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Das Studierendenmagazin des VSStÖ Linz. Seit 1966. Ausgabe 12–WiSe 10/11 Kürzen statt Visionen Welche Auswirkungen

Das Studierendenmagazin des VSStÖ Linz. Seit 1966.

Ausgabe 12–WiSe 10/11

des VSStÖ Linz. Seit 1966. Ausgabe 12–WiSe 10/11 Kürzen statt Visionen Welche Auswirkungen das
des VSStÖ Linz. Seit 1966. Ausgabe 12–WiSe 10/11 Kürzen statt Visionen Welche Auswirkungen das
des VSStÖ Linz. Seit 1966. Ausgabe 12–WiSe 10/11 Kürzen statt Visionen Welche Auswirkungen das

Kürzen statt Visionen

Welche Auswirkungen das Budgetbegleitgesetz für uns Studierende hat

Seiten 4 & 5

Das erste Kuwi Semester ist vorbei Prüfungssicherheit Frauen an der Universität Seite 2 Seite 3
Das erste Kuwi Semester ist vorbei
Prüfungssicherheit
Frauen an der Universität
Seite 2
Seite 3
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Frauen an der Universität Seite 2 Seite 3 Seite 6 Verband sozialistischer Student_innen Österreichs

Verband sozialistischer Student_innen Österreichs

http://linz.vsstoe.at

an der Universität Seite 2 Seite 3 Seite 6 Verband sozialistischer Student_innen Österreichs http://linz.vsstoe.at
editorial Michael Gusenbauer Politischer Sekretär des VSStÖ Linz michael.gusenbauer@oeh.jku.at Zugangsbeschränkungen
editorial Michael Gusenbauer Politischer Sekretär des VSStÖ Linz michael.gusenbauer@oeh.jku.at Zugangsbeschränkungen

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Michael Gusenbauer Politischer Sekretär des VSStÖ Linz michael.gusenbauer@oeh.jku.at

Zugangsbeschränkungen beschlossen

Letzte Woche erfolgte die Einigung zwi- schen SPÖ und ÖVP in Sachen Uni-Zugang. Gereglt wurde, dass es künftig in allen Studienrichtungen eine Studieneingangs- phase mit der Dauer eines Semesters und verpflichtender Abschlussprüfung geben wird. Diese Prüfung befähigt Studierende dann, ihr Studium fortführen zu können. Weiters werden die Anmeldefristen ver- kürzt. In Zukunft müssen sich Studierende bis Ende August für ein Studium anmel- den. Bisher konnten sich Studierende bis Ende Oktober bzw. Ende November inskri- bieren.

Das größte Problem ist aber die Prüfung am Ende der Studieneingangsphase. Di- ese soll nämlich nur einmal wiederholt werden können. Einen weiteren Antritt können die einzelnen Universitäten im Senat beschließen. Diese Beschränkungen soll eine bessere Planbarkeit für die Unis mit sich bringen. Tragisch ist der Umgang der SPÖ mit diesen Beschränkungen. Bil- dungsministerin Schmied meint, dass „der freie Zugang zu den Universitäten gewährleistet ist und es keine Knock-out- Prüfungen zu Beginn gibt“. Das wurde mit diesem bildungspolitischen Kuhhandel leider nicht erreicht. Die Knock-Out-Prü- fungen sind zwar nicht vor Beginn, aber auch nach dem ersten Semester sind sie nicht besser. Viele Universitäten werden diese Möglichkeit nutzen um ihre Studie- rendenzahlen drastisch zu senken. Im Jahr der Bildung wird also die Famili- enbeihilfe gekürzt und Zugangsbeschrän- kungen eingeführt. Was kommt wohl 2011 noch an bildungspolitischem Wahn- sinn auf uns zu? Wird die Studienbeihilfe gekürzt oder abgeschafft, damit noch we- niger Menschen studieren können?

