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Prophylaxen

Sturzprophylaxe

1. Definition

Unter Sturzprophylaxe versteht man therapeutische und pflegerische Maßnahmen zur


Vermeidung von Stürzen. Pflegekräfte und Therapeuten sollen in der Lage sein, wirksam
einzugreifen, um Stürze zu vermeiden und Sturzfolgen auf ein Minimum zu reduzieren.

2. Allgemeines

Stürze sind eine der häufigsten Ursachen für die Pflegebedürftigkeit älterer Menschen.
Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass die Hälfte aller über 70-jährigen bereits
einmal oder mehrmals gestürzt sind. Die Folgen sind oft schmerzhafte Hämatome und
Prellungen. Von allen Stürzen haben 15% ernsthaftere Verletzungen zur Folge (Kopfverletzung,
Frakturen). Die häufigsten Verletzungen sind

1. Oberschenkelhalsfrakturen oder Oberschenkelfrakturen, ca. 100.000 Fälle pro Jahr


2. Oberarmfrakturen
3. Schulterfrakturen

Stürze können psychische und soziale Folgen haben, wenn aus Angst vor weiteren Stürzen die
Mobilität eingeschränkt wird.

Besonders gefährlich sind Stürze auf den Kopf, die eine Schädelfraktur oder ein subdurales
Hämatom nach sich ziehen können. Sie werden oft nicht rechtzeitig erkannt. Die betroffene
Person kann das Sturzereignis ggf. wegen der damit verbundenen Amnesie nicht zutreffend
berichten.

3. Ursachen

Der Sturz ist ein multifaktorielles Ereignis. Das heißt, dass viele Einzelfaktoren zu einem Sturz
beitragen. Man unterscheidet intrinsische (d.h. in der Person des Patienten begründete) und
extrinsische (d.h. in der Umwelt begründete) Faktoren.

3.1 Intrinsische Faktoren

∑ Plötzliche Erkrankung wie Schlaganfall, Herzinfarkt


∑ Störungen der Körperhaltung durch Bandscheibenverschleiß, Arthrose der Knie
∑ Muskeldefizite, z.B. als Folge von Operationen am Bewegungsapparat
∑ Verzögerung des Balancereflexes, also die Fähigkeit, ein Stolpern abzufangen
∑ Plötzlicher Bewusstseinsverlust (Synkope)
∑ Sehstörungen (Weit- oder Kurzsichtigkeit, Verlust von 3D-Sehen etc.)
∑ Verwirrtheitszustände, der Patient achtet nicht auf seinen Weg
∑ Psychische Veränderungen, z.B. Angst, Unruhe, Depression
∑ Sprachstörungen, die Unfähigkeit einen Wunsch zu äußern, kann einen älteren Menschen dazu
veranlassen, Risiken einzugehen (alleine zur Toilette gehen)
∑ Das Gangbild verändert sich im Alter wesentlich. So hat eine Frau im höheren Alter eher eine
schmale Stand- und Gehfläche und macht kleine Schritte. Ein Mann hingegen hat eher eine
breite Stand- und Gehfläche mit schlurfendem Gang
∑ Benommenheit und Unruhezustände durch Arzneimittel: Besonders bei später Einnahme von
Schlaf- oder Beruhigungsmitteln wird das Arzneimittel nicht bis zum nächsten Morgen abgebaut.
Die Betroffenen sind dann schläfrig benommen und deshalb besonders sturzgefährdet.
∑ Weitere Medikamente: Diuretika, Antidepressiva, Psychopharmaka, Antihypertensiva, NSAR,
Abführmittel

3.2 Extrinsische Faktoren

∑ Stolperfallen:
o umherliegende Kabel,
o schlecht erkennbare Stufen,
o nasse Fußböden
o verbogene,unzureichend ausgerichtete Brillen bzw Brillengläser,
o falsche Brillenglasstärken
o Zu lange Kleidung, welche auf dem Boden schleift
o Schlecht sitzende Schuhe, die den Gang verändern und zu Gehunsicherheiten führen
∑ Lichtverhältnisse:
o insb. nicht ausreichendes, blendendes, Schatten werfendes Licht;
∑ blank gebohnerte Bodenbeläge fördern Unsicherheit und provozieren Sturzangst.
∑ Veränderungen im Patientenzimmer:
o Viele Menschen haben einen Plan ihrer Umgebung im Gedächtnis, nach dem sie sich
orientieren und bewegen. Ältere Menschen brauchen in der Regel länger als jüngere,
um sich an ein verändertes Umfeld anzupassen. Sie stolpern daher leichter über
Hindernisse, die sich vorher an einem anderen Platz befanden.
∑ Im Kindesalter kommen auch gewöhnliche Alltagsgegenstände als extrinsische Sturzursachen in
Frage, z.B. Tische, Stühle, Fensterbänke und alles an dem Kinder hinaufklettern können.
∑ häufig sind unangepasste oder fehlerhafte Hilfsmittel Ursache für einen Sturz. Eine
unzureichende Anleitung kann einen alternden Menschen zusätzlich verunsichern
∑ ungeeignetes Schuhwerk
∑ zu große, zu lange Kleidung.

