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Station 1

1. Die Zeit des Imperialismus – Ein Satzpuzzle.

Hier ist einiges durcheinander geraten. Fügen sie die Sätze wieder richtig zusammen und bringen Sie
sie in eine logische Reihenfolge.
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9
1 Die Politiker wollten von den
Mit der industriellen inneren Problemen ablenken,:
Revolution entwickelten sich (distraer/desviar la atencion)
in Europa Industriestaaten,
Die Aufteilung (division)
Afrikas im letzten Drittel des 19.
2 Jahrhunderts

die aufgrund wirtschaftlicher


3
Überproduktion (sobreproduccion)
neue Absatzmärkte suchten. Zudem führte eine
4 Bevölkerungsexplosion zu
extremen Unterschieden
zwischen Arm und Reich und zu
sozialen Spannungen (tensiones).
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7 In dem sie Kolonien “erwarben”
(adquirir). Außerdem wollten sie
Vor allem Belgien, Deutschland, billige Rohstoffe für die
Frankreich, Großbritannien und Italien 8
wachsende Industrie beschaffen.
erwarben (adquirieron) mit
militärischen Mitteln große
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10 Gebiete auf dem afrikanischen
Aus dem Gefühl, den afrikanischen Kontinent.
Völkern überlegen (ser superiores al
pueblo africano) zu sein, leitete den Imperialismus ein.
(preparar para el imperialismo)
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Die Einheimischen in den Kolonien wurden 12

leiteten die Europäer ihren


Herrschaftsanspruch (pretension de poder)
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über die besetzten Gebiete ab. (Derivar)
als Arbeitskräfte ausgebeutet (explotar), ihre
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Lebensweise und Traditionen zerstört
entstanden (surgir) bald Konflikte
(destruir) und Aufstände meist grausam
zwischen den Kolonialmächten.
niedergeschlagen.

Bei der Aufteilung (división) der 18


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Welt in Schutzgebiete, Kolonien
und Einflusszonen wodurch sich die europäischen Mächte
17 in kurzer Zeit feindselig (enemigo)
gegenüber standen. (enfrentarse)
Ein unkontrolliertes Wettrüsten (carrera de
armamentos) war die Folge,

2. Erklären Sie den Begriff „Imperialismus“.


Der Imperialismus ist eine Regierungsform, mit der Militanz eingesetzt wird, um seine Dominanz über andere Völker
oder Staaten durch Gewalt oder durch wirtschaftlichen, kulturellen oder politischen Einfluss auszudehnen.

Station 2
Die Eroberung und die militärische Sicherung von Landgebieten, der wirtschaftliche Aufbau und die
Unterhaltung (mantencion) von Kolonien kosteten mehr, als Gewinn erwirtschaftet wurde. Trotzdem war
das Bestreben nach Weltmacht und Prestige unbestritten (indiscutible). Regierungen und Bürger eines
Landes gingen davon aus, dass mit dem Besitz von Kolonien ihr Ansehen (reputacion) in der Welt anstieg
und das Nichtbesitzen von Kolonien eine nationale Schmach (verguenza) sei. Diese Politik musste
gegenüber den eigenen Bürgern und den anderen Großmächten legitimiert werden. Dazu findet man in den
Quellen dieser Zeit unterschiedlichste Begründungsmuster, die man wie folgt zusammenfassen kann.
• Wirtschaftliche Begründungen: Nur wer Zugriff (acceso) auf billige Rohstoffe und genügend
Absatzmärkte für die eigenen Fertigprodukte hat, kann wirtschaftlich wachsen (crecer) und autark
gegenüber anderen Groß- mächten agieren. Kolonien bieten auch die Möglichkeit, den
Bevölkerungsüberschuss zu kontrollieren.
• Politische Begründungen: Man müsse die Demokratie (USA) und die eigene vorbildliche
Verwaltungsstruktur (Großbritannien, Deutsches Reich) eines Staates auf die anderen Länder übertragen
(transferir/transmitir). Nur so kann man die Menschheit von Unfreiheit (falta de libertad) und Unterdrückung
(represion) erlösen (liberar).
• Religiöse – kulturelle Begründungen: Die Völker in Afrika und Asien müssen christlich missioniert und
vom „falschen Glauben“ befreit (ser liberado) werden. Krankheiten, Armut und Unwissenheit (ignorancia)
dieser Völker können nur durch die „europäische Kultur“ besiegt und ausgerottet werden. Die
„unterentwickelten Völker“ können nicht von allein den zivilisatorischen Fortschritt (no pueden por si
mismos alcanzar el avance de la civilizacion) erreichen.
• Nationale Begründungen: Man kann als Nation nur dann überleben (sobrevivir) und wachsen (crecer),
wenn man durch den Besitz von Kolonien Macht und Herrschaft erreicht. Kolonien sind ein Zeichen (signo)
für eine Großmachtstellung.

1. Ordnen Sie den Überschriften die jeweils passenden Erklärungen zu.

Wirtschaftliche Begründungen Wachstum und Überlebenssicherung sind nur


durch den Besitz von Kolonien möglich.

