREIBUNG

3
Mäkler
Der Mäkler
- führt den Universalschlitten
- besteht aus drei Teilen,
- die Teile sind miteinander verbolzt und verschraubt.

Mäkleroberteil (Bild 3)
Am Mäkleroberteil sind
- der Spannzylinder (Bild 3, Nr.3) für das
Vorschubsystem,
- der Galgen-Verstellzylinder (Bild 3, Nr.2) für die
Transportstellung des Galgens und
- Seilrollen zur Seilführung (Bild 3, Nr.1, Nr.4, Nr.5) mon-
tiert.

4
Mäklermittelteil
Das Mäklermittelteil
- ist durch die zwei Nackenzylinder (Bild 4, Nr.1)
und den Drehtisch (Bild 4, Nr.2) mit dem Stützdreieck
verbunden.
- trägt die Reversier-, die Hilfs- und die Kellywinde.
Der Drehtisch ermöglicht eine Querverstellung des Mäk-
lers.

Ein Neigungsmesser misst die aktuelle Neigung des


Mäklers.
Die Litronic Steuerung bietet dadurch folgende Funktio-
nen:
- Anzeige der aktuellen Neigung (analog und digital)
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- automatische Neigungseinstellung (Turmautomatik).

2 - 11
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2. PRODUKTBESCHREIBUNG

5
Mäklerunterteil
Am Mäklerunterteil ist die Hakengarage (Bild 5, Nr.1) zur
Fixierung des Hilfsseils montiert.

Optional sind der Zylinder zur Mäklerabstützung * und


die Mäklerfußplatte * (Bild 5, Nr.2) montiert.

2 - 12
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2. PRODUKTBESCHREIBUNG

6
Vorschubsystem
Durch das Vorschubsystem wird der Universalschlitten
(Bild 6, Nr.5) und somit das Arbeitsgerät (Bohreinrich-
tung) am Mäkler entlang auf und ab bewegt.
Aufbau:
Die beiden Vorschubseile (2) sind zwischen
- Reversierwinde (Bild 7, Nr.4),
- Universalschlitten (5) und
- Seilrollen am Mäkler (1) eingeschert.
Der Spannzylinder (Bild 6, Nr.3) sorgt für die erforderli-
che Spannung der Vorschubseile.
Die Verstellung erfolgt durch Betätigen der
Reversierwinde.
Optional sind eingebaut:
- eine Kraftmessachse für die Traglastanzeige
- ein Geber für die Seillängenmessung Vorschub

7
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2 - 13
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2. PRODUKTBESCHREIBUNG

8
Stützdreieck, Stützausleger, Grundarm
Der Grundarm (Bild 8, Nr. 2) und der Stützausleger (3)
sind am Oberwagen angelenkt. Sie bilden zusammen mit
dem Stützdreieck (4) ein Parallelogramm. Die Verstel-
lung erfolgt mit Hilfe der Grundarm-Verstellzylinder Z4
(1).
Die Neigungsverstellung des Mäklers erfolgt mit den bei-
den Nackenzylindern Z2 (5)
Am Grundarm ist eine Winkelanzeige (6) montiert. Mit
dem angezeigten Winkel und den Traglasttabellen in
Kapitel 2 lassen sich Ausladung und zulässigeTraglast
bestimmen.

9
Mäklerfußplatte *
Die Mäklerfußpatte ermöglicht das Aufsetzen des Mäk-
lers zum Ziehen der Bohrschnecke.
Das Verbolzen der Mäklerfußplatte (Bild 9, Nr. 1) mit
dem Abstützzylinder erfolgt mit den beiden Bolzen (2).
Diese müssen, wie in Bild 9 angegeben, mit den beiden
Sicherungsstiften (3) gesichert werden.

2 - 14
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2. PRODUKTBESCHREIBUNG

2.8 Oberwagen
10

Oberwagen, von vorne

1 Xenon Zusatzscheinwerfer *, Oberwagen 8 Zentralaggregat


2 Anlenkpunkte 9 Rundumpodeste *
Bohranlage
3 Schottplatte 10 Generator *
4 Zusatzscheinwerfer *, Oberwagen 11 Schiebefenster, Fahrerkabine
5 Schlauchablage 12 Außenspiegel
6 Mäklerablage 13 Podeste, Fahrerkabine
7 Rundumkennleuchten *
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2 - 15
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2. PRODUKTBESCHREIBUNG

11

Oberwagen, von hinten

1 Grundballast 9 Anlenkpunkte
Bohranlage
2 Zusatzballast * 10 Zusatzscheinwerfer *, Oberwagen
3 Kraftstofftank 11 Kompressor *
4 Hydrauliktank 12 Drehwerkgetriebe
5 Auspuffanlage 13 Betankungspumpe *
6 Aufstiegsleiter 14 Rundumpodeste *
7 Dachgitter * oder Steinschlagschutz *, 15 Kühler
Fahrerkabine
8 Fahrerkabine

Der Oberwagen ist


- eine verwindungssteife Schweißkonstruktion,
- mit einer Drehverbindung auf dem Unterwagen montiert.
Die Fahrerkabine (Bild 11, Nr.8)
- enthält alle benötigten Kontroll- und Bedienelemente,
- ist mit einer Sicherheitsverglasung ausgestattet,
- ist mit einem Dachgitter *, Scheinwerfern und einer Warnleuchte versehen.
Das Podest (Bild 10, Nr.13) links von der Kabine wird für den Transport eingeklappt.
Die zwei Drehwerksgetriebe (Bild 11, Nr.11) gehören zur Standardausrüstung und schwenken den
Oberwagen 360°.
Die Aufstiegsleiter (Bild 11, Nr.6)
- ermöglicht den Aufstieg auf den Oberwagen für Kontroll-, Wartungs- und Montagezwecke.

2 - 16
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2. PRODUKTBESCHREIBUNG

Die Kühlanlage (Bild 11, Nr.14) besteht aus vier Teilen


- dem Hydraulikölkühler,
- dem kombinierten Wasser- und Ladeluftkühler,
- dem Kraftstoffkühler und
- dem Getriebeölkühler.
- Der hydraulisch angetriebene Kühlermotor ist temperaturgeregelt.
Der Hydrauliktank (Bild 11, Nr.4)
- ist mit einem Rücklauf- und Belüftungsfilter gegen
mögliche Verschmutzungen geschützt,
- hat zur Füllstandkontrolle Schaugläser und
einen elektrischen Füllstandsensor.
Der Kraftstofftank (Bild 11, Nr.3)
- versorgt den Dieselmotor und die optionale
Stillstandsheizung mit Kraftstoff,
- ist optional mit einer Betankungspumpe (Bild 11, Nr.12) und
einem Niveauwächter ausgestattet.

An der Rückseite des Oberwagens befindet sich der Zusatzballast (Bild 11, Nr.2) und der Grundbal-
last (Bild 11, Nr.1) mit den zugehörigen Montage- und Haltevorrichtungen.
Das Zentralaggregat (Bild 10, Nr.8)
- besteht aus dem Dieselmotor, dem Verteilergetriebe
und dem Hydraulikaggregat,
- versorgt alle Antriebe der Maschine über das
hydraulische Leitungssystem.

Die Bohranlage
- liegt in Transportstellung auf der Mäklerablage (Bild 10, Nr. 6) auf,
- ist über die Anlenkpunkte (Bild 10, Nr.2 und Bild 11, Nr.9) mit dem
Oberwagen verbolzt.
- wird von der Zentralschmieranlage (Bild 11, Nr.12) geschmiert (gilt nur für die Laufbahn).
Der optionale Kompressor (Bild 11, Nr.10) (2)
- ist rechts mittig im Oberwagen montiert.

Der Druckluftanschluss ist am Oberwagen


- an der Schottplatte (Bild 10, Nr.3) vorne montiert.
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2 - 17
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2. PRODUKTBESCHREIBUNG

2.8.1 Zentralaggregat

12

Zentralaggregat von links vorne aus gesehen

1 Ölmessstab, Motoröl 8 Hydraulikölkühler


2 Öleinfüllstutzen, Motoröl 9 Ausgleichsbehälter Kühlwasser
3 Getriebeölkühler 10 Kraftstoffkühler
4 Wasserabscheider 11 Absperrschieber, Hydrauliktank
5 Ölfilter 12 Ansaugrohre, Hydraulik
6 Auspuffanlage und Rußpartikelfilter * 13 Luftfilter, Ansauganlage
7 Wasserkühler (mit Ladeluftkühler) 14 Öleinfüllstutzen mit Ölmessstab, Getriebe-
öl

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2. PRODUKTBESCHREIBUNG

Das Ansaugrohr (Bild 12, Nr.12) verbindet den Hydrauliktank mit den Hydraulikpumpen.
Der Absperrschieber (11) ermöglicht das schließen des Hydrauliktanks für Wartungs- und
Reparaturzwecke.
Der Ausgleichsbehälter der Kühlanlage (9) hat
- ein Überdruckventil zur Entlüftung,
- einen Einfüllstutzen zum Einfüllen von Kühlmittel und
- ein Schauglas zur Kontrolle des Kühlmittelstandes.
Der Wasserkühler (7) kühlt das Kühlwasser des Dieselmotors,
Der Ladeluftkühler kühlt die Ladeluft der beiden Abgasturbolader.
Der Hydraulikölkühler (8) kühlt das Hydrauliköl der gesamten Anlage.
Der Getriebeölkühler (3) kühlt das Getriebeöl des Verteilergetriebes.
Die Luftfilter (13) versorgen den Dieselmotor mit gefilterter Frischluft.
Das Motoröl kann über den Öleinfüllstutzen (2) in den Dieselmotor eingefüllt werden. Der Ölstand
wird mit dem Ölmessstab (1) kontrolliert.
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2 - 19
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2. PRODUKTBESCHREIBUNG

2.8.2 Ballast

13

Ballast

1 Ballast
2 Ringschrauben (2x)
3 Zusatzballast(e)

Der gesamte Ballast, bestehend aus einem Ballast- und einem oder zwei Zusatzballast(en)
- ist Grundvoraussetzung für die Stabilität der Maschine,
- wird an den Ringschrauben (2) zur Montage/Demontage angeschlagen,
- ist an der Rückseite des Oberwagens jeweils von unten angeschraubt,

WICHTIG!
Alle Ballaste können für den Transport der Maschine demontiert werden.
Die Ringschrauben (2) dürfen nicht zum Anheben der gesamten Maschine oder zum Verzurren
verwendet werden!

2 - 20
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2. PRODUKTBESCHREIBUNG

2.9 Unterwagen
14

Unterwagen, von links vorne

1 3-Steg-Bodenplatte 7 Mittelteil
2 Oberwagenverriegelung 8 Linker Raupenträger
3 Leitrad rechts 9 Fahrantrieb linker Raupenträger
4 Abdeckung für äußere Verbolzungslöcher 10 Turas
5 Drehdurchführung 11 Laufrolle
6 Rechter Raupenträger 12 Aufstieg (2 x)

Das Unterwagen-Mittelteil (7)


- ist als verwindungssteife Schweißkonstruktion ausgeführt,
- trägt den drehbar gelagerten Oberwagen und die beiden Raupenträger.
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Die Drehdurchführung (5) stellt die hydraulische Verbindung vom Oberwagen zum Unterwagen her.

Die Schiebeholme der beiden Raupenträger (6) und (8)


- sind mit dem Unterwagen-Mittelteil verbolzt,
- können über die Spurverstellzylinder zwischen der Transport- und der Arbeitsspur verstellt
werden.
Die Transportspur (schmale Spur) dient ausschließlich zum Transport des Geräts.

Die Aufstiege (12) ermöglichen den Zugang zum Oberwagen und zur Fahrerkabine. Beim Transport
werden die Aufstiege nach oben geklappt.

2 - 21
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2. PRODUKTBESCHREIBUNG

Das wartungsarme und schmutzgeschützte Antriebssystem des Raupenträgers besteht aus:


- Leitrad (3),
- Laufrollen (11),
- Fahrantrieb (9) mit Axialkolbenmotor, Planetengetriebe und Lamellen-Haltebremse,
- Turas (10)
- einer vorgespannten Raupenkette sowie 3-Steg-Bodenplatten (1).
Die Oberwagenverriegelung (2) ist beim Transport, bei Außerbetriebnahme sowie bei Wartungs- und
Reparaturarbeiten einzubauen. Sie verhindert ein ungewolltes Drehen des Oberwagens.

15

Spurverstellzylinder, Schnittzeichnung

1 Spurverstellzylinder 3 Verbolzung der Spurverstellung, Trans-


portstellung
2 Verbolzung der Spurverstellung, Arbeits- 4 Bedienhebel Spurverstellung
stellung

2 - 22
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2. PRODUKTBESCHREIBUNG

16
Der Unterwagen ist für den Einsatz mit einer
Verrohrungsmaschine * vorbereitet. An der Vorderseite
des Mittelteils ist dazu der Adapter * (Bild 16, Nr.1) oder
der Adapter* (Bild 17, Nr.1) angebaut. Die benötigten
Hydraulikanschlüsse (2) und die Zusatzhydraulik sind op-
tional erhältlich.

17
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2. PRODUKTBESCHREIBUNG

2.10 Übersicht der Hydraulikzylinder

Hydraulikzylinder Bild 2-03

1 Galgen-Verstellzylinder 5 Grundarm-Verstellzylinder (Z4)


2 Spannzylinder 6 Mäklerfuß-Zylinder (Z8)
3 Mäkler-Stützzylinder links (Z2L) 7 Spurverstellzylinder
4 Mäkler-Stützzylinder rechts (Z2R)

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2. PRODUKTBESCHREIBUNG

2.11 Technische Daten


2.11.1 Abmessungen und Transportgewicht

18

Transportgewicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68,2 t [150355 lbs]


- Trägergerät mit Mäkler (und Winden), ohne Arbeitsgeräte:
- ohne Ballast 10,2 t [22487 lbs]
- ohne Zusatzballast 5,2 t [11464 lbs]
- ohne Bohrantrieb 6,0 t [13227 lbs]
- ohne Kellystange (inkl. kardanische Aufhängung) 6,0 t [13227 lbs]
- ohne Sonderausrüstung (Optionen)

A Überstand vor dem Fahrwerk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6681 mm [21 ft 11 inch]


B Länge Fahrwerk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5895 mm [19 ft 4 inch]
C Überstand hinter dem Fahrwerk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11770 mm [38 ft 7 inch]
D zusätzlicher Überstand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 312 mm [1ft]
E Länge ohne Mäklerfußplatte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24345 mm [79 ft 10 inch]
F Höhe Fahrwerk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1112 mm [3 ft 8 inch]
G Höhe bis Oberwagen Unterkante . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1252 mm [4 ft 1 inch]
H Transporthöhe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3599 mm [11 ft 10 inch]
I Länge in Transportstellung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24657 mm [80 ft 11 inch]

19
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J Schwenkbereich Oberwagen (Radius) - nur mit aufgestelltem Mäkler schwenken . . 4264 mm [13 ft 12 inch]
K Transportbreite . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3500 mm [11 ft 6 inch]

2 - 25
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2. PRODUKTBESCHREIBUNG

2.11.2 Maschine im Arbeitseinsatz

20

A Gesamthöhe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25634 [84 ft 1 inch]


B Mäklerlänge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22030 mm [72 ft 3 inch]
C Vorschubweg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18500 mm [60 ft 8 inch]
D Mäkler über Flur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1637 mm [5 ft 4 inch]
E Bohrantrieb über Flur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2582 mm [8 ft 6 in]
F Abstand Bohrachse Vorderkante Mäkler . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1300 mm [4 ft 3 inch]
G Ausladung Drehachse Vorderkante Mäkler
minimal . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3112 mm [10 ft 2 inch]
maximal . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4365 mm [14 ft 4 inch]
H Ausladung Drehachse Heckballast . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4190 mm [13 ft 9 inch]
I Bodenplattenbreite . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 800 mm [2 ft 7 inch] / 900 mm [2 ft 11 inch]
J Spurbreite des Unterwagens . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3800 mm [12 ft 6 inch]
K Breite des Unterwagens mit 800 mm [31.5 inch] Bodenplatte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4600 mm [15 ft 1 inch]
Breite des Unterwagens mit 900 mm [39.4 inch] Bodenplatte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4700 mm [15 ft 5 inch]

2 - 26
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2. PRODUKTBESCHREIBUNG

2.11.3 Kenndaten
Gerätetyp . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . LB 28

Mäklerbauart . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kastenmäkler

Mäklerlänge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 m [72 ft]

Maximale Ziehkraft / Anpresskraft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 400 kN [89924 lbf]

Maximales Drehmoment . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 280 kNm [206517 lbf ft]

Mäklerneigung stufenlos verstellbar


Querneigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . +/- 5°
Neigung nach vorne . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5°
Neigung nach hinten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15°

Zulässiger Steigungswinkel (Fahren am Hang) ** . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10°

Zulässiger Steigungswinkel (Fahren quer zum Hang) ** . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5°


** Mäkler vertikal stellen!

Zulässige Windgeschwindigkeit beim Arbeiten mit dem Gerät * . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 m/s [45 mph]
Zulässige Windgeschwindigkeit außer Betrieb * . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36 m/s [81 mph]
* Windgeschwindigkeiten jeweils am Boden gemessen!
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Dienstgewicht

Tele-Unterwagen

3-Steg-Bodenplatten Dienstgewicht in t [lbs]


in mm [in]
800 [31.5 inch] 95,6 [210762]
900 [36 inch] 95,6 [210762]

2.11.4 Einsatzbedingungen
Umgebungstemperaturen
- für Betrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . - 20 °C bis + 40 °C [- 4° F to 104° F]
- mit optionalem Kältepaket bis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . - 25 °C bzw. - 40 °C [- 13° F or - 40° F]
- für Lagerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . - 40 °C bis + 40 °C [- 40° F to 104° F]

Einsatzhöhe
Der Abgasturbolader des Dieselmotors verringert den Einfluss des abnehmenden Luftdrucks in
großen Höhen auf die Motorleistung.
Trotzdem ist beim Dieselmotor mit einer Leistungsreduktion zu rechnen, wenn die Maschine in
großer Höhe und bei hohen Lufttemperaturen eingesetzt wird.

2.11.5 Emissionen
Abgasemissionen
Emissionsgrenzwerte der Motorabgase . . . . . . . . entsprechend 97/68/EG Stufe 3A, EPA/CARB Tier III

Schallemissionen
Schallemission . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . entspricht der Richtlinie 2000/14/EG
Schalldruck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 110 dB(A)
Schalldruck in Fahrerkabine . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 79 dB(A)

Bei Gebrauch der Maschine in beengten Umgebungen können auf Grund von Reflexionen die oben
angeführten Schallwerte um 5 bis 10 dB(A) ansteigen.

Vibrationen:
- Vibrationen auf die oberen Körpergliedmaßen des Fahrers: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ‹ 2,5m/s²
- Vibrationen auf den gesamten Körper des Fahrers: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ‹ 0,5m/s²

2 - 28
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2. PRODUKTBESCHREIBUNG

2.11.6 Motoraggregat
Dieselmotor mit
- Abgasturboaufladung,
- Ladeluftkühlung,
- elektronischer Motorsteuerung,
- automatischer Grenzlastregelung zur Leistungsanpassung der Hauptverbraucher an die aktuelle
Motordrehzahl.

Motordaten
Typ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . D 846 A7
Hersteller . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . LIEBHERR
Steuerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . elektronisch (EDC)
Gewicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ca. 1050 kg
Bauart . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Reihenmotor
Verbrennungsverfahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Viertakt, Dieseleinspritzung
Zylinderzahl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Nennleistung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 350 kW nach ISO 9249
Nenndrehzahl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1900 U/min
Leerlaufdrehzahl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 900 U/min
Verbrauch Kraftstoff . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ca. 220 g/kWh
Verbrauch Motoröl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 g/kWh

Elektrische Anlage
Starter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 V, 6,5 kW
Generator . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 V, 110 A
Batterien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Stück in Serienschaltung jeweils 12 V / 170 Ah

Betriebsstoffe
Treibstoff . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . handelsüblicher Fahrzeug-Dieselkraftstoff
Tankinhalt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 700 l [185 gal]
Motoröl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . freigegebenes Motoröl nach Schmierstofftabelle
Füllmenge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33 l [8.7 gal]
Kühlmittel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Wasser mit Zusatz von Korrosions- und Frostschutzmittel
Füllmenge (gesamtes Kühlersystem) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ca. 70 l [18.5 gal]

Das Kapitel 7 "Wartung" enthält detaillierte Informationen zu den gültigen Betriebsstoffen.


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2. PRODUKTBESCHREIBUNG

2.11.7 Hydraulikanlage
Das Hydraulikaggregat
- wird vom Dieselmotor über ein Verteilergetriebe angetrieben,
- besteht aus drei Axialkolbenverstellpumpen, einer Axialkolbenpumpe und 3 (optional 4) Zahnrad-
pumpen,
- arbeitet mit offenen Hydraulikkreisläufen,
- ist mit einer energiesparenden und pumpenschonenden Bedarfstrom-Steuerung ausgestattet.
In der Hydraulikanlage
- begrenzt eine Druckabschneidung auftretende Druckspitzen,
- reinigen elektronisch überwachte Filter das Hydrauliköl.

Der LUDV-Block ist der zentrale Verteilerblock in der Hydraulikanlage und ermöglicht eine lastunab-
hängige Durchflussverteilung.
Die Hydraulikanlage muss für den Anschluss hydraulisch betriebener Optionen speziell angepasst
werden.
Hydrauliköl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . freigegebenes Hydrauliköl (siehe Kapitel 7, Wartung)
Füllmenge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 800 l [211 gal]
Arbeitsdruck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . max. 350 bar [5076 psi]

2.11.8 Winden
Reversierwinde
Die Reversierwinde ist am Mäklermittelteil montiert. Sie dient zur Bewegung des Universalschlittens
am Mäkler entlang.
Es ist folgende Zusatzausrüstung vorgesehen:
- Endschalter oben und unten
- Seillängenmessung *
Die Reversierwinde ist ausgestattet mit
- einem innenliegenden Planetengetrieben,
- Axialkolbenverstellmotoren zum Antrieb
- hydraulischen, federbelasteten Lamellenbremsen (Haltebremse).
Seilzug (Nennlast) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 200 kN [44962 lbf]
Vorschubkraft (ziehen/anpressen) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 400 kN [89920 lbf]
Seildurchmesser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 mm
Seilgeschwindigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0 - 88 m/min [0 - 288 ft/min]
Geschwindigkeit Universalschlitten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0 - 44 m/min [0 - 144 ft/min]

Hilfswinde *
Die Hilfswinde ist am Mäklermittelteil montiert. Sie dient zur Montage, etc..
Es ist folgende Zusatzausrüstung vorgesehen:
- Hubendschalter am Galgen
- 3-Windungs-Endschalter *
Die Hilfswinde ist ausgestattet mit
- einem innenliegenden Planetengetriebe,
- Axialkolbenmotor (Konstantmotor) zum Antrieb
- hydraulischer, federbelasteter Lamellenbremse (Haltebremse).
Seilzug (Nennlast) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 100 kN [22481 lbf]
Seildurchmesser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 mm
Seilgeschwindigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0 - 126 m/min [0 - 413 ft/min]

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2. PRODUKTBESCHREIBUNG

Kellywinde *
Die Kellywinde ist am Mäklermittelteil montiert. Beim Kellybohren wird die Kellystange durch die
Kellywinde bewegt.
Es ist folgende Zusatzausrüstung vorgesehen:
- Hubendschalter am Galgen
- 3-Windungs-Endschalter *
- Seillängenmessung *

Die Kellywinde zeichnet sich aus durch


- kompakte, wartungsfreundliche Bauweise,
- Lastabstützung über die Hydraulikanlage,
- federbelastete Lamellenbremse (Haltebremse).
Seilzug (Nennlast) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 250 kN [56202 lbf]
Seildurchmesser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34 mm
Seilgeschwindigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0 - 81 m/min [0 - 265 ft/min]
Der Antrieb der Kellywinde
- erfolgt durch hochdruckgeregelte Axialkolbenverstellmotoren,
- nutzt schon im Teillastbetrieb die volle Motorleistung aus, durch Geschwindigkeitsanpassung an
den jeweiligen Seilzug,

2.11.9 Drehwerk
Das Drehwerk besteht aus einem dreireihigen Rollendrehkranz mit außenliegender Verzahnung und
zwei Drehwerken.
Das Drehwerksgetriebe besteht aus
- Axialkolbenmotoren,
- Planetengetriebe,
- hydraulisch lüftbarer Lamellenbremse,
- Drehwerksritzel.
Drehgeschwindigkeit des Oberwagens
(stufenlos regelbar) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0 - 2 U/min [rpm]

2.11.10 Fahrwerk
Die beiden Raupenträger des Fahrwerks sind unabhängig voneinander und gegenläufig steuerbar.
Bevorzugte Fahr- und Arbeitsrichtung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Leitrad vorne

Tele-Unterwagen
Fahrgeschwindigkeit (stufenlos regelbar) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0 - 1,9 km/h [0 - 1.2 mph]
Fahrwerkzugkraft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 622 kN [139831 lbf]
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2.11.11 Steuerung
Die Litronic Steuerung der Maschine
- ist eine elektrohydraulische Proportionalsteuerung,
- ermöglicht das gleichzeitige Ausführen aller Bewegungen,
- ist für extreme Temperaturbereiche und den harten Baustelleneinsatz konzipiert,
- wird in Eigenfertigung erzeugt und laufend weiterentwickelt.
Die Litronic Steuerung ist
- im Schaltschrank der Fahrerkabine angeordnet,
- über ein CAN-Bussystem mit der Motorsteuerung sowie allen Sensoren, Gebern und
Endschaltern verbunden.

Maschinendaten
Teilweise werden vom System komponentenrelevante Maschinendaten erfasst. Die gespeicherten
Daten dienen dem Hersteller zur laufenden Verbesserung der Funktion und Zuverlässigkeit.

Bedienelemente in der Fahrerkabine


• Der LCD-Bildschirm in der Fahrerkabine zeigt an
- alle benötigten Informationen für den Betrieb,
- Fehlermeldungen als Fehlertext.
• Zwei Kreuz-Schalthebel zur Steuerung aller Hauptfunktionen.
• Zwei Fußpedale zur Fahrwerksansteuerung (mit zwei Handhebeln in eine Handhebelsteuerung
adaptierbar).
• Ein Sicherheitshebel
- verhindert Fehlbedienungen,
- sperrt Schalthebel und Fußpedale beim Ein- und Aussteigen des Maschinenführers.
• Verschiedene Bedienpulte für Steuer-, Bedien- und Servicefunktionen.

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2.11.12 Traglasttabellen
Mäkler auf dem Boden abgestützt
Der Fahrer kann mit voller Zugkraft ziehen, unabhängig von der Ausladung des Mäklers.

Mäkler nicht auf dem Boden abgestützt


Es gelten die zulässigen Traglasten laut Traglasttabelle, abhängig von der Ausladung des Mäklers.

WARNUNG !

Beim Überschreiten der maximalen Traglasten kommt es zur Beschädigung der Maschine. Es
besteht Kippgefahr!
keine Momentabschaltung
Die angegebenen Traglasten dürfen nicht überschritten werden, da keine Momentabschaltung
erfolgt!

spezielle Einsätze
Spezielle Einsätze sind unbedingt mit dem Hersteller abzusprechen.

Die zu verwendende Traglasttabelle wird durch den Einsatz bestimmt:


• Traglasttabelle für Bohrgeräte nach EN791
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NOTIZEN:

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3. SICHERHEITSHINWEISE

3. SICHERHEITSHINWEISE
Dieses Kapitel:
- warnt den Benutzer vor Restrisiken.
- informiert über Gefahren bei der bestimmungsgemäßen Verwendung.
- informiert über die Maßnahmen zur Vermeidung von Gefahren.

3.1 Technischer Zustand der Maschine


Anforderungen an den technischen Zustand zum sicheren Betrieb der Maschine:
- Maschine in einwandfreiem Zustand
- Keine eigenmächtigen Umbauten, Manipulationen, Veränderungen
- Regelmäßige Wartung
- Funktionsfähige Sicherheitseinrichtungen
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3. SICHERHEITSHINWEISE

3.2 Verantwortungsbereiche
3.2.1 Hersteller
Der Hersteller:
- ist verantwortlich für den sicherheitstechnisch einwandfreien Zustand der ausgelieferten Maschine
mit Zubehör und Dokumentation.
- nimmt seine Produktbeobachtungspflicht wahr und dokumentiert alle vom LIEBHERR-Personal
durchgeführten Wartungs- und Reparaturarbeiten.
- gewährleistet die Einsatzfähigkeit der Maschine durch einen weltweiten Service- und Reparatur-
dienst.
- unterhält ein Schulungszentrum und stellt dem Betreiber die Schulung von Bedienungs- und
Wartungspersonal als Dienstleistung zur Verfügung.

3.2.2 Betreiber
Der Betreiber:
- stellt sicher, dass nur ausgebildetes Personal die Maschine bedient und wartet.
- prüft die Qualifikation der Personen im Umfeld der Maschine und autorisiert ihre Tätigkeiten.
- bestimmt Kompetenzen und Zuständigkeiten aller sich im Umfeld der Maschine befindlichen
Personen.
- stellt allen im Umfeld der Maschine befindlichen Personen die notwendige Schutzausrüstung zur
Verfügung.
- prüft in regelmäßigen Abständen das sicherheitsbewusste Arbeiten des Personals.
- ist verantwortlich für den sicherheitstechnischen Zustand der Maschine.
- nimmt die Maschine umgehend außer Betrieb, wenn sicherheitsbeinträchtigende Mängel auftre-
ten.
- führt die national vorgeschriebenen Inspektionen, zusätzlich zu den von LIEBHERR vorgeschrie-
benen Inspektionen, an der Maschine termingerecht durch.
- meldet dem Hersteller jeden Unfall mit der Maschine, der schwere Verletzungen oder große
Sachschäden zur Folge hat.
- erlaubt LIEBHERR-Personal den uneingeschränkten Zugang zur Maschine im Zusammenhang
mit der Produktbeobachtungspflicht.
- führt die Einsatzplanung für die Maschine sorgfältig und gewissenhaft durch.
- führt keine Umbauten an der Maschine ohne Rücksprache mit dem Hersteller durch.
- verwendet ausschließlich Original LIEBHERR-Ersatzteile.

3.2.3 Maschinenbediener
Der Maschinenbediener:
- hat die Betriebsanleitung gelesen und verstanden.
- betreibt die Maschine bestimmungsgemäß innerhalb der Grenzwerte der Traglasttabelle gemäß
dem Rüstzustand und der Betriebsanleitung.
- trägt Schutzbekleidung.
- meldet jede sicherheitsbeinträchtigende Veränderung an der Maschine dem Betreiber.
- stoppt sofort den Betrieb, wenn eine sichere Arbeitsweise nicht mehr möglich ist.
- führt keine Umbauten an der Maschine ohne Rücksprache mit dem Hersteller durch.
- verwendet ausschließlich Original LIEBHERR-Ersatzteile.

3.2.4 Anschläger
Der Anschläger:
- ist verantwortlich für die korrekte Auswahl und Anbringung/Entfernung der Anschlagmittel an die
Last bzw. an das Lastaufnahmemittel.
- erteilt die Freigabe zur Bewegung bzw. Begleitung der Last.
- trägt Schutzbekleidung.

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3. SICHERHEITSHINWEISE

3.2.5 Einweiser
Der Einweiser:
- leitet Signale vom Anschläger zum Maschinenbediener weiter.
- erteilt Signale an den Maschinenbediener, wenn er die einzige Person dafür ist.
- trägt Schutzbekleidung.

3.2.6 Wartungs-/Instandhaltungspersonal
Das Wartungs-/Instandhaltungspersonal:
- wartet die Maschine für eine sichere und zuverlässige Funktion.
- hat die Betriebsanleitung gelesen und verstanden.
- trägt Schutzbekleidung.
- führt alle vorgeschriebenen Wartungstätigkeiten aus.
- führt keine Umbauten an der Maschine ohne Rücksprache mit dem Hersteller durch.
- verwendet ausschließlich Original LIEBHERR-Ersatzteile.
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3.3 Personalanforderungen
3.3.1 Maschinenbediener
Der Maschinenbediener:
- hat das gesetzlich vorgeschriebene Mindestalter vollendet.
- ist körperlich geeignet (ausreichende Seh- und Hörfähigkeit, kurze Reaktionszeit) die Maschine
sicher zu bedienen.
- ist autorisiert die Maschine zu bedienen.
- ist fähig Distanz, Höhe und Abstände einzuschätzen.
- ist ausgebildet:
• für diesen Maschinentyp
• im Anschlagen und Einweisen
• im Umgang mit Feuerlöscheinrichtungen
- kennt die Fluchtmöglichkeiten im Notfall.
- steht unter keiner körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung, die eine der vorgeschriebenen
Anforderungen herabsetzt.
- steht unter keinem Alkohol- und/oder Drogeneinfluss.

3.3.2 Anschläger
Der Anschläger:
- hat das gesetzlich vorgeschriebene Mindestalter vollendet.
- ist körperlich geeignet (ausreichende Seh- und Hörfähigkeit, kurze Reaktionszeit) Anschlagmittel
zu nutzen/bewegen.
- ist autorisiert Lasten anzuschlagen.
- ist fähig:
• Distanz, Höhe und Abstände einzuschätzen
• Massen- und Lastverteilung einzuschätzen
• klare Anweisungen über Funkgeräte zu erteilen und Funkgeräte zu bedienen
• Last zu führen und eine sichere Bewegung der Last und der Maschine zu ermöglichen
- ist ausgebildet:
• im Anbringen von Anschlagmitteln
• im Einweisen und besitzt Kenntnis der Signalzeichen
• in der Auswahl des richtigen Anschlagmittels
• in der Sicherung gegen unbeabsichtigtes Aushängen
• in der Vermeidung von Schäden an Anschlagmitteln
- steht unter keiner körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung, die eine der vorgeschriebenen
Anforderungen herabsetzt.
- steht unter keinem Alkohol- und/oder Drogeneinfluss.

3.3.3 Einweiser
Der Einweiser:
- hat das gesetzlich vorgeschriebene Mindestalter vollendet.
- ist körperlich geeignet (ausreichende Seh- und Hörfähigkeit, kurze Reaktionszeit).
- ist autorisiert Signalzeichen zu geben.
- ist fähig:
• Distanz, Höhe und Abstände einzuschätzen
• klare Anweisungen über Funkgeräte zu erteilen und Funkgeräte zu bedienen
• Last zu führen und eine sichere Bewegung der Last und der Maschine zu ermöglichen
- ist ausgebildet im Einweisen und besitzt Kenntnis der Signalzeichen.
- steht unter keiner körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung, die eine der vorgeschriebenen
Anforderungen herabsetzt.
- steht unter keinem Alkohol- und/oder Drogeneinfluss.

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3.3.4 Wartungs-/Instandhaltungspersonal
Das Wartungs-/Instandhaltungspersonal:
- hat das gesetzlich vorgeschriebene Mindestalter vollendet.
- ist körperlich geeignet (ausreichende Seh- und Hörfähigkeit, kurze Reaktionszeit).
- ist vertraut mit der Maschine und den Gefährdungen.
- ist vertraut mit allen Prozeduren und Vorkehrungen zur Wartung.
- ist ausgebildet und trainiert die Wartung/Instandhaltung durchzuführen, auch im Umgang mit
spezieller Ausrüstung.
- steht unter keiner körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung, die eine der vorgeschriebenen
Anforderungen herabsetzt.
- steht unter keinem Alkohol- und/oder Drogeneinfluss.
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3.4 Persönliche Schutzausrüstung


In der Eigenverantwortung des Maschinenführers und des Wartungspersonals liegen:
- Das Tragen der erforderlichen persönlichen Schutzausrüstung.
- Die regelmäßige Reinigung und Pflege der Schutzausrüstung.
- Das rechtzeitige Ersetzen schadhafter Bestandteile der Schutzausrüstung.

Die persönliche Schutzausrüstung besteht aus:


- Schutzhelm, wenn Kopfverletzungen möglich sind durch:
• Anstoßen
• Pendelnde, herabfallende, umfallende oder herumfliegende Gegenstände
- Schutzbrille, wenn Augenverletzungen möglich sind durch:
• ätzende oder unter Druck stehende Flüssigkeiten
• Wegfliegende Teile
- Gehörschutz, wenn mit einem entsprechenden Schallpegel zu rechnen ist
- Atemschutzmaske, bei Gefahr durch gesundheitsschädliche Gase, Dämpfe, gesundheitsschädli-
chem Nebel und Staub in der Arbeitsumgebung
- Schutzhandschuhe, wenn Handverletzungen möglich sind durch:
• Verbrennungen
• Spitze oder scharfkantige Gegenstände
- Reflektierende, signalfarbene Warnkleidung, wenn das rechtzeitige Erkennen durch andere
Personen notwendig ist
- Sicherheitsschuhe, wenn Fußverletzungen möglich sind durch:
• Anstoßen oder Einklemmen
• Spitze oder scharfkantige Gegenstände
• Pendelnde oder herabfallende Gegenstände
- Spezielle Schutzbekleidung, bei Gefahr von Verbrennungen, Unterkühlungen, Verätzungen,
Stich- oder Schnittverletzungen am Körper

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3. SICHERHEITSHINWEISE

3.5 Arbeitsplatz
In Übereinstimmung mit der EG-Maschinenrichtlinie ist der Betrieb der Maschine für einen Maschi-
nenbediener festgelegt.
Der Arbeitsplatz befindet sich in der Kabine am Oberwagen.
Stellen Sie während des Betriebes der Maschine sicher, dass folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
- Außer dem Maschinenbediener befinden sich keine weiteren Personen auf oder im Gefahrenbe-
reich der Maschine.
- Der Maschinenbediener befindet sich immer in der Fahrerkabine.
Die Bedienelemente ausschließlich vom Fahrersitz aus bedienen. Das Betätigen der Bedienelemente
durch die geöffnete Tür der Fahrerkabine ist verboten.
Für einen sicheren Arbeitsplatz:
- Fahrerkabine sauber halten.
- Keine Gegenstände auf den Steuerpulten ablegen.
- Keine Werkzeuge in der Fahrerkabine aufbewahren.
- Abgelegte Kleidungsstücke am Kleiderhaken aufhängen.
- Zugang zur Fahrerkabine sauber, schnee- und eisfrei halten, nicht mit Gegenständen den
Zugang oder die Fluchtmöglichkeit versperren.
- Scheiben und Spiegel (innen und außen) der Maschine sauber, beschlag- und eisfrei halten.

HINWEIS!
Alle Steril- und Pflasterartikel sind nach Bedarf oder Gebrauch zu erneuern.
• Mit den Maßnahmen der „Erste Hilfe“ und den nationalen Vorschriften vertraut machen.

1
Bei Erstauslieferung der Maschine ist die Erste Hilfe Box
(Bild 1, Nr. 1) nach ÖNORM V 5101 bestückt.

Lassen sich die Türen der Fahrerkabine nicht mehr von


Hand öffnen, kann mit dem Nothammer (Bild 1, Nr. 2)
die Schutzverglasung einer Scheibe zerstört und ein Not-
ausgang geschaffen werden.
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3.6 Gefahrenbereich

GEFAHR

Maschine in Betrieb!
- Gefahrenbereich verlassen.

Definition Gefahrenbereich (EN 791:1995, Pkt. 3.1):


Jeder Bereich innerhalb und/oder im Umkreis eines Bohrgerätes, indem eine Person einem Risiko
der Verletzung oder Gesundheitsbeeinträchtigung ausgesetzt ist.

Definition Arbeitsbereich (EN 791:1995, Pkt. 3.2):


Ein Bereich nahe am Gerät, in dem dessen Werkzeuge zur Ausführung der Arbeit bewegt werden.

3.6.1 Gefahrenbereich im Bohrbetrieb

Bohrbetrieb

1 Zusätzlicher Gefahrenbereich: Erweiterung des Gefahrenbereichs durch den Arbeitsbereich

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3. SICHERHEITSHINWEISE

3.6.2 Gefahrenbereich im Rammbetrieb

Rammbetrieb

x Länge des Rammelements (Rammgut)


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3.6.3 Gefahrenbereich beim Umsetzen der Maschine

Umsetzen der Maschine

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3. SICHERHEITSHINWEISE

3.6.4 Gefahrenbereich bei der Transportstellung

Transportstellung

HINWEIS !
Folgende Sicherheitshinweise beachten:
- Freileitungen unter Beachtung der Sicherheitsmaßnahmen der EN 50110-1 und Betrieb von
elektrischen Anlagen berücksichtigen.
- In der EN 50110-2 sind zusätzlich die national gültigen Sicherheitsabstände der Mitgliedstaaten der
EU angeführt.
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3.7 Sicherheitsschilder an der Maschine

WARNUNG

Fehlende, beschädigte oder nicht lesbare Sicherheitsschilder!


- Sicherheitsschilder auf Vollständigkeit und Lesbarkeit kontrollieren.
- Fehlende oder unleserliche Sicherheitsschilder durch neue Originalschilder ersetzen.

Sicherheitsschilder an der linken Seite der Maschine

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3. SICHERHEITSHINWEISE

Sicherheitsschilder an der rechten Seite der Maschine


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3. SICHERHEITSHINWEISE

Sicherheitsschilder hinten

3 - 14
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3. SICHERHEITSHINWEISE

3.8 Sicherheitsschilder an der Maschine USA

WARNUNG

Fehlende, beschädigte oder nicht lesbare Sicherheitsschilder!


- Sicherheitsschilder auf Vollständigkeit und Lesbarkeit kontrollieren.
- Fehlende oder unleserliche Sicherheitsschilder durch neue Originalschilder ersetzen.

Sicherheitsschilder an der linken Seite der Maschine


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3 - 15
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3. SICHERHEITSHINWEISE

10

Sicherheitsschilder an der rechten Seite der Maschine

3 - 16
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3. SICHERHEITSHINWEISE

11

Sicherheitsschilder hinten
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3 - 17
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3. SICHERHEITSHINWEISE

3.9 Bedeutung der Sicherheitsschilder


Sicherheitsschilder sind in verschiedene Gruppen unterteilt, die sich durch Form und Farbe unter-
scheiden.

3.9.1 Verbotszeichen
Verbotszeichen sind rund mit einem roten Rand und durch einen roten Querbalken gekennzeichnet.
Das Bildzeichen ist schwarz. Verbotszeichen sind angebracht, wo ein Verhalten, durch das eine
Gefahr entstehen kann, untersagt.

Feuer, offenes Licht und Rauchen verboten

Zutritt für Unbefugte verboten

Zutritt für Personen mit Herzschrittmacher verboten

Auftritt auf die Fläche verboten

Für Fußgänger verboten

Nicht schalten

3.9.2 Warnzeichen
Warnzeichen sind Dreiecke mit gelber Grundfläche und einem schwarzen Rand. Das Bildzeichen ist
schwarz. Warnzeichen sind angebracht, um vor Risiken oder Gefahren zu warnen.

Gefahrenstelle

Gefahr durch elektrischer Spannung

Gefahr durch schwebende Last

3 - 18
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3. SICHERHEITSHINWEISE

Einzugsgefahr

Einzugsgefahr

Einzugsgefahr

Gefahr durch heißer Oberfläche

Rutschgefahr

Absturzgefahr

Stolpergefahr

Quetschgefahr

Quetschgefahr

Quetschgefahr
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Quetschgefahr

Quetschgefahr

Überrollengefahr

3 - 19
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3. SICHERHEITSHINWEISE

Überrollengefahr

Gefahr durch Seile

Gefahr durch elektromagnetische Wellen

Gefahr durch Druckbehälter

Gefahr durch Batterien

3.9.3 Brandschutzzeichen
Brandschutzzeichen sind quadratisch und zeigen ein weißes Bildzeichen auf rotem Hintergrund.
Brandzeichen sind angebracht, um Standorte wie Brandmeldern oder Feuerlöscheinrichtungen zu
kennzeichnen.

Feuerlöscher

Feuerlöscher

Brandmelder

3.9.4 Gebotszeichen
Gebotszeichen sind rund und zeigen ein weißes Bildzeichen auf blauem Hintergrund. Gebotszeichen
sind angebracht, wo ein bestimmtes Verhalten vorgeschrieben ist.

Allgemeines Gebotszeichen

Schutzhelm tragen

3 - 20
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3. SICHERHEITSHINWEISE

Gehörschutz tragen

Schutzhandschuhe tragen

Gesichtsschutz tragen

Fußschutz tragen

Sicherheitsgurte verwenden

Auffanggurt verwenden
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3 - 21
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3. SICHERHEITSHINWEISE

3.10 Bedeutung der maschinenspezifischen Sicherheitsschilder

Warnung vor rotierenden Maschinenteilen

Warnung vor Quetschgefahr

Last heben verboten

Zutritt für Unbefugte verboten

Warnung vor Quetschgefahr

Warnung vor Quetschgefahr

Warnung vor Gefahr durch elektrische Spannung

Warnung vor Quetschgefahr

Konstruiert und geprüft in Übereinstimmung mit ANSI B 30.5

Garantierter Schallleistungspegel

3 - 22
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3. SICHERHEITSHINWEISE

3.11 Gefährdungen
3.11.1 Mechanische Einwirkung

WARNUNG !

Mechanische Einwirkungen durch bewegliche Maschinenteile!


Eine Vielzahl von Gefahrenstellen und Situationen beim Betrieb der Maschine führen zu lebensge-
fährlichen Verletzungen.
- Handlungs- und situationsbezogene Sicherheitshinweise beachten.

HINWEIS !
Folgende Sicherheitshinweise beachten:
- Notwendige persönliche Schutzausrüstung tragen.
- Nur an stehenden Teilen arbeiten.

Beispiele mechanischer Einwirkungen:

Aufenthalt unter schwebender Last.

Einzugsgefahr durch bewegliche Antriebe oder Maschinenteile.

Absturzgefahr bei Arbeiten ohne Sicherung.

Quetschgefahr bei nicht gesicherten Bauteilen wie Türen oder Schiebeelementen.


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3 - 23
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3. SICHERHEITSHINWEISE

Erste Hilfe

1. Absichern / Eigenschutz
• Erkennen - Welche Art Notfall liegt vor?
• Überlegen - Welche Gefahren drohen dem Betroffenen oder dem Helfer?
• Handeln - Der Situation entsprechend absichern.
2. Notruf
3. Lebensrettende Sofortmaßnahmen
• Stabile Seitenlage
• Herzdruckmassage, Beatmung und Defibrillation
• Blutstillung, Schockbekämpfung
4. Weitere Erste Hilfe

3.11.2 Elektrische Energie

WARNUNG !

Elektrische Energie bei spannungsführenden Maschinenteilen!


- Handlungs- und situationsbezogene Sicherheitshinweise beachten.

HINWEIS !
Folgende Sicherheitshinweise beachten:
- Arbeiten nur im spannungsfreien Zustand durchführen.
- Maschine gegen unbefugte Inbetriebnahme sichern.

Beispiele elektrischer Energie:


- Fremdeinspeisung

WARNUNG !

Spannungsführende Maschinenteile!
Elektrischer Schlag.
- Zur Rettung eines Verletzten zuerst Spannungsfreiheit der Anlage sicherstellen.

Erste Hilfe

1. Absichern / Eigenschutz
• Erkennen - Welche Art Notfall liegt vor?
• Überlegen - Welche Gefahren drohen dem Betroffenen oder dem Helfer?
• Handeln - Der Situation entsprechend absichern.
2. Notruf
3. Lebensrettende Sofortmaßnahmen
• Stabile Seitenlage
• Herzdruckmassage, Beatmung und Defibrillation
• Blutstillung, Schockbekämpfung
4. Weitere Erste Hilfe
HINWEIS !
- Nach jeder elektrischen Einwirkung auf den menschlichen Körper einen Arzt aufsuchen. Auch nach
einiger Zeit sind Herzrhythmusstörungen möglich.

3 - 24
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3. SICHERHEITSHINWEISE

3.11.3 Hydraulische Energie

WARNUNG !

Austretendes Hydrauliköl mit hohem Druck!


Leckagen in Hydraulik-Leitungen verursachen durch hohen Druck Verletzungen der Haut, zerstören
Gewebe und führen zu Blutvergiftungen.
- Handlungs- und situationsbezogene Sicherheitshinweise beachten.

HINWEIS !
Folgende Sicherheitshinweise beachten:
- Reparaturen an hydraulischen Anlagen sind ausschließlich Fachpersonal mit speziellen Kenntnis-
sen und Erfahrungen in der Hydraulik vorbehalten.
- Vor Beginn der Arbeiten darauf achten, dass die gesamte Anlage drucklos ist.
- Leckagestelle nicht mit der Hand oder sonst einem Körperteil versuchen zu lokalisieren.
- Beschädigte Hydraulikkomponenten sofort durch Original LIEBHERR-Ersatzteile ersetzen.

Beispiele hydraulischer Energie:


Zerstörung von Gewebe durch Leckagen.

Blutvergiftung durch in das Blut gelangtes Hydrauliköl.

