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WA F F E N S Y S T E M E U N D G R O S S G E R Ä T

WA F F E N S Y S T E M E U N D G R O S S G E R Ä T

I N H A LT
I N H A LT

DAS HEER 4
Kettenfahrzeuge 6
Radfahrzeuge 30
Luftfahrzeuge 40
Sonstiges Gerät 44

DIE LUFTWAFFE 50
Kampfflugzeuge 52
Trainingsflugzeuge 56
Flugabwehrraketensysteme 58
Transport­ und
Verbindungsflugzeuge 60
Hubschrauber 64

DIE MARINE 68
Einsatzflottille 1 70
Einsatzflottille 2 84
Marineflieger 90
Segelschulschiff 96
Ölauffangschiff 98

DER SANITÄTSDIENST 100


Modulare Sanitätseinrichtungen 102
Fahrzeuge 104
Fliegende Sanitätseinrichtungen 112

DIE STREITKRÄFTEBASIS 118


Logistik 120
Kampfmittelbeseitigung 124
Nachrichtengewinnung und
Aufklärung 126
Operative Information 132
Führungsunterstützung
für Einsätze 140
Feldjägerwesen 146
Handwaffen 150

IMPRESSUM 156

INHALT 3
Die Waffensysteme des Heeres werden meist mit Tiernamen benannt und je nach
Fahrwerk in Ketten­ und Radfahrzeuge unterteilt. Des Weiteren gibt es eine
Unterteilung in Wasser­ und Luftfahrzeuge sowie sonstiges Gerät. Die Fahrzeuge
und sonstiges Gerät des Heeres reichen von Mörsern, Drohnen und Motorbooten
über Hubschrauber bis hin zu Panzerhaubitzen und Kampfpanzern.

DAS HEER

4 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


DAS HEER 5

Neben den Soldaten der Panzertruppe stehen auch der Artillerie, der Flugabwehr, den
Pionieren und den Grenadieren Kettenfahrzeuge für schwieriges Gelände zur Verfügung.
Das „Flaggschiff“ des Heeres ist sicherlich der Kampfpanzer LEOPARD2. Darüber hinaus
verfügt die Teilstreitkraft auch über eine umfassende Palette anderer Kettenfahrzeuge.

KAMPFPANZER

K E T T E N FA H R Z E U G E

Der Kampfpanzer LEOPARD 2 A6.

6 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


LEOPARD 2
Der Kampfpanzer (KPz) LEOPARD ist der Die Kombination aus Feuerkraft, Schutz
Standardpanzer der Panzertruppe. Er wird und Beweglichkeit ergibt ein hohes
zur Bekämpfung von gepanzerten und Durchsetzungsvermögen in nahezu allen
ungepanzerten Zielen mit der 120 Milli­ Einsatzszenarien und Gefechtsarten bei
meter Kanone sowie zur Bekämpfung Tag und Nacht. Außer Deutschland setzen
von Erd­ und Luftzielen mit Maschinen­ auch andere Nationen – die sogenannten
gewehren eingesetzt. Die neueste Ausfüh­ LEOPARD­Benutzerstaaten – diesen
rung ist der Kampfpanzer LEOPARD 2 A6. Kampfpanzer ein.

LEOPARD 2 A6 LEOPARD 2 A5 / 2 A6M


Besatzung 4 Soldatinnen/Soldaten Besatzung 4 Soldatinnen/Soldaten
Gewicht 60,3 t Gewicht 59,9 / 62,5 t
Militärische Lastenklasse 70 t Militärische Lastenklasse 70 t
Länge 10,97 m Länge 9,67 / 10,97 m
Breite 3,76 m Breite 3,76 m
Höhe 3,03 m Höhe 3,03 m
Motorleistung 1.100 kW (1.500 PS) Motorleistung 1.100 kW (1.500 PS)
Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 1.160 l Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 1.160 l
Fahrbereich Straße / Gelände 280 km Fahrbereich Straße / Gelände 280 km
Verbrauch 414 l / 100 km Verbrauch 414 l / 100 km
Höchstgeschwindigkeit 68 km/h Höchstgeschwindigkeit 68 km/h
Bewaffnung Bordkanone Kaliber 120 mm, Bewaffnung Bordkanone 120 mm,
Bordmaschinengewehr Kaliber 7,62 mm, Bordmaschinengewehr Kaliber 7,62 mm,
Flugabwehrmaschinengewehr Kaliber 7,62 mm Flugabwehrmaschinengewehr Kaliber 7,62 mm
Kampfentfernung Schussweite 2.500 m Kampfentfernung Schussweite 2.500 m
Kampfbeladung 44 Schuss Kampfbeladung 44 / 37 Schuss
Waten 1,20 m Waten 1,20 m
Tiefwaten 2,25 m Tiefwaten 2,25 m
Unterwasserfahren 4,00 m Unterwasserfahren 4,00 m
ABC­Schutz ja ABC­Schutz ja
Spezialgerät / Ausstattung
LEOPARD 2 A5 wie LEOPARD 2 A6 mit
kürzerer Kanone
LEOPARD 2 A6M wie LEOPARD 2 A6 mit
verbessertem Minenschutz

DAS HEER 7
SCHÜTZENPANZER

8 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


MARDER
Der Schützenpanzer (SPz) MARDER 1 A3 ist
das Kettenfahrzeug der Panzergrenadiere.
Ausgestattet mit zusätzlichen Komponen­
ten lässt er sich als Beobachterfahrzeug
nutzen. Dazu wurden ein weiteres Funk­
gerät SEM 90, ein GPS­Empfänger, modi­
fizierte Antennen, eine Halterung für das
Zielortungsgerät TZG 90 sowie ein Feld­
rechner MRT 86 eingerüstet.

Damit ist ein Beobachtereinsatz sowohl


abgesessen, als auch direkt vom Fahrzeug
aus möglich. Der Einsatz ist jedoch nur bei
stehendem Fahrzeug möglich.

Die Übertragung der mit Hilfe des TZG 90


ermittelten Zieldaten erfolgt mittels
MRT 86 und SEM 90 per Datenfunk an
das Führungs­ und Waffen­Einsatzsystem
(FüWES) ADLER (Artillerie­, Daten­, Lage­ Besatzung 9 Soldatinnen/Soldaten
und Einsatz­Rechnerverbund). Der Schüt­ Gefechtsgewicht 38,5 t
zenpanzer MARDER ist ein gepanzertes Militärische Lastenklasse 40 t
Vollkettenfahrzeug mit einer Besatzung Länge 6,88 m
von bis zu neun Soldatinnen bzw. Soldaten. Breite 3,38 m
Höhe 3,23 m
Motorleistung 441 kW (600 PS)
Betriebsvorrat 650 l
Fahrbereich Straße 460 km
Verbrauch Straße / Gelände 130 l bis 400 l / 100 km
Höchstgeschwindigkeit 65 km/h
Bewaffnung Maschinenkanone 20 mm,
Maschinengewehr 7,62 mm,
Panzerabwehrwaffe MILAN (Missile d’Infanterie
Léger ANtichar)
Kampfbeladung 1.250 Schuss
ABC­Schutz ja
Spezialgerät / Ausstattung Wärmebildgerät,
Winkelspiegel, Richtanlage elektro­hydraulisch

DAS HEER 9
WAFFENTRÄGER

Der Flugabwehrraketenwaffenträger auf dem Fahrgestell WIESEL 2.

10 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


WIESEL
Der Waffenträger (WaTrg) WIESEL ist ein
luftransportfähiges, leichtgepanzertes
Vollkettenfahrzeug mit Frontantrieb. Seine
Panzerung bietet der Besatzung Schutz
gegen Infanteriewaffen und Splitter von
Artilleriemunition.

Die Bewaffnung des WaTrg TOW besteht


aus der Panzerabwehrwaffe TOW 2. Der
WaTrg MK ist mit der Maschinenkanone
20 Millimeter ausgerüstet, die mittels
Lafette über Drehkranzlager auf dem
Wannendach gelagert ist. Für den Einsatz
bei Nacht ist die Waffenanlage mit einer
wärmebildgestützten Beobachtungs­ und
Zieleinrichtung mit Laserentfernungsmesser
ausgerüstet.

WIESEL 1 TOW WIESEL 1 A3 MK


Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten
Gewicht 2,865 t Gewicht 2,921 t
Motorleistung 64 kW (87 PS) Motorleistung 64 kW (87 PS)
Länge 3,27 m Länge 3,55 m
Breite 1,82 m Breite 1,82 m
Höhe 1,87 m Höhe 1,79 m
Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 80 l Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 80 l
Fahrbereich Straße 286 km, Gelände 200 km Fahrbereich Straße 286 km, Gelände 200 km
Verbrauch Straße / Gelände 28 l bis 40 l / 100 km Verbrauch Straße / Gelände 28 l bis 40 l / 100 km
Höchstgeschwindigkeit vorwärts 80 km/h, Höchstgeschwindigkeit vorwärts 80 km/h,
rückwärts 40 km/h rückwärts 40 km/h
Bewaffnung Bordmaschinengewehr Kaliber 7,62 mm, Bewaffnung Bordmaschinenkanone 20 mm
Flugabwehrmaschinengewehr Kaliber 7,62 mm, Kampfentfernung Schussweite 1.100 m
Lenkflugkörpersystem 1 A2 TOW Kampfbeladung 100 HE­ / 60 AP­Schuss
Kampfentfernung Schussweite 3.750 m ABC­Schutz nein, persönliche Schutzausrüstung
Kampfbeladung 7 Leuchtflugkörper /
Maschinengewehr­Monition 360 Schuss
ABC­Schutz nein, persönliche Schutzausrüstung

DAS HEER 11
FLUGABWEHRKANONENPANZER

12 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


GEPARD 1 A2
Der GEPARD 1 A2 ist ein gepanzertes, all­
wetterfähiges Kanonenwaffensystem auf
dem modifizierten Fahrgestell des Kampf­
panzers LEOPARD 1.

Die Besatzung besteht aus einem Komman­


danten, einem Richtschützenkanonier und
einem Fahrer. Der Flugabwehrkanonenpanzer
bekämpft Flugziele in niedrigen und mittleren
Höhen bis zu einer Entfernung von knapp
5.000 Metern. Der GEPARD hat eine hohe
Reaktionsfähigkeit bei der Bekämpfung über­
raschend auftauchender Luftfahrzeuge und
kann Hubschrauber auch in Baumwipfelhöhe
wirksam bekämpfen. In Ausnahmefällen
können auch leicht gepanzerte Bodenziele
bis zu einer Entfernung von 1.500 Metern
bekämpft werden.

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten
Gefechtsgewicht 46 t
Militärische Lastenklasse 52 t
Länge ohne Packsack 7,29 m
Breite über Endverbinder 3,28 m
Höhe mit Kiste auf Turm 3,20 m
Motor Mehrstoff
Motorleistung 611 kW (830 PS)
Betriebsvorrat 985 l
Fahrbereich 420 km
Verbrauch Straße / Gelände 50 bis 250 l / 100 km
Höchstgeschwindigkeit 62 km/h
Bewaffnung Zwillingskanone, Kaliber 2 x 35 mm
Kampfentfernung Schussweite 5.000 m
Kampfbeladung Flugziel 640 Schuss, Erdziel 40 Schuss
Erfassungsbereich Radarbereich 16 km
Waten 0,75 m
Tiefwaten 2,25 m
ABC­Schutz ja

DAS HEER 13
LEICHTES FLUGABWEHRSYSTEM

OZELOT
Das Leichte Flugabwehrsystem (LeFlaSys)
dient dem Schutz leichter, insbesondere
luftbeweglicher Truppen, ihrer Einrich­
tungen und für ihre Operationsführung
wichtige Anlagen. Der OZELOT ist so kon­
zipiert, dass er unter extremen klimati­
schen Bedingungen und in jedem Gelände
reaktionsschnell einen überraschend auf­
tretenden Luftfeind auf kurze und mittlere
Kampfentfernung bekämpfen kann. Er ist
außerdem in der Lage, den Bewegungen
der zu schützenden Truppe zu folgen.

Leichtes Flugabwehrsystem OZELOT


auf Basis WIESEL
Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten
Gewicht 4,5 t
Militärische Lastenklasse 5 t
Länge 4,50 m
Breite 2,29 m
Höhe 1,90 / 2,55 m
Motorleistung 81 kW (110 PS)
Betriebsvorrat 120 l
Fahrbereich 400 km
Verbrauch 30 l / 100 km
Höchstgeschwindigkeit 70 km/h
Bewaffnung Stinger, Maschinengewehr
Kaliber 7,62 mm
Kampfbeladung 8 Schuss
Höchstschussweite 6.000 m
Waten 0,50 m

14 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


Systemanteile Aufklärungs­ / Systemanteile Batterieführungs­ /
Führungsfahrzeug (AFF) Unterstützungszellenfahrzeug (BF / UF)
auf Basis WIESEL 2 auf Basis WIESEL 2
Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten
Gewicht 4,5 t Gewicht 4,1 t
Militärische Lastenklasse 5 t Militärische Lastenklasse 5 t
Länge 4,20 m Länge 4,20 m
Breite 2,29 m Breite 2,29 m
Höhe 1,90 / 2,83 m Höhe 1,90 m
Motorleistung 81 kW (110 PS) Motorleistung 81 kW (110 PS)
Betriebsvorrat 120 l Betriebsvorrat 20 l
Fahrbereich 400 km Fahrbereich 400 km
Verbrauch 30 l / 100 km Verbrauch 30 l / 100 km
Höchstgeschwindigkeit 70 km/h Höchstgeschwindigkeit 70 km/h
Bewaffnung Maschinengewehr Kaliber 7,62 mm Bewaffnung Maschinengewehr Kaliber 7,62 mm
Waten 0,50 m Waten 0,50 m
Erfassungsbereich Radarbereich 20 km

DAS HEER 15
PANZERHAUBITZE

Panzerhaubitze 2000
Die Panzerhaubitze (PzH) 2000 ist das
Standardgeschütz der Rohrartillerie des
deutschen Heeres. Ihre große Reichweite,
hohe Kadenz und Mobilität macht die
PzH 2000 zu einem der wirksamsten
Rohrartilleriesysteme der Welt.

Die 155 Millimeter­Kanone mit 52 Kali­


berlängen ist in Verbindung mit dem
automatisierten Munitionsfluss in der
Lage, Spreng­, Splitter­, Nebel­ sowie Such­
zündermunition auf große Entfernungen
zu verschießen.

Die PzH 2000 wird international in den


Niederlanden, Griechenland und Italien
genutzt und nach einer einjährigen
Vorbereitungsphase ab 2010 über die Besatzung 5 Soldatinnen/Soldaten
NAMSA (NATO Maintenance and Supply Gefechtsgewicht 57 t
Agency) in Capellen, Luxemburg, logistisch Militärische Lastenklasse 60
unterstützt. Umfangreiches Ausbildungs­ Länge 7,91 / 11,70 m
gerät wurde entwickelt und bereitgestellt, Breite 3,54 m
um die Betriebskosten des Systems zu Höhe 3,46 m
reduzieren. Motor Diesel
Motorleistung 736 kW (1.000 PS)
Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 1.000 l
Fahrbereich 420 km
Verbrauch 238 l / 100 km
Höchstgeschwindigkeit 60 km/h
Bewaffnung Kanone 52 Kaliberlängen Kaliber
155 mm, Maschinengewehr Kaliber 7,62 mm
Kampfentfernung Schussweite 30 km, Schuss­
weite mit reichweitengesteigerter Munition 40 km
Kampfbeladung 60 Schuss
Feuergeschwindigkeit 3 Schuss pro 10 sek,
10 Schuss pro 60 sek, 20 Schuss pro 180 sek
Waten nach Vorbereitung 1,10 bis 1,50 m
ABC­Schutz ja

16 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


RAKETENWERFER

MARS (MLRS)
Das Mittlere Artillerieraketenwerfersystem
(MARS) oder auch Multiple Launch Rocket
System (MLRS) verschießt Wurfminensperren
auf eine Entfernung von 38,5 Kilometer
mit einer Wirkdauer von bis zu 96 Stunden,
um Bewegungen gegnerischer Kräfte zu
verzögern.

Ab 2011 wird die Artillerie über eine


modernisierte Version des Raketenwerfers,
den MARS II, mit modernster Feuerleit­ und
Navigationsanlage verfügen. In Verbindung
mit der hochmodernen Lenkrakete Guided
Multiple Launcher Rocket System (GMLRS)
lassen sich dann Ziele punktgenau bis zu
einer Entfernung von mehr als 70 Kilo­
meter bekämpfen.

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten
Gewicht 25,5 t
Militärische Lastenklasse 26 t
Länge 7,07 m
Breite 3,25 m
Höhe 2,87 m
Leistung 373 kW (500 PS)
Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 617 l
Fahrbereich circa 400 km
Verbrauch Straße / Gelände 150 bis 240 l / 100 km
Höchstgeschwindigkeit 56 km/h
Bewaffnung AT 2­Mine / GMLRS1 bis 73 km,
Kaliber 237 / 227 mm, Bordmaschinengewehr
Kaliber 7,62 mm
Kampfentfernung Schussweite 10 bis 40 km
Feuergeschwindigkeit 12 Schuss pro 50 sek
Waten 1,00 m
ABC­Schutz nein, persönliche Schutzausrüstung

DAS HEER 17
BRÜCKENLEGEPANZER

BIBER
Der Brückenlegepanzer BIBER ist ein gepan­
zertes Vollkettenfahrzeug. Er dient zum
schnellen Überwinden von Geländehinder­
nissen bis zu 20 Meter Breite und bis zu
einer Militärischen Lastenklasse (MLC) von
50 Tonnen; in Ausnahmefällen auch bis zu
60 Tonnen.

Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten
Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 950 l
Gefechtsgewicht 45,3 t (35,1 t)
Fahrbereich 450 km
Militärische Lastenklasse 50 t (39 t)
Verbrauch 350 l / 100 km
Militärische Lastenklasse 50 t bei 10 km/h
Höchstgeschwindigkeit 62 km/h
Militärische Lastenklasse 60 t bei 5 km/h
Waten 1,20 m
Länge 11,82 m (10,59 m)
Tiefwaten 1,65 m
Breite 4,00 m (3,25 m)
ABC­Schutz ja
Höhe 3,75 m (2,65 m)
Spezialgerät / Ausstattung Brückenlänge 22 m,
Motorleistung 610 kW (830 PS)
Überbrückbare Breite 20 m

18 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


SCHWIMMSCHNELLBRÜCKE

AMPHIBIE M3
Die Schwimmschnellbrücke (SSB) AMPHIBIE
M3 dient der schnellen Überwindung brei­
ter Gewässer über 40 Meter. Sie wird als
Gefechtsfeldbrückengerät insbesondere für
den Bau von Kriegsbrücken und Fähren für
schwere Kräfte genutzt. Sie besitzt eine
Regeltragfähigkeit für Militärische Lasten­
klassen von bis zu 70 Tonnen. Sie ist unge­
panzert, verfügt jedoch über hohe Mobili­
tät und Flexibilität. Sie wird dort eingesetzt,
wo schnelle Schwerpunktverlagerungen
und rasche Übergänge der Kampftruppe
erforderlich sind und Festbrücken nicht mehr
eingesetzt werden können. Die Bauzeit für
eine 100 Meter lange Brücke beträgt etwa
20 Minuten.

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten
Gefechtsgewicht 26 t
Militärische Lastenklasse 32 t
Länge 13,30 m
Breite 3,35 m
Höhe 3,97 m
Motorleistung 252 kW (343 PS)
Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 400 l
Fahrbereich Straße / Gelände bis zu 720 km / 400 km
Verbrauch 55 l / 100 km
Höchstgeschwindigkeit 80 km/h
Tiefgang Brücke / Fähre ohne Nutzlast 0,54 m,
Brücke MLC 70 1,08 m,
Zweifachfähre MLC 70 K 1,02 m
Mindestwassertiefe 1,20 m

DAS HEER 19
MINENRÄUMPANZER

20 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


KEILER
Der Minenräumpanzer KEILER ist ein Voll­
kettenfahrzeug und wird in der Pionier­
truppe eingesetzt, um befahrbare Gassen
durch Minenfelder zu schlagen.

Der KEILER verfügt über eine schwenkbare


Räumeinrichtung, an der 24 gegeneinan­
der ausgewuchtete rotationssymmetrische
Räumelemente rotieren. Die Räumelemente
fräsen den Boden in einer Breite von
4,70 Metern und einer Tiefe bis zu 25 Zen­
timetern auf. Dabei werden alle offen oder
verdeckt liegenden Minen zur Detonation
gebracht oder zerstört.

Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten
Gefechtsgewicht 53 t
Militärische Lastenklasse 60 t
Länge 8,67 m
Breite 3,79 m
Höhe 3,80 m
Motorleistung 814 kW
Betriebsvorrat 1.100 l
Fahrbereich 350 km
Verbrauch Straße / Gelände 320 l bis 580 l / 100 km
Höchstgeschwindigkeit in Transportstellung
48 km/h
ABC­Schutz ja
Spezialgerät / Ausstattung 24 Räumelemente

DAS HEER 21
Der Pionierpanzer DACHS im Einsatz.

22 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


PIONIERPANZER BERGEPANZER

DACHS BÜFFEL
Der Pionierpanzer (PiPz) DACHS ist ein Der Bergepanzer (BPz) 3 BÜFFEL ist ein gepan­
gepanzertes Vollkettenfahrzeug, dass zertes Vollkettenfahrzeug, das zum Bergen
zu Räum­, Bagger­ und Bergearbeiten und Abschub von Material sowie als Hebe­
eingesetzt wird. mittel bei der Instandsetzung eingesetzt wird.

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten
Gefechtsgewicht 43 / 44 t Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten
Militärische Lastenklasse 48 t Gefechtsgewicht 55,3 t
Länge 8,38 m Militärische Lastenklasse 460 t
Breite 3,25 m Länge 9,07 m
Höhe 2,57 m Breite 3,54 m
Motorleistung 610 kW / 830 PS Höhe 2,99 m
Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 1.410 l Motorleistung 1.100 kW
Fahrbereich 400 km Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 1.600 l
Verbrauch 350 l / 100 km Fahrbereich 470 km
Höchstgeschwindigkeit 62 km/h Verbrauch 340 l / 100 km
Bewaffnung Flugabwehrmaschinengewehr Höchstgeschwindigkeit 68 km/h
Kaliber 7,62 mm Bewaffnung Flugabwehrmaschinengewehr
Kampfbeladung 1.250 Schuss Kaliber 7,62 mm
Waten 1,20 m Kampfbeladung 2.500 Schuss
Tiefwaten 2,25 m Waten 1,20 m
Unterwasserfahren 4,00 m Tiefwaten 2,35 m
ABC­Schutz ja Unterwasserfahren 4,00 m
Spezialgerät / Ausstattung Hauptwinde ABC­Schutz ja
Zugleistung 200 bis 350 kN, Doppelzug 700 kN, Spezialgerät / Ausstattung Krananlage 30 t,
90 m Seillänge, Baggerarm Hebeeinsatz 7,8 t, Bergewinde 343 kN konstant, Hilfswinde 8,3 kN,
Bagger­ und Räumleistung 140 m³ / 270 m³ Schneid­ und Schweißanlage

DAS HEER 23
MANNSCHAFTSTRANSPORTWAGEN

24 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


M 113
Der Mannschaftstransportwagen (MTW)

M 113 wurde ursprünglich als Mannschafts­

transportwagen in die Bundeswehr ein­

geführt. Heute findet er jedoch nur noch

als Schreibfunkpanzer (SchrFuPz) sowie

als Führungs­ und Funkpanzer (FüFuPz)

Verwendung. In letzteren Funktionen dient

er unter anderem als Verbindungstrupp

zu Nachbarbrigaden und vorgesetzten

Kommandobehörden.

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten
Gefechtsgewicht 12,2 t
Militärische Lastenklasse 12 t
Länge 5,35 m
Breite 2,69 m
Höhe 2,49 m
Motor Diesel
Motorleistung 155 kW (210 PS)
Betriebsvorrat 360 l
Fahrbereich 480 km
Verbrauch 69 l / 100 km
Höchstgeschwindigkeit 40 km/h
Bewaffnung Maschinengewehr Kaliber 7,62 mm

DAS HEER 25
Der Minenwerfer SCORPION G1 NDV 1.

26 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


MINENWERFER FEUERLEITPANZER MÖRSER

M 113 Minenwerfer SCORPION G1 NDV 1 M 113 FltPzMrs G2 EFT NDV 1


Der Minenwerfer SCORPION dient der Der Feuerleitpanzer Mörser (FltPzMrs) leitet
Pioniertruppe als Verlegefahrzeug für den Mörserzug beim Kampf des Panzer­
Panzerabwehrminen. grenadierbataillons und der Infanterie.

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten


Gefechtsgewicht 12,2 t Gefechtsgewicht 11,2 t
Militärische Lastenklasse 12 t Militärische Lastenklasse 12 t
Länge 5,87 m Länge 5,35 m
Breite 2,68 m Breite 2,69 m
Höhe 3,11 m Höhe 2,49 m
Motor Diesel Motor Diesel
Motorleistung 155 kW (210 PS) Motorleistung 155 kW (210 PS)
Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 380 l Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 360 l
Fahrbereich 500 km Fahrbereich 480 km
Verbrauch 69 l / 100 km Verbrauch 69 l / 100 km
Höchstgeschwindigkeit 40 km/h Höchstgeschwindigkeit 40 km/h
Bewaffnung Panzerabwehrminen AT 2 Bewaffnung Maschinengewehr Kaliber 7,62 mm
Kampfbeladung 600 Panzerabwehrminen Waten 1,00 m
Waten 1,00 m

DAS HEER 27
PANZERMÖRSER FEUERLEITPANZER ARTILLERIE

M 113 PzMrs G3 EFT NDV 2 M 113 GerTrgRechVbd Art ADLER NDV 2


Der Panzermörser (PzMrs) unterstützt im Der M 113 als Geräteträger Rechnerverbund
Rahmen der Panzermörserkompanie oder Artillerie ADLER dient als Bindeglied zwischen
des Panzermörserzuges den Kampf des Beobachter und Bataillonsgefechtsstand
Infanteriebataillons. sowie als Feuerleitstelle für die PzH 2000.

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten


Gefechtsgewicht 12,8 t Gefechtsgewicht 14,8 t
Militärische Lastenklasse 17 t Militärische Lastenklasse 17 t
Länge 5,35 m Länge 5,35 m
Breite 2,69 m Breite 2,69 m
Höhe 2,64 m Höhe 2,61 m
Motor Diesel Motor Diesel
Motorleistung 220 kW (300 PS) Motorleistung 220 kW (300 PS)
Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 360 l Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 360 l
Fahrbereich 650 km Fahrbereich 650 km
Verbrauch 49 l / 100 km Verbrauch 49 l / 100 km
Höchstgeschwindigkeit 62 km/h Höchstgeschwindigkeit 62 km/h
zul. Geschwindigkeit nach STVZO 50 km/h zul. Geschwindigkeit nach STVZO 50 km/h
Bewaffnung Mörser, Kaliber 120 mm Bewaffnung Maschinengewehr MG 3
Kampfentfernung Schussweite bis 6.360 m Kaliber 7,62 mm
Kampfbeladung 63 Schuss Waten 1,00 m
Waten 1,00 m

28 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


TRÄGERFAHRZEUG GEFECHTSSTANDPANZER

M 113 TrgFz RATAC G3 EFT NDV 2 M 113 GEFSTDPZ G3 EFT NDV 2


Das Trägerfahrzeug (TrgFz) RATAC dient Der Gefechtsstandpanzer (GefStdPz)
dem Artilleriebataillon zur Gefechtsfeld­ dient als mobiler Gefechtsstand und
überwachung. zur Aufnahme von Rüstsätzen.

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten


Gefechtsgewicht 14,8 t Gefechtsgewicht 14,8 t
Militärische Lastenklasse 17 t Militärische Lastenklasse 17 t
Länge 5,35 m Länge 5,35 m
Breite 2,69 m Breite 2,69 m
Höhe 2,60 m Höhe 2,90 m
Motor Diesel Motor Diesel
Motorleistung 220 kW (300 PS) Motorleistung 220 kW (300 PS)
Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 360 l Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 360 l
Fahrbereich 650 km Fahrbereich 650 km
Verbrauch 49 l / 100 km Verbrauch 49 l / 100 km
Höchstgeschwindigkeit 62 km/h Höchstgeschwindigkeit 62 km/h
zul. Geschwindigkeit nach STVZO 50 km/h zul. Geschwindigkeit nach STVZO 50 km/h
Bewaffnung Maschinengewehr MG 3
Kaliber 7,62 mm
Waten 1,00 m

DAS HEER 29
Die Palette der Radfahrzeuge reicht von leichten Geländefahrzeugen bis hin zu
Fahrzeugkran und Schwerlasttransportern. DINGO, FENNEK, COBRA, TIGER – das klingt
zunächst wie ein Rundgang durch den Zoo. Tatsächlich handelt es sich dabei um Namen
für militärische Radfahrzeuge.

PATROUILLEN­ / SICHERUNGSFAHRZEUG

R A D FA H R Z E U G E

Geschütztes Führungs­ und Funktions­


fahrzeug (GFF) Klasse 3 DINGO A1 / A2
Dieses Radfahrzeug ist mit geschützter
Sicherheitszelle, Minendeflektor und gehär­
teter Motorhaube ausgestattet. Es wird
als Patrouillenfahrzeug, vorrangig für Auf­
klärungs­ und Überwachungsaufgaben, im
erweiterten Einsatzspektrum der Bundes­
wehr eingesetzt.

Besatzung 5 Soldatinnen/Soldaten
Gefechtsgewicht 9,2 t
Militärische Lastenklasse 9 t
Länge 5,40 m
Breite 2,90 m
Höhe 2,90 m
Motorleistung 177 kW bei 2.600 min­1
Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 170 l
Fahrbereich 850 km
Verbrauch 20 l / 100 km
Höchstgeschwindigkeit 80 km/h
Bewaffnung Kaliber 7,62 mm
Kampfentfernung Schussweite 450 m
Kampfbeladung 250 Schuss
Waten 0,80 m
ABC­Schutz ja
Spezialgerät / Ausstattung GPS, Funkanlage SEM
80 / 90, Reifendruckregelanlage, Außensprechan­
lage, Rückblickkamera, Standheizung, Klimaanlage

30 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


GFF Klasse 3 DINGO 2 A1 GFF Klasse 3 DINGO 2 A2.3
Besatzung 6 Soldatinnen/Soldaten Besatzung 6 Soldatinnen/Soldaten
Gefechtsgewicht 11,9 t Gefechtsgewicht 12,5 t
Militärische Lastenklasse 12 t Militärische Lastenklasse 14 t
Länge 6,10 m Länge 6,10 m
Breite 3,10 m Breite 3,10 m
Höhe 3,20 m Höhe 3,20 m
Motorleistung 160 kW bei 2.200 min­1 Motorleistung 163 kW bei 2.200 min­1
Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 260 l Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 260 l
Fahrbereich 850 km Fahrbereich 850 km
Verbrauch 30,5 l / 100 km Verbrauch 30,5 l / 100 km
Höchstgeschwindigkeit 90 km/h Höchstgeschwindigkeit 89 km/h
Bewaffnung Mechanische Waffenstation 1.530, Bewaffnung fernbedienbare leichte Waffen­
Kaliber 7,62 mm station 100, Kaliber 7,62 mm
Kampfentfernung Schussweite 450 m Kampfentfernung Schussweite 450 m
Kampfbeladung 1.000 Schuss Kampfbeladung 1.200 Schuss
Waten 1,20 m Waten 1,20 m
ABC­Schutz ja ABC­Schutz ja
Spezialgerät / Ausstattung GPS, Funkanlage SEM Spezialgerät / Ausstattung GPS, Funkanlage SEM
80 / 90, Reifendruckregelanlage, Außensprechan­ 80 / 90, Reifendruckregelanlage, Außensprechan­
lage, Rückblickkamera, Standheizung, Klimaanlage, lage, Rückblickkamera, Standheizung, Klimaanlage,
Führungsausstattung Taktisch FAUST Führungsausstattung Taktisch FAUST, Waffenstation
mit ungekühltem Wärmebildgerät

DAS HEER 31
Das Spähfahrzeug FENNEK.

32 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


SPÄHWAGEN FÜHRUNGS­ /
ERKUNDUNGSFAHRZEUG

FENNEK FENNEK
Der FENNEK ist das Spähfahrzeug (SpähFzg) Das Führungs­ und Erkundungsfahrzeug
der Heeresaufklärungstruppe. Hohe Mobi­ FENNEK für die Pioniertruppe zeichnet sich
lität und große Reichweite ermöglichen es durch seine hohe Mobilität im Gelände,
der Besatzung, bis zu fünf Tage unabhän­ seine Systemanteile für den Gefechtswert,
gig von der eigenen Truppe zu operieren. bei der Erkundung von Gewässerüber­
Einsatz­Subsysteme sind die Beobachtungs­ gängen, der Planung und dem Anlegen
und Aufklärungsausstattung (BAA), die von Minensperren und dem Führen aus.
Bodensensorausstattung (BoSA) und die
ALADIN.

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten


Gefechtsgewicht 11 t Gefechtsgewicht 11 t
Militärische Lastenklasse 12 t Militärische Lastenklasse 12 t
Länge 5,60 m Länge 5,60 m
Breite 2,55 m Breite 2,55 m
Höhe 2,29 m Höhe 2,29 m
Motorleistung 117 kW Motorleistung 117 kW
Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 230 l Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 200 l
Fahrbereich Straße / Gelände 1.000 km / 450 km Fahrbereich Straße / Gelände 1.000 km / 450 km
Verbrauch Straße / Gelände 23,25 l bis 50 l / 100 km Verbrauch Straße / Gelände 23,25 bis 50 l / 100 km
Geschwindigkeit gedrosselt 80 km/h, Höchstgeschwindigkeit gedrosselt 80 km/h,
frei > 110 km/h frei > 110 km/h
Bewaffnung Granatmaschinenwaffe / Bewaffnung Granatmaschinenwaffe /
Maschinengewehr MG 3 / Nebelmittelwurfanlage, Maschinengewehr MG 3 / Nebelmittelwurfanlage,
Kaliber 40 mm / 7,62 mm Kaliber 40 mm / 7,62 mm
Kampfentfernung Schussweite 1.000 m / 600 m Kampfentfernung Schussweite 1.000 m / 600 m
Kampfbeladung in Abhängigkeit der verwendeten Kampfbeladung in Abhängigkeit der verwendeten
Waffen 64 / 1.000 / 12 Waffen 64 / 1.000 / 12
Waten bis zu 1,00 m Waten bis zu 1,00 m
ABC­Schutz ja ABC­Schutz ja
Spezialgerät / Ausstattung 2 VHF­Führungsunter­ Spezialgerät / Ausstattung 2 VHF­Führungsunter­
stützungsgeräte, 1 HF­Führungsunterstützungsgerät, stützungsgeräte, 1 HF­Führungsunterstützungsgerät,
Seilwinde, Einsatz der Subsysteme: Beobachtungs­ Seilwinde, Anhängekupplung, Einsatz der Subsyste­
und Aufklärungsausstattung auch abgesessen, me: Strahlenspür­Ausstattung
Bodensensor­ und Strahlenspür­Ausstattung

DAS HEER 33
GESCHÜTZTES RADFAHRZEUG

Einsatzfahrzeug Spezialisierte Kräfte


(ESK) MUNGO
Das allradgetriebene, geschützte Radfahr­
zeug der spezialisierten Kräfte ist mit
gepanzertem Fahrerhaus und gepanzerter
Rundumverglasung ausgestattet. Der
MUNGO ist luftverladbar im Mittleren
Transporthubschrauber vom Typ CH­53 G.

Besatzung 10 Soldatinnen/Soldaten
Gefechtsgewicht 7,5 t
Militärische Lastenklasse nicht festgelegt
Länge 4,50 m
Breite 1,90 m
Höhe 2,40 m
Motorleistung 78 kW bei 3.600 m­1
Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 80 l
Fahrbereich 450 km
Verbrauch 16 l / 100 km
Höchstgeschwindigkeit 90 km/h
Waten 0,50 m
Spezialgerät / Ausstattung Klimaanlage

34 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


GEPANZERTES TRANSPORTKRAFTFAHRZEUG

GTK BOXER
Das Gepanzerte Transportkraftfahrzeug
(GTK) BOXER ist eine deutsch­nieder­
ländische Gemeinschaftsentwicklung.
Die Gruppentransportfahrzeuge werden
zum Teil mit Granatmaschinenwaffe
40 Millimeter und teilweise mit Maschi­
nengewehr 12,7 Millimeter ausgestattet,
die jeweils in einer fernbedienbaren leich­
ten Waffenstation 200 lafettiert sind. Der
GTK kann eine Infanteriegruppe transpor­
tieren. Das Führungsfahrzeug kann sowohl
als Führungsmittel auf Kompanieebene als
auch als Gefechtsstandfahrzeug der Briga­
deebene eingesetzt werden. Der BOXER ist
ab etwa Mitte 2010 für die Truppe verfügbar.

Besatzung Gruppentransportfahrzeug 10 Soldatinnen/


Soldaten, Führungsfahrzeug 5 Soldatinnen/Soldaten
Gefechtsgewicht 33 t
Militärische Lastenklasse 37 t
Länge 7,90 m
Breite 2,99 m
Höhe ohne Waffenstation 2,37 m
Höhe mit Rundumkennleuchte und Waffenstation
3,70 m
Leistung 530 kW
Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 540 l
Fahrbereich Straße bis 1.000 km
Höchstgeschwindigkeit 80 km/h
Bewaffnung Gruppentransportfahrzeug
Granatmaschinenwaffe Kaliber 40 mm oder Schweres
Maschinengewehr Kaliber 50, 12,7 mm,
Führungsfahrzeug Bordmaschinengewehr 12,7 mm,
Waffenstation FLW 200
Waten 1,20 m

ABC­Schutz ja

Spezialgerät / Ausstattung Klimaanlage, GPS,

Integriertes Führungs­ und Waffeneinsatzsystem (IFIS)

DAS HEER 35
TRANSPORTPANZER

36 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


FUCHS
Der Transportpanzer 1 FUCHS ist ein gelän­
degängiges, gepanzertes Radfahrzeug
(6 x 6), das ursprünglich als reines Trans­
portfahrzeug konzipiert wurde. Heute wird
er mit verschiedenen Rüstsatzvariationen
bei zahlreichen Truppengattungen einge­
setzt. Beispiele hierfür sind die Variante
ABC­Spürpanzer bei der ABC­Truppe, der
Einsatz als Personentransportfahrzeug bei
der Jägertruppe oder als vorgeschobene
Befehlsstelle für Gefechtsstände.

Besatzung 12 Soldatinnen/Soldaten
Gefechtsgewicht 16,2 t
Militärische Lastenklasse 25 t
Länge 7,33 m
Breite 3,10 m
Höhe 2,37 m
Leistung 235 / 2.500 kW / min
Betriebsvorrat 390 l
Fahrbereich 800 km Straße
Verbrauch circa 48 l / 100 km
Höchstgeschwindigkeit Straße 105 km/h
Höchstgeschwindigkeit Wasserfahrt 10 km/h
Bewaffnung Maschinengewehr Kaliber 7,62 mm
ABC­Schutz ja
Spezialgerät / Ausstattung in Abhängigkeit der
Varianten bzw. Ausstattungen

DAS HEER 37
ARTILLERIEORTUNGSRADAR

38 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


AOR COBRA
Das Artillerieortungsradar (AOR) COBRA
ist ein Artillerieaufklärungsradar, entwickelt
mit integrierter Einbindung in die nationa­
len Artillerieführungs­ und Waffeneinsatz­
systeme. Geortet werden können Haubitzen
und Mörser sowie Raketenartillerie ab
einem Kaliber von 80 Millimetern.

Es übernimmt folgende grundlegende


Aufgaben:
■ Feststellen, Orten und Klassifizieren
gegnerischer Geschosswerfer, Raketen­
stellungen und Artillerieeinheiten,
■ Vorrausberechnung von Trefferkoor­
dinaten,
■ Feststellen der Wirkung und Feuer­
korrektur eigenen Artilleriefeuers,
■ Quelle für Aufklärungsinformationen,
■ Bestimmung von Daten der Störlage,
■ Kommunikation mit den Kampfeinheiten.

Besatzung 4 Soldatinnen/Soldaten
Gefechtsgewicht 25,7 t
Militärische Lastenklasse 30 t
Länge 10,77 m
Breite 2,90 m
Höhe 3,87 m
Motorleistung 265 kW
Höchstgeschwindigkeit 90 km/h
Spezialgerät / Ausstattung Radargerät mit
Phased­Array­Antenne: Ortet 40 Ziele in 2 min,
Informationsalter 15 sek

DAS HEER 39
Jenseits der Erde gilt es für das Heer auch die Elemente Wasser und Luft zu bezwingen.
Das Spektrum der Luftfahrzeuge des Heeres reicht vom leichten Transporthubschrauber
über Mehrzweckhubschrauber bis hin zum Unterstützungshubschrauber.

UNTERSTÜTZUNGSHUBSCHRAUBER

L U F TFA H RZEU GE

40 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


TIGER BO 105
Der mehrrollen­ und allwetterfähige Der Hubschrauber BO 105 bzw.

Unterstützungshubschrauber TIGER wird BO 105 P/M wird als Verbindungshub­

den nicht nachttiefflug­ und nachtkampf­ schrauber (VBH) und als Panzerabwehr­

fähigen, unzureichend bewaffneten und hubschrauber (PAH) 1, 1 A1 eingesetzt.

nicht geschützten Panzerabwehrhub­


schrauber (PAH) 1 ablösen.

Seine moderne Technologie ist ein


Generationssprung in Bezug auf
Nachtkampffähigkeit, Einsatzdauer,
Reichweite, Sensorik und Bewaffnung.

Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Besatzung VBH­Version 5 Soldatinnen/Soldaten,


Flugstrecke 360 bis 1.200 km PAH­Version 2 Soldatinnen/Soldaten
Flugbetriebsstoffverbrauch im Durchschnitt 350 l / h Flugstrecke bis 400 km
Marschgeschwindigkeit bis circa 250 km/h Flugbetriebsstoffverbrauch im Durchschnitt 200 l / h
Einsatzdauer 2:30 Std. (+ 20 min Reserve) Marschgeschwindigkeit 180 km/h
Führung des Gefechts je nach Anmarschzeit Einsatzdauer bis 2 Std.
0:30 bis 1:30 Std.
Kampfentfernung bis 4.000 m
Kampfentfernung bis 6.000 m
Kampfbeladung 6 Lenkflugkörper HOT
Kampfbeladung 2 Außenstationen für 4 Luft­Luft

Lenkflugkörper Stinger, 2 Innenstationen für Behälter


Die Leistungsdaten sind abhängig von den
mit 12,7 mm, Behälter mit 19 x 70 mm Raketen,
geophysikalischen Bedingungen.
Behälter mit 4 PARS 3 LR, Behälter mit 4 Lenkflug­

körpern HOT, Behälter mit Flugbetriebsstoff (345 l)

Die Leistungsdaten sind abhängig von den


geophysikalischen Bedingungen.

DAS HEER 41
Ein Mittlerer Transporthubschrauber vom Typ CH­53 GS nimmt Ladung auf.

42 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


MITTLERER LEICHTER
TRANSPORTHUBSCHRAUBER TRANSPORTHUBSCHRAUBER

CH­53 NH­90
Der Mittlere Transporthubschrauber Der Mehrzweckhubschrauber NH­90
CH­53 wird in drei Versionen eingesetzt: wurde im Auftrag von Frankreich, Italien,
■ CH­53 G (IFR): normale Version, den Niederlanden und Deutschland ent­
■ CH­53 GE: Reichweitenerhöhung wickelt. Er ist ein Hubschrauber der Zehn­
durch Innenzusatztanks, Tonnen­Klasse, der ausgehend von einem
■ CH­53 GS: voll ausgerüsteter Basismuster ein Familienkonzept beinhal­
Hubschrauber für den Einsatz. tet. Mit dem NH­90 können sowohl schwe­
re Lasten, technisches Material als auch bis
zu 16 Soldaten transportiert werden.

Besatzung 4 bzw. 7 Soldatinnen/Soldaten Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten


Flugstrecke circa 360 km, 1.200 km mit Zusatztank Flugstrecke bis 650 km
Flugbetriebsstoffverbrauch im Durchschnitt 1.100 l / h Flugbetriebsstoffverbrauch im Durchschnitt 550 l / h
Marschgeschwindigkeit bis circa 230 km/h Marschgeschwindigkeit bis 260 km/h
Einsatzdauer 1:40 Std., 6:30 Std. mit Zusatztank Einsatzdauer 4:35 Std
Kampfbeladung Flugbetriebsstoff 2.400 l Kampfbeladung Flugbetriebsstoff 1.975 l
(maximal 7.190 l) Standardlast 16 Soldaten oder 12 Soldaten
Standardlast 32 Soldaten oder 4.600 kg Material und 3 Doorgunner oder 2.000 kg Innenlast,
oder 5,5 t Außenlast oder 24 Verwundete (auf Trage) 4.000 kg Außenlast
Mit ballistischem Schutz 32 Soldaten oder
3.600 kg Material oder 24 Verwundete (auf Trage)
Als Großraumrettungshubschrauber 6 Intensiv­
behandlungs­ oder 12 Behandlungsplätze

Die Leistungsdaten sind abhängig von den Die Leistungsdaten sind abhängig von den
geophysikalischen Bedingungen. geophysikalischen Bedingungen.

DAS HEER 43
Das „sonstige Gerät“ des Heeres ist vielseitig und wird für ganz unterschiedliche
Zwecke eingesetzt. Es umfasst beispielsweise das Dekontaminationssystem TEP 90,
die Aufklärungsdrohnen ALADIN, MIKADO und KZO sowie die luftgestützte,
unbemannte Nahaufklärungsausstattung LUNA.

DEKONTAMINATIONSSYSTEM

SONSTIGES GERÄT

44 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


Truppenentstrahlungs­, Entgiftungs­,
Entseuchungsplatz (TEP) 90
Das Dekontaminationssystem TEP 90 ist
konsequent modular aufgebaut und
umfasst in autark einsetzbaren Dekonta­
minationsmodulen alle erforderlichen
Komponenten für die einsatzoptimierte
Durchführung der gründlichen Dekonta­
mination.

Folgende Dekontaminationsfähigkeiten
werden gewährleistet:
■ Dekontamination von Personen,
■ Dekontamination von persönlicher
ABC­Schutzbekleidung und
persönlicher Ausrüstung,
■ Dekontamination von empfindlichem
Gerät,
■ Dekontamination von Grossgerät,
■ Dekontamination von Luftfahrzeugen,
■ Dekontamination von Fahrzeug­ /
Luftfahrzeuginnenräumen,
■ Dekontamination von Besatzung 4 Soldatinnen/Soldaten
Versorgungsartikeln / Packgefäßen, Gewicht leer 22,8 t
■ Dekontamination von Straßenab­ Nutzlast 15,4 t, zulässiges Gesamtgewicht 38 t
schnitten, Anlagen und Einrichtungen Militärische Lastenklasse Leermasse 24 t, zulässi­
(Infrastruktur) in begrenztem Umfang, ges Gesamtgewicht 41 t
■ Durchführung von Entseuchungs­ und Länge 10,31 m
Entwesungsmaßnahmen. Breite 2,55 m
Höhe 3,67 m
Motor Diesel
Motorleistung 331 kW (450 PS)
Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 400 l
Höchstgeschwindigkeit 90 km/h
Bewaffnung Waffenstation vorgesehen
ABC­Schutz ABC­Schutz­ und Belüftungsanlage
Spezialgerät / Ausstattung „3 Module“ zur
Erfüllung von Dekontaminationsaufgaben im
abgesetzten, autarken Einsatz

DAS HEER 45
46 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT
ABBILDENDE LUFTGESTÜTZTE AUFKLÄ­ LUFTGESTÜTZTE UNBEMANNTE
RUNGSDROHNE IM NÄCHSTBEREICH NAHAUFKLÄRUNGSAUSSTATTUNG

ALADIN LUNA
Die Drohne ALADIN liefert Ergebnisse aus Die LUNA liefert Ergebnisse aus elektro­
elektro­optischen oder Infrarot­Sensoren in optischen oder Infrarot­Sensoren in Echt­
Echtzeit an die Bodenstation, wo die Bilder zeit an die Bodenstation, wo die Bilder
gespeichert und ausgewertet werden. Das gespeichert und ausgewertet werden.
System dient damit der Lageaufklärung Das System dient der Lage­ und Zielaufklä­
und Überwachung von Räumen im rung sowie der Überwachung von Räumen
Nächstbereich. im Nahbereich.

Gewicht 3,5 kg Gewicht 40 kg


Länge 1,57 m Länge 2,36 m
Spannweite 1,46 m Spannweite 4,17 m
Höhe 0,60 m Höhe 0,87 m
Motorleistung 7,35 Ah Motorleistung 6 kW
Stromversorgung 2 x Akku Kraftstoffvorrat 5,4 kg
Reichweite um Bodenkontrollstation 5 km Reichweite um Bodenkontrollstation 80 km
Flugzeit 30 min Flugzeit 6 Std.
Flughöhe mindestens 30 m / maximal 150 m Flughöhe 4.000 m
Geschwindigkeit 45 bis 70 km/h Geschwindigkeit 35 bis 130 km/h
Taglicht­Rumpf Frontkamera / Blickrichtung 45 ° Sensorik Elektrooptisch mit Zoom, Relais für
nach vorne, Seitensichtkamera / 45 ° nach links, Aufklärung in tiefe Taleinschnitte, ABUL
Bodenkamera / 90 ° nach unten, Bodenkamera (Automatisierte Bildauswertung / Bildbearbeitung)
(Tele) / 90 ° nach unten Start Katapultstart
IR­Rumpf IR­Kamera / Blickrichtung 42 ° nach vorne, Landung Schirm­ / Netzlandung
Tageslichtkamera / Blickrichtung 42 ° nach vorne
Start Hand / Gummiband
Landung Gesteuerte Sacklandung

DAS HEER 47
48 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT
KLEINFLUGGERÄT ZIELORTUNG MIKROAUFKLÄRUNGSDROHNE
FÜR DEN ORTSBEREICH

KZO MIKADO
Das System KZO besteht aus: Diese Drohne hat die Fähigkeit zur
■ Startfahrzeug, Zwischenlandung unter Aufrechterhaltung
■ Bodenkontrollstation, der Beobachtung.
■ Fluggerät,
■ Antennenfahrzeug,
■ Instandsetzungsfahrzeug,
■ Be­ und Enttankungsanlage,
■ Bergefahrzeug,
■ Bodengeräteinstandsetzungstrupp.

Die Aufgaben sind:


■ Lageaufklärung in Echtzeit,
■ Zielentdeckung, ­erkennung
und ­identifizierung,
■ Ortung fester und beweglicher Ziele,
■ Ermittlung der Geschwindigkeit
beweglicher Ziele,
■ Überwachung des Wirkschießens
der Artillerie.

Gewicht 168 kg Gewicht 1,3 kg


Länge 2,26 m Länge 1,00 m
Spannweite 3,42 m Spannweite 1,00 m
Höhe 0,96 m Höhe 0,20 m
Motorleistung 1,2 kW Motorleistung 4 bürstenlose / getriebelose
Betriebsstoffvorrat 27,5 kg Elektromotoren
Reichweite um Bodenkontrollstation Stromversorgung 1 x LiPo­Akku,
mindestens 65 km 14,8 V / 3.800 MAh
Flugzeit bis 4,5 Std. Reichweite um Bodenkontrollstation 0,5 km
Flughöhe 3.500 m Flugzeit 20 min
Geschwindigkeit 120 bis 220 km/h Flughöhe über höchstem Hindernis 10 m
Sensorik Infrarot­Kamera Geschwindigkeit 16,7 m / sek
Start Boosterstart Sensorik Taglichtkamera, Dämmerungskamera,
Landung Fallschirmlandung Infrarot­Kamera
Start / Landung Fernsteuerung

DAS HEER 49
Waffensysteme der Luftwaffe umfassen Kampfflugzeuge, Schulflugzeuge,
Transportflugzeuge, aber auch Hubschrauber und Flugabwehrraketensysteme.
Ihr Einsatzspektrum reicht vom Schutz der deutschen Küstengebiete und der
potentiellen Seekriegsführung bis zu Aufklärungsflügen in Auslandseinsätzen.

D I E L U F T WA F F E

50 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


DIE LUFTWAFFE 51
Flugzeuge der Luftwaffe werden vielseitig eingesetzt. Grundlage hierfür ist deren
„Artenvielfalt“. Die Fähigkeiten der Kampfflugzeuge reichen – mit den Optionen für
Aufklärungsmissionen und gezielte Radarbekämpfung bis hin zur Seezielbekämpfung –
weit über den Luftkampf hinaus. Die Luftwaffe verfügt in den Funktionen Jagdflugzeug,
Jagdbomber und Aufklärung über nachfolgende Kampfflugzeuge.

KAMPFFLUGZEUGE

Das Allwetter­Kampfflugzeug EUROFIGHTER 2000 TYPHOON.

52 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


ALLWETTER­KAMPFFLUGZEUG KAMPFFLUGZEUG

EUROFIGHTER 2000 TYPHOON McDonnell Douglas F­4F PHANTOM II


Der EUROFIGHTER wurde 2004 in die Das Waffensystem F­4F ist ein Allwetter­
Luftwaffe eingeführt. Es handelt sich um Kampfflugzeug, das als Jagdflugzeug
ein hoch agiles Allwetter­Kampfflugzeug, oder Jagdbomber eingesetzt werden
das derzeit in der Jagd­Rolle und zukünftig kann. Das Waffensystem F­4F wurde von
auch in der Luft­Boden­Rolle eingesetzt 1973 bis 1976 in die Luftwaffe eingeführt
wird. Der EUROFIGHTER ist Bestandteil der und wird mit dem Zulauf des Waffen­
Alarmrotten mit dem Auftrag zur Wahrung systems EUROFIGHTER abgelöst.
der Lufthoheit der Bundesrepublik.

Besatzung 1 Soldatin/Soldat Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten


Länge 15,96 m Länge 19,20 m
Spannweite 10,95 m Spannweite 11,78 m
Höhe 5,28 m Höhe 5,01 m
Maximales Abfluggewicht 24 t Maximales Abfluggewicht 26,3 t
Leistung 2 x EJ200, ohne Nachbrenner je 60 kN, Leistung 2 x 52,8 / 79,6 kN ohne / mit Nachbrenner
mit Nachbrenner je 90 kN Höchstgeschwindigkeit 1,9 Mach
Höchstgeschwindigkeit Mach 2 + Lastvielfaches + 8 g / ­ 3 g
Lastvielfaches + 9 g / ­ 3 g

DIE LUFTWAFFE 53
KAMPFFLUGZEUG

54 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


PA 200 TORNADO
Das Waffensystem TORNADO ist ein zwei­

sitziges, allwetterfähiges Kampfflugzeug.

Es wurde in den 1970er Jahren als Mehr­

zweckkampfflugzeug (Multi Role Combat

Aircraft, MRCA) entwickelt und 1981

eingeführt. Im Rahmen der Kampfwert­

anpassung bzw. des Kampfwerterhalts

besitzt der TORNADO die Fähigkeit zum

Einsatz von gelenkter Präzisionsbewaff­

nung und zur Kommunikation im militä­

rischen Datenverbund.

ECR­TORNADO:

Die ECR­Variante des TORNADOS ist

speziell zur Aufklärung und Bekämpfung

radargestützter Flugabwehr­ und Führungs­

systeme ausgelegt.

Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten
Länge 17,23 m
Spannweite 13,91 m
Höhe 5,95 m
Maximales Abfluggewicht 27 t
Leistung 2 x circa 38,5 / 70 kN ohne / mit
Nachbrenner
Höchstgeschwindigkeit Mach 2 +
Lastvielfaches + 7,5 g / ­ 1 g

DIE LUFTWAFFE 55
Die fliegerische Grundausbildung der Luftwaffe für Jets findet in den Vereinigten Staaten
von Amerika statt. Die Flugzeuge sind auf der Air Force Base im texanischen Sheppard
stationiert und fliegen unter US­amerikanischen Hoheitsabzeichen.

TRAINER

TRAININGSFLUGZEUGE

Die Trainingsflugzeuge T­6 TEXAN II und T­38 C TALON bei einer Übung.

56 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


T­6 TEXAN II T­38 C TALON
Die T­6 TEXAN II ist eine Die T­38 ist ein zweistrahliger Überschall­
Weiterentwicklung der aus der Schweiz Trainer. Die Maschinen werden zur Einwei­
stammenden PILATUS PC­9 und wurde sung in taktische Verfahren im Anschluss an
2003 eingeführt. Auf diesem Modell die Grund­ und Fortgeschrittenenausbildung
erfolgt die Grund­ und Fortgeschrittenen­ auf der Air Force Base im texanischen
ausbildung der Flugschüler der Luftwaffe. Sheppard eingesetzt.

Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten


Länge 10,2 m Länge 14,13 m
Spannweite 10,19 m Spannweite 7,70 m
Höhe 3,3 m Höhe 3,92 m
Flügelfläche 16,29 m² Flügelfläche 15,80 m²
Maximales Start und Landegewicht 2.958 kg Maximales Gewicht 5.360 kg
Maximalgeschwindigkeit 585 km/h Höchstgeschwindigkeit 1.380 km/h
Reisegeschwindigkeit 426 km/h Landegeschwindigkeit 240 km/h
Reichweite 1.667 km Reichweite 1.760 km

DIE LUFTWAFFE 57
Die Luftwaffe verfügt jenseits ihrer Kampfflugzeuge ebenfalls über die Möglichkeit, feind­
liche Luftziele auch vom Boden aus zu bekämpfen. Im Rahmen der Flugabwehr am Boden
setzt sie das Flugabwehrraketensystem PATRIOT zum Schutz des Luftraumes ein.

FLUGABWEHRRAKETENSYSTEME

58 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


PATRIOT
Das Waffensystem PATRIOT ist das erste
Flugabwehrraketensystem der dritten Gene­
ration. Das Waffensystem ist vollbeweglich
und zur Bekämpfung von mehreren Zielen
– einschließlich ballistischer Flugkörper –
in niedrigen und großen Höhen sowie für
kurze und mittlere Reichweite geeignet.
Die Fähigkeit zur Abwehr ballistischer
Flugkörper wurde durch Nachrüstungen
beim Bodengerät sowie durch die Ein­
führung eines neuen Flugkörpers (PAC 3)
verbessert.

Flugkörper PAC 2
Länge 5,31 m
Durchmesser 0,41 m
Gewicht 906 kg
Bekämpfungsreichweite circa 70 km
Flugkörper PAC 3
Länge 5,20 m
Durchmesser 0,26 m
Gewicht 328 kg

DIE LUFTWAFFE 59
Die Transportflugzeuge der Luftwaffe sind vielseitig einsetzbar. Die Transall C­160 D ist
zum Beispiel ein für mittlere Entfernungen eingesetzes Transportflugzeug. Mit dem Airbus
A­310 können sowohl Personen als auch Fracht transportiert werden. Darüber hinaus ver­
fügt die Luftwaffe über umgebaute Versionen, die sowohl als „fliegendes Krankenhaus“
als auch zur Luftbetankung eingesetzt werden.

TRANSPORTFLUGZEUG

TRA N S PORT ­ UND VERBINDUNGSFLUGZEUGE

60 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


C­160 TRANSALL
Die C­160 D TRANSALL wurde als mittleres
taktisches Transportflugzeug von Deutsch­
land und Frankreich konzipiert und gemein­
sam produziert. Das Flugzeug zeichnet
sich durch besonders gute Kurzstart­ und
Landeeigenschaften aus und kann auch
von behelfsmäßigen Pisten aus eingesetzt
werden. Es hat sich insbesondere bei huma­
nitären Einsätzen bewährt.

Besatzung je nach Konfiguration


3 bis 6 Soldatinnen/Soldaten
Passagiere maximal 88 Personen
Länge 32,40 m
Spannweite 40,00 m
Höhe 12,36 m
Maximales Abfluggewicht 49.150 kg
Triebwerksleistung 2 x 4.226 kW
Reisegeschwindigkeit 455 km/h

DIE LUFTWAFFE 61
Ein Airbus A­310 beim Betanken von zwei EUROFIGHTERN.

62 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


AIRBUS KURZ­ UND
MITTELSTRECKENFLUGZEUG

A­310 MRT / MRTT Bombardier CL­601 CHALLENGER


Der Airbus A­310 MRT und A­310 MRTT Die CHALLENGER ist ein Kurz­ und Mittel­
wird bei der Flugbereitschaft des Bundes­ streckenflugzeug, das für maximal
ministeriums der Verteidigung für den 16 Passagiere ausgelegt ist. Es wird über­
Personentransport im politisch­parlamenta­ wiegend im politisch­parlamentarischen
rischen Bereich sowie für Aufgaben in der Bereich eingesetzt.
Mehrrollenfähigkeit (Fracht­ und Passagier­
transport, MedEvac, Tanker) eingesetzt.

Besatzung 3 bis 8 Soldatinnen/Soldaten Besatzung 3 bis 4 Soldatinnen/Soldaten


VIP Version 91 Sitzplätze Passagiere 16 Personen
Passagierversion 214 Sitzplätze Länge 20,85 m
Länge 46,66 m Spannweite 19,65 m
Spannweite 43,89 m Höhe 6,30 m
Höhe 15,81 m Rumpfdurchmesser 2,50 m
Rumpfdurchmesser 5,64 m Leistung 2 x 40,6 kN
Leistung 2 x 238 kN Reisegeschwindigkeit 770 km/h
Reisegeschwindigkeit 885 km/h
Multi Role Transport Tanker Version (MRTT)
40 t Fracht plus 57 Passagiere oder strategische
Luft / Luft­Betankung (2 Betankungsstationen an
den Tragflächen), Abgabemenge 45 t in 1.000 km,
30 t in 4.500 km
MedEvac­Version (Medical Evacuation)
Transport von Verwundeten, Unfallopfern und
Kranken (VUK), maximal 6 Intensivpatienten
plus 38 Krankentragen und 33 Sitzplätze

DIE LUFTWAFFE 63
Die Hubschrauber der Luftwaffe werden im Bereich des Personen­ und Materialtransports
eingesetzt.

HUBSCHRAUBER

64 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


LEICHTER TRANSPORT­ / MEHRZWECKHUBSCHRAUBER
SAR­HUBSCHRAUBER

NH­90 COUGAR
Der NH­90 wird bei der Luftwaffe als Der COUGAR AS 532 U2 ist ein von
leichter Transport­ und SAR­Hubschrauber Eurocopter gebauter Mehrzweckhub­
eingesetzt. schrauber mittlerer Größe, der bei der
Luftwaffe für den VIP­Personentransport
eingesetzt wird.

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten


Länge 19,56 m Länge 19,50 m
Rotorkreisdurchmesser 16,30 m Rotorkreisdurchmesser 16,20 m
Höhe 5,44 m Höhe 4,97 m
Maximales Abfluggewicht 10,6 t Maximales Abfluggewicht 9,75 t
Triebwerksleistung 2 x 1.367 kW Triebwerksleistung 2 x 1.375 kW
Reisegeschwindigkeit 260 km/h Reisegeschwindigkeit 278 km/h
Maximalgeschwindigkeit 298 km/h Maximalgeschwindigkeit 315 km/h
Einsatzdauer 4 Std. Reichweite 850 km
Transportkapazität 16 Passagiere oder 2 t Transportkapazität 17 Passagiere

DIE LUFTWAFFE 65
LEICHTER MEHRZWECKHUBSCHRAUBER

66 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


BELL UH­1D
Die BELL UH­1D ist ein leichter Mehr­
zweckhubschrauber, der für den Personen­
transport und für Sonderaufgaben einge­
setzt werden kann.

Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten
Passagiere maximal 12
Länge 17,40 m
Rotordurchmesser 14,63 m
Höhe 4,48 m
Fluggewicht 4.310 kg
Triebwerksleistung 1.044 kW
Höchstgeschwindigkeit 220 km/h
Einsatzdauer 2,5 Std.

DIE LUFTWAFFE 67
Das Aufgabenspektrum der Marine hat sich in den letzten Jahren deutlich
gewandelt. Weg von konventionellen Kriegs­ und Gefechtsszenarien liegen ihre
neuen Herausforderungen in der Bekämpfung des internationalen Terrorismus
und der Krisen­ und Konfliktbewältigung. Für diese umfangreichen Aufgaben
wurde die Marine neu ausgerichtet und ist eine moderne und flexible Teilstreit­
kraft. Sie verfügt nicht nur über Schiffe, Boote und UBoote, sondern auch über
Flugzeuge und infanteristische Kräfte.

DIE MARINE

68 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


DIE MARINE 69
Für Operationen in Küstengewässern und Randmeeren sind kleine, bewegliche Einheiten
erforderlich. Die Marine verfügt aufgrund der geografischen Lage Deutschlands über große
Erfahrungen bei Operationen in Küstennähe. Das NATO­Kompetenzzentrum für maritime
Operationen in Küsten­ und Flachwassergebieten in Kiel soll diese weiter vertiefen. Die
Minenstreitkräfte leisten einen Beitrag zum Schutz der Seeverbindungen und Küstengewässer.

KORVETTEN

E I N S AT Z F L O T T I L L E 1

BRAUNSCHWEIG­Klasse (TYP K 130)


Im Hinblick auf das veränderte Aufgaben­
spektrum der Bundeswehr werden die
Schnellboote durch fünf Korvetten ergänzt.
Dieser für die Marine neue Schiffstyp
ermöglicht einen weltweiten Einsatz unter
anderem in multinationalen Verbänden der
Krisenreaktionskräfte. Korvetten sind für
die Aufgaben in der Überwasserseekriegs­
führung, insbesondere in Randmeeren und
Küstengewässern, optimiert. Die Ausrüs­
tung mit dem landzielfähigen Flugkörper
RBS15 MK3 ermöglicht erstmals in der
Marine die weitreichende Bekämpfung
von Zielen an Land. Bei der Konstruktion
wurde der Schwerpunkt auf die Überlebens­
fähigkeit im Einsatz gelegt. Das Flugdeck
ermöglicht den Einsatz von Drohnen und
Helikoptern zur Seeraumüberwachung
und ­aufklärung über den eigenen Sensor­
horizont hinaus.

Besatzung 58 Soldatinnen/Soldaten
Länge 89,12 m
Breite 13,28 m
Tiefgang 3,30 m
Einsatzverdrängung 1.840 t
Motorleistung 14.800 kW (20.100 PS)
Höchstgeschwindigkeit 26 kn
Bewaffnung 76 mm Geschütz, 27 mm Geschütze,
12,7 mm Schwere Maschinengewehre,
RAM­Flugabwehrsystem, landzielfähiger Flugkörper
RBS 15, Minenlegekapazität

70 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


Die Schnellboote konzentrieren hohe Kampfkraft auf engstem Raum. Korvetten sind
für die Überwasserseekriegsführung in Randmeeren und Küstengewässern optimiert.
Die Spezialisierten Einsatzkräfte und die Marineschutzkräfte gehören ebenso zur Einsatz­
flottille 1 wie das in Eckernförde beheimatete 1. UBootgeschwader.

