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Installation RemoteBoot Software


Article ID: R990029

The information in this article applies to:

UV-Setter S/HS/VLS mit Kopf PC (EPC) von DSM Typ M1

Diese Anleitung beschreibt, wie man einen Belichtungskopf eines UV-Setters (KopfPC-Version) von der
Flashdisk zum Booten per Netzwerk umrüstet. Diese Technik ist nur auf Settern verfügbar, die schon mit
der PC-Karte von DSM, München, Typ M1 ausgerüstet oder darauf umgerüstet sind. Die älteren PCs
vom Typ JUKI-745 sind dafür nicht geeignet.

Teil 1: Installation der Serversoftware am Bedienrechner

Für diese Arbeiten muß der Bediener als Administrator angemeldet sein.

Kopieren der Software

Die Software liegt in den drei Ordnern TFTP, TftpBoot und DhcpdNT, die alle im Pfad

\\Einstein\backup\KopfPC\NT-Seite RemoteBoot

zu finden sind. Die drei Ordner werden komplett nach C:\ des UV-Setters kopiert.

Übertragen der Hardwareadresse (MAC-Adresse) vom Aufkleber in die Datei


C:\DhcpdNT\dhcp.config, Maschinentyp

Es muß die Datei

C:\DhcpdNT\dhcp.config

editiert werden. Dort gibt es unter Anderem die vier folgenden Einträge für die vier
Kopftypen:

host LeftHead{
fixed-address 172.16.16.1;
hardware ethernet 00:10:F3:00:b0:8b; Für 710-S und HS, linker Kopf
option host-name "lefthead";
}
host RightHead{
fixed-address 172.16.16.2;
hardware ethernet 00:10:F3:00:b0:10; Für 710-HS, rechter Kopf
option host-name "righthead";
}

http://curie/Technik/Reports/service/R990029.htm 17.05.01
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#host VLSLeftHead{
# fixed-address 172.16.16.1;
# hardware ethernet 00:10:F3:00:b0:8b; Für 1116, linker Kopf
# option host-name "vlslefthead";
#}
#host VLSRightHead{
# fixed-address 172.16.16.2;
# hardware ethernet 00:10:F3:00:b0:8b; Für 1116, rechter Kopf
# option host-name "vlsrighthead";
#}

Das ‘#’ ist ein Kommentarsymbol. Wie man sieht sind die Einträge für die 1116-Köpfe
auskommentiert, Es handelt sich also um eine 710HS. Jeder der beiden Köpfe hat also
einen Eintrag, in dem der Name das KopfPCs abgelegt ist. Außerdem steht in der Zeile
"hardware ethernet" die Hardwareadresse des Netzwerkchips. Hier muß die Adresse des
jeweiligen PCs eingetragen werden. Sie ist mit einem kleinen weißen Aufkleber neben dem
Prozessorkühlkörper auf der KopfPC Platine angebracht und wird evtl. vom
Schutzleiterkabel verdeckt. Diese Hardwareadresse ist die einzige maschinenspezifische
Konfiguration, die gemacht werden muß. Es braucht kein Setup, Telnet oder Ähnliches
mehr ausgeführt werden.

Einrichtung des Dienstes DhcpdNT auf dem Steuerrechner

Der nächste Schritt ist die Einrichtung und Aktivierung der Serverdienste. Zuerst wird
"dhcp.bat" im Ordner C:\DhcpdNT gestartet. Es muß eine Bestätigungsmeldung in dem
erscheinenden DOS-Fenster ausgegeben werden. Dann öffnet man die "dhcp.bat" mit
einem Texteditor und kopiert die darin bezeichnete Kommendozeile

"-c c:\\dhcpdnt\\dhcpd.config -en01 -d 3 -b c:\\dhcpdnt\\dhcpd.leases -l c:\\dhcpdnt\\log.txt


-s",

wohlgemerkt ohne das führende "rem"! Jetzt öffnet man in der Systemsteuerung das
Dienste-Kontrollfeld (DhcpdNT Dienst), fügt die Kommandozeile in die entsprechende
Zeile des Kontrollfeldes ein und startet den DhcpdNT Service. Danach ändert man die
Startart auf "Automatisch".

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Da in den Bedienrechnern zwei (bzw. eine Dualport-) Netzwerkkarten eingebaut sind, muß
dem Dhcp-Server mitgeteilt werden, welchen Port er benutzen soll. Dies wird mit zusatz
"en01" erreicht, der in der Startzeile des Servers enthalten ist. "en01" ist die Netzwerkkarte,
die in der NT-Netzwerkkonfiguration als [1] erscheint. "en00" währe also [2]. Dies ist zwar
nicht logisch, scheint aber für alle UV-Setter mit Dualport SMC Netzwerkkarte oder zwei
einzelnen SMC-Netzwerkkarten zu gelten. (Bei Adaptec Karten scheint diese Reihenfolge
vertauscht zu sein.)

