Sie sind auf Seite 1von 30

WHITEPAPER „MOBILE LEARNING“

Wissenstransfer
wird mobil
Wie Unternehmen von der Weitergabe
von E-Learnings und Corporate Knowhow
über mobile Endgeräte profitieren.
2

63%
IST DER GESCHÄTZTE ANTEIL AN
DIGITALEN LERNMITTELN IN DER
WEITERBILDUNG IM JAHR 2025.1
EINLEITUNG 3

Mobile Learning ist


Bestandteil der digitalen
Transformation
Lernen findet nicht mehr nur in Präsenzseminaren statt,
sondern schon längst digital: Am Desktop-PC, auf dem Tablet oder
auf dem Smartphone.

Betriebliche Fort- und Weiterbildun- bile Learning als eine konkrete Form
gen spielen in Zeiten der Digitalisie- des E-Learnings. Als Ergänzungstool
rung eine immer wichtigere Rolle. Wir zu bestehenden Fort- und Weiter-
stehen regelmäßig vor neuen Entwick- bildungsprogrammen in Unterneh-
lungen und Technologien, unsere Be- men ermöglicht es den Mitarbeitern,
rufsprofile wandeln sich. Und auch die flexibel, von unterwegs zu lernen, sich
betriebliche Fort- und Weiterbildung über neue Produkte zu informieren
steckt dank Digitalisierung seit einigen oder fortzubilden.
Jahren in einem Veränderungspro-
zess. Digitales, lebenslanges Lernen ist Auch die Trendstudie „Digitale Bil-
schon längst kein Fremdwort mehr. dung auf dem Weg ins Jahr 2025“ der
LEARNTEC untermauerte 2016 diese
Das zeigen auch die Zahlen: Laut der Tendenz. Demnach ist Wissenstransfer
eLearning BENCHMARKING Studie über mobile Endgeräte der wichtigste
2018 stehen 79 Prozent der befragten technologische Trend, der das digitale
Unternehmen dem Thema eLearning Lernen in den nächsten zehn Jahren
QUELLE 1 UND 2:
grundsätzlich aufgeschlossen gegen- prägen wird.2 SCHLUSSBERICHT ZUR TRENDSTUDIE:
DIGITALE BILDUNG AUF DEM WEG INS
über. Davon profitiert auch das Mo- JAHR 2025 - MMB INSTITUT GMBH 2016
4

29%
ERST IN 29,2 % DER UNTERNEHMEN WIRD
MOBILE LEARNING BEREITS VERWENDET.3
EINLEITUNG 5

Technologischer Trend? Ja.


Gelebte Realität?
Noch nicht ganz.
Übersicht über die Nutzung von Mobile Learning in der Aus- und
Weiterbildung in deutschen Unternehmen 2017-2018.

Digitales Lernen ist also angekommen – Betrachtet man die großen Unterneh- WIRD NICHT WIRD BENUTZT
MEHR BENUTZT 29,2 %
so der Eindruck. Umso erstaunlicher die men und Konzerne, zeigt sich, dass
0,3 %
Zahlen der tatsächlichen Umsetzung: dort bereits mehr als 40% der Mitar-
Auch wenn E-Learning große Akzeptanz beiter aus der Führungsebene häufig
erfährt, nutzen erst 32% der befragten oder sehr häufig ein LMS nutzen, glei-
Unternehmen bereits digitale Lernfor- ches gilt für mobile Lern-Apps. Und
men in ihrem Unternehmen. 16% pla- auch das Alter spielt bei der Nutzung
nen konkret und 23% diskutieren den von LMS und Lern-Apps eine Rolle:
Einsatz von E-Learning. 24% möch- Digital Natives zwischen 20 und 30
ten davon nichts wissen. Bei Mobile Jahren bilden sich erwartungsgemäß
Learning ein ähnliches Bild: Knapp häufiger digital weiter (40%) als es die
IST IN WIRD NICHT
30% der befragten Unternehmen setzt 51- bis 60-Jährigen tun (25%).4 PLANUNG BENUTZT
Mobile Learning bereits ein, ebenfalls 30,1 % 40,4 %
rund 30% planen damit. Jedoch spielt LMS und Lern-Apps scheinen also
in 40% der Unternehmen Mobile Le- derzeit meist in größeren Firmen und QUELLE 3:
ELEARNING BENCHMARKING STUDIE
arning gar keine Rolle.3 bei jüngeren Mitarbeitern zum Einsatz 2018, TEILSTUDIE „MOBILE LEARNING
IM PRAKTISCHEN EINSATZ“
zu kommen. Sind mobile Lernsysteme
Auch die neueste ComTeam STUDIE also zu teuer, zu aufwendig, zu schwer
2019 unter 700 Führungskräften in zu nutzen? Oder woran liegt es, dass
Deutschland bestätigt diese Zahlen: viele den Bedarf zwar sehen, jedoch
Nur knapp ein Drittel nutzt häufig nicht aktiv werden?
LMS, die Hälfte hat sogar nur geringe
oder gar keine Erfahrungen in diesem Mit diesem Whitepaper möchten
Bereich. Mit mobilen Lern-Apps hatte wir Ihnen einen Überblick zu den
ebenfalls rund die Hälfte der Befragten Möglichkeiten und Einsatzgebieten QUELLE 4:
COMTEAM STUDIE 2019
wenig bis gar keinen Kontakt. des Mobile Learnings liefern. „DIGITALE LERNWELTEN“
6

