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Plaorm

Theologie der Befreiung


Jg. 13 – Nr. 37 – Februar 2019

ISSN 2220-0711

Liebe Leserinnen und Leser, In dieser Ausgabe:


Kurznachrichten 1
Venezuela, Brasilien, Mexiko, Kolumbien, Nicaragua… Lateinameri-
Amazonassynode 4,8
ka kommt nicht mehr aus den Schlagzeilen, und nicht immer im po- Religion und Gender 4
si ven Sinn. Dieser Rundbrief bringt wiederum einige ermu gende Brasilien 5
und zukun'sweisende Nachrichten aus dem Bereich der Theologie Süd-Süd-Koopera on 5
der Befreiung – auch wenn die poli schen und kirchlichen Krisen Indigene Kosmovision 6
dem Leben der Kirche in Lateinamerika derzeit he'ig zusetzen. Akademische Preise 7
Ich wünsche eine Mut machende und Widerstand weckende Lektü- Rezensionen 9
re! Weitere Publika onen 11
Stefan Silber Veranstaltungshinweise 13
Impressum 14

Kurznachrichten
Unter den 3300 Delegierten, die beim brasilianischen Basisgemeindetreffen in Londrina (23.-
27.1.) anwesend waren, befanden sich 60 Bischöfe, die zum Ende der Begegnung einen Brief an
die Kirche Brasiliens schrieben, in dem sie ihre „Freude über dieses Treffen, die aus unserem Her-
zen als Hirten wächst“ zum Ausdruck brachten. Die Bischöfe stellen fest, dass in den Basisgemein-
den „eine barmherzige, prophe sche und missionarische Kirche gegenwär g ist, die sich der Bil-
dung widmet, insbesondere der Laiinnen und Laien als Subjekte des kirchlichen und sozialen Le-
bens“. (Quelle: hJp://www.cebsdobrasil.com.br)

Ihre achtzigsten Geburtstage feierten die beiden auch in Europa


sehr bekannten Befreiungstheologen Leonardo Boff (14.12., s. Foto)
und Jon Sobrino (27.12.). Die beiden zur Genera on der „Dinosauri-
er“ (Boff über sich selbst) gehörenden Theologen wurden auch in
Deutschland zu ihren Geburtstagen gewürdigt (vgl. u.a.):
• ITP zu Jon Sobrino: hJp://www.itpol.de/?p=3175
• WSK zu Boff: hJps://www.wir-sind-kirche.de/?
id=128&id_entry=7380

Pablo Richard hat beklagt, dass die gegenwär ge Befreiungstheolo-


gie sich zu wenig auf die Bibel beziehen würde. „Ich habe an mehre-
ren kon nentalen, regionalen, na onalen und anderen Treffen teil-
genommen, die sich an der Pastoral oder der Theologie der Befrei-
ung inspirieren, und die biblischen Bezüge waren minimal“, schreibt
er auf dem Blog von Amerindia. „Die Bibelbewegung und das Wort
GoJes sind Gedächtnis und Maßstab der Kirchenreform, deswegen sind sie gefürchtet.“ Es sei eine
ökumenische Bewegung von Laiinnen und Laien, heißt es weiter, die keine Grenzen kenne.
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„Das war hier kein Unfall“ sagte Dom Joaquim Mol, Weihbischof von Belo Horizonte angesichts
des Dammbruchs der Eisenerzmine von Brumadinho im Januar. „Das war ein Umweltverbrechen
und ein Massenmord. Menschen müssen dafür zur Verantwortung gezogen werden. Wir müssen
uns organisieren und Gehör verschaffen, damit die Gesetze geändert werden. Nicht um die Gewin-
ne der Unternehmen noch mehr zu steigern, sondern um die Sicherheit der Menschen zu stärken.“
In das Umweltverbrechen sind auch deutsche Firmen wie TÜV Süd und Thyssen einbezogen. Joceli
Andrioli von der MISEREOR-Partnerorganisa on MAB (Movimento dos An gidos por Barragens)
spricht in Sachen Brumadinho von einer „angekündigten Tragödie. Die brasilianische Zivilgesell-
scha' hat immer wieder davor gewarnt, dass weitere Dämme brechen könnten, doch bei Unter-
nehmen und Poli k s eßen sie auf taube Ohren. Die Gier nach Gewinnen kennt keine Grenzen...
Der Profit steht für Vale über den Menschenleben“.
Nach Angaben von Misereor beziehen deutsche Unternehmen mehr als die Häl'e ihres impor er-
ten Eisenerzes aus Brasilien – mit großer Wahrscheinlichkeit auch aus der aktuell von dem Damm-
bruch betroffenen Mine.

