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Geschäftsbericht 2007

Kennzahlen

Ertragslage 2007 Finanzwirtschaftliche Lage 2007

TEUR TEUR

Jahresergebnis 539 Bilanzsumme 18.059

Betriebsergebnis 979 Vermögensstruktur

Finanzergebnis -11 Anlagevermögen 7.823


... Sachanlagenintensität 3,5
Jahresbilanz vor Abschrei-
bungen, Zinsergebnis und Umlaufvermögen 9.967
1.277
Steuern (EBDIT) ... Umschlagshäufigkeit

Jahresergebnis vor Zins- ... Vorräte 14,3


979
ergebnis und Steuern (EBIT) ... Forderungen 3,8

Kapitalstruktur
Rentabilität in %
Eigenkapital 12.544
Umsatzrentabilität 4,8
Eigenkapitalquote in % 69,5
Eigenkapitalrentabilität 4,3
Working Capital 1) 4.586
Gesamtkapitalrentabilität 5,5
Finanzierung
Aufwands-/Ertragsstruktur
... Investitionen in Anlagen 1.506
Umsatz 20.529
... Ausschüttungen 0
Veränderung in % -
... Innenfinanzierungsgrad in % 2
Betriebsleistung 17.705
Cashflow aus
Materialaufwand 14.028
... laufender Geschäftstätigkeit -3.456
Personalaufwand 1.097 -1.505
... Investitionstätigkeit
Mitarbeiter im Ø 59
5.137
... Finanzierungstätigkeit
Abschreibungen 297
410
Veränderung Liquidität
Ertragsteuern 429

1) Umlaufvermögen abzüglich kurzfristiges Fremdkapital


Inhalt

Vorwort............................................................4

Interview mit Christian Grotholt,


Vorstandsvorsitzender der
2G Bio-Energietechnik AG..............................8

Bericht des Aufsichtsrats..............................16

Geschäftsjahr 2007

Der Konzern............................................. 20

Konzernbilanz der
2G Bio-Energietechnik AG.......................20

Konzerngewinn- und -verlustrechnung


der 2G Bio-Energietechnik AG................22

Konzernanhang der
2G Bio-Energietechnik AG.......................24

Konzernlagebericht
der 2G Bio-Energietechnik AG................44

Bestätigungsvermerk des
Abschlussprüfers.....................................66

Die Aktiengesellschaft............................68

Bilanz der 2G Bio-Energietechnik AG......68

Anhang zum Jahresabschluss der


2G Bio-Energietechnik AG.......................70

Bestätigungsvermerk des
Abschlussprüfers.....................................76

Impressum....................................................79


Vorwort

Sehr geehrte Aktionäre, nen EUR. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen
Mitarbeiter und Geschäftsfreunde, konnte im Geschäftsjahr 2007 um rund 80 % auf
2,0 Millionen EUR gesteigert werden.
das abgelaufene Geschäftsjahr war ein ganz
besonderes in der 12-jährigen Unternehmens- Das starke Wachstum ist nicht zuletzt das
geschichte der 2G. Wenn wir auf das Geschäfts- Ergebnis unserer klaren strategischen Ausrich-
jahr 2007 zurückblicken, wird eines immer tung. Konsequent haben wir die Wachstums-
deutlicher: Grundlegende Veränderungen bei chancen auf den nationalen Märkten genutzt
der Erzeugung und Nutzung von Energie sind und sind dabei, uns den internationalen Markt
zum gesellschaftlichen Dauerthema geworden. zu erschließen. Denn viele europäische Länder
Wir leben und arbeiten in einer spannenden Zeit, haben mit attraktiven Einspeisetarifen für Strom
in der Innovationen immer schneller von der Idee aus erneuerbaren Energien die Weichen für den
in die Realität umgesetzt werden. Als einer der Bau effizienter Blockheizkraftwerke gestellt. Vor
führenden Solution Provider für hocheffiziente diesem Hintergrund wird unser Geschäft im Aus-
Energieumwandlung zur Strom- und Wärmepro- land ein wesentlicher Wachstumstreiber sein.
duktion mittels dezentral installierter Kraftwärme- Dies belegt die Vielzahl unserer internationalen
kopplungsanlagen (KWK-Anlagen) gestalten wir Projekte und nicht zuletzt auch die Eröffnung
solche Innovationen und wirken an den Verände- einer Niederlassung in Spanien. Insbesonde-
rungen unserer Gesellschaft mit. re in Osteuropa zeichnen sich hervorragende
Anwendungsmöglichkeiten unserer Technik ab.
Die wachsende Bedeutung und steigende
Hier wächst die Wirtschaft und somit die Nach-
Nachfrage nach unseren Energielösungen am
frage nach Energie schneller als der hierdurch
Markt stellen unsere Geschäftszahlen 2007
notwendige Ausbau von Kraftwerksleistung und
deutlich unter Beweis. Im abgelaufenen Ge-
Übertragungsleistung der Netze. Wir können
schäftsjahr haben wir unsere operativen Zielset-
mit unserem Produktportfolio dynamischer und
zungen in Bezug auf die Umsatz- und Ergebnis-
auch klimaverträglicher als jede andere Kraft-
entwicklung erreicht. Die Umsatzerlöse unserer
werksart in diesen Ländern den Bedarf decken.
operativen Tochtergesellschaften erhöhten sich
in der Berichtsperiode um 40 % auf 28,7 Millio- Darüber hinaus erwies sich Deutschland weiter-


Der Vorstand: Christian Grotholt (links) und Ludger Holtkamp.

hin als stabiler Heimatmarkt für das Unterneh- standardisierten KWK-Modulen und kompletten
men. Dies ist umso bemerkenswerter, da sich Konzepten zur Gasverwertung die Energieko-
die Marktbedingungen in Deutschland deutlich sten zu senken und einen Beitrag zum Umwelt-
verändert haben. Die aktuelle politische Diskus- schutz zu leisten.
sion um die Novellierung des Erneuerbare-Ener-
Einen Meilenstein unserer Unternehmensge-
gien-Gesetzes (EEG) wie auch die gestiegenen
schichte markiert das am 31. Juli 2007 vorge-
Preise für nachwachsende Rohstoffe sorgten
nommene Börsenlisting im Entry Standard der
für eine abwartende Haltung der Kunden. Diese
Frankfurter Wertpapierbörse. Im Vorfeld des
zwei externen Einflussfaktoren haben uns vor
Listings haben wir über eine Kapitalerhöhung im
unerwartete Herausforderungen gestellt. Trotz
Rahmen einer Privatplatzierung 500.000 Aktien
dieses schwierigen Marktumfelds sowie erhöhter
bei institutionellen Anlegern platziert. Mit einem
Investitionen in die Auslandsexpansion ist es
Bezugspreis von 8,00 EUR pro Aktie ist dem Un-
uns dennoch gelungen, weiterhin profitabel zu
ternehmen ein Bruttoemissionserlös in Höhe von
wachsen.
4 Millionen EUR zugeflossen. Dadurch hat die
Unsere Geschäftsentwicklung wird von den er- Gesellschaft zusätzliche Flexibilität und finan-
folgreichen Aktivitäten in den Bereichen Erdgas, ziellen Spielraum zur Umsetzung ihrer Strategie
Deponie- und Klärgas und auch nach wie vor gewonnen.
von Biogas getragen. So sind es vor allem un-
sere gasbetriebenen Blockheizkraftwerkanlagen,
die den Erfolg mitgestalten. Mit der Errichtung
von über 530 Blockheizkraftwerken (BHKWs) mit
mehr als 120.000 kW Leistung haben wir in den
letzten Jahren eindrucksvoll unter Beweis ge-
stellt, dass wir bei dem wichtigen Zukunftsthema
über innovative Technologien verfügen und für
unsere Kunden ein professioneller Partner sind.
Unsere Kunden vertrauen darauf, mit unseren


Ausblick licher und dynamischer als mit jeder anderen
Kraftwerksart die Belange einer nachhaltig
Das Wachstum der Weltbevölkerung und der
aufgebauten Energieversorgung berücksichtigt.
Weltwirtschaft hält weiter an. Schätzungen
Durch die effiziente Energieumwandlung gene-
besagen, dass bis zum Jahre 2030 ein um ca.
riert man eine doppelte Dividende. Man betreibt
50 % höherer Bedarf an Strom und auch ein stei-
äußerst wirtschaftlich diese Kraftwerke und redu-
gender Bedarf an Wärme zu verzeichnen sein
ziert in erheblichem Maße die Umweltbelastung.
wird. Jedoch besteht unbestritten die Notwen-
Das Produktportfolio von 2G ist zugeschnitten
digkeit der Vermeidung von Treibhausgasemissi-
auf diese Bedarfssituation.
onen aus Klimaschutzgründen.
Wir erwarten im zweiten Halbjahr 2008 eine
Dezentrale Kraftwärmekopplungsanlagen, die
allmähliche Verbesserung der Rahmenbedin-
eine Ausbeute des eingesetzten Treibstoffes von
gungen in Deutschland. Grundlage hierfür ist die
über 90 % realisieren, sind einer der wichtigen
Verabschiedung von wichtigen Gesetzgebungen
Eckpfeiler zukünftiger Energieversorgung. Sie
noch vor der parlamentarischen Sommerpause.
können sowohl mit regenerativ gewonnenen
Zu nennen sind folgende Regelungen, die auch
Schwachgasen als auch mit fossilen Gasen
Bestandteil des integrierten Klima- und Umwelt-
betrieben werden. Hierdurch werden wirtschaft-
schutz-Paketes sind:

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG):


Dieses Gesetz regelt unter anderem die Einspei-
severgütung für Strom aus Biomasse.

Das Gesetz zur Förderung der Kraftwärme-


kopplung (KWKG): Hierdurch soll der Ausbau
der dezentralen effizienten Energieumwandlung
mittels Kraftwärmekopplung realisiert werden.
Der Gesetzgeber schreibt hier die Förderkriterien
und die Höhe der Förderungen fest.


Das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz wir an dem steigenden Bedarf an effizienter
­(EEWärmeG): Hierüber soll die Vorgabe ge- Energieumwandlung zur Strom- und Wärme-
setzlich geregelt werden, dass der Anteil der produktion sowohl mit regenerativen als auch
erneuerbaren Energien bei der Abdeckung mit fossilen Energieträgern partizipieren.
des Wärmebedarfes mindestens 15 % für neue
Unsere Anstrengungen der letzten Jahre, mit
Wohnhäuser beträgt. Um dieses Ziel zu errei-
denen wir unsere Performance kontinuierlich
chen, setzt der Entwurf unter anderem einen
verbessert haben, sehen wir als Basis für ein
Schwerpunkt auf den Ausbau von mit Erdgas
profitables Wachstum im laufenden Geschäfts-
betriebenen Kraftwärmekopplungsanlagen.
jahr. Für 2008 erwarten wir einen fortgesetzt
In 2009 gehen wir folglich von einem deutlichen positiven Trend aus dem operativen Geschäft,
Anstieg der Nachfrage aus. National wird zum wobei wir mit einem Zuwachs beim Ergebnis
einen das dann in Kraft getretene EEG im rechnen.
Bereich der Biogasnutzung den Absatz stei-
Als Unternehmensgründer und Vorstand der
gern. Zum anderen ist durch weiter steigende
2G möchten wir unseren Kunden, Mitarbeitern,
Strompreise und die Förderungen der Kraftwär-
Geschäftspartnern und Aktionären unseren
mekopplung auch im Marktsegment der erd-
Dank für das entgegengebrachte Vertrauen
gasbetriebenen BHKWs wieder mit steigenden
aussprechen. Die 2G ist als Solution Provider
Absatzzahlen zu rechnen. Angefangen von
zur effizienten Energienutzung hervorragend
Kleinanlagen mit 1 kW für Ein- und Zweifamilien-
aufgestellt, um die bevorstehenden Herausfor-
häuser über die G-Box 50 mit 25-48 kW bis hin
derungen auf den weltweiten Märkten erfolg-
zu den größeren Einheiten zur Versorgung von
reich zu meistern.
Einkaufszentren, Krankenhäusern und anderen
kommunalen und gewerblichen Einrichtungen. Heek, im Mai 2008
2G Bio-Energietechnik AG
International werden die gerade erst angelaufe-
nen Maßnahmen zur Markterschließung im Aus- Christian Grotholt Ludger Holtkamp
land erste Erfolge bringen. Durch die geplante Vorstandsvorsitzender Vorstand
Eröffnung weiterer Niederlassungen werden


Interview mit Christian Grotholt, Vorstands-
vorsitzender der 2G Bio-Energietechnik AG

Woher kam die Idee für das Geschäfts- entwickelte Wertschöpfungskette: Angefangen
modell? bei der Standortakquisition, über die Planung,
Organisation, Lieferung, Steuerung und Koordi-
Bei unserer Gründung 1995 stand die Ein-
nierung des Anlagenbaus bis zur Installation und
sparung von Energiekosten durch dezentrale
zum anschließenden Service. Wir bieten sozusa-
Produktion von Strom und Wärme im Mittelpunkt
gen „Alles aus einer Hand“.
unserer Arbeit. In den ersten fünf Jahren ging es
noch im Wesentlichen um fossile Energieträger, Aus welchem Bereich stammen Ihre Kunden
erst ab dem Jahr 2000 kam es zur Nutzung von hauptsächlich?
Biogas. Im Vergleich zu anderen erneuerbaren
Früher kamen sie aus der Landwirtschaft, der
Brennstoffen ist Biogas bei stationären Block-
Industrie und dem kommunalen Bereich. Mitt-
heizkraftwerken besser zu handhaben. Darü-
lerweile kommt ein Großteil unserer Kunden aus
ber hinaus ging für uns natürlich ein Traum in
dem Bereich Anlagenbau, Energiewirtschaft,
Erfüllung, weil wir durch den Einsatz von Biogas
Kommunen und institutionelle Investoren. Durch
noch umweltverträglicher und unabhängig von
die Erweiterung des Produktportfolios um die
fossilen, endlichen Energieträgern wurden.
Mikro-KWK-Anlage werden in Zukunft vermehrt
Was ist das Besondere an der 2G? Privatleute und Heizungsbauer zu unseren Kun-
den gehören.
Wir verfügen in dem Bau von standardisierten
Kraftwärmekopplungsmodulen (KWK-Modulen) Wie hoch ist der Marktanteil von 2G an
über ein einzigartiges Know-how und können KWK-Anlagen?
komplette Konzepte zur Gasverwertung anbie-
Laut Zahlen des Fachverbandes Biogas sind in
ten. Durch unsere langjährige Erfahrung und die
2007 ca. 200 MW an Kraftwerksleistung biogas-
sorgfältige Verarbeitung standardisierter Bauteile
betrieben neu installiert worden. Wir haben ca. 35
und hochwertiger Materialien sowie einen pro-
MW ans Netz genommen. Das entspräche einem
fessionellen Service erzielen wir exzellente Wir-
Marktanteil von circa 17 %. Damit gehört 2G zu
kungsgrade bei hohen Anlagenverfügbarkeiten.
den TOP TEN der Branche und dort wollen wir
Unser Alleinstellungsmerkmal ist dabei eine voll
uns fest etablieren.


Was sind die Wachstumstreiber? und den Niederlanden zeigt. Schwachgase sind
Gasgemische mit reduziertem Heizwert, die bei
Vor dem Hintergrund der drohenden Klimaer-
der Zersetzung von organischem Material wie
wärmung und steigender Energiepreise sehen
Klärschlamm und Gülle (Faulgas, Biogas) oder
wir im dezentralen Einsatz regenerativer Ener-
gieträger wie Biogas, Klärgas, Deponiegas und
biogener Feststoffe eine große Zukunft. Wir wol-
2G in der Praxis
len aber auch im Bereich der erdgasbetriebenen
Blockheizkraftwerke in Deutschland und auch
international die Vertriebstätigkeit aktivieren.
Denn auch die effiziente Nutzung von Erdgas
durch 2G Technik kann beträchtliche Mengen an
CO2-Emissionen einsparen.

Hervorheben möchte ich insbesondere unsere Aufstellungsort: Kirchlengern, Biogasanlage


Wachstumschancen im Bereich der dezentralen Anwendung: Wärmebereitstellung für Kraftwerk
Energieversorgung durch unsere margenstarken
Inbetriebnahmejahr: 2008
Mikroanlagen für Ein- und Zweifamilienhäuser.
Motortyp: GE Jenbacher JGS 320
Schließlich ist ein großes Marktwachstum für
dezentrale Energieversorgung in Form von KWK Leistung elektrisch: 1.063 kW

durch den politischen Willen vorprogrammiert. Leistung thermisch: 1.035 kW


Zu nennen ist hier auch der Energiepass, der ein Brennstoff: Biogas
enormes Wachstumspotential schafft.
Bauart: Betonhaube

Nicht unerwähnt lassen möchte ich unsere


Wachstumschancen im Ausland, was sich ja auf Mülldeponien (Deponiegas) entstehen. Das
auch an der Vielzahl von internationalen Projekt- technische Know-how der 2G Bio-Energietech-
aufträgen zu verschiedenen Schwachgasnut- nik AG ermöglicht deren thermische Verwertung
zungen in England, Tschechien, Weißrussland zur Gewinnung von Wärme und Strom.