93%
DER BEFRAGTEN UNTERNEHMEN
DENKEN, DASS MIT WEITERBILDUNG DIE
MOTIVATION UND ARBEITSZUFRIEDENHEIT
DER MITARBEITER STEIGT.5
KAPITEL 1 | WAS KANN MOBILE LEARNING? 7

Die Inhalte kommen zum


Nutzer, nicht umgekehrt
Das flexible und unabhängige Lernen ermöglicht den Wissenstransfer
zu jeder Zeit und an jedem Ort und lässt sich leicht im Alltag der Nutzer
unterbringen.

Mobile Learning unter­stützt und anzueignen. Ändern sich bestimmte


fördert selbstständiges Lernen. Da der Sachverhalte, werden diese im System
Content jederzeit und flexibel über aktualisiert, sodass der Content immer
das mobile Device abgerufen werden auf dem neuesten Stand ist.
kann, lernt der Nutzer bedarfs- und
problemorientiert. Steht kein Internet Das Mobile Learning fördert darü-
zur Verfügung, können die Inhalte ber hinaus die Interaktion zwischen
vorab heruntergeladen und zu einem Trainern und Kollegen. Innerhalb
späteren Zeitpunkt offline genutzt des Systems können beispielsweise
werden. Mitarbeiter entscheiden fachspezifische Foren oder Chats zur
selbst, wann und wo sie sich mit dem Verfügung stehen, über die Mitarbei-
Lernstoff beschäftigen – ob im per- ter Fragen schnell und unkompliziert
sönlichen Umfeld, auf Reisen oder klären können und adhoc zu einer
während der regulären Arbeitszeit. Antwort gelangen. An den schnellen
Gelernt werden kann alleine oder in und bedarfsgerechten Austausch über
der Gruppe. native Messenger wie beispielsweise
„WhatsApp“ oder „Threema“ sind die
Dieses autarke „Learning on Demand“ Nutzer mittlerweile gewöhnt. Der in-
lässt sich daher einfach in den All- terdisziplinäre Informationsaustausch
tag der Mitarbeiter eingliedern. Jeder zwischen Trainern und Lernern ist
lernt zudem in seiner eigenen ihm also vor allem in nativen Umgebungen
genehmen Geschwindigkeit. Die sehr performant und einfach. Mobile
einzelnen Lektionen sind in sinnvolle Learning zeichnet sich darüber hinaus
Learn-Nuggets, „Lernhappen“, ein- durch eine einfache Handhabung aus. QUELLE 5:
STUDIENBERICHT „WEITERBILDUNG FÜR DIE
geteilt, die es dem Nutzer ermögli- Der Nutzer gelangt über native Apps DIGITALE ARBEITSWELT“, BITKOM
RESEARCH IM AUFTRAG DES VDTÜV E.V. UND
chen, sich schrittweise neues Wissen mit einem Klick zum Content. DES BITKOM E.V.
8

45%
DER BUNDESBÜRGER HABEN BEREITS
DIGITALE LERNFORMATE GENUTZT, UM
SICH PRIVAT WEITERZUBILDEN. TENDENZ
WEITER STEIGEND.6
KAPITEL 1 | WAS KANN MOBILE LEARNING? 9

Die 7 Vorteile
von Mobile Learning
Den Usern die Freiheit zu geben, selbst für sich zu entscheiden, wann
und wo sie sich mit Wissens- und Knowhow-Transfer beschäftigen
wollen, ist unter dem Strich das bedeutendste Argument für ML.

