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Anfängerpraktikum der Fakultät für

Physik,
Universität Göttingen 31. August 2020

Versuch Kreiselpräzession
Beschreibung

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Testat:
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung und Motivation 2

2 Theorie 2
2.1 Kreisel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
2.2 Drehimpulserhaltung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
2.3 Präzession . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3

3 Aufbau 4
3.1 Nutation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
3.2 Corioliskraft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6

4 Durchführung 7
4.1 Versuchsteil A:Physikalisches Pendel . . . . . . . . . . . . . . 7
4.2 Versuchsteil B Präzession . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
4.3 Versuchsteil C Nutation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8

5 Auswertung 8
5.1 Das Trägheitsmoment des Rades . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
5.2 Physikalisches Pendel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
5.3 Präzession . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
5.4 Nutation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12

6 Diskussion 13

1
1 Einleitung und Motivation
In diesem Versuch befassen wir uns mit der Rotation eines Kreisels. Ein
Kreisel ist ein starrer Köper, dessen Rotation keinerlei Zwangsbedingungen
unterworfen ist. Hier betrachten wir einen Köper, der an einem Punkt im
Raum fixiert ist, so dass die Freiheitsgrade seiner Rotationsbewegung nicht
dadurch beschräkt sind.
Insbesondere beschäftigen wir uns mit den Bewegungsgleichungen für die
Nutation und die Präzessionsbewegung eines Kreisels.

2 Theorie
2.1 Kreisel
Wie schon in der Einleitung erwähnt wurde, rotiert ein Kreisel um eine Ach-
se, die an einem Punkt fixiert ist. Stimmt der Fixpunkt mit dem Schwerpunkt
überein, so nennt man ihn kräftefreien Kreisel. Wenn Letzteres nicht der Fall
ist, reden wir von einem schweren Kreisel. In diesem Versuch betrachten wir
beide Fälle. Es handelt sich in diesem Versuch außerdem um einen symme-
trischen Kreisel, also ein Kreisel, der um eine Symmetrieachse rotiert.

2.2 Drehimpulserhaltung
Am Anfang dieses Abschnittes ist es erforderlich, die Winkelgeschwindigkeit
ω
~ einzuführen. Diese ist sehr nützlich, um die Bewegung der Punktmassen
eines rotierenden, starren Körpers zu beschreiben, da alle Punktmassen in der
gleichen Zeit den gleichen Winkel überstreifen; nicht aber die gleiche Strecke.
Der Zusammenhang zwischen Winkel- und Tangentialgeschwindigkeit eines
Punktes im Abstand |~r| zur Drehachse ist durch folgende Formel gegeben:

~v = ~r × ω
~. (1)

Hier ist ~v die Tangentialgeschwindigkeit des Punktes und ~r der kürzeste


Vektor, der von der Drehachse zumPPunkt geht. Der Drehimpuls des Köpers
mit n Massenpunkten ist als L ~ = n ~ri × p~i definiert. p~i = mi~vi ist hier der
i

2
Impuls des Massenpunktes mi . Aus Formel (1) ergibt sich damit:
n
X
~ =
L ~ri × mi (~ri × ω
~)
i

Da in diesem Fall ~ri ⊥ ω


~ der Betrag ist:
n
X Z
L= ri mi ri ω ≈ dmr2 ω = Jω
i K

Wobei wir angenommen haben, dass der KöperR aus unendlich vielen infini-
tesimalen Massen dm bestehet und J = dmr2 das Trägheitsmoment des
Köpers um eine bestimmte Drehachse ist. Außerdem haben wir ω aus dem
Integral herausgezogen, da es für alle Punktmassen gleich ist.
Der Drehimpuls L ~ ist eine Erhaltungsgröße, das heißt, er ändert sich in Ab-
wesenheit äußerer Kräfte nicht. Wenn solch eine Kraft auftritt und auf einen
Punkt im Abstand ~r der Drehachse wirkt, erzeugt sie ein Drehmoment M ~,
so dass:
~
~ = dL = d(~r × p~) = d~r × p~ + ~r × d~p = ~v × p~ + ~r × F~ = ~r × F~
M
dt dt dt dt
Im letztem Schritt haben wir benutzt, dass p~ k ~v da p~ = m~v .