4. Wichtige Maßnahmen zur Sturzprävention

∑ umgebungsbedingte Sturzgefahren beseitigen bzw. kennzeichnen


∑ für geeignete Beleuchtungsverhältnisse sorgen ( Blendeffekte vermeiden, Lichtschalter gut
erreichbar anbringen)
∑ Hindernisse und Stolperfallen beseitigen ( z.B. Teppiche, Netzkabel, Möbel, Türschwellen,
Warnschilder beim Wischen benutzen, auf glänzende Böden verzichten)
∑ Haltegriffe in Bad, Toilette und Flur anbringen
∑ Stühle, (Pflege-)Betten, Rollstühle der Körpergröße anpassen
∑ geeignete Hilfsmittel bereitstellen
∑ nur individuell eingestellte und regelmäßig gewartete Gehhilfen (z.B.Gehstock, Rollator,
orthopädisches Schuhwerk) verwenden
∑ Hüftprotektoren anbieten, ggf. Dusch- und Badewannenstühle, (Treppen-)Lifter als Transferhilfe
und individuell angepasste Toilettenerhöhungen benutzen
∑ im Einzelfall auch eine Fixierung durch z.B. Bettgitter (CAVE: nur auf richterlichen Beschluss oder
persönlichen Wunsch des Patienten/Bewohners!)

5. Weiteres Vorgehen

∑ Risikoerkennung mittels Sturzrisikoerfassungsbogen dokumentieren


∑ Maßnahmen entsprechend gemeinsam mit betroffener Person planen
∑ Maßnahmen begleiten (bis zur Evalutation)

Die Maßnahmen zur Sturzprophylaxe können z.B. gemäß dem SMART-Konzept nach Meixner
geplant werden:

∑ S (spezifisch): Das Ziel klar und deutlich definieren


∑ M (messbar): Das Ergebnis muss messbar sein.
∑ A (akzeptabel): Der Patient muss das definierte Ziel mittragen.
∑ R (realistisch): Das Ziel muss erreichbar sein, statt entfernten Zielen Etappenziele setzen
∑ T (terminierbar): Termin setzen, bis zu dem das Ziel erreicht werden soll

6. Medikation

∑ Verspätete Gabe von Diuretika vermeiden, da der verstärkte Harndrang ggf. nächtliches
Aufstehen verursacht.
∑ Bestehende Verordnung von Sedativa bzw. Hypnotika durch einen Arzt überprüfen lassen

7. Weiterbildung

Verschiedene Bildungseinrichtungen bieten bundesweit Fort- und Weiterbildungslehrgänge zum


Thema Sturzprävention an.
Dekubitusprophylaxe
1. Definition

Unter Dekubitusprophylaxe versteht man die Summe aller Maßnahmen, die zur Vermeidung
eines Dekubitus unternommen werden.

2. Elemente der Dekubitusprophylaxe


2.1 Risikoerkennung

Das wichtigste Element der Dekubitusprophylaxe ist die Erkennung des Risikos. Dabei ist nicht
nur ein gutes Fachwissen nötig, sondern auch der Einsatz von klinischen
Assessmentinstrumenten wie die Norton- oder Braden-Skala. Es sollte zwei Mal pro
Pflegeschicht die Haut des Patienten inspiziert werden, um pathologische Veränderungen schnell
zu erkennen.

2.2 Mobilisation

Sofern möglich, sollten Patienten regelmäßig mobilisiert bzw. zur selbstständigen Mobilisation
aufgefordert werden. Bei jeder Mobilisation eines Patienten sollte darauf geachtet werden, dass
das Gewebe geschont wird.

2.3 Ernährung

Eine wichtige Grundlage der Dekubitusprophylaxe ist eine ausreichende Menge an Nährstoffen.
Bereits im Rahmen der Anamnese des Patienten sollte man festhalten, ob dieser unter
Essstörungen bzw. Kau– und Schluckbeschwerden leidet, um eine adäquate Ernährung sicher zu
stellen. Im Bedarfsfall kann mit entsprechender Spezialnahrung eine Mangelversorgung
vermieden werden.

Bei Patienten, die älter als 65 Jahre sind, beträgt die benötigte Kalorienmenge ca. 1700 kcal bei
Frauen und 1900 kcal bei Männern. Dabei ist eine tägliche Proteinaufnahme von 0,8 g Eiweiß/kg
KG anzustreben, da ein Eiweißmangel zu Ödemen und verringerter Ischämietoleranz führen
kann. Die Eiweißaufnahme sollte bei bestehendem Dekubitus auf 1–1,25 g/kgKG zwecks
besserer Wundheilung erhöht werden. Auf die Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen
(z.B. Zink, Natrium, Calcium) sollte ebenfalls geachtet werden, da diese gar nicht oder nur über
geringe Zeiträume vom Körper gespeichert werden können, und zur reibungslosen Funktion der
Haut benötigt werden.

