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Das Interview mit Herrn Wilhelm Landig

Interviewer: „Was war, Ihrer Meinung nach, der ONT (= Ordo Nuovo
Templis/ Neutempler Orden) für ein Vorläufer, vor dem III. Reich, welche
Ideologie hat er geformt für das III. Reich?”
W. - Landig: „Ja also: mein Freund Mundt, der den ONT geführt hat nach
dem (I. Welt-)Krieg, hat ihn übernommen von einem gewissen Seppel,
ein älterer Herr, der auch in Wien gewohnt hat. –Und über die
Vorgeschichte des ONT erfuhr ich nur über Mundt. - Daß der
österreichische Hochadel halt führend im ONT tätig war und daß der ONT
Waleien(?) in Mexiko und in Deutschland hatte, im Deutschen Reich.”
„Die Ideologie vom ONT haben Sie nicht näher bestritten?”
„Nein, nein. Ich weiß nur, sie haben mehr oder weniger auf Lanz von
Liebenfels aufgebaut.”
„Wie sind Sie auf das Material von der Thule-Gesellschaft gekommen?”
„Na ja, eigentlich war das -.Das ist eine etwas schwierige Frage, wenn
man sie in den Einzelheiten sieht. - Ich kam in jungen Jahren, noch von
der Studienzeit her, zu einem Studentenfreikorps. Und das
Studentenfreikorps lag auf der Linie von General Ludendorff. Und über
die Ludendorff-Linie kam ich auf viele aufgelegte Schriften in der
sogenannten Tannenberg(XX)-Bewegung, die natürlich aber jede
Okkultik und Esoterik scharf ablehnten. Und bekanntlich ist das so: daß
alles, was man als Ablehnung (zu erfahren) bekommt, macht neugierig.
Und so bin ich - ich wollte eben mehr wissen, und so habe ich auch (in)
die andere Seiten mal mit hineingeguckt. Und da kam ich auf
Verbindungen, die nicht direkt Thule-Leute waren, die aber schon
Bescheid wußten, über was - die Richtung usw. - wie das läuft. Und dann
erfuhr ich auch, weiters, daß die Thule-Leute sich langsam von der
NSDAP abgesetzt haben. Und nun war ich da sehr überrascht, weil ich ja
dachte, mehr oder weniger, es waren die geistigen Väter. - Tatsächlich
habe ich aber mit Entfernung, also mit Zeitdistanz, erkannt, daß sich die
NSDAP in den meisten Dingen von den Grundlinien abgewandt hat. Als
Beispiel etwas, was mich ebenfalls sehr stark beeindruckt hat, und das
betrifft auch den Fall Röhm. Die Partei hat unter anderem einmal das
positive Christentum herausgestellt. Und nun haben wir, von der
Ludendorff-Linie aus, nicht sagen wir: antichristlich agiert, aber wir sind
von dem Standpunkt ausgegangen, den Friedrich der Große vertreten
hat: ‚Jeder möge nach seiner Façon selig werden, aber die Politik und die
Religion sind getrennte Dinge.’ Und das war bei der NSDAP so gewesen,
daß z.B. die norddeutschen SS-Leute - SA-Leute - mit der Kirche wenig
zu tun hatten, da (sie) wenig religiös waren, und in Bayern ist die SA in
Uniform geschlossen in die Kirchen gegangen. Und da habe ich gesagt,
das paßt irgendwie nicht zusammen: hier in Bayern ist das so und in
Hamburg ist das wieder anders; entweder ist alles gleich, oder es ist
keine aufrichtige Linie. Das war aber nur eine Kleinigkeit. Es kam dann
noch etwas dazu: ich weiß nicht mehr den Punkt, ich glaube es war der
27. Parteipunkt (es war Punkt 11 des NSDAP-Programms vom 24.
Februar 1920) wenn ich nicht irre: Die Streichung (Brechung) der
Zinsknechtschaft von Gottfried Feder. Und das ist der Punkt, von dem ich
weiß, daß viele Leute, bei uns auch die jungen, aber insbesonders die
Arbeiterschaft, gesagt hat: das ist der Schlüssel! - Und auf einmal, im
Jahre 33, bei der sogenannten Machtübernahme, verschwand der
Gottfried Feder völlig.”
„Der ist verschwunden?”
„Verschwunden! Nichts, kein Wort mehr - Brechung der Zinsknechtschaft,
alles - ist nichts mehr, nichts mehr gemacht worden. - Von Gottfried
Feder hat man nichts mehr gehört. Wir wußten nicht wo er ist, was mit
ihm ist. Und das war ein Punkt, der auch bei Röhm zum Nachdenken
gekommen ist. Denn Röhm lag auf der Linie von Feder. Röhm hatte die
ganzen Arbeiter hinter sich gehabt. Röhm hat diesen Ausspruch getan:
‚Wir haben die nationale Revolution erreicht, aber die soziale steht noch
aus.’”
„Jetzt meine ganz spezielle Frage: Hat man da nicht den Eindruck
bekommen, daß sich gewissen Leute - Sie wissen ja wie die Freimaurer
arbeiten: ‚Infiltriere Deinen Feind, weihe Ihn ein, in Dinge, die ihn am
Interesse halten, um dann das Ruder wieder zu übernehmen!’ - können
Sie sich vorstellen, daß, weil man sich nicht durchsetzen konnte, um an
die Macht zu kommen, daß hohe Nazi-Funktionäre Geschäfte gemacht
haben mit der sogenannten Hochfinanz, mit dem Finanzadel, um an die
Macht zu kommen und daß deswegen Röhm und daß deswegen Gottfried
Feder praktisch liquidiert worden sind?”
„Selbstverständlich. Es paßte einfach nicht mehr hinein in das Konzept.
