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 Muskelkater

Überlastung der Muskulatur ; geschieht bei abbremsenden


Belastungen
Entstehung von Mikroverletzungen in den Muskelfasern
Folge= Schmerzen, lassen die Muskeln steif und
empfindlich gegenüber Berührungen und Bewegungen
werden
Durch Muskelkater kann die Muskulatur keine großen
Krafteinsätze leisten
Um die Heilung der Schmerzen zu beschleunigen und vor
allem zu lindern -> nur leichte Bewegungen und Wärme
( verbessert die Durchblutung) Kräftige Massagen wirken
sich nicht gut aus
Muskelkater kann durch langfristiges Training vermieden
werden (gewöhnung bzw. kräftigung der zu
Beanspruchenden Muskeln)
Neuartige und intensive Bewegungen lösen jedoch
Muskelkater wieder aus
 Anatomie und Physiologie
3 Arten von Muskelgewebe: Herzmuskelgewebe, die glatte
Muskulatur in Blutgefäßen und an den
Verdauungsorganen, quergestreifte Skelettmuskulatur
Skelettmuskulatur ist nur für das Krafttraining relevant
 Muskelaufbau
(Muskelfasern/Myofibrillen)
Skelettmuskel besteht aus vielen Muskelfaserbündeln
Diese enthalten viele Muskelfasern die durch feine
Bindegewebehüllen zusammengefasst werden
Muskelfaser besteht aus vielen parallel, schlauchförmig
angeordneten Myofibrillen
Durch Training können Muskelfassern in die Länge sowie
in die Breite vergrößert werden
Muskelfassern enthalten tausende von Sarkomeren
Durch die Sarkomere kann sich der Muskel
zusammenziehen

Muskel->Muskelfaserbündel->Muskelfaser(wird von
Bindegewebhülle umschlossen; Sarkomere)->Myofibrille
 Muskelfasertypen
1.langsame Muskelfaser (Typ 1)
Wird auch ST oder rote Muskelfaser genannt
Kontrahieren/ermüden langsam
Wird vor allem bei Ausdauerbelastungen beansprucht
2.schnelle Muskelfaser (Typ2)
Wird auch FT oder weisse Muskelfaser gennant
Kontrahieren und ermüden schnell
Werden bei schnellkräftiger und intensiver Muskelarbeit
aktiviert
Anteil der Muskelfasertypen genetisch bedingt
Typ 2 kann nochmals in Typ IIa Fasern und Typ IIx Fasern
unterschieden werden
(größere Ermüdungsresistenz und sehr geringe
Ermüdungsresistenz)
Durch Ausdauertraining kann Typ IIx in Typ IIa
umgewandelt werden jedoch nicht anders herum
 Die motorische Einheit
Skelettmuskulatur ist willkürlich gesteuert
Muskelfasern kontrahieren sich nur wenn zentrales
Nervensystem einen Befehl gibt
Das wiederrum geschieht über motorische Nervenfasern
die Motoneurone im Rückenmark
Leitet diesen Befehl sozusagen an das Axon weiter wo es
dann schließlich zum Muskelfaser selbst kommt
Am Ende der Motoneuronen verzweigen sie sich in noch
viel kleinere Nervenfasern die je eine Muskelfaser
aktivieren
 Anaerobe Energiegewinnung
Anaerob-alaktazid:
Unter 10 Sekunden, Abbau der energiereichen Phosphate
ATP und Kreatinphosphat
Formel für ATP= ATP<-(Myosin ATP-ase)->ADP+P+
Energie
Formel für Kreatin= KP+ADP<-(Kreatinkinase)->Kreatin+
ATP
Abbau ohne Bildung von Sauertsoff (anaerob)
Keine Bildung von Milchsäure (alaktazid)
Anaerob-laktazid:
Ab ca. 25 Sekunden-2 Minuten
Anaerobe Glykolyse (Abbau von Glykogen ohne
Sauerstoff)
Bildung von Milchsäure
Die sich in der Muskelzelle anreichernde Milchsäure
verändert den intrazellulären Säurewert was zu einer
Eigenhemmung der Glykolyse führt
Belastungsintensität muss stark gedrosselt bzw.
abgebrochen werden
Zu Beginn arbeitet der Körper anaerob weil die
Sauerstoffbereitstellung eine Weile braucht
Nach einer Zeit wenn genug Energie vorhanden ist greift
es zur aerob über (mit Sauerstoff)
Wenn dann jedoch nicht genügend Energie zur Verfügung
steht wird dann auf Proteine, Fette, Eiweiße in Form von
Aminosäuren zurückgegriffen
 Aerobe Energiegewinnung
Ab ca. 2-10 Minuten
Aerobe Glykogenverwertung mit Sauerstoff gleichzeitig
aber auch noch anaerobe laktazide Glykolyse
Aerobe Energiebereitstellung läuft zeitverzögert ab wird
mit der Zeit aber zunehmend wichtiger