Erste Hilfe

1. Absichern / Eigenschutz
• Erkennen - Welche Art Notfall liegt vor?
• Überlegen - Welche Gefahren drohen dem Betroffenen oder dem Helfer?
• Handeln - Der Situation entsprechend absichern.
2. Notruf
3. Lebensrettende Sofortmaßnahmen
• Stabile Seitenlage
• Herzdruckmassage, Beatmung und Defibrillation
• Blutstillung, Schockbekämpfung
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4. Weitere Erste Hilfe


• Verletzte Körperstellen mit sterilem, keimfreien Verbandsmaterial ohne Druck
abdecken.
• Augen mit Trinkwasser ausspülen.

3 - 25
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3. SICHERHEITSHINWEISE

3.11.4 Verbrennungen

VORSICHT !

Kontakt mit heißen Oberflächen und Betriebsmitteln!


Hohe Temperaturen an Oberflächen und Betriebsmitteln führen zu Verbrennungen oder Verbrühun-
gen.
- Handlungs- und situationsbezogene Sicherheitshinweise beachten.

HINWEIS !
Folgende Sicherheitshinweise beachten:
- Geeignete Schutzhandschuhe bei Arbeiten an heißen Teilen tragen.
- Arbeiten nur bei abgekühlter und stillstehender Maschine durchführen.

Beispiele von Verbrennungen und Verbrühungen:


Verbrennungen durch Kontakt mit dem gesamten Antriebssystem.

Verbrühungen durch austretenden Wasserdampf aus dem Kühlsystem oder Hy-


drauliköl aus dem Antriebssystem.

Erste Hilfe

1. Absichern / Eigenschutz
• Erkennen - Welche Art Notfall liegt vor?
• Überlegen - Welche Gefahren drohen dem Betroffenen oder dem Helfer?
• Handeln - Der Situation entsprechend absichern.
2. Notruf
3. Lebensrettende Sofortmaßnahmen
• Stabile Seitenlage
• Herzdruckmassage, Beatmung und Defibrillation
• Blutstillung, Schockbekämpfung
4. Weitere Erste Hilfe
Bei Verbrennungen 1. Grades (Rötung der Haut):
• Betroffenes Körperteil unter fließend kaltem Trinkwasser kühlen.
• Verletzte Körperstellen mit sterilem, keimfreien Verbandsmaterial ohne Druck
abdecken.
Bei Verbrennungen 2. Grades (Blasenbildung auf der Haut):
• Betroffenes Körperteil unter fließend kaltem Trinkwasser kühlen.
• Verletzte Körperstelle mit sterilem, keimfreien Verbandsmaterial ohne Druck
abdecken.
Bei Verbrennungen 3. Grades (Verkohlung der Haut und Gewebeteile):
• Verletzte Körperstelle mit sterilem, keimfreien Verbandsmaterial ohne Druck
abdecken.

3 - 26
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3. SICHERHEITSHINWEISE

3.11.5 Verätzungen

VORSICHT !

Kontakt mit ätzenden Betriebsmitteln!


Säuren und Basen führen zu Verätzungen der Haut und des Gewebes, bei Augenkontakt zur
Erblindung.
Säuren und Basen beschädigen Kleidungsstücke.
- Handlungs- und situationsbezogene Sicherheitshinweise beachten.

HINWEIS !
Folgende Sicherheitshinweise beachten:
- Beim Umgang mit Säure immer geeignete Schutzbrille oder Gesichtsschutz, Schutzbekleidung
und Handschuhe tragen.

Beispiele für Verätzungen:


Verätzung durch Hantieren mit säurehaltigen Betriebsmitteln.

Verätzungen durch auslaufende Batteriesäure.

Erste Hilfe

1. Absichern / Eigenschutz
• Erkennen - Welche Art Notfall liegt vor?
• Überlegen - Welche Gefahren drohen dem Betroffenen oder dem Helfer?
• Handeln - Der Situation entsprechend absichern.
2. Notruf
3. Lebensrettende Sofortmaßnahmen
• Stabile Seitenlage
• Herzdruckmassage, Beatmung und Defibrillation
• Blutstillung, Schockbekämpfung
4. Weitere Erste Hilfe
• Kleidungsstücke von verletzten Körperstellen entfernen.
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• Verletzte Körperstellen mit Trinkwasser spülen.


• Mit sterilem, keimfreien Verbandsmaterial ohne Druck abdecken.

3 - 27
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3. SICHERHEITSHINWEISE

3.11.6 Feuer und Explosion

WARNUNG !

Feuer, offenes Licht oder elektrostatische Entladungen!


Durch leichtentzündbare Betriebsmittel oder daraus entstehende Gasgemische besteht Brand- und
Explosionsgefahr.
- Handlungs- und situationsbezogene Sicherheitshinweise beachten.

HINWEIS !
Folgende Sicherheitshinweise beachten:
- Mit der Maschine keine brennbaren Flüssigkeiten mitführen, außer in feuerfesten Behältern.
- Treibstoff sowie leicht- oder selbstentzündliche Stoffe, nur in geringen Mengen lagern.
- Verschütteten Treibstoff sofort von der Maschine abwischen und am Boden mit speziellen Mitteln
binden und neutralisieren.
- Maschine mit unbrennbaren Flüssigkeiten reinigen.
- Im Maschinenraum keine Putztücher aufbewahren und brennbare Ablagerungen entfernen, z. B.
Ölleckagen, Kohlestaub und Papierreste.
- Die Maschine ausschließlich an einem gut belüfteten Ort betanken oder für Frischluft sorgen.
- Während des Tankens auf guten, metallischen Kontakt von Zapfhahn und Füllstutzen achten.
Wenn möglich, beim Betankungsvorgang die Maschine an die Erdung der Tankstelle anschließen.
- Während des Umgangs mit entzündlichen Stoffen nicht rauchen.

Beispiele für Brand- und Explosionsgefährdungen:


Brandgefahr durch ausgetretenen Kraftstoff.

- Knallgas in Verbindung mit einem Funken bei der Ladung oder Entladung von
Batterien.
- Verdampfter Kraftstoff in Verbindung mit einer elektrostatischen Entladung zwi-
schen Maschine und Tankanlage.

Erste Hilfe

1. Absichern / Eigenschutz
• Erkennen - Welche Art Notfall liegt vor?
• Überlegen - Welche Gefahren drohen dem Betroffenen oder dem Helfer?
• Handeln - Der Situation entsprechend absichern.
2. Notruf
3. Lebensrettende Sofortmaßnahmen
• Stabile Seitenlage
• Herzdruckmassage, Beatmung und Defibrillation
• Blutstillung, Schockbekämpfung
4. Weitere Erste Hilfe
• (Weitere Informationen siehe: Kapitel 3 Brandbekämpfung)
• (Weitere Informationen siehe: Kapitel 3 Verbrennungen)

3 - 28
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3. SICHERHEITSHINWEISE

3.11.7 Vergiftung und Erstickung

WARNUNG !

Unzureichende Belüftung oder Frischluft!


Giftige Dämpfe oder andere gesundheitsschädliche Atmosphären führen zu Vergiftungen oder Erstik-
kungen.
- Handlungs- und situationsbezogene Sicherheitshinweise beachten.

HINWEIS !
Folgende Sicherheitshinweise beachten:
- In der Kabine für ausreichende Belüftung sorgen.
- Bei Arbeiten mit gefährlichen Stoffen Atemschutzgeräte verwenden.

Beispiele für Vergiftungs- und Erstickungsgefährdungen:


- Motorgase enthalten Kohlenmonoxid und weitere gefährliche Gase.
- Bei Einsätzen in Gebieten, in denen Gefahrenstoffe lagern, besteht die
Möglichkeit, mit gefährlichen Gasen in Kontakt zu kommen.
- Das Kältemittel aus dem Kreislauf der Klimaanlage verdrängt den Sauerstoff in
der Umgebungsluft.

Erste Hilfe

1. Absichern / Eigenschutz
• Erkennen - Welche Art Notfall liegt vor?
• Überlegen - Welche Gefahren drohen dem Betroffenen oder dem Helfer?
• Handeln - Der Situation entsprechend absichern.
2. Notruf
3. Lebensrettende Sofortmaßnahmen
• Stabile Seitenlage
• Herzdruckmassage, Beatmung und Defibrillation
• Blutstillung, Schockbekämpfung
4. Weitere Erste Hilfe
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3 - 29
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3. SICHERHEITSHINWEISE

3.11.8 Elektromagnetische Einwirkung

WARNUNG !

Elektromagnetische Einwirkung beim Einsatz der Maschine in der Nähe von Sendeanlagen,
Radarstationen und Richtfunkanlagen!
Störungen oder Ausfall von elektronischen Implantaten (Herzschrittmacher).
Störung oder Ausfall des Steuerungssystems.
- Handlungs- und situationsbezogene Sicherheitshinweise beachten.

HINWEIS !
Folgende Sicherheitshinweise beachten:
- Bei Verdacht auf elektromagnetische Beeinflussung der Steuerung, die Maschine nicht mehr
betreiben.

Beispiele für elektromagnetische Einwirkung:


- Störung oder Ausfall des Steuerungssystems in der Nähe von Sende-, Richtfun-
koder Radaranlagen.
- Beeinflussung der Umgebung durch den Betrieb mit elektromagnetischen Last-
aufnahmemitteln oder eingebauten Funkgeräten.

3 - 30
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3. SICHERHEITSHINWEISE

3.11.9 Windeinwirkung

GEFAHR !

Lebensgefährliche Windeinwirkung!
Kippen der Maschine.
- Handlungs- und situationsbezogene Sicherheitshinweise beachten.

HINWEIS !
Folgende Sicherheitshinweise beachten:
- Zulässige Windgeschwindigkeiten im Vorwort der gültigen Traglasttabelle beachten.
- Windverhältnisse am Einsatzort sowie die Wetterprognosen für den geplanten Einsatzzeitraum in
Erfahrung bringen und berücksichtigen.
- Als Maschinenbediener vor Arbeitsbeginn über den Wetterbericht und die aktuelle Windgeschwin-
digkeit am Einsatzort der Maschine informieren. Sind in den nächsten Stunden hohe Windge-
schwindigkeiten zu erwarten, Maschine nicht in Betrieb nehmen und Schutzmaßnahmen vor
Sturmschäden treffen.
- Auf gefährliche Windböen achten.
- Lasten langsam und vorsichtig bewegen und jedes Aufschaukeln vermeiden.

GEFAHR !

Überschreiten der maximal zulässigen Windgeschwindigkeit!


Kippen der Maschine.
- Last absetzen und sichern.
- Maschine in „Parkposition“ bringen (Weitere Informationen siehe: Kapitel 5 Parkposition).

Mäklerlänge in m [ft] maximal zulässige Windgeschwindigkeit


für Betrieb sowie Auf- und Abbau in m/s [mph]
LRB 125 12,8 - 15 [42'-49'] 20 [45mph]
LRB 125/18 16,6 [54'] 20 [45mph]
LRB 155 18 - 24 [60'-80'] 20 [45mph]
LRB 255 21 - 33 [70'-108'] 20 [45mph]
LB 16 18 [59'] 20 [45mph]
LB 20 21 [69'] 20 [45mph]
LB 24 23 [75'] 20 [45mph]
LB 28 26 [84'] 20 [45mph]
LB 28_V007 (es/mf/sh/hsj) LWN - TD15/7/2010

LB 36 26 [84'] 20 [45mph]

Windeinwirkung an der Maschine und der Traglast:


- wirkt wie eine zusätzliche Last am Mäkler.
- erhöht die Kippgefahr der Maschine.
Wenn kein Windmesser am Galgen montiert ist, ermöglicht die nachfolgende Tabelle ein ungefähres
Abschätzen, wie stark der Wind ist. Die Windgeschwindigkeit am Mäkler ist unter Umständen höher
als in Bodennähe.

3 - 31
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3. SICHERHEITSHINWEISE

Windstärke Windgeschwindigkeit Auswirkungen des Windes im


Binnenland
Beaufort Bezeichnung m/s km/h mph
0 Windstille 0 - 0,2 1 kleiner 1 Rauch steigt gerade empor.
1 Leiser Zug 0,3 - 1,5 1-5 1-3 Windrichtung wird durch den Zug des
Rauches angezeigt aber noch nicht
durch eine Windfahne.
2 Leichte Brise 1,6 - 3,3 6 - 11 4-7 Wind im Gesicht fühlbar, Blätter säu-
seln, Windfahne bewegt sich.
3 Schwache 3,4 - 5,4 12 - 19 8 - 12 Blätter und dünne Zweige bewegen
Brise sich. Wind streckt einen Wimpel.
4 Mäßige Brise 5,5 - 7,9 20 - 28 13 - 18 Wind hebt Staub und loses Papier,
bewegt Zweige und dünnere Äste.
5 Frische Brise 8 - 10,7 29 - 38 19 - 24 Kleine Laubbäume beginnen zu
schwanken. Auf Seen bilden sich
Schaumkronen.
6 Starker Wind 10,8 - 13,8 39 - 49 25 -31 Starke Äste sind in Bewegung, elek-
trische Freileitungen pfeifen, Regen-
schirme werden umgeklappt.
7 Steifer Wind 13,9 - 17,1 50 - 61 32 - 38 Ganze Bäume sind in Bewegung.
8 Stürmischer 17,2 - 20,7 62 - 74 39 - 46 Wind bricht Zweige von Bäumen.
Wind Das Gehen im Freien ist erheblich
erschwert.
9 Sturm 20,8 - 24,4 75 - 88 47 - 54 Kleinere Schäden an Häusern (abge-
worfene Dachziegel, Kaminab-
deckungen, etc.)
10 Schwerer 24,5 - 28,4 89 - 102 55 - 63 Sturm entwurzelt Bäume.
Sturm Bedeutende Schäden an Häusern.
11 Orkanartiger 28,5 - 32,6 103 - 117 64 - 73 Verbreitete Sturmschäden.
Sturm
12 Orkan 32,7 - 36,9 118 - 133 74 und Schwerste Verwüstungen.
darüber

Windstärken nach Beaufort

3 - 32
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LIEBHERR
3. SICHERHEITSHINWEISE

3.11.10 Schnee- und Eislast

GEFAHR !

Schnee oder Eis auf der Maschine!


Versagen der Struktur.
- Handlungs- und situationsbezogene Sicherheitshinweise beachten.

WARNUNG !

Herabfallende Schnee- und Eisbrocken!


- Nie mit einer vereisten oder mit Schnee bedeckten Maschine arbeiten.

HINWEIS !
Folgende Sicherheitshinweise beachten:
- Ramm- und Bohranlage ablegen und größere Schnee- und Eisansammlungen vorsichtig entfer-
nen.
- Schnee und Eis von allen empfindlichen Teilen wie Endschaltern, Führungen, usw. entfernen.
- Schnee- und Eislast erhöht das Auslegergewicht und vergrößert die Windangriffsfläche.
LB 28_V007 (es/mf/sh/hsj) LWN - TD15/7/2010

3 - 33
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3. SICHERHEITSHINWEISE

3.11.11 Blitzschlag

WARNUNG !

Elektrischer Schlag durch Blitz!


Tod durch direkten oder indirekten Stromfluss über den Körper in Folge von Spannungsüberschlag
oder Schrittspannung.
Absturzgefahr bei Arbeiten über dem Boden.
Weiters kann es zu einem Totalausfall der Steuerung, zu Schäden an der Elektrik oder zu lokalen
Verschweißungen an Lagern, besonders am Drehkranz, kommen.
- Handlungs- und situationsbezogene Sicherheitshinweise beachten.

HINWEIS !
Folgende Sicherheitshinweise beachten:
- Vor einem Gewitter Mäkler ablegen.
- Während eines Gewitters sich nie in der Nähe großer, freistehender Metallteile (z. B. der
Maschine) aufhalten.
- Maschinen, ohne direkten Kontakt der Stahlkonstruktion zum Boden, erden.
- Kabine ausschließlich bei Brand verlassen.

Die geschlossene Kabine der Maschine bildet einen faradayschen Käfig. Die Ladung wird über die
Maschine in den Boden abgeleitet.
Diese Faktoren führen zu einem vorzeitigen Abschalten der LMB - Arbeiten mit der maximal
zulässigen Traglast ist nicht mehr möglich.
Unter folgenden Kriterien den Ausleger rechtzeitig ablegen:
- an Einsatzorten mit häufiger Gewitterbildung
- bei langen Auslegerlängen
- an exponierten Geländestellen
Maßnahmen nach einem beobachteten oder vermuteten Blitzeinschlag in die Maschine:
- Maschine gründlich untersuchen, im Besonderen auf beschädigte Kabel, Schläuche und Seile
achten.
- Funktionsfähigkeit der Steuerung prüfen.
- Drehwerk langsam bewegen und auf ungewöhnliche Geräusche achten.
- Ausleger auf Beschädigungen untersuchen.
- LIEBHERR-Kundendienst informieren.
- an exponierten Geländestellen

Erste Hilfe

1. Absichern / Eigenschutz
• Erkennen - Welche Art Notfall liegt vor?
• Überlegen - Welche Gefahren drohen dem Betroffenen oder dem Helfer?
• Handeln - Der Situation entsprechend absichern.
2. Notruf
3. Lebensrettende Sofortmaßnahmen
• Stabile Seitenlage
• Herzdruckmassage, Beatmung und Defibrillation
• Blutstillung, Schockbekämpfung
4. Weitere Erste Hilfe
• (Weitere Informationen siehe: Kapitel 3 Verhalten bei Stromübertritt)

3 - 34
115 532
LIEBHERR
3. SICHERHEITSHINWEISE

3.11.12 Freileitungen

WARNUNG !

Spannungsführende Freileitung!
Elektrischer Schlag in Folge von Spannungsüberschlag oder Schrittspannung.
- Handlungs- und situationsbezogene Sicherheitshinweise beachten.

HINWEIS !
Folgende Sicherheitshinweise beachten:
- Elektrizitätsversorgungs-Unternehmen vor Beginn der Arbeiten informieren. Der Beauftragte des
Elektrizitätsversorgungs-Unternehmens gibt die schriftliche Freigabe zum Aufstellen und Arbeiten
mit der Maschine!
- Sicherheitsabstand einhalten, der durch nationale Vorschriften oder durch einen Verantwortlichen
des Elektrizitätsversorgungs-Unternehmens vorgeschrieben ist.
- Alle Mitarbeiter am Einsatzort der Maschine über die Gefahren durch elektrische Spannung
informieren.
- Beim Verfahren der Maschine auf Bodenunebenheiten achten, die den Abstand zur Leitung
verringern.
- Einen Einweiser beauftragen, die Maschine und die Leitung zu beobachten, den Sicherheitsab-
stand zu überwachen und in ständigem Kontakt mit dem Maschinenbediener zu stehen.

Beispiele für Stromübertritt bei Freileitungen:


- Direkte Berührung einer Freileitung.
- Unterschreitung des Sicherheitsabstandes, ein Lichtbogen entsteht.
- Freileitung fällt zu Boden, ein Spannungstrichter bildet sich um die am Boden
liegende Freileitung.

Schutzvorrichtungen verschiedener nationaler Elektrizitätsnetze verhalten sich in einem Fehlerfall


unterschiedlich. Nach einem Erdschluss nicht davon ausgehen, dass eine automatische und andau-
ernde Abschaltung erfolgt. Um die Maschine bzw. um die abgerissene Erdleitung entsteht ein
Spannungstrichter (siehe: Kapitel 3 Verhalten bei Stromübertritt).

Erste Hilfe

1. Absichern / Eigenschutz
• Erkennen - Welche Art Notfall liegt vor?
• Überlegen - Welche Gefahren drohen dem Betroffenen oder dem Helfer?
• Handeln - Der Situation entsprechend absichern.
2. Notruf
3. Lebensrettende Sofortmaßnahmen
• Stabile Seitenlage
• Herzdruckmassage, Beatmung und Defibrillation
LB 28_V007 (es/mf/sh/hsj) LWN - TD15/7/2010

• Blutstillung, Schockbekämpfung
4. Weitere Erste Hilfe
• (Weitere Informationen siehe: Kapitel 3 Verhalten bei Stromübertritt)

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LIEBHERR
3. SICHERHEITSHINWEISE

Richtwerte für Sicherheitsabstände zu Freileitungen

Freileitung

Der notwendige Sicherheitsabstand hängt von der Netz-Nennspannung der Freileitung ab.
In der EN 50110-1:2004 sind die Sicherheitsabstände und der Betrieb von elektrischen Anlagen
festgelegt.
Diese Angaben sind Richtwerte und können national unterschiedlich sein.

HINWEIS !
- Eine genaue Auskunft über die Netz-Nennspannung gibt das Elektrizitätsversorgungs- Unterneh-
men.
HINWEIS !
- Die angegebenen Sicherheitsabstände gelten, wenn der Mäkler abgelegt oder demontiert ist.

Netz-Nennspannung (Effektivwert) Sicherheitsabstand X


bis 1 kV (1000 Volt) 1m
über 1 kV bis 110 kV 3m
über 110 kV bis 220 kV 4m
über 220 kV bis 380 kV, sowie bei unbekannter Nennspannung 5m
Sicherheitsabstände zu Freileitungen beim Betrieb der Maschine in Deutschland

Netz-Nennspannung (Phase zu Phase) Sicherheitsabstand X


ft m
bis 50 kV (50000 Volt) 10 3,1
über 50 kV bis 200 kV 15 4,6
über 200 kV bis 350 kV 20 6,1
über 350 kV bis 500 kV 25 7,6
über 500 kV bis 750 kV 35 10,7
über 750 kV bis 1000 kV 45 13,7
Sicherheitsabstände zu Freileitungen beim Betrieb der Maschine in USA

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LIEBHERR
3. SICHERHEITSHINWEISE

Netz-Nennspannung (Phase zu Phase) Sicherheitsabstand X


ft m
bis 750 V 4 1,2
über 750 V bis 50 kV 6 1,8
über 50 kV bis 345 kV 10 3,1
über 345 kV bis 750 kV 16 4,9
über 750 kV bis 1000 kV 20 6,1
Sicherheitsabstände zu Freileitungen beim Transport der Maschine in USA
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3.11.13 Erdarbeiten

GEFAHR !

Beschädigtes, spannungsführendes Erdkabel!


Elektrischer Schlag!
- Handlungs- und situationsbezogene Sicherheitshinweise beachten.

GEFAHR !

Beschädigte Gasleitung!
Explosion und Brand!
- Handlungs- und situationsbezogene Sicherheitshinweise beachten.

HINWEIS !
Folgende Sicherheitshinweise beachten:
- Versorgungsunternehmen vor Beginn der Arbeiten informieren. Der Beauftragte des Versorgungs-
unternehmens gibt die schriftliche Freigabe zum Aufstellen und Arbeiten mit der Maschine!
- Sicherheitsabstand einhalten, der durch nationale Vorschriften oder durch einen Verantwortlichen
des Versorgungsunternehmens vorgeschrieben ist.
- Alle Mitarbeiter am Einsatzort der Maschine über die Gefahren durch elektrische Spannung
informieren.
- Einen Einweiser beauftragen, die Maschine zu beobachten, den Sicherheitsabstand zu überwa-
chen und in ständigem Kontakt mit dem Maschinenbediener zu stehen.

Beispiele für Stromübertritt bei Erdkabel:


- Durchringen des Isoliermantels: Spannungsübertragung auf die Maschine
- Abreißen eines Erdkabels: Entstehung eines Lichtbogens, Brand
- Beschädigung eines Hochspannungskabels: Bildung eines Spannungstrichters
um die Fehlerstelle

Schutzvorrichtungen verschiedener nationaler Elektrizitätsnetze verhalten sich in einem Fehlerfall


unterschiedlich. Nach einem Erdschluss nicht davon ausgehen, dass eine automatische und andau-
ernde Abschaltung erfolgt. Um die Maschine bzw. um die abgerissene Erdleitung entsteht ein
Spannungstrichter (siehe: Kapitel 3 Verhalten bei Stromübertritt) .

Beispiele für Explosion oder Brand bei Gasleitungen:


- Lageveränderung oder Beschädigung der Rohrumhüllung: Bildung eines zündfä-
higen Gas-Luft-Gemischs
- Beschädigung einer Gas-Transportleitung: Bildung eines hohen Drucks

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3. SICHERHEITSHINWEISE

Erste Hilfe

1. Absichern / Eigenschutz
• Erkennen - Welche Art Notfall liegt vor?
• Überlegen - Welche Gefahren drohen dem Betroffenen oder dem Helfer?
• Handeln - Der Situation entsprechend absichern.
2. Notruf
3. Lebensrettende Sofortmaßnahmen
• Stabile Seitenlage
• Herzdruckmassage, Beatmung und Defibrillation
• Blutstillung, Schockbekämpfung
4. Weitere Erste Hilfe
• (Weitere Informationen siehe: Kapitel 3 Verhalten bei Stromübertritt)
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3. SICHERHEITSHINWEISE

3.11.14 Arbeiten bei Dunkelheit

VORSICHT !

Schlechte Sicht bei Dunkelheit!


Verletzungsgefahr.
 Ausreichende Beleuchtung ( mindestens 100 lx) sicherstellen.

3 - 40
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3. SICHERHEITSHINWEISE

3.11.15 Umwelt

VORSICHT !

Umweltgefährdung durch Schadstoffe!


Kraftstoffe, Öle, Reinigungsmittel, Kühlmittel, usw. führen bei unkontrolliertem Austritt in das Erdreich
oder Gewässer zu Umweltschäden.
- Handlungs- und situationsbezogene Sicherheitshinweise beachten.

HINWEIS !
Folgende Sicherheitshinweise beachten:
- Bei Leckagen an der Maschine die auslaufenden Betriebsmittel umgehend auffangen und die
Leckage abdichten.
- Ausgelaufene Betriebsmittel mit Bindemittel binden oder mit geeigneten Mitteln neutralisieren.
- Beim Ablassen oder Auffangen von Flüssigkeiten die geeigneten Behältnisse (Füllmengen und
chemikalienresistent) verwenden.
- Reinigungsarbeiten auf befestigtem und kanalisiertem Untergrund durchführen.
- Nationale und internationale Umweltschutz-Vorschriften beachten, um Betriebsstoffe bzw. Abfälle
zu entsorgen.
- Bei Austritt größerer Mengen von umweltschädlichen Stoffen, Einsatzkräfte und Behörden alar-
mieren.

Beispiele für Umweltgefährdungen:


- Leckagen
- Unsachgemäßes Befüllen von Betriebsmitteln
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3. SICHERHEITSHINWEISE

3.12 Verhalten in Gefahrensituationen


3.12.1 Verhalten bei Stromübertritt
Spannungstrichter, Schrittspannung
12

Spannungstrichter, Schrittspannung

x Ausdehnung
U Spannung
Us Schrittspannung
Bei einem Stromübertritt auf die Maschine, durch Berühren einer Freileitung, verteilt sich der Strom
an der Eintrittsstelle im Erdboden. Die Spannung baut sich nach einer trichterförmigen Kurve ab, ein
Spannungstrichter entsteht.
Die Ausdehnung des Spannungstrichters ist abhängig von:
- Spannung
- Stromstärke
- Bodenwiderstand
Bewegt sich eine Person im Bereich des Spannungstrichters, entsteht zwischen den Füßen ein
Spannungsunterschied (Schrittspannung Us).
Die Schrittspannung ist umso größer:
- je näher sich die Person an der Strom-Übertrittsstelle befindet.
- Stromstärke
- je weiter der Schrittabstand ist.

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3. SICHERHEITSHINWEISE

Erste Reaktion bei Stromübertritt


- Ruhe bewahren.
- Elektrizitätsversorgungs-Unternehmen alarmieren.
Fahrerkabine nicht verlassen:
• Der Aufenthalt in der geschlossenen Fahrerkabine ist verhältnismäßig sicher, da die Kabine einen
faradayschen Käfig bildet.
• Kabine ausschließlich bei Brand verlassen.
- Wenn die Litronic-Steuerung noch funktioniert:
• Maschine aus dem Gefahrenbereich bringen.
• In der Kabine warten, bis der Stromübertritt auf die Maschine nicht mehr besteht.

Verlassen der Maschine bei Stromübertritt und Brand


- Nie spannungsführende Teile der Maschine bei gleichzeitigem Bodenkontakt berühren.
- Sprungrichtung so wählen, dass kein Kontakt mit spannungsführenden Teilen möglich ist.
- Beidbeinig in weitem Abstand von der Maschine herunterspringen.
- Mit geschlossenen (nicht gespreizten) und beiden Beinen gleichzeitig landen.
- Nicht an der Maschine oder an spannungsführenden Teilen festhalten.
- Mit aneinander gepressten Beinen weghüpfen.
- Beim Weghüpfen Abstand zu allen spannungsführenden Teilen halten.

Erste Hilfe

- Notruf absetzen.
- Rettung von Personen nur durch ausgebildetes Fachpersonal.

HINWEIS !
- Nach jeder elektrischen Einwirkung auf den menschlichen Körper, einen Arzt aufsuchen. Auch
nach einiger Zeit sind Herzrhythmusstörungen möglich.
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3. SICHERHEITSHINWEISE

3.12.2 Verhalten im Brandfall

WARNUNG !

- Handlungs- und situationsbezogene Sicherheitshinweise beachten.

- Motor abstellen.
- Rettungskräfte alarmieren.
- Personen aus dem Gefahrenbereich bringen, wenn notwendig Erste Hilfe leisten (Weitere Informa-
tionen siehe: Kapitel 2 Verbrennungen).
- Nur wenn die persönliche Sicherheit nicht gefährdet ist, mit der Brandbekämpfungbeginnen (Weite-
re Informationen siehe: Kapitel 2 Brandbekämpfung).

WARNUNG !

Auch wenn das Feuer gelöscht scheint, besteht die Möglichkeit, dass sich auslaufender Kraftstoff
oder Öl an heißen Teilen wieder entzündet.
Wenn die Nachzündgefahr nicht mehr besteht:
- Mit Begutachtung des Schadens beginnen.

3.12.3 Brandbekämpfung
Brandklassen

WARNUNG !

Einsatz ungeeigneter Löschmittel kann unter Umständen wirkungslos oder mit Gefahren verbunden
sein.
- Geeignete Löschmittel für die Brandklasse einsetzen.

Brände fester Stoffe, hauptsächlich organischer Natur, die normalerweise unter


Glutbildung verbrennen

Brände von flüssigen oder flüssig werdenden Stoffen

Brände von Gasen

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3. SICHERHEITSHINWEISE

Brände von Metallen

Handhabung des Feuerlöschers

HINWEIS !
Feuerlöscher unterliegen nationalen Vorschriften.
- Feuerlöscher sind daher vom Betreiber zu organisieren gegebenenfalls zu ersetzen bzw. periodisch
zu prüfen.

- Feuerlöscher an der Maschine aus der Halterung nehmen und betriebsbereit machen (Weitere
Informarionen siehe: Kapitel 2 Sicherheitseinrichtungen).
- Brandherd lokalisieren und das Feuer mit kurzen, gezielten Sprühstößen bekämpfen.
- Während der Brandbekämpfung die Mitarbeiter durch Zurufe veranlassen die Feuerwehr zu
alarmieren.
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3. SICHERHEITSHINWEISE

Falsch Richtig

Feuer in Windrichtung angreifen

Von vorne nach hinten und von unten nach oben


löschen

Aber: Tropf- und Fließbrände von oben nach unten


löschen

Nicht hintereinander löschen sondern mehrere Lö-


scher gleichzeitig einsetzen

Vorsicht vor Wiederentzündung - Glutnester immer


mit Wasser nachlöschen

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3. SICHERHEITSHINWEISE

Falsch Richtig

Eingesetzte Feuerlöscher nicht mehr aufhängen,


sondern neu füllen lassen
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3. SICHERHEITSHINWEISE

3.13 Handzeichen
Die Handzeichen:
- dienen zur Kommunikation bei Sichtkontakt zwischen Maschinenbediener und Einweiser oder
weiterem Personal
- sind in ihrer Ausführung in nationalen und internationalen Normen eindeutig festgelegt

HINWEIS !
- Mit allen beteiligten Personen festlegen, welche Handsignale verwendet werden.

Die folgende Übersicht beinhaltet:


- die Handzeichen nach BGV A8 (Deutschland)
- die Handzeichen nach ASME/ANSI B30.5 (Vereinigte Staaten von Amerika)

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3. SICHERHEITSHINWEISE

3.13.1 Allgemeine Handzeichen nach BGV A8

Achtung, Anfang, Halt

- Rechten Arm gestreckt nach oben halten


- Handfläche zeigt nach vorne

Halt, Unterbrechung

- Beide Arme seitwärts und waagerecht ausstrecken


- Handflächen zeigen nach vorne

Halt - Gefahr

- Beide Arme zuerst seitwärts und waagerecht ausstrecken


- Handflächen zeigen nach vorne
- Nun beide Arme abwechselnd anwickeln und ausstrecken

Heben

- Rechten Arm anwinkeln und nach oben halten


- Handfläche zeigt nach vorn
- Hand macht eine langsame kreisende Bewegung
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3. SICHERHEITSHINWEISE

Senken

- Rechten Arm nach unten ausstrecken


- Handfläche zeigt nach innen
- Hand macht eine langsame kreisende Bewegung

Langsam

- Rechten Arm waagerecht ausstrecken


- Handfläche zeigt nach unten
- Hand langsam auf- und abbewegen

Abfahren

- Rechten Arm anwinkeln und nach oben halten


- Handfläche zeigt nach vorn
- Arm seitlich hin- und herbewegen

Herkommen

- Beide Arme beugen


- Handflächen zeigen nach innen
- Mit den Unterarmen herwinken

Entfernen

- Beide Arme beugen


- Handflächen zeigen nach außen
- Mit den Unterarmen wegwinken

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3. SICHERHEITSHINWEISE

Rechts fahren (aus Blickrichtung des Einweisers)

- Rechten Arm in horizontaler Haltung leicht anwinkeln


- Arm seitlich hin- und herbewegen

Links fahren (aus Blickrichtung des Einweisers)

- Linken Arm in horizontaler Haltung leicht anwinkeln


- Arm seitlich hin- und herbewegen

Abstandsverringerung anzeigen

- Beide Handflächen parallel halten und dem Abstand entsprechend


zusammenführen

3.13.2 Spezielle Handzeichen für den Anschlagmitteleinsatz

Last langsam heben

- Rechten Arm anwinkeln und nach oben halten


- Gestreckter Finger weist nach oben
- Rechte Hand macht kleine kreisende Bewegungen
- Linke Hand ausstrecken und über die rechte Hand halten
LB 28_V007 (es/mf/sh/hsj) LWN - TD15/7/2010

Last langsam senken

- Rechten Arm nach unten halten


- Gestreckter Finger weist nach unten
- Rechte Hand macht kleine kreisende Bewegungen
- Linke Hand unter die rechte Hand halten

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3. SICHERHEITSHINWEISE

Hauptausleger heben

- Rechten Arm anwinkeln und nach oben halten


- Gestreckter Daumen weist nach oben
- Linke Hand ausstrecken und über die rechte Hand halten

Hauptausleger senken

- Rechten Arm anwinkeln


- Gestreckter Daumen weist nach unten
- Linke Hand ausstrecken und unter die rechte Hand halten

Hauptausleger heben und Last halten

- Rechten Arm anwinkeln und nach oben halten


- Gestreckter Daumen weist nach oben
- Linke Hand macht eine Faust und unter die rechte Hand halten

Hauptausleger senken und Last halten

- Rechten Arm anwinkeln


- Gestreckter Daumen weist nach unten
- Linke Hand macht eine Faust und unter die rechte Hand halten

Hauptausleger heben und Last senken

- Rechten Arm anwinkeln und nach oben halten


- Gestreckter Daumen weist nach oben
- Linken Arm austrecken und Zeigerfinger weist nach unten
- Linke Hand kreisen und unter die rechte Hand halten

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3. SICHERHEITSHINWEISE

Hauptausleger senken und Last heben

- Rechten Arm anwinkeln


- Gestreckter Daumen weist nach unten
- Linken Arm anwinkeln und Zeigerfinger weist nach oben
- Linke Hand kreisen und unter die rechte Hand halten

Oberwagen nach rechts schwenken

- Linken Arm anwinkeln und hochhalten


- Gestreckter Daumen weist nach außen in die Drehrichtung
- Rechten Arm nach unten austrecken
- Zeigerfinger weist nach unten und macht kreisende Bewegungen

Oberwagen nach links schwenken

- Rechten Arm anwinkeln und hochhalten


- Gestreckter Daumen weist nach außen in die Drehrichtung
- Linken Arm nach unten austrecken
- Zeigerfinger weist nach unten und macht kreisende Bewegungen

Greifer öffnen

- Rechten Arm waagerecht austrecken


- Hand nach unten öffnen
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Greifer schließen

- Rechten Arm waagerecht austrecken


- Hand zur Faust schließen

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3. SICHERHEITSHINWEISE

3.13.3 Handzeichen für Hebezeugeinsatz nach ASME/ANSI B30.5

Last heben

- Rechten Arm anwinkeln und nach oben halten


- Gestreckter Zeigefinger weist nach oben
- Hand macht eine langsame kreisende Bewegung

Last senken

- Rechten Arm nach unten ausstrecken


- Gestreckter Zeigefinger weist nach unten
- Hand macht eine langsame kreisende Bewegung

Hauptwinde benutzen

- Mit der Faust auf den Schutzhelm klopfen


- Dann weitere Handzeichen geben

Hilfswinde benutzen

- Rechten Arm anwinkeln und nach oben halten


- Mit der linken Hand von unten an den rechten Ellenbogen klopfen
- Dann weitere Handzeichen geben

Hauptausleger heben

- Rechten Arm waagerecht austrecken


- Ausgestreckter Daumen zeigt nach oben

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3. SICHERHEITSHINWEISE

Hauptausleger senken

- Rechten Arm waagerecht austrecken


- Ausgestreckter Daumen zeigt nach unten

Langsam bewegen

- Mit der einen Hand das benötigte Handzeichen geben. (z. B.: Last heben)
- Andere Hand über oder unter die andere Hand halten

Hauptausleger heben und Last senken

- Rechten Arm waagerecht austrecken


- Ausgestreckter Daumen zeigt nach oben
- Restliche Finger abwechselnd strecken und anwinkeln solange die
Last gesenkt werden soll

Hauptausleger senken und Last heben

- Rechten Arm waagerecht austrecken


- Ausgestreckter Daumen zeigt nach unten
- Restliche Finger abwechselnd strecken und anwinkeln solange die
Last gehoben werden soll

Drehen
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- Rechten Arm waagerecht austrecken


- Handfläche zeigt nach unten
- Ausgestreckte Finger zeigen in Drehrichtung

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3. SICHERHEITSHINWEISE

Stopp

- Einen Arm waagerecht austrecken


- Handfläche zeigt nach unten
- Arm waagerecht hin- und herschwenken

Not-Halt

- Beide Arme waagerecht austrecken


- Handflächen zeigen nach unten
- Beide Arme waagerecht hin- und herschwenken

Fahren

- Einen Arm anwinkeln


- Handfläche zeigt nach vorne
- Mit der geöffneten Hand eine Bewegung in Fahrtrichtung machen

Maschine abstellen und sichern

- Hände vor dem Körper einhaken

Fahren mit beiden Raupenketten

- Beide Fäuste vor dem Körper halten


- Mit kreisenden Bewegungen die Fahrtrichtung anzeigen

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3. SICHERHEITSHINWEISE

Fahren mit einer Raupenkette

- Arm anwinkeln und Faust hochhalten auf der Seite der stehenden
Raupenkette
- Anderen Arm vor dem Körper anwinkeln auf der Seite der zu
fahrenden Raupenkette
- Mit der Faust durch kreisende Bewegungen die Fahrtrichtung
anzeigen

Ausleger austeleskopieren

- Beide Fäuste vor den Körper halten


- Daumen zeigen nach außen

Ausleger einteleskopieren

- Beide Fäuste vor den Körper halten


- Daumen zeigen zueinander

Ausleger einteleskopieren (Einhandsignal)

- Eine Faust vor die Brust halten


- Daumen zeigt zur Brust

Ausleger austeleskopieren (Einhandsignal)


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- Eine Faust vor die Brust halten


- Daumen zeigt nach außen

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3. SICHERHEITSHINWEISE

3.14 Aufstiege

13

1 Aufstieg Unterwagen 4 Mäklerleiter*


2 Rundumpodest* 5 Podest
3 Aufstiegsleitern

GEFAHR !

Lebensgefährliche Verletzungen durch Absturz!


Bei Wartungs-, Reparatur- oder Kontrollarbeiten Podeste, Aufstiege und Leitern benutzen.

3 - 58
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3. SICHERHEITSHINWEISE

14
3.14.1 Auffanggurt und Fallschutzläufer *

GEFAHR !

Bei Wartung- oder Kontrollarbeiten am aufgerichte-


ten Mäkler besteht Absturzgefahr !
Gegenmaßnahmen:
• Der Mäkler darf nur über die Mäklerleiter mit fachge-
recht angelegtem Auffanggurt mit Fallschutzläufer
bestiegen werden.
• Der Mäkler steht senkrecht.
• Die Mäklerleiter ist in Arbeitstellung geklappt und die
Leitersegmente sind verschraubt.
• Der Mäkler ist auf den Boden abgesetzt und die
Ramm- bzw. Bohreinrichtung nach unten verstellt.
• Der Dieselmotor des Geräts ist abgestellt.

15
3.14.2 Auffanggurt anlegen
Der Auffanggurt wird in der Fahrerkabine hinter dem
Fahrersitz aufbewahrt.
Eine detaillierte Beschreibung befindet sich im Aufbe-
wahrungssack.

Auffanggurt anlegen
1.) Auffanggurt an der rückseitigen Fangöse (Bild 15, Nr.
2) anheben (verschlungene Elemente richten) und Schul-
tergurt (orange) (Bild 16, Nr. 4) wie bei einem Rucksack
über die Schulter legen.

2.) Brustgurt (Bild 16, Nr. 6) mit der Schnalle (Bild 16,
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Nr. 5) schließen. 16

3.) Bauchgurt (Bild 16, Nr. 8) mit der Reibschnalle


(Bild 16, Nr. 7) schließen.

4.) Beingurte (blau, Bild 16, Nr. 11) von hinten zwischen
dem Schritt nach vorne führen und durch die Reib-
schnalle (Bild 16, Nr. 7) schließen.

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3. SICHERHEITSHINWEISE

Auffanggurt einstellen

• Prüfen, ob die Auffangöse (Bild 16, Nr. 9) am Bauchgurt (Bild 16, Nr. 8) in der Mitte liegt,
ansonsten entsprechend ausrichten.
• Brustgurt (Bild 16, Nr. 6) so einstellen, dass genug Bewegungsfreiheit gegeben ist. Stellen Sie an
den Reibschnallen (Bild 16, Nr. 7) der Schultergurte die Länge gemäß Körpergröße so ein, dass
der Bauchgurt (Bild 16, Nr. 8) im Bereich der Hüftknochen zu liegen kommt.
• Die Rückenplatte (Bild 15, Nr. 1) soll in der Höhe der Schulterblätter liegen, die vordere Auffang-
öse (Bild 16, Nr. 9) in Körpermitte.
• Bauchgurt (Bild 16, Nr. 8) stramm anziehen, damit der Fallschutzläufer optimal funktioniert.

17
3.14.3 Funktion des Fallschutzläufers
Der Fallschutzläufer (Bild 17, Nr. 2) läuft auf der Sicher-
heitsschiene (3) der Mäklerleiter. Über den
Karabinerhaken (1) wird der Fallschutzläufer mit dem
fachgerecht angelegten Auffanggurt verbunden und beim
Hochziehen einfach mitgeschleppt.
Bei einem Sturz verklemmt sich der Fallschutzläufer in-
nerhalb weniger Zentimeter auf der Schiene.

Funktionsprüfung vor der Benutzung


Machen Sie sich vor der ersten Nutzung mit dem Auf-
fanggurt und den einzelnen Funktionselementen vertraut.
Haken Sie sich in Bodennähe in den Fallschutzläufer
(Bild 17, Nr. 1) ein und belasten Sie den Auffanggurt
probeweise. Falls Beschwerden auftreten, so überprüfen
und korrigieren Sie die Gurteinstellung.

VORSICHT !

Auffanggurt und Fallschutzläufer müssen regelmä-


ßig, jedoch mindestens einmal jährlich von einem
Sachkundigen geprüft werden.
Defekten oder unvollständigen Auffanggurt nicht be-
nutzen. Es besteht Lebensgefahr !

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3. SICHERHEITSHINWEISE
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3. SICHERHEITSHINWEISE

NOTIZEN:

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3. SICHERHEITSHINWEISE
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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE


4.1 Allgemein
In diesem Kapitel sind die Kontroll- und Bedienelemente beschrieben. Sie sind ihrer jeweiligen
Funktion entsprechend am Unterwagen, am Oberwagen und in der Kabine angeordnet.
Alle weiteren, für die sichere Bedienung maßgebenden Einrichtungen, sind im Kapitel 3.5 "Sicher-
heits- und Überwachungseinrichtungen" angeführt.
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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

4.2 Bedienelemente am Unterwagen


1

Unterwagen, von hinten

1 Bedienhebel Spurverstellzylinder

Die Bedienelemente am Unterwagen werden ausschließlich beim Auf- und Abbau des Geräts
benötigt. Siehe Kapitel 6 "Auf- und Abbau".

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

4.3 Bedienelemente am Oberwagen


2

Oberwagen von hinten

1 Bedienpult Betankungspumpe Kapitel 9 "Betankungspumpe"


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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

4.4 Fahrerkabine
4.4.1 Übersicht der Fahrerkabine

Übersicht Fahrerkabine Bild 4-01

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

Bezeichnung der Komponenten Bild 4-01:


1 Sonnenschutzrollo für Dachscheibe 11 Türschloß
2 Arbeitsscheinwerfer, hinten 12 Podest, vorne
3 Blitzlicht 13 Scheibenwischer, vorne
4 GSM-Antenne 14 Fensterverriegelung (beidseitig)
5 Verbandskasten 15 Sonnenblende
6 Nothammer 16 Rückspiegel, innen
7 Belüftungsdüse 17 Arbeitsscheinwerfer, vorne
8 Schaltschrank X1 18 Scheibenwischer, oben
9 Podest seitlich 19 Leseleuchte
10 Rückspiegel, außen 20 Radioantenne

nicht dargestellt: Dachgitter auf der Fahrerkabine

Details:
Kabinenpodeste:
Das vordere Kabinenpodest (Bild 4-01, Pos. 12) ist fest verschraubt. Das seitliche Kabinenpodest
muss für den Transport der Maschine eingeklappt werden. Die Verriegelung des seitlichen Podestes
wird mittels Bolzen, Splinten und Sicherungsfedern hergestellt.

Kabinentüre:
Die Fahrertüre hat drei Stellungen in der sie fixiert werden kann.
- ganz geschlossen
- halb geöffnet
- ganz geöffnet
Öffnen sie die Türe ganz um in die Kabine zu gelangen.
Ziehen sie die Türe langsam zu. Dabei werden sie bei einen gewissen Punkt einen Widerstand
spüren (Arretierung).
Mit ein bisschen Druck rastet die Türe ein. Somit ist sie fixiert.
Wenn sie weiter drücken, wird die Türe ganz geschlossen.

HINWEIS !
Achten sie immer darauf, dass die Türe verriegelt ist. Quetschgefahr!

Optional ist eine Türarretierung erhältlich. Die Türe wird in ganz geöffneter Stellung fixiert. Durch
Drücken des Hebels (hinten links oben) nach vorne wird die Arretierung gelöst und die Türe kann
geschlossen werden.

Kabinenfenster:
Sie können das Frontfenster der Kabine aufschieben.
Drücken sie gleichzeitig die Druckknöpfe (Bild 4-01, Pos. 14) beidseitig. Das Fenster wird aufsprin-
gen. Bringen sie es mit der Haltestange in die gewünschte Position.
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Zum Schließen ziehen sie an der Haltestange bis das Fenster geschlossen ist und die Verriegelung
eingerastet.

