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Anlage 1 – Informationsschreiben (Kindergarten ABC)

Frühlinger Spitz - Schrebergarten Tor 2-4 - 83301 Traunreut - Waldhandy: 0174-7985844 - E-Mail: waldkindergarten@isg-jugendhilfe.de

Kindergarten ABC

Liebe Kindergarteneltern!

Herzlich Willkommen bei den Waldkäfern.


Dieses Kindergarten ABC soll für Sie eine kleine, übersichtliche Informationssammlung sein, damit
Sie und Ihr Kind sich bald in unserem Kindergarten eingewöhnen und sich bei uns wohl fühlen.

Ansprechpartner
Gruppenleitung : Sandra Dumberger

Erzieher: Fabian Biermaier


Erzieherin: Sonja Peschke

Anfahrt/Parkplatz
Unser Kindergarten befindet sich bei den Schrebergärten am Frühlinger Spitz.
Dort steht Ihnen ein großer Parkplatz am Waldeseingang zur Verfügung. Bitte fahren Sie nicht mit
Ihrem Auto in den Wald.

Aufnahmebedingungen
Die Aufnahme in den Waldkindergarten ist ab 2,9 Jahre möglich. Dabei wird Entwicklungsstand,
Familiensituation und Gruppenkonstellation berücksichtigt. Das Kind muss bei
Kindergartenbeginn frei von übertragbaren Infektionskrankheiten sein.

Aufsichtspflicht
Die Aufsichtspflicht der MitarbeiterInnen beginnt ab dem Zeitpunkt, an dem das Kind im
Kindergarten persönlich übergeben wird und endet, wenn es die Eltern wieder in Empfang
nehmen. Hier würden wir gerne das Händeschütteln als Übergaberitual einführen. Aus diesem
Grund und vor allem zum Schutz Ihres Kindes, dürfen wir Ihr Kind nicht allein nach Hause gehen
lassen. Wenn Geschwister (über 12 J.), Verwandte oder Freunde das Kind abholen, teilen Sie
uns dies bitte schriftlich mit.
Bei Festen & Feiern liegt die Aufsichtspflicht und Verantwortlichkeit bei den Eltern.

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Anlage 1 – Informationsschreiben (Kindergarten ABC)

Ausrüstung
Einer unserer Grundsätze ist, die Kinder zu einem selbstverantwortlichen Umgang mit ihren
persönlichen Gegenständen anzuleiten. Falls mal im Wald etwas liegenbleibt, geben wir es
entweder dem entsprechenden Kind oder legen es am Eingang aus. Gegenstände die nach
einem Monat nicht abgeholt werden, werden entsorgt oder gehen in den Besitz des
Kindergartens über.
Damit die Kinder ihren Rucksack selbständig packen können, achten Sie bitte auf eine
ausreichende Größe des Rucksackes. Der Rucksack sollte einen Vorderbrustverschluss haben
und mehrere Außenfächer besitzen. Zusätzlich zur Brotzeit in den Rucksack gehören:

• Taschentücher
• Iso-Sitzkissen
• Matschhandschuhe
• Handwärmer & zweites Paar Handschuhe (in der kalten Jahreszeit)

Bauwagen
Mit unserem Bauwagen haben wir einen flexibel nutzbaren Raum zum Ruhen, Spielen und für
nasse, stürmische und eisige Tage geschaffen. Mit viel Herzblut entstand aus einer Vielzahl von
bestehenden Anforderungen, diese auf die Bedürfnisse von unseren Waldkäfern abgestimmte
Wagen.

Betreuungsform
Die Betreuung im Waldkindergarten findet überwiegend im Wald und im Freien statt. Dies gilt für
alle Jahreszeiten. Bei Bedarf (z.B. bei Sturm, Gewitter, zweistelligen Minusgraden sowie bei
raumbezogenen Aktionen und Projekten) steht ein Ausweichraum/Schutzraum zur Verfügung.
Dieser Schutzraum befindet sich in Pierling in den Räumen der Feuerwehr.

Betreuungszeiten
Bringzeit 7:30 - 8:30 Uhr
Kernzeit 8:30 - 12:00 Uhr
Abholzeit 12:00 - 13:30 Uhr

Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, bitten wir alle Eltern ihre Kinder pünktlich zu
bringen und wieder abzuholen.
Für die Kinder ist es sehr wichtig, zu Beginn der Kernzeit da zu sein, nur so gelingt ihnen ein
guter Start in den Tag.

Beitrag
Der Kindergartenbeitrag ist ein Betrag, der zusammen mit den Zuschüssen von Staat und
Kommunen die Deckung der Betriebskosten der Einrichtung ermöglichen muss. Dieser
Elternbeitrag ist deshalb für das ganze Kindergartenjahr (12 Kalendermonate) zu bezahlen,
einschließlich der Ferien und Schließtage. Der Beitrag ist auch in voller Höhe zu entrichten, wenn
das Kind längere Zeit krank ist und den Kindergarten nicht besuchen kann.

