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Spirituelle Kompetenz in Psychiatrie

und Psychotherapie – Hindernisse und


Erfolgsfaktoren

Eckhard Frick, Philip Ziemer, Stephan


Heres, Karl Ableidinger, Franz Pfitzer &
Arndt Büssing

Der Nervenarzt

ISSN 0028-2804

Nervenarzt
DOI 10.1007/s00115-020-00975-0

1 23
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1 23
Der Nervenarzt
Originalien

Nervenarzt Eckhard Frick1 · Philip Ziemer1 · Stephan Heres2 · Karl Ableidinger3 · Franz Pfitzer4 ·
https://doi.org/10.1007/s00115-020-00975-0 Arndt Büssing5
1
Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Klinikum rechts der Isar,
© Der/die Autor(en) 2020 Technische Universität München, München, Deutschland
2
kbo-Isar-Amper-Klinikum gGmbH, Akademisches Lehrkrankenhaus der LMU München, Haar bei
München, Deutschland
3
Landesklinikum Amstetten-Mauer, Mauer, Österreich
4
Klinik Chiemseewinkel, Seeon-Seebruck, Deutschland
5
Professur für Lebensqualität, Spiritualität und Coping, Universität Witten/Herdecke, Witten, Deutschland

Spirituelle Kompetenz in
Psychiatrie und Psychotherapie –
Hindernisse und Erfolgsfaktoren

Hintergrund wichtiges Thema in der Psychotherapie de versucht, r/sp Patientenbelange an die


halten, aber nur ca. ein Fünftel routine- Seelsorge zu delegieren.
Das DGPPN-Positionspapier zum Um- mäßig eine sp Anamnese erhebt. Eine Die aktuelle Studie erfragt erstmals
gang mit Religiosität (R) und Spiritualität solche sp Kurzanamnese ist insbeson- im deutschen Sprachraum sowohl ein-
(Sp) in Psychiatrie und Psychotherapie dere im US-amerikanischen Raum in zelne Bereiche der selbsteingeschätzten
[29] formuliert Anforderungen und vielen Bereichen etabliert [24] und wird Spiritual-Care-Kompetenz (SpCK) al-
Grenzen hinsichtlich der Einbeziehung zunehmend auch im deutschsprachi- ler psychiatrisch-psychotherapeutischen
religiös(r)-spiritueller(sp) Elemente in gen Raum praktiziert [12]. Die eigene Berufsgruppen als auch das globale
die Behandlung. Mangelnde Kenntnis- Nähe zur R korreliert positiv mit der Urteil dieser Experten bezüglich der
se und fehlende spirituelle Kompetenz Tendenz, die Kurzanamnese in die The- SpK ihrer Berufsgruppe. Mittels eines
(SpK) werden immer wieder als Hinder- rapie einzubinden. Bei ca. einem Drittel standardisierten und validierten Befra-
nisse genannt, die der Implementierung der Therapeuten besitzt R einen wich- gungsinstrumentes werden die folgenden
von Spiritual Care (SpC) im Wege stehen tigen Stellenwert innerhalb der eigenen Forschungsfragen bearbeitet:
[1–3, 20, 30]. Die Positionspapiere der Weltanschauung („personal bias“; [17]). 1. Wie schätzen Psychiater und andere
DGPPN [29] und der WPA [18] machen Freund und Kollegen [11] befrag- an der psychiatrischen Akutversor-
deutlich, dass in der aktuellen psychi- ten psychiatrische Weiterbildungser- gung beteiligte Berufsgruppen ihre
atrischen Fort- und Weiterbildung die mächtigte in Deutschland. Insgesamt Zuständigkeit bzw. Nichtzuständig-
Wissensvermittlung bezüglich R/S und bezeichneten sich 60 % der antworten- keit für SpC ein?
deren Auswirkungen auf das Erleben den Weiterbildungsermächtigten selbst
psychisch kranker Menschen zu wenig als r und/oder sp. Der Großteil der
berücksichtigt werden. Befragten misst der Integration von sp
Curlin und Kollegen [8] stellten bei Fragestellungen in die Facharztweiter- Abkürzungen
US-amerikanischen Psychiatern (Rück- bildung eine hohe Bedeutung bei. Eine K Kompetenz
laufquote 63 %) fest, dass sich diese im Signalwirkung kommt der Richtlinie des R Religion/Religiosität
Vergleich zu anderen medizinischen österreichischen Gesundheitsministeri-
Fachgruppen seltener als r bezeichnen, ums zu [15], die eindringlich vor der r Religiös
sie schilderten aber in der Behandlung Gefahr des Missbrauchs sp Methoden in SCCQ Spiritual Care Competency
von Patienten sowohl häufiger Spontan- der Psychotherapie warnt. Questionnaire
berichte als auch die eigene proaktive Ein aktueller Handbuchbeitrag [21] Sp Spiritualität
Exploration dieses Erlebnisbereiches. beklagt den psychiatrischen Nachholbe-
sp Spirituell
Eine Befragung aller erreichbaren nie- darf im Vergleich zu SpC innerhalb der
dergelassenen Psychotherapeuten im Palliativmedizin; es existiere noch im- SpC Spiritual Care
nordbayerischen Raum (n = 1081, Rück- mer kein Konsens über psychiatrische SpCK Spiritual-Care-Kompetenz
laufquote 65 %; [17]) zeigte, dass ca. SpC-Kernkompetenzen. Stattdessen wer-
zwei Drittel der Therapeuten R für ein SpK Spirituelle Kompetenz

