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erzählt von Bashar Jammoul

Ich möchte dir von einer Reise in die syrische Stadt Aleppo erzählen.
Die Reise ist schon lange her. Ich war 18 und hatte gerade meinen Führerschein
gemacht. Und dann hatte ich eine verrückte Idee.
Zusammen mit meinem Freund habe ich ein altes Schrottauto gekauft, und mit
diesem Auto sind wir von unserer Heimatstadt Damaskus nach Aleppo gefahren. Mit
unserem Schrottauto waren wir einen ganzen Tag unterwegs, um nach Aleppo zu
kommen. Echt abenteuerlich!

Mein Freund kannte jemanden aus Damaskus, bei dem wir übernachten konnten.
Geld hatten wir ja nicht viel, ein Hotel kam also nicht in Frage. In Aleppo haben wir
uns die Sehenswürdigkeiten angeschaut, wie es sich als Tourist eben so gehört. Und
Aleppo ist wirklich sehenswert! Die berühmte Umayyaden Moschee und der Markt
stammen aus der Antike, und die Zitadelle von Aleppo ist die älteste und größte
Zitadelle der Welt. Deswegen gehört Aleppo seit 1986 auch zum UNESCO
Weltkulturerbe. Leider hat der Krieg in Aleppo vieles zerstört.

Nach einer Woche Aleppo passierte, was passieren musste: wir hatten kein Geld
mehr! Und unser Tank war fast leer. Wie sollten wir nach Damaskus zurückkommen?
Wir mussten irgendwie an Benzingeld kommen. Aber wie?

Manchmal geschehen im Leben seltsame Dinge: unser Auto stand auf einem
Parkplatz in Aleppo. Und ein anderer Mann hat beim Ausparken nicht aufgepasst
und hat eine große Delle in unser Auto gemacht. Wir waren sehr empört, jedenfalls
taten wir so. Denn eigentlich war es uns egal, ob unser Schrottauto eine Delle mehr
oder weniger hatte. Der Mann wollte aber nicht, dass wir die Polizei rufen, also hat er
uns Geld angeboten. Wir haben das Geld grinsend angenommen, haben getankt und
sind dann zurück nach Damaskus gefahren. J
erzählt von Sofia Akram

Ich möchte dir von meinem Sommerurlaub erzählen.

Im Sommer ist mein Bruder aus der USA das erste Mal zu mir nach Deutschland
gekommen. Am 7. August haben wir unsere Verwandten in Waldshut-Tiengen
besucht. Einen Tag später sind wir mit unseren Verwandten nach Schaffhausen
gefahren. Ich war zum ersten Mal in Schaffhausen. Schaffhausen liegt am Rhein,
und es gibt dort einen der größten Wasserfälle Europas. Der Wasserfall heißt
„Rheinfall“.

Wir sind mit dem Auto nach Schaffhausen gefahren. Wir haben nur etwa eine Stunde
gebraucht, obwohl wir uns ein bisschen verfahren haben. Dort haben wir dann das
Auto geparkt und sind zu Fuß zum Rheinfall gelaufen.
Wir haben schöne Fotos gemacht und alles angeschaut. Der Wasserfall ist sehr
beeindruckend.
Eigentlich wollten wir auch noch eine Bootsfahrt auf dem Rhein machen, aber es hat
ganz plötzlich angefangen sehr stark zu regnen. Aus der Bootsfahrt wurde leider
nichts. Aber der Rheinfall ist eine echte Sehenswürdigkeit!

Wir sind auch zusammen nach Sankt Blasien gefahren. Dort wollten wir den großen
Dom besichtigen, aber er war leider geschlossen. Also haben wir nur ein Eis
gegessen.
erzählt von Kinda Mustafa

Ich möchte dir von einer Reise in die Vergangenheit erzählen. Bis du neugierig?

