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ICS 17.020, 27.

010 VDI-RICHTLINIEN Dezember 2008

VEREIN Messunsicherheiten bei Abnahmemessungen an VDI 2048


DEUTSCHER energie- und kraftwerkstechnischen Anlagen Blatt 3
INGENIEURE Beispiele, insbesondere Vorbereitung der
Abnahme einer Kombi-Anlage Entwurf

Uncertainties of measurement during acceptance Einsprüche bis 2009-05-31


tests on energy conversion and power plants – vorzugsweise in Tabellenform als Datei per E-Mail an
Examples, especially preparation of acceptance of get@vdi.de
a gas and steam power plant Die Vorlage dieser Tabelle kann abgerufen werden unter
http://www.vdi-richtlinien.de/einsprueche
in Papierform an
VDI-Gesellschaft Energietechnik
Postfach 10 11 39
40002 Düsseldorf

Inhalt Seite
Vorbemerkung .................................................................................................2
Einleitung.........................................................................................................2
1 Anwendungsbereich ................................................................................2
2 Formelzeichen und Indizes ......................................................................2
3 Beispiele zu Kovarianzen .........................................................................4
3.1 Thermoelemente mit gemeinsamer Referenzmessstelle ....................4
3.2 Messung von Massenflüssen mittels baugleicher genormter
Drosselgeräte .....................................................................................4
4 Automatisches Erstellen partieller Ableitungen ....................................7
4.1 Regeln für das Erstellen partieller Ableitungen .................................7
4.2 Programmbausteine ...........................................................................7
5 Hilfsgrößen ................................................................................................8
6 Ungleichungen ..........................................................................................9
6.1 Feste obere Schranke .........................................................................9
6.2 Feste untere Schranke ......................................................................10
7 Einflüsse auf die Unsicherheit der Ergebnisgrößen ............................10
7.1 Nebenbedingungen ..........................................................................10
7.2 Erfasste Messgrößen ........................................................................11
8 Erweiterte Analyse der groben Fehler ..................................................12
9 Beispiel Vorbereitung der Abnahme einer Kombi-Anlage ..................12
9.1 Aufgabenstellung .............................................................................12
9.2 Tabelle der Messgrößen...................................................................14
9.3 Ablauf der Auswertung....................................................................24
9.4 Eingabedaten....................................................................................32
9.5 Auswertung der rohen Daten ...........................................................34
9.6 Auswertung der ausgeglichenen Daten............................................34
9.7 Einfluss der Nebenbedingungen auf die Verringerung der
Unsicherheit der Garantiegrößen .....................................................35
Schrifttum ......................................................................................................37

VDI-Gesellschaft Energietechnik
Ausschuss VDI 2048

VDI-Handbuch Energietechnik
VDI/VDE-Handbuch Mess- und Automatisierungstechnik, Band 1: Verfahrenstechnisches Messen
–2– VDI 2048 Blatt 3 Entwurf

Vorbemerkung veränderten Unsicherheiten, gewonnen werden


kann.
Informationen über Software nach VDI 2048 kön-
nen bei der VDI-Gesellschaft Energietechnik, Post-
fach 10 11 39, 40002 Düsseldorf angefordert wer-
den.

1 Anwendungsbereich
Das in dieser Richtlinie dargelegte Verfahren ist
anwendbar auf stationäre Fließprozesse, insbeson-
dere bei Anlagen der Energie- und Kraftwerks-
technik, und bezieht sich auf die Planung von Ab-
Allen, die ehrenamtlich an der Erarbeitung dieser nahmemessungen auf der Basis der Richtlinie
VDI-Richtlinie mitgewirkt haben, sei gedankt. VDI 2048 Blatt 1.

Einleitung 2 Formelzeichen und Indizes


In dieser Richtlinie werden die nachfolgend aufge-
In der Richtlinie VDI 2048 Blatt 1 wird ein Ver-
führten Formelzeichen und Indizes verwendet:
fahren vorgestellt, das gegenüber den bisher ange-
wendeten Verfahren entscheidende Vorteile auf- Formelzeichen
weist. Damit ist es möglich, A Fläche
Abnahmemessungen einer unmittelbaren Quali- zufällige Einflüsse und/oder unbe-
a
tätskontrolle zu unterziehen, kannte systematische Abweichun-
die Wahrscheinlichkeit der Erfüllung zugesi- gen, Intervalluntergrenze, Anteil
cherter Eigenschaften zu ermitteln und
c Geschwindigkeit
bei Nutzung des Verfahrens im Anlagenbetrieb
C Durchflusskoeffizient
mit der geringstmöglichen Unsicherheit über
den wahren Zustand der Anlage informiert zu Cov(X ,X ) Kovarianz
i k
sein. =
i,k
Die vorgestellte Methodik ist nicht nur auf Kraft-
d relative Dichte, Durchmesser
werksprozesse, sondern auf alle stationären Fließ-
prozesse anwendbar 1 ). D Durchmesser
Die Richtlinie VDI 2048 Blatt 3 der liefert praxis- E, E Erwartungswert, Vektor der Erwar-
orientierte Beispiele für die Ermittlung von Kova- tungswerte
rianzen, gibt Hilfen bei der Programmierung und e Einheitsvektor
stellt die Anwendung des Verfahrens anhand eines
e Messabweichung
praktischen Beispiels dar. Am Beispiel Vorberei-
tung der Abnahme einer Kombi-Anlage wird aus- F Wahrscheinlichkeitsfunktion
gehend von den Auslegungsdaten einer geplanten F Funktionalmatrix der Nebenbedin-
Anlage und den Anforderungen des Kunden die gungen
Planung einer Abnahmemessung gezeigt. Dieses
f Wahrscheinlichkeitsdichtefunktion
Vorgehen bringt für den Hersteller der Anlage den
Vorteil, Anzahl, Präzision und Position der Mess- f Nebenbedingungen
stellen vorab fixieren zu können. f, f Vektor der Nebenbedingungen
Das Beispiel Vorbereitung der Abnahme einer g, g Ergebniswert,
Kombi-Anlage ist auf beiliegender CD-ROM in Vektor der Ergebniswerte
ablauffähiger Form enthalten, sodass auch ein
G, G Zufallsvariable Ergebnis, Vektor der
praktischer Einblick durch eigene Durchrechnun-
Zufallsvariablen
gen, z. B. mit veränderten Daten, insbesondere mit
h Ergebniswert, spezifische Enthalpie
hn spezifische Enthalpie, bezogen auf
————— das Volumen im Normzustand
1)
Dieses Methodik kann z. B. auch zur Auswertung von re-
dundanten Messungen in Rohrnetzen verwendet werden [5].
Entwurf VDI 2048 Blatt 3 –3–

hv spezifische Enthalpie, bezogen auf Y Zufallsvariable


das Volumen im Bezugszustand Z Messgröße
Him molarer Heizwert Zv Realfaktor im Bezugszustand
Hiv volumenbezogener Heizwert z Massenanteil
H Totalenthalpiefluss  kleiner positiver Wert, Expansion-
k relative Kosten zahl

m Masse Normalverteilungsfunktion
 relative Feuchte der Luft
m Massenfluss
 Wirkungsgrad
M Molmasse

n Anzahl der Messgrößen Luftzahl (Luftverhältnis)

np p-Quantil der Normalverteilung p Quantil der Normalverteilung bei
der Wahrscheinlichkeit p
P, p Wahrscheinlichkeitsfunktion, Wahr-
,  wahrer Wert, Erwartungswert,
scheinlichkeitsfunktionswert
Vektor der Erwartungswerte
p Druck
Korrelationskoeffizient, Dichte
P Leistung

Kovarianzmatrix der Zufallsvaria-


R molare Gaskonstante X

blen X
R = 8,314510 kJ/(kmol K)
Standardabweichung
qm Massenfluss
2 Chi-Quadrat-Verteilung
Q Wärmefluss
unendlich
r Restglied bei Approximation, Tafel-
abweichung
r empirischer Korrelationskoeffizient
s spezifische Entropie
Indizes
SX empirische Kovarianzmatrix der
Zufallsvariablen X i, j, k Zählindizes
empirische Varianz b Bezugszustand (Tb, pb) für die
s X2 i s X ,ii Verbrennung
sX,ik empirische Kovarianz d Dampf
T Temperatur, Messdauer e erweitert
t Zeit, Celsiustemperatur EG Ergas
v spezifisches Volumen L trockene Luft
V Volumen LF feuchte Luft
Vn auf Normzustand bezogener Luft Luft im Ansaugzustand
Volumenfluss m molar
V! auf Bezugszustand bezogener n Anzahl der Messgrößen
Volumenfluss
o Oberschranke
VX Konfidenzintervall
2 r Referenzstelle
Var(Xi )= i Varianz
s Sättigungszustand, isentrope Expan-
w Wärmeverbrauch sion, systematisch
X, X Zufallsvariable, Vektor der Zufalls- u Unterschranke
variablen
v Bezugszustand (Tv, pv) für das
x, x Messwert, Vektor der Messwerte Volumen
x Dampfgehalt, Wassergehalt der w Wasser
Luft, Molenbruch (Stoffmengenan-
teil nach DIN 1310)
–4– VDI 2048 Blatt 3 Entwurf

3 Beispiele zu Kovarianzen Durch Einsetzen erhält man für die Kovarianzma-


3.1 Thermoelemente mit gemeinsamer
trix S X t :
Referenzmessstelle
% st2 0 0 0 "
Die Temperaturen t1, t2 und t3 seien mittels Ther- # r T
%1 1 0 0" # 2 %1 1 0 0"
moelementen unter Verwendung einer gemeinsa- # 0 s&t1 0 0 #
men Referenzmessstelle gemessen. Sie sind daher SXt ' #1 0 1 0 * # * #1 0 1 0
#1 0 0 1 ## 0 0 s&t2 0 #1 0 0 1
2
voneinander stochastisch abhängig. Den Vektor $ ! $ !
der Temperaturen xt erhält man aus dem aus der # 0 0 0 s2 (6)
$ & t 3 !
Temperatur der Referenzmessstelle tr und den je-
weiligen Temperaturdifferenzen t1, t2 und t3 % st2 ( s&2t st2 st2r "
# r 1 r
bestehenden Vektor t0
' # st2r st2r ( s&2t1 st2r
% tr " #
# # s2 st2r st2r ( s&2t2 !
# &t1 $ tr
t0 ' # (1)
&t
# 2 Weitere Beispiele zu diesem Thema sind in [4] zu
# &t finden.
$ 3!
durch die Transformation: 3.2 Messung von Massenflüssen mittels
baugleicher genormter Drosselgeräte
% tr ( &t1 "
# Bei Messung von Massenflüssen mittels bauglei-
xt (t 0 ) ' # tr ( &t2 (2) cher genormter Drosselgeräte werden bei der
# t ( &t Auswertung dieselben Näherungsgleichungen für
$r 3!
Durchflusskoeffizient C, Expansionszahl  und bei
Die zum Vektor xt gehörige Kovarianzmatrix er-
gleichem Fluid auch dieselben Näherungsglei-
hält man unter Verwendung der Funktio-
chung  (t, p) für die Dichte  verwendet. Damit
nalmatrix
entstehen stochastische Abhängigkeiten zwischen
%1 1 0 0 " den Massenflüssen, die durch Kovarianzen bzw.
% )xt " #
## ' #1 0 1 0 (3) entsprechende empirische Korrelationskoeffizien-
$ )t 0 ! #1 0 0 1 ten zu berücksichtigen sind. Eine zusätzliche sto-
$ ! chastische Abhängigkeit ist gegeben, wenn zwei
und der Kovarianzmatrix oder mehr getrennte Messungen an demselben
Drosselgerät durchgeführt werden. Im Folgenden
% st2 0 0 0"
# r wird dargestellt, wie diese stochastischen Abhän-
#0 s&2t1 0 0 gigkeiten berücksichtigt werden können.
ST0 ' # (4) Gemäß DIN EN ISO 5167-1 gilt für die Ermittlung
#0 0 s&2t 2 0
# des Massenflusses 2 ) mit genormten Drosselgeräten
#0 0 0 s&2t3 ! die Grundgleichung:
$
gemäß VDI 2048 Blatt 1, Gleichung (42) mit:
 2 # $p # 
qm % C # ! # # d 2 # (7)
T 4 1" 4
% )x " % )x "
S X t ' ## t * ST0 * ## t (5) Dabei gilt für das Durchmesserverhältnis:
$ )t 0 ! $ )t 0 !
d
% (8)
D
Die Arbeitsgleichung für die Unsicherheit des
Massenflusses lautet gemäß DIN EN ISO 5167-1 :

—————
2)
DIN EN ISO 5167-1 verwendet für den Massenfluss anstelle
des Formelzeichens m das Formelzeichen qm
Entwurf VDI 2048 Blatt 3 –5–

2
, qm ) , C ) , " )
2 2 $qm qm
** '' # * #
' -* ' $C C
+ qm ( + C ( + " (
$qm qm
2 2 #
, 2! 4 ) , D ) 2 , 2 ) , d ) 2 $" "
- ** '
4 ' * ' - ** '
4 ' * ' (9)
+1& ! ( + D ( +1& ! ( + d ( $qm
#
2 qm
2 2 $d 1 & ! 4 d
1 , %p ) 1 , %p ) (11)
- ** ' - * ' $qm & 2 ! 4 qm
4 + %p '( 4 *+ %p '( #
$D 1 & ! 4 D
DIN EN ISO 5167-1 unterscheidet nicht zwischen
der Unsicherheit (= Varianz) und einem Konfi- $qm 1 qm
#
denzintervall mit einer Überdeckungswahrschein- $%p 2 %p
lichkeit von 95 % (für das die Annahme einer Ver- $qm 1 qm
teilung notwendig ist), sondern vermengt diese #
$ 2
Begriffe. Der Einklang mit der mathematischen
Statistik wird durch die Annahme der Normalver- Es ist zu erkennen, dass Gleichung (42) mit
teilung hergestellt. Damit ergibt sich für die Unsi- VDI 2048 Blatt 1, Gleichung (35) hergeleitet wer-
cherheiten: den kann, wenn für die Messgrößen C, , d, D, %p
 und  die in DIN EN ISO 5167-1 getroffenen An-
qm # 1,96 sq m
 nahme der stochastischen Unabhängigkeit gilt.
C # 1,96 sC Die Ermittlung der Kovarianzen bei Messung von

" # 1,96 s" Massenflüssen mittels baugleicher genormter
 Drosselgeräte kann mit VDI 2048 Blatt 1, Glei-
D # 1,96 sD (10)
 chung (42) vorgenommen werden. Ausgehend von
d # 1,96 sd dem Ansatz

%p # 1,96 s%p  
, )

# 1,96 s * C1 . "1 . . d12 . 2 . %p1 . 1 '
* 4 1& ! 4 '
qm # * ' (12)
Unter der in DIN EN ISO 5167-1 getroffenen An-
*
 2 . %p2 .  2 '
* C2 . " 2 . 4 . d 2 .
2
nahme, dass die partiellen Ableitungen von C und '
 nach d, D, %p und vernachlässigbar sind, erhält + 1& ! 4 (
man für die partiellen Ableitungen des Massenflus- und der Kovarianzmatrix der Messgrößen
ses nach den Messgrößen C, , d, D, p und
, sC2 0 0 0 0 0 sC 1 , C 2 0 0 0 0 0 )
* 1 '
* 0 2
s" 1 0 0 0 0 0 s" 1 ," 2 0 0 0 0 '
* '
* 0 0 sd21 0 0 0 0 0 sd 1 , d 2 0 0 0 '
* 0 0 0 s D2 1 0 0 0 0 0 s D 1 , D2 0 0 '
* '
* 0 0 0 0 s%2p1 0 0 0 0 0 0 0 '
* 2 '
0 0 0 0 0 s1 0 0 0 0 0 s 1, 2 '
SX # * (13)
* sC 0 0 0 0 0 sC2 2 0 0 0 0 0 '
* 1 ,C 2 '
* 0 s" 1 ," 2 0 0 0 0 0 s"22 0 0 0 0 '
* 0 0 sd 1 , d 2 0 0 0 0 0 sd22 0 0 0 ''
*
* 0 0 0 s D 1 , D2 0 0 0 0 0 s D2 2 0 0 '
* '
* 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 s%2p 2 0 '
* 0 0 0 0 0 s 0 0 0 0 0 s 2 2 '(
+ 1, 2

erhält man mit der Funktionalmatrix


–6– VDI 2048 Blatt 3 Entwurf

% qm1 qm1 2 qm1 ' 2+14 1 qm1 1 qm1 "


# 0 0 0 0 0 0
% )qm " # C1 ,1 1 ' + 4 d1 1 ' +14 2 &p1 2 &*1 (14)
# (
$ )x ! ## 0 0 0 0 0 0
qm2 qm2 2 qm 2 ' 2+ 24 1 qm 2 1 qm 2
# C2 ,2 1 ' + 4 d2 1 ' + 24 2 &p2 2 &* 2 !
$

die Kovarianzmatrix werden. Ein plausibler Schätzwert rC1 ,C 2 für den


% )q " % sq sqm , qm "
T 2
% )q " Korrelationskoeffizienten * C1 ,C2 kann daher mit
Sqm ( # m - S X - # m ( # m1 1 2
(15)
$ )x ! $ )x ! #$ sqm1 , qm2 sq2m
!
dem Ansatz
% %   " 2 % Re ' Re " 2 "
2

