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IMC OnAir ...

Broadcasting show No. 36


– 2nd September 2008 ( )
radio station: TideRadio 96.0 ( )

Raga CDs des Monats:


„SURSRINGAR…
Wegbereiter der Sarode.“
- Moderationstext / VORLAGE v. 01.09.2008-1 -

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© 09/2008 – Verbundkonzept EUFLETZ (Stiftung i.G.) – Teilprojekt IMC – India meets Classic (Lothar J.R. Maier)
Hintergrund ...
IMC OnAir gliedert sich als Radiosendung (Kabel/Antenne + Internetstream/PodCast)
historisch u. hierarchisch in folgenden Aufbau. Die Struktur soll als konzeptionelle
Markenarchitektur für alle sozialen Projekte von IMC verstanden werden.
Projektbüro „Sinn-Macher.net“ – personalisierte Marke des
Ideengebers und Initiators Lothar J.R. Maier mit
Erstkonzeptionierung in 04/2003.
Die Inhalte dieser auf „Sinn“ fokussierten Website (www.sinn-
macher.net) befasst sich mit nahezu allen Aspekten rund um die
Begrifflichkeit “Sinn” (z.Z. ca. 70 Webpages). – Und reflektiert
das lebensphilosophische Verständnis, aus dem alle
Teilprojekte wie IMC entwickelt werden.
Die Teilprojekte von IMC sind Bestandteile des
Gesamtkonzeptes der EUFLEHTZ Stiftung i.G. (Europäisches
Forschungs-, Lehr-/Lern- u. Therapiezentrum für Life-Sciences)
– www.eufletz-stiftung.de .
IMC wurde gegründet zur Realisierung von
musiktherapeutischen Angeboten auf der Basis indisch
klassischer Musik, als Ergänzung zu dem segeltherapeutischen
Konzept „3iE“.
Unter IMC – India meets Classic subsumieren sich alle IMC-
Teilsegmente. Das Logo darf als Dachmarke aller Teilleistungen
und Sub-Brands verstanden werden.
„IMC OnAir“ steht für die Broadcasting-Plattform von IMC via
Radio (www.imcradio.net) und konvergenter Medien, wie das
PodCasting (RSS Feeds – Push-&Pull-Technologie) oder
PhoneCasting.

IMC-Förderinitiative „TablaPerformance – TablaGroup


Hamburg“, das erste der Öffentlichkeit vorgestellte Teilprojekt ...
unter der Themenüberschrift „Heimat – Individuum &
Gesellschaft“ wurde als Weltpremiere beim Festival der Kulturen
2005 das Textrezitativ (Deutschfassung) des englischen
Originalwerkes „Creative Unity“ (1922) von Rabindranath Tagore
interpretiert, Indien’s grösster Philosoph und erster
Nobelpreisträger für Literatur.
Culturebridge „Water is Life – Living with Water“ wurde im
Rahmen des Förderwettbewerbes der FHH in 4/2005 als
Konzept vorgestellt. Es legt den Focus auf Live-Performances
(„night of ragas“) u. Nachwuchsförderung (Schüleraustausch-
programm) mit dem Ziel des interkultureller Dialoges, für einen
KnowHow-Transfer von Indien nach Deutschland.
IMC – India meets Classic verfügt in seinem Gesamtansatz über
ein Konzept für musikpädagogische Arbeit an Schulen als
kleinere Teilleistung (6-wöchiger Workshop).
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(VORLAGE - Sendemoderation / 30082008-1)

Raga CDs des Monats:

SURSRINGAR...
der Wegbereiter der Sarode.

Erstausstrahlung: 02.09.2008 (21:00-21:58 Uhr)


Wiederholungstermin: 04.09.2008 (03:00-03:58 Uhr)

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(VORLAGE - Sendemoderation / 01092008-1)

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[0.] Jingle (Intro)

IMC - India meets Classic ... eine Sendung für indisch klassische Musik.

IMC bietet Ihnen ein monatliches Hör- und Leseangebot mit Werken indischer
Musikmeister, Raga-CDs, Festivalreports und Special Features.