Der Nervenarzt
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Tab. 1 Soziodemographische und berufsbezogene Daten der psychiatrisch tätigen Personen tence Questionnaire (SCCQ) verwendet
Alle Ärzte Pflegende Andere Signifikanz [13]. Dieser nutzt 26 Items und diffe-
(ANOVA/χ2) renziert 7 Dimensionen (Cronbachs α
Anzahla 647 75 391 119 – 0,73–0,86):
Alter (Jahre) 41,5 ± 11,8 45,9 ± 10,5 40,9 ± 11,9 40,8 ± 11,6 0,003 1. Wahrnehmungs-K (z. B. Bedürfnisse
Frauen (%) 73 73 69 84 0,007 der Angehörigen oder Patienten
wahrnehmen),
Berufstätigkeit (Jahre) 19,0 ± 12,4 17,1 ± 10,4 20,3 ± 12,9 15,8 ± 11,5 0,001
2. Team-Spirit (z. B. Austausch im Team
Arbeitszeit (Stunden/ 35,4 ± 9,2 39,7 ± 10,5 36,1 ± 8,3 30,4 ± 9,2 <0,0001
Woche)
über das Thema oder eigene Sp),
3. Dokumentations-K (z. B. Kenntnis
Berufliche Zufriedenheit 4,0 ± 0,8 4,1 ± 0,7 3,9 ± 0,8 4,1 ± 0,7 0,023
(1–5) von Instrumenten zur Erfassung sp
0,001 Bedürfnisse, Fähigkeit zur nachvoll-
Religionszugehörigkeit (%)
ziehbaren Dokumentation),
Katholisch 53 40 54 56
4. Selbsterfahrung und proaktive Öff-
Evangelisch 8 16 5 14
nung (z. B. Vertiefung eigener Sp,
Andere 7 8 6 7 Zuwendung zu Patienten, um deren
Keine 33 36 35 23 sp Bedürfnisse anzusprechen),
Gläubig (%) 54 62 52 56 n. s. 5. Wissen über andere Religionen (z. B.
Häufigkeit Gebet/ 2,3 ± 1,1 2,6 ± 1,1 2,2 ± 1,1 2,6 ± 1,1 <0,0001 Kenntnisse zu Besonderheiten ver-
Meditation (1–4) schiedener Religionsgemeinschaften
Kompetenzen (SCCQ) und deren Berücksichtigung),
Wahrnehmungs-K 1,9 ± 0,6 2,1 ± 0,6 1,9 ± 0,6 2,1 ± 0,6 <0,0001 6. Gesprächsführungs-K (z. B. offenes
Team-Spirit 0,8 ± 0,6 0,8 ± 0,6 0,8 ± 0,6 0,7 ± 0,5 n. s. Gespräch über existenzielle oder
Dokumentations-K 0,6 ± 0,7 0,5 ± 0,6 0,7 ± 0,7 0,5 ± 0,6 0,002 religiöse Themen führen können),
Selbsterfahrung und 1,0 ± 0,7 1,1 ± 0,7 0,9 ± 0,6 1,2 ± 0,7 <0,0001
7. proaktive Empowerment-K (z. B.
Öffnung Ermöglichung der Teilnahme an r
Wissen über andere 1,7 ± 0,7 1,6 ± 0,6 1,7 ± 0,7 1,7 ± 0,6 n. s. Feiern, geeigneter Rahmen für sp
Religionen Gespräche).
Gesprächsführungs-K 2,3 ± 0,7 2,5 ± 0,6 2,2 ± 0,7 2,4 ± 0,6 <0,0001
Empowerment-K 1,8 ± 0,6 1,9 ± 0,7 1,8 ± 0,6 1,9 ± 0,7 0,020
Umsetzungshindernisse für SpC wurden
mit 4 zusätzlichen Items erfasst (Cron-
Umsetzungshindernisse 1,2 ± 0,8 1,0 ± 0,8 1,3 ± 0,7 1,0 ± 0,7 <0,0001
a
bachs α 0,72: Ich weiß zu wenig über R/Sp,
62 Personen konnten keiner Profession zugeordnet werden
um mich kompetent einbringen zu kön-
nen; keine Zeit für r/sp Themen; kein ge-
2. Von welchen Variablen wird die Ein- Folge einmal erinnert. Alle Teilnehmen- eigneter Raum vorhanden, um geschützt
schätzung fehlender Zuständigkeiten den erklärten ihre Bereitschaft zur an- über r/sp Themen zu sprechen; empfinde
für SpC beeinflusst? onymisierten Verwendung der Daten. mich für r/sp Themen als nicht zustän-
3. Wie unterscheiden sich die Berufs- dig). Für die Zustimmung bzw. Ableh-
gruppen hinsichtlich der Gründe, die Soziodemographische und nung der entsprechenden Aussagen des
der Umsetzung von SpC im Wege berufsbezogene Daten SCCQ wurde eine 4-stufige Skalierung
stehen? Alle Probanden wurden nach ihrem Ge- gewählt (0 – stimmt nicht; 1 – stimmt
schlecht, Alter, Familienstand, Religions- kaum; 2 – stimmt eher; 3 – stimmt genau).
Studiendesign und Untersu- zugehörigkeit sowie nach Merkmalen ih-
chungsmethoden rer beruflichen Tätigkeit gefragt. Außer- Statistische Analysen
dem konnten sie sich äußern, ob sie sich
Probanden und Rekrutierung als aktiv gläubige Person bezeichnen wür- Die deskriptive, Varianz, Korrelations-
den (4-stufige Zustimmungsskala: ja, un- (Spearman ρ) und stufenweise Regressi-
Rekrutierung bedingt; ja, etwas; eher nein; nein, gar onsanalysen wurde mit dem Programm
Psychiatrisch-psychotherapeutisch Täti- nicht) oder wie häufig sie beten oder SPSS in der Version 23.0 durchgeführt.
ge im Isar-Amper-Klinikum München meditieren (regelmäßig; hin und wieder; Es wurde ein Signifikanzniveau von
(Rücklaufquote ca. 31 %), im Landeskli- eher selten; gar nicht). <0,01 gewählt. Für die Korrelationsana-
nikum Mauer (39 %) und in drei Klini- lysen wurde eine Korrelationskoeffizient
ken des Trägers Gesundheitswelt Chiem- SpC-Kompetenzen r > 0,5 als starke Korrelation angesehen,
gau (60 %) wurden persönlich kontak- r zwischen 0,3 und 0,5 als moderate
tiert. Interessierte erhielten den Frage- Zur Beurteilung der selbsteingeschätzten Korrelation, r zwischen 0,2 und 0,3 als
bogen in Papierform und wurden in der SpCK wurde der Spiritual Care Compe-