Brotzeit
Bitte geben Sie Ihrem Kind eine gesunde und ausreichende Brotzeit mit. Vermeiden Sie bitte
Plastiktüten oder Alufolie beim Einpacken. Verzichten Sie bitte auf Süßigkeiten im Kindergarten
wie Marmeladenbrote und klassische Süßigkeiten wie Schokolade, Gummibärchen, Müsliriegel,
Joghurtdrinks, Kekse, Kuchen sind im Kindergarten nicht erwünscht.

Eingewöhnung
Siehe Beiblatt Seite 7 + 8

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Anlage 1 – Informationsschreiben (Kindergarten ABC)

Elterngespräche
In der Hol- und Bringzeit tauschen wir uns gerne mit Ihnen aus, was im Kindergarten momentan
passiert, wie sich Ihr Kind dort verhält, z.B. was oder mit wem es gern spielt, welche Interessen
es zeigt etc. Wir freuen uns über einige Worte von Ihnen über die Befindlichkeiten Ihres Kindes
oder ob es bestimmte Ereignisse gibt, die sein Verhalten beeinflussen. Diese Tür- und
Angelgespräche sind zeitlich sehr knapp gehalten. Wir stehen aber jederzeit nach
Terminvereinbarung für ein ausführliches Elterngespräch zur Verfügung.

Elternbeirat
Die Elternbeiratswahl findet einmal im Jahr statt.

Feste
Bedingt durch Projekte, Jahresthemen etc. werden Feste veranstaltet und es wird teils mit, teils
ohne Eltern gefeiert.

Früherkennung
Soweit beim Kind Anzeichen für eine Verhaltens- oder Entwicklungsauffälligkeit festgestellt
werden, informiert das Personal die Eltern unverzüglich darüber und stimmt mit ihnen das weitere
Vorgehen ab.

Geburtstage
Das Geburtstagskind erhält während einer kleinen Feier vom Kindergarten ein Geschenk. Sie
können an diesen Tag gerne Finger Food für die Gruppe mitnehmen. Bitte sprechen Sie den
Termin der Geburtstagsfeier frühzeitig mit uns ab.

Gefahrenquellen im Wald
Siehe Beiblatt Seite 9 + 10

Handy
Telefonisch sind wir am besten in der Bring- und Abholzeit für Sie erreichbar, in der Kernzeit sind
wir nur bedingt erreichbar, da diese den Kinder gewidmet ist.

Hospitieren
Um einen Einblick in unseren Waldkindergartentag zu bekommen, haben Sie die Möglichkeit,
nach vorheriger Absprache, einen Termin zur Hospitation zu vereinbaren.

Hygiene
Zur Einhaltung einer Grundhygiene steht bereit:
- Wasserbehälter
- Lava Erde (Seife)
- Handtücher
- Spaten + Toilettenpapier
- Toiletten der Schrebergärten

Infotafel/Handzettel
Um sicher alle Eltern zu erreichen bevorzugen wir die Schriftform. Lesen Sie bitte die Handzettel
gut durch. Zusätzlich hängen alle wichtigen Informationen an unserer Infotafel am Bauwagen
aus.

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Anlage 1 – Informationsschreiben (Kindergarten ABC)

Integration
Jeder ist ein bisschen so wie Alle, ein bisschen so wie Manche und ein bisschen so wie sonst
Keiner. Um allen Kindern die gleiche Chance zu geben sich in die Gesellschaft zu integrieren und
Zugang zu bestmöglicher Förderung zu gewähren, bieten wir Integrationsplätze an (Kinder mit
erhöhtem Förderbedarf z.B. ADHS, Sprachentwicklungsverzögerung usw).

Kleidung
Siehe Beiblatt Seite 6

Krankheit
Jede Erkrankung Ihres Kindes muss dem Kindergarten vor der Kernzeit mitgeteilt werden. Um
eine Verbreitung von übertragbaren Infektionskrankheiten möglichst gering zu halten, sind Eltern
sowie Kindergartenpersonal verpflichtet, sich gegenseitig umfassend zu informieren und
verantwortungsbewusst zu handeln.
Kann ein Kind aus gesundheitlichen oder anderen Gründen den Kindergarten nicht besuchen,
sind die Erzieher am selben Tag noch zu benachrichtigen.
Ihr Kind darf bei einer ansteckenden Krankheit nur nach Vorlage eines ärztlichen Attestes unsere
Einrichtung wieder besuchen.
Tritt eine plötzliche Erkrankung, hohes Fieber oder der Verdacht einer Erkrankung auf, werden
die Eltern unverzüglich von uns telefonisch benachrichtigt. Dies gilt auch im Fall eines Unfalls in
der Einrichtung. Sollten die Eltern nicht kurzfristig erreichbar sein oder der Unfall sofortiges
Handeln voraussetzen, wird von der Einrichtung ein Krankenwagen geordert.

Medikamente
In unserer Einrichtung werden grundsätzlich keine Medikamente verabreicht. Im Einzelfall kann
unter Vorlage einer ärztlichen Verordnung mit Vollmacht für die Erzieher anders entschieden
werden.
Medikamente gehören auf keinen Fall in den Rucksack von Kindern, dies kann folgeschwere
Konsequenzen für andere Kinder haben.