Expansionsstrategie in die europäischen Wachs-

2G in der Praxis tumsmärkte konsequent um. Die Anteile an der


spanischen Niederlassung werden zu 100 % von
der 2G Bio-Energietechnik AG gehalten.

Der Aufbau weiterer Vertriebs- und Servicege-


sellschaften in Europa ist in Vorbereitung und ein
logischer Schritt unseres professionellen Kun-
denservices, der sich von der Planung über die
Produktion und Montage bis zur Inbetriebnahme
Aufstellungsort: Oldenburg, Einkaufszentrum
mit anschließendem Service für die Wartung und
Anwendung: Wärmebereitstellung und Klima- Instandhaltung der Maschinen erstreckt. Die be-
tisierung des Einkaufszentrums
reits erwähnten vorliegenden Aufträge aus dem
Inbetriebnahmejahr: 2007
europäischen Ausland zeigen, dass sich unsere
Motortyp: 2 x GE Jenbacher JMS 312 innovativen Anlagen im internationalen Wettbe-
Leistung elektrisch: 1.052 kW gesamt werb erfolgreich durchsetzen.

Leistung thermisch: 1.246 kW gesamt


Welche Vorteile bieten Blockheizkraftwerke
Brennstoff: Erdgas und das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung?
Bauart: Betonhaube
Nun, hier sind mehrere Vorteile zu nennen. Im
Vergleich zur zentralen Energieerzeugung liegt der
Welche konkreten Schritte planen Sie, um im
Gesamtnutzungsgrad eines Blockheizkraftwerkes
Ausland zu wachsen?
zwischen 80 und 95 %. Schließlich produziert ein
Zu Beginn dieses Jahres haben wir bekannt Blockheizkraftwerk Strom und Wärme vor Ort, wo der
gegeben, dass wir unsere erste Auslandsnieder- Bedarf gegeben ist. Die erzeugte Wärme kann direkt
lassung in Spanien in Vic in der Nähe von Bar- zu Heizzwecken eingesetzt werden. Der erzeugte
celona eröffnet haben. Damit setzen wir die zur Strom kann gegen Vergütung ins öffentliche Netz ein-
Börsennotierung Mitte 2007 bekannt gegebene gespeist werden oder auch selber genutzt werden.

10
Die Effizienzbilanz von zentralen Kraftwerken langem immer wieder einen Zeithorizont von
ohne KWK-Technologie fällt bei weitem ungüns- fünf Jahren bis zur Erlangung der Marktreife als
tiger aus. Im Fall eines Kondensationskraftwerks Information in die Öffentlichkeit. Nach unserer
kommen aufgrund der hohen Verluste bei der Auffassung wird es für die stationäre effiziente
Umwandlung (62 %) und dem Stromtransport Strom- und Wärmeproduktion zum BHKW in
(2 %) im Durchschnitt nur 36 % der eingesetzten den nächsten Jahren keine Alternative geben.
Primärenergie bei den Verbrauchern als Strom Überdies ist es möglich, die KWK-Anlagen, die
an. Die zentrale Stromversorgung – oft weit ab heute mit Erdgas betrieben werden, morgen auf
von Siedlungen – hat zur Konsequenz, dass
die Abwärme (somit fast zwei Drittel der Primär­
2G in der Praxis
energie) in der Regel ungenutzt an die Umwelt
abgegeben wird. Durch dezentrale KWK-Anla-
gen können rund 40 % der Primärenergie einge-
spart und somit die Kontamination mit Treib­
hausgasen um bis zu 60 % reduziert werden.

Welche neuen Techniktrends werden sich


in Zukunft durchsetzen und wie hat sich 2G
hier positioniert? Aufstellungsort: Melle, Energiepark

Anwendung: Wärmebereitstellung für Industrie


An der dezentralen, effizienten und möglichst
Inbetriebnahmejahr: 2008
regenerativen Energieerzeugung führt kein Weg
vorbei, wenn man die gesteckten Klimaschutz- Motortyp: GE Jenbacher JGS 320
ziele erreichen will. Die Notwendigkeit, CO2- Leistung elektrisch: 1.063 kW
Emissionen zu vermeiden, steht außer Frage
Leistung thermisch: 1.035 kW
und wird mittlerweile auch in der Wissenschaft
Brennstoff: Biogas
weltweit nicht mehr diskutiert. Zurzeit steht die
Bauart: Gebäudeaufstellung
Brennstoffzelle noch nicht zur Verfügung und
Hersteller und Entwickler geben schon seit

11
Biomethan (aufbereitetes und ins Erdgasnetz

Neu bei 2G: Kompakt- eingespeistes Biogas) umzustellen.

BHKW G-Box 50 Wie beurteilen Sie die Haltung der großen

Die G-Box 50, eine Entwicklung aus dem Hause Energieversorger zu dem Thema „dezentra-

2G, ist ein Kompaktblockheizkraftwerk mit einer le Energieversorgung“?

elektrischen Leistung von 25 bis 48 kW, ideal


Auch die Verbundenergieversorgungsunter-
als Beistelllösung in der Objektversorgung von
nehmen werden in Zukunft immer mehr auf
Wohnanlagen, Krankenhäusern, Seniorenzent-
dezentrale und verstärkt auch auf regenerative
ren, Einkaufszentren, Verwaltungen, Werkstätten
Energieerzeugung setzen. Nachweislich sind
und Fabriken mit Strom und Wärme.
diese Strukturen sowohl volkswirtschaftlich als

Das innovative BHKW-Modul mit MAN-Motor auch betriebswirtschaftlich oft den zentralen

kommt im Vergleich zur ungekoppelten Produk- Großkraftwerken überlegen.

tion von Strom und Wärme mit 40 % weniger


Wo sehen Sie die Risiken für das Geschäft
Primärenergie aus. Dadurch werden CO2-Emis-
der 2G?
sionen um bis zu 60 % reduziert.
Zu den Risiken zählen die politischen und re-
gulatorischen Rahmenbedingungen. Die für 2G
wichtigsten Gesetze sind Erneuerbare-Energien-
Gesetz (EEG), Kraftwärmekopplung (KWKG)
und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz
(EEWärmeG). Es hängt von der Ausgestaltung
dieser Gesetze ab, wie dynamisch der weitere
Ausbau der KWK-Technik in Deutschland aus-
fällt. Wir brauchen eine Anhebung des Bonus
für nachwachsende Rohstoffe um 25 %, also
2 Cent. Wenn das nicht kommt, werden viele
Anlagen in Deutschland nicht gebaut. Ungeach-

1
tet dessen wird aller Wahrscheinlichkeit nach Verabschiedung der Gesetze im geplanten Rah-
der Strompreis zukünftig weiter steigen. Dies men, gehen wir in 2009 von einem deutlichen
führt zu einer Erhöhung der Wirtschaftlichkeit Anstieg der Nachfrage aus. National wird zum
der Eigenversorgung durch KWK-Module. Dies einen das dann in Kraft getretene EEG im Bereich
wird unseren Absatz im Bereich der mit fossilen der Biogasnutzung den Absatz steigern. Zum an-
Treibstoffen versorgten BHKW-Anlagen steigern. deren ist durch weiter steigende Strompreise und
die Förderungen der Kraftwärmekopplung auch
Wie werden sich die politischen Rahmen-
im Marktsegment der erdgasbetriebenen BHKWs
bedingungen nach Ansicht der 2G in der
mit steigenden Absatzzahlen zu rechnen.
nahen Zukunft ändern? Werden sie besser
oder schlechter? Wie ordnen Sie die momentane Situation
für Ihr Geschäft ein, dass es zu weltweiten
Wir erwarten im zweiten Halbjahr 2008 eine
Protesten aufgrund steigender Lebensmit-
allmähliche Verbesserung der Rahmenbedin-
telpreise kommt?
gungen in Deutschland. Grundlage hierfür ist die
Verabschiedung von wichtigen Gesetzgebungen Zur Herstellung von Biogas aus nachwachsen-
noch vor der parlamentarischen Sommerpause. den Rohstoffen werden weltweit nur sehr geringe
Im Rahmen der in Meseberg beschlossenen Mengen von Getreide oder Mais eingesetzt. Im
Eckpunkte misst Deutschland der Kraftwärme- Ausland wird in erster Linie aus Abfallstoffen
kopplung eine besondere Bedeutung zu. Um Biogas produziert. Somit kann der in der Vergan-
Brennstoffe künftig effizienter einzusetzen, soll genheit in sehr kurzer Zeit drastisch gestiegene
bis 2020 der Anteil der KWK-Stromprodukti- Getreidepreis nicht auf den Betrieb von Biogas-
on an der gesamten Elektrizitätserzeugung in anlagen zurückzuführen sein.
Deutschland von derzeit ca. 12 % auf etwa 25 %
Die Ursachen sind sehr vielfältiger Art. So
verdoppelt werden. Diesem Ziel verpflichtet sind
nimmt die Weltbevölkerung um rund 80 Milli-
die angestrebte Novelle des 2002 aufgelegten
onen Menschen pro Jahr zu. Außerdem ver-
KWK-Gesetzes und die Anpassung des EEG­­
ändert steigendes Einkommen zum Beispiel
2009.
in Schwellenländern das Nachfrageverhalten
Kommt es zur entsprechenden Umsetzung und

13
nach Lebensmitteln. Beispielsweise wächst der Geschäftstätigkeit eingestellt. Nun reaktivierten
Fleischkonsum in Indien und China rasant und wir diesen GmbH Mantel, um das Marktsegment
somit auch der Getreidebedarf. Und schließlich der Klein- und Mikro-KWK-Anlagen gesondert und
sind weltweit viele landwirtschaftliche Nutzflächen aktiv über diese Gesellschaft zu bearbeiten.
nicht bewirtschaftet aufgrund von mangelndem
Wir sind in Verhandlungen über exklusive
Kapital, Krieg und Vertreibung oder weil sich
Vertriebsrechte einer Mikro-Kraftwärmekopp-
bei den bisherigen Preisen die Bewirtschaftung
lungsanlage, die mit 1 kW elektrisch betrieben
nicht gelohnt hat. Aber auch die Produktion von
wird und mit maximal 12 kW thermisch – der
Bioethanol in den USA verschlingt relativ große
sogenannte „WhisperGen“. Die marktreifen
Mengen an Getreide. Es ist also wichtig zu diffe-
und preiswerten Kleinanlagen werden im Ein-
renzieren bei der Bewertung der Bioenergie.
und Zweifamilienhausbereich zur dezentralen
Aber ich möchte hier noch mal betonen, dass ­Energieversorgung eingesetzt. 2G erschließt
unsere KWK-Anlagen nicht nur mit regenerativen sich mit dem „WhisperGen“ eine zentrale
Schwachgasen zu betreiben sind, sondern auch Schlüsseltechnologie im Wachstumsmarkt der
mit Gas fossiler Herkunft. Die KWK-Anlagentech- umweltfreundlichen Strom- und Wärmeproduk­
nik, ob fossil oder erneuerbar betrieben, wird einer tion für Privathaushalte. Die ersten Geräte dieses
der wichtigen Eckpfeiler zukünftiger Energiever- Typs wurden zu Testzwecken vor über 2 Jahren
sorgung sein und bringt eine doppelte Dividende. installiert. Der Versuchsbetrieb verlief äußerst
Man entlastet die Umwelt mit einer äußerst wirt- positiv, wir haben bereits circa 30 Anlagen in
schaftlich zu betreibenden Kraftwerkeeinheit. Deutschland installiert.

Welche Bedeutung hat die Übernahme der Wieviel Energiekosten lassen sich in einem
AEM GmbH? Einfamilienhaus durch den Einbau eines
Blockheizkraftwerkes einsparen?
AEM steht für Aktives Energie Management. Diese
GmbH wurde in 1999 gegründet als Dienstleister, Die Ersparnis von Strom und Gas liegt bei 400 bis
um Stromeinkaufsgemeinschaften zu organisie- 600 EUR im Jahr. Die Investitionskosten für ein
ren. Nach 2 Jahren wurde damals die operative Blockheiz­kraftwerk betragen circa 14.000 EUR.

14
Der Energiepass wird überdies den Absatz von
KWK-Anlagen in Wohnhäusern steigern. Bei der Neu bei 2G: Mini-BHKW
Amortisation der Investitionskosten ist zu beden-
WhisperGen
ken, dass eine neue Kesselanlage den Hausbe-
sitzer circa 7.000 EUR kostet. Diese verursacht
während ihrer Laufzeit jedoch Kosten und spart
keine ein. Bei einer Mehrinvestition von 7.000
EUR für den „WhisperGen“ ist die Wirtschaftlich-
keit sogar besser als bei einer thermischen So-
laranlage oder einem Pelletsofen und auch nicht
schlechter als bei einer Elektrowärmepumpe.

WhisperGen ist ein innovatives Kleinblockheiz-


kraftwerk mit einer elektrischen Leistung von 1 kW
und einer Wärmeleistung von bis zu 12 kW. Es ar-
beitet effizient und sauber und wird herkömmliche
privat und kleingewerblich genutzte Heißwasser-
erzeuger ersetzen. Es liefert nicht nur Strom für
die Haushaltsgeräte, Heizwasser usw., sondern
bietet darüber hinaus die Möglichkeit, überschüs-
sigen Strom ins Netz einzuspeisen. Dabei ist das
„kleine Kraftwerk für Zuhause“ nicht größer als ein
Geschirrspüler und arbeitet flüsterleise.

15
Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen, aktuelle Geschäftslage der 2G Bio-Energietech-


sehr geehrte Aktionäre, nik AG und Geschäftsvorgänge von größerer
Bedeutung informiert.
die amtierenden Mitglieder des Aufsichtsrats
der 2G Bio-Energietechnik AG wurden von der Beratungsschwerpunkte
Hauptversammlung am 17. Juli 2007 gewählt.
Im Geschäftsjahr 2007 fanden drei Aufsichts-
Sie haben die Arbeit des Vorstands der 2G
ratssitzungen statt, und zwar am 12. Juni, 17.
Bio-Energietechnik AG im Geschäftsjahr 2007
Juli sowie am 21. November 2007. An den
regelmäßig überwacht und beratend begleitet.
Aufsichtsratssitzungen haben stets sämtliche
Grundlage hierfür waren die ausführlichen, in
Aufsichtsratsmitglieder teilgenommen. Es wur-
schriftlicher und mündlicher Form erstatteten
den die aktuelle Geschäftsentwicklung sowie
Berichte des Vorstands über die Geschäftsent-
wichtige Einzelfragen der Gesellschaft unter
wicklung der 2G Bio-Energietechnik AG. Der
Teilnahme des Vorstands ausführlich diskutiert.
Aufsichtsrat war in allen Entscheidungen einge-
bunden, die für die Gesellschaft von grundle- Während des gesamten Berichtsjahres, insbe-
gender Bedeutung waren. Wichtige Einzelfragen sondere aber nach Aufnahme der aktiven wirt-
wurden anhand der Berichte und Vorlagen des schaftlichen Tätigkeit im Juni 2007, verfolgte und
Vorstands im Gremium ausführlich erörtert. überwachte der Aufsichtsrat die Entwicklung der
Die Bildung von Ausschüssen war hierzu nicht Gesellschaft anhand regelmäßiger schriftlicher
erforderlich. Damit hat der Aufsichtsrat der 2G und mündlicher Berichte über den jeweiligen
Bio-Energietechnik AG sämtliche ihm nach Status der allgemeinen Liquiditäts-, Ertrags- und
Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben Vermögenslage der Gesellschaft.
wahrgenommen.
Gegenstand der Sitzung am 12. Juni war die
Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsit- Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage der 2G
zende auch außerhalb der Sitzungen mit dem Energietechnik GmbH, Heek, sowie die damit
Vorstand in regelmäßigem Kontakt und hat sich verbundene Nachgründungsprüfung. Mit dieser
über aktuelle Entwicklungen der Gesellschaft am 25. Juni 2007 im Handelsregister einge-
informiert. So war der Aufsichtsrat stets über die tragenen Kapitalerhöhung begann die aktive

16
wirtschaftliche Tätigkeit der Gesellschaft, die
zuvor unter Rubin 25. AG firmierte. In die-
ser Aufsichtsratssitzung wurden zugleich die
Jahresabschlüsse 2005 und 2006 festgestellt.
Wichtige Themen in den Aufsichtsratssitzungen
im Juli und November waren zudem die Bestel-
lung der Herren Christian Grotholt und Ludger
Holtkamp zu Mitgliedern des Vorstands der 2G
Bio-Energietechnik AG, die Wahl des Aufsichts-
ratsvorsitzenden und dessen Stellvertreters, die
Geschäftsordnungen für den Aufsichtsrat und
den Vorstand sowie der Erwerb der Mehrheits-
beteiligung an der AEM GmbH, Heek, und die
Gründung der Tochtergesellschaft in Spanien.