Der Nervenarzt
Zusammenfassung · Abstract

Nervenarzt https://doi.org/10.1007/s00115-020-00975-0
© Der/die Autor(en) 2020

E. Frick · P. Ziemer · S. Heres · K. Ableidinger · F. Pfitzer · A. Büssing

Spirituelle Kompetenz in Psychiatrie und Psychotherapie – Hindernisse und Erfolgsfaktoren


Zusammenfassung
Hintergrund. Ebenso wie die World Psychiatric psychiatrisch Tätige die SpK ihrer eigenen schätzung der SpK der eigenen Berufsgruppe
Association (WPA) und andere nationale Berufsgruppe ein und welche Variablen geht mit höheren Werten in den SCCQ-
psychiatrische Fachgesellschaften hat auch beeinflussen dieses Urteil? Faktoren „Selbsterfahrung und proaktive
die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie Material und Methoden. Insgesamt 391 Öffnung“, „Team-Spirit“, „Wahrnehmungs-/Do-
und Psychotherapie, Psychosomatik und psychiatrische Pflegekräfte, 75 Psychiater, 119 kumentationskompetenz“ einher.
Nervenheilkunde (DGPPN) ein Positionspapier Therapeuten verschiedener Professionen und Diskussion. Die Zuständigkeit der Ge-
zu Religiosität und Spiritualität (R/Sp) in 62 andere (n = 647) aus Krankenhäusern in sundheitsberufe für SpC in Psychiatrie und
Psychiatrie und Psychotherapie veröffentlicht, Deutschland und Österreich füllten den SpC Psychotherapie wird unter den deutsch-
in dem sie Patientenzentrierung und Competency Questionnaire (SCCQ) aus. sprachigen psychiatrischen Berufsgruppen
spirituelle Kompetenz (SpK) der psychiatri- Ergebnisse. Pflegekräfte, ältere und spirituell noch kontrovers diskutiert. Dies hängt mit
schen Berufe fordert. Es ist bekannt, dass erfahrenere Personen schätzen die SpK der mangelnder Kompetenz in diesem Feld
Kompetenzmangel das wichtigste Hindernis eigenen Berufsgruppe vergleichsweise höher zusammen.
für die Implementierung von Spiritual Care ein und meinen seltener, diesbezüglich
(SpC) in die klinische Praxis darstellt. nicht zuständig zu sein. Pflegende nennen Schlüsselwörter
Fragestellung. Ziel der vorliegenden Studie häufiger als andere Berufsgruppen das Fehlen Kompetenz · Spiritual Care · Psychiatrie ·
ist die praxisnahe Untersuchung der SpK in geeigneter Räumlichkeiten als Hindernis für Psychotherapie · Implementierung
Psychiatrie und Psychotherapie. Wie schätzen die Implementierung von SpC. Höhere Ein-