Das erste Semester ist vorbei

Das Bachelorstudium Kulturwissen- schaften ist im Wintersemester 2010 ge- startet. Rund 80 Studierende haben gleich im Startsemester die Chance genutzt das erste geisteswissenschaftliche Studium der JKU zu belegen. Das Studium wird in Kooperation mit der FernUniversität Ha- gen in Deutschland angeboten, ein Vorteil für berufstätige Studierende. Als Kern- fach können Geschichte, Literaturwissen- schaften oder Philosphie gewählt werden, am beliebtesten ist dabei Geschichte.

Das Feedback der Studierenden zeigt, dass dieses Studium ein voller Erfolg ist. Beson- ders die Ringvorlesung „Themen und Theo- rien der Kulturwissenschaften“ gibt gleich zu Beginn einen guten Überblick über verschiedene Sichtweisen der Kulturwis- senschaften. Dieser Kurs ist nicht nur für Kulturwissenschafter_innen interessant, sondern auch für alle anderen Studieren-

kuwi

interessant, sondern auch für alle anderen Studieren- kuwi Susi Aichinger Stuko Kuwi Mandatarin

Susi Aichinger Stuko Kuwi Mandatarin susi.aichinger@oeh.jku.at

den, die auf der Suche nach einem inter- disziplinären Wahlfach mit spannenden Vortragenden sind und wird auch im Som- mersemester angeboten. Im zweiten Se- mester erwarten die Studierenden einige Kurse, die erstmalig angeboten werden. Die neuen Kurse sind aus dem Bereich der Interdisziplinären Kulturwissenschaften. Die Kurse sind ab 10. Februar im KUSSS verfügbar und ab 14. Februar ist die An- meldung freigeschaltet.

Endspurt ist angesagt

Dieser Tage herrscht auf der Universität ein derart reges Treiben, wie man es sonst nur zu Semesterbeginn vorfindet. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich, wo doch Hochsaison beim Klausurenschreiben herrscht. Kurz: Es ist nicht zu übersehen, dass sich das Wintersemester 2010/11 dem Ende zuneigt. Aus diesem Grund ist es nun angebracht, ein kurzes Resümee über die Arbeit der Studienvertretung So- zialwirtschaft zu geben. Wir haben uns auch dieses Semester bemüht, neben op- timalem Studierendenservice Aktivitäten anzubieten, die zum Verlassen des uni- versitären Tellerrands einladen. Konkret gaben wir euch diese Gelegenheit in Form einer Exkursion in das österreichische Par- lament. Zu einem Fixpunkt ist das beliebte „Sozwi-Cafe“ geworden. Dieses findet je- den Monat unmittelbar nach einer Vorle- sung vor dem Hörsaal statt. Ort und dem- entsprechend auch Zeit variieren, damit

statt. Ort und dem- entsprechend auch Zeit variieren, damit sozwi Gerhard Öller StV Sozwi Team

sozwi

Gerhard Öller StV Sozwi Team gerhard.oeller@oeh.jku.at

möglichst viele Studierende in den Genuss eines „After-Course“-Kaffees samt delizi- öser Mehlspeise kommen. Wir werden uns jedenfalls bemühen, den Service auch im kommenden Sommerse- mester konstant hoch zu halten und euch wieder eine Vielzahl interessanter Aktivi- täten zu bieten. Was genau euch da erwar- tet, lest ihr pünktlich in der ersten Cogito- Ausgabe im Sommersemester. In diesem Sinne: Viel Glück bei den anstehenden Klausuren und erholsame Semesterferien!

Bürger_innenservice im Sozialreferat

soziales

Ort. Angeboten wird unter anderem: Be- antragen eines Aktivpasses (dieser ermög- licht den Bezug eines Linz-AG-Monatsti- ckets um zehn Euro und zahlreiche andere Vergünstigungen), An-, Um- und Abmel- dung des Wohnsitzes, Beantragen von Be- wohner_innenparkkarten und Vieles mehr.