2.3 Präzession
Wir betrachten einen rotierenden Kreisel, dessen Drehachse die Figurenachse
ist und sich in waagerechter Position befindet. Der Drehimpuls L ~ zeigt in
Richtung der Figurenachse. Da eine Kraft senkrecht zur Drehachse wirkt, in
diesem Fall die Schwerkraft, wird ein Drehmoment erzeugt. Wenn man an
das Problem intuitiv herangeht, könnte man sich überlegen, dass der Kreisel
in Richtung der Schwerkraft umkippt. Das ist aber nicht der Fall, der Kreisel
weicht nämlich aus. Dass kann man an der Formel M ~ = ~r × F~ , die wir in
Abschnitt 2.2 hergeleitet haben, sehen. Die resultierende Bewegung nennt
man Präzession und ist in dem Bild im nächsten Teil dargestellt:

3
3 Aufbau

Abbildung 1: Aufbau des Kreisels. Dieses Bild kommt von https://lp.uni-


goettingen.de/get/text/3637.

Am Bild erkennen wir:


dL
L sin θ M rmg rmg
ω
~p = = = =
dt L sin θ L JωK
Man hat die bereits bekannte Formel M = rmg eingesetzt. ωK ist die Win-
kelgeschwindigkeit des Kreisels um seine Figurenachse.

3.1 Nutation
In diesem Fall ist unser Kreisel kräftefrei. Diesmal geben wir dem rotieren-
den Kreisel einen Kurzen stoß und verändern damit die Orientierung der
Figurenachse. Da der Drehimpuls aber erhalten bleibt, liegt er nicht mehr
auf der Figurenachse und teilt sich damit in zwei Komponenten: Einerseits
auf seine Projektion auf der Figurenachse und andererseits auf eine zu der
Figurenachse senkrechte Hauptträgheitsachse. Die Winkelgeschwindigkeit ω
liegt also auch nicht mehr auf der Figurenachse und man nennt sie Nutati-
onsgeschwindigkeit.

4
Abbildung 2: Achsen während der Nutation. Dieses Bild kommt von
https://lp.uni-goettingen.de/get/text/3637.

Hier kann man erkennen, wie sich der Drehimpuls L auf die zwei Kom-
ponenten L1 und L2 auf den Hauptträgheitsachsen aufteilt.
Wir nennen θ den Winkel zwischen L und L2 . Formeln (2) und (4) lassen
sich aus dem Bild leicht folgern und (3) kennen wir bereits (siehe Abschnitt
Drehimpulserhaltung).

ω sin θ = ω1 (2)

L1 = J1 ω1 und L2 = J2 ω2 (3)

L1 L2
=L= (4)
sin θ cos θ
Aus diesen Gleichungen folgt:
ω1 L1 L2 J2 J2
⇒ω= = = = ω2 = ω2
sin θ J1 sin θ cos θJ1 cos θJ1 J1

5
Bei dem letzten Schritt benutzen wir, dass cos θ ≈ 1, da θ ≈ 0. Mit die-
ser Gleichung kann man die Trägheitsmomente J1 und J2 aus ω1 und ω2
berechnen.

3.2 Corioliskraft
Die Corioliskraft tritt in nicht-inertialen Bezugssystemen auf, also in Syste-
men, die beschleunigt werden; insbesondere in Systemen, die sich von einem
inertialen Bezugssystem aus gesehen in Rotation befinden. Wir betrachten
ein interessantes Beispiel, den Planeten Erde. Die Corioliskraft, die auf einen
Massenpunkt auf der Erde wirkt, beträgt −2m~v × ω ~ , wobei ω
~ die Rotations-
geschwindigkeit der Erde ist und ~v die Geschwindigkeit des Massepunktes
mit Masse m im Bezugssystem der Erde.
Auch hat die Corioliskraft wichtige Auswirkungen auf der Erde. Zum
Beispiel ist sie dafür verantwortlich, dass sich die Luftmassen in Hochdruck-
gebieten auf der Nordhalbkugel im Uhrzeigersinn und in Tiefdruckgebieten
gegen den Uhrzeigersinn bewegen.

