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Testprogramme_UW_ver03

Testprogramme UW

Projekt: Test der Tastatureinheit,


Anzeigeeinheit,
Abstützbedieneinheit Rechts,
Abstützbedieneinheit Links,
Funktionen im Unterwagen und
Hydraulik im Unterwagen

Bearbeiter: Bosler J., Stocker B.


Abteilung: TB - Steuerungen

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 1 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Frei-
Datum Name Beschreibung
gabe
X 02.02.00 Stocker Dokument Testprogramme_UW_02.doc
Grund der Änderung: 1. Hydraulikwerte angepaßt + Solldruckanzeige
2. Test Achsfederung: Vollautomatik und Halbautomatik
Einlauf ab Geräte Nr.:
LTM 1060/2: 1. Gerät, Gerätenummer: 0057057,
dann ab Gerätenummer 57084 und rückwirkend für alle
Geräte mit offenem Drehwerk (Muli1)

LTM 1080/1: ab 1. Gerät bis Serie 24, nach Softwaretausch


(Muli8), ab Serie 25 (Muli9)

LTM 1300: ab Gerät 0071033 (Muli1),


dann ab 1. Gerät nach Softwaretausch (Muli1)

LTM 1500: ab Gerät 0073027 (Muli4),


dann ab 1. Gerät nach Softwaretausch (Muli5)
Hydrauliktests ab Gerät 0073028

MK 80: ab 1. Gerät

LTM 1100: ab 1. Gerät

und folgende: ab 1. Gerät

X 25.04.00 Stocker Dokument Testprogramme_UW_02.doc


Grund der Änderung: Textänderung: S.15 Beleuchtungstest,
Anmerkung Bremslicht
Einlauf ab Geräte Nr.: ---
X 16.06.00 Stocker Dokument Testprogramme_UW_02.doc
Grund der Änderung: Textänderung: S.24 Fehlermeldung ABS/ABV abhängig
vom Motor
Einlauf ab Geräte Nr.: ---

X 19.09.00 Stocker Dokument Testprogramme_UW_03.doc


Grund der Änderung: S.25 Fehlerspeicher löschen Retarder Test 49 neu
S.42 AEB- Beschreibung erweitert
Einlauf ab Geräte Nr.: ---
Dokument
Grund der Änderung:
Einlauf ab Geräte Nr.:

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Testprogramme_UW_ver03

Inhaltsverzeichnis
1 ÜBERSICHT................................................................................................................................................. 5

ÜBERSICHT DER EINZELNEN TESTMÖGLICHKEITEN BEI MOTOR EIN UND MOTOR AUS.................................. 5
TESTPROGRAMM AKTIVIEREN .............................................................................................................................. 6
UMSCHALTEN ZWISCHEN DEN EINZELNEN TESTS ................................................................................................. 7
EINZELNE TESTS STARTEN UND BEENDEN ............................................................................................................ 7
MENÜSTEUERUNG................................................................................................................................................ 7
TESTSTATUSANZEIGE ........................................................................................................................................... 8
ALLGEMEINES ...................................................................................................................................................... 8
TESTPROGRAMM BEI MOTOR EIN ODER MOTOR AUS BEENDEN .................................................................... 8

2 TESTPROGRAMM BEI MOTOR AUS .................................................................................................... 9

ÜBERSICHT DER EINZELNEN TESTMÖGLICHKEITEN BEI MOTOR AUS ................................................................ 9


VORAUSSETZUNGEN ZUM STARTEN DES TESTPROGRAMMS ................................................................................. 9
TESTS AN DER TASTATUREINHEIT ...................................................................................................................... 12
2.1.1 Funktionsanzeigen / Summer / 7-Segmentanzeige Teststatus = 01 ................................................ 12
2.1.2 Tasten Teststatus = 02 ............................................................................................................. 13
2.1.3 Eingänge Teststatus = 03 ......................................................................................................... 14
2.1.4 Beleuchtungstest Teststatus = 04.............................................................................................. 15
2.1.5 Ausgänge Teststatus = 05......................................................................................................... 16
2.1.6 Sonderfunktionen Teststatus = 06 ............................................................................................ 19
2.1.7 Datenübertragung zwischen E/A-Modul und Tastatureinheit Teststatus = 07.......................... 20
2.1.8 Messen des Blinkerstroms Teststatus = 08 ................................................................................ 20
TESTS AN DER ANZEIGEEINHEIT ......................................................................................................................... 21
2.1.9 Meldelampen / 7-Segmentanzeigen / Bargraphen Teststatus = 09................................................ 21
2.1.10 Eingänge Teststatus = 10.................................................................................................... 22
2.1.11 Ausgang Teststatus = 11 ..................................................................................................... 23
2.1.12 Datenübertragung zwischen E/A-Modul und Anzeigeeinheit Teststatus = 12 ...................... 23
TEST DER FUNKTIONEN ...................................................................................................................................... 24
2.1.13 CAN-Umgebung einlernen Motorsteuerung ECU Teststatus = 42 ........................................... 24
2.1.14 Fehlerspeicher löschen ECU, TCU, ABV, Retarder Teststatus = 46, 47,48 und 49 ................. 25
2.1.15 Funktionsprüfung ABV-Anlage (Kundenwunsch) Teststatus = 60, 61 und 62........................... 26
TESTS AN DEN ABSTÜTZBEDIENEINHEITEN ........................................................................................................ 32
2.1.16 Abstützbedieneinheit Rechts ........................................................................................................ 33
2.1.17 Abstützbedieneinheit Links:......................................................................................................... 38

3 TESTPROGRAMM STARTEN BEI MOTOR EIN ............................................................................... 39

ÜBERSICHT DER EINZELNEN TESTMÖGLICHKEITEN BEI MOTOR EIN ............................................................... 39


VORAUSSETZUNGEN ZUM STARTEN DES TESTPROGRAMMS ............................................................................... 39
TEST DER FUNKTIONEN ...................................................................................................................................... 40
3.1.1 Überdrehzahlschutz Motor Teststatus = 40 und 41..................................................................... 40

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3.1.2 Hydrostatischer Lüfterantrieb Teststatus = 43 und 44................................................................. 41


3.1.3 AEB ZF-Getriebe 6WG260, 6WG210 Teststatus = 50 ................................................................ 42
3.1.4 Funktion Achsfederung und Hydraulik Achsfederung Teststatus = 70 ......................................... 45
3.1.5 Hydraulik Abstützung Teststatus = 71....................................................................................... 56
3.1.6 Hydraulik Hinterachslenkung Teststatus = 72 ............................................................................ 61
3.1.7 Hydraulik Vorderachslenkung Teststatus = 73 .......................................................................... 64
3.1.8 Funktion Neigungsaufnehmer Teststatus = 74 ........................................................................... 68
3.1.9 Hydraulik Achse(n) anheben Teststatus = 75............................................................................. 71
ADAPTION DRUCKGEBER TESTPROGRAMM UW: ............................................................................................... 74

4 FEHLERCODES ........................................................................................................................................ 75

MAINCODE/SUBCODE TESTROUTINEN LIEBHERR UW.................................................................................... 75


FEHLERCODE HARDWAREKOMPONENTEN LIEBHERR UW .............................................................................. 76

5 SCHAUBILDER ......................................................................................................................................... 77

SCHAUBILD TASTATUREINHEIT .......................................................................................................................... 77


SCHAUBILD ANZEIGEEINHEIT ............................................................................................................................. 78

6 TESTPROGRAMM KURZBESCHREIBUNG ....................................................................................... 81

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1 Übersicht
Dieses Testprogramm testet die Hardware der Tastatureinheit, Anzeigeeinheit, Abstütz-
bedieneinheit Rechts und Abstützbedieneinheit Links, sämtliche Funktionen und die Hydraulik
im Unterwagen. Das Testprogramm kann bei Motor EIN oder bei Motor AUS gestartet werden. In
Tabelle 1 ist eine Übersicht der aktuellen Testmöglichkeiten bei MOTOR EIN und MOTOR AUS
dargestellt. Die einzelnen Testmöglichkeiten sind abhängig vom Krantyp.

Übersicht der einzelnen Testmöglichkeiten bei MOTOR EIN und MOTOR AUS
Teststatus Testablauf Motor
01 Tastatureinheit: 7-Segment-Anzeige / Summer / Funktionsanzeigen AUS
02 Tastatureinheit: Tasten AUS
03 Tastatureinheit: Eingänge AUS
04 Tastatureinheit: Beleuchtungstest AUS
05 Tastatureinheit: Ausgänge statisch testen AUS
06 Tastatureinheit: Sonderfunktionen AUS
07 Tastatureinheit: Datenübertragung (RC-Glieder) AUS
08 Tastatureinheit: Blinkerstrommessung AUS
09 Anzeigeeinheit: Meldelampen / Balkendiagramme / 7-Segment-Anzeigen AUS
10 Anzeigeeinheit: Eingänge AUS
11 Anzeigeeinheit: Ausgang AUS
12 Anzeigeeinheit: Datenübertragung (RC-Glieder) AUS
.. --- ---
40 Motorbremsklappe EIN
41 Luftklappe (Kundenwunsch) EIN
42 CAN- Umgebung AUS
43 Hydrostatischer Lüfterantrieb EIN
44 Hydrostatischer Lüfterantrieb (automatisch) EIN
.. --- ---
46 Motor Fehlerspeicher löschen AUS
47 Getriebe Fehlerspeicher löschen AUS
48 ABS Fehlerspeicher löschen AUS
49 Retarder Fehlerspeicher löschen AUS
50 AEB EIN
.. --- ---
60 ABV- Sensoren (Kundenwunsch) AUS
61 ABS- Ventile (Kundenwunsch) AUS
62 ASR- Diff.- Ventil (Kundenwunsch) AUS
.. --- ---
--- Abstützbedieneinheit Rechts: Datenübertragung (RC-Glieder) AUS
--- Abstützbedieneinheit Rechts: Meldelampen AUS
--- Abstützbedieneinheit Rechts: Tasten AUS
--- Abstützbedieneinheit Links: Datenübertragung (RC-Glieder) AUS
--- Abstützbedieneinheit Links: Meldelampen AUS
--- Abstützbedieneinheit Links: Tasten AUS
.. --- ---
70 Funktion Achsfederung und Hydraulik Achsfederung EIN
71 Hydraulik Abstützung EIN
72 Hydraulik Hinterachslenkung EIN
73 Hydraulik Vorderachslenkung EIN
74 Funktion Neigungsaufnehmer EIN
75 Hydraulik Achsen anheben EIN
.. --- ---
99 --- ---
Tabelle 1: Übersicht der einzelnen Testmöglichkeiten bei MOTOR EIN und MOTOR AUS

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Testprogramm aktivieren
Testprogramm aktivieren bei MOTOR EIN:
Um das Testprogramm bei MOTOR EIN zu aktivieren sind folgende 4 Tasten der Tastatureinheit
gleichzeitig zu betätigen (siehe “Testprogramm bei MOTOR EIN“):

Testprogramm aktivieren bei MOTOR AUS:


Um das Testprogramm bei MOTOR AUS zu aktivieren sind die 4 Tasten wie oben bei MOTOR EIN
oder folgende 2 Tasten der Abstüzbedieneinheiten gleichzeitig 2 sek. zu betätigen (siehe
“Testprogramm bei MOTOR AUS“):

1° und 5° bzw. und i

Motor EIN ist während diesem Testprogramm nicht möglich.

Anzeige an der Anzeigeeinheit wenn Testprogramm aktiv:


An der Anzeigeeinheit wird “Testprogramm aktiv“ an den 7-Segmentanzeigen H162 .. H165
(Fehleranzeige) folgendermaßen angezeigt (Lauflicht).
1. 5. 8. 11.

.. .. ..

Anzeige “Testprogramm aktiv“ bei MOTOR EIN


Während dem Testprogramm werden die Systemfehler an der blinkenden Meldelampe H153
(Achtung) angezeigt, der Fehlercode wird nicht ausgegeben, Bedienfehler werden angezeigt.
Die 7-Segmentanzeigen H162 .. H165 (Lauflicht) wird somit bei Bedienfehler und bei
einzelnen Tests kurzzeitig überblendet.
Systemfehler werden an der blinkenden Meldelampe H153 (Achtung) angezeigt, der
Fehlercode wird nicht ausgegeben.

Anzeige “Testprogramm aktiv“ bei MOTOR AUS


Während dem Testprogramm werden weder Systemfehler noch Bedienfehler angezeigt. Die
7-Segmentanzeigen H162 .. H165 (Lauflicht) werden lediglich bei einzelnen Tests kurzzeitig
überblendet.

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Umschalten zwischen den einzelnen Tests


Mit den Tasten P1 und P2 der Tastatureinheit kann zwischen den einzelnen Tests ausgewählt werden.

Teststatus abwärtszählen

Teststatus hochzählen

Einzelne Tests starten und beenden

ausgewählten Test starten

1 x: aktueller Test beenden


2 x: zurück zum 1.Test

Menüsteuerung
Die Auswahl der einzelnen Tests erfolgt menügesteuert über die Tastatureinheit. Die beiden 7-
Segmentanzeigen H66 und H67 der Tastatureinheit (H66 oben links und H67 oben rechts) geben
Auskunft darüber, welcher Test gerade durchlaufen wird, bzw. welcher Test angewählt ist. Beim Start
des Testprogramms wird der Teststatus = 01 angezeigt, es kann durch betätigen der Tasten P1 oder P2
zwischen den einzelnen Testmodi umgeschaltet werden, wobei die Taste P1 den Testmodus
dekrementiert und die Taste P2 incrementiert. Über die Hand-Taste kann dann der über H66 und H67
angezeigte Test gestartet werden. Durch die beiden 7-Segmentanzeigen H68 (unten links) und H69
(unten rechts) der Tastatureinheit wird, sofern möglich, nach jedem Test ein Fehlercode angezeigt.
Mit der i-Taste wird der jeweilige Test abgebrochen, man befindet sich somit im Hauptmenü. Wird
die i-Taste im Hauptmenue betätigt, springt man im Hauptmenü zum Test 01.

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Teststatusanzeige
Der Teststatus gibt Auskunft darüber, welcher Test angewählt wurde, bzw. welcher Test gerade läuft.
Er wird über die beiden 7-Segment-Anzeigen H66 und H67 (oben links und oben rechts) auf der
Tastatureinheit angezeigt. Befindet sich der Test gerade im RUN-Modus, so leuchten die beiden
Dezimalpunkte von H66 und H67 auf. Bei einem automatischen Testablauf beginnen die beiden 7-
Segmentanzeigen nach Testende mit etwa 1 Hz zu blinken. Wird ein Test auf dem E/A-Modul 2
ausgewählt, welches keine Rückmeldung liefert (z.B. keine Verbindung über LSB), dann beginnt die
Anzeige ebenfalls zu blinken (ohne Dezimalpunkte) und der Summer ertönt.

Allgemeines
Damit ein Testablauf überhaupt möglich ist, müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein:
- Verbindung vom E/A-Modul zum jeweiligen zugeordneten Teilnehmer (Tastatureinheit,
Anzeigeeinheit, Abstützbedieneinheiten, ..)
- intakte LSB-Busverbindung
- Korrekte Spannungsversorgung der einzelnen Komponenten (E/A-Module, Tastatureinheit,
Anzeigeeinheit, Abstützbedieneinheiten, ..)

Testprogramm bei MOTOR EIN oder MOTOR AUS beenden


Das Testprogramm wird über Zündung AUS beendet.

Die Rückkehr in den “normalen“ Kranbetriebsmodus ist nur möglich, wenn die Zündung zuvor
ausgeschaltet wird.

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2 Testprogramm bei MOTOR AUS


Das Testprogramm kann an der
• Tastatureinheit,
• Abstützbedieneinheit Rechts oder
• Abstützbedieneinheit Links
gestartet werden.

Übersicht der einzelnen Testmöglichkeiten bei MOTOR AUS


Teststatus Testablauf Motor
01 Tastatureinheit: 7-Segment-Anzeige / Summer / Funktionsanzeigen AUS
02 Tastatureinheit: Tasten AUS
03 Tastatureinheit: Eingänge AUS
04 Tastatureinheit: Beleuchtungstest AUS
05 Tastatureinheit: Ausgänge statisch testen AUS
06 Tastatureinheit: Sonderfunktionen AUS
07 Tastatureinheit: Datenübertragung (RC-Glieder) AUS
08 Tastatureinheit: Blinkerstrommessung AUS
09 Anzeigeeinheit: Meldelampen / Balkendiagramme / 7-Segment-Anzeigen AUS
10 Anzeigeeinheit: Eingänge AUS
11 Anzeigeeinheit: Ausgang AUS
12 Anzeigeeinheit: Datenübertragung (RC-Glieder) AUS
.. --- ---
42 CAN- Umgebung AUS
.. --- ---
46 Motor Fehlerspeicher löschen AUS
47 Getriebe Fehlerspeicher löschen AUS
48 ABS Fehlerspeicher löschen AUS
49 Retarder Fehlerspeicher löschen AUS
.. --- ---
60 ABV- Sensoren (Kundenwunsch) AUS
61 ABS- Ventile (Kundenwunsch) AUS
62 ASR- Diff.- Ventil (Kundenwunsch) AUS
.. --- ---
--- Abstützbedieneinheit Rechts: Datenübertragung (RC-Glieder) AUS
--- Abstützbedieneinheit Rechts: Meldelampen AUS
--- Abstützbedieneinheit Rechts: Tasten AUS
--- Abstützbedieneinheit Links: Datenübertragung (RC-Glieder) AUS
--- Abstützbedieneinheit Links: Meldelampen AUS
--- Abstützbedieneinheit Links: Tasten AUS
.. --- ---
99 --- ---
Tabelle 2: Übersicht der einzelnen Testmöglichkeiten bei MOTOR AUS

Voraussetzungen zum Starten des Testprogramms


Bevor das Testprogramm gestartet werden kann, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
• Zündung EIN
• Betriebsart Unterwagen
• Motor AUS

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Mit dem Aktivieren der Testprogramme (an der Tastatureinheit oder Abstützbedieneinheit Rechts
oder Abstützbedieneinheit Links) wird auf jedem E/A-Modul die Applikation für den ‘normalen’
Kranbetrieb stillgelegt. Dies ist unbedingt erforderlich, damit während der einzelnen Testabläufe
beim Betätigen diverser Tasten auf der Tastatureinheit oder den Abstützbedieneinheiten keine
‘Bewegungen’ des Krans stattfinden können.

Folgende Betriebszustände der Testprogramme sind zu unterscheiden:


• Testprogramm aktiviert an der Tastatureinheit:
- Test der Tastatureinheit und Anzeigeeinheit
- Abstützbedieneinheit Rechts und Abstützbedieneinheit Links sind im Bereitschaftsmodus 1)

• Testprogramm aktiviert an der Abstützbedieneinheit Rechts, aus ‘normalem’ Kranbetrieb:


- Test der Abstützbedieneinheit Rechts
- Abstützbedieneinheit Links ist im Bereitschaftsmodus
- Test der Tastatureinheit und Anzeigeeinheit aktiviert

• Testprogramm aktiviert an der Abstützbedieneinheit Links, aus ‘normalem’ Kranbetrieb:


- Test der Abstützbedieneinheit Links
- Abstützbedieneinheit Rechts ist im Bereitschaftsmodus
- Test der Tastatureinheit und Anzeigeeinheit aktiviert

• Testprogramm starten an der Abstützbedieneinheit Rechts aus dem Bereitschafts-


modus (Testprogramm wurde an der Tastatureinheit oder an der Abstützbedieneinheit
Links aktiviert):
- Test der Abstützbedieneinheit Rechts

• Testprogramm starten an der Abstützbedieneinheit Links aus dem Bereitschafts


modus (Testprogramm wurde an der Tastatureinheit oder an der Abstützbedieneinheit
Rechts aktiviert):
- Test der Abstützbedieneinheit Links

1)
Bereitschaftsmodus: ‘Normaler’ Kranbetrieb stillgelegt, aber Testprogramm an der
Abstützbedieneinheit Rechts oder Abstützbedieneinheit Links noch nicht gestartet.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 10 v. 95


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Wird das Testprogramm an der Tastatureinheit aktiviert (E/A-Modul 1), so wird im E/A-Modul 1
und E/A-Modul 2 das Testprogramm gestartet, die jeweiligen Tests an der Tastatureinheit und
Anzeigeeinheit können durchgeführt werden. Das E/A-Modul 3 (für das Testprogramm an der
Abstützbedieneinheit Rechts) und E/A-Modul 4 (für das Testprogramm an der Abstützbedieneinheit
Links) befinden sich dabei im Bereitschaftsmodus. Der Bereitschaftsmodus wird durch Blinken der
LED 1° und LED 5° an beiden Abstützbedieneinheiten (LED 1° und LED 5° blinken gleichzeitig 2x
in der Sekunde) angezeigt, die restlichen Anzeigen an den Abstützbedieneinheit sind dunkel. Die
Tastenbeleuchtung ist immer eingeschaltet.

