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Corporate Management – Definitionen – Kürble – Scholz – Bode

Teil 2. Beschaffung:
Beschaffung:
Beschaffung umfasst alle Maßnahmen zur Versorgung des Unternehmens mit Roh- Hilfs- und
Betriebsstoffen, Zulieferteilen, Waren, Betriebsmitteln, Dienstleistungen, Personal, Information und
Kapital in entsprechender Art, Menge und Qualität zum richtigen Zeitpunkt und am richtigen Ort.
(Kummer et.al.(2006), S.16 und 66)

Lieferantenmanagement:
Lieferantenmanagement bezeichnet die Summe aller Maßnahmen zur Beeinflussung der Lieferanten
im Sinne der Unternehmensziele.

Single Sourcing:
Bezug eines Einsatzgutes von nur einem Lieferanten.

Multiple Sourcing:
Bezug eines Einsatzgutes von mehreren Lieferanten.

Dual Sourcing:
Bezug eines Einsatzgutes aus zwei Quellen.

Modular Sourcing:
Bezug von einbaufertigen umfassenden Modulen von wenigen Lieferanten

Beschaffungslogistik:
Beschaffungslogistik beschreibt als Teil der Beschaffung und der Logistik den Prozess des
Wareneinkaufs bis zum Transport des Materials zum Endlager oder zur Produktion. Sie verbindet
damit die Absatzlogistik der Lieferanten und die Produktionslogistik eines Unternehmens.

Supply Chain Management (SCM):


Planung, Steuerung und Kontrolle des gesamten Material- und Dienstleistungsflusses, einschließlich
der damit verbunden informations- und Geldflüsse innerhalb eines Netzwerkes von Unternehmungen,
die im Rahmen von aufeinanderfolgenden Stufen der Wertschöpfungskette an der Entwicklung,
Erstellung und Verwertung von Sachgütern und/ oder Dienstleistungen partnerschaftlich
zusammenarbeiten, mit dem Ziel der Ergebnis- und Liquiditätsoptimierung unter der Beachtung von
sozio-ökonomischen Zielen.

Transaktionskosten (m.E. nicht relevant):


Transaktionskosten sind alle Kosten, die im Rahmen der Übertragung von Verfügungsrechten
anfallen.

Total Quality Management (TQM):


Total Quality Management bezeichnet die durchgängige, fortwährende und alle Bereiche einer
Organisation erfassende, aufzeichnende, sichtende, organisierende und kontrollierende Tätigkeit, die
dazu dient, Qualität als Systemziel einzuführen und dauerhaft zu garantieren.
Teil 3. Fertigung:
Fertigung:
Das Herstellen eines Gutes.

Produktionsfunktion I:
Eine Produktionsfunktion gibt an, welche Produktionsmengen (Output) innerhalb eines festgelegten
Zeitraumes mit alternativen Faktoreinsätzen jeweils hergestellt werden können und welche Beziehung
die Produktionsmengen und die Faktormengen untereinander aufweisen.
(Handwärterbuch der Wirtschaftswissenschaften, Bd. 6; S.276)

Produktionsfunktion II:
Die Produktionsfunktion beschreibt den funktionalen Zusammenhang zwischen verschiedenen
Einsatzmengenkombinationen der variablen Produktionsfaktoren Arbeit (L) und Kapital (K) und der
Ausbringungsmenge (Q) bei gegebenem Produktionsapparat.
Q=F(L,K)

Isoquante I:
Eine Isoquante ist der geometrische Ort aller v2-v1-Kombinationen, mit denen die gleich
Ausbringungsmenge bzw. der gleiche Output (x) produziert werden kann. Sie entspricht einer
Höhenlinie des Ertragsgebierges. Isoquanten können sich nicht tangieren oder gar schneiden. Nähern
sich Isoquanten an, wird das Ertragsgebirge steiler.

Isoquante II:
Eine Isoquante zur Outputmenge Q ist definiert als der geometrische Ort aller derjenigen effizienten
Inputkombinationen, für die sich gerade der Output Q ergibt.

Grenzrate der Substitution (GdS):


Die Grenzrate der Substitution gibt an, inwieweit ein Inputfaktor bei Konstanz der
Ausbringungsmenge erhöht werden muss, wenn der anderen Inputfaktor um eine infinitesimal kleine
Einheit reduziert wird.