Über die Website Ihres Radiosenders oder mit einem Besuch bei IMC im Internet
finden Sie in deutscher und englischer Sprache weitere Infos zu den
Musikmeistern, zu indischen Instrumenten, dem Musiksystem Indiens und
vorgestellten CD-Titeln.

IMC - India meets Classic wird auch im Podcasting-Verfahren, im MPEG-Format


als Download angeboten. Stellen Sie sich Ihr ganz individuelles Radioprogramm
zur indisch klassischen Musik zusammen unter:

www.imcradio.net
(Englisch: uu-uu-uu_dot_aiemciereidio_dot_net)
imcradio.net
(Deutsch: i em Ce Radio Punkt Net)

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(VORLAGE - Sendemoderation / 01092008-1)

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1.1. Begrüssung...

Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer !


... ich heiße Sie herzlich Willkommen bei „IMC - India meets Classic“, mit
einer weiteren Sendung für indisch klassische Musik. Mein Name ist Lothar
J.R. Maier.
Es freut mich, für Sie unser heutiges Thema zu präsentieren:
“SURSRINGAR... Wegbereiter der Sarode“.
Wie in all unseren Sendungen „Raga-CDs des Monats“ hören Sie Beispiele
original indisch-klassischer Musik. - Beachten Sie auch die Hinweise zu
unserem Hörertelefon und Internetangebot in dem weiteren Verlauf der
Sendung.

1.2.1 Einleitung...
Sursringar, hinter diesem „exotischen Begriff“ verbirgt sich ein indisches
Instrument aus der Familie der Tata Vadya, der s.g. Chordophone.
Die Chordophone sind mit Saiten bespannte Instrumente. Sie können mit
Bogen gestrichen, mit den Fingern oder einem Plektrum gezupft oder mit
einem Art Hammer oder einem Paar von Stöcken angeschlagen werden.
Tata leitet sich aus dem Wortstamm „Tan“ ab, in der Übersetzung bedeutet
dies so viel wie „auf Spannung gezogen“.
Die indische Violine, die Sarangi, die indischen Lauten (Veenas), Sitar und
Sarod, der Santoor, die Surbahar, Tanpura oder das Instrument, das wir
heute vorstellen, die Sursringar gehören allesamt zur Gruppe der Tata
Vadya.

1.2.2 Die Veenas... ältestes Instrument...


Die Sursringar entwickelte sich aus drei verschiedenen Instrumenten. Neben
der afghanischen Rabhab waren es die Mahati Veena und Kachhapi
Veena. - Die Veenas, die indischen Lauten, gehören zu den ältesten
Instrumenten Indiens.
Bereits der indische Musikwissenschaftler Bharata Muni hat die Veena mit
ihren 24 Metallbünden im Natya Shastra als Grundlage für die 22 Töne der
indischen Ragas innerhalb eines Oktavraums, den Shruti-s herangezogen.
Natya Shastra ist einer theoretischen Abhandlung über die indische
Dramaturgie, in der Musik und indischer Tanz bis heute ihre Wurzeln finden.
Etwa 1 Meter 50zig lang, mit einem an der Rückseite des Halses
angebrachten kleinen Resonator, kennzeichnet die Veenas ein lieblich-
sanften Klang. Es gibt verschiedene Veena-Typen. Zu den bekanntesten
zählen die Rudra Veena, Vichitra Veena und die Königin der Veenas, die
Saraswati Veena.

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(VORLAGE - Sendemoderation / 01092008-1)

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1.2.4 Hörbeispiel 1... Anmoderation...


Zur Annäherung an die Surshringar nun ein Hörbeispiel der Veena. Mit
Bhavayaami Raghu Ramam, einer Komposition von Maharaja Swathi
Thirunal Rama Varma... Sie wird gespielt von Prinz Rama Varma, auch ein
renomierter Sänger der südindischen Klassik. In unserem FestivalReport
2008 konnten sie diesen herausragenden Musiker als Organisator des
Swathi Sangeethotsavam kennenlernen, ein 7-tägiges Festival im
Bundesstaat Kerala. Es findet alljährlich im Januar, im Kuthiramalika-Palast
(Trivandrum) statt.
Prinz Rama Varma nun auf der Veena in einem Livemitschnitt von diesem
Festival aus dem Jahre 2005: Bhavayaami Raghu Ramam...
1.2.6 Abmoderation / Überleitung...
Nach dem Beispiel des Veenaklangs mit dem Musiker Prinz Rama Varma
vom Swathi Sangeethotsavam 2005 ein geschichtlicher Rückblick über die
Entwicklung der Surshringar...

