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Programmvertriebsgesellschaft mbH  Lange Wender 1  34246 Vellmar


BTS STATIK-Beschreibung - Bauteil: 13K - Wandartiger Träger Seite 1

13 K - Wandartiger Träger
Das Programm besteht aus den Bauteilen:

 13K: Eingabe des Systems und intensiver Einzellasten


 13N: Eingabe der Streckenlasten, Ermittlung der Quer-, Auflagerkräfte, Stützmomente
und zugehörigen Längsspaltzugkräfte mit der erforderlichen Bewehrung
 13Q: Berechnung der Feldmomente, Längs-, und Vertikalzugkräfte im Feld mit der
zugehörigen Bewehrung und deren Wahl;
Untersuchung der Einzellasten und Wahl der eventuell zusätzlich erforderlichen Spaltzug-
oder Aufhängebewehrung
 13T: Wahl der Zusatzbewehrung über die Stütze, Randzugbewehrung aus den exzentrischen
Einzellasten und Aufhängebewehrung der negativen Auflager
Ermittlung der Schnittkräfte um die Aussparungen und Wahl ihrer vollständigen Bewehrung
 13W: konstruktive Hinweise

System:

Es können bis zu 10 Wandscheiben mit unterschiedlichen Wandstärken und Wandhöhen eingegeben


werden. Die Höhe der einzelnen Scheiben kann linear veränderlich sein.
Das statische System ist ein Durchlaufträger mit bis zu 8 Feldern mit oder ohne Kragarm auf jeder
Seite. Das Programm berücksichtigt bis zu 10 Aussparungen. Die Auflager können direkt oder indirekt
sein.

Belastung:

Eigenlast: Das Eigengewicht wird intern berechnet. Gamma wird vom Anwender vorgegeben.
Einzellasten: Bis zu 25 intensive Einzellasten (z.B. konzentrierte Auflagerkräfte) können
eingegeben werden (sie erzeugen in der Scheibe Spaltzugkräfte).
Streckenlasten: Es sind bis zu 25 Lasten vorgesehen.

Der Angriffspunkt der Lasten kann oben oder unten eingegeben werden.

Schnittgrößen:

Die Quer- und Auflagerkräfte, die Stütz- und Feldmomente werden nach der Balkentheorie für Voll-
und Eigenlast berechnet. Aus Gründen der hohen Steifigkeit der Scheibe bei mehrfeldrigen wand-
artigen Trägern werden die Endauflager nach Heft 240 Abs. 4.1 erhöht und die ersten Innen-
stützen können wahlweise abgemindert werden.
Die Feld- und Spaltzugkräfte werden wahlweise nach Scheibentheorie oder Heft 240 ermittelt, wobei
im ersten Fall für die allgemeinen Belastungen in jedem Feld Gleichlasten angesetzt werden.
Die Querschnittsänderungen und -schwächungen werden bei der Schnittgrößenermittlung berücksich-
tigt.
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Unter den Einzellasten werden separat die Spaltzugkräfte ermittelt. Für unten angehängte Lasten und
negative Auflagerkräfte werden die Zugspannungen nachgewiesen. Bei den Dreiecks- und Trapez-
lasten wird für die max. Ordinate die Zugspannung nachgewiesen.
Im Bereich von Störungen durch die Aussparungen teilt sich die Querkraft im Verhältnis der Biege-
widerstände der beiden Querverbindungen unter und über den Öffnungen.
Diese Querverbindungen werden je nach Abmessung entweder als Scheibe oder als Balken bemessen.
Maßgebende Querkraft für die Aufhängebewehrung am Aussparungsrand ist der Rand, der zur Feld-
mitte am nächsten liegt.

Bewehrung:

Siehe Nachlaufblock 13 W - Wandart. Träger 5 und Literatur 2),3) und 4).

Berechnungsverfahren:

Es stehen dem Anwender zwei verschiedene Verfahren für die Ermittlung der Längszugkräfte zur Aus-
wahl:
1. Näherungsverfahren zur Ermittlung der Längszugkräfte nach Heft 240 Abs. 4.2.1.2
2. Scheibentheorie nach Beton-Kalender 1983

Literatur:

1. Beton-Kalender 1983 Teil II, Seite 713ff


2. Matteiß: „Platten und Scheiben“, Werner-Verlag, 1982, Seite 124ff
3. Leonhardt: „Vorlesung über Massivbau“
4. Heft 240 Deutscher Ausschuß für Stahlbeton
5. DIN 1045 Ausgabe 1988
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Bewehrungsführung für das


Erläuterung der System-
bezeichnungen und der

Programm 13 K
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PBS
BTS - STATIK - Beispiele - '13K' POS. 60 SEITE 4

