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ZG09101601 - 16.10.

2009
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„Abtreibung ist Totalangriff auf Frieden und Freiheit"

Lebensrechtler Martin Lohmann kritisiert Nobelpreis für Barack Obama

ROM, 16. Oktober 2009 (ZENIT.org).- Der neue Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht
(BVL) und Bonner Publizist Martin Lohmann findet in seinem Wochenkommentar für Radio
Vatikan, der an diesem Samstag, den 17. Oktober ausgestrahlt wird, klare kritische Worte zum
Friedensnobelpreis für den US-amerikanischen Präsidenten Barack Obama. Dieser müsse erst noch
beweisen, dass er tatsächlich etwas für den Frieden tue. Die Empörung der Lebensschützer
angesichts dieser Ehrung sei sehr verständlich, so Lohmann. Schließlich sei „jede Tötung eines
noch nicht geborenen kleinen Menschen ein Totalangriff auf Frieden und Freiheit".
Obama hingegen begrüße nach wie vor die Abtreibung als Mittel der Familienplanung und halte die
Tötung von ungeborenen Menschen für ein hart erkämpftes Recht der Frauen. Es sei absurd, dass
Obama die Abtreibung vollständig legalisieren wolle „ohne Indikation, ohne Fristen und ohne
Gewissensfreiheit für das medizinische Personal". Der BVL-Vorsitzende wörtlich: „Der
Friedensnobelpreis ehrt einen Mann, für den Abtreibung ein ganz normales Menschenrecht ist. Wer
oder was soll hier eigentlich die Ehre bekommen? Ein Recht auf Tötung? Ein Recht auf Zerstörung
des Friedens dort, wo er naturgegeben am sichersten sein soll und muss?"
Der neue Friedensnobelpreisträger müsse den Beweis, dass er sich für Frieden einsetze, erst noch
antreten. Oder aber „der Friedensnobelpreis ist nicht mehr das, was auf ihm drauf steht: ein Preis für
den Frieden". Wer wie Obama wirklich meine, in der Menschentötung ein Grundrecht sehen zu
müssen, kämpfe letztlich massiv "gegen Frieden und gegen Freiheit".

ZG09092204 - 22.09.2009
Permalink: http://www.zenit.org/article-18624?l=german

Dominikanische Republik bekräftigt


Gegnerschaft zur Abtreibung
Das Recht auf Leben ist unantastbar

SANTO DOMINGO, 22. September 2009 (ZENIT.org).-In der Dominikanischen Republik wurde
der Schutz des ungeborenen Lebens jetzt verfassungsrechtlich geschützt. Die von der
Nationalversammlung zur Überprüfung der Verfassung der Dominikanischen Republik eingesetzte
Kommission entschied sich am 17. September dafür, den Grundsatz, dass das Recht auf Leben von
der Empfängnis bis zum Tod unantastbar ist, als Prinzip in der Verfassung zu verankern.

Die eingesetzte Kommission der dominikanischen Regierung hat in seiner zweiten Lesung den
umstrittenen Artikel 30 des Entwurfs zum Lebensrecht, der durch die Exekutive übermittelt worden
war, bestätigt. Er wurde als Artikel mit der neuen Nummer 38 in die Verfassung aufgenommen. Bei
der endgültigen Abstimmung der 162 Abgeordneten und Senatoren kam die Gesetzesvorlage zum
Schutz der Unantastbarkeit des Lebens auf 127 Ja- und 34 Nein-Stimmen und erreichte somit die
nötige Mehrheit.Die Priester Luis Rosario und Manuel Ruiz, die bei der Sitzung am Donnerstag
anwesend waren, begrüßten die Entscheidung der Abgeordneten. Rosario sagte, dass die Achtung
des Rechts auf Leben in der Dominikanischen Republik ein Beispiel für die ganze Welt sei.
Bei der Abstimmung befürworteten 127 das neue Gesetz, wobei für die Änderung nur 108 Stimmen
erforderlich gewesen wären, bestätigte Dominikanische Republik Info. Der rechtsgültig gewordene
Vorschlag lautet: „Das Recht auf Leben ist von der Empfängnis bis zum Tod unantastbar. In keinem
Fall kann die Todesstrafe angedroht oder verhängt werden."

Die Annahme der Gesetzesvorlage erfolgte im Anschluss einer intensiven Debatte, mit 19 Eingaben
seitens der beiden konträren Standpunkte, die sich unter den Mitgliedern der verfassungsgebenden
Versammlung herauskristallisiert hatten. Einige Vorlagen, die unter gewissen Umständen
Ausnahmen zulassen wollten, wurden zur Abstimmung gebracht und mehrheitlich abgelehnt.
Darunter auch der Vorschlag des stellvertretenden Präsidenten Julio Cesar Valentin, der um die
Aufnahme von vier Artikeln der amerikanischen Konvention für Menschenrechte bat, in denen es
heißt: „Das Recht auf Leben ist im Allgemeinen von der Empfängnis bis zum Tod unantastbar. In
keinen Fall darf die Todesstrafe angedroht oder verhängt werden." Dieser Artikel wurde auch in
erster Lesung abgelehnt.

