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IMC OnAir ...

Broadcasting show No. 44


– 20th April 2009 ( )
radio station: TideRadio 96.0 ( )

Raga CDs des Monats:


„NAVA GRAHA
- Ragas für 9 Planeten“
- Moderationstext / DOKU v. 20.04.2009-1 -

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© 04/2009 – Verbundkonzept EUFLETZ (Stiftung i.G.) – Teilprojekt IMC – India meets Classic (Lothar J.R. Maier)
Hintergrund ...
IMC OnAir gliedert sich als Radiosendung (Kabel/Antenne + Internetstream/PodCast)
historisch u. hierarchisch in folgenden Aufbau. Die Struktur soll als konzeptionelle
Markenarchitektur für alle sozialen Projekte von IMC verstanden werden.
Projektbüro „Sinn-Macher.net“ – personalisierte Marke des
Ideengebers und Initiators Lothar J.R. Maier mit
Erstkonzeptionierung in 04/2003.
Die Inhalte dieser auf „Sinn“ fokussierten Website (www.sinn-
macher.net) befasst sich mit nahezu allen Aspekten rund um die
Begrifflichkeit “Sinn” (z.Z. ca. 70 Webpages). – Und reflektiert
das lebensphilosophische Verständnis, aus dem alle
Teilprojekte wie IMC entwickelt werden.
Die Teilprojekte von IMC sind Bestandteile des
Gesamtkonzeptes der EUFLEHTZ Stiftung i.G. (Europäisches
Forschungs-, Lehr-/Lern- u. Therapiezentrum für Life-Sciences)
– www.eufletz-stiftung.de .
IMC – India meets Classic (www.india-meets-classic.net) wurde
gegründet zur Realisierung von musiktherapeutischen
Angeboten auf der Basis indisch klassischer Musik, als
Ergänzung zu dem segeltherapeutischen Konzept „3iE“.
Unter IMC – India meets Classic subsumieren sich alle IMC-
Teilsegmente. Das Logo darf als Dachmarke aller Teilleistungen
und Sub-Brands verstanden werden.
„IMC OnAir“ steht für die Broadcasting-Plattform von IMC via
Radio (www.imcradio.net) und konvergenter Medien, wie das
PodCasting (RSS Feeds – Push-&Pull-Technologie) oder
PhoneCasting.

IMC-Förderinitiative „TablaPerformance – TablaGroup


Hamburg“, das erste der Öffentlichkeit vorgestellte Teilprojekt ...
unter der Themenüberschrift „Heimat – Individuum &
Gesellschaft“ wurde als Weltpremiere beim Festival der Kulturen
2005 das Textrezitativ (Deutschfassung) des englischen
Originalwerkes „Creative Unity“ (1922) von Rabindranath Tagore
interpretiert, Indien’s grösster Philosoph und erster
Nobelpreisträger für Literatur.
Culturebridge „Water is Life – Living with Water“ wurde im
Rahmen des Förderwettbewerbes der FHH in 4/2005 als
Konzept vorgestellt. Es legt den Focus auf Live-Performances
(„night of ragas“) u. Nachwuchsförderung (Schüleraustausch-
programm) mit dem Ziel des interkultureller Dialoges, für einen
KnowHow-Transfer von Indien nach Deutschland.
IMC – India meets Classic verfügt in seinem Gesamtansatz über
ein Konzept für musikpädagogische Arbeit an Schulen als
kleinere Teilleistung (6-wöchiger Workshop).
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(DOKU - Sendemoderation / 20042009-1)

Raga CDs des Monats:

Nava Graha
- Ragas für 9 Planeten.

Erstausstrahlung: 20.04.2009 (22:00-22:58 Uhr)


Wiederholungstermin: ---

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[0.] Jingle (Intro)

IMC - India meets Classic ... eine Sendung für indisch klassische Musik.

IMC bietet Ihnen ein monatliches Hör- und Leseangebot mit Werken indischer
Musikmeister, Raga-CDs, Festivalreports und Special Features.

Über die Website Ihres Radiosenders oder mit einem Besuch bei IMC im Internet
finden Sie in deutscher und englischer Sprache weitere Infos zu den
Musikmeistern, zu indischen Instrumenten, dem Musiksystem Indiens und
vorgestellten CD-Titeln.