Spiritual competence in psychiatry and psychotherapy—Barriers and success factors


Abstract
Background. Just as the World Psychiatric care competency of their professional group more often than other professional groups.
Association (WPA) and other national psychi- and which variables influence this judgement. Judging the spiritual competency of one’s
atric societies, the German Association for Material and methods. A total of 391 own professional group higher is associated
Psychiatry, Psychotherapy and Psychosomatics psychiatric nursing personnel, 75 psychiatrists, with higher values in the SCCQ factors
(DGPPN) has published a position statement 119 therapists from diverse professions and self-experience and proactive opening up,
about religiosity and spirituality in psychiatry 62 others, i.e. 647 working in German and team spirit, perception and documentation
and psychotherapy, in which it demands Austrian hospitals completed the German competency.
patient orientation and spiritual competency version of the spiritual care competency Conclusion. The responsibility of healthcare
in psychiatric professions. Previous research questionnaire (SCCQ). professions for spiritual care in psychiatry
has shown that lack of competency is the Results. Nursing personnel, older and and psychotherapy is still a controversial
major barrier against implementing spiritual spiritually more experienced persons gauged issue among German-speaking psychiatric
care into clinical practice. the spiritual competency of their own professional groups. This is partially due to a
Objective. The aim of this study was to professional group comparatively higher and lack of competency in this domain.
examine spiritual care in psychiatry and judged less frequently that they have no
psychotherapy. An evaluation of how health responsibility in this field. Nursing personnel Keywords
professionals in psychiatry gauge the spiritual reported the lack of suitable rooms as a barrier Spiritual care · Competency · Psychiatry ·
against implementation of spiritual care Psychotherapy · Implementation

schwache Korrelation und r < 0,2 als kei- Bezug auf Alter und Geschlecht, Ar- Empfundene Zuständigkeit für SpC
ne oder vernachlässigbare Korrelation. beitszeit und Berufstätigkeit als auch be-
züglich der Religionszugehörigkeit und In der Gesamtgruppe stimmen 27,5 %
Ergebnisse der Häufigkeit r Praxis (. Tab. 1). Im nicht zu, eine besondere SpK zu haben,
Schnitt haben 33 % keinerlei Religions- 37,0 % stimmen kaum zu, 29,0 % stim-
Beschreibung der teilnehmenden zugehörigkeit, der Anteil der Katholiken men eher zu und 6,5 % stimmen genau
Personengruppe ist bei den Ärzten deutlich geringer und zu. Der verneinenden Aussage, dass ih-
der Anteil der Protestanten etwas höher; re Berufsgruppe nicht für SpC zuständig
Es konnten Datensätze von 647 Personen die Hälfte der untersuchten Personen sei, wurde in der Gesamtgruppe zumeist
ausgewertet werden: 12 % Ärzte, 60 % bezeichnet sich als „gläubig“. nicht zugestimmt: 37,0 % stimmten nicht
Pflegende, 18 % andere (Therapeuten, zu, 27,7 % stimmen kaum zu, 22,3 % stim-
Psychologen). Diese Berufsgruppen un- men eher zu und 13,0 % stimmen genau
terscheiden sich signifikant sowohl in zu.

