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IMC OnAir ...

Broadcasting show No. 47


– 15th June 2009 ( )
radio station: TideRadio 96.0 ( )

Raga CDs des Monats:


„Ragas, Ghazals und Goethe“
- Moderationstext / DOKU v. 15.06.2009-5 -

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© 06/2009 – Verbundkonzept EUFLETZ (Stiftung i.G.) – Förderinitiative IMC – India meets Classic (Lothar J.R. Maier)
Hintergrund ...
IMC OnAir gliedert sich als Radiosendung (Kabel/Antenne + Internetstream/PodCast)
historisch u. hierarchisch in folgenden Aufbau. Die Struktur soll als konzeptionelle
Markenarchitektur für alle sozialen Projekte von IMC verstanden werden.
Projektbüro „Sinn-Macher.net“ – personalisierte Marke des
Ideengebers und Initiators Lothar J.R. Maier mit
Erstkonzeptionierung in 04/2003.
Die Inhalte dieser auf „Sinn“ fokussierten Website (www.sinn-
macher.net) befasst sich mit nahezu allen Aspekten rund um die
Begrifflichkeit “Sinn” (z.Z. ca. 70 Webpages). – Und reflektiert
das lebensphilosophische Verständnis, aus dem alle
Teilprojekte wie IMC entwickelt werden.
Die Teilprojekte von IMC sind Bestandteile des
Gesamtkonzeptes der EUFLEHTZ Stiftung i.G. (Europäisches
Forschungs-, Lehr-/Lern- u. Therapiezentrum für Life-Sciences)
– www.eufletz-stiftung.de .
IMC – India meets Classic (www.india-meets-classic.net) wurde
gegründet zur Realisierung von musiktherapeutischen
Angeboten auf der Basis indisch klassischer Musik, als
Ergänzung zu dem segeltherapeutischen Konzept „3iE“.
Unter IMC – India meets Classic subsumieren sich alle IMC-
Teilsegmente. Das Logo darf als Dachmarke aller Teilleistungen
und Sub-Brands verstanden werden.
„IMC OnAir“ steht für die Broadcasting-Plattform von IMC via
Radio (www.imcradio.net) und konvergenter Medien, wie das
PodCasting (RSS Feeds – Push-&Pull-Technologie) oder
PhoneCasting.

IMC-Förderinitiative „TablaPerformance – TablaGroup


Hamburg“, das erste der Öffentlichkeit vorgestellte Teilprojekt ...
unter der Themenüberschrift „Heimat – Individuum &
Gesellschaft“ wurde als Weltpremiere beim Festival der Kulturen
2005 das Textrezitativ (Deutschfassung) des englischen
Originalwerkes „Creative Unity“ (1922) von Rabindranath Tagore
interpretiert, Indien’s grösster Philosoph und erster
Nobelpreisträger für Literatur.
Culturebridge „Water is Life – Living with Water“ wurde im
Rahmen des Förderwettbewerbes der FHH in 4/2005 als
Konzept vorgestellt. Es legt den Focus auf Live-Performances
(„night of ragas“) u. Nachwuchsförderung (Schüleraustausch-
programm) mit dem Ziel des interkultureller Dialoges, für einen
KnowHow-Transfer von Indien nach Deutschland.
IMC – India meets Classic verfügt in seinem Gesamtansatz über
ein Konzept für musikpädagogische Arbeit an Schulen als
kleinere Teilleistung (6-wöchiger Workshop).
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(DOKU - Sendemoderation /15062009-5)

Raga CDs des Monats:

Ragas, Ghazals & Goethe

Erstausstrahlung: 15.06.2009 (22:00-22:58 Uhr)


Wiederholungstermin: ---

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[0.] Jingle (Intro)

IMC - India meets Classic ... eine Sendung für indisch klassische Musik.

IMC bietet Ihnen ein monatliches Hör- und Leseangebot mit Werken indischer
Musikmeister, Raga-CDs, Festivalreports und Special Features.

Über die Website Ihres Radiosenders oder mit einem Besuch bei IMC im Internet
finden Sie in deutscher und englischer Sprache weitere Infos zu den
Musikmeistern, zu indischen Instrumenten, dem Musiksystem Indiens und
vorgestellten CD-Titeln.

IMC - India meets Classic wird auch im Podcasting-Verfahren, im MPEG-Format


als Download angeboten. Stellen Sie sich Ihr ganz individuelles Radioprogramm
zur indisch klassischen Musik zusammen unter:

www.imcradio.net
(Englisch: uu-uu-uu_dot_aiemciereidio_dot_net)
imcradio.net
(Deutsch: i em Ce Radio Punkt Net)

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1. Begrüssung...

Liebe Freunde der indisch-klassischen Musik!


Am Mikrophon begrüsst Sie Lothar Maier, mit einer neuen Sendung zur
indischen Musikkultur. IMC – India meets Classic präsentiert Ihnen
heute „Raga, Ghazal und Goethe“.
Wie in all unseren Sendungen, hören Sie Beispiele original indisch-
klassischer Musik. – Beachten Sie auch die Hinweise zu unserem
Hörertelefon und Internetangebot im weiteren Verlauf der Sendung.