# '
'# # 1 2 . #
D1 D2

# #$ k ! #$
Durch Ausführen der Matrizenmultiplikation erhält k Re D ! !
man für die Varianzen rC1 ,C2 ( e $ (20)
% sc2 s, 12
4sd21 " gewonnen werden.
# 1 . .
# C2 , 2
d12 (1 ' + 4 2
1 ) Die Expansionszahl  ist in DIN EN ISO 5167-2
sq2m1 ( qm2 1 # 1 1
(16) und DIN EN ISO 5167-3 als Funktion des Durch-
# 4sD2 1 - +18 s&2p1 s *21
. . .
# D 2 (1 ' + 4 ) 2 4&p 2 4 * 2 messerverhältnisses und der Druckverhältnisses 
$ 1 1 1 1 ! gegeben, da mit diesen Größen bei gleichem Fluid
die Expansionsverhältnisse (isentrope Expansion)
% sc2 s,2 4 sd22 "
# 2 . 2 . am Drosselgerät charakterisiert werden. Ein plau-
# C2 , 2 d 2 (1 ' + 2 )
2 2 2 4 2
sibler Schätzwert r,1 ,, 2 für den Korrelationskoeffi-
sq2m 2 ( qm2 2 # (17)
# 4s D2 2 - + 28 s&2p s 2
*
zienten *,1 ,, 2 kann daher mit dem Ansatz
## . 2 . 2
. 22
& % %   "2
4 2 2
$ D 2 (1 ' + 2 ) 4 p 2 4* 2 ! # ' % / '/ "
2"
'# # 1 2 . ## 1 2
#$# k k
! $ / ! !
was Gleichung (9), also der Arbeitsgleichung für r,1 ,, 2 ( e $
(21)
die Unsicherheit des Massenflusses gemäß
DIN EN ISO 5167-1 entspricht. Mit Einführung gewonnen werden.
der Korrelationskoeffizienten Wenn zwei oder mehr getrennte Messungen an
sC1 , C 2 ( *C1 , C 2 - sC1 - sC 2 demselben Drosselgerät durchgeführt werden, gilt
s, 1 ,, 2 ( *, 1 ,, 2 - s, 1 - s, 2 *d ,d 2
(1
1
(18) (22)
sd 1 , d 2 ( * d 1 , d 2 - sd 1 - sd 2 * D1 , D2 ( 1
s D1 , D2 ( * D1 , D2 - s D1 - sD2 Wenn bei gleichem Fluid dieselbe Näherungsglei-
chung  (t,p) für die Ermittlung der Dichte  ver-
erhält man durch Ausführen der Matrizenmultipli- wendet wurde, erfolgt die Ermittlung von s *1 , * 2
kation für die Kovarianz
analog zu der in VDI 2048 Blatt 1, Abschnitt 3
% sc1 sc2 s, s, "
#* . *,1,,2 1 2 beschrieben Vorgangsweise für spezifische Ent-
# C1 ,C2
C1 C2 ,1 ,1
# halpien (siehe auch [2]).
# sd1 sd2 Einen Schätzwert für den empirischen Korrela-
# . 4*d1,d2 tionskoeffizienten erhält man mit
d1 (1' +1 ) d2 (1' +24 )2
4 2
sq2m , qm ( qm1 qm2 # (19)
1 2 # sD1 - +14 sD2 - +24 sqm , qm
# . 4*D ,D
1 2
rqm ,qm ( (23)
# 1 2
D1 (1' +14 ) D2 (1' +24 )
1 2
s qm s q m
1 2
#
# s*1,*2
# . 4* *
$ 1 2 !
In DIN EN ISO 5167-2 und DIN EN ISO 5167-3
ist der Durchflusskoeffizient C als Funktion des
Durchmesserverhältnisses und der Reynoldszahl
ReD gegeben, da mit diesen Größen die Strö-
mungsverhältnisse am Drosselgerät charakterisiert
Entwurf VDI 2048 Blatt 3 –7–

4 Automatisches Erstellen partieller Ableitungen gebildet wird. Für die Elemente des
Ableitungen x
Vektors der partiellen Ableitungen i gilt:
Für die Fehlerrechnung gemäß VDI 2048 Blatt 1, x
Abschnitt 4.4 und die Ausgleichsrechnung gemäß xi
VDI 2048 Blatt 1 Abschnitt 5.4 werden partielle #1
Ableitungen benötigt. Diese können z. B. nähe- xi
(28)
rungsweise als Differenzenquotienten gewonnen xi
#0 " j!i
werden, indem man in einer Programmschleife xj
über alle Messgrößen jeweils den i-ten Messwert
um 1 / 2 s xi vergrößert und verkleinert und den zu- Argument
Zugriff auf den Vektor der Name der
gehörigen Differenzenquotienten bildet (siehe
Messwerte x Messgröße
DIN 1319-4, Anhang D in). Da jedoch die einzel-
nen Ergebnisgrößen und Nebenbedingungen Funk-
tionen einer jeweils unterschiedlichen Teilmenge
xi
aller Messgrößen sind, führt dieses Verfahren eine xi Resultat
enorme Zahl völlig unnötiger Rechenoperationen x
durch. Im Folgenden wird daher ein wesentlich
effizienteres Verfahren vorgestellt, das die partiel- Bild 1. Schema des Zugriffs auf Messgrößen
len Ableitungen exakt bildet [3]. 4.2.2 Verarbeitungsfunktion
4.1 Regeln für das Erstellen partieller Entsprechend den in Abschnitt 4.1 dargelegten
Ableitungen Regeln für das Erstellen partieller Ableitungen
Es gibt wohlbekannte Regeln für das Erstellen werden Programmbausteine für Addition, Subtrak-
partieller Ableitungen, die für das automatisierte tion, Multiplikation, Division, Funktion von Funk-
Erzeugen der partiellen Ableitungen verwendet tionen usw. gebildet. Damit können in einfacher
werden können: Weise Auswertungen gemäß VDI 2048 Blatt 1,
Abschnitt 4.6 definiert werden. Wie in VDI 2048
4.1.1 Addition oder Subtraktion
Blatt 1, Bild 8 und Bild 9 dargestellt, werden paral-
h x ! $ g1 x ! # g 2 x ! lel zur Verarbeitung der Messwerte auch die zuge-
"h "g1 "g 2 (24) hörigen partiellen Ableitungen gebildet, sodass wie
$ # im weiteren beschrieben, ohne zusätzlichen Auf-
"x "x "x
wand in allen Fällen ein vollständiges Ergebnis
4.1.2 Multiplikation ermittelt werden kann.
h x ! % g1 x ! # g 2 x ! linkes Argument rechtes Argument

"h "g "g (25) "g1 ( x ) "g 2 ( x )


% g 2 # 1 $ g1 # 2 g1 x ! g2 x!
"x "x "x "x "x
4.1.3 Division
g1 x ! Verarbeitungs-
h x! + funktion
g2 x !
(26)
(h 1 ' (g1 (g $
+ )% * h x !) 2 "
(x g 2 x ! & (x (x # h x!
"h x !
Resutat
"x
4.1.4 Funktion von Funktionen (Kettenregel)
h x ! * h g1 ,.....g n ! * h g ! Bild 2. Schema für eine Verarbeitungsfunktion
(h (h ' (g $ (27) Werden bei den in Bild 1 und Bild 2 dargestell-
* )% " ten Strukturen nicht jeweils der gesamte Vektor
(x (g & (x #
der partiellen Ableitungen, sondern nur seine von
4.2 Programmbausteine null verschiedenen Elemente samt zugehörigen
Indizes gespeichert, so ergibt sich neben einer Er-
4.2.1 Zugriffsfunktion
sparnis an Speicherplatz auch die Möglichkeit die
Der Zugriff auf eine Messgröße erfolgt über den Verarbeitungsfunktionen so zu gestalten, dass nur
Namen der Messgröße, wobei eine Datenstruktur die von null verschiedenen Elemente verarbeitet
bestehend aus Messwert und Vektor der partiellen werden.
–8– VDI 2048 Blatt 3 Entwurf

4.2.3 Erzeugen vollständiger Ergebnisse mADd  mAD mULT xAD (31)


Für die Ausgabe vollständiger Ergebnisse kann mADw  mAD mULT (1 mINUS xAD)
gemäß VDI 2048 Blatt 1, Gleichung (35) und Glei-
chung (47) ein allgemein verwendbarer Fehler- 4.2.4.3 Ausgabe der anteiligen Dampf- und
rechnungsmodul erstellt werden, dem als Argu- Wasser-Massenflüsse als
ment die mit den Auswertungsfunktionen gemäß vollständiges Ergebnis
Bild 2 gewonnene Struktur, bestehend aus Ergeb- Die Ermittlung des vollständigen Ergebnisses für
niswert und Vektor der zugehörigen partiellen die Ausgabe der anteiligen Dampf- und Wasser-
Ableitungen, übergeben wird. Massenflüsse gemäß VDI 2048 Blatt 1, Glei-
Fehlerrechnungsmodul Argument chung (47) erfolgt wie in Bild 3 dargestellt. Es
werden dem gemäß VDI 2048 Blatt 1, Glei-
% &g i " % &g " &g i ( x ) chung (35) erstellten allgemeinen Fehlerrech-
# ' SX '# i gi ( x )
$ &x ! $ &x ! &x nungsmodul mSIGM die Struktur-Variablen mADd
und mADw als Argument übergeben und die Resul-
tate in den Variablen Erg_mADd und Erg_mADw
vollständiges abgelegt.
g i ( x ) * +95% ' sGi Ergebnis
Erg_mADd  mSIGM mADd (32)
Bild 3. Schema für das Erzeugen vollständiger Erg_mADw  mSIGM mADw
Ergebnisse Das in der Variablen Erg_mADd und Erg_mADw
4.2.4 Beispiel abgelegte vollständige Ergebnis des anteiligen
Wasser-Massenflusses kann nun z. B. am Bild-
Die anteiligen Dampf- und Wasser-Massenflüsse
schirm angezeigt oder ausgedruckt werden:
im Abdampf des Niederdruckteils der Turbine in
den Kondensator seien durch
mADd # mAD " xAD Abdampf im Kondensator in kg/s
(29)
mAD w # mAD " 1 ! xAD $ Wert ±Konf 95 %
Dampfanteil 10.091 0.233
gegeben. Die Auswertung könnte wie folgt vorge- Abdampf i.Kond.
nommen werden: Wass.Anteil 0.206 0.103
Abdampf i.Kond.
4.2.4.1 Zugriff auf den Massenfluss und den
Dampfgehalt des Abdampfes Summe 10.297 0.213

Mit der Zugriffsfunktion zGR wird auf die Mess-


größen mAD (Massenfluss des Abdampfs) und xAD 5 Hilfsgrößen
(Dampfgehalt des Frischdampfs) gemäß Glei- Für eine modulare Programmgestaltung ist es nütz-
chung (28) zugegriffen und das jeweilige Resultat lich, Zwischenergebnisse, die aus den eigentlichen
zur besseren Verständlichkeit des weiteren Pro- Messgrößen ermittelt wurden, in den Vektor der
grammcodes in gleichnamigen Struktur-Variablen Messgrößen einzubringen, sodass sie in der weite-
abgelegt. ren Folge wie Messgrößen verarbeitet werden kön-
nen [1]. Es werde der n-dimensionale Vektor der
mAD zGR ‚mAD’ (30) Messgrößen um ein Zwischenergebnis Xn+1 erwei-
xFA zGR ‚xAD’ tert. Der erweiterte Vektor der Messgrößen lautet:
% X1 "
4.2.4.2 Verarbeitung von Massenfluss und #
Dampfgehalt des Abdampfes #
Mit den Verarbeitungsfunktionen mULT für Multi- # X
# i
plikation und mINUS für Subtraktion gemäß den #
Regeln in Abschnitt 4.1 werden die anteiligen Xe & # (33)
Dampf- und Wasser-Massenflüsse samt den zuge- # Xk
hörigen partiellen Ableitungen entsprechend ermit- #
#
telt und die Resultate in den Struktur-Variablen # Xn
mADd und mADw abgelegt. #X
$ n '1 !
Entwurf VDI 2048 Blatt 3 –9–

Die zugehörige empirische Kovarianzmatrix SXe


lautet:
% s X2 s X ,1i s X ,1k s X ,1n s X ,1( n '1) "
# 1

# ! " ! " ! " ! !


# 2
# s X , i1 sX
t
s X , ik s X , in s X , i ( n '1)
# ! " ! " ! " ! !
SXe &# 2 (34)
# s X , k1 s X , ki sX k s X , kn s X , k ( n '1)
# ! " ! " ! " ! !
# 2
# s X , n1 s X , ni s X , nk sX n s X , n ( n '1)
#s s X , ( n '1)i s X , ( n '1) k s X , ( n '1) n s X2 n'1 !
$ X , n ( n '1)

Der um das Zwischenergebnis Xn+1 erweiterte Vek- Eintragen von Argument


Hilfsgrößen
tor der Messwerte lautet: g ( x)
Name der
xe , S xe g x!
% x1 " Hilfsgröße
x
#
# ! Bild 4. Schema für das Eintragen von Hilfsgrößen
# x
# i
# ! 6 Ungleichungen
xe & # (35)
# xk 6.1 Feste obere Schranke
# !
# Ein Ergebniswert oder ein Messwert sollte kleiner
# xn als eine feste Schranke sein, das heißt es soll
#x
$ n '1 ! g0 > g(x) (39)
Es werde das Zwischenresultat mit gelten. Dies kann durch eine zusätzliche Nebenbe-
dingung mit einer logarithmisch normal verteilten
xn '1 & g (x1 ,...., xn ) (36)
Hilfsvariablen erreicht werden. Eine Zufallsvaria-
errechnet. Dann gilt für die zugehörigen Elemente ble X heißt logarithmisch normal verteilt, wenn die
in der empirischen Kovarianzmatrix S X e unter Zufallsvariable
Verwendung der noch nicht erweiterten Kova- Y = ln(X) (40)
rianzmatrix SX, die eine Teilmatrix der empirischen normalverteilt ist. Durch die Transformation in
Kovarianzmatrix S X e ist Gleichung (40) wird erreicht, dass die Zufallsva-
riable X keine negativen Werte annimmt. Gemäß
% *g " % *g " Gleichung (40) wird mit der Beziehung
s X2 n'1 & # + Sx + # (37)
$ *x ! $ *x ! ln($g 0 ) # ln max , g 0 " g x !!!! (41)
Und eine logarithmisch normalverteilte Hilfsvariable
& 'g # ln g0 erzeugt, wobei  eine passend klein gewählte
s X2 , ( n )1)i ( $ ! S X ei (38)
% 'x " positive Konstante ist:
0<«1 (42)
Dabei ist
Die zusätzliche Nebenbedingung lautet dann:
ei Einheitsvektor der i-ten Koordinatenrichtung
Die praktische Durchführung des Einfügens von
!
g x ! " g 0 " e ln( $g 0 ) # 0 (43)
Hilfsgrößen in den Vektor der Messwerte und in Sie wird zugeschaltet, wenn der Ergebniswert in-
die empirische Kovarianzmatrix erfolgt mit einem nerhalb des Intervalls
Programmmodul, dem der Name der Hilfsgröße & % g x ! % g 0 "  fang (44)
und eine aus Verarbeitungen gemäß entstandene
Struktur, bestehend aus dem Wert des Zwischen- zu liegen kommt.fang ist ein passend gewählter
ergebnisses und dem Vektor der zugehörigen par- Fangbereich für das Zuschalten der Nebenbedin-
tiellen Ableitungen, übergeben wird (Bild 4). gung.
– 10 – VDI 2048 Blatt 3 Entwurf