Im Sommersemester ist das Bürger_innen- service vom 21.02.–25.03.2011 wieder an der JKU. Die Öffnungszeiten sind jeweils:

Mo, 08:30–12:30 Uhr und 13:00–16:00 Uhr Di, 08:30–12:30 Uhr und 13:00–16:00 Uhr Mi, 08:30–12:30 Uhr und 13:00–17:00 Uhr Do, 08:30–13:00 Uhr Fr, 08:30–12:00 Uhr

Uhr Do, 08:30–13:00 Uhr Fr, 08:30–12:00 Uhr Mario Dujakovic ÖH Sozialreferent

Mario Dujakovic ÖH Sozialreferent mario.dujakovic@oeh.jku.at

Seit mittlerweile Herbst 2008 eröffnet das Bürger_innenservice der Stadt Linz zu Be- ginn eines jeden Semesters seine Pforten im ÖH Sozialreferat an der Johannes-Kep- ler-Universität und kümmert sich für etwa zwei Monate um die Anliegen der Studie- renden.

Dieser Service direkt vor Ort am Campus ermöglicht den Studierenden gerade zum stressigen Semesterbeginn unnötig viele Behördenwege und bietet alles an einem

Vorbeischauen lohnt sich auf jeden Fall. Service das wirklich hilft. In deinem ÖH- Sozialreferat.

Prüfungssicherheit

hilft. In deinem ÖH- Sozialreferat. Prüfungssicherheit jus Sabrina Seyrl VSStÖ -Jus-Gruppe

jus

Sabrina Seyrl

VSStÖ -Jus-Gruppe

sabrina.seyrl@reflex.at

Das Wintersemester neigt sich dem Ende zu und daraus lässt sich schließen, dass viele Student_innen im Moment mitten in der Vorbereitung für ihre Prüfungen stecken. Gerade in solchen Stressphasen wäre es wichtig, dass sich Studierende ge- zielt auf die jeweiligen Fächer vorbereiten können, um anschließend bestmögliche Ergebnisse zu erreichen. Leider wird gerade das den Student_innen manchmal unnötig erschwert.

Es kann der Fall sein, dass Meinungen und somit auch Beurteilungen von Professor_ innen, die eigentlich dasselbe Fach zu korri- gieren haben, stark divergieren. Prüfungs- unsicherheit auf Seiten der Studierenden und damit einhergehendes suboptimales Lernen, sind somit praktisch vorprogram- miert. Wie sollen sich Student_innen auch adäquat vorbereiten, wenn sie bei jedem erneuten Antritt einen anderen Schwer- punkt, oder eine komplett andere Position einstudieren müssen, nur um eine Prüfung positiv zu absolvieren? Auch unter dem As- pekt der vorurteilsfreien Beurteilung wäre es nötig, dass nicht wie bisher, nur unter- schiedliche Professor_innen zur Korrek- tur herangezogen werden, sondern dass auch ein einheitliches Bewertungsschema geschaffen wird, um Studierenden eine Möglichkeit zu geben, unfaire Benotungen überhaupt zu erkennen.

zu geben, unfaire Benotungen überhaupt zu erkennen. öh-news Stefan Etzelstorfer ÖH Vorsitzender

öh-news

geben, unfaire Benotungen überhaupt zu erkennen. öh-news Stefan Etzelstorfer ÖH Vorsitzender

