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Hochaltrigkeit und Autonomie

Selbstwirksamkeit: Erwartung und Erleben, Empowerment als Methode


Besonders hervorzuheben ist im Kontext von Empowerment das menschliche Bedürfnis nach
Selbstwirksamkeit.
Dem Begriff Selbstwirksamkeit liegt das psycho-logische Konzept von Albert Bandura zugrunde:
Menschen erwarten von sich eine bestimmte Selbstwirksamkeit; sie haben die subjektive Gewissheit,
über Kompetenzen zu verfügen, die es ihnen ermöglichen, schwierige oder neue Anforderungen zu
bewältigen.
Wie viel Selbstwirksamkeit wir von uns erwarten, hängt mit individuell-biografischen und
gesellschaftlich-lebensweltlichen Faktoren zusammen.

Forschung zur Sturzangst: Spirale Sturzangst und Stürze


Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, muss sowohl an der Sturzangst als auch an der körperlichen
Verfassung angesetzt werden. Beides sollte Hand in Hand gehen und so eingeübt werden, dass sich
die Betroffenen nach dem angeleiteten Training selbst behelfen können. Die Sturzangst lässt sich
mithilfe psychologisch-psychotherapeutischer Verfahren angehen. Verfahren, die sich bei der
Behandlung von Angststörungen als wirksam erwiesen haben wie etwa die kognitive
Verhaltenstherapie, können bei Sturzangst gute Dienste leisten, zumal noch keine spezifische
Sturzangstintervention entwickelt wurde.

Gangunsicherheit und Ausgleichsbemühungen


Grundsätzlich sind Gangstörungen ernst zu nehmen, da mit ihnen ein Verlust der Mobilität mit
großen Auswirkungen auf Lebensqualität und Unabhängigkeit einhergeht. Bei der Untersuchung
versucht der Arzt, die Ursachen des Problems herauszufinden. Hierbei sind insbesondere Fragen nach
weiteren Beschwerden oder Störungen wichtig, da Gangstörungen und -unsicherheiten oft
Begleiterscheinungen anderer Erkrankungen sein können.

Selbstwirksamkeit und Sturzangstprävention


Die körperlichen Folgen schwerer Stürze bei hochbetagten Menschen sind gravierend. Hinzu kommt
die Angst, erneut zu stürzen, die den Gang zusätzlich unsicher machen kann. Psychologisch-
psychotherapeutische Behandlung kann helfen.

Assistenz als Methode


Assistenz umfasst nicht nur Pflege, sondern auch Hilfe bei allen anderen Verrichtungen des täglichen
Lebens. Der Begriff Assistenz wurde geprägt, um schon über die Wortwahl selbstbestimmte von
fremdbestimmter Behindertenhilfe abzugrenzen. Die ursprünglich neutralen Worte „Betreuung“,
„Versorgung“ und „Pflege“ sind für Behinderte oft gleichbedeutend mit Fremdbestimmung und
Bevormundung.
Fürsorge versus Autonomie – Ethische Eckpunkte beachten/bedenken
Was ist mit dem Prinzip der Fürsorge, wenn es mit dem Prinzip der Autonomie in Konflikt gerät?

In dieser Abwägung scheint auf den ersten Blick ein unauflösbares Konfliktpotential zu liegen. Es
wäre zu einfach, in einer von schwerer Krankheit gezeichneten Lebensphase, in der der Mensch
zwischen Hoffnung, Zorn, Depression und Resignation pendelt, die Verantwortung einer
Entscheidung einzig und alleine auf solch schwache Schultern zu legen. Hier würde das Anwenden
des Autonomierechtes ohne das Prinzip der Fürsorge zu einem bleichen, automatisiertem Konstrukt
verkommen und an Zynismus grenzen.

Probleme, Ressourcen, Ziele Maßnahmen beschreiben, PESR-Logik


Durch diese Klassifikation wird ein einheitlicher Formulierungsansatz angeboten, um alle möglichen
Pflegeziele des zu Pflegenden zu ordnen. Ausgangspunkt der Pflegeplanung bzw. der Pflegehandlung
ist (und bleibt) der Pflegebedürftige. Die Pflegeziele sollen aus der Sicht des zu Pflegenden
wahrgenommen und formuliert werden. Welche Wünsche und Bedarfe hat der zu Pflegende?
Welche Ziele sollen konkret erreicht werden?