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

4.4.2 Übersicht des Steuerstandes

Übersicht Steuerstand Bild 4-02

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

Bezeichnung der Komponenten Bild 4-02:


1 Steuerpult links (X12) 16 Hupe
2 - 17 Anbauposition: Handrad für Bohrfreilauf
3 Steuerpult links (X11) 18 LCD-Bildschirm
4 Linker Schalthebel für Drehwerk, Kellywin- 19 Steuerpult rechts (X23)
de
und Bohrantrieb 2 (VdW-Bohren) *
5 Sicherheitshebel für Litronic-Steuerung 20 Zündstartschalter
6 Betriebsstundenzähler 21 Rechter Schalthebel für Bohrantrieb (Kelly-
bohren, SOB-Bohren) *,
Bohrantrieb 1 (VdW-Bohren) *,
Vorschub und Hilfswinde *
7 Haltegriff 22 -
8 Drehschalter Umluft-Frischluft 23 Radio
9 Lüftungsdüsen 24 Zusatzpult (X25)
10 Handhebel für linkes und 25 Bedienpult PDE *
rechtes Fahrwerk
11 Pedal für Freilauf Kellywinde 26 NOT-AUS-Taster
12 Libelle zur Neigungsanzeige * 27 Externer Kartenleser PDE mit
Steuerrechner *
13 Pedal für linkes Fahrwerk 28 Drucker *
14 Pedal für rechtes Fahrwerk 29 Scheibenwaschwasserbehälter
15 Gaspedal *
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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

4.4.3 Übersicht des Steuerstandes von oben

Übersicht des Steuerstandes von oben Bild 4-03

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

Bezeichnung der Komponenten (Bild 4-03)

1 Libelle zur Neigungsanzeige 14 Aschenbecher


2 Pedal für Freilauf Kellywinde 15 -
3 Pedal für linkes Fahrwerk 16 Radio
4 Lüftungsdüse 17 Scheibenwaschbehälter, Frontscheibe
5 Handhebel für linkes und rechtes Fahrwerk 18 Steuerrechner PDE *
6 Pedal für rechtes Fahrwerk 19 Drucker *
7 Bedienpult PDE * 20 Getränkehalter
8 LCD-Bildschirm 21 Scheibenwaschbehälter, Dachscheibe
9 Steuerpult rechts (X23) 22 Steuerpult links (X12)
10 Rechter Schalthebel 23 Steuerpult links (X11)
11 Zündstartschalter 24 Sicherheitshebel für Litronic-Steuerung
12 NOT-AUS Schalter 25 Linker Schalthebel
13 Zigaretten-Anzünder 26 Haltegriff

nicht dargestellt: Hupe


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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

• Alle wichtigen Kontroll- und Bedienelemente sind im Steuerstand eingebaut. Für Zusatzausrüstun-
gen mit weiteren Bedienelementen oder Bedienpulten ist Platz vorgesehen.

• Alle benötigten Einstellungen auf dem LCD-Bildschirm (Bild 4-02, Nr. 18) erfolgen über die 8
Funktionstastensymbole.
Die Helligkeit des LCD-Bildschirms ist gesondert am Litronic-Servicepult einstellbar.

• Die Taster auf den Steuerpulten (X11 und X23) und dem Zusatzpult (X25) sind als Folientastatur
ausgeführt und mit Leuchtdioden (LED) ausgestattet. Wenn nach Drücken der einzelnen Taster die
integrierte LED permanent leuchtet, so wirkt er als Schalter. Erlischt die LED nach dem Loslassen,
so wirkt er als Taster.
Die Beleuchtung der Steuerpulte wird automatisch der Umgebungshelligkeit angepasst.

• Auf dem linken Steuerpult (X11) (Bild 4-02, Nr. 3) befinden sich die Taster für die allgemeinen
Funktionen wie z.B. Scheinwerfer, Scheibenwischer, Heizung, usw. Die restlichen Taster sind für
mögliche Optionen und Zusatzfunktionen wie z.B. für Klimaanlage (Option) vorgesehen.
• Bestimmte elektrische Funktionen des linken Steuerpultes (X11) lassen sich auch einschalten,
wenn der Zündstartschalter in Parkstellung (P) steht (z.B. Leseleuchte, Autoradio, etc.).

• Auf dem rechten Steuerpult (X23) (Bild 4-02, Nr. 19) und auf dem Zusatzpult (X25) (Bild 4-02, Nr.
24) befinden sich alle gerätespezifischen Funktionen.
• Das linke Steuerpult (X12) dient zur Vorwahl bestimmter Betriebsarten. Bei diesem Gerät wird nur
der Montagebetrieb verwendet.

• Der NOT-AUS-Taster (Bild 4-02, Nr. 26) stoppt den Dieselmotor und sämtliche Bewegungen.

HINWEIS !
Der NOT-AUS-Taster darf nur im Notfall betätigt werden!

• Der Sicherheitshebel (Bild 4-02, Nr. 5) am Steuerstand links


- setzt in hochgezogener Position alle Schalthebel und Fußpedale außer Funktion (Dreh- und
Fahrwerk, etc.),
- verhindert dadurch eine ungewollte Betätigung dieser Bedienelemente.

Der Sicherheitshebel ist


- zur Bedienung abzusenken und während Arbeitspausen hochzuziehen,
- so angeordnet, dass er beim Verlassen der Fahrerkabine immer hochgezogen werden muss.

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

VORSICHT !

Das Hochziehen des Sicherheitshebels


- sperrt sofort die Funktion der Schalthebel,
- stoppt die Antriebe erst nach einer eingestellten Integrationszeit.
Bis das Drehwerk abgebremst ist, kann sich der Oberwagen noch gefährlich lange weiterdre-
hen!

• Alle hydraulischen Funktionen (z.B. hydraulische Zylinderverstellungen, Spurverstellung, etc.) sind


grundsätzlich erst nach dem Starten des Dieselmotors verfügbar.
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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

3
4.5 Schalthebel, Pedale
Linker Schalthebel (Bild 3)
Der linke Schalthebel dient zur Verstellung von:
- Drehwerk
- Kellywinde und
- Bohrantrieb 2 (VdW-Bohren) * / Kellywinde
Die Taster am linken Schalthebel haben folgende Funk-
tionen:
1 -
2 Mäkler Ausladung vor/zurück
3 Mäkler neigen vor/zurück bzw. links/rechts
4 Zweite Turmautomatik
5 Mäklerabstützung *
6 Reset Seillänge Kellywinde */Schneckenputzer */
Relativverschiebezylinder *
7 Vibratorknopf
8 Freilauf Kellywinde *
9 Turmautomatik

4
Rechter Schalthebel (Bild 4)
Der rechte Schalthebel dient zur Verstellung von:
- Bohrantrieb (Kellybohren, SOB-Bohren) *,
- Bohrantrieb 1 (VdW-Bohren) *,
- Vorschub und Hilfswinde *
Die Taster am rechten Schalthebel haben folgende
Funktionen:
1 Wipptaster für Gasverstellung des Dieselmotors
2 Bewegungen speichern:
Vorschub und Bohrantrieb(e)
3 Umschaltung Drehmoment (Bohrantrieb 1) *
4 Umschaltung zwischen Bohrantrieb 1 - Hilfswinde * /
Bohrantrieb 2 - Kellywinde/
Drehzahlverstellung - Exzenterverstellung
5 Felsgang (Kellybohren) / Umschaltung Drehmoment
(Bohrantrieb 2; VDW-Bohren)
6 Schnellgang Vorschub / Schütteln Bohrantrieb *
7 Vibratorknopf
8 VdW-Bohren: Bohrantrieb 2 (Rohr) gegenläufig
bei Betätigung von Bohrantrieb 1 *

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

5
Pedalanordnung
Die Pedale in der Fahrerkabine haben folgende Funktio-
nen:
1 Pedal für Freilauf Kellywinde * / Bremspedal für die
Freifallbremse Kellywinde *
2 linkes Fahrwerk
3 rechtes Fahrwerk
4 Hupe
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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

4.6 Steuerpult links (X11)

Scheibenwischer vorne

Scheibenwischer oben

Steuerpult links Bild 4-04

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

Beschreibung der Taster

Leuchtdiode (LED)
Alle Taster auf dem Steuerpult links sind mit einer Leuchtdiode (LED) ausgestat-
tet, welche die jeweilige Funktion bzw. getroffene Vorwahl optisch anzeigt.

Vorwahltaster "Gebläsestufe"
Zur Einstellung der Gebläsestufe für die Heizung bzw. Klimaanlage *. Es sind
drei verschiedene Gebläsestufen einstellbar. Die Gebläsestufe wird durch eine
entsprechende Anzahl leuchtender LED´s angezeigt.

Potentiometer "Temperatureinstellung Heizung / Klimaanlage * "


Zur Temperatureinstellung für die Heizung bzw. Klimaanlage *. Die Temperatur
wird elektronisch geregelt (siehe Kapitel 5 unter "Maschine bedienen - Neben-
funktionen").

Taster "Intervallschaltung Scheibenwischer Ein / Aus"


Zur Intervallsteuerung des zugehörigen Scheibenwischers (siehe Kapitel 5 unter
"Maschine bedienen - Nebenfunktionen").

Taster "Scheibenwischer Ein / Aus"


Zum Ein- und Ausschalten des zugehörigen Scheibenwischers.

Taster "Scheibenwaschanlage Ein / Aus"


Die zugehörige Scheibenwaschanlage ist in Betrieb, solange der Taster gedrückt
wird.

Taster "Innenbeleuchtung Ein / Aus"


Zum Ein- und Ausschalten der Innenraumbeleuchtung im Oberwagen.

Taster "Arbeitsscheinwerfer Ein / Aus"


Zum Ein- und Ausschalten der Arbeitsscheinwerfer.

Taster "Klimaanlage Ein / Aus" *


Zum Ein- und Ausschalten der Klimaanlage *.
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Taster "Schnellgang Fahrwerk Ein / Aus" *


Zum Ein- und Ausschalten des Fahrwerk Schnellgangs *.

Taster "Kompressor Ein / Aus" *


Zum Ein- und Ausschalten des Kompressors *.

Vorwahltaster "Schlittenschmierung Ein / Aus" *


Zur Vorwahl der Schlittenschmierung *.

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

4.7 Steuerpult links (X12)

Steuerpult links (X12) Bild 4-05

HINWEIS !
Die Taster des Steuerpultes (X12) sind solange aktiv, solange die Kontrolllampe unter dem Taster
leuchtet.

Vorwahltaster "Montagebetrieb"
Der Montagebetrieb ist ausschließlich
- für den Auf-, Um- und Abbau der Maschine,
- für Einstellungen (Fördermenge, Arbeitsdruck, etc.)
- zum Überbrücken von Endschaltern
(wenn der Vorwahltaster "Überbrückung Endschalter" auf dem
Steuerpult rechts (X23) betätigt wird) bestimmt.
Der Montagebetrieb wird durch Drücken dieses Vorwahltasters aktiviert.

Vorwahltaster "Freifall ungesichert" *


Bei diesem Gerät nicht verwendet.

Vorwahltaster "Freigabe der LMB-Überbrückung" *


Bei diesem Gerät nicht verwendet.

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

Taster "Rückfallstützenzylinder ausfahren"


Bei diesem Gerät nicht verwendet.

Taster "Rückfallstützenzylinder einfahren"


Bei diesem Gerät nicht verwendet.

Taster "Vorwahl Betriebsart"


Zur Vorwahl der Betriebsart.

HINWEIS!
Optional können weitere Taster eingebaut sein.

GEFAHR !

Bei allen Betriebsarten, die durch einen Vorwahltaster aktiviert werden, sind
- Sicherheitsfunktionen abgeschaltet oder nur beschränkt verfügbar,
- lebensgefährliche Gefahrensituationen und schwere Schäden an der Maschine möglich.
Es gelten der Betriebsart entsprechenden Sicherheitsvorschriften!

Gegenmaßnahmen:
Der Maschinenführer muss über die Verwendungsmöglichkeiten, Besonderheiten und Gefahren
dieser Betriebsarten genau Bescheid wissen.
Der Deckel für das Steuerpult ist absperrbar. Damit kann einer missbräuchlichen Verwendung
vorgebeugt werden.
Sobald eine spezielle Betriebsart nicht mehr benötigt wird, ist der betreffende Vorwahltaster unmittel-
bar darauf auszuschalten.
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4.8 Steuerpult rechts (X23)

Steuerpult rechts (X23) Bild 4-06

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

Beschreibung der Taster

Leuchtdiode für Funktionsanzeige


Alle Taster und Vorwahltaster auf dem Steuerpult rechts sind mit einer Leuchtdio-
de (LED) ausgestattet, welche die getroffene Vorwahl bzw. die aktivierte Funktion
optisch anzeigt.

Vorwahltaster "Selbsthaltender Freilauf * Ein / Aus"


Zur Aufrechterhalltung des Freilaufbetriebes * für die Kellywinde
(Die Kellywinde muss für Freilauf vorgesehen sein.)

Vorwahltaster "Geschwindigkeitsstufe Drehwerk"


Zur Vorwahl von drei verschiedenen Geschwindigkeitsstufen für das Drehwerk.
Die vorgewählte Stufe wird mit dem zugehörigen Symbol am LCD-Bildschirm
angezeigt.

Vorwahltaster "Zylinderverstellfunktionen Ein / Aus"


Zur Freigabe von Zylinderverstellfunktionen (Spurverstellung) Anschließend kann
der benötigte Zylinder mit dem zugehörigen Taster bzw. Bedienhebel angesteuert
werden.

Vorwahltaster "Überbrückung Endschalter"


Montagebetrieb:
alle Endschalter zum Auf- oder Abbau der Maschine werden
permanent überbrückt.
Arbeitsbetrieb:
die Endschalter werden überbrückt, solange der Vorwahltaster gedrückt wird.

Taster "Verrohrungsmaschine Ein / Aus" *


Zum Ein- und Ausschalten der Verrohrungsmaschine *.

Taster "Armierungsrüttler Ein / Aus" *


Zum Ein- und Ausschalten des Armierungsrüttlers.

Taster "Klemmzange schließen" *


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Zum Schließen der Klemmzange bzw. zum Einschalten der Klemmzangenauto-


matik.

Taster "Klemmzange öffnen" *


Zum Öffnen der Klemmzange.

Taster "Konstantgasprogrammierung"
Mit diesem Taster wird die aktuelle Drehzahl des Dieselmotors gespeichert bzw.
wieder gelöscht.

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

Potentiometer
Die beiden Potentiometer auf dem Steuerpult rechts können für verschiedene Einstellungen verwen-
det werden, abhängig von den im Gerät eingebauten Optionen. Dabei kann jedes der beiden
Potentiometer mit zwei unterschiedlichen Funktionen belegt sein. Die Funktionsbelegung wird über
die jeweilige LED der Vorwahlanzeige angezeigt.
Das Potentiometer wird im Uhrzeigersinn vom Minimal- auf den Maximalwert verstellt. Es sind zwei
Umdrehungen möglich. Über den kleinen Hebel kann es in der gewünschten Position fixiert werden.

Potentiometer 1

Vorwahlanzeige "Fördermenge Zusatzhydraulik" *


Zum Verstellen der Fördermenge zur Verrohrungsmaschine. Siehe Kapitel 5 unter
"Verrohrungsmaschine".

Vorwahlanzeige "Funktion 2"


Diese Funktion ist derzeit nicht belegt.

Potentiometer 2

Vorwahlanzeige "Leistungsregelung Verrohrungsmaschine" *


Zur Leistungsregelung der Verrohrungsmaschine. * Siehe Kapitel 5 unter "Verroh-
rungsmaschine".

Vorwahlanzeige "Funktion 2"


Diese Funktion ist derzeit nicht belegt.

HINWEIS!
Die Einstellung des Potentiometers gilt immer für die aktivierte Vorwahl.
(LED in der Vorwahlanzeige leuchtet.)

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

4.9 Zusatzpult (X25)


6

Zusatzpult (X25)

Alle Taster und Vorwahltaster auf dem Zusatzpult (X25) sind mit einer Leuchtdio-
de (LED) ausgestattet, welche
- die getroffene Vorwahl bzw. die aktivierte Funktion optisch anzeigt,
- in den Richtungstastern blinkt, wenn ein Zylinder mittels Schalthebel
ausgesteuert wird (Richtungsanzeige).

Potentiometer
Die vier Potentiometer auf dem Zusatzpult (X25) können für verschiedene Einstellungen verwendet
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werden, abhängig von den im Gerät eingebauten Optionen. Dabei kann jedes der vier Potentiometer
mit zwei unterschiedlichen Funktionen belegt sein. Die aktuelle Funktionsbelegung wird durch die
jeweilige LED der Vorwahlanzeige angezeigt.
Das Potentiometer wird im Uhrzeigersinn vom Minimal- auf den Maximalwert verstellt.

Prinzip der Zylinderverstellung


Die Zylinderverstellfunktionen werden auf dem Zusatzpult (X25) vorgewählt und anschließend durch
betätigen der entsprechenden Richtungstaster (T1, T9, T19 und T27) gefahren.
Die LED in den zuständigen Richtungstastern leuchten erst auf, wenn eine Zylinderverstellfunktion
vorgewählt und freigegeben ist.

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

Potentiometer 1

Vorwahlanzeige "Anpresssteuerung Vorschub" *


Zur Einstellung des Drucks für die Anpresssteuerung des Vorschubs.
Siehe Kapitel 5 unter "Vorschub betätigen".

Vorwahlanzeige "Funktion 2"


Diese Funktion ist derzeit nicht belegt.

Potentiometer 2

Vorwahlanzeige "Geschwindigkeit Vorschub"


Zur Einstellung der Geschwindigkeit des Vorschubs.
Siehe Kapitel 5 unter "Vorschub betätigen".

Vorwahlanzeige "Funktion 2"


Diese Funktion ist derzeit nicht belegt.

Potentiometer 3

Vorwahlanzeige "Automatiksteuerung" *
Die Automatiksteuerung ist optional und kundenspezifisch.

Vorwahlanzeige "Funktion 2"


Diese Funktion ist derzeit nicht belegt.

Potentiometer 4

Vorwahlanzeige "Geschwindigkeit Bohrantrieb"


Zur Einstellung der Geschwindigkeit des Bohrantriebs.
Siehe Kapitel 5 unter "Bohrbetrieb".

Vorwahlanzeige "Funktion 2"


Diese Funktion ist derzeit nicht belegt.

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

Beschreibung der Taster

Taster "heben/rechts"
Der vorgewählte Zylinder kann in die Richtungen "heben" bzw. "rechts" angesteu-
ert werden (wenn die LED leuchtet).

Taster "senken/links"
Der vorgewählte Zylinder kann in die Richtungen "senken" bzw. "links" angesteu-
ert werden (wenn die LED leuchtet).

Taster "heben/öffnen"
Der vorgewählte Zylinder kann in die Richtungen "heben" bzw. "öffnen"
angesteuert werden (wenn die LED leuchtet).

Taster "senken/schließen"
Der vorgewählte Zylinder kann in die Richtungen "senken" bzw. "schließen"
angesteuert werden (wenn die LED leuchtet).
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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

Vorwahltaster "Mäkler-Stützzylinder links"


Zur Vorwahl des linken Mäkler-Stützzylinders (Z2L).

Taster T5 "Spannzylinder ausfahren"


Der Spannzylinder wird ausgefahren. Diese Funktion ist nur im Montagebetrieb
freigegeben.

Vorwahltaster "Mäklerabstützung" *
Zur Vorwahl des optionalen Mäklerfuß-Zylinders.

Vorwahltaster "Mäkler-Stützzylinder rechts"


Zur Vorwahl des rechten Mäkler-Stützzylinders (Z2R).

Vorwahltaster "Relativverschiebung" *
Zur Vorwahl des Relativverschiebezylinders (siehe Kapitel 5 "VdW-Bohren").

Taster T14 "Spannzylinder einfahren"


Der Spannzylinder wird eingefahren.

Vorwahltaster "Grundarmverstellung"
Zur Vorwahl des Grundarm-Verstellzylinders (Z4).

Vorwahltaster "Pfahlanbohrführung" *
Zur Vorwahl der Pfahlanbohrführung (siehe Kapitel 9 unter "Pfahlanbohrführung").

Vorwahltaster "Oberwagenabstützung" *
Zur Vorwahl der Oberwagen-Abstützzylinder.

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

Vorwahltaster "Hilfswinde"
Zur Vorwahl der Hilfswinde (siehe Kapitel 5 "Hilfswinde betätigen").
Im VDW-Betrieb auch für die Vorwahl der Kellywinde.

Vorwahltaster "Parallelbetrieb Winde 2" *


Zur Vorwahl des Parallelbetriebs (siehe Kapitel 5 "Parallelbetrieb").

Vorwahltaster "Automatiksteuerung" *
Zur Vorwahl der Automatiksteuerung. Die Automatiksteuerung ist kundenspezi-
fisch (z.B.: Ziehautomatik).

Vorwahltaster "Bohrfreilauf Ein / Aus" *


Zum Ein- und Ausschalten des Bohrfreilaufs *.
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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

4.10 Not-Aus-Taster
Die Not-Aus-Taster
- sind Bestandteil einer Sicherheitsschaltung,
- ermöglichen in einer Gefahrensituation ein schnelles Abstellen des Geräts.
Die Einbaupositionen der beiden standardmäßigen Not-Aus-Taster sind im Kapitel 3 unter "Sicher-
heitseinrichtungen" dargestellt.

Sobald ein Not-Aus-Taster gedrückt wird,


- stellt der Dieselmotor ab,
- stoppen unverzüglich alle Bewegungen.

VORSICHT !

Ein Not-Aus-Taster darf nur zur Notabschaltung und keinesfalls zum betriebsmäßigen
Abstellen des Dieselmotors verwendet werden!
Die Maschine wird bei einer Notabschaltung unter Umständen extrem belastet.

VORSICHT !

Wenn bei bewegter Hublast ein Not-Halt ausgelöst wurde, sind die Lamellen-Haltebremsen
anschließend vom Liebherr Servicepersonal zu überprüfen um die Betriebssicherheit wieder
herzustellen.

Ein gedrückter Not-Aus-Taster ist nach dem Wiederherstellen der Betriebssicherheit durch Drehen zu
entriegeln.

HINWEIS !
Alle Not-Aus-Taster müssen entriegelt sein, damit sich der Dieselmotor wieder starten lässt.

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

4.11 Übersicht LCD-Bildschirm


HINWEIS !
Die auf den folgenden Seiten verwendeten Werte sind nicht bindend für die Maschine und gelten nur
als Erläuterungshilfe!

4.11.1 Bildschirm-Hauptbereiche
Der LCD-Bildschirm der Litronic-Steuerung ist in vier Hauptbereiche unterteilt. Diese Hauptbereiche
gelten generell für alle Bildschirmseiten.

Übersicht LCD-Bildschirm

1 Statusanzeigen 3 Funktionstastensymbole
2 Kontrollanzeigen / Einstellungen 4 Leuchtdioden (LED) für Bildschirmstatus
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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

4.11.2 Beschreibung der Bildschirm-Hauptbereiche


Statusanzeigen (Bild 7, Nr. 1)

Im oberen Bereich des LCD-Bildschirms erscheinen die verschiedenen Statusanzeigen als Symbole.
Es sind maximal 8 Symbole gleichzeitig darstellbar.
Die Statusanzeigen zeigen
- aktuell getroffene Vorwahlen,
- die Betriebsart,
- Geschwindigkeitsstufen,
- ausgelöste Endschalter.

Die Statusanzeigen
- werden im Einschaltbild und auf der Seite "Fehleranzeigen" nicht angezeigt,
- sind auf allen anderen Bildschirmseiten mit denselben Symbolen dargestellt.

Beispiel einer Statusanzeige:

Anzeige "Drehwerksgeschwindigkeit"
Zeigt die vorgewählte Geschwindigkeitsstufe 3 für das Drehwerk an.

Kontrollanzeigen (Bild 7, Nr. 2)

Im mittleren Bereich des LCD-Bildschirms sind alle aktuell benötigten Kontrollanzeigen dargestellt
(z.B. Anzeigefelder, Motor- und Filterüberwachungen, Fehlertexte, usw.).

Beispiel einer Kontrollanzeige:

Anzeige "Drehzahl Dieselmotor"


Zeigt die aktuelle Drehzahl des Dieselmotors in U/min. .

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

Funktionstastensymbole (Bild 7, Nr. 3)

Im unteren Bereich des LCD-Bildschirms sind die Funktionstastensymbole dargestellt.


Die Funktionstastensymbole
- können sich je nach Bildschirmseite ändern.

Beispiel eines Funktionstastensymbols:

Symbol "Aggregateseite"
Durch Drücken dieser Funktionstaste wird auf die Seite für "Aggregateüberwa-
chung" umgeschaltet.

Bildschirm mit integriertem Bedienfeld (Nr. 1)

Die Bedienung erfolgt durch Tasten auf die Funktionssymbole


direkt am unteren Rand des Bildschirms.

Werte am LCD-Bildschirm abändern


Damit die Oberfläche des LCD-Bildschirm nicht beschädigt
wird dürfen sie keine spitzen Gegenstände wie z.B. Kugel-
schreiber oder Bleistifte verwenden. Am schonensten für die
Oberfläche des LCD-Bildschirm ist, durch Tasten mit dem
Zeigefinger auf die Funktionssymbole die Werte abzuändern
bzw. zu blättern.

Die zwei Leuchtdioden (Bild 7, Nr. 4) sind die Betriebsanzeigen des LCD-Bildschirms:
Die grüne Leuchtdiode leuchtet im Normalbetrieb.
Wenn die rote Leuchtdiode aufleuchtet, liegt ein Fehler vor.
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4.11.3 Reihenfolge der Bildschirmseiten


Die Litronic-Steuerung stellt dem Maschinenführer zur Bedienung der Maschine verschiedene Bild-
schirmseiten zur Verfügung:

Einschaltbild
Das Einschaltbild
- erscheint nach dem Einschalten der Zündung kurzzeitig auf
dem LCD-Bildschirm,
- verschwindet, sobald die Litronic-Steuerung betriebsbereit
ist,
- wird durch das aktuelle Betriebsbild ersetzt.

Seite "Betriebsbild"
Das Betriebsbild
- ist die Standardanzeige während des Betriebs,
- stellt dem Maschinenführer alle wesentlichen Informationen
zur Verfügung.
Abhängig von der vorgewählten Betriebsart wird im Betriebs-
bild das entsprechende Anzeigefeld eingeblendet. Folgende
Anzeigefelder sind möglich:
- Anzeigefeld-Kellybohren,
- Anzeigefeld-SOB-Bohren,
- Anzeigefeld-VdW-Bohren,
- Anzeigefeld-Soil Mixing.

Ausgehend vom Betriebsbild sind weitere Bildschirmseiten


durch Drücken der entsprechenden Funktionstaste aufrufbar.

Seite "Vorwahl Betriebsart"


Diese Seite dient zur Vorwahl der Betriebsart.

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

Seite "Aggregatüberwachungen"
Diese Seite enthält alle wichtigen Daten des Zentralaggrega-
tes.

Seite "Fehleranzeigen"
Diese Seite
- zeigt Fehlermeldungen im Klartext in der Landessprache an,
- kann aus mehreren Fehlerseiten bestehen.

Seite "Einstellungen"
Diese Seite dient zur Eingabe der erforderlichen Werte,
abhängig von der Betriebsart.
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4.12 Seite "Betriebsbild"


8

Seite "Betriebsbild"

Das Betriebsbild enthält wichtige Anzeigen und Informationen für die vorgewählte Betriebsart.

Beschreibung der Statusanzeigen

Symbol "Freilauf Kellywinde" *


Zeigt an, dass sich die Kellywinde gerade im Freilauf (Bohrfreiflauf) befindet
(siehe Kapitel 5 "Kellywinde betätigen").

Symbol "Selbsthaltender Freilauf Kellywinde" *


Zeigt an, dass der Freilauf (Bohrfreilauf) der Kellywinde gerade eingerastet ist
(siehe Kapitel 5 "Kellywinde betätigen").

Symbol "Montagebetrieb"
Zeigt an, dass der Montagebetrieb eingeschaltet ist.

Symbol "Bewegung gespeichert"


Die Bewegung des Vorschubs und/oder des Bohrantriebs (der Bohrantriebe) ist
gespeichert.

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

Symbol "Kraftstoff-Stand"
Dieses Symbol blinkt, wenn der Kraftstoff-Stand unter ca. 15% gefallen ist
(Reserveanzeige).

Symbol "Hydrauliköltemperatur zu niedrig" *


Siehe Kapitel 9 "Kältepaket".

Anzeige "Drehwerksgeschwindigkeit"
Zeigt die eingestellte Geschwindigkeitsstufe für das Drehwerk an (1, 2 oder 3).
Die gewünschte Geschwindigkeitsstufe für das Drehwerk wird mit einem Vorwahl-
taster am Steuerpult rechts eingestellt.

Symbol "Antriebe in Begrenzung"


Dieses Symbol blinkt in der Statusanzeige, wenn mehrere Endschalter gleichzei-
tig ansprechen und zugleich eine Bewegungsrichtung angesteuert wird, die durch
einen ausgelösten Endschalter gesperrt ist.

Wenn nur ein Endschalter anspricht und dessen gesperrte Bewegungsrichtung angesteuert wird, so
blinkt an Stelle des vorherigen Symbols "Antrieb in Begrenzung" das entsprechende Endschaltersym-
bol in der Statusanzeige.
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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

Folgende Endschaltersymbole können angezeigt werden:

Symbol "Endschalter oben Hilfswinde"


Der Hubendschalter für die Hilfswinde ist aktiviert.
Die Hebenrichtung der Hilfswinde wird gesperrt.

Symbol "Endschalter unten Hilfswinde" *


Der 3-Windungs-Endschalter an der Hilfswinde ist aktiviert.
Die Senkenrichtung der Hilfswinde wird gesperrt.

Symbol "Endschalter oben Kellywinde"


Der Hubendschalter für die Kellywinde ist aktiviert.
Die Hebenrichtung der Kellywinde wird gesperrt.

Symbol "Endschalter unten Kellywinde" *


Der 3-Windungs-Endschalter an der Kellywinde ist aktiviert.
Die Senkenrichtung der Kellywinde wird gesperrt.

Symbol "Endschalter oben Vorschub"


Der Endschalter oben für den Universalschlitten ist aktiviert.
Die Hebenrichtung des Vorschubs wird gesperrt.

Symbol "Endschalter unten Vorschub"


Der Endschalter unten für den Universalschlitten ist aktiviert.
Die Senkenrichtung des Vorschubs wird gesperrt.

Symbol "Endschalter Mäklerneigung rechts"


Der Mäkler ist fünf Grad nach rechts geneigt.
Das Neigen des Mäklers nach rechts wird gesperrt.

Symbol "Endschalter Mäklerneigung links"


Der Mäkler ist fünf Grad nach links geneigt.
Das Neigen des Mäklers nach links wird gesperrt.

Symbol "Endschalter Mäklerausladung vorne"


Der Endschalter für die maximale Ausladung ist aktiviert.
Das Neigen des Mäklers nach vorne (Ausfahren der Mäkler-Stützzylinder) wird
gesperrt.

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

Anzeigefeld-Kellybohren

Das Anzeigefeld-Kellybohren wird auf dem LCD-Bildschirm eingeblendet wenn


- der Bohrbetrieb und
- das Kellybohren
über das Funktionstastensymbol "Betriebsarten" vorgewählt ist.

Elemente im Anzeigefeld-Kellybohren

Neigungsanzeige (von oben auf den Mäkler gesehen)


-0.3° . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Neigung in X-Richtung (nach links)
0.1° . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Neigung in Y-Richtung (nach vorne)
+ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Istwert, aktuelle Position des Mäklers
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sollwert, eingestellter Sollwert für die
Mäklerneigung

Arbeitsdruck Mäklerpumpe
Zur analogen Anzeige des Arbeitsdrucks der Mäklerpumpe (Zylin-
der, etc.)

11.5 m Seillängenmessung Kellywinde


Die Seillängenmessung
- zeigt Position und Bewegungsrichtung (+/-) der Kellystange
(z. B: 11.5 m),
- dient zur Bestimmung von Höhendifferenzen,
- zeigt die Tiefe mit einem " - " vor der Zahl an,
- kann jederzeit über die entsprechende Funktionstaste auf Null
zurückgesetzt werden,
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- soll, um eine genaue Messung zu ermöglichen, unmittelbar vor


Betätigung auf Null gesetzt werden.

9.85 m/min Seilgeschwindigkeit Kellywinde


Zeigt die Seilgeschwindigkeit der Kellywinde in m/min [ft/min] an.

3.50 PDE Tiefe


Die PDE Tiefe wird angezeigt, wenn
- die PDE Aufzeichnung unterbrochen wurde und
- mit der Kellywinde verfahren wurde.

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

0 mm/U Bohrfortschritt
Eindringung des Bohrwerkzeuges in den Untergrund pro Umdre-
hung

Arbeitsdruck Bohrantrieb
Zeigt den Arbeitsdruck des Bohrantriebs analog an.

Drehmoment Bohrantrieb *
Zeigt das Drehmoment des Bohrantriebs analog an.

24.5 Drehzahl Bohrantrieb


Zeigt die Drehzahl des Bohrantriebs (z.B.:24,5) in U/min. an.

kleines Drehmoment
Das kleine Drehmoment (Schnellgang) des Bohrantriebs ist über
den entsprechenden Taster auf dem Schalthebel rechts vorgewählt.

maximale Ausladung
Die maximale Ausladung des Mäklers ist erreicht. Der Warnsummer
ertönt. Es erfolgt keine Funktionsabschaltung. Die Funktion "Ausla-
dung vergrößern" wird gesperrt.

Vorschubanzeige
Zeigt die Vorschubkraft analog an.
- Ziehen:
der Balken "im Mäklersymbol" steigt von unten nach oben an.
- Anpressen:
der Balken "im Mäklersymbol" steigt von oben nach unten an.
- Stillstand:
Anzeige der Last am Schlitten.
Zeigt die Vorschubkraft digital (z.B.: 127) in kN [lbs] an.

Vorschub Langsamgang
Der Langsamgang des Vorschubs ist vorgewählt.

Vorschub Schnellgang
Der Schnellgang des Vorschubs ist über den entsprechenden
Taster auf dem Schalthebel rechts vorgewählt.

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

15.3 m Seillängenmessung Vorschub


Die Seillängenmessung
- zeigt Position und Bewegungsrichtung (+/-) des Schlittens
(z.B.: 15.3 m),
- dient zur Bestimmung von Höhendifferenzen,
- kann jederzeit über die entsprechende Funktionstaste auf Null
zurückgesetzt werden,
- soll, um eine genaue Messung zu ermöglichen, unmittelbar vor
Betätigung auf Null gesetzt werden.

4.71 m/min Vorschubgeschwindigkeit


Die Vorschubgeschwindigkeit wird in m/min [ft/min] angezeigt.

Drehzahl Dieselmotor
Zeigt die aktuelle Drehzahl des Dieselmotors in U/min [rpm] an.
Bei zu hoher Drehzahl blinkt der Balken in der Anzeige.

Traglastanzeige Hilfs- und Kellywinde *


Zeigt die aktuelle Last an der Hilfswinde analog und digital (z.B.: 50)
in kN [lbs], sowie an der Kellywinde ebenfalls in analoger und
digitaler Form (z.B. 300) in kN [lbs], an.
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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

Anzeigefeld-Kellybohren mit Verrohrungsmaschine

Das Anzeigefeld-Kellybohren wird auf dem LCD-Bildschirm eingeblendet wenn


- der Bohrbetrieb und
- das Kellybohren
über das Funktionstastensymbol "Betriebsarten" und
- die Verrohrungsmaschine
auf dem Steuerpult rechts (X23) vorgewählt ist.

Arbeitsdruck Verrohrungsmaschine
Zeigt den Arbeitsdruck der Verrohrungsmaschine analog an.

Bohrfreilauf
Der Bohrfreilauf ist eingeschaltet.

WICHTIG !
Die weiteren Elemente sind bereits im Anzeigefeld-Kellybohren beschrieben.

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

Anzeigefeld-SOB-Bohren

Das Anzeigefeld-SOB-Bohren wird auf dem LCD-Bildschirm eingeblendet wenn


- der Bohrbetrieb und
- das SOB-Bohren
über das Funktionstastensymbol "Betriebsarten" vorgewählt ist.

Elemente im Anzeigefeld-SOB-Bohren

Betondruck *
Zeigt den Betondruck analog an, wenn der optionale Betondruckge-
ber angeschlossen ist.
Die Anzeige kann nach Bedarf skaliert sein (z.B.: 5-10 bar)

Betonmengenmessung *
Zeigt die Betonmenge in m³ [yd³] an, wenn diese Option vorgewählt
ist.

4.71 m/min Vorschubgeschwindigkeit


Die Vorschubgeschwindigkeit wird in m/min [ft/min] angezeigt.

- 3.50 m PDE Tiefe


Die PDE Tiefe wird angezeigt, wenn
- die PDE Aufzeichnung unterbrochen wurde und
- mit dem Vorschub verfahren wurde
(z.B.: Schnecke wurde verlängert).
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0 mm/U Bohrfortschritt
Eindringung des Bohrwerkzeuges in den Untergrund pro Umdre-
hung

WICHTIG !
Die weiteren Elemente sind bereits im Anzeigefeld-Kellybohren beschrieben.

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

Anzeigefeld-VdW-Bohren

Das Anzeigefeld-VdW-Bohren wird auf dem LCD-Bildschirm eingeblendet wenn


- der Bohrbetrieb und
- das VdW-Bohren
über das Funktionstastensymbol "Betriebsarten" vorgewählt ist.

Elemente im Anzeigefeld-VdW-Bohren

Arbeitsdruck Bohrantrieb 1
Zeigt den Arbeitsdruck des Bohrantriebs 1 analog an.

24.5 Drehzahl Bohrantrieb 1


Zeigt die Drehzahl des Bohrantriebs (z.B.: 24,5) in U/min. an, wenn
der optionale Drehzahlgeber angeschlossen ist.

Arbeitsdruck Bohrantrieb 2
Zeigt den Arbeitsdruck des Bohrantriebs 2 analog an.

17.3 Drehzahl Bohrantrieb 2


Zeigt die Drehzahl des Bohrantriebs (z.B.: 17,3) in U/min. an, wenn
der optionale Drehzahlgeber angeschlossen ist.

0 mm/U Bohrfortschritt
Eindringung des Bohrwerkzeuges in den Untergrund pro Umdre-
hung

WICHTIG !
Die weiteren Elemente sind bereits im Anzeigefeld-SOB-Bohren beschrieben.

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

Beschreibung der Funktionstastensymbole

Einigen Funktionstasten sind mehrere Funktionstastensymbole zugeordnet, die bedienungsabhängig


angezeigt werden. Die folgenden standardmäßigen Funktionstastensymbole erscheinen zuerst beim
Aufrufen des Betriebsbildes.

Symbol "Vorwahl Betriebsart"


Mit diesem Funktionstastensymbol wird auf die Seite "Vorwahl Betriebsart" umge-
schaltet.

Symbol "Aggregatüberwachungen"
Mit diesem Funktionstastensymbol wird auf die Seite 2 "Aggregatüberwachungen"
umgeschaltet.
Bei einer Fehlermeldung auf der Aggregateseite blinkt dieses Symbol und der
Warnsummer ertönt.

Symbol "Fehleranzeigen"
Mit diesem Funktionstastensymbol wird auf die Seite 4 "Fehleranzeigen" umge-
schaltet.
Bei einer Fehlermeldung blinkt dieses Symbol und der Warnsummer ertönt.

Symbol "Einstellungen"
Mit diesem Funktionstastensymbol wird auf die Seite "Einstellungen" umgeschal-
tet.
Dieses Symbol wird nur im Montagebetrieb eingeblendet.

Symbol "Umschaltung Funktionstasten"


Durch Betätigen dieses Funktionstastensymbols werden bedienungsabhängig
andere Funktionstastensymbole eingeblendet.

Symbol "Quittierung Warnsummer"


Mit diesem Funktionstastensymbol wird der Warnsummer abgeschaltet.
Der Warnsummer ertönt bei jeder Fehlermeldung.

HINWEIS !
Durch Drücken dieses Funktionstastensymbols erfolgt keine Fehlerquittierung oder Fehlerbehebung!

Symbol "Reset Vorschub"


Durch Drücken dieses Funktionstastensymbols wird die Anzeige "Seillängenmes-
sung Vorschub" auf "0" zurückgesetzt.
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Symbol "Reset Kellywinde"


Durch Drücken dieses Funktionstastensymbols wird die Anzeige "Seillänge Kelly-
winde" auf "0" zurückgesetzt.

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

Die folgenden Funktionstastensymbole erscheinen erst nach Betätigen des Funktionstastensymbols


"Umschaltung Funktionstasten":

Symbol "Sollwert Mäklerneigung"


Durch Betätigen dieses Funktionstastensymbols beginnt dieses Symbol "Sollwert
Mäklerneigung" zu blinken, die Ist-Neigung (digital und analog) wird ausgeblendet
und stattdessen der momentane Sollwert eingeblendet. Der neue Sollwert kann
über das Litronic-Servicepult eingegeben und durch "ENTER" bestätigt werden.

Symbol "Neigungsanzeige nullen"


Nach dem Betätigen dieses Funktionstastensymbols beginnen die digitalen Nei-
gungsanzeigen im Anzeigefeld zu blinken. Die Neigungsanzeige kann nun durch
Betätigen des Funktionstastensymbols "Eingabe bestätigen" auf Null gestellt wer-
den.

Symbol "Eingabe bestätigen".


Durch Betätigen dieses Funktionstastensymbols wird die digitale und analoge
Mäklerneigungsanzeige auf Null gestellt.

Die folgenden Funktionstastensymbole erscheinen erst nach zweimaligem Betätigen des Funktionsta-
stensymbols "Umschaltung Funktionstasten".

Symbol "Lagensprung Kellywinde"


Durch Betätigen dieses Funktionstastensymbols wird die Kellywinde für die Pro-
grammierung des Lagensprungs vorgewählt. Die Anzeige (z.B.: 11.5) beginnt für
3 sec. zu blinken.

Symbol "Set Lagensprung 1 - 2"


Durch Betätigen dieses Funktionstastensymbols wird der Lagensprung der ange-
wählten Winde von der 1. in die 2. Lage programmiert (während die Anzeige der
Seillänge blinkt).

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

4.13 Seite "Vorwahl Betriebsart"


9

Seite "Vorwahl Betriebsart"

Diese Bildschirmseite dient zur Vorwahl der Betriebsart.

Beschreibung der Statusanzeigen

Die Statusanzeigen sind in Kapitel 4 unter "Betriebsbild" beschrieben.


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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

Beschreibung der Kontrollanzeigen

Anzeige "Arbeitsbetrieb"
Zeigt, dass die Betriebsart "Arbeitsbetrieb" vorgewählt ist. Das Zusatzpult (X25)
ist angesteckt.

Anzeige "SOB-Bohren"
Durch Tippen auf die abgebildete Anzeige wird die Betriebsart "SOB-Bohren" am
Bildschirm vorgewählt.

Anzeige "VDW-Bohren"
Durch Tippen auf die abgebildete Anzeige wird die Betriebsart "VDW-Bohren" am
Bildschirm vorgewählt.

Anzeige "Soil Mixing Betrieb"


Durch Tippen auf die abgebildete Anzeige wird die Betriebsart "Soil Mixing" am
Bildschirm vorgewählt.

Anzeige "Kellybohren"
Durch Tippen auf die abgebildete Anzeige wird die Betriebsart "Kellybohren" am
Bildschirm vorgewählt.

HINWEIS!
Die Vorwahl am Bildschirm wird durch das Herausheben des Rahmens um die Anzeige ersichtlich.

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

Beschreibung der Funktionstastensymbole

Symbol "Betriebsbild"
Mit diesem Funktionstastensymbol wird auf die Seite "Betriebsbild" umgeschaltet.

Symbol "Eingabe bestätigen"


Durch Betätigen des Funktionstastensymbols "Eingabe bestätigen" wird die Ein-
gabe übernommen.

Symbol "Zündung ausschalten"


Nach der Betätigung dieses Funktionstastensymbols erscheint das abgebildete
Symbol am Bildschirm.
Siehe Beschreibung Betriebsartenvorwahl im Kapitel 5.

HINWEIS!
Die weiteren Funktionstastensymbole sind in Kapitel 4 unter "Betriebsbild" beschrieben.
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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

4.14 Seite "Aggregatüberwachungen"


10

Seite "Aggregatüberwachungen"

Diese Bildschirmseite informiert über den Betriebszustand des Zentralaggregats.

Beschreibung der Statusanzeigen

Die Statusanzeigen sind in Kapitel 4 unter "Betriebsbild" beschrieben.

Beschreibung der Kontrollanzeigen

WARNUNG !

Das Ignorieren einer Störmeldung kann zu schweren Beschädigungen an der Maschine


führen. Der Dieselmotor wird beim Auftreten einer Störmeldung nicht automatisch gestoppt.
Das Gerät ist unmittelbar nach dem Auftreten einer Störmeldungen sicher abzustellen, damit
die Störung behoben werden kann.

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

Symbol "Verteilergetriebetemperatur zu hoch"


Dieses Symbol blinkt, wenn die Getriebeöltemperatur im Verteilergetriebe 105 °C
beträgt.

Symbol "Kühlmittelstand zu gering"


Dieses Symbol blinkt, wenn der Kühlmittelstand im Ausgleichsbehälter der Kühl-
anlage unter Minimum gesunken ist. Es erfolgt keine Schutzabschaltung - der
Maschinenführer ist dafür verantwortlich, dass Kühlmittel nachgefüllt wird.

VORSICHT !

Verbrennungsgefahr!
Den Motor abkühlen lassen und erst dann Kühlflüssigkeit nachfüllen, gemäß Kapitel 7.

Symbol "Hydraulikölstand zu gering" Dieses Symbol blinkt, wenn der Hydrau-


likölstand im Hydrauliktank unter Minimum gesunken ist. Alle Bewegungen der
Maschine werden gestoppt - der Maschinenführer ist dafür verantwortlich, umge-
hend Hydrauliköl nachzufüllen.

VORSICHT !

Verbrennungsgefahr!
Hydrauliköl gemäß Kapitel 7 nachfüllen.

Ladekontrollanzeige
Zeigt den aktuellen Ladezustand der Batterien an.
Bei "charging OFF" erfolgt keine Aufladung der Batterien, bei "charging ON"
werden die Batterien vom Generator aufgeladen.
Die aktuelle Batteriespannung wird unter dem Batteriesymbol in V angezeigt.
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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

Anzeigefeld-Aggregat

In diesem Anzeigefeld sind alle wichtigen Daten des


Zentralaggregats mit Symbolen und Balkenanzeigen
dargestellt.

Symbole im Anzeigefeld-Aggregat

Symbol "Ladeluftdruck"
Zeigt den aktuellen Ladeluftdruck des Dieselmotors als Balken in
bar an.

Symbol "Schmieröldruck"
Zeigt den aktuellen Schmieröldruck des Dieselmotors in bar an.

Symbol "Drehzahl Dieselmotor"


Zeigt die aktuelle Drehzahl des Dieselmotors in U/min [rpm] an.

Symbol "Kühlwassertemperatur"
Zeigt die aktuelle Kühlmitteltemperatur des Kühlsystems in °C an.

Symbol "Tankinhalt"
Zeigt den aktuellen Inhalt des Kraftstofftanks in % der maximalen
Füllmenge an.

Symbol "Hydrauliköltemperatur"
Zeigt die aktuelle Hydrauliköltemperatur im Hydrauliktank in °C an.

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

HINWEIS !
Alle weiteren Kontrollanzeigen sind bereits in Kapitel 4 unter "Betriebsbild" beschrieben.

Beschreibung der Funktionstastensymbole

Symbol "Betriebsbild"
Mit diesem Funktionstastensymbol wird auf die Seite "Betriebsbild" umgeschaltet.

HINWEIS !
Die weiteren Funktionstastensymbole sind in Kapitel 4 unter "Betriebsbild" beschrieben.
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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

4.15 Motor-Fehlermeldung

4.15.1 Schwerwiegende Motor-Fehlermeldung

WARNUNG !

Schwere Beschädigungen an der Maschine durch Ignorieren einer schwerwiegenden Motor-


Fehlermeldung. Der Dieselmotor wird beim Auftreten einer Motor-Fehlermeldung nicht automa-
tisch gestoppt.

Maschine bei Auftreten einer schwerwiegenden Motor-Fehlermeldung sicher abstellen.

Beim Auftreten einer schwerwiegenden Motor-Fehlermeldung blinkt die Anzeige "Motor sofort
ausschalten" im Betriebsbild.

Anzeige "Motor sofort ausschalten"

In Folge der Störmeldung werden die Geschwindigkeiten dieser Funktionen und Bewegungen auf
50% reduziert:

- Hubwinde 1 + 2 heben
- Vorschub heben
- Bohrantrieb
- Fahrwerk
- Hammer
- Greifer
- Fräsräder

Vorgehen bei Auftreten einer schwerwiegenden Motor-Fehlermeldung:

• Gefahrbringende Bewegung beenden.

• Last am Boden abstellen.

• Dieselmotor abstellen.

• Fehlerursache feststellen und beseitigen.

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

Mögliche Fehlerursachen sind:

- Kühlmitteltemperatur > 104 °C


- Ladelufttemperatur > 80 °C
- Kaftstofftemperatur > 90 °C
- Öldrucksicherheitskurve unterschritten
- Kühlmittelstand zu gering
- Hydraulikölstand zu gering
- Wasser im Kraftstoff
- Problem mit der Hochdruckregelung
- Kraftstoffdruck zu niedrig
- Kraftstoff-Raildruck zu hoch

Die Fehlerursache erscheint entweder auf der Seite "Aggregateüberwachung" oder auf der Seite
"Fehleranzeigen".

HINWEIS !
Falls die Fehlerursache nicht festgestellt und behoben werden kann, den Liebherr-Kundendienst
benachrichtigen.

4.15.2 Allgemeine Motor-Fehlermeldung

HINWEIS !
Beim Auftreten einer allgemeinen Motor-Fehlermeldung schnellstmöglich eine Fehlerdiagnose und
Fehlerbehebung durchführen.