Stefan Etzelstorfer ÖH Vorsitzender stefan.etzelstorfer@oeh.jku.at

Wehrpflicht, ökonomisch betrachtet

Reinigen von bereits sauberen Nutzfahr- zeugen, dutzendfaches Entstauben von militärischer Ausrüstung wie Funkgeräten u.ä. oder zigfaches Einölen des eigenen Sturmgewehres. Viele Grundwehrdiener können davon ein Lied singen. Selten fin- det sich für den Großteil nach der sechs- wöchigen Basisausbildung noch eine als sinnvoll erachtete Beschäftigung. Eine Diskussion über die Sinnhaftigkeit der all- gemeinen Wehrpflicht in der derzeitigen Form ist daher längst überfällig. Wir er- innern uns: Der verpflichtende Dienst an der Waffe wurde 1956 im Zuge des Neu- tralitätsgesetzes sowie der allgemeinen geopolitischen Lage Österreichs als Land zwischen den Fronten im Kalten Krieg eingeführt. Das derzeitige System ist aber vor allem eines: ökonomisch höchst inef- fizient. Ganze 40 Prozent des gesamten Verteidigungshaushalts werden durch den Grundwehrdienst verschlungen, bin- det dieser doch mehr als die Hälfte des Kaderpersonals. Das Modell der Wehr- pflicht sei nicht billiger als das eines Frei- willigenheeres, so JKU-Universitätsrätin Gudrun Biffl von der Donau-Universität Krems. Nicht vergessen werden dürfen auch die negativen Folgen wegen des späteren Eintritts in den Arbeitsmarkt:

„Der Grundwehrdienst ist wegen der Ein- kommensverluste mit einer Besteuerung gleichzusetzen“. Daher werde der gesamt- wirtschaftliche Nutzen die Kosten in Fol- ge einer Umstellung deutlich übertreffen. Auch das oft befürchtete Gedränge am Arbeitsmarkt würde nur von kurzer Dauer sein. Die Zeit ist also reif, dass auch Öster- reich, mehr als zwanzig Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhanges, Alternativen zur Wehrpflicht umsetzt.

Kürzen statt Visionen Welche Auswirkungen das Budgetbegleitgesetz für uns Studierende hat Am 22. Dezember des
Kürzen statt Visionen Welche Auswirkungen das Budgetbegleitgesetz für uns Studierende hat Am 22. Dezember des
Kürzen statt Visionen Welche Auswirkungen das Budgetbegleitgesetz für uns Studierende hat Am 22. Dezember des
Kürzen statt Visionen Welche Auswirkungen das Budgetbegleitgesetz für uns Studierende hat Am 22. Dezember des

Kürzen statt Visionen

Welche Auswirkungen das Budgetbegleitgesetz für uns Studierende hat

Am 22. Dezember des vergangenen Jahres wurde das neue Budget mit vielen Neuerungen, was vor allem die Familienbeihilfe betrifft, beschlossen. Das Gravierendste ist die Herabsetzung der Altersgrenze der Familienbeihilfe von 26 auf 24 Jahre, was knapp 30.000 Studierende um mehr als 2.800,- Euro im Jahr bringt. Die beschlossenen Änderungen und ihre Konsequenzen im Überblick.

Altersgrenze

Die Familienbeihilfe kann ab dem 1. Juli nur noch maximal bis zum 24. Lebensjahr bezo- gen werden. Es gibt für gewisse Ausnahme- fälle die Möglichkeit, den Bezug bis zum 25. Lebensjahr zu verlängern, wie zum Beispiel:

Präsenz-/Zivildienst, Schwangerschaft oder bei erheblicher Beeinträchtigung. Neu ist, dass bei einem freiwilligen sozialen Jahr und Studien mit einer Mindeststudienzeit von zehn oder mehr Semestern, der Anspruch ebenfalls verlängert wird.

ACHTUNG! Es wurde in den Medien und auch von der Regierung behauptet, dass eine BHS-Matura den Anspruch ebenfalls verlängert. Das ist falsch. Im beschlossenen Budgetbegleitgesetz gibt es keinen Hinweis auf einen solchen Verlängerungsgrund, so- mit verlängert eine absolvierte BHS-Matura den Anspruch NICHT!