Örtliche und zeitliche Flexibilität


Individuelle Lerngeschwindigkeit
Learning on Demand
Motivierte Mitarbeiter
Nachhaltige Wissensvermittlung
Aktuelle Lerninhalte
Kostenersparnis
Mobile Learning hat viele Vorteile – halten (60,2 Prozent), die Steigerung
sowohl für den Lerner als auch das der Akzeptanz (43,6 Prozent) und die
Unternehmen, wie auch die Befragung bessere Lernmotivation (41,1 Prozent)
der „eLearning BENCHMARKING beim Mitarbeiter sprechen für Mobile
Studie 2018“ (Teilstudie „Mobile Learning. Gleichzeitig können neue
Learning im praktischen Einsatz“) Zielgruppen wie Lieferanten, Groß-
zeigt: Besonders die räumliche und händler etc. für das E-Learning (47,7 QUELLE 6:
REPRÄSENTATIVE UMFRAGE, DIE BITKOM
zeitliche Flexibilität überzeugt (je rund Prozent) und dank mobiler Devices RESEARCH IM AUFTRAG DES DIGITALVER-
BANDS BITKOM DURCHGEFÜHRT HAT. IM
87 Prozent). Aber auch die Anpassung neue Einsatzmöglichkeiten erschlos- AUGUST 2017 WURDEN DABEI 1.010 BUNDES-
BÜRGER AB 14 JAHREN BEFRAGT, DARUNTER
des Lernangebots an das Nutzerver- sen werden (65,2 Prozent). 459 NUTZER DIGITALER LERNFORMATE.
10

67%
DER UNTERNEHMEN HALTEN DIE UNTER-
STÜTZUNG VON MOBILEN ENDGERÄTEN
BEI DER AUSWAHL EINES LMS FÜR EINEN
ENTSCHEIDENDEN FAKTOR.7
KAPITEL 1 | WAS KANN MOBILE LEARNING? 11

Die Ökonomie des


Mobile Learnings
E-Learning und Blended Learning-Konzepte sparen Geld gegenüber
klassischer Weiterbildung, die ausschliesslich durch Präsenzseminare
stattfindet. Mobile Learning verstärkt diese Entwicklung.

Ein Grund für die Zurückhaltung beim vorhersagen. Bereits heute verbringen
Thema Mobile Learning sind neben die Befragten 3,2 Tage im Jahr mit Prä-
fehlenden Devices ein nicht vor- senzveranstaltungen, jeweils 1,8 Tage
handenes LMS und die zusätzlichen mit digitalem Lernen im Team und im
Kosten, die für deren Anschaffung Selbststudium. Es wird erwartet, dass
anfallen würden. Aber: Auch exter- beide Werte in den nächsten drei Jah-
ne Schulungen und Weiterbildungen ren weiter ansteigen werden. Digitales
kosten jedes Jahr viel Geld. Durch den Teamlernen und Präsenzveranstaltun-
Einsatz von Mobile Learning Syste- gen sind dabei jedoch am beliebtesten,
men können diese reduziert und hohe da sie den sozialen Austausch unterei-
QUELLE 7:
Reise- und Nebenkosten eingespart nander und das gemeinsame Lerner- ELEARNING BENCHMARKING STUDIE 2017:
„ELEARNING & WEITERBILDUNG“, WERT-
werden. Und: Präsenzseminare finden lebnis miteinander fördern. ERHEBUNG: JULI 2016 BIS FEBRUAR 2017

in der Regel zwei- bis dreimal im Jahr


statt. Mitarbeiter vergessen bereits
nach ein paar Wochen, was sie gelernt
WARUM LOHNT SICH MOBILER WISSENSTRANSFER?
haben. Mit Mobile Learning kann das
Einsparung von Arbeitstagen
erlernte Wissen zudem kontinuierlich
Einsparung von Reisekosten/Spesen
unterjährig gefestigt werden.
Einsparung von Seminarkosten
Verringerung der Wartezeiten auf Seminare
Digitale und mobile Lernsysteme wer-
Steigerung der Arbeitsqualität durch permanente
den Präsenzveranstaltungen zukünftig
Wissenszufuhr
aber nicht vollständig ersetzen. Die Permanente Verfügbarkeit des Wissens
ComTeam STUDIE 2019 zeigt, dass Reduzierung von Block-Trainings durch Vorbereitung
Führungskräfte heute und auch in und Vorabschulungen per mobiler App
Zukunft großen Wert auf Präsenzschu- Sicherung der Weiterbildungsinvestitionen durch
lungen legen, aber auch den digitalen Transfersicherung nach erfolgten Präsenzseminaren
Formen eine positive Entwicklung
12

80%
DER UNTERNEHMEN, DIE 2016/2017 BEREITS
E-LEARNING EINSETZEN, HABEN MEHR ALS
500 MITARBEITER. FAST JEDES ZWEITE
UNTERNEHMEN LIEGT ZWISCHEN 1.000 UND
10.000 MITARBEITERN.8
KAPITEL 2 | ANFORDERUNGEN 13

Flexibel, innovativ, mobil –


die Anforderungen an
moderne E-Learning-Systeme
Niedrige Einstiegshürden erleichtern den Zugang. Daher ist es
essentiell, dass Lernsysteme intuitiv zu bedienen sind. Die
User müssen sich in der Lernumgebung „zuhause fühlen“, damit
sie das Lernangebot oft und gern wahrnehmen.