SCHNELLBOOTE

GEPARD­Klasse (TYP 143 A)


Neben der für Schnellboote typischen
Bewaffnung mit Seeziel­Flugkörpern und
Artillerie verfügen diese Einheiten über
das RAM­Flugkörpersystem. Es dient der
Abwehr von gegnerischen Flugkörpern
sowie der Bekämpfung von Luft­ und
kleinen Seezielen im Nahbereich. Ein hoch
entwickeltes Datenverarbeitungssystem
erlaubt die Bekämpfung von bis zu fünf
Zielen zur gleichen Zeit.

Die Nutzung von Täuschkörpern und einer


Anlage zur elektronischen Kampfführung
ermöglichen eine gute Durchsetzungs­
und Überlebensfähigkeit. In nationalen
und multinationalen Verbänden können die
Boote der GEPARD­Klasse Informationen
und Lagebilder per Link 11 oder Satelliten­
verbindung nahezu in Echtzeit austauschen.

Besatzung 34 Soldatinnen/Soldaten
Länge 57,60 m
Breite 7,80 m
Tiefgang 2,60 m
Einsatzverdrängung 408 t
Motorleistung 13.200 kW (17.950 PS)
Höchstgeschwindigkeit circa 40 kn
Bewaffnung 76 mm Geschütz, 12,7 mm Schwere
Maschinengewehre, Seezielflugkörper MM 38 EXO­
CET, RAM­Flugabwehrsystem, Minenlegekapazität

DIE MARINE 71
UBOOTE

Ein UBoot der Klasse 206 A.

72 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


Klasse 206 A Klasse 212 A
Die Boote der Klasse 206 A wurden Mit dem UBoot der Klasse 212 A erfolgt
zwischen 1973 und 1975 in Dienst gestellt ein Technologiesprung im konventionellen
und Anfang der 1990er Jahre kampfwert­ UBootbau. Dieser neue UBoottyp verfügt
gesteigert und modernisiert. Sie sind auf­ über ein außenluftunabhängiges Antriebs­
grund ihrer geringen Größe und Geräusch­ system (Brennstoffzellen mit Wasserstoff
abstrahlung extrem schwer ortbar. Zudem und Sauerstoff). Seine Signatur (Wasser­
sind sie äußerst wendig. schall, Magnetik, Radar, Infrarot und Druck)
ist im Vergleich zu anderen konventionellen
Zum Schutz gegen Minen sind sie aus UBooten nochmals minimiert worden. Für
amagnetischem Stahl gebaut. Sie können den Bau des Druckkörpers wird amagneti­
insgesamt acht drahtgelenkte Torpedos scher Stahl von besonders großer Festigkeit
verschießen und 24 Grundminen legen. und Elastizität verwendet. Hauptbewaff­
nung ist ein neu entwickelter Lichtwellen­
leiter­gelenkter Schwergewichtstorpedo.

Besatzung 22 Soldatinnen/Soldaten Besatzung 27 Soldatinnen/Soldaten


Länge 48,60 m Länge 56,00 m
Breite 4,60 m Breite 7,00 m
Tiefgang 4,50 m Tiefgang 6,00 m
Einsatzverdrängung getaucht 500 t, Einsatzverdrängung getaucht 1.830 t,
aufgetaucht 450 t aufgetaucht 1.450 t
Motorleistung 1.320 kW (1.795 PS) Motorleistung 3.120 kW (4.240 PS)
Höchstgeschwindigkeit getaucht 17 kn, Höchstgeschwindigkeit getaucht 20 kn,
aufgetaucht 10 kn aufgetaucht 12 kn
Bewaffnung Torpedorohre, Minenlegekapazität Bewaffnung Torpedorohre, Schwergewichtstorpedo

DIE MARINE 73
FLOTTENDIENSTBOOTE

74 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


OSTE­Klasse (TYP 423)
Flottendienstboote der OSTE­Klasse sind
als hocheffiziente Frühwarn­, Fernmelde­
und Aufklärungseinheiten konzipiert. Sie
können sowohl auf sich allein gestellt als
auch im Verbund mit anderen Einheiten
und Dienststellen deutscher und internatio­
naler Streitkräfte operieren.

Ausgestattet mit hochmodernen elektro­


magnetischen, hydroakustischen und
elektrooptischen Ortungsgeräten, sind
sie in der Vergangenheit bereits mehrfach
mit großem Erfolg für Aufgaben der
strategischen Informationsgewinnung in
Krisengebieten eingesetzt worden.

Mit einem Aktionsradius von über 5.000


Seemeilen sind sie für längere Aufklärungs­
einsätze ausgelegt. Zusätzlich zur Stamm­
besatzung können Fernmeldepersonal und
Spezialisten für die elektronische Aufklä­
rung eingeschifft werden. Die Boote sind
in Eckernförde stationiert.

Besatzung 36 Soldatinnen/Soldaten
Länge 83,50 m
Breite 14,60 m
Tiefgang 4,30 m
Einsatzverdrängung 3.200 t
Motorleistung 6.600 kW (8.975 PS)
Höchstgeschwindigkeit 20 kn
Bewaffnung keine

DIE MARINE 75
MINENJAGDBOOTE

Ein Minenjagdboot der FRANKENTHAL­Klasse.

76 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


FRANKENTHAL­Klasse (TYP 332) KULMBACH­Klasse (TYP 333)
Die Boote der FRANKENTHAL­, KULMBACH­ Das Minenjagdboot der KULMBACH­Klasse
und ENSDORF­Klasse basieren auf einer ist ein Zweirollenfahrzeug, das sowohl zur
gemeinsamen Plattform und sind alle aus Minenjagd als auch zum Minenlegen
amagnetischem Stahl gebaut. Sie besitzen eingesetzt werden kann. Es basiert eben­
das Sonar DSQS 11 M mit digitalem Signal­ falls auf der FRANKENTHAL­Klasse.
prozessor und synthetischer Bilddarstellung.
Die Boote sind mit zwei Minenjagddrohnen Seine Hauptaufgabe, die Minenjagd, stützt
vom Typ PINGUIN B3 ausgerüstet. sich auf die Führungsanlage TAKIS sowie
eine Minenjagdsonaranlage, mit der Grund­
Zur Besatzung gehören zeitweise auch und Ankertauminen geortet werden.
ausgebildete Minentaucher, die Minen
identifizieren und sprengen können. An Bekämpft werden sie mit dem SEEFUCHS,
Bord befindet sich eine Taucherdruck­ einer weltweit einmaligen Einwegdrohne.
kammer, die bei Anzeichen der Taucher­ Zusätzlich kann eine mobile Minentaucher­
krankheit sofort eingesetzt wird. komponente eingeschifft werden.

Die Einheiten BAD BEVENSEN, GRÖMITZ,


BAD RAPPENAU und DATTELN sind für
einen Einsatz innerhalb der Marineschutz­
kräfte vorgesehen.

Besatzung 42 Soldatinnen/Soldaten Besatzung 37 Soldatinnen/Soldaten


Länge 54,40 m Länge 54,40 m
Breite 9,20 m Breite 9,20 m
Tiefgang 2,60 m Tiefgang 2,50 m
Einsatzverdrängung 650 t Einsatzverdrängung 635 t
Motorleistung 4.080 kW (5.550 PS) Motorleistung 4.480 kW (6.100 PS)
Höchstgeschwindigkeit circa 18 kn Höchstgeschwindigkeit circa 18 kn
Bewaffnung 40 mm Geschütz, nach Umbau Bewaffnung 40 mm Geschütze, nach Umbau
27 mm Geschütz, Fliegerfaust, Minenjagddrohne 27 mm Geschütze, Fliegerfaust, Minenjagddrohne
PINGUIN B3 SEEFUCHS

DIE MARINE 77
HOHLSTABLENKBOOTE

78 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


ENSDORF­Klasse (TYP 352)
Die Hohlstablenkboote der ENSDORF­
Klasse bilden mit den Fernräumlenk­
geräten vom Typ SEEHUND das System
TROIKA PLUS. Das Einsatzverfahren
sieht vor, dass bis zu vier unbemannte
SEEHUNDE mit aktivierten Minenräum­
anlagen vom Lenkfahrzeug aus fernge­
steuert werden.

Das Lenkfahrzeug selbst liegt dabei aus


Sicherheitsgründen außerhalb des Minen­
feldes. Es ist mit einem Minenmeidesonar
zum Lokalisieren von Ankertauminen, mit
einer Lenk­ und Überwachungseinrichtung
für die vier Fernlenkräumgeräte, Einweg­
drohnen SEEFUCHS sowie mechanischem
Räumgerät gegen Ankertauminen ausge­
stattet.

Besatzung 38 Soldatinnen/Soldaten
Länge 54,40 m
Breite 9,20 m
Tiefgang 2,50 m
Einsatzverdrängung 635 t
Motorleistung 4.080 kW (5.550 PS)
Höchstgeschwindigkeit circa 18 kn
Bewaffnung 40 mm Geschütze, nach Umbau
27 mm Geschütze, Fliegerfaust, Minenräum­
ausstattung, Minenlegeausstattung, Minen­
jagddrohne SEEFUCHS

DIE MARINE 79
MINENRÄUMDROHNEN

SEEHUND
Die SEEHUNDE sind kompakte Minenräum­
einrichtungen, die gegen Minen mit akus­
tischen und magnetischen Zündsystemen
eingesetzt werden. Sie können Detonationen
von Minen selbst in geringer Entfernung
gefahrlos überstehen.

Holzverkleidung, Deck und Aufbau verbes­


sern das Seeverhalten und erleichtern den
bemannten Betrieb bei Überführungsfahrten.
Der Antriebsdiesel treibt hydraulisch einen
Schottelruderpropeller an und verleiht dem
SEEHUND eine Höchstfahrt von neun
Knoten.

Besatzung nur während des Transits


2 Soldatinnen/Soldaten
Länge 26,90 m
Breite 4,60 m
Tiefgang 1,40 m
Einsatzverdrängung 99 t
Motorleistung 328 kW (450 PS)
Höchstgeschwindigkeit 9 kn
Bewaffnung keine

80 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


MINENJAGDDROHNEN

SEEFUCHS PINGUIN
Der SEEFUCHS fährt weitgehend automa­ Die Minenjagddrohne PINGUIN B3 identi­
tisch zur Mine. Mit einem Nahbereichssonar fiziert Kontakte mittels Videokamera und
und einer Videokamera wird das Zielobjekt hochauflösendem Nahbereichssonar.
identifiziert.
Die Mine kann mit abwerfbaren Minen­
Bekämpft wird die Mine mit einer einge­ vernichtungsladungen gesprengt werden.
bauten Sprengladung. Die Drohne kann sowohl gegen Ankertau­
als auch gegen Grundminen eingesetzt
werden.

DIE MARINE 81
Ein Tender der ELBE­Klasse.

82 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


TENDER MEHRZWECKLANDUNGSBOOT

ELBE­Klasse (TYP 404) BARBE­Klasse (TYP 520)


Die Tender der ELBE­Klasse versorgen Das Mehrzwecklandungsboot wird im
Boote in See mit Kraftstoff, Wasser oder Rahmen von Personal­ und Materialtrans­
Munition und unterstützen bei Instand­ porten über See eingesetzt. Es eignet sich
setzungen. Hinzu kommt die wichtige darüber hinaus zum Minenlegen.
Aufgabe der umweltverträglichen Ent­
sorgung. Diese Bootsklasse ist die einzige der
Marine, auf der Portepeeunteroffiziere als
Eingeschifft werden Soldaten der System­ Kommandanten eingesetzt sind. Die beiden
unterstützungsgruppen der jeweiligen Boote sind den Spezialisierten Einsatzkräf­
Bootsgeschwader, die über containerisierte ten Marine in Eckernförde unterstellt und
Werkstätten und Ersatzteillager verfügen. dort beheimatet.
Alle Tender sind mit einem Hubschrauber­
landedeck ausgestattet.

Besatzung 45 Soldatinnen/Soldaten Besatzung 17 Soldatinnen/Soldaten


(plus maximal 60 Personen) Länge 40,00 m
Länge 100,50 m Breite 8,80 m
Breite 15,40 m Tiefgang 2,20 m
Tiefgang 4,10 m Einsatzverdrängung 430 t
Einsatzverdrängung 3.586 t Motorleistung 750 kW (1.020 PS)
Motorleistung 2.452 kW (3.335 PS) Höchstgeschwindigkeit 11 kn
Höchstgeschwindigkeit 15 kn Bewaffnung 20 mm Geschütz
Bewaffnung 27 mm Geschütze, 12,7 mm
Schwere Maschinengewehre, Fliegerfaust

DIE MARINE 83
In der Einsatzflottille 2 sind die größten Einheiten der Flotte zusammengefasst: Die
Fregatten haben die Fähigkeit zur Seeraumüberwachung, UBootjagd, Bekämpfung
von Überwassereinheiten und zur Abwehr von Luftangriffen auf das eigene Schiff
bzw. den Verband. In Verbindung mit dem Einsatz von Versorgungs­ und Hilfsschiffen
können die Fregatten weltweit operieren.

FREGATTEN

E I N S AT Z F L O T T I L L E 2

Eine Fregatte der BREMEN­Klasse.

84 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


BREMEN­Klasse (TYP 122) BRANDENBURG­Klasse (TYP 123)
Die Fregatten der BREMEN­Klasse sind Die Fregatten der BRANDENBURG­Klasse
leistungsfähige Einheiten, vor allem für die sind für die UBootjagd und die Führung
UBootjagd und die Seezielbekämpfung. eines Verbandes konzipiert. Speziell für
den Einsatz in der UBootjagd, aber auch
Der Bordhubschrauber SEA LYNX wird für die Seeraumüberwachung und Seeziel­
neben der UBootjagd für die Seeraum­ bekämpfung dient der Bordhubschrauber
überwachung und besonders für die weit­ SEA LYNX.
reichende Seezielbekämpfung eingesetzt. Alle Schiffe verfügen über leistungsfähige
Radaranlagen zur See­ und Luftraumüber­
wachung, Feuerleitung und Navigation.
Sonaranlagen, Lagebild­ und Datenübertra­
gungssysteme, Anlagen zur elektronischen
Kampfführung sowie moderne Fernmelde­
technik, speziell für Führungsaufgaben,
vervollständigen die Ausrüstung.

Besatzung 219 Soldatinnen/Soldaten Besatzung 218 Soldatinnen/Soldaten


Länge 130,50 m Länge 139,00 m
Breite 14,60 m Breite 16,70 m
Tiefgang 6,00 m Tiefgang 6,80 m
Einsatzverdrängung 3.680 t Einsatzverdrängung 4.900 t
Antriebsleistung Diesel und Gasturbine 2 x 19.000 Antriebsleistung Diesel und Gasturbine 2 x 19.000
kW (25.830 PS), Diesel 2 x 3.830 kW (5.210 PS) kW (25.830 PS), Diesel 2 x 3.820 kW (5.190 PS)
Höchstgeschwindigkeit 30 kn Höchstgeschwindigkeit 29 kn
Bewaffnung Luftzielflugkörper, Seezielflugkörper, Bewaffnung Seezielflugkörper, Luftzielflugkörper,
RAM­Flugabwehrsystem, Torpedos, Bordhub­ RAM­Flugabwehrsystem, Torpedos, Bordhub­
schrauber SEA LYNX, Schweres Maschinengewehr schrauber SEA LYNX, Schweres Maschinengewehr

DIE MARINE 85
FREGATTEN

Eine Fregatte der SACHSEN­Klasse.

86 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


SACHSEN­Klasse (TYP 124) BADEN­WÜRTTEMBERG­Klasse (TYP 125)
Die Fregatten der SACHSEN­Klasse sind Dieser Schiffstyp soll bis zu zwei Jahre
als Mehrzweckfregatten für Geleitschutz Stehzeit im Einsatzgebiet verbringen
und Gebietssicherung konzipiert und verfü­ können. Das von der Marine als Intensiv­
gen über Bordhubschrauber. Sensoren und nutzung bezeichnete Konzept verspricht
Effektoren sind auf ihre Hauptaufgaben eine Verdoppelung der Betriebsstunden
optimiert: Verbandsführung und Verbands­ zwischen den großen Instandsetzungs­
flugabwehr. Wie bei den Fregatten der phasen bei ununterbrochener Präsenz
BREMEN­ und BRANDENBURG­Klasse der Einheit im Operationsgebiet.
dient der Bordhubschrauber der weitrei­
chenden Seezielbekämpfung und Die Intensivnutzung der BADEN­WÜRTTEM­
UBootjagd. BERG­Klasse bedingt zwangsläufig neueste,
wartungsarme Technik, die für einen welt­
Mit den Fregatten der SACHSEN­Klasse weiten Einsatz ausgelegt ist. Da das Schiff
verfügt die Marine über besonders vielseiti­ mit einer Stammbesatzung von nur noch
ge und durchsetzungsfähige Schiffe. rund 110 Frauen und Männern im Zwei­
besatzungskonzept auskommen soll, die in
einem viermonatigem Rhythmus wechselt,
während das Schiff im Einsatzgebiet ver­
bleibt, wird in vielen Bereichen noch mehr
auf Automation gesetzt.

Besatzung 255 Soldatinnen/Soldaten Besatzung 110 Soldatinnen/Soldaten


Länge 143,00 m Länge 144,80 m
Breite 17,40 m Breite 18,80 m
Tiefgang 5,00 m Tiefgang 6,80 m
Einsatzverdrängung 5.600 t Einsatzverdrängung 6.800 t
Antriebsleistung Diesel und Gasturbine 1 x 23.500 Antriebsleistung 20.000 kW (27.200 PS)
kW (31.950 PS), Diesel 2 x 7.400 kW (10.060 PS) Höchstgeschwindigkeit 26 kn
Höchstgeschwindigkeit 29 kn Bewaffnung 127 und 27 mm Geschütze,
Bewaffnung 76 und 27 mm Geschütze, Seezielflug­ Flugabwehrsystem, 8 x Seeziel­FK HARPOON,
körper, Luftzielflugkörper, RAM­Flugabwehrsystem, 4 x Täuschkörperwurfanlage, Bordhubschrauber,
Torpedos, Bordhubschrauber, Schweres Maschinen­ Schweres Maschinengewehr
gewehr

DIE MARINE 87
TROSSSCHIFFE

WESTERWALD­Klasse
WANGEROOGE­Klasse
RHÖN­Klasse
WALCHENSEE­Klasse
Die Trossschiffe dienen der Versorgung von
Flotteneinheiten in See. Je nach Aufgabe
der einzelnen Einheiten sind sie speziell für
diesen Zweck ausgerüstet und besetzt. Sie
haben grundsätzlich keine Bewaffnung.

WESTERWALD ist ein Versorger, WANGE­


ROOGE ein Seeschlepper. Die beiden
Schiffe RHÖN und WALCHENSEE sind
Betriebsstofftransporter.

Einige Einheiten sind ehemalige Handels­


schiffe bzw. nach Handelsschiffstandard
gebaut. Wo erforderlich, sind Ausrüstung
und Gerät den militärischen Gegebenheiten
angepasst.

Technische Daten der RHÖN­Klasse


Besatzung zivil 42 Personen
Länge 130,50 m
Breite 19,30 m
Tiefgang 8,20 m
Einsatzverdrängung 14.169 t
Motorleistung 5.880 kW (7.995 PS)
Höchstgeschwindigkeit 16 kn
Bewaffnung keine

88 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


EINSATZGRUPPENVERSORGER

BERLIN­Klasse (TYP 702)


Die Versorger der BERLIN­Klasse unterstützen
Einsatzgruppen der Marine, die sich auf­
gabenorientiert aus unterschiedlichen
Schiffen und Booten zusammensetzen.
Logistische und sanitätsdienstliche Unter­
stützung durch den Einsatzgruppen­
versorger (EGV) stehen dabei im Vorder­
grund. Die logistische Hauptaufgabe des
Schiffes besteht in der Versorgung dieser
Einheiten mit Betriebsstoffen, Verbrauchs­
gütern, Proviant und Munition.

Daneben erfüllt der EGV folgende


Aufgaben:
■ sanitätsdienstliche Unterstützung
durch Aufnahme eines mobilen Marine­
einsatzrettungszentrums (MERZ),
■ Betrieb von zwei Bordhubschraubern,
■ Transport, Betrieb und Umschlag von
Containern,
■ Unterbringung von Unterstützungs­
personal,
■ Bereitstellen von Betreuungsein­
richtungen,
■ umweltverträgliche Entsorgung von
Abwasser und Müll.

Besatzung 159 Soldatinnen/Soldaten


(plus maximal 94 Personen)
Länge 174,00 m
Breite 24,00 m
Tiefgang 7,40 m
Einsatzverdrängung circa 18.000 t
Motorleistung 10.560 kW (14.385 PS)
Höchstgeschwindigkeit 20 kn
Bewaffnung 27 mm Geschütze, Fliegerfaust,
Bordhubschrauber SEA KING

DIE MARINE 89
Die Marineflieger operieren eigenständig oder in enger Zusammenarbeit mit den
Schiffen und Booten der Marine. Sie sind unverzichtbarer Bestandteil der Flotte. Die
beiden Geschwader, das Marinefliegergeschwader 3 GRAF ZEPPELIN in Nordholz und
das Marinefliegergeschwader 5 in Kiel­Holtenau, unterstehen unmittelbar dem
Flottenkommando.

SEEFERNAUFKLÄRER / UBOOTJAGDFLUGZEUGE

MARINEFLIEGER

Der Seefernaufklärer LOCKHEED P­3C ORION.

90 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


LOCKHEED P­3C ORION DASSAULT­BREGUET BR 1150 ATLANTIC
Die Marine verfügt mit der P­3C ORION Der Flugbetrieb mit der BREGUET ATLANTIC
über ein Waffensystem mit Fähigkeiten zur wurde 1966 in der Marine aufgenommen.
weiträumigen Aufklärung und Führungs­ Die Seefernaufklärer / UBootjagdflugzeuge
unterstützung bei teilstreitkraft­ und dieses Typs wurden durch die P­3C ORION
bündnisgemeinsamen Einsätzen. ersetzt.

Zusätzlich können die klassischen Aufgaben Im Marinefliegergeschwader 3 GRAF ZEPPELIN


Seeraumüberwachung und Wirkung gegen in Nordholz wird noch eine Maschine der
Unterwasserziele durchgeführt werden. Die SIGINT­Version eingesetzt. Ihre Aufgabe ist
Flugzeuge sind seit 2006 beim Marineflieger­ die Erfassung elektromagnetischer Signale
geschwader 3 GRAF ZEPPELIN in Nordholz zur Lagebilddarstellung für die Bundeswehr.
stationiert.

Besatzung 4 bis 21 Soldatinnen/Soldaten Besatzung 3 bis 19 Soldatinnen/Soldaten


Länge 35,60 m Länge 36,70 m
Spannweite 30,30 m Spannweite 36,30 m
Höhe 10,30 m Höhe 14,80 m
Maximales Startgewicht 63,5 t Maximales Startgewicht 44,0 t
Motorleistung 4 x 3.383 kW (4.600 PS) Motorleistung 2 x 8.000 kW (10.880 PS)
Höchstgeschwindigkeit 405 kn Höchstgeschwindigkeit 315 kn
Bewaffnung Torpedos, Wasserbomben, Minen Bewaffnung keine

DIE MARINE 91
ÖLAUFKLÄRUNGSFLUGZEUGE

92 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


DORNIER DO 228 LM
Die DO 228 ist ein modernes TurboProp­
Flugzeug für den Kurz­ und Mittelstrecken­
einsatz. Die Maschinen gehören dem
Bundesministerium für Verkehr und werden
im Auftrag des Havariekommandos durch
die Marine betrieben.

Sie sind für die Überwachung der Seeräume


gegen Meeresverschmutzungen optimiert.
Mit speziellen Systemen wie Radar, Infra­
rot­ und Ultraviolett­Sensoren, Mikrowellen­
radiometer und Fluoreszenz­Laser sowie
Videokameras ausgerüstet, werden im Flug
entdeckte Verschmutzungen unverzüglich
an das Havariekommando weitergeleitet. Von
dort aus wird dann die weitere Vorgehens­
weise koordiniert.

Die Flugzeuge können sowohl bei Tag als


auch bei Nacht eingesetzt werden.

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten
Länge 16,60 m
Spannweite 16,90 m
Höhe 4,90 m
Maximales Startgewicht 6,6 t
Motorleistung 2 x 1.200 kW (1.600 PS)
Höchstgeschwindigkeit 200 kn
Ausrüstung Laserfluorsensor, Mikroradiometer­
sensor, Kameras, Seitensichtradar

DIE MARINE 93
Der Bordhubschrauber SEA LYNX.

94 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


BORDHUBSCHRAUBER MEHRZWECKHUBSCHRAUBER

GKN WESTLAND SEA LYNX MK 88A WESTLAND SEA KING MK 41


Der Bordhubschrauber SEA LYNX ist einer Die SEA KING­Helikopter sind wertvoller
der Hauptsensoren der Fregatten. Jeweils Bestandteil der Marine. Sie werden in der
zwei Hubschrauber und 18 Personen flie­ Flotte als Bordhubschrauber der Einsatz­
gendes und technisches Personal können gruppenversorger sowie im Such­ und
eingeschifft werden. Rettungsdienst (SAR) eingesetzt.

Ausrüstung und Bewaffnung des Hub­ Stationiert beim Marinefliegergeschwader 5


schraubers sind auf UBootjagd und Über­ in Kiel übernehmen sie zusätzlich auch
wasserseekriegführung ausgelegt. Der folgende Aufgaben:
Hubschrauber dient als verlängerter Arm ■ Lufttransport von Material und Personal,
des Schiffes, dessen Fähigkeiten er um ■ Katastrophenhilfe,
seine eigene Reichweite, seine Geschwindig­ ■ Taktischer Lufttransport,
keit und Flexibilität erhöht. Eingesetzt wird ■ Evakuierungsoperationen,
der Hubschrauber auch für Boardingoperati­ ■ Seeraumüberwachung und Aufklärung.
onen im Rahmen der Seeraumüberwachung.

Für die UBootjagd ist der SEA LYNX mit


einem tiefenvariablen Sonar für die aktive
und passive Ortung ausgerüstet sowie mit
bis zu zwei Torpedos bewaffnet. Für die
Überwasserseekriegführung setzt er ein
Rundsuchradar und ein Infrarot­Suchgerät
ein.

Zu den Nebenaufgaben zählen Material­


und Personaltransporte sowie der SAR­
Dienst innerhalb eines Schiffsverbandes.

Besatzung 1 bis 3 Soldatinnen/Soldaten Besatzung 2 bis 4 Soldatinnen/Soldaten


Länge 13,30 m Länge 22,10 m
Breite bei gefaltetem Rotor 9,90 m Breite bei gefaltetem Rotor 4,90 m
Höhe 3,70 m Höhe 5,10 m
Maximales Startgewicht 5,1 t Maximales Startgewicht 9,3 t
Motorleistung 2 x 835 kW (2.200 PS) Motorleistung 2.200 kW (3.000 PS)
Höchstgeschwindigkeit 178 kn Höchstgeschwindigkeit 136 kn
Bewaffnung UBootjagdtorpedos, Seezielflugkörper Bewaffnung 12,7 mm Maschinengewehr
SEA SKUA, 12,7 mm Maschinengewehr (nicht im SAR­Einsatz)

DIE MARINE 95
Die knapp 90 Meter lange Dreimast­Bark erhielt neben einem neuen Teak­Deck eine neue
Kombüse und einen neuen Farbanstrich. Obwohl die „Weiße Dame“ im August 2009
ihren 50. Geburtstag feierte, ist sie nach der Werftliegezeit fast wie neu. Der „Weiße
Albatros“, wie die GORCH FOCK von der Besatzung auch liebevoll genannt wird, rüstet
sich nun für ihre weiteren Vorhaben. Die Stammbesatzung trainiert für die anstehenden
Seefahrten. Sie übt Segelsetzen und seemännische Manöver.

SEGELSCHULSCHIFF

96 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


GORCH FOCK
Die GORCH FOCK dient in erster Linie zur
Ausbildung der Offizieranwärter. An Bord
erfahren sie in der Praxis, was Seefahrt und
Teamwork bedeuten. Das Schiff kann nur
im Team beherrscht werden.

Alles an Bord funktioniert ausschließlich mit


Muskelkraft. Die Bedienung der über 2.000
Quadratmeter Segel oder das Rudergehen
erledigen die Kadetten mit den eigenen
Händen. So sind vier Rudergänger nötig,
um das Schiff auf Kurs zu halten oder 90
Kadetten, um die schweren Beiboote wieder
an Bord zu hieven. Dabei ist der einzelne
Lehrgangsteilnehmer kein Gast an Bord, der
bei Schwierigkeiten vom erfahrenen Stamm­
personal ersetzt wird. Der Lehrgangsteil­
nehmer ist grundsätzlich derjenige, der das
Schiff segelt, es zur See fährt.

Wenn die GORCH FOCK im Namen der


Marine, der Bundeswehr und somit der
Bundesrepublik Deutschland Flagge zeigt,
kommt sie in friedlicher Mission. Der Auftrag
ist die Völkerverständigung. Als Botschafter
in Blau ist die GORCH FOCK dabei in allen
Häfen ein Blickfang und gern gesehener Gast.

Besatzung 85 Soldatinnen/Soldaten und


maximal 138 Lehrgangsteilnehmer
Länge 89,30 m
Breite 12,00 m
Tiefgang 5,50 m
Einsatzverdrängung 2.002 t
Motorleistung 1.240 kW (1.685 PS)
Höchstgeschwindigkeit unter Maschine circa
12 kn, unter Segel circa 17 kn
Bewaffnung keine

DIE MARINE 97
Die BOTTSAND gehört zum Marinestützpunktkommando Warnemünde. Die EVERSAND ist
das zweite Schiff dieser Klasse. Sie ist im Marinestützpunkt Wilhelmshaven stationiert.
Diese beiden Schiffe stehen dem Havariekommando in Cuxhaven jederzeit zur Verfügung.

Ö L A U F FA N G S C H I F F

98 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


BOTTSAND­Klasse (Typ 738)
Die Marine betreibt zwei Ölauffangschiffe
von besonderer Bauart: Wesentliches
Merkmal ist, dass sie in ihrer Mittelachse
aufklappbar sind. Ermöglicht wird dies
durch eine Gelenkkonstruktion am Heck.
Die beiden Rumpfhälften können dadurch
so weit auseinandergefahren werden, dass
sie ein offenes Dreieck mit einem Öffnungs­
winkel von circa 65 Grad bilden.

Die in dem Dreieck zusammengeschobene


Ölschicht wird durch eine Abschöpfein­
richtung mit einem Wasserabscheidesystem
abgesaugt und gelangt in die bordeigenen
Sammeltanks. Die Saugleistung liegt bei
einer zwei Millimeter dicken Ölschicht und
einer Schiffsgeschwindigkeit von einem
Knoten bei etwa 140 Kubikmetern in der
Stunde.

Besatzung zivil 6 Personen


Länge 46,30 m
Breite 12,00 m
Tiefgang 3,10 m
Einsatzverdrängung 650 t
Motorleistung 759 kW (1.030 PS)
Höchstgeschwindigkeit 10 kn
Bewaffnung keine

DIE MARINE 99
Schutz, Erhalt oder Wiederherstellung der Gesundheit von Soldatinnen und
Soldaten ist Aufgabe der sanitätsdienstlichen Versorgung. Das Vertrauen in
die Verlässlichkeit und die Qualität des Sanitätsdienstes ist ein wesentlicher
Motivationsfaktor für die Soldatinnen und Soldaten. Zur Erfüllung seiner Aufgaben
steht dem Sanitätsdienst umfangreiche und moderne Technik zur Verfügung.

DER SANITÄTSDIENST

100 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


DER SANITÄTSDIENST 101
Modulare Sanitätseinrichtungen dienen der Sicherstellung einer zeitgemäßen sanitäts­
dienstlichen Versorgung bei Einsätzen der Streitkräfte im Einsatzland und auf See. Sie
sind mit den unterschiedlichsten Transportmitteln wie zum Beispiel einem Hubschrauber
mobil verlegbar und jederzeit weltweit binnen kürzester Zeit aufgebaut und einsatzbereit.
Modernste medizintechnische Ausstattungen in den Containern und Zelten gewähr­
leisten eine qualifizierte medizinische Versorgung.

MODULARE
SANITÄTSEINRICHTUNGEN / MSE

102 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


Maßgeschneidert für den Einsatz
Angepasst an die unterschiedlichsten Ein­
satzerfordernisse kann der Sanitätsdienst
modulare Sanitätseinrichtungen schnell als
Rettungsstation, Rettungszentrum und
Einsatzlazarett in das Einsatzgebiet verlegen.

Die Rettungsstation übernimmt als Teil der


Rettungskette die allgemein­ und notfall­
medizinische Erstversorgung. Je nach Auftrag
und Ausstattung wird dann im Rettungs­
zentrum eine notfallchirurgische bzw. klini­
sche Akutversorgung sichergestellt. Neben
Operations­ und Pflegebereichen können
fachärztliche Untersuchungsstellen unter­
gebracht werden. Labor, Apotheke und
Notaufnahme vervollständigen die sanitäts­
dienstliche Versorgung. Die Systeme sind
mit modernen Geräten zur Diagnostik und
Behandlung Erkrankter, Verletzter und Ver­
wundeter ausgestattet.

Im Einsatzlazarett beginnt die klinische


Akutversorgung (vergleichbar mit den
Fachabteilungen eines Kreiskrankenhauses
in Deutschland). Das Einsatzlazarett nimmt
die stationäre fachärztliche Versorgung des
Patienten bis hin zu Operationen wahr. Das
Lazarett verfügt auf der Intensivstation über
eine geringe Anzahl von Betten. Bei lang­
wierigen Erkrankungen oder schwierigen
Eingriffen erfolgt eine Rückverlegung nach
Deutschland.

Neben den aus Zelten und Containern


bestehenden Systemen verfügt die
Bundeswehr über Luftlandesysteme für
Rettungsstationen und Rettungszentren.

DER SANITÄTSDIENST 103


Je nach Bedrohungslage werden unterschiedlich stark geschützte Sanitätsfahrzeuge
eingesetzt. Dies umfasst beispielsweise den Schutz vor Minen, Sprengladungen und
ABC­Kampfstoffen. Die moderne materielle Sanitätsausstattung der Fahrzeuge ent­
spricht grundsätzlich der eines zivilen Rettungswagens.

GELÄNDEGÄNGIGE NOTARZTWAGEN

FA H R Z E U G E

104 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


Krankenkraftwagen BAT
Der geländegängige Lastkraftwagen ist ein
ungeschütztes Fahrzeug, das im Sanitäts­
dienst überwiegend als Krankenkraftwagen
(KrKw) eingesetzt wird, um bis zu sechs
Verwundete zu transportieren, die bereits
in einer Behandlungseinrichtung versorgt
wurden.

In der Variante Beweglicher Arzttrupp (BAT)


wird der KrKw zur notfallmedizinischen
Erstversorgung eingesetzt. Die Ausstattung
beinhaltet modernstes medizinisches Gerät,
mit dem eine Notfallversorgung auf hohem
Niveau sichergestellt werden kann.

Verantwortlich dafür ist ein dreiköpfiges


Team, dem auch ein Rettungsmediziner
(Arzt) und Rettungsassistent angehören.
Nachdem die Verwundeten behandelt und
stabilisiert wurden, erfolgt der Abtransport
zur Weiterbehandlung in eine sanitäts­
dienstliche Einrichtung. Dabei können in
der klimatisierten Konfiguration des BAT
maximal zwei liegend Verwundete versorgt
werden.

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten
Länge 5,73 m
Breite 2,34 m
Höhe 3,23 m
Motorleistung 100 kW (136 PS)
Höchstgeschwindigkeit 80 km/h
Zulässiges Gesamtgewicht 7,5 t
Nutzlast 2 t
Transportraum 4 liegende, intensiv zu versor­
gende Patienten oder 6 sitzende Patienten

DER SANITÄTSDIENST 105


MEHRZWECK­RADFAHRZEUGE

106 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


YAK BAT
Der YAK ist ein hochmobiles, geschütztes
Mehrzweck­Radfahrzeug, das den erhöhten
Bedarf und die gestiegenen Anforderungen
der Streitkräfte an geschütztem Transport­
raum erfüllt. Er verfügt über ein hohes Niveau
bezüglich des Insassenschutzes. So gewähr­
leistet das Fahrzeug seiner Besatzung Schutz
gegen ballistische Bedrohung und besitzt
einen integrierten Schutz gegen die Blast­
wirkung von Minen.

Mit einem Gesamtgewicht von 13,5 Tonnen


wird der Lufttransport in den Flugzeugen
C­160 TRANSALL und C­130 HERKULES
ermöglicht. Im Sanitätsdienst der Bundes­
wehr wird der YAK derzeit in der Variante
Beweglicher Arzttrupp eingesetzt.

Die im Mehrzweckaufbau integrierte Sani­


tätsausstattung entspricht modernster
Medizintechnik. Der YAK soll auch in der
Variante Sanitätstrupp (SanTrp) zum Einsatz
kommen.

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten
Länge 6,71 m
Breite 2,43 m
Höhe 2,92 m
Motorleistung 184 kW (245 PS)
Höchstgeschwindigkeit 106 km/h
Zulässiges Gesamtgewicht 13,5 t
Nutzlast bis zu 5,5 t
Transportraum 1 liegender und
2 sitzende Verwundete

DER SANITÄTSDIENST 107


BEWEGLICHER ARZTTRUPP

FUCHS BAT
In der Konfiguration Beweglicher Arzt­
trupp wird der Transportpanzer FUCHS im
Sanitätsdienst auch zum geschützten
Verletztentransport mit der Möglichkeit zur
notfallmedizinischen Behandlung einge­
setzt. Dabei können ein intensivmedizinisch
zu versorgender Patient oder alternativ zwei
leicht verletzte Patienten sanitätsdienstlich
versorgt und zur entsprechenden Weiter­
behandlung verbracht werden. Für die
medizinische Versorgung sind ein aus­
gebildeter Rettungsmediziner (Arzt) sowie
ein Rettungsassistent verantwortlich.

Die Ausstattung des Fahrzeugs in der Konfi­


guration BAT ist etwa vergleichbar mit der
eines zivilen Notarztwagens und beinhaltet
unter anderem eine Vakuummatratze, einen
Defibrillator, einen Überwachungsmonitor
und ein automatisches Notfallbeatmungs­
system. Durch die extreme Geländetaug­
lichkeit und die amphibischen Eigenschaf­
ten des Radpanzer ist auch ein Einsatz in
schwierigem Gelände möglich.

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten
Länge 6,71 m
Breite 2,43 m
Höhe 2,92 m
Motorleistung 184 kW (245 PS)
Höchstgeschwindigkeit 106 km/h
Zulässiges Gesamtgewicht 13,5 t
Nutzlast bis zu 5,5 t
Transportraum 1 liegender und
2 sitzende Verwundete

108 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


FUCHS IED BAT
Für den Einsatz in Krisengebieten wurde der von Verletzten und Schwerstverletzten unter
Transportpanzer FUCHS als Sanitätsvariante hoher Sicherheit durchzuführen.
zusätzlich mit spezifischen Schutzvorrichtun­ Die Ausstattung in der Rollenkonfiguration
gen ausgestattet. Dazu gehören unter ande­ als Beweglicher Arzttrupp erlaubt den
rem zusätzlicher Minenschutz sowie Schutz Transport eines intensivmedizinisch zu ver­
gegen die Blastwirkung von Improvised sorgenden Patienten zur entsprechenden
Explosive Devices (IED). Die Zusatzpanzerung Weiterbehandlung in einer Rettungsstation
erlaubt es, medizinische Evakuierungen oder einem Rettungszentrum.

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten
Länge 6,95 m
Breite 3,10 m
Höhe 2,31 m
Motorleistung 235 kW (320 PS)
Höchstgeschwindigkeit 92 km/h
Zulässiges Gesamtgewicht 2,1 t
Nutzlast bis zu 5,5 t
Transportraum 1 liegender, intensiv
zu versorgender Patient

DER SANITÄTSDIENST 109


SANITÄTSTRUPP

110 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


HÄGGLUND
Der BV 206 HÄGGLUND wird im Sanitäts­
dienst als Fahrzeug für den die Gebirgs­
und Fallschirmjägertruppe begleitenden
Sanitätstrupp eingesetzt und ist luftverlad­
bar. Der HÄGGLUND ist ein Fahrzeug­
gespann, dessen Vorder­ und Hinterwagen
durch ein Knickgelenk verbunden ist. Eine
hydraulische Ansteuerung am Knickgelenk
bewirkt die Lenkung des Fahrzeugs. Der
Vorderwagen nimmt Motor und Getriebe
auf. Alle vier Kettenstränge werden ange­
trieben.

Das Fahrzeug überzeugt durch seine


Schwimmfähigkeit und ausgeprägte
Mobilität in besonders schwierigem
Gelände und bei extremen klimatischen
Bedingungen.

Das Fahrzeug ist mit einer ABC­Schutz­


und Klimaanlage in beiden Fahrzeughälften
ausgestattet. Die integrierte Sanitätsaus­
stattung ermöglicht dem Sanitätspersonal
die Sicherstellung der sanitätsdienstlichen
Versorgung mit dem Ziel des Erhaltes der
Vitalfunktionen und der Herstellung der
Transportfähigkeit.
Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten
Länge 6,90 m
Breite 2,00 m
Höhe 2,00 m
Motorleistung 130 kW (177 PS)
Höchstgeschwindigkeit Straße / Gelände
52 km/h, Wasser 4,7 km/h
Zulässiges Gesamtgewicht 7,1 t
Nutzlast bis zu 2,65 t
Transportraum 2 liegend oder
1 liegend / 3 sitzend Verwundete

DER SANITÄTSDIENST 111


Falls eine abschließende Versorgung im Einsatzgebiet nicht möglich ist, erfolgt die Rück­
führung verwundeter Soldaten mit hochmodern ausgerüsteten Flugzeugen der Luftwaffe.
Rettungshubschrauber gehören zum sanitätsdienstlichen Einsatzkonzept. Soweit es die
Lage erlaubt, wird durch diese Rettungsmittel qualifizierte notärztliche Versorgung zum
Verwundeten gebracht.

FLIEGENDE INTENSIVSTATION – TRANSALL MEDEVAC

FLIEGENDE SANITÄTSEINRICHTUNGEN

112 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


C­160 D TRANSALL MedEvac
Das weltweit einmalige MedEvac­System
der Bundeswehr ist ein Lufttransportsystem
für schwerstkranke und schwerstverletzte
Soldatinnen und Soldaten. Auch bei zivilen
Katastrophen kommt MedEvac (Medical
Evacuation) auf Anforderung zum Einsatz.

Dabei werden die Langstreckenflugzeuge


CHALLENGER, Airbus A­310 MRTT sowie
die C­160 TRANSALL mit eingebautem
MedEvac­Rüstsatz eingesetzt, sodass ein
Intensivtransport mit gleichen Vorraus­
setzungen wie am Boden möglich ist.

Die Bundeswehrkrankenhäuser in Koblenz


und Ulm halten mehrere intensivmedizi­
nische Teams bestehend aus Fachärzten
und Fachkrankenpfleger in Rufbereitschaft,
um die MedEvac­Systeme im Bedarfsfall
personell zu besetzen. Lageabhängig
können diese Teams durch weiteres Fach­
personal aus den Bundeswehrkranken­
häusern Berlin und Hamburg verstärkt
werden.

DER SANITÄTSDIENST 113


FLIEGENDE INTENSIVSTATION – TRANSALL MEDEVAC

Patiententransport im AIRBUS A­310.

114 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄTE


Die Flugzeuge sind mit einer unterschied­
lichen Anzahl von Patiententransportein­
heiten (PTE) ausgestattet, welche einen
Transport unter intensivmedizinischer
Überwachung und Therapie ermöglichen.

Die CHALLENGER kann einen intensiv­


pflichtigen Patienten liegend transportie­
ren. Der Airbus A­310 hat Kapazität für
sechs intensivtherapiepflichtige und zehn
intensivüberwachungspflichtige Patienten
sowie für 26 weitere Patienten.

Im Laderaum der TRANSALL können bis zu


drei Schwerstverletzte auf PTE und weitere
14 Verletzte auf Tragen aus dem Einsatz­
raum ausgeflogen werden.

Die medizinische Besatzung der TRANSALL


in der MedEvac­Konfiguration umfasst bis
zu zwölf Personen. Eine TRANSALL kann
innerhalb weniger Stunden zum MedEvac­
Einsatz umgerüstet werden.

Technische Daten der TRANSALL, des AIRBUS und


der CHALLENGER siehe Luftwaffe auf den Seiten 61
und 63.

DER SANITÄTSDIENST 115


SEARCH AND RESCUE­HUBSCHRAUBER

116 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


SAR­Hubschrauber BELL UH­1D
Mit Search and Rescue (SAR – Suchen und Seit 1959 haben SAR­Kommandos der
Retten) wird international ein meist staat­ Bundeswehr in über 250.000 Einsätzen
licher Such­ und Rettungsdienst für die 190.000 Menschen gerettet.
Bereiche Luft­ und Seefahrt bezeichnet. Die
Aufgaben sind die Ortung von überfälligen, Der SAR­Hubschrauber BELL UH­1D,
vermissten oder im Extremfall nach abge­ dessen Besatzung aus Pilot, Bordmechani­
stürzten Luftfahrzeugen sowie die Rettung kermeister und Sanitätsfeldwebel Luftret­
der Besatzung und der Passagiere. Sofern tungsmeister besteht, ist eingerüstet mit
SAR­ und Militäraufgaben dem nicht ent­ einer Krankenliege und den notwendigen
gegenstehen und genügend Kapazitäten notfallmedizinischen Ausrüstungsgegen­
vorhanden sind, kann auch im Rahmen ständen sowie mit einer Rettungswinde,
der Amtshilfe bei Notfällen zu Lande und um den Verwundeten ab­ bzw. Verwun­
zu Wasser geholfen werden. dete in den Hubschrauber hochzuwin­
schen.
Meist wird von den Betroffenen selbst oder
von den koordinierenden Stellen zunächst
die örtlich zuständige Rettungsleitstelle,
die Polizei oder die Feuerwehr informiert.
Sofern die jeweilige Leitstelle Hilfe von SAR­
Einheiten benötigt, setzt sie sich mit der
zuständigen SAR­Leitstelle in Verbindung.
Die Alarmierung der SAR­Hubschrauber
erfolgt dann über die SAR­Leitstelle im
nordrhein­westfälischen Münster für den
Festlandbereich bzw. über die SAR­Leitstelle
Glücksburg für die Gebiete über der Nord­
und Ostsee. Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten
Länge 17,41 m
Höhe 4,48 m
Durchmesser des Hauptrotors 14,63 m
Durchmesser des Heckrotors 2,59 m
Leergewicht 2.140 kg
Innen­ und Außenlast gesamt 1.050 kg
Maximales Startgewicht 4.310 kg
Reisegeschwindigkeit 160 km/h
Höchstgeschwindigkeit 220 km/h
Reichweite 507 km
Transportraum 1 liegender Patient

DER SANITÄTSDIENST 117


Extrem vielfältig und umfassend gestalten sich der Auftrag und die Aufgaben der
Streitkräftebasis (SKB). Als Force Enabler, Force Provider und Force Multiplier er­
möglicht sie Auslandseinsätze und Hilfeleistungen der Bundeswehr im In­ und
Ausland. Sie ist darüber hinaus mit eigenen Kräften im gesamten Aufgabenspek­
trum der Bundeswehr im Einsatz. Logistische Unterstützung sowie Führungsunter­
stützung sind zwei ihrer Kernaufgaben.

DIE STREITKRÄFTEBASIS

118 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


DIE STREITKRÄFTEBASIS 119
LOGISTIK

120 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


Basislogistik
Die Kräfte der Basislogistik nehmen
streitkräftegemeinsame, querschnittliche
logistische Aufgaben im Rahmen der
Erst­ und Folgeversorgung sowie bei der
Verlegung wahr.

Ihr Zuständigkeitsbereich reicht von


der Logistischen Basis Inland über die
Logistische Basis im Einsatzgebiet bis zu
den eingerichteten Übergabepunkten
an die Einsatzlogistik der militärischen
Organisationsbereiche. Die mobilen
Logistiktruppen der Streitkäftebasis
bestehen aus Nachschub­, Transport­,
Umschlag­, Instandsetzungs­ sowie
Spezialpionierkräften.

Für die Erfüllung ihres Auftrages im jewei­


ligen Einsatzgebiet müssen die mobilen
Logistiktruppen der Streitkräftebasis über
den gleichen Schutz wie die zu unterstüt­
zende Truppe verfügen.

DIE STREITKRÄFTEBASIS 121


SPEZIALPIONIERE LOGISTISCHE FAHRZEUGE

Feldlagerbau und Betrieb Lastkraftwagen MULTI


Im Rahmen der logistischen Sonderauf­ Das Transportsystem MULTI (Mechanisierte
gaben sind die Spezialpioniere zuständig Umschlag­, Lager­ und Transportintegra­
für den Bau und Betrieb von Feldlagern zur tion) mit Fahrzeugschutzausstattung ist für
stationären Unterbringung im Einsatz sowie den Transport von Versorgungsgütern in
von Pipelineverbindungen und Feldtank­ schwerem Gelände zuständig. Der MULTI
lagern. stellt den Transport und zeitsparenden
Umschlag im Einsatz sicher und ist das
Mit ihren Kräften und Mitteln können sie wesentliche Transportsystem der mobilen
auch Hilfeleistungen, zum Beispiel bei Logistiktruppen der Streitkräftebasis.
Naturkatastrophen im In­ und Ausland
erbringen.

Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten
Gewicht 38,5 t
Länge 10,30 m
Breite 2,55 m
Höhe 3,61 m
Motorleistung 324 kW (440 PS)
Tankvolumen 400 l
Fahrbereich 800 km
Höchstgeschwindigkeit 88 km/h
Nutzlast 16,5 t
Ausstattung Schutz gegen Waffenwirkung

122 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


Straßentankwagen Handelsübliche Lastkraftwagen
Die Straßentankwagen (schwer 8 x 8) mit Lastkraftwagen mit Zuladungskapazitäten
Fahrzeugschutzausstattung bilden das von zwei bis 15 Tonnen werden als Dienst­
Rückgrat der Kraftstoffversorgung im leistung der BundeswehrFuhrparkService
Einsatz. GmbH für vielfältige Transportaufgaben im
Bereich der Logistik und anderer Aufgaben­
Sie dienen dem Transport von Flug­ und bereiche eingesetzt. Diese Fahrzeuge
Bodenkraftstoff zwischen der Logistischen ersetzen veraltete Lastkraftwagen. Ein
Basis im Einsatzgebiet und den Übergabe­ Beispiel hierfür ist der EUROCARGO von
punkten zur Einsatzlogistik sowie der IVECO.
Befüllung von Tanklagern und können im
Bedarfsfall auch Rad­ und Kettenfahrzeuge
unmittelbar betanken.

Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Besatzung bis 3 Soldatinnen/Soldaten


Gewicht 38 t Gewicht 14 t
Länge 9,80 m Länge 7,97 m
Breite 2,55 m Breite 2,50 m
Höhe 3,55 m Höhe 3,11 m
Motorleistung 316 kW (430 PS) Motorleistung 176 kW (240 PS)
Tankvolumen 300 l Tankvolumen 200 l
Fahrbereich 700 km Fahrbereich 850 km
Höchstgeschwindigkeit 85 km/h Höchstgeschwindigkeit 90 km/h
Nutzlast 14,8 t / 18.000 l Nutzlast 5 t
Ausstattung Schutz gegen Waffenwirkung Ausstattung abhängig von Optionspaket

DIE STREITKRÄFTEBASIS 123


Die Kampfmittelbeseitigung dient dem Schutz eigener Kräfte, Einrichtungen, einschließlich
einsatzwichtiger Infrastruktur und eigenen Geräts vor der komplexen Bedrohung durch
nicht zur Wirkung gelangter Kampfmittel. Sie ist mit ihren Fähigkeiten das dominierende
Element in der gesamten Abwehr von Kampfmitteln.

EINSATZFAHRZEUGE

KAMPFMITTELBESEITIGUNG

DURO
Das Haupteinsatzfahrzeug für die
Kampfmittelbeseitigung wird zukünftig
das geschützte Führungs­ und Funk­
tionsfahrzeug vom Typ DURO sein.
Dieses Fahrzeug verfügt über einen
Schutz gegen Minen sowie über
ballistischen und Splitterschutz, kann
unter ABC­Bedingungen eingesetzt
werden und besitzt eine autarke
Energieversorgung.

Besatzung 2 (+1) Soldatinnen/Soldaten


Gewicht 13,5 t
Länge 6,70 m
Breite 2,31 m
Höhe 2,80 m
Motorleistung 184 kW (250 PS)
Tankvolumen 180 l
Fahrbereich 720 km
Höchstgeschwindigkeit 100 km/h
Nutzlast 1,2 t
Ausstattung mit verschiedenen Rüstsatzvarianten
im Einsatz (zum Beispiel im Feldjägerdienst, Seiten
146 und 147, oder als Beweglicher Arzttrupp)

124 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


KAMPFMITTELBESEITIGUNG MANIPULATORFAHRZEUG

Schutzanzug tEODdor
Die Kampfmittelbeseitigungskräfte verfügen Die Nutzung ferngesteuerter Manipulatoren
über Schutzanzüge, die mit einer Kommu­ erhöht den Schutz und die Sicherheit der
nikationsanlage sowie einer Kühleinrich­ Kampfmittelbeseitigungskräfte im Einsatz
tung ausgerüstet sind, damit der Kampf­ in erheblichem Maße. Das wichtigstes
mittelbeseitiger auch bei höheren Tempe­ Einsatzmittel ist das Manipulatorfahrzeug
raturen über längere Zeit eingesetzt wer­ tEODdor.
den kann.
Mit diesem Manipulator können fernge­
steuert über Kabel oder Funk aus sicherer
Entfernung Kampfmittel aufgespürt, freige­
legt, untersucht und beseitigt werden. Für
Einsatzorte, die mit dem tEODdor nicht
erreicht werden können, zum Beispiel enge
Räume, Röhren, Luftfahrzeuge wird das
Manipulatorfahrzeug EOD klein „PackBot“
eingesetzt. Es ist durch eine Person tragbar,
wird auch über Kabel oder Funk gesteuert
und verfügt ebenfalls über verschiedene
Wirkmittel.

DIE STREITKRÄFTEBASIS 125


Nachrichtengewinnung und Aufklärung trägt zeitnah zur Lagefeststellung für alle Führungs­
ebenen und wesentlich zum Schutz der Truppe im Einsatz bei. Das Kommando Strategische
Aufklärung ist dabei die zentrale Dienststelle für die bedarfsgerechte Informationsversorgung
und ­bereitstellung durch Fernmelde­ und Elektronische Aufklärung, Optronische und Abbil­
dende Aufklärung sowie für die Vorbereitung und Durchführung des Elektronischen Kampfes.

Luftgestütztes Aufklärungssystem

NACHRICHTENGEWINNUNG UND AUFKLÄRUNG

126 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


EURO HAWK
Das System auf der Basis eines Unmanned
Aerial Vehicle (UAV) ermöglicht die
Erfassung von SIGINT­Daten in einem
Einsatzgebiet. EURO HAWK wird künftig
den bisherigen luftgestützten Sensor
BREGUET ATLANTIC ablösen.

Der EURO HAWK wird durch die Luftwaffe


eingesetzt. Das Personal für den fachlichen
Einsatz stellt das der Streitkräftebasis zu­
geordnete Kommando Strategische Auf­
klärung.

Mit der Inbetriebnahme des unbemannten


EURO HAWK beginnt ein neues Zeitalter in
der Nachrichtengewinnung und Aufklä­
rung, da bisher nur bemannte Systeme
eingesetzt wurden.

Länge 13,50 m
Spannweite rund 40,00 m
Höhe 4,60 m
Maximales Startgewicht 14 t
Nutzlast 1 t
Maximale Reichweite 22.300 km
Dienstgipfelhöhe 19.800 m
Höchstgeschwindigkeit knapp 600 km/h
Maximale Flugdauer 30 Std

DIE STREITKRÄFTEBASIS 127


ALLWETTERFÄHIGES, RAUMGESTÜTZTES AUFKLÄRUNGSSYSTEM

128 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


SAR­LUPE

(SYNTETIC APERTURE RADAR)

Das System besteht aus fünf Satelliten auf


drei Orbits in circa 500 Kilometern Höhe,
die weltweit wetter­ und tageslichtunab­
hängig Radarbilder gewinnen können. In
einer Bodenstation werden diese Bilder
durch fachkundiges Personal ausgewertet
und den Bedarfsträgern als Lage­
information zur Verfügung gestellt. Über
einen Systemverbund mit Frankreich wird
der Zugang zu Satellitenbildern des opti­
schen System Helios II sichergestellt.

Das System leistet damit einen Beitrag


sowohl für die politische Leitung und militä­
rischen Führung im Rahmen der Krisen­
früherkennung, Krisenvorsorge und Krisen­
management als auch für die Einsatzkräfte
unter operativen Gesichtspunkten.

Gewicht circa 720 kg


Länge circa 4,00 m
Breite circa 3,00 m
Höhe 2,00 m

DIE STREITKRÄFTEBASIS 129


BODENGEBUNDENE FAHRZEUGE FÜR ELEKTRONISCHE
UNTERSTÜTZUNGS­ UND GEGENMAßNAHMEN

Radarpeiler RMB / Störpanzer HUMMEL


Die Fahrzeuge werden im Einsatz unmittel­ Mittel für den offensiven Elektronischen
bar zur Unterstützung der eigenen Kräfte Kampf. Durch die komplette Bedienbarkeit
eingesetzt. Dabei kann der gesamte Bereich der Systeme innerhalb der Transportpanzer
des relevanten elektromagnetischen Spek­ wird die Besatzung vor feindlichem Beschuss
trums abgedeckt werden. geschützt.

Der Radarpeiler RMB dient der Erfassung,


Peilung und Auswertung von modernen
Radarsignalen.

Der Störpanzer HUMMEL ist ein hoch­


mobiles, leistungsfähiges System für
elektronische Gegenmaßnahmen im
VHF­/ UHF­Bereich. Er stellt ein effektives

Besatzung 4 Soldatinnen/Soldaten
Länge circa 7,50 m
Breite circa 3,00 m
Höhe abhängig vom Aufbau
Motorleistung 235 kW (320 PS)
Fahrbereich circa 800 km
Nutzlast abhängig vom Rüstsatz
Ausstattung auf der Basis des Transportpanzers
FUCHS mit verschiedenen Rüstsatzvarianten im Einsatz

130 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


FLOTTENDIENSTBOOTE ORTSFESTE FERNMELDEAUFKLÄRUNG

Die Flottendienstboote werden weltweit zur In den ortsfesten Fernmeldeaufklärungs­


seegestützten signalerfassenden Aufklärung zentralen werden Funksignale und
eingesetzt. Ihr Einsatzspektrum reicht von Funkverkehre detektiert, übersetzt und
der Gewinnung von Grundlageninforma­ ausgewertet. Die hier gewonnenen
tionen bis hin zur direkten Unterstützung Ergebnisse dienen der Lagefeststellung
von Einsatzverbänden. und der Einsatzunterstützung.

Technische Daten siehe Marine, Seiten 74 und 75.

DIE STREITKRÄFTEBASIS 131


Operative Information wirkt mit kommunikativen Mitteln und Methoden auf freigegebene
Zielgruppen im Einsatzgebiet ein, um deren Einstellungen und Verhalten zu beeinflussen,
Vertrauen und Unterstützung für den eigenen Auftrag zu erzielen und damit auch zum
Schutz eigener Kräfte beizutragen.

LAUTSPRECHERTRÄGER

O P E R AT I V E I N F O R M AT I O N

Lautsprecherträger auf Basis DINGO 1 bzw. 2.

132 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


Die taktischen Operativen Informations­
Gruppen sind in besonderer Weise zur
Abstrahlung von Lautsprecheraufrufen,
Direktkommunikation mit Zielgruppen,
offener Informationsgewinnung und
Wirkungskontrolle von Operativen
Informations­Maßnahmen und Produkten
befähigt.

Länge 5,52 m
Breite 2,34 m
Höhe 3,53 m
Leistung 400 Watt
Reichweite bis zu 1,8 km

DIE STREITKRÄFTEBASIS 133


134 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT
AUDIO­VISUELLE BEITRÄGE AUDIO

Video Lautsprecherausstattung
Operative Information hat keine eigenen Die tragbare Lautsprecheranlage hat eine
Fernsehsender, besitzt jedoch die Fähigkeit, Leistung von 131 Dezibel bei 60 Watt. Die
mit mobilen Aufnahmetrupps TV­Beiträge Wirkungsentfernung liegt je nach Störge­
zu produzieren. Das Format der Beiträge räuschpegel zwischen 200 und 800 Metern.
wird durch die Kultur sowie durch den
technischen Fortschritt und die Sehgewohn­
heiten der Zielgruppe bestimmt.

Die Ausstrahlung der Beiträge erfolgt


über angemietete TV­Sendezeiten ziviler
Fernsehanstalten im Einsatzgebiet oder
über eigene Videowiedergabetrupps.

DIE STREITKRÄFTEBASIS 135


136 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT
VIDEOWIEDERGABE DRUCKEREI

LED­Wände Mobiler Offsetdruck


Die Videowiedergabeausstattung ist auf Die kleinformatige Offsetdruckpresse (bis
zwei Einachsanhängern verlastet. DIN A3) ist das aktuelle Vervielfältigungs­
system im mobilen Druck. Sie ist in einer
Ein Anhänger trägt die Zuspielelemente klimatisierten Kabine II FM A montiert und
und das Stromerzeugeraggregat und ein bedruckt Papier mit zwei Farben in einem
zweiter die LED­Wand mit einer Bildschirm­ Druckgang. Papier mit einem Gewicht von
diagonalen von drei Metern. 40 bis 300 Gramm pro Quadratmeter kann
hier eingesetzt werden. Stündlich können
Das Gerät ist für Außenvorführungen von bis zu 6.000 Blatt gedruckt werden.
mehr als 100 Personen konzipiert. Hier ist
die Wiedergabe in einer Entfernung von
20 bis 60 Metern möglich. Der Satz bein­
haltet ebenfalls eine Indoor­Ausstattung.
Die Lautsprecheranlage verfügt über zwei
Endstufenverstärker von je 380 Watt.

DIE STREITKRÄFTEBASIS 137


138 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT
BALLONEINSATZ HÖRFUNK

Ballone Studiokabine
Abstandsfähig und über weite Distanz Radiobeiträge werden in einer Studiokabine
können Produkte (zum Beispiel Flugblätter) (II FM A) produziert und können mit eige­
mittels Ballon in schwerzugängliche oder nen Sendern (UKW oder KW, fünf Kilowatt)
gefährliche Regionen verbracht werden. ausgestrahlt werden. Die Reichweite der
Die Ballone können Lasten von bis zu vier Sender liegt im UKW­Bereich bei circa
Kilogramm etwa 30 Kilometer weit tragen. 60 Kilometern und bei KW bis zu 2.000
Als Treibmittel wird Helium verwendet, das Kilometern.
von den Ballonkräften auf Lastkraftwagen
in Flaschenbündeln transportiert wird. Zu jedem Trupp gehören zwei Studio­ und
eine Senderkabine.
Jedes Fahrzeug trägt rund 720 Kubikmeter
Helium. Mittels Wetterballone und einer
Radiosonde werden Wetterdaten erfasst.
Die Telemetrie­ und GPS­Daten werden in
einer mobilen Bodenstation ausgewertet
und in ein Ballonzielflugprogramm ein­
gearbeitet.

DIE STREITKRÄFTEBASIS 139


Führungsunterstützung ist eine Aufgabe, die nur im streitkräftegemeinsamen Ansatz
gelöst werden kann. Durch eine möglichst weitgehende Konzentration der Führungs­
unterstützung in der Streitkräftebasis werden Synergien gewonnen und die Flexibilität
der Streitkräfte insgesamt gesteigert. Die Streitkräftebasis hat den Auftrag, die

MOBILES KOMMUNIKATIONSSYSTEM BUNDESWEHR

FÜHRUNGSUNTERSTÜTZUNG FÜR EINSÄTZE

140 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


Informationsversorgung zwischen allen Einsatzgebieten und Deutschland sowie die
Integration der IT­Systeme der Teilstreitkräfte in den Einsatzgebieten selbst sicherzustel­
len. Dazu plant, überwacht und steuert das Streitkräfteunterstützungskommando das IT­
System der Bundeswehr mittels seines Betriebszentrums, während die mobilen Führungs­
unterstützungskräfte die Anbindung der Kontingente in den Einsatzgebieten gewährleisten.

Das Mobile Kommunikationssystem


Bundeswehr (MobKommSysBw) ist ein
verlegefähiges Weitverkehrsnetz für die
Einsatzländer auf Basis modernster Inter­
netprotokoll­Technologie. Es kann daher
unter anderem gleichzeitig Sprache, Daten
und Videos übertragen. In Verbindung mit
dem Satellitenkommunikationssystem Bun­
deswehr (SATCOMBw), Richtfunk, HF­Funk
oder auch terrestrischer Verbindungen er­
folgt die Anbindung der Einsatzgebiete an
das Heimatland.

Mit Hilfe von sogenannten Netzwerk­


managementtrupps wird die Überwachung
der Leistungsdaten sowie die Steuerung
dieses Netzes in den Einsatzgebieten sicher­
gestellt.

Beispiele für wesentliche Einzelelemente


des IT­Systems der Bundeswehr sind:
■ Mobiles Kommunikationssystem,
■ Satellitenkommunikationssystem,
■ Bündelfunksystem TETRAPOLBw,
■ Führungsinformationssystem Streitkräfte.

DIE STREITKRÄFTEBASIS 141


142 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT
ÜBERTRAGUNG BÜNDELFUNKSYSTEM

SATELLITENKOMMUNIKATIONS­ TETRAPOL Bw
SYSTEM BUNDESWEHR TETRAPOL Bw ist ein Kommunikationsmittel
Das SATELLITENKOMMUNIKATIONSSYSTEM für mobile Kräfte und stellt ein digitales Über­
BUNDESWEHR (SATCOMBw) ist das primäre, tragungsmittel für verschlüsselte Sprach­
in eigener Verfügungsgewalt stehende und Datenübermittlung dar, das in den
Mittel der strategischen und weiträumigen Internetprotokoll­basierten Kommunika­
Übertragung. Das System besteht aus zwei tionsverbund integriert werden kann. Es
militärischen Satelliten, drei ortsfesten integriert Teilnehmer in den Verbund der
Bodenstationen in Deutschland und bestehenden Kommunikationsnetze, um
mobilen Bodenstationen unterschiedlicher eine gesicherte Truppenführung und ge­
Größe und Leistungsfähigkeit sowie einem zielte Führung einzelner Teilnehmer zu
Führungs­ und Kontrollsegment. ermöglichen.

