© 07/2008 – Verbundkonzept EUFLETZ (Stiftung i.G.) – Teilprojekt IMC – India meets Classic (Lothar J.R.

Maier)













IMC OnAir ...
Broadcasting show No. 32
– 1
st
July 2008 (Truesdav - 21:00-21:58 p.r.)
radio station: TideRadio 96.0 (WWW.l|derel.de)


Raga CDs des Monats:
„RAGAMALIKAS – Kompositionen in
der südindischen Klassik.“
- Moderationstext / DOKU v. 1.7.2008-2 -


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Hintergrund ...
IMC OnAir gliedert sich als Radiosendung (Kabel/Antenne + Internetstream/PodCast)
historisch u. hierarchisch in folgenden Aufbau. Die Struktur soll als konzeptionelle
Markenarchitektur für alle sozialen Projekte von IMC verstanden werden.

Projektbüro „Sinn-Macher.net“ – personalisierte Marke des
Ideengebers und Initiators Lothar J.R. Maier mit
Erstkonzeptionierung in 04/2003.
Die Inhalte dieser auf „Sinn“ fokussierten Website (www.sinn-
macher.net) befasst sich mit nahezu allen Aspekten rund um die
Begrifflichkeit “Sinn” (z.Z. ca. 70 Webpages). – Und reflektiert
das lebensphilosophische Verständnis, aus dem alle
Teilprojekte wie IMC entwickelt werden.



Die Teilprojekte von IMC sind Bestandteile des
Gesamtkonzeptes der EUFLEHTZ Stiftung i.G. (Europäisches
Forschungs-, Lehr-/Lern- u. Therapiezentrum für Life-Sciences)
– www.eufletz-stiftung.de .



IMC wurde gegründet zur Realisierung von
musiktherapeutischen Angeboten auf der Basis indisch
klassischer Musik, als Ergänzung zu dem segeltherapeutischen
Konzept „3iE“.


Unter IMC – India meets Classic subsumieren sich alle IMC-
Teilsegmente. Das Logo darf als Dachmarke aller Teilleistungen
und Sub-Brands verstanden werden.


„IMC OnAir“ steht für die Broadcasting-Plattform von IMC via
Radio (www.imcradio.net) und konvergenter Medien, wie das
PodCasting (RSS Feeds – Push-&Pull-Technologie) oder
PhoneCasting.




IMC-Förderinitiative „TablaPerformance – TablaGroup
Hamburg“, das erste der Öffentlichkeit vorgestellte Teilprojekt ...
unter der Themenüberschrift „Heimat – Individuum &
Gesellschaft“ wurde als Weltpremiere beim Festival der Kulturen
2005 das Textrezitativ (Deutschfassung) des englischen
Originalwerkes „Creative Unity“ (1922) von Rabindranath Tagore
interpretiert, Indien’s grösster Philosoph und erster
Nobelpreisträger für Literatur.



Culturebridge „Water is Life – Living with Water“ wurde im
Rahmen des Förderwettbewerbes der FHH in 4/2005 als
Konzept vorgestellt. Es legt den Focus auf Live-Performances
(„night of ragas“) u. Nachwuchsförderung (Schüleraustausch-
programm) mit dem Ziel des interkultureller Dialoges, für einen
KnowHow-Transfer von Indien nach Deutschland.


IMC – India meets Classic verfügt in seinem Gesamtansatz über
ein Konzept für musikpädagogische Arbeit an Schulen als
kleinere Teilleistung (6-wöchiger Workshop).
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(DOKU - Sendemoderation / 01072008-2)



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Raga CDs des Monats:

RAGAMALIKAS…
Kompositionen in der südindischen Klassik




Erstausstrahlung: 01.07.2008 (21:00-21:58 Uhr)
Wiederholungstermin: 03.07.2008 (03:00-03:58 Uhr)


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[0.] Jingle (Intro)


IMC - India meets Classic ... eine Sendung für indisch klassische Musik.

IMC bietet Ihnen ein monatliches Hör- und Leseangebot mit Werken indischer
Musikmeister, Raga-CDs, Festivalreports und Special Features.

Über die Website Ihres Radiosenders oder mit einem Besuch bei IMC im Internet
finden Sie in deutscher und englischer Sprache weitere Infos zu den
Musikmeistern, zu indischen Instrumenten, dem Musiksystem Indiens und
vorgestellten CD-Titeln.

