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DEUTSCHE NORM Entwurf November 1997

Klassifikation und Kennzeichnung von Dokumenten für


Anlagen, Systeme und Einrichtungen
(IEC 61355 : 1997)
Deutsche Fassung EN 61355 : 1997 EN 61355

Diese Norm enthält die deutsche Übersetzung der Internationalen Norm IEC 61355
ICS 01.110; 29.020

Deskriptoren: Elektrotechnik, Dokumentation, Klassifikation, Kennzeichnung,


Dokument

Classification and designation of documents for plants, systems and equipment


(IEC 61355 : 1997);
German version EN 61355 : 1997
Classification et désignation des documents pour installations industrielles,
systèmes et matériels (CEI 61355 : 1997);
Version allemande EN 61355 : 1997

Die Europäische Norm EN 61355 : 1997-04 hat den Status einer Deutschen Norm.
Norm-Inhalt war veröffentlicht als E DIN IEC 3B/156/CDV : 1996-03.

Nationales Vorwort
Zuständig für diese Europäische Norm ist in Deutschland das UK 113.1 “Dokumentation, Schaltungsunterlagen
und graphische Symbole in der Elektrotechnik ” der Deutschen Elektrotechnischen Kommission im DIN und
VDE (DKE).
Der Zusammenhang der zitierten Normen und anderen Unterlagen mit den entsprechenden Deutschen
Normen und anderen Unterlagen ist nachstehend wiedergegeben.
Für den Fall einer undatierten Verweisung im normativen Text (Verweisung auf eine Norm oder andere Unter-
lage ohne Angabe des Ausgabedatums und ohne Hinweis auf eine Abschnittsnummer, eine Tabelle, ein Bild
usw.) bezieht sich die Verweisung auf die jeweils neueste gültige Ausgabe der in Bezug genommenen Norm
oder anderen Unterlage.
Für den Fall einer datierten Verweisung im normativen Text bezieht sich die Verweisung immer auf die in Be-
zug genommene Ausgabe der Norm oder andere Unterlage.

Fortsetzung Seite 2
und 44 Seiten EN

Deutsche Elektrotechnische Kommission im DIN und VDE (DKE)


Normenausschuß Chemischer Apparatebau (FNCA)
Normenausschuß Maschinenbau (NAM)
Normenausschuß Technische Produktdokumentation (NATPD)
Normenausschuß Sachmerkmale (NSM)
Normenstelle Elektrotechnik (NE)
Normenstelle Schiffs- und Meerestechnik (NSMT)
Normenausschuß Überwachungsbedürftige Anlagen (NUEA)
Seite 2
DIN EN 61355 : 1997-11

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Norm waren die angegebenen Ausgaben gültig.
Europäische Norm Internationale Norm Deutsche Norm
EN 61082-1 : 1993 IEC 61082-1 : 1991 DIN EN 61082-1 : 1995-05
EN 61082-2 : 1994 IEC 61082-2 : 1993 DIN EN 61082-2 : 1995-05
EN 61082-3 : 1994 IEC 61082-3 : 1993 DIN EN 61082-3 : 1995-05
EN 61082-4 : 1996 IEC 61082-4 : 1996 DIN EN 61082-4 : 1996-10
EN 61346-1 : 1996 IEC 61346-1 : 1996 DIN EN 61346-1 : 1996
– IEC 60848 : 1988 DIN 40719-6 : 1992-02
EN ISO 11442-1 : 1996 ISO 11442-1 : 1993 DIN ISO 11442-1 : 1994-06
EN ISO 11442-2 : 1996 ISO 11442-2 : 1993 DIN ISO 11442-2 : 1994-06
EN ISO 11442-3 : 1996 ISO 11442-3 : 1993 DIN ISO 11442-3 : 1994-06
EN ISO 11442-4 : 1996 ISO 11442-4 : 1993 DIN ISO 11442-4 : 1994-06
EN 23166 : 1993 ISO 3166 : 1993 DIN EN 23166 : 1995-04
– ISO 639 : 1988 DIN 2335 : 1996-10 *)
EN ISO 9000-1 : 1994 Normen der Reihe DIN EN ISO 9000-1 : 1994-08
EN 29000-3 : 1993 ISO 9000 Normen der Reihe DIN ISO 9000
– ISO/IEC 8613-1 : 1994 –
– ISO 7200 : 1984 DIN 6771-1 : 1970-12 *)
*) Nicht übereinstimmend.

Nationaler Anhang NA (informativ)


Literaturhinweise
DIN 2335
Sprachenzeichen
DIN 6771-1
Schriftfelder für Zeichnungen, Pläne und Listen
DIN 40719-6
Schaltungsunterlagen; Regeln für Funktionspläne; IEC 848, modifiziert
DIN EN 23166
Codes für Ländernamen (ISO 3166 : 1993); Deutsche Fassung EN 23166 : 1993
DIN EN 61082-1
Dokumente der Elektrotechnik – Teil 1: Allgemeine Regeln (IEC 61082-1 : 1991 + Corr. 11.93); Deutsche Fassung
EN 61082-1 : 1993
DIN EN 61082-2
Dokumente der Elektrotechnik – Teil 2: Funktionsbezogene Schaltpläne (IEC 61082-2 : 1993); Deutsche Fassung
EN 61082-2 : 1994
DIN EN 61082-3
Dokumente der Elektrotechnik – Teil 3: Verbindungspläne, Verbindungstabellen und Verbindungslisten (IEC 61082-3 : 1993);
Deutsche Fassung EN 61082-3 : 1994
DIN EN 61082-4
Dokumente der Elektrotechnik – Teil 4: Ortsbezogene und Installationsdokumente (IEC 61082-4 : 1996); Deutsche Fassung
EN 61082-4 : 1996
DIN EN ISO 9000-1
Normen zum Qualitätsmanagement und zur Qualitätssicherung/QM-Darlegung – Teil 1: Leitfaden zur Auswahl und Anwen-
dung (ISO 9000-1 : 1994); Dreisprachige Fassung EN ISO 9000-1 : 1994
DIN ISO 11442-1
Technische Produktdokumentation; Rechnerunterstützte Handhabung von technischen Daten – Teil 1: Sicherheitsanforde-
rungen; Identisch mit ISO 11442-1 : 1993
DIN ISO 11442-2
Technische Produktdokumentation; Rechnerunterstützte Handhabung von technischen Daten – Teil 2: Originaldokumentation;
Identisch mit ISO 11442-2 : 1993
DIN ISO 11442-3
Technische Produktdokumentation; Rechnerunterstützte Handhabung von technischen Daten – Teil 3: Arbeitsschritte bei der
Entwicklung von Produkten; Identisch mit ISO 11442-3 : 1993
DIN ISO 11442-4
Technische Produktdokumentation; Rechnerunterstützte Handhabung von technischen Daten – Teil 4: Datenverwaltung und
-recherche; Identisch mit ISO 11442-4 : 1993
DIN ISO 9000
Qualitätsmanagement- und Qualitätssicherungsnormen
ENTWURF
prEN 61355
April 1997

ICS 01.110; 29.020 Ersatz für

Deskriptoren: Klassifikation, Code, Kennzeichnung, technische Dokumentation, Informationsaustausch, Engineering, Information,


elektrotechnische Installation, elektrotechnische industrielle Installation

Deutsche Fassung

Klassifikation und Kennzeichnung von Dokumenten für


Anlagen, Systeme und Einrichtungen
(IEC 61355 : 1997)

Classification and designation of documents for plants, Classification et désignation des documents pour installa-
systems and equipment tions industrielles, systèmes et matériels
(IEC 61355 : 1997) (CEI 61355 : 1997)

Diese Europäische Norm wurde von CENELEC am 1997-03-11 angenommen.


Die CENELEC-Mitglieder sind gehalten, die CEN/CENELEC-Geschäftsordnung zu erfüllen, in
der die Bedingungen festgelegt sind, unter denen dieser Europäischen Norm ohne jede
Änderung der Status einer nationalen Norm zu geben ist.
Auf dem letzten Stand befindliche Listen dieser nationalen Normen mit ihren bibliographischen
Angaben sind beim Zentralsekretariat oder bei jedem CENELEC-Mitglied auf Anfrage erhältlich.
Diese Europäische Norm besteht in drei offiziellen Fassungen (Deutsch, Englisch, Französisch).
Eine Fassung in einer anderen Sprache, die von einem CENELEC-Mitglied in eigener
Verantwortung durch Übersetzung in seine Landessprache gemacht und dem Zentralsekretariat
mitgeteilt worden ist, hat den gleichen Status wie die offiziellen Fassungen.
CENELEC-Mitglieder sind die nationalen elektrotechnischen Komitees von Belgien, Dänemark,
Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Luxemburg, Niederlande,
Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien und dem Vereinigten Königreich.

EUROPÄISCHES KOMITEE FÜR ELEKTROTECHNISCHE NORMUNG


European Committee for Electrotechnical Standardization
Comité Européen de Normalisation Electrotechnique

Zentralsekretariat: rue de Stassart 35, B-1050 Brüssel

 1997 CENELEC — Alle Rechte der Verwertung, gleich in welcher Form und in welchem Verfahren,
sind weltweit den Mitgliedern von CENELEC vorbehalten.
Ref. Nr. EN 61355 : 1997 D
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EN 61355 : 1997

Vorwort
Der Text des Schriftstücks 3B/181/FDIS, zukünftig 1. Ausgabe von IEC 61355, ausgearbeitet von dem SC 3B “Documentation”
des IEC/TC 3 “Documentation and graphical symbols”, wurde der IEC-CENELEC Parallelen Abstimmung unterworfen und von
CENELEC am 1997-03-11 als EN 61355 angenommen.
Nachstehende Daten wurden festgelegt:
– spätestes Datum, zu dem die EN auf nationaler Ebene durch Veröffentlichung
einer identischen nationalen Norm oder durch Anerkennung übernommen werden muß (dop): 1998-01-01
– spätestes Datum, zu dem nationale Normen, die der EN entgegenstehen,
zurückgezogen werden müssen (dow): 1998-01-01
Anhänge, die als “normativ ” bezeichnet sind, gehören zum Norminhalt. Anhänge, die als “informativ” bezeichnet sind, enthalten
nur Informationen. In dieser Norm sind die Anhänge A und ZA normativ und sind die Anhänge B, C, D und E informativ.
Der Anhang ZA wurde von CENELEC hinzugefügt.

Anerkennungsnotiz
Der Text der Internationalen Norm IEC 61355 : 1997 wurde von CENELEC ohne irgendeine Abänderung als Europäische Norm
angenommen.
In der offiziellen Fassung sind in Anhang E “Literaturhinweise” zu den aufgelisteten Normen die nachstehenden Anmerkungen
einzutragen:
IEC 61082-2 ANMERKUNG: Harmonisiert als EN 61082-2 : 1994 (nicht modifiziert).
IEC 61082-3 ANMERKUNG: Harmonisiert als EN 61082-3 : 1994 (nicht modifiziert).
IEC 61082-4 ANMERKUNG: Harmonisiert als EN 61082-4 : 1996 (nicht modifiziert).
ISO 11442-1 ANMERKUNG: Harmonisiert als EN ISO 11442-1 : 1996 (nicht modifiziert).
ISO 11442-2 ANMERKUNG: Harmonisiert als EN ISO 11442-2 : 1996 (nicht modifiziert).
ISO 11442-3 ANMERKUNG: Harmonisiert als EN ISO 11442-3 : 1996 (nicht modifiziert).
ISO 11442-4 ANMERKUNG: Harmonisiert als EN ISO 11442-4 : 1996 (nicht modifiziert).

Inhalt
Seite Seite
Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 7.2 Anwendung der Dokumentenkennzeichnung
Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 zum Zwecke der Identifikation . . . . . . . . . . . . . 10

1 Anwendungsbereich . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 Anhang A (normativ) Tabellen für Kennbuchstaben . . 12


2 Normative Verweisungen . . . . . . . . . . . . . . . . 3 Tabelle A.1 – Kennbuchstaben für technische Bereiche . 12
Tabelle A.2 – DCC und Beschreibung der
3 Begriffe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 Dokumentenartenklassen . . . . . . . . . . 13
4 Klassifikation von Dokumentenarten . . . . . . . . . 4
4.1 Allgemeines . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 Anhang B (informativ) Etablierte Dokumentenarten
4.2 Dokumentenartenklassen-Schlüssel . . . . . . . . . . 5 mit Kurzbeschreibung . . . . . . . . . . . . . . 25
4.2.1 Grundprinzipien für die Klassifikation von Tabelle B.1 – In der Elektrotechnik angewendete
Dokumentenarten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 Dokumentenarten . . . . . . . . . . . . . . . 25
4.2.2 Aufbau des Dokumentenartenklassen-
Anhang C (informativ) Zusatzinformationen über
Schlüssels (DCC) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Dokumentenarten für
4.3 Zuordnung von Dokumentenarten zu Klassen . . . . 7
Kommunikationszwecke . . . . . . . . . . . . 40
4.3.1 Klassifikationsmethode . . . . . . . . . . . . . . . . 7
C.1 Darstellungsform . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
4.3.2 Klassifikation etablierter Dokumentenarten . . . . . 7
C.2 Dokumentenstatus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
4.3.3 Klassifikation nicht etablierter Dokumentenarten . . 7
4.3.4 Klassifikation zusammengesetzter Anhang D (informativ) Dokumentenaustauschliste . . . 41
Dokumentenarten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
5 Kennzeichnung von Dokumenten . . . . . . . . . . . 7 Anhang E (informativ) Literaturhinweise . . . . . . . . . 43
6 Dokumentensätze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 Anhang ZA (normativ) Normative Verweisungen
7 Anwendungsrichtlinien . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 auf internationale Publikationen
7.1 Hilfsmittel zur Kommunikation über mit ihren entsprechenden europäischen
Dokumentenaustausch . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 Publikationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
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EN 61355 : 1997

Einleitung
Dokumentation ist erforderlich, um Informationen für alle Tätigkeiten im Lebenszyklus technischer Produkte, hierin eingeschlossen
sind Anlagen, Systeme und deren Ausrüstung, bereitzustellen. Sie kann in jeder Phase oder in jeder Tätigkeit erstellt werden.
Dokumente können von anderen Geschäftspartnern zugeliefert oder diesen übergeben werden. Unterschiedliche Partner benötigen
möglicherweise unterschiedliche Informationen oder dieselben Informationen unter anderen Gesichtspunkten, abhängig davon,
was am besten für den beabsichtigten Zweck geeignet ist.
In dieser Norm wird der Begriff “Dokument” in sehr allgemeinem Sinne angewendet. Er umfaßt Informationen in allen möglichen
Medien, in denen Daten aufgezeichnet werden können. Die Beschreibung der Dokumentenarten wurde jedoch von der Darstellung
dieser Informationen auf Papier abgeleitet, d. h., wie die Informationen für den Anwender sichtbar und lesbar gemacht werden.
Ein Ziel dieser Norm ist, eine Methode zur verbesserten Kommunikation und zu einem besseren Verständnis zwischen Partnern,
die Dokumente austauschen müssen, einzuführen. Um eine Basis für eine Systematik zu erhalten, ist es notwendig, mehr oder
weniger zu ignorieren, wie ein Dokument heute benannt ist. Unterschiedliche Benennungen werden für dieselbe Dokumentenart
angewendet, oder die Benennungen haben für unterschiedliche Partner eine unterschiedliche Bedeutung. Auch sind Zweck und
Betrachtungsgegenstand manchmal Bestandteil der Dokumentenbenennung, was ein allgemeingültiges Verständnis behindert.
Aus diesem Grunde sollte die Basis für ein allgemeingültiges Verständnis ein Klassifikationsschema sein, welches ausschließlich
auf dem Informationsinhalt begründet ist.
Ein anderes Ziel dieser Norm ist, Regeln aufzustellen, um Dokumente zu den Objekten, die sie beschreiben, in Bezug zu setzen.
Zu diesem Zweck wird ein Dokumentenkennzeichnungssystem eingeführt, welches das Kennzeichen für die Dokumentenart dem
Kennzeichen des Objekts, wie es in der Anlage, dem System oder der Ausrüstung verwendet wird, zuordnet. Folgt man diesen Re-
geln und Empfehlungen, so spiegelt die Dokumentation die Struktur der “tatsächlich existierenden Einrichtung” wieder. Dadurch
ist auch eine Anleitung gegeben für die Ordnung und das Zusammenfassen in Ordnern, aber ebenso für strukturiertes Suchen
nach Informationen, zum Beispiel in Dokumenten-Managementsystemen.
Das Prinzip der Klassifikation deckt generell auch die Anforderungen rechnerunterstützt erstellter Dokumentation ab. Eine
zunehmende Informationsmenge wird in einem genormten Datenbankformat gespeichert und ausgetauscht werden. Die zu
liefernde Information kann dann in einer Weise spezifiziert werden, daß jede benötigte und vereinbarte Dokumentenart im Daten-
verarbeitungssystem des Empfängers aus dieser Datenbank abgeleitet werden kann. Dies könnte zukünftige Normungsaktivitäten
bewirken, zum Beispiel zu Informations- und Datenelementen, zu detaillierten Definitionen von Dokumentenarten und zu ausführ-
lichen Darstellungsregeln.
Obwohl diese Norm hauptsächlich von Experten der Elektrotechnik erstellt wurde, wurde großer Wert darauf gelegt, auch nicht-
elektrotechnische Dokumente zu integrieren. Experten aus mehr ISO-zugehörigen Fachgebieten leisteten zu diesem Dokument
erhebliche Zuarbeiten.

