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Seminar : Techniken politikwissenschaftlichen Arbeitens Mödlhamer

LV-Leiter : Christoph Mödlhamer, MA BA

Wie beeinflusst der Differenzierungsgrad der Schüler in der


Sekundarstufe die Chancengleichheiten an Bildung in
Österreich ?

Name: Ioana Sturza


Matrikelnummer: 11817297
Abgegeben am: 1.3.2020

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung………………………………………………………………………….3

2. Forschungsfrage und Argument………………………………………………….5

3. Empirie……………………………………………………..……………………...8

4. Fazit…………………………………………………………………………....…...9

5. Bibliographie:……………………………………………………….……………11

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1. Einleitung

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ - so lautet der erste Artikel
aus der „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“, festgelegt von den Vereinten Nationen am 10.
Dezember 1948 im Palais de Chaillot. Mehr als 160 Länder aus den 190 UN Mitglieder verwenden
in ihren Bundesverfassung das Wort Würde. Aber was heißt Würde? Ist das ein Konzept, das leicht
definierbar ist? Hängt es von den einzelnen ab oder eher von der Ganzheit, vom gesellschaftlichen
Konstrukt? Ist das Begriff über Zeit (und/ oder Ort) hinweg durch andere Interpretationen zu
erklären oder dagegen, ist das einen allgemein gültiges Ansatz? Denn, wenn man sich heutzutage
die Frage stellt ob die Bildung in einem bestimmten Zusammenhang zu Würde steht, dann erkennt
man, dass damit sich der intrinsischer Wert der Menschen frei entfalten kann, damit die Menschen
keinem Gesetz gehorchen, als dem, das sie zugleich selbst geben, dann müssen sie ein bestimmter
Maß an Wissen haben. Und wer sorgt für dieses Verständnisgrad wenn nicht die oberste
gesellschaftliche Instanz – die Herrschaft?

Die folgende Studie untersucht den Zusammenhang zwischen der Differenzierung der
unterschiedlichen Leistungsgruppen die für die 10 bis 14jährigen Jugendlichen nach Volksschule
erfolgt und das Niveau an Chancengleichheit in Bildung.

Aktualität

Dass das Themen der Bildung und Chancengleichheit in unserer Zeit höchstaktuell sind muss fast
nicht mehr erwähnt werden, denn was könnte uns heute, in einer Zeit von Wandel, in die die
Menschen auf die Kreuzung zwischen einem Erlebnis reich an neue Möglichkeiten, Freude und
Wissen und Selbstzerstörung stehen, mehr beschäftigen als die Entwicklung der neuen Generation?
Obwohl das Konzept von „Wissen“ / „Schule“ und das von „Bildung“ von manchen streng getrennt
wird (Professor Agnes F. Perkins „Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn alles Gelernte vergessen
ist“ (Perkins, 1908) also „Bildung“ und „Gelernte“ seine teilweise disjunkt) muss man heutzutage
davon ausgehen, dass die Schule nicht nur „Lesen und Schreiben, Latein und Griechisch“ einem
aneignen sollte sondern auch einem den Weg nach Persönlichkeitsentfaltung erschaffen sollte.
Das Thema beschreibt einerseits eine politische Frage aber gleichzeitig ein Konzept der die
gemeinsame Bevölkerungsgruppe betrifft: wir alle hatten oder hatten nicht die Chance Schüler zu

