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Anfängerpraktikum der Fakultät für

Physik,
Universität Göttingen 31. August 2020

Versuch Spezifische
Elektronenladung
Beschreibung
Praktikanten: -
-
E-Mail: ???
-
Betreuer: -

Testat:

2
Inhaltsverzeichnis
1 Auswertung 2
1.1 Freie Schwingung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
1.1.1 Dämpfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
1.1.2 Logarithmische Dekrement . . . . . . . . . . . . . . . . 5
1.1.3 Ungedämpfte Eigenfrequenz . . . . . . . . . . . . . . . 5
1.2 Erzwungene Schwingung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
1.2.1 Amplitude . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
1.2.2 Phasenverschiebung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8

2 Diskussion 9

3 Anhang 10

1
1 Auswertung
1.1 Freie Schwingung

Dämpfung in [mm] T in [s] ωe in[ 1s ]


0 2, 982 ± 0, 012 2, 107 ± 0, 009
4 2, 898 ± 0, 061 2, 17 ± 0, 05
6 2, 88 ± 0, 09 2, 19 ± 0, 07
8 3, 00 ± 0, 05 2, 09 ± 0, 04

Tabelle 1: Gedämpfte Eigenfrequenz

1.1.1 Dämpfung
Die Dämpfung β gibt das Verhältnis zweier aufeinanderfolgender Amplituden
an. Um sie zu bestimmen, trägt man am Besten den Logarithmus aller Am-
plituden gegen die Zeit auf und ermittelt dann die Steigung der entstehenden
Geraden. Formell kann man dieses Vorgehen dadurch begründen, dass man
die Größe der Maxima der Schwingung mit

ϕmax. = ϕ(0) · e−βt

beschreiben kann. Umgeformt erhält man

ln(ϕmax. ) = ln(ϕ(0)) − βt

ln(ϕ(0)) ist der y-Achsen-Abschnitt der entstehenden Gerade und β ihre


Steigung.

2
6
0 mm Dämpfung

5
Auslenkung in [ln(◦ ]

0
0 20 40 60 80 100 120 140 160 180 200 220
t in [s]

5
0 mm Dämpfung
4.5
4
Auslenkung in [ln(◦ ]

3.5
3
2.5
2
1.5
1
0.5
0
0 5 10 15 20 25 30
t in [s]

3
5
0 mm Dämpfung
4.5
4
Auslenkung in [ln(◦ ]

3.5
3
2.5
2
1.5
1
0.5
0
-0.5
0 2 4 6 8 10 12 14 16
t in [s]

4.5
0 mm Dämpfung
4
Auslenkung in [ln(◦ ]

3.5

2.5

1.5

1
1 2 3 4 5 6 7 8
t in [s]

Daraus ergeben sich folgende Werte für den Reibungskoeffizienten:

4

Dämpfung in [mm] β in [ s ]
0 0, 0208 ± 0, 0004
4 0, 0174 ± 0, 005
6 0, 322 ± 0, 007
8 0, 52 ± 0, 01

Tabelle 2: Dämpfung

1.1.2 Logarithmische Dekrement


Mit

Λ = βT und
q
σΛ = (T σβ )2 + (βσT )2

kann man einfach das logarithmische Dekrement ausrechnen.

Dämpfung in [mm] Λ in [◦ ]
0 0, 0620 ± 0, 0012
4 0, 50 ± 0, 02
6 0, 93 ± 0, 04
8 1, 562 ± 0, 041

Tabelle 3: Logarithmisches Dekrement

1.1.3 Ungedämpfte Eigenfrequenz


In der Theorie haben wir ωe2 = ω02 − β 2 gesetzt. Umgeformt kann man damit
ω0 bestimmen. Für Gleichung und Fehler ergeben sich
p
ω0 = ωe2 + β 2
s
ω2σ2 β 2 σβ2
σω0 = ( 2e ωe 2 ) + ( 2 )
ωe + β ωe + β 2

5
Dämpfung in [mm] ω0 in [ 1s ]
0 2, 107 ± 0, 009
4 2, 18 ± 0, 05
6 2, 20 ± 0, 07
8 2, 16 ± 0, 04

Tabelle 4: Ungedämpfte Eigenfrequenz

Nach dem bestimmen aller Eigenfrequenzen errechnet man ihren gewich-


teten Mittelwert. Dazu nutzt man
P ωei
σi2
ω¯0 = P 1 und
σi2
s
1
σω¯0 = P 1 .
σi2