1 Anwendungsbereich
In dieser Internationalen Norm sind Regeln und Richtlinien zur Klassifikation und Kennzeichnung von Dokumenten gegeben. Sie
dient als Grundlage für Vereinbarungen zur Erstellung einer strukturierten Dokumentation, wie sie hauptsächlich für größere Ein-
richtungen, wie zum Beispiel für Anlagen mit ihren Systemen und Ausrüstungen, benötigt wird. Sie umfaßt alle technischen Berei-
che und ist offen für Weiterentwicklungen in der Dokumentation und von Dokumentationssystemen. Es werden auch Anleitungen
zu möglichen Anwendungen gegeben, wie zum Beispiel zur Verständigung über die Dokumentation und zur Identifizierung von
Dokumenten.
Dokumente aus nicht-technischen Bereichen sind in dem Umfang berücksichtigt, wie sie für und während eines Engineering-
prozesses erforderlich sind.

2 Normative Verweisungen
Die folgenden normativen Verweisungen enthalten Festlegungen, die durch Verweisung in diesem Text Bestandteil dieser Interna-
tionalen Norm sind. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Norm galten die angegebenen Ausgaben. Alle normativen Verwei-
sungen unterliegen der Überarbeitung, Anwender dieser Internationalen Norm werden gebeten, die jeweils neueste Ausgabe der
im folgenden genannten normativen Verweisungen anzuwenden. Mitglieder von IEC und ISO führen Verzeichnisse der gegenwär-
tig gültigen internationalen Normen.
IEC 61082-1 : 1991
Preparation of documents used in electrotechnology – Part 1: General requirements
IEC 61346-1 : 1996
Industrial systems, installations and equipment, and industrial products – Structuring principles and reference designations –
Part 1: Basic rules
ISO 639 : 1988
Code for the representation of names of languages
ISO 3166 : 1993
Codes for the representation of names of countries
ISO 7200 : 1984
Technical drawings – Title blocks
ISO 9000 :
Quality management and quality assurance standards
ISO/IEC 8613-1 : 1994
Information technology – Open Document Architecture (ODA) and interchange format: Introduction and general principles
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EN 61355 : 1997

3 Begriffe
Im Sinne dieser Internationalen Norm gelten die folgenden Begriffe.

3.1 Datenträger: Material, auf dem Daten aufgezeichnet und von dem sie wiedergewonnen werden können.

3.2 Dokument:
ANMERKUNG: Der Begriff “Dokument” ist nicht auf seine Bedeutung im rechtlichen Sinne beschränkt.
a) Information auf einem Datenträger. Üblicherweise ist ein Dokument nach der Art der Information und der Darstellungsform
bezeichnet, beispielsweise Übersichtsschaltplan, Verdrahtungstabelle, Funktionsdiagramm. [IEC 61082-1]
ANMERKUNG: Informationen dürfen statisch auf Papier und Mikroform oder dynamisch auf Sichtgeräten (Bildschirm-
geräten) angegeben werden.
b) Strukturierte Informationsmenge zur Betrachtung durch Menschen, die als Einheit zwischen Anwendern und Systemen
ausgetauscht werden kann. [ISO/IEC 8613-1]
c) Als Einheit behandelte Information auf einem Datenträger. (Definition von ISO/TC10/SC1 WG5)

3.3 Dokumentensatz: Zusammenstellung von Dokumenten, die logisch zusammengehören.

3.4 Dokumentation: Sammlung von Dokumenten, die einem bestimmten Gegenstand zugeordnet sind. [IEC 61082-1]
ANMERKUNG: Dies darf technische, kaufmännische und/oder andere Dokumente einschließen.

3.5 Dokumentenart: Typ eines Dokuments, definiert im Hinblick auf seinen festgelegten Informationsinhalt und die Dar-
stellungsform.

3.6 Dokumentenartklasse: Gruppe von Dokumentenarten mit ähnlichen Eigenschaften hinsichtlich Informationsinhalt, unab-
hängig von der Darstellungsform.

3.7 Objekt: Betrachtungseinheit, die in einem Konstruktions-, Planungs-, Realisierungs-, Betriebs-, Wartungs- und Demontage-
prozess behandelt wird. [IEC 61346-1]
ANMERKUNG 1: Die Betrachtungseinheit kann sich auf ein physikalisches oder ein nicht-physikalisches “Ding” oder auf
einen Satz von Informationen, die damit verbunden sind, beziehen.
ANMERKUNG 2: Abhängig vom Zweck kann ein Objekt auf verschiedene Weise, genannt “Aspekt”, betrachtet werden.

3.8 System: Menge von Objekten, die untereinander in Beziehung stehen, mit dem Zweck, eine gemeinsame Funktion zu
erfüllen.

3.9 Anlage: Zusammenstellung verschiedener Systeme an einem bestimmten Ort.

3.10 Ausrüstung: Komponenten und Teile, die für einen bestimmten Zweck angewendet oder benötigt werden.

3.11 Projekt: Allgemeiner Begriff für die Summe aller kaufmännischen und technischen Aktivitäten, zugehörig zu einem
bestimmten Objekt.

3.12 Objektkennzeichen: Identifikator für ein bestimmtes Objekt.


ANMERKUNG: Beispiele für derartige Kennzeichen sind: Referenzkennzeichen (früher Betriebsmittelkennzeichen ge-
nannt), Typschlüssel, Seriennummer, Benennung.

3.13 Dokumentenkennzeichen: Identifikator für ein bestimmtes Dokument in Beziehung zu einem Objekt, dem das Dokument
zugeordnet ist.

4 Klassifikation von Dokumentenarten


4.1 Allgemeines
Dokumente stellen Informationen bereit, die für verschiedene Tätigkeiten und Zwecke im Lebenszyklus einer Anlage, eines
Systems oder von Ausrüstungen erforderlich sind. Der Begriff “Dokument” ist nicht auf die Darstellung der Information auf Papier
beschränkt. Er umfaßt gleichermaßen andere Formen der Informationsspeicherung, wie zum Beispiel Dateien auf elektronischen
Medien oder in einer Datenbank.
Information an sich ist für den Menschen nicht verständlich, sofern diese nicht in vereinbarter lesbarer und interpretierbarer Form
dargestellt ist. In den meisten Fällen ist eine derartige Darstellungsform nur für traditionelle Papierdokumente festgelegt. Daher
wurden die Beschreibungen der Dokumentenarten von der Darstellung auf Papier abgeleitet. Es wird angenommen, daß andere
Formen der Visualisierung, zum Beispiel auf Bildschirmen oder Sichtgeräten, gleich oder zumindest ähnlich der Darstellung auf
Papier sind.
Ein Dokument darf unter verschiedenen Gesichtspunkten klassifiziert werden:
– Objekt (zu dem es gehört);
– Informationsinhalt;
– Zweck (für welche Tätigkeit es benötigt wird);
– Darstellungsform (siehe Anhang C).
Die Klassifikation der Dokumentenarten basiert auf ihrem Informationsinhalt. Die Definition der Klassen ist unabhängig von dem
Objekt, zu dem ein bestimmtes Dokument gehört. Der Zweck, zu dem ein Dokument erstellt wurde, kann nicht Grundlage der
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EN 61355 : 1997

Klassifikation sein, da ein Dokument üblicherweise mehr als einem Zweck dient. Gleiches gilt für die Phase im Lebenszyklus einer
Anlage, eines Systems oder von Ausrüstungen, in der Dokumente erstellt oder verwendet werden. Auch die Darstellungsform ist
kein geeignetes Mittel zur Klassifikation, da die in einem Dokument enthaltene Information auf verschiedene Weise dargestellt
werden kann.
Eine Dokumentenart ist im Hinblick auf ihren charakteristischen Informationsinhalt und die Form der Darstellung definiert. Zwei
verschiedene Dokumente gehören zur gleichen Art, wenn sie ähnliche Charakteristika, bezogen auf den Informationsinhalt, und
die gleiche Form der Darstellung haben.
Ein Dokument kann definiert werden als eine Dokumentenart mit festgelegtem Informationsinhalt und festgelegter Darstellungs-
form, die für ein bestimmtes Objekt und/oder für einen bestimmten Zweck erstellt wurde.
Für Dokumentenarten wird eine große Vielfalt von Benennungen angewendet. Viele davon sind nicht genormt, können aber inner-
halb einer bestimmten Anwendergruppe wohl bekannt sein. Dieselbe Dokumentenart kann in unterschiedlichen Anwender-
gruppen unterschiedliche Benennungen haben. Daher ist bei der Kommunikation zwischen Geschäftspartnern die Verwendung
von Benennungen für Dokumentenarten nicht zufriedenstellend.
Um ein gemeinsames Verständnis zwischen Geschäftspartnern über auszutauschende oder zu liefernde Dokumente zu errei-
chen, wurde in dieser Norm ein Dokumentenartenklassen-Schlüssel (DCC = document kind classification code) eingeführt. Dieser
Schlüssel muß die gemeinsame Grundlage bei der Verständigung über Informationsinhalte sein, unabhängig von nicht definierten
oder genormten Benennungen von Dokumentenarten.
Jeder Dokumentenartenklassen-Schlüssel ist begleitet von einer Kurzbeschreibung des Informationsinhalts und von Beispielen für
Dokumentenarten, die zu dieser Klasse gehören. Beispiele für etablierte Dokumentenarten, die entweder genormt oder allgemein
bekannt sind, sind ebenso, zusammen mit einer Kurzbeschreibung der Informationsinhalte, aufgezeigt. Wo machbar, wurde die
Beschreibung in zwei Teile aufgeteilt: in eine Liste der Mindestinformationsinhalte und in eine mit möglichen Zusatzinformationen
(siehe Anhang B).
Mit dieser Norm ist beabsichtigt, alle Dokumentenarten, die im Lebenszyklus einer Anlage, eines Systems oder von Ausrüstungen
angewendet werden, zu erfassen. Es ist zu beachten, daß Dokumente unterschiedlicher technischer Bereiche innerhalb eines
Projektes zusammenkommen können, wobei diese klar voneinander unterscheidbar sein müssen. Zukünftige Entwicklungen
werden neue Dokumentenarten einführen, welche in die festgelegten Strukturen hineinpassen müssen. Diese Gesichtspunkte
wurden folgendermaßen berücksichtigt:
– In oberster Ebene dürfen Dokumentenarten nach dem Aspekt “technischer Bereich” unterschieden werden. Jeder tech-
nische Bereich muß unterhalb dieser Ebene dasselbe Klassifikationsschema anwenden.
ANMERKUNG: Nicht alle festgelegten Klassen werden in jedem technischen Bereich unterhalb der obersten Ebene vor-
kommen. In diesen Fällen bleiben derartige Klassen leer.
– Die Unterteilung in Hauptklassen gilt für alle technischen Bereiche.
– Unterklassen von Dokumentenarten sind in allgemeingültiger Form eingeführt, um eine geeignete Zuordnung von Doku-
mentenarten in allen technischen Bereichen zu ermöglichen.
– Bei den Kennbuchstaben für Haupt- und Unterklassen wurde Platz für zukünftige Erweiterungen vorgesehen.
– Anwendergruppen dürfen ihre eigenen Dokumentenarten, die nicht in dieser Norm aufgelistet sind, definieren. Dies muß
innerhalb der festgelegten Unterklassen für die Dokumentenarten erfolgen.

4.2 Dokumentenartenklassen-Schlüssel
4.2.1 Grundprinzipien für die Klassifikation von Dokumentenarten
Der Hauptgegenstand für die Klassifikation muß der Informationsinhalt sein. Beinhaltet eine Dokumentenart mehr als eine
Informationsart, so muß der führende Aspekt die Klassifikation bestimmen.
Dokumentenarten können nach verschiedenen Ebenen und Aspekten klassifiziert werden (siehe Bild 1).

Bild 1: Klassifikationsstruktur für Dokumentenarten

Ebene A0 repräsentiert alle existierenden Dokumentenarten.


ANMERKUNG: Entsprechend den Strukturierungsprinzipien ist dem obersten Knoten kein Kennzeichen zugeordnet.
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Jeder Knoten in Ebene A1 repräsentiert alle Dokumentenarten, die in einem bestimmten technischen Bereich verwendet werden.
Zum Beispiel repräsentiert der mit E gekennzeichnete Knoten alle in der Elektrotechnik verwendeten Dokumentenarten. Jeder
Knoten in Ebene A1 muß dieselbe Unterstruktur, repräsentiert durch die Ebenen A2 und A3, verwenden.
Jeder Knoten in Ebene A2 repräsentiert eine Dokumentenarten-Hauptklasse. Hauptklassen stellen eine Unterteilung aller
Dokumentenarten dar, die zu einem Knoten der Ebene A1 gehören. Dokumentenarten gehören zur selben Hauptklasse, wenn sie
dieselbe Art der führenden Information beinhalten.
Jeder Knoten in Ebene A3 repräsentiert eine Dokumentenarten-Unterklasse. Unterklassen stellen eine Unterteilung der in
Ebene A2 existierenden Hauptklassen dar. Dokumentenarten gehören zu derselben Unterklasse, wenn sie innerhalb der
Beschreibung der Hauptklasse eine gemeinsame Beschreibung ihres Informationsinhalts haben.

4.2.2 Aufbau des Dokumentenartenklassen-Schlüssels (DCC)


Bild 2 zeigt den Aufbau des DCC. Er besteht aus dem Vorzeichen “&” (kaufmännisches UND), gefolgt von drei Kennbuchstaben,
die in dieser Norm festgelegt sind. Die Position für jeden Kennbuchstaben ist mit A1, A2 und A3 bezeichnet. Das Vorzeichen darf
weggelassen werden, wenn dadurch keine Unklarheit verursacht wird.
ANMERKUNG: Das Vorzeichen besetzt eine zusätzliche Datenstelle, z. B. in einer Datenbank.