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sein, haben von den öffentlichen Bildungssystem profitiert oder nicht, haben uns basiert auf diese
Erfahrungen das Leben gestaltet und uns eventuell eine normative Meinung gebildet.
Ein weiteres aktuelles und höchstsignifikantes Annäherungspunkt ist, dass die Bildung in Österreich
und nicht nur da vererbt wird. Das heißt, dass Faktoren wie ob die Eltern der Schüler einen höheren
Abschluß haben oder nicht, finanzieller Stand der Eltern (das Haushaltseinkommen), intellektuelle
Vorbereitung in der Famillie, regelmäßige Beschäftigungen der anderen Famillienmitglieder
(Arbeitsplatz, Hobbys, Freundenkreis) und allgemeiner Umfeld von Zuhause (wie viele Bücher im
Regal liegen, Anzahl der Zeitung-Abos usw.) eine wesentliche Rolle für der akademischer
Werdegang der Kinder spielt: ob sie länger und erfolgreicher der weniger und oberflächlicher
studieren werden (OECD, 2018). Laut des OECD Berichtes aus 2018 befindet sich Österreich im
Vergleich zu andere Industrieländer eher in der Hälfte unter den Durchschnitt wenn man den
Verhältnis Leistung - sozialen Hintergrund betrachtet. 23,2% der benachteiligten Schüler erreichen
mindestens die 3. PISA-Leistungsstuffe (aus 5) gegenüber den OECD Durchschnitt 25,2. Anders
gesagt, vergleichbar mit den nordeuropäischen Länder so wie Finland, Holland oder Belgien die
anerkannt für die Mangel an Schülertrennung aufgrund sozialer Hintergründe oder
Leistungsfähigkeit sind, zeigt Österreich eher zurückweisend im Bezug auf soziale Mobilität
(größere Barrieren für Kinder aus benachteiligten Familien). Eine Hypothese die in der vorhandene
Arbeit dargestellt und argumentiert wird ist dass, ein Grund warum in Österreich das Unterschied
zwischen benachteiligte und privilegierte Kinder so groß ist, ist genau die große Differenzierung in
der Schule und die Trennung der Kinder in NMS und AHS Besucher anstatt einer gemeinsamen
Schule. Für die empirische Analyse werden meistens Daten aus der OECD Studie aus 2018
verwendet, um den Unterschied zwischen Österreich und andere Länder darzustellen wenn man
über den Kontrast zwischen bevorzugte und benachteilte Schüler spricht. Die Daten aus den
Nationaler Bildungsbericht Österreich aus 2009 werden für einen besseren Verständnis der lokalen
Situation verwendet und für die Analyse der verschiedene Hintergründe der Schüler im Bezug auf
den nachfolgenden akademischen Werdegang.

Es kommt das Moment wenn wir die Gegenwart und einbegriffen die Zukunft verbessern / anpassen
können. Warum sei eine Anpassung notwendig? Weil jede Kondratieff-Welle (Innovationswellen)
neue Ansprüche an die Gesellschaft bringt, besonders das letzte Zyklus der des „Informations- und
Kommunikationstechnologie“. Entlang der Geschichte hat sich gezeigt, dass die Visionäre, die
jenige die wie in den Schachspiel die Handlungen, Ideen und Pläne ein Paar Schritte im Voraus
verfassen bevorteilt werden.

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Geplante Struktur
1. Einleitung
2. Forschungsfrage und Argumente
3. Empirische Analyse
4. Fazit

2. Forschungsfrage und Argument


Die bevorstehende Arbeit fragt also nach der Beziehung zwischen die Trennungsgrad der Schüler
und allgemeinen sowie eigenen Leistungsniveau der Lernenden, indem die Vor- und Nachteile
identifiziert und kategorisiert werden.
Schon am Anfang kann man erkennen, dass jede Maßnahme, jedes Werkzeug und jeden Weg ein
Pro und ein Kontra hat. Also jede Entscheidung die von der Regierung getroffen wird um ein
Konzept zu bewahren einer Volksgruppe vorteilhaft sein wird während sie einer anderer
möglicherweise beschädigen wird. Aber das ist der Nachteil der Generalisierung: man gewinnt auf
dem hohen Ebene Inklusion aber man verliert auf dem niedrigen Ebene den eigenen Charakter. Und
genau das ist was im Österreichischen Bildungssystem passiert. Die Trennung der Schüler von 10
bis 14 Jahre in AHS- (Gymnasium) und Neue Mittelschule-Besucher scheint den Betroffenen dazu
zwingen mit 10 Jahre über den ganzen Werdegang entscheiden zu müssen.
Die Gemeinsame Schule ist zwar nicht ein neues Thema auf der österreichischen politischen Bühne.
Im Vergleich zu anderen europäischen Länder entschied sich Österreich im 1984 für die
Einführung der Gesamtschule nicht auf dem ganzen Bildungssystem sondern nur auf die Ebene der
Hauptschule (Specht 2009). Also schon in den 70er Jahre gab es Gesamtschul-Versuche die damals
in einem Kompromiss geendet sind und die sich infolgedessen bis heute erstrecken. Seitdem gab es
nur noch eine einzige wichtige Schulreform und zwar die Einführung der Neuen Mittelschule, die
die Hauptschulen ersetzt (2009 bis 2017/18) (Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und
Forschung, 2019). In den letzten Jahre ist die Frage nach einer gemeinsamen Schule der 10- bis
14jährigen wieder im Vordergrund gekommen. Verschiedene Parteien haben verschiedene
Meinungen.
Die Wahlprogramme für die Nationalratswahlen in 2019 zeigen, dass aus 8 dominante Parteien nur
zwei gegen einer gemeinsamen Schule sind: ÖVP und FPÖ (Wahlkabine.at, 2019). Welche Gründe
haben die Schwarz-Blauen die Reform abzulehnen und wie spiegelt sich diese Entscheidung auf die
heutige Legislaturperiode?

