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Was sind Finalsätze?

Mit Finalsätzen beschreibt man eine Absicht, einen Zweck oder ein Ziel

. Die Fragewörter dafür sind: Wozu? Wofür? Zu welchem Zweck? Mit welcher
Absicht? Mit welchem Ziel?

Man kann Finalsätze mit der Infinitivkonstruktion „um… zu…“ oder einem


normalen Nebensatz mit der Konjunktion „damit“ bilden.

Finalsatz mit „damit“


Ein Finalsatz mit „damit“ ist ein Nebensatz.
Normalerweise steht der Nebensatz hinter dem Hauptsatz, man kann aber
auch den Hauptsatz voran stellen. Wenn die Situation klar ist, kann der
Nebensatz mit „damit“ auch allein stehen.

 „Wofür arbeitest du so viel?“
„Ich arbeite so viel, damit ich mir den Urlaub leisten kann.“
„Damit ich mir den Urlaub leisten kann, arbeite ich so viel.“
„Damit ich mir den Urlaub leisten kann.“

Finalsatz mit „um... zu... “


Ein Finalsatz mit „um… zu…“ ist ein Infinitivsatz. Der Finalsatz mit
„damit“ kann immer gebildet werden. Um die Infinitivkonstruktion nutzen
zu können, muss jedoch das Subjekt im Hauptsatz das Selbe sein wie im
Infinitivsatz.
Im Infinitivsatz entfällt dann das Subjekt.

„um“ steht hinter dem Komma und „zu“ + Infinitiv steht am Ende des Satzes.

Beispiel:
 „Wofür arbeitest du so viel?“
„Ich arbeite so viel, um (ich) die Rechnungen bezahlen zu können.“
Mit der Konjunktion "um ... zu" werden Finalsätze ausgedrückt. Ein Finalsatz fragt nach einem Ziel bzw.
einer Absicht. Das Fragewort lautet "wozu". Ist das Subjekt im Beziehungssatz (=Hauptsatz) mit dem
Nebensatz identisch, wird die Konjunktion "um ... zu" benutzt. In der Infinitivkonstruktion entfällt das Subjekt.
Der Infinitiv wird am Ende des Satzes gestellt.
 
 Wozu lernst du Deutsch?
o Ich möchte in Deutschland studieren.
o Ich möchte mich besser mit Deutschen unterhalten können.
o Ich möchte bessere Berufsaussichten haben.
o Ich möchte die Deutschen besser verstehen können.

Hauptsatz Konj. Mittelfeld zu + Infinitiv

Ich lerne Deutsch, um in Deutschland studieren zu können.

Ich lerne Deutsch, um mich besser mit Deutschen unterhalten zu können.

Ich lerne Deutsch, um bessere Berufsaussichten zu haben.

Ich lerne Deutsch, um die Deutschen besser verstehen zu können.

Siehe auch Finalsätze

Vergleich „damit“ und „um...


zu...“
Wozu braucht man ein Auto?
 Man kann in den Urlaub fahren.

„Man braucht ein Auto, um in den Urlaub fahren zu können.“


„Man braucht ein Auto, damit man in den Urlaub fahren kann.“
 Man muss nicht zur Arbeit laufen.
„Man braucht ein Auto, um nicht zur Arbeit laufen zu müssen.“
„Man braucht ein Auto, damit man nicht zur Arbeit laufen muss.“
Wozu baut China einen großen Staudamm?
 Die Menschen können den Strom nutzen.

„China baut einen großen Staudamm, damit die Menschen Strom


nutzen können.“
Um…zu… ist hier nicht möglich, da im Hauptsatz „China“ und im Nebensatz
„die Menschen“ das Subjekt ist.

Nebensatz: als (ob)+Konjuktiv 2


Bei einer Satzverbindung mit der Konjunktion als ob werden zwei Sätze
verbunden, bei denen der zweite Satz die Aussage des ersten Satzes mit einem
hypothetischen Vergleich ergänzt.
Standardsprachlich steht in Sätzen mit als ob der Konjunktiv II. Sätze mit als
ob werden deshalb auch als „irreale Vergleichssätze“ bzw. „irreale
Komparationssätze“ bezeichnet .
Beispiel:
Er sieht heute schlecht aus.
Er sieht heute so schlecht aus, als ob er die ganze Nacht nicht geschlafen hätte.
Nebensätze mit als ob antworten auf die Frage wie.
Beispiel:
Wie sieht er heute aus? – Schlecht. (ohne Vergleich)
Wie sieht er heute aus? – So schlecht, als ob er die ganze Nacht nicht geschlafen
hätte. (mit Vergleich)
Bei einem Nebensatz mit der Konjunktion als ob steht das Verb am Ende. Die
Umstellung von Haupt- und Nebensatz ist nicht möglich.
Häufig wird im ersten Satz die Antwort auf die Frage wie ganz weggelassen oder
nur durch den Platzhalter (das Korrelat) so repräsentiert. Der hypothetische
Vergleich vervollständigt dann erst die Aussage des Hauptsatzes.
Beispiel:
Er sieht heute aus, als ob er die ganze Nacht nicht geschlafen hätte.
Er sieht heute so aus, als ob er die ganze Nacht nicht geschlafen hätte.

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