2.1 Einführung...
Das Wort Ghazel stammt in seinem Ursprung aus dem arabisch-
Persischen Gazal. Im Türkischen treffen wir auf diese Poesieform als
Gazel.
In der Literatur wird Ghazel nicht selten eine Form der leichten Klassik
innerhalb der indisch-klassischen Musik definiert. Unsere heutige
Sendung wird zeigen, dass es sich mit dieser Strukturform der Poesie
doch ein wenig anders verhält.
Es soll nicht verschwiegen werden, dass in der internationalen
Zuhörschaft ein ausgeprägtes Mystherium mit de Liedform
dargebotener Ghazels verbunden wird. Es erscheint als ein idealisiertes
Wunschdenken, dass jeder Ghazal nur die Liebe, Erotik und den Wein
als Gegenstand haben müsste. Doch Ghazals sind weit mehr wie wir
noch sehen werden...
Ihre Ausdrucksstärke gewinnen die Ghazals durch eine „unpersönliche
Note“, in die der Leser respektive Zuhörer nach individueller
Befindlichkeit hineininterpretieren kann. Ghazals leben in ihrem
emotionalen Ausdruck von einer Codierung, einer symbolhaften,
indirekten Ansprache und von dem Gegensätzlichen, wie
beispielsweise dem Trennungsschmerz einer unerfüllten Liebe, in
göttlicher Form auf einer metaphysischen, universellen, spirituellen
Ebene...

2.2 1. Hörbeispiel eines Ghazals... Begum Akhtar (1914-1974)


Keine geringere als die herausragende Sängerin Begum Akhtar, die mit
ihrem einzigartigen Gesangsstil als die Königin der Ghazals gilt, wird
uns einstimmen mit „Aye Mohabbat Tere Anjam Pe“ in der Ragaskala
Bhairavi, ein Morgenraga...
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3.1.1 Geschichte... Arabisch, Persisch, Türkisch...


Neben dem Parsi, dem Persischen und in der Sprache der Paschtunen
und in Hindi und Urdu, das in Pakistan gesprochen wird, haben sich
Ghazals in vielen weiteren Sprachen als Ausdrucks- und Versform der
Poesie etablieren können. Weit über Indien, Pakistan und Afghanistan
hinaus bis in den anglo-amerikanischen, hebräischen und deutschen
Sprachraum hinein erfuhren und erfahren sie ein grosses Interesse.
In Sprachen wie dem Türkischen und Spanischen durch Federico
Garcia Lorca experimentiert man mit der Ghazal-Form.
Der traditionelle Ghazal hat in einem melancholischen Ausdruck die
Liebe, das Leben und metaphysische Fragen zum literarischen
Gegenstand. Seine Wurzeln reichen bis in die arabische Welt des 6.
und 7. Jahrhunderts zurück.
Der Meister aller Meister war Hafiz oder Hafez, mit vollständigem
Namen: Khwaja Samsu d-Din Muhammad Hafez-e Sirazi.
Wahrscheinlich wurde Hafiz 1315 in Shiraz geboren. Dort starb er 1390.
Sein Sammelwerk „Divan des Hafez“ findet sich in fast jedem
iranischen Haushalt. Es wurde von William Jones im Jahre 1771
vollständig ins Englische übersetzt. Hafez hatte einen prägenden
Einfluss auf diverse Schriftsteller des Westens, unter ihnen Ralph
Waldo Emerson und Goethe. Dazu ausführlicherer etwas später.
Hafiz und auch Rumi, ein weiterer persischer Dichter, verhalfen im 13.,
14. Jahrhundert den Ghazals zu ihrer Popularität.

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3.1.2 Hafi’s Ghazal... Übersetzungsbeispiel (Hinweis)...


Die deutsche Übersetzung von Annemarie Schimmel aus dem „Divan
des Hafez“ vermittelt uns annähernd den Charakter eines Ghazals.
Die Welt...
Was ist die Welt. Sie ist die Bildwand meines Denkens.
Das was mein Auge schaut, wird Welt und ihre Weise.
Die Horizonte, die mein Auge ringsum fasst,
von meinem Zirkelschlag gezogen, sind es Kreise.
Nicht sein und sein ist nur mein Sehn und Nicht-Sehn.
Was Zeit, was Raum, sie sind in meines Denkens Gleise.
Wo ist Dein Zeichen ?
Du, durch den ist mein Bestehen. Die Welten sind mein Werk.
Wo kann Dein Reich ich sehn ?
Die weiteren Übersetzungen in unserer Sendung können nur
annähernd die poetische Kraft der Originaltexte in Urdu, Parsi oder
Hindi wiedergeben. Selbst ausgewiesene Experten schränken die
Übersetzungsfähigkeit der Ghazals ein, existiert oft genug keine
adäquaten Ausdrucksform, mit der die Versform und der emotionale
Gehalt eines Ghazals erhalten bliebe.