IMC - India meets Classic wird auch im Podcasting-Verfahren, im MPEG-Format
als Download angeboten. Stellen Sie sich Ihr ganz individuelles Radioprogramm
zur indisch klassischen Musik zusammen unter:

www.imcradio.net
(Englisch: uu-uu-uu_dot_aiemciereidio_dot_net)
imcradio.net
(Deutsch: i em Ce Radio Punkt Net)




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1.1. Begrüssung...

Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer !
... ich heiße Sie herzlich Willkommen bei „IMC - India meets Classic“, mit
einer weiteren Sendung für indisch klassische Musik. Mein Name ist Lothar
J.R. Maier.
Es freut mich, für Sie unser heutiges Thema zu präsentieren:
„RAGAMALIKAS – Kompositionen in der südindischen Klassik“.
Wie in all unseren Sendungen „Raga-CDs des Monats“ hören Sie Beispiele
original indisch-klassischer Musik. - Beachten Sie auch die Hinweise zu
unserem Hörertelefon und Internetangebot in dem weiteren Verlauf der
Sendung.

1.2. Einleitung... Entstehung
Ragamalika bedeutet im literarischen Sinne „Girlande von Ragas“. Es ist
eine sehr populäre Kompositionsform der südindischen Musik, der
karnatischen Musik. Die Ragamalikas sind reizvolle Kompositionen, deren
Teile sich aus verschiedenen Ragas zusammensetzen; ein sanftes und
melodiöses Fliessen der Musik, von einem Raga zum nächsten.

1.3.1. Hörbeispiel 1... Anmoderation...
war Smt. Madurai Shanmukhavadivu Subbulakshmi war die herausragende
Sängerin der südindischen Klassik. Sie lebte von 1916 (16. Sept.) bis 2004
(11. Dez.). Als erste Musikerin Indiens mit dem Bharat Ratna, der höchsten
zivilien Auszeichnung Indiens ausgezeichnet. Sie stimmt uns nun ein mit der
Ragamalika „maitrEm bhajata“...

1.3.2 Hörbeispiel 1... Abmoderation / Überleitung...
In der typischen Besetzung eines südindischen Ensembles präsentierte uns
MS Subbulaksmi mit „maitrEm bhajat“ eine Ragamalika. Es begleiteten RK
Sriramkumar auf der Violine, KV Prasad auf dem Mridangam und als
Background Vocals Gowri Ramnarayan und Vijaya Rajendra...
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Adhi Tala*: 8 beats
1x Laghu + 2x Dhrutams
(4 Schläge + 2x akshara kalas**)
*) technisch: Chatusra Jaathi Triputa Tala
**) beat + waving hand
2.1. Struktur…
Im Mittelalter Indiens war die musikalische Form der Ragamalikas als Raga
Kadambakam bekannt. Kadamba ist eine Girlande, geflochten aus Blumen.
Die Ragamalikas wurden nicht nur in der strengen Kriti-Form komponiert,
deren Kern aus vier (4) Textzeilen (Charana) besteht. Sie tauchen in
anderen Kompositionstypen auf, wie den Varnams, die zu Beginn eines
Konzertes gesungen werden, um die Stimme auf die Instrumente
einzustimmen.
Weitere sind Swarajatis, Jatiswarams, Slokas, Viruttams, Tillanas und die
abschliessende Form (Stücke) Mangalam.
Das System der karnatischen Musik weist tausende von Ragaskalen und
hunderte von Rhythmikzirkel, den Tala-s auf.
Viele Komponisten der indischen Klassik haben sich mit diesem weiten Feld
befasst und eine Vielzahl von s.g. Ragamalikakompositionen geschaffen.
Die Anzahl der Ragas, die in einem einzelnen Stück verwendet werden,
kann von zwei bis 72, variieren.
Die längste Komposition, die “Ashtottara Shata Raga-Tala malika“ besteht
aus 108 Ragas (s.a. 4.2.2.).
3.1. Kompositionsformen…
Die Auswahl der Ragas und ihre Anordnung in einer Ragamalika-
Komposition, basiert einzig und allein auf ästhetischen Überlegungen.
Idealerweise besitzen die aufeinanderfolgenden Ragas einen ausgeprägt
melodischen Charakter. Im Wesentlichen soll der emotionale Ausdruck, das
musikalische Gefühl von einem Raga im harmonischen Wechsel, ohne
Brüche – erhalten bleiben. Der Wechsel („Flow“) der Musik soll sehr sanft
erfolgen.
In einer Komposition sollen keine Ragas erscheinen, die klanglich nahe
beieinander liegen.
3.2.1 Hörbeispiel 2 und 3... Anmoderation...
Zwei herausragende Sängerinnen der
südindischen Klassik stellen nun die
unterschiedlichen Interpretationen einer
Ragamalika vor.
„kuRai onRum illai“, in der Rhythmik von 8 Schlägen, Adhi-Tala, wird
zunächst wieder gesungen von Smt. MS Subbulakshmi (vollst.: Madurai
Shanmukhavadivu Subbulakshmi) und nachfolgend von Sudha Ragunathan.
Ragunathan wurde von dem musikalischen Genie Dr. M.L. Vasanthakumari
in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts ausgebildet. Neben ihem
künstlerischen Wirken ist das soziale und musikpädagogische Engagement
ihrer Stiftung, die Sudha 1999 gründete, hervorzuheben.