Semesterticket

Die erst ein Jahr davor beschlossene 13. Fa-

milienbeihilfe wird ersatzlos gestrichen, die Zuverdienstgrenze jedoch wurde auf 10.000 Euro im Jahr angehoben und gilt bereits am 1. Jänner 2011. Abgesehen vom riesigen fi- nanziellen Einschnitt von mindestens 2.800,- Euro im Jahr pro Studierende_r, gehen mit dem Verlust der Familienbeihilfe auch einige daran geknüpfte Vergünstigungen verlo- ren. Das vergünstigte Semesterticket ist die wichtigste davon. Für Studierende, die keine Familienbeihilfe beziehen, bedeutet das eine weitere indirekte Belastung.

Studienbeihilfe

Grundsätzlich hat sich bei den Regelungen, die die Studienbeihilfe betreffen, nichts ge- ändert. Anfangs wurde zwar angedacht, es nicht zu ermöglichen, den Verlust der Fa- milienbeihilfe über die Studienbeihilfe zu kompensieren. Dies wurde jedoch nach den massiven Studierendenprotesten schnell wieder verworfen. Das bedeutet für Studi- enbeihilfebezieher_innen, dass sie den Fa- milienbeihilfenverlust über die Studienbei- hilfe auch wie bisher eins zu eins abgegolten

bekommen.

Studentische Selbstversicherung

Auch bei der Krankenversicherung von Stu- dierenden haben sich einige Dinge geändert. Der monatliche Betrag bei der Selbstversi- cherung bei geringfügiger Beschäftigung hat sich auf 52,78 Euro erhöht. Unklar ist noch, wie hoch der neue Betrag der studen- tischen Selbstversicherung ausfallen wird. Grundsätzlich wird diese zu 50 Prozent vom Bund gefördert, was mit derzeit 24,93 Euro im Monat eine sehr günstige Alternative darstellt. Diese Förderung wurde grundsätz- lich gestrichen, jedoch sind die Sozialver- sicherungsträger_innen bemüht, vor dem 1. Juli doch noch eine alternative Finanzie- rungsmethode auf die Beine zu stellen.

sozialforum.cc

Klar ist, dass angesichts dieser massiven Verschärfungen der – bereits vor dem Ge- setzesbeschluss prekären – finanziellen Situ- ation der Studierenden in Österreich, kom-

petente Beratung jetzt wichtiger ist, denn je. Der Verband Sozialistischer Student_innen startete erst kürzlich mit
petente Beratung jetzt wichtiger ist, denn je. Der Verband Sozialistischer Student_innen startete erst kürzlich mit
petente Beratung jetzt wichtiger ist, denn je. Der Verband Sozialistischer Student_innen startete erst kürzlich mit
petente Beratung jetzt wichtiger ist, denn je. Der Verband Sozialistischer Student_innen startete erst kürzlich mit

petente Beratung jetzt wichtiger ist, denn je. Der Verband Sozialistischer Student_innen startete erst kürzlich mit einem bundeswei- ten Projekt: sozialforum.cc. Das Sozialforum ist eine Online-Plattform, bei der es möglich ist, sämtliche Fragen bezüglich Beihilfe, Ver- sicherungen und anderen finanziellen Un- terstützungen, in einem anonymen Rahmen zu stellen. Die Fragen werden bundesweit von sämtlichen VSStÖ-Sozialsprecher_in- nen, VSStÖ-Sozialreferent_innen aus allen Bundesländern, sowie dem Sozialreferenten der ÖH-Bundesvertretung, schnell und kom- petent beantwortet. Ziel ist, allen Studieren- den die Möglichkeit zu geben, alle derzeit bestehenden, gesetzlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, die finanziellen Einschnitte des Budgets zumindest teilweise abzufe- dern. Das ist Service, das Studierenden wirk- lich dort hilft, wo sie es brauchen.