3.2.1 Geschichte... Urdu, Hindi / Pakistan - Indien... (1)


Ghalib, hinter diesem Künstlernamen verbirgt sich der Poet Mirza
Assadullah Khan Ghalib. Mit britisch-indischer Nationalität wurde dieser
Dichter am 27.12.1797 in Agra geboren. In Delhi starb er am
15. Februar 1869.
Ghalib gehörte unter der britischen Kolonialherrschaft der Aera der
Mughal-Schriftsteller an. Sie endete mit der Niederschlagung des
indischen Aufstandes im Jahre 1857.
Unter dem Schriftstellernamen Ghalib oder Asad war und ist er bis
heute weltweit der beliebteste und einflussreichste Dichter in der Urdu-
Sprache, der Landessprache Pakistans. Dabei schrieb Ghalib die
meisten seiner Ghazels im jungen Alter von nur 19 Jahren.
Ghalib erfuhr nicht zu Lebzeiten den Ruhm, der ihn posthum als
Ghazal-Dichter ereilte. Seine Person und Dichtungen waren die
Grundlage für viele Kinofilme.
Die Mehrzahl der Ghazals steht in einem spirituellen Kontext. Der
Geliebte verkörpert in den Verstexten das Göttliche, oder den
spirituellen Führer des Dichters. Die göttliche Liebe des Sufismus kann
als ein Modell für alle Formen der Liebe verstanden werden, die in den
Ghazals beschrieben wird. Ghazals sind also Gedichte über die Liebe,
die zum wahren Selbst führt, und nicht wie im Westen, Liebesgedichte.
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Mit Ghalib stellt sich der Bezug zum Sufismus her, ohne dem die
Ghazal-Dichtkunst nicht vollständig begreifbar wäre.
Die grossen Dichter aus der nach-islamischen Zeit waren entweder
Bekenner des Sufismus, wie Rumi und Hafiz... oder sympathisierten
liberal mit der sufistischen Idee.
Dazu zählte Ghalib, den man angesichts seines Zuspruches zum Wein
und entsprechend seines Rufes als Liebhaber der Frauen eher als
einen Lebemann verstehen darf.
Ghalib kennzeichnete ein kritisches Verhältnis zum orthodoxen Islam.
Den Klerikern, den muslimischen Maulavis bescheinigte er Arroganz,
Engstirnigkeit, Scheinheiligkeit und Ignoranz.
Den Hindus und Muslimen war er gleichermaßen aufgeschlossen, zu
seiner Zeit, Mitte des 19. Jahrhunderts, keine Selbstverständlichkeit.

3.2.2 2. Hörbeispiel.. Mirza Ghalib (1954)... Talat Mahmood


Aus dem Film Mirza Ghalib, der 1954 in die indischen Kinos kam, hören
wir „Dil-E Nadan Tujhe Hua Kya Hain“ mit dem Sänger und
Schauspieler Talat Mahmood. Der in Lucknow, in Indien geborene
Mahmood war für seine Ghazals und seidene Stimme berühmt.
Dil-E Nadan Tujhe Hua Kya Hain
Aakhir Is Dard Ki Dava Kya Hai!
Humko Unse Wafa Ki Hai Umeed,
Jo Nahin Jaante Wafa Kya Hai

3.3.1 Geschichte... Urdu, Hindi / Pakistan - Indien... (2) A. M. Iqbal...


Die Geschichte des Ghazal ist eng verknüpft mit Einzelschicksalen und
herausragenden Persönlichkeiten... und mit der politischen Entwicklung
Indiens, seiner Gründung als demokratische Republik 1947 und der
Abspaltung Pakistans aus dem mehrheitlich muslimischen Teil Britisch-
Indiens. 1956 wurde die islamische Republik Pakistan ausgerufen.
In diesem Prozess der Selbstfindung einer muslimischen Idendität spielt
der Nationaldichter Pakistans Sir Muhammad Iqbal eine bedeutende
Rolle.
Muhammed Iqbal, häufig Allama Iqbal, der „Wissende“ genannt, war
indischer Abstammung. Er wurde 1877 (9.11.) in Sialkot geboren, das
heute in Pakistan liegt. Allama Iqbal studierte in Lahore Philosophie, für
weitere Studien kam er 1905 bis 1907 nach Europa und war in
München und Heidelberg für Rechtswissenschaften und Philosophie.
Iqbal promovierte an der Universität München in Philosophie.
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Mit seinem Bildungshintergrund nahm Allama Iqbal politischen Einfluss,
zum Beispiel in seiner Funktion als Präsident der All-India-Muslim-
League-Conference im Jahre 1930.
Iqbal war ein Verfechter eines staatlich, eigenständigen, muslimischen
Pakistans. Allama Iqbal gilt mit dieser Zwei-Nationen-Theorie und
seinem Konzept „khudi“ - der „Selbstachtung einer islamischen Kultur
und eigenständigen Zivilisation“ - als der geistige Vater Pakistans.
Er erlebte die Gründung Pakistans nicht mehr, verstarb Iqbal im Jahre
1938 (21.04.) in Lahore.
Die meisten seiner Werke verfasste Iqbal in persischer Sprache,
weniger in Urdu, der Landessprache Pakistans.
Allama Igbal stand ganz in der Tradition des Universalgelehrten
Goethe, für den Iqbal selbst eine tiefe Verehrung und Bewunderung
hegte.
Goethes „West-östlicher Diwan“ beantwortete Iqbal mit Payam-e-
Mashriq, „Die Botschaft des Ostens“. In Heidelberg ist mit dem Iqbal-
Ufer ein Teil des Südufers des Neckars und eine Straße nach diesem
berühmten Philosophen und Dichter benannt worden.