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Werke von Ramaswami Dikshitar
Die Ragamalika 'Samajagamana ninnu korinadira' setzt sich aus 20 Ragas
zusammen, in der Rhythmus-Struktur “Ad(h)i Tala” (8 Schläge). Sie ist dem
König Amarasimhan gewidmet. er war Marahtta-Regent von Tanjavur.
Die Ragamalika 'Samajagamana ninnu korinadira' setzt sich aus 20 Ragas
zusammen, in der Rhythmus-Struktur “Ad(h)i Tala” (8 Schläge). Sie ist dem
König Amarasimhan gewidmet. er war Marahtta-Regent von Tanjavur.
Die Ragamalika 'Manasa Verutarula' besteht aus einem Set von 48 Ragas, in
einem 8er-Beat (Ad(h)i Tala). Sie ist gewidmet Lord Venkateswara, eine
Gestaltform des Hindugottes Vishnu. Venkateswara ist der Zerstörer der
menschlichen Sünden.

3.2.2 Hörbeispiel 2 und 3... Abmoderation / Überleitung...
Wir hörten „kuRai onRum illai“ von Smt. MS Subbulakshmi und Sudha
Ragunathan.
4.1.1 Musikkomponisten von Ragamlikas…
Der König der Ragamalika. - „Ragamalika Chakravarti“ – so könnte
Ramaswami Dikshitar genannt werden. Dieser indische Komponist lebte von
1735 bis 1817.
Ramaswami Dikshitar geht in die Geschichte ein als ein ausgewiesener
Könner in der Komposition der längsten Ragamalikas.
Ramaswami Dikshitar führte auch den bedeutenden Raga Hamsadhwani
ein, eine pentatonische Form, eine 5-Ton-Skala). Er komponierte viele Tana
Varnams und Pada Varnams. Die Tana Varnams beschränken sich auf
einige wenige lyrische Formen (pallavi, anupallavi und charanam). Die Pada
Varnams haben mehr lyrische Inhalte und werden mit rhythmischen
Elementen, den padams, gesungen und dienen der Begleitung im klassisch-
südindischen Tanz und Bharata Natyam.
Die Texte all seiner Ragamalikas verfasste Ramaswami Dikshitar in Telegu,
die drittgrösste dravidischen Sprache Indiens nach Hindi und Bengali.
Jede Ragamalika von Dikshitar bedient sich in jedem Abschnitt der Raga-
Mudra, einer Art Signatur des Komponisten.