Im Juli 2018 bin ich mit dem Zug für ein paar Tage nach München gefahren. Mein
Bruder wohnt in München, und ich habe ihn besucht.

Mein Bruder hat mir vorgeschlagen, das Schloss von Ludwig II zu besichtigen. Ich
habe zugestimmt, obwohl ich keine Ahnung hatte, wer Ludwig II ist oder war.

Dazu mussten wir zuerst von München bis zum Chiemsee fahren. Und dann ging es
mit dem Schiff weiter, denn das Schloss ist nur mit dem Schiff erreichbar, da es auf
einer Insel steht. Die Insel heißt Herrenchiemsee. Als ich das Schloss von Ludwig II
gesehen habe, war ich total beeindruckt. Wir haben das Schloss besichtigt, und
dabei habe ich viel über Ludwig II erfahren.

Ludwig der Zweite war Ende des 19. Jahrhunderts König von Bayern. Aber er war
kein normaler König. Ludwig war König in einer Zeit, in der es in Europa viele Kriege
gab. Doch Ludwig mochte keine Kriege. Er liebte Kunst und Musik und lebte lieber in
seiner eigenen Traumwelt oder Märchenwelt. Um in seiner Märchenwelt zu leben,
ließ er viele Prachtschlösser bauen, in die er sich zurückziehen konnte. Deshalb wird
er auch der Märchenkönig genannt. Ludwig kümmerte sich nicht um die Politik. Also
ließen seine Minister ihn für verrückt erklären und einsperren. Im Alter von nur 40
Jahren starb Ludwig. Er wurde tot im See gefunden, und bis heute bleibt sein Tod ein
Rätsel.
erzählt von Yoticha Becherer

Ich möchte dir von meiner Reise nach Thailand erzählen. Wie du weißt, ist Thailand
mein Heimatland.
Dieses Jahr bin ich zusammen mit meinem Sohn Matthew nach Thailand zu meiner
Schwester geflogen. Die ersten beiden Tage sind wir in Bangkok geblieben. Danach
haben wir fünf Tage auf der Insel Koh Samet Urlaub gemacht Das Hotel war sehr
nah am Strand und abends gab es ein Feuerwerk. Die fünf Tage am Meer waren
super, und Matthew wollte länger bleiben.
Danach sind wir in den Norden von Thailand gefahren und haben meine andere
Schwester besucht. Meine Schwester hat zwei Kinder und mein Sohn hat den
ganzen Tag mit ihnen gespielt.
An einem Tag haben wir einen Ausflug zu einem Wasserfall gemacht. Das klare
Wasser des Wasserfalls fließt direkt in den braunen Mekong River, und es bilden
sich zwei Farben.
An einem anderen Tag haben wir einen Tempel besichtigt. Stell dir vor, dieser
Tempel hat als Boden eine Glasfläche. Man kann also nach unten schauen.
Wir sind auch noch zu einer Kalksteinhöhle gefahren. Diese Höhle kann man erst
seit sechs Monaten besichtigen.
Der Urlaub hat uns sehr gut gefallen. Wir wären gerne länger in Thailand geblieben.
erzählt von Ndey Daffeh

Das Leben ist wie ein Buch, voller Geschichten.


Seit ich von Gambia nach Deutschland gekommen bin, habe ich viel erlebt und auch
viele Erfahrungen gemacht. Darüber könnte ich viele Geschichten schreiben. Ich
schreibe sehr gerne Geschichten. Aber jetzt schreibe ich nicht, sondern ich erzähle
dir von einem Ausflug.

Im August habe ich mit meinem Mann und zwei Freunden die Burgruine Rötteln
besichtigt. Es hat uns allen Spaß gemacht, die Ruine anzuschauen, und wir haben
dabei viel gelernt.

