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Marion Schwenninger

Träume beißen nicht

Deutsch als Fremdsprache


Niveaustufe A2

Lektüren für Jugendliche

Mit Aufgaben von Andrea Haubfleisch


und Illustrationen von Katharina Reichert-Scarborough

Hueber Verlag
1�
Aufgabe vor dem (Weiter-)Lesen
�2 Aufgabe nach dem Lesen
T�3 Klassenaktivität
Hinweis zur Ausgabe mit Audio-CD:
Kapitel 1 = Track 1
Kapitel 2 = Track 2
usw.

Das Werk und seine Teile sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung in
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3. 2. 1. Die letzten Ziffern


2020 19 18 17 16 bezeichnen Zahl und Jahr des Druckes.

Alle Drucke dieser Auflage können, da unverändert,


nebeneinander benutzt werden.
1. Auflage
© 2016 Hueber Verlag GmbH & Co. KG, München, Deutschland
Redaktion: Andrea Haubfleisch, Frankfurt am Main
Umschlaggestaltung: creative partners gmbh, München
Fotogestaltung Cover: wentzlaff | pfaff | güldenpfennig kommunikation gmbh,
München
Coverfoto: Mädchen © Thinkstock/iStock/elenasendler; Löwe © Thinkstock/
Ingram Publishing
Layout: Lea-Sophie Bischoff, Hueber Verlag
Satz: Sieveking · Agentur für Kommunikation, München und Berlin
Art. 530_20224_001_01

Illustrationen: © Hueber Verlag/Katharina Reichert-Scarborough


Zeichnungen: © Hueber Verlag/Gisela Specht
Druck und Bindung: Kessler Druck + Medien GmbH & Co. KG, Bobingen
Printed in Germany
ISBN 978-3-19-911672-1 (Print)
ISBN 978-3-19-921672-8 (PDF)
1

„Hatschi!“ 1+2�

Rosalie öffnet die Augen. Die Sonne scheint, und sie muss
wieder niesen.
„Hatschi!“
5 ‚Oh, das war ein schöner Traum1‘, denkt Rosalie und gähnt2.
‚Löwen sind die tollsten Tiere der Welt. Und in meinen
Träumen sind sie überhaupt nicht gefährlich. Im Gegenteil,
sie bringen mir Glück.‘
An der Wand hängt ein Kalender. Rosalie sieht vor dem
10 Schlafengehen gern die Fotos an. Sie liebt die Tiere und die
schönen Landschaften in Afrika3.
‚Wenn ich später eine berühmte Schauspielerin bin‘, denkt
sie, ‚mache ich dort einen Film.‘
Auf dem Kalenderfoto für Juni ist ein Affe. Und im Kalender
15 steht für heute: Premiere.

Plötzlich ist Rosalie ganz wach.


„Am liebsten möchte ich dich umblättern4“, sagt sie zu dem
Affen. „Ich wünsche mir, dass heute schon morgen ist.“



1 2 3 4
der Traum, -̈e gähnen Afrika (Sg.) umblättern
Wenn man schläft, träumt In einem Buch blättert
man; manchmal kann man man die Seiten um.
sich an den … erinnern.
3
Natürlich versteht der Affe Rosalie nicht, und er weiß auch
20 nicht, was das Wort ‚Premiere‘ bedeutet.
Sie erklärt es ihm: „Heute spielen wir unser Theaterstück zum
ersten Mal vor Zuschauern. Eigentlich ist das eine tolle Sache,
aber das Lampenfieber ist schrecklich. Und dann ist da noch das
Problem mit dem Kostüm …“
25 Rosalie sieht auf die Uhr.
„Was? Schon so spät?“
Sie steht schnell auf und läuft zur Tür.
Doch dann kommt sie noch einmal zurück.
„Sei mir bitte nicht böse“, entschuldigt sie sich beim Affen und
�3+4 30 wechselt zum Kalenderblatt von morgen. Auf dem Foto sind
T� 5 Löwen. „Heute brauche ich ganz viel Glück!“

4
2

Rosalie sitzt in der Küche und isst schnell noch ein


Marmeladenbrot. Nach dem Aufwachen hat sie immer großen
Hunger, und sie nimmt sich die Zeit zum Frühstücken.
Auf dem Tisch liegen Reste von Papas Müsli, und in einer Tasse
5 ist noch etwas Kaffee. Rosalie trinkt am liebsten Kakao, aber es
ist keiner mehr da.
Im Radio läuft ein lustiges Lied. Rosalie singt sonst gern mit,
doch heute mag sie nicht.
‚Es ist okay, wenn Mama und Papa ohne mich frühstücken.
10 Aber warum haben sie mich nicht geweckt? Heute muss ich
unbedingt pünktlich in der Schule sein. Und Tschüs haben sie
auch nicht gesagt.‘
Plötzlich hat Rosalie keinen Hunger mehr. Sie stellt den Teller
ins Spülbecken. Dort liegen Scherben. Kakao ist dran.
15 „Meine Löwentasse!“, ruft sie. „Wer war das?“
„Es ist neun Uhr“, sagt der Radiosprecher. „Hier kommen die
Nachrichten …“
Rosalie muss sich beeilen. Sie macht das Radio aus und läuft in
ihr Zimmer.

5
*

20 ‚Meine Lieblingstasse ist kaputt. Das bringt Unglück!‘,


glaubt Rosalie.
Die Kalenderlöwen liegen unter einem Baum in der
afrikanischen Sonne.
„Ihr habt’s gut. Am liebsten möchte ich bei euch bleiben.“
25 Eigentlich wollte Rosalie heute ihr neues weißes Kleid
anziehen. Aber sie kann es nicht finden. Außerdem muss es
schnell gehen. Also nimmt sie die Jeans von gestern.
Ihr rechtes Bein ist schon drin, das linke aber will nicht.
„Komm schon!“
30 Rosalies Handy fällt aus der Hosentasche.
Mama hat eine Nachricht geschickt.

Wir freuen uns schon auf heute Abend. Papa ist ganz
aufgeregt. Sei nicht mehr traurig, dass du deine Tasse
kaputt gemacht hast, Rosa. Scherben bringen Glück! 5

35 „Was, ich? So ein Unsinn. Das war bestimmt Mama selbst. Papa
trinkt nämlich keinen Kakao“, sagt Rosalie und denkt: ‚Mama
schimpft immer mit mir, wenn ich Ausreden6 erfinde. Wenn ich
keine Lust zum Klavierüben habe, oder wenn ich Tante Gundula
nicht besuchen will. Und jetzt macht sie es auch!‘
40 Rosalie setzt sich aufs Bett.
„Heute geht alles schief 7“, erzählt sie den Löwen. „Und dieses
furchtbare Lampenfieber …“

5 6
„Scherben bringen Glück!“ die Ausrede, -n
Ein Sprichwort: Man sagt es, wenn ein hier z. B.: Ich bin krank und kann
Glas oder Teller o. Ä. kaputt gegangen ist. Tante Gundula nicht besuchen.
6
Dann sagt sie, was sie schon seit Tagen denkt: „Es ist sicher
das Beste, wenn ich heute Abend nicht spiele. Ich sage Frau
45 Kurzmann, dass ich krank bin.“
Sofort geht es Rosalie besser.
Sie ruft ihre Lehrerin an.
GRRRRR …
„Was war das?“
50 GRRRRR … GRRRRR …
Rosalie sieht sich im Zimmer um. ‚Das hört sich an wie ein
unzufriedener Löwe.‘
Frau Kurzmann ist am Telefon: „Wo bist du denn, Rosa? Dein
neues Kostüm ist fertig. Du musst es anprobieren.“
55 „Es tut mir leid, Frau Kurzmann, aber ich kann heute Abend
nicht spielen. Ich … ähm … ich bin krank.“
„Soll das ein Witz sein? Gerade warst du noch auf der Bühne
und hast so gut gespielt wie noch nie. Wir haben keine Zeit für
so einen Quatsch. Komm endlich zurück!“
60 Frau Kurzmann legt auf.