Das Grundstipendium als Ausweg

Eine Forderung, die bei der Hochschulde- batte nicht diskutiert worden ist, ist das Konzept des Grundstipendiums. Was ist das überhaupt? Es ist ein an alle Studieren- de monatlich ausbezahlter Fixbetrag. Hier wird bewusst nicht auf die so genannte so- ziale Bedürftigkeit, d.h. das Einkommen der Eltern geachtet, um die finanzielle Unab- hängigkeit zu garantieren. Anspruch auf ein Grundstipendium hätten alle, die an einer österreichischen Hochschule studieren, No- strifikationsverfahren durchlaufen oder sich auf die Studienberechtigungsprüfung vor- bereiten. Für das Grundstipendium gibt es keine Altersgrenze. Jedoch gibt es auch hier eine Höchststudiendauer. Hierfür wird die tatsächliche durchschnittliche Studiendauer herangezogen. Das Diplomstudium Rechts- wissenschaften sieht zum Beispiel eine Min-

deststudiendauer von acht Semestern vor. Die tatsächliche Durchschnittsstudi- endauer beträgt aber vierzehn Semester. Erst in der Zeit als die Studiengebühren unter Bundesministerin Gehrer (ÖVP) ein- geführt worden sind, hat sich besagte Durchschnittsstudienzeit von zwölf auf vierzehn Semester erhöht. Alleine eine bessere soziale Absicherung würde die Studiendauer automatisch verringern, was zu einer teilweisen Verbesserung der Studienbedingungen führen würde. Das darf jedoch nicht darüber hinwegtäu- schen, dass massive finanzielle Investiti- onen notwendig sind, um die universitäre Infrastruktur auszubauen. Das bedeutet mehr Professor_innen, mehr Hörsäle und mehr Universitäten sind notwendig, nicht weniger Studierende.

Knock-Out-Phase neu

Als wären die Einschnitte im Bereich der Familienbeihilfe nicht schon schlimm ge- nug, verkündeten Bundesministerin Karl und Bundesministerin Schmied letzte Woche die neue Regelung der Studie- neingangsphase. Zwar kommen nicht die ursprünglich angedachten quantitativen Zugangsbeschränkungen, wie im Gesetze- sentwurf des §124c Universitätsgesetz vorgesehen, jedoch werden diese durch die Hintertür nun doch realisiert. Die neue Eingangsphase sieht vor, dass man sich in jeder (!) Studienrichtung spätestens ein Monat vor Studienbeginn anmelden muss. Der neue Entwurf sieht als Abschluss der Eingangsphase die positive Absolvierung einer Prüfung, die nur noch einmal wie- derholt werden kann vor. Es besteht je- doch die Möglichkeit, auf universitärer Ebene einen weiteren Prüfungsantritt zu

ermöglichen. Damit dieser Vorschlag jedoch wirklich die angedachte Wirkung entfaltet, müssten beispielsweise an der Wirtschafts- universität Wien drei von vier Studierenden durchfallen, um die Studierendenzahl an die derzeit vorhandenen Kapazitäten anzupas- sen. Damit ist die Zielsetzung der Regierung klar. Es geht offensichtlich nicht darum, ak- zeptable Studienbedingungen zu realisieren, sondern schlichtweg darum, knallhart he- rauszuselektieren.

Fazit

Das Sparpaket ist ein in sich sehr Unsoziales und trifft vor allem Studierende mit sozial schwachem Hintergrund und ist deshalb zur Gänze abzulehnen. Der Verband Sozia- listischer Student_innen Linz bekennt sich dazu: Wir werden unsere Verantwortung auch weiterhin ernsthaft wahrnehmen und die Kritik an den Kürzungen im Sozialbereich und unsere Visionen für eine bessere soziale Absicherung von Studierenden lauthals in der Öffentlichkeit artikulieren. Wir arbeiten bereits an Möglichkeiten, diese Kürzungen für Studierende zumindest auf universitärer Ebene abzufedern. Genau das ist es, was wir unter aufrichtiger und verantwortungs- voller Studierendenvertretung verstehen.