Bild 2: Struktur des Dokumentenartenklassen-Schlüssels

Jede Position im DCC ist wie folgt definiert:


– A1 repräsentiert Knoten in der Ebene A1 der Klassifikationsstruktur (siehe Bild 1). Sie ist für die Angabe des technischen
Bereiches vorgesehen (siehe Tabelle A.1).
ANMERKUNG: Der Begriff “technischer Bereich ” ist in einem allgemeineren Sinne zu sehen. Er umfaßt zum Beispiel
auch Managementaspekte.
– A2 repräsentiert Knoten in der Ebene A2 der Klassifikationsstruktur. Sie ist für den Kennbuchstaben der Dokumenten-
arten-Hauptklasse vorgesehen (siehe Tabelle A.2).
– A3 repräsentiert Knoten in der Ebene A3 der Klassifikationsstruktur. Sie ist für den Kennbuchstaben der Dokumenten-
arten-Unterklasse vorgesehen, welche individuell für jede Hauptklasse festgelegt ist. A3 darf nur in Verbindung mit A2 ange-
wendet werden (siehe Tabelle A.2).
Für A1, A2 und A3 sind alle Buchstaben von A bis Z, außer I und O, zugelassen.
Tabelle A.1 zeigt diejenigen Kennbuchstaben, die angewendet werden müssen, wenn Dokumente aus verschiedenen technischen
Bereichen in einem Projekt zusammenkommen und Verwechslungsgefahr besteht. Der technische Bereich, dem ein Dokument
zugeordnet werden soll, sollte vereinbart werden. Andere Kennbuchstaben als die in Tabelle A.1 gezeigten dürfen für bestimmte
Zwecke ebenfalls verwendet werden, falls dies vereinbart wurde.
BEISPIELE:
– Eine Bauzeichnung, erstellt von einem Architekten, wird als “Bauwesen” gekennzeichnet.
– Eine Bauzeichnung, erstellt in einer Elektroengineeringabteilung, wird als “Bauwesen” gekennzeichnet.
– Für eine Bauzeichnung, erstellt von einem Architekten und von einem Elektroingenieur ergänzt, so daß daraus eine Elek-
troinstallationszeichnung wird, wird die Kennzeichnung von “Bauwesen ” nach “Elektrotechnik” geändert. (Sie wird tatsächlich
eine neue Dokumentenart.)
Die Kennbuchstaben A und B dürfen für Dokumente angewendet werden, die mehr als einem spezifischen technischen Bereich
zuzuordnen sind.
Die Tabelle A.2 zeigt Kennbuchstaben für Haupt- und Unterklassen von Dokumentenarten. Wird ein DCC angewendet, so ist die
Anwendung von A2 und A3 verpflichtend. Die Darstellung von A2 und A3 darf nicht aufgeteilt sein.
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EN 61355 : 1997

4.3 Zuordnung von Dokumentenarten zu Klassen


4.3.1 Klassifikationsmethode
Wie in 4.2.1 herausgestellt, beruht die Klassifikation von Dokumentenarten auf deren Informationsinhalt.
Die Hauptklassen sind in dieser Norm durch eine Beschreibung ihres Informationsinhaltes definiert (siehe Tabelle A.2). Alle Doku-
mente, auf die diese Beschreibung zutrifft, gehören zu dieser Hauptklasse.
Eine detailliertere Spezifikation des Informationsinhalts ist in einer Kurzbeschreibung für jede Unterklasse gegeben (siehe
Tabelle A.2). Diese Beschreibung, zusammen mit der Beschreibung der Hauptklasse, gilt für alle Dokumentenarten, die dieser
Unterklasse zugeordnet sind.
Die Methode, wie Dokumentenarten den Klassen zugeordnet werden, muß dem Ansatz “von oben nach unten (top-down)” folgen.
Zuerst muß der führende Aspekt für den Informationsinhalt mit der Beschreibung der Hauptklasse übereinstimmen, im zweiten
Schritt muß er zur Beschreibung der Unterklasse passen.
Stimmt die Beschreibung des führenden Aspekts für eine betrachtete Dokumentenart mit der Beschreibung für eine Hauptklasse
und Unterklasse aus dieser internationalen Norm überein, muß die Dokumentenart genau dieser Hauptklasse und Unterklasse
zugeordnet werden.
Es kann vorkommen, daß der Informationsinhalt nur zur Hauptklasse paßt, eine geeignete Unterklassenbeschreibung jedoch nicht
verfügbar ist. In diesem Fall muß der Buchstabe Z verwendet werden. Falls dieser Kennbuchstabe zum Zwecke der Vereinbarung
über zu erstellende und zu liefernde Dokumente angewendet wird, ist dringend zu empfehlen, hierfür auch eine Kurzbeschreibung
zu geben.
Ist keine geeignete Beschreibung für die Hauptklasse verfügbar, muß der Buchstabe Z auch für die Hauptklasse verwendet
werden.
4.3.2 Klassifikation etablierter Dokumentenarten
Dokumente werden im Rahmen dieser Norm als “etabliert” bezeichnet, wenn sie:
– in einer internationalen Norm definiert sind, oder
– allgemein bekannt sind, zum Beispiel durch Tradition.
Beispiele für etablierte Dokumentenarten wurden klassifiziert und in der entsprechenden Unterklasse in Tabelle A.2 aufgelistet.
Der Grad der Normung dieser Dokumentenarten ist sehr unterschiedlich. Des weiteren sind die Benennungen für die Dokumen-
tenarten in vielen Fällen nicht eindeutig. Eine große Anzahl von Synonymen ist in Gebrauch, sehr oft zugeordnet zu dem Objekt
oder Zweck des betrachteten Dokuments.
Um unabhängiger von den Benennungen der Dokumentenarten zu sein, ist eine Kurzbeschreibung der Informationsinhalte gege-
ben (siehe Tabelle B.1). Diese Kurzbeschreibungen wurden nach folgenden Regeln erstellt:
– Die Kurzbeschreibung muß eine kurze Zusammenstellung derjenigen Hauptinformationsarten bereitstellen, von denen er-
wartet wird, daß das betrachtete Dokument sie enthält. Wo immer möglich, sollte der Informationsinhalt in zwei Teile aufgeteilt
sein:
– eine Auflistung der Mindestinformationsinhalte (MI) und
– Beispiele von Informationselementen, die hinzugefügt werden dürfen (Zusatzinformationen ZI).
– Im Falle von Dokumentenarten, die durch eine internationale Norm eingeführt sind, wurden einige Sätze daraus zitiert. Es
ist nicht beabsichtigt, das Quelldokument zu interpretieren, sondern vielmehr dem informierten Leser einen Überblick über das
Wesentliche zu geben.
ANMERKUNG: Die Kurzbeschreibung für genormte Dokumentenarten ist nicht normativ. Anwender sind aufgefordert,
bezüglich Detailinformationen in den Quelldokumenten nachzulesen.
4.3.3 Klassifikation nicht etablierter Dokumentenarten
Nicht etablierte Dokumentenarten müssen, wie oben dargestellt, klassifiziert werden, indem analysiert wird, welches der führende
Aspekt im Informationsinhalt ist, und man sie dann einer der beschriebenen Haupt- oder Unterklassen zuordnet. Zum Zweck der
Kommunikation kann es hilfreich sein, eine Kurzbeschreibung zu erstellen, wobei derselben Beschreibungsmethode gefolgt wird,
die für die etablierten Dokumentenarten angewendet wurde.
4.3.4 Klassifikation zusammengesetzter Dokumentenarten
Zusammengesetzte Dokumentenarten sind zu verstehen als eine Kombination unterschiedlicher ursprünglicher Dokumenten-
arten, wobei jeder Teil normalerweise zu einer unterschiedlichen Klasse nach Tabelle A.2 zuzuordnen ist.
Entsprechend der Philosophie der Klassifikation für alle Dokumentenarten müssen zusammengesetzte Dokumentenarten nach
dem führenden Aspekt für den Informationsinhalt klassifiziert werden, in diesem Falle nach dem Hauptbestandteil der Kombina-
tion. Zum Beispiel muß ein Stromlaufplan, der eine Teileliste beinhaltet, als Stromlaufplan gekennzeichnet sein, falls dies der
führende Teil ist.
Ist kein führender Bestandteil erkennbar, darf irgendeine Dokumentenartklasse der Bestandteile gewählt werden.
ANMERKUNG: Jedem individuellen Bestandteil zusammengesetzter Dokumente darf ein eigener DCC als Informations-
element zugeordnet sein. Dies könnte für die Anwendung rechnerunterstützter Dokumentationssysteme von Vorteil sein.

5 Kennzeichnung von Dokumenten


Dokumente sind immer für bestimmte Objekte erstellt. Es ist wichtig, aufzuzeigen, welchem Objekt ein Dokument zugeordnet ist.
Aus diesem Grund sollte jedes Dokument mit einer Kombination aus dem Objektkennzeichen für das Objekt, dem das Dokument
zugeordnet ist (zum Beispiel eine Funktion, ein Ort oder ein Produkt), und dem DCC gekennzeichnet sein, wie in Bild 3 dargestellt.
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ANMERKUNG: Das Objektkennzeichen, das für die Dokumentenkennzeichnung gewählt wurde, kann unterschiedlich
sein zum Referenzkennzeichen des Objekts, welches im Dokument selbst dargestellt ist.

Bild 3: Prinzip der Dokumentenkennzeichnung

Als Objektkennzeichen sollte ein genormter oder zumindest anerkannter Code, z. B. ein Referenzkennzeichen, wie in IEC 61346-1
beschrieben, angewendet werden. Ganz allgemein ist jedoch auch jede andere Objektkennzeichnung möglich, z. B. ein Typkenn-
zeichen oder sogar beschreibender Text.
ANMERKUNG: Die Beispiele in dieser Norm zeigen hauptsächlich die Anwendung eines Referenzkennzeichnungs-
systems nach IEC 61346-1 zur Kennzeichnung von Objekten.
Unterschiedliche Dokumentenarten, die demselben Objekt zugeordnet sind, können mit Hilfe des DCC voneinander unter-
schieden werden. Der DCC darf um eine numerische Zählnummer ergänzt sein (maximal dreistellig). Die Ergänzung darf ange-
wendet sein, um zwischen zwei oder mehr Dokumenten mit demselben DCC, zugehörig zu demselben Objekt, zu unterscheiden,
zum Beispiel, wenn zwei unterschiedliche Dokumentenarten aus derselben Unterklasse für ein einzelnes Objekt angewendet
werden (Beispiel: Bedienungsanweisung und Wartungsanweisung). Ganz allgemein ist die Anwendung einer Zählnummer als
Ergänzung zum DCC freigestellt und darf auch für andere Zwecke gewählt werden.

6 Dokumentensätze
Eine vollständige Dokumentation kann viele Dokumente unterschiedlicher Art enthalten. Die Dokumentation muß strukturiert sein,
wobei verschiedene Aspekte in Betracht gezogen werden, zum Beispiel:
– flexible Anpaßbarkeit an die Informationsanforderungen in unterschiedlichen Phasen (zum Beispiel für Engineering,
Montage, Inbetriebsetzung);
– zweckmäßige Struktur, die zum Beispiel der funktionsbezogenen und/oder der ortsbezogenen Struktur der Anlage folgt;
– zentrale und/oder dezentrale Verfügbarkeit;
– Organisation der beteiligten Geschäftspartner.
Jeder der oben erwähnten Aspekte beschreibt eine Anforderung für eine logische Gruppierung der Dokumente. Der Hauptaspekt
für die Gruppierung muß zwischen den beteiligten Partnern vereinbart werden.
Eine empfohlene Methode für eine geeignete Gruppierung der Dokumente ist, die Dokumentation in Dokumentensätze aufzu-
teilen, die der Struktur des zu dokumentierenden Objekts (Anlage, System usw.) zugeordnet sind.
Die Struktur einer Anlage oder eines Systems ist normalerweise durch ein Referenzkennzeichnungssystem repräsentiert. Durch
Anwendung eines Referenzkennzeichens in Kombination mit dem DCC innerhalb des Dokumentenkennzeichens wird eine direkte
Beziehung zwischen dem Dokument und dem Objekt, zu dem es gehört, hergestellt (siehe Bild 4). Alle Dokumente, die zu dem-
selben Objekt gehören, bilden einen Dokumentensatz.
Bild 4 zeigt ein Beispiel für zwei verschiedene Strukturen eines Systems und den Zusammenhang mit der Dokumentation. Inner-
halb der Baumstrukturen sind diejenigen Knoten markiert, denen Dokumente zugeordnet sind. Entsprechend sind die Dokumente
mit dem Referenzkennzeichen des entsprechenden Knotens in Kombination mit dem DCC gekennzeichnet und, wo erforderlich,
mit einer Dokumentenartenzählnummer. Auf diese Weise werden Dokumentensätze zusammengestellt, die wie dargestellt in
Ordnern abgelegt werden können.
ANMERKUNG: Welche Dokumentenarten benötigt werden und wie sie zusammenhängen und in Ordnern abgelegt
werden, unterliegt der Vereinbarung zwischen den Vertragspartnern.
Folgende Grundlagen sollten beachtet werden:
– alle Dokumente, die zugehörig zu einem bestimmten Knoten gekennzeichnet sind, enthalten Informationen über alle
Objekte, die durch darunterliegende Knoten repräsentiert sind;
– für Objekte, die durch Knoten in unteren Ebenen repräsentiert sind, sind häufig detailliertere Informationen erforderlich, die
in getrennten Dokumenten dargestellt sind. Diese Informationen sollten dann aus den Dokumenten, die Knoten in höheren
Ebenen zugeordnet sind, ausgeschlossen sein, um Mehrfachdarstellungen zu vermeiden.
In Bild 4 ist dieses Prinzip durch gestrichelte Dreiecke verdeutlicht. Die Spitze des Dreiecks enthält denjenigen Knoten in der
Struktur, dem Dokumentenarten zugeordnet sind.
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Bild 4: Beispiele für Strukturen eines Systems und für die systembezogene Struktur der Dokumentation

7 Anwendungsrichtlinien
7.1 Hilfsmittel zur Kommunikation über Dokumentenaustausch
Der Hauptgegenstand dieser Norm ist, Mittel zur besseren Kommunikation über Dokumente und die Dokumentation, die innerhalb
eines Projekts zu erstellen oder zu liefern sind, zur Verfügung zu stellen. Das Dokumentenkennzeichen sollte zu diesem Zweck
angewendet werden.
Welche Dokumentenarten benötigt werden, ist abhängig vom Objekt und dem Zweck, wofür Informationen bereitgestellt werden
müssen. Es wird dringend empfohlen, zuerst die Struktur und Referenzkennzeichnung der Anlage zu vereinbaren, und danach die
erforderlichen Dokumentenarten dieser Struktur zuzuordnen (siehe Abschnitt 6 und Bild 4). Das Referenzkennzeichen wird später
ein fester Bestandteil des Dokumentenkennzeichens (siehe Abschnitte 5 und 7.2).
Verschiedene Phasen in einem Projekt oder im Lebenszyklus eines Produkts, wie Engineering, Fertigung, Montage, Inbetrieb-
nahme, Betrieb und Wartung, erfordern unterschiedliche Informationen und möglicherweise unterschiedliche Dokumentenarten.
Sehr oft werden nur Untermengen der Informationen aus bestimmten Dokumentenarten für bestimmte Zwecke benötigt. Daher ist
es von Bedeutung, zu wissen:
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– welche Phasen zu berücksichtigen sind;


– welche Dokumentenarten für einen bestimmten Zweck benötigt werden;
– und möglicherweise: welche Untermenge an Informationen mindestens für diesen Zweck erforderlich ist.
Welche Dokumentenarten erforderlich sind, sollte mittels des DCC festgelegt werden, wobei klar nach in Frage kommenden Ob-
jekten und nach Phasen (Zwecke) im Projekt zu unterscheiden ist. Durch Anwendung des DCC wird der Leser zur Beschreibung
der Hauptklassen und Unterklassen der Dokumentenarten geführt (siehe Tabelle A.2). Dies vermittelt eine erste Vorstellung über
die Art der benötigten Informationen.
Eine weitere Spezifikation sollte durch die Anwendung von Benennungen für etablierte Dokumentenarten erfolgen. Deren Kurzbe-
schreibung (siehe Tabelle B.1) gibt detailliertere Informationen über die Inhalte und auch über internationale Normen, in denen die
betrachteten Dokumentenarten definiert sind.
Andere organisatorische Informationen sollten ebenso bereitgestellt werden, zum Beispiel:
– wer ist für die Erstellung der Dokumente verantwortlich;
– wer muß die Dokumente erhalten;
– Spezifikation des Speichermediums;
– Anzahl von zu liefernden Kopien.
Die Bilder D.1, D.2 und D.3 zeigen Beispiele für Dokumentenaustauschlisten. Es wird empfohlen, diese als Basis für die Kommu-
nikation anzuwenden. Die Vorlagen sollten gemäß den entsprechenden Bedürfnissen in einem Projekt angepaßt werden.
Bild D.1 zeigt ein Beispiel für einen Vordruck für allgemeine Informationen, die gemeinsam für alle zu liefernden Dokumente gelten.
Bild D.2 zeigt ein Beispiel für einen Vordruck einer objektbezogenen Dokumentenaustauschliste. Diese könnte getrennt für jedes
festgelegte Objekt (Schrank, funktionale Einheit, Software usw.) angewendet werden. Hierin wird, soweit existent und bekannt,
auch das Referenzkennzeichen für das Objekt angegeben.
Bild D.3 zeigt ein ausgefülltes Beispiel der Dokumentenaustauschliste aus Bild D.2.