6.2 Feste untere Schranke * +g ' * +g '


sG2i " ( i % , SV , ( i %
Ein Ergebniswert oder ein Messwert sollte größer ) +x & ) +x & (50)
als eine feste Schranke sein, das heißt es soll
g(x) > gu (45)
* +g '
" ( i % , SX , F T , F , SX , F T !
$1 * +g '
, F , SX ( i %
) +x & ) +x &
gelten. Gemäß Gleichung (40) wird mit der Bezie-
Aus obiger Beziehung ist zu erkennen, dass die
hung
Verringerung der Unsicherheit der Ergebnisgröße
ln($g u ) # ln max % , g x ! " g u !!! (46) sowohl von der Funktionalmatrix der Nebenbedin-
eine logarithmisch normal verteilte Hilfsvariable gungen als auch von der empirischen Kovarianz-
ln( gu) erzeugt. Die zusätzliche Nebenbedingung matrix der Messgrößen abhängig ist. Das heißt, es
lautet dann: muss zwischen den Messgrößen zur Ermittlung der
!
g x ! " g u " e ln( $g u ) # 0 (47) Ergebnisgröße und den Messgrößen zur Bildung
einer Nebenbedingungen ein unmittelbarer Zu-
Sie wird zugeschaltet, wenn der Ergebniswert in- sammenhang durch Verwendung derselben Mess-
nerhalb des Intervalls größen oder ein mittelbarer Zusammenhang über
" ( ' g x ! ' g u & fang (48) andere Nebenbedingungen bzw. über die Kova-
rianzmatrix der Messgrößen durch Kovarianzen
zu liegen kommt.
bestehen.
Ebenso ergibt sich bei jeder einzelnen Nebenbe-
7 Einflüsse auf die Unsicherheit der
dingung, wenn sie nicht aus den widersprüchlichen
Ergebnisgrößen
Messwerten als fi(x), sondern aus den wider-
7.1 Nebenbedingungen spruchsfreien Schätzwerten als f j " f j x ! errech-
Wie in VDI 2048 Blatt 1 unter Abschnitt 6.1 dar-
net wird, eine Verringerung der Unsicherheit des
gelegt ist, wird die geringstmögliche Varianz eines
Widerspruchs, wobei wegen Gleichung (111) in
aus Messwerten ermittelten Ergebnisses dann er-
VDI 2048 Blatt 1 gilt:
zielt, wenn es nicht aus den widersprüchlichen
* +f j ' * +f '
Messwerten als gi (x), sondern aus den wider- s F2 j " (( %% , S X , (( j %%
spruchsfreien Schätzwerten als g i " g i x ! errech- ) +x & ) +x &
net wird. Für die zugehörige Varianz gilt: * +f j ' * +f '
" (( %% , S X $ SV ! , (( j %%
* +g ' * +g '
sG2 i " ( i % , S X , ( i % ) +x & ) +x & (51)
) +x & ) +x & * +f j ' * +f ' * +f ' * +f j '
" (( %% , S X , (( j %% $ (( j %% , SV , (( %%
* +g ' * +g ' ) +x & ) +x & ) +x & ) +x
" ( i % , S X $ SV ! , ( i % &
) +x & ) +x & (49) " s F2 j $ #s F2 j
* +g ' * + g ' * +g ' * +g '
" ( i % , S X , ( i % $ ( i % , SV , ( i % Ein starker Zusammenhang zwischen der Verrin-
) +x & ) +x & ) +x & ) +x &
gerung der Unsicherheit einer Ergebnisgröße und
" sG2 i $ #sG2 i einer einzelnen Nebenbedingung kann dort ange-
Es ergibt sich also durch die Verwendung der wi- nommen werden, wo zwischen der Verringerung
derspruchsfreien Schätzwerte mit der Unsicherheit der Ergebnisgröße gemäß Glei-
chung (50) und der Verringerung der Unsicherheit
SX empirische Kovarianzmatrix der des Widerspruchs der Nebenbedingung
Messgrößen (empirical covariance
matrix of the measured values) * +f j ' * +f j '
#s F2 j " (( %% , SV , (( %% (52)
* +f ' ) +x & ) +x &
F "( % Funktionalmatrix der Nebenbedin-
) +x & durch die Ausgleichsrechnung eine hohe stochasti-
gungen (functional matrix of the auxi- sche Abhängigkeit hergestellt wurde. Aus den
liary conditions) Varianzen gemäß Gleichung (50) und Gleichung
für die Verringerung der Unsicherheit der Ergeb- (52) sowie der Kovarianz
nisgröße * +g ' * +f j '
#sG2 i , F j " ( i % , SV , (( %% (53)
) +x & ) +x &
kann der empirische Korrelationskoeffizient
Entwurf VDI 2048 Blatt 3 – 11 –

sGi , F j Ein starker Zusammenhang zwischen der Unsi-


rGi , F j ! (54) cherheit sG2 i einer Ergebnisgröße Gi und einer ein-
sG2 i s F2 j
zelnen Messgröße Xj ist dort gegeben, wo der Be-
errechnet werden. Ein nennenswerter Einfluss ei- trag des empirischen Korrelationskoeffizienten
ner Nebenbedingung auf die Verringerung der nennenswert groß ist:
Unsicherheit einer Ergebnisgröße ist dann gege-
ben, wenn der Betrag dieses empirischen Korrela- sGi , X j
#rGi , F j " 1 (57)
tionskoeffizienten einen nicht zu vernachlässigen- sG2 i ! s X2 j
den Wert hat:
rGi , F j # " (55) Für die empirische Kovarianz sGi , X i zwischen der
Ergebnisgröße Gi und einer einzelnen Messgröße
7.2 Erfasste Messgrößen
Xj gilt mit Gleichung (56) und unter Verwendung
Wie schon unter Abschnitt 7.1 dargelegt ist, wird der Gleichung (123), Gleichung (124) und Glei-
die geringst mögliche Varianz eines aus Messwer- chung (132) in VDI 2048 Blatt 1:
ten ermittelten Ergebnisses dann erzielt, wenn es
aus den widerspruchsfreien Schätzwerten als
g i " g i x ! errechnet wird. Unter Verwendung der
Gleichung (106) und Gleichung (121) in VDI 2048
Blatt 1 gilt:
gi " gi x !
" gi x + ! (56)

" g i (& x * S X ) F T ) F ) S X ) F T
'
!
*1
) f x !%#
$

& 'g #
sG2 i , X j ( $ i ! S X e j
% 'x "

& 'g # & & 'x # & ' # #
( $ i ! $$ $ ! * $ ! !! S X e j
% 'x " % % 'x " % 'x " "
)1
& T
& & 'f # T
# #
& 'g #
($ i !
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E ) S
& 'f #
$ ! $ $ ! S X &$ 'f #! ! & 'f # !
$ !! SX e j
$ n $ % 'x " % 'x " !"
X
% 'x " $ % 'x " % % 'x " !
% " (58)
& 'g #
($ i ! &$ E ) S F T F S F T
% n X X !)1
F S X #! e j
"
% 'x "
& 'g #
($ i ! S X ) SV ! e j
% 'x "
& 'g #
($ i ! SX e j
% 'x "

Dabei ist
ej Einheitsvektor der j-ten Koordinatenrichtung
En Einheitsmatrix vom Rang n
– 12 – VDI 2048 Blatt 3 Entwurf

8 Erweiterte Analyse der groben Fehler Da gemäß VDI 2048 Blatt 1, Abschnitt 5.2 die
Mit Gleichung (128) bzw. Gleichung (141) in Nebenbedingungen von den wahren Werten wider-
VDI 2048 Blatt 1 erhält man Hinweise auf jene spruchsfrei erfüllt sein müssen, gilt für die Erwar-
Messwerte xi, bei denen grobe Fehler zu vermuten tungswerte der Widersprüche:
sind. Mit Gleichung (129) in VDI 2048 Blatt 1 E " f i " X ## 0 (64)
erhält man zusätzlich Hinweise auf jene Messwer- Es ist daher mit einer statistischen Sicherheit von
te, die mit diesen anzuzweifelnden Messwerten p = 95 % der Betrag des Widerspruchs fj(x) nicht
über die Nebenbedingungen in Zusammenhang größer als der aus der Varianz
stehen und daher jeweils mit zu untersuchen sind.
) *f j & ) *f j &
Auf Grundlage der in Abschnitt 7.1 getroffenen s F2 j '' $$ + S X + '' $$ (65)
Überlegungen können zusätzlich Hinweise gefun- ( *x % ( *x %
den werden, welche Nebenbedingungen hauptsäch- zu ermittelnde Vertrauensbereich.
lich für die Verbesserungen vi verantwortlich sind,
welche die Ausgleichsrechnung an den Messwer- Ist die Bedingung
ten xi anbringen musste. Ein starker Zusammen-
hang zwischen der Verbesserung vi, die die Aus- fi " x #
, 1,96 (66)
gleichsrechnung an dem anzuzweifelnden Mess- s F2 j
wert xi anbringen musste und der Beseitigung des
Widerspruchs in der Nebenbedingung fj(x) ist näm- nicht erfüllt, so ist die zugehörige Nebenbedingung
lich dann geben, wenn der empirische Korrela- von den erfassten Messwerten grob verletzt. Mit
tionskoeffizient zwischen den jeweils zugehörigen Gleichung (66) kann die Analyse grober Fehler
Zufallsvariablen nennenswert groß ist: auch aus Sicht der Nebenbedingungen begonnen
werden. Die Hinweise, welche Messwerte einen
rVi , "F j ! (59) nennenswerten Beitrag zur groben Verletzung
dieser Nebenbedingung geleistet haben könnten,
Für die Ermittlung des empirischen Korrelations-
erhält man durch Verwendung von Gleichung (60).
koeffizienten gilt in Anlehnung an Gleichung (54):
sVi ,"F j 9 Beispiel Vorbereitung der Abnahme
rVi , "F j $ (60)
sV2i # s"2F j einer Kombi-Anlage
9.1 Aufgabenstellung
Für die empirische Kovarianz zwischen der Ver-
besserung und der Beseitigung des Widerspruchs Für die in Bild 5 dargestellte Kombi-Anlage wur-
in der Nebenbedingung gilt mit den vom Hersteller folgende Garantien abgegeben:
vi $ vi %v & $ ei # v (61) elektrische Netto-Leistung, das heißt abgegebe-
ne Leistung nach Abzug aller Eigenverbräuche
in Anlehnung an Gleichung (53): Pnetto 366,7 MW (67)
% &v " % &f j " 3)
Netto-Wärmeverbrauch bei der elektrischen
sVi , )F j ( # i ' SV ' ##
$ &v ! $ &x ! Netto-Leistung Pnetto und einer Fernwärmeabga-
(62) be Qtherm von 250 MW
% &f j "
( ei ' SV ' ## Vv , Brennstoff $ H iv
$ &x ! w x! " # &W0
Pnetto % 0,2 $ Qtherm (68)
Dabei ist
" 6197,7 kJ/kWh
ei der Einheitsvektor der i-ten Koordinaten-
richtung Dabei ist
Die Varianz der Verbesserung der i-ten Messgröße Vv , Brennstoff auf Bezugszustand bezogener Vo-
ist das i-te Element auf der Hauptdiagonale der
lumenfluss des Brennstoffes Gas
Kovarianzmatrix der Verbesserungen:
Hiv auf Volumen im Bezugszustand bezoge-
sV2i sV , ii (63) ner Heizwert des Brenn stoffes Gas
Die Varianz s!2F der Beseitigung des Wider- —————
j 3)
Da vereinbart wurde, den Garantievergleich nach Umrech-
spruchs in der j-ten Nebenbedingung erhält man nung auf Garantieverhältnisse durchzuführen, ist gemäß
mit Gleichung (52). VDI 2048 Blatt 1, Abschnitt 6.5 der garantierte Netto-Wärme-
verbrauch ein fester Höchstwert & w
0
Entwurf VDI 2048 Blatt 3 – 13 –

Ursprünglich sollte auf Vorschlag des Herstellers kJ €


105,5 ' 0,18 3 ' 6481h
die Einhaltung dieser Garantie in Anlehnung an kWh m
DIN 1943, Abschnitt 7.2. „Vergleich bei zugesi- (K &
kJ
chertem spezifischem Wärmeverbrauch“ 4 ) als er- 34.258 3
m
füllt gelten, wenn
366.700 kW % 0,2 ' 250.000 kW !
w x ! $ 1,96sw # " w0 (69) '
kJ
(73)
34.258 3
erfüllt ist. Wie in VDI 2048 Blatt 1, Abschnitt 6.4 m
festgehalten wird, ist im Grenzfall & 1.496.790 €
w x ! & " w0 % 1,96sw (70) Angesichts dieses möglichen Schadens wurde der
die Wahrscheinlichkeit, dass die Garantie erfüllt Garantievergleich gemäß Gleichung (69) vom Auf-
ist, nur mehr 2,5 %. Das heißt, der wahre Wert des traggeber verworfen und stattdessen eine Wahr-
scheinlichkeit der Erfüllung der Garantie gemäß
Wärmeverbrauchs " w liegt mit einer Wahrschein-
VDI 2048 Blatt 1, Abschnitt 6.3.2, Gleichung (183)
lichkeit von p = 97,5 % über dem garantierten von p = 80 % gefordert.
Höchstverbrauch " w0 Da der Ergebniswert w(x) im
. "w $ w x ! +
Sinne der mathematischen Statistik ein Schätzwert !
P " w # " w0 & ,, 0
sw
)) # 0,8 (74)
für den Erwartungswert " w ist, ist - *
Vw & 1,96sw (71) Diese Bedingung wird unter der Voraussetzung
w x ! # " w0 (75)
ein Schätzwert für den im Grenzfall gemäß Glei-
chung (70) zu erwartenden mittleren Mehrver- umso leichter erfüllt, je kleiner die Unsicherheit
brauch an Wärme. Der daraus resultierende mittle- des Netto-Wärmeverbrauchs ist. Aus Glei-
re jährliche finanzielle Schaden für den Auftragge- chung (74) folgt für die Unsicherheit des Netto-
ber bei einer geplanten Betriebszeit tBetrieb und Wärmeverbrauchs
Brennstoffkosten kGas kann wie folgt geschätzt "w $ w x !
werden: Vw & 1,96sw # 1,96 0$1 (76)
0,8!
(K &
Vw ' k Gas ' t Betrieb ' Pnetto % 0,2 ' Qtherm ! (72) Durch Einsetzen der zugehörigen Zahlenwerte
H iv erhält man die Forderung
Vom Auftraggeber wurde daher schon vor Ver- kJ kJ
tragsabschluss gefordert, eine Abschätzung der 6197,7 $ 6189,0
Vw & 1,96sw # 1,96 $1
kWh kWh
Ergebnisunsicherheit des Netto-Wärmeverbrauchs 0,8! (77)
bei Auswertung nur jener Messgrößen, die für die
Berechnung des Netto-Wärmeverbrauchs gemäß kJ
& 20,25
Gleichung (68) direkt benötigt werden, unter Ver- kWh
wendung der Auslegungsdaten des Herstellers und Eine dermaßen geringe Ergebnisunsicherheit des
der gemäß VDI 3986 anzunehmenden Messunsi- Netto-Wärmeverbrauchs kann bei Erfassung und
cherheiten vorzunehmen. Diese Abschätzung ergab Auswertung nur jener Messgrößen, die für die
einen Netto-Wärmeverbrauch von Berechnung des Netto-Wärmeverbrauchs direkt
6189,0 ± 105,5 kJ/kWh (siehe Abschnitt 7.5). benötigt werden und bei Verwendung der gemäß
Damit folgt für den im Grenzfall resultierenden VDI 3986 anzunehmenden Messunsicherheiten
mittleren jährlichen finanziellen Schaden des Auf- nicht erreicht werden (siehe Abschnitt 9.5). Es
traggebers: wurde daher vereinbart, entsprechend VDI 2048
Blatt 1, Abschnitt 5 mehr Messgrößen zu erfassen,
als für die Berechnung der Endergebnisse direkt
benötigt werden. Neben einer Qualitätskontrolle
der erfassten Messwerte kann damit auch eine
drastische Reduktion der Ergebnisunsicherheit des
Netto-Wärmeverbrauchs erzielt werden (siehe
Abschnitt 9.6 und auch Abschnitt 7.1). Wie in
VDI 2048 Blatt 1, Abschnitt 6.1 dargelegt, werden
————— die geringstmöglichen Varianzen dann erzielt,
4)
Gleichwertiges auch in CEI/IEC 60953-2, Abschnitt 6.8 wenn die Kovarianzmatrix der widerspruchsfreien
„Guarantee comparison“ Schätzwerte x verwendet wird.
– 14 – VDI 2048 Blatt 3 Entwurf