2.1. Geschichte der Sursringar …


[2.2.] Die Herkunft der Sursringar ist bemerkenswert. Dieses Saiteninstrument ist
im eigentlichen Sinne afghanischen Ursprungs...
Das Instrument der Pashtunen ist die Rabab. Die Paschtunen sind ein
ostiranisches Volk in Süd- und Zentralasien. Vor ca. 2500 wurde die Rabab
nach Afghanistan eingeführt. Im gesamten persischen Raum und in Kashmir
findet sich dieses Instrument. In Indien hatte man die Rabab (Seni Rabab)
bereits im 16. Jahrhundert verwendet, während der Regentschaft von Akbar.
Wie die SurShringar aus der Rabab, neben dem Einfluss von Bauelementen
der Veenas entwickelt wurde, erfahren wir nach dem nächsten Hörbeispiel..

2.2.1 Hörbeispiel 2... Anmoderation...


Dazu der Rabab-, Sarod- und Sursringarspieler Somjit Dasgupta mit einer
Aufnahme während der Monsoonzeit Indiens im Jahre 2005, auf einer 300
Jahre alten Rabhab. Für die World Music Heritage Series wurde die
Doppel_CD Dhrupadi Rabab mit 5 Ragas bei dem indischen Label Anand
Records Pvt. Ltd. in New Dehli veröffentlicht. Darunter befinden sich der
mächtige 5-Ton-Raga Malkauns, der Spät-Nachmittagsraga Bhimplasi oder
der vollständigen Spätabendraga Kafi mit 7 Noten in der auf- und
absteigenden Skala.
Dasgupta, wurde 1953 geboren. Im Alter von 10 erhielt er zunächst
Unterricht für das Sitarspiel von seinem Vater. Später wurde er von dem
herausragenden Sarod- und SurShringar-Maestro Radhika Mohan Moitra
ausgebildet, einer der einflussreichsten Figuren in dem 20. Jahrhundert für
die Sarodmusik. Desgupta war für 8 Jahre persönlicher Schüler bis zum
Tode von Radhu Babu am 15. Oktober 1981. (1917 – 1981)

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2.2.3 Hörbeispiel 2... Abmoderation / Überleitung...