Der Va kan hat Ernesto Carde-


nal rehabili ert. Der 94-jährige
nicaraguanische Priester, Dichter
und Minister der sandinis schen
Revolu onsregierung war 1984
von Johannes Paul II. wegen sei-
nes Ministeramtes vom Priester-
amt suspendiert worden. Silvio
José Báez, Weihbischof von
Managua, besuchte den schwer
Erkrankten im Krankenhaus und
erbat kniend „seinen priesterli-
chen Segen“.
(Foto und Nachricht: Silvio José Báez)

Angesichts der poli schen und sozialen Krise in Nicaragua hat die Amerindia-Gruppe des Landes
im Dezember alle gesellscha'lichen Akteure und die Regierung zu einer echten Bereitscha' zu ei-
nem offenen Dialog aufgerufen. Gleichzei g fordert sie die Freilassung aller poli scher Gefange-
nen und eine ehrliche Anerkennung der Opfer der staatlichen Gewalt. Die Suche nach Versöhnung
müsse mit der Anerkennung der Verantwortlichkeiten einhergehen.

Der pflichtgemäße RücktriJ zum 75. Geburtstag des Limaer Opus Dei-Kardinals Juan Luis Cipriani
(am 28.12.) ist prompt angenommen und bereits Ende Januar ein neuer Erzbischof ernannt wor-
den, ein Pastoraltheologe der Universidad Pon ficia, Carlos Gustavo Cas6llo Ma7asoglio, den vor
Ort einige Hoffnungen begleiten. Er ist über das S pendienwerk Lateinamerika-Deutschland e.V.
(ICALA) auch Deutschland verbunden. Seine Disserta on (an der Gregoriana) befasste sich mit Bar-
tolomé de las Casas. Er ist seit vielen Jahren ein Weggefährte von Gustavo Gu érrez.
Der zweite und umwelt- und sozialkri sche Kardinal Perus, Pedro Barreto SJ, auch engagiert für
die geplante Amazonassynode in Rom, wurde im Februar ebenfalls 75 (am 12.2.), manche hoffen,
dass er vorerst noch Erzbischof von Huancayo bleibt. Er war auch verschiedentlich in Deutschland
zu Gast, etwa beim Katholikentag Mannheim).
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Eine interreligiöse Ini6a6ve in Kolumbien hat bei einer Versammlung vom 19.-21. November in
Bogotá eine Erklärung zum Schutz der Regenwälder des Landes verabschiedet. „Spirituelle und re-
ligiöse Führungspersonen verschiedener Glaubensgemeinscha'en, die zum Interreligiösen Rat Ko-
lumbiens gehören, und Führungspersönlichkeiten der indigenen Völker, der afrokolumbianischen
Gemeinden und der BewohnerInnen der Regenwälder“ bezeichnen den Schutz der Regenwälder
als eine dringliche na onale Herausforderung und berufen sich dabei u.a. auf die Enzyklika Lauda-
to Si von Papst Franziskus. Zu den ökologischen treten soziale, wirtscha'liche und poli sche For-
derungen und Selbstverpflichtungen.

Im Rahmen des Weltjugendtages fand


das erste Wel7reffen der indigenen Ju-
gendlichen in Panama staJ. 350 Indige-
ne aus zwölf verschiedenen Ländern La-
teinamerikas waren nach Soloy im Wes-
ten Panamas gekommen, um sich im
Zeichen und im Rahmen der katholi-
schen Kirche zu begegnen und zu ver-
netzen. Wich ge Themen waren die
Aufmerksamkeit für die Schöpfung, die
Ausbeutung durch Regierungen und
Unternehmen und die Landfrage, wes-
wegen auch die indigenen Völker Ama-
zoniens eine zentrale Rolle bei dem
Treffen einnahmen. Das Treffen wurde
u.a. von Adveniat gefördert. P. Michael
Heinz hat sich dazu ausführlich im Interview auf weltkirche.katholisch.de geäußert.

Papst Franziskus hat während des Weltjugendtages beim Gespräch mit miJelamerikanischen Je-
suiten erzählt, dass er zu Beginn seines Pon fikates mit Gustavo Gu6érrez und Kardinal Gerhard
Ludwig Müller im Va kan eine Eucharis e konzelebriert hat. Der Anlass war der Besuch, bei dem
Müller dem Papst Gu érrez als seinen Freund vorgestellt habe. „Wenn jemand damals [vor 30-40
Jahren] gesagt häJe, dass eines Tages der Präfekt der Glaubenskongrega on Gu érrez zu einer
Konzelebra on mit dem Papst bringen würde, häJe man ihn für betrunken gehalten“, erklärte der
Papst. Das muss die Begegnung am 12.9.2013 gewesen sein, über die wir im Rundbrief 3-2013 auf
S. 4 berichtet haben. Quelle: ncronline.org

Das neue Wendland-Cook Ins6tut für Religion und Gerech6gkeit an der Vanderbilt Universität in
Nashville (USA) behandelt Fragen von Religion und ökonomischer und ökologischer Gerech gkeit.
Für Studierende an der Universität bietet es zusätzliche Gelegenheiten, diese Themen zu ver efen,
für Forschende im In- und Ausland bietet es Möglichkeiten zur akademischen Weiterbildung und
Kollabora on. Besondere Themen und Veranstaltungen werden auf der Website bekanntgeben.
Leiter ist Prof. Dr. Jörg Rieger.
→ www.religionandjus ce.org | j.rieger@vanderbilt.edu