% &w " % &w " Auf Basis obiger Überlegungen wurden daher bei
sw2 ( # ' SX '# (78) der Planung der Abnahmemessung die zu verwen-
$ &x ! $ &x !
denden Messgrößen und deren zugehörige Mess-
Dabei ist unsicherheit festgelegt und anhand von Auswer-
% &w " tungen (siehe Abschnitt 9.6) nachgewiesen, dass
# Vektor der ersten partiellen Ableitung die Forderung der Gleichung (76) von den Ab-
$ &x !
nahmemessungen erfüllt werden wird.
SX empirische Kovarianzmatrix der wider-
9.2 Tabelle der Messgrößen
spruchsfreien Schätzwerte
Die Nummern in der ersten Spalte der Tabelle 1
S X $ S X # SV dienen der leichteren Zuordnung der Messgrößen
(79)
$ SX # SX " F T " F " SX " F T !
#1
" F " SX
zu den Messstellen im Schaltplan. Hilfsgrößen sind
durch die Nummer 999 gekennzeichnet. Hilfsgrö-
Dabei ist ßen sind nicht einzugeben, sondern werden im
SX empirische Kovarianzmatrix der Messgrößen Verlauf der Auswertung gemäß Abschnitt 5 durch
das Rechenprogramm ermittelt.
* +f '
F $( % Funktionalmatrix der Neben- Der Messgrößenname in Spalte 2 dient dem Zu-
) +x & griff auf den Messwert mittels der Zugriffsfunktion
bedingungen gemäß Abschnitt 4.2.1. Wie in Abschnitt 4.2.4
f(x) Vektor der Widersprüche dargelegt, erhöht sich die Lesbarkeit und die Ver-
Wie aus Gleichung (78) und Gleichung (79) zu ständlichkeit des Programmcodes, wenn die Mess-
ersehen ist, geht bei der Ermittlung der Ergebnis- größennamen auch für die Namen der gemäß Glei-
unsicherheit sw der Vektor des Messwertes x nicht chung (28) erzeugten Struktur-Variablen verwen-
direkt in die Verarbeitung ein, sondern wird nur det werden. Demgemäß müssen die Messgrößen-
mittelbar für die Ermittlung des Vektors der ersten namen den Konventionen für Namen von Pro-
% &w " grammvariablen entsprechen. Der erste Buchstabe
partiellen Ableitungen # und der Funktional- der Messgrößennamen entspricht im Allgemeinen
$ &x ! der üblichen Bezeichnung der Art der Messgröße,
% &f " z. B. t für Temperatur, p für Druck usw. Gemäß
matrix der Nebenbedingungen # benötigt. Un-
$ &x ! den Konventionen für Namen von Programmva-
ter der in VDI 2048 Blatt 1, Abschnitt 4.4 erläuter- riablen sind jedoch Namensbestandteile, z. B. m
ten Voraussetzung der Linearisierbarkeit, das heißt und Q nicht möglich. Stattdessen werden ähnliche
dass sich die ersten partiellen Ableitungen in dem noch nicht belegte Buchstaben, z. B. m und q, ver-
durch die Messunsicherheit vorgegebenen Bereich wendet. Die auf den ersten Buchstaben des Mess-
praktisch nicht ändern, können für die Planung von größennamens folgenden Buchstaben bezeichnen
Abnahmemessungen die Auslegungswerte anstelle im Allgemeinen die Messstelle.
der noch nicht vorhandenen Messwerte verwendet
Der Typ in Spalte 3 dient der Grobprüfung bezie-
werden, da diese im Falle der Erfüllung der Garan-
hungsweise der Ausdrucksteuerung. Messgrößen
tie kaum gravierend von den Messwerten abwei-
mit Typ „+“ werden auf positive Eingabewerte
chen werden. Dagegen geht die empirische Kova-
geprüft. Hilfsgrößen mit Typ „*“ werden nicht
rianzmatrix SX unmittelbar in die Ermittlung der
ausgedruckt.
Ergebnisunsicherheit sw ein. Es ist daher notwen-
dig, die bei der Abnahmemessung zu verwenden- Die Angabe der Einheit in Spalte 4 wird als Infor-
den Messstellen sorgfältig zu planen und für die mation für die allfällige Umrechnung der Einga-
Messunsicherheiten bei der Erstellung der empiri- bewerte, z. B. Prozent in absolute Werte, MW in
schen Kovarianzmatrix SX realistische Annahmen kW usw. verwendet.
zu treffen.
Entwurf VDI 2048 Blatt 3 – 15 –

Bild 5. Schaltbild einer Kombianlage


– 16 – VDI 2048 Blatt 3 Entwurf

Tabelle 1. Messgrößen
Nr. Messgrößen- Typ Einheit Bezeichnung Ort Bezeichnung Art
Name
1 PLUFT + bar barometrischer Luftdruck
2 TLUFT _ °C Luft Außenzustand Temperatur
3
999 RHLUFT kJ/m Luft Außenzustand Tafelabw. spez. Enth.

999 RHLUFTCO2  – Luft-CO2 Außenzustand rel. Tafelabw. spez. Enth.

999 RHLUFTCO2  – Luft-O2 Außenzustand rel. Tafelabw. spez. Enth.

999 RHLUFTN2  – Luft-N2 Außenzustand rel. Tafelabw. spez. Enth.

999 RHLUFTH2O  – Luft-H2O Außenzustand rel. Tafelabw. spez. Enth.

3 PHILUFT + % relative Feuchte der Luft


999 H2OL  - absolute Feuchte der Luft
3
nn HUGAST + kJ/m Heizwert Erdgas Turbine
nn DVET + - Dichteverh. Erdgas Turbine
3
nn H2OSTET + kg/m Wasser bei Erdgas Turbine stöch. Verbrennungsprodukt
3
nn CO2STET + kg/m CO2 bei Erdgas Turbine stöch. Verbrennungsprodukt
8 CH4ET + % CH4 Erdgas Turbine
8 CH4ET2 + % CH4 Erdgas Turbine Kontrollmessung
9 C2H6ET _ % C2H6 Erdgas Turbine
9 C2H6ET2 _ % C2H6 Erdgas Turbine Kontrollmessung
10 C3H8ET _ % C3H8 Erdgas Turbine
10 C3H8ET2 _ % C3H8 Erdgas Turbine Kontrollmessung
11 IC4H10ET _ % i-C4H10 Erdgas Turbine
11 IC4H10ET2 _ % i-C4H10 Erdgas Turbine Kontrollmessung
12 NC4H10ET _ % n-C4H10 Erdgas Turbine
12 NC4H10ET2 _ % n-C4H10 Erdgas Turbine Kontrollmessung
13 IC5H12ET _ % i-C5H12 Erdgas Turbine
13 IC5H12ET2 _ % i-C5H12 Erdgas Turbine Kontrollmessung
14 NC5H12ET _ % n-C5H12 Erdgas Turbine
14 NC5H12ET2 _ % n-C5H12 Erdgas Turbine Kontrollmessung
15 C6H14ET _ % C6H14 Erdgas Turbine
15 C6H14ET2 _ % C6H14 Erdgas Turbine Kontrollmessung
16 CO2ET _ % CO2 Erdgas Turbine
16 CO2ET _ % CO2 Erdgas Turbine Kontrollmessung
17 N2ET _ % N2 Erdgas Turbine
17 N2ET2 _ % N2 Erdgas Turbine Kontrollmessung
18 QVGAST + kg/s Erdgas Turbine Volumenfluss
18 QMGAST + kg/s Erdgas Turbine Massenfluss
19 TGAST _ °C Erdgas Messdrossel Turbine Temperatur
20 PGAST + bar Erdgas Messdrossel Turbine Druck
999 RHEGBLT  kJ/m
3
Erdgas Messdrossel Turbine Tafelabw. spez. Enth.

22 TGASTBK _ °C Erdgas Brennkammer Turbine Temperatur


999 RHEGBKT _ kJ/m3 Erdgas Brennkammer Turbine Tafelabw. spez. Enth.
999 RHEGTA  kJ/m
3
Erdgas Außenzustand Tafelabw. spez. Enth.

24 TV1 _ °C Verdichtereintritt Temperatur


Entwurf VDI 2048 Blatt 3 – 17 –

Nr. Messgrößen- Typ Einheit Bezeichnung Ort Bezeichnung Art


Name
25 PV1 _ Pa Verdichtereintritt Überdruck (negativ!)
26 AV1 + m2 Verdichtereintritt Fläche
3
999 QVLV1 m /s Verdichtereintritt 999

27 TV2 + °C Verdichteraustritt Temperatur


28 PV2 _ bar Verdichteraustritt Druck
nn RHLUV2  kJ/m
3
Luft Verdichteraustritt Tafelabw. spez. Enth.

999 RHLUV2CO2  – Luft-CO2 Verdichteraustritt rel. Tafelabw. spez. Enth.

999 RHLUV2O2  – Luft-O2 Verdichteraustritt rel. Tafelabw. spez. Enth.

999 RHLUV2N2  – Luft-N2 Verdichteraustritt rel. Tafelabw. spez. Enth.

999 RHLUV2H2O  – Luft-H2O Verdichteraustritt rel. Tafelabw. spez. Enth.

29 AV2 + m2 Verdichteraustritt Fläche


999 QVLV2  3
m /s Verdichteraustritt 999

30 TKUHLLFT _ °C Kühlluft Gasturbine Temperatur


31 PKUEHL + % Kühlluft Gasturbine Anteil an Gesamtverbrennungsluft
999 QVLKU  3
m /s Kühlluft Gasturbine 999

32 TLECKLFT _ °C Leckluft Gasturbine Temperatur


0 PLECK + % Leckluft Gasturbine Anteil an Gesamtverbrennungsluft
999 QVLLE  3
m /s Leckluft Gasturbine 999

33 TT1 + °C Rauchgas Turbineneintritt Temperatur


34 PT1 + Pa Verdicht.Austr./Turb.Eintr. Druckabfall
nn RHRGT1 kJ/m
3
Rauchgas Turbineneintritt Tafelabw. spez. Enth.

999 RHRGT1CO2
– Rauchgas-CO2 Turbineneintr. rel. Tafelabw. spez. Enth.

999 RHRGT1CO – Rauchgas-CO Turbineneintr. rel. Tafelabw. spez. Enth.

999 RHRGT1N2 – Rauchgas-O2 Turbineneintr. rel. Tafelabw. spez. Enth.

NN RHRGT1SO2 – Rauchgas-SO2 Turbineneintr. rel. Tafelabw. spez. Enth.

999 RHRGT1H2O  – Rauchgas-H2O Turbineneintr. rel. Tafelabw. spez. Enth.

36 AT1 + m2 Turbineneintritt Fläche


37 TT2 + °C Rauchgas Turbinenaustritt Temperatur
38 PT2 _ Pa Rauchgas Turbinenaustritt Überdruck gegen Luft
nn RHRGT2  kJ/m
3
Rauchgas Turbinenaustritt Tafelabw. spez. Enth.

999 RHRGT2CO2  – Rauchgas-CO2 Turbinenaustr. rel. Tafelabw. spez. Enth.

999 RHRGT21CO  – Rauchgas-CO Turbinenaustr. rel. Tafelabw. spez. Enth.

999 RHRGT2N2  – Rauchgas-O2 Turbinenaustr. rel. Tafelabw. spez. Enth.

999 RHRGT2H2O  – Rauchgas-H2O Turbinenaustr. rel. Tafelabw. spez. Enth.


2
40 AT2 + m Turbinenaustritt Fläche
41 CO2RG + % CO2-Gehalt Rauchgas Turbine
42 O2RG + % O2-Gehalt Rauchgas Turbine
43 QGTOELK + kJ/s Ölkühlung Gasturbine Wärmefluss
45 QSTRKOM + kJ/s Wärmeverlust Verdichter Strahlung, Konvektion
46 QSTRBK + kJ/s Wärmeverlust Brennkammer Strahlung, Konvektion
– 18 – VDI 2048 Blatt 3 Entwurf

Nr. Messgrößen- Typ Einheit Bezeichnung Ort Bezeichnung Art


Name
47 QSTRTU + kJ/s Wärmeverlust Gasturbine Strahlung, Konvektion
48 PGENT + kW Generator Gasturbine Leistung
49 ETAGENT + % Generatorwirkungsgrad GT
81 CO2RGK + % CO2-Gehalt Rauchgas Kessel
82 O2RGK + % O2-Gehalt Rauchgas Kessel
3
83 GH2ORGKM + g/m H2O im trockenen Rauchgas Anteil gemessen
3
999 GH2ORGK kg/m H2O im trockenen Rauchgas Anteil

84 TRGK + °C Rauchgas am Kesselaustritt Temperatur


nn RHRGK  kJ/m
3
Rauchgas Kesselaustritt Tafelabw. spez. Enth.

999 RHRGKCO2  – Rauchgas-CO2 Kesselaustritt rel. Tafelabw. spez. Enth.

999 RHRGKCO  – Rauchgas-CO Kesselaustritt rel. Tafelabw. spez. Enth.

999 RHRGKO2  – Rauchgas-O2 Kesselaustritt rel. Tafelabw. spez. Enth.

999 RHRGKN2  – Rauchgas-N2 Kesselaustritt rel. Tafelabw. spez. Enth.

999 RHRGKH2O  – Rauchgas-H2O Kesselaustritt rel. Tafelabw. spez. Enth.

999 QVRGK  3
m /s Rauchgas am Kesselaustritt Volumenfluss

91 QMHDKR + kg/s HD-Dampf Kesselaustr. rechts Massenfluss


92 THDKR + °C HD-Dampf Kesselaustr. rechts Temperatur
93 PHDKR + bar HD-Dampf Kesselaustr. rechts Druck
999 RHHDK  kJ/kg HD-Dampf Kesselaustritt Tafelabw. spez. Enth.

101 THDDL + °C HD-Dampfleitung Temperatur


102 PHDDL + bar HD-Dampfleitung Druck
103 QSTRHDDL + kJ/s Wärmeverl. HD-Dampfleitung Strahlung, Konvektion
999 QMHDTE kg/s HD-Turbine Eintritt gesamt Massenfluss

999 QMHDTEL
kg/s HD-Turbine Eintritt links Massenfluss

999 QMHDTER kg/s HD-Turbine Eintritt rechts Massenfluss

106 THDTER + °C Eintritt HD-Turbine rechts Temperatur


107 PHDTER + bar Eintritt HD-Turbine rechts Druck
999 QMHDTA kg/s HD-Turbine Austritt gesamt Massenfluss

111 THDTA + °C Austritt HD-Turbine Temperatur


112 PHDTA + bar Austritt HD-Turbine Druck
115 QMUSTPFB _ kg/s Undicht.Stopfbüch. HD-Turb. Massenfluss
999 QMZUKE kg/s Ges.ZÜ-Dampf Kesseleintritt Massenfluss

999 QMZUKER  kg/s ZÜ-Kesseleintritt rechts Massenfluss

116 TZUKER + °C ZÜ-Dampf Kesseleintr. rechts Temperatur


117 PZUKER + bar ZÜ-Dampf Kesseleint. rechts Druck
999 RHZUKE  kJ/kg ZÜ-Dampf Kesseleintritt Tafelabw. spez. Enth.

999 QMZUKAR  kg/s ZÜ-Kesselaustr. re. gerechnet Massenfluss

121 QMHZUKAR + kg/s ZÜ-Kesselaustr. re. gemessen Massenfluss


122 TZUKAR + °C ZÜ-Dampf Kesselaustr. rechts Temperatur
123 PZUKAR + bar ZÜ-Dampf Kesselaustr. rechts Druck
999 RHZUKA  kJ/kg ZÜ-Dampf Kesselaustritt Tafelabw. spez. Enth.
Entwurf VDI 2048 Blatt 3 – 19 –

Nr. Messgrößen- Typ Einheit Bezeichnung Ort Bezeichnung Art


Name
999 QMMDTE kg/s Eintritt MD-Turbine gesamt Massenfluss

999 QMMDTER  kg/s MD-Turbine Eintritt rechts Massenfluss

131 TMDTER + °C Eintritt MD-Turbine rechts Temperatur


132 PMDTER + bar Eintritt MD-Turbine rechts Druck
141 QMNDKA + kg/s Dampf ND-Kesselaustritt Massenfluss
142 TNDKA + °C Dampf ND-Kesselaustritt Temperatur
143 PNDKA + bar Dampf ND-Kesselaustritt Druck
999 RHNDKA  kJ/kg Dampf ND-Kesselaustritt Tafelabw. spez. Enth.

999 QMNDTE  kg/s Dampf ND-Turbine Eintritt Massenfluss

146 TNDTE + °C Dampf ND-Turbine Eintritt Temperatur


147 PNDTE + bar Dampf ND-Turbine Eintritt Druck
999 RHNDTE  kJ/kg Dampf ND-Turbine Eintritt Tafelabw. spez. Enth.

148 QMENTNDL + kg/s Entn. ND-Dampfl. f.Stopfbü. Massenfluss


151 QMENTKBV + kg/s Entn. MD-Kess. Brennst. Vorw. Massenfluss
152 TENTKBV + °C Entn. MD-Kess. Brennst. Vorw. Temperatur
153 PENTKBV + bar Entn. MD-Kess. Brennst. Vorw. Druck
999 RHENTKBV  kJ/kg Entn. MD-Kess. Brennst. Vorw. Tafelabw. spez. Enth.

156 QMENTGK + kg/s Entn. ND-Kessel f. Entgaser Massenfluss


157 TENTGK + °C Entn. ND-Kessel f. Entgaser Temperatur
158 PENTGK + bar Entn. ND-Kessel f. Entgaser Druck
999 RHENTGK  kJ/kg Entn. ND-Kessel f. Entgaser Tafelabw. spez. Enth.

162 TRLBV + °C Rückl. Brennst.Vorwärm. in HK Temperatur


163 PRLBV + bar Rückl. Brennst.Vorwärm. in HK Druck
999 RHRLBV  kJ/kg Rückl. Brennst.Vorwärm. in HK Tafelabw. spez. Enth.

166 QMUHDK + kg/s Undichtheit HD-Teil Kessel Massenfluss


167 QUHDK + kJ/s Undichtheit HD-Teil Kessel Wärmefluss
169 QMUHDT + kg/s Undichtheit HD-Teil Turbine Massenfluss
170 QUHDT + kJ/s Undichtheit HD-Teil Turbine Wärmefluss
171 QMUMDK + kg/s Undichth. MD-Kessel Massenfluss
172 QUMDK + kJ/s Undichth. MD-Kessel Wärmefluss
173 QMUMDT + kg/s Undichtheit MD-Teil Turbine Massenfluss
174 QUMDT + kJ/s Undichtheit MD-Teil Turbine Wärmefluss
176 QMUNDK + kg/s Undichth. ND-Kessel Massenfluss
177 QUNDK + kJ/s Undichth. ND-Kessel Wärmefluss
178 QMUNDT + kg/s Undichtheit ND-Teil Turbine Massenfluss
179 QUNDT + kJ/s Undichtheit ND-Teil Turbine Wärmefluss
191 QMS4 + kg/s Hauptkondensat S4 Massenfluss
192 TS4 + °C Hauptkondensat S4 Temperatur
193 PS4 + bar Hauptkondensat S4 Druck
999 RHS4  kJ/kg Hauptkondensat S4 Tafelabw. spez. Enth.