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Tab. 2 Zugeschriebene SpK/Zuständigkeit in den Berufsgruppen (Zustimmungsscores 0–3) stimmung, eine besondere SpK zu haben
Meine Berufsgruppe hat Meine Berufsgruppe ist als Personen, die dies nicht oder nur sel-
besondere SpK nicht für SpC zuständig ten tun würden. Die Nichtzuständigkeit
Insgesamt MW 1,15 1,08 wird signifikant eher von den nicht bzw.
SD 0,87 1,04 wenig betenden oder meditierenden Per-
n 579 521 sonen benannt als von den „religiöseren“
Personen (. Tab. 2).
Profession
Arzt MW 0,91 0,93
SD 0,86 0,95
SpC-Kompetenzen der
Berufsgruppen
n 70 72
Pflege MW 1,17 1,12 Die selbsteingeschätzten SpCK zei-
SD 0,88 1,03 gen deutliche Ausprägungsunterschiede
n 373 324 (. Tab. 1). Die Gesprächsführungs-K
Andere MW 1,12 1,00 wird als hoch eingeschätzt (besonders
SD 0,94 1,08 von Ärzten, signifikant geringer von Pfle-
n 114 103
genden), ebenso die Wahrnehmungs-K
(signifikant geringer bei Pflegenden) und
F-Wert 2,46 1,33
Empowerment-K (mit geringen Unter-
p-Wert 0,087 n. s.
schieden zwischen den Berufsgruppen).
Altersgruppen Deutlich geringe K-Zuschreibungen fin-
<31 Jahre MW 1,02 1,13 den sich für Selbsterfahrung und Öff-
SD 0,87 1,02 nung (signifikant höher bei den anderen
n 141 120 Berufsgruppen und gering bei den Pfle-
31–40 Jahre MW 1,07 1,32 genden), Team-Spirit (ohne signifikante
SD 0,94 1,05 Unterschiede zwischen den Berufsgrup-
n 140 131 pen) und besonders gering für Do-
41–50 Jahre kumentations-K (besonders gering bei
MW 1,23 1,03
Ärzten und anderen Berufsgruppen).
SD 0,84 1,07
Signifikante geschlechtsassoziierte
n 130 118
Unterschiede lassen sich nicht finden
>50 Jahre MW 1,27 0,89 (nicht dargestellt). Mit zunehmendem
SD 0,91 0,98 Alter steigen K im Bereich Selbsterfah-
n 168 152 rung und Öffnung (F = 13,5; p < 0,0001),
F-Wert 2,76 4,39 Empowerment-K (F = 6,1; p < 0,0001)
p-Wert 0,041 0,005 und das Wissen über andere Religionen
Gebet/Meditation (F = 4,0; p = 0,008) an.
Nicht/selten MW 1,08 1,27 Die Einschätzung als gläubiger bzw.
wenig/nichtgläubiger Mensch ist mit un-
SD 0,89 1,03
terschiedlich hoch ausgeprägten SpCK
n 317 281
assoziiert: Selbsterfahrung und Öffnung
Hin und wieder/ MW 1,23 0,92 (F = 109,9; p < 0,0001) und Wahrneh-
regelmäßig SD 0,90 1,03 mungs-K (F = 13,3; p < 0,0001) sind bei
n 282 254 Gläubigen deutlich stärker ausgeprägt,
F-Wert 4,32 15,40 etwas weniger ausgeprägt auch Empow-
p-Wert 0,038 <0,0001 erment-K (F = 4,6; p = 0,033), Gesprächs-
Dargestellt ist die Ausprägung der Variablen „besondere SpK“ bzw. „Nichtzuständigkeit“ in Bezug führungs-K (F = 4,5; p = 0,034) und
auf Profession, Alterskohorten und Häufigkeit der Gebets-/Meditationspraxis Dokumentations-K (F = 4,2; p = 0,041),
während die Umsetzungshindernisse
(F = 10,3; p = 0,001) bei den Wenig-/
Es zeigte sich ein Trend für besonders hen bzw. wurde die Nichtzuständigkeit Nichtgläubigen signifikant größer waren.
geringe Zustimmung bei den Ärzten, dass verneint (. Tab. 2). Geschlechtsassoziier- Lediglich für Team-Spirit und Wissen
sie eine besondere SpK hätten (. Tab. 2). te Unterschiede ließen sich nicht finden über andere Religionen zeigen sich keine
Für beide Aussagen gab es altersasso- (nicht dargestellt). Gruppenunterschiede.
ziierte Unterschiede: Mit zunehmendem Personen, die häufiger beten oder me-
Alter wurde eine besondere SpK gese- ditieren, zeigen eine etwas höhere Zu-