IMC - India meets Classic wird auch im Podcasting-Verfahren, im MPEG-Format


als Download angeboten. Stellen Sie sich Ihr ganz individuelles Radioprogramm
zur indisch klassischen Musik zusammen unter:

www.imcradio.net
(Englisch: uu-uu-uu_dot_aiemciereidio_dot_net)
imcradio.net
(Deutsch: i em Ce Radio Punkt Net)

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(1.) Begrüssung...

Liebe Freunde der indisch-klassischen Musik!

Am Mikrophon begrüsst Sie Lothar Maier, mit einer neuen Sendung zur indischen
Musikkultur. IMC – India meets Classic präsentiert Ihnen heute „Ragas für 9 Planeten
– Navagraha“.

Wie in all unseren Sendungen „Raga CDs des Monats“, hören Sie Beispiele original
indisch-klassischer Musik. – Beachten Sie auch die Hinweise zu unserem
Hörertelefon und Internetangebot im weiteren Verlauf der Sendung.
________________________

(2.1) Einführung... indische Astrologie

Die noch junge Republik Indien mit Verfassung am 26. Januar 1950 befindet sich seit
nun mehr als 60 Jahren auf dem Weg in die Demokratie. Im modernen Indien spielt
die Astrologie bis heute eine herausragende Rolle. Seit 1957 gibt es von der
indischen Regierung einen veröffentlichten Astrologischen Jahreskalender –
Panchanga.

Wie sich die traditionelle, ayurvedische Medizin in Indien erhalten hat, gibt es keine
Geschäftstätigkeit, keinen Umzug oder eine Heirat ohne den astrologischen
Kalender... selbst in den indischen Wissenschaften findet sich die Astrologie wieder.
Zu ihr wird auch die traditionelle indische Astronomie, Siddhanta gezählt.

In der Samhita, der Astrologie, die sich mit dem Schicksal Indiens, mit Kriegen,
Erdbeben, politischen Ereignissen, Wirtschaftsfinanzen beschäftigt und mit Hora,
dem Geburtshoroskop beziehen die Inder zu fast allen Ereignissen einen indischen
Astrologen hinzu.

(2.2.1) 1ste Hörbeispiel... M. Iyer / Sri Sukhra Bhagavantham ( Venus/Shukra)

Der herausragende Sänger der südindischen Klassik, Madurai Mani Iyer präsentiert
uns nun „Sri Sukhra Bhagavantham“. Es ist eine Komposition von Mutuswami
Diskhitar für die Venus – Shukra. Mit dem Werk „NavaGraha Kritis“ dieses
Komponisten werden insgesamt neun (9) Planeten in der indischen Astrologie, die wir
Ihnen in dieser Sendung vorstellen, gelobpreist.

Der Sänger Madurai Mani Iyer machte diese im Sanskrit verfassten Kompositionen
Dikshitars berühmt. Mani Iyer lebte von 1912 bis 1968 und entwickelte als Autodikat
einen einzigarchtigen Gesangsstil.

Auf der CD TheStalwart findet sich die Aufnahme „Sri Sukhra Bhagavantam“, aus
dem Jahre 1968. Sie wurde beim Label AVM Audio veröffentlicht.

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(2.2.4) Abmoderation 1. Hörbeispiel...

Wir hörten die Komposition von Mutuswami Diskhitar „Sri Sukhra Bhagavantham“ für
die Venus – Shukra. Sie wurde gesungen von dem legendären Madurai Mani Iyer.
Die Aufnahme aus dem Jahre 1968 findet sich auf der CD „The Stalwart“ des Labels
AVM Audio.

(3.1) Bezug Musik... der Komponist Muthuswami Diskhitar

Dikshitar’s bevorzugte Kompositionsform war der Krithi, eine besondere Lyrik mit
Bezug zur südindischen Klassik. Dikshitar war der Jüngste des Dreigestirns der
südindischen Klassik, neben Ty gar ja und Syama Sastri.

Den neun (9) Planeten der indischen Astrologie huldigte Dikshitar sieben (7) Krithis
und weitere zwei (2) wurden nach der Auffassung der Musikwissenschaftler von
Bewunderern u. Nachfolgern Dikshitars vervollständigt.