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4.1.2 Hörbeispiel 4... Anmoderation...
Aus dem Album „Sudha Raghunathan“ (Volume 2) hören wir von dieser
goldenden Stimme der südindischen Klassik die „chandre chooda
ragamalika“...
...
4.1.3 Hörbeispiel 4... Abmoderation / Überleitung...
Das war die grossartige Sängern der südindischen Klassik: Sudha
Raghunathan“ mit „chandre chooda ragamalika“, aus dem gleichnamigen
Album „Sudha Raghunatan (Volume 2)“, veröffentlicht bei Sony BMG...
4.2.1 Musikkomponisten von Ragamalikas…
Muthuswami Dikshitar (1776 - 1834) war Sohn von Ramaswami Dikshitar
und gehört dem “musikalischen Dreigestirn”* der südindischen Klassik an,
neben Tyagaraja und Syama Sastra.
Muthuswami Dikshitar war ein Komponist „par excellence“. Auf seinen
ausgedehnten Wallfahrten verwendete er den Gesang dazu, in den Tempeln
die verschiedenen Gottheiten zu preisen.
Zirka 480 der Kompositionen von Muthuswami Dikshitar sind als Dokumente
erhalten. Sie liefern eine vollständig musikalische Reise durch die
verschiedenen Tempel in Südindien bis weit in den Norden wie Kathmandu
in Nepal und Badrinath, einer heiligen Stadt der Hindus im Chamoli-District,
im indischen Bundesstaat Uttarakhad.
________________________________
*) trinity of Tyagaraja: Muthuswami Dikshitar, M. Dikshitar and Syama Sastra
4.2.2 Musikkomponisten von Ragamalikas… RagaTalaMalika.
Die meisten der Kompositionen von Muthuswami Dikshitar, im Besonderen
seine Ragamalikas, sind geprägt von Raga-mudra, eine Art Signatur (mudra)
des Komponisten: Guruguha. - Für Dikshitar war dies eine Art Annäherung
an den Meister, ein Verweilen in der Höhle seines Herzen
(O: „...approximating to the Guru dwelling in the cave of my heart.“).
In dieser Schaffensperiode dürfte Dikshitar etwa 33 Jahre alt gewesen sein.
Das Kronjuwel aller Arbeiten von Muthuswami Dikshitar ist die längste
Komposition, die in der südindischen Musik existiert, und vielmehr, die
längste in der gesamten musikalischen Welt. Es ist die 'Ashtottara Shata
Raga-Tala malika'. (ergänz. Hinweis: Sie wird mit der Phrase 'Natakadi'
eingeleitet.)
...
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...
Wie man aus dem Namen ableiten kann, setzt sich dieses grosse Werk
einer RagaTalamalika vordergründig aus 108 Ragas zusammen, die in 108
rhythmischen Zirkeln, den Tala-s gefasst sind. Für jede (Text-)Zeile ein
rhythmischer Zirkel. Jedoch ist der ursprüngliche Text nicht in vollständiger
Form verfügbar. Nur je 61 Ragas u. Talas sind bis in die heutige Zeit
erhalten.
Ramaswami Dikshitar komponierte sein monumentales Werk und einige
andere Stücke zur Lobpreisung seines Gönners (Patron), Venkatakrishna
Mudaliar von Manali. Die Signatur dieses Komponisten vaggeyakara-mudra
verwendet Ramaswami Dikshitar gleichfalls in all seinen Werken.
Der Text von Dikshitar’s RagaTalamalika bedient all Ghana Ragas (Nata,
Gowla, Varali, Sriragam und Arabhi). Gleichfalls erscheinen alle
bedeutenden Ragas aus dem Melakarta-System (namentlich Todi,
Mayamalavagowla, Sankarabharanam, Kalyani, Pantuvarali und
Gamakakritya).
Viele Upanga und Bhashanga Ragas (z.B. Sama, Mohanam, Manirangu,
Bilahari, Saveri, Punnagavarali, Kurinji, Surati, Begada, Devagandhari etc.)
und Pratimadhyama Ragas (Ramakriya, Kalyani, Saranga, Yamankalyani
und Gamakakriya) werden verwendet.
Der gegenwärtig verfügbare Text kann in der enzyklopädischen Abhandlung
von Subbarama Dikshitar „Sangeeta Sampradaya Pradarsini“ studiert
werden.
4.3.1 Hörbeispiel 5 und 6... Anmoderation
Zwei herausragende Sängerinnen der südindischen Klassik brachten uns
bereits einige Ragamalikas zu Gehör. Nun werden zwei Meister ihres Fachs
uns eine Ragamalika vorstellen.
Sanjay Subrahmanyam aus Chennai, der südindischen Hauptstadt des
Bundesstaates Tamilnadu, am 21. Januar 1968 und P. Unni Krishnan, am 9.
Juli 1966 geboren, aus dem ländlichen Distrikt des ehemaligen Madras.
Mit diesen Vertreter der jüngeren Musikergeneration nun die Ragamalik
„peTra tAi tanai“... in der Versform „Viruttam“ (o. Virutham), die
weitestgehend auf rhythmische Zirkel, die Tala-s verzichtet, und von
improvisierendem Charakter ist.
...
Auf der Website von IMC (Englisch) www.imcradio.net (Deutsch) finden Sie neben vielfältigen
Information rund um die Musiktitel ein Gästebuch, in dem Sie sich mit unseren Hörern zur indisch
klassischen Musik austauschen können. Registrieren Sie sich auch gerne für den Bezug des
kostenlosen Newsletters, und IMC - India meets Classic hält Sie regelmässig über neue Sendungen
auf dem Laufenden. Telefonisch können Sie bundesweit zum Ortstarif Ihre Wünsche an das
Redaktionsteam richten: 01801-993322-3863.
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Die Anga-s werden in
sechs Typen gegliedert
(Shadangas):
Laghu
Dhruta
Anudhruta
Guru
Pluta
Kapada