2.4 Flüssigkeitszufuhr

Ferner ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wichtig, da Dehydration und Exsikkose zu einer
schlechteren Durchblutung führen, was wiederum die Ischämietoleranz senkt.
2.5 Lagerung

Regelmäßige Lagerungen in einem festen Zeitintervall sind nötig, um das Gewebe zu entlasten
und für eine ausreichende Blutzirkulation zu sorgen. Feste Intervalle sollten anhand des
Hautzustandes und der Hypoxietoleranz festgelegt werden. Hier eignet sich gut das Erstellen
eines Lagerungsplanes, der für jeden Mitarbeiter verbindlich ist. Die Lagerungs- und
Transfertechniken sollten gewebsschonend sein.

2.6 Hilfsmittel

Der Einsatz von speziellen Lagerungshilfsmitteln wie Weichlagerungsmatratzen, Wechseldruck-


systemen und Mikro-Stimulations-Systemen erleichtert das Dekubitus-Management. Der Einsatz
dieser Systeme sollte aber mit Vorsicht erfolgen. Bei Patienten nach Apoplex kann es aufgrund
der Plegien und der Wahrnehmungsstörungen zu einer Verstärkung der Symptomatik kommen.
Schmerzpatienten können eine Schonhaltung entwickeln.

2.7 Hautpflege

Eine gute Hautpflege ist oberste Priorität. Nur durch eine intakte und gepflegte Haut kann ein
Dekubitus verhindert werden oder zumindest die Entstehung kann herausgezögert werden. Bei
trockener Haut sollten Wasser-in-Öl-Lotionen verwendet werden.

2.8 Bettklima

Häufig kann man beobachten, dass Patienten in einem nassgeschwitzten Bett liegen. Das fördert
die Mazeration der Haut und somit auch die Dekubitusentstehung. Im Bett dürfen keine
Fremdkörper liegen, die auf das Gewebe drücken. Auf unnötiges und übermäßiges
Inkontinenzmaterial sollte man ebenfalls verzichten.

2.9 Anleitung und Schulung

Patienten und deren Angehörigen haben oft Wissensdefizite. Eine gute Schulung und Anleitung
sensibilisiert die Patienten und deren Angehörige.

2.10 Kontinuität

Alle prophylaktischen Maßnahmen müssen konsequent und kontinuierlich durchgeführt werden.

2.11 Überprüfung der Effektivität

Die Maßnahmen zur Dekubitusprophylaxe müssen regelmäßig und engmaschig überprüft


werden. Hier ist vor allem eine gute Hautinspektion erforderlich. Dies lässt sich am besten bei
jeder Mobilisation und Körperpflege eines Patienten durchführen. Pro Schicht sollte die Haut des
Patienten mindestens zwei Mal inspiziert und evtl. Veränderungen dokumentiert werden.
3. Expertenstandard Dekubitusprophylaxe in der Pflege

Das Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) fordert im


Expertenstandard zur Dekubitusprophylaxe (1. Aktualisierung 2010), dass das
Pflegefachpersonal die systematische Risikoeinschätzung, Schulung von Patienten/ Bewohnern,
Bewegungsförderung, Druckentlastung und -verteilung sowie die Kontinuität und Evaluation
prophylaktischer Maßnahmen gewährleistet.

Struktur Prozess Ergebnis

Die Pflegefachkraft Die Pflegefachkraft E1 Eine aktuelle, systema-


tische Einschätzung der
S1 - verfügt über aktuelles Wissen P1 - beurteilt mittels eines systema- Dekubitusgefährdung liegt
zur Dekubitusentstehung sowie tischen Vorgehens das Dekubitus- vor.
über die Kompetenz, das risiko aller Patienten/ Bewohner, bei
Dekubitusrisiko einzuschätzen. denen eine Gefährdung nicht ausge-
schlossen werden kann. Dies
geschieht unmittelbar zu Beginn des
pflegerischen Auftrags und danach in
individuell festzulegenden Abständen
sowie unverzüglich bei
Veränderungen der Mobilität, der
Aktivität oder bei Einwirkung von
externen Faktoren (z. B. Sonden,
Katheter), die zur erhöhten und/ oder
verlängerten Einwirkung von Druck
und/ oder Scherkräften führen.
S2 - beherrscht haut- und gewebe- P2 - gewährleistet auf der Basis eines E2 Ein individueller
schonende Bewegungs-, Lagerungs- individuellen Bewegungsplanes sofortige Bewegungsplan liegt vor.
und Transfertechniken. Druckentlastung durch die regelmäßige
Bewegung des Patienten/ Bewohners,
Mikrobewegung, scherkräftearmen
Transfer, und fördert soweit wie möglich
die Eigenbewegung des Patienten/
Bewohners.