Wir errechnen damit für ω0 einen Wert von (2, 114 ± 0, 008) 1s .
Für die Resonanzfrequenz ωR gilt
q
ωR = ω02 − 2β 2 mit Fehler
s
ω02 σω2 0 4β 2 σβ2
σωR = + .
ω0 − 2β 2 ω02 − 2β 2

Daraus bestimmen wir als theoretische Resonanzfrequenzen folgende Werte:

Dämpfung in [mm] ωR in [ 1s ]
0 2, 114 ± 0, 008
4 2, 1065 ± 0, 0081
6 2, 089 ± 0, 009
8 2, 05 ± 0, 01

Tabelle 5: Theoretische Resonanzfrequenzen

6
1.2 Erzwungene Schwingung
1.2.1 Amplitude

8
4mm
7 6mm
8mm
6

5
ϕ(ω)
ϕ(0)

0
0.2 0.4 0.6 0.8 1 1.2 1.4 1.6 1.8
ω
ω0

Hier soll der Frequenzgang betrachtet werden. Dazu trägt man in einer Grafik
das Verhältnis von ω zu ω0 gegen das Verhältnis von ϕ(ω) zu ϕ(0) auf. Mit
ϕ(ω/0) ist die jeweilige Maximalauslenkung gemeint. Da es bei einer Anre-
gung von 0 allerdings keine Auslenkung gibt, nimmt man das niedrigste, was
man kann. Bei uns war dies eine Amplitude von 24◦ bei 100mHz. Worauf man
noch achten muss, ist dass die Erregerfrequenz erst in die Winkelgeschwin-
digkeit umgerechnet werden muss, also mit einem Faktor von 2π multipliziert
werden muss. In dem Plot erkennt man deutlich, dass die Resonanzfrequenz
ωR , also die Maxima der Kurven, in allen Fällen etwas geringer
p als die Ei-
2
genfrequenz ist. Dies erwartet man aber auch nach ωR = ω0 − 2β 2 .
Für den experimentellen ωR -Wert erhalten wir aus dem Plot:

7
Dämpfung in [mm] ωR in [ 1s ]
4 2, 026
6 2, 023
8 1, 979

Tabelle 6: Experimentelle Resonanzfrequenzen

1.2.2 Phasenverschiebung

1.2
4mmDämpf ung
6mmDämpf ung
1 8mmDämpf ung
β = 0, 174
β = 0, 332
0.8 β = 0, 52

0.6
φ
π

0.4

0.2

0
0 0.2 0.4 0.6 0.8 1 1.2 1.4
ω
ω0

In dem Plot sieht man die selbst ermittelten Werte der Phasenverschiebung
für alle Messungen jeder Dämpfung. Daneben sind die Funktionen, mit de-
nen man die Phasenverschiebung abhängig von von der Erregerfrequenz ω
bestimmen kann, wenn man die Dämpfung β und Eigenfrequenz ω0 kennt.
Die Formel hierfür lautet φ = arctan( ω2βω
2 2 ) und wurde bereits in der Theorie
0 −ω
hergeleitet. Allerdings muss man, wenn ω > ω0 ist, π dazu addieren. Um die
Verschiebung experimentell zu bestimmen, muss man einen Nulldurchlauf“

des Erregers kennen. Dieser wurde von dem Programm, das die Schwingungen
registriert hat, aufgenommen. Aus den gegeben Daten zu allen Schwingungen
muss man den zeitlich nächsten Nulldurchlauf nach dem Erregernulldurch-
lauf der schwingenden Scheibe bestimmen. Man muss darauf achten, dass

8
es sich auch wirklich um einen Nulldurchlauf der Scheibe handelt, also am
Ende einer Schwingung und nicht mittendrin. Wir mussten zudem alle Mes-
sungen normieren, da die Scheibe nicht um den vom Programm definierten
Nullpunkt schwang, sondern um einen je nach Messung zwischen 6◦ und 13◦
versetzten Wert. Aus den Nulldurchläufen kann man jetzt die zeitliche Diffe-
renz dt0 bestimmen. Wenn man diese mit der Erregerfrequenz multipliziert,
erhält man die Phasendifferenzen der Schwingungen, da Erreger und Scheibe
mit der selben Frequenz schwingen. Man kann in dem Plot die in der Theorie
postulierten Eigenschaften gut sehen. Die Phasenverschiebung ist nahezu 0,
wenn ω < ω0 , π2 , wenn ω = ω0 und nähert sich π an, wenn ω > ω0 . Auch
kann man erkennen, dass der Graph steiler ist, je schwächer die Dämpfung
ist.