POS.60 WANDART. TRÄGER '13K'


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S Y S T E M
Durchgängige und praxisgerechte Softwarelösungen für den Bauingenieur: BETRIEBSSYSTEM STATIK l PBS-CAD l BETRIEBSSYSTEM ZEICHNEN

Koordinaten: X = 0 das linke Wandende


Y = 0 die tiefste Wandunterkante
x, y = Aussparungsanfang bzw. = UK. Wand
hyl = Wandhöhe links, hyr = Wandhöhe rechts.
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BTS - STATIK - Beispiele - '13K' POS. 60 SEITE 5

Wand lx(m) yl(m) hyl(m) yr(m) hyr(m) d(m)


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1 6.500 0.000 3.500 0.000 3.500 0.300
2 5.000 0.000 3.500 0.000 3.500 0.600
3 4.000 0.000 3.500 1.500 2.000 0.300
4 1.500 1.500 2.000 1.500 2.000 0.300
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Feldlänge Auflagerung -------- Aussparung --------


Nr. lx(m) Nr. Art bx(m) Nr. x(m) y(m) b(m) h(m)
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Krl 1.500 1 dir 0.400 1 2.000 1.000 1.500 1.500
1 5.000 2 dir 0.400 2 8.000 0.600 1.000 2.000
2 5.000 3 dir 0.400
3 4.000 4 dir 0.400
Krr 1.500

B E L A S T U N G
Einzellasten: x = Abstand der Lastmittelachse vom linken
Wandrand, c = Lastaufstandsbreite in x - Richtung
o = Last liegt oben auf, u = Last hängt unten an
aus Ort maxP(kN) minP(kN) x(m) c(m)
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Dachstiel 1 o 100.00 75.00 0.500 0.200
Dachstiel 2 o 120.00 100.00 0.700 0.300
Dachstiel 3 o 137.00 95.00 13.500 0.250
Kranlast 1 u 150.00 120.00 2.000 0.300
Kranlast 2 u 135.00 95.00 7.200 0.200
STRECKENLASTEN: a = Lastabstand von links, c = Lastlänge
Lastangriff: o = oben u = unten , q(KN/m) = Lastordinate
Eigengewicht wird mit Gamma = 25.0 kN/m3 berücksichtigt.
--- max --- --- min --- a c
aus Ort qli qre qli qre ( m ) ( m )
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Deckenplatte o 80.0 80.0 75.0 75.0 0.00 17.00
aufgehängte Decke u 30.0 30.0 25.0 25.0 0.00 11.50
aufgehängte Decke u 30.0 30.0 20.0 20.0 11.50 4.00
Außenelemente u 100.0 100.0 75.0 75.0 15.50 1.50

SCHNITTKRÄFTE (VL = Vollast, SL = ständige Last)


Aufl. Balkentheorie nach Heft 240
Nr. Ql(kN) Qr(kN) Ql(kN) Qr(kN) A(kN) Ms(kNm)
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1 VL 424.4 -467.2 424.4 -537.3 961.6 -349.3
SL 364.4 -409.2 364.4 -470.6 835.0 -297.0
2 VL 347.2 -481.5 332.5 -461.1 793.6 -328.2
SL 325.2 -425.4 311.9 -408.0 719.8 -305.8
3 VL 356.7 -343.4 344.6 -331.8 676.4 -259.1
SL 322.7 -291.1 312.2 -281.6 593.9 -220.1
4 VL 316.1 -292.5 363.5 -292.5 656.0 -219.4
SL 266.4 -247.5 306.3 -247.5 553.8 -185.6
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BAUSTOFFE: Betongüte B 25,


Netzbewehrung in BSt 500 M, Zulagebewehrung in BSt 500 S
LÄNGSZUGKRÄFTE: nach Scheibentheorie BK 1983 Teil II
SPALT- u. RANDZUGKRÄFTE (Zs, Zr) über den Auflagern
Durchgängige und praxisgerechte Softwarelösungen für den Bauingenieur: BETRIEBSSYSTEM STATIK l PBS-CAD l BETRIEBSSYSTEM ZEICHNEN

Zva = vertikale Zugkraft ( negative Auflagerdrücke)


Aufl. Zs As Zva As Zr As
Nr. (kN) (cm2) (kN) (cm2) (kN) (cm2)
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1 280.04 9.80 - - 58.36 2.04
2 158.06 5.53 - - - -
3 153.48 5.37 - - - -
4 214.83 7.52 - - - -