Muthuswami Diskhitar lebte von 1775 bis 1835. Er wurde in Tiruvarur, im


Bundeststaat Tamil Nadu geboren und entstammt einer Brahmanenfamilie. Diskhitar
wurde nach der Tempelgottheit Muttukumaraswamy benannt. Er wuchs mit zwei
jüngeren Brüdern und einer Schwester auf. Sein Bruder Baluswami Dikshitar führte
die Violine in die südindische Klassik ein.

Diskhitar erhielt die musikalische Grundausbildung von seinem Vater Ramaswami.


Bereits in seiner Jugendzeit wurde er von ihm auf die Wanderschaft geschickt, mit
einem Mönch namens Chidamabaranatha Yogi. Dikshitar sollte seine Kenntnisse in
der Musik und Philosophie erweitern.
Von Chidamabaranatha erlernt Diskhitar das Spiel auf der Veena, eine der ältesten
Lautenformen Indiens.
Der junge Muthuswami bereiste viele Regionen Indiens bis in den hohen Norden.
Seine Eindrücke spiegeln sich in den Kompositionen mannigfaltig wieder.
Um die Kompositionsarbeit von Muthuswami Dikshitar ranken sich viele Geschichten.
So wird berichtet, dass er während eines Zustandes der Meditation von der
Gottheit Subramanya, aufgefordert wurde, den Mund zu öffnen. Subramanya,
Lehrer von Shiva, der höchsten Gottheit als der Erschaffer des Universums, legte
ihm ein Zuckerstück in den Mund und verschwand. Als Muthuswami seinen Mund
öffnete, hatte er eine Vision von Muruga, dem Gott des Krieges.
Dazu verfasste er seine erste Komposition: „Shri Nathadi Guruguho“ - in der
Ragaform Mayamalavagowla.

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(3.2) 2tes Hörbeispiel... Angarakam Ashrayamyaham (Mars / Angaraka)


Während die Venus, unser erstes Hörbeispiel, in der indischen Astrologie das
vollständige Wissen der Wahrheit und die Authorität für eine erfolgreiche Ehe
verkörpert., ist Mars – Angaraka der Sohn der Mutter Erde, die Gottheit des
Dienstags. Mars erscheint in den Darstellungen rötlich, bewaffnet mit Schwert und
Dreizack.
Die Sängerin Suguna Varadachari besingt uns nun den Mars mit dem Dikshitar-Kriti
„Angarakam Ashrayamyaham“. Suguna debütierte im Jahre 1971, eine Sängerin, die
sich im Besonderen der Tradition des indischen Gesangs verpflichtet fühlt.
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(3.4) Abmoderation 2. Hörbeispiel...
„Angarakam Ashrayamyaham“ mit der Sängerin Suguna Varadachari findet sich auf
der CD „Navagraha Kritis with Mantras“. Sie wurde im Jahre 2003 beim Label „Gitaa
Cassettes“ (Chennai) veröffentlicht.

(4.1.1) Navaggraha Krithi-s (1) ...


Zu den Beweggründen Dikshitars für die Komposition der Navagraha Kriti-s gibt es
eine Legende. Sie besagt, dass einer seiner Schüler, Tambiappan an einer
Magenverstimmung litt. Auch eine medizinische Behandlung war erfolglos. Daraufhin
betrachtete Diskhitar das Geburtshoroskop von Tambiappan. - Und stellte fest, dass
sich der Planet Jupiter – bRihaspati – in einer ungünstigen Konstellation befand. Eine
rituelle Lobpreisung der Gottheit bRihaspati war aber für den Laien aber äusserst
schwierig. So komponierte Dikshitar Brihaspate in der Ragaform Atana. - Und
forderte seinen Schüler auf, die Strophen für eine Woche zu singen. Der kranke
Tambiappan wurde geheilt.
Dieser Erfolg veranlasste Diskhitar, für sieben (7) Planeten Kriti-s zu schreiben, für
jeden Tag der Woche.
Diese Vara Kriti-s sind in den sieben (7) Grundrhythmiken der südindischen Klassik
verfasst: „Suladi Sapta Tala“. Die Zählweise stellt eine Analogie zu den
astrologischen Perioden für jeden Planeten dar.