Abbildung 3: Konsequenzen der Corioliskraft auf der irdischen Atmosphäre


(Island). Dieses Bild kommt von http://de.wikipedia.org/wiki/Corioliskraft

Außerdem lässt sich die Bewegung des Foucaultschen Pendels durch die
Corioliskraft erklären. Das Pendel wird durch die Corioliskraft zur Seite be-
schleunigt und daraus ergeben sich die sogennanten Rosettenbahnen.

6
Abbildung 4: Beispiele für Rosettenbahnen. Dieses Bild kommt von
http://www.peraugym.at/physik/Unterricht/maxwellundeinstein.htm
(13.5.2010)

4 Durchführung
4.1 Versuchsteil A:Physikalisches Pendel
Wir spannen den Kreisel mit seiner Figurenachse in waagerechter Position
ein und befestigen ein Zusatzgewicht daran, so dass wir ein Physikalisches
Pendel haben. Wir messen drei mal 10 Perioden und wiederholen das ganze
mit dem Gewicht an der diametral gegenüberliegenden Stelle.

4.2 Versuchsteil B Präzession


Der Kreisel wird aus der Einspannung befreit und in eine Gleichgewichtslage
gebracht, indem man das Ausgleichsgewicht verschiebt. Man misst alle rele-
vanten Lägen. Ein schwarzer Papierstreifen wird an dem Rand befestigt, um
mit einer Lichtschranke die Rotationsperiode messen zu können. Man ver-
setzt den Kreisel in eine schnelle Rotation, misst die Periode dieser Rotation
und hängt ein Zusatzgewicht von 50 g an die freie Achse des Kreisels. Dann
misst man eine halbe Periode der Präzession mit einer Stoppur. Der ganze
Prozess wird vier mal wiederholt.

7
Abbildung 5: Versuchsaufbau. Dieses Bild kommt von https://lp.uni-
goettingen.de/get/text/3637

4.3 Versuchsteil C Nutation


Der Kreisel wird erneut in schnelle Rotation versetzt. Man misst analog zu
Teil B die Periode der Rotation mit der Lichtschranke und gibt dem Kreisel
einen Kurzen Stoß. Danach misst man 10 Perioden der Nutation, die sich aus
dem Stoß ergibt. Dies wiederholt man drei mal.

5 Auswertung
5.1 Das Trägheitsmoment des Rades
Um die horizontale Achse wird das Trägheitsmoment des Rades durch
1 2
Θx = mR rR
2
bestimmt, da der Rest des Kreisels fest ist. mR = 1, 324kg ist die Masse und
rR = 0, 1225m der Radius des Rades. Beide Werte waren gegeben und sind
daher als fehlerfrei anzunehmen. Θx ist damit 0, 00993kgm2 .

8
Um die vertikale Achse dreht sich der gesamte Kreisel. Man muss also die
Trägheitsmomente seiner Bestandteile getrennt berechnen und dann zusam-
menaddieren. Da die Masse der Stange nicht gegeben ist, muss man diese
bei der Berechnung komplett vernachlässigen. Übrig bleiben das Rad mit
einer Dicke dR = 0, 028m und einem Abstand AR = 0, 126m zur Drehach-
se, sowie das Gegengewicht mit mG = 0, 938m, rG = 0, 03m, dG = 0, 043m
und AG = 0, 16m. Die fehlerbehafteten (also selbst gemessenen) Größen sind
AR , rG , dG undAG . Der Fehler den gemessenen Längen beträgt 0,001m. Um
das Trägheitsmoment und seinen Fehler zu bestimmen benutzt man
1 2 1 1 1
Θz = mR rR + mR d2R + mR A2R + mG rG 2
+ mG d2G + mG A2G und
4
r 12 4 12
1 1
σΘz = (σAR 2mR AR )2 + (σrG mG rG )2 + (σdG mG dG )2 + (σAG mG AG )2 .
2 6
Man erhält Θz = (0, 0504 ± 0, 0003)kgm2 .