FELDMOMENTE UND FELDZUGKRÄFTE


Zf = Längszugkraft im Feld (Spannrichtung)
Zvf = vertikale Zugkraft im Feld infolge der unten ab-
gehängten vertikalen Streckenlasten
Feld Mf(VL) Mf(SL) Zf As Zvf As
Nr. (kNm) (kNm) (kN) (cm2) (kN/m) (cm2/m)
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Krli. - - - - 30.0 1.05
1 117.8 115.9 167.1 5.85 30.0 1.05
2 185.9 169.7 154.4 5.40 30.0 1.05
3 156.6 122.1 168.8 5.91 30.0 1.05
Krre. - - - - 100.0 3.50

BEWEHRUNG IM FELD
Stützbewehrung ist durchgehend falls Mf < 0 ist !
Netzbewehrung ist beidseitig zu verlegen!
h = Verteilungshöhe der Feldbewehrung vom unteren Rand.
ly = vertikale Mindestlänge der Aufhängebügelbewehrung.
Netzbe- Feldzug- Aufhänge-
wehrung bewehrung vorh. bewehrung vorh.
Fld DBSt- n Ds h As Ds/ a ly As
Nr. Matten - mm m cm2 mm/ cm m cm2
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1 2 Q 188 6 10 0.35 6.0 -/ - - -
2 2 Q 188 6 10 0.35 6.0 -/ - - -
3 2 Q 188 8 10 0.20 7.0 -/ - - -

EINZELLASTEN UND DEREN ZUGKRÄFTE MIT ZUSATZBEWEHRUNG


Zs = Spaltzugkraft in Längsrichtung
Zv = Zugkraft in Vertikalrichtung (Aufhängebewehrung)
t' = Abstand der Bewehrung vom oberen Rand
hv = vertikale Verteilungshöhe der Spaltzugbewehrung
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x Zs zus.As t' hv Ds/ a Zv zus.As n Ds


. m kN cm2 m m mm/ cm kN cm2 - mm
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2.00 - - - - - / - 150.0 4.1 6 10
7.20 - - - - - / - 135.0 4.0 6 10
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STÜTZBEWEHRUNG
Bei indirekter (mittelbarer) Stützung und Auflagerver-
stärkung ist Absatz 4.2.3 Heft 240 zu beachten.
y' = Verteilungsbeginn der Bewehrung über dem Auflager
h = vertikale Verteilungsbreite der Stützbewehrung ab y'
Netz- Spaltzug- Aufh.- Randzug-
b e w e h r u n g b e w e h r u n g
Stz BSt- Ds/ a y' hs n Ds n Ds y' hr
Nr. Matten mm/ cm m m - mm - mm m m .
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1 2 Q 188 10/30.0 0.45 1.97 - - 2 10 3.35 0.15
2 2 Q 188 - / - - - - - - - - -
3 2 Q 188 - / - - - - - - - - -
4 2 Q 188 10/30.0 0.45 1.38 - - - - - -

SCHNITTKRÄFTE UND BEWEHRUNGSFÜHRUNG UM DIE AUSSPARUNGEN


Qx = Querkraft an dem Rand der Aussparung, welcher näher
zur Feldmitte liegt, erzeugt Randaufhängebewehrung.
Sch = Scheibe d.h. die Feld- und Stützbewehrung ist nach
Heft 240 Ausg. 1976 Seite 50 Bild 4.2 zu führen.
Blk = Balken d.h. Bewehrungsführung wie beim Balken.
o = obere Querverbindung (Sturz der Aussparung)
u = untere Querverbindung (Schwelle der Aussparung)
Die Schubbewehrung ist stets wie beim Balken zu führen.
Qx As Ms As Mf As maxQ Tau0 As
Ort kN cm2 kNm cm2 kNm cm2 kN N/mm2 cm2 Art
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1 o 10 0.4 -9 0.7 4 0.4 107 0.38 1.6 Sch
u -3 0.4 2 0.2 36 0.47 2.0 Blk
2 o 83 2.9 -9 0.7 5 0.4 180 0.55 2.7 Sch
u -3 0.4 2 0.2 38 0.42 2.1 Blk

BEWEHRUNG UM DIE AUSSPARUNGEN


Aufhängung Verbindung oben Verbindung unten
links rechts oben unten Bügel oben unten Bügel
Nr. n Ds n Ds n Ds n Ds Ds/ a n Ds n Ds Ds/ a .
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1 2 10 2 10 2 10 2 10 8/20.0 2 10 2 10 8/20.0
2 5 10 2 10 4 10 3 10 8/20.0 2 10 2 10 8/20.0
Die anteilige Bewehrung der Randzugkräfte der Ausspa-
rung ist bei der Wahl der Bewehrung berücksichtigt.
Steckbügel der Scheibenränder: Ds/ a = 8/25.0
Obere Randzugbewehrung der Scheiben: konstruktiv 2 Ds 12
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Erläuterungen zum Eingabebeispiel


Programm 13 K