Dhruva Tala Matya Tala Jampa Tala Ata Tala


(Catushra) (Catushra) (Mishra) (kaNDha)
1-Laghu 1-Laghu 1-Laghu 2-Laghus
1-Dhruta 1-Dhruta 1-Anu Dhruta 2-Dhrutas
2-Laghus 1-Laghu 1-Dhruta

Triputa Tala Eka Tala


(Tishra) Rupaka Tala (Catushra)
1-Laghu 1-Dhruta 1-Laghu
2-Dhrutas 1-Laghu

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Bevorzugt wählte Diskhitar ein langsames Tempo.


Dikshitar verwendete für dieses Werk, das bis heute als „Navagraha Krithi-s“ in Indien
bekannt und beliebt ist, nur vollständige Ragas, sampoorna. In der auf- und
absteigenden Skala finden sich alle sieben (7) Hauptnoten. Eine Ornamentierung, die
Gamakas zeichnen sich durch Dikshitar’s eigene Signatur (Mudra) aus. Als Guruguha
ist sie das Namenssynonym für die Gottheit Subramanya.

(4.1.2) 3tes Hörbeispiel... Brihaspathe Tarapathe (Jupiter / Brihaspathi)


Suguna Varadachari singt uns nun den Kriti „Brihaspathe Tarapathe“ in der Ragaform
Atana. In der Ragaform Atana wird Jupiter gepriesen. Brihaspathi stellt vier (4)
Manifestationen der Rede dar. Er ist frei vom Altern und trägt einen Donnerblitz. Sein
Vater ist Brahma, die Gottheit des Erschaffens.

...

(4.1.4) Abmoderation 3. Hörbeispiel...


„Salutations Brhaspati! – Lord of Tara, one who is born of Brahma“… nach der
Lobpreisung Jupiters werden wir von Suguna Varadchari für Saturn (Shani) den Kriti
“Divakaratanujam Shanaishcharam” hören. Es ist eine Kompositionen von
Mutusmwai Dikshitar in der Ragafrom Yadukulakamboji. Raga Kamboji ist ein
klassischer und in der musikalischen Landschaft sehr beliebter Raga. Der Name geht
zurück auf die Kamboja-Horden zurück, die zu Zeiten der Christianisierung aus dem
Nordwesten nach Indien bis in den Südwesten und das südliche Indien vordrangen.

(4.2.1) Navagraha Krithi-s (2) ...

Muthuswami Dikshitar verfasste als Einziger Kompositionen in allen Ragaformen der


südindischen Klassik, ingesamt 72 Hauptragas im Melakarta-System, der
karnatischen Musik. Nahezu 500 Lieder in 191 Ragaformen sind noch heute erhalten.

Durch seine frühe Bildung im Sanskrit und den Studien der vedischen Schriften war
Dikshitar Zeit seines Lebens spirituell ausgerichtet. All seine Kompositionen und
Lieder dienten der Lobpreisung der indischen Gottheiten und Tempel. Die Liedtexte
enthalten eine Vielzahl von Informationen über die Geschichte dieser Tempel.

Einige der Kompositionen weisen auch Einflüsse des Barockstils der westlichen
Klassik auf.

Dikshitar führte auch Advaita, die Nicht-Dualität ein, das Eins von Atman und
Brahman. Er löste die inheränte Beziehung zwischen der advaitischen Philosophie
und dem polytheistischen Glauben auf.

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(4.2.2) 4tes Hörbeispiel... Divakarathanujam Shanaishcharam (Saturn / Shani)

Für Saturn – Shani von der Sängerin Suguna Varadachari nun der Kriti
“Divakaratanujam Shanaishcharam”. Saturn ist Sohn von Surya, der Sonne, und
Bruder der Gottheit Yama. Äusserst couragiert und furchtlos, lehrt er Menschen, die
dem weltlichen Leben zu sehr zugeneigt sind, das Fürchten. Shani ist von dunkler
Gestalt, reitet eine Kuh und ist ganz in Blau gekleidet..

...

(4.2.4) Abmoderation 4. Hörbeispiel...


Wir hörten von Suguna Varadachari den Kriti “Divakaratanujam Shanaishcharam” in
der Ragaform Yadukulakamboji... eine Lobpreisung der Gottheit Shani, Saturn.

(5.1) Indische Tempel...