Das ist der Punkt. Man bekommt Geld. Man bekommt Auflagen. Und in
den Auflagen war drinnen, möglichst von der Goldwährung nicht
wegzugehen, und vor allem die Federsche Theorie oder These
auszumerzen.”
„Also man kann sagen: der freimaurerische Hochfinanzadel hat durch
seine Finanzierung des III. Reichs Auflagen gemacht, daß die Ur-Idee der
Zinsknechtschaft fallen gelassen wurde.”
„Selbstverständlich. Und das ist auch dadurch bewiesen, weil Hitler den
Hochgradfreimaurer Schacht, ich habe ihn mal persönlich kennengelernt
in München - nach dem Krieg, daß der Hochgradfreimaurer Schacht dann
einen Kompromiß durchgefeilt hat, zugunsten der Hochfinanz natürlich,
nicht? Aber er hat, damit die NSDAP und Hitler nicht ganz das Gesicht
verlieren, hat er eben den Wert der Reichsmark auf die Arbeit verlegt,
aber nicht auf Gold. Also man konnte sagen, wir unterliegen nicht der
Goldwährung, aber dem Wert der Arbeit. Also, das deutsche Industrie-
und Schaffenspotential ist die Sicherung zur Währung. Also eine Art
Verpfändung der Werte.”
„Also man kann sagen, daß die Ur-Idee, die Revolution gegen die
Freimauer und gegen die Weltherrschaft, Kapitalherrschaft, eigentlich in
dem Moment schon wieder unter die Kontrolle dessen gekommen ist, in
dem Moment wo sie praktisch das III. Reich finanziert hat. Können Sie
darüber etwas sagen?”
„Richtig, richtig.”
„Wissen Sie darüber ein paar Beispiele dazu?”
„Ein indirektes! Die plötzlich geduldete Aufrüstung Deutschlands. Damit
auf der einen Seite die sogenannte Freiheit des Deutschen Reiches mit
Hitler dokumentiert war, aber auf der anderen Seite die Gegenmächte in
Amerika, England und Frankreich wiederum Grund zum mehr
Aufrüsten hatten, um ein Gegengewicht wieder zur deutschen
Aufrüstung zu haben. Und - damit war schon wieder die Weltwirtschaft
angekurbelt. Und das war wiederum der große Mammon, der vor allem in
der amerikanischen Kriegsindustrie gemacht wurde.”
„Was haben die sich versprochen, (da)durch daß sie Hitler an die Macht
gebracht haben?”
„Das ist eine sehr knifflige Frage. Man war sich schon klar, wenn Hitler
nicht käme, käme der Bolschewismus. Das war eigentlich schon klar. Es
waren die bürgerlichen Parteien, einschließlich der SPD, damals der
Sozialdemokraten, waren ja alle schon mehr oder weniger ausgelaugt,
und der Kern der Sozialdemokraten war ja auch halbkommunistisch, da
war also das Reichsbanner mit den militanten Organisationen sehr stark
usw., die im Bedarfsfall eher mit den Russen und den Kommunisten
gegangen wären. Und die bürgerlichen Kräfte waren überhaupt nicht
imstande abzuwehren. Es war also die Auseinandersetzung: radikal
rechts oder radikal links. Und hier hat man gesagt: Also eine
Bolschewisierung von ganz Europa wollte man auch nicht haben. Also als
Gegengewicht gegen den Stalin - Stalin bzw. vorher Lenin.” „Können Sie
mir Beispiele geben, wie die NSDAP vom Ausland finanziert worden ist,
um die Machtergreifung zu bekommen? - Wie sie finanziert worden ist?
Hat es Gerüchte gegeben, im III. Reich, woher das Geld kam?” „Gerüchte
gab es. Da wurde immer wieder der Name Warburg genannt. Das
sickerte durch. Und es kam über Holland. Auch das sickerte durch. Es
haben eigentlich immer Leute auch gewußt, wo ich selbst erstaunt war,
woher hatten diese diese ‚Saga’, sagen wir, nicht wie es damals also -
oder ‚Fama’ wie die das lateinerisch gesagt haben -, also wo das her
kommt. Aber es hat gestimmt! - Es gibt nichts, was ganz dicht ist. Und da
sind eben die Dinge durchgesickert. Und vor allem in der Ludendorff-
Bewegung hat man da sehr schnell ein Gespür bekommen.” „Gab es da
irgendwelche Summen und wer hat das Geld bekommen?” „Ja, es war
damals so: die NSDAP hatte einen Reichsschatzmeister. Das war der
Gregor Strasser. Und Gregor Strasser wußte um das Geld. Und sein
Bruder war Otto Strasser, der aber, gerade wie der Gottfried Feder sagte,
das war der auslösende Punkt. Der Otto Strasser ist abgesprungen aus
der NSDAP und hat in Berlin die revolutionären Nationalsozialisten
gegründet, mit der Bezeichnung: Die schwarze Front. Die sind natürlich
dann sofort verfolgt worden. Der Otto Strasser hatte in Prag seinerzeit
einen Sender gegen das III. Reich eingerichtet, also besser gesagt gegen
die Hitler-Partei und gegen Hitler. Und hier wurde der Leiter des Senders,
ein gewisser Ingenieur Forrmann, von Agenten, also Gestapo-Agenten
hat man gesagt, ermordet - also liquidiert. Da brach der Sender
zusammen. Und in Wien hat damals eine kleine Gruppe eine Zeitung,
„Der schwarze Sender”, hergestellt, die schwarz über die Grenze ins III.
Reich gebracht wurde. Aber die haben sich nicht mehr halten können, die
warn zu schwach, und einige hat man erwischt und sind alle ins KZ
gekommen, glatterweise.”-„Und was hat der Strasser gewußt?” „Also die
zwei Strasser-Brüder haben ja dann keinen Kontakt gehabt, weil der
Gregor konnte mit dem Otto nicht mehr, - nachdem der ja gegen die
Partei war. Und bei der Röhm-Angelegenheit hat man den Gregor
Strasser gleich mitliquidiert - als Wisser um diese Dinge, damit ein
Mitwisser verschwindet, der maßgeblichste.” - „Und was hat er gewußt?”