5.2 Physikalisches Pendel


Eine andere Möglichkeit, das Trägheitsmoment des Rades zu bestimmen,
ist es zu einem physikalischen Pendel umzubauen. Dafür befestigt man eine
Masse außen an dem Rad und lässt es schwingen. Wir befestigten die Masse
m = 0, 12kg(fehlerfrei) in einem Abstand von r = 0, 135m zum Mittelpunkt.
Jetzt misst man 3 Mal 10 Perioden, befestigt das Gewicht an der diametral
entgegengesetzten Stelle und wiederholt den Versuch. Danach bestimmt man
Mittelwert und Fehler mit
P
Ti
T̄ = und
sn
1 X
σT̄ = (Ti − T̄ )2 · tp .
n(n − 1)
Wir erhalten T̄ = (1, 74 ± 0, 07)s. Daraus können jetzt Trägheitsmoment und
Fehler bestimmt werden, durch
T 2 mrg
Θ= 2
− mr2 und
r 4π
σT 2T mrg 2 2(
T 2 mg 2 + σ2 (
T 2 rg
σΘ = ( ) + σ r − 2mr) m − r 2 )2 .
4π 2 4π 2 4π 2
In dieser Messung ist damit Θx = (0, 0099 ± 0, 0001)kgm2 .

9
5.3 Präzession
Bei diesem Versuch misst man eine Periode TR des Rades, also die Zeit, die es
benötigt, um sich ein mal um 360◦ um die horizontale Achse zu drehen und
eine halbe Präzessionsperiode TP , also die Zeit, die der Kreisel benötigt, um
sich um die vertikale zu drehen. Daraus kann man dann die Rotationsfrequenz
ωR und die Präzessionsfrequenz ωP bestimmen. Es gilt generell
2∗π
ω=
T
Das Trägheitsmoment kann man dann mit
mgr
Θ=
w
bestimmen. m ist hier die Masse des angehängten Gewichts und r = 0, 272m
der Abstand des Gewichts zur Drehachse, w = ωR · ωP . Um w mit linearer
Regression zu errechnen, formt man diese Gleichung um zu w = ω1P . Jetzt
ωR
kann man die Präzessionsfrequenz ωP gegen die reziproke Rotationsfrequenz
1
ωR
auftragen und erhält w als Steigung der entstehenden Geraden.
ωR erhält man als Mittelwert der Rotationsfrequenzen vor und nach der
Präzession.

T des Rades in [s] ωR in rad


   rad   rad 
s
ω̄R in s
T der Präzession in [s] ωP in s
0,083 75,70 58,93 27,46 0,228
0,149 42,17 35,36 15,50 0,405
0,220 28,56 24,45 10,94 0,574
0,309 20,33 17,94 9,26 0,679
0,404 15,55

Tabelle 1: Ergebnisse zu 0,05kg Anhängegewicht

In dem Plot sind die Ergebnisse für die verschiedenen Massen aufgetragen.

10
0.8
0.05kg
0.06kg
0.7 0.03kg

0.6
 rad 

0.5
s
ωP in

0.4

0.3

0.2

0.1
0.01 0.015 0.02 0.025 0.03 0.035 0.04 0.045 0.05 0.055 0.06
1
 s 
ωR
in rad
Die Steigungen der Geraden entnehme man folgender Tabelle:

Masse in [kg] Θ in kgm2


0,05 0, 011 ± 0, 002
0,06 0, 029 ± 0, 001
0,03 0, 0114 ± 0, 0005

Tabelle 2: Trägheitsmoment in Abhängigkeit vom Anhängegewicht

Um daraus das Trägheitsmoment zu erhalten, muss man den gewichteten


Mittelwert und Fehler bilden durch
P Θi
σi2
Θ̄ = P 1 und
σi2
s
1
σΘ̄ = P 1 .
σi2

Wir erhalten damit Θ = (0, 0143 ± 0, 0005)kgm2 .