Die Burg Rötteln wurde im 13. Jahrhundert auf einem Berg in der Nähe von Lörrach
gebaut. Die Menschen, die auf der Burg wohnten, waren Edelmänner, Edelfrauen
und Ritter. Diese Ritter haben auch an den bekannten Kreuzzügen teilgenommen.
Die Kreuzzüge waren die Kriege der Christen gegen die Muslime im Nahen Osten.
Im 16. Jahrhundert gab es in ganz Deutschland einen großen Bauernkrieg, und
Bauern vertrieben die Edelmänner und Edelfrauen und besetzen die Burg, aber sie
zerstören die Burg nicht. Erst im 17. Jahrhundert zerstörte das französische Militär in
einem Krieg die Burg. Deshalb ist die Burg Rötteln heute eine Burgruine.

Seit 1926 gibt es einen Verein, der sich darum kümmert, dass die Burgruine nicht
weiter verfällt. Die Ruine soll nämlich als Kulturgut und Wahrzeichen des
Dreiländerecks erhalten bleiben. Heute kümmern sich viele Leute ehrenamtlich
darum, dass die Ruine erhalten bleibt. Im Sommer finden auf Burg Rötteln oft
Theateraufführungen statt. Für ein Theater gibt es keine schönere Kulisse.
erzählt von Fatima Nassour

Ich möchte dir von der schönsten Reise meines Lebens berichten.

Im Juli 2015 bin ich von meiner Heimatstadt Latakia nach Athen geflogen. Dort bin
ich eine Woche geblieben und habe in einem der schönsten Hotels übernachtet. Das
Hotel lag im Zentrum der Stadt und hatte eine schöne Aussicht auf den berühmten
Syntagma-Platz. Die Leute im Hotel waren sehr freundlich und hilfsbereit.

Ich war nur eine Woche in Athen, aber in dieser Woche habe ich sehr viel
unternommen. In Athen gibt es so viel zu sehen und zu bestaunen. Ich habe viele
Museen, Amphitheater und Kirchen besichtigt. Besonders gefallen haben mir aber
die vielen Kaffeehäuser in der Innenstadt.

Ich bin auch den Berg Lykabettus hochgewandert. Von oben hatte ich eine schöne
Aussicht auf Athen.

Die Menschen in Athen waren sehr nett und das griechische Essen fand ich sehr
lecker.

Es war für mich eine wunderschöne Reise, und ich kann jedem empfehlen, Athen zu
besichtigen.
erzählt von Kareem Alrayss

Ich möchte dir von meinem Ausflug nach Luzern erzählen.

Vor zwei Monaten hat mich mein Freund Ahmet aus Luzern angerufen. Ich war in der
Schule und hatte gerade Pause. Ich habe das Telefonat angenommen, aber am
Telefon habe ich nicht Ahmets Stimme, sondern eine andere männliche Stimme
gehört. Irgendwoher kannte ich diese Stimme. Aber woher? Ich konnte mich nicht
erinnern.

Dann habe ich plötzlich Ahmets Stimme gehört. Er hat mich gefragt, ob ich wüsste,
wer gerade mit mir gesprochen hat. „Nein, ich weiß es nicht“, habe ich gesagt. Ahmet
wollte es mir aber nicht verraten. Stattdessen hat er gesagt: „Besuch mich in Luzern,
dann erfährst du es.“ Ahmet hat mich sehr neugierig gemacht, und ich konnte es
kaum erwarten, nach Luzern zu fahren.
Ich habe also meinen Rucksack gepackt und bin mit dem Zug nach Luzern gefahren.
Auf der Zugfahrt habe ich die ganze Zeit überlegt, wessen Stimme das sein könnte.
Und dann wusste ich es plötzlich. Es war die Stimme meines alten Freundes Samer,
den ich seit sieben Jahren nicht mehr gesehen hatte. Ich wollte nur noch in Luzern
ankommen und meinen alten Freund wiedersehen. Aber die Zugfahrt schien ewig zu
dauern.
Endlich kam ich in Luzern an. Und tatsächlich. Auf dem Bahnhof standen Ahmet und
Samer. Ich war so glücklich, beide zu sehen und habe sie umarmt. Wir sind
zusammen in ein Café am Seeufer gegangen und haben geredet und geredet und
geredet. Alles war perfekt, und die Zeit schien stillzustehen.
erzählt von Fabricio El-Khoury Rossi

Ich möchte dir von meiner Reise zur Insel Margarita erzählen.
Kennst du diese Insel? Die Insel Margarita ist eine wunderschöne Karibikinsel mit
traumhaften Stränden. Die Insel gehört zu Venezuela.