7
Heute geht alles schief.
hier: Nichts klappt heute, es
passieren nur dumme Dinge.
7
Rosalie ist sprachlos. ‚Frau Kurzmann redet Quatsch! Ich kann
unmöglich an zwei Orten gleichzeitig sein.‘
Sie denkt über eine neue Ausrede nach.
„Also gut“, sagt Rosalie dann zu den Löwen und zieht ihre
�6 + 7 65 Hose an. „Frau Kurzmann glaubt mir nicht. Dann muss ich ihr
T� 8 zeigen, dass ich nicht spielen kann.“

9� Eigentlich fährt Rosalie bei schönem Wetter mit dem Fahrrad
zur Schule, aber das geht heute nicht. Erstens ist ihr Rad kaputt,
und zweitens kann sie mit einem verstauchten Fuß 8 nicht Rad
fahren.
5 ‚Frau Kurzmann glaubt mir die Ausrede mit dem verstauchten
Fuß bestimmt‘, denkt Rosalie. ‚Ohne Lampenfieber bin ich
nämlich eine richtig gute Schauspielerin.‘
Rosalie geht durch den Innenhof und kommt an den Fahrrädern
vorbei. Dort steht auch ihr Rad. Es ist repariert.
10 Rosalie bleibt stehen. ‚Wer war das denn?‘
„Hallo, Rosa“, ruft plötzlich jemand.
Rosalie sieht sich um.
‚Oh nein! Frau Schuster!‘
Frau Schuster ist Rosalies Nachbarin. Vor ein paar Tagen hat
15 Rosalie nicht aufgepasst und ist mit dem Rad in ihr Blumenbeet
gefahren. Frau Schuster weiß nichts davon.
„Komm doch bitte mal zu mir!“, ruft die Nachbarin.

8
sich den Fuß verstauchen
sich den Fuß leicht verletzen,
nicht gut laufen können
8
„Ich bin sehr in Eile, Frau Schuster“, antwortet Rosalie und
geht schnell weiter. ‚Bestimmt weiß sie jetzt, dass ich es war.
20 Vielleicht hat mich ein anderer Nachbar gesehen?‘
Frau Schuster zeigt auf das Beet.

„Ich wollte mich noch einmal für die Rosen9 bedanken. Sieh
mal, sind sie nicht schön?“
Tatsächlich! Im Beet sind neue rosa Rosen.
25 „Aber die sind nicht von mir“, erklärt Rosalie.
„Aber Rosa! Du hast sie mir doch heute früh gebracht. Und
über deine Entschuldigung habe ich mich wirklich gefreut.
Ich hoffe, du konntest dein Rad wieder reparieren?“
„Ähm ... ja“, antwortet Rosalie leise.
30 Frau Schuster sieht auf die Uhr. „Oh, schon so spät. Auf dem
Markt ist bestimmt schon viel los. Bis bald, Rosa“, sagt sie
und geht.

9
die Rose, -n

9
In Rosalies Kopf ist Chaos: ‚Ich habe meine Tasse nicht kaputt
gemacht, ich war heute noch nicht auf der Bühne, ich habe mein
35 Rad nicht repariert und ich habe auch nicht Frau Schuster neue
Rosen gekauft. Aber wer war es dann?‘
� 10+11 Rosalie hat keine Ahnung. Aber Eines ist klar: ‚Ich finde es
T�12 heraus. Und in der Schule fange ich an.‘

Rosalie steht vor der Schulturnhalle10 und übt noch einmal


ihre Ausrede: „Es tut mir so leid, Frau Kurzmann. Ich hatte
einen Unfall mit dem Rad und dabei … “
Da geht die Tür auf, und Janina steht vor ihr.
5 „Hier bist du! Wir haben dich schon überall gesucht.“
„Gesucht? Aber ich …?“
„Egal! Jetzt bist du ja wieder da“, sagt Janina freundlich und
hält Rosalie die Tür auf. „Ich gehe kurz zum Bäcker. Soll ich
dir etwas mitbringen?“
10 „Nein, danke. Ich habe gerade gefrühstückt.“
Rosalie versteht die Welt nicht mehr. Eigentlich ist Janina sauer
auf sie. Beide Mädchen wollten die Hauptrolle, und Rosalie hat
sie bekommen. Janina spielt ihre böse Schwester.
Janina sieht Rosalie genauer an. „Ach, ich verstehe! Du warst
15 zuhause und hast dich umgezogen. Das mit deinem neuen
weißen Kleid und der Limonade tut mir wirklich leid. Ich habe
einfach nicht aufgepasst. Hoffentlich geht der Fleck wieder
raus.“ Sie geht an Rosalie vorbei und sagt: „Bis später, Lili!“

10
die Turnhalle, -n
In einer … macht man Sport.
Hier: 'LH 7KHDWHUDXII•KUXQJ ÀQGHW GRUW VWDWW.
10
„Bis später“, antwortet Rosalie und denkt: ‚Was meint Janina?
20 Und warum nennt sie mich Lili? Was ist denn nur los heute?‘
Rosalie geht hinein.
In der Turnhalle ist es laut. Alle Helfer sind fleißig. Stühle
werden aufgestellt, und ein paar Mitschüler bauen die
Bühnenkulissen auf.
25 Caroline kommt aus dem Umkleideraum11.
„Da bist du ja endlich! Dein neues Kostüm ist fertig.“
„Ich komme!“, antwortet Rosalie und läuft los.
Den verstauchten Fuß hat sie ganz vergessen. � 13

Im Umkleideraum ist es ruhig.


30 Rosalie und Caroline stehen vor dem Spiegel. Beide sagen kein
Wort.
Rosalie trägt ihr neues Kostüm: Einen gelben Gymnastikanzug
mit einem breiten schwarzen Gürtel. An dem Gürtel hängen
lange Tücher in hässlichen Farben.
35 „Es ist … toll“, sagt Rosalie endlich und denkt: ‚Das ist die
größte Lüge meines Lebens! Der Anzug ist hässlich und
furchtbar unbequem. Aber ich möchte Caro nicht weh tun.
Sie hat alle Kostüme gemacht, und sie kann ja nichts für Frau
Kurzmanns dumme Ideen.‘
40 „Red keinen Quatsch!“, ruft Caroline. „Es ist scheußlich!
Ich weiß auch nicht, warum Frau Kurzmann so kurz vor der
Premiere noch eine Änderung wollte. Dein altes Kostüm war
doch prima.“

11
der Umkleideraum, -̈e
Im … ziehen die Schauspieler ihre
Kostüme an.
11
Rosalie seufzt.
45 „Aber es hat großen Spaß gemacht“, meint Caroline. „Weißt du,
ich will nämlich Modedesignerin werden.“
‚Und ich will Schauspielerin werden‘, denkt Rosalie.
Plötzlich wird sie traurig. ‚Ich kann so nicht spielen. In diesem
Kostüm lachen mich alle aus.‘
50 „Janinas neues Kostüm ist richtig schön“, erzählt Caroline. Sie
holt ein hübsches blaues Prinzessinnenkleid12 aus einer Tasche.
Rosalie möchte am liebsten weinen.
Caroline sagt schnell: „Aber du hast heute Morgen wieder
einmal viel besser gespielt als Janina. Ich bin froh, dass ich die