Gesetz der abnehmenden Grenzrate der Substitution:


Das Gesetz der abnehmenden Grenzrate der Substitution: besagt, dass, je geringer die Einsatzmenge
eines Faktors ist, desto schwieriger wird es, ihn zu ersetzen, das heißt, desto mehr Einheiten müssen
von dem anderen Inputfaktor hinzugezogen werden um die gleich Ausbringungsmenge zu erzielen.

Technologie einer Unternehmung:


Unter der Technologie einer Unternehmung versteht man die Menge aller zu einem Zeitpunkt
bekannten und prinzipiell durchführbaren (also zulässigen) Produktionsprozesse.

Skaleneigenschaft eines Prozesses:


Die Skaleneigenschaft eines Prozesses gibt an, wie sich der Output verändert, wenn sich der Input
aller Faktoren proportional verändert.

Grenzrate der technischen Substitution:


Die Grenzrate der technischen Substitution beschreibt, wie das Unternehmen einen Input durch einen
andere bei gleichbleibenden Output ersetzen kann.
Opportunitätskosten:
Die Opportunitätskosten des Einsatzes einer Ressource entsprechen dem entgangen Wert, wenn die
Ressource nicht der Verwendung mit dem höchstmöglichen Wert zugeführt wird, bspw. Entgangenes
Gehalt bei Vollzeitstudenten.

Versunkene Kosten (sunk costs):


Versunkene Kosten sind unwiederbringliche Kosten in der Vergangenheit, bspw. Ausgaben für
Werbung oder für F&E.

Verbundvorteile:
Wenn der Output eines einzelnen Unternehmens größer ist als der Output, der durch zwei
unabhängige Unternehmen, die jeweils ein Produkt herstellen, erzielt werden könnte.

Losgröße:
Losgröße ist ein fertigungstechnischer Begriff und gibt die Menge einer Charge, Sorte oder Serie an,
die hintereinander ohne Umschaltung oder Unterbrechung der Fertigung hergestellt wird.

Teil 4. Marketing:
Marketing:
Marketing ist eine unternehmerische Denkhaltung. Sie konkretisiert sich in der Analyse, Planung,
Organisation, Durchführung und Kontrolle sämtlicher interner und externen
Unternehmensaktivitäten, die durch eine Ausrichtung der Unternehmensleistung am Kundennutzen
im Sinne einer konsequenten Kundenorientierung darauf abzielen, absatzmarktorientierte
Unternehmensziele zu erreichen.
(Bruhn, 2001)

Marktforschung:
Marktforschung ist die systematische Gewinnung, Aufbereitung und Interpretation von Daten, die für
die Marketingplanung hinsichtlich der Absatz- und Beschaffungsmärkte relevant sind.

Primärforschung:
Beschaffung und Analyse neuer Daten.

Sekundärforschung:
Beschaffung und Analyse vorhandener Daten.

Beobachtung:
Planmäßige direkte Erhebung von Gegebenheiten und Verhaltensweisen, die nicht auf Fragen und
Antworten beruhen.

Befragung:
Systematisches Vorgehen der Erhebung, bei dem Personen durch gezielte Fragen zur Abgabe von
Informationen veranlasst werden sollen.

Strategien:
Strategien legen den notwendigen Handlungsrahmen bzw. die Route („Wie kommen wir dahin“?)
fest, um sicherzustellen, dass alle operativen Instrumente auch zielführend eingesetzt werden.
Präferenzstrategien:
Präferenzstrategien orientieren sich an den Vorlieben der (potenziellen) Kunden bzw. Kundengruppen.
Sie zählen damit zu den abnehmerorientierten Strategien.

Segmentierungsstrategien, Segmentierung:
Die Aufteilung eines Gesamtmarktes in bezüglich ihrer Marktreaktion intern homogene und
untereinander heterogene Untergruppen sowie die Bearbeitung eines oder mehrerer dieser
Untergruppen.
(Meffert, 181)

Produktpolitik:
Alle Entscheidungstatbestände, die sich auf die marktgerechte Gestaltung aller vom Unternehmen im
Absatzmarkt angebotenen Leistungen bezieht.

