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H. Pasternak/L.

Müller · Zur FE-Modellierung leichter Hallenrahmen

Bild 12. Last-Verformungskurven der Modellvarianten


Fig. 12. Load-displacement curves of different models

tionen berechnet wurde. Man erkennt, daß sie sich etwas lich und nachvollziehbar sind. Nur so kann man sicher-
steifer als Kurve 2 verhält und eine erheblich höhere stellen, daß das Modell auch wirklichkeitsnah ist und vor
Traglast erreicht, da hier kein Stabilitätsversagen sondern allzu großen „Vereinfachungen“ bewahrt bleibt.
nur Materialversagen eintritt. Die vierte Kurve zeigt das
Last-Verformungsverhalten für ein Rahmenmodell, wel-
Literatur
ches nicht nur am Untergurt (wie die anderen Modelle),
sondern auch am Obergurt (Dachverbandsfeldern) ent- [1] Abacus V. 5.6 User’s Manual, Vol. I–III, Hibbit, Karlsson &
sprechend gefedert gelagert ist. Folglich fallen die Trag- Sorensen Inc., 1996.
[2] Petersen, C.: Statik und Stabilität der Baukonstruktionen,
last und die Steifigkeit ab.
2. Auflage, Braunschweig, 1982.

6 Schlußfolgerung
Autoren dieses Beitrages:
Trotz aller Fortschritte bei der Computersimulation kann Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Hartmut Pasternak, Dipl.-Ing. Lars Müller,
den Ingenieur niemand von der Intuition entbinden. Er BTU Cottbus, Lehrstuhl für Stahlbau, Postfach 10 13 44, 03013 Cott-
sollte z. B. erkennen, welche Versagensmodi wahrschein- bus

Lärmschutzhalle am Hamburg Airport


Mit dem Bau einer neuen Lärmschutz- aus zwei Teilen bestehenden Hauptfach- mit einem Gelenkbolzen in 23 m Höhe
halle auf dem Gelände der Lufthansa- werkträger getragen, der in der Mitte verbunden ist.
werft setzt die Hamburg Airport GmbH
neue internationale Maßstäbe zur Ver-
minderung der Lärmbelästigung bei
Triebwerktests am Boden. Die Lärm-
schutzhalle wird die erste Einrichtung
ihrer Art sein, die Testläufe aller heute
eingesetzten Flugzeuge unter Vollschub
erlaubt.
Zukünftig soll die Hallenhülle mit
Akustik-Großtor und rückseitiger Um-
lenkwand den Schall der 145 000 PS
starken Triebwerke einer B 747-400 auf
den Lärmpegel eines Großraumbüros
von 65 dBA reduzieren. Gleichzeitig
muß das angesaugte und abgestrahlte
riesige Luftvolumen den Halleninnen-
raum verwirbelungsfrei durchströmen
können. Das Stahlbauunternehmen hat
das innovative Stahltragwerk so opti-
miert, daß die extrem anspruchsvollen
akustischen und strömungstechnischen
Anforderungen an die Hallenhülle pro-
blemlos umgesetzt werden können. Das
Dach der Lärmschutzhalle mit der Grö-
58 ße eines Fußballfeldes wird von dem (Foto: Donges Stahlbau GmbH)

Stahlbau 70 (2001), Heft 1