„Die Finanzierung. Er war der Reichsschatzmeister. Er hat doch das Geld
übernehmen müssen - und verteilt in der Partei. Und die SA ist auch
beteilt worden. Aber der (Arbeiterführer) Röhm hat kein Geld bekommen -
(nur) der Gregor Strasser.” „Und was hat er genau gewußt, was sagt man
genau, was er gewußt hat, woher das Geld kam? - Können Sie das
nochmal wiederholen.” „Darüber kann ich keine Einzelheiten sagen.”
„Aber er war ein Mitwisser?” „Der Gregor Strasser war nicht Mitwisser, er
war Wisser. Er war doch der Kopf. Als Reichsschatzmeister ging doch
alles durch seine Hände.” „Hat sich dann an dem Parteiprogramm etwas
geändert, nachdem die Hochfinanz Geld reingeschossen hat nach
Deutschland?” „Ja, der Gottfried Feder verschwand einmal aus dem
Grund(?). Und sonst hat sich nichts geändert. - Ich hab da eine andere
Erinnerung. Ich war einige Zeit in Berlin, im Jahre 37 bis die Veränderung
im Jahre 38 kam, wo ich heimkonnte nach Wien. Und da lernte ich in der
Geschäftsstelle einer SS-Standarte in Berlin einen alten Hauptscharführer
kennen, der dort hauptamtlich in der Kanzlei tätig war. Und mit dem habe
ich mich sehr bald sehr gut verstanden, und der sagte mir einmal, als wir
uns schon länger kannten, war dort auch bei ihm privat eingeladen, als
Kamerad zu Kamerad, und der erzählte mir dann, ob ich die erste
Ausgabe von >Hitler. Mein Kampf< gelesen hätte? Ich sagte: ‚Nein, ich
kenne >Mein Kampf< und, wenn ich ganz offen bin, flüchtiger gelesen,
nicht ganz studiert.’ Und da hat er mir dann eine erste Ausgabe gezeigt,
die besaß er, und da war vieles anders als in den späteren Ausgaben. Da
hat man hier schon reguliert, hat man hier schon geändert. Das habe ich
nicht vergessen, das habe ich auch in meiner Chronik fest- gehalten.”
„Kann man sagen, daß die Ideale, die das III. Reich vertreten hat - gegen
wen haben Sie eigentlich gekämpft? Auf den Punkt gebracht, gegen was
sind Sie eigentlich vorgegangen?” „Also von der österreichischen Seite
aus gesehen, für Groß-Deutschland. Gegen (für) die Wiederherstellung
der Freiheit, aufgrund der Friedensverträge, die uns genommen wurde.
Rückkehr deutscher Gebiete, die uns gestohlen wurden. Und letztlich,
dann auch natürlich ideologisch, gegen Freimaurerei. Und letztlich, für
einen beengten Kreis, der wir in der SS und im Freikorps waren, und das
hat auch in die Ludendorff-Linie gepaßt, auch die Freiheit vom
Bibelwissen, also gegen das Christentum, nicht aktiv gegen das
Christentum, aber abwehrend - also für eine Religionsfreiheit.” „Kann man
sagen, daß hinter dem III. Reich eine esoterische Gesellschaft stand?”
„Ja, wir hatten - in der SS gab es da doch die Gruppierung Rahn(?),
wobei Rahn auch nicht die Idealfigur war – letzten Endes - und dann
andere, also ich kann's in Namen schwer herausziehen, u.a. z.B. der
Siebert, Obergruppenführer Siebert, dann-. Es war so, daß die höchsten
SS-Führer in der Wewelsburg einen eigenen Orden für sich hatten. Also,
die Wewelsburg war als Schulungszentrum für die SS gedacht. Die SS
sollte ja überhaupt als Orden übergreifend über die Partei,
weltanschaulich, die ganzen Dinge in die Hand bekommen, nachdem ja
die NSDAP mehr oder weniger eine Massenbewegung war, ohne
besonders klare Zielsätze herauszustellen. Und bei der SS wollte man,
wenn ich es von mir heraus so nennen darf, eine Art Edelmenschen
herauskristallisieren, also einen Volksadel, von rassisch einwandfrei
guten Menschen, wobei (ich) natürlich das Problem der Rasse nicht
überbewertet sehen will, aber zumindestens auf gesunde Menschen mit
einem deutschen Volksbewußtsein und mehr oder weniger Sicherung des
Reiches und auch geistig auf Jahrzehnte bis auf Jahrhunderte hinaus,
soweit das eben menschlich möglich ist. Und das uns damals bewogen,
das hat uns junge Menschen fasziniert, weil bei uns das Wort Idealismus
noch viel gegolten hat. Idealismus ist immer ein Ziel, etwas erreichen zu
wollen, was man nie erreichen kann, aber es richtet aus und führt höher,
anstatt zurück.” „Gehen wir zurück zur „Thule-Gesellschaft”. Wer war die
„Thule-Gesellschaft” und wo war ihr Hauptzentrum?” „Ja, die ‚Thule-
Gesellschaft’ war in München. Sie wurde bekannt, weil in der Räte-
Regierung, in der Kurt-Eisner-Zeit, wo Teile der Leute von den
Kommunisten erschossen wurden - an die Wand gestellt und erschossen
wurden. Und dann: die Überlebenden haben dann eben noch bis zur
Gründung der NSDAP mitgeholfen und sich dann zurückgezogen. Aber
es waren dann nicht mehr viele. Und über die Grundlinie sagte (ich) Ihnen
bereits am Anfang, daß mir keine Einzelheiten bekannt sind, aber sie