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Eine weitere verknüpfte Frage die zu beantworten ist, ist für wem die Reform einen Vorteil
darstellen würde und für wem einen Nachteil. Umfassende Studien von OECD zeigen, dass eine
frühe Aufteilung der Schüler in AHS Besucher und Neue Mittelschule Besucher mögliche Nachteile
impliziert, so wie:
- die Senkung der durchschnittlichen Schülerleistungen (OECD 2003).
- je früher die Aufteilung der Schüler/innen erfolgt, desto größer sind die nachteiligen Effekte für
Chancengleichheit (Schütz et al. 2005; Hanushek/Wößmann 2005).
Es gibt aber auch Gewinne der gemeinsamen Schule die sich erwähnt lassen so wie einen
gemeinsamen höheren Leistungsniveau der Klassen, das Verschieben der Entscheidung zwischen
Matura und Mittlere Reife oder die spezielle Förderung der 7. und 8. Jahrgänge die als
Differenzierungsstufe (Englisch, Deutsch und Mathematik) betrachtet werden. Die Nachteile sind
auch unterschiedlich: Überforderung der leistungsschwächeren Schüler und Unterforderung der
leistungsstärkeren Schüler, die Verlängerung des Studiums auf 9 Jahre (kein G8) oder die
Anonimität der Schüler in die großen Gesamtschulen. Die präliminäre Hypothesen sind also dass:

H1: Je früher die Klassen aufgeteilt werden, desto benachteiligt werden manche Schülergruppen
sein.
H2: Je prägender eine Differenzierung ist umso mehr steigert sich die Spezialisierungsstufe der
leistungsfähigeren Schüler und senkt die der Schüler mit wenigere Ressourcen (Spezialisierung im
Unterschied zu Gesamtbildung).

H1: Je früher die Klassen aufgeteilt werden, desto benachteiligt werden manche
Schülergruppen sein.
Das heißt: je junger die Kinder sind im Moment wenn sie oder ihre Eltern eine Entscheidung im
Bezug auf das weitere Studium treffen desto wenigere sind die Chancen, dass sie in die Zukunft den
gewähltem Pfad ändern. Zum Beispiel Kinder die sich mit 10 Jahre entscheiden, dass sie eine Neue
Mittelschule besuchen werden und kein AHS werden sich wahrscheinlich später auch für keine
höhere Ausbildung entscheiden (können). In diesem Fall geht es sich nicht nur darum, dass die
Kinder aus benachteiligten Familien keine Chancen hätten (zum Beispiel weil die Eltern keine
Ressourcen hamen um den Kinder eine Ausbildung zu leisten oder weil sie mit eine Ausbildung
überhaupt nicht einverstanden wären), es geht auch daruu, dass diese Schüler keine Aspirationen für
eine höhere Ausbildung haben (Specht, 2009, 42). Die Aspirationen definiert man als „das von
einem Schüler/einer Schülerin angestrebte höchste oder abschließende Bildungsniveau“ (Specht,