Ist nun das Testprogramm auf den einzelnen Modulen aktiviert, so wird zuerst eine
Initialisierungsphase durchlaufen, in der sämtliche nicht sicherheitskritischen Ausgänge der
Tastatureinheit zurückgesetzt werden. Ferner werden alle Funktionsanzeigen, Meldelampen, 7-
Segmentanzeigen und Bargraphen der Tastatureinheit, Anzeigeeinheit und Abstützbedieneinheiten
ausgeschaltet.

Besonderheit Standlicht und Rundumkennleuchte:


Die Ausgänge und Funktionsanzeigen vom Standlicht und der Rundumkennleuchte sind von dieser
Initialisierungsphase nicht betroffen. Diese Ausgänge werden wie im ‘normalen Kranbetrieb‘
gesetzt, bzw rückgesetzt. Die Funktionsanzeigen vom Standlicht und der Rundumkennleuchte werden
bei sämtlichen Tests (Test gestartet) ausgeschaltet und bei Testende abhängig vom Ausgang gesetzt,
bzw. rückgesetzt.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 11 v. 95


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Tests an der Tastatureinheit

2.1.1 Funktionsanzeigen / Summer / 7-Segmentanzeige Teststatus = 01


Der Teststatus wird erst nach dem Test der 7-Segmentanzeigen gesetzt.

Testablauf:
Bei Testbeginn werden alle Funktionsanzeigen und 7-Segmentanzeigen ausgeschaltet. Anschließend
wird der automatische Testablauf für die 7-Segmentanzeigen, den Summer und die Funktionsanzeigen
gestartet. Der Ablauf der einzelnen Testsequenzen sieht wie folgt aus:

Test der 7-Segmentanzeigen:


Zu Beginn werden alle 7-Segmentanzeigen ausgeschaltet. Anschließend beginnen die Anzeigen
nacheinander (in der Reihenfolge oben links (H66), oben rechts (H67), unten links (H68), unten
rechts (H69)) von 0...9 hochzuzählen. Nachdem die 9 angezeigt wurde, werden alle Segmente der
entsprechenden 7-Segmentanzeigen eingeschaltet (Ziffer 8 mit Dezimalpunkt). Ist dieser Test
abgelaufen, so wird über die beiden oberen 7-Segmentanzeigen (H66 und H67) der Teststatus
angezeigt (aktuell laufender Test).

Test des Summers:


Am Ende des 7-Segmentanzeigen-Tests wird für kurze Zeit der Summer eingeschaltet, der einerseits
signalisiert, daß der 7-Segmentanzeigen-Test beendet ist und andererseits der Funktionsanzeigentest
beginnt.

Test der Funktionsanzeigen:


Es wird eine Funktionsanzeige nach der anderen eingeschaltet (von oben links nach unten rechts,
H1...H65). Dies geschieht in einem Zeitabstand von etwa 150 ms.

Ist der gesamte Test beendet, so bleiben alle Funktionsanzeigen eingeschaltet und die 7-Segment-
anzeigen H68 und H69 zeigen die Ziffer 8 mit Dezimalpunkt an. Die 7-Segment-anzeigen H66 und
H67 weisen durch Blinken des Teststatuses darauf hin, daß der automatische Testablauf beendet ist.
Durch betätigen der i-Taste erfolgt der Wechsel ins Hauptmenü. Hierbei werden alle
Funktionsanzeigen und 7-Segmentanzeigen ausgeschaltet, Ausnahme: Funktionsanzeigen von
Standlicht und Rundumkennleuchte. Diese beiden Funktionsanzeigen sind je nach Betätigung
eingeschaltet, bzw. ausgeschaltet.

Fehlercode:
Bei diesem Test wird kein Fehlercode ausgegeben, da nur eine optische / akustische Kontrolle
stattfindet.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 12 v. 95


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2.1.2 Tasten Teststatus = 02


Testablauf:
Zu Beginn dieses Tests sind alle Funktionsanzeigen ausgeschaltet, ferner sollten die Sonderfunktionen
Zusatzheizung, Standlicht, Rundumkennleuchte und Warnblinklicht ausgeschaltet sein. Die
Testreihenfolge ist von S1...S65, (oben links...unten rechts, bzw. Taste R bis Taste Warnblinklicht).
Die Funktionsanzeige über der R-Taste beginnt mit etwa 8 Hz zu blinken. Nun muß diese Taste
innerhalb einer bestimmten Zeit (3 Sekunden) kurz betätigt und wieder losgelassen werden
(Überprüfung auf steigende und fallende Flanke). Ist die Funktionalität dieser Taste korrekt
(Betätigung funktioniert und Taste klebt nicht), dann wird die Funktionsanzeige über der jeweiligen
Taste eingeschaltet und die nächste Funktionsanzeige beginnt zu blinken. Wird die Taste während der
Wartezeit nicht betätigt, so wird die Funktionsanzeige ausgeschaltet und zur nächsten Taste
gewechselt. Klebt diese Taste (Taste liefert ständiges EIN-Signal) oder wird sie zu lange betätigt, so
beginnt die Funktionsanzeige über dieser Taste mit einer Frequenz von etwa 1 Hz zu blinken. Die
Tasten i, P1 und P2 werden durch diesen Ablauf nicht getestet. Diese Tasten werden jedoch indirekt
über die Menüsteuerung überprüft.
Die Sonderfunktionstasten Zusatzheizung (S43), Standlicht (S57), Rundumkennleuchte (S64) und
Warnblinker (S65) müssen zweimal innerhalb der 3 Sekunden kurz betätigt werden, da jeder dieser
Tasten eine bistabile Kippstufe nachgeschaltet ist.

Die Tasten, deren Funktionsanzeige mit ca. 1 Hz blinkt, wurden entweder zu lange betätigt, oder diese
Taste klebt (Taste bringt ständiges EIN-Signal). Bleibt die Funktionsanzeige über einer Taste dunkel,
so sagt dies aus, daß diese Taste entweder nicht betätigt wurde, oder daß sie kaputt ist.
Der Test wird einmal durchlaufen. Am Ende des Testablaufes blinkt die Statusanzeige und es wird ein
entsprechender Fehlercode ausgegeben. Wenn über die i-Taste ins Hauptmenü gewechselt wird,
werden alle Funktionsanzeigen und die 7-Segmentanzeigen für die Fehlercode-Anzeige ausgeschaltet.
Ausnahme: Funktionsanzeigen von Standlicht und Rundumkennleuchte. Diese beiden
Funktionsanzeigen sind je nach Betätigung eingeschaltet, bzw. ausgeschaltet.

Fehlercode:
Fehlercode 70: Alle Tasten sind in Ordnung.
Fehlercode 01: Mindestens eine Taste ist defekt oder wurde falsch bedient.
Siehe Tabelle 16 “Fehlercode Hardwarekomponenten LIEBHERR UW“.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 13 v. 95


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2.1.3 Eingänge Teststatus = 03


Testablauf:
Über die 7-Segmentanzeige unten links (H68) wird bei diesem Test der Status der Eingänge E0...E6
dargestellt. Hierbei wird jedem Segment der 7-Segmentanzeige ein Eingang zugeordnet. Nun können
die Eingangsstufen der Tastatureinheit durch setzen und rücksetzen der Eingangssignale einzeln
geprüft werden. Leuchtet ein Segment auf, dann bedeutet dies, daß der entsprechende Eingang
AKTIV ist.

Segment Eingang Funktion


A E0 Zusatzheizung EIN Rückmeldung *
B E1 Zusatzheizung Nachlauf Lüfter *
C E2 Zusatzheizung Thermostat *
D E3 Zusatzheizung Vorwahluhr *
E E4 Klimaanlage Thermostat/Druckschalter *
F E5 Hupe
G E6 Blockiert
DP --- ---
Tabelle 3: Zuordnung Segment / Eingang und Funktion * Kundenwunsch

Segmentbezeichnung Zuordnung der Eingänge


A E0

F B E5 E1
G E6

E C E4 E2
D E3
DP

Dieser Test läuft solange, bis die i-Taste betätigt wird. Nach Betätigung der i-Taste befindet sich das
Programm wieder im Hauptmenü.

Fehlercode :
Bei diesem Test wird kein Fehlercode ausgegeben, da nur eine optische Kontrolle durch den Bediener
stattfindet.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 14 v. 95


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2.1.4 Beleuchtungstest Teststatus = 04


Dieser Test schaltet in bestimmter Reihenfolge und in definierten Zeitabständen Ausgänge (A26,
A24, A29, A27, A22, A30, A28, A25, und nochmals A24, siehe Tabelle 4) an der Tastatureinheit. Die
Zeitabstände sind abhängig vom Krantyp.
An den 7-Segmentanzeigen H68 und H69 wird die Nummer des gerade gesetzten Ausgangs angezeigt.

Schritt: Ausgang: Funktion:


1 A26 Nebelscheinwerfer EIN *
1) 2)
2 A24 Abblendlicht bzw. Abblendlicht und/oder Fernlicht EIN
3 A29 Blinker links EIN
4 A27 Nebelschlußlicht EIN
5 A22 Rückfahrleuchte EIN
6 A30 Blinker rechts EIN
7 A28 Rundumkennleuchte EIN
8 A25 Standlicht und sämtliche Beleuchtungseinrichtungen EIN
9 --- Summer 3s, Lenkstockschalter links betätigen
1) 2)
10 A24 Abblendlicht bzw. Abblendlicht und/oder Fernlicht EIN
Tabelle 4: Beleuchtungstest * Kundenwunsch

1)
siehe Schaltplan: “Abblendlicht und Fernlicht“, bzw “Abblendlicht oder Fernlicht“
2)
Der Ausgang A24 schaltet das Abblendlicht bzw. das Abblendlicht und/oder das Fernlicht ein, dies
ist abhängig von der Schalterstellung am Lenkstockschalter links. In Schritt 9 wird durch den
Summer der Tastatureinheit ca. 3s darauf hingewiesen, daß der Lenkstockschalter links betätigt
werden muß. Es ist somit gewährleistet, daß in Schritt 2 oder in Schritt 9 das Abblendlicht
und/oder das Fernlicht abhängig vom Lenkstockschalter eingeschaltet werden.

Anmerkung Bremslicht:
Bei diesem Test werden nur die Ausgänge der Tastatureinheit geschaltet. Das Bremslicht wird
momentan vom E/A- Modul (siehe Schaltplan) geschaltet, es kann deshalb nicht explizit bei
diesem Test geschaltet werden.

Trick:
Das Bremslicht kann ebenfalls getestet werden, indem man das Testprogramm mit Zündung AUS
beendet, die Betriebsbremse betätigt und gleichzeitig das Testprogramm wieder startet. Bei dieser
Konstellation ist während “Testprogramm EIN bei MOTOR AUS“ das Bremslicht ständig
eingeschaltet. Das Bremslicht wird mit Zündung AUS ausgeschaltet.

Fehlercode :
Bei diesem Test wird kein Fehlercode ausgegeben, da nur eine optische Kontrolle durch den Bediener
stattfindet.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 15 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

2.1.5 Ausgänge Teststatus = 05


Testablauf:
Bei diesem Test werden nur die Ausgänge gesetzt, an denen keine sicherheitsrelevanten Verbraucher
angeschlossen sind. Unter den Aspekt sicherheitsrelevant fallen die Ausgänge A15 (Achspendelung
1) und A16 (Achspendelung 2) die nicht ohne weiteres gesetzt und zurückgesetzt werden dürfen, da
ansonsten eine Gefahrensituation entstehen kann. Ferner kann der Ausgang A23 (Hupe) nicht gesetzt
werden, da dieser Ausgang direkt über den Eingang (E5) angesteuert wird.

Bei Betätigung der Hand-Taste und der P1- Taste oder Hand-Taste und der P2- Taste wird der gerade
gesetzte Ausgang zurückgesetzt und der neu angewählte Ausgang gesetzt. Die Taste P1 dekrementiert
und die Taste P2 incrementiert die Anwahl. Die Nummer des aktuell gesetzten Ausgangs wird über
die 7-Segmentanzeigen H68 (unten links) und H69 (unten rechts) angezeigt. Bei den
Transistorausgängen kann mit der Taste P1 der Schaltzustand (Fehlercode) des Ausgangs abgefragt
werden. Der Code (siehe Tabelle 5) wird dann für die Dauer der Betätigung über die 7-
Segmentanzeigen H68 und H69 angezeigt. Wird die Taste P1 bei einem Relaisausgang gedrückt, so
wird als Schaltzustand ‘--’ angezeigt, da bei einem Relaisausgang keine Statusabfrage möglich ist. Es
besteht die Möglichkeit über die Taste P2 den gerade gesetzten Ausgang für die Dauer der Betätigung
zurückzusetzen. Ist der letzte Ausgang (A30) gesetzt und die Hand-Taste und P2 betätigt, dann wird
wieder der erste Ausgang (A0) gesetzt. Ist der erste Ausgang (A0) gesetzt und die Hand-Taste und P1
betätigt, dann wird wieder der letzte Ausgang (A30) gesetzt.

Der Test kann jederzeit mit der i-Taste beendet werden. Es werden dann alle Ausgänge zurückgesetzt
und das Programm wechselt ins Hauptmenü.

Relaisausgänge:
Diese Ausgänge können softwaretechnisch nicht auf Funktionalität getestet werden; die Ausgänge
können lediglich für eine bestimmte Zeit eingeschaltet, und anschließend durch den Bediener geprüft
werden (akustische bzw. optische Kontrolle).

Transistorausgänge:
Diese Ausgänge können bedingt softwaretechnisch geprüft werden, da diese Transistoren über einen
Diagnoseanschluß (Status) verfügen. Durch diese zusätzliche Information kann in Verbindung mit
dem Eingangssignal des Transistors (Input) und des Pegels am Ausgang über den Schaltzustand des
Transistors eine Aussage getroffen werden (siehe Tabelle 5).

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 16 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Schaltzustand der Transistoren:

Erkennung BUK202/203 Erkennung BSP450


Ausgänge: Ausgänge:
1)
A11, A12, A14, A15 , A17, A18, A19 A0, A1, A2, A3, A4, A5, A6, A7,
1) 1)
und A16 bei Tastatureinheit A A20 und A16 bei Tastatureinheit B

0 Übertemperatur ---
0 0 Kurzschluß nach Versorgungsspg, C2
1 Kurzschluß nach Versorgungsspg
offene Leitung
0 Normal AUS Normal AUS
0 1 C3
1 Kurzschluß nach Versorgungsspg ---
0 Kurzschluß nach Masse, Übertemperatur Kurzschluß nach Masse, Übertemperatur
1 0 offene Leitung, Laststrom zu klein, C4
1 ---
Kurzschluß nach Versorgungsspannung
0 Unter-/Überspannung ---
1 1 C5
1 Normal EIN Normal EIN

Tabelle 5: Schaltzustand der Transistoren in Abhängigkeit von der Ansteuerung des Transistors,
dem Status und und dem Ausgang (Ausgang, bzw Rückmeldung wird softwaremäßig
nicht erfaßt)

Sind an den Transistorausgängen (BUK202, BUK203, BSP450) Verbraucher mit einer geringen Last
angeschlossen, so kann es durchaus dazu führen, daß bei angesteuertem Ausgang die Abfrage des
Schaltzustandes (Fehlercode) den Code ‘C4’ ergibt (Bsp.: Zusatzheizung Ausgang A11).
Dies liegt daran, daß die Transistoren erst ab einer bestimmten Stromschwelle erkennen, daß ein
Strom fließt und auch erst dann eine entsprechende Rückmeldung liefern. Die Stromschwellen sind in
folgender Tabelle dargestellt:

Stromschwellen BSP450 (1A) BUK203 (2A) BUK202 (8A)


Minimale Stromschwelle [mA] 15 30 150
2)
Typische Stromschwelle [mA] 22,5 90 450
Maximale Stromschwelle [mA] 30 150 750

Tabelle 6: Stromschwellwerte der Transistoren

2)
d.h.,bei einem Laststrom kleiner als 90 mA (bei denm Ausgang A11, A12, A14, A15 1), A17, A18,
1)
A19 und A16 bei der Tastatureinheit A liefert das Testprogramm bei gesetztem Ausgang und
angeschlossenem Verbraucher den Code ‘C4’ (Laststrom zu klein).

Fehlercode:
C2, C3, C4, C5: Der Fehlercode beim Ausgangstest gibt lediglich über den Schaltzustand des
Transistors Auskunft.
Siehe Tabelle 16 “Fehlercode Hardwarekomponenten LIEBHERR UW“.