196 QMS10 + kg/s Hauptkondensat S10 Massenfluss


197 TS10 + °C Hauptkondensat S10 Temperatur
198 PS10 + °C Hauptkondensat S10 Druck
– 20 – VDI 2048 Blatt 3 Entwurf

Nr. Messgrößen- Typ Einheit Bezeichnung Ort Bezeichnung Art


Name
999 RHS10 kJ/kg Hauptkondensat S10 Tafelabw. spez. Enth.

201 TECOE + °C Speisewasser ECO-Eintritt Temperatur


202 PECOE + bar Speisewasser ECO-Eintritt Druck
999 RHECOE  kJ/kg Speisewasser ECO-Eintritt Tafelabw. spez. Enth.

212 TECOA + °C Speisewasser ECO-Austritt Temperatur


213 PECOA + bar Speisewasser ECO-Austritt Druck
999 RHECOA  kJ/kg Speisewasser ECO-Austritt Tafelabw. spez. Enth.

211 QMS1 + kg/s Hauptkondensat S1 Massenfluss


212 TS1 + °C Hauptkondensat S1 Temperatur
213 PS1 + bar Hauptkondensat S1 Druck
999 RHS1  kJ/kg Hauptkondensat S1 Tafelabw. spez. Enth.

215 AENDENTG _ kg/s Änd. Inhalt Speisw.behälter Kreislaufverluste


216 TENTGS + °C Austr. Speisewasserbehälter Temperatur
217 PENTGS + bar Austr. Speisewasserbehälter Druck
999 RHWENTGS  kJ/kg Austr. Speisewasserbehälter Tafelabw. spez. Enth.

218 DTENTGS + K Sätt.-Austr.-Speisw.behälter Temp.Diff.


219 DPENTGS + bar Austr.-Sätt.-Speisw.behälter Druck.Diff.
999 TENTGSD  °C Sättigung Speisewass.Behält. Temperatur

999 PENTGSD  bar Sättigung Speisewass.Behält. Druck

999 RPENTG  kJ/kg Sättigungsdruck Speisw.Beh. Tafelabw.

999 RHDENTGS  kJ/kg Dampf Speisewasserbehälter Tafelabw. spez. Enth.

999 QMVSPSPM kg/s vor Kesselspeisepumpe Massenfluss

999 TVSPSPM + °C vor Kesselspeisepumpe Temperatur


999 PVSPSPM + bar vor Kesselspeisepumpe Druck
999 RHVSPSPM
kJ/kg vor Kesselspeisepumpe Tafelabw. spez. Enth.

221 QMNSPSPM + kg/s nach Kesselspeisepumpe Massenfluss


222 TNSPSPM + °C nach Kesselspeisepumpe Temperatur
223 PNSPSPM + bar nach Kesselspeisepumpe Druck
999 RHNSPSPM kJ/kg nach Kesselspeisepumpe Tafelabw. spez. Enth.

221 QMSPWK + kg/s Speisewasser Kesseleintritt Massenfluss


222 THDSPWK + °C Speisewasser Kesseleintritt Temperatur
223 PHDSPWK + bar Speisewasser Kesseleintritt Druck
221 QMSPWOHD + kg/s Speisewass. ohne HD-Vorwärm. Massenfluss
222 TSPWOHD + °C Speisewass. ohne HD-Vorwärm. Temperatur
223 PSPWOHD + bar Speisewass. ohne HD-Vorwärm. Druck
224 DHNSPOHD _ kJ/kg SP-Wass.n.Sp.Pu./o.HD-Vorw. Abw. spez. Enth.
231 PSPSPMP + kW Kesselspeisepumpe elektr. Antriebs-Leistung
232 ETAGETR + % Speisepumpenantrieb Getriebewirkungsgrad
999 QVSPP kW Speisepumpenantriebsverlust Leistung

233 PKONDP 0 kW Kondensatpumpe innere Leistung


234 PPUMP + kW Pumpen o. Speise-u. Kond. Pu. innere Leistung
235 PNDSPPMP + kW Speisewasser MD-Kessel innere Leistung
Entwurf VDI 2048 Blatt 3 – 21 –

Nr. Messgrößen- Typ Einheit Bezeichnung Ort Bezeichnung Art


Name
241 TSPWMDK + °C Speisewasser MD-Kessel Temperatur
242 PSPWMDK + bar Speisewasser MD-Kessel Druck
999 RHSPWMDK kJ/kg Speisewasser MD-Kessel Tafelabw. spez. Enth.

243 QMSPWMDK + kg/s Speisewasser MD-Kessel Massenfluss


245 TMDKA + °C Dampf MD-Kesselaustritt Temperatur
246 PMDKA + bar Dampf MD-Kesselaustritt Druck
999 RHMDKA  kJ/kg Dampf MD-Kesselaustritt Tafelabw. spez. Enth.

247 QMMDKA + kg/s Dampf MD-Kesselaustritt Massenfluss


251 QMSPWNDK + kg/s Speisewasser ND-Kessel Massenfluss
252 TSPWNDK + °C Speisewasser ND-Kessel Temperatur
253 PSPWNDK + bar Speisewasser ND-Kessel Druck
999 RHSPWNDK  kJ/kg Speisewasser ND-Kessel Tafelabw. spez. Enth.

261 QMKWL + kg/s Kühlwasser Kondensator links Massenfluss


262 TKWEL + °C Kühlwassereintritt links Temperatur
263 PKWEL + bar Kühlwassereintritt links Druck
999 RHKWE  kJ/kg Kühlwassereintritt Tafelabw. spez. Enth.

271 TKWAL + °C Kühlwasseraustritt links Temperatur


272 PKWAL + bar Kühlwasseraustritt links Druck
999 RHKWA  kJ/kg Kühlwasseraustritt Tafelabw. spez. Enth.

281 QTOELK + kJ/s Turbinenölkühlung Wärmefluss


282 QSTRKSL + kJ/s Wärmeverl. Kessel Strahlung, Konvektion
283 QSTRKHS + kJ/s Wärmeverl. Kesselhaus Strahlung, Konvektion
284 QSTRT + kJ/s Wärmeverl. Turbinenanlage Strahlung, Konvektion
285 QSTRZUH + kJ/s Wärmeverl. heiße ZÜ-Dampfl. Strahlung, Konvektion
286 QSTRZUK + kJ/s Wärmeverl. kalte ZÜ-Dampfl. Strahlung, Konvektion
287 QSTRNDL + kJ/s Wärmeverl. ND-Dampfleitung Strahlung, Konvektion
288 QSTRENTG + kJ/s Wärmeverl.Speisewass. Behält. Strahlung, Konvektion
291 PGEN + kW Generator Dampfturbine Leistung
292 ETAGEN + % Generatorwirkungsgrad DT
293 PTRANS + kW Blocktrafo (Oberspannung) Leistung
294 PVERL + kW Verlust Blocktrafo Leistung
296 PEIGEN + kW sonstiger el. Eigenverbrauch Leistung
301 QFERNW + kJ/s Fernwärmeabg. Turb.-system Leistung
302 QMFERNW + kg/s Fernwärmewasser Massenfluss
303 TFERNWE + °C Fernwärmewassereintritt Temperatur
304 PFERNWE + bar Fernwärmewassereintritt Druck
999 RHFERNWE  kJ/kg Fernwärmewassereintritt Tafelabw. spez. Enth.

305 TFERNWA + °C Fernwärmewasseraustritt Temperatur


306 PFERNWA + bar Fernwärmewasseraustritt Druck
999 RHFERNWA  kJ/kg Fernwärmewasseraustritt Tafelabw. spez. Enth.

311 QMFWKE + kg/s Fernw. Wasser Kessel-Eintr. Massenfluss


312 TFWKE + °C Fernw. Wasser Kessel-Eintr. Temperatur
313 PFWKE + bar Fernw. Wasser Kessel-Eintr. Druck
– 22 – VDI 2048 Blatt 3 Entwurf

Nr. Messgrößen- Typ Einheit Bezeichnung Ort Bezeichnung Art


Name
999 RHFWKE kJ/kg Fernw. Wasser Kessel-Eintr. Tafelabw. spez. Enth.

314 TFWKA + °C Fernw. Wass. Kessel-Austritt Temperatur


315 PFWKA + bar Fernw. Wass. Kessel-Austritt Druck
999 RHFWKA  kJ/kg Fernw. Wass. Kessel-Austritt Tafelabw. spez. Enth.

316 QMFWK + kg/s Fernw. Wass. a. Kess.Schleife Massenfluss


317 TFWK + °C Fernw. Wass. a. Kess.Schleife Temperatur
318 PFWK + bar Fernw. Wass. a. Kess.Schleife Druck
999 RHFWK  kJ/kg Fernw. Wass. a. Kess.Schleife Tafelabw. spez. Enth

999 QMBYFWK  kg/s Bypass Fernw. Wasser Kessel Massenfluss

321 QMBYPA2 + kg/s Bypass um Heizer 2,3 Massenfluss


322 TBYPA2 + °C Bypass um Heizer 2,3 Temperatur
323 PBYPA2 + °C Bypass um Heizer 2,3 Druck
999 RHBYPA2  kJ/kg Bypass um Heizer 2,3 Tafelabw. spez. Enth.

999 QMFERNH  kg/s Fernwärmewass. du. Heiz. 2,3 Massenfluss

326 TFERNH2 + °C Fernwärmewass. nach Heizer 2 Temperatur


327 PFERNH2 + bar Fernwärmewass. nach Heizer 2 Druck
999 RHFERNH2  kJ/kg Fernwärmewass. nach Heizer 2 Tafelabw.spez. Enth

331 TFERNHv2 + °C Fernwärmewass. vor Heizer 2 Temperatur


332 PFERNHv2 + bar Fernwärmewass. vor Heizer 2 Druck
999 RHFERNHv2  kJ/kg Fernwärmewass. vor Heizer 2 Tafelabw. spez. Enth.

999 QMFERNH1  kg/s Fernwärmewass. du. Heizer 1 Massenfluss

336 TFERNH1 + °C Fernwärmewass. nach Heizer 1 Temperatur


337 PFERNH1 + bar Fernwärmewass. nach Heizer 1 Druck
999 RHFERNH1 kJ/kg Fernwärmewass. nach Heizer 1 Tafelabw.spez. Enth

341 QMK1H2 + kg/s Kondensat1 aus Heizer 2 Massenfluss


342 TK1H2 + °C Kondensat1 aus Heizer 2 Temperatur
343 PK1H2 + bar Kondensat1 aus Heizer 2 Druck
999 RHKH2
kJ/kg Kondensat aus Heizer 2 Tafelabw. spez. Enth.

999 QMDH2 kg/s Dampf für Heizer 2 Massenfluss

351 TDH2 + °C Dampf für Heizer 2 Temperatur


352 PDH2 + bar Dampf für Heizer 2 Druck
999 RHDH2 kJ/kg Dampf für Heizer 2 Tafelabw. spez. Enth.

356 QMS5 + kg/s Kondensat aus Heizer 1 Massenfluss


357 TS5 + °C Kondensat aus Heizer 1 Temperatur
358 PS5 + bar Kondensat aus Heizer 1 Druck
999 RHS5 kJ/kg Kondensat aus Heizer 1 Tafelabw. spez. Enth.

999 QMDH1  kg/s Dampf für Heizer 1 Massenfluss

361 TDH1 + °C Dampf für Heizer 1 Temperatur


362 PDH1 + bar Dampf für Heizer 1 Druck
999 RHDH1  kJ/kg Dampf für Heizer 1 Tafelabw. spez. Enth.

402 DHFWEKE _ kJ/kg Fernw._Eintr./Kessel_Eintr. Abw. spez. Enth.


Entwurf VDI 2048 Blatt 3 – 23 –

Nr. Messgrößen- Typ Einheit Bezeichnung Ort Bezeichnung Art


Name
403 DHFHv2BY2 _ kJ/kg vor Heiz.2/Bypass Heiz. 2,3 Abw. spez. Enth.
411 QMDSTB + kg/s Stopfbüchsendampf Massenfluss
412 TDSTB + °C Stopfbüchsendampf Temperatur
413 PDSTB + bar Stopfbüchsendampf Druck
999 RHDSTB kJ/kg Stopfbüchsendampf Tafelabw. spez. Enth.

416 QMKOSTB + kg/s Stopfbüchsenkondensat Massenfluss


417 TKOSTB + °C Stopfbüchsenkondensat Temperatur
418 PKOSTB + bar Stopfbüchsenkondensat Druck
999 RHKOSTB  kJ/kg Stopfbüchsenkondensat Tafelabw. spez. Enth.

421 THOT + °C Austritt Kondensator Temperatur


422 PHOT + bar Austritt Kondensator Druck
999 RHWHOT  kJ/kg Austritt Kondensator Tafelabw. spez. Enth.

423 AENDHOT _ kg/s Änd.Inhalt Kondensator Kreislaufverluste


424 DTHOT + K Sätt.-Austr.-Speisw.behälter Temp.Diff.
425 DPHOT + bar Austr.-Sätt.-Speisw.behälter Druck.Diff.
999 QMAD + kg/s Abdampf in Kondensator Massenfluss
426 XAD + – Abdampf in Kondensator Dampfgehalt
999 LN XAD  – ln x (Dampfgehalt) Oberschrankenüberwachung

999 QMADD  kg/s Dampfanteil Abdampf in Kond. Massenfluss

999 QMADW  kg/s Wass.Anteil Abdampf in Kond. Massenfluss

999 TAD  °C Abdampf in Kondensator Temperatur

999 RTAD  K Tafelabw.Temp. Abdampf i.Kond. Temperatur

427 PAD + bar Abdampf in Kondensator Dampfgehalt


999 RHDAD  kJ/kg Dampfanteil Abdampf i. Kond. Tafelabw. spez. Enth.

999 RHWAD kJ/kg Wass.Anteil Abdampf i. Kond. Tafelabw. spez. Enth.

501 PFWEH1 + bar p Fernw.Eintr. – n. Heizer 1 Druck


502 PFWEKE + bar p Fernw.Eintr.– Kess. Eintr. Druck
503 PFWKEA + bar p Kess.Eintr.– Kess. Austr. Druck
504 PFWK + bar p Kess.Austr. – Kess. Schl. Druck
505 PFWKHv2 + bar p Kess.Schl. – vo. Heizer 2 Druck
506 PFWH1v2 + bar p na.Heizer1 – vo. Heizer 2 Druck
507 PFWH1B2 + bar p n.Heizer 1 – Byp. Heiz. 2,3 Druck
508 PFWHv22 + bar p vo.Heizer 2 – na. Heizer 2 Druck
509 PH3FWA + bar p n.Heizer 3 – Fernw. Austr. Druck
510 PBY2FWA + bar p Byp. H. 2,3 – Fernw. Austr. Druck
511 PDH1S5 + bar p Da.Heiz. 1 – Kond. Heiz. 1 Druck
512 PK1H2S5 + bar p Ko. 1 Heiz. 2 – Kond. Heiz. 1 Druck
513 PDH2K12 + bar p Da. Heiz. 2 – Ko. 1 Heiz. 2 Druck
999 CMBR
– C Mischbrennstoff Turbine Massenanteil

999 HMBR – H Mischbrennstoff Turbine Massenanteil

999 SMBR – S Mischbrennstoff Turbine Massenanteil


– 24 – VDI 2048 Blatt 3 Entwurf

Nr. Messgrößen- Typ Einheit Bezeichnung Ort Bezeichnung Art


Name
999 OMBR – O Mischbrennstoff Turbine Massenanteil

999 NMBR  – N Mischbrennstoff Turbine Massenanteil

999 H2OMBR  – H2O Mischbrennstoff Turbine Massenanteil

0 pBonMal + % statistische Sicherheit


0 Pelg + kW garantierte elektr. Leistung Leistung
0 wvbg + kJ/kWh garantierter Wärmeverbrauch

9.3 Ablauf der Auswertung 9.3.2 Brennstoff Erdgas


9.3.1 Vorauswertung Massenfluss Erdgas Aus der Brennstoffanalyse liegen die gemessenen
Mol-Anteile 5 ) der Komponenten des Erdgases vor.
Der Volumenfluss Erdgas wird mit einem Turbi-
Sie müssen folgender Nebenbedingung genügen:
nenrad-Zähler gemessen. Für die Berechnung des
Massenflusses ist die Dichte im Messzustand not- ' xCH 4 $ '1$
% " % "
wendig. Diese wird nach DVGW G 486 iterativ % x C 2 H 6 " % 1"
ermittelt. Die neben Temperatur und Druck benö- % x " % "
tigten Stoffdaten des Erdgases, nämlich Dichte im % C 3 H 8 " % 1"
Normzustand und Brennwert im Normzustand % xi !C 4 H10 " %1"
werden nach DIN 51857 aus der Gasanalyse er- % " % "
% xn !C 4 H10 " ( %1" ! 1 0 (80)
mittelt. Die praktische Durchführung der größten- % xi !C H " %1"
teils iterativen Berechnung erfolgt unter Verwen- % 5 12
" % "
dung der in Abschnitt 4.2 beschriebenen Pro- x
% n !C5H12 " %1"
grammbausteine, sodass auch die partiellen Ablei- % x " % 1"
tungen nach Temperatur, Druck und den Daten der % C6 H14 " % "
% xCO 2 " %1"
Gasanalyse gleichzeitig mit dem Ergebniswert % x " % "
ermittelt werden. Wie in Abschnitt 5 beschrieben & N 2 # & 1#
ist, wird der errechnete Massenfluss Erdgas als Eine allgemein gehaltene Verbrennungsrechnung
Hilfsgröße in den Vektor der Messgrößen einge- muss beliebige Brennstoffgemische aus Gas, Öl,
tragen, sodass er im Weiteren wie ein Messwertbe- Kohle, Wasser (Einspritzung, Zerstäuberdampf)
handelt werden kann. Die Durchrechnung der Da- usw. verarbeiten können. Es ist daher notwendig,
ten des Beispiels ergibt: die Mol-Anteile der Komponenten des Erdgases
auf die elementare Massenanteile an C, H, O und
Auswertung der rohen Daten N umzurechnen. Als Zwischenergebnis wird zu-
Mengenumwertung nach DVGW G 486 nächst die Masse der Elementarkomponenten je
Erdgas Turbine kmol Brennstoff ermittelt:
Brennstofffluss an Messstelle
Gasturbine
' xCH4 $ '1 4 0 0$
Wert ±Konf % "% "
% xC2H6 " % 2 6 0 0"
95 % % x "%
% C3H8 " % 3 8 0 0"
Volumenfluss 0.9882 0.0049 "
% xi!C4H10 " % 4 10 0 0" ' MC 0 0 0 $
in m³/s % "% "% "
% xn!C4H10 " ( % 4 10 0 0" % 0 MH 0 0 " (81
Temperatur in °C 15.00 0.20 mm EG (
% xi!C H " % 5 12 0 0" % 0 0 MO 0 "
Druck in bar 20.60 0.10 % 5 12 " % " %% "
% xn!C5H12 " % 5 12 0 0" & 0 0 0 MN "#
Dichte in kg/m3 14.935 0.249 %x " %6 14 0 0"
Massenfluss 14.759 0.257 % C6H14 " % "
in kg/s % xCO2 " %1 0 2 0"
% x "% 0 0 2"#
& N2 # & 0
)