Gleichzeitig hat sich Deutschland über Eingesetzt wird das System bei bewegli­
längerfristige Providerverträge Satelliten­ chen Kräften der Bundeswehr in einem
übertragungskapazitäten in kommerziellen Zellradius von circa 25 Kilometern für
Frequenzbändern gesichert. sichere Sprach­ / Datenübertragung und
Übergänge in analoge und digitale Netze.
Satellitenfunkverbindungen sind geeignet,
entfernte Räume oder feste und mobile
IT­Netze miteinander zu verknüpfen. Sie
können nahezu unter allen Witterungs­
bedingungen und in jedem Gelände
hergestellt und betrieben werden.

Einzelne Satellitenfunksysteme ermöglichen


die Übertragung in der Bewegung.

DIE STREITKRÄFTEBASIS 143


FÜHRUNGSINFORMATIONSSYSTEM STREITKRÄFTE

144 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


Hauptaufgabe des STREITKRÄFTEGEMEIN­
SAMEN FÜHRUNGSINFORMATIONS­
SYSTEMS (FüInfoSysSK) ist die Unter­
stützung der Führungsfähigkeit bei streit­
kräftegemeinsamer und multinationaler
Planung, Einsatzvorbereitung sowie Durch­
führung und Nachbereitung von Einsätzen
von der militärstrategischen bis hin zur
operativen Ebene in Deutschland und im
jeweiligen Einsatzland sowie an Bord von
Führungsschiffen der Marine.

Es dient zur Informationsverarbeitung,


also dem Sammeln, Auswerten, der ebe­
nengerechten Verdichtung, Präsentation
und Weitergabe führungsrelevanter Infor­
mationen, um darauf basierende Lagebe­
urteilungen und Führungsentscheidungen
treffen und die anschließende Befehls­
gebung und Kontrolle durchführen zu
können. Das System ermöglicht den
Datenaustausch bis zur Stufe GEHEIM.

DIE STREITKRÄFTEBASIS 145


Feldjägerkräfte unterstützen die Streitkräfte im Inland sowie in allen ausländischen Einsatz­
und Stationierungsgebieten durch die Wahrnehmung militärpolizeilicher Aufgaben im
gesamten Aufgaben­ und Intensitätsspektrum militärischer Anforderungen. Feldjäger sind
im Anwendungsbereich des NATO­Truppenstatuts die Militärpolizei der Bundeswehr. Der
Feldjägerdienst im Inland wird flächendeckend und rund um die Uhr durch 30 dislozierte

FELDJÄGEREINSATZFAHRZEUG

FELDJÄGERWESEN BUNDESWEHR

146 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


Feldjägerdienstkommandos geleistet. Die Ausbildung aller Feldjägerkräfte erfolgt an
der Schule für Feldjäger und Stabsdienst der Bundeswehr in Hannover. Im Rahmen des
ständigen Auftrags unterstützt das Feldjägerwesen der Bundeswehr die Bedarfsträger
in der Bundeswehr und das Bundesministerium der Verteidigung. Die Wahrnehmung
der Feldjäger­Aufgaben für die Bundeswehr erfolgt dabei in Pilotfunktion durch das
Feldjägerwesen der Bundeswehr als Aufgabenbereich der Streitkräftebasis.

YAK
Eines der wesentlichen Einsatzfahrzeuge
für die Feldjägerkräfte im Auslandseinsatz
wird zukünftig das geschützte Führungs­
und Funktionsfahrzeug vom Typ YAK sein.
Dieses Fahrzeug kann mit Wechselmodulen
(zum Beispiel Wasserwerfer) für unter­
schiedliche Aufgaben des Feldjägerwesens
der Bundeswehr umgerüstet werden und
verfügt über eine unter Schutz bedienbare
Waffenstation.

Besatzung bis zu 5 Soldatinnen/Soldaten


Gewicht 13,5 t
Nutzlast 1,2 t
Länge 7,07 m
Breite 3,25 m
Höhe 2,87 m
Motorleistung 184 kW (250 PS)
Höchstgeschwindigkeit 100 km/h
Bewaffnung Granatmaschinenwaffe oder
Schweres Maschinengewehr
Ausstattung ABC­Schutzbelüftung,
Sondersignalanlage

DIE STREITKRÄFTEBASIS 147


Das Feldjägerstreifenfahrzeug WOLF mit Sonderschutzausstattung.

148 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


FELDJÄGERSTREIFENFAHRZEUG

WOLF SSA MOBILE KONTROLLSTELLE


Das Feldjägerstreifenfahrzeug WOLF SSA Die MOBILE KONTROLLSTELLE der Feldjäger
(Sonderschutzausstattung) wird vorrangig ist universell einsetzbar und hat sich unter
für den Personenschutz und als Einsatz­ anderem bei der Einrichtung von Fahrzeug­
Kfz bei anderen mobilen Aufträgen der kontrollstellen, Checkpoints oder zur Aus­
Feldjägerkräfte zum Beispiel im Militärischen leuchtung von Tatorten und Unfallstellen
Verkehrsdienst, Ordnungsdienst und der in besonderer Weise bewährt.
Wahrnehmung von Sicherheitsaufgaben
eingesetzt.

Das Fahrzeug verfügt über einen guten


Schutz gegen Waffenwirkung für die
Insassen.

Besatzung 2 bis 4 Soldatinnen/Soldaten Gewicht 640 kg


Gewicht 4,8 t Nutzlast 1,6 t
Nutzlast 1,2 t Länge 4,88 m
Länge 4,86 m Breite 1,78 m
Breite 1,84 m Höhe 2,15 m
Höhe 2,75 m
Motorleistung 115 kW (156 PS)
Höchstgeschwindigkeit 120 km/h
Ausstattung unter anderem GPS­Navigation, Perma­
nenter Allradantrieb, Funk­ und Außenbordsprechan­
lage, Satellitentelefon, Klimaanlage, Sondersignalanlage

DIE STREITKRÄFTEBASIS 149


In der Verantwortung der Streitkräftebasis befinden sich sämtliche Handfeuerwaffen wie
Pistolen, Gewehre, Maschinengewehre und Maschinenpistolen.

MASCHINENPISTOLEN

H A N D WA F F E N

Die Maschinenpistole MP 7.

150 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


MP 7 MP 5 K
Seit 2002 wird die Maschinenpistole MP 7 Die Maschinenpistole MP 5 K wird vor
im Einsatz sowie in einigen Einheiten im allem im Personenschutz benutzt, da sie
Inland eingesetzt. Sie zeichnet sich vor leicht verdeckt zu tragen ist und sie den
allem durch ihre geringe Größe bei den­ Personenschützern Feuerkraft bietet.
noch hoher Feuerkraft aus.

Kaliber 4,6 x 30 mm Kaliber 9,0 x 19 mm


Gewicht geladen 1,80 kg Gewicht 2,53 kg
Magazinfüllung 40 Patronen Magazinfüllung 30 Patronen
Geschossanfangsgeschwindigkeit / Vo 725 m / sek Geschossanfangsgeschwindigkeit / Vo 375 m / sek
Kampfentfernung 100 m Kampfentfernung bis 200 m
Feuergeschwindigkeit 950 Schuss pro min Feuergeschwindigkeit 900 Schuss pro min

DIE STREITKRÄFTEBASIS 151


GEWEHRE

Das Scharfschützengewehr G 22.

152 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


G 22 G 36
Das Scharfschützengewehr G 22 des Das Gewehr G 36 wurde ab Jahresende
englischen Herstellers ACCURACY INT. LTD. 1997 zusätzlich zum Sturmgewehr G 3
löst das G 3 ZF als Standard­Scharfschützen­ in die Bundeswehr eingeführt.
gewehr der Bundeswehr ab.

Kaliber 7,62 x 67 mm Kaliber 5,56 x 45 mm


Gewicht 9,15 kg Gewicht 4,47 kg
Magazinfüllung 5 Patronen Magazinfüllung 30 Patronen
Geschossanfangsgeschwindigkeit / Vo 900 m / sek Geschossanfangsgeschwindigkeit / Vo 920 m / sek
Kampfentfernung bis 1.100 m Kampfentfernung bis 500 m
Feuergeschwindigkeit 750 Schuss pro min

DIE STREITKRÄFTEBASIS 153


MASCHINENGEWEHRE

MG 3 MG 4
Das MG 3 wurde 1969 eingeführt. Es stellt Nach der erfolgreichen Pilotphase wird das
eine Weiterentwicklung des MG 1 dar, neue Maschinengewehr MG 4 nun in der
das seinerseits aus dem in der Wehrmacht Bundeswehr Schritt für Schritt eingeführt.
genutzten MG 42 entstanden ist.

Kaliber 7,62 x 51 mm Kaliber 5,56 x 45 mm


Gewicht 11,5 kg Gewicht 7,9 kg
Geschossanfangsgeschwindigkeit / Vo 820 m / sek Geschossanfangsgeschwindigkeit / Vo 910 m / sek
Kampfentfernung auf Zweibein 600 m Kampfentfernung auf Zweibein 600 m
Feuergeschwindigkeit 1.150 Schuss pro min Feuergeschwindigkeit 850 Schuss pro min

154 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


GRANATMASCHINENWAFFE

GraMaWa
Die Granatmaschinenwaffe (GraMaWa),
Kaliber 40 Millimeter x 53 ist eine automa­
tische, universelle Unterstützungswaffe für
den stationären und mobilen Einsatz mit
Gurtzuführung für Einzel­ und Dauerfeuer.

Sie ist wirkungsvoll gegen ungepanzerte


und leichtgepanzerte Bodenziele.

Die Granatmaschinenwaffe ist ein Rückstoß­


lader mit Masseverschluss. Das Gehäuse ist
ein Aluminium­Spritzgussteil in Form eines
offenen Kastenprofils, das alle Baugruppen
aufnimmt, abstützt und führt.

Die gegurtete Munition wird aus einem


Munitionsbehälter mit einem Fassungs­
vermögen von 32 Schuss oder einem
Munitionstragesack mit einem Fassungs­
vermögen von 64 Schuss (zwei Gurte à
32 Schuss) zugeführt.

Kaliber 40 mm
Gewicht gesamt 81 kg, ohne Munition 60,6 kg
Länge 1.180 mm
Breite 920 mm
Höhe 540 mm
Schussweite 2.200 m
Visierschussweite mit Reflexvisier 100 bis 1.500 m,
mit mechanischem Visier 200 bis 600 m
Kampfbeladung 64 Schuss
Geschossanfangsgeschwindigkeit / Vo 240 m / sek
Schussfolge / Feuerstoß 350 Schuss pro min
Gasdruck mittlerer 950 / 95 bar / MPa
Spezialgerät / Ausstattung Reflexvisier, Dreibein,
Nachtsichtgerät, Handwaffen (BiV)

DIE STREITKRÄFTEBASIS 155


IMPRESSUM

HERAUSGEBER
Bundesministerium der Verteidigung
Presse­ und Informationsstab
Stauffenbergstraße 18
10785 Berlin

STAND
Dezember 2009

GESTALTUNG
Gratzfeld, Wesseling

BILDNACHWEIS
PIZ Heer
PIZ Luftwaffe
PIZ Marine
PIZ Sanitätsdienst
PIZ Streitkräfteamt
IMZBw
Bundesministerium der Verteidigung
Dr. Scholzen

DRUCK
Köllen Druck+Verlag GmbH, Bonn

WEITERE INFORMATIONEN
im Internet unter
www.bmvg.de
www.bundeswehr.de

Die Broschüre ist Teil der Öffentlich­


keitsarbeit des Bundesministeriums
der Verteidigung. Sie wird kostenlos
abgegeben und ist nicht zum
Verkauf bestimmt.

156 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT


Waffensysteme und
Großgerät
Waffensysteme und
Großgerät
Waffensysteme und
Großgerät
INHALT
HEER 4
Kettenfahrzeuge 6
Radfahrzeuge 30
Luftfahrzeuge 42
Kampfmittelbeseitigung 48
Sonstige Geräte 52

LUFTWAFFE 56
Kampfflugzeuge 58
Schulflugzeuge 64
Flugabwehrsysteme 66
Transportflugzeuge 70
Hubschrauber 78
Aufklärungssystem 82

MARINE 84
Einsatzflottille 1 86
Einsatzflottille 2 100
Marineflieger 110
Segelschulschiff 116
Ölauffangschiff 118

SANITÄTSDIENST 120
Modulare Sanitätseinrichtungen 122
Patiententransportfahrzeuge 124
Patientenlufttransport 134

STREITKRÄFTEBASIS 140
Logistik 142
Spezialpioniere 154
Kraftfahrwesen 160
ABC-Abwehrkräfte 166
Feldjägerwesen 176
Protokollarischer Dienst 182

CYBER- UND
INFORMATIONSRAUM 186
Nachrichtengewinnung und
Aufklärung 188
Operative Kommunikation 192
Führungsunterstützung für Einsätze 200

IMPRESSUM 208

2 3
INHALT
HEER 4
Kettenfahrzeuge 6
Radfahrzeuge 30
Luftfahrzeuge 42
Kampfmittelbeseitigung 48
Sonstige Geräte 52

LUFTWAFFE 56
Kampfflugzeuge 58
Schulflugzeuge 64
Flugabwehrsysteme 66
Transportflugzeuge 70
Hubschrauber 78
Aufklärungssystem 82

MARINE 84
Einsatzflottille 1 86
Einsatzflottille 2 100
Marineflieger 110
Segelschulschiff 116
Ölauffangschiff 118

SANITÄTSDIENST 120
Modulare Sanitätseinrichtungen 122
Patiententransportfahrzeuge 124
Patientenlufttransport 134

STREITKRÄFTEBASIS 140
Logistik 142
Spezialpioniere 154
Kraftfahrwesen 160
ABC-Abwehrkräfte 166
Feldjägerwesen 176
Protokollarischer Dienst 182

CYBER- UND
INFORMATIONSRAUM 186
Nachrichtengewinnung und
Aufklärung 188
Operative Kommunikation 192
Führungsunterstützung für Einsätze 200

IMPRESSUM 208

2 3
HEER
KETTENFAHRZEUGE Vielseitige Anforderungen erfordern moderne und angepasste
RADFAHRZEUGE Technik. Wir stellen Ihnen die im Heer verwendeten Waffen-
LUFTFAHRZEUGE systeme und Großgeräte vor. Sie werden je nach Fahrwerk in
KAMPFMITTELBESEITIGUNG Ketten- und Radfahrzeuge unterteilt. Weiterhin gibt es eine
SONSTIGE GERÄTE Unterteilung in Wasser- und Luftfahrzeuge sowie sonstiges
Gerät. Landoperationen und Operationen im bodennahen Luft-
raum waren und bleiben die Kernkompetenz des Heeres.

4 5
HEER
KETTENFAHRZEUGE Vielseitige Anforderungen erfordern moderne und angepasste
RADFAHRZEUGE Technik. Wir stellen Ihnen die im Heer verwendeten Waffen-
LUFTFAHRZEUGE systeme und Großgeräte vor. Sie werden je nach Fahrwerk in
KAMPFMITTELBESEITIGUNG Ketten- und Radfahrzeuge unterteilt. Weiterhin gibt es eine
SONSTIGE GERÄTE Unterteilung in Wasser- und Luftfahrzeuge sowie sonstiges
Gerät. Landoperationen und Operationen im bodennahen Luft-
raum waren und bleiben die Kernkompetenz des Heeres.

4 5
KAMPFPANZER
KETTENFAHRZEUGE LEOPARD 2

Neben den Soldaten der Panzertruppe stehen auch der Artillerie, Der Kampfpanzer LEOPARD 2 ist der
Standardpanzer der Panzertruppe. Die
der Flugabwehr, den Pionieren und den Grenadieren Kettenfahr-
aktuelle Ausführung ist der Kampfpanzer
zeuge für schwieriges Gelände zur Verfügung. Das „Flaggschiff“ des LEOPARD 2 A7. Die Hauptwaffe ist eine
Heeres ist sicherlich der Kampfpanzer LEOPARD 2. Darüber hinaus 120 Millimeter Kanone, die eine leistungs-
verfügt die Teilstreitkraft auch über eine umfassende Palette ande- starke KE-Munition (gegen Panzer) und
die neue Spreng-Munition (HE – High
rer Kettenfahrzeuge. Explosive) gegen andere Ziele einsetzen
kann.

Die Version 2 A7 hat zudem eine Klima-


anlage zur Kühlung der Elektronik und
des Kampfraumes, sowie ein Stromzusatz-
aggregat, damit bei höherem Strombedarf LEOPARD 2 A5/2 A6M
im Stand (Checkpoint/Feldposten) nicht Besatzung 4 Soldatinnen/Soldaten
das Haupttriebwerk laufen muss. Gewicht 59,9/62,5 t
Militärische Lastenklasse 70 t
Länge 9,67/10,97 m
Breite 3,76 m
Höhe 3,03 m
Motorleistung 1.100 kW (1.500 PS)
Betriebsvorrat Haupt- und Zusatztank 1.160 l
Fahrbereich Straße/Gelände 280 km
Verbrauch 414 l /100 km
Höchstgeschwindigkeit 68 km/h
Bewaffnung Bordkanone 120 mm,
Bordmaschinengewehr Kaliber 7,62 mm,
Flugabwehrmaschinengewehr Kaliber 7,62 mm
Kampfentfernung Schussweite 2.500 m
LEOPARD 2 A7 Kampfbeladung 44/37 Schuss
Einführungsjahr 2015 Waten 1,20 m
Gefechtsmasse 63,9 t Tiefwaten 2,25 m
Zulässiges Gesamtgewicht ca. 65 t Unterwasserfahren 4,00 m
Feuerleitrechner Hybridrechner ABC-Schutz ja
Richtanlage elektrische WNA Spezialgerät /Ausstattung
Nachtsichtgerät Kraftfahrer BiV-Fahrgerät LEOPARD 2 A5 wie LEOPARD 2 A6
Richtschütze WBG im Hauptzielgerät mit kürzerer Kanone
Kommandant WBG im Rundblickperiskop LEOPARD 2 A6M wie LEOPARD 2 A6
Fahrbereich ca. 500 km mit verbessertem Minenschutz

6 7
KAMPFPANZER
KETTENFAHRZEUGE LEOPARD 2

Neben den Soldaten der Panzertruppe stehen auch der Artillerie, Der Kampfpanzer LEOPARD 2 ist der
Standardpanzer der Panzertruppe. Die
der Flugabwehr, den Pionieren und den Grenadieren Kettenfahr-
aktuelle Ausführung ist der Kampfpanzer
zeuge für schwieriges Gelände zur Verfügung. Das „Flaggschiff“ des LEOPARD 2 A7. Die Hauptwaffe ist eine
Heeres ist sicherlich der Kampfpanzer LEOPARD 2. Darüber hinaus 120 Millimeter Kanone, die eine leistungs-
verfügt die Teilstreitkraft auch über eine umfassende Palette ande- starke KE-Munition (gegen Panzer) und
die neue Spreng-Munition (HE – High
rer Kettenfahrzeuge. Explosive) gegen andere Ziele einsetzen
kann.

Die Version 2 A7 hat zudem eine Klima-


anlage zur Kühlung der Elektronik und
des Kampfraumes, sowie ein Stromzusatz-
aggregat, damit bei höherem Strombedarf LEOPARD 2 A5/2 A6M
im Stand (Checkpoint/Feldposten) nicht Besatzung 4 Soldatinnen/Soldaten
das Haupttriebwerk laufen muss. Gewicht 59,9/62,5 t
Militärische Lastenklasse 70 t
Länge 9,67/10,97 m
Breite 3,76 m
Höhe 3,03 m
Motorleistung 1.100 kW (1.500 PS)
Betriebsvorrat Haupt- und Zusatztank 1.160 l
Fahrbereich Straße/Gelände 280 km
Verbrauch 414 l /100 km
Höchstgeschwindigkeit 68 km/h
Bewaffnung Bordkanone 120 mm,
Bordmaschinengewehr Kaliber 7,62 mm,
Flugabwehrmaschinengewehr Kaliber 7,62 mm
Kampfentfernung Schussweite 2.500 m
LEOPARD 2 A7 Kampfbeladung 44/37 Schuss
Einführungsjahr 2015 Waten 1,20 m
Gefechtsmasse 63,9 t Tiefwaten 2,25 m
Zulässiges Gesamtgewicht ca. 65 t Unterwasserfahren 4,00 m
Feuerleitrechner Hybridrechner ABC-Schutz ja
Richtanlage elektrische WNA Spezialgerät /Ausstattung
Nachtsichtgerät Kraftfahrer BiV-Fahrgerät LEOPARD 2 A5 wie LEOPARD 2 A6
Richtschütze WBG im Hauptzielgerät mit kürzerer Kanone
Kommandant WBG im Rundblickperiskop LEOPARD 2 A6M wie LEOPARD 2 A6
Fahrbereich ca. 500 km mit verbessertem Minenschutz

6 7
SCHÜTZENPANZER
KETTENFAHRZEUGE MARDER

Der Schützenpanzer MARDER bietet als


gepanzertes Kettenfahrzeug neben der
Besatzung, bestehend aus drei Soldaten,
Platz für sechs weitere Soldaten. Der
MARDER verfügt über eine im Zwei-
Mann-Drehturm untergebrachte 20 mm-
Bordmaschinenkanone und ein Turm-
maschinengewehr vom Typ MG3 sowie
eine Nebelmittelwurfanlage. Optional kann
am Turm ein Lenkflugkörper MILAN
angebracht und abgefeuert werden.

Sein Kampfwert wurde ständig neuen


Erfordernissen angepasst. Durch die
Einrüstung von Wärmebildgeräten, Zusatz-
panzerungen, verstärkten Laufwerken und
weiteren Funktionsverbesserungen stellt
er auch heute – bis zur Ablösung durch
den SPz PUMA – noch ein unverzichtbares
Waffensystem der Panzergrenadiere dar.
Besatzung 9 Soldatinnen/Soldaten
Für die Auslandseinsätze wurden einige Gefechtsgewicht 38,5 t
MARDER mit Minenschutzausstattung und Militärische Lastenklasse 40 t
Raumkühlanlage umgerüstet. Länge 6,88 m
Breite 3,38 m
Höhe 3,23 m
Motorleistung 441 kW (600 PS)
Betriebsvorrat 650 l
Fahrbereich Straße 460 km
Verbrauch Straße/Gelände 130 l bis 400 l/100 km
Höchstgeschwindigkeit 65 km/h
Bewaffnung Maschinenkanone 20 mm,
Maschinengewehr 7,62 mm,
Panzerabwehrwaffe MILAN (Missile d’Infanterie
Léger ANtichar)
Kampfbeladung 1.250 Schuss
ABC-Schutz ja
Spezialgerät /Ausstattung Wärmebildgerät,
Winkelspiegel, Richtanlage elektro-hydraulisch

8 9
SCHÜTZENPANZER
KETTENFAHRZEUGE MARDER

Der Schützenpanzer MARDER bietet als


gepanzertes Kettenfahrzeug neben der
Besatzung, bestehend aus drei Soldaten,
Platz für sechs weitere Soldaten. Der
MARDER verfügt über eine im Zwei-
Mann-Drehturm untergebrachte 20 mm-
Bordmaschinenkanone und ein Turm-
maschinengewehr vom Typ MG3 sowie
eine Nebelmittelwurfanlage. Optional kann
am Turm ein Lenkflugkörper MILAN
angebracht und abgefeuert werden.

Sein Kampfwert wurde ständig neuen


Erfordernissen angepasst. Durch die
Einrüstung von Wärmebildgeräten, Zusatz-
panzerungen, verstärkten Laufwerken und
weiteren Funktionsverbesserungen stellt
er auch heute – bis zur Ablösung durch
den SPz PUMA – noch ein unverzichtbares
Waffensystem der Panzergrenadiere dar.
Besatzung 9 Soldatinnen/Soldaten
Für die Auslandseinsätze wurden einige Gefechtsgewicht 38,5 t
MARDER mit Minenschutzausstattung und Militärische Lastenklasse 40 t
Raumkühlanlage umgerüstet. Länge 6,88 m
Breite 3,38 m
Höhe 3,23 m
Motorleistung 441 kW (600 PS)
Betriebsvorrat 650 l
Fahrbereich Straße 460 km
Verbrauch Straße/Gelände 130 l bis 400 l/100 km
Höchstgeschwindigkeit 65 km/h
Bewaffnung Maschinenkanone 20 mm,
Maschinengewehr 7,62 mm,
Panzerabwehrwaffe MILAN (Missile d’Infanterie
Léger ANtichar)
Kampfbeladung 1.250 Schuss
ABC-Schutz ja
Spezialgerät /Ausstattung Wärmebildgerät,
Winkelspiegel, Richtanlage elektro-hydraulisch

8 9
SCHÜTZENPANZER
KETTENFAHRZEUGE SPZ PUMA

Der Schützenpanzer (SPz) PUMA ist das neue


gepanzerte Gefechtsfahrzeug der Panzer-
grenadiere. Die neunköpfige Besatzung wird
durch eine als Reaktivschutz ausgelegte
Panzerung und ein Selbstschutzsystem best-
möglich geschützt.

Der PUMA verfügt über einen besatzungs-


losen Turm mit einer vollstabilisierten
30 mm-Maschinenkanone, die auch aus der
Fahrt Ziele präzise in einer Entfernung von
bis zu 3.000 Metern trifft.

Der PUMA, von denen die Bundeswehr


voraussichtlich 350 erhält, wird den
Schützenpanzer MARDER ablösen.

Länge 7,60 m
Besatzung 1 Kommandant, 1 Richtschütze, Breite 3,90 m
1 Fahrer, 6 Panzergrenadiere Höhe 3,60 m
Motorleistung 800 kW (1.088 PS) Bodenfreiheit 0,45 m
Höchstgeschwindigkeit 70 km/h vorwärts, Bewaffnung Maschinenkanone 30 mm,
30 km/h rückwärts Maschinengewehr 4 Kaliber 5,56 mm
Fahrbereich Straße ca. 460 km Optische Ausrüstung Periskop: glasoptische Sicht ,
Steigfähigkeit 60 % Wärmebildgerät, Tagsichtkamera,
Querneigung 30 % Laserentfernungsmesser, Winkelspiegel
Zulässiges Gesamtgewicht 43 t Waffenoptik Wärmebildgerät, Tagsichtgerät,
Spezifischer Bodendruck 79,5 N/cm² Laserentfernungsmesser
Spezifische Antriebsleistung 18,6 kW/t Richtanlage elektronisch

10 11
SCHÜTZENPANZER
KETTENFAHRZEUGE SPZ PUMA

Der Schützenpanzer (SPz) PUMA ist das neue


gepanzerte Gefechtsfahrzeug der Panzer-
grenadiere. Die neunköpfige Besatzung wird
durch eine als Reaktivschutz ausgelegte
Panzerung und ein Selbstschutzsystem best-
möglich geschützt.

Der PUMA verfügt über einen besatzungs-


losen Turm mit einer vollstabilisierten
30 mm-Maschinenkanone, die auch aus der
Fahrt Ziele präzise in einer Entfernung von
bis zu 3.000 Metern trifft.

Der PUMA, von denen die Bundeswehr


voraussichtlich 350 erhält, wird den
Schützenpanzer MARDER ablösen.

Länge 7,60 m
Besatzung 1 Kommandant, 1 Richtschütze, Breite 3,90 m
1 Fahrer, 6 Panzergrenadiere Höhe 3,60 m
Motorleistung 800 kW (1.088 PS) Bodenfreiheit 0,45 m
Höchstgeschwindigkeit 70 km/h vorwärts, Bewaffnung Maschinenkanone 30 mm,
30 km/h rückwärts Maschinengewehr 4 Kaliber 5,56 mm
Fahrbereich Straße ca. 460 km Optische Ausrüstung Periskop: glasoptische Sicht ,
Steigfähigkeit 60 % Wärmebildgerät, Tagsichtkamera,
Querneigung 30 % Laserentfernungsmesser, Winkelspiegel
Zulässiges Gesamtgewicht 43 t Waffenoptik Wärmebildgerät, Tagsichtgerät,
Spezifischer Bodendruck 79,5 N/cm² Laserentfernungsmesser
Spezifische Antriebsleistung 18,6 kW/t Richtanlage elektronisch

10 11
WAFFENTRÄGER
KETTENFAHRZEUGE WIESEL

Der Waffenträger (WaTrg) WIESEL ist ein


lufttransportfähiges, leichtgepanzertes
Vollkettenfahrzeug mit Frontantrieb. Seine
Panzerung bietet der Besatzung Schutz
gegen Infanteriewaffen und Splitter von
Artilleriemunition.

Die Bewaffnung des WaTrg TOW besteht


aus der Panzerabwehrwaffe TOW 2. Der
WaTrg MK ist mit der Maschinenkanone
20 Millimeter ausgerüstet, die mittels Lafette
über Drehkranzlager auf dem Wannendach
gelagert ist. Für den Einsatz bei Nacht ist die
Waffenanlage mit einer wärmebildgestützten
Beobachtungs- und Zieleinrichtung mit
Laserentfernungsmesser ausgerüstet.

WIESEL 1 TOW
Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten
Gewicht 2,865 t
Motorleistung 64 kW (87 PS) WIESEL 1 A3 MK
Länge 3,27 m Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten
Breite 1,82 m Gewicht 2,921 t
Höhe 1,87 m Motorleistung 64 kW (87 PS)
Betriebsvorrat Haupt- und Zusatztank 80 l Länge 3,55 m
Fahrbereich Straße 286 km, Gelände 200 km Breite 1,82 m
Verbrauch Straße/Gelände 28 l bis 40 l/100 km Höhe 1,79 m
Höchstgeschwindigkeit vorwärts 80 km/h, Betriebsvorrat Haupt- und Zusatztank 80 l
rückwärts 40 km/h Fahrbereich Straße 286 km, Gelände 200 km
Bewaffnung Bordmaschinengewehr Kaliber 7,62 mm, Verbrauch Straße/Gelände 28 l bis 40 l/100 km
Flugabwehrmaschinengewehr Kaliber 7,62 mm, Höchstgeschwindigkeit vorwärts 80 km/h,
Lenkflugkörpersystem 1 A2 TOW rückwärts 40 km/h
Kampfentfernung Schussweite 3.750 m Bewaffnung Bordmaschinenkanone 20 mm
Kampfbeladung 7 Leuchtflugkörper, Kampfentfernung Schussweite 1.100 m
Maschinengewehr-Munition 360 Schuss Kampfbeladung 100 HE-/60 AP-Schuss
ABC-Schutz nein, persönliche Schutzausrüstung ABC-Schutz nein, persönliche Schutzausrüstung

12 13
WAFFENTRÄGER
KETTENFAHRZEUGE WIESEL

Der Waffenträger (WaTrg) WIESEL ist ein


lufttransportfähiges, leichtgepanzertes
Vollkettenfahrzeug mit Frontantrieb. Seine
Panzerung bietet der Besatzung Schutz
gegen Infanteriewaffen und Splitter von
Artilleriemunition.

Die Bewaffnung des WaTrg TOW besteht


aus der Panzerabwehrwaffe TOW 2. Der
WaTrg MK ist mit der Maschinenkanone
20 Millimeter ausgerüstet, die mittels Lafette
über Drehkranzlager auf dem Wannendach
gelagert ist. Für den Einsatz bei Nacht ist die
Waffenanlage mit einer wärmebildgestützten
Beobachtungs- und Zieleinrichtung mit
Laserentfernungsmesser ausgerüstet.

WIESEL 1 TOW
Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten
Gewicht 2,865 t
Motorleistung 64 kW (87 PS) WIESEL 1 A3 MK
Länge 3,27 m Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten
Breite 1,82 m Gewicht 2,921 t
Höhe 1,87 m Motorleistung 64 kW (87 PS)
Betriebsvorrat Haupt- und Zusatztank 80 l Länge 3,55 m
Fahrbereich Straße 286 km, Gelände 200 km Breite 1,82 m
Verbrauch Straße/Gelände 28 l bis 40 l/100 km Höhe 1,79 m
Höchstgeschwindigkeit vorwärts 80 km/h, Betriebsvorrat Haupt- und Zusatztank 80 l
rückwärts 40 km/h Fahrbereich Straße 286 km, Gelände 200 km
Bewaffnung Bordmaschinengewehr Kaliber 7,62 mm, Verbrauch Straße/Gelände 28 l bis 40 l/100 km
Flugabwehrmaschinengewehr Kaliber 7,62 mm, Höchstgeschwindigkeit vorwärts 80 km/h,
Lenkflugkörpersystem 1 A2 TOW rückwärts 40 km/h
Kampfentfernung Schussweite 3.750 m Bewaffnung Bordmaschinenkanone 20 mm
Kampfbeladung 7 Leuchtflugkörper, Kampfentfernung Schussweite 1.100 m
Maschinengewehr-Munition 360 Schuss Kampfbeladung 100 HE-/60 AP-Schuss
ABC-Schutz nein, persönliche Schutzausrüstung ABC-Schutz nein, persönliche Schutzausrüstung

12 13
PANZERHAUBITZE
KETTENFAHRZEUGE PANZERHAUBITZE 2000

Die Panzerhaubitze (PzH) 2000 erreicht mit Die PzH 2000 ist das Standardgeschütz
den eingeführten Munitionen Schussent- der Artillerietruppe, ein 155 mm-Artillerie-
fernungen von bis zu 30 km, mit reichweiten- Rohrwaffensystem auf einem gepanzerten
gesteigerter Munition sind bis zu 40 km Kettenfahrzeug zur indirekten Feuer-
möglich. Mit den kurzen Reaktionszeiten, unterstützung. Die PzH 2000 verschießt
der bordeigenen, hybriden Navigationsanlage Munitionen mit automatisch tempierbaren
und dem Ballistikrechner ist das Geschütz Zündern. In Verbindung mit einem neu-
autonom und verfügt über eine hohe takti- artigen, modularen Treibladungssystem,
sche Mobilität. der hohen Feuergeschwindigkeit sowie der
technischen Integration in ein Führungs-
Die Besatzung besteht aus fünf Soldaten. Der Waffen-Einsatzsystem erfolgt die Feuer-
automatische Munitionsfluss ermöglicht eine unterstützung reaktionsschnell, präzise und
Mindestbedienstärke von drei Mann. Die lageangepasst.
Besatzung ist gegen Handwaffenbeschuss bis
zu einem Kaliber von 14,5 mm, gegen Splitter-
wirkung von 152 mm-Artilleriegeschossen
und durch einen adaptiven Dachschutz gegen
Bombletmunition geschützt. Zusätzlich Besatzung 5 Soldatinnen/Soldaten
verfügt das Geschütz über eine ABC-Schutz- Gefechtsgewicht 57 t
belüftungsanlage. Militärische Lastenklasse 60
Länge 7,91/11,70 m
Darüber hinaus ist die Besatzung in der Lage, Breite 3,54 m
sich im direkten Richten mit der Hauptwaffe Höhe 3,46 m
bei Tag und Nacht zu verteidigen. Dies Motor Diesel
wird durch entsprechende Optiken gewähr- Motorleistung 736 kW (1.000 PS)
leistet. Weiterhin ist ein laffettiertes MG zur Betriebsvorrat Haupt-Zusatztank 1.000 l
Bekämpfung von Boden- und Luftzielen Fahrbereich 420 km
nutzbar. Weitere Nutzerstaaten sind derzeit Verbrauch 238 l/100 km
Niederlande, Italien und Griechenland. Höchstgeschwindigkeit 60 km/h
Bewaffnung Kanone 52 Kaliberlängen Kaliber
155 mm, Maschinengewehr Kaliber 7,62 mm
Kampfentfernung Schussweite 30 km,
Schussweite mit reichweitengesteigerter
Munition 40 km
Kampfbeladung 60 Schuss
Feuergeschwindigkeit 3 Schuss pro 10 Sek.
10 Schuss pro 60 Sek., 20 Schuss pro 180 Sek.
Waten nach Vorbereitung 1,10 bis 1,50 m
ABC-Schutz ja

14 15
PANZERHAUBITZE
KETTENFAHRZEUGE PANZERHAUBITZE 2000

Die Panzerhaubitze (PzH) 2000 erreicht mit Die PzH 2000 ist das Standardgeschütz
den eingeführten Munitionen Schussent- der Artillerietruppe, ein 155 mm-Artillerie-
fernungen von bis zu 30 km, mit reichweiten- Rohrwaffensystem auf einem gepanzerten
gesteigerter Munition sind bis zu 40 km Kettenfahrzeug zur indirekten Feuer-
möglich. Mit den kurzen Reaktionszeiten, unterstützung. Die PzH 2000 verschießt
der bordeigenen, hybriden Navigationsanlage Munitionen mit automatisch tempierbaren
und dem Ballistikrechner ist das Geschütz Zündern. In Verbindung mit einem neu-
autonom und verfügt über eine hohe takti- artigen, modularen Treibladungssystem,
sche Mobilität. der hohen Feuergeschwindigkeit sowie der
technischen Integration in ein Führungs-
Die Besatzung besteht aus fünf Soldaten. Der Waffen-Einsatzsystem erfolgt die Feuer-
automatische Munitionsfluss ermöglicht eine unterstützung reaktionsschnell, präzise und
Mindestbedienstärke von drei Mann. Die lageangepasst.
Besatzung ist gegen Handwaffenbeschuss bis
zu einem Kaliber von 14,5 mm, gegen Splitter-
wirkung von 152 mm-Artilleriegeschossen
und durch einen adaptiven Dachschutz gegen
Bombletmunition geschützt. Zusätzlich Besatzung 5 Soldatinnen/Soldaten
verfügt das Geschütz über eine ABC-Schutz- Gefechtsgewicht 57 t
belüftungsanlage. Militärische Lastenklasse 60
Länge 7,91/11,70 m
Darüber hinaus ist die Besatzung in der Lage, Breite 3,54 m
sich im direkten Richten mit der Hauptwaffe Höhe 3,46 m
bei Tag und Nacht zu verteidigen. Dies Motor Diesel
wird durch entsprechende Optiken gewähr- Motorleistung 736 kW (1.000 PS)
leistet. Weiterhin ist ein laffettiertes MG zur Betriebsvorrat Haupt-Zusatztank 1.000 l
Bekämpfung von Boden- und Luftzielen Fahrbereich 420 km
nutzbar. Weitere Nutzerstaaten sind derzeit Verbrauch 238 l/100 km
Niederlande, Italien und Griechenland. Höchstgeschwindigkeit 60 km/h
Bewaffnung Kanone 52 Kaliberlängen Kaliber
155 mm, Maschinengewehr Kaliber 7,62 mm
Kampfentfernung Schussweite 30 km,
Schussweite mit reichweitengesteigerter
Munition 40 km
Kampfbeladung 60 Schuss
Feuergeschwindigkeit 3 Schuss pro 10 Sek.
10 Schuss pro 60 Sek., 20 Schuss pro 180 Sek.
Waten nach Vorbereitung 1,10 bis 1,50 m
ABC-Schutz ja

14 15
RAKETENW ERFER
KETTENFAHRZEUGE MARS II

Der MARS II ist im Moment das einzige


Waffensystem des indirekten Feuers, das den
Forderungen des neuen Einsatzspektrums
durch die Fähigkeit zum Verschuss von
Präzisionsmunition gerecht wird.

Das Mittlere Artillerieraketensystem (MARS)


wurde in den 1980er-Jahren in den USA als
Multiple Launch Rocket System (MLRS)
entwickelt und anschließend in den USA
sowie in Europa gefertigt.

MARS ist eine autonome Flächenfeuerwaffe,


die in Verbindung mit der Lenkrakete aber
auch zur hochpräzisen Bekämpfung von
Einzel- und Punktzielen befähigt ist. Die
Werfer mit einer dreiköpfigen Besatzung
werden in der Regel halbzugweise eingesetzt
und über Datenfunk durch die Zugfeuer-
leitstelle ARES (Artillerie-Raketen-Einsatz-
System) geführt. Motor 8 Zylinder-Viertakt Diesel mit
Direkteinspritzung
Der Antrieb der Waffenanlage wurde von Höchstgeschwindigkeit 50 km/h
elektrohydraulisch auf einen elektrischen Fahrbereich ca. 400 km
Richtantrieb vom Typ Electric Launch Drive Länge 7,07 m
System (ELDS) umgestellt. Dies verbessert Breite 3,10 m
die Richtgeschwindigkeit sowie die Zeit zum Höhe 2,87 m
Be- und Entladen um bis zu 60 Prozent und Gewicht ohne Munition und ohne Bordausstattung
reduziert somit die Zeit, die der Raketen- ca. 21,2 t, mit Munition (Panzerabwehrminen)
werfer in der Feuerstellung verbleiben muss, ca. 25,5 t
um mehr als die Hälfte. Äußerlich ist der Besatzung 3 Soldaten
MARS II vom MARS I nur durch die „neue“ Kaliber 227/237 mm (abhängig von Munitionssorte),
GPS-Antenne auf dem Dach zu unterschei- 12 Raketen
den. Schussentfernung je nach Munitionstyp zwischen
14 und 84 km
Feuergeschwindigkeit 12 Raketen in 55 Sek.
Munition Minenrakete AT-2 mit 28 Hohlladungs-
minen AT-2, Reichweite bis 38,5 km, GMLRS Unitary
Reichweite bis 84 km

16 17
RAKETENW ERFER
KETTENFAHRZEUGE MARS II

Der MARS II ist im Moment das einzige


Waffensystem des indirekten Feuers, das den
Forderungen des neuen Einsatzspektrums
durch die Fähigkeit zum Verschuss von
Präzisionsmunition gerecht wird.

Das Mittlere Artillerieraketensystem (MARS)


wurde in den 1980er-Jahren in den USA als
Multiple Launch Rocket System (MLRS)
entwickelt und anschließend in den USA
sowie in Europa gefertigt.

MARS ist eine autonome Flächenfeuerwaffe,


die in Verbindung mit der Lenkrakete aber
auch zur hochpräzisen Bekämpfung von
Einzel- und Punktzielen befähigt ist. Die
Werfer mit einer dreiköpfigen Besatzung
werden in der Regel halbzugweise eingesetzt
und über Datenfunk durch die Zugfeuer-
leitstelle ARES (Artillerie-Raketen-Einsatz-
System) geführt. Motor 8 Zylinder-Viertakt Diesel mit
Direkteinspritzung
Der Antrieb der Waffenanlage wurde von Höchstgeschwindigkeit 50 km/h
elektrohydraulisch auf einen elektrischen Fahrbereich ca. 400 km
Richtantrieb vom Typ Electric Launch Drive Länge 7,07 m
System (ELDS) umgestellt. Dies verbessert Breite 3,10 m
die Richtgeschwindigkeit sowie die Zeit zum Höhe 2,87 m
Be- und Entladen um bis zu 60 Prozent und Gewicht ohne Munition und ohne Bordausstattung
reduziert somit die Zeit, die der Raketen- ca. 21,2 t, mit Munition (Panzerabwehrminen)
werfer in der Feuerstellung verbleiben muss, ca. 25,5 t
um mehr als die Hälfte. Äußerlich ist der Besatzung 3 Soldaten
MARS II vom MARS I nur durch die „neue“ Kaliber 227/237 mm (abhängig von Munitionssorte),
GPS-Antenne auf dem Dach zu unterschei- 12 Raketen
den. Schussentfernung je nach Munitionstyp zwischen
14 und 84 km
Feuergeschwindigkeit 12 Raketen in 55 Sek.
Munition Minenrakete AT-2 mit 28 Hohlladungs-
minen AT-2, Reichweite bis 38,5 km, GMLRS Unitary
Reichweite bis 84 km

16 17
PANZERSCHNELLBRÜCKE GEFECHTSFELDBRÜCKE
KETTENFAHRZEUGE BIBER GEPANZERTES BRÜCKENLEGESYSTEM

Mit dem System Panzerschnellbrücke Das gepanzerte Brückenlegesystem


BIBER unterstützt die Pioniertruppe die (GFB – GEPBRLSyS) ist die konsequente
Beweglichkeit der eigenen Truppe. Mit der Weiterentwicklung des Verlegeprinzips der
Brücke lassen sich Geländeeinschnitte, Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Panzerschnellbrücke BIBER. Das System Spezialgerät/Ausstattung Brückenlänge 1 x 26 m
Schluchten oder Gewässer bis zu einer Gefechtsgewicht 45,3 t (35,1 t) GFB – GEPBRLSyS, dessen Brücken pro- oder 2 x 14 m, überbrückbare Hindernisbreite
Breite von bis zu 20 Metern überwinden. Militärische Lastenklasse 50 t (39 t) blemlos mit Fahrzeugen der Klasse MLC80 bis max. 40 m durch überlappende Bauweise,
Transport- und Verlegefahrzeug für die Militärische Lastenklasse 50 t bei 10 km/h passiert werden können, bietet nicht optronisches Tag/Nacht-Sichtsystem,
zwei je 11 Meter langen Brückenelemente Militärische Lastenklasse 60 t bei 5 km/h nur ausreichend Kapazität für die in der (Tagsicht-Farbkamera, ungekühltes WBG,
ist ein LEOPARD 1 Fahrgestell. Länge 11,82 m (10,59 m) Bundeswehr eingeführten Systeme (Limit Laserentfernungsmesser)
Breite 4,00 m (3,25 m) derzeit MLC70). Auch zukünftige Systeme Verlegedauer 5 Min. (14 m), 6 Min. (26 m)
Höhe 3,75 m (2,65 m) oder überschweres Großgerät verbündeter Wiederaufnahme 7 Min. (14 m), 8 Min. (26 m)
Motorleistung 610 kW (830 PS) Streitkräfte ist es in der Lage zu tragen. Bedienung Bedienung von nur einem Soldaten
Betriebsvorrat Haupt- und Zusatztank 950 l auch bei geschlossener Luke (Panzerschutz) möglich
Fahrbereich 450 km Das System ermöglicht erstmals das Verlegen Höhe ≤ 4,00 m
Verbrauch 350 l/100 km und ggf. auch das Aufnehmen von Brücken Breite 4,01 m
Höchstgeschwindigkeit 62 km/h unter Panzerschutz sowie den Einsatz in Länge 14,60 m
Waten 1,20 m unterschiedlichen Klimazonen. Gesamtgewicht 64,5 t
Tiefwaten 1,65 m Motorleistung 1.100 kW
ABC-Schutz ja Waten 1,00 m
Spezialgerät/Ausstattung Brückenlänge 22 m, Höchstgeschwindigkeit 65 km/h (vorwärts),
überbrückbare Breite 20 m 30 km/h (rückwärts)

18 19
PANZERSCHNELLBRÜCKE GEFECHTSFELDBRÜCKE
KETTENFAHRZEUGE BIBER GEPANZERTES BRÜCKENLEGESYSTEM

Mit dem System Panzerschnellbrücke Das gepanzerte Brückenlegesystem


BIBER unterstützt die Pioniertruppe die (GFB – GEPBRLSyS) ist die konsequente
Beweglichkeit der eigenen Truppe. Mit der Weiterentwicklung des Verlegeprinzips der
Brücke lassen sich Geländeeinschnitte, Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Panzerschnellbrücke BIBER. Das System Spezialgerät/Ausstattung Brückenlänge 1 x 26 m
Schluchten oder Gewässer bis zu einer Gefechtsgewicht 45,3 t (35,1 t) GFB – GEPBRLSyS, dessen Brücken pro- oder 2 x 14 m, überbrückbare Hindernisbreite
Breite von bis zu 20 Metern überwinden. Militärische Lastenklasse 50 t (39 t) blemlos mit Fahrzeugen der Klasse MLC80 bis max. 40 m durch überlappende Bauweise,
Transport- und Verlegefahrzeug für die Militärische Lastenklasse 50 t bei 10 km/h passiert werden können, bietet nicht optronisches Tag/Nacht-Sichtsystem,
zwei je 11 Meter langen Brückenelemente Militärische Lastenklasse 60 t bei 5 km/h nur ausreichend Kapazität für die in der (Tagsicht-Farbkamera, ungekühltes WBG,
ist ein LEOPARD 1 Fahrgestell. Länge 11,82 m (10,59 m) Bundeswehr eingeführten Systeme (Limit Laserentfernungsmesser)
Breite 4,00 m (3,25 m) derzeit MLC70). Auch zukünftige Systeme Verlegedauer 5 Min. (14 m), 6 Min. (26 m)
Höhe 3,75 m (2,65 m) oder überschweres Großgerät verbündeter Wiederaufnahme 7 Min. (14 m), 8 Min. (26 m)
Motorleistung 610 kW (830 PS) Streitkräfte ist es in der Lage zu tragen. Bedienung Bedienung von nur einem Soldaten
Betriebsvorrat Haupt- und Zusatztank 950 l auch bei geschlossener Luke (Panzerschutz) möglich
Fahrbereich 450 km Das System ermöglicht erstmals das Verlegen Höhe ≤ 4,00 m
Verbrauch 350 l/100 km und ggf. auch das Aufnehmen von Brücken Breite 4,01 m
Höchstgeschwindigkeit 62 km/h unter Panzerschutz sowie den Einsatz in Länge 14,60 m
Waten 1,20 m unterschiedlichen Klimazonen. Gesamtgewicht 64,5 t
Tiefwaten 1,65 m Motorleistung 1.100 kW
ABC-Schutz ja Waten 1,00 m
Spezialgerät/Ausstattung Brückenlänge 22 m, Höchstgeschwindigkeit 65 km/h (vorwärts),
überbrückbare Breite 20 m 30 km/h (rückwärts)

18 19
SCHWIMMSCHNELLBRÜCKE
KETTENFAHRZEUGE AMPHIBIE M3

Die Amphibie M3 wird beim Überqueren


von Gewässern als Schwimmbrücke oder als
Mehrfachfähre eingesetzt. Eine 100 Meter
lange Schwimmbrücke kann mit acht M3
in weniger als 20 Minuten gebaut werden.
Die Fahrbahnbreite beträgt 4,76 m.

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Betriebsvorrat Haupt- und Zusatztank 400 l


Gefechtsgewicht 26 t Fahrbereich Straße/Gelände bis zu 720 km/400 km
Militärische Lastenklasse 32 t Verbrauch 55 l/100 km
Länge 13,30 m Höchstgeschwindigkeit 80 km/h
Breite 3,35 m Tiefgang Brücke/Fähre ohne Nutzlast 0,54 m, Brücke
Höhe 3,97 m MLC 70 1,08 m, Zweifachfähre MLC 70 K 1,02 m
Motorleistung 252 kW (343 PS) Mindestwassertiefe 1,20 m

20 21
SCHWIMMSCHNELLBRÜCKE
KETTENFAHRZEUGE AMPHIBIE M3

Die Amphibie M3 wird beim Überqueren


von Gewässern als Schwimmbrücke oder als
Mehrfachfähre eingesetzt. Eine 100 Meter
lange Schwimmbrücke kann mit acht M3
in weniger als 20 Minuten gebaut werden.
Die Fahrbahnbreite beträgt 4,76 m.

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Betriebsvorrat Haupt- und Zusatztank 400 l


Gefechtsgewicht 26 t Fahrbereich Straße/Gelände bis zu 720 km/400 km
Militärische Lastenklasse 32 t Verbrauch 55 l/100 km
Länge 13,30 m Höchstgeschwindigkeit 80 km/h
Breite 3,35 m Tiefgang Brücke/Fähre ohne Nutzlast 0,54 m, Brücke
Höhe 3,97 m MLC 70 1,08 m, Zweifachfähre MLC 70 K 1,02 m
Motorleistung 252 kW (343 PS) Mindestwassertiefe 1,20 m

20 21
MINENRÄUMPANZER
KETTENFAHRZEUGE K EILER

Der Minenräumpanzer KEILER ist ein Voll-


kettenfahrzeug und wird in der Pionier-
truppe eingesetzt, um befahrbare Gassen
durch Minenfelder zu schlagen.

Der KEILER verfügt über eine schwenkbare


Räumeinrichtung, an der 24 gegeneinander
ausgewuchtete rotationssymmetrische
Räumelemente rotieren. Die Räumelemente
fräsen den Boden in einer Breite von
4,70 Metern und einer Tiefe bis zu 25 Zen-
timetern auf. Dabei werden alle offen oder
verdeckt liegenden Minen zur Detonation
gebracht oder zerstört.

Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten
Gefechtsgewicht 53 t
Militärische Lastenklasse 60 t
Länge 8,67 m
Breite 3,79 m
Höhe 3,80 m
Motorleistung 814 kW
Betriebsvorrat 1.100 l
Fahrbereich 350 km
Verbrauch Straße/Gelände 320 l bis 580 l/100 km
Höchstgeschwindigkeit in Transportstellung
48 km/h
ABC-Schutz ja
Spezialgerät/Ausstattung 24 Räumelemente

22 23
MINENRÄUMPANZER
KETTENFAHRZEUGE K EILER

Der Minenräumpanzer KEILER ist ein Voll-


kettenfahrzeug und wird in der Pionier-
truppe eingesetzt, um befahrbare Gassen
durch Minenfelder zu schlagen.

Der KEILER verfügt über eine schwenkbare


Räumeinrichtung, an der 24 gegeneinander
ausgewuchtete rotationssymmetrische
Räumelemente rotieren. Die Räumelemente
fräsen den Boden in einer Breite von
4,70 Metern und einer Tiefe bis zu 25 Zen-
timetern auf. Dabei werden alle offen oder
verdeckt liegenden Minen zur Detonation
gebracht oder zerstört.

Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten
Gefechtsgewicht 53 t
Militärische Lastenklasse 60 t
Länge 8,67 m
Breite 3,79 m
Höhe 3,80 m
Motorleistung 814 kW
Betriebsvorrat 1.100 l
Fahrbereich 350 km
Verbrauch Straße/Gelände 320 l bis 580 l/100 km
Höchstgeschwindigkeit in Transportstellung
48 km/h
ABC-Schutz ja
Spezialgerät/Ausstattung 24 Räumelemente

22 23
PIONIERPANZER
KETTENFAHRZEUGE DACHS

Der Pionierpanzer DACHS wurde auf der Fahrbereich 400 km


Basis des Kampfpanzers LEOPARD 1 Verbrauch 350 l/100 km
entwickelt. Er wird in den Panzerpionier- Höchstgeschwindigkeit 62 km/h
kompanien und Pionierbataillonen ein- Bewaffnung Flugabwehrmaschinengewehr
gesetzt. Mit dem DACHS können unter Kaliber 7,62 mm
anderem größere Erdbewegungen realisiert Kampfbeladung 1.250 Schuss
werden. Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Waten 1,20 m
Gefechtsgewicht 43/44 t Tiefwaten 2,25 m
Militärische Lastenklasse 48 t Unterwasserfahren 4,00 m
Länge 8,38 m ABC-Schutz ja
Breite 3,25 m Spezialgerät/Ausstattung Hauptwinde Zug-
Höhe 2,57 m leistung 200 bis 350 kN, Doppelzug 700 kN,
Motorleistung 610 kW/830 PS 90 m Seillänge, Baggerarm Hebeeinsatz 7,8 t,
Betriebsvorrat Haupt- und Zusatztank 1.410 l Bagger- und Räumleistung 140 m³/270 m³

24 25
PIONIERPANZER
KETTENFAHRZEUGE DACHS

Der Pionierpanzer DACHS wurde auf der Fahrbereich 400 km


Basis des Kampfpanzers LEOPARD 1 Verbrauch 350 l/100 km
entwickelt. Er wird in den Panzerpionier- Höchstgeschwindigkeit 62 km/h
kompanien und Pionierbataillonen ein- Bewaffnung Flugabwehrmaschinengewehr
gesetzt. Mit dem DACHS können unter Kaliber 7,62 mm
anderem größere Erdbewegungen realisiert Kampfbeladung 1.250 Schuss
werden. Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Waten 1,20 m
Gefechtsgewicht 43/44 t Tiefwaten 2,25 m
Militärische Lastenklasse 48 t Unterwasserfahren 4,00 m
Länge 8,38 m ABC-Schutz ja
Breite 3,25 m Spezialgerät/Ausstattung Hauptwinde Zug-
Höhe 2,57 m leistung 200 bis 350 kN, Doppelzug 700 kN,
Motorleistung 610 kW/830 PS 90 m Seillänge, Baggerarm Hebeeinsatz 7,8 t,
Betriebsvorrat Haupt- und Zusatztank 1.410 l Bagger- und Räumleistung 140 m³/270 m³

24 25
SCHWERES GESCHÜTZTES
BERGEPANZER BERGE- UND ABSCHLEPPFAHRZEUG
KETTENFAHRZEUGE BÜFFEL BISON

Der Bergepanzer BÜFFEL ist ein gepan- Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Das schwere geschützte Berge- und FAHRZEUG:
zertes Vollkettenfahrzeug auf Basis des Gefechtsgewicht 55,3 t Abschleppfahrzeug BISON ist ein gelände- Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten
LEOPARD 2. Zu den Hauptaufgaben des Militärische Lastenklasse 460 t gängiges geschütztes Fahrzeug mit vier Länge 10,60 m
BÜFFEL zählen das Bergen und Abschleppen Länge 9,07 m Achsen. Grundlage für die Beschaffung Breite 2,82 m
von Kettenfahrzeugen bis zur Militärischen Breite 3,54 m waren Erkenntnisse aus dem ISAF-Einsatz. Höhe 3,49 m
Lastenklasse 60 (MLC 60), das Sichern von Höhe 2,99 m Das BISON dient zum Bergen und Ab- Gewicht 35 t
Kettenfahrzeugen bei Gewässerdurchfahrten Motorleistung 1.100 kW schleppen von im Einsatz liegengebliebenen Motor V8 mit Abgasturbolader und Ladeluftkühlung
und die Unterstützung bei Instandsetzungs- Betriebsvorrat Haupt- und Zusatztank 1.600 l schweren geschützten Radfahrzeugen, wie Höchstgeschwindigkeit rund 90 km/h
arbeiten. Darüber hinaus wird der BÜFFEL Fahrbereich 470 km zum Beispiel dem Transportpanzer FUCHS
zum Räumen von Hindernissen, zur Durch- Verbrauch 340 l/100 km und dem Gepanzerten Transportkraftfahrzeug BERGE-/ABSCHLEPPAUFBAU:
führung von Erdarbeiten und zum Be- und Höchstgeschwindigkeit 68 km/h (GTK) BOxER. Zum Umladen von Material Hubkapazität/Abschleppleistung während
Enttanken von Fahrzeugen im Feld ein- Bewaffnung Flugabwehrmaschinengewehr eines zu bergenden Havaristen ist das der Fahrt 8,3 bis 10 t
gesetzt. Eine Schnellbergeeinrichtung am Kaliber 7,62 mm Fahrzeug zusätzlich mit einem Hilfskran Schwenkbereich Knickarm +90° bis -5°
Räumschild ermöglicht die Bergung von Kampfbeladung 2.500 Schuss ausgestattet. Hubhöhe 5 m
Schadfahrzeugen auf dem Gefechtsfeld Waten 1,20 m HILFSKRAN:
unter vollem Panzerschutz. Tiefwaten 2,35 m Das Fahrzeug, das sich bereits in ähnlicher Traglast (Hubarm ausgefahren)
Unterwasserfahren 4,00 m Form im Einsatz bei den kanadischen 3,4 t bei 6,7 m, 3,65 t bei 5,5 m, 4,8 t bei 4,3 m
ABC-Schutz ja Streitkräften befindet, wurde als markt- Schwenkbereich endlos
Spezialgerät/Ausstattung Krananlage 30 t, verfügbares Gerät beschafft, mit dem Ziel, HAUPT-BERGEWINDE:
Bergewinde 343 kN konstant, Hilfswinde 8,3 kN, den Bedarf im Einsatz schnellstmöglich zu Nennzugkraft 300 KN
Schneid- und Schweißanlage decken. Zugkraft konstant 250 KN

26 27
SCHWERES GESCHÜTZTES
BERGEPANZER BERGE- UND ABSCHLEPPFAHRZEUG
KETTENFAHRZEUGE BÜFFEL BISON

Der Bergepanzer BÜFFEL ist ein gepan- Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Das schwere geschützte Berge- und FAHRZEUG:
zertes Vollkettenfahrzeug auf Basis des Gefechtsgewicht 55,3 t Abschleppfahrzeug BISON ist ein gelände- Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten
LEOPARD 2. Zu den Hauptaufgaben des Militärische Lastenklasse 460 t gängiges geschütztes Fahrzeug mit vier Länge 10,60 m
BÜFFEL zählen das Bergen und Abschleppen Länge 9,07 m Achsen. Grundlage für die Beschaffung Breite 2,82 m
von Kettenfahrzeugen bis zur Militärischen Breite 3,54 m waren Erkenntnisse aus dem ISAF-Einsatz. Höhe 3,49 m
Lastenklasse 60 (MLC 60), das Sichern von Höhe 2,99 m Das BISON dient zum Bergen und Ab- Gewicht 35 t
Kettenfahrzeugen bei Gewässerdurchfahrten Motorleistung 1.100 kW schleppen von im Einsatz liegengebliebenen Motor V8 mit Abgasturbolader und Ladeluftkühlung
und die Unterstützung bei Instandsetzungs- Betriebsvorrat Haupt- und Zusatztank 1.600 l schweren geschützten Radfahrzeugen, wie Höchstgeschwindigkeit rund 90 km/h
arbeiten. Darüber hinaus wird der BÜFFEL Fahrbereich 470 km zum Beispiel dem Transportpanzer FUCHS
zum Räumen von Hindernissen, zur Durch- Verbrauch 340 l/100 km und dem Gepanzerten Transportkraftfahrzeug BERGE-/ABSCHLEPPAUFBAU:
führung von Erdarbeiten und zum Be- und Höchstgeschwindigkeit 68 km/h (GTK) BOxER. Zum Umladen von Material Hubkapazität/Abschleppleistung während
Enttanken von Fahrzeugen im Feld ein- Bewaffnung Flugabwehrmaschinengewehr eines zu bergenden Havaristen ist das der Fahrt 8,3 bis 10 t
gesetzt. Eine Schnellbergeeinrichtung am Kaliber 7,62 mm Fahrzeug zusätzlich mit einem Hilfskran Schwenkbereich Knickarm +90° bis -5°
Räumschild ermöglicht die Bergung von Kampfbeladung 2.500 Schuss ausgestattet. Hubhöhe 5 m
Schadfahrzeugen auf dem Gefechtsfeld Waten 1,20 m HILFSKRAN:
unter vollem Panzerschutz. Tiefwaten 2,35 m Das Fahrzeug, das sich bereits in ähnlicher Traglast (Hubarm ausgefahren)
Unterwasserfahren 4,00 m Form im Einsatz bei den kanadischen 3,4 t bei 6,7 m, 3,65 t bei 5,5 m, 4,8 t bei 4,3 m
ABC-Schutz ja Streitkräften befindet, wurde als markt- Schwenkbereich endlos
Spezialgerät/Ausstattung Krananlage 30 t, verfügbares Gerät beschafft, mit dem Ziel, HAUPT-BERGEWINDE:
Bergewinde 343 kN konstant, Hilfswinde 8,3 kN, den Bedarf im Einsatz schnellstmöglich zu Nennzugkraft 300 KN
Schneid- und Schweißanlage decken. Zugkraft konstant 250 KN

26 27
PANZERMÖRSER TRÄGERFAHRZEUG
KETTENFAHRZEUGE M 113 PZMRS G3 EFT NDV 2 M 113 TRGFZ RATAC G3 EFT NDV 2

Der Panzermörser (PzMrs) unterstützt im Das Trägerfahrzeug (TrgFz) RATAC dient


Rahmen der Panzermörserkompanie oder dem Artilleriebataillon zur Gefechtsfeld-
des Panzermörserzuges den Kampf des überwachung.
Infanteriebataillons. Motor Diesel
Motorleistung 220 kW (300 PS) Motor Diesel
Betriebsvorrat Haupt- und Zusatztank 360 l Motorleistung 220 kW (300 PS)
Fahrbereich 650 km Betriebsvorrat Haupt- und Zusatztank 360 l
Verbrauch 49 l/100 km Fahrbereich 650 km
Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Höchstgeschwindigkeit 62 km/h Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Verbrauch 49 l/100 km
Gefechtsgewicht 12,8 t Zul. Geschwindigkeit nach STVZO 50 km/h Gefechtsgewicht 14,8 t Höchstgeschwindigkeit 62 km/h
Militärische Lastenklasse 17 t Bewaffnung Mörser, Kaliber 120 mm Militärische Lastenklasse 17 t Zul. Geschwindigkeit nach STVZO 50 km/h
Länge 5,35 m Kampfentfernung Schussweite bis 6.360 m Länge 5,35 m Bewaffnung Maschinengewehr MG 3
Breite 2,69 m Kampfbeladung 63 Schuss Breite 2,69 m Kaliber 7,62 mm
Höhe 2,64 m Waten 1,00 m Höhe 2,60 m Waten 1,00 m

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PANZERMÖRSER TRÄGERFAHRZEUG
KETTENFAHRZEUGE M 113 PZMRS G3 EFT NDV 2 M 113 TRGFZ RATAC G3 EFT NDV 2

Der Panzermörser (PzMrs) unterstützt im Das Trägerfahrzeug (TrgFz) RATAC dient


Rahmen der Panzermörserkompanie oder dem Artilleriebataillon zur Gefechtsfeld-
des Panzermörserzuges den Kampf des überwachung.
Infanteriebataillons. Motor Diesel
Motorleistung 220 kW (300 PS) Motor Diesel
Betriebsvorrat Haupt- und Zusatztank 360 l Motorleistung 220 kW (300 PS)
Fahrbereich 650 km Betriebsvorrat Haupt- und Zusatztank 360 l
Verbrauch 49 l/100 km Fahrbereich 650 km
Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Höchstgeschwindigkeit 62 km/h Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Verbrauch 49 l/100 km
Gefechtsgewicht 12,8 t Zul. Geschwindigkeit nach STVZO 50 km/h Gefechtsgewicht 14,8 t Höchstgeschwindigkeit 62 km/h
Militärische Lastenklasse 17 t Bewaffnung Mörser, Kaliber 120 mm Militärische Lastenklasse 17 t Zul. Geschwindigkeit nach STVZO 50 km/h
Länge 5,35 m Kampfentfernung Schussweite bis 6.360 m Länge 5,35 m Bewaffnung Maschinengewehr MG 3
Breite 2,69 m Kampfbeladung 63 Schuss Breite 2,69 m Kaliber 7,62 mm
Höhe 2,64 m Waten 1,00 m Höhe 2,60 m Waten 1,00 m

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PATROUILLEN-/SICHERUNGSFAHRZEUG
RADFAHRZEUGE GFF KLASSE 3 DINGO 2 A1 GFF KLASSE 3 DINGO 2 A2.3

Die Palette der Radfahrzeuge reicht von leichten Geländefahr- Geschützte Führungs- und Funktionsfahr- Besatzung kann auf acht Soldaten unter
zeuge vom Typ DINGO werden seit dem Jahr Verzicht auf Teile der Ausrüstung erweitert
zeugen bis hin zu Fahrzeugkran und Schwerlasttransportern.
2000 in der Bundeswehr genutzt. Mit einem werden. Der DINGO verfügt über Klimaan-
Dingo, Fennek, Cobra, Tiger – das klingt zunächst wie ein Gesamtgewicht von 12.500 Kilogramm und lage, Standheizung, Reifendruckregelanlage,
Rundgang durch den Zoo. Tatsächlich handelt es sich dabei einer Nutzlast von 1.200 Kilogramm ist der ABS, Rückblickkamera, Satellitenkommu-
um Namen für militärische Radfahrzeuge. DINGO 2 leicht, geländegängig und luft- nikationsanlage, GPS-Navigationseinrichtung
verladbar. Sechs Soldaten finden in dem sowie Funk- und Außenbordsprechanlage.
Fahrzeug Platz, das auf dem handelsüblichen Die Waffenstation ist unter Panzerschutz
Fahrgestell UNIMOG U 5.000 basiert. Die bedienbar.