1)
werden bisher nicht gesetzt, bzw abgefragt.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 17 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Beschreibung der Ausgänge an der Tastatureinheit:

Nr. des Transistor/ Funktion des angeschlossenen


Art des Verbrauchers
Ausgangs Relaisausgang Verbrauchers (optional)

A0 BSP 450 Umluft Motor Stellantrieb


A1 BSP 450 Frischluft Motor Stellantrieb
A2 BSP 450 Luft Scheibe Motor Stellantrieb
A3 BSP 450 Luft Fußraum Motor Stellantrieb
A4 BSP 450 Motorvorheizung * Motor Stellantrieb
A5 BSP 450 Fahrerhausheizung Motor Stellantrieb
A6 BSP 450 siehe Belegung Schaltplan
A7 BSP 450 siehe Belegung Schaltplan
A8 Bosch-Relais Lüfterdrehzahl 1 Motor Lüfter
A9 Bosch-Relais Lüfterdrehzahl 2 Motor Lüfter
A10 Bosch-Relais Lüfterdrehzahl 3 Motor Lüfter
A11 BUK 203 Zusatzheizung * Steuergerät Zusatzheizung
A12 BUK 203 Klimaanl./Kupplung Kompressor * Magnetventil
A13 Bosch-Relais siehe Belegung Schaltplan
A14 BUK 203 Klimaanlage Magnetventil * Magnetventil
A15 BUK 203 Achspendelung 1 * Magnetventil
2) 3)
A16 BUK 203 , BSP 450 Achspendelung 2 * Magnetventil
A17 BUK 202 Spiegelheizung Widerstände
A18 BUK 202 Heizung Fahrersitz * Widerstände
A19 BUK 202 Heizung Beifahrersitz * Widerstände
A20 BSP 450 Zusatzheiz./Ventil Motor/Fahrerhaus Magnetventil
A21 Bosch-Relais Scheinwerferwaschanlage * Motor (Scheibenwischer)
A22 Bosch-Relais Rückfahrscheinwerfer Scheinwerfer/Hupe rückwärts
1)
A23 Bosch-Relais Hupe Hupe
A24 Bosch-Relais Licht Scheinwerfer links u. rechts
A25 Bosch-Relais Standlicht Seitenleuchten,...
A26 Bosch-Relais Nebelscheinwerfer * Scheinwerfer
A27 Bosch-Relais Nebelschlußlicht Schlußleuchten
A28 Bosch-Relais Rundumkennleuchte Rundumkennleuchten
A29 Bosch-Relais Blinker links Blinkerlampen
A30 Bosch-Relais Blinker rechts Blinkerlampen
Tabelle 7: Beschreibung der einzelnen Ausgänge der Tastatureinheit
1)
dieser Ausgang wird direkt vom Eingang E5 angesteuert
2)
Tastatureinheit A
3)
Tastatureinheit B

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 18 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

2.1.6 Sonderfunktionen Teststatus = 06


1. Internes ODER-GATTER der Tastatureinheit:
Zu Beginn dieses Tests dürfen die Funktionen Standlicht, Rundumkennleuchte, Zusatzheizung und
Warnblinker, die Eingänge E1 (Zusatzheizung Nachlauf Lüfter) und E3 (Zusatzheizung
Vorwahluhr) nicht aktiv sein. Der Status der Eingänge E1 und E3 wird bei wie beim Test der
Eingänge (Test 03) an den 7-Segmentanzeige H68 angezeigt.
Das Testprogramm muß nun über Zündung Aus verlassen werden, die Zündung bleibt dabei
ausgeschaltet. Es werden nun einzeln nacheinander die Sonderfunktionen Standlicht, Rundum-
kennleuchte, Zusatzheizung und Warnblinker eingeschaltet und ausgeschaltet. Ist eine oder
mehrere Sonderfunktionen eingschaltet, werden die E/A-Module 1 und 2 und die Anzeigeeinheit mit
Spannung versorgt. Ist einer der Eingänge E1 oder E3 aktiv, so werden ebenfalls die E/A-Module 1
und 2 und die Anzeigeeinheit mit Spannung versorgt. Sind alle Sonderfunktionen und wenn möglich
die Eingänge E1 und E3 über das ODER- Gatter der Tastatureinheit getestet worden, muß das
Testprogramm (Test 06) neu gestartet werden

2. Interne Selbsthaltung der Tastatureinheit:


Beim Test der Selbsthaltung darf keine Sonderfunktion und nicht die Eingänge E1 oder E3 aktiv sein.
Nun kann durch betätigen der N-Taste die Selbsthaltung eingeschaltet werden. Durch die
Funktionsanzeige über dieser Taste wird der Status der Selbsthaltung angezeigt (Selbsthaltung EIN --
> Funktionsanzeige EIN, Selbsthaltung AUS --> Funktionsanzeigen AUS). Der Status der
Selbsthaltung wird jedoch nur angezeigt, solange die Zündung eingeschaltet ist. Nun kann die
Zündung ebenfalls ausgeschaltet werden. Jetzt müssen die E/A-Module 1 und 2 und die
Anzeigeeinheit weiterhin mit Spannung versorgt werden. Dieser Test ist erst beendet, nachdem
erneut das Testprogramm (Test 06) neu gestartet und die N- Taste 2x betätigt wurde (die
Selbsthaltung wird somit wieder ausgeschaltet).

3. Internes EXOR-GATTER der Tastatureinheit:


Zu Beginn dieses Tests sind die Funktionen Standlicht und Rundumkennleuchte auszuschalten.
Nun wird das Standlicht (A25) über die Taste S57 eingeschaltet. Über die Taste P1 kann für die
Dauer der Betätigung das EXOR aktiviert werden und dadurch das Standlicht ausgeschaltet werden.
Die Rundumkennleuchte (A28) wird über die Taste S64 aktiviert. Durch die Taste P2 kann dann über
das EXOR die Rundumkennleuchte ausgeschaltet werden. Sind die Funktionen Standlicht und
Rundumkennleuchte über die Tasten S57/S64 ausgeschaltet, so können die Ausgänge auch über die
Tasten P1 und P2 für die Dauer der Betätigung aktiviert werden.
Die Rückkehr ins Hauptmenü ist jederzeit mit der i-Taste möglich.

Fehlercode:
Bei diesem Test wird kein Fehlercode ausgegeben, da nur eine optische Kontrolle stattfindet.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 19 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

2.1.7 Datenübertragung zwischen E/A-Modul und Tastatureinheit Teststatus = 07


Testablauf:
Im Normalbetrieb läuft die Datenübertragung zwischen E/A-Modul und Tastatureinheit mit 50 kBaud.
Um die RC-Glieder für MOSI (Master Out Slave In) und CK (Clock) zu testen wird bei diesem Test
die Übertragung mit einer höheren Übertragungsrate (100 kBaud) betrieben. Tritt hier ein Fehler auf,
so sind die RC-Glieder außerhalb ihrer Toleranz. Dieser Test läuft nur für eine bestimmte Zeit (5
Sekunden). Anschließend wird wieder die ursprüngliche Baudrate gesetzt und ein Fehlercode
ausgegeben. Mit der i-Taste erfolgt nach Testende oder bereits während des Tests der Wechsel ins
Hauptmenü.

Fehlercode:
Über die 7-Segmentanzeigen H68 und H69 wird bei fehlerhaften RC-Gliedern der Fehlercode 06
ausgegeben. Tritt kein Fehler auf, so wird der Fehlercode 70 ausgegeben.
Siehe Tabelle 16 “Fehlercode Hardwarekomponenten LIEBHERR UW“.

2.1.8 Messen des Blinkerstroms Teststatus = 08


Testablauf:
Die Tastatureinheit verfügt über eine Meßeinrichtung, welche den aktuellen Blinkerstrom messen
kann. Nachdem der Test akiviert wurde, kann über die R-Taste das Blinkrelais für Blinker links (A29)
und mit der D-Taste das Blinkrelais für Blinker rechts (A30) gesetzt werden. Die Funktionsanzeigen
über den beiden Tasten zeigen an, ob der zugeordnete Ausgang gesetzt ist (Funktionsanzeige EIN
bedeutet, daß der Ausgang eingeschaltet ist). Über die 7-Segmentanzeige H69 (unten rechts) wird die
Anzahl der angeschlossenen (funktionierenden) Blinkerlampen angezeigt. Wird eine 7 angezeigt, so
kann dies jedoch bedeuten, daß entweder 7 oder mehr Blinkerlampen angesteuert sind.

Achtung: Sind am Kran zusätzliche Blinkerleuchten (5W) angebracht, muß der Blinkerstrom
links und der Blinkerstrom rechts einzeln getestet werden.

Fehlercode:
Bei diesem Test wird kein Fehlercode ausgegeben.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 20 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Tests an der Anzeigeeinheit

2.1.9 Meldelampen / 7-Segmentanzeigen / Bargraphen Teststatus = 09


Testablauf:
Zu Beginn des Tests sind alle Meldelampen (mit Ausnahme derer, die direkt über Eingänge
angesteuert werden, Bargraphen und 7-Segmentanzeigen ausgeschaltet. Nun werden alle
Meldelampen (Ausnahme wie oben) nacheinander eingeschaltet, beginnend bei H102 (oben links). Im
Anschluß daran werden diejenigen, die direkt über die Eingänge angesteuert werden über den
Lampentest eingeschaltet (mit Ausnahme der Ladekontrollampe, die nicht per Software bedient
werden kann). Anschließend werden die einzelnen 7-Segmentanzeigen von 0...9 hochgezählt,
nachdem die 9 angezeigt wurde, werden alle Segmente der entsprechenden 7-Segmentanzeigen
eingeschaltet (Ziffer 8 mit Dezimalpunkt). Zuletzt werden die Bargraphen Segment für Segment
eingeschaltet, beginnend bei Bargraph H166 (links). Die Meldelampen, Bargraphen und die 7-
Segmentanzeigen werden 5 Sekunden nach Testende ausgeschaltet, damit sich die Anzeigeeinheit
nicht unzulässig erwärmt.
Mit der i-Taste der Tastatureinheit kann jederzeit wieder zum Hauptmenü gewechselt werden.

Fehlercode:
Bei diesem Test wird kein Fehlercode ausgegeben, da nur eine optische Kontrolle stattfindet.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 21 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

2.1.10 Eingänge Teststatus = 10


Testablauf:
Über die 7-Segmentanzeigen (mittlere Reihe, links) und (mittlere Reihe, zweite von links) der
Anzeigeeinheit wird der Status der einzelnen Eingänge angezeigt. Hierbei wird jedem Segment der 7-
Segmentanzeigen ein Eingang zugeordnet. Nun kann jede Eingangsstufe der Anzeigeeinheit einzeln
geprüft werden. Leuchtet ein Segment auf, dann bedeutet dies, daß am entsprechenden Eingang ein
aktives Signal anliegt. Hierbei sind die Eingänge E3..E6 mit 0 V und die Eingänge E0..E2 und
E7...E14 mit +24 V anzusteuern, damit der jeweilige Eingang als AKTIV erkannt wird.
Dieser Test läuft solange, bis die i-Taste betätigt wird. Nach Betätigung der i-Taste befindet sich das
Programm wieder im Hauptmenü.

7-Segmentanzeige Segment Eingang Funktion


mittlere Reihe links (H158) A E0 Licht
mittlere Reihe links (H158) B E1 Fernlicht
mittlere Reihe links (H158) C E2 Zusatzheizung EIN Rückmeldung
mittlere Reihe links (H158) D E3 siehe Belegung Schaltplan
mittlere Reihe links (H158) E E4 siehe Belegung Schaltplan
mittlere Reihe links (H158) F E5 siehe Belegung Schaltplan
mittlere Reihe links (H158) G E6 siehe Belegung Schaltplan
mittlere Reihe links (H158) DP E7 Scheinwerferwaschanlage
mittlere Reihe zweite von links (H159) A E8 Blinkerschalter Kran links
mittlere Reihe zweite von links (H159) B E9 Blinkerschalter Kran rechts
mittlere Reihe zweite von links (H159) C E10 siehe Belegung Schaltplan
mittlere Reihe zweite von links (H159) D E11 siehe Belegung Schaltplan
mittlere Reihe zweite von links (H159) E E12 siehe Belegung Schaltplan
mittlere Reihe zweite von links (H159) F E13 siehe Belegung Schaltplan
mittlere Reihe zweite von links (H159) G E14 Eingang D+
mittlere Reihe zweite von links (H159) DP -- --
Tabelle 8: Zuordnung Segmente Eingänge

A
E0 A E8
F B
E5 E1 F B E13 E9

ð
G

ð
E6 G E14

E C
D E4 E2 E C E12 E10
DP E3 D E11
E7 DP

H158 H159

Fehlercode:
Bei diesem Test wird kein Fehlercode ausgegeben, da nur eine optische Kontrolle stattfindet.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 22 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

2.1.11 Ausgang Teststatus = 11


Testablauf:
Der Ausgang A0 kann per Software nicht gesetzt werden. A0 wird gesetzt, wenn am Eingang E14
(D+) eine entsprechend hohe Spannung anliegt. Über die Statusrückmeldung des BUK 202-
Transistors kann dann laut Tabelle 4 (siehe Ausgangstest der Tastatureinheit) eine Aussage über den
Status des Ausgangs getroffen werden. Dieser Fehlercode wird über die 7-Segmentanzeigen H68 und
H69 der Tastatureinheit direkt angezeigt.

Dieser Test kann jederzeit durch Betätigen der i-Taste beendet werden.

Fehlercode:
C3 : Während dem Test muß die Meldung C3 erscheinen, da währen dem Testprogramm kein D+-
Signal (Motor EIN) aktiv ist.
Siehe Tabelle 16 “Fehlercode Hardwarekomponenten LIEBHERR UW“.

2.1.12 Datenübertragung zwischen E/A-Modul und Anzeigeeinheit Teststatus = 12


Testablauf:
Im Normalbetrieb läuft die Datenübertragung zwischen E/A-Modul und Anzeigeeinheit mit 50 kBaud.
Um die RC-Glieder für MOSI (Master Out Slave In) und CK (Clock) zu testen wird bei diesem Test
die Übertragung mit einer höheren Übertragungsrate (100 kBaud) betrieben. Tritt hier ein Fehler auf,
so sind die RC-Glieder außerhalb ihrer Toleranz. Dieser Test läuft nur für eine bestimmte Zeit (5
Sekunden). Anschließend wird wieder die ursprüngliche Baudrate gesetzt und ein Fehlercode
ausgegeben. Mit der i-Taste erfolgt nach Testende oder bereits während des Tests der Wechsel ins
Hauptmenü.

Fehlercode:
07, 70: An der 7-Segmentanzeigen H68 und H69 der Tastatureinheit wird bei fehlerhaften RC-
Gliedern der Fehlercode 07 ausgegeben. Tritt kein Fehler auf, so wird der Fehlercode 70
ausgegeben.
Siehe Tabelle 16 “Fehlercode Hardwarekomponenten LIEBHERR UW“.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 23 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Test der Funktionen

2.1.13 CAN-Umgebung einlernen Motorsteuerung ECU Teststatus = 42


Zweck:
Diese Funktion dient zur Parametrierung der Motorsteuerung. Die Steuerung ermittelt die
angeschlossenen CAN-Teilnehmer um festzustellen, welche Funktionalitäten in der Motorsteuerung
zu aktivieren sind (ABV).
In der Standardeinstellung der Motorsteuerung ECU-1 ist der Parameter ABV als vorhanden gesetzt.
Verfügt das Gerät über eine ABV-Anlage und das ABV-Steuergerät meldet sich ordnungsgemäs am
CAN erfolgt keine Systemfehlermeldung durch die ECU-1.
Hat das Fahrzeug keine ABV erscheint die Fehlermeldung E9x*0208 „Motor: CAN ABS/ASR
Busübertragung fehlerhaft“.
Vor der Durchführung der Einlernfunktion (sofern die ECU-1 einen Fehler meldet) sollte überprüft
werden, ob das Fahrzeug tatsächlich nicht mit einer ABV-Anlage ausgerüstet ist oder ob diese
fehlerhaft ist.
Nach der Durchführung der Einlernfunktion sollte die Zündung aus- und wieder eingeschaltet werden,
weil das Einlernen erst nach Wiedereinschalten der Zündung wirksam wird. Nach Zündung EIN ca.
15s warten bis eventueller Motorstart erfolgen soll.

Hinweis:
Das CAN-Lernen sollte erst dann erfolgen, wenn das Fahrzeug die zugehörige Software über den
LICCON-download erhalten hat.
Sollte die ASR-Funktion „Motorregulierung“ nicht funktionieren, könnte dies am Einlernzustand der
ECU-1 liegen.
Die Visualisierung des Teststatus erfolgt über die beiden zweifach-7-Segmentanzeigen an der
Bedieneinheit.

Fehlercode:
Siehe Tabelle 14 und 15 “Maincode/Subcode Testroutinen LIEBHERR UW“.

untere Anzeige (H69):

Maincode Subcode
0..9 0..9

x* Nummer abhängig vom Motor (1,2,...)

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 24 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

2.1.14 Fehlerspeicher löschen ECU, TCU, ABV, Retarder Teststatus = 46, 47,48 und 49
Teststatus 46 (Motor)
Teststatus 47 (Gtriebe)
Teststatus 48 (ABV)
Teststatus 49 (Retarder)

Zweck:
Diese Funktion dient zum Löschen von inaktiven Fehlern im Fehlerspeicher der Steuergeräte ECU,
TCU, ABV oder Retarder. Diese inaktiven Fehler entstehen in der Produktion, wenn die Peripherie
der einzelnen Steuergeräte noch nicht vollständig angeschlossen war.
Die Fehlerspeicher der Steuergeräte sollten vor Auslieferung der Geräte gelöscht werden.

Fehlercode:
Siehe Tabelle 14 und 15 “Maincode/Subcode Testroutinen LIEBHERR UW“.

untere Anzeige (H69):

Maincode Subcode
0..9 0..9

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 25 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

2.1.15 Funktionsprüfung ABV-Anlage (Kundenwunsch) Teststatus = 60, 61 und 62

Die nachfolgend beschriebenen Testroutinen dienen zur Überprüfung der ABV-Anlage bzgl. der
Richtigkeit der elektrischen Verkabelung und Anschlüsse der pneumatischen Bremsleitungen.

Drahtbruch, Geberfehler, Aktorfehler:


Eine Prüfung der Sensoren bzw. Aktoren auf deren elektrische Grenzwerte muß nicht vorgenommen
werden, da dies von der Elektronik ohnehin im „Normalbetrieb“ durchgeführt wird und eventuelle
Fehler als Fehlercode gemeldet und angezeigt werden.

ABV-Warnlampe:
Die Überprüfung der ABV-Warnlampe in der Anzeigeeinheit der Fahrerkabine erfolgt beim
Lampentest nach Einschalten der Zündung. Die Lampe wird betriebsmäßig angesteuert wenn durch
die ABV über CAN ein Fehler der Wertigkeit 1..2 angezeigt wird bzw. wenn das sog. Sensor-
Memory-Bit gesetzt ist. Die Lampe blinkt mit 1 Hz, wenn die CAN-Verbindung zwischen
Fahrzeugelektronik (E/A-Modul 2) und dem ABS/ASR-Steuergerät gestört ist. In diesem Fall wird
außerdem ein Systemfehler seitens der E/A-Module gemeldet. Nach Erkennen eines Sensorfehlers
bleibt die Lampe solange an, bis alle Sensoren wieder als i.O. erkannt werden und das Fahrzeug mit
einer Fahrgeschwindigkeit von ca. 20 km/h bewegt wird.
Fehlerspeicher löschen:
Diese Funktion sollte nach Beendigung aller Tests durchgeführt werden. Beschreibung siehe voriges
Kapitel „Fehlerspeicher löschen“

ASR-Motorregulierung prüfen:
Diese Funktionsprüfung kann ohne Testprogramm durchgeführt werden. Sie dient zur Überprüfung
der Motorabregelung bei ASR-Betrieb. Hierzu muß das Fahrzeug so abgestützt werden, daß kein
Rad Bodenkontakt hat (Achtung: Achsfederung sollte blockiert sein!). Anschließend die
Feststellbremse öffnen, Fahrtrichtung D schalten und langsam das Fahrpedal durchtreten. Hierbei
muß, sofern an den angetriebenen Achsen eine Drehzahldifferenz zwischen rechten und linken bzw.
vorderen und hinteren Rädern auftritt, der Motor merklich zurückgeregelt werden (Motordrehzahl
beobachten). Anschließend können noch der Geländegang + Längssperre + Quersperren eingelegt
werden um zu überprüfen, ob bei nichtauftreten von Differenzdrehzahlen an den Rädern das ASR
außer Betrieb ist. In diesem Fall darf keine Motorabregelung erfolgen. Reagiert der Motor nicht auf
die ASR-Motorregulierung, so muß die Bandenderoutine 42 (CAN einlernen Motor) fehlerfrei
(Rückmeldung 70) durchgeführt und anschließend der Test wiederholt werden.

Hinweise:
1. die Längs- und Quersperren müssen zur Überprüfung der ASR ausgeschaltet sein.
2. die Regelung muß deaktiviert sein, wenn die Längs- und Quersperren eingeschaltet sind.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 26 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Zuordnung der ABV-Sensoren prüfen:


Teststatus = 60

Diese Routine ermittelt, ob die Drehzahlsensoren vo.li., vo.re, hi.li. und hi.re. richtig angeschlossen
sind. Die äußeren Segmente der 7-Segmentanzeige links unten entsprechen den 4 sensierten Rädern in
Fahrtrichtung. Das Segment des jeweils zu bewegenden Rads blinkt so lange, bis das ABV-
Steuergerät eine Bewegung des Rads meldet. Hierbei werden jeweils die gemeldeten
Radgeschwindigkeiten einer Achse verglichen.
Nach Erkennung einer Radgeschwindigkeit des zu prüfenden Rads > 1.3 km/h und gleichzeitiger
Radgeschwindigkeit < 0.6 km/h des gegenüberliegenden Rads wird der Sensor als i.O. erkannt, es
ertönt ein kurzer Piepton an der Tastatureinheit und die Begrenzungsleuchten, das Standlicht und
die beiden Blinker werden dabei eingeschaltet. Dreht sich hingegen das gegenüberliegende Rad
schneller als das zu prüfende, bricht der Test mit Fehlermeldung (54) ab. In diesem Fall wurde der
Test nicht korrekt durchgeführt oder es liegt ein Verdrahtungsfehler vor.
Wird während des Tests ein Fehler erkannt wird die Testroutine angehalten und ein Fehler gemäß
obiger Beschreibung maincode/subcode angezeigt und ein längerer Piepton ertönt.
Während des aktiven Tests wird nach Erkennung der Korrektheit des aktuellen Sensors automatisch
zum nächsten Rad weitergeschaltet. Durch Betätigen der P1- oder P2-Taste kann das angewählte Rad
vorwärts oder zurück geschaltet werden. Durch Betätigen der i-Taste kann der Test vorzeitig
abgebrochen werden.