Die katholische Kirche hatte ihren Standpunkt schon im April angesichts der ersten Abstimmung
dieses Gesetzesartikel durch eine Stellungnahme von Kardinal Nicolás de Jesús López Rodríguez
klargemacht. „Das dominikanische Volk wacht aufmerksam über die Entscheidungen des
Gesetzgebers und achtet sehr darauf, wer sich bei der Abstimmung für das Leben oder für den Tod
entscheidet", erklärte der Kardinal damals. Der Kardinal sprach sich während einer Vigilfeier in der
Kathedrale von Santo Domingo für den Schutz des Lebens und die Bewahrung des Artikels
Nummer 30 des aktuellen Gesetzentwurfs, der zur Reform stand, aus, so wie sie in erster Lesung
gebilligt worden war.

ZG09082704 - 27.08.2009
Permalink: http://www.zenit.org/article-18413?l=german

Kardinal Schönborn protestiert gegen öffentliche Ehrung


einer Abtreibungsklinik

Persönlicher Brief an Bügermeister Michael Häupl

WIEN, 27. August 2009 (ZENIT.org/PEK).- Der Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn
hat gegen die Jubiläumsfeier für die Abtreibungsklinik „pro:woman-Ambulatorium“ protestiert, die
der Wiener Bürgermeister Michael Häupl am 3. September im Wiener Rathaus geben will. In einem
persönlichen Brief an Häupl betont Schönborn, dass Abtreibung keine Lösung sei. Das geltende
österreichische Gesetz sage sehr deutlich, dass Abtreibung Unrecht ist: „Es geht um die Tötung
menschlichen Lebens. Das ist keine Bagatelle.“
Zugleich erinnert Kardinal Schönborn an die Worte von Papst Benedikt XVI. am 7. September 2007
in der Wiener Hofburg: „Ich verschließe nicht die Augen vor den Problemen und Konflikten vieler
Frauen und bin mir dessen bewusst, dass die Glaubwürdigkeit unserer Rede über das
Menschenrecht auf Leben auch davon abhängt, was die Kirche selbst zur Hilfe für betroffene
Frauen tut.“ In der Erzdiözese Wien werde bereits seit 1973 durch den Diözesanen Hilfsfonds für
Schwangere in Not dieses Wort des Papstes in die Praxis des Alltags übersetzt, bemerkt der
Kardinal. „In den 36 Jahren seit der Gründung des Hilfsfonds konnte tausenden Frauen geholfen
werden – materiell und seelisch –, tausende Kinder wurden geboren, weil es diesen Fonds gibt."
Papst Benedikt hatte bei der angesprochenen Rede vor den Spitzen der österreichischen Regierung
und Diplomaten aus aller Welt unter anderem bekräftigt: „In Europa ist zuerst der Begriff der
Menschenrechte formuliert worden... Das grundlegende Menschenrecht, die Voraussetzung für alle
anderen Rechte, ist das Recht auf das Leben selbst. Das gilt für das Leben von der Empfängnis bis
zu seinem natürlichen Ende. Abtreibung kann demgemäß kein Menschenrecht sein – sie ist das
Gegenteil davon. Sie ist eine tiefe soziale Wunde, wie unser verstorbener Mitbruder Kardinal Franz
König zu betonen nicht müde wurde“ (vgl. Ansprache des Papstes in der Wiener Hofburg).
Die geplante Festfeier im Rathaus zeigt nach Worten von Kardinal Schönborn, dass es „offenbar
keinen Konsens im Hinblick auf den Schutz des menschlichen Lebens von der Empfängnis an gibt".
Deshalb fordert er Häupl dazu auf, sich an einem „Runden Tisch“ zusammenzusetzen, „um über die
Verwirklichung jener ‚flankierenden Maßnahmen' zur Fristenregelung zu reden, die Bundeskanzler
Bruno Kreisky 1974 (!) zusagt hat".

Kreisky habe 1974 auch gesagt, dass nur „sehr arme oder sehr ungebildete Gesellschaften"
Abtreibung als Mittel der Geburtenkontrolle einsetzen. Österreich sei „weder arm noch ungebildet,
Gott sei Dank", kommentiert Schönborn. „Eine reiche Gesellschaft wie die österreichische, eine
blühende Stadt wie Wien muss Rahmenbedingungen schaffen können, damit Frauen sich nicht
gedrängt fühlen, eine Abtreibung in Betracht zu ziehen."

Dass mit dem 30-jährigen Bestehen von „pro:woman" offensichtlich auch das zehnjährige Bestehen
der österreichischen Sektion von „Marie Stopes International" begangen werden soll, sei für ihn
unverständlich, so Kardinal Schönborn. Denn Marie Stopes (1880-1958) sei auch eine
entschlossene Vorkämpferin des „eugenischen" Denkens gewesen, die für die Sterilisierung von
„Erbkranken" eingetreten sei.