Morgenkreis
Täglich um 8:30 Uhr beginnt der Morgenkreis. Hier singen wir mit den Kindern ein Morgenlied,
überlegen zusammen welche Kinder fehlen und stellen die Jahresuhr ein. Je nach aktuellem
Thema, Jahreszeit oder Situation spielen wir Finger- oder Gruppenspiele, erzählen Geschichten
oder musizieren usw.

Öffentlichkeitsarbeit
Foto-, Dia-, Film- und Tonaufnahmen, die der Waldkindergarten im Betreuungsalltag auf
Ausflügen und Festen erstellt, werden für Elternbriefe, Konzepte, Jahresberichte, Portfolio und
Präsentationen verwendet. Sollten Sie damit nicht einverstanden sein, vermerken Sie dies bitte
im Betreuungsvertrag.

Regeln
Beim Erforschen der Lebensräume von Wald, Wiese etc. gibt es feste Regeln und Grenzen, die
für die Kinder nachvollziehbar sind.
Diese Regeln werden täglich im Morgenkreis vertieft und wiederholt.
Wir bitten Sie, sich mit dem Merkblatt auseinanderzusetzen und dies mit Ihrem Kind zuhause zu
vertiefen.

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Anlage 1 – Informationsschreiben (Kindergarten ABC)

Schutzraum
Wenn wir wetterbedingt nicht in den Wald können, haben wir Möglichkeiten in unsere zwei
Schutzräume auszuweichen.
Diese sind: Feuerwehr Pierling und das Spielparadies in Traunreut.

Schließzeiten
Werden rechtzeitig bekannt gegeben.
Unser Kindergarten verfügt über 30 Schließtage und orientiert sich an den Ferienzeiten.
Zusätzlich kommen noch 5 Tage für Fortbildungen etc. dazu.

Selbständigkeit
Wir legen sehr viel Wert auf selbständiges Handeln, darum wollen wir gemeinsam die Kinder
dabei unterstützen und motivieren. Erfolgserlebnisse stärken das Kind.

Spielsachen
Wenn nicht ausdrücklich darum gebeten wird, bitte keine Spielsachen mitgeben oder mitnehmen
lassen. Für mitgebrachte Spielsachen wird keine Haftung übernommen.

Telefonnummern
Änderungen Ihrer Adresse und Telefonnummer geben Sie bitte rechtzeitig in der Gruppe
bekannt.

Unwetter
Siehe Beiblatt Seite 11 - 13

Versicherungsschutz
Während des Aufenthalts im Waldkindergarten sowie bei Veranstaltungen und Unternehmungen
des Waldkindergartens sind die Kinder in einer Betriebshaftpflichtversicherung versichert. Der
Versicherungsschutz bezieht sich somit auf die Zeit, in der die Aufsichtspflicht den Betreuern
obliegt.

Vorschule
Das Wort Vorschule bedeutet nichts anderes als „vor der Schule“. Alle Erfahrungen die ein Kind
in dieser Zeit macht, also ab der Geburt, bereiten es auf das Leben vor. Damit es möglichst
optimal seine Umwelt wahrnimmt, wird es von seinen elementaren Grundbedürfnissen geleitet.
Dazu gehört:
- Gegenstände in den Mund stecken
- Matschen, Kneten, in Pfützen springen usw.
- Klettern, Laufen, Rollen, Krabbeln usw.
- In Kontakt mit anderen treten
- Neugierde, Fragen stellen, mutig sein
- Distanzen, Schätzungen, Größer & kleiner usw.

Zusammenarbeit zwischen Eltern & Kiga


Der Kindergarten ist eine familienergänzende Einrichtung! Unsere Bildungs- und
Erziehungsarbeit gelingt am besten, wenn wir mit Ihnen eng zusammenarbeiten können. Wenn
Sie Anliegen, Fragen oder Probleme haben, stehen wir Ihnen gerne für ein Gespräch zur
Verfügung.

Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit!

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Anlage 1 – Informationsschreiben (Kindergarten ABC)

Was soll ich meinem Kind im Waldkindergarten anziehen?


Bei uns gilt grundsätzlich: ,,Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung“!

Allgemein:
- Wechselkleidung
- Hausschuhe für den Bauwagen

Im Sommer:
- Langarmshirt
- Jeans, Arbeitshose, Leggins
- Socken über die Hose ziehen (Zeckenschutz)
- Knöchelhohe feste Schuhe (Bergschuhe)
- Kopfbedeckung (z.B. Kappe, Tuch, Sonnenhut
- Kind eincremen/einsprühen gegen Mücken und Zecken

Bei Regenwetter im Sommer:


- Über der normalen Kleidung siehe oben:
- Matschhose
- Regenjacke
- Regenhut
- Gummistiefel

Bei Regenwetter über 10 Grad:


- gefütterte Matschhose
- gefütterte Regenjacke
- Mütze und Kapuze drüber
- gefütterte Gummistiefel
- gefütterte Matschhandschuhe
- Mehrere Schichten unten drunter ziehen