Anzeige während des aktiven Tests:

Rad links vorne Rad rechts vorne Rad links hinten Rad rechts hinten

Test aller vier Räder erfolgreich durchgeführt:

Fehlercode:
Siehe Tabelle 14 und 15 “Maincode/Subcode Testroutinen LIEBHERR UW“.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 27 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Zuordnung der ABV-Ventile prüfen, Pulsprogramm:


Teststatus = 61

Diese Routine ermittelt, ob die ABV-Regelventile vo.li., vo.re., hi.li. und hi.re. richtig angeschlossen
sind.
Die äußeren Segmente der 7-Segmentanzeige links unten entsprechen den 4 sensierten Rädern in
Fahrtrichtung. Das Segment des jeweils zu prüfende Rad blinkt. Während des Tests (das Bremspedal
voll durchgetreten werden) ist der Druckverlauf der Bremsdrucke der vier Kanäle gemäß
Beschreibung zu beobachten.
An der rechten 7-Segmentanzeige wird der aktuelle Testschritt angezeigt:
1. voller Bremsdruck
2. reduzierter Bremsdruck
3. kein Bremsdruck
4. reduzierter Bremsdruck
5. voller Bremsdruck
6. Wartezeit, Piepton, weiter mit nächstem Rad Schritt 1

Während des aktiven Tests wird nach Ablauf der Testsequenz des aktuellen Rads automatisch zum
nächsten Rad weitergeschaltet, es erscheint ein kurzer Piepton. Durch Betätigen der P1- oder P2-
Taste kann das angewählte Rad vorwärts oder zurück geschaltet werden. Durch Betätigen der i-Taste
kann der Test vorzeitig abgebrochen werden.

Anzeige während des aktiven Tests:

Rad links vorne Rad rechts vorne Rad links hinten Rad rechts hinten

Test erfolgreich abgeschlossen:

Fehlercode:
Siehe Tabelle 14 und 15 “Maincode/Subcode Testroutinen LIEBHERR UW“.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 28 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Druckverlauf während Pulsprogramm:

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 29 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Funktion ASR-DIF-Ventil prüfen:


Teststatus = 62

Diese Routine ermittelt, ob das ASR- DIF -Ventil funktioniert.

Test erfolgreich abgeschlossen:

Nach dem Start der Routine wird der Druck im Bremskreis der angetriebenen Achse für ca. 0.5s
eingesteuert und anschließend etwa 5s gehalten.
Der Druckverlauf muß beobachtet werden und soll wie folgt aussehen:

BREMSDRUCK

EINLASSVENTIL

1,6s
DIF-VENTIL

2,0s

Fehlercode:
Siehe Tabelle 14 und 15 “Maincode/Subcode Testroutinen LIEBHERR UW“.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 30 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Bezeichnung der Räder:

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 31 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Tests an den Abstützbedieneinheiten


Teststatus = es wird kein Teststatus angezeigt

Folgende Tests werden durchgeführt:


Teststatus Testablauf Motor
--- Abstützbedieneinheit Rechts RC- Glieder AUS
--- Abstützbedieneinheit Rechts Meldelampen AUS
--- Abstützbedieneinheit Rechts Tasten AUS
--- Abstützbedieneinheit Links RC- Glieder AUS
--- Abstützbedieneinheit Links Meldelampen AUS
--- Abstützbedieneinheit Links Tasten AUS
Tabelle 8: Tests an den Abstützbedieneinheiten

Abstützbedieneinheit Rechts
1. Datenübertragung zwischen E/A-Modul und Abstützbedieneinheit Rechts
2. 7-Segmentanzeigen, Anzeige t (Tonnen) klbs (kilo Libs) und LED’s
3. Tasten

Abstützbedieneinheit Links
1. Datenübertragung zwischen E/A-Modul und Abstützbedieneinheit Links
2. 7-Segmentanzeigen, Anzeige t (Tonnen) klbs (kilo Libs) und LED’s
3. Tasten

Wird das Testprogramm an der Abstützbedieneinheit Rechts (E/A-Modul 3) aktiviert, so wird im


E/A-Modul 1 und E/A-Modul 2 das Testprogramm gestartet, die jeweiligen Tests an der
Tastatureinheit und Anzeigeeinheit können durchgeführt werden. Im E/A-Modul 3 (Testprogramm für
die Abstützbedieneinheit Rechts) wird ebenfalls das Testprogramm aktiviert, die jeweiligen Tests an
der Abstützbedieneinheit Rechts werden durchgeführt. Das E/A-Modul 4 (Testprogramm für die
Abstüzbedieneinheit Links) befindet sich dabei im Bereitschaftsmodus. Der Bereitschaftsmodus wird
durch Blinken der beiden LED’s (LED 1° und LED 5° blinken gleichzeitig 2x in der Sekunde)
angezeigt.

Wird das Testprogramm an der Abstützbedieneinheit Links (E/A-Modul 4) aktiviert, so wird im


E/A-Modul 1 und E/A-Modul 2 das Testprogramm gestartet, die jeweiligen Tests an der
Tastatureinheit und Anzeigeeinheit können durchgeführt werden. Im E/A-Modul 4 (Testprogramm für
die Abstützbedieneinheit Links) wird ebenfalls das Testprogramm aktiviert, die jeweiligen Tests an
der Abstützbedieneinheit Links werden durchgeführt. Das E/A-Modul 3 (Testprogramm für die
Abstützbedieneinheit Rechts) befindet sich dabei im Bereitschaftsmodus. Der Bereitschaftsmodus
wird durch Blinken der beiden LED’s (LED 1° und LED 5° blinken gleichzeitig 2x in der Sekunde)
angezeigt.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 32 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

2.1.16 Abstützbedieneinheit Rechts

Testprogramm starten:

1° und 5° bzw. und i

Tasten gleichzeitig zwei Sekunden betätigen

Folgende 3 Tests werden durchlaufen:


- Datenübertragung zwischen E/A-Modul und Abstützbedieneinheit:
- Meldelampen- Test:
- Tasten- Test:

Das Testprogramm kann während den Tests und am Ende der Tests erneut gestartet
werden.

Datenübertragung zwischen E/A-Modul und Abstützbedieneinheit:

Testablauf:
Im Normalbetrieb läuft die Datenübertragung zwischen E/A-Modul und Abstützbedieneinheit mit 50
kBaud. Um die RC-Glieder für MOSI (Master Out Slave In) und CK (Clock) zu testen wird bei
diesem Test die Übertragung mit einer höhere Übertragungsrate (100 kBaud) betrieben. Tritt hier ein
Fehler auf, so sind die RC-Glieder außerhalb ihrer Toleranz. Dieser Test läuft nur für eine bestimmte
Zeit (5 Sekunden). Anschließend wird wieder die ursprüngliche Baudrate gesetzt und ein Fehlercode
ausgegeben.

Fehlercode:
08: RC- Glieder außerhalb der Toleranz
10: Fehler beim Ausführen des RC- Glieder-Test
Siehe Tabelle 16 “Fehlercode Hardwarekomponenten LIEBHERR UW“.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 33 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Kurzzeitiges Abziehen des SPI - Steckers an der Abstützbedieneinheit Rechts während des RC
Glieder-Tests entspricht Fehlercode 08.
Der Fehlercode 08 und Fehlercode 10 werden nach dem 2. Test (Meldelampen-Test) an der
Abstützbedieneinheit Rechts folgendermaßen dargestellt.

Der Fehlercode wird an den Abstützbedieneinheiten an der Anzeige des elektrischen


Neigungsaufnehmers folgendermaßen visualisiert.

Fehlercode 08 Fehlercode 10

LED AUS

LED EIN

Tritt kein Fehler auf, dann sind alle LED’s AUS.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 34 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Meldelampen- Test:

Testablauf:
Alle Meldelampen (7 Seg.-Anzeigen, LED’s und Anzeige t (Tonnen) und Anzeige klbs (Kilo Libs))
werden getestet.
Hinweis: Bei den Abstützeinheiten mit Freigeabe (Hand- Taste) und grüner LED für Freigabe, wird
die grüne LED indirekt während dem “normalen Kranbetrieb“ getestet.

LO = Links Oben
LU = Links Unten
RO = Rechts Oben
RU = Rechts Unten

Zu Beginn des Tests sind alle Meldelampen ausgeschaltet. Es werden alle Meldelampen nacheinander
von LO nach LU und von RO und nach RU eingeschaltet, beginnend bei ‘t’ (Tonnen) dann ‘klbs’
(Kilo Libs) dann die 3 x 7- Segmentanzeigen. Die einzelnen 7-Segmentanzeigen werden von rechts
nach links von 0 .. 9 hochgezählt, nach erreichen der 9 wird eine 8 mit Dezimalpunkt angezeigt.
Nachdem die letzte 8 mit Dezimalpunkt RU angezeigt wurde, werden alle LED’s an der Anzeige des
elektrischen Neigungsaufnehmers fortlaufend eingeschaltet.

usw.
...

Danach werden alle LED’s (Anzeige Neigungsaufnehmer) und zusätzlich LED 1° und LED 5°
eingeschalten. Alle Meldelampen sind für ca. 4 Sekunden eingeschaltet. Nach diesen 4 Sekunden
werden alle Meldelampen wieder ausgeschaltet, ausgenommen LED 1° und LED 5°, sie signalisieren,
daß der Tasten- Test aktiviert ist.

Fehlercode:
Bei diesem Test wird kein Fehlercode ausgegeben, da nur eine optische Kontrolle stattfindet.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 35 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Tasten- Test:

Testablauf:
Über die 7-Segmentanzeigen 7-Seg LO, 7-Seg LU, 7-Seg RO, 7-Seg RU an der Abstützbedieneinheit
Rechts wird die Funktionalität der einzelnen Tasten der Abstützbedieneinheit Rechts angezeigt.
Hierbei wird jedem Segment der 7- Segmentanzeigen eine Taste zugeordnet. Wenn der Test läuft,
können die Tasten der Abstützbedieneinheit Rechts in beliebiger Reihenfolge betätigt werden.

An den Abstützbedieneinheiten mit Freigabe- Taste (Hand- Taste) muß eventuell die
Freigabetaste (Hand- Taste) betätigt werden, damit die Funktion der anderen Tasten
gewährleistet ist.

Zu Beginn des Tests sind alle Segmente der betreffenden 7-Segmentanzeigen ausgeschaltet. Wird eine
Taste innerhalb von 3 Sekunden betätigt und wieder losgelassen, so wird das dazugehörige Segment
eingeschaltet und bleibt in diesem Zustand.

Während des Tasten-Tests sind die beiden LED’s (LED 1° und LED 5°) eingeschaltet.

LED 1° LED 5°
LED 1° LED 5°

1° 5°
bzw.

1° 5°

Fehlercode:
Abstützbedieneinheit ohne Freigabetaste:
Bleibt eine Taste während dem Test für mehr als 3 Sekunden betätigt (Taste klebt), so beginnt das
entsprechende Segment mit etwa 1 Hz zu blinken.
Wird eine Taste nicht betätigt oder ist eine Taste defekt, dann bleibt das dazugehörige Segment
dunkel.

Abstützbedieneinheit mit Freigabetaste:


Der Zustand “Taste klebt“ wird bei der Abstützbedieneinheit mit Freigabetaste mit einem
Bedienfehler bzw. Systemfehler angezeigt, dabei ist die Freigabe-Taste an der Abstützbedieneinheit
gesperrt.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 36 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Zuordnung der Tasten zu den Segmenten:

7-Seg LO 7-Seg RO

LO Motor Drehz. RO
AUF AUS niedr. AUF

LO RO
AB auto. auto. Motor Drehz. AB
AUF AB EIN höher

LU LO RU RU
AUS EIN EIN AUS

LU RU
AUF AUF

RU
LU AB
AB

7-Seg LU 7-Seg RU

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 37 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

2.1.17 Abstützbedieneinheit Links:


Analog zu “Testprogramm starten an der Abstützbedieneinheit Rechts“

Fehlercode:
Fehlercode 09: RC- Glieder außerhalb der Toleranz
Fehlercode 10: Fehler beim Ausführen des RC- Glieder-Test
Siehe Tabelle 14 und 15 “Fehlercode Hardwarekomponenten LIEBHERR UW“.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 38 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

3 Testprogramm starten bei MOTOR EIN

Das Testprogramm kann lediglich an der Tastatureinheit gestartet werden.

Übersicht der einzelnen Testmöglichkeiten bei MOTOR EIN


Teststatus Testablauf Motor
.. --- ---
40 Motorbremsklappe EIN
41 Luftklappe (Kundenwunsch) EIN
.. --- ---
43 Hydrostatischer Lüfterantrieb EIN
44 Hydrostatischer Lüfterantrieb (automatisch) EIN
.. --- ---
50 AEB EIN
.. --- ---
70 Funktion Achsfederung und Hydraulik Achsfederung EIN
71 Hydraulik Abstützung EIN
72 Hydraulik Hinterachslenkung EIN
73 Hydraulik Vorderachslenkung EIN
74 Funktion Neigungsaufnehmer EIN
75 Hydraulik Achsen anheben EIN
.. --- ---
99 --- ---
Tabelle 10: Übersicht der einzelnen Testmöglichkeiten bei MOTOR EIN

Voraussetzungen zum Starten des Testprogramms


Bevor das Testprogramm gestartet werden kann, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
• Zündung EIN
• Betriebsart Unterwagen
• Motor EIN

Mit dem Aktivieren der Testprogramme an der Tastatureinheit wird auf jedem E/A-Modul die
Applikation für den ‘normalen’ Kranbetrieb beibehalten. Die Testprogramme laufen sozusagen
“parallel“ zur Applikation ab.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 39 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Test der Funktionen

3.1.1 Überdrehzahlschutz Motor Teststatus = 40 und 41


Teststatus = 40 (Bremsklappe)
Teststatus = 41 (Luftklappe)

Zweck:
Die Routinen zum Aktivieren der Motorbremsklappe bzw. der Luftklappe (Kundenwunsch) bei
Überdrehzahl dienen zum Test des Überdrehzahlschutzes des Dieselmotors. Die beiden Tests setzen
die obere Grenzdrehzahl für die Aktivierung der Drehzahlschutzfunktion auf ca. 75% der
parametrierten Max-Drehzahl herunter.

Die Visualisierung des Teststatus erfolgt über die beiden zweifach-7-Segmentanzeigen an der
Bedieneinheit.

Die Tests bleiben aktiv, bis sie über die i-Taste beendet werden, dadurch werden die
Grenzdrehzahlen wieder zurückgestellt.

Nach aktivieren eines der beiden Tests muß das Gaspedal voll durchgetreten werden.
Nach Überschreitung der Grenzdrehzahl muß die Bremsklappe bzw. die Luftklappe ansprechen.
Nach Betätigung der Luftklappe muß sich der Motor abstellen.

Fehlercode:
Siehe Tabelle 14 und 15 “Maincode/Subcode Testroutinen LIEBHERR UW“.

untere Anzeige (H69):

Maincode Subcode
0..9 0..9

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 40 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

3.1.2 Hydrostatischer Lüfterantrieb Teststatus = 43 und 44


Teststatus = 43
Teststatus = 44 (automatisch)

Zweck:
Die Testroutinen dienen zur Überprüfung eines hydrostatischen Lüfterantriebs. Das Testprogramm 43
stellt die gewählte Drehzahl in 10%-Schritten von 0..100% ein, das Programm 44 wird automatisch
durchlaufen und erhöht die Drehzahl alle 5s in 10%-Schritten von 0..100%.

Steuerung Funktion über Bedieneinheit Fahrerkabine:


Die Aktivierung der Funktion kann nur erfolgen, wenn der Motor als EIN erkannt wird

Die Aktivierung erfolgt über die Testroutinen 43, 44.


Die Visualisierung des Teststatus erfolgt über die beiden zweifach-7-Segmentanzeigen an der
Bedieneinheit.
Die Erhöhung der Drehzahl wird durch einen kurzen Piepton an der Bedieneinheit signalisiert.

ACHTUNG !
Da bei aktivem Testprogramm die Lüfterregelung abgeschaltet wird, kann es zur Überhitzung
des Motors oder des Getriebes kommen. Eine eventuelle Warnung wird durch einen
dauerhaften Piepton an der Tastatureinheit signalisiert.

Der Test 43 bleibt aktiv, bis er über i-Taste beendet wird. Die temperaturabhängige Regelung wird
erst dann wieder aktiv. Das Erhöhen der Lüfterdrehzahl erfolgt über die Tasten P1 oder P2.
Der Test 44 beendet sich selbst, jedoch bleibt der Lüfter auf 100%, bis die i-Taste betätigt wird. Die
temperaturabhängige Regelung wird wieder aktiv.

obere Anzeige:

Absolutwerte zyklisch

untere Anzeige:

Drehzahl „dr“ Drehzahl in % (0..99 (100))

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 41 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

3.1.3 AEB ZF-Getriebe 6WG260, 6WG210 Teststatus = 50

Zweck:
Die AEB-Funktion ist ein durch die Getriebesteuerung selbstständig durchgeführter Testlauf, bei dem
eine Optimierung der Steuerungsparameter stattfindet. Die Funktion dauert ca. 2-3 Minuten. Nach
Beendigung der Tests speichert die Getriebeelektronik die ermittelten Schaltungsparameter ab.

Handhabung:
Das AEB sollte nach „Warmfahren“ des Getriebes bei Straßenfahrt erfolgen. Das Erwärmen des
Getriebeöls durch Einlegen eines Gangs bei geschlossener Feststellbremse sollte vermieden werden,
da hierbei der Wandler überhitzt werden könnte
Das AEB muß mindestens einmal jungfräulich nach Einbau/Tausch der Getriebeelektronik
durchgeführt werden. Ist dies nicht erfolgt meldet das Getriebe Systemfehler (E969521 „Getriebe 6
WG 260: AEB Datensatz ungültig / unplausibel“ bzw. E969531 „Getriebe 6 WG 260: AEB Fehler bei
Durchfuehrung / Funktion abgebrochen“).
Bei nicht durchgeführter AEB ist das Getriebe voll funktionsfähig.
Nach Beendigung/Abbruch der AEB muß die Zündung ausgeschaltet werden.

Die AEB kann nach längerer Betriebszeit des Getriebes immer wieder durchgeführt werden um
eventuelle Verschleißerscheinungen im Getriebe zu kompensieren.