12
das Prinzessinnenkleid, -er
ein sehr schönes Kleid,
wie für eine Prinzessin
12
55 Kostüme machen darf und nur dein Ersatz13 bin. Ich wäre krank
vor Lampenfieber. Was du kannst, das könnte ich nie, Lili!“
„Ich habe heute Morgen gespielt?“ Rosalie vergisst für einen
Moment das Kostüm. „Und warum sagen eigentlich alle Lili zu mir?“
Caroline macht große Augen. „Das war doch dein Wunsch! Bei
60 den Proben hast du gesagt: ‚Bitte nennt mich heute Lili. Der Name
bringt mir Glück.‘“
„Aber das ist doch Unsinn. Ich habe nie …“
Die Tür geht auf, und Vincent kommt herein. Er sieht Rosalie
und lacht. „Ist das dein neues Kostüm?“
65 „Geh weg!“ Caroline stellt sich vor Rosalie.
„Schon gut, Caro. Frau Kurzmann schickt mich. Rosa ähm,
ich meine Lili, du sollst zu ihr kommen. Sie hat noch eine
Idee für dein Kostüm.“
„Noch eine? Oh je“, sagt Caroline und sieht zu Rosalie.
70 „Ist es sehr schlimm?“, fragt Rosalie leise.
„Keine Ahnung“, antwortet Vincent. „Schon komisch, dass
Frau Kurzmann diese Ideen nur für deine Rolle hat. Wir anderen
haben echt Glück mit unseren Kostümen. Ich finde, du siehst
ein bisschen aus wie eine Vogel...“
75 „Musst du nicht zurück auf die Bühne?“ Caroline sieht Vincent böse an.
„Okay, okay, ich bin ja schon weg“, sagt Vincent und geht.
„Jungs! Die haben doch keine Ahnung von Mode!“, ruft Caroline und
legt Janinas Kleid zurück in die Tasche.
„Vincent hat recht. Ich sehe aus wie eine Vogelscheuche 14“,
80 meint Rosalie und denkt: ‚Ich brauche dringend eine � 14+15
gute Ausrede für heute Abend. Und zwar schnell!‘ T�16

13 14
Ersatz sein die Vogelscheuche, -n
hier: spielen, wenn die eine sehr hässliche große Puppe;
andere krank ist sie soll Vögeln Angst machen
13
5

17� „Und denkt daran: Beim Theaterspielen geht es vor allem


um die Rolle und nicht um euch selbst“, erklärt Frau Kurzmann
mit ernster Stimme. Dann sieht sie Rosalie an und sagt: „Und
seid bitte pünktlich. Um sechs Uhr geht’s los. Bis später.“
5 Die letzte Probe ist vorbei.
Die Schüler gehen von der Bühne.
‚Es war schrecklich‘, denkt Rosalie auf dem Weg zum
Umkleideraum. ‚Kein Wunder, dass ich den Text vergessen
habe. Das Kostüm ist schlimm genug, und nun muss ich auch
10 noch diese hässliche Perücke15 tragen. Frau Kurzmanns Ideen
sind einfach furchtbar.‘
Einige Schüler lachen immer noch über Rosalies Aussehen.
Janina legt ihren Arm um Rosalie.
„Sei nicht traurig. Heute Abend kannst du deinen Text
15 bestimmt.“
Rosalie wird heiß und kalt. Sie hat immer noch keine Ausrede
für die Premiere.
‚Vielleicht trinke ich so viel Kakao, bis mir schlecht wird‘,
überlegt sie. ‚Oder ich …‘
20 GRRRRR …
„Da!“, ruft Rosalie. „Dieses Geräusch! Wie in meinem
Zimmer.“
Janina sieht sie fragend an: „Was meinst du? Ich höre nichts.“
Das Grummen wird lauter.
25 GRRRRR … GRRRRR …
Rosalie sieht sich um.

15
die Perücke, -n
unechtes Haar
14
Ein Mädchen in einem weißen Kleid steht am anderen Ende der
Turnhalle. Sie ist weit weg, und Rosalie kann ihr Gesicht
nicht sehen. Aber sie ist sicher: ‚Das Mädchen trägt mein neues
30 Kleid! Deshalb konnte ich es heute Morgen nicht finden.‘
Und dann hat sie einen verrückten Gedanken. ‚Lili?‘
Das Mädchen winkt Rosalie zu, zeigt auf das Handy in ihrer
Hand und geht zum Ausgang.
„Warte auf mich!“
35 Rosalie läuft los. Ein besonders langes Tuch ist im Weg, und
sie fällt hin.

15
„Aua!“ Rosalie hält sich den rechten Arm.
„Lili!“, ruft Janina und läuft zu Rosalie. „Hast du dir
wehgetan?“
40 „Ich glaube schon“, sagt Rosalie und sieht zur Tür.
Das Mädchen ist weg.
Rosalie möchte lachen und weinen. ‚Jetzt habe ich eine echte
Entschuldigung, warum ich heute Abend nicht spielen kann,
�18+19 und brauche keine Ausrede. Aber diese Entschuldigung tut
T�20 schrecklich weh.‘

Rosalie liegt im Bett und sieht aus dem Fenster.


Draußen scheint immer noch die Sonne.
Sie muss wieder niesen.
„Hatschi!“
5 Ihr Kopf tut weh, aber nicht so schlimm wie ihr Arm.
„Da hast du noch einmal Glück gehabt“, hat der Arzt im
Krankenhaus gemeint. „Der Bruch16 ist nicht kompliziert. In ein
paar Wochen bist du den Gipsverband wieder los.“
Rosalie sieht zum Kalender.
10 Die Löwen liegen unter dem Baum in der afrikanischen Sonne.
Rosalie dreht sich weg und denkt: ‚Glück fühlt sich anders an.‘
Mama kommt ins Zimmer.
Sie stellt eine Tasse Tee auf den Nachttisch und verspricht:
„Morgen kaufe ich neuen Kakao.“
15 Auf der Tasse ist ein Bild mit zwei spielenden Löwenjungen.

16
der Bruch, -̈e

16
Rosalie freut sich: „Oh, eine neue Löwentasse! Die ist aber
schön. Danke, Mama.“
„Die ist nicht von mir. Die Tasse habe ich im Küchenschrank
gefunden. Seltsam, nicht wahr?“
20 „Gar nicht“, meint Rosalie und trinkt. „Heute passieren nur
komische Sachen.“
„Wie meinst du das?“, fragt Mama und setzt sich ans Bett.
„Ach, das erzähle ich dir ein anderes Mal. Im Moment bin ich
viel zu müde. Außerdem ist mir kalt.“
25 Mama sieht besorgt aus.

„Ich sage Frau Kurzmann Bescheid. Mit einem gebrochenen


Arm und einer Erkältung kannst du heute Abend nicht spielen“,
bestimmt Mama. Dann fragt sie leise: „Einverstanden?“
„Okay“, antwortet Rosalie schwach.

17
30 „Und was ist mit dem Schauspielkurs von Frau Kurzmanns
alter Schulfreundin?“
Rosalie erklärt mit müder Stimme: „Frau von Barth ist
sehr streng und unterrichtet nur die Besten. Für den Kurs
in den Sommerferien ist nur noch ein Platz frei und den
35 bekommt ganz sicher Janina. Ich habe heute schlecht gespielt.
Außerdem sehe ich in dem Kostüm und mit der Perücke blöd
aus. Niemand soll mich so sehen, und schon gar nicht Frau
von Barth.“
„Dein Aussehen sollte dir egal sein“, meint Mama. „Aber
40 du bist krank und kannst nicht mitmachen. Und ich glaube,
darüber bist du nicht wirklich unglücklich, oder?“
Rosalie antwortet nicht. ‚Mama kennt mich besser, als mir
lieb ist,‘ denkt sie und sagt dann schnell: „Ich probiere es
einfach nächstes Jahr wieder.“
45 Sie schließt die Augen.
„Das ist sicher das Beste, meine Süße. Jetzt schlaf ein
bisschen.“
� 21+22 Mama geht leise aus dem Zimmer.
T�23 Einen Moment später ist Rosalie eingeschlafen.