Jahresabschluss 2007

Der Vorstand hat den Jahresabschluss, den


Konzernabschluss und den Konzernlage-
bericht für das Geschäftsjahr 2007 der 2G
Bio-Energietechnik AG nach den Regeln des
Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die von
der Hauptversammlung am 17. Juli 2007 zum
Abschlussprüfer gewählte Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerbera-
tungsgesellschaft, Regensburg, hat den Jah-
resabschluss sowie den Konzernabschluss und
den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr
2007 der 2G Bio-Energietechnik AG unter Einbe-

17
ziehung der Buchführung geprüft und jeweils mit Abhängigkeitsbericht
dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk
Ferner hat der Vorstand im März 2008 seinen
versehen. Jahresabschluss, Konzernabschluss
Bericht über die Beziehungen zu verbundenen
und Konzernlagebericht sowie die Prüfungs-
Unternehmen („Abhängigkeitsbericht“) nach §
berichte des Abschlussprüfers haben allen
312 Aktiengesetz erstattet, da die Gesellschaft bis
Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen. Diese
zum 25. Juni 2007 ein abhängiges Unternehmen
Vorlagen wurden vom Aufsichtsrat gemeinsam
im Sinne von § 17 AktG war. Der Abschlussprüfer
mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer, der
hat auch den Abhängigkeitsbericht geprüft und
über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung
über das Ergebnis seiner Prüfung berichtet sowie
berichtete und auch für ergänzende Auskünfte
folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: „Nach
zur Verfügung stand, ausführlich besprochen.
unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung
Den Jahresabschluss, den Konzernabschluss bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben
und den Konzernlagebericht sowie den Vor- des Berichts richtig sind.“ Der Aufsichtsrat hat
schlag des Vorstands über die Verwendung des den Abhängigkeitsbericht geprüft. Er hat gegen
Bilanzgewinns haben wir geprüft. Es bestanden die im Bericht enthaltene und im Konzernlagebe-
keine Einwände. Daher stimmte der Aufsichtsrat richt 2007 wiedergegebene Schlusserklärung des
dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Jahres- Vorstands und das Ergebnis der Prüfung durch
abschluss, Konzernabschluss und Konzernlage- die Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsge-
bericht billigte der Aufsichtsrat in seiner Sitzung sellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Regens-
vom 30. Mai 2008. Der Jahresabschluss ist da- burg, keine Einwendungen erhoben.
mit gemäß § 172 Aktiengesetz festgestellt. Der
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und den
Aufsichtsrat hat sich ferner dem Vorschlag des
Mitarbeitern für ihren persönlichen Einsatz im
Vorstands angeschlossen, den Bilanzgewinn auf
Unternehmen.
neue Rechnung vorzutragen.

Heek, im Mai 2008

Der Aufsichtsrat
Dr. Lukas Lenz, Vorsitzender des Aufsichtsrats

18
19
Der Konzern Die Aktiengesellschaft

Bilanz Bilanz
Gewinn und Verlust Anhang
Anhang Bestätigungsvermerk
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

Konzernbilanz der 2G Bio-Energietechnik AG

31.12.2007
Aktiva
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1.) Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
.. sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 56.062,00
2.) Geschäfts- oder Firmenwert 7.090.458,70
7.146.520,70
II. Sachanlagen
1.) Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
.. einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
18.488,00
2.) Technische Anlagen und Maschinen
122.037,00
3.) Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
497.419,00
III. Finanzanlagen 637.944,00
1.) Beteiligungen
10.000,00
2.) Wertpapiere des Anlagevermögens
28.496,00
38.496,00
Summe Anlagevermögen 7.822.960,70
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1.) Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.102.875,11
2.) Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 756.388,57
3.) Fertige Erzeugnisse und Waren 32.500,00
4.) Geleistete Anzahlungen 929.918,80
5.) Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -1.387.216,94
1.434.465,54
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1.) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.437.866,16
2.) Sonstige Vermögensgegenstände 198.428,13
5.636.294,29
III. Wertpapiere
1.) Sonstige Wertpapiere 2.426.281,12
2.426.281,12
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
1.) Kassenbestand
832,36
2.) Guthaben bei Kreditinstituten
468.731,78
469.564,14
Summe Umlaufvermögen 9.966.605,09
C. Aktive latente Steuern 194.778,31
D. Rechnungsabgrenzungsposten 74.895,00
Summe 18.059.239,10

20
31.12.2007
Passiva
EUR
A. Kapital
4.030.000,00
I. Gezeichnetes Kapital
II. Kapitalrücklage 7.975.300,00
III. Gewinnvortrag / Verlustvortrag
11,61
IV. Jahresüberschuss / -fehlbetrag
V. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter 538.877,79

-309,18

12.543.880,22

B. Rückstellungen
1.) Steuerrückstellungen 428.580,92
2.) Sonstige Rückstellungen 831.200,00
1.259.780,92

C. Verbindlichkeiten
1.) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
.. - langfristige 177.392,97
.. - kurzfristige 12.922,78
2.) Erhaltene Anzahlungen 0,00
3.) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.817.362,86
4.) Sonstige Verbindlichkeiten 1.247.899,35
.. - davon aus Steuern (867.137,19)
.. - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (5.576,92) ooooooooo00
4.255.577,96

Summe 18.059.239,10

21
Der Konzern Die Aktiengesellschaft

Bilanz Bilanz
Gewinn und Verlust Anhang
Anhang Bestätigungsvermerk
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

Konzerngewinn- und -verlustrechnung


der 2G Bio-Energietechnik AG

01.07. bis 31.12.2007


EUR
Umsatzerlöse 20.528.996,40
- Bestandsveränderungen der fertigen und unfertigen Erzeugnisse -2.905.094,28
17.623.902,12
+ Sonstige betriebliche Erträge 81.127,76
17.705.029,88
- Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und
für bezogene Waren 12.328.724,64
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.862.107,06
- Skontoerträge 162.356,62
14.028.475,08
- Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 935.755,99
b) Soziale Abgaben 161.419,72
1.097.175,71
- Abschreibungen auf
Immaterielle Vermögensgegenstände 184.678,30
Sachanlagen 95.343,79
Geringwertige Wirtschaftsgüter 16.393,20
296.415,29
- Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Betriebskosten 155.285,42
b) Verwaltungskosten 661.787,84
c) Vertriebskosten 219.292,29
d) Sonstige andere betriebliche Aufwendungen 263.248,34
1.299.613,89

+ Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.147,15


davon aus verbundenen Unternehmen 1.800,00
- Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des 619,44
Anlagevermögens 18.676,86
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen -11.149,15
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 972.200,76
- Steuern vom Einkommen und Ertrag 429.357,86
- Sonstige Steuern 3.965,11

Jahresüberschuss / -fehlbetrag 538.877,79

22
23
Der Konzern Die Aktiengesellschaft

Bilanz Bilanz
Gewinn und Verlust Anhang
Anhang Bestätigungsvermerk
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

Konzernanhang der 2G Bio-Energietechnik AG

A. Allgemeine Angaben zum Konzern- Auf die Rechnungslegung des Konzerns fin-
abschluss den die Vorschriften für Kapitalgesellschaften
im Sinne des § 264 ff. HGB, die einschlägigen
1. Grundsätzliche Angaben
Vorschriften des Aktiengesetzes sowie die
Die 2G Bio-Energietechnik AG ist eine Aktien-
Regelungen gemäß § 290 ff. HGB für Konzern-
gesellschaft deutschen Rechts. Die Aktien der
abschlüsse Anwendung.
Gesellschaft werden im Freiverkehr im Entry
Standard der Deutschen Börse AG gehandelt Die funktionale Währung des Konzerns ist der
und damit nicht an einem organisierten Markt. Euro. Alle Betragsangaben erfolgen deshalb in
EUR bzw. TEUR.
Die Gesellschaft ist im Handelsregister des
Amtsgerichtes Coesfeld (HRB Nr. 11081) einge- B. Konsolidierungsmethoden
tragen und hat ihren Sitz in 48619 Heek, Benz-
1. Konsolidierungskreis und Aufstellung
straße 10.
des Anteilsbesitzes
2. Geschäftszweig In dem Konzernabschluss der 2G Bio-Energie-
Die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften technik AG (Mutterunternehmen) sind folgende
betreiben im Wesentlichen die Planung und Er- Abschlüsse enthalten:
richtung von Blockheizkraftwerken und anderen
2G Energietechnik GmbH
Anlagen zur Gewinnung bzw. effizienten Nut-
Heek, Deutschland
zung elektrischer Energie sowie mit Blockheiz-
kraftwerken verbundene Serviceleistungen. Anteil in % 100,00

3. Grundlagen der Rechnungslegung Nennkapital EUR 25.600


Der Konzernabschluss der 2G Bio-Energietech-
Eigenkapital EUR 1.857.896,84
nik AG zum 31. Dezember 2007 wurde gem. §§
290 ff. HGB, nach den ergänzenden Vorschriften Jahresergebnis EUR 1.232.325,52
des Aktiengesetzes sowie den ergänzenden
Stichtag 31.12.2007
Regelungen der Satzung aufgestellt.

24
Gegenstand des erworbenen Unternehmens ist zum 31. Dezember 2007 vorgenommen.
die Planung und Errichtung von Biogasanlagen,
2. Angewandte Konsolidierungsmethoden
Handel mit Komponenten für Biogasanlagen
Stichtag des Konzernabschlusses und der ein-
sowie die mit Biogasanlagen verbundenen Ser-
bezogenen Unternehmen
viceleistungen.
Der Konzernabschluss basiert auf den Einzel-
Die Einbringung der Anteile der in den Konzern- abschlüssen der 2G Bio-Energietechnik AG und
abschluss einbezogenen Tochterunternehmung der einbezogenen Tochterunternehmen. Die
2G Energietechnik GmbH erfolgte zum 12. Juni Abschlüsse sind auf den Stichtag 31. Dezember
2007. Die erstmalige Einbeziehung erfolgte zum erstellt.
30. Juni 2007.
Kapitalkonsolidierung
AEM GmbH, Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Buch-
Heek, Deutschland wertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB.
Dabei werden die Anschaffungskosten der An-
Anteil in % 90,00
teile mit dem Buchwert des anteiligen Eigenka-
Nennkapital EUR 125.000 pitals des Tochterunternehmens zum Zeitpunkt
der erstmaligen Einbeziehung verrechnet. Dabei
Eigenkapital EUR ./. 3.091,80
entstehende Unterschiedsbeträge werden den
Jahresergebnis EUR ./. 64.690,29 Bilanzpositionen des Tochterunternehmens bis
zur Höhe ihrer Zeitwerte zugerechnet. Der da-
Stichtag 31.12.2007
nach verbleibende Unterschiedsbetrag aus der
Gegenstand des Unternehmens ist die Dienst- Kapitalkonsolidierung (Geschäfts- oder Firmen-
leistung/Beratung und Anlagenprojektierung im wert) wird aktiviert und gemäß § 309 Abs. 1 Satz
Bereich der Energietechnik. 2 HGB über die voraussichtliche Nutzungsdauer
von 20 Jahren linear abgeschrieben.
Im Geschäftsjahr 2007 wurden die Anteile an
der AEM GmbH mit Vertrag vom 20. September
2007 erworben. Die Erstkonsolidierung wurde

25
Der Konzern Die Aktiengesellschaft

Bilanz Bilanz
Gewinn und Verlust Anhang
Anhang Bestätigungsvermerk
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

Nicht der Gesellschaft gehörende Anteile der in ergebnisneutral.


den Konzernabschluss einbezogenen Tochter-
Aufwands- und Ertragskonsolidierung
unternehmen werden innerhalb des Eigenka-
Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt
pitals unter der Position „Ausgleichsposten für
gem. § 305 Abs. 1 HGB. Sie hat den Zweck,
Anteile anderer Gesellschafter“ ausgewiesen.
dass in der Konzerngewinn- und -verlustrech-
Schuldenkonsolidierung nung nach Art und Höhe nur die Aufwendungen
Die Schuldenkonsolidierung erfolgt gem. § und Erträge abzubilden sind, die aus Geschäfts-
303 Abs. 1 HGB. Hiernach sind Ausleihungen beziehungen mit außerhalb des Konzerns ste-
und andere Forderungen, Rückstellungen und henden Dritten resultieren. Die Konsolidierungs-
Verbindlichkeiten zwischen den in den Kon- maßnahmen umfassen sowohl Eliminierungen
zernabschluss einbezogenen Unternehmen zu als auch Umgliederungen.
eliminieren. Aufrechnungsdifferenzen im Zu-
Mit Einbringung der Anteile an der 2G Ener-
sammenhang mit der Schuldenkonsolidierung
gietechnik GmbH am 12. Juni 2007 lag die
wurden ergebniswirksam berücksichtigt, soweit
Voraussetzung für die Aufstellung eines Kon-
es sich um eine Veränderung gegenüber dem
zernabschlusses vor. Erst ab diesem Zeitpunkt
Vorjahr handelt, ansonsten ergebnisneutral.
konnte die Gesellschaft ihre Rechte in Bezug
Behandlung von Zwischenergebnissen auf das Vermögen und die Geschäftsführung
Die Zwischenergebniseliminierung erfolgt gem. ausüben, so dass der konsolidierte Abschluss
§ 304 Abs. 1 HGB. Hierbei werden Erfolgsbei- aufgrund der erstmaligen Einbeziehung der 2G
träge in der Konzernbilanz eliminiert, die die Energietechnik GmbH zum 30. Juni 2007 nur
Anschaffungs- und Herstellungskosten von Ver- eine sehr geringe Aussagekraft im Hinblick auf
mögensgegenständen, die aus konzerninternen die Beurteilung der Leistungsfähigkeit des Kon-
Lieferungen oder Leistungen resultieren, beein- zerns hat. Da außerdem die Muttergesellschaft
flusst haben. Zwischengewinne und -verluste des Konzerns, die 2G Bio-Energietechnik AG,
im Zusammenhang wurden ergebniswirksam wegen ihrer ausschließlichen Holdingfunktion
berücksichtigt, soweit es sich um eine Verände- kein operatives Geschäft im Jahr 2007 tätigte,
rung gegenüber dem Vorjahr handelt, ansonsten sondern nur das Going Public durchführte, ist es

26
zu Vergleichszwecken mit dem Vorjahr sinnvoll, voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermö-
die wesentlichen Eckdaten der einzigen und gensgegenstände sowohl linear als auch de-
operativen Tochtergesellschaft, der 2G Energie- gressiv abgeschrieben. Der Übergang von der
technik GmbH, Heek, heranzuziehen. degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt,
sobald die lineare Abschreibung zu höheren
C. Angaben zu Bilanzierungs- und
Abschreibungen führt.
Bewertungsgrundsätzen
Bewegliche Gegenstände des Anlagevermö-
1. Bilanzierungsmethoden
gens bis zu einem Wert von 410,00 EUR wurden
Die Einzelabschlüsse der 2G Bio-Energietechnik
im Jahr des Zugangs aktiviert und planmäßig
AG und der Konzerngesellschaft werden nach
abgeschrieben.
einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsme-
thoden aufgestellt. 4. Finanzanlagen
Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungs-
Die einbezogenen Jahresabschlüsse werden
kosten bzw. dem am Stichtag niedrigeren
unter Anwendung der Vorschriften des Handels-
beizulegenden Wert angesetzt. Soweit der nach
gesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes
vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von
aufgestellt.
Vermögensgegenständen des Finanzanlage-

2. Immaterielle Vermögensgegenstände vermögens über dem Wert liegt, der am Bi-

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände lanzstichtag beizulegen ist, so wird dem durch

sind zu den Anschaffungskosten angesetzt und, außerplanmäßige Abschreibung Rechnung

sofern sie der Abnutzung unterlagen, um plan- getragen.

mäßige lineare Abschreibungen vermindert.


5. Vorräte

3. Sachanlagevermögen Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu An-

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaf- schaffungs- und Herstellungskosten bzw. zum

fungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die


Die unfertigen Leistungen werden zu aktivie-
planmäßigen Abschreibungen werden nach der
rungspflichtigen bzw. aktivierungsfähigen Her-

27
Der Konzern Die Aktiengesellschaft

Bilanz Bilanz
Gewinn und Verlust Anhang
Anhang Bestätigungsvermerk
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

stellungskosten unter Beachtung des strengen 7. Kassenbestand, Guthaben bei Kredit­


Niederstwertprinzips zum niedrigeren beizule- instituten und Schecks
genden Wert angesetzt. Die Bewertung erfolgte Die Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks
entsprechend ihres Fertigstellungsgrades mit sind zum Nominalwert bewertet.
anteiligen Herstellungskosten. In die Herstel-
8. Rechnungsabgrenzungsposten
lungskosten werden neben den direkt zurechen-
Sonstige aktive Rechnungsabgrenzungsposten
baren Kosten auch die Material- und Fertigungs-
sind zu Anschaffungskosten angesetzt.
gemeinkosten einbezogen.

9. Steuerrückstellungen
Geleistete Anzahlungen sind zum Nennbetrag
Die Steuerrückstellungen wurden in ihrer vor-
angesetzt.
aussichtlichen Höhe aufgrund des angefallenen
6. Forderungen und sonstige Vermögens- Gewinns für die Nachzahlungen bei Gewerbe-
gegenstände und Körperschaftsteuer dotiert.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensge-
10. Rückstellungen
genstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen
Die sonstigen Rückstellungen werden für unge-
risikobehafteten Posten ist durch Bildung ange-
wisse Verbindlichkeiten in Höhe des Betrages
messener Einzelwertberichtigungen Rechnung
gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer
getragen; das allgemeine Ausfall- und Kredit-
Beurteilung notwendig ist, und berücksichtigen
risiko ist durch Pauschalwertberichtigungen
alle erkennbaren Risiken und ungewissen Ver-
berücksichtigt.
pflichtungen.
Die sonstigen Wertpapiere werden mit den An-
11. Verbindlichkeiten
schaffungskosten angesetzt. Sofern erforderlich,
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten,
wurde unter Beachtung des strengen Niederst-
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, Ver-
wertprinzips zum Bilanzstichtag der niedrigere
bindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
beizulegende Wert angesetzt.
und sonstige Verbindlichkeiten sind zu Rückzah-
lungsbeträgen angesetzt.

