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Meinen Bund will ich nicht ungültig machen
und nicht ändern,
was über meine Lippen gekommen ist.
Psalm 89:34

Übersicht: Auslegung:

 Motivation und Hintergrund „Die Sprache der Bibel sollte


 Vertiefung der Satzungen ihrer unverkennbaren Bedeutung
 Die Feste der ersten Christen gemäß erklärt werden,
 Ein Beispiel der Reformation vorausgesetzt,
 Das Gesetz als Siegel Gottes dass nicht ein Symbol
 Gottes Werk der Gnade oder eine bildliche Rede
 Die Ewigkeit der Feste gebraucht ist.“
 Schwierige Bibelstellen Der große Kampf – Seite 599
 Das Werk des Feindes
 Vorgeschmack auf die Zukunft

„Wir dürfen niemals denken, dass uns nicht noch mehr Licht, mehr Wahrheit gegeben
werden kann. Wir stehen in der Gefahr sorglos zu werden, durch unsere Gleichgültigkeit die
heiligende Kraft der Wahrheit zu verlieren und uns mit dem Gedanken zu beruhigen: "Ich bin
reich und habe gar satt und bedarf nichts." Offenbarung 3,17. Während wir die schon
empfangenen Wahrheiten bewahren, müssen wir nicht argwöhnisch auf irgendein neues
Licht blicken, das Gott uns senden könnte.“
Diener des Evangeliums – Seite 275

Frage eines Neugierigen:

"Inwieweit und auf welche Art und Weise verändert die Annahme der Lehre vom
biblischen Kalender meine Beziehung zu Christus?"

Lassen wir die Bibel, Ellen G. White und den Geist Gottes zu uns sprechen…

Joh 15:12 Das ist mein Gebot, dass ihr einander liebet, gleichwie ich euch geliebt
habe.
15:13 Größere Liebe hat niemand als die, dass er sein Leben lässt für seine
Freunde.
15:14 Ihr seid meine Freunde, wenn ihr alles tut, was ich euch gebiete.
Schlachter 1951

„Nur diejenigen, die durch den Glauben an Christus alle Gebote Gottes halten, werden den
Zustand der Sündlosigkeit erreichen, den Adam hatte vor dem Sündenfall. Sie bezeugen
ihre Liebe zu Christus, indem sie allen seinen Vorschriften gehorchen.“
Bibelkommentar Band 6 – Seite 434
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Die Wiederherstellung aller Dinge

Apg 3:19 So tut nun Buße und bekehret euch, dass eure Sünden ausgetilgt werden,
damit Zeiten der Erquickung kommen vom Angesicht des Herrn,
3:20 und er den euch zuvor verordneten Jesus Christus sende,
3:21 welchen freilich der Himmel aufnehmen muss bis zu den Zeiten der
Wiederherstellung aller Dinge, von welchen Gott durch den Mund seiner
heiligen Propheten von jeher geredet hat.
Elberfelder 1905

Der kommende Tag des Herrn

Mal 3:19 Denn siehe, der Tag kommt, brennend wie ein Ofen! Da werden alle
Übermütigen und alle, die gesetzlos handeln, wie Stoppeln sein, und der
kommende Tag wird sie verbrennen, spricht der Herr der Heerscharen, so
dass ihnen weder Wurzel noch Zweig übrig bleibt.
3:20 Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der
Gerechtigkeit aufgehen, und Heilung [wird] unter ihren Flügeln [sein]; und
ihr werdet herauskommen und hüpfen wie Kälber aus dem Stall!
3:21 Und ihr werdet die Gesetzlosen zertreten; denn sie werden wie Asche sein
unter euren Fußsohlen an dem Tag, den ich machen werde! spricht der
Herr der Heerscharen.
3:22 Gedenkt an das Gesetz Moses, meines Knechtes, das ich ihm auf dem
Horeb für ganz Israel befohlen habe, an die Satzungen und Rechte!
3:23 Siehe, ich sende euch den Propheten Elia, ehe der große und furchtbare
Tag des Herrn kommt;
3:24 und er wird das Herz der Väter den Kindern und das Herz der Kinder
wieder ihren Vätern zuwenden, damit ich bei meinem Kommen das Land
nicht mit dem Bann schlagen muss!
Schlachter 2000

2. Mo 20:8 Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligest!


Schlachter 1951

„In der Zeit des Endes soll jede göttliche Verordnung wieder eingesetzt werden. Die
Bresche, die zu jener Zeit ins Gesetz geschlagen wurde, als der Mensch den Sabbat
abänderte, muss ausgebessert werden.“
Propheten und Könige – Seite 477

Welcher Mensch änderte den Sabbat ab?

2Th 2:3 Niemand soll euch irreführen in irgendeiner Weise, denn es muss
unbedingt zuerst der Abfall kommen und der Mensch der Sünde, der Sohn
des Verderbens,
2:4 geoffenbart werden, der Widersacher, der sich über alles erhebt, was Gott
oder Gegenstand der Verehrung heißt, so dass er sich in den Tempel
Gottes setzt und sich selbst als Gott erklärt.
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„Die Katholische Kirche schaffte nicht nur den Sabbat ab,


sondern all die anderen jüdischen Feste.“
T. Enright, C.S.S.R., Bishop of St. Alphonsus Church,
St. Louis, Missouri, June, 1905

Die Herkunft der Satzungen

„Mose stieg vom Berge "und sagte dem Volk alle Worte des Herrn und alle Rechtsordnungen.
Da antwortete alles Volk wie aus einem Munde: Alle Worte, die der Herr gesagt hat, wollen
wir tun". 2.Mose 24,3. Dieses Gelöbnis und die Worte des Herrn, die es zum Gehorsam
verpflichteten, schrieb Mose in ein Buch.“
Patriarchen und Propheten – Seite 286

„Die Grundsätze, die im fünften Buch Mose zur Unterweisung Israels dargelegt sind,
sollten von Gottes Volk bis zum Ende der Zeit befolgt werden. Wahres Wohlergehen hängt
davon ab, ob unser Bund mit Gott noch fortbesteht. Wir können niemals einwilligen,
Grundsätze dadurch aufs Spiel zu setzen, dass wir uns mit denen verbinden, die den Herrn
nicht fürchten.“
Propheten und Könige – Seite 399

„Mose schrieb diese Anordnungen und Gesetze nieder, die ihm Gott mitteilte, während er mit
ihm auf dem Berg war. Hätte das Volk Gottes die Zehn Gebote beachtet, wären diese
besonderen Anweisungen, die durch Mose gegeben wurden, nicht notwendig gewesen. Mose
schrieb alles in ein Buch nieder -- die Pflichten gegenüber Gott und dem Nächsten betreffend.
Die klaren Anweisungen, die der Herr Mose in bezug auf die Pflichten der Kinder Israel
untereinander und den Fremden gegenüber gab, sind die Grundsätze der Zehn Gebote, die
in vereinfachter und klarer Form aufgeführt wurden, damit sein Volk nicht in die Irre
gehen sollte. Der Herr gab Mose in bezug auf das Zeremonialgesetz klare Anweisungen;
dieses Zeremonialgesetz sollte mit dem Tod Christi sein Ende finden. Das System der
Opferungen schattete das Opfer Christi als ein Lamm ohne Makel voraus.“
Die Geschichte der Erlösung - 140

Christus Urheber der Gebote und Satzungen

„Jesus hat sich nicht bei der Aufzählung des Gesetzes aufgehalten, er ließ den Hörer aber
auch nicht schlussfolgern, er sei gekommen, die Gesetzesforderungen aufzuheben. Er wusste,
dass Spitzel bereitstanden, die jedes Wort aufgreifen würden, das sie für ihre Zwecke
verdrehen könnten. Ferner war ihm bekannt, welches Vorurteil sich in den Vorstellungen
vieler seiner Zuhörer festgesetzt hatte. Deshalb sagte er nichts, was ihren Glauben an die
Religion und die Satzungen, die ihnen von Mose übermittelt worden waren, hätte ins
Wanken bringen können. Christus selbst war ja der Urheber sowohl des Sitten- wie auch
des Zeremonialgesetzes. Er war nicht gekommen, das Vertrauen in seine eigene
Unterweisung zu zerstören.“
Das Leben Jesu – Seite 295
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Wer gab die Satzungen?

Psa 99:5 Erhebet den HERRN, unsern Gott, und fallet nieder vor dem Schemel
seiner Füße! Heilig ist er!
Psa 99:6 Mose und Aaron unter seinen Priestern und Samuel unter denen, die
seinen Namen anriefen, sie riefen den HERRN an, und er erhörte sie.
Psa 99:7 In der Wolkensäule redete er zu ihnen; sie bewahrten seine Zeugnisse und
die Satzung, die er ihnen gab.
Schlachter 1951

Waren die Satzungen erst beim Sinai gegeben worden?

2. Mo 16:26 Sechs Tage sollt ihr es sammeln, aber am siebenten Tag ist der Sabbat,
da wird keines zu finden sein.
16:27 Es begab sich aber am siebenten Tage, daß etliche vom Volke
hinausgingen zu sammeln und nichts fanden.
16:28 Da sprach der HERR zu Mose: Wie lange weigert ihr euch, meine Gebote
und meine Satzungen zu halten?
Schlachter 1951

Joseph kannte die Feste bereits

Psa 81:3 Blaset am Neumond die Posaune, am Vollmond, unserm festlichen Tag!
81:4 Denn das ist Israels Pflicht; der Gott Jakobs hat ein Anrecht darauf.
81:5 Er verordnete es zum Zeugnis in Joseph, als er auszog wider Ägypten.
Schlachter 1951

81:5 Als Gesetz hat er‟s für Joseph verordnet, als er auszog gegen Ägyptenland.
Menge Bibel

Abram kannte auch schon die Gebote, Sitten und Gesetze

1. Mo 26:1 Es kam aber eine Teuerung in das Land; außer der vorigen Teuerung, die
zu Abrahams Zeiten gewesen. Und Isaak zog gen Gerar zu Abimelech,
dem König der Philister.
26:2 Da erschien ihm der HERR und sprach: Reise nicht nach Ägypten hinab,
sondern bleib in dem Lande, das ich dir sage!
26:3 Sei ein Fremdling in diesem Lande, und ich will mit dir sein und dich
segnen; denn dir und deinem Samen will ich dieses ganze Land geben
und will den Eid bestätigen, den ich deinem Vater Abraham geschworen
habe,
26:4 und will deinen Samen mehren wie die Sterne des Himmels und will
deinem Samen das ganze Land geben, und durch deinen Samen sollen
alle Völker auf Erden gesegnet werden;
26:5 weil Abraham meiner Stimme gehorsam gewesen und meine Rechte,
meine Gebote, meine Sitten und meine Gesetze gehalten hat.
Schlachter 1951
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Was hat nach dem Tode Christi aufgehört?

 Das Opfersystem der Sünd- und Speiseopfer


 Die zivilen Strafen für die Übertretung der Gesetze
 Die Priesterschaft des Stammes Levi
 Die Beschneidung
 Der Tempel Dienst

Hingen die Feste nicht mit Opferungen zusammen und wurden deshalb erfüllt?

4. Mo 28:9 Am Sabbattag aber zwei einjährige, tadellose Lämmer und zwei Zehntel
Semmelmehl zum Speisopfer, mit Öl gemengt, dazu sein Trankopfer.
28:10 Das ist das Brandopfer eines jeden Sabbats, außer dem beständigen
Brandopfer und seinem Trankopfer.

Am Sabbat wurde auch geopfert – trotzdem ist er nach wie vor gültig…

Welche Satzungen und Ordnungen wurden abgeschafft?

Amo 3:7 Denn der Herr, Jahuwah, tut nichts, es sei denn, dass er sein Geheimnis
seinen Knechten, den Propheten, geoffenbart habe.

Dan 9:25 So wisse und verstehe: Vom Erlass des Befehls zum Wiederaufbau
Jerusalems bis auf den Gesalbten, einen Fürsten, vergehen sieben
Wochen; und innert zweiundsechzig Wochen werden die Straßen und
Gräben wieder gebaut, und zwar in bedrängter Zeit.
9:26 Und nach den zweiundsechzig Wochen wird der Gesalbte ausgerottet
werden, so dass keiner mehr sein wird; die Stadt aber samt dem
Heiligtum wird das Volk eines zukünftigen Fürsten verderben, und sie geht
unter in der Überschwemmung, und der Krieg, der bestimmt ist zu ihrer
Zerstörung, dauert bis ans Ende.
9:27 Und man wird vielen den Bund schwer machen eine Woche lang und
mitten in der Woche Schlacht und Speisopfer aufhören lassen, und auf der
Zinne werden Greuel des Verwüsters aufgestellt, bis dass sich die
bestimmte Vertilgung über die Verwüstung ergossen hat.
Schlachter 1951

Ellen White und das Zeremonialgesetz

„Das Zeremonialgesetz setzte sich aus Sinnbildern zusammen, die auf Christi Opfer und
sein Priestertum hinwiesen. Dieses Ritualgesetz mit seinen Opfern und Bräuchen sollten
die Hebräer halten, bis im Tode Christi, dem Lamm Gottes, das die Sünden der Welt
wegnimmt, das Sinnbild dem Urbild entsprechen würde. Dann sollten alle
Opferhandlungen aufhören. Dies ist das Gesetz, das Christus "aus der Mitte getan und an
das Kreuz geheftet hat". Kolosser 2,14.“
Patriarchen und Propheten – Seite 343
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"Mitten in der Woche wird das Opfer und Speisopfer aufhören." Im Jahre 31.n. Chr.,
dreieinhalb Jahre nach seiner Taufe, wurde der Herr gekreuzigt. Mit diesem großen, auf
Golgatha dargebrachten Opfer hörten die Opferordnungen auf, die vier Jahrtausende lang
in die Zukunft, auf das Lamm Gottes, gewiesen hatten. Der Schatten war im Wesen
aufgegangen, und alle Opfer und Gaben des Zeremonialgesetzes hatten ihre Erfüllung
gefunden.
Der große Kampf – Seite 330

Ewige Satzung? Welche davon ewig?

