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ICS 23.020.20; 03.100.

10 VDI-RICHTLINIEN Mai 2003

VEREIN
Flüssigkeitsbehälter ohne Auslaufarmatur
DEUTSCHER VDI 2363
INGENIEURE
Nenninhalt 250 Liter

Liquid container without drain valve


Nominal size 250 l
Frühere Ausgabe: 10.97 zurückgezogen

1 Einleitung einer zentrisch angeordneten, gezogenen Kalotte von


Die Belieferung von flüssigen Materialien an die ver- 25 mm Tiefe (d = 130 mm) sichergestellt.
arbeitende Industrie erfolgt vonseiten der Hersteller
zunehmend mit wiederverwendbaren Flüssigkeits-
behältern.
Hintergründe hierzu sind u.a.:
– Abfallvermeidung durch Mehrwegeinsatz
– Standardisierung der Materialbelieferung
– Reduzierung der Behältervielfalt
– Vereinfachung des Handlings bei Transport und
Lagerung
– Minimierung des Materialverlustes
Die Behälter werden für den Transport, die Lagerung
sowie als Arbeitsbehälter eingesetzt.
In Abstimmung zwischen Kunden und Lieferanten
entstanden weitestgehend einheitliche technische Be-
hälterausführungen mit festgelegtem Fassungsvolu-
men.
Die Behälter erfüllen aufgrund ihrer Bauart die ge-
setzlichen Anforderungen an Transport und Lage-
rung.
L = 800 mm
Die vorliegende Richtlinie entspricht dem derzeiti- B = 600 mm
gen Entwicklungsstand auf dem Gebiet der Flüssig- H = 1000 mm
keitsbehälter.
Der Tankkörper ist aus rostfreiem Stahl 1.430l mit
der Oberflächenqualität IIId nach DIN 17441 mit
2 Technische Beschreibung einer Wanddicke von 1,5 mm gefertigt. Der feuerver-
Flüssigkeitscontainer ohne Auslaufarmatur verfügen zinkte Stapelrahmen aus Stahl St 37-2 ist mit vier
nur über eine Öffnung mit einer Nennweite von Kranstegen ausgerüstet.
457 mm. Diese muss zum Befüllen und Entleeren ge- Am Stapelrahmen ist eine Schilderbrücke (mit/ohne
nutzt werden. Dabei wird die Restentleerbarkeit Kartentasche) zum Austausch von produkt- und kun-
durch einen um ca. 3,5 ° geneigten Unterboden mit denspezifischen Informationen angebracht.

VDI-Gesellschaft Fördertechnik Materialfluss Logistik


Ausschuss Materialfluss und Logistik im europäischen Automobilbau

VDI-Handbuch Materialfluss und Fördertechnik, Band 5


–2– VDI 2363

3 Sicherheit bei Transport und Lagerung – Die höchstzulässige Bruttomasse des Containers
Sofern flüssige Materialien der Gefahrgut-Transport- darf nicht überschritten werden.
gesetzgebung unterliegen, ist der Einsatz von zuge- – Während der Befüllung ist auf Dichtheit des Tank-
lassenen Transportgefäßen erforderlich. körpers zu achten.
Die einzelnen Zulassungsbedingungen und Einsatz- – Der Container muss vollständig entleert werden.
bereiche sind durch die jeweilige Transportgesetz- – Nach der Befüllung/Entleerung ist der Container
gebung geregelt. sorgfältig und dicht zu verschließen.
Die Gewährleistung eines sicheren Transportes for-
Schrifttum
dert eine Ladungssicherung der Behältnisse/Contai-
GGVS Verordnung über die Beförderung gefährlicher Güter auf der
ner auf dem befördernden Verkehrsträger. In diesem Straße (Gefahrgutverordnung Straße) /ADR Europäisches Überein-
Zusammenhang wird auf die Richtlinien/Normen kommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter
VDI 2700, VDI 2702 und DIN EN 12 195-2 bis -4 auf der Straße. Deutscher Bundesverlag GmbH, 53045 Bonn
verwiesen. Generell ist eine ausreichende Ladungs- IMDG Internationaler Code für die Beförderung von gefährlichen
Gütern mit Seeschiffen. Stork-Verlag, Hamburg
sicherung in Eigenverantwortung des Verladers/Be-
VbF Verordnung über brennbare Flüssigkeiten (Verordnung über
förderers sicherzustellen und ggf. nachzuweisen. Anlagen zur Lagerung, Abfüllung und Beförderung brennbarer
Flüssigkeiten zu Lande). Carl Heymanns Verlag, Köln
Hinsichtlich der Lagerung von Gefahrgütern unter
TRbF Technische Regeln brennbare Flüssigkeiten. Deutscher Bun-
Zugrundelegung der vorgenannten Gefahrgutzulas- desverlag
sungen sind die Forderungen/Bedingungen der VbF/ ZH 1/200 Richtlinien für die Vermeidung von Zündgefahren in-
TRbF sowie der VAWS einzuhalten. folge elektrischer Aufladung (Richtlinien statische Elektrizität).
Carl Heymanns Verlag, Köln
Flüssigkeitsbehälter dürfen bei der Lagerung gemäß VAWS Anlagenverordnung (Verordnung über Anlagen zum Um-
der Bauartzulassung bis maximal dreifach gestapelt gang mit wassergefährdenden Stoffen und über Fachbetriebe). Ge-
werden. setz und Verordnungsblatt NRW (GV-NW) vom 12. August 1993,
S. 676, geändert durch VO vom 10. Oktober 1994 (GV-NW, S. 958,
ber. S. 1013)
VDE 0100 Teil 410 Errichten von Starkstromanlagen mit Nenn-
spannungen bis 1000 V; Schutzmaßnahmen; Schutz gegen gefähr-
4 Sicherheit bei Befüllung und Entleerung liche Körperströme
VDE 0166 Errichten elektrischer Anlagen in durch explosions-
– Zur Vermeidung elektrostatischer Aufladungen gefährliche Stoffe gefährdeten Bereichen
beim Befüllen/Entleeren von brennbaren Flüssig- VDI 2700 : 2002-11 Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen.
keiten sind die Richtlinien BG-Chemie ZH 1/200, Berlin: Beuth Verlag
VDE 0100 Teil 410 und VDE 0166 zu beachten. DIN EN 12 195-2 bis 4: Ladungssicherungseinrichtungen auf Stra-
ßenfahrzeugen. Berlin: Beuth Verlag
– Beim Befüll-/Entleervorgang von brennbaren VDI 2700 Blatt 2 : 2002-11 Ladungssicherung auf Straßenfahrzeu-
Flüssigkeiten ist der Container zu erden. gen; Zurrkräfte. Berlin: Beuth Verlag