28
12. Latente Steuern Anlagevermögens (29 TEUR) zusammen.
Latente Steuerforderungen und -verbindlich-
Auf die Wertpapiere des Anlagevermögens
keiten sind nicht verrechnet worden. Der Berech-
wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf
nung wurde ein durchschnittlicher Steuersatz
den am Abschlussstichtag niedrigeren beizu-
von 40 % zu Grunde gelegt.
legenden Wert in Höhe von 1 TEUR vorgenom-
Aus der im Rahmen der Kapitalkonsolidierung men.
vorgenommenen Verrechnung ergibt sich ein
3. Vorratsvermögen
Unterschiedsbetrag, der als Geschäfts- oder Fir-
Das Vorratsvermögen beträgt zum Bilanzstich-
menwert auszuweisen ist. Latente Steuern sind
tag 1.434 TEUR. Es beinhaltet neben den Roh-,
hierauf nicht zu berechnen (DRS 20 TZ. 18).
Hilfs- und Betriebsstoffen (1.103 TEUR) unfertige
13. Währungsumrechnung Erzeugnisse (756 TEUR), fertige Erzeugnisse
Posten des Jahres- bzw. Konzernabschlusses, und Waren (33 TEUR) und geleistete Anzah-
denen auf fremde Währung lautende Beträge lungen (930 TEUR).
zu Grunde liegen, werden mit dem jeweiligen
Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen
Wechselkurs am Tag des Geschäftsvorfalls bzw.
(1.387 TEUR) wurden gem. § 268 Abs. 5 HGB
zum Stichtagskurs unter Beachtung des Nie-
offen von dem Posten Vorräte abgesetzt.
derstwertprinzips umgerechnet.

4. Forderungen und sonstige Vermögens-


D. Erläuterungen zur Konzernbilanz
gegenstände
1. Anlagevermögen Auf die Forderungen aus Lieferungen und
Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermö- Leistungen wurden Einzelwertberichtigungen in
gens im Geschäftsjahr 2007 verweisen wir auf die Höhe von 115 TEUR und Pauschalwertberich-
entsprechende Darstellung im Anlagenspiegel. tigungen in Höhe von 45 TEUR gebildet. Die
Restlaufzeit der Forderungen und sonstigen
2. Finanzanlagen
Vermögensgegenstände beträgt nicht mehr als
Das Finanzanlagevermögen setzt sich aus Be-
ein Jahr, mit Ausnahme eines sonstigen Vermö-
teiligungen (10 TEUR) sowie Wertpapieren des
gensgegenstandes in Höhe von 1 TEUR.

29
Der Konzern Die Aktiengesellschaft

Bilanz Bilanz
Gewinn und Verlust Anhang
Anhang Bestätigungsvermerk
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

5. Rechnungsabgrenzungsposten am 09. Juli 2007 auf 3.530.000 EUR und war in


Innerhalb der Rechnungsabgrenzungsposten wird 3.530.000 nennwertlose Stückaktien im rechne-
ein Disagio in Höhe von 1 TEUR ausgewiesen. rischen Nennwert von 1,00 EUR eingeteilt.

6. Aktive latente Steuern Im Zuge einer außerordentlichen Hauptver-


Die latenten Steuerforderungen in Höhe von 195 sammlung am 09. Juli 2007 wurde eine Kapi-
TEUR resultieren aus dem steuerlichen Verlust- talerhöhung in Höhe von 500.000,00 EUR gegen
vortrag bei der 2G Bio-Energietechnik AG per Sacheinlage durch die Ausgabe von 500.000
31. Dezember 2007, der im Wesentlichen durch neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien
die Kosten des Börsengangs entstanden ist. beschlossen.
Es wird davon ausgegangen, dass der mit dem
Zum Ende des Geschäftsjahres ermittelt sich
Verlustvortrag verbundene Steuervorteil mit hin-
daraus ein Grundkapital in Höhe von 4.030.000
reichender Wahrscheinlichkeit im kommenden
EUR.
Geschäftsjahr 2008 realisiert werden kann.

Für das genehmigte Kapital ist der Vorstand


7. Konzerneigenkapital
durch Beschluss der außerordentlichen Haupt-
Hinsichtlich der Entwicklung des Konzerneigen-
versammlung vom 09. Juli 2007 ermächtigt, in
kapitals in der Periode vom 01. Juli 2007 bis zum
der Zeit vom 01. August 2007 bis zum 09. Juli
31. Dezember 2007 verweisen wir auf die entspre-
2012 das Grundkapital der Gesellschaft mit
chende Darstellung im Konzerneigenkapitalspiegel.
Zustimmung des Aufsichtsrates einmalig oder
Der zur Ausschüttung an Gesellschafter zur mehrmalig um insgesamt 2.015 TEUR durch
Verfügung stehende Betrag beläuft sich auf 539 Ausgabe von bis zu 2.015.000 neuen, auf den
TEUR. Gesetzliche und satzungsmäßige Aus- Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/
schüttungssperren bestehen zum Bilanzstichtag oder Sacheinlagen zu erhöhen. Der Vorstand
nicht. ist ferner ermächtigt, das Bezugsrecht der
Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen
8. Gezeichnetes Kapital
auszuschließen.
Das Grundkapital der Gesellschaft belief sich
vor der außerordentlichen Hauptversammlung

30
9. Kapitalrücklage
EUR
Die Kapitalrücklage in Höhe von 7.975.300,00
Gewährleistungs-
EUR resultiert im Wesentlichen aus dem Agio
verpflichtungen 401.000,00
von einer im Jahr 2007 durchgeführten Kapi-
talerhöhung der 2G Bio-Energietechnik AG. Die Noch nicht abgerechnete
Leistungen von
Entwicklung der Kapitalrücklage im laufenden
Subunternehmern 228.000,00
Geschäftsjahr ist nachfolgend dargestellt:
Jahresabschlussarbeiten 69.000,00
EUR
Urlaubsansprüche 66.000,00
Stand 01.01.2007 0,00
Berufsgenossen-
Agio aus weiteren schaftsbeiträge 22.000,00
Kapitalerhöhungen 4.472.000,00
Hauptversammlung /
Agio aus Kapitalerhöhung Geschäftsbericht 18.000,00
im Rahmen des
Börsengangs 3.500.000,00 Restarbeiten an fertig
gestellten Anlagen 17.000,00
Andere Zuzahlungen in
das Eigenkapital 3.300,00

Stand 31.12.2007 7.975.300,00

10. Steuerrückstellungen
Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Ge-
schäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten
Gewerbesteuern (179 TEUR) und Körperschaftsteu-
ern einschließlich Solidaritätszuschlag (249 TEUR).

11. Sonstige Rückstellungen


Die sonstigen Rückstellungen betreffen im We-
sentlichen:

31
Der Konzern Die Aktiengesellschaft

Bilanz Bilanz
Gewinn und Verlust Anhang
Anhang Bestätigungsvermerk
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

7. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Restlaufzeiten, in TEUR Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre

Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 190.315,75 56.516,24 127.953,16 5.846,35

Verbindlichkeiten aus Lieferungen


und Leistungen 2.817.362,86 2.817.362,86 0 0

Sonstige Verbindlichkeiten 1.247.899,35 1.247.899,35


davon aus Steuern 867.137,19 867.137,19
davon im Rahmen der
sozialen Sicherheit 10.977,44 10.977,44

Summe Verbindlichkeiten 4.255.577,96 4.121.778,45 127.953,16 5.846,35

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber E. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und


Kreditinstituten sind gemäß den Sicherungsver- -verlustrechnung
einbarungen durch Sicherungsübereignung des
1. Sonstige Angaben zur Gewinn- und
entsprechenden Sachanlagevermögens abge-
Verlustrechnung
sichert.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem
Gesamtkostenverfahren aufgestellt und gemäß
§ 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

32
2. Umsatzerlöse Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt im
Hinsichtlich der Aufteilung der Umsatzerlöse Berichtsjahr -1.505 TEUR. Er beinhaltet neben
gem. § 285 Nr. 4 HGB für das Geschäftsjahr Auszahlungen für Investitionen in das Anlage-
2007 verweisen wir auf die entsprechende Dar- vermögen (190 TEUR) im Wesentlichen Auszah-
stellung im Lagebericht. lungen zum Erwerb von konsolidierten Unterneh-
men (1.316 TEUR).
3. Latente Steuern
In der Gewinn- und Verlustrechnung sind fol- Angaben zum Erwerb von Unternehmen
gende Sachverhalte erfasst: Mit dem Erwerb der Tochterunternehmen 2G Ener-
gietechnik GmbH sowie AEM GmbH wurden Kauf-
EUR
preiszahlungen in Höhe von 8.117 TEUR geleistet.
Latente Steueraufwendungen 0 Mit den Anteilserwerben stehen Kaufpreisanteile,
die Zahlungsmittel oder Zahlungsmitteläqui-
Latente Steuererträge 194.778,31
valente darstellen, in Höhe von 1.317 TEUR in
Davon entfallen auf Verbindung.
Verlustvorträge 194.778,31
Der Gesamtbetrag aller mit den Unternehmen
F. Sonstige Angaben erworbenen Bestände an Zahlungsmitteln und
Zahlungsmitteläquivalenten beträgt für die 2G
1. Kapitalflussrechnung
GmbH 247 TEUR und für die AEM GmbH
Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene
-13 TEUR.
Finanzmittelfonds umfasst ausschließlich liquide
Mittel und Bankguthaben.

Der Cashflow aus operativer Tätigkeit betrug im


Berichtsjahr -3.456 TEUR. Er beinhaltet neben
dem Periodenergebnis die Abschreibungen
sowie die Veränderungen der Rückstellung und
des Working Capital.

33
Der Konzern Die Aktiengesellschaft

Bilanz Bilanz
Gewinn und Verlust Anhang
Anhang Bestätigungsvermerk
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

Die Beträge der mit den Unternehmen erworbenen Bestände an anderen Vermögensgegenständen und
Schulden gliedert sich wie folgt:

Erworbene Wirtschaftsgüter, in EUR Gesamt 2G GmbH AEM GmbH

Vermögensgegenstände
Anlagevermögen 661.237 600.292 60.945
Vorräte 1.463.116 1.343.728 119.388
Lieferantenforderungen 2.117.509 2.008.568 108.941
Sonstige Vermögensgegenstände 73.318 33.164 40.155
Rechnungsabgrenzungsposten 59.586 59.278 308
4.374.766 4.045.030 329.737
Schulden
Rückstellungen 756.151 749.051 7.100
Bankverbindlichkeiten 196.007 161.413 34.594
Erhaltene Anzahlungen 436.343 436.343 0
Lieferantenverbindlichkeiten 1.783.305 1.518.213 265.093
Sonstige Verbindlichkeiten 589.637 576.333 13.304
3.761.443 3.441.352 320.091

613.323 603.677 9.646

2. Mitteilungen gem. § 20 AktG 3. Abhängigkeitsbericht


Herr Christian Grotholt und Herr Ludger Gaus- Der direkt gehaltene Anteil der Cobalt Holding AG,
ling haben der Gesellschaft gem. § 20 AktG Kükels, an der Gesellschaft betrug bis zum 12.
mitgeteilt, dass ihnen je mehr als der vierte Teil Juni 2007 mehr als 50 %.
der Aktien der 2G Bio-Energietechnik AG gehört.
Der Vorstand hat gem. § 312 AktG einen Bericht über
Beide Mitteilungen wurden am 30. Juli 2007 im die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. erstellt, der mit folgender Erklärung abschließt:

34
„Berichtspflichtige Rechtsgeschäfte oder Maßnah-
men haben im Berichtszeitraum nicht vorgelegen.“

4. Haftungsverhältnisse
Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB für
eigene Verbindlichkeiten bestanden zum 31. De-
zember 2007 für Gewährleistungsverträge in Höhe
von 481 TEUR, aus Bürgschaften 450 TEUR.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen


Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden für Verträge in folgender Höhe:

2008 2009-2012 2013 ff


EUR EUR EUR
Zahlstellen- und Anmeldestellendienst 2.500,00 *1)

Designated Sponsor-Vertrag 30.000,00*2)

Listingbetreuungsvertrag 15.000,00*3)

Beratungsvertrag UBJ 28.800,00*4)

Mietvertrag 64.800,00*5)

Leasingverträge 13.862,81 2.941,80

*1) Die quirin bank AG erhält eine Pauschale von 2.500 EUR pro Hauptversammlung. Der Vertrag ist unbefristet.

*2) Der Vertrag ist zunächst auf einen Zeitraum von einem Jahr abgeschlossen und verlängert sich auf unbestimmte Zeit, wenn er nicht mit einer Frist von 6 Wochen zum Ende

des Vertragsjahres schriftlich gekündigt wird.

*3) Der Listingbetreuungsvertrag hat eine vereinbarte Laufzeit bis zum 31.12.2008. Er verlängert sich um jeweils ein weiteres Jahr, wenn er nicht mit einer Frist von 6 Wochen

zum Jahresende gekündigt wird.

*4) Sofern der Beratungsvertrag nicht von einer der beiden Vertragsparteien bis zum 30.09.2008 bzw. der folgenden Jahre gekündigt wird, verlängert er sich automatisch um

weitere 12 Monate mit einer Kündigungsfrist von 3 Monaten zum Quartalsende.

*5) Der Mietvertrag verlängert sich jeweils um ein Jahr, wenn er nicht 6 Monate vor Ablauf des Kalenderjahres gekündigt wird.

35
Der Konzern Die Aktiengesellschaft

Bilanz Bilanz
Gewinn und Verlust Anhang
Anhang Bestätigungsvermerk
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

6. Durchschnittliche Zahl der während des 8. Aufsichtsrat


Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter Während des Berichtsjahres waren die fol-
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter genden Personen zu Mitgliedern des Aufsichts-
nach § 267 HGB gliederte sich wie folgt: rats bestellt:

Anzahl Zeitraum

Arbeiter 30 Philip Moffat (Vorsitzender) 01.01.2007


Kaufmann, Hamburg bis 17.07.2007
Angestellte 20
Delf Ness 01.01.2007
Teilzeitbeschäftigte 9
Kaufmann, Hamburg bis 17.07.2007
Mitarbeiter gesamt 59
Michael Boeckel 01.01.2007
Es handelt sich hierbei um Arbeitnehmer der Kaufmann, Hamburg bis 17.07.2007
Tochtergesellschaften 2G Energietechnik GmbH
Dr. Lukas Lenz (Vorsitzender) seit dem
sowie der AEM GmbH.
Jurist, Hamburg 17.07.2007
7. Vorstand
Gerhard Temminghoff seit dem
Der Vorstand setzte sich im letzten Geschäfts-
(stellv. Vorsitzender) 17.07.2007
jahr wie folgt zusammen:
Landwirtschaftsmeister, Vreden
Zeitraum
Wiebe Hofstra
Dr. Lukas Lenz 01.01.2007 senior manager
Jurist, Hamburg bis 17.06.2007 van der Wiel Holding BV, seit dem

Dipl.-Ing. Christian Grotholt seit dem Drachten/NL 17.07.2007

Kaufmann, Heek 17.06.2007



Ludger Holtkamp seit dem

Kaufmann, Heek 17.06.2007

36
9. Bezüge der Organe
Für die Bezüge des Vorstandes wurden im
Geschäftsjahr 153 TEUR und für die Bezüge des
Aufsichtsrates 10 TEUR aufgewendet.