3. Mo 6:20 Dies ist die Opfergabe Aarons und seiner Söhne, welche sie Jahuwah
darbringen sollen an dem Tage, da er gesalbt wird: Ein Zehntel Epha
Feinmehl als beständiges Speisopfer, die Hälfte davon am Morgen und die
Hälfte davon am Abend.
6:21 Es soll in der Pfanne mit Öl bereitet werden, eingerührt mit Öl sollst du es
bringen; gebackene Speisopferstücke sollst du darbringen als einen
lieblichen Geruch dem Jahuwah.
6:22 Und der Priester, der unter seinen Söhnen an seiner Statt gesalbt wird, soll
es opfern; eine ewige Satzung H2706 : es soll dem Jahuwah ganz geräuchert
werden.
Elberfelder 1905

3. Mo 23:39 Doch am fünfzehnten Tage des siebten Monats, wenn ihr den Ertrag des
Landes eingesammelt habt, sollt ihr das Fest Jahuwahs feiern sieben
Tage; am ersten Tage soll Ruhe sein, und am achten Tage soll Ruhe sein.
23:40 Und ihr sollt euch am ersten Tage Frucht von schönen Bäumen nehmen,
Palmzweige und Zweige von dichtbelaubten Bäumen und von
Bachweiden, und sollt euch vor Jahuwah, eurem Gott, freuen sieben Tage.
23:41 Und ihr sollt dasselbe sieben Tage im Jahre als Fest dem Jahuwa feiern:
eine ewige Satzung H2708 bei euren Geschlechtern; im siebten Monat sollt
ihr dasselbe feiern.
Elberfelder 1905

H2706 = Satzung in maskuliner Form

H2708 = Satzung in femininer From

Maskuline Form: von Christus erfüllt DER BRÄUTIGAM

Feminine Form: von den Gläubigen zu erfüllen DIE BRAUT

Mal 3:22 Gedenkt an das Gesetz Moses, meines Knechtes, das ich ihm auf dem
Horeb für ganz Israel befohlen habe, an die Satzungen und Rechte!

Wer spricht hier?

Der Prophet Maleachi oder…


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Christus in der ganzen Bibel

„Die Kraft Christi, des gekreuzigten Heilandes, das ewige Leben zu geben, sollte den
Menschen vor Augen geführt werden. Man muss ihnen zeigen, dass das Alte Testament das
gleiche Evangelium in Sinbildern vorschattete, wie das Neue Testament dessen Kraft entfaltet.
Das Neue Testament bringt keine neue Religion; und das Alte Testament ist keine Religion,
die vom Neuen Testament aufgehoben wird. Das Neue Testament ist lediglich die Fortführung
und Entfaltung des Alten Testaments. Abel glaubte an Christus. Er wurde ebenso durch die
Kraft Christi erlöst wie Petrus und Paulus. Henoch war ebenso ein Stellvertreter Jesu wie der
Lieblingsjünger Johannes. Henoch führte ein göttliches Leben. Er ward nicht mehr gesehen,
weil Gott ihn zu sich nahm. Ihm wurde die Verkündigung des zweiten Kommens Christi
aufgetragen: "Es hat aber auch von solchen geweissagt Henoch, der siebente von Adam, und
gesprochen: >Siehe, der Herr kommt mit vielen tausend Heiligen, Gericht zu halten über
alle.< "(Judas 14.15.) Diese Botschaft Henochs und seine Entrückung waren überzeugende
Beweise für alle Zeitgenossen. Es waren auch für Methusalem und Noah überzeugende
Argumente, mit denen sie beweisen konnten, dass die Gerechten entrückt werden können.

Der Gott, vor dem Henoch wandelte, ist unser Herr und Heiland Jesus Christus. Er war
damals genauso das Licht der Welt wie heute. Auch damals waren die Menschen nicht ohne
Lehrer, die sie im Weg des Lebens unterrichteten; denn Noah und Henoch waren Christen.
Im dritten Buche Moses wurde das Evangelium in Verordnungen niedergelegt. Damals wie
heute ist unbedingter Gehorsam erforderlich. Wie notwendig ist es doch, dass wir die
Bedeutung des Wortes Gottes erkennen!

Wird die Frage aufgeworfen: Welches ist die Ursache für die geistliche Dürre in der
Gemeinde, dann lautet die Antwort: Wir lassen unsre Gedanken vom Worte Gottes ablenken.
Wäre das Wort unsere Seelenspeise und behandelten wir es mit Hochachtung und
Ehrerbietung, dann wären die vielen und oft wiederholten Zeugnisse nicht nötig. Man würde
die einfachen Erklärungen der Schrift annehmen und danach handeln. Die Grundsätze des
Wortes Gottes sind wie die Blätter vom Baum des Lebens und dienen der Heilung der
Nationen. Der Wortlaut wurde für die gefallene Menschheit zugeschnitten.“
Zeugnisse Band 6 – Seite 391, 392

„Das Gesetz Gottes bestand schon vor der Erschaffung des Menschen, sonst hätte Adam
nicht sündigen können. Nach Adams Sündenfall wurden die Grundsätze des Gesetzes nicht
geändert. Doch wurden sie endgültig festgelegt und zum Ausdruck gebracht und auf den
gefallenen Zustand der Menschen abgestimmt. Christus rief in Abstimmung mit dem Vater
den Opferdienst ins Leben. Dadurch brauchte der Sünder nicht sofort zu sterben, sondern ein
Tier wurde dazu auserwählt, das ein Vorbild auf das große und vollkommene Opfer des
Sohnes Gottes sein sollte.

Wegen der fortgesetzten Übertretung wurde das Sittengesetz noch einmal in


ehrfurchtgebietender Erhabenheit am Sinai wiederholt. Christus gab Mose religiöse
Vorschriften, die das Alltagsleben regeln sollten. Diese Verordnungen waren speziell dazu
bestimmt, die Zehn Gebote aufrechtzuerhalten. Sie waren keine Schattengesetze, die beim
Tode Christi ihre Bedeutung verlieren sollten. Vielmehr sollten sie für die Menschen bis
zum Ende der Zeit von bleibender Gültigkeit sein. Diese Gebote wurden kraft des
Sittengesetzes eingeschärft und machten es verständlicher.“
Bibelkommentar Band 1 – Seite 39
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Der tiefere Sinn der Satzungen

„Das Volk empfing hier die Bedingungen des Bundes. Sie machten einen feierlichen Bund
mit Gott, der den Bund versinnbildete, der zwischen Gott und jedem Gläubigen in Jesus
Christus geschlossen wird. In deutlicher Weise wurden dem Volk die Bedingungen
unterbreitet. Es blieben keine Unklarheiten. Als sie aufgefordert wurden, sich zu entscheiden,
ob sie die gegebenen Bedingungen annehmen wollten, da versprachen sie einmütig, jede
Verpflichtung zu erfüllen. Sie hatten bereits zugestimmt, den Geboten Gottes zu gehorchen.
Die Grundregeln des Gesetzes waren jetzt in allen Einzelheiten dargelegt worden, damit
alle wissen möchten, was in dem Versprechen, dem Gesetz zu gehorchen, einbegriffen war.
Und sie nahmen diese ausführliche Darlegung des Gesetzes an.

Hätten die Israeliten die Forderungen Gottes erfüllt, so wären sie praktische Christen
gewesen. Sie wären glücklich gewesen; denn sie wären in Gottes Wegen gewandelt und
hätten nicht den Neigungen ihres eigenen, natürlichen Herzens Folge geleistet. Mose hatte
dafür gesorgt, dass die Worte des Herrn nicht falsch verstanden und seine Forderungen nicht
falsch gedeutet werden konnten. Er schrieb all die Worte des Herrn in ein Buch, damit man
sich später darauf berufen konnte. Auf dem Berge hatte er sie niedergeschrieben, wie
Christus selbst sie diktierte.“ (Letzter Satz aus dem Englischen übersetzt)
Bibelkommentar Band 1 – Seite 43

Vorschriften erklären die 10 Gebote

GOTT IST LIEBE

Liebe zu Gott Liebe zu Menschen

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

a b c d

7. Gebot:

Du sollst nicht ehebrechen!

a.) Du sollst nicht bei der Frau deines Vaters liegen. 3. Mose 20,11
b.) Du sollst nicht bei deiner Schwiegertochter liegen. 3. Mose 20,12
c.) Du sollst als Mann nicht bei einem Mann liegen. 3. Mose 20,13
d.) Du sollst nicht bei einem Tier liegen. 3. Mose 20,15

Sind diese Satzungen heute noch gültig?


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Sollen die jährlichen Feste das wöchentliche Fest, den Sabbat vertiefen?

GOTT IST LIEBE

Liebe zu Gott Liebe zu Menschen

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

3. Mose 23 – Die Feste a b c d

 Ihr sollt aber weder Brot noch geröstetes Korn noch zerriebene Körner essen bis
zu dem Tag, da ihr eurem Gott diese Gabe darbringt. Das ist eine ewig gültige
Ordnung H2708 für alle eure Geschlechter.
3. Mo 23:14

 Und ihr sollt an demselben Tag ausrufen lassen: «Man soll eine heilige
Versammlung abhalten und keine Werktagsarbeit verrichten!» Das ist eine ewig
gültige Satzung H2708 für alle eure Wohnorte und Geschlechter.
3. Mo 23:21

 Ihr sollt keine Arbeit verrichten. Das ist eine ewig gültige Ordnung H2708 für eure
Geschlechter an allen euren Wohnorten.
3. Mo 23:31

 Und sollt also dem HERRN das Fest halten, sieben Tage lang im Jahr. Das soll
eine ewige Ordnung H2708 sein für eure Geschlechter, dass ihr im siebenten
Monat also feiert.
3. Mo 23:41

“Der Herr wiederholt nicht Dinge, die nicht von großer Auswirkung sind.”
Manuscript Releases, Vol. 8, Seite 413

„Und wieder erinnerte Gott das Volk an die heilige Verbindlichkeit des Sabbats. Er setzte
jährliche Feste ein, an denen sich alle Männer vor dem Herrn versammeln sollten, um ihm
Dankopfer und die ersten Früchte seines Segens zu bringen. Der Sinn all dieser Anordnungen
wurde ihnen genannt: Sie entstammten keinem willkürlich ausgeübten
Herrschaftsanspruch, sondern dienten dem Wohle Israels. Der Herr sagte: "Ihr sollt mir
heilige Leute sein", (2.Mose 22,30) würdig, von einem heiligen Gott anerkannt zu werden.
Mose sollte diese Gesetze niederschreiben und als Grundlage des nationalen Rechts
sorgfältig aufbewahren. Zusammen mit den Zehn Geboten, zu deren Erläuterung sie
gegeben worden waren, enthielten sie die Bedingung zur Erfüllung der göttlichen
Verheißungen für Israel.“
Patriarchen und Propheten – Seite 286
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„Wir sollten mit dem levitischen Gesetz in seiner ganzen Tragweite vertraut werden, denn
dort finden wir Grundsätze, die wir beachten müssen. Die dort aufgeführten Anweisungen
werden uns, wenn wir sie studieren, in die Lage versetzen, die Glaubensregeln und die
Handlungsweise besser zu verstehen, die wir im Umgang miteinander zu beachten haben.
Keine Seele kann sich dafür entschuldigen, wenn sie in Dunkelheit lebt. Wer Christus im
Glauben annimmt, wird auch die Kraft empfangen, ein Sohn Gottes zu werden.“
Bibelkommentar Band 1 – Seite 1110

Anweisungen aus 3. Mose:

 Bestimmungen über die Brandopfer


 Die Speisopfer
 Die Friedensopfer
 Die Sündopfer
 Die Schuldopfer
 Vorschriften über die Ausführung der Brand-, Speis- und Sündopfer
 Vorschriften über die Ausführung der Schuld- und Friedensopfer
 Verbot des Genusses von Fett und Blut
 Opferanteile der Priester
 Die Einsetzung des Priestertums
 Bestimmungen zur Heiligung des Volkes Kapitel 11-15
 Gesetz über die reinen und unreinen Tiere
 Verordnungen für Wöchnerinnen und Beschneidung
 Das Gesetz über den Aussatz / Über den Aussatz von Kleidern
 Das Gesetz über die Reinigung von Aussatz /
 Die Reinigung eines aussätzigen Hauses
 Verordnungen über Unreinheiten bei Männern und Frauen
 Ordnung der Feste und andere Gebote
 Bestimmungen über die Stätte des Opferdienstes
 Verordnungen zum Schutz der Ehe und gegen Unzuchtssünden
 Heiligung des Lebenswandels
 Strafen für Götzendienst und Unzucht
 Bestimmungen für die Priester
 Bestimmungen über das Essen der Opfergaben
 Die Opfertiere müssen makellos sein
 Die Feste des Herrn
 Der Sabbat
 Das Passah
 Die Darbringung der Erstlingsgarbe
 Das Fest der Wochen (Pfingstfest)
 Der Versöhnungstag
 Das Laubhüttenfest
 Das Öl für den Leuchter. Zurichtung der Lampen / Die Schaubrote
 Das Sabbatjahr / Das Halljahr
 Das Losungsrecht für Landbesitz und für Knechte und Mägde
 Gehorsam bringt Segen
 Verheißung von Gnade und Wiederherstellung für Israel
 Über Gelübde und über den Zehnten
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Der Zehnte

1. Mo 14:20 Und gepriesen sei Gott, der Höchste, der deine Feinde in deine Hand
geliefert hat! - Und Abram gab ihm den Zehnten von allem.
Elberfelder 1905

1. Mo 28:20 Und Jakob tat ein Gelübde und sprach: Wenn Gott mit mir ist und mich
behütet auf diesem Wege, den ich gehe, und mir Brot zu essen gibt und
Kleider anzuziehen,
28:21 und ich in Frieden zurückkehre zum Hause meines Vaters, so soll Jahuwah
mein Gott sein.
28:22 Und dieser Stein, den ich als Denkmal aufgestellt habe, soll ein Haus
Gottes sein; und von allem, was du mir geben wirst, werde ich dir
gewißlich den Zehnten geben.
Elberfelder 1905

3. Mo 27:30 Und aller Zehnte des Landes, vom Samen des Landes, von der Frucht der
Bäume, gehört Jahwe; er ist Jahuwah heilig.
27:31 Wenn aber jemand von seinem Zehnten lösen will, so soll er dessen
Fünftel hinzufügen.
27:32 Und aller Zehnte vom Rind- und Kleinvieh, von allem, was unter dem
Stabe vorüberzieht, das Zehnte soll Jahuwah heilig sein;
27:33 man soll nicht untersuchen, ob es gut oder schlecht sei, und soll es nicht
vertauschen; und wenn man es dennoch vertauscht, so wird dasselbe
heilig und das eingetauschte heilig sein; es soll nicht gelöst werden.
27:34 Das sind die Gebote, welche Jahuwah dem Mose auf dem Berge Sinai an
die Kinder Israel aufgetragen hat.
Elberfelder 1905

Woher wussten Abram und Jakob vom Zehnten, wenn er doch erst Mose beim Berg
Sinai gegeben worden wäre?