Die Graha-s, die neun (9) Planeten finden sich in berühmten Tempelanlagen
Südindiens, im Bundesstaat Tamil-Nadu als Behausungen der Gottheiten wieder.
Für jeden der sieben (7) Planeten, die Sonne und den Mond, den Mars, Merkur,
Jupiter, Saturn und die Venus und auch für die Schattenplaneten, die ab- und
zunehmenden Mondhälften findet sich in der Nähe von Mayiladuthurai,
Nagappattinam und Thanjavur ein Tempel.
Zu all diesen Tempeln pilgern eine Vielzahl von Hindus. Ein Tempelbesuch verspricht
für alles Leben im Universum Glück für gute Taten, gleichermassen Unglück für
schlechtes Tun und Handeln. Diese Tempel sind im touristischen Angebot und
können mit Tagesausflügen besichtigt werden.
Die Navagragha-Tempel sind für Surya, für die Sonne „Suriyanar Koil“ und für
Chandra, den Mond „Thingalur“. Die Gottheiten der zunehmenden und abnehmenden
Mondhälften Rahu und Ketu finden ihre Behausung im Keezhperumpaalam- und
Thirunageswaram-Tempel.
Merkur: Thiruvenkadu (Merkur – Budha), Eine Kurzbeschreibung der Tempel
Saturn: Thirunallar (Saturn – Sani), für Merkur, Saturn, Venus und den
Venus: Kanjanur (Venus – Sukra) Mars finden Sie auf unserer Website.
Mars: Vaideeswaran Koil (Mars - Angaraka).

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(5.2) 5tes & 6tes Hörbeispiel...Smaramayaham sadarahum (Rahu) /


Mahasuram Ketumaham (Ketu)

Suguna Varadachari besingt im Folgenden die Schattenplaneten Rahu und Ketu mit
den Kritis „Smaramayaham sadarahum“ und „Mahasuram Ketumaham“. Die
Dämonen Rahu (zunehmender Mond) und Ketu (= abnehmener Mond) besitzen
grosse Macht.
Rahu trägt einen Harnisch, Schwert und Dreizack und befreit den Geist von der
Furcht vor Schlangengift.
Ketu trägt eine aussergewöhnlikche Krone und silbernes Gewand. Er sitzt auf
einem menschlichen Körper. Ketu ist der Freund der guten Menschen, die sich
von den Guna Doshas, dem Guten und Bösen befreit haben.
...

(5.5) Abmoderation 5./6. Hörbeispiel...


Nach den Kritis zu den beiden Schattenplaneten Rahu und Ketu wollen wir uns im
2ten Teil ein wenig mit der Geschichte der indischen Astrologie befassen.

(6.1) Geschichte... Indo-Griechisch


Jyotisha ist das hinduistische System der Astrologie, die vedische Astrologie, die
zeitgleich zur maurischen Periode bestand, in der erstmalig die Bewegung von Sonne
und Mond aufgezeichnet wurden.
In den Veden wird die Verbindung - Bandhu - zwischen dem Mikrokosmos und
universellen Makrokosmus hergestellt.
Die ältesten astrologischen Abhandlung sind im Sanskrit – im Yavanajataka
(„Sayings of the Greeks“) dokumentiert, in einer Zeit enger Beziehungen zwischen
der griechischen, hellenistischen und der indischen Kultur. Die indo-griechische
Periode wird auf das 2. bis 3. Jahrhundert nach Christi-Geburt datiert.
Im 5. Jahrhundert leisteten in Indien Autoren mit astrologischen Studien einen
bedeutenden Beitrag für die gesamte Entwicklung der Astronomie im frühen
Mittelalter.
Erst 1961 und 1963 gab es zu späten Textwerken im 8. Jahrhundert, wie dem
Saravali, englische Übersetzungen von N.N. Krishna Rau und V.B. Choudhari.
Mit der herausragenden Bedeutung der indischen Astrologie in der Moderne des 20.
und 21. Jahrhunderts bestätigt sich uns nur auf den ersten Blick das mystische
Indien.
Veröffentlichungen im 20. Jahrhundert, wie „New Techniques of Predictions“ mit dem
System des Yoga-Punktes von H.R. Seshadri Iyer in den 60er Jahren wurden auch
im Westen populär.