S3a - verfügt über die Kompetenz, P3 - wendet zusätzlich zu druckent- E3 Der Patienten/
die Notwendigkeit und die Eignung lastenden Maßnahmen die geeigneten Bewohner befindet sich
druckverteilender Hilfsmittel zu druckverteilenden Hilfsmittel an, wenn unverzüglich auf einer für
beurteilen. der Zustand des Patienten/ Bewohners ihn geeigneten druckver-
eine ausreichende Bewegungsförderung teilenden Unterlage.
S3b Dem Risiko des Patienten/ nicht zulässt.
Bewohners entsprechende druck-
verteilende Hilfsmittel (z. B.
Weichlagerungskissen und -
matratzen, Spezialbetten) sind
unverzüglich zugänglich.
Die Pflegefachkraft P4 - erläutert die Dekubitusgefährdung E4 Der Patient/ Bewohner
und die Notwendigkeit von prophy- und seine Angehörigen
S4 - verfügt über Fähigkeiten laktischen Maßnahmen und deren kennen die Ursachen der
sowie über Informations- und Evaluation und plant diese individuell mit Dekubitusgefährdung
Schulungsmaterial zur Anleitung dem Patienten/ Bewohner und seinen sowie die geplanten Maß-
und Beratung des Patienten/ nahmen und wirken auf
Angehörigen.
Bewohners und seiner
der Basis ihrer
Angehörigen zur Förderung der
Bewegung des Patienten/ Möglichkeiten an deren
Bewohners, zur Hautbeobachtung Umsetzung mit.
zu druckentlastenden Maßnahmen
und zum Umgang mit druckver-
teilenden Hilfsmitteln.
Die Einrichtung P5 - informiert die an der Versorgung des E5 Die Dekubitus-
dekubitusgefährdeten Patienten/ gefährdung und die not-
S5 - stellt sicher, dass alle an der Bewohners Beteiligten über die Not- wendigen Maßnahmen
Versorgung des Patienten/ wendigkeit der kontinuierlichen Fort- sind allen an der
Bewohners Beteiligten den führung der Interventionen (z. B. Versorgung des Patienten/
Zusammenhang von Kontinuität
Personal in Arztpraxen, OP-, Dialyse- und Bewohners Beteiligten
der Intervention und Erfolg der
Röntgenabteilungen oder Transport- bekannt.
Dekubitusprophylaxe kennen und
gewährleistet die Informations- diensten).
weitergabe über die Dekubitus-
gefährdung an externe Beteiligte
Die Pflegefachkraft P6 - begutachtet den Hautzustand des E6 Der Patient/ Bewohner
gefährdeten Patienten/ Bewohners in hat keinen Dekubitus.
S6 - verfügt über die Kompetenz, individuell zu bestimmenden Zeit-
die Effektivität der prophy- abständen.
laktischen Maßnahmen zu
beurteilen.
Kontrakturenprophylaxe
1. Definition

Unter Kontrakturenprophylaxe versteht man alle speziellen Maßnahmen und Techniken, die
zur Vermeidung von Kontrakturen dienen. Die Kontrakturenprophylaxe wird von
Physiotherapeuten und Pflegekräften durchgeführt.

2. Hintergund

Unter einer Kontraktur versteht man die Verkürzung bzw. Schrumpfung eines Muskels, einer
Sehne oder der Bänder. Sie führt zu Bewegungseinschränkungen bzw. Zwangsfehlstellungen in
anliegenden Gelenken. Kontrakturen können reversibel oder irreversibel sein. Die Ursachen
einer Kontraktur sind vielseitig.

3. Elemente

∑ Risiko erkennen
∑ Beobachtung von Gelenkstellungen und Bewegungsabläufen
∑ Frühmobilisation und Mobilisationsförderung
∑ Ausreichende Schmerztherapie zur Vermeidung einer Schonhaltung
∑ Bewegungsübungen:
o Aktive Bewegungsübung: Patient führt Gelenkmobilisationen (unter Aufsicht) selbst
durch
o Passive Bewegungsübung: Physiotherapeut oder Pflegekraft mobilisiert Gelenke mind.
2x täglich
o Assistive Bewegungsübung: Patient wird bei der Mobilisation vom Physiotherapeuten
oder der Pflegefachkraft unterstützt
o Resistive Bewegungsübung: Gelenke werden gegen einen Widerstand mobilisiert

Bei den Bewegungsübungen ist darauf zu achten, dass Supination und Pronation, sowie Flexion
und Extension in einem ausreichenden Umfang durchgeführt werden.