Sind die Feste Teil des Sitten- oder des Zeremonialgesetzes?

„Christus durchlief alle Erfahrungen seiner Kindheit, Jugend und Männlichkeit ohne die
Beachtung der zeremoniellen Tempel Anbetung.“
The Bible Echo, October 31, 1898

„Die Juden betrachteten das zwölfte Lebensjahr als Grenze zwischen Kindheit und Jugend. Der
hebräische Knabe wurde nach Vollendung dieses Lebensjahres ein Sohn des Gesetzes und auch
ein Sohn Gottes genannt. Er konnte sich während dieser Zeit besonders viel mit den jüdischen
Lehren beschäftigen, wie man auch eine rege Beteiligung an den heiligen Festen und Gebräuchen
von ihm erwartete. Es stand also völlig mit den üblichen Gewohnheiten in Einklang, dass Jesus
im Knabenalter das Passahfest in Jerusalem besuchte.“
Das Leben Jesu – Seite 59

Wenn Christus das zeremonielle Gesetz nicht beachtete, Gottes Feste aber beachtete,
dann zählen die biblischen Feste zum Sittengesetz und nicht zum Zeremonialgesetz!
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Christus unser Vorbild auch bei den Festen?

1Pe 2:21 Denn dazu seid ihr berufen, weil auch Christus für euch gelitten und euch
ein Vorbild hinterlassen hat, dass ihr seinen Fußstapfen nachfolget.

1. Jo 2:6 Wer da sagt, er bleibe in ihm, der ist verpflichtet, auch selbst so zu
wandeln, wie jener gewandelt ist.

Der Apostel Paulus ein Vorbild bei den Festen?

„Der Erfolg der Evangeliumsverkündigung hatte jedoch den Zorn der Juden aufs neue erregt.
Von überallher trafen Berichte über die weitere Ausbreitung der neuen Lehre ein, die die
Juden von den Bräuchen des Zeremonialgesetzes entband und den Nichtjuden die gleichen
Rechte mit den Juden als den Kindern Abrahams einräumte. Diese Grundsätze hatte Paulus
in seinen Predigten zu Korinth mit demselben Nachdruck vertreten wie in seinen Briefen.
Seine eindeutige Feststellung: "Da ist nicht mehr Grieche, Jude, Beschnittener,
Unbeschnittener, Nichtgrieche, Skythe, Knecht, Freier, sondern alles und in allen Christus",
(Kolosser 3,11) wurde von seinen Feinden als verwegene Lästerung angesehen. Deshalb
beschlossen sie, seine Stimme zum Schweigen zu bringen. Da Paulus vor dieser
Verschwörung gewarnt wurde, beschloss er, den Umweg über Mazedonien zu wählen. Seinen
Plan, Jerusalem rechtzeitig zum Passahfest zu erreichen, musste er aufgeben; er hoffte
jedoch, zum Pfingstfest dort zu sein.“
Das Wirken der Apostel – Seite 388

Wenn Paulus in Predigten und Briefen das Ende des Zeremonialgesetzes verkündete,
selbst aber am Passahfest bzw. Pfingstfest teilnehmen wollte, dann gehören die
biblischen Feste nicht zum Zeremonialgesetz sondern zum Sittengesetz!

Paulus besuchte die Feste doch um zu missionieren!

„Während des Passafestes hielt sich Paulus in Philippi auf. Nur Lukas blieb bei ihm,
während seine anderen Begleiter nach Troas weiterreisten, um ihn dort zu erwarten.“
Das Wirken der Apostel – Seite 388

“At Philippi Paul tarried to keep the Passover. Only Luke remained with him, the other
members of the company passing on to Troas to await him there.”
Das Wirken der Apostel – Englische Ausgabe - Seite 390

Übersetzung:

„In Philippi verweilte Paulus um das Passahfest zu HALTEN.“

Wenn er nur zum missionieren dort gewesen wäre, dann müsste die inspirierte Feder ein
anderes Wort verwenden!

Paulus motiviert uns sogar es ihm gleich zu tun:

Php 3:17 Werdet meine Nachahmer, ihr Brüder, und sehet auf die, welche so
wandeln, wie ihr uns zum Vorbilde habt.
Schlachter 1951
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Paulus hielt die Feste

1Ko 16:8 Ich werde aber zu Ephesus bleiben bis Pfingsten.


Schlachter 1951

Paulus fordert sogar zum Feste halten auf

1Ko 5:7 Schafft den alten Sauerteig weg, damit ihr (durchweg) ein neuer Teig seid;
ihr seid ja doch (als Christen) frei von allem Sauerteig; denn es ist ja auch
unser Passahlamm geschlachtet worden: Christus.
5:8 Darum lasst uns Festfeier halten nicht im (oder: mit dem) alten Sauerteig,
auch nicht im (oder: mit dem) Sauerteig der Schlechtigkeit und Bosheit,
sondern im (oder: mit dem) Süßteig der Lauterkeit (= Reinheit) und
Wahrheit.
Menge Bibel

Die Apostel hielten die Feste

Apg 18:20 Sie baten ihn aber, dass er längere Zeit bei ihnen bliebe. Und er willigte
nicht ein,
18:21 sondern machte seinen Abschied mit ihnen und sprach: Ich muss
allerdinge das künftige Fest in Jerusalem halten; will's Gott, so will ich
wieder zu euch kommen. Und fuhr weg von Ephesus
18:22 und kam gen Cäsarea und ging hinauf (nach Jerusalem) und grüßte die
Gemeinde und zog hinab gen Antiochien.
Luther 1912

Apg 18:21 Ich muss durchaus das bevorstehende Fest in Jerusalem feiern, ich werde
aber wieder zu euch zurückkehren, so Gott will.
Schlachter 1951

Apg 20:6 Wir aber fuhren nach den Tagen der ungesäuerten Brote von Philippi ab
und kamen in fünf Tagen zu ihnen nach Troas, wo wir uns sieben Tage
aufhielten.
Schlachter 1951

Apg 20:16 Denn Paulus hatte beschlossen, an Ephesus vorbeizusegeln, damit er in


Asien nicht zu viel Zeit zubringen müßte, denn er eilte, um, wenn es ihm
möglich wäre, auf den Tag der Pfingsten in Jerusalem zu sein.
Schlachter 1951

Ellen White bestätigt Gottes Satzungen als bindend

„Der Gesichtspunkt, unter dem sogar Geistliche das Gesetz Gottes sehen, hat schon großen
Schaden angerichtet. Die heute weit verbreitete Meinung, dass die göttlichen Satzungen für
die Menschen nicht länger verbindlich sind, hat dieselbe Wirkung auf die Moral wie
damals der Götzendienst. Wer die Forderungen des Gesetzes Gottes mindert, untergräbt die
Grundlage der Familien und Völker.“
Patriarchen und Propheten – Seite 121 – aus dem Englischen übersetzt
- 14 -

Deutsches Original:

„Der Gesichtspunkt, unter dem sogar Geistliche das Gesetz Gottes sehen, hat schon großen
Schaden angerichtet. Die heute weit verbreitete Meinung, daß ES für die Menschen nicht
länger verbindlich sei, hat dieselbe entsittlichende Wirkung wie damals der Götzendienst.“

„Die Anweisungen mit ihren scharfsinnigen, unbeugsamen Konturen (Umrissen), die Mose
für das alte Volk Israel gegeben wurden, sollten auch vom heutigen Volk Gottes studiert und
befolgt werden.“
Bibelkommentar Band 1 – Seite 38 – aus dem Englischen übersetzt

Deutsches Original:

„Die Belehrungen mit ihren strengen Maßstäben, die Mose für das alte Volk Israel gegeben
wurden, sollten auch vom heutigen Volk Gottes studiert und befolgt werden.“
Bibelkommentar Band 1 – Seite 38

„Der Bund, den Gott mit seinem Volk am Sinai machte, ist unsere Zuflucht und unsere
Verteidigung. Der Herr sprach zu Mose: "So sollst du sagen zu dem Hause Jakob und
verkündigen den Kindern Israel: Ihr habt gesehen, was ich den Ägyptern getan habe und wie
ich euch getragen habe auf Adlerflügeln und habe euch zu mir gebracht. Werdet ihr nun
meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen
Völkern; denn die ganze Erde ist mein. Und ihr sollt mir ein priesterlich Königreich und ein
heiliges Volk sein."
"Und Mose kam und forderte die Ältesten im Volk und legte ihnen alle diese Worte vor, die
der Herr geboten hatte. Und alles Volk antwortete zugleich und sprach: Alles, was der Herr
geredet hat, wollen wir tun."
Dieser Bund hat heute noch die gleiche bindende Kraft wie damals, als der Herr ihn mit
dem alten Israel machte.“
Bibelkommentar Band 1 – Seite 38

„Die heiligen Gebote, die Satan hasste und zu vernichten suchte, werden in einem
sündlosen Weltall hoch in Ehren gehalten werden.“
Patriarchen und Propheten – Seite 317

„Gott wird diejenigen nicht in sein Königreich nehmen und ewiges Leben geben, welche
sich nicht in diesem Leben unter seinen Geboten und Satzungen finden.“
Signs of the Times, September 8, 1887

„Wenn wir unseren Bund mit Gott erfüllen wollen, dürfen wir nichts zurückhalten, was
unseren Dienst oder unsere Mittel anbetrifft. [5.Mose 26,16 zitiert]

5. Mo 26:16 An diesem Tage gebietet dir Jahuwah, dein Gott, diese Satzungen und
Rechte zu tun: So beobachte und tue sie mit deinem ganzen Herzen und
mit deiner ganzen Seele.
- 15 -

Das Ziel der Gebote Gottes besteht nicht nur darin, den Menschen ihre Verpflichtung Gott
gegenüber zu offenbaren, sondern auch den Mitmenschen gegenüber. In dieser späten
Stunde der Weltgeschichte dürfen wir nicht aus selbstsüchtigen Gründen Gottes Anspruch
in Bezug auf diese Forderungen anzweifeln oder bestreiten. Sonst betrügen wir uns selbst
und berauben uns der reichsten Segnungen der Gnade Gottes. Herz, Gemüt und Seele
müssen in Gottes Willen aufgehen. Dann wird uns der Bund zur Freude werden, der von
der unendlichen Weisheit erdacht und von der Macht und Autorität des Königs aller
Könige und dem Herrn aller Herren verbindlich gemacht wurde. Gott möchte nicht mit uns
streiten betreffs dieser verbindlichen Vorschriften. Es ist ausreichend dass er gesagt hat,
dass Gehorsam gegenüber seinen Satzungen und Gesetzen das Leben und der Wohlstand
seines Volkes sind.“ (Letzter Satz aus dem Englischen übersetzt)
Bibelkommentar Band 1 - Seite 60

„Wenn Männer, Frauen und Kinder das Evangelium verkündigen, wird der Herr die Augen
der Blinden öffnen, so dass sie seine Satzungen sehen, und Gott wird sein Gesetz in die
Herzen der wahrhaft Reumütigen schreiben. Der belebende Geist Gottes, der durch
menschliche Werkzeuge wirkt, bringt die Gläubigen dazu, dass sie eines Sinnes, einer Seele
sind und vereint Gott lieben und seine Gebote halten -- und sich hier auf Erden für die
Entrückung vorbereiten.“
Bibelkommentar Band 7 – Seite 545

„Diejenigen, die heute auf der Erde leben, sollten das 5. Buch Mose sorgfältig studieren. Es
enthält einen Bericht der Anweisungen, die Mose zur Weitergabe an die Kinder Israel
erhalten hatte. Das Gesetz wird darin wiederholt...“
Bibelkommentar Band 1 – Seite 56

Im 5. Buch Mose finden sich auch wieder die biblischen Feste!