7.2 Anwendung der Dokumentenkennzeichnung zum Zwecke der Identifikation


Zum Zweck der Identifikation von Dokumenten werden normalerweise ein Zeichnungsnummernsystem oder andere Nummern-
systeme angewendet. In den meisten Fällen erfüllen diese sowohl Identifizierungszwecke als auch firmeninterne Belange. Daher
können derartige Nummernsysteme nicht Gegenstand einer Normung sein.
Im folgenden bedeutet Identifikation eine eindeutige Kennzeichnung von Dokumenten im Hinblick auf das Objekt, dem sie zuge-
ordnet sind.
ANMERKUNG 1: Es ist nicht Gegenstand dieser Norm, bestehende Benummerungssysteme zu beseitigen oder zu
ersetzen. Es wird lediglich eine zusätzliche Möglichkeit einer allgemein anwendbaren Identifikation gegeben.
ANMERKUNG 2: Die Dokumentenkennzeichnung entsprechend der beschriebenen Methode hängt von der Objektkenn-
zeichnung ab. Daher ändert sich die Dokumentenkennzeichnung, wenn die Objektkennzeichnung sich ändert. Diese Kenn-
zeichnung ist genau genommen nicht identifizierend. Dies kann nur durch einen Identifikator erreicht werden, der über die
gesamte Lebenszeit eines Dokuments hinweg unverändert bleibt.
In der Zukunft dürfte ein gemeinsam angewendetes und genormtes Identifizierungssystem erforderlich werden, zum Beispiel für
rechnerunterstützte Dokumentenverwaltungssysteme. Die unten angeführten Regeln und Empfehlungen können auch als Grund-
lage für diesen Zweck dienen. Die Grenzen für eine identifizierende Dokumentenkennzeichnung können von “Dokumente für eine
Einzelanlage oder für ein System” bis zu “Dokumente weltweit” reichen.
Für eine identifizierende Dokumentenkennzeichnung innerhalb der Grenzen einer Anlage oder eines Systems sollte die Kombina-
tion der Objektkennzeichnung mit dem DCC, wie in Abschnitt 5 beschrieben, angewendet werden.
Häufig besteht die Notwendigkeit, jede einzelne Seite eines Dokuments zu identifizieren, besonders für die Bildung von gegen-
seitigen Hinweisen. Zu diesem Zweck sollte die Seitenzählnummer angewendet werden. Die Seitenzählnummer muß vom Doku-
mentenkennzeichnungsteil durch das Zeichen “ / ” (Schrägstrich) getrennt sein, wenn beide in einer Zeile dargestellt sind (siehe
Bild 5). Das Trennzeichen darf weggelassen werden, wenn dadurch keine Unklarheit verursacht wird, zum Beispiel, wenn die
Seitenzählnummer in einem eigenen Feld des Schriftfelds oder in einer eigenen Spalte in einer Tabelle steht.

Bild 5: Kennzeichnung von Dokumentenseiten


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Die Seitenzählnummer darf alphabetische Zeichen (Buchstaben A ... Z, außer I und O) und/oder numerische Zeichen (Zahlen 0,
1 ... 9) enthalten. Zur besseren Lesbarkeit sollte sie auf maximal sechs Datenstellen begrenzt sein.
Die Seitenzählnummer darf auch Merkmale für die Sortierung und Gruppierung enthalten. Diese sind frei für weitere anwendungs-
bezogene Festlegungen.
ANMERKUNG 1: Die Seitenzählnummer ist normalerweise nicht identisch mit der zur Zeichnungsnummer gehörenden
Blattnummer.
ANMERKUNG 2: Die Reihenfolge der Kennzeichen nach Bild 5 stellt keine Regel dar, wie die unterschiedlichen Informa-
tionsteile in einem Schriftfeld darzustellen sind.
Normalerweise ist es erforderlich, die oben beschriebenen Kennzeichen um einen Änderungsstand (zum Beispiel: 2. Änderung,
Revidiert nach Werksprüfung, wie ausgeführt) und/oder eine Statuskennzeichnung (siehe Anhang C) zu ergänzen, um sie inner-
halb des Lebenszyklus eindeutig zu machen. Änderungsindex und Statuskennzeichen müssen, unabhängig vom Dokumenten-
kennzeichen, als eigenständige Informationselemente behandelt werden.
In Ergänzung zu den oben beschriebenen Prinzipien sind zusätzliche Informationen erforderlich, um ein Dokumentenkennzeichen
im allgemeinen Sinne eindeutig zu machen. Aus diesem Grunde könnte erwogen werden, folgende Informationen einzubeziehen:
– internationaler Länderschlüssel (Zwei-Buchstaben-Code) nach ISO 3166, um aufzuzeigen, in welchem Land das
betroffene Dokument erstellt wurde;
– Firma, die für die Erstellung des Dokuments verantwortlich war. Ein Firmenschlüssel nach nationalen Normen darf ange-
wendet werden, falls dieser zusammen mit dem internationalen Länderschlüssel verwendet wird;
– Projektkennzeichen, welches in Form von firmeninternen Codes oder ähnlichem eingeführt werden darf;
– Sprachenschlüssel nach ISO 639.
Die Anforderungen an die Dokumentenkennung sind Gegenstand einer Vereinbarung zwischen Lieferant und Empfänger von
Dokumenten.
Bild 6 zeigt ein Beispiel, wie diese Informationen im Schriftfeld eines Dokuments dargestellt werden könnte. Auf die Doku-
mentenseite, die dieses Schriftfeld repräsentiert, darf zum Beispiel von anderen Dokumenten verwiesen werden als:
=S1=P2&EFS/MA1.
ANMERKUNG: Das Beispiel ist dazu gedacht, aufzuzeigen, wie Informationen entsprechend dieser Norm in das Schrift-
feld eines technischen Dokuments, zusammen mit anderen relevanten Informationen (wie Dokumentennummer, Titel,
Änderungsstand, Sprachenschlüssel), eingebracht werden können. Es zeigt weder alle Informationen, die für ein
Dokumentenmanagement erforderlich sind, noch ist damit beabsichtigt, das graphische Layout von Schriftfeldern zu
regeln. Die internationale Norm für Schriftfelder ist ISO 7200, welche gegenwärtig überarbeitet wird.

Bild 6: Beispiel für die Darstellung von dokumentenbezogenen Informationen in einem Schriftfeld
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Anhang A (normativ)
Tabellen für Kennbuchstaben

Tabelle A.1: Kennbuchstaben für technische Bereiche

DCC Technischer Bereich

& A1 A2 A3

A Übergeordnetes Management

B Übergeordnete Technologie

C Bauwesen
(Hoch- und Tiefbauwesen)

E Elektrotechnik (einschließlich Steuerungs-, Informations- und Kommuni-


kationstechnik)

M Maschinenbau
(im Regelfall einschließlich Prozeßtechnik)

P Prozeßtechnik
(nur falls Trennung von M erforderlich)

ANMERKUNG: Die Kennbuchstaben in Tabelle 1 sind nur zum Zwecke der Klassifikation
und Kennzeichnung von Dokumenten eingeführt. Sie sind nicht dazu gedacht, technische
Bereiche allgemeingültig zu normen.
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Tabelle A.2: DCC und Beschreibung der Dokumentenartklassen

ANMERKUNG: Die Buchstaben in der DCC-Spalte entsprechen den Datenstellen A2 und A3 im DCC.

Übersicht über Hauptklassen (Datenstelle A2):

A Dokumentationsbeschreibende Dokumente
B Management Dokumente
C Vertragliche und nicht-technische Dokumente
D Dokumente mit allgemeiner technischer Information
E Dokumente für technische Anforderungen und Auslegung
F Funktionsbeschreibende Dokumente
L Ortsbezogene Dokumente
M Verbindungsbeschreibende Dokumente
P Produktlisten
Q Qualitätsmanagementdokumente; sicherheitsbeschreibende Dokumente
T Dokumente zur Beschreibung geometrischer Formen
W Betriebliche Protokolle und Aufzeichnungen

DCC Dokumentenartklassen Informationsinhalt Beispiele für


(Hauptklasse / Unterklasse) Dokumentenarten
& A1 A2 A3
*) Kurzbeschreibung verfügbar
↑ ↑
(siehe Tabelle B.1)

Dokumentations- Dokumente, die Informationen über die


beschreibende Dokumente Dokumentation selbst bereitstellen
Informationselemente sind z. B.:
• Zeichnungs-/Dokumentennummer
• Dokumentenartklassen-Schlüssel
• Anzahl der Blätter
• Titel des Dokuments (des Sets)
• Struktur der Dokumentation

A A Verwaltungstechnische Dokumente, die einem Dokumentensatz Deckblatt *)


Dokumente voranstehen und die allgemeine Informa- Titelblatt
tionen über seinen Inhalt und über Zusam- Dokumentenbeschreibung
menhänge geben Dokumentationsstrukturplan

A B Listen (Dokumente Dokumente mit Informationen über die Dokumentenverzeichnis *)


betreffend) Bestandteile eines Dokuments, Doku- Inhaltsverzeichnis *)
mentensatzes oder einer Dokumentation Stichwortverzeichnis

A C ... A Y Reserviert für zukünftige


Normung durch IEC

A Z Frei für Anwender


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Tabelle A.2 (fortgesetzt)

DCC Dokumentenartklassen Informationsinhalt Beispiele für


(Hauptklasse / Unterklasse) Dokumentenarten
& A1 A2 A3
*) Kurzbeschreibung verfügbar
↑ ↑
(siehe Tabelle B.1)

Managementdokumente Dokumente, die hauptsächlich Informa-


tionen über Ressourcen, wie Personal,
Kosten, Material, Zeit usw., bereitstel-
len, die erforderlich sind für die ver-
schiedenen Tätigkeiten, wie Planung,
Fertigung, Versand, Errichtung, Inbe-
triebnahme, Betrieb usw., und/oder
Dokumente, die hauptsächlich Informa-
tionen über Abläufe und Regeln für die
verschiedenen Tätigkeiten beinhalten

B A Register Dokumente mit Informationen über Händlerliste


Geschäftspartner, wie Lieferanten, Lieferantenliste
Kunden, Berater usw. Verteilerliste

B B Berichte Dokumente mit Informationen über Besprechungsbericht


Beobachtungen, Managementaspekte Statusbericht
betreffend Technischer Bericht
ANMERKUNG: Berichte können auch der Schadensmeldung
Klasse QA zugeordnet sein, falls ihr Übergabeprotokoll
Hauptgegenstand sich auf Qualitätsmana-
gementaspekte bezieht, oder der Klasse
QB, falls er mehr sicherheitsbezogen ist.

B C Schriftwechsel Dokumente, wie zum Beispiel Briefe, Brief


die nicht anderweitig klassifiziert werden Notiz
können

B D Projektleitungsdokumente Dokumente mit Informationen über Tätig- Dokumentenaustauschliste *)


keiten der Projektleitung und Projektüber- Stundenzettel
wachung

B E Ressourcen- Dokumente mit Informationen über die Terminplan


planungsdokumente Planung von Zeit, Personal und Material Netzplan
Kapazitätsplan

B F Versand-, Lager- und Dokumente mit Informationen, die für den Versandspezifikation
Transportdokumente Versand von Gütern erforderlich sind Versandliste
Verpackungsliste
Luftfrachtbrief
Konnossement
Ursprungszeugnis
Lagerungsspezifikation *)
Transportspezifikation *)

B G Baustellenplanungs- und Dokumente mit Informationen, die für Baustellenspezifikationen für


Baustellenorganisations- Personal, Tätigkeiten und Einrichtungen Personal
dokumente auf der Baustelle erforderlich sind

B H Dokumente zum Änderungs- Dokumente mit Informationen über das Änderungsmitteilung


wesen Auftreten von Änderungen Änderungsanforderung
Die Änderungen können sich auf Abläufe
oder Anweisungen für verschiedene
Tätigkeiten beziehen oder auf die
notwendige Behebung von Fehlern oder
Abweichungen.

B J ... B R Reserviert für zukünftige


Normung durch IEC
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EN 61355 : 1997

Tabelle A.2 (fortgesetzt)

DCC Dokumentenartklassen Informationsinhalt Beispiele für


(Hauptklasse / Unterklasse) Dokumentenarten
& A1 A2 A3
*) Kurzbeschreibung verfügbar
↑ ↑
(siehe Tabelle B.1)

B S Objektschutzdokumente Dokumente mit Informationen über die Fluchtwegeplan


Objektsicherheit (Personal und Güter, ein- Notfallanweisung
schließlich Dokumente und Daten) in be- Brandschutzplan
zug auf die Verhinderung von Gefahr und Lärmschutzplan
Beschädigung, verursacht durch externe
Einflüsse

B T Schulungsdokumente Dokumente mit Informationen zur Schulungsbeschreibung *)


Schulung, wie
• Schulungsgegenstand
• Zeit und Dauer der Schulung
• Schulungsort
• Anzahl der Teilnehmer
• Qualifikation der Teilnehmer

B U ... B Y Reserviert für zukünftige


Normung durch IEC

B Z Frei für Anwender

Vertragliche und nicht- Dokumente, die hauptsächlich Infor-


technische Dokumente mationen über vertragliche (technische
und kaufmännische) und nicht-
technische Aspekte von Anlagen,
Systemen oder Ausrüstungen beinhalten

C A Anfrage-, Kalkulations- und Dokumente mit Informationen über vom Anfrage


Angebotsdokumente Kunden benötigte Ausrüstungen und/oder Kalkulationsblatt
Dienstleistungen, die zur Kalkulation von (kaufmännisch)
Teilen, Material, Kosten und Zeitaufwand Angebot
notwendig sind Kaufabsichtserklärung
Dokumente mit Informationen über die Akzept
Kalkulation von Kosten entsprechend der
spezifizierten und vorzusehenden Waren
und/oder Dienstleistungen
Dokumente mit Informationen über Preise,
Zeitplanung und vom Lieferer angebotene
Teile, Material und Dienstleistungen

C B Genehmigungsdokumente Dokumente mit Informationen über Genehmigungsantrag


Genehmigungen, die, basierend auf recht- Genehmigung
lichen oder anderen Anforderungen, von Lizenz
Behörden oder autorisierten Personen
erteilt werden

C C Vertragliche Dokumente Dokumente, die Bestandteil eines Ver- Vertrag


trages sind oder diesen begleiten, oder Abnahmeprotokoll
Dokumente mit formellen Informationen Lieferbedingungen
über vertragliche Ereignisse

C D Bestell- und Lieferdokumente Dokumente mit Informationen über Bestellung, Auftrag


bestellte Waren und Dienstleistungen Lieferschein

C E Rechnungsdokumente Dokumente mit Informationen über Rechnung


gelieferte Waren und Dienstleistungen,
Preise und Zahlungsbedingungen

C F Versicherungsdokumente Dokumente mit Informationen über Versicherungspolice


Versicherungsangelegenheiten Schadensmeldung
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Tabelle A.2 (fortgesetzt)

DCC Dokumentenartklassen Informationsinhalt Beispiele für


(Hauptklasse / Unterklasse) Dokumentenarten
& A1 A2 A3
*) Kurzbeschreibung verfügbar
↑ ↑
(siehe Tabelle B.1)

C G Gewährleistungsdokumente Dokumente mit Informationen zu Gewähr- Garantieurkunde


leistungsangelegenheiten

C H Gutachten Dokumente mit Informationen über Gutachten


Expertenmeinungen oder -wissen

C J ... C Y Reserviert für zukünftige


Normung durch IEC

C Z Frei für Anwender

Dokumente mit allgemeiner Dokumente, die hauptsächlich


technischer Information Informationen über allgemeine tech-
nische Aspekte einer Anlage, eines
Systems oder einer Ausrüstung bereit-
stellen und die nicht durch eine der an-
deren, weitergehend spezifizierten, Do-
kumentenartklassen abgedeckt sind

D A Datenblätter Dokumente mit Informationen über tech- Datenblatt


nische Daten und Eigenschaften von Maßbild *)
Material, Produkten oder Systemen, die
für eine ordnungsgemäße Anwendung
notwendig sind, wie zum Beispiel:
• Versorgungsspannung
• Leistungsverbrauch
• Thermische Grenzwerte
• Dichte
• Einsatzbereiche
• Gewicht
• Eigenschaften
• Maße
• Informationen zur Befestigung