Heek, im Mai 2008


2G Bio-Energietechnik AG

Christian Grotholt Ludger Holtkamp


Vorstandsvorsitzender Vorstand

37
Der Konzern Die Aktiengesellschaft

Bilanz Bilanz
Gewinn und Verlust Anhang
Anhang Bestätigungsvermerk
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

Anlagespiegel

Brutto- Zugänge Veränderungen Abgänge Brutto-


buchwert Konsoli- buchwert
dierungskreis

01.01.2007 01.07. - 01.07. - 31.12.2007


31.12.2007 31.12.2007
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten
und Werten 0,00 55.919,68 22.026,02 0,00 77.945,70
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 548,51 7.268.754,81 0,00 7.269.303,32
0,00 56.468,19 7.290.780,83 0,00 7.347.249,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücks-
gleiche Rechte und Bauten,
einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken 0,00 0,00 22.242,30 0,00 22.242,30
2. Technische Anlagen und
Maschinen 0,00 -85,00 169.258,92 0,00 169.173,92
3. Andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung 0,00 134.178,49 630.214,84 4.209,12 760.184,21
0,00 134.093,49 821.716,06 4.209,12 951.600,43
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 10.000,00 0,00 10.000,00
2. Wertpapiere des
Anlagevermögens 0,00 0,00 29.115,44 619,44 28.496,00
0,00 0,00 39.115,44 619,44 38.496,00

0,00 190.561,68 8.151.612,33 4.828,56 8.337.345,45

38
AfA Veränderungen AfA AfA-Abgänge Summe Netto- Netto-
Gesamt Konsoli- AfA buchwert buchwert
dierungskreis

01.01.2007 01.07. - 01.07. - 31.12.2007 01.01.2007 31.12.2007


31.12.2007 31.12.2007

0,00 16.050,02 5.833,68 0,00 21.883,70 0,00 56.062,00


0,00 178.844,62 0,00 178.844,62 0,00 7.090.458,70
0,00 16.050,02 184.678,30 0,00 200.728,32 0,00 7.146.520,70

0,00 3.058,30 696,00 0,00 3.754,30 0,00 18.488,00

0,00 23.460,92 23.676,00 0,00 47.136,92 0,00 122.037,00

0,00 179.050,84 87.364,99 3.650,62 262.765,21 0,00 497.419,00


0,00 205.570,06 111.736,99 3.650,62 313.656,43 0,00 637.944,00

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 10.000,00

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 28.496,00


0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 38.496,00

0,00 221.620,08 296.415,29 3.650,62 514.384,75 0,00 7.822.960,70

39
Der Konzern Die Aktiengesellschaft

Bilanz Bilanz
Gewinn und Verlust Anhang
Anhang Bestätigungsvermerk
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

Konzernkapitalflussrechnung der 2G Bio-Energietechnik AG

31.12.2007 31.12.2007

EUR EUR

1. Periodenergebnis 538.877,79
2. + Abschreibungen auf das Anlagevermögen 296.415,29
+ Veränderung der Rückstellungen 503.629,66

3. - Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen -472,06

4. - Veränderung der Vorräte 28.650,09


- Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -423.904,09
- Unfertige Erzeugnisse/Waren 2.898.804,36
- Erhaltene Anzahlungen -923.628,88
- Geleistete Anzahlungen -1.522.621,30
5. + Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der
Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen
sind -6.079.290,11
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -3.320.357,25
- Sonstige Vermögensgegenstände -125.109,95
- Wertpapiere -2.426.281,12
- Latente Steuern -192.232,79
- Rechnungsabgrenzungsposten -15.309,00
6. + Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der
Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen
sind 1.255.977,36
- Erhaltene Anzahlungen -436.342,79
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.034.057,37
- Sonstige Verbindlichkeiten 658.262,78
7. = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -3.456.211,98
(operative cash flow)

8. Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens 1.650,00


- Sachanlagevermögen 1.650,00

40
31.12.2007 31.12.2007

EUR EUR

9. – Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -190.013,17


- immaterielle Vermögensgegenstände -55.919,68
- Sachanlagevermögen -134.093,49
10. – Erwerb von konsolidierten Unternehmen -1.316.295,03
- 2G Energietechnik GmbH -1.203.559,03
- AEM GmbH -112.736,00
11. = Cashflow aus Investitionstätigkeit
(investive cash flow) -1.504.658,20
12. Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 5.155.300,00
- gezeichnetes Kapital 980.000,00
- Kapitalrücklage 4.175.300,00
13. – Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-)Krediten -18.613,84
14. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
(finance cash flow) 5.136.686,16
15. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittel-
bestandes (Summe aus 7., 11. und 14.) 175.815,98
16. + konsolidierungskreisbedingte 234.189,17
Änderungen des Finanzierungsmittelbestandes
- 2G Energietechnik GmbH 246.927,00
- AEM GmbH -12.738,00

17. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 46.636,21


18. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode 456.641,36

41
Der Konzern Die Aktiengesellschaft

Bilanz Bilanz
Gewinn und Verlust Anhang
Anhang Bestätigungsvermerk
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

Konzerneigenkapitalentwicklung

Eigenkapitalentwicklung Mutterunternehmen

2G Bio-Energietechnik AG Konzern Gezeichnetes Kapitalrücklagen Übriges Erwirtschaftetes


in EUR Kapital kumuliertes Konzernergebnis
Konzernergebnis

Stand per 01.01.2007 50.000,00 0,00 -6.363,79


Kapitalerhöhung
2G Bio-Energietechnik AG 3.980.000,00

Einlage in die
Kapitalrücklage 7.975.300,00

Übrige Veränderungen 6.375,40

Konzernjahresüberschuss
per 31.12.2007 538.877,79

Stand per 31.12.2007 4.030.000,00 7.975.300,00 6.375,40 532.514,00

42
Minderheitsgesellschafter Konzerneigenkapital

Summe Minderheiten- auf Minderheiten Summe


kapital entfallendes
erwirtschaftetes
Konzernergebnis
43.636,21 0,00 0,00 0,00 43.636,21

3.980.000,00 3.980.000,00

7.975.300,00 7.975.300,00

6.375,40 6.375,40

538.877,79 538.877,79

12.544.189,40 -309,18 0,00 -309,18 12.543.880,22

43
Der Konzern Die Aktiengesellschaft

Bilanz Bilanz
Gewinn und Verlust Anhang
Anhang Bestätigungsvermerk
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

Konzernlagebericht der 2G Bio-Energietechnik AG

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

A.1. Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit


Die 2G Bio-Energietechnik AG („2G AG“) ist eine
Holding, die zur Zeit drei Tochtergesellschaften
hält. Nachfolgend eine Übersicht zur aktuellen
Beteiligungsstruktur des 2G Konzerns:

2G Bio-Energietechnik AG

100 % 100 % 90 %

2G Energietechnik GmbH 2G Iberica S.L. (ab 01/2008) AEM GmbH

Die wesentliche operative Gesellschaft ist die 2G mit dem am 12. Juni 2006 abgeschlossenen
Energietechnik GmbH in Heek („2G GmbH“). Einbringungs- und Nachgründungsvertrag, der
Diese wurde 1995 durch die Herren Ludger von der Hauptversammlung vom 12. Juni 2006
Gausling und Christian Grotholt gegründet. Im genehmigt und am 25. Juni 2006 in das Han-
Juni 2007 haben diese Gründungsgesellschaf- delsregister eingetragen wurde.
ter ihre Geschäftsanteile an der 2G GmbH im
Mittlerweile ist der 2G Konzern einer der führen-
Rahmen einer ordentlichen Kapitalerhöhung als
den Anbieter von ganzheitlichen Lösungen zur
Sacheinlage in die 2G AG eingebracht, die da-
dezentralen Energieversorgung. Er bietet mit der
mals noch unter RUBIN 25. AG firmierte und ih-
Entwicklung, dem Bau, der Installation und dem
ren Sitz in Berlin hatte. Die Einbringung erfolgte

44
Betrieb von Blockheizkraftwerken ganzheitliche wurden die Hersteller sondiert, die mit ihren
Lösungen im wachsenden Markt der hoch- Produkten weltweit führend sowohl mit ihren
effizienten Kraft-Wärme-Kopplung. Mit bereits Technologien als auch in puncto Effizienz und
mehr als 530 installierten KWK-Anlagen mit einer Preis-Leistungs-Verhältnis sind. Im Einzelnen:
Leistung von mehr als 120 MW genießt der 2G
• Gasmotoren betriebene BHKW-Module
Konzern heute als einer der Technologieführer
der Branche bundesweit Anerkennung. • Zündstrahlmotoren betriebene BHKW-Module

Vor dem Hintergrund der drohenden Klima- • Wärmenutzung


erwärmung und steigender Energiepreise sieht
der 2G Konzern im dezentralen, effizienten • Gasreinigung/Trocknung
Einsatz fossiler und regenerativer Energieträger
• Netzanbindung
wie Erdgas, Biogas, Klärgas, Deponiegas und
Grubengas eine große Zukunft. Mit dem Know- • Steuerungsbau und Programmierung
how aus mehr als zehn Jahren Erfahrung und
der sorgfältigen Verarbeitung standardisierter • Service, Wartung und Instandhaltung

Bauteile, hochwertiger Materialien und einem


Die strategische Ausrichtung für das kommende
professionellen Service werden exzellente Wir-
Jahr sowie die nächsten Jahre wird sich im We-
kungsgrade und eine Anlagenverfügbarkeit von
sentlichen auf nachfolgende Punkte fokussieren:
mehr als 95 % erzielt.
• Ausbau des Niederlassungs- und Vertriebs-
Aufgrund seines Bekanntheitsgrades und der
netzes in Zentral- und Osteuropa und even-
Qualität seiner Leistungen konnte der 2G Kon-
tuell Südamerika
zern gute Geschäftsbeziehungen zu verschie-
denen Kundengruppen und zu Planern aufbau- • Konzentration auf Gasverwertung: neben
en bzw. weiter intensivieren. Biogas auch auf Klär-, Deponie- und
Grubengas sowie auf Erdgas
Die Produktpalette umfasst BHKW-Anlagen (zum
Teil eigene, zum Teil zugekaufte Produkte). Es

45
Der Konzern Die Aktiengesellschaft

Bilanz Bilanz
Gewinn und Verlust Anhang
Anhang Bestätigungsvermerk
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

• Margenstarke Festbrennstoffkessel zur Die Anlagen werden überwiegend in Deutsch-


energetischen Nutzung des Gärrestes und land installiert, jedoch mit stark zunehmendem
anderer Biomasse unter Einhaltung der Auslandsanteil. Dabei ist die Ausdehnung der
Grenzwerte nach TA Luft. Geschäftsaktivitäten ins Ausland eine klare
strategische Zielrichtung. Die Entwicklung des
• Margenstarkes Kompaktblockheizkraftwerk
steigenden Auslandsanteils der Umsatzerlöse der
„G-Box 50“ mit 25-48 kW als Beistelllösung
2G GmbH zeigt folgende Darstellung sehr gut:
in der Objektversorgung von Kranken-
häusern und Verwaltungen bis hin zu
2007 2006
Werkstätten oder Fabriken.
EUR EUR
• Margenstarkes Angebot von Kleinanlagen Umsatz im
1 kW für Ein- und Zweifamilienhäuser und Inland 27.091.572,82 20.480.770,34
Mehrfamilienhäuser / Energiepass schafft
Umsatz im
enormes Wachstumspotential.
Ausland 1.592.924,610 135.208,40

• Gezielte Diversifikation und konsequentes Summe


Ausnutzen von Marktnischen. Umsätze 28.684.497,43 20.615.978,74

• Ständige Kontroll- und Rationalisierungs-


maßnahmen auf allen Fertigungsstufen
sichern den hohen Qualitätsstandard, der Für das Geschäftsjahr 2008 wird mit einem
eine wesentliche Grundlage für den Markt- weiteren Anstieg des Auslandsanteils an der
erfolg unserer Produkte bildet. Gesamtleistung gerechnet. Mit der Gründung
einer Niederlassung in Spanien Anfang 2008 so-
• Im Berichtsjahr konnten wir die verfügbaren
wie einer geplanten Niederlassung in England
Produktionskapazitäten bis an ihre Grenzen
im Geschäftsjahr 2008 wurden hier bereits die
auslasten. Daher ist auch ein Ausbau der
ersten Schritte in die richtige Richtung gemacht.
Produktionskapazitäten geplant.
Die 2G AG hat die Beteiligung an der 2G GmbH

46
erst im Juni 2007 erworben. Daher erfolgt die junkturtests im April 2008. Hiernach ist der Ge-
Konsolidierung auch erst ab diesem Zeitpunkt schäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft
und umfasst somit nur die letzten sechs Mo- Deutschlands im April 2008 spürbar gesunken.
nate des Jahres 2007. Da die 2G AG im Jahr Nach dem Zwischenhoch zu Jahresanfang 2008
2007 noch keine wesentliche operative Tätigkeit sprechen die neuen Umfrageergebnisse für eine
durchführte, ist eine Interpretation über die Er- langsamere Gangart der Konjunktur.
tragskraft bzw. Leistungsfähigkeit des gesamten
Für das Auslandsgeschäft ist man trotz des
Konzerns für das Jahr 2007 nur eingeschränkt
starken Euros aber weiterhin optimistisch. Der
möglich. Grund hierfür ist, dass das maßgeb-
Aufbau der Beschäftigung wird den Unterneh-
liche Ergebnis der 100%igen Tochtergesellschaft
mensplanungen nach weitergehen, jedoch an
2G GmbH nur anteilig in den Konzernabschluss
Schwung verlieren.
eingeflossen ist.

Entwicklung der Branche


A.2. Geschäftsverlauf
Die Entwicklung in der Branche entspricht der
Entwicklung der Gesamtwirtschaft
gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.
Die Weltwirtschaft wächst, die kurzfristige
Konjunkturerwartung hat sich nach den Finanz- Vor dem Hintergrund der Absichtserklärung des
turbulenzen infolge der amerikanischen Hypo- Europarats vom März 2007, die Treibhausgas-
thekenkrise allerdings etwas eingetrübt. Der emissionen in der Europäischen Union über die
Internationale Währungsfonds (IWF) hat deshalb aus dem Kyoto-Protokoll geltenden Verpflich-
die Wachstumsprognosen für alle großen Volks- tungen hinaus bis zum Jahr 2020 um mindes-
wirtschaften sowohl für 2007 als auch für 2008 tens 30 % gegenüber dem Stand von 1990 zu
leicht gesenkt. verringern, wenn im Anschluss an das Kyoto-
Protokoll ein neues internationales Klimaschutz-
Der einschlägigen Tagespresse ist zu ent-
abkommen zustande kommt, beabsichtigt die
nehmen, dass der Internationale Währungs-
Bundesregierung mit dem sog. „8-Punkte-Plan“
fonds (IWF) skeptischer auf das Wachstum
vom April 2007, die deutschen Treibhausgas-
in Deutschland blickt. Bestätigt werden diese
Emissionen bis zum Jahr 2020 nunmehr sogar
Aussagen durch die Ergebnisse des ifo Kon-

47
Der Konzern Die Aktiengesellschaft

Bilanz Bilanz
Gewinn und Verlust Anhang
Anhang Bestätigungsvermerk
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

um 40 % gegenüber dem Stand von 1990 zu elektrischer Leistung 11,67 ct/kWh und
reduzieren. sinkt dann stufenweise bis einschließlich
einer Anlagenleistung von 20 MW auf
Vorgesehen sind dazu u.a. die
7,79 ct/kWh. Dies bedeutet eine höhere

• Steigerung des Anteils der erneuerbaren Grundvergütung für kleinere Anlagen zu

Energien an der Stromerzeugung auf über Lasten von Großanlagen.

27 %,
• Die Degression für Bio-Anlagen, die ab 2009

• Verdoppelung der Nutzung der Kraft-Wärme- in Betrieb genommen werden, sinkt auf 1 %

Kopplung auf 25 %, jährlich (bisher 1,5 %).

• Steigerung des Anteils der erneuerbaren • Maximal kann der NaWaRo-Bonus für

Energien im Wärmesektor auf 14 %. Anlagen bis 150 kW 8 ct/kWh erreichen,


wenn nur nachwachsende Rohstoffe und
Bislang handelt es sich hierbei allerdings nur um mindestens 30 % Gülle eingesetzt werden.
eine politische Absichtserklärung, die noch der Der sog. Gülle-Bonus allein macht 2 ct/kWh
rechtlichen Umsetzung bedarf. aus.

Im Entwurf des Gesetzes zur Förderung der • Der KWK-Bonus für Anlagen bis einschließ-
Kraft-Wärme-Kopplung der Bundesregierung lich 20 MW beträgt künftig 3 ct/kWh (derzeit
vom 05. Dezember 2007 ist die Bioenergie auch 2 ct/kWh). Durch die Erhöhung wird ein
in Zukunft ein wesentlicher Stützpfeiler des EEG. noch stärkerer Anreiz zur KWK-Nutzung und
Die Verabschiedung des EEG wird für 2008 damit zur Ausschöpfung von Effizienz-
erwartet, damit es zum Beginn des Jahres 2009 potentialen gegeben.
in Kraft treten kann. Folgende Einzelaspekte des
ab 2009 gültigen Vergütungs- und Bonus-Sys- • Auch künftig ist ein zusätzlicher Techno-

tems sind besonders erwähnenswert: logie- bzw. Innovationsbonus in Höhe von 2


ct/kWh zusätzlich zum KWK-Bonus möglich.
• Die Grundvergütung für Strom aus Bio- Die Anlagen bzw. förderfähigen Prozesse
masse beträgt für Anlagen bis 150 kW sind im Gesetzesentwurf explizit benannt.

48
Die Entwicklung der Branche ist zurzeit durch erwirtschaftet werden.
eine Abwartehaltung bei den Kunden gekenn-
Umsatz und Ergebnis konnten deutlich gestei-
zeichnet. Diese resultiert im Wesentlichen aus
gert werden. Dieser Erfolg beruht auf:
der Nichtverabschiedung des EEG und der
damit verbundenen Unsicherheit bzgl. der poli- • Erweiterung des Produktportfolios und damit
tischen Rahmenbedingungen. Erschließung neuer Märkte.

Einschätzung der Unternehmensleitung • Erweiterung des Auslandsgeschäftes.


Der Geschäftsverlauf war im Geschäftsjahr ge-
kennzeichnet von: • Diversifikation in der Kundenstruktur.

• Dem Börsengang der 2G Bio-Energietechnik Für 2008 wird mit einer Zurückhaltung beim
AG im Juni 2007. Auftragseingang aufgrund der Ungewissheit hin-
sichtlich der Verabschiedung des EEG gerech-
• Den Anfängen der Internationalisierung, net. Zum Bilanzstichtag 31.12.2007 lagen jedoch
vorwiegend in den Niederlanden und trotz der sich klar abzeichnenden Zurückhaltung
Spanien. der Kunden bereits unterschriebene Aufträge
von über 11 Mio. EUR vor.
• Seit Jahren wieder ansteigender Nachfrage
im Bereich der erdgasbetriebenen BHKWs.