18
7

Rosalie liegt unter einem Baum. Die Sonne scheint.


‚Ich liebe den Sommer‘, denkt Rosalie zufrieden.
Sie trägt ihr neues weißes Kleid. Es ist sehr bequem.
Neben ihr spielen zwei Löwenjungen. Eines der Löwenjungen
5 beißt17 in Rosalies rechten Arm. Sie muss lachen.
Plötzlich springt ein Affe vom Baum.
Er trägt Rosalies Theaterkostüm und die Perücke.
Rosalie muss lauter lachen.
Der Affe lacht mit ihr und tanzt.
10 Plötzlich wird aus dem Affen Caroline. Sie weint.
„Warum weinst du, Caro?“, fragt Rosalie und gibt ihr ein
Taschentuch.
Caroline putzt sich die Nase. „Ich will so nicht auf die Bühne.
Ich mache mich ja zum Affen! Ich sehe schrecklich aus.“
15 Rosalie nimmt Caroline in den Arm.
„Dein Aussehen sollte dir egal sein. Beim Theaterspielen geht
es um die Rolle und nicht um uns selbst.“
„Aber ich will keine Schauspielerin sein“, sagt Caroline
ärgerlich und nimmt die Perücke ab. „Ich will Modedesignerin
20 werden. Das ist mein Traum, Rosa ... mein Traum ... mein
Traum ...“

Rosalie wacht auf. Sie hat nur kurz geschlafen. Aber es hat gut
getan. Sie fühlt sich ein bisschen besser.
‚Was für ein komischer Traum‘, denkt sie.

17
beißen
z.B B.: in einen Apfel / ein Brot beißen
19
25 Sie sieht zum Kalender und macht große Augen: Der Affe
auf dem Foto von heute lacht sie an.
‚Wo sind die Löwen? Wahrscheinlich habe ich das Kalenderblatt
im Schlaf wieder zurückgeblättert‘, glaubt Rosalie und erzählt
dem Affen von ihrem Traum: „Du hast mit dem Kostüm
30 unglaublich komisch ausgesehen. Aber Caro …“
Sie erinnert sich an Caros Tränen18. Es ist kein schönes Gefühl.
„Bin ich vielleicht zu egoistisch?“, fragt Rosalie den Affen.
„Eigentlich ist Caro nur in der Theatergruppe, weil sie Kostüme
machen möchte. Und jetzt muss die Arme meine Rolle spielen.
35 Sie hat sicher noch größeres Lampenfieber als ich.“
Rosalie denkt an Frau von Barths Kurs und an Frau Kurzmanns
� 24 Worte: „Es geht vor allem um die Rolle und nicht um euch selbst.“
Schon wieder muss Rosalie niesen.
„Hatschi!“
40 Sie steht auf und sucht in ihrer Jeans nach einem frischen
Taschentuch. Unter der Jeans liegt das weiße Kleid.
‚Wo kommt das denn plötzlich her?‘
Auf dem Kleid ist ein großer gelber Fleck. Er riecht nach
Limonade.
45 In dem Moment kommt eine Nachricht.
‚Das ist ja komisch. Jemand schickt mir einen Film von meiner
eigenen Handynummer …“
Rosalie ist neugierig und sieht sich den Film an:

Vincent und ein paar Mitschüler bauen die Kulissen auf. Janina
50 und Frau Kurzmann stehen vor der Bühne. Frau Kurzmann isst
ein Brötchen, Janina hält eine Bäckereitüte in der Hand.

18
die Träne, -n

20
Janina sagt zu Frau Kurzmann: „In Filmen und im Theater sind
die Guten meistens schön und die Bösen hässlich. Andersherum
ist es viel spannender.“
55 „Das stimmt“, antwortet Frau Kurzmann. „Deine Idee mit
den Kostümen war gut. Caroline hat heute Morgen die letzten
Änderungen gemacht.“
„Ich habe die Kostüme schon gesehen. Sie sind toll! Aber finden
Sie nicht auch, dass Rosas Kostüm noch nicht hässlich genug
60 ist? Rosa könnte noch eine Perücke tragen.“
„Hmm … Ja, das gefällt mir.“ Frau Kurzmann beißt in ihr
Brötchen. Krümel fallen auf ihre Bluse.
Janina holt ein Brötchen aus der Tüte und sagt: „Aber
wahrscheinlich machen wir uns umsonst Gedanken über Rosas
65 Kostüm.“
„Wie meinst du das?“
„Sie wissen doch, dass Rosa es sich gern leicht macht.
Außerdem kann man sich nicht immer auf sie verlassen. Zum
Beispiel heute früh: Da ist sie einfach nach Hause gegangen.
70 Ohne Bescheid zu sagen.“
„Das stimmt“, sagt Frau Kurzmann ärgerlich. „Das war nicht
okay.“
„Genau! Und vielleicht kommt sie auch heute Abend nicht.“
Frau Kurzmann denkt einen Moment nach. „Das wäre
75 schlimm“, sagt sie dann. „Caroline ist ein schlechter Ersatz.“
„Für meine Rolle ist Caro gut genug. Rosas Rolle ist viel
schwieriger. Aber ich kann sie spielen. Und den Text kenne
ich auch.“
„Aber du bist zu groß für Rosas Kostüm.“

21
80 „Kein Problem. Ich behalte einfach mein Kostüm an.
Hauptsache, die Premiere findet statt“, sagt Janina. „Es geht
um die Rolle und nicht um uns selbst, Frau Kurzmann.“
„Da hast du gut aufgepasst, Janina!“, freut sich Frau
Kurzmann. „In Ordnung, dann machen wir es so. Ich schicke
85 gleich Vincent los. Er soll Rosa Bescheid geben.“
Frau Kurzmann geht zu Vincent auf die Bühne.
Janina beißt zufrieden in ihr Brötchen.

Der Film ist zu Ende.


Rosalies Gesicht ist ganz rot vor Ärger.

22
90 „Das war alles Janinas Idee! Das hässliche Kostüm und die
scheußliche Perücke … Sie spielt die ganze Zeit was vor: Sie
tut nett und freundlich, aber eigentlich will sie meine Rolle und
den Platz im Kurs von Frau von Barth haben.“
Da kommt noch eine Nachricht:

95 Denk immer daran, Rosa: Du bist eine Heldin und keine
Vogelscheuche! Daran kann kein Kostüm, keine
Perücke und keine Janina dieser Welt etwas ändern.
Gruß und Kuss, Deine Lili.


Dein neues Kleid gefällt mir. Darf ich es mir noch
100 einmal ausleihen?

Rosalie ist sprachlos.


Dann muss sie lachen. ‚Ich habe immer noch keine Ahnung,
wer diese Lili ist und wie sie das alles macht. Aber langsam
finde ich sie richtig toll!‘
105 Plötzlich fühlt sich Rosalie stark wie ein Löwe.
„Lili hat recht! Das Kostüm ist total egal. Es geht um die
Rolle und nicht um mich!“ Sie sieht auf die Uhr. � 25+26
„Und heute Abend kann ich das allen zeigen.“ 27 �

23
8

Der Vorhang fällt.


Die Zuschauer rufen „Bravo!“ und „Toll!“ und „Das war
super!“.
Die Theatergruppe und alle Helfer kommen auf die Bühne.
5 Rosalie steht in der Mitte zwischen Caroline und Vincent.