Nach diesem Klangbeispiel der Rabab, gespielt von dem Sarod- und
Sursringarspieler Somjit Dasgupta zur Entwicklung der Rabab hin zur
Sursringar.
Die Rabab wurde nach der Verwendung am Hofe Akbars im 16. Jahrhunder
von Jafar Khan, einem Abkömmling von Tansen, dem berühmten Musiker
am Hofe Akbars, um etwa 1830 modifiziert. Das Spiel auf der mit
Darmsaiten bespannten Rabab war besonders in der Monsunzeit Indiens
problematisch.
...
2.3.1 Bauart des Instruments …
[2.1] Javar fügte ein metallenes Griffbrett, einen hölzernen Kopf, Metallsaiten aus
Stahl und Bronze und eine Brücke ähnlich der Sitar hinzu. 6 Spielsaiten und
2 für den Rhythmus vorgesehene Saiten laufen über eine flache Hornbrücke.
Sie sitzt auf dem mit einer Holzdecke geschlossenen Klangkörper.
Der kleine Kürbis als Resonator und die Saitenbefestigung am Halse sind
Elemente der Mahati Veena. Der flache Klangkörper aus einem horiozontal
aufgeschnitten Kürbis ist ähnlich der Kachhapi Veena (populär als Kachhapi
Sitar genannt).
All diese Modifizierung von Jafar Khan wurde als Sursringar bekannt und
erinnern sehr an die Sarod. Die Surbahar wird heute als der Vorläufer der
Sarod verstanden und auch als Basssarode benannt.
Die tonale Qualität der Sarode wurde in jüngerer Zeit durch Modifikationen
der lebenden Legende Ali Akbar Khan verbessert.
2.3.2 Hörbeispiel 3... Anmoderation...
[4.1.1] Legen wir für das Sursringar-Spiel die traditionelle Interpretationsform der
indisch klassischer Musik zugrunde, kann heute Anindya Baneree als einer
der wenigen und führenden Vertreter der Sursringar gezählt werden, neben
Somjit Dasgupta, Bala Chander oder Joydeep Ghosh.
Ursprünglich wurde Anindaya auf der Sarode – in der Tradition der Maihar
Gharana - ausgebildet. 1958 geboren als Sohn der berühmten Sängern
Shrimati Aradhana Banerjee, begann sein Unterricht 1968 bei Ustad Ali
Akbar Khan und Shri Dhyanesh Khan. In den 70er Jahren hörte Anindaya
eine Aufnahme von Ustadt Allauddhin Khan’s Spiel auf der Sursringar; in
den späten 80ern entschied er sich dann für den Erwerb dieses seltenen
Instruments.
Erstmals trat Anindaya Bannerje mit der Sursringar 1992 in England für eine
Balletaufführung bei einem Dhrupad Festival auf. Der markante Klang seines
Instruments wird in einigen Kolkatta-TV-Serien als Hintergrundmusik
verwendet. Er spielt ein Instrument, gebaut aus 200-Jahre-altem Teakholz.
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Das Markenzeichen von Anindya Banerjee ist jedoch, selten gespielte
Ragas und alte Kompositionsformen aufzugreifen. Banerjee widmete sich
dafür ausführlich den Studien von Repertoires vieler der alten Meister im
Instrumentalspiel und Gesang.
Daneben schreibt er über Musik, Künstler und verfasst Artikel zu
musikwissenschaftlichen Themen. Im Jahre 2002 wurde er in beratender
Funktion Mitarbeiter des indischen Kulturministeriums für die nordindische
Klassik.

2.3.4 Hörbeispiel 3... Abmoderation / Überleitung...


Erstaunlich, dass kaum Tondokumente zu dem SurShringarspiel dieses
herausragenden Musikers existieren. Darum wird uns nun Anindya Banerjee
in Begleitung des Tablamaestros Moinak Banerjee den typischen
Sarodklang präsentieren, mit zwei kurzen Ausschnitten aus dem seltenen
Raga Latangi, ein Nachtraga und Vertreter der südindischen Klassik, der
63ste Raga im Melakarta-System. Anindya Banerjee spielt den Hauptteil,
Gat in Jaaptaal, einem 10er-Beat.

3.1 Dhrupad… Ragas in Reinform


[3.1.1] Im Dhrupadgesang nähert sich der Künstler der Behandlung eines Ragas
dem Ideal. Die Blütezeit des Dhrupad war zur Zeit der Mughal- und
Rajputenregenten.
Die Sursringar wurde nach den Modifikationen von Jafar Khan wegen ihres
tiefen Sounds hauptsächlich als Begleitung im komplexen Dhrupad-System,
für den langsamen Einführungsteil, den Aalap verwendet.
Bis in’s 18. Jahrhundert erfreute sich der Dhrupad grosser Beliebtheit. Für
den Dhrupad war im 19. und 20. Jahrhundert – neben der Rudra Veena und
Surbahar - die Sursingar auch als Soloinstrument im Einsatz.
Obgleich sich der Dhrupadgesang über die letzten 1-2 Jahrhunderte in
seiner Beliebtheit nicht steigern konnte, kann diese älteste Gesangsform der
nordindischen Klassik – aus dem Singen und Chanten vedischer Hymnen
und Mantras entsprungen - als die Reinste Form aller indisch klassischen
Stile betrachtet werden.
Baba Allauddin Khan, der in Indien als der Vater der Musik verstanden wird,
ein wahraftiges Ausnahmetalent, das mehr als 200 Blas-, Saiten- und
Perkussionsinstrumente beherrschte, studierte über 40 Jahre den Dhrupad
und andere Gesangsstile... und auch das Spiel auf der Sursringar und ihrer
Vorgängerin, der afghanischen Rabab. Allaudin Khan wurde zw. 1862 u.
1866 in Bangladesh geboren und entstammt einer wohlhabenden und
kulturbewussten Familie. Er lebte von 1918 bis zu seinem Tode im Jahre
1976 in Maihar.
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Heute versteht man unter der Maihar Gharana den Interpretationsstil, der
von Baba Allauddin Khan begründet wurde, auch bekannt als Sarodiya
Allauddin Khan Gharana. Die Wurzeln reichen jedoch bis zu den Lehrern
von Baba Allauddhin Khan, den Sursringar-Spieler der Senia Gharana,
Bahadur Hussain Khan zurück. Bahadur selbst folgte im Jahre 1857 dem
Ruf von Wazid Ali Shan an seinen Hof nach Calcutta.
Die herausragenden Vertreter des Dhrupads unserer jüngeren Zeit sind die
Dagar-Brüder, Zakiruddin und Allabande Khan. Sie retteten den Dhrupad
über die Zeit der Unabhängigkeitsbewegung Indiens mit Verfassung einer
parlamentarischen Demokratie im Jahre 1950 und dem Verlust der Proteges
adeliger Herrschaftshäuser hinweg.
Die Dagar Gharana geht auf eine jahrhunderte alte Musikergeneration
zurück. Sie lässt sich bis an den königlichen Hofe von Jaipur, im 17.-18.
Jahrhundert zurückverfolgen.
...