Beim Auftreten einer allgmeinen Motor-Fehlermeldung blinkt die Anzeige "Allgemeiner Motorfehler" im
Betriebsbild.

Anzeige "Allgemeiner Motorfehler"


LB 28_V007 (es/mf/sh/hsj) LWN - TD15/7/2010

Folgende Maßnahme bei Auftreten der Fehlermeldung umgehend ergreifen:

• Fehlerursache feststellen und beseitigen.

Eine Fehlerdiagnose ist im Testsystem durchzuführen (siehe Kapitel: "Litronic Testsytem").

HINWEIS !
Falls die Fehlerursache nicht festgestellt und behoben werden kann, den Liebherr-Kundendienst
benachrichtigen.

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

4.16 Seite "Fehleranzeigen"


11

Seite "Fehleranzeigen"

Diese Seite zeigt Fehlermeldungen als Text in der Landesprache an.

Beispiel einer Fehlermeldung

"1/1 M0033: Kraftmessachse 1 Ausleger Signal zu niedrig oder nicht vorhanden"


Ein Warnsummer ertönt, wenn ein Fehler auftritt.
Die erste Zahl vor der Fehlermeldung (1/1 M0033) ist eine fortlaufende Nummer.
Die zweite Zahl (1/1 M0033) zeigt an, wieviele Fehler derzeit vorliegen.
Die Fehlernummer (1/1 M0033) definiert den Fehler und erleichtert die Fehlersuche.

Beschreibung der Symbole im Anzeigenbereich

Symbol "Fehlermeldung quittiert"


Dieses Symbol erscheint nach dem Quittieren der Fehlermeldung neben dem
Fehlertext.

HINWEIS !
Vor dem Weiterarbeiten mit der Maschine sind alle Fehlermeldungen zu quittieren und die Fehlerur-
sache(n) möglichst zu beheben.
Das Quittieren der Fehlermeldungen allein behebt nicht die Fehlerursachen!

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

Symbol "Pfeil nach oben"


Dieses Symbol erscheint rechts oben am LCD-Bildschirm, wenn davor weitere
Fehlermeldungen bzw. Fehlerseiten vorhanden sind.

Symbol "Pfeil nach unten"


Dieses Symbol erscheint rechts unten am LCD-Bildschirm, wenn dahinter weitere
Fehlermeldungen bzw. Fehlerseiten vorhanden sind.

Beschreibung der Funktionstastensymbole

Symbol "Betriebsbild"
Mit diesem Funktionstastensymbol wird auf die Seite "Betriebsbild" umgeschaltet.

Symbol "Aggregatüberwachungen"
Mit diesem Funktionstastensymbol wird auf die Seite "Aggregatüberwachungen"
umgeschaltet.
Bei einer Fehlermeldung auf der Aggregateseite blinkt dieses Symbol.

Symbol "Eine Fehlermeldung nach oben"


Mit diesem Funktionstastensymbol wird zur nächsten Fehlermeldung nach oben
gesprungen.

Symbol "Eine Fehlermeldung nach unten"


Mit diesem Funktionstastensymbol wird um eine Fehlermeldung nach unten ge-
sprungen.

Symbol "Eine Seite nach oben"


Mit diesem Funktionstastensymbol wird um eine Seite nach oben geblättert.
Dieses Symbol erscheint nur, wenn mindestens zwei Fehlerseiten vorhanden
sind. Die Litronic-Steuerung erzeugt eine neue Fehlerseite, sobald mehr als 5
Fehlermeldungen vorliegen.

Symbol "Eine Seite nach unten"


Mit diesem Funktionstastensymbol wird um eine Seite nach unten geblättert.
Dieses Symbol erscheint nur, wenn mindestens zwei Fehlerseiten vorhanden
sind.

Symbol "Quittierung Fehlermeldung"


Mit diesem Funktionstastensymbol werden alle Fehlermeldungen auf der ange-
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zeigten Fehlerseite quittiert.

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

HINWEIS !
Alle weiteren Kontrollanzeigen sind bereits in Kapitel 4 unter "Betriebsbild" beschrieben.

Beschreibung der Funktionstastensymbole

Symbol "Betriebsbild"
Mit diesem Funktionstastensymbol wird auf die Seite "Betriebsbild" umgeschaltet.

HINWEIS !
Die weiteren Funktionstastensymbole sind in Kapitel 4 unter "Betriebsbild" beschrieben.

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

4.17 Seite "Einstellungen"


12

Seite "Einstellungen"

Diese Bildschirmseite
- dient zur Eingabe der erforderlichen Werte, abhängig von der Betriebsart,
- wird nur im Montagebetrieb eingeblendet.

Beschreibung der Statusanzeigen

Die Statusanzeigen sind in Kapitel 4 unter "Betriebsbild" beschrieben.

Beschreibung des Einstellbereichs


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Die in diesem Bereich aufgelisteten Werte sind


- vom Fahrer einstellbar,
- abhängig von der eingestellten Betriebsart,
- mit einem Kommentar in Landessprache * versehen,
- entsprechend der eingestellten Einheit (SI bzw. US) einzugeben.

HINWEIS!
Die zulässigen Grenzwerte dürfen nicht überschritten werden. Bei Anbaugeräten gelten die Angaben
des jeweiligen Herstellers.
Alle weiteren Kontrollanzeigen sind bereits in Kapitel 4 unter "Betriebsbild" beschrieben.

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

Beschreibung der Funktionstastensymbole

Symbol "Betriebsbild"
Mit diesem Funktionstastensymbol wird auf die Seite "Betriebsbild" umgeschaltet.

HINWEIS!
Die weiteren Funktionstastensymbole sind in Kapitel 4 unter "Betriebsbild" beschrieben.

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

13

4.18 Litronic Servicepult im LCD-Bild-


schirm

4.18.1 Menüleiste

Nach dem Einschaltbild wird die Menüleiste (Bild 13,


Pos. 1) des Litronic® Servicepultes rechts im LCD-Bild-
schirm dargestellt.

Die Funktionssymbole der Menüleiste sind als „Touch


Screen“ ausgeführt und dienen zum:
- Umschalten auf das Litronic® Testsystem,
14
- Umschalten auf das Tastaturmenü (Bild 14, Pos. 2),

- Regeln der Lautstärke des Warnsummers,

- Regeln der Helligkeit des LCD-Bildschirms.

Testsystem
Umschalten auf das Litronic® Testsystem.

Tastatur
Umschalten von der Menüleiste auf das Tastaturmenü (Bild 14, Pos 2).

Lautstärke Plus
Verstellen der Lautstärke des Warnsummers.
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Lautstärke Minus
Verstellen der Lautstärke des Warnsummers.

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

Helligkeit Plus
Mit diesem Feld ist der LCD-Bildschirm
- in drei verschiedenen Helligkeitsstufen regelbar,
- invers darstellbar (für Nachteinsatz).

Helligkeit Minus
Mit diesem Feld ist der LCD-Bildschirm
- in drei verschiedenen Helligkeitsstufen regelbar,
- invers darstellbar (für Nachteinsatz).

15
4.18.2 Tastaturmenü

Die Funktionssymbole der Menüleiste sind als „Touch


Screen“ ausgeführt und dienen zum:
- Regeln der Lautstärke des Warnsummers,

- Regeln der Helligkeit des LCD-Bildschirms,

- Umschalten auf das Litronic® Testsystem,

- Umschalten auf die Menüleiste,

- Eingeben von Einstell- und Korrekturwerten für die


Litronic® Steuerung.

VORSICHT !

Einstell- und Korrekturwerte für die Litronic® Steue-


rung dürfen nur vom autorisiertem Fachpersonal ein-
gegeben bzw. geändert werden!

Minimieren
Umschalten vom Tastaturmenü auf Menüleiste.

Zahlenwerte
Eingabe von Zahlenwerten.

Komma
Eingabe eines Kommas.

P
Diese Taste ist bei dieser Gerätereihe nicht in Verwendung.

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

Invers
Zur Umkehr der Werte von Positiv auf Negativ und umgekehrt.

E
Eingabe von Exponentialzahlen.
Beispiel: Zur schnellen Eingabe des Wertes "1000" kann folgende Tastenfolge
verwendet werden: "1", "E", "3".

Helligkeit Plus
Helligkeit Minus
Mit diesem Feld ist der LCD-Bildschirm
- in drei verschiedenen Helligkeitsstufen regelbar,
- invers darstellbar (für Nachteinsatz).

Lautstärke Plus
Lautstärke Minus

Verstellen der Lautstärke des Warnsummers.

Korrekturwerte
Umschalten auf die CORRECTION-Seite des Litronic® Testsystems.

Betriebsbild
Umschalten vom Litronic® Testsystem auf das letzte Betriebsbild.

Testsystem
Umschalten auf das Litronic® Testsystem und auch auf das letzte Betriebsbild.

Enter
Eingegebene Werte werden von der Litronic® Steuerung übernommen.

Cursor zurück
Zur Korrektur eines eingegebenen Wertes im vorgewählten (inversen) Zahlenfeld
am LCD-Bildschirm.

Cursor weiter
Cursor am LCD-Bildschirm springt zum nächsten Zahlenfeld.

Punkt
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Eingabe eines Punktes bei Einstell- und Korrekturwerten oder Umschalten auf
Testsystem LCD-Bildschirm.
HINWEIS !
Bei Eingabe falscher Werte kann der LCD-Bildschirm ausfallen!
Durch Tippen auf das Feld „Exit“ in der Menüleiste unten wird das Testsy-
stem verlassen.

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE

NOTIZEN:

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4. KONTROLL- UND BEDIENELEMENTE
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5. BEDIENUNG

5. BEDIENUNG
5.1 Allgemein
Dieses Kapitel macht Sie mit der Bedienung der Maschine vertraut.
Es führt Sie durch den Arbeitsablauf und beschreibt die Bedienungsschritte
- zur täglichen Inbetriebnahme,
- zum Betätigen der Hauptkomponenten, wie z.B. Drehwerk, Fahrwerk oder Mäkler,
- für Bohr-, Rüttler- und Hammerbetrieb mit detaillierten Informationen,
- zum Sicheren Abstellen der Maschine.

5.1.1 Sicheres Arbeiten mit der Maschine


Als Maschinenführer sind Sie für den sicheren Betrieb der Maschine verantwortlich.
Beachten Sie folgendes:
- Die Sicherheitsvorschriften im Kapitel 3.
- Machen Sie sich vor der Inbetriebnahme mit der Anordnung der Bedienungselemente vertraut
(siehe Kapitel 4).
- Beachten Sie die Informationen in diesem Kapitel und rufen Sie sich die Schulung beim
Hersteller ins Gedächtnis.

GEFAHR !

Bedienungsfehler können Menschenleben gefährden sowie die Maschine schwer beschädigen


oder zerstören!
Die Maschine ist mit verschiedenen Sicherheitsvorrichtungen ausgestattet, um gefährliche Betriebszu-
stände zu verhindern. Diese Sicherheitsvorrichtungen können aber Schäden in Folge von Bedie-
nungsfehlern oder grob fahrlässiger Arbeitsweise nicht verhindern.

Vorsichtsmaßnahmen:
• Gleichzeitiges Heben und Drehen der Last mit maximaler Geschwindigkeit ist verboten!
• Bei der Standsicherheit der Maschine keine Kompromisse eingehen. Niemals über die zulässige
Traglast gehen. Der Boden muss eine ausreichende Tragfähigkeit haben!
• Keine ruckartigen Bewegungen mit der Maschine durchführen; jedes plötzliche Beschleunigen oder
Abbremsen vermeiden.
• Jede Bewegung aus einer Ruheposition langsam und mit Gefühl beginnen.
• Keine dynamischen Effekte zulassen, wie z.B. Pendeln oder ruckartiges Heben und Absenken der
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Last.
• Vorausschauend und mit Übersicht arbeiten: Genügend Zeit und Weg zum Abbremsen einer
Bewegung vorsehen.

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5. BEDIENUNG

5.2 Kontrollen vor der täglichen Inbetriebnahme

VORSICHT !

Eine Schadhafte Maschine darf niemals in Betrieb genommen werden!


Alle festgestellten Mängel und Fehler sind dem zuständigen Vorgesetzten sofort zu melden und
umgehend fachgerecht zu beheben!
Bei einem Maschinenführerwechsel sind auch festgestellten Mängel und Fehler, die die Betriebssi-
cherheit nicht unmittelbar gefährden, dem Ablöser mitzuteilen.

5.2.1 Inspektionsgang
Vor der täglichen Inbetriebnahme sind bei einem Inspektionsgang rund um die Maschine folgende
Sichtprüfungen durchzuführen:
• Grundgerät und Ausrüstung prüfen ob
- Undichtigkeiten (Hydraulik-, Motor- und Getriebeöl, Kühlmittel, Dieselkraftstoff) vorhanden sind,
- (mutwillige) Beschädigungen vorhanden sind,
- alle Sicherungselemente vorhanden sind,
- alle Bolzen- und Schraubverbindungen fest sitzen,
- Seile keine Verschleißerscheinungen zeigen.
• Befinden sich Hindernisse im Arbeitsbereich?
- Kann sich der Oberwagen ohne Einschränkung drehen?
- Kann der Mäkler elektrische Freileitungen berühren?
• Sind die Sicherheitsschilder vollständig und lesbar?
(Siehe Kapitel 3.6 "Beschilderung der Maschine").

5.2.2 Kontrollarbeiten

WICHTIG !
Bei den folgenden Kontrollarbeiten beachten:
Die Füllstandskontrolle und das Nachfüllen von Betriebsmitteln sind im Kapitel 7 "Wartung" beschrie-
ben, die dafür notwendigen Sicherheitsvorkehrungen im Kapitel 3.7.5 "Brand- und Explosionsgefahr".

• Die Tür der Fahrerkabine und die Wartungstüren am Oberwagen aufsperren.

• Auf freie und gute Sicht aus der Fahrerkabine achten:


- Windschutzscheibe und Seitenscheiben reinigen.
- Außenspiegel säubern und bei Bedarf einstellen.
- Gegebenenfalls Eis und Schnee von Fahrerkabine und Oberwagen entfernen.
- Scheibenwaschbehälter auffüllen; im Winter frostsicheres Scheibenreinigungsmittel einfüllen
Das Frostschutzmittel darf nicht brennbar sein!
• Kontrollieren, ob die für den aktuellen Einsatz benötigten Traglasttabellen in der Fahrerkabine
aufbewahrt sind.
• Alle Feuerlöscher prüfen auf
- Vorhandensein und Einsatzbereitschaft,
- intakte Plombierung,
- Prüftermin; der Prüftermin darf nicht abgelaufen sein.

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5. BEDIENUNG

• Motorölstand kontrollieren.
• Getriebeölstand kontrollieren
• Kühlmittelstand kontrollieren.
• Wasserabscheider der Kraftstoffanlage entleeren.
• Tägliche Abschmierarbeiten gemäß Wartungsplan durchführen (Siehe Kapitel 7).
• Hydraulikölstand kontrollieren.

1
• Der Absperrschieber muss geöffnet sein (Bild 1, Stel-
lung 1; parallel zum Ansaugrohr).

VORSICHT !

Die Hydraulikanlage wird zerstört, wenn der Diesel-


motor bei geschlossenem Absperrschieber (Bild 1,
Stellung 2; rechtwinklig zum Ansaugrohr) gestartet
wird.

• Batteriehauptschalter kontrollieren.
Der Hauptschalter muss eingeschaltet sein; Erläute-
rungen siehe Kapitel 7.
• Alle Not-Aus-Taster durch Drehen entriegeln.
Anordnung und Erläuterungen siehe Kapitel 4.
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5. BEDIENUNG

5.3 Tägliche Inbetriebnahme

GEFAHR !

Die Maschine nur in Betrieb nehmen, wenn Sie dazu autorisiert sind und diese Betriebsanlei-
tung gelesen und verstanden haben!

Voraussetzungen:
- Ausreichende Batteriekapazität zum Starten des Geräts.
- Die "Kontrollen vor der täglichen Inbetriebnahme" nach Kapitel 5.2 müssen durchgeführt sein.
- Alle Not-Aus-Taster sind entriegelt.

5.3.1 Zündung einschalten


Die Zündung wird durch den Zündstartschalter (Bild 2)
am Steuerstand rechts eingeschaltet.

Mögliche Schalterstellungen:
P Parkposition
0 Zündung Aus
1 Zündung Ein
2 Startposition

• Zündstartschalter auf Stellung 1 "Zündung Ein" dre-


hen.

• Auf dem LCD-Bildschirm erscheint zunächst das Einschaltbild.


Die Litronic-Steuerung führt anschließend einen automatischen Selbsttest durch. Dieser Vorgang
dauert ca. 15 - 30 Sekunden.
• Danach erscheint an Stelle des Einschaltbildes das Betriebsbild (mit der vorgewählten Betriebsart).

HINWEIS!
Bei einer Störung
- wird das Betriebsbild nicht angezeigt,
- erscheint stattdessen am LCD-Bildschirm eine Fehlermeldung des Litronic-Testsystems.

HINWEIS!
Nach dem Ausschalten der Zündung mindestens 5 Sekunden warten, bevor die Zündung erneut
eingeschaltet wird. Ansonsten können Fehlermeldungen auftreten.

Wenn das Betriebsbild auch nach mehreren Versuchen, die Zündung einzuschalten, nicht angezeigt
wird: Den zuständigen LIEBHERR Kundendienst verständigen und die angezeigte Fehlermeldung
mitteilen.

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5. BEDIENUNG

3
5.3.2 Kraftstoff-Stand kontrollieren
Der Kraftstoff-Stand wird auf der Bildschirmseite "Aggre-
gatüberwachungen" angezeigt.
Sobald der Balken der Tankanzeige (Bild 3, Nr. 2) bzw.
die Anzeige "Kraftstoff-Stand" (1) auf dem Betriebsbild
zu blinken beginnt, ist der Tank nur noch zu etwa 15 %
mit Dieselkraftstoff gefüllt (Reserveanzeige).
In diesem Fall ist die Maschine bei nächster Gelegenheit
aufzutanken.

4
5.3.3 Maschine auftanken
WICHTIG !
Beachten Sie die Sicherheitshinweise und speziellen
Hinweise unter
- Punkt 3.7.5 "Brand- und Explosionsgefahr",
- Kapitel 7 unter "Dieselkraftstoffe".

Vorgangsweise beim Betanken mit der Betankungs-


pumpe

Die Handhabung der elektrischen Betankungspumpe *


ist im Kapitel 9 beschrieben.

Vorgangsweise beim Betanken ab Tankwagen

• Motor abstellen.
• Kabinenheizung abstellen.
• Standheizung* abstellen.
• Tankfahrzeug einweisen.
• Tankdeckel (Bild 4, Nr. 1) aufsperren und abnehmen.
• Darrunterliegendes Einfüllsieb (2) auf Verschmutzung prüfen, gegebenenfalls reinigen und wieder
einsetzen.

HINWEIS !
Das Einfüllsieb muss beim Tanken eingesetzt sein!
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• Tank mit Dieselkraftstoff, gemäß der Jahreszeit (Sommer-/ Winterdiesel) auffüllen;


siehe Kapitel 7.
• Tankdeckel nach dem Tanken wieder verschließen und absperren.

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5. BEDIENUNG

5.3.4 Betriebsart wählen

GEFAHR !

Beim Betrieb der Maschine kann es abhängig von der Betriebsart zu verschiedenen lebensge-
fährlichen Gefahrensituationen und Schäden am Gerät kommen.
Gegenmaßnahme:
Der Maschinenführer muss über die Verwendungsmöglichkeiten, Besonderheiten und Gefahren
dieser Betriebsarten genau Bescheid wissen.

5
Bedienungshinweis
• Funktionstastensymbol "Vorwahl Betriebsart" (Bild 5,
Nr.1) betätigen
Die Seite "Vorwahl Betriebsart" (Bild 6) wird angezeigt.

6
• Gewünschte Anzeige, z.B.: "VDW-Bohren" (Bild 6,
Nr.1) antippen
Der Rahmen der gewählten Anzeige wird herausgeho-
ben.
Die Symbole sind im Kapitel 4 unter "Vorwahl Betriebs-
art" aufgeführt.

7
• Taster "Vorwahl Betriebsart" (Bild 7, Nr.1) im
Steuerpult links (X12) drücken und gleichzeitig das
Symbol "Eingabe bestätigen" (Bild 6, Nr.2) auf dem
Bildschirm antippen.

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5. BEDIENUNG

8
Das Symbol "Zündung ausschalten" (Bild 8, Nr.1) blinkt
auf dem Bildschirm. Alle Funktionen der Maschine sind
gesperrt.

9
• Zündung ausschalten, kurz warten und Zündung wie-
der einschalten
Die gewünschte Betriebsart ist vorgewählt.
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5. BEDIENUNG

5.3.5 Dieselmotor starten

GEFAHR !

Keine ätherhaltigen Starthilfen bei tiefen Außentemperaturen verwenden - Explosionsgefahr!

Voraussetzungen zum Starten des Dieselmotors

• Alle Kontrollen vor der Inbetriebnahme sind durchgeführt.


• Die Zündung ist eingeschaltet. Alle Not-Aus-Taster sind entriegelt.
• Die Litronic-Steuerung ist einsatzbereit. Es liegen keine Fehlermeldungen vor.
• Das Betriebsbild wird auf dem LCD-Bildschirm angezeigt.
• Die Anzeige "Kraftstoff-Stand" blinkt nicht, es ist genügend Kraftstoff vorhanden.

Nach dem Einschalten der Zündung wird der Dieselmotor bei geringer Außentemperatur automatisch
von der Flammstartanlage vorgeglüht und startbereit gemacht.

Das Symbol "Flammstartzyklus aktiviert" erscheint während der Vorglühzeit in der


Statusanzeige des Betriebsbildes.
Die Vorglühzeit
- dauert bei tiefen Außentemperaturen entsprechend länger,
- entfällt, wenn der Dieselmotor nach einer Betriebsunterbrechung noch ausrei-
chend warm ist.

Sobald der Dieselmotor startbereit ist, erscheint das Symbol "Startbereitschaft


hergestellt" an Stelle des vorherigen Symbols.

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5. BEDIENUNG

10
Nun kann der Dieselmotor gestartet werden (Bild 10):
• Zündstartschalter in Stellung 2 drehen und loslassen,
sobald der Dieselmotor läuft.
• Der Zündstartschalter schwenkt selbständig in die
Stellung 1 (Zündung ein) zurück.
Das Symbol "Startbereitschaft hergestellt" wird ausge-
blendet, wenn der Dieselmotor läuft.

WICHTIG !
Den Zündstartschalter maximal 10 Sekunden lang in
Stellung 2 halten. Dann den Startversuch abbrechen und
erst nach einer Pause von mindestens 20 Sekunden
erneut starten.
Den Dieselmotor erst nach einer kurzen Warmlaufzeit
voll belasten!

WICHTIG !
Der Spannungseinbruch beim Startvorgang kann Fehler-
meldungen verursachen. In diesem Fall wie folgt vorge-
hen:
Alle angezeigten Fehlermeldungen mit der
Funktionstaste F8 am Bildschirm quittieren.

11
5.3.6 Motordrehzahl verstellen
Die Drehzahl des Dieselmotors lässt sich mit dem Wipp-
taster (Bild 11, Nr. 1) am rechten Schalthebel stufenlos
von der Leerlauf- bis zur Maximaldrehzahl verstellen:

• Wipptaster nach links drücken = Drehzahl erhöhen


• Wipptaster nach rechts drücken = Drehzahl verringern

Leerlaufautomatik
Ohne Betätigen eines Schalthebels bleibt die mit dem
Wipptaster eingestellte Drehzahl des Dieselmotors nur
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ca. 7 Sekunden lang gültig. Danach wird die Drehzahl


auf die Leerlaufdrehzahl reduziert. Beim Betätigen eines
Schalthebels läuft der Dieselmotor wieder auf die zuletzt
eingestellte Drehzahl hoch.

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5. BEDIENUNG

Elektronische Grenzlastregelung
Die elektronische Grenzlastregelung schützt den Dieselmotor vor einer möglichen Überlastung und
einem plötzlichen Stillstand.
Fällt die Drehzahl des Dieselmotors in Folge einer Überlastung unter die eingestellte momentane
Nenndrehzahl, wird die hydraulische Fördermenge der Pumpen soweit zurückgeregelt, bis die
eingestellte Drehzahl des Dieselmotors wieder erreicht ist.

Konstantdrehzahl
Aus dem gesamten Drehzahlbereich kann ein bestimmter Drehzahlwert ausgewählt und fix eingestellt
werden.

Vorgangsweise:
• Gewünschte Drehzahl mit Wipptaster einstellen.

Mit dem Taster "Konstantgasprogrammierung" im Steuerpult rechts (X23) wird die


aktuelle Drehzahl des Dieselmotors gespeichert.
Die LED im Taster leuchtet.

Ein erneutes Drücken des Tasters löscht die Konstantdrehzahl; der Dieselmotor läuft mit Leerlauf-
drehzahl.

HINWEIS!
Die eingegebene Konstantdrehzahl soll mindestens 1400 U/min [rpm] betragen, damit der Dieselmo-
tor effektiv arbeitet und belastet werden kann.
HINWEIS!
Der Sicherheitshebel ist zur Bedienung abzusenken und während Arbeitspausen hochzuziehen.

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5. BEDIENUNG

5.3.7 Sicherheitshebel (Einstiegshebel) absenken 12

WARNUNG !

Verletzungen von Personen und Schäden an der


Maschine durch unsachgemäße Betätigung der Be-
dienelemente!
Bedienelemente ausschließlich vom Fahrersitz aus betä-
tigen.

Sitzposition in der Fahrerkabine einnehmen.


Sicherheitshebel (1) absenken.

Nach Absenken des Sicherheitshebels sind die


Bedienelemente in der Kabine freigegeben.
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5. BEDIENUNG

5.4 Maschine bedienen - Hauptfunktionen


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Bedienfunktionen

Die oben abgebildete Klebefolie


- ist an der Unterseite der Frontscheibe angebracht,
- informiert über die Schalthebelbelegung und die Funktion der Fußpedale.

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5. BEDIENUNG

5.4.1 Kontrollen/Tätigkeiten vor dem Arbeitsbeginn

VORSICHT

Nicht mit der Maschine arbeiten, wenn auftretende Fehler und Funktionsausfälle die Arbeitssi-
cherheit beeinträchtigen können.
Alle festgestellten Mängel und Fehler dem zuständigen Vorgesetzten melden und fachgerecht zu
beheben.

Folgende Kontrollen/Tätigkeiten sind bei Arbeitsbeginn an der Maschine durchführen:


• Bildschirmanzeigen auf ungewöhnliche Abweichungen überprüfen.
• Alle weiteren Kontrollelemente und Anzeigen für die Hauptfunktionen der Maschine auf einwand-
freie Funktion überprüfen.
• Alle Bedienelemente für die Hauptfunktionen der Maschine testen (siehe Kapitel 5)
- Mäkler verstellen,
- Neigungsmesser kontrollieren,
- Drehwerk und Fahrwerk betätigen,
- Winden betätigen und Hubendschalter anfahren.

WARNUNG !

Unfallgefahr und mögliche Schäden an der Maschine!


Ohne Zug am Hubseil dürfen die Winden zum Abspulen nicht betätigt werden!
Das Seil wird sonst von der Winde abgehoben und dabei der 3-Windungsendschalter * und
die Seillängenmessung * verstellt!

Winden ohne Seil dürfen nicht angesteuert werden. Der 3-Windungsendschalter wird anson-
sten verstellt!

• Die Beleuchtungs- und alle Signaleinrichtungen testen (siehe Kapitel 5).


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5. BEDIENUNG

5.4.2 Fahrwerk betätigen

WARNUNG !

Die Maschine kann im Fahrwerksbetrieb umkippen


- in Folge von Bedienungsfehlern,
- beim Überschreiten der zulässigen Einsatzgrenzen.

Deshalb sind folgende Punkte zu beachten:


• Der Fahrbetrieb ist nur auf festem, tragfähigen Untergrund erlaubt (siehe Kapitel 3 unter "Bodenbe-
schaffenheit am Einsatzort").
• Der Bodenbeschaffenheit ist für die gesamte Fahrstrecke zu prüfen !
• Windgeschwindigkeit beachten ! Nicht fahren, wenn die Windgeschwindigkeit 20 m/s übersteigt.
• Vor dem Fahren die Bohreinrichtung so tief wie möglich absenken.
• Nicht ruckweise anfahren !
• Nicht mit schwingender Last fahren !
• Fahrgeschwindigkeit der Situation anpassen. Beim Befahren von Steigungen, Kuppen und beim
Fahren mit Last die Geschwindigkeit reduzieren.
• Vorausschauend fahren !
• Die Fahrantriebe der Raupenträger immer ballastseitig stellen, um eine Fehlbedienung im Fahr-
werksbetrieb zu vermeiden. Der Oberwagen steht parallel zum Unterwagen.

WICHTIG !
Bei jeder Fahrbewegung blinkt die Warnleuchte am Kabinendach, optional ertönt ein Warnsignal.

Fahren mit abgelegtem Mäkler


Beim Fahren mit abgelegtem Mäkler ist besonders
- die Standsicherheit ständig zu prüfen,
- beim Drehen mit dem Fahrwerk ist der Schwenkradius des Mäklers zu beachten.
Der Oberwagen darf mit abgelegtem Mäkler nicht gedreht werden!

Fahren mit aufgerichtetem Mäkler (ebener Untergrund)


Den Mäkler
- laufend senkrecht stellen (manuell oder Turmautomatik betätigen),
- knapp zum Boden hin absenken.

Fahren mit Last


Die Last
- möglichst tief absenken.
Das Fahren mit Last ist nur erlaubt
- auf ebenem, befestigten Untergrund
- wenn die zulässigen Werte in den Traglasttabellen nicht überschritten werden
(siehe Kapitel 2 "Traglasttabellen"),
- wenn die Ausladung entsprechend reduziert wird.
max. Verfahrgeschwindigkeit mit Last: 0,5 km/h

5 - 14
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5. BEDIENUNG

14
Fahren am Hang mit aufgerichtetem Mäkler
(Bild 14)
Beim Fahren am Hang (quer zur Steigung)
- muss die Spurverstellung auf die Arbeitsspur
(breite Spur) ausgefahren sein,
- das Gerät nicht mit dem Fahrwerk drehen,
- den Oberwagen nicht drehen,
- keine Steigungen größer 5° quer zum Hang befahren,
- den Mäkler laufend senkrecht stellen.

Fahren von Steigungen mit aufgerichtetem


Mäkler (Bild 15)
Beim Befahren von Steigungen
- den Mäkler immer auf der Bergseite positionieren,
- den Oberwagen nicht drehen,
- prüfen, ob die Drehwerksbremse geschlossen ist,
- keine Steigungen größer 10° befahren,
- den Mäkler laufend in die senkrechte Position
nachstellen.

15
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5. BEDIENUNG

16
Fußpedalsteuerung
Das Fahrwerk wird mit den beiden Fußpedalen in der
Fahrerkabine proportional angesteuert:

• Linkes Fußpedal (Bild 16, Nr. 1) nach vorne


drücken = der linke Raupenträger bewegt sich vor-
wärts
• Linkes Fußpedal nach unten drücken (Vorderteil des
Fußpedals schwenkt hoch) = der linke Raupenträger
bewegt sich rückwärts
• Rechtes Fußpedal (Bild 16, Nr. 2) nach vorne drücken
= der rechte Raupenträger bewegt sich vorwärts
• Rechtes Fußpedal nach unten drücken = der rechte
Raupenträger bewegt sich rückwärts

WICHTIG !
Die angegebenen Bewegungsrichtungen gelten nur,
wenn die Fahrantriebe der Raupenträger ballastseitig
stehen.

17
Handhebelsteuerung
An den Fußpedalen lassen sich spezielle Handhebel
(Bild 17) anschrauben.
Mit dieser Handhebelsteuerung sind die Fahrbewegun-
gen besonders feinfühlig steuerbar.
Die Bedienung ist für Fußpedale und Handhebel iden-
tisch.

5 - 16
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5. BEDIENUNG

Geradeaus fahren

VORSICHT !

Vor dem Rückwärtsfahren die Fahrtstrecke auf mögliche Gefahrenstellen überprüfen.


Nur mit Hilfe eines Einweisers rückwärts fahren!
Der Einweiser
- überwacht die vom Maschinenführer nicht einsehbaren Bereiche,
- dirigiert den Maschinenführer über Sprechfunk oder mit Handsignalen.

Vorwärts fahren
• Beide Fußpedale gleichzeitig nach vorne drücken.

Rückwärts fahren
• Beide Fußpedale gleichzeitig nach unten drücken.
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5. BEDIENUNG

18
Drehen mit einem Fahrwerk

Nach links fahren (Bild 18, Position A)


• Rechtes Fußpedal nach vorne drücken.

Nach rechts fahren (Bild 18, Position B)


• Linkes Fußpedal nach vorne drücken.

WICHTIG !
Immer mit möglichst großen Radien drehen.
Das Fahrwerk schonen: Drehen mit kleinen Radien,
sowie das Drehen nach rückwärts möglichst vermeiden.

19

Drehen auf der Stelle

Rechtsdrehung (Bild 19, Position A)


• Linkes Fußpedal nach vorne drücken.
• Rechtes Fußpedal gleichzeitig nach unten drücken.

Linksdrehung (Bild 19, Position B)


• Rechtes Fußpedal nach vorne drücken.
• Linkes Fußpedal gleichzeitig nach unten drücken.

WICHTIG !
Das Fahrwerk schonen: Drehen auf der Stelle möglichst
vermeiden.

5 - 18
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5. BEDIENUNG

5.4.3 Drehwerk betätigen

VORSICHT !

Kippgefahr!
Der Oberwagen darf mit abgelegtem Mäkler nicht gedreht werden.

Das Drehwerk dreht den Oberwagen der Maschine von 0 - 360°.


Aufeinanderfolgende Umdrehungen sind unbegrenzt möglich.
Vor Beginn jeder Drehbewegung ist die Geschwindigkeitsstufe anzupassen bzw. zu prüfen.

Geschwindigkeitsstufe einstellen

WARNUNG !

Die Drehgeschwindigkeit der Maschine ist in drei Stufen eingeteilt. Bei einer zu hoch gewähl-
ten Drehgeschwindigkeitsstufe kann die Maschine beschädigt werden oder umkippen.
Gegenmaßnahme:
Der Maschinenführer muss vor Beginn jeder Drehbewegung überprüfen, ob die voreingestellte
Geschwindigkeitsstufe geeignet ist.

Für die Drehgeschwindigkeit des Oberwagens ist nun eine der drei folgenden Geschwindigkeitsstufen
festzulegen:
• Stufe 1 = 0 - 1 U/min [rpm]
• Stufe 2 = 0 - 1.5 U/min [rpm]
• Stufe 3 = 0 - 2 U/min [rpm]

Mit dem Vorwahltaster "Geschwindigkeitsstufe Drehwerk" am Steuerpult rechts


sind die Geschwindigkeitsstufen wählbar.

Die Anzeige "Drehwerksgeschwindigkeit" zeigt die eingestellte Geschwindigkeits-


stufe am LCD-Bildschirm in der Statusanzeige des Betriebsbildes an.
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HINWEIS !
Die Drehwerksgeschwindigkeit ist zu reduzieren bei
- Windböen,
- Traglasten nahe der maximal zulässigen Traglast.

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5. BEDIENUNG

Drehbereich prüfen

WARNUNG !

Kollisionsgefahr ! Das Drehen des Oberwagens kann zur Beschädigung der Maschine führen.
Den aufgerichteten Mäkler so verstellen, dass der Abstützzylinder beim Drehen des Oberwa-
gens nicht mit den Raupenträgern kollidieren kann.
Das Hilfsseil, das Schlauchpaket und eventuelle Zusatzausrüstungen beachten !

Drehwerksbremse öffnen / schließen


Die Drehwerksbremse
- fixiert die Stellung des Oberwagens,
- ist bei der Inbetriebnahme der Maschine immer geschlossen,
Die Drehwerksbremse wird automatisch geöffnet bzw. geschlossen.

WICHTIG !
Das Betätigen des Drehwerks ist gesperrt während
- der Mäkler mit dem Schalthebel verstellt wird
(Mäklerneigung, Mäklerausladung, Mäklerhöhenverstellung, Mäkler drehen).
- die Mäklerabstützung * ausgefahren ist.

VORSICHT !

Beim Drehen des Oberwagens am Hang den Mäkler laufend senkrecht stellen (manuell oder
mittels Turmautomatik).

5 - 20
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5. BEDIENUNG

Oberwagen drehen

WARNUNG !

Vor jeder Drehbewegung des Oberwagens muss sich der Maschinenführer persönlich davon
überzeugen, dass sich keine Personen oder Hindernisse im Gefahrenbereich befinden!
Durch starkes Beschleunigen und Abbremsen der Oberwagendrehung kann die Maschine
beschädigt werden. Deshalb jede Drehbewegung feinfühlig beginnen und abbremsen.
Maximale Drehgeschwindigkeit mit Last: 1 U/min.

20
Der Oberwagen lässt sich mit dem linken Schalthebel
(Bild 20, Nr. 1) stufenlos nach links oder rechts drehen:
• Schalthebel nach links bewegen = Oberwagen dreht
nach links (gegen den Uhrzeigersinn)
• Schalthebel in Nullstellung = Oberwagen bleibt in Po-
sition, Drehwerksbremse ist/wird geschlossen
• Schalthebel nach rechts bewegen = Oberwagen dreht
nach rechts (im Uhrzeigersinn)

WICHTIG !
Bei jeder Drehbewegung des Oberwagens blinkt die Warnleuchte am Kabinendach, optional ertönt
ein Warnsignal.

Die Drehgeschwindigkeit des Oberwagens


- ist von der eingestellten Geschwindigkeitsstufe abhängig,
- verhält sich proportional zur Schalthebelstellung:
• Schalthebel weiter in Drehrichtung bewegen = Oberwagen dreht schneller (das Drehwerk be-
schleunigt)
• Schalthebel in Nullstellung = Oberwagen wird abgebremst und die Drehwerksbremse schließt
• Schalthebel über die Nullstellung hinaus entgegengesetzt zur Drehrichtung bewegen = Oberwagen
wird abgebremst und in die entgegen gesetzte Richtung beschleunigt
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5 - 21
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5. BEDIENUNG

21
5.4.4 Mäkler mittels Zusatzpult (X25) verstellen
Allgemein
Der Mäkler kann grundsätzlich über
- das Zusatzpult (X25) oder
- die Schalthebel links und rechts verstellt werden.
Die Zylinderverstellfunktionen werden auf dem Zusatzpult
(X25) über Vorwahltaster vorgewählt und anschließend
über die entsprechenden Richtungstaster gefahren. Die
LEDs in den zuständigen Richtungstastern leuchten erst
dann auf, wenn eine Zylinderverstellfunktion vorgewählt
und die Richtung freigegeben ist.
Bei Verstellung über die Richtungstaster wird, im Gegen-
satz zur Verstellung mittels Schalthebel, die Geschwin-
digkeit jeweils automatisch auf bis zu 50 % reduziert.

Es gilt dabei folgende Zuordnung der Richtungstaster:


Das Zusatzpult (X25) ist fiktiv in zwei Hälften aufgeteilt. Die Zylinder, deren Vorwahltaster linksseitig
angeordnet sind, werden über die linken Richtungstaster verstellt (Taster T1 bzw. Taster T17), die
Zylinder deren Vorwahltaster rechts angeordnet sind, über die rechten Richtungstaster (Taster T8
bzw. Taster T24).

Zylinderverstellfunktionen gleichzeitig betätigen:


Durch die fiktive Aufteilung des Zusatzpultes in zwei Hälften, kann immer eine Funktion der linken
Hälfte mit einer Funktion der rechten Hälfte gefahren werden. Die Tasten T5 und T14 werden der
rechten Hälfte zugeordnet.

Die Vorwahl der Zylinderfunktionen zur Verstellung des Mäklers ist immer möglich, vorausgesetzt die
Turmautomatik ist nicht vorgewählt.
Die Verstellung des Mäklers (mit Ausnahme der Mäklerhöhenverstellung) ist gesperrt, wenn der
optionale Mäklerfuß-Zylinder ausgefahren ist.

WARNUNG !

• Bewegungseinschränkungen beachten !
Diese hängen ab von
- der Ausladung des Mäklers,
- dem angebauten Arbeitsgerät.
• Keine Windenseile am Grundgerät befestigen !
Beim Verstellen des Mäklers kann es sonst zu schweren Unfällen führen.

5 - 22
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5. BEDIENUNG

22
Mäkler neigen
Der Mäkler wird durch Betätigen der Haltearm-Stützzylin-
der links und rechts (Z2L und Z2R) in Y-Richtung
(vor/zurück) und X-Richtung (quer) geneigt.
Voraussetzung: Endschalter Mäklerneigung links bzw.
rechts sind nicht angesprochen.

• Mäkler-Stützzylinder links (Z2L)

Vorwahltaster "Mäkler-Stützzylinder links"


Zur Vorwahl des Mäkler-Stützzylinders (Z2L).

Taster "heben/rechts"
Mäkler-Stützzylinder links ausfahren. Der Mäkler wird nach rechts vorne geneigt.

Taster "senken/links"
Mäkler-Stützzylinder links einfahren. Der Mäkler wird nach links hinten geneigt.

• Mäkler-Stützzylinder rechts (Z2R)

Vorwahltaster "Mäkler-Stützzylinder rechts"


Zur Vorwahl des Mäkler-Stützzylinders (Z2R).

Taster "heben/öffnen"
Mäkler-Stützzylinder rechts ausfahren. Der Mäkler wird nach links vorne geneigt.
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Taster "senken/schließen"
Mäkler-Stützzylinder rechts einfahren. Der Mäkler wird nach rechts hinten geneigt.

5 - 23
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5. BEDIENUNG

23
Mäkler Ausladung verstellen
In senkrechter Mäklerstellung kann mit unterschiedlichen
Mäklerausladungen gearbeitet werden. Die Ausladung
des Mäklers wird durch Betätigen des Grundarm-Ver-
stellzylinders (Z4) verstellt.

• Grundarm-Verstellzylinder (Z4)

Vorwahltaster "Grundarmverstellung"
Zur Vorwahl des Grundarm-Verstellzylinders (Z4).

Taster "heben/öffnen"
Grundarm-Verstellzylinder einfahren. Die Ausladung wird vergrößert.
Voraussetzung: Endschalter maximale Ausladung nicht angesprochen

Taster "senken/schließen"
Grundarm-Verstellzylinder ausfahren. Die Ausladung wird verringert.

5 - 24
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5. BEDIENUNG

24
Mäklerfuß verstellen *
Die Mäklerfußplatte kann durch Betätigung des Mäkler-
fuß-Zylinders (Z8) verstellt werden.

Vorwahltaster "Mäklerabstützung"
Zur Vorwahl des Mäklerfuß-Zylinders.

Taster "heben/öffnen"
Mäklerfuß-Zylinder einfahren.

Taster "senken/schließen"
Mäklerfuß-Zylinder ausfahren.

HINWEIS!
Wenn der Mäklerfuß-Zylinder ausgefahren ist, werden folgende Funktionen gesperrt:
- Drehwerk,
- Fahrwerk,
- Verstellung des Mäklers
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5. BEDIENUNG

5.4.5 Mäkler mittels Schalthebel verstellen


Allgemein
Der Mäkler kann grundsätzlich über das Zusatzpult (X25) oder über die Schalthebel links und rechts
verstellt werden.
Die Zylinderverstellfunktionen werden durch Betätigen des entsprechenden Tasters (am Schalthebel)
vorgewählt und durch Aussteuern des Schalthebels betätigt.
Die Vorwahl eines Zylinders wird auf dem Zusatzpult (X25) automatisch angezeigt (LED leuchtet).
Die Betätigung des Zylinders (das Aussteuern des Schalthebels) wird durch Blinken der LED des
entsprechenden Richtungstasters signalisiert.
Durch Loslassen des Tasters oder Zurückstellen des Schalthebels in seine Nullstellung erlischt die
Vorwahl des Zylinders.

HINWEIS !
Es gelten die selben Sicherheitshinweise wie für die Verstellung mittels Zusatzpult (X25).

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5. BEDIENUNG

25
Mäkler neigen (vor/zurück und quer)
Durch Drücken des Tasters (Bild 25, Nr. 1) auf dem
linken Schalthebel und Betätigen des linken Schalthebels
vor/zurück bzw. links/rechts neigt sich der Mäkler in die
entsprechende Richtung.

Vorgangsweise:
Taster (Bild 25, Nr. 1) auf dem linken Schalthebel gedrückt halten und:
• Schalthebel in Nullstellung = Mäkler bleibt in Position
• Schalthebel nach links bewegen = Mäkler nach links neigen
• Schalthebel nach rechts bewegen = Mäkler nach rechts neigen
• Schalthebel nach vorne bewegen = Mäkler nach vorne neigen
• Schalthebel nach hinten bewegen = Mäkler nach hinten neigen

WICHTIG !
Wenn der Mäkler mittels Schalthebel nur entlang der Y-Achse (vor/zurück) verstellt wird, bleibt die
X-Neigung konstant.
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Voraussetzungen:
- keine andere Zylinderverstellung über die Schalthebel aktiv.
- keine Abschaltung der Mäkler-Stützzylinder (Z2L, Z2R).

5 - 27
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5. BEDIENUNG

26
Mäkler Ausladung
Durch Drücken des Tasters (Bild 26, Nr. 1) auf dem
linken Schalthebel und Betätigen des linken Schalthebels
vor/zurück wird die Ausladung des Mäklers verstellt. Die
aktuelle Neigung des Mäklers bleibt erhalten.

Vorgangsweise:
Taster (Bild 26, Nr. 1) auf dem linken Schalthebel gedrückt halten und:
• Schalthebel in Nullstellung = Mäkler bleibt in Position
• Schalthebel nach vorne bewegen = Mäkler Ausladung vergrößern
• Schalthebel nach hinten bewegen = Mäkler Ausladung verkleinern

Voraussetzungen:
- keine andere Zylinderverstellung über die Schalthebel aktiv.
- keine Abschaltung der Grundarm-Verstellzylinder (Z4)

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5. BEDIENUNG

27
Mäklerfuß verstellen (Mäklerabstützung) *
Durch Drücken des Tasters (Bild 27, Nr. 1) auf dem
linken Schalthebel und Betätigen des linken Schalthebels
links/rechts wird der Mäklerfuß-Zylinder aus- bzw. einge-
fahren.

Vorgangsweise:
Taster (Bild 27, Nr. 1) auf dem linken Schalthebel gedrückt halten und:
• Schalthebel in Nullstellung = Mäklerfuß-Zylinder bleibt in Position
• Schalthebel nach links bewegen = Mäklerfuß-Zylinder einfahren
• Schalthebel nach rechts bewegen = Mäklerfuß-Zylinder ausfahren

Voraussetzungen:
- keine andere Zylinderverstellung über die Schalthebel aktiv,
- keine Abschaltung des Mäklerfuß-Zylinders.
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5. BEDIENUNG

28
5.4.6 Mäklerneigungsanzeige
Am Mäkler ist ein Neigungsgeber installiert, der die
Längs- und Querneigung misst.
Im Anzeigefeld auf dem LCD-Bildschirm wird
längs (Y-Richtung): analog ein Bereich von +10 und -20°
und digital ein Bereich von +/- 45°
sowie
quer (X-Richtung): analog ein Bereich von +/- 10° und
digital ein Bereich von +/- 9,9° angezeigt.
Wird ein Wert über- oder unterschritten erscheint "?.?"
im entsprechenden Zahlenfeld.

• Mäklerneigungsanzeige auf 0° setzen


Die Neigungsanzeige kann über die Steuerung auf "NULL" gestellt werden. Der Mäkler muss dabei
möglichst genau senkrecht stehen (X- und Y-Richtung).

Symbol "Umschaltung Funktionstasten"


Das Funktionstastensymbol "Umschaltung Funktionstasten" betätigen.

Symbol "Neigungsanzeige nullen"


Nach dem Betätigen des Funktionstastensymbols "Neigungsanzeige nullen" be-
ginnen die digitalen Neigungsanzeigen im Anzeigefeld zu blinken.

Symbol "Eingabe bestätigen"


Durch Betätigen des Funktionstastensymbols "Eingabe bestätigen" werden die
Neigungsanzeigen auf Null gesetzt.
Das Funktionstastensymbol muss innerhalb von 5 sec. betätigt werden.
Bei erfolgreicher Nullung muss die digitale und analoge Neigungsanzeige auf Null
stehen.

WICHTIG !
Bei Falscheingabe oder nicht rechtzeitiger Eingabe bleibt der alte Wert erhalten.
Durch Betätigen des Funktionstastensymbol "Umschaltung Funktionstasten" wird der Einstellmodus
verlassen.

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5. BEDIENUNG

29
5.4.7 Turmautomatik
Die Turmautomatik stellt den Mäkler auf die eingestellte
Neigung (einen programmierten Sollwert).