Die Geschäftsentwicklung des 2G Konzerns


ist wesentlich von der Geschäftsentwicklung
der Tochtergesellschaft 2G GmbH geprägt. Die
Geschäftsentwicklung für den 2G Konzern war
insgesamt zufriedenstellend. Trotz der schwie-
rigen Wettbewerbssituation sowie entgegen dem
Trend in der Branche konnte für das zweite Halb-
jahr 2007 ein Umsatz von 20.528 TEUR sowie
ein EBIT von 979 TEUR für den 2G Konzern

49
Der Konzern Die Aktiengesellschaft

Bilanz Bilanz
Gewinn und Verlust Anhang
Anhang Bestätigungsvermerk
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des 2G Konzerns hat sich im Geschäftsjahr 2007 insgesamt
sehr positiv entwickelt; sie ist von der Entwicklung der 2G GmbH maßgeblich geprägt.

B.1. Ertragslage
Die verkürzt dargestellte Gewinn- und Verlustrechnung des 2G Konzerns stellt sich wie folgt dar:

Wert in EUR 2007 %

Umsatzerlöse 20.528.996 115,95


Bestandsveränderungen -2.905.094 -16,41
Aktivierte Eigenleistungen 0 0,00
Sonstige betriebliche Erträge 81.128 0,46
Gesamtleistung 17.705.030 100,00
Materialaufwand 14.028.475 79,23
Personalaufwand 1.213.797 6,86
Abschreibungen 296.415 1,67
Sonstige betriebliche Aufwendungen:
Betriebskosten 155.285 0,88
Verwaltungskosten 545.166 3,08
Vertriebskosten 219.292 1,24
Sonstige Aufwendungen 263.248 1,49
Betriebliche Steuern 3.965 0,02
EBIT 979.385 5,53
Finanzergebnis -11.149 -0,06
Außerordentliches Ergebnis 0 0,00
Ertragsteuern -429.358 -2,43

Jahresüberschuss 538.878 3,04

50
Der Umsatz des 2G Konzerns entwickelte sich In den Bereichen der Betriebs-, Verwaltungs-
mit 20,5 Mio. EUR deutlich positiv. Hierbei ist zu und Vertriebskosten sind im 2G Konzern absolute
beachten, dass der Konzern erst am 25. Juni Kostensteigerungen aufgrund der Umsatzstei-
2007 entstanden ist. Ein Konzernabschluss ist gerung zu erkennen, aber auch einmalige, nicht
somit nur für das zweite Halbjahr 2007 zu erstel- wiederkehrende Sonderkosten, insbesondere die
len. Eine Konsolidierung der Umsatzerlöse der Kosten für den Börsengang.
2G GmbH für das Geschäftsjahr 2007 (28,7 Mio.
Nach Abzug aller Betriebsaufwendungen verbleibt
EUR) erfolgt aus diesem Grund nur zeitanteilig.
beim 2G Konzern ein Jahresüberschuss in Höhe
Die Fertigstellung zahlreicher Projekte zum von 539 TEUR (Vorjahr -53 TEUR). Das Ergebnis
Jahresende führte zu einer Gesamtleistung des ist jedoch mit außerordentlichen Aufwendungen in
2G Konzerns von lediglich 17,7 Mio. EUR. Der Höhe von 340 TEUR für den Börsengang belastet.
Rohertrag I liegt bei 3,7 Mio. EUR. Hieraus ergibt Des Weiteren ist gemäß HGB und den Richtlinien
sich ein prozentualer Rohertrag von 20,7 %. des „Deutschen Rechnungslegungs Standards“
(DRS) die Abschreibung auf den Firmenwert
Die Personalkosten des 2G Konzerns liegen
der einbezogenen 2G GmbH für sechs Monate
bei 1.214 TEUR. Der Anstieg resultiert insbe-
berücksichtigt. Diese Abschreibung beträgt für den
sondere aus dem „rasanten“ Wachstum der 2G
vorstehenden Zeitraum 178 TEUR.
GmbH und den damit verbundenen Aufgaben
im Bereich der Steuerung des Unternehmens. Für den 2G Konzern ergibt sich ein EBIT von 979
Im Jahr 2007 konnten neben Neueinstellungen TEUR. Die EBIT-Marge für den 2G Konzern lag
im Bereich der Produktion auch mehrere Know- in 2007 bei 5,5 %. Die Eigenkapitalrentabilität in
how-Träger für das Unternehmen gewonnen Bezug auf den Jahresüberschuss im Verhältnis
werden. Die Personalintensität im 2G Konzern zum buchmäßigen Eigenkapital ist mit 4,3 % im
entspricht gerundet 6,8 % und konnte konstant Rumpfwirtschaftsjahr 2007 zufriedenstellend.
gehalten werden. Die Werte entsprechen damit
Verändert um das Finanzergebnis in Höhe von
der Personalintensität der Tochtergesellschaft
-11 TEUR ergibt sich für den 2G Konzern ein EBT
2G GmbH.
in Höhe von 968 TEUR.

51
Der Konzern Die Aktiengesellschaft

Bilanz Bilanz
Gewinn und Verlust Anhang
Anhang Bestätigungsvermerk
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

B.2. Finanzlage Rechnungslegungsstandards Nr. 2 (DRS 2) erstellt,


Durch eine adäquate Kapitalstruktur ist es das die zeigt, wie sich die Zahlungsmittel (Kassenbe-
Ziel des 2G Konzerns, im Rahmen des Finanz- stände, Schecks sowie Guthaben bei Kreditins-
managements die Liquidität zu sichern und fi- tituten) im Berichtszeitraum durch Mittelzu- und
nanzwirtschaftliche Risiken zu minimieren sowie -abflüsse verändert haben. Dabei wird zwischen
Kapitalkosten zu begrenzen. Zahlungsströmen aus Geschäfts-, Investitions-
und Finanzierungstätigkeit unterschieden.
Zur Entwicklung der Liquidität und der Finanzkraft
des 2G Konzerns wurde eine Kapitalflussrechnung Der Cashflow aus operativer Tätigkeit betrug im
gemäß den Grundsätzen des vom Deutschen Berichtszeitraum -3.455 TEUR. Er stellt sich wie
Standardisierungsrat DSR erarbeiteten Deutschen folgt dar:

31.12.2007
TEUR
Periodenergebnis 539
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 296

Veränderung der Rückstellungen 504

Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen 0

Verlust/Gewinn aus dem Abgang von Anlagevermögen -1

Veränderungen der Vorräte 29

Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer


Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -6.079

Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer


Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.256

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -3.456

52
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt im Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitu-
Berichtsjahr -1.505 TEUR. Er beinhaltet neben ten wurden im Geschäftsjahr 2007 planmäßig
Auszahlungen für Investitionen in das Anlage- zurückgeführt.
vermögen (190 TEUR) im Wesentlichen Auszah-
Die Investitionsmaßnahmen konnten im Be-
lungen zum Erwerb von konsolidierten Unterneh-
richtsjahr nahezu ohne die Aufnahme weiterer
men (1.317 TEUR).
Fremdmittel finanziert werden. Mit einer geord-
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief neten Vermögens- und Finanzlage sieht der 2G
sich im Berichtszeitraum auf 5.137 TEUR. Im Konzern eine wesentliche Voraussetzung erfüllt,
Wesentlichen handelt es sich um Einzahlungen um auch künftig erfolgreich arbeiten zu können.
aus Eigenkapitalzuführungen (5.155 TEUR) aus
dem Börsengang der 2G Bio-Energietechnik AG
sowie Auszahlungen für die planmäßige Tilgung
von Kreditverbindlichkeiten (-19 TEUR).

Die Liquiditätslage des 2G Konzerns war im


Berichtsjahr zu keiner Zeit angespannt. Sie
beträgt zum Bilanzstichtag 457 TEUR. Die nur
geringfügige Erhöhung des Finanzmittelbestan-
des ist im Wesentlichen auf die Mittelbindung
im Bereich der Wertpapiere einerseits sowie den
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
andererseits zurückzuführen.

Der 2G Konzern rechnet damit, auch künftig sei-


ne finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen
zu können. Die Vermögens- und Kapitalstruktur
zeigen die solide Struktur der Unternehmens­
finanzierung.

53
Der Konzern Die Aktiengesellschaft

Bilanz Bilanz
Gewinn und Verlust Anhang
Anhang Bestätigungsvermerk
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

B.3. Vermögenslage
Die Vermögenslage der 2G GmbH stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

31.12.2007 %
EUR
Immaterielle Wirtschaftsgüter 7.146.521 39,57
Sachanlagen 637.944 3,53
Finanzanlagen 38.496 0,21
7.822.961 43,32
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.102.875 6,11
Unfertige Erzeugnisse 756.389 4,19
Fertige Erzeugnisse / Waren 32.500 0,18
Geleistete Anzahlungen 929.919 5,15
Erhaltene Anzahlungen -1.387.217 -7,68
Lieferantenforderungen 5.437.866 30,11
Sonstige Vermögensgegenstände 198.428 1,10
Wertpapiere 2.426.281 13,44
Flüssige Mittel 469.564 2,60
9.966.605 55,19
Aktive latente Steuern 194.778 1,08
Rechnungsabgrenzungsposten 74.895 0,41
Bilanzsumme 18.059.239 100,00

Die Bilanzsumme des 2G Konzerns belief sich zum 31. Dezember 2007 einen Anteil von 43,32 %.
zum Bilanzstichtag auf 18.059 TEUR. Maßgeblichen Anteil hieran haben die immateriel-
len Vermögensgegenstände mit 7.147 TEUR. Sie
An der Bilanzsumme hat das Anlagevermögen
beinhalten im Wesentlichen den im Rahmen der

54
Konsolidierung entstehenden Geschäfts- und Fir- Auslaufende Liefervereinbarungen machten den
menwert der einbezogenen Tochterunternehmen. Abschluss neuer Verträge erforderlich, um auch
künftig eine termingerechte Versorgung mit den
Das Umlaufvermögen betrug zum Bilanzstichtag
benötigten Einsatzstoffen sicherzustellen.
9.966 TEUR. Dies entspricht einem prozentualen
Anteil an der Bilanzsumme von 55,19 %. Wie in den vergangenen Jahren war es zur
termingerechten Bereitstellung der zur Fertigung
Der Vorratsbereich betrug zum Bilanzstichtag
benötigten Einsatzstoffe erforderlich, in einem
1.434 TEUR. Im Wesentlichen handelt es sich
gewissen Umfang Lagerhaltung zu betreiben. Als
hierbei um Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (1.103
Folge davon sind die Bestände an Roh-, Hilfs- und
TEUR) sowie die mit den unfertigen Erzeugnissen
Betriebsstoffen angestiegen. Dieser Anstieg ist im
(756 TEUR) in Verbindung stehenden geleisteten
Wesentlichen auf die Vorratshaltung der Tochterge-
Anzahlungen (930 TEUR) sowie erhaltenen Anzah-
sellschaft 2G GmbH zurückzuführen.
lungen (-1.387 TEUR).
Die Umsatzausweitung im 2G Konzern hat
Die Beschaffungs- und Vorratspolitik war darauf
zwangsläufig eine Erhöhung der Forderungen aus
ausgerichtet, die zur Fertigung erforderlichen Ein-
Lieferungen und Leistungen zur Folge. Die hohe
satzstoffe mit geringstmöglichen Beschaffungs-,
Mittelbindung im Bereich der Forderungen aus
Lager- und Fehlmengenkosten zum Bedarfszeit-
Lieferungen und Leistungen ist auf den Ab-
punkt termingerecht bereitzustellen.
schluss zahlreicher Projekte im Dezember 2007

Auf Grund bestehender Liefervereinbarungen war zurückzuführen.

die termingerechte Versorgung mit den erforder-


Wertpapiere und flüssige Mittel umfassen
lichen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen im abge-
2.896 TEUR.
laufenen Geschäftsjahr grundsätzlich jederzeit
sichergestellt. Nennenswerte Engpässe traten im
abgelaufenen Geschäftsjahr in zwei Fällen auf, in
denen OEM-Vertragspartner aufgrund der Auslas-
tung Komponenten des BHKWs nicht rechtzeitig
liefern konnten.

55
Der Konzern Die Aktiengesellschaft

Bilanz Bilanz
Gewinn und Verlust Anhang
Anhang Bestätigungsvermerk
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

Die Kapitalstruktur der 2G GmbH stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

31.12.2007 %
EUR
Grundkapital 4.030.000 22,32
Kapitalrücklage 7.975.300 44,16
Gewinnvortrag 12 0,00
Jahresüberschuss 538.878 2,98
Ausgleichsposten Anteile anderer Gesellschafter -309 0,00
12.543.880 69,46
Steuerrückstellungen 428.581 2,37
Sonstige Rückstellungen 831.200 4,60
1.259.781 6,98

Bankverbindlichkeiten 190.316 1,05


Lieferantenverbindlichkeiten 2.817.363 15,60
Sonstige Verbindlichkeiten 1.247.899 6,91
4.255.578 23,56

Bilanzsumme 18.059.239 100,00

Die Kapitalstruktur des 2G Konzerns ist durch auf mittelfristiges Fremdkapital. Eigenkapital
einen Anteil vom Eigenkapital an der Bilanzsum- und langfristiges Fremdkapital decken mit 4.898
me von 69,46 % gekennzeichnet. Das Grundka- TEUR das Anlagevermögen jetzt zu 162,61 %.
pital beträgt zum Bilanzstichtag 4.030 TEUR und
Die sonstigen Rückstellungen des 2G Konzerns
hat sich gegenüber dem 01. Juli 2007 um 500
umfassen im Wesentlichen die Gewährleis-
TEUR erhöht.
tungsrückstellungen (401 TEUR), ausstehende
29,56 % der Bilanzsumme des 2G Konzerns ent- Eingangsrechnungen (245 TEUR) sowie Urlaubs-
fallen auf kurzfristiges Fremdkapital und 0,98 % und Überstundenrückstellungen (54 TEUR).

56
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und von Diplomanden bei der 2G. Zurzeit sind bei
Leistungen des 2G Konzerns beliefen sich zum der 2G mehrere Diplomanden mit dem Verfas-
Bilanzstichtag auf 2.817 TEUR. Dies entspricht sen ihrer Diplomarbeit beschäftigt.
einem Anteil von 15,60 %. Die sonstigen Ver-
Des Weiteren wird auch die Kooperation mit
bindlichkeiten betrugen zum Bilanzstichtag
ausländischen Hochschulen weiter forciert. Im
1.248 TEUR.
abgeschlossenen Geschäftsjahr war ein Di-
B.4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen plomand einer brasilianischen Hochschule im
Lage Unternehmen tätig. Aufgrund der erfolgreichen
Zur voraussichtlichen Entwicklung der Gesell- Zusammenarbeit und der hierdurch entstande-
schaft wird im Einzelnen ausgeführt: nen Kontakte ist nach Abschluss des Studiums
eine Festanstellung geplant.
Die Auftragslage des 2G Konzerns der ersten
drei Monate des Jahres 2008 und somit die wirt- Die Weiter- bzw. Neuentwicklung bestehender
schaftliche Lage des Konzerns kann insgesamt Produkte und Konzepte ist das erklärte Ziel
als zufriedenstellend bezeichnet werden. Der der Aktivitäten im Bereich der Forschung und
Auftragsbestand entspricht einer Umsatzreich- Entwicklung.
weite von ca. fünf Monaten.
D. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
C. Forschung und Entwicklung
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich die Zahl
Die Aufwendungen für Forschung und Entwick- der Mitarbeiter der 2G GmbH von 42 um 16,7 %
lung beliefen sich im Geschäftsjahr 2007 auf auf 49 Personen erhöht, darunter acht Teilzeit-
238 TEUR. Im Durchschnitt waren zwei Mitarbei- kräfte und Aushilfen. Bei der AEM GmbH waren
terinnen und Mitarbeiter im Bereich Forschung zum Bilanzstichtag vier Mitarbeiter beschäftigt,
und Entwicklung tätig. darunter eine Aushilfe. Die 2G AG beschäftigte
zum Bilanzstichtag zwei Mitarbeiter. Auf Konzern-
Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten
ebene waren somit 55 Personen beschäftigt.
erfolgen zusätzlich durch die Kooperation mit
Technischen Hochschulen sowie den Einsatz Der Personalaufwand der 2G GmbH belief sich

57
Der Konzern Die Aktiengesellschaft

Bilanz Bilanz
Gewinn und Verlust Anhang
Anhang Bestätigungsvermerk
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 1.727 TEUR, Dieses Risikomanagementsystem soll dazu


der des Konzerns auf 1.097 TEUR. beitragen, Entwicklungen, die den Fortbestand
des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig
Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind in be-
aufzudecken. Wesentlich für ein Risikomanage-
trächtlichem Umfang Maßnahmen zur Aus- und
mentsystem sind ein internes Überwachungssys-
Weiterbildung der Mitarbeiter durchgeführt
tem sowie ein Controlling- und Frühwarnsystem.
worden. Die Gesamtkosten für Aus- und Weiter-
Das Unternehmen verfügt über umfangreiche Pla-
bildung der 2G GmbH haben sich gegenüber
nungs- und Kontrollinstrumente, um Geschäfts-
dem Vorjahr um 208 % auf 18 TEUR erhöht. Ein
risiken frühzeitig zu erkennen und um wirksame
Schwerpunkt der Personalarbeit war auch im
Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Berichtsjahr die Ausbildung junger Mitarbeiter.
E.2. Preisänderungs-, Ausfall- und
E. Risikobericht
Liquiditätsrisiken

E.1. Risikomanagementziele und -methoden Preisänderungsrisiken können grundsätzlich

Das Wachstum beinhaltet neben den Chancen nicht ausgeschlossen werden. Die Wahrschein-

auch Anforderungen und Risiken, welche es zu lichkeit eines Ausfalls prozesskritischer Informa-

lösen bzw. denen es vorzubeugen gilt. Das rasante tionssysteme wird durch entsprechende Maß-

Wachstum der 2G erfordert neue Organisations- nahmen reduziert.

strukturen, Führungsmethoden und –fähigkeiten


Die finanzwirtschaftlichen Risiken, wie Liqui-
sowie Kontrollsysteme.
ditätsrisiken, Preisänderungsrisiken und Bo-

Es wurden Maßnahmen getroffen, mit denen nitätsrisiken werden durch das eingerichtete

die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikomanagementsystem – soweit möglich

Risikokommunikation sichergestellt werden. Zur – reduziert.