GFF Klasse 3 DINGO 2 A1 GFF Klasse 3 DINGO 2 A2.3


Besatzung 6 Soldatinnen/Soldaten Besatzung 6 Soldatinnen/Soldaten
Gefechtsgewicht 11,9 t Gefechtsgewicht 12,5 t
Militärische Lastenklasse 12 t Militärische Lastenklasse 14 t
Länge 6,10 m Länge 6,10 m
Breite 3,10 m Breite 3,10 m
Höhe 3,20 m Höhe 3,20 m
Motorleistung 160 kW bei 2.200 min-1 Motorleistung 163 kW bei 2.200 min-1
Betriebsvorrat Haupt- und Zusatztank 260 l Betriebsvorrat Haupt- und Zusatztank 260 l
Fahrbereich 850 km Fahrbereich 850 km
Verbrauch 30,5 l/100 km Verbrauch 30,5 l/100 km
Höchstgeschwindigkeit 90 km/h Höchstgeschwindigkeit 89 km/h
Bewaffnung Mechanische Waffenstation 1.530, Bewaffnung fernbedienbare leichte Waffen-
Kaliber 7,62 mm station 100, Kaliber 7,62 mm
Kampfentfernung Schussweite 450 m Kampfentfernung Schussweite 450 m
Kampfbeladung 1.000 Schuss Kampfbeladung 1.200 Schuss
Waten 1,20 m Waten 1,20 m
ABC-Schutz ja ABC-Schutz ja
Spezialgerät/Ausstattung GPS, Funkanlage Spezialgerät/Ausstattung GPS, Funkanlage
SEM 80/90, Reifendruckregelanlage, Außen- SEM 80/90, Reifendruckregelanlage, Außensprech-
sprechanlage, Rückblickkamera, Stand- anlage, Rückblickkamera, Standheizung, Klimaanlage,
heizung, Klimaanlage, Führungsausstattung Führungsausstattung Taktisch FAUST, Waffenstation
Taktisch FAUST mit ungekühltem Wärmebildgerät

30 31
PATROUILLEN-/SICHERUNGSFAHRZEUG
RADFAHRZEUGE GFF KLASSE 3 DINGO 2 A1 GFF KLASSE 3 DINGO 2 A2.3

Die Palette der Radfahrzeuge reicht von leichten Geländefahr- Geschützte Führungs- und Funktionsfahr- Besatzung kann auf acht Soldaten unter
zeuge vom Typ DINGO werden seit dem Jahr Verzicht auf Teile der Ausrüstung erweitert
zeugen bis hin zu Fahrzeugkran und Schwerlasttransportern.
2000 in der Bundeswehr genutzt. Mit einem werden. Der DINGO verfügt über Klimaan-
Dingo, Fennek, Cobra, Tiger – das klingt zunächst wie ein Gesamtgewicht von 12.500 Kilogramm und lage, Standheizung, Reifendruckregelanlage,
Rundgang durch den Zoo. Tatsächlich handelt es sich dabei einer Nutzlast von 1.200 Kilogramm ist der ABS, Rückblickkamera, Satellitenkommu-
um Namen für militärische Radfahrzeuge. DINGO 2 leicht, geländegängig und luft- nikationsanlage, GPS-Navigationseinrichtung
verladbar. Sechs Soldaten finden in dem sowie Funk- und Außenbordsprechanlage.
Fahrzeug Platz, das auf dem handelsüblichen Die Waffenstation ist unter Panzerschutz
Fahrgestell UNIMOG U 5.000 basiert. Die bedienbar.

GFF Klasse 3 DINGO 2 A1 GFF Klasse 3 DINGO 2 A2.3


Besatzung 6 Soldatinnen/Soldaten Besatzung 6 Soldatinnen/Soldaten
Gefechtsgewicht 11,9 t Gefechtsgewicht 12,5 t
Militärische Lastenklasse 12 t Militärische Lastenklasse 14 t
Länge 6,10 m Länge 6,10 m
Breite 3,10 m Breite 3,10 m
Höhe 3,20 m Höhe 3,20 m
Motorleistung 160 kW bei 2.200 min-1 Motorleistung 163 kW bei 2.200 min-1
Betriebsvorrat Haupt- und Zusatztank 260 l Betriebsvorrat Haupt- und Zusatztank 260 l
Fahrbereich 850 km Fahrbereich 850 km
Verbrauch 30,5 l/100 km Verbrauch 30,5 l/100 km
Höchstgeschwindigkeit 90 km/h Höchstgeschwindigkeit 89 km/h
Bewaffnung Mechanische Waffenstation 1.530, Bewaffnung fernbedienbare leichte Waffen-
Kaliber 7,62 mm station 100, Kaliber 7,62 mm
Kampfentfernung Schussweite 450 m Kampfentfernung Schussweite 450 m
Kampfbeladung 1.000 Schuss Kampfbeladung 1.200 Schuss
Waten 1,20 m Waten 1,20 m
ABC-Schutz ja ABC-Schutz ja
Spezialgerät/Ausstattung GPS, Funkanlage Spezialgerät/Ausstattung GPS, Funkanlage
SEM 80/90, Reifendruckregelanlage, Außen- SEM 80/90, Reifendruckregelanlage, Außensprech-
sprechanlage, Rückblickkamera, Stand- anlage, Rückblickkamera, Standheizung, Klimaanlage,
heizung, Klimaanlage, Führungsausstattung Führungsausstattung Taktisch FAUST, Waffenstation
Taktisch FAUST mit ungekühltem Wärmebildgerät

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GESCHÜTZTES FAHRZEUG SPÄHWAGE N
RADFAHRZ EU GE EAGLE IV FENNEK

Der FENNEK ist das Spähfahrzeug der Heeres-


aufklärungstruppe und ist das radbewegliche
Funktions- und Führungsfahrzeug für die Joint
Fire Support Teams (JFST). Ein JFST setzt sich
aus einem Artilleriebeobachtertrupp bzw.
einem vorgeschobenen Beobachtungstrupp
MÖRSER und einem FORWARD AIR
CONTROLLER (FAC) zusammen. Das Team
hat die Aufgabe, Ziele mit hinreichender
Genauigkeit zu orten und teilstreitkräfte-
übergreifend Feuer ins Ziel zu lenken.

Der Spähwagen (leicht 4-Rad) FENNEK ist


ein leicht gepanzertes Radfahrzeug. Er bietet Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten
eine hervorragende und nahezu geräusch- Gefechtsgewicht 11 t
lose Mobilität in jedem Gelände, modernste Militärische Lastenklasse 12 t
Sensorenausstattung, weitreichenden Schutz, Länge 5,60 m
die Möglichkeit der Selbstverteidigung sowie Breite 2,55 m
eine hohe Autonomie. Höhe 2,29 m
Motorleistung 117 kW
Betriebsvorrat Haupt- und Zusatztank 230 l
Fahrbereich Straße/Gelände 1.000 km/450 km
Verbrauch Straße/Gelände 23,25 l bis 50 l/100 km
Höchstgeschwindigkeit gedrosselt 80 km/h,
frei > 110 km/h
Geschützte Fahrzeuge sollen die Soldaten Bewaffnung Granatmaschinenwaffe Kaliber 40 mm,
im Einsatz vor vielfältigen Bedrohungen Maschinengewehr MG 3 7,62 mm, Nebelmittelwurf-
wie Sprengfallen, Minen, direktem Beschuss Besatzung bis zu 5 Soldaten anlage
oder ABC-Kampfmitteln bewahren. Diese Länge 5,40 m Kampfentfernung Schussweite 1.000 m/600 m
hohen Anforderungen erfüllt auch der Breite 2,16 m Kampfbeladung in Abhängigkeit von den
EAGLE IV. Höhe 2,40 m verwendeten Waffen 64/1.000/12
Gewicht 8,5 t Waten bis zu 1,00 m
Er ist als Führungs- und Funktionsfahrzeug Nutzlast 1,4 t ABC-Schutz ja
in zahlreichen Varianten konzipiert und Antrieb Turbodiesel mit 5-Stufen-Automatik Spezialgerät/Ausstattung 2 VHF-Führungsunter-
bietet Platz für bis zu fünf Personen. Der Leistung 245 PS stützungsgeräte, 1 HF-Führungsunterstützungs-
EAGLE soll zahlreiche ältere Fahrzeuge Höchstgeschwindigkeit 110 km/h gerät, Seilwinde, Einsatz der Subsysteme:
der Bundeswehr ersetzen oder ergänzen. Steigfähigkeit 60 % Beobachtungs- und Aufklärungsausstattung auch
Der EAGLE IV ist – beispielsweise in der Besonderheit Antriebsstrang und Fahrgestell abgesessen, Bodensensor- und Strahlenspür-
TRANSALL – lufttransportfähig. entsprechen den Fahrzeugen yAK und DURO III Ausstattung

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GESCHÜTZTES FAHRZEUG SPÄHWAGE N
RADFAHRZ EU GE EAGLE IV FENNEK

Der FENNEK ist das Spähfahrzeug der Heeres-


aufklärungstruppe und ist das radbewegliche
Funktions- und Führungsfahrzeug für die Joint
Fire Support Teams (JFST). Ein JFST setzt sich
aus einem Artilleriebeobachtertrupp bzw.
einem vorgeschobenen Beobachtungstrupp
MÖRSER und einem FORWARD AIR
CONTROLLER (FAC) zusammen. Das Team
hat die Aufgabe, Ziele mit hinreichender
Genauigkeit zu orten und teilstreitkräfte-
übergreifend Feuer ins Ziel zu lenken.

Der Spähwagen (leicht 4-Rad) FENNEK ist


ein leicht gepanzertes Radfahrzeug. Er bietet Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten
eine hervorragende und nahezu geräusch- Gefechtsgewicht 11 t
lose Mobilität in jedem Gelände, modernste Militärische Lastenklasse 12 t
Sensorenausstattung, weitreichenden Schutz, Länge 5,60 m
die Möglichkeit der Selbstverteidigung sowie Breite 2,55 m
eine hohe Autonomie. Höhe 2,29 m
Motorleistung 117 kW
Betriebsvorrat Haupt- und Zusatztank 230 l
Fahrbereich Straße/Gelände 1.000 km/450 km
Verbrauch Straße/Gelände 23,25 l bis 50 l/100 km
Höchstgeschwindigkeit gedrosselt 80 km/h,
frei > 110 km/h
Geschützte Fahrzeuge sollen die Soldaten Bewaffnung Granatmaschinenwaffe Kaliber 40 mm,
im Einsatz vor vielfältigen Bedrohungen Maschinengewehr MG 3 7,62 mm, Nebelmittelwurf-
wie Sprengfallen, Minen, direktem Beschuss Besatzung bis zu 5 Soldaten anlage
oder ABC-Kampfmitteln bewahren. Diese Länge 5,40 m Kampfentfernung Schussweite 1.000 m/600 m
hohen Anforderungen erfüllt auch der Breite 2,16 m Kampfbeladung in Abhängigkeit von den
EAGLE IV. Höhe 2,40 m verwendeten Waffen 64/1.000/12
Gewicht 8,5 t Waten bis zu 1,00 m
Er ist als Führungs- und Funktionsfahrzeug Nutzlast 1,4 t ABC-Schutz ja
in zahlreichen Varianten konzipiert und Antrieb Turbodiesel mit 5-Stufen-Automatik Spezialgerät/Ausstattung 2 VHF-Führungsunter-
bietet Platz für bis zu fünf Personen. Der Leistung 245 PS stützungsgeräte, 1 HF-Führungsunterstützungs-
EAGLE soll zahlreiche ältere Fahrzeuge Höchstgeschwindigkeit 110 km/h gerät, Seilwinde, Einsatz der Subsysteme:
der Bundeswehr ersetzen oder ergänzen. Steigfähigkeit 60 % Beobachtungs- und Aufklärungsausstattung auch
Der EAGLE IV ist – beispielsweise in der Besonderheit Antriebsstrang und Fahrgestell abgesessen, Bodensensor- und Strahlenspür-
TRANSALL – lufttransportfähig. entsprechen den Fahrzeugen yAK und DURO III Ausstattung

32 33
FÜHRUNGS-/
ERKUNDUNGSFAHRZEUG EINSATZFAHRZEUG SPEZIALISIERTE KRÄFTE
RADFAHRZEUGE FENNEK MUNGO

Das Führungs- und Erkundungsfahrzeug Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten


FENNEK für die Pioniertruppe zeichnet Gefechtsgewicht 11 t
sich durch seine hohe Mobilität im Gelände, Militärische Lastenklasse 12 t
seine Systemanteile für den Gefechts- Länge 5,60 m
wert, bei der Erkundung von Gewässer- Breite 2,55 m
übergängen, der Planung und dem Anlegen Höhe 2,29 m
von Minensperren und dem Führen aus. Motorleistung 117 kW
Betriebsvorrat Haupt- und Zusatztank 200 l
Fahrbereich Straße/Gelände 1.000 km/450 km
Verbrauch Straße/Gelände 23,25 bis 50 l/100 km
Höchstgeschwindigkeit gedrosselt 80 km/h,
frei > 110 km/h
Bewaffnung Granatmaschinenwaffe Kaliber 40 mm,
Maschinengewehr MG 3 7,62 mm, Nebelmittelwurf-
anlage
Kampfentfernung Schussweite 1.000 m/600 m Das allradgetriebene, geschützte Rad-
Kampfbeladung in Abhängigkeit von den fahrzeug der spezialisierten Kräfte ist mit Besatzung 10 Soldatinnen/Soldaten
verwendeten Waffen 64/1.000/12 gepanzertem Fahrerhaus und gepanzerter Gefechtsgewicht 7,5 t
Waten bis zu 1,00 m Rundumverglasung ausgestattet. Der Militärische Lastenklasse nicht festgelegt
ABC-Schutz ja MUNGO ist luftverladbar im Mittleren Länge 4,50 m
Spezialgerät/Ausstattung 2 VHF-Führungsunter- Transporthubschrauber vom Typ CH-53G. Breite 1,90 m
stützungsgeräte, 1 HF-Führungsunterstützungs- Höhe 2,40 m
gerät, Seilwinde, Anhängerkupplung, Einsatz der Motorleistung 78 kW bei 3.600 m-1
Subsysteme: Strahlenspür-Ausstattung Betriebsvorrat Haupt- und Zusatztank 80 l
Fahrbereich 450 km
Verbrauch 16 l/100 km
Höchstgeschwindigkeit 90 km/h
Waten 0,50 m
Ausstattung Klimaanlage

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FÜHRUNGS-/
ERKUNDUNGSFAHRZEUG EINSATZFAHRZEUG SPEZIALISIERTE KRÄFTE
RADFAHRZEUGE FENNEK MUNGO

Das Führungs- und Erkundungsfahrzeug Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten


FENNEK für die Pioniertruppe zeichnet Gefechtsgewicht 11 t
sich durch seine hohe Mobilität im Gelände, Militärische Lastenklasse 12 t
seine Systemanteile für den Gefechts- Länge 5,60 m
wert, bei der Erkundung von Gewässer- Breite 2,55 m
übergängen, der Planung und dem Anlegen Höhe 2,29 m
von Minensperren und dem Führen aus. Motorleistung 117 kW
Betriebsvorrat Haupt- und Zusatztank 200 l
Fahrbereich Straße/Gelände 1.000 km/450 km
Verbrauch Straße/Gelände 23,25 bis 50 l/100 km
Höchstgeschwindigkeit gedrosselt 80 km/h,
frei > 110 km/h
Bewaffnung Granatmaschinenwaffe Kaliber 40 mm,
Maschinengewehr MG 3 7,62 mm, Nebelmittelwurf-
anlage
Kampfentfernung Schussweite 1.000 m/600 m Das allradgetriebene, geschützte Rad-
Kampfbeladung in Abhängigkeit von den fahrzeug der spezialisierten Kräfte ist mit Besatzung 10 Soldatinnen/Soldaten
verwendeten Waffen 64/1.000/12 gepanzertem Fahrerhaus und gepanzerter Gefechtsgewicht 7,5 t
Waten bis zu 1,00 m Rundumverglasung ausgestattet. Der Militärische Lastenklasse nicht festgelegt
ABC-Schutz ja MUNGO ist luftverladbar im Mittleren Länge 4,50 m
Spezialgerät/Ausstattung 2 VHF-Führungsunter- Transporthubschrauber vom Typ CH-53G. Breite 1,90 m
stützungsgeräte, 1 HF-Führungsunterstützungs- Höhe 2,40 m
gerät, Seilwinde, Anhängerkupplung, Einsatz der Motorleistung 78 kW bei 3.600 m-1
Subsysteme: Strahlenspür-Ausstattung Betriebsvorrat Haupt- und Zusatztank 80 l
Fahrbereich 450 km
Verbrauch 16 l/100 km
Höchstgeschwindigkeit 90 km/h
Waten 0,50 m
Ausstattung Klimaanlage

34 35
GEPANZERTES TRANSPORTKRAFTFAHRZEUG
RADFAHRZEUGE GTK BOXER

Das Gepanzerte Transportkraftfahrzeug


(GTK) BOxER ist eine deutsch-nieder-
ländische Gemeinschaftsentwicklung.
Die Gruppentransportfahrzeuge werden
zum Teil mit Granatmaschinenwaffe
40 Millimeter und teilweise mit Maschinen-
gewehr 12,7 Millimeter ausgestattet, die
jeweils in einer fernbedienbaren leichten
Waffenstation 200 lafettiert sind.

Der GTK kann eine Infanteriegruppe


transportieren. Das Führungsfahrzeug kann
sowohl als Führungsmittel auf Kompanie-
ebene als auch als Gefechtsstandfahrzeug
der Brigadeebene eingesetzt werden.

Besatzung Gruppentransportfahrzeug 10 Soldatinnen/


Soldaten, Führungsfahrzeug 5 Soldatinnen/Soldaten
Gefechtsgewicht 33 t
Militärische Lastenklasse 37 t
Länge 7,90 m
Breite 2,99 m
Höhe ohne Waffenstation 2,37 m
Höhe mit Rundumkennleuchte und Waffenstation
3,70 m
Leistung 530 kW
Betriebsvorrat Haupt- und Zusatztank 540 l
Fahrbereich Straße bis 1.000 km
Höchstgeschwindigkeit 80 km/h
Bewaffnung Gruppentransportfahrzeug
Granatmaschinenwaffe Kaliber 40 mm oder
Schweres Maschinengewehr Kaliber 50,
12,7 mm, Führungsfahrzeug Bordmaschinen-
gewehr 12,7 mm, Waffenstation FLW 200
Waten 1,20 m
ABC-Schutz ja
Spezialgerät/Ausstattung Klimaanlage, GPS,
Integriertes Führungs- und Waffeneinsatzsystem (IFIS)

36 37
GEPANZERTES TRANSPORTKRAFTFAHRZEUG
RADFAHRZEUGE GTK BOXER

Das Gepanzerte Transportkraftfahrzeug


(GTK) BOxER ist eine deutsch-nieder-
ländische Gemeinschaftsentwicklung.
Die Gruppentransportfahrzeuge werden
zum Teil mit Granatmaschinenwaffe
40 Millimeter und teilweise mit Maschinen-
gewehr 12,7 Millimeter ausgestattet, die
jeweils in einer fernbedienbaren leichten
Waffenstation 200 lafettiert sind.

Der GTK kann eine Infanteriegruppe


transportieren. Das Führungsfahrzeug kann
sowohl als Führungsmittel auf Kompanie-
ebene als auch als Gefechtsstandfahrzeug
der Brigadeebene eingesetzt werden.

Besatzung Gruppentransportfahrzeug 10 Soldatinnen/


Soldaten, Führungsfahrzeug 5 Soldatinnen/Soldaten
Gefechtsgewicht 33 t
Militärische Lastenklasse 37 t
Länge 7,90 m
Breite 2,99 m
Höhe ohne Waffenstation 2,37 m
Höhe mit Rundumkennleuchte und Waffenstation
3,70 m
Leistung 530 kW
Betriebsvorrat Haupt- und Zusatztank 540 l
Fahrbereich Straße bis 1.000 km
Höchstgeschwindigkeit 80 km/h
Bewaffnung Gruppentransportfahrzeug
Granatmaschinenwaffe Kaliber 40 mm oder
Schweres Maschinengewehr Kaliber 50,
12,7 mm, Führungsfahrzeug Bordmaschinen-
gewehr 12,7 mm, Waffenstation FLW 200
Waten 1,20 m
ABC-Schutz ja
Spezialgerät/Ausstattung Klimaanlage, GPS,
Integriertes Führungs- und Waffeneinsatzsystem (IFIS)

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TRANSPORTPAN ZE R ARTILLERIEORTUNGSRADAR
RADFAHRZEUGE FUCHS AOR COBRA

Das Artillerieortungsradar COBRA ist das


modernste und leistungsfähigste derzeit
auf dem Markt verfügbare Artillerieortungs-
radar. Es vereinigt autonome Navigation,
hohe Aufklärungsrate, große Beweglichkeit,
Luftverladbarkeit, kurze Einsatzzyklen und
Schutz der Bediener. Hauptaufgabe des
Systems ist die Ortung und Klassifizierung
schießender gegnerischer Rohr- und
Raketenartillerie sowie Mörser, als auch
die Überwachung des eigenen Wirkungs-
schießens unter nahezu allen Wetter-
bedingungen mit hoher Genauigkeit und
Kapazität. Das COBRA ist dabei in der Lage,
bei einer Aufklärungstiefe von bis zu 40 km
rund 40 Feuerstellungen in zwei Minuten
aufklären zu können.

Der Transportpanzer FUCHS ist ein Die Nutzernationen Frankreich und


geländegängiges, gepanzertes Radfahrzeug Großbritannien haben ihre Systeme bereits
(6 x 6), das ursprünglich als reines Trans- erfolgreich im Libanon und dem Irak im
portfahrzeug konzipiert wurde. Heute wird Einsatz. Insbesondere die Erfahrungen
er mit verschiedenen Rüstsatzvariationen der britischen Streitkräfte im Irak zeigen,
bei zahlreichen Truppengattungen einge- Besatzung 12 Soldatinnen/Soldaten dass COBRA ein hoch leistungsfähiges
setzt. Beispiele hierfür sind die Variante Gefechtsgewicht 16,2 t Artillerieortungsradar ist, das durch
ABC-Spürpanzer bei der ABC-Truppe, der Militärische Lastenklasse 25 t Präzision, Zuverlässigkeit und Aktualität der
Einsatz als Personentransportfahrzeug bei Länge 7,33 m Ortungsergebnisse überzeugt.
der Jägertruppe oder als vorgeschobene Breite 3,10 m
Befehlsstelle für Gefechtsstände. Höhe 2,37 m Besatzung 4 Soldatinnen/Soldaten
Leistung 235/2.500 kW/min Gefechtsgewicht 25,7 t
Betriebsvorrat 390 l Militärische Lastenklasse 30 t
Fahrbereich 800 km Straße Länge 10,77 m
Verbrauch circa 48 l/100 km Breite 2,90 m
Höchstgeschwindigkeit Straße 105 km/h Höhe 3,87 m
Höchstgeschwindigkeit Wasserfahrt 10 km/h Motorleistung 265 kW
Bewaffnung Maschinengewehr Kaliber 7,62 mm Höchstgeschwindigkeit 90 km/h
ABC-Schutz ja Spezialgerät/Ausstattung Radargerät mit
Spezialgerät/Ausstattung in Abhängigkeit Phased-Array-Antenne: ortet 40 Ziele in 2 Min.,
von den Varianten bzw. Ausstattungen Informationsalter 15 Sek.

38 39
TRANSPORTPAN ZE R ARTILLERIEORTUNGSRADAR
RADFAHRZEUGE FUCHS AOR COBRA

Das Artillerieortungsradar COBRA ist das


modernste und leistungsfähigste derzeit
auf dem Markt verfügbare Artillerieortungs-
radar. Es vereinigt autonome Navigation,
hohe Aufklärungsrate, große Beweglichkeit,
Luftverladbarkeit, kurze Einsatzzyklen und
Schutz der Bediener. Hauptaufgabe des
Systems ist die Ortung und Klassifizierung
schießender gegnerischer Rohr- und
Raketenartillerie sowie Mörser, als auch
die Überwachung des eigenen Wirkungs-
schießens unter nahezu allen Wetter-
bedingungen mit hoher Genauigkeit und
Kapazität. Das COBRA ist dabei in der Lage,
bei einer Aufklärungstiefe von bis zu 40 km
rund 40 Feuerstellungen in zwei Minuten
aufklären zu können.

Der Transportpanzer FUCHS ist ein Die Nutzernationen Frankreich und


geländegängiges, gepanzertes Radfahrzeug Großbritannien haben ihre Systeme bereits
(6 x 6), das ursprünglich als reines Trans- erfolgreich im Libanon und dem Irak im
portfahrzeug konzipiert wurde. Heute wird Einsatz. Insbesondere die Erfahrungen
er mit verschiedenen Rüstsatzvariationen der britischen Streitkräfte im Irak zeigen,
bei zahlreichen Truppengattungen einge- Besatzung 12 Soldatinnen/Soldaten dass COBRA ein hoch leistungsfähiges
setzt. Beispiele hierfür sind die Variante Gefechtsgewicht 16,2 t Artillerieortungsradar ist, das durch
ABC-Spürpanzer bei der ABC-Truppe, der Militärische Lastenklasse 25 t Präzision, Zuverlässigkeit und Aktualität der
Einsatz als Personentransportfahrzeug bei Länge 7,33 m Ortungsergebnisse überzeugt.
der Jägertruppe oder als vorgeschobene Breite 3,10 m
Befehlsstelle für Gefechtsstände. Höhe 2,37 m Besatzung 4 Soldatinnen/Soldaten
Leistung 235/2.500 kW/min Gefechtsgewicht 25,7 t
Betriebsvorrat 390 l Militärische Lastenklasse 30 t
Fahrbereich 800 km Straße Länge 10,77 m
Verbrauch circa 48 l/100 km Breite 2,90 m
Höchstgeschwindigkeit Straße 105 km/h Höhe 3,87 m
Höchstgeschwindigkeit Wasserfahrt 10 km/h Motorleistung 265 kW
Bewaffnung Maschinengewehr Kaliber 7,62 mm Höchstgeschwindigkeit 90 km/h
ABC-Schutz ja Spezialgerät/Ausstattung Radargerät mit
Spezialgerät/Ausstattung in Abhängigkeit Phased-Array-Antenne: ortet 40 Ziele in 2 Min.,
von den Varianten bzw. Ausstattungen Informationsalter 15 Sek.

38 39
MEHRZWECKFAHRZEUG
RADFAHRZ EU GE DURO 3

Der DURO 3 ist ein gepanzertes Transport-


fahrzeug. Die Panzerung des Fahrzeugs
schützt die Besatzung vor Beschuss durch
Infanteriewaffen und vor der Wirkung von
Minen. Die DURO-Fahrzeuge haben die im
Auslandseinsatz befindlichen ungepanzerten
Trägerfahrzeuge abgelöst.

Den DURO 3 gibt es in der Variante Besatzung Platz für 14 vollausgerüstete Soldaten
Beweglicher Arzttrupp, in der Variante Leistung 184 kW (250 PS)
DURO 3 EOD sowie für den Bedarf der Höchstgeschwindigkeit 100 km/h
Feldjägertruppe. Gewicht 12 t
Nutzlast 5,5 t
Bewaffnung Modular (MG, sMG, GMW)

40 41
MEHRZWECKFAHRZEUG
RADFAHRZ EU GE DURO 3

Der DURO 3 ist ein gepanzertes Transport-


fahrzeug. Die Panzerung des Fahrzeugs
schützt die Besatzung vor Beschuss durch
Infanteriewaffen und vor der Wirkung von
Minen. Die DURO-Fahrzeuge haben die im
Auslandseinsatz befindlichen ungepanzerten
Trägerfahrzeuge abgelöst.

Den DURO 3 gibt es in der Variante Besatzung Platz für 14 vollausgerüstete Soldaten
Beweglicher Arzttrupp, in der Variante Leistung 184 kW (250 PS)
DURO 3 EOD sowie für den Bedarf der Höchstgeschwindigkeit 100 km/h
Feldjägertruppe. Gewicht 12 t
Nutzlast 5,5 t
Bewaffnung Modular (MG, sMG, GMW)

40 41
UNTERSTÜTZUNGSHUBSCHRAUBER
LUFTFAHRZEUGE TIGER

Jenseits der Erde gilt es für das Heer auch die Elemente Wasser Der mehrrollen- und allwetterfähige
Unterstützungshubschrauber TIGER
und Luft zu bezwingen. Das Spektrum der Luftfahrzeuge des
wird den nicht nachttiefflug- und nacht-
Heeres reicht vom leichten Transporthubschrauber über Mehr- kampffähigen, unzureichend bewaffneten
zweckhubschrauber bis hin zum Unterstützungshubschrauber. und nicht geschützten Panzerabwehr-
hubschrauber (PAH) 1 ablösen.

Seine moderne Technologie ist ein


Generationssprung in Bezug auf
Nachtkampffähigkeit, Einsatzdauer,
Reichweite, Sensorik und Bewaffnung.

Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten
Flugstrecke 360 bis 1.200 km
Flugbetriebsstoffverbrauch im Durchschnitt 350 l/h
Marschgeschwindigkeit bis circa 250 km/h
Einsatzdauer 2:30 Std. (+ 20 Min. Reserve)
Führung des Gefechts je nach Anmarschzeit
0:30 bis 1:30 Std.
Kampfentfernung bis 6.000 m
Kampfbeladung 2 Außenstationen für 4 Luft-Luft-
Lenkflugkörper Stinger, 2 Innenstationen für Behälter
mit 12,7 mm, Behälter mit 19 x 70 mm Raketen,
Behälter mit 4 PARS 3 LR, Behälter mit 4 Lenkflug-
körpern HOT, Behälter mit Flugbetriebsstoff (345 l)

Die Leistungsdaten sind abhängig von den


geophysikalischen Bedingungen.

42 43
UNTERSTÜTZUNGSHUBSCHRAUBER
LUFTFAHRZEUGE TIGER

Jenseits der Erde gilt es für das Heer auch die Elemente Wasser Der mehrrollen- und allwetterfähige
Unterstützungshubschrauber TIGER
und Luft zu bezwingen. Das Spektrum der Luftfahrzeuge des
wird den nicht nachttiefflug- und nacht-
Heeres reicht vom leichten Transporthubschrauber über Mehr- kampffähigen, unzureichend bewaffneten
zweckhubschrauber bis hin zum Unterstützungshubschrauber. und nicht geschützten Panzerabwehr-
hubschrauber (PAH) 1 ablösen.

Seine moderne Technologie ist ein


Generationssprung in Bezug auf
Nachtkampffähigkeit, Einsatzdauer,
Reichweite, Sensorik und Bewaffnung.

Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten
Flugstrecke 360 bis 1.200 km
Flugbetriebsstoffverbrauch im Durchschnitt 350 l/h
Marschgeschwindigkeit bis circa 250 km/h
Einsatzdauer 2:30 Std. (+ 20 Min. Reserve)
Führung des Gefechts je nach Anmarschzeit
0:30 bis 1:30 Std.
Kampfentfernung bis 6.000 m
Kampfbeladung 2 Außenstationen für 4 Luft-Luft-
Lenkflugkörper Stinger, 2 Innenstationen für Behälter
mit 12,7 mm, Behälter mit 19 x 70 mm Raketen,
Behälter mit 4 PARS 3 LR, Behälter mit 4 Lenkflug-
körpern HOT, Behälter mit Flugbetriebsstoff (345 l)

Die Leistungsdaten sind abhängig von den


geophysikalischen Bedingungen.

42 43
SCHULUNGSHUBSCHRAUB ER UNTERSTÜTZUNGSHUBSCHRAUBER
L UFTFAHRZEUGE EC 135 BO 105

Der Hubschrauber BO 105 bzw. BO 105 P/M


wird als Verbindungshubschrauber (VBH)
und als Panzerabwehrhubschrauber (PAH) 1,
1 A1 eingesetzt.

Der neue Schulungshubschrauber (SHS) vom Besatzung VBH-Version 5 Soldatinnen/Soldaten,


Typ EC 135 verfügt über zwei Triebwerke, PAH-Version 2 Soldatinnen/Soldaten
ein digitales Cockpit, Autopilot und ein Flug- Flugstrecke bis 400 km
Management-System. Flugschüler lernen Flugbetriebsstoffverbrauch im Durchschnitt 200 l/h
innerhalb von zwölf Monaten nicht nur die Marschgeschwindigkeit 180 km/h
Beherrschung des SHS nach Sichtflugregeln, Einsatzdauer bis 2 Std.
sondern erhalten auch die Qualifikation für Kampfentfernung bis 4.000 m
den Instrumentenflug und den Sensorflug Kampfbeladung 6 Lenkflugkörper HOT
im Nachttiefflug.
Die Leistungsdaten sind abhängig von den
geophysikalischen Bedingungen.
Reichweite 700 km
Höchstgeschwindigkeit 141 Knoten (261 km/h) Es ist geplant, den BO 105 mit Ablauf des Jahres 2016
Startgewicht circa 2.500 kg aus der Nutzung herauszunehmen.

44 45
SCHULUNGSHUBSCHRAUB ER UNTERSTÜTZUNGSHUBSCHRAUBER
L UFTFAHRZEUGE EC 135 BO 105

Der Hubschrauber BO 105 bzw. BO 105 P/M


wird als Verbindungshubschrauber (VBH)
und als Panzerabwehrhubschrauber (PAH) 1,
1 A1 eingesetzt.

Der neue Schulungshubschrauber (SHS) vom Besatzung VBH-Version 5 Soldatinnen/Soldaten,


Typ EC 135 verfügt über zwei Triebwerke, PAH-Version 2 Soldatinnen/Soldaten
ein digitales Cockpit, Autopilot und ein Flug- Flugstrecke bis 400 km
Management-System. Flugschüler lernen Flugbetriebsstoffverbrauch im Durchschnitt 200 l/h
innerhalb von zwölf Monaten nicht nur die Marschgeschwindigkeit 180 km/h
Beherrschung des SHS nach Sichtflugregeln, Einsatzdauer bis 2 Std.
sondern erhalten auch die Qualifikation für Kampfentfernung bis 4.000 m
den Instrumentenflug und den Sensorflug Kampfbeladung 6 Lenkflugkörper HOT
im Nachttiefflug.
Die Leistungsdaten sind abhängig von den
geophysikalischen Bedingungen.
Reichweite 700 km
Höchstgeschwindigkeit 141 Knoten (261 km/h) Es ist geplant, den BO 105 mit Ablauf des Jahres 2016
Startgewicht circa 2.500 kg aus der Nutzung herauszunehmen.

44 45
LEICHTER TRANSPORTHUBSCHRAUBER
LUFTFAHRZEUGE NH 90

Der Mehrzweckhubschrauber NH90


wurde im Auftrag von Frankreich, Italien,
den Niederlanden und Deutschland ent-
wickelt. Er ist ein Hubschrauber der Zehn-
Tonnen-Klasse, der ausgehend von einem
Basismuster ein Familienkonzept beinhaltet.
Mit dem NH90 können sowohl schwere
Lasten, technisches Material als auch bis
zu 20 Soldaten transportiert werden.
Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten
Flugstrecke bis 650 km
Flugbetriebsstoffverbrauch im Durchschnitt 550 l/h
Marschgeschwindigkeit bis 260 km/h
Einsatzdauer 4:35 Std.
Kampfbeladung Flugbetriebsstoff 1.975 l
Standardlast 16 Soldaten oder 12 Soldaten
und 3 Doorgunner oder 2.000 kg Innenlast,
4.000 kg Außenlast

Die Leistungsdaten sind abhängig von den


geophysikalischen Bedingungen.

46 47
LEICHTER TRANSPORTHUBSCHRAUBER
LUFTFAHRZEUGE NH 90

Der Mehrzweckhubschrauber NH90


wurde im Auftrag von Frankreich, Italien,
den Niederlanden und Deutschland ent-
wickelt. Er ist ein Hubschrauber der Zehn-
Tonnen-Klasse, der ausgehend von einem
Basismuster ein Familienkonzept beinhaltet.
Mit dem NH90 können sowohl schwere
Lasten, technisches Material als auch bis
zu 20 Soldaten transportiert werden.
Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten
Flugstrecke bis 650 km
Flugbetriebsstoffverbrauch im Durchschnitt 550 l/h
Marschgeschwindigkeit bis 260 km/h
Einsatzdauer 4:35 Std.
Kampfbeladung Flugbetriebsstoff 1.975 l
Standardlast 16 Soldaten oder 12 Soldaten
und 3 Doorgunner oder 2.000 kg Innenlast,
4.000 kg Außenlast

Die Leistungsdaten sind abhängig von den


geophysikalischen Bedingungen.

46 47
EINSATZFAHRZEUG
KAMPFMITTELBESEITIGUNG DURO

Die Kampfmittelbeseitigung dient dem Schutz eigener Kräfte und


Einrichtungen einschließlich einsatzwichtiger Infrastruktur und
eigenen Geräts vor der komplexen Bedrohung durch nicht zur
Wirkung gelangte Kampfmittel. Sie ist mit ihren Fähigkeiten das
dominierende Element in der gesamten Abwehr von Kampfmitteln.

Das Haupteinsatzfahrzeug für die


Kampfmittelbeseitigung wird zukünftig Besatzung 2 (+1) Soldatinnen/Soldaten
das geschützte Führungs- und Funk- Gewicht 13,5 t
tionsfahrzeug vom Typ DURO sein. Länge 6,70 m
Dieses Fahrzeug verfügt über einen Breite 2,31 m
Schutz gegen Minen sowie über Höhe 2,80 m
ballistischen und Splitterschutz, kann Motorleistung 184 kW (250 PS)
unter ABC-Bedingungen eingesetzt Tankvolumen 180 l
werden und besitzt eine autarke Fahrbereich 720 km
Energieversorgung. Höchstgeschwindigkeit 100 km/h
Nutzlast 1,2 t
Ausstattung mit verschiedenen Rüstsatzvarianten
im Einsatz (zum Beispiel im Feldjägerdienst oder
als Beweglicher Arzttrupp)

48 49
EINSATZFAHRZEUG
KAMPFMITTELBESEITIGUNG DURO

Die Kampfmittelbeseitigung dient dem Schutz eigener Kräfte und


Einrichtungen einschließlich einsatzwichtiger Infrastruktur und
eigenen Geräts vor der komplexen Bedrohung durch nicht zur
Wirkung gelangte Kampfmittel. Sie ist mit ihren Fähigkeiten das
dominierende Element in der gesamten Abwehr von Kampfmitteln.

Das Haupteinsatzfahrzeug für die


Kampfmittelbeseitigung wird zukünftig Besatzung 2 (+1) Soldatinnen/Soldaten
das geschützte Führungs- und Funk- Gewicht 13,5 t
tionsfahrzeug vom Typ DURO sein. Länge 6,70 m
Dieses Fahrzeug verfügt über einen Breite 2,31 m
Schutz gegen Minen sowie über Höhe 2,80 m
ballistischen und Splitterschutz, kann Motorleistung 184 kW (250 PS)
unter ABC-Bedingungen eingesetzt Tankvolumen 180 l
werden und besitzt eine autarke Fahrbereich 720 km
Energieversorgung. Höchstgeschwindigkeit 100 km/h
Nutzlast 1,2 t
Ausstattung mit verschiedenen Rüstsatzvarianten
im Einsatz (zum Beispiel im Feldjägerdienst oder
als Beweglicher Arzttrupp)

48 49
MANIPULATORFAHRZEUG
KAMPFMITTELBESEITIGUNG SCHUTZANZUG TEODDOR

Die Kampfmittelbeseitigungskräfte verfügen


über Schutzanzüge, die mit einer Kommu-
nikationsanlage sowie einer Kühleinrichtung
ausgerüstet sind, damit der Kampfmittel-
beseitiger auch bei höheren Temperaturen
über längere Zeit eingesetzt werden kann.

Die Nutzung ferngesteuerter Manipulatoren Für Einsatzorte, die mit dem tEODdor nicht
erhöht den Schutz und die Sicherheit der erreicht werden können, zum Beispiel enge
Kampfmittelbeseitigungskräfte im Einsatz in Räume, Röhren oder Luftfahrzeuge, wird das
erheblichem Maße. Das wichtigste Einsatz- Manipulatorfahrzeug EOD klein „PackBot“
mittel ist das Manipulatorfahrzeug tEODdor. eingesetzt. Es ist durch eine Person tragbar,
wird auch über Kabel oder Funk gesteuert
Mit diesem Manipulator können ferngesteu- und verfügt ebenfalls über verschiedene
ert über Kabel oder Funk aus sicherer Ent- Wirkmittel.
fernung Kampfmittel aufgespürt, freigelegt,
untersucht und beseitigt werden.

50 51
MANIPULATORFAHRZEUG
KAMPFMITTELBESEITIGUNG SCHUTZANZUG TEODDOR

Die Kampfmittelbeseitigungskräfte verfügen


über Schutzanzüge, die mit einer Kommu-
nikationsanlage sowie einer Kühleinrichtung
ausgerüstet sind, damit der Kampfmittel-
beseitiger auch bei höheren Temperaturen
über längere Zeit eingesetzt werden kann.

Die Nutzung ferngesteuerter Manipulatoren Für Einsatzorte, die mit dem tEODdor nicht
erhöht den Schutz und die Sicherheit der erreicht werden können, zum Beispiel enge
Kampfmittelbeseitigungskräfte im Einsatz in Räume, Röhren oder Luftfahrzeuge, wird das
erheblichem Maße. Das wichtigste Einsatz- Manipulatorfahrzeug EOD klein „PackBot“
mittel ist das Manipulatorfahrzeug tEODdor. eingesetzt. Es ist durch eine Person tragbar,
wird auch über Kabel oder Funk gesteuert
Mit diesem Manipulator können ferngesteu- und verfügt ebenfalls über verschiedene
ert über Kabel oder Funk aus sicherer Ent- Wirkmittel.
fernung Kampfmittel aufgespürt, freigelegt,
untersucht und beseitigt werden.

50 51
ABB ILDENDE LUFTGESTÜTZTE LUFTGESTÜTZTE
AUFKLÄRUNGSDROHNE UNBEMANNTE NAHAUF-
IM NÄCHSTBEREICH KLÄRUNGSAUSSTATTUNG
SONSTIGE GERÄTE ALADIN LUNA

Das „sonstige Gerät“ des Heeres ist vielseitig und wird für ganz
unterschiedliche Zwecke eingesetzt. Es umfasst beispielsweise
die Aufklärungsdrohnen Aladin, MIKADO und KZO sowie die
luftgestützte, unbemannte Nahaufklärungsausstattung LUNA.

ALADIN ist eine Aufklärungsdrohne für LUNA ist ein Aufklärungssystem.


Ziel-, Wirkungs- und Lageaufklärung bei Programm- bzw. ferngesteuert liefert es
Tag und Nacht. Die Aufklärungsergebnisse Video-, Infrarotfilme und Standbilder in
liegen in Echtzeit vor und ermöglichen Echtzeit vom jeweiligen Einsatzgebiet.
den militärischen Führern detaillierte Lage- Es verschafft somit der eigenen Truppe
entscheidungen. einen Informationsvorsprung.

Gewicht 3,5 kg
Länge 1,57 m
Spannweite 1,46 m
Höhe 0,60 m Gewicht 40 kg
Motorleistung 7,35 Ah Länge 2,36 m
Stromversorgung 2 x Akku Spannweite 4,17 m
Reichweite um Bodenkontrollstation 5 km Höhe 0,87 m
Flugzeit 30 Min. Motorleistung 6 kW
Flughöhe mindestens 30 m/maximal 150 m Kraftstoffvorrat 5,4 kg
Geschwindigkeit 45 bis 70 km/h Reichweite um Bodenkontrollstation 80 km
Taglicht-Rumpf Frontkamera/Blickrichtung 45° Flugzeit 6 Std.
nach vorne, Seitensichtkamera 45° nach links, Flughöhe 4.000 m
Bodenkamera 90° nach unten, Bodenkamera Geschwindigkeit 35 bis 130 km/h
(Tele) 90° nach unten Sensorik elektrooptisch mit Zoom, Relais für
IR-Rumpf IR-Kamera/Blickrichtung 42° nach vorne, Aufklärung in tiefen Taleinschnitten, ABUL
Tageslichtkamera/Blickrichtung 42° nach vorne (automatisierte Bildauswertung/Bildbearbeitung)
Start Hand/Gummiband Start Katapultstart
Landung Gesteuerte Sacklandung Landung Schirm-/Netzlandung

52 53
ABB ILDENDE LUFTGESTÜTZTE LUFTGESTÜTZTE
AUFKLÄRUNGSDROHNE UNBEMANNTE NAHAUF-
IM NÄCHSTBEREICH KLÄRUNGSAUSSTATTUNG
SONSTIGE GERÄTE ALADIN LUNA

Das „sonstige Gerät“ des Heeres ist vielseitig und wird für ganz
unterschiedliche Zwecke eingesetzt. Es umfasst beispielsweise
die Aufklärungsdrohnen Aladin, MIKADO und KZO sowie die
luftgestützte, unbemannte Nahaufklärungsausstattung LUNA.

ALADIN ist eine Aufklärungsdrohne für LUNA ist ein Aufklärungssystem.


Ziel-, Wirkungs- und Lageaufklärung bei Programm- bzw. ferngesteuert liefert es
Tag und Nacht. Die Aufklärungsergebnisse Video-, Infrarotfilme und Standbilder in
liegen in Echtzeit vor und ermöglichen Echtzeit vom jeweiligen Einsatzgebiet.
den militärischen Führern detaillierte Lage- Es verschafft somit der eigenen Truppe
entscheidungen. einen Informationsvorsprung.

Gewicht 3,5 kg
Länge 1,57 m
Spannweite 1,46 m
Höhe 0,60 m Gewicht 40 kg
Motorleistung 7,35 Ah Länge 2,36 m
Stromversorgung 2 x Akku Spannweite 4,17 m
Reichweite um Bodenkontrollstation 5 km Höhe 0,87 m
Flugzeit 30 Min. Motorleistung 6 kW
Flughöhe mindestens 30 m/maximal 150 m Kraftstoffvorrat 5,4 kg
Geschwindigkeit 45 bis 70 km/h Reichweite um Bodenkontrollstation 80 km
Taglicht-Rumpf Frontkamera/Blickrichtung 45° Flugzeit 6 Std.
nach vorne, Seitensichtkamera 45° nach links, Flughöhe 4.000 m
Bodenkamera 90° nach unten, Bodenkamera Geschwindigkeit 35 bis 130 km/h
(Tele) 90° nach unten Sensorik elektrooptisch mit Zoom, Relais für
IR-Rumpf IR-Kamera/Blickrichtung 42° nach vorne, Aufklärung in tiefen Taleinschnitten, ABUL
Tageslichtkamera/Blickrichtung 42° nach vorne (automatisierte Bildauswertung/Bildbearbeitung)
Start Hand/Gummiband Start Katapultstart
Landung Gesteuerte Sacklandung Landung Schirm-/Netzlandung

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KLEINFLUGGERÄT ZIELORTUNG MIKROAUFKLÄRUNGSDROHNE FÜR DEN ORTSBEREICH
SONSTIGE GERÄTE KZO MIKADO

Das Kleinfluggerät für Zielortung (KZO) ist Mit den Funktionalitäten des Geotracking Das Fluggerät ist ein 4-Rotor-Hubschrauber
ein unbemanntes, luftgestütztes Aufklärungs- bzw. Videotracking ist es möglich, auto- mit Elektroantrieb, der einen geräuscharmen
system, das in Reichweite, Zielortungs- matisiert entweder permanent einen Gelände- Flug ermöglicht. MIKADO liefert in Echtzeit
genauigkeit und Informationsalter den abschnitt zu überwachen oder ein auf- detaillierte Aufklärungsbilder. Es wird ein-
Möglichkeiten moderner Artilleriewaffen geklärtes Ziel zu verfolgen und auch dessen gesetzt, um Personen, Personengruppen,
Rechnung trägt, durch Umprogrammierung Geschwindigkeit zu ermitteln. Waffen/Sperren, Fahrzeuge/Plattformen
während des Fluges verzuglose Reaktionen und sonstige Objekte zu orten und zu
auf Lageänderungen zulässt sowie mit einer Gewicht 168 kg identifizieren, um ein zutreffendes Lagebild Gewicht 1,3 kg
entsprechend langen Flugdauer nahezu Länge 2,26 m schnell verfügbar zu machen. Damit wird die Länge 1,00 m
ununterbrochene Verfügbarkeit luftgestützter Spannweite 3,42 m Fähigkeit der eigenen Kräfte zur zeitgerech- Spannweite 1,00 m
Aufklärung gewährleistet. Höhe 0,96 m ten und präzisen Reaktion auf Bedrohungen Höhe 0,20 m
Motorleistung 1,2 kW einschließlich der Bekämpfung eines Gegners Motorleistung 4 bürstenlose, getriebelose
KZO ist nahezu allwetterfähig und kann Betriebsstoffvorrat 27,5 kg erhöht und so der Schutz der eigenen Elektromotoren
tageszeitunabhängig zur Ziel- und Lageauf- Reichweite um Bodenkontrollstation Soldaten verbessert. Stromversorgung 1 x LiPo-Akku, 14,8 V/3.800 MAh
klärung eingesetzt werden. Die Zielortungs- mindestens 65 km Reichweite um Bodenkontrollstation 0,5 km
genauigkeit entspricht den Anforderungen Flugzeit bis 4,5 Std. Flugzeit 20 Min.
der Wirksysteme der Artillerie, das Infor- Flughöhe 3.500 m Flughöhe über höchstem Hindernis 10 m
mationsalter beträgt weniger als eine Minute. Geschwindigkeit 120 bis 220 km/h Geschwindigkeit 16,7 m/sek
Sensorik Infrarot-Kamera Sensorik Taglichtkamera, Dämmerungskamera,
Start Boosterstart Infrarot-Kamera
Landung Fallschirmlandung Start/Landung Fernsteuerung

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KLEINFLUGGERÄT ZIELORTUNG MIKROAUFKLÄRUNGSDROHNE FÜR DEN ORTSBEREICH
SONSTIGE GERÄTE KZO MIKADO

Das Kleinfluggerät für Zielortung (KZO) ist Mit den Funktionalitäten des Geotracking Das Fluggerät ist ein 4-Rotor-Hubschrauber
ein unbemanntes, luftgestütztes Aufklärungs- bzw. Videotracking ist es möglich, auto- mit Elektroantrieb, der einen geräuscharmen
system, das in Reichweite, Zielortungs- matisiert entweder permanent einen Gelände- Flug ermöglicht. MIKADO liefert in Echtzeit
genauigkeit und Informationsalter den abschnitt zu überwachen oder ein auf- detaillierte Aufklärungsbilder. Es wird ein-
Möglichkeiten moderner Artilleriewaffen geklärtes Ziel zu verfolgen und auch dessen gesetzt, um Personen, Personengruppen,
Rechnung trägt, durch Umprogrammierung Geschwindigkeit zu ermitteln. Waffen/Sperren, Fahrzeuge/Plattformen
während des Fluges verzuglose Reaktionen und sonstige Objekte zu orten und zu
auf Lageänderungen zulässt sowie mit einer Gewicht 168 kg identifizieren, um ein zutreffendes Lagebild Gewicht 1,3 kg
entsprechend langen Flugdauer nahezu Länge 2,26 m schnell verfügbar zu machen. Damit wird die Länge 1,00 m
ununterbrochene Verfügbarkeit luftgestützter Spannweite 3,42 m Fähigkeit der eigenen Kräfte zur zeitgerech- Spannweite 1,00 m
Aufklärung gewährleistet. Höhe 0,96 m ten und präzisen Reaktion auf Bedrohungen Höhe 0,20 m
Motorleistung 1,2 kW einschließlich der Bekämpfung eines Gegners Motorleistung 4 bürstenlose, getriebelose
KZO ist nahezu allwetterfähig und kann Betriebsstoffvorrat 27,5 kg erhöht und so der Schutz der eigenen Elektromotoren
tageszeitunabhängig zur Ziel- und Lageauf- Reichweite um Bodenkontrollstation Soldaten verbessert. Stromversorgung 1 x LiPo-Akku, 14,8 V/3.800 MAh
klärung eingesetzt werden. Die Zielortungs- mindestens 65 km Reichweite um Bodenkontrollstation 0,5 km
genauigkeit entspricht den Anforderungen Flugzeit bis 4,5 Std. Flugzeit 20 Min.
der Wirksysteme der Artillerie, das Infor- Flughöhe 3.500 m Flughöhe über höchstem Hindernis 10 m
mationsalter beträgt weniger als eine Minute. Geschwindigkeit 120 bis 220 km/h Geschwindigkeit 16,7 m/sek
Sensorik Infrarot-Kamera Sensorik Taglichtkamera, Dämmerungskamera,
Start Boosterstart Infrarot-Kamera
Landung Fallschirmlandung Start/Landung Fernsteuerung

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LUFTWAFFE
KAMPFFLUGZEUGE Waffensysteme der Luftwaffe umfassen Kampfflugzeuge, Schul-
SCHULFLUGZEUGE flugzeuge, Transportflugzeuge, aber auch Hubschrauber und
FLUGABWEHRSYSTEME Flugabwehrraketensysteme. Ihr Einsatzspektrum reicht vom Schutz
TRANSPORTFLUGZEUGE des deutschen Luftraums über den Patiententransport bis hin zu
HUBSCHRAUBER Aufklärungsflügen in Auslandseinsätzen.
AUFKLÄRUNGSSYSTEM

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LUFTWAFFE
KAMPFFLUGZEUGE Waffensysteme der Luftwaffe umfassen Kampfflugzeuge, Schul-
SCHULFLUGZEUGE flugzeuge, Transportflugzeuge, aber auch Hubschrauber und
FLUGABWEHRSYSTEME Flugabwehrraketensysteme. Ihr Einsatzspektrum reicht vom Schutz
TRANSPORTFLUGZEUGE des deutschen Luftraums über den Patiententransport bis hin zu
HUBSCHRAUBER Aufklärungsflügen in Auslandseinsätzen.
AUFKLÄRUNGSSYSTEM

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ALLWETTER-KAMPFFLUGZEUG
KAMPFFLUGZEUGE EUROFIGHTER

Flugzeuge der Luftwaffe werden vielseitig eingesetzt. Die Fähigkeiten reichen Der EUROFIGHTER ist ein einsitziges Mehr-
von Aufklärungsmissionen über Radarbekämpfung bis hin zur Seeziel- zweckkampfflugzeug mit zwei Triebwerken.
bekämpfung – weit über den Luftkampf hinaus. Die Luftwaffe verfügt über Für Ausbildungszwecke steht eine zwei-
Jagdflugzeuge, Jagdbomber und Flugzeuge mit spezieller Aufklärungs- sitzige Version zur Verfügung. Der Jet wurde
im Jahr 2004 bei der Luftwaffe in Dienst
elektronik. Durch die Fähigkeit zur vernetzten Operationsführung werden
gestellt und findet seinen Einsatz als Luftüber-
sie mit eigenen Luft-, Land- und Seestreitkräften sowie mit militärischen legenheitsjäger oder auch für Luft-Boden-
Bündnispartnern eingesetzt. Im Einsatz gewährleistet die überlegene Missionen.
Wirksamkeit der Waffensysteme im Luftnahkampf und im Wirkungsbereich
auf große Entfernungen den Schutz eigener Kräfte. Das Design ist gekennzeichnet durch einen
Deltaflügel und Canards sowie einer
instabilen Auslegung für hohe Wendigkeit.
Der Rumpf besteht zu einem großen Anteil
aus Verbundwerkstoffen, um Gewicht zu
sparen.

Moderne Diagnose- und Überwachungs-


systeme überprüfen den Zustand des Jets
und erleichtern die Wartung.

Länge 15,96 m
Höhe 5,28 m
Spannweite 10,95 m
Leermasse 11,00 t
Maximale Startmasse 23,5 t
Triebwerke (TW) 2 x Eurojet EJ 200
Maximaler Trockenschub 60 kN pro TW
Nachbrennerschub 90 kN pro TW
Höchstgeschwindigkeit 2.900 km/h

58 59
ALLWETTER-KAMPFFLUGZEUG
KAMPFFLUGZEUGE EUROFIGHTER

Flugzeuge der Luftwaffe werden vielseitig eingesetzt. Die Fähigkeiten reichen Der EUROFIGHTER ist ein einsitziges Mehr-
von Aufklärungsmissionen über Radarbekämpfung bis hin zur Seeziel- zweckkampfflugzeug mit zwei Triebwerken.
bekämpfung – weit über den Luftkampf hinaus. Die Luftwaffe verfügt über Für Ausbildungszwecke steht eine zwei-
Jagdflugzeuge, Jagdbomber und Flugzeuge mit spezieller Aufklärungs- sitzige Version zur Verfügung. Der Jet wurde
im Jahr 2004 bei der Luftwaffe in Dienst
elektronik. Durch die Fähigkeit zur vernetzten Operationsführung werden
gestellt und findet seinen Einsatz als Luftüber-
sie mit eigenen Luft-, Land- und Seestreitkräften sowie mit militärischen legenheitsjäger oder auch für Luft-Boden-
Bündnispartnern eingesetzt. Im Einsatz gewährleistet die überlegene Missionen.
Wirksamkeit der Waffensysteme im Luftnahkampf und im Wirkungsbereich
auf große Entfernungen den Schutz eigener Kräfte. Das Design ist gekennzeichnet durch einen
Deltaflügel und Canards sowie einer
instabilen Auslegung für hohe Wendigkeit.
Der Rumpf besteht zu einem großen Anteil
aus Verbundwerkstoffen, um Gewicht zu
sparen.

Moderne Diagnose- und Überwachungs-


systeme überprüfen den Zustand des Jets
und erleichtern die Wartung.

Länge 15,96 m
Höhe 5,28 m
Spannweite 10,95 m
Leermasse 11,00 t
Maximale Startmasse 23,5 t
Triebwerke (TW) 2 x Eurojet EJ 200
Maximaler Trockenschub 60 kN pro TW
Nachbrennerschub 90 kN pro TW
Höchstgeschwindigkeit 2.900 km/h

58 59
ALLWETTER-KAMPFFLUGZEUG JAGDBOMBER ALLWETTER-KAMPFFLUGZEUG
KAMPFFLUGZEUGE TORNADO TORNADO IDS ECR-TORNADO

Der Jagdbomber IDS (Interdiction Strike) Die ECR-Variante (Electronic Combat


ist für die Unterstützung der Bodentruppen Reconnaissance) des TORNADOS ist speziell
aus der Luft befähigt. Mit ihm ist es möglich zur Aufklärung und Bekämpfung radarge-
Luftangriffe auf feindliche Einrichtungen stützter Flugabwehr- und Führungssysteme
und Stellungen tief im Raum des Gegners zu ausgelegt. Der TORNADO ECR wird seit
fliegen um z.B. das Eintreffen neuer Boden- 1992 bei der Luftwaffe eingesetzt. Er dient
truppen zu verhindern. der Lokalisierung, Identifizierung und gege-
benenfalls Bekämpfung von strahlenden
Zielen (Radargeräte).

Das Waffensystem TORNADO ist ein Ein Geländefolgesystem schafft die Vor-
zweisitziges Allwetter-Kampfflugzeug. aussetzung einen, dem Geländeprofil an-
Es wurde in den 1970er Jahren als Mehr- gepassten, Flug in Höhen von 200 bis 1.500
zweckkampfflugzeug (Multi Role Combat Fuß, bei Tag und Nacht, durchzuführen.
Aircraft, MRCA) entwickelt und erstmals Länge 17,23 m Länge 17,23 m
1981 an die Bundeswehr ausgeliefert. Im Rahmen der Kampfwertanpassung Höhe 5,95 m Höhe 5,95 m
bzw. des Kampfwerterhalts besitzt der Spannweite 8,56 m (67°) - 13,91 m (25°) Spannweite 8,56 m (67°) - 13,91 m (25°)
Das zweisitzige Allwettermehrzweckkampf- TORNADO die Fähigkeit zum Einsatz Leermasse 14,01 t Leermasse 14,37 t
flugzeug verfügt über schwenkbare Trag- von gelenkter Präzisionsbewaffnung Max. Startmasse 28,5 t Max. Startmasse 28,5 t
flächen sowie Hochauftriebshilfen, die Starts und zur Kommunikation im militärischen Triebwerke Turbofans Turbo-Union RB199-34R Triebwerke Turbofans Turbo-Union RB199-34R
und Landungen auf kurzen Strecken ermög- Datenverbund. Mk. 103 Mk. 105
lichen und die Anpassung an einen großen Maximaler Trockenschub mit Nachbrenner Maximaler Trockenschub mit Nachbrenner
Geschwindigkeitsbereich erlauben. 71.3 kN beim Triebwerk Mk. 103 74,4 kN beim Triebwerk Mk. 105
Höchstschwindigkeit 1.600 km/h Höchstschwindigkeit 1.600 km/h

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ALLWETTER-KAMPFFLUGZEUG JAGDBOMBER ALLWETTER-KAMPFFLUGZEUG
KAMPFFLUGZEUGE TORNADO TORNADO IDS ECR-TORNADO

Der Jagdbomber IDS (Interdiction Strike) Die ECR-Variante (Electronic Combat


ist für die Unterstützung der Bodentruppen Reconnaissance) des TORNADOS ist speziell
aus der Luft befähigt. Mit ihm ist es möglich zur Aufklärung und Bekämpfung radarge-
Luftangriffe auf feindliche Einrichtungen stützter Flugabwehr- und Führungssysteme
und Stellungen tief im Raum des Gegners zu ausgelegt. Der TORNADO ECR wird seit
fliegen um z.B. das Eintreffen neuer Boden- 1992 bei der Luftwaffe eingesetzt. Er dient
truppen zu verhindern. der Lokalisierung, Identifizierung und gege-
benenfalls Bekämpfung von strahlenden
Zielen (Radargeräte).

Das Waffensystem TORNADO ist ein Ein Geländefolgesystem schafft die Vor-
zweisitziges Allwetter-Kampfflugzeug. aussetzung einen, dem Geländeprofil an-
Es wurde in den 1970er Jahren als Mehr- gepassten, Flug in Höhen von 200 bis 1.500
zweckkampfflugzeug (Multi Role Combat Fuß, bei Tag und Nacht, durchzuführen.
Aircraft, MRCA) entwickelt und erstmals Länge 17,23 m Länge 17,23 m
1981 an die Bundeswehr ausgeliefert. Im Rahmen der Kampfwertanpassung Höhe 5,95 m Höhe 5,95 m
bzw. des Kampfwerterhalts besitzt der Spannweite 8,56 m (67°) - 13,91 m (25°) Spannweite 8,56 m (67°) - 13,91 m (25°)
Das zweisitzige Allwettermehrzweckkampf- TORNADO die Fähigkeit zum Einsatz Leermasse 14,01 t Leermasse 14,37 t
flugzeug verfügt über schwenkbare Trag- von gelenkter Präzisionsbewaffnung Max. Startmasse 28,5 t Max. Startmasse 28,5 t
flächen sowie Hochauftriebshilfen, die Starts und zur Kommunikation im militärischen Triebwerke Turbofans Turbo-Union RB199-34R Triebwerke Turbofans Turbo-Union RB199-34R
und Landungen auf kurzen Strecken ermög- Datenverbund. Mk. 103 Mk. 105
lichen und die Anpassung an einen großen Maximaler Trockenschub mit Nachbrenner Maximaler Trockenschub mit Nachbrenner
Geschwindigkeitsbereich erlauben. 71.3 kN beim Triebwerk Mk. 103 74,4 kN beim Triebwerk Mk. 105
Höchstschwindigkeit 1.600 km/h Höchstschwindigkeit 1.600 km/h

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AUFKLÄRER
KAMPFFLUGZEUGE TORNADO RECCE

Mit den Infrarot- und optischen Sensoren


kann bei Tag und Nacht hochauflösendes
digitales Bildmaterial aus niedrigen und
mittleren Höhen gesammelt werden.

Der TORNADO RECCE (Reconnaissance,


zu deutsch Aufklärung) wurde aus der IDS- Länge 17,23 m
Variante entwickelt. Das Flugzeug ist mit Höhe 5,95 m
optischen und Infrarot-Aufklärungssensoren Spannweite 8,56 m (67°) - 13,91 m (25°)
ausgestattet. Seit dem Jahr 2009 verfügt die Leermasse 14,01 t
Luftwaffe über das digitale Aufklärungs- Max. Startmasse 28,5 t
system „RecceLite“. Es ermöglicht eine Echt- Triebwerke Turbofans Turbo-Union RB199-34R
zeitübertragung der Aufklärungsergebnisse Mk. 103
im Flug an die Bodenstation. Maximaler Trockenschub mit Nachbrenner
71.3 kN beim Triebwerk Mk. 103
Höchstschwindigkeit 1.600 km/h

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AUFKLÄRER
KAMPFFLUGZEUGE TORNADO RECCE

Mit den Infrarot- und optischen Sensoren


kann bei Tag und Nacht hochauflösendes
digitales Bildmaterial aus niedrigen und
mittleren Höhen gesammelt werden.

Der TORNADO RECCE (Reconnaissance,


zu deutsch Aufklärung) wurde aus der IDS- Länge 17,23 m
Variante entwickelt. Das Flugzeug ist mit Höhe 5,95 m
optischen und Infrarot-Aufklärungssensoren Spannweite 8,56 m (67°) - 13,91 m (25°)
ausgestattet. Seit dem Jahr 2009 verfügt die Leermasse 14,01 t
Luftwaffe über das digitale Aufklärungs- Max. Startmasse 28,5 t
system „RecceLite“. Es ermöglicht eine Echt- Triebwerke Turbofans Turbo-Union RB199-34R
zeitübertragung der Aufklärungsergebnisse Mk. 103
im Flug an die Bodenstation. Maximaler Trockenschub mit Nachbrenner
71.3 kN beim Triebwerk Mk. 103
Höchstschwindigkeit 1.600 km/h

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SCHULFLUGZEUGE NORTHROP T-38C TALON T-6 TEXAN II

Die fliegerische Grundausbildung der Luftwaffe für Jets findet in


den Vereinigten Staaten von Amerika statt. Die Flugzeuge sind auf
der Air Force Base im texanischen Sheppard stationiert und fliegen
unter US-amerikanischen Hoheitsabzeichen.

Die T-38 ist ein zweistrahliger Überschall- Die T-6 TExAN II ist eine Weiterent-
Trainer. Die Maschinen werden im Rahmen wicklung der aus der Schweiz stammenden
der Jet-Ausbildung zur Einweisung in PILATUS PC-9. Der Tiefdecker wurde
taktische Verfahren im Anschluss an die 2003 bei der Bundeswehr in Dienst gestellt.
Grund- und Fortgeschrittenenausbildung Auf diesem Modell erfolgt die Grund-
auf der Air Force Base im texanischen und Fortgeschrittenenausbildung der
Sheppard eingesetzt. Flugschüler der Luftwaffe.