Grund: Energiebereitstellung läuft über lange


Reaktionsketten ab und die Blutumverteilung vom
Körperzentrum in die arbeitende Muskulatur, die
Erweiterung der Blutgefäße damit mehr Sauerstoff zu den
Muskelzellen gelangen kann läuft auch zeitverzögert ab
Ab ca. 10 Minuten überwiegend aerobe
Glykogenverwertung
Ab ca. 45-60 Minuten aerober Glykogenabbau
Fettverbrennung setzt ein
Der Vorteil bei dieser Energiegewinnung ist das sehr viel
ATP gewonnen wird
Ein Nachteil ist das alles sehr lange dauert bis sie
vollkommen einsetzen kann. Zudem ist sie nur für geringe
Belastungen geeignet wie zum Beispiel Ausdauerläufe.
Formel für oxidative Verbrennung bei aeroben
Energiegewinnung= 1Glukose+6O2+36ADP+36Pi<->
6CO2+6H2O+36ATP

Zusammenfassend: Bei intensiver Belastung wird die


primäre Energiequelle ATP nacheinander durch das KP,
die anaerobe Glykolyse und die aerobe Energiegewinnung
bereitgestellt-> nicht streng hintereinander sondern
überlappend
 Auf- und Abwärmen
Unter Aufwärmen versteht man alle Maßnahmen, die
einen für die anschließende Belastung optimalen psycho-
physischen und koordinativen Zustand erzeugen und der
Verletzungsprophylaxe dienen.
Aufwärmen ist in speziell und allgemein unterteilt
Allgemeines Aufwärmen=
Atmung und Pulsfrequenz soll aufeinander eingestellt
werden
Erhöhung der Körperkerntemperatur von 37°C auf ca.
38,5°C nach ca. 15 Minuten
Muskeln, Sehnen und Bänder werden elastischer und
dehnbarer
Steigerung des Herz- und Atemzeitvolumen
Gesteigerte Aufmerksamkeit und höchste Effektivität durch
die Optimaltemperatur
Zunahme der aeroben und anaeroben Enzymaktivität
Geschwindigkeit der Stoffwechselvorgänge steigt
Gesteigerte Koordinationsfähigkeit
Spezielles Aufwärmen=
Fortsetzung der Allgemeinen Erwärmung
Anpassung der Bewegungen an die aktuellen
Bedingungen
Vermehrte Versorgung der Arbeitsmuskulatur und
erreichen einer optimalen Arbeitstemperatur;
Muskeltemperatur muss speziell erwärmt werden (hängt
nicht mit der Körperkerntemperatur zusammen)
Der Begriff Cool-Down bedeutet, dass eine aktive
Erholung stattfindet (vollständige Erholung und
Wiederherstellung)
Normalisierung des Herz Kreislaufs, der Temperatur, der
Energiespeicher und des Zentralnervensystems