3.3.2.1 Geschichte... Urdu, Hindi / Pakistan - Indien... (3)


Der Urdu-Dichter Faiz Ahmed Faiz gelangte bereits zu seinen
Lebzeiten zu Ruhm und Ehren. Am 13. Februar 1911 im British-Indien
geboren, wandte sich Faiz in den 30er Jahren der
Schriftstellerbewegung im Punjab, der Grenzregion zwischen Indien
und dem östlichen Pakistan zu. Als überzeugter Kommunist, Mitglied
des Weltfriendenrates, mit vier (4) Jahren Gefängnisaufenthalt und
1979 in Beirut im Exel, lebte Faiz ab 1982 bis zu seinem Tode 1984 in
Lahaur, Pakistan.
Die literarischen Fähigkeiten erlernte Faiz früh von seinem Vater Sultan
Fatima. Nach frühen Studien in einer muslimischen Gemeinde und
einer akademischen Ausbildung mit Abschlüssen für englische und
arabische Literatur arbeitete Faiz als Journalist und Herausgeber von
Pakistan Times, der Nachrichtenzeitung Imroze und des
Monatsmagazins Adabe-Latif (1947-1958). Diese Tätigkeit setzte er
später im Exil als Herausgeber des Magazins Lotus in Moskau, London
und Beirut fort.
Faiz war ein Anhänger des Sufismus. Der Ausdruck der Liebe in den
Ghazals war für Faiz auch ein Ausdruck von Humanität, Makellosigkeit
und ewiger Wahrheit.
Seine Ghazals hatten aber auch revolutionäres Gedankengut, mit
Bezug zu den aktuellen, sozialen und politischen Themen.

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3.3.2.2 3. Hörbsp. ... Iqbal Bano... Hum daikhain gay (Faiz poetry)
Die herausragende Sängerin Iqbal Bano aus Pakistan, deren Stimme
sich für den Thumri, Dadra- und Ghazal-Gesang besonders eignete,
war auf Faiz-Ghazal’s spezialisiert. Sie präsentiert uns in Urdu nun
„Hum daikhain gay“. Iqbal Bano verstarb im Alter von 82 Jahren am
21. April 2009.
Mit einem Auszug aus der Übersetzung ins Englische von Maniza
Naqvi aus Washington D.C. lauten die ersten drei Reimpaare...
We shall see/certainly we, too, will see!
That day that has been promised us.
When these high mountains
Of tyranny and oppression / turn to fluff
And evaporate
And we oppressed
Beneath our feet will have
This earth shiver, shake and beat
And heads of rulers will be struck
With crackling lightening and
thunders roar.

3.4.1 Geschichte... Urdu, Hindi / Pakistan - Indien... (4)


Mehdi Hassan, ein pakistanischer Sänger und Komponist wurde 1927
in Luna geboren - im indischen Bundesstaat Rajasthan.
Auch als Khan Sahib bekannt, ist Mehdi Hassan der König der Ghazals.
Die Nachtigall Indiens, Lata Mangeshkar verglich Mehdi Hassan’s
Gesangskunst mit der „Stimme Gottes“.
Von seinem Vater und Onkel, Ustad Azeem Khan und Ustad Ismail
Khan wurde Mehdi Hassan im ältesten Gesangsstile der indischen
Klassik, dem Dhrupad ausgebildet. Seine künstlerische Laufbahn
begann bereits im Alter von acht Jahren. Nach der Teilung Indiens
emigrierte der 20-jährige Hassan mit seiner Familie nach Pakistan und
durchlitt finanziell schwierige Zeiten. Hassan’s Tätigkeit in einem
Fahrradgeschäft und als Mechaniker für Autos und Dieseltraktoren
halfen, diese schwierigen Zeiten zu überstehen. Mit einem Auftritt für
Radio-Pakistan im Jahre 1952 schaffte Mehdi Hassan den Durchbruch,
zunächst im Thumri-Gesang, dem Genre der leichten indischen Klassik.
Zu dieser Zeit waren die Stars im Ghazal-Gesang Ustad Barkat Ali
Khan, Begum Akhtar und Mukhtar Begum.
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Zu seinen Lebzeiten war Mehdi Hassan der führende Interpret von
Ghazals. Die 60er und 70er Jahre wurde als die Mehdi Hassan-Dekade
benannt. Nahezu alle seiner Lieder verhalfen pakistanischen
Filmhelden mit musikalischen Szenenbeiträgen zur Festigung ihres
Ruhmes beim Kinopublikum.
Hassan’s Söhne, Asif und Kamran folgen den Spuren Ihres Vater, der
sie selbst zu Ghazal-Sänger ausgebildet hatte.