4.3.2 Hörbeispiel 5 und 6... Abmoderation / Überleitung
Das waren die Sänger der südindischen Klassik Sanjay Subrahmanyam ,
gefolgt von P. Unni Krishnan, mit der Ragamalika „peTra tAi tanai“ in der
andächtigen, hinduistischen Versform „Viruttam“ (o. Virutham).
Sanjay Subrahmanyam wurde begleitet von Nagai R. Muraldiharan (Violine),
und Vellore G. Ramabhadran (Mrudangam).
Krishnan wurde dem Mrudangam und der Violine begleitet, die in keiner
südindischen Klassik fehlen darf, und von der Kanjira, einer kleinen
Rahmentrommel aus Südindien – ähnlich einem westlichen Tamburin -
begleitet.
Die Aufnahme mit P. Unni Krishnan wurde uns freundlicherweise von den
Kollegen des südindischen Fernsehens Jaya TV in Chennai zur Verfügung
gestellt.
5.1. Rhythmik…Talamalika…
Ähnlich der Ragamalika gibt es eine vergleichbare Kompositionsform auf der
rhythmischen Seite, die Talamalika.
Der Kompositionstypus Talamalika findet sich gewöhnlich in Tanzrezitalen.
Eine geglückte Mischung einer Raga- und Talamalika ist als RagaTalamalika
bekannt. Jedes Segment der Musik wird einem Rhytmuszirkel zugeordnet
und an einen unterschiedlichen Raga übergeben. Das gesamte Stück
befindet sich also nicht innerhalb eines einzelnen Ragas.
Alle Ragamalikas besitzen eine bestimmte Art von Raga-Mudras, eine Art
Signatur des Komponisten für jeden Kompositionsabschnitt (Segment). Es
ist gebräuchlich, den Namen des Ragas einfliessen zu lassen. Die Signatur
Raga-mudra existiert durch ausgeklügelte Bausteine als Slesham, in einer
Doppelbedeutung gleichermassen im Namen der Tala, Tala-mudra als
rhythmische Signatur.
Wie wir mit dem oppulenten Werk 'Ashtottara Shata Raga-Tala malika' von
Muthuswami Dikshitar (1776 - 1834) erfahren haben,
setzt sich diese RagaTalaMalika aus 108 Ragas
zusammen, die in 108 rhythmischen Zirkeln, den
Tala-s eingefasst sind.
Während die meisten der rhythmischen Zirkel
bekannt sind und genauestens in der Musikliteratur
definiert sind, gibt es keine Hinweise auf die anga-s,
die Komponenten der Talas mit den Namen Lali,
Lakshana, Srimatkirti, Akshara und Kala, wie sie im
Text von Mutushwami Dikshitar erscheinen.