4. Ziele

Die Beweglichkeit der Gelenke soll durch die Kontrakturenprophylaxe erhalten und gefördert
werden. Ferner sollen Muskelatrophie, Sehnenverkürzung und Gelenkveränderungen vermieden
werden.

Der Patient soll in die Lage versetzt werden, die Prophylaxe möglichst selbstständig
durchzuführen.
Intertrigoprophylaxe
1. Definition

Als Intertrigoprophylaxe bezeichnet man Maßnahmen, die zur Vorbeugung von juckenden und
nässenden Hautdefekten in Hautfalten (Intertrigo) dienen.

2. Ätiologie

Wenn über längere Zeit Hautflächen auf Hautflächen liegen, kann es zu Feuchtigkeitsstau &
Hautmazeration kommen. Eine so vorgeschädigte Hautfalte scheuert durch die Bewegung
schnell auf und hat weniger Widerstandskraft gegen Pilzinfektionen bzw. baktierielle
Infektionen. Letztlich bilden sich rote und nässende Hauterosionen insbesondere in den
Hautfalten. Intertrigo ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die mit aller pflegerischen Sorgfalt
behandelt werden muss. Risikofaktoren sind:

∑ verstärktes Schwitzen
∑ Übergewicht
∑ mangelnde Körperpflege
∑ Inkontinenz
∑ Diabetes mellitus (eine Stoffwechselstörung, daher Wundheilungsstörungen)

3. Prädilektionsstellen

∑ Brüsten (vermehrt bei Frauen)


∑ Bauchfalten
∑ Leiste
∑ Innenseiten der Oberschenkel
∑ Analfalte
∑ Dammregion
∑ Zwischenräume der Finger & Zehen
∑ Achselhöhlen
∑ Ellenbeugen (bei bestehenden Kontrakturen)
∑ Ohren (Retroaurikulär)
∑ Hals bzw. Kinnfalte (bei Adipositas)
∑ Bauchnabel
∑ Gliedmassenstumpf bei Senioren mit Amputationen
∑ Hoden

4. Symptome

∑ abgrenzende Hautrötungen an gefährdeten Stellen


∑ Juckreiz oder Brennen
5. Ziele der Intertrigoprophylaxe

Das Ziel der Intertrigoprophylaxe ist die Gesunderhaltung der Oberhaut an den gefährdeten
Stellen. Dies erreicht man u.a. durch folgende Maßnahmen:

∑ gründliche Beobachtung der Haut


∑ Unterstützung des Patienten bei der Hautpflege (explizites Nachfragen nach juckenden Stellen)
∑ die Haut gut trocken halten
∑ auf die Verwendung von Puder verzichten, da dieses nach kurzer Zeit Klumpen bildet und die
gereizte Haut noch zusätzlich beansprucht

6. Prophylaktische Maßnahmen

∑ gründliche Körper- und Hautpflege


∑ Anwendung von Hautpflegemitteln
∑ gründliches Abtrocknen
∑ gefährdete Körperareale durch Mullstreifen oder Baumwollkompressen trocken halten
∑ IKP (Inkontinenzprodukte) ausreichend wechseln
∑ hautfreundliche und atmungsaktive Kleidung tragen
∑ Frauen sollten BH's tragen (je nach Gewohnheit)
∑ dünn aufgetragene Salben und Öle
Thromboseprophylaxe

1 Definition

Unter dem Begriff Thromboseprophylaxe fasst man alle medikamentösen und nicht-
medikamentösen Maßnahmen zur Vorbeugung (Prophylaxe) von Thrombosen (Blutgerinnseln)
zusammen. Da hierdurch auch Embolien als Folge von Thrombosen vorgebeugt wird, wird auch
der Begriff Thromboembolieprophylaxe verwendet.

2. Maßnahmen

Zu den möglichen Maßnahmen der Thromboseprophylaxe zählen unter anderem:

2.1 Medikamentös

∑ Heparine
∑ Hirudin
∑ Vitamin-K-Antagonisten
∑ Direkte orale Antikoagulantien

2.2 Nicht-medikamentös

∑ Verkürzung der präoperativen Immobilisation


∑ Frühmobilisation
∑ Physiotherapie (Eigenübungen, Bettfahrrad)
∑ Kompressionsstrümpfe

3. Indikationen

Bei größeren Operationen muss immer eine Thromboseprophylaxe durchgeführt werden. Nach
bereits eingetretenen Thrombosen wird eine Sekundärprophylaxe über mehrere Monate gegeben.
Weitere Indikationen sind künstliche Herzklappen oder Vorhofflimmern.