Hinweis:
Die Parametrierung zur automatischen Ermittlung der Befüllparameter ( AEB ) ist sehr eng toleriert.
Nur so ist eine zuverlässige Befüllung der Kupplung möglich, bzw. ein Kupplungsproblem erkennbar.
Aus diesem Grund kann es in seltenen Fällen passieren, daß ein AEB –Zyklus nicht reibungslos
durchläuft, obwohl das Getriebe i.O. ist.
Nicht ganz unproblematisch sind Motoren, bei denen die Leerlaufdrehzahl unter 800 1/min liegt.
Deshalb sollte, nachdem AEB bei Leerlaufdrehzahl auch bei einer Wiederholung nicht durchgelaufen
ist, die Motordrehzahl auf 800...850 1/min erhöht werden (die Standdrehzahl mittels rechtem
Lenkstockhebel SET+ anheben). Während des Zyklus ist die Drehzahl möglichst konstant zu halten.
Erst nachdem dieser Versuch ebenfalls erfolglos bleibt, sollte der ZF–Service informiert werden.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 42 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

AEB-Maincode:

Wert Bedeutung
0 AEB-Mode nicht aktiviert
1 Justierung Kupplung K1
2 Justierung Kupplung K2
3 Justierung Kupplung K3
4 Justierung Kupplung K4
5 Justierung Kupplung KV
6 Justierung Kupplung KR
7 Justierung beendet
8 AEB-Anforderung zurückgenommen
9 Abbruch bei Justierung Kupplung K1
10 Abbruch bei Justierung Kupplung K2
11 Abbruch bei Justierung Kupplung K3
12 Abbruch bei Justierung Kupplung K4
13 Abbruch bei Justierung Kupplung KV
14 Abbruch bei Justierung Kupplung KR
15 s.n.v. - keine AEB-Funktion vorhanden
Tabelle 11: AEB- Maincode

AEB-Subcode:

Wert Bedeutung
0 alles in Ordnung
1 Fehler vorhanden
2 Fahrschalter nicht in Position N
3 Parkbremse nicht eingelegt
4 Abtriebsdrehzahl vorhanden
5 Öltemperatur zu niedrig
6 Öltemperatur zu hoch
7 Motordrehzahl zu niedrig
8 Motordrehzahl zu hoch
Tabelle 12: AEB- Subcode

AEB-ModCycNr:
Bedeutung: - Anzahl der erfolgreich absovierten Modulationszyklen der aktuell zu justierenden
Kupplung
- Kennzeichnet der AEB-Prozeßfortschritt
- wird zu Beginn der Justierung einer Kupplung auf 0 gesetzt.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 43 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Die Aktivierung der AEB-Funktion kann nur erfolgen, wenn


• der Motor als EIN erkannt wird
• die Feststellbremse als geschlossen erkannt wird
• die Abtriebs-Drehzahl 0 ist und der Sensor keinen Fehler hat
• N vorgewählt und das Getriebe in Neutral ist
• kein schwerwiegender Fehler im Getriebesystem vorliegt
• die Öltemperatur innerhalb der Grenzen 60 .. 90°C ist
• die Motordrehzahl innerhalb der Grenzen 700 .. 900 1/min ist

Die Visualisierung (s.o., aktiv/inaktiv/fertig, maincode, subcode, ModCycNr) erfolgt über die beiden
zweifach- 7-Segmentanzeigen (H68 und H69) an der Tastatureinheit.
Nach Beendigung/Abbruch der AEB muß die Zündung abgeschaltet werden, damit das Getriebe
wieder betriebsbereit ist.

Fehlercode:
Siehe Tabelle 11 und 12 “AEB Subcode und AEB Maincode (Spezieller Fehlercode für AEB)“.

obere Anzeige: untere Anzeige:

Maincode 0..14 Subcode ModCycNr


0..8 0..9, a,b,c,d,E,F,H,L,o,r,S,t

Bandende/Fehlermeldungen:
Die AEB-Funktion muß am Bandende einmalig komplett durchgeführt werden. Ist dies nicht der Fall,
meldet dies die EST-37 gemäß des LWE-Fehlerschlüssels (”LEC”) als aktiven Fehler über das
zyklische CAN-Protokoll (”Fehlerwertigkeit TCU”) bzw. über ISO-Diagnose ”Fehlerspeicher
auslesen”.
Die ZF-Fehlercodes (nach LEC) sind von ZF vergeben (E969521 „Getriebe 6 WG 260: AEB
Datensatz ungültig / unplausibel“ bzw. E969531 „Getriebe 6 WG 260: AEB Fehler bei Durchführung
/ Funktion abgebrochen“).

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 44 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

3.1.4 Funktion Achsfederung und Hydraulik Achsfederung Teststatus = 70

Allgemein:
Bei diesem Test werden die Rückmeldungen A1 und A2, die Ansteuerung der Ventile (auf und ab)
vorne links (VL), hinten links (HL), vorne rechts (VR) und hinten rechts (HR) (Funktion
Achsfederung) und die Hydraulik der Achsfederung (Hydraulik Achsfederung) überprüft (siehe
Schaltpläne UW).

Damit die Hydraulik des Fahrzeugs (UW) getestet werden kann, muß die Druckgeber- Adaption
angeschlossen werden (siehe “ Adaption Druckgeber Testprogramm UW“).

Startbedingungen:
- Getriebe in “Neutral“
- Achsen “gefedert“

Test aktivieren:
Der Test wird mit der Hand- Taste an der Tastatureinheit aktiviert. Sind alle Startbedingungen erfüllt,
wird die Motordrehzahl auf 1000 min-1 ±100 min-1 automatisch eingestellt (Motor- Drehzahlanzeige
H154 .. H157 an der Anzeigeeinheit).

An der Anzeigeeinheit wird der aktuelle Druck (in bar) der Achsfederung an den 7-Segmentanzeigen
H162 .. H165 (Fehleranzeige) angezeigt (siehe “Hydraulikdruck der Achsfederung überprüfen“).

An den 7- Segmentanzeigen H158 .. H161 (Getriebeanzeige) der Anzeigeeinheit wird zusätzlich der
Solldruck angezeigt.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 45 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

An den Abstützbedieneinheiten werden die 7-Segmentanzeigen 7- Seg RO, 7- Seg RU, 7- Seg LU, bei
Option Stützkraftanzeige, ebenfalls ausgeschalten. Die 7-Segmentanzeige 7- Seg LO zeigt den
aktuellen Teststatus (70) an.

Ist mindestens eine Startbedingung nicht erfüllt, wird dieser Test nicht gestartet. An den 7-
Segmentanzeigen H68 und H69 der Tastatureinheit erscheint dabei der Fehlercode 57.

Abbruchkriterien:
Das Testprogramm “Funktionen Achsfederung und Hydraulik Achsfederung“ wird abgebrochen,
wenn eine der oben genannten Startbedingungen nicht mehr erfüllt ist. Bei Abbruch erscheint an der
Tastatureinheit ebenfalls der Fehlercode 57. Das Testprogramm kann erst wieder aktiviert werden,
wenn die i- Taste betätigt wurde.
Das Testprogramm wird ebenfalls abgebrochen, wenn die Motordrehzahl länger als 4 sek. die
maximale Drehzahl von 1100 min-1 überschreitet bzw. die minimale Drehzahl von 900 min-1
unterschreitet.

Das Testprogramm kann jederzeit mit der i- Taste abgebrochen werden. Bei Betätigung der i- Taste
wird automatisch die Motordrehzahl auf Standdrehzahl eingestellt.

Fehlercode:
Siehe Tabelle 14 und 15 “Maincode/Subcode Testroutinen LIEBHERR UW“.

Das Testprogramm “Funktionen Achsfederung und Hydraulik Achsfederung“ wird gestartet,


indem die Hand- Taste und die Niveau- Taste gleichzeitig betätigt werden, beide Tasten müssen
betätigt bleiben. Der Testablauf wird unterbrochen (nicht abgebrochen), wenn eine der beiden
Tasten nicht mehr betätigt wird. Werden nach einer Unterbrechung wieder beide Tasten (Hand-Taste
und Niveau- Taste) betätigt, beginnt das Testprgramm an der Stelle, an der es unterbrochen wurde.

Die Niveau- Taste leitet nicht die automatische Niveauregulierung ein, sie wird lediglich für den
aktuellen Testablauf verwendet. Die Niveau- Taste hat ohne die Hand- Taste keine Funktion.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 46 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Rückmeldungen der Achsfederung:


Vorne links (VL), hinten links (HL), vorne rechts (VR), hinten rechts (HR)
Achsfederung: VL HL VR HR
Rückmeldungen: A1: A2: A1: A2: A1: A2: A1: A2:
Fahrzeug angehoben: 0 0 0 0 0 0 0 0
Fahrzeug im Niveau: 0 1 0 1 0 1 0 1
Fehler: 1 0 1 0 1 0 1 0
Fahrzeug abgesenkt: 1 1 1 1 1 1 1 1
Tabelle 13: Rückmeldungen der Achsfederung

Testablauf:
1. Rückmeldungen A1 und A2 VL, HL, VR und HR im abgesenkten Zustand überprüfen
Fahrzeug absenken:
Beim Fahrzeug absenken wird zwischen Vollautomatik und Halbautomatik unterschieden,
diese Unterscheidung ist abhängig vom Krantyp.

Vollautomatik: Das Fahrzeug wird automatisch abgesenkt und nach einer definierten
Zeit (abhängig vom Krantyp) werden die Rückmeldungen automatisch
überprüft. Nach der Überprüfung wird das Fahrzeug automatisch
angehoben.

Halbautomatik: Das Fahrzeug wird automatisch abgesenkt. Der Bediener muß nun mit
der P1- Taste der Tastatureinheit bestätigen (Taste P1 ca. 1s
betätigen), daß das Fahrzeug komplett abgesenkt ist. Danach werden
die Rückmeldungen automatisch überprüft. Nach der Überprüfung
wird das Fahrzeug automatisch angehoben.

An den 7-Segmentanzeigen H68 und H69 der Tastatureinheit wird der Ablauf “Fahrzeug
absenken“ folgendermaßen angezeigt:

Vollautomatik

Fahrzeug absenken
(blinkend)

Halbautomatik

Fahrzeug absenken
(blinkend)

Punkt blinkt mit

Bei Halbautomatik muß die Taste P1 der Tastatureinheit ca 1s betätigt werden, damit
die Rückmeldungen überprüft werden.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 47 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Rückmeldungen A1 und A2 VL, HL, VR und HR überprüfen


Rückmeldungen fehlerhaft:
Ist mindestens eine Rückmeldung fehlerhaft, wird das Testprogramm abgebrochen. Die
fehlerhafte Rückmeldung wird an H68 und H69 der Tastatureinheit angezeigt.
Rückmeldungen VL Rückmeldungen VR Rückmeldungen HL Rückmeldungen HR
fehlerhaft: fehlerhaft: fehlerhaft: fehlerhaft:

A1 VL A2 A1 VR A2

A1 HL A2 A1 HR A2

Es können auch unterschiedliche Kombinationen der fehlerhaften Rückmeldungen an den 7-


Segmentanzeigen H68 und H69 angezeigt werden.

Beispiele:
Rückmeldungen VL und HR Rückmeldungen VR und HL
fehlerhaft: fehlerhaft:

A1 VL A2 A1 VR A2

A1 HR A2 A1 HL A2

à Rückmeldungen oder Ansteuerung der Ventile überprüfen und Test wiederholen.

Rückmeldungen fehlerfrei:
Sind alle Rückmeldungen im abgesenkten Zustand fehlerfrei, ertönt ein Piepton ca. 3 sek. an
der Tastatureinheit und an den 7-Segmentanzeigen H68 und H69 erscheint der Fehlercode 70
(Rückmeldungen im abgesenkten Zustand in Ordnung). Das Fahrzeug wird danach
automatisch angehoben.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 48 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

2. Rückmeldungen A1 und A2 VL, HL, VR und HR im angehobenen Zustand überprüfen


Fahrzeug anheben:
Beim Fahrzeug anheben wird wiederum zwischen Vollautomatik und Halbautomatik
unterschieden, diese Unterscheidung ist auch abhängig vom Krantyp.

Vollautomatik: (analog zu “Fahrzeug absenken:“)

Halbautomatik: (analog zu “Fahrzeug absenken:“)

An den 7-Segmentanzeigen H68 und H69 der Tastatureinheit wird der Ablauf “Fahrzeug
anheben“ folgendermaßen angezeigt:

Vollautomatik

Fahrzeug anheben
(blinkend)

Halbautomatik

Fahrzeug anheben
(blinkend)

Punkt blinkt mit

Bei Halbautomatik muß wiederum die Taste P1 der Tastatureinheit ca 1s betätigt werden,
damit die Rückmeldungen überprüft werden.

Rückmeldungen A1 und A2 VL, HL, VR und HR überprüfen


Rückmeldungen fehlerhaft:
Ist eine der Rückmeldungen fehlerhaft, wird das Testprogramm abgebrochen. Die
fehlerhafte Rückmeldung wird wie bei Fahrzeug absenken an H68 und H69 angezeigt.
à Rückmeldungen oder Ansteuerung Ventile überprüfen und Test wiederholen.

Rückmeldungen fehlerfrei:
Sind alle Rückmeldungen im angehobenen Zustand fehlerfrei, ertönt ein Piepton ca. 3 sek
an der Tastatureinheit und an den 7-Segmentanzeigen H68 und H69 erscheint der
Fehlercode 70 (Rückmeldungen im angehobenen Zustand in Ordnung). Im angehobenen
Zustand wird nun der Hydraulikdruck der Achsfederung überprüft.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 49 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

3. Hydraulikdruck der Achsfederung überprüfen:


An der Tastatureinheit ertönt 6x ein Piepton ca. 6 sek. und an den 7-Segmentanzeigen H68 und
H69 wird der Hydraulikanschluß (P1, P2, P3 oder P4) der Achsfederung angezeigt. Der Bediener
wird dadurch aufgefordert, die Druckanzeige an der Anzeigeeinheit abzulesen, danach wird das
Fahrzeug automatisch ins Niveau gefahren.

Anzeige an der Tastatureinheit


Beispiel: P2: Hydraulikdruck der Achsfederung am Anschluß P2

(blinkend)

Druckanzeige an der Anzeigeeinheit


Der Solldruck wird an den 7-Segmentanzeigen H158 .. H161 (Getriebeanzeige) angezeigt.

Der aktuelle Druck (in bar) wird an den 7-Segmentanzeigen H162 .. H165 (Fehleranzeige)
angezeigt.

Soll

Ist

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 50 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Beispiel: (Druckwerte sind hier nicht praxisorientiert)


Solldruck:
115 bar ±5 bar (Getriebeanzeige)

Aktueller Druck:
Bsp.1: Druckanzeige: 109 bar (zu niedrig)
Bsp.2: Druckanzeige: 121 bar (zu hoch)
Bsp.3: Druckanzeige: 110 bar .. 120 bar (im Toleranzbereich)

Bsp.1: Hydraulikdruck der Achsfederung zu niedrig (Fehleranzeige):

(blinkend)

zu niedrig

Bsp.2: Hydraulikdruck der Achsfederung zu hoch (Fehleranzeige):

zu hoch

(blinkend)

Bsp.3: Hydraulikdruck der Achsfederung im Toleranzbereich (Fehleranzeige):

..

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 51 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

4. Fahrzeug automatisch ins Niveau fahren:


An den 7-Segmentanzeigen H68 und H69 der Tastatureinheit wird dies blinkend angezeigt:

Fahrzeug ins Niveau


fahren
(blinkend)

Das Fahrzeug wird nun automatisch ins Niveau gefahren. Die Zeit, die dazu benötigt wird, ist
abhängig vom Krantyp.

Niveau erreicht:
Wird das Niveau innerhalb dieser Zeit erreicht, dann sind die Rückmeldungen A1 und A2 VL,
HL, VR und HR in Ordnung. An H68 und H69 erscheint der Fehlercode 70 (Rückmeldungen A1
und A2 VL, VR, HL und HR in Ordnung).
Es ist nun gewährleistet, daß die Rückmeldungen der Achsfederung fehlerfrei sind. Es kann aber
durchaus vorkommen, daß die Rückmeldungen VL mit VR oder/und HL mit HR vertauscht sind
und zugleich die Ansteuerung der Ventile ebenfalls vertauscht sind. Deshalb werden die Ventile
(füllen und ablassen) einzeln bestromt.
Sind nur die Rückmeldungen bzw. die Ansteuerungen der Ventile vertauscht so würde das
Niveau nicht erreicht werden (siehe “Niveau nicht errreicht“).

Es werden nun in folgender Reihenfolge die Ventile angesteuert:


1. Füllen vorne links,
2. Ablassen vorne links,
3. Füllen vorne rechts,
4. Ablassen vorne rechts,
5. Füllen hinten links,
6. Ablassen hinten links,
7. Füllen hinten rechts,
8. Ablassen hinten rechts

Die Zeit der Ansteuerung ist abhängig vom Krantyp.

Der Bediener muß beobachten, ob die Ventile VL, VR, HL und HR richtig bestromt werden.
Werden alle Ventile der vorgegebenen Reihenfolge nach richtig bestromt, dann ist die
“Funktion Achsfederung“ in Ordnung. Das Testprogramm “Funktionen Achsfederung und
Hydraulik Achsfederung“ ist somit beendet.

Testprogramm beendet bei “Niveau erreicht“:


Der Teststatus 70 an H66 und H67 blinkt und an H68 und H69 erscheint der Fehlercode 70.

Fehlercode:
Siehe Tabelle 14 und 15 “Maincode/Subcode Testroutinen LIEBHERR UW´“.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 52 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Niveau nicht erreicht:


Wird das Niveau innerhalb dieser Zeit nicht erreicht, muß man folgende Fehlerursachen in
Betracht ziehen:

1. Die Rückmeldungen A1 und A2 (im Niveau) oder die Ansteuerungen der Ventile (füllen,
ablassen) VL, HL, VR oder HR sind fehlerhaft.
2. Die Rückmeldungen VL mit VR oder/und HL mit HR sind vertauscht.

An der Tastatureinheit ertönt ein Piepton ca. 3 sek und an den 7-Segmentanzeigen H68 und H69
werden die oben genannten Fehlerursachen folgendermaßen angezeigt.

Fehler VL Fehler VR Fehler HL Fehler HR

VL VR

HL HR

Es können auch unterschiedliche Kombinationen der fehlerhaften Rückmeldungen an den 7-


Segmentanzeigen H68 und H69 angezeigt werden.

Fehler VL und HR Fehler VR und HL

VL VR

HR HL

Abhilfe: 1. Fahrzeug wird erneut automatisch abgesenkt (definierter Zustand)


2. Die Rückmeldungen VL mit VR oder/und HL mit HR kontrollieren, ob sie
vertauscht sind.
3. Ansteuerungen der Ventile (füllen, ablassen) VL, HL, VR und HR einzeln
kontrollieren

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 53 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Fahrzeug erneut absenken:


Das Fahrzeug wird erneut ganz abgesenkt, damit ein definierter Zustand der Achsen
gewährleistet ist. Die Zeit für Fahrzeug absenken ist abhängig vom Krantyp. Im abgesenkten
Zustand werden nun die Rückmeldungen VL mit VR oder/und HL mit HR kontrolliert, ob sie
vertauscht sind.

Rückmeldungen VL mit VR oder/und HL mit HR kontrollieren, ob sie vertauscht sind:


Vorgehensweise:
1. Achse VR anheben, die Zeit für VR anheben ist abhängig vom Krantyp
2. Rückmeldungen VR und VL kontrollieren
3. Achse VR absenken, die Zeit für VR absenken ist abhängig vom Krantyp
4. Achse HR anheben, die Zeit für HR anheben ist abhängig vom Krantyp
5. Rückmeldungen HR und HL kontrollieren
6. Achse HR absenken, die Zeit für HR absenken ist abhängig vom Krantyp

Wird erkannt, daß die Rückmeldungen VL mit VR oder/und HL mit HR vertauscht sind, wird
dies am “Ende des Testprogramms“ an den 7-Segmentanzeigen H68 und H69 angezeigt.
Nachdem die Achse HR abgesenkt wurde, werden alle Ventile (füllen, ablassen) VL, HL, VR
und HR einzeln bestromt:

Ansteuerungen der Ventile (füllen, ablassen) VL, HL, VR und HR einzeln kontrollieren:
Die Zeit der Ansteuerung ist abhängig vom Krantyp.
Es werden nun in folgender Reihenfolge die Ventile angesteuert:
1. Füllen vorne links
2. Ablassen vorne links
3. Füllen vorne rechts,
4. Ablassen vorne rechts
5. Füllen hinten links
6. Ablassen hinten links
7. Füllen hinten rechts
8. Ablassen hinten rechts

Der Bediener muß beobachten, ob die Ventile VL, VR, HL und HR richtig bestromt werden.
Wird die oben genannte Reihenfolge nicht eingehalten, müssen die Ansteuerungen der Ventile
überprüft werden.