Der Nervenarzt
Tab. 3 PrädiktorenderempfundenenbesonderenSpK bzw.derNichtzuständigkeit (schrittweise Diskussion
Regressionsanalysen)
R2 Beta T p Die in der Einleitung formulierten For-
Abhängige Variable: Item 57 (besondere SpK)a schungsfragen können wir folgenderma-
F = 37,3; p < 0,0001 ßen beantworten:
Modell 4 (Konstante) – – 1,319 0,188 1. Eine besondere Zuständigkeit für
Selbsterfahrung und 0,13 0,234 5,399 <0,0001 SpC wird eher nicht gesehen (etwas
Öffnung weniger von Ärzten), aber eben auch
Team-Spirit 0,18 0,169 4,090 <0,0001 nicht eine besondere Nichtzuständig-
Dokumentations-K 0,20 0,121 2,916 0,004 keit. Hier drückt sich eine deutliche
Wahrnehmungs-K 0,21 0,118 2,605 0,009 Zurückhaltung und Unsicherheit
b zur eigenen Positionierung aus. Eine
Abhängige Variable: Item 59 (Nichtzuständigkeit)
F = 98,0; p < 0,0001 „professionelle Neutralität“ ist auch
Modell 2 (Konstante) – – 6,721 <0,0001 bei US-amerikanischen Allgemein-
medizinern belegbar [7].
Umsetzungshindernisse 0,24 0,375 8,675 <0,0001
2. Für die Einschätzung einer besonde-
Selbsterfahrung und 0,28 –0,235 –5,443 <0,0001
Öffnung
ren SpK der eigenen Berufsgruppe
sind Selbsterfahrung und proaktive
Dargestellt ist die hierarchische Bedeutsamkeit der eingeschlossenen Einflussvariablen auf die Aus-
prägung der abhängigen Variablen „besondere SpK“ bzw. „Nichtzuständigkeit“ Öffnung der beste Prädiktor, während
a
Nichtsignifikant im Modell: Alterskohorte, Häufigkeit Gebet/Meditation, Empowerment-K, Umset- die Nichtzuständigkeit besonders mit
zungshindernisse Umsetzungshemmnisses begründet
b
Nichtsignifikant im Modell: Alterskohorte, Häufigkeit Gebet/Meditation, Empowerment-K, Wahr- wird, also eine eher abwehrende
nehmungs-K, Team-Spirit, Dokumentations-K Haltung den r/sp Themen gegenüber.
Hier spielt also die eigene (ablehnen-
Empfundene Zuständigkeit für SpC Regressionsmodelle waren die Altersko- de) Grundhaltung eine bedeutende
und Einflussvariablen horte oder die Häufigkeit von Gebet/ Rolle.
Meditation von signifikanter Bedeutung. 3. Für die Einschätzung einer besonde-
Wie hängt die empfundene Zuständig- ren SpK der eigenen Berufsgruppe ist
keit bzw. Nichtzuständigkeit mit den Umsetzungshindernisse für SpC Selbsterfahrung/proaktive Öffnung
SpCK und berufsbezogenen Variablen der beste Prädiktor, während die
zusammen? In Korrelationsanalysen Nach Hinderungsgründen gefragt, stim- Nichtzuständigkeit besonders mit
ergibt sich kein signifikanter Zusam- men die meisten Befragten eher wenig zu Umsetzungshemmnissen begründet
menhang mit Berufsjahren, Arbeitszeit (. Tab. 4), was für Professionalität und wird, also eine eher abwehrende
oder beruflicher Zufriedenheit (r < 0,12). Offenheit angesichts eines ungewohnten Haltung den r/sp Themen gegen-
Die selbsteingeschätzte „besondere SpK“ Themenbereiches spricht. Das Thema zu über widerspiegelt. Hier spielt also
der Berufsgruppe ist moderat asso- wechseln, wenn Patienten auf r Themen die eigene (ablehnende) Grundhal-
ziiert mit Wahrnehmungs-K, Team- zu sprechen kommen, findet keinerlei tung eine bedeutende Rolle. Die
Spirit und Selbsterfahrung und Öffnung Zustimmung. Mangelnde Zeit, um sp einzelnen SpCK sind unterschied-
(r > 0,30, p < 0,0001); die Nichtzustän- Themen mit Patienten anzusprechen, lich stark ausgeprägt und zeigen
digkeit hat einen moderaten Zusam- findet eine gewisse Zustimmung, ebenso signifikante Unterschiede zwischen
menhang mit Umsetzungshindernissen der Wunsch, mehr Zeit zu haben, um den in der Psychiatrie beschäftigen
(r = 0,49; p < 0,0001) sowie moderat in- mit Patienten über deren sp Bedürfnisse Berufsgruppen. Innerhalb der SpCK
vers mit Selbsterfahrung und Öffnung zu sprechen. Keine geeigneten Räum- sind insbesondere Selbsterfahrung/
(r = –0,412, p < 0,0001). lichkeiten als Hinderungsgrund wurden Öffnung und Wahrnehmungs-K bei
Die Bedeutsamkeit dieser assoziierten signifikant eher von Pflegenden angege- Gläubigen deutlich stärker ausge-
Variablen wird mithilfe einer Regressi- ben. Ein zu geringes Wissen oder keine prägt, während Hemmnisse eher bei
onsanalyse ausgewertet (. Tab. 3). Für Zuständigkeit für den Themenbereich den Wenig-/Nichtgläubigen zu fin-
die besondere SpK sind 4 SpCK als Prä- hatte eher eine Bedeutung. Die fehlende den waren. Hinsichtlich der Gründe,
diktoren bedeutsam (21 % Varianzerklä- Zuständigkeit wurde signifikant häu- die der Umsetzung von SpC im Wege
rung), wobei Selbsterfahrung/Öffnung figer von den Pflegenden bejaht. Die stehen, unterscheiden sich die Be-
alleine bereits 13 % der Varianz erklärt. abwehrende Aussage, nicht alles lösen rufsgruppen kaum. Die Pflegenden
Für die Nichtzuständigkeit sind Umset- zu können, spielt keine große Bedeutung geben signifikant häufiger an, es sei
zungshindernisse und Selbsterfahrung/ im Kollektiv, fand aber signifikant eher „kein geeigneter Raum vorhanden“,
Öffnung signifikante Prädiktoren, die bei den Ärzten Zustimmung. die Ärzte, sie könnten „nicht alles
28 % der Varianz erklären (Umsetzungs- lösen“.
hindernisse bereits 24 %). In keinem der

Der Nervenarzt
Originalien

Tab. 4 Umsetzungshindernisse: Was steht der Thematisierung sp Themen im Wege?