• Sollwert Mäklerneigung eingeben


Der Sollwert wird im Anzeigefeld des Bildschirms analog durch das Symbol " " (Bild 29, Nr. 1)
+
und der Istwert durch das Symbol " " ( 2) dargestellt.
Digital wird der Istwert in den Zahlenfeldern rechts und unter dem Anzeigefeld (3) eingeblendet

Vorgangsweise:

Symbol "Umschaltung Funktionstasten"


Das Funktionstastensymbol "Umschaltung Funktionstasten" betätigen.

Symbol "Sollwert Mäklerneigung"


Durch Betätigen des Funktionstastensymbols beginnt das Symbol "Sollwert Mäk-
lerneigung" zu blinken, die Ist-Neigung (digital und analog) wird ausgeblendet und
stattdessen der momentane Sollwert eingeblendet.

Taster "Cursor weiter"


Durch Betätigen des Tasters "Cursor weiter" auf dem Litronic-Servicepult den zu
verändernden Sollwert vorwählen (das vorgewählte Zahlenfeld erscheint invers).

Taster "Cursor zurück"


Durch Betätigen des Tasters "Cursor zurück" auf dem Litronic-Servicepult kann
ein eingegebener Wert korrigiert werden.

Sollwert über die Tastatur des Litronic-Servicepults eingeben.


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Grenzwerte
links/rechts: maximal 5°/5°
vor/zurück: maximal 10°/20°

Taster "Enter"
Erst durch Betätigen des Tasters "Enter" werden die eingegebenen Werte von
der Steuerung angenommen.

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5. BEDIENUNG

WICHTIG !
Bei Falscheingabe bleibt der alte Wert erhalten.
Durch Betätigen des Funktionstastensymbols "Eingabe bestätigen" oder des Funktionstastensymbols
"Umschaltung Funktionstasten" wird der Einstellmodus verlassen und die Istwerte der Mäklernei-
gung werden wieder eingeblendet.

30
• Turmautomatik betätigen
Bei Betätigung des Tasters (Bild 30, Nr. 1) richtet sich
der Mäkler über die Mäkler-Stützzylinder automatisch auf
die eingestellte Neigung aus.
Die X- und die Y-Richtung werden gleichzeitig ausgere-
gelt.

WICHTIG !
Die Turmautomatik kann auch während des Fahr- und
Drehwerkbetriebs betätigt werden. Sie funktioniert ab ei-
ner Mäklerneigung von -30°.

Voraussetzungen:
- Montagebetrieb nicht eingeschaltet,
- keine andere Zylinderverstellung über die Schalthebel aktiv,
- keine Abschaltung der Mäkler-Stützzylinder und
- kein Geberfehler des Neigungsgebers.

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5. BEDIENUNG

31
5.4.8 Zweite Turmautomatik
Die zweite Turmautomatik stellt den Mäkler auf eine
eingestellte Neigung (einen zweiten programmierbaren
Sollwert).

Sollwert zweite Mäklerneigung eingeben


Der Sollwert wird im Anzeigefeld des Bildschirms analog durch das Symbol " " (Bild 31, Nr. 1) und
+
der Istwert durch das Symbol " " ( 2) dargestellt.
Digital wird der Istwert in den Zahlenfeldern rechts und unter dem Anzeigefeld (3) eingeblendet

Vorgangsweise:

Das Funktionstastensymbol "Umschaltung Funktionstasten" betätigen.

Das Funktionstastensymbol "Zweiter Sollwert Mäklerneigung" betätigen.

Mäklerneigung gemäß Kap. "Mäkler mittels Schalthebel verstellen" auf den zwei-
ten Sollwert einstellen.

Durch Betätigen des Funktionstastensymbols "Eingabe bestätigen" wird der ein-


gestellte zweite Sollwert bestätigt.
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• Zweiter Sollwert anfahren


Um den zweiten Sollwert anzufahren, ist der Taster
(Bild 32, Nr. 1) zu betätigen, bis der Ist-Wert mit dem
zweiten Soll -Wert identisch ist.

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5. BEDIENUNG

33
5.4.9 Hilfswinde betätigen *
Hilfswinde vorwählen
Die Vorwahl der Hilfswinde ist nur im Bohrbetrieb not-
wendig, da derselbe Schalthebel dort auch für den Bohr-
antrieb verwendet wird.
Die Vorwahl kann erfolgen durch Betätigen
• des Vorwahltasters (Bild 33, Nr. 2) auf dem Zusatzpult
(X25),
• des Tasters (Bild 33, Nr. 1) auf dem Schalthebel
rechts
Die Vorwahl ist nur beim Stillstand des Bohrgetriebes
möglich.
Anzeige: Die LED im Vorwahltaster leuchtet.

WARNUNG !

Das Seil des Hilfshubs wird ohne Last (bzw. mit Lasten kleiner 50 kg) selbständig hochgezo-
gen, wenn der Hilfshaken über das Niveau der Hakengarage gefahren wird. Das Anheben
ohne Last (bzw. mit Lasten kleiner 50 kg) ist nicht zulässig!
Bei Nichtverwendung der Hilfswinde ist der Hilfshaken immer in der Hakengarage einzuhän-
gen!

In der Betriebsart VDW-Bohren wird mit dem Vorwahltaster (Bild 33, Nr. 2) auch auf die Kellywinde
umgeschaltet:

Vorwahltaster (Bild 33, Nr. 2) aktiviert (LED leuchtet): Kellywinde aktiv


Vorwahltaster (Bild 33, Nr. 2) nicht aktiviert (LED leuchtet): Rohr aktiv

GEFAHR !

Beim Absenken der Last kann das Seil aus dem Seilfixpunkt an der Winde gezogen werden!
Es ist zwingend erforderlich, dass immer mindestens drei sogenannte Sicherheitswindungen auf
der Winde verbleiben.
Die dafür erforderliche Länge des Seils, hängt von der Mäklerkonfiguration und der Art des Einsatzes
ab.

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5. BEDIENUNG

34

WARNUNG !

Unfallgefahr und mögliche Schäden am Gerät !


Der 3-Windungsendschalter * verstellt sich unzuläs-
sig bei
- Leerdrehen der Hilfswinde - ohne Hubseil,
- weiterem Abrollen des Hubseiles, obwohl der Last-
haken bereits am Boden aufliegt (gelockerte,
unregelmäßige Seilwicklung auf der Winde).

Hilfswinde betätigen
Die Hilfswinde wird direkt proportional mit dem rechten Schalthebel (Bild 34, Nr. 1) aus dem
Stillstand bis zur Maximalgeschwindigkeit verstellt.
• Schalthebel nach links bewegen = Hilfswinde heben
• Schalthebel in Nullstellung = Hilfswinde bleibt in Position
• Schalthebel nach rechts bewegen = Hilfswinde senken

Der Verstellbereich der Hilfswinde ist durch Hubendschalter und 3-Windungs-Endschalter * fix
begrenzt.

Bewegungsgrenzen der Hilfswinde

Sobald der Lasthaken beim Hochziehen mit der Hilfswinde den Hubendschalter
auslöst, blinkt das Symbol "Endschalter oben Hilfswinde" in der Statusanzeige
des Betriebsbilds.
Die Hebenrichtung des Lasthakens wird gesperrt.

Sobald beim Absenken des Lasthakens auf der Hilfswinde das Hubseilende (3
Sicherheitswindungen) erreicht ist, blinkt das Symbol "Endschalter unten Hilfswin-
de" in der Statusanzeige des Betriebsbilds.
Die Senkenrichtung des Lasthakens wird gesperrt.

HINWEIS !
Mit der Hilfswinde (über den Hilfsgalgen) ist kein Schrägzug erlaubt !
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5. BEDIENUNG

35
5.4.10 Kellywinde betätigen *

GEFAHR !

Beim Absenken der Last kann das Seil aus dem


Seilfixpunkt an der Winde gezogen werden!
Es ist zwingend erforderlich, dass immer mindestens
drei sogenannte Sicherheitswindungen auf der Winde
verbleiben.
Die dafür erforderliche Länge des Seils, hängt von der
Mäklerkonfiguration und der Art des Einsatzes ab.

WARNUNG !

Unfallgefahr und mögliche Schäden am Gerät !


Die 3-Windungsendschalter * und die optionale Seillängenmessung verstellen sich unzulässig
bei
- Leerdrehen der Kellywinde - ohne Hubseil,
- weiterem Abrollen des Hubseiles, obwohl der Lasthaken bereits am Boden aufliegt (gelocker-
te, unregelmäßige Seilwicklung auf der Winde).

Kellywinde betätigen
Die Kellywinde wird direkt proportional mit dem linken Schalthebel (Bild 35, Nr. 1) aus dem Stillstand
bis zur Maximalgeschwindigkeit verstellt.
• Schalthebel nach hinten bewegen = Kellywinde heben
• Schalthebel in Nullstellung = Kellywinde bleibt in Position
• Schalthebel nach vorne bewegen = Kellywinde senken

Der Verstellbereich der Kellywinde ist durch Hubendschalter und 3-Windungs-Endschalter * fix
begrenzt.

Bewegungsgrenzen der Kellywinde

Sobald der Lasthaken beim Hochziehen mit der Kellywinde den Hubendschalter
auslöst, blinkt das Symbol "Endschalter oben Kellywinde" in der Statusanzeige
des Betriebsbilds.
Die Hebenrichtung des Lasthakens (der Kellystange) wird gesperrt.

Sobald beim Absenken des Lasthakens (der Kellystange) auf der Kellywinde das
Hubseilende (3 Sicherheitswindungen) erreicht ist, blinkt das Symbol "Endschalter
unten Kellywinde" in der Statusanzeige des Betriebsbilds.
Die Senkenrichtung des Lasthakens wird gesperrt.

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5. BEDIENUNG

5.4.11 Seillängenmessung Kellywinde *


Anzeigefeld-Kellybohren

11.5 m Anzeige "Seillängenmessung Kellywinde" (im Anzeigefeld-Kellybohren)

• Anzeige auf Null setzen


Nach Betätigen des Funktionstastensymbols "Umschalten Funktionstasten" erscheinen spezielle
Funktionstastensymbole zum Zurücksetzen der angezeigten Seillänge.
Das Zurücksetzen auf den Anzeigewert "0"
- ist jederzeit möglich,
- wird zum Bestimmen von Höhendifferenzen (Tiefen) verwendet, kann auf zwei verschiedene
Arten erfolgen:

Symbol "Reset Kellywinde"


Durch Drücken der Funktionstaste F4 wird die Anzeige "Seillänge Kellywinde" auf
"0" zurückgesetzt.

Durch Betätigen dieses Symbols auf dem Monitor PDE wird die Anzeige "Seillän-
ge Kellywinde" auf "0" zurückgesetzt.
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36
• Durch Drücken des Klinkentasters (Bild 36, Nr. 1) am
linken Schalthebel wird die Anzeige "Seillänge Kelly-
winde" auf "0" zurückgesetzt.

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5. BEDIENUNG

HINWEIS !
Zur genauen Anzeige der Seillänge muss bei der Kellywinde ein Lagensprung und die Einscherung
programmiert sein.

Seillängenmessung programmieren

• Einscherung programmieren
Da das Kellyseil eingeschert werden kann, muss zur Berechnung der Seillänge die Einscherung
definiert werden.

Vorgangsweise:

Vorwahltaster "Montagebetrieb"
Montagebetrieb einschalten.

Symbol "Einstellungen"
Mit dem Funktionstastensymbol "Einstellungen" wird auf die Seite "Einstellungen"
umgeschaltet.

999 Fördermenge [l/min]


999 Pfahldurchmesser [cm]

999 max. Druck [bar]


9 Einscherung Hauptwinde

9 Pumpenanzahl

99 Messbereich Betondrucksensor [bar]


99 Skalierung Betondruckanzeige [bar]
99 Betonmenge / Impuls [l/Imp]

Seite "Einstellungen"

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5. BEDIENUNG

Taster "Cursor weiter"


Durch Betätigen des Tasters "Cursor weiter" auf dem Litronic-Servicepult die
Fördermenge vorwählen (das vorgewählte Zahlenfeld erscheint invers).

Taster "Cursor zurück"


Durch Betätigen des Tasters "Cursor zurück" auf dem Litronic-Servicepult kann
ein eingegebener Wert korrigiert werden.

Sollwert über die Tastatur des Litronic-Servicepults eingeben.

Taster "Enter"
Erst durch Betätigen des Tasters "Enter" werden die eingegebenen Werte von
der Steuerung angenommen.

HINWEIS !
Bei Falscheingabe bleibt der alte Wert erhalten.

Montagebetrieb ausschalten. Der Einstellmodus wird verlassen.


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5. BEDIENUNG

• Lagensprung programmieren
Da die Kellywinde auch mehrlagig betrieben werden kann, muss zur Berechnung der Seillänge der
Lagensprung definiert werden.
Der Lagensprung ist
- bei der Auslieferung des Geräts bereits programmiert,
- normalerweise nur nach einem Seilwechsel oder einer Windenreparatur neu zu programmieren.
Nach zweimaligen Betätigen des Funktionstastensymbols "Umschaltung Funktionstasten" erscheinen
spezielle Funktionstastensymbole zum Programmieren des Lagensprunges.

Beschreibung der Funktionstastensymbole zum Programmieren des Lagensprunges

Symbol "Set Lagensprung 1-2"


Mit diesem Funktionstastensymbol "Set Lagensprung 1-2" wird der Lagensprung
der angewählten Winde von der 1. in die 2. Seillage programmiert.

Symbol "Lagensprung Kellywinde"


Mit diesem Funktionstastensymbol "Lagensprung Kellywinde" wird die Kellywinde
für die Programmierung des Lagensprungs vorgewählt.

Vorgangsweise
• Funktionstastensymbol "Umschaltung Funktionstasten" zweimal drücken.
• Kellywinde betätigen.
Ein Helfer überwacht die Kellywinde und gibt dem Maschinenführer Bescheid, sobald ein Lagen-
sprung von der ersten zur zweiten Lage stattfindet.
• Kellywinde exakt beim Lagensprung von der ersten zur zweiten Lage stoppen. Wird aufgrund der
Seillänge kein Lagensprung erreicht, den Lasthaken bis zum höchsten Punkt hochziehen.
• Funktionstastensymbol "Lagensprung Kellywinde" drücken.
Die zugehörige Anzeige der Seillänge beginnt im Betriebsbild zu blinken.

HINWEIS !
Die Vorwahl bleibt nach Drücken der betreffenden Funktionstaste nur 5 Sekunden lang aktiviert.
Während dieser Zeit muss der Lagensprung programmiert werden.
• Funktionstastensymbol "Set Lagensprung 1-2" für den aktuellen Lagensprung betätigen.
Die Litronic-Steuerung
- bestimmt daraufhin den Übergangspunkt in die nächste Seillage,
- berechnet damit alle weiteren Lagensprünge,
- zeigt am LCD-Bildschirm die Seillänge der ersten Lage minus drei Sicherheitswindungen,
- kann die aktuelle Seillänge nun genau anzeigen.

HINWEIS !
Für jede Winde ist nur ein einziger Lagensprung zu programmieren.

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5. BEDIENUNG

5.4.12 Freilauf Kellywinde *


Allgemein
Der optionale Freilauf der Kellywinde sorgt für das automatische Nachfahren des Kellyseils, ohne
dass sich ein Schlappseil bildet.
Mit dem elektrischen Pedal in der Fahrerkabine kann die Last (Kellystange bzw. Bohrschnecke)
kontrolliert eingebremst werden.
Die Kellystange kann im Bohrloch im Freilauf abgesenkt werden.

WARNUNG !

Bedienungsfehler können zur Beschädigung der Maschine und des Bohrwerkzeugs führen!
Das Pedal dient zum Regeln des Freilaufs zwischen minimaler und maximaler Geschwindig-
keit. Die Last kann auch mit vollständig betätigtem Pedal nicht völlig zum Stillstand gebracht
werden.
Der Freilauf der Kellywinde
- darf ausschließlich eingeschaltet werden, wenn am Kellyseil eine ausreichende
Last (Kellystange) befestigt ist.
- darf ausschließlich eingeschaltet werden, wenn sich die Last unter Flur befindet.
- muss vor dem Betätigen des Bohrantriebs eingeschaltet werden
Der Freilaufbetrieb darf deshalb nur von erfahrenem und speziell geschultem Personal durchgeführt
werden.
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5. BEDIENUNG

37
Freilauf einschalten
• Taster auf dem Schalthebel links drücken (Bild 37, Nr.
1) und gedrückt halten
• Pedal für den Freilauf der Kellywinde (Bild 38, Nr. 1)
vollständig betätigen (ganz nach unten drücken)

WICHTIG !
Um eine ungewollte Freigabe des Freilaufs zu verhin-
dern, muss zuerst der Taster und erst dann das Pedal
betätigt werden.

38

Nach Betätigen des Pedals erscheint folgendes Symbol auf dem LCD-Bildschirm:

Symbol "Freilauf Winde 2"

• Last im Freilauf absenken: Pedal kontrolliert lösen


• Freilauf der Last einbremsen: Pedal vorsichtig und mit Gefühl niederdrücken.
• Last wieder anheben: Zugehörigen Schalthebel betätigen. Das Pedal kann gelöst werden. Wäh-
rend dem Anheben der Last kann das Pedal auch betätigt bleiben.
Durch das Betätigen des Schalthebels (in Hebenrichtung) wird der Freilauf ausgeschaltet.

5 - 42
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5. BEDIENUNG

39
Bei öfterer Verwendung des Freilaufs kann dieser auch
selbsthaltend verwendet werden, d. h., der Taster
(Bild 37, Nr. 1) muss zur Aktivierung nicht jedesmal neu
betätigt werden :

Selbsthaltenden Freilauf einschalten *


• Freilauf einschalten, wie oben beschrieben, und zu-
sätzlich auf dem Steuerpult rechts (X23) die Taste
"Selbsthaltender Freilauf" (Bild 39, Nr. 1) drücken, so
dass die LED leuchtet.

Nach Betätigen der Taste "Selbsthaltender Freilauf" er-


scheint folgendes Symbol auf dem LCD-Bildschirm:

Symbol "Selbsthaltender Freilauf"

Freilauf ausschalten / Selbsthaltender Freilauf ausschalten

Der Maschinenführer hat vor verlassen der Fahrerkabine zu kontrollieren ob die Freilauffunktion
sicher abgeschaltet ist.
Der Freilauf wird automatisch gelöscht bei Betätigung
• des linken Schalthebels (Bild 39) (nur zurück) oder
• des Tasters auf dem Schalthebel links (Bild 39, Nr. 1)
Die Selbsthaltung wird nicht gelöscht.

In der Statusanzeige des LCD-Monitors erlischt das Symbol, wenn die Steuerung
den Freilauf deaktiviert hat.

Bei selbsthaltendem Freilauf erlischt dieses Symbol in der Statusanzeige des


LCD-Monitors.

• Sicherheitshebel hochklappen

Nach Löschung des Freilaufes kann, bei aktiver Selbsthaltung, durch vollständige Betätigung des
Pedals, der Freilauf wieder aktiviert werden.

Der selbsthaltende Freilauf wird gelöscht durch Drücken


• der Taste "Selbsthaltender Freilauf" (Bild 38). Die LED erlischt.
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WARNUNG !

Das Hochklappen des Sicherheitshebels ist keine betriebsmäßige Abschaltung, sondern nur
eine Sicherheitsfunktion.

HINWEIS !
Der Freilauf wird automatisch abgeschaltet nach Abstellen des Dieselmotors.

5 - 43
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5. BEDIENUNG

40
5.4.13 Vorschub betätigen
Vorschub betätigen (Langsamgang)
Der Vorschub wird direkt proportional mit dem rechten
Schalthebel (Bild 40, Nr. 1) aus dem Stillstand bis zur
Maximalgeschwindigkeit verstellt.
• Schalthebel nach vorne bewegen = Universalschlitten
senken
• Schalthebel in Nullstellung = Universalschlitten bleibt
in Position
• Schalthebel nach hinten bewegen = Universalschlitten
heben

41 Vorschub betätigen (Schnellgang)


Die Umschaltung vom Langsamgang des Vorschubs in
den Schnellgang erfolgt
• durch Betätigen des Klinkentasters (Bild 41, Nr. 1) auf
dem rechten Schalthebel,

WICHTIG !
Bei Überschreiten einer vorgewählten Schaltschwelle
wird automatisch in den Langsamgang geschaltet.

Dieses Symbol erscheint im Anzeigefeld auf dem LCD-Bildschirm, sobald der


Langsamgang des Vorschubs betätigt ist.

Dieses Symbol erscheint im Anzeigefeld auf dem LCD-Bildschirm, sobald der


Schnellgang des Vorschubs betätigt ist.

HINWEIS !
Die Umschaltung vom Schnell- in den Langsamgang des Vorschubs ist immer möglich.
Wenn von der Steuerung in den Langsamgang zurückgeschaltet wurde, ist der Schnellgang erst
wieder beim erneuten Losfahren freigegeben.

5 - 44
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5. BEDIENUNG

42
maximale Vorschubgeschwindigkeit begrenzen
Die maximale Vorschubgeschwindigkeit kann mit dem
Potentiometer (Bild 42) auf dem Zusatzpult (X25) be-
grenzt werden.

Bewegungsgrenzen des Universalschlittens

Sobald der Universalschlitten beim Hochziehen den oberen Endschalter auslöst,


wird die Hebenrichtung des Universalschlittens gesperrt.

Sobald der Universalschlitten beim Absenken den unteren Endschalter auslöst,


wird die Senkenrichtung des Universalschlittens gesperrt.

43
Vorschubbewegung speichern
Die Vorschubbewegung kann gespeichert werden.
Vorgangsweise:
- Schalthebel aussteuern
- Taster (Bild 43, Nr. 1) am rechten Schalthebel drücken
- Schalthebel wieder in Nullstellung bringen
Der Universalschlitten läuft selbstständig heben bzw.
senken.
Die gespeicherte Vorschubgeschwindigkeit kann mit dem
Potentiometer (Bild 42) auf dem Zusatzpult (X25) be-
grenzt werden.
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Auf dem LCD-Bildschirm wird das Symbol "Bewegung gespeichert" eingeblendet.

Speicherung löschen:
rechten Schalthebel aussteuern
Falls mehrere Bewegungen gespeichert sind, werden alle anderen auch gelöscht.

5 - 45
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5. BEDIENUNG

44
Vorschubanzeige
Die Vorschubkraft wird im Anzeigefeld auf dem LCD-
Bildschirm analog (Bild 44, Nr. 1) und digital (2)
angezeigt.

45
Anpresssteuerung
Über das Potentiometer (Bild 45, Nr. 1) auf dem Zusatz-
pult (X25) kann der Anpressdruck beim Vorschub sen-
ken geregelt werden.
• Potentiometer im Uhrzeigersinn drehen =
Anpressdruck erhöhen
• Potentiometer gegen den Uhrzeigersinn drehen = An-
pressdruck verringern
Wenn das Potentiometer im Eingriff ist, leuchtet die LED
in der Vorwahlanzeige.

WICHTIG !
Das "Bohr-ABS" ist im Kapitel 5 unter "Bohrbetrieb" be-
schrieben.

Seillängenmessung

Symbol "Reset Vorschub"


Durch Betätigen des Funktionstastensymbols "Reset Vorschub" wird die Anzeige
"Seillänge Vorschub" auf "0" zurückgesetzt.

5 - 46
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5. BEDIENUNG

46
5.4.14 Parallelbetrieb *
Allgemein
Beim Parallelbetrieb wird das Seil der Kellywinde
(Bild 46, Nr. 1) vorne am Bohrantrieb (3) mittels Ziehvor-
richtung (2) befestigt. Die Kellywinde läuft mit dem Vor-
schubsystem mit.
Die Ziehvorrichtung ist im Kapitel 9 "Optionen"
beschrieben.

Der Parallelbetrieb dient dazu


- die Zugkraft im Vorschubsystem bei der Hebenbewegung zu erhöhen,
- eine gleichmäßige Verteilung des Gewichts des Anbaugerätes zu erreichen und damit eine
Entlastung der Führungen zu ermöglichen.

Seil einscheren
Das Seil der Winde 2 fachgerecht laut Kapitel 8 "Kellyseil wechseln" über den Kellygalgen einsche-
ren und am Anbaugerät befestigen.

WARNUNG !

Die Maschine kann stark beschädigt werden !


Wenn das Seil der Winde 2 am Bohrantrieb befestigt ist
- darf die Winde 2 nicht mehr betätigt werden,
- muss der Parallelbetrieb eingeschaltet werden.
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5. BEDIENUNG

Parallelbetrieb einschalten
• Parallelbetrieb auf dem Zusatzpult (X25) vorwählen

Vorwahltaster "Parallelbetrieb Winde 2"


Mit diesem Vorwahltaster wird der Parallelbetrieb vorgewählt. Die LED im Vor-
wahltaster blinkt wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:
- kein Montagebetrieb
- alle Schalthebel in Nullstellung

HINWEIS!
Die Vorwahl "Parallelbetrieb Winde 2" bleibt auch nach dem Abstellen der Maschine bzw. bei
erneuter Inbetriebnahme erhalten.

47
• Freilauf Kellywinde einschalten
Aus Sicherheitsgründen muss nun der Freilauf Kelly-
winde eingeschaltet werden.
Vorgangsweise:
Taster am linken Schalthebel (Bild 47, Nr. 1) drücken,
gedrückt halten und Pedal für die Freifalllauf der Winde
2 (Bild 48, Nr. 1) vollständig betätigen.
Siehe Kapitel 5 unter "Freilauf Kellywinde"

WICHTIG !
Der Parallelbetrieb ist erst vorgewählt, wenn die LED im
Vorwahltaster "Parallelbetrieb Winde 2" leuchtet.

48

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5. BEDIENUNG

Funktion des Parallelbetriebs


Vorschub heben
Wird mit der Vorschubwinde heben gefahren so dreht die Winde 2 mit dem voreingestellten Druck
in die Hebenrichtung.
Die Drucksteuerung der Winde 2 erfolgt abhängig von der Vorschubwinde (bzw. der Last an der
Vorschubwinde). Damit die Vorschubwinde nicht belastet wird, darf das Moment der Winde 2 nicht
jenes der Vorschubwinde überschreiten.
Vom Servicepersonal kann ein bestimmter Grundzug und der maximale Zug eingestellt werden.
Werden beide gleich hoch eingestellt, zieht die Winde 2 immer mit der selben eingestellten Kraft,
egal welche Last sich gerade an der Vorschubwinde befindet.
Vorschub senken
Ist der Schalthebel im Null oder die Vorschubwinde fährt senken, so wird das Seil der Winde 2 im
Freilauf abgezogen.
Mäkler verstellen
Beim Verstellen des Mäklers wird die Winde 2 mit dem eingestellten Grundzug in die Hebenrich-
tung ausgesteuert. Dadurch wird die Schlappseilbildung an der Winde 2 verhindert.

Parallelbetrieb ausschalten

Vorwahltaster "Parallelbetrieb Winde 2"


Der Parallelbetrieb wird durch erneute Betätigung des Vorwahltasters am Zusatz-
pult (X25) ausgeschaltet. Die LED im Vorwahltaster erlischt.
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5. BEDIENUNG

5.5 Litronic® Testsystem


Das Litronic® Testsystem ist ein umfangreiches Diagnose- und Servicewerkzeug, welches auf dem
Litronic® Monitor, einem Service-Notebook und auch über eine Modem-Verbindung* zur Verfügung
steht.
Es dient zur Betrachtung der Ein-/Ausgänge, Merker, systeminterner Variablen und Zustände.
Das Litronic® Testsystem kann gleichzeitig von mehreren Schnittstellen komplett unabhängig aufgeru-
fen werden (Litronic® Monitor, Service-Notebook, Modem* etc.).

5.5.1 Eigenschaften
Das Litronic® Testsystem bietet folgende Funktionen:
• Anzeige der installierten Software-Identnummer und -Version
• Anzeige aller Ein-/Ausgänge der Module mit Kommentartext
• Anzeige der internen Speichervariablen mit Kommentartext
• Anzeige einer Auswahlliste
• Anzeige der Korrekturwerte (Einstellwerte der Maschine)
• Anzeige von Meldungen (message stack)
• Anzeige von Spezialfunktionen:
- Modem-Konfiguration*
- Speicherkartensteuerung (CF)
- CAN-Konfiguration/-Status

5.5.2 Allgemein
Das Litronic® Testsystem ist aus mehreren "Seiten" aufgebaut, zwischen denen mittels Funktionssym-
bolen umgeschaltet werden kann.
Manche Seiten besitzen zwei Menüleisten, zwischen denen mit dem Funktionssymbol MENU 1/2
umgeschaltet werden kann. Beim Aufruf der Seite erscheint immer die erste Menüleiste.
Beim ersten Aufruf des Litronic® Testsystems wird die Hauptseite (main menu) geladen. Bei jedem
weiteren Aufruf wird die Seite geladen, die vor dem Ausstieg aktiv war. Auch die restlichen
Einstellungen bleiben erhalten.

WICHTIG !
Veränderungen der Einstell- bzw. Korrekturwerte mittels Litronic® Servicepult dürfen nur von LIEB-
HERR Servicepersonal durchgeführt werden.

Mehrfache Ausführung der Funktionssymbole

Einige Kommandos können mehrmals hintereinander ausgeführt werden, indem man die Anzahl der
Ausführungen eingibt (erscheinen in der Eingabeleiste) und dann das gewünschte Funktionssymbol
betätigt.
Dazu gehören z.B. PREVIOUS und NEXT.

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5. BEDIENUNG

5.5.3 Start des Litronic® Testsystems


Das Litronic® Testsystem wird mit dieser Taste am Litronic® Servicepult gestartet.
Es kann jederzeit bei eingeschalteter Zündung und auch im Betrieb gestartet
werden.

• Die Hauptseite des Litronic® Testsystems (Bild 49) erscheint am LCD-Bildschirm.

49

1 Kopfleiste: Bezeichnung der aktuellen 3 Eingabeleiste: Anzeige und Korrektur-


Seite möglichkeit eingegebener Werte, Anzeige
von Statusmeldungen und Eingabeauffor-
derungen
2 Hauptfenster: Eigentliche Informationen 4 Menüleiste: Wechselweise Belegung der
acht Funktionssymbole
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GEFAHR !

Während dem Betrieb des Litronic® Testsystems werden Fehlermeldungen von der Litronic®
Steuerung nicht angezeigt!

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5. BEDIENUNG

5.5.4 Die Menüs


Die folgende Beschreibung der Menüleisten behandelt immer alle implementierten Funktionssymbole.

5.5.5 Hauptseite
Von dieser Seite aus wird in verschiedene weitere Seiten verzweigt oder das Litronic® Testsystem
mit dem Funktionssymbol BACK beendet und zum Betriebsbild gewechselt.
Folgende Seiten sind der Hauptseite untergeordnet:
• INPUT/OUTPUT
• MEMORY
• SELECT
• MESSAGES
• CORRECTION
• SPECIAL

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5. BEDIENUNG

5.5.6 INPUT/OUTPUT-Seite
Diese Seite dient zum Betrachten aller Ein-/Ausgänge der Module.

Beschreibung der Funktionssymbole


• NEXT CAN LINE wechselt auf die nächste CAN-Linie.
• PREVIOUS MODULE und NEXT MODULE wechseln zwischen den Modulen aus der gewählten
CAN-Linie.
• PREVIOUS und NEXT bewegen den Cursor auf und ab, um im gewählten Modul einen Kanal zu
markieren. Der markierte Kanal wird durch ein invers dargestelltes I bzw. O angezeigt.
• Mit SELECT kann der markierte Kanal in die Select-Liste aufgenommen werden. Falls dieser
schon selektiert ist, wird er wieder aus der Liste gelöscht. Ob ein Kanal selektiert ist, kann durch
die inverse Darstellung seiner Bezeichnung erkannt werden.
• MENU 1/2 schaltet zwischen den zwei Menüleisten um.
• DOCUMENT stellt 16 Kanäle (Ein-/Ausgänge) mit Kommentartext auf einer Seite dar. Bei digitalen
Modulen (32 Kanäle) kann mittels PREVIOUS und NEXT auf die zweite Seite gewechselt werden.
• UNDOCUM stellt alle Ein-/Ausgänge auf einer Seite dar.
• IDENTIFY stellt 16 Ein-/Ausgänge auf einer Seite mit dem Identifier auf einer Seite dar. Bei
digitalen Modulen (32 Kanäle) kann mittels PREVIOUS und NEXT auf die zweite Seite gewechselt
werden.
• BACK wechselt zur Hauptseite zurück.

5.5.7 MEMORY-Seite
Auf dieser Seite werden die intern verwendeten Zwischenspeicher (Merker) angezeigt.

Beschreibung der Funktionssymbole


• NEXT SECTION wechselt zwischen den 16 Merker-Sektionen: X-B-W-D, 1-2-3-4.
• PREVIOUS PAGE und NEXT PAGE wechseln zwischen den Seiten. Eine Seite enthält je 16
Merker der gewählten Sektion.
• PREVIOUS und NEXT wechseln zwischen den Merkern. Der markierte Merker wird durch ein
invers dargestelltes M angezeigt.
• Mit SELECT kann der markierte Merker in die Select-Liste aufgenommen werden. Falls dieser
schon selektiert ist, wird er wieder aus der Liste gelöscht. Ob ein Merker selektiert ist, kann durch
die inverse Darstellung seiner Bezeichnung erkannt werden.
• MENU 1/2 schaltet zwischen den zwei Menüleisten um.
• DOCUMENT stellt die Merker zusätzlich mit Kommentartext dar.
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• IDENTIFY stellt die Merker mit dem Identifier dar.


• BACK wechselt zur Hauptseite zurück.

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5. BEDIENUNG

5.5.8 SELECT-Seite
Um nicht permanent zwischen den Seiten der Ein-/Ausgangs- und Merker-Menüs umschalten zu
müssen, können Werte in die Select-Liste eingetragen werden. Diese Einträge können dann zusam-
men auf der SELECT-Seite betrachtet und bearbeitet werden. Die Select-Liste kann aus mehereren
Seiten bestehen.
Falls bei voller Select-Liste ein neuer Wert eingefügt wird, fällt der älteste Wert aus der Liste heraus.
Solche Select-Listen können auch auf der Speicherkarte abgelegt und von dort wieder geladen
werden.

Möglichkeiten zum Eintragen in die Select-Liste


• mit dem Funktionssymbol SELECT direkt auf der INPUT/OUTPUT-, MEMORY- oder CORREC-
TION-Seite (sammeln der Einträge)
• mit dem Funktionssymbol ADD auf der SELECT-Seite durch Eingabe der IEC-Adresse
• mit dem Funktionssymbol LOAD FROM CARD auf der SELECT-Seite aus einer Datei lesen

Möglichkeiten zum Löschen aus der Select-Liste


• mit dem Funktionssymbol SELECT direkt auf der INPUT/OUTPUT-, MEMORY- oder CORREC-
TION-Seite einen selektierten Wert nochmals anwählen
• mit dem Funktionssymbol DELETE auf der SELECT-Seite den markierten Eintrag löschen

Beschreibung der Funktionssymbole


• ADD fügt einen neuen Eintrag in die Select-Liste ein. Dabei erscheint eine Menüleiste, mit der die
IEC-Adresse angegeben wird (siehe "Add Selection-Seite").
• DELETE löscht den markierten Eintrag aus der Liste.
• PREVIOUS und NEXT wechseln zwischen den einzelnen Select-Einträgen. Der markierte Eintrag
wird durch ein invers dargestelltes I, O bzw. M angezeigt.
• NEXT PAGE wechselt auf die nächste Seite der Select-Liste, um weitere Werte zu betrachten.
• IDENTIFY stellt die Ein-/Ausgänge bzw. Merker zusätzlich mit dem Identifier dar.
• DOCUMENT stellt die Ein-/Ausgänge bzw. Merker zusätzlich mit Kommentartext dar.
• LOAD FROM CARD lädt eine neue Select-Liste aus einer Datei. Dabei erscheint ein Menü zur
Auswahl aus einer Dateiliste oder zur Eingabe eines Dateinamens (siehe "Select File Load-Seite").
• SAVE TO CARD speichert die aktuelle Select-Liste in eine Datei. Dabei erscheint ein Menü zur
Auswahl eines Dateinamens (siehe "Select File Save-Seite").
• MENU 1/2 schaltet zwischen den zwei Menüleisten um.
• BACK wechselt zur Hauptseite zurück.

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5. BEDIENUNG

Add Selection-Seite

Diese Seite wird mit dem Funktionssymbol ADD aus der SELECT-Seite aufgerufen. Damit kann die
IEC-Adresse eines neuen Select-Eintrags eingetragen werden. Die IEC-Adresse wird dabei mit den
entsprechenden Funktionssymbolen und den numerischen Tasten am Litronic® Servicepult in der
Eingabeleiste eingetragen.

Beispiel:
• Gewünschte IEC-Adresse: %QW1.17.1.
• %, Q und W werden mit den entsprechenden Funktionssymbolen eingegeben.
• 1.17.1 wird als normale Zahl eingegeben und kann auch entsprechend korrigiert werden, mittels
Funktionssymbol TAKE & BACK Adresse übernehmen.

Beschreibung der Funktionssymbole


• Mit M, I oder Q kann der IEC-Typ Merker, Eingang oder Ausgang gewählt werden. Dieser wird bei
jeder Betätigung geändert und erscheint in der Eingabeleiste. Eine Korrektur geschieht durch
nochmalige Betätigung eines anderen Typs.
• Mit X, B, W und D kann die Größe des IEC-Eintrags gewählt werden. Dieser wird bei jeder
Betätigung geändert und erscheint in der Eingabeleiste. Eine Korrektur geschieht durch nochmalige
Betätigung einer anderen Größe.
• TAKE & BACK wechselt zur SELECT-Seite zurück und übernimmt dabei die IEC-Adresse aus der
Eingabeleiste.
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5. BEDIENUNG

Select File Load-Seite

Damit kann eine gespeicherte Select-Liste von der Speicherkarte geladen werden.

Beschreibung der Funktionssymbole


• CHARACTER NEXT fügt ein neues Zeichen am Ende der Eingabeleiste ein. Neue Zeichen
können auch durch die Eingabe von Zahlen und Buchstaben erzeugt werden.
• CHARACTER DOWN und CHARACTER UP ändern das letzte Zeichen der Eingabeleiste.
• PREVIOUS und NEXT bewegen den Cursor in der Liste auf und ab. Beim Selektieren einer Datei
wird deren Name in die Eingabeleiste übernommen. Dies ist die einfachere Möglichkeit, die
gewünschte Datei auszuwählen.
• LOAD lädt die gewählte Datei, welche in der Eingabeleiste angezeigt wird und wechselt zur
SELECT-Seite zurück.
• BACK bricht den Vorgang ab und wechselt zur SELECT-Seite zurück.

Select File Save-Seite

Damit kann eine Select-Liste auf die Speicherkarte gespeichert werden.

Beschreibung der Funktionssymbole


• CHARACTER NEXT fügt ein neues Zeichen am Ende der Eingabeleiste ein. Neue Zeichen
können auch durch die Eingabe von Zahlen und Buchstaben erzeugt werden.
• CHARACTER DOWN und CHARACTER UP ändern das letzte Zeichen der Eingabeleiste.
• PREVIOUS und NEXT bewegen den Cursor in der Liste auf und ab. Beim Selektieren einer Datei
wird deren Name in die Eingabeleiste übernommen.
• SAVE speichert die Select-Liste in eine Datei (Dateinamen in die Eingabeleiste eingeben) und
wechselt zur SELECT-Seite zurück.
• BACK bricht den Vorgang ab und wechselt zur SELECT-Seite zurück.

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5. BEDIENUNG

5.5.9 CORRECTION-Seite
Diese Seite dient zur Darstellung von Korrekturwerten. Sie ist der MEMORY-Seite sehr ähnlich, stellt
aber nur Korrekturwerte dar.

Beschreibung der Funktionssymbole


• NEXT SECTION wechselt zwischen den 4 Korrekturwerte-Sektionen: X-B-W-D.
• PREVIOUS PAGE und NEXT PAGE wechseln zwischen den Seiten. Eine Seite enthält je 16
Korrekturwerte der gewählten Sektion.
• PREVIOUS und NEXT wechseln zwischen den Korrekturwerten. Der markierte Korrekturwert wird
durch ein invers dargestelltes M angezeigt.
• DOCUMENT stellt die Korrekturwerte zusätzlich mit Kommentartext dar.
• IDENTIFY stellt die Korrekturwerte mit dem Identifier dar.
• BASE MIN & MAX stellt die Korrekturwerte mit dem Grundwert, der oberen und der unteren
Grenze dar.
• SAVE TO CARD speichert die aktuellen Korrekturwerte in eine Datei. Dabei erscheint ein Menü
zur Auswahl eines Dateinamens, wobei ein Standard-Dateiname (aus dem aktuellen Datum
erzeugt) vorgeschlagen wird. Dieser Name kann natürlich geändert werden (siehe "Select File
Save-Seite").
• Mit SELECT kann der markierte Eintrag in die Select-Liste aufgenommen werden. Falls dieser
schon selektiert ist, wird er wieder aus der Liste gelöscht. Ob ein Korrekturwert selektiert ist, kann
durch die inverse Darstellung seiner Bezeichnung erkannt werden.
• MENU 1/2 schaltet zwischen den zwei Menüleisten um.
• BACK wechselt zur Hauptseite zurück.
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5. BEDIENUNG

5.5.10 MESSAGES-Seite
Diese Seite zeigt die gespeicherten Applikations-Messages (Geberfehler) und alle Systemfehler
(CAN-Bus, Module, Zentraleinheit etc.) an. Diese werden intern zwischengepuffert.

Beschreibung der Funktionssymbole


• ALL listet alle gespeicherten Messages (max. 15000) auf.
• PREVIOUS START und NEXT START wechseln zwischen allen Messages, die bei jedem einzel-
nen Start gespeichert wurden.
• PRIORITY MAXFILTER und PRIORITY MINFILTER listen die gespeicherten Messages nach ihrer
Priorität gefiltert auf.
• GROUP FILTER listet die gespeicherten Messages nach bestimmten Gruppen gefiltert auf.
• SINCE START listet nur die Messages seit dem aktuellen Start der Maschine auf.
• LANGUAGE ermöglicht es, eine andere Sprache für die Messages zu laden. Messages, die in der
gewählten Sprache nicht gefunden werden, werden in Englisch angezeigt. Diese Umschaltung
wirkt sich nur auf die MESSAGES-Seite und nicht auf das Litronic® Testsystem aus (siehe
"Language Selection-Seite").
• PREVIOUS und NEXT wechseln zwischen den Messages.
• SAVE TO CARD speichert alle Messages (ALL oder SINCE START) in eine Datei. Dabei
erscheint ein Menü zur Auswahl eines Dateinamens, wobei ein Standard-Dateiname (aus dem
aktuellen Datum erzeugt) vorgeschlagen wird. Dieser Name kann natürlich geändert werden (siehe
"Select File Save-Seite").
• MENU 1/2 schaltet zwischen den zwei Menüleisten um.
• BACK wechselt zur Hauptseite zurück.

Language Selection-Seite

Auf dieser Seite kann die Sprache der Messages ausgewählt werden.

Beschreibung der Funktionssymbole


• PREVIOUS und NEXT wechseln zwischen den einzelnen Sprachen.
• Mit SELECT wird die markierte Sprache ausgewählt und geladen.

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5. BEDIENUNG

5.5.11 SPECIAL FUNCTIONS-Seite


Von dieser Seite aus wird in verschiedene weitere Seiten verzweigt oder mit dem Funktionssymbol
BACK auf die Hauptseite zurück gewechselt.
Folgende Seiten sind der SPECIAL FUNCTIONS-Seite untergeordnet:
• MODEM
• DISPLAY INFO
• DRIVE
• SYSTEM LANGUAGE
• TIME
• SAMPLE
• LEVEL
• SYSTEM STATUS
• CAN CONFIG
• MDE/PDE
• CAN LINE INFO
• CLIENTS

Modem Function-Seite*

Auf dieser Seite kann das Modem* konfiguriert und bedient werden.
In der Eingabeleiste kann der aktuelle Zustand des Modems* (Online, Offline, False PIN etc.)
betrachtet werden.

Beschreibung der Funktionssymbole


• DIAL wählt eine zuvor eingegebene Telefonnummer.
• HANGUP beendet eine aktive Modem-Verbindung (Hörer auflegen).
• RLP ON/OFF schaltet das Radio-Link-Protokoll für GSM-Modem-Verbindungen ein oder aus. Diese
Einstellung wirkt erst nach dem nächsten Einschalten.
• V32/V110 schaltet das V32- oder V110-Protokoll für GSM-Modem-Verbindungen ein. Diese Einstel-
lung wirkt erst nach dem nächsten Einschalten.
• PREVIOUS und NEXT wechseln zwischen den Schnittstellen, wobei der Standard-Modem-Client
COM2 ist.
• PIN INPUT ermöglicht die manuelle Eingabe des PIN-Codes für das GSM-Modem.
• MODEM CONNECT ermöglicht es, auf einer nicht benutzten Schnittstelle das Modem-Server-
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Programm zu starten.
• MENU 1/2 schaltet zwischen den zwei Menüleisten um.
• BACK wechselt zur SPECIAL FUNCTIONS-Seite zurück.

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5. BEDIENUNG

Drive Function-Seite

Auf dieser Seite werden Informationen über das aktuelle Laufwerk angezeigt.

Beschreibung der Funktionssymbole


• REMOVE CARD muss betätigt werden, bevor eine Speicherkarte aus dem Laufwerk entfernt wird.
Eine andere Mögichkeit ist das Ausschalten der Litronic® Steuerung. Das Einstecken einer neuen
Karte wird automatisch erkannt.
• DIR LIST zeigt die Dateien und Verzeichnisse (keine Unterverzeichnisse) vom aktuellen Laufwerk
an.
• PREVIOUS DRIVE und NEXT DRIVE wechseln zwischen den einzelnen Laufwerken, die auf der
Litronic® Steuerung verfügbar sind.
• CHECK CARD überprüft das aktuelle Laufwerk auf Fehler.
• BACK wechselt zur SPECIAL FUNCTIONS-Seite zurück.

Time Function-Seite

Auf dieser Seite werden Datum und Uhrzeit angezeigt.

Beschreibung der Funktionssymbole


• DAYLIGHT SAVING schaltet die Sommerzeit-Einstellung um.
• TIMEZONE MOVE WEST schaltet die Zeitzonen-Einstellung eine Stunde weiter westlich.
• BACK wechselt zur SPECIAL FUNCTIONS-Seite zurück.

Priority Level-Seite (nur für LIEBHERR Servicepersonal)

Auf dieser Seite kann der Litronic® Code eingegeben werden, um den Supervisor-Level zu erreichen.
Der Supervisor-Level ist notwendig, um z.B. die Uhrzeit einzustellen.

Beschreibung der Funktionssymbole


• Mit LEVEL CHANGE wird der Wert in der Eingabeleiste übernommen und überprüft, ob es sich
um einen gültigen Litronic® Code handelt.
• BACK wechselt zur SPECIAL FUNCTIONS-Seite zurück.

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5. BEDIENUNG

CAN Configuration-Seite

Auf dieser Seite werden alle eingebauten CAN-Module mit deren Verwendungsstatus angezeigt.

Beschreibung der Funktionssymbole


• NEXT PAGE wechselt auf die nächste Seite.
• BACK wechselt zur SPECIAL FUNCTIONS-Seite zurück.

CAN Line Information-Seite

Auf dieser Seite werden die verwendeten CAN-Linien und deren Einstellung angezeigt.

Beschreibung der Funktionssymbole


• MODULE INFO wechselt zur CAN Configuration-Seite.
• BACK wechselt zur SPECIAL FUNCTIONS-Seite zurück.

Display Configuration-Seite

Auf dieser Seite können Optionen für die Anzeige der INPUT/OUTPUT-Seite eingestellt werden.

Beschreibung der Funktionssymbole


• Mit ALL MODULES werden alle CAN-Module ("used" und "not used") in der INPUT/OUTPUT-Seite
angezeigt.
• Mit ONLY USED MODULES werden nur die CAN-Module, die zur Zeit "used" gesetzt sind, in der
INPUT/OUTPUT-Seite angezeigt.
• Mit NUMBER STYLE werden die Ein-/Ausgänge bzw. Merker zwischen Standard- und Hexadezi-
mal-Anzeige umgeschaltet.
• UPDATE INTERVAL ändert die Aktualisierungsgeschwindigkeit der Anzeige der Ein-/Ausgänge
bzw. Merker.
• BACK wechselt zur SPECIAL FUNCTIONS-Seite zurück.

System Language Selection-Seite

Damit kann die Systemsprache geändert werden, wobei eine Sprache selektiert oder die interne
Standard-Sprache geladen werden kann. Die gewählte Systemsprache ist erst nach erneutem
Einschalten der Litronic® Steuerung aktiviert.

Beschreibung der Funktionssymbole


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• PREVIOUS und NEXT wechseln zwischen den einzelnen Sprachen.


• SELECT lädt die markierte Sprache als neue Systemsprache und wechselt zur SPECIAL
FUNCTIONS-Seite zurück.
• USE DEFAULT lädt die englische Sprache als neue Systemsprache und wechselt zur SPECIAL
FUNCTIONS-Seite zurück.
• MENU 1/2 schaltet zwischen den zwei Menüleisten um.
• BACK bricht den Vorgang ab und wechselt zur SPECIAL FUNCTIONS-Seite zurück.