—————
5)
Stoffmengenanteile gemäß DIN 51857
Entwurf VDI 2048 Blatt 3 – 25 –

Für den Realgasfaktor im Bezugszustand für das


Die Masse eines kmol Erdgas erhält man mit: Gasvolumen gilt gemäß DIN 51857 die Nähe-
rungsgleichung
%1"
# 2
#1 % % bCH 4 " "
M EG ' mm EG & # (82) # % xCH " #
1 ## 4
# bC 2 H 6
# # # xC 2 H 6 #
#1
$ ! ## x # bC 3 H 8
# # C3 H 8 #
Aus obigen Gleichungen erhält man die für die # # xi ( C 4 H 10 # b i - C 4 H10
allgemeine Verbrennungsrechnung notwendigen ##
# # xn ( C 4 H 10 # bn - C 4 H10
Masseanteile der Elementarkomponenten je kg Z vr ' 1 ( &# (85)
Brennstoff # # xi ( C H # b i - C 5 H12
## 5 12
#
%c" # # xn ( C5 H 12 # bn - C 5 H12
# ## x #
#h mm EG
# # C 6 H 14 # bC 6 H14
z '# ' (83)
o M EG # # xCO2 #
# ## x #
bCO 2
#n
$ ! #$ N2 ! # bN 2
$ $ !!
Aus den Mol-Anteilen der Komponenten des Erd-
gases kann gemäß DIN 51857 der Heizwert eines Für die Unsicherheit dieser Näherungsgleichung
Moles mithilfe der molaren Heizwerte 6 ) der Kom- wird in DIN 51857 die relative Unsicherheit
ponenten wie folgt ermittelt werden: ±0,1 % angegeben. Dies wird gemäß VDI 2048
Blatt 1, Abschnitt 4.7.3, Gleichung (90) wie folgt
% xCH " % H im CH "
# 4
# 4 berücksichtigt:
# xC 2 H 6 # H im C 2 H 6 Z v EG ' Z vr EG ) aZr EG ' Z vr (1 ) rZr EG ) (86)
# # H
# xC 3 H 8 # im C3H8 Für rZr ist 0 ± 0,001 einzusetzen.
# xi (C H # H im i - C 4 H10
# 4 10
# Für das molare Volumen des Erdgases im Bezugs-
x H
H im EG ' ## n (C 4 H10 & # im n- C 4 H10 ( 1 ' 0 (84) zustand gilt unter Verwendung des Realgasfaktors
x #H R & Tv & Z v EG
# i (C5H12 # im i - C5 H12 Vmv EG ' (87)
# xn (C5H12 # H im n- C5 H12 pv
# x # H
# C6 H14 # im C6 H14 Damit folgt für den volumenbezogen gerechneten
# x CO 2 # 0 Heizwert des Erdgases in kJ/m3
## #
$ xN 2 ! $ 0 ! H im EG & pv
H iv EG ' 1000 & (88)
R & Tv & Z v EG
Die relative Dichte im Bezugszustand für das Gas-
volumen kann gemäß DIN 51857 unter Verwen-
dung der molaren Masse des Erdgases wie folgt
errechnet werden:
* v EG M EG & Z v L
d v EG ' '& (89)
*v L M L & Z v EG
Die stöchiometrischen Verbrennungsprodukte an
CO2 und H2O je Volumen des Erdgases im Be-
zugszustand können wie folgt berechnet werden:

—————
6)
Gemäß DIN 4341-1 bzw. ISO 2314 ist als Bezugstemperatur
für die Verbrennung tb = 15 °C zu wählen. Zu dieser Bezugs-
temperatur für die Verbrennung gehört gemäß DIN 51857 ein
Bezugszustand von Tv = 288,15 K (tv = 15 °C) und
pv = 101,325 kPa für das Gasvolumen.
– 26 – VDI 2048 Blatt 3 Entwurf

% xCH4 " % 1 2" Die praktische Ermittlung der spezifischen Enthal-


# # pien erfolgt gemäß Tabelle 2. Es werden je Zeile
# xC2H6 # 2 3
der Enthalpietabelle der Funktionswert der spezifi-
# x #
# C3H8 # 3 4 schen Enthalpie und die für die Fehlerrechnung
# xi (C4H10 # 4 5 benötigten partiellen Ableitungen errechnet und
# # jeweils in einer geeigneten Struktur zusammenge-
% mCO2rVvEG " 1 # xn(C4H10 # 4 5 % MCO2 0 "
# ' & & ## fasst, sodass diese Strukturen als Argumente für
# mH Or # #
$ 2 VvEG ! VmvEG # xi (C5H12 # 5 6 $ 0 M H2 O ! die Verarbeitungsfunktionen gemäß Bild 2 ver-
# xn(C5H12 # 5 6 wendet werden können.
# x #6 7 Spalte 1 der Enthalpietabelle enthält die Namen
# C6H14 # der spezifischen Enthalpien, unter denen auf die
# xCO2 #1 0
# x # gemäß weiterverarbeitbare Struktur aus Funk-
$ N2 ! $ 0 0! tionswert und Vektor der partiellen Ableitungen
(90) zugegriffen werden kann. Für die Gestaltung der
Namen der spezifischen Enthalpien gelten diesel-
Das spezifische Volumen des Erdgases im Bezugs-
ben Überlegungen, wie sie bei den Messgrößen-
zustand erhält man aus der relativen Dichte im
namen dargelegt wurden. Es erhöht die Lesbarkeit
Bezugszustand für das Gasvolumen mit:
und die Verständlichkeit des Programmcodes,
1 R & Tv Z vL wenn die Namen der spezifischen Enthalpien auch
vvEG ' ' & (91)
) vEG pv M L & d v EG für die Namen der gemäß Bild 6 erzeugten Struk-
tur-Variablen verwendet werden.
Die spezifische Enthalpie des Erdgases h wird
EG,i Argument
aus den Approximationsfunktionen der spezifi- Zugriff auf den Vektor
Name der spez.
schen Enthalpien der Komponenten des Erdgases 7 ) der spez. Enthalpien
Enthalpien
gemäß Tabelle
und der Summentafelunsicherheit der spezifischen
Enthalpie des Erdgases aEG,i gemäß VDI 2048
Blatt 1, Abschnitt 4.7.3, Gleichung (91) ermittelt.
"h x ! Struktur für
Da diese Summentafelunsicherheit der Approxima- hi x ! Weiterverabreitung
tionsfunktionen nicht als absolute Größe aEG,i son- "x
dern als auf den Funktionswert bezogene Größe
Bild 6. Schema des Zugriffs auf spezifische
rEG,i angegeben ist, muss dies in Gleichung (91)
Enthalpien
aus VDI 2048 Blatt 1 wie folgt eingebracht wer-
den: Spalte 2 der Enthalpietabelle enthält den Namen
hEG ,i # hEG ti ! " aEG ,i # hEG ti ! " rEG ,i hEG ti ! der Temperatur.
(92)
# hEG ti ! 1 " rEG ,i !
Die Spalte 3 der Enthalpietabelle enthält den Na-
men der Tafelunsicherheit der spezifischen Enthal-
Damit erhält man die Beziehung pie.
* xCH 4 ' * h CH 4 ti ! ' Die Spalte 4 der Enthalpietabelle beschreibt die
( % ( % Messstelle.
( xC 2 H 6 % ( h C 2 H 6 ti ! %
( x % ( h t! %
( C3 H 8 % ( C 3 H 8 i %
( xi +C 4 H10 % ( h i - C 4 H10 ti ! %
( % ( %
xn +C 4 H10 % ( h n- C 4 H10 ti !%
h EG,i #( $ $ 1 " rEG ,i ! (93)
( xi +C H % ( hi - C H ti ! %
( 5 12
% ( 5 12
%
( xn +C5 H12 % ( h n- C5 H12 ti !%
( x % ( h t!%
( C6 H14 % ( C6 H14 i %
( xCO 2 % ( hCO 2 ti ! %
( x % ( %
) N 2 & ) hN 2 ti ! &

—————
7)
Die Approximationsfunktionen haben den Enthalpienull-
punkt bei der Bezugstemperatur für die Verbrennung tb und
sind auf das Gasvolumen im Bezugszustand zu beziehen.
Entwurf VDI 2048 Blatt 3 – 27 –

Tabelle 2. Spezifische Enthalpien des Erdgases


spez. Enthalpie Temperatur Tafelunsicherheit der Bezeichnung
spez. Enthalpie
HEGTA TLUFT RHEGTA Außenzustand

HEGBLT TGAST RHEGBLT Messstelle Gasturbine

HEGBLT TGASTBK RHEGBKT vor Brennkammer

9.3.3 Mehrfachmessung der Die Berechnung der spezifischen Enthalpie von


Brennstoffanalyse trockener Luft und Wasserdampf erfolgt mit den in
Zur Erhöhung der Redundanz wird eine unabhän- VDI 4670 angegebenen Gleichungen. Diese Glei-
gige Kontrollmessung der Brennstoffanalyse vor- chungen haben den Enthalpie-Nullpunkt bei
genommen. Gemäß VDI 2048 Blatt 1, Ab- T0 = 273,15 K und ergeben die spezifische Enthal-
schnitt 5.5 ergeben sich damit die Nebenbedingun- pie in J mol–1. Da bei der Verbrennungsrechnung
gen auf den Normzustand bezogene Volumenflüsse
anfallen, sind die spezifischen Enthalpien nicht auf
& xCH 4 # & xCH 4 Kontr # die Molmasse, sondern auf das Volumen im
$ ! $ !
$ xC 2 H 6 ! $ xC 2 H 6 Kontr ! Normzustand zu beziehen. Zusätzlich ist der En-
$ x ! $ x ! thalpienullpunkt auf die Bezugstemperatur für die
$ C3H8 ! $ C3H8 Kontr ! Verbrennung tb zulegen. Dies geschieht für die k-te
$ xi 'C 4 H10 ! $ xi 'C 4 H10 Kontr ! Komponente der feuchten Luft bzw. des Verbren-
$ ! $ !
nungsgases mit folgender Transformation:
$ x n 'C 4 H10 ! ' $ xn 'C 4 H10 Kontr ! 0 (94)
$ xi 'C H ! $ xi 'C5 H12 Kontr ! hm0 , k T0 & t ! # hm0 , k T0 & tb !
$ 5 12
! $ ! hn , k t! $ (97)
$ n 'C5 H12 ! $ xn 'C5 H12 Kontr !
x R " Tn
$ x ! $ x ! pn
$ C6 H14 ! $ C6 H14 Kontr !
$ xCO 2 ! $ xCO 2 Kontr ! Da in VDI 4670, Anhang F die Unsicherheiten der
$ x ! $$ !! Approximationsfunktionen nicht als absolute Grö-
% N 2 " % x N 2 Kontr " ße ai sondern als auf den jeweiligen Funktionswert
9.3.4 Feuchte und spezifische Enthalpien der bezogene Größe ri angegeben sind, muss dies in
Verbrennungsluft Gleichung (91) aus VDI 2048 Blatt 1 wie folgt
Für die Verbrennungsrechnung und für die Ermitt- eingebracht werden:
lung der spezifischen Enthalpien wird die absolute hn L , i $ hn L ti ! & a L , i $ hn L ti ! & rL , i hn L ti !
Feuchte der Luft benötigt. Diese erhält man aus der $ hn L ti ! 1 & rL , i !
relativen Feuchte mittels der Beziehung (98)
hn d , i $ hn d ti ! & ad , i $ hn d ti ! & rd , i hn d ti !
M H 2O " % " ps t L !
z H 2O L $ (95) $ hn d ti ! 1 & rd , i !
M L pL # % " ps t L !!
Bei der Ermittlung der spezifischen Enthalpien der Damit erhält man:
feuchten Verbrennungsluft ist der Gehalt an Was-
serdampf und die Summentafelunsicherheit aL,i der
hn L t i ! 1 & rL , i ! & z H 2 O, L
ML
M H 2O
hn d ti ! & ad ,i !
spezifischen Enthalpie der trockenen Luft und die hn LF, i $
ML
Tafelunsicherheit des Wasserdampfes ad,i gemäß 1 & z H 2 O, L
VDI 2048 Blatt 1, Abschnitt 4.7.3, Gleichung (91) M H 2O
entsprechend zu berücksichtigen: (99)
hn , L ti ! & aL, i & z H 2 O, L
ML
M H 2O
hn , d ti ! & ad , i !
hn , LF $
ML
1 & z H 2 O, L
M H 2O
(96)
– 28 – VDI 2048 Blatt 3 Entwurf

Sowohl hnL(ti) als auch rL,i erhält man als nach 9.3.5 Auswertung Verbrennungsluft
Molenbrüchen gewichtete Summe der Komponen- Zunächst ist aus den Masseanteilen der Elementar-
ten der trockenen Luft: komponenten gemäß Gleichung (83) das Mindest-
' xCO 2 $ ' hn CO 2 ti !$ luftvolumen im Normzustand je kg Brennstoff zu
% " % " ermitteln:
% xO 2 " % hn O 2 ti ! "
hn L ti ! ) % ( (100) Vmol % c o "
xN 2 " %% hn N 2 ti ! "" VL min ' ## &
h
& (102)
% "
% x " % h t!" xO 2 $ M C 4 M H 4 M O !
& Ar # & n Ar i #
Dabei ist
' xCO 2 $ ' rCO 2 ,i $
% " % " xO 2 Mol-Anteil 8 ) O2 in der trockenen Verbren-
% xO 2 " % rO 2 ,i "
r L,i )% ( (101) nungsluft
x N 2 " % r N 2 ,i "
% " % " Das Volumen der trockenen Verbrennungsluft im
% x " % r "
& Ar # & Ar,i # Normzustand je kg Brennstoff erhält man mit der
Die praktische Ermittlung der spezifischen Enthal- Luftzahl als
pien erfolgt gemäß Tabelle 3. Es werden je Zeile VL ' ) ( VL min (103)
der Enthalpietabelle der Funktionswert der spezifi-
schen Enthalpie und die für die Fehlerrechnung Die Luftzahl kann aus den Massenanteilen der
benötigten partiellen Ableitungen errechnet und Elementarkomponenten des Brennstoffes gemäß
jeweils in einer geeigneten Struktur zusammenge- Gleichung (83) und aus den Analysewerten des
fasst, so dass diese Strukturen als Argumente für Rauchgases auf zwei Arten ermittelt werden:
die Verarbeitungsfunktionen gemäß Bild 2 ver- * Errechnung der Luftzahl aus dem CO2- und
wendet werden können. CO-Gehalt des trockenen Rauchgases (Kohlen-
Spalte 1 der Enthalpietabelle enthält die Namen stoffbilanz)
der spezifischen Enthalpien, unter denen auf die (( CO % %
gemäß Bild 2 weiterverarbeitbare Struktur aus Vm, n && 1" # c #
&& 2 " 1# n # ! xO
Funktionswert und Vektor der partiellen Ableitun- "
VL min & & CO 2 ! CO # M C 2 M NL # 2

gen zugegriffen werden kann. Für die Gestaltung && # #


*c ) '' $ $ (104)
der Namen der spezifischen Enthalpien gelten die- CO
selben Überlegungen, wie sie bei den Messgrößen- 1"
namen dargelegt wurden. Es erhöht die Lesbarkeit 1" 2 xCO 2
und die Verständlichkeit des Programmcodes, CO 2 ! CO
wenn die Namen der spezifischen Enthalpien auch Dabei ist
für die Namen der gemäß Bild 6 erzeugten Struk- CO2 Mol-Anteil CO2 des trockenen Rauch-
tur-Variablen verwendet werden. gases
Spalte 2 der Enthalpietabelle enthält den Namen CO Mol-Anteil CO des trockenen Rauch-
der Temperatur, gases
Spalte 3 den Namen der Tafelunsicherheit der spe- xO 2 Mol-Anteil O2 der trockenen Verbren-
zifischen Enthalpie;
nungsluft
Spalte 4 beschreibt die Messstelle.
xCO 2 Mol-Anteil CO2 der trockenen
Verbrennungsluft
xCO Mol-Anteil CO der trockenen Verbren-
nungsluft
M NL Atomgewicht des Luftstickstoffs
einschließlich Argon und Neon