Im Winter:
- Lange Unterwäsche in warmer Qualität (keine Baumwolle oder Synthetik!) Wir empfehlen
Merino oder Woll-Seide-Unterwäsche
- Socken (Wolle/Merino)
- Evtl. sogar dritte oder vierte Schicht
- Schneehose und Schneejacke
- Als letzte Schicht die Matschhose drüber (isoliert)
- Schal und Wollmütze
- Evtl. unter die Wollmütze eine dünne Schlupfmütze oder Sturmhaube, diese schützt auch
vor ungewollten Schnee im Nacken
- Stulpenhandschuhe
- Warme Winterstiefel mit herausnehmbaren Innenschuh
- Kind eincremen mit Fettcreme

Extratipp:
Wenn es kalt ist oder es regnet, die Matschhose über die Jacke ziehen! Wenn das Kind aufs Klo
muss, kann es so die Jacke anbehalten.

Bitte die ganze Kleidung, Rucksack, Trinkflasche, Brotzeitdose mit Namen beschriften!!!

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Anlage 1 – Informationsschreiben (Kindergarten ABC)

Eingewöhnung

Warum sollten Sie Ihr Kind eingewöhnen?


Sie können Ihrem Kind den Übergang in die neue Umgebung erleichtern, wenn Sie es zu Beginn
seines Besuches in der Kita für einige Tage begleiten. Neueste Erkenntnisse der
Kleinkindforschung belegen, dass Kinder, besonders im Alter unter drei Jahren, zwar in der Lage
sind solche Herausforderungen zu bestehen, aber diese niemals alleine schaffen. Sie benötigen
dabei die Hilfe eines vertrauten Erwachsenen, einer so genannten Bindungsperson. Eine
erfolgreiche Eingewöhnung wird ausschlaggebend dafür sein
• ob Ihr Kind jeden Tag gern und freudig in die Kita geht,
• ob es eine gute Beziehung zu Erzieherinnen und zu den Kindern hat,
• und ob Sie, liebe Eltern, Ihr Kind mit guten Gefühlen in der Kita zurücklassen können.

Rolle der ErzieherInnen


Unsere ErzieherInnen bereiten sich auf die Eingewöhnungszeit vor. Sie erarbeiten entsprechende
Zeitpläne für die Eingewöhnung, die es ermöglichen, mehrere Kinder in die Kindergruppe
einzugewöhnen. Eingewöhnung bedeutet für die Erzieherinnen, sich mehrmals am Tage auf neue
Kinder und auf neue Eltern einzustellen, konzentriert zu beobachten und ggf. Notizen zu machen.
Im Mittelpunkt steht hierbei der Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung zwischen dem Kind und
den Erzieherinnen, Sensibilität und pädagogische Kenntnisse sind hierbei unerlässlich. Durch die
individuelle Eingewöhnung lernen die Erzieherinnen die Kinder schneller und genauer kennen und
kann so auf die Wünsche und Bedürfnisse besser reagieren.

Was ist Eingewöhnung?


Eingewöhnung ist ein Prozess, der sich zwischen einer bestimmten Erzieherin oder einem
bestimmten Erzieher, einer für das Kind vertrauten Person (in der Regel Mutter oder Vater) und
dem Kind selbst vollzieht. Eingewöhnung bedeutet zunächst einmal, dass es Ihrem Kind während
des Aufenthaltes in der Kita ganz einfach gut geht, dass es sich durch Ihre Anwesenheit nicht allein
gelassen fühlt, also psychisch nicht überfordert wird. Ihr Kind bekommt die Möglichkeit, sich Schritt
für Schritt an die neue Umgebung und die neuen Personen zu gewöhnen.

Wie läuft Eingewöhnung ab?


Die ersten drei Tage spielen für die Eingewöhnung des Kindes eine besonders wichtige Rolle und
sollten nicht durch eine Trennung von Ihnen belastet werden. Die Erzieherinnen werden sich in
den ersten Tagen eher abwartend verhalten und Ihr Kind beobachten. Sollte Ihr Kind keinen
Kontakt zu ihr aufnehmen, wird die Erzieherinnen die Initiative ergreifen, sie werden neben Ihnen
im Blickfeld des Kindes sein. Nach ca. vier Tagen werden Ihnen die Erzieherinnen vorschlagen,
sich für kurze Zeit zu verabschieden. Die Reaktion Ihres Kindes auf diesen ersten wirklichen
Trennungsversuch in der neuen Umgebung enthält wichtige Anhaltspunkte über die Dauer der
Eingewöhnungszeit. Wenn Ihr Kind weint, wenn Sie z.B. den Bauwagen verlassen, gehen Sie
trotzdem hinaus, bleiben aber in der Nähe der Tür.
Wenn die Erzieherinnen das Kind nicht innerhalb von wenigen Augenblicken beruhigen können,
werden sie Sie wieder in den Raum zurück bitten. Wenn Ihr Kind eher gelassen mit der neuen
Situation umgeht, werden sich die Erzieherinnen mit Ihnen über das weitere Vorgehen beraten.
Die Eingewöhnungszeit ist abgeschlossen, wenn die Erzieherinnen Ihr Kind im Notfall trösten kann.
Das muss nicht heißen, dass Ihr Kind nicht mehr weint, wenn Sie sich nach dem Bringen von ihm
verabschieden. Wenn Ihr Kind weint, wenn Sie gehen wollen, so drückt es damit aus, dass es Sie
lieber in der Kita dabei hätte und das ist sein gutes Recht. Es wird sich jedoch nach Abschluss der
Eingewöhnungszeit von den Erzieherinnen beruhigen lassen, wenn Sie gegangen sind.