decken sich mit dem, was die SS mehr oder weniger im Kern
herausholte.” „Was war mit Ludendorff? Sie waren in der Nähe von der
Ludendorff-Bewegung. Was hat Ludendorff bewegt?” „Ludendorff war ja
ein enger Freund von Hitler, mit Hitler befreundet, und die hatten doch
gemeinsam 1923 den Putsch gemacht, in München, den Putsch in
München. Und der ist doch zusammengeschossen worden, und
Ludendorff hat sich aber dann, weil er gemerkt hat, das hängt auch mit
der Finanzierung zusammen, der hat doch gesehen was los wird, was da
kommt, und der hat sich dann von Hitler getrennt. Und im Jahr 37, (ich)
kann mich erinnern, ist Ludendorff gestorben. Aber wie er noch im
Krankenbett lag, kam dann Hitler zu ihm. Und angeblich, (ich) war nicht
dabei, natürlich, auch von andern weiß ich's nicht, aber angeblich hätten
sie sich dann am Krankenbett Ludendorffs noch versöhnt, mit dem
Versprechen, Hitler wird alles tun, daß es zu keinem III. (II.) Weltkrieg
kommt. Zwei Jahre später war der Krieg da. - Ich habe den persönlichen
Eindruck, daß Hitler den Krieg ja auch nicht gewollt hatte, daß er aber
läppisch in die Falle gerannt ist.” „Daß er nicht gewollt hat, oder daß er
gewollt hat?” „Daß er den Krieg nicht wollte, aber in die Falle gerannt ist,
die ihm gestellt wurde, damit der Krieg kommt. - Schauen sie, es ist ja
ganz einfach - mit der Sudetenfrage hätte er müssen für eine Zeit Ruhe
geben. Das sagt jeder Taktiker und normal denkende Politiker. Aber er
hat im Rausch des Sieges, wenn ich so sagen darf, hat er dann die Polen
auch noch herausgefordert, mit den Forderungen von Danzig, ja vielleicht
noch berechtigt, aber mit dem Korridor usw. Und die Polen hatten aber
die Garantie Englands, Schutzgarantie Englands, und die Engländer, das
weiß ich wieder, und zwar nicht von einer Zeitung oder einem Buch,
sondern konkret, haben Hitler die Falle gelegt, daß auch die Polen nicht
nachgeben, so daß der Hitler nicht mehr konnte, und die Polen haben
provoziert, da war doch der Fall von - wie hieß die deutsche
Grenzstadt,die deutsche, wo man die Deutschen doch umgebracht hatte,
-fällt mir g'rad nicht ein(Gleiwitz). Und da mußte Hitler ein-, da mußte
Hitler etwas tun. - Und bei Rußland war das vollkommen klar, Rußland
war ja zum Einmarsch bereit, das wußte man.” „Wer war Dr. Morell und
was war er?” „Morell war ein Arzt. Wie er zu Hitler herangeschleift wurde,
entzieht sich meiner Kenntnis. Aber er war dann da und er hat die
gesundheitliche Betreuung übernommen. Und die SS-Ärzte, Professor
Brandt und dann der Doktor oder Professor Fikentscher, - (mit)dem
Fikentscher habe ich korrespondiert und der lebte in Kiel, völlig verarmt
nach dem Krieg. Und die hat er entlassen und der Morell hat ihn
behandelt. Wie unsere Ärzte sagten, als Quacksalber. (So) haben ihn
unsere Ärzte benannt. Und dem Morell ist auch nach 45 ist überhaupt
weiter nichts passiert. Er war sofort frei, er ist nicht verhaftet worden,
nichts, nur: Zwei, drei Jahre später ist er plötzlich gestorben.
Fragezeichen unter der Klammer, zwei Fragezeichen.” „Und was war er,
was war Morell?” „Das wissen wir. Man hat gesagt, er war Freimaurer.
Nur ich persönlich hab' keine Papiere, natürlich, gesehen. Das geht ja
nicht, ging ja nicht. Aber man hat mir konkret gesagt, Morell war
Freimaurer. Das hat sich dann herausgestellt. - Und da wollte ich Ihnen
ein Beispiel dazu sagen: Ich war eng befreundet mit dem ehemaligen
illegalen SA-Führer von Wien, Franz Tür. Der Tür hat die unglaublichsten
Tricks angewandt, um damals, in der sogenannten Kampfzeit die Polizei
auf Atem und Trab zu halten. Die vielen Erfolge die wir damals im
Untergrundkampf hatten, waren seiner Schlauheit und seinem Genius
(zu)gut' zu halten. Aber er war mit Röhm sehr gut verbunden. Und Tür
war einer der sogenannten verläßlichen alten Kämpfer. Und im Jahre 38,
als der Umbruch in Österreich praktisch kam, da war das erste, was er
machte, daß er erstens einmal mit seinem Dienstwagen, den er sofort
bekommen hat, die ganzen Straßenbahnhaltestellen, wie sagt man,
Straßenbahnremisen, abgefahren ist und die entlassenen roten
Straßenbahner alle wieder in den Dienst geholt hat. Weil sie die alle aus
politischen Gründen rausgeworfen hatten. Und bei der Gelegenheit hat er
gleich Basul (reinen Tisch) gemacht und wußte u.a. den obersten Chef
der Freimaurer, ein gewisser Dr. Neumann in Wien im 6. Bezirk und ist zu
dem Dr. Neumann mit zwei SA-Leuten hinauf und hat bei Dr. Neumann
Hausdurchsuchung gemacht. Und haben aber nichts dabei gefunden.
Man wußte aber, er ist der Chef der Freimaurerei, damals von Österreich.