3.2.1 Hörbeispiel 4... Anmoderation...


Aus dieser Musikerfamlie präsentieren uns Wasifuddin Dagar im
Drupadgesang und Bahauddin Dagar auf der Rudra Veena in einem Art
Duett, dem Jugalbandi, den König der Ragas, den 5-Ton-Raga Malkauns.
Wasifuddin Dagar gehört der 20sten Generation von Sängern seit dem 18.
Jahrhundert an. Geboren 1969, ist er der Neffe von Zahiruddin Dagar und
Sohn von Faiyazuddin Dagar, international bekannt als die Dagar-Brüder.
Bahauddin Dagar, der RudraVeena-Spieler wurde 1970 geboren und gehört
zur gleichen Generation dieser Musikerdynastie. Er wurde von seinem Vater,
dem berühmten Zia Mohiuddin Dagar ausgebildet.
Aus der Doppel-CD Vedanta, veröffentlicht beim Label SenseWorldMusic im
Jahre 2007 nun der Raga Malkauns, im zweiten Teil Jor; das bedeutet in
etwa „Wechsel“. Hier werden die Noten des Ragas in ihrem musikalischen
Kontext mit der Aufnahme des rhythmischen Impulses durch die Pakhawaj
vorgestellt... Im Dhrupad wird die Tabla, das führende Rhythmusinstrument
der nordindischen Klassik, durch die Pakhawaj, eine Fasstrommel ersetzt,
ähnlich dem Mridangam in der südindischen Klassik.

3.2.3 Hörbeispiel 4... Abmoderation...


Das waren in einem Duett der Drupadsänger Wasifuddin Dagar und der
Rudra-Veena-Maestro Bahauddin Dagar. Sie präsentierten uns den 5-Ton-
Raga Malkauns, veröffentlich auf der Doppel-CD Vedanta beim Label
SenseWorldMusic im Jahre 2007... es begleiteten Pravin Kumar Arya auf
der Pakhawaj, die Tanpura spielte Ms. Laurence Bastit.

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4.1 Bezug: frühere Sendungen... Nikhil Bannerje (Sitar)


[3.2.1] Vor dem Hintergrund der beschriebenen Entwickung im Dhrupadgesang ist
das Interview des herausragenden Sitarmaestros Nikhil Banerjee
erwähnenswert, ein Weggefährte des Sarodmaestros Ali Akbar Khan. Es
wurde von Ira Landgarten am 9. November 1986 geführt, ein(en) Tag vor
dem letzten Konzert, das Nikhil Banerjee in den U.S.A., in der Carnegie Hall
in NewYork gab.
Nikhil Banerjee stellten wir in einer unserer früheren Sendungen
biographisch ausführlich vor. Sie finden die Sendung in unserem Online-
Archiv.
Nikhil Banerjee, der von Baba selbst unterrichtet wurde, schreibt Allauddin
Khansahib den grössten Verdienst für die indische Klassik darin zu, dass er
dem Sitar und Sarodspiel die Techniken der Sursringar, Surbahar und
Veena hinzufügte. Die verschiedenen Phrasierungen, wie wir sie in dem
herausragenden Spiel von Nikhil Banerjee und anderer grosserer
Sitarmeister, wie Radi Shankar finden, leiten sich aus dem Rabab-,
Sursringar- und Surbahar-Stil ab.