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Anlage 1 – Informationsschreiben (Kindergarten ABC)

Was können Sie tun, um dem Kind die Eingewöhnung zu erleichtern?


Ihre bloße Anwesenheit genügt, um für das Kind einen „sicheren Hafen“ zu schaffen, in den es sich
jederzeit zurückziehen kann, wenn es sich überfordert fühlt.
Suchen Sie sich an unserem Hauptplatz im Wald einen angenehmen Platz und erlauben Sie Ihrem
Kind zu gehen und zu kommen, wie es will. Drängen Sie es zu keinem bestimmten Verhalten,
sondern genießen Sie es, Ihr Kind bei der Erkundung der neuen Umgebung zu beobachten. Lassen
Sie sich nicht durch die Fröhlichkeit und Gelassenheit Ihres Kindes zu der Ansicht verleiten, Ihre
Anwesenheit sei gar nicht mehr notwendig. Ihr Kind wirkt so unbeschwert, weil Sie da sind. Sein
Verhalten würde sich in den meisten Fällen sofort ändern, wenn Sie während der ersten Tage fort
gingen.
Viele Eltern sind in den ersten Trennungstagen sehr traurig, ängstlich oder auch im Zweifel, ob sie
die richtige Entscheidung getroffen haben. Hier hilft Ihnen sicherlich ein Gespräch mit den
Erzieherinnen oder mit anderen Eltern, die ähnliche Erfahrungen haben. Wenn Sie selbst eine
positive Einstellung zu den Erzieherinnen und zur gesamten Kita haben, wird Ihr Kind diese
sicherlich übernehmen.
Zum Abschied gehen Sie bitte nicht fort, ohne sich von Ihrem Kind zu verabschieden. Sie setzen
das Vertrauen Ihres Kindes zu sich aufs Spiel und müssen damit rechnen, dass Sie Ihr Kind nach
solchen Erfahrungen nicht aus dem Auge lässt oder sich vorsichtshalber an Sie klammert, um Ihr
unbemerktes Verschwinden zu verhindern. Wenn Sie sich verabschieden, mag es sein, dass Ihr
Kind weint oder auf andere Weise versucht, Sie zum Bleiben zu bewegen bzw. mitgenommen
werden will. Bis die Eingewöhnungszeit abgeschlossen ist und das Kind eine vertrauensvolle
Beziehung zu den Erzieherinnen aufgebaut hat, wird es sich nach Ihrem Weggang rasch trösten
lassen und die Zeit in der Kita in guter Stimmung verbringen. Bitte halten Sie den Abschied kurz
und ziehen Sie ihn nicht unnötig in die Länge. Sie würden Ihr Kind mit solchem Verhalten nur
belasten. Untersuchungen haben gezeigt, dass Kinder auf kurzen Abschied mit weniger Stress
reagieren.

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Anlage 1 – Informationsschreiben (Kindergarten ABC)

Informationsblatt zu den Gefahrenquellen im Wald

Übertragung von Krankheiten durch Zecken


Die Zecken werden im Frühjahr (März/April) bei einem Anstieg Der Bodentemperatur auf
5 – 7 ° C aktiv. Zweimal im Jahr, imMai/Juni und September/Oktober, erreicht ihre
Aktivität einen Höhepunkt. Dabei fördern feuchte Sommer und milde Winter ihre
Entwicklung. Mit Ausnahme von extrem kalten Wintern besitzen sie keine natürlichen
Feinde.
Die Zecken sitzen auf Sträuchern, Gräsern sowie im Unterholz bis zu einer Höhe von ca
1,5 m und lassen sich nicht, wie häufig behauptet, von Bäumen fallen, sondern werden
abgestreift. Sie reagieren auf den Geruch und die Körpertemperatur von Mensch und
Tier.
Optimale Lebensbedingungen finden Zecken in den Übergangsbereichen von
verschiedenen Vegetationsformen, wie z.B. Übergänge von Laub- und Nadelwäldern,
Waldlichtungen, Hecken, sowie an Waldrändern mit angrenzenden Wiesen.
Die Zecken selbst und ihre blutsaugende Lebensweise sind für den Menschen nicht
gefährlich – die meisten Zeckenbisse bleiben folgenlos - wohl aber zwei Arten von
Krankheitserregern, die beim Stich durch infizierte Zecken übertragen werden können:
▪ Viren, Überträger der Früh-Sommer-Meningo-Enzephalitis, kurz FSME und
▪ Bakterien, Überträger der sogenannten Borreliose.