Und wie sie gegangen sind, hat das Dienstmädchen des Neumann die
Augen verdreht, im Vorraum auf Koffer geschielt, die auf Kästen
gestanden sind. Und das hat der verstanden, der Tür, und hat die SA-
Leute angewiesen, die Koffer 'runterzunehmen. Und die waren alle voll
mit Devisen und Papieren und Akten. Daraufhin hat er alles sofort
beschlagnahmt und hat sofort nach Berlin die Reichskanzlei angerufen,
Bericht durch-gegeben usw. Und zwei Tage später kommt von Berlin der
Befehl, alles zurückzugeben. Also war für uns alles klar. Und der Tür ist
zurück-getreten. Also nach dem Anschluß war er politisch nicht mehr
aktiv.” - „Er (Hitler) war dann nur noch umgeben praktisch von der
sogenannten hochfinanzeingesetzten freimaurerischen Gruppe?” „Ja, ich
sagte Ihnen, er hat seine verläßlichen Leute nach und nach fallen
gelassen und hat dort, wie wir im Volksmund sagten, die ‚falschen
Fuffziger’ hochkommen lassen. Und letzten Endes der gefährlichste
Mann, der alles behindert und verhindert hat, war sein Stellvertreter
Bormann, der sowjetischer Agent war, nachgewiesen! Wir haben doch
knapp vor - wenige Tage vor Kriegsschluß konnten wir noch, vom
Sicherheitsdienst aus, Funkspruche abfangen, die Bormann mit Moskau
gewechselt hat.” „Und um was ging es da?” Naja, der Verrat. – Schau‘n
Sie, nach dem Krieg ist erschienen-verschiedene Bücher und Hinweise,
auch über das Oberkommando der Wehrmacht, und da hieß es immer
und überall, es gab einen sogenannten Werner, den man nicht
entschlüsseln konnte. - Wer ist der Werner? Das war ein Kopf, der ganz
oben saß, alles wußte und verriet! Und der Werner, man weiß nicht, wer
der Werner ist. Und ich hab' sofort auf den Bormann mich eingeschossen.
Und es hat sich auch später durch andere Quellen bestätigt, daß meine
Ahnung oder meine Annahme richtig war. Es war also Bormann, der
verraten hat. Und er starb auch dann, ich glaub 54 oder 56, in der Nähe
von Moskau in einer Datscha. 'S ist ihm gut gegangen. Und der - Koch,
der in Polen saß oder sitzt, der war ebenfalls Agent. Denn es war ja
vorgesehen -, ich kann Ihnen das konkret deshalb sagen: Ich war mit dem
letzten ukrainischen Ministerpräsidenten vom Jahr 1919, ein gewisser
Ladoslaw Sedzcow und seiner Frau, Slada Sedzcow - Mit Slada Sedzcow
habe ich ein langes Gespräch einmal mit ihr später in Südamerika
geführt, wo ich sie traf. Und sie sagte mir, wie der Koch gekommen ist,
haben die Ukrainer auf die ihnen versprochene Freiheit gewartet. Wobei
ich aber noch zwischendurch einfügen müßte, da war auch Rosenberg
mitschuldig, der die Koch-Linie unterstützt hat - dann, der also gegen die
Freigabe der Ukraine war. Sie, die Sledzcow, sagte mir, das ist die
prominenteste und absolut sichere Quelle: ‚Wenn damals Hitler die
Ukraine freigegeben hätte, hätten die Ukrainer zwei Armeen gegen Stalin
aufgestellt. Und es wäre der Fall Moskaus nicht mehr auf-zuhalten
gewesen.’ Und so hat die Wendung von Koch die Partisanen gezüchtet.
Und genau das war es, was uns dann so viel zu schaffen machte und
unsere Kräfte gebunden hat. Und dasselbe hat sich wiederholt. Knapp vor
Kriegsschluß hat Bormann die Südtiroler nach Elsaß aussiedeln wollen
und dort französische Bauern enteignen. Und das Ganze, was gekommen
wäre, wenn die Bauern enteignet worden wären, wäre auch Maqui
geworden,- französische Partisanen knapp vor Kriegsende! Und ich weiß
das, weil ein Freund von mir war Abgeordneter im Deutschen Reichstag
und nachher bei der Leibstandarte. Und mein Freund sagte mir, er ist
zusammen mit Birkel, der erster Gauleiter Wiens war, aus dem Saarland,
zu Bormann geflogen, oder gefahren, und haben 10 Tage gewartet, daß
sie, über Bormann, einen Termin bei Hitler bekommen, um das
aufzuhalten - hat der Bormann verhindert. Aufgrund der Kriegsereignisse
kam es nicht mehr dazu, daß die Südtiroler nach Elsaß transportiert
werden konnten. Aber es war der Bormann. Auch der Auftrag Bormanns.