Länge 14,13 m Länge 10,2 m


Höhe 3,92 m Höhe 3,3 m
Spannweite 7,70 m Spannweite 10,19 m
Leermasse 3,39 t Leermasse 2.087 t
Maximale Startmasse 5,36 t Maximale Startmasse 2,985 t
Reichweite ca. 1.760 km Reichweite ca. 1.667 km
Höchstgeschwindigkeit 585 km/h Höchstgeschwindigkeit 585 km/h

64 65
SCHULFLUGZEUGE NORTHROP T-38C TALON T-6 TEXAN II

Die fliegerische Grundausbildung der Luftwaffe für Jets findet in


den Vereinigten Staaten von Amerika statt. Die Flugzeuge sind auf
der Air Force Base im texanischen Sheppard stationiert und fliegen
unter US-amerikanischen Hoheitsabzeichen.

Die T-38 ist ein zweistrahliger Überschall- Die T-6 TExAN II ist eine Weiterent-
Trainer. Die Maschinen werden im Rahmen wicklung der aus der Schweiz stammenden
der Jet-Ausbildung zur Einweisung in PILATUS PC-9. Der Tiefdecker wurde
taktische Verfahren im Anschluss an die 2003 bei der Bundeswehr in Dienst gestellt.
Grund- und Fortgeschrittenenausbildung Auf diesem Modell erfolgt die Grund-
auf der Air Force Base im texanischen und Fortgeschrittenenausbildung der
Sheppard eingesetzt. Flugschüler der Luftwaffe.

Länge 14,13 m Länge 10,2 m


Höhe 3,92 m Höhe 3,3 m
Spannweite 7,70 m Spannweite 10,19 m
Leermasse 3,39 t Leermasse 2.087 t
Maximale Startmasse 5,36 t Maximale Startmasse 2,985 t
Reichweite ca. 1.760 km Reichweite ca. 1.667 km
Höchstgeschwindigkeit 585 km/h Höchstgeschwindigkeit 585 km/h

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FLUGABWEHRSYSTEME MANTIS

Die Luftwaffe verfügt jenseits ihrer Kampfflugzeuge ebenfalls über die


Möglichkeit, feindliche Luftziele auch vom Boden aus zu bekämpfen.
Zum Schutz des Luftraumes und zum Schutz ausgewählter Objekte
werden Flugabwehr- und Flugabwehrraketensysteme eingesetzt.

Das Modular, Automatic and Network


capable Targeting and Interception System
(kurz: MANTIS) ist ein Nächstbereich-
Schutzsystem, mit dem die Luftwaffe den
Einstieg in eine neue Generation von
Schutzsystemen gegen Raketen-, Artillerie-
und Mörserangriffe vollzogen hat. Das
System dient vorrangig zum Schutz von
Einrichtungen und Objekten, insbesondere
von Feldlagern gegen jede Art von
Bedrohungen aus der Luft.

GESCHÜTZ: SENSOREINHEIT:
Länge 5,50 m Länge 3,00 m
Höhe 2,10 m Höhe 3,00 m
Breite 2,40 m Breite 2,40 m
Kaliber 35 mm Leergewicht 3,50 t

66 67
FLUGABWEHRSYSTEME MANTIS

Die Luftwaffe verfügt jenseits ihrer Kampfflugzeuge ebenfalls über die


Möglichkeit, feindliche Luftziele auch vom Boden aus zu bekämpfen.
Zum Schutz des Luftraumes und zum Schutz ausgewählter Objekte
werden Flugabwehr- und Flugabwehrraketensysteme eingesetzt.

Das Modular, Automatic and Network


capable Targeting and Interception System
(kurz: MANTIS) ist ein Nächstbereich-
Schutzsystem, mit dem die Luftwaffe den
Einstieg in eine neue Generation von
Schutzsystemen gegen Raketen-, Artillerie-
und Mörserangriffe vollzogen hat. Das
System dient vorrangig zum Schutz von
Einrichtungen und Objekten, insbesondere
von Feldlagern gegen jede Art von
Bedrohungen aus der Luft.

GESCHÜTZ: SENSOREINHEIT:
Länge 5,50 m Länge 3,00 m
Höhe 2,10 m Höhe 3,00 m
Breite 2,40 m Breite 2,40 m
Kaliber 35 mm Leergewicht 3,50 t

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FLUGABWEHRSySTEME PATRIOT WIESEL 2 OZELOT

Das Waffensystem PATRIOT (Phased Array Das Waffensystem PATRIOT besteht aus Zur Ergänzung der vorhandenen Waffen/
Tracking Radar to Intercept Of Target) ist mehreren Komponenten: Waffensysteme zur Flugabwehr hat die
das erste Flugabwehrraketensystem der Luftwaffe ein mobiles und leichtes Länge 4,20 m
dritten Generation. Das Waffensystem ist I Feuerleitstand Flugabwehrsystem erhalten (LeFlaSys). Höhe 1,90 m/2,80 m
vollbeweglich und zur Bekämpfung von (Engagment Control Station = ECS) Dieses soll insbesondere zum Schutz Breite 2,30 m
mehreren Zielen – einschließlich ballistischer I Stromerzeugeraggregat leichter und luftbeweglicher Truppen Gefechtsgewicht 4,1 t
Flugkörper – in niedrigen und großen Höhen (Electric Power Plant = EPP) dienen. Bei dem Fahrzeug handelt es sich Reichweite (Straße) ca. 550 km
sowie für kurze und mittlere Reichweiten I Multifunktionsradar (Radar Set = RS) um eine verlängerte und modifizierte Besatzung 2 Personen
geeignet. Die Fähigkeit zur Abwehr ballisti- I Startgeräte (Launching Station = LS) Version des WIESEL. Der Flugabwehr- Höchstgeschwindigkeit 50 km/h bzw. 70 km/h
scher Flugkörper wurde durch Nachrüstungen I Antennenmastanlage (AMA) raketenträger OZELOT wird im Verbund Aufklärungsreichweite 20 km horizontal;
beim Bodengerät sowie durch die Einführung I Gefechtsstand (Command Post = CP) eingesetzt und bekämpft die aufgeklärten 5 km vertikal
eines neuen Flugkörpers (PAC 3) verbessert. I übergeordneter taktischer Gefechtsstand feindlichen Luftfahrzeuge mit Flugabwehr- Selbstschutz MG3 auf Freirichtlafette;
(Information Coordination Central = ICC) raketen STINGER. Nebelwurfanlage mit 4 Nebeltöpfen
ABC-Schutzbelüftung

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FLUGABWEHRSySTEME PATRIOT WIESEL 2 OZELOT

Das Waffensystem PATRIOT (Phased Array Das Waffensystem PATRIOT besteht aus Zur Ergänzung der vorhandenen Waffen/
Tracking Radar to Intercept Of Target) ist mehreren Komponenten: Waffensysteme zur Flugabwehr hat die
das erste Flugabwehrraketensystem der Luftwaffe ein mobiles und leichtes Länge 4,20 m
dritten Generation. Das Waffensystem ist I Feuerleitstand Flugabwehrsystem erhalten (LeFlaSys). Höhe 1,90 m/2,80 m
vollbeweglich und zur Bekämpfung von (Engagment Control Station = ECS) Dieses soll insbesondere zum Schutz Breite 2,30 m
mehreren Zielen – einschließlich ballistischer I Stromerzeugeraggregat leichter und luftbeweglicher Truppen Gefechtsgewicht 4,1 t
Flugkörper – in niedrigen und großen Höhen (Electric Power Plant = EPP) dienen. Bei dem Fahrzeug handelt es sich Reichweite (Straße) ca. 550 km
sowie für kurze und mittlere Reichweiten I Multifunktionsradar (Radar Set = RS) um eine verlängerte und modifizierte Besatzung 2 Personen
geeignet. Die Fähigkeit zur Abwehr ballisti- I Startgeräte (Launching Station = LS) Version des WIESEL. Der Flugabwehr- Höchstgeschwindigkeit 50 km/h bzw. 70 km/h
scher Flugkörper wurde durch Nachrüstungen I Antennenmastanlage (AMA) raketenträger OZELOT wird im Verbund Aufklärungsreichweite 20 km horizontal;
beim Bodengerät sowie durch die Einführung I Gefechtsstand (Command Post = CP) eingesetzt und bekämpft die aufgeklärten 5 km vertikal
eines neuen Flugkörpers (PAC 3) verbessert. I übergeordneter taktischer Gefechtsstand feindlichen Luftfahrzeuge mit Flugabwehr- Selbstschutz MG3 auf Freirichtlafette;
(Information Coordination Central = ICC) raketen STINGER. Nebelwurfanlage mit 4 Nebeltöpfen
ABC-Schutzbelüftung

68 69
TRANSPORTFLUGZEUGE AIRBUS A310

Die Transportflugzeuge der Luftwaffe sind vielseitig einsetzbar. So Der AIRBUS A310 MRTT (Multi Role
Transporter Tanker) wird für den strategi-
findet beispielsweise die Transall C-160D als Transportflugzeug für
schen Passagier- und Frachttransport, für
kurze und mittlere Entfernungen Verwendung. Weiterhin verfügt den Patienten- und Krankentransport sowie
die Luftwaffe über fünf AIRBUS A310. Neben einer Maschine für die für die Luft-zu-Luft Betankung einge-
den Passagiertransport werden vier Luftfahrzeuge in der Version setzt.
MRTT (Multi Role Transport Tanker) betrieben, die für unterschied- In der Variante des Passagier-/Truppentrans-
liche Anforderungen flexibel konfiguriert werden können. porters (PAx) haben bis zu 214 Passagiere
Platz. In der Frachtversion können bis zu
56 Tonnen Fracht sowie 57 Passagiere kom-
biniert transportiert werden. Zudem kann er
u.a. auch zur fliegenden Intensivstation
(Medical Evacuation, kurz MedEvac) umge-
baut werden.

In der Tanker-Version ist der A310 MRTT


in der Lage, bis zu 45 Tonnen Flugkraftstoff
über einen Betankungsschlauch mit Fang-
trichter an verschiedenste Empfänger
(z.B. Kampfflugzeuge TORNADO und EURO-
FIGHTER) abzugeben.

VERSION MEDEVAC:
6 Patiententransporteinheiten (PTE), 38 Patienten-
liegeplätze (PLP) und max. 25 Personen der medizini-
AIRBUS A310 MRTT: schen Crew oder 3 PTE, 48 PLP und max. 25 Personen
Länge 46,66 m der medizinischen Crew oder 56 PLP und max.
Höhe 15,80 m 25 Personen der medizinischen Crew
Spannweite 43,89 m
Maximale Startmasse 157 t VERSION PAX:
Reichweite ca. 10.560 km mit 16 t Nutzlast Passagiere bis zu 214 Personen
Nutzlast bis zu 41,6 t
Kraftstoffkapazität 72 t VERSION CARGO/PAX:
Abgabemenge max. 45 t Passagiere 57
Höchstgeschwindigkeit max. 900 km/h Fracht bis zu 56 Tonnen

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TRANSPORTFLUGZEUGE AIRBUS A310

Die Transportflugzeuge der Luftwaffe sind vielseitig einsetzbar. So Der AIRBUS A310 MRTT (Multi Role
Transporter Tanker) wird für den strategi-
findet beispielsweise die Transall C-160D als Transportflugzeug für
schen Passagier- und Frachttransport, für
kurze und mittlere Entfernungen Verwendung. Weiterhin verfügt den Patienten- und Krankentransport sowie
die Luftwaffe über fünf AIRBUS A310. Neben einer Maschine für die für die Luft-zu-Luft Betankung einge-
den Passagiertransport werden vier Luftfahrzeuge in der Version setzt.
MRTT (Multi Role Transport Tanker) betrieben, die für unterschied- In der Variante des Passagier-/Truppentrans-
liche Anforderungen flexibel konfiguriert werden können. porters (PAx) haben bis zu 214 Passagiere
Platz. In der Frachtversion können bis zu
56 Tonnen Fracht sowie 57 Passagiere kom-
biniert transportiert werden. Zudem kann er
u.a. auch zur fliegenden Intensivstation
(Medical Evacuation, kurz MedEvac) umge-
baut werden.

In der Tanker-Version ist der A310 MRTT


in der Lage, bis zu 45 Tonnen Flugkraftstoff
über einen Betankungsschlauch mit Fang-
trichter an verschiedenste Empfänger
(z.B. Kampfflugzeuge TORNADO und EURO-
FIGHTER) abzugeben.

VERSION MEDEVAC:
6 Patiententransporteinheiten (PTE), 38 Patienten-
liegeplätze (PLP) und max. 25 Personen der medizini-
AIRBUS A310 MRTT: schen Crew oder 3 PTE, 48 PLP und max. 25 Personen
Länge 46,66 m der medizinischen Crew oder 56 PLP und max.
Höhe 15,80 m 25 Personen der medizinischen Crew
Spannweite 43,89 m
Maximale Startmasse 157 t VERSION PAX:
Reichweite ca. 10.560 km mit 16 t Nutzlast Passagiere bis zu 214 Personen
Nutzlast bis zu 41,6 t
Kraftstoffkapazität 72 t VERSION CARGO/PAX:
Abgabemenge max. 45 t Passagiere 57
Höchstgeschwindigkeit max. 900 km/h Fracht bis zu 56 Tonnen

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TRANSPORTFLUGZEUGE AIRBUS A319 CJ AIRBUS A340-300

Der AIRBUS A319 CJ (Corporate Jetliner) Die Flugbereitschaft des Bundesministeriums Im Bedarfsfall können zum Transport von
ist für den Kurz- und Mittelstreckeneinsatz der Verteidigung (BMVg) verfügt über Patienten bis zu vier Personentransport-
für mittlere Delegationsgrößen konzipiert. zwei Langstreckenmaschinen des Typs einheiten (PTE) zur intensiv medizinischen
Die Flugbereitschaft des Bundesministeriums AIRBUS A340-300. Als Repräsentant der Patientenversorgung eingebaut werden.
der Verteidigung hat zwei AIRBUS A319 CJ Bundesrepublik Deutschland und Aushänge-
seit Sommer 2010 im Einsatz. Die zwei- schild der Flugbereitschaft BMVg sind die
strahligen Luftfahrzeuge werden vor allem Regierungsflieger weltweit im Einsatz. Mit
im politisch-parlamentarischen Bereich den modernen vierstrahligen Jets können
für VIP- und Transportflüge sowie für fast alle wichtigen Ziele auf dem Globus
MedEvac-Flüge, also zum Transport von ohne Zwischenlandung erreicht werden.
Patienten, genutzt.

Dafür ist der AIRBUS A319 CJ, wie auch


die anderen Muster der erneuerten Flotte,
kurzfristig umrüstbar. Länge 33,84 m Länge 63,60 m
Höhe 11,76 m Höhe 16,85 m
Spannweite 34,10 m Spannweite 60,30 m
Maximale Startmasse 76,5 t Maximale Startmasse 271 t
Reichweite ca. 7.600 km Reichweite ca. 15.200 km
Passagiere bis zu 44 Personen Passagiere bis zu 143 Personen
Höchstgeschwindigkeit 840 km/h Höchstgeschwindigkeit 890 km/h

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TRANSPORTFLUGZEUGE AIRBUS A319 CJ AIRBUS A340-300

Der AIRBUS A319 CJ (Corporate Jetliner) Die Flugbereitschaft des Bundesministeriums Im Bedarfsfall können zum Transport von
ist für den Kurz- und Mittelstreckeneinsatz der Verteidigung (BMVg) verfügt über Patienten bis zu vier Personentransport-
für mittlere Delegationsgrößen konzipiert. zwei Langstreckenmaschinen des Typs einheiten (PTE) zur intensiv medizinischen
Die Flugbereitschaft des Bundesministeriums AIRBUS A340-300. Als Repräsentant der Patientenversorgung eingebaut werden.
der Verteidigung hat zwei AIRBUS A319 CJ Bundesrepublik Deutschland und Aushänge-
seit Sommer 2010 im Einsatz. Die zwei- schild der Flugbereitschaft BMVg sind die
strahligen Luftfahrzeuge werden vor allem Regierungsflieger weltweit im Einsatz. Mit
im politisch-parlamentarischen Bereich den modernen vierstrahligen Jets können
für VIP- und Transportflüge sowie für fast alle wichtigen Ziele auf dem Globus
MedEvac-Flüge, also zum Transport von ohne Zwischenlandung erreicht werden.
Patienten, genutzt.

Dafür ist der AIRBUS A319 CJ, wie auch


die anderen Muster der erneuerten Flotte,
kurzfristig umrüstbar. Länge 33,84 m Länge 63,60 m
Höhe 11,76 m Höhe 16,85 m
Spannweite 34,10 m Spannweite 60,30 m
Maximale Startmasse 76,5 t Maximale Startmasse 271 t
Reichweite ca. 7.600 km Reichweite ca. 15.200 km
Passagiere bis zu 44 Personen Passagiere bis zu 143 Personen
Höchstgeschwindigkeit 840 km/h Höchstgeschwindigkeit 890 km/h

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TRANSPORTFLUGZEUGE AIRBUS A400M BOMBARDIER G LOBAL 5000

Der AIRBUS A400M wurde im Dezember Im Tiefflug ist das Absetzen von Lasten Die Flugbereitschaft des BMVg nutzt seit Die zweistrahligen Luftfahrzeuge sind
2014 in die Luftwaffe eingeführt und wird oder Fallschirmjäger möglich. Zudem Herbst 2011 vier Flugzeuge vom Typ überwiegend auf kurzen und mittleren
die TRANSALL ersetzen. Der Schulterdecker ist das Fahrwerk für Gras-, Sand- und GLOBAL 5000 vor allem im politisch- Distanzen, meist innerhalb Europas, im
besitzt vier Propeller-Motoren und wurde Schotterflächen ausgelegt. parlamentarischen Bereich für VIP-Flüge. Einsatz. Durch eine mögliche Flughöhe
als strategisches und taktisches Transport- Die Maschinen des kanadischen Flugzeug- von über 15.000 Metern können Routen
und Tankflugzeug konzipiert. So kann er herstellers Bombardier können überdies mit starkem Flugverkehr gemieden oder
zusätzlich zu seiner Verwendung als zum Patiententransport genutzt werden. schlechtes Wetter überflogen werden.
Transporflugzeug für Personal und Material Das spart nicht nur Zeit, sondern mindert
durch Einrüstung entsprechender Rüstsätze auch den Treibstoffverbrauch.
auch als Tanker oder Patiententransporter
(MedEvac) eingesetzt werden.

Länge 45,10 m
Höhe 14,70 m
Spannweite 42,36 m Länge 29,50 m
Maximale Startmasse 141 t Höhe 7,60 m
Reichweite ca. 3.300 km bei voller Nutzlast, Spannweite 28,60 m
4.535 km bei 30 t Zuladung, 6.390 km bei Maximale Startmasse 40,6 t
20 t Zuladung, 8.700 km für Überführungen Reichweite ca. 8.890 km
Passagiere bis zu 116 vollausgerüstete Personen Passagiere bis zu 13 Personen
Höchstgeschwindigkeitt 780 km/h Höchstgeschwindigkeit 907 km/h

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TRANSPORTFLUGZEUGE AIRBUS A400M BOMBARDIER G LOBAL 5000

Der AIRBUS A400M wurde im Dezember Im Tiefflug ist das Absetzen von Lasten Die Flugbereitschaft des BMVg nutzt seit Die zweistrahligen Luftfahrzeuge sind
2014 in die Luftwaffe eingeführt und wird oder Fallschirmjäger möglich. Zudem Herbst 2011 vier Flugzeuge vom Typ überwiegend auf kurzen und mittleren
die TRANSALL ersetzen. Der Schulterdecker ist das Fahrwerk für Gras-, Sand- und GLOBAL 5000 vor allem im politisch- Distanzen, meist innerhalb Europas, im
besitzt vier Propeller-Motoren und wurde Schotterflächen ausgelegt. parlamentarischen Bereich für VIP-Flüge. Einsatz. Durch eine mögliche Flughöhe
als strategisches und taktisches Transport- Die Maschinen des kanadischen Flugzeug- von über 15.000 Metern können Routen
und Tankflugzeug konzipiert. So kann er herstellers Bombardier können überdies mit starkem Flugverkehr gemieden oder
zusätzlich zu seiner Verwendung als zum Patiententransport genutzt werden. schlechtes Wetter überflogen werden.
Transporflugzeug für Personal und Material Das spart nicht nur Zeit, sondern mindert
durch Einrüstung entsprechender Rüstsätze auch den Treibstoffverbrauch.
auch als Tanker oder Patiententransporter
(MedEvac) eingesetzt werden.

Länge 45,10 m
Höhe 14,70 m
Spannweite 42,36 m Länge 29,50 m
Maximale Startmasse 141 t Höhe 7,60 m
Reichweite ca. 3.300 km bei voller Nutzlast, Spannweite 28,60 m
4.535 km bei 30 t Zuladung, 6.390 km bei Maximale Startmasse 40,6 t
20 t Zuladung, 8.700 km für Überführungen Reichweite ca. 8.890 km
Passagiere bis zu 116 vollausgerüstete Personen Passagiere bis zu 13 Personen
Höchstgeschwindigkeitt 780 km/h Höchstgeschwindigkeit 907 km/h

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TRANSPORTFLUGZEUGE TRANSALL C-160D

Die TRANSALL ist ein taktisches Transport- Die Maschine eignet sich sowohl für den
flugzeug mittlerer Größe. Es wurde Ende Personen- und Patiententransport (MedEvac)
der 1960er Jahre in die Bundeswehr ein- als auch für das Absetzen von Fallschirm-
geführt und hat sich insbesondere bei jägern.
humanitären Einsätzen bewährt. Die
Bauweise der TRANSALL C-160D erlaubt In der Konfiguration mit erweitertem
Starts und Landungen von behelfsmäßig Selbstschutz (ESS) verfügt das Luftfahrzeug
befestigten Gras- und Schotterpisten. über zusätzliche Schutzsysteme gegen
Die Beladung erfolgt über eine Laderampe unterschiedliche Bedrohungen.
im Heck, von der auch Lasten im Flug
abgeworfen oder abgesetzt werden können.

Länge 32,40 m
Höhe 12,36 m
Spannweite 40,00 m
Maximale Startmasse 49,15 t
Reichweite mit 14 t Nutzlast ca. 1.200 km
Reichweite mit 5 t Zuladung ca. 3.800 km
Zuladung maximal 18 t oder 90 Personen,
oder Version MedEvac
Höchstgeschwindigkeit 455 km/h

76 77
TRANSPORTFLUGZEUGE TRANSALL C-160D

Die TRANSALL ist ein taktisches Transport- Die Maschine eignet sich sowohl für den
flugzeug mittlerer Größe. Es wurde Ende Personen- und Patiententransport (MedEvac)
der 1960er Jahre in die Bundeswehr ein- als auch für das Absetzen von Fallschirm-
geführt und hat sich insbesondere bei jägern.
humanitären Einsätzen bewährt. Die
Bauweise der TRANSALL C-160D erlaubt In der Konfiguration mit erweitertem
Starts und Landungen von behelfsmäßig Selbstschutz (ESS) verfügt das Luftfahrzeug
befestigten Gras- und Schotterpisten. über zusätzliche Schutzsysteme gegen
Die Beladung erfolgt über eine Laderampe unterschiedliche Bedrohungen.
im Heck, von der auch Lasten im Flug
abgeworfen oder abgesetzt werden können.

Länge 32,40 m
Höhe 12,36 m
Spannweite 40,00 m
Maximale Startmasse 49,15 t
Reichweite mit 14 t Nutzlast ca. 1.200 km
Reichweite mit 5 t Zuladung ca. 3.800 km
Zuladung maximal 18 t oder 90 Personen,
oder Version MedEvac
Höchstgeschwindigkeit 455 km/h

76 77
MITTLERER TRANSPORTHUBSCHRAUBER
HUBSCHRAUBER CH-53

Die Hubschrauber der Luftwaffe decken ein breites Einsatz- und


Aufgabenspektrum im Grundbetrieb und den Einsätzen ab. Sie
werden zum Personen- und Materialtransport sowie für unter-
schiedliche Sonderaufgaben wie VIP-Transport, Patiententransport
oder zum Verbringen von Spezialkräften eingesetzt.

Das WaSys CH-53 ist in der Lage weltweit, in Die CH-53 kann mit einem R̈ ustsatz aus-
nahezu allen Klimazonen, bei nahezu jedem gestattet werden, um den taktischen
Wetter, bei Tag/Nacht in allen Bedrohungs- Verwundetentransport (TacAirMedEvac)
stufen den Einsatz durchzuführen. durchzuf̈uhren. Darunter versteht man den
Lufttransport von Patienten zwischen sani-
Zur Zeit werden in der Bundeswehr vier tätsdienstlichen Behandlungseinrichtungen
Versionen genutzt. im Operationsgebiet. Dabei ist die CH-53
nicht zwingend auf einen Einsatzflugplatz
I CH-53G mit IFR-Ausrüstung angewiesen.
I CH-53GS, geschützte Version, für den
Einsatz auch unter Bedrohung, mit IFR-
Ausrüstung, Außenzusatztanks zur Reich-
weitenerhöhung, kompatibler Beleuchtung
zum Nachttiefflug mit Bildverstärker-
brille und elektronischer Selbstschutzaus-
stattung. Zusätzlich können diese Lfz mit Besatzung 4 bzw. 7 Soldatinnen/Soldaten
ballistischem Teilschutz, Triebwerkstaub- Flugstrecke circa 395 km, 1.200 km mit Zusatztank
abscheider sowie Selbstschutz- Höchstgeschwindigkeit 295 km/h
Bewaffnung ausgerüstet werden. Flugbetriebsstoffverbrauch im Durchschnitt 1.100 l/h
I CH-53GE, geschützte Version, gleichen Marschgeschwindigkeit bis circa 230 km/h
in ihrer Ausstattung der CH-53GS, nutzen Einsatzdauer 1:40 Std., 6:30 Std. mit Zusatztank
Innenzusatztanks zur Reichweiten- Kampfbeladung Flugbetriebsstoff 2.400 l (max. 7.190 l)
erhöhung. Standardlast 32 Soldaten oder 4.600 kg Material oder
I CH-53GA, produktverbesserte (PV) Hub- 5,5 t Außenlast oder 24 Patienten (auf Trage)
schrauber, mit verbesserten Fähigkeiten in Mit ballistischem Schutz 32 Soldaten oder 3.600 kg
der Navigation und Kommunikation sowie Material oder 24 Patienten (auf Trage)
der Selbstschutzausstattung.
Die Leistungsdaten sind abhängig von den
geophysikalischen Bedingungen.

78 79
MITTLERER TRANSPORTHUBSCHRAUBER
HUBSCHRAUBER CH-53

Die Hubschrauber der Luftwaffe decken ein breites Einsatz- und


Aufgabenspektrum im Grundbetrieb und den Einsätzen ab. Sie
werden zum Personen- und Materialtransport sowie für unter-
schiedliche Sonderaufgaben wie VIP-Transport, Patiententransport
oder zum Verbringen von Spezialkräften eingesetzt.

Das WaSys CH-53 ist in der Lage weltweit, in Die CH-53 kann mit einem R̈ ustsatz aus-
nahezu allen Klimazonen, bei nahezu jedem gestattet werden, um den taktischen
Wetter, bei Tag/Nacht in allen Bedrohungs- Verwundetentransport (TacAirMedEvac)
stufen den Einsatz durchzuführen. durchzuf̈uhren. Darunter versteht man den
Lufttransport von Patienten zwischen sani-
Zur Zeit werden in der Bundeswehr vier tätsdienstlichen Behandlungseinrichtungen
Versionen genutzt. im Operationsgebiet. Dabei ist die CH-53
nicht zwingend auf einen Einsatzflugplatz
I CH-53G mit IFR-Ausrüstung angewiesen.
I CH-53GS, geschützte Version, für den
Einsatz auch unter Bedrohung, mit IFR-
Ausrüstung, Außenzusatztanks zur Reich-
weitenerhöhung, kompatibler Beleuchtung
zum Nachttiefflug mit Bildverstärker-
brille und elektronischer Selbstschutzaus-
stattung. Zusätzlich können diese Lfz mit Besatzung 4 bzw. 7 Soldatinnen/Soldaten
ballistischem Teilschutz, Triebwerkstaub- Flugstrecke circa 395 km, 1.200 km mit Zusatztank
abscheider sowie Selbstschutz- Höchstgeschwindigkeit 295 km/h
Bewaffnung ausgerüstet werden. Flugbetriebsstoffverbrauch im Durchschnitt 1.100 l/h
I CH-53GE, geschützte Version, gleichen Marschgeschwindigkeit bis circa 230 km/h
in ihrer Ausstattung der CH-53GS, nutzen Einsatzdauer 1:40 Std., 6:30 Std. mit Zusatztank
Innenzusatztanks zur Reichweiten- Kampfbeladung Flugbetriebsstoff 2.400 l (max. 7.190 l)
erhöhung. Standardlast 32 Soldaten oder 4.600 kg Material oder
I CH-53GA, produktverbesserte (PV) Hub- 5,5 t Außenlast oder 24 Patienten (auf Trage)
schrauber, mit verbesserten Fähigkeiten in Mit ballistischem Schutz 32 Soldaten oder 3.600 kg
der Navigation und Kommunikation sowie Material oder 24 Patienten (auf Trage)
der Selbstschutzausstattung.
Die Leistungsdaten sind abhängig von den
geophysikalischen Bedingungen.

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MEHRZWECKHUBSCHRAUBER LEICHTER MEHRZWECKHUBSCHRAUBER
HUBSCHRAUBER COUGAR AS532 H145M LUH SOF

Der COUGAR AS532 ist ein von Eurocopter Der H145M LUH SOF (Light Utility Helicopter
gebauter Mehrzweckhubschrauber mittlerer Special Operations Forces) ist ein leichter
Größe, der bei der Luftwaffe für den VIP- Mehrzweckhubschrauber zur Verbringung von
Personentransport eingesetzt wird. Länge 19,50 m Spezialkräften. Er wurde auf die Bedürfnisse Länge 13,64 m
Höhe 4,97 m der Spezialkräfte der Bundeswehr zugeschnit- Höhe 4,00 m
Breite 3,86 m ten. Dies umfasst neben dem taktischen Kabinenbreite 1,73 m
Rotordurchmesser 16,20 m Lufttransport von vier vollausgerüsteten Rotordurchmesser 11,00 m
Leermasse 6,4 t Soldaten zukünftig die Möglichkeit zur Feuer- Leermasse 2,315 t
Maximale Startmasse 9,75 t unterstützung und Aufklärung aus der Luft Maximale Startmasse 3,7 t
Reichweite ca. 850 km und der Evakuierung von Verwundeten. Der Reichweite ca. 663 km
Triebwerksleistung max. 1.300 kW je TW Hubschrauber ist sowohl bei Tag als auch bei Triebwerksleistung 2 x 771 Wellen PS
Triebwerke 2 x Turbomeca Makila 1A2 Nacht flugfähig und äußerst flexibel für die Triebwerke 2 x Turbomeca ARRIEL 2E
Passagiere 12 Personen (ausbaubar bis 17 Sitzplätze) wechselnden Anforderungen von Spezial- Passagiere bis zu 9 Personen
Höchstgeschwindigkeit max. 315 km/h operationen einsetzbar. Höchstgeschwindigkeit 240 km/h

80 81
MEHRZWECKHUBSCHRAUBER LEICHTER MEHRZWECKHUBSCHRAUBER
HUBSCHRAUBER COUGAR AS532 H145M LUH SOF

Der COUGAR AS532 ist ein von Eurocopter Der H145M LUH SOF (Light Utility Helicopter
gebauter Mehrzweckhubschrauber mittlerer Special Operations Forces) ist ein leichter
Größe, der bei der Luftwaffe für den VIP- Mehrzweckhubschrauber zur Verbringung von
Personentransport eingesetzt wird. Länge 19,50 m Spezialkräften. Er wurde auf die Bedürfnisse Länge 13,64 m
Höhe 4,97 m der Spezialkräfte der Bundeswehr zugeschnit- Höhe 4,00 m
Breite 3,86 m ten. Dies umfasst neben dem taktischen Kabinenbreite 1,73 m
Rotordurchmesser 16,20 m Lufttransport von vier vollausgerüsteten Rotordurchmesser 11,00 m
Leermasse 6,4 t Soldaten zukünftig die Möglichkeit zur Feuer- Leermasse 2,315 t
Maximale Startmasse 9,75 t unterstützung und Aufklärung aus der Luft Maximale Startmasse 3,7 t
Reichweite ca. 850 km und der Evakuierung von Verwundeten. Der Reichweite ca. 663 km
Triebwerksleistung max. 1.300 kW je TW Hubschrauber ist sowohl bei Tag als auch bei Triebwerksleistung 2 x 771 Wellen PS
Triebwerke 2 x Turbomeca Makila 1A2 Nacht flugfähig und äußerst flexibel für die Triebwerke 2 x Turbomeca ARRIEL 2E
Passagiere 12 Personen (ausbaubar bis 17 Sitzplätze) wechselnden Anforderungen von Spezial- Passagiere bis zu 9 Personen
Höchstgeschwindigkeit max. 315 km/h operationen einsetzbar. Höchstgeschwindigkeit 240 km/h

80 81
AUFKLÄRUNGSSYSTEM HERON 1

Das unbemannte Fluggerät HERON 1 als RPA (Remotely Piloted Das unbemannte Aufklärungsluftfahrzeug
HERON 1 ähnelt äußerlich einem Motor-
Aircraft) wird für die abbildende Aufklärung in der Tiefe des
segelflugzeug. Angetrieben wird es von
Einsatzgebietes eingesetzt und eignet sich zum wirksamen Schutz einem Rotax-Motor mit 115 PS. In einer
der eigenen Bodentruppen bei Auslandseinsätzen. Höhe von bis zu 10 Kilometern können
Flugzeiten von über 24 Stunden erreicht
werden. Durch einen überlappenden Einsatz
von mindestens zwei Luftfahrzeugen und
zwei Bodenstationen, von denen aus die
Luftfahrzeugführer den Flug beaufsichtigen,
wird eine dauerhafte Überwachung eines
Einsatzraumes von bis zu 72 Stunden sicher-
gestellt.

Länge 8,50 m
Höhe 2,30 m
Spannweite 16 m
Gewicht max. 1,2 t
Maximale Flughöhe ca. 9 km
Flugdauer > 24 h
Reichweite > 1.000 km (je nach Konfiguration)
Geschwindigkeit zwischen 111 und 213 km/h

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AUFKLÄRUNGSSYSTEM HERON 1

Das unbemannte Fluggerät HERON 1 als RPA (Remotely Piloted Das unbemannte Aufklärungsluftfahrzeug
HERON 1 ähnelt äußerlich einem Motor-
Aircraft) wird für die abbildende Aufklärung in der Tiefe des
segelflugzeug. Angetrieben wird es von
Einsatzgebietes eingesetzt und eignet sich zum wirksamen Schutz einem Rotax-Motor mit 115 PS. In einer
der eigenen Bodentruppen bei Auslandseinsätzen. Höhe von bis zu 10 Kilometern können
Flugzeiten von über 24 Stunden erreicht
werden. Durch einen überlappenden Einsatz
von mindestens zwei Luftfahrzeugen und
zwei Bodenstationen, von denen aus die
Luftfahrzeugführer den Flug beaufsichtigen,
wird eine dauerhafte Überwachung eines
Einsatzraumes von bis zu 72 Stunden sicher-
gestellt.

Länge 8,50 m
Höhe 2,30 m
Spannweite 16 m
Gewicht max. 1,2 t
Maximale Flughöhe ca. 9 km
Flugdauer > 24 h
Reichweite > 1.000 km (je nach Konfiguration)
Geschwindigkeit zwischen 111 und 213 km/h

82 83
MARINE
EINSATZFLOTTILLE 1 Das Aufgabenspektrum der Deutschen Marine umfasst heute die
EINSATZFLOTTILLE 2 Landes- und Bündnisverteidigung, die internationale Krisen-
MARINEFLIEGER bewältigung und Konfliktverhütung sowie die angemessene globale
SEGELSCHULSCHIFF Präsenz zur Gewährleistung der maritimen Sicherheit. Für diese
ÖLAUFFANGSCHIFF umfangreichen Aufgaben wurde die Marine neu ausgerichtet und
ist eine moderne und flexible Teilstreitkraft. Sie verfügt nicht nur
über Schiffe, Boote und Uboote, sondern auch über Flugzeuge
und infanteristische Kräfte.

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MARINE
EINSATZFLOTTILLE 1 Das Aufgabenspektrum der Deutschen Marine umfasst heute die
EINSATZFLOTTILLE 2 Landes- und Bündnisverteidigung, die internationale Krisen-
MARINEFLIEGER bewältigung und Konfliktverhütung sowie die angemessene globale
SEGELSCHULSCHIFF Präsenz zur Gewährleistung der maritimen Sicherheit. Für diese
ÖLAUFFANGSCHIFF umfangreichen Aufgaben wurde die Marine neu ausgerichtet und
ist eine moderne und flexible Teilstreitkraft. Sie verfügt nicht nur
über Schiffe, Boote und Uboote, sondern auch über Flugzeuge
und infanteristische Kräfte.

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KORVETTEN
EINSATZFLOTTILLE 1 BRAUNSCHWEIG-KLASSE (TYP K 130)

Für Operationen in Küstengewässern und Randmeeren sind kleine, Im Hinblick auf das veränderte Aufgaben-
spektrum der Bundeswehr werden die
bewegliche Einheiten erforderlich. Die Marine verfügt aufgrund der
Schnellboote durch fünf Korvetten ersetzt.
geografischen Lage Deutschlands über große Erfahrungen bei Dieser für die Marine neue Schiffstyp
Operationen in Küstennähe. Das NATO-Kompetenzzentrum für ermöglicht einen weltweiten Einsatz unter
maritime Operationen in Küsten- und Flachwassergebieten in Kiel anderem in multinationalen Verbänden der
Krisenreaktionskräfte. Korvetten sind für
soll diese weiter vertiefen. Die Minenstreitkräfte leisten einen die Aufgaben in der Überwasserseekriegs-
Beitrag zum Schutz der Seeverbindungen und Küstengewässer. führung, insbesondere in Randmeeren und
Küstengewässern, optimiert. Die Ausrüstung
mit dem Flugkörper RBS15 MK3 ermöglicht
erstmals in der Marine die weitreichende
Bekämpfung von Zielen an Land. Bei der
Konstruktion wurde der Schwerpunkt auf
die Überlebensfähigkeit im Einsatz gelegt.
Das Flugdeck ermöglicht den Einsatz von
Drohnen und Helikoptern zur Seeraumüber-
wachung und -aufklärung über den eigenen
Sensorhorizont hinaus.

Besatzung 61 Soldatinnen/Soldaten
Länge 89,49 m
Breite 13,30 m
Tiefgang 4,60 m
Einsatzverdrängung 1.840 t
Motorleistung 14.800 kW (20.100 PS)
Höchstgeschwindigkeit 26 kn
Bewaffnung 76 mm Geschütz, 27 mm Geschütze,
12,7 mm Schwere Maschinengewehre,
RAM-Flugabwehrsystem, land- und seezielfähiger
Flugkörper RBS 15, Minenlegekapazität

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KORVETTEN
EINSATZFLOTTILLE 1 BRAUNSCHWEIG-KLASSE (TYP K 130)

Für Operationen in Küstengewässern und Randmeeren sind kleine, Im Hinblick auf das veränderte Aufgaben-
spektrum der Bundeswehr werden die
bewegliche Einheiten erforderlich. Die Marine verfügt aufgrund der
Schnellboote durch fünf Korvetten ersetzt.
geografischen Lage Deutschlands über große Erfahrungen bei Dieser für die Marine neue Schiffstyp
Operationen in Küstennähe. Das NATO-Kompetenzzentrum für ermöglicht einen weltweiten Einsatz unter
maritime Operationen in Küsten- und Flachwassergebieten in Kiel anderem in multinationalen Verbänden der
Krisenreaktionskräfte. Korvetten sind für
soll diese weiter vertiefen. Die Minenstreitkräfte leisten einen die Aufgaben in der Überwasserseekriegs-
Beitrag zum Schutz der Seeverbindungen und Küstengewässer. führung, insbesondere in Randmeeren und
Küstengewässern, optimiert. Die Ausrüstung
mit dem Flugkörper RBS15 MK3 ermöglicht
erstmals in der Marine die weitreichende
Bekämpfung von Zielen an Land. Bei der
Konstruktion wurde der Schwerpunkt auf
die Überlebensfähigkeit im Einsatz gelegt.
Das Flugdeck ermöglicht den Einsatz von
Drohnen und Helikoptern zur Seeraumüber-
wachung und -aufklärung über den eigenen
Sensorhorizont hinaus.

Besatzung 61 Soldatinnen/Soldaten
Länge 89,49 m
Breite 13,30 m
Tiefgang 4,60 m
Einsatzverdrängung 1.840 t
Motorleistung 14.800 kW (20.100 PS)
Höchstgeschwindigkeit 26 kn
Bewaffnung 76 mm Geschütz, 27 mm Geschütze,
12,7 mm Schwere Maschinengewehre,
RAM-Flugabwehrsystem, land- und seezielfähiger
Flugkörper RBS 15, Minenlegekapazität

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UBOOTE
EINSATZFLOTTILLE 1 KLASSE 212 A

Die Uboote der Klasse 212 A sind ein Tech-


nologiesprung im konventionellen Ubootbau.
Dieser neue Uboottyp verfügt über ein
außenluftunabhängiges Antriebssystem
(Wasserstoff-Sauerstoff-Brennstoffzellen).
Seine Signatur (Wasserschall, Magnetik,
Radar, Infrarot und Druck) ist im Vergleich
zu anderen konventionellen Ubooten noch-
mals minimiert worden. Für den Bau des
Druckkörpers wird amagnetischer Stahl von
besonders großer Festigkeit und Elastizität Besatzung 28 Soldatinnen/Soldaten
verwendet. Hauptbewaffnung ist ein neu Länge 56,00 m
entwickelter lichtwellenleitergelenkter Breite 7,00 m
Schwergewichtstorpedo. Tiefgang 6,00 m
Einsatzverdrängung getaucht 1.830 t,
aufgetaucht 1.450 t
Motorleistung 3.120 kW (4.240 PS)
Höchstgeschwindigkeit getaucht 20 kn,
aufgetaucht 12 kn
Bewaffnung Torpedorohre für Schwergewichts-
torpedos oder Seeminen

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UBOOTE
EINSATZFLOTTILLE 1 KLASSE 212 A

Die Uboote der Klasse 212 A sind ein Tech-


nologiesprung im konventionellen Ubootbau.
Dieser neue Uboottyp verfügt über ein
außenluftunabhängiges Antriebssystem
(Wasserstoff-Sauerstoff-Brennstoffzellen).
Seine Signatur (Wasserschall, Magnetik,
Radar, Infrarot und Druck) ist im Vergleich
zu anderen konventionellen Ubooten noch-
mals minimiert worden. Für den Bau des
Druckkörpers wird amagnetischer Stahl von
besonders großer Festigkeit und Elastizität Besatzung 28 Soldatinnen/Soldaten
verwendet. Hauptbewaffnung ist ein neu Länge 56,00 m
entwickelter lichtwellenleitergelenkter Breite 7,00 m
Schwergewichtstorpedo. Tiefgang 6,00 m
Einsatzverdrängung getaucht 1.830 t,
aufgetaucht 1.450 t
Motorleistung 3.120 kW (4.240 PS)
Höchstgeschwindigkeit getaucht 20 kn,
aufgetaucht 12 kn
Bewaffnung Torpedorohre für Schwergewichts-
torpedos oder Seeminen

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FLOTTENDIENSTBOOTE
EINSATZFLOTTILLE 1 OSTE-KLASSE (TYP 423)

Flottendienstboote der OSTE-Klasse sind Mit einem Aktionsradius von über 5.000
als hocheffiziente Frühwarn-, Fernmelde- Seemeilen sind sie für längere Aufklärungs-
und Aufklärungseinheiten konzipiert. Sie einsätze ausgelegt. Zusätzlich zur Stamm-
können sowohl auf sich allein gestellt als besatzung können Fernmeldepersonal und
auch im Verbund mit anderen Einheiten und Spezialisten für die elektronische Aufklärung
Dienststellen deutscher und internationaler eingeschifft werden. Die Boote sind in
Streitkräfte operieren. Eckernförde stationiert.

Ausgestattet mit hochmodernen elektro-


magnetischen, hydroakustischen und
elektrooptischen Ortungsgeräten sind
sie in der Vergangenheit bereits mehrfach
mit großem Erfolg für Aufgaben der
strategischen Informationsgewinnung in Besatzung 49 Soldatinnen/Soldaten
Krisengebieten eingesetzt worden. Länge 83,20 m
Breite 14,70 m
Tiefgang 6,50 m
Einsatzverdrängung 3.200 t
Motorleistung 6.600 kW (8.975 PS)
Höchstgeschwindigkeit 20 kn
Bewaffnung keine

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FLOTTENDIENSTBOOTE
EINSATZFLOTTILLE 1 OSTE-KLASSE (TYP 423)

Flottendienstboote der OSTE-Klasse sind Mit einem Aktionsradius von über 5.000
als hocheffiziente Frühwarn-, Fernmelde- Seemeilen sind sie für längere Aufklärungs-
und Aufklärungseinheiten konzipiert. Sie einsätze ausgelegt. Zusätzlich zur Stamm-
können sowohl auf sich allein gestellt als besatzung können Fernmeldepersonal und
auch im Verbund mit anderen Einheiten und Spezialisten für die elektronische Aufklärung
Dienststellen deutscher und internationaler eingeschifft werden. Die Boote sind in
Streitkräfte operieren. Eckernförde stationiert.

Ausgestattet mit hochmodernen elektro-


magnetischen, hydroakustischen und
elektrooptischen Ortungsgeräten sind
sie in der Vergangenheit bereits mehrfach
mit großem Erfolg für Aufgaben der
strategischen Informationsgewinnung in Besatzung 49 Soldatinnen/Soldaten
Krisengebieten eingesetzt worden. Länge 83,20 m
Breite 14,70 m
Tiefgang 6,50 m
Einsatzverdrängung 3.200 t
Motorleistung 6.600 kW (8.975 PS)
Höchstgeschwindigkeit 20 kn
Bewaffnung keine

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MINENJAGDBOOTE MINENJAGDBOOTE
EINSATZFLOTTILLE 1 FRANKENTHAL-KLASSE (TYP 332) KULMBACH-KLASSE (TYP 333)

Die Boote der FRANKENTHAL-, KULM- BAD RAPPENAU und DATTELN sind für Das Minenjagdboot der KULMBACH-Klasse
BACH- und ENSDORF-Klasse basieren auf einen Einsatz innerhalb der Marineschutz- ist ein Zweirollenfahrzeug, das sowohl
einer gemeinsamen Plattform und sind alle kräfte vorgesehen. zur Minenjagd als auch zum Minenlegen
aus amagnetischem Stahl gebaut. Sie besitzen eingesetzt werden kann. Es basiert ebenfalls
das Sonar DSQS 11 M mit digitalem Signal- Besatzung 42 Soldatinnen/Soldaten auf der FRANKENTHAL-Klasse. Besatzung 37 Soldatinnen/Soldaten
prozessor und synthetischer Bilddarstellung. Länge 54,40 m Länge 54,40 m
Die Boote sind mit zwei Minenjagddrohnen Breite 9,20 m Seine Hauptaufgabe, die Minenjagd, stützt Breite 9,20 m
vom Typ PINGUIN B3 ausgerüstet. Zur Tiefgang 2,60 m sich auf die Führungsanlage TAKIS sowie Tiefgang 2,50 m
Besatzung gehören zeitweise auch ausgebil- Einsatzverdrängung 650 t eine Minenjagdsonaranlage, mit der Grund- Einsatzverdrängung 635 t
dete Minentaucher, die Minen identifizieren Motorleistung 4.080 kW (5.550 PS) und Ankertauminen geortet werden. Motorleistung 4.480 kW (6.100 PS)
und sprengen können. An Bord befindet sich Höchstgeschwindigkeit circa 18 kn Bekämpft werden sie mit dem SEEFUCHS, Höchstgeschwindigkeit circa 18 kn
eine Taucherdruckkammer, die bei Anzeichen Bewaffnung 27 mm Geschütz, Fliegerfaust, einer weltweit einmaligen Einwegdrohne. Bewaffnung 27 mm Geschütze, Fliegerfaust,
der Taucherkrankheit sofort eingesetzt wird. Minenjagddrohne PINGUIN B3 und SEEFUCHS, Zusätzlich kann eine mobile Minentaucher- Minenjagddrohne SEEFUCHS,
Die Einheiten BAD BEVENSEN, GRÖMITZ, Minenlegekapazität komponente eingeschifft werden. Minenlegekapazität

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MINENJAGDBOOTE MINENJAGDBOOTE
EINSATZFLOTTILLE 1 FRANKENTHAL-KLASSE (TYP 332) KULMBACH-KLASSE (TYP 333)

Die Boote der FRANKENTHAL-, KULM- BAD RAPPENAU und DATTELN sind für Das Minenjagdboot der KULMBACH-Klasse
BACH- und ENSDORF-Klasse basieren auf einen Einsatz innerhalb der Marineschutz- ist ein Zweirollenfahrzeug, das sowohl
einer gemeinsamen Plattform und sind alle kräfte vorgesehen. zur Minenjagd als auch zum Minenlegen
aus amagnetischem Stahl gebaut. Sie besitzen eingesetzt werden kann. Es basiert ebenfalls
das Sonar DSQS 11 M mit digitalem Signal- Besatzung 42 Soldatinnen/Soldaten auf der FRANKENTHAL-Klasse. Besatzung 37 Soldatinnen/Soldaten
prozessor und synthetischer Bilddarstellung. Länge 54,40 m Länge 54,40 m
Die Boote sind mit zwei Minenjagddrohnen Breite 9,20 m Seine Hauptaufgabe, die Minenjagd, stützt Breite 9,20 m
vom Typ PINGUIN B3 ausgerüstet. Zur Tiefgang 2,60 m sich auf die Führungsanlage TAKIS sowie Tiefgang 2,50 m
Besatzung gehören zeitweise auch ausgebil- Einsatzverdrängung 650 t eine Minenjagdsonaranlage, mit der Grund- Einsatzverdrängung 635 t
dete Minentaucher, die Minen identifizieren Motorleistung 4.080 kW (5.550 PS) und Ankertauminen geortet werden. Motorleistung 4.480 kW (6.100 PS)
und sprengen können. An Bord befindet sich Höchstgeschwindigkeit circa 18 kn Bekämpft werden sie mit dem SEEFUCHS, Höchstgeschwindigkeit circa 18 kn
eine Taucherdruckkammer, die bei Anzeichen Bewaffnung 27 mm Geschütz, Fliegerfaust, einer weltweit einmaligen Einwegdrohne. Bewaffnung 27 mm Geschütze, Fliegerfaust,
der Taucherkrankheit sofort eingesetzt wird. Minenjagddrohne PINGUIN B3 und SEEFUCHS, Zusätzlich kann eine mobile Minentaucher- Minenjagddrohne SEEFUCHS,
Die Einheiten BAD BEVENSEN, GRÖMITZ, Minenlegekapazität komponente eingeschifft werden. Minenlegekapazität

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HOHLSTABLENKBOOTE
EINSATZFLOTTILLE 1 ENSDORF-KLASSE (TYP 352)

Die Hohlstablenkboote der ENSDORF-


Klasse bilden mit den Fernräumlenkgeräten
vom Typ SEEHUND das System TROIKA
PLUS. Das Einsatzverfahren sieht vor,
dass bis zu vier unbemannte SEEHUNDE
mit aktivierten Minenräumanlagen vom
Lenkfahrzeug aus ferngesteuert werden.
Das Lenkfahrzeug selbst liegt dabei aus
Sicherheitsgründen außerhalb des Minen-
felds.

Die Boote der ENSDORF-Klasse sind mit Besatzung 38 Soldatinnen/Soldaten


einem Minenmeidesonar zum Lokalisieren Länge 54,40 m
von Ankertauminen, mit einer Lenk- und Breite 9,20 m
Überwachungseinrichtung für die vier Fern- Tiefgang 2,50 m
lenkräumgeräte, Einwegdrohnen SEEFUCHS Einsatzverdrängung 635 t
sowie mechanischem Räumgerät gegen Motorleistung 4.080 kW (5.550 PS)
Ankertauminen ausgestattet. Höchstgeschwindigkeit circa 18 kn
Bewaffnung 27 mm Geschütze, Fliegerfaust,
Minenräumausstattung, Minenlegeausstattung,
Minenjagddrohne SEEFUCHS

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HOHLSTABLENKBOOTE
EINSATZFLOTTILLE 1 ENSDORF-KLASSE (TYP 352)

Die Hohlstablenkboote der ENSDORF-


Klasse bilden mit den Fernräumlenkgeräten
vom Typ SEEHUND das System TROIKA
PLUS. Das Einsatzverfahren sieht vor,
dass bis zu vier unbemannte SEEHUNDE
mit aktivierten Minenräumanlagen vom
Lenkfahrzeug aus ferngesteuert werden.
Das Lenkfahrzeug selbst liegt dabei aus
Sicherheitsgründen außerhalb des Minen-
felds.

Die Boote der ENSDORF-Klasse sind mit Besatzung 38 Soldatinnen/Soldaten


einem Minenmeidesonar zum Lokalisieren Länge 54,40 m
von Ankertauminen, mit einer Lenk- und Breite 9,20 m
Überwachungseinrichtung für die vier Fern- Tiefgang 2,50 m
lenkräumgeräte, Einwegdrohnen SEEFUCHS Einsatzverdrängung 635 t
sowie mechanischem Räumgerät gegen Motorleistung 4.080 kW (5.550 PS)
Ankertauminen ausgestattet. Höchstgeschwindigkeit circa 18 kn
Bewaffnung 27 mm Geschütze, Fliegerfaust,
Minenräumausstattung, Minenlegeausstattung,
Minenjagddrohne SEEFUCHS

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MINENRÄUMDROHNEN MINENJAGDDROHNE MINENJAGDDROHNE
EINSATZFLOTTILLE 1 SEEHUND SEEFUCHS PINGUIN

Die Minenjagddrohne PINGUIN B3 identi-


fiziert Kontakte mittels Videokamera und
hochauflösendem Nahbereichssonar.

Die Mine kann mit abwerfbaren Minen-


vernichtungsladungen gesprengt werden.
Die Drohne kann sowohl gegen Ankertau-
als auch gegen Grundminen eingesetzt
werden.

Der SEEFUCHS fährt weitgehend automa-


tisch zur Mine. Mit einem Nahbereichssonar
und einer Videokamera wird das Zielobjekt
identifiziert.

Die SEEHUNDE sind kompakte Minenräum- Bekämpft wird die Mine mit einer eingebau-
einrichtungen, die gegen Minen mit akus- ten Sprengladung.
tischen und magnetischen Zündsystemen
eingesetzt werden. Sie können Detonationen
von Minen selbst in geringer Entfernung
gefahrlos überstehen. Besatzung nur während des Transits
2 Soldatinnen/Soldaten
Holzverkleidung, Deck und Aufbau verbes- Länge 26,90 m
sern das Seeverhalten und erleichtern den Breite 4,60 m
bemannten Betrieb bei Überführungsfahrten. Tiefgang 1,40 m
Der Antriebsdiesel treibt hydraulisch einen Einsatzverdrängung 99 t
Schottelruderpropeller an und verleiht dem Motorleistung 328 kW (450 PS)
SEEHUND eine Höchstfahrt von 9 Knoten. Höchstgeschwindigkeit 9 kn
Bewaffnung keine

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MINENRÄUMDROHNEN MINENJAGDDROHNE MINENJAGDDROHNE
EINSATZFLOTTILLE 1 SEEHUND SEEFUCHS PINGUIN

Die Minenjagddrohne PINGUIN B3 identi-


fiziert Kontakte mittels Videokamera und
hochauflösendem Nahbereichssonar.

Die Mine kann mit abwerfbaren Minen-


vernichtungsladungen gesprengt werden.
Die Drohne kann sowohl gegen Ankertau-
als auch gegen Grundminen eingesetzt
werden.

Der SEEFUCHS fährt weitgehend automa-


tisch zur Mine. Mit einem Nahbereichssonar
und einer Videokamera wird das Zielobjekt
identifiziert.

Die SEEHUNDE sind kompakte Minenräum- Bekämpft wird die Mine mit einer eingebau-
einrichtungen, die gegen Minen mit akus- ten Sprengladung.
tischen und magnetischen Zündsystemen
eingesetzt werden. Sie können Detonationen
von Minen selbst in geringer Entfernung
gefahrlos überstehen. Besatzung nur während des Transits
2 Soldatinnen/Soldaten
Holzverkleidung, Deck und Aufbau verbes- Länge 26,90 m
sern das Seeverhalten und erleichtern den Breite 4,60 m
bemannten Betrieb bei Überführungsfahrten. Tiefgang 1,40 m
Der Antriebsdiesel treibt hydraulisch einen Einsatzverdrängung 99 t
Schottelruderpropeller an und verleiht dem Motorleistung 328 kW (450 PS)
SEEHUND eine Höchstfahrt von 9 Knoten. Höchstgeschwindigkeit 9 kn
Bewaffnung keine

96 97
TENDER MEHRZWECKLANDUNGSB OOT
EINSATZFLOTTILLE 1 ELBE-KLASSE (TYP 404) BARBE-KLASSE (TYP 52 0)

Die Tender der ELBE-Klasse versorgen Boote Das Mehrzwecklandungsboot wird im


in See mit Kraftstoff, Wasser oder Munition Rahmen von Personal- und Materialtrans-
und unterstützen bei Instandsetzungen. porten über See eingesetzt. Es eignet sich
Hinzu kommt die wichtige Aufgabe der darüber hinaus zum Minenlegen.
umweltverträglichen Entsorgung.
Besatzung 66 Soldatinnen/Soldaten Diese Bootsklasse ist die einzige der Marine, Besatzung 17 Soldatinnen/Soldaten
Eingeschifft werden Soldaten der System- Länge 100,60 m auf der Portepeeunteroffiziere als Komman- Länge 40,00 m
unterstützungsgruppen der jeweiligen Breite 15,80 m danten eingesetzt sind. Die beiden Boote Breite 8,80 m
Bootsgeschwader, die an Bord über contai- Tiefgang 3,80 m sind dem Marinestützpunktkommando Tiefgang 2,20 m
nerisierte Werkstätten und Ersatzteillager Einsatzverdrängung 3.263 t Eckernförde unterstellt und dort beheimatet. Einsatzverdrängung 430 t
verfügen. Alle Tender sind mit einem Motorleistung 2.452 kW (3.335 PS) Motorleistung 750 kW (1.020 PS)
Hubschrauberlandedeck ausgestattet. Höchstgeschwindigkeit 15 kn Höchstgeschwindigkeit 11 kn
Bewaffnung 27 mm Geschütze, 12,7 mm Schwere Bewaffnung 20 mm Geschütz,
Maschinengewehre, Fliegerfaust Minenlegekapazität

98 99
TENDER MEHRZWECKLANDUNGSB OOT
EINSATZFLOTTILLE 1 ELBE-KLASSE (TYP 404) BARBE-KLASSE (TYP 52 0)

Die Tender der ELBE-Klasse versorgen Boote Das Mehrzwecklandungsboot wird im


in See mit Kraftstoff, Wasser oder Munition Rahmen von Personal- und Materialtrans-
und unterstützen bei Instandsetzungen. porten über See eingesetzt. Es eignet sich
Hinzu kommt die wichtige Aufgabe der darüber hinaus zum Minenlegen.
umweltverträglichen Entsorgung.
Besatzung 66 Soldatinnen/Soldaten Diese Bootsklasse ist die einzige der Marine, Besatzung 17 Soldatinnen/Soldaten
Eingeschifft werden Soldaten der System- Länge 100,60 m auf der Portepeeunteroffiziere als Komman- Länge 40,00 m
unterstützungsgruppen der jeweiligen Breite 15,80 m danten eingesetzt sind. Die beiden Boote Breite 8,80 m
Bootsgeschwader, die an Bord über contai- Tiefgang 3,80 m sind dem Marinestützpunktkommando Tiefgang 2,20 m
nerisierte Werkstätten und Ersatzteillager Einsatzverdrängung 3.263 t Eckernförde unterstellt und dort beheimatet. Einsatzverdrängung 430 t
verfügen. Alle Tender sind mit einem Motorleistung 2.452 kW (3.335 PS) Motorleistung 750 kW (1.020 PS)
Hubschrauberlandedeck ausgestattet. Höchstgeschwindigkeit 15 kn Höchstgeschwindigkeit 11 kn
Bewaffnung 27 mm Geschütze, 12,7 mm Schwere Bewaffnung 20 mm Geschütz,
Maschinengewehre, Fliegerfaust Minenlegekapazität

98 99
FREGATTEN FREGATTEN
EINSATZFLOTTILLE 2 BREMEN-KLASSE (TYP 122) BRANDENBURG-KLASSE (TYP 123)

In der Einsatzflottille 2 sind die größten Einheiten der Flotte


zusammengefasst: Die Fregatten haben die Fähigkeit zur Seeraum-
überwachung, Ubootjagd, Bekämpfung von Überwassereinheiten
und Abwehr von Luftangriffen auf das eigene Schiff bzw. den
Verband. In Verbindung mit dem Einsatz von Versorgungs- und
Hilfsschiffen können die Fregatten weltweit operieren.

Die Fregatten der BREMEN-Klasse sind Die Fregatten der BRANDENBURG-Klasse


leistungsfähige Einheiten, vor allem für die sind für die Ubootjagd und die Führung
Ubootjagd und die Seezielbekämpfung. eines Verbandes konzipiert. Speziell für
den Einsatz in der Ubootjagd, aber auch
Der Bordhubschrauber SEA LyNx wird für die Seeraumüberwachung und Seeziel-
neben der Ubootjagd für die Seeraum- bekämpfung dient der Bordhubschrauber
überwachung und besonders für die weit- SEA LyNx. Alle Schiffe verfügen über leis-
reichende Seezielbekämpfung eingesetzt. tungsfähige Radaranlagen zur See- und
Luftraumüberwachung, Feuerleitung sowie
Navigation. Sonaranlagen, Lagebild- und
Datenübertragungssysteme, Anlagen zur
elektronischen Kampfführung sowie moder-
ne Fernmeldetechnik, speziell für Führungs-
aufgaben, vervollständigen die Ausrüstung.

Besatzung 219 Soldatinnen/Soldaten Besatzung 236 Soldatinnen/Soldaten


Länge 130,50 m Länge 139,00 m
Breite 14,60 m Breite 16,70 m
Tiefgang 6,00 m Tiefgang 6,80 m
Einsatzverdrängung 3.680 t Einsatzverdrängung 5.500 t
Antriebsleistung Diesel und Gasturbine 2 x 19.000 kW Antriebsleistung Diesel und Gasturbine 2 x 19.000 kW
(25.830 PS), Diesel 2 x 3.830 kW (5.210 PS) (25.830 PS), Diesel 2 x 3.820 kW (5.190 PS)
Höchstgeschwindigkeit 30 kn Höchstgeschwindigkeit 29 kn
Bewaffnung 76 mm Geschütz, 27 mm Geschütze, Bewaffnung 76 mm Geschütz, 27 mm Geschütze,
SEA SPARROW Luftzielflugkörper, HARPOON ExOCET Seezielflugkörper, SEA SPARROW
Seezielflugkörper, RAM Flugabwehrsystem, Luftzielflugkörper, RAM Flugabwehrsystem,
Torpedos, Bordhubschrauber SEA LyNx, Torpedos, Bordhubschrauber SEA LyNx,
Schwere Maschinengewehre Schwere Maschinengewehre

100 101
FREGATTEN FREGATTEN
EINSATZFLOTTILLE 2 BREMEN-KLASSE (TYP 122) BRANDENBURG-KLASSE (TYP 123)

In der Einsatzflottille 2 sind die größten Einheiten der Flotte


zusammengefasst: Die Fregatten haben die Fähigkeit zur Seeraum-
überwachung, Ubootjagd, Bekämpfung von Überwassereinheiten
und Abwehr von Luftangriffen auf das eigene Schiff bzw. den
Verband. In Verbindung mit dem Einsatz von Versorgungs- und
Hilfsschiffen können die Fregatten weltweit operieren.

Die Fregatten der BREMEN-Klasse sind Die Fregatten der BRANDENBURG-Klasse


leistungsfähige Einheiten, vor allem für die sind für die Ubootjagd und die Führung
Ubootjagd und die Seezielbekämpfung. eines Verbandes konzipiert. Speziell für
den Einsatz in der Ubootjagd, aber auch
Der Bordhubschrauber SEA LyNx wird für die Seeraumüberwachung und Seeziel-
neben der Ubootjagd für die Seeraum- bekämpfung dient der Bordhubschrauber
überwachung und besonders für die weit- SEA LyNx. Alle Schiffe verfügen über leis-
reichende Seezielbekämpfung eingesetzt. tungsfähige Radaranlagen zur See- und
Luftraumüberwachung, Feuerleitung sowie
Navigation. Sonaranlagen, Lagebild- und
Datenübertragungssysteme, Anlagen zur
elektronischen Kampfführung sowie moder-
ne Fernmeldetechnik, speziell für Führungs-
aufgaben, vervollständigen die Ausrüstung.