Moderne E-Learning-­Systeme sollten wichtig diese Einfachheit ist, belegt


flexibel sein. Anbindungen an be- auch die ComTeam STUDIE 2019: Eine
stehende Lernmanagementsysteme klare und übersichtliche Bedienung
(LMS) sind nicht zwingend erforderlich und Orientierung steht bei den be-
aber wünschenswert, um Inhalte ziel- fragten Führungskräften auf Platz eins
gerichtet zu übermitteln, Rückflüsse der Qualitätskriterien eines digitalen
über den Lernfortschritt zu visualisie- Lernmediums.
ren und gegebenenfalls als Unterneh-
men Einfluss zu nehmen. Allerdings Die Inhalte und Lernmethoden müs-
verfügt nicht jedes Unternehmen über sen den besonderen Anforderungen
ein eigenes LMS oder ist in der Lage, des Mobile Learning gerecht werden.
ein solches System anzuschaffen. Content aus Lernplattformen sowie
Lern- und Wissensportalen kann
Die überwiegende Zahl der im Markt direkt auf mobile Geräte übertragen
verfügbaren Lernmanagementsysteme werden.
ist komplex in der Anwendung und
oftmals unübersichtlich in ihren Leis-
tungsumfängen. Es gibt hingegen auch
Mobile Learning Systeme, die den
Forderungen nach leichten, intuitiven
Administrationstools gerechet werden.
Auch hier gilt: eine einfache Bedien-
barkeit und intuitive Steuerungsfähig-
QUELLE 8:
keit sind möglich und erleichtern den ELEARNING BENCHMARKING STUDIE 2017:
„ELEARNING & WEITERBILDUNG“, WERT-
Umgang für die Administratoren. Wie ERHEBUNG: JULI 2016 BIS FEBRUAR 2017
14

37%
DER GESCHÄFTSFÜHRER UND
VORSTÄNDE SIND BEREITS GUT MIT LMS
UND LERN-APPS VERTRAUT UND BILDEN
SICH HÄUFIG DIGITAL WEITER.9
KAPITEL 2 | ANFORDERUNGEN 15

Grundsätzlich sollte ein Mobile Lear- ten einnimmt, sollten Mobile Lernsys-
ning System alle gängigen Lernstoffe teme dieses dialogorientierte Arbeiten
wie Lernvideos, WBTs, Webinare, im Team (oder auch teamübergrei-
PDFs, Podcasts und sonstige HTML5 fend) sowie die soziale Komponente
Inhalte abbilden und dem Nutzer unterstützen. Möglich ist das zum Bei-
rollenbasiert zur Verfügung stellen. spiel durch die Integration von Chat
Gleichzeitig sollten mobile Lernsys- oder Forum, in dem sich die Lerner
teme dabei auch den Gamificati- austauschen können.
on-Faktor fördern und Spaß machen:
Rankings, interaktive Gestaltung der Selbstverständlich ist hierbei die
Lerninhalte oder Quizzes haben einen Online-/Offline-Nutzbarkeit der Lern-
positiven Einfluss auf die Lernfreude inhalte, um die volle Unabhängigkeit
und die Lernergebnisse, da sie – in der zu gewährleisten. Für die Darstellung
Regel unbewusst – den Belohnungs- komplexer Lerninhalte wie Videos
effekt fördern. Selbstverständlich ist oder PDFs empfehlen sich Tablets, vor
hierbei die Online-/Offline-Nutz- allem aufgrund des größeren Displays.
barkeit der Lerninhalte, um die volle Für die Nutzung auf dem Smartphone
Unabhängigkeit zu gewährleisten. werden das Interface-Design und die
Bedienbarkeit an die Gegebenheiten
Basierend auf den bereits vorgestellten des kleineren Screens angepasst.
ComTeam Studienergebnissen, dass
soziale Interaktion beim Lernen eine QUELLE 9:
COMTEAM STUDIE 2019
wichtige Rolle bei den Führungskräf- „DIGITALE LERNWELTEN“
16

69%
DER 300 BEFRAGTEN PERSONAL-
ENTSCHEIDER BEVORZUGEN APP-
FORMATE FÜR DIE WEITERBILDUNG
IM BLENDED LEARNING.10
KAPITEL 3 | FÜR WEN? 17

Von HR und PE bis zu Vertrieb


und After Sales – Mobile
Learning kann in vielen
Bereichen zum Einsatz kommen
Mitarbeiter aus den verschiedensten Bereichen können über Tablet
oder Smartphone Lerninhalte konsumieren.