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2009, 42). Dieses angestrebte Bildungsniveau ist von einer Vielfalt von objektive und subjektive
Faktoren bestimmt. Es geht einerseits um der Persönlichkeit der Kinder, um den
Charaktereigenschaften, Interessen, Hobbys, Talente, Aspekte die nicht unbedingt objektiv leicht
definierbar oder messbar sind und andererseits um den Umfeld in dem die Kinder aufwachsen und
erzogen sind - den soziokulturellen Hintergrund: ein Kompromiss zwischen Eignung, Neigung und
Zielen auf der einen sowie Geschlechtsrollen- und Prestigeüberlegungen auf der anderen Seite
(Gottfredson 1996). Mit 10 Jahre befinden sich die kognitiven Fähigkeiten der Kinder in einer
Entwicklungsphase: sie haben noch keine bestimmte Vorstellung von ihrer Interessen oder Zielen.
Darum bekommen meistens die Eltern die Aufgabe der Laufbahn- und Beruf-bestimmung für die
Kinder. Und das ist ein Argument der die Hypothese stützt. Weil die Kinder keine Entscheidung für
sich selbst treffen (können) werden sie desto mehr benachteiligt je kleiner der Trennungsalter ist.
In diesem Essay wird davon ausgegangen, dass ein sozialer Abstieg zu vermeiden ist. Eine
ausführliche Studie die das Verhältnis zwischen den sozialen Hintergrund der Kinder und deren
Aspirationen veranschaulicht ist die TIMS-Studie 1993/94 (Haahr, 2005) in die Schüler nach Ihre
Abschlussaspirationen gefragt. Eine Analyse aus dem Nationalen Bildungsbericht Österreich
konzentriert sich auf die Bildungsaspirationen abhängig vom Schultyp und Ausbildung der Eltern.
Aus der Analyse folgt, dass damals (1992-1994) die Aspirationen der AHS Besucher offensichtlich
höher waren als denen der damaligen HS Besucher (45% der AHS Schüler streben nach einem
Studium im vergleich zu nur 19% HS Schüler). Weitere Studien zeigen, dass sich die Situation
heute zu wenig verändert hat. Die Analyse von F. Eder und J. Thonhauser aus 2006 zeigt die
Veränderung des Prozentsatzes (1994-2005) der Schüler die über eine AHS Reife verfügen aufgrund
der Noten aus der Volksschule. Während sich die Situation in die Hauptstädten wesentlich
verbessert hat (55% - 66%) bleibt die Situation in Kleinstädte / Gemeinden gleich (60%). Das heißt,
dass es das Trend existiert, dass Noten eine geringere Rolle spielen im Vergleich zum sozialen
Herkunft.

H2: Je prägender eine Differenzierung ist umso mehr steigert sich die Spezialisierungsstufe
der leistungsfähigeren Schüler und senkt die der Schüler mit wenigere Ressourcen

Obwohl diese Hypothese nicht direkt eine Antwort auf die Forschungsfrage liefert ist sie auch
relevant denn die Schüler die durch eine frühe Differenzierung weniger gefördert werden könnten
sich eventuell auch in der anderen Gruppe befinden (die Leistungsgruppe) wenn sie die Möglichkeit
gehabt hätten eine Entscheidung zu treffen. In Österreich existiert aber eine besondere Situation
denn die Differenzierung trennt nicht nur „gute Schüler“ von „schlechte Schüler“ sondern auch