Am Ende des Briefes bekundet Kardinal Schönborn sein Vertrauen auf die Sensibilität des Wiener
Bürgermeisters „für ein zentrales Problem unserer Gesellschaft wie das ‚Recht auf Leben'" und
unterstreicht seine Gesprächsbereitschaft. Er hoffe, dass es nicht zu der geplanten Veranstaltung im
Rathaus komme.

ZG09082502 - 25.08.2009
Permalink: http://www.zenit.org/article-18392?l=german

US-Bischöfe starten neue Pro-Life-Initiative

Broschüre weist auf Risken von Verhütung hin

WASHINGTON, D.C., 25. August 2009 (ZENIT.org).- Etliche Jugendliche benützten


Verhütungsmittel, ohne das Kleingedruckte zu lesen, wird in einer neuen Broschüre des Sekretariats
für Pro-Life-Aktivitäten der US-Bischofskonferenz kritisiert. Unter dem Titel
„Empfängnisverhütung: Das Kleingedruckte“ informiert die Broschüre über Risken der
Schwangerschaftsverhütung. Sie ist Teil einer größer angelegten Initiative zur Förderung der
Achtung vor dem menschlichen Leben, mit der das Pro-Life-Sekretariat die Öffentlichkeit für
Fragen des Lebensrechts sensibilisieren will. Der Startschuss wird am „Respect Life Sunday“
fallen, dem ersten Sonntag im Oktober, und umfasst neben der Broschüre und einer eigenen Website
(http://www.usccb.org/healthcare) weitere Unterlagen für Gebet und Liturgie.
 
Verhütungsmittel haben, wie aus der Broschüre hervorgeht, viele Menschen zu untreuen,
selbstsüchtigen und kurzfristigen Beziehungen ermutigt, die unfruchtbar bleiben. Verwiesen wird
diesbezüglich auf einen Bericht des Guttmacher-Instituts aus dem Jahr 2006, in dem der
Zusammenhang zwischen dem Zugang zu Verhütungsmitteln und der Abtreibungsrate beleuchtet
wird. 17, 4 Prozent aller Frauen, die Kondome verwenden, sind laut Guttmacher innerhalb von
einem Jahr schwanger, bei Jugendlichen sind es sogar 23, 2 Prozent. Teenager, die in nicht-ehelicher
Gemeinschaft leben und sexuell aktiver sind, werden mit der Wahrscheinlichkeit von 71, 7 Prozent
innerhalb eines Jahres schwanger.

Noch weniger könne das Kondom laut offiziellen Zahlen vor dem Übertragen von Krankheiten
schützen: Jährlich gebe es in den USA 19 Millionen neue Fälle. „Jene, die fälschlicherweise
meinen, Kondome würden sie vor Schwangerschaft und Infektionen schützen, sind eher dazu
geneigt, schon in jungen Jahren sexuell aktiv zu werden und riskantere Praktiken umzusetzen, etwa
indem sie mehrere Partner haben“, so heißt es in der Broschüre.

Auch auf die wissenschaftlich erwiesenen Gefahren von hormonellen Verhütungsmitteln wird
eingegangen. Je erfolgreicher solche Mittel eine Schwangerschaft verhinderten, desto riskanter
seien sie für die Gesundheit der Frau, und zwar in physischer, aber auch emotionaler und spiritueller
Hinsicht.
 
Gleichzeit wird auch auf erfolgreiche Mittel zur Senkung von Geburten hingewiesen, deren sich
viele verheiratete Paare aber nicht bewusst seien, wie die natürliche Empfängnisregelung. Ihre
Anwendung aus vernünftigen Gründen könne die Intervalle zwischen den Geburten erhöhen und sei
dabei in Einklang mit dem Willen Jesu Christi und der Kirche. Auch hierzu liegen mittlerweile
wissenschaftliche Ergebnisse vor.
 
Ebenso zeige sich, dass eine wachsende Anzahl von Jugendlichen, die sich dazu entschließt, erst
später sexuell aktiv zu werden, die Abtreibungsrate senkt. Von 1991 bis 2001 sank die Zahl von US-
Teenagern, die angaben, bereits sexuell aktiv gewesen zu sein, um 16 Prozent. „Größere
Enthaltsamkeit bedeutet weniger Abtreibungen. Zwischen 1984 und 2004 sank die Abtreibungsrate
bei Mädchen unter 18 um 60 Prozent, bei Mädchen von 18 bis 19 um beinahe 48 Prozent.“
 
In der Broschüre wird betont, dass es das Wohl „unserer Töchter und Schwestern“ verdiene, dass
diese „gesund und ohne vermeidbare Krankheiten aufwachsen, die ein Leben lang dauern können.
Zu Ihrem Wohl müssen wir den auf Verhütungsmittel gestützten Ansatz zur Reduktion ungewollter
Schwangerschaften und Abtreibungen zurückweisen und stattdessen eine korrekte Erziehung der
Enthaltsamkeit unterstützen“.