D B Erläuternde Dokumente Dokumente mit allgemeinen Informatio- Systembeschreibung


nen zur Erleichterung des technischen Beschreibung der
Verständnisses eines Systems und/oder Anlagenstruktur
des Lesens und Verstehens anderer Beschreibung des Kenn-
Dokumente zeichnungssystems
Beschreibung der
Dokumentationsstruktur

D C Anleitungen und Handbücher Dokumente mit allgemeinen Infor- Herstellanleitung


mationen zur Handhabung von Produkten, Montageanleitung
Einheiten, Systemen, Anlagen oder Bedienungsanleitung *)
Einrichtungen, zum Beispiel: Prüfanweisung
• Auspacken Wartungsanleitung *)
Bedienungshandbuch
• Zusammenbau
• Montage
• Inbetriebsetzung
• Betrieb
• Verhinderung von Schäden
• Verhalten im Fehlerfall
• Wartung
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Tabelle A.2 (fortgesetzt)

DCC Dokumentenartklassen Informationsinhalt Beispiele für


(Hauptklasse / Unterklasse) Dokumentenarten
& A1 A2 A3
*) Kurzbeschreibung verfügbar
↑ ↑
(siehe Tabelle B.1)

D D Technische Berichte Dokumente mit allgemeinen Informatio- Technischer Bericht


nen über Ergebnisse von Beobachtungen, F&E Bericht
Überprüfungen, Inspektionen, Erfahrun-
gen usw., welche technische Aspekte
betreffen

D E Kataloge, Dokumente mit Informationen über ein Katalog


Werbeschriften Produktspektrum und Dienstleistungen, Produktprospekt
die von einem Lieferanten angeboten
werden

D F Technische Veröffentlichungen Dokumente mit Informationen über tech- Technischer Fachaufsatz


nische oder wissenschaftliche Themen in
Form von Veröffentlichungen

D G ... D Y Reserviert für zukünftige


Normung durch IEC

D Z Frei für Anwender

Dokumente für technische Dokumente, die hauptsächlich


Anforderungen Informationen über allgemeine tech-
und Auslegung nische Aspekte für eine Anlage, ein
System oder für Ausrüstungen oder
über zugehörige Tätigkeiten im
Lebenszyklus bereitstellen

E A Dokumente über gesetzliche Dokumente mit Informationen über Bauauflagen


Anforderungen technische Restriktionen oder Genehmi- Betriebsauflagen
gungen, die durch Behörden gegeben Umweltauflagen
werden

E B Normen und Richtlinien International und national anerkannte IEC-Norm


Regeln, die durch Normungsorganisa- ISO-Norm
tionen veröffentlicht wurden
und
Regeln zu einem bestimmten Zweck,
welche internationale oder nationale
Normen ergänzen oder die Richtlinien
geben, wenn keine Norm verfügbar ist
Die Regeln können zum Beispiel durch
Kunden, Lieferer oder anerkannte
Interessengemeinschaften aufgestellt
sein.
ANMERKUNG: In den meisten Fällen ist
ein Verzeichnis der zu beachtenden
Normen und Richtlinien ausreichend.
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Tabelle A.2 (fortgesetzt)

DCC Dokumentenartklassen Informationsinhalt Beispiele für


(Hauptklasse / Unterklasse) Dokumentenarten
& A1 A2 A3
*) Kurzbeschreibung verfügbar
↑ ↑
(siehe Tabelle B.1)

E C Technische Spezifikations- / Dokumente mit Informationen, die für die Anforderungsspezifikation


Anforderungsdokumente Planung und Lieferung von geeigneten (Lastenheft) *)
Ausrüstungen, von Systemen, Anlagen Technische Spezifikation
und Tätigkeiten, welche die Anforderun- (Pflichtenheft)
gen des Bestellers erfüllen, erforderlich Verbraucherliste
sind Komponentenliste/
Solche Informationen können sein: Geräteliste der Leittechnik
• Betriebsbedingungen Meßstellen- und Kriterienliste
Motoren- und
• Mengen
Verbraucherliste
• Funktionale Anforderungen Prüfspezifikation *)
• Grenzwerte Materialspezifikation
• Umweltbedingungen
• Dimensionierungsdaten, Planungskri-
terien
• Schnittstellen
• Anforderungen an Energieversorgung
und Hilfseinrichtungen
• Zukünftige Erweiterungen

E D Dimensionierungs- Dokumente mit Informationen über Daten Berechnungsblatt


dokumente und Basisbedingungen sowie über (technisch) *)
getroffene Annahmen, die für die Auswahl
geeigneter Systemlösungen, Teile oder
Materialien angewendet wurden, als auch
über die Weise, wie diese Daten ver-
arbeitet und ausgewertet wurden

E E ... E Y Reserviert für zukünftige


Normung durch IEC

E Z Frei für Anwender

Funktionsbeschreibende Dokumente, die hauptsächlich


Dokumente Funktion, Aufgabe oder Verhalten ei-
nes Objekts graphisch oder verbal
beschreiben
Informationselemente umfassen:
• Funktionsbeschreibende Symbole
• Verbindungen zwischen Symbolen
• Abhängigkeiten
• Befehle, Aktionen
• Zeitabhängigkeiten

F A Funktionsübersichts- Dokumente, die eine Übersicht über das Übersichtsschaltplan *)


dokumente funktionale Verhalten oder die Netzwerkkarte *)
Struktur eines Systems, überwiegend in Blockschaltplan *)
graphischer Form, geben

F B Fließschemata Dokumente mit Informationen über Tech- Grundfließschema *)


nologie und Betriebsabläufe einer Anlage Verfahrensfließschema *)
oder eines Systems und über den Rohrleitungs- und
Materialfluß zwischen Maschinen, Instrumentenfließschema *)
Apparaten, Geräten und Ausrüstungen in Betriebsstofffließschema *)
der Anlage oder im System
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Tabelle A.2 (fortgesetzt)

DCC Dokumentenartklassen Informationsinhalt Beispiele für


(Hauptklasse / Unterklasse) Dokumentenarten
& A1 A2 A3
*) Kurzbeschreibung verfügbar
↑ ↑
(siehe Tabelle B.1)

F C Dokumente der Dokumente mit Informationen über Bildschirmlayout


MMS-Gestaltung das Layout und über Eigenschaften von
(MMS = Mensch-Maschine- MMS-Einrichtungen
Schnittstelle)

F D Reserviert für zukünftige


Normung durch IEC

F E Funktionsbeschreibungen Dokumente mit Informationen über das Funktionsbeschreibung *)


funktionale Verhalten eines Systems, Teil-
systems, einer Einrichtung, Ausrüstung,
von Software usw., überwiegend in Form
verbaler Beschreibungen
Die Dokumente müssen die verschie-
denen Funktionen unter normalen
Betriebsbedingungen, die Bedingungen
selbst, Bedienelemente oder, ganz
allgemein, die Eingangs- und
Ausgangsgrößen an der Schnittstelle zum
beschriebenen Objekt erläutern. Die
Beschreibung darf durch graphische
Darstellungen ergänzt sein.

F F Funktionsschaltpläne Dokumente, die das funktionale Verhalten Funktionsschaltplan *)


aufzeigen, überwiegend unabhängig von Logik-Funktionsschaltplan *)
der Ausführung Funktionsplan *)
Ersatzschaltplan *)
(Zeit-) Ablaufplan [-tabelle] *)

F G ... F N Reserviert für zukünftige


Normung durch IEC

F P Signalbeschreibungen Dokumente mit Informationen über Signalliste *)


Signale, die als Eingang oder Ausgang
von funktionalen Einheiten definiert sind

F Q Einstellwertdokumente Dokumente mit Informationen über Einstellwertliste


einstellbare Werte und/oder eingestellte
Werte

F R Reserviert für zukünftige


Normung durch IEC

F S Schaltkreisdokumente Dokumente, die Schaltkreise von Stromlaufplan *)


Systemen, Komponenten und Geräten, Anschlußfunktionsschaltplan *)
dargestellt durch Symbole und Verbin-
dungen zwischen ihnen, aufzeigen

F T Softwarespezifische Dokumente mit softwarespezifischen Programmplan *)


Dokumente Informationen Codeliste *)
Die Informationen repräsentieren Entwurfsbeschreibung *)
entweder die Software selbst, oder sie
befassen sich mit Objekten, die nur
zusammen mit der zugehörigen Software
existieren (nur die Dokumente, die nicht
einer der anderen Klassen zuordenbar
sind).

F U ... F Y Reserviert für zukünftige


Normung durch IEC

F Z Frei für Anwender


Seite 20
EN 61355 : 1997

Tabelle A.2 (fortgesetzt)

DCC Dokumentenartklassen Informationsinhalt Beispiele für


(Hauptklasse / Unterklasse) Dokumentenarten
& A1 A2 A3
*) Kurzbeschreibung verfügbar
↑ ↑
(siehe Tabelle B.1)

Ortsbezogene Dokumente Dokumente, die hauptsächlich die


topographische oder geometrische
Lage von Objekten beschreiben
Informationselemente umfassen:
• Vereinfachte Umrisse von realen
Objekten
• Hauptabmessungen
• Symbolische Darstellung von
Objekten

L A Erschließungs- und Ver- Dokumente mit Informationen über die Geländeplan


messungsdokumente Erschließung (zum Beispiel Anbindung an
Straßen, Wasserversorgung, Energie-
versorgung) und die Vermessung von
Baustellen

L B Erdbau- und Fundamentbau- Dokumente mit Informationen über Aushubplan


dokumente Erdarbeiten und/oder Fundamentarbeiten Fundamentzeichnung
auf einer Baustelle

L C Rohbaudokumente Dokumente mit Informationen über Ort Bewehrungsplan


und Eigenschaften von Konstruktionen, Statikplan
wie Wände, Decken, Böden, Durchbrüche

L D Orte auf Baustellen beschrei- Dokumente mit Informationen über Lageplan *)


bende Dokumente die Orte von Einrichtungen auf einer Installationszeichnung
Baustelle (Baustelle) *)
Anordnungsplan
(Baustelle) *)
Installationsschaltplan
(Baustelle) *)
Kabelwegezeichnung
(Baustelle) *)
Erdungsplan [-zeichnung] *)

L E ... L G Reserviert für zukünftige


Normung durch IEC

L H Orte in Gebäuden Dokumente mit Informationen über den Gebäudezeichnung *)


beschreibende Dokumente Ort von Einrichtungen, Bauteilen und Be- Anordnungsplan
ANMERKUNG: Der Begriff triebsmitteln in oder auf einem Gebäude, (Gebäude) *)
“Gebäude ” gilt auch für Schiff, Flugzeug usw. Installationsschaltplan
Schiffe, Flugzeuge usw. (Gebäude) *)
Kabelwegezeichnung
(Gebäude) *)
Erdungszeichnung
(Gebäude)

L J ... L T Reserviert für zukünftige


Normung durch IEC

L U Orte in/auf Einrichtungen Dokumente mit Informationen über den Gruppenzeichnung *)


beschreibende Dokumente Ort kleiner Bauteile und Betriebsmittel Anordnungsplan
in/auf Einrichtungen wie Schränke, Tafeln, (Einrichtungen) *)
Gehäuse oder Flachbaugruppen

L V ... L Y Reserviert für zukünftige


Normung durch IEC

L Z Frei für Anwender


Seite 21
EN 61355 : 1997

Tabelle A.2 (fortgesetzt)

DCC Dokumentenartklassen Informationsinhalt Beispiele für


(Hauptklasse / Unterklasse) Dokumentenarten
& A1 A2 A3
*) Kurzbeschreibung verfügbar
↑ ↑
(siehe Tabelle B.1)

Verbindungsbeschreibende Dokumente, die hauptsächlich


Dokumente physikalische Verbindungen zwischen
Objekten beschreiben, mit Betonung
der Verbindungen selbst und deren Art
der Realisierung
Informationselemente umfassen:
• Anschlußkennzeichen
• Signalkennzeichen
• Kennzeichen beider Enden
• Ortskennzeichen der verbunde-
nen Objekte
• Verbindungstyp

M A Verbindungsbezogene Verbindungsbezogene Dokumente ent- Geräteverdrahtungsplan


Dokumente halten Angaben über die physikalischen [-tabelle], [-liste] *)
Verbindungen, beispielsweise zwischen Verbindungsplan [-tabelle],
Bauelementen, Geräten, Baugruppen und [-liste] *)
Anlagen Anschlußplan [-tabelle],
Verbindungsbezogene Dokumente [-liste] *)
werden für Montage, Errichtung oder
Wartung von Einrichtungen angewendet
(IEC 61082-3).

M B Verkabelungs- oder Rohr- Dokumente mit Informationen, die für das Kabelplan [-tabelle], [-liste] *)
leitungsdokumente Verlegen von Kabeln oder Rohrleitungen Kabelziehkarte *)
auf der Baustelle erforderlich sind Rohrleitungsliste

M C ... M Y Reserviert für zukünftige


Normung durch IEC

M Z Frei für Anwender

Produktlisten Dokumente, die hauptsächlich Material


und Teile auflisten, die verwendet
werden, um eine Anlage, ein System
oder Einrichtungen zu bauen
Informationselemente umfassen:
• Typ
• Technische Daten
• Identifizierungsschlüssel
• Mengen
• Hersteller
• Verweise auf Normen

P A Materiallisten Dokumente mit Informationen über Materialliste *)


Material, das für verschiedene Aktivitäten
benötigt wird, hauptsächlich für die
Montage und Inbetriebsetzung einer
Anlage
Material kann sein: Kabel, Kanäle, Bolzen,
Schrauben, Werkzeuge, Meßinstrumente
usw.

P B Teilelisten Dokumente mit Informationen über die Teileliste *)


Bestandteile des geplanten Objekts oder Ersatzteileliste *)
über Teile, die zum späteren Austausch Schilderliste *)
auf Lager gehalten werden
Seite 22
EN 61355 : 1997

Tabelle A.2 (fortgesetzt)

DCC Dokumentenartklassen Informationsinhalt Beispiele für


(Hauptklasse / Unterklasse) Dokumentenarten
& A1 A2 A3
*) Kurzbeschreibung verfügbar
↑ ↑
(siehe Tabelle B.1)

P C Stücklisten Dokumente mit Informationen über z. B. Stückliste


Teile, Material, Werkzeuge und Hilfsmittel,
die zur Fertigung benötigt werden, wobei
Mengen nicht angegeben sind

P D Produktlisten und Produkt- Dokumente mit Informationen über Produktliste


typenlisten Produkttypen für eine bestimmte Anwen- Produkttypenliste
dung, wobei Mengen und Verwendungs-
orte nicht berücksichtigt sind

P E Reserviert für zukünftige


... ... Normung durch IEC
P Y

P Z Frei für Anwender

Qualitätsmanagement- Dokumente, die hauptsächlich Infor-


dokumente und mationen bereitstellen, welche die
Sicherheitsbeschreibende Erfüllung von Qualitätsanforderungen
Dokumente und die Wirksamkeit des Qualitäts-
sicherungssystem nachweisen
und
Dokumente, die hauptsächlich Infor-
mationen über die Verhinderung von
Schäden von Personen, Umwelt und
Einrichtungen bereitstellen

Q A Qualitätsmanagement- Dokumente mit Informationen über Prüfbescheinigung *)


dokumente Qualitätsmanagementaktivitäten Materialzertifikat *)
Dies können Informationen sein über: Testbericht *)
• Einrichtung oder Weiterentwicklung Mängelbericht/
eines QM-Systems Korrekturmaßnahmen (siehe
• Auswertung qualitätsbezogener Reihe ISO 9000)
Auditbericht *)
Angelegenheiten, wie Lieferanten,
Abweichungsliste *)
Herstellungsprozesse, Einrichtun-
gen, Schulungsprogramme usw. Konformitätserklärung
• Tests über die Erfüllung von Anforde-
rungen an Produkte

Q B Sicherheitsbeschreibende Dokumente mit Informationen über die Sicherheitsstudie


Dokumente Sicherheit technischer Produkte im Risikobewertung
Hinblick auf die Verhütung von Gefahr und
Schaden von
• Leben und Gesundheit von Personal
oder Anwender
• Umwelt
• Eigenschaften und Material

Q C ... Q Y Reserviert für zukünftige


Normung durch IEC

Q Z Frei für Anwender


Seite 23
EN 61355 : 1997

Tabelle A.2 (fortgesetzt)