frauen Sarah Ortner ÖH Frauenreferentin sarah.ortner@oeh.jku.at Mehr als 100 Jahre nach Zulassung der er- sten

frauen

Sarah Ortner ÖH Frauenreferentin sarah.ortner@oeh.jku.at

Mehr als 100 Jahre nach Zulassung der er- sten Frau an einer österreichischen Univer- sität sind viele Forderungen nach Gleichbe- rechtigung von Frauen in der Gesellschaft umgesetzt. Trotzdem ist die strukturelle Dis- kriminierung von Frauen nach wie vor trau- rige Realität. Weiterhin werden unter dem scheinbaren Bekenntnis zu Gleichberechti- gung und Chancengleichheit patriarchale Werte reproduziert und verfestigt. Moderne

Frauen an der Universität

Diskriminierung ist zwar wesentlich weni- ger sichtbar, gleichzeitig wird sie aber damit aber umso gefährlicher.

Frauen an Universitäten – gelebte Gerech- tigkeit?

Frauen und Männer sind, zumindest theo- retisch, in Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft gleichberechtigt. Auch an den Universitäten sieht es auf den ersten Blick so aus, als sei Ungerechtigkeit zwischen den beiden Geschlechtern kein Thema mehr. Circa 58% aller Studienanfänger_innen sind weiblich und rund 54% der Universitätsab- solvent_innen sind Frauen. Doch: Lediglich 23 % der Universitätsprofessor_innen sind weiblich. Und von 21 öffentlichen Universi- täten gibt es gar nur eine Rektorin. Diese ste- tige Abnahme des Frauenanteils resultiert

aus verschiedenen sozialen Prozessen. Auch im Universitätswesen bestimmt die männ- liche Norm die vorherrschenden Strukturen. Das Phänomen der strukturellen Benachtei- ligung wird „Gläserne Decke“ genannt. Es beschreibt, dass Frauen ab einem gewissen Zeitpunkt auf unsichtbare, aber doch bruch- sichere Barrieren stoßen. So ist zu erkennen, dass mehr Frauen als Männer ein Erststu- dium absolvieren, doch schon beim Dokto- ratsstudium drehen sich die Zahlen um. Nur mehr ungefähr 43 % der Absolvent_innen eines Doktorats sind Frauen. Entscheidend ist aber der Übergang von der Promotion zur Habilitation. Denn in dieser Stufe ge- hen Frauen der Wissenschaft verloren. Der Grund dafür ist, dass Diskriminierung in un- serer Gesellschaft noch immer an der Tages- ordnung steht, auch an der Universität.

Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist wie sie ist, es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt!

Schuld, dass die Welt ist wie sie ist, es wär nur deine Schuld, wenn sie so
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(Die Ärzte)

Schuld, dass die Welt ist wie sie ist, es wär nur deine Schuld, wenn sie so

rülpser von rechts!

rülpser von rechts! gut-böse-jenseits Incognito Expertin für eh alles. Gut Incognito Für Übelkeit sorgt zurzeit die
rülpser von rechts! gut-böse-jenseits Incognito Expertin für eh alles. Gut Incognito Für Übelkeit sorgt zurzeit die

gut-böse-jenseits

Incognito Expertin für eh alles.

Gut

Incognito

Für Übelkeit sorgt zurzeit die Hetzkampa- gne gegen Gender-Lehrveranstaltungen einer FPÖ-nahen Studentenfraktion, die in der Vergangenheit hauptsächlich durch enge Verbindungen einzelner (ehema- liger) Mitglieder zur rechtsextremen Szene auffiel. Es ist wohl mehr als besorgnis- erregend Menschen, die sich keinem Ge- schlecht eindeutig zuordnen wollen oder können, mit Schnecken zu vergleichen.