Und dazu hat man dick(feste) gearbeitet. Und das weiß ich das aus erster
Hand, konkret.” „Jetzt ist die Frage: Wenn praktisch alles unter der
Kontrolle der Freimaurer, während des Krieges schon wieder, war, - dann
war der ganze Krieg nur eine Materialschlacht, um den Weltmarkt zu
beleben?” „Um das ist der Grundsatz überhaupt gegangen!” „Alles geht
nur um‘s Geld?” - „Geld und die Macht. Geld und Macht!” „Kann man
sagen, daß, als der Krieg dann zu Ende ging, zu Ende geplant wurde,
daß die Doppelagenten, die praktisch für die Freimaurer gearbeitet
haben, dann - die hohe Nazi-Funktionäre waren - alle in Argentinien vom
CIA und vom Vatikan in Sicherheit gebracht worden sind?” „Ja, es war
mehr die Kirche, wieder. Es war die Kirche, die geholfen hat.” „Können
Sie das ein bißchen erklären? Was wissen Sie darüber?” „Ja, - und zwar
deshalb, weil viele Nationalsozialisten noch Katholiken waren. Und, was
mir nicht klar ist, warum die Kirche(christlich handelte) - Ich könnte es
vielleicht so erklären: Die Kirche hat auf jeden Fall dankbar sein wollen,
ungeachtet, daß sie selbst verfolgt wurde, mehr oder weniger halt, daß
der Bolschewismus nicht kam.” - „Inwieweit kommt der Name „Die
Schwarze Sonne” von SS. Was steht da wirklich dahinter, oder war es nur
ein Zufall?” „Ja, das ist eine sehr, sehr weit zurückgreifende Frage. Das
ist in wenigen Worten schwer zu sagen, aber die Wurzel geht auf Sumer
zurück, auf die Sumerer, in Kleinasien, aus der Zeit noch - also vor
Babylon (Juda). Und zwar gab es, hat man da Tafeln gefunden mit
Keilschrift, wo die zwei Sonnen, die weiße und die schwarze Sonne,
abgebil…, also gemeißelt sind und die Erklärungen vorhanden sind. Und
die schwarze Sonne ist das innere Licht; das Purpur-Schwarz, das im
Inneren leuchtet; und die weiße Sonne oder goldene Sonne ist die
Tagessonne, das ist die Exoterik; und die schwarze Sonne ist die
Esoterik, -mehr oder weniger kurz auf einen Nenner gebracht. Aber es ist
weiteres, es hat eine weitere Erklärung. Ich hab die - ich habe Jahrzehnte
habe ich (mich) mit dem Begriff „Schwarze Sonne” herumgeschlagen, und
bin immer auf - immer wieder, bis zur Wurzel, bis ich zur Wurzel kam.” -
(Schnitt) „Wohin haben sich die Deutschen abgesetzt und inwieweit - wer
hat das Ganze überlebt, im Ausland?” „Überlebt?” „Ja, wer hat sich vor
allen Dingen abgesetzt im Ausland?” „Naja, also, abgesetzt - schauen
Sie, das ist ein sehr schmutziges, heikles Kapitel auf einer Seite, auf der
anderen Seite haben sich prominente Bonzen des III. Reiches, es waren
durch die Bank Parteileute, die haben sich, das war ein Fehler der
Reichskanzlei, mit Wissen Hitlers, daß die Gelder an die Parteileute
gegeben wurden, die in der Schweiz deponiert werden sollten oder
sonstwo, mit Schlüsselworten, die bei Bedarf abgehoben werden könnten
oder sollten. Diese Leute sind alle verschwunden; Gelder sind in der
Schweiz vorhanden, in Milliardenhöhe, aber es meldet sich niemand und
es kann niemand beheben. Und um die Jahrtausendwende wird das
wahrscheinlich dem Schweizer Staat an-heimfallen, ein Teil. Und ein
anderer, großer, Teil von Mitteln wurde von diesen Bonzen, muß ich offen
sagen, verschleppt und dies ist dann bis ans Lebensende, soweit sie
gelebt haben oder noch leben, -wird ihr Dasein gesichert haben. Anders
war es mit uns bei der SS. Wir bekamen nur die technische Rettung der
Dinge übertragen, auch den Fall des antarktischen Stützpunktes, und das
war eine Angelegenheit der SS, und die Sicherstellung der Flugscheiben
usw. und der Geheimwaffen. - (Hüsteln) Und jetzt verschrotten und
vermodern die letzten Scheiben in den Anden,weil: es gibt kein Material
zum,kein also,Reparaturmaterial, nicht?, weil ja auch kein Geld da ist.”
„Ja wir gehen jetzt gleich auf die Absa(e)tzbewegungen. Welche
Absatzbewegungen hat es gegeben? Nach Südamerika, Antarktis. Wenn
Sie uns über die Absatzbewegungen etwas sagen können?” „Ja, ja, die
Absatzbewegung ging größtenteils nach Südamerika.” „Aha - Wohin?”
„Naja, also, auf Argentinien, Chile, Peru - überallhin, überallhin, auch
Brasilien und.” „Und was hat es mit den, jetzt kommen wir zu den
Flugscheiben. - Sagen Sie uns kurz, was hat es mit der Absatzbewegung
AK-Korps auf sich?” „Über (das) AK-Korps bekam ich eine Verbindung
über Graz. Flugger, der Verfasser von AK-Korps ist Grazer, und ich wollte
ihn in Südamerika treffen, ein persönliches Gespräch, -und ungefähr zwei
Monate, oder was, vorher wurde er in Rio umgebracht. Wie ich schon
sagte, aus meiner Umgebung sind fünf Leute umgebracht worden. Einer
war auch der Flugger. Und ich hatte direkt Antarktis-Verbindung und zwar
ein gewisser Ingenieur Wuppermann. Ich kann heute Namen alle ruhig
sagen. Der Wuppermann hatte Verbindung mit dem Reich und mit Wien
aufrechterhalten, also mit mir, und kam so jährlich einmal herüber. Der
war Verbindungsmann aus Argentinien in Buenos Aires und zwischen der
Antarktis. Und wie er das letztemal bei mir war, also ich/Wien war die
letzte Station, dann ging es zurück nach Buenos Aires, und eine Woche
d‘rauf wurde er vor der Casa Rosada, das Innenministerium od.