à Ansteuerungen der Ventile überprüfen und Test wiederholen.

Das Testprogramm ist beendet, wenn die Achse HR abgelassen wurde.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 54 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Testprogramm beendet bei “Niveau nicht erreicht“:


Wurde erkannt, daß die Rückmeldungen VL mit VR oder/und HL mit HR vertauscht sind, wird
dies an den 7-Segmentanzeigen H68 und H69 angezeigt.

Geber VL mit VR vertauscht:

Geber VL mit VR
vertauscht
(blinkend)

Geber HL mit HR vertauscht:

Geber HL mit HR
vertauscht
(blinkend)

Geber VL mit VR und HL mit HR vertauscht:


Geber VR mit VL
und HR mit HL
vertauscht
(blinkend)

Sind die Rückmeldungen VL mit VR oder/und HL mit HR nicht vertauscht, werden die
Fehlerursachen wie bei “Niveau nicht erreicht“ an den 7-Segmentanzeigen H68 und H69
angezeigt, der Teststatus 70 an H66 und H67 blinkt.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 55 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

3.1.5 Hydraulik Abstützung Teststatus = 71


Allgemein:
Bei diesem Test wird die Hydraulik der Abstützung (Hydraulik Abstützung) überprüft. Folgende
Drücke werden überprüft und an den Abstützbedieneinheiten Rechts und Links angezeigt:

Druckanzeige an der Abstützbedieneinheit Rechts:


- ABSTÜTZUNG_AUF_VR
- ABSTÜTZUNG_AB_VR
- SCHIEBEHOLM EIN_VR
- SCHIEBEHOLM AUS_VR

- ABSTÜTZUNG_AUF_HR
- ABSTÜTZUNG_AB_HR
- SCHIEBEHOLM EIN_HR
- SCHIEBEHOLM AUS_HR

Druckanzeige an der Abstützbedieneinheit links:


- ABSTÜTZUNG_AUF_VL
- ABSTÜTZUNG _AB_VL
- SCHIEBEHOLM EIN_VL
- SCHIEBEHOLM AUS_VL

- ABSTÜTZUNG_AUF_HL
- ABSTÜTZUNG _AB_HL
- SCHIEBEHOLM EIN_HL
- SCHIEBEHOLM AUS_HL

Damit die Hydraulik des Fahrzeugs (UW) getestet werden kann, muß die Druckgeber- Adaption
angeschlossen werden (siehe “ Adaption Druckgeber Testprogramm UW“).

Startbedingung:
- Getriebe in “Neutral“

Test starten:
Der Test wird mit der Hand- Taste an der Tastatureinheit gestartet. Sind alle Startbedingungen erfüllt,
wird die Motordrehzahl auf 1000 min-1 ±100 min-1 automatisch eingestellt (Motor- Drehzahlanzeige
H154 .. H157 an der Anzeigeeinheit).

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 56 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

An der jeweiligen Abstützbedieneinheit wird der aktuelle Druck (in bar), sowie der Solldruck
angezeigt.

Ist mindestens eine Startbedingung nicht erfüllt, wird dieser Test nicht gestartet. An den 7-
Segmentanzeigen H68 und H69 der Tastatureinheit erscheint dabei der Fehlercode 57.

Fehlercode:
Siehe Tabelle 14 und 15 “Maincode/Subcode Testroutinen LIEBHERR UW“.

Abbruchkriterien:
Das Testprogramm wird abgebrochen, wenn eine der oben genannten Startbedingungen nicht mehr
erfüllt ist. Bei Abbruch erscheint an der Tastatureinheit ebenfalls der Fehlercode 57. Das
Testprogramm kann erst wieder aktiviert werden, wenn die i- Taste an der Tastatureinheit betätigt
wurde.
Das Testprogramm wird ebenfalls abgebrochen, wenn die Motordrehzahl länger als 4 sek. die
maximale Drehzahl von 1100 min-1 überschreitet bzw. die minimale Drehzahl von 900 min-1
unterschreitet.

Das Testprogramm kann jederzeit mit der i- Taste abgebrochen werden. Bei Betätigung der i- Taste
wird automatisch die Motordrehzahl auf Standdrehzahl eingestellt.

Der Test “ Hydraulik Abstützung“ wird an den Abstützbedieneinheiten Rechts / Links bedient.

Damit die Hydraulik der Abstützung getestet werden kann, muß eventuell der Nebenabtrieb
“Nebenabtrieb EIN“ eingeschaltet werden, dies ist abhängig vom Krantyp.

Teststatusanzeige und Anzeige der aktuellen Drücke bei Abstützung AUF/AB und Schiebeholm
EIN/AUS:
An den Abstützbedieneinheiten werden die 7-Segmentanzeigen 7- Seg RO, 7- Seg RU, 7- Seg LU, bei
Option Stützkraftanzeige, ebenfalls ausgeschalten. Die 7-Segmentanzeige 7- Seg LO zeigt den
aktuellen Teststatus (71) an.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 57 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Testablauf:
Druckanzeige an den Abstützbedieneinheiten:
An den Abstützbedieneinheiten Rechts und Links wird der aktuelle Druck, sowie der
Solldruck der “Abstützung AUF/AB und Schiebeholm EIN/AUS“ angezeigt.
An den Abstützbedieneinheiten wird der aktuelle Druck erst bei Betätigung der jeweiligen
Taste angezeigt.

An den Abstützbedieneinheiten mit Freigabe- Taste (Hand- Taste) muß eventuell die
Freigabetaste (Hand- Taste) betätigt werden, damit die Funktion der anderen Tasten
gewährleistet ist.

Druckanzeige an der Abstützbedieneinheit Rechts:


Schiebeholm EIN/AUS HR und Abstützung AUF/AB HR: 7- Seg LU
Schiebeholm EIN/AUS VR und Abstützung AUF/AB VR: 7- Seg RU
Solldruck: 7- Seg RO

Teststatus Solldruck

Schiebeholm EIN/AUS HR und Schiebeholm EIN/AUS VR und


Abstützung AUF/AB HR Abstützung AUF/AB VR

Druckanzeige an der Abstützbedieneinheit Links:

Schiebeholm EIN/AUS VL und Abstützung AUF/AB VL: 7- Seg LU


Schiebeholm EIN/AUS HL und Abstützung AUF/AB HL: 7- Seg RU
Solldruck: 7- Seg RO

Teststatus Solldruck

Schiebeholm EIN/AUS VL und Schiebeholm EIN/AUS HL und

Abstützung AUF/AB VL und HL Abstützung AUF/AB VL und HL

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 58 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Beispiele: (Druckwerte sind hier nicht praxisorientiert)

1. Schiebeholm AUS VR:


Solldruck:
95 bar ±5 bar Druckanzeige 7- Seg RO

Aktueller Druck:
Bsp.1: Druckanzeige 7- Seg RU: 89 bar (zu niedrig)
Bsp.2: Druckanzeige 7- Seg RU: 101 bar (zu hoch)
Bsp.3: Druckanzeige 7- Seg RU: 90 bar .. 100 bar (im Toleranzbereich)

Bsp.1: Hydraulikdruck Schiebeholm AUS VR zu niedrig (Anzeige RU):

(blinkend)

zu niedrig

Bsp.2: Hydraulikdruck Schiebeholm AUS VR zu hoch (Anzeige RU):

zu hoch

(blinkend)

Bsp.3: Hydraulikdruck Schiebeholm AUS VR im Toleranzbereich


(Anzeige RU):

..

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 59 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

2. Schiebeholm EIN HR:


Solldruck:

210 bar ±5 bar Druckanzeige 7- Seg RO:

Aktueller Druck:
Bsp.1: Druckanzeige 7- Seg LU: 204 bar (zu niedrig)
Bsp.2: Druckanzeige 7- Seg LU: 216 bar (zu hoch)
Bsp.3: Druckanzeige 7- Seg LU: 205 bar .. 215 bar
(im Toleranzbereich)

Bsp.1: Hydraulikdruck Schiebeholm EIN HR zu niedrig (Anzeige LU):

(blinkend)

zu niedrig

Bsp.2: Hydraulikdruck Schiebeholm EIN HR zu hoch (Anzeige LU):

zu hoch

(blinkend)

Bsp.3: Hydraulikdruck Schiebeholm EIN HR im Toleranzbereich


(Anzeige LU):

..

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 60 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

3.1.6 Hydraulik Hinterachslenkung Teststatus = 72


Allgemein:
Bei diesem Test wird die Hydraulik der Hinterachslenkung (Hydraulik Hinterachslenkung) überprüft.

Damit die Hydraulik des Fahrzeugs (UW) getestet werden kann, muß die Druckgeber- Adaption
angeschlossen werden (siehe “ Adaption Druckgeber Testprogramm UW“).

Startbedingung:
- Getriebe in “Neutral“

Test starten:
Der Test wird mit der Hand- Taste an der Tastatureinheit gestartet. Sind alle Startbedingungen erfüllt,
wird die Motordrehzahl auf 1000 min-1 ±100 min-1 automatisch eingestellt (Motor- Drehzahlanzeige
H154 .. H157 an der Anzeigeeinheit).

Ist mindestens eine Startbedingung nicht erfüllt, wird dieser Test nicht gestartet. An den 7-
Segmentanzeigen H68 und H69 der Tastatureinheit erscheint dabei der Fehlercode 57.

Abbruchkriterien:
Das Testprogramm “Hydraulik Hinterachslenkung“ wird abgebrochen, wenn eine der oben
genannten Startbedingungen nicht mehr erfüllt ist. Bei Abbruch erscheint an der Tastatureinheit
ebenfalls der Fehlercode 57. Das Testprogramm kann erst wieder aktiviert werden, wenn die i- Taste
betätigt wurde.
Das Testprogramm wird ebenfalls abgebrochen, wenn die Motordrehzahl länger als 4 sek. die
maximale Drehzahl von 1100 min-1 überschreitet bzw. die minimale Drehzahl von 900 min-1
unterschreitet.

Das Testprogramm kann jederzeit mit der i- Taste abgebrochen werden. Bei Betätigung der i- Taste
wird automatisch die Motordrehzahl auf Standdrehzahl eingestellt.

Fehlercode:
Siehe Tabelle 14 und 15 “Maincode/Subcode Testroutinen LIEBHERR UW“.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 61 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Druckanzeige an der Anzeigeeinheit


An der Anzeigeeinheit wird der aktuelle Druck (in bar) der Hinterachslenkung an den 7-
Segmentanzeigen H162 .. H165 (Fehleranzeige) angezeigt.

An den 7- Segmentanzeigen H158 .. H161 (Getriebeanzeige) der Anzeigeeinheit wird zusätzlich der
Solldruck angezeigt.

Soll

Ist

An den Abstützbedieneinheiten werden die 7-Segmentanzeigen 7- Seg RO, 7- Seg RU, 7- Seg LU, bei
Option Stützkraftanzeige, ebenfalls ausgeschalten. Die 7-Segmentanzeige 7- Seg LO zeigt den
aktuellen Teststatus (72) an.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 62 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Beispiel: (Druckwerte sind hier nicht praxisorientiert)

Solldruck:
115 bar ±5 bar (Getriebeanzeige)

Aktueller Druck:
Bsp.1: Druckanzeige: 109 bar (zu niedrig)
Bsp.2: Druckanzeige: 121 bar (zu hoch)
Bsp.3: Druckanzeige: 110 bar .. 120 bar (im Toleranzbereich)

Bsp.1: Hydraulikdruck der Hinterachslenkung zu niedrig (Fehleranzeige):

(blinkend)

zu niedrig

Bsp.2: Hydraulikdruck der Hinterachslenkung zu hoch (Fehleranzeige):

zu hoch

(blinkend)

Bsp.3: Hydraulikdruck der Hinterachslenkung im Toleranzbereich


(Fehleranzeige):

..

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 63 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

3.1.7 Hydraulik Vorderachslenkung Teststatus = 73


Allgemein:
Bei diesem Test wird die Hydraulik der Vorderachslenkung (Hydraulik Vorderachslenkung)
überprüft.

Damit die Hydraulik des Fahrzeugs (UW) getestet werden kann, muß die Druckgeber- Adaption
angeschlossen werden (siehe “ Adaption Druckgeber Testprogramm UW“).

Startbedingung:
- Getriebe in “Neutral“
- “Achsen blockieren“ und “Fahrzeug abstützen“ (nicht zwingend)

Test starten:
Der Test wird mit der Hand- Taste an der Tastatureinheit gestartet. Sind alle Startbedingungen erfüllt,
wird die Motordrehzahl auf 1000 min-1 ±100 min-1 automatisch eingestellt (Motor- Drehzahlanzeige
H154 .. H157 an der Anzeigeeinheit).

Ist mindestens eine Startbedingung nicht erfüllt, wird dieser Test nicht gestartet. An den 7-
Segmentanzeigen H68 und H69 der Tastatureinheit erscheint dabei der Fehlercode 57.

Abbruchkriterien:
Das Testprogramm “Hydraulik Hinterachslenkung“ wird abgebrochen, wenn eine der oben
genannten Startbedingungen nicht mehr erfüllt ist. Bei Abbruch erscheint an der Tastatureinheit
ebenfalls der Fehlercode 57. Das Testprogramm kann erst wieder aktiviert werden, wenn die i- Taste
betätigt wurde.
Das Testprogramm wird ebenfalls abgebrochen, wenn die Motordrehzahl länger als 4 sek. die
maximale Drehzahl von 1100 min-1 überschreitet bzw. die minimale Drehzahl von 900 min-1
unterschreitet.

Das Testprogramm kann jederzeit mit der i- Taste abgebrochen werden. Bei Betätigung der i- Taste
wird automatisch die Motordrehzahl auf Standdrehzahl eingestellt.

Fehlercode:
Siehe Tabelle 14 und 15 “Maincode/Subcode Testroutinen LIEBHERR UW“.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 64 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Druckanzeige an der Anzeigeeinheit:


An der Anzeigeeinheit wird der aktuelle Druck (in bar) der Vorderachslenkung an den 7-
Segmentanzeigen H162 .. H165 (Fehleranzeige) und an den 7- Segmentanzeigen H158 .. H161
(Getriebeanzeige) angezeigt.
Der Solldruck wird ebenfalls an diesen beiden Anzeigen kurzzeitig nach dem Programmstart (ca. 3
sek.) angezeigt und wird dann vom aktuellen Druck überschrieben.

Testprogramm gestartet:

Soll “Begrenzungsdruck“

Soll “Maximaldruck“

Kurz nach dem Start:

Ist “Lenkkreis 1“

Ist “Lenkkreis 2“

An den Abstützbedieneinheiten werden die 7-Segmentanzeigen 7- Seg RO, 7- Seg RU, 7- Seg LU, bei
Option Stützkraftanzeige, ebenfalls ausgeschalten. Die 7-Segmentanzeige 7- Seg LO zeigt den
aktuellen Teststatus (73) an.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 65 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Beispiele: (Druckwerte sind hier nicht praxisorientiert)

1. Maximaldruck
115 bar ±5 bar (Getriebeanzeige und Fehleranzeige, Testprogramm gestartet)

Aktueller Druck:
(Getriebeanzeige und Fehleranzeige, kurz nach dem Start)

Bsp.1: Druckanzeige: 109 bar (zu niedrig)


Bsp.2: Druckanzeige: 121 bar (zu hoch)
Bsp.3: Druckanzeige: 110 bar .. 120 bar (im Toleranzbereich)

Bsp.1: Maximaldruck der Vorderachslenkung zu niedrig:

(blinkend)

zu niedrig

(blinkend)

zu niedrig

Bsp.2: Maximaldruck der Vorderachslenkung zu hoch:


zu hoch

(blinkend)

zu hoch

(blinkend)

Bsp.3: Maximaldruck der Vorderachslenkung im Toleranzbereich:

..

..

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 66 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

3. Begrenzungsdruck
50 bar ±10 bar (Getriebeanzeige und Fehleranzeige, Testprogramm gestartet)

Aktueller Druck:
(Getriebeanzeige und Fehleranzeige, kurz nach dem Start)

Bsp.1: Druckanzeige: 39 bar (zu niedrig)


Bsp.2: Druckanzeige: 61 bar (zu hoch)
Bsp.3: Druckanzeige: 40 bar .. 60 bar (im Toleranzbereich)

Bsp.1: Begrenzungsdruck der Vorderachslenkung zu niedrig:

(blinkend)

zu niedrig

(blinkend)

zu niedrig

Bsp.2: Begrenzungsdruck der Vorderachslenkung zu hoch:


zu hoch

(blinkend)

zu hoch

(blinkend)

Bsp.3: Begrenzungsdruck der Vorderachslenkung im Toleranzbereich:

..

..

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 67 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

3.1.8 Funktion Neigungsaufnehmer Teststatus = 74


Allgemein:
Bei diesem Test werden die Eingänge vom Neigungsaufnehmer (Funktion Neigunsaufnehmer)
überprüft.

Startbedingungen:
- Getriebe in “Neutral“
- Achsfederung im “Niveau“ bei Test aktivieren
- Achsen “gefedert“
- Neigung Längs und Quer <= ± 2,5° bei Test aktivieren
Neigungsaufnehmer Längs: Eingangsspannung <= 8 V und >= 4 V
Neigungsaufnehmer Quer: Eingangsspannung <= 8 V und >= 4 V

Ist mindestens eine Startbedingung nicht erfüllt, wird dieser Test nicht aktiviert. An den 7-
Segmentanzeigen H68 und H69 der Tastatureinheit erscheint dabei der Fehlercode 57.

Abbruchkriterien:
Das Testprogramm “Funktion Neigungsaufnehmer“ wird abgebrochen, wenn eine der oben
genannten Startbedingungen nicht mehr erfüllt ist. Bei Abbruch erscheint an der Tastatureinheit
ebenfalls der Fehlercode 57. Das Testprogramm kann erst wieder aktiviert werden, wenn die i- Taste
betätigt wurde.
Das Testprogramm wird ebenfalls abgebrochen, wenn die Motordrehzahl länger als 4 sek. die
maximale Drehzahl von 1100 min-1 überschreitet bzw. die minimale Drehzahl von 900 min-1
unterschreitet.

Das Testprogramm kann jederzeit mit der i- Taste abgebrochen werden. Bei Betätigung der i- Taste
wird automatisch die Motordrehzahl auf Standdrehzahl eingestellt.

Fehlercode:
Siehe Tabelle 14 und 15 “Maincode/Subcode Testroutinen LIEBHERR UW“.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 68 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Test starten:
Der Test wird mit der Hand- Taste an der Tastatureinheit aktiviert. Sind alle Startbedingungen erfüllt,
wird die Motordrehzahl auf 1000 min-1 ±100 min-1 automatisch eingestellt (Motor- Drehzahlanzeige
H154 .. H157 an der Anzeigeeinheit).

Das Testprogramm “Funktionen Neigunsaufnehmer“ wird gestartet, indem die Hand- Taste und die
Niveau- Taste gleichzeitig betätigt werden. Beide Tasten müssen betätigt bleiben, damit das
Testprogramm automatisch abläuft. Der Testablauf wird unterbrochen (nicht abgebrochen), wenn eine
der beiden Tasten nicht mehr betätigt wird. Werden nach einer Unterbrechung wieder beide Tasten
(Hand- Taste und Niveau-Taste) betätigt, beginnt das Testprgramm an der Stelle, an der es
unterbrochen wurde.

Die Niveau- Taste leitet nicht die automatische Niveauregulierung ein, sie wird lediglich für den
aktuellen Testablauf verwendet. Die Niveau- Taste hat ohne die Hand- Taste keine Funktion.