„Zur Erinnerung an diese überwältigende Befreiung sollte das Volk Israel in allen
zukünftigen Generationen jährlich ein Fest halten: "Ihr sollt diesen Tag als Gedenktag
haben und sollt ihn feiern als ein Fest für den Herrn, ihr und alle eure Nachkommen, als
ewige Ordnung." 2.Mose 12,14. Während sie das Fest in späteren Zeiten begingen, sollten sie
ihren Kindern die Geschichte des großen Auszuges wiederholen, wie Mose ihnen befahl: "Es
ist das Passahopfer des Herrn, der an den Kindern Israel vorüberging in Ägypten, als er die
Ägypter schlug und unsere Häuser errettete." 2.Mose 12,27.“ (Erster Satz aus dem
Englischen übersetzt)
Patriarchen und Propheten – Seite 251

Welches sind die zukünftigen Generationen Israels?

„Ich sah, dass der heilige Sabbat die trennende Mauer zwischen dem wahren Israel Gottes
und den Ungläubigen ist und sein wird und dass er die große Frage ist, die die Herzen von
Gottes lieben, wartenden Heiligen vereinigen wird.“
Wort an die kleine Herde – Seite 55

Da wir das wahre Israel Gottes sind, sollten wir somit auch die jährlichen Feste feiern!
- 16 -

Röm 9:6 Denn nicht alle, die von Israel abstammen, sind Israel;
9:7 auch sind nicht alle, weil sie Abrahams Same sind, seine Kinder, sondern
«in Isaak soll dir ein Same berufen werden»;
9:8 das heißt: Nicht die Kinder des Fleisches sind Kinder Gottes, sondern die
Kinder der Verheißung werden als Same gerechnet.
Schlachter 1951

Ein Reformations-Beispiel der biblischen Geschichte:

2Chr 34:1 Acht Jahre alt war Josia, als er König ward, und regierte einunddreißig
Jahre lang zu Jerusalem.
34:2 Und er tat, was recht war in den Augen des HERRN, und wandelte in den
Wegen seines Vaters David und wich weder zur Rechten noch zur Linken.
34:3 Denn im achten Jahr seines Königreichs, als er noch ein Knabe war, fing er
an, den Gott seines Vaters David zu suchen; und im zwölften Jahr fing er
an, Juda und Jerusalem von den Höhen und den Ascheren und den
geschnitzten und gegossenen Bildern zu reinigen.

2Chr 34:8 Im achtzehnten Jahr seines Königreichs, als er das Land und das Haus
Gottes gereinigt hatte, sandte er Saphan, den Sohn Azaljas, und Maaseja,
den Obersten der Stadt, und Joach, den Sohn des Joahas, den Kanzler, um
das Haus des HERRN, seines Gottes, auszubessern.

2Chr 34:14 Als sie aber das Geld herausnahmen, das zum Hause des HERRN gebracht
worden war, fand der Priester Hilkia das Gesetzbuch des HERRN, durch
Mose gegeben.

2Chr 34:18 Dann berichtete der Schreiber Saphan dem König und sprach: Der Priester
Hilkia hat mir ein Buch gegeben! Und Saphan las daraus dem König vor.
34:19 Als nun der König die Worte des Gesetzes hörte, zerriß er seine Kleider.
34:20 Und der König gebot Hilkia und Achikam, dem Sohne Saphans, und
Abdon, dem Sohn Michas, und Saphan, dem Schreiber, und Asaja, dem
Knecht des Königs, und sprach:
34:21 Gehet hin, fraget den HERRN für mich und für die Übriggebliebenen in
Israel und Juda wegen der Worte des Buches, das gefunden worden ist;
denn groß ist der Grimm des HERRN, der über uns ausgegossen ist, weil
unsre Väter das Wort des HERRN nicht beobachtet haben, zu tun nach
allem, was in diesem Buche geschrieben steht!

2Chr 34:30 Und der König ging hinauf in das Haus des HERRN und mit ihm alle
Männer von Juda und die Einwohner von Jerusalem, die Priester, die
Leviten und alles Volk, groß und klein, und man las vor ihren Ohren alle
Worte des Bundesbuches, das im Hause des HERRN gefunden worden
war.

2Chr 34:31 Und der König trat an seinen Standort und machte einen Bund vor dem
HERRN, dass er dem HERRN nachwandeln wolle, seine Gebote, seine
Zeugnisse und seine Satzungen zu halten von ganzem Herzen und von
ganzer Seele, zu tun nach den Worten des Bundes, die in diesem Buch
geschrieben sind.
- 17 -

2Chr 35:1 Und Josia hielt dem HERRN ein Passah zu Jerusalem, und sie schlachteten
das Passah am vierzehnten Tage des ersten Monats.

2Chr 35:16 Also vollzog sich an jenem Tag der ganze Dienst des HERRN in Ordnung,
die Passahfeier und der Brandopferdienst auf dem Altar des HERRN, nach
dem Gebot des Königs Josia.
35:17 Also feierten die Kinder Israel, die anwesend waren, zu jener Zeit das
Passah und das Fest der ungesäuerten Brote, sieben Tage lang.

„Josia sagte nicht: "Ich wusste nichts von diesem Buch. Dies sind veraltete Vorschriften,
und die Zeiten haben sich geändert." Er bestimmte Männer, die der Sache nachgehen
sollten. Zur Zeit Josias war das Wort des Herrn genauso bindend und hätte ebenso beachtet
werden müssen wie zu der Zeit, als es gegeben worden war. Und heute hat es noch die
gleiche Gültigkeit wie damals.“
Bibelkommentar Band 3 – Seite 134

Und heute ist es so verbindlich wie es damals war..


(Letzter Satz aus dem Englischen übersetzt)

1. Das Land wurde vom Götzendienst befreit (Dreieinigkeit)


2. Das Buch Mose wurde wieder entdeckt (Gottes Gerechtigkeit – durch Glauben)
3. Die biblischen Feste wurden wieder eingesetzt (Wiederherstellung der Dinge)

Gottes Meinung zur Änderung der Satzungen:

Jes 24:1 Siehe, der HERR wird die Erde entvölkern und verwüsten, er wird ihr
Angesicht entstellen und ihre Bewohner zerstreuen.
24:2 Alsdann wird der Priester wie das Volk, der Herr wie sein Knecht, die Frau
wie ihre Magd, der Verkäufer wie der Käufer, der Leiher wie der Entlehner,
der Gläubiger wie der Schuldner sein.
24:3 Die Erde wird gänzlich entvölkert und ausgeplündert werden; ja, der HERR
hat dieses Wort gesprochen!
24:4 Es trauert und welkt die Erde; der Erdboden verschmachtet und verwelkt;
es verschmachten die Höhen der Erde.
24:5 Denn die Erde ist unter ihren Bewohnern entweiht worden; sie haben die
Gesetze übertreten, die Satzung abgeändert, den ewigen Bund gebrochen!
24:6 Darum hat der Fluch die Erde gefressen, und die darinnen wohnten,
mussten es büßen; darum sind die Bewohner der Erde von der Glut
verzehrt und nur wenig Menschen übrig geblieben.
Schlachter 1951

Psa 89:30 Wenn seine Söhne mein Gesetz verlassen und nicht in meinen
Verordnungen wandeln,
89:31 wenn sie meine Satzungen entheiligen und meine Gebote nicht beachten,
89:32 so will ich ihre Sünden mit der Rute heimsuchen und ihre Missetat mit
Schlägen;
89:33 aber meine Gnade will ich ihm nicht entziehen und meine Treue nicht
verleugnen;
89:34 meinen Bund will ich nicht ungültig machen und nicht ändern, was über
meine Lippen gekommen ist.
Schlachter 1951
- 18 -

Ist Gottes Gesetz irgendwie aufgehoben?

Röm 3:31 Heben wir nun das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! Vielmehr
richten wir das Gesetz auf.
Schlachter 1951

Röm 7:12 So ist nun das Gesetz heilig, und das Gebot ist heilig, gerecht und gut!
7:13 Gereichte nun das Gute mir zum Tode? Das sei ferne! Sondern die Sünde,
damit sie als Sünde erscheine, hat mir durch das Gute den Tod bewirkt,
auf daß die Sünde überaus sündig würde durch das Gebot.
7:14 Denn wir wissen, dass das Gesetz geistlich ist; ich aber bin fleischlich,
unter die Sünde verkauft.
Schlachter 1951

3:21 Wie? Ist denn das Gesetz wider Gottes Verheißungen? Das sei ferne!
Wenn aber ein Gesetz gegeben wäre, das da könnte lebendig machen, so
käme die Gerechtigkeit wahrhaftig aus dem Gesetz.
Schlachter 1951

Der wöchentliche Sabbat ist Teil des Siegels Gottes

Hes 20:10 So führte ich sie denn aus Ägyptenland heraus und brachte sie in die
Wüste,
20:11 und ich gab ihnen meine Satzungen und tat ihnen meine Rechte kund,
durch die der Mensch lebt, wenn er sie tut.
20:12 Ich gab ihnen auch meine Sabbate, welche ein Zeichen sein sollen
zwischen mir und ihnen, damit man erkenne, dass ich, der HERR, es bin,
der sie heiligt.

Dies wird ein paar Verse weiter wiederholt:

Hes 20:19 Ich bin der Herr, euer Gott; in meinen Satzungen sollt ihr wandeln, und
meine Gebote sollt ihr getreulich erfüllen!
20:20 Und meine Sabbate sollt ihr heilig halten, dass sie ein Zeichen seien
zwischen mir und euch, damit man erkenne, dass ich der Herr, euer Gott,
bin.
Schlachter 1951

Sabbate steht im Plural – hier werden auch die jährlichen Sabbate mit eingeschlossen.

Es heißt SIE SEIEN ein Zeichen. Also ist hier von mehreren Sabbaten die Rede!

Würde dieses Zeichen (das Siegel Gottes) nur den wöchentlichen Sabbat beinhalten,
dann müssten die Verse folgendermaßen lauten:

Hes 20:12 Ich gab ihnen auch meinen Sabbat, welcher ein Zeichen sein soll zwischen
mir und ihnen, damit man erkenne, dass ich, der HERR, es bin, der sie
heiligt.

Hes 20:20 Und meinen Sabbat sollt ihr heilig halten, dass er ein Zeichen sei zwischen
mir und euch, damit man erkenne, dass ich der Herr, euer Gott, bin.
- 19 -

Das Zeichen / Siegel Gottes an den Stirnen

Offb 7:3 Beschädiget nicht die Erde, noch das Meer, noch die Bäume, bis wir die
Knechte unseres Gottes an ihren Stirnen versiegelt haben.
Elberfelder 1905

Offb 9:4 Und es wurde ihnen gesagt, dass sie nicht beschädigen sollten das Gras
der Erde, noch irgend etwas Grünes, noch irgend einen Baum, sondern die
Menschen, welche nicht das Siegel Gottes an ihren Stirnen haben.
Elberfelder 1905

5. Mo 6:1 Und dies sind die Gebote, die Satzungen und die Rechte, welche Jahuwah,
euer Gott, geboten hat, euch zu lehren, damit ihr sie tuet in dem Lande,
wohin ihr hinüberziehet, um es in Besitz zu nehmen;
6:2 auf dass du Jahuwah, deinen Gott, fürchtest alle Tage deines Lebens, um
zu beobachten alle seine Satzungen und seine Gebote, die ich dir gebiete,
du und dein Sohn und deines Sohnes Sohn, und auf dass deine Tage sich
verlängern.
6:3 So höre denn, Israel, und achte darauf, sie zu tun, damit es dir wohlgehe,
und ihr euch sehr mehret - so wie Jahuwah, der Gott deiner Väter, zu dir
geredet hat - in einem Lande, das von Milch und Honig fließt!
6:4 Höre Israel: Jahuwah, unser Gott, ist ein einziger Jahuwah!
6:5 Und du sollst Jahuwah, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und
mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft.
6:6 Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollen auf deinem Herzen sein.
6:7 Und du sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in
deinem Hause sitzest, und wenn du auf dem Wege gehst, und wenn du
dich niederlegst, und wenn du aufstehst.
6:8 Und du sollst sie zum Zeichen auf deine Hand binden, und sie sollen zu
Stirnbändern sein zwischen deinen Augen.
Elberfelder 1905

5. Mo 6:8 Und sollst sie binden zum Zeichen auf deine Hand, und sollen dir ein
Denkmal vor deinen Augen sein.
Luther 1912

5. Mo 6:8 Du sollst sie zum Denkzeichen auf deine Hand binden und sie als
Merkzeichen auf der Stirne tragen.
Zürcher 1931

5. Mo 6:8 Und du sollst sie zum Zeichen auf deine Hand binden, und sie sollen dir
zum Schmuck zwischen deinen Augen sein.
Schlachter 1951

5. Mo 6:8 Du sollst sie dir als ein Gedenkzeichen an (oder: auf) die Hand binden und
sie als Binde zwischen deinen Augen (= auf deiner Stirn) tragen.
Menge Bibel
- 20 -

Die Versiegelung

Jes 8:16 Binde das Zeugnis zu, versiegele das Gesetz H8451 unter meinen Jüngern. -

H8451 = Torah: Eine Vorschrift, Gebot oder Satzung, besonders des Dekalogs oder
Pentateuchs: - Gesetz

Dekalog ist die griechische Bezeichnung für die Zehn Gebote

Pentateuch (von altgr. Πεντά, Penta; dt. „Fünf“ und altgr. τευχος, teuchos; dt. „Gefäß“,
also „Fünfgefäß“; hebr. Chumasch, von chamesch; dt. „fünf“) ist ein
griechischer Ausdruck für die fünf Bücher Moses. Er stammt von den Krügen,
in denen Schriftrollen aufbewahrt wurden. Deren Umfang bestimmte auch
seine Einteilung in fünf „Bücher“ (griech. biblia). Diese bilden gemeinsam als
Tora den ersten Hauptteil des Tanach, der Hebräischen Bibel, bzw. des
christlichen Alten Testaments.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Pentateuch

DEMZUFOLGE IST DIE THORA


DAS SIEGEL GOTTES!!!