—————
8)
In der Richtlinie VDI 4670 werden Mol-Anteile als Molen-
brüche bezeichnet.
Entwurf VDI 2048 Blatt 3 – 29 –

Tabelle 3. Spezifische Enthalpien der Luft


Spez. Enthalpie Temperatur Tafelunsicherheit der Bezeichnung
spez. Enthalpie
HLTA TLUFT RHLUFT Außenzustand

HLV1 TV1 RHLUFT Verdichtereintritt

HLV2 TV2 RHLUV2 Verdichteraustritt

HLKUHLLFT TKUHLLFT RHLUV2 Kühlluft Gasturbine

HLLECKLFT TLECKLFT RHLUV2 Leckverluste Verdichter

Errechnung der Luftzahl aus dem O2- und CO- Das spezifische Volumen der feuchten Verbren-
Gehalt des trockenen Rauchgases (Sauerstoffbi- nungsluft bezogen auf Normzustand erhält man mit
lanz) ML
1 # zH 2 O L
) c n &
Vm, n
2 xO 2 RG " xCO RG ''! "
M C 2M NL $%
$ vn Lf *
Vm, n
,
M H 2O
(109)
VL min ( ML 1 # zH 2 O L
+c *
) 1 " xO 2 L & Den auf Normzustand bezogenen gesamten Volu-
2VL min '' xCO RG # xO 2 L # xO 2 RG $$
( 2 % (105) menfluss errechnet man aus der feuchten Verbren-

#
!
1 " xO 2 RG xO 2 L nungsluft je kg Brennstoff und dem Brennstoff-
massenfluss
1 " xO 2 L
xCO RG # xO 2 L " xO 2 RG Vn Lf * VLf ,m EG (110)
2
Dabei ist Die auf Normzustand bezogenen Volumenflüsse
am Verdichtereintritt, am Verdichteraustritt, die
xO 2 RG Mol-Anteil O2 des trockenen Rauch-
Leckluft am Verdichter und die Kühlluft für die
gases Gasturbine errechnet man mit
xCO RG Mol-Anteil CO des trockenen Rauch- ) VnLV1 & )1 1 0&
gases ' $ ' $ ) 1 &
' VnLV1 $ '1 0 " 1$ ' $
xO 2 L Mol-Anteil O2 der trockenen Verbren- ' $ * VnLf ' 0 0 1 '$ , ' aLeck $ (111)
' VnLKühl $ ' $ ( aKühl $%
nungsluft 'V $ '0 1 0 $%
( nLLeck % (
c Massenanteil des Kohlenstoffs im
Brennstoff gemäß Gleichung (83) Dabei ist
MC Molekulargewicht des atomaren Koh- aLeck Volumenanteil der Leckluft an der
lenstoffs Verbrennungsluft
Wenn die Luftzahl sowohl aus der Kohlenstoffbi- aKühl Volumenanteil der Kühlluft an der
lanz als auch aus der Sauerstoffbilanz errechnet Verbrennungsluft
wurde, so kann die Nebenbedingung Die Luftgeschwindigkeiten am Verdichtereintritt
+c " +o * 0 (106) und am Verdichteraustritt erhält man unter Um-
rechnung aus dem Normzustand auf den Betriebs-
gebildet werden. zustand mit
Die feuchte Verbrennungsluft im Normzustand je 1 Tn ! ti pn
kg Brennstoff erhält man aus Volumen der trocke- c LVi " VnLVi (112)
Ai T n pi
nen Verbrennungsluft je kg Brennstoff und dem
zugehörigen Volumen des Wasserdampfes in der Damit erhält man für die spezifischen Totalenthal-
Verbrennungsluft mit pien am Verdichtereintritt und an Verdichteraus-
VLf * VL # VWL (107) tritt
2
cLV
unter Verwendung von hnLVi " hnLF,i ! i
(113)
ML 2000 vn LF
Vw L * VL , xH 2O L , (108)
M H 2O Zusammenfassend erhält man für die Enthalpie-
flüsse der Verbrennungsluft aus Volumenflüssen
und spezifischen Enthalpien:
– 30 – VDI 2048 Blatt 3 Entwurf

% HLTA " % VnLV1 " % hnLTA 0 0 0 0 "


# # #
# HLV1 # VnLV1 # 0 hnLV1 0 0 0
# # & #
# HLV2 ' # VnLV2 # 0 0 hnLV2 0 0 (114)
# HLKühl #VnLKühl # 0 0 0 hnLKühl 0
## ## #
$ HLLeck! $VnLLeck! $ 0 0 0 0 hnLLeck!

Aus dem Enthalpiefluss bei Außenzustand und am Dabei ist


Verdichtereintritt kann die Nebenbedingung h Masseanteil des Wasserstoffs im Brenn-
H LTA ( H LV1 ' 0 (115) stoff gemäß Gleichung (83)
gebildet werden. MH Molekulargewicht des atomaren Wasser-
stoffs
9.3.6 Auswertung Rauchgas
Die Volumenanteile werden zum Vektor der Vo-
Die Volumenanteile von CO2 und CO im Rauch- lumenanteile am Turbinenaustritt zusammenge-
gas je kg Brennstoff betragen: fasst:
%VCO 2 " % x CO 2 RG " % c " % VCO 2 "
## ( ## & ##Vm, n ' VL & xCO 2 L (116) #
$ VCO ! $ x CO RG ! $ MC ! # VCO
Dabei ist VT2 ( ## VO 2 (120)
xO 2 RG Mol-Anteil O2 des trockenen Rauchgases # VN 2
##
xCO RG Mol-Anteil CO des trockenen Rauchgases $VH 2O !
xCO 2 L Mol-Anteil CO2 der trockenen Verbren- Beim Vektor der Volumenanteile am Turbinenein-
tritt ist zu berücksichtigen, dass die Volumenantei-
nungsluft le der Kühlluft noch nicht enthalten sind. Es gilt
c Massenanteil des Kohlenstoffes im Brenn- daher für den Turbineneintritt:
stoff gemäß Gleichung (83)
% xCO 2 "
MC Molekulargewicht des atomaren Kohlen- % VCO 2 " #
# # 0
stoffs # VCO # xO 2
Der Volumenanteil von O2 im Rauchgas je kg VT1 ( ## VO 2 + aKühlVL # (121)
Brennstoff beträgt: # xN 2
# VN 2 #
)
VO 2 ( xO 2 VL + VL min * (117) ## # zH O L
ML
$VH 2O ! # 2 MH O
Dabei ist $ 2 !
xO 2 L Mol-Anteil O2 der trockenen Verbren- Das auf Normzustand bezogene gesamte Volumen
nungsluft des Rauchgases je kg Brennstoff am Turbinenein-
tritt bzw. am Turbinenaustritt errechnet man aus
n der Summe der Volumenanteile je kg Brennstoff
VN 2 ( V m, n ' xN 2 LVL (118)
2 M NL am Turbineneintritt bzw. am Turbinenaustritt:
Dabei ist % 1"
#
xN 2 L Mol-Anteil N2 der trockenen Verbren- #1
nungsluft VnRG Ti ( VTi & #1 (122)
#
n Masseanteil des Stickstoffs im Brennstoff #1
gemäß Gleichung (83) #
$ 1!
MNL Molekulargewicht des atomaren Luftstick-
stoffs einschließlich Argon und Neon Den gesamten auf Normzustand bezogenen Volu-
menfluss des Rauchgases am Turbineneintritt bzw.
Der Volumenanteil von H2O im Rauchgas je kg am Turbinenaustritt errechnet man aus dem gesam-
Brennstoff beträgt: ten auf Normzustand bezogenen Volumen des
h Rauchgases je kg Brennstoff und dem Brennstoff-
VH 2 O ( V m, n ' VWL (119)
2M H massenfluss:
Entwurf VDI 2048 Blatt 3 – 31 –

VnRG Ti ! VnRG Ti mEG (123) Die praktische Ermittlung der spezifischen Enthal-
pien erfolgt gemäß Tabelle 4. Es werden je Zeile
Das auf Normzustand bezogene spezifische Volu- der Enthalpietabelle der Funktionswert der spezifi-
men des Rauchgases am Turbineneintritt und am schen Enthalpie und die für die Fehlerrechnung
Turbinenaustritt erhält man mit: benötigten partiellen Ableitungen errechnet und
Vm, n VnRG Ti jeweils in einer geeigneten Struktur zusammenge-
vn Ti ! (124) fasst, sodass diese Strukturen als Argumente für
' M CO 2 $
% " die Verarbeitungsfunktionen gemäß Bild 2 ver-
% M CO " wendet werden können.
VTi %% M O 2 "" Spalte 1 der Enthalpietabelle enthält die Namen
% M N2 " der spezifischen Enthalpien, unter denen auf die
%% "" gemäß Bild 2 weiterverarbeitbare Struktur aus
& M H 2O # Funktionswert und Vektor der partiellen Ableitun-
Den Verlust durch unverbranntes CO erhält man gen zugegriffen werden kann. Für die Gestaltung
mit dem volumenbezogenen Heizwert von CO: der Namen der spezifischen Enthalpien gelten die-
QuCO ! H vCO VCO mEG (125) selben Überlegungen, wie sie bei den Messgrößen-
namen dargelegt wurden. Es erhöht die Lesbarkeit
Die spezifische Enthalpie des Rauchgases hnRG,i und die Verständlichkeit des Programmcodes,
wird aus den Approximationsfunktionen der spezi- wenn die Namen der spezifischen Enthalpien auch
fischen Enthalpien der Komponenten des Rauchga- für die Namen der gemäß Bild 6 erzeugten Struk-
ses und der Tafelunsicherheiten Approximations- tur-Variablen verwendet werden.
funktionen der spezifischen Enthalpie des Rauch-
Spalte 2 der Enthalpietabelle enthält den Namen
gases gemäß VDI 2048 Blatt 1, Abschnitt 4.7.3,
der Temperatur, Spalte 3 den allen Rauchgaskom-
Gleichung (91) ermittelt. Die Berechnung der spe-
ponenten gemeinsamen Namensanfang der relati-
zifischen Enthalpien der Komponenten des Rauch-
ven Tafelunsicherheit der spezifischen Enthalpie;
gases erfolgt mit den in VDI 4670 angegebenen
Spalte 4 beschreibt die Messstelle.
Gleichungen mittels der Transformation gemäß
Gleichung (97). Da in VDI 4670, Anhang F die Die Rauchgasgeschwindigkeiten am Turbinenein-
Unsicherheiten der Approximationsfunktionen tritt und am Turbinenaustritt erhält man unter Um-
nicht als absolute Größe ai, sondern als auf den rechnung aus dem Normzustand auf den Betriebs-
jeweiligen Funktionswert bezogene Größe ri ange- zustand mit:
geben sind, muss dies in Gleichung (91) aus 1 Tn * ti pn
cRG Ti ! Vn RG Ti (128)
VDI 2048 Blatt 1 wie folgt eingebracht werden: Ai Tn pi
hni ! hn (ti ) * ai Damit erhält man für die spezifischen Totalenthal-
! hn (ti ) * ri hn (ti ) (126) pien am Turbineneintritt und an Turbinenaustritt:
! hn (ti )(1 * ri ) 2
cRG Ti
hn RG Ti ! hn RG,i * (129)
Damit erhält man die Beziehung: 2000vn Ti
(
' hn CO 2 (t i ) 1 * rCO 2
%
)$" Zusammenfassend erhält man für die Enthalpie-
% hn CO (t i )(1 * rCO ) " flüsse des Rauchgases aus Volumenflüssen und
hn RG ,i !
VTi % h (t ) 1 * r ( ) " (127) den auf das Volumen im Normzustand bezogenen
V n RG T i % "
n O2 i O2
(
% hn N 2 (t i ) 1 * rN 2 ) "
spezifischen Enthalpien:
%%
(
& hn H 2 O (t i ) 1 * rH 2 O )""
#
' H RG T1 $ ' Vn RG T1 $
% "!% "
' hn RG T1
%
0 $
" (130)
% H RG T 2 " %Vn RG T 2 " % 0 hn RG T 2 "#
& # & # &
– 32 – VDI 2048 Blatt 3 Entwurf

Tabelle 4. Spezifische Enthalpien des Rauchgases


Spez. Enthalpie Temperatur Tafelunsicherheit der Bezeichnung
spezifischen Enthalpie
HRGT1 TT1 RHRGT1 Turbineneintritt
HRGT2 TT2 RHRGT2 Turbinenaustritt

9.3.7 Brennkammerbilanz Vorbereitung Abnahme Kombi-Anlage


Blatt 41
Die durch den Brennstoff Erdgas zugeführte Wär- Auswertung der rohen Daten
me setzt sich aus Heizwert und fühlbarer Wärme Gesamtauswertung Kessel
zusammen: Gesamtwärmeflussbilanz in MJ/s

H EG $ mEG # vv EG H iv EG " hv EG,BK ! (131)


Turbinenabgas
Wert
422.9060
Wert ±Konf95%
12.6402
Damit und mit den zuvor errechneten Enthalpie- Kesselwärmeleistung 374.0886 5.0014
flüssen an Verdichteraustritt und Turbineneintritt Abgas Kesselaus- 46.5662 1.3699
sowie dem Strahlungsverlust der Brennkammer tritt
kann nun folgende Nebenbedingung gebildet wer- Strahlungsverlust 1.4000 0.1400
den: Summe 422.9060 422.0548
+-Konf95 % 12.6402 5.1876
H EG " H LV2 % H RG T1 % QStr BK $ 0 (132)
Widerspruch 0.8512 +- 12.4482

9.3.8 Gesamtbilanz um Gasturbinenanlage


Aus der Generatorleistung der Gasturbinenanlage Die Massen- und Wärmeflussbilanzen an Kessel,
und dem Generatorwirkungsgrad wird der Genera- Dampfturbine, Speisewasserbehälter, Speisepum-
torverlust wie folgt errechnet: pen, Dampfleitungen, Vorwärmern und Heizern
für Fernwärmeabgabe werden in ähnlicher Weise
% 1 "
QVerlGenT ' PGenT ## &1 (133) wie beim Beispiel Retrofit in VDI 2048 Blatt 2,
$ ( GenT ! Abschnitt 7.5.5 gebildet.
Damit und mit den zuvor errechnenten Enthalpie- Zusätzlich zu diesen Nebenbedingungen kann noch
flüssen an Verdichtereintritt und Turbinenaustritt folgendes Wissen in die Auswertung eingebracht
sowie den Strahlungsverlusten von Verdichter, und zur Qualitätskontrolle nutzbar gemacht wer-
Brennkammer und Turbine und der Ölkühlung den: Wenn ein Wärmefluss z. B. an einem Hosen-
kann nun folgende Nebenbedingung gebildet wer- rohr in zwei Teilströme geteilt wird, müssen die
den: spezifischen Enthalpien der beiden Teilströme
ungefähr gleich sein. Dies kann durch folgende
H EG ) H LV2 & PGenT & QVerlGenT Nebenbedingung abgebildet werden:
(134)
& H RG T2 & QStr BK & QStr Verd & QStr Turb & QÖl ' 0 h1 % $h1, 2 # h2 ! " 0 (135)
9.3.9 Weitere Nebenbedingungen $h1,2 ist dabei eine passende Abschätzung der Un-
Die weiteren Nebenbedingungen können in einfa- gleichheit, also z. B. 0 ± 0,01 kJ/kg.
cher Weise dem Ausdruck des beigelegten Re- 9.4 Eingabedaten
chenbeispiels entnommen werden, da sie, wie im Zu jeder zu verarbeitenden Messgröße ist wie beim
nachstehendem Beispiel in Bilanzform, das heißt
Beispiel Retrofit eine Eingabezeile in einem Da-
mit Trennung in Zufluss und Abfluss, mit Auflis-
tung der einzelnen Elemente, Ausweisung der ten-File zu erstellen. Diese Eingabezeile besteht
Summen von Zufluss und Abfluss und der allen- aus:
falls vorhandenen Abweichung, das heißt der Ver- Nummer der Messstelle
letzung der Nebenbedingung, dargestellt sind. Alle Diese wird nicht verarbeitet, sondern nur im
Messwert und Zwischenergebnisse sind als voll- Ausdruck wiedergegeben.
ständiges Ergebnis, das heißt mit Konfidenz- Messgrößenname
intervall mit einer statistischen Sicherheit von
95 % angegeben. Dieser dient dem Zugriff auf dem Messwert
gemäß Abschnitt 4.2.1.
Messwert
halbe Weite des Konfidenzintervalls absolut
oder in Prozent des Messwerts, was durch das
Entwurf VDI 2048 Blatt 3 – 33 –

Zeichen „%“ anzugeben ist die fiktive Gasturbinenleistung PGENT abzieht.