Als ich die Schule beendet hatte, hat meine Mutter eine Reise zur Insel Margarita mit
der ganzen Familie geplant. Und „mit der ganzen Familie“ meinte sie nicht nur
meinen Bruder und mich, sondern auch meine Oma, meine Tante, meine Cousins
und Cousinen.

Meine Mutter hat für uns alle Einzelzimmer gebucht. Aber als wir im Hotel
angekommen sind, haben uns die Hotelangestellten gesagt, dass es ein Problem mit
den Einzelzimmern gibt. Was war das Problem?

Es gab für uns keine Einzelzimmer. Stattdessen gab es ein großes Hotelzimmer für
uns alle. Das hat mir zuerst überhaupt nicht gefallen, da ich keine Privatsphäre hatte.

Aber es war dann doch nicht so schlimm. Im Gegenteil. Ich habe den Urlaub mit
meiner Familie sehr genossen. Das Hotel lag direkt neben dem Strand und wir sind
jeden Tag zum Strand gegangen.
erzählt von Luca La Mattina

Ich möchte dir von meinem Urlaub im Schwarzwald erzählen.

Im Sommer bin ich mit meinen Freunden nach Todtnau gefahren. Todtnau ist eine
kleine Stadt im Schwarzwald. Wir sind mit dem Auto gefahren und haben Proviant,
also Essen und Trinken, mitgenommen. Kurz vor Todtnau muss man einen Berg
hochfahren. Deshalb ist die Strecke sehr kurvig, aber die Landschaft ist
wunderschön. Nach ungefähr einer Stunde Autofahrt sind wir angekommen.

Die Gegend um Todtnau ist ideal zum Wandern, weil die Natur so schön ist. Wir sind
im Urlaub viel gewandert. An einem Tag war unser Ziel der Todtnauer Wasserfall
hoch oben auf dem Berg, ungefähr auf 1200 Meter Höhe. Wir waren nicht die
einzigen Wanderer, es gab viele andere Leute, die sich auch den Wasserfall
angeschaut haben. Der Wasserfall ist sehr beeindruckend und ein sehr schönes
Naturschauspiel. Das Wasser des Wasserfalls fließt am Ende in zwei flache
Steinbecken. Wir haben einfach unsere Badesachen angezogen und sind ins
Wasser gesprungen, obwohl es eigentlich zu kalt zum Baden war. Danach sind wir
noch bis zum Berggipfel gewandert. Auf dem Gipfel haben wir unseren Proviant
ausgepackt und gegessen. Danach haben wir uns erst einmal ausgeruht und die
Natur genossen. Unser Urlaub im Schwarzwald war toll.
erzählt von Nouran Alshikh

Ich möchte dir von meiner Reise in die türkische Stadt Ermier erzählen.

2015 bin ich mit meiner Familie nach Ermier gefahren.

Anfang August 2015 hatte mein Vater eine Woche Urlaub. Die ganze Familie hat sich
darauf gefreut, eine Woche Urlaub zu machen. Wir haben geplant, von Istanbul nach
Ermier zu fahren und dort eine Woche zu bleiben. Das dachten wir!

Im Internet haben wir zwei große Zimmer in einem schönen Hotel gebucht, das im
Zentrum von Ermier lag. Wir hatten kein Auto, also haben wir einen
Gruppenfahrschein gekauft und sind mit dem Zug nach Ermier gefahren.