Die ganze Kampagne zeigt aber vor allem eines: offensichtlich übersteigt die wis- senschaftliche Auseinandersetzung mit frauen- und geschlechtersensiblen The- menstellungen (gender studies) das Denk- vermögen gewisser Pseudo-Jungpolitiker um Längen.

Denk- vermögen gewisser Pseudo-Jungpolitiker um Längen. Nigel Cole, der Regisseur von „Grasgefl ü- ster“ und

Nigel Cole, der Regisseur von „Grasgeflü- ster“ und „Kalender Girls“, brachte letzte Woche einen neuen Film in die Kinos. We want Sex. Der Film beschäftigt sich mit dem Gleichstellungsgesetz der 70er Jahr in England und wie Frauen in einer Fabrik für ihr Recht auf gleiche Bezahlung kämp- fen. Das Moviemento zeigt den Film im Originalton mit Untertitel.

Böse

Die von Karl und Schmied ausverhan- delte Studieneingangsphase. Im Stan- dard Interview erzählen beide, niemals durch eine Prüfung an der Uni geflogen zu sein. In den 80er Jahren waren Knock- Out-Prüfungen eher noch ein Fremdwort. Vielleicht wäre es ratsam beide ihre ei- gene Studieneingangsprüfung schreiben zu lassen, schließlich zählen Wirtschafts- wissenschaften (Claudia Schmied) und Rechtswissenschaften (Beatrix Karl) zu genau den Studienrichtungen, die sie für Massenstudien halten.

Jenseits

Der RFS verteilt Flyer mit der Forderung „Stoppt den Genderwahnsinn“ und kriti- siert, dass sich ÖVP-Ministerin Karl „wi- derstandslos in Geiselhaft rot-grüner Politik“ nehmen lässt. Tja, die lieben Bur- schenschafter haben wohl letzte Woche versäumt, dass die ÖVP mit ihrer Uni-Eli- tenpolitik ein Stück näher an ihr Ziel der zugemauerten Unis gekommen ist.

Schwerpunkt-Vorstel lung Mi, 26. Jänner 2011 :: 10:00 Uhr Halle C (Kepler Gebäude bei Ch@t)
Schwerpunkt-Vorstel lung Mi, 26. Jänner 2011 :: 10:00 Uhr Halle C (Kepler Gebäude bei Ch@t)

Schwerpunkt-Vorstellung

Mi, 26. Jänner 2011 :: 10:00 Uhr

Halle C (Kepler Gebäude bei Ch@t)

Die fachverantwortlichen Jus-Professor_innen präsentieren sämtliche elf Studienschwerpunkte für das Diplomstudium Rechtswissenschaften.

Eine Veranstaltung der VSStÖ-Jus-Gruppe

Eine Veranstaltung der VSStÖ-Jus-Gruppe http://linz.vsstoe.at h t t p : / / f a c e

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Medieninhaber_in und Herausgeber_in:

Verband Sozialistischer Student_innen Österreichs Sektion Linz: J.W.Kleinstr. 72, 4040 Linz Tel. 0732 24 38 58 | office@linz.vsstoe.at Für den Inhalt verantwortlich: VSStÖ Linz Fotos: Peter Kollroß

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den VSStÖ TaschenkalenderInformationen über den VSStÖ den VSStÖ Wandkalender die VSStÖ Sozialbroschüre das VSStÖ Grundsatzprogramm

die VSStÖ SozialbroschüreVSStÖ den VSStÖ Wandkalender den VSStÖ Taschenkalender das VSStÖ Grundsatzprogramm beim COGITO mitschreiben beim

das VSStÖ Grundsatzprogrammden VSStÖ Taschenkalender die VSStÖ Sozialbroschüre beim COGITO mitschreiben beim VSStÖ mitmachen Bitte

beim COGITO mitschreibendie VSStÖ Sozialbroschüre das VSStÖ Grundsatzprogramm beim VSStÖ mitmachen Bitte kontaktiert mich! Pocketcards:

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