4.2.1 Hörbeispiel 5 u. 6... Anmoderation...


Dafür sollen uns drei herausragende Meister Ihres Instruments die
Nuancierungen des Surbaharstils näher bringen. Zunächst eine Aufnahme
mit der Surbaharspielerin Smt. Annapurna Devi mit ihrem ersten Ehemann
Ravi Shankar, im Surbahar-Duett.
Annapurna, geboren 1926, stammt aus einer einzigartigen Musikerfamilie.
Ihren Vater Ustad Allauddin Khan, Begründer der Senia Maihar Gharana
stellten wir bereits vor. Ihr Bruder Ali Akbar Khan ist die grösste lebende
Sarodlegende.
Das Tondokument dürfte aus den frühen 60er Jahren des 20sten
Jahrhunderts stammen und wurde uns dankenswerterweise aus dem
Privatarchiv von Nick Proctor, einem englischen Sitarspieler und –lehrer yur
Verfügung gestellt... Wir bitten für die Soundqualität um Verständnis.
... und nachfolgend ein Konzertmitschnitt aus Winterthur in der Schweiz mit
dem führenden Rudra-Veena-Spieler, Ustad Zia Mohiuddin Dagar. Seinen
Sohn Bahauddin Dagar hörten wir bereits im Jugalbandi mit Wasifuddin
Dagar und dem Raga Malkauns. Das Konzert in der Schweiz ist datiert im
Jahre 1990, wenige Monate vor dem Ableben dieses grossartigen Meisters
der Rudra-Veena.

Auf der Website von IMC (Englisch) www.imcradio.net (Deutsch) finden Sie neben vielfältigen
Information rund um die Musiktitel ein Gästebuch, in dem Sie sich mit unseren Hörern zur indisch
klassischen Musik austauschen können. Registrieren Sie sich auch gerne für den Bezug des
kostenlosen Newsletters, und IMC - India meets Classic hält Sie regelmässig über neue Sendungen
auf dem Laufenden. Telefonisch können Sie bundesweit zum Ortstarif Ihre Wünsche an das
Redaktionsteam richten: 01801-993322-3863.

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4.2.4 Hörbeispiel 5 u. 6... Abmoderation / Überleitung...


Nach den beiden Kostproben eines Surbahar-Duett mit Smt. Annapurna
Devi und Ravi Shankar und des Veenaspiels Ustad Zia Mohiuddin Dagar
haben wir eine lange Anlaufstrecke genommen, um bei dem eigentlichen
Gegenstand unserer Sendung anzukommen.