Polizeipräsidium in Buenos Aires, wurde er um 11 Uhr Vormittag
erschossen. Und nun ist das vielleicht für Sie speziell interessant:
erschossen wurde er um 11 Uhr Vormittag. Dann hat es bei der
Bundesmarine einen Ingenieur gegeben, nach dem Krieg jetzt, in den
achtziger Jahren, der an den Lenktorpedo(s) mitgearbeitet hat, die wir am
Ende des Krieges schon hatten. Und wo wir, laut Beschreibung in dem
zweiten (seiner insgesamt drei) Band einen ganzen Geleitzug noch
versenkt haben, der verschwiegen wurde, in den feindlichen Meldungen,
und bei uns konnte es nicht mehr gebracht werden. Und der Ingenieur
hatte ein separat -, ich war bei ihm, er hat mir das gezeigt, unter
strengster Auflage, natürlich den Mund zu halten, an (ei)nem Seitenarm
der Elbe. Und da hat er gesagt, er ist schon angegangen worden, da sind
Agenten, die haben da schon was mitbekommen, und man hat ihn schon
angesprochen und er hat natürlich die abblitzen lassen. Und, es hat nicht
lang gedauert, da ist er um 11 Uhr in seiner Wohnung in Bergedorf (HH)
umgebracht worden.” „Wo ist das?” „Um 11 Uhr. Und wie mein Freund
Karl-Heinz Priester vom CIA umgebracht wurde, in Köln, war es 11 Uhr
Vormittag. Überall hat die Zahl 11 eine Rolle gespielt. - Also wenn hier
nicht die Kabbala hineinspielt? - Sie sehen also, es gibt auch bei den
feindlichen Diensten eine Art Aberglauben. Und: zumindest zeigt das
auch auf die Hintermänner, daß es auch Hintermänner (gibt), die
Kabbalisten sind.” „Meine Frage ist: Wo ist AKKAKORPS, was wissen Sie
über AKKAKORPS?” „AKKAKORPS ist im Norden, war, war, ist nicht
mehr dort, ist am Rio -, weiß momentan nicht auswendig, also südliches
Amazonas-, an der Grenze zu Bolivien zu. Und die sind dann aber dort
dann weg. Und meines Wissens - habe keine Verbindung mehr -in:- ganz
nördlich vom Rio Negro.” „Wo liegen die Flugscheiben, die nicht repariert
werden können, diese?” „In den Anden.” „In den Anden! - Weiß man da
irgendwelche Gebirgszüge?” „Ja, wenn ich's wüßte, würde ich's auch
nicht sagen. Aber ungefähr. Es ist ein sehr - es ist ein riesiges Gebiet.
Man findet‘s nicht.” „Aber ungefähr, die Gebirgsketten oder was?” „Na,
zwischen Ecuador und Chile.” „Das ist ein großer Begriff. Das sind ein
paar tausend Kilometer.” „Und auch nicht, und auch nicht. Es sind also
zwei oder drei vorhanden. Und die sind nicht auf einem Platz.” „Und die
sind mit deutschen U-Booten dahin gebracht worden?” „Nein, die sind
geflogen - noch.” „Die sind noch geflogen?” „Die sind noch geflogen; die
haben die U-Boote begleitet, als sie von Norwegen in die Antarktis
gefahren sind.” „Was waren Sie im Zweiten Weltkrieg und wodurch sind
Sie an die Geheimunterlagen von den deutschen Flugscheiben
herangekommen?” „Na, ich sagte, ich war nur. - Also erst einmal war ich
bei der SS und hatte dort bei einer bestimmten Dienststelle mitgearbeitet,
die nicht genannt werden kann oder soll, und dann war ich, wie ich von
der Wehr-macht dann zurückgekommen bin, aus dem Kriegslazarett
Belgrad, wurde ich von der Partei freigeholt und wurde Sachbearbeiter für
geheime Reichssachen bei Schirach. Da hatte ich von der SS den
Auftrag, in Wien zu bleiben und in der Nähe von Schirach: zu sehen, was
da alles gemacht wird. Und als ich dann über seine schlechte Haltung,
seine Amouren usw. - und während der Bombenangriffe hat er Gedichte
gemacht. Habe ich natürlich bei unserer Dienststelle (schriftlich)
festgelegt. Und eines Tages war ein ganzes Konvolut von Sünden,
sogenannten Sünden, beisammen - und da ist ein Kurier zu
Reichsheinrich, zu Himmler gefahren und hat ihm das ganze Konvolut
gegeben. Und der Himmler ist nach Durchsicht zum Hitler gegangen und
hat gesagt: ‚Mein Führer, ich habe hier das ganze Material über Schirach.’
Und drei Tage später wußten wir das alle im engeren Kreis genau: Hitler
hat zu Himmler gesagt: ‚Gehen Sie, ich will das nicht sehen.’ Und von
dem Tag an war bei uns der Ofen aus. Und da haben wir gewußt, daß mit
Hitler überhaupt nichts mehr zu machen ist.” „Gut, jetzt. - Ich wollte
fragen: was für Material haben Sie über die Flugscheiben in Erfahrung
bringen können oder über die UFOs.” „Ja. Ich habe die Namen der
Konstrukteure; wo sie geflogen sind, wo sie gebaut wurden, das habe ich
in der „Wolfszeit” darinnen festgehalten, das wissen die Alliierten auch.
„Wo sind die gebaut worden, wo sind die dt. Flugscheiben gebaut
worden?” „In Prag, im BMW-Equipark(?) z.B. Außerdem mehr weiß ich
jetzt auch nicht mehr, steht jedenfalls im Buch d‘rin.” „Meine Frage ist,
inwieweit hat die SS Expeditionen zur Findung von der Hohlwelt oder von
verlorengegangenen-?” „Ja, wir haben die Hohlwelt nicht mehr in den
Vordergrund gestellt. Das, möchte ich sage, war ein Thema für einige
Leute. Aber für die SS, für uns war die Tibet-Expedition zum Dalai-Lama,
die vorgesehene Amazonas-Expedition mit Kiss. - Also das war
vorgesehen.” „Die Flugscheiben, die, wo Sie Geheim-Unterlagen gesehen
haben, das waren rein irdische Konstruktionen, da war keine
außerirdische Technik dran?” „Nein, nein, nein. Es war eine deutsche
Erfindung, eine deutsche Arbeit.” „Was gab es für eine
Absa(e)tzbewegung an den Südpol, was war am Südpol genau?” „Ein
Stützpunkt. Ein Stützpunkt von einem Gebiet, das seinerzeit schon als
Neuschwabenland von einer Expedition, ich glaube 1937 oder wann,
erschlossen wurde.” „Was ist in Schwabenland. Was war da wirklich auf
dem Plan, wie hat der Stützpunkt ausgeschaut?” „Na also, man hat dort -
Es war in der Nähe der Schirrmacher-Seen, die warme Thermen sind.