Soll das etwa heißen ich muss wieder zurück zum Gesetz?

Hes 36:22 Darum sprich zum Hause Israel: So spricht der Herr, Jahuwah: Nicht um
euretwillen tue ich es, Haus Israel, sondern um meines heiligen Namens
willen, den ihr entweiht habt unter den Nationen, wohin ihr gekommen
seid.
36:23 Und ich werde meinen großen Namen heiligen, der entweiht ist unter den
Nationen, welchen ihr entweiht habt in ihrer Mitte. Und die Nationen
werden wissen, dass ich Jahuwah bin, spricht der Herr, Jahuwah, wenn ich
mich vor ihren Augen an euch heilige. -
36:24 Und ich werde euch aus den Nationen holen und euch sammeln aus allen
Ländern und euch in euer Land bringen.
36:25 Und ich werde reines Wasser auf euch sprengen, und ihr werdet rein sein;
von allen euren Unreinigkeiten und von allen euren Götzen werde ich euch
reinigen.
36:26 Und ich werde euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer
Inneres geben; und ich werde das steinerne Herz aus eurem Fleische
wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben.
36:27 Und ich werde meinen Geist in euer Inneres geben; und ich werde
machen, dass ihr in meinen Satzungen wandelt und meine Rechte
bewahret und tut.
36:28 Und ihr werdet in dem Lande wohnen, das ich euren Vätern gegeben habe;
und ihr werdet mein Volk, und ich werde euer Gott sein.
Elberfelder 1905
- 21 -

Der 2. Teil im Vers 23 hat solch eine gewaltige Bedeutung für uns als Volk Gottes – hier
ein paar Alternativübersetzungen:

Hes 36:23 Und die Heiden sollen erfahren, dass ich der HERR sei, spricht der Herr,
HERR, wenn ich mich vor ihnen an euch erzeige, dass ich heilig sei.
Luther 1912

Hes 36:23 Auf dass die Völkerschaften wissen, dass Ich Jahuwah bin, spricht der Herr
Jahuwah, da Ich Mich heilige in euch vor euren Augen.
Tafelbibel

Hes 36:23 And the heathen shall know that I am the LORD, saith the Lord GOD, when
I shall be sanctified in you before their eyes.
King James Version 1769

Hes 36:23 Und die Heiden sollen wissen, dass ich der HERR bin (zugefügt), sagt der
Herr GOTT, wenn ich in euch geheiligt sein soll vor ihren Augen.
King James Version wörtlich übersetzt

Welche Gebote möchte uns Gott ins Herz schreiben?

Jer 31:31 Siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, da ich mit dem Hause Israel
und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen werde;
31:32 nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern schloß an dem Tage, da ich
sie bei der Hand ergriff, um sie aus dem Lande Ägypten auszuführen;
denn sie haben meinen Bund gebrochen, und ich hatte sie mir doch
angetraut, spricht der HERR.
31:33 Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Hause Israel nach jenen Tagen
schließen will, spricht der HERR: Ich will mein GesetzH8451 in ihr Herz
geben und es in ihren Sinn schreiben und will ihr Gott sein, und sie sollen
mein Volk sein.
Schlachter 1951

H8451 = Torah: Eine Vorschrift, Gebot oder Satzung, besonders des Dekalogs oder
Pentateuchs: - Gesetz

Heb 8:8 Denn er tadelt sie doch, indem er spricht: «Siehe, es kommen Tage, spricht
der Herr, da ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen
neuen Bund schließen werde;
8:9 nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern gemacht habe an dem Tage,
als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen (denn sie
sind nicht in meinem Bund geblieben, und ich ließ sie gehen, spricht der
Herr),
8:10 sondern das ist der Bund, den ich mit dem Hause Israel machen will nach
jenen Tagen, spricht der Herr: Ich will ihnen meine GesetzeG3551 in den
Sinn geben und sie in ihre Herzen schreiben, und ich will ihr Gott sein, und
sie sollen mein Volk sein.
Schlachter 1951
- 22 -

G3551 = Nomos: Gesetz - allgemeiner Verordnung, speziell (von Mose [inklusive


dem Buchband], sowie vom Evangelium), oder bildlich (ein Prinzip): -
Gesetz

Heb 10:14 Denn mit einem Opfer hat er auf immerdar vollkommen gemacht, die
geheiligt werden.
10:15 Das bezeugt uns aber auch der Heilige Geist: denn nachdem er gesagt
hat:
10:16 "Dies ist der Bund, den ich ihnen errichten werde nach jenen Tagen,
spricht der Herr: Indem ich meine GesetzeG3551 in ihre Herzen gebe, werde
ich sie auch auf ihre Sinne schreiben"; und:
10:17 "Ihrer Sünden und ihrer Gesetzlosigkeiten werde ich nie mehr gedenken".
Schlachter 1951

Schließt die Gerechtigkeit aus Glauben einen Gehorsam der Gebote


(entsprechende Werke der Gerechtigkeit) etwa aus?

Röm 2:13 Denn vor Gott sind nicht die gerecht, welche das Gesetz hören; sondern
die, welche das Gesetz befolgen, sollen gerechtfertigt werden.
Schlachter 1951

Jak 1:22 Seid aber Täter des Wortes und nicht Hörer allein, womit ihr euch selbst
betrügen würdet.
Schlachter 1951

Eph 2:8 Denn durch die Gnade seid ihr gerettet, vermittels des Glaubens, und das
nicht aus euch, Gottes Gabe ist es;
2:9 nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.
Schlachter 1951

Was sagt unser Erlöser dazu?

Joh 14:15 Liebet ihr mich, so haltet meine Gebote!


Joh 14:23 Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen, und mein Vater
wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm
machen.
Joh 14:24 Wer mich nicht liebt, befolgt meine Worte nicht; und doch ist das Wort,
das ihr höret, nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat.
Schlachter 1951

Erlösung erfahren wir nicht durch die 10 Gebote, die Satzungen oder den Sabbat!
Erlösung handelt nicht davon was ICH tue oder weiß!
Erlösung dreht sich darum ob der Erlöser MICH kennt und was ER für mich tat.

Joh 10:27 Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir
nach.
Schlachter 1951
- 23 -

Ein Negativ-Beispiel

Mat 7:21 »Nicht alle, die ›Herr, Herr‹ zu mir sagen, werden (darum schon) ins
Himmelreich eingehen, sondern nur, wer den Willen meines himmlischen
Vaters tut.
7:22 Viele werden an jenem Tage (d.h. am Tage des Gerichts) zu mir sagen:
›Herr, Herr, haben wir nicht kraft deines Namens prophetisch geredet und
kraft deines Namens böse Geister ausgetrieben und kraft deines Namens
viele Wundertaten vollführt?
7:23 Aber dann werde ich ihnen erklären: ›Niemals habe ich euch gekannt;
hinweg von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit!‹
Menge Bibel

Es geht also um die Freundschaft mit Christus!

Joh 15:13 Größere Liebe hat niemand als die, dass er sein Leben lässt für seine
Freunde.
15:14 Ihr seid meine Freunde, wenn ihr alles tut, was ich euch gebiete.
Schlachter 1951

Wer also ist ein ‚Täter der Gesetzlosigkeit‘?


Einer der die Thora und somit die Anweisungen welche uns Christus gebietet abweist!

Freude durch Gehorsam

"Mich hat verlangt nach deinem Heil o Herr und dein Gesetz ist meine Wonne."
Psalm 119,174 (Übersetzung der King-James-Version).

„Ein wahrer Christ wird sich nie darüber beklagen, dass das Joch Christi für seinen Nacken
eine Qual ist. Er sieht den Dienst für Jesus als die Freiheit im wahrsten Sinn. Das Gesetz
Gottes ist seine Freude. Statt die Gebote Gottes auf sein Niveau herabzuziehen, um sie mit
seinen Schwächen in Übereinstimmung zu bringen, ist er ständig darum bemüht, zu dem
Niveau ihrer Vollkommenheit hinaufzusteigen.

Der Wille Gottes ist in den Vorschriften seines heiligen Gesetzes ausgedrückt, die
Prinzipien dieses Gesetzes sind die Grundsätze des Himmels. Die himmlischen Engel
erreichen keinen höheren Wissensstand als den, Gottes Willen zu kennen; der höchste
Dienst, für den sie ihre Kräfte einsetzen, besteht darin, seinen Willen zu tun.

Doch im Himmel wird der Dienst nicht in einer gesetzlichen Haltung abgeleistet. Als Satan
gegen das Gesetz Jahuwahs rebellierte, kam der Gedanke, dass es ja ein Gesetz gebe, wie ein
Erwachen über die Engel: sie hatten vorher nicht daran gedacht. In all ihrem Dienst sind die
Engel nicht wie Knechte, sondern wie Söhne ... Gehorsam ist für sie keine lästige Plage. Die
Liebe zu Gott macht ihnen den Dienst zur Freude. So werden auch in jedem Menschen, in
dem Christus wohnt, die Hoffnung der Herrlichkeit, seine Worte widerhallen: "Deinen
Willen, mein Gott, tue ich gern, und dein Gesetz hab ich in meinem Herzen." Psalm 40,9.“

Maranatha – Seite 79
- 24 -

Ellen White und der Zweck der Feste

„Vor alters gab der Herr seinem Volk die Anweisung, sich dreimal im Jahr zur Anbetung zu
versammeln. Zu diesen heiligen Versammlungen kamen die Kinder Israel und brachten ihre
Zehnten, ihre Sünd- und Dankopfer in das Haus Gottes. Sie kamen zusammen, um die
Gnadentaten Gottes zu berichten, seine Wunder bekanntzumachen und seinem Namen Lob
und Dank darzubringen. Sie sollten sich auch zum Opferdienst vereinigen, der auf Christus
als das Lamm Gottes hinwies, welches der Welt Sünde trägt. Auf solche Weise sollten sie vor
der zersetzenden Kraft der Weltlichkeit und des Götzendienstes bewahrt bleiben. Glaube,
Liebe und Dankbarkeit sollten in ihren Herzen lebendig bleiben, und durch die gemeinsame
Teilnahme am heiligen Gottesdienst sollten die Kinder Israel enger an Gott und enger
aneinander gebunden werden. Wenn die Kinder Israel die Wohltat solcher heiligen
Zusammenkünfte zu ihrer Zeit benötigten, wie viel mehr benötigen wir sie in diesen letzten
Tagen der Gefahr und des Kampfes! Und wenn Menschen aus der Welt damals das Licht
benötigten, das Gott seiner Gemeinde anvertraut hatte, wie viel mehr brauchen sie es heute!“
Zeugnisse Band 6 – Seite 48

„Bei diesen jährlichen Zusammenkünften wurden jung und alt zum Dienst für Gott ermutigt.
Zugleich stärkten sie die Gemeinschaft, die das Volk aus den verschiedenen Teilen des Landes
untereinander und mit Gott verband. Es wäre auch für das gegenwärtige Volk Gottes
manchmal gut, ein Laubhüttenfest zu haben als frohes Erinnern an Gottes Segnungen. Wie
Israel der Befreiung ihrer Väter durch Gottes Hilfe und ihrer wunderbaren Bewahrung auf
den Wanderungen seit dem Auszug aus Ägypten gedachte, so sollten wir dankbar der
mannigfachen Wege gedenken, auf denen er uns aus der Welt und damit vom Irrtum in das
wunderbare Licht seiner Gnade und Wahrheit führte.Wer weit entfernt von der Stiftshütte
wohnte, muss jedes Jahr über einen Monat Zeit gebraucht haben, um die jährlichen Feste zu
besuchen. Dieses Beispiel der Hingabe an Gott betont die Bedeutung gemeinsamer
Anbetung und die Notwendigkeit, unsere eigensüchtigen, weltlichen Neigungen den
geistlichen, ewigen unterzuordnen. Es geht uns etwas verloren, wenn wir die Möglichkeit
zur gegenseitigen Stärkung und Ermutigung im Dienste Gottes versäumen. Die Wahrheiten
seines Wortes büßen allmählich an Lebendigkeit und Bedeutung für uns ein. Wir werden nicht
mehr von seinem heiligen Einfluss erfasst und aufgerüttelt, und unsere geistliche Haltung
schwindet. Wir Christen verlieren im Umgang mit andern sehr viel, wenn es an gegenseitiger
Anteilnahme fehlt. Wer sich dem andern gegenüber verschließt, erfüllt die ihm von Gott
zugedachte Aufgabe nicht. Wir sind alle Kinder eines Vaters und voneinander abhängig,
wenn wir glücklich sein wollen. Gott und unsere Mitmenschen haben Anspruch auf uns.
Freundlicher Umgang mit unsern Schwestern und Brüdern bringt uns selber Gewinn und
macht andere glücklich.“
Patriarchen und Propheten – Seite 521

„Alle, denen es irgendwie möglich ist, sollten zu diesen jährlichen Versammlungen kommen.
Alle sollten fühlen, dass Gott dies von ihnen fordert. Wenn sie sich nicht der Vorrechte
bedienen, die er vorgesehen hat, um sie in ihm und der Macht seiner Gnade zu stärken,
werden sie schwächer und schwächer werden und immer weniger geneigt sein, alles Gott zu
weihen. Brüder und Schwestern, kommt zu diesen heiligen Zusammenkünften, um Jesum
zu finden. Er wird aufs Fest kommen. Er wird gegenwärtig sein und das für euch tun, was
ihr dringend braucht.“
Zeugnisse Band 2 – Seite 566
- 25 -

Zukünftiges Feiern der Feste

Jes 66:22 Denn gleichwie der neue Himmel und die neue Erde, die ich mache, vor
mir bestehen, spricht Jahuwah, also wird euer Same und euer Name
bestehen.
66:23 Und es wird geschehen: von Neumond zu Neumond und von Sabbath zu
Sabbath wird alles Fleisch kommen, um vor mir anzubeten, spricht
Jahuwah.
Elberfelder 1905

Auf der neuen Erde werden Neumond und Sabbath weiterhin beachtet werden!