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5. BEDIENUNG

Sampling Trace-Seite

Das "Sampling Trace" wird für eine Online-Datenaufzeichnung von vorher festgelegten Ein-/Ausgän-
gen verwendet.
Diese Seite zeigt Informationen zum "Sampling Trace" an und ermöglicht es, dessen Status zu
ändern sowie die aufgezeichneten Daten zu speichern.

Beschreibung der Funktionssymbole


• SAMPLE ACTIVE aktiviert die Sampling Trace-Funktionalität, nachdem die Optionen definiert
worden sind. Damit wird aufgezeichnet und werden die Triggerbedingungen überprüft.
• TRIGGER MANUAL simuliert die Triggerbedingungen. Dieses Funktionssymbol ist nur verfügbar,
wenn sich das "Sampling Trace" im aktivierten Zustand befindet und die Triggerbedingungen noch
nicht erfüllt worden sind.
• END MANUAL beendet die Aufzeichnung des "Sampling Trace" und führt dabei automatisch zum
Ready-Zustand. Dieses Funktionssymbol ist nur verfügbar, wenn sich das "Sampling Trace" im
aktivierten Zustand befindet.
• LOAD FROM CARD lädt eine Konfiguration aus einer abgespeicherten Sampling Trace-Datei.
Dabei erscheint ein Menü zur Auswahl eines Dateinamens (siehe "Select File Load-Seite").
• SAVE TO CARD speichert die aufgezeichneten Daten und die Sampling Trace-Konfiguration in
eine Datei. Dabei erscheint ein Menü zur Auswahl eines Dateinamens (siehe "Select File Save-
Seite").
• SAVE TO SELECT speichert die Variablen, die im "Sampling Trace" verwendet werden, in die
Select-Liste. Bestehende Einträge in der Select-Liste werden dabei gelöscht.
• LOAD FROM SELECT lädt die momentan selektierten Variablen in die Sampling Trace-Liste.
• PREVIOUS und NEXT wechseln zwischen den Konfigurationsdaten. Der markierte (aktive) Eintrag
wird invers dargestellt.
• Mit CHANGE wird der markierte Eintrag auf den Wert in der Eingabeleiste geändert. Das wird
allerdings nur ausgeführt, wenn sich dieser Wert innerhalb der gültigen Grenzen befindet.
• MENU 1/2 schaltet zwischen den zwei Menüleisten um.
• BACK wechselt zur SPECIAL FUNCTIONS-Seite zurück.

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5. BEDIENUNG

System Status-Seite

Auf dieser Seite wird der aktuelle Systemzustand (running, stopped, etc.) und das Timing der
SPS-Tasks (Speicher-Programmierbare Steuerung) angezeigt.

Beschreibung der Funktionssymbole


• Mit SYSTEM TASKS werden Informationen der System-Tasks angezeigt.
• Mit BOARD INFO werden Informationen des Boards (Spannung, Temperatur, etc.) angezeigt.
• BACK wechselt zur SPECIAL FUNCTIONS-Seite zurück.

MDE/PDE-Seite

Auf dieser Seite wird der Zustand der MDE (Maschinen-Daten-Erfassung), der PDE (Prozess-
Daten-Erfassung) und des Datenlogger angezeigt.

Beschreibung der Funktionssymbole


• Mit MDE werden die MDE-Daten angezeigt.
• Mit PDE werden die PDE-Daten angezeigt.
• SELECT GRAPHIC listet gespeicherte Grafiken (z.B. Firmenlogo) für den Ausdruck der PDE-
Daten auf. Die gewünschte Grafik kann gewählt werden.
• Mit LOGGER werden die Datenlogger-Daten angezeigt.
• SAVE TO CARD speichert die MDE-, PDE- oder Datenlogger-Daten in eine Datei. Dabei erscheint
ein Menü zur Auswahl eines Dateinamens, wobei ein Standard-Dateiname (aus dem aktuellen
Datum erzeugt) vorgeschlagen wird. Dieser Name kann natürlich geändert werden (siehe "Select
File Save-Seite").
• BACK wechselt zur SPECIAL FUNCTIONS-Seite zurück.

Clients-Seite

Auf dieser Seite wird der Zustand der einzelnen Kommunikations-Schnittstellen (clients) angezeigt.

Beschreibung der Funktionssymbole


• PREVIOUS und NEXT wechseln zwischen den Schnittstellen.
• BACK wechselt zur SPECIAL FUNCTIONS-Seite zurück.
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5. BEDIENUNG

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5.6 Maschine bedienen - Nebenfunktionen

5.6.1 Fahrersitz

WICHTIG !
Nur eine optimale Einstellung des Fahrersitzes auf die
Körpermaße des Maschinenführers verhindert eine vor-
zeitige Ermüdung.

• Durch Hochziehen des Hebels (Bild 50, Nr. 4) an der


Vorderseite des Fahrersitzes kann die Neigung der
Rückenlehne eingestellt werden.

Höhen- und Neigungsverstellung

• Die Höhe und die Neigung der vorderen Sitzkante wird


mit den Hebeln (2 + 3) verändert.
• Die beiden Armlehnen können mit dem Knopf (1) in
ihrer Neigung verstellt werden.

Gewichtseinstellung

• Die Sitzfederung des Fahrersitzes kann mittels Stellrad


(5) auf das Gewicht des Maschinenführers abgestimmt
werden. Auf dem Stellrad ist die Gewichtseinstellung
angezeigt.

51
Horizontaleinstellung Gesamtsitz

• Um den richtigen Abstand zu den Pedalen zu finden,


kann der Fahrersitz inklusive Steuerstand links und
rechts mit dem Hebel (Bild 51, Nr. 2) vor- und zurück-
geschoben werden.
• Um den richtigen Abstand zu den Schalthebeln zu
finden, kann nur der Fahrersitz mit dem Hebel (1)
verschoben werden.

• Der Fahrersitz muss immer so eingestellt werden,


dass alle Bedienelemente für den Maschinenführer
leicht zugänglich sind und es zu keiner Ermüdung
kommt.

WICHTIG !
Bei bestimmungsgemäßer Verwendung dieses Fahrersit-
zes ist sichergestellt, dass die bewertetenSchwingungs-
beschleunigungen gemessen nach ISO 2631 Teil 1die
Forderungen zum Schutz vor Ganzkörpervibrationen er-
füllen.

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5. BEDIENUNG

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5.6.2 Zusatzpult (X25)
Der Halter des Zusatzpults (X25) * kann mit Hilfe der
drei Klemmhebel und des Verstellgriffs unten eingestellt
werden.

5.6.3 LCD-Bildschirm-Einstellungen
Die Bildschirmdarstellung kann an die aktuellen Lichtverhältnisse am Einsatzort mit der Helligkeitsre-
gelung und der inversen Darstellung individuell angepasst werden.

Taster "Helligkeitsregelung"
Durch Drücken dieses Tasters im Litronic-Sevicepult können folgende Einstellun-
gen nacheinander gewählt werden:

- normale Darstellung - gedämpft


- normale Darstellung - mittelhell
- normale Darstellung - hell
- inverse Darstellung - gedämpft
- inverse Darstellung - mittelhell
- inverse Darstellung - hell
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5. BEDIENUNG

5.6.4 Scheibenwischer

53

Taster "Scheibenwischer Ein/ Aus" (Bild 53)


Die Scheibenwischer für die Front- und Dachscheibe der Fahrerkabine werden
über diese Taster im Steuerpult links (X11) ein- und ausgeschaltet. Die Funktion
ist auch in "Parkstellung" des Zündstartschalters aktiv.

Intervallzeit
Taster "Intervallschaltung Ein / Aus" (Bild 53)
Durch Drücken dieses Tasters am Steuerpult links (X11), lässt sich eine Intervall-
zeit von 4 - 16 Sekunden einstellen.
Einstellung:
Taster drücken, Scheibenwischer läuft einmal. Den Taster solange gedrückt
halten, bis wieder gewischt werden soll. Die Zeitdauer, während dem der Taster
gedrückt wurde, ist nun als Intervallzeit gespeichert.

WICHTIG !
Die eingestellte Intervallzeit wird beim Abstellen des Dieselmotors gelöscht und auf 8 Sekunden
zurückgesetzt. Sie muss bei erneutem Starten des Dieselmotors neu eingestellt werden.

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5. BEDIENUNG

Scheibenwaschanlage
Taster "Scheibenwaschanlage Ein/ Aus" (Bild 52)
Die Scheibenwaschanlage ist aktiviert, solange der jeweilige Taster gedrückt wird.

WICHTIG !
Die Scheibenwaschanlage funktioniert auch in der "Parkstellung" des Zündstartschalters.

54
Scheibenreinigungsmittel
Die Behälter für das Scheibenreinigungsmittel (Bild 54)
befinden sich hinter dem Fahrersitz.

1 Scheibenwaschbehälter, Dach
2 Scheibenwaschbehälter, Front
3 Verschlussdeckel

WICHTIG !
Bei der Auslieferung ist ein Scheibenreinigungsmittel
vom Typ "Special glass cleaner F1" eingefüllt.

Nach Öffnen des Verschlussdeckels (Bild 54, Nr. 1),


kann das Scheibenreinigungsmittel nachgefüllt werden.

WICHTIG !
Es kann auch handelsübliches Scheibenreinigungsmittel
verwendet werden.
Aus Gründen der Sicherheit darf es jedoch nicht brenn-
bar sein!
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5. BEDIENUNG

5.6.5 Beleuchtung

55

Innenbeleuchtung im Oberwagen

Taster "Innenbeleuchtung Ein/ Aus" (Bild 55, Nr. 1) am Steuerpult links (X11)
drücken.
Zum Einschalten muss der Zündstartschalter in der Schalterstellung "P" "Parkpo-
sition" oder "1" "Zündung Ein" stehen.

Arbeitsscheinwerfer
(Bild 55, Nr. 3)

Taster "Arbeitsscheinwerfer Ein / Aus" (Bild 55, Nr. 2) am Steuerpult links (X11)
drücken.
Zum Einschalten muss der Zündstartschalter in der Schalterstellung "1" (Zündung
Ein) stehen.

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5. BEDIENUNG

56
Kabinenbeleuchtung

Der Schalter für die Kabinenbeleuchtung (Bild 56, Nr. 2)


befindet sich direkt an der Lampe.
Zum Einschalten der Kabinenleuchte muss sich der
Zündstartschalter in der Schalterstellung "P" (Parkposi-
tion) oder "1" (Zündung Ein) befinden.
Die Kabinenleuchte besitzt drei Schaltstellungen:
• ein / aus über Türkontaktschalter
• generell aus
• generell ein

Leseleuchte
Rechts hinten über dem Fahrersitz befindet sich die
Leseleuchte .
Sie kann in den Stellungen "Parkposition" oder "Zündung
Ein" des Zündstartschalters ein- und ausgeschaltet wer-
den.
Der Schalter befindet sich direkt an der Leseleuchte
(Bild 56, Nr. 1).

57
5.6.6 Radio
Das Radio
- ist im rechten Steuerstand hinten (Bild 57, Nr. 1)
eingebaut,
- funktioniert auch in "Parkstellung" des Zündstart-
schalters,
- hat eine eigene Bedienungsanleitung.
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58

5.6.7 Hupe
Die Hupe
- wird mit dem Fußtaster betätigt,
- funktioniert auch in der "Parkstellung" des Zündstart-
schalters.

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5. BEDIENUNG

5.6.8 Aschenbecher
Ein herausklappbarer Aschenbecher ist am rechten Steuerstand hinter dem NOT-AUS Taster im
Sockel eingebaut.

VORSICHT !

Brandgefahr!
Den Aschenbecher nur beim Rauchen zum Sammeln von Asche und Zigarettenkippen verwen-
den.
Der Aschenbecher hat ein kleines Fassungsvermögen - deshalb rechtzeitig leeren.
Keine brennbaren Abfälle hineingeben!

Aschenbecher entleeren:

• Aschenbecher herausklappen und mit den Daumen an beiden Seiten leicht nach unten drücken.
• Aschenbecher nun etwas weiter herausklappen, bis die Sperre überwunden ist.
• Aschenbecher aus der Halterung entnehmen.

5.6.9 Zigarettenanzünder und Steckdose in der Kabine

• Der Zigarettenanzünder befindet sich neben dem Aschenbecher am rechten Steuerstand.


• Die Steckdose ist beim Radio am rechten Steuerstand angeordnet.

VORSICHT !

Die Steckdose ist mit 24 V Gleichspannung gespeist!


Prüfen Sie vor dem Anschließen eines Gerätes, ob es mit 24 V betrieben werden darf!

Der Zigarettenanzünder und die Steckdose funktionieren auch in der "Parkstellung" des Zündstart-
schalters.

Zigarettenanzünder betätigen:
• Knopf des Zigarettenanzünders bis zum Einrasten hineindrücken.
Sobald die Spirale glüht, springt der Zigarettenanzünder in die Entnahmestellung zurück und kann
entnommen werden.

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5. BEDIENUNG

5.7 Betriebshinweise
5.7.1 Allgemein

GEFAHR !

Eine Überlastung führt zum Versagen des Mäklers !


Knicken ist ein plötzliches Versagen, das sich nicht ankündigt.

Voraussetzungen
• Einsätze nur entsprechend der bestimmungsgemäßen Verwendung (siehe Kapitel 3) durchführen.
• Der Aufbau ist laut Kapitel 6 abgeschlossen (der Mäkler steht in Arbeitsposition, der Ballast ist
montiert).
• Bodenbeschaffenheit am Einsatzort prüfen !
• Den Mäkler beim Ziehen der Schnecke auf den Boden absetzen.
• Der Bodendruck unter der Abstützplatte des Mäklers kann beim Ziehvorgang sehr groß werden.
Achten Sie auf den Untergrund !
• Traglasttabellen beachten (siehe Kapitel 2) !

VORSICHT !

Ein Überschreiten der zulässigen Grenzwerte (maximale Fördermenge, Arbeitsdruck, etc.)


führt zur Beschädigung des Anbaugeräts !
Die Angaben des Herstellers beachten und die Werte über die Litronic-Steuerung entsprechend
einstellen.
Die technischen Daten, spezielle Sicherheitsvorschriften, die Bedienung und Wartung der Anbaugerä-
te sind der Betriebsanleitung des jeweiligen Herstellers zu entnehmen.

WARNUNG!

Unfallgefahr und mögliche Schäden durch Seile!


Seile dürfen nicht am Grundgerät oder am Mäkler befestigt werden. Ansonsten kommt es beim
Verstellen des Mäklers oder Drehen des Oberwagens zu Beschädigungen.
An der Hakengarage darf ein Seil nur dann befestigt werden, wenn die entsprechende Winde direkt
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am Mäkler (nicht am Grundarm oder im Oberwagen) angebaut ist. Ansonsten kann es beim
Verstellen des Mäklers zu Beschädigungen kommen.

Bohrbetrieb
• Bohren nur mit senkrecht stehendem Mäkler.

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5. BEDIENUNG

5.8 Bohrbetrieb
5.8.1 Allgemein
Die anschließend beschriebenen Funktionen gelten für alle Bohrbetriebsarten.

59

"Bohr-ABS"
Das "Bohr-ABS" (Bohr-Anti-Blockier-System) begrenzt ab
einem bestimmten Bohrdruck den Anpressdruck des
Vorschubs.
Der auf dem Zusatzpult (X25) über das Potentiometer
eingestellte Anpressdruck (Bild 59) wird automatisch re-
duziert.
Wenn das Potentiometer im Eingriff ist, leuchtet die LED
in der Vorwahlanzeige.

60
Drehmoment des Bohrantriebs umschalten
Der Bohrantrieb kann mit kleinem oder großem Drehmo-
ment betrieben werden.

• Die Umschaltung zwischen großem und kleinem Dreh-


moment erfolgt durch Betätigen des Tasters (Bild 60,
Nr. 1) auf dem rechten Schalthebel.

WICHTIG !
Die Umschaltung zwischen großem und kleinem Dreh-
moment erfolgt grundsätzlich beim Stillstand des Bohran-
triebs.

Dieses Symbol erscheint im Anzeigefeld auf dem LCD-Bildschirm, sobald das


kleine Drehmoment (Schnellgang) des Bohrantriebs betätigt ist.

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5. BEDIENUNG

61
Bohrbewegung speichern
Die Bohrbewegung kann gespeichert werden.
Vorgangsweise:
- Schalthebel aussteuern
- Taster (Bild 61, Nr. 1) am rechten Schalthebel drücken
- Schalthebel wieder in Nullstellung bringen
Der Bohrantrieb läuft selbstständig rechts bzw. links.

Auf dem LCD-Bildschirm wird das Symbol "Bewegung gespeichert" eingeblendet.

Speicherung löschen:
rechten Schalthebel aussteuern
Falls mehrere Bewegungen gespeichert sind, werden alle anderen auch gelöscht.

62
Bohrgeschwindigkeit begrenzen
Die Geschwindigkeit des Bohrantriebs kann mit dem Po-
tentiometer (Bild 62, Nr. 1) auf dem Zusatzpult (X25)
begrenzt werden.

WICHTIG !
Beim VdW-Bohren wird mit dem Potentiometer auf dem
Zusatzpult die Geschwindigkeit des Bohrantriebs 1
(Schnecke) begrenzt.
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63
Bohrantrieb schütteln
Das Schütteln des Bohrantriebs erfolgt durch Betätigen
des Klinkentasters (Bild 63, Nr. 1).
Dabei wird durch schnelles Reversieren versucht, die
Bohrschnecke zu entleeren.

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5. BEDIENUNG

64
Schneckenputzer *
Das Entfernen des Bohrguts von der Bohrschnecke kann
entweder durch Schütteln oder durch Zuhilfenahme des
Schneckenputzers erfolgen.
Beim Schneckenputzer wird ein Schieber so zur Bohr-
schnecke gelenkt, dass durch Drehen der Schnecke das
Bohrgut abgestreift wird.
• Durch Drücken des Klinkentasters (Bild 64, Nr. 1) am
linken Schalthebel wird eine Richtung freigeschaltet
und bleibt so lange aktiv, so lange der Klinkentaster
gedrückt bleibt. Bei nochmaliger Betätigung wird die
Richtung geändert.

WICHTIG !
Wenn der Schneckenputzer nicht betätigt ist, befindet er
sich im Freilauf.

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5. BEDIENUNG

5.8.2 SOB-Bohren *
Allgemein
Beim SOB-Bohren oder Endlosschneckenbohren handelt es sich um ein Verfahren, bei dem der
Pfahl unverrohrt vor Ort hergestellt wird.
Dies geschieht folgendermaßen:
- Eindrehen der Schnecke bis zur endgültigen Tiefe. Das Erdreich wird dabei teilweise verdrängt.
- Beim Ziehen wird über die hohle Schnecke der Beton eingedrückt. Wichtig dabei ist,
dass nicht zu schnell gezogen wird, damit das Bohrloch nicht einfällt und der Pfahl
unterbrochen ist (die optionale Betondruckanzeige soll dies verhindern).
- Nachdem die Schnecke gezogen ist, wird die Bewehrung (Armierungskorb)
eingedrückt bzw. eingerüttelt.
Beim SOB Bohren benötigt man:
- eine Hilfswinde
- ein Vorschubsystem

SOB-Bohren vorwählen
Anzeige "SOB-Bohren"
Siehe Kapitel 5 "Tägliche Inbetriebnahme".

Auf dem LCD-Bildschirm wird das Anzeigefeld-SOB-Bohren eingeblendet.

Anzeigefeld-SOB-Bohren
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5. BEDIENUNG

Bohrantrieb einstellen
Vorgangsweise:

Vorwahltaster "Montagebetrieb"
Montagebetrieb einschalten.

Symbol "Einstellungen"
Mit der Funktionstaste F6 wird auf die Seite "Einstellungen" umgeschaltet.

999 Fördermenge [l/min]


999 Pfahldurchmesser [cm]

999 max. Druck [bar]


9 Einscherung Hauptwinde

9 Pumpenanzahl

99 Messbereich Betondrucksensor [bar]


99 Skalierung Betondruckanzeige [bar]
99 Betonmenge / Impuls [l/Imp]

Seite "Einstellungen"

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5. BEDIENUNG

Taster "Cursor weiter"


Durch Betätigen des Tasters "Cursor weiter" auf dem Litronic-Servicepult die
Fördermenge vorwählen (das vorgewählte Zahlenfeld erscheint invers).

Taster "Cursor zurück"


Durch Betätigen des Tasters "Cursor zurück" auf dem Litronic-Servicepult kann
ein eingegebener Wert korrigiert werden.

Sollwert über die Tastatur des Litronic-Servicepults eingeben.

HINWEIS !
Bei einer eingestellten Fördermenge von 350 l/min [92.5 gal/min] muss die Pumpenanzahl auf zwei
eingestellt werden.

Taster "Enter"
Erst durch Betätigen des Tasters "Enter" werden die eingegebenen Werte von
der Steuerung angenommen.

HINWEIS !
Bei Falscheingabe bleibt der alte Wert erhalten.

Montagebetrieb ausschalten. Der Einstellmodus wird verlassen.


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5. BEDIENUNG

65
Bohrantrieb betätigen
Der Bohrantrieb wird mit dem rechten Schalthebel
(Bild 65, Nr. 1) proportional betätigt:
• Schalthebel nach links = Bohrantrieb rechts drehen
• Schalthebel in Nullstellung = Bohrantrieb bleibt in Po-
sition
• Schalthebel nach rechts = Bohrantrieb links drehen

66
VDW-Bohrantrieb für SOB-Einsatz *
Beim VDW-Bohrantrieb besteht die Möglichkeit mittels
Bolzen die Antriebe (Schnecke und Rohr) miteinander zu
koppeln. Damit werden die Antriebsmomente der
Schnecke und des Rohrs addiert.
Es muss aber mittels zwei Kugelhähnen ein hydrauli-
scher Ausgleich der Antriebe geschaffen werden.

67
Vorgangsweise:
• VDW-Betrieb einschalten
• Relativverschiebezylinder nach unten verstellen
• Adapter mit dem Schneckengetriebe verbinden
(Bild 66, Nr. 1)
• Schnecke drehen bis die Position zum Verbolzen
stimmt
• Relativverschiebezylinder hochfahren
• Schnecke und Rohr verbolzen (Bild 66)
• beide Kugelhähne auf Position 1 (Bild 67) stellen
• SOB-Betrieb einschalten
Die Bedienung erfolgt wie zuvor beschrieben.

Für den VDW-Betrieb die Kugelhähne auf Position 2


(Bild 67) stellen

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5. BEDIENUNG

5.8.3 VdW-Bohren *
Beim VdW-Bohren handelt es sich um ein Verfahren, ähnlich dem SOB-Bohren, bei dem zwei
Bohrantriebe über einen Relativverschiebezylinder verbunden sind. Der erste Bohrantrieb treibt die
Bohrschnecke und der zweite Bohrantrieb die Außenverrohrung an. Mit dem Verschiebezylinder
können die Bohrantrieb gegeneinander verschoben werden (Schnecke oder Rohr voreilend ).
Dies geschieht folgendermaßen:
- Eindrehen der Schnecke bis zur endgültigen Tiefe.
Das Erdreich wird dabei über einen Auswurf hinausgefördert.
- Beim Ziehen wird über die hohle Schnecke der Beton eingedrückt. Wichtig dabei ist,
dass nicht zu schnell gezogen wird damit das Bohrloch nicht einfällt und der Pfahl unterbrochen
ist (die optionale Betondruckanzeige soll dies verhindern).
- Nachdem die Schnecke gezogen ist, wird die Bewährung (Armierungskorb) eingedrückt
bzw. eingerüttelt.

HINWEIS !
Drehmoment umschalten
Die Umschaltung des Drehmoments kann für beide Bohrantriebe getrennt erfolgen.
Der Bohrdruck und die Drehzahl werden für jeden Bohrantrieb getrennt angezeigt.

VdW-Bohren vorwählen
Anzeige "VDW-Bohren"
Siehe Kapitel 5 "Tägliche Inbetriebnahme".

Auf dem LCD-Bildschirm wird das Anzeigefeld- VDW-Bohren eingeblendet.

Anzeigefeld- VdW-Bohren
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5. BEDIENUNG

Bohrantriebe einstellen
Vorgangsweise:

Vorwahltaster "Montagebetrieb"
Montagebetrieb einschalten.

Symbol "Einstellungen"
Mit der Funktionstaste F6 wird auf die Seite "Einstellungen" umgeschaltet.

999 Fördermenge Schnecke [l/min]


999 Fördermenge Rohr [l/min] 999 Pfahldurchmesser [cm]

999 max. Druck Schnecke [bar]


999 max. Druck Rohr [bar] 9 Einscherung Hauptwinde

99 Messbereich Betondrucksensor [bar]


99 Skalierung Betondruckanzeige [bar]
99 Betonmenge / Impuls [l/Imp]

Seite "Einstellungen"

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5. BEDIENUNG

Taster "Cursor weiter"


Durch Betätigen des Tasters "Cursor weiter" auf dem Litronic-Servicepult die
Fördermenge vorwählen (das vorgewählte Zahlenfeld erscheint invers).

Taster "Cursor zurück"


Durch Betätigen des Tasters "Cursor zurück" auf dem Litronic-Servicepult kann
ein eingegebener Wert korrigiert werden.

Sollwert über die Tastatur des Litronic-Servicepults eingeben.

HINWEIS !
Bei einer eingestellten Fördermenge von 350 l/min [158 gal/min] muss die Pumpenanzahl auf zwei
eingestellt werden.

Taster "Enter"
Erst durch Betätigen des Tasters "Enter" werden die eingegebenen Werte von
der Steuerung angenommen.

HINWEIS !
Bei Falscheingabe bleibt der alte Wert erhalten.

Montagebetrieb ausschalten. Der Einstellmodus wird verlassen.


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5. BEDIENUNG

68
Bohrantrieb 1 (Schnecke) betätigen
Der Bohrantrieb eins wird mit dem rechten Schalthebel
(Bild 68, Nr.1) proportional betätigt:
• Schalthebel nach links = Bohrantrieb rechts drehen
• Schalthebel in Nullstellung = Bohrantrieb bleibt in Po-
sition
• Schalthebel nach rechts = Bohrantrieb links drehen
Potentiometer am Schalthebel ganz nach unten verstel-
len, damit Bohrantrieb 2 nicht betätigt wird !

69
Drehmoment Bohrantrieb 1 umschalten
Die Umschaltung zwischen großem und kleinem
Drehmoment des Bohrantriebs 1 erfolgt durch Betätigen
des Tasters (Bild 69, Nr.1).
Wenn mit dem kleinen Drehmoment (Schnellgang) gear-
beitet wird, erscheint das entsprechende Symbol (Hase)
auf dem LCD-Bildschirm.

70
Bohrantrieb 2 (Rohr) betätigen
Der Bohrantrieb zwei wird mit dem linken Schalthebel
(Bild 70, Nr.1) proportional betätigt:
• Schalthebel nach hinten = Bohrantrieb rechts drehen
• Schalthebel in Nullstellung = Bohrantrieb bleibt in Po-
sition
• Schalthebel nach vorne = Bohrantrieb links drehen

71
Drehmoment Bohrantrieb 2 umschalten
Die Umschaltung zwischen großem und kleinem Dreh-
moment des Bohrantriebs 2 erfolgt durch Betätigen des
Tasters (Bild 71, Nr.1).
Wenn mit dem kleinen Drehmoment (Schnellgang) gear-
beitet wird, erscheint das entsprechende Symbol (Hase)
auf dem LCD-Bildschirm.

5 - 82
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5. BEDIENUNG

72
beide Bohrantriebe mit einem Schalthebel
betätigen
Es können auch beide Bohrantriebe gleichzeitig mit ei-
nem Schalthebel betätigt werden.
• Bohrantrieb 1 wird mit dem rechten Schalthebel (wie
zuvor beschrieben links/rechts) betätigt.
• Bohrantrieb 2 wird durch Aussteuern des Potentiome-
ters (nach oben drehen) auf dem rechten Schalthebel
jeweils gegenläufig und proportional ausgesteuert.

WICHTIG !
Bohrantrieb 2 kann jederzeit wieder mit dem linken
Schalthebel betätigt werden.
Wird der linke Schalthebel gegenläufig zur Potentiometeraussteuerung betätigt, dann wird der
Bohrantrieb 2 gestoppt. Der jeweils höhere Wert (von Potentiometer bzw. Schalthebel) wird für den
Bohrantrieb 2 übernommen.
Das gleichsinnige Betätigen beider Bohrantriebe mit großem Drehmoment wird von der Steuerung
nicht ermöglicht.

Relativverschiebezylinder
Mit dem Relativverschiebezylinder können die Bohrantriebe gegeneinander verschoben werden.
Damit kann entweder mit der Schnecke dem Rohr voreilend oder umgekehrt gearbeitet werden.

Relativverschiebezylinder vorwählen
Vorwahltaster "Relativverschiebung/Pfahlfädeleinrichtung"
Der Relativverschiebezylinder wird auf dem Zusatzpult durch Betätigen dieses
Tasters vorgewählt.
Er kann entweder über das Zusatzpult oder durch Betätigung des Klinkentasters
(Bild 73, Nr. 1) am linken Schalthebel betätigt werden.

Relativverschiebezylinder betätigen, über das Zusatzpult (X25)

Taster "heben/öffnen"
Relativverschiebezylinder ausfahren.

Taster "senken/schließen"
Relativverschiebezylinder einfahren.
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5. BEDIENUNG

73
Relativverschiebezylinder betätigen, mit dem linken
Schalthebel

Durch Drücken des Klinkentasters (Bild 73, Nr. 1) am


linken Schalthebel wird der Relativverschiebezylinder in
eine Richtung betätigt und bleibt so lange aktiv, so lange
der Taster gedrückt bleibt.
Bei nochmaliger Betätigung wird die Richtung geändert.
Die Richtungsanzeige erfolgt am Zusatzpult (X25) durch
die LEDs der Taster T9 und T27.

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5. BEDIENUNG

5.8.4 Soil Mixing Betrieb *


Beim Soil Mixing wird eine Vermischung von Bindemitteln und Boden an Ort und Stelle vorgenom-
men. Die vorhandenen Porenräume im Boden werden dabei mit Bindemittelsuspension verfüllt. Das
Ergebnis ist ein aufgrund der Schneckengeometrie definierter verfestigter Boden.
Es können ein, zwei oder drei Bohrantriebe bzw. Schnecken verwendet werden.
Arbeitsablauf:
Eindrehen der Schnecke(n) bis zur endgültigen Tiefe. Während des Abbohrens und des Ziehens der
Schnecke wird der anstehende Boden aufgemischt und durch das hohle Seelenrohr die Bindemittel-
suspension eingebaut.
Der Bohrdruck und die Drehzahl werden für jeden Bohrantrieb getrennt angezeigt.

Soil Mixing vorwählen

Anzeige "Soil Mixing"


Siehe Kapitel 5 "Tägliche Inbetriebnahme".

Auf dem LCD-Bildschirm wird das Anzeigefeld-Soil Mixing Betrieb eingeblendet.

Anzeigefeld-Soil Mixing
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5. BEDIENUNG

Bohrantrieb einstellen
Vorgangsweise:

Vorwahltaster "Montagebetrieb"
Montagebetrieb einschalten.

Symbol "Einstellungen"
Mit der Funktionstaste F6 wird auf die Seite "Einstellungen" umgeschaltet.

999 Fördermenge Schnecke 1 [l/min] 99 Schneckenlänge [cm]


999 Fördermenge Schnecke 2 [l/min] 999 Pfahldurchmesser [cm]

999 max. Druck [bar]


9 Einscherung Hauptwinde

9 Schneckenanzahl
9 Pumpenanzahl

99 Messbereich Betondrucksensor [bar]


99 Skalierung Betondruckanzeige [bar]
99 Betonmenge / Impuls [l/Imp]

Seite "Einstellungen"

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5. BEDIENUNG

Taster "Cursor weiter"


Durch Betätigen des Tasters "Cursor weiter" auf dem Litronic-Servicepult die
Fördermenge vorwählen (das vorgewählte Zahlenfeld erscheint invers).

Taster "Cursor zurück"


Durch Betätigen des Tasters "Cursor zurück" auf dem Litronic-Servicepult kann
ein eingegebener Wert korrigiert werden.

Sollwert über die Tastatur des Litronic-Servicepults eingeben.

HINWEIS !
Bei einer eingestellten Fördermenge von 600 l/min [158 gal/min] muss die Pumpenanzahl auf zwei
eingestellt werden.

Taster "Enter"
Erst durch Betätigen des Tasters "Enter" werden die eingegebenen Werte von
der Steuerung angenommen.

HINWEIS !
Bei Falscheingabe bleibt der alte Wert erhalten.

Montagebetrieb ausschalten. Der Einstellmodus wird verlassen.


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5. BEDIENUNG

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Bohrantriebe betätigen
Die gegenläufigen Bohrantriebe werden mit dem rechten
Schalthebel (Bild 74, Nr.1) proportional betätigt:
• Schalthebel nach links = Hauptdrehrichtung
• Schalthebel in Nullstellung = Bohrantriebe bleiben in
Position
• Schalthebel nach rechts = der Hauptdrehrichtung ent-
gegengesetzt

5 - 88
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5. BEDIENUNG

5.8.5 Kellybohren *
Allgemein
Beim Kellybohren handelt es sich um ein Verfahren, bei dem das Bohrwerkzeug über eine telesko-
pierbare Stange (Kellystange) mit dem Bohrantrieb verbunden ist. Dabei lassen sich Tiefen, die die
Höhe des Mäklers übertreffen, realisieren.
Dies geschieht folgendermaßen:
- Mit dem Werkzeug (Kellystange plus Bohrwerkzeug) wird schrittweise das Bohrgut aus dem
Bohrloch
herausbefördert. Dabei muss jedes mal die Bohrschnecke entleert werden.
Weiters muss meist (je nach Boden) eine Außenverrohrung eingebracht werden,
damit das Bohrloch nicht zusammenfällt.
- Bei erreichen der Tiefe, wird die Bewährung (Armierungskorb) eingesetzt.
- Danach wird das Bohrloch mit einem Schüttrohr betoniert.
Beim Kellybohren benötigt man:
- eine Kellywinde
- eine Hilfswinde
- ein Vorschubsystem

Das Kellybohren wird häufig in Verbindung mit der optionalen Verrohrungsmaschine durchgeführt.
Die Verrohrungsmaschine ist ein Zusatzgerät zum Einbringen der Außenverrohrung.

Kellybohren vorwählen

Anzeige "Kellybohren"
Siehe Kapitel 5 "Tägliche Inbetriebnahme".

Auf dem LCD-Bildschirm wird das Anzeigefeld-Kellybohren eingeblendet.

Anzeigefeld-Kellybohren
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5 - 89
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5. BEDIENUNG

Bohrantrieb einstellen
Vorgangsweise:

Vorwahltaster "Montagebetrieb"
Montagebetrieb einschalten.

Symbol "Einstellungen"
Mit der Funktionstaste F6 wird auf die Seite "Einstellungen" umgeschaltet.

999 Fördermenge [l/min] 999 Schneckenlänge [cm]

999 max. Druck [bar]


9 Einscherung Hauptwinde

9 Pumpenanzahl
999 Fördermenge Verrohrungsm. [l/min]
999 max. Druck [bar]

Seite "Einstellungen"

5 - 90
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5. BEDIENUNG

Taster "Cursor weiter"


Durch Betätigen des Tasters "Cursor weiter" auf dem Litronic-Servicepult die
Fördermenge vorwählen (das vorgewählte Zahlenfeld erscheint invers).

Taster "Cursor zurück"


Durch Betätigen des Tasters "Cursor zurück" auf dem Litronic-Servicepult kann
ein eingegebener Wert korrigiert werden.

Sollwert über die Tastatur des Litronic-Servicepults eingeben.

HINWEIS !
Bei einer eingestellten Fördermenge von 600 l/min [158 gal/min] muss die Pumpenanzahl auf zwei
eingestellt werden.

Taster "Enter"
Erst durch Betätigen des Tasters "Enter" werden die eingegebenen Werte von
der Steuerung angenommen.

HINWEIS !
Bei Falscheingabe bleibt der alte Wert erhalten.

Montagebetrieb ausschalten. Der Einstellmodus wird verlassen.


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5 - 91
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5. BEDIENUNG

75
Bohrantrieb betätigen
Der Bohrantrieb wird mit dem rechten Schalthebel
(Bild 75, Nr. 1) proportional betätigt:
• Schalthebel nach links = Bohrantrieb rechts drehen
• Schalthebel in Nullstellung = Bohrantrieb bleibt in Po-
sition
• Schalthebel nach rechts = Bohrantrieb links drehen

76
Felsgang einschalten
Den Felsgang einschalten, wenn mit hohem Drehmo-
ment gebohrt werden soll.
• Taster (Bild 76, Nr.1) auf dem rechten Schalthebel
drücken.
Solange der Taster betätigt wird, ist der Felsgang
eingeschaltet.

Auf dem LCD-Bildschirm wird das Symbol "Felsgang" eingeblendet.

Bohrfreilauf einschalten
Den Bohrfreilauf einschalten, wenn mit dem Bohrantrieb auf das Rohr gedrückt werden soll, während
die Verrohrungsmaschine arbeitet. Der Bohrfreilauf ist nur beim Kellybohren vorgesehen.

Taster "Bohrfreilauf Ein / Aus" *


Zum Ein- und Ausschalten des Bohrfreilaufs (Kellybohren) *.

Auf dem LCD-Bildschirm wird das Symbol "Bohrfreilauf" eingeblendet.

5 - 92
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5. BEDIENUNG

5.9 Verrohrungsmaschine *
5.9.1 Allgemein
Die Verrohrungsmaschine ist ein Zusatzgerät, das hauptsächlich beim Kellybohren zum Einbringen
der Außenverrohrung benötigt wird. Sie ist daher nur im Kelly-Bohrbetrieb vorwählbar.

5.9.2 Verrohrungsmaschine anschließen


Die Verrohrungsmaschine wird mit Hilfe des optionalen VRM-Adapters am Unterwagen angebaut. Für
den Anschluß der Hydraulikleitungen sind am Unterwagen Schnellkupplungen vorgesehen. Die
elekrische Versorgung der Verrohrungsmaschine wird über eine Steckdose ermöglicht.
Siehe (Bild 77).

77

Verrohrungsmaschine anschließen
1 Lecköl 4 Hochdruck P1
2 Steuerdruck P3 5 Führungsschienen
3 Rücklauf
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5. BEDIENUNG

5.9.3 Verrohrungsmaschine einstellen


Vorgangsweise:

Vorwahltaster "Montagebetrieb"
Montagebetrieb einschalten.

Symbol "Einstellungen"
Mit diesem Funktionstastensymbol "Einstellungen" wird auf die Seite "Einstellun-
gen" umgeschaltet.

999 Fördermenge [l/min] 999 Schneckenlänge [cm]

999 max. Druck [bar]


9 Einscherung Hauptwinde

9 Pumpenanzahl
999 Fördermenge Verrohrungsm. [l/min]
999 max. Druck [bar]

Seite "Einstellungen"

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LIEBHERR
5. BEDIENUNG

Taster "Cursor weiter"


Durch Betätigen des Tasters "Cursor weiter" auf dem Litronic-Servicepult die
Fördermenge vorwählen (das vorgewählte Zahlenfeld erscheint invers).

Taster "Cursor zurück"


Durch Betätigen des Tasters "Cursor zurück" auf dem Litronic-Servicepult kann
ein eingegebener Wert korrigiert werden.

Sollwert über die Tastatur des Litronic-Servicepults eingeben.

Taster "Enter"
Erst durch Betätigen des Tasters "Enter" werden die eingegebenen Werte von
der Steuerung angenommen.

HINWEIS !
Bei Falscheingabe bleibt der alte Wert erhalten.

Montagebetrieb ausschalten. Der Einstellmodus wird verlassen.


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5. BEDIENUNG

5.9.4 Verrohrungsmaschine einschalten

Taster "Verrohrungsmaschine Ein / Aus"


Mit diesem Taster wird die Verrohrungsmaschine eingeschaltet. Das entsprechen-
de Anzeigefeld wird auf dem LCD-Bildschirm eingeblendet.

Anzeigefeld-Kellybohren mit Verrohrungsmaschine

Das Anzeigefeld-Kellybohren wird auf dem LCD-Bildschirm eingeblendet wenn


- das Kellybohren am Bildschirm und
- die Verrohrungsmaschine
auf dem Steuerpult rechts (X23) vorgewählt sind.

Im Anzeigefeld-Kellybohren wird der Arbeitsdruck der Verrohrungsmaschine eingeblendet.

HINWEIS !
Die weiteren Elemente sind bereits im Anzeigefeld-Kellybohren beschrieben.

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LIEBHERR
5. BEDIENUNG

5.9.5 Verrohrungsmaschine bedienen


Ölmenge verstellen
Potentiometer 1
Die Ölmenge zur Verrohrungsmaschine kann über dieses Potentiometer von 0 -
zur maximalen Fördermenge geregelt werden.

Vorwahlanzeige "Fördermenge Zusatzhydraulik" *


Über die LED wird die Funktionsbelegung des Potentiometers 1 angezeigt.

Leistungsregelung
Potentiometer 2
Die zur Verfügung stehende Leistung kann zischen der Verrohrungsmaschine
und den anderen Funktionen (Winden oder Bohrantrieb) aufgeteilt werden.
Das Potentiometer bezieht sich auf die Leistung der Verrohrungsmaschine, d.h. je
weiter es nach rechts gedreht wird, desto mehr Leistung steht an der Verroh-
rungsmaschine zur Verfügung.
Die Leistungsregelung mit dem Potentiometer 2 ist nur dann aktiv, wenn
- der Bohrantrieb,
- die Kellywinde heben, oder
- der Universalschlitten (Vorschub) heben gefahren wird.
Sonst steht der Verrohrungsmaschine die maximale Leistung zur Verfügung.

Vorwahlanzeige "Leistungsregelung Verrohrungsmaschine" *


Über die LED wird die Funktionsbelegung des Potentiometers 2 angezeigt.

HINWEIS !
Die Bedienung der Verrohrungsmaschine erfolgt extern.
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5. BEDIENUNG

5.9.6 Sparschaltung
Damit bei extern ausgeschaltener Verrohrungsmaschine nicht unnötig Leistung verheizt wird, wurde
eine Sparschaltung eingebaut.
Sparschaltung :
Über einen Druckaufnehmer im Hydraulikkreis, wird der Systemdruck gemessen. Fällt der Druck im
Hydraulikkreis der Verrohrungsmaschine unter einen bestimmten Druck, wird die Pumpe begrenzt.
Wird nun extern ein Verbraucher (Zylinder) gefahren so steigt der Druck im Hydraulikkreis an und die
Steuerung schwenkt die Pumpen wieder auf die eingestellte Fördermenge aus.

5.9.7 Verrohrungsmaschine ausschalten

Taster "Verrohrungsmaschine Ein / Aus"


Bei (nochmaligem) Drücken dieses Tasters wird die Verrohrungsmaschine ausge-
schaltet.

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LIEBHERR
5. BEDIENUNG

5.10 Armierungsrüttler *
5.10.1 Allgemein
HINWEIS !
Die technischen Daten, spezielle Sicherheitsvorschriften, die Bedienung und Wartung der Anbaugerä-
te sind der Betriebsanleitung des jeweiligen Herstellers zu entnehmen.

5.10.2 Rüttlerbetrieb vorwählen

Anzeige "Rüttlerbetrieb"
Siehe Kapitel 5 "Tägliche Inbetriebnahme".

Auf dem LCD-Bildschirm wird das Anzeigefeld-Rüttler eingeblendet.

Anzeigefeld-Rüttler
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LIEBHERR
5. BEDIENUNG

5.10.3 Rüttler bedienen


Allgemein
Der Rüttler kann nur eingeschaltet werden, wenn die Klemmzange geschlossen ist. Dieser Zustand
wird über einen Druckschalter von der Litronic Steuerung überwacht.
Mit dem erstmaligen Schließen der Klemmzange wird auch die Klemmzangenautomatik aktiviert.
Klemmzangenautomatik:
Die Klemmzange wird automatisch geschlossen, sobald der Klemmzangendruck unter einen be-
stimmten Wert gefallen ist. Damit wird verhindert, dass die Klemmzange drucklos wird und ungewollt
öffnet.

78
Klemmzangenautomatik starten
Klemmzange schließen

Das Schließen der Klemmzange kann auf zwei Arten


erfolgen:

Schalthebel rechts:
• Taster (Bild 78, Nr. 1) betätigen

Steuerpult rechts (X23):


• Taster (2) betätigen

Anzeige auf dem LCD-Bildschirm

Symbol "Klemmzange"
Dieses Symbol blinkt auf dem LCD-Bildschirm, wenn der Klemmzangendruck
unter den eingestellten Wert fällt oder die Klemmzange geschlossen wird (manu-
ell oder über die Klemmzangenautomatik).

5 - 100
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LIEBHERR
5. BEDIENUNG

Rüttler einschalten 79

Das Einschalten des Rüttlers kann auf zwei Arten erfol-


gen:

Schalthebel rechts:
• Taster (Bild 79, Nr. 1) betätigen

Steuerpult rechts (X23):


• Taster (2) betätigen

Rüttler ausschalten
Steuerpult rechts (X23):
Taster "Rüttler Ein / Aus"
Ein- und Ausschalten des Rüttlers.

Klemmzange öffnen (X23)

Taster "Klemmzange öffnen"


Die Klemmzange wird geöffnet. Den Taster betätigen bis die Klemmzange
geöffnet ist.
Voraussetzung: der Rüttler ist ausgeschaltet und heruntergefahren.
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5. BEDIENUNG

5.11 Maschine abstellen


5.11.1 Parkposition
Die Parkposition
- schützt die Maschine vor Sturmschäden,
- gilt für den Bereich oberhalb der maximal zulässigen Windgeschwindigkeit im Betrieb bis zu einer
Windgeschwindigkeit von 20 m/s [45 mph]; das entspricht Windstärke 8 (siehe Punkt 3.8.1).
- gilt für den Bereich oberhalb der maximal zulässigen Windgeschwindigkeit außer Betrieb bis zu
einer Windgeschwindigkeit von 36 m/s [80.5 mph]. Bei einer Windgeschwindigkeit, die größer als
36 m/s [80.5mph] ist, muss der Mäkler abgelegt werden.

Maschine in Parkposition bringen:


• Maschine ausschließlich im Ebenen parken
• Oberwagen parallel zum Unterwagen stellen
• alle Lasten absetzen und sichern
• Mäkler senkrecht stellen
• minimale Mäklerausladung einstellen
• Bohreinrichtung auf den Boden absenken

GEFAHR !

Bei Windgeschwindigkeiten im Betrieb über 20 m/s [45 mph] besteht in der Nähe des Geräts
Lebensgefahr!
Die auftretenden Windlasten können zur teilweisen oder vollständigen Zerstörung und zum
Umkippen des Geräts führen.

Gegenmaßnahmen:
Bei zu erwartenden Windgeschwindigkeiten von über 20 m/s [45 mph] bzw. Windstärke 8, muss der
Betrieb eingestellt werden.
Die Maschine in die zuvor beschriebene Parkposition bringen oder Bohranlage ablegen.

Beachten Sie zum Ablegen der Bohranlage folgende Sicherheitsvorschriften und Hinweise:

• Bleiben Sie als Maschinenführer stets über die aktuelle Wetterlage am Einsatzort informiert, um die
Bohranlage rechtzeitig und sicher ablegen zu können.
• Die Bohranlage immer vollständig ablegen.
Wird der Bohranlage nicht vollständig abgelegt, kann dies zum Umkippen des Geräts und zur
Zerstörung der Drehwerksbremse führen.
• Bei vorherrschender oder prognostizierter stürmischer Witterung und einer Arbeitsunterbrechung ab
einem Arbeitstag, sowie bei voraussichtlicher Abwesenheit von Maschinenführer und Helfern, ist
die Bohranlage generell abzulegen.
• Wird bei der Einsatzplanung festgestellt, dass die Bohranlage am Einsatzort aus Platzgründen
nicht vollständig abgelegt werden kann und Sturmgefahr herrschen kann:
Rechtzeitig mit dem Hersteller spezielle Schutzmaßnahmen gegen Sturmschäden absprechen.

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5. BEDIENUNG

Arbeitsunterbrechung

GEFAHR !

Die Maschine ist generell beim Verlassen gegen unbefugte Benutzung, Beschädigung durch
Vandalismus und mögliche Umwelteinflüsse ausreichend zu schützen!

Folgende Punkte sind zu beachten:


• Die Maschine darf keine Verkehrsbehinderung darstellen.
• Alle Lasten sind vollständig auf den Boden abzusenken und zu sichern.
• Den Mäkler senkrecht stellen.
• Der Dieselmotor ist vor dem Verlassen der Fahrerkabine abzustellen und die Fahrerkabine
abzuschließen.
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5. BEDIENUNG

80
5.11.2 Dieselmotor abstellen

VORSICHT !