Als wir im Hotel ankamen, haben wir uns sehr gefreut. Das Hotel war wirklich sehr
schön. Es lag im Zentrum, und auch die Strandpromenade war nicht weit weg. Meine
Schwester und ich waren voller Energie. Wir haben unsere Koffer im Hotelzimmer
abgestellt und sind dann direkt in die Stadt gegangen. Es war ein schöner Abend.
Wir haben viel eingekauft und dann türkische Spezialitäten gegessen. Es hat alles
sehr lecker geschmeckt.
Am zweiten Tag sind wir alle zusammen zum Frühstücken in ein türkisches
Restaurant gegangen. Danach sind wir wieder in die Stadt gefahren und haben auch
einen Spaziergang entlang der Strandpromenade gemacht.

Auch der zweite Tag war sehr schön. Aber nur bis zum Abend. Denn am Abend hat
mein Vater ein Telefonat von seinem Chef bekommen. Mein Vater sollte sofort
zurück nach Istanbul in seine Firma fahren. Also war unser Urlaub am zweiten Tag
schon wieder zu Ende. Wir haben unsere Sachen gepackt und sind nach Istanbul
zurückgefahren. Darüber waren wir sehr traurig. Schade, dass unser Urlaub so kurz
war.
erzählt von Theo Tirintatitis

Ich möchte dir von meiner Griechenlandreise erzählen.

Letztes Jahr im August bin ich mit meiner Familie von Deutschland nach
Thessaloniki geflogen. Thessaloniki ist meine Heimatstadt. Wir sind ein paar Tage in
Thessaloniki geblieben, und danach sind wir zur Halbinsel Halkidiki gefahren.

Es war gar nicht notwendig, ein Hotelzimmer zu buchen, weil meine Mutter eine
Freundin in Halkidiki hat. Und die Freundin meiner Mutter hat ein großes Haus und
sie wohnt alleine. Sie freut sich immer, wenn wir sie besuchen.

Wir sind fünf Tage dort geblieben, und wir sind immer früh aufgestanden, um zum
Strand zu gehen. Früh ist die Temperatur noch angenehm, und am Strand sind noch
nicht so viele Leute.
Abends sind wir Eis essen gegangen, oder wir haben einfach nur einen Stadtbummel
gemacht. Denn abends und nachts ist die Stadt viel schöner als am Tag. Die fünf
Tage sind leider sehr schnell vergangen. Und dann mussten wir auch schon wieder
zurück nach Deutschland fliegen.
erzählt von Yusoff Hassan

Ich möchte dir von meinem Urlaub im Schwarzwald erzählen, den ich diesen
Sommer gemacht habe.
Meine Frau, meine kleine Tochter und ich haben eine Woche in einer Waldhütte in
Todtnauberg verbracht. Es war sehr schön und das Wetter war toll.

Aber es war alles ganz primitiv. Das heißt, in der Hütte gab es keinen Strom und es
gab auch keinen Wasseranschluss. Vor der Hütte, in der wir gewohnt haben, fließt
ein Bach, und von diesem Bach mussten wir uns das Wasser holen. Es gab natürlich
auch keine Toilette, sondern nur ein Plumpsklo J.

In der Hütte gab es auch keine Heizung. Bei kaltem Wetter muss man im Ofen ein
Feuer machen, man muss also mit Holz heizen.

Wir haben das primitive Leben in dieser Woche sehr genossen, da wir sehr gern in
der Natur sind.

Wir sind viel gewandert, haben Pilze gesammelt und Waldtiere beobachtet. In der
Nähe fließt auch der berühmte Wasserfall, von dem Luka in seiner Präsentation
erzählt.

Am besten gefallen hat mir, eine Woche lang so zu leben wie die Menschen vor
langer Zeit gelebt haben, also ohne Internet und so weiter.
erzählt von Mahdi Babaei

Ich möchte dir von meiner Fahrt nach Berlin im Mai 2017 erzählen.