Sach 14:3 Und Jahuwah wird ausziehen und wider jene Nationen streiten, wie an
dem Tage, da er streitet, an dem Tage der Schlacht.
14:4 Und seine Füße werden an jenem Tage auf dem Ölberge stehen, der vor
Jerusalem gegen Osten liegt; und der Ölberg wird sich in der Mitte spalten
nach Osten und nach Westen hin, zu einem sehr großen Tale, und die
Hälfte des Berges wird nach Norden und seine andere Hälfte nach Süden
weichen.
Sach 14:16 Und es wird geschehen, dass alle Übriggebliebenen von allen Nationen,
welche wider Jerusalem gekommen sind, von Jahr zu Jahr hinaufziehen
werden, um den König, Jahuwah der Heerscharen, anzubeten und das
Laubhüttenfest zu feiern.
Elberfelder 1905

Das Laubhüttenfest auf der neuen Erde nach den 1000 Jahren!

Luk 22:15 Und er sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlangt, dieses Passah mit euch
zu essen, ehe ich leide.
22:16 Denn ich sage euch, ich werde es nicht mehr essen, bis es erfüllt sein wird
im Reiche Gottes.
Schlachter 1951

Im Himmel wird Christus mit uns das Passahfest feiern! Erst dann wird es erfüllt sein…

Zeremonien des jüdischen Gesetzes prophetisch. --


„Das Evangelium Christi strahlt Herrlichkeit auf das jüdische Zeitalter. Es wirft Licht auf die
ganze jüdische Ordnung und verleiht dem Zeremonialgesetz Bedeutung. Das Heiligtum oder
der Tempel Gottes auf Erden war ein Abbild des Originals im Himmel. Alle Zeremonien des
jüdischen Gesetzes waren prophetisch und schatteten die Geheimnisse des Erlösungsplans
voraus.“
Bibelkommentar Band 6 – Seite 403

Kol 2:16 So soll euch nun niemand richten über Speise oder Trank, oder in betreff
eines Festes, oder Neumonds oder Sabbats.
2:17 Das ist der Schatten des Zukünftigen…
Textbibel
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Schwierige Bibelstellen

Galater 4,10:

Gal 4:1 Ich sage aber: Solange der Erbe unmündig ist, unterscheidet er sich in
nichts von einem Knechte, wiewohl er Herr ist von allem;
4:2 sondern er ist unter Vormündern und Verwaltern bis zu der vom Vater
festgesetzten Frist.
4:3 Also auch wir, als wir Unmündige waren, waren wir geknechtet unter die
Elemente der Welt;
4:4 Als aber die Fülle der Zeit gekommen war, sandte Gott seinen Sohn,
geboren von einem Weibe, geboren unter Gesetz,
4:5 auf dass er die, welche unter Gesetz waren, loskaufte, auf dass wir die
Sohnschaft empfingen.
4:6 Weil ihr aber Söhne seid, so hat Gott den Geist seines Sohnes in unsere
Herzen gesandt, der da ruft: Abba, Vater!
4:7 Also bist du nicht mehr Knecht, sondern Sohn; wenn aber Sohn, so auch
Erbe durch Gott.
4:8 Aber damals freilich, als ihr Gott nicht kanntet, dientet ihr denen, die von
Natur nicht Götter sind;
4:9 jetzt aber, da ihr Gott erkannt habt, vielmehr aber von Gott erkannt
worden seid, wie wendet ihr wieder um zu den schwachen und armseligen
Elementen, denen ihr wieder von neuem dienen wollt?
4:10 Ihr beobachtet Tage und Monate und Zeiten und Jahre.
4:11 Ich fürchte um euch, ob ich nicht etwa vergeblich an euch gearbeitet habe.
Luther 1912

Lassen wir einmal A. T. Jones und E. J. Waggoner zu Wort kommen:

Die heidnische Knechtschaft


In seinem Brief an die Korinther schreibt der Apostel Paulus: »Ihr wisst, dass ihr einst Heiden wart und
euch fortreißen ließt zu den stummen Götzen, so wie ihr geführt wurdet.« (1. Korinther 2,12) Genau so
stand es auch um die Galater. Ihnen schrieb er: »Damals aber, als ihr Gott nicht kanntet, dientet
ihr denen, die von Natur nicht Götter sind.« (Galater 4,8) Mit diesem Gedanken im
Hinterkopf wird man beim Lesen dieses Briefes vor einigen verbreiteten Fehlschlüssen
bewahrt. In Galatien lebten Heiden, die Götzendienst betrieben und einen schrecklichen
Aberglauben hatten. Von dieser Knechtschaft war bereits im dritten Kapitel die Rede. Dort hieß es,
dass die Galater unter dem Gesetz »verschlossen« waren (Galater 3,23).
In dieser Knechtschaft befinden sich alle unbekehrten Menschen , denn im zweiten und
dritten Kapitel des Römerbriefes heißt es: »Denn es ist kein Unterschied; denn alle haben gesündigt.«
(Römer 3,22.23) Selbst die Juden, die Gott persönlich kennen gelernt hatten, waren in derselben
Knechtschaft – der Knechtschaft der Sünde. »Jeder, der die Sünde tut, ist ein Knecht der Sünde.«
(Johannes 8,34) »Wer Sünde tut, der ist aus dem Teufel.« (1. Johannes 3,8) Was die Heiden opfern,
das opfern sie den bösen Geistern und nicht Gott (1. Korinther 10,20). Wer kein Christ ist, ist ein
Heide – eine dritte Möglichkeit gibt es nicht. Wenn ein Christ abfällt, wird er sofort zum Heiden.
Auch wir sind einmal gewandelt »nach dem Lauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten, der in der Luft
herrscht, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt.« (Epheser 2,2) »Denn auch wir
waren einst unverständig, ungehorsam, gingen in die Irre, dienten mannigfachen Lüsten und
Vergnügungen, lebten in Bosheit und Neid, verhasst und einander hassend.« (Titus 3,3) Wir dienten
also auch »denen, die von Natur nicht Götter sind«. Je hinterhältiger der Herr, desto schlimmer die
Knechtschaft. Welche Sprache vermag den ganzen Schrecken auszudrücken, der in der Knechtschaft
des Verderbens liegt?
- 27 -

Verliebt in die Knechtschaft


»Nun aber, da ihr Gott erkannt habt, ja vielmehr von Gott erkannt seid, wieso wendet ihr euch
wiederum den schwachen und armseligen Grundsätzen zu, denen ihr von neuem dienen
wollt?« (Galater 4,9) Ist es nicht merkwürdig, dass es Menschen geben soll, die ihre Fesseln lieben?
Jesus Christus hat den Gefangenen Befreiung verkündigt und Öffnung des Kerkers den Gebundenen
(Jesaja 61,1). Er sagte zu den Gefangenen »›Geht hinaus!‹ und zu denen in der Finsternis ›Kommt
hervor!‹« (Jesaja 49,9). Manche Menschen hören diese Worte, kommen heraus, erblicken das Licht
der »Sonne der Gerechtigkeit« (Maleachi 3,20) und schmecken die Wonnen der Freiheit. Doch dann
drehen sie sich um, gehen ins Gefängnis zurück und lassen sich wieder mit ihren alten Ketten fesseln.
Ja sie lieben ihre Fesseln sogar und plagen sich weiter in der Tretmühle der Sünde ab. Wer hat nicht
auch schon so etwas erlebt? Keine angenehme Vorstellung, nicht wahr? Es ist eine Tatsache, dass
Menschen soweit kommen können, dass sie die abstoßendsten Dinge lieben, sogar den Tod selbst.
Die Weisheit sagt: »Alle, die mich hassen, lieben den Tod.« (Sprüche 8,36) Der Galaterbrief führt uns
ein lebhaftes Bild vom menschlichen Handeln vor Augen.

Wenn man den heidnischen Traditionen folgt


»Ihr beachtet Tage und Monate und Zeiten und Jahre.« (Galater 4,10) Das zeugte von ihrer
Knechtschaft. »Aha«, meint da jemand sagen zu können, »sie hielten wieder den alten jüdischen
Sabbat. Vor dieser Knechtschaft will uns Paulus also warnen!« Ist es nicht eigenartig, dass der Sabbat
so furchtbar verhasst ist, obwohl der Herr ihn sowohl Juden als auch Nichtjuden, eben allen Menschen
auf dieser Erde, geschenkt hat? Dennoch stürzt man sich auf jeden Bibelvers, den man vielleicht
gegen den Sabbat benutzen könnte. Zu diesem Zweck muss man aber alle anderen Bibelverse zu
diesem Thema ausblenden. Wer den Galaterbrief mit Verstand liest, weiß, dass die Galater
keine Juden waren. Sie wurden vom Heidentum bekehrt. Deswegen folgten sie vor ihrer
Bekehrung nicht den jüdischen Traditionen. Sie hatten mit den Juden gar nichts zu tun .
Als sie sich »wiederum den schwachen und armseligen Grundsätzen« zuwandten, in
deren Knechtschaft sie gerne wieder sein wollten, kehrten sie keineswegs zu
irgendwelchen jüdischen Traditionen zurück, sondern nahmen ihre alten heidnischen
Sitten und Bräuche wieder auf. »Aber wurden sie nicht von den Juden dazu verleitet?« Ja, das
stimmt. Doch eines darf man nicht vergessen: Wenn man versucht, jemanden von Jesus Christus
abzubringen und ihm so eine Art Ersatz-Christus zu vermitteln, kann man nie wissen, wo derjenige
endet. Man kann ihm dann nicht mehr vorschreiben, wo er anhalten soll. Wenn ein bekehrter
Alkoholiker seinen Glauben an Jesus Christus verliert, kehrt er mit Sicherheit zu seiner Trunksucht
zurück, obwohl der Herr ihn von dieser Gewohnheit befreit hatte. Wenn also diese »falschen
Brüder« – die jüdischen Gegner der »Wahrheit des Evangeliums« (Galater 2,4.5), wie sie
in Jesus Christus ist, – die Galater mit Erfolg von Christus abgebracht hatten, wird es
ihnen nicht gelungen sein, sie bei den jüdischen Traditionen festzuhalten. Nein, sie
waren unaufhaltsam auf dem Weg zurück in ihren alten heidnischen Aberglauben.

Verbotene Praktiken
»Ihr beachtet Tage und Monate und Zeiten und Jahre.« (Galater 4,10) »Es soll niemand unter dir
gefunden werden, dass nicht jemand unter dir gefunden werde, der seinen Sohn oder seine Tochter
durchs Feuer gehen lasse, oder ein Weissager oder Tagewähler oder der auf Vogelgeschrei achte
oder ein Zauberer oder Beschwörer oder Wahrsager oder Zeichendeuter oder der die Toten frage.«
(5. Mose 18,10) Den Heiden, die versuchen, sich vor dem gerechten Urteil zu schützen, das bald über
sie kommen wird, sagt der Herr: »Du bist müde geworden von der Menge deiner Beratungen. So lass
sie doch herzutreten und dich retten, die den Himmel einteilen, die Sternseher, die jeden Neumond
ankündigen, was über dich kommen soll!« (Jesaja 47,13) Hier sehen wir, dass die Traditionen, denen
sich die Galater zuwandten, vom Herrn bereits verboten wurden, als er die Israeliten aus Ägypten
führte. Wer meint, dass Paulus die Galater zurechtwies, weil sie den Sabbat hielten, muss
konsequenterweise behaupten, dass die Israeliten auch nicht hätten den Sabbat halten dürfen, weil
ihnen diese Bräuche von Gott verboten worden waren. Gott gab dieses Verbot aber zusammen mit
dem Sabbatgebot. Die Galater waren so weit zurückgefallen, dass Paulus fürchtete, sein Wirken unter
ihnen könnte umsonst gewesen sein. Sie hatten sich von Gott abgewendet und kehrten zu
den »schwachen und armseligen Grundsätzen« dieser Welt zurück.
Dies sollte einem gläubigen Menschen, der schon mal mit Gott verbunden war, lieber nicht passieren.
Sie tauschten seine Herrlichkeit »gegen das, was nicht hilft« (Jeremia 2,11), denn »die Bräuche
der Heiden sind nichtig« (Jeremia 10,3).
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Wir stehen heute jedoch wie die Menschen aller Zeiten in genau derselben Gefahr. Wer an sich selbst
und an seine eigene Kräfte glaubt, betet das Werk seiner Hände an und nicht Gott. Er steht darin dem
nicht nach, der Götzen macht und sie anbetet. Dem Menschen fällt es so leicht, sich auf seine
vermeintliche Klugheit zu verlassen, auf seine Fähigkeit, »auf sich selbst aufzupassen«. Dabei
vergisst er, dass sogar die Gedanken der Weisen nichts sind und dass es keine Kraft gibt, es sei
denn, sie kommt von Gott. »Der Weise rühme sich nicht seiner Weisheit und der Starke rühme sich
nicht seiner Stärke, der Reicher rühme sich nicht seines Reichtums; sondern wer sich rühmen will, der
rühme sich dessen, dass er Einsicht hat und mich erkennt, dass ich der Herr bin, der Barmherzigkeit,
Recht und Gerechtigkeit übt auf Erden! Denn daran habe ich Wohlgefallen, spricht der Herr.« (Jeremia
9,22.23).
Ellet J. Waggoner, Glad Tidings (1900) – Galater 4,8-10 – „Deutsche Version‟

