Sie sind auf Seite 1von 2

Gottes Realität by Hamza Tzortzis

… leiden Atheisten ebenso wie Misotheisten an einer verschleierten Art von Egozentrismus.
Das bedeutet, dass sie besondere Anstrengungen unternehmen, um die Welt aus keiner
anderen Perspektive als ihrer eigenen zu sehen. Indem sie das tun, unterliegen sie jedoch einer
Art emotionalem – oder spirituellem – Trugschluss. Sie anthropomorphisieren Gott und
machen Ihn zu einem begrenzten Menschen. Sie nehmen an, dass Gott die Dinge so sehen
muss, wie wir sie sehen, und deshalb das Böse aufhalten sollte. Wenn Er es zulässt, muss Er
infrage gestellt und zurückgewiesen werden.

[S. 26]

Gott mag Übel und Leid nicht. Er verhindert diese Dinge aber nicht, weil Er etwas sieht, das
wir nicht sehen, und nicht, weil Er damit zufrieden ist, dass Leid und Böses fortdauern. Gott
hat das ganze Bild, wir haben nur ein Pixel. Das zu verstehen fördert geistige und
intellektuelle Ruhe, denn der Gläubige versteht, dass letztendlich alles, was auf der Welt
geschieht, mit einer überlegenen göttlichen Weisheit übereinstimmt, die wiederum auf
überlegener göttlicher Güte beruht.

[S. 27]

Crick (selbst Atheist) war von der Allgemeingültigkeit des genetischen Codes so beeindruckt,
dass er davon überzeugt war, dass dies nicht zufällig geschehen sein konnte. Daraus folgerte
er, dass eine Art außerirdische Intervention involviert war. 1

1 Crick, F. (1982): Life Itself: Ist Origin and Nature. London: Futura Publications. S. 117-
129.

[S. 38]

Da der Atheismus Gott und das Übernatürliche ablehnt, lehnt er auch das Konzept eines
Jenseits ab. Doch ohne Jenseits gibt es keine Hoffnung auf Glück nach einem Leben voller
Schmerzen… Stellen Sie sich vor, Sie wurden in der Dritten Welt geboren und haben Ihr
ganzes Leben in Hunger und Armut verbracht. Der atheistischen Weltanschauung zufolge ist
Ihnen nur der Tod bestimmt. Vergleichen Sie das einmal mit der islamischen Perspektive:
Alle Unglücksfälle in unserem Leben sind für ein größeres Ganzes da. Daher ist, im
Gesamtbild betrachtet, kein Schmerz oder Leid, das wir ertragen müssen, bedeutungslos. Gott
ist sich all unserer Leiden bewusst und wird uns dafür entschädigen.

[S. 43]
… Wenn wir behaupten, glücklich zu sein, aber diese Fragen nicht gestellt oder keine
Antworten auf sie gefunden haben, hat unser Glück keine Bedeutung. Wir wären wie ein
Betrunkener, der glücklich zu sein scheint, wenn er vorübergehend die Sorgen des Lebens
vergisst.

[S. 57]

Wenn wir Gott nicht dienen, werden wir unweigerlich anderen „Göttern“ dienen. Denken Sie
mal darüber nach. Unsere Partner, unsere Chefs, unsere Lehrer, unsere Freunde, die
Gesellschaft, in der wir leben, und sogar unsere eigenen Wünsche „versklaven“ uns auf
irgendeine Weise.

[S. 57-58]

… Vergleichen wir jemanden, der weiß, warum er existiert und wohin er geht, mit jemandem,
der das nicht tut. Ihre Lage ist nicht dieselbe, auch wenn beide behaupten, glücklich zu sein.

[S. 60]

Ab S. 61