Testablauf:

1. Eingangsspannungen von Längs und Quer des Neigungsaufnehmers ermitteln


2. Eingangsspannungswerte Längs und Quer ermitteln und überprüfen
3. Fahrzeug VL absenken und HR anheben
4. Die Zeit für VL absenken und HR anheben ist abhängig vom Krantyp
5. Wiederum Eingangsspannungen von Längs und Quer des Neigungsaufnehmers ermitteln
6. Fehlercode an den 7- Segmentanzeigen H68 und H69 anzeigen
7. Eingangsspannungen von Längs und Quer des Neigungsaufnehmers in Ordnung:
8. Sind die Eingangsspannungen von Längs und Quer des Neigungsaufnehmers in Ordnung,
dann blinkt der Teststatus 70 (Test beendet) an H66 und H67 An H68 und H69 erscheint
der Fehlercode 70.

H68 und H69

Fehlercode:
Siehe Tabelle 14 und 15 “Maincode/Subcode Testroutinen LIEBHERR UW“.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 69 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Eingangsspannungen von Längs und Quer des Neigungsaufnehmers in Ordnung:


Sind die Eingangsspannungen von Längs und Quer des Neigungsaufnehmers nicht in Ordnung, dann
blinkt der Teststatus 70 (Test beendet) an H66 und H67.

Eingangsspannungen von Längs und Quer des Neigungsaufnehmers nicht in Ordnung:

Eingang Niveaugeber Längs oder Eingang Niveaugeber Quer fehlerhaft

H68 und H69

Eingang Niveaugeber Längs und Eingang Niveaugeber Quer vertauscht:

H68 und H69 H68 und H69

(blinkend) (blinkend)

Längs Quer

Fehlercode:
Siehe Tabelle 14 und 15 “Maincode/Subcode Testroutinen LIEBHERR UW“.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 70 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

3.1.9 Hydraulik Achse(n) anheben Teststatus = 75


Allgemein:
Bei diesem Test wird die Hydraulik bei Achse(n) anheben (Hydraulik Achse(n) anheben) überprüft.

Damit die Hydraulik des Fahrzeugs (UW) getestet werden kann, muß die Druckgeber- Adaption
angeschlossen werden (siehe “ Adaption Druckgeber Testprogramm UW“).

Startbedingungen:
- Getriebe in “Neutral“

Test starten:
Der Test wird mit der Hand- Taste an der Tastatureinheit gestartet. Sind alle Startbedingungen erfüllt,
wird die Motordrehzahl auf 1000 min-1 ±100 min-1 automatisch eingestellt (Motor- Drehzahlanzeige
H154 .. H157 an der Anzeigeeinheit).

Ist mindestens eine Startbedingung nicht erfüllt, wird dieser Test nicht gestartet. An den 7-
Segmentanzeigen H68 und H69 der Tastatureinheit erscheint dabei der Fehlercode 57.

Abbruchkriterien:
Das Testprogramm “ Hydraulik Achse(n) anheben“ wird abgebrochen, wenn eine der oben
genannten Startbedingungen nicht mehr erfüllt ist. Bei Abbruch erscheint an der Tastatureinheit
ebenfalls der Fehlercode 57. Das Testprogramm kann erst wieder aktiviert werden, wenn die i- Taste
betätigt wurde.
Das Testprogramm wird ebenfalls abgebrochen, wenn die Motordrehzahl länger als 4 sek. die
maximale Drehzahl von 1100 min-1 überschreitet bzw. die minimale Drehzahl von 900 min-1
unterschreitet.

Das Testprogramm kann jederzeit mit der i- Taste abgebrochen werden. Bei Betätigung der i- Taste
wird automatisch die Motordrehzahl auf Standdrehzahl eingestellt.

Fehlercode:
Siehe Tabelle 14 und 15 “Maincode/Subcode Testroutinen LIEBHERR UW“.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 71 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Druckanzeige an der Anzeigeeinheit


An der Anzeigeeinheit wird der aktuelle Druck (in bar) der Hinterachslenkung an den 7-
Segmentanzeigen H162 .. H165 (Fehleranzeige) angezeigt.

An den 7- Segmentanzeigen H158 .. H161 (Getriebeanzeige) der Anzeigeeinheit wird zusätzlich der
Solldruck angezeigt.

Soll

Ist

An den Abstützbedieneinheiten werden die 7-Segmentanzeigen 7- Seg RO, 7- Seg RU, 7- Seg LU, bei
Option Stützkraftanzeige, ebenfalls ausgeschalten. Die 7-Segmentanzeige 7- Seg LO zeigt den
aktuellen Teststatus (75) an.

Funktion “Achsen anheben“ ausführen:


- Achsfederung im “Niveau“
- Achsen “blockiert“
- “Achsen anheben“
- Druckschalter überprüfen:
Istdruck muß mit Solldruck (im Toleranzbereich) bei “Achse(n)angehoben“ übereinstimmen.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 72 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Beispiel: (Druckwerte sind hier nicht praxisorientiert)

Solldruck:
135 bar ±15 bar(Getriebeanzeige)

Aktueller Druck:
Bsp.1: Druckanzeige: 119 bar (zu niedrig)
Bsp.2: Druckanzeige: 151 bar (zu hoch)
Bsp.3: Druckanzeige: 120 bar .. 150 bar (im Toleranzbereich)

Bsp.1: Hydraulikdruck bei Achsen anheben zu niedrig:

(blinkend)

zu niedrig

Bsp.2: Hydraulikdruck bei Achsen anheben zu hoch:

zu hoch

(blinkend)

Bsp.3: Hydraulikdruck bei Achsen anheben im Toleranzbereich:

..

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 73 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Adaption Druckgeber Testprogramm UW:

E/A- E/A-
Modul 3 Modul 4

HR VR VL HL +24 V Masse

1 2 3 4 5 6 7 8 ... 15 16 17 18

Mittelkonsole
-X13

1 2 3 4 5 6 7 8 ... 15 16 17 18

HR VR VL HL

Stützdruckgeber
(Kundenwunsch)

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 1 ... 9 10 11 12 13 14 ... 18

Adaption Druckgeber 400 400 400 400


Testprogramm UW bar bar bar bar 2, 3 oder 4 Druckgeber

A1 A2 A4 A3 Druckgeber- Anschlüsse

Kranpumpen- Anschlüsse
P1 P2 P4 P3

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 74 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

4 Fehlercodes

Maincode/Subcode Testroutinen LIEBHERR UW

Maincode:

Wert Bedeutung
1 Funktion aktiviert
4 Aktivierung Funktion verhindert
5 Funktion abgebrochen / fehlerhaft
7 Funktion durchgeführt
Tabelle 14: Maincode

Subcode:

Wert Bedeutung
0 alles in Ordnung
1 Antwort von Steuergerät fehlerhaft
2 Motor als AUS erkannt
3 Motor als EIN erkannt
Sensor / Aktor als fehlerhaft erkannt bzw. außerhalb Toleranzbereich
4
oder falsche Zuordnung / Montage
5 keine Antwort von Steuergerät
6 Funktion nicht vorhanden / kein Kundenwunsch
Testbedingungen nicht in vorgegebenen Bereich
7
Motordrehzahl außerhalb Bereich / Getriebe nicht N
Tabelle 15: Subcode

Ausgabe an 7-Segmentanzeigen Tastatureinheit:

untere Anzeige:

Bsp.: 70: 7: Funktion durchgeführt


Maincode Subcode 0: alles in Ordnung
0..9 0..9

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 75 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Fehlercode Hardwarekomponenten LIEBHERR UW

Fehlercode Beschreibung
Erscheint bei der Statusabfrage eines
-- Relaisausgangs beim Ausgangstest der
Tastatureinheit
70 kein Fehler
01 Taste(n) auf Tastatureinheit defekt
06 RC-Glieder Tastatureinheit außerhalb der Toleranz
07 RC-Glieder Anzeigeeinheit außerhalb der Toleranz
08 RC-Glieder Abstützbedieneinheit rechts außerhalb der Toleranz
09 RC-Glieder Abstützbedieneinheit links außerhalb der Toleranz
10 Fehler beim Ausführen des RC-Glieder-Test
Ausgänge der Tastatureinheit:
Ausgänge der Tastatureinheit:
A11, A12, A14, A17, A18, A18, A19
A0, A1, A2, A3, A4, A5, A6, A7, A20
Ausgang der Anzeigeeinheit: A0
Übertemperatur oder Kurzschluß Kurzschluß nach Versorgungsspannung oder
C2
nach Versorgungsspannung offene Leitung
Betriebszustand AUS
C3 bzw. Kurzschluß Betriebszustand AUS
nach Versorgungsspannung
Kurzschluß nach Masse, Über-
temperatur, offene Leitung, Kurzschluß nach Masse oder
C4
Laststrom zu klein oder Kurzschluß Übertemperatur
nach Versorgungsspannung
Betriebszustand EIN
C5 Betriebszustand EIN
bzw. Unter-/Überspannung

Tabelle 16: Fehlercode Hardwarekomponenten

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 76 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

5 Schaubilder

Schaubild Tastatureinheit

H1

S3

H66

S10

S42

S43
Zusatzheizung

Bezeichnung der Tasten, Funktionsanzeigen und 7-Segmentanzeigen


S1...S65: Tasten beginnend oben links (R-Taste = S1) bis unten rechts
(Taste Warnblinklicht = S65)
H1...H65: Funktionsanzeigen über den Tasten beginnend oben links (Funktionsanzeige
über R-Taste = H1) bis unten rechts (Funktionsanzeige über der Taste
Warnblinklicht = H65)
H66: 7-Segmentanzeige oben links
H67: 7-Segmentanzeige oben rechts
H68: 7-Segmentanzeige unten links
H69: 7-Segmentanzeige unten rechts

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 77 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Schaubild Anzeigeeinheit

H101 H102

H166 H168 H169 H170 H154 H155 H156 H157 H171 H172 H173 H174 H175
H167
H151

H158 H159 H160 H161

H152

H162 H163 H164 H165


H153

H141 H145 H146

Bezeichnung der Meldelampen, Bargraphen und 7-Segmentanzeigen


H101...H153: Meldelampen beginnend oben links (Zusatzheizung=H101) bis unten rechts
(Meldelampe ACHTUNG = H153)
H154...H165: 7-Segmentanzeigen beginnend obere Reihe links (H154) bis
untere Reihe rechts (H165)
H166...H175: Bargraphen beginnend links (Analoganzeige Getriebeöltemperatur=H166)
bis Bargraph rechts (Analoganzeige Bremsdruck 2 = H175)

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 78 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Schaubilder Abstützbedieneinheit Rechts und Links

Abstützbedieneinheit Typ B:

Testprogramm starten
Taste 1° gleichzeitig 2 Sek. Taste 5°

7-Seg LO 7-Seg RO

LO RO
AUF AUF

LO LED LED Mot. Drehz. RO


AB 1° 5° AUS niedr. AB

LU LU RU
AUS EIN AUS

LU auto. RU
auto. Mot. Drehz.
AUF auf AUF
ab EIN höher

LU RU
RU
AB EIN
AB

7-Seg LU 7-Seg RU

Abstützbedieneinheit Typ B0:

Testprogramm starten
Hand-Taste gleichzeitig 2 Sek. i- Taste

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 79 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Abstützbedieneinheit Typ B1:

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 80 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

6 Testprogramm Kurzbeschreibung
Voraussetzungen zum Starten
Bevor das Testprogramm gestartet werden kann, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
- Betriebsart Unterwagen
- Zündung EIN
- Motor AUS

Testprogramm aktivieren
An der Tastatureinheit:

An der Abstützbedieneinheiten:

1° und 5° bzw. und i

Umschalten zwischen den einzelnen Tests

Teststatus abwärtszählen

Teststatus hochzählen

Einzelne Tests starten und beenden

ausgewählten Test starten

1 x: aktueller Test beenden


2 x: zurück zum 1.Test

Testprogramm beenden
Das Testprogramm wird über Zündung AUS beendet.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 81 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Alle Tests im Überblick bei Motor AUS:

Test 01:
- Test der 7-Segmentanzeigen der Tastatureinheit
- Test des Summers der Tastatureinheit
- Test der Funktionsanzeigen der Tastatureinheit

Fehlercode:
Bei diesem Test wird kein Fehlercode ausgegeben, da nur eine optische / akustische Kontrolle
stattfindet.

Test 02:
Tasten der Tastatureinheit testen

Die Funktionsanzeige über der R-Taste beginnt mit etwa 8 Hz zu blinken. Nun muß diese und die
folgenden Tasten innerhalb einer bestimmten Zeit kurz betätigt und wieder losgelassen werden .

Fehlercode:
Fehlercode 70: Alle Tasten sind in Ordnung.
Fehlercode 01: Mindestens eine Taste ist defekt oder wurde falsch bedient.
Siehe Tabelle 16 “Fehlercode Hardwarekomponenten LIEBHERR UW“.

Test 03:
Eingänge der Tastatureinheit testen

Über die 7-Segmentanzeige unten links der Tastatureinheit wird bei diesem Test der Status der
Eingänge E0...E6 dargestellt. Hierbei wird jedem Segment der 7-Segmentanzeige ein Eingang
zugeordnet. Nun können die Eingangsstufen der Tastatureinheit durch setzen und rücksetzen der
Eingangssignale einzeln geprüft werden. Leuchtet ein Segment auf, dann bedeutet dies, daß der
entsprechende Eingang AKTIV ist.

Fehlercode :
Bei diesem Test wird kein Fehlercode ausgegeben, da nur eine optische Kontrolle durch den
Bediener stattfindet.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 82 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Test 04:
Beleuchtungstest
Dieser Test schaltet in bestimmter Reihenfolge und in definierten Zeitabständen Ausgänge an der
Tastatureinheit. Die Zeitabstände sind abhängig vom Krantyp.

Schritt: Ausgang: Funktion:


1 A26 Nebelscheinwerfer EIN *
2 A24 Abblendlicht bzw. Abblendlicht und Fernlicht EIN1)
3 A29 Blinker links EIN
4 A27 Nebelschlußlicht EIN
5 A22 Rückfahrleuchte EIN
6 A30 Blinker rechts EIN
7 A28 Rundumkennleuchte EIN
8 A25 Standlicht und sämtliche Beleuchtungseinrichtungen EIN
9 --- Hupe 3s, Lenkstockschalter links betätigen EIN
10 A24 Abblendlicht bzw. Abblendlicht und Fernlicht EIN1)

Fehlercode :
Bei diesem Test wird kein Fehlercode ausgegeben, da nur eine optische Kontrolle durch den
Bediener stattfindet.

Test 05:
Ausgänge der Tastatureinheit testen
Bei diesem Test werden nur die Ausgänge gesetzt, an denen keine sicherheitsrelevanten
Verbraucher angeschlossen sind.
Bei Betätigung der Hand-Taste und der P1- Taste oder Hand-Taste und der P2- Taste wird der
gerade gesetzte Ausgang zurückgesetzt und der neu angewählte Ausgang gesetzt. Die Taste P1
dekrementiert und die Taste P2 incrementiert die Anwahl. Die Nummer des aktuell gesetzten
Ausgangs wird über die 7-Segmentanzeigen H68 (unten links) und H69 (unten rechts) angezeigt.

Diagnose der Ausgänge an der Tastatureinheit


Bei den Transistorausgängen kann mit der Taste P1 der Schaltzustand (Fehlercode) des Ausgangs
abgefragt werden. Der Code (siehe Tabelle 5) wird dann für die Dauer der Betätigung über die 7-
Segmentanzeigen H68 und H69 der Tastatureinheit angezeigt. Wird die Taste P1 bei einem
Relaisausgang gedrückt, so wird als Schaltzustand ‘--’ angezeigt, da bei einem Relaisausgang
keine Statusabfrage möglich ist.

Fehlercode:
C2, C3, C4, C5: Der Fehlercode beim Ausgangstest gibt lediglich über den Schaltzustand des
Transistors Auskunft.
Siehe Tabelle 16 “Fehlercode Hardwarekomponenten LIEBHERR UW“.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 83 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Test 06:
- Test des internes ODER-GATTER‘s der Tastatureinheit:
(Rundumkennleuchte, Standlicht, Warnblinker und Zusatzheizung)
Das Testprogramm muß nun über Zündung Aus verlassen werden, die Zündung bleibt dabei
ausgeschaltet. Es werden nun einzeln nacheinander die Sonderfunktionen Standlicht, Rundum-
kennleuchte, Zusatzheizung und Warnblinker eingeschaltet und ausgeschaltet. Ist eine oder
mehrere Sonderfunktionen eingschaltet, werden die E/A-Module 1 und 2 und die Anzeigeeinheit
mit Spannung versorgt.

- Test der internen Selbsthaltung der Tastatureinheit:


Durch betätigen der N-Taste kann die Selbsthaltung eingeschaltet werden. Nun kann die
Zündung ebenfalls ausgeschaltet werden. Jetzt müssen die E/A-Module 1 und 2 und die
Anzeigeeinheit weiterhin mit Spannung versorgt werden. Dieser Test ist erst beendet, nachdem
erneut das Testprogramm (Test 06) neu gestartet und die N- Taste 2x betätigt wurde (die
Selbsthaltung wird somit wieder ausgeschaltet).

- Internes EXOR-GATTER der Tastatureinheit:


Zu Beginn dieses Tests sind die Funktionen Standlicht und Rundumkennleuchte auszuschalten.
Nun wird das Standlicht eingeschaltet. Über die Taste P1 kann für die Dauer der Betätigung das
EXOR aktiviert werden und dadurch das Standlicht ausgeschaltet werden. Die
Rundumkennleuchte (A28) ebenfalls aktivieren. Durch die Taste P2 kann dann über das EXOR
die Rundumkennleuchte ausgeschaltet werden. Sind die Funktionen Standlicht und
Rundumkennleuchte über die Tasten S57/S64 ausgeschaltet, so können die Ausgänge auch über
die Tasten P1 und P2 für die Dauer der Betätigung aktiviert werden.

Fehlercode:
Bei diesem Test wird kein Fehlercode ausgegeben, da nur eine optische Kontrolle stattfindet.

Test 07:
Datenübertragung zwischen E/A-Modul und Tastatureinheit
Bei diesem Test wird die Übertragung mit einer höheren Übertragungsrate (100 kBaud) betrieben
(normal 50 kBaud). Tritt hier ein Fehler auf, so sind die RC-Glieder außerhalb ihrer Toleranz.

Fehlercode:
Über die 7-Segmentanzeigen H68 und H69 wird bei fehlerhaften RC-Gliedern der Fehlercode 06
ausgegeben. Tritt kein Fehler auf, so wird der Fehlercode 70 ausgegeben.
Siehe Tabelle 16 “Fehlercode Hardwarekomponenten LIEBHERR UW“.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 84 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Test 08:
Messen des Blinkerstroms an der Tastatureinheit
Mit der R-Taste und D- Taste kann der Blinker links und der Blinker rechts statisch eingeschaltet
werden. Über die 7-Segmentanzeige H69 (unten rechts) wird die Anzahl der angeschlossenen
(funktionierenden) Blinkerlampen angezeigt.
Sind am Kran zusätzliche Blinkerleuchten (5W) angebracht, muß der Blinkerstrom links und der
Blinkerstrom rechts einzeln getestet werden.

Fehlercode:
Bei diesem Test wird kein Fehlercode ausgegeben

Test 09:
- Test der Meldelampen / 7-Segmentanzeigen / Bargraphen an der Anzeigeeinheit
- Test der 7-Segmentanzeigen an der Anzeigeeinheit
- Test der Bargraphen an der Anzeigeeinheit

Fehlercode:
Bei diesem Test wird kein Fehlercode ausgegeben, da nur eine optische / akustische Kontrolle
stattfindet.

Test 10:
Test der Eingänge an der Anzeigeeinheit
Über die 7-Segmentanzeigen (mittlere Reihe, links) und (mittlere Reihe, zweite von links) der
Anzeigeeinheit wird der Status der einzelnen Eingänge angezeigt. Hierbei wird jedem Segment
der 7-Segmentanzeigen ein Eingang zugeordnet. Nun kann jede Eingangsstufe der
Anzeigeeinheit einzeln geprüft werden. Leuchtet ein Segment auf, dann bedeutet dies, daß am
entsprechenden Eingang ein aktives Signal anliegt. Hierbei sind die Eingänge E3..E6 mit 0 V und
die Eingänge E0..E2 und E7...E14 mit +24 V anzusteuern, damit der jeweilige Eingang als
AKTIV erkannt wird.