Früh-Sommer-Meningo-Enzephalitis (FSME)
Die FSME ist eine Erkrankung des zentralen Nervensystems.
Verbreitung/Häufigkeit
Die FSME kommt faktisch nur in Süddeutschland vor und ist überwiegend an Zecken in
tieferen Lagen bis ca. 500 Meter Meereshöhe zu finden. Seit den 90er Jahren hat die
Häufigkeit an FSME-Erkrankungen deutlich zugenommen (ca. 100 – 200 Fälle/Jahr).
Nach Untersuchungen des Landesgesundheitsamtes in Baden-Württemberg ist
ca. jede 200 – 500ste Zecke infiziert. Die Infizierung erfolgt mit dem Zeckenstich, da
die FSME-Viren mit dem Speichel übertragen werden.
Die Infektion verläuft zu 90% ohne Symptome oder in Form einer Sommergrippe.
Bei ca. 10% der Fälle kommt es zu einer schweren Erkrankung, die durch Hirnhaut-
(Meningitis) und Gehirnentzündungen (Enzephalitis) charakterisiert ist; 1 – 2% der Fälle
verlaufen tödlich.

Borreliose (auch Lymekrankheit oder Wechselröte genannt)


Die Borreliose ist eine Erkrankung des Nervensystems und der Gelenke.
Verbreitung/Häufigkeit
Borrelienbakterien werden bei Zecken im gesamten Bundesgebiet vorgefunden. Ihr
Auftreten ist nicht generell an bestimmte Orte gebunden; ein gehäuftes Auftreten lässt
sich jedoch in Randgebieten von Flusstälern beobachten.
Die Durchseuchung von Zecken mit Borrelien beträgt durchschnittlich ca. 20%, wobei es
nicht bei jedem Stich zu einer Übertragung der Erreger kommt.

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Anlage 1 – Informationsschreiben (Kindergarten ABC)

Vorbeugende Maßnahmen gegen Zeckenbefall

▪ Damit den Zecken möglichst wenig ‘Angriffsflächen’ zur Verfügung stehen, ist es ratsam,
in Wald und Flur langärmelige Kleidung – lange Hosen, Strümpfe und feste Schuhe – zu
tragen.
▪ Nach jedem Waldaufenthalt sollte der gesamte Körper nach Zecken abgesucht
werden. Kopf, Körperfalten, Rücken und die Partie hinter den Ohren sollten nicht
vergessen werden.
▪ Die Kleidung ist zu wechseln und auszuschütteln, auf heller Kleidung lassen sich Zecken
besser erkennen als bei dunklen Farben.
▪ Ätherische Öle können kurzfristig vorbeugen, verflüchtigen sich aber schnell
(Zitronen, Geranien-, Lavendelölmischungen u.a.)
▪ Eltern und Kindergartenkinder sollten über mögliche Schutzmaßnahmen aufgeklärt
werden.

Impfung
Derzeit gibt es nur die Möglichkeit sich egen die Früh-Sommer-Meningo-Enzephalitis
impfen zu lassen, eine Impfung gegen Borreliose ist bisher noch nicht möglich.

Der Kleine Fuchsbandwurm (Echinococcus mulitcularis)


Wie infiziert sich der Mensch?
Über Infektions-Wege und Häufigkeiten können nur Vermutungen angestellt werden, die
genauen Umstände nicht unbekannt: Möglicherweise könnten Eier über den Verzehr von
kontaminierten niedrig wachsenden Beeren, von Pilzen oder Fallobst aufgenommen
werden. Wahrscheinlich ist aber auch, dass Eier bei mäh- oder anderen
bodenbearbeitenden Tätigkeiten aufgewirbelt und dann über die eingeatmete Luft
aufgenommen werden. Über den direkten Kontakt mit infizierten Endwirten, in deren
Fell die Eier haften, ist ebenfalls eine Aufnahme möglich, davon betroffen sind u.U. Jäger
und Förster, daher auch Haustierbesitzer, die nichtsahnend ihre vierbeinigen Freunde
innig liebkosen.

Wichtige Vorsichtsmaßnahmen
▪ Vor jedem Essen/Trinken Hände mit Seife, Wasser und Nagelbürste reinigen.
▪ Aus Gründen der Vorsicht sollte der Verzehr von gesammelten Beeren und Waldfrüchten
insbesondere im Waldkindergarten generell nicht erlaubt sein (Sorgfaltspflicht!)
▪ Beeren und Obst können als Kompott oder Marmelade gegessen werden, da Abkochen
über mehrere Minuten bei 60 – 700 C die Bandwurmeier sicher abtöten.
▪ Nach Arbeiten im Freien vor allem nach Kontakt mit Gras, Erde etc., Hände gründlich
waschen.

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Anlage 1 – Informationsschreiben (Kindergarten ABC)

Merkblatt: Extremwetterlagen im Waldkindergarten (Unwetter)

Unwetter ist ein Sammelbegriff zur Bezeichnung von unterschiedlichen Extremwetterereignissen.


