Sie sind auf Seite 1von 5

Patch Wizard und RPL‘s

Patch Wizard

Der Oracle EBS Patch Wizard vereinfacht die Aktualisierung und Überwachung der Patches. Das Tool ist über den
Oracle Applications Manager (OAM) sowie die Systemadministrator-Konsole über Oracle Applications
Manager/Patchen und Dienstprogramme erhältlich. Der Patch-Wizard besteht aus fünf Komponenten:
Vorhandene Patches, Datei-Historie, im Register markierte Dateien, Timing Reports und den Patch-Wizard selbst.

Vorhandene Patches
Die Komponente Vorhandene Patches ermöglicht die Suche nach vorhandenen Patches, die Oracle innerhalb eines
bestimmten Zeitraums (maximal 60 Tage) bereitgestellt hat. In einem Drilldown-Menü stellt Oracle zu jedem
einzelnen Patch weitere Informationen zur Verfügung. Platzhalter werden hier allerdings nicht unterstützt.
Im Menü dieser Komponenten gibt es die Option Erweiterte Suche für die Suche nach konkreten Produkten oder
Ebenen (Tier). Die Produktliste stammt aber nicht von FND_APPLICATION, sondern von AD_PM_PRODUCT_INFO
mit product_family_flag <> 'Y'.

Datei-Historie
Die Funktion Datei-Historie ermöglicht den Blick auf die Versionsgeschichte jeder Datei sowie den Patch, der diese
Version installierte. Dies ist sehr nützlich, wenn der Oracle Support den Anwender auffordert, den Header zu
durchsuchen und kein Zugriff auf das Betriebssystem beziehungsweise die DBA möglich ist. Die Datei-Historie
funktioniert sogar, wenn Oracle das Verzeichnis ändert, in dem eine Datei gespeichert ist.
Auf dem Startbildschirm ist die Suche nach dem Namen des Patches, der ersten Verfügbarkeit des Patches und
nach einem bestimmten Datumsbereich möglich.

Wenn der My Oracle Support (MOS) in einer Mitteilung auf eine bestimmte Datei-Version hinweist, gilt immer
dieser Patch, selbst wenn die neueste Version dieser Datei eine höhere Versionsnummer besitzt und dieser Patch
nicht auf dem Bildschirm gelistet ist. Dies kommt vor, wenn ein Patch nachträglich veröffentlicht wird und
entweder eine höhere Version oder beide Versionen des Patches enthält. Grundsätzlich wird nur die neueste
beziehungsweise höchste Version eines einzelnen oder kombinierten Patches bereitgestellt, auch wenn die
zugrunde liegenden Tabellen alle Versionen auflisten.

Im Register markierte Dateien


Markierte Dateien sind Oracle-Dateien, die entweder individuell angepasst wurden oder die das Unternehmen
bewusst gekennzeichnet hat, um sie bei einem Update besser überprüfen zu können. Wird eine markierte Datei im
Rahmen einer Patch-Analyse untersucht, zeigt Oracle an, ob der markierte Patch die bestehende Version
aktualisiert. Dies ist der neue Weg, benutzerdefinierte Dateien zu tracken, seit mit dem Release R12 die Datei
Applcust.txt verschwunden ist.

Im Menü dieser Komponente öffnet sich ein Suchbildschirm mit einer Liste aller derzeit markierten Dateien. Um
eine neue Datei hinzuzufügen, klicken Sie auf die Schaltfläche Hinzufügen. Jetzt können Sie nach Produkt,
Dateinamen oder Verzeichnis suchen, zum Beispiel nach Bedingungen wie „ist“, „beginnt mit“ und „enthält“.

Lässt sich eine dringend benötigte Datei nicht finden, kann sie Teil einer anderen Datei sein. Ein Beispiel: Der

Seite 1
Patch Wizard und RPL‘s

Workflow POAPPRV für die Genehmigung von Einkäufen ist Teil der Datei POXWFPOA.wft. Im Suchergebnis
wählen Sie die entsprechende Datei, die sie markieren wollen, und klicken auf die Schaltfläche Hinzufügen.

Im nächsten Schritt geben Sie einen Kommentar ein, damit Sie und andere Mitarbeiter auch später noch wissen,
warum Sie die Datei registriert haben. Dieser Kommentar wird nach dem Start des Patch-Wizards nicht im
Drilldown-Menü angezeigt. Klicken Sie auf die Schaltfläche Übernehmen und bestätigen Sie mit Ok.

Viele Dateien (mehr als 100.000) werden mehr als einmal aufgelistet, weil sie in der AD_FILES Tabelle mehrfach
angelegt sind. Hintergrund: Die Datei wird für jede Anwendung angelegt, für die sie registriert wurde.

Ein weiterer Grund für diese Redundanz: Durch ein nachfolgendes Release der Software oder einen Patch kann
sich der Speicherort beziehungsweise das Verzeichnis der Datei ändern. Antwort auf mögliche Fragen gibt die
Mitteilung 1616392.1 des MyOracleSupport (MOS).

InfoBundle.zip

Das Patch Information Bundle ist die Metadata Datei mit allen Informationen zu dem aktuell empfohlenen Patches
– Recommended Patches – und enthält die das README und die LDT‘s (Loader Definition File) zu jedem Patch.
Die Datei ist spezifisch für jede eBS Version.

Upload InfoBundle.zip

Als erstes muss man das zip File hochladen, dazu wird ein Prozess über “Submit request for patch advice or
analysis” gestartet.

Es werden circa 1780 Prozesse gestartet, für jedes LDT ein extra Prozess.

Eigene Filter – Define Patch Filters

Man kann man für die eigenen Module die man im Einsatz hat eigene Filter definieren, damit die Ausgabe für eine
RPL (Recommended Patch List) nicht allzu lang wird.

Hier die Definition für den Custom Filter WL_Payables. Es wurden nur die Recommended Patches ausgewählt damit

Seite 2
Patch Wizard und RPL‘s

wir die Ausgabe-Liste auf den aktuellen Code-Level beschränken.

Ähnlich können wurden für Receivables und für die Financials Familiy Filter aufgesetzt.

RPL (Patch Vorschlagsliste) erzeugen

Sobald der Upload Info Bundle Prozess beendet ist, und die Metadaten geladen sind, kann man eigene Prozesse
mit eigen definierten Filter starten. Das geht über den Menü “Recommenden/Analyze Patches”, über Task.

Man wählt ein Filter aus und danach kann man den Prozess starten.

Seite 3
Patch Wizard und RPL‘s

Seite 4
Patch Wizard und RPL‘s

Seite 5