Meine Frau, meine Tochter und ich sind zusammen mit Freunden aus dem Iran und
aus Deutschland zum Deutschen Evangelischen Kirchentag mit dem Bus nach Berlin
gefahren. Die Busfahrt von Lörrach nach Berlin war sehr gut.

In Berlin haben wir in einer Schule geschlafen. Jede Familie hat ein Klassenzimmer
als Unterkunft bekommen. Im Klassenzimmer hat meine Tochter Lehrerin gespielt,
und meine Frau und ich waren ihre Schüler J.

Wir haben natürlich auch den Bundestag, den Alexanderplatz mit dem Fernsehturm
und andere Sehenswürdigkeiten besichtigt. Das war sehr interessant und schön.

Auf dem Kirchentag haben wir sogar eine Rede von Barack Obama und Angela
Merkel gehört.

Wir waren vier Tage in Berlin. Alles war sehr informativ. Wir haben auch viel über
Martin Luther erfahren, der vor 500 Jahren die Bibel vom Hebräischen und
Griechischen ins Deutsche übersetzt hat.

Die Rückfahrt mir dem Bus von Berlin nach Lörrach hat 13 Stunden gedauert.
erzählt von Ndey Daffeh

Ich möchte dir von meiner Reise in den Senegal erzählen. Im Juli 2016 bin ich mit
meiner Mutter in den Senegal gefahren.
Der Senegal ist nicht weit von Gambia entfernt. Im Senegal sprechen die Leute
französisch.
Wir sind dorthin gefahren, um für mich ein medizinisches Visum für Deutschland zu
beantragen. Wir hatten jedoch eine Reifenpanne mit dem Auto. Deshalb hat unsere
Fahrt neun Stunden gedauert. Normalerweise dauert die Fahrt nur sechs Sunden.
Die Reifenpanne ist in Mbau passiert, und diese Stadt ist 88 km von Dakar entfernt.
Dakar ist die Hauptstadt des Senegals.
Als wir Dakar erreichten, war es 1 Uhr nachts. Ich war sehr müde und mir war
schwindelig, da ich sehr krank war. Beim Abendessen bin ich mit dem Essen in
meinen Händen eingeschlafen. Verrückt, oder?
Am nächsten Tag sind wir zur Deutschen Botschaft in Dakar gegangen, haben meine
Unterlagen abgegeben und die Antragsgebühr bezahlt. Ich wurde auch kurz
interviewt.
Auf die Entscheidung über meinen Antrag musste ich zehn Tage warten. Während
dieser zehn Tage haben wir viele Sehenswürdigkeiten in Dakar besichtigt. Wir haben
uns zum Beispiel die große Universität in Dakar, die Université Cheikh Anta Diop,
angeschaut. Wir sind auch zur Goree Island gefahren. Früher wurden auf dieser
Insel Sklaven verschleppt, heute gehört die Insel zum UNESCO Welterbe.
Nach einer Woche habe ich mein Visum bekommen und wir sind wieder zurück nach
Gambia gefahren. Es war eine tolle Reise.
erzählt von Arbenita Sherifi

Ich möchte dir von meiner Reise nach Montenegro erzählen.

Im Sommer 2017 bin ich mit meinem Mann und meiner kleinen Tochter nach
Montenegro gefahren. Wir haben uns auf eine Woche Sommerurlaub gefreut, aber
es kam alles ganz anders als geplant.

Schon sechs Monate vorher hatten wir die Montenegro-Reise geplant und gebucht.
Wir hatten sechs Monate Vorfreude auf ein Hotel mit Meeresblick und
wunderschönen Zimmern.