Unwetter können starke Auswirkungen haben und die öffentliche Ordnung und das öffentliche
Leben gefährden. Unwetter wie sintflutartige Regenfälle, Stürme, Tornados, extreme Schneefälle
oder Glätte gefährden immer wieder Menschenleben und richten oft große Schäden an. Präzise
und frühzeitige Unwetterwarnungen helfen, die Folgen gefährlicher Wetterereignisse so gering wie
möglich zu halten. Extreme Hitze/extreme Kälte/Dürre sind ebenfalls meteorologische
Erscheinungen, die zu großen Schäden führen können, diese stellen jedoch keine Unwetter im
eigentlichen Sinne dar. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor folgenden Unwettern, wobei dabei
bestimmte Kriterien erfüllt sein müssen: Windböen , schwere Gewitter, heftiger Starkregen,
ergiebiger Dauerregen, starker Schneefall, Glatteis, starkes Tauwetter.
Wir verbringen unseren pädagogischen Alltag im Wald und sind dort mit den oben genannten
Witterungsbedingungen im Extremfall konfrontiert. Diese Witterungsbedingungen stellen für die
Kinder und das pädagogischen Team Gefahren dar, deshalb haben wir dieses Merkblatt
aufgesetzt. Denn die intensive Beschäftigung mit den verschiedenen Witterungsbedingungen
sowie das Erstellen eines Leitfadens minimiert Unsicherheiten und gibt Sicherheit, da das
pädagogische Team ein Handlungskonzept besitzt und weiß wie es zu handeln hat.
Uns ist die Sicherheit am wichtigsten und immer unser oberstes Gebot und werden bei
Extremwetterlage den Wald verlassen und in unseren Schutzraum gehen.
Für unsere Arbeit ist der tägliche Blick in den Wetterbericht unentbehrlich und wir nutzen im Wald
eine Warnwetter- App, welche uns vor aufkommenden Unwettern warnt, da der Wetterbericht lokal
nicht alles genau erfassen kann und der Zeitpunkt des Wetterumschwunges sich je nach Lage und
Standort verzögert oder früher als erwartet eintritt.
Grundsätzlich kann es dazu kommen, das wir euch am Abend Bescheid geben den
Kindergartentag im Spielparadies zu starten, da es die voraussichtliche Wettersituation bedingt.
An solchen Tagen bitten wir euch, eure Kinder mit Hausschuhen auszustatten.
Auch unser Bauwagen dienen uns als Schutz vor Kälte oder Nässe und werden bei Bedarf genutzt.

1. Wind und Sturm


Wir richten uns bei der Einschätzung der Windstärken nach der offiziellen Tabelle des Deutschen
Wetterdienstes und haben im Team beschlossen den Wald ab der Windstärke 6 zu verlassen und
uns entweder am Spielplatz einzufinden oder situationsbedingt auch in den Schutzraum zu gehen.
Natürlich spielen neben den Fakten der Windstärke auch individuelle Faktoren eine Rolle um über
das Verlassen des Waldes zu entscheiden. So werden Winde in manchen Waldgebieten stärker
wahrgenommen als an anderen und somit wird der Wald dort früher verlassen. Außerdem wird
diese Entscheidung auch immer von den subjektiven Einschätzungen des Teams mit beeinflusst,
was heißt, wenn sich das Team unwohl fühlt oder eine Gefahr erkennt, so wird der Wald
möglicherweise auch bei geringeren Windgeschwindigkeiten verlassen und der Schutzraum
aufgesucht.

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Anlage 1 – Informationsschreiben (Kindergarten ABC)
Beauf- Bezeichnung Mittlere Windgeschwindigkeit in Auswirkungen des Windes im
ortgrad ca. 10 m Höhe über offenem, Binnenland
flachem Gelände
im DWD verwendete
Schwellenwerte
kt m/s km/h
0 Windstille <1 0 0 Rauch steigt senkrecht auf
1 leiser Zug 1-3 1 <5 Windrichtung angezeigt durch den Zug des
Rauches
2 leichte Brise 4-6 2-3 5 - 10 Wind im Gesicht spürbar, Blätter und Windfahnen
bewegen sich
3 schwache Brise 7 - 10 4-5 um 15 Wind bewegt dünne Zweige und streckt Wimpel
schwacher Wind
4 mäßige Brise 11 - 15 6-7 20 - 25 Wind bewegt Zweige und dünnere Äste, hebt
mäßiger Wind Staub und loses Papier
5 frische Brise 16 - 21 8 - 10 30 - 35 kleine Laubbäume beginnen zu schwanken,
frischer Wind Schaumkronen bilden sich auf See
6 starker Wind 22 - 27 11 - 13 40 - 45 starke Äste schwanken, Regenschirme sind nur
schwer zu halten, Telegrafenleitungen pfeifen im
Wind
7 steifer Wind 28 - 33 14 - 17 50 - 60 fühlbare Hemmungen beim Gehen gegen den
Wind, ganze Bäume bewegen sich
8 stürmischer 34 - 40 18 - 20 65 - 70 Zweige brechen von Bäumen, erschwert
Wind erheblich das Gehen im Freien
9 Sturm 41 - 47 21 - 24 75 - 85 Äste brechen von Bäumen, kleinere Schäden an
Häusern (Dachziegel oder Rauchhauben
abgehoben)
10 schwerer Sturm 48 - 55 25 - 28 90 - 100 Wind bricht Bäume, größere Schäden an
Häusern
11 orkanartiger 56 - 63 29 - 32 105 - 115 Wind entwurzelt Bäume, verbreitet
Sturm Sturmschäden
12 Orkan über 64 ab 33 Ab 120 schwere Verwüstungen