Dort konnte man Glashäuser mit Gemüse usw. bauen und das war also
geplant alles, nicht. - Und man hat dann also noch 3.000 Leute
nachgebracht - Nachschub. Aber es hat sich dann ergeben, daß die Leute
vollkommen steril wurden, durch das Klima, alles bakterienfrei; und wenn
sie dann aus dem Gebiet herauskamen, war ein einfacher Schnupfen
bereits tödlich. Und jetzt hat man dann nach und nach die Leute
akklimatisiert und nach Südamerika verbracht und den Stützpunkt vor
einiger Zeit ganz aufgelöst. Er war einfach nicht mehr zu halten.” „Was
war mit Admiral Byrd, der dann dann dort?” „Na, der ist doch abgewehrt
worden. Und zwar hat es dann noch eine zweite Affäre gegeben, im Jahre
54 oder 56 - ich glaub' 54 war es, das war ein sogenanntes
geophysikalisches Jahr. Da hat man in hoher Höhe, in großer Höhe über
der Antarktis, eine Atombombe gezündet, angeblich als Test, in
Wirklichkeit aber auf den Stützpunkt gezielt. Und er konnte mit einer
deutschen Technik abgewehrt werden, die Wirkung.” „Und was war das
für eine Technik?” Ja, das habe ich in meinem Buch geschrieben, aber
ich bin kein Techniker, ich konnte keine Einzelheiten angeben.” „Hat man
die Radioaktivität -?” „Ich kenne nur das Gerät, den Namen des Gerätes.”
„Welches Material haben Sie gesehen über die deutschen Flugscheiben?
Gab es da Konstruktionspläne?” „Ja also, einer meiner Freunde von
der(SS-Division Groß-)„Deutschland” der hat über der Wiener
Fasanengarten-Kaserne, die eine SS-Kaserne war, 'ne Flugscheibe
gesehen und mein ehemaliger SA-Führer Dürr, der war bei der Luft-, ich
glaube Luft-Bodenpersonal oder was, in Prag und hat in Prag die Scheibe
gesehen. - Hat mir persönlich berichtet davon. - Und da ist noch etwas,
muß ich noch zu Ende fügen. Ich hatte Verbindungen zu Schauberger,
der die erste Flugscheibe überhaupt erfunden hat.- Ein Österreicher auf
Schloß Aue in Oberösterreich. Und der Schauberger ist dort auch nach
USA geholt worden, hat sich aber geweigert, etwas preiszugeben. Der ist
nach wenigen Tagen umgebracht worden. Das sagt mit Sicherheit sein
Sohn, der noch lebt.” „Haben Sie Flugscheiben vom Schauberger
gesehen?” „Vom Schauberger? - Nein, nein. - Aber ich weiß, ich hab'
genaue Hinweise. Die Werkstatt war in Wien im 4. Bezirk, in der Großen
Neugasse. Das erste Modell war aus Kupfer und hatte einen
Durchmesser von 1 m gehabt. Diese Einzelheiten erfuhr ich alle.” „Also
die Technik der Flugscheiben wurde während des Krieges nicht mehr
fertiggestellt? Oder waren die flugbereit?” „Bei Kriegsende hatten wir erst
Modelle fertig. Und die Modelle haben wir dann eingesetzt, wieder in
Verbindung mit der Antarktis. Aber (als) Schachfiguren sind (sie) nicht
mehr eingesetzt. - Also, da war die Sandstrahlkanone in Erprobung. Also
wäre die ganz neue Technik dann - Es war ja auch so, schau‘n Sie -
(Schnitt) Ich kannte persönlich sehr gut einen gewissen Diplom-Ingenieur
Karl Nowak. Der war, ist Atomphysiker und war im Jahre 44, also auch
vorher schon, bei (Otto) Hahn in Göttingen und hat im Jahre 44 die fertige
Wasserstoffbombe schon gehabt und hat das dem Hahn vorgelegt. Der
Hahn hat das sabotiert -und das hat er gemerkt. Und da hat er, unter
Umgehung Hahns, sich an den Bormann gewandt und da ist er erst recht
auf die Schnauze gefallen dabei und (Bormann) hat sofort den Hahn
angerufen und dann hat's gekracht. Damit war der Nowak erledigt. Nach
dem Krieg hat er eine Erfindung gemacht auf dem Gebiet der Atomphysik,
und zwar nicht die Kernzertrümmerung, die ja üblich ist jetzt in der
Atomphysik, sondern die Kernfusion. Ein Mittel, das dreißigfach billiger ist
und ungefährlich ist. Und ich war dann in Südafrika mit einem Tonband in
englischer Sprache, wo in zwei Stunden von Nowak die Erläuterung
dieser Atomfusion auf Band gesprochen war. Ich hab' das dem Leiter der
Atomleute in Pretoria vorgelegt, das war ein Deutscher. Der hat das sich
unten angehört, hat dann gesagt: ‚das ist interessant’; -sie lassen den
Nowak kommen, sie gehen der Sache näher ran und wollen dann
eventuell die Sache auf Atomfusion umstellen; und ich bin zurückgeflogen
nach Wien. Und kurz darauf höre ich es, und er ist dann abgestürzt. Und
zwar haben mir dann Buren mitgeteilt, Freunde von mir, man hat gewußt,
das war eine Sabotage.
Ich kann immer nur betonen, was von allen Historikern übersehen wird,
daß der Schlüssel zu den Ereignissen immer bei Gottfried Feder lag. Der
Verrat an Gottfried Feder war der Schlüssel zu den Ereignissen - und zum
Verrat und zur Änderung der ganzen Politik.”
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