Fehlercode:
Bei diesem Test wird kein Fehlercode ausgegeben, da nur eine optische Kontrolle stattfindet.

Test 11:
Ausgang der Anzeigeeinheit testen
A0 wird gesetzt, wenn am Eingang E14 (D+) eine entsprechend hohe Spannung anliegt.

Fehlercode:
C3 : Während dem Test muß die Meldung C3 erscheinen, da währen dem Testprogramm kein
D+- Signal (Motor EIN) aktiv ist.
Siehe Tabelle 16 “Fehlercode Hardwarekomponenten LIEBHERR UW“.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 85 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Test 12:
Datenübertragung zwischen E/A-Modul und Anzeigeeinheit
Bei diesem Test wird die Übertragung mit einer höheren Übertragungsrate (100 kBaud) betrieben
(normal 50 kBaud). Tritt hier ein Fehler auf, so sind die RC-Glieder außerhalb ihrer Toleranz.

Fehlercode:
Über die 7-Segmentanzeigen H68 und H69 wird bei fehlerhaften RC-Gliedern der Fehlercode 07
ausgegeben. Tritt kein Fehler auf, so wird der Fehlercode 70 ausgegeben.
Siehe Tabelle 16 “Fehlercode Hardwarekomponenten LIEBHERR UW“.

Test 42:
CAN-Umgebung einlernen Motorsteuerung ECU
Diese Funktion dient zur Parametrierung der Motorsteuerung. Die Steuerung ermittelt die
angeschlossenen CAN-Teilnehmer um festzustellen, welche Funktionalitäten in der
Motorsteuerung zu aktivieren sind (ABV).
In der Standardeinstellung der Motorsteuerung ECU-1 ist der Parameter ABV als vorhanden
gesetzt. Verfügt das Gerät über eine ABV-Anlage und das ABV-Steuergerät meldet sich
ordnungsgemäs am CAN erfolgt keine Systemfehlermeldung durch die ECU-1.
Hat das Fahrzeug keine ABV erscheint die Fehlermeldung E920208 „Motor: CAN ABS/ASR
Busübertragung fehlerhaft“.
Vor der Durchführung der Einlernfunktion (sofern die ECU-1 einen Fehler meldet) sollte
überprüft werden, ob das Fahrzeug tatsächlich nicht mit einer ABV-Anlage ausgerüstet ist oder
ob diese fehlerhaft ist.
Nach der Durchführung der Einlernfunktion sollte die Zündung aus- und wieder eingeschaltet
werden, weil das Einlernen erst nach Wiedereinschalten der Zündung wirksam wird. Nach
Zündung EIN ca. 15s warten bis eventueller Motorstart erfolgen soll.

Hinweis:
Das CAN-Lernen sollte erst dann erfolgen, wenn das Fahrzeug die zugehörige Software über
den LICCON-download erhalten hat.
Sollte die ASR-Funktion „Motorregulierung“ nicht funktionieren, könnte dies am Einlernzustand
der ECU-1 liegen.
Die Visualisierung des Teststatus erfolgt über die beiden zweifach-7-Segmentanzeigen an der
Bedieneinheit.

Fehlercode:
Siehe Tabelle 14 und 15 “Maincode/Subcode Testroutinen LIEBHERR UW“.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 86 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Test 46, 47 und 48:


- Fehlerspeicher löschen ECU (46) (Motor)
- Fehlerspeicher löschen TCU (47) (Gtriebe)
- Fehlerspeicher löschen ABV (48) (ABV)

Diese Funktion dient zum Löschen von inaktiven Fehlern im Fehlerspeicher der Steuergeräte
ECU, TCU oder ABV. Diese inaktiven Fehler entstehen in der Produktion, wenn die Peripherie
der einzelnen Steuergeräte noch nicht vollständig angeschlossen war.

Fehlercode:
Siehe Tabelle 14 und 15 “Maincode/Subcode Testroutinen LIEBHERR UW“.

Test 60:
Zuordnung der ABV-Sensoren prüfen
Diese Routine ermittelt, ob die Drehzahlsensoren vo.li., vo.re, hi.li. und hi.re. richtig
angeschlossen sind. Die äußeren Segmente der 7-Segmentanzeige links unten entsprechen den 4
sensierten Rädern in Fahrtrichtung. Das Segment des jeweils zu bewegenden Rads blinkt so
lange, bis das ABV-Steuergerät eine Bewegung des Rads meldet. Hierbei werden jeweils die
gemeldeten Radgeschwindigkeiten einer Achse verglichen.
Nach Erkennung einer Radgeschwindigkeit des zu prüfenden Rads > 1.3 km/h und
gleichzeitiger Radgeschwindigkeit < 0.6 km/h des gegenüberliegenden Rads wird der Sensor als
i.O. erkannt, es ertönt ein kurzer Piepton an der Tastatureinheit und die Begrenzungsleuchten,
das Standlicht und die beiden Blinker werden dabei eingeschaltet. Dreht sich hingegen das
gegenüberliegende Rad schneller als das zu prüfende, bricht der Test mit Fehlermeldung (54) ab.
In diesem Fall wurde der Test nicht korrekt durchgeführt oder es liegt ein Verdrahtungsfehler
vor.
Wird während des Tests ein Fehler erkannt wird die Testroutine angehalten und ein Fehler
gemäß obiger Beschreibung maincode/subcode angezeigt und ein längerer Piepton ertönt.
Während des aktiven Tests wird nach Erkennung der Korrektheit des aktuellen Sensors
automatisch zum nächsten Rad weitergeschaltet. Durch Betätigen der P1- oder P2-Taste kann das
angewählte Rad vorwärts oder zurück geschaltet werden. Durch Betätigen der i-Taste kann der
Test vorzeitig abgebrochen werden.

Fehlercode:
Siehe Tabelle 14 und 15 “Maincode/Subcode Testroutinen LIEBHERR UW“.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 87 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Test 61:
Zuordnung der ABV-Ventile prüfen, Pulsprogramm
Diese Routine ermittelt, ob die ABV-Regelventile vo.li., vo.re., hi.li. und hi.re. richtig
angeschlossen sind.
Die äußeren Segmente der 7-Segmentanzeige links unten entsprechen den 4 sensierten Rädern in
Fahrtrichtung. Das Segment des jeweils zu prüfende Rad blinkt. Während des Tests (das
Bremspedal voll durchgetreten werden) ist der Druckverlauf der Bremsdrucke der vier Kanäle
gemäß Beschreibung zu beobachten.
An der rechten 7-Segmentanzeige wird der aktuelle Testschritt angezeigt:
1. voller Bremsdruck
2. reduzierter Bremsdruck
3. kein Bremsdruck
4. reduzierter Bremsdruck
5. voller Bremsdruck
6. Wartezeit, Piepton, weiter mit nächstem Rad Schritt 1

Während des aktiven Tests wird nach Ablauf der Testsequenz des aktuellen Rads automatisch
zum nächsten Rad weitergeschaltet, es erscheint ein kurzer Piepton. Durch Betätigen der P1-
oder P2-Taste kann das angewählte Rad vorwärts oder zurück geschaltet werden. Durch
Betätigen der i-Taste kann der Test vorzeitig abgebrochen werden.

Fehlercode:
Siehe Tabelle 14 und 15 “Maincode/Subcode Testroutinen LIEBHERR UW“.

Test 62:
Funktion ASR-DIF-Ventil prüfen
Diese Routine ermittelt, ob das ASR- DIF -Ventil funktioniert.
Nach dem Start der Routine wird der Druck im Bremskreis der angetriebenen Achse für ca. 0.5s
eingesteuert und anschließend etwa 5s gehalten.

Fehlercode:
Siehe Tabelle 14 und 15 “Maincode/Subcode Testroutinen LIEBHERR UW“.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 88 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Tests an den Abstützbedieneinheiten (es wird kein Teststatus angezeigt)


Abstützbedieneinheit Rechts oder Links
Test starten:

1° und 5° bzw. und i

Tasten gleichzeitig zwei Sekunden betätigen

Folgende 3 Tests werden durchlaufen:


- Datenübertragung zwischen E/A-Modul und Abstützbedieneinheit
Bei diesem Test wird die Übertragung mit einer höheren Übertragungsrate (100
kBaud) betrieben (normal 50 kBaud). Tritt hier ein Fehler auf, so sind die RC-Glieder
außerhalb ihrer Toleranz.

Fehlercode:
Der Fehlercode wird an den Abstützbedieneinheiten an der Anzeige des elektrischen
Neigungsaufnehmers visualisiert.

- Meldelampen- Test
Alle Meldelampen (7 Seg.-Anzeigen, LED’s und Anzeige t (Tonnen) und Anzeige
klbs (Kilo Libs)) werden getestet.

Fehlercode:
Bei diesem Test wird kein Fehlercode ausgegeben, da nur eine optische Kontrolle
stattfindet.
- Tasten- Test
Über die 7-Segmentanzeigen 7-Seg LO, 7-Seg LU, 7-Seg RO, 7-Seg RU an der
Abstützbedieneinheit Rechts wird die Funktionalität der einzelnen Tasten der
Abstützbedieneinheit Rechts angezeigt. Hierbei wird jedem Segment der 7-
Segmentanzeigen eine Taste zugeordnet. Wenn der Test läuft, können die Tasten der
Abstützbedieneinheit Rechts in beliebiger Reihenfolge betätigt werden.

Fehlercode:
Abstützbedieneinheit ohne Freigabetaste:
Taste klebt: entsprechende Segment blinkt mit etwa 1 Hz

Abstützbedieneinheit mit Freigabetaste:


Der Zustand “Taste klebt“ wird bei der Abstützbedieneinheit mit Freigabetaste mit
einem Bedienfehler bzw. Systemfehler angezeigt, dabei ist die Freigabe-Taste an der
Abstützbedieneinheit gesperrt.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 89 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Alle Tests im Überblick bei Motor EIN:

Test 40 und 41:


- Überdrehzahlschutz Bremsklappe (40)
- Überdrehzahlschutz Luftklappe (41)
Die Routinen zum Aktivieren der Motorbremsklappe bzw. der Luftklappe (Kundenwunsch) bei
Überdrehzahl dienen zum Test des Überdrehzahlschutzes des Dieselmotors. Die beiden Tests
setzen die obere Grenzdrehzahl für die Aktivierung der Drehzahlschutzfunktion auf ca. 75% der
parametrierten Max-Drehzahl herunter.

Fehlercode:
Siehe Tabelle 14 und 15 “Maincode/Subcode Testroutinen LIEBHERR UW“.

Test 43 und 44:


Die Testroutinen dienen zur Überprüfung eines hydrostatischen Lüfterantriebs. Das
Testprogramm 43 stellt die gewählte Drehzahl in 10%-Schritten von 0..100% ein, das Programm
44 wird automatisch durchlaufen und erhöht die Drehzahl alle 5s in 10%-Schritten von 0..100%.
Die Aktivierung der Funktion kann nur erfolgen, wenn der Motor als EIN erkannt wird.
Der Test 43 bleibt aktiv, bis er über i-Taste beendet wird. Die temperaturabhängige Regelung
wird erst dann wieder aktiv. Das Erhöhen der Lüfterdrehzahl erfolgt über die Tasten P1 oder P2.
Der Test 44 beendet sich selbst, jedoch bleibt der Lüfter auf 100%, bis die i-Taste betätigt
wird. Die temperaturabhängige Regelung wird wieder aktiv.

Fehlercode:
Siehe Tabelle 14 und 15 “Maincode/Subcode Testroutinen LIEBHERR UW“.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 90 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Test 50:
AEB ZF-Getriebe
Die AEB-Funktion ist ein durch die Getriebesteuerung selbstständig durchgeführter Testlauf, bei
dem eine Optimierung der Steuerungsparameter stattfindet. Die Funktion dauert ca. 2-3 Minuten.
Nach Beendigung der Tests speichert die Getriebeelektronik die ermittelten Schaltungsparameter
ab.
Das AEB sollte nach „Warmfahren“ des Getriebes bei Straßenfahrt erfolgen. Das Erwärmen des
Getriebeöls durch Einlegen eines Gangs bei geschlossener Feststellbremse sollte vermieden
werden, da hierbei der Wandler überhitzt werden könnte.

Das AEB muß mindestens einmal jungfräulich nach Einbau/Tausch der Getriebeelektronik
durchgeführt werden.

Bei nicht durchgeführter AEB ist das Getriebe voll funktionsfähig.


Nach Beendigung/Abbruch der AEB muß die Zündung ausgeschaltet werden.

Die AEB kann nach längerer Betriebszeit des Getriebes immer wieder durchgeführt werden um
eventuelle Verschleißerscheinungen im Getriebe zu kompensieren.

Die Aktivierung der AEB-Funktion kann nur erfolgen, wenn


- der Motor als EIN erkannt wird
- die Feststellbremse als geschlossen erkannt wird
- die Abtriebs-Drehzahl 0 ist und der Sensor keinen Fehler hat
- N vorgewählt und das Getriebe in Neutral ist
- kein schwerwiegender Fehler im Getriebesystem vorliegt
- die Öltemperatur innerhalb der Grenzen 60 .. 90°C ist
- die Motordrehzahl innerhalb der Grenzen 700 .. 900 1/min ist

Nach Beendigung/Abbruch der AEB muß die Zündung abgeschaltet werden, damit das
Getriebe wieder betriebsbereit ist.

Fehlercode:
Siehe Tabelle 11 und 12 “AEB Subcode und AEB Maincode (Spezieller Fehlercode für AEB)“.

Die AEB-Funktion muß am Bandende einmalig komplett durchgeführt werden. Ist dies nicht der
Fall, meldet dies die EST-37 gemäß des LWE-Fehlerschlüssels (”LEC”) als aktiven Fehler über
das zyklische CAN-Protokoll (”Fehlerwertigkeit TCU”) bzw. über ISO-Diagnose ”Fehlerspeicher
auslesen”.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 91 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Test 70:
Funktion Achsfederung und Hydraulik Achsfederung testen
Bei diesem Test werden die Rückmeldungen A1 und A2, die Ansteuerung der Ventile (auf und
ab) vorne links, hinten links, vorne rechts und hinten rechts (Funktion Achsfederung) und die
Hydraulik der Achsfederung (Hydraulik Achsfederung) überprüft.

Damit die Hydraulik des Fahrzeugs (UW) getestet werden kann, muß die Druckgeber- Adaption
angeschlossen werden (siehe “ Adaption Druckgeber Testprogramm UW“).

Startbedingungen:
- Getriebe in “Neutral“
- Achsen “gefedert“

An der Anzeigeeinheit wird der aktuelle Druck, sowie der Solldruck (in bar) der Achsfederung
angezeigt

Test starten:
Hand- Taste und die Niveau- Taste gleichzeitig betätigen, beide Tasten müssen betätigt bleiben.

Testablauf:
1. Das Fahrzeug wird automatisch abgesenkt (Rückmeldungen werden überprüft)
2. Das Fahrzeug wird automatisch angehoben (Rückmeldungen werden überprüft)
3. Hydraulikdruck überprüfen
4. Fahrzeug wird automatisch ins Niveau gefahren
5. Alle Ventile für AUF und AB werden systematisch angesteuert
6. Test beendet

Fehlercode:
Siehe Tabelle 11 und 12 “AEB Subcode und AEB Maincode (Spezieller Fehlercode für AEB)“
und “Funktion Achsfederung und Hydraulik Achsfederung Teststatus = 70“.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 92 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Test 71:
Hydraulik der Abstützung testen
Bei diesem Test wird die Hydraulik der Abstützung (Hydraulik Abstützung) überprüft. Sämtliche
Drücke werden überprüft und an den Abstützbedieneinheiten Rechts und Links angezeigt:

Damit die Hydraulik des Fahrzeugs (UW) getestet werden kann, muß die Druckgeber- Adaption
angeschlossen werden (siehe “ Adaption Druckgeber Testprogramm UW“).

Startbedingungen:
- Getriebe in “Neutral“
- Achsen “gefedert“

An den Abstützbedieneinheiten wird bei betätigter Taste der aktuelle Druck, sowie der
Solldruck (in bar) der Abstützung angezeigt

Fehlercode:
Siehe Tabelle 14 und 15 “Maincode/Subcode Testroutinen LIEBHERR UW“.

Test 72:
Hydraulik der Hinterachslenkung testen
Bei diesem Test wird die Hydraulik der Hinterachslenkung (Hydraulik Hinterachslenkung)
überprüft.

Damit die Hydraulik des Fahrzeugs (UW) getestet werden kann, muß die Druckgeber- Adaption
angeschlossen werden (siehe “ Adaption Druckgeber Testprogramm UW“).

Startbedingungen:
- Getriebe in “Neutral“
- Achsen “gefedert“

An der Anzeigeeinheit wird der aktuelle Druck, sowie der Solldruck (in bar) der
Hinterachslenkung angezeigt

Fehlercode:
Siehe Tabelle 14 und 15 “Maincode/Subcode Testroutinen LIEBHERR UW“.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 93 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Test 73:
Hydraulik der Vorderachslenkung testen
Bei diesem Test wird die Hydraulik der Vorderachslenkung (Hydraulik Vorderachslenkung)
überprüft.

Damit die Hydraulik des Fahrzeugs (UW) getestet werden kann, muß die Druckgeber- Adaption
angeschlossen werden (siehe “ Adaption Druckgeber Testprogramm UW“).

Startbedingungen:
- Getriebe in “Neutral“
- “Achsen blockieren“ und “Fahrzeug abstützen“ (nicht zwingend)

An der Anzeigeeinheit wird der aktuelle Druck, sowie der Solldruck (in bar) der
Vorderachslenkung angezeigt

Fehlercode:
Siehe Tabelle 14 und 15 “Maincode/Subcode Testroutinen LIEBHERR UW“.

Test 74:
Anschluß und Eingangsspannungen des Neigunsaufnehmers testen
Bei diesem Test werden die Eingänge vom Neigungsaufnehmer (Funktion Neigunsaufnehmer)
überprüft.

Startbedingungen:
- Getriebe in “Neutral“
- Achsfederung im “Niveau“ bei Test aktivieren
- Achsen “gefedert“
- Neigung Längs und Quer <= ± 2,5° bei Test aktivieren
Neigungsaufnehmer Längs: Eingangsspannung <= 8 V und >= 4 V
Neigungsaufnehmer Quer: Eingangsspannung <= 8 V und >= 4 V

Das Testprogramm “Funktionen Neigunsaufnehmer“ wird gestartet, indem die Hand- Taste und
die Niveau- Taste gleichzeitig betätigt werden. Beide Tasten müssen betätigt bleiben, damit das
Testprogramm automatisch abläuft.

Fehlercode:
Siehe Tabelle 14 und 15 “Maincode/Subcode Testroutinen LIEBHERR UW“.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 94 v. 95


Testprogramme_UW_ver03

Test 75:
Hydraulik bei Achse(n) anheben testen
Bei diesem Test wird die Hydraulik bei Achse(n) anheben (Hydraulik Achsen anheben)
überprüft.

Damit die Hydraulik des Fahrzeugs (UW) getestet werden kann, muß die Druckgeber- Adaption
angeschlossen werden (siehe “ Adaption Druckgeber Testprogramm UW“).

An der Anzeigeeinheit wird der aktuelle Druck, sowie der Solldruck (in bar) der
Vorderachslenkung angezeigt.

Funktion “Achsen anheben“ ausführen:


- Achsfederung im “Niveau“
- Achsen “blockiert“
- “Achsen anheben“
- Druckschalter überprüfen:
Istdruck muß mit Solldruck (im Toleranzbereich) bei “Achsen angehoben“ übereinstimmen.

Fehlercode:
Siehe Tabelle 14 und 15 “Maincode/Subcode Testroutinen LIEBHERR UW“.

Stc, TSS Ausdruck 07.06.01 Seite 95 v. 95