Als besondere Aufgabenstellung ist bei den Einga- Mit den in Abschnitt 2.2 beschriebenen Pro-
bedaten anzumerken, dass Gasturbine und Dampf- grammbausteinen, nämlich der Zugriffsfunktion
turbine auf einer gemeinsamen Welle sitzen und zGR und der Verarbeitungsfunktion mINUS für
einen gemeinsamen Generator haben. Für die Leis- Subtraktion, wird dafür der Ausdruck
tungsbilanzen um Gasturbinenanlage und Dampf- (zGR ’PGEN ’) mINUS zGR ’PGENT (136)
turbinenanlage muss die gemessene Generatorleis-
tung in zwei fiktive Teilleistungen zerlegt werden. gebildet. Dieser Ausdruck wird verwendet, um mit
Diese fiktiven Teilleistungen haben, da sie nicht dem in Abschnitt 3 beschriebenen und in Bild 4
mit entsprechenden Messgeräten gemessen werden dargestellten Programmmodul zum Eintragen von
können, jeweils eine wesentlich höhere Messunsi- Hilfsgrößen die bei der Dampfturbinenleistung
cherheit. Die Summe der beiden fiktiven Teilleis- PGEN vorläufig eingetragene gesamte gemessene
tungen muss jedoch die geringe Messunsicherheit Generatorleistung mit der fiktiven Teilleistung der
der gemessenen Gesamtleistung haben. Dies wird Dampfturbine zu überschreiben. Dabei werden
durch entsprechende Kovarianz zwischen den bei- automatisch die notwendigen Kovarianzen zwi-
den fiktiven Teilleistungen sichergestellt, die mit schen den beiden fiktiven Teilleistungen erzeugt.
den Eingabedaten wie folgt erzeugt wird: Die zugehörige Anweisung bei den Eingabedaten
lautet:
Zunächst wird der Dampfturbinenleistung PGEN
die gesamte gemessene Generatorleistung und der PGEN; (zGR 'PGEN') mINUS zGR 'PGENT'
Gasturbinenleistung PGENT eine fiktive Teilleis- Aus der Bilanz der elektrischen Leistungen ist zu
tung mit entsprechend höherer Messunsicherheit erkennen, dass der gewünschte Effekt tatsächlich
zugewiesen. Die zugehörigen Eingabedaten lauten: eintritt. Die Generatorleistungen von Dampfturbine
291 PGEN 370996 0.25% und Gasturbine haben jeweils eine höhere Unsi-
cherheit, als die Summe der beiden Leistungen, die
48 PGENT 281146 1%
mit der gemessenen Gesamtleistung identisch ist.
Die fiktive Teilleistung der Dampfturbine erhält
man aus der vorläufig unter PGEN gespeicherten
gemessenen Gesamtleistung, indem man von ihr

Vorbereitung Abnahme Kombi-Anlage


Auswertung der rohen Daten
Bilanz der elektrischen Leistungen
in kW
Wert Wert ±Konf95%
Generator Dampfturbine 89850 2960
Generator Gasturbine 281146 2811
Blocktrafo (Oberspannung) 367000 734
Verlust Blocktrafo 917 46
sonstiger el.Eigenverbrauch 1484 21
Pumpen o. Speise-u.Kond.Pu. 10 1
Kesselspeisepumpe elektr. 1481 15
Kondensatpumpe 100 1
ND Speisepumpe 4 0
Summe 370996 370996
+-Konf95% 927 736
Widerspruch 0 +-
1184
– 34 – VDI 2048 Blatt 3 Entwurf

Weiter ist zu berücksichtigen, dass es sich beim Netto-Wärmeverbrauch in kJ/kWh


Generatorwirkungsgrad der Gasturbinenanlage Wert ±Konf95%
ETAGENT und beim Generatorwirkungsgrad der gemessener Netto- 6189.0 105.5
Wärmeverbrauch
Dampfturbinenanlage ETAGENT nicht um zwei
unabhängige Messgrößen, sondern um die zweima- garantierter Netto- 6197.7 0.0
Wärmeverbrauch
lige Verwendung derselben Messgröße handelt.
Vergleichsfunktion 8.7 105.5
Auch diese Sachlage kann durch entsprechende Garantie-Messung
Kovarianz abgebildet werden. Es wird zunächst bei Wahrscheinlichkeit der Erfüllung der Ga-
der Dateneingabe der Wirkungsgrad des Genera- rantie: 56.42%
tors der Messgröße ETAGENT zugewiesen: zu 80.00% wahrscheinlicher Netto-
Wärmeverbrauch: 6234.29 kJ/kWh
44 ETAGENT 99.19 0.2
Es ist festzustellen, dass bei Auswertung nur jener
Anschließend wird auf diesen Wert zugegriffen. Messgrößen, die für die Berechnung des End-
Dieser Wert wird mit Programmmodul zum Ein- ergebnisses direkt benötigt werden, die vom Auf-
tragen von Hilfsgrößen beim Generatorwirkungs- traggeber geforderte Wahrscheinlichkeit der Erfül-
grad der Dampfturbinenanlage eingetragen.
lung der Garantie von p = 80 % wegen der zu gro-
ETAGEN;zGR 'ETAGENT' ßen Unsicherheiten bei der elektrischen Nettoleis-
Dabei wird automatisch die notwendige Kovarianz tung und insbesondere beim Netto-Wärmever-
zwischen den beiden Generatorwirkungsgraden brauch nicht erreicht wird.
erzeugt. 9.6 Auswertung der ausgeglichenen Daten
9.5 Auswertung der rohen Daten Entsprechend VDI 2048 Blatt 1, Abschnitt 5 wer-
An dieser Stelle sei nochmals auf die in Ab- den mehr Messgrößen erfasst, als für die Berech-
schnitt 9.1 dargelegte Aufgabenstellung, nämlich nung der Endergebnisse direkt benötigt werden.
die Vorbereitung einer Abnahmemessung verwie- Mit diesen zusätzlichen Messgrößen können 67
sen. Die nachfolgenden Durchrechnungen mit Aus- Nebenbedingungen aufgestellt werden. Neben
legungswerten dienen nicht irgendeinem Garantie- einer Qualitätskontrolle der erfassten Messwerte
vergleich, sondern der Ermittlung der bei der Ab- wird damit auch eine drastische Reduktion der
nahmemessung zu erwartenden Ergebnisunsicher- Unsicherheiten der Ergebnisgrößen erzielt:
heiten, die, wie in Abschnitt 9.1 theoretisch be- Vorbereitung Abnahme Kombi-Anlage
gründet wurde, in erster Linie durch die geplanten Blatt 139
Auswertung der ausgeglichenen Daten
Unsicherheiten der geplanten Messgrößen geprägt Garantievergleich
werden. Bei der Auswertung der rohen Daten wer- Elektrischen Leistung in MW
den für die Ermittlung der Garantiegrößen nur jene Wert ±Konf95%
Messgrößen verwendet, die für die Berechnung des gemessene elektrische 370.998 0.563
Endergebnisses direkt benötigt werden. Das liefert Brutto-Leistung
folgende Beurteilung der Erfüllung der Garantien: Summe der 3.996 0.048
Vorbereitung Abnahme Kombi-Anlage Eigenverbräuche
gemessene elektrische 367.002 0.562
Auswertung der rohen Daten
Netto-Leistung
Garantievergleich
garantierte 366.700 0.000
elektrischen Leistung in MW elektrische Leistung
Wert ±Konf95% Vergleichsfunktion 0.302 0.562
Messung-Garantie
gemessene elektrische 370.996 0.927
Brutto-Leistung Wahrscheinlichkeit der Erfüllung der
Garantie: 85.34%
Summe der 3.996 0.048
Eigenverbräuche zu 80.00% wahrscheinliche Netto-Leistung:
366.760 MW
gemessene elektrische 367.000 0.734 Netto-Wärmeverbrauch in kJ/kWh
Netto-Leistung
Wert ±Konf95%
garantierte 366.700 0.000
elektrische Leistung gemessener 6182.7 13.8
Vergleichsfunktion 0.300 0.734 Netto-Wärmeverbrauch
Messung-Garantie garantierter 6197.7 0.0
Wahrscheinlichkeit der Erfüllung der Netto-Wärmeverbrauch
Garantie: 78.85% Vergleichsfunktion 15.0 13.8
Garantie-Messung
zu 80.00% wahrscheinliche Netto-Leistung:
366.685 MW
Entwurf VDI 2048 Blatt 3 – 35 –

Wahrscheinlichkeit der Erfüllung der Ga- Tabelle der wichtigsten Nebenbedin-


rantie: 98.35% gungen für gemessene elektrische Net-
zu 80.00% wahrscheinlicher Netto- to-Leistung
Wärmeverbrauch: 6188.60 kJ/
Korr. Nebenbedingung
Es ergibt sich somit folgende Verringerung der 0.9649 Bilanz der elektrischen
Konfidenzintervalle der für den Garantievergleich Leistungen
verwendeten Ergebnisgrößen in Tabelle 5.
Die Messunsicherheit der elektrischen Leistung Es ist zu erkennen, dass die Verringerung der Un-
wird auf rund drei Viertel verringert. Die Messun- sicherheit der elektrischen Nettoleistung in erster
sicherheit des Netto-Wärmeverbrauchs wird sogar Linie durch die Bilanz der elektrischen Leistungen
auf rund ein Achtel reduziert. Dies zeigt ein- bewirkt wird.
drucksvoll, dass die mithilfe der Ausgleichsrech- Die Tabelle für die gemessenen Netto-
nung gefundenen Ergebnis-Konfidenzintervalle die Wärmeverbrauch lautet:
geringstmöglichen sind, die unabhängig vom spe-
ziellen Rechengang aus den vorhandenen Mess- Tabelle der wichtigsten Nebenbedin-
größen ermittelt werden können. Infolge der Ver- gungen fürgemessenen Netto-
ringerung des Ergebnis-Konfidenzintervalle, insbe- Wärmeverbrauch
sondere der drastischen Verringerung beim Netto- Korr. Nebenbedingung
Wärmeverbrauch, wird die vom Auftraggeber ge-
0.7824 Komponentensumme Gas Turbine
forderte Wahrscheinlichkeit der Erfüllung der Ga-
0.6412 Brennstoffvorwärmung Gasturbi-
rantie von p = 80 % erreicht, wenn die Ausle- ne (Wärmebilanz)
gungsdaten nach Umrechnung auf Garantiever-
0.5395 Gesamtwärmebilanz Kessel
hältnisse bei der Abnahmemessung eingehalten
0.4652 Mehrfachmessung CH4 Erdgas
werden. Zusammenfassend kann festgestellt wer-
Turbine
den, dass mit den geplanten Messgrößen und deren
0.3773 Gesamtwärmebilanz Gasturbine
Unsicherheit eine ausreichend geringe Ergebnisun-
sicherheit erreicht werden kann. 0.2257 Mehrfachmessung C6H14 Erdgas
Turbine
9.7 Einfluss der Nebenbedingungen auf 0.1900 Mehrfachmessung n-C5H12 Erdgas
die Verringerung der Unsicherheit der Turbine
Garantiegrößen 0.1896 Mehrfachmessung i-C5H12 Erdgas
Im nachfolgenden sind gemäß Abschnitt 5.1 die Turbine
nach Beträgen der Korrelationskoeffizienten ge- 0.1543 Mehrfachmessung n-C4H10 Erdgas
mäß Gleichung (55) absteigend sortierten Neben- Turbine
bedingungen, die einen nennenswerten Einfluss 0.1538 Mehrfachmessung i-C4H10 Erdgas
insbesondere auf die auf die Unsicherheit der Ga- Turbine
rantiegrößen haben, aufgelistet: 0.1186 Mehrfachmessung C3H8 Erdgas
Turbine
Die Tabelle für die gemessene elektrische Netto-
0.0829 Mehrfachmessung C2H6 Erdgas
leistung lautet: Turbine
0.0704 Gesamte Fernwärmeabgabe (Wär-
mebilanz)
0.0645 Bilanz der elektrischen Leis-
tungen
0.0555 Gesamtwärmebilanz Turbinen-
kreislauf
– 36 – VDI 2048 Blatt 3 Entwurf

Tabelle 5. Konfidenzintervalle der Ergebnisgrößen

Auswertung der Netto-Leistung in MW Netto-Wärmeverbrauch in kJ/kWh

rohen Daten 367,000 ± 0,734 6189,0 ± 105,5

ausgeglichenen Daten 367,002 ± 0,562 6182,7 ± 13,8

Es ist zu sehen, dass in erster Linie die Nebenbe- schnitt 9.3.9), um die Gasturbinenanlage gemäß
dingungen durch die Komponentensumme des Gleichung (134), die Mehrfachmessung der Brenn-
Brennstoffes Erdgas gemäß Gleichung (80), die stoffanalyse (siehe Abschnitt 9.3.3) usw. einen
Wärmeflussbilanzen um die Brennstoffvorwär- Beitrag zur Verringerung der Unsicherheit des
mung der Gasturbine, um den Kessel (siehe Ab- gemessenen Netto-Wärmeverbrauchs leisten.
Entwurf VDI 2048 Blatt 3 – 37 –

Schrifttum DIN V ENV 13005:1999-06 Leitfaden zur Angabe der Unsi-


cherheit beim Messen; Deutsche Fassung ENV 13005:1999
Technische Regeln
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DIN 1319-1:1995-01 Grundlagen der Messtechnik; Teil 1: man version ENV 13005:1999). Berlin: Beuth Verlag
Grundbegriffe (Fundamentals of metrology; Part 1: Basic
terminology). Berlin: Beuth Verlag DVGW G 486:1992-08 Realgasfaktoren und Kompressibili-
tätszahlen von Erdgasen; Berechnung und Anwendung (Gas
DIN 1319-3:1996-05 Grundlagen der Messtechnik; Teil 3: law deviation factors and natural gas compressibility factors;
Auswertung von Messungen einer einzelnen Messgröße, calculation and application). Berlin: Beuth Verlag
Messunsicherheit (Fundamentals of metrology; Part 3: Evalua-
tion of measurements of a single measurand, measurement IEC 60953-2:1990-12 Rules for steam turbine thermal accep-
uncertainty). Berlin: Beuth Verlag tance tests; part 2: method B; wide range of accuracy for
various types and sizes of turbines (Regeln für wärmetechni-
DIN 1319-4:1999-02 Grundlagen der Messtechnik; Teil 4: sche Abnahmemessung an Dampfturbinen; Teil 2: Methode B;
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of metrology; Part 4: Evaluation of measurements; uncertainty Baugrößen von Dampfturbinen). Genf: IEC
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Beuth Verlag Beuth Verlag
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DIN EN ISO 5167-1:2004-01 Durchflussmessung von Fluiden Berlin: Beuth Verlag
mit Drosselgeräten in voll durchströmten Leitungen mit VDI 2048 Blatt 2:2003-08 Messunsicherheiten bei Abnahme-
Kreisquerschnitt; Teil 1: Allgemeine Grundlagen und Anfor- messungen an energie- und kraftwerkstechnischen Anlagen;
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mit Drosselgeräten in voll durchströmten Leitungen mit Verlag
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sche Fassung EN ISO 5167-2:2003 (Measurement of fluid VDI 3986:2000-10 Ermittlung des Wirkungsgrades von kon-
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3:2003); Deutsche Fassung EN ISO 5167-3:2003 (Measure-
ment of fluid flow by means of pressure differential devices Literatur
inserted in circular cross-section conduits running full; Part 3:
[1] Streit, S.: Anwendung der Ausgleichsrechnung bei
Nozzles and Venturi nozzles (ISO 5167-3:2003); German
wärmetechnischen Versuchen. Dissertation TU Wien,
version EN ISO 5167-3:2003). Berlin: Beuth Verlag
1975
DIN EN ISO 5167-4:2004-01 Durchflussmessung von Fluiden [2] Streit, S.: Berücksichtigung der Unsicherheit von spezi-
mit Drosselgeräten in voll durchströmten Leitungen mit fischen Enthalpien im Rahmen der Fehlerrechnung bei
Kreisquerschnitt; Teil 4: Venturirohre (ISO 5167-4:2003); wärmetechnischen Versuchen. BWK 28 (1976) 11,
Deutsche Fassung EN ISO 5167-4:2003 (Measurement of S. 433–439
fluid flow by means of pressure differential devices inserted in
[3] Streit, S.: State Estimation in Thermal Power Stations,
circular cross-section conduits running full; Part 4: Venturi
Control of Power Plants and Power Systems. Selected
tubes (ISO 5167-4:2003); German versions EN ISO 5167-
Papers from the IFAC-Symposium, Munich, Germany,
4:2003). Berlin: Beuth Verlag
9–11 March 1992, Pergamon Press, pp. 171–176
– 38 – VDI 2048 Blatt 3 Entwurf

[4] Streit, S.: Messunsicherheiten und Verträglichkeitsprü- [5] Streit, S.: Analyse von Rohrnetzen – Datenauswertung
fungen: Beispiele und Vergleich mit herkömmlichen mittels Ausgleichsrechnung. Gas/Wasser/Wärme 39
Verfahren. VDI-Berichte 1210, S. 79–104, Düsseldorf: (1985), S. 1
VDI Verlag, 1995