3.4.2 4. Hörbsp. ... Mehdi Hassan... Aaye Kuchh abr Kuch sharaab aaye
(Faiz poetry / Urdu)
Aus seinem Album “The finest Ghazals“ bringt uns Mehdi Hassan „Aaye
Kuchh abr Kuch sharaab aaye“ zu Gehör. Diese CD wurde beim
indischen Label Saregama/RPG im Jahre 2007 veröffentlicht
...
Auf der Website von IMC (Englisch) www.imcradio.net (Deutsch) finden Sie neben vielfältigen
Information rund um die Musiktitel ein Gästebuch, in dem Sie sich mit unseren Hörern zur indisch
klassischen Musik austauschen können. Registrieren Sie sich auch gerne für den Bezug des
kostenlosen Newsletters, und IMC - India meets Classic hält Sie regelmässig über neue Sendungen auf
dem Laufenden. Telefonisch können Sie bundesweit zum Ortstarif Ihre Wünsche an das
Redaktionsteam richten: 01801-993322-3863.

...

4.1 Ghazal-Struktur...
Ghazals besitzen im Schnitt nicht mehr als 12-15 Reimpaare, s.g.
Shers (Couplets). Wenigstens sollten sie 5-7 Reimpaare aufweisen,
damit die dichterische Leistung des Authors würdig als Ghazal
bezeichnet werden kann.
In dem Lager der Ghazal-Aktivisten gibt es unterschiedliche
Betrachtungsweisen, welche Kriterien ein echter Ghazal erfüllen muss.
Ich möchte mich hier dem Selbstverständnis von Agha Shahid Ali
anschliessen: „Nur echte Ghazals sind die, die dem stringenten
Schema des Reimes in dem 1sten Reimpaar, und dem strikten
Gebrauch des Refrains folgen. Der Refrain, die gleiche Wortfolge muss
immer das letzte Wort in dem einzelnen Reimpaar sein“.
Ghazals sind also keine freie Versform. Insgesamt sechs Kriterien muss
ein echter Ghazal erfüllen.
1. Alle Reimpaare, wenigstens fünf, die s.g. Shers stehen für sich in
ihrem Inhalt eigenständig und unabhängig.
2. Alle Shers, alle Reimpaare besitzen die gleiche Länge: kurz, mittel
oder lang. Diese Metrik - Beher – findet sich in beiden Reimzeilen
wieder.
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3. Die zweite Reimzeile aller Shers - aller Reimpaare - endet immer mit
dem gleichen Wort. Dieses sich wiederholende Wort ist der Radif
eines Ghazal.
4. Das erste Reimpaar eines Ghazal besitzt in der ersten und zweiten
Zeile die gleiche Endung, den gleichen Radif. Dieser erste Sher wird
Matla genannt und benennt gewöhnlich den Ghazal.
5. Das letzte Worte vor dem Radif eines Shers besitzt das gleiche
rhythmische Muster – Kaafiyaa.
6. Das letzte Reimpaar eines Ghazals enthält i.d.R. den Verfasser in
der namentlichen Nennung seines Synonyms. Als seinen Takhallus
verwendete der Poet Mirza Asadulla Khan „Ghalib“.
Diese s.g. Maqta soll den Verfasser kennzeichnen; zudem
ermöglicht es dem Dichter, sich selbst in dem Ghazal
anzusprechen.

4.2 Ghazal-Struktur... (Abgrenzung / Don’ts)

Es sei hier der Vollständigkeit halber erwähnt, was ein Ghazal nicht ist.
Unabhängig von jeder Sprache, ist ein Ghazal nur eine Versform, eine
Formbeschreibung.
Nur wenige Ghazals besitzen kein Reimwort, keinen Radif. Diese
Ghazals werden „Gair-muraddaf Ghazal“ genannt.
Alle Reimpaare sollen voneinander unabhängig als Gedicht wirken;
dennoch ist es möglich, dass alle Shers sich auf das ein und selbige
Thema beziehen.
In der modernen Urdu-Poesie kann die Verslänge, Beher eines Ghazals
abweichen. Beide Zeilen eines Reimpaares besitzen eine
unterschiedliche Metrik.
Die Forderung, dass ein Ghazal im letzten Reimpaar den
Schriftstellernamen enthält, wird weniger stringent gehandhabt. Einige
Ghazals kommen vollständig ohne aus, andere enthalten den Namen
aus reiner Traditionspflege und sie wirken dabei eher störend und
unnatürlich.
Auf die Bangla Ghazals, eine Kombiniation traditioneller Bangla-Lieder
und des nordindischen Gesangs, das als eigenes Genre im späten
20. Jahrhundert verstanden werden kann, wollen wir gesondert in einer
der nachfolgenden Sendungen eingehen.