Auf seiner Internetseite stellt Helmut Rohner eine Vielzahl von Dokumenten und Informa onen
über Brasilien und die Befreiungstheologie zur Verfügung. Sie ist übersichtlich in Rubriken aufge-
teilt, die verschiedene prak sche und theologische Bereiche abdecken. Unter anderem findet sich
dort sein Buch Erneuerung von unten. Kirchliche Basisgemeinden in Brasilien, Ein Erfahrungsbe-
richt, Mödling: St. Gabriel 1986 zum Download: hJps://www.helmut-theodor-rohner.eu/
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Vor der Amazonassynode


Die für Oktober in Rom angesetzte Bischofssynode über den Amazo-
nasraum wird in den verschiedenen Diözesen der Region, nicht nur
in Brasilien, sondern auch in den Nachbarstaaten, intensiv vorberei-
tet. Zahlreiche Treffen an der Basis und auf verschiedenen anderen
Ebenen haben zum Ziel, die drängenden aktuellen Fragen der Region
aufzugreifen und zu bündeln.
Im Januar fand in Brasilia ein Treffen von TheologInnen staJ, das der
konkreten Vorbereitung der vorsynodalen Versammlung und der Zu-
sammenschau der Ergebnisse der Beratungen an der Basis diente. Es
legte folgende Themenschwerpunkte als Vorschlag an die Vorsynode
fest (Quelle: repam.org.br):
1. Verteidigung des Lebens, der Rechte und des tradi onellen Landeigentums in Amazonien
2. Teilhabe und Führungsrolle der Frauen in der Kirche
3. Eine Kirche mit indigenem und armem (ribeirinho) Gesicht
4. Schaffung, Ausbildung und Organisa on neuer Ämter
5. Die städ schen Kontexte in Amazonien
6. Poli sch-theologische Bildung von Klerus und Laien
7. Öffentlichkeitsarbeit aus Amazonien
Die brasilianische Regierung versucht inzwischen, bei der brasilianischen Bischofskonferenz und
beim Va kan Einfluss auf die Gestaltung und die Ergebnisse der Synode zu nehmen. Sie befürch-
tet, dass die kirchliche Kri k an der von der Bolsonaro-Regierung massiv geförderten Poli k der
systema schen Ausbeutung und damit Zerstörung der amazonischen Lebensräume durch die Syn-
ode eine breitere interna onale Resonanz erhält. Es scheint, als ob der brasilianische Geheim-
dienst auf den „progressiven Teil“ der katholischen Kirche angesetzt worden sei. (verschiedene
Quellen)
Die anhaltende Kri6k aus den Reihen zahlreicher Bischöfe und anderer kirchlicher Vertreterinnen
und Vertreter an der menschenverachtenden Poli k Bolsonaros beginnt die Regierung offenbar
nervös werden zu lassen. Bereits vor dem AntriJ Bolsonaros als Präsident kri sierte beispielsweise
der Missionsrat der Bischofskonferenz für die Urbevölkerung (CIMI) eine Rede des Wahlgewin-
ners, in der er Indigene mit Zoo eren verglichen haJe, als „inakzeptabel“ und „extrem respekt-
los“. Seit der Wahl Bolsonaros häufen sich die Fälle von Gewalt gegen die Urbevölkerung Brasili-
ens, nicht nur in Amazonien. (Quelle: CIMI)
Stefan Silber

II. Interna6onaler Kongress zu Religion und Gender


Auf dem II. Interna onalen Kongress zu Religion und Gender, der vom 19.-21. 11.2018 an der
Päpstlichen Universität Perus in Lima veranstaltet wurde, analysierte die katholische Ordensfrau
und feminis sche Theologin Marilú Rojas aus Mexiko, wie die Gewaltexzesse sozusagen als «Ant-
worten» patriarchaler Gesellscha'en auf die Errungenscha'en von Frauenbewegungen zu verste-
hen sind. Es handle sich um revanchis sche Taten und zwar dafür, dass Frauen sich ermäch gt
und mehr Autonomie und Rechte erlangt haben. Ebenso erläuterte Sr. Marilú weiter, wie eine Art
«san'er» religiöser Terrorismus seit jeher Kontrolle und Herrscha' über Frauenkörper ausgeübt
hat und Frauen weiterhin domes ziert.
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Kirenia Criado aus Cuba berichtete davon, wie fundamentalis sche Kirchen sich auch auf Cuba
ausbreiten und nega ve Einflüsse auf Gender-Poli ken haben und Veränderungen hin zu einer in-
klusiveren Gesellscha' verhindern.
Seitens rechtskonserva ver, populis scher Gruppen wird in Peru wie in vielen Ländern des Konzin-
ents mit Hilfe religiöser fundamentalis scher Bewegungen moralische Panikmache betrieben.
„Gender“ würde Geschlechter auflösen, Kinder dazu treiben, ihre Geschlechtsiden tät zu wech-
seln, Homosexualität forcieren und Kinder zum Geschlechtsverkehr animieren, so die Propaganda
der als “Verteidiger” der tradi onellen Geschlechterrollen und Familienmodellen au'retenden re-
ligiös-poli sch mo vierten Fundamentalisten.
Sandra Lassak

Brasilianische Solidaritätsgruppen suchen Solidarität.