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(6.2) 7tes Hörbeispiel... Budham Ashrayami (Merkur / Budha)…


Der Sänger Rajkumar Bharathi ist ein Vertreter der jüngeren Generation und Urenkel
des grossen Poeten der Renaissance, Mahakavi Subramanya Bharati. Im Alter von
fünf (5) wurde er von seiner Mutter Smt. Lalitha Bharathi an die Musik herangeführt.
Seine Ausbildung erhielt er von dem herausragenden Mridangisten TV
Gopalakrishnan und dem Sänger Dr. Balamuralikrishna.
Rajkumar Bharathi wird uns zu Merkur – Budha den Kriti „Budham Ashrayami“ zu
Gehör bringen.
Budha - Merkur zeichnet sich durch seine Intelligenz aus, mit der er süsse Poesie
verfassen kann. Er ist immer voller Freude und von leuchtender Erscheinung, wie
Saffran. Budha beschützt die Gläubigen von Lord Shiva.
Die im Klangbild modernere Aufnahme „Budham Ashrayami“ findet sich auf der
Doppel-CD Navagrahas Vol 1 & 2, erschienen in 2001 beim indischen Label „Music
Today“.
...

(7.1) Grundstruktur... Lagnas, Rashis, Grahas...

Rashi-s...
Entsprechend der uns bekannten Tierkreiszeichen, Rashi existieren in der indischen
Astrologie 12 Häuser. Diese sind in 4 Kategorien geordnet und prägen (Colorierung)
bestimmte Lebensbereiche und –abschnitte, wie Gesundheit, Erziehung, Familie,
Emotionen, Geschäftsbeziehungen, Tod, Glück, Freude, Hoffnung, Lebenszweck,
finanzielle Einkünfte und soziale Aktivitäten ...
Neben den Gemeinsamkeiten mit der westlichen Astrologie, wie die Aszendenten, die
Lagna-s, weist die Indische spezifische Besonderheiten auf.
Die Konstellation im indischen Tierkreis bezieht sich nicht auf den fixen
„Frühlingspunkt“ am Himmelshorizont. Für die Berechnungen sind Grundlage die
Konstellation der Sternenbilder zueinander.

(7.2.1) Grundstruktur... Lagnas, Rashis, Grahas...

Graha-s...
Die Planeten, Graha-s sind in ihrer Anzahl neun (9) rotierende Himmelskörper.
Die beiden Hauptplaneten, Sonne und Mond, werden um fünf (5) sichtbare Planeten,
Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn und mit zwei (2) Schattenplaneten, dem
abnehmenden und zunehmenden Mond ergänzt. Rahu und Ketu werden als Kopf
und Hinterteil eines Schlangendämons abgebildet.
Alle Graha-s stehen zueinander in wechselseitigen Beziehungen, Drishti. Sie können
sich gegenseitig befördern - Argala oder stören - Virodha argala. Der Begriff Yoga
stellt dabei planetarische Kombinationen dar.
Sie haben imassgeblichen Einfluss auf das Leben eines Menschen. Die Natur der
planetarischen Perioden, die Dasha-s werden in den astrologischen Karten
abgebildet.

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(7.2.2) 8tes Hörbeispiel... Suryamurthe Namosthuthe (Sonne / Surya)


Der Planet Sonne, Surya ist der führende Planet. Surya ist mit der Macht
ausgestattet, alle Dunkelheit zu erhellen und die Sünden der Welt zu zerstören.
Surya lenkt einen 7-spännigen Steitwagen.
Mutuswami Dikshitar komponierte dazu den Kriti Suryamurthe Namosthuthe in der
Ragaform Saurashtra (Chaturasra Dhruva Tala).
Diesen Kriti präsentiert uns wieder Suguna Varadachari...
...

(7.3.1) Grundstruktur... Lagnas, Rashis, Grahas...