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4.3 5. Hörbsp. ... Ghulam Ali... Ghazal - For The First Time Together (Vol 3)
Neben dem grossartigen Sänger Mehdi Hassan, unserem vorherigen
Hörbeispiel, ist der 1940 im Punjab geborene Ghulam Ali zu nennen.
Ghulam Ali stammt aus einer Musikerfamilie; zunächst wurde er in der
nordindischen Klassik ausgebildet, bevor er sich den Ghazals
zuwandte.
Wir hören Ghulam Ali aus der CD „For the 1st time together“ (Volume 3)
mit „Le Chala Jaan”. Dieser Ghazal ist von dem Dichter Daag Dehlvi
geschrieben worden. Dehlvi lebte von 1831 bis 1905 und gehörte wie
Ghalib der Aera der Mughal-Schriftsteller an... und der Schule der Urdu-
Poeten in Delhi.
Dehlvi’s Gesamtwerk umfasst circa 16.000 Reimpaare.
...

5.1 Indische Ragas – Ghazals & Hindi Filme...


Die Filmindustrie Indiens und Pakistan hat wesentlich zu der
Popularisierung der Ghazals beigetragen. Ihre Vielfältigkeit in dem
Ausdruck der Liebe und emotionaler Gemütszustände wie Zweisamkeit,
Verlangen, Trennungsschmerz, Teilnahmslosigkeit auch in Form von
Politikmüdigkeit oder Reue, die vorrangige Bedeutung des Wortes und
die sanfte Natur der Ghazals fanden in Mumbai, der Bollywood-
Metropole und in Lollywood, der FiImindustrie Pakistans eine Vielzahl
von Interpreten.
Die grossen Backgroundsänger wie Mehdi Hassan oder Gullam Ali,
pakistanische Ghazal-Sänger oder das indische Sängerpaar Jagjit und
Chitra Singh hatten auch im Fernsehen ihre eigenen Live-Shows, traten
im Radio auf und produzierten Kassetten, die auch die entlegendsten
Ecken Indiens erreichten.
Besonders wohl klingende und langsame Ragas, wie Kafi, Pilu, Jhijhint,
Khamvaj, Bhairavi oder Varaoa wurden für die Gesangsinterpretationen
von Ghazals bis in die späten 60er und 70er Jahre verwendet, bis der
Discotrend und die Beats westlicher Popmusik auch die Komponisten
der Hindi-Film-Musik erreichten.

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5.2 6. Hörbsp. ... Jagjit & Chitra Singh... Mirza Ghalib (1988, TV-Serie)
Jaghit Singh war auch der erste Gesangskünstler, der ein Instrument
des Westens, die Gitarre für seine Ghazal-Interpretationen integrierte.
Dieser im Februar 1941 geborene Virtuose verfügt über ein
umfangreiches Ghazal-Repertoir in den Sprachen Hindi, Punjabi, Urdu,
Bengali, Gujarati und Nepali.
Jagjit Singh komponierte die Musik für die TV-Serie Mirza Ghalib, die
1988 unter der Regie von Gulzar beim indischen Publikum einen
durchschlagenden Erfolg erzielte.
Daraus hören wir Jaghit Sing mit „Hazaron Khwahishen Aiseen“. Diese
Ghalib-Komposition gab auch einem gesellschaftskritischen Kinofilm
seinen Namen, der 2005 in die indischen Kinos kam... eine Produktion
unter Leitung von Sudhir Mishra, der dafür in 2006 für das beste
Drehbuch einen Award erhielt.
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6.1 Bezug Europa (1)... Goethe, Rückert, von Platen, Schlegel und
Daumer...
Johann Wolfgang v. Goethe gilt als Begründer der „Weltliteratur“.
Neben seinen Arbeiten für die Musik, Theologie und Wissenschaften
zeigte er großes Interesse für die persische und arabische Literatur.
Mit seinem nicht-fiktionalen in Aphorismen gefassten Schreibstil hatte
Goethe mit Schiller als führende Figuren des Weimarer Klassizismus
maßgeblichen Einfluss auf die deutsche Philosophie... und weit über die
europäischen Grenzen hinaus. Als ein bedeutender Denker der
westlichen Kultur brachte Goethe Zeit seines Lebens seine
Bewunderung für die zeitgenössischen Dichter wie Lessing und
Wieland zum Ausdruck.
Weitere Weggefährten Goethes befassten sich in ähnlicher Weise wie
er selbst mit orientalischen, arabischen oder südasiatischen Themen
und bedienten sich für ihre Dichtkunst des Ghazal:
Der deutsche Dichter Friedrich Rückert (16.5.1788-31.1.1866) war
Übersetzer und Professor für orientalische Sprachen und schrieb
1839 das Werk „Brahmanische Erzählungen“ (Brahmin Stories). Es
umfasst sechs (6) Bände, in denen Rückert extensiv den Ghazal als
Poesieform exzessiv verwendet.
Der Dichter August von Platen (Karl August Georg Maximilian Graf
von Platen-Hallermünde – er lebte 24.10.1796-05.12.1835)
veröffentlichte seine „Ghaselen„ 1821 und zwei Jahre später die
„Neuen Ghaselen“.
Der Philosoph Georg Friedrich Daumer (5.3.1800 – 14.12.1875)
glänzte mit seiner dichterischen Kunstfertigkeit in dem 1846 in
Hamburg veröffentlichten Werk „Hafis“ - eine freie Interpretation der
Lieder berühmter persischer Dichter.
... und der deutsche Kulturphilosoph, Literaturhistoriker, Übersetzer
und Kritiker Friedrich von Schlegel (10.3.1772 – 12.1.1829) gehörte
zu den Vertretern der Jenaer Frühromantik. Schlegel gilt als der
Mitbegründer der modernen Geisteswissenschaften. Während
seines Aufenthaltes in Paris zum Studium der Kunstsammlungen
beschäftigte er sich mit dem Persischen und Indischen und gründete
die Zeitschrift Europa.