DCC Dokumentenartklassen Informationsinhalt Beispiele für


(Hauptklasse / Unterklasse) Dokumentenarten
& A1 A2 A3
*) Kurzbeschreibung verfügbar
↑ ↑
(siehe Tabelle B.1)

Dokumente zur Dokumente, die hauptsächlich


Beschreibung Informationen über die geometrische
geometrischer Formen Form von zu fertigenden Objekten und
über deren Zusammenhänge
bereitstellen
Informationselemente umfassen:
• Graphische Darstellung unter
Anwendung verschiedener
Ansichten und Schnitte
• Graphische Symbole für Form,
Bearbeitung, Fertigung
• Maßangaben

T A Entwurfszeichnungen Dokumente mit Informationen über Ob- Konzeptzeichnung


jekte im Planungs- oder Konzeptstadium Entwurfszeichnung

T B Konstruktionszeichnungen Dokumente mit Informationen über Maßzeichnung


Objekte im beabsichtigten fertigen Schnittstellenzeichnung
Stadium Explosionsdarstellung
3D-Zeichnung

T C Fertigungs- und Errichtungs- Dokumente mit Informationen, die beson- Fertigungszeichnung


zeichnungen ders für die Fertigung und/oder Errichtung Bohrplan
von Ausrüstungen erforderlich sind Schweißplan

T D ... T K Reserviert für zukünftige


Normung durch IEC

T L Anordnungsdokumente Dokumente mit Informationen über die Layoutzeichnung


Anordnung von Strukturteilen

T M ... T Y Reserviert für zukünftige


Normung durch IEC

T Z Frei für Anwender


Seite 24
EN 61355 : 1997

Tabelle A.2 (abgeschlossen)

DCC Dokumentenartklassen Informationsinhalt Beispiele für


(Hauptklasse / Unterklasse) Dokumentenarten
& A1 A2 A3
*) Kurzbeschreibung verfügbar
↑ ↑
(siehe Tabelle B.1)

Betriebliche Protokolle und Dokumente, die hauptsächlich Informa-


Aufzeichnungen tionen über Einstellwerte, Ereignisse
und Werte bereitstellen, die fortlaufend
oder zyklisch während der Betriebs-
phase von Anlagen oder Systemen
aufgezeichnet werden, sowie deren
Auswertungen
Informationselemente umfassen:
• Einstellwerte
• Meßwerte
• Status (Mengen, Drücke,
Temperaturen, Stände)
• Zeitzusammenhänge
• Text (Bericht)
• Auswertungen
• Alarmkriterien
• Verbrauchswerte
• Erzeugungskenngrößen

W A Einstellwertdokumente Dokumente mit Informationen über Chargenrezept


eingestellte Werte im Zusammenhang mit
dem Betrieb eines Prozesses

B ... W S Reserviert für zukünftige


Normung durch IEC

W T Logbücher Dokumente mit Informationen über regel- Bedienungsprotokoll *)


mäßige Aufzeichnungen von Ereignissen Wartungs- und
während einer bestimmten Phase oder Änderungsprotokoll *)
einer Tätigkeit Prüfprotokoll *)

U ... W Y Reserviert für zukünftige


Normung durch IEC

W Z Frei für Anwender


Seite 25
EN 61355 : 1997

Anhang B (informativ)
Etablierte Dokumentenarten mit Kurzbeschreibung
Tabelle B.1: In der Elektrotechnik angewendete Dokumentenarten
ANMERKUNG: Es sind nur diejenigen Dokumentenarten gezeigt, für die Kurzbeschreibungen verfügbar sind.

DCC Etablierte Dokumentenarten Ref. Kurzbeschreibung

& A1 A2 A3
MI: Mindest-Informationsinhalt
↑ ↑
ZI: Zusatzinformation

Dokumentationbeschreibende Doku-
mente

A A Deckblatt Informationen können umfassen:


• Benennung des Dokumentensatzes
• Referenzkennzeichen des Dokumentensatzes
• Verweise auf andere Dokumentensätze
• Gültigkeitsvermerk
• Statusinformation
• Information bezüglich Zweck

A B Dokumentenverzeichnis Formalisierte Liste der Inhalte eines Dokumentensatzes oder


einer Dokumentation
MI: • Zeichnungs-/Dokumentennummer
• Anzahl der Blätter
• Änderungsindex
• Dokumentenkennzeichen
• Benennung des Dokuments
ZI: • Datum der Erstellung/Revision
• Datenträger

Inhaltsverzeichnis Zusammenstellung der Betrachtungsgegenstände eines


Dokuments oder einer Dokumentation

Managementdokumente

B D Dokumentenaustauschliste Liste von Dokumenten, die zu erstellen, zu liefern oder auszu-


tauschen sind
MI: • Objekt
• DCC
• Dokumentenbenennung
• verantwortlicher Ersteller
• Empfänger des Dokuments
• Lieferdatum
• Anzahl von Kopien
ZI: • Datenträger
• Lieferdatum
• Sprache
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EN 61355 : 1997

Tabelle B.1 (fortgesetzt)

DCC Etablierte Dokumentenarten Ref. Kurzbeschreibung

& A1 A2 A3
MI: Mindest-Informationsinhalt
↑ ↑
ZI: Zusatzinformation

B E Terminplan Zusammenhang zwischen Tätigkeiten und Zeitabschnitten


MI: • Festgelegte Tätigkeit
• Unterteilung von Tätigkeiten in kleinere Einheiten
(z. B.: Vorstudien, Engineering, Fertigung, Test,
Versand, Errichtung, Inbetriebnahme)
• Anfangs- und Endedatum für jede Tätigkeit
ZI: • Abhängigkeit zwischen Tätigkeiten
• Kritische Pfade
• Mögliche Pufferzeiten
• Haltepunkte / Feststellungspunkte

Netzplan Verbindungen und Abhängigkeiten zwischen Tätigkeiten


MI: • Festgelegte Tätigkeiten
• Abhängigkeiten zwischen Tätigkeiten
ZI: • Verantwortlichkeiten für Tätigkeiten
• Kritische Pfade
• Anfangs- und Endedatum

Kapazitätsplan Ressourcenauslastung, bezogen auf die Zeitachse


MI: • Benennung der Ressource
• Ressource, zugeordnet zur Zeit
• Ressourcenauslastung, zugeordnet zur Zeit
ZI: • Tätigkeiten, zugeordnet zu Ressourcen

B F Lagerungsspezifikation Informationen, die für den Kunden erforderlich sind, um


angemessene Lagereinrichtungen auf der Baustelle (oder an
anderem Ort) einzurichten, wie:
• Erforderliche Lagerfläche
• Art der Lagerung (überdacht, in Freiluft, klimatisiert)
• Erforderliche Hebehöhe/-kapazität
• Sicherheit und Diebstahlschutz
• Transportanforderungen (Gleise, Straßen, Kräne
usw.)
• Benötigte Dauer

Transportspezifikation Informationen, die zur Vorbereitung des Transports von


Gütern auf der Baustelle erforderlich sind, wie:
• Transportgewicht
• Anzahl und Art der Transporteinheiten
• Maße
• Hebehöhen
• Hebestellen und Transportösen
• Lastschwerpunkt
• Besondere Schutzvorkehrungen
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EN 61355 : 1997

Tabelle B.1 (fortgesetzt)

DCC Etablierte Dokumentenarten Ref. Kurzbeschreibung

& A1 A2 A3
MI: Mindest-Informationsinhalt
↑ ↑
ZI: Zusatzinformation

B G Baustellenspezifikation für Informationen, die zur Errichtung von Arbeits- und


Personal Wohneinrichtungen / -bedingungen auf der Baustelle
erforderlich sind, wie:
• Anzahl und Kategorie von Personal
• Zeit/Auslastungskurve für Personal
• Anforderungen an den Werkstattbereich
• Anforderungen an die Büroeinrichtung
• Anforderungen an die elektrische Ausrüstung
• Telekommunikationseinrichtungen
• Anforderungen an Wohnraum (Anzahl von Personen
pro Raum, Wascheinrichtungen, Duschen, Toiletten,
Kantinen usw.)
• Personaltransport zur und von der Baustelle
• Vorhandene ärztliche Versorgung

B T Schulungsbeschreibung 1) IEC/FDIS Das Dokument “muß Informationen bereitstellen, die zur Vor-
61506 bereitung und Durchführung der Schulung bedeutend sind”.
• Systemspezifische Kenntnisse
• Anwendungsspezifische oder prozeßbezogene Kennt-
nisse
MI: • Beschreibung von Zweck und Hilfsmitteln
• Systembeschreibung
• Schulungseinrichtungen
• Schulungsbeschreibung der Systembedienung

Dokumente mit allgemeiner technischer Information

D A Maßbild Dokument mit Informationen über Form, Abmessungen,


Aufstellung und Befestigung von Einrichtungen, die für die
sachgemäße Installation erforderlich sind.
ANMERKUNG: Maßbilder sind häufig Bestandteil von
allgemeinen Datenblättern oder Anweisungen.

D C Wartungsanleitung 1) IEC/FDIS “Das Dokument beinhaltet Informationen über Wartungs-


61506 prozeduren und -beschreibungen, die für die Diagnose und
Behebung von Fehlern in der Hardware als auch in der
Software erforderlich sind.”
MI: • Systembeschreibung
• Bedienungsanweisung
• Systemwartungsanweisung

Bedienungsanleitung 1) IEC/FDIS Das Dokument “muß alle Informationen beinhalten, die für die
61506 Prozeßbedienung erforderlich und relevant sind ”.
MI: • Bedienungsprozeduren
• Mensch-Maschine-Schnittstelle
• Allgemein angewendete Operationen
• Spezifische Prozeduren
• Alarmhandhabungssysteme
• Datenmanagementsysteme
• Fehlermeldungen
• Beschreibung von Hilfsmitteln
1) Kurzbeschreibung abgeleitet von IEC/FDIS 61506: “Documentation of software for process control systems and facilities”.
Seite 28
EN 61355 : 1997

Tabelle B.1 (fortgesetzt)

DCC Etablierte Dokumentenarten Ref. Kurzbeschreibung

& A1 A2 A3
MI: Mindest-Informationsinhalt
↑ ↑
ZI: Zusatzinformation

Dokumente für technische Anforderungen und Auslegung

E C Lastenheft 1) IEC/FDIS “Der Anwender muß definieren, welche Dienste vom zu er-
61506 richtenden System gefordert werden, wobei die Ausführung
nicht vorbestimmt sein darf (d. h., “was” und nicht “wie ”).”
MI: • Übersicht
• Aufgabe und allgemeine Struktur
• Spezifikation der Funktionen
• Schnittstellen
• Einschränkungen und Reservekapazität für
das System
• Zeitplanung
• Verfügbarkeit
• Anforderungen an Wartung und Diagnose
• Schulung
• Umweltanforderungen
ZI: • Lärmbedingungen
• Problemfelder
• Datenlisten
• Sicherheitsanforderungen

Prüfspezifikation 1) IEC/FDIS Dokument mit Informationen über “erforderliche Test-


61506 einrichtungen und über der zu folgenden Prozedur, um zu
verifizieren, daß das System oder der Modul die Funktion und
Wirkungsweise entsprechend dem Lastenheft, der Funktions-
beschreibung und der Bedienungsanweisung haben ”.
MI: • Zu prüfende Funktion
• Prüfumgebung
• Prüfergebnisdokumentation
• Prüfprozedur

E D Berechnungsblatt (tech- Dokument mit Informationen über Daten und Basisbedingun-


nisch) gen sowie Annahmen, die für die Auswahl geeigneter System-
lösungen, Teile oder Material verwendet wurden, sowie die
Weise, in der diese Daten verarbeitet und ausgewertet
wurden
MI: • angewendete Berechnungsmethode
• Eingangsdaten
• Ergebnisse
• Analyse der Ergebnisse
ZI: • Fallbetrachtungen
• Überprüfung verschiedener technischer Lösungen
1) Kurzbeschreibung abgeleitet von IEC/FDIS 61506: “Documentation of software for process control systems and facilities”.
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EN 61355 : 1997

Tabelle B.1 (fortgesetzt)

DCC Etablierte Dokumentenarten Ref. Kurzbeschreibung

& A1 A2 A3
MI: Mindest-Informationsinhalt
↑ ↑
ZI: Zusatzinformation

Funktionsbeschreibende Dokumente

F A Übersichtsschaltplan IEC 61082-1 “Ein Übersichtsschaltplan muß einen Überblick über das
IEC 61082-2 Produkt geben.”
“Relativ einfacher, häufig in einpoliger Darstellung ausge-
führter Schaltplan, der die wichtigsten Verbindungen oder
Beziehungen zwischen den Betriebsmitteln innerhalb eines
Systems, Untersystems, einer Installation, eines Teiles, einer
Ausrüstung oder einer Software zeigt.”
ANMERKUNG: Diese Dokumentenart kann als Übersicht
über verschiedene Ebenen von Stromlaufplänen und ebenso
von Funktionsplänen dienen.
MI: • Graphische Symbole
• Hauptzusammenhänge oder -verbindungen
• Kennzeichen und Verweise zu Dokumenten in einer
unterlagerten Ebene (Text oder Referenzkennzeichen
des Objekts, falls vorhanden)
ZI: • Ortsinformation
• Teile von Prozeßflußschaltplänen
• Realisierungsbezogene Information
• Technische Daten, Meßpunkte usw.
• Erläuternde Informationen, wie Grenzdaten für Versor-
gung und Wartung

Netzwerkkarte IEC 61082-1 “Übersichtsschaltplan, der ein Netzwerk auf einer Karte
darstellt, beispielsweise Kraftwerke, Umspannstationen,
Starkstromleitungen, Fernmeldeanlagen und
Übertragungsleitungen.”
Informationen dürfen umfassen:
• Orte der Hauptkomponenten (Stationen, Masten,
Säulen)
• Leitungswege
• Identifikatoren für die Ausrüstung

Grundfließbild IEC 61082-2 “Übersichtsschaltplan, in dem vorwiegend Blocksymbole


angewendet werden.”

F B Grundfließbild ISO/DIS “Das Grundfließbild stellt eine Prozeßanlage in einfacher


10628-1 Form mittels Rechtecken, entsprechende Beschriftungen ein-
geschlossen, dar, die mit Fließlinien verbunden sind.”
MI: • Benennung der Rechtecke
• Benennung von eingehenden und ausgehenden
Material- und Energieflüssen
• Flußrichtungen der Hauptströme
ZI: • Benennung des Hauptflusses zwischen den
Rechtecken
• Mengenströme von ein- und ausgehenden
Materialien
• Mengenströme von ein- und ausgehender Energie
• Haupt-Mengenströme zwischen den Rechtecken
• Charakteristische Betriebszustände
Seite 30
EN 61355 : 1997

Tabelle B.1 (fortgesetzt)

DCC Etablierte Dokumentenarten Ref. Kurzbeschreibung

& A1 A2 A3
MI: Mindest-Informationsinhalt
↑ ↑
ZI: Zusatzinformation

F B Verfahrensfließbild ISO/DIS “Das Verfahrensfließbild stellt einen Prozeß oder eine Prozeß-
10628-1 anlage mittels graphischer Symbole dar, die durch Flußlinien
verbunden sind. Die graphischen Symbole repräsentieren die
Apparate, und Linien repräsentieren Massen- und Energie-
flüsse oder Energieträger.”
MI: • Art der Apparate und Maschinen, die für den Prozeß
erforderlich sind, ausgenommen Antriebe
• Kennzeichnungen für Ausrüstung und
Maschinen, ausgenommen Antriebe
• Wege und Richtung ein- und ausgehender
Material- und Energieflüsse
• Kennzeichnung und Durchsätze oder Flußraten ein-
oder ausgehender Materialien
• Kennzeichnung von Energieflüssen oder Durchsatz
von Energieträgern
• Charakteristische Betriebszustände
ZI: • Kennzeichnung und Durchsätze der Produktmengen-
ströme zwischen Produktionsschritten
• Durchsätze oder Mengen von Energie oder
Energieträgern
• Wichtige Ventile in ihrer logischen Prozeßposition
in Kennzeichnung und Hinblick auf ihre Funktion
• Funktionale Anforderungen an die Prozeßmessung
und -steuerung an wichtigen Punkten
• Zusätzliche Betriebszustände
• Kennzeichnung und charakteristische Daten von
Ausrüstungen und Maschinen
• Kennzeichnung und charakteristische Daten von
Antrieben
• Höhe von Bühne und ungefähre relative
vertikale Lage von Ausrüstungen und Maschinen