Gleich muss sie niesen.


„Caro, hast du ein frisches Taschentuch? Schnell!“
„Nein“, antwortet Caroline. „Aber vielleicht hat Vincent eins?“
Rosalie kann nicht mehr warten. Sie niest in ein Tuch von
10 ihrem Kostüm.
„Hatschi!“

24
Beide Mädchen lachen laut.
Rosalie putzt sich die Nase und denkt: ‚Es hat nicht alles
geklappt, aber die Premiere war wirklich eine einmalige
15 Erfahrung.‘
Mama umarmt Rosalie.
Papa ist immer noch ganz aufgeregt, und sein Gesicht ist rot
vor Freude.
Er gibt Rosalie einen Strauß mit rosa Rosen.
20 „Die sind von Frau Schuster.“
„Du warst fantastisch, Rosa“, meint Mama.
Rosalie wird so rot wie Papa.
„Aber ich habe zwei Mal den Text vergessen und mindestens
zehn Mal niesen müssen.“
25 „Das ist egal. Du hast dein Bestes gegeben und trotz
Lampenfieber, Schnupfen19 und gebrochenem Arm gespielt.“
Eine Frau mit großer Brille steht plötzlich neben Rosalie und
sagt: „Deine Mutter hat recht.“
Rosalie hat keine Ahnung, wer sie ist.
30 Frau Kurzmann kommt und fragt die Frau mit der Brille: „Und?
Wie hat dir unser Stück gefallen, Beatrice?“
‚Oh je! Das muss Frau von Barth sein‘, denkt Rosalie und ist
plötzlich schrecklich nervös.
„Sehr gut“, antwortet Frau von Barth. „Besonders diese junge
35 Dame hier.“ Sie zeigt auf Rosalie.
Rosalie wird ganz heiß. Sie nimmt die Perücke ab und wirft sie
auf einen Stuhl.

19
der Schnupfen (Sg.)
Wer … hat, ist erkältet, muss oft
niesen und die Nase putzen.
25
Frau von Barth sieht Rosalies Kostüm genauer an und lacht.
„Das Kostüm ist wirklich … ähm, toll. War das deine Idee,
40 Karin?“
Frau Kurzmann antwortet etwas zu laut: „Ich wollte einfach
mal etwas Neues ausprobieren.“
„Das ist nichts Neues! Es ist nur hässlich und furchtbar
unbequem. Außerdem war es gar nicht Ihre Idee“, sagt Rosalie
45 schnell und denkt sofort: ‚Oh! Das war nicht gut!‘
Frau Kurzmann sieht überrascht aus.
„Ich würde so etwas auch nicht tragen wollen, Rosalie“, meint
Frau von Barth und lacht. „Das nächste Mal sagst du einfach:
‚Ich kann so nicht spielen!‘ Das sagen alle Schauspieler, wenn
50 sie unzufrieden sind. Aber man darf das ganze Theater auch
nicht zu wichtig nehmen.“
„Ich nehme es aber sehr wichtig“, sagt Rosalie laut. „Ich
möchte unbedingt Schauspielerin werden. Ich übe und übe
und übe, bis ich gut genug bin.“
55 Frau von Barth lächelt. „Das höre ich gern.“
Rosalie freut sich. ‚Frau von Barth ist gar nicht so streng.
Vielleicht bekomme ich ja doch den Platz in ihrem Kurs.‘
Plötzlich steht Janina neben ihr und sagt: „Ich freue mich schon
sehr auf Ihren Unterricht, Frau von Barth.“
60 Rosalie macht große Augen. „Du hast den Platz bekommen?“
Janina strahlt. „Ja! Ist das nicht toll?“
„Ganz toll“, sagt Rosalie schwach und setzt sich auf den Stuhl
mit der Perücke. Auf einmal ist sie schrecklich müde und will
nur noch nach Hause.
65 „Der Kurs in den Sommerferien ist für Anfänger. Genau das
Richtige für dich, Janina“, erklärt Frau von Barth. „Für Rosalie

26
habe ich eine bessere Idee. Im September startet mein neues
Theaterprojekt mit Jugendlichen und bekannten Schauspielern.
Möchtest du mitmachen, Rosalie?“
70 „Was?“ Rosalie glaubt nicht, was sie hört.
„Natürlich nur, wenn deine Eltern einverstanden sind.“
Papa legt den Arm um Rosalie und sagt: „Darüber reden wir in
Ruhe. Jetzt bringen wir dich erst einmal nach Hause ins Bett.
Der Tag war aufregend genug.“
75 ‚Ihr habt ja keine Ahnung, wie aufregend!‘, denkt Rosalie.
Sie bedankt sich bei Frau von Barth, setzt die Perücke wieder
auf und zeigt Janina ihr schönstes Lächeln. � 28

„Soll ich die Blumen rausstellen? Dann kannst du besser


schlafen“, schlägt Mama vor.
Rosalie legt sich ins Bett.
„Das stört mich nicht. Mit dem Schnupfen rieche ich nichts.
5 Außerdem möchte ich meine Rosen gleich nach dem
Aufwachen sehen. Sonst glaube ich noch, dass alles nur ein
Traum war.“
„Wie du willst.“
Mama stellt die Vase mit den Rosen auf den Nachttisch. Dann
10 gibt sie Rosalie einen Kuss.
„Schlaf gut, meine Süße. Und träum was Schönes“, sagt sie
leise. Sie nimmt die leere Löwentasse mit und geht.
„Mhm …“, sagt Rosalie müde und schläft sofort ein.

27
Am nächsten Morgen wacht Rosalie auf und denkt: ‚Heute
15 Nacht habe ich nichts geträumt. Und gestern ist doch so viel
passiert.‘
Sie setzt sich auf und sieht zum Kalenderaffen. „Du hast mir
gestern Glück gebracht. Unseren Tag vergesse ich nie!“
Sie blättert um zu den Löwen. Dabei entdeckt sie ein gemaltes
20 Herz auf ihrem Gipsverband. Darin steht:

Rosa
+
Lili

„Lili!“, ruft Rosalie. „Dich habe ich ganz vergessen. Aber wo


kommt das Herz auf einmal her?“
Da sieht Rosalie etwas Unglaubliches: Gestern waren in der
Vase nur rosa Rosen. Doch jetzt sind auch weiße Lilien dabei.
25 Für einen kurzen Moment ist Rosalie ganz ruhig. Dann ruft sie:
„Jetzt weiß ich, was hier los ist! Lili und Rosa – das bin ich.
Und wir beide sind Rosalie. Träume muss man nicht verstehen,
aber man muss an sie glauben. Und jetzt weiß ich: Zusammen
können wir sie wahr machen!“
30 Rosalie steht auf und riecht an den Blumen. ‚Mhm … toll.‘
Mama kommt mit einer Tasse heißem Kakao herein.
„Du bist ja schon wach! Wie geht es dir?“
„Mir geht es super“, sagt Rosalie. „Und mit Kakao geht es mir
noch viel besser. Danke!“
35 Sie nimmt die Löwentasse und trinkt.
Mama setzt sich aufs Bett. „Ich habe gedacht, es gibt keinen
mehr. Aber im Küchenschrank steht eine neue Packung.