Es gibt auch Einsatzgebiete außerhalb des unmittelbaren medizinischen Bereiches, z.B. bei
längeren Flugreisen zur Vermeidung des sog. Touristenklasse-Syndroms.
Soor- und Parotitisprophylaxe
Soor (Pilzinfektion der Mundschleimhaut)
1. Definition

Unter einer Pilzinfektion der Mundschleimhaut, auch Soor genannt, versteht man in der Regel
eine Candidose der Mundschleimhaut. Obgleich auch andere Pilze zu Infektionen im Bereich der
Mundschleimhaut führen können, ist die am meisten verbreitete Pilzinfektion die Infektion mit
Hefen der Gattung Candida. In diesem Rahmen spricht man dann von der sogenannten Candida-
Stomatitis. Befällt die Pilzinfektion nur die Mundwinkel, spricht man von den
Mundwinkelrhagaden bzw. der Cheilitis angularis.

2. Erreger

In der Regel handelt es sich bei der Pilzinfektion des Mundes um eine Infektion mit dem Erreger
Candida albicans.

3. Prädisponierende Faktoren

Es gibt eine Vielzahl von prädisponierenden Faktoren für eine Pilzinfektion. Vorrangig sind all
jene zu nennen, die zu einer verminderten Infektabwehr, das heißt zu einer Störung des
Immunsystems führen. Hierzu gehören Transplantationen, angeborene und erworbene Störungen
des Immunsystems (Immundefizienz, HIV-Infektion), Schwangerschaft und hohes Alter.

Des weiteren können Pilzinfektionen im Mundbereich auf dem Boden anderer Erkrankungen
hervorgerufen werden. Zu diesen Erkrankungen gehören Diabetes mellitus, Leukämien, Tumore,
Tuberkulose oder die Agranulozytose.

Auch im Rahmen einer Chemo- oder Strahlentherapien bei Tumorerkrankungen kommt es


häufig zu einer Pilzinfektion.

Außerdem begünstigen diverse Medikamente wie Antibiotika, Zytostatika, Immunssuppressiva


und Kortikosteroide eine Pilzinfektion.

4. Symptome

Die Patienten mit einer Pilzinfektion im Mundbereich klagen über starke Beschwerden und
Schmerzen sowohl beim Essen und Trinken als auch in Ruhe. Des weiteren besteht häufig ein
starker Juckreiz. Die Mundschleimhaut und die Zunge sind mit weißlichen Belägen versehen.
Werden diese abgestreift, gewollt oder während des Essens, kann es zu Blutungen kommen. Im
Verlauf bilden sich Bläschen und Erosionen im der Mundschleimhaut, welche zu narbigen
Veränderungen führen können.
Im Bereich der Mundwinkel kann es unter einer Pilzinfektion zu Einrissen und Verschorfungen
kommen, die beim Öffnen des Mundes stets schmerzhaft auf- und einreissen und zu Blutungen
und weiterer Verschorfung führen.

5. Diagnose

Die Diagnose basiert zum einen auf dem klinischen Erscheinungsbild, zum anderen auf dem
Nachweis des Pilzes. Soor ist in seiner optischen Ausprägung eine klassische Blickdiagnose. Der
Pilz wird mittels Mikroskopie und Pilzkultur nachgewiesen.

6. Therapie

Die Pilzinfektion wird in der Regel lokal behandelt. Hierfür eignen sich Antimykotika (z.B.
Amphothericin B). Ebenso sollten die prädisponierenden Faktoren beseitigt bzw. reduziert
werden.

7. Differentialdiagnose

Neben einer Pilzinfektion im Mundbereich muss bei Erosionen und Schmerzen auch an Tumoren
und Leukoplakien gedacht werden. Zudem kann auch eine Nervenschädigung vorliegen. Ebenso
kann mangelnde Mundhygiene zu einer Veränderung der Mundschleimhaut und zu
Entzündungen führen.

Parotitis
Synonym: Ohrspeicheldrüsenentzündung

1. Definition

Eine Parotitis ist eine Entzündung der Ohrspeicheldrüse (Glandula parotis).

2. Formen

∑ Akute Parotitis
∑ Chronisch-rezidivierende Parotitis
∑ Parotitis epidemica
Aspirationsprophylaxe
1. Definition

Unter einer Aspirationsprophylaxe versteht man alle medizinischen und pflegerischen


Maßnahmen, die zur Vermeidung einer Aspiration dienen.

2. Hintergrund

Unter einer Aspiration versteht man das versehentliche Einatmen von Fremdkörpern (z.B.
Nahrung) oder von Flüssigkeiten (z.B. Magensaft durch einen Reflux oder Getränke). Bei
Operationen unter Allgemeinanästhesie an nicht nüchternen Patienten besteht immer eine
Aspirationsgefahr. Ursachen einer erhöhten Aspirationsneigung bei wachen Patienten sind v.a.
neurologische Defizite, bzw. starker körperlicher Abbau. Folge einer Aspiration ist häufig die
sog. Aspirationspneumonie.