Das Turbinenrad des Turboladers kann durch plötzli-


ches Abstellen des Dieselmotors bei hoher Motor-
drehzahl nicht mehr ausreichend geschmiert werden.
Den Dieselmotor zum Schutz des Turboladers kurze
Zeit auf Leerlaufdrehzahl laufen lassen und erst
dann abstellen.

Arbeitsschritte für das Abstellen:

• Alle Schalthebel befinden sich in Null-Stellung. Der


Sicherheitshebel ist hochgezogen.
• Drehzahl mittels Wipptaster (Bild 80, Nr. 1) bis auf
Leerlaufdrehzahl verringern und den Dieselmotor kurz
auf Leerlaufdrehzahl laufen lassen. Gegebenenfalls
durch Drücken des Tasters (Bild 80, Nr. 2) zuerst die
gespeicherte Konstantdrehzahl löschen.
• Zündstartschalter auf die Stellung -0- schalten
(Bild 81) und so den Dieselmotor abstellen.

81

WICHTIG !
Nach dem Ausschalten der Litronic-Steuerung minde-
stens 5 Sekunden warten, bevor sie erneut eingeschaltet
wird. Ansonsten können Fehlermeldungen auftreten.

5 - 104
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5. BEDIENUNG

82
5.11.3 Parkstellung des Zündstartschalters
Der Zündstartschalter besitzt eine Parkstellung (Bild 82,
Position - P -), bei der die Litronic-Steuerung ausge-
schaltet ist. Die Batterie wird dadurch weniger belastet.
Die Parkstellung ist für längere Arbeitsunterbrechungen
vorgesehen, bei denen der Maschinenführer in der Fah-
rerkabine bleibt.
Es werden folgende elektrische Geräte versorgt :

- Innenraumbeleuchtung im Oberwagen
- Kabinenbeleuchtung
- Scheibenwischer
- Hupe
- Radio
- Gebläse für die Heizung
- Steckdose in der Fahrerkabine
- Zigarettenanzünder
Siehe Kapitel 5 "Maschine bedienen - Nebenfunktionen".

5.11.4 Kontrollen beim Verlassen des Geräts


Folgende Punkte sind beim Verlassen des Geräts zu beachten:
• Die Last ist am Boden abgesetzt und fachgerecht gesichert.
• Das Gerät befindet sich in der zuvor beschriebenen Parkposition auf ebenem, festem Untergrund
(siehe Kapitel 2 unter "Bodenbeschaffenheit").
• Es dürfen keine Einrichtungen der öffentlichen Sicherheit (Notausgänge, Ein- und Ausfahrten für
Einsatzfahrzeuge, Hubschrauberlandeplätze, Hydranten, etc.) beeinträchtigt werden.
• Das abgestellte Gerät darf keine Verkehrsbehinderung darstellen.
• Die Versorgung zusätzlicher Sicherheitseinrichtungen ist sichergestellt (z.B.: Helikopterleuchte).
• Der Zündstartschalter ist abgezogen und wird sicher verwahrt. Die Fahrerkabine ist abgesperrt.
• Die optionale Standheizung ist ausgeschaltet bzw. für den nächsten Arbeitsbeginn richtig program-
miert.
• Das Gerät ist vollständig versperrt.
• Der Standort des Geräts ist ausreichend abgesichert.
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5. BEDIENUNG

NOTIZEN:

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5. BEDIENUNG
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6. AUF- UND ABBAU

6. AUF- UND ABBAU


6.1 Allgemein
Dieses Kapitel beschreibt
- die Einsatzplanung,
- das Entladen/Verladen der Maschine vom/auf den Tieflader,
- den Auf- und Abbau der Maschine,
- Umbauarbeiten entsprechend der jeweiligen Betriebsart,
- den Transport zwischen den Einsatzorten.
Die Illustrationen in diesem Kapitel sind aus Übersichtlichkeitsgründen teilweise vereinfacht darge-
stellt und entsprechen nicht vollständig den zugehörigen Montage- bzw. Demontageschritten. So ist
beispielsweise der Unterwagen des Grundgerätes ohne Oberwagen dargestellt.
Die Richtungsangaben für "rechts/links, vorne/hinten" beziehen sich immer auf die Sitzposition des
Maschinenführers in der Fahrerkabine.
Die genauen Maßangaben sind im ISO-Einheitensystem angeführt. In eckigen Klammern angeführte
Maße wurden bei der Umrechnung teilweise gerundet.
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6-1
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6. AUF- UND ABBAU

6.2 Einsatzplanung

WARNUNG !

Eine fehlerhafte, unvollständige Einsatzplanung kann zu gefährlichen Situationen und Unfällen


führen !

Die Einsatzplanung ist eine wichtige Grundlage für einen sicheren und problemlosen Einsatz der
Maschine. Der Einsatzplaner bzw. der Maschinenführer muss rechtzeitig vor dem Beginn des
Einsatzes alle notwendigen Informationen über den Einsatz beschaffen und auswerten. Es sind dies
folgende Angaben:
- Art des Einsatzes und erforderliche Betriebsart,
- Gewicht und Abmessungen der zu hebenden Lasten (Bohrrohr, etc.)
- benötigter Arbeitsbereich,
- Durchfahrtshöhen und -breiten der Zufahrt am Einsatzort,
- Position von elektrischen Freileitungen den vorgeschriebenen Sicherheitsabständen
- Lage von Erdkabeln, Wasser- und Gasrohren am Einsatzort
- Räumliche Voraussetzungen am Einsatzort (z.B.: Bewegungseinschränkungen durch Bauwerke)
- Tragfähigkeit des Untergrundes am Einsatzort
- zusätzliche Einflüsse am Einsatzort (Wetter, Flugverkehr, Sende- und Radaranlagen, etc.)

Basierend auf diesen Angaben muss der Einsatzplaner bzw. der Maschinenführer die erforderliche
Ausrüstung für den jeweiligen Einsatz zusammenstellen. Es sind dies:
- Durchsicht der Traglasttabellen
- Arbeitsausrüstung
- optionale Zusatzausrüstungen
- Werkzeuge und Hilfsmittel (Drehmomentschlüssel, Schlagschrauber, etc.)
- Anschlagmittel
- zusätzlich Sicherheitsvorrichtungen, etc.

6-2
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6. AUF- UND ABBAU

6.3 Sicherheitsvorschriften für den Auf- und Abbau

WARNUNG !

Der Auf- und Abbau der Maschine ist mit zahlreichen Gefahren und gefährlichen Tätigkeiten
verbunden, die lebensgefährliche Verletzungen und hohe Sachschäden zur Folge haben
können.
Die häufigsten Unfallursachen sind:
• Unzureichende Kenntnis der Ausrüstung der Maschine sowie ungenügende Schulung.
• Aus Zeitgründen nicht oder nur unzureichend durchgeführte Sicherheitsvorkehrungen und Schutz-
maßnahmen.
• Auf- oder Abbau bei ungeeigneten Umgebungsbedingungen (falsche Platzwahl, unzureichende
Bodenbeschaffenheit, schlechte Witterung, einbrechende Dunkelheit, etc.)

6.3.1 Anforderungen an das Montageteam


Für den sicheren Auf- und Abbau sind mindestens drei Personen, das heißt der Maschinenführer
und zwei Helfer , notwendig.
Der Maschinenführer
- informiert sich über nationale und lokale Sicherheitsvorschriften, die für den Auf-, Ab- oder
Umbau der Maschine gelten,
- instruiert seine Helfer bei einer Einsatzbesprechung,
- übernimmt im Montageteam die Einsatzleitung und Aufsicht.
Die Helfer sind
- erfahren in der Montage von Ramm- und Bohrgeräten und speziell geschult, diese Maschine
korrekt und sicher auf-, ab- oder umzubauen,
- nach Punkt 3.7.1 über mögliche Verletzungen durch mechanische Einwirkungen informiert.
Das Montageteam ist ausgestattet mit
- der persönlichen Schutzausrüstung nach Punkt 3.3,
- Sprechfunkgeräten, wenn die Verständigung durch Lärm gestört werden kann.

6.3.2 Anforderungen an den Aufstellort

WARNUNG !

Bodenunebenheiten sowie ein rutschiger oder nachgiebiger Boden am Aufstell- oder Demon-
tageort der Maschine können zu schweren Unfällen mit lebensgefährlichen Verletzungen und
hohen Sachschäden führen. Es entstehen unkalkulierbare Gefahren durch Instabilität und
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plötzliche Gewichtsverlagerungen des Grundgerätes oder von Ausrüstungsteilen des Geräts.

Die grundsätzlichen Anforderungen an den Aufstellort


- sind unter Punkt 3.8.2 "Bodenbeschaffenheit am Standort" beschrieben,
- gelten für den Auf-, Ab- und Umbau der Maschine.

6-3
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6. AUF- UND ABBAU

HINWEIS !
Bei unzureichender Bodentragfähigkeit ist die Standfläche des Grundgerätes zu vergrößern. Nach
Rücksprache mit einem staatlich anerkannten Geologen oder Gutachter sind die Abstützplatten mit
Baggermatratzen oder Stahlplatten geeigneter Größe zu unterlegen.
Der Aufstellort muss groß genug sein für
- die Anlieferung des Grundgerätes und der Ausrüstungsteile mit einem Tieflader und LKW,
- den Einsatz eines Hilfskrans,
- die behinderungsfreie Durchführung aller Montagearbeiten.
Bei stark frequentierten Baustellen ist der Aufstellort gegen Betreten durch unbefugte Personen
abzusichern, vorzugsweise durch Abschrankungen und Warnschilder.
Am Aufstellort ist für eine ausreichende Beleuchtung zu sorgen, wenn die Aufbauarbeiten in der
Dämmerung oder bei witterungsbedingten schlechten Sichtverhältnissen durchgeführt werden.

6.3.3 Durchführungsvorschriften

WARNUNG !

Montage- oder Demontagefehler können zu schweren Unfällen mit lebensgefährlichen Verlet-


zungen und hohen Sachschäden führen!
Gegenmaßnahmen:
• Alle in diesem Kapitel beschriebenen Tätigkeiten und Montageabläufe müssen deshalb zwingend
in der beschriebenen Reihenfolge durchgeführt werden.
• Auftretende Fragen und Unklarheiten sind vom Montageteam sofort abzuklären.
• Eingesetzte Hilfskrane müssen die erforderliche Tragfähigkeit aufweisen.
• Anschlagmittel (Gurte, Ketten, etc.) müssen geprüft sein und die erforderliche Tragfähigkeit aufwei-
sen.
• Zum Auf- und Abbau der Maschine sind grundsätzlich die mitgelieferten Werkzeuge zu verwenden.
• Arbeiten auf dem Oberwagen und am abgelegten Mäkler sind nur mit ausreichender Sicherung
erlaubt.
• LRB 155, LRB 255: Bei Arbeiten am stehenden Mäkler ist die vorgesehene Sicherheitsausrüstung
(Mäklerleiter mit der Sicherheitsschiene, der Fallschutzläufer und der Auffanggurt) zu benutzen.
• Alle benötigten Winden und Zylinder sind vorsichtig und langsam anzusteuern, um
- beim Auftreten von Gefahren die jeweilige Bewegung sofort stoppen zu können,
- hohe dynamische Kräfte zu vermeiden.
• Windenseile nicht am Grundgerät oder am Mäkler befestigen.
• Bei Arbeiten an der Hydraulikanlage immer das ganze System drucklos machen.
Bei ausgeschalteter Maschine sind nicht zwangsläufig alle Schläuche drucklos. Dies gilt z.B. für die
Klemmzangenautomatik beim Rüttlerbetrieb oder für Druckspeicher bei Notabsenkeinrichtungen.

6-4
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6. AUF- UND ABBAU

6.4 Maschine abladen und vorbereiten


6.4.1 Voraussetzungen
• Der Aufstellort ist nach Punkt 6.3.2 ausgewählt und vorbereitet.
• Die Maschine steht auf einem Tieflader zum Abladen bereit.
• Die Maschine wurde nach Punkt 5.2 "Kontrollen vor der täglichen Inbetriebnahme" inspiziert und ist
betriebsbereit.
• Die Glasscheiben der Fahrerkabine und die Außenspiegel sind gereinigt.
• Das Montageteam ist gemäß Punkt 6.3.1 instruiert und einsatzbereit.

6.4.2 Übersicht der Montageschritte


• Maschine in Betrieb nehmen
• Maschine vom Tieflader fahren
• Oberwagenverriegelung entfernen
• Spurverstellung betätigen
• Montageschritte bei abgelegtem Mäkler
- Galgen in Arbeitsposition bringen
- Seile einscheren *
- Hubendschalter prüfen und montieren (falls nicht montiert) *
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6. AUF- UND ABBAU

6.4.3 Rundumkennleuchten * in Betriebsstellung bringen

Rundumkennleuchten am Oberwagen hinten

Für jede Rundumkennleuchte die vier Schrauben (Bild 1, Nr. 3) lösen und beide Rundumkennleuch-
ten wie angegeben in Position bringen (1 und 2). Danach alle Schrauben wieder anziehen.

Beim Abbau sinngemäß in umgekehrter Reihenfolge vorgehen.

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6. AUF- UND ABBAU

6.4.4 Zusatzscheinwerfer * in Betriebsstellung bringen

Zusatzscheinwerfer am Oberwagen rechts vorne

Für die Zusatzscheinwerfer am Oberwagen rechts vorne die beiden Schrauben (Bild 2, Nr. 1) lösen
und die Zusatzscheinwerfer (2) wie angegeben in die Betriebsstellung drehen. Danach die Schrau-
ben wieder anziehen.

Beim Abbau sinngemäß in umgekehrter Reihenfolge vorgehen.


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6. AUF- UND ABBAU

3
6.4.5 Maschine in Betrieb nehmen
Aufstiege am Unterwagen in Position bringen
 Aufstiege am Unterwagen hochziehen und herunter-
klappen (Bild 3).

4
Seitliches Podest an der Fahrerkabine (Bild 4) in
Arbeitsposition bringen
 Das Podest (Bild 4, Nr. 1) hochziehen und herunter-
klappen.

6-8
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6. AUF- UND ABBAU

Aufstiegsleiter montieren

WARNUNG !

Unsachgemäße Montage der Aufstiegsleiter!


Absturz.
 Aufstiegsleiter beidseitig mit Klappsteckern an Befestigungsbolzen sichern.

 Leiter vor Montage und vor jedem Aufstieg auf Beschädigungen und Risse prüfen.

Befestigung Aufstiegsleiter

 Aufstiegsleiter (Bild 5, Nr. 2) an Befestigungsbolzen am Oberwagen einhängen.


 Leiter auf beiden Seiten mit Klappsteckern (1) sichern.
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6. AUF- UND ABBAU

Rundumpodeste anbauen
 Vierkantprofil (Bild 6, Nr. 2) durch Öffnung (Bild 6, Nr. 3) schieben, bis Profil am Bügel (Bild 6, Nr.
1) hinterrastet.

 Podest durch Federstecker (Bild 6, Nr. 6) an den Positionen Nr. 4, 5 und 7 sichern.

Fahrersitz einstellen
 Nach Öffnen der Kabinentüre die Sitzposition überprüfen und bei Bedarf einstellen (siehe Kapitel 5
unter "Maschine bedienen - Nebenfunktionen").

Dieselmotor starten (Bild 7)


Stellen Sie sicher, dass folgende Voraussetzungen erfüllt
sind:
 Auspuff-Endrohr in Arbeitsstellung gedreht.
 Symbol "Startbereitschaft hergestellt" wird am LCD-
Bildschirm angezeigt.
 Zündschlüssel auf Stellung 2 drehen.
 Zündschlüssel loslassen, sobald der Dieselmotor läuft.

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6. AUF- UND ABBAU

6.4.6 Maschine vom Tieflader fahren

HINWEIS !
Das Fahrwerk lässt sich nicht betätigen, die Maschine muss aber dringend abgeladen wer-
den?
Die Zündung kurz ausschalten, das Zusatzpult (X25) in der Kabine abstecken, die Maschine starten
und vorsichtig vom Tieflader fahren. Anschließend den Liebherr Kundendienst informieren.

WARNUNG !

Das Fahren der Maschine vom bzw. auf den Tieflader kann zu schweren Unfällen führen !
Gegenmaßnahmen:
- Transportfahrzeug gegen wegrollen, kippen oder umstürzen sichern,
- alle Verzurrungen lösen, Ketten und Keile entfernen,
- Ketten und Bodenplatten der Maschine vor dem Befahren der Laderampe von Verschmutzungen,
Schnee oder Eis befreien,
- während dem Ver- bzw. Entladen keine Funktion außer dem Fahrwerk betätigen,
- die Handhebelsteuerung des Fahrwerks verwenden,
- langsam anfahren und gleichmäßig fahren,
- den Oberwagen nicht über die Kette drehen,
- die Betriebsanleitung des Tiefladers beachten !
- die Laderampe muss mit einem rutschfesten Belag (Holzbelag) versehen sein,
- maximale Steigung mit montierter Bohranlage: 10°
- ein Einweiser überwacht den Lade- bzw. Entladevorgang und gibt die entsprechenden Hinweise.

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6. AUF- UND ABBAU

9
6.4.7 Oberwagenverriegelung entfernen
Die Oberwagenverriegelung verhindert das ungewollte
Drehen des Oberwagens.
Sie muss
- beim Transport,
- bei Außerbetriebnahme und
- bei Wartungs- und Reparaturarbeiten an der
Drehverbindung eingebaut werden.

VORSICHT !

Quetschgefahr und Beschädigungsgefahr !


Das Drehwerk darf bei verriegeltem Oberwagen nicht
betätigt werden.
Ausnahme: zum Ausbauen der Lasche der Oberwagen-
verriegelung, wenn der Bolzen festsitzt.
Vorsicht, wenn das Drehwerk zum Ausbauen des Bol-
zens betätigt werden muss bzw. beim Ablegen der
Lasche auf den Unterwagen. Quetschgefahr !

Vorgangsweise:
• Sicherungsfeder (Bild 9, Nr. 3) herausziehen und Bol-
zen (4) bei der Lasche am Oberwagen (2) ausbauen .
• Lasche auf den Unterwagen ablegen.
• Bolzen wieder in die Lasche einbauen und über Siche-
rungsfeder und Scheibe sichern.

VORSICHT !

Kippgefahr!
Der Oberwagen darf mit abgelegtem Mäkler nicht
gedreht werden.

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6. AUF- UND ABBAU

6.4.8 Raupenträger auf Arbeitsspur verstellen


Die Raupenträger können durch die im Unterwagen integrierten Spurverstellzylinder zwischen der
Transport- und der Arbeitsspur verstellt werden.

VORSICHT !

Beschädigungsgefahr !
Sicherheits- und Bedienungshinweise:
• Die Transportspur (schmale Spur) ist ausschließlich für den Transport vorgesehen.
Für den Arbeitseinsatz sind beide Raupenträger auf die Arbeitsspur (breite Spur) auszufah-
ren.
Das Drehen des Oberwagens mit Transportspur und montiertem Heckballast ist verboten, es kann
zum Kippen des Geräts führen !
• Die Spurverstellung darf nur auf festem, ebenem Untergrund vorgenommen werden. Die Raupen-
träger dürfen nicht einsinken oder bei der Spurverstellung an Hindernissen wie z.B. Felskanten
hängen bleiben.
• Die Raupenträger sollen einer nach dem anderen verstellt werden.

HINWEIS !
Die Unterwagenbreite ist abhängig von der Bodenplattenbreite. Die Spur- bzw. Bodenplattenbreiten
sind in Kapitel 2 "Technischen Daten" angeführt.

GEFAHR !

Quetschgefahr !
Halten Sie während dieses Vorgangs unbefugte Personen vom Gerät fern.
Seien Sie während der Verstellung besonders aufmerksam auf mögliche Quetsch- und Klemm-
gefahren.
Sicherheitshinweise für die Bedienung:
Beim Verstellen der Spurbreite sind aus Sicherheitsgründen drei Personen (Maschinenführer und
zwei Helfer) erforderlich.

• Der Maschinenführer
befindet sich in der Fahrerkabine,
bedient das Gerät nur auf Anweisung des Helfers vorne.
• Der Helfer vorne am Unterwagen
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ist zuständig für das Verbolzen der Holme vorne,


gibt Anweisungen an den Maschinenführer und den Helfer hinten,
überwacht den Vorgang und warnt den Maschinenführer bei gefährlichen Situationen.
• Der Helfer hinten am Unterwagen
ist zuständig für das Betätigen der Spurverstellhebel und für das Verbolzen der Holme hinten,
steht in Kontakt zum Helfer vorne und erhält Anweisungen vom Helfer vorne.

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6. AUF- UND ABBAU

10

VORSICHT !

Die Vorgangsweise beim Verstellen der Raupenträger


unbedingt einhalten:
Zuerst immer den linken Raupenträger ausfahren!

Raupenträger links ausfahren

• Alle vier Holmverkeilungen am Unterwagenmittelteil


links lösen (Bild 10).
Bei jeder Holmverkeilung:
• zuerst Mutter (1) lösen.
• anschließend Schraube (2) im Uhrzeigersinn drehen,
bis der Keil ausreichend gelöst ist

11
• Vorwahltaster "Zylinderverstellfunktion Ein/Aus" in Fah-
rerkabine am Steuerpult rechts überprüfen bzw. betäti-
gen: Die LED im Tasterfeld muss leuchten (Bild 11).

12
• Bolzen vorne und hinten am Unterwagenmittelteil links
entfernen (Bild 12).

6 - 14
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6. AUF- UND ABBAU

13
• Die Spurverstellzylinder mit den Bedienhebeln gleich-
mäßig ausfahren. Raupenträger zu den äußeren Ver-
bolzungspunkten der Holme schieben und ausrichten
(Bild 13).

14
• Linken Raupenträger an beiden Holmen verbolzen
(Bild 14).
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Raupenträger rechts ausfahren


Die Montageschritte stimmen mit dem ersten Raupenträger überein und sind deshalb nicht mehr
detailliert beschrieben und illustriert.

HINWEIS !
Den rechten Raupenträger nicht über das vorgeschriebene Maß (breite Spur) hinaus teleskopieren,
da kein mechanischer Anschlag vorhanden ist. Es besteht die Gefahr, dass die Hydraulikschläuche
beschädigt werden.

6 - 15
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6. AUF- UND ABBAU

15
• Linken und rechten Raupenträger jeweils an beiden
Holmen verkeilen (Bild 15).
Bei jeder Holmverkeilung:
• zuerst Schraube (2) heraus (gegen den Uhrzeigersinn)
drehen und so die Holme verkeilen,
maximales Anzugsmoment: 120 Nm
• anschließend Mutter (1) anziehen.

16
• Deckel auf den vier Holmen anbringen (Bild 16, Nr.2).
Die Deckel werden für den Transport auf der linken
Seite bei den Bolzen eingehängt (Bild 16, Nr.1).

WICHTIG !
Nach dem Ausfahren die nicht abgedeckten Gleitflächen
der Holme leicht einfetten.

6 - 16
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6. AUF- UND ABBAU

17
Aufstiege am Unterwagen herunterklappen
• Aufstiege am Unterwagen hochziehen und herunter-
klappen (Bild 17)
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6 - 17
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6. AUF- UND ABBAU

18
6.4.9 Galgen in Arbeitsposition bringen

VORSICHT !

Unfallgefahr!
Geeignete Aufstiegshilfen verwenden.

• Federstecker, Scheibe und Bolzen (Bild 18, Nr. 1) aus-


bauen

19
• Vorwahltaster "Zylinderverstellfunktion Ein/Aus"
(Bild 19) auf dem Steuerpult rechts (X23) einschalten.

VORSICHT !

Quetschgefahr!
Nicht zwischen Mäkleroberteil und Galgen aufhalten.

• Galgen durch Betätigen des Bedienhebels (Bild 20) in


die Arbeitsposition klappen
20
• beide Bolzen wieder einbauen und mittels Scheibe
und Federstecker sichern

6.4.10 Seile einscheren


• Kelly- und Hilfsseil einscheren
Die Seile vor dem Aufrichten des Mäklers einscheren
(siehe Kapitel 8 "Instandsetzung").

6 - 18
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6. AUF- UND ABBAU

21
6.4.11 Hubendschalter montieren
Abhängig von der Einsatzart bzw. den eingebauten Op-
tionen sind am Galgen jeweils ein Hubendschalter
(Bild 21, Nr. 3 und 4) für das Kellyseil (Bild 21, Nr. 2)
und das Hilfsseil (1) zu montieren.

Mechanische Überbrückung der Endschalter


Das Endschalterseil (Bild 22, Nr. 1) ist am Stift (2) einge-
hängt und über einen Splint gesichert. Der Endschalter
ist so überbrückt. Es erfolgt keine Funktionsabschaltung.

GEFAHR !
22

Das Überbrücken von Sicherheitseinrichtungen kann


zu schweren Unfällen führen!
Endschalter dürfen nur kurzzeitig beim Auf- und Abbau
überbrückt werden.
Die Endschalterkette darf nicht verkürzt werden!
Die Länge der Endschalterkette ist auf die Geschwindig-
keit der Winde und die Abschaltzeit abgestimmt.
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6 - 19
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6. AUF- UND ABBAU

23
Endschaltergewicht montieren
• Endschalterseil (Bild 22, Nr. 1) beim Stift (2) aushän-
gen
• Endschaltergewicht (Bild 23) um das Hubseil herum
zusammenbauen
• Endschalterkette an Endschalterseil und -gewicht befe-
stigen
• Karabinerhaken und Kettenverschlüsse fest anziehen
Einbaulage prüfen!
• Funktion des Endschalters prüfen bzw. simulieren

WICHTIG!
Der Hubendschalter ist als Notendschalter anzusehen,
der nicht betriebsmäßig angefahren werden soll.

24

Um einen störungsfreien Betrieb zu gewährleisten, ist ein


Schrumpfschlauch (Bild 24, Nr.1) eingebaut.

6 - 20
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6. AUF- UND ABBAU

6.5 Ballast montieren


25

HINWEIS !
Wenn das Gerät mit montiertem Ballast transportiert wurde, können Sie diesen Punkt überspringen.

GEFAHR !

Kippgefahr !
Ohne montierte Ballaste - Zusatzballast(e) * (Bild 25, 1 u. 2) und Ballast (3) - besteht Kippge-
fahr.
Gegenmaßnahme:
- Mäkler im aufgestellten Zustand nicht Neigen und minimale Ausladung einstellen.
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Die Ballaste - Zusatzballast(e) * (Bild 25, 1 u. 2) und Ballast (3) - jeweils mittels Hilfskran oder mit
der Ballast-Montagevorrichtung * (siehe Kapitel 9 "Optionen") montieren.

HINWEIS!
Wenn die Ramm- und Bohranlage montiert ist, kann die Ballastmontage auch nach dem Aufrichten
mit einem Hilfskran erfolgen. Dabei ist zu beachten, dass der Mäkler
- nicht nach vorne geneigt wird,
- vorne möglichst knapp über dem Boden geführt wird.

6 - 21
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6. AUF- UND ABBAU

GEFAHR !

Verletzungsgefahr bei der Ballastmontage !


Vorsichtsmaßnahmen:
- Bewegungen des Hilfskrans langsam ausführen.
- Der Aufenthalt zwischen Ballast, Zusatzballast(en) und Grundgerät sowie unter dem Ballast ist
verboten.

Vorbereitungen
- Ballast auf Beschädigung prüfen,
- Auflagefläche unten und Gewindelöcher wenn erforderlich reinigen,
- Schrauben leicht einfetten.

Zusatzballast(e) * montieren
• Zusatzballast (Bild 25, Nr. 1) anschlagen
• Zusatzballast anheben, am Oberwagen hinten positionieren und Ballast absenken
• Den Zusatzballast jeweils mittels vier Schrauben (5) und Scheiben am Oberwagen von unten
festschrauben, dafür gegebenenfalls das Abdeckblech unten entfernen.
• Diesen Vorgang gegebenenfalls für einen allfälligen zweiten Zusatzballast (2) wiederholen.
Anzugsmoment siehe Kapitel 7 "Wartung".

Ballast montieren
• Ballast (Bild 25, Nr. 3) anschlagen
• Ballast anheben, am Oberwagen hinten positionieren, die Bolzen oben einhängen und Ballast
absenken
• Ballast mit jeweils vier Schrauben (4) und Scheiben am Oberwagen von unten festschrauben,
dafür gegebenenfalls das Abdeckblech unten entfernen.
Anzugsmoment siehe Kapitel 7 "Wartung".

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6. AUF- UND ABBAU

6.6 Mäkler aufrichten

GEFAHR !

Unsachgemäßer Zusammenbau der Bohranlage!


Versagen der Struktur. Herabfallende Teile.
 Zusammenbau der Bohranlage vor dem Aufrichten kontrollieren.
 Lose Teile, Werkzeuge und Hilfsmittel entfernen.
 Mindestens ein Einweiser überwacht Aufrichtvorgang.

6.6.1 Voraussetzungen
Stellen Sie sicher, dass folgende Voraussetzungen sind erfüllt:
 Kontroll- und Wartungsarbeiten abgeschlossen.
 Galgen in Arbeitsposition.
 Kelly- und Hilfsseil eingeschert.
 Hubendschalter * montiert (Funktion geprüft).
 Raupenträger auf Arbeitsspur ausgefahren.

WICHTIG !
Die Bedienung kann mittels Zusatzpult (X25) oder Schalthebel erfolgen.

6.6.2 Übersicht der Montageschritte


• Grundarm-Verstellzylinder vollständig ausfahren.
Der Mäkler wird vom Oberwagen abgehoben.
• Mäkler-Stützzylinder ausfahren
Der Mäkler wird aufgerichtet.
• Schlauchpaket auslegen.
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6. AUF- UND ABBAU

26
6.6.3 Vorgangsweise

VORSICHT!

Unsachgemäßes Montieren der Mäklerklauen!


Beschädigung der Bohranlage.
 Sicherstellen, dass die Mäklerklauen links und rechts
am Oberwagen nach aussen montiert sind (Bild 26).

Grundarm-Verstellzylinder vollständig ausfahren


 Taste 1 (Bild 27) am Schalthebel links gedrückt halten.
 Schalthebel links nach vorne bewegen.
 Der Mäkler wird parallel zum Oberwagen angehoben.

27

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6. AUF- UND ABBAU

28

Mäkler-Stützzylinder ausfahren
Stellen Sie sicher, dass der Grundarm-Verstellzylinder vollständig ausgefahren ist.
 Mäkler-Stützzylinder ausfahren, bis der Mäkler senkrecht steht.
oder:
 Mäkler ab einer Neigung von ca. -30° mittels Turmautomatik senkrecht stellen.
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6. AUF- UND ABBAU

29
6.7 Montageschritte bei aufgerichtetem
Mäkler
6.7.1 Fußplatte * montieren/demontieren
 Federstecker (Bild 29, Nr. 3) und Bolzen (2) in der
Fußplatte entfernen.
 Fußplatte (1) unter Mäkler positionieren.
 Mäkler absenken (bzw. Mäklerfuß-Zylinder * ausfah-
ren) bis die Kugel am Mäklerfuß in der Fußplatte
aufliegt.
 Bolzen (2) einbauen und über Federstecker (3) si-
chern.

Die Demontage erfolgt sinngemäß in umgekehrter Rei-


henfolge.

6 - 26
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6. AUF- UND ABBAU

30
6.7.2 Bohreinrichtung montieren/demontieren
Bohrantrieb am Universalschlitten montieren
 Bohrantrieb an vier Punkten mit mitgeliefertem
Gehänge (Bild 30, Nr.1) anschlagen.
 Auf beiden Seiten Federstecker (Bild 30, Nr.6) und
untere Bolzen (7) ziehen.
 Mäkler und Anbaugerät positionieren.
 Universalschlitten in den Bohrgetriebeschlitten von un-
ten einfahren, sodass die beiden oberen Bolzen (4) in
die Führungen (3) eingefahren werden können.
 Obere Bolzen des Bohrgetriebeschlitten in die Führun-
gen (3) einfahren.
 Auf beiden Seiten die unteren Bolzen (7) abstecken
und mit Federstecker (6) sichern.
 Gehänge nach erfolgter Montage abbauen.

Die Demontage erfolgt sinngemäß in umgekehrter Rei-


henfolge.
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6. AUF- UND ABBAU

Schlauchführung, Multikupplungen

31

Die Schlauchführung (Bild 31, Nr.4)


- ist am Universalschlitten montiert,
- sorgt für die Verbindung zwischen Grund- und Anbaugerät (elektrisch und hydraulisch)

Die Multikupplungen (Bild 31, Nr.1)


- sind in der Schlauchführung montiert,
- erleichtern das Anschließen und Trennen der Hydraulikverbindungen

WARNUNG !

Unter Hochdruck stehende Hydraulikleitungen beim Anschließen/ Lösen der Multikupplungen!


Verletzungsgefahr. Beschädigung der Multikupplungen.
 Multikupplungen ausschließlich bei abgestelltem Dieselmotor (Zündschlüssel in Stellung 0) lösen
bzw. anschließen.
 Sicherstellen, dass das Hydrauliksystem drucklos ist.

6 - 28
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6. AUF- UND ABBAU

32
Multikupplungen anschließen
Schutzdeckel (Bild 31, Nr.7) am Gegenstück (8) ent-
fernen
 Federstecker (Bild 31, Nr.6) entfernen.
 Schutzdeckel abnehmen und sicher aufbewahren.
Schutzdeckel an der Multikupplung (Bild 31, Nr.2)
entfernen
 Hebel und Federstecker (Bild 32, Nr.1) montieren.
 Hebel nach unten verstellen (3).
 Schutzdeckel (Bild 31, Nr.2) abnehmen und sicher auf-
bewahren.
Gegenstück der Multikupplung anschließen
 Farbkennzeichnungen der Schläuche beachten.
 Eventuelle Verunreinigungen an den beiden Kupp-
lungshälften entfernen.
 Gegenstück ohne Versatz auf die Multikupplung
aufsetzen.
Dabei ohne Gewalt vorgehen. Falls der Hebel schwer-
gängig ist, die Kupplung lösen und erneut ansetzen.
 Hebel nach oben (4) verstellen, bis die Verriegelung
einrastet.

33
 Kupplungen werden hör- und sichtbar zusammenge-
zogen.
 Anzeigestifte (Bild 33, Nr.1) der Multikupplung ste-
hen hervor.

 Hebel und Federstecker abbauen und sicher


aufbewahren.
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6. AUF- UND ABBAU

Multikupplungen trennen
Das Trennen der Multikupplungen erfolgt sinngemäß in umgekehrter Reihenfolge.
Folgenden Ablauf einhalten:
- Dieselmotor abstellen.
- Multikupplungen lösen.
- alle Schutzdeckel montieren.

Elektrik verbinden / trennen

VORSICHT !

Stromführendes Anschlusskabel!
Stromschlag. Beschädigung der Elektrik.
 Vor Verbinden/ Trennen des Anschlusskabels (Bild 31, Nr. 9) sicherstellen, dass der Dieselmotor
abgestellt ist (Zündschlüssel in Stellung 0).

VORSICHT !

Anschlusskabel nicht fixiert!


Beschädigung der Anschlußkabel.
 Anschlusskabel vor dem Transport an der Blindsteckdose des Anbaugerätes einstecken. Deckel
schließen und Haltebügel verriegeln.

6 - 30
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6. AUF- UND ABBAU

6.7.3 Kellystange montieren


Drallfänger einbauen
 Drallfänger zwischen Kellystange und Kellyseil positionieren.

34

Drallfänger, Variante 1

GEFAHR !

Unvollständige Sicherung der Bolzen!


Lastabriss.
 Sicherstellen, dass Schrauben mittels Nitrodraht (Durchmesser: 3,2 mm) (Bild 34, Nr.1) gesichert
sind .

 Bolzen (Bild 34) einbauen.


 Schrauben mittels Nitrodraht (Durchmesser: 3,2 mm) (Bild 34, Nr.1) sichern.
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6. AUF- UND ABBAU

35

Drallfänger, Variante 2

GEFAHR !

Unvollständige Sicherung der Bolzen!


Lastabriss.
 Sicherstellen, dass Schrauben mittels Splint (Bild 35) gesichert sind .

 Bolzen (Bild 35, Nr.1) einbauen.


 Bolzen mittels Mutter (2) und Splint (1) sichern.

6 - 32
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6. AUF- UND ABBAU

36

VORSICHT !

Kellystange pendelt.
Maschine wird beschädigt.
 Umsichtiges und behutsames Hochziehen der Kellystange.

Kellystange einbauen
Stellen Sie sicher, dass die Kellystange mittels Drallfänger am Kellyseil angebaut ist.
 Mäkler nach vorne neigen (Bild 36, 2.).
 Kellystange vorsichtig anheben (Bild 36, 2.).
 Kellystange anheben bis sie frei hängt.
 Kellystange über den Bohrantrieb anheben.
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 Mäkler senkrecht stellen (Bild 36, 3).


 Kellystange in den Bohrantrieb einfahren.
 Bohrwerkzeug anbauen.

6 - 33
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6. AUF- UND ABBAU

6.8 Mäkler ablegen


6.8.1 Voraussetzungen
Stellen Sie sicher, daß folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
 Maschine wurde nach Punkt 5.2 "Kontrollen vor der täglichen Inbetriebnahme" inspiziert und ist
betriebsbereit.
 Glasscheiben der Fahrerkabine und Außenspiegel sind gereinigt.
 Montageteam ist gemäß Punkt 6.3.1 instruiert und einsatzbereit.

WICHTIG !
Die Bedienung kann mittels Zusatzpult (X25) oder Schalthebel erfolgen.

6.8.2 Übersicht der Montageschritte

• Bohrwerkzeug abbauen
• Bohrantrieb ganz nach unten fahren
• Kellystange demontieren
• Bohrantrieb abbauen
• Mäkler senkrecht stellen
• Mäkler auf minimale Ausladung verstellen
• Schlauchpaket befestigen
• Mäkler waagerecht stellen
• Mäkler auf Oberwagen ablegen

6 - 34
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6. AUF- UND ABBAU

37
6.8.3 Vorgangsweise
Bohrwerkzeug (Bild 38, 1. - 3.) abbauen

Bohrantrieb ganz nach unten verstellen (Bild 37 und


Bild 38, 4.)

Kellystange demontieren (Bild 39, 5. und 6.)

Bohrantrieb abbauen (Bild 39, 6. und 7.)


 Den Bohrgetriebeschlitten mit den vorgesehenen An-
schlägen fixieren (siehe Kapitel 6 unter "Bohreinrich-
tung montieren/demontieren").

38
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6. AUF- UND ABBAU

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6. AUF- UND ABBAU

Mäkler senkrecht stellen (Bild 40, 1. und 2.)


 Turmautomatik betätigen.

Mäkler auf minimale Ausladung verstellen (Bild 40, 3.)


 Die Grundarm-Verstellzylinder vollständig ausfahren.

Schlauchpaket befestigen

Mäkler waagerecht stellen (Bild 41, 4. - 6.)


 Stützzylinder einfahren.

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6. AUF- UND ABBAU

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Mäkler auf Oberwagen ablegen

VORSICHT !

Unsachgemäßes Ablegen des Mäklers!


 Sicherstellen, dass die Klauen links und rechts am
Oberwagen (entsprechend (Bild 42) nach aussen mon-
tiert sind.
 Sicherstellen, dass sich die Seile beim Ablegen des
Mäklers nicht verklemmen.
 Beide Stützzylinder vollständig einfahren.

 Grundarm-Verstellzylinder einfahren (siehe Bild 43, 7.)

43
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6. AUF- UND ABBAU

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6.9 Maschine abbauen und verladen
6.9.1 Galgen in Transportposition bringen

VORSICHT !

Unfallgefahr!
Geeignete Aufstiegshilfen verwenden.

• Federstecker, Scheibe und Bolzen (Bild 44, Nr. 1) aus-


bauen
45
• Vorwahltaster "Zylinderverstellfunktion Ein/Aus"
(Bild 45) auf dem Steuerpult rechts (X23) einschalten.

• Hilfsseil und Kellyseil ausreichend entlasten.


Kelly- und Hilfswinde dazu etwas senken fahren.
Die Seile dürfen nicht spannen!

46
• Galgen durch betätigen des Bedienhebels (Bild 46) in
die Transportposition klappen
• beide Bolzen wieder einbauen und mittels Scheibe
und Sicherungsfeder sichern

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LIEBHERR
6. AUF- UND ABBAU

6.9.2 Transportverzurrungen

VORSICHT !

Unfallgefahr!
Die Ausrüstung kann verrutschen.
Ausrüstung fachgerecht verzurren.

• Schlauchpaket am Mäkler verzurren.


Die Maschine soll problemlos verfahren werden kön-
nen.
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6. AUF- UND ABBAU

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6.9.3 Spurverstellung zusammenfahren
Das Zusammenfahren der Raupenträger auf die Trans-
portspur erfolgt sinngemäß in umgekehrter Reihenfolge
wie das Auseinanderfahren
(siehe Kapitel 6 unter "Raupenträger auf Arbeitsspur
verstellen").

WICHTIG !
Die Gleitflächen der Schiebeholme vor dem Zusammen-
fahren von Schmutz und Staub befreien und einfetten.

• Vorwahltaster "Zylinderverstellfunktion Ein/Aus" in der


Fahrerkabine am Steuerpult überprüfen bzw. betäti-
gen: die LED im Tasterfeld muss leuchten (Bild 47).

• Die Raupenträger werden jeweils durch Betätigen des


jeweiligen Bedienhebels am Unterwagen gleichmäßig
eingefahren.
Reihenfolge:
rechten Raupenträger einfahren
linken Raupenträger einfahren

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6. AUF- UND ABBAU

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6.9.4 Oberwagenverriegelung montieren

GEFAHR !

Unfallgefahr durch ungewolltes Drehen des Oberwa-


gens !
Die Oberwagenverriegelung muss
- beim Transport,
- bei Außerbetriebnahme und
- bei Wartungs- und Reparaturarbeiten an der Drehver-
bindung eingebaut werden.

VORSICHT !

Quetschgefahr und Beschädigungsgefahr !


Das Drehwerk darf bei verriegeltem Oberwagen nicht
betätigt werden.
Ausnahme: zum Ausbauen der Lasche der Oberwagen-
verriegelung, wenn der Bolzen festsitzt.
Vorsicht beim Einbauen des Bolzens. Quetschgefahr !

Vorgangsweise:
• Sicherungsfeder (Bild 48, Nr. 3) herausziehen und Bol-
zen (4) ausbauen.
• Oberwagen genau parallel zum Unterwagen drehen
(Fahrantriebe hinten).
• Lasche (1) am Oberwagen (2) einbolzen und über
Sicherungsfeder und Scheibe sichern.
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6.9.5 Maschine auf den Tieflader fahren


Siehe Kapitel 6 unter "Maschine vom Tieflader fahren".

49
6.9.6 Maschine außer Betrieb setzen
• Maschine laut Kapitel 5 abstellen
• Fahrerkabine versperren

Podest an der Fahrerkabine (Bild 49) in Transportpo-


sition bringen
• Das seitliche Podest hochklappen und gerade absen-
ken.

• Türen am Oberwagen versperren


• Aufstiege bei den Raupenträgern nach oben klappen.

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LIEBHERR
6. AUF- UND ABBAU

6.10 Transport
6.10.1 Sicherheitsvorschriften für das Be- und Entladen
• Das Gerät ist nach den Angaben in diesem Kapitel für den Transport vorzubereiten
(Transportposition).
• Tieflader und Transportfahrzeuge müssen mit geeigneten Verankerungen und Zurrmitteln zur
Ladungssicherung ausgerüstet sein.
• Mit dem Transportfahrzeug einen Sicherheitsabstand zu Bruch-, Gruben-, Halden-, und Bö-
schungsrändern sowie Rampen einhalten, sodass keine Absturzgefahr besteht.
• Der Fahrer muss das Führerhaus des Transportfahrzeuges für die Dauer der Be- und Entladetätig-
keit verlassen und darf sich nicht im Gefahrenbereich aufhalten.
Ausnahmen:
Das Führerhaus ist mit einem Schutzdach gegen herabfallende schwere Ausrüstungsteile
geschützt.
Es werden keine Lasten über das Führerhaus geschwenkt und das Führerhaus ist gegen die
Ladefläche mit einer Stirnwandverstärkung oder Prallwand geschützt.
• Beim Be- und Entladen ist sicherzustellen , dass
- Einweiser zur Verfügung stehen
- Personen durch herab- , umfallende oder wegrollende Ausrüstungsteile nicht gefährdet werden,
- ein ausreichender Sicherheitsabstand zu elektrischen Frei- oder Fahrleitungen eingehalten wird
(siehe Kapitel 3 "Sicherheitsvorschriften").
- das Transportfahrzeug nicht wegrollen, kippen, oder umstürzen kann.
- ausreichende Beleuchtungseinrichtungen bei schlechten Sichtverhältnissen vorhanden sind.
• Beim Ver- und Entladen mit einem Hilfskran
- nur Krane mit ausreichender Tragfähigkeit einsetzen,
- nur geprüfte Anschlagmittel verwenden,
- die vorgegebenen Anschlagpunkte verwenden,
- alle Teile so nahe wie möglich über dem Boden halten.

• Das Gerät und die Ausrüstung vorschriftsmäßig verzurren bzw. verstauen, sodass bei üblichen
Verkehrsbedingungen eine Gefährdung von Personen ausgeschlossen ist.
• Über die Ladefläche hinausragende Teile speziell kennzeichnen, damit sie von Verkehrsteilneh-
mern jederzeit wahrgenommen werden können.
• Beim Beladen der Transportfahrzeuge die zulässige Werte für Gesamtgewicht, Achslasten, stati-
sche Stützlast und Sattellast nicht überschreiten.
• Beim Abladen der Ausrüstung mit der gleichen Sorgfalt wie beim Beladen vorgehen. Alle losen
Ketten und Keile vor dem Entladen verräumen.
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6. AUF- UND ABBAU

Sicherheitsvorschriften für den Straßentransport


• Die nationalen Verkehrsregeln und lokalen Vorschriften sind zu beachten (bezüglich Transportge-
wicht, -breite, -kennzeichnung, Begleitfahrzeug, Lenk- und Ruhezeiten, etc.)
- dies gilt auch für Transitländer!
• Vor Transportbeginn müssen alle notwendigen Transportbewilligungen vorliegen.
• Die Transportroute vorher überprüfen und Erkundigungen einholen speziell über
- Straßenbreiten
- Durchfahrtsöffnungen bei Tunneln und Unterführungen,
- Tragfähigkeit von Brücken, Straßen- und Wegbefestigungen,
- Sicherheitsabstände zu Elektrizitätsleitungen.
• Der Fahrer muss zum Führen des Transportfahrzeuges
- körperlich und geistig geeignet sein,
- eine ausreichende Vorbildung, Kenntnis und Berufserfahrung aufweisen,
- durch persönliche Eigenschaften (z.B. Alter, Zuverlässigkeit, etc.) befähigt sein.

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6. AUF- UND ABBAU

6.10.2 Maschine mit Tieflader transportieren


Wird von einem Transportunternehmen ein Tieflader angefordert, sind vom Grundgerät folgende
Daten bekannt zu geben (siehe Kapitel 2 "Technische Daten"):

• Transportgewicht
• Transporthöhe
• Transportbreite

Das genaue Transportgewicht ist weiters abhängig vom Tankinhalt und eingebauten Optionen.

Die Maschine wird in der nachfolgend abgebildeten Position auf einem Transportfahrzeug (Tieflader)
transportiert (Bild 50). Für die Transportposition der Maschine gelten folgende Bedingungen:
• Das Schlauchpaket ist am Mäkler befestigt. Das Schlauchpaket für den Transport mit Spanngurten
verzurren.
• Der Bohrantrieb und das Bohrwerkzeug müssen für den Transport abmontiert werden.
- Galgen in Transportposition.
- Mäklerunterteil in Transportposition und der Bohrgetriebeschlitten ist abgebaut
• Seile sind ausgezogen oder für den Transport befestigt.
• Die Fahrerkabine ist versperrt, die Podeste sind in Transportposition.
• Die Oberwagenverriegelung ist eingebaut.
• Die Aufstiege am Unterwagen sind nach oben geklappt.
• Generell sind alle Teile, die die gesetzliche Transporthöhe oder -breite überschreiten für den
Transport entweder herunterzuklappen, wegzudrehen beziehungsweise zu demontieren.

50

Transportposition der Maschine (beispielhaft)


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6. AUF- UND ABBAU

WARNUNG !

Das Grundgerät kann auf dem Tieflader verrutschen!


Gegenmaßnahmen:
Die Ladefläche mit rutschhemmender Unterlage auslegen.
Die Verzurrung des Grundgerätes spätestens nach einer Tagesfahrt kontrollieren und nachspannen.

51
Grundgerät auf Tieflader verzurren und sichern (bei-
spielhaft)

• Vier Stahlketten gemäß Bild 51


- an Laschen beidseitig an den Raupenträgern
einhängen,
- kreuzweise am Tieflader verankern (Abspannwinkel
beachten),
- mit Ratschlastenspannern spannen.

VORSICHT !