28
Seltsam, nicht wahr?“
„Nein, gar nicht!“, antwortet Rosalie und zieht sich an.
40 „Ich kaufe am besten noch eine Packung. Dann haben wir
genug Kakao für zwei Rosas“, meint Mama.
Rosalie lacht: „Zwei Rosas? Oh je, was für ein Chaos!“
„Also, mir reicht eine Rosa“, sagt Mama und nimmt Rosalie in
den Arm. „Aber ich bin stolz auf dich wie zwei Mamas.20 Und
45 Papa ist so stolz auf dich wie zwei Papas. Und Tante Gundula
wie zwei Tante Gundulas und ...“
Rosalies Gesicht wird ganz rot. „Ihr seid stolz auf mich?“
„Und wie! Und seit gestern weiß ich: Du schaffst alles!“
„Oh ja!“, ruft Rosalie. „Ich und Lili, wir sind ein tolles Team!“
50 „Lili?“
„Lili ist … eine gute Freundin, die immer für mich da
ist. Vor allem, wenn es mir schlecht geht und ich Hilfe
brauche.“
„Das ist schön“, freut sich Mama. „Warum lädst du sie nicht
55 mal ein?“
„Vielleicht irgendwann“, sagt Rosalie schnell. „Aber heute
nicht. Heute gehe ich zu Caro. Sie braucht mich als Model für
ein neues Kleid.“
„Als Model?“
60 „Ja, Caro möchte Modedesignerin werden.“
Mama lacht: „Wie gut, dass du Schauspielerin werden möchtest
und nicht Modedesignerin.“
„Warum?“, fragt Rosalie.
„Du trägst dein T-Shirt falsch herum. Und möchtest du nicht
65 lieber zwei passende Strümpfe anziehen?“
Rosalie sieht an sich herunter und lacht laut los.
20
„Aber ich bin stolz auf dich wie zwei Mamas.“
Hier: 5RVDOLH KDWWH /DPSHQÀHEHU XQG HLQH (UNlOWXQJ. 7URW]GHP KDW VLH
JHVSLHOW XQG NHLQH $XVUHGH HUIXQGHQ. 'DU•EHU IUHXW VLFK 0DPD VHKU.
29
Die Kalenderlöwen liegen zufrieden in der afrikanischen Sonne.
� 29 Das Wort ‚Premiere‘ steht für heute nicht im Kalender. Und
T�30+31 zum ersten Mal findet Rosalie das sehr, sehr schade.

30

KAPITEL 1 AUFGABEN

1 Träume beißen nicht �


Lies den Text hinten auf dem Buch und sieh das Buchcover an.
Kannst du die Fragen beantworten?

a Wie heißt die wichtigste Person in diesem Buch? Rosalie.

b Was findet am Abend statt?

c Was ist Rosalies großer Traum? Was will sie später werden?

d Später am Tag passiert plötzlich etwas sehr Komisches. Was?

e Warum ist auf dem Cover ein Löwe? Was glaubst du? Kreuze an.
P Rosalie möchte einmal nach Afrika fahren.
P Rosalie mag Löwen.
P Rosalie hat vor Löwen Angst.

2 Theater, Theater … �


a Was passt? Ordne die Wörter zu.

Schauspieler • Kulissen • Premiere • Bühne • Kostüme •


Zuschauer • Perücke • Theaterstück • Hauptrolle

Romeo und Julia ist ein Th e a t e r s tück von William Shakespeare.


Theater spielt man auf einer B_ _ _ e. Dort stehen auch die _ul_ _ _ _ _.
Ein anderes Wort für Publikum ist Z_ _ _ _ au_ _. Die _ch_ _sp_ _ _ _ _
tragen eine besondere Kleidung: _ _st_ _ e. Manche haben unechtes Haar
auf dem Kopf. Es heißt _ _ r_ck_. Wenn ein Stück zum ersten Mal gespielt
wird, ist das seine P_ _ _ie_ _ . Die wichtigste Person in einem Stück spielt
die _a_pt_ _ lle.

31
AUFGABEN KAPITEL 1

b Was ist das? Sieh das Bild an und ordne noch fünf Wörter aus a zu.

Schauspieler

3 Rosalies Kalender �
Beantworte die Fragen.

a Welches Datum ist heute, und welches Tier ist auf dem Kalenderblatt?

Heute ist der

32
KAPITEL 1 AUFGABEN

b Welche Tiere sind auf dem nächsten Kalenderblatt?

c Warum mag Rosalie Löwen besonders gern?

d Welches Tier ist auf dem Kalenderblatt, wenn Rosalie aus dem Zimmer
geht? Warum?

4 Rosalies „Probleme“ �
a Was könnte Rosalies Problem mit dem Kostüm sein? (Zeile 24)
Kreuze an oder ergänze eine eigene Idee.

P Das Kostüm passt ihr nicht. P Sie findet ihr Kostüm hässlich.
P .

b Was haben viele Schauspieler und was hat auch Rosalie?


Löse das Bilderrätsel und finde das Lösungswort.

Wenn Schauspieler aufgeregt sind, zum Beispiel vor einer Premiere, sagt
man:
Sie haben +

Wie heißt das in deiner Sprache? Suche im Wörterbuch:

33
AUFGABEN KAPITEL 1+2

5 Rosalie spielt im Schultheater mit T�


Gibt es an eurer Schule Theateraufführungen? Habt ihr schon selbst
mitgespielt? Wie war das? Sprecht in der Klasse.

– Welche Klassen spielen Theater?


– Gibt es eine Theater-Arbeitsgemeinschaft?
– Wie oft gibt es Theateraufführungen an eurer Schule?
– Wo finden die Aufführungen statt?
– Wer kommt und sieht zu?
– Habt ihr schon einmal mitgemacht? Was ist/war eure Rolle/Aufgabe?
– Habt ihr die Kostüme/Kulissen selbst gemacht?

6 Am Morgen �
Was ist richtig? Lies die Zusammenfassung und markiere.

Rosalie frühstückt zusammen mit ihren Eltern. / allein. Die Eltern haben
Rosalie zu spät / nicht geweckt. Rosalie muss jetzt schnell / heute nicht zur
Schule. Sie hat ihre Tasse kaputt gemacht. / weiß nicht, wer ihre Tasse
kaputt gemacht hat.
Nach dem Frühstück zieht Rosalie eine Jeans / ihr neues weißes Kleid an.
Mama schickt eine SMS. Sie und Papa kommen / Nur Papa kommt am
Abend zur Premiere. Mama sagt, Rosalie/Papa hat die Tasse kaputt
gemacht. Rosalie ärgert sich über / glaubt Mama.
Die kaputte Tasse bringt sicher Unglück. Auch deshalb sucht Rosalie eine
Ausrede: Sie will am Abend unbedingt / auf keinen Fall Theater spielen.

34
KAPITEL 2 AUFGABEN

7 An diesem Morgen passieren … Dinge �


Ordne die Sätze und finde das Lösungswort.

□ Rosalie denkt, die Löwen auf dem Kalender knurren.


□ Frau Kurzmann soll selbst sehen, dass Rosalie nicht spielen kann.
□ Rosalie denkt: ‚Frau Kurzmann redet Unsinn und sucht nach einer
neuen Ausrede.‘
□ Frau Kurzmann will, dass Rosalie schnell kommt und ihr Kostüm
anprobiert.
□1 Rosalie ruft ihre Lehrerin, Frau Kurzmann, an.
□ Rosalie sagt zu Frau Kurzmann: „Ich bin krank.“
□ Frau Kurzmann glaubt Rosalie nicht. Sie sagt: „Ich habe dich gerade
noch hier gesehen.“
Lösung: An diesem Morgen passieren s e Dinge.

8 „Ich kann unmöglich an zwei Orten gleichzeitig sein.“ T�


a Was genau ist seltsam an diesem Morgen? Sprecht in der Klasse.

an zwei Orten gleichzeitig sein • komische Geräusche •


sich nicht erinnern können • die Tasse kaputt gemacht haben

Rosalie war noch im Bett,


aber Frau Kurzmann hat sie
in der Schule gesehen.

b Sind euch auch schon einmal seltsame Dinge passiert? Habt ihr
etwas gesehen oder gehört, was nicht da war?