Es ist demnach sicherzustellen, daß der Ausgang, der mit den KopfPCs verbunden ist,
wirklich mit [1] bzw. "en01" korrespondiert, ansonsten reagiert der Server nicht auf die
Bootanfragen der KopfPCs. Es ist unproblematisch, auf dem anderen Netzwerkport den
DHCP-Clientdienst laufen zu lassen, um dem UV-Setter eine dynamische IP-Adresse im
Kunden-Hausnetz zu geben.

Funktioniert das Netzwerkbooten nicht, muß zuerst kontrolliert werden, ob der Dhcp-
Server gestartet ist. Unter Systemsteuerung/Dienste (bzw. Services) muß in der Zeile
"DhcpdNT" "gestartet" stehen. ist dies nicht der Fall, kann noch einmal versucht werden,
den Dienst per Hand zu starten, indem man ihn selektiert und den Start-Button im Dienste-
Dialog drückt. Jetzt wird eine Fehlermeldung ausgegeben, daß der Dienst nicht gestartet
wurde. Danach schaut man in die Datei C:\DhcpdNT\log.txt. Existiert hier nun eine Zeile,
die in etwa "No subnet spezification for xx.xx.xx.xx" lautet, so wurde die falsche
Schnittstelle mit dem "en0x" Zusatz ausgewählt, oder die TCP/IP-Netzwerkkonfiguration
wurde verstellt. Hat man die TCP/IP Netzwerkkonfiguration, speziell die IP-Adressen,
überprüft und ist diese OK, bleibt also nur, den Port für den Dhcp-Server zu ändern.
Hierzu ändert man in der Dhcp.Bat den Eintrag "en01" auf "en00" bzw. umgekehrt. Bevor
nun der Server laut bekannter Arbeitsanweisung neu installiert werden kann, muß er mit
dem Befehl "dhcpdnt --remove" deinstalliert werden.

Einrichtung des Dienstes 3CTftpServer auf dem Steuerrechner

Der zweite Dienst ist der TFTP-Server von 3Com. Aus dem Ordner "C:\TFTP" wird die
Datei "3CTftpSvc.exe" in das Windows-Verzeichnis kopiert ("C:\WinNT") und danach das
Programm "3CTftpSvcCtrl.exe" gestartet. Hier ändert man den Pfad für das Download
Directory in "C:\Tftpboot\" und klickt dann nacheinander auf "Install Service", "Start
Service", "Save Changes" und "Quit".

Es ist kein Neustart erforderlich, auch die UV-Setteroberfläche kann weiterlaufen und die
Lampe an bleiben.

Teil 2: Änderungen am KopfPC

Bios Update für Rechner vor Bios Version 6.1h

Für RemoteBoot ist mindestens die Bios-Version 6.1h nötig. Wenn eine frühere Version,
z.B. 1.0 oder 6.1d, vorhanden ist, muß sie mit Hilfe einer speziellen Flash-Disk überspielt
werden. Diese Flashdisk enthält ein Flash-Brennprogramm und die entsprechende
Biosversion. Der Brennvorgang sollte mit der enthaltenen Batch-Datei problemlos und
automatisch passieren und dauert nur eine halbe Minute. Aber Vorsicht! Wenn während
des Brennens der Strom ausfällt ist der Rechner unbenutzbar, dann muß der Bios-Baustein

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ausgetauscht werden. Insgesamt wurden nur ca. 5 Maschinen mit älterem Bios ausgeliefert,
dieser Schritt sollte also in den seltensten fällen nötig sein. Falls keine Flashdisk zur
Verfügung steht, kann auch eine normale IDE-Festplatte oder ein Floppylaufwerk
angeschlossen werden und die Dateien per eMail von uns angefordert werden.

Einstellungen am Kopf PC

Zunächst ist die Flashdisk auszubauen und in die E-Montage zu geben. Ist ein 6.1h Bios
vorhanden, müssen folgende Änderungen an den Bios-Einstellungen vorgenommen werden:
Unter Standart CMOS Setup werden "None" Festplatten eingetragen. Unter Bios
Features Setup wird "Boot From Lan First" auf "Enabled" gesetzt. Zusätzlich wird der
IDE-Controller unter Integrated Peripherals abgeschaltet ("On-Chip Primary PCI
IDE").

Teil 3: Test

Beim Booten muß der PC jetzt einmal kurz Piepen, so wie daß bei PCs üblich ist, und etwas später noch
einmal etwas länger. Nach ca. 30s fängt die gelbe LED wie gewohnt an zu blinken.

Weitere Dokumente

R990022 Booten von Diskless Workstation mit Flashdisk


R990030 KopfPC RemoteBoot Dokumentation

Modified March 16, 2000 [St]


Modified March 14, 2000 [An,St]
Modified March 6, 2000 [An]
Created March 3, 2000 [St]
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