Besatzung 219 Soldatinnen/Soldaten Besatzung 236 Soldatinnen/Soldaten


Länge 130,50 m Länge 139,00 m
Breite 14,60 m Breite 16,70 m
Tiefgang 6,00 m Tiefgang 6,80 m
Einsatzverdrängung 3.680 t Einsatzverdrängung 5.500 t
Antriebsleistung Diesel und Gasturbine 2 x 19.000 kW Antriebsleistung Diesel und Gasturbine 2 x 19.000 kW
(25.830 PS), Diesel 2 x 3.830 kW (5.210 PS) (25.830 PS), Diesel 2 x 3.820 kW (5.190 PS)
Höchstgeschwindigkeit 30 kn Höchstgeschwindigkeit 29 kn
Bewaffnung 76 mm Geschütz, 27 mm Geschütze, Bewaffnung 76 mm Geschütz, 27 mm Geschütze,
SEA SPARROW Luftzielflugkörper, HARPOON ExOCET Seezielflugkörper, SEA SPARROW
Seezielflugkörper, RAM Flugabwehrsystem, Luftzielflugkörper, RAM Flugabwehrsystem,
Torpedos, Bordhubschrauber SEA LyNx, Torpedos, Bordhubschrauber SEA LyNx,
Schwere Maschinengewehre Schwere Maschinengewehre

100 101
FREGAT TEN
EINSATZFLOTTILLE 2 SACHSEN-KLASSE (TYP 124)

Die Fregatten der SACHSEN-Klasse sind


als Mehrzweckfregatten für Geleitschutz
und Gebietssicherung konzipiert und verfü-
gen über Bordhubschrauber. Sensoren und
Effektoren sind auf ihre Hauptaufgaben
optimiert: Verbandsführung und Verbands-
flugabwehr. Wie bei den Fregatten der
BREMEN- und BRANDENBURG-Klasse
dient der Bordhubschrauber der weit- Besatzung 255 Soldatinnen/Soldaten
reichenden Seezielbekämpfung und Länge 143,00 m
Ubootjagd. Breite 17,40 m
Tiefgang 6,70 m
Mit den Fregatten der SACHSEN-Klasse Einsatzverdrängung 5.690 t
verfügt die Marine über besonders viel- Antriebsleistung Diesel und Gasturbine 1 x 23.500 kW
seitige und durchsetzungsfähige Schiffe. (31.950 PS), Diesel 2 x 7.400 kW (10.060 PS)
Höchstgeschwindigkeit 29 kn
Bewaffnung 76 mm Geschütz, 27 mm Geschütze,
HARPOON Seezielflugkörper, SM2/ESSM
Luftzielflugkörper, RAM Flugabwehrsystem,
Torpedos, Bordhubschrauber SEA LyNx,
12,7 mm Schwere Maschinengewehre

102 103
FREGAT TEN
EINSATZFLOTTILLE 2 SACHSEN-KLASSE (TYP 124)

Die Fregatten der SACHSEN-Klasse sind


als Mehrzweckfregatten für Geleitschutz
und Gebietssicherung konzipiert und verfü-
gen über Bordhubschrauber. Sensoren und
Effektoren sind auf ihre Hauptaufgaben
optimiert: Verbandsführung und Verbands-
flugabwehr. Wie bei den Fregatten der
BREMEN- und BRANDENBURG-Klasse
dient der Bordhubschrauber der weit- Besatzung 255 Soldatinnen/Soldaten
reichenden Seezielbekämpfung und Länge 143,00 m
Ubootjagd. Breite 17,40 m
Tiefgang 6,70 m
Mit den Fregatten der SACHSEN-Klasse Einsatzverdrängung 5.690 t
verfügt die Marine über besonders viel- Antriebsleistung Diesel und Gasturbine 1 x 23.500 kW
seitige und durchsetzungsfähige Schiffe. (31.950 PS), Diesel 2 x 7.400 kW (10.060 PS)
Höchstgeschwindigkeit 29 kn
Bewaffnung 76 mm Geschütz, 27 mm Geschütze,
HARPOON Seezielflugkörper, SM2/ESSM
Luftzielflugkörper, RAM Flugabwehrsystem,
Torpedos, Bordhubschrauber SEA LyNx,
12,7 mm Schwere Maschinengewehre

102 103
FREGATTEN
EINSATZFLOTTILLE 2 BADEN-WÜRTTEMBERG-KLASSE (TYP 125)

Die Deutsche Marine muss in der Lage sein, Länge 149,60 m


auch in weit entfernten Seegebieten über Breite 18,80 m
lange Zeiträume Präsenz zu zeigen. Sie muss Tiefgang 5,4 m
fähig sein, die Seewege gegen Bedrohungen Einsatzverdrängung 7.100 t
durch Piraterie und Terrorismus, aber auch Höchstgeschwindigkeit >26 Knoten
gegen Flugzeuge, Uboote und Kriegsschiffe Antrieb CODLAG (Combined Diesel eLectric And
schützen zu können. Gasturbine), 4 Diesel-Generatoren mit je 2.900 kW,
2 elektrische Fahrmotoren mit je 4.500 kW, 1 Gas-
Wesentliche Fähigkeiten: turbine mit 20.000 kW, Bugstrahlruder mit 100 kW
Unterbringungskapazität 190 Personen
I Weltweiter Einsatz über längere Stammbesatzung 120 Personen
Dauer (Intensivnutzbarkeit) Einschiffungskapazität max. 70 Personen
I Teilnahme an sowie Führung von Bordhubschrauber 2
nationalen wie multinationalen Verbänden
I Teilnahme an sowie Führung von Sensoren
maritimen Operationen auch mittlerer/ 4-Flächen C-Band Radar (3-D), Freund-Feind-
geringerer Intensität, wie Evakuierungs- Erkennung (IFF), elektronische Unterstützungsmaß-
operationen oder maritime Hilfeleistungen nahmen (EloUM), elektrooptische Zielerkennung,
(flexible Handlungsoptionen) automatisierte 360°-Infrarotüberwachung, Taucher-
Detektions-Sonar

Bewaffnung
1 x 127-mm Marinegeschütz (zur Seeziel- und Land-
bekämpfung, auch im Verbund mit dem Heer),
2 x 27-mm Marineleichtgeschütze (MLG), automatisiert,
5 x 12,7-mm Maschinengewehre, automatisiert,
2 x Vierfachstartgeräte für Flugkörper HARPOON,
2 x Nahbereichflugabwehrsystem RAM, 4 x Täusch-
körperwurfanlagen (MASS) sowie diverse Handwaffen
und Maschinengewehre

Einsatzboote 4 Festrumpfboote
Länge 10,10 m
Breite 3,50 m
Gewicht max. 8.000 kg (mit 1.900 kg Zuladung)
Motorleistung 2 x 272 kW (370 PS)
Höchstgeschwindigkeit 35 kn bei max. Gewicht
Reichweite 130 sm (bei 20–25 kn)
max. 15 Personen an Bord

104 105
FREGATTEN
EINSATZFLOTTILLE 2 BADEN-WÜRTTEMBERG-KLASSE (TYP 125)

Die Deutsche Marine muss in der Lage sein, Länge 149,60 m


auch in weit entfernten Seegebieten über Breite 18,80 m
lange Zeiträume Präsenz zu zeigen. Sie muss Tiefgang 5,4 m
fähig sein, die Seewege gegen Bedrohungen Einsatzverdrängung 7.100 t
durch Piraterie und Terrorismus, aber auch Höchstgeschwindigkeit >26 Knoten
gegen Flugzeuge, Uboote und Kriegsschiffe Antrieb CODLAG (Combined Diesel eLectric And
schützen zu können. Gasturbine), 4 Diesel-Generatoren mit je 2.900 kW,
2 elektrische Fahrmotoren mit je 4.500 kW, 1 Gas-
Wesentliche Fähigkeiten: turbine mit 20.000 kW, Bugstrahlruder mit 100 kW
Unterbringungskapazität 190 Personen
I Weltweiter Einsatz über längere Stammbesatzung 120 Personen
Dauer (Intensivnutzbarkeit) Einschiffungskapazität max. 70 Personen
I Teilnahme an sowie Führung von Bordhubschrauber 2
nationalen wie multinationalen Verbänden
I Teilnahme an sowie Führung von Sensoren
maritimen Operationen auch mittlerer/ 4-Flächen C-Band Radar (3-D), Freund-Feind-
geringerer Intensität, wie Evakuierungs- Erkennung (IFF), elektronische Unterstützungsmaß-
operationen oder maritime Hilfeleistungen nahmen (EloUM), elektrooptische Zielerkennung,
(flexible Handlungsoptionen) automatisierte 360°-Infrarotüberwachung, Taucher-
Detektions-Sonar

Bewaffnung
1 x 127-mm Marinegeschütz (zur Seeziel- und Land-
bekämpfung, auch im Verbund mit dem Heer),
2 x 27-mm Marineleichtgeschütze (MLG), automatisiert,
5 x 12,7-mm Maschinengewehre, automatisiert,
2 x Vierfachstartgeräte für Flugkörper HARPOON,
2 x Nahbereichflugabwehrsystem RAM, 4 x Täusch-
körperwurfanlagen (MASS) sowie diverse Handwaffen
und Maschinengewehre

Einsatzboote 4 Festrumpfboote
Länge 10,10 m
Breite 3,50 m
Gewicht max. 8.000 kg (mit 1.900 kg Zuladung)
Motorleistung 2 x 272 kW (370 PS)
Höchstgeschwindigkeit 35 kn bei max. Gewicht
Reichweite 130 sm (bei 20–25 kn)
max. 15 Personen an Bord

104 105
EINSATZGRUPPENVERSORGER
EINSATZFLOTTILLE 2 BERLIN-KLASSE (TYP 702)

Die Versorger der BERLIN-Klasse unter-


stützen Einsatzgruppen der Marine, die
sich aufgabenorientiert aus unterschied-
lichen Schiffen und Booten zusammen-
setzen. Logistische und sanitätsdienstliche
Unterstützung durch den Einsatzgruppen-
versorger (EGV) stehen dabei im Vorder-
grund. Die logistische Hauptaufgabe des
Schiffes besteht in der Versorgung mit
Betriebsstoffen, Verbrauchsgütern, Proviant
und Munition.

Daneben erfüllt der EGV folgende


Aufgaben:

I Sanitätsdienstliche Unterstützung durch


Aufnahme eines mobilen Rettungs-
zentrums See
I Betrieb von zwei Bordhubschraubern
I Transport, Betrieb und Umschlag von
Containern
I Unterbringung von Unterstützungs-
personal
I Bereitstellen von Betreuungsein-
richtungen
I Umweltverträgliche Entsorgung von
Abwasser und Müll

Besatzung 159 Soldatinnen/Soldaten


(plus maximal 74 Personen)
Länge 174,00 m
Breite 24,00 m
Tiefgang 7,40 m
Einsatzverdrängung 20.000 t
Motorleistung 10.560 kW (14.385 PS)
Höchstgeschwindigkeit 20 kn
Bewaffnung 27 mm Geschütze, Fliegerfaust,
Bordhubschrauber SEA KING, 12,7 mm Schwere
Maschinengewehre

106 107
EINSATZGRUPPENVERSORGER
EINSATZFLOTTILLE 2 BERLIN-KLASSE (TYP 702)

Die Versorger der BERLIN-Klasse unter-


stützen Einsatzgruppen der Marine, die
sich aufgabenorientiert aus unterschied-
lichen Schiffen und Booten zusammen-
setzen. Logistische und sanitätsdienstliche
Unterstützung durch den Einsatzgruppen-
versorger (EGV) stehen dabei im Vorder-
grund. Die logistische Hauptaufgabe des
Schiffes besteht in der Versorgung mit
Betriebsstoffen, Verbrauchsgütern, Proviant
und Munition.

Daneben erfüllt der EGV folgende


Aufgaben:

I Sanitätsdienstliche Unterstützung durch


Aufnahme eines mobilen Rettungs-
zentrums See
I Betrieb von zwei Bordhubschraubern
I Transport, Betrieb und Umschlag von
Containern
I Unterbringung von Unterstützungs-
personal
I Bereitstellen von Betreuungsein-
richtungen
I Umweltverträgliche Entsorgung von
Abwasser und Müll

Besatzung 159 Soldatinnen/Soldaten


(plus maximal 74 Personen)
Länge 174,00 m
Breite 24,00 m
Tiefgang 7,40 m
Einsatzverdrängung 20.000 t
Motorleistung 10.560 kW (14.385 PS)
Höchstgeschwindigkeit 20 kn
Bewaffnung 27 mm Geschütze, Fliegerfaust,
Bordhubschrauber SEA KING, 12,7 mm Schwere
Maschinengewehre

106 107
TROSSSCHIFFE TROSSSCHIFFE
WANGEROOGE-KLASSE RHÖN-KLASSE
EINSATZFLOTTILLE 2 FEHMARN-KLASSE

Die Trossschiffe dienen der Versorgung von


Flotteneinheiten in See. Je nach Aufgabe
der einzelnen Einheiten sind sie speziell für
diesen Zweck ausgerüstet und besetzt. Sie
haben grundsätzlich keine Bewaffnung.

Die WANGEROOGE ist ein Seeschlepper


und die FEHMARN ein Bergungsschlepper.
Die beiden Schiffe RHÖN und SPESSART RHÖN-Klasse
sind Betriebsstofftransporter.

Einige Einheiten sind ehemalige Handels-


schiffe bzw. nach Handelsschiffstandard
gebaut. Wo erforderlich, sind Ausrüstung
und Gerät den militärischen Gegebenheiten
angepasst.

RHÖN-Klasse

WANGEROOGE-Klasse

Technische Daten der RHÖN-Klasse


Besatzung zivil 42 Personen
Länge 130,50 m
FEHMARN-Klasse Breite 19,30 m
Tiefgang 8,20 m
Einsatzverdrängung 14.169 t
Motorleistung 5.880 kW (7.995 PS)
Höchstgeschwindigkeit 16 kn
Bewaffnung keine

108 109
TROSSSCHIFFE TROSSSCHIFFE
WANGEROOGE-KLASSE RHÖN-KLASSE
EINSATZFLOTTILLE 2 FEHMARN-KLASSE

Die Trossschiffe dienen der Versorgung von


Flotteneinheiten in See. Je nach Aufgabe
der einzelnen Einheiten sind sie speziell für
diesen Zweck ausgerüstet und besetzt. Sie
haben grundsätzlich keine Bewaffnung.

Die WANGEROOGE ist ein Seeschlepper


und die FEHMARN ein Bergungsschlepper.
Die beiden Schiffe RHÖN und SPESSART RHÖN-Klasse
sind Betriebsstofftransporter.

Einige Einheiten sind ehemalige Handels-


schiffe bzw. nach Handelsschiffstandard
gebaut. Wo erforderlich, sind Ausrüstung
und Gerät den militärischen Gegebenheiten
angepasst.

RHÖN-Klasse

WANGEROOGE-Klasse

Technische Daten der RHÖN-Klasse


Besatzung zivil 42 Personen
Länge 130,50 m
FEHMARN-Klasse Breite 19,30 m
Tiefgang 8,20 m
Einsatzverdrängung 14.169 t
Motorleistung 5.880 kW (7.995 PS)
Höchstgeschwindigkeit 16 kn
Bewaffnung keine

108 109
SEEFERNAUFKLÄRER/UBOOTJAGDFLUGZEUGE
MARINEFLIEGER LOCKHEED P-3C ORION

Die Marineflieger operieren eigenständig oder in enger Zusammen-


arbeit mit den Schiffen und Booten der Marine. Sie sind unverzichtbarer
Bestandteil der Flotte. Die beiden Geschwader, das Marineflieger-
geschwader 3 GRAF ZEPPELIN und das Marinefliegergeschwader 5,
beide in Nordholz beheimatet, unterstehen unmittelbar dem
Marinekommando.

Die Marine verfügt mit der P-3C ORION


über ein Waffensystem mit Fähigkeiten zur
weiträumigen Aufklärung und Führungs-
unterstützung bei teilstreitkraft- und bünd-
nisgemeinsamen Einsätzen.

Zusätzlich können die klassischen Aufgaben


Seeraumüberwachung und Wirkung gegen
Unterwasserziele durchgeführt werden. Die
Flugzeuge sind seit 2006 beim Marineflieger-
geschwader 3 GRAF ZEPPELIN in Nordholz
stationiert.

Besatzung 4 bis 21 Soldatinnen/Soldaten


Länge 35,60 m
Spannweite 30,30 m
Höhe 10,30 m
Maximales Startgewicht 63,5 t
Motorleistung 4 x 3.383 kW (4.600 PS)
Höchstgeschwindigkeit 405 kn
Bewaffnung Torpedos, Wasserbomben, Minen

110 111
SEEFERNAUFKLÄRER/UBOOTJAGDFLUGZEUGE
MARINEFLIEGER LOCKHEED P-3C ORION

Die Marineflieger operieren eigenständig oder in enger Zusammen-


arbeit mit den Schiffen und Booten der Marine. Sie sind unverzichtbarer
Bestandteil der Flotte. Die beiden Geschwader, das Marineflieger-
geschwader 3 GRAF ZEPPELIN und das Marinefliegergeschwader 5,
beide in Nordholz beheimatet, unterstehen unmittelbar dem
Marinekommando.

Die Marine verfügt mit der P-3C ORION


über ein Waffensystem mit Fähigkeiten zur
weiträumigen Aufklärung und Führungs-
unterstützung bei teilstreitkraft- und bünd-
nisgemeinsamen Einsätzen.

Zusätzlich können die klassischen Aufgaben


Seeraumüberwachung und Wirkung gegen
Unterwasserziele durchgeführt werden. Die
Flugzeuge sind seit 2006 beim Marineflieger-
geschwader 3 GRAF ZEPPELIN in Nordholz
stationiert.

Besatzung 4 bis 21 Soldatinnen/Soldaten


Länge 35,60 m
Spannweite 30,30 m
Höhe 10,30 m
Maximales Startgewicht 63,5 t
Motorleistung 4 x 3.383 kW (4.600 PS)
Höchstgeschwindigkeit 405 kn
Bewaffnung Torpedos, Wasserbomben, Minen

110 111
ÖLAUFKLÄRUNGSFLUGZEUGE
MARINEFLIEGER DORNIER DO 228 LM

Die DO 228 ist ein modernes Turboprop-


Flugzeug für den Kurz- und Mittelstrecken-
einsatz. Die Maschinen gehören dem
Bundesverkehrsministerium und werden im
Auftrag des Havariekommandos durch die
Marine betrieben.

Sie sind für die Überwachung der Seeräume


gegen Meeresverschmutzungen optimiert.
Mit speziellen Systemen wie Radar, Infrarot-
und Ultraviolettsensoren, Mikrowellen-
radiometer und Fluoreszenz-Laser sowie
Videokameras ausgerüstet, werden im Flug Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten
entdeckte Verschmutzungen unverzüglich an Länge 16,60 m
das Havariekommando weitergeleitet. Von Spannweite 16,90 m
dort aus wird dann die weitere Vorgehens- Höhe 4,90 m
weise koordiniert. Maximales Startgewicht 6,6 t
Motorleistung 2 x 579 kW (2 x 787 PS)
Die Flugzeuge können sowohl bei Tag als Höchstgeschwindigkeit 200 kn
auch bei Nacht eingesetzt werden. Ausrüstung Infrarotsensor, Mikrowellenradiometer,
Kameras, Seitensichtradar, Fluoreszenz-Laser

112 113
ÖLAUFKLÄRUNGSFLUGZEUGE
MARINEFLIEGER DORNIER DO 228 LM

Die DO 228 ist ein modernes Turboprop-


Flugzeug für den Kurz- und Mittelstrecken-
einsatz. Die Maschinen gehören dem
Bundesverkehrsministerium und werden im
Auftrag des Havariekommandos durch die
Marine betrieben.

Sie sind für die Überwachung der Seeräume


gegen Meeresverschmutzungen optimiert.
Mit speziellen Systemen wie Radar, Infrarot-
und Ultraviolettsensoren, Mikrowellen-
radiometer und Fluoreszenz-Laser sowie
Videokameras ausgerüstet, werden im Flug Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten
entdeckte Verschmutzungen unverzüglich an Länge 16,60 m
das Havariekommando weitergeleitet. Von Spannweite 16,90 m
dort aus wird dann die weitere Vorgehens- Höhe 4,90 m
weise koordiniert. Maximales Startgewicht 6,6 t
Motorleistung 2 x 579 kW (2 x 787 PS)
Die Flugzeuge können sowohl bei Tag als Höchstgeschwindigkeit 200 kn
auch bei Nacht eingesetzt werden. Ausrüstung Infrarotsensor, Mikrowellenradiometer,
Kameras, Seitensichtradar, Fluoreszenz-Laser

112 113
BORDHUBSCHRAUBER MEHRZWECKHUBSCHRAUB ER
GKN WESTLAND SEA LYNX WESTLAND SEA KING
MARINEFLIEGER MK 88A MK 41

Der Bordhubschrauber SEA LyNx ist einer


der Hauptsensoren der Fregatten. Jeweils
zwei Hubschrauber und 18 Personen fliegen-
des und technisches Personal können ein-
geschifft werden.

Ausrüstung und Bewaffnung des Hub-


schraubers sind auf Ubootjagd und Über-
wasserseekriegführung ausgelegt. Der
Hubschrauber dient als verlängerter Arm des
Schiffes, dessen Fähigkeiten er um seine Die SEA KING-Helikopter sind wertvoller
eigene Reichweite, seine Geschwindigkeit Bestandteil der Marine. Sie werden in der
und Flexibilität erhöht. Eingesetzt wird der Flotte als Bordhubschrauber der Einsatz-
Hubschrauber auch für Boardingoperationen gruppenversorger sowie im Such- und
im Rahmen der Seeraumüberwachung. Rettungsdienst (SAR) eingesetzt.

Für die Ubootjagd ist der SEA LyNx mit Stationiert beim Marinefliegergeschwader 5
einem tiefenvariablen Sonar für die aktive in Nordholz übernehmen sie zusätzlich auch
und passive Ortung ausgerüstet sowie mit folgende Aufgaben:
bis zu zwei Torpedos bewaffnet. Für die
Überwasserseekriegführung setzt er ein I Lufttransport von Material und Personal
Rundsuchradar und ein Infrarot-Suchgerät I Katastrophenhilfe
ein. I Taktischer Lufttransport
I Evakuierungsoperationen
Zu den Nebenaufgaben zählen Material- und I Seeraumüberwachung und Aufklärung
Personaltransporte sowie der SAR-Dienst
innerhalb eines Schiffsverbandes.

Besatzung 1 bis 3 Soldatinnen/Soldaten


Länge 15,20 m
Breite 12,80 m Besatzung 3 bis 4 Soldatinnen/Soldaten
Höhe 3,60 m Länge 22,10 m
Maximales Startgewicht 5,3 t Breite bei gefaltetem Rotor 4,90 m
Motorleistung 2 x 835 kW (2.200 PS) Höhe 5,10 m
Höchstgeschwindigkeit 178 kn Maximales Startgewicht 9,3 t
Bewaffnung Ubootjagd-Torpedos, SEA SKUA Motorleistung 2.200 kW (3.000 PS)
Seezielflugkörper, 12,7 mm Schweres Maschinen- Höchstgeschwindigkeit 136 kn
gewehr Bewaffnung 12,7 mm Schweres Maschinengewehr

114 115
BORDHUBSCHRAUBER MEHRZWECKHUBSCHRAUB ER
GKN WESTLAND SEA LYNX WESTLAND SEA KING
MARINEFLIEGER MK 88A MK 41

Der Bordhubschrauber SEA LyNx ist einer


der Hauptsensoren der Fregatten. Jeweils
zwei Hubschrauber und 18 Personen fliegen-
des und technisches Personal können ein-
geschifft werden.

Ausrüstung und Bewaffnung des Hub-


schraubers sind auf Ubootjagd und Über-
wasserseekriegführung ausgelegt. Der
Hubschrauber dient als verlängerter Arm des
Schiffes, dessen Fähigkeiten er um seine Die SEA KING-Helikopter sind wertvoller
eigene Reichweite, seine Geschwindigkeit Bestandteil der Marine. Sie werden in der
und Flexibilität erhöht. Eingesetzt wird der Flotte als Bordhubschrauber der Einsatz-
Hubschrauber auch für Boardingoperationen gruppenversorger sowie im Such- und
im Rahmen der Seeraumüberwachung. Rettungsdienst (SAR) eingesetzt.

Für die Ubootjagd ist der SEA LyNx mit Stationiert beim Marinefliegergeschwader 5
einem tiefenvariablen Sonar für die aktive in Nordholz übernehmen sie zusätzlich auch
und passive Ortung ausgerüstet sowie mit folgende Aufgaben:
bis zu zwei Torpedos bewaffnet. Für die
Überwasserseekriegführung setzt er ein I Lufttransport von Material und Personal
Rundsuchradar und ein Infrarot-Suchgerät I Katastrophenhilfe
ein. I Taktischer Lufttransport
I Evakuierungsoperationen
Zu den Nebenaufgaben zählen Material- und I Seeraumüberwachung und Aufklärung
Personaltransporte sowie der SAR-Dienst
innerhalb eines Schiffsverbandes.

Besatzung 1 bis 3 Soldatinnen/Soldaten


Länge 15,20 m
Breite 12,80 m Besatzung 3 bis 4 Soldatinnen/Soldaten
Höhe 3,60 m Länge 22,10 m
Maximales Startgewicht 5,3 t Breite bei gefaltetem Rotor 4,90 m
Motorleistung 2 x 835 kW (2.200 PS) Höhe 5,10 m
Höchstgeschwindigkeit 178 kn Maximales Startgewicht 9,3 t
Bewaffnung Ubootjagd-Torpedos, SEA SKUA Motorleistung 2.200 kW (3.000 PS)
Seezielflugkörper, 12,7 mm Schweres Maschinen- Höchstgeschwindigkeit 136 kn
gewehr Bewaffnung 12,7 mm Schweres Maschinengewehr

114 115
SEGELSCHULSCHIFF GORCH FOCK

Die Ausbildung auf einem Segelschulschiff hat in Deutschland


eine lange Tradition. Trotz modernster Technik in der Marine ist
der Ausbildungsabschnitt Segelschulschiff nach wie vor von großer
Bedeutung. Nirgendwo wird der Einfluss des Wetters auf Schiff
und Besatzung so intensiv erlebt und zur gesicherten Erfahrung
wie auf einem Großsegler. Nirgendwo sonst wird die menschliche
Abhängigkeit voneinander so deutlich zur Gewissheit wie in den
Rahen der GORCH FOCK bei einer Sturmfahrt.

Die GORCH FOCK dient in erster Linie zur Wenn die GORCH FOCK im Namen der
Ausbildung der Offizieranwärter. An Bord Marine, der Bundeswehr und somit der
erfahren sie in der Praxis, was Seefahrt und Bundesrepublik Deutschland Flagge zeigt,
Teamwork bedeuten. Das Schiff kann nur kommt sie in friedlicher Mission. Der Auftrag
im Team beherrscht werden. ist die Völkerverständigung. Als Botschafter
in Blau ist die GORCH FOCK dabei in allen
Alles an Bord funktioniert ausschließlich mit Häfen ein Blickfang und gern gesehener
Muskelkraft. Die Bedienung der über 2.000 Gast.
Quadratmeter Segel oder das Rudergehen
erledigen die Kadetten mit den eigenen
Händen. So sind vier Rudergänger nötig,
um das Schiff auf Kurs zu halten, oder 90 Besatzung 85 Soldatinnen/Soldaten und
Kadetten, um die schweren Beiboote wieder maximal 138 Lehrgangsteilnehmer
an Bord zu hieven. Dabei ist der einzelne Länge 89,32 m
Lehrgangsteilnehmer kein Gast an Bord, der Breite 12,00 m
bei Schwierigkeiten vom erfahrenen Stamm- Tiefgang 5,50 m
personal ersetzt wird. Der Lehrgangsteil- Einsatzverdrängung 2.002 t
nehmer ist grundsätzlich derjenige, der das Motorleistung 1.240 kW (1.685 PS)
Schiff segelt, es zur See fährt. Höchstgeschwindigkeit unter Maschine circa
12 kn, unter Segel circa 17 kn
Bewaffnung keine

116 117
SEGELSCHULSCHIFF GORCH FOCK

Die Ausbildung auf einem Segelschulschiff hat in Deutschland


eine lange Tradition. Trotz modernster Technik in der Marine ist
der Ausbildungsabschnitt Segelschulschiff nach wie vor von großer
Bedeutung. Nirgendwo wird der Einfluss des Wetters auf Schiff
und Besatzung so intensiv erlebt und zur gesicherten Erfahrung
wie auf einem Großsegler. Nirgendwo sonst wird die menschliche
Abhängigkeit voneinander so deutlich zur Gewissheit wie in den
Rahen der GORCH FOCK bei einer Sturmfahrt.

Die GORCH FOCK dient in erster Linie zur Wenn die GORCH FOCK im Namen der
Ausbildung der Offizieranwärter. An Bord Marine, der Bundeswehr und somit der
erfahren sie in der Praxis, was Seefahrt und Bundesrepublik Deutschland Flagge zeigt,
Teamwork bedeuten. Das Schiff kann nur kommt sie in friedlicher Mission. Der Auftrag
im Team beherrscht werden. ist die Völkerverständigung. Als Botschafter
in Blau ist die GORCH FOCK dabei in allen
Alles an Bord funktioniert ausschließlich mit Häfen ein Blickfang und gern gesehener
Muskelkraft. Die Bedienung der über 2.000 Gast.
Quadratmeter Segel oder das Rudergehen
erledigen die Kadetten mit den eigenen
Händen. So sind vier Rudergänger nötig,
um das Schiff auf Kurs zu halten, oder 90 Besatzung 85 Soldatinnen/Soldaten und
Kadetten, um die schweren Beiboote wieder maximal 138 Lehrgangsteilnehmer
an Bord zu hieven. Dabei ist der einzelne Länge 89,32 m
Lehrgangsteilnehmer kein Gast an Bord, der Breite 12,00 m
bei Schwierigkeiten vom erfahrenen Stamm- Tiefgang 5,50 m
personal ersetzt wird. Der Lehrgangsteil- Einsatzverdrängung 2.002 t
nehmer ist grundsätzlich derjenige, der das Motorleistung 1.240 kW (1.685 PS)
Schiff segelt, es zur See fährt. Höchstgeschwindigkeit unter Maschine circa
12 kn, unter Segel circa 17 kn
Bewaffnung keine

116 117
ÖLAUFFANGSCHIFF BOTTSAND-KLASSE (TYP 738)

Die BOTTSAND gehört zum Marinestützpunktkommando Die Marine betreibt zwei Ölauffangschiffe
von besonderer Bauart: Wesentliches
Warnemünde. Die EVERSAND ist das zweite Schiff dieser
Merkmal ist, dass sie in ihrer Mittelachse
Klasse. Sie ist im Marinestützpunkt Wilhelmshaven stationiert. aufklappbar sind. Ermöglicht wird dies
Diese beiden Schiffe stehen dem Havariekommando in durch eine Gelenkkonstruktion am Heck.
Cuxhaven jederzeit zur Verfügung. Die beiden Rumpfhälften können dadurch
so weit auseinandergefahren werden, dass
sie ein offenes Dreieck mit einem Öffnungs-
winkel von circa 65 Grad bilden.

Die in dem Dreieck zusammengeschobene


Ölschicht wird durch eine Abschöpfein-
richtung mit einem Wasserabscheidesystem
abgesaugt und gelangt in die bordeigenen
Sammeltanks. Die Saugleistung liegt bei
einer zwei Millimeter dicken Ölschicht und
einer Schiffsgeschwindigkeit von einem
Knoten bei etwa 140 Kubikmetern in der
Stunde.

Besatzung zivil 6 Personen


Länge 46,30 m
Breite 12,00 m
Tiefgang 3,10 m
Einsatzverdrängung 650 t
Motorleistung 759 kW (1.030 PS)
Höchstgeschwindigkeit 10 kn
Bewaffnung keine

118 119
ÖLAUFFANGSCHIFF BOTTSAND-KLASSE (TYP 738)

Die BOTTSAND gehört zum Marinestützpunktkommando Die Marine betreibt zwei Ölauffangschiffe
von besonderer Bauart: Wesentliches
Warnemünde. Die EVERSAND ist das zweite Schiff dieser
Merkmal ist, dass sie in ihrer Mittelachse
Klasse. Sie ist im Marinestützpunkt Wilhelmshaven stationiert. aufklappbar sind. Ermöglicht wird dies
Diese beiden Schiffe stehen dem Havariekommando in durch eine Gelenkkonstruktion am Heck.
Cuxhaven jederzeit zur Verfügung. Die beiden Rumpfhälften können dadurch
so weit auseinandergefahren werden, dass
sie ein offenes Dreieck mit einem Öffnungs-
winkel von circa 65 Grad bilden.

Die in dem Dreieck zusammengeschobene


Ölschicht wird durch eine Abschöpfein-
richtung mit einem Wasserabscheidesystem
abgesaugt und gelangt in die bordeigenen
Sammeltanks. Die Saugleistung liegt bei
einer zwei Millimeter dicken Ölschicht und
einer Schiffsgeschwindigkeit von einem
Knoten bei etwa 140 Kubikmetern in der
Stunde.

Besatzung zivil 6 Personen


Länge 46,30 m
Breite 12,00 m
Tiefgang 3,10 m
Einsatzverdrängung 650 t
Motorleistung 759 kW (1.030 PS)
Höchstgeschwindigkeit 10 kn
Bewaffnung keine

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SANITÄTSDIENST
MODULARE SANITÄTSEINRICHTUNGEN Schutz, Erhalt oder Wiederherstellung der Gesundheit von
PATIENTENTRANSPORTFAHRZEUGE Soldatinnen und Soldaten ist Aufgabe der sanitätsdienstlichen
PATIENTENLUFTTRANSPORT Versorgung. Das Vertrauen in die Verlässlichkeit und die Qualität
des Sanitätsdienstes ist ein wesentlicher Motivationsfaktor für
die Soldatinnen und Soldaten. Zur Erfüllung seiner Aufgaben
steht dem Sanitätsdienst umfangreiche und moderne Technik
zur Verfügung.

120 121
SANITÄTSDIENST
MODULARE SANITÄTSEINRICHTUNGEN Schutz, Erhalt oder Wiederherstellung der Gesundheit von
PATIENTENTRANSPORTFAHRZEUGE Soldatinnen und Soldaten ist Aufgabe der sanitätsdienstlichen
PATIENTENLUFTTRANSPORT Versorgung. Das Vertrauen in die Verlässlichkeit und die Qualität
des Sanitätsdienstes ist ein wesentlicher Motivationsfaktor für
die Soldatinnen und Soldaten. Zur Erfüllung seiner Aufgaben
steht dem Sanitätsdienst umfangreiche und moderne Technik
zur Verfügung.

120 121
MODULARE
SANITÄTSEINRICHTUNGEN MASSGESCHNEIDERT FÜR DEN EINSATZ

Modulare Sanitätseinrichtungen dienen der Sicherstellung einer Angepasst an die unterschiedlichsten Ein- Im Einsatzlazarett beginnt die klinische
satzerfordernisse kann der Sanitätsdienst Akutversorgung (vergleichbar mit den Fach-
zeitgemäßen sanitätsdienstlichen Versorgung bei Einsätzen der
modulare Sanitätseinrichtungen schnell abteilungen eines Kreiskrankenhauses in
Streitkräfte. Sie sind mit den unterschiedlichsten Transportmitteln als Rettungsstation, Rettungszentrum und Deutschland). Das Einsatzlazarett nimmt
mobil verlegbar und jederzeit einsetzbar. Modernste medizintech- Einsatzlazarett in das Einsatzgebiet verlegen. die stationäre fachärztliche Versorgung des
nische Ausstattungen in den Containern und Zelten gewährleisten Patienten bis hin zu Operationen wahr.
Die Rettungsstation übernimmt als Teil der Bei langwierigen Erkrankungen oder schwie-
eine qualifizierte medizinische Versorgung. Rettungskette die allgemein- und notfall- rigen Eingriffen erfolgt eine Rückverlegung
medizinische Erstversorgung. Je nach Auftrag nach Deutschland.
und Ausstattung wird dann im Rettungs-
zentrum eine notfallchirurgische bzw. klini- Neben den aus Zelten und Containern
sche Akutversorgung sichergestellt. Neben bestehenden Systemen verfügt die
Operations- und Pflegebereichen können Bundeswehr auch über Luftlandesysteme
fachärztliche Untersuchungsstellen unter- für Rettungsstationen und Rettungszentren.
gebracht werden. Labor, Apotheke und
Notaufnahme vervollständigen die sanitäts-
dienstliche Versorgung. Die Systeme sind
mit modernen Geräten zur Diagnostik und
Behandlung von Patienten ausgestattet.

122 123
MODULARE
SANITÄTSEINRICHTUNGEN MASSGESCHNEIDERT FÜR DEN EINSATZ

Modulare Sanitätseinrichtungen dienen der Sicherstellung einer Angepasst an die unterschiedlichsten Ein- Im Einsatzlazarett beginnt die klinische
satzerfordernisse kann der Sanitätsdienst Akutversorgung (vergleichbar mit den Fach-
zeitgemäßen sanitätsdienstlichen Versorgung bei Einsätzen der
modulare Sanitätseinrichtungen schnell abteilungen eines Kreiskrankenhauses in
Streitkräfte. Sie sind mit den unterschiedlichsten Transportmitteln als Rettungsstation, Rettungszentrum und Deutschland). Das Einsatzlazarett nimmt
mobil verlegbar und jederzeit einsetzbar. Modernste medizintech- Einsatzlazarett in das Einsatzgebiet verlegen. die stationäre fachärztliche Versorgung des
nische Ausstattungen in den Containern und Zelten gewährleisten Patienten bis hin zu Operationen wahr.
Die Rettungsstation übernimmt als Teil der Bei langwierigen Erkrankungen oder schwie-
eine qualifizierte medizinische Versorgung. Rettungskette die allgemein- und notfall- rigen Eingriffen erfolgt eine Rückverlegung
medizinische Erstversorgung. Je nach Auftrag nach Deutschland.
und Ausstattung wird dann im Rettungs-
zentrum eine notfallchirurgische bzw. klini- Neben den aus Zelten und Containern
sche Akutversorgung sichergestellt. Neben bestehenden Systemen verfügt die
Operations- und Pflegebereichen können Bundeswehr auch über Luftlandesysteme
fachärztliche Untersuchungsstellen unter- für Rettungsstationen und Rettungszentren.
gebracht werden. Labor, Apotheke und
Notaufnahme vervollständigen die sanitäts-
dienstliche Versorgung. Die Systeme sind
mit modernen Geräten zur Diagnostik und
Behandlung von Patienten ausgestattet.

122 123
PATIENTENTRANSPORT- GESCHÜTZTE PATIENTENTRANSPORTFAHRZEUGE
FAHRZEUGE GTK BOXER BAT

Je nach Bedrohungslage werden unterschiedlich stark geschützte Basis für das schwere geschützte Sanitäts-
kraftfahrzeug ist das Fahrmodul des GTK
Sanitätsfahrzeuge eingesetzt. Dies umfasst beispielsweise den
Boxer, welches die sanitätsdienstliche
Schutz vor Minen, Sprengladungen und ABC-Kampfstoffen. Unterstützung der Truppe mit gleichem
Die moderne materielle Sanitätsausstattung der Fahrzeuge Schutzniveau und mit gleicher Mobilität
entspricht grundsätzlich der eines zivilen Rettungswagens. gewährleistet. Hauptaufgaben sind die
sanitätsdienstliche Erstversorgung sowie
der Primärtransport von Patienten zur
nächsten Sanitätseinrichtung.

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten
Länge 8,33 m
Breite 3,00 m
Höhe 3,36 m
Motorleistung 530 kW (720 PS)
Höchstgeschwindigkeit 80 km/h
Zulässiges Gesamtgewicht 35 t
Nutzlast 1,52 t
Transportraum 3 sitzende und 2 liegende
Patienten oder 7 sitzende Patienten oder
3 liegende Patienten

124 125
PATIENTENTRANSPORT- GESCHÜTZTE PATIENTENTRANSPORTFAHRZEUGE
FAHRZEUGE GTK BOXER BAT

Je nach Bedrohungslage werden unterschiedlich stark geschützte Basis für das schwere geschützte Sanitäts-
kraftfahrzeug ist das Fahrmodul des GTK
Sanitätsfahrzeuge eingesetzt. Dies umfasst beispielsweise den
Boxer, welches die sanitätsdienstliche
Schutz vor Minen, Sprengladungen und ABC-Kampfstoffen. Unterstützung der Truppe mit gleichem
Die moderne materielle Sanitätsausstattung der Fahrzeuge Schutzniveau und mit gleicher Mobilität
entspricht grundsätzlich der eines zivilen Rettungswagens. gewährleistet. Hauptaufgaben sind die
sanitätsdienstliche Erstversorgung sowie
der Primärtransport von Patienten zur
nächsten Sanitätseinrichtung.

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten
Länge 8,33 m
Breite 3,00 m
Höhe 3,36 m
Motorleistung 530 kW (720 PS)
Höchstgeschwindigkeit 80 km/h
Zulässiges Gesamtgewicht 35 t
Nutzlast 1,52 t
Transportraum 3 sitzende und 2 liegende
Patienten oder 7 sitzende Patienten oder
3 liegende Patienten

124 125
PATIENTENTRANSPORT- MEHRZWECK-RADFAHRZEUGE
FAHRZEUGE YAK BAT

Der yAK ist ein hochmobiles, geschütztes


Mehrzweck-Radfahrzeug. Er verfügt über
ein hohes Niveau bezüglich des Insassen-
schutzes. So gewährleistet das Fahrzeug
seiner Besatzung Schutz gegen ballistische
Bedrohung und besitzt einen integrierten
Schutz gegen die Blastwirkung von Minen.

Mit einem Gesamtgewicht von 13,5 Tonnen


wird der Lufttransport in den Flugzeugen
C-160 TRANSALL und C-130 HERKULES
ermöglicht. Im Sanitätsdienst der Bundes-
wehr wird der yAK derzeit in der Variante
Beweglicher Arzttrupp (BAT) eingesetzt.

Die im Mehrzweckaufbau integrierte


Sanitätsausstattung entspricht modernster
Medizintechnik. Der yAK kann auch in der
Variante Rettungstrupp (RettTrp) zum
Einsatz kommen.

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten
Länge 6,71 m
Breite 2,43 m
Höhe 2,92 m
Motorleistung 184 kW (245 PS)
Höchstgeschwindigkeit 106 km/h
Zulässiges Gesamtgewicht 13,5 t
Transportraum 1 liegender Patient und
2 sitzende Patienten

126 127
PATIENTENTRANSPORT- MEHRZWECK-RADFAHRZEUGE
FAHRZEUGE YAK BAT

Der yAK ist ein hochmobiles, geschütztes


Mehrzweck-Radfahrzeug. Er verfügt über
ein hohes Niveau bezüglich des Insassen-
schutzes. So gewährleistet das Fahrzeug
seiner Besatzung Schutz gegen ballistische
Bedrohung und besitzt einen integrierten
Schutz gegen die Blastwirkung von Minen.

Mit einem Gesamtgewicht von 13,5 Tonnen


wird der Lufttransport in den Flugzeugen
C-160 TRANSALL und C-130 HERKULES
ermöglicht. Im Sanitätsdienst der Bundes-
wehr wird der yAK derzeit in der Variante
Beweglicher Arzttrupp (BAT) eingesetzt.

Die im Mehrzweckaufbau integrierte


Sanitätsausstattung entspricht modernster
Medizintechnik. Der yAK kann auch in der
Variante Rettungstrupp (RettTrp) zum
Einsatz kommen.

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten
Länge 6,71 m
Breite 2,43 m
Höhe 2,92 m
Motorleistung 184 kW (245 PS)
Höchstgeschwindigkeit 106 km/h
Zulässiges Gesamtgewicht 13,5 t
Transportraum 1 liegender Patient und
2 sitzende Patienten

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PATIENTENTRANSPORT- BEWEGLICHER ARZTTRUPP BEWEGLICHER ARZTTRUPP
FAHRZEUGE FUCHS BAT FUCHS IED BAT

In der Konfiguration Beweglicher Arzt-


trupp wird der Transportpanzer FUCHS
im Sanitätsdienst auch zum geschützten
Patiententransport mit der Möglichkeit zur
notfallmedizinischen Behandlung eingesetzt.
Dabei können ein intensiv medizinisch zu
versorgender Patient oder alternativ zwei
leicht verletzte Patienten sanitätsdienstlich
versorgt und zur entsprechenden Weiter-
behandlung verbracht werden. Für die
medizinische Versorgung sind ein aus- Für den Einsatz in Krisengebieten wurde der
gebildeter Rettungsmediziner (Arzt) sowie Transportpanzer FUCHS als Sanitätsvariante
ein Rettungsassistent/Notfallsanitäter zusätzlich mit spezifischen Schutzvorricht-
verantwortlich. ungen ausgestattet. Dazu gehören unter
anderem zusätzlicher Minenschutz sowie
Die Ausstattung des Fahrzeugs in der Konfi- Schutz gegen die Blastwirkung von Impro-
guration BAT ist etwa vergleichbar mit der vised Explosive Devices (IED).
eines zivilen Notarztwagens und beinhaltet
unter anderem eine Vakuummatratze, einen Die Ausstattung in der Rollenkonfiguration
Defibrillator, einen Überwachungsmonitor als Beweglicher Arzttrupp erlaubt den
und ein automatisches Notfallbeatmungs- Transport eines intensiv medizinisch zu
system. Durch die extreme Geländetauglich- versorgenden Patienten zur entsprechenden
keit des Radpanzer ist auch ein Einsatz in Weiterbehandlung in einer Rettungsstation
schwierigem Gelände möglich. oder einem Rettungszentrum.

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten


Länge 6,83 m Länge 6,87 m
Breite 2,98 m Breite 3,09 m
Höhe 2,30 m Höhe 2,38 m
Motorleistung 184 kW (245 PS) Motorleistung 235 kW (320 PS)
Höchstgeschwindigkeit 106 km/h Höchstgeschwindigkeit 92 km/h
Zulässiges Gesamtgewicht 20,3 t Zulässiges Gesamtgewicht 23,5 t
Transportraum 2 liegende und Transportraum 1 liegender, intensiv
2 sitzende Patienten medizinisch zu versorgender Patient

128 129
PATIENTENTRANSPORT- BEWEGLICHER ARZTTRUPP BEWEGLICHER ARZTTRUPP
FAHRZEUGE FUCHS BAT FUCHS IED BAT

In der Konfiguration Beweglicher Arzt-


trupp wird der Transportpanzer FUCHS
im Sanitätsdienst auch zum geschützten
Patiententransport mit der Möglichkeit zur
notfallmedizinischen Behandlung eingesetzt.
Dabei können ein intensiv medizinisch zu
versorgender Patient oder alternativ zwei
leicht verletzte Patienten sanitätsdienstlich
versorgt und zur entsprechenden Weiter-
behandlung verbracht werden. Für die
medizinische Versorgung sind ein aus- Für den Einsatz in Krisengebieten wurde der
gebildeter Rettungsmediziner (Arzt) sowie Transportpanzer FUCHS als Sanitätsvariante
ein Rettungsassistent/Notfallsanitäter zusätzlich mit spezifischen Schutzvorricht-
verantwortlich. ungen ausgestattet. Dazu gehören unter
anderem zusätzlicher Minenschutz sowie
Die Ausstattung des Fahrzeugs in der Konfi- Schutz gegen die Blastwirkung von Impro-
guration BAT ist etwa vergleichbar mit der vised Explosive Devices (IED).
eines zivilen Notarztwagens und beinhaltet
unter anderem eine Vakuummatratze, einen Die Ausstattung in der Rollenkonfiguration
Defibrillator, einen Überwachungsmonitor als Beweglicher Arzttrupp erlaubt den
und ein automatisches Notfallbeatmungs- Transport eines intensiv medizinisch zu
system. Durch die extreme Geländetauglich- versorgenden Patienten zur entsprechenden
keit des Radpanzer ist auch ein Einsatz in Weiterbehandlung in einer Rettungsstation
schwierigem Gelände möglich. oder einem Rettungszentrum.

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten


Länge 6,83 m Länge 6,87 m
Breite 2,98 m Breite 3,09 m
Höhe 2,30 m Höhe 2,38 m
Motorleistung 184 kW (245 PS) Motorleistung 235 kW (320 PS)
Höchstgeschwindigkeit 106 km/h Höchstgeschwindigkeit 92 km/h
Zulässiges Gesamtgewicht 20,3 t Zulässiges Gesamtgewicht 23,5 t
Transportraum 2 liegende und Transportraum 1 liegender, intensiv
2 sitzende Patienten medizinisch zu versorgender Patient

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PATIENTENTRANSPORT- BEWEGLICHER ARTZTRUPP RETTUNGSTRUPP
FAHRZEUGE EAGLE IV BAT HÄGGLUND

Der vollklimatisierte bewegliche Arzttrupp Der BV 206 HÄGGLUND wird im Sanitäts-


EAGLE IV wird für den Patiententransport dienst als Fahrzeug für den die Gebirgs-
und die notfallmedizinische Erstversorgung und Fallschirmjägertruppe begleitenden
eingesetzt. Anders als bei einem zivilen Rettungstrupp eingesetzt und ist luftverlad-
Notarztwagen ist dieser gegen ballistische bar. Der HÄGGLUND ist ein Fahrzeug-
Bedrohungen, improvisierte Sprengmittel gespann, dessen Vorder- und Hinterwagen
und Minen geschützt. Die Ausstattung durch ein Knickgelenk verbunden ist. Eine
beinhaltet modernstes medizinisches Gerät, hydraulische Ansteuerung am Knickgelenk
mit dem eine Notfallversorgung auf hohem bewirkt die Lenkung des Fahrzeugs. Der
medizinischen Niveau sichergestellt werden Vorderwagen nimmt Motor und Getriebe
kann. auf. Alle vier Kettenstränge werden ange-
trieben.
Verantwortlich dafür ist ein dreiköpfiges
Team, dem auch ein Rettungsmediziner Das Fahrzeug überzeugt durch seine
(Arzt) und ein Rettungsassistent/Notfall- Schwimmfähigkeit und ausgeprägte Mobi-
sanitäter angehören. Nachdem die Patienten lität in besonders schwierigem Gelände und
entsprechend der medizinischen Dringlichkeit bei extremen klimatischen Bedingungen.
behandelt und stabilisiert wurden, erfolgt
der Abtransport zur Weiterbehandlung in Das Fahrzeug ist mit einer ABC-Schutz- und
eine sanitätsdienstliche Einrichtung. Klimaanlage in beiden Fahrzeughälften aus-
gestattet. Die integrierte Sanitätsausstattung
Der Innenraum bietet ausreichend Platz zur ermöglicht dem Sanitätspersonal die Sicher-
Versorgung eines intensiv medizinisch zu stellung der sanitätsdienstlichen Versorgung
betreuenden Patienten. Durch seine extreme mit dem Ziel des Erhaltes der Vitalfunktio-
Wendigkeit sowie seiner taktischen Beweg- nen und der Herstellung der Transportfähig-
lichkeit bietet er seinem Team die schnellst keit.
mögliche Verlegbarkeit.

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten
Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Länge 6,90 m
Länge 5,40 m Breite 2,00 m
Breite 2,27 m Höhe 2,00 m
Höhe 2,50 m Motorleistung 130 kW (177 PS)
Motorleistung 184 kW (245 PS) Höchstgeschwindigkeit Straße/Gelände
Höchstgeschwindigkeit 100 km/h (Strasse), 52 km/h, Wasser 4,7 km/h
55 km/h (Gelände) Zulässiges Gesamtgewicht 7,1 t
Zulässiges Gesamtgewicht 9,5 t Nutzlast bis zu 2,65 t
Transportraum 1 liegender, intensiv Transportraum 1 liegender Patient
medizinisch zu versorgender Patient oder 3 sitzende Patienten

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PATIENTENTRANSPORT- BEWEGLICHER ARTZTRUPP RETTUNGSTRUPP
FAHRZEUGE EAGLE IV BAT HÄGGLUND

Der vollklimatisierte bewegliche Arzttrupp Der BV 206 HÄGGLUND wird im Sanitäts-


EAGLE IV wird für den Patiententransport dienst als Fahrzeug für den die Gebirgs-
und die notfallmedizinische Erstversorgung und Fallschirmjägertruppe begleitenden
eingesetzt. Anders als bei einem zivilen Rettungstrupp eingesetzt und ist luftverlad-
Notarztwagen ist dieser gegen ballistische bar. Der HÄGGLUND ist ein Fahrzeug-
Bedrohungen, improvisierte Sprengmittel gespann, dessen Vorder- und Hinterwagen
und Minen geschützt. Die Ausstattung durch ein Knickgelenk verbunden ist. Eine
beinhaltet modernstes medizinisches Gerät, hydraulische Ansteuerung am Knickgelenk
mit dem eine Notfallversorgung auf hohem bewirkt die Lenkung des Fahrzeugs. Der
medizinischen Niveau sichergestellt werden Vorderwagen nimmt Motor und Getriebe
kann. auf. Alle vier Kettenstränge werden ange-
trieben.
Verantwortlich dafür ist ein dreiköpfiges
Team, dem auch ein Rettungsmediziner Das Fahrzeug überzeugt durch seine
(Arzt) und ein Rettungsassistent/Notfall- Schwimmfähigkeit und ausgeprägte Mobi-
sanitäter angehören. Nachdem die Patienten lität in besonders schwierigem Gelände und
entsprechend der medizinischen Dringlichkeit bei extremen klimatischen Bedingungen.
behandelt und stabilisiert wurden, erfolgt
der Abtransport zur Weiterbehandlung in Das Fahrzeug ist mit einer ABC-Schutz- und
eine sanitätsdienstliche Einrichtung. Klimaanlage in beiden Fahrzeughälften aus-
gestattet. Die integrierte Sanitätsausstattung
Der Innenraum bietet ausreichend Platz zur ermöglicht dem Sanitätspersonal die Sicher-
Versorgung eines intensiv medizinisch zu stellung der sanitätsdienstlichen Versorgung
betreuenden Patienten. Durch seine extreme mit dem Ziel des Erhaltes der Vitalfunktio-
Wendigkeit sowie seiner taktischen Beweg- nen und der Herstellung der Transportfähig-
lichkeit bietet er seinem Team die schnellst keit.
mögliche Verlegbarkeit.

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten
Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Länge 6,90 m
Länge 5,40 m Breite 2,00 m
Breite 2,27 m Höhe 2,00 m
Höhe 2,50 m Motorleistung 130 kW (177 PS)
Motorleistung 184 kW (245 PS) Höchstgeschwindigkeit Straße/Gelände
Höchstgeschwindigkeit 100 km/h (Strasse), 52 km/h, Wasser 4,7 km/h
55 km/h (Gelände) Zulässiges Gesamtgewicht 7,1 t
Zulässiges Gesamtgewicht 9,5 t Nutzlast bis zu 2,65 t
Transportraum 1 liegender, intensiv Transportraum 1 liegender Patient
medizinisch zu versorgender Patient oder 3 sitzende Patienten

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PATIENTENTRANSPORT- RETTUNGSTRUPP LASTKRAFTWAGEN
FAHRZEUGE WIESEL 2 KRANKENKRAFTWAGEN BAT

Der geländegängige Lastkraftwagen ist ein


ungeschütztes Fahrzeug, das im Sanitäts-
dienst überwiegend als Krankenkraftwagen
(KrKw) eingesetzt wird, um bis zu sechs
Patienten zu transportieren, die bereits
in einer Behandlungseinrichtung versorgt
wurden.

In der Variante Beweglicher Arzttrupp wird


der KrKw zur notfallmedizinischen Erst-
versorgung eingesetzt. Die Ausstattung
beinhaltet modernstes medizinisches Gerät,
mit dem eine Notfallversorgung auf hohem
Niveau sichergestellt werden kann.

Verantwortlich dafür ist ein dreiköpfiges


Team, dem auch ein Rettungsmediziner
(Arzt) und ein Rettungsassistent/Notfall-
sanitäter angehören. Nachdem die Patienten
behandelt und stabilisiert wurden, erfolgt
der Abtransport zur Weiterbehandlung in
eine sanitätsdienstliche Einrichtung. Dabei
können in der klimatisierten Konfiguration
des BAT maximal zwei liegende Patienten
versorgt werden.
Beim WIESEL 2 handelt es sich um ein leicht maximal ein liegender Patient und zwei
gepanzertes Führungs- und Transportfahr- sitzende Patienten sanitätsdienstlich versorgt
zeug. Der im Vergleich zum WIESEL 1 mit und befördert werden.
erhöhter Zuladekapazität und größerem Platz-
angebot ausgestattete WIESEL 2 kommt in Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten
verschiedenen Spezifikationen, unter anderem Länge 3,77 m Länge 5,73 m
als Fahrzeug zum Patiententransport, zum Breite 1,82 m Breite 2,34 m
Einsatz. Höhe 1,90 m Höhe 3,23 m
Motorleistung 81 kW (110 PS) Motorleistung 100 kW (136 PS)
Er kann im mittleren Transporthubschrauber Höchstgeschwindigkeit 70 km/h Höchstgeschwindigkeit 80 km/h
CH-53 transportiert werden und ist daher Zulässiges Gesamtgewicht 4,1 t Zulässiges Gesamtgewicht 4,1 t
als vielseitig einsetzbares Trägerfahrzeug für Nutzlast 1,5 t Nutzlast 1,5 t
die Luftlandetruppe besonders geeignet. In Transportraum 1 liegender Patient und Transportraum 4 liegende oder
der Variante Rettungstrupp (RettTrp) können 2 sitzende Patienten 6 sitzende Patienten

132 133
PATIENTENTRANSPORT- RETTUNGSTRUPP LASTKRAFTWAGEN
FAHRZEUGE WIESEL 2 KRANKENKRAFTWAGEN BAT

Der geländegängige Lastkraftwagen ist ein


ungeschütztes Fahrzeug, das im Sanitäts-
dienst überwiegend als Krankenkraftwagen
(KrKw) eingesetzt wird, um bis zu sechs
Patienten zu transportieren, die bereits
in einer Behandlungseinrichtung versorgt
wurden.

In der Variante Beweglicher Arzttrupp wird


der KrKw zur notfallmedizinischen Erst-
versorgung eingesetzt. Die Ausstattung
beinhaltet modernstes medizinisches Gerät,
mit dem eine Notfallversorgung auf hohem
Niveau sichergestellt werden kann.

Verantwortlich dafür ist ein dreiköpfiges


Team, dem auch ein Rettungsmediziner
(Arzt) und ein Rettungsassistent/Notfall-
sanitäter angehören. Nachdem die Patienten
behandelt und stabilisiert wurden, erfolgt
der Abtransport zur Weiterbehandlung in
eine sanitätsdienstliche Einrichtung. Dabei
können in der klimatisierten Konfiguration
des BAT maximal zwei liegende Patienten
versorgt werden.
Beim WIESEL 2 handelt es sich um ein leicht maximal ein liegender Patient und zwei
gepanzertes Führungs- und Transportfahr- sitzende Patienten sanitätsdienstlich versorgt
zeug. Der im Vergleich zum WIESEL 1 mit und befördert werden.
erhöhter Zuladekapazität und größerem Platz-
angebot ausgestattete WIESEL 2 kommt in Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten
verschiedenen Spezifikationen, unter anderem Länge 3,77 m Länge 5,73 m
als Fahrzeug zum Patiententransport, zum Breite 1,82 m Breite 2,34 m
Einsatz. Höhe 1,90 m Höhe 3,23 m
Motorleistung 81 kW (110 PS) Motorleistung 100 kW (136 PS)
Er kann im mittleren Transporthubschrauber Höchstgeschwindigkeit 70 km/h Höchstgeschwindigkeit 80 km/h
CH-53 transportiert werden und ist daher Zulässiges Gesamtgewicht 4,1 t Zulässiges Gesamtgewicht 4,1 t
als vielseitig einsetzbares Trägerfahrzeug für Nutzlast 1,5 t Nutzlast 1,5 t
die Luftlandetruppe besonders geeignet. In Transportraum 1 liegender Patient und Transportraum 4 liegende oder
der Variante Rettungstrupp (RettTrp) können 2 sitzende Patienten 6 sitzende Patienten

132 133
PATIENTENLUFTTRANSPORT FLIEGENDE INTENSIVSTATION
C-160 D TRANSALL UND AIRBUS A310 MRTT

Falls eine abschließende Versorgung im Einsatzgebiet nicht möglich ist, Das in dieser Form weltweit einmalige
erfolgt die Rückführung verwundeter oder erkrankter Soldatinnen und AirMedEvac-System der Bundeswehr ist ein
Lufttransportsystem für schwerstkranke und
Soldaten mit medizinisch hochmodern ausgerüsteten Luftfahrzeugen schwerstverletzte Soldatinnen und Soldaten.
der Luftwaffe oder des europäischen Lufttransportkommandos Auch bei zivilen Katastrophen kommt
(European Air Transport Command – EATC). Rettungshubschrauber AirMedEvac (Aeromedical Evacuation) auf
gehören zum sanitätsdienstlichen Einsatzkonzept. Soweit es die Lage Anforderung zum Einsatz.
erlaubt, wird durch diese Rettungsmittel qualifizierte notärztliche
Dabei werden die Langstreckenflugzeuge
Versorgung zum Patienten gebracht.
AIRBUS A310 MRTT sowie das Mittel-
streckenflugzeug C-160 TRANSALL mit ein-
gebautem MedEvac-Rüstsatz eingesetzt,
sodass ein Intensivtransport mit gleichen
Vorraussetzungen wie am Boden möglich
ist. Die Bundeswehrkrankenhäuser halten
mehrere intensiv medizinische Teams
bestehend aus Fachärzten und Fachkranken-
pfleger in Rufbereitschaft, um die AirMed
Evac-Systeme im Bedarfsfall personell zu
besetzen. Dazu kommt in Abhängigkeit von
der Anzahl und dem Gesundheitsszustand
der Patienten medizinisches Fachpersonal Im Laderaum der TRANSALL können bis
(Rettungsassistenten/Notfallsanitäter) aus zu drei intensiv behandlungspflichtige
dem gesamten Zentralen Sanitätsdienst der Patienten und bis zu acht weitere liegende
Bundeswehr (z.B. Regionale Sanitätsein- Patienten transportiert werden.
richtungen) sowie ggf. weiteres Fachpersonal
aus den Bundeswehrkrankenhäusern. Die medizinische Besatzung der TRANSALL
in der MedEvac-Konfiguration umfasst
Die Flugzeuge sind mit einer unterschied- bis zu zwölf Personen. Eine TRANSALL
lichen Anzahl von Patiententransportein- kann innerhalb weniger Stunden zum
heiten (PTE) ausgestattet, welche einen MedEvac-Einsatz umgerüstet werden. Die
Transport unter intensiv medizinischer medizinische Beatzung des AIRBUS A310
Überwachung und Therapie ermöglichen. in der MedEvac-Konfiguration umfasst bis
zu 25 Personen. Ein Luftfahrzeug dieser
Der AIRBUS A310 hat Kapazität für sechs Art steht ständig komplett eingerüstet auf
intensiv therapiepflichtige und zehn intensiv dem militärischen Teil des Flughafens Köln/
überwachungspflichtige Patienten sowie Bonn bereit.
für 28 weitere Patienten.

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PATIENTENLUFTTRANSPORT FLIEGENDE INTENSIVSTATION
C-160 D TRANSALL UND AIRBUS A310 MRTT

Falls eine abschließende Versorgung im Einsatzgebiet nicht möglich ist, Das in dieser Form weltweit einmalige
erfolgt die Rückführung verwundeter oder erkrankter Soldatinnen und AirMedEvac-System der Bundeswehr ist ein
Lufttransportsystem für schwerstkranke und
Soldaten mit medizinisch hochmodern ausgerüsteten Luftfahrzeugen schwerstverletzte Soldatinnen und Soldaten.
der Luftwaffe oder des europäischen Lufttransportkommandos Auch bei zivilen Katastrophen kommt
(European Air Transport Command – EATC). Rettungshubschrauber AirMedEvac (Aeromedical Evacuation) auf
gehören zum sanitätsdienstlichen Einsatzkonzept. Soweit es die Lage Anforderung zum Einsatz.
erlaubt, wird durch diese Rettungsmittel qualifizierte notärztliche
Dabei werden die Langstreckenflugzeuge
Versorgung zum Patienten gebracht.
AIRBUS A310 MRTT sowie das Mittel-
streckenflugzeug C-160 TRANSALL mit ein-
gebautem MedEvac-Rüstsatz eingesetzt,
sodass ein Intensivtransport mit gleichen
Vorraussetzungen wie am Boden möglich
ist. Die Bundeswehrkrankenhäuser halten
mehrere intensiv medizinische Teams
bestehend aus Fachärzten und Fachkranken-
pfleger in Rufbereitschaft, um die AirMed
Evac-Systeme im Bedarfsfall personell zu
besetzen. Dazu kommt in Abhängigkeit von
der Anzahl und dem Gesundheitsszustand
der Patienten medizinisches Fachpersonal Im Laderaum der TRANSALL können bis
(Rettungsassistenten/Notfallsanitäter) aus zu drei intensiv behandlungspflichtige
dem gesamten Zentralen Sanitätsdienst der Patienten und bis zu acht weitere liegende
Bundeswehr (z.B. Regionale Sanitätsein- Patienten transportiert werden.
richtungen) sowie ggf. weiteres Fachpersonal
aus den Bundeswehrkrankenhäusern. Die medizinische Besatzung der TRANSALL
in der MedEvac-Konfiguration umfasst
Die Flugzeuge sind mit einer unterschied- bis zu zwölf Personen. Eine TRANSALL
lichen Anzahl von Patiententransportein- kann innerhalb weniger Stunden zum
heiten (PTE) ausgestattet, welche einen MedEvac-Einsatz umgerüstet werden. Die
Transport unter intensiv medizinischer medizinische Beatzung des AIRBUS A310
Überwachung und Therapie ermöglichen. in der MedEvac-Konfiguration umfasst bis
zu 25 Personen. Ein Luftfahrzeug dieser
Der AIRBUS A310 hat Kapazität für sechs Art steht ständig komplett eingerüstet auf
intensiv therapiepflichtige und zehn intensiv dem militärischen Teil des Flughafens Köln/
überwachungspflichtige Patienten sowie Bonn bereit.
für 28 weitere Patienten.

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PATIENTENLUFTTRANSPORT MEHRZWECKHUBSCHRAUBER
NH90 FAM

Ausgestattet mit modernster Medizintechnik Beispielsweise seien hier Überwachungs-


bietet der NH90 FAM (Forward Aeromedical geräte, Sauerstoffversorgung, Absaugvor- Besatzung 4 Soldatinnen/Soldaten,
Evacuation) Platz für den Transport von zwei richtungen, Möglichkeiten zur Infusions- davon 1 Rettungsmediziner und
schwerverwundeten Patienten. Eine umfas- behandlung, Defibrillator und Geräte zur 1 Rettungsassistent/Notfallsanitäter
sende Ausstattung zur notfall-medizinischen Erhaltung der Körperwärme exemplarisch Flugstrecke bis 650 km
Erstversorgung von Patienten stehen dem aufgeführt. Neben dem rettungsmedizini- Flugbetriebsstoffverbrauch
Rettungsmediziner und seinem Rettungs- schen Rüstsatz verfügt der „Rettungshub- im Durchschnitt 550 l/h
assistenten/Notfallsanitäter zur Verfügung. schrauber“ über einen Arzneimittel- und Marschgeschwindigkeit bis 260 km/h
Medizinproduktevorrat sowie weiteres Einsatzdauer 4:35 Std.
medizinisches Gerät. Kampfbeladung Flugbetriebsstoff 1.975 l
Transportraum 2 liegende Patienten

Die Leistungsdaten sind abhängig von den


geophysikalischen Bedingungen.

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PATIENTENLUFTTRANSPORT MEHRZWECKHUBSCHRAUBER
NH90 FAM

Ausgestattet mit modernster Medizintechnik Beispielsweise seien hier Überwachungs-


bietet der NH90 FAM (Forward Aeromedical geräte, Sauerstoffversorgung, Absaugvor- Besatzung 4 Soldatinnen/Soldaten,
Evacuation) Platz für den Transport von zwei richtungen, Möglichkeiten zur Infusions- davon 1 Rettungsmediziner und
schwerverwundeten Patienten. Eine umfas- behandlung, Defibrillator und Geräte zur 1 Rettungsassistent/Notfallsanitäter
sende Ausstattung zur notfall-medizinischen Erhaltung der Körperwärme exemplarisch Flugstrecke bis 650 km
Erstversorgung von Patienten stehen dem aufgeführt. Neben dem rettungsmedizini- Flugbetriebsstoffverbrauch
Rettungsmediziner und seinem Rettungs- schen Rüstsatz verfügt der „Rettungshub- im Durchschnitt 550 l/h
assistenten/Notfallsanitäter zur Verfügung. schrauber“ über einen Arzneimittel- und Marschgeschwindigkeit bis 260 km/h
Medizinproduktevorrat sowie weiteres Einsatzdauer 4:35 Std.
medizinisches Gerät. Kampfbeladung Flugbetriebsstoff 1.975 l
Transportraum 2 liegende Patienten

Die Leistungsdaten sind abhängig von den


geophysikalischen Bedingungen.