Mit dem Wahlsieg des rechtsextremen Kandidaten Jair Bolsonaro bei den Präsidentscha'swahlen
im Oktober 2018 stehen Brasilien harte Jahre des RückschriJs auf dem Gebiet der Menschenrech-
te, der Sozialgesetzgebung und des Arbeitsrechtes bevor und dazu die Verfolgung der Opposi on
und von linksgerichteten Organisa onen, wie der zukün'ige Präsident schon o' lautstark verkün-
det hat.
In dieser Situa on möchte die Wohnungslosenbewegung MTST, Movimento dos Trabalhadores
Sem Teto (Arbeitende ohne Dach über dem Kopf), mit interna onalen Organisa onen und Grup-
pen einen Dialog eröffnen oder verstärken, um das Netz von Solidarität und Unterstützung zu er-
weitern.
Sie schreiben: „Wir wissen, wie wich g die ständigen Kämpfe der einfachen Menschen um die Be-
wahrung und Erweiterung ihrer Rechte sind, und uns ist bewusst, dass die MTST, in den letzten
Jahren einer der hauptsächlichen Katalysatoren dieser Kämpfe, in dieser Zeit der Bedrohung umso
mehr gestärkt werden muss.
Nur mit einem starken Netz von Unterstützung, Solidarität und Kommunika on in Brasilien und in-
nerhalb der interna onalen Gemeinscha' werden wir unsere soziale Arbeit sowie den Einsatz für
die demokra schen und freiheitlichen Rechte so fortsetzen können, wie es die kri sche Lage Brasi-
liens fordert.“
Ein ausführliches Dokument mit einer Vorstellung des MTST und einer Beschreibung der derzei -
gen bedrohlichen Situa on kann (in deutscher Sprache) bei Stefan Silber angefordert werden.
Weitere Informa onen bei folgenden Links:
• https://www.youtube.com/watch?v=p5bBHL85G-I (deutsche Untertitel im Video einstellbar )
• http://www.mtst.org/
• https://www.facebook.com/mtstbrasil/

Befreiungstheologie in der Entwicklungszusammenarbeit Süd-Süd


Der Theologe, Literaturkri ker und Philosoph Juan Jacobo Tancara
Chambe ist seit 2018 als Fachperson der Schweizer Entwicklungsor-
ganisa on COMUNDO im Einsatz in Peru, bei der evangelischen
Partnerorganisa on CEDEPAS-Centro.
Sein Einsatz stellt für COMUNDO ein Pilotprojekt dar: bisher reali-
sierte die Organisa on noch keinen Langzeiteinsatz im Süden mit
einer Fachperson aus dem Süden. Solche Süd-Süd-Einsätze könnten
kün'ig einen festen Platz in der Personellen Entwicklungszusam-
menarbeit haben. Sie bringen zum Ausdruck, dass Kompetenzen,
die in den Ländern des Südens vorhanden sind, auch dort genutzt
werden können und Entwicklungszusammenarbeit nicht zu neuen
Abhängigkeiten vom Norden führen müssen.
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Im CEDEPAS-Seminar San Pablo stärkt Juan Jacobo Forschung, theologische Reflexion, Spiritualität
und fördert Räume für interreligiösen und interkulturellen Dialog auf der Grundlage der Befrei-
ungstheologie. Auch ein Transfer seiner Erfahrungen in den Norden könnte bei kün'igen Besu-
chen in Europa sowie durch Publika onen möglich sein.
Tancara stammt aus Chile und gehört der Aimaraethnie an. Sein Bildungsweg führte ihn über ein
Lehrdiplom in Chile (Universität Santo Tomás), ein Lizen at in Literaturwissenscha'en in Bolivien
(Universidad Mayor San Andrés, La Paz), ein Master in Theologie in Costa Rica (Universidad Bíblica
de La noamerica - San José) und ein Doktorat in Deutschland (Universität Bielefeld). Beruflich ar-
beitete er unter anderem als Dozent an verschiedenen Orten, publiziert, auch zusammen mit
Franz Hinkelammert gab er Bücher heraus. Auch wirkte er einige Jahre am ISEAT in La Paz.
Paul Mathis, Programmverantwortung Peru