Kolonien bieten große Rohstoffvorkommen


Politische Begründungen
und die Möglichkeit, auszuwandern.

Religiös-kulturelle Begründungen Die Völker in Afrika und Asien müssen


missioniert werden.

Nationale Begründungen Die Menschheit muss von Unfreiheit und


Unterdrückung erlöst werden.

Station 3
1. Motive für den Erwerb von Kolonien
Ordne zu, welche Bevölkerungsgruppe 1-4 welche Interessen A-D verfolgt.

1
A. Suche nach: .
- Neue Märkten
- Rohstoffen
- Geldanlage (inversion de capital)

B. - Mehr Macht. Zum Beispiel: Großmacht werden


- Ärger (enojo) im Inland nach außen ableiten (desviar) 2
- Sendungsbewusstsein (conciencia misionera) -“Europäer sind die Besten“ .

C. - Rüstung (armamento) vorantreiben für einen möglichen Kriegsfall


- Stützpunkte überall (base militar)

D. - Überlegenheit (superioridad) der eigenen Rasse, Kultur und Religion


beweisen (comprobar) 3
- Der eigenen Nation Vorteile verschaffen (proporcionar) .
- Den Ideen von Industriellen, Politikern und Militärs folgen

4
A:4 B:2 C:1 D:3 .

Station 4
Noch heute sind die Auswirkungen (consecuencia) der kolonialen Aufteilung (division) der Welt –
insbesondere in Afrika – zu spüren. Nach dem Zweiten Weltkrieg befreiten sich die afrikanischen Länder
aus der kolonialen Herrschaft und suchten ihren Weg in die Unabhängigkeit (independencia). Die
ehemaligen Kolonialgrenzen wurden überwiegend beibehalten. Da die europäischen Kolonialmächte bei der
Aufteilung Afrikas aber über 1000 Volksgruppen willkürlich trennten (Separar) oder verfeindete Stämme
(obligaron a tribus enemigas) zwangen, in einem Land zusammenzuleben, kommt es heute noch immer zu
kriegerischen Konflikten. Diese Vielvölkerstaaten werden oft nur durch ein starkes Militär
zusammengehalten, das die Bildung einer Diktatur verstärkte. Zudem sind Staaten in der Epoche des
Imperialismus entstanden, die aufgrund ihrer geographischen Lage (keine Rohstoffe, kaum fruchtbarer
Boden) kaum lebensfähig sind. Viele afrikanische Staaten sind im Vergleich zu Industrieländern (z.B.
Deutschland, Frankreich, USA) nicht konkurrenzfähig (no pueden competir= ist. Die Ursachen hierfür findet
man wiederum im Zeitalter des Imperialismus. Da Kolonien insbesondere als Rohstoffmärkte ausgenutzt
wurden, findet man zwar Bergwerke in den ehemaligen Kolonien, aber keinerlei Industrie, die diese
Rohstoffe weiterverarbeit. So werden noch heute Rohstoffe billig an die Industrieländer verkauft. Das
bedeutet, dass man hieraus Fertigprodukte produziert, die man teuer verkaufen kann. In den Kolonien
wurden insbesondere die Pflanzen angebaut, die man im Mutterland bracuhte und gut verkaufen konnte. So
entstanden riesige Plantagen für Tee, Kaffee, Kakao und Baumwolle. Einheimische Gemüse- und
Pflanzsorten wurden vollständig verdrängt (suplantar/sustituir). Dies führt noch heute zu großen
Hungersnöten in vielen Ländern.

1. Sind die folgenden Aussagen richtig oder falsch? Kreuzen Sie an.

R F
a. Das Zeitalter des Imperialismus hat heute keinerlei Auswirkungen mehr.
La era del imperialismo ya no tiene ningún impacto.
b.Die Kolonialherren entließen die Kolonien freiwillig in die Unabhängigkeit.
Los gobernantes coloniales concedieron voluntariamente la independencia a las colonias.
c.Die neuen Länder behielten die von den Kolonialherrschern willkürlich gezogenen
Landesgrenzen weitgehend bei.
Los nuevos estados mantuvieron en gran parte las fronteras nacionales trazadas
arbitrariamente por los gobernantes coloniales.
d.Trotz der kulturellen Unterschiede der einzelnen Volksgruppen herrscht heute Frieden.
A pesar de las diferencias culturales entre los grupos étnicos individuales, hoy hay paz.
e. Die Vielvölkerstaaten werden oft durch ein starkes Militär zusammengehalten.
Los estados multiétnicos a menudo se mantienen unidos por un ejército fuerte.

2. Korrigieren Sie die falschen Aussagen und schreiben Sie sie unten auf.

Noch heute sind die Auswirkungen der kolonialen Aufteilung der Welt – insbesondere in Afrika – zu
spüren. Nach dem Zweiten Weltkrieg befreiten sich die afrikanischen Länder aus der kolonialen
Herrschaft und suchten ihren Weg in die Unabhängigkeit. kommt es heute noch immer zu
kriegerischen Konflikten.