Mobile Learning kann branchenüber- nalentwicklung sinnvoll sein, sondern


greifend zum Einsatz kommen. So auch für Vertriebs- und Marketing-
können Unternehmen wie Finanz- zwecke eingesetzt werden, beispiels-
dienstleister, Versicherer, Händler und weise wenn Mitarbeiter, Handels-
Logistikanbieter ebenso Mobile Lear- vertreter oder andere Personen aus
ning verwenden wie Firmen aus den den Vertriebskanälen etc. über neue
Bereichen Automotive, Pharma oder Produkte informiert werden sollen.
der Industrie im Allgemeinen. Es eig-
net sich generell überall dort, wo kon- Mobile Learning ist hier eine gute
tinuierlich umfangreiches Fachwissen Alternative zu Wissen in Papierform,
und Corporate-Knowhow aktualisiert da die Inhalte stets aktualisiert werden
und erweitert werden muss und Mit- können. Auch komplexe Zusammen-
arbeiter über eine Vielzahl von Details, hänge in hochspezialisierten Branchen
neuen Regelungen, Verfahrenstechni- wie beispielsweise Pharma, Medizin
ken, veränderten Verordnungen etc. oder Hochtechnologie lassen sich über
Bescheid wissen müssen. Dezentrale E-Learning und mobile Geräte effizi-
Organisationsstrukturen und Arbeits- ent vermitteln. Mobile Learning eignet
plätze ohne ständigen Zugriff auf PC sich für alle Mitarbeiter, unabhängig
bieten sich für die Nutzung an. von der Hierarchieebene, da Lernin-
halte kanalisiert und auf bestimmte
So können Mobile Learning Systeme Gruppen beschränkt werden können.
nicht nur zu Fort- und Weiterbil- So erhält jede Gruppe den Content, der QUELLE 10:
WEITERBILDUNGSTRENDS IN
dungszwecken in der HR- und Perso- auf sie abgestimmt ist. DEUTSCHLAND 2018, TNS INFRATEST
18

57,0
MILLIONEN MENSCHEN NUTZTEN 2018
IN DEUTSCHLAND EIN SMARTPHONE12
KAPITEL 3 | FÜR WEN? 19

Welche Zielgruppen werden


mit E-Learning in Ihrem
Unternehmen erreicht?
Innerhalb von Unternehmen findet E-Learning bereits Verwendung.
Auffallend ist, das die peripheren Peergroups von Unternehmen wie
z. B. Lieferanten oder Grosshändler noch wenig integriert werden.

2,1 VERTRIEB / VERKAUF

1,8 AFTERSALES / SERVICE / KUNDENDIENST

1,6 VERWALTUNG (FINANZEN, CONTROLLING, PERSONAL, ETC.)

1,1 PRODUKTION

1,8 FÜHRUNGSKRÄFTE

0,4 LIEFERANTEN

0,8 KUNDEN / ENDVERBRAUCHER

0,5 GROSSHÄNDLER / FACHHÄNDLER

0 1 2 3
GAR NICHT KAUM TEILWEISE VOLLSTÄNDIG

QUELLE 11:
ELEARNING BENCHMARKING STUDIE 2016:
„ELEARNING-SZENARIEN IM BETRIEBLICHEN
EINSATZ“ - WERTERHEBUNG: JULI 2015 BIS
FEBRUAR 2016

Die E-Learning Benchmarking Studie und Arbeitsplätze ohne festen PC sind


2016 zeigt, dass die wichtigsten Ziel- also prädestiniert. Aber auch in ande-
gruppen für E-Learning der Vertrieb, ren Bereichen kommt es zum Einsatz.
After Sales und Kundendienst sind. Als Ergänzung spielt auch das neuere
QUELLE 12:
Dezentrale Organisationsstrukturen Mobile Learning hier eine Rolle. STATISTA.COM, 2019
20

92%
DER 14 –15-JÄHRIGEN DEUTSCHEN BESITZEN
BEREITS EIN EIGENES SMARTPHONE, DASS
SIE TAGTÄGLICH NUTZEN. BINNEN DER
KOMMENDEN 3 JAHRE TRITT DIE MEHRHEIT
VON IHNEN IN DIE ARBEITSWELT EIN.13
KAPITEL 4 | EROLGSFAKTOREN 21

Darum lohnt sich Mobile


Learning – die Erfolgsfaktoren
Mobiles Lernen ist innovativ und bietet Mehrwerte. Das steigert die
Bereitschaft der Nutzer, sich mit den Inhalten auseinanderzusetzen.