Indigene Kosmovision und Reich Go7es. Lehrerbegegnungsreise


nach Paraguay

Kazike mit dem tradionellen Mate im Bananenfeld aus ökologischem Anbau. Foto: Birgi&a Greif
Projektbesuche und die Beschä'igung mit der Problema k des Landraubs im Zuge der Sojaproduk-
on standen im MiJelpunkt einer Lehrerbegegnungsreise nach Paraguay im Oktober 2018. Orga-
nisiert wurde diese Reise von der Schulabteilung des Bistums Speyer in Zusammenarbeit mit dem
Bischöflichen Hilfswerk MISEREOR. Die meisten der 21 Teilnehmenden unterrichten auch katholi-
sche Religion, sodass ein Gespräch mit der deutschen Ordensfrau Margot Bremer, die seit vielen
Jahren für die Indigenen-Pastoral der paraguayischen Kirche arbeitet, besonders aufschlussreich
war.
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Sr. Margot verglich die christliche Vorstellung vom Reich GoJes mit dem indigenen Ideal eines Le-
bens in Harmonie innerhalb der Gesellscha' und mit der Schöpfung: nicht mehr verbrauchen, als
notwendig ist; Ressourcen nicht erschöpfen, eine Wald- und Landwirtscha', die auf Subsistenz
ausgerichtet ist und weder das Land noch die Arbeitskra' ausbeutet.
An den folgenden Tagen konnten die Lehrkrä'e in verschiedenen MISEREOR-Projekten erleben,
wie eine ökologische Landwirtscha' den Lebensunterhalt von Kleinbauern sichert. Gleichzei g or-
ganisieren sich die Campesinos, um ihre Produkte gemeinsam zu vermarkten. Als Bauernvereini-
gung können sie sich auch besser gegen die Agrarkonzerne zur Wehr setzen und ihr Land vor Soja-
Monokulturen, gen-verändertem Saatgut und Glyphosat schützen.
Für September 2019 ist ein Gegenbesuch aus Paraguay geplant: eine Kleinbäuerin wird über ihren
jahrlangen Kampf gegen Landgrabbing berichten und um Unterstützung werben.
Dr. Monika Bossung-Winkler, Referenn für Globales Lernen im Bistum Speyer
Petra Gaidetzka, MISEREOR
Weitere Informa onen: Monika.Bossung-Winkler@bistum-speyer.de

Bis 8. April: Einreichungen für den Erwin-Kräutler-Preis möglich


Bis zum 8. April 2019 können noch Arbeiten für den "Erwin-Kräutler-Preis für kontextuelle Theolo-
gie, interreligiösen Dialog und befreiungstheologische Forschung" beim Zentrum Theologie Inter-
kulturell und Studium der Religionen an der Universität Salzburg eingereicht werden.
• Informa onen: www.uni-salzburg.at/ztkr/erwin-kraeutler-preis (Vgl. auch im letzten Rundbrief)
• Kontakt: franz.gmainer-pranzl@sbg.ac.at

Bartolomé de Las Casas-Preis der Universität Freiburg (Schweiz)

Das Ins6tut für das Studium der Religionen und den


interreligiösen Dialog (IRD) der Universität Freiburg
(Schweiz) verleiht in diesem Jahr erneut den Preis
Bartolomé de Las Casas für Disserta6onen oder
Habilita6onen bzw. gleichwer6ge monographische
Arbeiten aus verschiedenen mit Missions- und
ReligionswissenschaHen verwandten
Themenbereichen.
Die Arbeiten dürfen nicht älter als zwei Jahre sein. Der Preis ist mit 2.000 € do ert.
Bewerbungen bis zum 30. April an Prof. Dr. Mariano Delgado: mariano.delgado@unifr.ch
Bei ihm kann man auch weitere Informa onen einholen. Infos auch unter: unifr.ch/ird
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Rezension: Kri6k der postpoli6schen Theologie


Standortbes mmung des Ins - Lehre von Papst Franziskus in
tuts gelten. Es setzt sich im der deutschen Theologie, die
Wesentlichen mit zwei ver- den wesentlichen Anliegen
schiedenen, aber zusammen- dieses prophe schen Lehr-
gehörigen Herausforderungen amts nicht gerecht werden.
auseinander. Im zweiten Teil, der vor allem
Im ersten Teil disku eren Phi- aus den Vorträgen aus Anlass
lipp Geitzhaus, Andreas Hell- des 90. Geburtstags von Metz
germann und Julia Lis ver- in diesem Jahr besteht, setzen
schiedene kri sche und aktua- sich Kuno Füssel, José Zamora,
lisierende Stellungnahmen zur Juan Manuel Hurtado López,
Poli schen Theologie im und Michael Ramminger mit
deutschsprachigen Raum, ins- der Zeijrage in Metz‘ Theolo-
besondere von Ansgar Kreut- gie auseinander. Ramminger
Philipp Geitzhaus/Michael zer, Michael Schüßler und klärt zudem die Bedeutung des
Ramminger (Hg.): Go7 in Zeit. Hans-Joachim Sander. Deren Poli schen in der Poli schen
Zur Kri6k der postpoli6schen „postpoli schen“ Theologien Theologie.
Theologie (Edi6on ITP-Kom- stellen sie ein ver e'es und Die verschiedenen Beiträge
pass 28), Münster: ITP 2018 geklärtes Verständnis der ak- zeigen die Lebendigkeit und
tuellen Bedeutung der poli - Aktualität der Diskussionen,
Das neue Buch aus dem Müns- schen Theologie von Johann die das ITP gegenwär g führt
teraner Ins tut für Theologie Bap st Metz gegenüber In und im akademischen Diskurs
und Poli k kann als eine aktu- ähnlicher Weise kri siert Be- anstoßen kann.
elle Bestandsaufnahme und nedikt Kern eine Rezep on der Stefan Silber