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6.2 Bezug Europa (2)... Goethe & Hafiz - „West-östlicher Divan“


Goethe selbst schrieb als eines seiner späten Werke „West-östlicher
Diwan” - in seiner letzten Schaffensperiode zwischen Schillers Tod im
Jahre 1805 bis zu seinem Ableben im März 1832.
Das Sammelwerk „West-östlicher Diwan” wurde wohl zwischen 1814
und 1819 geschrieben. Im Jahre 1827 ist es in einer erweiterten
Auflage veröffentlicht worden.
Der „West-östliche Divan“ umfasst ganz im Sinne seiner ursprünglichen
Wortbedeutung zwölf (12) Bücher.
Entsprechend seiner Zeit darf dieses Werk als ein Ausdruck eines
interkulturellen Austausches, einer westlich-östlichen Annäherung
zwischen Orient und Okzident verstanden werden.
Goethe wurde dazu und für sein Interesse an persischer Literatur
maßgeblich von dem Ghazal-Meister Hafiz beeinflusst. Noch heute
erinnert das Hafez-Goethe-Denkmal in Weimar an diese Beziehung.
Im zweiten Buch, dem Buch Hafis (Hafis Namen) nahm Goethe konkret
Bezug auf diesen persischen Dichter:
Offenbar Geheimnis
Sie haben dich, heiliger Hafis,
Die mystische Zunge genannt
Und haben, die Wortgelehrten,
Den Wert des Worts nicht erkannt.
Mystisch heißest du ihnen,
Weil sie Närrisches bei dir denken
Und ihren unlautern Wein
In deinem Namen verschenken.
Du aber bist mystisch rein,
Weil sie dich nicht verstehn,
Der du, ohne fromm zu sein, selig bist!
Das wollen sie dir nicht zugestehn.
Goethe hat für den West-östlichen Diwan im Mittleren Osten und
Südasien große Anerkennung gefunden. Als Antwort auf Goethes
Diwan veröffentlichte der pakistanische Nationaldichter Muhammad
Iqbal im Jahre 1924 sein Werk „Payam-e-Mashriq“ – Die Botschaft des
Ostens (The Message of the East).

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7.1 Ghazals heute... Im Anglo-Amerikanischen / Ghazals im


Englischen...
Die Ghazal-Form wurde besonders von der indischen Sängerin Begum
Akhtar in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts im Englisch-sprachigen
Raum popularisiert.
Im Anglo-amerikanischen Raum ist es dem Dichter und Puristen Agha
Shahid Ali besonders in den 70er bis 90er Jahren zu verdanken, dass
sich eine Vielzahl von herausragenden Autoren in der Dichtkunst der
Ghazalform experimentierfreudig versuchten.
Literarische Übersetzungen wie „Ravishing DisUnities: Real Ghazals in
English“ von Agha Shahid Ali im Jahre 2000 oder von Elizabeth T. Gry
„The Green Sea of Heaven“ mit 50 Ghazals des Persischen Meisters
Haviz trugen in jüngerer Zeit zu einem wahren Ghazal-Boom bei.
Einen grossen Anteil für das weltweite Interesse an Ghazals gebührt
Gene Doty. Als Professor und Leiter der Abteilung für Englisch und
Technische Kommunikation der Missouri Universität für Wissenschaften
& Technologie betreibt Doty seit 1999 unter dem Synonym „Gino
Peregrini“ die Website „The Ghazal Page“ (www.ghazalpage.net).