2 Diskussion
Dämpf. ω0 in [ 1s ] ωe in [ 1s ] ωR theo. in [ 1s ] ω Rexp. in [ 1s ]
0mm 2, 107 ± 0, 009 2, 107 ± 0, 009 2, 114 ± 0, 008
4mm 2, 18 ± 0, 05 2, 17 ± 0, 05 2, 1065 ± 0, 0081 2, 026
6mm 2, 20 ± 0, 07 2, 19 ± 0, 07 2, 089 ± 0, 009 2, 023
8mm 2, 16 ± 0, 04 2, 09 ± 0, 04 2, 05 ± 0, 01 1, 979
ω¯0 (2, 114 ± 0, 008)

Tabelle 7: Gesammelte Frequenzen

Wie man sehen kann, liegen alle Wert nah bei einander. Unter ande-
rem liegt die berechnete ungedämpfte Eigenfrequenz ω¯0 im Fehlerbereich der
gedämpften Eigenfrequenz ohne Wirbelstrombremse. Generell fällt auf, dass
gedämpfte und ungedämpfte Eigenfrequenzen sehr ähnlich sind. Allerdings
ist die gedämpfte Eigenfrequenz etwas geringer. Dies spricht für gute Messun-
gen. Der sehr große Unterschied bei der Dämpfung von 8mm kommt daher,
dass wir nur wenig Daten zum Mitteln hatten. Die berechnete Dämpfung ist
von daher ungenau, was sich in dem Ergebnis widerspiegelt. Bei der Bestim-
mung der Resonanzfrequenzen gibt es zwar sichtbare Abweichungen, aber
diese liegen unter 10% und sind daher auch akzeptabel.
Alles in allem sind die Ergebnisse zufriedenstellend, was man besonders deut-
lich an den Plots der Resonazfrequenz und Phasenverschiebung sieht. Im
Anhang befinden sich Plots der Abklingkurven mit genähertem Abfall der

9
Amplituden. Auch hier sieht die Näherung gut aus.
Fehlerquellen gab es bei diesem Versuch wenige und nur kleine. Abgesehen
von der eventuell vorhanden Ungenauigkeit des Programms können nur
-Erschütterungen der Apparatur
-zu wenig Messwerte bei den freien Schwingungen
-ein falsch oder ungeau bestimmter Nullpunkt der Schwingungen
-ein Anschlagen der Feder an sich selbst bei zu großen Auslenkungen
die Ergebnisse beeinflusst bzw. verfälscht haben.
Zu dem Protokoll bleibt zu sagen, dass es ungünstig ist, wie das Programm
kpohl die Ergebnisse abspeichert. Wenn die Dateien nicht messung0.txt“

usw. heißen würden, sondern den selbst gegeben Namen hätten, wäre das
schon ein Fortschritt. Ein Eichen des Erregers und der Drehscheibe auf 0
sowie wenn der dokumentierte Nulldurchlauf des Erregers nicht zeitlich au-
ßerhalb der gemessen Daten liegen würde, würden auch einiges an Aufwand
sparen.

3 Anhang
200
0mm
beta = 0,0208
150

100
Ausschlag in [◦ ]

50

-50

-100

-150
0 50000 100000 150000 200000 250000
t in [ms]

10
P
Ti
T̄ =
sn
1 X
σT̄ = (Ti − T̄ )2 · tp
n(n − 1)

Dämpfung in [mm] T in [s] ωe in[ 1s ]


0 2, 982 ± 0, 012 2, 107 ± 0, 009
4 2, 898 ± 0, 061 2, 17 ± 0, 05
6 2, 88 ± 0, 09 2, 19 ± 0, 07
8 3, 00 ± 0, 05 2, 09 ± 0, 04

Tabelle 8: Gedämpfte Eigenfrequenz

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