Nakshatra-s...
Als dritter Bestandteil astrologischer Karten – neben den neun (9) Planeten und 12
Häusern - wird der Himmel in 27 bzw. 28 Einheiten, den Nakshatra-s unterteilt. Mit
einen Abstand von genau 13 Grad und 20 Minuten auf der Ekliptik entspricht dies der
Umlaufzeit des Mondes um die Erde für einen Tag. In Relation zur Position des
Mondes bestimmt die Geburtsstunde den mentalen Zustand eines Neugeborenen.
Die astrologischen Berechnungen sind äußerst kompliziert und unterscheiden sich für
Nord-, Süd- und Ostindien nach drei verschiednen Berechnungsverfahren.
Die indische Astrologie wird an vielen Universitäten Indiens gelehrt. Bis in die jüngste
Zeit fand in Indien eine streitbare Auseinandersetzung unter den Vertretern der
modernen Wissenschaften statt, darüber ob die Astrologie überhaupt als
Wissenschaft anerkannt werden kann. Ein Urteil des höchsten Gerichtes im Jahre
2004 beendete diesen Streit: der Astrologie wurde die Qualifikation abgesprochen,
Religionslehren zu verbreiten.

(7.3.2) 9tes Hörbeispiel... Chandram Bhaja Manasa (Mond / Chandra)


Der Mond Chandra steht als zweiter Planet der Sonne – Surya am Nächsten. Er ist
der Bruder der göttlichen Mutter Lakshmi. Chandra ist weiss wie der Herbstmond,
besitzt vier Hände (chatur bhuja) und ist geschmückt mit Armband, Girlande und
Krone. Chandra produziert Nektar und kann pflanzliche Medizin herstellen. Er ist der
Erschaffer der Nacht... und Gott der Kalas, der sechzehn Mondphasen. Chandra
kontrolliert den Verstand, er beruhigt den menschlichen Geist.

Für den Mond, Chandra, der gleichsam den reinen Herzen der guten Menschen ist,
hatte Diskhitar den Raga Asaveri (Chaturasra Matya Tala) gewählt, und den Kriti
„Chandram Bhaja Manasa“ komponiert.

“CandraM bhaja mAnasa sAdhuhRdayasadRsham”

Mind, worshop Chandra (pure and pleasing)


who is like the hearts of all good men.

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(8.1) Verabschiedung

Dies war unsere Sendung IMC – India meets Classic mit dem Thema: „Ragas für
neun Planeten – NavaGraha“.

Wir präsentierten Ihnen Hörbeispiele aus dem Kompositionswerk „Navagraha Krithi-s“


des indischen Komponisten Mutuswami Diskhitar, interpretiert von den
Gesangsvirtuosen Suguna Varadachari, Madurai Mani Iyer, und Rajkumar Bharathi.

Vielen Dank für’s Zuhören. Am Mikrophon verabschiedet sich Lothar J.R. Maier.
- Und vielleicht bis zum nächsten Mal. – Namaste.

(8.2) Abspann...

Hinweise zu kommenden Sendeterminen entnehmen Sie dem Internetangebot Ihres


Radiosenders.

- Oder besuchen direkt die Website von IMC - India meets Classic:

www.imcradio.net
(Englisch: uu-uu-uu_dot_aiemciereidio_dot_net)
imcradio.net
(Deutsch: i em Ce Radio Punkt Net)
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Sie hörten die Sendung "IMC - India meets Classic" mit der Reihe "Raga CDs des Monats".

imcradio.net
(Deutsch: i em Ce Radio Punkt Net).

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Kontakt:
IMC “On Air” ...

eMail: info@imcradio.net
Internet: http://www.imcradio.net

Projektbüro “Sinn-Macher.net”
c/o Lothar J.R. Maier (verantwortl. Redakteur i.S.d.P.)
Sootboern 7
D-22453 Hamburg
Tel.: +49-(0)40- 41431-2872 (Intern.: -2892)
Mobil: +49-(0)170- 882 81 76
Fax2eMail: +49-(0)180.5-999986-58919* (UMS)
email: info@sinn-macher.net
Internet: http://www.sinn-macher.net

*) 12 cent aus dem Netz der Dt. Telekom.

IMC-Kontaktdaten ...

Förderinitiative IMC - India meets Classic (c/o EUFLETZ Stiftung i.G.)


Tel.: +49-(0)40- 41431-2034 (Intern.: -2053)
eMail: info@eufletz-stiftung.de | contact@india-meets-classic.net
Internet: http://www.eufletz-stiftung.de | http://musictherapy.india-meets-classic.net

Authoren:
Lothar J.R. Maier (Endfassung)

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© 11/2005-04/2009

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