7.2 Textbeispiele: Auszug aus „Shine - 30 Ghazals“ by GeneDoty

Eines seiner Ghazal-Gedichte in Englischer Sprache, ganz dem


traditionellen Regelwerk folgend, lautet „Shine“:

Canoes upturned on a pickup truck – their hulss shine


with rain, keels burned by ligthning’s quick shine.
An autumn decades ago – from your hair a light
Leaped into my heart; I yearned to touch its shine.
A midnight chapel lit only by stubby candles
whose flicker turned the crucified’s wounds to shine.
Darkness fills the mirror with soft shadows;
if my asking is spurned, only shadows will shine.
Assembling the fragments of a broken child,
Gino, have you learned the secret that makes hearts shine?
Shine by Gene Doty (1998)

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8.1 Ghazals zwischen Tradition und Moderne... die junge


Musikergeneration Indiens...

Wie ist es um die Zukunft der Ghazals bestellt ? - Dem Zauber der
Ghazals verfällt die jüngere Musikergeneration gleichermaßen wie
Vertreter der traditionellen, puristischen Darbietungsform.

Najma Akhtar (1962/1964-...) ...


Die Indo-britische Sängern Najma Akhtar verwendet eine Vielzahl
von Ghazals. Mit Saxophon- und Tablaklängen schneidert sie ihre
Poesie in ein Kleid moderner Pop- und Fusionmusik.

Cassius Khan (1974-...) ...


Cassius Khan wurde 1974 auf den Fiji-Inseln geboren. Als
Tablaspieler in der Tradition der indisch-klassischen Musik
ausgebildet, verbindet er das technisch anspruchvolle Spiel auf dem
Trommelpaar mit der gesanglichen Interpretation von Ghazals.
Mit diversen Plattenaufnahmen seit 1995 und Filmkompositionen
veröffentlichte Cassius Khan im Jahre 2008 das Ghazal-Album
„Mushtari“, eine Hommage an seine Lehrerin Mushtari Begum, die
1973 die Auszeichnung „Malika-e Ghazal“ (Qeen of Ghazal) erhielt
und im Jahre 2004 verstarb (25.12.1934 – 143.03.2004).

Nayyara Noor (1950-...) ...


In den frühen 70ern des 20sten Jahrhunderts fand die pakistanische
Sängerin Nayyara Noor den Weg auf die Bühne. Als Studentin für
Textildesign nahm sie an Wettbewerben teil, die vom nationalen
College für Künste veranstaltet wurden. In diesen Contests gewann
sie eine Vielzahl von Preisen.
Auf ihre stimmlichen Qualitäten wurde das pakistanische Fernsehen
aufaufmerksam, das ihr die Gelegenheiten zu Auftritten im
Unterhaltungsprogramm gab. Noor’s Gesang ist geprägt durch
Begum Akhtar’s traditionellem Interpretationsstile.
Das Repertoir der Königin der Tragödie reicht von nationalen
Volksliedern bis zu romantischen und tragischen Stücken.

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8.2 7. Hörbsp.: Nayyara Noor – CD Faiz ki Yaad Mein (Aaj Bazar Mein...)
Nayyara Noor hören wir mit dem Faiz-Ghazal „Aaj bazaar main pa ba
Jolan chalo“, aus der CD „Faiz Ki Yaad Mein“, einer Compilation aus
dem Jahre 2004.
Dazu finden Sie auf unserer Website (http://radioblog.india-meets-
classic.net) die Übersetzung des Dichters Anis Zuberi aus Toronto,
Canada in englischer Sprache „Let us walk in Bazaar in Shackles“...

Aaj bazaar main pa ba jolan chalo


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9.1 Verabschiedung...

Dies war unsere Sendung „IMC – India meets Classic“ mit dem Thema:
„Raga, Ghazal und Goethe“.

Die Interpretinnen und Interpreten waren Begum Akhtar, Talat


Mahmood, Iqbal Bano, Mehdi Hassan, Ghulam Ali, Jagjit Singh und
Nayyara Noor.

Vielen Dank für’s Zuhören.


Am Mikrophon verabschiedet sich Lothar J.R. Maier.
- Und vielleicht bis zum nächsten Mal. – Namaste.

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9.2 Abspann...

Hinweise zu kommenden Sendeterminen entnehmen Sie dem Internetangebot Ihres


Radiosenders.

- Oder besuchen direkt die Website von IMC - India meets Classic:

www.imcradio.net
(Englisch: uu-uu-uu_dot_aiemciereidio_dot_net)
imcradio.net
(Deutsch: i em Ce Radio Punkt Net)
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Sie hörten die Sendung "IMC - India meets Classic" mit der Reihe "Raga CDs des
Monats".

imcradio.net
(Deutsch: i em Ce Radio Punkt Net).

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D-22453 Hamburg
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email: info@sinn-macher.net
Internet: http://www.sinn-macher.net

*) 12 cent aus dem Netz der Dt. Telekom.

IMC-Kontaktdaten ...

Förderinitiative IMC - India meets Classic (c/o EUFLETZ Stiftung i.G.)


Tel.: +49-(0)40- 41431-2034 (Intern.: -2053)
eMail: info@eufletz-stiftung.de | contact@india-meets-classic.net
Internet: http://www.eufletz-stiftung.de | http://musictherapy.india-meets-classic.net

Authoren:
Lothar J.R. Maier (Entwurf u. Endfassung)

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