Nun mögen wir genauso gut sagen, dass als Gott diese Dinge verbot, warnte er die Israeliten davor
den Sabbat zu halten, statt zu sagen, dass Paulus die Galater für ihr Halten schimpfte… Gott verbot
diese Dinge [heidnische Praktiken] zur gleichen Zeit als er das Gebot bezüglich des Sabbat-Haltens
gab. Die Galater fielen soweit in ihre alten Wege zurück, dass Paulus fürchtete für sie vergeblich
gearbeitet zu haben. Sie verließen Gott und kehrten zurück zu den “schwachen und
dürftigen Elementen der Welt”, wovon kein ehrfürchtiger Mensch denken dürfte, dies
habe jemals irgend eine Verbindung mit Gott gehabt. Sie tauschten ihre Herrlichkeit »gegen
das, was nicht hilft« (Jeremia 2,11), denn »die Bräuche der Heiden sind nichtig « (Jeremia 10,3).
Ellet J. Waggoner, Glad Tidings (1900) – Galater 4,8-10 – „Englischer Auszug - übersetzt‟

Schwache und armselige Elemente – Galater 4:8-11


Die Galater, da sie Heiden gewesen sind , kannten Gott nicht und waren dementsprechend an die
gebunden, die von Natur aus überhaupt keine Götter sind. Ihnen wurde das Evangelium gepredigt.
Sie glaubten dem Evangelium und wurden deshalb von Knechtschaft erlöst, empfingen die Annahme
als Söhne Gottes und waren deshalb nicht länger Leibeigene oder Sklaven, sondern Söhne; und als
Söhne waren sie Erben Gottes durch Christus. Doch die Pharisäer, welche glaubten, allerdings nichts
vom wahren Glauben und der Freiheit die Christus schenkt wussten, kamen inmitten der Galater mit
ihrem verdrehten Evangelium, welches überhaupt kein Evangelium war, verwirrten und wandelten sie
vom Glauben zu den Werken; vom Geist zum Fleisch, als Mittel der Rechtfertigung und der Hoffnung
auf Erlösung. (Galater 3:1-3) Dies wird durch die ersten Worte des Textes, der Anfrage, gewiss: “Jetzt
aber, da ihr Gott erkannt habt, ja vielmehr von Gott erkannt seid, wieso wendet ihr euch wiederum den
schwachen und armseligen Grundsätzen zu, denen ihr von neuem dienen wollt?“ (Galater 4:9) Der
Apostel hat gerade angegeben, dass bevor sie Gott kannten, waren sie unter der Knechtschaft derer,
welche von Natur aus keine Götter sind, und jetzt, als sie von Gott abgewandt wurden, wandten sie
sich ERNEUT diesen Dingen zu, und WIEDERUM in diese Knechtschaft. Und diese Elemente , wie
in der letzten Lektion gesehen, unter welchen sie ehemals in Knechtschaft waren und unter welchen
sie jetzt WIEDERUM geknechtet wurden, waren “die Elemente der Welt”, und die einzigen
Elemente der Welt sind „die Fleischeslust und die Augenlust und der Hochmut des
Lebens“ (1. Johannes 2,16), die Werke des Fleisches – mit einem Wort – sind nur
Sünde. Mitten unter diesen Dingen welchen sie früher denen dienten die von Natur aus keine
Götter sind, war die Beobachtung von bestimmten Tagen, Monaten, Zeiten und Jahre, eben
diese Dinge der Heiden welche der Herr auch in alten Zeiten verurteilt hatte , wie
geschrieben steht: (5. Mose 18:9-14 zitiert) … Beim Rückfall der Galater sind einige dieser
Dinge eingetreten, denn der Text sagt: „Ihr beobachtet Tage und Monate und Zeiten und
Jahre.“ Deutlich genug, deshalb mochte Paulus schreiben: „Ich fürchte um euch, ob ich nicht etwa
vergeblich an euch gearbeitet habe.“ (Galater 4:11) Die eine große Lektion in dieser besonderen
Phase von den Erfahrungen der Galater ist, dass es keine Macht gibt, außer die der Gerechtigkeit
Gottes durch den Glauben Jesu Christi, die den Menschen vom Bösen welches naturgemäß in ihm ist
retten kann: es gibt keinen Mittelweg zwischen dem Weg des Geistes und dem Weg des Fleisches.
Jeder Mensch ist entweder in der Freiheit des Geistes und aus der Gerechtigkeit Gottes, oder
andernfalls in der Knechtschaft des Fleisches und der Sünde.

Alonzo T. Jones – Studies in Galatians – Chapter 4 [Advent Review | May 15, 1900]
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Epheser 2:15:

Eph 2:11 Darum gedenket daran, dass ihr, die ihr einst Heiden im Fleische waret
und Unbeschnittene genannt wurdet von der sogenannten Beschneidung,
die am Fleisch mit der Hand geschieht,
2:12 dass ihr zu jener Zeit außerhalb Christus waret, entfremdet von der
Bürgerschaft Israels und fremd den Bündnissen der Verheißung und keine
Hoffnung hattet und ohne Gott waret in der Welt.
2:13 Nun aber, in Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst ferne waret, nahe
gebracht worden durch das Blut Christi.
2:14 Denn er ist unser Friede, der aus beiden eins gemacht und des Zaunes
Scheidewand abgebrochen hat,
2:15 indem er in seinem Fleische die Feindschaft (das Gesetz der Gebote in
Satzungen) abtat, um so die zwei in ihm selbst zu einem neuen Menschen
zu schaffen und Frieden zu stiften,
2:16 und um die beiden in einem Leibe durch das Kreuz mit Gott zu versöhnen,
nachdem er durch dasselbe die Feindschaft getötet hatte.
Schlachter 1951

Eph 2:15 … nachdem er in seinem Fleische die Feindschaft, das Gesetz der Gebote
in Satzungen, hinweggetan hatte, auf dass er die zwei, Frieden stiftend, in
sich selbst zu einem neuen Menschen schüfe, …
Elberfelder 1905

Hat Christus in seinem Fleisch das Gesetz der Gebote in Satzungen hinweg getan?

Was sagt Christus dazu?

Mat 5:17 Ihr sollt nicht wähnen, dass ich gekommen sei, das Gesetz oder die
Propheten aufzulösen! Ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu
erfüllen.
5:18 Denn wahrlich, ich sage euch, bis daß Himmel und Erde vergangen sind,
wird nicht ein Jota noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis
alles geschehen ist.
5:19 Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und die Leute also
lehrt, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich, wer sie aber tut und
lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich.

Christus hat zum einen aus Juden und Heiden (Zweien) einen neuen Menschen
geschaffen, zum anderen hat Christus die Feindschaft des Fleisches gegen das Gesetz
Gottes besiegt!

Gal 3:28 Da ist weder Jude noch Grieche, da ist weder Knecht noch Freier, da ist
weder Mann noch Weib; denn ihr seid alle einer in Christus Jesus.

Röm 8:3 Denn was dem Gesetz unmöglich war (sintemal es durch das Fleisch
geschwächt ward), das tat Gott und sandte seinen Sohn in der Gestalt des
sündlichen Fleisches und der Sünde halben und verdammte die Sünde im
Fleisch,
8:4 auf dass die Gerechtigkeit, vom Gesetz erfordert, in uns erfüllt würde, die
wir nun nicht nach dem Fleische wandeln, sondern nach dem Geist.
Schlachter 1951
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Hebräer 7,12:

Heb 7:11 Wenn nun die Vollkommenheit durch das levitische Priestertum wäre
(denn in Verbindung mit demselben hat das Volk das Gesetz empfangen),
welches Bedürfnis war noch vorhanden, daß ein anderer Priester nach der
Ordnung Melchisedeks aufstehe, und nicht nach der Ordnung Aarons
genannt werde?
7:12 Denn wenn das Priestertum geändert wird, so findet notwendig auch eine
Änderung des Gesetzes statt.
7:13 Denn der, von welchem dies gesagt wird, gehört zu einem anderen
Stamme, aus welchem niemand des Altars gewartet hat.
7:14 Denn es ist offenbar, daß unser Herr aus Juda entsprossen ist, zu welchem
Stamme Moses nichts in Bezug auf Priester geredet hat.
Elberfelder 1905

Die hier angesprochene Gesetzesänderung ist die Änderung des Stammes, da unser
Erlöser aus dem Stamme Juda kam, nach der Thora sollte aber nur der Stamm Levi als
Priester dienen.

Kolosser 2,16.17:

Kol 2:13 Auch euch, die ihr tot waret durch die Übertretungen und den
unbeschnittenen Zustand eures Fleisches, hat er mit ihm lebendig
gemacht, da er euch alle Übertretungen vergab,
2:14 dadurch, dass er die gegen uns bestehende Schuldschrift, welche durch
Satzungen uns entgegen war, auslöschte und sie aus der Mitte tat, indem
er sie ans Kreuz heftete.
2:15 Als er so die Herrschaften und Gewalten auszog, stellte er sie öffentlich an
den Pranger und triumphierte über sie an demselben.
2:16 So soll euch nun niemand richten wegen Speise oder Trank, oder wegen
eines Festes oder Neumonds oder Sabbats,
2:17 welche Dinge doch nur ein Schatten derer sind, die kommen sollten,
wovon aber Christus das Wesen hat.
Schlachter 1951

Kol 2:13 Und er hat euch auch mit ihm lebendig gemacht, da ihr tot waret in den
Sünden und in eurem unbeschnittenen Fleisch; und hat uns geschenkt alle
Sünden
2:14 und ausgetilgt die Handschrift, so wider uns war, welche durch Satzungen
entstand und uns entgegen war, und hat sie aus dem Mittel getan und an
das Kreuz geheftet;
2:15 und hat ausgezogen die Fürstentümer und die Gewaltigen und sie
schaugetragen öffentlich und einen Triumph aus ihnen gemacht durch
sich selbst.
2:16 So lasset nun niemand euch Gewissen machen über Speise oder über
Trank oder über bestimmte Feiertage oder Neumonde oder Sabbate;
2:17 welches ist der Schatten von dem, das zukünftig war; aber der Körper
selbst ist in Christo.
Luther 1912
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Und alle Handschrift des Gesetzes, die gegen uns zeugte, auslöschte, und hat sie
weggeräumt, und an das Kreuz geheftet.
Tafelbibel

Er löschte den wider uns gerichteten Schuldschein, der mit seinen Forderungen gegen
uns lautete, nahm ihn fort und heftete ihn ans Kreuz.
Pattloch Bibel

Dadurch, dass er die gegen uns lautende Urkunde austilgte, die durch die Satzungen
wider uns war; und er hat sie aus dem Wege geräumt, indem er sie ans Kreuz heftete.
Zürcher Bibel

Was wurde ans Kreuz geheftet – das Gesetzbuch von Mose?

5. Mo 31:24 Als nun Mose die Worte dieses Gesetzes bis zu Ende in ein Buch
geschrieben hatte,
31:25 gebot er den Leviten, welche die Lade des Bundes des HERRN trugen, und
sprach:
31:26 Nehmet das Buch dieses Gesetzes und leget es an die Seite der Lade des
Bundes des HERRN, eures Gottes, damit es daselbst ein Zeuge wider dich
sei.
31:27 Denn ich kenne deinen Ungehorsam und deine Halsstarrigkeit. Siehe,
während ich noch heute unter euch lebe, seid ihr ungehorsam wider den
HERRN; wieviel mehr nach meinem Tode!
Schlachter 1951

Wieso ist das Buch des Gesetzes ein Zeuge gegen uns? Wegen unserer Sünde!

Gottes Satzungen und Gebote sind nicht gegen uns!

5. Mo 6:24 Und Jahuwah hat uns geboten, alle diese Satzungen zu tun, Jahuwah,
unseren Gott, zu fürchten, uns zum Guten alle Tage, dass er uns am Leben
erhalte, wie es an diesem Tage ist.
Elberfelder 1905

5. Mo 10:12 Und nun, Israel, was fordert Jahwe, dein Gott, von dir, als nur, Jahwe,
deinen Gott, zu fürchten, auf allen seinen Wegen zu wandeln und ihn zu
lieben, und Jahwe, deinem Gott, zu dienen mit deinem ganzen Herzen und
mit deiner ganzen Seele,
10:13 indem du die Gebote Jahwes und seine Satzungen, die ich dir heute
gebiete, beobachtest, dir zum Guten?
Elberfelder 1905

Neh 9:13 Du bist auf den Berg Sinai herabgefahren und hast mit ihnen vom Himmel
her geredet und ihnen richtige Ordnungen und wahrhaftige Gesetze und
gute Gebote und Satzungen gegeben.
Schlachter 1951
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Können mit der Handschrift, dem Schuldschein oder der Urkunde wirklich Teile
des Gesetzes gemeint sein?

Die hier bei Paulus angesprochene Schuldschrift meint die Aufzeichnung der Sünde!
Diese Handschrift war ‚gegen uns’.
Wenn wir uns bekehren, dann wird diese ‚Handschrift’ ans Kreuz geheftet…

Psa 51:1 O Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte, tilge meine Übertretungen nach
deiner großen Barmherzigkeit!

Psa 51:9 Verbirg dein Antlitz vor meinen Sünden und tilge alle meine Missetat!

Jes 43:25 Ich, ich tilge deine Übertretung um meinetwillen und gedenke deiner
Sünden nimmermehr!

Jes 44:22 Ich vertilge deine Übertretungen wie eine Wolke und deine Sünden wie
den Nebel. Kehre dich zu mir, denn ich habe dich erlöst!
Schlachter 1951

Und was ist nun mit den jährlichen Festen?