Bei abweichender Verzurrung: Stahlketten keinesfalls


über Hydraulikleitungen legen und Lackoberflächen
nicht beschädigen.

6 - 48
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LIEBHERR
6. AUF- UND ABBAU

6.10.3 Überseetransport
Bei Auslieferung durch den Hersteller
ist die Fahrerkabine mit einer stabilen Holzverschalung gegen Transportschäden geschützt,
sind Ausrüstungs- und Zubehörteile in Holzkisten verpackt, die mit Plastikfolie ausgeschlagen und
gegen Wassereinbruch geschützt sind,
werden Trocknungsmittel zum Schutz von Elektronikkomponenten beigepackt.

VORSICHT !

Das Grundgerät und sensible Ausrüstungsteile können Salzwasser oder salzwasserhaltiger


Atmosphäre ausgesetzt sein durch:
unsachgemäßen Transport,
Schäden an Transportbehältern,
ungeeignete oder fehlerhafte Verpackungen.
Mögliche Folgen sind:
Teil- oder Totalausfall der elektronischen Steuerung,
Korrosionsschäden, welche die Sicherheit und Funktionstüchtigkeit beeinträchtigen.
Gegenmaßnahmen:
Das Grundgerät darf ausschließlich nur unter Deck transportiert werden.
Nur qualifizierte Transportunternehmen mit der Verpackung beauftragen.
Alle Teile des Geräts, die während dem Überseetransport Salzwasser ausgesetzt waren, vor dem
Aufbau oder einer Zwischenlagerung gründlich mit Süßwasser abspülen.
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6 - 49
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LIEBHERR
6. AUF- UND ABBAU

6.11 Maschine anheben


6.11.1 Voraussetzungen
- Mäkler und Galgen sind in Transportposition.
- Anschlagmittel mit ausreichender Festigkeit und einwandfreiem Zustand einsetzen.
- Krane mit ausreichender Tragfähigkeit einsetzen.
- Maschine nur bei Windstille (0 - 2 Beaufort) anheben.

6.11.2 Vorgangsweise

GEFAHR !

Absturzgefahr!
- Geeignete Aufstiegshilfen verwenden.
- Für ausreichende Sicherung sorgen.

52
Klauen am Oberwagen (Bild 52) nach innen montie-
ren.
Prüfen: Klauen greifen beidseitig in die Mäklerführung
ein.
• Schrauben anziehen. Anzugsmoment beachten.

53
Transportlaschen (Bild 53, Nr.1) anbringen.
• Ballast der Maschine prüfen.
• Transportlaschen nach Angaben in den Tabellen 6-01
- 6-04 bzw. Bild 54 positonieren.

6 - 50
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LIEBHERR
6. AUF- UND ABBAU

Schwerpunktslage Maschine
LB 20 Standardausführung ohne Optionen
Ballast in Gesamtgewicht FG in t, Tank leer X in Z in X1 in X2 in
t mm mm mm mm
keiner 51 454 1690 5340 6950
8 59 -55 1727 5852 6440
10 61 -176 1736 5970 6320

Tabelle 6-01

Schwerpunktslage Maschine
LB 24 Standardausführung ohne Optionen
Ballast in Gesamtgewicht FG in t, Tank leer X in Z in X1 in X2 in
t mm mm mm mm
keiner 53,5 434 1639 5360 6930
8 61,5 -51 1681 5850 6450
10 63,7 -167 1691 5960 6330

Tabelle 6-02

Schwerpunktslage Maschine
LB 28 Standardausführung ohne Optionen
Ballast in Gesamtgewicht FG in t, Tank leer X in Z in X1 in X2 in
t mm mm mm mm
keiner 69 311 1814 5660 9500
5 74 39 1835 5930 9240
5+5 79 -209 1853 6180 8990
5 + 10 84 -441 1867 6410 8750
5 + 5 + 10 89 -653 1881 6620 8540

Tabelle 6-03

Schwerpunktslage Maschine
LB 36 Standardausführung ohne Optionen
Ballast in Gesamtgewicht FG in t, Tank leer X in Z in X1 in X2 in
t mm mm mm mm
LB 28_V007 (es/mf/sh/hsj) LWN - TD15/7/2010

keiner 76,6 437 1757 5530 9630


5 81,5 183 1787 5790 9380
5+5 86,5 -52 1814 6020 9140
5 + 10 91,5 -273 1834 6240 8920
5 + 5 + 10 97 -478 1856 6450 8720

Tabelle 6-04

6 - 51
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LIEBHERR
6. AUF- UND ABBAU

54

Position der Tansportlaschen

55

• Klauen der Transportlaschen (Bild 55, Nr.1) auf die Mäklerbreite verstellen.
Prüfen: Klauen greifen beidseitig in die Mäklerführung ein.
• Bolzen (Bild 55, Nr.2) montieren.

6 - 52
115 532
LIEBHERR
6. AUF- UND ABBAU

56
Jeweils Kantenschutz (Bild 56, Nr.1) montieren.

Rundschlinge (Bild 57, Nr.1) und Zurrgurte (Bild 57, Nr.2) anbringen und verzurren.

57

Maschine anschlagen laut Bild 54


- Die Anschlagmittel sind mindestens zehn Meter lang.
- Anschlagwinkel längs: 0 - max. 20°.
- Anschlagwinkel quer: min. 85° - max. 90°.

GEFAHR !

Absturzgefahr!
- Bewegungen langsam und vorsichtig ausführen.
LB 28_V007 (es/mf/sh/hsj) LWN - TD15/7/2010

- Sicherstellen, dass die Maschine waagrecht hängt.

Maschine anheben
• Maschine ausnivellieren, ggf. Hubtraversen nachjustieren.
• Prüfen: Maschine hebt an allen Ecken gleichmässig vom Boden ab.
• Korrekte Lage des Schwerpunkts prüfen: Maschine dafür max. 100 mm anheben.

6 - 53
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LIEBHERR
6. AUF- UND ABBAU

NOTIZEN:

6 - 54
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LIEBHERR
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6. AUF- UND ABBAU
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7

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LIEBHERR
7. WARTUNG

7. WARTUNG
• Dieses Kapitel enthält, in Form von Tabellen, alle Wartungsarbeiten, die an der Maschine durchzu-
führen sind.
• Es sind jedoch nur die Arbeiten (nach 8 und nach 40 Betriebsstunden) erläutert, die der
Maschinenführer (Wartungspersonal) durchführen darf.
• Wartungsarbeiten nach 500 (und mehr) Betriebsstunden dürfen nur von autorisiertem Fachper-
sonal durchgeführt werden.

Wartungspersonal:
Geschultes Personal mit qualifizierter Ausbildung, welches über die Fachkenntnisse und Erfahrung
verfügt, die zur Durchführung der jeweiligen Wartungstätigkeiten notwendig sind.
Symbolische Kennzeichnung der Wartungstätigkeiten durch Wartungspersonal
x einmalige Tätigkeit
o Wiederholungsintervall
+ bei Bedarf
jährlich zu Beginn der kalten Jahreszeit
*
Autorisiertes Fachpersonal:
Speziell geschultes Personal, welches umfassende Detailkenntnisse über Komponenten oder Syste-
me besitzt und von LIEBHERR WERK NENZING zur Durchführung dieser Arbeiten autorisiert wurde.
In erster Linie sind dies LIEBHERR Service Monteure, welche direkt vom Hersteller oder einer seiner
Servicestellen ausgebildet wurden.
Symbolische Kennzeichnung der Wartungstätigkeiten durch autorisiertes Fachpersonal
x einmalige Tätigkeit
o Wiederholungsintervall
+ bei Bedarf
jährlich zu Beginn der kalten Jahreszeit
*
7.1 Allgemeines
HINWEIS !
Neben den Sicherheitsvorschriften gemäß Kapitel 3 ist vor allem darauf zu achten, dass sich
Personen bei Arbeiten am Oberwagen gegen Absturz zu sichern haben!
Die Wartungs- und Inspektionsintervalle sind in Betriebsstunden und Kalenderzeiten angegebenen,
wobei der zuerst erreichte Intervalltermin maßgebend ist. Zudem ergänzen sich die Intervalle. Dies
bedeutet, wenn Intervalle mit einer höheren Stundenzahl/Kalenderzeit durchgeführt werden, so sind
auch die Tätigkeiten mit niedrigerer Stundenzahl/Kalenderzeit durchzuführen.
LB 28_V007 (es/mf/sh/hsj) LWN - TD15/7/2010

Die Wartungstätigkeiten sind gewissenhaft durchzuführen und dürfen nicht überschritten werden, sind
jedoch bei Bedarf zu kürzen. Die Kürzung der Intervalle hängt in hohem Maße von den Einsatzbe-
dingungen ab.
Wenn das Gerät länger als 3 Monate permanent außer Betrieb gesetzt wird, müssen alle blanken
Teile gegen Witterungseinflüsse entsprechend konserviert werden.
Diese Konservierung muß vor der Inbetriebnahme wieder entfernt werden.

7-1
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LIEBHERR
7. WARTUNG

7.1.1 Schmierstoffe

Schmierstoffe haben 3 wesentliche Hauptaufgaben:


1.) Verringerung der Reibung
2.) Verhinderung von Korrosion
3.) Austrag von Schmutz bzw. von Abrieb-Partikel
Weiters ist zu beachten, dass um so höherwertiger der Schmierstoff ist, desto länger ist die
Lebensdauer der Komponenten bzw. desto geringer ist der Verschleiß. Höherwertige Schmierstoffe
haben auch eine geringere Feuchtigkeit, wodurch ein geringerer Verbrauch derselben einhergeht.
Die angegebenen Schmierintervalle dürfen nicht überschritten werden, sind jedoch bei Bedarf zu
kürzen. Die Kürzung der Intervalle hängt in hohem Maße von den Einsatzbedingungen ab.
Die Wartungsintervalle sind zu verkürzen wenn:
- die Temperaturunterschiede am Einsatzort sehr groß sind
- generell bei hoher Temp. gearbeitet wird
- in aggressiver Umgebung (z.B. Chemiewerk) gearbeitet wird
- in unsauberer, staubiger Luft gearbeitet wird
- sehr häufig hohe Lasten gehoben werden

WICHTIG !
Alle Schmiertätigkeiten mit Intervallangabe, die im Kapitel 7 "Schmierplan" angeführt sind, sind strikt
einzuhalten und befinden sich nicht mehr in der nachfolgenden Wartungstabelle.

7.1.2 Schweißarbeiten

GEFAHR !

Die Stahlkonstruktion der Maschine ist aus hochfestem Feinkornbaustahl hergestellt.


• Schweißarbeiten dürfen nur von autorisiertem Fachpersonal und laut genauer Anleitung durchge-
führt werden. Auch das Anschweißen untergeordneter Profile, Bleche, Rohre usw. ist von autori-
siertem Fachpersonal durchzuführen!
Vom Kunden, oder nicht von LIEBHERR WERK NENZING autorisiertem Personal durchgeführte
Schweißarbeiten, können zu erheblichen Schäden führen!
Es besteht Lebensgefahr!

WICHTIG !
Weitere Hinweise hierzu finden Sie im Kapitel 7 "Reparaturschweißungen".

7.1.3 Zylinder

Kolbenstangen der frei zugänglichen Zylinder schmieren:


Die Kolbenstangen aller Zylinder sind verchromt. Trotzdem können schmutzige und aggresive
Materialien die Chrombeschichtung beschädigen. Die Chrombeschichtung ist daher nur ein bedingter
Schutz.

Um eine Beschädigung zu verhindern, sicherstellen, dass die Kolbenstangen:


- mindestens einmal pro Woche aus- und wieder eingefahren werden.
- untersucht und sauber gehalten werden.
- wöchentlich mit dem Schutzmittel CORTEC VCI 369 (LWN Nr. 861008614) konserviert werden.

7-2
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LIEBHERR
7. WARTUNG

7.2 Wartungsliste
7.2.1 Durchzuführende Arbeiten

Wartung/Inspektion bei
Betriebsstunden DURCHZUFÜHRENDE ARBEITEN

4000 h / alle 2 Jahre durch Wartungspersonal durch autorisiertes Fachpersonal


6000 h / alle 3 Jahre
1000 h / halbjährlich

x einmalige Tätigkeit x einmalige Tätigkeit


500 h / 3-monatlich
40 h / wöchentlich

o Wiederholungsintervall o Wiederholungsintervall
Sonderintervalle
2000 h / jährlich

+ bei Bedarf + bei Bedarf


8 h / täglich

jährlich zu Beginn der kalten Jahreszeit jährlich zu Beginn der kalten Jahreszeit
* *

HYDRAULIKANLAGE
o Ölstand im Hydrauliktank am oberen Schauglas prüfen, ggf. nachfüllen.
Öltyp und Füllmenge - siehe Kapitel 7.
Alle Zylinder müssen eingefahren sein.
Ausnahme: Rückfallstützenzylinder bei LR/HS
o Hydrauliköl Ölanalyse durchführen, 10 h nach jedem Ölwechsel (Refe-
renzmessung)
x Hydrauliköl Ölanalyse durchführen bei 500 h
o Hydrauliköl Ölanalyse durchführen bei 1000 h / 1 Jahr
o Hydrauliköl Öl austauschen bei 2000 h / 2 Jahre bei NICHT Liebherr
Hydrauliköl
o Hydrauliköl Öl austauschen bei 4000 h / 4 Jahre bei Liebherr Hydraulik
37
o Hydrauliköl Öl austauschen bei 6000 h / 6 Jahre bei Liebherr Hydraulik
Plus bzw. Liebherr Hydraulik Plus Arctic
o Hydraulikanlage auf Dichtheit prüfen
o Alle Hydraulikschläuche prüfen
o Empfehlung: Alle 12000h Hydraulikschläuche erneuern; Zeitintervall
abhängig vom aufgeprägtem Datum
o Arbeitsdrücke der Hydraulikanlage prüfen, ggf. einstellen
o Drehdurchführung, Befestigung und Dichtheit prüfen
o Hydrauliktank; Entlüftungsfilter erneuern
o Hydraulikfiltereinsätze erneuern
o o Magnetstab im Rücklauffilter reinigen (wöchentliche Reinigung in den
ersten 250 Bh)
o Ölkühler auf Verschmutzung prüfen, ggf. reinigen
o Aggregate und Verschraubungen auf festen Sitz prüfen, ggf. festziehen
LB 28_V007 (es/mf/sh/hsj) LWN - TD15/7/2010

o Alle Hydraulikzylinder auf Dichtheit und festen Sitz prüfen


o Druckspeicher prüfen
o Druckspeicher auswechseln
o Kolbenstangen aller frei zugänglichen Zylinder schmieren

7-3
115 532
LIEBHERR
7. WARTUNG

Wartung/Inspektion bei
Betriebsstunden DURCHZUFÜHRENDE ARBEITEN

durch Wartungspersonal durch autorisiertes Fachpersonal

4000 h / alle 2 Jahre


6000 h / alle 3 Jahre
1000 h / halbjährlich

x einmalige Tätigkeit x einmalige Tätigkeit


500 h / 3-monatlich
40 h / wöchentlich

Sonderintervalle
o Wiederholungsintervall o Wiederholungsintervall
2000 h / jährlich

+ bei Bedarf + bei Bedarf


8 h / täglich

jährlich zu Beginn der kalten Jahreszeit jährlich zu Beginn der kalten Jahreszeit
* *

ELEKTROANLAGE / STEUERUNG
o Steuerung auf evtl. Fehler testen; Fehlerspeicher auslesen.
o Batterieanschlüsse reinigen, einfetten mit Polfett
o Batterien; Flüssigkeitsstand in den Zellen prüfen, ggf. nur mit destillier-
tem Wasser nachfüllen
o Alle Not-Halt Schalter auf Funktion prüfen
o Schaltschränke; alle Klemmen auf festen Sitz prüfen, ggf. nachziehen
o Kabelführungen und Kabelanschlüsse auf Scheuerstellen prüfen
o Hubendschalter, Ausleger-Endschalter und ggf. Endschalter der Ramm-
und Bohranlage auf korrekte Funktion prüfen
o Mechanischer Neigungsmesser auf korrekte Funktion prüfen
o Scheinwerfer / Zusatzscheinwerfer auf korrekte Funktion prüfen

7-4
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LIEBHERR
7. WARTUNG

Wartung/Inspektion bei
Betriebsstunden DURCHZUFÜHRENDE ARBEITEN

durch Wartungspersonal durch autorisiertes Fachpersonal

4000 h / alle 2 Jahre


6000 h / alle 3 Jahre
1000 h / halbjährlich x einmalige Tätigkeit x einmalige Tätigkeit
500 h / 3-monatlich
40 h / wöchentlich

Sonderintervalle
2000 h / jährlich o Wiederholungsintervall o Wiederholungsintervall
+ bei Bedarf + bei Bedarf
8 h / täglich

jährlich zu Beginn der kalten Jahreszeit jährlich zu Beginn der kalten Jahreszeit
* *

SEILE
o Korrekte Seilführung in den Seilrollen und korrekte Seilwicklung auf der
Trommel prüfen
o Seile auf Verschleiß, festen Sitz und Schmierung prüfen, ggf. nach-
schmieren
o Seilaufhängungen (Seilklemmen) auf Drahtbrüche, Rostfreiheit und fe-
sten Sitz der Verschraubungen prüfen
o Seile und Taschenschlösser prüfen
o Pressendverbindungen auf Risse prüfen, ggf. komplettes Seil erneuern
o Seilkauschenverbindungen prüfen
o Vorschubseile in Verbindung mit Vorschubwinde auf Verschleiß,
Drahtbrüche, Rostfreiheit und ausreichende Schmierung insbesondere
im Bereich der Vorschubwinde prüfen
o Vorschubseile in Verbindung mit Spillwinde erneuern
o Vorschubseile prüfen und ggf. erneuern
SEILROLLEN
o Alle Seilrollen auf Leichtgängigkeit, Verschleiß und Schäden prüfen
o Alle Seilrollen im Hubsystem (Unterflasche, Ausleger-Kopf, Seilumlen-
kungen, etc.) abschmieren
Fett-Typ siehe Schmierstofftabelle
o Alle Seilrollen im Auslegereinziehsystem abschmieren
Fett-Typ siehe Schmierstofftabelle
o Alle Seilrollen im Hubsystem bzw. Vorschubsystem abschmieren
Fett-Typ siehe Schmierstofftabelle
o Seilumlenkrolle auf festen Sitz prüfen
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7. WARTUNG

Wartung/Inspektion bei
Betriebsstunden DURCHZUFÜHRENDE ARBEITEN

durch Wartungspersonal durch autorisiertes Fachpersonal

4000 h / alle 2 Jahre


6000 h / alle 3 Jahre
1000 h / halbjährlich

x einmalige Tätigkeit x einmalige Tätigkeit


500 h / 3-monatlich
40 h / wöchentlich

Sonderintervalle
o Wiederholungsintervall o Wiederholungsintervall
2000 h / jährlich

+ bei Bedarf + bei Bedarf


8 h / täglich

jährlich zu Beginn der kalten Jahreszeit jährlich zu Beginn der kalten Jahreszeit
* *

ANSCHLAGMITTEL
o o Transportgurte und Rundschlingen auf Verschleiß prüfen (gemäß EN
1492-2)
o o Rundstahlketten auf Verschleiß und Schäden prüfen
LASTHAKEN / UNTERFLASCHEN
o o Alle Lasthaken/Unterflaschen auf Schäden, Verschleiß, Korrosion und
Aufweitung des Hakenmauls prüfen
o Lasthaken (ohne Rollen): Wirbel abschmieren
Fett-Typ siehe Schmierstofftabelle
o o Unterflaschen (mit Rollen): Lager und Achsen abschieren, Seilfixpunkt
prüfen, Leichtgängigkeit und Verschleiß der Rollen prüfen, Seilschutz
und Sicherungselemente auf Vorhandensein und Schäden prüfen
Fett-Typ siehe Schmierstofftabelle
o Sicherungsklappe auf Vorhandensein und Funktion prüfen
HECKBALLAST / ZENTRALBALLAST / ZUSATZBALLAST
o Heckballast; Fixierungslaschen und Rundstahlketten auf Schäden, Ver-
schleiß und festen Sitz prüfen
o Sicherungselemente auf Vorhandensein, Beschädigung und festen Sitz
prüfen
o Heckballast; Verbolzungszylinder und Endschalter prüfen sofern vorhan-
den
o Ballastaufnahmen (Bolzen/Laschen) auf Beschädigung prüfen
GESAMTE MASCHINE
o Maschine durch autorisiertes Fachpersonal prüfen
o o Stahlkonstruktion der Maschine auf Schäden, Risse prüfen
o Feuerlöscher auf Vorhandensein der Plomben und Fälligkeit der Prüfter-
mine prüfen
o Sicherheitsschilder an der Maschine auf Vollständigkeit und Lesbarkeit
prüfen

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7. WARTUNG

Wartung/Inspektion bei
Betriebsstunden DURCHZUFÜHRENDE ARBEITEN

durch Wartungspersonal durch autorisiertes Fachpersonal

4000 h / alle 2 Jahre


6000 h / alle 3 Jahre
1000 h / halbjährlich x einmalige Tätigkeit x einmalige Tätigkeit
500 h / 3-monatlich
40 h / wöchentlich

Sonderintervalle
2000 h / jährlich o Wiederholungsintervall o Wiederholungsintervall
+ bei Bedarf + bei Bedarf
8 h / täglich

jährlich zu Beginn der kalten Jahreszeit jährlich zu Beginn der kalten Jahreszeit
* *

DIESELMOTOR D934; D936; D846; D9508


o Motor; Ölstand und Öldruck prüfen
o Motoröl erneuern
Es darf nur E4-, E6-, E7-Motoröl verwendet werden
o Motor-Ölfilter erneuern
o Ölwanne und Motorlagerung, Befestigungsschrauben auf festen Sitz
prüfen
o Keilriemen, Zustand und Spannung prüfen, ggf. erneuern
o Motor auf Dichtheit, Beschädigungen und Verschmutzung prüfen, ggf.
reinigen
x o Ansaugsystem und Abgassystem auf Dichtheit und festen Sitz prüfen
o Ölabscheider-Filtereinsatz wechseln
Flammstartanlage am Beginn der kalten Jahreszeit prüfen
o
* Zahnkranz am Schwungrad leicht fetten
o Alle 3000h Schwingungsdämpfer auf Verformung prüfen (bei Motor-Typ
D934/D936)
o Ladeluft-Regelventil/Klappe am Turbolader prüfen (Waste Gate)
o Abgasrückführung (AGR): Absperrklappe prüfen (falls vorhanden)
x o Ventilspiel prüfen, ggf. einstellen
Heizflansch prüfen (außer Motor-Typ D846)
*
o Heizflansch wechseln (außer Motor-Typ D846)
o Kühlkreislauf; Kühlmittelstand prüfen, ggf. nachfüllen
o Frostschutzmittel- und DCA-Konzentration (DCA-4) prüfen, ggf. Wasser-
filter erneuern
o Kühlkreislauf; Kühlmittel erneuern
o Kühler und Lüfterrad auf Verschmutzung prüfen, ggf. reinigen
LB 28_V007 (es/mf/sh/hsj) LWN - TD15/7/2010

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7. WARTUNG

Wartung/Inspektion bei
Betriebsstunden DURCHZUFÜHRENDE ARBEITEN

durch Wartungspersonal durch autorisiertes Fachpersonal

4000 h / alle 2 Jahre


6000 h / alle 3 Jahre
1000 h / halbjährlich

x einmalige Tätigkeit x einmalige Tätigkeit


500 h / 3-monatlich
40 h / wöchentlich

Sonderintervalle
o Wiederholungsintervall o Wiederholungsintervall
2000 h / jährlich

+ bei Bedarf + bei Bedarf


8 h / täglich

jährlich zu Beginn der kalten Jahreszeit jährlich zu Beginn der kalten Jahreszeit
* *

Fortsetzung: DIESELMOTOR D934; D936; D846; D9508


o Verschlussdeckel am Ausgleichsbehälter wechseln
o Kraftstoff-Vorfilter, ggf. Kondenswasser ablassen
o Kraftstoff-Vorfilter auswechseln (ggf. früher bei Fehlermeldung/Lei-
stungsabfall)
o Kraftstoff-Feinfilter erneuern (ggf. früher bei
Fehlermeldung/Leistungsabfall)
o Kraftstoff-Tank; Kondenswasser und Sedimente ablassen
o x Kühlmittelpumpe prüfen, ggf. auswechseln
o Trockenluftfilter, Unterdruck-Anzeige auf Funktion prüfen
o Trockenluftfilter; Staubsammelbehälter entleeren (ggf. früher)
o Trockenluftfilter; Filterelemente erneuern
DIESELPARTIKELFILTER
o Kondensat-Abscheider prüfen
o Kondensat-Abscheider austauschen
o Kabel, Schläuche und Schraubenverbindungen prüfen
o Sichtkontrolle des Dieselpartikelfiltersystems
o Befestigungsschellen auf Anzugsmoment (12 Nm) prüfen
o Filter von Ölasche reinigen (bei Verwendung von Liebherr Motoröl
10W 40 low ash)
o Filter von Ölasche reinigen (bei Verwendung von allen anderen zulässi-
gen Motorölen)

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7. WARTUNG

Wartung/Inspektion bei
Betriebsstunden DURCHZUFÜHRENDE ARBEITEN

durch Wartungspersonal durch autorisiertes Fachpersonal

4000 h / alle 2 Jahre


6000 h / alle 3 Jahre
1000 h / halbjährlich x einmalige Tätigkeit x einmalige Tätigkeit
500 h / 3-monatlich
40 h / wöchentlich

Sonderintervalle
2000 h / jährlich o Wiederholungsintervall o Wiederholungsintervall
+ bei Bedarf + bei Bedarf
8 h / täglich

jährlich zu Beginn der kalten Jahreszeit jährlich zu Beginn der kalten Jahreszeit
* *

VERTEILERGETRIEBE
o Ölstand und Entlüftungsventil prüfen
o Öl wechseln
o Befestigungsschrauben auf festen Sitz prüfen
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7. WARTUNG

Wartung/Inspektion bei
Betriebsstunden DURCHZUFÜHRENDE ARBEITEN

durch Wartungspersonal durch autorisiertes Fachpersonal

4000 h / alle 2 Jahre


6000 h / alle 3 Jahre
1000 h / halbjährlich

x einmalige Tätigkeit x einmalige Tätigkeit


500 h / 3-monatlich
40 h / wöchentlich

Sonderintervalle
o Wiederholungsintervall o Wiederholungsintervall
2000 h / jährlich

+ bei Bedarf + bei Bedarf


8 h / täglich

jährlich zu Beginn der kalten Jahreszeit jährlich zu Beginn der kalten Jahreszeit
* *

ALLE WINDEN
o Windengetriebe; Ölstand prüfen
o Windengetriebe auf Dichtheit prüfen, ggf. Ölanalyse durchführen
x o Windengetriebe; Öl erneuern
o Vorschubwinde; Öl erneuern
o Gegenlager abschmieren, wenn Schmiermöglichkeit vorhanden
o Seilende, Befestigung auf festen Sitz prüfen
o 3-Windungs-Endschalter auf festen Sitz und Funktion prüfen
o Winden auf festen Sitz prüfen (Bolzenspiel, -sicherung)
o Befestigungsschrauben auf festen Sitz prüfen, ggf. festziehen
o Mechanische Verbindung Hydraulikmotor/Getriebe bzw. Antrieb (Rit-
zel/Hülse) auf Verschleiß prüfen, ggf. erneuern
o Stillstandswächter auf festen Sitz und Funktion prüfen
o Sichtprüfung durchführen; Laufzeiten der Winden erfassen
o Haltebremsen auf Funktion prüfen
o Freifallbremsen auf Funktion prüfen (falls vorhanden)
o Konstantzug Winde 1 und 2, auf korrekte Funktion prüfen (falls
vorhanden)
o Freilauf auf korrekte Funktion prüfen (falls vorhanden)
x o Hydraulikmotor und Antriebsplanetenstufe: Zahnprofile auf Verschleiß
prüfen, ggf. erneuern
o Seilzugbegrenzung auf korrekte Funktion prüfen
o Seilzugbegrenzung mit Testgewichten auf korrekte Funktion prüfen
BERUHIGUNGSWINDE
o Festsattelbremse auf Beschädigung prüfen
o Seilhalterung am Hauptausleger-Anlenkstück schmieren und Seilrollen
auf Beschädigung prüfen

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7. WARTUNG

Wartung/Inspektion bei
Betriebsstunden DURCHZUFÜHRENDE ARBEITEN

durch Wartungspersonal durch autorisiertes Fachpersonal

4000 h / alle 2 Jahre


6000 h / alle 3 Jahre
1000 h / halbjährlich x einmalige Tätigkeit x einmalige Tätigkeit
500 h / 3-monatlich
40 h / wöchentlich

Sonderintervalle
2000 h / jährlich o Wiederholungsintervall o Wiederholungsintervall
+ bei Bedarf + bei Bedarf
8 h / täglich

jährlich zu Beginn der kalten Jahreszeit jährlich zu Beginn der kalten Jahreszeit
* *

KABINE
o Scheiben der Kabine auf Beschädigungen prüfen
o Kabinentür und Türschloss auf korrekte Funktion prüfen
o Außenspiegel und Innenspiegel auf Beschädigungen prüfen
o Fahrersitz auf korrekte Funktion prüfen
o Hydraulische Kabinenneigung auf korrekte Funktion prüfen
o Hydraulische Kabinenneigung; Verstellzylinder, Hydraulikschläuche und
Anschlüsse auf Dichtheit und Beschädigungen prüfen
o Hydraulische Kabinenerhöhung;
- Akustisches Warnsignal auf Funktion prüfen,
- Bedienelemente (Ventile, Anzeige usw.) auf korrekte Funktion prüfen
- Sicherheitskette auf Vorhandensein und Funktion prüfen
o Hydraulische Höhenverstellung der Kabine;
- Hydraulikschläuche und Anschlüsse auf Dichtheit und Beschädigun-
gen prüfen
- Abseilvorrichtung auf Vorhandensein und Funktion prüfen
- Anhängepunkt an der Kabine auf Schäden prüfen
- Notabsenkung prüfen
- Verbolzung auf Vorhandensein der Sicherungselemente prüfen
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7. WARTUNG

Wartung/Inspektion bei
Betriebsstunden DURCHZUFÜHRENDE ARBEITEN

durch Wartungspersonal durch autorisiertes Fachpersonal

4000 h / alle 2 Jahre


6000 h / alle 3 Jahre
1000 h / halbjährlich

x einmalige Tätigkeit x einmalige Tätigkeit


500 h / 3-monatlich
40 h / wöchentlich

Sonderintervalle
o Wiederholungsintervall o Wiederholungsintervall
2000 h / jährlich

+ bei Bedarf + bei Bedarf


8 h / täglich

jährlich zu Beginn der kalten Jahreszeit jährlich zu Beginn der kalten Jahreszeit
* *

HEIZUNG / LÜFTUNG / KLIMAANLAGE


o Heizung und Lüftungsanlage auf Funktion prüfen
o
* Klimaanlage auf Funktion und Dichtheit prüfen
o Frischluftfilter hinten oben in der Kabine erneuern
o Warmwasserkreislauf; Schläuche auf Dichtheit oder Schäden prüfen
o Heizung in Betrieb nehmen und sicherstellen, dass genügend Frost-
schutz im Wasserkreislauf ist
o Kältemittelfüllung prüfen
o Trockner auf mechanische Schäden und Korrosion prüfen
o Trockner tauschen
o Kältemittelschläuche und Anschlüsse prüfen auf Dichtheit und
Beschädigungen
o Kompressor auf Dichtheit und festen Sitz prüfen
o Antriebsriemen auf Schäden prüfen
o Kondensator und Verdampfer auf Dichtheit und Verschmutzung prüfen,
ggf. reinigen
o Filter an Heizklimagerät reinigen, ggf. tauschen
o Kondensator und Verdampfer reinigen
o Klimaanlage monatlich in Betrieb nehmen (Schmierung der Teile der
Anlage)

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Wartung/Inspektion bei
Betriebsstunden DURCHZUFÜHRENDE ARBEITEN

durch Wartungspersonal durch autorisiertes Fachpersonal

4000 h / alle 2 Jahre


6000 h / alle 3 Jahre
1000 h / halbjährlich x einmalige Tätigkeit x einmalige Tätigkeit
500 h / 3-monatlich
40 h / wöchentlich

Sonderintervalle
2000 h / jährlich o Wiederholungsintervall o Wiederholungsintervall
+ bei Bedarf + bei Bedarf
8 h / täglich

jährlich zu Beginn der kalten Jahreszeit jährlich zu Beginn der kalten Jahreszeit
* *

DREHWERKGETRIEBE und DREHVERBINDUNG


o Ölstand prüfen, ggf. nachfüllen
o Getriebe auf Dichtheit prüfen
x o Öl erneuern
o Getriebe und Ölmotor: Befestigungsschrauben auf festen Sitz prüfen
(Befestigungsschrauben dürfen maximal 2 weiteren Montagevorgängen
ausgesetzt werden)
o Drehverbindung: Befestigungsschrauben auf festen Sitz prüfen
o Drehverbindung; Außenverzahnung nachschmieren
o Drehverbindung; Laufbahnen über die zentrale Schmierstelle nach-
schmieren (bevorzugt zu Schichtende)
o Drehwerkritzel und Zahnkranz; Sichtprüfung durchführen
x o Drehverbindung; Lagerspiel messen
o Drehwerk; Haltebremse auf Funktion prüfen
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Betriebsstunden DURCHZUFÜHRENDE ARBEITEN

durch Wartungspersonal durch autorisiertes Fachpersonal

4000 h / alle 2 Jahre


6000 h / alle 3 Jahre
1000 h / halbjährlich

x einmalige Tätigkeit x einmalige Tätigkeit


500 h / 3-monatlich
40 h / wöchentlich

Sonderintervalle
o Wiederholungsintervall o Wiederholungsintervall
2000 h / jährlich

+ bei Bedarf + bei Bedarf


8 h / täglich

jährlich zu Beginn der kalten Jahreszeit jährlich zu Beginn der kalten Jahreszeit
* *

FAHRWERKGETRIEBE
o Ölstand prüfen
x o Öl wechseln (bei hohem Fahrwerksanteil, größer als 15% der Motorbe-
triebsstunden)
o Befestigungsschrauben auf festen Sitz prüfen
o Turasrad und Fahrwerkmotor; Befestigungsschrauben auf festen Sitz
prüfen
o Getriebe und Hydraulikverschraubungen auf Dichtheit prüfen
FAHRWERK
o Bei Fahrwerksteilen (Tragrollen, Laufrollen, Leiträder, Bodenplatten)
Sichtprüfung durchführen
o Fahrwerk reinigen, ggf. früher
o Schrauben, Muttern, Befestigungsbolzen auf festen Sitz prüfen
o Bei teleskopierbaren Unterwagen sind die Klemmschrauben der Holme
an den Raupenträgern auf festen Sitz zu prüfen, ggf. festziehen (HS855
oder LR1100: Klemmschrauben ausschließlich spielfrei festziehen)
o Kettenführungen auf Verschleiß und festen Sitz prüfen
o Kettenspannung prüfen, ggf. nachspannen (ggf. früher); Hinweis: Bei
hydraulischer Vorspannung erfolgt das Nachspannen bei Fahrwerksan-
steuerung
o Schrauben Bodenplatten nachziehen
o Spannzylinder auf Dichtheit prüfen

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Betriebsstunden DURCHZUFÜHRENDE ARBEITEN

durch Wartungspersonal durch autorisiertes Fachpersonal

4000 h / alle 2 Jahre


6000 h / alle 3 Jahre
1000 h / halbjährlich x einmalige Tätigkeit x einmalige Tätigkeit
500 h / 3-monatlich
40 h / wöchentlich

Sonderintervalle
2000 h / jährlich o Wiederholungsintervall o Wiederholungsintervall
+ bei Bedarf + bei Bedarf
8 h / täglich

jährlich zu Beginn der kalten Jahreszeit jährlich zu Beginn der kalten Jahreszeit
* *

RAMM- und BOHRANLAGE


o Mäklerstöße kontrollieren
o Schrauben der Mäklerstöße auf festen Sitz kontrollieren (mind. alle
100h)
o Schrauben der Mäklerstöße durch neue Originalteile ersetzen (Schrau-
ben der Mäklerstöße dürfen maximal 2 weiteren Montagevorgängen
ausgesetzt werden)
o Ramm- und Bohranlage abschmieren
o Ramm- und Bohranlage auf Schäden und Verschleiß prüfen (Risse,
Kerben, Korrosion, plastische Verformung, Abnutzung)
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Betriebsstunden DURCHZUFÜHRENDE ARBEITEN

durch Wartungspersonal durch autorisiertes Fachpersonal

4000 h / alle 2 Jahre


6000 h / alle 3 Jahre
1000 h / halbjährlich

x einmalige Tätigkeit x einmalige Tätigkeit


500 h / 3-monatlich
40 h / wöchentlich

Sonderintervalle
o Wiederholungsintervall o Wiederholungsintervall
2000 h / jährlich

+ bei Bedarf + bei Bedarf


8 h / täglich

jährlich zu Beginn der kalten Jahreszeit jährlich zu Beginn der kalten Jahreszeit
* *

ZUBEHÖR / OPTIONEN
o Betankungspumpe; prüfen auf korrekte Funktion und Dichtheit
o Helikopterleuchten auf Funktion und Beschädigungen prüfen
- Netzkabel und Anschluss-Stecker (230 V), sofern vorhanden, auf
Beschädigungen prüfen
o Seillängenmessung aller Winden und Höhenverstellungen auf korrekte
Funktion prüfen
o Persönliche Schutzausrüstung auf Vorhandensein, Unversehrtheit, Voll-
ständigkeit prüfen
o GSM Service Modem auf korrekte Funktion prüfen
o Schlitzwandgreifer auf korrekte Funktion prüfen
o Schlauchwinden, Auffangwannen, Kabelwinden, Schlauchführungen,
Kabelführungen, Seilrollenkabel und Schlauchrollen mit Abstreifer auf
Beschädigung und korrekte Befestigung prüfen
o Seilrollenkabel und Schlauchrollen am Auslegerkopf auf Leichtgängig-
keit prüfen
o Lagerung der Schlauchwinde an der Zentralschmierstelle abschmieren
o Schlauchwindengetriebe, Ölstand prüfen
x o Schlauchwindengetriebe, Öl wechseln
o Bolzenziehvorrichtung auf Vollständigkeit und korrekte Funktion prüfen
o Grabseilführung abschmieren
o Grabseilführung auf Verschleiß und Beschädigungen prüfen
o Auffanggurt und Fallschutzläufer auf korrekte Funktion prüfen
o Auffanggurt und Fallschutzläufer prüfen lassen
o Hydraulikölheizung auf korrekte Funktion prüfen
o Stillstandsheizung auf korrekte Funktion prüfen
o Funktionssperre auf kokrrekte Funktion prüfen
o Zentralschmierung für Drehkranz auf korrekte Funktion prüfen
o Zentralschmierung für Zahnflanken auf korrekte Funktion prüfen
o Zentralschmierung für Mäklerschlitten auf korrekte Funktion prüfen
o Zentralschmierung für Kinematik auf korrekte Funktion prüfen
o PDE und Drucker auf korrekte Funktion prüfen
o Rüttlerkühlung auf korrekte Funktion prüfen

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7.3 Dieselmotor
7.3.1 Motor; Ölstand und Öldruck prüfen
Ölstand prüfen
Motorölstand nur bei waagerecht stehendem Gerät prü-
fen.
• Dieselmotor abstellen und 2 - 3 Minuten warten, bis
sich das Öl in der Ölwanne gesammelt hat.
• Mittlere Wartungstür am Oberwagen links öffnen.

• Ölmessstab (Bild 1, Nr. 3) herausziehen, mit einem


sauberen Tuch abwischen und wieder bis zum An-
schlag einschieben. 2

• Ölmeßstab erneut herausziehen und Ölstand kontrol-


lieren.
• Der Ölstand muß zwischen der MIN. und MAX.
Markierung am Ölmessstab liegen, ggf. Öl nachfüllen
(Bild 2).
- Gesamt-Ölmenge und Spezifikation des zu verwen-
denden Motoröles siehe Kapitel 7 "Füllmengen"
und "Schmierstoffanfoderungen".

Öldruck prüfen

• Dieselmotor starten, siehe Kapitel 5

• Auf der Seite "Aggregatüberwachungen"


(Kapitel 4) den Öldruck prüfen.
Folgende Werte müssen erreicht werden:
- Motor im kalten Zustand bei Leerlaufdrehzahl;
5 bar
- Motor im warmen Zustand bei Leerlaufdrehzahl;
3 - 4 bar
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7.4 Kraftstoffanlage

GEFAHR !

Bei Arbeiten an der Kraftstoffanlage ist Rauchen und der Umgang mit offenem Feuer und
offenem Licht verboten!
Kraftstoff nie auf den Boden ablassen, immer geeigneten Behälter zum Auffangen verwenden!

3
7.4.1 Kondenswasser ablassen
Der Wasserabscheider (Bild 3, Nr. 3) und der Kraftstoff-
filter (1) sind direkt am Dieselmotor befestigt.
• Hintere Wartungstür links am Oberwagen öffnen.
• Geeigneten Behälter (Fassungsvermögen ca. 5 l) un-
ter dem Wasserabscheider und Kraftstofffilter
plazieren.
• Die Ablaßschraube (Bild 3, Nr. 4) an der Unterseite
(durch drehen gegen den Uhrzeigersinn) öffnen und
solange Kondenswasser ablassen, bis nur noch reiner
Kraftstoff ausfließt.
• Ablaßschraube wieder schließen.
4
7.4.2 Kondenswasser und Sedimente am Kraft-
stofftank ablassen
Der Kraftstofftank (Bild 4) ist an der Unterseite mit einem
Entwässerungsventil (3) ausgestattet, das es ermöglicht
Kondenswasser vom Kraftstofftank abzulassen. Ebenso
dient es zum Ablassen von Kraftstoff.
Zum Ablassen des Wassers, die Ablaßschraube am Ab-
laßventil um zwei Umdrehungen aufdrehen, bis wasser-
freier Kraftstoff austritt, dann die Schraube wieder
zudrehen.

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7.4.3 Kraftstoffanlage entlüften

VORSICHT !

Alle Arbeiten an Bauteilen des Common Rail Systems dürfen nur von speziell geschultem
Personal durchgeführt werden!

Ein Entlüften der Kraftstoffanlage kann nach folgenden


Arbeiten notwendig sein:

- Kraftstofftank wurde leer gefahren.


- Kraftstofffilter wechseln.
- Kraftstofftank reinigen.
- Kraftstoffanlage reparieren.
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7.5 Kühlanlage
7.5.1 Kühlmittel, Füllstand prüfen, ggf. nachfüllen

VORSICHT !

Verbrennungsgefahr durch heißes Kühlmittel !


Bei Betriebstemperatur ist das Motorkühlsystem sehr heiß und steht unter Druck!
Vermeiden Sie Berührungen mit kühlmittelführenden Teilen!
Prüfen Sie den Kühlmittelstand nur, wenn das System abgekühlt ist!

5
• Der Kühlmittelstand muss im kalten Zustand des Die-
selmotors in der Mitte des Schauglases (Bild 5, Nr. 1)
zu sehen sein, ggf. ist nachzufüllen.

Kühlmittel nachfüllen

WICHTIG !
Der Kühlerverschluss mit Überdruckventil (Bild 5, Nr. 2)
am Ausgleichsbehälter (Bild 5) ist verplombt und darf
nicht geöffnet werden! Er dient zum Entlüften des Kühl-
systems!

• Kühlsystem ist kalt


- Kühlerverschluss mit Unterdruckventil (Bild 5, Nr. 3) öffnen.
- Kühlmittel nachfüllen bis Mitte Schauglas.

• Kühlsystem ist heiß (Verbrennungsgefahr, Schutzhandschuhe tragen)!


Beim Ansprechen des Füllstandsensors während des Betriebs muss der Kühlmittelstand überprüft
und nachgefüllt werden.
- Kühlerverschluss mit Unterdruckventil (Bild 5, Nr. 3) vorsichtig zuerst um 90° drehen,
um einen evtl. Überdruck abzulassen.
- Kühlmittel nachfüllen bis das Schauglas ganz gefüllt ist.

HINWEIS !
Die Kühlanlage ist ganzjährig mit einem entsprechenden Kühlmittel zu befüllen. Dieses Kühlmittel
besteht zu je 50 % aus Frischwasser und Korrosions-Frostschutzmittel.
Spezifikation siehe Kapitel 7 "Füllmengen" und "Schmierstoffanforderungen".

Ab Werk ist die Kühlanlage mit Korrosions-Frostschutzmittel bis -37 °C [-35°F] befüllt.

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7. WARTUNG

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7.6 Trockenluftfilter
7.6.1 Anordnung am Zentralaggregat
Der Trockenluftfilter ist nach dem Öffnen der vordersten
Wartungstüre links am Oberwagen zugänglich.
Bezeichnung der Komponenten (Bild 6)
1 Kunststoffdeckel
2 Entleeröffnung des Staubsammelbehälters

7
Bezeichnung der Komponenten (Bild 7)
1 Hauptelement
2 Sicherheitselement

8
Der Trockenluftfilter ist mit einem Drucksensor für die
Verschmutzungsanzeige (Bild 8, Nr. 1) ausgestattet.
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7.6.2 Staubsammelbehälter entleeren


• Der Staubsammelbehälter ist zu entleeren, wenn auf der Bildschirmseite "Aggregatüberwachungen"
die Fehlermeldung "Luftfilter verschmutzt" erscheint.
• Entleeröffnung des Staubsammelbehälters drücken und Schmutz entsorgen.
• Metalllaschen öffnen und Kunststoffdeckel (1) abnehmen.
• Hauptelement (Bild 7, Nr. 1) entnehmen.
• Das Hauptelement von innen nach außen mit Druckluft durchblasen.
Der Druck darf 5 bar nicht überschreiten. Die Düse ist im Element auf und ab zu bewegen und
mindestens 2 cm vom Element entfernt zu halten. Die Reinigung ist beendet, wenn kein sichtbarer
Staubaustritt mehr erfolgt.

• Das Sicherheitselement (2) ist auf festen Sitz zu überprüfen.

• Hauptelement einsetzen.
• Kunststoffdeckel wieder aufsetzen, und mittels Metallklammern wieder befestigen.

HINWEIS !
Der Trockenluftfilter ist so ausgelegt, daß er einen maximalen Motorschutz bei großen Wartungsinter-
vallen bietet.
Es wird empfohlen, die Filterpatrone nur beim Aufleuchten der Anzeige "Luftfilter verschmutzt" auf
der Bildschirmseite für "Aggregateüberwachungen", jedoch mindestens einmal jährlich herauszu-
nehmen. Durch zu häufigen Aus- und Einbau können die Dichtungen zwischen dem Filterelement
und dem Gehäuse beeinträchtigt werden.
Das Hauptelement ist nach 3 Reinigungen oder spätestens nach einem Jahr zu erneuern.
Bei starker Verschmutzung des Hauptfilterelementes ist dieser zu erneuern.
Das Sicherheitselement (Bild 7, Nr. 2) darf nicht gereinigt und wiederverwendet werden. Es
soll nach 3 Reinigungen des Hauptelements durch ein neues ersetzt werden.
Es dürfen nur Original-Filterelemente verwendet werden.

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7.7 Verteilergetriebe
7.7.1 Getriebeölstand prüfen
Getriebeölstand bei waagrecht stehendem Gerät prüfen.
Nach Abstellen des Dieselmotors 2 - 3 Minuten warten,
um das Öl zu sammeln.
• Ölmessstab (Bild 9, Nr. 1) herausziehen, mit einem
sauberen Lappen abwischen und wieder bis zum An-
schlag einstecken.

• Ölmessstab herausziehen und Ölstand kontrollieren.


• Der Ölstand muss zwischen der MIN. und MAX. Mar-
kierung am Ölmessstab liegen ggf. Öl nachfüllen
(Bild 10). 10
- Gesamt-Ölmenge und Spezifikation des zu verwen-
denden Öles siehe Kapitel 7 "Füllmengen"
und "Schmierstoffanforderungen".
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7.8 Fahrwerk
7.8.1 Fahrwerk reinigen und pflegen

HINWEIS !
Verunreinigungen führen zu erhöhter Kettenspannung!
• Fahrwerk regelmäßig reinigen.
• Auf sauberen Zustand des Fahrwerkes achten.

HINWEIS !
• Geeignete Reinigungsmittel verwenden.
• Unterwagen mit Hochdruckreiniger reinigen.

7 - 24
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7.9 Leiträder
Die Leiträder sind in Führungen am Raupenträger gelagert und mit einem Spannsystem ausgerüstet.

7.9.1 Übersicht Spannsysteme Fahrwerk

Fettspanner/ Fettspanner/ Fettspanner/ Hydraulikspanner


Feder Stickstoffzylinder Elastomerzylinder

Kettenspannung X X X -
prüfen

HS 825 X

HS 835 X

HS 845 X

HS 855 X

HS 875 X

HS 885 X

HS 895 X

LR 1100 X

LR 1130