Scores 0–3 Unange- Wechsle Thema, Habe kei- Hätte gerne mehr Zeit, Kein ge- Weiß Nicht Kann
nehm, über wenn Patient ne Zeit, r/sp um mit Patienten über eigneter zu zu- nicht
sp Themen auf r Themen zu Themen an- deren sp Bedürfnisse Raum vor- wenig stän- alles
zu reden sprechen kommt zusprechen zu sprechen handen dig lösen
Insgesamt MW 0,65 0,01 1,17 1,31 1,16 1,20 1,21 0,22
(n = 584) SD 0,85 0,13 1,05 0,96 1,10 0,96 1,03 0,74
Ärzte MW 0,53 0,00 1,16 1,38 0,88 1,01 0,96 0,69
(n = 75) SD 0,89 0,00 1,09 1,02 0,94 0,94 0,94 1,15
Pflegende MW 0,68 0,01 1,21 1,29 1,29 1,27 1,32 0,06
(n = 381) SD 0,86 0,14 1,04 0,97 1,12 0,95 1,04 0,40
Andere MW 0,62 0,02 1,04 1,35 0,90 1,10 1,00 0,45
(n = 118) SD 0,80 0,13 1,04 0,89 1,04 1,00 1,03 1,04
F-Wert 1,04 0,39 1,16 0,40 8,66 2,92 6,68 33,79
p-Wert n. s. n. s. n. s. n. s. <0,0001 0,055 0,001 <0,0001
Dargestellt ist der Einfluss der Profession auf die Ausprägung der Umsetzungshindernisse

Die meisten Autoren stimmen darin umfasst Wahrnehmung-, Gesprächsfüh- Wahnbildungen u. a. Krankheitssympto-
überein, dass SpC die Seelsorge nicht rungs- und Dokumentations-K [13], kli- me andererseits zu unterscheiden und
ersetzen, dass aber die dementsprechen- nisch gesprochen: die Fähigkeit zur Erhe- differenziert beantworten zu können
de Sensibilisierung und Kompetenz- bung einer proaktiven sp Anamnese [29], [9]. Wenn z. B. das Verstummen r/sp
vertiefung der Gesundheitsberufe die die im deutschen Sprachraum noch zu- Äußerungen zum Erfolgskriterium für
Zusammenarbeit mit der Seelsorge er- rückhaltend praktiziert wird [17]. Hinge- die antipsychotische Medikation wird,
leichtern kann [22, 23]. Im Unterschied gen erklärten 93 % der von Curlin et al. [8] verschließt sich ein unter Coping-Ge-
zum sehr restriktiven österreichischen befragten US-amerikanischen Psychiater sichtspunkten wichtiger Zugang zum
Positionspapier [15] sieht das DGPPN- (vs. 53 % in anderen Facharztgruppen), es Patienten [10]. Dazu bedarf es einer
Positionspapier [29] einen größeren sei angemessen, R/Sp aktiv in der Anam- Verbesserung der Ausbildung [27, 28],
Spielraum vor, um die positiven, re- nese zu explorieren. Eine polnische Stu- der Weiterbildung [11, 28] und der
silienzfördernden Möglichkeiten der die [4] begründet die Zurückhaltung ge- Fortbildung [20, 25, 28, 31].
Einbeziehung von R/Sp zu gewährleis- genüber der proaktiven sp Anamnese mit
ten, ohne zu versäumen, auf mögliche dem ethischen Argument des Patienten- Limitationen
Gefahren hinzuweisen. Ebenso wie das schutzes vor Grenzverletzungen und mit
DGPPN-Positionspapier [29] versteht dem Mangel an diesbezüglichem Trai- Das Thema eines „personal Bias“ spiel-
die Mehrheit der Literatur Sp als den im ning. te in unserer Studie eine ebenso große
Vergleich zu R umfassenderen Begriff. Der häufig diskutierte r/sp „gap“ zwi- Rolle wie in früheren Untersuchungen.
Eine pflegewissenschaftliche Konzept- schen psychiatrischen Patienten und Mit einer Selbstselektion ist schon bei
analyse [5] subsummiert Sp als das ihren Behandlern [6, 19] oder auch der der Entscheidung zur (Nicht-)Teilnah-
wertebasierte Denken der Patienten, ih- weltanschaulichen „Kultur“ von Klini- me zu rechnen. Dieser Selektionseffekt
re Fähigkeit zur Interaktion mit anderen, ken [11] wird dadurch vertieft, dass geht allerdings auch mit einem Sensibili-
ihre Suche nach Lebenssinn und Verbun- deutschsprachige Fachpersonen ihre sierungseffekt einher: Das Bewusstwer-
denheit („connectedness“) mit anderen SpK oft überschätzen und einschlägige den der eigenen r/sp Orientierung för-
Menschen und mit dem transzenden- Weiter- und Fortbildungsangebote noch dert das Einnehmen einer professionel-
ten Heiligen. Psychiatrisches SpC könne immer dünn gesät sind [14]. Weder len Haltung zu den r/sp Patientenbedürf-
tröstliche Effekte haben und das Coping eine undifferenzierte Pathologisierung nissen [10]. Es erleichtert dem Umgang
der Patienten fördern. Eine aktuelle psy- des r/sp Patientenerlebens noch die nai- mit sich wandelnden Definitionen von
chotherapeutische Studie [32] belegt die ve Idealisierung jedweder Sp sind in R/Sp: Während früherjegliche Spim Kon-
Zusammenhänge zwischen R/Sp einer- therapeutischer Hinsicht hilfreich [9]. text von R gesehen oder gar beide Terme
seits und der Suche nach dem Lebenssinn Vielmehr setzt sich die Haltung durch, gleichgesetzt wurden, wird nun zuneh-
und fordert, dass Psychotherapeuten ih- dass SpK zum kultursensiblen Umgehen mend akzeptiert, dass es sp Bedürfnisse
ren Patienten die Exploration von R/Sp mit Diversität gehört, das von den psychi- und Orientierungen auch außerhalb in-
ermöglichen, gleichzeitig jedoch ihre atrischen Berufen zu fordern ist [16, 26]. stitutionalisierter R geben kann. Die da-
professionellen Grenzen wahren sollten. Psychiatrisch Tätige brauchen SpK und mit gegebene begriffliche Unschärfe ist
SpCK im Sinne der in der vorliegenden psychopathologisches Urteilsvermögen, Vor- und Nachteil zugleich: Frühere Mo-
Studie gemessenen Selbsteinschätzungen um r/sp Bedürfnisse einerseits, religiöse delle wie die Gemeinschaftsspiritualität