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autochthone Kinder von die mit Migrationshintergrund. Das Problem liegt darin, dass die Kinder
mit Migrationshintergrund Schwierigkeiten haben sich auf Deutsch auszudrucken oder Deutsch zu
verstehen. Diese Sprachenschwierigkeiten haben Einfluss auf die weitere Bildung, denn auch wenn
der Schüler und seine Eltern sich ein höheres Bildungsabschluss wünschen und auch wenn der
Schüler dafür kognitiv fähig ist, kennt er die Sprache nicht gut genug um sich in der Gruppe
integrieren zu können. Der erste Argument der die Hypothese unterstützt ist, dass eine
Differenzierung die Umfelder der Schüler stark unterscheidet sodass eine „Migration“ aus einer
Gruppe in der anderen schwierig ist. Die Gruppen sind also aufgrund der Leistungsfähigkeit
getrennt: die leistungsfähigeren Schüler sind von andere leistungsfähigeren umgeben und sind somit
gefördert immer besser zu werden, die Konkurrenz ist stark; und die weniger leistungsfähigeren
Schüler die sich mit eine einfachere Ausbildung zufriedenstellen müssen. In diesem Fall stellt man
sich die Frage ob man in einer solchen Situation von Chancengleichheit sprechen könnte.

Wenn die 2 Hypothesen wahr sind, dann hieße das, dass das heutige Bildungssystem mit den
bestehenden Ressourcen, nur durch eine bessere Organisation und eine gezielte Zielsetzung
verbessert sein könnte. Verbessert im Sinne, dass die Chancengleichheit vergrößert sein könnte, ein
Faktor der mit sich selbst Gewinn auf dem keinen und großen Ebene mitbringen könnte: auf dem
kleinen Ebene die Zufriedenheit der einzelnen Schüler, weil sie glücklich mit dem gewähltem
Studium und den Beruf sind und Gewinn auf dem großen Ebene, da die ganze Nation und
Gesellschaft davon profitieren könnte, dass die Kinder leistungsfähig in ihrem gewählten Beruf
sind.

3. Empirie

Die Analyse lässt sich auf Österreich zwischen 1970 und 2017 begrenzen obwohl manche
Hypothesen und Argumente über Ort und Zeit hinweg gültig sind. Die abhängige Variable der
Forschungsfrage (Chancengleichheit an Bildung) ist teilweise ein subjektiv wahrgenommenes
Aspekt und wird darum auch durch Volksumfragen / Interviews gemessen. Außerdem muss man
noch erinnern, dass durch „Chancengleichheit an Bildung“ auch das subjektive Gefühl der Subjekte
bezeichnet wird, das Gefühl, dass sie selbstbestimmt sind / gewesen sind und dass sie die gleiche
Chance an Bildung wie alle andere haben / gehabt haben. Da man davon ausgeht, dass die Talente
und intrinsische Interessen der Kinder unabhängig von der sozialen Herkunft sind, schließt man,
dass die Entscheidung für oder gegen einer höheren Ausbildung auch unabhängig von der sozialen

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Hintergrund sein müssten, das heißt, dass der Prozentsatz der Schüler die sich für / gegen einer
Ausbildung entscheiden gleich in die Metropolen und in die Kleinstädte sein müsste. Doch die
OECD Studien und andere Analysen die im Laufe des Papers erwähnt wurden zeigen das Gegenteil.

Das Forschungsdesign ist also ein „Large-‘n‘ Design“ weil:


- große zeitliche Fenster: fast 50 Jahren zwischen 1970 und 2017
- große ortliche Fenster: ganz Österreich, manchmal sogar im Vergleich mit andere europäischen
Länder
- analysiert und befragt werden Schüler aus ganz-Österreich

Die Indikatoren die die Hypothesen unterstützen werden sind:


a) die abhängige Variable „Chancengleichheit an Bildung“ (sowohl quantitativ als auch qualitativer
Indikator)
b) die unabhängige Variable „Differenzierungsgrad“

Für die Unterstützung der Hypothesen werden Daten Daten von World Economic Forum,
Bundesministerium für Bildung Wissenschaft und Forschung sowie von der Organisation für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung verwendet werden.