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PATIENTENLUFTTRANSPORT SEARCH AND RESCUE-HUBSCHRAUBER
BELL UH-1D

Mit Search and Rescue (SAR – Suchen und


Retten) wird international ein meist staat-
licher Such- und Rettungsdienst für die
Bereiche Luft- und Seefahrt bezeichnet. Die
Aufgaben sind die Ortung von überfälligen,
vermissten oder im Extremfall abgestürzten
Luftfahrzeugen sowie die Rettung der
Besatzung und der Passagiere. Sofern SAR-
und Militäraufgaben dem nicht entgegen-
stehen und genügend Kapazitäten vorhanden
sind, kann auch im Rahmen der Amtshilfe Seit 1959 haben SAR-Kommandos der
bei Notfällen zu Lande und zu Wasser unter- Bundeswehr in über 250.000 Einsätzen
stützt werden. 190.000 Menschen gerettet.

Meist wird von den Betroffenen selbst oder Der SAR-Hubschrauber BELL UH-1D,
von den koordinierenden Stellen zunächst dessen Besatzung aus zwei Piloten und
die örtlich zuständige Rettungsleitstelle, einem Sanitätsfeldwebel Luftrettungsmeister
die Polizei oder die Feuerwehr informiert. besteht, ist eingerüstet mit einer Kranken-
Sofern die jeweilige Leitstelle Hilfe von SAR- trage und den notwendigen notfallmedi-
Einheiten benötigt, setzt sie sich mit der zinischen Ausrüstungsgegenständen sowie
zuständigen SAR-Leitstelle in Verbindung. mit einer Rettungswinde, um den Luft-
Die Alarmierung der SAR-Hubschrauber rettungsmeister ab- bzw. den Patienten in
erfolgt dann über die SAR-Leitstelle im den Hubschrauber hochzuwinschen.
nordrhein-westfälischen Münster für den
Festlandbereich bzw. über die SAR-Leitstelle
Glücksburg für die Gebiete über der Nord-
und Ostsee.
Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten
Länge 17,41 m
Höhe 4,48 m
Durchmesser des Hauptrotors 14,63 m
Durchmesser des Heckrotors 2,59 m
Leergewicht 2.140 kg
Innen- und Außenlast gesamt 1.050 kg
Maximales Startgewicht 4.310 kg
Reisegeschwindigkeit 160 km/h
Höchstgeschwindigkeit 220 km/h
Reichweite 507 km
Transportraum 1 liegender Patient

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PATIENTENLUFTTRANSPORT SEARCH AND RESCUE-HUBSCHRAUBER
BELL UH-1D

Mit Search and Rescue (SAR – Suchen und


Retten) wird international ein meist staat-
licher Such- und Rettungsdienst für die
Bereiche Luft- und Seefahrt bezeichnet. Die
Aufgaben sind die Ortung von überfälligen,
vermissten oder im Extremfall abgestürzten
Luftfahrzeugen sowie die Rettung der
Besatzung und der Passagiere. Sofern SAR-
und Militäraufgaben dem nicht entgegen-
stehen und genügend Kapazitäten vorhanden
sind, kann auch im Rahmen der Amtshilfe Seit 1959 haben SAR-Kommandos der
bei Notfällen zu Lande und zu Wasser unter- Bundeswehr in über 250.000 Einsätzen
stützt werden. 190.000 Menschen gerettet.

Meist wird von den Betroffenen selbst oder Der SAR-Hubschrauber BELL UH-1D,
von den koordinierenden Stellen zunächst dessen Besatzung aus zwei Piloten und
die örtlich zuständige Rettungsleitstelle, einem Sanitätsfeldwebel Luftrettungsmeister
die Polizei oder die Feuerwehr informiert. besteht, ist eingerüstet mit einer Kranken-
Sofern die jeweilige Leitstelle Hilfe von SAR- trage und den notwendigen notfallmedi-
Einheiten benötigt, setzt sie sich mit der zinischen Ausrüstungsgegenständen sowie
zuständigen SAR-Leitstelle in Verbindung. mit einer Rettungswinde, um den Luft-
Die Alarmierung der SAR-Hubschrauber rettungsmeister ab- bzw. den Patienten in
erfolgt dann über die SAR-Leitstelle im den Hubschrauber hochzuwinschen.
nordrhein-westfälischen Münster für den
Festlandbereich bzw. über die SAR-Leitstelle
Glücksburg für die Gebiete über der Nord-
und Ostsee.
Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten
Länge 17,41 m
Höhe 4,48 m
Durchmesser des Hauptrotors 14,63 m
Durchmesser des Heckrotors 2,59 m
Leergewicht 2.140 kg
Innen- und Außenlast gesamt 1.050 kg
Maximales Startgewicht 4.310 kg
Reisegeschwindigkeit 160 km/h
Höchstgeschwindigkeit 220 km/h
Reichweite 507 km
Transportraum 1 liegender Patient

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STREITKRÄFTEB ASIS
LOGISTIK
SPEZI ALPIONIERE
KRAFTFAHRWESEN
ABC-ABWEHRKRÄFTE
FELDJÄGERWESEN
PROTOKOLLARISCHER DIENST

Extrem vielfältig und umfassend gestalten sich der Auftrag und die
Aufgabe der Streitkräftebasis. Den Teilstreitkräften der Bundeswehr
die Möglichkeit zu geben, sich auf ihre Kernfähigkeiten zu konzen-
trieren, war einer der Gründungsgedanken der Streitkräftebasis.
Die Zusammenführung von querschnittlichen Aufgaben, die zuvor
teilweise redundant abgebildet waren, sollte die Bundeswehr moder-
ner, leistungsfähiger und effizienter machen. Heute ermöglicht die
Streitkräftebasis die Einsätze und Hilfeleistungen der Bundeswehr
im In- und Ausland; ihre militärischen und zivilen Angehörigen sind
darüber hinaus weltweit vor Ort im Einsatz.
Im Zuge der Rückbesinnung auf die Landes- und Bündnisverteidigung
wird Deutschland zukünftig vermehrt zur Transitzone für alliierte
und befreundete Truppen. Der im Rahmen der sogenannten
„Nationalen Territorialen Aufgaben“ wahrzunehmende „Host Nation
Support“ ist ein wichtiges Handlungsfeld, das an Bedeutung gewinnt
und schon heute eine wichtige Plattform für Kooperationen im
multinationalen Bereich mit alliierten Partnern und der Wirtschaft
bietet.

140 141
STREITKRÄFTEB ASIS
LOGISTIK
SPEZI ALPIONIERE
KRAFTFAHRWESEN
ABC-ABWEHRKRÄFTE
FELDJÄGERWESEN
PROTOKOLLARISCHER DIENST

Extrem vielfältig und umfassend gestalten sich der Auftrag und die
Aufgabe der Streitkräftebasis. Den Teilstreitkräften der Bundeswehr
die Möglichkeit zu geben, sich auf ihre Kernfähigkeiten zu konzen-
trieren, war einer der Gründungsgedanken der Streitkräftebasis.
Die Zusammenführung von querschnittlichen Aufgaben, die zuvor
teilweise redundant abgebildet waren, sollte die Bundeswehr moder-
ner, leistungsfähiger und effizienter machen. Heute ermöglicht die
Streitkräftebasis die Einsätze und Hilfeleistungen der Bundeswehr
im In- und Ausland; ihre militärischen und zivilen Angehörigen sind
darüber hinaus weltweit vor Ort im Einsatz.
Im Zuge der Rückbesinnung auf die Landes- und Bündnisverteidigung
wird Deutschland zukünftig vermehrt zur Transitzone für alliierte
und befreundete Truppen. Der im Rahmen der sogenannten
„Nationalen Territorialen Aufgaben“ wahrzunehmende „Host Nation
Support“ ist ein wichtiges Handlungsfeld, das an Bedeutung gewinnt
und schon heute eine wichtige Plattform für Kooperationen im
multinationalen Bereich mit alliierten Partnern und der Wirtschaft
bietet.

140 141
LOGISTIK BASISLOGISTIK

Der Volksmund und auch die Soldaten nennen es Nachschub.


Die Streitkräftebasis nennt es eine Herausforderung. Die Logistik
der Bundeswehr ist ein weites Themenfeld, das professionell und
zuverlässig bearbeitet werden muss.

So sind die Kräfte in der Heimat, insbesondere Eine ständige Verbesserung und Optimierung
aber die Frauen und Männer in den Einsätzen, ist oberstes Ziel, um den Kunden, den
von einer leistungsfähigen Logistik abhängig, Soldaten im Einsatz, zufrieden zu stellen.
um ihren Auftrag zu erfüllen. Die Spezialisten Die Soldaten der logistischen Verbände sind
der Streitkräftebasis decken den Bedarf der unter anderem Spediteure, Mechaniker,
Truppe: von der Dusche im Wohncontainer Kaufleute oder Lagerfachkräfte mit hoher
bis zum Kraftstoff im Kampfjet. fachlicher Qualifikation.

Sie sind dazu besonders ausgebildet, mit Die Streitkräftebasis ist bereits heute im
modernsten Mitteln und Gerät ausgerüstet. Verbund mit ihren (multi-)nationalen
Die Logistik der Bundeswehr unter der Partnern einer der führenden europäischen
Führung der Streitkräftebasis befindet sich Logistikdienstleister.
in einer dauerhaften Fortentwicklung.

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LOGISTIK BASISLOGISTIK

Der Volksmund und auch die Soldaten nennen es Nachschub.


Die Streitkräftebasis nennt es eine Herausforderung. Die Logistik
der Bundeswehr ist ein weites Themenfeld, das professionell und
zuverlässig bearbeitet werden muss.

So sind die Kräfte in der Heimat, insbesondere Eine ständige Verbesserung und Optimierung
aber die Frauen und Männer in den Einsätzen, ist oberstes Ziel, um den Kunden, den
von einer leistungsfähigen Logistik abhängig, Soldaten im Einsatz, zufrieden zu stellen.
um ihren Auftrag zu erfüllen. Die Spezialisten Die Soldaten der logistischen Verbände sind
der Streitkräftebasis decken den Bedarf der unter anderem Spediteure, Mechaniker,
Truppe: von der Dusche im Wohncontainer Kaufleute oder Lagerfachkräfte mit hoher
bis zum Kraftstoff im Kampfjet. fachlicher Qualifikation.

Sie sind dazu besonders ausgebildet, mit Die Streitkräftebasis ist bereits heute im
modernsten Mitteln und Gerät ausgerüstet. Verbund mit ihren (multi-)nationalen
Die Logistik der Bundeswehr unter der Partnern einer der führenden europäischen
Führung der Streitkräftebasis befindet sich Logistikdienstleister.
in einer dauerhaften Fortentwicklung.

142 143
LOGISTISCHE
TRANSPORTFAHRZEUGE
LOGISTIK SCHWERLASTT RANSPORTER

Die Schwerlasttransporter (SLT) gehören zu Das MAMMUT als modernste Variante ist
den militärischen Sonderfahrzeugen und hoch geländegängig, mit Klimaanlage und
kommen sowohl in der Basis- als auch der einer fernbedienbaren Waffenstation ausge-
Einsatzlogistik zum Einsatz. stattet. Je nach Lastfall kann die Sattelzug- SLT 50 ELEFANT SLT 56 FRANZISKA SLT 2 70 T MAMMUT
maschine mit den Sattelanhängern 30 t, Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten 2 Soldatinnen/Soldaten 2 Soldatinnen/Soldaten
Je nach Variante sind die SLT mit modularer 56 t oder 70 t verbunden werden und in Leergewicht 38 t 37 t 60 t
oder Fahrzeugschutzausstattung ausgerüstet der letzten Kombination den Kampfpanzer Länge 18,83 m 19,7 m 24 m
und in Abhängigkeit vom Sattelauflieger auch LEOPARD 2A7 transportieren. Breite 3,15 m 3,15 m 2,54 m
geländegängig. Ihre Aufgabe ist die Bergung, Höhe 3,30 m 2,81 m 4,16 m
der Abschub oder Transport von schweren Motorleistung 537 kW (730 PS) 386 kW (525 PS) 500 kW (680 PS)
Fahrzeugen, insbesondere gepanzerten Höchstgeschwindigkeit 62 km/h 62 km/h 89 km/h
Gefechtsfahrzeugen. Nutzlast 52 t 56 t 70 t
Bewaffnung MG3 MG3 Fernbedienbares leichtes
Waffensystem 100

144 145
LOGISTISCHE
TRANSPORTFAHRZEUGE
LOGISTIK SCHWERLASTT RANSPORTER

Die Schwerlasttransporter (SLT) gehören zu Das MAMMUT als modernste Variante ist
den militärischen Sonderfahrzeugen und hoch geländegängig, mit Klimaanlage und
kommen sowohl in der Basis- als auch der einer fernbedienbaren Waffenstation ausge-
Einsatzlogistik zum Einsatz. stattet. Je nach Lastfall kann die Sattelzug- SLT 50 ELEFANT SLT 56 FRANZISKA SLT 2 70 T MAMMUT
maschine mit den Sattelanhängern 30 t, Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten 2 Soldatinnen/Soldaten 2 Soldatinnen/Soldaten
Je nach Variante sind die SLT mit modularer 56 t oder 70 t verbunden werden und in Leergewicht 38 t 37 t 60 t
oder Fahrzeugschutzausstattung ausgerüstet der letzten Kombination den Kampfpanzer Länge 18,83 m 19,7 m 24 m
und in Abhängigkeit vom Sattelauflieger auch LEOPARD 2A7 transportieren. Breite 3,15 m 3,15 m 2,54 m
geländegängig. Ihre Aufgabe ist die Bergung, Höhe 3,30 m 2,81 m 4,16 m
der Abschub oder Transport von schweren Motorleistung 537 kW (730 PS) 386 kW (525 PS) 500 kW (680 PS)
Fahrzeugen, insbesondere gepanzerten Höchstgeschwindigkeit 62 km/h 62 km/h 89 km/h
Gefechtsfahrzeugen. Nutzlast 52 t 56 t 70 t
Bewaffnung MG3 MG3 Fernbedienbares leichtes
Waffensystem 100

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LOGISTISCHE LOGISTISCHE L OGISTISCHE
TRANSPORTFAHRZEUGE TRANSPORTFAHRZEUGE TRANSPORTFAHRZEUGE
SCHWERLASTT RANSPORTER SCHWERLASTTRANSPORTER SCHWERLASTTRANSPORTER
LOGISTIK SLT 50 ELEFANT SLT 56 FRANZISKA SLT 2 70 T MAMMUT

Besatzung 2 Mann
Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Leergewicht 60 t
Leergewicht 38 t Leergewicht 37 t Länge 24,00 m
Länge 18,83 m Länge 19,70 m Breite 2,54 m
Breite 3,15 m Breite 3,15 m Höhe 4,16 m
Höhe 3,30 m Höhe 2,81 m Motorleistung 500 kW (680 PS)
Motorleistung 537 kW (730 PS) Motorleistung 386 kW (525 PS) Höchstgeschwindigkeit 89 km/h
Höchstgeschwindigkeit 62 km/h Höchstgeschwindigkeit 62 km/h Nutzlast 70 t
Nutzlast 52 t Nutzlast 56 t Bewaffnung Fernbedienbares leichtes
Bewaffnung MG3 Bewaffnung MG3 Waffensystem 100

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LOGISTISCHE LOGISTISCHE L OGISTISCHE
TRANSPORTFAHRZEUGE TRANSPORTFAHRZEUGE TRANSPORTFAHRZEUGE
SCHWERLASTT RANSPORTER SCHWERLASTTRANSPORTER SCHWERLASTTRANSPORTER
LOGISTIK SLT 50 ELEFANT SLT 56 FRANZISKA SLT 2 70 T MAMMUT

Besatzung 2 Mann
Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Leergewicht 60 t
Leergewicht 38 t Leergewicht 37 t Länge 24,00 m
Länge 18,83 m Länge 19,70 m Breite 2,54 m
Breite 3,15 m Breite 3,15 m Höhe 4,16 m
Höhe 3,30 m Höhe 2,81 m Motorleistung 500 kW (680 PS)
Motorleistung 537 kW (730 PS) Motorleistung 386 kW (525 PS) Höchstgeschwindigkeit 89 km/h
Höchstgeschwindigkeit 62 km/h Höchstgeschwindigkeit 62 km/h Nutzlast 70 t
Nutzlast 52 t Nutzlast 56 t Bewaffnung Fernbedienbares leichtes
Bewaffnung MG3 Bewaffnung MG3 Waffensystem 100

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LOGISTISCHE
LOGISTISCHE TRANSPORTFAHRZEUGE LOGISTISCHE
TRANSPORTFAHRZEUGE HANDELSÜBLICHE TRANSPORTFAHRZEUGE
LOGISTIK STRASSENTANKWAGEN LASTKRAFTWAGEN LASTKRAFTWAGEN MULTI

Lastkraftwagen mit Zuladungskapazitäten von Das Transportsystem MULTI (Mechanisierte


zwei bis 15 Tonnen werden als Dienstleistung Umschlag-, Lager- und Transportintegration)
der BundeswehrFuhrparkService GmbH für mit Fahrzeugschutzausstattung ist für den
vielfältige Transportaufgaben im Bereich der Transport von Versorgungsgütern in schwe-
Logistik und anderer Aufgabenbereiche ein- rem Gelände vorgesehen. Der MULTI stellt
gesetzt. Diese Fahrzeuge ersetzen veraltete den Transport und zeitsparenden Umschlag
Lastkraftwagen. Ein Beispiel hierfür ist der im Einsatz sicher und ist das wesentliche
EUROCARGO von IVECO. Transportsystem der mobilen Logistik-
truppen der Streitkräftebasis.

Die Straßentankwagen (schwer 8 x 8) mit


Fahrzeugschutzausstattung bilden das
Rückgrat der Kraftstoffversorgung im Einsatz.
Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Besatzung bis 3 Soldatinnen/Soldaten Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten
Sie dienen dem Transport von Flug- und Gewicht 38 t Gewicht 14 t Gewicht 38,5 t
Bodenkraftstoff zwischen der Logistischen Länge 9,80 m Länge 7,97 m Länge 10,30 m
Basis im Einsatzgebiet und den Übergabe- Breite 2,55 m Breite 2,50 m Breite 2,55 m
punkten zur Einsatzlogistik sowie der Höhe 3,55 m Höhe 3,11 m Höhe 3,61 m
Befüllung von Tanklagern. Sie können im Motorleistung 316 kW (430 PS) Motorleistung 176 kW (240 PS) Motorleistung 324 kW (440 PS)
Bedarfsfall auch Rad- und Kettenfahrzeuge Tankvolumen 300 l Tankvolumen 200 l Tankvolumen 400 l
unmittelbar betanken. Fahrbereich 700 km Fahrbereich 850 km Fahrbereich 800 km
Höchstgeschwindigkeit 85 km/h Höchstgeschwindigkeit 90 km/h Höchstgeschwindigkeit 88 km/h
Nutzlast 14,8 t/18.000 l Nutzlast 5 t Nutzlast 16,5 t
Ausstattung Schutz gegen Waffenwirkung Ausstattung abhängig von Optionspaket Ausstattung Schutz gegen Waffenwirkung

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LOGISTISCHE
LOGISTISCHE TRANSPORTFAHRZEUGE LOGISTISCHE
TRANSPORTFAHRZEUGE HANDELSÜBLICHE TRANSPORTFAHRZEUGE
LOGISTIK STRASSENTANKWAGEN LASTKRAFTWAGEN LASTKRAFTWAGEN MULTI

Lastkraftwagen mit Zuladungskapazitäten von Das Transportsystem MULTI (Mechanisierte


zwei bis 15 Tonnen werden als Dienstleistung Umschlag-, Lager- und Transportintegration)
der BundeswehrFuhrparkService GmbH für mit Fahrzeugschutzausstattung ist für den
vielfältige Transportaufgaben im Bereich der Transport von Versorgungsgütern in schwe-
Logistik und anderer Aufgabenbereiche ein- rem Gelände vorgesehen. Der MULTI stellt
gesetzt. Diese Fahrzeuge ersetzen veraltete den Transport und zeitsparenden Umschlag
Lastkraftwagen. Ein Beispiel hierfür ist der im Einsatz sicher und ist das wesentliche
EUROCARGO von IVECO. Transportsystem der mobilen Logistik-
truppen der Streitkräftebasis.

Die Straßentankwagen (schwer 8 x 8) mit


Fahrzeugschutzausstattung bilden das
Rückgrat der Kraftstoffversorgung im Einsatz.
Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Besatzung bis 3 Soldatinnen/Soldaten Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten
Sie dienen dem Transport von Flug- und Gewicht 38 t Gewicht 14 t Gewicht 38,5 t
Bodenkraftstoff zwischen der Logistischen Länge 9,80 m Länge 7,97 m Länge 10,30 m
Basis im Einsatzgebiet und den Übergabe- Breite 2,55 m Breite 2,50 m Breite 2,55 m
punkten zur Einsatzlogistik sowie der Höhe 3,55 m Höhe 3,11 m Höhe 3,61 m
Befüllung von Tanklagern. Sie können im Motorleistung 316 kW (430 PS) Motorleistung 176 kW (240 PS) Motorleistung 324 kW (440 PS)
Bedarfsfall auch Rad- und Kettenfahrzeuge Tankvolumen 300 l Tankvolumen 200 l Tankvolumen 400 l
unmittelbar betanken. Fahrbereich 700 km Fahrbereich 850 km Fahrbereich 800 km
Höchstgeschwindigkeit 85 km/h Höchstgeschwindigkeit 90 km/h Höchstgeschwindigkeit 88 km/h
Nutzlast 14,8 t/18.000 l Nutzlast 5 t Nutzlast 16,5 t
Ausstattung Schutz gegen Waffenwirkung Ausstattung abhängig von Optionspaket Ausstattung Schutz gegen Waffenwirkung

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LOGISTISCHE LOGISTISCHE
TRANSPORTFAHRZEUGE TRANSPORTFAHRZEUGE BERGE- UND KRANFAHRZEUGE
GESCHÜTZTES TRANSPORTFAHR- GESCHÜTZTES TRANSPORTFAHR- SCHWERES, GESCHÜTZTES
ZEUG ZULADUNGSKLASSE 5 T ZEUG ZULADUNGSKLASSE 15 T BERGE- UND ABSCHLEPP-
LOGISTIK GTF ZLK 5T GTF ZLK 15T FAHRZEUG BISON

Kräfte im Einsatz müssen über Transport- Das schwere, geschützte Berge- und
fahrzeuge verfügen, die eine Vielzahl unter- Abschleppfahrzeug BISON ist ein gelände-
schiedlicher militärischer Forderungen der gängiges, geschütztes Fahrzeug mit
militärischen Organisationsbereiche erfüllen vier Achsen. Es dient zum Bergen und
können. Dazu dient bei Heer, Sanitätsdienst Abschleppen von im Einsatz liegen-
und der Streitkräftebasis das geschützte gebliebenen, schweren, geschützten
Transportfahrzeug der Zuladungsklasse (ZLK) Radfahrzeugen, wie zum Beispiel dem
15 t zur Durchführung von Transportaufgaben Transportpanzer FUCHS.
sowie als Trägerfahrzeug für Container und
Kabinen. Das Fahrzeug besitzt Schnittstellen Grundlage für die Beschaffung waren
zur Aufnahme von Führungsmitteln, Schutz- Erkenntnisse aus dem ISAF-Einsatz. Es
ausstattungen und einer RC-Waffenstation. wurde daher als marktverfügbares Gerät
mit dem Ziel beschafft, den Bedarf im
Einsatz schnellstmöglich zu decken.

Der ZETROS 5 t verfügt im Vergleich zu


den bisher von der Bundeswehr im Einsatz Besatzung 2-3 Soldatinnen/Soldaten
genutzten Transportfahrzeugen gleicher Gewicht 20 t
Tonnage über einen erheblich gesteigerten Länge 10,7 m
Schutz im Bereich der Ballistik sowie gegen Breite 2,55 m
Minen und Sprengfallen. Durch eine ABC- Höhe 3,67 m
Schutzbelüftungsanlage und die Möglichkeit Motorleistung 332 kW (451PS) Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten
zur Aufnahme einer fernbedienbaren Waffen- Besatzung 2-3 Soldatinnen/Soldaten Fahrbereich 800 km Gewicht 35 t
station wird der Schutz des Fahrzeuges und Gewicht 14,25 t (ohne Winde) Tankvolumen 400 l Länge 10,6 m
damit der Soldatinnen und Soldaten weiter Länge 8,8 m Höchstgeschwindigkeit 90 km/h Breite 2,82 m
erhöht. Breite 2,55 m Nutzlast 15 t Höhe 3,49 m
Höhe 3,78 m (mit FLW 100) Ausstattung Fernbedienbares leichtes Waffen- Motorleistung 395 kW (537PS)
Wattiefe 1,20 m system, Satellitentelefon, Navigationsgerät, Höchstgeschwindigkeit 90 km/h
Wendekreis 20,5 m Funkgeräte, IR-Scheinwerfer Nutzlast 8,3 – 10 t Abschleppleistung

150 151
LOGISTISCHE LOGISTISCHE
TRANSPORTFAHRZEUGE TRANSPORTFAHRZEUGE BERGE- UND KRANFAHRZEUGE
GESCHÜTZTES TRANSPORTFAHR- GESCHÜTZTES TRANSPORTFAHR- SCHWERES, GESCHÜTZTES
ZEUG ZULADUNGSKLASSE 5 T ZEUG ZULADUNGSKLASSE 15 T BERGE- UND ABSCHLEPP-
LOGISTIK GTF ZLK 5T GTF ZLK 15T FAHRZEUG BISON

Kräfte im Einsatz müssen über Transport- Das schwere, geschützte Berge- und
fahrzeuge verfügen, die eine Vielzahl unter- Abschleppfahrzeug BISON ist ein gelände-
schiedlicher militärischer Forderungen der gängiges, geschütztes Fahrzeug mit
militärischen Organisationsbereiche erfüllen vier Achsen. Es dient zum Bergen und
können. Dazu dient bei Heer, Sanitätsdienst Abschleppen von im Einsatz liegen-
und der Streitkräftebasis das geschützte gebliebenen, schweren, geschützten
Transportfahrzeug der Zuladungsklasse (ZLK) Radfahrzeugen, wie zum Beispiel dem
15 t zur Durchführung von Transportaufgaben Transportpanzer FUCHS.
sowie als Trägerfahrzeug für Container und
Kabinen. Das Fahrzeug besitzt Schnittstellen Grundlage für die Beschaffung waren
zur Aufnahme von Führungsmitteln, Schutz- Erkenntnisse aus dem ISAF-Einsatz. Es
ausstattungen und einer RC-Waffenstation. wurde daher als marktverfügbares Gerät
mit dem Ziel beschafft, den Bedarf im
Einsatz schnellstmöglich zu decken.

Der ZETROS 5 t verfügt im Vergleich zu


den bisher von der Bundeswehr im Einsatz Besatzung 2-3 Soldatinnen/Soldaten
genutzten Transportfahrzeugen gleicher Gewicht 20 t
Tonnage über einen erheblich gesteigerten Länge 10,7 m
Schutz im Bereich der Ballistik sowie gegen Breite 2,55 m
Minen und Sprengfallen. Durch eine ABC- Höhe 3,67 m
Schutzbelüftungsanlage und die Möglichkeit Motorleistung 332 kW (451PS) Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten
zur Aufnahme einer fernbedienbaren Waffen- Besatzung 2-3 Soldatinnen/Soldaten Fahrbereich 800 km Gewicht 35 t
station wird der Schutz des Fahrzeuges und Gewicht 14,25 t (ohne Winde) Tankvolumen 400 l Länge 10,6 m
damit der Soldatinnen und Soldaten weiter Länge 8,8 m Höchstgeschwindigkeit 90 km/h Breite 2,82 m
erhöht. Breite 2,55 m Nutzlast 15 t Höhe 3,49 m
Höhe 3,78 m (mit FLW 100) Ausstattung Fernbedienbares leichtes Waffen- Motorleistung 395 kW (537PS)
Wattiefe 1,20 m system, Satellitentelefon, Navigationsgerät, Höchstgeschwindigkeit 90 km/h
Wendekreis 20,5 m Funkgeräte, IR-Scheinwerfer Nutzlast 8,3 – 10 t Abschleppleistung

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BERGE- UND KRANFAHRZEUGE BERGE- UND KRANFAHRZEUGE
LOGISTIK FAHRZEUGKRAN 120T CONTAINERSTAPLER ORION V

Der FAHRZEUGKRAN 120 T wird beim Auf- Der weltweite Einsatz der Bundeswehr macht Durch die hydraulisch absenkbare Fahrer-
und Abbau von Feldlagern eingesetzt und die Nutzung von Containern unumgänglich. kabine kann der ORION V auf der Straße,
kann, ohne seinen Standort wechseln zu Der Containerstapler dient dem schnellen Schiene, im Schiff und im Flugzeug ohne
müssen, Container mit einem Gewicht bis zu Umschlag von 20 Fuß-Containern im Bereich weitere Demontage weltweit verlegt werden.
24 t auch aus der zweiten oder dritten Reihe der ortsfesten logistischen Einrichtungen
aufnehmen und absetzen. und an den Übergabepunkten innerhalb der Besatzung 1 Mann (Spreader mit drei Kameras zur
Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Logistischen Basis Einsatzgebiet. Der ORION V Rundumsicht ausgestattet)
Für den Einsatz im Kosovo wurden 1999 und Gewicht 60 t ist geländegängig und kann deshalb Container Leergewicht 55,3 t
2000 zwei handelsübliche Fahrzeugkrane Länge 14,55 m auch abseits von befestigten Wegen und Länge 8,51 m (ohne Spreader)
(FK 120 - 5) mit maximalen Hublasten von Breite 2,95 m Straßen umsetzen und diese bis zu drei Lagen Breite 3,13 m
120 t beschafft. Höhe 3,89 m in erster und bis zu zwei Lagen in zweiter Höhe 3,11 m (in Verladestellung 2,98 m)
Motorleistung 370 kW (503PS) Reihe stapeln. Aufwendiges Rangieren ent- Motorleistung 190 kW (258 PS)
Höchstgeschwindigkeit 80 km/h fällt, da die Aufnahmeeinrichtung (Spreader) Höchstgeschwindigkeit 24 km/h
Hublast bis zu 120 t um 360 Grad drehbar ist. Nutzlast 24 t

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BERGE- UND KRANFAHRZEUGE BERGE- UND KRANFAHRZEUGE
LOGISTIK FAHRZEUGKRAN 120T CONTAINERSTAPLER ORION V

Der FAHRZEUGKRAN 120 T wird beim Auf- Der weltweite Einsatz der Bundeswehr macht Durch die hydraulisch absenkbare Fahrer-
und Abbau von Feldlagern eingesetzt und die Nutzung von Containern unumgänglich. kabine kann der ORION V auf der Straße,
kann, ohne seinen Standort wechseln zu Der Containerstapler dient dem schnellen Schiene, im Schiff und im Flugzeug ohne
müssen, Container mit einem Gewicht bis zu Umschlag von 20 Fuß-Containern im Bereich weitere Demontage weltweit verlegt werden.
24 t auch aus der zweiten oder dritten Reihe der ortsfesten logistischen Einrichtungen
aufnehmen und absetzen. und an den Übergabepunkten innerhalb der Besatzung 1 Mann (Spreader mit drei Kameras zur
Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Logistischen Basis Einsatzgebiet. Der ORION V Rundumsicht ausgestattet)
Für den Einsatz im Kosovo wurden 1999 und Gewicht 60 t ist geländegängig und kann deshalb Container Leergewicht 55,3 t
2000 zwei handelsübliche Fahrzeugkrane Länge 14,55 m auch abseits von befestigten Wegen und Länge 8,51 m (ohne Spreader)
(FK 120 - 5) mit maximalen Hublasten von Breite 2,95 m Straßen umsetzen und diese bis zu drei Lagen Breite 3,13 m
120 t beschafft. Höhe 3,89 m in erster und bis zu zwei Lagen in zweiter Höhe 3,11 m (in Verladestellung 2,98 m)
Motorleistung 370 kW (503PS) Reihe stapeln. Aufwendiges Rangieren ent- Motorleistung 190 kW (258 PS)
Höchstgeschwindigkeit 80 km/h fällt, da die Aufnahmeeinrichtung (Spreader) Höchstgeschwindigkeit 24 km/h
Hublast bis zu 120 t um 360 Grad drehbar ist. Nutzlast 24 t

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SPEZI ALPIONIERE

Einer der vielfältigen Aufträge der Spezialpioniere ist die stationäre


Unterbringung von Kräften im Einsatz. Hierbei erkunden, planen,
bauen und betreiben sie in den Einsatzgebieten Feldlager für die
Unterbringung und Versorgung von Kontingenten, wenn die ent-
sprechende Infrastruktur eines Landes nicht vorhanden, oder in
nicht ausreichender Qualität zur Verfügung steht. Dazu gehört auch
das Bauen und Betreiben von Feldtanklagern und Pipelineanlagen.

Die Feldlagerbau- und Betriebszüge sind Ihr ZMZ-Stützpunkt verfügt über eine
derzeit in der Lage, die Unterbringung von Großgerätegruppe mit Pioniermaschinen
6.000 Soldaten für ein Jahr zu errichten, zu verschiedenster Art. Hierzu zählen
betreiben und zu versorgen. Sanitäts- und Erdarbeitsmaschinen, Schwenklader,
nutzerspezifische Anteile sind dabei nicht Mehrzweckraupen, Hydraulikbagger und
berücksichtigt. Kipper.

Die Spezialpioniere tragen ihr wertvolles


Potenzial auch zur Hilfeleistung bei Natur-
katastrophen und besonders schweren
Unglücksfällen im Rahmen der Zivil-
Militärischen Zusammenarbeit (ZMZ) bei.

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SPEZI ALPIONIERE

Einer der vielfältigen Aufträge der Spezialpioniere ist die stationäre


Unterbringung von Kräften im Einsatz. Hierbei erkunden, planen,
bauen und betreiben sie in den Einsatzgebieten Feldlager für die
Unterbringung und Versorgung von Kontingenten, wenn die ent-
sprechende Infrastruktur eines Landes nicht vorhanden, oder in
nicht ausreichender Qualität zur Verfügung steht. Dazu gehört auch
das Bauen und Betreiben von Feldtanklagern und Pipelineanlagen.

Die Feldlagerbau- und Betriebszüge sind Ihr ZMZ-Stützpunkt verfügt über eine
derzeit in der Lage, die Unterbringung von Großgerätegruppe mit Pioniermaschinen
6.000 Soldaten für ein Jahr zu errichten, zu verschiedenster Art. Hierzu zählen
betreiben und zu versorgen. Sanitäts- und Erdarbeitsmaschinen, Schwenklader,
nutzerspezifische Anteile sind dabei nicht Mehrzweckraupen, Hydraulikbagger und
berücksichtigt. Kipper.

Die Spezialpioniere tragen ihr wertvolles


Potenzial auch zur Hilfeleistung bei Natur-
katastrophen und besonders schweren
Unglücksfällen im Rahmen der Zivil-
Militärischen Zusammenarbeit (ZMZ) bei.

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HYDRAULIKBAGGER
SPEZIALPIONIERE FELDTANKLAGER 316 E CAT ZEPPELIN

Feldtanklager sind logistische Einrichtungen Die Dimension eines Feldtanklagers kann, Der Hydraulikbagger gehört zur modernen
für die Bevorratung von Kraftstoffen in ope- aufgrund der modularen Bauweise, variabel Baureihe von handelsüblichen Mobilbaggern
rativ relevanter Größenordnung. Im Rahmen gestaltet werden. Es werden Pipelinemodule und bietet mit seiner umfangreichen Aus-
der Kraftstoffversorgung werden durch zusammengestellt z.B. für die Einlagerung, stattung vielseitige Einsatzmöglichkeiten.
die Bundeswehr zentrale Fähigkeiten für Bevorratung, Qualitätssicherung oder Aus- Besatzung 1 Bediener
Lagerung, Distribution, Nachweis, Transport lagerung des Kraftstoffs. Er befähigt die Spezialpioniere auf Grund Leergewicht 17,06 t
und die Qualitätssicherung von Flug- und seiner Leistungsfähigkeit und flexiblen Länge 8,57 m (Transportlänge)
Bodenkraftstoff sichergestellt. Einsetzbarkeit, eine Vielzahl verschiedener Breite 2,59 m (Transportbreite)
Bautätigkeiten (Aushub, Aufschichten, Höhe 3,18 m (Transporthöhe)
Dabei unterstützen die Pipelinepionierkräfte Befüllen, Aufbrechen, Abriss) maschinell Motorleistung 89 kW (117 PS)
der mobilen Logistiktruppen der Streitkräfte- unterstützt und professionell in kurzer Zeit Höchstgeschwindigkeit 5,2 km/h (Schnellfahrstufe)
basis die Betriebsstoffversorgung von durchzuführen. Maximale Grabtiefe 6,09 m
Einsatzkräften durch das Einrichten und Maximale Ladehöhe 6,28 m
Betreiben von Feldtanklagern. Maximale Reichweite 8,78 m

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HYDRAULIKBAGGER
SPEZIALPIONIERE FELDTANKLAGER 316 E CAT ZEPPELIN

Feldtanklager sind logistische Einrichtungen Die Dimension eines Feldtanklagers kann, Der Hydraulikbagger gehört zur modernen
für die Bevorratung von Kraftstoffen in ope- aufgrund der modularen Bauweise, variabel Baureihe von handelsüblichen Mobilbaggern
rativ relevanter Größenordnung. Im Rahmen gestaltet werden. Es werden Pipelinemodule und bietet mit seiner umfangreichen Aus-
der Kraftstoffversorgung werden durch zusammengestellt z.B. für die Einlagerung, stattung vielseitige Einsatzmöglichkeiten.
die Bundeswehr zentrale Fähigkeiten für Bevorratung, Qualitätssicherung oder Aus- Besatzung 1 Bediener
Lagerung, Distribution, Nachweis, Transport lagerung des Kraftstoffs. Er befähigt die Spezialpioniere auf Grund Leergewicht 17,06 t
und die Qualitätssicherung von Flug- und seiner Leistungsfähigkeit und flexiblen Länge 8,57 m (Transportlänge)
Bodenkraftstoff sichergestellt. Einsetzbarkeit, eine Vielzahl verschiedener Breite 2,59 m (Transportbreite)
Bautätigkeiten (Aushub, Aufschichten, Höhe 3,18 m (Transporthöhe)
Dabei unterstützen die Pipelinepionierkräfte Befüllen, Aufbrechen, Abriss) maschinell Motorleistung 89 kW (117 PS)
der mobilen Logistiktruppen der Streitkräfte- unterstützt und professionell in kurzer Zeit Höchstgeschwindigkeit 5,2 km/h (Schnellfahrstufe)
basis die Betriebsstoffversorgung von durchzuführen. Maximale Grabtiefe 6,09 m
Einsatzkräften durch das Einrichten und Maximale Ladehöhe 6,28 m
Betreiben von Feldtanklagern. Maximale Reichweite 8,78 m

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LADERAUPE SCHWENKLADER
SPEZIALPIONIERE CAT 953 AHLMANN AS 150

Der Schwenklader gehört zu den individu- Verwendung Ausheben von Baugruben, Ziehen von
ellsten Baumaschinen der Spezialpioniere. Gräben, Abtragen von Mutterboden, Verladung von
Seine enorme Vielseitigkeit (Kipplader, Schüttgut, Verfahren von Lasten
Bagger, Stapler, Planiergerät, Zugmaschine, Besatzung 1 Bediener
Kran) und sein geringer Wenderadius von Leergewicht 10,92 t (Grundgerät mit
4,35 m ermöglichen, mit seiner umfangreichen Standardschaufel)
Ausstattung, vielseitige Einsatzmöglichkeiten. Länge 6,58 m (Transportlänge)
Breite 2,48 m (Transportbreite)
Er befähigt die Spezialpioniere auf Grund Höhe 3,10 m (Transporthöhe)
seiner einfachen Bedienung, hohen Leistungs- Motorleistung 100 kW (136 PS)
fähigkeit und flexiblen Einsetzbarkeit ver- Höchstgeschwindigkeit 20 km/h (Hauptstufe mit
schiedenste Aufträge professionell in kurzer Option 40 km/h) 12,5 km/h (Arbeitsstufe)
Zeit zu erfüllen. Steigfähigkeit 60%

Konfiguration Schwenklader
Die Laderaupe CAT 953 wird bei den Spezial- mit 1,50m3 Standardschaufel
pionieren eingesetzt. Sie dient zum Aus- Maximale Hubkraft 6.900 kN
heben von Tankbetten, Abtragen von Maximale Ausschütthöhe 1,91 m
Erdwänden, Räumen von natürlichen und Maximale Schürftiefe 1,1 m
künstlichen Hindernissen sowie zum Beladen Maximale Kipplast 6,0 t
von Transportfahrzeugen.
Besatzung 1 Bediener Konfiguration Stapler
Länge 6,12 m mit Stapeleinrichtung (Galbellänge 1,2m)
Breite 2,45 m Maximale Nutzlast 4,12 t
Höhe 3,15 m
Zulässiges Gesamtgewicht 15,2 t Konfiguration Bagger
Leistung 110 kW (150 PS) Maximale Grabtiefe 2,89 m
Tankinhalt 241 l Maximale Ladehöhe 4,95 m
Geschwindigkeit 9,2 km/h Maximale Reichweite 3,73 m

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LADERAUPE SCHWENKLADER
SPEZIALPIONIERE CAT 953 AHLMANN AS 150

Der Schwenklader gehört zu den individu- Verwendung Ausheben von Baugruben, Ziehen von
ellsten Baumaschinen der Spezialpioniere. Gräben, Abtragen von Mutterboden, Verladung von
Seine enorme Vielseitigkeit (Kipplader, Schüttgut, Verfahren von Lasten
Bagger, Stapler, Planiergerät, Zugmaschine, Besatzung 1 Bediener
Kran) und sein geringer Wenderadius von Leergewicht 10,92 t (Grundgerät mit
4,35 m ermöglichen, mit seiner umfangreichen Standardschaufel)
Ausstattung, vielseitige Einsatzmöglichkeiten. Länge 6,58 m (Transportlänge)
Breite 2,48 m (Transportbreite)
Er befähigt die Spezialpioniere auf Grund Höhe 3,10 m (Transporthöhe)
seiner einfachen Bedienung, hohen Leistungs- Motorleistung 100 kW (136 PS)
fähigkeit und flexiblen Einsetzbarkeit ver- Höchstgeschwindigkeit 20 km/h (Hauptstufe mit
schiedenste Aufträge professionell in kurzer Option 40 km/h) 12,5 km/h (Arbeitsstufe)
Zeit zu erfüllen. Steigfähigkeit 60%

Konfiguration Schwenklader
Die Laderaupe CAT 953 wird bei den Spezial- mit 1,50m3 Standardschaufel
pionieren eingesetzt. Sie dient zum Aus- Maximale Hubkraft 6.900 kN
heben von Tankbetten, Abtragen von Maximale Ausschütthöhe 1,91 m
Erdwänden, Räumen von natürlichen und Maximale Schürftiefe 1,1 m
künstlichen Hindernissen sowie zum Beladen Maximale Kipplast 6,0 t
von Transportfahrzeugen.
Besatzung 1 Bediener Konfiguration Stapler
Länge 6,12 m mit Stapeleinrichtung (Galbellänge 1,2m)
Breite 2,45 m Maximale Nutzlast 4,12 t
Höhe 3,15 m
Zulässiges Gesamtgewicht 15,2 t Konfiguration Bagger
Leistung 110 kW (150 PS) Maximale Grabtiefe 2,89 m
Tankinhalt 241 l Maximale Ladehöhe 4,95 m
Geschwindigkeit 9,2 km/h Maximale Reichweite 3,73 m

158 159
KRAFTFAHRWESEN

Der Aufgabenbereich Kraftfahrwesen der Bundeswehr dient als


zentraler Dienstleister des Ressorts der Sicherstellung einer
verkehrs- und betriebssicheren Nutzung von Dienstfahrzeugen
im In- und Ausland sowie im Einsatz. Dabei ist die Qualifizierung
von Kraftfahrerinnen und Kraftfahrern, kraftfahrzeugtechnischem
Fachpersonal und von Führungspersonal nur eine Facette des
umfangreichen Leistungsspektrums.

Mit der Erteilung und der Verlängerung von


Fahrerlaubnissen, der An- bzw. Abmeldung
von Kfz oder etwa der Festlegung von
Vorgaben für den Kraftfahrbetrieb, werden
behördliche Aufgaben wahrgenommen.

Die Zertifizierung, technische Begutachtung


und Überwachung von Dienstkraftfahrzeugen,
die Verantwortung für die Verkehrssicherheits-
arbeit der Bundeswehr wie auch das Qualitäts-
management Kraftfahrwesen ergänzen das
Portfolio des Kraftfahrwesens der Bundeswehr.

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KRAFTFAHRWESEN

Der Aufgabenbereich Kraftfahrwesen der Bundeswehr dient als


zentraler Dienstleister des Ressorts der Sicherstellung einer
verkehrs- und betriebssicheren Nutzung von Dienstfahrzeugen
im In- und Ausland sowie im Einsatz. Dabei ist die Qualifizierung
von Kraftfahrerinnen und Kraftfahrern, kraftfahrzeugtechnischem
Fachpersonal und von Führungspersonal nur eine Facette des
umfangreichen Leistungsspektrums.

Mit der Erteilung und der Verlängerung von


Fahrerlaubnissen, der An- bzw. Abmeldung
von Kfz oder etwa der Festlegung von
Vorgaben für den Kraftfahrbetrieb, werden
behördliche Aufgaben wahrgenommen.

Die Zertifizierung, technische Begutachtung


und Überwachung von Dienstkraftfahrzeugen,
die Verantwortung für die Verkehrssicherheits-
arbeit der Bundeswehr wie auch das Qualitäts-
management Kraftfahrwesen ergänzen das
Portfolio des Kraftfahrwesens der Bundeswehr.

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FAHRSIMULATOREN FAHRSIMULATOREN
KRAFTFAHRWESEN RAD/KETTE

Um einerseits Ressourcen und Umwelt zu Die simulatorgestützte Kraftfahrgrundaus- Die Simulatorkabine ist eine originalgetreue Derzeit besitzt die Kraftfahrausbildungs-
schonen und andererseits eine realitätsnahe, bildung erfolgt hierbei in zwei Abschnitten. Nachbildung des Fahrerplatzes, bei der sämt- organisation Simulatoren für die
einsatzorientierte praktische Ausbildung zu Der erste Teil der Ausbildung wird simula- liche Bedienelemente mit der entsprechenden Fahrzeugmuster LEOPARD 1, LEOPARD 2,
gewährleisten, greift die Kraftfahrausbildungs- torgestützt durchgeführt, der zweite Funktion hinterlegt und mit der entsprechen- PzH 2000, SPz PUMA, SPZ MARDER, M113,
organisation der Bundeswehr bereits seit Abschnitt wird auf Originalfahrzeugen im den Kraftfahrzeugnachbildung abgebildet GTK Boxer, DINGO 2 und TPz FUCHS.
1977 auf Fahrsimulatoren für Kettenfahrzeuge realen Straßenverkehr und im Gelände hinterlegt sind. Über ein mehrkanaliges PC-
zurück. Seit 2010 werden Fahrsimulatoren durchlaufen. Um die Fahrschüler bestmög- Sichtsystem werden die Sichtverhältnisse des
auch für die Ausbildung auf geschützten lich auf die erste Fahrt im Echtfahrzeug vor- Realfahrzeugs originalgetreu abgebildet.
Radfahrzeugen der Fahrerlaubnisklasse G zubereiten, werden die drei Komponenten
eingesetzt. der Ausbildungsausstattung Fahrsimulator Über das Bewegungssystem werden durch
I das digitale Ausbildungsgerät (DAG) eine geschickte Kombination von Neigung
I der Lehrsaalfahrerstand (LSF) und und kurzen horizontalen Bewegungen die
I der Fahrsimulator im Verbund eingesetzt. unterschiedlichen Fahrzustände annähernd
realistisch nachgebildet.

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FAHRSIMULATOREN FAHRSIMULATOREN
KRAFTFAHRWESEN RAD/KETTE

Um einerseits Ressourcen und Umwelt zu Die simulatorgestützte Kraftfahrgrundaus- Die Simulatorkabine ist eine originalgetreue Derzeit besitzt die Kraftfahrausbildungs-
schonen und andererseits eine realitätsnahe, bildung erfolgt hierbei in zwei Abschnitten. Nachbildung des Fahrerplatzes, bei der sämt- organisation Simulatoren für die
einsatzorientierte praktische Ausbildung zu Der erste Teil der Ausbildung wird simula- liche Bedienelemente mit der entsprechenden Fahrzeugmuster LEOPARD 1, LEOPARD 2,
gewährleisten, greift die Kraftfahrausbildungs- torgestützt durchgeführt, der zweite Funktion hinterlegt und mit der entsprechen- PzH 2000, SPz PUMA, SPZ MARDER, M113,
organisation der Bundeswehr bereits seit Abschnitt wird auf Originalfahrzeugen im den Kraftfahrzeugnachbildung abgebildet GTK Boxer, DINGO 2 und TPz FUCHS.
1977 auf Fahrsimulatoren für Kettenfahrzeuge realen Straßenverkehr und im Gelände hinterlegt sind. Über ein mehrkanaliges PC-
zurück. Seit 2010 werden Fahrsimulatoren durchlaufen. Um die Fahrschüler bestmög- Sichtsystem werden die Sichtverhältnisse des
auch für die Ausbildung auf geschützten lich auf die erste Fahrt im Echtfahrzeug vor- Realfahrzeugs originalgetreu abgebildet.
Radfahrzeugen der Fahrerlaubnisklasse G zubereiten, werden die drei Komponenten
eingesetzt. der Ausbildungsausstattung Fahrsimulator Über das Bewegungssystem werden durch
I das digitale Ausbildungsgerät (DAG) eine geschickte Kombination von Neigung
I der Lehrsaalfahrerstand (LSF) und und kurzen horizontalen Bewegungen die
I der Fahrsimulator im Verbund eingesetzt. unterschiedlichen Fahrzustände annähernd
realistisch nachgebildet.

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FAHRSCHULFAHRZEUG
KRAFTFAHRWESEN GTK BOXER

Mit dem Geschützten Transportkraftfahr-


zeug (GTK) BOxER wurde eine neue
Generation gepanzerter Transportfahrzeuge
mittlerer Gewichtsklasse entwickelt. Deren
besonderes Merkmal liegt in der Erfüllung
von Einzelforderungen auf zukunftsweisen-
dem Niveau und in der ausgewogenen
Abstimmung konkurrierender Anforderungen.

Der BOxER verfügt über einen permanenten


Allradantrieb und ein automatisches Getriebe
mit zuschaltbaren Differenzialsperren. Die
Reifen sind mit Notlaufelementen ausgestat-
tet, mit dem zentralen Reifenfüllsystem kann
der Reifendruck an die Beschaffenheit des
Geländes angepasst werden. Die beiden
vorderen Achsen sind lenkbar. Die Einzelrad-
aufhängung erlaubt sowohl schnelles Fahren
auf Straßen wie auch ein exzellentes Ver-
halten bei Geländefahrten. Neben dem
hohen Schutzniveau ist die Mobilität die
Stärke des Boxers.

Gewicht Grundfahrzeug 25,2 t


Zulässiges Gesamtgewicht 33 t
Länge 7,90 m
Breite 2,99 m
Höhe über 3 m als Fahrschulfahrzeug
Höchstgeschwindigkeit 80 km/h
Reichweite auf der Straße rund 1.000 km
Steigfähigkeit/Querneigung 60% / 30%
Kletterstufe/Wattiefe/Wendekreis 0,80 m /
1,50 m / < 20 m
Motorleistung 530 kW
Getriebe Vollautomatisches 7-Gang
Lastschaltgetriebe
Antrieb Permanenter Allradantrieb (8x8)

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FAHRSCHULFAHRZEUG
KRAFTFAHRWESEN GTK BOXER

Mit dem Geschützten Transportkraftfahr-


zeug (GTK) BOxER wurde eine neue
Generation gepanzerter Transportfahrzeuge
mittlerer Gewichtsklasse entwickelt. Deren
besonderes Merkmal liegt in der Erfüllung
von Einzelforderungen auf zukunftsweisen-
dem Niveau und in der ausgewogenen
Abstimmung konkurrierender Anforderungen.

Der BOxER verfügt über einen permanenten


Allradantrieb und ein automatisches Getriebe
mit zuschaltbaren Differenzialsperren. Die
Reifen sind mit Notlaufelementen ausgestat-
tet, mit dem zentralen Reifenfüllsystem kann
der Reifendruck an die Beschaffenheit des
Geländes angepasst werden. Die beiden
vorderen Achsen sind lenkbar. Die Einzelrad-
aufhängung erlaubt sowohl schnelles Fahren
auf Straßen wie auch ein exzellentes Ver-
halten bei Geländefahrten. Neben dem
hohen Schutzniveau ist die Mobilität die
Stärke des Boxers.

Gewicht Grundfahrzeug 25,2 t


Zulässiges Gesamtgewicht 33 t
Länge 7,90 m
Breite 2,99 m
Höhe über 3 m als Fahrschulfahrzeug
Höchstgeschwindigkeit 80 km/h
Reichweite auf der Straße rund 1.000 km
Steigfähigkeit/Querneigung 60% / 30%
Kletterstufe/Wattiefe/Wendekreis 0,80 m /
1,50 m / < 20 m
Motorleistung 530 kW
Getriebe Vollautomatisches 7-Gang
Lastschaltgetriebe
Antrieb Permanenter Allradantrieb (8x8)

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ABC-ABWEHRKRÄFTE

Aufgabe der ABC-Abwehr ist es, den Schutz der Streitkräfte


vor ABC-Kampfstoffen, -Gefahrstoffen und -Kampfmitteln im
gesamten Aufgabenspektrum sicherzustellen.

Das ABC-Abwehrkommando der Bundeswehr


verfügt mit der Schule ABC-Abwehr und
Gesetzliche Schutzaufgaben über eine zen-
trale, moderne Ausbildungseinrichtung für
die Streitkräfte. Die Verbände ABC-Abwehr-
bataillon 7 und ABC-Abwehrbataillon 750
stellen die Kräfte für alle Einsatzoptionen
und werden dabei durch die beiden nicht-
aktiven ABC-Abwehrbataillone 906 und 907
unterstützt.

166 167
ABC-ABWEHRKRÄFTE

Aufgabe der ABC-Abwehr ist es, den Schutz der Streitkräfte


vor ABC-Kampfstoffen, -Gefahrstoffen und -Kampfmitteln im
gesamten Aufgabenspektrum sicherzustellen.

Das ABC-Abwehrkommando der Bundeswehr


verfügt mit der Schule ABC-Abwehr und
Gesetzliche Schutzaufgaben über eine zen-
trale, moderne Ausbildungseinrichtung für
die Streitkräfte. Die Verbände ABC-Abwehr-
bataillon 7 und ABC-Abwehrbataillon 750
stellen die Kräfte für alle Einsatzoptionen
und werden dabei durch die beiden nicht-
aktiven ABC-Abwehrbataillone 906 und 907
unterstützt.

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LEICHTE AC-
SPÜRPANZER AUFKLÄRUNGSAUSSTATTUNG
ABC-ABWEHRKRÄFTE FUCHS TPZ 1 A8A7 ABC MUNGO AC-SPÜR

Darüber hinaus verfügt das System neben


Funkgeräten auch über eine Satellitenkom-
munikationsanlage und eine Waffenstation.

Besatzung 4 Soldatinnen/Soldaten
Gewicht 22,15 t
Nutzlast 1,35 t Die leichte A/C-Aufklärungsausstattung ist Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten
Zulässiges Gesamtgewicht 23,5 t ein in den Hubschrauber CH-53 luftverlad- Gewicht Luftverladegewicht 5 t
Länge 7,37 m bares Aufklärungsfahrzeug zur vorläufigen Nutzlast Gefechtsgewicht 5,8 t
Der Spürpanzer FUCHS dient der Durch- Breite 3,09 m Identifikation von A/C-Kampfstoffen und Lufttransport CH-53, CH-47, C-130, C-160,
führung der mobilen, großräumigen und Höhe Antenne abgespannt 3,90 m vergleichbaren Gefahrenpotenzialen. Sie ist A 400M möglich
geschützten A-/C-Einsatzaufklärung. Motor Diesel für den Einsatz im Verbund mit leichten, luft- Länge 4,68 m
Trägerfahrzeug ist der Transportpanzer Motorleistung 235 kW (320 PS) beweglichen Kräften vorgesehen. Das System Breite 2,29 m
FUCHS in der Variante TPz 1 A8A7 ABC. Reichweite 800 km beinhaltet eine hochmobile, geschützte Aus- Höhe 2,23 m
Höchstgeschwindigkeit 90 km/h stattung auf MUNGO-Basis und umfasst Motorleistung 107 kW (145 PS)
Das Fahrzeug verfügt über ein Führungs- Bewaffnung Waffenstation Fernbedienbares leichtes neben dem Trägerfahrzeug den Einbau- und Reichweite 500 km
und Informationssystem sowie einen spezi- Waffensystem 200 Gerätesatz mit Strahlenspürausstattung und Höchstgeschwindigkeit 90 km/h
fischen Rüstsatzrechner zur Steuerung ABC-Schutz ABC-Schutz- und Belüftungsanlage dem Mobilen Massenspektrometer sowie ABC-Schutz ABC-Schutz- und Belüftungsanlage
der Sensorik. Spezialgerät/Ausstattung Strahlenspürausstattung, die taktischen Funkgeräte HRM 7400 und Spezialgerät/Ausstattung Strahlenspürausstattung,
Mobiles Massenspektrometer SEM 90. Flammenphotometer, Sensorbox, Bordverständigungs-
anlage SOTAS

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LEICHTE AC-
SPÜRPANZER AUFKLÄRUNGSAUSSTATTUNG
ABC-ABWEHRKRÄFTE FUCHS TPZ 1 A8A7 ABC MUNGO AC-SPÜR

Darüber hinaus verfügt das System neben


Funkgeräten auch über eine Satellitenkom-
munikationsanlage und eine Waffenstation.

Besatzung 4 Soldatinnen/Soldaten
Gewicht 22,15 t
Nutzlast 1,35 t Die leichte A/C-Aufklärungsausstattung ist Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten
Zulässiges Gesamtgewicht 23,5 t ein in den Hubschrauber CH-53 luftverlad- Gewicht Luftverladegewicht 5 t
Länge 7,37 m bares Aufklärungsfahrzeug zur vorläufigen Nutzlast Gefechtsgewicht 5,8 t
Der Spürpanzer FUCHS dient der Durch- Breite 3,09 m Identifikation von A/C-Kampfstoffen und Lufttransport CH-53, CH-47, C-130, C-160,
führung der mobilen, großräumigen und Höhe Antenne abgespannt 3,90 m vergleichbaren Gefahrenpotenzialen. Sie ist A 400M möglich
geschützten A-/C-Einsatzaufklärung. Motor Diesel für den Einsatz im Verbund mit leichten, luft- Länge 4,68 m
Trägerfahrzeug ist der Transportpanzer Motorleistung 235 kW (320 PS) beweglichen Kräften vorgesehen. Das System Breite 2,29 m
FUCHS in der Variante TPz 1 A8A7 ABC. Reichweite 800 km beinhaltet eine hochmobile, geschützte Aus- Höhe 2,23 m
Höchstgeschwindigkeit 90 km/h stattung auf MUNGO-Basis und umfasst Motorleistung 107 kW (145 PS)
Das Fahrzeug verfügt über ein Führungs- Bewaffnung Waffenstation Fernbedienbares leichtes neben dem Trägerfahrzeug den Einbau- und Reichweite 500 km
und Informationssystem sowie einen spezi- Waffensystem 200 Gerätesatz mit Strahlenspürausstattung und Höchstgeschwindigkeit 90 km/h
fischen Rüstsatzrechner zur Steuerung ABC-Schutz ABC-Schutz- und Belüftungsanlage dem Mobilen Massenspektrometer sowie ABC-Schutz ABC-Schutz- und Belüftungsanlage
der Sensorik. Spezialgerät/Ausstattung Strahlenspürausstattung, die taktischen Funkgeräte HRM 7400 und Spezialgerät/Ausstattung Strahlenspürausstattung,
Mobiles Massenspektrometer SEM 90. Flammenphotometer, Sensorbox, Bordverständigungs-
anlage SOTAS

168 169
DEKONTAMINATIONS- DEKONTAMINATIONS-
AUSSTATTUNG PERSONEN AUSSTATTUNG
ABC-ABWEHRKRÄFTE HEP 90 PERS MEP VLB

Die Dekontaminationsausstattung
Materialentstrahlungs-, -entgiftungs- und
-entseuchungsplatz (MEP vlb) dient der Vor-
und Nachbehandlung bei der gründlichen
Dekontamination in einer Dekontaminations-
einrichtung im Zusammenwirken mit der
Dekontaminationsausstattung TEP 90.

Darüber hinaus ist der Einsatz zur gründlichen


BC-Dekontamination von Infrastruktur
(begrenzt auf Dekontamination von Straßen-
abschnitten, Anlagen und Flächen) und der
Einsatz zur Hauptbehandlung bei der ABC-
Dekontamination möglich.

Der HEP 90 Pers dient primär der Entfernung Sattelauflieger mit einem 30 Fuß-Container Trägerfahrzeug ist ein geschütztes Trans-
von strahlenden Restpartikeln und Schmutz (Dekontaminationsmodul) und einem portfahrzeug der Zulassungsklasse 15 t mit
von der Haut. Die hygienischen Maßnahmen 10 Fuß-Container (Technikmodul). oder ohne Ladekran oder ein handelsübliches Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten
(Duschen) und ggf. die Dekontamination Fahrzeug, sofern dieses über Twist-Lock- Personaleinsatz 4 Soldatinnen/Soldaten
erfolgen durch die Verwendung von Wasser Verbindungen der 20 Fuß-Norm verfügt. Kapazität Vor- und Nachbehandlung von 18
und Flüssigseife. Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Fahrzeugen in 3 Std. oder gründliche AB-
Kapazität 162 Personen in drei Stunden Dekontamination von 18 Fahrzeugen in 3 Std.
Mit einer Ausstattung können stündlich Aufbaufläche 20 m x 4 m Einsatzbereitschaft innerhalb 1 Stunde
bis zu 54 Personen duschen. Ihr Einsatz Einsatzbereitschaft innerhalb einer Stunde Durchhaltefähigkeit 3 Std. autarker Betrieb
ist witterungs-, tageszeit- und jahreszeit- Durchhaltefähigkeit 3 Std. autarker Betrieb hinsichtlich Betriebsstoff für Stromerzeuger
unabhängig möglich, da die Innenräume hinsichtlich Betriebsstoff für Stromerzeuger Spezialgerät/Ausstattung 3.000 Liter Wasser-
des Dekontaminations-Containers beheizt und Trinkwasservorrat vorrat, 1 Stromerzeuger 40 kVA, 1 Hochdruck-
und klimatisiert sind. Das System besteht Spezialgerät/Ausstattung Wasservorrat, reinigungsgerät HDS, 2 Hochdruckreinigungs-
aus einer Sattelzugmaschine und dem Kontaminationsmonitor geräte HD, 1 Dieselmotorpumpe

170 171
DEKONTAMINATIONS- DEKONTAMINATIONS-
AUSSTATTUNG PERSONEN AUSSTATTUNG
ABC-ABWEHRKRÄFTE HEP 90 PERS MEP VLB

Die Dekontaminationsausstattung
Materialentstrahlungs-, -entgiftungs- und
-entseuchungsplatz (MEP vlb) dient der Vor-
und Nachbehandlung bei der gründlichen
Dekontamination in einer Dekontaminations-
einrichtung im Zusammenwirken mit der
Dekontaminationsausstattung TEP 90.

Darüber hinaus ist der Einsatz zur gründlichen


BC-Dekontamination von Infrastruktur
(begrenzt auf Dekontamination von Straßen-
abschnitten, Anlagen und Flächen) und der
Einsatz zur Hauptbehandlung bei der ABC-
Dekontamination möglich.

Der HEP 90 Pers dient primär der Entfernung Sattelauflieger mit einem 30 Fuß-Container Trägerfahrzeug ist ein geschütztes Trans-
von strahlenden Restpartikeln und Schmutz (Dekontaminationsmodul) und einem portfahrzeug der Zulassungsklasse 15 t mit
von der Haut. Die hygienischen Maßnahmen 10 Fuß-Container (Technikmodul). oder ohne Ladekran oder ein handelsübliches Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten
(Duschen) und ggf. die Dekontamination Fahrzeug, sofern dieses über Twist-Lock- Personaleinsatz 4 Soldatinnen/Soldaten
erfolgen durch die Verwendung von Wasser Verbindungen der 20 Fuß-Norm verfügt. Kapazität Vor- und Nachbehandlung von 18
und Flüssigseife. Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Fahrzeugen in 3 Std. oder gründliche AB-
Kapazität 162 Personen in drei Stunden Dekontamination von 18 Fahrzeugen in 3 Std.
Mit einer Ausstattung können stündlich Aufbaufläche 20 m x 4 m Einsatzbereitschaft innerhalb 1 Stunde
bis zu 54 Personen duschen. Ihr Einsatz Einsatzbereitschaft innerhalb einer Stunde Durchhaltefähigkeit 3 Std. autarker Betrieb
ist witterungs-, tageszeit- und jahreszeit- Durchhaltefähigkeit 3 Std. autarker Betrieb hinsichtlich Betriebsstoff für Stromerzeuger
unabhängig möglich, da die Innenräume hinsichtlich Betriebsstoff für Stromerzeuger Spezialgerät/Ausstattung 3.000 Liter Wasser-
des Dekontaminations-Containers beheizt und Trinkwasservorrat vorrat, 1 Stromerzeuger 40 kVA, 1 Hochdruck-
und klimatisiert sind. Das System besteht Spezialgerät/Ausstattung Wasservorrat, reinigungsgerät HDS, 2 Hochdruckreinigungs-
aus einer Sattelzugmaschine und dem Kontaminationsmonitor geräte HD, 1 Dieselmotorpumpe

170 171
TRUPPENENTSTRAHLUNGS-,
ENTGIFTUNGS-, ENTSEUCHUNGSPLATZ
ABC-ABWEHRKRÄFTE TEP 90

Das Truppenentgiftungsplatz-90-Fahrzeug,
kurz TEP 90, ist das weltweit modernste und
leistungsfähigste Fahrzeug zur Entgiftung,
Entstrahlung, Entseuchung und Entwesung.

Es besteht aus zwei Komponenten: Das


Trägerfahrzeug ist ein 40-Tonnen Sattel-
schlepper. Das zweite Element bildet die
Dekontaminationsausstattung. Diese ist in
vier Modulen auf dem Fahrzeug verladen.

Modul eins dient der Dekontamination


von Fahrzeugen und Infrastruktur. Modul
zwei wird für die Dekontamination von
hochempfindlicher Ausrüstung und Gerät
eingesetzt. Im Modul drei werden Personen
dekontaminiert. Das vierte Modul ist das
sogenannte „Dekon-Shuttle“. Dies kann
für die Dekontamination von Innenräumen
eingesetzt werden.