5.1 Musiker der Jetztzeit…Begegnung zwischen Südasien und West...


[5.1] Im 20. Jahrhundert gehörten zu den herausragenden SURSRINGAR-Spieler
überwiegend im Bundesstaat Bengal angesiedelt, Kumar Birendrakishor
Roychwdhury, Shaukat Ali Khan und der Lehrer Pandit Radhika Mohan
Maitra... neben Pyar Khan, Jafar Khan und Bahadur sen Khan, Baba
Allauddin Khan und Ustad Zia Mohiuddin Dagar (1929-1990).
Im 21. Jahrhundert sind Sursringarspieler geradezu Mangelware, seltene
Perlen im weiten Ozean der indischen Musik. Darum erlauben wir uns in
unserer Sendung, die sonst indischen Musikmeistern vorbehalten ist, aus
Australien einen ausgewiesenen Kenner der indischen Klassik und der
SurShringar vorzustellen. Prof. Manfred Junius.
Der deutschstämmige Manfred Junius war Alchemist und Professor für
Ayurvedische Medizin an der Australasian Academy of Natural Medicine,
und besass auch eine Professur für indische Musik an der Sangit Samiti, der
grössten Musikhochschule Indiens in Allahabad. Sein 1983 veröffentlichtes
Buch „The Sitar. The Instrument and ist Technique” wird bis heute von
Sitarlehrern f[r den Unterricht verwendet. Manfred Junius verstarb am 7.
März 2004.
Ebenfalls aus „Down under“ ist Jon Barlow ein in Indien anerkannter Sarod-
und Surshringarspieler. Er war wie Somjit Dasgupta Schüler von Radhika
Mohan Moitra.
Und es sei noch der SurShringar/Spieler Jody Stecher aus den U.S.A.
erwähnt, Sänger und Multiinstrumentalist. Jody erlernte das Sursringarspiel
in den 70er-80er Jahren von Zia Mohiuddin Dagar. Beim Ustav 2006, dem
South Asian Performing Arts Festival in Seattle, spielte Jody Stecher neben
indischen Künstlern wie der Sängerin Sumita Chakravorty und dem weltweit
renomierten Mridangisten Dr. Trichy Sankaran.

5.2.1 Hörbeispiel 7... Anmoderation


Raga Mian Kil Mahar wird als “musikalisches Gebet” für den
lebensspendenden Regen des Monsoons gespielt, aus der CD Box
„Anthology of World Music – North Indian Classical Music“ ...
In einem 12er-Beat - Tala Chautala - mit Manfred Junius auf der Surbahar,
Sulalit Sinha spielt die Surshringar und die Tabla Zamir Ahmad Khan.
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6.1 Verabschiedung...
[7.1] Das war IMC - India meets Classic. - Eine Sendung für indisch klassische
Musik.
Ich hoffe, Ihnen hat die heutige Sendung "Raga CDs des Monats“ mit dem
Thema „SURSPRINGAR... Wegbereiter der Sarod“ gefallen. - Sie hörten
dazu Beispiele auf der Veena mit Prinz Rama Varma, Bahauddin Dagar
und Zia Mohinuin Dagar, die Rabab wurde von Somjit Dasgupta gespielt.
Anindaya Bannerje präsentierte die Sarod; auf der Surbahar: Annapurna
Devi, Radi Shankar und Manfred Junius... und die Surshringar spielte Sulalit
Sinha.
Vielen Dank für’s Zuhören. - Am Mikrophon war Lothar J.R. Maier.
- Und vielleicht bis zum nächsten Mal. - Namaste.

6.2 Abspann...

Hinweise zu kommenden Sendeterminen entnehmen Sie dem Internetangebot Ihres


Radiosenders.

- Oder besuchen direkt die Website von IMC - India meets Classic:

www.imcradio.net
(Englisch: uu-uu-uu_dot_aiemciereidio_dot_net)
imcradio.net
(Deutsch: i em Ce Radio Punkt Net)
...
Sie hörten die Sendung "IMC - India meets Classic" mit der Reihe "Raga CDs des Monats".

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(Deutsch: i em Ce Radio Punkt Net).

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Kontakt:
IMC “On Air” ...

eMail: info@imcradio.net
Internet: http://www.imcradio.net

Projektbüro “Sinn-Macher.net”
c/o Lothar J.R. Maier (verantwortl. Redakteur i.S.d.P.)
Sootboern 7
D-22453 Hamburg
Tel.: +49-(0)40- 41431-2872 (Intern.: -2892)
Mobil: +49-(0)170- 882 81 76
Fax2eMail: +49-(0)180.5-999986-58919* (UMS)
email: info@sinn-macher.net
Internet: http://www.sinn-macher.net

*) 12 cent aus dem Netz der Dt. Telekom.

IMC-Kontaktdaten ...

Förderinitiative IMC - India meets Classic (c/o EUFLETZ Stiftung i.G.)


Tel.: +49-(0)40- 41431-2034 (Intern.: -2053)
eMail: info@eufletz-stiftung.de | india-meets-classic@arcor.de
Internet: http://www.eufletz-stiftung.de | http://home.arcor.de/music-therapy/

Authoren:
Lothar J.R. Maier (Endfassung)

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