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Die germanische Dichtung

- ist eine Versdichtung,


- Germanische Dichtung ist in der ursprünglichen Form gar nicht mehr erhalten. Sie
improvisierte oder auswendig gelernte Verskunst.

Merkmal:

- Der Stabreim - ist die wichtigste Reimform in der germanischen Dichtung. 


Diese Reimform zeichnet sich dadurch aus, dass die Betonung stets auf der ersten Silbe des
Hauptworts liegt, wodurch der Anlaut am wichtigsten wird. 

- die Alliterationen (= Stilmittel; durch dick und dünn«, »bei Nacht und Nebel«)

Ein Heldenlied/ Heldendichtung 

- ist eine kurze epische Dichtung in Versen, in deren Mittelpunkt eine Figur des heroischen


Zeitalters steht.
- Heldenlieder sind in den meisten Kulturen die früheste poetische Form der Heldensage. 
- berichten von Abenteuern und Heldentaten, in denen sich die heroische Gesinnung in
schwerer Entscheidungsnot bewährt. 
- Sie sind generell anonym, gehören noch einer Phase mündlicher Überlieferung 

Das germanische Heldenlied

- Im germanischen Kulturkreis ist das Heldenlied im 5. bis 8. Jahrhundert als hoch


komprimierte epische Dichtform ausgeprägt worden.
- Die Heldenlieder wurden an den germanischen Fürstenhöfen von
Sängern auswendig vorgetragen und in der Regel nicht aufgezeichnet.
- Das einzige überlieferte althochdeutsche Heldenlied ist das stabreimende Hildebrandslied.

Beispiel : das Hildebrandslied. 

Inhalt- Das Hildebrandlied

Das Lied beschreibt den Kampf von Hildebrand (Hiltibrant) gegen seinen Sohn Hadubrand
(Hadubrant). Sie sind Krieger in zwei gegnerischen Heeren, die einander vor Beginn der Schlacht zum
Zweikampf herausfordern. Ausführlich wird der Dialog wiedergegeben, den beide vor dem Kampf
führen. Hildebrand fragt seinen Gegner nach seiner Herkunft und Familie. Hadubrand antwortet, sein
Vater heiße Hildebrand und sei vor langer Zeit fortgegangen. Dabei habe sein Vater seine Braut und
ihn, Hadubrand, in der Heimat zurückgelassen. Wie ihm Seeleute berichtet hätten, sei sein Vater
inzwischen gestorben.

Hildebrand erkennt daraufhin, dass er seinem Sohn gegenübersteht. Er gibt sich als Hadubrands
Verwandter zu erkennen bietet ihm „aus Freundschaft“ goldene Armringe an. Hadubrand vermutet
dahinter jedoch eine List und lehnt ab. Er meint, der fremde Krieger wolle ihn angreifen, während er
ihm (wie es üblich war) das Geschenk von Speerspitze zu Speerspitze übergeben würde. Er sagt, dass
sein Vater Hildebrand ein armer Flüchtling sein müsse, sein Gegner sei aber offensichtlich reich und
könne kein Flüchtling sein, da er eine kostbare Rüstung trage. Hildebrand sieht ein, dass ein Kampf
gegen seinen Sohn unausweichlich ist. Er beklagt, dass er seinen Sohn töten muss oder dieser ihn.
Der Kampf der beiden Männer wird am Schluss der Handschrift beschrieben. Sie werfen zunächst
ihre Speere aufeinander und kämpfen anschließend mit ihren Schwertern. Wie der Kampf ausgeht,
steht dort nicht, kann aber aus Hildibrands Sterbelied erschlossen werden, einem altnordischen
Heldenlied. Daraus geht hervor, dass Hildibrand seinen Sohn im Kampf getötet hat, denn sein
Porträt ist auf Hildibrands Schild abgebildet, zusammen mit den Bildnissen anderer Männer, die
Hildibrand getötet hat.