Schnelle Vor- und Nachrüstzeiten oder


Ressourcenschonung durch Wasserein- Besatzung 4 Soldatinnen/Soldaten
sparung sind die Vorteile des technologisch Gewicht leer 22,8 t
hochwertigen Gerätes. Mit dem TEP 90 Nutzlast 15,4 t, zulässiges Gesamtgewicht 38 t
laufen viele Arbeitsschritte schneller und Militärische Lastenklasse Leermasse 24 t,
mit geringerem Personalansatz ab. Zusätz- zulässiges Gesamtgewicht 41 t
lich bietet das Fahrzeug Schutz gegen Länge 10,31 m
ballistische Bedrohungen, Minenschutz Breite 2,55 m
und seitliche Ansprengungen. Höhe 3,67 m
Motor Diesel
Motorleistung 331 kW (450 PS)
Betriebsvorrat Haupt-Zusatztank 400 l
Höchstgeschwindigkeit 90 km/h
Bewaffnung Waffenstation vorgesehen
ABC-Schutz ABC-Schutz- und Belüftungsanlage
Spezialgerät/Ausstattung „3 Module“ zur Erfüllung
von Dekontaminationsaufgaben im abgesetzten,
autarken Einsatz

172 173
TRUPPENENTSTRAHLUNGS-,
ENTGIFTUNGS-, ENTSEUCHUNGSPLATZ
ABC-ABWEHRKRÄFTE TEP 90

Das Truppenentgiftungsplatz-90-Fahrzeug,
kurz TEP 90, ist das weltweit modernste und
leistungsfähigste Fahrzeug zur Entgiftung,
Entstrahlung, Entseuchung und Entwesung.

Es besteht aus zwei Komponenten: Das


Trägerfahrzeug ist ein 40-Tonnen Sattel-
schlepper. Das zweite Element bildet die
Dekontaminationsausstattung. Diese ist in
vier Modulen auf dem Fahrzeug verladen.

Modul eins dient der Dekontamination


von Fahrzeugen und Infrastruktur. Modul
zwei wird für die Dekontamination von
hochempfindlicher Ausrüstung und Gerät
eingesetzt. Im Modul drei werden Personen
dekontaminiert. Das vierte Modul ist das
sogenannte „Dekon-Shuttle“. Dies kann
für die Dekontamination von Innenräumen
eingesetzt werden.

Schnelle Vor- und Nachrüstzeiten oder


Ressourcenschonung durch Wasserein- Besatzung 4 Soldatinnen/Soldaten
sparung sind die Vorteile des technologisch Gewicht leer 22,8 t
hochwertigen Gerätes. Mit dem TEP 90 Nutzlast 15,4 t, zulässiges Gesamtgewicht 38 t
laufen viele Arbeitsschritte schneller und Militärische Lastenklasse Leermasse 24 t,
mit geringerem Personalansatz ab. Zusätz- zulässiges Gesamtgewicht 41 t
lich bietet das Fahrzeug Schutz gegen Länge 10,31 m
ballistische Bedrohungen, Minenschutz Breite 2,55 m
und seitliche Ansprengungen. Höhe 3,67 m
Motor Diesel
Motorleistung 331 kW (450 PS)
Betriebsvorrat Haupt-Zusatztank 400 l
Höchstgeschwindigkeit 90 km/h
Bewaffnung Waffenstation vorgesehen
ABC-Schutz ABC-Schutz- und Belüftungsanlage
Spezialgerät/Ausstattung „3 Module“ zur Erfüllung
von Dekontaminationsaufgaben im abgesetzten,
autarken Einsatz

172 173
WASSERAUFBEREITUNGS-
ANLAGE FÜR
DEKONTAMINATIONSZWECKE
ABC-ABWEHRKRÄFTE WAA DEKON

Mit der Wasseraufbereitungsanlage für


Dekontaminationszwecke (WAA Dekon)
wird Wasser zu Dekontaminationszwecken
aufbereitet. Im Rahmen der beweglichen
Unterbringung erfolgt die Aufbereitung des Besatzung 4 Soldatinnen/Soldaten
3
Wassers nach der Trinkwasserverordnung Kapazität Aufbereitung von mindestens 6 m ABC-
für den persönlichen Bedarf. kontaminierten Oberflächenwasser in 1 Std. bzw.
3
mindestens 8 m nicht ABC-kontaminierten Ober-
In einem ersten Aufbereitungsschritt wird flächenwasser in 1 Std. Aufbereitung von Brack-/
ein Vorreinigungsmodul mit Vorfiltern Meerwasser mit bis zu 50.000 mg/l Salzgehalt
eingesetzt. Ein Umkehrosmosemodul Aufbaufläche 17 m x 11 m bzw. 26 m x 7 m
(RO-Modul) dient als zweiter Aufbereitungs- Einsatzbereitschaft in 2,5 Std.
schritt. Dieses Modul ist im Technikraum Durchhaltefähigkeit 6 Std. autarker Betrieb hinsicht-
des Containers Wasseraufbereitung unter- lich Betriebsstoff für Stromerzeuger und Chemikalien
gebracht. Kernstücke des RO-Moduls sind bzw. 20 Std./Tag bei externer Stromversorgung
sechs Hochdruckpumpen und fünf Mem- Spezialgerät/Ausstattung Vorreinigungsmodul mit
branblöcke mit je drei Membranen. zwei Vorfiltersystemen, Umkehrosmosemodul mit
sechs Hochdruckpumpen und fünf Membranblöcke
mit je drei Membranen, Stromerzeugeraggregat
200 kVA, Trinkwassertank 8 m3, Rohwasserpumpe,
speicherprogrammierbare Steuerung

174 175
WASSERAUFBEREITUNGS-
ANLAGE FÜR
DEKONTAMINATIONSZWECKE
ABC-ABWEHRKRÄFTE WAA DEKON

Mit der Wasseraufbereitungsanlage für


Dekontaminationszwecke (WAA Dekon)
wird Wasser zu Dekontaminationszwecken
aufbereitet. Im Rahmen der beweglichen
Unterbringung erfolgt die Aufbereitung des Besatzung 4 Soldatinnen/Soldaten
3
Wassers nach der Trinkwasserverordnung Kapazität Aufbereitung von mindestens 6 m ABC-
für den persönlichen Bedarf. kontaminierten Oberflächenwasser in 1 Std. bzw.
3
mindestens 8 m nicht ABC-kontaminierten Ober-
In einem ersten Aufbereitungsschritt wird flächenwasser in 1 Std. Aufbereitung von Brack-/
ein Vorreinigungsmodul mit Vorfiltern Meerwasser mit bis zu 50.000 mg/l Salzgehalt
eingesetzt. Ein Umkehrosmosemodul Aufbaufläche 17 m x 11 m bzw. 26 m x 7 m
(RO-Modul) dient als zweiter Aufbereitungs- Einsatzbereitschaft in 2,5 Std.
schritt. Dieses Modul ist im Technikraum Durchhaltefähigkeit 6 Std. autarker Betrieb hinsicht-
des Containers Wasseraufbereitung unter- lich Betriebsstoff für Stromerzeuger und Chemikalien
gebracht. Kernstücke des RO-Moduls sind bzw. 20 Std./Tag bei externer Stromversorgung
sechs Hochdruckpumpen und fünf Mem- Spezialgerät/Ausstattung Vorreinigungsmodul mit
branblöcke mit je drei Membranen. zwei Vorfiltersystemen, Umkehrosmosemodul mit
sechs Hochdruckpumpen und fünf Membranblöcke
mit je drei Membranen, Stromerzeugeraggregat
200 kVA, Trinkwassertank 8 m3, Rohwasserpumpe,
speicherprogrammierbare Steuerung

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EINSATZFAHRZEUG FELDJÄGERSTREIFENFAHRZEUG
FELDJÄGERWESEN YAK ENOK

Feldjägerkräfte unterstützen die Streitkräfte im Inland sowie in


allen ausländischen Einsatz- und Stationierungsgebieten durch die
Wahrnehmung militärpolizeilicher Aufgaben im gesamten
Aufgaben- und Intensitätsspektrum militärischer Anforderungen.
Feldjäger sind im Anwendungsbereich des NATO-Truppenstatuts
die Militärpolizei der Bundeswehr. Der Feldjägerdienst im Inland
wird flächendeckend und rund um die Uhr durch 30 im gesamten
Bundesgebiet tätige Feldjägerdienstkommandos geleistet.
Eines der wesentlichen Einsatzfahrzeuge für Das Feldjägerstreifenfahrzeug ENOK wird
die Feldjägerkräfte im Auslandseinsatz wird vorrangig für den Personenschutz und als
zukünftig das geschützte Führungs- und Einsatzkraftfahrzeug bei anderen mobilen
Funktionsfahrzeug vom Typ yAK sein. Aufträgen der Feldjägerkräfte zum Beispiel
im Militärischen Verkehrsdienst, Ordnungs-
Dieses Fahrzeug kann mit Wechselmodulen dienst und der Wahrnehmung von Sicher-
(zum Beispiel Wasserwerfer) für unterschied- heitsaufgaben eingesetzt.
liche Aufgaben des Feldjägerwesens der
Bundeswehr umgerüstet werden und verfügt Das Fahrzeug verfügt über einen guten Schutz
über eine unter Schutz bedienbare Waffen- gegen Waffenwirkung für die Insassen.
station.

Besatzung bis zu 5 Soldatinnen/Soldaten Besatzung 2 bis 4 Soldatinnen/Soldaten


Gewicht 13,5 t Gewicht 5,4 t
Nutzlast 1,2 t Nutzlast 1,0 t
Länge 7,07 m Länge 4,82 m
Breite 3,25 m Breite 1,90 m
Höhe 2,87 m Höhe 2,10 m
Motorleistung 184 kW (250 PS) Motorleistung 135 kw (184 PS)
Höchstgeschwindigkeit 100 km/h Höchstgeschwindigkeit 95 km/h
Bewaffnung unter Schutz bedienbare Granat- Ausstattung GPS-Navigation, permanenter
maschinenwaffe oder schweres Maschinengewehr Allradantrieb, Funk- und Außenbordsprech-
Ausstattung ABC-Schutzbelüftung, Sonder- anlage, Satellitentelefon, Klimaanlage, Sonder-
signalanlage signalanlage

176 177
EINSATZFAHRZEUG FELDJÄGERSTREIFENFAHRZEUG
FELDJÄGERWESEN YAK ENOK

Feldjägerkräfte unterstützen die Streitkräfte im Inland sowie in


allen ausländischen Einsatz- und Stationierungsgebieten durch die
Wahrnehmung militärpolizeilicher Aufgaben im gesamten
Aufgaben- und Intensitätsspektrum militärischer Anforderungen.
Feldjäger sind im Anwendungsbereich des NATO-Truppenstatuts
die Militärpolizei der Bundeswehr. Der Feldjägerdienst im Inland
wird flächendeckend und rund um die Uhr durch 30 im gesamten
Bundesgebiet tätige Feldjägerdienstkommandos geleistet.
Eines der wesentlichen Einsatzfahrzeuge für Das Feldjägerstreifenfahrzeug ENOK wird
die Feldjägerkräfte im Auslandseinsatz wird vorrangig für den Personenschutz und als
zukünftig das geschützte Führungs- und Einsatzkraftfahrzeug bei anderen mobilen
Funktionsfahrzeug vom Typ yAK sein. Aufträgen der Feldjägerkräfte zum Beispiel
im Militärischen Verkehrsdienst, Ordnungs-
Dieses Fahrzeug kann mit Wechselmodulen dienst und der Wahrnehmung von Sicher-
(zum Beispiel Wasserwerfer) für unterschied- heitsaufgaben eingesetzt.
liche Aufgaben des Feldjägerwesens der
Bundeswehr umgerüstet werden und verfügt Das Fahrzeug verfügt über einen guten Schutz
über eine unter Schutz bedienbare Waffen- gegen Waffenwirkung für die Insassen.
station.

Besatzung bis zu 5 Soldatinnen/Soldaten Besatzung 2 bis 4 Soldatinnen/Soldaten


Gewicht 13,5 t Gewicht 5,4 t
Nutzlast 1,2 t Nutzlast 1,0 t
Länge 7,07 m Länge 4,82 m
Breite 3,25 m Breite 1,90 m
Höhe 2,87 m Höhe 2,10 m
Motorleistung 184 kW (250 PS) Motorleistung 135 kw (184 PS)
Höchstgeschwindigkeit 100 km/h Höchstgeschwindigkeit 95 km/h
Bewaffnung unter Schutz bedienbare Granat- Ausstattung GPS-Navigation, permanenter
maschinenwaffe oder schweres Maschinengewehr Allradantrieb, Funk- und Außenbordsprech-
Ausstattung ABC-Schutzbelüftung, Sonder- anlage, Satellitentelefon, Klimaanlage, Sonder-
signalanlage signalanlage

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FELDJÄGERSTREIFENFAHRZEUG FELDJÄGERSTREIFENFAHRZEUG
FELDJÄGERWESEN GREENL INER G 300 CDI PATHFINDER R51 XE 2,5 DCI

Unter anderem verfügen diese Fahrzeuge


zukünftig über das Anhaltesignal „yelp“.
Bei dem Anhaltesignal ertönt neben der
spiegelverkehrten Leuchtschrift „Stop
Feldjäger“ oder „Stop MP“ und dem roten
Blitzlicht ein zuschaltbarer schriller Heul-
ton, der das vorausfahrende Fahrzeug zum
Der bei den Feldjägern nur kurz GREENLINER Ausrüstung und Bewaffnung. Hinsichtlich der Anhalten auffordert.
genannte Wolf-Nachfolger gehört neben dem feldjägerinternen Kommunikation sind beide
Nissan PATHFINDER zu den geländegängigen Fahrzeugmuster jeweils mit einem Kenwood-
Streifenfahrzeugen der Feldjäger. Sie verfügen Handfunkgerät mit Antennenanbindung aus- Antrieb V 6 Turbodiesel mit 2.987 cm³ Hubraum Antrieb 4 Zylinder Turbodiesel mit 2.488 cm³ Hubraum
über einen permanenten Allradantrieb und gestattet. Die Verbindung zur unterstützen- Leistung 135 kW (183 PS) bei 3.800 U/min Leistung 140 kW (190 PS) bei 3.500 U/min
zuschaltbare Differenzialsperren, welche ein den Truppe wird durch ein beziehungsweise Max. Drehmoment 400 Nm bei 1.600 - 2.800 U/min Max. Drehmoment 450 Nm bei 2000 U/min
Überwinden von schwierigem Gelände ermög- zwei Funkgeräte SEM 80/90 sichergestellt. Höchstgeschwindigkeit 160 km/h Höchstgeschwindigkeit 186 km/h
licht. Sie werden deshalb überwiegend zur Getriebe 5 Gang Automatik Getriebe 6 Gang Schaltgetriebe
Unterstützung der Truppe im Rahmen von Neben der feldjägertypischen Sondersignal- Zulässige Gesamtmasse 3.500 kg Zulässige Gesamtmasse 3.200 kg
Übungen auf Truppen- und Standortübungs- anlage verfügen diese Fahrzeuge zusätzlich Zuladung 600 - 680 kg Zuladung 600 - 680 kg
plätzen eingesetzt. Auch im Rahmen von über ein nach hinten gerichteten LED-Infor- Länge 4.366 - 4.525 mm Länge 4.366 - 4.525 mm
Auslandseinsätzen kommen diese Fahrzeuge mationssignalgeber, um dem nachfolgenden Breite 1.960 mm (mit Außenspiegel) Breite 1.960 mm (mit Außenspiegel)
zum Einsatz. Beide Muster bieten Platz für bis Verkehr mittels Leuchttext oder -zeichen Höhe 2.130 mm - 2.255 mm (mit Antennenfuß) Höhe 2.130 mm - 2.255 mm (mit Antennenfuß)
zu vier Soldaten mitsamt ihrer persönlichen Anweisungen geben zu können. Wattiefe 600 mm Wattiefe 500 mm

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FELDJÄGERSTREIFENFAHRZEUG FELDJÄGERSTREIFENFAHRZEUG
FELDJÄGERWESEN GREENL INER G 300 CDI PATHFINDER R51 XE 2,5 DCI

Unter anderem verfügen diese Fahrzeuge


zukünftig über das Anhaltesignal „yelp“.
Bei dem Anhaltesignal ertönt neben der
spiegelverkehrten Leuchtschrift „Stop
Feldjäger“ oder „Stop MP“ und dem roten
Blitzlicht ein zuschaltbarer schriller Heul-
ton, der das vorausfahrende Fahrzeug zum
Der bei den Feldjägern nur kurz GREENLINER Ausrüstung und Bewaffnung. Hinsichtlich der Anhalten auffordert.
genannte Wolf-Nachfolger gehört neben dem feldjägerinternen Kommunikation sind beide
Nissan PATHFINDER zu den geländegängigen Fahrzeugmuster jeweils mit einem Kenwood-
Streifenfahrzeugen der Feldjäger. Sie verfügen Handfunkgerät mit Antennenanbindung aus- Antrieb V 6 Turbodiesel mit 2.987 cm³ Hubraum Antrieb 4 Zylinder Turbodiesel mit 2.488 cm³ Hubraum
über einen permanenten Allradantrieb und gestattet. Die Verbindung zur unterstützen- Leistung 135 kW (183 PS) bei 3.800 U/min Leistung 140 kW (190 PS) bei 3.500 U/min
zuschaltbare Differenzialsperren, welche ein den Truppe wird durch ein beziehungsweise Max. Drehmoment 400 Nm bei 1.600 - 2.800 U/min Max. Drehmoment 450 Nm bei 2000 U/min
Überwinden von schwierigem Gelände ermög- zwei Funkgeräte SEM 80/90 sichergestellt. Höchstgeschwindigkeit 160 km/h Höchstgeschwindigkeit 186 km/h
licht. Sie werden deshalb überwiegend zur Getriebe 5 Gang Automatik Getriebe 6 Gang Schaltgetriebe
Unterstützung der Truppe im Rahmen von Neben der feldjägertypischen Sondersignal- Zulässige Gesamtmasse 3.500 kg Zulässige Gesamtmasse 3.200 kg
Übungen auf Truppen- und Standortübungs- anlage verfügen diese Fahrzeuge zusätzlich Zuladung 600 - 680 kg Zuladung 600 - 680 kg
plätzen eingesetzt. Auch im Rahmen von über ein nach hinten gerichteten LED-Infor- Länge 4.366 - 4.525 mm Länge 4.366 - 4.525 mm
Auslandseinsätzen kommen diese Fahrzeuge mationssignalgeber, um dem nachfolgenden Breite 1.960 mm (mit Außenspiegel) Breite 1.960 mm (mit Außenspiegel)
zum Einsatz. Beide Muster bieten Platz für bis Verkehr mittels Leuchttext oder -zeichen Höhe 2.130 mm - 2.255 mm (mit Antennenfuß) Höhe 2.130 mm - 2.255 mm (mit Antennenfuß)
zu vier Soldaten mitsamt ihrer persönlichen Anweisungen geben zu können. Wattiefe 600 mm Wattiefe 500 mm

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FELDJÄGERWESEN BMW R 1200 RT BMW G 650 GS

Die BMW G 650 GS ist das geländegängige


Motorrad der Bundeswehr. Die Feldjäger
fahren mit dem „Krad“ unter anderem auf den
unebenen Truppenübungsplätzen Streife.
Zudem werden damit Erkundungs-, Melde-
und Aufklärungsaufträge durchgeführt, auch
abseits befestigter Straßen und Wege. Die
Fahrschulausbildung findet ebenfalls auf
diesem Motorrad statt.

Die G 650 GS ist robust, kraftvoll und dennoch


mit 192 kg (vollgetankt) extrem leicht. Sie ist
mit einem flüssigkeitsgekühlten Einzylinder
Viertaktmotor ausgestattet. Dieser wird bei
Fahrten im Gelände durch eine Abdeckung
Die BMW R 1200 RT wird bei der Bundeswehr Die Ausstattung umfasst unter anderem eine geschützt. Zusätzlich ist die Maschine mit ABS
in der Feldjägertruppe im Rahmen des proto- elektronisch verstellbare Windschutzscheibe, und Handprotektoren für zusätzliche Sicher-
kollarischen Dienstes eingesetzt, z.B. beim ABS, ein Funkgerät sowie drei Blaulichter und heit und Schutz ausgestattet.
Empfang hochrangiger Gäste. Sie gehört welt- zwei Einsatzhörner. Zusätzlich sind zwei Koffer
weit zu den beliebtesten Polizeimotorrädern. für den Transport von Ausrüstung angebracht.
Die Soldaten schätzen die Maschine wegen
ihrer guten Fahreigenschaften und ihrer Besatzung 1 Mann Besatzung 1 Bediener
Wendigkeit. Leergewicht 229 kg Leergewicht fahrfertig 192 kg
Länge 2,22 m Länge 2,17 m
Breite 0,99 m Breite 0,92 m
Höhe 1,42 m Höhe 1,31 m
Motorleistung 81 kW (110 PS) Motorleistung 35 kW (48 PS)
Höchstgeschwindigkeit 225 km/h Höchstgeschwindigkeit 170 km/h
Zulässiges Gesamtgewicht 495 kg Zulässiges Gesamtgewicht 380 kg

180 181
FELDJÄGERWESEN BMW R 1200 RT BMW G 650 GS

Die BMW G 650 GS ist das geländegängige


Motorrad der Bundeswehr. Die Feldjäger
fahren mit dem „Krad“ unter anderem auf den
unebenen Truppenübungsplätzen Streife.
Zudem werden damit Erkundungs-, Melde-
und Aufklärungsaufträge durchgeführt, auch
abseits befestigter Straßen und Wege. Die
Fahrschulausbildung findet ebenfalls auf
diesem Motorrad statt.

Die G 650 GS ist robust, kraftvoll und dennoch


mit 192 kg (vollgetankt) extrem leicht. Sie ist
mit einem flüssigkeitsgekühlten Einzylinder
Viertaktmotor ausgestattet. Dieser wird bei
Fahrten im Gelände durch eine Abdeckung
Die BMW R 1200 RT wird bei der Bundeswehr Die Ausstattung umfasst unter anderem eine geschützt. Zusätzlich ist die Maschine mit ABS
in der Feldjägertruppe im Rahmen des proto- elektronisch verstellbare Windschutzscheibe, und Handprotektoren für zusätzliche Sicher-
kollarischen Dienstes eingesetzt, z.B. beim ABS, ein Funkgerät sowie drei Blaulichter und heit und Schutz ausgestattet.
Empfang hochrangiger Gäste. Sie gehört welt- zwei Einsatzhörner. Zusätzlich sind zwei Koffer
weit zu den beliebtesten Polizeimotorrädern. für den Transport von Ausrüstung angebracht.
Die Soldaten schätzen die Maschine wegen
ihrer guten Fahreigenschaften und ihrer Besatzung 1 Mann Besatzung 1 Bediener
Wendigkeit. Leergewicht 229 kg Leergewicht fahrfertig 192 kg
Länge 2,22 m Länge 2,17 m
Breite 0,99 m Breite 0,92 m
Höhe 1,42 m Höhe 1,31 m
Motorleistung 81 kW (110 PS) Motorleistung 35 kW (48 PS)
Höchstgeschwindigkeit 225 km/h Höchstgeschwindigkeit 170 km/h
Zulässiges Gesamtgewicht 495 kg Zulässiges Gesamtgewicht 380 kg

180 181
PROTOKOLLARISCHER DIENST

Das Wachbataillon des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg)


repräsentiert die Bundesrepublik Deutschland bei offiziellen Besuchen
von Staatsgästen. Durch den protokollarischen Ehrendienst begrüßt
es Staatsgäste aus der ganzen Welt. Im Verteidigungsfall hat das Wach-
bataillon BMVg den Auftrag, den Sitz der Bundesregierung zu schützen.
Deshalb erhalten die Soldatinnen und Soldaten eine umfassende
infanteristische Ausbildung, die sie auch auf mögliche Auslandseinsätze
der Bundeswehr vorbereitet.

Für den Protokollarischen Dienst werden


die FELDHAUBITZE 105 mm und der
KARABINER 98 eingesetzt.

182 183
PROTOKOLLARISCHER DIENST

Das Wachbataillon des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg)


repräsentiert die Bundesrepublik Deutschland bei offiziellen Besuchen
von Staatsgästen. Durch den protokollarischen Ehrendienst begrüßt
es Staatsgäste aus der ganzen Welt. Im Verteidigungsfall hat das Wach-
bataillon BMVg den Auftrag, den Sitz der Bundesregierung zu schützen.
Deshalb erhalten die Soldatinnen und Soldaten eine umfassende
infanteristische Ausbildung, die sie auch auf mögliche Auslandseinsätze
der Bundeswehr vorbereitet.

Für den Protokollarischen Dienst werden


die FELDHAUBITZE 105 mm und der
KARABINER 98 eingesetzt.

182 183
PROTOKOLLARISCHER DIENST FELDHAUBITZE 105 MM KARABINER 98 (K98K)

Der KARABINER 98 (K98k) ist eine


geschlossene Einzelfeuerwaffe, welche im
Wachbataillon beim Bundesministerium
der Verteidigung (WachBtl BMVg) im
protokollarischen Ehrendienst als
Repräsentationswaffe eingesetzt wird.

Die FELDHAUBITZE 105 mm wurde ab 1956 in im Wachbataillon beim Bundesministerium Es ist eine Weiterentwicklung des 1898
den Feldartilleriebataillonen der Bundeswehr der Verteidigung beim protokollarischen in die preußische Armee eingeführten
eingeführt. Das Geschütz basiert auf dem Ehrendienst genutzt. Dabei wird der Staats- Gewehrs 98, mit dem die deutsche Armee
105 mm HOWITZER M101 der US-Army, gast meistens auf dem militärischen Teil des ab 1934 ausgestattet wurde. Während der
dessen Ursprung bis 1919 zurückreicht. Das Flughafen Berlin-Tegel mit 21 Salutschüssen Ausstattung und bis zum Ende des Zweiten
Geschütz wird in der Bundeswehr nur noch empfangen. Weltkriegs wurde die Waffe ständig weiter
verändert und in vielen Staaten der Erde in
Lizenz produziert. Der K98k wird im WachBtl
Kaliber 7,9 mm (ursprünglich) BMVg nur mit Manövermunition (Salut)
Anzahl der Patronen im Magazin 5 geschossen.
Kaliber 105 mm Kampfentfernung gegen Erdziele 400 m
Gewicht (marschfertig) 2500 kg Visierstellbereich V-Kimme 100 – 2000 m
Feuergeschwindigkeit (1/min) zirka 6 Länge der Waffe 1.110 mm
Munition Manövermunition für den Salut Gewicht der Waffe 3,9 kg

184 185
PROTOKOLLARISCHER DIENST FELDHAUBITZE 105 MM KARABINER 98 (K98K)

Der KARABINER 98 (K98k) ist eine


geschlossene Einzelfeuerwaffe, welche im
Wachbataillon beim Bundesministerium
der Verteidigung (WachBtl BMVg) im
protokollarischen Ehrendienst als
Repräsentationswaffe eingesetzt wird.

Die FELDHAUBITZE 105 mm wurde ab 1956 in im Wachbataillon beim Bundesministerium Es ist eine Weiterentwicklung des 1898
den Feldartilleriebataillonen der Bundeswehr der Verteidigung beim protokollarischen in die preußische Armee eingeführten
eingeführt. Das Geschütz basiert auf dem Ehrendienst genutzt. Dabei wird der Staats- Gewehrs 98, mit dem die deutsche Armee
105 mm HOWITZER M101 der US-Army, gast meistens auf dem militärischen Teil des ab 1934 ausgestattet wurde. Während der
dessen Ursprung bis 1919 zurückreicht. Das Flughafen Berlin-Tegel mit 21 Salutschüssen Ausstattung und bis zum Ende des Zweiten
Geschütz wird in der Bundeswehr nur noch empfangen. Weltkriegs wurde die Waffe ständig weiter
verändert und in vielen Staaten der Erde in
Lizenz produziert. Der K98k wird im WachBtl
Kaliber 7,9 mm (ursprünglich) BMVg nur mit Manövermunition (Salut)
Anzahl der Patronen im Magazin 5 geschossen.
Kaliber 105 mm Kampfentfernung gegen Erdziele 400 m
Gewicht (marschfertig) 2500 kg Visierstellbereich V-Kimme 100 – 2000 m
Feuergeschwindigkeit (1/min) zirka 6 Länge der Waffe 1.110 mm
Munition Manövermunition für den Salut Gewicht der Waffe 3,9 kg

184 185
CYBER- UND
INFORMATIONS RAUM
NACHRICHTENGEWINNUNG UND AUFKLÄRUNG
OPERATIVE KOMMUNIKATION
FÜHRUNGSUNTERSTÜTZUNG FÜR EINSÄTZE

Die Bundeswehr ist eine moderne, hochtechnisierte Großorganisation


mit zunehmender Digitalisierung. Die Kehrseite der Digitalisierung
ist die zunehmende Verwundbarkeit angesichts komplexer, ziel-
gerichteter Cyber-Attacken sowie hybriden Bedrohungen. Die
Bundeswehr stellt sich modern und schlagkräftig gegen diese
Gefahren auf. Im Organisationsbereich Cyber- und Informations-
raum (CIR) werden deshalb zukünftig alle Fähigkeiten gebündelt,
um eigene Informationen zu schützen und um gegnerische zu
gewinnen, auszuwerten und auf diese wirken zu können. Dafür
steht den Cyber-, Kommunikations- und IT-Spezialisten der
Bundeswehr modernste Technik zur Verfügung – sogar im Weltall.

Nachfolgendes Gerät aus dem Bereich der Streitkräftebasis gehört


ab dem 1. Juli 2017 zum Organisationsbereich CIR.

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CYBER- UND
INFORMATIONS RAUM
NACHRICHTENGEWINNUNG UND AUFKLÄRUNG
OPERATIVE KOMMUNIKATION
FÜHRUNGSUNTERSTÜTZUNG FÜR EINSÄTZE

Die Bundeswehr ist eine moderne, hochtechnisierte Großorganisation


mit zunehmender Digitalisierung. Die Kehrseite der Digitalisierung
ist die zunehmende Verwundbarkeit angesichts komplexer, ziel-
gerichteter Cyber-Attacken sowie hybriden Bedrohungen. Die
Bundeswehr stellt sich modern und schlagkräftig gegen diese
Gefahren auf. Im Organisationsbereich Cyber- und Informations-
raum (CIR) werden deshalb zukünftig alle Fähigkeiten gebündelt,
um eigene Informationen zu schützen und um gegnerische zu
gewinnen, auszuwerten und auf diese wirken zu können. Dafür
steht den Cyber-, Kommunikations- und IT-Spezialisten der
Bundeswehr modernste Technik zur Verfügung – sogar im Weltall.

Nachfolgendes Gerät aus dem Bereich der Streitkräftebasis gehört


ab dem 1. Juli 2017 zum Organisationsbereich CIR.

186 187
NACHRICHTENGEWINNUNG ALLWETTERFÄHIGES, RAUMGESTÜTZTES AUFKLÄRUNGSSYSTEM
UND AUFKLÄRUNG SAR-LUPE (SYNTETIC APERTURE RADAR)

Nachrichtengewinnung und Aufklärung trägt zeitnah zur Lagefeststellung


für alle Führungsebenen und zum Schutz der Truppe im Einsatz bei. Das
Kommando Strategische Aufklärung ist dabei die zentrale Dienststelle
für die bedarfsgerechte Informationsversorgung und -bereitstellung durch
Fernmelde und Elektronische Aufklärung, Optronische und Abbildende
Aufklärung sowie für die Vorbereitung und Durchführung des Elektronischen
Kampfes.

Das System besteht aus fünf Satelliten Das System leistet damit einen Beitrag
auf drei Orbits in circa 500 Kilometern sowohl für die politische Leitung und
Höhe, die weltweit wetter- und tageslicht- militärischen Führung im Rahmen der
unabhängig Radarbilder gewinnen können. Krisenfrüherkennung, Krisenvorsorge
In einer Bodenstation werden diese Bilder und Krisenmanagement als auch für die
durch fachkundiges Personal ausgewertet Einsatzkräfte unter operativen Gesichts-
und den Bedarfsträgern als Lageinformation punkten.
zur Verfügung gestellt. Über einen System-
verbund mit Frankreich wird der Zugang
zu Satellitenbildern des optischen System
Helios II sichergestellt. Gewicht circa 720 kg
Länge circa 4,00 m
Breite circa 3,00 m
Höhe 2,00 m

188 189
NACHRICHTENGEWINNUNG ALLWETTERFÄHIGES, RAUMGESTÜTZTES AUFKLÄRUNGSSYSTEM
UND AUFKLÄRUNG SAR-LUPE (SYNTETIC APERTURE RADAR)

Nachrichtengewinnung und Aufklärung trägt zeitnah zur Lagefeststellung


für alle Führungsebenen und zum Schutz der Truppe im Einsatz bei. Das
Kommando Strategische Aufklärung ist dabei die zentrale Dienststelle
für die bedarfsgerechte Informationsversorgung und -bereitstellung durch
Fernmelde und Elektronische Aufklärung, Optronische und Abbildende
Aufklärung sowie für die Vorbereitung und Durchführung des Elektronischen
Kampfes.

Das System besteht aus fünf Satelliten Das System leistet damit einen Beitrag
auf drei Orbits in circa 500 Kilometern sowohl für die politische Leitung und
Höhe, die weltweit wetter- und tageslicht- militärischen Führung im Rahmen der
unabhängig Radarbilder gewinnen können. Krisenfrüherkennung, Krisenvorsorge
In einer Bodenstation werden diese Bilder und Krisenmanagement als auch für die
durch fachkundiges Personal ausgewertet Einsatzkräfte unter operativen Gesichts-
und den Bedarfsträgern als Lageinformation punkten.
zur Verfügung gestellt. Über einen System-
verbund mit Frankreich wird der Zugang
zu Satellitenbildern des optischen System
Helios II sichergestellt. Gewicht circa 720 kg
Länge circa 4,00 m
Breite circa 3,00 m
Höhe 2,00 m

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BODENGEBUNDENE FAHRZEUGE
FÜR ELEKTRONISCHE
UNTERSTÜTZUNGS- UND
GEGENMASSNAHMEN
NACHRICHTENGEWINNUNG RADARPEILER RMB/ ORTSFESTE
UND AUFKLÄRUNG STÖRPANZER HUMMEL FLOTTENDIENSTBOOTE FERNMELDEAUFKLÄRUNG

Die Flottendienstboote werden weltweit zur In den ortsfesten Fernmeldeaufklärungs-


seegestützten signalerfassenden Aufklärung zentralen werden Funksignale und
eingesetzt. Ihr Einsatzspektrum reicht von Funkverkehre detektiert, übersetzt und
der Gewinnung von Grundlageninforma- ausgewertet. Die hier gewonnenen
tionen bis hin zur direkten Unterstützung Ergebnisse dienen der Lagefeststellung
von Einsatzverbänden. und der Einsatzunterstützung.

Die Fahrzeuge werden im Einsatz unmittel- siven Elektronischen Kampf. Durch die
bar zur Unterstützung der eigenen Kräfte komplette Bedienbarkeit der Systeme inner-
eingesetzt. Dabei kann der gesamte Bereich halb der Transportpanzer wird die Besatzung
des relevanten elektromagnetischen vor feindlichem Beschuss geschützt.
Spektrums abgedeckt werden. Der Radar-
peiler RMB dient der Erfassung, Peilung und Besatzung 4 Soldatinnen/Soldaten
Auswertung von modernen Radarsignalen. Länge circa 7,50 m
Breite circa 3,00 m
Der Störpanzer HUMMEL ist ein hochmobiles, Höhe abhängig vom Aufbau
leistungsfähiges System für elektronische Motorleistung 235 kW (320 PS)
Gegenmaßnahmen im VHF-/UHF-Bereich. Fahrbereich circa 800 km
Er ist ein effektives Mittel für den offen- Nutzlast abhängig vom Rüstsatz
Ausstattung auf der Basis des Transportpanzers FUCHS
mit verschiedenen Rüstsatzvarianten im Einsatz

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BODENGEBUNDENE FAHRZEUGE
FÜR ELEKTRONISCHE
UNTERSTÜTZUNGS- UND
GEGENMASSNAHMEN
NACHRICHTENGEWINNUNG RADARPEILER RMB/ ORTSFESTE
UND AUFKLÄRUNG STÖRPANZER HUMMEL FLOTTENDIENSTBOOTE FERNMELDEAUFKLÄRUNG

Die Flottendienstboote werden weltweit zur In den ortsfesten Fernmeldeaufklärungs-


seegestützten signalerfassenden Aufklärung zentralen werden Funksignale und
eingesetzt. Ihr Einsatzspektrum reicht von Funkverkehre detektiert, übersetzt und
der Gewinnung von Grundlageninforma- ausgewertet. Die hier gewonnenen
tionen bis hin zur direkten Unterstützung Ergebnisse dienen der Lagefeststellung
von Einsatzverbänden. und der Einsatzunterstützung.

Die Fahrzeuge werden im Einsatz unmittel- siven Elektronischen Kampf. Durch die
bar zur Unterstützung der eigenen Kräfte komplette Bedienbarkeit der Systeme inner-
eingesetzt. Dabei kann der gesamte Bereich halb der Transportpanzer wird die Besatzung
des relevanten elektromagnetischen vor feindlichem Beschuss geschützt.
Spektrums abgedeckt werden. Der Radar-
peiler RMB dient der Erfassung, Peilung und Besatzung 4 Soldatinnen/Soldaten
Auswertung von modernen Radarsignalen. Länge circa 7,50 m
Breite circa 3,00 m
Der Störpanzer HUMMEL ist ein hochmobiles, Höhe abhängig vom Aufbau
leistungsfähiges System für elektronische Motorleistung 235 kW (320 PS)
Gegenmaßnahmen im VHF-/UHF-Bereich. Fahrbereich circa 800 km
Er ist ein effektives Mittel für den offen- Nutzlast abhängig vom Rüstsatz
Ausstattung auf der Basis des Transportpanzers FUCHS
mit verschiedenen Rüstsatzvarianten im Einsatz

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OPERATIVE LAUTSPRECHERTRÄGER
KOMMUNIKATION AUF DINGO

Operative Kommunikation wirkt mit ausgewählten Mitteln und


Methoden auf freigegebene Zielgruppen im Einsatzgebiet ein,
um deren Einstellungen und Verhalten zu beeinflussen, Vertrauen
und Unterstützung für den eigenen Auftrag zu erzielen und damit
auch zum Schutz eigener Kräfte beizutragen.

Die taktischen Operativen Kommunikations-


Gruppen sind in besonderer Weise
zur Abstrahlung von Lautsprecheraufrufen,
Direktkommunikation mit Zielgruppen,
offener Informationsgewinnung und
Wirkungskontrolle von Operativen
Kommunikations-Maßnahmen und
Produkten befähigt.

Lautsprecherträger
Länge 5,52 m
Breite 2,34 m
Höhe 3,53 m
Leistung 400 Watt
Reichweite bis zu 1,8 km

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OPERATIVE LAUTSPRECHERTRÄGER
KOMMUNIKATION AUF DINGO

Operative Kommunikation wirkt mit ausgewählten Mitteln und


Methoden auf freigegebene Zielgruppen im Einsatzgebiet ein,
um deren Einstellungen und Verhalten zu beeinflussen, Vertrauen
und Unterstützung für den eigenen Auftrag zu erzielen und damit
auch zum Schutz eigener Kräfte beizutragen.

Die taktischen Operativen Kommunikations-


Gruppen sind in besonderer Weise
zur Abstrahlung von Lautsprecheraufrufen,
Direktkommunikation mit Zielgruppen,
offener Informationsgewinnung und
Wirkungskontrolle von Operativen
Kommunikations-Maßnahmen und
Produkten befähigt.

Lautsprecherträger
Länge 5,52 m
Breite 2,34 m
Höhe 3,53 m
Leistung 400 Watt
Reichweite bis zu 1,8 km

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OPERATIVE AUDIO-VISUELLE BEITRÄGE AUDIO
KOMMUNIKATION VIDEO LAUTSPRECHERAUSSTATTUNG

Die tragbare Lautsprecheranlage hat eine


Leistung von 131 Dezibel bei 60 Watt.
Die Wirkungsentfernung liegt je nach
Störgeräuschpegel zwischen 200 und
800 Metern.

Operative Kommunikation hat keine eigenen


Fernsehsender, besitzt jedoch die Fähigkeit,
mit mobilen Aufnahmetrupps TV-Beiträge
zu produzieren. Das Format der Beiträge
wird durch die Kultur sowie durch den
technischen Fortschritt und die Sehgewohn-
heiten der Zielgruppe bestimmt.

Die Ausstrahlung der Beiträge erfolgt


über angemietete TV-Sendezeiten ziviler
Fernsehanstalten im Einsatzgebiet oder
über eigene Videowiedergabetrupps.

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OPERATIVE AUDIO-VISUELLE BEITRÄGE AUDIO
KOMMUNIKATION VIDEO LAUTSPRECHERAUSSTATTUNG

Die tragbare Lautsprecheranlage hat eine


Leistung von 131 Dezibel bei 60 Watt.
Die Wirkungsentfernung liegt je nach
Störgeräuschpegel zwischen 200 und
800 Metern.

Operative Kommunikation hat keine eigenen


Fernsehsender, besitzt jedoch die Fähigkeit,
mit mobilen Aufnahmetrupps TV-Beiträge
zu produzieren. Das Format der Beiträge
wird durch die Kultur sowie durch den
technischen Fortschritt und die Sehgewohn-
heiten der Zielgruppe bestimmt.

Die Ausstrahlung der Beiträge erfolgt


über angemietete TV-Sendezeiten ziviler
Fernsehanstalten im Einsatzgebiet oder
über eigene Videowiedergabetrupps.

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OPERATIVE VIDEOWIEDERGABE DRUCKEREI
KOMMUNIKATION LED-WÄNDE MOBILER OFFSETDRUCK

Die kleinformatige Offsetdruckpresse (bis


DIN A3) ist das aktuelle Vervielfältigungs-
system im mobilen Druck. Sie ist in einer
klimatisierten Kabine II FM A montiert und
bedruckt Papier mit zwei Farben in einem
Druckgang. Papier mit einem Gewicht von
40 bis 300 Gramm pro Quadratmeter kann
Die Videowiedergabeausstattung ist auf zwei Das Gerät ist für Außenvorführungen von hier eingesetzt werden. Stündlich können
Einachsanhängern verlastet. Ein Anhänger mehr als 100 Personen konzipiert. Hier ist bis zu 6.000 Blatt gedruckt werden.
trägt die Zuspielelemente und das Strom- die Wiedergabe in einer Entfernung von
erzeugeraggregat und ein zweiter die LED- 20 bis 60 Metern möglich.
Wand mit einer Bildschirmdiagonalen von
drei Metern. Der Satz beinhaltet ebenfalls eine Indoor-
Ausstattung. Die Lautsprecheranlage verfügt
über zwei Endstufenverstärker von je 380
Watt.

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OPERATIVE VIDEOWIEDERGABE DRUCKEREI
KOMMUNIKATION LED-WÄNDE MOBILER OFFSETDRUCK

Die kleinformatige Offsetdruckpresse (bis


DIN A3) ist das aktuelle Vervielfältigungs-
system im mobilen Druck. Sie ist in einer
klimatisierten Kabine II FM A montiert und
bedruckt Papier mit zwei Farben in einem
Druckgang. Papier mit einem Gewicht von
40 bis 300 Gramm pro Quadratmeter kann
Die Videowiedergabeausstattung ist auf zwei Das Gerät ist für Außenvorführungen von hier eingesetzt werden. Stündlich können
Einachsanhängern verlastet. Ein Anhänger mehr als 100 Personen konzipiert. Hier ist bis zu 6.000 Blatt gedruckt werden.
trägt die Zuspielelemente und das Strom- die Wiedergabe in einer Entfernung von
erzeugeraggregat und ein zweiter die LED- 20 bis 60 Metern möglich.
Wand mit einer Bildschirmdiagonalen von
drei Metern. Der Satz beinhaltet ebenfalls eine Indoor-
Ausstattung. Die Lautsprecheranlage verfügt
über zwei Endstufenverstärker von je 380
Watt.

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OPERATIVE BALLONEINSATZ HÖRFUNK
KOMMUNIKATION BALLONE STUDIOKABINE

Radiobeiträge werden in einer Studiokabine


produziert und können mit eigenen Sendern
(UKW oder KW, fünf Kilowatt) ausgestrahlt
werden. Die Reichweite der Sender liegt im
UKW-Bereich bei circa 60 Kilometern und
bei KW bis zu 2.000 Kilometern.

Zu jedem Trupp gehören zwei Studiokabinen


und eine Senderkabine.

Abstandsfähig und über weite Distanz Als Treibmittel wird Helium verwendet, das
können Produkte (zum Beispiel Flugblätter) von den Ballonkräften auf Lastkraftwagen
mittels Ballon in schwerzugängliche oder in Flaschenbündeln transportiert wird.
gefährliche Regionen verbracht werden. Jedes Fahrzeug trägt rund 720 Kubikmeter
Die Ballone können Lasten von bis zu vier Helium.
Kilogramm etwa 30 Kilometer weit tragen.
Mittels Wetterballone und einer Radiosonde
werden Wetterdaten erfasst. Die Telemetrie-
und GPS-Daten werden in einer mobilen
Bodenstation ausgewertet und in ein
Ballonzielflugprogramm eingearbeitet.

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OPERATIVE BALLONEINSATZ HÖRFUNK
KOMMUNIKATION BALLONE STUDIOKABINE

Radiobeiträge werden in einer Studiokabine


produziert und können mit eigenen Sendern
(UKW oder KW, fünf Kilowatt) ausgestrahlt
werden. Die Reichweite der Sender liegt im
UKW-Bereich bei circa 60 Kilometern und
bei KW bis zu 2.000 Kilometern.

Zu jedem Trupp gehören zwei Studiokabinen


und eine Senderkabine.

Abstandsfähig und über weite Distanz Als Treibmittel wird Helium verwendet, das
können Produkte (zum Beispiel Flugblätter) von den Ballonkräften auf Lastkraftwagen
mittels Ballon in schwerzugängliche oder in Flaschenbündeln transportiert wird.
gefährliche Regionen verbracht werden. Jedes Fahrzeug trägt rund 720 Kubikmeter
Die Ballone können Lasten von bis zu vier Helium.
Kilogramm etwa 30 Kilometer weit tragen.
Mittels Wetterballone und einer Radiosonde
werden Wetterdaten erfasst. Die Telemetrie-
und GPS-Daten werden in einer mobilen
Bodenstation ausgewertet und in ein
Ballonzielflugprogramm eingearbeitet.

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FÜHRUNGSUNTERSTÜTZUNG
FÜR EINSÄTZE

Durch eine möglichst weitgehende Konzentration der Führungsunter- Das Mobile Kommunikationssystem
Bundeswehr (MobKommSysBw) ist ein
stützung, derzeit noch in der Streitkräftebasis, werden Synergien gewon-
verlegefähiges Weitverkehrsnetz für die
nen und die Flexibilität der Streitkräfte insgesamt gesteigert. Der Auftrag Einsatzländer auf Basis modernster Internet-
ist, die Informationsversorgung zwischen allen Einsatzgebieten und protokoll-Technologie. Es kann daher
Deutschland sowie die Integration der IT-Systeme der Teilstreitkräfte in unter anderem gleichzeitig Sprache, Daten
und Videos übertragen. In Verbindung
den Einsatzgebieten selbst sicherzustellen. mit dem Satellitenkommunikationssystem
Bundeswehr (SATCOMBw), digitalem
Richtfunk, HF-Funk oder auch terrestrischer
Verbindungen erfolgt die Vernetzung im
Einsatzgebiet sowie die Anbindung der
Einsatzgebiete an das Heimatland.

Mit Hilfe von sogenannten Netzwerk-


managementtrupps wird die Überwachung
der Leistungsdaten sowie die Steuerung
dieses Netzes in den Einsatzgebieten
sichergestellt.

Beispiele für wesentliche Einzelelemente


des IT-Systems der Bundeswehr sind:
I Mobiles Kommunikationssystem,
I Satellitenkommunikationssystem,
I Terrestrisches Übertragungssystem
kurze Reichweite,
I Bündelfunksystem TETRAPOLBw,
I Lokale Verlegefähige Netze,
I Harmonisiertes Führungs-
Informationssystem (HaFIS).

200 201
FÜHRUNGSUNTERSTÜTZUNG
FÜR EINSÄTZE

Durch eine möglichst weitgehende Konzentration der Führungsunter- Das Mobile Kommunikationssystem
Bundeswehr (MobKommSysBw) ist ein
stützung, derzeit noch in der Streitkräftebasis, werden Synergien gewon-
verlegefähiges Weitverkehrsnetz für die
nen und die Flexibilität der Streitkräfte insgesamt gesteigert. Der Auftrag Einsatzländer auf Basis modernster Internet-
ist, die Informationsversorgung zwischen allen Einsatzgebieten und protokoll-Technologie. Es kann daher
Deutschland sowie die Integration der IT-Systeme der Teilstreitkräfte in unter anderem gleichzeitig Sprache, Daten
und Videos übertragen. In Verbindung
den Einsatzgebieten selbst sicherzustellen. mit dem Satellitenkommunikationssystem
Bundeswehr (SATCOMBw), digitalem
Richtfunk, HF-Funk oder auch terrestrischer
Verbindungen erfolgt die Vernetzung im
Einsatzgebiet sowie die Anbindung der
Einsatzgebiete an das Heimatland.

Mit Hilfe von sogenannten Netzwerk-


managementtrupps wird die Überwachung
der Leistungsdaten sowie die Steuerung
dieses Netzes in den Einsatzgebieten
sichergestellt.

Beispiele für wesentliche Einzelelemente


des IT-Systems der Bundeswehr sind:
I Mobiles Kommunikationssystem,
I Satellitenkommunikationssystem,
I Terrestrisches Übertragungssystem
kurze Reichweite,
I Bündelfunksystem TETRAPOLBw,
I Lokale Verlegefähige Netze,
I Harmonisiertes Führungs-
Informationssystem (HaFIS).

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ÜBERTRAGUNG ÜBERTRAGUNG
FÜHRUNGSUNTERSTÜTZUNG SATELLITENKOMMUNIKATIONS- TERRESTRISCHES ÜBERTRAGUNGS-
FÜR EINSÄTZE SYSTEM BUNDESWEHR SYSTEM KURZE REICHWEITE

Mit dem moderneren Richtfunksystem Der Richtfunktrupp ist in der Lage, bis zu
TERRESTRISCHES ÜBERTRAGUNGS- drei gleichzeitige Verbindungen aufzubauen
SySTEM KURZE REICHWEITE (TÜtrSys) und eine Datenrate von bis zu 34 Mbit/s
werden, im Kommunikationssystem der bei einer Reichweite von mindestens 20 km
Bundeswehr richtfunkbasierte Verbindungen zu realisieren. Bei einer Reichweite von
zwischen Netzknoten hergestellt sowie 50 km beträgt die Datenübertragung immer
führungswichtige Einrichtungen angebunden. noch 4 x 2 Mbit/s.
Das SATELLITENKOMMUNIKATIONSSySTEM Gleichzeitig hat sich Deutschland über
BUNDESWEHR (SATCOMBw) ist das primäre, längerfristige Providerverträge Satelliten- Der gesamte Richtfunktrupp besteht aus Das TÜtrSys unterstützt die gleichzeitige
in eigener Verfügungsgewalt stehende übertragungskapazitäten in kommerziellen einer Kabine II FM B mit einer integrierten Übertragung von Sprache, Management
Mittel der strategischen und weiträumigen Frequenzbändern gesichert. Energieversorgung sowie einem Trägerfahr- und Daten in einem Netz mit der
Übertragung. Das System besteht aus zwei zeug und einem abgesetzten Antennenträger Möglichkeit des Managementzugriffs im
militärischen Satelliten, drei ortsfesten Satellitenfunkverbindungen sind geeignet, (25 Meter). Sinne von Steuerung, Priorisierung und
Bodenstationen in Deutschland und mobilen entfernte Räume oder feste und mobile Quality-of-Service-Leistungen durch die
Bodenstationen unterschiedlicher Größe und IT-Netze miteinander zu verknüpfen. Verwendung von handelsüblicher Routing-
Leistungsfähigkeit sowie einem Führungs- Sie können nahezu unter allen Witterungs- Technik.
und Kontrollsegment. bedingungen und in jedem Gelände her-
gestellt und betrieben werden. Einzelne
Satellitenfunksysteme ermöglichen die
Übertragung in der Bewegung.

202 203
ÜBERTRAGUNG ÜBERTRAGUNG
FÜHRUNGSUNTERSTÜTZUNG SATELLITENKOMMUNIKATIONS- TERRESTRISCHES ÜBERTRAGUNGS-
FÜR EINSÄTZE SYSTEM BUNDESWEHR SYSTEM KURZE REICHWEITE

Mit dem moderneren Richtfunksystem Der Richtfunktrupp ist in der Lage, bis zu
TERRESTRISCHES ÜBERTRAGUNGS- drei gleichzeitige Verbindungen aufzubauen
SySTEM KURZE REICHWEITE (TÜtrSys) und eine Datenrate von bis zu 34 Mbit/s
werden, im Kommunikationssystem der bei einer Reichweite von mindestens 20 km
Bundeswehr richtfunkbasierte Verbindungen zu realisieren. Bei einer Reichweite von
zwischen Netzknoten hergestellt sowie 50 km beträgt die Datenübertragung immer
führungswichtige Einrichtungen angebunden. noch 4 x 2 Mbit/s.
Das SATELLITENKOMMUNIKATIONSSySTEM Gleichzeitig hat sich Deutschland über
BUNDESWEHR (SATCOMBw) ist das primäre, längerfristige Providerverträge Satelliten- Der gesamte Richtfunktrupp besteht aus Das TÜtrSys unterstützt die gleichzeitige
in eigener Verfügungsgewalt stehende übertragungskapazitäten in kommerziellen einer Kabine II FM B mit einer integrierten Übertragung von Sprache, Management
Mittel der strategischen und weiträumigen Frequenzbändern gesichert. Energieversorgung sowie einem Trägerfahr- und Daten in einem Netz mit der
Übertragung. Das System besteht aus zwei zeug und einem abgesetzten Antennenträger Möglichkeit des Managementzugriffs im
militärischen Satelliten, drei ortsfesten Satellitenfunkverbindungen sind geeignet, (25 Meter). Sinne von Steuerung, Priorisierung und
Bodenstationen in Deutschland und mobilen entfernte Räume oder feste und mobile Quality-of-Service-Leistungen durch die
Bodenstationen unterschiedlicher Größe und IT-Netze miteinander zu verknüpfen. Verwendung von handelsüblicher Routing-
Leistungsfähigkeit sowie einem Führungs- Sie können nahezu unter allen Witterungs- Technik.
und Kontrollsegment. bedingungen und in jedem Gelände her-
gestellt und betrieben werden. Einzelne
Satellitenfunksysteme ermöglichen die
Übertragung in der Bewegung.

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FÜHRUNGSUNTERSTÜTZUNG BÜNDELFUNKSYSTEM LOKALE VERLEGEFÄHIGE DEZENTRALE
FÜR EINSÄTZE TETRAPOL NETZE DER BUNDESWEHR SERVERSEGMENTE EINSATZ

Die Teilnehmernetzwerke (TlnNwv) bilden Hauptaufgabe der Dezentralen Serverseg-


gemeinsam mit den Verlegefähigen Access- mente Einsatz (DSE) ist die Bereitstellung
Netzen der Bundeswehr (VANBw) die soge- von einheitlichen, dezentralen und
nannten Lokalen Verlegefähigen Netzwerke autarkiefähigen Serversegmenten als
der Bundeswehr (LVNBw), die für eine unter- Server-Plattform (Hardware) für Einsätze
schiedliche Teilnehmerzahl (von 20 bis zu und Übungen der Teilstreitkräfte bzw.
480) konfektioniert sind. militärischen Organisationsbereiche. Die
Serversegmente sind als Teil der IT-Platt-
TETRAPOL Bw ist ein Kommunikations- Eingesetzt wird das System bei beweglichen Aufgabe der LVNBw ist die Bereitstellung formen querschnittlich, d.h. generisch ein-
mittel für mobile Kräfte und stellt ein Kräften der Bundeswehr in einem Zellradius einer autarken und räumlich begrenzten satz- bzw. auftragsbezogen, nutzbar.
digitales Übertragungsmittel für verschlüs- von circa 25 Kilometern, um sichere Sprach- Netzwerkinfrastruktur für im Einsatz befind-
selte Sprach- und Datenübermittlung dar, bzw. Datenübertragungen sowie Übergänge liche Truppenteile und Einrichtungen. Insbesondere dienen sie:
das in den Internetprotokoll-basierten in analoge und digitale Netze sicherzustel- I der Bereitstellung von Standardsoftware
Kommunikationsverbund integriert werden len. Sie stellen Netzwerkzugänge, Netzwerkfunk- zur Unterstützung von IT-Grund-
kann. Es integriert Teilnehmer in den tionalitäten, alle Telekommunikations- funktionalitäten für die Stabsarbeit und
Verbund der bestehenden Kommunikations- dienste (Daten, Sprache, Video) sowie die Erledigung von Verwaltungsaufgaben,
netze, um eine gesicherte Truppenführung Anbindungsfähigkeit an Weitverkehrsnetze I der Bereitstellung von technischen Fähig-
und gezielte Führung einzelner Teilnehmer (MobKommSysBw, SATCOMBw, TÜtrSys) keiten zum Zugang zu Zentralen Diensten
zu ermöglichen. sicher. und Zugriff auf Fachinformationen,
I der Installation von Anwendungen zur
Unterstützung der Abbildung der neun
Hauptprozesse der Bw (Logistik, Rüstung,
Personal, Organisation, Infrastruktur,
Umwelt, Controlling, Gesundheitsver-
sorgung, Bundeswehrplanung), insbeson-
dere SASPF, als Teil des informations-
verarbeitenden Anteils des IT-Systems
der Bundeswehr.

204 205
FÜHRUNGSUNTERSTÜTZUNG BÜNDELFUNKSYSTEM LOKALE VERLEGEFÄHIGE DEZENTRALE
FÜR EINSÄTZE TETRAPOL NETZE DER BUNDESWEHR SERVERSEGMENTE EINSATZ

Die Teilnehmernetzwerke (TlnNwv) bilden Hauptaufgabe der Dezentralen Serverseg-


gemeinsam mit den Verlegefähigen Access- mente Einsatz (DSE) ist die Bereitstellung
Netzen der Bundeswehr (VANBw) die soge- von einheitlichen, dezentralen und
nannten Lokalen Verlegefähigen Netzwerke autarkiefähigen Serversegmenten als
der Bundeswehr (LVNBw), die für eine unter- Server-Plattform (Hardware) für Einsätze
schiedliche Teilnehmerzahl (von 20 bis zu und Übungen der Teilstreitkräfte bzw.
480) konfektioniert sind. militärischen Organisationsbereiche. Die
Serversegmente sind als Teil der IT-Platt-
TETRAPOL Bw ist ein Kommunikations- Eingesetzt wird das System bei beweglichen Aufgabe der LVNBw ist die Bereitstellung formen querschnittlich, d.h. generisch ein-
mittel für mobile Kräfte und stellt ein Kräften der Bundeswehr in einem Zellradius einer autarken und räumlich begrenzten satz- bzw. auftragsbezogen, nutzbar.
digitales Übertragungsmittel für verschlüs- von circa 25 Kilometern, um sichere Sprach- Netzwerkinfrastruktur für im Einsatz befind-
selte Sprach- und Datenübermittlung dar, bzw. Datenübertragungen sowie Übergänge liche Truppenteile und Einrichtungen. Insbesondere dienen sie:
das in den Internetprotokoll-basierten in analoge und digitale Netze sicherzustel- I der Bereitstellung von Standardsoftware
Kommunikationsverbund integriert werden len. Sie stellen Netzwerkzugänge, Netzwerkfunk- zur Unterstützung von IT-Grund-
kann. Es integriert Teilnehmer in den tionalitäten, alle Telekommunikations- funktionalitäten für die Stabsarbeit und
Verbund der bestehenden Kommunikations- dienste (Daten, Sprache, Video) sowie die Erledigung von Verwaltungsaufgaben,
netze, um eine gesicherte Truppenführung Anbindungsfähigkeit an Weitverkehrsnetze I der Bereitstellung von technischen Fähig-
und gezielte Führung einzelner Teilnehmer (MobKommSysBw, SATCOMBw, TÜtrSys) keiten zum Zugang zu Zentralen Diensten
zu ermöglichen. sicher. und Zugriff auf Fachinformationen,
I der Installation von Anwendungen zur
Unterstützung der Abbildung der neun
Hauptprozesse der Bw (Logistik, Rüstung,
Personal, Organisation, Infrastruktur,
Umwelt, Controlling, Gesundheitsver-
sorgung, Bundeswehrplanung), insbeson-
dere SASPF, als Teil des informations-
verarbeitenden Anteils des IT-Systems
der Bundeswehr.

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FÜHRUNGSUNTERSTÜTZUNG HARMONISIERTES
FÜR EINSÄTZE FÜHRUNGSINFORMATIONSSYSTEM

Mit dem Programm HARMONISIERTES Dies geschieht in unterschiedlichen Domä-


FÜHRUNGSINFORMATIONSSySTEM nen (NATO-Secret, Secret-EU, Deutsch-
(HaFIS), welches maßgeblich aus dem Geheim usw.) und kann von einer Arbeits-
STREITKRÄFTEGEMEINSAMEN FÜHRUNGS- platzausstattung aus bereitgestellt werden.
INFORMATIONSSySTEM (FüInfoSysSK) Unterstützt werden dabei auch moderne
hervorgeht, wird ein neues Zeitalter der Kollaborationstools wie Chat, Softphone,
serviceorientierten Informationsverarbeitung Videotelefonie, Dokumenten-Sharing und
bis zum Einstufungsgrad „Geheim“ realisiert. –handling, Web-basierte Anwendungen und
vieles mehr.
Wie bisher steht dabei die Unterstützung
der Führungsfähigkeit bei streitkräfte- So dient HaFIS zur modernen Informations-
gemeinsamer und multinationaler Planung, verarbeitung, also dem Sammeln, Auswerten,
Einsatzvorbereitung sowie Durchführung der ebenengerechten Verdichtung, Präsen-
und Nachbereitung von Einsätzen von der tation und Weitergabe führungsrelevanter
militärstrategischen bis hin zur operativen Informationen, um darauf basierende Lage-
Ebene in Deutschland und im jeweiligen beurteilungen und Führungsentscheidungen
Einsatzland sowie an Bord von Führungs- treffen und die anschließende Befehlsgebung
schiffen der Marine im Focus. und Kontrolle durchführen zu können.

Neu ist jedoch der Ansatz, die bisher


bestehenden Grenzen der unterschiedlichen
Führungsinformationssysteme sowie auf
unterschiedlichen Plattformen realisierte
Fachanwendungen – wie das Einsatzmelde-
wesen der Bundeswehr – auf einer gemein-
samen Hardware-Plattform zu vereinen. In
sogenannten „Community of interests” wird
eine umfangreiche Toolbox, einschließlich
NATO-Services, zur Verfügung gestellt.

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FÜHRUNGSUNTERSTÜTZUNG HARMONISIERTES
FÜR EINSÄTZE FÜHRUNGSINFORMATIONSSYSTEM

Mit dem Programm HARMONISIERTES Dies geschieht in unterschiedlichen Domä-


FÜHRUNGSINFORMATIONSSySTEM nen (NATO-Secret, Secret-EU, Deutsch-
(HaFIS), welches maßgeblich aus dem Geheim usw.) und kann von einer Arbeits-
STREITKRÄFTEGEMEINSAMEN FÜHRUNGS- platzausstattung aus bereitgestellt werden.
INFORMATIONSSySTEM (FüInfoSysSK) Unterstützt werden dabei auch moderne
hervorgeht, wird ein neues Zeitalter der Kollaborationstools wie Chat, Softphone,
serviceorientierten Informationsverarbeitung Videotelefonie, Dokumenten-Sharing und
bis zum Einstufungsgrad „Geheim“ realisiert. –handling, Web-basierte Anwendungen und
vieles mehr.
Wie bisher steht dabei die Unterstützung
der Führungsfähigkeit bei streitkräfte- So dient HaFIS zur modernen Informations-
gemeinsamer und multinationaler Planung, verarbeitung, also dem Sammeln, Auswerten,
Einsatzvorbereitung sowie Durchführung der ebenengerechten Verdichtung, Präsen-
und Nachbereitung von Einsätzen von der tation und Weitergabe führungsrelevanter
militärstrategischen bis hin zur operativen Informationen, um darauf basierende Lage-
Ebene in Deutschland und im jeweiligen beurteilungen und Führungsentscheidungen
Einsatzland sowie an Bord von Führungs- treffen und die anschließende Befehlsgebung
schiffen der Marine im Focus. und Kontrolle durchführen zu können.

Neu ist jedoch der Ansatz, die bisher


bestehenden Grenzen der unterschiedlichen
Führungsinformationssysteme sowie auf
unterschiedlichen Plattformen realisierte
Fachanwendungen – wie das Einsatzmelde-
wesen der Bundeswehr – auf einer gemein-
samen Hardware-Plattform zu vereinen. In
sogenannten „Community of interests” wird
eine umfangreiche Toolbox, einschließlich
NATO-Services, zur Verfügung gestellt.

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IMPRESSUM

Herausgeber
Bundesministerium der Verteidigung
Presse- und Informationsstab
Stauffenbergstraße 18
10785 Berlin

Stand
Oktober 2016

Gestaltung
Gratzfeld, Wesseling

Bildnachweis
PIZ Heer
PIZ Luftwaffe
PIZ Marine
PIZ Sanitätsdienst
PIZ Streitkräfteamt
Redaktion der Bundeswehr
Bundesministerium der Verteidigung

Druck
Druck- und Verlagshaus Zarbock
GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main

Weitere Informationen
im Internet unter
www.bmvg.de
www.bundeswehr.de

Die Broschüre ist Teil der Öffentlich-


keitsarbeit des Bundesministeriums
der Verteidigung. Sie wird kostenlos
abgegeben und ist nicht zum
Verkauf bestimmt.

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IMPRESSUM

Herausgeber
Bundesministerium der Verteidigung
Presse- und Informationsstab
Stauffenbergstraße 18
10785 Berlin

Stand
Oktober 2016

Gestaltung
Gratzfeld, Wesseling

Bildnachweis
PIZ Heer
PIZ Luftwaffe
PIZ Marine
PIZ Sanitätsdienst
PIZ Streitkräfteamt
Redaktion der Bundeswehr
Bundesministerium der Verteidigung

Druck
Druck- und Verlagshaus Zarbock
GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main

Weitere Informationen
im Internet unter
www.bmvg.de
www.bundeswehr.de

Die Broschüre ist Teil der Öffentlich-


keitsarbeit des Bundesministeriums
der Verteidigung. Sie wird kostenlos
abgegeben und ist nicht zum
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