Marke:
Eine Marke entsteht dadurch, dass eine größere Zahl von Menschen ein bestimmtes Produkt kennt
und diesem hohe Wertschätzung entgegenbringt.
(Berekhoven, 1992)

Marke im deutschen MarkenG:


Kennzeichen, das es dessen legitimen Verwender erlaubt, seine Ware(n) oder Dienstleistung(en) im
Sinne eines Exklusivrechts von der bzw. denen Wettbewerber(n) abzuheben.

Dienstleistung:
Dienstleistungen stellen Verrichtungen an oder zum Nutzen von Menschen oder Objekten dar, die
unter Vorhaltung entsprechender Ressourcen in Form einer geistigen Leistung, manuell oder
maschinell nach dem Uno-actu-Prinzip erbracht werden, aber weder auf Vorrat produziert noch
gelagert noch transportier oder weiterveräußert werden können.
(NDH, S.82)

Produktvariation:
Eine Produktvariation liegt vor, wenn bestehende Produkte im Zeitablauf verändert werden, und das
veränderte Produkt an die Stelle des bisherigen tritt.

Produktdifferenzierung:
Eine Produktdifferenzierung liegt dann vor, wenn zu einem bestehenden und auf dem Markt
verbleibendem Produkt Produkte geschaffen werden, die sich in einem oder mehreren
Produktelementen unterscheiden.

Produkt-Elimination:
Entfernung eines Produktes aus dem Angebotsprogramm.

Kontrahierungs-Mix:
Mittels des Kontrahierungs-Mix werden die monetären Rahmenbedingungen einer Transaktion mit
dem Kunden festgelegt. Neben der Preisfestsetzung dienen dazu die Rabatt-, Konditionen- und
Kreditpolitik.

Kommunikationspolitik:
Kommunikationspolitik ist der Einsatz derjenigen Instrumente des Marketings, die als Träger für auf
den Absatzmarkt gerichtete Informationen eines Unternehmens eingesetzt werden können.
Öffentlichkeitsarbeit:
Öffentlichkeitsarbeit umfasst das bewusste, planmäßige und dauernde Bestreben, in der
Öffentlichkeit (bei best. Zielgruppen) gegenseitiges Verständnis und Vertrauen aufzubauen und
pflegen.

Verkaufsförderung:
Verkaufsförderung ist die Analyse, Planung und Kontrolle meist zeitlich befristeter Aktionen mit dem
Ziel, auf nachgelagerten Vertriebsstufen durch zusätzliche Anreize (ökonomisch/psychografische) die
Kommunikationsziele einer Unternehmung zu erreichen.

Sponsoring:
Sponsoring umfasst die Planung, Organisation, Durchführung und Kontrolle sämtlicher Aktivitäten,
die mit der Förderung einer Person, oder Institution durch Zuwendung von Mitteln oder erbringen von
Dienstleistungen verbunden sind.
(NDH, 1116)

Product Placement:
Werbewirksame Integration von Produkten und/oder Dienstleitungen in Medienprogrammen mit
dem Ziel, deren Markstellung und –erfolg zu verbessern.
(Weis, 458)

Persönlicher Verkauf:
Der persönliche Verkauf kann als zwischenmenschlicher Prozess verstanden werden, in dem
Marktpartner, i.e.L. Käufer über ein Angebot informiert, von seiner Qualität überzeugt und
hinsichtlich der Verwendung und Auswahl beraten werden, um zu einem Kaufvertragsabschluss,
Mietvertrag oder zur Übernahme einer sonstigen Leistung veranlasst werden.
(Weis, 481)

Event-Marketing:
Event-Marketing ist die zielgerichtete, erlebnisorientierte Kommunikation und Präsentation eines
Produktes, einer Dienstleistung und/oder eines Unternehmens.
(Weis, 480)

Corporate Identity (CI):


Corporate Identity ist der Ausdruck eines spezifischen, von Konkurrenten klar unterscheidbaren
Selbstverständnisse eines Unternehmens.

Teil 5. Unternehmensführung:
Unternehmen:
Unternehmen sind dauerhafte, organisatorische Einheiten, in den Güter – d.h. Waren,
Dienstleistungen sowie Rechte und Lizenzen – erstellt und verwertet werden. Das Motiv ist eine
Erfolgserzielung, die insbesondere von der Gewinnerzielung bestimmt wird.