11
5.4 Nutation
9
Nutation

7
 rad 
s

6
ωN in

3
25 30 35 40 45 50 55 60 65
 rad 
ωR in s
Auch hier entsteht ein linearer Zusammenhang1 . Durch lineare Regression
kann man die Steigung ωωNR bestimmen. Bei uns beträgt sie 0, 14 ± 0, 02.
Die Eulersche Gleichung lässt vermuten, dass ein Zusammenhang mit den
Trägheitsmomenten des Kreisel bestehen müsste. Wenn man aus der theore-
tischen Bestimmung der Trägheitsmomente Θ x
Θz
berechnet, erhält man 0, 197±
0, 002. Beide Werte haben zumindest dieselbe Größenordnung und könnten
unter Berücksichtigung der experimentellen Fehler das Selbe beschreiben.

1
Die Fehlerbalken kann man leider nicht gut erkennen.

12
6 Diskussion
Bestimmungsmethode für Θ Θ in kgm2
Aus den Angaben horizontal 0, 0099
Aus den Angaben vertikal 0, 0504 ± 0, 0004
Pendel 0, 0099 ± 0, 0009
Aus der Präzession 0, 0143 ± 0, 0005

Tabelle 3: Trägheitsmoment nach Bestimmungsmethode

Die Messung aus dem physikalischen Pendel entspricht der Bestimmung


des Trägheitsmomentes zur horizontalen Achse, da sich auch bei dem Pendel
nur das Rad dreht. Wie man in der Tabelle sehen kann, stimmen die Werte
überein, was für eine gute Messung und einen aussagekräftigen Wert spricht.
Die Messung aus der Präzession hingegen soll dem Trägheitsmoment zur ver-
tikalen Achse entsprechen, da auch hier der gesamte Kreisel um die vertikale
Drehachse rotiert. Man sieht allerdings, dass mit einer Abweichung von 72%
ein sehr großer Fehler vorliegt. Bei der Nutation beträgt die Abweichung der
beiden zu vergleichenden Werte 29%.
Es gibt mehrere Fehlerquellen. Eine ist, dass bei den Experimenten Reibung
komplett vernachlässigt wurde. Auch verlor der Kreisel viel Energie während
der Präzession, was man an den sich stark unterscheidenden ωR Werten se-
hen kann. Weiterhin haben wir die Massen als fehlerfrei angesehen, da wir
diese nicht nachprüfen können. Außerdem mussten wir die Stange, an der das
Rad und das Gegengewicht befestigt waren, vernachlässigen. Als letzte Feh-
lerquellen bleiben noch menschliches Versagen“ und eine nicht verlässlich

funktionierende Lichtschranke zu nennen. Teilweise reagierte sie überhaupt
nicht. Der Umgang mit der Lichtschranke kann falsche Werte erzeugt ha-
ben, wenn die zweite wahrgenommene Unterbrechung des Strahls nicht von
dem Klebestreifen, sondern von dem Rad selber ausgelöst wurde. Das Zu-
sammenspiel beider ergibt einen Fehler, der deutlich größer als der formell
angenommene ist. Warum die berechneten Fehler, vor allem bei den Graphen
so, dass man sie in den Kreuzen nicht erkennen kann, allgemein sehr klein
sind, ist uns unklar.
Alles in allem reichen die Ergebnisse aber um einen Einblick in die Zusam-
menhänge zu bekommen oder diese zumindest zu erahnen. Die Größenordnungen
der Werte stimmen, nur sind unsere Ergebnisse nicht dazu geeignet, genaue
Berechnungen und Bestimmungen zu versuchen.

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