Lerninhalte können in Mobile Lear- den Nutzer. Über Push Notifications,


ning-Systemen vor allem deshalb also Benachrichtigungen auf dem
so effizient und einfach vermittelt mobilen Endgerät, können Lernende
werden, weil neben den Vorteilen des auf Wunsch über bestimmte Appli-
flexiblen und ortsunabhängigen Wei- kationen und neue Daten informiert
terbildens der innovative Charakter im werden. Diese Mitteilungen erfolgen
Vordergrund steht. Außerdem werden meist über Pop-Ups, die auf dem Bild-
Tablets und Smartphones intuitiv schirm erscheinen. Auch dies animiert
gesteuert, was wiederum die Bedien- zum Weiterlernen. Außerdem lassen
barkeit erleichtert und das Lernen sich Kamera, Kontakte, Kalender, GPS
zum Erlebnis macht. Beides erhöht die sowie diverse Zusatzfunktionen, die
Akzeptanz zum Thema Lernen. bei mobilen Endgeräten zur Verfü-
gung stehen, mit in die Lerneinheiten
QUELLE 13:
Ergänzendes Element beim E- und einbinden. STATISTA.COM, 2019

Mobile Learning ist die Gamification


der Lerninhalte. Dies trägt ebenfalls
wesentlich zur Motivation der Nut-
PUSH NOTES SIND BENACHRICHTIGUNGEN
zer bei. Auch Incentivierungen in
DES MOBILEN ENDGERÄTS, DASS FÜR
Form von Punkten, Gutscheinen oder EINE BESTIMMTE APPLICATION NEUE
Ranglisten, beispielsweise nach Ab- DATEN, NEUE INHALTE ODER INFORMATIONEN
VORLIEGEN. DIESE MITTEILUNGEN ERFOLGEN
schluss einer Lektion, schaffen Anrei-
MEIST ÜBER POP-UPS, DIE DIREKT AUF
ze zum Weiterlernen und belohnen DEM BILDSCHIRM ERSCHEINEN.
22

65,0
MILLIONEN SMARTPHONE-NUTZER GIBT
ES LAUT SCHÄTZUNG IN DEUTSCHLAND.14
KAPITEL 4 | EROLGSFAKTOREN 23

Wissensvermittlung über Mobi- Learning zahlt daher zusätzlich auf


le Learning Systeme ist für nahezu das Employer Branding ein und der
alle Lerninhalte geeignet, verbindet gewohnte Look und Feel bleibt für
fachspezifisches Lernen mit Spaß die Mitarbeiter bestehen. Das fördert
und kann klassische Präsenzseminare die Mitarbeiternähe und -bindung,
ergänzen. Darüber hinaus vereint es vor allem wenn die Mitarbeiter viel
konzentriertes, individuelles Selbst- unterwegs sind, wie dies zum Beispiel
studium mit sozialem, interaktiven teilweise in der Logistikbranche oder
Teamlernen. Mobile Learning Syste- bei vertriebsstarken Unternehmens-
me lassen sich einfach bedienen – so strukturen der Fall ist.
wie es der Nutzer beispielsweise von
Mediacentern gewöhnt ist. Durch die Mobile Learning kann auch ein
intuitive Benutzerführung und die Instrument zum Talentmanagement
Gestensteuerung fällt der Umgang mit sein. Schätzungsweise 2 Millionen
Mobile Learning Systemen nicht nur qualifizierte Arbeitskräfte werden
„Digital Natives“ leicht, sondern auch laut McKinsey den deutschen Unter-
älteren Menschen. Eine große Stärke nehmen 2020 fehlen.13 Da ist es wich-
gegenüber webbasierten Systemen, tig, junge Talente zu gewinnen und
die mit Browsern arbeiten. zu halten. Vor allem für junge Mit-
arbeiter und „Digital Natives“ ist der
Mobile Learning Systeme lassen sich Umgang mit mobilen Endgeräten
QUELLE 14:
darüberhinaus an die Bedürfnisse selbstverständlich. Sie können in STATISTA DIGITAL MARKET OUTLOOKS

der Unternehmen anpassen, die sie besonderem Maße von den Vorteilen QUELLE 15:
MCKINSEY STUDIE: WILLKOMMEN IN DER
einsetzen, zum Beispiel an das eigene des Mobile Learnings profitieren. VOLATILEN WELT, 2010.
(HTTPS://WWW.MCKINSEY.DE/FILES/FACH-
Corporate Design der Firma. Mobile KRAEFTE.PDF)
24