Ich war einmal im Urlaub und habe


den Ort genau gekannt. Aber ich war
zum ersten Mal dort.

35
AUFGABEN KAPITEL 3

9 Wie geht es weiter? �


Was denkst du? Kreuze an.

P Rosalie geht zum Arzt. Er soll ihr eine Entschuldigung geben.


P Rosalie geht zur Schule und spielt Frau Kurzmann vor, dass sie krank ist.
P Rosalie behauptet, dass sie einen Unfall hatte und sich verletzt hat.
P Rosalie überlegt es sich anders: Sie will am Abend doch Theater
spielen und braucht keine Ausrede mehr.

10 Im Innenhof �
Was ist richtig? Kreuze an.

a Rosalie denkt, sie kann nicht mit dem Fahrrad zur Schule fahren, …
P weil das Wetter schlecht ist.
P weil sie sich am Fuß verletzt hat.
P weil ihr Rad kaputt ist und Rad fahren nicht zu ihrer Ausrede passt.

b Frau Schuster ist nett zu Rosalie, …


P denn sie weiß nicht, dass Rosalie ihre Rosen kaputt gemacht hat.
P weil Rosalie sich entschuldigt und ihr neue Rosen geschenkt hat.
P weil sie einkaufen gehen will und gute Laune hat.

11 Rosalie versteht die Welt nicht mehr �


Ergänze die Sätze.

Rosalie versteht nicht, …

a warum Mama sagt, dass sie selbst ihre Tasse (sTsae) kaputt gemacht hat.

b wer in der (cShleu) als „Rosa“ (eehTatr)


gespielt hat.

c wer ihr (adrhraF) repariert hat.

d wer der Nachbarin neue (eulBmn) geschenkt hat.


36
KAPITEL 3+4 AUFGABEN

12 Rosalie gibt es an diesem Tag zweimal … T�


Wie es aussieht, hat Rosalie an diesem Morgen eine Doppelgängerin.
Sprecht in der Klasse.

– Wie sieht ein/e Doppelgänger/in aus?


– Was macht sie/er? Was glaubt ihr?

13 Rosalies Doppelgängerin �
Korrigiere.

a Janina hat Carolines Doppelgängerin in der Schule gesehen. Rosalies

b Die Doppelgängerin hatte ein gelbes Kleid an.

c Janina hat ihr Kakao auf das Kleid

geschüttet.

d Die Doppelgängerin heißt wahrscheinlich Rosa.

14 Janina, Caroline oder Rosalie? �


Ergänze die Namen.

Janina ist auch Schauspielerin im Theaterstück. und


wollten beide die Hauptrolle im Theaterstück spielen,
darf sie spielen. ist deshalb meistens nicht
freundlich. fragt sich: „Warum ist heute
so nett zu mir?“
und sind Freundinnen.
will Schauspielerin werden. macht die Kostüme für die
Theateraufführung und will später in einem Modeberuf arbeiten.

37
AUFGABEN KAPITEL 4

15 Die Kostümanprobe �
Beantworte die Fragen.

a Wer wollte, dass Rosalies Kostüm geändert wird? Frau Kurzmann.

b Wie sieht Janinas Kostüm aus?

c Wie findet Caroline Rosalies

Kostüm?

d Was denkt Rosalie? Wenn ich so aussehe,

e Wer spielt Rosalies Rolle, wenn Rosalie die Premiere absagt?

f Wer hat noch eine neue Idee für Rosalies Kostüm?

g Was entscheidet Rosalie am Kapitelende?

16 Wie eine Vogelscheuche T�


a Seht noch einmal das Bild auf Seite 12 an. Wie geht es Rosalie? Was
denkt sie? Sprecht in der Klasse.

Rosalies Kostüm ist …


Rosalie ist traurig/verzweifelt/enttäuscht/ratlos/…
„Ich verstehe nicht, warum …“
„Ich kann/will in diesem Kostüm nicht …“
„Ich muss unbedingt eine Ausrede finden.“ / …

b Habt ihr auch schon einmal dringend eine Ausrede gebraucht?

Meine Eltern / … wollte/n einmal, dass …


Aber ich …
Da habe ich gesagt: …

38
KAPITEL 5 AUFGABEN

17 Wie geht es weiter? �


Was denkst du? Kreuze an.

P Rosalie sagt Frau Kurzmann noch einmal, dass sie krank ist.
P Rosalie sagt Frau Kurzmann, dass sie sich in dem Kostüm nicht wohl
fühlt und so nicht spielen kann.
P Rosalie macht sich klar: ‚Wenn ich nicht spiele, muss Caroline
spielen … Und das wäre schlimm für sie.‘ Dann spielt sie doch.

18 „Beim Theaterspielen geht es vor allem um die Rolle und nicht um


euch selbst.“ �
Was will Frau Kurzmann damit nicht sagen?
Lies noch einmal Zeile 1–2 und kreuze an.

a P Schauspieler dürfen sich nicht zu wichtig nehmen. Auf der Bühne


zählt nur die Rolle.

b P Es ist egal, wie man aussieht, wenn man eine Rolle spielt.

c P Schauspieler müssen ihre Rolle immer selbst lernen.

d P Man soll nicht an sich denken beim Theaterspielen.


Nur die Rolle ist wichtig.

19 Lili �
Beantworte die Fragen.

a Die letzte Probe ist vorbei. Was ist Rosalie bei der Probe passiert?

Rosalie hat ihren Text vergessen.


b Was war Frau Kurzmanns neue „Idee“ für Rosalies Kostüm?

c Wie fühlt sich Rosalie?

39
AUFGABEN KAPITEL 5

d Wer tröstet Rosalie nach der Probe? Wie?

e Rosalie denkt wieder über eine Ausrede nach. Was hört Rosalie dann?
Hört Janina es auch?

f Wen sieht Rosalie dann?

g Was denkt Rosalie, wer das ist?

h Was tut das Mädchen? Warum wohl?

i Nun braucht Rosalie keine Ausrede mehr. Warum?

20 Rosalie und Lili T�


a Seht das Bild auf Seite 15 an. Wie sehen Rosalie und Lili aus?

Rosalie und Lili haben … / Sie sind … / Lili trägt …


Ich glaube, das Kleid ist / gehört …

b Kann die „Doppelgängerin“ Lili der Grund sein für die seltsamen
Ereignisse an diesem Tag? Lest die Diskussion, diskutiert selbst und
stimmt ab.

Vielleicht hat Lili die Ich glaube das nicht: Meine Oma macht
Tasse kaputt gemacht. manchmal etwas und erinnert sich danach
nicht mehr daran. Sicher war es Rosalie
selbst. Sie hat es dann irgendwie vergessen.
40
KAPITEL 5+6 AUFGABEN

Ich glaube, Lili war Nein, Lili ist bestimmt nicht echt. Janina
am Morgen in der hat Rosalies Kleid schmutzig gemacht,
Probe. dann ist Rosalie wieder nach Hause
gegangen und hat sich umgezogen. Sie
erinnert sich nur nicht daran.
Lili hat auch die Rosen Es gibt doch aber gar keine Doppelgänger!
für die Nachbarin Rosalie hat die Blumen gekauft und das
gekauft. Rad repariert. Sie kann das doch nicht
alles vergessen haben!

c Kennt ihr andere Geschichten mit Doppelgängern? Oder hattet


ihr einmal ein Erlebnis mit einem Doppelgänger?

Ich kenne einen Film. Er heißt …


Auf Partys meinen oft andere, dass sie mich kennen. Ich sage dann
immer: „Vielleicht habe ich ja eine Doppelgängerin!“ und lache.