3. Medizinische Maßnahmen

∑ Intubation bewusstloser Patienten


∑ Nahrungs- und Flüssigkeitskarenz
∑ Legen einer Magensonde
∑ Absaugen
∑ Antazida-Gabe

4. Pfegerische Maßnahmen

∑ Oberkörperhochlagerung bei der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme


∑ Kleine Bissen und kleine Schlucke
∑ Ruhe - ausreichend Zeit zum Essen und Trinken geben
∑ Mundhygiene - nach dem Essen und Essensreste entfernen
∑ Postprandial mind. 30 Minuten mit dem Oberkörper erhöht sitzen lassen, um einen Reflux zu
vermeiden
∑ Andickungsmittel in Getränke rühren
∑ Schlucktraining durch Physiotherapeuten
Dehydrationsprophylaxe
Synonym: Dehydratationsprophylaxe

1. Definition

Unter einer Dehydrationsprophylaxe versteht man alle medizinischen und pflegerischen


Maßnahmen, die zur Vermeidung eines Flüssigkeitsdefizits (Dehydration) dienen.

2. Hintergrund

Der menschliche Organismus benötigt pro Tag etwa 2,0 bis 2,5 Liter Wasser. Betagte Patienten
oder Patienten mit neurologischen Erkrankungen haben oft ein eingeschränktes Durstgefühl
(Hypodipsie), das zu einer allmählichen Austrocknung führen kann.

3. Medizinische Maßnahmen

∑ Flüssigkeitsbilanzierung
∑ Parenteraler Volumenersatz
∑ Medikation überprüfen (Diuretika)

4. Pflegerische Maßnahmen

∑ Risiko erkennen
∑ Aufklärung des Patienten
∑ Trinkplan erstellen
∑ Beim Trinken Unterstützung leisten
∑ Lieblingsgetränke erfragen
∑ Getränke in ausreichenden Mengen und in Griffnähe hinstellen
Obstipationsprophylaxe
Synonym: Darmtraining

1. Definition

Unter einer Obstipationsprophylaxe versteht man alle medizinischen oder pflegerischen


Maßnahmen, die der Entstehung einer Obstipation (Verstopfung) entgegenwirken.

2. Hintergrund

Eine Obstipation ist eine akute oder chronische Stuhlverstopfung (Obstipation) des Darms. Wenn
die physiologische Defäkation nicht spätestens alle drei Tage erfolgt, oder übermäßige
Anstrengungen und Pressen bei der Defäkation benötigt, spricht man von einer Obstipation.

3. Maßnahmen

Ziel der prophylaktischen Maßnahmen ist es, die Darmperistaltik anzukurbeln und für eine
physiologische Stuhlfrequenz zu sorgen. Man unterscheidet allgemeine und spezielle
Maßnahmen.

3.1 Allgemeine Maßnahmen

∑ Risiko erkennen
∑ Flüssigkeitszufuhr: Mind. 1,5 l/Tag, besser jedoch sind 2,0 l/Tag bei chronischen Verstopfungen,
solange keine Kontraindikation besteht. Die Flüssigkeit ist eine wichtige Voraussetzung, dass
Ballaststoffe aufquellen können.
∑ Bewegungsförderung: Solange keine Kontraindikation besteht, sollte eine ausreichende und vor
allem frühzeitige Mobilisation erfolgen, um die Darmperistaltik anzukurbeln.
∑ Ernährung: Ballaststoffreiche Ernährung regt die Darmperistaltik an. Bei der Ernährung sollte
darauf geachtet werden, dass keine stopfenden Nahrungsmittel (z.B. Bananen, Schokolade,
Weißmehlprodukte) verzehrt werden.
∑ Stuhlgang nie unterdrücken

3.2 Spezielle Maßnahmen

∑ Kolonmassage
∑ Feucht-warme Bauchauflage
∑ Darmanregende Produkte einnehmen (z.B. Pflaumen, Feigen)

Sollten die o.g. Maßnahmen keine Wirkung zeigen, kann auf folgende Maßnahmen
zurückgegriffen werden:

∑ *Laxantien *Darmeinlauf
∑ *Klistier *Digitale Ausräumung
Pneumonieprophylaxe
1. Definition

Die Pneumonieprophylaxe dient dem Vorbeugen einer Lungeninfektion (Pneumonie) durch


spezielle Maßnahmen und Techniken zum Erhalt bzw. zur Steigerung der Lungenvitalität bei
länger immobilisierten oder anderweitig Pneumonie-gefährdeten Patienten.

2. Ziele

Eine Pneumonieprophylaxe dient der Beseitigung von Faktoren, welche die Entstehung einer
Pneumonie begünstigen. Einzelziele sind u.a.:

∑ vorübergehende Steigerung der Lungendurchblutung


∑ vorübergehende Ventilationsanregung
∑ Förderung der Expektoration von Sekret durch Abhusten
∑ Sicherung einer ausreichenden Lungenbelüftung
∑ Behebung einer Fehlatmung

Voraussetzung ist eine ausreichender EZ und AZ des Patienten, da Abhusten Energie benötigt.