Rezension: Für eine kri6sche und par6zipa6ve Bildung


Gespeist von seinen Ak vitäten in der Educação popular hat Frei
BeJo im Herbst des vergangenen Jahres ein Buch veröffentlicht,
in dem er für eine kri sche und par zipa ve Bildung plädiert, die
Menschen zu Persönlichkeiten reifen lässt, die ethisch bewusst,
solidarisch eingestellt und poli sche wach sind und die verant-
wortungsbewusst das (Zusammen-)Leben ak v auf eine gemein-
same Zukun' hin gestalten. Genau diese Zielsetzung sieht er je-
doch durch verschiedene Faktoren behindert: Vor allem vonsei-
ten der neoliberal ausgerichteten Wirtscha' wird ihr widerspro-
chen. Sie will keine kri sch-mündigen Bürger*innen, sondern zu-
verlässige Konsument*innen. Fernsehen und Internet tragen
massiv zur Beeinflussung in diesem Sinne bei. Die Poli k steht im
Dienst der Wirtscha' und tut alles, um auch Bildungseinrichtun-
gen wie die Schule in diese Richtung zu steuern.
Wie kann dem durch Erziehung und Bildung entgegengewirkt
werden? Oberste Richtschnur sind nach BeJo die Menschenrech-
te. Dabei knüp' er an dem pädagogischen Œuvre von Paulo Freire an. Weil seine eigene Bildungs-
arbeit wesentlich darauf fußt, kann er seinerseits viele Erfahrungen dazu einbringen. So entwickelt
er die Freiresche Pädagogik in ihrem Sinne weiter, insofern sie sich neuen Herausforderungen zu
stellen hat. Zu ihnen zählt BeJo insbesondere die neoliberale Ideologie von der Enthistorisierung
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der Zeit (im Anschluss an Francis Fukuyama) und den Einfluss der neuen Medien. Deutlich macht
er immer wieder, wie stark die Erziehung/Bildung Gefahr läu', sich von der in der Gesellscha' vor-
herrschenden Mentalität vereinnahmen zu lassen, und welche mentalen und poli sch-prak schen
Maßnahmen zu ergreifen sind, um im Interesse des Subjektwerdenkönnens aller Menschen, be-
sonders der Benachteiligten, Unterdrückten und Ausgeschlossenen, dagegen kri sch-konstruk v
angehen zu können.
Das steht im völligen Gegensatz zum Regierungsprogramm von Jair Bolsonaro, zu dem es u.a. ge-
hört, den staatlich betrieben Bildungssektor in Brasilien, vorab das Schulwesen, von allen „ideolo-
gischen“ Elementen zu „säubern“. Davon sind insbesondere die befreiungspädagogischen Ansätze
betroffen.
Frei Be7o: Por uma Educação Crí6ca e Par6cipa6va, Rio de Janeiro: Anfiteatro, 2018
Norbert Me'e

Weitere aktuelle Publika6onen zur Theologie der Befreiung


• Theresa Denger: „Die Liebe ist stärker als der Tod“: Jon Sobrinos Theologie des Martyriums
und ihre Konsequenzen für die Soteriologie, Osjildern: Grünewald 2019
• Urs Eigenmann / Franz J. Hinkelammert / Kuno Füssel (Hg.): Der himmlische Kern des Irdi-
schen. Das Christentum als pauperozentrischer Humanismus der Praxis, Luzern: Exodus /
Münster: ITP-Kompass 2019
• Gerhard Kruip / Dietmar Müßig / Raphael Zikesch (Hg.): Neo-Extrak vismus in Bolivien.
Chancen, Risiken, Nachhal gkeit (Forum Sozialethik 20), Münster: Aschendorff 2019
• Josef Estermann: Südwind - Kontextuelle nicht-abendländische Theologien im globalen Sü-
den (Forum Religionspädagogik interkulturell 31), Wien-Zürich-Münster: LIT 2017
• Josef Estermann: Warum der Süden unten ist - Interkulturelle Beiträge zu Interkulturalität
und Vivir Bien (Denktradi onen im Dialog: Studien zur Befreiung und Interkulturalität 42),
Aachen: Mainz-Verlag 2019
• Jörg Rieger / Rosemarie Henkel-Rieger: Gemeinsam sind wir stärker: »Tiefe Solidarität«
zwischen Glauben und Arbeit, Hamburg: vsa-Verlag 2019
• Ursula Pohl: Theologie der Befreiung in Chile. Entwicklung der Bewegung nach dem II. Va -
kanischen Konzil (1962-1965) und deren Rolle in der Zeit der Militärdiktatur sowie Ak vitä-
ten mit dem Ziel der Rückkehr demokra scher Verhältnisse (Concordia Monographien 72),
Aachen: Verlag-Mainz 2018
• Ferdinand Kers ens: Trotz allem: Hoffnung. Biblisch-poli sche Anstöße, Fromm-Verlag
2018, ISBN 978-613-8-350189-7
• Virginia R. Azcuy: Die „angespannte“ Situa on der gegenwär gen Kirche. Vier zentrale Her-
ausforderungen, in: Concilium 54 (2018) 4, 391-401
• Leonardo Boff / Mark Hathaway: Ökologie und Theologie der Natur, in: Concilium 54 (2018)
5, 509-518
• Luiz Carlos Susin: Franziskus von Assisi – sine proprium und Bruder der Geschöpfe, in:
Concilium 54 (2018) 5, 528-538
• Roberto Tomichá Charupá: Das ökologisch-nomadische Zusammenleben der amerindi-
schen Völker. Eine prophe sche, symbolische und mys sche Erzählung, in: Concilium 54
(2018) 5, 539-547
• Cláudio Hummes: Der Schutz des Amazonasgebietes und seiner ursprünglichen Völker, in:
Concilium 54 (2018) 5, 567-571
• Isis Ibrahim: Sorge tragen für das gemeinsame Haus. Eine Tagungsreihe zur Schöpfungs-
theologie aus interkultureller und interreligiöser Perspek ve, in: Concilium 54 (2018) 5,
577-581
Plaorm Theologie der Befreiung – Jahrgang 13 – Rundbrief 37 – Februar 2019 12

