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Staatsterror: Gestapo und SS

Die Anfänge
Die Gestapo entstand aus der Preußischen Geheimpolizei und hieß
ursprünglich Abteilung I A, als Adolf Hitler am Am 30. Januar
1933 zu Reichskanzler ernannt wurde ernannte er seinerseits
Hermann Göring zum Reichskommissar für das preußische
Innenministerium. Dieser ernannte dann Rudolf Diels zum Chef
der Abteilung I A. Die damalige Aufgabe der Abteilung I A war
das bekämpfen von politischem Gegner,
und deren Bespitzlung. Am 3. März
1933 wurden die bis dahin geltenden
Kompetenzbeschränkungen der Polizei
aufgehoben. Das war ein erster
Schritt zur Entlassung der Gestapo
aus der Bindung der Gesetze. Am 11.
April wurde Göring preußischer
Ministerpräsident. Mit einem Erlass
vom ihn am 26. April 1933 wurde die
Preußische Geheimpolizei aus dem
Polizeiapparat ausgegliedert und das
Geheime Staatspolizeiamt gebildet,
welches Hermann Göring, direkt
unterstellt war und die Stellung
einer Landespolizeibehörde hatte.
Diels sagte das die Bezeichnung
Gestapa/Gestapo, eine Erfindung der Reichspost gewesen war, die
den langen Namen der Dienststelle eigenmächtig abgekürzt und
die verwendeten Laufstempel damit versehen habe. Dann am 30.
November 1933 wurde mit dem zweiten Gestapo-Gesetz die Gestapo
ein völlig selbstständiger Zweig der inneren Verwaltung,
welches direkt Heinrich Göhring unterstellt war. Am 1. April
1934 wurde Diels als preußischer Gestapo-Chef entlassen und
zwanzig Tage später wurde Heinrich Himmler Inspekteur und
stellvertretender Chef der preußischen Gestapo Die direkte
Leitung wurde Reinhard Heydrich übergeben , der zuvor Chef der
Bayerischen Politischen Polizei war und dort Himmler
unterstellt war. Dadurch entwickelte sich die Gestapo zu einer
flächendeckenden Großorganisation zur Bespitzelung der
Bevölkerung und Ausschaltung von Regimegegnern, die eng mit der
SS verwoben war Durch dem Kontrollratsgesetz Nr. 2 vom 10.
Oktober 1945 wurde die Gestapo durch den Alliierten Kontrollrat
verboten und ihr Eigentum beschlagnahmt, zusätzlich wurde sie
in den Nürnberger Prozessen zu eine verbrecherischen
Organisation erklärt. Viele ehemalige Gestapo-Angehörige
mussten in den ersten Nachkriegsjahren mit dequalifizierten
Tätigkeiten ihren Lebensunterhalt bestreiten. Durch den § 67
des Gesetzes zur Regelung der Rechtsverhältnisse der unter
Artikel 131 des Grundgesetzes fallenden Personen wurde die
Wiederanstellung von ehemaligen gestapo-Beamten. Als Folge
wurden in den 1950er-Jahren viele ehemalige Gestapo-Beamte
wieder in die Polizei- und Justizapparate der Bundesrepublik
eingestellt.