Erfassung und Steuerung von Risiken existieren


E.3. Weitere wesentliche Risiken
viele Instrumente, die permanent weiterentwickelt
Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken
werden. Die eingesetzten Instrumente unterschei-
Die für die Gesellschaft wesentlichen gesamt-
den sich notwendigerweise stark voneinander.
wirtschaftlichen Risiken sind vor allem in der

58
konjunkturellen Entwicklung sowie den gesamt- der Rentabilität von neu gebauten Biogasanla-
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu sehen. gen aufgrund der Erhöhung von Substratpreisen
Eine Verschlechterung der Rahmenbedingungen oder Pachtpreisen für Anbauflächen. Diese
könnte das Erreichen der Umsatz- und Ergeb- Auswirkungen können zu einer nachhaltigen Re-
nisziele gefährden. duzierung der Nachfrage führen und sich somit
negativ auf die Umsatzentwicklung auswirken.
Das Geschäftsmodell der Kunden des 2G
Konzerns ist maßgeblich von den umlagefinan- Die Branche wächst überdurchschnittlich stark.
zierten Einspeisevergütungen der erzeugten Diesem Wettbewerbsrisiko stellt sich der 2G
Elektrizität in die Stromnetze in Deutschland (vgl. Konzern dadurch, dass er seine Stellung als
EEG) und in anderen Ländern abhängig. Eine einer der Technologieführer weiter ausbaut.
grundlegende Änderung, Verschlechterung oder
Beschaffungsmarktrisiken
eine zeitlich verspätete Einführung oder Revi-
Mit der Beschaffung von Roh-, Hilfs- und Be-
sion dieser Einspeisevergütungen in einzelnen
triebsstoffen wie auch bezogenen Leistungen
Ländern kann erhebliche Veränderungen auf der
sind grundsätzlich Risiken hinsichtlich Liefer-
Nachfrageseite nach sich ziehen. Diesem Risiko
treue, Qualität und sonstiger Kosten verbunden.
begegnet der 2G Konzern wie folgt:
Eine sorgfältige Auswahl der Lieferanten, gute
• Ausbau der Internationalisierung zur Rahmenbedingungen und langjährige gute und
Streuung des Risikos vertrauensvolle Zusammenarbeit wirkt diesen
Risiken entgegen.
• Durch eine technologisch breite und
flexible Ausrichtung des 2G Konzerns nicht Produktrisiken
nur auf nachwachsende Rohstoffe, Die zukünftige Unternehmensentwicklung hängt
sondern auch auf biologische Abfallstoffe in besonderem Maße davon ab, innovative Pro-
dukte und Konzepte zu entwickeln. Die Zusam-
• Durch Mitwirkung in Fachverbänden,
menarbeit mit namhaften OEM-Vertragspartnern
Zusammenarbeit mit öffentlichen Trägern, etc.
sowie der Einsatz hochwertiger Produktkom-

Ein weiteres Risiko besteht in der Verringerung ponenten sollen auch in Zukunft den hohen

59
Der Konzern Die Aktiengesellschaft

Bilanz Bilanz
Gewinn und Verlust Anhang
Anhang Bestätigungsvermerk
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

Standard der 2G Produkte sicherstellen. Risiken bestehen jedoch dahingehend, dass er-
hoffte Synergien oder Gewinne im Auslandsen-
Die G-Box 50 ist ein neues Produkt der 2G
gagement ausbleiben, verspätet eintreten oder
GmbH. Hierbei handelt es sich um ein kom-
es können unerwartete und überhöhte Anlaufver-
paktes Erdgas-BHKW mit einer elektrischen
luste entstehen, die den Jahresüberschuss des
Leistung von 50 kW und einem hohen Gesamt-
Konzerns negativ beeinflussen können.
wirkungsgrad. Mit der Markteinführung der
G-Box 50 hängen einige Risiken zusammen, die Risiken, die aus wesentlichen Investitionen im
im Vorfeld ausgeräumt bzw. minimiert werden Bereich des Sachanlagevermögens resultie-
konnten. Bei der Beschaffung der verbauten ren, werden durch einheitliche Investitionsrech-
Aggregate wurde auf bewährte Lieferanten nungen bewertet. Wesentliche Fehlinvestitionen
zurückgegriffen, die Fertigung erfolgt im eige- können hierdurch weitestgehend vermieden
nen Haus oder bei langjährigen Partnerfirmen. werden.
Selbst die in der Regel schwer zu reduzierenden
Der 2G Konzern hat sein Wachstum bisher
Marktrisiken konnten aufgrund der Strategie
aus eigener Kraft finanziert und positive Free
eingedämmt werden. So wurde ein bestehendes
Cashflows erzielt. Auch für das kommende
markterprobtes Anlagenkonzept genutzt und
Geschäftsjahr ist die Finanzierung der Ersatzin-
durch Upscaling auf die aktuellen Marktbedürf-
vestitionen aus dem Cashflow geplant.
nisse zugeschnitten.

Es besteht aber unterjährig immer das finanz-


Investitions- und Finanzierungsrisiken
wirtschaftliche Risiko, dass es nicht – oder nicht
Durch den Aufbau von Auslandsgesellschaften
ausreichend – gelingt, die Gesamtleistung und
muss sich der 2G Konzern mit neuen und
bzw. oder die Ergebnismargen über das ganze
unbekannten länderspezifischen Gegebenheiten
Geschäftsjahr entsprechend den Planungen
auseinandersetzen. In 2008 wurde die erste Nieder-
oder den externen Erwartungen zu erfüllen. Dies
lassung in Spanien, 2G Iberica S.L., in der Nähe von
würde sich dann negativ auf den Konzernab-
Barcelona gegründet. Eine weitere Niederlassung
schluss als auch auf den Aktienkurs auswirken.
soll im Geschäftsjahr 2008 in England gegründet
werden.

60
Aus heutiger Sicht – Stand Mai 2008 – sieht der IT- Risiken
2G Konzern zurzeit jedoch keine Anhaltspunkte In einer IT-Umgebung besteht die Gefahr,
für Finanzierungsrisiken. Ein konsequentes und dass man sich von einem System oder einem
regelmäßiges Debitorenmanagement soll wie Systemanbieter zu sehr abhängig macht. Ein
bisher auch zukünftig die Liquidität des Unter- Systemausfall hat dann unter Umständen gra-
nehmens entscheidend stützen. vierende Folgen für das gesamte Unternehmen.
Der 2G Konzern hat diverse Sicherheitsmaß-
Personalrisiken
nahmen umgesetzt, die dieses Risiko minimie-
Dem Wachstum des 2G Konzerns sowie den
ren. Dazu gehören u. a. Zutrittskontrollsysteme
hiermit verbundenen gestiegenen Anforde-
und die unterbrechungsfreie Stromversorgung
rungen wurde durch zahlreiche Neueinstellun-
wichtiger Systeme und Datenspiegelungen. Ge-
gen sowohl im Bereich der Verwaltung als auch
gen Datensicherheitsrisiken durch unberechtigte
in der Produktion begegnet.
Zugriffe auf die IT-Systeme werden u. a. Firewall-

Der Erfolg des 2G Konzerns hängt zum einen systeme und Virenscanner eingesetzt.

von der Attraktivität als Arbeitgeber und natürlich


Bestandsgefährdende Risiken
entscheidend vom Wissen und Engagement
Risiken mit besonderem Einfluss auf die Ver-
der qualifizierten Fach- und Führungskräfte ab.
mögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht
Es besteht zwangsläufig immer ein Risiko durch
zu sehen. Alle aufgeführten Risiken stellen
Abwanderung qualifizierter oder unzufriedener
derzeit keine Bestandsgefährdung dar. Andere
Mitarbeiter.
bestandsgefährdende Risiken sind zurzeit nicht

Durch gezielte Aus- und Weiterbildung der Mitar- erkennbar.

beiter sichert sich der 2G Konzern die fachliche


Kompetenz des Personals. Mittels Einbindung
der Mitarbeiter in Entscheidungs- und Kommuni-
kationsprozesse sowie der Beibehaltung flacher
Hierarchiestufen soll diesem Risiko begegnet
werden.

61
Der Konzern Die Aktiengesellschaft

Bilanz Bilanz
Gewinn und Verlust Anhang
Anhang Bestätigungsvermerk
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

F. Prognosebericht Geschäftsstrategie
Der 2G Konzern fokussiert sich in den kom-
F.1. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren
menden Jahren auf die wachstumsstarken und
Chancen und Risiken
innovationsgetriebenen Bereiche:
Konjunkturausblick und Marktchancen
Eine Prognose der zukünftigen Geschäftsent- • Gasverwertung: Erdgas und Sondergase,
wicklung vor dem Hintergrund der bekannten wie Biogas, Klär-, Deponie- und Gruben-
konjunkturellen Entwicklung erscheint sehr gasnutzung zur Strom- und Wärmeproduktion
schwierig. Unvorhersehbare, nicht vom Unter-
• Festbrennstoffkessel zur energetischen
nehmen zu beeinflussende Entwicklungen und
Nutzung des Gärrestes und anderer
Risiken erschweren jede Prognose.
Biomasse unter Einhaltung der Grenzwerte
Die Effekte der Konjunktur bzw. die wirtschaft- nach TA Luft
lichen Rahmenbedingungen haben elemen-
• Kompaktblockheizkraftwerk „G-Box 50“ mit
taren Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung
25-48 kW als Beistelllösung in der Objekt-
des 2G Konzerns. Insbesondere die bisherige
versorgung von Krankenhäusern, Verwal-
Nichtverabschiedung des Gesetzesentwurfs
tungen bis hin zu Werkstätten oder Fabriken
zum EEG und des KWKG birgt eine gewisse
Unsicherheit sowie Zurückhaltung bei den deut- • Kleinanlagen 1 kW für Ein- und Zweifamilien-
schen Kunden. häuser und Mehrfamilienhäuser

2G geht davon aus, dass sich der konjunktu- Die strategische Ausrichtung auf diese attrak-
relle Aufschwung – wenn auch verlangsamt – in tiven Märkte, die zunehmende Internationalisie-
diesem Jahr fortsetzen wird. In Europa sieht der rung vorwiegend in Zentral- und Osteuropa und
2G Konzern Chancen für einen nachhaltigen die Konzentration auf die Kernkompetenzen er-
Aufschwung. Bei weiter steigenden Preisen für möglichen Investitionen in Wachstumsfelder und
Strom und auch Erdöl werden jedoch die Pro- innovative Technologien. Es wird beabsichtigt,
dukte des Portfolios weiter an Wirtschaftlichkeit führende Rollen einzunehmen bzw. die vorhan-
verlieren. denen starken Marktpositionen auszubauen.

62
Zusätzlich wird der 2G Konzern auch weiterhin len Wachstum. Das Umsatzwachstum der AEM
Anstrengungen zur Kosteneinsparung und Effizi- beruht im Wesentlichen auf dem Vertrieb von
enzverbesserung fortsetzen, um den Unterneh- Kleinanlagen.
menswert weiter nachhaltig zu steigern.
2G GmbH
Umsatz- und Ergebnisprognose für den 2G Für das Gesamtjahr 2008 erwartet die 2G GmbH
Konzern trotz der Abwartehaltung im deutschen Markt
Für das Geschäftsjahr 2007 ergibt sich eine einen Umsatz auf Vorjahresniveau. Grundlage
zufriedenstellende Ertragskraft des Konzerns. dieser Einschätzung ist einerseits die insgesamt
Mit einem EBIT von 979 TEUR, einer EBIT-Marge als zufriedenstellend bezeichnete Auftragslage
(bezogen auf den Konzernumsatz) von 5,53 % – Stand Mai 2008. Der Auftragsbestand ent-
wurden die operativen Ziele für 2007 erreicht. spricht derzeit einer Umsatzreichweite von rund
Man ist zuversichtlich, auf dieser Grundlage fünf Monaten. Andererseits sieht die 2G GmbH
aufbauend, die operative Performance des Kon- sowohl im Inland als auch in Zentral- und Osteuro-
zerns weiter verbessern zu können. Erklärtes Ziel pa erhebliches Wachstumspotential. Das geplante
ist es weiterhin, neben einem kontinuierlichen EBIT der 2G GmbH liegt auf Vorjahresniveau.
Wachstum die notwendige Flexibilität aufbau-
Für das Geschäftsjahr 2009 plant die 2G GmbH
end auf standardisierten Einheiten zu erhalten
einen deutlichen Umsatzanstieg auf ca. 40 Mio.
und sich durch innovative Produkte sowie
EUR. Die derzeitige Planungsrechnung sieht eine
Sevice- und Wartungskonzepte vom Wettbewerb
deutliche Steigerung des EBIT vor. Die geplante
abzugrenzen.
EBIT-Marge liegt bei ca. 8,0 %. Grundlage für die
Für das Gesamtjahr 2008 erwartet der 2G Kon- Umsatzprognose sind neben der zunehmenden
zern einen Umsatzanstieg. Diese Erwartungen Internationalisierung auch die geplanten Umsatz-
beruhen auf den operativen Planungen der Toch- zuwächse durch Erweiterung des Produktportfo-
terunternehmen 2G GmbH und AEM GmbH. Die lios. Hierbei sind insbesondere der Vertrieb von
in der 2G GmbH unterstellte Umsatzsteigerung Festbrennstoffkesseln zur energetischen Nutzung
beruht im Wesentlichen auf einem nationalen, von Gärresten sowie Kompaktblockheizkraftwer-
aber vor allem auf einem verstärkten internationa- ken „G-Box 50“ mit 25-48 kW zu nennen.

63
Der Konzern Die Aktiengesellschaft

Bilanz Bilanz
Gewinn und Verlust Anhang
Anhang Bestätigungsvermerk
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

Aufgrund der hohen Volatilität der Rohstoffpreise Herstellung der Marktreife der Kleinanlagen 1 kW
ist eine längerfristige, zuverlässige Prognose für Ein- und Zweifamilienhäuser (WhisperGen)
derzeit jedoch nicht möglich. Für die Geschäfts- erhebliche Wachstumspotentiale. Es wird erwartet,
jahre 2008 und 2009 wird jedoch ein im Bran- dass die AEM GmbH bereits im Geschäftsjahr
chenvergleich befriedigendes Ergebnis erwartet. den Turnaround vollzieht und ein positives EBIT
erwirtschaftet wird.
Für die kommenden beiden Geschäftsjahre sind
Investitionen mit einem Umfang von jeweils 100 Für das Geschäftsjahr 2009 prognostiziert die
TEUR geplant. Die Investitionstätigkeit wird sich AEM GmbH einen deutlichen Umsatzanstieg auf
ausschließlich auf Ersatzinvestitionen beschrän- ca. 5 Mio. EUR. Die derzeitige Planungsrech-
ken. Die Investitionsmaßnahmen werden im nung sieht zudem eine deutliche Steigerung des
Wesentlichen aus Eigenmitteln finanziert. EBIT auf ca. 0,8 Mio. EUR vor. Grundlage für die
Umsatz- und Ergebnisprognose ist die im Ge-
Mit 49 Mitarbeitern per 31. Dezember 2007 wa-
schäftsjahr 2008 erstmals vertriebene Kleinan-
ren in der 2G GmbH 17 % mehr Mitarbeiter als
lage (WhisperGen). AEM erwartet für 2009 eine
zum vergleichbaren Vorjahreszeitpunkt beschäf-
Etablierung am Markt. Für das Geschäftsjahr
tigt. Bis Ende des Jahres 2008 ist ein weiterer
2009 wird trotz erhöhter Vertriebsaufwendungen
Anstieg um ca. 20 Mitarbeiter geplant. Für das
eine weitere Verbesserung des EBIT geplant.
Geschäftsjahr 2009 sind – auch im Hinblick auf
die erhebliche Umsatzausweitung – weitere Für die kommenden beiden Geschäftsjahre sind
Personaleinstellungen geplant. keine wesentlichen Investitionen geplant. Die
Investitionstätigkeit wird sich ausschließlich auf
AEM GmbH
Ersatzinvestitionen beschränken. Die Investi-
Für das Gesamtjahr 2008 erwartet die AEM
tionsmaßnahmen sollen im Wesentlichen aus
GmbH eine Umsatzsteigerung auf ca. 500
Eigenmitteln finanziert werden.
TEUR. Grundlage dieser Einschätzung ist
einerseits die insgesamt als zufriedenstellend Bei der AEM GmbH waren per 31. Dezember
bezeichnete Auftragslage – Stand Mai 2008. 2007 vier Mitarbeiter beschäftigt. Bis Ende des
Zudem sieht die AEM GmbH aufgrund der Jahres 2008 ist entsprechend der Entwicklung

64
ein Anstieg um einen Mitarbeiter geplant. Auch 2007 eine Kapitalerhöhung durch Bareinlage bei
für das Geschäftsjahr 2009 sind – auch im der Tochtergesellschaft 2G GmbH um 974 TEUR
Hinblick auf die erhebliche Umsatzausweitung auf 1.000 TEUR beschlossen. Die Bareinlage
– weitere Personaleinstellungen geplant. wurde am 09. Januar 2008 geleistet. Die Eintra-
gung der Kapitalerhöhung im Handelsregister
Allgemein kann festgehalten werden, dass viele
des Amtsgerichts Coesfeld ist erfolgt.
Risiken, die im Teil „Risikobericht“ beschrieben
sind, dem Unternehmen auch Chancen bieten. Im Januar 2008 wurde die erste Niederlassung
Chancen für die zukünftige Entwicklung liegen Spanien – 2G Iberica S.L. – gegründet. Das
insbesondere in: Stammkapital der Gesellschaft beträgt 3.006 EUR.
Alleiniger Gesellschafter ist die 2G AG. Der Firmen-
• der Erschließung neuer Absatzmärkte
sitz ist in Vic und liegt 65 km nördlich von Barcelona.