Rohrleitungs- und ISO/DIS “Das Rohrleitungs- und Instrumentenfließbild (RI), das auf dem
Instrumentenfließbild (RI) 10628-1 Verfahrensfließbild basiert, stellt die technische Realisierung
eines Prozesses mittels graphischer Symbole für Ausrüstungen
und Rohrleitungen, zusammen mit graphischen Symbolen für
die Prozeßmessung und Steuerungsfunktionen, dar.”
MI: • Funktion oder Art von Ausrüstungen und Maschinen,
eingeschlossen Antriebe, Rohrleitungen, Förderer und
installierte Reserven
• Kennzeichnungen für Ausrüstungen und Maschinen,
eingeschlossen Antriebe, Förderer und installierte
Reserven
• Charakteristische Daten von Ausrüstungen und
Maschinen, evtl. in separaten Listen
• Angabe von Nennquerschnitt, Druckstufe,
Werkstoffe und der Art von Rohrleitungen
• Details über Apparate, Rohrleitungen, Ventile,
Rohrleitungsverbindungen und Isolierung
• Prozeßmessung und -steuerungsfunktionen mit Kenn-
zeichnungen
• Charakteristische Daten von Antrieben
ZI: • Kennzeichnung von Durchsätzen und Mengen von
Energie oder Energieträgern
• Weg und Richtung von Energieflüssen oder Energie-
trägern
• Art von wichtigen Primärelementen und Sensoren
• Wichtige Werkstoffe für die Konstruktion von Aus-
rüstungen und Maschinen
• Höhe von Bühne und ungefähre relative vertikale Lage
von Ausrüstungen und Maschinen
• Kennzeichnungen für Ventile und Armaturen
• Benennung von Ausrüstungen und Maschinen
Seite 31
EN 61355 : 1997

Tabelle B.1 (fortgesetzt)

DCC Etablierte Dokumentenarten Ref. Kurzbeschreibung

& A1 A2 A3
MI: Mindest-Informationsinhalt
↑ ↑
ZI: Zusatzinformation

F B Betriebsstofffließschema ISO/DIS “... besondere Art eines RI. Es ist eine schematische Dar-
10628-1 stellung für Energieträger innerhalb einer Prozeßanlage, die
alle Leitungen und anderen Einrichtungen zeigt, welche für
den Transport, die Verteilung und Sammlung von Energie-
trägern erforderlich sind. Die Prozeßausrüstung im Stofffluß-
plan kann durch einen Kasten mit Inschrift (Identnummer)
dargestellt sein und mit Stoffanschlüssen.”

F E Funktionsbeschreibung 1) IEC/FDIS “Die Funktionsbeschreibung detailliert die Mittel, mit denen


61506 die Anforderungen, die im Lastenheft festgelegt sind, durch
das System des Lieferers erfüllt werden.”
MI: • Übersicht
• Aufgabe und generelle Struktur
• Systemfunktionen
• Systemschnittstellen
• Systembeschränkungen und Reservekapazitäten
• Berücksichtigung von Zeitabhängigkeiten/Leistungs-
fähigkeit
• Verfügbarkeit
• Wartungs- und Diagnoseeinrichtungen
• Schulungsanforderungen
• Umweltaspekte
ZI: • Lärmspezifikation
• Problemfelder
• Datenliste
• Andere Anforderungen

F F Funktionsschaltplan IEC 61082-1 “Ein Funktionsschaltplan muß die Einzelheiten des funktiona-
IEC 61082-2 len Verhaltens von Systemen, Teilsystemen, Installationen,
Einrichtungen, Software usw. enthalten, braucht jedoch nicht
zu berücksichtigen, wie die Funktionen ausgeführt sind.”
MI: • “... die erforderlichen Symbole für die Funktionen sowie
zugehörige Signal- und wichtige Steuer-
verbindungen”
ZI: • Realisierungsabhängige Informationen wie:
– Objekt-Referenzkennzeichen
– Anschlußkennzeichen
– Information über Adressen (für Software)
• Erläuternde Informationen wie “... Wellenform, Formeln,
Algorithmen”

Logik-Funktionsschaltplan IEC 61082-1 “Funktionsschaltplan, bei dem vorwiegend Schaltzeichen für


binäre Elemente angewendet werden”

Funktionsplan IEC 61082-1 “Diagramm, das Funktionen und Verhalten eines Steuerungs-
IEC 60848 bzw. Regelungssystems beschreibt, wobei Schritte und Über-
gänge gezeigt sind”
1) Kurzbeschreibung abgeleitet von IEC/FDIS 61506: “Documentation of software for process control systems and facilities”.
Seite 32
EN 61355 : 1997

Tabelle B.1 (fortgesetzt)

DCC Etablierte Dokumentenarten Ref. Kurzbeschreibung

& A1 A2 A3
MI: Mindest-Informationsinhalt
↑ ↑
ZI: Zusatzinformation

F F Ersatzschaltplan IEC 61082-1 “Funktionsschaltplan, der äquivalente Schaltungen darstellt


IEC 61082-2 und für die Analyse und Berechnung der Eigenschaften oder
des Verhaltens dient.”
MI: • Äquivalente Stromkreise, wobei elektrotechnische
Symbole angewendet werden, “die als Hilfsmittel zur
Analyse und Berechnung von Eigenschaften oder
Verhalten dienen”
ZI: • Realisierungsabhängige Informationen, wie:
– Objekt Referenzkennzeichen
– Anschlußkennzeichen
• Erläuternde Informationen, wie Signalflußrichtung usw.

(Zeit) Ablaufdiagramm IEC 61082-1 “Diagramm [Ablauftabelle], das die Reihenfolge von Vorgän-
[Ablauftabelle] gen oder die Zustände von Teilen eines Systems zeigt. Dabei
sind die Vorgänge oder Zustände der Teile in einer Richtung
und die Prozeßschritte oder Zeit im rechten Winkel dazu
aufgezeichnet”
“Zeitablaufdiagramm: Ablaufdiagramm, bei dem die Zeitachse
maßstäblich ist”

F P Signalliste Liste funktionaler oder elektrischer Verbindungen zwischen


unterschiedlichen Punkten (z. B. Klemmen, Funktionen) einer
Gruppe von Betriebsmitteln, Baueinheiten, Ausrüstungen,
Anlagen, Einrichtungen oder Systemen
MI: • Signalname
• Kennzeichen eines Endpunkts, von dem das Signal
herkommt oder wo es hingeht
ZI: • Vollständiges Signalkennzeichen
• Signalform (analog, binär, digital)
• Wertebereich
• Verweis auf andere Dokumente
(wo ein Signal herkommt oder wo es hingeht)

F S Stromlaufplan IEC 61082-1 “Ein Stromlaufplan muß die Einzelheiten der Ausführung von
IEC 61082-2 Systemen, Teilsystemen, Installationen, Einrichtungen usw.
zeigen. Er braucht aber nicht die Abmessungen, Formen oder
Aufstellungs- oder Einbauorte der verwendeten Betriebsmittel
zu berücksichtigen.”
MI: • Graphische Symbole, welche die Betriebsmittel oder
Funktionen der Schaltung darstellen
• Verbindungen zwischen Symbolen
• Referenzkennzeichen
• Anschlußkennzeichen
• Signalpegelvereinbarungen für Logiksignale
• Angaben, die für die Verfolgung der Pfade und Strom-
kreise erforderlich sind (Signalkennzeichen, Hinweis
zum Darstellungsort)
• Zusätzliche Informationen, die für das Verständnis der
Funktionen erforderlich sind
ZI: • Technische Daten
• Verweise auf andere Dokumente
• Informationen zur Verdrahtungsausführung
• Kabelkennzeichen und Kabeladerkennzeichen
Seite 33
EN 61355 : 1997

Tabelle B.1 (fortgesetzt)

DCC Etablierte Dokumentenarten Ref. Kurzbeschreibung

& A1 A2 A3
MI: Mindest-Informationsinhalt
↑ ↑
ZI: Zusatzinformation

F S Anschlußfunktionsschalt- IEC 61082-1 “Schaltplan für eine Funktionseinheit, der die Anschlußpunkte
plan der Schnittstellenverbindungen zeigt und die internen Funk-
tionen beschreibt. Die internen Funktionen dürfen mit einem
gegebenenfalls vereinfachten Stromlaufplan, einem Funk-
tionsschaltplan, Funktionsplan oder Ablaufdiagramm oder mit
Text beschrieben werden.”

F T Codeliste 1) IEC/FDIS Das Dokument “besteht aus dem Code zusammen mit
61506 zusätzlichen Informationen.”
MI: • Quellcode
• Kennzeichen
• Programmiersprache
• Kommentare
• Beschreibung der Funktion von Modulen
• Beschreibung des Datenkatalogs
• Fehlermeldungen
• Beschreibung der Datenbank
• Datenbankwartungssystem
• Schnittstellen
ZI: • Übersicht über Software
• Datenreaktionsliste
• Beschreibung von richtiger/falscher Bedienung
• usw.

Entwurfsbeschreibung 1) IEC/FDIS “Die Entwurfsbeschreibung dokumentiert die Software-


61506 strukturen, welche die Dienste bereitstellen werden, die in der
Funktionsspezifikation spezifiziert sind. Sie muß diese
Strukturen ausreichend detailliert dokumentieren, damit ein
Code erstellt werden kann.”
MI: • Gesamtsystembeschreibung
• Teilsystembeschreibung
• Programmbeschreibungen
• Modulbeschreibungen
• Datenstrukturbeschreibungen
• Sofwareumgebungsbeschreibung

Programmplan IEC 61082-1 “Schaltplan [Tabelle], [Liste], in dem die Programmelemente


und -module sowie deren Verbindungen detailliert dargestellt
und so angeordnet sind, daß die Beziehungen klar erkennbar
sind.”
1) Kurzbeschreibung abgeleitet von IEC/FDIS 61506: “Documentation of software for process control systems and facilities”.
Seite 34
EN 61355 : 1997

Tabelle B.1 (fortgesetzt)

DCC Etablierte Dokumentenarten Ref. Kurzbeschreibung

& A1 A2 A3
MI: Mindest-Informationsinhalt
↑ ↑
ZI: Zusatzinformation

Ortsbezogene Dokumente

L D Lageplan IEC 61082-1 “Plan, der die räumliche Lage von baulichen Anlagen,
IEC 61082-4 Versorgungsnetzen, Wegen sowie das Gelände in bezug auf
die Vermessungspunkte, Zugangsmöglichkeiten und
allgemeine Lageanordnung darstellt.”
MI: • Geländeform
• Geographische Orientierungspunkte
• Nordrichtung
• Lage und Umriß von Gebäuden
• Lage und Umriß von größeren Betriebsmitteln
• Zugangsmöglichkeiten
• Verkehrszonen
• Versorgungsnetze
• Baustellengrenzen
• Abstände
ZI: • Benachbarte Einrichtungen
(kreuzende Starkstromleitungen, Brücken usw.)

Installationszeichnung IEC 61082-1 “Zeichnung, welche die Lage der Teile einer Anlage zeigt”
[-plan] (Baustellengelände) IEC 61082-4 Normalerweise dient ein Lageplan als Grundlage für diese
Anordnungsplan Dokumentenart.
(Baustellengelände) MI: • Vereinfachte Umrisse oder Symbole von Objekten
• Hauptabmessungen von Objekten
• Abstände
ZI: • Referenzkennzeichen
• Technische Daten

Installationsschaltplan IEC 61082-1 “Installationszeichnung, welche auch die Verbindungen


(Baustellengelände) IEC 61082-4 zwischen den Teilen zeigt”
MI: • Vereinfachte Umrisse oder Symbole von Objekten
• Hauptabmessungen von Objekten
• Identifikation der Ausrüstung
• Abstände
• Verbindungen
ZI: • Referenzkennzeichen
• Technische Daten

Kabelwegezeichnung IEC 61082-4 Zeichnung, die Informationen über Kabelwege, häufig


(Baustellengelände) zusammen mit der Lage von Kabeltrageinrichtungen, bereit-
stellt
Informationselemente sind:
• Anfangs- und Endpunkte von Kabeln
• Kabelkennzeichen
• Kabelweg
• Einrichtungen zur Unterstützung der Kabelverlegung
• Wegepunkte von Kabelwegen
• Kennzeichen von Kabeltrageeinrichtungen
• Zusatzinformationen zur Kabelverlegung
Seite 35
EN 61355 : 1997

Tabelle B.1 (fortgesetzt)

DCC Etablierte Dokumentenarten Ref. Kurzbeschreibung

& A1 A2 A3
MI: Mindest-Informationsinhalt
↑ ↑
ZI: Zusatzinformation

L D Erdungsplan [-zeichnung] IEC 61082-4 Informationen, die zur Verlegung von Erdungselektroden
(Baustellengelände) und Haupterdungsleitungen für Schutz- und Betriebszwecke
erforderlich sind
MI: • Lage von Leitern und Elektroden
• Leitermaße
• Erdungspunkte der Hauptkomponenten
ZI: • Lage, Maße und Kennzeichen von Erdungsleitern zu
Ausrüstungen, z. B. zu Motoren,
Leistungsschaltern, Instrumenten
• Informationen über Verbindungsstellen

L H Gebäudezeichnung IEC 61082-4 Grundriß und Schnitte eines Gebäudes


MI: • Umrisse und Maße eines Gebäudes
• Raum für besondere Installationen, wie Aufzüge, Hebe-
zeuge, Heiz-, Kühl- und Belüftungssysteme
• Andere Einrichtungen, die wichtig für die elektrische In-
stallation sind
ZI: • Belastbarkeit von Böden

Anordnungsplan IEC 61082-1 “Vereinfachte oder ergänzte Gruppenzeichnung, welche


(Gebäude) IEC 61082-4 die Informationen liefert, die für einen bestimmten Zweck
Installationszeichnung [-plan] notwendig sind ”
(Gebäude) Normalerweise wird eine Gebäudezeichnung als Basis für
diese Dokumentenart verwendet.
MI: • Vereinfachte Umrisse oder Symbole von Objekten
• Identifikation von Einrichtungen
• Abstände
ZI: • Referenzkennzeichen
• Hauptmaße von Objekten
• Technische Daten

Installationsschaltplan IEC 61082-1 “Installationszeichnung, welche auch die Verbindungen


(Gebäude) IEC 61082-4 zwischen Teilen zeigt”
MI: • Vereinfachte Umrisse oder Symbole von Objekten
• Identifikation von Einrichtungen
• Abstände
• Verbindungen
ZI: • Referenzkennzeichen
• Hauptmaße von Objekten
• Technische Daten

Kabelwegezeichnung IEC 61082-4 Zeichnung, die Informationen über Kabelwege, häufig


(Gebäude) zusammen mit der Lage von Kabeltrageeinrichtungen,
bereitstellt
Informationselemente sind:
• Anfangs- und Endpunkte von Kabeln
• Kabelkennzeichen
• Kabelweg
• Einrichtungen zur Unterstützung der Kabelverlegung
• Wegepunkte von Kabelwegen
• Kennzeichen von Kabeltrageeinrichtungen
• Zusatzinformationen zur Kabelverlegung
Seite 36
EN 61355 : 1997

Tabelle B.1 (fortgesetzt)

DCC Etablierte Dokumentenarten Ref. Kurzbeschreibung

& A1 A2 A3
MI: Mindest-Informationsinhalt
↑ ↑
ZI: Zusatzinformation

L U Gruppenzeichnung IEC 61082-1 “Zeichnung, welche die räumliche Lage und die Gestalt einer
IEC 61082-4 Gruppe von zusammengebauten Teilen darstellt, üblicher-
weise maßstäblich gezeichnet”
MI: • Umrisse der zu montierenden Teile
• Bezug der Teile zu ihrem vorgesehenen Einbauplatz
• Kennzeichnung der Teile
ZI: • Sonderwerkzeuge und Methoden für die Montage

Anordnungsplan (Einrich- IEC 61082-1 “Vereinfachte oder ergänzte Gruppenzeichnung, welche


tungen) IEC 61082-4 die Informationen liefert, die für einen bestimmten Zweck
notwendig sind”
Vereinfachte Gruppenzeichnung, welche die Orte der mon-
tierten Teile mit Symbolen oder vereinfachte Umrissen zeigt