2. Gewitter
Typisch für Gewitter sind Wolken mit einer großen vertikalen Ausdehnung. Gewitter treten vor allem
im Sommer auf. Aber auch in der kalten Jahreszeit sind Gewitter nichts Ungewöhnliches. Im Wald
birgt das Gewitter mit Blitz, Donner, Hagel, Stürmen und Graupelschauer einige Gefahren.
Beispielsweise können durch die aufkommenden Stürme Zweige und Äste im Wald herumfliegen.
Zudem ist man im Freien, wie auch im Wald nicht vor Blitzen geschützt. Bei Blitzen ist es wichtig,
einen geschützten Platz aufzusuchen, welcher in unserem Fall der Schutzraum ist. Auch durch das
rasche Auftreten eines Gewitters ist es wichtig frühzeitig bei ersten Warnzeichen, wie dunkle
Gewitterwände die bei uns in der Regel vom Chiemsee heranziehen, zu beachten.
Werden solche Warnzeichen erkannt verlassen wir als Gruppe sofort den Wald und begeben uns
in Sicherheit und warten bis die Gefahr vorüber oder der Kindergartentag zu Ende ist.

3. Starkregen
Von Starkregen spricht man bei großen Niederschlagsmengen pro Zeiteinheit. Er fällt meist aus
konvektiver Bewölkung. Starkregen kann zu schnell ansteigenden Wasserständen und (bzw. oder)
zu Überschwemmung führen, häufig einhergehend mit Bodenerosion. Der Deutsche Wetterdienst
warnt deswegen vor Starkregen in 2 Stufen (wenn voraussichtlich folgende Schwellenwerte
überschritten werden):
Regenmengen ≥ 10 mm / 1 Std. oder ≥ 20 mm / 6 Std. (Markante Wetterwarnung)
Regenmengen ≥ 25 mm / 1 Std. oder ≥ 35 mm / 6 Std. (Unwetterwarnung).
Durch geeignete und wasserfeste Funktionskleidung können wir im Kindergartenalltag den
gewöhnlichen Niederschlagsmengen trotzen und unseren Tagesablauf wie gewohnt durchführen.
Jedoch kann es auch zu Niederschlagsmengen kommen, welche den Aufenthalt im Freien und vor

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Anlage 1 – Informationsschreiben (Kindergarten ABC)

allem auch im abschüssigen Wald nicht mehr tragbar machen. Im Team haben wir den Grenzwert
von ca. 10 bis 15 Litern/Stunde/qm, was 1 bis 1,5 cm pro Stunde entspricht. Ab diesen Werten und
natürlich nach Empfinden sowie Befinden der Gruppe, verlassen wir den Wald und führen den
Kindergartentag im Schutzraum fort oder nutzen unseren Bauwagen. Bei Starkregen ist die Gefahr
auszurutschen wesentliche höher, vor allem in unserem Waldgebiet. Außerdem nimmt das
Wohlbefinden der Kinder sowie die Stimmung ab und das Krankheitsrisiko steigt, wenn die Kinder
frieren und durchnässt sind. Fühlen sich die Kinder unwohl, kann kein positives Spielerlebnis
entstehen, was für uns und die Kinder einen hohen Stellenwert hat.

4. Schnee
Dem Winter und seinem Schnee können wir grundsätzlich mit der richtigen Kleidung trotzen und
ist für die Kinder sowie das pädagogische Personal ein fantastisches Spielmaterial. Dennoch
gehen Gefahren davon aus, wenn die Temperaturen stark sinken sowie der Schneefall erhöht ist.
Auch mit Glätte ist zu rechnen und die Kinder müssen an das richtige Besteigen unsere Wege
herangeführt werden. In der kalten Jahreszeit nutzen wir bei eisigen Temperaturen den Bauwagen
zum Brotzeit machen, um das Auskühlen der Kinder zu vermeiden und halten alle Kinder
spielerisch dazu an in Bewegung zu bleiben.
Auch können wir den Bauwagen zum Aufwärmen nutzen. Eine Gefahr geht jedoch vom
Schneebruch aus. Als Schneebruch werden Bruchschäden an Bäumen durch Schneelast
bezeichnet. Der auf den Zweigen liegen gebliebene Schnee hat einen sehr hohen Wassergehalt
(nasser Schnee) und ist dann so schwer, dass Zweige abbrechen.
Schwache Bäume können vollständig umknicken. Um diese Gefahr gering zu halten beobachten
wir die aktuelle Schneesituation sowie die Bäume in unsere Umgebung. Falls die Gefahr von
Schneebruch besteht, verlassen wir den Wald und suchen den Schutzraum auf.

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