• einer stabilen finanziellen Situation


Im Geschäftsjahr 2008 ist der Neubau einer Pro-

• neuen innovativen Produkten duktionshalle mit integriertem Verwaltungsgebäu-


de am Standort Heek geplant. Die Investition wird
• hoher Produktqualität durch die 2G AG erfolgen. Die Erweiterung der
Produktionskapazitäten erfolgt zwangsläufig auf-
Die Geschäftspolitik wird im Wesentlichen unver-
grund des rasanten Wachstums des 2G Konzerns.
ändert bleiben.
Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine
G. Nachtragsbericht
weiteren Ereignisse eingetreten, die von wesent-

G.1. Vorgänge von besonderer Bedeutung licher Bedeutung sind und zu einer veränderten

nach Schluss des Geschäftsjahres Beurteilung des Unternehmens führen könnten.

Über Vorgänge von besonderer Bedeutung, die


Heek, im Mai 2008
nach dem Schluss des Geschäftsjahres einge-
2G Bio-Energietechnik AG
treten sind, wird nachfolgend berichtet:
Christian Grotholt Ludger Holtkamp
Die 2G Bio-Energietechnik AG hat im Dezember
Vorstandsvorsitzender Vorstand

65
Der Konzern Die Aktiengesellschaft

Bilanz Bilanz
Gewinn und Verlust Anhang
Anhang Bestätigungsvermerk
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der 2G Bio-Energietechnik Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken,
AG, Heek, aufgestellten Konzernabschluss mit hinreichender Sicherheit erkannt werden.
– bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlust- Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen
rechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und werden die Kenntnisse über die Geschäftstätig-
Eigenkapitalspiegel – und den Konzernlagebe- keit und über das wirtschaftliche und rechtliche
richt für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen
31. Dezember 2007 geprüft. Die Aufstellung von über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rah-
Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach men der Prüfung werden die Wirksamkeit des
den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften rechnungslegungsbezogenen internen Kon-
und den ergänzenden Bestimmungen der Sat- trollsystems sowie Nachweise für die Angaben
zung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht
Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe überwiegend auf der Basis von Stichproben be-
ist es, auf der Grundlage der von uns durch- urteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der
geführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss
Konzernabschluss und den Konzernlagebericht einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung
abzugeben. des Konsolidierungskreises, der angewandten
Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsät-
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung
ze und der wesentlichen Einschätzungen der
nach § 317 HGB unter Beachtung der vom In-
gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der
stitut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Ab-
und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auf-
schlussprüfung vorgenommen. Danach ist die
fassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend
Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass
sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die
Darstellung des durch den Konzernabschluss Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen
unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmä- geführt.
ßiger Buchführung und durch den Konzernla-
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der
gebericht vermittelten Bildes der Vermögens-,
Prüfung gewonnen Erkenntnisse entspricht der

66
Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften
und den ergänzenden Bestimmungen der Sat-
zung und vermittelt unter Beachtung der Grund-
sätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Ein-
klang mit dem Konzernabschluss, vermittelt ins-
gesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des
Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Regensburg, den 16. Mai 2008

Rödl & Partner GmbH


Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Kraus gez. Kästner


Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

67
Der Konzern Die Aktiengesellschaft

Bilanz Bilanz
Gewinn und Verlust Anhang
Anhang Bestätigungsvermerk
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

Bilanz der 2G Bio-Energietechnik AG

31.12.2006 31.12.2007
Aktiva
EUR EUR

A. Anlagevermögen
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 8.117.124,91

B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 1.679.440,41
2. Sonstige Vermögensgegenstände 0,00 73.895,40
0,00 1.753.335,81
II. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 0,00 2.204.575,27

III. Guthaben bei Kreditinstituten


Guthaben bei Kreditinstituten 49.636,21 28.260,48

49.636,21 12.103.296,47

68
31.12.2006 31.12.2007
Passiva
EUR EUR

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 4.030.000,00
II. Kapitalrücklage 0,00 7.975.300,00
III. Verlustvortrag 3.000,00 6.363,79
IV. Jahresfehlbetrag 3.363,79 477.973,13
43.636,21 11.520.963,08

B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 6.000,00 46.300,00

C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 3.263,58
2. Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 532.769,81
.. davon aus Steuern (465.080,40)
.. davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (74,14)
0,00 536.033,39

49.636,21 12.103.296,47

D. Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB 0,00 0,00

69
Der Konzern Die Aktiengesellschaft

Bilanz Bilanz
Gewinn und Verlust Anhang
Anhang Bestätigungsvermerk
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

Anhang zum Jahresabschluss


der 2G Bio-Energietechnik AG

A. Allgemeine Angaben zum Jahres- Planung und Errichtung von Blockheizkraftwer-


abschluss ken und anderen Anlagen zur Gewinnung bzw.
effizienten Nutzung elektrischer Energie sowie
1. Grundsätzliche Angaben
mit Blockheizkraftwerken verbundene Ser-
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2007
viceleistungen.
wurde nach den Vorschriften des Handelsge-
setzbuches über die Rechnungslegung von B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewer-
Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vor- tungsgrundsätzen
schriften des Gesetzes betreffend die Aktienge-
1. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewer-
sellschaft sowie den Regelungen des Gesell-
tungsmethoden
schaftsvertrages aufgestellt.

1.1. Bilanzierungsmethoden
Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft
Die Ansatzwahlrechte wurden gegenüber dem
finden die Vorschriften für kleine Kapitalge-
Vorjahr unverändert angewandt.
sellschaften im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB
Anwendung. 1.2. Bewertungsmethoden
Die Bewertungsmethoden wurden gegenüber
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung
dem Vorjahr unverändert angewandt.
der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246
- 251 HGB unter Berücksichtigung der besonde- Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt:
ren Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften,
§§ 268-274a, 276-278, und unter Beachtung Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte
der generellen Bewertungsvorschriften der §§ zu Anschaffungskosten angesetzt.
252-256 HGB sowie unter Berücksichtigung der
Die Forderungen und sonstigen Vermögensge-
besonderen Bewertungsvorschriften für Kapi-
genstände sind zum Nennwert angesetzt.
talgesellschaften §§ 279-283 HGB sowie der
ergänzenden Bestimmungen des AktG erstellt. Die Wertpapiere werden mit den Anschaffungs-
kosten angesetzt. Die Guthaben bei Kreditinstitu-
2. Geschäftszweig
ten und Schecks sind zum Nominalwert bewertet.
Die Gesellschaft betreibt im Wesentlichen die

70
Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe
der voraussichtlichen Verpflichtungen nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dotiert
und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken
und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leis-
tungen und sonstigen Verbindlichkeiten sind zu
Rückzahlungsbeträgen angesetzt.

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Finanzanlagen
Der Anteilsbesitz setzt sich wie folgt zusammen:

Buchwert Eigenkapital Jahresergebnis Anteil am


in EUR in EUR in EUR Eigenkapital
2G Energietechnik GmbH, Heek 8.004.388,91 1.857.896,84 1.232.325,52 100 %

AEM GmbH, Heek 112.736,00 -3.091,80 -64.690,29 90 %

8.117.124,91

71
Der Konzern Die Aktiengesellschaft

Bilanz Bilanz
Gewinn und Verlust Anhang
Anhang Bestätigungsvermerk
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

2. Forderungen und sonstige Vermögens- bis zu 765.000,00 EUR durch Ausgabe neuer
gegenstände Aktien erhöht werden. Dies dient der Gewährung
Die Forderungen gegenüber verbundenen Un- von Options- und Wandlungsrechten an Inhaber
ternehmen beinhalten das Verrechnungskonto von Options- und/oder Wandelschuldverschie-
gegenüber der 2G Energietechnik GmbH sowie bungen bzw. -genussscheinen.
ein Darlehen von 950.000,00 EUR mit einer
In die Kapitalrücklage wurden im Geschäftsjahr
Restlaufzeit von unter einem Jahr.
7.975,00 TEUR eingestellt.
3. Guthaben bei Kreditinstituten
5. Verbindlichkeiten und sonstige
Die liquiden Mittel sind zu Nennwerten ange-
Rückstellungen
setzt.
Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von
4. Eigenkapital einem Jahr umfassen 536 TEUR. Verbindlich-
Zum 31.12.2007 beträgt das Grundkapital keiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf
4.030.000 EUR. Es ist in 4.030.000 auf den Jahren bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Eine
Inhaber lautenden Aktien mit einem Nennwert Besicherung der Verbindlichkeiten erfolgt im
von 1 EUR eingeteilt. Mit Beschluss der außeror- Wege des handelsüblichen Geschäftsverkehrs.
dentlichen Hauptversammlung vom 09.07.2007
D. Sonstige Angaben
wurde der Vorstand ermächtigt, in der Zeit vom
01.08.2007 bis zum 12.06.2012 das Grund- 1. Mitteilungen gem. § 20 AktG
kapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Herr Christian Grotholt und Herr Ludger Gaus-
Aufsichtsrats ein- oder mehrmalig um bis zu ling haben der Gesellschaft gem. § 20 AktG
insgesamt 2.015.000,00 EUR durch Ausgabe mitgeteilt, dass ihnen je mehr als der vierte Teil
neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen der Aktien der 2G Bio-Energietechnik AG gehört.
zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Weiterhin Beide Mitteilungen wurden am 30.07.2007 im
wurde der Vorstand zur Ausgabe von Wan- elektronischen Bundesanzeiger bekanntgemacht.
del- und Optionsschuldverschreibungen sowie
Schaffung eines neuen bedingten Kapitals 2. Abhängigkeitsbericht
ermächtigt. Das Grundkapital kann dadurch um Der direkt gehaltene Anteil der Cobalt Holding

72
AG, Kükels, an der Gesellschaft betrug bis zum Holding BV, Drachten/NL
12.06.2007 mehr als 50 %.
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr eine Ver-
Der Vorstand hat gem. § 312 AktG einen Bericht gütung in Höhe von 10.000 EUR erhalten.
über die Beziehungen zu verbundenen Unter-
5. Durchschnittliche Zahl der während des
nehmen erstellt, der mit folgender Erklärung
Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitneh-
abschließt: „Berichtspflichtige Rechtsgeschäfte
mer nach Gruppe
oder Maßnahmen haben im Berichtszeitraum
Außer dem Vorstand wurden keine Mitarbeiter
nicht vorgelegen.“
beschäftigt.
3. Vorstand
Zum Vorstand war Herr Dr. Lukas Lenz bis zum
17.07.2007 bestellt. Ab dem 17.07.2007 sind
Herr Dipl.-Ing. Christian Grotholt Vorsitzender
des Vorstands und Ludger Holtkamp Mitglied
des Vorstands.

4. Aufsichtsrat
Dem Aufsichtsrat gehören im Geschäftsjahr an:

bis zum 17.07.2007


Philip Moffat, Kaufmann, Hamburg (Vorsitzender)
Delf Ness, Kaufmann, Hamburg
Michael Boeckel, Kaufmann, Hamburg

ab dem 17.07.2007
Dr. Lukas Lenz, Rechtsanwalt, Hamburg (Vorsitzender)
Gerhard Temminghoff, Landwirtschaftsmeister,
Vreden
Wiebe Hofstra, senior manager van der Wiel

73
Der Konzern Die Aktiengesellschaft

Bilanz Bilanz
Gewinn und Verlust Anhang
Anhang Bestätigungsvermerk
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen


Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden für Verträge in folgender Höhe:

2008 2009-2012 2013 ff.

EUR

Zahlstellen- und Anmeldestellendienst 2.500,00*1)

Designated Sponsor-Vertrag 30.000,00*2)

Listingbetreuungsvertrag 15.000,00*3)

Beratungsvertrag UBJ 28.800,00*4)

*1) Die quirin bank AG erhält eine Pauschale von 2.500 EUR pro Hauptversammlung. Der Vertrag ist unbefristet.

*2) Der Vertrag ist zunächst auf einen Zeitraum von einem Jahr abgeschossen und verlängert sich auf unbestimmte Zeit, wenn er nicht mit einer Frist von 6 Wochen zum

Ende des Vertragsjahres schriftlich gekündigt wird.

*3) Der Listingbetreuungsvertrag hat eine vereinbarte Laufzeit bis zum 31.12.2008. Er verlängert sich um jeweils ein weiteres Jahr, wenn er nicht mit einer Frist von

6 Wochen zum Jahresende gekündigt wird.

*4) Sofern der Beratungsvertrag nicht von einer der beiden Vertragsparteien bis zum 30.09.2008 bzw. der folgenden Jahre gekündigt wird, verlängert er

sich automatisch um weitere 12 Monate mit einer Kündigungsfrist von 3 Monaten zum Quartalsende.

7. Ergebnisverwendung Heek, im Mai 2008


Es wird vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag 2G Bio-Energietechnik AG
auf neue Rechnung vorzutragen.
Christian Grotholt Ludger Holtkamp
8. Geschäftsführerbezüge Vorstandsvorsitzender Vorstand
Der Vorstand erhielt im Jahr 2007 Gesamtbe-
züge in Höhe von 152.985,53 EUR. Die Bezüge
setzen sich zusammen aus lfd. Bezügen und
Tantiemeansprüchen.

74
75
Der Konzern Die Aktiengesellschaft

Bilanz Bilanz
Gewinn und Verlust Gewinn und Verlust
Anhang Anhang
Lagebericht Bestätigungsvermerk
Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertrags-
aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung lage wesentlich auswirken, mit hinreichender
sowie Anhang – unter Einbeziehung der Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung
Buchführung der 2G Bio-Energietechnik AG, der Prüfungshandlungen werden die Kennt-
Heek, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis nisse über die Geschäftstätigkeit und über
31. Dezember 2007 geprüft. Die Buchführung das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld
und die Aufstellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft sowie die Erwartungen über
nach den deutschen handelsrechtlichen Vor- mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen
schriften und den ergänzenden Bestimmun- der Prüfung werden die Wirksamkeit des
gen der Satzung liegen in der Verantwortung rechnungslegungsbezogenen internen Kon-
der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. trollsystems sowie Nachweise für die Anga-
Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der ben in Buchführung und Jahresabschluss
von uns durchgeführten Prüfung eine Beurtei- überwiegend auf der Basis von Stichproben
lung über den Jahresabschluss unter Einbe- beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung
ziehung der Buchführung abzugeben. der angewandten Bilanzierungsgrundsätze
und der wesentlichen Einschätzungen der ge-
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung
setzlichen Vertreter sowie die Würdigung der
nach § 317 HGB unter Beachtung der vom
Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses.
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestell-
Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung
ten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
eine hinreichend sichere Grundlage für unsere
Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist
Beurteilung bildet.
die Prüfung so zu planen und durchzuführen,
dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen
auf die Darstellung des durch den Jahres- geführt.
abschluss unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung vermittelten

76
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei
der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ent-
spricht der Jahresabschluss den gesetzlichen
Vorschriften und den ergänzenden Bestim-
mungen der Satzung und vermittelt unter
Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen Verhält-
nissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

Regensburg, den 9. Mai 2008

Rödl & Partner GmbH


Wirtschaftprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft


gez. Kraus gez. Kästner
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

77
78
Impressum

Herausgeber
2G Bio-Energietechnik AG
Benzstraße 10
48619 Heek
Telefon +49 (0) 2568 9347-0
www.2-g.de
vertrieb@2-g.de

Gestaltung
Holl Kommunikation
www.holl24.de

Druck
Lensing Druck
www.lensing-druck.de

79
2G Bio-Energietechnik AG • Benzstr. 10 • 48619 Heek • Tel. +49 (0) 2568 9347-0 • www.2-g.de

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