Sie sind auf Seite 1von 3

17.

März 2016, 10:23 Uhr

WWF warnt vor weltweitem Wassermangel


780 Millionen Menschen haben keinen Zugang* zu sauberem Trinkwasser - und die
Situation könnte sich nach Einschätzung des WWF bis 2050 noch verschärfen. Der
Umweltverband* fürchtet soziale Katastrophen.

Zugang zu sauberem Wasser ist ein Menschenrecht. Doch in den kommenden


Jahrzehnten könnte es immer schwieriger werden, dieses auch durchzusetzen. Nach
Prognosen der Umweltstiftung* WWF* wird Wasser in Zukunft knapper* - und die
Qualität schlechter.

Bereits jetzt haben nach Angaben des WWF weltweit mehr als 780 Millionen
Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Dabei wird die Nachfrage immer
größer: Bis 2050 könnte der Wasserbedarf demnach um 50 Prozent steigen. Dann
drohten noch mehr ökologische, wirtschaftliche und soziale Katastrophen, warnt der
WWF.

Als Ursachen für die Entwicklung nennt die Umweltorganisation, dass immer mehr
Menschen auf der Erde leben, der Verbrauch zunimmt und der Klimawandel sich
bemerkbar macht. Bereits in den vergangenen 100 Jahren seien weltweit mehr als
die Hälfte der Flusssysteme, Moore* und Seen* verschwunden.

Auch Deutschland steht laut WWF ein Wasserproblem bevor. Gerade die
deutsche Wirtschaft sei angewiesen auf Produkte, die im Ausland unter Einsatz
großer Wassermengen hergestellt oder gefördert werden: spanisches Gemüse,
indische Baumwolle, Metalle aus Südafrika.

Jeder Deutsche verbraucht laut WWF pro Tag rund 120 Liter Wasser, etwa fürs
Duschen, Putzen und zum Trinken. Wird das für unsere Nahrung und Konsumgüter
verbrauchte Wasser eingerechnet, liege der Verbrauch pro Tag bei knapp 5300
Litern.

04. April 2017, 17:31 Uhr


Neuartige Filter
Forscher verwandeln Salzwasser in Trinkwasser
Kein Durst mehr auf der Welt: ein Traum, der bisher in weiter Ferne schien.
Wissenschaftler haben nun ein Sieb* hergestellt, das Salz aus Meerwasser filtert.
Ein teurer Wunderwerkstoff macht es möglich.

Millionen Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Gleichzeitig


sind 70 Prozent der Erde von Meeren bedeckt - ein Widerspruch? Nicht unbedingt,
denn salziges Meerwasser kann man nicht trinken. Bisherige Entsalzungsanlagen sind
aber teuer und verbrauchen viel Energie.

Wissenschaftler der Universität Manchester haben jetzt ein Sieb entwickelt, das
zuverlässig* Salz aus Meerwasser herausfiltert und auf Graphen basiert. Graphene
sind Kohlenstofflagen, die nur ein Atom dick sind. Gleichzeitig sind sie extrem hart
und haben hervorragende Leitfähigkeiten - ein echter Wunderwerkstoff, für dessen
Erforschung russische Wissenschaftler 2010 den Physik-Nobelpreis bekommen
haben. Bisher war es jedoch schwierig, Membranen aus Graphen im großen Stil
herzustellen.

Eine Million Mal kleiner als ein Millimeter

Die Lösung, die die britischen Forscher jetzt präsentieren: Sie nutzen ein chemisches
Derivat namens Graphenoxid, das einfacher und günstiger zu erzeugen ist.
"Graphenoxid lässt sich im Labor durch simple Oxidation herstellen", sagte Rahul
Nair der BBC. Er hat an der Studie mitgearbeitet, die nun im Fachblatt "Nature
Nanotechnology" erschienen ist. Wie eine Art Tinte oder Lösung könne Graphenoxid
auf ein Substrat oder poröses Material aufgetragen werden, sodass eine dünne
Membran entsteht.

Doch wie kommt das Wasser durch die harte Schicht aus Graphen? Durch Löcher, die
winzig klein sein müssen, damit zwar Wasser hindurchpasst, nicht aber Salz. Genauer
gesagt dürfen die Löcher nicht größer sein als ein Nanometer, das ist eine Million Mal
kleiner als ein Millimeter.

Die entstandene durchlässige Membran hält Salzmoleküle zurück, aber lässt Wasser
hindurch. "Es ist das erste Mal, dass wir die Größe der Poren in der Membran
kontrollieren und so Wasser entsalzen konnten", so Nair.

Der nächste Schritt sei nun, die Membran bei Stoffen anzuwenden, die bereits auf
dem Markt sind. Außerdem lässt sich Graphenoxid zwar billiger produzieren als
Graphen, es ist aber trotzdem ein verhältnismäßig* teurer Werkstoff. Noch ist auch
nicht klar, wie lange die Membranen den ständigen Kontakt mit Meerwasser
aushalten.
*WORTSCHATZ * :
Zugang = Zugriff, etwas bekommen können
Umweltverband= Organisation= Umweltstiftung
WWF= World Wide Fund For Nature
Knapper=gering(sehr wenig)
Moore(fr:marais) und Seen(fr:lacs)
Sieb=Filter
Zuverlässig=etwas,das man vertrauen kann
Verhältnismäßig= in einem angemessenen Verhältnis zueinander stehend

*FRAGEN* :
1)Wie erklärt man den steigenden Bedarf des Wassers
und den sich in der Welt verbreitenden Durst, obwohl
es viel Wasser auf der Erde gibt und trotz der
Entwicklung der Menschheit ?
2)Was ist der Wunderstoff ,,Graphene‘‘ ? und was
macht ihn besonders ? Und mit welchem Prinzip filtert
er das Wasser ?
3)Wer hat diesen Stoff entdeckt ? Wenn? Wo? Wie ?
Beschreiben Sie das erste Verfahren.
BONUS : Wie heisst die Technologie, die sich dafür
interissiert? Zu welchem Bereich der Physik gehört
diese Technologie? Wer ist der Vater dieses Bereich ?
Geben Sie eine von der Regeln dieses Bereiches.

DANKE SCHÖN :D Hamza Ouerfelli 22/05/2017