49%
DER BEFRAGTEN UNTERNEHMEN
LASSEN MITARBEITER IHRE EIGENEN
MOBILEN ENDGERÄTE VERWENDEN
(BYOD), 51,5 % STELLEN IHREN
MITARBEITERN EIN FIRMENGERÄT
ZUR VERFÜGUNG.16
KAPITEL 4 | EROLGSFAKTOREN 25

Praxisbeispiele für den


Einsatz von Mobile Learning
Die Einsatzgebiete des Mobile Learnings gestalten sich vielfältig.
Ein paar Beispiele aus der Praxis.

BEISPIEL PHARMABRANCHE BEISPIEL RETAIL


Ein Pharmaunternehmen möchte Ein Filialist hat 1.000 Mitarbeiter in
Apotheken, Ärzte und Großhändler seinen Filialen, die nur über weni-
über seine Produkte informieren und ge PC-Arbeitsplätze vor Ort verfügen
gezielt Knowhow aufbauen. Mithilfe und trotzdem permanent dezentral
eines Mobile Learning Systems wird geschult werden müssen: Produktneu-
das Produktwissen innovativ und heiten, richtiges Verhalten im Kunden-
interaktiv in Form von WBTs, Lernvi- gespräch, Umgang mit Reklamationen
deos, Podcasts und Präsentationen für und Rückläufern, Dienstanweisungen
die Zielgruppen aufbereitet, die sich zu Themen wie Zahlungsverkehr
über Smartphones, Tablets und PC mit und Sicherheit, Pflichtschulungen zu
dem neuen Produkt auseinanderset- Datenschutz und Hygiene oder Vor-
zen. So können Anwendungsbeispiele, gaben für das Visual Merchandising.
Verkaufsleitfäden, Promotions, Pro- Für die Filialleiter vor Ort ist es über
duktinfos für den Wiederverkauf, etc. ein Mobile Learning System einfach zu
direkt an die relevanten Adressaten beobachten, wo seine Teammitglieder
distribuiert werden. Der User absol- Wissensrückstände aufweisen und
viert seine Wissenstests, kann sich einer gezielten Förderung bedürfen,
zertifizieren, Best Practices werden welche Zertifikate erworben wurden
ausgetauscht, mit Trainern kann direkt und welche bereits abgelaufen sind.
Kontakt aufgenommen werden und
der eigene Wissensfortschritt kann BEISPIEL LOGISTIKBRANCHE
überprüft werden. Für den Herstel- Ein Logistikunternehmen hat 5.000
ler wird sichtbar, wie die Zielgruppe Fahrer, die jedes Jahr zu Themen wie
die Wissensinhalte konsumiert und Verkehrssicherheit, Ländertransfers,
QUELLE 16:
verarbeitet und wo Handlungsbedarf Verfahrensänderungen, neue Techno- ELEARNING BENCHMARKING STUDIE
2018, TEILSTUDIE „MOBILE LEARNING IM
besteht. logien, Durchgängigkeit der Kühlkette PRAKTISCHEN EINSATZ“
26

64%
DER ARBEITGEBER BERICHTEN VON SUB-
STANTIELLEN PRODUKTIVITÄTSVERBESSE-
RUNGEN BEI MITARBEITERN, DIE TABLETS
IM BERUFLICHEN EINSATZ VERWENDEN.17
KAPITEL 4 | EROLGSFAKTOREN 27