• Juan Pablo Espinosa Arce: Für eine lebensfreundliche religiöse Pädagogik. Die Inspira on
von Laudato Si’, in: Concilium 54 (2018) 5, 582-585
• Stefan Silber: Befreiungstheologie in Lateinamerika und Europa, in: Joachim Dabisch (Hg.):
Die Welt im Film und Theologie in säkularer Welt. Zur Bedeutung Paulo Freires (Freire-Jahr-
buch 20), Oldenburg: Paulo-Freire-Verlag 2018, 111-117
• Stefan Silber: Armut: Elend und Verheißung. Ein systema sch-theologischer Umkehrruf, in:
euangel (2018) 3 : hJps://www.euangel.de/ausgabe-3-2018/armut/armut-elend-und-ver-
heissung/
• Gerhard Kruip: Laudato Si’ als Gerech gkeitsenzyklika. Sozialethische Perspek ven, in: Zeit-
schri' für Missionswissenscha' und Religionswissenscha' 102 (2018) 1-2, 50-61
• Margit Eckholt: Schöpfungsspiritualität im Dienst der „großen Transforma on“. Systema-
sch-theologische Überlegungen im Ausgang von Laudato Si’, in: Zeitschri' für Missions-
wissenscha' und Religionswissenscha' 102 (2018) 1-2, 62-73
• Mariano Delgado: „In der Morgenröte einer neuen Ära“. Zur Seman k der Texte von Me-
dellín, in: Zeitschri' für Missionswissenscha' und Religionswissenscha' 102 (2018) 3-4,
261-266
• Margit Eckholt: „Religion als Ressource einer befreienden Entwicklung“. Erinnerung an die
50-Jahr-Feiern der Konferenz von Medellín (1968-2018), in: Zeitschri' für Missionswissen-
scha' und Religionswissenscha' 102 (2018) 3-4, 267-272
• Johannes Meier: Paul VI. und Lateinamerika. Populorum progressio und die Op on für die
Armen, in: Zeitschri' für Missionswissenscha' und Religionswissenscha' 102 (2018) 3-4,
273-279
• José Casanova: Bedeutung und Auswirkung Medellíns in globaler Perspek ve, in: Zeitschri'
für Missionswissenscha' und Religionswissenscha' 102 (2018) 3-4, 279-285
• Diana Viñoles: Medellín gelebt. Die Frauen und die Popularkultur, in: Zeitschri' für Missi-
onswissenscha' und Religionswissenscha' 102 (2018) 3-4, 285-291
• Margit Eckholt: Papst Franziskus – interkulturelle Dynamiken einer „Kirche im Ausruch“,
in: Volker Sühs (Hg.), Die entscheidenden Fragen der Zukun'. Theologinnen und Theologen
nehmen Stellung. Essays anlässlich 100 Jahren MaJhias Grünewald Verlag, Osjildern
2019,132-149
• Margit Eckholt: Lokale Theologien und interkulturelle Dynamiken. „Verita s gaudium“ und
Leitkriterien einer Theologie der Welt-Kirche, in: AnneJe Schavan (Hg.), Relevante Theolo-
gie. „Verita s gaudium“ – die kulturelle Revolu on von Papst Franziskus, Osjildern 2019,
41-60
• Margit Eckholt: Missionarische Jüngerscha'. In den Spuren der Konferenz von Medellín
(1968), in: Forum Weltkirche 137 (2018), He' 6, 15-20
• Gerhard Kruip: Gustavo Gu érrez: Theologie der Befreiung (1971), in: Manfred Brocker
(Hg.): Geschichte des poli schen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt am Main: Suhr-
kamp (Suhrkamp-Taschenbuch Wissenscha' 2210) 2018, 533-547
• Jan-Hendrik Herbst: Theologie in gefährdeter Zeit? Deutungsstreit um die Poli sche Theo-
logie, in: feinschwarz.net : hJps://t.co/m5QXFGgrLr [1. Februar 2019]
• Chris an Kern: Iden täre Versuchungen. Ein befreiungstheologischer Workshopbericht, in:
hJps://www.feinschwarz.net/iden taere-versuchungen-ein-befreiungstheologischer-
workshopbericht/ [20.11.2018]
• Chris an Tauchner: (Tagungsbericht) Iden tary Tempta ons. Iden ty Nego a ons bet-
ween Emancipa on and Hegemony: 5th Workshop “Libera ve Contextual Theologies”, in:
Verbum SVD 59 (2018) 4, 446-450
Plaorm Theologie der Befreiung – Jahrgang 13 – Rundbrief 37 – Februar 2019 13