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Adhi Tala*: 8 beats
1x Laghu + 2x Dhrutams
(4 Schläge + 2x akshara kalas**)
*) technisch: Chatusra Jaathi Triputa Tala
**) beat + waving hand
5.2.1 Hörbeispiel 7... Anmoderation...
Wie sich im indischen Tanz eine RagaTalamalika als musikalische
Ausdrucksform präsentiert, zeigt uns folgender Hörausschnitt von „Natyanjali
- Kala Arpan“ nach einer Choreographie von The Dhananjayans, einem
herausragenden Tanzpaar Südindiens. Natyanjali im literarischen Sinne „ein
Angebot des Tanzes“ (O: “an offering of dance“) und Arpan im Sanskrit „mit
Hingabe präsentieren“ (O: „to present or to offer in dedication“).
...
5.2.2 Hörbeispiel 7... Abmoderation / Überleitung
Nach dem Beispiel einer RagaTalamalika im indischen Tanz, „Natyanjali –
Kala Arpan“, nach einer Choreogrpahie von „The Dhananjayans“ wollen wir
uns abschliessend einer Interpretation der Ragamalikas, der
Kompositionsform in der südindischen Klassik, auf einem modernen
Instrument des Westens zuwenden.
6.1. RagaMalikas von Heute…
Gegenwärtig sind nur vier Ragamalikas verbreitet und im Schriftform
erhältlich, allesamt Kompositionen von Muthuswami Dikshitar.
Es sind 4-, 6-, 10- und 14-teilige Ragamalikas: Simhasanasthite (4),
Poornachandrabimba vadane (6), Madhavo mampatu (10) und
Sri Viswanatham Bhajeham (14).
Die Komposition Sri Viswanatham Bhajeham preist Lord Viswanatha,
beheimatet im Tempel des Dorfes Kulikkarai, in der Nähe von Tiruvarur,
Tamilnadu.
Die Sequenz der vierzehn Ragas besteht aus Sriragam, Arabhi, Gowri, Nata,
Gowla, Mohanam, gefolgt von s.g. „viloma swara-s“, eine Umsetzung der
indischen Noten (swara-s = Shadja, rishabh, gandhar, madhyam, pancham,
dhiaivat und Nishad) in der reversiven Anordnung der Ragas.
Die zweite Hälfte enthälft Sama, Lalita, Bhairavam, Saranga,
Sankarabharanam, Kambhoji, Devakriya, Bhoopalam, wiederum gefolgt von
“viloma swara-s”, schliesslich endend in dem Raga Sriragam.
6.2. Hörbeispiel 8...
Von dem indischen Gitarristen Prasanna
hören wir nun die 14-teilige Ragamalika Sri
Viswanatham Bhajeham, im Ad(h)i Tala, im
Rhythmus von 8 Schlägen.
Prasanna ist auch Komponist und Jazz-Gitarrist, der westliche Klassik, Jazz,
Rock und Blues mit der südindischen Klassik verbindet. Ursprünglich
Schiffsbauingenieur, hat er seine musikalische Ausbildung am berühmten
Berklee College of Music, in Boston mit Auszeichnung abgeschlossen...
(Anm.: Die Lyrik dieser Ragamalika findet sich in der Ragamalika-Datenbank -
http://www.carnatica.com/lyrics/ragamalika.htm )
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Rupak Tal
0 1 2
1- 2- 3- 4- 5- 6- 7
tin tin na dhin na dhin na

Weitere Ragamalikas von Muthuswami Dikshitar…
Madhavo mampatu – 10 Ragas, Roopaka Tala,
gewidmet Dashavaratam, den 10 Inkarnationen von
Lord Vishnu.
Simhasanasthite – 4 glückverheissende Ragas
(namentlich: Sowrashtra, Vasanta, Surati und Madhyamavati), Roopaka
Tala, zur Lobpreisung von Devi Parvati.
Poornachandrabimba vadane* – 6 Ragas (Poornachandrika, Narayani,
Saraswatimanohari, Suddhavasantam, Hamsadhwani u. Nagadhwani),
Roopaka Tala, gewidment der Gottheit Kamalamba des gigantischen
Tiruvarur-Tempels.
*) In der Literatur (veröffentlicht in Srirangam) gibt zwei zusätzliche Textzeilen in der
Ragaform Kedaram und Bilahari, die diesen Kompositionsform dennoch eher als Ashta
Ragamalika (6-teilig), weniger als ein Shad Ragamalika (8-teilig) erscheinen lassen.
7.1 Verabschiedung...
Das war IMC - India meets Classic. - Eine Sendung für indisch klassische
Musik.
Ich hoffe, Ihnen hat die heutige Sendung "Raga CDs des Monats“ mit dem
Thema „RAGAMALIKAS... Kompositionen in der südindischen Klassik“
gefallen. - Sie hörten dazu Beispiele im indischen Gesang, auf der Gitarre
und zum indischen Tanz...
Vielen Dank für’s Zuhören. - Am Mikrophon war Lothar J.R. Maier.
- Und vielleicht bis zum nächsten Mal. - Namaste.
7.2 Abspann...

Hinweise zu kommenden Sendeterminen entnehmen Sie dem Internetangebot Ihres
Radiosenders.

- Oder besuchen direkt die Website von IMC - India meets Classic:

www.imcradio.net
(Englisch: uu-uu-uu_dot_aiemciereidio_dot_net)
imcradio.net
(Deutsch: i em Ce Radio Punkt Net)
...
Sie hörten die Sendung "IMC - India meets Classic" mit der Reihe "Raga CDs des Monats".

imcradio.net
(Deutsch: i em Ce Radio Punkt Net).


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Lothar J.R. Maier (Endfassung)

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