Kol 2:16 Let no man therefore judge you in meat, or in drink, or in respect of an
holyday, or of the new moon, or of the sabbath days: (zugefügt)
2:17 Which are a shadow of things to come; but the body is (zugefügt) of Christ.
King James 1769

Kol 2:16 Deshalb lass kein Mensch dich richten in Speise, oder in Trank, oder in
Achtung eines Festtags, oder des Neumondes, oder des Sabbats
2:17 welche ein Schatten der kommenden Dinge sind; aber der Leib Christi.
King James 1769 wörtlich übersetzt

Die hier angesprochenen Sabbate können keine jährlichen Sabbate sein!


Paulus macht eine Aufzählung von

 Festtag (jährliche Feste)


 Neumond (monatliches Fest)
 Sabbat (wöchentliches Fest)

Es ist die gleiche Aufzählung die wir im Alten Testament finden, welches ja die einzigen
Schriften waren, die Paulus kannte:

1Ch 23:31 Auch haben sie dem HERRN alle Brandopfer zu opfern, an den Sabbaten,
Neumonden und Festen in der vorgeschriebenen Zahl vor dem HERRN
immerdar.
- 33 -

2Ch 2:4 Siehe, ich will dem Namen des HERRN, meines Gottes, ein Haus bauen,
um es ihm zu weihen, um wohlriechendes Räucherwerk vor ihm zu
räuchern und allezeit Schaubrote zuzurüsten und Brandopfer zu opfern,
am Morgen und am Abend, an den Sabbaten und Neumonden und an den
Festen des HERRN, unseres Gottes, was um Israels willen stets geschehen
soll.

Hes 45:17 Dagegen liegt dem Fürsten ob, auf die Feste, Neumonde, Sabbate und alle
hohen Feste des Hauses Israel Brandopfer, Speisopfer und Trankopfer zu
geben. Er soll das Sündopfer, das Speisopfer, das Brandopfer und das
Dankopfer darbringen, um für das Haus Israel Sühne zu erwirken.
Schlachter 1951

Waren die Feste ein Schatten, oder sind sie es noch?

Paulus schreibt:

‚welches ist der Schatten von dem, das zukünftig war‟


Luther 1912

‚welche Dinge doch nur ein Schatten derer sind, die kommen sollten‟
Schlachter 1951

‚die ein Schatten der zukünftigen Dinge sind‟


Elberfelder 1905

Wenn die Feste am Kreuz aufgehört hätten, dann müsste Paulus die
Vergangenheitsform benutzen, da er ca. 60 n. Chr. den Kolosser-Brief schrieb:

‚welches war der Schatten von dem, das zukünftig war‟


Luther 1912

‚welche Dinge doch nur ein Schatten derer waren, die kommen sollten‟
Schlachter 1951

‚die ein Schatten der zukünftigen Dinge waren‟


Elberfelder 1905

Was will uns Paulus also hier mitteilen?

Die Kolosser waren Heidenchristen:

Kol 1:21 Und euch, die ihr einst entfremdet und feindlich gesinnt waret in den
bösen Werken, hat er aber nun versöhnt in dem Leibe seines Fleisches
durch den Tod,
1:22 um euch heilig und tadellos und unverklagbar darzustellen vor seinem
Angesicht.
- 34 -

Wenn sie Heidenchristen waren, wieso sollen sie sich dann nicht wegen FESTEN,
NEUMONDEN oder dem SABBAT richten lassen?

Woher wussten die Kolosser denn davon?

Paulus muss ihnen die Feste, Neumonde und den Sabbat selbst offenbart haben!

Die richtige Übersetzung des Verses wird nun farblich demonstriert:

Kol 2:16 Deshalb lass kein Mensch dich richten - in Speise, oder in Trank, oder in
Achtung eines Festtags, oder des Neumondes, oder des Sabbats
2:17 welche ein Schatten der kommenden Dinge sind; aber der Leib Christi.
King James 1769 wörtlich übersetzt

Kein Mensch soll uns richten, ein schlechtes Gewissen machen oder abfällig urteilen
darüber in welcher ART UND WEISE die einzelnen Feste begangen werden – nur der
Leib Christ hat dazu die Autorität! Paulus bestätigt mit diesem Vers den biblischen
Kalender im neuen Testament – während viele glauben, er spräche hier eindeutig gegen
die Feste…

Gottes Anweisung der Feste und das Werk des Gegenspielers:

1. Mo 1:14 Dann sprach Gott: "Es sollen Leuchten werden am Gewölbe des Himmels,
um zu scheiden zwischen der Nacht und dem Tag, und sie sollen als
Zeichen dienen sowohl für die FestzeitenH4150 als auch für die Tage und
Jahre!
Pattloch Bibel

Psa 104:19 Er hat den Mond gemacht für die bestimmten ZeitenH4150; die Sonne weiß
ihren Untergang.
Elberfelder 1905

3. Mo 23:1 Und Jahuwah redete zu Mose und sprach:


23:2 Rede zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Die FesteH4150 Jahuwahs,
die ihr als heilige Versammlungen ausrufen sollt, meine FesteH4150 sind
diese:
23:3 Sechs Tage soll man Arbeit tun; aber am siebten Tage ist ein Sabbath der
Ruhe, eine heilige Versammlung; keinerlei Arbeit sollt ihr tun; es ist ein
Sabbath dem Jahuwah in allen euren Wohnsitzen.
23:4 Dies sind die FesteH4150 Jahuwahs, heilige Versammlungen, die ihr
ausrufen sollt zu ihrer bestimmten ZeitH4150:
Elberfelder 1905

Dies ist Gottes Anweisung für die Feste zu ihrer bestimmten Zeit!

Sonne und Mond sollen die Festzeiten und deshalb das biblische Jahr bestimmen…

Das Jahr beginnt im Frühling – am ersten Neumond nach der Tag-und-Nacht-Gleiche


(19. – 21. März) – und nicht mitten im Winter!
- 35 -

Luzifers Streben

Jes 14:12 Wie bist du vom Himmel gefallen, du Glanzstern, Sohn der Morgenröte!
Zur Erde gefällt, Überwältiger der Nationen!
14:13 Und du, du sprachst in deinem Herzen: "Zum Himmel will ich
hinaufsteigen, hoch über die Sterne Gottes meinen Thron erheben, und
mich niedersetzen auf den Berg der VersammlungH4150 im äußersten
Norden.
14:14 Ich will hinauffahren auf Wolkenhöhen, mich gleichmachen dem
Höchsten."

H4150 = Moed: genau ein Termin (Verabredung), das ist zu einer bestimmten Zeit
oder zu Zeiten, speziell ein Fest, herkömmlich ein Jahr, logisch
geschlussfolgert eine Zusammenkunft, technisch eine Versammlung
(Gemeinde), im weiteren Sinne der Ort des Treffens; auch ein Zeichen,
(wie vorher verabredet), -
festgesetzt (Zeichen, Zeit), (Platz der Festlichkeit), Zusammenkunft,
Versammlung, Fest, Synagoge, Zeit, (verabredete)

Luzifer hat andere Anweisungen für seine Feste!

Nur die Sonne soll die Festzeiten und das Jahr bestimmen…

Er gebraucht u. a. das römische Oberhaupt um seine Pläne der Anbetung auszuführen!

Offb 16:13 Und ich sah aus dem Munde des Drachen und aus dem Munde des Tieres
und aus dem Munde des falschen Propheten drei unreine Geister
kommen, wie Frösche;
16:14 denn es sind Geister von Dämonen, die Zeichen tun, welche zu den
Königen des ganzen Erdkreises ausgehen, sie zu versammeln zu dem
Kriege [jenes] großen Tages Gottes, des Allmächtigen.
16:15 (Siehe, ich komme wie ein Dieb. Glückselig, der da wacht und seine
Kleider bewahrt, auf dass er nicht nackt wandle und man seine Schande
sehe!)
16:16 Und er versammelte sie an den Ort, der auf hebräisch Harmagedon heißt.

Das Wort Harmagedon erscheint nur einmal in der Bibel.

Harmagedon ist der letzte Kampf zwischen Satan und Gott…

Har als erstes Teil des Wortes stammt vom hebräischen Wort für BERG…

Magedon als zweites Teil des Wortes wurde auf zwei Arten gedeutet:

1.) Meggido = altertümliche Stadt


2.) Von Moed = Fest, Versammlung, Zusammenkunft
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Wir können also den letzten Kampf mit dem Versammlungsberg im Norden
vergleichen, auf den sich Luzifer setzen wollte.

Nach 3. Mose 23 kommt Gottes Volk mehrmals im Jahr zusammen um ein Fest oder
eine Versammlung mit unserem Schöpfer zu erleben.

Der erste Engel fordert auf: Fürchtet Gott und gebet ihm die Ehre, denn die Stunde
seines Gerichts ist gekommen; und betet den an, der den Himmel und die Erde und das
Meer und die Wasserquellen gemacht hat! Offb. 14,7

DEN, DER AUCH DIE SONNE UND DEN MOND GEMACHT HAT…

Es geht um die einzig wahre Anbetung unseres Schöpfers!

Benutzen wir den biblischen Kalender und die von Jahuwah eingesetzten Festzeiten –
oder folgen wir Rom, benutzen den Sonnenkalender und beachten die von Satan
eingeführten Feste wie Sonntagsfeier, Ostern, Weihnachten, Halloween etc.

„Das Licht, das wir über die dritte Engelsbotschaft haben, ist das wahre Licht. Das
Malzeichen des Tieres ist genau das, als was es verkündigt wird. Bis jetzt wird noch
nicht alles über diese Frage verstanden und wird auch nicht verstanden werden, bis die
Schriftrolle sich entrollt.“
Zeugnisse Band 8 – Seite 163

DU entscheidest…

„Jede Form des Bösen wird sich in angespannten Eifer stürzen. Böse Engel vereinen ihre
Kräfte mit bösen Menschen; und da diese bösen Engel in ständigem Kampf begriffen
sind und Erfahrungen in der besten Art und Weise der Verführung und des Kampfes
gesammelt haben und weil sie jahrhundertelang an Stärke zugenommen haben, werden
sie im letzten großen Kampf nicht ohne verzweifeltes Ringen nachgeben. Alle Welt wird
auf der einen oder auf der anderen Seite der Streitfrage stehen. Die Schlacht zu
Harmagedon wird geschlagen werden, und jener Tag sollte niemanden von uns
überraschen. Hellwach müssen wir sein, den klugen Jungfrauen gleich, mit Öl in unseren
Gefäßen und mit unseren Lampen.“
Bibelkommentar Band 7 – Seite 543

„Wir sollten uns mit der Ausgießung der siebenten Zornesschale befassen. Die Mächte
des Bösen werden den Krieg nicht kampflos aufgeben. Doch die Vorsehung hat in der
Schlacht von Harmagedon eine Rolle zu spielen. Wenn die Erde von der Herrlichkeit des
Engels von Offenbarung achtzehn erleuchtet wird, werden die religiösen Elemente, die
guten wie die bösen, aus ihrem Schlummer erwachen, und die Armeen des lebendigen
Gottes werden dann zur Schlacht antreten.“
Maranatha – Seite 257

„Alle, die sich nicht vom Geist der Wahrheit leiten lassen, werden sich unter Führung
satanischer Kräfte zusammenschließen, doch sie werden zurückgehalten werden, bis
die Zeit für die große Schlacht bei Harmagedon gekommen ist.“
Christus kommt bald – Seite 169
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Eine kleiner Vorgeschmack auf die zukünftige Erfüllung der biblischen Feste

1.) Das Passah-Fest:


Erste Erfüllung in Ägypten als der Würgeengel kam.
Zweite Erfüllung in Jerusalem als Christus gekreuzigt wurde.
Dieses Fest wird das dritte Mal während der Endzeitereignisse erfüllt werden,
wenn an denjenigen die die Türpfosten ihrer Herzen mit dem Blut Christi
bestrichen haben, die sieben Engel vorbei gehen ‚welche sieben Plagen hatten,
die letzten; denn in ihnen ist der Grimm Gottes vollendet.‟ Offb. 15,1

2.) Das Fest der ungesäuerten Brote:


Erste Erfüllung beim Auszug aus Ägypten – Befreiung von der Knechtschaft der
Sünde.
Zweite Erfüllung als Christus uns mit seinem Blut aus der Gefangenschaft des
Todes und der Sünde befreite.
Dieses Fest wird das dritte Mal während der Endzeitereignisse erfüllt werden,
wenn Christus in unserem Charakter endgültig unsere Sünden austilgen wird.
‚Denn mit einem Opfer hat er auf immerdar vollkommen gemacht, die geheiligt
werden.‟ Heb. 10,14

3.) Das Fest der Webegarbe oder Erstlingsfrucht:


Erste Erfüllung bei der Auferstehung Christi – er ist der Erstling.
Zweite Erfüllung als sich die Gräber öffneten und er die auferstandenen
Gläubigen mit sich nahm.
Dieses Fest wird das dritte Mal in den 144.000 erfüllt werden, ‚welche sind aus
den Menschen erkauft worden als Erstlinge für Gott und das Lamm‟. Offb. 14,4

Zum Abschluss ermuntere ich Dich lieber Leser bei der Wiederherstellung ALLER
Dinge mitzuarbeiten, damit unser Herr und Heiland Jahuschua endlich zurück kommen
kann!

«Zum Gesetz und zum Zeugnis!»


wenn sie nicht also sprechen,
gibt es für sie kein Morgenrot.
Jes 8:20

„In der Zeit des Endes soll


jede göttliche Verordnung
wieder eingesetzt werden.“
Propheten und Könige – Seite 477

Gottes reichen Segen im Studium des biblischen Kalenders…