Verbindungsbeschreibende Dokumente

M A Geräteverdrahtungsplan IEC 61082-1 “Geräteverdrahtungspläne und -tabellen müssen alle


[-tabelle], [-liste] IEC 61082-3 erforderlichen Angaben über die internen Verbindungen einer
einzelnen Baueinheit oder einer Baugruppe enthalten.”
MI: • Informationen über Leitungs- oder Kabeltyp (z. B. aner-
kanntes Typkennzeichen, Katalog- oder Teilenummer,
Material, Aufbau, Größe, Isolierung, Bemessungs-
spannung, Farbe, Anzahl der Leiter, andere technische
Daten), Identifikation oder Darstellung der Endpunkte
(z. B. Referenzkennzeichen und/oder
Anschlußkennzeichen)
ZI: • Anweisungen oder Methoden für Verlegung, Wege,
Anschluß, Befestigung, Verdrillung, Schirmung usw.
• Länge der Verbindung
• Signalkennzeichen und/oder technische Daten des
Signals
• Besondere Klassifikation oder Information
• Kennzeichen des Gegenendes
• Leiter- oder Kabelnummer oder Referenzkennzeichen

Verbindungsplan [-tabelle], “Verbindungspläne und -tabellen müssen Angaben enthalten,


[-liste] die für die Verbindungen zwischen verschiedenen Baueinhei-
ten von Einrichtungen oder Anlagen erforderlich sind.”
Informationsinhalt wie oben, aber Leiter- oder Kabelnummer
oder Referenzkennzeichen ist verpflichtend

Anschlußplan [-tabelle], “Ein Anschlußplan oder eine Anschlußtabelle muß Angaben


[-liste] enthalten, die für die externen Anschlüsse einer einzelnen
Baueinheit oder Einrichtung erforderlich sind.”
Informationsinhalt wie oben, aber Leiter- oder Kabelnummer
oder Referenzkennzeichen ist verpflichtend
Seite 37
EN 61355 : 1997

Tabelle B.1 (fortgesetzt)

DCC Etablierte Dokumentenarten Ref. Kurzbeschreibung

& A1 A2 A3
MI: Mindest-Informationsinhalt
↑ ↑
ZI: Zusatzinformation

M B Kabelplan [-tabelle], [-liste] IEC 61082-1 “Kabelpläne und -tabellen müssen alle Angaben enthalten,
IEC 61082-3 die für ein Verlegen der Kabel zwischen Baueinheiten von
Einrichtungen oder Anlagen erforderlich sind.”
MI: • Kabelnummer oder Referenzkennzeichen
• Identifikation der Endpunkte
• Information über Kabeltyp
ZI: • Länge
• Angaben über Kabelwege
• Anweisungen oder Methoden für die Verlegung

Kabelziehkarte Informationsinhalt wie oben, jedoch vielfach für jedes Kabel


getrennt dargestellt, zum Zwecke der Kabelverlegung und
Markierung

Produktverzeichnisse

P A Materialliste Material, welches für unterschiedliche Tätigkeiten, haupt-


sächlich zum Errichten, zur Montage und zur Inbetriebsetzung
einer Anlage, erforderlich ist. Sie beinhaltet hauptsächlich
Material wie Kabel, Installationsrohre, Bolzen, Schrauben,
Werkzeuge, Meßinstrumente usw.
MI: • Art
• Typ
• Spezifikation
ZI: • Art der Anwendung
• Hersteller/Lieferer
• Menge
• Gewicht
• Verweis auf beschreibende Dokumente

P B Teileliste IEC 61082-1 “Liste, die eine Baugruppe (oder Unterbaugruppe) bildende
Betriebsmittel (Teile, Komponenten, Software, Ausrüstungen
usw.) sowie erforderlichenfalls Referenzdokumente angibt”
MI: • Bezeichnung des Betriebsmittels
• Typ
• Referenzkennzeichen
• Hersteller/Lieferant
ZI: • Anwendung
• Menge
• Gewicht
• Verweis auf Spezifikation
• Technische Daten
• Verweise auf andere Dokumente
• Artikelnummer
Seite 38
EN 61355 : 1997

Tabelle B.1 (fortgesetzt)

DCC Etablierte Dokumentenarten Ref. Kurzbeschreibung

& A1 A2 A3
MI: Mindest-Informationsinhalt
↑ ↑
ZI: Zusatzinformation

P B Ersatzteileliste IEC 61082-1 “Liste der Betriebsmittel (Teile, Komponenten, Software,


Kleinmaterial usw.) für die Instandhaltung”
MI: • Bezeichnung des Betriebsmittels
• Typ
• Menge
• Artikelnummer
• Hersteller/Lieferant
ZI: • Anwendung
• Gewicht
• Verweis auf Spezifikation
• Technische Daten
• Verweis auf andere Dokumente

Schilderliste Dokumente, die Bezeichnungsschilder festlegen, die in einer


Anlage, einem System oder an Ausrüstungen zu verwenden
sind
Informationen dürfen umfassen:
• Material/Typ der Schilder
• Größe
• Größe und Typ der Beschriftung
• Beschriftungstext
• Bezug zum Ort der Anbringung

Qualitätsmanagementdokumente
Sicherheitsbeschreibende Dokumente

Q A Prüfbescheinigung Dokument, welches die Übereinstimmung mit vorgegebenen


Bestimmungen und/oder Normen, festgestellt durch eine
neutrale Prüfinstitution, bestätigt

Materialzertifikat Dokument, das die richtige Komposition und/oder


Charakteristika von bestelltem Material nachweist
Diese Zertifikate werden im Kaufauftrag angefordert.

Auditbericht ISO 9000 Bericht, der in Zusammenhang mit verschiedenen Audittypen


erstellt wird, wie:
• Audit des Qualitätsmanagementsystems
• Audit in der Produktion
• Audit in einem Projekt
Informationen dürfen umfassen:
• Audittyp
• Teilnehmer
• Auflistung der Feststellungen
• Korrekturmaßnahmen
• Verantwortlicher Bereich

Abweichungsliste ISO 9000 Auflistung technischer Abweichungen, die bei Ausrüstungen


im Zusammenhang mit Projektaudits gefunden wurden. Die
Liste muß die Ausrüstung begleiten, bis alle Abweichungen
beseitigt sind.
Informationen dürfen umfassen:
• Lieferumfang
• Abweichungen
• Zeitplan
• Verantwortlicher Bereich
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EN 61355 : 1997

Tabelle B.1 (abgeschlossen)

DCC Etablierte Dokumentenarten Ref. Kurzbeschreibung

& A1 A2 A3
MI: Mindest-Informationsinhalt
↑ ↑
ZI: Zusatzinformation

Q A Testbericht Dokument, welches getestete Charakteristika bestimmter


Objekte nachweist
MI: • Datum des Tests
• Unterschrift des verantwortlichen Prüfers
• Objektidentifikation (Typ, Seriennummer usw.)
• Gemessene Werte
ZI: • Verwendete Testausrüstung/-instrumente
• Verweis auf Testablauf
• Schlußfolgerung

Testbericht 1) IEC/FDIS Das Dokument vermittelt Informationen über “ was getestet


61506 wurde und die Testergebnisse”.
MI: • Getestete Funktion
• Testumgebung
• Dokumentation der Testergebnisse

Betriebliche Protokolle und Aufzeichnungen

W T Bedienungsprotokoll 1) IEC/FDIS Das Dokument vermittelt Informationen über “das Verhalten


61506 des Steuerungssystems im Betrieb.”
MI: • Ereignisliste
• Datum und Zeit
• Beschreibung für Fehlerbehebung

Wartungs- und IEC/FDIS “... chronologische Aufzeichnung von durchgeführten Tätig-


Änderungsprotokoll 1) 61506 keiten zur Fehlerbehebung oder Beobachtungen unnormalen
Systemverhaltens”
MI: • Datum und Zeit
• Beteiligte Personen
• Grund für Tätigkeit
• Durchgeführte Tätigkeiten
• Ausgeführte Änderungen
• Ausgetauschte Teile
• Geänderte Dokumente
• Nachweis über Wartungsarbeiten

Prüfprotokoll 1) IEC/FDIS “... chronologische Aufzeichnung des Tests. Jegliche Test-


61506 unterbrechung und ausgeführte Änderung im System oder in
der getesteten Einrichtung muß festgehalten sein.”
MI: • Datum und Zeit
• Beteiligte Personen
• Tätigkeiten und Ereignisse
1) Kurzbeschreibung abgeleitet von IEC/FDIS 61506: “Documentation of software for process control systems and facilities”.
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EN 61355 : 1997

Anhang C (informativ)
Zusatzinformationen über Dokumentenarten für Kommunikationszwecke

C.1 Darstellungsform
Für einige Dokumentenarten kann es möglich sein, den Informationsinhalt auf verschiedene Weise darzustellen. Es kann für den
Ersteller eines in Frage kommenden Dokumentes wichtig sein, genau zu wissen, welche Darstellungsform verlangt ist.
In IEC 61082-1 sind verschiedene Darstellungsformen eingeführt. In Tabelle C.1 sind Kennbuchstaben für diese Darstellungs-
formen gezeigt, um die Kommunikation hierüber zu erleichtern. Diese Kennbuchstaben dürfen zum Beispiel in Dokumenten-
austauschlisten angewendet werden. Ein Beispiel hierfür ist in diesem Anhang gezeigt.
Es ist anzumerken, daß diese Kennbuchstaben kein Bestandteil des DCC sind und auch nicht als Bestandteil des Dokumenten-
kennzeichens vorgesehen sind.
Für Dokumente, die mehr als eine Darstellungsform verwenden, zum Beispiel eine Tabelle in einer Zeichnung, darf der Kennbuch-
stabe für die überwiegende Darstellungsform gewählt werden.

Tabelle C.1: Kennbuchstaben für die Darstellungsform

Kennbuchstabe Darstellungsform

G Bildform
Graphische Darstellung der Form, Größe usw. eines Bauteils oder
einer Bauteilgruppe, häufig maßstäblich
P Plan
Zeichnung, die eine Draufsicht, einen Ausschnitt oder einen Schnitt
zeigt
D Schaltplan
Graphische Darstellung, die mit graphischen Symbolen und
beschrifteten Konturen zeigt, wie die Bestandteile eines Systems
oder einer Einrichtung zueinander in Beziehung stehen und wie
sie miteinander verbunden sind
M Karte
Graphische Darstellung von Anlagenteilen in Bezug zur topo-
graphischen Gegebenheit
C Diagramm
Graphische Darstellung, die das Betriebsverhalten eines Systems
beschreibt, beispielsweise die Beziehungen zwischen zwei oder
mehr variablen Größen, Vorgängen oder Zuständen
T Tabelle, Liste
Darstellung mit Spalten und Zeilen
X Textform
Darstellung durch Text, beispielsweise in schriftlichen Anweisungen
und Beschreibungen

Andere Darstellungsformen, wie photographische Bilder, Sprachaufzeichnungen, Video oder spezifischere Formen wie isome-
trische, perspektivische oder andere können existieren. In diesen Fällen sollten die Kennbuchstaben ergänzt oder angepaßt und
bei Bedarf erläutert werden.

C.2 Dokumentenstatus
Manchmal ist es erforderlich, eine Dokumentation mehrmals zu liefern, wobei unterschiedliche Fortschrittsstände gezeigt sind. Die
Menge an Informationen kann von einem Stand zum nächsten wachsen. Der Informationsbedarf kann in jedem Stand zu unter-
schiedlichen Zwecken variieren.
Beispiele für den Status sind wie folgt:
− nur zur Information, vorläufig;
− zur Anfrage;
− zur Genehmigung und Freigabe;
− freigegeben für ... ;
− wie ausgeführt.
Zur Benennung von Ständen sollten die Geschäftspartner besondere Vereinbarungen treffen, beispielsweise über detailliertere
Definitionen und wie derartige Informationen dargestellt werden sollen.
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EN 61355 : 1997

Anhang D (informativ)
Dokumentenaustauschliste

Anzahl
Tätigkeit Lieferanschrift Datenträger Bemerkung
Kopien

Engineering

Fertigung

Montage

Inbetriebsetzung

Betrieb

Wartung

Projekt Objekt

Bild D.1: Dokumentenaustauschliste, allgemeiner Teil

Dokumente bereitzustellen für


Darstellungsform

Inbetriebsetzung
Genehmigung
Engineering
Erstellt von

Fertigung

Montage

Wartung
Betrieb

DCC Bezeichnung der Dokumentenart Bemerkung

Projekt Objekt

Bild D.2: Dokumentenaustauschliste, objektbezogener Teil


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EN 61355 : 1997

Dokumente bereitzustellen für

Darstellungsform

Inbetriebsetzung
Genehmigung
Engineering
Erstellt von

Fertigung

Montage

Wartung
Betrieb
DCC Bezeichnung der Dokumentenart Bemerkung
AB Dokumentenverzeichnis AAA X X X X X
EC Motoren- und Verbraucherliste T CCC X Formblatt ML12
ED Selektivitätsberechnung AAA X X X
FA Übersichtsschaltplan CCC X X
FA Übersichtsschaltplan AAA X X X
FS Stromlaufplan AAA X X X X
FF Funktionsplan AAA X X X
LU Anordnungsplan, Schränke AAA X X X
LU Anordnungsplan, Gerüste BBB X X X
MB Anschlußdokumente AAA X X X X
PB Teileliste, Schränke AAA X X X
PB Teileliste, Gerüste BBB X X
QA Prüfbescheinigung AAA X
QA Prüfbericht AAA X

Projekt XYZ-ANLAGE Objekt Steuerungssystem = AB1 = AB1 & BD

Bild D.3: Dokumentenaustauschliste, ausgefülltes Beispiel


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Anhang E (informativ)
Literaturhinweise
IEC 60848: 1988
Preparation of function charts for control systems
IEC 61082-2 : 1993
Preparation of documents used in electrotechnology – Part 2: Function-oriented diagrams
IEC 61082-3 : 1993
Preparation of documents used in electrotechnology – Part 3: Connection diagrams, tables and lists
IEC 61082-4 : 1996
Preparation of documents used in electrotechnology – Part 4: Location and installation documents
IEC 61506 : 1997
Industrial-process measurement and control-documentation of application sofware
ISO/DIS 10628-1
Flow diagrams for process plants – Part 1: General rules
ISO 11442-1 : 1993
Technical product documentation – Handling of computer-based technical information – Part 1: Security requirements
ISO 11442-2 : 1993
Technical product documentation – Handling of computer-based technical information – Part 2: Original documentation
ISO 11442-3 : 1993
Technical product documentation – Handling of computer-based technical information – Part 3: Phases in the product design
process
ISO 11442-4 : 1993
Technical product documentation – Handling of computer-based technical information – Part 4: Document management and
retrieval systems
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EN 61355 : 1997

Anhang ZA (normativ)
Normative Verweisungen auf Internationale Publikationen mit ihren entsprechenden
europäischen Publikationen
Diese Europäische Norm enthält durch datierte oder undatierte Verweisungen Festlegungen aus anderen Publikationen. Diese
normativen Verweisungen sind an den jeweiligen Stellen im Text zitiert, und die Publikationen sind nachstehend aufgeführt. Bei
datierten Verweisungen gehören spätere Änderungen oder Überarbeitung dieser Publikationen zu dieser Europäischen Norm nur,
falls sie durch Änderung oder Überarbeitung eingearbeitet sind. Bei undatierten Verweisungen gilt die letzte Ausgabe der in Bezug
genommenen Publikation (einschl. Änderungen).
ANMERKUNG: Wenn internationale Publikationen durch gemeinsame Abänderungen geändert wurden, durch (mod)
angegeben, gelten die entsprechenden EN/HD.

Publikation Jahr Titel EN/HD Jahr

IEC 61082-1 1991 Preparation of documents used in electrotechnology EN 61082-1 1993


Part 1: General requirements
IEC 61346-1 1996 Industrial systems, installations and equipment and EN 61346-1 1996
industrial products
Structuring principles and reference designations
Part 1: Basic ruels
ISO 639 1988 Code for the representation of names of languages – –
ISO 3166 1993 Codes for the representation of names of countries EN 23166 1993
ISO 7200 1984 Technical drawings – Title blocks – –
ISO 9000 Reihe Quality management and quality assurance standards EN ISO 9000 Reihe
ISO/IEC 8613-1 1994 Information technology – Open Document – –
Architecture (ODA) and interchange format:
Introduction and general principles