Veranstaltungshinweise
Datum Titel Ort Informa6onen
20.-22.3. „Religion und Poli k in unserer Zeit. Zwi- Akademie der Diö- schnarr@akademie-rs.de
schen Säkularisierung und Sakralisierung.“ zese RoJenburg-
Tagung des Nachwuchsnetzwerkes Dog- StuJgart
ma k und Fundamentaltheologie
22.03. RomeroTag, "Rechte staJ Rosen! - Frauen- RomeroHaus
16.30- bewegungen in Lateinamerika gegen die Luzern
21.30 alltägliche Männergewalt".
22.-24.3. Erziehung, Lernen und Bildung im Neolibe- St. Jakobushaus, www.jakobushaus.de
ralismus. Wochenendseminar zur Bildung Akademie des Bis-
im Neoliberalismus und möglichen Strate- tums Hildesheim,
gien emanzipatorischer Pädagogik in An- Goslar
lehnung an die Befreiungstheologie. Mit
Jan-Hendrik Herbst und Benedikt Kern
(ITP)
13.4. Weg der Menschenrechte vom Missions- Immensee /
15.45- haus Immensee ins RomeroHaus. "Einsatz Luzern
22.30 für Frauenrechte in der Schweiz und welt-
weit".
3.-5.05. ...denn ihnen gehört das Himmelreich. Kardinal-Hengs-
Prophe sch-poli sches Besinnungswo- bach-Haus, Dahler
chenende mit Benedikt Kern und Anna R. Höhe 29, 45239
Isenberg Essen-Werden

3.-5.05. „Peruanische Wege zu Demokra e und ge- Köln www.infostelle-peru.de


rechter Bildung“
5.-6. 06. Studientagung Missionarische Zusammen- Puchberg/Wels
arbeit mit Bezug zu Brasilien/Amazonien-
synode
13.-15.6. Kongress: Geographien der Gewalt. Macht Haus am Dom Facebook:
GeographienDerGewalt
und Gegenmacht in Lateinamerika, Univer- Frankfurt
sität Frankfurt, Rosa-Luxemburg-S 'ung, Twitter:
Haus am Dom und Postgraduiertenpro- @NeueGeographien
gramms Lateinamerikastudien der Univer-
sidad Nacional Autónoma de México
19.-20.6. weltkirche.tagung zur Amazoniensynode Puchberg/Wels
mit Fokus auf Spiritualität
28.-29.6. Befreiungstheologisches Kompaktseminar: Alte Markthalle josef.estermann
Basel @comundo.org
„Der Boden gehört allen - Die Wiederge-
winnung des Landes als Gemeingut im Steinentorberg 20
www.comundo.org
Bündnis zwischen ChristInnen und Sozialis- CH-4051 Basel
tInnen“ mit BrigiJe Kahl, Franz J. Hinkel-
ammert (Skype-Schaltung), Ulrich Duch-
row, Beat Dietschy und Tamara Funiciello
Plaorm Theologie der Befreiung – Jahrgang 13 – Rundbrief 37 – Februar 2019 14

30.9.- „Gustavo Gu érrez: Theologie der Befrei- Universität und p-cse@uni-


1.10. ung (1971/2021). Der bleibende Impuls ei- Domschule wuerzburg.de
nes theologischen Klassikers“ Würzburg

30.-31.10. Tagung zum Abschluss des EMM mit Fokus St. Virgil/Salzburg
auf die Amazoniensynode veranstaltet von
der KOO, mit Synodenteilnehmern und ei-
ner missionswissenscha'lichen und theo-
logischen Auseinandersetzung sowie Ar-
beit zu einzelnen Arbeitsbereichen
6.-8.11. Fachtagung „Wege einer ökologischen St. Burkardushaus befreiungstheologie
Umkehr. Die Herausforderungen der Ama- Würzburg @gmail.com
zonas-Synode“
9.11. „Die Amazonas-Synode: Neue Wege für St. Burkardushaus befreiungstheologie
9-17 Uhr die Kirche und für eine ganzheitliche Öko- Würzburg @gmail.com
logie.“ Tagesseminar