usw., an sieben Tagen Präsenzschu- eigenen Finanzprodukte werben. Über


lungen in der Zentrale besuchen ein Mobile Learning System erfolgt
müssen. Bei diesen Veranstaltungen das User Engagement und der leichte
frischen die Mitarbeiter ihr Wissen auf Aufbau von Wissen und Knowhow bei
und erarbeiten sich notwendige Zerti- den Verbrauchern.
fikate. Durch den Einsatz eines Mobile
Learning Systems können sich die BEISPIEL FRANCHISE
Fahrer auch ortsunabhängig weiterbil- Ein Franchisesystem verfügt über 90
den und zertifizieren, beispielsweise Franchisenehmer, die jeweils über
in Wartezeiten oder den Lenkpausen. bis zu 30 Mitarbeiter in den eigenen
Das bedeutet effizienteres Lernen Teams führen. Die Idee des Franchi-
für die Mitarbeiter durch gesteigerte sesystems muss im Onboarding an
Wissensfestigung sowie eine deutliche neue Mitarbeiter weitergegeben wer-
Kostenersparnis für das Unternehmen. den, Handlungsvorgaben, Produktwis-
Nebeneffekt ist der häufigere Aus- sen, Dienstanweisungen und Verhal-
tausch mit Kollegen und Trainern und tensregeln werden rollengerecht über
eine bessere Identifikation mit dem Lernvideos und WBTs gelehrt. Auch
Arbeitgeber. Marketing- und Promotionaktionen
werden erklärt, vorbereitet und die
BEISPIEL FINANCE Daten über das Mobile Learning und
Ein Finanzinstitut entdeckt eine neue Knowledge Management System stän-
Verbraucherzielgruppe und will diese dig aktuell vorgehalten. Über Foren
als Community miteinander verei- und Chats tauschen sich alle Mitar-
nen, zum Austausch anregen, stärken, beiter miteinander aus und können so
allgemeines Wissen über den Finanz- digital und direkt kollaborieren.
QUELLE 17:
markt und Geldanlageformen weiter- „DYNAMIC MARKETS“ STUDIE, „TABLETS AND
THE EUROPEAN PRODUCTIVITY REVOLUTION
geben und nebenbei auch für seine INFOGRAPHIC RESULTS, GERMANY. PANASONIC
28

89%
DER BEFRAGTEN MESSEN LERNFORMEN
ÜBER MOBILE ANWENDUNGEN UND APPS
BIS 2021 EINE ZENTRALE BEDEUTUNG BEI.18
KAPITEL 5 | FAZIT 29

Mobile Learning ist die


ideale Ergänzung zu
klassischen Lernmethoden
Das Fazit ist klar: Mobile Learning ist längst mehr als nur
ein Zukunftstrend. Mobile Learning ist essentiell.

Lernen ist heutzutage so vielfältig und nicht als lästige Pflicht empfinden. Der
flexibel wie noch nie. Der Lernende Trend geht ganz klar hin zum interak-
kann und will selbst entscheiden, tiven, sozialen Lernen.
wann, wie und in welchem Tempo er
sich weiterbilden will. Mobile Learning Der Mobile Learning-Markt entwickel-
fördert diese Lernfreiheit des Individu- te sich in den letzten Jahren schnell
ums: Der Content kommt zum Nutzer, und hat inzwischen eine relevante
nicht umgekehrt. Es bietet außerdem Größe im E-Learning eingenommen.
eine Lernumgebung, die Spaß macht. Trotzdem bietet Mobile Learning
Das breite Gestaltungsspektrum der weiterhin großes Wachstumspotential,
Mobile Learning Systeme sorgt für denn viele, gerade mittelständische
hohe Motivationsanreize sowie mul- und kleinere Unternehmen müssen
tisensorische und damit nachhaltige immer noch von den Vorteilen von
Lernerfahrungen. Die Systeme orien- Mobile Learning überzeugt werden.
tieren sich an den Gewohnheiten der Mobile Learning soll allerdings kein
Smartphone- und Tablet-Nutzer und Ersatz für klassische Lernmedien, Prä-
sorgen für einen intuitiven und spie- senzschulungen oder andere Formen
lerischen Umgang mit dem Content. des E-Learning sein, sondern stellt
Mit Mobile Learning Systemen können viel mehr eine sinnvolle Erweiterung
Unternehmen und Organisationen dar. Es kommt hier vor allem auf den
ihren Content so attraktiv gestalten, gesunden Mix an. QUELLE 18:
STATISTA „BEDEUTUNG VON E-LEARNING
dass Nutzer Lerninhalte und -formen ANWENDUNGEN IN UNTERNEHMEN 2018“
Das Lemon® Mobile Learning System.
Das Lemon® Mobile Learning System macht Wissens- und
Knowhow-Transfer in Unternehmen und Organisationen direkt,
effizient und flexibel. Lemon® vereint die 3 Bereiche Corporate
Knowhow-Distribution, E-Learning und interne Kommunikation
für Teams und Mitarbeiter in einem modularen System. Online
und offline lauffähig auf allen mobilen Endgeräten wie Tablets,
Smartphones und über PC. Lemon® besteht aus verschiedenen
Bausteinen, die nach Bedarf ausgewählt oder kombiniert werden
können, um den heterogenen Anforderungen an mobiles Lernen
gerecht zu werden.

LEMON SYSTEMS GMBH


BEIM ALTEN GASWERK 1 | D-22761 HAMBURG, DEUTSCHLAND
TELEFON +49 (0) 40 88 88 27 70 | MAIL INFO@LEMON-SYSTEMS.COM
» MEHR INFORMATIONEN UNTER LEMON-MOBILE-LEARNING.COM