21 Wieder zu Hause �
Ergänze die Wörter aus dem Kasten.

a Dinge • Tee • Erkältung • Arm • Löwentasse

Rosalie war beim Arzt. Ihr Arm ist gebrochen. Außerdem musste Rosalie
schon am Morgen niesen. Jetzt hat sie eine . Mama
bringt Rosalie ans Bett. In der Küche war plötzlich eine
neue . Rosalie wundert sich gar nicht darüber, denn an
diesem Tag passieren viele seltsame .

41
AUFGABEN KAPITEL 6

b kurs • Aussehen • Morgen • Platz • Schüler • Kostüm

Rosalie wollte gern einen Schauspielkurs machen. Die Lehrerin nimmt


aber nur sehr gute auf. Rosalie erklärt Mama, dass sie
am nicht gut gespielt hat und in ihrem
lächerlich aussieht. Sie ist sicher, dass Janina den im Kurs
bekommt. Mama findet, dass es nicht um das gehen sollte,
will Frau Kurzmann aber absagen, weil Rosalie einfach nicht spielen kann.

22 ,Mama kennt mich besser, als mir lieb ist.‘ �


Was meint Rosalie damit? Lies noch einmal Zeile 39–44 und kreuze an.

a P Mama hat Rosalie lieb.


b P Mama kennt Rosalie sehr genau: Sie weiß, dass Rosalie gern Ausreden
sucht. Rosalie wünscht sich, Mama würde sie nicht so gut kennen.
c P Mama kennt Rosalie besser als Rosalie sich selbst.

23 Rosalie braucht keine Ausrede mehr T�


Wie geht es Rosalie jetzt? Sprecht über die Fragen. Die Wörter im Kasten
helfen euch.

Ersatz
nur sehr gute Schülerinnen
und Schüler erleichtert, aber auch traurig

– Was waren Rosalies Ziele? Was hat sie erreicht, was nicht?
– Was sagt Rosalie über den Schauspielkurs und über Janina?
– Wie geht es ihr jetzt?
– Wer spielt nun bei der Premiere die Hauptrolle?
– Wie geht es wohl weiter?

42
KAPITEL 7 AUFGABEN

24 Ein Traum �
a Lies noch einmal die Zeilen 1–21 und zeichne den Traum.

b Was bedeutet wohl „sich zum Affen machen“ (Zeile 14)?


Was glaubst du? Kreuze an.

P sich als Affe verkleiden


P etwas so machen, dass andere über einen lachen
P so laufen wie ein Affe

c Warum hat Rosalie nach dem Traum „kein schönes Gefühl“?


Lies noch einmal die Zeilen 25–38 und kreuze an.

Rosalie versteht jetzt, …


P dass der Affe auf dem Kalender ihr kein Glück bringt.
P wenn sie nicht spielt, muss Caroline spielen. Und das wäre für Caroline
noch schlimmer als für sie.
P dass sie keine Chance auf den Platz im Schauspielkurs hat.
43
AUFGABEN KAPITEL 7

25 Der Film �
Der Film gibt Rosalie wichtige Informationen. Welche? Lies noch
einmal Zeile 49–87 und beantworte die Fragen.

a Warum ist Rosalies Kostüm hässlich und das von Janina hübsch?

b Wie ist Frau Kurzmann auf diese Kostümidee gekommen?

c Warum hat Rosalie auch noch die Perücke bekommen?

d Denken Frau Kurzmann und Janina, dass Rosalie am Abend spielt?

e Was wollen sie machen, wenn Rosalie nicht spielt?

26 Vom Traum zum Entschluss �


Lies die Zusammenfassungen und ordne zu.

a Premiere • Freundin • Traum • Unglück • Schauspielerin

Rosalie versteht nach ihrem Traum , dass sie die schon


wegen Caroline nicht absagen darf. Caroline will keine
werden, sie interessiert sich gar nicht dafür. Für Caroline wäre es wirklich ein

44
KAPITEL 7 AUFGABEN

b gewinnen • Film • Platz • am Morgen

Der macht Rosalie klar: Janina ist gar nicht nett. Sie
hat nur so getan. Sie will den im
Schauspielkurs und tut alles dafür. Rosalie ist wütend. Sie will Janina nicht
lassen. Janina und Frau Kurzmann glauben, dass
Rosalie am Abend vielleicht gar nicht kommt. Das motiviert sie zusätzlich.

c will • aussieht • fühlt • findet

Und dann macht auch noch Lili Rosalie Mut. Sie


genau wie Frau Kurzmann: Es ist egal, wie man , denn
wichtig ist nur die Rolle. Rosalie sich jetzt stark wie
ein Löwe. Sie am Abend spielen, auf jeden Fall!

27 Wie geht es weiter? �


Was denkst du? Kreuze an.

a P Rosalie spielt am Premierenabend doch nicht, weil sie krank ist und
ihre Eltern es nicht erlauben.
P Rosalie spielt die Premiere, sie spielt aber schlecht, weil sie krank ist.
P Rosalie spielt die Premiere, sie spielt gut, obwohl sie krank ist.

b P Rosalie bekommt den Platz im Schauspielkurs von Frau von Barth.


P Janina bekommt den Platz im Schauspielkurs von Frau von Barth.
P Weder Rosalie noch Janina bekommen den Platz im Kurs. Aber
Caroline bekommt einen Preis für die Kostüme.

45
AUFGABEN KAPITEL 8+9

28 Nach der Premiere �


Richtig (r) oder falsch (f)? Kreuze an. r f
a Rosalies Erkältung ist weg. Nur der Arm hat beim P P
x
Spielen gestört.
b Rosalie hat sehr gut gespielt und keinen Fehler gemacht. P P
c Frau Schuster gibt Rosalie einen Strauß Rosen. P P
d Frau von Barth findet auch, dass Rosalie gut gespielt hat. P P
e Frau von Barth gefällt Rosalies Kostüm gut. P P
f Rosalie sagt Frau Kurzmann ganz offen, wie sie P P
ihr Kostüm findet.
g Rosalie bekommt von Frau Kurzmann einen Tipp. P P
h Janina hat den Platz in dem Schauspielkurs bekommen. P P
i Frau von Barth findet: Janina ist Anfängerin, P P
Rosalie ist Fortgeschrittene.

29 Am nächsten Morgen �
a In der Nacht sind noch einmal drei seltsame Dinge passiert.
Welche? Ergänze die Sätze.

1. Auf
Rosalies Gips ist

2.In der Blumenvase

3. Im Küchenschrank

46
KAPITEL 9 AUFGABEN

b Welche Namen stecken im Namen Rosalie? Und was haben die


Blumen damit zu tun? Ordne zu.

Rose • Lili • Lilie • Rosa

Rosa +

c Wie denkt Rosalie jetzt über Lili? Lies noch einmal Zeile 26–29
und ergänze die Sätze.

„Ich bin Lili und . Und


können wir alles schaffen und unserere Träume wahr machen!“

30 Was wäre, wenn …? T�


Sprecht in der Klasse.
– Wobei hat Lili Rosalie geholfen?

Lili hat Rosalie den Film geschickt


und damit gesagt: „Rosalie, du musst
am Abend unbedingt spielen!“

– In welchen Situationen würdet ihr euch einen Doppelgänger wünschen?

Ich wünsche mir einen Doppelgänger


für die nächste Matheprüfung.

47
AUFGABEN KAPITEL 9

31 „Träume beißen nicht“ T�


Wie versteht ihr den Titel jetzt? Was bedeutet er? Was glaubt ihr?
Diskutiert.

Träume sind nicht wirklich.

Man soll vor Träumen


keine Angst haben.

48
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