3. Indikationen

∑ Bei Pleura- und Zwerchfellerkrankungen und in der Geriatrie bei überwiegend bettlägerigen
Patienten.
∑ Patienten mit Linksherzinsuffizienz (Lungenstauung) und Stauungsbronchitis, die schon eine
verlangsamte Strömung im Lungenkreislauf sowie Bronchialsekret aufweisen und mit erhöhter
Atemfrequenz von ca. 24-30/min. atmen, sind durch die Bettruhe besonders gefährdet. Für
ältere Herzkranke, die überwiegend bewegungslos auf dem Rücken bei meist hochgestelltem
Kopfteil liegen, gilt das Gleiche.
∑ Patienten mit Immunschwäche (z.B. HIV)
∑ Hypostatische Pneumonie, vorwiegend in den unteren Lungenlappen auftretend.
Pneumonieerreger finden für ihren Angriff einen günstigen Nährboden, wenn mehrere Faktoren
zusammenkommen:
o verlangsamte Blutströmung (Hypostase) in den dorsalen, abgängigen Partien des
Lungenkreislaufs durch ständige Rückenlage des Patienten
o Retention von erregerhaltigem Bronchialsekret in den Bronchien
o Atelektasen infolge oberflächlicher Atmung mit Minderbelüftung (Hypoventilation)
und/oder Sekretretention in den Bronchien

4. Verminderung der Risikofaktoren

Die Risikofaktoren einer Pneumonie lassen sich vermindern durch:

∑ Herabsetzung des Hypertonus von Bindegewebe und Muskulatur


∑ Optimierung der Atembewegung durch Verbesserung der Thoraxelastizität
∑ Wiederherstellung der alten Leistungsfähigkeit entsprechend der Konvaleszenz.

5. Maßnahmen zur Tonusminderung

Zur Lösung von Verspannungen der Faszien und der Atemmuskulatur werden Techniken aus der
physikalischen Therapie eingesetzt. Hierbei empfehlen sich im Besonderen Techniken der
klassischen Massage und der Bindegewebsmassage (BGM), wie z.B.:

∑ Vibration
∑ BGM-Striche im Bereich der Intercostalräume
∑ Hautrollen
∑ Abziehgriffe
∑ Packegriffe
∑ Übungen zur Verlängerung der Ausatmung, z.B. durch Einsatz der Lippenbremse mit sch-, pff-,
sss-Lauten.
∑ Übungen zur Kräftigung der Interkostalmuskulatur und des Diaphragma durch tönendes und
sakkadierendes Einatmen.
∑ Übungen zur Steigerung der Thoraxelastizität wie Dehnlagerungen (Streckdehnung, C-Lagerung,
Dreh-Dehn-Lagerung)

Ist nach der Behandlung die Atemfrequenz pro Minute verringert, so kann man davon ausgehen,
dass der Tonus der Atemhilfsmuskulatur und die Spannung im Bindegewebe gesenkt werden
konnten. Die weitere Steigerung der Behandlung sollte nur sehr langsam erfolgen, da jede
stärkere Belastung anfänglich vermieden werden muss.

6. Weitere Maßnahmen

∑ Sekretlockerung (Abklopfen, Inhalation von Wasserdampf, Abklopfen)


∑ Sekretauswurf (Abhusten, Oberkörperhochlagerung, Sputum auffangen)
∑ Atemgymnastik
∑ Atmungsunterstützende Lagerung (häufige Lagewechsel, Oberkörperhochlagerung)
∑ Gute Durchlüftung des Patientenzimmers
∑ Inhalation von bronchodilatatorischen Wirkstoffen
∑ Tracheostoma
Zystitisprophylaxe
1. Definition

Als Zystitisprophylaxe bezeichnet man alle Maßnahmen, die dazu dienen, eine
Blasenentzündung (Zystitis) zu vermeiden.

2. Hintergrund

Eine Zystitis entsteht in der Regel infolge einer aszendierenden Infektion über die Harnröhre. Da
Frauen eine kürzere Harnröhre als Männer haben, ist bei ihnen die Gefahr eine Zystitis zu
bekommen größer.

3. Maßnahmen

Es gibt viele Maßnahmen, die dem Entstehen einer Zystitis vorbeugen. Beispiele sind:

∑ Hygienemaßnahmen im Rahmen der Intimpflege (z.B. Wischen von Symphyse zum Anus)
∑ ausreichende Flüssigkeitszufuhr
∑ Miktionsdrang unmittelbar nachgeben
∑ Hygienemaßnahmen bei liegendem Blasenkatheter einhalten
∑ Kälte und Nässe im Intimbereich vermeiden