Doch als wir im Hotel ankamen, haben wir gemerkt, dass die Klimaanlage nicht
funktionierte. Nicht so schlimm, dachten wir.
Wir haben uns gleich Montenegro angeschaut und sind auch zum Strand gegangen.
Es war ein schöner erster Urlaubstag.
Die erste Urlaubsnacht war weniger schön. Im Hotelzimmer war es so fürchterlich
heiß, dass wir nicht schlafen konnten.

Am zweiten Urlaubstag sind wir wieder an den Strand gegangen, weil das Wetter so
schön war.
Aber ab dem Nachmittag des zweiten Tages musste sich meine Tochter nach jedem
Essen übergeben. Und dann kam auch noch Durchfall dazu. Wir sind zum Kinderarzt
gegangen, und der hat uns gesagt, dass unsere Tochter sich wohl einen Virus
eingefangen hatte. Oh je. Und es wurde nicht besser. Nach einer weiteren
schlaflosen Nacht haben wir am frühen Morgen, so gegen fünf Uhr, unsere Sachen
gepackt und sind zu meinen Eltern in den Kosovo gefahren.

Wir hatten uns sechs Monate lang auf unseren Urlaub gefreut, doch am zweiten
Urlaubstag sind wir wieder abgereist. Wir haben beschlossen, mit kleinen Kindern
nicht mehr Urlaub am Meer zu machen.
erzählt von Mohammed Iqtifan

Ich möchte dir von meiner Reise nach Ägypten erzählen.

Es war im Sommer 2000. Ich hatte gerade mein Abitur gemacht. Drei Monate
Sommerferien lagen vor mir, bevor mein Studium an der Universität anfing.
Es war schon lange mein Traum, einmal nach Ägypten zu reisen. Mein Vater hatte
mir oft von Ägypten erzählt, weil er selbst zweimal in Ägypten war.

Ich hatte kein eigenes Geld, und um mir die Reise zu finanzieren, habe ich für einen
Monat in einer Baufirma gearbeitet. Von meinem selbstverdienten Geld habe ich mir
eine Reisetasche, neue Kleidung und eine Kamera gekauft. Meine Traumreise
konnte beginnen J.
Mit dem Auto bin ich von Gaza Stadt nach Kairo gefahren. Dabei bin ich am
Suezkanal vorbeigefahren und habe riesige Transportschiffe gesehen. Ich war acht
Stunden unterwegs, bis ich in Kairo im Hotel ankam.
Am nächsten Tag bin ich zum Nil gefahren. Ich hatte schon viel über den Nil gelesen
und gehört, aber noch nie gesehen. Es war sehr schön für mich, den Nil mit den
vielen kleinen Schiffen und Segelbooten am Flussufer zu sehen. Zusammen mit
anderen Touristen habe ich für einen Tag ein Boot gemietet und mit diesem Boot
haben wir eine tolle Nilflussfahrt gemacht.
Natürlich habe ich auch die Pyramiden besichtigt, die etwa 15 km von Kairo entfernt
sind. Die Cheops-Pyramide ist die größte Pyramide. Auch die Sphinx ist riesig. Ich
habe einen ganzen Tag bei den Pyramiden verbracht.
Einen Tag später habe ich den El Khalili Basar im Zentrum von Kairo besucht. Auf
diesem weltberühmten Basar gibt es viele Restaurants und Souvenirläden. In den
Souvenirläden kann man Souvenirs und Antiquitäten kaufen, die typisch sind für die
ägyptische Kultur und Geschichte. Der Basar war voll von Touristen aus der ganzen
Welt.
An meinem letzten Tag in Kairo habe ich die Al-Azhar Moschee besichtigt. Al-Azhar
ist sowohl eine Moschee als auch eine Universität. Studenten aus der ganzen Welt
lernen dort die Arabische Sprache und Kultur.
Kairo ist wirklich eine Großstadt mit sehr vielen Sehenswürdigkeiten.

Meine Reise nach Ägypten war die erste Reise meines Lebens, an die ich mich auch
heute noch sehr gut erinnern kann.