Unternehmensführung:
Ist die zielorientierte Gestaltung, Steuerung und Entwicklung eines Unternehmens durch das
Entscheiden und gestalten von Strukturen und Systemen zur Umsetzung der unternehmenspolitischen
Ziele. Der Begriff „Unternehmensführung“ wird durchweg mit dem Begriff „Management“
gleichgesetzt.
Management (nicht relevant):
Management ist eine komplexe Aufgaben: Es müssen Analysen durchgeführt, Entscheidungen
getroffen, Bewertungen vorgenommen und Kontrollen ausgeübt werden.
(Ansoff)

Strategie I:
Strategie ist ein geplantes Maßnahmenbündel der Unternehmung zur Erreichung ihrer langfristigen
Ziele.

Strategie II:
Strategie ist das Ergebnis formaler, rationaler Planungen.

Branche:
Gruppe von Unternehmungen, die Produkte herstellen, die sich nahezu ersetzen können.

Strategische Gruppe:
Eine strategische Gruppe in einem Markt wird definiert als eine Gruppe von Unternehmungen, die ein
homogenes strategische Verhalten aufweisen, d.h. die sich bezüglich bestimmter strategischer
Dimensionen entsprechen. Strategische Dimensionen können z.B. der Grad der Spezialisierung, die
Wahl der Absatzkanäle, der Grad der vertikalen Integration, Kostenstrukturen, Produktqualität oder
der technologische Status der Unternehmung sein. Diese strategischen Schlüsseldimensionen werden
von Branche zu Branche unterschiedlich ausgeprägt sein.
(Porter, 1997)

Benchmarking:
Benchmarking ist ein kontinuierlicher Prozess, bei dem Produkte, Dienstleitungen und insbesondere
Prozesse über mehrere Unternehmen hinweg verglichen werden, um die Leistungslücke zum
„Klassenbesten“ systematisch zu schließen.

Prognosen I:
Prognosen sind begründete Aussagen über den zukünftigen Eintritt oder Nichteintritt von Ereignissen.
(Hanssmann)

Prognosen II:
Prognosen sind zweifellos wohl die wichtigste Informationsart, die im Zuge der Planung gewonnen
und verwendet wird.
(Wild)

Weak Signals:
Weak Signals sind Informationsinstrumente, die von Menschen initiierte
Diskontinuitäten/Paradigmenwechsel frühzeitig und mit zunehmender Häufigkeit signalisieren.
(Ansoff)

Strategische Geschäftseinheit (SGE):


Eine strategische Geschäftseinheit bezeichnet ein eigenständiges Aktivitätsfeld der Unternehmung
(Produkt/Markt-Kombination), das als Ganzes Gegenstand strategischer Entscheidungen wie Aufbau,
Verkauf, Konsolidierung etc. ist.

Strategisches Geschäftsfeld (SGF):


Ein strategisches Geschäftsfeld bezeichnet ein spezifisches Segment der ökonomischen Umwelt der
Unternehmung, das in sich homogen, im Verhältnis zu anderen Geschäftsfeldern aber heterogen sein
sollte.

Wettbewerbsstrategie:
Einen Wettbewerbsstrategie beschreibt Maßnahmen, die der SGE eine vorteilhafte Position im
Wettbewerb verschaffen soll. Eine effektive Wettbewerbsstrategie ergreift offensive oder defensive
Maßnahmen um eine verteidigungsfähige Position gegenüber den fünf Wettbewerbskräften
aufzubauen.

Kontrolle:
Kontrolle ist ein systematischer Prozess zur Ermittlung von Abweichungen zwischen Plangrößen und
Vergleichsgrößen.
(Bea/Haas)

Strategische Kontrolle:
Strategische Kontrolle ist ein systematischer Prozess, der parallel zur strategischen Planung verläuft
und durch Ermittlung von Abweichungen zwischen Plangrößen und Vergleichsgrößen den Vollzug und
die Richtigkeit der strategischen Planung überprüft.
(Bea/Haas)

Organisation:
Planmäßiges Gestalten eines organisatorischen Ganzen, das sich durch eine gefügehafte Ordnung
auszeichnet.
(Schertler, 1993, S. 20)