Der Nervenarzt
r gebundener Krankenschwestern oder Befragung Beteiligten liegt eine schriftliche Einver- users: a qualitative study. J Psychiatr Ment Health
ständniserklärung vor. Die Studie wurde von der Ethik- Nurs 27:162–171
die Gleichsetzung von wissenschaftlicher kommission der TU München genehmigt (171/18 S). 11. Freund H, Böhringer S, Utsch M et al (2018) Religio-
und atheistischer Haltung weichen we- sitätundSpiritualitätinderFacharztweiterbildung.
niger globalen und damit stärker perso- Open Access. Dieser Artikel wird unter der Creative Eine Umfrage bei den Weiterbildungsermächtig-
Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz ten für Psychiatrie und Psychotherapie. Nervenarzt
nenbezogenen Zugangsweisen. veröffentlicht, welche die Nutzung, Vervielfältigung, 89:539–545
Bearbeitung, Verbreitung und Wiedergabe in jegli- 12. Frick E (2019) Spirituelle Anamnese. In: Roser T
chem Medium und Format erlaubt, sofern Sie den/die (Hrsg) Handbuch der Krankenhausseelsorge.
Fazit für die Praxis ursprünglichen Autor(en) und die Quelle ordnungsge- Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, S 291–300
mäß nennen, einen Link zur Creative Commons Lizenz 13. Frick E, Theiss M, Rodrigues Recchia D et al (2019)
4 SpK wird im Sinne der Patienten- beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenom- Validierung einer deutschsprachigen Skala zur
zentrierung gefordert (Matching men wurden. Messung der Spiritual Care Kompetenz. Spirit Care
8:193–207
zwischen sp Bedürfnissen psychisch Die in diesem Artikel enthaltenen Bilder und sonstiges 14. Hofmann L, Walach H (2011) Spirituality and reli-
Kranker und der diesbezüglichen Drittmaterial unterliegen ebenfalls der genannten giosityinpsychotherapy—arepresentativesurvey
Sensibilisierung der Behandler). Creative Commons Lizenz, sofern sich aus der Abbil- among German psychotherapists. Psychother Res
dungslegende nichts anderes ergibt. Sofern das be- 21:179–192
4 Mithilfe des SCCQ können Maßnah- treffende Material nicht unter der genannten Creative 15. Jansky-Denk G, Sagl M, Weiss S (2014) Richtlinie für
men der Aus-, Fort- und Weiterbil- Commons Lizenz steht und die betreffende Handlung Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten
dung personen- und gruppenbezo- nicht nach gesetzlichen Vorschriften erlaubt ist, ist für zur Frage der Abgrenzung der Psychotherapie von
die oben aufgeführten Weiterverwendungen des Ma- esoterischen, spirituellen und religiösen Metho-
gen konzipiert und evaluiert werden. terials die Einwilligung des jeweiligen Rechteinhabers den des Bundesministeriums für Gesundheit auf
4 Verbesserung der SpK in der Psy- einzuholen. Grundlage eines Gutachtens des Psychotherapie-
chiatrie kann durch Überarbeitung beirates vom 17. Juni 2014. In: Österreichisches
Weitere Details zur Lizenz entnehmen Sie bitte der Bundesministerium für Arbeit S, Gesundheit und
und Ergänzung von Lerninhalten und Lizenzinformation auf http://creativecommons.org/ Konsumentenschutz (BMASGK) (ed), Wien
-zielen sowie durch Organisations- licenses/by/4.0/deed.de. 16. Jimenez RR, Thal W (2020) Culturally competent
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Der Nervenarzt
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Der Nervenarzt