4. Fazit

Die Frage nach Chancengleicheit (egal im welchen Anwendungsbereich) ist eine komplexe Frage
die oft Platz für antagonistische Antworte und polemische Diskussionen macht. Das sei auch eine
mögliche Antwort auf die Frage warum sich Österreich im 1984 die Gemeinsame Schule nur im
Bereich der Hauptschule eingesetzt hat: weil schon damals geteilte Meinungen existierten. Obwohl
das Zeitfenster von 50 Jahre analysiert wird muss man im Betracht ziehen, dass heutzutage in der
Diskussion auch andere Faktoren eintreten so wie die Digitalisierung zum Beispiel die den
Unterschied zischen den Schülergruppen vermindern könnte. Das führt uns zu weitere möglichen
Fragestellungen so wie:
- Im wie weitem hängt der Verlauf von Bildungskarrieren von „echter“ Längsschnitt-
untersuchungen / Leistungsentwicklung ab?
- Welche Auswirkungen haben die unterschiedlichen Lehrerbildungen auf die Qualität des
Unterrichts, und im wie weitem beeinflussen diese das Werdegang der Schüler?

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Andere Probleme die sich aus der frühe Differenzierung der Schüler ausgeben sind zum Beispiel:
- die Konkurrenz zwischen HS und AHS-Unterstufe, da AHS regional in einigen Bereichen bereits
mehr als 50% eines Alters-jahrganges übernimmt und löst damit die HS in ihrer Funktion als Schule
der Mehrheit ab (Specht, 2009).
- Restschulen und Restklassen mit einer negativ ausgelesene Schülergruppe (Specht, 2009)
- Mangelnde Reliabilität und Validität der Notengebung (Verhältniss Noten und tatsächlichen
können) (Specht, 2009)
- mangelnde Färderung in die Neue Mittelschulen (Specht, 2009)

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Thema der gemeinsamen Schule aktuell und
ansprechend ist sowohl für einzelne Familien österreichweit als auch für politische Führer.

5. Bibliographie:

Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Geschichte des österreichischen


Schulwesens (2019), Internet: https://www.bmbwf.gv.at/Themen/schule/schulsystem/sw_oest.html,
Stand: 1.12.2019

10
Eder, F. & Thonhauser, J. (2006). Bildungsaspirationen, Noten und Berechtigungen am Übergang
von der Volksschule in die Sekundarstufe I. Erziehung und Unterricht, 156(3–4), 275–294.

Gottfredson, L. S. (1996). Gottfredson’s theory of circumscription and compromise. In D. Brown &


L. Brooks (Eds.), Carreer choice and development (3rd ed., pp. 179–232). San Francisco: Josey
Bass.

Hanushek, E. A. & Wößmann, L. (2005). Does educational tracking affect performance and
inequality? Differences-in-difference evidence across countries. Cesifo Working Paper no. 1415.
Category 4: Labour Markets.

Haahr, J. H., Nielsen, T. K., Hansen, M. E. & Jakobsen S. T. (2005). Explaning student
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Technological Institute

OECD (2003). Literacy Skills for the World of Tomorrow. Further Results from PISA 2000. Paris:
OECD. Internet: http://www.oecd.org/education/school/2960581.pdf [Stand 2019-30-11)]

OECD 2018, Equity in Education: Breaking Down Barriers to Social Mobility, PISA, OECD
Publishing, Paris, https://doi.org/10.1787/9789264073234-en.

Perkins Agnes F. (Wellesley College) The Nation 1908, Volume 86, Wasteful Repetition in the
Study of English Texts by , Start Page 166, Quote Page 167, Published by New York Evening Post
Company, New York

Schütz, G., Ursprung, H. & Wößmann, L. (2005). Education Policy and Equality of Opportunity,
CESifo Working Paper Nr. 1518. Internet: http://www.cesifo.de/DocCIDL/ce-sifo1_wp1518.pdf
[Stand 2009-02-19)]

Wahlkabine.at (2019), Fragen und Standpunkte der Parteien, Internet:


https://wahlkabine.at/nationalratswahl-2019/stellungnahmen, Stand: 1.12.1019

11
W. Specht Nationaler Bildungsbericht Österreich 2009 (2009), Band 2: Fokussierte Analysen
bildungspolitischer Schwerpunktthemen, Internet: https://www.bifie.at/wp-
content/uploads/2017/05/2009-06-16_NBB-Band2.pdf

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